« Back to single view Compare: German ⇄ English
German — Auf den Pfaden der Gottesliebe.txt
Auf den Pfaden der Gottesliebe á ‘Abdu’l-Bahá á Bahá'í Verlag GmbH, Auflage 2.03 (O-2021-06-12)

Auf den Pfaden der Gottesliebe
‘Abdu’l-Bahá
Kommt man auf die Gestalt zu sprechen, die man als den Báb kennt, und will wissen, was Seine Gemeinde wirklich ist, so bekommt man viele Märchen aus aller Munde zu hören; in persischen Geschichtsbüchern und europäischen Chroniken stehen vielerlei Geschichten. Doch weil deren Behauptungen so unterschiedlich, die Erzählungen so verschieden sind, ist keine so glaubwürdig, wie sie sein sollte. Manche sind voll schärfster Kritik und ablehnend, manch ausländischer Bericht ist um Anerkennung bemüht, und bestimmte Autoren zeichneten auf, was sie selbst gehört haben, ohne sich auf Kritik oder Beifall einzulassen.
Da man diese verschiedenen Berichte in anderen Büchern nachlesen kann und es zu weitschweifig wäre, wollte man sie alle zitieren, soll hier in Kürze die Geschichte der Bewegung dargestellt werden – und was ich mit größtmöglicher Sorgfalt auf meinen Reisen gesammelt habe – aus allen Teilen Persiens, nah und fern, von Ortsfremden und Einheimischen, von Freunden und Feinden – und worüber Einmütigkeit herrscht, damit, wer nach dem Brunnen des Wissens dürstet und mit allen Geschehnissen vertraut werden will, eine Zusammenfassung des Tatbestandes zur Hand nehmen kann.
Der Báb war ein junger Kaufmann reiner AbstammungA1. Er wurde im Jahre 1235 (nach der Hijrah) am ersten Tag des MuḥarramA2 geboren, und nachdem Sein Vater Siyyid Muḥammad-Riḍá wenige Jahre später gestorben war, wuchs Er in der Obhut Seines Onkels von Mutterseite, des Kaufmanns Mírzá Sa‘íd ‘Alí, in Shíráz auf. Nachdem Er das Reifealter erreicht hatte, führte Er ein Handelsgeschäft in Búshihr, zunächst als Partner Seines Onkels und später selbständig. Nach allem, was man von Ihm weiß, war Er bekannt für Seine gottesfürchtige Rechtschaffenheit, Seine tugendhafte Frömmigkeit, und in den Augen der Menschen entsprach dies wirklich Seinem Wesen.
Als Er im Jahre 1260 (d.H.) in Seinem fünfundzwanzigsten Lebensjahr stand, zeigten sich in Seinem Verhalten, Seinen Lebensgewohnheiten und Seinem Auftreten bestimmte Züge, die in Shíráz deutlich machten, daß Er einen geistigen Kampf in sich austrug, daß Seine Schwingen Ihn zu höheren Zielen trugen. Er begann zu reden und beanspruchte die Stufe des BábA3. Was Er mit der Bezeichnung Báb (das Tor) ausdrücken wollte, war, daß Er den Weg zu bahnen hatte für die Gnade einer großen, noch hinter dem Schleier der Herrlichkeit verborgenen Persönlichkeit, welche im Besitz unzähliger grenzenloser Vollkommenheiten ist – eine Person, durch deren Willen Er sich bewege und an deren Liebesbund Er sich klammere. Und im ersten Buch, das Er zur Erläuterung der Súrih JosefA4 schrieb, richtete Er sich mit jedem Satz an diesen Unsichtbaren, von dem Er Beistand und Gnade empfing, ersuchte Ihn um Hilfe bei der Wegbereitung für Sein Kommen und gab Seiner Sehnsucht Ausdruck, das Leben auf dem Pfad Seiner Liebe zu opfern.
So findet sich unter anderem der Satz: »O Du Spur Gottes! Dir habe ich mich ganz geopfert; um Deinetwillen habe ich Flüche auf mich genommen, und auf dem Pfade Deiner Liebe habe ich nur den Märtyrertod ersehnt. Gott, der Erhabene, genügt als ewiger Schutz.«Q1
Auch verfaßte Er eine Anzahl Arbeiten zur Erläuterung von Qur’ánversen, Predigten und Gebeten in arabischer Sprache und forderte die Menschen eindringlich auf, das Erscheinen dieser Person zu erwarten. Die Bücher nannte Er Beseelte Blätter und Worte des Gewissens. Aber bei näherem Hinsehen stellt sich heraus, daß Er keinen Anspruch auf Offenbarung durch einen Engel erhob.A5
Das war in den Augen der Menschen übernatürlich, denn es war bekannt, daß Er keine theologische Ausbildung hatte. Einige fühlten sich von Ihm angezogen, der größere Teil aber bekundete starkes Mißfallen, während all die gelehrten Doktoren und angesehenen Juristen, die Stühle, Altäre und Kanzeln innehatten, einhellig für die Unterdrückung und Ausrottung [dieser Häresie] stimmten, ausgenommen einige Geistliche der Shaykhí-Schule, Klausner und Einsiedler, die entsprechend ihrer Lehre immer nach einer großen, unvergleichlichen, vertrauenerweckenden Person gesucht hatten, die sie gemäß ihrer eigenen Terminologie als den ›Vierten Pfeiler‹A6 und die zentrale Manifestation der Wahrheiten der ›Deutlichen Religion‹ betrachteten.
Aus diesem Kreis kamen Mullá Ḥusayn aus Bushrúyih, Mírzá Aḥmad aus Azghand, Mullá Ṣádiq Muqaddas (›der Heilige‹), Shaykh Abú-Turáb aus Ishtihárd, Mullá Yúsuf aus Ardibíl, Mullá Jalíl aus Urúmíyyih, Mullá Mihdí aus Kand, der Inder Shaykh Sa‘íd, Mullá ‘Alí aus Basṭám und andere zu Ihm und verteilten sich anschließend über ganz Persien.
Der Báb selbst machte sich auf, das Haus Gottes zu umschreiten.A7 Als die Nachricht von Seiner Rückkehr nach Búshihr in Shíráz eintraf, wurde viel getuschelt, und in der Stadt kam eine sonderbar gereizte Unruhe auf. Die meisten Doktoren versteiften sich darauf, Ihn nicht anzuerkennen, und sannen auf Tod und Verderben; sie brachten den Gouverneur von Fárs, Ḥusayn Khán Ájúdán-Báshí, dazu, die Sendboten des Báb, in diesem Fall Mullá Ṣádiq Muqaddas, auspeitschen zu lassen; dann brannten sie ihm sowie Mírzá Muḥammad-‘Alí aus Bárfurúsh und Mullá ‘Alí-Akbar aus Ardistán die Bärte ab, legten den drei Männern Halfter an und trieben sie durch die Straßen und Bázáre.
Und weil die persischen Schriftgelehrten von Staatskunst nichts verstehen, dachten sie, man könne die Sache mit Gewalt ersticken und zum Schweigen bringen, damit sie aus der Welt und in Vergessenheit geriete; doch wenn man sich in Gewissensangelegenheiten einmischt, wirkt dies, wie die Erfahrung immer wieder bestätigt, nur festigend, es erregt Aufmerksamkeit und zieht die Seelen an. So sorgte diese Strafe für öffentliches Aufsehen und bewog viele Menschen dazu, sich zu erkundigen.
Der Gouverneur von Fárs tat, was den Doktoren ratsam schien, schickte mehrere Berittene, ließ den Báb vorführen, tadelte und schalt Ihn vor den anwesenden Doktoren und Gelehrten und forderte Seinen Widerruf. Und als der Báb die Vorwürfe zurückwies und sich behauptete, beleidigten und beschimpften sie Ihn, und auf einen Wink des Vorsitzenden versetzten sie Ihm einen so heftigen Schlag, daß Ihm der Turban vom Kopf fiel und auf Seinem Gesicht sich der Striemen von dem Schlag abzeichnete. Am Ende der Zusammenkunft beschlossen sie zu beraten, und nachdem sich Sein Onkel Ḥájí Siyyid ‘Alí für Ihn verbürgt und Sicherheit geleistet hatte, schickten sie Ihn nach Hause und verboten Ihm jeden Verkehr mit Vertrauten und Fremden.
Eines Tages riefen sie Ihn in die Moschee und nötigten Ihn heftig zu widerrufen, Er aber redete von der Kanzel in einer Weise, daß die Anwesenden überwältigt verstummten, während Seine Anhänger an Glaubensgewißheit erstarkten. Man nahm damals an, Er erhöbe den Anspruch, Träger der Gnade des hohen Herrn des Zeitalters – Friede sei mit Ihm – zu sein, aber später erkannte man deutlich, daß Seine Bedeutung darin lag, das Tor zu einer anderen Stadt zu sein [Bábíyyat]A8 und Mittler für die Gnade eines anderen, dessen Eigenschaften und Attribute in Seinen Büchern und Abhandlungen verzeichnet waren.
Jedenfalls schwirrten die Gerüchte, weil, wie gesagt, die Schriftgelehrten in Verwaltungsdingen weder Erfahrung noch Fähigkeiten besaßen und eine Flut von Beschlüssen faßten. Ihr Streit mit dem Báb löste Tumult in ganz Persien aus, schuf wachsende Begeisterung bei den Freunden und ermutigte die Zögernden zum Aufbruch. Denn durch diese Vorkommnisse nahm das Interesse der Menschen zu, und überall in Persien kehrten sich Diener [Gottes] Ihm zu, bis die Angelegenheit solches Gewicht gewann, daß der verstorbene König Muḥammad SháhA9 eine Persönlichkeit wie Siyyid Yaḥyá aus Dáráb – einen der bekanntesten Gelehrten und Siyyids, Gegenstand der Verehrung und des Vertrauens – beauftragte, sich mit Pferd und Geld für die Reise versehen, nach Shíráz zu begeben und die Angelegenheit dort zu untersuchen.
Als der Siyyid nach Shíráz kam, führte er mit dem Báb drei Gespräche. Bei den ersten beiden Begegnungen wechselten Frage und Antwort; bei der dritten bat er um einen Kommentar zur Súrih KawtharA10, und als der Báb, ohne im geringsten zu überlegen, in seiner Gegenwart einen kunstvollen Kommentar zur Súrih Kawthar niederschrieb, war der Siyyid entzückt und für Ihn gewonnen, er eilte auf der Stelle, unbesorgt ob seiner Zukunft oder der Folgen seiner Liebe, nach Burújird zu seinem Vater Siyyid Ja‘far, bekannt als Kashfí, und machte ihn mit der Sache vertraut. Und wenngleich er ein kluger Kopf war, der die Erfordernisse der Zeit in Betracht zu ziehen pflegte, schrieb er unbekümmert einen ausführlichen Bericht über seine Beobachtungen an den Haushofmeister Mírzá Luṭf-‘Alí, damit dieser ihn dem König zur Kenntnis bringe, indessen er selbst durch ganz Persien reiste und von den Kanzeln herab die Menschen in allen Städten und Plätzen zusammenrief, so daß andere gelehrte Doktoren zu dem Schluß kamen, daß er verrückt sein müsse, und dies als klaren Fall von Verhextheit ansahen.
Als nun die Nachricht von den Schlußfolgerungen der Doktoren und das Geschrei der Rechtsgelehrten nach Zanján drangen, sandte der Geistliche Mullá Muḥammad-‘Alí, ein überzeugend redegewandter Mann, einen Vertrauensmann nach Shíráz, um die Angelegenheit untersuchen zu lassen. Nachdem dieser Mann sich gebührend mit den Vorkommnissen bekannt gemacht hatte, kehrte er mit einigen Schriften [des Báb] zurück. Als der Geistliche hörte, wie die Sache stand, und sich mit den Schriften vertraut gemacht hatte, verlor er, ungeachtet der Tatsache, daß er als erfahrener und hochgelehrter Mann bekannt war, die Fassung, wie das Schicksal es wollte: Er packte seine Bücher im Studierzimmer zusammen und sagte: »Die Zeit des Frühlings und des Weins ist da«, und tat den Spruch: »Nach Wissen suchen, wo man Wissen schon hat, ist sträflich.« Dann forderte er von der Kanzel herab alle seine Schüler auf, [die Lehre anzunehmen]. Danach schrieb er an den Báb und bekannte sich zum Glauben.
In Seiner Antwort verdeutlichte ihm der Báb die Pflicht des Gemeinschaftsgebets.
Obwohl die Doktoren von Zanján mit Herz und Seele ans Werk gingen, die Menschen zu ermahnen, erreichten sie nichts. Schließlich sahen sie sich veranlaßt, sich an Ṭihrán zu wenden und sich bei dem damaligen König Muḥammad Sháh zu beschweren und ihn zu bitten, Mullá Muḥammad-‘Alí nach Ṭihrán vorzuladen. So erging der königliche Befehl, daß er erscheinen solle.
Als er nach Ṭihrán kam, führte man ihn vor eine Versammlung von Schriftgelehrten, aber wie berichtet wird, kam man mit ihm nach vielen Disputen zu keinem Ergebnis. Der König verlieh ihm einen StabA11, schenkte ihm fünfzig Túmán zur Bestreitung seiner Reisekosten und erlaubte ihm heimzukehren.
Jedenfalls verbreitete sich diese Neuigkeit in ganz Persien, und mehrere Bekehrte kamen nach Fárs. Da begriffen die Schriftgelehrten, daß die Sache wichtig wurde, daß ihren Händen die Macht, damit umzugehen, entglitten war und daß Kerker, Prügel, Folter und Schmähungen fruchtlos blieben. Daher bedeuteten sie Ḥusayn Khán, dem Gouverneur von Fárs: »Wenn du das Feuer löschen und die Spaltung sicher aufhalten willst, gibt es entschieden nur ein wirksames Mittel: den Báb zu töten. Außerdem hat der Báb ein großes Heer versammelt und plant einen Aufstand.«
Also befahl Ḥusayn Khán dem Polizeichef ‘Abdu’l-Ḥamíd Khán, das Haus des Mutteronkels des Báb um Mitternacht von allen Seiten zu überfallen und ihm den Báb und Seine Anhänger in Handschellen vorzuführen. Aber ‘Abdu’l-Ḥamíd Khán und seine Truppen fanden im Haus nur den Báb, Seinen Onkel und Siyyid Káẓim aus Zanján vor. Und zufällig brach gerade in dieser Nacht bei extrem heißem Wetter eine Seuche aus und veranlaßte Ḥusayn Khán zur Flucht. So entließ er den Báb unter der Auflage, die Stadt zu verlassen.
Am Morgen danach machte sich der Báb mit Siyyid Káẓim von Shíráz auf nach Iṣfahán. Bevor sie dort ankamen, schrieb Er einen Brief an den Mu‘tamidu’d-Dawlih, den Gouverneur der Provinz, und bat um eine geeignete, von der Regierung genehmigte Unterkunft. Der Gouverneur wies Ihm das Haus des Imám-Jum‘ih zu. Dort wohnte Er vierzig Tage lang und schrieb eines Tages auf Ersuchen des Imáms in dessen Anwesenheit ohne lange zu überlegen einen Kommentar zur Súrih V’al-‘AṣrA12. Als der Mu‘tamid davon hörte, ersuchte er um ein Gespräch mit Ihm und fragte Ihn nach der ›Besonderen Mission‹. Bei diesem Gespräch wurde eine Antwort zum Beleg der ›Besonderen Mission‹ niedergeschrieben.
Da gab der Mu‘tamid den Befehl, daß alle Schriftgelehrten zusammenkommen und auf einer gemeinsamen Sitzung mit dem Báb diskutieren sollten und daß sein Privatsekretär die Diskussion wortwörtlich mitschreiben solle, damit die Aufzeichnung nach Ṭihrán gesandt, und was des Königs Erlaß dann verfüge, ausgeführt werde.
Aber weil die Schriftgelehrten meinten, daß dieser Plan das Gesetz umgehe, waren sie nicht damit einverstanden, sondern hielten eine Sitzung ab und schrieben: »Zusammenkunft und Diskussion sind dann nötig, wenn ein Zweifel über eine Sache besteht, da diese Person aber klarer als die Sonne im Widerspruch zum leuchtendsten Gesetz steht, ist es am besten, den Spruch des Gesetzes anzuwenden.«
Da wünschte der Mu‘tamid, daß die Zusammenkunft in seiner Gegenwart stattfinde, damit die Wahrheit aufgedeckt und die Herzen beruhigt werden, aber mit Ausnahme des äußerst belesenen Weisen Áqá Muḥammad-Mihdí und des bedeutenden Platonisten Mírzá Ḥasan aus Núr billigten diese klugen Schriftgelehrten und ehrenwerten Scholaren, die das klare Gesetz nicht verachtet sehen wollten, keine Diskussion und keine Auseinandersetzung mit einem jungen Kaufmann. Also beschränkte sich die Versammlung auf Fragen zu bestimmten Punkten der fundamentalen Dogmenlehre und die Erklärung der Lehrsätze des Mullá Ṣadrá. Da der Gouverneur nach dieser Konferenz zu keinem Schluß gelangen konnte, wurde der strenge Urteilsspruch der gelehrten Doktoren nicht ausgeführt. Weil er aber besorgt war, die große Unruhe schnell zu besänftigen und einen öffentlichen Tumult wirksam zu verhindern, setzte er das Gerücht in Umlauf, ein Erlaß habe den Báb nach Ṭihrán befohlen, damit man die Sache endgültig beilegen oder ein beherzter Geistlicher [Ihn] widerlegen könne.
Dementsprechend ließ er Ihn mit einer Abteilung seiner berittenen Leibgarde aus Iṣfahán fortreiten. Als sie aber nach Múrchih-KhárA13 gelangten, ließ er Ihn durch geheimen Befehl nach Iṣfahán zurückkehren, wo er Ihm unter seinem eigenen Dach Zuflucht und Asyl bot, und keine Seele außer den vertrauenswürdigen Angehörigen des Mu‘tamid wußte etwas von der Anwesenheit des Báb.
Auf diese Weise vergingen vier Monate, und der Mu‘tamid verschied zur Barmherzigkeit Gottes. Gurgín Khán, der Neffe des Mu‘tamid, wußte vom Aufenthalt des Báb in den Privatgemächern und stellte die Angelegenheit dem Premierminister dar. Ḥájí Mírzá Áqásí, der berühmte Minister, befahl, den Báb heimlich und verkleidet, eskortiert von Nuṣayrí-Reitern, in die Hauptstadt zu schicken.
Als sie nach Kinár-Gird kamen, traf ein neuer Befehl vom Premierminister ein, der dem Báb den Weiler Kulayn als Wohnsitz zuwies. Dort blieb Er zwanzig Tage. Dann sandte der Báb einen Brief an den König und ersuchte um eine Audienz, um Seine Lage zu klären, in der Erwartung, daß dies sehr vorteilhaft sei. Der Premierminister vereitelte dies, indem er in der königlichen Gegenwart geltend machte: »Die königliche Reiterei ist im Aufbruch begriffen, und sich mit Fragen wie dieser zu beschäftigen, kann zum Zerfall des Reiches führen. Auch steht außer Zweifel, daß die angesehensten Doktoren der Hauptstadt sich genauso verhalten werden wie die Doktoren in Iṣfahán, was zum Volksaufstand führen wird, oder daß ihnen nach der Religion des unbefleckten ImámsA14 das Blut dieses Siyyids bedeutungslos ist, ja [es zu vergießen] rechtmäßiger als Muttermilch. Der kaiserliche Troß ist zum Aufbruch bereit, weit und breit kein Hindernis in Sicht. Zweifellos würde die Anwesenheit des Báb schwerste Unruhen und größtes Unheil verursachen. Darum ist es im Augenblick das Klügste, diese Person, solange der königliche Troß vom kaiserlichen Thronsitz abwesend ist, in der Festung Máh-Kú unterzubringen und die Gewährung einer Audienz auf die Zeit nach der Rückkehr zu verschieben.«
Entsprechend dieser Ansicht wurde ein Brief von Hand der Majestät an den Báb gerichtet, und nach dem überlieferten Bericht über dessen Inhalt lautete er auszugsweise wie folgt.
(Nach den Titeln:) »Da der königliche Troß im Begriff steht, von Ṭihrán aufzubrechen, ist ein Zusammentreffen in angemessener weise nicht möglich. Gehe du nach Máh-Kú und bleibe dort, ruhe eine Weile und bete für unseren siegreichen Staat. Wir haben dafür gesorgt, daß man dir unter allen Umständen Achtung entgegenbringt. Wenn wir von der Reise zurückkehren, werden wir dich besonders einladen.«
Hiernach schickten sie Ihn fort nach Tabríz und Máh-Kú, bewacht von einigen Berittenen, darunter dem Kurier Muḥammad Big.
Außerdem erzählen die Anhänger des Báb von einigen Botschaften – darunter ein Versprechen, den Fuß des verstorbenen Königs zu heilen unter der Bedingung, daß er Ihm ein Gespräch gewähre und die Tyrannei der Mehrheit abschaffe –, die der Báb Muḥammad Big anvertraute, deren Übermittlung an den König der Premierminister aber verhindert habe, weil er selbst den Anspruch auf geistige Führerschaft erhob und bereit war, die Funktionen eines Geistlichen auszuüben. Andere dagegen stellen diese Erzählungen in Abrede.
Jedenfalls schrieb der Báb auf der Reise einen Brief an den Premierminister und fragte darin: »Du riefest Mich von Iṣfahán, um die Schriftgelehrten zu treffen und die Sachlage endgültig zu klären. Was ist nun geschehen, daß dieser ausgezeichnete Plan ausgetauscht wurde gegen Máh-Kú und Tabríz?«
Obgleich Er vierzig Tage in der Stadt Tabríz blieb, ließen sich die Schriftgelehrten nicht herbei, zu Ihm zu kommen, sie hielten es nicht für richtig, Ihn zu treffen. Dann schickten sie Ihn fort in die Festung Máh-Kú und steckten Ihn für neun Monate in die unerreichbare Burg inmitten jenes Hochgebirges. Und ‘Alí Khán aus Máh-Kú erwies Ihm in seiner übergroßen Liebe für die Familie des Propheten soviel Aufmerksamkeit, wie er konnte, und erlaubte [einigen Personen], mit Ihm zu verkehren.
Als nun die hochgebildeten Geistlichen von Ádhirbáyján merkten, daß um Tabríz herum überall soviel Tumult brodelte, als sei der jüngste Tag angebrochen, ersuchten sie die Regierung, die Anhänger [des Báb] zu bestrafen und den Báb in die Festung Chihríq fortzuschaffen. Also schickten sie Ihn dorthin und gaben Ihn dem Kurden Yaḥyá Khán in Obhut.
Ruhm sei Gott! Ungeachtet dieser Beschlüsse großer Doktoren und würdiger Rechtsgelehrter und der strengen Strafen seitens der Regierenden – Schläge, Vertreibung, Kerker – wuchs die kleine Gemeinde täglich, und es gab soviel Diskussion und Streit, daß bei Treffen und Versammlungen überall in Persien nur über dieses Thema gesprochen wurde. Ein gewaltiger Aufruhr entstand: Die Doktoren der ›Deutlichen ReligionA15‹ jammerten, das einfache Volk tobte aufgeregt, und die FreundeA16 frohlockten mit Beifall.
Der Báb aber maß diesem Tumult keine Bedeutung bei, Er war, ob unterwegs oder auf den Festungen Máh-Kú und Chihríq, morgens und abends, Tag und Nacht, immer nur damit befaßt, in höchster Verzückung und staunend über die Eigenschaften und die göttlichen Attribute jener abwesend-gegenwärtigen, geachteten und achtsamen PersonA17 zu meditieren. So spricht Er einmal von Ihm in diesem Sinn:
»Obwohl das Meer des Leides von allen Seiten tobt, die Pfeile des Schicksals rasch einander folgen und die Finsternis des Kummers und der Heimsuchungen Leib und Seele bedrückt, ist doch Mein Herz licht vom Gedenken an Dein Antlitz und Meine Seele ein Rosengarten, voll vom Duft Deines Wesens.«
Kurzum, nachdem Er drei Monate in der Festung Chihríq verbracht hatte, schrieben die hohen Schriftgelehrten von Tabríz und die Scholaren von Ádhirbáyján nach Ṭihrán und verlangten eine strenge Bestrafung des Báb, weil Er das Volk einschüchtere und verschrecke. Als der Premierminister Ḥájí Mírzá Áqásí aus allen Ecken Persiens den Aufruhr und das Geschrei der gelehrten Doktoren vernahm, machte er sich notgedrungen zum Komplizen und befahl, Ihn von Chihríq nach Tabríz zu bringen. Auf der Durchreise in Urúmíyyih behandelte Ihn der Bezirksgouverneur Qásim Mírzá mit außerordentlicher Ehrerbietung, und wie selten strömten die Menschen, hoch und niedrig, herbei. Sie verhielten sich äußerst hochachtungsvoll.
In Tabríz brachte man den Báb einige Tage nach Seiner Ankunft vor das Tribunal des Gouverneurs. Von den gelehrten Doktoren waren der Niẓámu’l-‘Ulamá, Mullá Muḥammad-i-Mamaqání, der Imám-Jum‘ih Mírzá Ahmad, der Shaykhu’l-Islám Mírzá ‘Alí-Aṣghar und einige andere Geistliche zugegen. Sie stellten Fragen bezüglich der Lehrbehauptungen des Báb. Er erhob den Anspruch, der ›MihdíA18‹ zu sein, worauf ein großer Tumult losbrach. Bedeutende, überaus machtvolle Doktoren umringten Ihn von allen Seiten, und die Orthodoxie setzte Ihm derart zu, daß es kein Wunder gewesen wäre, wenn der bescheidene junge Mann diesem Gebirge nicht standgehalten hätte. Sie verlangten Beweise. Ohne Zögern rezitierte Er Verse und sagte: »Dies ist für immer der mächtigste Beweis.« Sie kritisierten Seinen Satzbau. Er führte Argumente aus dem Qur’án an und wies auf Beispiele ähnlicher Verstöße gegen die Regeln der Grammatik hin. So löste sich die Versammlung auf und der Báb kehrte in Seine Unterkunft zurück.
Den der Himmel zum Kronprinzen gemacht, war damals Gouverneur von Ádhirbáyján. Er fällte kein Urteil über den Báb und wollte auch nichts mit Ihm zu tun haben. Aber die Schriftgelehrten hielten es für angebracht, wenigstens eine strenge Züchtigung über Ihn zu verhängen, und entschieden sich für die Prügelstrafe. Aber keiner von der FarraschenschaftA19 wollte das Werkzeug zum Vollzug dieser Strafe werden. Da nahm Ihn der Shaykhu’l-Islám Mírzá ‘Alí-Aṣghar, ein erlauchter Siyyid, mit nach Hause und verabreichte Ihm die Stockhiebe eigenhändig. Dann schickten sie den Báb zurück nach Chihríq und unterwarfen Ihn einer strengen Haft.
Als sich nun die Nachricht von den Schlägen, der Züchtigung, der Haft und all der Härte in ganz Persien herumsprach, gürteten die gelehrten Geistlichen und geschätzten Rechtsgelehrten, die das Sagen hatten und die Macht besaßen, ihre Lenden, um diese Gemeinde kleinzukriegen und auszurotten, und sie nahmen alle Kraft zusammen. Sie gaben schriftlich ihr Urteil zu Protokoll, »daß diese Person und ihre Anhänger völlig im Irrtum sind, schädlich für Religion und Staat«. Und die Gouverneure, die sich in Persien unbeschränkter Amtsgewalt erfreuten, richteten sich in einigen Provinzen nach diesem Urteil und wurden handgemein, die Bábí auszumerzen und zu zerstreuen. Aber der damalige König Muḥammad Sháh handelte bedachtsam in dieser Sache und überlegte: »Dieser Jüngling ist reiner Abstammung und aus der Familie des ›nur um Deinetwillen‹Q2. Solange er nichts Anstößiges tut, das mit dem öffentlichen Frieden und dem Gemeinwohl unvereinbar wäre, sollte die Regierung nicht eingreifen.« Und wann immer die gelehrten Doktoren aus den umliegenden Bezirken sich an ihn wandten, gab er entweder keine Antwort, oder befahl ihnen, mit Bedacht zu handeln.
Dessenungeachtet nahmen die Auseinandersetzungen, die Diskussionen und der Streit zwischen bedeutenden Doktoren und erlauchten Gelehrten mit ihren gebildeten Gegnern, den Anhängern des Báb, derart zu, daß sie in manchen Provinzen einander zum Teufel wünschten; für die Provinzgouverneure eröffneten sich daraus Möglichkeiten, Gewinne einzustreichen, so daß ein großer Tumult entstand.

Und da die Gicht den Fuß des Königs heftig plagte und sein ganzes weltordnendes Denken in Anspruch nahm, wurde das Gutdünken des Premierministers, des berühmten Ḥájí Mírzá Áqásí, zum Angelpunkt der Staatsgeschäfte, und klarer als die Sonne trat seine Unfähigkeit und Engstirnigkeit zutage.

Denn von Stunde zu Stunde war er anderer Meinung und gab einen neuen Befehl:

Jetzt unterstützte er die Schriftgelehrten und hielt die Unterdrückung und Ausrottung der Bábí für nötig, ein andermal warf er den Doktoren Angriffslust vor und betrachtete unangebrachte Einmischung als Unrecht, dann wieder wurde er zum Mystiker und sagte:

»Alle Stimmen sind vom König«Q3, oder plapperte:

»Moses liegt im Krieg mit Moses«Q4, oder:

»Dies ist nur eine Prüfung von Dir.«Q5 Kurz, dieser wankelmütige Minister handelte infolge seiner Mißwirtschaft in wichtigen Angelegenheiten und seines Versagens bei der Kontrolle und Regelung der öffentlichen Belange derart, daß sich aus allen Ecken und Enden Aufregung und Geschrei erhob:

Der angesehenste und einflußreichste der Schriftgelehrten brachte das gemeine Volk dazu, die Anhänger des Báb zu bedrängen, und ein allgemeiner Sturm brach los.

Besonders als den bedeutenden Geistlichen und weisen Doktoren der Anspruch auf den Rang des Mihdí zu Ohren kam, begannen sie auf ihren Kanzeln zu jammern und zu schreien und beklagten sich:

»Ein Hauptzug der Religion und der authentischen, von den heiligen Imámen überlieferten Traditionen, ja die Hauptgrundlage für die Fundamente der Gemeinde seiner Hoheit Ja‘far ist die Verborgenheit des unbefleckten zwölften Imáms – Friede sei mit beiden.

Was geschah mit Jábulqá?

Wohin schwand Jábulsá?31 Was war die kleine Verborgenheit?

Was ist mit der großen Verborgenheit?

Wie sind die Reden des Ḥusayn Ibn-i-Rúḥ31 und wie die Tradition von Ibn-i-Mihríyár?31 Was machen wir mit dem Flug der Hüter und Helfer?31 Wie halten wir es mit der Eroberung des Ostens und Westens?

Wo ist der Esel des Antichristen?31Wann wird der Sufyán31 erscheinen?

Wo sind die Zeichen, die in den Traditionen der Heiligen Familie stehen?

Wo ist das, womit der Siegreiche Glaube einverstanden ist?

Es gibt nur zwei Möglichkeiten:

Entweder müssen wir die Traditionen der heiligen Imáme zurückweisen, der Religion Ja‘fars31 überdrüssig werden und die klaren Hinweise des Imáms als wirre Träume abtun, oder in Übereinstimmung mit den Haupt- und ergänzenden Lehren des Glaubens und den wesentlichen, klaren Aussagen des leuchtendsten Gesetzes die Zurückweisung, nein die Vernichtung dieser Person als unsere oberste Pflicht ansehen.

Wenn wir unsere Augen vor diesen authentischen Überlieferungen und allgemein anerkannten deutlichen Lehrsätzen verschließen, wird nichts mehr bleiben von der fundamentalen Grundlage der Religion des unbefleckten Imáms:

Wir werden weder Sunníten sein, noch der herrschenden ParteiA20 angehören, die weiterhin den verheißenen Heiligen erwartet und an den gezeugten Mihdí glaubt.

Andernfalls müßten wir die Öffnung der Pforte der Heiligkeit als zulässig ansehen und bedenken, daß Er, der sich aus der Familie Muḥammads erheben wird, zwei Zeichen besitzt: erstens heilige Abstammung, zweitens, daß Er mit leuchtenden Versen [von Gott] gewappnet ist.

Was sollen wir machen mit diesem jahrtausendalten Glauben der erlösten Schiitenschar, was sollen wir sagen zu ihren tiefschürfenden Doktoren und überragenden Geistlichen?

Sollten sie sich alle geirrt haben?

Wanderten sie alle im Tal der Übertretung?

Das anzunehmen, ist offensichtlich völlig falsch!

Bei Gott, die Sache kann uns das Kreuz brechen!

O Menschen, löscht dieses Feuer und vergeßt diese Worte!

Ach!

Wehe unserem Glauben, wehe unserem Gesetz.«
So jammerten sie in Moscheen und Kapellen, auf Kanzeln und wo sie sonst zusammenkamen.
Aber die Bábíführer verfaßten Abhandlungen wider sie und veröffentlichten Gegendarstellungen aus ihrer Sicht.

Sie im einzelnen zu besprechen, würde zu weit führen, unser Gegenstand ist die Geschichte, nicht Argumente für oder wider den Glauben; aber das Wesentliche einiger Entgegnungen ist, daß sie besonderen Wert auf rationale Beweisführung legten und die zwingende Evidenz für gewichtiger hielten als Traditionen, wobei sie erstere als Wurzel und die Tradition als Sproß betrachteten und sagten:

»Wenn der Sproß nicht zur Wurzel paßt, taugt er nicht als Argument und ist nicht verläßlich; die überlieferte Folgerung hat kein Recht, sich gegen das herrschende Prinzip zu stellen, sie kann ihm nicht widersprechen.« In solchen Fällen sahen sie in der [richtigen] Interpretation die eigentliche Wahrheit der Offenbarung und den Sinn wirklicher Exegese:

So interpretierten sie zum Beispiel die Souveränität des Qá’im als eine mystische Souveränität, und Seine Siege als Siege über die Städte der Herzen, und als Beweis führten sie die Demut und das Scheitern des Königs der Märtyrer an – möge alles Leben ein Opfer für ihn sein.

Denn er war das leibhaftige Beispiel für den gesegneten Vers:

»Und daß Unsere Heerschar sicherlich siegreich sein wird«Q6, dennoch trank er in vollkommener Demut den Kelch des Martyriums, und im Augenblick seiner völligen Niederlage triumphierte er über seine Feinde und wurde der Mächtigste unter den Höchsten Heerscharen.

Ebenso führten sie die Vielzahl von Schriften, die der Báb ungeachtet Seiner mangelnden Ausbildung verfaßt hatte, auf Eingebung des Heiligen Geistes zurück, deckten Widersprüche in den Büchern bedeutender Gelehrter auf, führten Traditionen an, die offensichtlich zu ihrer eigenen Anschauung paßten, und argumentierten mit den Verheißungen früherer Gewährsleute.

Außerdem betrachteten sie den Glaubensübertritt nüchterner, selbstdenkender Doktoren und bedeutender Vorkämpfer der ›Deutlichen ReligionA21‹ als gültigen Beweis, hielten die unerschütterliche Standhaftigkeit des Báb für ein höchst mächtiges Zeichen und erzählten von Wundern und dergleichen – alles Dinge, die nicht zu unserem Thema gehören; wir haben sie kurz gestreift und werden jetzt mit unserem Gegenstand fortfahren.
Zur selben Zeit traten unter den Bábí bestimmte Personen hervor, die in ihren Augen herausragende Qualitäten besaßen. Dazu gehörte Mírzá Muḥammad-‘Alí aus Mázindarán, ein Jünger des erlauchten Siyyids Hájí Siyyid Káẓim aus Rasht – möge Gott seine Stufe erhöhen –, der Gefährte und Begleiter des Báb auf Seiner Pilgerreise. Nach einer Weile bezeugte er solches Verhalten, daß alle völlig überzeugt den Gehorsam gegen ihn als ihre unerschütterliche Schutzburg betrachteten und selbst Mullá Ḥusayn aus Bushrúyih, ihr aller Führer, den die Bábí, hoch und niedrig, als Richter anriefen, sich in seiner Gegenwart ganz demütig und bescheiden gab wie ein niedriger Diener.
Diese Persönlichkeit machte sich zur Aufgabe, mit größter Zielstrebigkeit dem Wort des Báb Geltung zu verschaffen, und der Báb pries und verherrlichte ihn mit vollem Recht und sah in seinem Einsatz die Hilfe des Unsichtbaren. In seinem Vortrag und Stil war er ›offenbar bezaubernd‹, und in seiner festen Beharrlichkeit allen überlegen. Am Ende opferte er im Jahr 1265 [d.H.] nach seiner Verurteilung durch den obersten Rechtsgelehrten, den Sa‘ídu’l-‘Ulamá und obersten Geistlichen von Bárfurúsh, sein Haupt und gab sein Leben hin inmitten schreiendsten Tumults.
Unter ihnen war auch sie, Qurratu’l-‘Ayn genannt, die Tochter des Ḥájí Ṣáliḥ, des Weisen von Qazvín, des Hochgelehrten.

Sie war den Berichten zufolge geschickt in vielen Künsten und verblüffte durch ihre beredten Abhandlungen über die Auslegung und Überlieferung des ›Deutlichen Buches‹ Sinn und Verstand der bedeutendsten Meister.

Sie war ein mächtiges Symbol für die Lehren des ruhmvollen Shaykhs von Aḥsá.

An den Erhabenen Schreinen holte sie sich Licht in geistigen Dingen aus der Lampe Káẓims und setzte freudig ihr Leben ein auf dem Pfade des Báb.

Sie erhob die Stimme, um ihrer Lehre Gehör zu verschaffen, und diskutierte und stritt mit Doktoren und Weisen.

Sie erlangte solchen Ruhm, daß die meisten Gelehrten und Mystiker begierig waren, ihre Rede zu hören und die Kraft ihrer geistigen Schau und ihrer Beweisführung kennenzulernen.

Sie hatte den Kopf voll stürmischer Ideen und leidenschaftlicher, rastloser Gedanken.

Sie erläuterte die spitzfindigsten Fragen und triumphierte an vielen Stellen über die Streithähne.

Als sie im Hause des Kalántars von Ṭihrán [Maḥmúd] gefangen saß und dort eine Hochzeit mit Festivitäten und Lustbarkeiten im Gange war, waren die zu Gast anwesenden Frauen der Größen der Stadt so hingerissen von der Schönheit ihrer Rede, daß sie das Fest vergaßen, sich um sie scharten, sich trotz Hochzeitsmusik vom Klang ihrer Worte hinwegführen ließen und beim Genuß ihrer Wundergaben gleichgültig blieben gegen die Vergnügen und Überraschungen, die eine Hochzeit mit sich bringt.

Kurz, mit ihrer Eloquenz war sie der Schrecken des Zeitalters, mit ihrer Logik das Chaos der Welt.

Von Angst oder Furchtsamkeit im Herzen keine Spur, und alle Vorhaltungen Wohlmeinender waren nutzlos und an ihr verloren.

Obwohl sie eine junge Frau war, [wie geschaffen] für das Brautgemach, entriß sie den strammen Männern ihre Überlegenheit und strebte voran auf dem Pfade der Standhaftigkeit, bis sie auf das Urteil der mächtigen Doktoren von Ṭihrán hin ihr Leben gab.

Aber bei diesen Einzelheiten zu verweilen, hieße, unsere Sache in Weitschweifigkeit verlieren.
Nun, als der alte Fürst Muḥammad Sháh starbA22 und der Thron der Souveränität mit der Person des neuen Monarchen geschmückt wurde, befand sich Persien in schlimmem Zustand, und die gelehrten Doktoren waren kopflos und ängstlich.

Der Amír Niẓám Mírzá Taqí Khán, Premierminister und oberster Reichsverweser, ergriff mit despotischer Faust die Zügel der Staatsgeschäfte und trieb das Roß seines Ehrgeizes in die Arena der Willkür und Besitzgier.

Dieser Minister war ein unerfahrener Mensch, ohne Sinn für die Folgen seines Handelns; er war blutdürstig, schamlos und beim Blutvergießen schnell bei der Hand.

Brutale Strafen hielt er für kluges Regiment, und das Volk zu treten, zu quälen, einzuschüchtern und zu verängstigen, betrachtete er als Hebel für den Fortschritt der Monarchie.

Und da die Majestät der König noch jung an Jahren war, verfiel der Minister auf seltsame Ideen und schlug die Trommel des Absolutismus in [der Führung der] Staatsgeschäfte:

Er gab den Befehl, die Bábí zu verfolgen, aus eigenem Entschluß, ohne vom König die Erlaubnis eingeholt oder sich mit besonnenen Staatsmännern beraten zu haben, weil er sich einbildete, durch übertriebene Gewalt könne er derartiges im Zaum halten und aus der Welt schaffen und Strenge trüge gute Früchte, während man [in Wirklichkeit] Gewissensdinge, in die man sich einmischt, nur bekannter und fester werden läßt.

Je mehr man sich müht, die Flamme zum Verlöschen zu bringen, um so heller lodert sie auf, besonders wenn es um Glauben und Religion geht, die sich, sobald Blut fließt, ausbreiten, an Einfluß gewinnen und den Menschen stark ans Herz greifen.

Dies ist bewiesen, und der größte Beweis ist das damalige Geschehen.

So wird von einem Bábí in Káshán berichtet, daß ihm der Besitz geraubt und sein Hausrat geplündert wurde.

Ihn selbst zogen sie nackt aus, geißelten ihn, schändeten seinen Bart, banden ihn mit dem Gesicht nach hinten auf einen Esel und trieben ihn grausam zum Klang von Trommeln, Trompeten, Gitarren und Tamburinen durch die Straßen und Bázáre.

Ein GabrA23, der absolut nichts von der Welt und was dazu gehört wußte, saß zufällig abseits in der Ecke einer Karawanserei.

Als das Geschrei der Leute lauter wurde, eilte er auf die Straße, und als er erkannte, was das Ärgernis, wer der Missetäter und was der Grund für die öffentliche Schande und Strafaktion war, erkundigte er sich genau und trat am selben Tag der Gemeinschaft der Bábí bei.

Er sagte:

»Daß er sich so mißhandeln und öffentlich erniedrigen läßt, ist ein Wahrheitsbeweis und das beste Argument.

Wenn nicht auf diese Weise, wären vielleicht tausend Jahre vergangen, ehe jemand wie ich davon erfahren hätte.«
Jedenfalls schickte der Minister in eigenmächtiger Willkür, ohne Anweisungen gehabt oder Erlaubnis eingeholt zu haben, Befehle in alle Richtungen, die Bábí zu züchtigen. Gouverneure und Richter nahmen dies zum Vorwand, sich zu bereichern, und Beamte als Mittel, sich Profit zu verschaffen. Berühmte Gelehrte hetzten von ihren hohen Kanzeln herab zum allgemeinen Angriff; die Gewalten des religiösen und des zivilen Rechts wetteiferten Hand in Hand, dieses Volk auszurotten.
Nun hatten diese MenschenA24 noch nicht das richtige und notwendige Wissen von den Grundprinzipien und den verborgenen Weisheiten in den Lehren des Báb, so daß sie ihre Pflichten nicht kannten. Ihre Begriffe und Vorstellungen waren veraltet, ihr Verhalten entsprach herkömmlichem Brauch. Zudem war ihnen jede Verbindung zum Báb verwehrt, und überall flackerte das Feuer des Aufruhrs. Auf das Urteil der höchst berühmten Schriftgelehrten hin hatten die Behörden und natürlich auch das gemeine Volk allenthalben ein gewaltiges Rauben und Plündern angefangen, überall waren sie dabei zu schinden und zu foltern, zu töten und zu rauben, um dieses Feuer zu löschen und diese [armen] Seelen zu vernichten. An Orten, wo es nur wenige gab, fielen sie alle mit gebundenen Händen dem Schwert zum Opfer, in größeren Städten, wo sie zahlreich waren, griffen sie nach ihren alten Glaubensregeln zur Selbstverteidigung, zumal sie nicht wissen konnten, was ihre Pflicht ist, denn alle Tore waren verschlossen.
In Mázindarán gingen wie an vielen anderen Orten die Bewohner der Stadt Bárfurúsh unter dem Kommando des obersten Rechtsgelehrten, des Sa‘ídu’l-‘Ulamá, allgemein gegen Mullá Ḥusayn von Bushrúyih und seine Anhänger vor und erschlugen sechs oder sieben von ihnen.

Während sie zugange waren, auch die übrigen zu vernichten, befahl Mullá Ḥusayn, den AdhánA25 erschallen zu lassen, und griff zum Schwert; da suchten alle Angreifer ihr Heil in der Flucht, und die edlen Herren traten höchst reuevoll und ehrerbietig vor ihn hin und stimmten bereitwillig zu, daß ihm die Abreise erlaubt sei.

Sie gaben ihm darüber hinaus Khusraw aus Qáḍí-Kalá mit Reitern und Fußvolk als Eskorte mit, damit die Bábí nach dem Buchstaben der Vereinbarung unter sicherem Geleit das Gebiet von Mázindarán verlassen könnten.

Als sie die Stadt hinter sich hatten – sie kannten nicht Weg und Steg –, verteilte Khusraw seine Reiter und Fußleute und legte sie im Wald von Mázindarán in den Hinterhalt, trennte die Bábí voneinander, die verstreut neben und auf der Straße dahinzogen, und fing an, sie einzeln zur Strecke zu bringen.

Als von allen Seiten die Musketen knallten und einige der Wanderer und andere Leute plötzlich von Kugeln getötet wurden, war die List entdeckt.

Mullá Ḥusayn befahl, den ›Adhán‹ erschallen zu lassen, um seine verstreuten Anhänger zu sammeln, indessen Mírzá Luṭf-‘Alí, der Sekretär, seinen Dolch zog und Khusraw den Leib aufschlitzte.

Von Khusraws Truppe wurden einige erschlagen, andere irrten ziellos auf dem Schlachtfeld umher.

Mullá Ḥusayn führte seine Schar in ein Fort nahe der Begräbnisstätte von Shaykh Ṭabarsí, wo er, dem allgemeinen Wunsch entsprechend, den Marsch unterbrechen und rasten ließ.

Die Schar erhielt später Verstärkung durch Mírzá Muḥammad-‘Alí aus Mázindarán mit einigen Leuten, so daß die Besatzung des Forts dreihundertdreizehn Seelen zählte.

Davon konnten aber nicht alle kämpfen, nur einhundertzehn Personen waren gerüstet zum Krieg.

Die meisten waren Gelehrte oder Studenten, die ihr Lebtag nur mit Büchern und Abhandlungen zu tun gehabt hatten.

Doch ungeachtet dessen, daß sie an Krieg, Gewehrkugeln und Schwerterregen nicht gewöhnt waren, standen sie viermal den Belagerungsheeren gegenüber, die sie umzingelten und mit Kanonen, Musketen und Granaten angriffen, und bei allen vier Gelegenheiten wehrten sie die Angreifer ab, vernichteten die Armee und schlugen sie in die Flucht.

Bei der vierten Niederlage war ‘Abbás Qulí Khán aus Láríján Anführer der Streitkräfte und Prinz Mihdí-Qulí Mírzá Kommandeur im Heerlager.

Der Khán pflegte sich nachts verkleidet in den Bäumen außerhalb des Lagers zu verstecken und war nur tagsüber im Feldlager anwesend.

Die letzte Schlacht fand nachts statt, und die Armee wurde vernichtend geschlagen.

Die Bábí steckten das Zeltlager in Brand, und die Nacht wurde hell wie der Tag.

Da verfing sich das Pferd Mullá Ḥusayns – er war im Gegensatz zu den anderen beritten – mit dem Huf in einer Zeltschlinge. ‘Abbás Qulí Khán erkannte ihn von seinem Baumversteck hoch oben und feuerte mit seiner Flinte mehrere Kugeln auf ihn ab.

Die dritte streckte ihn nieder.

Seine Anhänger trugen ihn ins Fort und beerdigten ihn dort.

Ungeachtet dieses Ereignisses konnten sich [die Truppen] trotz ihrer Übermacht nicht durchsetzen.

Schließlich machte der Prinz ein Vertragsangebot und schwor bei den heiligen Imámen mit vielen Eiden auf den ruhmvollen Qur’án:

»Ihr sollt nicht belästigt werden, geht nach Hause.« Da ihre Vorräte schon seit geraumer Zeit aufgebraucht waren, so daß selbst von Haut und Knochen der Pferde nichts mehr übrig blieb, und sie seit mehreren Tagen nur von Wasser lebten, stimmten sie zu.

Als sie beim Heerlager ankamen, war draußen Essen für sie vorbereitet.

Als sie Waffen und Rüstzeug abgelegt hatten und aßen, fielen die Soldaten von allen Seiten über sie her und erschlugen sie alle.

Manche haben den Heldenmut dieser Leute als ein Wunder betrachtet, aber wenn eine Schar Menschen irgendwo bedrängt wird, wo jeder Ausweg versperrt, alle Hoffnung auf Freikommen zerstoben ist, werden sie sich natürlich mit dem Mut der Verzweiflung tapfer verteidigen.
Auch in Zanján und Nayríz löste das Verdikt der gelehrten Doktoren und angesehenen Rechtsgelehrten blutige Militärgewalt gegen die Bábí aus. In Zanján war der Mujtahid Mullá Muḥammad-‘Alí ihr Oberhaupt, in Nayríz Siyyid Yaḥyá aus Dáráb ihr Führer und Gebieter. Zunächst versuchten sie eine Versöhnung zu erreichen, stießen aber auf wilde Rohheit und verzweifelten darob zutiefst; und weil ihnen die Übermacht der siegreichen Truppen keinen Ausweg ließ, ballten sie die Faust zum Widerstand. Aber so stark sie auch waren im Kampf, und wenn sie auch die Armeeführer mit ihrer Standhaftigkeit und Ausdauer in Erstaunen versetzten, ließ ihnen die Übermacht des Militärs keine Fluchtmöglichkeit und brach ihnen die Schwingen. Nach vielen Schlachten ließen auch sie sich am Ende auf Verträge und Abmachungen, Eide und Versprechen, Schwüre auf den Qur’án und Listen der Offiziere ein und fielen alle dem Schwert anheim.
Wollten wir uns mit den Einzelheiten der Kämpfe in Nayríz und Zanján befassen und die Ereignisse von Anfang bis zum Ende beschreiben, dann würde diese Darstellung ein dickes Buch werden. Da dies für die Geschichte ohne Gewinn wäre, haben wir sie nur kurz gestreift.
Im Verlauf der Ereignisse in Zanján ersann der Premierminister eine Lösung, die einen Schlußstrich ziehen sollte. Ohne königlichen Auftrag und ohne mit den Ministern des Hofes, die zum Schutz der Untertanen da waren, zu beraten, gab er aus eigenmächtiger Willkür und festem Entschluß den Befehl, den Báb hinzurichten. Dies trug sich, kurz, wie folgt zu: Der Gouverneur von Ádhirbáyján, Prinz Ḥamzih Mírzá, wollte nicht für die Vollstreckung des Urteils verantwortlich sein und sagte zu Mírzá Ḥasan Khán, dem Bruder des Amírs: »Das ist ein schmutziges Geschäft und einfach dazu, jeder kann es erledigen. Ich hätte gedacht, die Exzellenz der Regent beauftragte mich, Krieg gegen die Afghanen oder Usbeken zu führen, oder hieße mich, Rußland oder die Türkei anzugreifen und zu besetzen.« Also schrieb Mírzá Ḥasan Khán eine ausführliche Entschuldigung an den Amír.
Nun hatte der Siyyid Báb alle Seine Angelegenheiten geregelt, bevor Er von Chihríq nach Tabríz aufbrach, hatte Seine Schriften und selbst Seinen Siegelring und Seinen Federkasten in ein verschließbares Behältnis gelegt, den zugehörigen Schlüssel in einen Umschlag getan und das ganze durch Mullá Báqir, einen Seiner ersten Gefährten, an Mullá ‘Abdu’l-Karím aus Qazvín geschickt. In Qum übergab Mullá Báqir das Treugut in Gegenwart zahlreicher Freunde Mullá ‘Abdu’l-Karím. Auf Bitten der Anwesenden öffnete er den Deckel des Kastens und sagte: »Ich habe die Anweisung, dieses Gut Bahá’u’lláh zu bringen. Fragt mich nicht weiter, denn ich kann euch nichts sagen.« Da aber die Freunde ihn hartnäckig drängten, holte er einen langen Sendbrief in blauer Farbe hervor, der sehr anmutig von äußerst feiner und sicherer Hand mit einer schönen, kleinen Shikastih-Schrift bedeckt war, in der Form eines Menschen so dicht beschrieben, daß man meinen konnte, es wäre ein einziger Farbüberzug aus Tinte auf dem Papier. Sie lasen dieses Schreiben [und sahen:] Er hatte dreihundertsechzig Ableitungen des Wortes Bahá niedergeschrieben. Anschließend beförderte Mullá ‘Abdu’l-Karím das Treugut an seinen Bestimmungsort.
Nun zurück zu unserem Thema. Der Premierminister übermittelte seinem Bruder Mírzá Ḥasan Khán einen zweiten Befehl des Inhalts: »Beschaffe einen formellen Urteilsspruch von den Tabrízer Schriftgelehrten, dem festen Stützpfeiler der Religion Ja‘fars35 – Friede sei mit ihm – und unverrückbaren Bollwerk des schiitischen Glaubens; laß das christliche Regiment aus Urúmíyyih antreten; hänge den Báb vor allen Leuten auf und gib dem Regiment den Schießbefehl.«
Mírzá Ḥasan Khán ließ seinen Farráshenchef kommen und gab ihm seine Anweisungen. Sie nahmen dem Báb Seinen Turban und Seine Schärpe ab, die Zeichen Seines hohen Standes als Siyyid, brachten Ihn mit vier Seiner Anhänger in den Kasernenhof von Tabríz, sperrten Ihn in eine Zelle und stellten vierzig christliche Soldaten aus Tabríz ab, Ihn zu bewachen.
Nach dem Urteil des gelehrten Geistlichen Mullá Muḥammad aus Mamaqán, der zweiten geistlichen Autorität Mullá Mírzá Báqir, der dritten geistlichen Autorität Mullá Murtaḍá-Qulí und anderer übergab der Farraschenchef am folgenden Tag den Báb und einen jungen Mann namens Áqá Muḥammad-‘Alí, der aus einer vornehmen Familie in Tabríz stammte, an Sám Khán, den Obersten des christlichen Regiments aus Urúmíyyih. Mitten an die Stiege der Zelle, in der sie gefangen waren, wurde ein eiserner Nagel getrieben und zwei Seile daran befestigt. Mit dem einen wurde der Báb aufgehängt, mit dem anderen Áqá Muḥammad-‘Alí, beide in solcher Weise festgebunden, daß der Kopf des jungen Mannes an der Brust des Báb ruhte. Auf den umgebenden Hausdächern wimmelte es von Menschen. Ein Regiment Soldaten trat in drei Reihen an. Die erste Reihe feuerte ihre Salve ab, dann die zweite und zum Schluß die dritte. Die Schüsse verursachten mächtigen Qualm. Als der Rauch sich verzogen hatte, sahen sie den jungen Mann da stehen; der Báb saß neben Seinem Sekretär Áqá Siyyid Ḥusayn in derselben Zelle, an deren Stiege man sie gehängt hatte. Beide waren völlig unverletzt.
Der Christ Sám Khán bat, von seiner Pflicht entbunden zu werden; einem anderen Regiment fiel die Aufgabe zu, und der Farraschenchef hatte nichts dagegen. Aqá Ján Big aus Khamsih, Oberst der Leibwache, trat vor, und sie banden den Báb zusammen mit dem jungen Mann wieder an denselben Nagel. Der Báb sprach einige Worte, die nur die wenigen, die Persisch konnten, verstanden; die anderen hörten nur den Klang Seiner Stimme.
Der Regimentskommandeur erschien persönlich, es war kurz vor Mittag am achtundzwanzigsten Tag des Sha‘bán im Jahr zwölfhundertsechsundsechzig [d.H.]A26. Er gab sogleich Feuerbefehl. Bei dieser Salve zeigten die Kugeln Wirkung, die Leiber [der Opfer] wurden durchsiebt und ihre Glieder völlig zerfetzt, lediglich ihre Gesichter wurden nur geringfügig verletzt.
Dann brachten sie die beiden Leichname vom Hof an den Rand des Grabens vor der Stadt, dort blieben sie über Nacht. Am nächsten Tag kam der russische Konsul mit einem Künstler und ließ ein Bild von den beiden Körpern zeichnen, wie sie da am Grabenrand hingestreckt lagen.
In der zweiten Nacht trugen die Bábí die beiden Leiber um Mitternacht fort.
Am dritten Tag fanden die Leute die Leichen nicht mehr, und einige nahmen an, sie seien von wilden Tieren gefressen worden, so daß die Schriftgelehrten von ihren hohen Kanzeln verkündeten:

»Der heilige Leib des unbefleckten Imáms und die der wahren Schiiten sind gefeit gegen Raubzeug, Gewürm und Wunden, aber den Leichnam dieser Person haben die wilden Tiere zerrissen.« Aber eine genaue Untersuchung ergab folgendes:

Nachdem der Báb alle Seine Schriften und persönliches Eigentum weggegeben hatte und aus verschiedenen Zeichen klar geworden war, was kommen mußte, erschien am zweiten Tag nach diesem Geschehen Sulaymán Khán, der Sohn Yaḥyá Kháns, ein dem Báb ergebener Edelmann aus Ádhirbáyján, und begab sich geradewegs zum Haus des Bürgermeisters von Tabríz.

Da der Bürgermeister ein alter Freund, Gefährte und Vertrauter von ihm war und darüber hinaus eine mystische Ader hatte und keinerlei Vorurteil oder Abneigung gegen irgendeine Gemeinde kannte, enthüllte ihm Sulaymán Khán sein Geheimnis und sagte:

»Heute nacht werde ich mit einigen anderen auf Biegen oder Brechen versuchen, den Leichnam zu bergen.

Und wenn dies nicht möglich ist, werden wir, komme was da wolle, einen Überfall machen und entweder unser Ziel erreichen oder dabei willig unser Leben aushauchen.« »Soviel Umstände sind gar nicht nötig«, antwortete der Bürgermeister.

Dann schickte er einen seiner eigenen Diener namens Ḥájí Alláh-Yár aus, der, wie auch immer, den Leichnam ohne Schwierigkeit an sich brachte und Ḥájí Sulaymán Khán übergab – am Morgen entschuldigten sich die Wächter, die wilden Tiere hätten ihn gefressen.

In der Nacht verwahrten sie den Leichnam des Báb in der Werkstatt eines Bábí aus Mílán.

Am nächsten Tag fertigten sie eine Kiste, legten ihn hinein und hinterließen ihn zu treuen Händen.

Auf Anweisungen aus Ṭihrán schafften sie ihn später aus Ádhirbáyján fort.

Und dieser Ortswechsel blieb völlig geheim.
Nun regnete in diesen Jahren [zwölfhundert]sechsundsechzig und siebenundsechzig [d.H.] überall in Persien Feuer auf die Häuser der Bábí, und sie fielen alle, in welchem Flecken sie auch wohnten, auf den leisesten Verdacht hin dem Schwert anheim.

Mehr als viertausend Seelen wurden erschlagen, und ihre Hinterbliebenen, viele Frauen und Kinder, gingen schutz- und hilflos, verzweifelt, gedemütigt und zertreten zugrunde.

Das ganze Geschehen geht ausschließlich auf die eigenmächtigen Beschlüsse und Befehle Mírzá Taqí Kháns zurück, der sich einbildete, diese Sekte durch vernichtende Strafen zerstreuen und derart zum Verschwinden bringen zu können, daß alle Spuren und das Wissen um sie ausgelöscht wären.

Nicht lange darauf zeigte sich das Gegenteil und es stellte sich heraus, daß [die Bábí] mehr wurden.

Die Flamme stieg höher und die Ansteckung ging schneller vonstatten:

Die Sache bekam Gewicht, und die Berichte darüber gelangten in andere Länder.

Zunächst auf Persien beschränkt, verbreitete sie sich später über die ganze Welt.

Aus Zittern und Leid wurden Beständigkeit und Gefaßtheit, aus bitterer Qual und Strafen erwuchsen Einverständnis und Sympathie.

Die Ereignisse machten Eindruck, der Eindruck reizte nachzuforschen, und Nachforschung bewirkte Wachstum.

Die unbesonnene Vorgehensweise des Ministers hatte zur Folge, daß der Bau fest und stark, sein Fundament unerschütterlich wurde.

Vorher sah man die Sache als etwas Alltägliches an, danach gewann sie in den Augen der Menschen tiefe Bedeutung.

Aus allen Teilen der Welt kamen viele Menschen nach Persien und begannen von ganzem Herzen zu suchen.

Denn die Erfahrung zeigt überall, daß in solchen Gewissensdingen Wunden zur Heilung führen, Tadel größere Sorgfalt bewirkt, Verbot Verlangen weckt und Einschüchterung begierig macht.

Die Wurzel ist im Herzen verborgen, indes der Zweig deutlich sichtbar ist.

Wenn ein Zweig abgeschnitten wird, wachsen andere Zweige nach.

So kann man sehen, daß derartiges, wenn es in anderen Ländern geschieht, wenig Aufmerksamkeit findet, auf geringes Interesse stößt und von selbst erlischt.

Denn in Europa sind bisher schon viele religiöse Bewegungen aufgekommen, aber weil sich dort niemand darum kümmert und es keinen Fanatismus gibt, hatten sie keine Bedeutung, und nach kurzer Zeit waren sie spurlos verschwunden.
Nach dem oben Geschilderten wurde von einem Bábí ein großer Fehler begangen, ein schweres, vermessenes Verbrechen, das die Seiten ihrer Geschichte schwärzte und sie in der ganzen zivilisierten Welt in Verruf brachte.

Im Kern ging es um folgendes.

Als der Báb in Ádhirbáyján lebte, faßte ein Jugendlicher namens Ṣádiq eine große, hingebungsvolle Zuneigung zum Báb; Tag und Nacht nur darum bemüht, Ihm zu dienen, verlor er jeden Verstand.

Als in Tabríz geschah, was dem Báb widerfuhr, sann dieser Diener, von törichtem Wahn getrieben, auf blutige Rache.

Und da er die Zusammenhänge nicht kannte, nichts von der absoluten Selbstherrlichkeit des Amír Niẓám, seiner ungezügelten Macht und unbeschränkten Amtsgewalt wußte, und nichts davon, daß das Todesurteil völlig ohne Wissen des Hofes zustande gekommen war und der Premierminister anmaßend und allein auf eigene Verantwortung den Befehl erteilt hatte; da er im Gegenteil davon ausging, daß das Gefolge des Hofes den üblichen Sitten und Bräuchen gemäß an diesem Urteil beteiligt war und darüber Bescheid wußte, machte er sich in seiner törichten Raserei, von seinem bösen Stern, nein, von purem Wahn [getrieben], von Tabríz auf den Weg und ging mit einem Komplizen geradewegs nach Ṭihrán.

Weil der königliche Troß sich in Shimírán aufhielt, ging er dorthin.

Gott ist unsere Zuflucht!

Er beging dort eine so ungeheuerliche Tat, daß die Zunge sie nicht aussprechen kann und die Feder sich sträubt, sie zu schildern.A27 Doch Gott sei Lob und Dank, daß dieser Wahnsinnsknabe seine Pistole mit Schrot geladen hatte, weil er sich einbildete, das sei besser als alle Kugeln.
Daraufhin entstand großer Aufruhr, und die Bábí bekamen einen so schlechten Ruf, daß sie bis heute nicht dem Fluch dieser Tat, der Schmach und der Schande entrinnen können, so sehr sie sich auch mühen. Sie werden vom ersten Auftreten des Báb bis zur Gegenwart erzählen, doch wenn der Faden des Gesprächs bei diesem Ereignis ankommt, lassen sie verlegen und beschämt die Köpfe hängen, verstoßen den vermessenen Täter und geißeln ihn als den Zerstörer ihres Baues und als Schande für die Menschheit.
Nach diesem schweren Vorfall war alles an dieser Gemeinde verdächtig. Zunächst wurde nicht lange gefackelt, aber später wurde schierer Gerechtigkeit halber beschlossen, daß ermittelt, untersucht und verhört werden solle. Alle, die als Angehörige dieser Gemeinde bekannt waren, gerieten in Verdacht. Bahá’u’lláh verbrachte den Sommer in dem Dorf Afchih, eine Station von Ṭihrán entfernt. Als die Nachricht sich verbreitete und die Strafaktion begann, versteckte sich jeder, so gut er konnte, oder floh außer Landes. Auch Mírzá Yaḥyá, der Bruder Bahá’u’lláhs, tarnte sich, ein bestürzter Flüchtling, als Derwisch, und wanderte mit der Almosenschale in der Hand über Berg und Tal die Straße nach Rasht dahin. Bahá’u’lláh aber ritt vollkommen gefaßt und gelassen aus Afchih fort und kam nach Níyávarán, dem Standort des kaiserlichen Lagers, wo sich das königliche Gefolge aufhielt. Gleich nach Seiner Ankunft wurde Er unter Arrest gestellt, und ein ganzes Regiment bewachte Ihn scharf. Nach einigen Tagen Verhör sandten sie Ihn mit Ketten gefesselt von Shimírán in den Kerker von Ṭihrán. Verantwortlich für die grausame Behandlung war der sture Dickschädel Ḥájibu’d-Dawlih Hájí ‘Alí Khán, und es gab keine Aussicht auf Rettung, bis die Majestät der König in dem ihm eigenen gütigen Geist Umsicht gebot und anordnete, daß durch die Minister des kaiserlichen Hofes das Geschehen im einzelnen wie im Zusammenhang untersucht werde.
Als nun Bahá’u’lláh über die Sache befragt wurde, gab Er zur Antwort: »Der Vorfall selbst zeigt, wie es sich mit der Angelegenheit verhält, er zeigt, daß dies die Tat eines gedankenlosen, unvernünftigen Dummkopfs ist. Denn kein vernünftiger Mensch würde seine Pistole mit Schrot laden, wenn er eine so schwerwiegende Tat plant. Zumindest würde er es so einrichten, daß das Vorhaben folgerichtig abläuft. Aus dem ganzen Geschehen geht klar und deutlich wie die Sonne hervor, daß Ich mit der Tat nichts zu tun haben kann.«
Somit war erwiesen, daß der Attentäter seine ungeheuerliche Tat in eigener Verantwortung verübt hatte, weil er blutige Rache für seinen Meister nehmen wollte, und daß niemand sonst beteiligt war. Und als sich herausstellte, wie es wirklich gewesen war, und über alle Zweifel deutlich wurde, daß Bahá’u’lláh schuldlos verdächtigt worden war, erklärte der Gerichtshof Ihn für unschuldig und sprach Ihn frei von der Anklage; es wurde deutlich, daß das, was Ihm angetan wurde, den Umtrieben Seiner Gegner und der voreiligen Torheit des Ḥájibu’d-Dawlih zuzuschreiben war. Darum wünschte die Regierung auf Zeit und Ewigkeit, bestimmte Besitztümer und Güter, die eingezogen worden waren, zurückzuerstatten, um Ihn dadurch zu beschwichtigen. Aber weil das meiste davon verloren und nur ein unbeträchtlicher Teil übriggeblieben war, trat niemand auf, der es beansprucht hätte. Doch bat Bahá’u’lláh um die Erlaubnis, sich zu den Heiligsten SchreinenA28 [von Karbilá und Najaf] zu begeben, und machte sich einige Monate später mit königlicher Erlaubnis, dem Einverständnis des Premierministers und in Begleitung eines königlichen Boten auf zu den Schreinen.
Doch wollen wir auf unser Thema zurückkommen.

Von den Schriften des Báb sind viele erhalten.

Manche davon sind Kommentare zum Qur’án und Interpretationen seiner Verse, manche Gebete, Predigten und Hinweise auf [die wahre Bedeutung bestimmter] Textstellen, andere sind Belehrungen, Mahnreden, Abhandlungen über die verschiedenen Zweige der Lehre von der göttlichen Einheit, Darstellungen der besonderen prophetischen Sendung des Herrn alles BestehendenA29, und – wie es verstanden wurde – Ermutigungen zur Besserung des Charakters, zur Loslösung von weltlicher Pracht und Vertrauen auf die göttliche Inspiration.

Aber das Wesentliche und der Sinn Seines schriftlichen Werkes war die preisende Darstellung jener Wirklichkeit, die bald erscheinen sollte, die Sein einziger Gegenstand, Sein einziges Ziel war, Sein Schatz und Sein Verlangen.A30 Denn Er betrachtete Sein eigenes Auftreten als das eines Künders froher Botschaften und sah Seine eigene wahre Natur nur als Weg zu der Manifestation der größeren Vollkommenheit jenes Einen.

Und wirklich hörte Er Tag und Nacht auch nicht für einen einzigen Augenblick auf, Ihn zu feiern, sondern bedeutete all Seinen Anhängern, Dessen Erscheinen zu erwarten.

So erklärt Er in Seinen Schriften:

»Ich bin ein Buchstabe jenes mächtigsten Buches, ein Tautropfen jenes grenzenlosen Meeres, und wenn Er erscheint, werden Meine wahre Natur Meine Mysterien, Rätsel und Andeutungen offenbar werden, und der Keim dieser Religion wird sich Schritt für Schritt weiterentwickeln und zur Stufe des ›in schönstem Ebenmaß erschaffen‹Q7 gelangen und mit dem Gewande des ›gepriesen sei Gott, der beste Schöpfer‹Q8 bekleidet werden:

Und dies wird sich im Jahre [zwölfhundert]neunundsechzigA31 enthüllen, welches dem Zahlenwert des Jahres ›nach einer Weile‹A32 entspricht, und das Wort, ›Und du siehst die Berge:

Du meinst, sie stünden fest, während sie wie Wolken vorbeiziehen‹Q9, wird sich erfüllen.«Q Kurz, Er schrieb über Ihn, daß in Seinen Augen der Zugang zu den göttlichen Gnadengaben und der Aufstieg zu den höchsten Graden menschlicher Vollkommenheit abhängig sind von der Liebe zu Ihm, und Er war so von Seinem Feuer entflammt, daß Seiner zu gedenken die helle Kerze Seiner dunklen Nächte in der Festung Máh-Kú war, und sich Seiner zu erinnern der beste Gefährte in der Not des Gefängnisses von Chihríq.

Hieraus zog Er geistigen Reichtum, von Seinem Wein war Er berauscht und am Gedenken Seiner erfreute Er sich.

Auch alle Seine Anhänger erwarteten das Erscheinen dieser Zeichen, und alle Seine Vertrauten hielten Ausschau nach der Erfüllung dieser Voraussagen.
Nun lebte in Ṭihrán – das der Báb das Heilige Land nannte – schon bei Beginn der Manifestation des Báb ein Jüngling aus der Familie eines Ministers vornehmer Herkunft, in jeder Hinsicht begabt und geschmückt mit Reinheit und Adel.

Wenn auch von hoher Abstammung und mit weitreichenden Beziehungen gesegnet, und obgleich Seine Vorfahren in Persien bedeutende Männer und allgemein begehrt waren, kam Er doch nicht aus Doktorensippen oder Gelehrtenkreisen.

Dieser Jüngling war von frühester Jugend an in Hofkreisen, bei Verwandten wie Fremden, für Seine Aufrichtigkeit berühmt.

Er fiel schon von Kind an durch bemerkenswerte Klugheit auf und war bei den Weisen hoch angesehen.

Er begehrte indessen nicht, nach Art Seiner Vorfahren in hohe Ränge berufen zu werden, noch suchte Er den Aufstieg in prächtige, doch vergängliche Stellungen.

Seine außergewöhnliche Befähigung wurde ungeachtet dessen von allen anerkannt und Sein außerordentlicher Scharfsinn und Seine Intelligenz wurden allgemein zugegeben.

Beim einfachen Volk erfreute Er sich wunderbarer Wertschätzung, und auf allen Versammlungen und Gesellschaften bewies Er eine erstaunliche Redegabe.

Ungeachtet Seiner mangelhaften schulischen Ausbildung war Er von so scharfem, durchdringendem Verstand und so schneller Auffassungsgabe, daß schon in Seiner Jugend alles staunte und es als menschliche Fassungskraft übersteigendes Wunder betrachtete, wenn Er auf Versammlungen erschien, wo über Fragen der Theologie und Metaphysik diskutiert wurde und Er in Gegenwart vieler Doktoren und Gelehrten Seine Zunge löste.

Von früher Jugend an war Er die große Hoffnung Seiner Verwandten, ein und alles Seiner Familie, Zuflucht und Schutz Seiner Sippe.
Doch obwohl es sich so verhielt, hätte niemand gedacht, daß Er einmal zum Quell so erstaunlicher Ereignisse würde oder daß die Wogen Seiner Lebensflut einst den Zenit des Firmamentes erreichten, trug Er doch die KuláhA33 auf dem Kopf und wallende Locken bis über die Schultern.
Als sich die Kunde vom Báb verbreitete, zeigte sich, daß Er für Ihn Partei nahm. Zuerst unterrichtete Er Seine Verwandten und Bekannten, die Kinder und das Gesinde Seines eigenen Lebenskreises, später setzte Er Tag und Nacht alle Kraft daran, Freunde und Fremde [zur Annahme des neuen Glaubens] einzuladen. Mit machtvoller Entschlossenheit machte Er sich an das Werk, die Glaubenslehren mit größter Beharrlichkeit systematisch zu ordnen und die ethischen Verhaltensnormen dieser Gemeinde in jeder Hinsicht zu festigen, dabei war Sein Bestreben, diese Menschen in jeder Weise zu schützen und zu führen.
Als Er [auf diese Weise] in Ṭihrán die Grundlagen geschaffen hatte, eilte Er nach Mázindarán, wo Er bei Versammlungen und Treffen, auf Konferenzen, in Gasthöfen, Moscheen und Studienzentren Seine mächtige Rede- und Überzeugungskraft einsetzte. Wer immer Seine offene Stirn erblickte, Seine lebhaften Preisreden hörte, sah mit seinem inneren Auge in Ihm den offenkundigen Beweis, spürte Seine verborgene Anziehungskraft und durchdringende Macht. Viele Menschen, reich und arm, auch belesene Doktoren, wurden von Seinen Predigten angezogen, brachen mit Herz und Hand alle Brücken hinter sich ab, so entflammt, daß sie [mit Freuden] tanzend das Leben unter dem Schwert verschenkten.
So waren, als ein Beispiel neben vielen anderen, eines Tages vier weise, gebildete Gelehrte aus der Geistlichkeit von Núr bei Ihm, und Er sprach zu ihnen so, daß alle vier Ihn unwillkürlich ersuchten, sie in Seine Dienste aufzunehmen.

Denn kraft Seiner Redegewandtheit, die wie ›offensichtliche Zauberei‹ wirkte, überzeugte Er diese hervorragenden Doktoren, daß sie wirklich wie Kinder mit den Anfangsgründen des Studiums beschäftigt seien, wie reinste Anfänger, die das Alphabet von Anfang an lernen müßten.

Mehrere lange Konferenzen wurden mit der Auslegung und Erläuterung des Punktes und des Alif56 des Absoluten bestritten, in denen die Doktoren angesichts des wild tosenden Meeres Seiner Worte verblüfft staunten und sich wunderten.

Die Kunde davon wurde weit und breit vernommen, und tiefe Verzagtheit befiel die Gegner.

Die Gegend von Núr war durch diese Ereignisse in heller Aufregung, und der Lärm dieser Unruhen schlug an die Ohren der Einwohner von Bárfurúsh.

Der oberste Geistliche von Núr, Mullá Muḥammad, saß im Qishláq.

Als er von diesen Ereignissen hörte, sandte er zwei der ausgezeichnetsten und gründlichsten Doktoren von wundersamer Redegewandheit, eindrucksvoller rhetorischer Begabung, schlüssiger Beweisführung und glänzender Darstellungskraft aus, um dieses Feuer zu löschen und diesen jungen Mann kraft ihrer Argumente zu überwinden und zu besiegen, Ihn entweder zur Reue oder zur Aufgabe Seiner Hoffnung auf den erfolgreichen Ausgang Seiner Vorhaben zu bewegen.

Preis sei Gott für Seinen wundersamen Ratschluß!

Als die beiden Doktoren in die Gegenwart des jungen Mannes traten, die Wogen Seiner Worte und die Wucht Seiner Argumente vernahmen, entfalteten sie sich wie Rosen, waren aufgewühlt wie alle übrigen, verzichteten auf Altar und Lehrstuhl, Kanzel und Ehrenamt, Reichtum und Luxus, Versammlungen des Morgens und des Abends, widmeten sich den Zielen dieser Persönlichkeit und luden sogar den obersten Geistlichen ein, Ihm seine Gefolgschaft anzubieten.

Als nun dieser junge Mann mit der Redekraft eines reißenden Stromes nach Ámul und Sárí aufbrach, traf Er mit diesem erfahrenen Schriftgelehrten und erlauchten Geistlichen im Qishláq von Núr zusammen.

Und aus allen Vierteln strömten die Leute zusammen und erwarteten den Ausgang.

Der hochehrwürdige Geistliche beschloß, obgleich er von allgemein anerkannter Vortrefflichkeit und in den Wissenschaften der Gelehrteste seiner Zeitgenossen war, dennoch Zuflucht zur Zeichendeutung zu nehmen, um zu entscheiden, [ob er sich] auf Diskussion und Streitgespräch [einlassen sollte].

Dies scheint nicht günstig ausgegangen zu sein, denn er entschuldigte sich und verschob die Diskussion auf ein andermal.

So stellte sich seine Unzulänglichkeit heraus und seine Kompetenz war damit in Frage gestellt; dies wirkte auf viele festigend, bestätigend und aufbauend.
Die Geschichte ist kurz wie folgt. Einige Zeit noch wanderte Bahá’u’lláh im Land umher. Nach dem Tod des alten Fürsten Muḥammad Sháh kehrte Er nach Ṭihrán zurück, wobei Er im Sinn hatte, mit dem Báb brieflich Verbindung aufzunehmen. Der Bote für diesen Briefwechsel war der gefeierte Mullá ‘Abdu’l-Karím aus Qazvín, die Hauptstütze des Báb und Sein Vertrauter. Da nun Bahá’u’lláh in Ṭihrán große Berühmtheit erlangt hatte und Ihm die Herzen der Menschen zuflogen, hielt Er es, ebenso wie Mullá ‘Abdu’l-Karím, angesichts der Aufregung unter den Schriftgelehrten, der aggressiven Stimmung beim größten Teil [des Volkes] in Persien und der überwältigenden Macht des Amír Niẓáms, durch die sowohl der Báb als auch Bahá’u’lláh sehr gefährdet und mit strenger Strafe bedroht waren, für ratsam, eine Maßnahme zu ergreifen, die von Bahá’u’lláh ablenken und die Aufmerksamkeit auf einen Abwesenden richten sollte. Und da sie ferner nach allen Überlegungen keinen Außenstehenden für passend hielten, fiel das Los auf den Namen Mírzá Yaḥyá, den Bruder Bahá’u’lláhs.
Mit Hilfe und auf Weisung Bahá’u’lláhs kam er in aller Munde und wurde berühmt bei Freund und Feind. Man schrieb, vorgeblich nach seinemA34 Diktat, Briefe an den Báb. Und der Báb war, seit die heimliche Korrespondenz in Gang kam, sehr mit dieser Fiktion einverstanden. So war Mírzá Yaḥyás Name in aller Munde, während er sich selbst verborgen hielt. Und dieses machtvolle Verfahren wirkte Wunder, denn Bahá’u’lláh blieb, obgleich Ihn alle sahen und kannten, geschützt und sicher, und dieser Schleier war der Grund, daß niemand außerhalb [der Sekte] die Sache durchschaute oder auf den Gedanken verfiel, Ihn zu belästigen, bis Bahá’u’lláh mit Erlaubnis des Königs Ṭihrán verließ und zu den Heiligsten Schreinen zog.
Als Er nach Baghdád kam und der zunehmende Mond des Monats Muḥarram des Jahres [zwölfhundert]neunundsechzig [d.H.] am Horizont der Welt aufstieg – das Jahr, welches in den Büchern des Báb als »das Jahr ›nach einer Weile‹« bezeichnet wurde und in dem Er die Enthüllung der wahren Natur Seiner Religion und ihrer Mysterien versprochen hatte –, da wurde, wie berichtet wird, das verborgene Geheimnis für alle innerhalb und außerhalb [der Gemeinschaft] offenbar. Bahá’u’lláh, unerschütterlich standhaft, wurde zum Ziel für die Pfeile der ganzen Menschheit, während Mírzá Yaḥyá sich in Verkleidung die Zeit vertrieb, mal zur besseren Tarnung als Kleinkrämer in Baghdáds Umland, mal im Habit eines Arabers in der Stadt.
Nun war Bahá’u’lláh in einer Weise tätig, daß Ihm die Herzen der Glaubensgemeinschaft zuflogen, indessen die meisten Iráqer nichts zu sagen wußten; manche staunten, andere waren verärgert.

Nach einem Jahr dort zog Er Seine Hand von allem zurück, trennte sich von Verwandten und Freunden und verließ ohne Wissen Seiner Anhänger den ‘Iráq, ganz allein, ohne Geleit und Schutz, ohne Gefährten.

Fast zwei Jahre wohnte Er in Türkisch-Kurdistán, meistens in den Bergen an einem Ort namens Sar-Galú, weit weg von menschlichen Siedlungen.

Manchmal, sehr selten, kam Er nach Sulaymáníyyih.

Nicht lange, und die Höchstgelehrten dieser Gegend begannen zu ahnen, was es mit Ihm auf sich hatte, sie sprachen mit Ihm über die Lösung schwieriger Fragen im Zusammenhang mit den unverständlichsten Punkten der Theologie.

Nachdem sie von Ihm ausführliche Hinweise und zufriedenstellende Erklärungen bekommen hatten, zollten sie Ihm größte Ehrerbietung.

Dadurch kam Er zu großem Ruhm und erwarb einen wunderbaren Ruf in dieser Gegend; bruchstückhaft schwirrten Berichte über Ihn in alle Himmelsrichtungen: daß in der Gegend von Sulaymáníyyih – wo seit alters die kundigsten Doktoren der Sunníten herkamen – ein fremder Perser erschienen sei und daß die Menschen dort in hellsten Tönen Sein Lob singen.

Aus den Gerüchten wurde klar, daß diese Persönlichkeit nur Bahá’u’lláh sein konnte.

Mehrere Leute eilten also dorthin und beschworen Ihn flehentlich, und auf ihre eindringlichen Bitten hin kehrte Er [nach Baghdád] zurück.
Nun verfiel die Gemeinde durch die schmerzlichen Ereignisse wie die Hinschlachtung ihres Oberhaupts und anderer keineswegs in Zittern und Zagen, sie wuchs vielmehr deutlich an; doch weil der Báb, als Er getötet wurde, erst begonnen hatte, das Fundament zu legen, wußte die Gemeinschaft noch nichts über rechtes Verhalten, Tun, Betragen und Pflichten, war doch ihr einziges Leitprinzip die Liebe zum Báb. Diese Unwissenheit war der Grund, daß hier und da Unruhen aufkamen, denn als ihnen Gewalt entgegenschlug, hoben sie die Hand und wehrten sich. Aber als Bahá’u’lláh zurückkam, ging Er so energisch ans Werk, die Gemeinde zu erziehen, zu lehren, zu üben, zu lenken und aufzubauen, daß nach kurzer Zeit alle Schwierigkeiten und Übelstände behoben waren und wieder größte Ruhe und Gelassenheit in die Herzen einkehrte; selbst die Staatsmänner begriffen, wie man hörte, klar, daß die Grundsätze und Ideen dieser Glaubensgemeinschaft geistiger Art waren und mit der Reinheit des Herzens zu tun hatten, daß ihre wesentlichen Prinzipien der Besserung der Sitten galten, der Veredelung menschlichen Betragens, und daß sie an materiellen Dingen überhaupt kein Interesse hatten.
Als diese Prinzipien dann in den Herzen der Gemeinschaft gefestigt waren, handelten sie überall so, daß sie bei Staatsmännern berühmt wurden für ihren Geistesadel, ihre Charakterfestigkeit, ihre aufrichtigen Vorsätze, ihre guten Taten und ihr ausgezeichnetes Betragen. Denn diese Menschen halten meist viel von Gehorsam und Ergebenheit, und nachdem sie entsprechend unterwiesen waren, richteten sie ihr Verhalten danach aus. Früher konnte man Anstoß nehmen an den Worten und Taten, dem Benehmen, den Sitten und der Führung dieser Gemeinschaft, jetzt erhebt man in Persien Einwände gegen ihre Lehren und bezweifelt ihren Geisteszustand. Nun, es liegt außerhalb menschlicher Macht, durch äußere Eingriffe oder Verbote Herz und Gewissen verändern oder Überzeugungen erzwingen zu können. Denn auf dem Feld des Gewissens kann nur Gottes Licht gebieten, und auf dem Thron des Herzens darf nur die durchdringende Kraft des Königs der Könige regieren. Darum kann man zwar jede Begabung [an der Entfaltung] hindern und außer Kraft setzen, nicht aber das Denken; der Mensch kann nicht einmal, wenn er es wollte, sein Denken und Grübeln anhalten oder sein Sinnen und Träumen aufgeben.
Jedenfalls unbestreitbar ist seit fast fünfunddreißig Jahren seitens dieser Gemeinschaft nichts gegen die Regierung Gerichtetes oder der Nation Abträgliches geschehen oder [von ihnen] zu bestätigen und in dieser langen Zeit, ungeachtet dessen, daß die Gemeinschaft sich an Zahl und Kraft gegenüber früher verdoppelt hat, nirgends etwas zu hören gewesen, als daß ab und zu einige von ihnen durch studierte Doktoren und bedeutende Gelehrte zum Tode verurteilt wurden – in Wirklichkeit, um den hier vorliegenden Bericht in der Welt zu verbreiten und die Menschen aufzuwecken. Denn solche Eingriffe zerstören nicht, sondern bauen auf, so du die Wahrheit im Auge hast – sie wird dadurch nicht ausgelöscht und vergessen, sondern angeregt und verbreitet.
Ich möchte wenigstens eine kurze Geschichte erzählen, die sich wirklich zutrug. Jemand ging mit Gewalt gegen einen Bábí vor und verletzte ihn ernsthaft. Das Opfer hob die Hand zur Vergeltung, er wollte sich rächen und zog die Waffe gegen den Angreifer. Als ihn aber der Tadel seiner Gemeinschaft traf, suchte er sein Heil in der Flucht.
Er kam nach Hamadán, es wurde bekannt, wer er war, und da er zur Geistlichkeit gehörte, verfolgten ihn die Schriftgelehrten ungestüm, übergaben ihn den Behörden und ordneten an, daß er eine Züchtigung erhalte. Zufällig fiel ihm aus dem Kragenaufschlag ein Schriftstück in Bahá’u’lláhs Handschrift des Inhalts, daß jeglicher Versuch der Vergeltung getadelt, Rache zu suchen streng mißbilligt und seinen Begierden nachzugeben verboten sei. Unter anderem lasen sie folgendes darin: »Wahrlich, Gott verwirft die Aufrührer«, und: »Getötet werden ist besser für euch als töten. Und so man euch foltert, haltet euch an die Obrigkeit, die Zuflucht der Menschen; und so man euch zurückweist, vertraut auf den eifernden Gott. Dies kennzeichnet die Aufrichtigen, dies ist das Merkmal der Glaubensgewissen.« Als der Gouverneur von dem Schriftstück Kenntnis erhielt, sprach er zu dem Mann und sagte: »Nach der Verfügung Dessen, dem du als Oberhaupt gehorchst, mußt du zurechtgewiesen und streng bestraft werden.« »Wenn du alle Seine Gebote erfüllst«, erwiderte der Mann, »wird es mir das größte Vergnügen sein, mich in Strafe und Tod [zu fügen].« Der Gouverneur lächelte und ließ den Mann laufen.
So gab sich Bahá’u’lláh größte Mühe, [Seine Leute] zu erziehen, sie anzuspornen zur Sittlichkeit, zum Erwerb von Wissen und Künsten aus allen Ländern, mit allen Völkern der Welt auf freundlichem Fuß zu verkehren, um das Wohlergehen aller Menschen besorgt zu sein, verträglich, einmütig, gehorsam und hingebungsvoll zu handeln, die Kinder zu erziehen, zustandezubringen, was die Menschheit nötig hat, und ihr wahres Glück zu schaffen; unausgesetzt schickte Er mahnende Sendbriefe überallhin, was Wunder wirkte. Wir haben einige dieser Sendschreiben sehr sorgfältig durchgesehen, und einige Abschnitte daraus sollen nun hier wiedergegeben werden.
Alle diese Sendbriefe ermahnen zur Sittenreinheit, ermutigen zu gutem Verhalten, tadeln bestimmte Personen und führen Klage über Aufrührer. Unter anderem steht da der Satz:
»Meine Gefangenschaft grämt Mich nicht: Bei Meinem Leben, sie ist in Wahrheit Mein Ruhm! Was Mich aber härmt, ist das Tun Meiner Freunde, die behaupten, Uns verbunden zu sein und mit ihren Taten dem Satan folgen. Unter ihnen ist derjenige, der seiner Begierde folgt und beiseite wirft, was geboten ist; und unter ihnen ist derjenige, der rechtgeleitet der Wahrheit folgt. Diejenigen, die Sünden begehen und an der Welt hängen, gehören gewiß nicht zum Volke Bahás.« Q10
An anderer Stelle: »Wohl steht es um den, den der Schmuck edlen Betragens und guter Sitten auszeichnet: Er gehört wahrlich zu denen, die ihrem Herrn mit reinen, deutlichen Taten beistehen.«Q11
»Er ist Gott, erhaben ist Er, Seine Weisheit und Sein Wort. Wenn der eine, wahre Gott – gepriesen sei Seine Herrlichkeit – sich den Menschen offenbart, verfolgt Er das Ziel, die Edelsteine ans Licht zu bringen, die in den Gesteinsadern ihres wahren, inneren Selbstes verborgen liegen. Daß den verschiedenen Gemeinschaften der Erde und den mannigfaltigen religiösen Glaubenssystemen niemals erlaubt sein sollte, feindselige Gefühle unter den Menschen zu nähren, gehört an diesem Tage zum Wesen des Glaubens Gottes und Seiner Religion. Diese Grundsätze und Gesetze, diese fest begründeten, machtvollen Systeme entspringen einer einzigen Quelle und sind die Strahlen desselben Lichtes. Daß sie voneinander abweichen, ist den unterschiedlichen Erfordernissen der Zeitalter zuzuschreiben, in denen sie verkündet wurden.A35 Rüste dich, o Volk Bahás, in dem Bemühen, den Sturm religiösen Haders, der die Völker der Erde erregt, zum Schweigen zu bringen und jede Spur davon zu tilgen. Erhebe dich aus Liebe zu Gott und zu denen, die Ihm dienen, um dieser höchst erhabenen und bedeutungsvollen Sache beizustehen. Religiöser Fanatismus und Haß sind ein weltverzehrendes Feuer, dessen Gewalt niemand löschen kann. Nur die Hand göttlicher Macht kann die Menschen von dieser verheerenden Plage erlösenA36 … Betrachtet den Krieg zwischen zwei Staaten: Beide verlieren Wohlstand und Leben! Wie viele Dörfer gehen zugrunde! Also leuchtet das Gebot in der Lampe des Gotteswortes.«
»O Völker der Welt! Ihr seid die Früchte eines Baumes und die Blätter eines Zweiges. Verkehrt miteinander in inniger Liebe und Eintracht, in Freundschaft und Verbundenheit. Er, die Sonne der Wahrheit, bezeugt Mir: So machtvoll ist das Licht der Einheit, daß es die ganze Erde erleuchten kann. Der eine, wahre Gott, der alle Dinge kennt, bezeugt die Wahrheit dieser Worte.A37 Bemüht euch, daß ihr diese überragende, diese höchst erhabene Stufe erreicht, welche der ganzen Menschheit die Gewähr für Schutz und Sicherheit bieten kann. Dieses Ziel überragt jedes andere Ziel, dieses Streben ist der Fürst allen Strebens.A38«
»Wir vertrauen darauf, daß Gott den Königen der Erde beistehen wird, die Erde mit dem strahlenden Licht der Sonne der Gerechtigkeit zu erleuchten und zu schmücken. Einmal redeten Wir in der Sprache des Gesetzes, ein andermal in der Sprache der Wahrheit und des Weges; und der letzte Gegenstand und das Fernziel waren die Darlegung dieser hohen überragenden Stufe. Und Gott genügt als Zeuge.«
»O Volk Bahás! Verkehrt mit allen Menschen im Geiste der Freundlichkeit und Verbundenheit. Wenn ihr um eine bestimmte Wahrheit wißt, wenn ihr ein Juwel besitzt, das anderen versagt ist, so teilt es ihnen mit in einer Sprache höchster Liebenswürdigkeit und besten Willens. Wenn es angenommen wird und seinen Zweck erfüllt, ist euer Ziel erreicht. Wenn jemand es zurückweist, überlaßt ihn sich selbst und bittet Gott, ihn zu führen. Hütet euch, daß ihr ihn nicht unfreundlich behandelt. Eine freundliche Zunge ist ein Magnet für die Menschenherzen. Sie ist das Brot des Geistes, sie kleidet die Worte in Bedeutung, sie ist der Lichtquell der Weisheit und des Verstehens.« Q12
»Hätte das Volk der Einheit in späterer Zeit nach dem ruhmreichen Gesetz, das nach dem erhabenen Siegel [der Propheten] kam – möge das Leben aller außer Ihm ein Opfer für Ihn sein –, gehandelt und sich fest daran gehalten, die Grundfesten der Religion wären nicht erschüttert und volkreiche Städte nicht zerstört worden, sondern Frieden und Heiterkeit wären eingezogen und hätten Stadt und Land geschmückt.«
»Achtlosigkeit und Uneinigkeit der Begünstigten und der Rauch gottloser Seelen hat die lichte Nation sichtlich verfinstert und geschwächt. Hätten sie gehandelt [wie sie sollten], sie wären nicht achtlos gewesen gegenüber dem Licht der Sonne der Wahrheit.«
»Dieses Opfer wurde von alters her bis zum heutigen Tag gequält von den Händen der Achtlosen. Einmal vertrieben sie Uns grundlos in den ‘Iráq, ein andermal nach Adrianopel und von dort nach ‘Akká, einem Verbannungsort für Mörder und Räuber; wer weiß, wo Wir Unsere Bleibe finden werden nach diesem Größten Gefängnis. Gott allein weiß es, der Herr des Thrones und des Staubes und der Herr der erhabenen Stätte. Gleich, wo Wir sind und was Uns widerfährt, die Heiligen müssen vollkommen standhaft und zuversichtlich ihren Blick auf den Höchsten Horizont richten und sich um die Erneuerung der Welt und die Erziehung der Völker mühen. Was geschah und was geschehen wird, ist Werkzeug und Mittel zur Förderung der einen Welt. Haltet euch an Gottes Gebot, haltet euch fest daran: Wahrlich, es ist herabgesandt von einem weisen Verordner.«
»Aus vollkommenem Mitleid und Erbarmen haben Wir die Völker der Welt zu dem geführt und gelenkt, was ihren Seelen nützt.

Ich schwöre bei der Sonne der Wahrheit, die von den höchsten Horizonten der Welt herniederscheint, daß das Volk Bahás seit jeher kein anderes Ziel hat als die Wohlfahrt und die Neugestaltung der Welt und die Läuterung der Völker.

Zu allen Menschen sind sie aufrichtig und gütig.

Ihr Äußeres [Bild] entspricht ihrem Inneren [Herz], und ihr Inneres gleicht ihrem Äußeren.

Dies ist nicht verborgen oder verhüllt, sondern steht klar und sichtbar vor [aller] Augen.

Ihre Taten bezeugen diese Worte.A39 Heute mag jeder mit Einsicht Begabte aus Tun und Benehmen des Volkes Bahás seine Schlüsse ziehen über ihre Sache und aus ihrem Reden und Verhalten Kenntnis gewinnen über ihr Ziel.

Aufs höchste branden die Wogen des Meeres göttlicher Barmherzigkeit, und unaufhörlich stürzen die Wasser aus den Wolken Seiner Gnade und Gunst hernieder.

Während Seines Aufenthaltes im ‘Iráq verkehrte dieser UnterdrückteA40 offen und unverstellt mit allen Gesellschaftsschichten.

Wieviele aus aller Welt kamen als Feinde und gingen als Freunde!

Das Tor der Gnade war offen vor aller Augen.

Wir verkehrten gleicherweise mit Aufrührern wie mit Gehorsamen, damit die Missetäter vielleicht ihren Weg zum Meere grenzenloser Vergebung fänden.

Der Glanz des Namens der Verbergende war derart offenbar, daß der Missetäter wähnte, zu den Guten zu zählen.

Kein Bote wurde enttäuscht, keine Frage zurück gewiesen.A41 Daß Menschen sich abwandten und fernblieben, ist bestimmten persischen Doktoren und den unziemlichen Taten der Unwissenden zuzuschreiben.

Mit ›Doktoren‹ sind in diesem Abschnitt diejenigen gemeint, die die Menschheit von den Meeresküsten der Einheit zurückhalten, – was die wirklich Gelehrten angeht, die [ihr Wissen] anwenden, und die Weisen, die gerecht handeln, so sind sie der Lebenshauch für den Körper der Welt.

Wohl steht es um den Gelehrten, dessen Haupt die Krone der Gerechtigkeit schmückt und dessen Leib sich der Zier der Rechtschaffenheit erfreut.

Die Feder der Mahnung ermahnt die Freunde und gebietet ihnen Nächstenliebe, Erbarmen, Weisheit und Güte.

Dieser Unterdrückte ist heute ein Gefangener; Seine Verbündeten sind die Heerscharen guter Taten und Tugenden, nicht Rang oder Heere und Waffen.

Eine heilige Tat macht die irdische Welt zum höchsten Paradies.
O Freunde, helft diesem Unterdrückten mit angenehmen Tugenden und guten Taten! Jede Seele strebe heute darnach, die höchste Stufe zu erreichen. Sie achte nicht dessen, was in ihr ist, sondern was in Gott ist. Sie achte nicht dessen, was ihr selbst nützt, sondern was das Wort Gottes erhöht, dem sie Gehorsam schuldet. Das Herz muß geheiligt sein von aller Selbstsucht und Begierde, denn Gottesfurcht ist seit jeher die Waffe des Volkes der Einheit und der Heiligen. Sie ist der Schild, der die Menschen vor den Pfeilen des Hasses und der Abscheu schützt. Der Gottesfurcht Banner war immer siegreich, sie zählt zu den mächtigsten Heeren der Welt. Durch sie erobern die Heiligen mit Gottes, des Herrn der Heerscharen, Erlaubnis die Städte der Herzen [der Menschen].A42 Finsternis umhüllt die Erde: Die Licht spendende Lampe ist seit jeher die Weisheit. Ihrem Gebot ist unter allen Umständen zu folgen. Und weise ist es, der Rede Maß und Art abzustimmen auf das wo und wie. Und weise ist es, kritisch zu sein, denn der Mensch soll nicht alles hinnehmen, was jemand sagt.A43
In jeder Lage begehre von dem Wahren – verherrlicht sei Seine Herrlichkeit –, daß Er Seine Diener nicht des versiegelten WeinesA44 und des Lichtes des Namens der Selbstbestehende beraube.
O Freunde Gottes, wahrlich, die Feder der Aufrichtigkeit gebietet euch höchste Treue. Beim Leben Gottes, ihr Licht leuchtet heller als die Sonne! Ihr Licht, ihr Glanz, ihre Strahlen stellen alles andere Licht in den Schatten. Wir bitten Gott, daß Er die Lichtstrahlen der Sonne der Treue nicht von Seinen Städten und Ländern fernhalte. Tag und Nacht führen Wir alle Menschen zu Treue, Keuschheit, Reinheit und Beständigkeit, verordnen gute Taten und wohlgefällige Eigenschaften. Tag und Nacht schrillt die Feder und spricht die Zunge, daß sich das Wort gegen das Schwert erhebe, Geduld gegen Wildheit, daß Ergebenheit Unterdrückung ersetze und Hingabe das Martyrium begleite. Dreißig Jahre und länger war diese unterdrückte Gemeinde geduldig in allem, was über sie kam, und stellte sich Gott anheim. Seit jeher bezeugt dies jeder Ehrliche und Gerechte. Seit dieser Zeit befaßt sich dieser Unterdrückte mit Ermahnungen zum Guten, mit wirksamen und hinreichenden Ratschlägen, bis vor aller Augen deutlich ward, daß Er sich als Opfer zum Ziel für die Pfeile des Unglücks machte, um die Schätze, die in [der Menschen] Seelen verwahrt sind, zum Vorschein zu bringen. Streit und Hader passen seit jeher zu den Raubtieren der Erde, dem Menschen [hingegen] ziemen lobenswerte Taten.
Heilig ist der Barmherzige, der den Menschen erschaffen und ihm klare Rede gegeben.A45 Nach all diesem Aufruhr sind weder die Staatsminister noch die gelehrten Geistlichen zufrieden. Nicht eine Seele fand sich, die am Hofe der Majestät des Königs – gebe Gott seinem Königreich Dauer – ein Wort für Gott eingelegt hätte. Nichts wird Uns geschehen, was nicht Gott für Uns bestimmt. Sie handelten nicht freundlich und ließen es an Bosheit nicht fehlen. Gerechtigkeit wurde zum Phönix und Treue zum Stein des Weisen: Keiner sprach für das Recht. Es schien, als wäre den Menschen Gerechtigkeit verhaßt und aus allen Landen vertrieben wie Gottes Volk. Verherrlicht sei Gott! Während des Vorfalls im Lande Ṭá sprach nicht einer für das, was Gott befahl. Um ihre Macht zu entfalten und vor dem König – gebe Gott seinem Königreich Dauer – ihren Dienst zur Schau zu stellen, nennen sie das Gute böse und den Erneuerer einen Umstürzler. Dergleichen Leute würden den Tropfen als Meer und das Stäubchen als die Sonne hinstellen. Sie nennen die Hütte in KulaynA46 ›die starke Festung‹ und schließen die Augen vor der deutlichen Wahrheit. Sie greifen einige Erneuerer der Welt an und bezichtigen sie des Aufruhrs. So wahr Gott lebt, diese Menschen haben nie ein anderes Ziel als den Ruhm ihres Staates und den Dienst an ihrem Volk! Für Gott sprachen sie, für Gott sprechen sie und auf Gottes Weg wandeln sie.
O Freunde, bittet Ihn, das Verlangen aller Erdenbewohner, daß Er der Majestät dem König – gebe Gott seinem Königreich Dauer – beistehe, damit das Sonnenlicht der Gerechtigkeit alle Gebiete Persiens mit Ruhe und Frieden schmücke. Wie man hört, hat er auf Eingebung seines gesegneten Wesens die Geknechteten erlöst und den Gefangenen die Freiheit geschenkt. Es besteht die Pflicht – und ist den Frommen selbstverständlich –, den Dienern [Gottes] bestimmte Dinge vor Augen zu führen, damit die Guten sie sehen und erkennen. Wahrlich, Er gibt, wem Er will, was Er will, und Er ist der Machtvolle, der Verordner, der Wissende, der Weise.
Diesem Unterdrückten ist aus jenem Land etwas zu Ohren gekommen, das Ihn wahrlich erstaunte. Seine Hoheit, der Mu‘tamidu’d-Dawlih, Farhád Mírzá, sagte über diesen Gefangenen etwas, das zu wiederholen unerfreulich wäre. Dieses Opfer hatte nur sehr wenig mit ihm oder seinesgleichen zu tun. Soweit erinnerlich, besuchte er (nur) zweimal diesen Unterdrückten in Murgh-Maḥallih in Shimírán, wo Er wohnte. Bei der ersten Gelegenheit kam er an einem Nachmittag, bei der zweiten an einem Freitag morgen und kehrte bei Sonnenuntergang zurück. Er weiß genau, daß er nicht das Gegenteil der Wahrheit sprechen sollte. Wenn jemand zu ihm kommt, möge er ihm im Namen dieses Unterdrückten sagen: ›O Fürst! Ich bitte Eure Hoheit um Recht und Billigkeit für dieses arme Opfer‹. Wohl steht es um die Seele, die die Verderbten mit ihren Zweifeln nicht davon abhalten, Gerechtigkeit zu üben, und sie nicht des Lichtes der Billigkeit berauben. O ihr Heiligen Gottes, am Ende Unserer Abhandlung legen Wir euch nochmals ans Herz: Seid keusch, treu, gottesfürchtig, aufrichtig und rein. Legt das Böse ab und macht euch das Gute zu eigen. Dies befiehlt euch das Buch Gottes, des Wissenden, des Weisen. Wohl dem, der [darnach] handelt. In diesem Augenblick schreit die Feder auf und spricht: ›O ihr Heiligen Gottes, seht auf den Horizont der Rechtschaffenheit; gebt auf, trennt und befreit euch von allem, was ihr nicht entspricht. Es gibt keine Kraft und keine Macht außer in Gott.‹«
Kurz, über diese Gemeinde war früher in allen Provinzen Persiens viel Krauses und Schrilles, ja, was mit Menschenart unvereinbar ist und ihrer göttlichen Stiftung widerspricht, allgemein geläufig und in aller Munde. Als sich aber ihre Grundsätze fest eingeprägt hatten und sie mit ihren Verhaltensweisen bekannt und gewürdigt wurden, fielen die Schleier des Zweifels und des Mißtrauens; der wahre Charakter dieser Glaubensgemeinschaft wurde deutlich, und es stellte sich bald heraus, daß ihre Grundsätze keine menschlichen Phantasien waren und ihre Grundlagen sich von [landläufigen] Meinungen und Urteilen unterschieden. An ihrem Verhalten, ihren Taten, ihren Sitten und ihrer Einstellung war nichts auszusetzen – die Einwände in Persien richten sich gegen bestimmte Ansichten und Lehrsätze dieser Sekte. Und an verschiedenen Zeichen konnte man ablesen, daß die Menschen Zutrauen gewannen in die Glaubensgemeinschaft wegen deren Vertrauenswürdigkeit, Treue und Rechtschaffenheit in allen Unternehmungen.
Zurück zu unserem Thema. Während ihres Aufenthalts im ‘Iráq wurden die Bábí in der ganzen Welt bekannt. Denn ihr Exildasein machte sie derart berühmt, daß viele andere Gruppen Anschluß suchten und auf Wege sannen, um in vertrauten Umgang [mit ihnen] zu treten. Aber das Oberhaupt dieser Gemeinschaft wußte um die Ziele all dieser Gruppen und handelte äußerst konsequent, umsichtig und fest. Er verließ sich auf niemanden, sondern spornte sie an, sich entschlossen guten Zielen für Staat und Volk zu widmen, und Er ermahnte jeden einzelnen. Diese Haltung des Oberhauptes wurde im ‘Iráq allgemein bekannt.
Ebenso wünschten während ihres Aufenthalts im ‘Iráq einige Vertreter ausländischer Regierungen ihre Bekanntschaft und suchten freundliche Beziehungen [zu ihnen], aber das Oberhaupt ließ sich nicht darauf ein.

Hinzu kam unter anderen Merkwürdigkeiten, daß sich im ‘Iráq Mitglieder der königlichen Familie mit den [ausländischen] Regierungsvertretern verständigten und mit ihnen mittels Versprechungen und Drohungen Intrigen spannen.

Aber diese Gemeinschaft öffnete den Mund zu Tadel, ermahnte sie und sagte:

»Welche Niedertracht!

Welch heller Verrat, daß ein Mensch für weltlichen Gewinn, aus Eigennutz, Bequemlichkeit, Lebens- und Besitzangst derart großen Schaden und offenkundigen Verlust auf sich nimmt und auf eine Weise handelt, daß ihm das nur zu tiefster Erniedrigung, größter Schande und Ehrlosigkeit jetzt und hernach gereichen kann.

Jede Gemeinheit kann man mitmachen, nicht aber Landesverrat, und jede Sünde läßt sich entschuldigen und verzeihen, aber nicht [die], Schande über seine Regierung und sein Volk zu bringen.« Dabei hielten sie sich vor Augen, daß sie patriotisch zu handeln, aufrichtig und loyal zu sein und die Treuepflicht als heilig anzusehen hatten – ein edles Ziel, das sie als moralische Pflicht betrachteten.

So breiteten sich Gerüchte hierüber im ganzen arabischen ‘Iráq aus, und wer seinem Land wohlgesinnt war, äußerte Dank und drückte Anerkennung und Respekt aus.

Und vermutlich wurde über diese Ereignisse auch am Königshof gesprochen; aber bald wurde bekannt, daß einige Shaykhs an den Heiligsten Schreinen, die in Briefkontakt mit dem Hof, ja mit dem König selbst, standen, dieser Sekte unausgesetzt und heimlich befremdliche Beziehungen unterstellten, wobei sie sich einbildeten, daß solches Tun ihnen das Wohlwollen des Hofes eintrüge und Rang und Würden einbrächte.

Und da am Hof, diesem Angelpunkt der Gerechtigkeit, niemand frei über diese Sache sprechen konnte, da auch gerechte Minister, [die über den wahren Sachverhalt] Bescheid wußten, Schweigen als die beste Politik ansahen, bekam die iráqische Frage in Ṭihrán aufgrund dieser falschen Darstellungen und Gerüchte, Gewicht und wurde gewaltig aufgebauscht.

Doch die Generalkonsuln wußten, wie es stand, und handelten weiterhin maßvoll, bis Mírzá Buzurg Khán aus Qazvín Generalkonsul in Baghdád wurde.

Weil dieser Mann die meiste Zeit betrunken war und außerdem bar jeden Weitblicks, wurde er zum Komplizen und Bundesgenossen jener Shaykhs im ‘Iráq und gürtete beherzt seine Lenden, um zu zerstören und zu vernichten.

Er verfaßte Eingaben, so bildkräftig er konnte und was der Finger hergab, und stellte Behauptungen auf.

Jeden Tag schrieb er heimlich einen Bericht nach Ṭihrán, verschwor sich mit den Shaykhs und sandte diplomatische Noten an die Exzellenz, den Geschäftsträger [in Konstantinopel].

Aber da seine Behauptungen und Beteuerungen aus der Luft gegriffen waren, wurden sie alle vertagt und aufgeschoben, bis am Ende die Shaykhs ein Treffen vereinbarten, um mit dem General[-konsul] zu beraten; dazu riefen sie eine Anzahl gelehrter Doktoren und hoher Geistlicher in [der Moschee der] ›Zwei Káẓims‹ – Friede sei mit ihnen – zusammen und schrieben, nachdem sie übereingekommen waren, an die Geistlichen von Karbilá der Erhabenen, und Najaf, der Edelsten, und luden sie alle ein.

Sie kamen, manche wußten etwas, andere wußten nichts.

Zu letzteren gehörte der berühmte und kundige Doktor, der edle, gefeierte Gelehrte und Siegel der Wahrheitssucher, Shaykh Murtaḍá – inzwischen deckt ihn die Erde, damals war er das von allen anerkannte Oberhaupt, das ohne Kenntnis [dessen, was vor sich ging,] ankam.

Aber sobald er über die wirklichen Pläne Bescheid wußte, sagte er:

»Ich weiß nicht so genau, was diese Sekte wirklich ist, ich kenne weder ihre geheimen Dogmen noch ihre verborgenen theologischen Lehren, auch habe ich bis jetzt im Verhalten und in der Lebensweise dieser Gemeinschaft nichts erlebt oder wahrgenommen, was vom Deutlichen Buche abwiche und mich dazu bewegen könnte, sie als Ungläubige zu bezeichnen.

Darum entschuldigt mich in dieser Angelegenheit; wer meint, es sei seine Pflicht, mag handeln.« Nun hatten die Shaykhs und der Konsul vorgehabt, plötzlich allgemein loszuschlagen, aber weil der verstorbene Shaykh nicht mitspielte, fiel der Plan ins Wasser und brachte ihnen in der Tat nur Schande und Enttäuschung ein.

So ging die Versammlung von Shaykhs, Doktoren und einfachem Volk aus Karbilá wieder auseinander.
Gerade damals bemühten sich überall boshafte Leute – [darunter] auch entlassene Staatsdiener –, so auf die Sekte einzuwirken, daß sie womöglich ihre Richtung und Haltung änderte. Aus allen Ecken und Enden kamen unausgesetzt Lügenbotschaften und beunruhigende Nachrichten, daß der persische Hof die erklärte Absicht hätte, die Sekte mit Stumpf und Stiel auszurotten, daß ständig Briefe mit den örtlichen Behörden hin und hergingen und in Kürze alle [Bábí] in Handschellen nach Persien ausgeliefert würden. Aber die Bábí blieben die ganze Zeit ruhig und gelassen, ohne ihr Verhalten im geringsten zu ändern.
Als Mírzá Buzurg Khán auch damit sein ersehntes Ziel verfehlte, brütete er in seiner Bosheit darüber nach, wie er die Bábí sonst schädigen und demütigen könnte. Tag für Tag suchte er neue Vorwände, sie zu beschimpfen, brach irgendeinen Tumult vom Zaun und pflanzte das Banner der Zwietracht auf, bis die Sache sich so zuspitzte, daß jederzeit ein Aufstand auszubrechen, die Zügel zu entgleiten, die Herzen jäh in Unruhe und Verwirrung, die Gemüter in Angst und Qual zu stürzen drohten.
Als nun [die Bábí] nicht mehr wußten, wie sie mit diesen Verrücktheiten fertig werden sollten – denn was sie auch taten, schlug fehl –, als sie keinen Ausweg mehr sahen aus diesem Durcheinander, keine Gerechtigkeit in dem, was ihnen da blühte, überlegten und zögerten sie neun Monate lang, und am Ende ließen sich einige von ihnen als Staatsbürger der hohen osmanischen Regierung einschreiben, um weiteren Schaden abzuwenden und den Aufruhr [damit] zu beschwichtigen. Dadurch wurde die Unruhe gemildert, und der Konsul hörte auf, sie zu belästigen, aber er meldete das Ganze dem königlichen Hof in einer Weise, die die Tatsachen auf den Kopf stellte und der Wahrheit widersprach, und gemeinsam mit den verbündeten Shaykhs sann er unentwegt weiter darauf, [die Bábí] zur Raserei zu bringen. Als er dann aber entlassen und von Unglück verfolgt wurde, zerfloß er vor Reue.
Wir wollen mit unserem Thema fortfahren. Etwas über elf Jahre lebte Bahá’u’lláh im arabischen ‘Iráq. Die Glaubensgemeinschaft führte sich in einer Weise, daß [Sein] guter Ruf und hohes Ansehen wuchsen. Denn Er stand jetzt im Rampenlicht der Gesellschaft, verkehrte mit allen Schichten und sprach mit gelehrten Doktoren über schwierige theologische Fragen und die wahre Bedeutung verwickelter Sätze der Gottesgelehrsamkeit. Wie man allenthalben von Einheimischen wie von Besuchern hörte, entzückte Er sie alle durch Seine höflichen Umgangsformen und liebenswürdigen Worte. Sein Auftreten ließ die Menschen an Zauberei glauben und Ihn für einen Meister der okkulten Wissenschaften halten.
Während dieser Zeit hielt sich Mírzá Yaḥyá versteckt, wie er es auch früher gehalten hatte, bis er nach dem Erlaß der Majestät, des osmanischen Monarchen, der die Entfernung Bahá’u’lláhs aus Baghdád anordnete, [Ihn] weder verlassen noch begleiten wollte. Einmal überlegte er, nach Indien aufzubrechen, ein andermal, sich im Türkenland niederzulassen, aber da er sich für keinen der beiden Pläne entscheiden konnte, vermummte er sich schließlich als Derwisch und machte sich auf eigene Faust vor allen anderen auf den Weg nach Karkúk und Irbíl. Von dort gelangte er in langen Märschen nach Mosul, wo er bei der Ankunft der Hauptgruppe sein Lager neben der Karawane aufschlug. Und obwohl ihnen während der Reise die Gouverneure und Amtsträger äußerst zuvorkommend und ehrerbietig entgegenkamen und die Märsche und Pausen gleichermaßen würdig und ehrenvoll abliefen, tarnte er sich durch ständigen Kleiderwechsel und war immer auf der Hut, weil er meinte, es könne leicht zu einem Überfall kommen.
So gelangten sie nach Konstantinopel, wo ihnen in einem Gästehaus der ruhmreichen osmanischen Monarchie Unterkünfte zugewiesen wurden.

Anfangs erwies man ihnen in jeder Hinsicht größte Aufmerksamkeit.

Weil die Unterkünfte zu eng waren für so viele Menschen, zogen sie am dritten Tag in ein anderes Haus.

Einige Adlige kamen sie besuchen, um mit ihnen zu sprechen, und verhielten sich, so wird berichtet, angemessen.

Ungeachtet dessen, daß viele bei Treffen und Versammlungen sie weiterhin verdammten, beschimpften und sagten, »diese Sektierer sind ein Unglück für die ganze Welt, der Ruin für Verträge und Bündnisse, sie sind eine Quelle des Unheils und Verderbens für alle Länder, sie haben ein Feuer angezündet, das die Erde verzehrt, und verdienen, wenn sie auch von außen harmlos aussehen, Strafen aller Art«, blieben die Bábí geduldig, ruhig, besonnen und standhaft.

Sie bestürmten auch nicht hochgestellte Persönlichkeiten, selbst nicht in Notwehr, oder drängten sich in den Häusern der Großen des Reiches.

Mit welchen der Prominenten, mit denen Er [Bahá] sprechen wollte, sie auch zusammentrafen – nie fiel ein anderes Wort als über Wissenschaft und Kunst zwischen ihnen, bis einige Adlige versuchten, Ihm Hinweise und freundliche Ratschläge zu geben, und sagten:

»Die Sitte gebietet es, zu appellieren, eure Sache darzulegen und um Gerechtigkeit zu bitten.« Er gab zur Antwort:

»Wir sind in dieses Land gekommen, um dem königlichen Befehl Gehorsam zu leisten.

Darüber hinaus hatten und haben Wir keine Absicht und keinen Wunsch, daß Wir Eingaben machen und Schwierigkeiten verursachen müßten.

Was [noch] hinter dem Schleier des Schicksals verborgen ist, wird sich in Zukunft zeigen.

Bisher bestand keinerlei Notwendigkeit für aufdringliche Bittgesuche.

Wenn die aufgeklärten Führer [eurer Nation] weise und gewissenhaft sind, werden sie gewiß Nachforschungen anstellen und sich mit dem wahren Sachverhalt vertraut machen; wenn nicht, können sie die Wahrheit sowieso nicht erkennen.

Wozu soll man unter diesen Umständen Staatsmänner behelligen und die Minister des Hofes anbetteln?

Wir machen Uns keinerlei Sorgen und sind gefaßt auf alles, was Uns bestimmt ist. ›Sprich:

Alles ist von Gott‹Q13, ist Beweis genug, und: ›Wenn Gott dich mit Unglück schlägt, gibt es keinen, es hinwegzunehmen, als Ihn‹Q14, ist heilende Arznei.«Q
Nach einigen Monaten wurde ein königlicher Erlaß verkündet, der ihnen Adrianopel im Bezirk Rumelien zum Aufenthalt und Wohnsitz bestimmte.

Von [türkischen] Offizieren begleitet, zogen die Bábí allesamt dorthin und ließen sich da nieder.

Wie von verschiedenen Reisenden und von großen, gelehrten Männern dieser Stadt zu hören war, betrugen sie sich dort ebenfalls so, daß die Einwohner des Bezirks und die Behördenvertreter Gutes von ihnen sprachen und ihnen mit Achtung begegneten.

Kurz, da Bahá’u’lláh wie gewohnt mit Doktoren, Gelehrten, einflußreichen Persönlichkeiten und Adligen verkehrte und dadurch in ganz Rumelien bekannt und berühmt wurde, kamen auch die Mittel zusammen, die das Leben leichter machten; Angst und Furcht wichen, sie ruhten auf dem Lager der Sorglosigkeit und verbrachten ihre Zeit in Frieden, bis einer namens Siyyid Muḥammad aus Iṣfahán, ein Anhänger [des Báb], sich zum Vertrauten und Verwandten Mírzá Yaḥyás machte und [damit] zum Grund für Ärger und Aufruhr wurde.

Mit anderen Worten:

Er zettelte heimlich eine Intrige an und führte Mírzá Yaḥyá in Versuchung, indem er sagte:

»Diese Gemeinde ist berühmt geworden in aller Welt und ihr Name hat einen edlen Klang bekommen.

Ihr droht keine Gefahr mehr, du brauchst keine Angst mehr zu haben und dich nicht mehr zu verstecken.

Höre also auf nachzufolgen, damit die Welt dir folge, und tritt hervor unter den Anhängern, damit man dich feiert unter allen Horizonten.« Mírzá Yaḥyá, unerfahren und unbedacht ob der Folgen, ließ sich von diesen Worten verzaubern und von seinem Verhalten betören.

Der eine glich dem Säugling, der andere der vielgepriesenen Mutterbrust.

Wie eindringlich ihn auch einige Häupter der Gemeinde mahnten, ihn auf den Pfad der Besonnenheit verwiesen und sagten:

»So viele Jahre wurdest du in den Armen deines Bruders genährt und hast auf den Kissen der Bequemlichkeit und der Freude geruht; was sind das für wahnwitzige Ideen?

Laß dich doch nicht durch diesen leeren NamenA47, der [dir] aus bestimmten Erwägungen und aus Gründen der Zweckmäßigkeit verliehen wurde, betören, und setze dich nicht dem Tadel der Gemeinde aus.

Dein Rang und dein Wert hängen an einem Wort, und deine Erhebung hatte einen triftigen Grund, sie diente dem Schutz.« Je mehr er aber ermahnt wurde, desto weniger fühlte er sich angesprochen; wie sehr sie ihn auch zu lenken suchten – er fuhr fort, seinen Vorteil im Widerstand zu sehen.

Später entzündete sich auch die Glut der Gier und Habsucht, und obgleich keinerlei Not herrschte und die Lebensumstände leicht und bequem waren, verfielen sie darauf, an Gehälter und Unterhaltszahlung zu denken, und einige der von Mírzá Yaḥyá abhängigen Frauen gingen zum Palast [des Gouverneurs] und flehten um Unterstützung und Almosen.

Als Bahá’u’lláh davon erfuhr, verwies Er die beiden [Mírzá Yaḥyá und Siyyid Muḥammad] aus Seiner Nähe.
Dann machte sich Siyyid Muḥammad auf nach Konstantinopel, um seine Unterhaltszahlung abzuholen, und stieß das Tor der Leiden auf.

Wie berichtet wird, verursachte dies die größte Besorgnis und den Abbruch der Beziehungen.

Darüber hinaus brachte er dreist in Konstantinopel Gerüchte in Umlauf, darunter auch die Behauptung, die aus dem ‘Iráq gekommene wichtige Persönlichkeit sei Mírzá Yaḥyá.

Verschiedene Leute merkten, daß man mit diesem Stoff hervorragend Zwietracht säen und Aufruhr stiften konnte; sie unterstützten ihn beifällig, ermunterten ihn aufreizend und sagten:

»Du bist wahrlich die Hauptstütze und der anerkannte Nachfolger:

Handle mit Autorität, damit Gnade und Segen augenscheinlich werden.

Ein Meer ohne Wogen ist ohne Klang, und aus Wolken ohne Blitz und Donner kommt kein Regen.« Durch solches Gerede ließ sich dieser unglückselige Mann dann zu seinen Taten hinreißen und zu eitlen Worten verführen, die das Denken [der Menschen] verwirrten.

Allmählich begannen die üblichen Antreiber und Aufwiegler an allen Ecken und Enden, ja selbst bei Hofe, mit ihren gehässigen Verleumdungen und sagten:

»Die Bábí reden dies und erklären das; [ihr] Tun ist so, und reden tun sie so und so.« Derartige Hetzreden und Intrigen ließen die Dinge in völlig falschem Licht erscheinen, außerdem sprachen sich bestimmte Pläne über Selbstschutzmaßnahmen herum, die man als notwendig erachte.

Man überlegte, ob es nicht ratsam sei, die Bábí zu verbannen; und plötzlich kam der Befehl:

Bahá’u’lláh wurde aus Rumelien ausgewiesen; warum, war nicht bekannt, auch nicht, wohin sie Ihn bringen würden.

Viel wurde herumerzählt, und viel Aufgebauschtes war zu hören, [der Tenor war:] keine Aussicht auf Rettung.
Alle, die um Ihn waren, flehten einmütig darum, Ihn begleiten [zu dürfen], und so sehr die Behörden auch mahnten und es untersagten, es war vergeblich. Am Ende ließ sich einer namens Ḥájí Ja‘far von seinem Kummer hinreißen und schnitt sich mit eigener Hand die Kehle durch. Als die Behörden das erfuhren, erlaubten sie allen, Ihn zu begleiten, und verfrachteten sie dann von Adrianopel zur Küste und von dort nach ‘Akká. Mírzá Yaḥyá wurde in gleicher Weise nach Famagusta verschickt.
Während der letzten Tage in Adrianopel verfaßte Bahá’u’lláh einen ausführlichen Sendbrief, in dem Er alles klar und bis ins einzelne darlegte.

Er erläuterte darin die Hauptprinzipien der Glaubensgemeinschaft, erklärte ihre ethischen Grundsätze, ihre Sitten, ihre Handlungsweise und die Art ihrer Lebensführung, behandelte ausführlich bestimmte politische Fragen und stellte verschiedene Beweise für Seine Legitimität vor, verwies auf die Ziele, die Loyalität und Lauterkeit der Gemeinschaft und schrieb einige Gebetsabschnitte nieder, einige in Persisch, den größeren Teil in Arabisch.

Den Brief tat Er in einen Umschlag, den Er mit dem Namen der Majestät des Königs von Persien schmückte, und schrieb [auf den Umschlag], daß eine Person reinen Herzens und reinen Lebens, Gott ergeben und bereit zum Märtyrertod, vollkommen selbstlos und aus freien Stücken diesen Sendbrief dem König überbringen werde.

Ein Jugendlicher namens Mírzá Badí‘ aus Khurásán nahm den Brief und eilte in die Gegenwart der Majestät des Königs.

Und da der königliche Troß sich im Lager außerhalb von Ṭihrán aufhielt, stellte er sich einsam an einem Felsen auf, der weit entfernt, aber genau gegenüber dem königlichen Zelt lag, und wartete Tag und Nacht auf den Vorbeizug der königlichen Eskorte oder die Erlaubnis, in die königliche Gegenwart zu treten.

Drei Tage verbrachte er so, fastend und wachend, mit ausgezehrtem Leib und mattem Geist.

Am vierten Tag hielt der König mit dem Fernglas Ausschau in alle Himmelsrichtungen, als sein Blick plötzlich auf diesen Mann fiel, der in demütiger Haltung auf dem Felsen saß.

Er schloß daraus, daß der Mann vermutlich eine Danksagung, eine Beschwerde oder ein Gesuch um Wiedergutmachung und Gerechtigkeit [vorbringen] wollte. [Der König] sandte jemanden aus seinem Gefolge, um sich nach dem Jungen zu erkundigen.

Dabei [stellte sich heraus], daß er einen Brief mit sich trug, den er eigenhändig dem König zu übergeben wünschte.

Nachdem er die Erlaubnis erhalten hatte, näherzutreten, trat er vor das Königszelt und rief mit lauter Stimme, unbeschreiblich würdevoll, gelassen und ehrerbietig:

»O König, ich bin aus Ṣabá zu dir gekommen mit wichtiger Kunde!«Q15 [Der König] befahl, den Brief entgegen- und den Überbringer festzunehmen.

Die Majestät der König wollte besonnen handeln und die Wahrheit herausfinden, aber die Anwesenden tadelten dies heftig und sagten:

»Der Mann hat sich sehr vermessen und befremdlich dreist gezeigt, da er ohne Furcht und Zittern einen Brief von dem nach Bulgarien und ins Slawenland Verbannten, über den alles Volk verärgert ist, vor den König bringt.

Wenn er nicht sofort schwer bestraft wird, wird die große Vermessenheit noch wachsen.« Die Minister waren also dafür ihn zu bestrafen, und befahlen die Folter.

Als erstes folterten sie mit Kette und Stock und sagten:

»Gib deine Freunde preis, dann kommst du frei von der qualvollen Bestrafung, laß deine Kameraden einsperren, dann kannst du der Kettenfolter und der Schärfe des Schwertes entgehen.« Doch wie sehr sie ihn auch folterten, brannten und quälten, sie stießen nur auf Standhaftigkeit und Schweigen und sahen [ihn] nur stumm dulden.

Als die Folter ohne Ergebnis blieb, photographierten sie ihn [zuerst], wie er in völliger Demut und Gelassenheit mit Ketten gefesselt unter dem Schwert sitzt, rechts und links die Henkersknechte; dann schlugen sie ihn tot.

Ich habe mir diese Photographie schicken lassen, und ich fand sie sehenswert:

Er sitzt da in wundervoller Demut, in seltener Entsagung, völlig gottergeben.
Als die Majestät der König einige Abschnitte gelesen und den Inhalt des Sendbriefs zur Kenntnis genommen hatte, war er sehr betroffen von dem, was geschehen war, und drückte sein Bedauern aus, daß seine Höflinge übereilt gehandelt und so hart gestraft hatten. Er soll sogar dreimal gesagt haben: »Bestraft man jemanden, [der nur] der Überbringer eines Briefes ist?« Dann wurde der königliche Befehl gegeben, daß die hochwürdigen, gelehrten Doktoren und ehrenwerten, hochgebildeten Geistlichen eine Antwort auf das Sendschreiben verfassen sollten. Aber als die überaus kundigen Doktoren der Hauptstadt den Inhalt des Briefes begriffen, befanden sie, »… daß diese Person, abgesehen [davon], daß sie von der Deutlichen Religion abweicht, sich in Sitte und Glaubensdinge einmischt und Königen und Kaisern Schwierigkeiten macht. Daher erfordert es der wohlbegründete Pfad, ja ist es die vornehmste Pflicht, [diese Sekte] streng zu unterdrücken, einzudämmen und auszurotten.«
Doch diese Antwort wurde aus der [königlichen] Gegenwart nicht bestätigt, denn der Inhalt des Sendschreibens stand sichtlich nicht im Widerspruch zum Gesetz oder der Vernunft, beschäftigte sich weder mit politischen oder verwaltungstechnischen Angelegenheiten, noch berührte oder beeinträchtigte es den Thron der Souveränität. Sie hätten deshalb die anstehenden Punkte diskutieren und ausdrücklich eine solche Antwort schreiben sollen, die die Zweifel zerstreut und die Schwierigkeiten gelöst hätte und für alle zum Diskussionsthema geworden wäre.
Aus diesem Sendbrief wollen wir hier verschiedene Stellen wiedergeben, damit man [das Ganze] besser versteht.

Der Brief beginnt mit einem eindrucksvollen Abschnitt in arabischer Sprache, in dem Er [Bahá’u’lláh] Fragen der Religion und des Glaubens behandelt: das Opfer des Lebens auf dem Pfade des Geliebten, den Zustand der zufriedenen Gottergebenheit, das vielfältige Unglück, die Schwierigkeiten, Nöte, Heimsuchungen und den durch die Machenschaften der Feinde auf Ihn gefallenen Verdacht staatsfeindlicher Umtriebe, die Feststellung Seiner Unschuld vor der königlichen Majestät, die Verstoßung der Aufwiegler und die Distanzierung von der Rebellenpartei, die Voraussetzungen wahren Glaubens an die Verse des Qur’án, die Notwendigkeit frommer Tugenden, die Auszeichnung [des Menschen] vor allen anderen Geschöpfen auf dieser vergänglichen Wohnstatt, Gehorsam gegenüber den Geboten und Meidung des Verbotenen, Beweise, daß Gott die Sache des Báb stützt, das Unvermögen aller Erdenbewohner, einer Himmelsmacht zu widerstehen, Seine eigene Erweckung durch Gottes Sturzflut, was Ihn in grenzenlose Schwierigkeiten brachte, Sein Empfang der göttlichen Gaben, Seine Teilhabe an geistiger, gottgegebener Gnade, Seine Erleuchtung durch unmittelbares Wissen, ohne daß Er je studiert hätte, die Entschuldbarkeit Seiner [Bemühungen], die Menschheit zu ermahnen, sie auf den Erwerb menschlicher Vollkommenheit auszurichten und sie mit dem Feuer der göttlichen Liebe zu entflammen, und Ermutigungen, den Sinn auf Höheres als die Würde irdischer Herrschaft zu lenken; außerdem ausdrucksvolle Gebete, [geschrieben] in der Haltung äußerster Selbstlosigkeit, Hingabe und Demut, und ähnliche Dinge.

Danach behandelte Er [andere] Themen in persischer Sprache.

Da heißt es:A48
»O Gott, dies ist ein Brief, den Ich dem König zu senden wünsche; und Du weißt, daß Ich nichts von ihm begehre, als daß er den Menschen Gerechtigkeit widerfahren läßt und den Bewohnern Deines Reiches Gunst erweist. Und wahrlich, bei Meiner Seele, nicht wünsche Ich, was Du nicht wünschst, und bei Deiner Macht, Ich wünsche nur, was Du wünschst. Zugrunde gehe das Wesen, das anderes von Dir wünscht als Dich! Und bei Deiner Herrlichkeit, Dein Wohlgefallen ist Meine letzte Hoffnung und Dein Wille Mein höchster Wunsch! So sei denn dieser armen [Seele] gnädig, o Gott, die sich an den Saum Deines Reichtums hält, und diesem demütigen [Bittsteller], der zu Dir ruft, denn Du bist wahrlich der Mächtige, der Große. Hilf o Gott, der königlichen Majestät, Deine Gesetze unter Deinen Dienern anzuwenden und Deine Gerechtigkeit unter Deinen Geschöpfen kundzutun, damit er über diese Gemeinde nicht anders herrsche als über ihren Nächsten. Wahrlich, Du bist der Starke, der Mächtige, der Weise.
Mit der Erlaubnis und Zustimmung des gegenwärtigen Königs wandte sich dieser Diener vom Sitz des königlichen ThronesA49 nach dem arabischen ‘Iráq und blieb dort zwölf Jahre lang.

Aus der Zeit [Seines dortigen] Aufenthalts gelangte kein Bericht über Seine Lebensumstände vor den König noch ging irgendeine Meldung an fremde Staaten.

Im Vertrauen auf Gott wohnte Er in jenem Land, bis ein bestimmter Beamter in den ‘Iráq kam und gleich nach seiner Ankunft darauf verfiel, eine Gruppe armer Unglücklicher zu plagen.

Von bestimmten persischen Schriftgelehrten verleitet, setzte er diese Diener täglich unter Druck, obwohl an ihnen nichts zu beobachten war, das für Staat oder Kirche nachteilig oder mit den Prinzipien und Bräuchen ihrer Landsleute unvereinbar gewesen wäre.

Das brachte diesen Diener zu der Überlegung: ›Könnte es nicht sein, daß einige Aktionen, die im Widerspruch zu der weltverbessernden Absicht des Königs stehen, durch die Taten von Übertretern veranlaßt wurden?‹ Darum wurde eine kurze Darstellung [der Angelegenheit] an den Außenminister Mírzá Sa‘íd Khán gesandt, damit er sie in der [königlichen] Gegenwart vorlege und man dann verfahren könne, wie es der königliche Befehl verkünden würde.

Lange Zeit verging und kein Befehl kam, bis die Angelegenheit so stand, daß der plötzliche Ausbruch eines Aufstands befürchtet werden mußte, bei dem viel Blut fließen würde.

Notgedrungen, zum Schutze der Diener Gottes, wandten sich einige [Bábí] an den Gouverneur des ‘Iráq.

Wenn [der König] das Geschehene gerecht beurteilt, wird im Spiegel seines lichtvollen Herzens deutlich werden, daß das, was getan wurde, nur zweckdienlich war und daß es augenscheinlich keinen anderen Ausweg gab.A50 Der König wird bestätigen und bezeugen, daß überall, wo einige aus dieser Gemeinschaft lebten, gewisse Gouverneure mit ihrer Angriffslust das Feuer der Zwietracht und des Krieges entzündet haben.

Aber dieser Erdengast unterband nach Seiner Ankunft im ‘Iráq allen Aufruhr und Streit, und dieses Dieners Zeugnis ist Seine Tat, denn alle wissen und werden bestätigen, daß diese Gruppe an Zahl damals größer [war] als zuvor und dennoch niemand die rechten Grenzen überschritt noch irgend jemanden angriff.

Seit nahezu fünfzehn Jahren halten sie allesamt Ruhe, schauen auf Gott, vertrauen auf Ihn, tragen geduldig, was über sie kommt, und überlassen es Gott.

Und nach der Ankunft dieses Dieners hier in Adrianopel erkundigten sich einige Mitglieder der Gemeinde nach der Bedeutung von ›Sieg‹.

Darauf wurden verschiedene Antworten erteilt, von denen eine auf dieser Seite wiedergegeben wird, damit in der [königlichen] Gegenwart deutlich wird, daß dieser Diener nur Frieden und Erneuerung im Sinn hat.

Und sollten auch einige der göttlichen Gaben, die [Mir] ohne [eigenes] Verdienst gnädig verliehen wurden, nicht deutlich zum Ausdruck kommen, wird [zumindest] soviel zu erkennen sein, daß Gott in Seiner überreichen Gunst und unverdienten Gnade diesen Unterdrückten nicht des Schmuckes der Vernunft beraubt hat.

Die Bedeutung von ›Sieg‹ wurde erklärt mit den Worten:
›Er ist Gott, erhaben ist Er.
Es ist bekannt, daß Gott – herrlich ist Sein Gedenken – über die Welt und was darinnen ist geheiligt ist und daß der Sinn von »Sieg« nicht darin liegt, daß einer mit dem anderen kämpft oder streitet.

Der Herr des Er-tut-was-Er-willA51 hat das Reich der Schöpfung – Land und Meer – in die Hand von Königen gegeben, und sie sind die Verkörperungen der göttlichen Macht entsprechend ihrem jeweiligen Rang:

Wahrlich, Er ist der Mächtige, der Unumschränkte.

Aber was Gott – herrlich ist Sein Gedenken – für sich selbst begehrt, sind die Herzen Seiner Diener, diese Schatzkammern voll Lobpreis und Liebe zum Herrn, diese Speicher göttlichen Wissens und göttlicher Weisheit.

Schon immer war es der Wille des ewigen Königs, die Herzen von den Einflüsterungen der Welt und was darinnen ist zu reinigen, damit sie bereit seien, vom Glanz des Herrn der Namen und Attribute erleuchtet zu werden.

Darum darf kein Fremder in die Stadt des Herzens gelangen, damit der unvergleichliche Freund einziehe in Seine Wohnstatt – das heißt, der Glanz Seiner Namen und Attribute, nicht Sein Wesen – erhaben ist Er –, denn dieser unvergleichliche König bleibt immer und ewig geheiligt über Aufstieg oder Abstieg.

Deshalb hat »Sieg« weder heute noch zukünftig etwas mit Feindschaft oder Streit gegen irgend jemanden zu tun; wohlgefällig ist vielmehr, wenn das Schwert des Wortes, der Weisheit und der Mahnung die Städte der Herzen [der Menschen], die unter der Herrschaft der Heerscharen der Selbstsucht und Begierde stehen, besiegt.

Wer den »Sieg« begehrt, muß zuerst die Stadt seines eigenen Herzens mit dem Schwerte der geistigen Wahrheit und des Wortes bezwingen und sie schützen vor dem Gedenken an anderes als Gott:

Dann mag er seinen Blick den Städten [anderer] Herzen zuwenden.

Dies ist mit »Sieg« gemeint:

Aufruhr gefällt Gott nicht, hat Ihm noch nie gefallen, und was gewisse Unwissende früher taten, fand niemals Billigung.

Wenn ihr für Sein Wohlgefallen erschlagen werdet, ist dies wahrlich besser für euch, als selbst zu erschlagen.

Heute müssen die Freunde Gottes unter den Dienern [Gottes] sich so verhalten, daß sie durch ihre Taten alle zum Wohlgefallen des Herrn der Herrlichkeit führen.

Ich schwöre bei der Sonne des Horizontes der Heiligkeit:

Die Freunde Gottes beachten niemals die Erde oder ihren vergänglichen Reichtum.

Gott hat immer auf die Herzen [Seiner] Diener geblickt, auch dies aufgrund Seiner größten Gunst, damit sterbliche Seelen womöglich sich reinigen und heiligen von irdischem Tand und zu unvergänglichen Wohnstätten gelangen.

Der wahre König hingegen genügt sich selbst [und ist unabhängig] von allem:

Weder erwächst Ihm Vorteil aus der Liebe abhängiger Wesen, noch leidet Er Schaden durch ihren Haß.

Durch Ihn erscheinen alle irdischen Stätten und zu Ihm kehren sie zurück, und Gott einzig und allein wohnt an Seiner eigenen Stätte, die geheiligt ist über Raum und Zeit, Gedenken und Sprechen, Zeichen, Beschreibung und Deutung, Höhe und Tiefe.

Und niemand weiß darum außer Ihm und wer immer um das Buch weiß.

Es ist kein Gott außer Ihm, dem Mächtigen, dem Freigebigen.‹ Soweit dies.
Aber gute Taten hängen davon ab, daß der König persönlich [die Sache] mit gerechtem, gütigem Blick durchschaut und sich nicht zufriedengibt mit den Schilderungen gewisser Personen, die durch keinerlei Zeugnis oder Beweis gestützt sind. Wir bitten Gott, den König zu bestärken in dem, was Er will, denn was Er will, sollte der Wunsch der Welten sein.
Danach riefen sie diesen Diener nach Konstantinopel. Wir kamen dorthin zusammen mit einigen armen Unglücklichen, und nach Unserer Ankunft verkehrten Wir mit keiner einzigen Seele, denn Wir hatten [ihnen] nichts zu sagen, und es gab keinen Wunsch außer dem, daß vor aller Augen deutlich erwiesen und bewiesen werde, daß dieser Diener nicht an Aufruhr denkt und nie mit Aufrührern verkehrte. Und bei Ihm, dessen Geist alle Dinge preisen: Sich irgendwohin zu wenden, war angesichts gewisser Umstände schwierig, aber es wurde getan, um Leben zu schützen. Wahrlich, Mein Herr weiß, was in Meiner Seele ist, und Er ist wahrlich Zeuge dessen, was Ich sage. Der gerechte König ist Gottes Schatten auf Erden; alle sollten Zuflucht finden im Schatten seiner Gerechtigkeit und ruhen im Schutz seiner Gunst. Hier ist nicht der Platz für Anzüglichkeiten oder besonderen an einzelne [gerichteten] Tadel, denn der Schatten erzählt von dem, der den Schatten wirft. Gott – herrlich ist Sein Gedenken – nennt sich den Herrn der Welten, weil Er alle nährte und nährt; erhaben ist Seine Gunst, die den abhängigen Wesen vorausging, und Seine Gnade, die den Welten voranging.
Es ist deutlich genug, daß in der Vorstellung der Leute, ob richtig oder falsch, die Mitglieder dieser Gemeinde die Religion, für die sie bekannt sind, als wahr anerkannt und angenommen haben und daß sie um ihretwillen aufgaben, was sie besaßen, um nach dem zu suchen, was Gottes ist. Und dieser Verzicht auf dem Pfad der Liebe zum Barmherzigen [Gott] ist ein zuverlässiger Zeuge und ein beredtes Zeugnis für das, worauf sie Anspruch erheben. Hat man [je] gesehen, daß ein vernünftiger Mensch seinem Leben entsagt hätte ohne einen Beweis oder ein Zeugnis [der Wahrheit dessen, wofür er starb]? Und wenn man sagte: ›Diese Leute sind verrückt‹, so ist dies ebenfalls sehr unwahrscheinlich, denn [dies] ist nicht auf eine oder zwei Personen beschränkt, sondern umfaßt viele aus allen Gesellschaftsschichten, welche trunken vom Kawthar göttlicher Weisheit auf dem Pfade des Freundes mit Herz und Seele zur Stätte des Martyriums eilen. Wenn diese Menschen, die um Gottes willen alles aufgeben außer Ihm, die Leben und Wohlstand auf Seinem Pfad dahingeben, sich täuschten, mit welchem Beweis, mit welchen Zeichen könnte dann vor dem König die Wahrheit dessen belegt werden, wozu sie sich bekennen?
Der verstorbene Ḥájí Siyyid Muḥammad – Gott erhöhe seine Stufe und tauche ihn ein in das Meer Seiner barmherzigen Vergebung –, hat, obwohl er zu den gelehrtesten Doktoren seiner Zeit gehörte und der gottesfürchtigste, der nüchternste seiner Zeitgenossen war, und obgleich der Glanz seiner Tugend alle Geschöpfe seinen Lobpreis anstimmen und seine gottesfürchtige Selbstzucht anerkennen ließ, dennoch im Krieg gegen die RussenA52 große Werte aufgegeben und ist nach kurzem Kampf umgekehrt, obgleich er selbst den heiligen Krieg erklärt hatte und mit wehenden Fahnen aus seinem Heimatland aufgebrochen war, um den Glauben zu unterstützen. O daß solches doch die Hüllen zerrisse, daß sich zeigte, was [menschlichen] Augen verborgen ist!
Doch was diese Gemeinde betrifft: Seit über zwanzig Jahren quält sie Tag und Nacht des Königs wilder Zorn, und der Sturmwind königlicher Wut fegte sie alle in [andere] Länder. Wieviele Kinder blieben vaterlos zurück! Wieviele Väter wurden kinderlos! Wieviele Mütter wagten aus Furcht und Grauen nicht, ihre hingeschlachteten Kinder zu betrauern! Viele Diener [Gottes] lebten am Abend noch in größtem Wohlstand und Überfluß, und der Morgen sah sie in äußerster demütigender Armut! Kein Land, das nicht von ihrem Blut gefärbt, keine Luft, in der nicht ihr Stöhnen zu hören war. Und in diesen wenigen Jahren regneten ohne Unterlaß Leidenspfeile aus den Wolken des Schicksals hernieder. Doch ungeachtet all der leidvollen Heimsuchungen sind ihre Herzen derart vom göttlichen Liebesfeuer entflammt, daß sie, selbst wenn sie alle in Stücke gehauen würden, die Liebe zum Geliebten aller Erdenbewohner nicht leugnen, sondern sich mit ganzer Seele darnach sehnen und darauf hoffen, was [ihnen] auf Gottes Wege widerfährt.
O König!

Die Barmherzigkeit des Barmherzigen hat mit ihrer Frische diese Diener verwandelt und in die Regionen [göttlicher] Einheit gezogen – ›Der aufrichtig Liebende trägt sein Zeugnis in sich‹ –, aber einige Schriftgelehrte in Persien haben dem König des Zeitalters sein höchst erlauchtes Herz beunruhigt hinsichtlich derer, die im Heiligtum des Barmherzigen Einlaß fanden, derer die zur Ka‘bah der Weisheit streben.

O daß doch der weltverbessernde Richtspruch des Königs entschiede, daß dieser Diener mit diesen Schriftgelehrten zusammenträfe und in Gegenwart der Majestät des Königs Argumente und Beweise erbrächte!

Dieser Diener ist bereit und hofft auf Gott, daß eine solche Konferenz zustandekommt, damit die Wahrheit vor der Majestät dem König offenbar werde.

Anschließend liegt die Entscheidung in deiner Hand.

Ich bin bereit, vor den Thron deiner Souveränität zu treten; sprich dann das Urteil für oder wider Mich.

Der barmherzige Herr sagt im FurqánA53, dem immerwährenden Prüfstein für die Heerscharen des Daseins: ›Wünschet den Tod, wenn ihr wahrhaftig seid.‹Q16 Er hat Sehnsucht nach dem Tod zum Beweis der Aufrichtigkeit erklärt; und es wird [dem König] im Spiegel seines lichtvollen Geistes sichtbar werden, wer es ist, der am heutigen Tag sein Leben auf dem Pfade Dessen hingibt, den die Erdenbewohner anbeten.

Wären die zum Beweis ihrer Sache [verfaßten] Lehrbücher dieser Menschen mit dem Blut geschrieben, das auf Seinem Pfad – erhaben ist Er – vergossen wurde, kämen bestimmt unzählige Bücher heraus, die die Menschheit lesen könnte.

Q
Wie kann man also diese Menschen ablehnen, deren Worte mit ihren Taten übereinstimmen, und jene anerkennen, die von der Achtung, [deren sie sich erfreuen,] niemals auch nur ein Atom auf dem Wege [Gottes] des Souveräns hingaben noch je geben werden?
Einige Schriftgelehrte aus Persien, die diesen Diener denunzierten, haben Ihn niemals getroffen oder gesehen, sie wissen nicht [einmal] von [Seinen] Zielen. Dennoch reden sie, wie sie wollen, und tun, was sie wollen. Jede Aussage muß bewiesen werden, sie kann nicht als bloße Behauptung im Asketenkleid dastehen.
An diese Stelle passen einige Abschnitte aus dem ›Verborgenen Buch der Fáṭimah‹ – auf ihr sei Gottes Segen –, die hier in persischer Übersetzung vorgetragen werden, damit einiges [noch] Unbekannte in der [königlichen] Gegenwart bekannt werde. In den folgenden Texten aus dem genannten Buch – heute als Die Verborgenen Worte bekannt – sind solche Menschen angesprochen, die nach außen hin für ihre Erkenntnis und Frömmigkeit bekannt, inwendig aber ihren Leidenschaften und Begierden unterworfen sind. Er sagt:
›O ihr Toren, die ihr für weise geltet! Warum verkleidet ihr euch als Hirten, da ihr doch innerlich zu Wölfen wurdet, die nach Meiner Herde trachten? Ihr gleicht dem Stern, der scheinbar hell und strahlend vor des Morgens Dämmern aufgeht und die Pilger zu Meiner Stadt in die Irre und auf den Pfad des Verderbens leitet.‹ Q17 Q
Und ebenso sagt Er:
›O ihr scheinbar Untadeligen, doch innerlich Verderbten! Ihr gleicht reinem, bitterem Wasser, das äußerlich kristallklar scheint, von dem aber bei der Probe durch den göttlichen Prüfer nicht ein Tropfen angenommen wird. Ja, der Sonnenstrahl fällt gleicherweise auf den Staub wie auf den Spiegel, doch in ihrem Widerschein unterscheiden sie sich wie der Stern von der Erde – nein, unermeßlich ist der Unterschied!‹ Q18 Q
Und ebenso sagt Er:
›O Wesen der Leidenschaft! Wie oft kam Ich zur Dämmerstunde aus dem Reich des Raumlosen zu deiner Wohnung und fand dich auf dem Lager der Muße mit anderem beschäftigt als mit Mir. Da kehrte Ich dem Blitzstrahl des Geistes gleich zu den Reichen himmlischer Herrlichkeit zurück. Den Heerscharen der Heiligkeit an Meinem Ruhesitz droben verriet Ich nichts … und wünschte nicht deine Schande.‹ Q19
Und ebenso sagt Er:
›O Sklave dieser Welt! Zu mancher Morgenstunde wehte der Hauch Meiner Güte über dich hin und fand dich tief schlafend auf dem Lager der Achtlosigkeit. Weinend über deine Lage kehrte er zurück, woher er gekommen.‹ Q20 Q
Soweit dies.
Wo des Königs Gerechtigkeit waltet, darf also die Behauptung eines Widersachers nicht als hinreichend hingenommen werden. Und im Furqán, der Wahr von Falsch scheidet, sagt Er: ›O ihr Gläubigen, wenn ein Sünder euch eine Kunde bringt, prüft (sie) genau, damit ihr nicht unwissentlich anderen ein Unrecht zufügt und hernach bereuen müßt, was ihr getan.‹Q21 Und als heilige Tradition ist herabgekommen: ›Traut nicht dem Verleumder.‹Q22 Die Sache wurde von manchen Schriftgelehrten falsch aufgefaßt, auch haben sie diesen Diener nicht einmal gesehen. Aber die [Ihm] begegneten, bezeugen, daß dieser Diener nur sprach, was Gott im Buche verordnete, und sprechen den gesegneten Vers: ›Er – erhaben ist Er – spricht: Tadelt ihr Uns nur deswegen, weil Wir glauben an Gott und an das, was zu Uns herabgesandt ward und was schon vorher herabgesandt wurde?‹Q23 Q
O König des Zeitalters! Die Augen dieser Wanderer schauen aus nach der Barmherzigkeit des Barmherzigen, und gewiß werden auf diese Leiden die größte Barmherzigkeit und auf diese schmerzlichste Not große Erleichterung folgen. Aber [Wir] hoffen, daß die königliche Majestät selbst [diesen] Dingen seine Aufmerksamkeit zuwendet, was [Unseren] Herzen Grund zu Hoffnung geben wird. Und das hier Gesagte, ist unverfälscht gut, und Gott genügt als Zeuge.
Ruhm sei Dir o Gott! O Gott, Ich bezeuge, daß des Königs Herz in den Händen Deiner Macht ruht: So es Dir gefällt, o Gott, richte es auf Barmherzigkeit und Güte; wahrlich, Du bist der Erhabene, der Starke, der Wohltätige; es ist kein Gott außer Dir, dem Mächtigen, bei dem alles Hilfe sucht.
Bezüglich der Fähigkeiten der Schriftgelehrten sagt Er: ›Wer aber von den Schriftgelehrten sich selbst in acht nimmt, seiner Religion folgt, seine Begierden zügelt und dem Befehl seines Herrn gehorcht – dem müssen die Menschen folgen …‹ bis zum Ende. Und wenn der König des Zeitalters auf die Worte achtet, die die Zunge Dessen spricht, den göttlicher Geisteshauch begabt, wird er erkennen, daß Menschen, die von den in der erwähnten Tradition genannten Eigenschaften geprägt sind, seltener vorkommen als der Stein der Weisen. Darum werden Behauptungen von Leuten, die Wissenschaftlichkeit vortäuschen, immer verhallen.
So beschreibt Er auch die Schriftgelehrten der jüngsten Zeit und sagt: ›Die Schriftgelehrten dieser Zeit sind die übelsten unter dem Himmelszelt; von ihnen geht Unheil aus und auf sie fällt es zurück.‹
Und wenn jemand diese Traditionen in Abrede stellt, müßte dieser Diener sie beweisen; aber da [Uns] an Kürze gelegen ist, legen Wir die Quellen nicht im einzelnen vor.
Die Doktoren, die wirklich vom Kelch der Entsagung tranken, haben diesen Diener niemals belästigt; selbst der verstorbene Shaykh Murtaḍá – möge Gott seine Stufe erhöhen und ihn im Domschatten Seiner Gnade wohnen lassen – zeigte [Uns] in den Tagen [Unseres] Aufenthaltes im ‘Iráq seine Zuneigung und pflegte über diese Sache nur zu reden, wie Gott es erlaubt. Wir bitten Gott, allen [Menschen] zu dem zu verhelfen, was Er liebt und billigt.
Jetzt verschließen alle Leute die Augen vor dieser Sache und sind darauf aus, diese Gemeinde zu verfolgen; wenn man bestimmte Personen, die durch Gottes Gnade im Schatten der Milde des Königs ruhen und sich grenzenloser Segnungen erfreuen, fragte: ›Welchen Dienst habt ihr als Gegenleistung für die Gunst des Königs erbracht? Habt ihr durch weise Politik [seinem] Reich ein Land hinzugewonnen? Oder habt ihr euch mit dem befaßt, was der Wohlfahrt der Menschen, dem Wohlstand des Reiches und dem fortwährenden makellosen Ruf des Staates diente?‹, so hätten sie keine Antwort als daß sie, zu Recht oder Unrecht, eine Anzahl Personen in der Gegenwart des Königs als Bábí denunzierten und sich unverzüglich ans Morden und Plündern machten; in Tabríz und andernorts verkauften sie sogar Menschen und erwarben großen Reichtum, worüber in der Gegenwart des Königs nie gesprochen wurde. All dies konnte geschehen, weil sie diese armen Leute ohne Fürsprecher fanden. Sie ließen selbst Wichtiges liegen und stehen und fielen über diese armen Unglücklichen her.
Unter dem Schutz des Königs leben viele Gemeinschaften und Völker friedlich beisammen; zu einer dieser Gruppen gehören diese Leute.

Wäre es nicht am besten, wenn man das hohe Streben und die Großmut derjenigen, die dem König zur Hand gehen, daran erkennen könnte, daß sie im Sinn hätten, alle Gruppen unter dem Schutz des Königs zu sehen, und über alle mit Gerechtigkeit zu regieren?

Die Gebote Gottes durchzusetzen ist pure Gerechtigkeit, und alle sind damit einverstanden, ja, Gottes Gebote waren [immer] Werkzeug und Mittel zum Schutz [Seiner] Geschöpfe und werden es bleiben, so spricht Er – erhaben ist Er –: ›Es liegt Leben für euch in der Vergeltung, o ihr Verständigen.‹Q24 [Aber] der Gerechtigkeit der Majestät des Königs liegt es fern, daß wegen des Fehltritts eines Menschen deren viele zum Ziel der Zornesgeißel werden sollten.

Gott – herrlich ist Sein Gedenken – sagt: ›Keiner trage des anderen Last.‹Q25 Und es ist klar genug, daß es in jeder Gemeinschaft Gelehrte und Unwissende, Weise und Narren, Sünder und Fromme gibt und geben wird.

Und abscheuliche Taten zu begehen, liegt dem Weisen fern.

Denn der Weise sucht entweder die Welt oder entsagt ihr.

Wenn er ihr entsagt, wird er nur auf Gott achten, und abgesehen davon wird ihn die Gottesfurcht davon abhalten, sich Verbotenes zuschulden kommen zu lassen.

Und wenn er die Welt sucht, wird er gewiß nichts tun, was ihm Abscheu seitens der Diener [Gottes] eintragen und Entsetzen in allen Landen erregen würde; er wird vielmehr so handeln, daß er Zuneigung in den Menschen weckt.

So kann man sehen, daß stets [nur] Unwissende verabscheuungswürdige Taten [begehen].

Wir bitten Gott, daß Er Seine Diener davor bewahre, auf anderes als Ihn zu schauen, daß Er sie näher zu Ihm führe.

Wahrlich, Er ist mächtig über alles.

Q
Ruhm sei Dir o Gott! O Mein Gott, Du hörst Mein Stöhnen und siehst Meinen Zustand, Meinen Kummer und Mein Leid, Du weißt, was in Meiner Seele ist. Wenn Mein Ruf um Deinetwillen aufrichtig ist, so ziehe er die Herzen Deiner Geschöpfe zum Himmelskreis Deiner Erkenntnis und kehre den König zur rechten Seite des Thrones Deines Namens, der Barmherzige, und dann gewähre ihm, o Mein Gott, den Segen, der vom Himmel Deiner Gunst und aus den Wolken Deiner Barmherzigkeit herabkommt, damit er sich von seiner Habe löse und zum Reich Deiner Gaben wende. O Herr hilf ihm, die Unterdrückten unter [Deinen] Dienern zu unterstützen, und bringe Dein Wort unter Deinem Volke zur Geltung; dann stehe ihm bei mit den Heerscharen des Sichtbaren und des Unsichtbaren, damit er Städte in Deinem Namen unterwerfe und durch Deine Macht und Autorität über alle regiere, die auf Erden sind, o Du, in dessen Hand das Reich der Schöpfung ist! Und wahrlich, Du bist Er, der am Anfang und am Ende herrscht. Es ist kein Gott außer Dir, dem Starken, dem Mächtigen, dem Weisen.
Sie haben die Sache in der Gegenwart des Königs derart falsch dargestellt, daß es der Religion dieser Gemeinde zugeschrieben wird, wenn einer von ihnen etwas Übles tut. Aber bei Gott, neben dem kein anderer Gott ist, dieser Diener hat das Sündigen nicht gebilligt, geschweige denn das, wofür im Buche Gottes ausdrücklich ein Verbot offenbart wurde! Gott hat den Menschen verboten, Wein zu trinken, und daß es nicht erlaubt ist, wurde im Buche Gottes offenbart und aufgezeichnetA54, und die Doktoren des Zeitalters – möge Gott ihre Zahl vervielfachen – verbieten den Menschen einmütig solch scheußliches Tun, und doch tun es einige. Nun fällt die Strafe für diese Tat auf diese Achtlosen, indessen jene Verkörperungen ruhmvoller Unschuld heilig und unbefleckt [bleiben]; alle Wesen, sichtbar oder unsichtbar bezeugen ihre Unschuld.
Ja, diese Diener [Gottes] achten Gott als den, ›Der tut, was Ihm gefällt, und verordnet, was Er will‹Q26.

Es gibt keine Ausflucht außer zu Gott, keine Freistatt außer in Ihm.

Und auf die Nörgelei der Menschen, ob gelehrt oder ungelehrt, war zu keiner Zeit etwas zu geben und wird es nie sein.

Die Menschen haben schon immer die [wahren] Propheten, diese Perlen des Meeres der Einheit und Empfänger göttlicher Offenbarung, abgelehnt und bekrittelt, um wievielmehr diese Diener.

So wie Er sagt: ›Jedes Volk sann darauf seinen Gesandten zu ergreifen, und sie stritten mit Falschheit, auf daß sie die Wahrheit damit widerlegen möchten.‹Q27 Und ebenso sagt Er: ›Und nie kam ein Gesandter zu ihnen, den sie nicht verhöhnten.‹Q28 Denke an das Auftreten des Siegels der Propheten, des Königs der Erwählten – möge die Seele der Welten Sein Opfer sein.

Welches Unrecht befiel diese Manifestation der Macht des Herrn der Herrlichkeit aus den Händen des irrenden Volkes, als die Sonne der Wahrheit am Horizont des Ḥijáz aufging!

So achtlos waren die Menschen, daß sie es gewöhnlich als eines der größten guten Werke und als Mittel, dem allerhöchsten Gott näherzukommen, ansahen, wenn sie diesen Heiligen quälten.

Denn in den ersten Jahren wandten sich die Doktoren jener Zeit, ob Juden oder Christen, von dieser Sonne des höchsten Horizontes ab, und weil solche Menschen sich abwandten, gürteten alle, ob edel oder gemein, ihre Lenden, um das Licht dieser Leuchte am Horizont der Vollkommenheiten auszulöschen.

Alle ihre Namen sind in Büchern verzeichnet, darunter Wahb ibn Rahíb, Ka’b ibn Ashraf, ‘Abdu’lláh Ibn-i-Ubayy und andere, bis sich die Sache schließlich so zuspitzte, daß sie ein Treffen veranstalteten, um zu beraten, wie sie das reinste Blut dieses Heiligen vergössen, wie Gott – herrlich ist Sein Gedenken – spricht: ›Und da die Ungläubigen Ränke schmiedeten wider dich, daß sie dich gefangennähmen oder dich ermordeten oder dich vertrieben.

Sie planten, auch Gott plante, und Gott ist der beste der Planer‹Q29.

Und ebenso sagt Er: ›Und wenn dir ihr Widerwille schmerzlich ist, dann suche doch, wenn Du kannst, ein Loch in der Erde oder eine Leiter in den Himmel, daß du ihnen ein Zeichen bringest.

Wäre es aber Gottes Wille, Er führte sie gewiß alle auf den rechten Weg.

So sei nicht der Unwissenden einer‹Q30.

Bei Gott, der Sinn dieser beiden gesegneten Verse ist den [Gott] Nahen in die Herzen gebrannt; aber dergleichen Dinge, die auch [Uns] übermittelt wurden, sind den Blicken entzogen, und die Menschen denken nicht darüber nach, weshalb sich [Gottes] Diener abwenden, wenn die Morgenröten des Lichtes Gottes auftreten.

Q
Denke auch an Jesus, den Sohn Marias, vor dem Siegel der Propheten. Als diese Manifestation des Barmherzigen auftrat, verklagten alle Schriftgelehrten diesen Wesenskern des Glaubens als irrgläubigen Ketzer; und am Ende taten sie, mit Billigung des Annas, des obersten Schriftgelehrten jener Zeit, und des KaiphasA55, des gelehrtesten Richters, diesem heiligen Wesen an, wessen die Feder sich schämt und was sie nicht wiederzugeben vermag. Die weite Erde war zu eng für Ihn, so nahm Ihn Gott auf in den Himmel. Doch wenn im einzelnen über die Propheten berichtet würde, steht zu fürchten, daß es ermüden könnte.
O König, wolltest du Mir doch gestatten, deiner Majestät zu senden, was die Augen ergötzt, die Seelen beruhigt und jeden Gerechten überzeugt, daß bei Ihm [Bahá’u’lláh] die Erkenntnis des Buches ist. Wäre die Zurückweisung durch die Narren und die vorsätzliche Blindheit der Geistlichen nicht gewesen, so hätte Ich dargelegt, was die Herzen freudestrahlend in ein Reich entführt hätte, wo im Rauschen der Winde zu hören ist: ›Kein Gott ist außer Ihm.‹Q31 Doch nun, da die Zeit es nicht zuläßt, sind der Zunge die Worte verwehrt, ist das Gefäß der Auslegung versiegelt, bis Gott es durch Seine Macht öffnen wird: Wahrlich, Er ist der Starke, der Machtvolle. Q
Ruhm sei Dir, o Gott! O Mein Gott, Ich bitte Dich bei Deinem Namen, durch den Du alles in den Himmeln und auf Erden unterwirfst, bewahre das Licht Deiner Religion im Glas Deiner Macht und Deiner Gunst, damit die Winde der Leugnung aus dem Lande derer, die achtlos gegenüber den Mysterien Deines souveränen Namens sind, es nicht streifen. Dann nähre ihr Licht mit dem Öl Deiner Weisheit. Wahrlich, Du bist mächtig über alles auf Deiner Erde und in Deinem Himmel.
O Herr, Ich bitte Dich bei Deinem höchsten Wort, durch das alle im Himmel und auf Erden sich fürchten bis auf den, der Deinen ›Sicheren Griff‹Q32 ergreift, gib Mich nicht Deinen Geschöpfen preis. Hebe Mich auf zu Dir und lasse Mich in den Schatten Deiner Barmherzigkeit treten; gib Mir zu trinken vom reinen Wein Deiner Gnade, auf daß Ich unter dem Baldachin Deiner Herrlichkeit im Dome Deiner Gunst verweile, und wahrlich, Du bist mächtig zu dem, was Du willst, und wahrlich, Du bist der Beschützende, der Selbstgenügende. Q
O König, die Lampen der Gerechtigkeit sind erloschen, das Feuer der Verfolgung ist auf allen Seiten entzündet und hat Mein Volk zu Gefangenen gemacht.

Es ist dies nicht die erste Ehre, die auf dem Pfade Gottes geschändet ward.

Jedermann sollte daran denken und sich ins Gedächtnis rufen, was über die Angehörigen des Propheten kam, als die Menschen sie zu Gefangenen machten und in die weite Stadt Damaskus brachten, darunter die Zier der AnbetendenA56, Stütze der Auserwählten, Heiligtum der Eifrigen – mögen die Seelen aller außer ihm sein Opfer sein.

Man fragte sie: ›Seid ihr Abtrünnige?‹ Er sagte: ›Nein, bei Gott, wir sind Diener und glauben an Gott und Seine Zeichen, durch uns sind des Glaubens Zähne zum Lächeln entblößt, und das Zeichen des Barmherzigen strahlt hervor; durch unser Gedenken wird al-BaṭḥáA57 verbreitet und die Dunkelheit zwischen Himmel und Erde zerstreut.‹ Man fragte: ›Verbietet ihr, was Gott gutheißt, oder heißt gut, was Gott verbietet?‹ Er sagte: ›Wir sind die ersten, die Gottes Geboten folgen.

Wir sind die Quelle des Befehls und sein Ursprung und die ersten Früchte alles Guten und seine Vollendung.

Wir sind das Zeichen des Ewigen und Sein Gedenken unter den Völkern.‹ Man fragte: ›Lehnt ihr den Qur’án ab?‹ Er sagte: ›Der Barmherzige hat ihn durch uns offenbart, und wir sind Stürme des Allherrlichen inmitten [Seiner] Geschöpfe, wir sind die aus dem mächtigsten Meere hervorgegangenen Ströme, mit denen Gott die tote Erde wiederbelebt; durch uns verbreiten sich Seine Zeichen, werden Seine Zeugnisse kund und Seine Beweise offenbar und bei uns sind Seine Mysterien und Seine Geheimnisse.‹ Man fragte: ›Für welchen Fehler wurdet ihr [dann] heimgesucht?‹ Er sagte: ›Um der Liebe Gottes willen und unserer Trennung von allem außer Ihm.‹
Wir haben fürwahr nicht seine Worte – Friede sei auf ihm – wiederholt, sondern einen Tropfen vom Meer des Lebens, das in seinen Worten lag, offenbart, damit, wer herbeikommt, lebt und erkennt, was den Vertrauten Gottes von seiten eines üblen, ruchlosen Volkes widerfährt. Heute sehen wir das Volk diejenigen tadeln, die ehedem Unrecht taten, indessen sie selbst heftiger unterdrücken, als jene unterdrückten, und sie wissen es nicht. Bei Gott, Ich wünsche keinen Aufruhr, sondern die Läuterung der Diener Gottes von allem, was sie davon abhält, Gott nahe zu kommen, dem König am Tage der Anrufung.
Ich schlief auf Meinem Lager – siehe, da wehten die Winde Meines Herrn, des Barmherzigen, über Mich hin und erweckten Mich aus dem Schlafe.A58 Das bezeugen die Bewohner [des Reiches] Seiner Macht und Seines Königreichs und die Bürger der Städte Seiner Herrlichkeit und Er selbst, der Wahre. Ich bin nicht ungeduldig im Unglück auf Seinem Pfade noch in Heimsuchungen ob Seiner Liebe und Seines Wohlgefallens. Gott machte Leid zum Morgentau für diese grüne Au und zum Zündholz für Seine Lampe, die Himmel und Erde erleuchtet.
Was einer an Reichtum hat – wird er ihn behalten oder wird er ihm morgen etwas nützen vor Dem, der ihn bei der Stirnlocke packt?

Wenn man auf die blickt, die unter Steinplatten ruhen und dem Staub Gesellschaft leisten – kann man des Königs Schädelknochen vom Knöchel des Sklaven unterscheiden?

Nein, beim König der Könige!

Kann man Regenten von Hirten unterscheiden?

Oder den Wohlhabenden, Reichen von dem, der keine Schuhe und keine Decke besaß?

Bei Gott, Ränge sind aufgehoben, nur für den nicht, der Rechtschaffenheit übte und gerecht urteilte.

Wo sind die Schriftgelehrten, die Wissenschaftler, die Edelleute?

Wo ist ihr scharfer Blick, ihre durchdringende Schau, ihre feinen Gedanken, ihr gesunder Verstand?

Wo sind ihre verborgenen Schätze, ihr offenbarer Prunk, ihre Juwelenthrone, ihre stattlichen Ruhebetten?

Ach!

Alles liegt wüst, und Gottes Ratschluß hat sie zerschmettert zu Staub.

Leer ist, was sie mit Schätzen gefüllt, zerstreut, was sie gesammelt, verschwunden, was sie verhehlt.

Jetzt siehst du von ihnen nichts mehr als ihre leeren Häuser, klaffende Dächer in die Luft ragende Balken, ihr neues Zeug alt geworden.

Wahrlich, den Urteilsfähigen wird Wohlstand nicht davon ablenken, das Ende zu sehen, und den Klugen hält Reichtum nicht davon ab, sich [Gott] zuzuwenden, dem Reichen, dem Erhabenen.

Wo ist er, der Herrschaft übte über alles, worauf die Sonne schien, der verschwenderisch ausgab und nach wunderlichen Dingen in der Welt und was darin erschaffen ist, suchte?

Wo ist der Herr der schwarzen Garde und der gelben Fahne?

Wo ist er, der Zawrá’A59 regierte, und wo er, der Unrecht beging in der weiten StadtA60?

Wo sind sie, vor deren Großmut die Schätze sich fürchteten, vor deren großzügiger Freigebigkeit das Weltmeer erschrak?

Wo ist er, der rebellisch den Arm ausstreckte, dessen Herz sich vom Barmherzigen abgewandt hatte?

Wo ist er, der die Genüsse auszuwählen pflegte und die Früchte der Lust pflückte?

Wo sind die Herrinnen der Brautgemächer, die Schönen?

Wo sind ihre wehenden Zweige und ihre ausgebreiteten Äste, ihre stolzen Paläste und ihre vergitterten Gärten?

Wo sind deren weiträumige Eleganz, die sanften Brisen, die plätschernden Wasser, der säuselnde Wind, das Gurren der Tauben, das Rascheln der Bäume?

Wo ihre lachenden Herzen und ihre lächelnden Zähne?

Weh ihnen!

Sie sind in den Abgrund gefahren und leisten den Steinen Gesellschaft; nichts hört man heute mehr von ihnen, keinen Laut, weiß nichts von ihnen, nichts ist geblieben.

Wollen die Menschen abstreiten, was sie doch sehen?

Wollen sie leugnen, wenn sie doch wissen?

Ich weiß nicht, in welchem Tal sie irregehen; sehen sie nicht, daß sie dahingehen ohne Wiederkehr?

Wie lange werden sie berühmt sein landauf und landab, aufsteigen und absteigen? ›Ist es nicht an der Zeit für die Gläubigen, daß ihre Herzen sich demütigen vor dem Gedenken Gottes?‹Q33 Gut steht es um den, der sagt: ›Ja, o Herr, jetzt ist es Zeit‹A61, und sich von allem löst, was ist.

Ach!

Nichts kann man ernten, was man nicht gesät, und nichts abheben, was man nicht gespart, es sei denn mit Gottes Gnade und Gunst.

Hat die Erde Den begriffen, den die Schleier der Herrlichkeit nicht davon abhalten, in das Königreich Seines Herrn, des Mächtigen, des Höchsten, aufzusteigen?

Haben Wir gute Werke aufzuweisen, durch welche Mängel aufgewogen würden und die Uns dem Herrn der Ursachen nahe brächten?

Wir bitten Gott, mit Uns nach Seiner Gnade zu verfahren, nicht nach Seiner Gerechtigkeit, und Uns zu einem derer zu machen, die sich Ihm zuwenden und sich von allem außer Ihm lösen.

Q
O König, Ich habe auf dem Pfade Gottes geschaut, was noch kein Auge gesehen und kein Ohr gehört. Freunde verleugnen Mich, die Wege zu Mir sind versperrt, der Teich der Sicherheit ist vertrocknet, die Aue der Sorglosigkeit ist fahl [versengt]. Wie zahlreich sind die Trübsale, welche auf Mich herabströmten und bald noch herabströmen werden! Ich schreite voran, den Blick auf Ihn gerichtet, den Allmächtigen, den Allgütigen, während hinter Mir die Schlange gleitet. Meine Augen vergießen Tränen, bis Mein Bett durchtränkt ist. Aber Ich gräme Mich nicht um Mich. Bei Gott, Mein Haupt sehnt sich nach den Speeren aus Liebe zu seinem Herrn. Nie ging Ich an einem Baum vorüber ohne daß Mein Herz ihn anredete und sprach: ›O würdest du doch in Meinem Namen gefällt und Mein Leib an dir auf dem Pfade Meines Herrn gekreuzigt.‹A62 Ja, Ich sehe die Menschen in ihrer Trunkenheit irregehen, und sie wissen es nicht: Sie haben ihre Begierden auf den Thron gesetzt und ihren Gott beiseite getan, als ob ihnen das Gebot Gottes nur Spaß, Spiel und Zeitvertreib sei, und sie wähnen, recht zu handeln und geborgen zu sein in sicherer Festung. Aber es ist nicht so, wie sie meinen: Morgen werden sie sehen, was sie [jetzt] leugnen.
Wir sind im Begriff von diesem weit entlegenen VerbannungsortA63 nach ‘Akká ins Gefängnis zu ziehen. Und wie man sagt, ist das gewiß die trostloseste Stadt der Welt, die unansehnlichste, mit dem scheußlichsten Klima und dem faulsten Wasser; sie ist wie die Stadt der Eulen, man hört in ihrer Umgebung nichts als deren Schrei. Dort haben sie vor, diesen Diener einzukerkern, vor Unserem Antlitz die Tore der Milde zuzuschlagen und Uns die guten Dinge der Welt für die restlichen Tage des Lebens zu verwehren. Bei Gott, auch wenn Schwäche Mich wecken und Hunger Mich töten sollte, wenn harter Fels Mein Lager und wilde Tiere Meine Gefährten wären, Ich werde nicht verzagen, sondern geduldig sein, so wie die fest Entschlossenen geduldig sind in der Kraft Gottes, des Königs des Vorseins, des Schöpfers der Völker, und danke Gott in allen Lebenslagen. Und von Seiner Güte – erhaben ist Er – erhoffen Wir, daß Er Unseren Nacken von den Ketten und Fesseln der Gefangenschaft befreie und [alle Menschen] aufrichtig ihr Gesicht Ihm zuwenden lasse, dem Mächtigen, dem Freigebigen. Wahrlich, Er antwortet dem, der zu Ihm betet, und ist dem nahe, der Ihn anruft. Und Wir bitten Ihn, dieses finstere Unheil zum Schild für alle Seine Heiligen zu machen, der sie vor scharfem Schwert und bohrender Klinge schützt. Im Leid leuchtet Sein Licht und glänzt unaufhörlich Sein Lob. Dies ist Seine Art in Zeit und Ewigkeit.
Die Menschen werden wissen, was sie heute, da ihre Rosse straucheln, ihre Betten aufgerollt, ihre Schwerter stumpf werden und ihre Schritte ausgleiten, nicht begreifen.

Ich weiß nicht, wie lange sie noch das Roß der Begierde reiten und sündig in der Wüste der Achtlosigkeit und des Irrtums wandeln wollen.

Wird von Herrlichkeit irgendeine Herrlichkeit dauern?

Oder von Erniedrigung irgendeine Erniedrigung?

Oder wird bleiben, wer sich auf hohe Kissen bettete und sich mit äußerster Pracht umgab?

Nein, bei Meinem Herrn, dem Barmherzigen! ›Alles, was ist, ist vergänglich, und es bleibt [nur] das Antlitz Meines Herrn‹, des Machtvollen, des Wohltätigen.

Welcher Schild wurde nicht vom Pfeil der Zerstörung getroffen und welche Schwinge nicht von der Hand des Schicksals gerupft?

Welche Festung konnte den Todesboten abwehren, als er kam?

Welcher Thron zerbarst nicht und welcher Palast blieb nicht verwüstet zurück?

Wenn die Menschen nur wüßten, welch reinen Wein der Barmherzigkeit ihres Herrn, des Mächtigen, des Allwissenden das Siegel verschloß, sie hätten gewiß ihren Tadel verworfen und danach getrachtet, diesem Diener Folge zu leisten.

Aber jetzt hüllen sie Mich in ihren finsteren, aus Zweifeln und Wahn gewirkten Schleier.

Doch die Weiße HandA64 wird diese düstere Nacht aufreißen.

An jenem Tag werden die Diener [Gottes] sagen, was ehedem die krittelnden Weiber sagten,A65 daß am Ende herauskomme, was am Anfang beginnt.

Wollen sie zögern, wenn ihr Fuß schon im Steigbügel steht?

Oder sehen sie eine Wiederkehr, wenn sie gehen?

Nein, beim Herrn der Herren, nur bei der Auferstehung!

An jenem Tag werden die Menschen aus ihren Gräbern steigen und nach ihren Reichtümern befragt werden!

Glücklich, wen keine Last drückt an jenem Tag, an dem die Berge vergehen und alle zum Verhör geladen sind in die Gegenwart Gottes, des Erhabenen!

Wahrlich, Er ist streng im Strafen.
Wir bitten Gott, daß Er die Herzen bestimmter Schriftgelehrter von Groll und Haß heilige, damit sie mit Augen schauen, die nicht verschlossen sind, daß Er sie auf eine Stufe erhebe, auf der die Welt und die Herrschaft darüber sie nicht davon abhalten, auf den höchsten Horizont zu blicken, wo [Sorgen um] den Lebensunterhalt und Haus[rat] sie nicht vom [Gedenken an den] Tag, da die Berge zerfallen, ablenke. Obgleich sie frohlocken über das, was Uns an Unheil zustößt, wird doch der Tag kommen, da sie wehklagen und weinen. Bei Meinem Herrn, hätte Ich die Wahl zwischen dem Ruhm und Reichtum, der Pracht und Würde, dem behaglichen Luxus, in dem sie leben, und dem Elend, der Not, die Mich umgibt, wählte Ich gewiß das, worin Ich Mich heute befinde, und Ich tauschte jetzt nicht ein einziges Atom dieser Heimsuchungen gegen alles, was im Reiche des Werdens erschaffen wurde! Wäre es nicht um dieser Heimsuchungen auf dem Pfade Gottes willen, hätte Mein Dasein keine Süße für Mich, noch nützte Mir Mein Leben. Den Einsichtigen und denen, die den höchsten Ausblick suchen, mag nicht verborgen bleiben, daß Ich den größeren Teil Meiner Tage ein Diener war, der unter einem Schwerte sitzt, das an einem Haar hängt, und nicht weiß, wann es auf Ihn herabfällt, ob gleich oder später. Und in alledem danken Wir Gott, dem Herrn der Welten, und Wir preisen Ihn in allen Lebenslagen. Wahrlich, Er ist Zeuge aller Dinge.
Wir bitten Gott, Er möge Seinen SchattenA66 weiten, auf daß das Volk der Einheit herzueile und die Aufrichtigen in ihm Zuflucht finden und er [diesen] Dienern Blumen aus dem Garten seiner Gnade und Sterne vom Horizont seiner Gunst gewähre; daß Er ihm beistehe in dem, was er liebt und gutheißt; möge Er ihm zu dem verhelfen, was ihn dem Tagesanbruch Seiner anmutigsten Namen näher bringt, damit er seine Augen nicht vor dem Unrecht verschließe, das er sieht, sondern seine Untertanen mit dem Auge des Wohlwollens ansehe und sie vor Gewalt schütze. Und Wir bitten Ihn – erhaben ist Er –, daß Er dich zu einem HelferA67 für Seine Religion mache, zum Hüter Seiner Gerechtigkeit, damit du über [Seine] Diener so regierest, wie du über deine Verwandtschaft regierst, und für sie wählest, was du auch für dich wählst. Wahrlich, Er ist der Mächtige, der Erhabene, der Beschützer der Selbstbestehende.«
Hier ist nun die passende Gelegenheit und es erscheint angebracht, kurz einige Gebote Bahá’u’lláhs zu nennen, die in kurzen Abhandlungen und Sendbriefen angeführt sind, damit die Hauptlehren, ihre Grundlagen und ihre Verwirklichung klar und deutlich werden. Die folgenden Texte wurden aus vielen kurzen Abhandlungen abgeschrieben.
[Da steht] unter anderem: »Verkehret mit den Anhängern aller Religionen in geistiger Atmosphäre.A68 … Hütet euch, daß die eifernde Unwissenheit unter den Menschen nicht Besitz von euch ergreife. Alle kommen von Gott und zu Ihm kehren sie zurück: Wahrlich, Er ist der Quell der Schöpfung und der Welten Ziel.«Q34
Und da steht: »In Meinen Büchern, Abhandlungen, Schriftrollen und Sendbriefen haben Wir euch Streit und Zwist verboten, und dabei wünschten Wir nur eure Erhöhung und euren Fortschritt. Dies bezeugen die Himmel und ihre Sterne, die Sonne und ihr Glanz, die Bäume und ihre Blätter, die Meere und ihre Wogen, die Erde und ihre Schätze. Wir bitten Gott, Seinen Geliebten beizustehen und sie in dem zu stärken, was auf dieser glückseligen, dieser mächtigen, wunderbaren Stufe ihrer würdig ist. Desgleichen flehen Wir zu Ihm, Er möge alle in Meiner Umgebung befähigen zu tun, was ihnen Meine Feder der Herrlichkeit geboten hat.«Q35
Und da steht: »Die herrlichste Frucht vom Baum der Erkenntnis ist dieses erhabene Wort: Ihr seid alle die Früchte eines Baumes und die Blätter eines Zweiges. Es rühme sich keiner daß er sein Land liebt, weit eher, daß er das Menschengeschlecht liebt.«Q36
Und da steht: »So jemand seinen Sohn oder den Sohn eines anderen aufzieht, ist es, als erziehe er einen Meiner Söhne. Mit ihm seien Gottes Herrlichkeit, Seine Gnade, Seine Barmherzigkeit, die die Welt umfassen.«Q37
Und da steht: »O Volk Bahás! Ihr seid die Dämmerorte der Liebe Gottes, die Morgenröten Seiner Gnade. Besudelt eure Zungen nicht mit Flüchen und Schmähreden auf irgendeine Seele und hütet eure Augen vor Unschicklichem. Tut dar, was ihr besitzet. Wird es günstig aufgenommen, ist euer Zweck erreicht; wo nicht, ist Widerspruch fruchtlos. Überlaßt diese Seele sich selbst und kehrt euch zum Herrn, dem Beschützer, dem Selbstbestehenden. Verursacht keinen Kummer, geschweige denn Zwietracht und Streit. Es ist zu hoffen, daß ihr im Schatten des Baumes Seines sanften Erbarmens wahre Erziehung erlangt und nach Gottes Wunsch handelt. Ihr seid alle die Blätter eines Baumes und die Tropfen eines Meeres.«Q38
Und da steht:

»Das Ziel der Religion, wie sie vom Himmel des heiligen Willens Gottes offenbart ist, besteht darin, Einheit und Eintracht unter den Völkern der Welt zu stiften; macht sie nicht zur Ursache für Zwist und Streit.

Die Religion Gottes und Sein göttliches Gesetz sind die machtvollsten Werkzeuge und die sichersten Mittel dafür, daß das Licht der Einheit zwischen den Menschen anbricht.

Der Fortschritt der Welt, die Entwicklung der Nationen, die Ruhe der Völker und der Frieden aller Erdenbewohner gehören zu den Grundsätzen und Geboten Gottes.

Die Religion schenkt dem Menschen die wertvollste aller Gaben, reicht ihm den Kelch des Wohlstands, verleiht ihm ewiges Leben und läßt unzerstörbare Wohltaten auf die Menschheit herniedergehen.

Es geziemt den Oberhäuptern und Herrschern der Welt, besonders den Treuhändern von Gottes Haus der Gerechtigkeit, sich bis an die Grenzen ihrer Kraft zu mühen, um die Stellung der Religion zu sichern, ihre Interessen zu fördern und ihre Stufe in den Augen der Welt zu erhöhen.

Desgleichen ist es ihre Pflicht, die Lebensverhältnisse ihrer Untertanen zu erforschen und sich mit den Belangen und Tätigkeiten der verschiedenen Gemeinschaften in ihren Herrschaftsbereichen vertraut zu machen.

Wir rufen die Offenbarungen der Allmacht Gottes – die Herrscher und Regenten auf Erden – auf, sich zu regen und alles, was in ihrer Kraft steht, zu tun, um die Zwietracht zu bannen und die Welt mit dem Licht der Einheit zu erleuchten.

Jeder hat die Pflicht zu befolgen, was aus Unserer Erhabensten Feder floß, und sich fest daran zu halten.

Gott, der Wahre, ist Mein Zeuge und jedes vorhandene Atom ist bewegt zu bekunden, daß die Mittel, die die Erhöhung, den Fortschritt, die Erziehung, den Schutz und die Wiederbelebung der Völker auf Erden bewirken, von Uns klar dargelegt und von der Feder der Herrlichkeit in den heiligen Büchern und Sendbriefen offenbart worden sind.

Wir bitten Gott, Seinen Dienern gnädig beizustehen.

Was dieser Unterdrückte von jedem erwartet, ist Gerechtigkeit und Redlichkeit.

Keiner darf sich mit bloßem Zuhören begnügen; vielmehr sollte jeder darüber nachdenken, was dieser Unterdrückte offenbart hat.

Ich schwöre bei der Sonne des Wortes, die hoch am Horizont über dem Reiche des Allerbarmers scheint:

Wäre ein Ausleger oder Sprecher zu erkennen gewesen, hätten Wir Uns nicht der Kritik, dem Gespött und der Verleumdung des Volkes ausgesetzt.«Q39 Soweit das Zitat.
Mit diesen Sätzen wird ein Leitfaden zu den Prinzipien, Ideen, Lebensregeln, Verhaltensweisen und Zielen dieser Glaubensgemeinschaft an die Hand gegeben. Wenn wir hingegen die Sache aus Berichten und Geschichten, die in aller Munde sind, kennenlernen wollen, wird die Wahrheit durch deren mannigfaltige Unterschiede und Widersprüche völlig verdeckt und verborgen bleiben. Darum ist es am besten, die Prinzipien und Ziele dieser Gemeinschaft aus dem Inhalt ihrer Lehren, Abhandlungen und Sendschreiben zu erschließen. Es gibt keine Autorität oder irgendwelche Beweise oder Texte, die diesen überlegen wären, denn sie sind die Grundlage der Grundlagen, der letztgültige Maßstab. Man kann das Ganze nicht aufgrund der Reden oder Taten einzelner beurteilen, denn die Verschiedenartigkeit der Standpunkte ist eine Eigenheit des Menschengeschlechtes, sie gehört zum Menschsein.
Jedenfalls wurden Bahá’u’lláh und alle, die bei Ihm waren, zu Beginn des Jahres zwölfhundertfünfundachtzig [d.

H.]A69 von Adrianopel nach ‘Akká und Mírzá Yaḥyá zur Festung Famagusta gebracht, und dort blieben sie.

Aber nach einer Weile wurden in Persien verschiedene Personen, die die Dinge durchschauten, für ihre weise Politik bekannt waren und wußten, wie es sich mit den früheren und späteren Geschehnissen wirklich verhielt, in der Gegenwart der Majestät des Königs vorstellig und sagten:

»Was bislang in der königlichen Gegenwart hinsichtlich dieser Sekte berichtet, erzählt, behauptet und vorgebracht wurde, war entweder übertrieben oder [von den Zuträgern] mit Rücksicht auf [persönliche] Pläne und Vorteile erfunden.

Würde der König höchstselbst die Angelegenheit untersuchen, so stellte sich, wie man meint, vor seinen Augen klar heraus, daß diese Glaubensgemeinschaft keine weltlichen Ziele verfolgt und keinerlei Interesse an politischen Angelegenheiten hat.

All ihr Tun und Lassen, ihre Geistesart und ihr Verhalten drehen sich ausschließlich um geistige Dinge und sind beschränkt auf Gewissensangelegenheiten; es hat nichts mit den Angelegenheiten der Regierung zu tun, nichts mit der Macht des Thrones.

Ihre Prinzipien schreiben vor, Schleier zu entfernen, bestimmte Eigenschaften zu verwirklichen, die Seelen zu erziehen, den Charakter neu zu formen, das Herz zu läutern und Licht zu schaffen durch Aufklärung.

Des Königs Würde entspricht – und seinem weltordnenden Diadem ist angemessen –, daß sämtliche Untertanen aller Klassen und Bekenntnisse in den Genuß seiner Freigebigkeit gelangen und in größtem Frieden und Wohlstand unter dem weiten Schatten seiner Gerechtigkeit [verweilen].

Denn Gottes Schatten ist Zuflucht für alle Lebewesen auf Erden und Asyl für die ganze Menschheit; er ist nicht nur für eine Gruppe da.

Die wahre Natur insbesondere dieser Glaubensgemeinschaft ist inzwischen deutlich sichtbar und ihre wahren Lehren sind wohlbekannt; alle ihre Schriften und Traktate sind [uns] wiederholt in die Hände gefallen und befinden sich im Besitz der Regierung.

Wenn man sie sorgfältig liest, wird sich ihr Inhalt und ihre tiefe Wahrheit klar herausstellen.

Die Blätter sind angefüllt mit dem Verbot von Aufwiegelei, [mit Empfehlungen zu] aufrechtem Verhalten unter den Menschen, Gehorsam, Ergebenheit, Loyalität und lobenswerten Eigenschaften, mit Ermutigungen zum Erwerb preiswürdiger Fertigkeiten und Charaktermerkmale.

Sie haben überhaupt keine Beziehung zu politischen Fragen und beschäftigen sich keineswegs mit Dingen, die Unruhe oder Aufruhr hervorrufen könnten.

Unter diesen Umständen gibt es für eine gerechte Regierung keine Entschuldigung und keinen Vorwand [für die weitere Verfolgung dieser Sekte], es sei denn [sie erhöbe den Anspruch auf das Recht], sich in Gedanken und Gewissen, ureigenster Besitz von Herz und Seele, einzumischen.

Und was dies betrifft:

Es hat [schon] viele Eingriffe gegeben und unzählige Anstrengungen wurden unternommen.

Wieviel Blut wurde vergossen!

Wieviele Köpfe wurden gehängt!

Tausende wurden erschlagen; Tausende Frauen und Kinder wurden obdachlos oder zu Gefangenen; wieviele Häuser wurden zerstört; wieviele edle Geschlechter und Familien verloren Haupt und Heim!

Und doch hat es nichts und niemandem genützt; kein Heilmittel gab es für diese Krankheit, keinen Balsam für diese Wunde.

Pflicht und Aufgabe der Regierung ist es, Gewissensfreiheit und Seelenfrieden [zu sichern], was zu allen Zeiten die Voraussetzung für den Fortschritt und den Einfluß auf andere Länder ist.

Auch andere zivilisierte Staaten haben erst dann ihre hervorragende Stellung erlangt und den hohen Grad an Macht und Einfluß erreicht, als sie den Sektenstreit bei sich aus der Welt schafften und alle Gesellschaftsschichten nach gleichem Richtmaß behandelten.

Alle sind ein Volk, eine Nation, eine Art und eine Gattung.

Allen gemeinsam ist das Interesse an völliger Gleichberechtigung; Gerechtigkeit und Gleichheit unter den Menschen gehören zu den wichtigsten Mitteln, das Reich zu fördern und sein Hoheitsgebiet auszudehnen.

Wenn an irgendeiner Stelle Streit unter den Erdenbewohnern ausbricht, ist eine gerechte Regierung gefordert, sofort einzuschreiten; wenn jemand hingegen alles tut, um das, was vordringlich ist, zu leisten, verdient er die königliche Gunst und ist reicher Geschenke wert.

Die Zeiten haben sich geändert, wie sich auch die Bedürfnisse und Gewohnheiten der Welt geändert haben.

Eingriffe in Glaubensdinge verursachen überall nichts als Schaden, während gerechte und gleiche Behandlung aller Völker auf Erden Fortschritt bewirkt.

Es ist richtig, bei politischen Parteien Vorsicht walten zu lassen und sich um materialistische Sekten Sorgen zu machen; denn die einen haben nur Einmischung in politische Angelegenheiten und öffentliches Aufsehen im Sinn, während die anderen mit ihrem Tun und Lassen die öffentliche Ruhe und Sicherheit gefährden.

Aber diese Glaubensanhänger schreiten sicher auf ihrem Pfad, sind fest gegründet in ihrem Verhalten und ihrem Glauben, sind gottesfürchtig, opferbereit, verläßlich und beständig, in einem Maße, daß sie freimütig ihr Leben hingeben und auf ihre Weise Gott wohlgefällig zu sein suchen; sie sind strebsam und ernsthaft bei der Sache; sie sind der Gehorsam selbst und geduldig in Not und Leid; sie opfern klaglos ihr Leben ohne Beschwerde; sie sprechen nur, was ihnen wirklich am Herzen liegt, und trachten nach dem, was ihnen ihr Oberhaupt wies.

Darum ist es notwendig, auf ihre Lehren und ihr Oberhaupt zu achten, und nicht aus einer unbedeutenden Sache einen Vorwand abzuleiten.

Da nun das Verhalten des Oberhauptes, die Lehren Seiner Sendbriefe und der Inhalt Seiner Schriften offenbar und wohlbekannt sind, ist ihre Handlungsweise klar und deutlich wie die Sonne.

Alles, was man ihnen reichlich antat durch Entmutigung, Abschreckung, Ausrottung, Einschüchterung, Rüge, Mord, Vertreibung, Prügel und was sonst noch möglich und machbar war, hat nichts genützt.

Als man in anderen Ländern sah, daß strenge Verfolgung in solchen Fällen nur anspornend wirkte und daß Nichtbeachtung wirksamer war, kühlte sich das Revolutionsfeuer ab.

Darum verkündete man überall gleiche Rechte für alle Konfessionen und Freiheit für alle Gesellschaften aus Ost und West.

Das hiesige Geschrei, der Lärm und Aufruhr, diese Feuersbrunst sind die Folgen von Hetze, Verführung, Aufstachelung und Provokation.

Dreißig Jahre lang war keine Rede von Aufruhr oder Aufstand, nichts deutete auf Umsturz.

Obwohl die Gemeinschaft stark angewachsen ist und sich ihre Anhängerschaft verdoppelt hat, blieb sie auf Grund vieler Ermahnungen und Ermutigungen zur Tugend äußerst ruhig und fest.

Sie haben Gehorsam zu ihrem Wesenszug gemacht und sind höchst ergeben des Königs treue Untertanen.

Aus welchen rechtmäßigen Gründen kann die Regierung sie weiter bedrängen oder ihre Kränkung zulassen?

Überdies behindert der Eingriff in das Gewissen und den Glauben der Völker und die Verfolgung von Glaubensgemeinschaften die Ausdehnung des Reichs, hemmt die Eroberung anderer Länder, vereitelt die Mehrung der Untertanen und läuft den wohlbegründeten Prinzipien der Monarchie zuwider.

Zu der Zeit, als die mächtige Regierung Persiens nicht in Gewissensangelegenheiten [der Menschen] eingriff, entstanden und lebten unterschiedliche Sekten unter dem Banner des großen Königs, und [viele] verschiedene Völker ruhten und dienten unter dem Schutz dieser mächtigen Regierung.

Die Größe des Reiches nahm täglich zu; der überwiegende Teil des asiatischen Kontinents stand unter der gerechten Herrschaft seiner Verwaltung; und unter den Untertanen des Trägers seiner Krone waren fast alle Religionen und Rassen [vertreten].

Aber als Einmischung in die Glaubensbekenntnisse der Sekten zur Gewohnheit und die Gesinnungsschnüffelei regelrecht zur Mode wurde, begann das ausgedehnte Herrschaftsgebiet Persiens zu schrumpfen, viele Provinzen und große Gebiete entglitten ihm, bis es soweit kam, daß die großen Provinzen Túrán, Assyrien und Chaldäa verloren waren, bis – wozu so weitschweifig? – der größere Teil der Region Khurásán ebenfalls der Kontrolle der persischen Regierung entglitt, nur wegen der Einmischung in Gewissensangelegenheiten und dem Fanatismus seiner Gouverneure.

Denn für die Unabhängigkeit Afghánistáns und den Aufstand der turkmenischen Stämme war genau dies der Grund, anderenfalls hätten sie sich niemals von Persien abgespalten.

Was könnte es angesichts der offensichtlichen Schädlichkeit für einen Grund geben, die Harmlosen zu verfolgen?

Aber wenn wir die Verdammungsurteile [der Schriftgelehrten] in Kraft setzen wollten, könnte kein Mensch den Fesseln und Ketten und der Schärfe des Schwertes entgehen, denn in Persien gibt es verschiedene Glaubensgemeinschaften neben dieser, wie die Mutasharrí‘, die Shaykhí, die Ṣúfí, die Nuṣayrí und andere, deren jede die anderen als Ungläubige betrachtet und sie des Frevels zeiht.

Was hat die Regierung unter diesen Umständen für einen Anlaß, die eine oder die andere zu verfolgen oder sich über die Gedanken und das Gewissen dieser Untertanen zu bekümmern?

Alle sind sie Untertanen des Königs und stehen unter dem Schatten des königlichen Schutzes.

Jeder, der hört und gehorcht, sollte ungestört bleiben und nicht belästigt werden, jeder aber, der aufrührerisch und ungehorsam ist, verdient Strafe aus der Hand der Majestät des Königs.

Vor allem haben sich die Zeiten völlig geändert, Prinzipien und Institutionen haben sich gewandelt.

In allen Ländern verhindern solche Aktionen Entwicklung und Fortschritt, sie verursachen Niedergang und Verfall.

Hauptursache und Quelle für die heftige Erschütterung, welche die Stützpfeiler der Regierungen des Orients ins Wanken gebracht haben, sind in der Tat jene Gesetze und Gewohnheiten, sich in alles einzumischen.

Jener StaatA70 indessen, dessen Herrschaft über den Atlantik und die Ostsee ihren Sitz in den fernsten Regionen des Nordens hat, konnte auf Grund der Gleichbehandlung seiner verschiedenen Untertanen und der Einführung gleicher politischer Rechte für die vielfältigen Nationalitäten ausgedehnte Kolonien auf allen fünf Kontinenten der Welt erwerben.

Wo ist diese kleine Insel im Nordatlantik und wo das weite Gebiet Indiens im Osten?

Kann ein so großes Gebiet anders als durch gleiches Recht für alle Völker und Klassen errungen werden?

Jedenfalls haben sie durch die Mittel gerechter Gesetze, Gewissensfreiheit, Gleichbehandlung und Billigkeit gegenüber allen Nationalitäten und Völkern beinahe alle bewohnten Weltgegenden unter ihre Herrschaft gebracht und auf Grund dieses Freiheitsprinzips täglich gewonnen an Kraft, Macht und Ausdehnung ihres Imperiums, und die meisten Völker des Erdkreises preisen den Namen dieses Staates für seine Gerechtigkeit.

Was religiösen Eifer und wahre Frömmigkeit betrifft, so sind ihr Prüfstein und ihr Beweis Festigkeit und Standhaftigkeit in edlen Eigenschaften, Tugenden und Vollkommenheiten – die größten Segnungen für das Menschengeschlecht –, nicht aber Einmischung in den Glauben des einen oder anderen, die Zerstörung von Häusern und die Verstoßung aus der Menschheit.

Im Mittelalter, das mit dem Fall des [west]römischen Reiches begann und mit der Eroberung Konstantinopels durch [die Anhänger des] Isláms endete, wütete in allen Ländern Europas nah und fern grimmige Intoleranz und Unterdrückung, geschürt durch den überragenden Einfluß religiöser Führer.

Die Sache spitzte sich so zu, daß die Feste der Menschlichkeit allmählich zerbrach, daß Friede und Wohlergehen von Fürst und Vasall, König und Untertan hinter dem Schleier der Vernichtung verschwanden.

Angst und Sorge marterten alle Welt bei Tag und Nacht; die Zivilisation lag völlig darnieder; Ordnung und Herrschaft der Länder waren vernachlässigt, die Grundvoraussetzungen für das Glück des Menschengeschlechts nicht mehr gegeben, die Stützen der königlichen Autorität erschüttert, aber Einfluß und Macht der Religionsführer und Mönche waren überall ungebrochen.

Als sie aber diesen Unfrieden, die Verfolgungen und den religiösen Fanatismus aus ihrer Mitte verbannten und gleiches Recht für alle Untertanen und die Gewissensfreiheit des Menschen verkündeten, ging das Licht der Kraft und Herrlichkeit auf und leuchtete von den Horizonten des Reiches, so daß diese Länder in jeder Hinsicht Fortschritte machten; und während sich einst die mächtigste Monarchie Europas der kleinsten Regierung Asiens demütig unterwarf, sind nun die großen Staaten Asiens nicht in der Lage, den kleinen Staaten Europas entgegenzutreten.

Dies sind wirklich hinreichende Beweise dafür, daß das Gewissen des Menschen heilig und unantastbar ist, daß seine Freiheit dazu führt, den geistigen Horizont zu weiten, die Sitten zu verbessern, das Verhalten zu verfeinern, die Geheimnisse der Schöpfung zu enthüllen und die verborgenen Wahrheiten der bedingten Welt zu entdecken.

Überdies, wenn das Gewissen, ureigenster Besitz von Herz und Seele, Verhören unterworfen wird, was bleibt dem Menschen dann an Lohn und Strafe am Hofe göttlicher Gerechtigkeit am Tag der allgemeinen Auferstehung?

Überzeugungen und Ideen liegen in der Kompetenz des Königs der Könige, nicht der Könige, und Seele und Gewissen liegen in der prüfenden Hand des Herrn der Herzen, nicht [Seiner] Diener.

So sind in der Welt des Daseins keine zwei Menschen zu finden, die völlig einmütig wären im Denken und Glauben. ›Die Wege zu Gott sind wie die Zahl der Atemzüge [Seiner] Geschöpfe‹Q40, ist eine mystische Wahrheit, und ›jedem [Volk] gaben Wir [besondere] Bräuche‹Q41, drückt der Qur’án es scharfsinnig aus.

Wenn die große Energie und wertvolle Zeit, die mit der Verfolgung anderer Religionen ohne Ergebnis und für nichts vergeudet wurde, darauf verwendet worden wäre, die Grundlagen der Monarchie zu sichern, den kaiserlichen Thron zu festigen, den Reichen des Souveräns Wohlstand zu verschaffen und die Untertanen des Königs zu erquicken, dann wäre das königliche Herrschaftsgebiet erblüht, die Saat auf den Feldern des Volkes wäre durch die freigebige königliche Gerechtigkeit bewässert und die Pracht des Königreiches Persien erschiene sichtbar wie der wahre Morgen am Horizont der Welt.«
Jedenfalls haben einige Leute von solchen Fragen und Überlegungen berichtet. Aber wir wollen zu unserem Thema zurückkehren. Dem edlen König gefiel es, das verborgene Geheimnis persönlich zu untersuchen. Nach dem übermittelten Bericht stellte sich in der [königlichen] Gegenwart klar heraus, daß die meisten Verdächtigungen auf die Intrigen einflußreicher Persönlichkeiten zurückgingen, die sich, von Wahn umnebelt, ständig damit beschäftigten, Sachen zu erfinden und Verdächtigungen über die Gemeinde auszustreuen, und die um ihres eigenen Vorteils willen und um ihre Stellung zu erhalten, im Spiegel ihrer Einbildungen aus einer Mücke einen Elefanten und aus einem Splitter einen Balken zu machen pflegten. Weder bestand für diese Verdächtigungen der geringste Grund noch für diese Behauptungen irgendein glaubwürdiger Beweis. Welche Macht, welches Vermögen sollten die Hilflosen haben, wie kühn und stark sollten arme Untertanen sein, daß sie die Macht des Souveräns schädigen oder den Streitkräften der Krone entgegentreten könnten?
Seit damals sind die Unruhen in Persien abgeflaut, Lärm und Streit haben sich gelegt, wenn auch gelegentlich beamtete Schriftgelehrte [immer noch] zu ihrem persönlichen Vorteil das Volk aufwiegeln, Zetergeschrei anstimmen und mit ihren Zudringlichkeiten ein oder zwei Mitglieder dieser Sekte belästigen, wie es vor zehn oder zwölf Jahren in Iṣfahán geschah.

In Iṣfahán lebten damals zwei Brüder, Siyyids aus Ṭabáṭabá, Siyyid Ḥasan und Siyyid Ḥusayn, dort gerühmt als gottesfürchtig, vertrauenswürdig und edel; wohlhabende Männer, die ein Handelsgeschäft betrieben und sich allen Menschen gegenüber vollendet freundlich und höflich betrugen.

Und allem Anschein nach hatte kein Mensch jemals bei den beiden Brüdern etwas wahrgenommen, das nicht gut gewesen wäre, oder an ihrem Verhalten das Geringste, das Folter und Strafe verdient hätte, denn, so wird berichtet, alle [maßgeblichen Leute] mußten ihre lobenswerten und preiswürdigen Eigenschaften anerkennen; ihre Taten wirkten wie Ermahnungen.

Die beiden standen in geschäftlicher Verbindung mit Mír Muḥammad-Ḥusayn, dem Imám-Jum‘ih von Iṣfahán, und als man daranging, abzurechnen, stellte sich heraus, daß er ihnen achtzehntausend Túmán schuldete.

Sie stellten [daher] den Geschäftsverkehr ein, setzten einen Schuldschein über die Summe auf und baten um seine Unterschrift.

Das war bitter für den Imám-Jum‘ih, er wurde wütend und zum Feind.

Als er erkennen mußte, daß er Schulden hatte und ihm nichts anderes übrig blieb, als zu zahlen, fing er an zu zetern und schrie:

»Diese beiden Brüder sind Bábí und verdienen, vom König schwer bestraft zu werden.« Unversehens fiel eine Rotte über ihr Haus her, plünderte und raubte ihr Hab und Gut, versetzte ihre Frauen und Kinder in Angst und Schrecken und verwüstete ihren ganzen Besitz.

Als er dann fürchtete, daß die Brüder die Strafaktion vor den Thron des Königs bringen und Entschädigung fordern könnten, begann er [der Imám-Jum‘ih] darüber nachzudenken, wie er sie umbringen und vernichten könnte.

Also überredete er einige Schriftgelehrte zum Mitmachen, und sie verkündeten das Todesurteil.

Dann verhafteten sie die beiden Brüder, legten sie in Ketten und brachten sie vor die öffentliche Versammlung.

Doch so gern sie ihnen eine Schuld anhängen, einen Fehler entdecken oder einen Vorwand finden wollten, es gelang ihnen nicht.

Am Ende sagten sie:

»Entweder widerruft ihr diesen Glauben, oder ihr werdet zur Strafe mit dem Schwert geköpft.« Obwohl einige Anwesende sie drängten und sagten:

»Sagt nur: ›Wir gehören nicht zu dieser Sekte‹, das genügt und ihr seid frei und sicher«, wollten sie dem auf keinen Fall zustimmen und brachten dies beredt und klar zum Ausdruck, so daß der Imám-Jum‘ih überkochte vor Wut; und nicht genug damit, daß sie sie töteten, sie schändeten danach ihre Leichname auf unsägliche Weise; dies im einzelnen zu schildern, fehlen die Worte.

So wurde denn das Blut der beiden Brüder vergossen, daß selbst der christliche Priester von Julfá an diesem Tag aufschrie, klagte und weinte; solcherart war das Geschehen, daß jedermann das Schicksal der beiden Brüder beweinte, denn ihr ganzes Leben lang hatten sie niemals jemandes Gefühle verletzt, keiner Fliege etwas zuleide getan – im Gegenteil, alle berichten, daß sie während der Hungersnot in Persien all ihren Reichtum für die Armen und Notleidenden ausgegeben hatten.

Doch ungeachtet solchen Rufes wurden sie in aller Öffentlichkeit grausam erschlagen!
Aber nun hat schon seit langem die Gerechtigkeit des Königs vorgebeugt und derartiges verhindert; niemand wagt mehr solche schweren Übergriffe.A71

Quellenangaben

Q1 vgl. Báb, Schriften 2:29:1; hier lautet der letzte Satz: »Gott, der Erhabene, der Beschützer, der Altehrwürdige der Tage, genügt mir als Zeuge.« – Anm. d. Hrsg.
Q2 Nach einer bekannten Tradition sprach Gott zu Muḥammad: »Wäre es nicht um Deinetwillen, hätte Ich die Himmel nicht erschaffen.« Die Familie des »nur um Deinetwillen« bedeutet die direkte Nachkommenschaft des Propheten – Anm. d. Hrsg.
Q3 Jaláli’d-Dín-i-Rúmí, Mathnaví, beliebtes Zitat der Ṣúfí.
Q4 Jaláli’d-Dín-i-Rúmí, Mathnaví.
Q5 Qur’án 7:155.
Q6 Qur’án 37:173.
Q7 Qur’án 95:4.
Q8 Qur’án 23:14.
Q9 Qur’án 27:88.
Q10 vgl. Botschaften aus ‘Akká 6:35; 8:39 – Anm. d. Hrsg.
Q11 vgl. Kitáb-i-Aqdas 1:159 – Anm. d. Hrsg.
Q12 vgl. Ährenlese 132:5 – Anm. d. Hrsg.
Q13 Qur’án 4:78.
Q14 Qur’án 6:17; 10:107.
Q15 vgl. Qur’án 27:22.
Q16 Qur’án 2:94; 62:6.
Q17 vgl. Die Verborgenen Worte pers. 24; die von ‘Abdu’l-Bahá zitierte Anrede lautet: »O faithless ones!« – Anm. d. Hrsg.
Q18 vgl. Die Verborgenen Worte pers. 25 – Anm. d. Hrsg.
Q19 vgl. Die Verborgenen Worte pers. 28, 27; die von ‘Abdu’l-Bahá zitierte Anrede lautet: »O child of the world!« – Anm. d. Hrsg.
Q20 vgl. Die Verborgenen Worte pers. 30; die von ‘Abdu’l-Bahá zitierte Anrede lautet: »O pretender to My friendship!« – Anm. d. Hrsg.
Q21 Qur’án 49:6.
Q22
Q23 Qur’án 5:59.
Q24 Qur’án 2:179.
Q25 Qur’án 6:164, 17:15, 35:18, 39:7, 53:38.
Q26 Qur’án 2:253, 3:40, 22:14, 22:18.
Q27 Qur’án 40:5.
Q28 Qur’án 15:11, 36:30.
Q29 Qur’án 8:30.
Q30 Qur’án 6:35.
Q31 vgl. Qur’án 2:163, 2:255, 3:2, u. a. – Anm. d. Hrsg.
Q32 Qur’án 2:256, 31:22.
Q33 Qur’án 57:16.
Q34 ,.
Q35 vgl. Ishráqát, in: Botschaften aus ‘Akká 8:38 – Anm. d. Hrsg.
Q36 vgl. Ishráqát, in: Botschaften aus ‘Akká 8:56 – Anm. d. Hrsg.
Q37 vgl. Ishráqát, in: Botschaften aus ‘Akká 8:57 – Anm. d. Hrsg.
Q38 vgl. Bishárát, Ishráqát, in: Botschaften aus ‘Akká 3:24; 8:60 – Anm. d. Hrsg.
Q39 vgl. Ishráqát, in: Botschaften aus ‘Akká 8:61–63 – Anm. d. Hrsg.
Q40 Hadíth – Anm. d. Hrsg.
Q41 Qur’án 22:34.

Anmerkungen

A1 d. h. von Muḥammad.
A2 20. Oktober 1819.
A3 23. Mai 1844.
A4 Qur’án 12.
A5 Anspielung auf Muḥammad, von dem überliefert wird, daß Ihm Gabriel, der Engel der Offenbarung, den Qur’án diktierte; vgl. Qur’án 96:1–5; 74: 1–7 – Anm. d. Hrsg.
A6 Rukn-i-Rábi‘: Nach schiitischem Glauben ein vollkommener Mensch als Mittler göttlicher Gnade; siehe Glossar – Anm. d. Hrsg.
A7 d. h. Er brach zur Pilgerfahrt nach Mekka auf.
A8 ›Stufe des Tores‹; siehe Glossar – Anm. d. Hrsg.
A9 Muḥammad Sháh starb am 4. September 1848, die englische Übersetzung von A Traveller’s Narrative erschien erstmals 1891.
A10 Qur’án 108.
A11 Insignie eines Mullá – Anm. d. Hrsg.
A12 Qur’án 103.
A13 siehe Glossar – Anm. d. Hrsg.
A14 die Schia – Anm. d. Hrsg.
A15 der Islám – Anm. d. Hrsg.
A16 Eigenbenennung der Bábí und Bahá’í – Anm. d. Hrsg.
A17 Ein Hinweis auf Bahá’u’lláh, »Er, den Gott offenbaren wird«, als dessen Vorläufer der Báb sich betrachtete.
A18 Bahá’í-Umschrift für Mahdí (siehe Glossar) – Anm. d. Hrsg.
A19 farrásh: Büttel, Polizist – Anm. d. Hrsg.
A20 der Schiiten. von ›Shí‘at ‘Alí‹, die ›Partei ‘Alís‹.
A21 der Islám.
A22 am 4. September 1848 – Anm. d. Hrsg.
A23 verächtlich oder als Schimpf gebrauchte muslimische Bezeichnung für einen Zoroastrier – Anm. d. Hrsg.
A24 die Bábí – Anm. d. Hrsg.
A25 Ruf zum Gebet – Anm. d. Hrsg.
A26 9. Juli 1850.
A27 Er beging am 15. August 1852. einen Anschlag auf den Sháh, bei dem dieser jedoch nur leicht verletzt wurde – Anm. d. Hrsg.
A28 Unter dem Begriff ‘Atabát-i-‘Álíyát (wörtlich Heiligste Schreine) verstehen die schiitischen Muslime die Grabstätten der heiligen Imáme in den Städten Káẓimayn, Najaf und Karbilá im Osten des ‘Iráq um Baghdád; er wird allgemein auf die Gegend des östlichen ‘Iráq mit dem Zentrum Baghdád angewandt. Als Bahá’u’lláh aus dem Gefängnis entlassen und aus Persien verbannt wurde, wählte Er Baghdád als Ort Seines Exils.
A29 Muḥammad.
A30 Bahá’u’lláh.
A31 1852A. D.
A32 ›Ḥín‹ (›nach einer Weile‹); dies entspricht nach dem Abjad-System dem Zahlenwert 68. Im Jahr 1268 n.d.H. erhielt Bahá’u’lláh, im Síyáh-Chál zu Ṭihrán angekettet, die ersten Andeutungen Seiner göttlichen Sendung; auf dasselbe Jahr spielt Er in Seinen Oden an. Vgl. Nabíls Bericht aus den frühen Tagen der Bahá’í-Offenbarung, Bahá’í-Verlag, 1975, S. 52 Anm. 1 – Anm. d. Hrsg.
A33 persische Lammfellmütze, Tracht der Nicht-Geistlichen – Anm. d. Hrsg.
A34 Mírzá Yaḥyás – Anm. d. Hrsg.
A35 vgl. Ährenlese 132:1 – Anm. d. Hrsg.
A36 vgl. Ährenlese 132:2 – Anm. d. Hrsg.
A37 vgl. Ährenlese 132:3 – Anm. d. Hrsg.
A38 vgl. Ährenlese 132:4 – Anm. d. Hrsg.
A39 vgl. Ährenlese 126:2 – Anm. d. Hrsg.
A40 Bahá’u’lláh bezeichnet in Seinen Schriften mit »der Unterdrückte« sich selbst.
A41 vgl. Ährenlese 126:3 – Anm. d. Hrsg.
A42 vgl. Ährenlese 126:4 – Anm. d. Hrsg.
A43 .
A44 Die Verordnungen Gottes.
A45 Qur’án 55:3–4.
A46 dem Báb zugewiesener Verbannungsort, siehe Abschnitt 27 – Anm. d. Hrsg.
A47 Mírzá Yaḥyá trug den Titel Ṣubḥ-i-Azal, ›der Morgen der Ewigkeit‹. Bahá’u’lláh zitiert in diesem Zusammenhang Am. 4:12–13, wo gesagt wird, daß Gott »den Morgen in Finsternis verwandelt«; vgl. Bahá’u’lláh, Brief an den Sohn des Wolfes Abs. 212. Bezüglich anderer Titel Mírzá Yaḥyás vgl. Shoghi Effendi, Gott geht vorüber 7:24.
A48 das folgende Zitat umfaßt die Abschnitte 118–158 – Anm. d. Hrsg.
A49 Ṭihrán.
A50 Anspielung auf den Erwerb der türkischen Staatsbürgerschaft durch einige exilierte Bábí in Baghdád, siehe auch Abschnitt 107 – Anm. d. Hrsg.
A51 Qur’án 3:40; 22:18.
A52 im Kaukasus 1825/28 – Anm. d. Hrsg.
A53 eine andere Bezeichnung für den Qur’án, siehe Glossar – Anm. d. Hrsg.
A54 Qur’án 5:90.
A55 vgl. Joh. 11:49–50, 18:13–28; Apg. 4:6–10.
A56 Zier der Anbetenden = Zaynu’l-‘Ábidín, der vierte Imám, siehe Glossar – Anm. d. Hrsg.
A57 Mekka.
A58 vgl. Brief an den Sohn des Wolfes 65, Die Verkündigung Bahá’u’lláhs 1:8:1, S. 69 – Anm. d. Hrsg.
A59 Baghdád, [Regierungssitz der ‘Abbásiden].
A60 Damaskus. [Anspielung auf Mu‘áwiya, Yezíd und die Omayyaden, die dort residierten].
A61
A62 Die Verkündigung Bahá’u’lláhs 1:8:6, S. 71 – Anm. d. Hrsg.
A63 Adrianopel.
A64 Symbol für die Gottesoffenbarung, siehe Glossar – Anm. d. Hrsg.
A65 Anspielung auf die Geschichte von Josef: Die Frauen klatschten darüber, daß Potiphars Weib Josef zu verführen versucht hatte; doch als sie Josef sahen, sagten sie: »Das ist kein Mensch, das ist nur ein edler Engel«; vgl. Qur’án 12, besonders Vers 12:31 – Anm. d. Hrsg.
A66 d. h. den Sháh von Persien.
A67 möglicherweise eine Anspielung auf den Namen des Sháhs: Náṣiri’d-Dín heißt wörtlich ›Helfer der Religion‹ – Anm. d. Hrsg.
A68 vgl. Bishárát, Lawḥ-i-Dunyá in: Botschaften aus ‘Akká 3:3, 7:12; Ährenlese 43:6 – Anm. d. Hrsg.
A69 1868 A. D.
A70 England.
A71 Der englische Text schließt mit der Grußformel VALE – Anm. d. Hrsg.
English — Traveller's Narrative, A.html Open standalone →
Click on any of the numbers below to go to a specific page

  3   4   5   6   7   8   9  10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94

[+PAGE 3]

Touching the individual known as the Báb and the true nature of this sect diverse tales are on the tongues and in the mouths of men, and various accounts are contained in the pages of Persian history and the leaves of European chronicles. But because of the variety of their assertions and the diversity of their narratives not one is as worthy of confidence as it should be. Some have loosed their tongues in extreme censure and condemnation; some foreign chronicles have spoken in a commendatory strain; while a certain section have recorded what they themselves have heard without addressing themselves either to censure or approbation.

Now since these various accounts are recorded in other pages, and since the setting forth thereof would lead to prolixity, therefore what relates to the history of this matter (sought out with the utmost diligence during the time of my travels in all parts of Persia, whether far or near, from those without and those within, from friends and strangers), and that whereon the disputants are agreed, shall be briefly set forth in writing, so that a summary of the facts of the case may be at the disposal


[+PAGE 4]

of those who are athirst after the fountain of knowledge and who seek to become acquainted with all events.

The Báb was a young merchant of the Pure Lineage. He was born in the year one thousand two hundred and thirty-five [A.H.] on the first day of Muharram, (1) and when after a few years His father Siyyid Muhammad-Ridá died, He was brought up in Shíráz in the arms of His maternal uncle Mírzá Siyyid `Alí the merchant. On attaining maturity He engaged in trade in shihr, first in partnership with His maternal uncle and afterwards independently. On account of what was observed in Him He was noted for godliness, devoutness, virtue, and piety, and was regarded in the sight of men as so characterized.

In the year one thousand two hundred and sixty [A.H.], when He was in His twenty-fifth year, certain signs became apparent in His conduct, behavior, manners, and demeanor whereby it became evident in Shíráz that He had some conflict in His mind and some other flight beneath His wing. He began to speak and to declare the rank of Báb-hood. (2) Now what He intended by the term Báb [Gate] was this, that He was the channel of grace from some great Person still behind the veil of glory, Who was the possessor of countless and boundless perfections, by Whose will He moved, and to the bond of Whose love He clung. And in the first book which He wrote in explanation of the Súrih of Joseph, (3) He addressed Himself in all passages to that Person unseen from Whom He received help and grace, sought for aid in the arrangement of His preliminaries, and craved the sacrifice of life in the way of His love.

Amongst others is this sentence: "O Remnant of God, I am wholly sacrificed to Thee; I am content with curses in Thy



1. 20 October 1819.
2. 23 May 1844.
3. Qur'án 12.
[+PAGE 5]

way; I crave naught but to be slain in Thy love; and God the Supreme sufficeth as an Eternal Protection."

He likewise composed a number of works in explanation and elucidation of the verses of the Qur'án, of sermons, and of prayers in Arabic; inciting and urging men to expect the appearance of that Person; and these books He named "Inspired Pages" and "Word of Conscience." But on investigation it was discovered that He laid no claim to revelation from an angel.

Now since He was noted amongst the people for lack of instruction and education, this circumstance appeared in the sight of men supernatural. Some men inclined to Him, but the greater part manifested strong disapproval; whilst all the learned doctors and lawyers of repute who occupied chairs, altars, and pulpits were unanimously agreed on eradication and suppression, save some divines of the Shaykhí party who were anchorites and recluses, and who, agreeably to their tenets, were ever seeking for some great, incomparable, and trustworthy person, whom they accounted, according to their own terminology, as the "Fourth Support" and the central manifestation of the truths of the Perspicuous Religion.

Of this number Mullá Husayn of Bushrúyih, Mírzá Ahmad of Azghand, Mullá Sádiq Muqaddas [the Holy], Shaykh Abú-Turáb of Ishtihard, Mullá Yúsúf of Ardibíl, Mullá Jalíl of Urúmíyyih, Mullá Mihdí of Kand, Shaykh Sa'íd the Indian, Mullá `Alí of Bastám, and the like of these came out unto Him and spread themselves through all parts of Persia.

The Báb Himself set out to perform the circumambulation of the House of God. (4) On His return, when the news of His arrival at shihr reached Shíráz, there was much discussion, and a strange excitement and agitation became apparent in



4. Undertake the pilgrimage to Mecca.
[+PAGE 6]

that city. The great majority of the doctors set themselves to repudiate Him, decreeing slaughter and destruction, and they induced Husayn Khán Ajúdán-báshí, who was the governor of Fárs, to inflict a beating on the Báb's's missionaries, that is on Mullá Sádiq Muqaddas; then, having burnt his moustaches and beard together with those of Mírzá Muhammad-`Alí of Barfurúsh and Mullá `Alí-Akbar of Ardistán, they put halters on all the three and led them round the streets and bazaars.

Now since the doctors of Persia have no administrative capacity, they thought that violence and interference would cause extinction and silence and lead to suppression and oblivion; whereas interference in matters of conscience causes stability and firmness and attracts the attention of men's sight and souls; which fact has received experimental proof many times and often. So this punishment caused notoriety, and most men fell to making inquiry.

The governor of Fárs, acting according to that which the doctors deemed expedient, sent several horsemen, caused the Báb to be brought before him, censured and blamed Him in the presence of the doctors and scholars, and loosed his tongue in the demand for reparation. And when the Báb returned his censure and withstood him greatly, at a sign from the president they struck Him a violent blow, insulting and contemning Him, in such wise that His turban fell from His head and the mark of the blow was apparent on His face. At the conclusion of the meeting they decided to take counsel, and, on receiving bail and surety from His maternal uncle Hájí Siyyid `Alí, sent Him to His house forbidding Him to hold intercourse with relations or strangers.

One day they summoned Him to the mosque urging and constraining Him to recant, but He discoursed from the pulpit in such wise as to silence and subdue those present and to stablish and strengthen His followers. It was then supposed that He claimed to be the medium of grace from His Highness the Lord of the Age (upon Him be peace); but afterwards it


[+PAGE 7]

became known and evident that His meaning was the Gatehood [Bábíyyat] of another city and the mediumship of the graces of another Person Whose qualities and attributes were contained in His books and treatises.

At all events, as has been mentioned, by reason of the doctors' lack of experience and skill in administrative science, and the continual succession of their decisions, comment was rife; and their interference with the Báb cast a clamor throughout Persia, causing increased ardor in friends and the coming forward of the hesitating. For by reason of these occurrences men's interest increased, and in all parts of Persia some [of God's] servants inclined toward Him, until the matter acquired such importance that the late king Muhammad Sháh delegated a certain person named Siyyid Yahyá of Daráb, who was one of the best known of doctors and Siyyids as well as an object of veneration and confidence, giving him a horse and money for the journey so that he might proceed to Shíráz and personally investigate this matter. (5)

When the above-mentioned Siyyid arrived at Shíráz he interviewed the Báb three times. In the first and second conferences questioning and answering took place; in the third conference he requested a commentary on the Súrih called Kawthar (6) , and when the Báb, without thought or reflection, wrote an elaborate commentary on the Kawthar in his presence, the above-mentioned Siyyid was charmed and enraptured with Him, and straightway, without consideration for the future or anxiety about the results of this affection, hastened to Burújird to his father Siyyid Ja'far, known as Kash, and acquainted him with the matter. And, although he was wise and prudent and was wont to have regard to the requirements of the time, he wrote without fear or care a detailed



5. Muhammad Sháh died September 4, 1848; the English translation of A Traveler's Narrative first appeared in 1891.
6. Qur'án 108.
[+PAGE 8]

account of his observations to Mírzá Lutf-`Alí the chamberlain in order that the latter might submit it to the notice of the late king, while he himself journeyed to all parts of Persia, and in every town and station summoned the people from the pulpit-tops in such wise that other learned doctors decided that he must be mad, accounting it a sure case of bewitchment.

Now when the news of the decisions of the doctors and the outcry and clamor of the lawyers reached Zanján, Mullá Muhammad-`Alí the divine, who was a man of mark possessed of penetrating speech, sent one of those on whom he could rely to Shíráz to investigate this matter. This person, having acquainted himself with the details of these occurrences in such wise as was necessary and proper, returned with some [of the Báb's's] writings. When the divine heard how matters were and had made himself acquainted with the writings, notwithstanding that he was a man expert in knowledge and noted for profound research, he went mad and became crazed as was predestined: he gathered up his books in the lecture-room saying, "The season of spring and wine has arrived," and uttered this sentence: "Search for knowledge after reaching the known is culpable." Then from the summit of the pulpit he summoned and directed all his disciples [to embrace the doctrine], and wrote to the Báb his own declaration and confession.

The Báb in His reply signified to him the obligation of congregational prayer.

Although the doctors of Zanján arose with heart and soul to exhort and admonish the people they could effect nothing. Finally they were compelled to go to Tihrán and made their complaint before the late king Muhammad Sháh, requesting that Mullá Muhammad-`Alí might be summoned to Tihrán. So the royal order went forth that he should appear.

Now when he came to Tihrán they brought him before a conclave of the doctors; but, so they relate, after many controversies


[+PAGE 9]

and disputations naught was effected with him in that assembly. The late king therefore bestowed on him a staff and fifty tumans for his expenses, and gave him permission to return.

At all events, this news being disseminated through all parts and regions of Persia, and several proselytes arriving in Fárs, the doctors perceived that the matter had acquired importance, that the power to deal with it had escaped from their hands, and that imprisonment, beating, tormenting, and contumely were fruitless. So they signified to the governor of Fárs, Husayn Khán, "If thou desirest the extinction of this fire, or seekest a firm stopper for this rent and disruption, an immediate cure and decisive remedy is to kill the Báb. And the Báb has assembled a great host and meditates a rising."

So Husayn Khán ordered `Abdu'l-Hamíd Khán the high constable to attack the house of the Báb's's maternal uncle at midnight on all sides, and to bring Him and all His followers handcuffed. But `Abdu'l-Hamíd Khán and his hosts found no one in the house save the Báb, His maternal uncle, and Siyyid Kázim of Zanján; and as it chanced that on that night the sickness of the plague and the extreme heat of the weather had compelled Husayn Khán to flee, he released the Báb on condition of His quitting the city.

On the morning after that night the Báb with Siyyid Kázim of Zanján set out from Shíráz for Isfahán. Before reaching Isfahán He wrote a letter to the Mu'tamídu'd-Dawlih, the governor of the province, requesting a lodging in some suitable place with the sanction of the government. The governor appointed the mansion of the Imám-Jum'ih. There He abode forty days; and one day, agreeably to the request of the Imám, He wrote without reflection a commentary on [the Súrih of] V'al-`Asr before the company. (7) When this news reached the



7. Qur'án 103.
[+PAGE 10]

Mu'tamíd he sought an interview with Him and questioned Him concerning the "Special Mission." At that same interview an answer proving the "Special Mission" was written.

The Mu'tamíd then gave orders that all the doctors should assemble and dispute with Him in one conclave, and that the discussion should be faithfully recorded without alteration by the instrumentality of his private secretary, in order that it might be sent to Tihrán, and that whatever the royal edict and decree should ordain might be carried out.

The doctors, however, considering this arrangement as a weakening of the Law, did not agree, but held a conclave and wrote, "If there be doubt in the matter there is need of assembly and discussion, but as this person's disagreement with the most luminous Law is clearer than the sun therefore the best possible thing is to put in practice the sentence of the Law."

The Mu'tamíd then desired to hold the assembled conference in his own presence so that the actual truth might be disclosed and hearts be at peace, but these learned doctors and honorable scholars, unwilling to bring the Perspicuous Law into contempt, did not approve discussion and controversy with a young merchant, with the exception of that most erudite sage Áqá Muhammad-Mihdí, and that eminent Platonist Mírzá Hasan of Núr. So the conference terminated in questionings on certain points relating to the science of fundamental dogma, and the elucidation and analysis of the doctrines of Mullá Sadrá. So, as no conclusion was arrived at by the governor from this conference, the severe sentence and harsh decision of the learned doctors was not carried out; but, anxious to abate the great anxiety quickly and prevent a public tumult effectually, he gave currency to a report that a decree had been issued ordering the Báb to be sent to Tihrán in order that some decisive settlement might be arrived at, or that some courageous divine might be able to confute [Him].

He accordingly sent Him forth from Isfahán with a company


[+PAGE 11]

of his own mounted bodyguard; but when they reached Murchih-Khar he gave secret orders for His return to Isfahán, where he afforded Him a refuge and asylum in his own roofed private quarters; and not a soul save the confidential and trusty dependents of the Mu'tamíd knew aught of the Báb.

A period of four months passed in this fashion, and the Mu'tamíd passed away to the mercy of God. Gurgín Khán, the Mu'tamíd's's nephew, was aware of the Báb's's being in the private apartments, and represented the matter to the Prime Minister. Hájí Mírzá Aqásí, that celebrated minister, issued a decisive command and gave instructions that they should send the Báb secretly in disguise under the escort of Núsayrí horsemen to the capital.

When He reached Kinár-Gird a fresh order came from the Prime Minister appointing the village of Kulayn as an abode and dwelling-place. There He remained for a period of twenty days. After that, the Báb forwarded a letter to the Royal Presence craving audience to set forth the truth of His condition, expecting this to be a means for the attainment of great advantages. The Prime Minister did not admit this, and made representation to the Royal Presence: "The royal cavalcade is on the point of starting, and to engage in such matters as the present will conduce to the disruption of the kingdom. Neither is there any doubt that the most notable doctors of the capital also will behave after the fashion of the doctors of Isfahán, which thing will be the cause of a popular outbreak, or that, according to the religion of the immaculate Imám, they will regard the blood of this siyyid as of no account, yea, as more lawful than mother's milk. The imperial train is prepared for travel, neither is there hindrance or impediment in view. There is no doubt that the presence of the Báb will be the cause of the gravest trouble and the greatest mischief. Therefore, on the spur of the moment, the wisest plan is this: to place this person in the Castle of Mákú during the period of absence of the royal train from the seat of the imperial throne,


[+PAGE 12]

and to defer the obtaining of an audience to the time of return."

Agreeably to this view a letter was issued addressed to the Báb in his Majesty's own writing, and, according to the traditional account of the tenor of this letter, the epitome thereof is this:

(After the titles). "Since the royal train is on the verge of departure from Tihrán, to meet in a befitting manner is impossible. Do you go to Mákú and there abide and rest for a while, engaged in praying for our victorious state; and we have arranged that under all circumstances they shall show you attention and respect. When we return from travel we will summon you specially."

After this they sent Him off with several mounted guards (amongst them Muhammad Big, the courier) to Tabríz and Mákú.

Besides this the followers of the Báb recount certain messages conveyed [from Him] by the instrumentality of Muhammad Big (amongst which was a promise to heal the foot of the late king, but on condition of an interview, and the suppression of the tyranny of the majority), and the Prime Minister's prevention of the conveyance of these letters to the Royal Presence. For he himself laid claim to be a spiritual guide and was prepared to perform the functions of religious directorship. But others deny these accounts.

At all events in the course of the journey He wrote a letter to the Prime Minister saying, "You summoned Me from Isfahán to meet the doctors and for the attainment of a decisive settlement. What has happened now that this excellent intention has been changed for Mákú and Tabríz?"

Although He remained forty days in the city of Tabríz the learned doctors did not condescend to approach Him and did not deem it right to meet Him. Then they sent Him off to the Castle of Mákú, and for nine months lodged Him in the inaccessible castle which is situated on the summit of that lofty


[+PAGE 13]

mountain. And `Alí Khán of Mákú, because of his excessive love for the family of the Prophet, paid Him such attention as was possible, and gave permission [to some persons] to converse with Him.

Now when the accomplished divines of Ádhirbayján perceived that in all the parts round about Tabríz it was as though the last day had come by reason of the excessive clamor, they requested the government to punish the [Báb's's] followers, and to remove the Báb to the Castle of Chihríq. So they sent Him to that castle and consigned Him to the keeping of Yahyá Khán the Kurd.

Glory be to God! Notwithstanding these decisions of great doctors and reverend lawyers, and severe punishments and reprimands--beatings, banishments, and imprisonments --on the part of governors, this sect was daily on the increase, and the discussion and disputation was such that in meetings and assemblies in all parts of Persia there was no conversation but on this topic. Great was the commotion which arose: the doctors of the Perspicuous Religion were lamenting, the common folk clamorous and agitated, and the Friends rejoicing and applauding.

But the Báb Himself attached no importance to this uproar and tumult, and, alike on the road and in the castles of Mákú and Chihríq, evening and morning, nay, day and night, in extremest rapture and amazement, He would restrict Himself to repeating and meditating on the qualities and attributes of that absent-yet-present, regarded-and-regarding Person of His. (8) Thus He makes a mention of Him whereof this is the purport:

"Though the ocean of woe rageth on every side, and the bolts of fate follow in quick succession, and the darkness of griefs and afflictions invade soul and body, yet is My heart



8. A reference to Bahá'u'lláh, "Him Whom God shall make manifest," whose precursor the Báb considered Himself to be.
[+PAGE 14]

brightened by the remembrance of Thy countenance and My soul is as a rosegarden from the perfume of Thy nature."

In short, after He had remained for three months in the Castle of Chihríq, the eminent doctors of Tabríz and scholars of Ádhirbayján wrote to Tihrán and demanded a severe punishment in regard to the Báb for the intimidation and frightening of the people. When the Prime Minister Hájí Mírzá Aqásí beheld the ferment and clamor of the learned doctors in all districts of Persia, he perforce became their accomplice and ordered Him to be brought from Chihríq to Tabríz. In the course of His transit by Urúmíyyih the governor of the district Qásim Mírzá treated Him with extraordinary deference, and a strange flocking together of high and low was apparent. These conducted themselves with the utmost respectfulness.

When the Báb reached Tabríz they brought Him after some days before the government tribunal. Of the learned doctors the Nizámu'l-`Ulamá, Mullá Muhammad-i-Mamaqaní, Mírzá Ahmad the Imám-Jum'ih, Mírzá `Alí-Asghar the Shaykhu'l-Islám, and several other divines were present. They asked concerning the claims of the Báb. He advanced the claim of Mihdí-hood; whereon a mighty tumult arose. Eminent doctors in overwhelming might compassed Him on all sides, and such was the onset of orthodoxy that it had been no great wonder if a mere youth had not withstood the mountain of Elburz. They demanded proof. Without hesitation He recited texts, saying, "This is the permanent and most mighty proof." They criticized His grammar. He adduced arguments from the Qur'án, setting forth therefrom instances of similar infractions of the rules of grammar. So the assembly broke up and the Báb returned to His own dwelling.

The heaven-cradled Crown-Prince was at that time governor of Ádhirbayján. He pronounced no sentence with regard to the Báb, nor did he desire to interfere with Him. The doctors, however, considered it advisable at least to inflict a severe chastisement, and beating was decided on. But none of


[+PAGE 15]

the corps of farráshes would agree to become the instruments of the infliction of this punishment. So Mírzá `Alí-Asghar the Shaykhu'l-Islám, who was one of the noble Siyyids, brought Him to his own house and applied the rods with his own hand. After this they sent the Báb back to Chihríq and subjected Him to a strict confinement.

Now when the news of this beating, chastisement, imprisonment, and rigor reached all parts of Persia, learned divines and esteemed lawyers who were possessed of power and influence girt up the loins of endeavor for the eradication and suppression of this sect, exerting their utmost efforts therefore. And they wrote notice of their decision, to wit "that this person and his followers are in absolute error and are hurtful to Church and State." And since the governors in Persia enjoyed the fullest authority, in some provinces they followed this decision and united in uprooting and dispersing the Bábís. But the late King Muhammad Sháh acted with deliberation in this matter, reflecting, "This Youth is of the Pure Lineage and of the family of him addressed with `were it not for thee.' So long as no offensive actions which are incompatible with the public peace and well-being proceed from him, the government should not interfere with him." And whenever the learned doctors appealed to him from the surrounding districts, he either gave no answer, or else commanded them to act with deliberation.

Notwithstanding this, between eminent doctors and illustrious scholars and those learned persons who were followers of the Báb opposition, discussion, and strife did so increase that in some provinces they desired [to resort to] mutual imprecation; and for the governors of the provinces, too, a means of acquiring gain was produced, so that great tumult and disturbance arose. And since the malady of the gout had violently attacked the king's foot and occupied his world-ordering thought, the good judgment of the Chief Minister, the famous Hájí Mírzá Aqásí, became the pivot of the conduct


[+PAGE 16]

of affairs, and his incapacity and lack of resource became apparent as the sun. For every hour he formed a new opinion and gave a new order: at one moment he would seek to support the decision of the doctors, accounting the eradication and suppression of the Bábís as necessary: at another time he would charge the doctors with aggressiveness, regarding undue interference as contrary to justice: at another time he would become a mystic and say, "All these voices are from the King," (9) or repeat with his tongue, "Moses is at war with Moses," (10) or recite, "This is nought but Thy trial." (11) In short this changeable minister, by reason of his mismanagement of important matters and failure to control and order the affairs of the community, so acted that disturbance and clamor arose from all quarters and directions: the most notable and influential of the doctors ordered the common folk to molest the followers of the Báb, and a general onslaught took place. More especially when the claim of Mihdí-hood reached the hearing of eminent divines and profound doctors they began to make lamentation and to cry and complain from their pulpits, saying, "One of the essentials of religion and of the authentic traditions transmitted from the holy Imáms, nay, the chief basis of the foundations of the church of His Highness Ja'far, is the Occultation of the immaculate twelfth Imám (upon both of them be peace). What has happened to Jabúlqá? Where has Jabúlsá gone? What was the Minor Occultation? What has become of the Major Occultation? What are the sayings of Husayn ibn Rúh, and what the tradition of Ibn Mihríyár? What shall we make of the flight of the Guardians and the Helpers? How shall we deal with the conquest of the East and the West? Where is the Ass of Antichrist? When will the appearance of the Súfyán be? Where are the signs which are in



9. The Mathnaví.
10. The Mathnaví.
11. Qur'án 7:154
[+PAGE 17]

the traditions of the Holy Family? Where is that whereon the Victorious Church is agreed? The matter is not outside one of two alternatives: either we must repudiate the traditions of the Holy Imáms, grow wearied of the Church of Ja'far, and account the clear indications of the Imám as disturbed dreams; or, in accordance with the primary and subsidiary doctrines of the Faith and the essential and explicit declarations of the most luminous Law, we must consider the repudiation, nay, the destruction of this person as our chief duty. If so be that we shut our eyes to these authentic traditions and obvious doctrines universally admitted, no remnant will endure of the fundamental basis of the Church of the immaculate Imám: we shall neither be Sunnites, nor shall we be of the prevalent sect to continue awaiting the promised Saint and believing in the begotten Mihdí. (12) Otherwise we must regard as admissible the opening of the Gate of Saintship, and consider that He Who is to arise of the family of Muhammad possesses two signs: the first condition, Holy Lineage; the second, [that He is divinely] fortified with brilliant verses. What can we do with these thousand-year-old beliefs of the delivered band of Shí'ites, or what shall we say concerning their profound doctors and preeminent divines? Were all these in error? Did they journey in the vale of transgression? What an evidently false assertion is this! By God, this is a thing to break the back! O people, extinguish this fire and forget these words! Alas! woe to our Faith, woe to our Law!"

Thus did they make complaint in mosques and chapels, in pulpits and congregations.

But the Bábí chiefs composed treatises against them, and set in order replies according to their own thought. Were these to be discussed in detail it would conduce to prolixity, and our object is the statement of history, not of arguments for believing or rejecting; but of some of the replies the gist is this: that



12. The Shí'ites.
[+PAGE 18]

they held the Proof as supreme, and the evidence as outweighing traditions, considering the former as the root and the latter as the branch, and saying, "If the branch agree not with the root it serves not as an argument and is unworthy of reliance; for the reported consequence has no right to oppose itself to the established principle, and cannot argue against it." Indeed in such cases they regarded interpretation as the truth of revelation and the essence of true exegesis: thus, for instance, they interpreted the sovereignty of the Qá'im as a mystical sovereignty, and His conquests as conquests of the cities of hearts, adducing in support of this the meekness and defeat of the Chief of Martyrs (may the life of all being be a sacrifice for him). For he was the true manifestation of the blessed verse "And verily our host shall overcome for them," (13) yet, notwithstanding this, he quaffed the cup of martyrdom with perfect meekness, and, at the very moment of uttermost defeat, triumphed over his enemies and became the most mighty of the troops of the Supreme Host. Similarly they regarded the numerous writings which, in spite of His lack of education, the Báb had composed, as due to the promptings of the Holy Spirit; extracted from books contrary sayings handed down by men of mark; adduced traditions apparently agreeing with their objects; and clung to the announcements of certain notables of yore. They also considered the conversion of austere and recluse doctors and eminent votaries of the Perspicuous Religion [of Islám] as a valid proof, deemed the steadfastness and constancy of the Báb a most mighty sign, and related miracles and the like; which things, being altogether foreign to our purpose, we have passed by with brevity, and will now proceed with our original topic.

At the time of these events certain persons appeared amongst the Bábís who had a strange ascendancy and appearance in the eyes of this sect. Amongst these was Mírzá



13. Qur'án 37:173.
[+PAGE 19]

Muhammad-`Alí of Mazindarán, who was the disciple of the illustrious Siyyid (may God exalt his station) Hájí Siyyid Kázim of Rasht, and who was the associate and companion of the Báb in His pilgrimage journey. After a while certain manners and states issued from him such that all, acting with absolute confidence, considered obedience to him as an impregnable stronghold, so that even Mullá Husayn of Bushrúyih, who was the leader of all and the arbiter appealed to alike by the noble and the humble of this sect, used to behave in his presence with great humility and with the self-abasement of a lowly servant.

This personage set himself to exalt the word of the Báb with the utmost steadfastness, and the Báb did full justice to speech in praising and glorifying him, accounting his uprising as an assistance from the Unseen. In delivery and style he was "evident magic," and in firmness and constancy superior to all. At length in the year [A.H.] 1265 at the sentence of the chief of lawyers the Sa'ídu'l-`Ulamá the chief divine of Barfurúsh, he yielded his head and surrendered his life amidst extremest clamor and outcry.

And amongst them was she who was entitled Qurratu'l-`Ayn the daughter of Hájí Salíh, the sage of Qazvín, the erudite doctor. She, according to what is related, was skilled in diverse arts, amazed the understandings and thoughts of the most eminent masters by her eloquent dissertations on the exegesis and tradition of the Perspicuous Book, and was a mighty sign in the doctrines of the glorious Shaykh of Ahsá. At the Supreme Shrines she borrowed light on matters divine from the lamp of Kázim, and freely sacrificed her life in the way of the Báb. She discussed and disputed with the doctors and sages, loosing her tongue to establish her doctrine. Such fame did she acquire that most people who were scholars or mystics sought to hear her speech and were eager to become acquainted with her powers of speculation and deduction. She had a brain full of tumultuous ideas, and thoughts vehement


[+PAGE 20]

and restless. In many places she triumphed over the contentious, expounding the most subtle questions. When she was imprisoned in the house of [Mahmúd] the Kalantar of Tihrán, and the festivities and rejoicings of a wedding were going on, the wives of the city magnates who were present as guests were so charmed with the beauty of her speech that, forgetting the festivities, they gathered round her, diverted by listening to her words from listening to the melodies, and rendered indifferent by witnessing her marvels to the contemplation of the pleasant and novel sights which are incidental to a wedding. In short in elocution she was the calamity of the age, and in ratiocination the trouble of the world. Of fear or timidity there was no trace in her heart, nor had the admonitions of the kindly-disposed any profit or fruit for her. Although she was of [such as are] damsels [meet] for the bridal bower, yet she wrested preeminence from stalwart men, and continued to strain the feet of steadfastness until she yielded up her life at the sentence of the mighty doctors in Tihrán. But were we to occupy ourselves with these details the matter would end in prolixity.

Well, Persia was in this critical state and the learned doctors perplexed and anxious, when the late Prince Muhammad Sháh died, and the throne of sovereignty was adorned with the person of the new monarch. Mírzá Taqí Khán Amír-Nizám, who was Prime Minister and Chief Regent, seized in the grasp of his despotic power the reins of the affairs of the commonwealth, and urged the steed of his ambition into the arena of willfulness and sole possession. This minister was a person devoid of experience and wanting in consideration for the consequences of actions; bloodthirsty and shameless; and swift and ready to shed blood. Severity in punishing he regarded as wise administration, and harshly entreating, distressing, intimidating, and frightening the people he considered as a fulcrum for the advancement of the monarchy. And as His Majesty the King was in the prime of youthful years the minister fell into strange fancies and sounded the drum of


[+PAGE 21]

absolutism in [the conduct of] affairs: on his own decisive resolution, without seeking permission from the Royal Presence or taking counsel with prudent statesmen, he issued orders to persecute the Bábís, imagining that by overweening force he could eradicate and suppress matters of this nature, and that harshness would bear good fruit; whereas [in fact] to interfere with matters of conscience is simply to give them greater currency and strength; the more you strive to extinguish the more will the flame be kindled, more especially in matters of faith and religion, which spread and acquire influence so soon as blood is shed, and strongly affect men's hearts. These things have been put to the proof, and the greatest proof is this very transaction. Thus they relate that the possessions of a certain Bábí in shán were plundered, and his household scattered and dispersed. They stripped him naked and scourged him, defiled his beard, mounted him face backwards on an ass, and paraded him through the streets and bazaars with the utmost cruelty, to the sound of drums, trumpets, guitars, and tambourines. A certain gabr who knew absolutely naught of the world or its denizens chanced to be seated apart in a corner of a caravansary. When the clamor of the people rose high he hastened into the street, and, becoming cognizant of the offence and the offender, and the cause of his public disgrace and punishment in full detail, he fell to making search, and that very day entered the society of the Bábís, saying, "This very ill-usage and public humiliation is a proof of truth and the very best of arguments. Had it not been thus it might have been that a thousand years would have passed ere one like me became informed."

At all events the minister with the utmost arbitrariness, without receiving any instructions or asking permission, sent forth commands in all directions to punish and chastise the Bábís. Governors and magistrates sought a pretext for amassing wealth, and officials a means of [acquiring] profits; celebrated doctors from the summits of their pulpits incited men to


[+PAGE 22]

make a general onslaught; the powers of the religious and the civil law linked hands and strove to eradicate and destroy this people.

Now this people had not yet acquired such knowledge as was right and needful of the fundamental principles and hidden doctrines of the Báb's's teachings, and did not recognize their duties. Their conceptions and ideas were after the former fashion, and their conduct and behavior in correspondence with ancient usage. The way of approach to the Báb was, moreover, closed, and the flame of trouble visibly blazing on every side. At the decree of the most celebrated of the doctors, the government, and indeed the common people, had, with irresistible power, inaugurated rapine and plunder on all sides, and were engaged in punishing and torturing, killing and despoiling, in order that they might quench this fire and wither these [poor] souls. In towns where these were but a limited number all of them with bound hands became food for the sword, while in cities where they were numerous they arose in self-defense agreeably to their former beliefs, since it was impossible for them to make inquiry as to their duty, and all doors were closed.

In Mazindarán amongst other places the people of the city of Barfurúsh at the command of the chief of the lawyers the Sa'ídu'l-`Ulamá made a general attack on Mullá Husayn of Bushrúyih and his followers, and slew six or seven persons. They were busy compassing the destruction of the rest also when Mullá Husayn ordered the adhán to be sounded and stretched forth his hand to the sword, whereupon all sought flight, and the nobles and lords coming before him with the utmost penitence and deference agreed that he should be permitted to depart. They further sent with them as a guard Khusraw of Qádí-Kalá with horsemen and footmen, so that, according to the terms of the agreement, they might go forth safe and protected from the territory of Mazindarán. When they, being ignorant of the fords and paths, had emerged from


[+PAGE 23]

the city, Khusraw dispersed his horsemen and footmen and set them in ambush in the forest of Mazindarán, scattered and separated the Bábís in that forest on the road and off the road, and began to hunt them down singly. When the reports of muskets arose on every side the hidden secret became manifest, and several wanderers and other persons were suddenly slain with bullets. Mullá Husayn ordered the adhán to be sounded to assemble his scattered followers, while Mírzá Lutf-`Alí the secretary drew his dagger and ripped open Khusraw's's vitals. Of Khusraw's's host some were slain and others wandered distractedly over the field of battle. Mullá Husayn quartered his host in a fort near the burial-place of Shaykh Tabarsí, and, being aware of the wishes of the community, relaxed and interrupted the march. This detachment was subsequently further reinforced by Mírzá Muhammad-`Alí of Mazindarán with a number of other persons, so that the garrison of the fort numbered three hundred and thirteen souls. Of these, however, all were not capable of fighting, only one hundred and ten persons being prepared for war. Most of them were doctors or students whose companions had been during their whole life books and treatises; yet, in spite of the fact that they were unaccustomed to war or to the blows of shot and sword, four times were camps and armies arrayed against them and they were attacked and hemmed in with cannons, muskets, and bomb-shells, and on all four occasions they inflicted defeat, while the army was completely routed and dispersed. On the occasion of the fourth defeat Abbás-Qulí Khán of Laríján was captain of the forces and Prince Mihdí-Qulí Mírzá commander in the camp. The Khán above mentioned used at nights to conceal and hide himself in disguise amongst the trees of the forest outside the camp, while during the day he was present in the encampment. The last battle took place at night and the army was routed. The Bábís fired the tents and huts, and night became bright as day. The foot of Mullá Husayn's's horse caught in a noose, for he was


[+PAGE 24]

riding, the others being on foot. Abbás-Qulí Khán recognized him from the top of a tree afar off, and with his own hand discharged several bullets. At the third shot he threw him from his feet. He was borne by his followers to the fort, and there they buried him. Notwithstanding this event [the troops] could not prevail by superior force. At length the Prince made a treaty and covenant, and swore by the Holy Imáms, confirming his oath by vows plighted on the glorious Qur'án, to this effect: "You shall not be molested; return to your own places." Since their provisions had for some time been exhausted, so that even of the skins and bones of horses naught remained, and they had subsisted for several days on pure water, they agreed. When they arrived at the army food was prepared for them in a place outside the camp. They were engaged in eating, having laid aside their weapons and armor, when the soldiers fell on them on all sides and slew them all. Some have accounted this valor displayed by these people as a thing miraculous, but when a band of men are besieged in some place where all avenues and roads are stopped and all hope of deliverance is cut off they will assuredly defend themselves desperately and display bravery and courage.

In Zanján and Nayríz likewise at the decree of erudite doctors and notable lawyers a bloodthirsty military force attacked and besieged. In Zanján the chief was Mullá Muhammad-`Alí the mujtahid, while in Nayríz Siyyid Yahyá of Daráb was the leader and arbiter. At first they sought to bring about a reconciliation, but, meeting with cruel ferocity, they reached the pitch of desperation; and, the overpowering force of the victorious troops having cut off every passage of flight, they unclosed their hands in resistance. But although they were very strong in battle and amazed the chiefs of the army by their steadfastness and endurance, the overwhelming military force closed the passage of flight and broke their wings and feathers. After numerous battles they too at last yielded to covenants and compacts, oaths and promises, vows registered


[+PAGE 25]

on the Qur'án, and the wonderful stratagems of the officers, and were all put to the edge of the sword.

Were we to occupy ourselves in detail with the wars of Nayríz and Zanján, or to set forth these events from beginning to end, this epitome would become a bulky volume. So, since this would be of no advantage to history, we have passed them over briefly.

During the course of the events which took place at Zanján the Prime Minister devised a final and trenchant remedy. Without the royal command, without consulting with the ministers of the subject-protecting court, he, acting with arbitrary disposition, fixed determination, and entirely on his own authority, issued commands to put the Báb to death. This befell in brief as follows. The governor of Ádhirbayján, Prince Hamzih Mírzá, was unwilling that the execution of this sentence should be at his hands, and said to the brother of the Amír, Mírzá Hasan Khán, "This is a vile business and an easy one; anyone is capable and competent. I had imagined that His Excellency the Regent would commission me to make war on the Afghans or Uzbegs or appoint me to attack and invade the territory of Russia or Turkey." So Mírzá Hasan Khán wrote his excuse in detail to the Amír.

Now the Siyyid Báb had disposed all His affairs before setting out from Chihríq towards Tabríz, had placed His writings and even His ring and pen-case in a specially prepared box, put the key of the box in an envelope, and sent it by means of Mullá Báqir, who was one of His first associates, to Mullá `Abdu'l-Karím of Qazvín. This trust Mullá Báqir delivered over to Mullá `Abdu'l-Karím at Qum in presence of a numerous company. At the solicitations of those present he opened the lid of the box and said, "I am commanded to convey this trust to Bahá'u'lláh: more than this ask not of me, for I cannot tell you." Importuned by the company, he produced a long epistle in blue, penned in the most graceful manner with the utmost delicacy and firmness in a beautiful


[+PAGE 26]

minute shikastih hand, written in the shape of a man so closely that it would have been imagined that it was a single wash of ink on the paper. When they had read this epistle [they perceived that] He had produced three hundred and sixty derivatives from the word Bahá. Then Mullá `Abdu'l-Karím conveyed the trust to its destination.

Well, we must return to our original narrative. The Prime Minister issued a second order to his brother Mírzá Hasan Khán, the gist of which order was this: "Obtain a formal and explicit sentence from the learned doctors of Tabríz who are the firm support of the Church of Ja'far (upon him be peace) and the impregnable stronghold of the Shí'ite faith; summon the Christian regiment of Urúmíyyih; suspend the Báb before all the people; and give orders for the regiment to fire a volley."

Mírzá Hasan Khán summoned his chief of the farráshes, and gave him his instructions. They removed the Báb's's turban and sash which were the signs of His Siyyid-hood, brought Him with four of His followers to the barrack square of Tabríz, confined Him in a cell, and appointed forty of the Christian soldiers of Tabríz to guard Him.

Next day the chief of the farráshes delivered over the Báb and a young man named Áqá Muhammad-`Alí who was of a noble family of Tabríz to Sám Khán, colonel of the Christian regiment of Urúmíyyih, at the sentences of the learned divine Mullá Muhammad of Mamaqán, of the second ecclesiastical authority Mullá Mírzá Báqir, and of the third ecclesiastical authority Mullá Murtadá-Qulí and others. An iron nail was hammered into the middle of the staircase of the very cell wherein they were imprisoned, and two ropes were hung down. By one rope the Báb was suspended and by the other rope Áqá Muhammad-`Alí, both being firmly bound in such wise that the head of that young man was on the Báb's's breast. The surrounding housetops billowed with teeming crowds. A regiment of soldiers ranged itself in three files. The first file fired; then the second file, and then the third file discharged


[+PAGE 27]

volleys. From the fire of these volleys a mighty smoke was produced. When the smoke cleared away they saw that young man standing and the Báb seated by the side of His amanuensis Áqá Siyyid Husayn in the very cell from the staircase of which they had suspended them. To neither one of them had the slightest injury resulted.

Sám Khán the Christian asked to be excused; the turn of service came to another regiment, and the chief of the farráshes withheld his hand. Áqá Ján Big of Khamsíh, colonel of the bodyguard, advanced; and they again bound the Báb together with that young man to the same nail. The Báb uttered certain words which those few who knew Persian understood, while the rest heard but the sound of His voice.

The colonel of the regiment appeared in person: and it was before noon on the twenty-eighth day of Sha'bán in the year [A.H.] one thousand two hundred and sixty-six.(14) Suddenly he gave orders to fire. At this volley the bullets produced such an effect that the breasts [of the victims] were riddled, and their limbs were completely dissected, except their faces, which were but little marred.

Then they removed those two bodies from the square to the edge of the moat outside the city, and that night they remained by the edge of the moat. Next day the Russian consul came with an artist and took a picture of those two bodies in the posture wherein they had fallen at the edge of the moat.

On the second night at midnight the Bábís carried away the two bodies.

On the third day the people did not find the bodies, and some supposed that the wild beasts had devoured them, so that the doctors proclaimed from the summits of their pulpits saying, "The holy body of the immaculate Imám and that of the true Shí'ite are preserved from the encroachments of beasts of prey and creeping things and wounds, but the body of this



14. 9 July 1850.
[+PAGE 28]

person have the wild beasts torn in pieces." But after the fullest investigation and inquiry it hath been proved that when the Báb had dispersed all His writings and personal properties and it had become clear and evident from various signs that these events would shortly take place, therefore, on the second day of these events, Sulaymán Khán the son of Yahyá Khán, one of the nobles of Ádhirbayján devoted to the Báb, arrived, and proceeded straightway to the house of the mayor of Tabríz. And since the mayor was an old friend, associate, and confidant of his; since, moreover, he was of the mystic temperament and did not entertain aversion or dislike for any sect, Sulaymán Khán divulged this secret to him saying, "Tonight I, with several others, will endeavor by every means and artifice to rescue the body. Even though it be not possible, come what may we will make an attack, and either attain our object or pour out our lives freely in this way." "Such troubles," answered the mayor, "are in no wise necessary." He then sent one of his private servants named Hájí Alláh-Yár, who, by whatever means and proceedings it was, obtained the body without trouble or difficulty and handed it over to Hájí Sulaymán Khán. And when it was morning the sentinels, to excuse themselves, said that the wild beasts had devoured it. That night they sheltered the body in the workshop of a Bábí of Milán: next day they manufactured a box, placed it in the box, and left it as a trust. Afterwards, in accordance with instructions which arrived from Tihrán, they sent it away from Ádhirbayján. And this transaction remained absolutely secret.

Now in these years [A.H. one thousand two hundred and] sixty-six and sixty-seven throughout all Persia fire fell on the households of the Bábís, and each one of them, in whatever hamlet he might be, was, on the slightest suspicion arising, put to the sword. More than four thousand souls were slain, and a great multitude of women and children, left without protector or helper, distracted and confounded, were trodden down and destroyed. And all these occurrences were brought


[+PAGE 29]

about solely by the arbitrary decision and command of Mírzá Taqí Khán, who imagined that by the enactment of a crushing punishment this sect would be dispersed and disappear in such wise that all sign and knowledge of them would be cut off. Ere long had passed the contrary of his imagination appeared, and it became certain that [the Bábís] were increasing. The flame rose higher and the contagion became swifter: the affair waxed grave and the report thereof reached other climes. At first it was confined to Persia: later it spread to the rest of the world. Quaking and affliction resulted in constancy and stability, and grievous pains and punishment caused acceptance and attraction. The very events produced an impression; impression led to investigation; and investigation resulted in increase. Through the ill-considered policy of the Minister this edifice became fortified and strengthened, and these foundations firm and solid. Previously the matter used to be regarded as commonplace: subsequently it acquired a grave importance in men's eyes. Many persons from all parts of the world set out for Persia, and began to seek with their whole hearts. For it hath been proved by experience in the world that in the case of such matters of conscience laceration causeth healing; censure produceth increased diligence; prohibition induceth eagerness; and intimidation createth avidity. The root is hidden in the very heart, while the branch is apparent and evident. When one branch is cut off other branches grow. Thus it is observed that when such matters occur in other countries they become extinct spontaneously through lack of attention and exiguity of interest. For up to the present moment of movements pertaining to religion many have appeared in the countries of Europe, but, noninterference and absence of bigotry having deprived them of importance, in a little while they became effaced and dispelled.

After this event there was wrought by a certain Bábí a great error and a grave presumption and crime, which has blackened the page of the history of this sect and given it an ill name


[+PAGE 30]

throughout the civilized world. Of this event the marrow is this, that during the time when the Báb was residing in Ádhirbayján a youth, Sádiq by name, became affected with the utmost devotion to the Báb, night and day was busy in serving Him, and became bereft of thought and reason. Now when that which befell the Báb in Tabríz took place, this servant, actuated by his own fond fancies, fell into thoughts of seeking blood-revenge. And since he knew naught of the details of the events, the absolute autocracy of the Amír-Nizám, his unbridled power, and sole authority; nor [was aware] that this sentence had been promulgated absolutely without the cognizance of the Royal Court, and that the Prime Minister had presumptuously issued the order on his own sole responsibility; since, on the contrary, he supposed that agreeably to ordinary custom and usage the attendants of the court had had a share in, and a knowledge of this sentence, therefore, [impelled by] folly, frenzy, and his evil star, nay, by sheer madness, he rose up from Tabríz and came straight to Tihrán, one other person being his accomplice. Then, since the Royal Train had its abode in Shimírán, he thither directed his steps. God is our refuge! By him was wrought a deed so presumptuous that the tongue is unable to declare and the pen loath to describe it. Yet to God be praise and thankfulness that this madman had charged his pistol with shot, imagining this to be preferable and superior to all projectiles.

Then all at once commotion arose, and this sect became of such ill repute that still, strive and struggle as they may to escape from the curse and disgrace and dishonor of this deed, they are unable to do so. They will recount from the first manifestation of the Báb until the present time; but when the thread of the discourse reaches this event they are abashed and hang their heads in shame, repudiating the presumptuous actor and accounting him the destroyer of the edifice and the cause of shame to mankind.

Now after the occurrence of this grave matter all of this sect


[+PAGE 31]

were suspected. At first there was neither investigation nor inquiry, but afterwards in mere justice it was decided that there should be investigation, inquiry, and examination. All who were known to be of this sect fell under suspicion. Bahá'u'lláh was passing the summer in the village of Áfchih situated one stage from Tihrán. When this news was spread abroad and punishment began, everyone who was able hid himself in some retreat or fled the country. Amongst these Mírzá Yahyá, the brother of Bahá'u'lláh, concealed himself, and, a bewildered fugitive, in the guise of a dervish, with kashkúl in hand, wandered in mountains and plains on the road to Rasht. But Bahá'u'lláh rode forth with perfect composure and calmness from Áfchih, and came to Níyávarán, which was the abode of the Royal Train and the station of the imperial camp. Immediately on His arrival He was placed under arrest, and a whole regiment guarded Him closely. After several days of interrogation they sent Him in chains and fetters from Shimírán to the jail of Tihrán. And this harshness and punishment was due to the immoderate importunity of Hájí `Alí Khán, the Hajíbu'd-Dawlih, nor did there seem any hope of deliverance, until His Majesty the King, moved by his own kindly spirit, commanded circumspection, and ordered this occurrence to be investigated and examined particularly and generally by means of the ministers of the imperial court.

Now when Bahá'u'lláh was interrogated on this matter He answered in reply, "The event itself indicates the truth of the affair and testifies that this is the action of a thoughtless, unreasoning, and ignorant man. For no reasonable person would charge his pistol with shot when embarking on so grave an enterprise. At least he would so arrange and plan it that the deed should be orderly and systematic. From the very nature of the event it is clear and evident as the sun that it is not the act of such as Myself."

So it was established and proven that the assassin had on his own responsibility engaged in this grievous action and monstrous


[+PAGE 32]

deed with the idea and design of taking blood revenge for his Master, and that it concerned no one else. And when the truth of the matter became evident the innocence of Bahá'u'lláh from this suspicion was established in such wise that no doubt remained for anyone; the decision of the court declared His purity and freedom from this charge; and it became apparent and clear that what had been done with regard to Him was due to the efforts of His foes and the hasty folly of the Hajíbu'd-Dawlih. Therefore did the government of eternal duration desire to restore certain properties and estates which had been confiscated, that thereby it might pacify Him. But since the chief part of these was lost and only an inconsiderable portion was forthcoming, none came forward to claim them. Indeed Bahá'u'lláh requested permission to withdraw to the Supreme Shrines (15) [of Kárbilá and Najaf] and, after some months, by the royal permission and with the leave of the Prime Minister, set out accompanied by one of the King's messengers for the Shrines.

Let us return, however, to our original subject. Of the Báb's's writings many remained in men's hands. Some of these were commentaries on, and interpretations of the verses of the Qur'án; some were prayers, homilies, and hints of [the true significance of certain] passages; others were exhortations, admonitions, dissertations on the different branches of the doctrine of the Divine Unity, demonstrations of the special prophetic mission of the Lord of existing things [Muhammad], and (as it hath been understood) encouragements to amendment of character, severance from worldly states, and dependence on the inspirations of God. But the



15. Atabát Alíyat, literally Supreme Shrines, a term by which the Shí'ih Muslims referred to the cities of Kazímayn, Najaf, and Kárbilá and generally applied to the region of eastern `Iráq, of which Baghdád was the center. When Bahá'u'lláh was released from prison and banished from Persia, He chose Baghdád for the place of His exile.
[+PAGE 33]

essence and purport of His compositions were the praises and descriptions of that Reality soon to appear which was His only object and aim, His darling, and His desire. (16) For He regarded His own appearance as that of a harbinger of good tidings, and considered His own real nature merely as a means for the manifestation of the greater perfections of that One. And indeed He ceased not from celebrating Him by night or day for a single instant, but used to signify to all His followers that they should expect His arising: in such wise that He declares in His writings, "I am a letter out of that most mighty book and a dewdrop from that limitless ocean, and, when He shall appear, My true nature, My mysteries, riddles, and intimations will become evident, and the embryo of this religion shall develop through the grades of its being and ascent, attain to the station of `the most comely of forms,' (17) and become adorned with the robe of `blessed be God, the Best of Creators.' (18) And this event will disclose itself in the year [A.H. one thousand two hundred and] sixty-nine, (19) which corresponds to the number of the year of `after a while,' and `thou shalt see the mountains which thou thinkest so solid passing away like the passing of the clouds' (20) shall be fulfilled." In short He so described Him that, in His own expression, He regarded approach to the divine bounty and attainment of the highest degrees of perfection in the worlds of humanity as dependent on love for Him, and so inflamed was He with His flame that commemoration of Him was the bright candle of His dark nights in the fortress



16. That is, Bahá'u'lláh.
17. Qur'án 95:4.
18. Qur'án 23:14.
19. 1852. Hin, according to the Abjad notation, equals 68. Cf. The Dawn-Breakers: Nabíl's's Narrative of the Early Days of the Bahá'í Revelation, trans. and ed. Shoghi Effendi (Wilmette, Ill.: Bahá'í Publishing Trust, 1932), p. 18, note 1: In 1268 Bahá'u'lláh, chained in the Black Pit of Tihrán, received the first intimations of His Divine Mission, and that same year hinted of this in His odes.
20. Qur'án 27:90.
[+PAGE 34]

of Mákú, and remembrance of Him was the best of companions in the straits of the prison of Chihríq. Thereby He obtained spiritual enlargements; with His wine was He inebriated; and at remembrance of Him did He rejoice. All of His followers too were in expectation of the appearance of these signs, and each one of His intimates was seeking after the fulfillment of these forecasts.

Now from the beginning of the manifestation of the Báb there was in Tihrán (which the Báb called the Holy Land) a Youth of the family of one of the ministers and of noble lineage, gifted in every way, and adorned with purity and nobility. Although He combined lofty lineage with high connection, and although His ancestors were men of note in Persia and universally sought after, yet He was not of a race of doctors or a family of scholars. Now this Youth was from His earliest adolescence celebrated amongst those of the ministerial class, both relatives and strangers, for single-mindedness, and was from childhood pointed out as remarkable for sagacity, and held in regard in the eyes of the wise. He did not, however, after the fashion of His ancestors, desire elevation to lofty ranks nor seek advancement to splendid but transient positions. His extreme aptitude was nevertheless admitted by all, and His excessive acuteness and intelligence were universally avowed. In the eyes of the common folk He enjoyed a wonderful esteem, and in all gatherings and assemblies He had a marvelous speech and delivery. Notwithstanding lack of instruction and education such was the keenness of His penetration and the readiness of His apprehension that when during His youthful prime He appeared in assemblies where questions of divinity and points of metaphysic were being discussed, and, in presence of a great concourse of doctors and scholars loosed His tongue, all those present were amazed, accounting this as a sort of prodigy beyond the discernment natural to the human race. From His early years He was the


[+PAGE 35]

hope of His kindred and the unique one of His family and race, nay, their refuge and shelter.

However, in spite of these conditions and circumstances, as He wore a kuláh on His head and locks flowing over His shoulder, no one imagined that He would become the source of such matters, or that the waves of His flood would reach the zenith of this firmament.

When the question of the Báb was noised abroad signs of partiality appeared in Him. At the first He apprised His relatives and connections, and the children and dependents of His own circle; subsequently He occupied His energies by day and night in inviting friends and strangers [to embrace the new faith]. He arose with mighty resolution, engaged with the utmost constancy in systematizing the principles and consolidating the ethical canons of that society in every way, and strove by all means to protect and guard these people.

When He had [thus] established the foundations in Tihrán He hastened to Mazindarán, where He displayed in assemblies, meetings, conferences, inns, mosques, and colleges a mighty power of utterance and exposition. Whoever beheld His open brow or heard His vivid eulogies perceived Him with the eye of actual vision to be a patent demonstration, a latent magnetic force, and a pervading influence. A great number both of rich and poor and of erudite doctors were attracted by His preaching and washed their hands of heart and life, being so enkindled that they laid down their lives under the sword dancing [with joy].

Thus, amongst many instances, one day four learned and accomplished scholars of the divines of Núr were present in His company, and in such wise did He expound that all four were involuntarily constrained to entreat Him to accept them for His service. For by dint of His eloquence, which was like "evident sorcery," He satisfied these eminent doctors that they were in reality children engaged in the rudiments of study and


[+PAGE 36]

the merest tyros, and that therefore they must read the alphabet from the beginning. Several protracted conferences were passed in expounding and elucidating the Point and the Alif of the Absolute, wherein the doctors present were astounded, and filled with amazement and astonishment at the seething and roaring of the ocean of His utterance. The report of this occurrence reached the hearing of far and near, and deep despondency fell on the adversaries. The regions of Núr were filled with excitement and commotion at these events, and the noise of this mischief and trouble smote the ears of the citizens of Barfurúsh. The chief divine of Núr, Mullá Muhammad, was in Qishlaq. When he heard of these occurrences he sent two of the most distinguished and profound of the doctors, who were possessed of wondrous eloquence, effective oratorical talent, conclusiveness of argument, and brilliant powers of demonstration, to quench this fire, and to subdue and overcome this Young Man by force of argument, either reducing Him to penitence, or causing Him to despair of the successful issue of His projects. Glory be to God for His wondrous decrees! When those two doctors entered the presence of that Young Man, saw the waves of His utterance, and heard the force of His arguments, they unfolded like the rose and were stirred like the multitude, and, abandoning altar and chair, pulpit and preferment, wealth and luxury, and evening and morning congregations, they applied themselves to the furtherance of the objects of this Person, even inviting the chief divine to tender his allegiance. So when this Young Man with a faculty of speech like a rushing torrent set out for Ámul and Sarí He met with that experienced doctor and that illustrious divine in Qishlaq of Núr. And the people assembled from all quarters awaiting the result. His accomplished reverence the divine, although he was of universally acknowledged excellence, and in science the most learned of his contemporaries, nevertheless decided to have recourse to augury as to [whether he should engage in] discussion and disputation.


[+PAGE 37]

This did not prove favorable and he therefore excused himself, deferring [the discussion] until some other time. His incompetency and shortcoming thereby became known and suspected, and this caused the adherence, confirmation, and edification of many.

In brief outline the narrative is this. For some while He wandered about in those districts. After the death of the late prince Muhammad Sháh He returned to Tihrán, having in His mind [the intention of] corresponding and entering into relations with the Báb. The medium of this correspondence was the celebrated Mullá `Abdu'l-Karím of Qazvín, who was the Báb's's mainstay and trusted intimate. Now since a great celebrity had been attained for Bahá'u'lláh in Tihrán, and the hearts of men were disposed towards Him, He, together with Mullá `Abdu'l-Karím, considered it as expedient that, in face of the agitation amongst the doctors, the aggressiveness of the greater part of [the people of] Persia, and the irresistible power of the Amír-Nizám, whereby both the Báb and Bahá'u'lláh were in great danger and liable to incur severe punishment, some measure should be adopted to direct the thoughts of men towards some absent person, by which means Bahá'u'lláh would remain protected from the interference of all men. And since further, having regard to sundry considerations, they did not consider an outsider as suitable, they cast the lot of this augury to the name of Bahá'u'lláh's's brother Mírzá Yahyá.

By the assistance and instruction of Bahá'u'lláh, therefore, they made him notorious and famous on the tongues of friends and foes, and wrote letters, ostensibly at his dictation, to the Báb. And since secret correspondences were in process the Báb highly approved of this scheme. So Mírzá Yahyá was concealed and hidden while mention of him was on the tongues and in the mouths of men. And this mighty plan was of wondrous efficacy, for Bahá'u'lláh, though He was known and seen, remained safe and secure, and this veil was the cause that no one outside [the sect] fathomed the matter or fell into


[+PAGE 38]

the idea of molestation, until Bahá'u'lláh quitted Tihrán at the permission of the King and was permitted to withdraw to the Supreme Shrines.

When He reached Baghdád and the crescent moon of the month of Muharram of the year [A.H. one thousand two hundred and] sixty-nine (which was termed in the books of the Báb "the year of `after a while'" and wherein He had promised the disclosure of the true nature of His religion and its mysteries) shone forth from the horizon of the world, this covert secret, as is related, became apparent amongst all within and without [the society]. Bahá'u'lláh with mighty steadfastness became a target for the arrows of all amongst mankind, while Mírzá Yahyá in disguise passed his time, now in the environs and vicinity of Baghdád engaged for better concealment in various trades, now in Baghdád itself in the garb of the Arabs.

Now Bahá'u'lláh so acted that the hearts of this sect were drawn towards Him, while most of the inhabitants of `Iráq were reduced to silence and speechlessness, some being amazed and others angered. After remaining there for one year He withdrew His hand from all things, abandoned relatives and connections, and, without the knowledge of His followers, quitted `Iráq alone and solitary, without companion, supporter, associate, or comrade. For nigh upon two years He dwelt in Turkish Kurdistán, generally in a place named Sar-Galú, situated in the mountains, and far removed from human habitations. Sometimes on rare occasions He used to frequent Sulaymáníyyih. Ere long had elapsed the most eminent doctors of those regions got some inkling of His circumstances and conditions, and conversed with Him on the solution of certain difficult questions connected with the most abstruse points of theology. Having witnessed on His part ample signs and satisfactory explanations they observed towards Him the utmost respectfulness and deference. In consequence of this He acquired a great fame and wonderful reputation in those regions, and fragmentary accounts of Him were


[+PAGE 39]

circulated in all quarters and directions, to wit that a stranger, a Persian, had appeared in the district of Sulaymáníyyih (which hath been, from of old, the place whence the most expert doctors of the Sunnites have arisen), and that the people of that country had loosed their tongues in praise of Him. From the rumor thus heard it was known that that Person was none other than Bahá'u'lláh. Several persons, therefore, hastened thither, and began to entreat and implore, and the urgent entreaty of all brought about His return.

Now although this sect had not been affected with quaking or consternation at these grievous events, such as the slaughter of their Chief and the rest, but did rather increase and multiply; still, since the Báb was but beginning to lay the foundations when He was slain, therefore was this community ignorant concerning its proper conduct, action, behavior, and duty, their sole guiding principle being love for the Báb. This ignorance was the reason that in some parts disturbances occurred; for, experiencing violent molestation, they unclosed their hands in self-defense. But after His return Bahá'u'lláh made such strenuous efforts in educating, teaching, training, regulating, and reconstructing this community that in a short while all these troubles and mischiefs were quenched, and the utmost tranquility and repose reigned in men's hearts; so that, according to what hath been heard, it became clear and obvious even to statesmen that the fundamental intentions and ideas of this sect were things spiritual, and such as are connected with pure hearts; that their true and essential principles were to reform the morals and beautify the conduct of the human race, and that with things material they had absolutely no concern.

When these principles, then, were established in the hearts of this sect they so acted in all lands that they became celebrated amongst statesmen for gentleness of spirit, steadfastness of heart, right intent, good deeds, and excellence of conduct. For this people are most well-disposed towards obedience and


[+PAGE 40]

submissiveness, and, on receiving such instruction, they conformed their conduct and behavior thereto. Formerly exception was taken to the words, deeds, demeanor, morals, and conduct of this sect: now objection is made in Persia to their tenets and spiritual state. Now this is beyond the power of man, that he should be able by interference or objection to change the heart and conscience, or meddle with the convictions of anyone. For in the realm of conscience naught but the ray of God's light can command, and on the throne of the heart none but the pervading power of the King of Kings should rule. Thus it is that one can arrest and suspend [the action of] every faculty except thought and reflection; for a man cannot even by his own volition withhold himself from reflection or thought, nor keep back his musings and imaginings.

At all events the undeniable truth is this, that for nigh upon thirty-five years no action opposed to the government or prejudicial to the nation has emanated from this sect or been witnessed [on their part], and that during this long period, notwithstanding the fact that their numbers and strength are double what they were formerly, no sound has arisen from any place, except that every now and then learned doctors and eminent scholars (really for the extension of this report through the world and the awakening of men) sentence some few to death. For such interference is not destruction but edification when thou regardest the truth, which will not thereby become quenched and forgotten, but rather stimulated and advertised.

I will at least relate one short anecdote of what actually took place. A certain person violently molested and grievously injured a certain Bábí. The victim unclosed his hand in retaliation and arose to take vengeance, unsheathing his weapon against the aggressor. Becoming the object of censure and reprimand of this sect, however, he took refuge in flight.


[+PAGE 41]

When he reached Hamadán his character became known, and, as he was of the clerical class, the doctors vehemently pursued him, handed him over to the government, and ordered chastisement to be inflicted. By chance there fell out from the fold of his collar a document written by Bahá'u'lláh, the subject of which was reproof of attempts at retaliation, censure and reprobation of the search after vengeance, and prohibition from following after lusts. Amongst other matters they found these expressions contained in it: "Verily God is quit of the seditious," and likewise: "If ye be slain it is better for you than that ye should slay. And when ye are tormented have recourse to the controllers of affairs and the refuge of the people; and if ye be neglected then entrust your affairs to the Jealous Lord. This is the mark of the sincere, and the characteristic of the assured." When the governor became cognizant of this writing he addressed that person saying, "By the decree of that Chief whom you yourself obey correction is necessary and punishment and chastisement obligatory." "If," replied that person, "you will carry out all His precepts I shall have the utmost pleasure in [submitting to] punishment and death." The governor smiled and let the man go.

So Bahá'u'lláh made the utmost efforts to educate [His people] and incite [them] to morality, the acquisition of the sciences and arts of all countries, kindly dealing with all the nations of the earth, desire for the welfare of all peoples, sociability, concord, obedience, submissiveness, instruction of [their] children, production of what is needful for the human race, and inauguration of true happiness for mankind; and He continually kept sending tracts of admonition to all parts, whereby a wonderful effect was produced. Some of these epistles have, after extreme search and inquiry, been examined, and some portions of them shall now be set down in writing.

All these epistles consisted of [exhortations to] purity of


[+PAGE 42]

morals, encouragement to good conduct, reprobation of certain individuals, and complaints of the seditious. Amongst others this sentence was recorded:

"My captivity is not My abasement: by My life, it is indeed a glory unto Me! But the abasement is the action of My friends who connect themselves with Us and follow the devil in their actions. Amongst them is he who taketh lust and turneth aside from what is commanded; and amongst them is he who followeth the truth in right guidance. As for those who commit sin and cling to the world they are assuredly not of the people of Bahá."

So again:

"Well it is with him who is adorned with the decoration of manners and morals: verily he is of those who help their Lord with clear perspicuous action."

"He is God, exalted is His state, wisdom and utterance. The True One (glorious is His glory) for the showing forth of the gems of ideals from the mine of man, hath, in every age, sent a Trusted One. The primary foundation of the faith of God and the religion of God is this, that they should not make diverse sects and various paths the cause and reason of hatred. These principles and laws and firm sure roads appear from one dawning-place and shine from one dayspring, and these diversities were out of regard for the requirements of the time, season, ages, and epochs. O unitarians, make firm the girdle of endeavor, that perchance religious strife and conflict may be removed from amongst the people of the world and be annulled. For love of God and His servants engage in this great and mighty matter. Religious hatred and rancor is a world-consuming fire, and the quenching thereof most arduous, unless the hand of Divine Might give men deliverance from this unfruitful calamity. Consider a war which happeneth between two states: both sides have foregone wealth and life: how many villages were beheld as though they were not! This precept is in the position of the light in the lamp of utterance."


[+PAGE 43]

"O people of the world, ye are all the fruit of one tree and the leaves of one branch. Walk with perfect charity, concord, affection, and agreement. I swear by the Sun of Truth, the light of agreement shall brighten and illumine the horizons. The all-knowing Truth hath been and is the witness to this saying. Endeavor to attain to this high supreme station which is the station of protection and preservation of mankind. This is the intent of the King of intentions, and this the hope of the Lord of hopes."

"We trust that God will assist the kings of the earth to illuminate and adorn the earth with the refulgent light of the Sun of Justice. At one time We spoke in the language of the Law, at another time in the language of the Truth and the Way; and the ultimate object and remote aim was the showing forth of this high supreme station. And God sufficeth for witness."

"O friends, consort with all the people of the world with joy and fragrance. If there be to you a word or essence whereof others than you are devoid, communicate it and show it forth in the language of affection and kindness: if it be received and be effective the object is attained, and if not leave it to him, and with regard to him deal not harshly but pray. The language of kindness is the lodestone of hearts and the food of the soul; it stands in the relation of ideas to words, and is as an horizon for the shining of the Sun of Wisdom and Knowledge."

"If the unitarians had in the latter times acted according to the glorious Law [which came] after His Highness the Seal [of the Prophets] (may the life of all beside Him be His sacrifice!), and had clung to its skirt, the foundation of the fortress of religion would not have been shaken, and populous cities would not have been ruined, but rather cities and villages would have acquired and been adorned with the decoration of peace and serenity."

"Through the heedlessness and discordance of the favored


[+PAGE 44]

people and the smoke of wicked souls the Fair Nation is seen to be darkened and enfeebled. Had they acted [according to what they knew] they would not have been heedless of the light of the Sun of Justice."

"This Victim hath from earliest days until now been afflicted at the hands of the heedless. They exiled Us without cause at one time to `Iráq, at another time to Adrianople, and thence to Akká, which was a place of exile for murderers and robbers; neither is it known where and in what spot We shall take up Our abode after this greatest prison-house. Knowledge is with God, the Lord of the Throne and of the dust and the Lord of the lofty seat. In whatever place We may be, and whatever befall Us, the saints must gaze with perfect steadfastness and confidence towards the Supreme Horizon and occupy themselves in the reformation of the world and the education of the nations. What hath befallen and shall befall hath been and is an instrument and means for the furtherance of the Word of Unity. Take hold of the command of God and cling thereto: verily it hath been sent down from beside a wise Ordainer."

"With perfect compassion and mercy have We guided and directed the people of the world to that whereby their souls shall be profited. I swear by the Sun of Truth which hath shone forth from the highest horizons of the world that the people of Bahá had not and have not any aim save the prosperity and reformation of the world and the purifying of the nations. With all men they have been in sincerity and charity. Their outward [appearance] is one with their inward [heart], and their inward [heart] identical with their outward [appearance]. The truth of the matter is not hidden or concealed, but plain and evident before [men's] faces. Their very deeds are the witness of this assertion. Today let everyone endowed with vision win his way from deeds and signs to the object of the people of Bahá and from their speech and conduct gain knowledge of their intent. The waves of the


[+PAGE 45]

ocean of divine mercy appear at the utmost height, and the showers of the clouds of His grace and favor descend every moment. During the days of sojourn in `Iráq this Oppressed One sat down and consorted with all classes without veil or disguise. How many of the denizens of the horizons entered in enmity and went forth in sympathy! The door of grace was open before the faces of all. With rebellious and obedient did We outwardly converse after one fashion, that perchance the evildoers might win their way to the ocean of boundless forgiveness. The splendors of the Name of the Concealer were in such wise manifested that the evildoer imagined that he was accounted of the good. No messenger was disappointed and no inquirer was turned back. The causes of the aversion and avoidance of men were certain of the doctors of Persia and the unseemly deeds of the ignorant. By [the term] `doctors' in these passages are signified those persons who have withheld mankind from the shore of the Ocean of Unity; but as for the learned who practice [their knowledge] and the wise who act justly, they are as the spirit unto the body of the world. Well is it with that learned man whose head is adorned with the crown of justice, and whose body glorieth in the ornament of honesty. The Pen of Admonition exhorteth the friends and enjoineth on them charity, pity, wisdom, and gentleness. The Oppressed One is this day a prisoner; His allies are the hosts of good deeds and virtues; not ranks, and hosts, and guns, and cannons. (21) One holy action maketh the world of earth highest paradise.

"O friends, help the Oppressed One with well-pleasing virtues and good deeds! Today let every soul desire to attain the highest station. He must not regard what is in him, but what is in God. It is not for him to regard what shall advantage himself, but that whereby the Word of God which must be



21. Throughout His Writings the "Oppressed One" refers to Bahá'u'lláh Himself.
[+PAGE 46]

obeyed shall be upraised. The heart must be sanctified from every form of selfishness and lust, for the weapons of the unitarians and the saints were and are the fear of God. That is the buckler which guardeth man from the arrows of hatred and abomination. Unceasingly hath the standard of piety been victorious, and accounted amongst the most puissant hosts of the world. Thereby do the saints subdue the cities of [men's] hearts by the permission of God, the Lord of hosts. Darkness hath encompassed the earth: the lamp which giveth light was and is wisdom. The dictates thereof must be observed under all circumstances. And of wisdom is the regard of place and the utterance of discourse according to measure and state. And of wisdom is decision; for man should not accept whatsoever anyone sayeth.

"Under all circumstances desire of the True One (glorious is His glory) that He will not deprive His servants of the sealed wine (22) and the lights of the Name of the Self-Subsistent.

"O friends of God, verily the Pen of Sincerity enjoineth on you the greatest faithfulness. By the Life of God, its light is more evident than the light of the sun! In its light and its brightness and its radiance every light is eclipsed. We desire of God that He will not withhold from His cities and lands the radiant effulgence of the Sun of Faithfulness. We have directed all in the nights and in the days to faithfulness, chastity, purity, and constancy; and have enjoined good deeds and well-pleasing qualities. In the nights and in the days the shriek of the pen ariseth and the tongue speaketh, that against the sword the word may arise, and against fierceness patience, and in place of oppression submission, and at the time of martyrdom resignation. For thirty years and more, in all that hath befallen this oppressed community they have been patient, referring it to God. Everyone endowed with justice and fairness hath testified and doth testify to that which hath been



22. The ordinances of God.
[+PAGE 47]

said. During this period this Oppressed One was engaged in good exhortations and efficacious and sufficient admonitions, till it became established and obvious before all that this Victim had made Himself a target for the arrows of calamity unto the showing forth of the treasures deposited in [men's] souls. Strife and contest were and are seemly in the beasts of prey of the earth, [but] laudable actions are seemly in man.

"Blessed is the Merciful One: Who created man: and taught him utterance. (23) After all these troubles, neither are the ministers of state content, nor the doctors of the church. Not one soul was found to utter a word for God before the court of His Majesty the King (may God perpetuate his kingdom). There shall not befall Us aught save that which God hath decreed unto Us. They acted not kindly, nor was there any shortcoming in the display of evil. Justice became like the phoenix, and faithfulness like the philosopher's stone: none spake for the right. It would seem that justice had become hateful to men and cast forth from all lands like the people of God. Glory be to God! In the episode of the land of not one spoke for that which God had commanded. Having regard to the display of power and parade of service in the presence of the King (may God perpetuate his kingdom) they have called good evil and the reformer a sedition-monger. The like of these persons would depict the drop as an ocean, and the mote as a sun. They call the house at Kulayn `the strong fortress,' and close their eyes to the perspicuous truth. They have attacked a number of reformers of the world with the charge of seditiousness. As God liveth, these persons had and have no intent nor hope save the glory of the state and service to their nation! For God they spoke and for God they speak, and in the way of God do they journey.

"O friends, ask of Him Who is the Desire of the denizens of earth that He will succor His Majesty the King (may God



23. Qur'án 55:3-4.
[+PAGE 48]

perpetuate his kingdom) so that all the dominions of Persia may by the light of the Sun of Justice become adorned with the decoration of tranquility and security. According to statements made, he, at the promptings of his blessed nature, loosed those who were in bonds, and bestowed freedom on the captives. The representation of certain matters before the faces of [God's] servants is obligatory, and natural to the pious, so that the good may be aware and become cognizant [thereof]. Verily He inspireth whom He pleaseth with what He desireth, and He is the Powerful, the Ordainer, the Knowing, the Wise.

"A word from that land hath reached the Oppressed One which in truth was the cause of wonder. His Highness the Mu'tamídu'd-Dawlih, Farhád Mírzá, said concerning the Imprisoned One that whereof the repetition is not pleasing. This Victim consorted very little with him or the like of him. So far as is recollected on [only] two occasions did he visit Murgh-Mahallih in Shimírán where was the abode of the Oppressed One. On the first occasion he came one day in the afternoon, and on the second one Friday morning, returning nigh unto sundown. He knows and is conscious that he should not speak contrary to the truth. If one enter his presence let him repeat these words before him on behalf of the Oppressed One: `O Prince! I ask justice and fairness from your Highness concerning that which hath befallen this poor Victim.' Well is it for that soul whom the doubts of the perverse withhold not from the display of justice, and deprive not of the lights of the luminary of equity. O saints of God! at the end of Our discourse We enjoin on you once again chastity, faithfulness, godliness, sincerity, and purity. Lay aside the evil and adopt the good. This is that whereunto ye are commanded in the Book of God, the Knowing, the Wise. Well is it with those who practice [this injunction]. At this moment the pen crieth out, saying, `O saints of God, regard the horizon of uprightness, and be quit, severed, and free from what is beside this. There is no strength and no power save in God.'"


[+PAGE 49]

In short, formerly in all provinces in Persia accounts and stories concerning this sect diverse and discordant, yea, incompatible with the character of the human race and opposed to the divine endowment, passed on the tongues and in the mouths of men and obtained notoriety. But when their principles acquired fixity and stability and their conduct and behavior were known and appreciated, the veil of doubt and suspicion fell, the true character of this sect became clear and evident, and it reached the degree of certainty that their principles were unlike men's fancies, and that their foundation differed from [the popular] opinion and estimate. In their conduct, action, morality, and demeanor was no place for objection; the objection in Persia is to certain of the ideas and tenets of this sect. And from the indications of various circumstances it hath been observed that the people have acquired belief and confidence in the trustworthiness, faithfulness, and godliness of this sect in all transactions.

Let us return to our original topic. During the period of their sojourn in `Iráq these persons became notorious throughout the world. For exile resulted in fame, in such wise that a great number of other parties sought alliance and union, and devised means of [acquiring] intimacy [with them]. But the Chief of this sect, discovering the aims of each faction, acted with the utmost consistency, circumspection, and firmness. Reposing confidence in none, He applied Himself as far as possible to the admonition of each, inciting and urging them to good resolutions and aims beneficial to the state and the nation. And this conduct and behavior of the Chief acquired notoriety in `Iráq.

So likewise during the period of their sojourn in `Iráq certain functionaries of foreign governments were desirous of intimacy, and sought friendly relations [with them], but the Chief would not agree. Amongst other strange haps was this, that in `Iráq certain of the Royal Family came to an understanding with these [foreign] governments, and, [induced] by


[+PAGE 50]

promises and threats, conspired with them. But this sect unloosed their tongues in reproach and began to admonish them, saying, "What meanness is this, and what evident treason; that man should, for worldly advantages, personal profit, easy circumstances, or protection of life and property, cast himself into this great detriment and evident loss, and embark in a course of action which will conduce to the greatest abasement and involve the utmost infamy and disgrace both here and hereafter! One can support any baseness save treason to one's country, and every sin admits of pardon and forgiveness save [that of] dishonoring one's government and injuring one's nation." And they imagined that they were acting patriotically, displaying sincerity and loyalty, and accounting sacred the duties of fidelity; which noble aim they regarded as a moral obligation. So rumors of this were spread abroad through `Iráq-i-`Arab, and such as wished well to their country loosed their tongues in uttering thanks, expressing approval and respect. And it was supposed that these events would be represented in the Royal Presence; but after a while it became known that certain of the Shaykhs at the Supreme Shrines who were in correspondence with the court, yea, even with the King, were in secret continually attributing to this sect strange affinities and relations, imagining that such attempts would conduce to favor at the Court and cause advancement of [their] condition and rank. And since no one could speak freely on this matter at that court which is the pivot of justice, whilst just ministers aware [of the true state of the case] also regarded silence as their best policy, the `Iráq question, through these misrepresentations and rumors, assumed gravity in Tihrán, and was enormously exaggerated. But the consuls-general, being cognizant of the truth, continued to act with moderation, until Mírzá Buzurg Khán of Qazvín became consul-general in Baghdád. Now since this person was wont to pass the greater portion of his time in a state of intoxication and was devoid of foresight, he became the accomplice


[+PAGE 51]

and confederate of those Shaykhs in `Iráq, and girded up his loins stoutly to destroy and demolish. Such power of description and [strength] of fingers as he possessed he employed in making representations and statements. Each day he secretly wrote a dispatch to Tihrán, made vows and compacts with the Shaykhs, and sent diplomatic notes to His Excellency the Ambassador-in-chief [at Constantinople]. But since these statements and depositions had no basis or foundation, they were all postponed and adjourned; until at length these Shaykhs convened a meeting to consult with the [Consul-] General, assembled a number of learned doctors and great divines in the [mosque of the] `two Kázims' (upon them be peace), and, having come to an unanimous agreement, wrote to the divines of Kárbilá the exalted and Najaf the most noble, convoking them all. They came, some knowing, others not knowing. Amongst the latter the illustrious and expert doctor, the noble and celebrated scholar, the seal of seekers after truth, Shaykh Murtadá, now departed and assoiled, who was the admitted chief of all, arrived without knowledge [of the matter in hand]. But, so soon as he was informed of their actual designs, he said, "I am not properly acquainted with the essential character of this sect, nor with the secret tenets and hidden theological doctrines of this community; neither have I hitherto witnessed or perceived in their demeanor or conduct anything at variance with the Perspicuous Book which would lead me to pronounce them infidels. Therefore hold me excused in this matter, and let him who regards it as his duty take action." Now the design of the Shaykhs and the Consul was a sudden and general attack, but, by reason of the noncompliance of the departed Shaykh, this scheme proved abortive, resulting, indeed, only in shame and disappointment. So that concourse of Shaykhs, doctors, and common folk which had come from Kárbilá dispersed.

Just at this time mischievous persons--[including] even certain dismissed ministers--endeavored on all sides so to


[+PAGE 52]

influence this sect that they might perchance alter their course and conduct. From every quarter lying messages and disquieting reports continually followed one another in uninterrupted and constant succession to the effect that the deliberate intention of the court of Persia was the eradication, suppression, annihilation, and destruction of this sect; that correspondence was continually being carried on with the local authorities; and that all [the Bábís] in `Iráq would shortly be delivered over with bound hands to Persia. But the Bábís passed the time in calmness and silence, without in any way altering their behavior and conduct.

So when Mírzá Buzurg Khán failed to effect and accomplish the designs of his heart by such actions also, he ill-advisedly fell to reflecting how he might grieve and humiliate [the Bábís]. Every day he sought some pretext for offering insult, aroused some disturbance and tumult, and raised up the banner of mischief, until the matter came nigh to culminating in the sudden outbreak of a riot, the lapse of the reins of control from the hand, and the precipitation of [men's] hearts into disquietude and perturbation and [their] minds into anguish and agony.

Now when [the Bábís] found themselves unable to treat this humor by any means (for, strive as they would, they were foiled and frustrated), and when they failed to find any remedy for this disorder or any fairness in this flower, they deliberated and hesitated for nine months, and at length a certain number of them, to stop further mischief, enrolled themselves as subjects of the Sublime Ottoman Government, that [thereby] they might assuage this tumult. By means of this device the mischief was allayed, and the consul withdrew his hand from molesting them; but he notified this occurrence to the Royal Court in a manner at variance with the facts and contrary to the truth, and, together with the confederate Shaykhs, applied himself in every way to devices for distracting the senses [of the


[+PAGE 53]

Bábís]. Finally, however, being dismissed, and overwhelmed with disaster, he became penitent and sorry.

Let us proceed with our original topic. For eleven years and somewhat over, Bahá'u'lláh abode in `Iráq-i-`Arab. The behavior and conduct of the sect were such that [His] fame and renown increased. For He was manifest and apparent amongst men, consorted and associated with all parties, and would converse familiarly with doctors and scholars concerning the solution of difficult theological questions and the verification of the true sense of abstruse points of divinity. As is currently reported by persons of every class, He used to please all, whether inhabitants or visitors, by His kindly intercourse and courteous address; and this sort of demeanor and conduct on His part led them to suspect sorcery and account Him an adept in the occult sciences.

During this period Mírzá Yahyá remained concealed and hidden, continuing and abiding in his former conduct and behavior, until, when the edict for the removal of Bahá'u'lláh from Baghdád was issued by His Majesty the Ottoman monarch, Mírzá Yahyá would neither quit nor accompany [Him]: at one time he meditated setting out for India, at another settling in Turkistán; but, being unable to decide on either of these two plans, he finally, at his own wish, set out before all in the garb of a dervish, in disguise and change of raiment, for Kárkúk and Arbíl. Thence, by continuous advance, he reached Mosul, where, on the arrival of the main body, he took up his abode and station alongside their caravan. And although throughout this journey the governors and officials observed the utmost consideration and respectfulness, while march and halt were alike dignified and honorable, nevertheless was he always concealed in change of raiment, and acted cautiously, on the idea that some act of aggression was likely to occur.

In this fashion did they reach Constantinople, where they


[+PAGE 54]

were appointed quarters in a guesthouse on the part of the glorious Ottoman monarchy. And at first the utmost attention was paid to them in every way. On the third day, because of the straitness of their quarters and the greatness of their numbers, they migrated and moved to another house. Certain of the nobles came to see and converse with them, and these, as is related, behaved with moderation. Notwithstanding that many in their assemblies and gatherings continued to condemn and vilify them saying, "This sect are a mischief to all the world and destructive of treaties and covenants; they are a source of trouble and baleful to all lands; they have kindled a fire and consumed the earth; and though they be outwardly fair-seeming yet are they deserving of every chastisement and punishment," yet still the Bábís continued to conduct themselves with patience, calmness, deliberation, and constancy, so that they did not, even in self-defense, importune [the occupants of] high places or frequent the houses of any of the magnates of that kingdom. Whomsoever amongst the great He [Bahá] interviewed on His own account, they met, and no word save of sciences and arts passed between them; until certain noblemen sought to guide Him, and loosed their tongues in friendly counsel, saying, "To appeal, to state your case, and to demand justice is a measure demanded by custom." He replied in answer, "Pursuing the path of obedience to the King's command We have come to this country. Beyond this We neither had nor have any aim or desire that We should appeal and cause trouble. What is [now] hidden behind the veil of destiny will in the future become manifest. There neither has been nor is any necessity for supplication and importunity. If the enlightened-minded leaders [of your nation] be wise and diligent, they will certainly make inquiry, and acquaint themselves with the true state of the case; if not, then [their] attainment of the truth is impracticable and impossible. Under these circumstances what need is there for importuning statesmen and supplicating ministers of the


[+PAGE 55]

Court? We are free from every anxiety, and ready and prepared for the things predestined to Us. `Say, all is from God' (24) is a sound and sufficient argument, and `if God toucheth thee with a hurt there is no dispeller thereof save Him' (25) is a healing medicine."

After some months a royal edict was promulgated appointing Adrianople in the district of Roumelia as their place of abode and residence. To that city the Bábís, accompanied by [Turkish] officers, proceeded all together, and there they made their home and habitation. According to statements heard from sundry travelers and from certain great and learned men of that city, they behaved and conducted themselves there also in such wise that the inhabitants of the district and the government officials used to eulogize them, and all used to show them respect and deference. In short, since Bahá'u'lláh was wont to hold intercourse with the doctors, scholars, magnates, and nobles [thereby] obtaining fame and celebrity throughout Roumelia, the materials of comfort were gathered together, neither fear nor dread remained, they reposed on the couch of ease, and passed their time in quietude, when one Siyyid Muhammad by name, of Isfahán, one of the followers [of the Báb], laid the foundations of intimacy and familiarity with Mírzá Yahyá, and [thereby] became the cause of vexation and trouble. In other words, he commenced a secret intrigue and fell to tempting Mírzá Yahyá, saying, "The fame of this sect hath risen high in the world, and their name hath become noble: neither dread nor danger remaineth, nor is there any fear or [need for] caution before you. Cease, then, to follow, that thou mayest be followed by the world; and come out from amongst adherents, that thou mayest become celebrated throughout the horizons." Mírzá Yahyá, too, through lack of reflection and thought as to consequences, and want of experience,



24. Qur'án 4:80.
25. Qur'án 6:17; 10:107.
[+PAGE 56]

became enamored of his words and befooled by his conduct. This one was [like] the sucking child, and that one became as the much-prized breast. At all events, how much soever some of the chiefs of the sect wrote admonitions and pointed out to him the path of discretion saying, "For many a year hast thou been nurtured in thy brother's arms and hast reposed on the pillow of ease and gladness; what thoughts are these which are the results of madness? Be not beguiled by this empty name, (26) which, out of regard for certain considerations and as a matter of expediency, was bestowed [upon thee]; neither seek to be censured by the community. Thy rank and worth depend on a word, and thine exaltation and elevation were for a protection and a consideration," yet still, the more they admonished him, the less did it affect him; and how much soever they would direct him, he continued to account opposition as identical with advantage. Afterwards, too, the fire of greed and avarice was kindled, and although there was no sort of need, their circumstances being easy in the extreme, they fell to thinking of salary and stipend, and certain of the women dependent on Mírzá Yahyá went to the [governor's] palace and craved assistance and charity. So when Bahá'u'lláh beheld such conduct and behavior on his part He dismissed and drove away both [him and Siyyid Muhammad] from Himself.

Then Siyyid Muhammad set out for Constantinople to get his stipend, and opened the door of suffering. According to the account given, this matter caused the greatest sorrow and brought about cessation of intercourse. In Constantinople, moreover, he presumptuously set afloat certain reports, asserting,



26. Mírzá Yahyá's's title was Subh-i-Azal, the Morning of Eternity. Bahá'u'lláh, in this connection, cites Amos 4:12-13, which says that God "maketh the morning darkness." Cf. Bahá'u'lláh, Epistle to the Son of the Wolf (Wilmette, Ill.: Bahá'í Publishing Trust, 1953), p. 146. See Shoghi Effendi, God Passes By (Wilmette, Ill.: Bahá'í Publishing Trust, 1974), p.114, for other titles of Mírzá Yahyá.
[+PAGE 57]

amongst other things, that the notable personage who had come from `Iráq was Mírzá Yahyá. Sundry individuals, perceiving that herein was excellent material for mischief-making and a means for the promotion of mutiny, ostensibly supported and applauded him, and stimulated and incited him, saying, "You are really the chief support and acknowledged successor: act with authority, in order that grace and blessing may become apparent. The waveless sea hath no sound, and the cloud without thunder raineth no rain." By such speech, then, was that unfortunate man entrapped into his course of action, and led to utter vain words which caused the disturbance of [men's] thoughts. Little by little those who were wont to incite and encourage began without exception to utter violent denunciations in every nook and corner, nay in the court itself, saying, "The Bábís say thus, and expound in this wise: [their] behavior is such, and [their] speech so-and-so." Such mischief-making and plots caused matters to become misapprehended, and furthermore certain schemes got afloat which were regarded as necessary measures of self-protection; the expediency of banishing the Bábís came under consideration; and all of a sudden an order came, and Bahá'u'lláh was removed from Roumelia; nor was it known for what purpose or whither they would bear Him away. Diverse accounts were current in [men's] mouths, and many exaggerations were heard [to the effect] that there was no hope of deliverance.

Now all those persons who were with Him with one accord entreated and insisted that they should [be permitted to] accompany Him, and, how much soever the government admonished and forbade them, it was fruitless. Finally one Hájí Ja'far by name was moved to lamentation, and with his own hand cut his throat. When the government beheld it thus, it gave permission to all of them to accompany Him, conveyed them from Adrianople to the seashore, and thence transported them to Akká. Mírzá Yahyá they sent in like manner to Famagusta.


[+PAGE 58]

During the latter days [passed] in Adrianople Bahá'u'lláh composed a detailed epistle setting forth all matters clearly and minutely. He unfolded and expounded the main principles of the sect, and made clear and plain its ethics, manners, course, and mode of conduct: He treated certain political questions in detail, and adduced sundry proofs of His truthfulness: He declared the good intent, loyalty, and sincerity of the sect, and wrote some fragments of prayers, some in Persian, but the greater part in Arabic. He then placed it in a packet and adorned its address with the royal name of His Majesty the King of Persia, and wrote [on it] that some person pure of heart and pure of life, dedicated to God, and prepared for martyr-sacrifice, must, with perfect resignation and willingness, convey this epistle into the presence of the King. A youth named Mírzá Badí, a native of Khurásán, took the epistle, and hastened toward the presence of His Majesty the King. The Royal Train had its abode and station outside Tihrán, so he took his stand alone on a rock in a place far off but opposite to the Royal Pavilion, and awaited day and night the passing of the Royal escort or the attainment of admission into the Imperial Presence. Three days did he pass in a state of fasting and vigilance: an emaciated body and enfeebled spirit remained. On the fourth day the Royal Personage was examining all quarters and directions with a telescope when suddenly his glance fell on this man who was seated in the utmost respectful attitude on a rock. It was inferred from the indications [perceived] that he must certainly have thanks [to offer], or some complaint or demand for redress and justice [to prefer]. [The King] commanded one of those in attendance at the court to inquire into the circumstances of this youth. On interrogation [it was found that] he carried a letter which he desired to convey with his own hand into the Royal Presence. On receiving permission to approach, he cried out before the pavilion with a dignity, composure, and respectfulness surpassing description, and in a loud voice, "O King, I have come


[+PAGE 59]

unto thee from Sheba with a weighty message!" (27) [The King] commanded to take the letter and arrest the bearer. His Majesty the King wished to act with deliberation and desired to discover the truth, but those who were present before him loosed their tongues in violent reprehension, saying, "This person has shown great presumption and amazing audacity, for he hath without fear or dread brought the letter of him against whom all peoples are angered, of him who is banished to Bulgaria and Sclavonia, into the presence of the King. If so be that he do not instantly suffer a grievous punishment there will be an increase of this great presumption." So the ministers of the court signified [that he should suffer] punishment and ordered the torture. As the first torment they applied the chain and rack, saying, "Make known thy other friends that thou mayest be delivered from excruciating punishment, and make thy comrades captive that thou mayest escape from the torment of the chain and the keenness of the sword." But, torture, brand, and torment him as they might, they saw naught but steadfastness and silence, and found naught but dumb endurance [on his part]. So, when the torture gave no result, they [first] photographed him (the executioners on his left and on his right, and he sitting bound in fetters and chains beneath the sword with perfect meekness and composure), and then slew and destroyed him. This photograph I sent for, and found worthy of contemplation, for he was seated with wonderful humility and strange submissiveness, in utmost resignation.

Now when His Majesty the King had perused certain passages and become cognizant of the contents of the epistle, he was much affected at what had taken place and manifested regret, because his courtiers had acted hastily and put into execution a severe punishment. It is even related that he said thrice, "Doth anyone punish [one who is but] the channel of



27. Cf. Qur'án 27:22.
[+PAGE 60]

correspondence?" Then the Royal Command was issued that their Reverences the learned doctors and honorable and accomplished divines should write a reply to that epistle. But when the most expert doctors of the capital became aware of the contents of the letter they ordained: "That this person, without regarding [the fact] that he is at variance with the Perspicuous Religion, is a meddler with custom and creed, and a troubler of kings and emperors. Therefore to eradicate, subdue, repress, and repel [this sect] is one of the requirements of the Well-established Path, and indeed the chief of obligations."

This answer was not approved before the [Royal] Presence, for the contents of this epistle had no obvious discordance with the Law or with reason, and did not meddle with political or administrative matters, nor interfere with or attack the Throne of Sovereignty. They ought, therefore, to have discussed the real points at issue, and to have written clearly and explicitly such an answer as would have caused the disappearance of doubts and the solution of difficulties, and would have become a fulcrum for discussion to all.

Now of this epistle sundry passages shall be set forth in writing to conduce to a better understanding [of the matter] by all people. At the beginning of the epistle was a striking passage in the Arabic language [treating] of questions of faith and assurance; the sacrifice of life in the way of the Beloved; the state of resignation and contentment; the multiplicity of misfortunes, calamities, hardships, and afflictions; and falling under suspicion of seditiousness through the machinations of foes; the establishment of His innocence in the presence of His Majesty the King; the repudiation of seditious persons and disavowal of the rebellious party; the conditions of sincere belief in the verses of the Qur'án; the needfulness of godly virtues, distinction from all other creatures in this transitory abode, obedience to the commandments, and avoidance of things prohibited; the evidence of divine support in the affair


[+PAGE 61]

of the Báb; the inability of whosoever is upon the earth to withstand a heavenly thing; His own awakening at the divine afflux, and His falling thereby into unbounded calamities; His acquisition of the divine gift, His participation in spiritual God-given grace, and His illumination with immediate knowledge without study; the excusableness of His [efforts for the] admonition of mankind, their direction toward the attainment of human perfections, and their enkindlement with the fire of divine love; encouragements to the directing of energy towards the attainment of a state greater than the degree of earthly sovereignty; eloquent prayers [written] in the utmost self-abasement, devotion, and humility; and the like of this. Afterwards He discussed [other] matters in the Persian language. And the form of it is this:

"O God, this is a letter which I wish to send to the King; and Thou knowest that I have not desired aught of him save the display of his justice to Thy people, and the showing forth of his favors to the dwellers in Thy Kingdom. And verily, by My soul, I have not desired aught save what Thou hast desired, neither, by Thy Might, do I desire aught save what Thou desirest. Perish that being which desireth of Thee aught save Thyself! And, by Thy Glory, Thy good pleasure is the limit of My hope, and Thy Will the extremity of My desire! Be merciful then, O God, to this poor [soul] Who hath caught hold of the skirt of Thy richness, and to this humble [suppliant] Who calleth on Thee, for Thou art indeed the Mighty, the Great. Help, O God, His Majesty the King to execute Thy laws amongst Thy servants and to show forth Thy justice amidst Thy creatures, that he may rule over this sect as he ruleth over those who are beside them. Verily Thou art the Potent, the Mighty, the Wise.

"Agreeably to the permission and consent of the King of the age, this Servant turned from the place of the Royal Throne (28)



28. Tihrán.
[+PAGE 62]

toward `Iráq-i-`Arab, and in that land abode twelve years. During the period of [His] sojourn [there] no description of His condition was laid before the Royal Presence, neither did any representation go to foreign states. Relying upon God did He abide in that land, until a certain functionary came to `Iráq, who, on his arrival, fell to designing the affliction of a company of poor unfortunates. Every day, beguiled by certain of the doctors of Persia, he persecuted these servants; although nothing prejudicial to Church or State, or at variance with the principles and customs of their countrymen had been observed in them. So this Servant [was moved] by this reflection: `May it not be that by reason of the deeds of the transgressors some action at variance with the world-ordering counsel of the King should be engendered!' Therefore was an epitome [of the matter] addressed to Mírzá Sa'íd Khán, the Minister for Foreign Affairs, that he might submit it to the [Royal] Presence, and that it might be done according to that which the Royal command might promulgate. A long while elapsed, and no command was issued; until matters reached such a state that it was to be feared that sedition might suddenly break out and the blood of many be shed. Of necessity, for the protection of the servants of God, a certain number [of the Bábís] appealed to the governor of `Iráq. If [the King] will consider what has happened with just regard, it will become clear in the mirror of his luminous heart that what occurred was [done] from considerations of expediency, and that there was apparently no resource save this. The Royal Personage can bear witness and testify to this, that in whatever land there were some few of this sect the fire of war and conflict was wont to be kindled by reason of the aggression of certain governors. But this Transient One after His arrival in `Iráq withheld all from sedition and strife; and the witness of this Servant is His action, for all are aware and will testify that the multitude of this faction in Persia at that time was more than [it had been] before, yet, notwithstanding this, none transgressed his proper


[+PAGE 63]

bounds nor assailed anyone. It is nigh on fifteen years that all continue tranquil, looking unto God and relying on Him, and bear patiently what hath come upon them, casting it on God. And after the arrival of this Servant in this city which is called Adrianople certain of this community enquired concerning the meaning of `victory.' Diverse answers were sent in reply, one of which answers will be submitted on this page, so that it may become clear before the [Royal] Presence that this Servant hath in view naught save peace and reform. And if some of the divine favors, which, without merit [on My part], have been graciously bestowed [on Me], do not become evident and apparent, this much [at least] will be known, that [God], in [His] abounding grace and undeserved mercy, hath not deprived this Oppressed One of the ornament of reason. The form of words which was set forth on the meaning of `victory' is this:

"`He is God, exalted is He.

"`It hath been known that God (glorious is His mention) is sanctified from the world and what is therein, and that the meaning of "victory" is not this, that anyone should fight or strive with anyone. The Lord of He doeth what He will (29) hath committed the kingdom of creation, both land and sea, into the hand of kings, and they are the manifestations of the Divine Power according to the degrees of their rank: verily He is the Potent, the Sovereign. But that which God (glorious is His mention) hath desired for Himself is the hearts of His servants, which are treasures of praise and love of the Lord and stores of divine knowledge and wisdom. The will of the Eternal King hath ever been to purify the hearts of [His] servants from the promptings of the world and what is therein, so that they may be prepared for illumination by the effulgences of the Lord of the Names and Attributes. Therefore must no



29. Qur'án 3:35; 22:19.
[+PAGE 64]

stranger find his way into the city of the heart, so that the Incomparable Friend may come unto His own place--that is, the effulgence of His Names and Attributes, not His Essence (exalted is He), for that Peerless King hath been and will be holy for everlasting above ascent or descent. Therefore today "victory" neither hath been nor will be opposition to anyone, nor strife with any person; but rather what is well-pleasing is that the cities of [men's] hearts, which are under the dominion of the hosts of selfishness and lust, should be subdued by the sword of the Word, of Wisdom, and of Exhortation. Everyone, then, who desireth "victory" must first subdue the city of his own heart with the sword of spiritual truth and of the Word, and must protect it from remembering aught beside God: afterwards let him turn his regards towards the cities of [others'] hearts. This is what is intended by "victory": sedition hath never been nor is pleasing to God, and that which certain ignorant persons formerly wrought was never approved. If ye be slain for His good pleasure verily it is better for you than that ye should slay. Today the friends of God must appear in such fashion amidst [God's] servants that by their actions they may lead all unto the pleasure of the Lord of Glory. I swear by the Sun of the Horizon of Holiness that the friends of God never have regarded nor will regard the earth or its transitory riches. God hath ever regarded the hearts of [His] servants, and this too is by reason of [His] most great favor, that perchance mortal souls may be cleansed and sanctified from earthly states and may attain unto everlasting places. But that Real King is in Himself sufficient unto Himself [and independent] of all: neither doth any advantage accrue to Him from the love of contingent beings, nor doth any hurt befall Him from their hatred. All earthly places appear through Him and unto Him return, and God singly and alone abideth in His own place which is holy above space and time, mention and utterance, sign, description, and definition, height and depth. And none knoweth this save Him and whosoever hath knowledge of the


[+PAGE 65]

Book. There is no God but Him, the Mighty, the Bountiful.' Finis.

"But good deeds depend on this, that the Royal Person should himself look into that [matter] with just and gracious regard, and not be satisfied with the representations of certain persons unsupported by proof or evidence. We ask God to strengthen the King unto that which He willeth: and what He willeth should be the wish of the worlds.

"Afterwards they summoned this Servant to Constantinople. We reached that city along with a number of poor unfortunates, and after Our arrival did not hold intercourse with a single soul, for We had naught to say [unto them], and there was no wish save that it should be clearly demonstrated by proof to all that this Servant had no thought of sedition and had never associated with the seditious. And, by Him in praise of Whose spirit the tongues of all things speak, to turn in any direction was difficult in consideration of certain circumstances; but these things were done for the protection of lives. Verily My Lord knoweth what is in My soul, and verily He is witness unto what I say. The just king is the shadow of God in the earth; all should take refuge under the shadow of his justice and rest in the shade of his favor. This is not the place for personalities, or censures [directed] specially against some apart from others; for the shadow tells of him who casteth the shadow. God (glorious is His mention) hath called Himself the Lord of the worlds for that He hath nurtured and doth nurture all; exalted is His favor which hath preceded contingent beings and His mercy which hath preceded the worlds.

"This is sufficiently clear, that, [whether] right or wrong according to the imagination of the people, this community have accepted as true and adopted the religion for which they are notorious, and that on this account they have foregone what they had, seeking after what is with God. And this same renunciation of life in the way of love for the Merciful [God] is a faithful witness and an eloquent attest unto that whereunto


[+PAGE 66]

they lay claim. Hath it [ever] been beheld that a reasonable man renounced his life without proof or evidence [of the truth of that for which he died]? And if it be said, `This people are mad,' this [too] is very improbable, for it is not [a thing] confined to one or two persons, but rather have a great multitude of every class, inebriated with the Kawthar of divine wisdom, hastened with heart and soul to the place of martyrdom in the way of the Friend. If these persons, who for God have foregone all save Him, and who have poured forth life and wealth in His way, can be belied, then by what proof and evidence shall the truth of that which others assert concerning that wherein they are be established in the presence of the King?

"The late Hájí Siyyid Muhammad (may God exalt his station and overwhelm him in the depth of the ocean of His mercy and forgiveness), although he was of the most learned of the doctors of the age and the most pious and austere of his contemporaries, and although the splendor of his worth was of such a degree that the tongues of all creatures spoke in praise and eulogy of him and confidently asserted his asceticism and godliness, did nevertheless in the war against the Russians forego much good and turn back after a little contest, although he himself had decreed a holy war, and had set out from his native country with conspicuous ensign in support of the Faith. O would that the covering might be withdrawn, and that what is hidden from [men's] eyes might appear!

"But as to this sect, it is twenty years and more that they have been tormented by day and by night with the fierceness of the Royal anger, and that they have been cast each one into a [different] land by the blasts of the tempests of the King's wrath. How many children have been left fatherless! How many fathers have become childless! How many mothers have not dared, through fear and dread, to mourn over their slaughtered children! Many [were] the servants [of God] who at eve were in the utmost wealth and opulence, and at dawn were


[+PAGE 67]

beheld in the extreme of poverty and abasement! There is no land but hath been dyed with their blood and no air whereunto their groanings have not arisen. And during these few years the arrows of affliction have rained down without intermission from the clouds of fate. Yet, notwithstanding all these visitations and afflictions, the fire of divine love is in such fashion kindled in their hearts that, were they all to be hewn in pieces, they would not forswear the love of the Beloved of all the dwellers upon earth; nay rather with their whole souls do they yearn and hope for what may befall [them] in the way of God.

"O King! The gales of the mercy of the Merciful One have converted these servants and drawn them to the region of the [Divine] Unity--`The witness of the faithful lover is in his sleeve'--but some of the doctors of Persia have troubled the most luminous heart of the King of the Age with regard to those who are admitted into the Sanctuary of the Merciful One and those who make for the Kaaba of Wisdom. O would that the world-ordering judgment of the King might decide that this Servant should meet those doctors, and, in the presence of His Majesty the King, adduce arguments and proofs! This Servant is ready, and hopeth of God that such a conference may be brought about, so that the truth of the matter may become evident and apparent before His Majesty the King. And afterwards the decision is in thy hand, and I am ready to confront the throne of thy sovereignty; then give judgment for Me or against Me. The Merciful Lord saith in the Furqán, which is the enduring proof amidst the host of existences, `Desire death, then, if ye be sincere.' (30) He hath declared the desiring of death to be the proof of sincerity; and it will be apparent in the mirror of the [King's] luminous mind which party it is that hath this day foregone life in the way of Him [Who is] adored by the dwellers upon earth. Had the doctrinal books of this people, [composed] in proof of that wherein they



30. Qur'án 2:88; 62:6.
[+PAGE 68]

are, been written with the blood which has been shed in His way (exalted is He), books innumerable would assuredly have been apparent and visible amongst mankind.

"How, then, can one repudiate this people, whose words and deeds are consistent, and accept those persons who neither have foregone nor will forego one atom of the consideration [which they enjoy] in the way of [God] the Sovereign?

"Some of the doctors of Persia who have denounced this Servant have never either met or seen Him, nor [even] become cognizant of [His] intent: nevertheless they said what they desired and do what they will. Every statement requires proof, and is not [established] merely by assertion or by outward gear of asceticism.

"A translation of some passages from the contents of the Hidden Book of Fátimih (upon her be the blessings of God) which are apposite to this place will [now] be submitted in the Persian language, in order that some things [now] concealed may be revealed before the [Royal] Presence. Those addressed in these utterances in the above-mentioned book (which is today known as `Hidden Words') are those people who are outwardly notable for science and piety, but who are inwardly subservient to their passions and lust. He says:

"`O faithless ones! Why do ye outwardly claim to be shepherds, while inwardly ye have become the wolves of My sheep? Your likeness is like unto the star before the morning, which is apparently bright and luminous, but really causeth the misguidance and destruction of the caravans of My city and country.'

"So likewise He saith:

"`O outwardly fair and inwardly faulty! Thy likeness is like unto clear bitter water, wherein outwardly the utmost sweetness and purity is beheld, but when it falleth into the assaying hands of the taste of the [Divine] Unity He doth not accept a single drop thereof. The radiance of the sun is on the earth and on the mirror alike; but regard the difference as from the


[+PAGE 69]

guard-stars to the earth; nay, between them is a limitless distance.'

"`So likewise He saith:

"`O child of the world! Many a morning hath the effulgence of My grace come unto thy place from the day-spring of the placeless, found thee on the couch of ease busied with other things, and returned like the lightning of the spirit to the bright abode of glory. And I, desiring not thy shame, declared it not in the retreats of nearness to the hosts of holiness.'

"`So likewise He saith:

"`O pretender to My friendship! In the morning the breeze of My grace passed by thee, and found thee sleeping on the bed of heedlessness, and wept over thy condition, and turned back.'

Finis.

"In the presence of the King's justice, therefore, the statement of an adversary ought not to be accepted as sufficient. And in the Furqán, which distinguisheth between truth and falsehood, He says, `O ye who believe, if there come unto you a sinner with a message, then discriminate, lest you fall upon a people in ignorance and on the morrow repent of what ye have done.' (31) And it hath come down in holy tradition, `Credit not the calumniator.' The matter hath been misapprehended by certain doctors, neither have they seen this Servant. But those persons who have met [Him] testify that this Servant hath not spoken contrary to that which God hath ordained in the Book, and recite this blessed verse: He saith (exalted is He) `Do ye disavow Us for aught save that We believe in God, and what hath been sent down unto Us, and what was sent down before?' (32)

"O King of the age! The eyes of these wanderers turn and gaze in the direction of the mercy of the Merciful One, and



31. Qur'án 49:6.
32. Qur'án 5:64.
[+PAGE 70]

assuredly to these afflictions shall the greatest mercy succeed, and after these most grievous hardships shall follow great ease. But [Our] hope is this, that His Majesty the King will himself turn his attention to [these] matters, which thing will be the cause of hope in [Our] hearts. And this is unmixed good which hath been submitted, and God sufficeth for a witness.

"Glory be to Thee, O God! O God, I bear witness that the heart of the King is between the fingers of Thy power: if Thou pleasest, turn it, O God, in the direction of mercy and kindliness: verily Thou art the Exalted, the Potent, the Beneficent: there is no God but Thee, the Mighty from whom help is sought.

"Concerning the qualifications of the doctors, He saith: `But amongst the lawyers he who guardeth himself, observeth his religion, opposeth his lust, and obeyeth the command of his Lord--it is incumbent on the people to follow him...' unto the end. And if the King of the age will regard this utterance, which proceeded from the tongue of the recipient of divine inspiration, he will observe that those characterized by the qualities transmitted in the aforementioned tradition are rarer than the philosopher's stone. Therefore the claim of every person pretending to science neither hath been nor is heard.

"So likewise in describing the lawyers of the latter time He says: `The lawyers of that time are the most evil of lawyers under the shadow of heaven: from them cometh forth mischief, and unto them it returneth.'

"And if any person deny these traditions, the establishing thereof is [incumbent] on this Servant; but since [Our] object is brevity therefore the detail of the authorities hath not been submitted.

"Those doctors who have indeed drunk of the cup of renunciation never interfered with this Servant, even as the late Shaykh Murtadá (may God exalt his station and cause him to dwell under the shadow of the domes of His grace) used to


[+PAGE 71]

show [Us] affection during the days of [Our] sojourn in `Iráq, and used not to speak concerning this matter otherwise than God hath permitted. We ask God to help all [men] unto that which He loveth and approveth.

"Now all people have shut their eyes to all [these] matters, and are bent on the persecution of this sect; so that should it be demanded of certain persons, who (after God's grace) rest in the shadow of the King's clemency and enjoy unbounded blessings, `In return for the King's favor what service have ye wrought? Have ye by wise policy added any country to [his] countries? Or have ye applied yourselves to aught which would cause the comfort of the people, the prosperity of the kingdom, and the continuance of fair fame for the state?', they have no reply save this, that, falsely or truly, they designate a number of persons in the presence of the King by the name of Bábís, and forthwith engage in slaughter and plunder; even as in Tabríz and elsewhere they sold certain ones, and received much wealth; and this was never represented before the presence of the King. All these things have occurred because of this, that they have found these poor people without a helper. They have foregone matters of moment, and have fallen upon these poor unfortunates.

"Many sects and diverse tribes rest tranquil in the shadow of the King, and of these sects one is this people. Were it not best that the lofty endeavor and magnanimity of those who surround the King should be so witnessed: that they should be scheming for all factions to come under the King's shadow, and that they should govern amidst all with justice? To put in force the ordinances of God is unmixed justice, and with this all are satisfied; nay, the ordinances of God [ever] have been and will be the instrument and means for the protection of [His] creatures, as He saith (exalted is He) `And in retaliation ye have life, O people of understanding.' (33) [But] it is far from the



33. Qur'án 2:175.
[+PAGE 72]

justice of His Majesty the King that, for the fault of one person, a number of persons should become the objects of the scourges of wrath. God (glorious is His mention) saith: `None shall bear the burden of another.' (34) And this is sufficiently evident, that in every community there have been and will be learned and ignorant, wise and foolish, sinful and pious. And to commit abominable actions is far from the wise man. For the wise man either seeketh the world or abandoneth it. If he abandoneth it, assuredly he will not regard aught save God, and, apart from this, the fear of God will withhold him from committing forbidden and culpable actions. And if he seeketh the world, he will assuredly not commit deeds which will cause and induce the aversion of [God's] servants and produce horror in those who are in all lands; but rather will he practice such deeds as will cause the adhesion of mankind. So it hath been demonstrated that detestable actions have been and will be [wrought only] by ignorant persons. We ask God to keep His servants from regarding aught but Him, and to bring them near to Him: verily He is potent over all things.

"Glory be to Thee, O God! O My God, Thou hearest My groaning, and seest My state and My distress and My affliction, and knowest what is in My soul. If My cry be sincerely for Thy sake, then draw thereby the hearts of Thy creatures unto the horizon of the heaven of Thy recognition, and turn the King unto the right hand of the throne of Thy Name the Merciful; then bestow on him, O My God, the blessing which hath descended from the heaven of Thy favor and the clouds of Thy mercy, that he may sever himself from that which he hath and turn toward the region of Thy bounties. O Lord, help him to support the oppressed amongst [Thy] servants, and to raise up Thy Word amidst Thy people; then aid him with the hosts of the unseen and the seen, that he may subdue cities in Thy Name and rule over all who are upon the



34. Qur'án 6:164; 17:16; 35:19; 39:9; 53:39.
[+PAGE 73]

earth by Thy power and authority, O Thou in Whose hand is the Kingdom of creation: and verily Thou art He who ruleth at the beginning and in the end: there is no God save Thee, the Potent, the Mighty, the Wise.

"They have misrepresented matters before the presence of the King in such a way that if any ill deed proceed from any one of this sect they account it as [a part] of the religion of these servants. But, by God, beside Whom there is none other God, this Servant hath not sanctioned the committing of sins, much less that whereof the prohibition hath been explicitly revealed in the Book of God! God hath prohibited unto men the drinking of wine, and the unlawfulness thereof hath been revealed and recorded in the Book of God, (35) and the doctors of the age (may God multiply the like of them) have unanimously prohibited unto men this abominable action; yet withal do some commit it. Now the punishment of this action falls on these heedless persons, while those manifestations of the glory of sanctity [continue] holy and undefiled: unto their sanctity all Being, whether of the unseen or the seen, testifieth.

"Yea, these servants [of God] regard God as `doing what He pleaseth and ordering what He willeth.' (36) There is no retreat nor way of flight for anyone save unto God, and no refuge nor asylum but in Him. And at no time hath the caviling of men, whether learned or unlearned, been a thing to rely on, nor will it be so. The [very] prophets, who are the pearls of the Ocean of Unity and the recipients of Divine Revelation, have [ever] been the objects of men's aversion and caviling; much more these servants. Even as He saith: `Every nation schemed against their apostle to catch him. And they contended with falsehood therewith to refute the truth.' (37) So likewise He saith, `There came not unto them any apostle but they mocked



35. Qur'án 5:92.
36. Qur'án 2:254; 3:35; 22:14, 19.
37. Qur'án 40:5.
[+PAGE 74]

at him.' (38) Consider the appearance of the Seal of the Prophets, the King of the Elect (the soul of the worlds be His sacrifice); after the dawning of the Sun of Truth from the horizon of the Hijáz what wrongs befell that Manifestation of the Might of the Lord of Glory at the hands of the people of error! So heedless were men that they were wont to consider the vexation of that Holy One as one of the greatest of good works and as the means of approaching God Most High. For in the first years the doctors of that age, whether Jews or Christians, turned aside from that Sun of the Highest Horizon; and, at the turning aside of those persons, all, whether humble or noble, girt up their loins to quench the radiance of that Light of the Horizon of Ideals. The names of all are recorded in books: amongst them were Wahb ibn Rahíb, Ka'b ibn Ashraf, `Abdu'lláh [ibn] Ubayy, and the like of these persons; till at length the matter reached such a point that they convened a meeting to take counsel as to the shedding of the most pure blood of that Holy One, as God (glorious is His mention) hath declared: `And when those who misbelieved plotted against thee to confine thee, or slay thee, or drive thee out; and they plotted, and God plotted; and God is the best of plotters.' (39) So likewise He saith: `And if their aversion be grievous unto thee, then, if thou art able to seek out a hole down into the earth, or a ladder up into the sky, that thou mayest show them a sign--[do so]: but if God pleased He would assuredly bring them all to the true guidance: be not therefore one of the ignorant.' (40) By God, the hearts of those near [unto God] are scorched at the purport of these two blessed verses; but the like of these matters certainly transmitted [to Us] are blotted out of sight, and [men] have not reflected, neither do reflect, what was the reason of the turning aside of



38. Qur'án 15:11; 36:29.
39. Qur'án 8:30.
40. Qur'án 6:35.
[+PAGE 75]

[God's] servants at the appearance of the daysprings of divine lights.

"So, too, before the Seal of the Prophets, consider Jesus the Son of Mary. After the appearance of that Manifestation of the Merciful One all the doctors charged that Quintessence of Faith with misbelief and rebelliousness; until at length, with the consent of Annas, who was the chief of the doctors of that age, and likewise Caiaphas, (41) who was the most learned of the judges, they wrought upon that Holy One that which the pen is ashamed and unable to repeat. The earth with its amplitude was too strait for Him, until God took Him up into the heaven. But were a detailed account of the prophets to be submitted it is feared that weariness might result.

"O would that thou mightest permit, O King, that We should send unto Thy Majesty that whereby eyes would be refreshed, souls tranquilized, and every just person assured that with Him [i.e., Bahá'u'lláh] is knowledge of the Book. Were it not for the turning aside of the ignorant and the willful blindness of the doctors, verily I would utter a discourse whereat hearts would be glad and would fly unto the air from the murmur of whose winds is heard, `There is no God but He.' But now, because the time admitteth it not, the tongue is withheld from utterance, and the vessel of declaration is sealed until God shall unclose it by His power: verily He is the Potent, the Powerful.

"Glory be to Thee, O God! O My God, I ask of Thee in Thy Name, whereby Thou hast subdued whomsoever is in the heavens and the earth, that Thou wilt keep the lamp of Thy religion with the glass of Thy power and Thy favors, so that the winds of denial pass not by it from the region of those who are heedless of the mysteries of Thy Sovereign Name: then increase its light by the oil of Thy wisdom: verily Thou art Potent over whomsoever is in Thy earth and Thy heaven.



41. See John 11:49-50; 18:13-28; Acts 4:6-10.
[+PAGE 76]

"O Lord, I ask of Thee by the Supreme Word, whereat whosoever is in the earth and the heaven feareth save him who taketh hold of the `Most Firm Handle,' (42) that Thou wilt not abandon Me amongst Thy creatures: lift Me up unto Thee, and make Me to enter in under the shadow of Thy mercy, and give Me to drink of the pure wine of Thy grace, that I may dwell under the canopy of Thy glory and the domes of Thy favors: verily Thou art powerful unto that Thou wishest, and verily Thou art the Protecting, the Self-Sufficing.

"O King! The lamps of justice are extinguished, and the fire of persecution is kindled on all sides, until that they have made My people captives. This is not the first honor which hath been violated in the way of God. It behooveth everyone to regard and recall what befell the kindred of the Prophet until that the people made them captives and brought them in unto Damascus the spacious; and amongst them was the Prince of Worshipers, the Stay of the elect, the Sanctuary of the eager (the soul of all beside him be his sacrifice). It was said unto them, `Are ye seceders?' He said, `No, by God, we are servants who have believed in God and in His signs, and through us the teeth of faith are disclosed in a smile, and the sign of the Merciful One shineth forth; through our mention spreadeth Al-Bathá, (43) and the darkness which intervened between earth and heaven is dispelled.' It was said, `Have ye forbidden what God hath sanctioned, or sanctioned what God hath forbidden?' He said, `We were the first who followed the commandments of God: we are the source of command and its origin, and the firstfruits of all good and its consummation: we are the sign of the Eternal, and His commemoration amongst the nations.' It was said, `Have ye abandoned the Qur'án?' He said, `Through us did the Merciful One reveal it; and we are gales of the All-Glorious amidst [His] creatures; we are streams



42. Qur'án 2:257; 31:21.
43. Mecca.
[+PAGE 77]

which have arisen from the most mighty Ocean whereby God revived the earth after its death; from us His signs are diffused, His evidences are manifested, and His tokens appear; and with us are His mysteries and His secrets.' It was said, `For what fault [then] were ye afflicted?' He said, `For the love of God and our severance from all beside Him.'

"Verily We have not repeated his expressions (upon him be peace), but rather We have made manifest a spray from the Ocean of Life which was deposited in his words, that by it those who advance may live and be aware of what hath befallen the trusted ones of God on the part of an evil and most reprobate people. And today We see the people censuring those who acted unjustly of yore, while they oppress more vehemently than those oppressed, and know it not. By God, I do not desire sedition, but the purification of [God's] servants from all that withholdeth them from approach to God, the King of the Day of Invocation.

"I was asleep on My couch: the breaths of My Lord the Merciful passed over Me and awakened Me from sleep: to this bear witness the denizens [of the realms] of His Power and His Kingdom, and the dwellers in the cities of His Glory, and Himself, the True. I am not impatient of calamities in His way, nor of afflictions for His love and at His good pleasure. God hath made affliction as a morning shower to this green pasture, and as a match for His lamp whereby earth and heaven are illumined.

"Shall that which anyone hath of wealth endure unto him, or avail him tomorrow with him who holdeth his forelock? If any should look on those who sleep under slabs and keep company with the dust, can he distinguish the bones of the king's skull from the knuckles of the slave? No, by the King of Kings! Or doth he know governors from herdsmen, or discern the wealthy and the rich from him who was without shoes or carpet? By God, distinction is removed, save for him who fulfilled righteousness and judged uprightly. Where are the


[+PAGE 78]

doctors, the scholars, the nobles? Where is the keenness of their glances, the sharpness of their sight, the subtlety of their thoughts, the soundness of their understandings? Where are their hidden treasures and their apparent gauds, their bejeweled thrones and their ample couches? Alas! All have been laid waste, and the decree of God hath rendered them as scattered dust! Emptied is what they treasured up, and dissipated is what they collected, and dispersed is what they concealed: they have become [such that] thou seest naught but their empty places, their gaping roofs, their uprooted beams, their new things waxed old. As for the discerning man, verily wealth will not divert him from regarding the end; and for the prudent man, riches will not withhold him from turning toward [God] the Rich, the Exalted. Where is he who held dominion over all whereon the sun arose, and who spent lavishly and sought after curious things in the world and what is therein created? Where is the lord of the swarthy squadron and the yellow standard? Where is he who ruled Zawrá, (44) and where he who wrought injustice in [Damascus] the spacious? Where are they at whose bounty treasures were afraid, at whose openhandedness and generosity the ocean was dismayed? Where is he whose arm was stretched forth in rebelliousness, whose heart turned away from the Merciful One? Where is he who used to make choice of pleasures and cull the fruits of desires? Where are the dames of the bridal chambers, and the possessors of beauty? Where are their waving branches and their spreading boughs, their lofty palaces and trellised gardens? Where is the smoothness of the expanses thereof and the softness of their breezes, the rippling of their waters and the murmur of their winds, the cooing of their doves and the rustling of their trees? Where are their laughing hearts and their smiling teeth? Woe unto them! They have descended to the abyss and become companions to the pebbles; today no mention is heard of them



44. Baghdád.
[+PAGE 79]

nor any sound; nothing is known of them nor any hint. Will the people dispute it while they behold it? Will they deny it when they know it? I know not in what valley they wander erringly: do they not see that they depart and return not? How long will they be famous in the low countries and in the high, descend and ascend? `Is not the time yet come to those who believe for their hearts to become humble for the remembrance of God?' (45) Well is it with that one who hath said or shall say, `Yea, O Lord, the time is ripe and hath come,' and who severeth himself from all that is. Alas! naught is reaped but what is sown, and naught is taken but what is laid up, save by the grace of God and His favor. Hath the earth conceived Him whom the veils of glory prevent not from ascending into the Kingdom of His Lord, the Mighty, the Supreme? Have We any good works whereby defects shall be removed or which shall bring Us near unto the Lord of causes? We ask God to deal with Us according to His grace, not His justice, and to make Us of those who turn toward Him and sever themselves from all beside Him.

"O King, I have seen in the way of God what no eye hath seen and no ear hath heard. Friends have disclaimed Me; ways are straitened unto Me; the pool of safety is dried up; the plain of ease is [scorched] yellow. How many calamities have descended, and how many will descend! I walk advancing toward the Mighty, the Bounteous, while behind Me glides the serpent. My eyes rain down tears until My bed is drenched; but My sorrow is not for Myself. By God, My head longeth for the spears for the love of its Lord, and I never pass by a tree but My heart addresseth it [saying], `O would that thou wert cut down in My name and My body were crucified upon thee in the way of My Lord'; yea, because I see mankind going astray in their intoxication, and they know it not: they have exalted their lusts, and put aside their God, as though they took the command



45. Qur'án 57:15.
[+PAGE 80]

of God for a mockery, a sport, and a plaything; and they think that they do well, and that they are harbored in the citadel of security. The matter is not as they suppose: tomorrow they shall see what they [now] deny.

"We are about to shift from this most remote place of banishment (46) unto the prison of Akká. And, according to what they say, it is assuredly the most desolate of the cities of the world, the most unsightly of them in appearance, the most detestable in climate, and the foulest in water; it is as though it were the metropolis of the owl; there is not heard from its regions aught save the sound of its hooting. And in it they intend to imprison the Servant, and to shut in Our faces the doors of leniency and take away from Us the good things of the life of the world during what remaineth of Our days. By God, though weariness should weaken Me, and hunger should destroy Me, though My couch should be made of the hard rock and My associates of the beasts of the desert, I will not blench, but will be patient, as the resolute and determined are patient, in the strength of God, the King of Preexistence, the Creator of the nations; and under all circumstances I give thanks unto God. And We hope of His graciousness (exalted is He) the freedom of Our necks from chains and shackles in this imprisonment: and that He will render [all men's] faces sincere toward Him, the Mighty, the Bounteous. Verily He answereth him who prayeth unto Him, and is near unto him who calleth on Him. And We ask Him to make this dark calamity a buckler for the body of His saints, and to protect them thereby from sharp swords and piercing blades. Through affliction hath His light shone and His praise been bright unceasingly: this hath been His method through past ages and bygone times.

"The people shall know what today they understand not when their steeds shall stumble, their beds be rolled up, their



46. Adrianople.
[+PAGE 81]

swords be blunted, and their footsteps slip. I know not how long they shall ride the steed of desire and wander erringly in the desert of heedlessness and error. Of glory shall any glory endure, or of abasement any abasement? Or shall he endure who used to stay himself on high cushions, and who attained in splendor the utmost limit? No, by My Lord the Merciful! `All that is thereon is transient, and there remaineth [only] the face of My Lord' the Mighty, the Beneficent. What buckler hath not the arrow of destruction smitten, or what pinion hath not the hand of fate plucked? From what fortress hath the messenger of death been kept back when he came? What throne hath not been broken, or what palace hath not been left desolate? Did men but know what pure wine of the mercy of their Lord, the Mighty, the All-Knowing, was beneath the seal, they would certainly cast aside reproach and seek to be satisfied by this Servant; but now have they veiled Me with the veil of darkness which they have woven with the hands of doubts and fancies. The White Hand shall cleave an opening to this sombre night. On that day the servants [of God] shall say what those caviling women said of yore, that there may appear in the end what began in the beginning. Do they desire to tarry when their foot is in the stirrup? Or do they see any return in their going? No, by the Lord of Lords, save in the Resurrection! On that day men shall arise from the tombs and shall be questioned concerning their riches. Happy that one whom burdens shall not oppress on that day whereon the mountains shall pass away and all shall appear for the questioning in the presence of God the Exalted! Verily He is severe in punishing.

"We ask God to sanctify the hearts of certain of the doctors from rancor and hatred that they may regard things with eyes which closure overcometh not; and to raise them unto a station where the world and the lordship thereof shall not turn them aside from looking toward the Supreme Horizon, and where [anxiety for] gaining a livelihood and [providing]


[+PAGE 82]

household goods shall not divert them from [the thought of] that day whereon the mountains shall be made like carpets. Though they rejoice at that which hath befallen Us of calamity, there shall come a day whereon they shall wail and weep. By My Lord, were I given the choice between the glory and opulence, the wealth and dignity, the ease and luxury wherein they are, and the distress and affliction wherein I am, I would certainly choose that wherein I am today, and I would not now exchange one atom of these afflictions for all that hath been created in the kingdom of production! Were it not for afflictions in the way of God My continuance would have no sweetness for Me, nor would My life profit Me. Let it not be hidden from the discerning and such as look towards the chiefest outlook that I, during the greater part of My days, was as a Servant sitting beneath a sword suspended by a single hair who knoweth not when it shall descend upon Him, whether it shall descend instantly or after a while. And in all this We give thanks to God the Lord of the worlds, and We praise Him under all circumstances: verily He is a witness unto all things.

"We ask God to extend His shadow, (47) that the unitarians may haste thereto, and that the sincere may take shelter therein; and to bestow on [these] servants flowers from the garden of his grace and stars from the horizon of his favors; and to assist him in that which he liketh and approveth; and to help him unto that which shall bring him near to the Dayspring of His Most Comely Names, that he may not shut his eyes to the wrong which he seeth, but may regard his subjects with the eye of favor and preserve them from violence. And we ask Him (exalted is He) to make thee a helper unto His religion and a regarder of His justice, that thou mayest rule over [His] servants as thou rulest over those of thy kindred, and mayest choose for them what thou wouldest choose for thyself. Verily



47. Reference to the Sháh of Persia.
[+PAGE 83]

He is the Potent, the Exalted, the Protecting, the Self-Subsistent."

Now since suitable occasion hath arisen it hath been considered appropriate that some of the precepts of Bahá'u'lláh which are contained in tracts and epistles should also be inserted briefly in this treatise, so that the main principles and practice and [their] foundations and basis may become clear and apparent. And these texts have been copied from numerous tracts.

Amongst them [is this]: "Consort with [people of all] religions with spirituality and fragrance.... Beware lest the zeal of ignorance possess you amongst mankind. All originated from God and returneth unto Him: verily He is the Source of creation and the Goal of the worlds."

And amongst them [is this]: "Ye are forbidden sedition and strife in the books and epistles; and herein I desire naught save your exaltation and elevation, whereunto beareth witness the heaven and its stars, the sun and its radiance, the trees and their leaves, the seas and their waves, and the earth and its treasures. We ask God to continue His saints and strengthen them unto that which befitteth them in this blessed, precious, and wondrous station, and We ask Him to assist those who surround Me to act according to that whereunto they have been commanded on the part of the Supreme Pen."

And amongst them [is this]: "The fairest tree of knowledge is this sublime word: `Ye are all the fruit of one tree and the leaves of one branch.' Pride is not for him who loves his country, but for him who loves the [whole] world."

And amongst them [is this]: "Verily he who educateth his son, or one of the sons [of another], it is as though he educated one of My sons. Upon him be the splendor of God, and His grace, and His mercy which preceded the worlds."

Amongst them [is this]: "O people of Bahá! Ye have been and are the dawnings of affection and the daysprings of divine


[+PAGE 84]

grace: defile not the tongue with cursing or execration of anyone, and guard the eye from that which is not seemly. Show forth that which ye have: if it be accepted, the object is attained; if not, interference is vain: leave him to himself, [while] advancing toward God, the Protecting, the Self-Subsistent. Be not a cause of grief, much less of strife and sedition. It is hoped that ye will be nurtured in the shade of the lote-tree of Divine Grace, and practice that which God desireth. Ye are all leaves of one tree and drops of one sea."

Amongst them [is this]: "The faith of God and religion of God hath been revealed and manifested from the heaven of the Will of the King of Preexistence only for the union and concord of the dwellers upon earth: make it not a cause of discord and dissension. The principal means and chief instrument for [bringing about] the appearance and irradiance of the luminary of concord is the religion of God and the Law of the Lord; while the growth of the world, the education of the nations, and the peace and comfort of those in all lands are through the divine ordinances and decrees. This is the principal means for this most great gift; it giveth the cup of life, bestoweth everlasting life, and conferreth eternal blessedness. The chiefs of the earth, especially the exemplars of divine justice, must make strenuous efforts to guard this state and to upraise and preserve it. So likewise that which is necessary is inquiry into the condition of the people, and cognizance of the deeds and circumstances of each one of the different classes. We desire of the exemplars of God's power, namely of kings and chiefs, that they will make endeavor: perchance discord may depart out of [their] midst, and the horizons may be illumined with the light of concord. All must hold to that which floweth from the Pen of Reminder, and practice it. God witnesseth and [all] the atoms of existences testify that we have mentioned that which will be the cause of the exaltation, elevation, education, preservation, and reformation of the dwellers upon earth. We desire of God that He will strengthen


[+PAGE 85]

[His] servants. That which this Oppressed One seeketh of all is justice and fairness: let them not be satisfied with listening; let them ponder on what hath become manifest from this Oppressed One. I swear by the Sun of Revelation, which hath shone forth from the horizon of the heaven of the Kingdom of the Merciful One, that, if any [other] expositor or speaker had been beheld, I would not have made Myself an object for the malevolence and the calumnies of mankind." Finis.

By these sentences a clue to the principles, ideas, line of conduct, behavior, and intentions of this sect is placed in the hand; whereas if we seek to become acquainted with the truth of this matter through the accounts and stories which are in the mouths of men, the truth will be entirely concealed and hidden by reason of their manifold differences and contrariety. It is therefore best to discover the principles and objects of this sect from the contents of their teachings, tracts, and epistles. There is no authority nor are there any proofs or texts superior to these, for this is the foundation of foundations and the ultimate criterion. One cannot judge of the generality by the speech or action of individuals, for diversity of states is one of the peculiarities and concomitants of the human race.

At all events, in the beginning of the year one thousand two hundred and eighty-five [A.H.] they transferred Bahá'u'lláh and all those persons who were with Him from Adrianople to the prison of Akká, and Mírzá Yahyá to the fortress of Famagusta, and there they remained. (48) But in Persia after a while sundry persons who were discerning in matters, notable for wise policy, and aware and cognizant of the truth of the earlier and later events, made representation before the presence of His Majesty the King saying, "What has hitherto been reported, related, asserted, and alleged concerning this sect in the Royal Presence was either an exaggeration, or else [the speakers] fabricated statements with a view to [their own]



48. 1868.
[+PAGE 86]

individual designs and the attainment of personal advantages. If so be that His Majesty the King will investigate matters in his own noble person, it is believed that it will become clear before his presence that this sect have no worldly object nor any concern with political matters. The fulcrum of their motion and rest and the pivot of their cast and conduct is restricted to spiritual things and confined to matters of conscience; it has nothing to do with the affairs of government nor any concern with the powers of the throne; its principles are the withdrawal of veils, the verification of signs, the education of souls, the reformation of characters, the purification of hearts, and illumination with the gleams of enlightenment. That which befits the kingly dignity and beseems the world-ordering diadem is this, that all subjects of every class and creed should be the objects of bounty, and [should abide] in the utmost tranquility and prosperity under the wide shadow of the King's justice. For the divine shadow is the refuge of all the dwellers upon earth and the asylum of all mankind; it is not limited to one party. In particular, the true nature and real doctrine of this sect have [now] become evident and well known: all their writings and tracts have repeatedly and frequently fallen into [our] hands, and are to be found preserved in the possession of the government. If they be perused, the actual truth and inward verity will become clear and apparent. These pages are entirely taken up with prohibitions of sedition, [recommendations of] upright conduct amongst mankind, obedience, submission, loyalty, conformity, and acquisition of laudable qualities, and encouragements to become endowed with praiseworthy accomplishments and characteristics. They have absolutely no reference to political questions, nor do they treat of that which could cause disturbance or sedition. Under these circumstances a just government can [find] no excuse, and possesses no pretext [for further persecuting this sect] except [a claim to the right of] interference in thought and conscience, which are the private possessions of


[+PAGE 87]

the heart and soul. And, as regards this matter, there has [already] been much interference, and countless efforts have been made. What blood has been shed! What heads have been hung up! Thousands of persons have been slain; thousands of women and children have become wanderers or captives; many are the buildings which have been ruined; and how many noble races and families have become headless and homeless! Yet naught has been effected and no advantage has been gained; no remedy has been discovered for this ill, nor any easy salve for this wound. [To insure] freedom of conscience and tranquility of heart and soul is one of the duties and functions of government, and is in all ages the cause of progress in development and ascendency over other lands. Other civilized countries acquired not this preeminence, nor attained unto these high degrees of influence and power, till such time as they put away the strife of sects out of their midst, and dealt with all classes according to one standard. All are one people, one nation, one species, one kind. The common interest is complete equality; justice and equality amongst mankind are amongst the chief promoters of empire and the principal means to the extension of the skirt of conquest. From whatever section of earth's denizens signs of contentiousness appear, prompt punishment is required by a just government; while any person who girds up the loins of endeavor and carries off the ball of priority is deserving of royal favors and worthy of splendid gifts. Times are changed, and the need and fashion of the world are changed. Interference with creed and faith in every country causes manifest detriment, while justice and equal dealing towards all peoples on the face of the earth are the means whereby progress is effected. It is right to exercise caution and care with regard to political factions, and to be fearful and apprehensive of materialist sects; for the subjects occupying the thoughts of the former are [designs of] interference in political matters and [desire of] ostentation, while the actions and conduct of the latter are subversive of


[+PAGE 88]

safety and tranquility. But this sect are steadfast in their own path and firmly established in conduct and faith; they are pious, devoted, tenacious, and consistent in such sort that they freely lay down their lives, and, after their own way, seek to please God; they are strenuous in effort and earnest in endeavor; they are the essence of obedience and most patient in hardship and trouble; they sacrifice their existence and raise no complaint or cry; what they utter is in truth the secret longing of the heart, and what they seek and pursue is by the direction of a leader. It is therefore necessary to regard their principles and their Chief, and not to make a trivial thing a pretext. Now since the conduct of the Chief, the teachings of His epistles, and the purport of His writings are apparent and well known, the line of action of this sect is plain and obvious as the sun. Of whatever was possible and practicable by way of discouragement, determent, eradication, intimidation, reprehension, slaughter, banishment, and stripes there was no lack, yet nothing was thereby effected. In other countries when they perceived severity and persecution in such instances to be identical with stimulation and incitement, and saw that paying no attention was more effectual, they abated the fire of revolution. Therefore did they universally proclaim the equal rights of all denominations, and sounded the liberty of all classes from east to west. This clamor and outcry, this uproar and conflagration, are the consequences of instigation, temptation, incitement, and provocation. For thirty years there has been no rumor of disturbance or rebellion, nor any sign of sedition. Notwithstanding the duplication of adherents and the increase and multiplication of this body, through many admonitions and encouragements to virtue this sect are all in the utmost repose and stability: they have made obedience their distinctive trait, and in extreme submissiveness and subordination are the loyal subjects of the King. On what lawful grounds can the government further molest them, or permit them to be slighted? Besides this, interference with the


[+PAGE 89]

consciences and beliefs of peoples, and persecution of diverse denominations of men is an obstacle to the expansion of the kingdom, an impediment to the conquest of other countries, an obstruction to multiplication of subjects, and contrary to the established principles of monarchy. In the time when the mighty government of Persia did not interfere with [men's] consciences, diverse sects entered in and abode beneath the banner of the great king, and [many] different peoples reposed and served under the shadow of that mighty government's protection. The extent of the empire increased from day to day; the greater portion of the continent of Asia was under the just rule of its administration; and the majority of the different religions and races were [represented] amongst the subjects of him who wore its crown. But when the custom of interference with the creeds of all sects arose, and the principle of inquiring into men's thoughts became the fashion and practice, the extensive dominions of the empire of Persia diminished, and many provinces and vast territories passed out of her hands, until it reached such a point that the great provinces of Túrán, Assyria, and Chaldea were lost; until--what need of prolixity? --the greater part of the regions of Khurásán likewise passed out of the control of the government of Persia by reason of the interference with matters of conscience and the fanaticism of its governors. For the cause of the Afghan independency and the revolt of the Turcoman tribes was in truth this thing, else were they at no time or period separate from Persia. In face of its evident harmfulness what necessity is there for persecuting the harmless? But if we desire to put in force the sentence [of the doctors of religion] no one will escape fetters and chains and the keenness of the sword, for in Persia, apart from this sect, there exist diverse sects, such as the Mutásharrís, the Shaykhís, the Súfís, the Nusayris, and others, each one of whom regards the other as infidels and accuses them of crime. Under these circumstances what need that the government should persecute this one or that one, or


[+PAGE 90]

disturb itself about the ideas and consciences of its subjects and people? All are the subjects of the king, and are under the shadow of the royal protection. Everyone who hears and obeys should be undisturbed and unmolested, while everyone who is rebellious and disobedient deserves punishment at the hands of his Majesty the King. Above all, the times are completely changed, while principles and institutions have undergone alteration. In all countries such actions hinder development and progress, and cause decline and deterioration. Of the violent agitation which has befallen the supports of Oriental government the chief cause and principal factor are in truth these laws and habits of interference; while that state the seat of whose dominion over the Atlantic and the Baltic is in the furthest regions of the North has, by reason of equal dealing with its different subjects and the establishment of the uniform political rights of diverse nationalities, acquired extensive colonies in each of the five continents of the world. (49) Where is this little island in the North Atlantic, and where the vast territory of the East Indies? Can such extension be obtained save by equal justice to all peoples and classes? At all events, by means of just laws, freedom of conscience, and uniform dealing and equity towards all nationalities and peoples, they have actually brought under their dominion nearly all of the inhabited quarter of the world, and by reason of these principles of freedom they have added day by day to the strength, power, and extent of their empire, while most of the peoples on the face of the earth celebrate the name of this state for its justice. As regards religious zeal and true piety, their touchstone and proof are firmness and steadfastness in noble qualities, virtues, and perfections, which are the greatest blessings of the human race; but not interference with the belief of this one or that one, demolition of edifices, and cutting off of the human race. In the middle ages, whereof the beginning



49. England.
[+PAGE 91]

was the time of the fall of the Roman Empire, and the end the capture of Constantinople at the hands of [the followers of] Islám, fierce intolerance and molestation of far and near arose in [all] the countries of Europe by reason of the paramount influence of religious leaders. The matter came to such a pass that the edifice of humanity seemed tottering to its fall, and the peace and comfort of chief and vassal, king and subject, became hidden behind the veil of annihilation. Night and day all parties were slaves to apprehension and disquietude: civilization was utterly destroyed: the control and order of countries was neglected: the principles and essentials of the happiness of the human race were in abeyance: the supports of kingly authority were shaken: but the influence and power of the heads of religion and of the monks were in all parts complete. But when they removed these differences, persecution, and bigotries out of their midst, and proclaimed the equal rights of all subjects and the liberty of men's consciences, the lights of glory and power arose and shone from the horizons of that kingdom in such wise that those countries made progress in every direction; and whereas the mightiest monarchy of Europe had been servile to and abased before the smallest government of Asia, now the great states of Asia are unable to oppose the small states of Europe. These are effectual and sufficient proofs that the conscience of man is sacred and to be respected; and that liberty thereof produces widening of ideas, amendment of morals, improvement of conduct, disclosure of the secrets of creation, and manifestation of the hidden verities of the contingent world. Moreover, if interrogation of conscience, which is one of the private possessions of the heart and the soul, take place in this world, what further recompense remains for man in the court of divine justice at the day of general resurrection? Convictions and ideas are within the scope of the comprehension of the King of kings, not of kings; and soul and conscience are between the fingers of control of the Lord of hearts, not of [His] servants. So in the world of


[+PAGE 92]

existence two persons unanimous in all grades [of thought] and all beliefs cannot be found. `The ways unto God are as the number of the breaths of [His] creatures' is a mysterious truth, and `To every [people] We have appointed a [separate] rite' (50) is one of the subtleties of the Qur'án. If this vast energy and precious time which have been expended in persecuting other religions, and whereby no sort of result or effect has been obtained, had been spent in strengthening the basis of the monarchy, fortifying the imperial throne, making prosperous the realms of the sovereign, and quickening the subjects of the king, ere now the royal dominions would have become prosperous, the seed-plot of the people would have been watered by the bounty of princely justice, and the splendor of the kingdom of Persia would be evident and apparent as the true dawn throughout the horizons of the world."

These questions and considerations, at all events, certain persons have reported. But let us return to our original subject. The Royal Personage was pleased to investigate the hidden secret in his own noble person. According to the account transmitted, it became clear and obvious before the [Royal] Presence that most of these suspicions arose from the intrigues of persons of influence who were continually engaged in fabricating matters behind the veil of fancy and casting suspicion upon the community, and who, to attain advantages for themselves and preserve their own positions, were wont to make motes appear as globes, and straws as mountains in the mirror of their imagination. For these suspicions there was absolutely no foundation or basis, nor had these assertions any proof or verisimilitude. What power and ability have the helpless people, or what boldness and strength have poor subjects that they should inflict injury or hurt on the sovereign might, or be able to oppose the military forces of the crown?

From that time till now disturbance and sedition have been



50. Qur'án 22:35.
[+PAGE 93]

on the wane in Persia, and clamor and strife have ceased; although [still] on rare occasions certain of the official doctors do, for their own personal and private advantage, stir up the common folk, raise a hue and cry, and, by their importunity and pertinacity, molest one or two individuals of this sect, as happened ten or twelve years ago in Isfahán. For there were amongst the inhabitants of Isfahán two brothers, Siyyids of Tabátabá, Siyyid Hasan and Siyyid Husayn, celebrated in those parts for piety, trustworthiness, and nobility; men of wealth, engaged in commerce, behaving towards all men with perfect kindliness and courtesy. And to all outward appearance no one had observed in either of these two brothers any swerving from what was best, much less any conduct or behavior which could deserve torment or punishment; for, as is related, they were admitted by all [preeminent] in all praiseworthy and laudable qualities, while their deeds and actions were like exhortations and admonitions. These had transacted business with Mír Muhammad Husayn the Imám-Jum'ih of Isfahán; and when they came to make up their accounts it appeared that the sum of eighteen thousand tumans was due to them. They [therefore] broke off [further] transactions, prepared a bond for this sum, and desired it to be sealed. This thing was grievous to the Imám-Jum'ih, so that he came to the stage of anger and enmity. Finding himself in debt, and having no recourse but to pay, he raised clamor and outcry saying "These two brothers are Bábís and deserve severe punishment from the king." A crowd at once attacked their house, plundered and pillaged all their goods, distressed and terrified their wives and children, and seized and despoiled all their possessions. Then, fearing that they might refer the punishment to the step of the king's throne and loose their tongues in demand of redress, he [i.e., the Imám-Jum'ih] fell to thinking how to compass their death and destroy them. He therefore persuaded certain of the doctors to cooperate with him, and they pronounced sentence of death. Afterwards they arrested those two


[+PAGE 94]

brothers, put them in chains, and brought them before the public assembly. Yet seek as they might to fix on them some accusation, find some fault, or discover some pretext, they were unable to do so. At length they said, "You must either renounce this faith, or else lay down your heads beneath the sword of punishment." Although some of those present urged them saying, "Say merely `We are not of this sect,' and it is sufficient, and will be the means of your deliverance and protection," they would by no means consent, but rather confirmed and declared it with eloquent speech and affecting utterance, so that the rage and violence of the Imám-Jum'ih boiled over, and, not satisfied with killing and destroying them, they inflicted sundry indignities on their bodies after death to mention which is not fitting, and of which the details are beyond the power of speech. Indeed in such wise was the blood of these two brothers shed that even the Christian priest of Julfá cried out, lamented, and wept on that day; and this event befell after such sort that everyone wept over the fate of those two brothers, for during the whole period of their life they had never distressed the feelings even of an ant, while by general report they had in the time of the famine in Persia spent all their wealth in relieving the poor and distressed. Yet, notwithstanding this reputation, were they slain with such cruelty in the midst of the people!

But now for a long while the justice of the King has prevented and withheld, and none dares attempt such grievous molestations.