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德语 — Der verheißene Tag ist gekommen.txt
DER VERHEISSENE TAG IST GEKOMMEN

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#1

S H O G H I E F F E N D I

DER VERHEISSENE TAG IST GEKOMMEN



#2



#3

SHOGHI EFFENDI

DER VERHEISSENE TAG IST GEKOMMEN

BAHÁ'Í-Verlag GmbH . FRANKFURT AM MAIN



#4

Deutsch auf Grund der englischen Ausgabe "The Promised Day is Come",

Wilmette /Ill., USA 1943

Alle Rechte vorbehalten (c) Bahá'í-Verlag GmbH 1967 (Bahá'í- Jahr 124)











#5

INHALT

Einführung: Die Bahá'í-Weltreligion 7

Vorwort 15

1 Der verheißene Tag ist gekommen 21

2 Das Gottesgericht 23

3 Welche Antwort auf Seinen Ruf? 26

4 Schlaglichter dieses ergreifenden Dramas 33

5 Eine Welt rückte von Ihm ab 38

6 EmpfängerderBotsclrafl 42

7 Tablets an die Könige 45

8 Das Größte Gesetz geoffenbart 51

9 Dem Papste geoffenbart 58

10 Halte den Unrerdrücker ab 70

11 Gottes Stellvertreter auf Erden 76

12 Rasche und vollständige Demütigung 84

13 Der Aufsrieg des Bolschewismus 92

14 Das Ende des Heiligen Römischen Reiches 97

15 Was geschah mir der Türkei und Persien? 98

16 Der Untergang des türkischen Reiches 101

17 Göttliche Vergeltung am Hause der Kadscharen 105

18 Der Niedergang im Geschick des Königrums 112

19 Anerkennung des Königtums 113

20 Der Zerfall religiöser Orthodoxie 118

21 Worte an die muhammadanischen Geistlichen 132

22 Das sinkende Glück des schiischen Islám 141

23 Der Zusammenbruch des Kalifates 147

24 Eine Warnung an alle Völker 153

25 Seine Borschaften an christliche Führer 154

26 Christliche Nationen gegen christliche Nationen 161

27 Die Fortdauer der Offenbarung 164

28 DiedreifalschenGötter 172

29 Die geschwächten Pfeiler der Religion173

30 Gottesplan 176

31 Das künftige Große Zeitalter 178

32 Religion und soziale Entwicklung 180

33 Die weitere, umfassende Treue 184

34 Ein Weltstaatenbund 185

35 Erläuterungen 189

36 Index 202











#7

DIE BAHÁ'Í-WELTRELIGION


Der Glaube, der von Bahá'u'lláh begründet wurde, entstand in Persien um die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts. Nach längerer Verbannung des Gründers, zuletzt nach der türkischen Strafkolonie 'Akká, und späterhin nach Seinem Tod und Seiner Beisetzung bei 'Akká, hat der Glaube sein endgültiges Zentrum im Heiligen Land gefunden. Heute ist er im Begriff, die Grundlagen seines Verwaltungszentrums für die ganze Welt in der Stadt Haifa aufzubauen.

Wenn man seinen Anspruch, wie er unmißverständlich durch seinen Begründer verfochten wurde, und die Art des Wachstums der Bahá'í-Gemeinde in allen Teilen der Welt betrachtet, dann kann dieser Glaube nicht anders angesehen werden als eine Weltreligion, die dazu bestimmt ist, sich im Laufe der Zeiten zu einem weltumfassenden Gemeinwesen zu entwicheln. Das Kommen dieses Glaubens kündigt das Goldene Zeitalter der Menschheit an, jenes Zeitalter, das die Einheit des Menschengeschlechtes unerschütterlich begründen, seine Reife erreichen und seine Bestimmung durch die Geburt und Verwirklichung einer alles umfassenden Zivilisation erfüllen wird.


Neue Darlegung ewiger Wahrheiten

Obwohl dem schiitischen Islám entsprungen und in den ersten Entwicklungsphasen von den Anhängern des muhammadanischen und des christlichen Glaubens nur als eine obskure Sekte, ein asiatischer Kult oder ein Ableger der muhammadanischen Religion betrachtet, beweist dieser Glaube nunmehr in wachsendem Maße sein Anrecht auf eine andere Beurteilung als nur die eines weiteren religiösen Systems, das sich den bekämpfenden Glaubensbekenntnissen zugesellte, die so viele Geschlechter lang die Menschheit zerspalten und ihr Wohlergehen gestört haben. Vielmehr ist er eine neue Darlegung der ewigen Wahrheiten, die allen Religionen der Vergangenheit zugrunde liegen. Dieser Glaube ist eine einigende Macht, die den Anhängern dieser Religion einen neuen geistigen Antrieb, eine neue Hoffnung und Liebe zur Menschheit gibt und sie durch eine neue Betrachtungsart, die der grundsätzlichen Einheit der religiösen Lehren, anfeuert. Er zeigt vor ihren Augen die herrliche Berufung auf, die dem Menschengeschlecht winkt.

Die Anhänger dieses Glaubens stehen fest zu dem grundlegenden Prinzip, wie es von Bahá'u'lláh verkündet worden ist, daß religiöse Wahrheit nicht absolut, sondern relativ ist, daß Gottesoffenbarung ein fortdauerndes und fortschreitendes Geschehnis ist, daß alle großen Religionen der Welt göttlich in ihrem Ursprung sind, daß ihre Grundsätze miteinander in völligem Einklang stehen, daß ihre Ziele und Absichten ein und dieselben sind, daß ihre Lehren nur Widerspiegelungen der einen Wahrheit sind, daß ihr Wirken sich ergänzt, daß sie sich nur in unwesentlichen Teilen ihrer Lehren unterscheiden und daß ihre Sendungen aufeinanderfolgende geistige Entwichlungsstufen der Menschheit darstellen.


#8

Die Versöhnung der sich streitenden Bekenntnisse


Das Ziel Bahá'u'lláhs, des Gottesoffenbarers dieses neuen und großen Zeitalters, in das die Menschheit eingetreten ist - sein Kommen erfüllt die Prophezeiungen des Neuen und Alten Testamentes wie auch des Qur'án (Korans), die sich auf das Erscheinen des Verheißenen am Ende der Zeiten, am Tage des Gerichts beziehen - ist nicht die Aufhebung, sondern die Erfüllung der Offenbarungen der Vergangenheit. Er bringt die Versöhnung, nicht die Betonung der Gegensätze der sich streitenden Glaubensbekenntnisse, welche die heutige Menschheit noch zerreißen.

Bahá'u'lláh ist weit davon entfernt, die Stufe der Ihm vorausgegangenen Gottesoffenbarer herabsetzen oder Ihre Lehren schmälern zu wollen. Vielmehr will Er die Grundwahrheiten, die in allen diesen Lehren liegen, in einer Weise neu darlegen, wie sie den Nöten der Menschheit entspricht, auf ihre Fassungskraß abgestimmt ist und auf Fragen, Leiden und Verwirrungen der Zeit, in der wir leben, angewendet werden kann.

Seine Sendung ist zu verkünden, daß die Zeiten der Kindheit und Unreife des Menschengeschlechtes vorüber sind, daß die Erschütterungen der heutigen Stufe der Jugend langsam und schmerzvoll die Stufe der Reife vorbereiten und das Nahen jener Zeit der Zeiten verkünden, da die Schwerter in Pflugscharen umgewandelt werden, das von Jesus Christus verheißene Reich begründet und der Friede auf diesem Planeten endgültig und dauernd gesichert sein wird.

Auch erhebt Bahá'u'lláh nicht den Anspruch auf Endgültigkeit Seiner eigenen Offenbarung. Er erklärt vielmehr ausdrücklich, daß in den späteren Phasen der endlos weiterschreitenden Menschheitsentwicklung ein volleres Maß der Wahrheit enthüllt werden muß als Ihm von dem Allmächtigen in einem für die Menschheit so kritischen Zeitpunkt gestattet wurde.


#9

Einheit des Menschengeschlechtes


Der Bahá'í-Glaube hält die Einheit Gottes hoch, anerkennt die Einheit seiner Offenbarer und betont vor allem den Grundsatz der Einheit und Harmonie aller Menschenrassen.

Er verkündet, daß die Einigung der Menschheit notwendig und unumgänglich ist, hebt hervor, daß wir uns dieser langsam nähern, und stellt die These auf, daß nichts anderes als der verwandelnde Geist Gottes, der durch sein erwähltes Sprachrohr an diesem Tage wirkt, letzten Endes diesen Zustand herbeiführeii kann.

Der Bahá'í-Glaube erlegt seinen Anhängern vor allem die Pflicht des ungehemmten Suchens nach Wahrheit auf, verwirft alle Arten von Vorurteil und Aberglauben und erklärt, daß der Zweck der Religion die Förderung von Freundschaft und Einracht sei.

Dieser Glaube werkünder in wesentlichen Fragen seine Übereinstimmung mit der Wissenschafl und erkennt diese als die größte Kraft für die Befriedigung und den geregelten Fortschritt der Menschheit.

Er hält eindeutig den Grundsatz gleicher Rechte, gleicher Möglichkeiten und Vorrechte für Männer und Frauen hoch, besteht auf guter Erziehung als Pflicht, beseitigt die Extreme von Armut und Reichtum, schafft die Einrichtung des Priesterstandes ab, verbietet Sklaverei, Askese, Bettelei und Mönchtum, schreibt die Einehe vor, mißbilligt die Scheidung, betont die Notwendigkeit des Gehorsams gegenüber der Regierung, erhöht jede Arbeit, die im Geiste des Dienstes getan wird, zum Rang des Gottesdienstes, drängt auf die Schaffung oder Auswahl einer Welthilfssprache und gibt einen Umriß für die Einrichtungen, welche den Weltfrieden begründen und dauerhaft machen sollen.


#10

Der Herold


Der Bahá'í-Glaube kreist um drei Hauptgestalten, deren erste ein Jüngling aus Shíráz (Schiras) namens Mírzá 'Alí Muhammad war, bekannt als der Báb (das Tor). Er erhob im Mai 1844, im Alter von 25 Jahren, unter Berufung auf die Heiligen Schriften früherer Offenbarungen den Anspruch, der Vorbote und Wegbereiter für das Kommen eines Größeren als Er selbst zu sein. Die Sendung dieses Einen sei, entsprechend diesen Schriften, eine Ära des Friedens und der Gerechtigkeit einzuleiten, die als die Vollendung aller früheren Sendungen begrüßt würde, und einen neuen Zyklus in der Religionsgeschichte der Menschheit zu begründen. - Rasch setzte strenge Verfolgung ein, die von den organisierten Mächten der Kirche und des Staates seines Geburtslandes ausging und schließlich zu seiner Gefangenschaff, Verbannung und Hinrichtung im Juli 1850 in Tabríz (Täbris) führte. Nicht weniger als 20 000 seiner Anhänger wurden mir so barbarischer Grausamkeit hingemordet, daß sie das warme Mitgefühl und die unbegrenzte Bewunderung abendländischer Schriftsteller, Diplomaten, Reisender und Gelehrter hervorrief.


#11

Bahá'u'lláh


Mírzá Husayn-'Alí, genannt Bahá'u'lláh (die Herrlichkeit Gottes), aus der Provinz Mázindarán stammend, dessen Kommen der Báb verkündet hatte, wurde von diesen gleichen Mächten der Unwissenheit und des Fanatismus angegriffen, in Tihrán Teheran) eingekerkert, 1852 aus Seinem Heimatland nach Baghdád, von dort nach Konstantinopel und Adrianopel (heute Edirne) und schließlich in die Gefängnisstadt 'Akká verbannt, wo Er nicht weniger als 24 Jahre lang gefangengehalten wurde. Unweit davon starb Er im Jahre 1892. In der Zeit Seiner Verbannung, vor allem in Adrianopel und in 'Akká, gab Er den Gesetzen und Vorschriften seiner Sendung Ausdruck. Er erklärte in mehr als einhundert Schriften die Grundsätze seines Glaubens und verkündete seine Botschaft den Königen und Herrschern des Ostens und des Westens, Christen sowohl wie Muhammadanern.


'Abdu'l-Bahá

Sein ältester Sohn, 'Abbás Effendi, bekannt als 'Abdu'l-Bahá (Diener Gottes), war von Bahá'u'lláh zu seinem gesetzlichen Nachfolger und bevollmächtigten Ausleger Seiner Lehren ernannt worden. Er war seit Seiner frühesten Kindheit Seinem Vater eng verbunden und teilte dessen Verbannung und Leiden. Er blieb ein Gefangener bis 1908, wo Er nach der jungtürkischen Revolution aus der Haft entlassen wurde. Nunmehr verlegte Er seinen Wohnsitz nach Haifa, brach dann bald zu einer drei Jahre währenden Reise nadi Ägypten, Europa und Nordamerika auf, in deren Verlauf Er vor vielen Menschen die Lehren seines Vaters auslegte und das Nahen der Katastrophe voraussagte, die bald darauf die Menschheit überkommen sollte. Seine Rückkehr erfolgte am Vorabend des Ersten Weltkrieges, in dem Er bis zur Befreiung Palästinas dauernden Gefahren ausgesetzt war.

1921 verschied 'Abdu'l-Bahá. Er wurde auf dem Berge Karmel in dem Grabmal beigesetzt, das nadi dem Gebot Bahá'u'lláhs für die sterblichen Reste des Báb errichtet worden war.


#12


Die Verwaltungsordnung

Das Hinscheiden 'Abdu'l-Bahás bedeutete das Ende des Heroischen Zeitalters des Bahá'í-Glaubens und bezeichnete zugleich den Beginn des Gestaltgebenden Zeitalters, das den schrittweisen Ausbau der Verwaltungsordnung des Glaubens bringen soll. Ihre Errichtung war vom Báb vorhergesagt, ihre Gesetze von Bahá'u'lláh geoffenbart und ihre Umrisse durch 'Abdu'l-Bahá in seinem Willen und Testament vorgezeichnet worden.

Die Verwaltungsordnung des Glaubens von Bahá'u'lláh ist dazu bestimmt, sich zu einem Bahá'í-Weltgemeinwesen zu entwickeln. sie hat schon die Angriffe überdauert, die so furchtbare Feinde wie die Könige der Kadscharen-Dynastie, die Kalifen des Islám, die führenden Geistlichen Ägyptens und die Nationalsozialisten in Deutschland gegen ihre Institutionen gerichtet hatten. Sie hat ihre Zweige in alle Teile der Erde von Island bis zum südlichsten Chile ausgebreitet und zählt in ihren Reihen die Vertreter von nicht weniger als 31 Rassen, darunter Christen verschiedener Konfessionen, Mnlammadaner der sunnitischen und schiitischen Bekenntnisse, Juden, Hindus, Sikhs, Zoroastrier und Buddhisten. Sie hat durch ihre eingesetzten Organe Bahá'íSchriften in 48 Sprachen veröffentlicht und verbreitet¹.

Diese Verwaltungsordnung ist, im Unterschied zu den anderen Systemen, die sich nach dem Tode der Gründer in den verschiedenen Religionen entwickelt haben, göttlich in ihrem Ursprung. sie ruht fest auf den Gesetzen, Vorschriften, Verordnungen und Einrichtungen, die vom Begründer des Glaubens selbst ausdrücklich niedergelegt und festgesetzt sind. Sie wirkt in genauer Übereinstimmung mit den eindeutig bevollmächtigten Auslegern der heiligen Texte.

Der Glaube, dem diese Ordnung dient, den sie schützt und fördert, ist, wie in diesem Zusammenhang klar gesagt werden sollte, in seinem Wesen übernatürlich, übernational, völlig unpolitisch, parteilos und allen Systemen oder Schulen von Ideen, die irgendeine besondere Rasse, Klasse oder Nation über die andere zu stellen suchen, völlig entgegengesetzt. Er ist frei von jeglicher Form von Kirdientum, kennt weder Priesterstand noch Riten und wird allein durch freiwillige Gaben seiner erklärten Anhänger getragen.

Obwohl die Bekenner des Bahá'í-Glaubens ihren Regierungen treu ergeben, in Liebe ihrem Vaterland verbunden und darauf bedacht sind, zu allen Zeiten deren Wohl zu fördern, so werden sie doch, weil sie die Menschheit als eine Einheit betrachten und sich deren Lebensinteressen tief verpflichtet fühlen, ohne Zögern jedes Einzelwohl, sei es persönlich oder national, dem übergeordneten Wohl der Mensdiheit als Ganzem unterordnen, sie wissen sehr wohl, daß in einer Welt der gegenseitigen Abhängigkeit der Völker und Nationen der Vorteil des Teiles am besten durch den Vorteil des Ganzen erreicht werden kann und daß kein Dauererfolg durch einen der zugehörigen Teile erlangt werden kann, wenn das Allgemeinwohl des Ganzen hintangestellt wird.

Shoghi Effendi

¹ heute auf weit über 300 Sprachen angewachsen.

#14

Anm.: Shoghi Effendi starb im Jahre 1957. Von seinem Tode bis 1963 wurde der Glaube durch eine von ihm ernannte Körperschaft, die Hände der Sache Gottes, verwaltet. Im April 1963 berief diese Körperschaft die Mitglieder der zu dieser Zeit bestehenden 56 nationalen administrativen Einrichmngen zur Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit. Nach vollzogener Wahl übernahm diese Körperschaft die Verwaltung und Führung der Bahá'í-Religion.











#15

VORWORT

Die Feststellung, daß wir in einer Zeit der Krise leben, ist ein Gemeinplatz. Hunderte von Büchern, tausende von Artikeln, Ansprachen, Predigten und Vorträgen verbreiten sich vielfältig über dieses erschreiende Thema. Der nachgiebige Optimismus eines H. G. Wells, das irrationale Vertrauen in die automatischen Verbesserungen im menschlichen Leben, die zuversichtlichen Erwartungen eines allumfassenden Triumphes von Frieden und Demokratie sind der Angst, Furcht und Verzweiflung gewichen. Es besteht eine bemerkenswerte Übereinstimmung darüber, daß die Welt krank ist, daß "etwas schiefgelaufen ist" mit der westlichen Zivilisation gerade zu einem Zeitpunkt, da sie im Begriff war, zur Weltzivilisation zu werden, daß die früheren Utopien sich als grausam enttäuschend erwiesen haben und daß die Zukunfl des Menschen bedroht wird durch seine eigenen zerstörerischen Triebe, die viel stärker sind als er vermutete und zu deren Kontrolle er unfähig scheint. Auf der anderen Seite besteht jedoch nur eine geringe Übereinstimmung über die Ursachen dieser Krise, und sie fehlt ganz bezüglich ihrer notwendigen Heilung. Verloren in einem Labyrinth einander widerstreitender Ideologien, geblendet durch glitzernde Theorien, die ihn für eine kurze Zeit ablenken, und eines lebensnotwendigen Wertesystems ermangelnd, folgt der moderne Mensch wider sein besseres Wissen dem Weg zur Katastrophe und Selbstvernichtung.

Weil der moderne Mensch seiner geistigen Natur abgeschworen und sich zu nichts mehr als zu einem höheren Tier erklärt hat, ist er bis jetzt unfähig, die einfache Wahrheit zu erkennen, daß sein Glück und sein bloßes Überleben von der Erreichung der Harmonie zwischen seinem eigenen Willen und dem Willen des Urhebers dieses Universums abhängen. Der Grund für diese Tragödie des Menschen liegt in seiner Zurückweisung derjenigen Grundsätze, die die einzige sichere Basis für das menschliche Dasein bieten, Grundsätze, die ebenso wirklich sind wie physikalische Gesetze, die aber eher durch Vernunft und Glauben als durch Vernunft und Verstand zu begreifen sind.

#16

Vor mehr als zwanzig Jahren, während des Zweiten Weltkrieges, richtete Shoghi Effendi an die Bahá'í des Westens einen langen Brief, der zu einem Buch wurde. In klarer und machtvoller Sprache legte er darin das Bahá'í-Verständnis der Krise unseres Zeitalters dar. "Die mächtigen Auswirkungen dieser titanischen Umwälzung", so verkündet Shoghi Effendi unzweideutig, "sind nur allein denen verständlich, die die Ansprüche sowohl Bahá'u'lláhs als auch des Báb anerkannt haben. Ihre Anhänger wissen wohl, was sie ausgelöst hat und wohin sie schließlich führen wird." Die Gewißheit dieser Worte leitet sich her aus dem Glauben an Bahá'u'lláh als den göttlichen Boten, der eine neue Ara in der menschlichen Geschichte eröffnete.

Während in den letzten einhundert Jahren die meisten Denker versuchten, die Geschichte aus sich selbst heraus zu interpretieren - was eine nicht zu verwirklichende Aufgabe ist - oder die Gesamtheit menschlicher Tätigkeit nach ihren einzelnen Ausprägungen zu deuten, wie z. B. in bezug auf Volkswirtschaft oder Politik - was ebenfalls nicht möglich ist - betrachtet Shoghi Effendi die Geschichte im Lichte ihres eigentlichen Wesens: der Beziehung zwischen dem vergänglichen Menschen und dem ewigen Gott. So gesehen offenbart die Geschichte einen sinn und ein Bild, wie sie zuvor nicht erkennbar waren. Das Handeln des Menschen erlangt seine Bedeutung, wenn man dartut, daß es seine eigene Widerspenstigkeit und seine Zurückweisung des göttlichen Willens sind, die zu der Unruhe und den Umwälzungen führten, in die er so hoffnungslos verstrickt ist. In einem gewissen sinne können die Schrecken dieses Jahrhunderts als Gottes strafe für den Menschen angesehen werden, weil er die Bande zwischen sich und seinem Schöpfer zerrissen hat. In einem anderen Sinne ist die Not des Menschen das Ergebnis seiner eigenen hartnäckigen Weigerung, seine geistige Natur und die der sie regierenden geistigen Gesetze zu erkennen.

#17

Shoghi Effendi kennzeichnet beredt und kraßvoll die Grundzüge der Sendung Bahá'u'lláhs und die Wirkungen, die sie hervorrief. In zahlreichen Botschaften an "Kaiser, Könige und Fürsten, Kanzler und Minister, den Papst, Priester, Mönche und Philosophen, die größten Gelehrten, Politiker und Abgeordnete, die Reichen dieser Erde und die Anhänger aller Religionen" verkündete Bahá'u'lláh seine Sendung und entfaltete vor den unaufmerksamen Augen der Herrscher der Welt den Göttlichen Plan, der dazu bestimmt ist, die Menschheit auf eine höhere Stufe ihrer Entwicklung zu heben und eine neue, geistig gesündere Welt zu schaffen.

Die Zersetzung der althergebrachten Grundlagen der zivilisierten Gesellschaft und der Sturz ihrer ehrwürdigen Institutionen und Werte ließen ein Vakuum entstehen, das notwendigerweise wieder ausgefüllt werden mußte. Als die Menschheit Bahá'u'lláh den Rücken kehrte und sich weigerte, seine Sendung anzunehmen, öffnete sie falschen und verderbten Lehren Tür und Tor, die schnell ihren Geist und ihr Herz ergriffen ...

Obgleich die Gegenwart dunkel und trüb ist, trägt sie doch die Verheißung einer leuchtenden Zukunft in sich. Die zerfallende alte Ordnung hat bereits eine neue geboren. Dem Prozeß der Zersetzung läuft beinahe unsichtbar ein solcher des Wachstums parallel. Dieselben Leiden, die sich die Menschheit auferlegt hat, schaffen langsam aber sicher die notwendigen Voraussetzungen für die Vereinigung der Menschheit. Wiederholt betonte Shoghi Effendi, wie geheimnisvoll und "unwiderstehlich Gott seinen Plan verwirklicht, obgleich das, was wir heute sehen, das Bild einer in ihren schlingen hoffnungslos verfangenen Welt ist", die zudem ihre hohe Bestimmung mißachtet.

"Der verheißene Tag ist gekommen" ist keine Geschichte des letzten Jahrhunderts oder eine Philosophie der Geschichte im eigentlichen Sinne des Wortes. Dennoch gibt dieses Buch auf weniger als 170 Seiten ein wahreres Bild der umwälzenden Geschehnisse, die sich in Europa und Asien seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ereigneten, als ganze Bibliotheken schwerer wissenschaftlicher Werke. Die Analyse, die Shoghi Effendi vornimmt, dringt zum Wesen der Ereignisse und Persönlichkeiten vor. Seine kurzen Charakteristiken von Napoleon III., Papst Pius IX., Násiri'd-Dín Sháh und Wilhelm II. sind glänzende Beispiele kühner und treffender Zusammenfassung, in der wenige Sätze genügen, um die wesentlichsten Eigensdiaften eines jeden herauszuarbeiten. Dieselbe Begabung zur prägnanten Formulierung erweist sich auch in der Besprechung so verwickelter Erscheinungen, wie der Untergang monarchistischer Institutionen, der Zusammenbruch des Kalifats, der Niedergang religiöser Orthodoxie oder der Aufstieg des Bolschewismus. Unfehlbar kennzeichnet er die wesentlichen Grundzüge einer jeden, und das Geschehen, die Institution oder die Bewegung werden lebendig und enthüllen dem verwunderten Leser ihre eigentliche Bedeutung.

#18

Der exakte und sorgfältig ausgearbeitete Stil ist einzigartig. Einige Leser mögen ihn zunächst schwierig finden, aber sie werden bald entdecken, wie genau er der Aufgabe entspricht, die sich der Verfasser setzte, und wie vollkommen er zu dem dargestellten Gegenstand paßt. Die Sätze sind lang und der Wortschatz sehr groß, aber nirgends ist etwas überflüssig. Jedes Substantiv, jedes Verb und jedes Adjektiv ist dem Ziel des Verfassers untergeordnet und trägt seinen Teil zu dem bedeutenden Eindruck bei, den dieses Buch immer wieder auf den aufmerksamen Leser macht.

Obgleich es während des Zweiten Weltkrieges geschrieben und unmittelbar von den Ereignissen geprägt wurde, die bereits im Gedächtnis der Menschen zu verblassen beginnen, hat das Buch "Der verheißene Tag ist gekommen" nichts von seiner Wichtigkeit und Bedeutung verloren und wird dies auch nicht in Zukunft tun. Im Gegenteil, seine Botschaft will uns nur noch dringlicher für eine Generation erscheinen, die unter dem drohenden Schatten der Bombe lebt, sie sollte besser als je zuvor die volle Bedeutung dieser Worte Bahá'u'lláhs verstehen, die Shoghi Effendi übersetzte und anführte: "Und wenn die vorbestimmte Stunde gekommen ist, wird plötzlich das erscheinen, was die Glieder der Menschen erzittern läßt."

#19

Dieses ursprünglich an die Bahá'í im Westen gerichtete bedeutsame Buch ist eine Herausforderung an jeden. In raschem und dramatischem Fluß berichtet es die Geschichte des neuesten Gottesboten, der sich an die ganze Menschheit wandte, auf den aber nur einige wenige hörten. Es stellt auch die erschreckenden Folgen dieser Widerspenstigkeit dar: den Niedergang der alten Ordnung und die verborgene Geburt der neuen. Es zeigt aber auch die tiefe schwärze der heutigen Dunkelheit und verheißt eine neue Morgendämmerung für eine Menschheit, die dem göttlichen Ruf Folge leistet. Vor allem aber erinnert es den modernen Menschen eindringlich daran, daß er in diesem Universum nicht allein steht, daß sein Dasein nicht bedeutungslos, sondern vielmehr seine Bestimmung eine wesentliche ist, und daß der Weg zu Gott ihm wiederum geöffnet wurde.

Firuz Kazemzadeh, a.o. Professor für Geschichte an der Yale Universität

New Haven, Connecticut, Juni 1961





#20











+1 #21

DER VERHEISSENE TAG IST GEKOMMEN

An die Geliebten Gottes und die Dienerinnen des Allerbarmers im Westen:


+1:2

Freunde und Miterben des Reiches von Bahá'u'lláh!

+1:3

Ein Sturm von beispielloser Heftigkeit und unberechenbarer Bahn, von verheerenden Wirkungen, aber unvorstellbar herrlichen späteren Folgen fegt heute über das Antlitz der Erde. seine Gewalt wällist unbarmherzig an Raum und Ausmaß. Seine säubernde Kraft, die zwar meist übersehen wird, nimmt mit jedem Tage zu. Ein Spielball seiner verheerenden Macht, wird die Menschheit bei den Ausbrüchen seines unwiderstehlichen Wütens zu Boden geschmettert. Sie kann weder seine Herkunfl erkennen noch sein Ausmaß begreifen oder seine Folgen abschätzen. Zu Tode verstört und ohnmächtig muß sie zusehen, wie dieser gewaltige Sturm Gottes über die fernsten und schönsten Länder der Erde hereinbricht, ihre Grundfesten erschüttert, ihr Gleichgewicht zerstört, ihre Völker spaltet, die Heime ihrer Bewohner vernichtet, ihre Städte verwüstet, ihre Könige verstößt, ihre Bollwerke niederreißt, ihre Ordnungen zerschmettert, ihr Licht verdüstert und die seelen ihrer Bewohner quält.

+1:4

"Die Zeit für die Zerstörung der Welt und ihrer Menchen ist gekommen", hat die prophetische Feder Bahá'u'lláhs verkündet. "Die Stunde naht", so bekräftigt Er ausdrücklich, "da die heftigste Zuckung auftreten wird". "Der werheißene Tag ist da, der Tag, da qualwolle Heimsuchungen über euren Häuptern und unter euren Füßen aufbrechen und künden: `Schmecket, was eure Hände angerichtet haben!`" "Bald werden die Schläge Seiner Züchtigung euch treffen und wird euch der Staub der Hölle verhüllen." Und weiter: "Und wenn die festgesetzte Stunde gekommen ist, wird plötzlich erscheinen, was die Glieder der Menschheit erzittern macht." "Der Tag naht, da ihre (der Zivilisation) Flamme die Städte verzehren und die Zunge der Erhabenheit werkünden wird: `Das Reich ist Gottes, des Allmächtigen, des Allgepriesenen!`" "Bald kommt der Tag", hat Er, auf die Narren der Welt weisend, geschrieben, "da sie um Hilfe schreien und keine Antwort erhalten werden". "Der Tag rückt heran", hat Er des weiteren geweissagt, "da der Ingrimm des Allmächtigen sie packen wird. Er ist wahrlich der Allmächtige, der Allbezwinger, der Machtwollste! Er wird die Erde von der Befleckung ihrer Verderbnis reinigen und zum Erbe denen Seiner Diener geben, die Ihm nahe sind."

+1:5 #22

"Für jene aber, die Ihn, das Erhabene Tor Gottes, verleugnen", so hat auch der Báb im Qayyámu'l-Asmá' bekräftigt, "haben Wir nach Gottes gerechtem Ratschluß schmerzliche Qualen Gorbereitet. Und Er, Gott, ist der Mächtige, der Weise." Und weiter: "O Völker der Erde! Ich schwöre bei eurem Herrn! Ihr werdet tun, wie frühere Geschlechter getan. So warnt euch denn selbst vor der schrecklichen, schmerzlichsten Vergeltung Gottes. Denn wahrlich, Gott ist aller Dinge mächtig." Und wiederum: "Bei Meiner Herrlichkeit! Ich will mit den Händen Meiner Macht die Ungläubigen Vergeltungen spüren lassen, die nur Ich kenne, und will über die Getreuen die moschusgewürzten Düfte wehen lassen, die Ich im innersten Herzen Meines Thrones gehegt habe."

+1:6

Liebe Freunde! Das machtvolle Walten dieses gewaltigen Umbruchs ist nur für die faßbar, die den Anspruch Bahá'u'lláhs wie auch des Báb anerkannt haben. Ihre Anhänger wissen gar wohl woher es kommt und wohin es letzten Endes führen wird. Mögen sie auch nicht wissen, wie weit es reichen wird, so erkennen sie doch klar seinen Ursprung, ahnen seine Richtung, bejahen seine Notwendigkeit, beobachten zuversichtlich seinen geheimnisvollen Verlauf, flehen um Milderung seiner Strenge, mühen sich einsichtig um eine Abschwächung seines Wütens und richten ihren ungetrübten Blick voraus auf das Ende der schrecknisse und die Hoffnungen, die es zwangsläufig zeitigen muß.









+2 #23

Das Gottesgericht

Dieses Gericht Gottes, wie es denen erscheint, die Bahá'u'lláh als sein Sprachrohr und seinen größten Boten auf Erden erkannt haben, ist eine furchtbare Vergeltung, aber auch ein Akt der heiligen, höchsten Züchtigung. Es ist eine göttliche Heimsuchung und zugleich eine Läuterung für die ganze Menschheit. Seine Feuerbrände strafen die Verderbnis des Menschengeschlechts und schweißen dessen einzelne Teile zu einer organischen, unteilbaren, weltweiten Gemeinschaff zusammen. In diesen schicksalsschweren Jahren, Ausklang des ersten und zugleich Anbruch eines neuen Jahrhunderts des Bahá'í-Zeitalters, wird die Menschheit, wie von Ihm, dem Richter und Erlöser des Menschengeschlechts verordnet, zur Rechenschaft für ihre Taten gerufen und zugleich für ihre künftige Sendung geläutert und gerüstet, sie kann weder die Verantwortung für die Vergangenheit abschütteln noch der für die Zukunft ausweichen. Gott, der Wachsame, der Gerechte, der Liebende, der allweise Verordner, kann in dieser höchsten Sendung die Sünden einer noch nicht neugeborenen Menschheit, ob Unterlassungs- oder Tatsünden, nicht ungestraft lassen, noch wird Er gewillt sein, seine Kinder ihrem Schicksal zu überlassen oder ihnen in ihrem langen, mühsamen, schmerzensreichen Werdegang durch die Zeitalter hindurch jenen Gipfel des Segens zu versagen, der ihr unveräußerliches Recht und zugleich ihre eigentliche Bestimmung ist.

+2:2 #24

"Regt euch, ihr Völker", ist einmal die schicksalhafte Warnung, die Bahá'u'lláh selbst gegeben hat, "in der Erwartung der Tage göttlicher Gerechtigkeit, denn die verheißene Stunde ist nun da!" "Gebt hin, was ihr besitzt, und ergreift, was Gott, der den Menschen den Nacken beugt, brachte! Wißt wahrlich, daß, wenn ihr euch nicht von dem abkehrt, was ihr begangen habt, von allen Seiten Züchtigung über euch kommen wird und ihr schmerzlichere Dinge schauen werdet als je zuwor!" "Wir haben euch eine Zeit bestimmt, o Menschen! Wenn ihr versäumt, euch zur festgesetzten Stunde Gott zuzuwenden, so wird Er, wahrlich, gewaltig Hand an euch legen und euch mit schmerzlicher Trübsal von allen Seiten bedecken. wahrlich, streng ist die Züchtigung, mit der euch euer Herr dann heimsucht!" Und weiter: "Gott herrscht gewißlich über das Leben derer, die Uns Unrecht taten, und Er sieht ihr Treiben wohl. Er wird sie sicherlich um ihrer Sünden willen ergreifen. Er ist der grimmigste Rächer." Und schließlich: "O Völker dieser Welt! Wißt wahrlich, daß unerwartete Trübsal euch verfolgt und schmerzhafte Vergeltung eurer harrt. Denkt nicht, daß vor Meinem Antlitz getilgt ist, was ihr begangen habt. Bei Meiner Schönheit! Mit offenen Lettern hat Mein Griffel all euer Tun auf Tafeln von Chrysolith geschrieben." (Verborgene Worte, persisch 63).

+2:3

Bahá'u'lláh erklärt ein anderes Mal mit Nachdruck, wobei Er einer jetzt verdunkelten Welt eine strahlende Zukunft voraussagt: "Die ganze Erde ist jetzt im Zustand der Trächtigkeit. Der Tag naht, da sie die edelsten Früchte hervorbringen wird, da ihr die stolzesten Bäume, die entzückendsten Blüten, die himmlischsten Segnungen entsprießen werden." "Die Zeit ist nahe, da alles Erschaffene seine Bürde abwerfen wird. Verherrlicht sei Gott, der diese Gnade gewährt, die alle Dinge, ob sichtbar oder unsichtbar, umfängt." "Diese großen Unterdrückungen", hat Er ferner im Vorausblick auf das goldene Zeitalter der Menschheit geschrieben, "bereiten die Menschheit auf das Kommen der Größten Gerechtigkeit vor." Diese Größte Gerechtigkeit ist die Gerechtigkeit, auf der sich der Bau des Größten Friedens allein gründen kann und muß, während der Größte Friede hinwiederum jene größte Weltkultur einleiten wird, die für immer mit Dem verbunden sein wird, der den Größten Namen trägt.

+2:4 #25

Geliebte Freunde!

Schon an die hundert Jahre sind vergangen, seit die Offenbarung Bahá'u'lláhs für die Welt angebrochen ist, eine Offenbarung, deren Wesen, wie Er selbst bestätigt, "keiner der Offenbarer der alten Zeiten, es sei denn bis zu einem vorgezeichneten Grade, jemals voll begriffen hat".

Ein volles Jahrhundert lang hat Gott dem Menschengeschlecht Zeit gegeben, den Begründer einer solchen Offenbarung anzuerkennen, sich seine Sache zu eigen zu machen, seine Größe zu verkünden und seine Ordnung aufzurichten.

In einhundert Bänden, den Aufbewahrungsorten unschätzbarer Lehren, starker Gesetze, einzigartiger Grundsätze, inständiger Ermahnungen, wiederholter Warnungen, erstaunlicher Weissagungen, erhabener Anrufungen und bedeutsamer Auslegungen, hat der Träger einer solchen Botschaft, wie kein Offenbarer zuvor, die Sendung verkündet, die Gott Ihm anvertraut hatte.

An Kaiser, Könige, Fürsten und Machthaber, an Herrscher, Regierungen, Geistlichkeiten und Völker in Ost und West, an Christen, Juden, Muhammadaner und Zoroastrier sandte Er vor nahezu fünfzig Jahren unter den tragischsten Umständen diese unschätzbaren Perlen der Erkenntnis und Weisheit, die im Weltmeer Seiner unvergleichlichen Äußerungen verborgen lagen.

Ansehen und Reichtum entsagend, bereit zu Kerker und Verbannung, blind für Verruf und Schmähung, leibliche Unbill und grausame Entbehrungen auf sich nehmend ließ Er, der Statthalter Gottes auf Erden, sich von Ort zu Ort, von Land zu Land verbannen, bis Er zuletzt, im Größten Gefängnis, seinen gemarterten Sohn für die Erlösung und Einigung der ganzen Menschheit als Pfand darbrachte. "Wir haben wahrlich", so hat Er selbst bezeugt, "Unsere Pflicht nicht versäumt, die Menschen zu ermahnen und ihnen zu bringen, was Wir von Gott, dem Allmächtigen, dem Allgepriesenen, geheißen wurden.

Hätten sie auf Mich gehört, so hätten sie die Erde als eine andere Erde gesehen."

Und weiter: "Gibt es noch irgendeine Entschuldigung für irgend jemanden in dieser Offenbarung?

Bei Gott, dem Herrn des mächtigen Thrones, nein!

Meine Zeichen sind um die Erde gegangen, und Meine Macht hat das ganze Menschengeschlecht umfaßt, und dennoch liegen die Menschen in einem seltsamen Schlaf."









+3 #26

Welche Antwort auf seinen Ruf?

Wie hat - so mögen wir wohl fragen - die Welt, der Gegenstand solcher göttlicher Fürsorge, Dem gedankt, der ihretwillen alles geopfert hat? Was für ein Willkommen hat sie Ihm bereitet, und was für eine Antwort hat sein Ruf geweckt? Ein in der Geschichte des schiitischen Islám nie dagewesenes Getöse begrüßte das junge Licht des Glaubens in seinem Geburtslande inmitten eines Volkes, das verrufen war für seine krasse Unwissenheit, seinen wilden Fanatismus, seine barbarische Grausamkeit, seine eingefleischten Vorurteile und die grenzenlose Macht, mit der eine fest verschanzte Geistlichkeit die Massen an sich kettete. Die Verfolgung, die einen Mut entflammte, der, nach dem Zeugnis keines Geringeren als des verstorbenen Lord Curzon of Kedleston, von dem Mut, den die Feuer von Smithfield entfachten, nicht übertroffen ward, mähte mit verhängnisvoller schnelle nicht weniger als zwanzigtausend heldenhafte Gläubige nieder, die sich geweigert hatten, ihren neuen Glauben gegen die flüchtigen Ehren und die Geborgenheit eines sterblichen Lebens einzutauschen.

+3:2

Zu den leiblichen Qualen, die diesen Duldlern bereitet wurden, kamen die so unverdienten Anschuldigungen, wie Leugnung aller Werte, Okkultismus, Verneinung der staatlichen Ordnung, Religionsklitterung, Unsittlichkeit, Sektenbildung, Ketzerei, parteiliche Umtriebe, deren jede durch die Glaubenssätze selbst und den Lebenswandel der Gläubigen überzeugend widerlegt wurden, die aber die Zahl derer anschwellen ließen, die aus Unwissenheit oder Bosheit diesen Glauben schädigten.

+3:3 #27

Die erschreckende Gleichgültigkeit der Männer von stand und Rang, der unerbittliche Haß der geistlichen Wiürdenträger eben des Glaubens, dem er entsprungen war, der höhnische Spott des Volkes, in dem die Religion entstanden war, die äußerste Mißachtung, die die meisten Könige und Herrscher ihrem Stifter gegenüber zeigten, als Er sich an sie wandte, die Verurteilungen, Drohungen und Verbannungen, die von jenen beschlossen wurden, unter deren Macht der Glaube groß geworden war und sich zuerst verbreitet hatte, die Verdrehung, die seine Grundsätze und Gesetze durch die Neider und Böswilligen in Ländern und Völkern weitab von seinem Ursprungslande erfuhren - dies alles sind nur die Beweise der Behandlung durch ein Geschlecht, das in Selbstzufriedenheit versunken war, sich um Gott nicht kümmerte und die von seinen Boten geoffenbarten Vorzeichen, Weissagungen, Warnungen und Mahnungen vergessen hatte.

+3:4

Die Schläge, die so schwer auf die Jünger eines kostbaren, herrlichen und starken Glaubens niederfielen, konnten jedoch nicht den Grimm seiner Verfolger besänftigen. Auch die absichtlichen, böswilligen Verdrehungen seiner Grundlehren, seiner Ziele und Zwecke, seines Hoffens und Strebens, seiner Einrichtungen und Tätigkeiten waren noch nicht genug, um die Hand des Unterdrückers und des Verleumders zurückzuhalten, die mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln seinen Namen zu vernichten und seine Ordnung auszurotten suchten. Die Hand, die eine so große Zahl untadeliger, demütiger Verehrer und Diener des Glaubens niedergeschmettert hatte, wurde jetzt erhoben, um den Begründern des Glaubens die schwersten und grausamsten Schläge zu erteilen.

+3:5 #28

Der Báb - "der Punkt", wie Bahá'u'lláh bestätigte, "um den die Wirklichkeiten der Propheten und Gottesboten kreisen" - geriet als erster in den Strudel, der seine Anhänger verschlingen sollte. Plötzliche Gefangennahme und Einkerkerung im ersten Jahre seiner kurzen, ereignisreichen Laufbahn; absichtliche öffentliche Beschimpfung vor den geistlichen Würdenträgern in Shíráz; strenge und lange Kerkerhaft in den kahlen Bergfesten von Adhirbáyján; verachtende Geringschätzung und feige Eifersucht von seiten des höchsten Richters des Reiches und des ersten Ministers der Regierung; ein sorgfältig abgekartetes, possenhaftes Verhör vor dem Thronerben und hochgestellten Geistlichen in Tabríz; eine schändliche Bastonade im Bethaus durch die Hand des Shaykhu'l-Islám der Stadt; schließlich die Aufhängung im Kasernenhof in Tabríz und die Feuergarbe von über siebenhundert Kugeln auf seine jugendliche Brust unter den Augen einer verstockten Menge von zehntausend Menschen, und als Gipfel die schmähliche Schaustellung seiner zerfetzten Überreste am Grabenrande draußen vor dem Stadttor - dies waren nacheinander die Abschnitte der wildbewegten, tragischen Wirkungszeit eines Mannes, dessen Zeitalter die Vollendung aller Zeitalter einleitete und dessen Offenbarung die Verheißung aller Offenbarungen erfüllte.

+3:6

"Ich schwöre bei Gott", so hat der Báb selbst in seinem Tablet an Muhammad-Sháh geschrieben, "wüßtest du, was Mir alles in diesen vier Jahren aus den Händen deines Volkes und deines Heeres widerfahren ist, so würde dir aus Furcht vor Gott der Atem stocken ... Wehe, wehe ob der Dinge, die Mich betroffen haben! Ich schwöre bei dem Allerhöchsten! Würde man dir erzählen, an was für einem Ort Ich hause, so würdest du selbst als erster Erbarmen mit Mir empfinden. Im Herzen eines Gebirges ragt eine Festung (Máh-kú) ... nur von zwei Wächtern und vier Hunden bewohnt. So male dir denn Meine Bedrängnis aus ... In diesem Gebirge mußte Ich allein verbleiben, und keiner von Meinen Vorgängern hat erlitten, was Ich erlitten habe, und kein Übeltäter hat ertragen, was Ich ertragen habe."

+3:7 #29

"Wie verblendet seid ihr doch, o Meine Geschöpfe", hat Er, als Stimme Gottes redend, im Bayán geoffenbart, "... die ihr, ohne jedes Recht, Ihn auf einen Berg (Máh-kú) verbannt habt, von dessen Bewohnern nicht einer der Erwähnung wert ist ... Bei Dem, der bei Mir ist, ist nur der eine Buchstabe des Lebendigen Meines Buches. In Seiner Gegenwart, die Meine Gegenwart ist, scheint nachts nicht einmal eine Lampe. Und doch leuchten an Stätten (der Andacht), die in vielerlei Weise sich Ihm zukehren, unzählige Lampen! Alles, was auf Erden ist, ist für Ihn erschaffen, und alle haben mit Wonne an Seinen Wohltaten teil, und doch sind jene Ihm gegenüber so verblendet, daß sie Ihm sogar eine Lampe verweigern."

+3:8

Und was ist Bahá'u'lláh widerfahren, dessen Offenbarung in ihrem Kern, wie vom Báb bezeugt ist, mit einer Kraft begabt wurde, die die vereinten Kräfte der Sendung des Báb übertrifll? Wurde Er, für den der Báb litt und unter so tragischen und wundersamen Umständen starb, nicht fast ein halbes Jahrhundert lang unter der Herrschaft der beiden mächtigsten Gewalthaber des Morgenlandes zur Zielscheibe einer mit List ausgeheckten Verschwörung gemacht, die an Wirkung und Dauer kaum ihresgleichen in der Geschichte früherer Religionen findet?

+3:9

"Die Grausamkeiten, die Mir Meine Unterdrücker zufügten", so hat Er selbst in seiner Qual ausgerufen, "haben Mich gebeugt und Mein Haar gebleicht.

Solltest du vor Meinem Throne erscheinen, so würdest du die Urewige Schönheit nicht wiedererkennen, denn die Frische ihres Antlitzes ist verwandelt und ihr Glanz ist in der Bedrängnis durch die Ungläubigen erloschen.

Ich schwöre bei Gott!

Ihr Herz, ihre Seele und ihre Lebenskraft sind geschwunden." "Könntest du mit Meinem Ohre hören", so erklärt Er des weiteren, "dann würdest du hören, wie 'Alí (der Báb) Mich vor dem Allherrlichen Gefährten beklagt, wie Muhammad um Mich am höchsten Horizont weint und wie der Geist (Jesus) sich im Himmel Meines Ratschlusses dessentwegen aufs Haupt schlägt, was diesem Mißhandelten von seiten eines jeden gottlosen Sünders zugestoßen ist." "Vor Mir", hat Er an anderer Stelle geschrieben, "reckt sich die Schlange der Wut mit aufgesperrten Kiefern, Mich zu verschlingen, hinter Mir schleicht der Löwe des Zorns, Mich zu zerreißen, und über Mir, o Mein Geliebter, ziehen die Wolken Deines Ratschlusses und regnen auf Mich die Schauer der Trübsale, während unter Mir die Speere des Unglücks starren, Meine Glieder und Meinen Leib zu durchbohren." "Könnte man dir erzählen", so bekräftigt Er weiterhin, "was die Urewige Schönheit befallen hat, so würdest du in die Wildnis fliehen und bitterlich weinen.

In deinem Gram würdest du dich aufs Haupt schlagen und wie von der Natter gestochen aufschreien ...

Bei der Gerechtigkeit Gottes!

Jeden Morgen, wenn Ich aufstand, sah Ich unzählige Trübsale hinter Meiner Tür lauern, und jeden Abend, wenn Ich Mich niederlegte, war, ach, Mein Herz von Qual zerrissen durch alles, was es von der tükischen Grausamkeit der Feinde zu erleiden hatte.

Mit jedem Stück Brot, das die Urewige Schönheit bricht, ist der Ansturm einer neuen Trübsal gepaart, und jedem Tropfen, den sie trinkt, ist die Bitternis der schmerzlichsten Prüfungen beigemischt.

Jedem Schritt, den sie tut, zieht ein Heer ungeahnten Elends woran, während Legionen quälender Sorgen ihr nach folgen."

+3:10 #30

Ist Er nicht schon im jugendlichen Alter von siebenundzwanzig Jahren aus freien Stücken aufgestanden, um als einfacher Anhänger die im Werden begriffene Sache des Báb zu verfechten? Hat Er nicht mit der Übernahme der tatsächlichen Führung einer geächteten, gehetzten Glaubensgemeinschaft sich selbst, seine Familie, seine Habe, seinen Stand und seinen Ruf schweren Gefahren, blutigen Angriffen, allgemeiner Plünderung und wütenden Schmähungen von seiten der Regierung wie auch des Volkes ausgesetzt? Wurde nicht Er, ein Offenbarer, dessen Tag "jeder Prophet angekündigt hat", nach dem "die Seele jedes Gottgesandten gedürstet hat" und in dem "Gott die Herzen der ganzen Schar Seiner Boten und Propheten geprüft hat", auf Anstiften der schiitischen Geistlichkeit und auf Geheiß des Sháh selbst nicht weniger als vier Monate lang gezwungen, in gänzlicher Finsternis zu leben, in der Gesellschaft gemeinster Verbrecher, von wundreibenden Ketten niedergezogen, in der Pestluft des ungezieferverseuchten unterirdischen Kerkers in Tihrán, einem Orte, der, wie Er später erklärte, auf geheimnisvolle Weise gerade zum Schauplatz der Verkündigung wurde, die Gott Ihm über sein Prophetenamt machte?

+3:11 #31

"Wir wurden", so schrieb Er in seinem "Brief an den Sohn des Wolfes", "vier Monate lang an einen unvorstellbar stinkenden Ort verwiesen.

Dem Verlies, worin dieser Unterdrückte und andere ebenso Mißhandelte festgehalten waren, wäre eine dunkle, enge Grube vorzuziehen ...

Das Verlies war in dichte Finsternis getaucht, und Unsere Mitgefangenen zählten nahezu hundertfünfzig Seelen:

Diebe, Mörder und Straßenräuber.

Obwohl überfüllt, hatte es keinen anderen Ausgang als den Durchlaß, durch den Wir hereingekommen waren.

Keine Feder kann jenen Ort beschreiben, keine Zunge seinen Gestank schildern.

Die meisten dieser Männer hatten weder Kleider noch Bettzeug, darauf zu liegen.

Gott allein weiß, was Wir an dem faulig stinkenden, finsteren Ort zu erdulden hatten!" "'Abdu'l-Bahá", schreibt Dr.

J.

E.

Esslemont, "erzählt, wie Ihm eines Tages erlaubt wurde, den Gefängnishof zu betreten, um seinen geliebten Vater zu sehen, wenn Er zu seiner täglichen Bewegung herauskam.

Bahá'u'lláh war schrecklich entstellt und so krank, daß Er kaum gehen konnte, sein Haar und Bart waren ungekämmt, sein Hals wund und geschwollen vom Druck eines schweren Eisenringes, Sein Leib gebeugt vom Gewicht der Ketten." "Drei Tage und drei Nächte", so hat Nabíl in seiner Chronik verzeichnet, "erhielt Bahá'u'lláh weder Speise noch Trank.

Ruhe oder Schlaf waren Ihm unmöglich.

Der Ort war voll Ungeziefer, und der Gestank dieser grauenhaftcn Behausung konnte wohl die Lebensgeister derer ersticken, die seine Schrecken zu erdulden hatten." "so heftig waren Seine Leiden, daß die Spuren jener Grausamkeit seinem Leib auf Lebzeiten eingekerbt blieben."

+3:12 #32

Welche anderen Trübsale trafen Ihn vor und unmittelbar nach diesem schrecklichen Geschehen?

Wie war es mit seiner Festsetzung im Hause eines Bezirksbürgermeisters von Tihrán?

Und was war mit der ungezügelten Gewalttat, als Er von einer wütenden Volksmenge bei dem Dorfe Níyálá gesteinigt wurde?

Und wie war es mit seiner Einkerkerung durch die Schergen aus dem Heer des Sháh in Mázindarán und die Bastonade, die Er auf Befehl und in Gegenwart der versammelten Siyyids und höchsten Geistlichen erhielt, denen Er durch die Behörden von Ámul ausgeliefert worden war?

Was war mit dem Hohn- und Spottgeheul, mit dem eine Menge roher Raufbolde Ihn weiterhin verfolgte?

Und was war mit der ungeheuerlichen Anklage, die das Kaiserhaus, der Hof und das Volk gegen Ihn erhoben, als der Anschlag auf Násiri'd-Dín Sháh verübt worden war?

Was war mit den schändlichen Beschimpfungen, der Schmach und dem Spott, mit denen Er überhäuft wurde, als Er von den Beamten der Regierung verhaftet und aus Níyávarán "zu Fuß und in Ketten, barhaupt, barfuß" und, der prallen Hochsommersonne schutzlos preisgegeben, nach dem Siyáh-Chál in Tihrán geführt wurde?

Und was war mit der Habgier, womit bestechliche Beamte sein Haus plünderten, seinen ganzen Besitz wegschleppten und über seine Habe verfügten?

Und was war mit dem grausamen Erlaß, durch den Er von der kleinen Schar der verwirrten, gehetzten, hirtenlosen Anhänger des Báb hinweggerissen, von Verwandten und Freunden getrennt und im tiefen Winter, beraubt und verleumdet, nach dem 'Iráq verbannt wurde?

+3:13

So hart diese Trübsale waren, die mit verwirrender Schnelligkeit einander folgten als Ergebnis vorbedachter Angriffe und planmäßiger Machenschaften des Hofes, der Geistlichkeit, der Regierung und des Volkes, so waren sie doch nur das Vorspiel einer qualvollen, langwährenden Gefangenschaft, die jener Erlaß der Form nach eingeleitet hatte. Diese lange Verbannung währte mehr als vierzig Jahre, führte Ihn nacheinander nach dem 'Iráq, nach Sulaymáníyyih, Konstantinopel, Adrianopel und zuletzt in die Strafkolonie 'Akká und endete erst bei seinem Tode mit über siebzig Jahren. So kam eine Gefangenschaft zum Abschluß, die an Tragweite, Dauer, Vielfalt und Härte ihrer Leiden in der Geschichte früherer Gottesoffenbarungen kein Beispiel hat.

+3:14

Es ist nicht nötig, sich über die einzelnen Geschehnisse zu verbreiten, die ein düsteres Licht auf die erschütternde Geschichte jener Jahre werfen, oder bei Charakter und Taten der Völker, Herrscher und Geistlichen zu verweilen, die mitwirkten und dazu beitrugen, die Szenen dieses größten Dramas in der Geistesgeschichte der Welt noch bitterer zu machen.









+4 #33

Schlaglichter dieses ergreifenden Dramas

Einige wenige Schlaglichter dieses ergreifenden Dramas sollen genügen, um den mit der Geschichte des Glaubens vertrauten Leser an die Wechselfälle zu erinnern, die diese Sache durchgemacht und die die Welt bisher mit so kalter Gleichgültigkeit betrachtet hat.

Der erzwungene, jähe Rückzug Bahá'u'lláhs in die Berge von Sulaymáníyyih und die schmerzlichen Folgen, die Seine zweijährige völlige Zurückgezogenheit zeitigte; das unaufhörliche Ränkespiel, dem sich die Spitzen des schiitischen Islám in Najaf und Karbilá in ständiger enger Fühlung mit ihren Verbündeten in Persien hingaben; die Verschärfung der unterdrückenden Maßnahmen durch Sultán 'Abdu'l-'Azíz, die den Treubruch gewisser hervorragender Mitglieder der verbannten Gemeinde auslöste; die Durchführung einer weiteren Verbannung auf Befehl des Sultáns, dieses Mal nach einer entlegenen, sehr öden Stadt, was solche Verzweiflung hervorrief, daß zwei der Verbannten zum Selbstmordversuch getrieben wurden; die scharfe Überwachung, die sie bei der Ankunft in 'Akká durch feindlich gesinnte Beamte erfuhren, und die unerträgliche zweijährige Gefangenschaft in der Kaserne der Stadt, das Verhör, dem hernach der türkische Páshá seinen Gefangenen im Amtsgebäude unterzog; seine nicht weniger als acht Jahre währende Haft in einer bescheidenen Behausung, die von der verpesteren Luft dieser Stadt umgeben war, wobei seine einzige Erholung darauf beschränkt war, den engen Raum seines Zimmers abzuschreiten - diese und andere Trübsale künden von der Art der schweren Prüfungen und erlittenen Beleidigungen, weisen aber auch mit dem Finger der Anklage auf jene Mächtigen auf Erden hin, die ihn entweder so schmerzlich mißhandelt oder ihm absichtlich ihre Hilfe vorenthalten haben.

+4:2 #34

Kein Wunder, daß von der Feder Dessen, der diese Qual mit so erhabener Geduld trug, diese Worte geoffenbart wurden: "Er, der Herr des Sichtbaren und Unsichtbaren, ist nun allen offenbar. sein gesegnetes Selbst ist mit solchem Leid gequält worden, daß, wenn alle Meere, die sichtbaren und die unsichtbaren, zu Tinte würden, alle Bewohner des Reiches zu Federn und alle im Himmel und auf Erden zu Schreibern, sie gewiß unfähig wären, dies aufzuzeichnen."

Und wiederum: "Die meisten Meiner Lebenstage bin Ich wie ein Sklave, der unter einem Schwerte sitzt, das an einem Faden hängt, und der nicht weiß, ob es früher oder später auf ihn herabfällt." "Alles", so bekräftigt Er, "was dieses Geschlecht Uns bieten konnte, waren Wunden von seinen Pfeilen, und der einzige Kelch, den es Unseren Lippen reichte, war der Kelch seines Giftes.

Auf Unserem Hals tragen wir noch die Narben von Ketten, und Unserem Leib sind die Beweise unbarmherziger Grausamkeit aufgedrückt." "Zwanzig Jahre sind verronnen, o Könige!" hat Er auf dem Höhepunkt seiner Sendung an die Könige der Christenheit geschrieben, "in denen Wir jeden Tag die herben Qualen einer neuen Trübsal geschmeckt haben.

Keiner vor Uns hat erduldet, was Wir erduldet haben.

Könntet ihr dies doch fassen!

Die, welche sich gegen Uns erhoben, haben Uns dem Tode ausgeliefert, Unser Blut vergossen, Unsere Habe geplündert und Unsere Ehre werletzt.

Obwohl ihr um die meisten Unserer Leiden wußtet, habt ihr es doch unterlassen, dem Angreifer in den Arm zu fallen.

Ist es nicht eure klare Pflicht, die Tyrannei des Unterdrückers zu verhindern und eure Untertanen unparteiisch zu behandeln, auf daß eure hohe Gerechtigkeit der ganzen Menschheit woll bewiesen werde?"

+4:3 #35

Wo ist der Herrscher im Osten oder Westen - so darf man vertrauensvoll fragen -, der irgendwann seit dem Heraufdämmern einer so überragenden Offenbarung sich entschlossen hätte, seine Stimme zu ihrem Ruhme oder gegen ihre Verfolger zu erheben?

Welche Menschen haben im Laufe einer so langen Gefangenschaft den Drang verspürt, aufzustehen und die Flut solcher Trübsale einzudämmen?

Eine einzige Frau ausgenommen, die in einsamer Glorie leuchtet -, wo ist der Herrscher, der sich in noch so bescheidenem Maße zu einer Antwort auf den durchdringenden Ruf Bahá'u'lláhs getrieben gefühlt hätte?

Wer unter den Großen der Erde war geneigt, diesem jungen Gottesglauben die Wohltat seiner Anerkennung oder Unterstützung zu gewähren?

Welche der vielen Bekenntnisse, Sekten, Rassen, Parteien und Klassen und der so mannigfaltigen Schulen des menschlichen Denkens hielt es für nötig, den Blick auf das aufsteigende Licht dieses Glaubens zu richten, seine sich entfaltende Ordnung zu betrachten, sein unauffälliges Wachstum zu bedenken, seine gewichtige Botschaft zu würdigen, seine lebenerneuemde Kraft anzuerkennen, seine heilbringende Wahrheit anzunehmen oder seine ewigen Wahrheiten zu verkünden?

Wer unter den Weisen der Welt und den sogenannten Männern der Einsicht und der Weisheit kann, nahezu ein Jahrhundert danach, mit Recht behaupten, er habe den Kerngedanken dieses Glaubens selbstlos gutgeheißen, seine Ansprüche unparteiisch erwogen, sich genügend mit seinen Schriften beschäftigt, beharrlich die Trennung von Wahrheit und Dichtung betrieben oder seiner Sache die geziemende Behandlung gewährt?

Wo sind, wenige Einzelfälle ausgenommen, die hervorragenden Vertreter der Künste oder Wissenschaften, die einen Finger gerührt oder ein Wort der Empfehlung gemurmelt hätten, um seinen Glauben zu verteidigen oder zu preisen, der der Welt eine so unschätzbare Wohltat beschert, der so lange und schmerzlich gelitten hat und der in sich eine so begeisternde Verheißung für eine so zerschlagene, so augenfällig bankrotte Welt bewahrt?

+4:4 #36

Zu der Flut der Prüfungen, die den Báb niederwarfen, den langwährenden Trübsalen, die über Bahá'u'lláh hereinbrachen, den Warnungen, die vom Herold wie vom Stifter der Bahá'íReligion erschollen, kommen die nicht weniger als siebzig Jahre lang von 'Abdu'l-Bahá erduldeten Leiden, seine Beschwörungen und dringenden Bitten, die Er an seinem Lebensabend in bezug auf die in wachsendem Maße die ganze Menschheit bedrohenden Gefahren aussprach, in dem Jahre geboren, das Zeuge des Anfangs der Bábí-Religion war, mit den ersten Feuern der Verfolgung getauft, die um diese keimende Sache wüteten; als achtjähriger Knabe Augenzeuge der gewaltsamen Umwälzungen, die den Glauben, dessen sein Vater sich angenommen hatte, erschütterten; sein Gefährte bei den Schmähungen, in den Gefahren und Unbilden, die die mehrfachen Verbannungen aus der Heimat in weit entfernte Länder nach sich zogen; verhaftet und gezwungen, bald nach seiner Ankunft in 'Akká den Schimpf der Gefangenschaft in dunkler Zelle zu ertragen; Gegenstand wiederholter Untersuchungen und Zielscheibe dauernder Angriffe und Beleidigungen unter der gewalttätigen Herrschaft des Sultáns 'Abdu'l-Hamíd und später unter der unbarmherzigen Militärdiktatur des argwöhnischen, grausamen Jamál Páshá - hatte auch Er, der Mittelpunkt und die Achse des unvergleichlichen Bündnisses von Bahá'u'lláh und vollkommenes Vorbild seiner Lehren, aus den Händen von Machthabern, Geistlichen, Regierungen und Untertanen den Schmerzenskelch zu kosten, den der Báb, Bahá'u'lláh und so viele ihrer Anhänger geleert hatten.

+4:5 #37

Die Warnungen, die seine Feder und seine Stimme in zahllosen Tablets und Reden während einer fast lebenslangen Haft und auf seinen ausgedehnten Reisen in Europa und Amerika gegeben haben, sind allen, die sich um die Verbreitung des Glaubens seines Vaters in der westlichen Welt mühen, genügend bekannt.

Wie oft und wie leidenschaftlich mahnte Er Menschen von Einfluß und die breite Öffentlichkeit, die von seinem Vater verkündeten Lehren unbefangen zu prüfen!

Wie eingehend, wie nachdrücklich entwickelte Er die Lehren des von Ihm ausgelegten Glaubens, erläuterte Er dessen Grundwahrheiten, betonte Er dessen Merkmale und verkündete Er die erlösende Kraft seiner Grundsätze!

Wie eindringlich deutete Er das drohende Chaos an, die nahenden Umwälzungen, den Weltbrand, der in Seinen letzten Lebensjahren das Ausmaß seiner Gewalt und die Stärke seines Einbruchs in die menschliche Gesellschaft erst ahnenließ! von den schmerzlichen Prüfungen und plötzlichen Enttäuschungen mitbetroffen, die den Báb und Bahá'u'lláh heimsuchten; zu Lebzeiten mit einem Erfolg bedacht, der zu seinen überragenden, unaufhörlichen, regen Bemühungen in gar keinem Verhältnis stand; noch Augenzeuge der ersten Verwirrungen der welterschütternden Katastrophe, die einer ungläubigen Menshheit wartete; vom Alter gebeugt, das Auge verdüstert von dem heraufziehenden Gewitter, das eine glaubenslose Generation durch den Empfang der Sache seines Vaters heraufbeschwor; blutenden Herzens über das den eigensinnigen Kindern Gottes drohende Verhängnis - so erlag Er zuletzt dem Gewicht von Mühsalen, für die jene, die sie Ihm und denen vor Ihm auferlegt hatten, bald zu einer schrecklichen Abrechnung geladen werden sollten.

+4:6 #38

"Beschleunige, o mein Gott", so rief Er aus, als das Unglück Ihn schmerzlich überfallen hatte, "die Tage meines Aufstiegs zu Dir, meiner Ankunft bei Dir und meines Zutritts zu Dir, auf daß ich von der finsteren Grausamkeit befreit werde, die sie mir zugefügt haben, in das Lichtmeer Deiner Nähe eingehe und im Schatten Deines größten Erbarmens raste, o mein Herr, Du Allherrlicher." "Yá Bahá'u'l-Abhá" (o Herrlichkeit der Herrlichkeiten), schrieb Er in einem Tablet in der letzten Woche seines Lebens, "ich habe der Welt und ihren Menschen entsagt, mein Herz ist gebrochen und bedrückt wegen der Ungläubigen. Im Käfig dieser Welt flattere ich wie ein geängstigter Vogel umher und sehne mich jeden Tag, zu Deinem Reich aufzufliegen. Yá Bahá'u'l-Abhá! Lasse mich wom Kelche des Opfers trinken und mache mich frei! Erlöse mich von diesen Leiden und Prüfungen, diesen Mühen und Trübsalen!"

+4:7

Liebe Freunde! Wehe, tausendmal wehe, daß eine so unvergleichlich große, so unendlich kostbare, so urgewaltige, so offensichtlich lautere Offenbarung von einem so blinden, verdorbenen Geschlecht eine so schändliche Behandlung erfahren hat! "O Meine Diener!" bezeugt Bahá'u'lláh selbst. "Der eine wahre Gott ist Mein Zeuge! Dieser größte, unergründliche, wogende Ozean ist euch nahe, wunderbar nahe. Seht, er ist euch näher als eure Halsschlagader! Schnell, wie ein Augenaufschlag, könnt ihr, wenn ihr nur wollt, diese unvergängliche Gunst, diese Gottesgnade, dieses dauerhafte Geschenk, diese stärkste und unaussprechlich herrliche Güte erlangen und an ihr teilhaben."









+5 #39

Eine Welt rückte von Ihm ab

Fast hundert Jahre sind seit jener Umwälzung vergangen; was erblickt nun das Auge, das die Weltbühne betrachtet und auf die Frühzeit der Bahá'í-Geschichte zurückschaut?

Es bietet sich ihm eine Welt, in die Todeskämpfe streitender Ordnungen, Rassen und Völker verkrampft, in die Schlingen ihrer angehäuften Falschheiten verstrickt, von Dem immer weiter abrückend, der der alleinige Urheber ihrer Geschicke ist, und immer tiefer in ein selbstmörderisches Blutbad versinkend, das durch die Mißachtung und Verfolgung Dessen, der ihr Erlöser ist, verursacht worden war.

Das Auge erblickt einen noch immer geächteten Glauben, der aber schon durch seine Puppenhülle hindurchbricht, aus dem Dunkel einer hundertjährigen Unterdrückung auftaucht, den schrecklichen Beweisen des Ingrimms Gottes gegenübersteht und ausersehen ist, sich über die Trümmer einer zerschmetterten Kultur zu erheben.

Es ist eine Welt, die geistig ausgeplündert ist, sittlich bankrott, politisch zerrüttet, gesellschaftlich erschüttert, wirtschaftlich gelähmt, zuckend, blutend und zerbrechend unter der strafenden Rute Gottes.

Und es ist ein Glaube, dessen Ruf unerhört verhallte, dessen Ansprüche verworfen, dessen Warnungen verschmäht, dessen Anhänger niedergemäht, dessen Zwecke und Ziele verleumdet, dessen Aufforderungen an die Herrscher der Erde mißachtet wurden, dessen Herold den Kelch des Märtyrertums leerte, über dessen Stifter eine Flut unerhörter Trübsale hereinbrach und dessen Vorbild dem Gewicht lebenslanger Kümmernisse und schrecklicher Mißgeschicke erlag.

Es ist eine Welt, die ihren Halt verloren hat, in der die helle Flamme der Religion dem Erlöschen nahe ist, in der die Kräfte eines lärmenden Nationalismus und Rassenwahns die Rechte und Vorrechte Gottes selbst an sich gerissen haben, in der eine offen wütende Verweltlichung als unmittelbare Folge der Glaubenslosigkeit siegestrunken ihr Haupt erhoben hat und ihre häßlichen Kennzeichen zeigt, in der die "Majestät des Königtums" geschändet worden ist und diejenigen, die seine Wahrzeichen trugen, größtenteils vom Thron gestoßen worden sind; in der die einst allmächtige Geistlichkeit des Islám und, in geringerem Maße, des christentums in Verruf gekommen sind und in der das Gift von Vorurteilen und Unredlichkeit an den Lebensorganen einer schon zerrütteten Gesellschaft nagt.

Es ist ein Glaube, dessen Einrichtungen - das Vorbild und die krönende Glorie des kommenden Zeitalters - mißachtet und zuweilen sogar zerstört und vernichtet wurden, dessen sich entfaltendes System verhöhnt und teilweise unterdrückt und verstümmelt wurde, dessen sich entwickelnde Ordnung, die einzige Zuflucht einer vom Verhängnis ereilten Zivilisation, verschmäht und in Frage gestellt, dessen Muttertempel beschlagnahmt und enteignet und dessen "Haus", "Leitstern einer anbetenden Welt", durch einen, wie vom höchsten Weltgerichtshof bezeugt, groben Rechtsmißbrauch seinen unversöhnlichen Feinden ausgeliefert und von ihnen geschändet worden ist.

+5:2 #40

Wir leben in einer Zeit, in der man zur richtigen Einschätzung zwei Vorgänge auseinanderhalten muß. Erstens: Die letzten Zuckungen einer verbrauchten, gottlosen Ordnung, die sich trotz der Zeichen und Fingerzeige einer hundert Jahre alten Offenbarung hartnäckig geweigert hat, ihre Handlungsweise den Geboren und Idealen dieses vom Himmel gesandten Glaubens anzupassen. Zweitens : Die Geburtswehen einer erlösenden, göttlichen Ordnung, die zwangsläufig die bestehende ablösen wird und in deren Verwaltungsgefüge keimhaft eine unvergleichliche, weltweite Kultur im Stillen heranreift. Die eine ist daran, abgebaut zu werden, und geht in Bedrängnis, Blutvergießen und Trümmern unter. Die andere eröffnet neue Ausblicke auf Gerechtigkeit, Einigkeit, Frieden und Kultur, wie kein Zeitalter sie je gesehen hat. Die erstere hat ihre Kraft erschöpft, ihre Falschheit und Unfruchtbarkeit erwiesen, ihre Gelegenheit unwiederbringlich verscherzt und eilt ins Verderben. Die letztere, mannhaft und unüberwindlich, zersprengt ihre Ketten und verficht ihren Anspruch, die einzige Zuflucht zu sein, in der die leidgeprüfte Menschheit, von ihren Schlacken gereinigt, ihre Bestimmung erreichen kann.

+5:3

"Bald", hat Bahá'u'lláh geweissagt, "wird die Ordnung des heutigen Tages zusammengerollt und eine neue an ihrer Statt ausgebreitet werden." Und weiter: "Bei Mir selbst! Der Tag naht heran, da Wir die Welt und alles, was darinnen ist, zusammengerollt und eine neue Ordnung an ihrer Statt ausgebreitet haben werden." "Der Tag naht heran, da Gott ein Volk erweckt, das Unsere Tage ins Gedächtnis rufen, die Geschichten Unserer Prüfungen erzählen und die Herstellung Unserer Rechte fordern wird von denen, die ohne einen Funken Beweis Uns mit offenkundiger Ungerechtigkeit behandelt haben."

+5:4 #41

Liebe Freunde!

Für die Prüfungen, die den Glauben Bahá'u'lláhs betroffen haben, liegt die erschreckende, unentrinnbare Verantwortung bei denen, in deren Hände die Zügel der weltlichen und geistlichen Gewalt gelegt waren.

Die Könige der Erde und die geistlichen Führer der Welt müssen in erster Linie die Wucht einer so furchtbaren Verantwortung tragen. "Ein jeder weiß wohl", bezeugt Bahá'u'lláh selbst, "daß sich alle Könige von Ihm weggewandt und alle Religionen sich Ihm widersetzt haben." "Seit unwordenklichen Zeiten", erklärte Er, "haben jene, die äußerlich mit Vollmacht ausgestattet waren, die Menschen gehindert, ihr Angesicht Gott zuzuwenden.

Sie verübelten es den Menschen, sich um den Größten Ozean zu versammeln, da sie schon immer und auch heute noch darin den Grund für die Untergrabung ihrer eigenen Hoheit erblicken." "Die Könige", hat Er ferner geschrieben, "haben wie die Minister und Geistlichen bemerkt, daß es nicht zu ihrem Vorteil war, Mich anzuerkennen, obwohl Mein Vohaben in den göttlichen Büchern und Tablets ganz deutlich offenbart worden ist und der Allwahre laut werkündet hat, daß diese Größte Offenbarung für die Besserung der Wielt und die Erhöhung der Völker erschienen ist." "Barmherziger Gott!" schreibt der Báb in den "sieben Beweisen" (Dalá'il-i-Sab'ih) über die "sieben mächtigen Herrscher der Welt" zu seiner Zeit, "keiner Von ihnen ist von Seiner (des Báb) Offenbarung benachrichtigt worden, und wäre er es, hätte keiner an Ihn geglaubt.

Wer weiß, sie verlassen wohl die Welt hienieden floller Sehnsucht und ohne gemerkt zu haben, daß das, worauf sie gewartet haben, eingetreten ist.

Gerade das ist einst den Herrschern zugestoßen, die am Ewangelium festhielten.

Sie harrten des Propheten Gottes (Muhammad), und als Er wirklich erschien, erkannten sie Ihn nicht.

Schaut, wie diese Herrscher hohe Geldsummen ausgeben, ohne auch nur daran zu denken, einen Beamten zu ernennen, der ihnen in ihren Reichen von der Offenbarung Gottes berichten würde!

Sie hätten dadurch den Zweck erfüllt, zu dem sie erschaffen worden sind.

Alle ihre Wünsche waren und sind darauf gerichtet, Spuren ihrer Namen zurückzulassen."

In derselben Abhandlung rügt der Báb auch die christlichen Geistlichen, die Wahrheit der Sendung Muhammads nicht anerkannt zu haben, und gibt folgcnde erleuchtende Darlegung: "Der Tadel gebührt ihren Gelehrten, denn wenn diese geglaubt hätten, wäre die Masse ihrer Landsleute ihnen gefolgt.

So seht denn, was geschehen ist!

Die Gelehrten der Christenheit werden für gelehrt gehalten, weil sie die Lehren Christi rein erhalten - aber bedenkt nun, wie sie selbst bewirkten, daß die Menschen den Glauben nicht angenommen haben, noch zur Erlösung gelangt sind!"









+6 #42

Empfänger der Botschaft

Man darf nicht vergessen, daß es die Könige der Erde und die religiösen Führer der Welt waren, die vor allen anderen Klassen von Menschen zu unmittelbaren Empfängern der vom Báb und von Bahá'u'lláh verkündeten Botschaft gemacht wurden.

Sie waren es, die in zahlreichen historischen Tablets mit Bedacht angeredet und aufgefordert wurden, auf den Ruf Gottes zu hören, und an die in klarer, zwingender Sprache die Aufrufe, Ermahnungen und Warnungen durch seine verfolgten Boten gerichtet wurden, sie, die Könige und Führer, waren es, die, als der Glaube geboren, und später, als seine Sendung verkündet wurde, noch größtenteils unbestrittene und unumschränkte weltliche und kirchliche Gewalt über ihre Untertanen und Anhänger ausübten. sie waren es, die, thronend in Pomp und Prunk eines durch konstitutionelle Begrenzungen kaum erst eingeengten Königtums oder verschanzt in den Bollwerken einer scheinbar unverletzlichen kirchlichen Macht, letzten Endes die Verantwortung für jede Art von Unrecht trugen, das durch jene begangen wurde, deren Schicksal sie unmittelbar beherrschten.

Es ist keine Übertreibung zu sagcn, daß in den meisten Ländern des europäischen und asiatischen Festlandes Absolutismus einerseits und völlige Unterwürfigkeit unter die Kirchenherrschaft andererseits noch auffallende Charakterzüge des politischen und religiösen Lebens der Massen waren.

Diese, beherrscht und gefesselt, waren der nötigen Freiheit beraubt, die sie befähigt hätte, den Anspruch und die Verdienste der ihnen dargebrachten Botschaft abzuschätzen oder vorbehaltlos ihre Wahrheit anzunehmen.

+6:2 #43

Kein Wunder denn, daß der Begründer des Bahá'í-Glaubens, und in geringercm Maße auch sein Herold, auf die höchsten Herrscher und religiösen Führer der Welt die volle Kraft ihrer Botschaften gerichtet, sie zu Empfängern einiger Ihrer erhabensten Tablets gemacht und sie in ebenso klarer wie eindringlicher Sprache aufgefordert haben, auf Ihren Ruf zu achten. Kein Wunder, daß sie sich der Mühe unterzogen haben, vor deren Augen die Wahrheit Ihrer Offenbarungen zu entfalten und Ihre schmerzen und Leiden zu schildern. Kein Wunder, daß sie die Kostbarkeit günstiger Gelegenheiten betont haben, die zu ergreifen in der Macht dieser Herrscher und Führer lag, und sie in bedeutsamer Sprache vor der schweren Verantwortung gewarnt haben, welche mit der Verwerfung von Gottes Botschaft auf sie zurückfallen würde, und daß sie, nachdem sie zurückgestoßen und abgewiesen worden waren, ihnen die furchtbaren Folgen voraussagten, die solch eine Abweisung mit sich bringt. Kein Wunder, daß Er, der König der Könige und Statthalter Gottes, als Er verlassen, verschmäht und verfolgt war, diese kurze und bedeutungsvolle Weissagung ausgesprochen hat: "Zwei Gruppen von Menschen wurde die Macht entzogen: Königen und Geistlichen."

+6:3

Was die Könige und Kaiser betrifft, die nicht nur in ihrer Person die Majestät irdischer Herrschaff versinnbildlichten, sondern meistens auch tatsächlich eine unanfechtbare Gewalt über die Massen ihrer Untertanen ausübten, so bildet ihre Beziehung zum Glauben Bahá'u'lláhs eine der aufschlußreichsten Episoden des Heroischcn und des Gestaltgebenden Zeitalters dieses Glaubens: Die göttlichen Forderungen, deren Reichweite eine so große Zahl gekrönter Häupter Europas und Asiens erfaßte, der Inhalt und die sprache der Botschaften, die sie in unmittelbare Berührung mit dem Quell von Gottes Offenbarung brachten, die Art ihrer Reaktion auf einen so eindrucksvollen Anstoß und die Folgen, die sich ergaben und deren Zeuge wir heute noch sind - das sind die hervorragenden Züge eines Themas, das ich nur unzulänglich streifen kann und das voll und angemessen von künftigen Bahá'í-Geschichtsschreibern behandelt werden wird.

+6:4 #44

Der Kaiser von Frankreich, Napoleon III., der mächtigste Herrscher seiner Zeit auf dem europäischen Festland; Papst Pius IX., das oberste Haupt der größtcn Kirche des christentums und Zepterträger weltlicher wie geistlicher Gewalt; Alexander II., der allmädlitige Zar des weiten russischen Reiches; die berühmte Königin Viktoria, deren Herrschaft sich über das größte politische Bundesgebiet ausdehnte, das die Welt je gesehen hat; Wilhelm I., der Besieger Napoleons III., König von Preußen und neu ausgerufener Kaiser des geeinigten Deutschland; Franz Joseph, der selbstherrliche Kaiser und König der österreichisch-ungarischen Monarchie, der Erbin des weltberühmten Heiligen Römischen Reiches; der tyrannische 'Abdu'l'Azíz, der die zusammengefaßte Macht des Sultanats und Kalifats verkörperte; der berüchtigte Násiri'd-Dín Sháh, der despotische Beherrscher Persiens und mächtige Potentat des schiitischen Islám - mit einem Wort, die meisten der hervorragenden Verkörperungen der Macht und der Herrschergewalt seiner Zeit, wurden einer nach dem anderen Gegenstand von Bahá'u'lláhs besonderer Aufmerksamkeit und hatten in verschiedenem Maße die Wucht der Kraft, die von seinen Rufen und Warnungen ausging, zu ertragen.

+6:5

Es sollte indessen immer festgehalten werden, daß Bahá'u'lláh sich nicht darauf beschränkt hat, seine Botschaft nur an einige wenige Herrscher zu senden, wie mächtig auch das Zepter war, das jeder einzelne trug, und wie weitläufig auch die Gebiete, die sie regierten. Alle Könige der Erde wurden gemeinsam durch seine Feder angeredet, angerufen und gewarnt zu einer Zeit, da der stern seiner Offenbarung zum Zenit stieg und Er als Gefangener in den Händen und in der Nähe des Hofes seines königlichen Feindes lag. In einem denkwürdigen Tablet, der Súriy-i-Mulúk (Súrih der Könige), in welchem der Sultán, seine Minister, die Könige der Christenheit, der französische und der persische Botschafter an der Hohen Pforte, die muhammadanischen geistlichen Führer in Konstantinopel, die Gelehrten und die Bewohner dieser Stadt, das Volk Persiens und die Philosophen der Welt ausdrücklich angeredet und ermahnt worden sind, richtet Er das Wort an die Schar der Monarchen im Osten und Westen wie folgt:









+7 #45

Tablets an die Könige

"O Könige der Erde!

Hört auf die Stimme Gottes, die von diesem erhabenen, früchtebeladenen Baume aus ruft, der den Karminroten Hügeln auf der heiligen Ebene entsprossen ist, und die die Worte anstimmt: `Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Mächtigen, dem Allvermögenden, dem Allweisen` ...

Fürchtet Gott, o ihr Könige, und laßt euch diese erhabenste Gnade nicht entgehen.

So werft denn euren Besitz hinweg und klammert euch an den Halt Gottes, des Erhabenen, des Großen.

Wendet eure Herzen dem Antlitz Gottes zu, gebt auf, wonach euch eure Wünsche trachten ließen, und seid nicht bei denen, die zugrunde gehen.

O Diener, berichtet ihnen die Geschichte 'Alís (des Báb), wie Er zu ihnen kam mit der Wahrheit, mit Seinem herrlichen und gewichtigen Buch, in Seinen Händen ein Zeugnis und einen Beweis von Gott und mit heiligen und gesegneten Zeichen von Ihm.

Ihr jedoch, o Könige, habt versäumt, auf die Erwähnung Gottes in Seinen Tagen zu achten und euch von den Lichtern führen zu lassen, die aufgingen und aufleuchteten über dem Horizonte eines strahlenden Himmels.

Ihr erforschtet nicht Seine Sache, wo dies zu tun doch besser für euch gewesen wäre als alles, was die Sonne bescheint - o könntet ihr es doch verstehen!

Ihr bliebt unachtsam, bis die Geistlichen Persiens, diese Grausanten, das Urteil über Ihn fällten und Ihn zu Unrecht töteten.

Sein Geist stieg zu Gott empor, und die Augen der Bewohner des Paradieses und die Engel, die Ihm nahe sind, weinten schmerzlich über diese Grausamkeit.

Hütet euch, weiterhin so nachlässig zu sein, wie ihr es ehedem wart.

So kehrt denn zu Gott zurück, eurem Schöpfer, und gesellt euch nicht zu den Achtlosen ...

Mein Antlitz kam aus den Schleiern hervor und goß seine Strahlen auf alles, was im Himmel und auf Erden ist.

Dennoch habt ihr euch Ihm nicht zugewandt, obwohl ihr für Ihn geschaffen seid, o ihr Könige!

Befolgt daher, was Ich euch sage, hört darauf mit euren Herzen und gehört nicht zu denen, die sich abgewandt haben.

Denn euer Ruhm besteht nicht in eurer Herrschaft, sondern wielmehr in eurer Nähe zu Gott und im Befolgen Seines Gebotes, wie es in Seinen heiligen und verwahrten Tablets herniedergesandt wurde.

Sollte einer von euch über die ganze Erde herrschen und über alles, was darinnen und darauf besteht, ihre Meere, ihre Länder, ihre Berge und ihre Ebenen, und doch nicht von Gott erwähnt werden, so würde ihm all dies nichts nützen - o könntet ihr es doch erkennen!...

So erhebt euch denn, seid standhaft, macht wieder gut, was euch entgangen ist, und geht Seinem heiligen Hofe, am Strande Seines mächtigen Ozeans, entgegen, auf daß die Perlen der Erkenntnis und Weisheit, die Gott für euch in der Hülle Seines strahlenden Herzens aufgespeichert hat, euch offenbart werden mögen ...

Hütet euch, daß ihr den Odem Gottes nicht hindert, über eure Herzen zu wehen, den Odem, durch welchen die Herzen derer, die sich Ihm zugewandt haben, lebendig gemacht werden können ..."

+7:2 #46

"Legt die Gottesfurcht nicht ab, o Könige der Erde", hat Er in demselben Tablet geoffenbart, "und hütet euch, die Grenzen zu überschreiten, die der Allmächtige bestimmt hat. Befolgt, was Er euch in Seinem Buche eingeschärft hat, und gebt wohl acht, dessen Schranken nicht zu übertreten. Seid wachsam, daß ihr niemandem ein Unrecht zufügt, und sei es auch so klein wie ein Senfkorn. Beschreitet den Pfad der Gerechtigkeit, denn dieser, wahrlich, ist der gerade Pfad. Legt eure Streitigkeiten bei und setzt eure Kriegsrüstung herab, so daß die Last eurer Ausgaben erleichtert und eure Gemüter und Herzen beruhigt werden. Heilt die Zwistigkeiten, die euch zerspalten, und ihr werdet nicht länger Kriegsrüstungen benötigen, ausgenommen, was der Schutz eurer Städte und Gebiete erfordert. Fürchtet Gott und gebt acht, nicht über die Grenzen der Mäßigung hinauszugehen und zu den Unbesonnenen gezählt zu werden. Wir haben erfahren, daß ihr jedes Jahr eure Ausgaben wermefirt und die Lasten dafür euren Untertanen aufbürdet. Dies, wahrlich, ist mehr, als sie tragen können, und eine drückende Ungerechtigkeit. Entscheidet gerecht zwischen den Menschen und seid die Symbole der Gerechtigkeit unter ihnen. Dies ist, wenn ihr ehrlich urteilt, was euch geziemt und was eurer Stufe angemessen ist.

+7:3 #47

Hütet euch, ungerecht zu handeln an jemandem, der euch anruft und unter eurem Schutze steht. Wandelt in der Furcht Gottes und seid unter denen, die ein Gott gefälliges Leben führen. Verlaßt euch nicht auf eure Macht, eure Waffen und Schätze. Setzt euer ganzes Vertrauen und eure Zuwersicht in Gott, der euch erschaffen hat, und sucht Seine Hilfe in allen euren Angelegenheiten. Beistand kommt von Ihm allein. Er hilft, wem Er will, mit den Heerscharen der Himmel und der Erde.

+7:4

Wißt, daß die Armen das Pfand Gottes in eurer Mitte sind, Seid achtsam, daß ihr Sein Pfand nicht weruntreut, daß ihr nicht ungerecht an ihnen handelt und daß ihr nicht auf den Wegen der Verräter wandelt. Ihr werdet ganz sicherlich zur Rechenschaft über Sein Pfand gerufen werden an dem Tage, da die Waage der Gerechtigkeit aufgestellt ist, an dem Tage, da jedermann das seinige zugeteilt wird, da die Taten aller Menschen, ob reich oder arm, gewogen werden.

+7:5 #48

Wenn ihr den Ratschlägen, die Wir in unvergleichlicher und unzweideutiger Sprache in diesem Tablet geoffenbart haben, keine Beachtung schenkt, dann wird von allen Seiten göttliche Züchtigung über euch kommen, und der Urteilsspruch Seiner Gerechtigkeit wird gegen euch verkündet werden. An jenem Tage werdet ihr keine Macht haben, Ihm zu widerstehen, und ihr werdet eure eigene Ohnmacht erkennen. Habt Erbarmen mit euch selbst und mit denen, die euch unterstellt sind, und richtet sie nach den von Gott in Seinem heiligsten und erhabenen Tablet verordneten Geboten, einem Tablet, in dem Er allem und jedem Sein das festgesetzte Maß zugewiesen hat, in dem Er deutlich eine Erklärung aller Dinge gegeben hat, die in sich selbst schon eine Ermahnung ist an alle, die an Ihn glauben.

+7:6

Prüft Unsere Sache, erforscht die Dinge, die Uns befallen haben, entscheidet gerecht zwischen Uns und Unseren Feinden und gesellt euch zu jenen, die gegen ihre Nächsten unparteiisch handeln. Wenn ihr dem Unterdrücker nicht in den Arm fallt, wenn ihr versäumt, die Rechte der Niedergetretenen zu schützen, welches Recht habt ihr dann, euch unter den Menschen zu rühmen? Wessen könnt ihr euch mit Recht preisen? Ist es euer Essen und Trinken, auf das ihr sto!z seid, sind es die Reichtümer, die in euren Schatzkammern lagern, die Buntheit und der Wert des Schmuckes, mit dem ihr euch bedeckt? Wenn wahrer Ruhm im Besitz solch vergänglicher Dinge bestünde, dann mußte notwendigerweise die Erde, auf der ihr wandelt, sich vor euch rühmen, denn sie versorgt und beschenkt euch nach dem Ratschluß des Allmächtigen gerade mit diesen Dingen. In ihrem Innern ist alles, was ihr besitzt, enthalten, so wie Gott es werordnet hat. von ihr leitet ihr eure Reichtümer als ein Zeichen Seiner Gnade her. So schaut denn euren Zustand, dessen ihr euch so rühmt. Könntet ihr ihn doch erkennen! Nein, bei Ihm, der das Königreich der ganzen Schöpfung in Seiner Gewalt hält! Euer wahrer und dauernder Ruhm liegt nur in eurem Festhalten an den Geboten Gottes, im Befolgen Seiner Gesetze aus ganzem Herzen, in eurem Entschluß, sie erfüllt zu sehen und unbeirrt den rechten Weg zu wandeln ..."

+7:7 #49

Und wiederum im selben Tablet: "Zwanzig Jahre sind verronnen, o Könige, während derer Wir jeden Tag die herben Qualen einer neuen Trübsal empfunden haben. Keiner vor Uns hat das erduldet, was Wir erduldet haben. Könntet ihr es doch fassen! Die sich gegen Uns erhoben, haben Uns hingerichet, Unser Blut vergossen, Unseren Besitz geplündert und Unsere Ehre verletzt. Obwohl der meisten Unserer Leiden gewahr, habt ihr es dennoch unterlassen, dem Angreifer in den Arm zu fallen. Ist es denn nicht eure klare Pflicht, der Tyrannei des Unterdrückers Einhalt zu gebieten und eure Untertanen unparteiisch zu behandeln, auf daß euer hoher Gerechtigkeitssinn der ganzen Menschheit voll bewiesen werde?"

+7:8

"Gott hat euren Händen die Zügel der Regierung des Volkes übergeben, daß ihr in Gerechtigkeit über die Menschen herrschen, die Rechte der Niedergetretenen schützen und die Übeltäter strafen möget. Wenn ihr die Pflicht vernachlässigt, die Gott euch in Seinem Buche vorgeschrieben hat, so werden eure Namen in Seinen Augen zu denen der Ungerechten gezählt werden. Schmerzlich, in der Tat, wird euer Irrtum für euch sein. Wollt ihr euch an das hängen, was euch eure Einbildung vorgespiegelt hat, und die Gebote Gottes, des Erhabensten, des Unerreichbaren, des Allbezwingers, des Allmächtigen, werwerfen? Werft die Dinge, die ihr besitzt, hinweg und haltet euch an das, was Gott euch zu tun geboten hat. Sucht Seine Gnade, denn wer sie sucht, der wandelt auf Seinem geraden Pfad."

+7:9

"Bedenkt den Zustand, in dem Wir Uns befinden, und betrachtet die Leiden und übel, mit denen Wir geprüft worden sind! Vernachlässigt Uns nicht, und sei es auch nur für einen Augenblick, und urteilt unparteiisch über Uns und Unsere Feinde! Dies wird sicherlich ein offenbarer Vorteil für euch sein. Also berichten Wir euch Unsere Geschichte und erzählen im einzelnen die Dinge, die Uns zugestoßen sind, damit ihr Unsere Leiden von Uns nehmen und Unsere Bürde erleichtern möget. Laßt den, der es will, Uns von Unserem Übel befreien, und was den betrifft, der nicht will -, Mein Herr ist sicherlich der Beste aller Helfer."

+7:10 #50

"Warne das Volk, o Diener, und mache es bekannt mit den Dingen, die Wir dir herabgesandt haben. Lasse dich durch die Furcht vor niemandem bestürzen und geselle dich nicht zu den Wankenden. Der Tag naht heran, da Gott Seine Sache erhöht und Sein Zeugnis verherrlicht haben wird vor den Augen aller, die in den Himmeln und auf Erden sind. Setze dein ganzes Vertrauen in allen Lebenslagen auf deinen Herrn, richte deinen Blick auf Ihn und wende dich ab von all denen, die Seine Wahrheit verschmähen. Lasse Gott, deinen Herrn, dir als Beistand und Helfer genügen. Wir haben gelobt, deinen Triumph auf Erden zu sichern und Unsere Sache über alle Menschen zu erheben, auch wenn kein König zu finden wäre, der dir seinen Blick zuwendete ..."

+7:11

Im Kitáb-i-Aqdas (dem Heiligsten Buche), dieser unsdiätzbaren Schatzkammer, die für alle Zeiten die hellsten Ausstrahlungen des Geistes Bahá'u'lláhs in sich birgt, der Charta seiner Weltordnung, dem Hauptverwahrungsort seiner Gesetze, dem Vorläufer seines Bündnisses, dem Hauptwerk, das einige seiner edelsten Ermahnungen, gewichtigsten Aussprüche und unheilverkündenden Prophezeiungen enthält, das geoffenbart wurde während der Hochflut seiner Trübsale, zu einer Zeit, da die Herrscher der Erde Ihn endgültig preisgegeben hatten - in einem solchen Buche lesen wir folgendes:

+7:12

"O Könige der Erde! Er, der höchste Herr über alle, ist gekommen. Das Reich ist Gottes, des allmächtigen Beschützers, des Selbstbestehenden. Betet niemanden an außer Gott und erhebt euer Angesicht mit strahlendem Herzen zu eurem Herrn, dem Herrn aller Namen. Dies ist eine Offenbarung, welcher nichts, was immer ihr besitzt, gleichgestellt werden kann - könntet ihr es doch erkennen! Wir sehen, daß ihr euch über das freut, was ihr von anderen angesammelt habt und das euch ausschließt von den Welten, die nichts außer Meinem Verwahrten Tablet ermessen kann. Die Schätze, die ihr gesammelt habt, lenken euch weit ab von eurem letzten Ziel. Dies ziemt euch schlecht - o könntet ihr das doch verstehen! Reinigt eure Herzen Von allen irdischen Verunreinigungen und eilt, einzutreten in das Königreich eures Herrn, des Schöpfers von Erde und Himmel, der die Welt erzittern und alle ihre Völker wehklagen ließ, ausgenommen jene, die auf alle Dinge Gerzichtet haben und sich an dem festhielten, was im Verborgenen Tablet verordnet wurde."









+8 #51

Das Größte Gesetz geoffenbart

Und weiterhin: "O Könige der Erde! Das Größte Gesetz ist an diesem Ort geoffenbart worden, auf diesem Schauplatz höchsten Glanzes. Alles Verborgene ist ans Licht gebracht worden kraft des Willens des Höchsten Gesetzgebers, Dessen, der die letzte Stunde angekündigt hat, durch welchen der Mond gespalten und jeder unwiderruflicfie Befehl gedeutet worden ist."

+8:2

"Ihr seid nur Vasallen, o Könige der Erde. Er, der König der Könige, ist im Gewande Seiner wunderbarsten Herrlichkeit erschienen und lädt euch vor sich, den Helfer in der Gefahr, den Selbstbestehenden. Hütet euch, daß euch nicht der Hochmut davon abhalte, den Quell der Offenbarung zu erkennen, daß die Dinge dieser Welt euch nicht wie mit einem Schleier von Ihm, dem Schöpfer des Himmels, ausschließen. Erhebt euch und dient Ihm, der Sehnsucht aller Völker, der euch durch ein Wort erschuf und verordnete, daß ihr für alle Zeiten die Wahrzeichen Seiner Herrschaft sein sollt."

"Bei der Gerechtigkeit Gottes! Es ist nicht Unser Wunsch, Hand an eure Königreiche zu legen. Unsere Bestimmung ist, die Herzen der Menschen zu ergreifen und zu besitzen. Auf sie sind die Augen Bahás gerichtet. Dies bezeugt das Königreich der Namen - könntet ihr es doch verstehen! Wer seinem Herrn nachfolgt, wird der Welt und allem, was darinnen ist, entsagen. Wieviel größer muß dann die Loslösung Dessen sein, der eine so erhabene Stufe innehat! Verlaßt eure Paläste und eilt, Einlaß in Sein Königreich zu gewinnen. Dies wird euch in dieser und in der nächsten Welt von Nutzen sein. Das bezeugt der Herr des Reiches in der Höhe - würdet ihr es doch erkennen!"

+8:3 #52

"Wie groß ist die Glückseligkeit, die den König erwartet, der sich erheben wird, Meiner Sache in Meinem Königreich zu helfen, und der sich von allem außer Mir loslösen wird! Solch ein König wird zu den Gefährten der Roten Arche gezählt, der Arche, die Gott dem Volk von Bahä bereitet hat. Alle müssen seinen Namen werherrlichen, seine Stufe ehren und ihm helfen, die Städte aufzuschließen mit den Schlüsseln Meines Namens, des allmächtigen Beschützers aller, die die sichtbaren und unsichtbaren Reiche bewohnen. Solch ein König ist das wahre Auge der Menschheit, der leuchtende Schmuck auf der Stirne der Schöpfung, der Urquell von Segnungen für die ganze Welt. O Volk von Bahá, opfere deinen Besitz, ja selbst dein Leben, um ihm beizustehen."

+8:4

Und weiterhin die offensichtliche Anklage in jenem selben Buch: "Wir haben nichts von euch erbeten. Wahrlich, um der Sache Gottes willen ermahnen Wir euch und werden Wir Uns gedulden, wie Wir es in dem taten, was Uns in euren Händen, o Schar der Könige, befallen hat!"

+8:5

In seinem Tablet an Königin Viktoria redet Bahá'u'lláh darüber hinaus alle Könige der Erde an und fordert sie auf, sich an den Geringeren Frieden zu halten; dieser ist vom Größten Frieden zu unterscheiden, der nur von allen jenen, die sich der Macht seiner Offenbarung voll bewußt sind und die sich offen zu den Grundsätzen seines Glaubens bekennen, verkündet werden kann und schließlich errichtet werden muß:

+8:6 #53

"O Könige der Erde! Wir sehen euch jedes Jahr eure Ausgaben wermehren und deren Lasten euren Untertanen aufbürden. Das ist, wahrlich, ungerecht. Fürchtet die Seufzer und Tränen dieses Unterdrückten und ladet nicht übermäßige Lasten auf eure Völker. Beraubt sie nicht, um für euch selbst Paläste zu errichten. Nein, wählt vielmehr für sie das, was ihr für euch selbst wählt. So entrollen Wir vor euren Augen das, was euch nützt - würdet ihr es doch erkennen! Eure Völker sind eure Schätze. Hütet euch, durch eure Herrschaft die Gebote Gottes zu verletzen und eure Mündel den Händen der Räuber auszuliefern! Durch sie herrscht ihr, durch sie besteht ihr, mit ihrer Hilfe siegt ihr. Und doch, wie verächtlich schaut ihr auf sie herab! Wie seltsam, wie höchst seltsam!"

+8:7

"Nun, da ihr den Größten Frieden zurückgewiesen habt, haltet euch an den Geringeren Frieden, auf daß ihr wenigstens einigermaßen eure eigene Lage und die der von euch Abhängigen bessern möget."

+8:8

"O Herrscher der Erde! Versöhnt euch miteinander, so daß ihr nicht mehr Kriegsrüstungen benötigt, als dem Schutze eurer Gebiete und Länder angemessen ist. Hütet euch, den Rat des Allwissenden, des Glaubwürdigen zu mißachten."

+8:9

"Seid einig, o Könige der Erde, denn dadurch wird der Sturm des Haders gestillt und eure Völker finden Ruhe - wenn ihr doch unter denen wäret, die das verstehen! Sollte einer unter euch gegen einen anderen die Waffen ergreifen, so erhebt euch alle gegen ihn, denn dies ist nichts als offenbare Gerechtigkeit."

+8:10

An die christlichen Könige richtet Bahá'u'lláh des weiteren besondere Worte des Tadels und erschließt in unmißverständlicher Sprache die wahre Wesensart seiner Offenbarung:

+8:11

"O Könige der Christenheit! Hörtet ihr nicht die Worte Jesu, des Geistes Gottes: 'Ich gehe von hinnen und komme wieder zu euch?' Warum also versäumtet ihr, Ihm zu nahen, als Er in den Wolken des Himmels zu euch wiederkam, auf daß ihr Sein Antlitz schautet und zu denen gehörtet, die in Seine Gegenwart gelangen? An einer anderen stelle sagt Er: 'Wenn Er, der Geist der Wahrheit, kommt, wird Er euch in alle Wahrheit leiten.' Und doch - seht, was geschah: Als Er die Wahrheit brachte, weigertet ihr euch, das Angesicht Ihm zuzuwenden, und verharrtet dabei, euch mit euren Zerstreuungen und Phantastereien zu vergnügen. Ihr botet Ihm kein Willkommen noch suchtet ihr Seine Gegenwart, um die Verse Gottes aus Seinem eigenen Munde zu hören und teilzuhaben an der vielfältigen Weisheit des Allmächtigen, des Allherrlichen, des Allweisen. Ihr habt durch euer Versäumnis den Atem Gottes nicht über euch wehen lassen und habt eure Seelen der Süße Seiner Düfte beraubt. Ihr streift weiterhin mit Ergötzen im Tale eurer lasterhaften Wünsche umher. Ihr selbst und alles, was ihr besitzt, wird vergehen. Wahrlich, ihr werdet zu Gott zurückkehren und zur Rechenschaft gerufen werden für eure Taten in der Gegenwart Dessen, der die ganze Schöpfung versammeln wird ..."

+8:12 #54

Der Báb hat des weiteren im Qayyúmu'l-Asmá', seinem berühmten Kommentar der Súrih Joseph, offenbart im ersten Jahr seiner Sendung und von Bahá'u'lláh als "das erste, das größte und mächtigste aller Bücher" der Bábí-Sendung bezeichnet, den aufrüttelnden Ruf an die Könige und Fürsten der Erde ergehen lassen:

+8:13

"O ihr Könige und Königssöhne! Legt allesamt eure Herrschaft, die Gott gehört, beiseite ... Eitel fürwahr ist eure Herrschaft, denn Gott hat den irdischen Besitz derer, die Ihn verleugnet haben, verworfen ... O ihr Könige! Übergebt in Treue und in aller Eile die von Uns herabgesandten Verse den Völkern der Türkei und Indiens, und darüber hinaus, mit Macht und in Treue, den Ländern des Ostens und des Westens ... Bei Gott! Wenn ihr recht handelt, so handelt ihr recht zu eurem eigenen Nutzen, und wenn ihr Gott und Seine Zeichen leugnet, so können Wir, die Wir Gott haben, wahrlich alle Geschöpfe und jegliche irdische Herrschaft wohl entbehren."

+8:14 #55

Und wiederum: "Fürchtet Gott, o ihr Könige, auf daß ihr nicht Ihm fern bleibt, der Seine Erwähnung ist (der Báb), nachdem nun die Wahrheit unter euch gekommen ist mit einem Buch und mit Zeilen von Gott, wie es durch die wunderbare Zunge dessen, der Seine Erwähnung ist, ausgesprochen wurde. Sucht Gnade bei Gott; denn Gott hat euch, wenn ihr an Ihn glaubt, einen Garten bestimmt, dessen Weite wie die Weite des ganzen Paradieses ist."

+8:15

So viel von den epochemachenden Ratschlägen und Warnungen, die der Báb und Bahá'u'lláh an die Herrscher der Erde insgesamt und an die Könige der Christenheit im besonderen gerichtet haben. Ich würde meinem Thema nicht gerecht werden, wollte ich die kühnen, schicksalschweren Botschaften an die einzelnen Monarchen, die, als Könige oder Kaiser, die Trübsale der beiden Begründer unseres Glaubens mit kalter Gleichgültigkeit betrachtet oder Ihre Warnungen mit Verachtung verworfen haben, übergehen oder nur kurz behandeln. Ich kann weder so vollständig, wie ich sollte, aus den zweitausend und mehr Versen zitieren, die aus der Feder von Bahá'u'lláh und, in geringerem Maße, aus der des Báb geströmt sind und an die einzelnen Monarchen in Europa und Asien gerichtet waren, noch ist es mein Plan, mich weitläufig über die Umstände auszulassen, welche jene erstaunlichen Aussprüche hervorgerufen haben, oder über die Folgen, die daraus entstanden. Der Geschichtsschreiber der Zukunft, der in weiterem Abstand und mit besserem Überblick die schicksalschweren Ereignisse des Heroischen und des Gestaltgebenden Zeitalters des Glaubens von Bahá'u'lláh betrachten kann, wird zweifellos imstande sein, die Ursachen, Verwicklungen und Auswirkungen dieser göttlichen Botschaften genau einzuschätzen und eingehend zu beschreiben, sie haben in ihrer Reichweite und ihrer Wirkungskraft sicherlich nicht ihresgleichen in den religiösen Annalen des Menschengeschlechtes.

+8:16 #56

An Kaiser Napoleon III. richtete Bahá'u'lláh folgende Worte: "O König von Paris!

Sage den Priestern, sie sollen die Glocken nicht länger läuten.

Bei Gott, dem Wahren!

Die Mächtigste Glocke ist in der Gestalt des Größten Namens erschienen, und die Finger des Willens deines Herrn, des Hocherhabenen, des Höchsten, schwingen sie weit im Himmel der Unsterblichkeit in Seinem Namen, dem Allherrlichen.

So sind die mächtigen Verse deines Herrn aufs neue zu dir herabgesandt worden, auf daß du dich erheben mögest, Gottes zu gedenken, des Schöpfers von Himmel und Erde, in diesen Tagen, da alle Geschlechter der Erde trauern, die Grundmauern der Städte erzittern und der Staub des Unglaubens alle Menschen einhüllt, ausgenommen solche, die dein Herr, der Allwissende, der Allweise, zu verschonen gewillt war ...

Lausche, o König, der Stimme, die aus dem Feuer ruft, das in diesem frisch grünenden Baume brennt, auf diesem Sinai, der über dem geheiligten, schneeweißen Orte, jenseits der ewigen Stadt, erhoben wurde: `Wahrlich, es gibt keinen anderen Gott außer Mir, dem EwigGergebenden, dem Barmherzigsten!` Wahrlich, Wir haben Ihn gesandt, dem Wir beistanden mit dem Heiligen Geiste (Jesus), daß Er euch dieses Licht ankünde, das am Horizonte des Willens eures Herrn, des Erhabensten, des Allherrlichen, erschien, dessen Zeichen im Westen geoffenbart wurden, auf daß ihr euer Angesicht Ihm (Bahá'u'lláh) zuwenden möget an diesem Tage, den Gott erhöht hat über alle anderen Tage und an welchem der Allbarmherzige Seinen strahlenden Glorienglanz auf alle ergoß, die im Himmel und auf Erden sind.

Erhebe dich, um Gott zu dienen und Seiner Sache beizustehen.

Er wird dir wahrlich beistehen mit den Heerscharen des Sichtbaren und des Unsichtbaren und dich zum König über alles, was die Sonne bescheint, einsetzen.

Dein Herr ist der Allgewaltige, der Allmächtige .., Schmücke deinen Tempel mit der Zier Meines Namens, deine Zunge mit Meiner Erwähnung und dein Herz mit der Liebe zu Mir, dem Allmächtigen, dem Höchsten.

Wir haben nichts für dich gewünscht als das, was besser für dich ist als dein Besitz und alle Schätze der Erde.

Dein Herr, wahrlich, weiß darum, und Er kennt alles ..."

+8:17 #57

"O König!

Wir hörten die Worte, die du dem Zaren von Rußland als Antwort gabst, deinen Entschuß zum Krieg (Krimkrieg) betre ffend.

Dein Herr, wahrlich, wei ß dies, und Er kennt alles.

Du sagtest: `Ich lag schlafend auf meinem Bette, als der Schrei der Unterdrückten, die im Schwarzen Meer ertranken, mich weckte.` Dies hörten Wir dich sagen, und wahrlich, dein Herr ist Zeuge dessen, was Ich sage.

Wir bezeugen, daß das, was dich weckte, nicht ihr Schrei war, sondern die Einflüsterungen deiner eigenen Leidenschaften.

Denn Wir prüften dich und fanden dich mangelhaft.

Erfasse die Bedeutung Meiner MWorte und sei einer der Einsichtsvollen ...

Wärest du aufrichtig gewesen in deinen Worten, so hättest du das Buch Gottes nicht beiseite geworfen, als es dir zugesandt wurde von Ihm, dem Allmächtigen, dem Allweisen.

Wir haben dich damit geprüft und fanden dich anders, als du vorgibst.

Erhebe dich und suche nachzuholen, was du versäumt hast.

Binnen kurzem werden die Welt und all dein Besitz untergehen, und das Reich wird Gottes bleiben, deines Herrn und des Herrn deiner Väter.

Es geziemt dir nicht, deine Angelegenheiten nach den Befehlen deiner Wünsche zu führen.

Fürchte die Seufzer dieses Unterdrückten und schirme Ihn vor den Speeren der Ungerechten.

Für das, was du getan hast, wird dein Reich in Verwirrung gestürzt werden, und dein Kaiserreich wird deinen Händen entgleiten zur Strafe für das, was du begonnen hast.

Dann wirst du erkennen, wie sehr du dich geirrt hast.

Aufruhr wird das ganze Volk jenes Landes ergreifen, es sei denn, du hilfst dieser Sache und folgst Ihm, dem Geist Gottes (Jesus), auf diesem, dem geraden Pfade.

Hat dein Pomp dich stolz gemacht?

Bei Meinem Leben!

Er wird nicht on Dauer sein, nein, er wird bald dahinschwinden, es sei denn, du hältst dir standhaft an dieses feste Seil, wir sehen Erniedrigung dich verfolgen, während du einer der Achtlosen bist ... überlasse deine Paläste den Leuten der Gräber und dein Kaiserreich jedem, der es begehrt, und tuende dich dann dem Reiche Gottes zu.

Dies, wahrlich, ist es, was Gott für dich erwählt hat - wärest du doch einer von denen, die sich Ihm zuwenden ...

Solltest du wünschen, die Last deiner Herrschaft zu tragen, so trage sie denn, um der Sache deines Herrn beizustehen.

Gepriesen sei diese Stufe, auf der jeder, der sie erreicht, zu allem Heil gelangt ist, das von Ihm, dem Allwissenden, dem Allweisen, ausgeht ...

Frohlockst du über die Schätze, die du besitzest, wo du doch weißt, daß sie vergehen werden?

Freust du dich darüber, daß du eine Spanne Erde beherrschst, während die ganze Welt nach Ansicht des Volkes von Bahá so viel wert ist, wie das Schwarze im Auge einer toten Ameise?

Überlasse sie denen, die ihr Herz an sie gehängt haben, und wende dich Ihm zu, der die Sehnsucht der Welt ist.

Wohin sind die Stolzen und ihre Paläste gekommen?

Blicke in ihre Gräber, damit du aus diesem Beispiel lernst, denn Wir haben es als Lehre für jeden Betrachter angeführt.

Würde der Odem der Offenbarung dich berühren, so würdest du die Welt fliehen und dich dem Reiche Gottes zuwenden und alles hergeben, was du besitzest, um dieser erhabenen Schau nahe zu kommen."









+9 #58

Dem Papste geoffenbart

Papst Pius IX, offenbarte Bahá'u'lláh das Folgende: "O Papst! Zerreiße die Schleier! Er, der Herr der Herren, ist gekommen, von Wolken überschattet, und der Ratschluß ist erfüllt worden durch Gott, den Allmächtigen, den Unendlichen ... Wahrlich, Er ist wieder vom Himmel herniedergekommen, wie Er von dort zum ersten Male herniedergekommen war. Hüte dich, mit Ihm zu streiten, wie es die Pharisäer mit Ihm (Jesus) taten ohne ein klares Zeichen oder einen Beweis. Zu Seiner Rechten strömen die lebendigen Wasser der Gnade und zu Seiner Linken der auserlesene Wein der Gerechtigkeit, während vor Ihm die Engel des Paradieses einhergehen und das Banner seiner Zeichen tragen. Hüte dich, daß dich nicht irgendein Name von Gott ausschließe, dem Schöpfer von Himmel und Erde. Lasse die Vielt hinter dir und wende dich deinem Herrn zu, durch welchen die ganze Erde erleuchtet worden ist ... Wohnst du in Palästen, während Er, der König der Offenbarung, in der trostlosesten Behausung lebt? Überlasse sie denen, die sie begehren, und wende dein Antlitz mit Freude und Wonne dem Reiche Gottes zu ... Erhebe dich im Namen deines Herrn, des Gottes der Barmherzigkeit, inmitten der Völker der Erde und ergreife den Kelch des Lebens mit den Händen des Vertrauens; trinke du zuerst davon und biete ihn sodann solchen an, die sich Ihm inmitten der Völker allen Glaubens zuwenden ..."

+9:2 #59

"Rufe dir Ihn, den Geist (Jesus), ins Gedächtnis zurück, wie bei Seinem Kommen die Gelehrtesten Seiner Zeit in Seinem eigenen Lande das Urteil gegen Ihn fällten, während einer, der nur ein Fischer war, an Ihn glaubte. Gebt darum acht, ihr Menschen mit einsichtswollen Herzen! Du bist in Wahrheit eine der Sonnen am Himmel Seiner Namen. Hüte dich, daß die Finsternis nicht ihre Schleier über dich breite und dich fernab von Seinem Lichte verhülle ... Betrachte jene, die sich dem Sohne (Jesus) widersetzten, als Er zu ihnen mit Macht und Herrschaft kam. Wie viele von den Pharisäern warteten darauf, Ihn zu schauen, und wehklagten, weil sie von Ihm getrennt waren! Und doch, als der Duft Seines Kommens über sie wehte und Seine Schönheit sich enthüllte, da wandten sie sich von Ihm ab und stritten mit Ihm ... Keiner, außer ganz wenigen, die jeglicher Macht bei den Menschen ermangelten, wandte sich Seinem Antlitz zu. Heute aber ist jeder mit Macht ausgestattete und mit Herrschaft bekleidete Mensch stolz auf Seinen Namen.' Ebenso beachte, wie zahlreich heutzutage die Mönche sind, die sich in Meinem Namen in ihren Kirchen abgeschlossen haben und die, als die festgesetzte Zeit erfüllt war und Wir Unsere Schönheit enthüllten, Uns nicht erkannten, obwohl sie zur Abendzeit und zur Morgendämmerung nach Mir rufen ..."

+9:3 #60

"Das Wort, das der Sohn werbarg, ist offenbar geworden. Es wurde in Gestalt des Menschentempels am heutigen Tage herabgesandt. Gesegnet sei der Herr, welcher der Vater ist! Wahrlich, Er ist zu den Völkern in Seiner größten Majestät gekommen. Wende dein Angesicht Ihm zu, o Schar der Rechtschaffenen! ... Dies ist der Tag, da der Fels (Petrus) ausruft und jauchzt und den Lobpreis seines Herrn, des Allbesitzenden, des Höchsten, verherrlicht mit den Worten: `Seht, der Vater ist gekommen, und was euch werheißen ward in Seinem Reich ist erfüllt! ...` Mein Leib sehnt sich nach dem Kreuze, und Mein Haupt erwartet den Wurf des Speeres auf dem Pfade des Allbarmherzigen, auf daß die Welt von ihren Übertretungen geläutert werde ..."

+9:4

"O höchster Priester!

Neige dein Ohr dem zu, was der Gestalter modernden Gebeins dir rät, wie es von Ihm, der Sein Größter Name ist, verkündet wird.

Verkaufe den reich werzierten Kirchenschmuck, den du besitzest, und opfere ihn auf dem Pfade Gottes, der die Nacht auf den Tag und den Tag auf die Nacht folgen läßt.

Übergib dein Königreich den Königen und tritt hervor aus deiner Wohnung, dein Angesicht zum Reich Gottes erhoben, dann verkünde, losgelöst von der Welt, das Lob deines Herrn zwischen Erde und Himmel.

Dies gebot dir Er, der Besitzer aller Namen, von seiten deines Herrn, des Allmächtigen, des Allwissenden.

Ermahne die Könige und sprich: `Verfahrt gerecht mit den Menschen.

Hütet euch, die im Buche festgesetzten Grenzen zu überschreiten.` Dies, wahrlich, geziemt dir.

Hüte dich, dir die Dinge der Welt und ihre Reichtümer anzueignen.

Überlasse sie denen, die sie begehren, und habe fest an dem, was dir von Ihm, dem Herrn der Schöpfung, befohlen ist.

Sollte irgend jemand dir alle Schätze der Erde anbieten, so gönne ihnen nicht einmal einen Blick.

Sei so, wie dein Herr gewesen ist.

Also hat die Zunge der Offenbarung ausgesprochen, was Gott zum Schmucke des Buches der Schöpfung gemacht hat ...

Sollte die Trunkenheit des Weines Meiner Verse dich überkommen, und solltest du dich entschließen, vor dem Throne deines Herrn, des Schöpfers von Himmel und Erde zu erscheinen, so mache Meine Liebe zu deinem Gewande, Meine Erwähnung zu deinem Schilde und dein Vertrauen auf Gott, den Offenbarer aller Macht, zu deiner Wegzehrung.

Wahrlich, der Tag der Ernte ist gekommen, und alle Dinge sind voneinander geschieden worden.

Er hat das, was Er wollte, in den Gefäßen der Gerechtigkeit werwahrt und hat ins Feuer geworfen, was diesem verfallen ist.

So ist es von deinem Herrn, dem Mächtigen, dem Liebevollen, an diesem verheißenen Tage beschlossen worden.

Wahrlich, Er verordnet, was Ihm gefällt.

Es gibt keinen anderen Gott außer Ihm, dem Allmächtigen, dem Allbezwingenden."

+9:5 #61

In dem an den Zaren von Rußland, Alexander II., gerichteten Tablet lesen wir: "O Zar von Rußland!

Neige dein Ohr der Stimme Gottes, des Königs, des Heiligen, und wende dich dem Paradiese zu, der Stätte, wo Er wohnt, der unter den himmlischen Scharen die erhabensten Titel trägt und dem im Reiche der Schöpfung der Name Gott, der Strahlende, der Glorreiche, beigelegt wird.

Hüte dich, daß dich deine Begierde nicht hindere, dich dem Angesichte deines Herrn, des Mitleidigen, des Barmherzigsten, zuzuwenden.

Wir haben wahrlich die Sache vernommen, um die du deinen Herrn in heimlicher Zwiesprache angefleht hast.

Darum wehten die Winde Meiner liebewollen Güte und wogte das Meer Meiner Barmherzigkeit, und Wir antworteten dir in Wahrheit.

Dein Herr ist der Allwissende, der Allweise.

Als Ich gefesselt und angekettet im Kerker lag, bot Mir einer deiner Gesandten seine Hilfe an.

Deshalb hat Gott einen Rang für dich werordnet, welchen keine Erkenntnis begreifen kann, ausgenommen Seine Erkenntnis.

Hüte dich, daß du diesen erhabenen Rang nicht verscherzest ...

Hüte dich, daß dich deine Herrschaft nicht von Ihm, dem höchsten Herrscher, fernhält.

Wahrlich, Er ist mit Seinem Reiche gekommen, und alle Atome rufen laut: `Seht, der Herr ist in Seiner erhabenen Majestät gekommen!` Er, der Vater, ist gekommen, und der Sohn (Jesus) im heiligen Tale ruft aus: `Hier bin Ich, hier bin Ich, o Herr, Mein Gott!`, während der Sinai das Haus umkreist und der brennende Busch laut ausruft: `Der Freigebigste ist gekommen auf den Wolken thronend!

Gesegnet ist, wer sich Ihm nähert, und wehe denen, die weit entfernt sind!`"

+9:6 #62

"Erhebe dich inmitten der Menschen im Namen dieser allbezwingenden Sache und rufe sodann die Nationen zu Gott, dem Erhabenen, dem Großen. Gehöre nicht zu denen, die Gott bei einem Seiner Namen angerufen haben, die aber, als Er, der Gegenstand aller Namen, erschien, Ihn verleugneten, sich von Ihm abwandten und schließlich mit offenbarer Ungerechtigkeit das Urteil über Ihn fällten. Bedenke und rufe dir die Tage ins Gedächtnis zurück, da der Geist Gottes (Jesus) erschien und Herodes das Urteil über Ihn sprach. Gott aber half Ihm mit den unsichtbaren Heerscharen, beschützte Ihn in Wahrheit und sandte Ihn nach Seiner Verheißung in ein anderes Land. Wahrlich, Er werordnet, was Ihm gefällt. Dein Herr behütet sicher, wen Er will, sei er auch in der Mitte der Meere oder im Bauch der Schlange oder unter dem Schwerte des Tyrannen ..."

+9:7

"Wiederum sage Ich: Höre auf Meine Stimme, die aus Meinem Gefängnis ruft, daß sie dir künde, was Meiner Schönheit widerfahren ist von der Hand derer, die dadurch Meine Herrlichkeit offenbaren, und damit du verstehen mögest, wie groß Meine Geduld gewesen ist, ungeachtet Meiner Macht, und wie unermeßlich Meine Nachsicht, ungeachtet Meiner Stärke. Bei Meinem Leben! Könntest du nur die Dinge erkennen, die durch Meine Feder herabgesandt wurden, und die Reichtümer Meiner Sache entdecken und die Perlen Meiner Geheimnisse, welche in den Meeren Meiner Namen und in den Bechern Meiner Worte verborgen liegen - du würdest in deiner Liebe zu Meinem Namen und in deiner Sehnsucht nach Meinem herrlichen und erhabenen Reich dein Leben auf Meinem Pfade hingeben. Wisse, daß, wenn auch das Schwert Meiner Feinde über Mir hängt und Meine Glieder von unermeßlichen Leiden befallen sind, Mein Geist doch von einer Freude erfüllt ist, womit alle Freuden der Erde nimmermehr verglichen werden können."

+9:8 #63

"Wende dein Herz Ihm, dem Ziel der Anbetung der Welt, zu und sprich:

O Völker der Erde!

Habt ihr Den verleugnet, auf dessen Pfad Er den Märtyrertod erlitt, der mit der Wahrheit kam und die Ankündigung eures Herrn, des Erhabenen, des Großen, überbrachte?

Sprich:

Dies ist eine Verkündigung, über die die Herzen der Propheten und Boten frohlockten.

Dies ist der Eine, dessen das Herz der Welt gedenkt und der in den Büchern Gottes, des Mächtigen, des Allweisen, verheißen ist.

Die Hände der Boten waren im Verlangen, Mir zu begegnen, zu Gott erhoben, dem Mächtigen, dem Verherrlichten . ..

Einige wehklagten über ihre Trennung von Mir, andere erduldeten Ungemach auf Meinem Pfade und wieder andere gaben ihr Leben hin um Meiner Schönheit willen - o könntet ihr das doch erkennen!

Sprich:

Ich habe wahrlich nicht danach getrachtet, Mich selbst zu rühmen, vielmehr Gott selbst tat es - würdet ihr doch gerecht urteilen!

Nichts kann in Mir gesehen werden außer Gott und Seiner Sache - könntet ihr es doch gewahr werden!

Ich bin Der, den die Zunge Jesajas pries, Der, mit dessen Namen sowohl die Thora wie das Evangelium geschmückt wurden ...

Gesegnet sei der König, dessen Herrschaft ihn nicht von seinem Herrscher fernhielt und der sich mit seinem Herzen Gott zuwandte.

Er, wahrlich, wird zu jenen gezählt, die das erreichten, was Gott, der Mächtige, der Allweise, wünschte.

Binnen kurzem wird sich ein solcher unter die Monarchen der Reiche des Königreiches eingereiht finden.

Dein Herr ist mächtig über alle Dinge.

Er gibt, was Er will, wem immer Er will, und versagt, was Ihm beliebt, wem immer Er will.

Er, wahrlich, ist der Allgewaltige, der Allmächtige!"

+9:9 #64

An Königin Viktoria schrieb Bahá'u'lláh: "O Königin in London! Neige dein Ohr der Stimme deines Herrn, des Herrn des ganzen Menschengeschlechts, die vom göttlichen Lotosbaum ruft: Wahrlich, es gibt keinen Gott außer Mir, dem Allmächtigen, dem Allweisen! Wirf alles hinweg, was auf Erden ist, und schmücke das Haupt deines Königreichs mit der Krone des Gedenkens deines Herrn, des Glorreichsten. Er, wahrlich, ist in die Welt in Seiner größten Herrlichkeit gekommen, und alles, was im EGangelium verkündet ist, hat sich erfüllt. Das Land Syrien ist geehrt worden durch die Fußspuren seines Herrn, des Herrn aller Menschen, und Nord und Süd sind beide trunken vom Wein Seiner Gegenwart. Gesegnet ist der Mensch, der den Duff des Barmherzigsten einatmete und sich dem Aufgangsort Seiner Schönheit in dieser strahlenden Morgendämmerung zuwandte. Die Moschee von Aqsá bebt im Windhauch ihres Herrn, des Allherrlichen, während Bathá (Mekka) vor der Stimme Gottes, des Erhabenen, des Höchsten, erzittert. Und so feiert jeder Stein von ihnen den Lobpreis des Herrn durch diesen großen Namen."

+9:10

"Gib dein Begehren auf und wende sodann dein Herz deinem Herrn, dem Altehrwürdigen der Tage, zu. Wir erwähnen dich um der Sache Gottes willen und wünschen, daß dein Name erhöht werde durch dein Gedenken an Gott, den Schöpfer Von Erde und Himmel. Er, wahrlich, ist Zeuge dessen, was Ich sage. Wir haben erfahren, daß du den Handel mit Sklaven, Männern sowohl wie Frauen, verboten hast. Wahrlich, dies ist, was Gott in Seiner wunderwollen Offenbarung zur Pflicht gemacht hat. Gott hat dir dafür eine Belohnung bestimmt. Er wird dem, der Gutes tut, seinen gerechten Lohn geben - möchtest du doch dem folgen, was dir zugesandt ward durch Ihn, den Allwissenden, den alles Durchschauenden. Was aber den betritt, der sich abwendet und sich vor Stolz bläht, nachdem klare Zeichen zu ihm gekommen sind von dem Offenbarer der Zeichen, dessen Werk wird Gott zunichte machen. Er, wahrlich, hat Gewalt über alle Dinge. Des Menschen Taten sind annehmbar, nachdem er (die Manifestation) anerkannt hat. Wer sich von dem Wahren abwendet, ist in der Tat am tiefsten unter Seinen Geschöpfen verschleiert. So ist es durch Ihn, den Allmächtigen, den Gewaltigsten, bestimmt worden."

+9:11 #65

"Wir haben auch gehört, daß du die Zügel der Beratung den Händen der Volksvertreter anwertraut hast. Du hast fürwahr gut daran getan, denn dadurch wird der Grund des Gebäudes deiner Angelegenheiten gestärkt und die Herzen aller, die unter deinem Schutze stehen, ob hoch oder niedrig, beruhigt werden. Es geziemt diesen jedoch, wertrauenswürdig zu sein unter Seinen Dienern und sich als die Vertreter aller zu betrachten, die auf Erden wohnen. Dies ist es, was Er ihnen in diesem Tablet rät, Er, der Herrscher, der Allweise ... Gesegnet ist, wer die Versammlung besucht um Gottes willen und aus reiner Gerechtigkeit zwischen den Menschen entscheidet. Er gehört fürwahr zu den Glückseligen ..."

+9:12

"Wende dich Gott zu und sprich: O mein höchster Herr! Ich bin nur Dein Vasall, und Du bist in Wahrheit der König der Könige. Ich habe meine flehenden Hände zum Himmel Deiner Gnade und Deiner Gaben erhoben. So sende denn herab auf mich aus den Wiolken Deiner Großmut, was mich von allem außer Dir befreien wird, und ziehe mich näher zu Dir hin. Ich bitte Dich, o mein Herr, bei Deinem Namen, den Du zum König der Namen gemacht hast und zu Deiner Offenbarung für alle, die im Himmel und auf Erden sind, zerreiße die Schleier, die zwischen mich und meine Erkenntnis des Aufgangsortes Deiner Zeichen und des Tagesanbruchs Deiner Offenbarung getreten sind. Du bist, wahrlich, der Mächtigste, der Gewaltigste, der Gütigste. O Herr, beraube mich nicht der Düfte des Gewandes Deiner Barmherzigkeit in Deinen Tagen und schreibe nieder für mich, was du für deine Dienerinnen niedergeschrieben hast, die an Dich und Deine Zeichen geglaubt und Dich erkannt und ihre Herzen dem Horizonte Deiner Sache zugewandt traben. Du bist wahrlich der Herr der Welten und der Barmherzigste derer, die Barmherzigkeit erzeigen. So stehe mir bei, o mein Gott, Deiner inmitten Deiner Dienerinnen zu gedenken und Deiner Sache in Deinen Ländern zu helfen. So nimm an, was mir entgangen ist, als das Licht Deines Antlitzes aufstrahlte. Du hast fürwahr die Macht über alle Dinge. Ruhm sei Dir, o Du, in dessen Hand das Reich der Himmel und der Erde ruht."

+9:13 #66

Im Kitáb-i-Aqdas, seinem heiligsten Buche, wendet sich Bahá'u'lláh an den deutschen Kaiser Wilhelm I.: "Sprich: O König von Berlin! Höre auf die Stimme, die aus diesem offenbaren Tempel ruft: Wahrlich, es gibt keinen Gott außer Mir, dem Immerwährenden, dem Unvergleichlichen, dem Altehrwürdigen der Tage. Hüte dich, daß dich nicht Stolz hindere, den Tagesanbruch göttlicher Offenbarung zu erkennen, daß irdische Wünsche dich nicht wie durch einen Schleier abschließen von dem Herrn des Thrones im Himmel und auf Erden hienieden. Dies rät dir die Feder des Höchsten. Er, wahrlich, ist der Gnadenvollste, der Gütigste. Denke an den (Napoleon III.), dessen Macht deine Macht überragte und dessen Rang deinen Rang übertraf. Wo ist er? Wohin ist entschwunden, was er besaß? Sei gewarnt und sei nicht einer der tief Schlafenden. Er warf das Tablet Gottes beiseite, als Wir ihm kundtaten, was die Scharen der Tyrannen Uns erdulden ließen. Darum überfiel ihn Unglück von allen Seiten, und er starb in großem Verlust. Denke gut über ihn nach, o König, und über solche, die gleich dir Städte erobert und über Menschen geherrscht haben. Der Barmherzigste brachte sie herab von ihren Palästen in das Grab. Sei gewarnt! Sei einer von denen, die überlegen!"

+9:14

Und weiterhin in diescm gleichen Buch diese auffallende Weissagung: "O Ufer des Rheins! Wir haben euch mit Blut bedeckt gesehen; denn die Schwerter der Vergeltung wurden gegen euch gezückt; und es soll noch einmal geschehen. Und Wir hören das Wehklagen Berlins, obgleich es heute in sichtbarem Ruhme strahlt."

+9:15 #67

Ebenfalls im Kitáb-i-Aqdas sind folgende an Kaiser Franz Joseph gerichtete Worte verzeichnet: "O Kaiser von Österreich! Er, der Tagesanbruch des göttlichen Lichtes, weilte im Gefängnis Von 'Akká zu der Zeit, da du dich aufmachtest, die AqsáMoschee (in Jerusalem) zu besuchen. Du zogst an Ihm worüber und forschtest nicht nach Ihm, durch den jedes Haus erhöht und jede erhabene Pforte geöffnet wurde. Wir, wahrlich, machten es (Jerusalem) zu einem Platz, wohin die Welt sich wenden soll, um Meiner zu gedenken. Doch du hast Ihn, das Ziel dieses Gedenkens, verschmäht, als Er erschien mit dem Reiche Gottes, deines Herrn und des Herrn der Welten. Wir sind allezeit mit dir gewesen und fanden dich an einen Zweig geklammert, der Wurzel nicht achtend. Wahrlich, dein Herr ist Zeuge dessen, was Ich sage. Wir waren bekümmert, dich um Unseren Namen kreisen zu sehen, ohne Unser gewahr zu werden, obgleich Wir vor deinem Angesicht waren. Öffne deine Augen, diese herrliche Erscheinung zu betrachten und Ihn, den du des Tages und zur Nachtzeit anrufst, zu erkennen und das Licht zu erschauen, das von diesem Horizont ausstrahlt."

+9:16

In der Súriy-i-Mulúk wird Sultán 'Abdu'l-'Azíz mit folgenden Worten angeredet: "Lausche, o König, den Wiorten Dessen, der die Wahrheit spricht, Ihm, der von dir keine Belohnung fordert für Dinge, die Gott dir zu gewähren beliebt hat, Ihm, der unbeirrt den geraden Pfad wandelt. Er entbietet dich vor Gott, deinen Herrn, der dir die rechte Bahn zeigt, den Weg, der zu wahrem Glück führt, auf daß du vielleicht zu jenen gehörst, denen es wohl ergehen wird . . . Mit dem, der sich Gott ganz hingibt, wird Gott sicherlich sein; und den, der sein ganzes Vertrauen auf Gott setzt, wird Gott wahrlich vor allem beschützen, was ihm schaden könnte, und ihn vor der Bosheit aller Unheilstifter beschirmen."

+9:17

"Würdest du dein Ohr Meiner Rede zuneigen und Meinen Rat beachten, so würde Gott dich zu einer so hervorragenden Stellung erheben, daß die Pläne keines Menschen auf der ganzen Erde dich je berühren oder verletzen könnten. O König, befolge aus innerstem Herzen und mit deinem ganzen Sein die Gebote Gottes und wandle nicht auf dem Pfad des Tyrannen. Ergreife die Zügel der Angelegenheiten deines Volkes, halte sie fest im Griffe deiner Gewalt und prüfe persönlich alles, was sie betritt. Lasse dir nichts entgehen, denn darin liegt das höchste Gut."

+9:18 #68

"Danke Gott dafür, daß Er dich aus der ganzen Welt erwählte und dich zum König gemacht hat über die, welche deinen Glauben bekennen. Es geziemt dir wohl, die wunderwollen Gunstbezeigungen hochzuschätzen, womit Gott dir gewogen war, und immerfort Seinen Namen zu verherrlichen. Du kannst Ihn am besten damit preisen, daß du Seine Geliebten liebst und Seine Diener beschützt und vor den Anschlägen der Verräter behütest, so daß niemand sie fürderhin unterdrücken kann. Noch mehr, du solltest dich dazu aufraffen, das Gesetz Gottes bei ihnen zur Geltung zu bringen, so daß du zu denen gehörst, die in Seinem Gesetze fest gegründet dastehen."

+9:19

"Würdest du bewirken, daß Ströme der Gerechtigkeit ihre Wasser auf deine Untertanen ergießen, so würde Gott dir sicherlich mit den Heerscharen des Unsichtbaren und des Sichtbaren beistehen und dich in deinem Tun stärken. Keinen Gott gibt es außer Ihm. Die ganze Schöpfung und ihr Reich sind Sein. Zu Ihm kehren die Werke der Gläubigen zurück."

+9:20

"Setze dein Vertrauen nicht auf deine Schätze, lege deine ganze Zuversicht in die Gnade Gottes, deines Herrn. Lasse Ihn deine Hoffnung sein in allezn, was du tust, und gehöre zu denen, die sich Seinem Willen unterworfen haben. Lasse Ihn deinen Helfer sein und mache dich reich durch Seine Schätze, denn Sein sind die Schatzkammern der Himmel und der Erde. Er spendet sie, wem Er will, und versagt sie, wem Er will. Es gibt keinen anderen Gott außer Ihm, dem Allbesitzenden, dem Allgepriesenen. Alle sind nur Arme an der Türe Seiner Barmherzigkeit. Alle sind hilflos vor der Offenbarung Seiner höchsten Herrschaft und flehen um Seine Gunst."

+9:21 #69

"Überschreite nicht die Grenzen der Mäßigung und verfahre gerecht mit denen, die dir dienen. Gib ihnen entsprechend ihren Bedürfnissen, aber nicht in solchem Übermaß, daß es ihnen möglich ist, für sich Reichtümer aufzuhäufen, ihre Person herauszuputzen, ihr Heim zu verzieren, Dinge anzuschaffen, die ihnen nicht zum Wohle gereichen, und unter die Verschwender zu geraten. Behandle sie mit unwandelbarer Gerechtigkeit, so daß keiner von ihnen Mangel leide noch durch Luxus verweichlicht werde. Dies ist nur offenbare Gerechtigkeit. Lasse nicht zu, daß Verworfene über Edle und Ehrenwerte regieren und herrschen, und dulde nicht, daß die Hochgesinnten in der Gewalt der Verächtlichen und Wertlosen seien, denn dies ist es, was Wir bei Unserer Ankunft in der Stadt (Konstantinopel) bemerkten. Dessen sind Wir Zeuge ..."

+9:22

"Halte dir Gottes unbeirrbare Waage vor Augen und wäge wie einer, der in Seiner Gegenwart steht, auf dieser Waage deine Taten jeden Tag, jeden Augenblick deines Lebens. Ziehe dich zur Rechenschaft, ehe du zur Rechenschaft gerufen wirst an dem Tage, da kein Mensch aus Furcht vor Gott die Kraft haben wird, aufrecht zu stehen, an dem Tage, da die Herzen der Achtlosen erzittern werden ..."

+9:23

"Du bist Gottes Schatten auf Erden. So strebe danach, in solcher Art zu handeln, wie es einer so herGorragenden und erhabenen Stufe zukommt. Wenn du dich dem entziehst, die Dinge zu befolgen, die Wir auf dich herabkommen ließen und dich lehrten, so wirst du sicherlich dieser großen und unschätzbaren Ehre verlustig gehen. So kehre denn um, halte dir allein an Gott und reinige dein Herz von der Welt und all ihrem Tand und dulde nicht, daß die Liebe irgendeines Fremdlings sich dort einniste und darin wohne. Bevor du nicht dein Herz von jeder Spur solcher Liebe lauterst, kann der Glanz des Lichtes Gottes Seine Strahlen nicht darauf ergießen, denn niemandem hat Gott mehr gegeben als ein Herz. Wahrlich, dies wurde verordnet und steht in Seinem altehrwürdigen Buche verzeichnet. Und da das Menschenherz, wie es von Gott geschaffen, eines und ungeteilt ist, so geziemt es dir, darauf zu achten, daß seine Neigungen auch eins und ungeteilt seien. Klammere dich daher mit der ganzen Zuneigung deines Herzens an Seine Liebe und halte es fern von der Liebe zu irgend jemandem außer Ihm, auf daß Er dir beistehe, dich in den Ozean Seiner Einheit zu versenken, und dich befähige, eine getreue Stütze Seiner Einigkeit zu werden ..."









+10 #70

Halte den Unterdrücker ab

"O König, höre aufmerksam auf die Worte, die Wir an dich richteten. Halte den Unterdrücker ab von seiner Tyrannei und schließe die Ungerechten aus dem Kreise derer aus, die deinen Glauben bekennen. Bei der Gerechtigkeit Gottes! Die Trübsale, die Wir aushielten, sind derart, daß eine Feder, die sie schildert, vom Seelenschmerz überwältigt wird. Keiner, der aufrichtig glaubt und die Einheit Gottes hochhält, kann die Bürde ihrer Schilderung tragen. So groß sind Unsere Leiden gewesen, daß selbst die Augen Unserer Feinde, ja die Augen eines jeden einsichtswollen Menschen über Uns geweint haben. Und allen diesen Prüfungen sind Wir unterworfen worden, obwohl Wir Uns dir näherten und den Menschen befahlen, unter deinen Schatten zu treten, auf daß du ein Bollwerk seiest für alle, die an die Einheit Gottes glauben und sie hochhalten."

+10:2

"O König, habe Ich dir jemals den Gehorsam werweigert? Habe Ich irgendwann eines deiner Gesetze mißachtet? Kann einer deiner Minister, die dich im 'Iráq vertreten, irgendeinen Beweis erbringen, der Meine Unredlichkeit gegen dich begründen könnte? Nein, bei Ihm, dem Herrn aller Welten! Nicht einen kleinen Augenblick lang haben Wir Uns gegen dich oder gegen einen deiner Minister aufgelehnt. Niemals, so Gott will, werden Wir Uns gegen dich empören, selbst wenn Wir strengeren Prüfungen ausgesetzt wären als je zuvor. Am Tage und zur Nachtzeit, am Abend und am Morgen beten Wir für dich zu Gott, daß Er dir gnädig beistehe, Ihm zu gehorchen und Seine Gebote zu achten, und Er dich vor den Scharen der Bösen beschirme. So tue denn wie dir beliebt und behandle Uns wie es deiner Stufe zukommt und deiner Herrschaft geziemt. Vergiß nicht das Gesetz Gottes in allem, was du zu tun wünschest, jetzt oder in künftigen Tagen. Sprich.- Preis sei Gott, dem Herrn der Welten!"

+10:3 #71

Des weiteren steht im Kitáb-i-Aqdas folgender gewaltiger Anruf Konstantinopels: "O Ort, gelegen an den Küsten zweier Meere! Wahrlich, der Thron der Tyrannei wurde auf dir errichtet und die Flamme des Hasses in deinem Inneren entzündet, so sehr, daß die Versammlung in der Höhe und jene, die den erhabenen Thron umkreisen, klagten und jammerten. Wir sehen in dir den Narren über den Weisen herrschen und Finsternis vor dem Lichte sich brüsten. Wahrlich, du bist mit offensichtlichem Stolz erfüllt. Hat dich dein äußerer Glanz hochmütig gemacht? Bei Ihm, dem Herrn des Menschengeschlechts! Er wird rasch vergehen, und deine Töchter und deine Witwen und alle deines Stammes, die in dir wohnen, werden wehklagen. Dies verkündet dir der Allwissende, der Allweise."

+10:4

Was Násiri'd-Dín Sháh betrifft, so verkündet das Lawh-iSultán, welches von 'Akká aus an ihn gesandt wurde und welches das längste Tablet Bahá'u'lláhs an einen einzelnen Herrscher darstellt, folgendes: "O König!

Ich war nur ein Mensch wie andere und schlief auf Meinem Lager - siehe, da wehten die Winde des Herrlichsten über Mich und gaben Mir Kenntnis von allem, was war.

Diese Sache ist nicht von Mir, sondern von Dem, welcher allmächtig und allwissend ist.

Und Er gebot Mir, Meine Stimme zu erheben zwischen Erde und Himmel, und um dessentwillen befiel Mich, worüber ein jeder Mensch mit Einsicht weinte.

Die allgemein übliche Gelehrsamkeit der Menschen studierte Ich nicht; ihre Schulen betrat Ich nicht.

Frage nach in der Stadt, wo Ich wohnte, auf daß du wohl versichert seiest, daß Ich nicht zu denen gehöre, die falsch reden.

Das ist nur ein Blatt, das die Winde des Willens deines Herrn, des Allmächtigen, des Allgepriesenen, bewegt haben.

Kann es ruhig bleiben, wenn der Sturmwind weht?

Nein, bei Ihm, dem Herrn aller Namen und Eigenschaften!

Er bewegt es, wie Er will.

Das Vorübergehende ist wie ein Nichts vor Ihm, dem Ewigen.

Sein allbezwingender Ruf hat Mich erreicht und ließ Mich Seinen Lobpreis unter allem Volke anstimmen.

Fürwahr, Ich war wie ein Toter, als Sein Befehl erscholl.

Die Hand des Willens deines Herrn, des Mitleidigen, des Barmherzigen, verwandelte Mich.

Kann irgend jemand aus eigenem Willen das aussprechen, weswegen alle Menschen, hoch und niedrig, sich gegen ihn erheben werden?

Nein, bei Ihm, der die Feder die ewigen Geheimnisse lehrte: das kann nur, wem die Gnade des Allmächtigen, des Allgewaltigen Kraft gab.

Die Feder des Höchsten wandte sich Mir zu und sprach:

Fürchte dich nicht!

Berichte Seiner Majestät, dem Sháh, was über dich gekommen ist.

Wahrlich, sein Herz ist in der Hand deines Herrn, des Gottes der Barmherzigkeit, damit vielleicht die Sonne der Gerechtigkeit und Freigebigkeit über dem Horizonte seines Herzens aufstrahlt.

So wurde die Verordnung unwiderruflich festgesetzt durch Ihn, den Allweisen."

+10:5 #72

"O König, blicke auf diesen jungen Mann mit den Augen der Gerechtigkeit. Urteile sodann aufrichtig über das, was Ihn befallen hat. Wahrhaftig, Gott hat dich zu Seinem Schatten gemacht unter den Menschen und zum Zeichen Seiner Macht für alle, die auf Erden wohnen. Urteile zwischen Uns und denen, die Uns Unrecht taten ohne Beweis und ohne ein erleuchtendes Buch. Sie, die um dich sind, lieben dich um ihres eigenen Vorteils willen, wogegen dieser junge Mann dich um deines Vorteils willen liebt und keinen Wunsch hat, als dich dem Sitze der Gnade näher zu bringen und dich der rechten Hand der Gerechtigkeit zuzuführen. Dein Herr ist Zeuge dessen, was Ich erkläre."

+10:6

"O König! Wenn du dein Ohr dem Laut der Feder der Herrlichkeit und dem Gurren der Taube der Ewigkeit zuneigtest, die auf den Zweigen des Lotosbaumes, über den es kein Hinausgehen gibt, den Lobpreis Gottes, des Schöpfers aller Namen, der Erde und des Himmels, singt, so würdest du auf eine solche Stufe gelangen, von welcher aus du in der Welt des Daseins nichts als den Glanz des Angebeteten schauen und deine Herrschaft als das Unwürdigste deines Besitzes ansehen würdest; du würdest sie jedem überlassen, der sie gerade begehrt, und dein Angesicht dem Horizont zuwenden, der im Lichte Seines Antlitzes erglüht. Auch würdest du die Bürde der Herrschaft nur noch tragen wollen, um damit deinem Herrn, dem Erhabenen, dem Höchsten, zu helfen. Dann würden dich die Himmelsbewohner segnen. Ach, wie herrlich ist diese erhabenste Stufe - könntest du doch zu ihr gelangen durch die Macht deiner Herrschaft, die erkannt wird als vom Namen Gottes hergeleitet ..."

+10:7 #73

"O König des Zeitalters! Die Augen dieser Flüchtlinge sind der Barmherzigkeit des Barmherzigsten zugewandt und auf sie geheftet. Es besteht kein Zweifel, daß diesen Trübsalen die Ausgießungen höchster Barmherzigkeit folgen werden und daß nach diesen schrecklichen Anfeindungen ein überströmendes Glück kommen wird. Wir hoffen sehr, daß Seine Majestät der Sháh diese Dinge selbst untersuchen und den Herzen Hoffnung brngen werde. Was Wir deiner Majestät unterbreiteten, ist fürwahr zu deinem höchsten Nutzen. Und Gott, wahrlich, ist für Mich hinreichend Zeuge ..."

+10:8

"O Sháh, geschähe es doch, daß du Mir gestattetest, dir das zu senden, was die Augen ergötzt, die Seelen beruhigt und jeden ehrlich gesinnten Menschen überzeugt, daß bei Ihm die Erkenntnis des Buches ist ... Wäre die Zurückweisung durch die Narren und die falsche Nachsicht der Geistlichen nicht gewesen, so hätte Ich eine Rede gehalten, welche die Herzen durchschauert und in ein Reich entführt hätte, wo das Rauschen der Winde zu hören wäre: `Keinen Gott gibt es außer Ihm! ...`"

+10:9

"O Sháh, Ich habe auf dem Pfade Gottes geschaut, was noch kein Auge schaute und kein Ohr hörte ... Wie zahlreich sind die Trübsale, welche auf Mich herabströmten und bald noch herabströmen werden! Ich schreite woran, den Blick auf Ihn gerichtet, den Allmächtigen, den Allgütigen, während hinter Mir die Schlange gleitet. Meine Augen haben Tränen vergossen, bis Mein Bett von ihnen getränkt war. Aber Ich gräme Mich nicht um Mich. Bei Gott! Mein Haupt sehnt sich nach dem Speer aus Liebe zu seinem Herrn. Ich ging nie an einem Baum vorbei, ohne daß Mein Herz ihn anredete und sprach: `O würdest du doch in Meinem Namen abgehauen und Mein Leib an dir auf dem Pfade Meines Herrn gekreuzigt!` ... Bei Gott! Obgleich Müdigkeit Mich niederdrückt, Hunger Mich verzehrt, der nackte Fels Mein Bett ist und die Tiere des Feldes Meine Gefährten sind, will Ich nicht klagen, sondern geduldig ausharren, wie jene mit Standhaftigkeit und Festigkeit Begabten durch die Kraft Gottes, des ewigen Königs und Schöpfers der Nationen, ausgeharrt haben. Gott will Ich Dank in allen Lebenslagen darbringen. Wir bitten, Er möge in Seiner Güte - gepriesen sei Er! - durch diese Kerkerhaft die Nacken der Menschen Von Ketten und Fesseln befreien und mit aufrichtigem Angesicht sich Seinem Antlitz zuwenden lassen, Ihm, dem Mächtigen, dem Freigebigen. Er ist bereit, jedem zu antworten, der Ihn anruft, und Er ist denen nahe, die mit Ihm Umgang pflegen."

+10:10 #74

Im Qayyúmu'l-Asmá' wandte sich der Báb an MuhammadSháh: "O König des Islám! Nachdem du dem Buche geholfen hast, hilf du mit der Wsahrheit auch Ihm, welcher Unsere Größte Erwähnung ist, denn Gott hat, wahrlich, für dich und deine Umgebung am Tage des Gerichtes eine besondere Stellung auf Seinem Pfade bestimmt. O Sháh, Ich schwöre bei Gott! Wenn du Ihm, der Seine Erwähnung ist, Feindschaft erweist, so wird dich Gott am Tage der Auferstehung vor den Königen zu höllischem Feuer verdammen, und du wirst gewißlich an jenem Tage keinen Helfer finden außer Gott, dem Erhabenen. O Sháh, reinige das Heilige Land (Tihrán) von solchen, die das Buch zurückwiesen, ehe der Tag der Erwähnung Gottes kommt, schrecklich und plötzlich, mit Seiner mächtigen Sache durch den Willen Gottes, des Höchsten. Wahrlich, Gott hat dir vorgeschrieben, dich Dein, der Seine Erwähnung ist, und Seiner Sache zu unterwerfen, und mit der Wahrheit und mit Seiner Erlaubnis die Länder zu bezwingen; denn in dieser Welt bist du gnadenreich mit Herrschaft bekleidet worden und wirst in der nächsten dicht bei dem Sitze der Heiligkeit mit den Bewohnern des Paradieses Seines Wohlgefallens ruhen. O Sháh, lasse dich nicht durch deine Herrschaft täuschen, denn `jede Seele wird den Tod schmecken`, und wahrlich, dies ist als Gottes Ratschluß niedergeschrieben worden."

+10:11 #75

In seinem Tablet an Muhammad-Sháh hat der Báb des weiteren geoffenbart: "Ich bin der erste Punkt, aus welchem alle erschaffenen Dinge erzeugt wurden. Ich bin das Antlitz Gottes, dessen Glanz niemals verdunkelt werden kann, das Licht Gottes, dessen Glanz niemals verblassen kann ... Alle Schlüssel des Himmels hat Gott in Meine Rechte zu legen beliebt und alle Schlüssel der Hölle in Meine Linke ... Ich bin eine der tragenden Säulen des Urwortes Gottes. Wer immer Mich erkannt hat, hat alles erkannt, was wahr und recht ist, und alles erreicht, was gut und geziemend ist ... Der Stoff, aus dem Gott Mich erschaffen hat, ist nicht der Lehm, aus dem andere geformt wurden. Er hat Mir verliehen, was weder die Weisen der Welt je erfassen noch die Gläubigen je entdecken können..."

+10:12

"Bei Meinem Leben! Märe es nicht um der Verpflichtung willen, die Sache Dessen, der das Zeugnis Gottes ist, zu bekennen, ... würde Ich dir dies nicht verkündet haben ... In diesem gleichen Jahre (Jahr 60) sandte Ich dir einen Boten und ein Buch, daß du für die Sache Dessen, der das Zeugnis Gottes ist, handelst, wie es der Stufe deiner Herrschaft geziemt ..."

+10:13

"Ich schwöre bei der Wahrheit Gottes! Würde der, welcher Mich in solcher Weise zu behandeln gewillt war, erkennen, wer der ist, den er so behandelt hat, so würde er wahrlich nie mehr in seinem Leben glücklich werden. Es ist vielmehr - Ich tue dir gewißlich die Wahrheit in dieser Angelegenheit kund -, wie wenn er alle Propheten eingekerkert hätte und alle Männer der Wahrheit und alle Auserwählten ... Wehe dem, von dessen Händen Böses kommt, und gesegnet sei der Mensch, von dessen Händen Gutes kommt ..."

+10:14

"Ich schwöre bei Gott! Ich suche kein irdisches Gut bei dir, und sei es auch nur sowiel wie ein Senfkorn ... Ich schwöre bei der Wahrheit Gottes! Wüßtest du, was Ich weiß, du würdest die Herrschaft über diese und die nächste Welt aufgeben, um Mein Wohlgefallen durch deinen Gehorsam dem Wahren gegenüber zu erlangen ... Würdest du es ablehnen, so würde der Herr der Welt einen erwecken, der Seine Sache erhöhen wird, und wahrlich, der Befehl Gottes wird zur Tat werden."

+10:15

Liebe Freunde! Wie weit ist doch der Rundblick, den diese kostbaren, diese erschütternden, göttlich verkündeten Aussprüche vor unseren Augen ausbreiten !









+11 #76

Gottes Stellvertreter auf Erden

Welche Erinnerung rufen sie wach! Wie erhaben sind die Grundsätze, die sie einprägen! Welche Hoffnungen erzeugen sie! Welche Vorstellungen erwecken sie! Und doch, wie bruchstückhaft müssen die eben erwähnten Worte erscheinen, seien sie auch dem eigendlichen Plan meines Stoffes angepaßt, wenn sie mit der hinreißenden Majestät verglichen werden, die nur das Lesen des vollen Textes erschließen kann! Er, der Gottes Stellvertreter auf Erden war, hat in dem entsdieidendsten Augenblick, als seine Offenbarung ihren Höhepunkt erreichte, jene angesprochen, die in ihrer Person den Glanz, die oberste Gewalt und die Macht irdischer Herrschaft vereinigten; sicherlich konnte Er kein Jota oder Tupfelchen von dem Gewicht und der Kraft abziehen, welche die Überreichung einer so geschichtlichen Botschaft erforderte. Weder die Gefahren, die so schnell über Ihn hereinbrachen, noch die furchtbare Gewalt, mit der die Herrscher des Westens und die Machthaber des Ostens zu jener Zeit - nach der Lehre von dcr absoluten Herrschaft - ausgestattet waren, konnten den Verbannten und Gefangenen von Adrianopel davon abhalten, den lauten Schall seiner Botschaft seinen beiden kaiserlichen Verfolgern und auch den übrigen zeitgenössischen Herrschern auf schrifllichem Wege mitzuteilen.

+11:2 #77

Die Größe und Verschiedenartigkeit des Stoffes, die zwingende Kraft der Beweisführung, die Erhabenheit und Kühnheit der Sprache bannen unsere Aufmerksamkeit und erstaunen unseren Geist.

Kaiser, Könige und Fürsten, Kanzler und Minister, der Papst, Priester, Mönche und Philosophen, die Vertreter der Wissenschaft, Parlamentarier und Abgeordnete, die Reichen auf Erden, die Anhänger aller Religionen und das Volk von Bahá - sie alle sind in den Wirkungsbereich des Urhebers dieser Botschaften einbezogen und erhalten, nach ihrem Verdienst und Wert, die Ratschläge und Ermahnungen, die sie verdienen.

Nicht minder erstaunlich ist die Mannigfaltigkeit dcr Themen, die in diesen Tablets berührt werden.

Die alles überragende Majestät und Einheit eines nicht erkennbaren, unnahbaren Gottes wird hervorgehoben und die Einheit seiner Gesandten verkündet und mit Nachdruck erklärt.

Die Einzigkeit, die Universalität und die Wirkkräfte des Bahá'í-Glaubens werden betont und Zweck und Wesensart der Bahá'í-Offenbarung dargelegt.

Die Bedeutung von Bahá'u'lláhs Leiden und Verbannungen wird enthüllt, und die auf seinen Herold und auf seinen Namensbruder herabgeströmten Trübsale werden erkannt und beklagt.

Sein eigenes Sehnen nach der Krone des Märtyrertums, die sie beide in so geheimnisvoller Weise gewannen, wird erwähnt, die unaussprechlichen Herrlichkeiten und Wunder, die seiner eigenen Sendung vorbehalten sind, werden angedeutet.

Begebenheiten, erregend und wunderbar zugleich, aus den verschiedenen Zeiten seines Wirkens werden geschildert, und die Vergänglichkeit von weltlichem Pomp, Ruhm, Reichtum und Herrschertum wiederholt und klar vor Augen geführt.

Kraftvoll und eindringlich wird zur Anwendung der erhabensten Grundsätze in persönlichen und internationalen Beziehungen aufgerufen und befohlen, entehrende, dem Glück und Wachsrum, der Wohlfahrt und Einheit der Menschenrasse schädliche Gewohnheiten und Gebräuche aufzugeben, Könige werden getadelt, kirchliche Würdenträger angeklagt, Minister und Gesandte verdammt und die Gleichsetzung seines Kommens mit dem Kommen des Vaters selbst unzweideutig erklärt und wiederholt verkündet.

Der gewaltsame Sturz von einigen dieser Könige und Kaiser wird geweissagt, und zwei von ihnen werden eindeutig herausgefordert, die meisten gewarnt, alle angerufen und ermahnt.

+11:3 #78

Im Lawh-i-Sultán (Tablet an den Sháh von Persien) erklärt Bahá'u'lláh: "Möge doch der weltverschönernde Wunsch Seiner Majestät verfügen, daß dieser Diener den Geistlichen der Zeit gegenübergestellt werde und Beweise und Zeugnisse in der Gegenwart Seiner Majestät des Sháh vorbringe! Dieser Diener ist bereit und setzt Seine Hoffnung auf Gott, daß eine solche Versammlung einberufen werde, damit die Wahrheit der Sache von Seiner Majestät dem Sháh klar und offenbar gemacht werde. Es ist nunmehr an dir, zu befehlen, und Ich stehe bereit vor dem Throne deiner Herrschaft. So entscheide denn für Mich oder gegen Mich."

+11:4

Und fernerhin hat Bahá'u'lláh im Lawh-i-Ra'ís, in Erinnerung an sein Gespräch mit dem türkischen Offizier, der mit der Durchführung seiner Verbannung in die feste Stadt 'Akká beauftragt war, geschrieben: "Es geht darum, daß Ich dich bitte, wenn es dir möglich ist, Seiner Majestät dem Sultán zu unterbreiten, daß es diesem jungen Mann ermöglicht werde, zehn Minuten mit ihm zusammenzutreffen, auf daß er nach allem fragen möge, was er als genügendes Zeugnis erachtet und als Beweis für die Wahrhaftigkeit Dessen betrachtet, der die Wahrheit ist. Sollte Gott ihn befähigen, diese zu erbringen, so möge jener diese Mißhandelten frei und in Ruhe lassen." "Er versprach", fügte Bahá'u'lláh in jenem Tablet hinzu, "diese Botschaft zu übermitteln und Uns Antwort zu geben. Wir erhielten jedoch keine Nachricht von ihm. Wenngleich es Ihm, der die Wahrheit ist, nicht ansteht, sich an irgendeinen Menschen zu wenden, da ja alle erschaffen sind, Ihm zu gehorchen, so haben Wir doch im Hinblick auf die Lage dieser kleinen Kinder und die große Zahl so weit von ihren Freunden und ihrer Heimat verbannter Frauen in diese Sache eingewilligt. Trotzdem ist nichts erfolgt. 'Umar selbst ist am Leben und erreichbar. Erkundige dich bei ihm, damit dir die Wahrheit bekannt werde."

+11:5 #79

Über diese an die Herrscher gerichteten Tablets, die 'Abdu'l-Bahá als "Wunder" gepriesen hat, schrieb Bahá'u'lláh: "Ein jedes von ihnen ist mit einem besonderen Namen bezeichnet worden.

Das erste wurde `Das Dröhnen` genannt, das zweite `Der Stoß`, das dritte `Das Unvermeidliche`, das vierte `Das Einfache`, das fünfte `Der Zusammenbruch` und die anderen `Der betäubende Trompetenstoß`, `Das nahende Ereignis`, `Der große Schrecken`, `Die Trompete`, `Das Signalhorn` und dergleichen, so daß alle Völker der Erde mit Gewißheit erkennen und mit äußeren und inneren Augen bezeugen mögen, daß Er, welcher der Herr der Namen ist, geherrscht hat und immer herrschen wird, unter allen Umständen, über alle Menschen ...

Nie seit Beginn der Welt ist eine Botschaft so öffentlich verkündet worden ...

Verherrlicht sei diese Macht, die aufleuchtete und die Welt umfaßte.

Diese Tat des Verursachers aller Ursachen hat, als sie geoffenbart wurde, zwei Ergebnisse gezeitigt.

Sie hat zugleich die Schwerter der Ungläubigen geschärft und die Zungen derer gelöst, die sich Ihm zu Seinem Gedenken und Lobpreis zugewandt haben.

Dies ist die Wirkung der befruchtenden Winde, die früher schon im Lawh-i-Haykal erwähnt wurden.

Die ganze Erde befindet sich jetzt im Zustand der Trächtigkeit.

Der Tag naht heran, da sie ihre edelsten Fruchte hervorgebracht haben wird, da ihr die höchsten Bäume und die hezaubemdsten Blüten und himmlischsten Segnungen entsprossen sein werden.

Unermeßlich erhaben ist der Dufthauch, der vom Gewande deines Herrn, des Verklärten, weht.

Denn siehe, Er hat Seinen Duft ausgehaucht und alle Dinge neu gestaltet!

Wohl denen, die dies erfassen!

Es ist ohne Zweifel klar und offensichtlich, daß dabei Er, der Herr der Offenbarung, in diesen Dingen nichts für sich selbst gesucht hat.

Obgleich dessen gewahr, daß sie zu Trübsalen führen und Kummer und schmerzliche Prüfungen verursachen würden, hat Er doch einzig und allein als ein Zeichen Seiner liebewollen Gnade und Gunst, und in der Absicht, die Toten zu beleben und alle auf Erden zu erlösen, Sein eigenes Wohlergehen außer acht gelassen und das ertragen, was kein anderer Mensch ertragen hat noch tragen wird."

+11:6 #80

Die wichtigsten seiner an die einzelnen Herrscher gerichteten Tablets befahl Bahá'u'lláh, in der Form eines Pentagramms zu schreiben, das den Tempel des Menschen versinnbildlicht. Er fügte darin als Abschluß die folgenden Worte ein, welche die Wichtigkeit enthüllen, die Er diesen Botschaften beimaß und die ihre direkte Verbindung mit der Prophezeiung des Alten Testaments anzeigen:¹

¹ Schluß von der Surih-i-Haykl

"Also haben Wir den Tempel erbaut mit den Händen der Kraft und Macht - könntet ihr das doch erkennen! Dies ist der euch im Buche verheißene Tempel. Nähert euch ihm! Dies ist, was euch frommt - könntet ihr das doch verstehen! Seid ehrlich, o Völker der Welt! Welcher ist vorzuziehen, dieser oder ein aus Lehm gebauter Tempel? Wendet euer Angesicht ihm zu! Also wurde es euch von Gott befohlen, dem Helfer in der Gefahr, dem Selbstbestehenden. Folgt Seinem Gebot und preist Gott, euren Herrn, für das, was Er euch verliehen hat. Wahrlich, Er ist die Wahrheit, keinen Gott gibt es außer Ihm. Er offenbart, was Ihm gefällt, durch Seine Worte: `Sei! - und es ist`."

+11:7 #81

Auf diesen gleichen Gegenstand sich beziehend, redet Er die Anhänger Jesu Christi in einem seiner Tablets an:

"O Scharen der Anhänger des Sohnes! Wahrlich, der Tempel ist mit den Händen des Willens eures Herrn, des Allmächtigen, des Allgütigen, erbaut worden. O Volk, so sei denn Zeuge dessen, was Ich sage: Was ist vorzuziehen - was aus Lehm erbaut ist oder was durch die Hand eures Herrn, des Offenbarers von Versen, errichtet wurde? Dies ist der euch in den Schriften verheißene Tempel, Er ruft laut: `O Anhänger der Religionen! Eilt, zu Ihm, dem Quell aller Ursachen, zu gelangen, und folgt nicht jedem Ungläubigen und Zweifler`."

+11:8

Es sollte nicht vergessen werden, daß, abgesehen von diesen besonderen Tablets, worin die Könige der Welt einzeln und insgesamt angeredet werden, Bahá'u'lláh noch andere Tablets geoffenbart hat - das Lawh-i-Ra'ís ist ein hervorragendes Beispiel dafür - und in die Masse seiner umfangreichen Schriften unzählige stellen eingestreut hat, in denen Minister, Regierungen und deren beglaubigte Vertreter angesprochen worden sind oder auf sie hingewiesen wird. Doch gehe ich nicht näher auf solche Anrcden und Hinweise ein, welche, so wesentlich sie sind, dennoch nicht als mit dieser besonderen Bedeutung ausgestattet betrachtet werden können, welche direkte und bestimmte Botschaften, vom Offenbarer Gottes geäußert und an die höchsten Stellen der Welt seines Tages gerichtet, besitzen müssen.

+11:9

Liebe Freunde!

Genug ist nun gesagt worden, um die Trübsale zu schildern, die so lange Zeit die Begründer einer so überragenden Offenbarung überhäuft haben und welche die Welt in so unheilvoller Weise unbeachtet gelassen hat.

Genügend Aufmerksamkeit ist auch den Botschaften an jene selbständigen Herrscher geschenkt worden, welche in Ausübung ihrer absoluten Gewalt diese Leiden absichtlich hervorgerufen haben oder die in der Fülle ihrer Macht sich hätten erheben können, deren Auswirkungcn zu mildern oder ihren tragischen Verlauf abzuwenden.

Laßt uns nun die Folgen, die sich ergeben haben, betrachten.

Die Reaktion der Monarchen war, wie schon erwähnt, verschieden und unverkennbar und, wie der Gang der Dinge schrittweise enthüllte, unheilvoll in ihren Folgen.

Einer der hervorragendsten dieser Herrscher behandelte die göttliche Mahnung mit plumper Mißachtung und wies sie mit einer kurzen, unverschämten, von einem seiner Minister geschriebenen Antwort zurück.

Ein anderer ließ den Überbringer der Botschaft gewaltsam ergreifen, foltern, brandmarken und brutal erschlagen.

Andere zogen es vor, ein geringsdiätziges schweigen zu wahren.

Alle versäumten gänzlich ihre Pflicht, sich aufzumachen und Unterstützung zu gewähren.

Besonders aber zwei von ihnen, von Furcht und Zorn zugleich getrieben, faßten die Sache, die sie gemeinsam zu vertilgen entschlossen waren, noch härter an.

Der eine verdammte seinen göttlichen Gefangenen zu einer weiteren Verbannung, in "die Stadt von ärmlichstem Aussehen, mit dem abscheulichsten Klima und mit dem fauligsten Wasser", während der andere, ohnmächtig, an den Urheber eines ihm verhaßten Glaubens Hand anzulegen, dessen Anhänger abscheulichen und wilden Grausamkeiten unterwarf.

Die Kunde von Bahá'u'lláhs Leiden, in jene Botschaften eingekleidet, konnte kein Mitgefühl in ihren Herzen erwecken, seine Appelle, dergleichen weder in den Annalen des Christentums noch selbst in denen des Islám verzeichnet sind, wurden mit Geringschätzung zurückgewiesen.

Die düsteren Warnungen, die Er verkündete, wurden hochmütig verhöhnt.

Die kühnen Herausforderungen, die Er aussprach, wurden übersehen, die Züchtigungen, die Er vorhersagte, spöttisch abgetan.

+11:10 #82

Was - so könnten wir uns fragen - ist nun angesichts einer so völligen und schändlichen Ablehnung geschehen und was geschieht noch im weiteren Verlauf und besonders in den abschließenden Jahren dieses ersten Bahá'í-Jahrhunderts, eines Jahrhunderts, das angefüllt ist mit solch ungestümen Leiden und heftigen Gewalttätigkeiten gegen den verfolgten Glauben Bahá'u'lláhs? - In Staub zerfallene Kaiserreiche, gestürzte Königreiche, ausgelöschte Herrscherhäuser, verdunkelte Königswürde, ermordete, vergiftete, in die Verbannung getriebene, in ihren eigenen Reichen unterjochte Könige, während die wenigen übriggebliebenen Throne durch die Erschütterungen des Falles ihrer Gefährten erzittern.

+11:11 #83

Dieser so gigantische und verhängnisvolle Ablauf der Geschehnisse hatte, so darf man wohl sagen, in jener denkwürdigen Nacht seinen Anfang genommen, da in einem dunklen Winkel von Shiráz der Báb in Gegenwart des ersten "Buchstabens", der an ihn glaubte, das Anfangskapitel seiner berühmten Auslegung der Súrih von Joseph (Qayyúmu'l-Asmá') offenbarte, aus der sein Ruf wie ein Trompetenstoß an die Herrscher und Fürsten der Welt erscholl.

Dieser Vorgang ging aus dem Keimzustand in die sichtbare Offenbarung über, als sich die Weissagungen von Bahá'u'lláh erfüllten, die für alle Zeit in der Súriy-i-Haykal verwahrt und vor dem dramatischen Sturz Napoleons III. und der selbstauferlegten Gefangenschaft von Papst Pius IX. ausgesprochen wurden.

Er gewann an Bedeutung, als zu 'Abdu'l-Bahás Lebzeiten der große Krieg die Herrscherhäuser der Romanow, der Hohenzollern und der Habsburger vernichtete und mächtige, altehrwürdige Monarchien in Republiken verwandelte.

Er beschleunigte sich weiterhin bald nadi 'Abdu'l-Bahás Hinscheiden durch das Erlöschen des Herrscherhauses der Kadscharen in Persien und durch den erstaunlichen Zusammenbruch des Sultanats und des Kalifats zugleich.

Er wirkt noch weiter unter unseren eigenen Augen, wenn wir das Schicksal betrachten, das im Verlauf des riesigen, verheerenden Ringens die gekrönten Häupter des europäischen Kontinents nacheinander überfallen hat.

Sicherlich kann sich niemand bei leidenschaftsloser Betrachtung der Erscheinungen dieses unbarmherzigen, in so verhältnismäßig kurzer Zeit umwälzenden Geschehens der Schlußfolgerung entziehen, daß die letzten hundert Jahre, soweit sie das Los des Königtums betreffen, sehr wohl als einer der umwälzendsten Zeitabschnitte in den Annalen der Menschheit betrachtet werden können.









+12 #84

Rasche und vollständige Demütigung

Zu der Zeit, als Bahá'u'lláh seine Botschaften an die Könige in der Súriy-i-Mulúk in Adrianopel offenbarte, waren die erhabensten und einflußreichsten Herrscher der französische Kaiser und der Papst. Im politischen und religiösen Bereich hatten sie den höchsten Rang inne, und die Demütigung, die beide erlitten, war gleichermaßen rasch und vollständig.

+12:2

Napoleon III., der Sohn von Louis Bonaparte (dem Bruder Napoleons I.) war, wie wohl wenige Historiker bestreiten werden, der überragende Monarch seiner Zeit im Westen. "Der Kaiser ist der Staat", so sagte man von ihm. Die französische Hauptstadt war die reizvollste in Europa, der französische Hof "der glänzendste und üppigste des neunzehnten Jahrhunderts". Besessen von einem starren, unzerstörbaren Ehrgeiz, trachtete er danach, dem Vorbild seines kaiserlichen Oheims nachzueifern und dessen unterbrochenes Werk zu vollenden. Ein Träumer und Verschwörer verschlagener Natur, heuchlerisch und rücksichtslos, hatte er, der Erbe des napoleonischen Thrones, seinen Vorteil aus der Politik gezogen, die das wiederauflebende Interesse für die Laufbahn seines großen Vorbildes nährte, und hatte darum versucht, die Monarchie zu stürzen. Aber sein Bemühen scheiterte, und er wurde nach Amerika verbannt. Später beim Versuch einer gewaltsamen Rückkehr nach Frankreich wieder gefangen und zu lebenslänglicher Haft verurteilt, entkam er nach London, bis 1848 die Revolution seine Rückkehr ermöglichte und ihn in den Stand setzte, die Verfassung umzustürzen. Daraufhin wurde er zum Kaiser ausgerufen. wenngleich fähig, weitreichende Bewegungcn einzuleiten, besaß er weder den Scharfsinn noch den Mut, sie zu heherrschen.

+12:3

Diesem Manne, dem letzten Kaiser Frankreichs, welcher durch auswärtige Eroberungen dem Volke seine Dynastie wert zu machen strebte, welcher sogar den Traum hegte, Frankreich zum Mittelpunkt eines neuerweckten Römischen Reiches zu machen - einem solchen Manne hatte der verbannte von 'Akká - schon dreimal durch Sultán 'Abdu'l-'Azíz verbannt, aus der Kaserne, hinter deren Mauern Er eingekerkert lag - ein Tablet übermittelt, welches diese zweifellos klare Beschuldigung und unheilvolle Weissagung enthielt: "Wir bezeugen, daß das, was dich weckte, nicht ihr (der im schwarzen Meer ertränkten Türken) Schrei war, sondern die Einflüsterungen deiner eigenen Leidenschaften; denn wir prüften dich und fanden dich fehlerhaft ... Wärest du aufrichtig gewesen in deinen Worten, so hättest du nicht das Buch Gottes (das erste Tablet) beiseite geworfen, als es dir von Ihm, dem Allmächtigen, dem Allweisen, gesandt wurde ... Für das, was du getan hast, wird dein Reich in Verwirrung gestürzt werden, und das Kaisertum wird deinen Händen entgleiten als Strafe für dein Tun."

+12:4 #85

Bahá'u'lláhs erste Botschaft war, durch einen der französischen Gesandten dcs Kaisers weitergeleitet, in einer Art und Weise aufgenommen worden, wie sie aus den im "Brief an den Sohn des Wolfes" verzeichneten Worten vermutet werden kann: "Auf dieses (das erste Tablet) antwortete er jedoch nicht. Nach Unserer Ankunft im Größten Gefängnis erreichte Uns ein Brief seines Gesandten, dessen erster Teil in persisch, der zweite in seiner eigenen Handschrift geschrieben war. Darin war er herzlich und schrieb: `Ich habe, wie sie mich baten, Ihren Brief übergeben, bis heute aber noch keine Antwort erhalten. Wir haben jedoch die nötigen Empfehlungen an unseren Botschafter in Konstantinopel und an unsere Konsuln in jenen Gegenden gesandt. Wenn Sie noch irgendwelche Wünsche haben, teilen sie sie uns mit, und wir wollen sie ausführen.` Aus diesen Worten geht klar hervor, daß er die Absicht dieses Dieners so verstand, als ob sie eine Bitte um mateiiellen Beistand gewesen sei."

+12:5

In seinem ersten Tablet hatte Bahá'u'lláh in dem Wunsche, die Aufrichtigkeit der Beweggründe des Kaisers zu prüfen, mit Vorbedacht einen freundlichen, nicht herausfordernden Ton angenommen.

Er hatte die Leiden, die Er zu erdulden hatte, ausführlich geschildert und dann die folgenden Worte an ihn gerichtet: "Zwei durch den König dieser Zeit gnädig ausgesprochene Bemerkungen haben die Ohren dieser Mißhandelten erreicht.

Diese Erklärungen sind wahrlich der König aller Erklärungen, dergleichen noch niemals von einem Herrscher gehört worden sind.

Die erste war die Antwort an die russische Regierung, auf deren Frage, warum der (Krim-)Krieg gegen sie geführt werde.

Du antwortetest: `Der Schrei der Unterdrückten, die ohne Schuld und Tadel im Schwarzen Meer ertränkt wurden, weckte mich zur Zeit der Morgendämmerung.

Daher ergriff ich die Waffen gegen dich.` Diese Unterdrückten jedoch haben noch größeres Unrecht erlitten und sind in noch größerer Not.

Während die jenen Menschen angetane Trübsal nur einen Tag dauerte, haben sich die von diesen Dienern ertragenen Leiden fünfundzwanzig Jahre lang hingezogen, in denen uns jeder Augenblick qualvolle Pein brachte.

Die zweite gewichtige Äußerung - wahrlich eine erstaunliche Äußerung, die du der Welt verkündetest - war diese: `Uns obliegt es, die Unterdrückten zu rächen und den Hilflosen beizustehen.` Der Ruhm der Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit des Kaisers hat sehr vielen Seelen Hoffnung gebracht.

Es geziemt dem König dieses Zeitalters, nach der Lage derer zu forschen, denen Unrecht getan wurde, und es obliegt ihm, den Schwachen seine Sorge angedeihen zu lassen.

Wahrlich, es gab nicht, noch gibt es heute auf Erden irgend jemanden, der so unterdrückt ist, wie wir es sind, oder so hilflos, wie diese Wanderer."

+12:6 #86

Es wird berichtet, daß nach Erhalt dieser ersten Botschaft jener oberflächliche, verschlagene und hochmutstrunkene Monarch das Tablet zu Boden geschleudert habe mit den Worten: "Wenn dieser Mann Gott ist, dann bin ich zwei Götter!" Der Überbringer des zweiten Tablets, so ist zuverlässig berichtet, hatte, um der strengen Aufsicht der wachen zu entgehen, dieses in seinem Hut verborgen, so war er imstande, es dem französischeii Gesclräflsträger in 'Akká zu übergeben, der, wie Nabíl in seinem Buch bezeugte, es ins Französische übersetzte und dem Kaiser sandte. Er selbst wurde ein Gläubiger, als er später die Erfüllung einer so bemerkenswerten Voraussage erlebte.

+12:7 #87

Die Bedeutung der düsteren und schicksalsschwangeren Worte Bahá'u'lláhs in seinem zweiten Tablet enthüllte sich bald. Er, der zur Herausforderung des Krimkrieges durch selbstische Wünsche getrieben und durch persönlichen Groll gegen den russisclren Kaiser gereizt war, der voll Ungeduld war, den Vertrag von 1815 zu zerreißen, um das Mißgeschick von Moskau zu rächen, und der mit kriegerischem Ruhm seinen Thron zu schmücken suchte, wurde bald selbst von einer Katastrophe verschlungen, die ihn in den Staub warf und Frankreich von seiner überragenden Stellung unter den Nationen zur viertrangigen Macht in Europa herabsinken ließ.

+12:8

Die Schlacht bei Sedan 1870 besiegelte das Schicksal des französischen Kaisers. Die Masse seines Heeres löste sich auf und ergab sich, wobei dies die größte Kapitulation darstellte, die bis dahin in der modernen Geschichte verzeichnet wurde. Eine erdrückende Kriegsentschädigung wurde eingetrieben. Er selbst wurde gefangengenommen. Sein einziger Sohn, der Kronprinz, fiel einige Jahre später im Kriege gegen die Zulukaffern. Das Kaiserreich brach zusammen, sein Programm blieb unverwirklicht. Die Republik wurde ausgerufen. Paris wurde daraufhin belagert und kapitulierte. "Das Schreckensjahr" folgte, durch einen Bürgerkrieg gekennzeichnet, der in seiner Wildheit noch den deutsch-französischen Krieg übertraf. Wilhelm I., der preußische König, wurde zum Deutschen Kaiser gerade in jenem schlosse gekrönt, das errichtet war als "mächtiges Denkmal und Sinnbild der Macht Ludwigs XIV., einer Macht, welche bis zu einem gewissen Grade durch die Demütigung Deutschlands gesichert worden war". Entthront durch ein Unheil, "so schauderhaft, daß es in der ganzen Welt widerhallte", verfiel dieser falsche und prahlerische Monarch schließlich, und bis zu seinem Tode, der gleichen Verbannung wie jene, die er im Falle von Bahá'u'lláh so herzlos übersehen hatte.

+12:9 #88

Eine weniger dramatische, aber geschichtlich noch bedeutsamere Demütigung erwartete Papst Pius IX. An ihn, der sich als den Vertreter Christi ansah, schrieb Bahá'u'lláh, daß "das Wort, welches der Sohn (Jesus) verbarg, geoffenbart wurde", daß "es in Gestalt des menschlichen Tempels herabgesandt wurde", daß Er selbst das Wort und der Vater sei. Ihm, der sich als "Diener der Diener Gottes" betitelte, verkündete der verheißene aller Zeitalter, seine Stufe in ihrer ganzen Fülle entschleiernd, daß "Er, der Herr der Herrn, gekommen ist, überschattet von Wolken". Der Papst war es, der bei seinem Anspruch, der Nachfolger Petri zu sein, von Bahá'u'lláh gemahnt wurde: "Dies ist der Tag, da der Fels (Petrus) ausruft und jauchzt .., mit den Worten: Sehet, der Vater ist gekommen, und was euch im Königreiche verheißen wurde ist erfüllt." Er, der Träger der dreifachen Krone, war es, der später zum ersten Gefangenen des Vatikans wurde und dem der göttliche Gefangene von 'Akká befahl, "seine Paläste denen zu überlassen, die sie begehren", "allen verzierten Kirchenschmuck zu verkaufen", den er besaß, und "den Erlös auf dem Pfade Gottes dahinzugeben", "sein Königreich den Königen zu überlassen" und aus seiner Behausung herauszutreten, sein Angesicht "dem Königreiche zugewandt".

+12:10

Graf Mastai-Ferretti, Bischof von Imola - der 254. Papst seit dem Beginn des Primats des Apostel Petrus - der zwei Jahre nach der Erklärung des Báb auf den apostolischen Thron erhoben wurde und dessen Pontifikat an Dauer das jedes seiner Vorgänger übertraf, wird für immer in der Erinnerung bleiben als Verfasser der Bulle, welche die unbefleckte Empfängnis der gebenedeiten Jungfrau erklärte (1854), was im Kitáb-i-Íqán als Kirchenlehrsatz erwähnt wird, und als Verkünder des neuen Dogmas von der Unfehlbarkeit des Papstes (1870). Eine herrschsüchtige Natur, ein schlechter Staatsmann, unversöhnlich, entschlossen, alle seine Machtbefugnisse zu wahren, konnte er, obgleich er durch Annahme einer ultramontanen Haltung seine Stellung fortwährend abgrenzte und seine geistige Amtsgewalt stärkte, schließlich jene weltliche Herrschaft doch nicht behaupten, die so viele Jahrhunderte lang von den Häuptern der katholischen Kirche ausgeübt worden war.

+12:11 #89

Diese weltliche Macht war im Laufe der Zeiten auf einen unbedeutenden Bruchteil zusammengeschrumpft.

Die Jahrzehnte, die ihrem Erlöschen vorangingen, waren voll der schwersten Wechselfälle.

Als die Sonne der Offenbarung Bahá'u'lláhs zum vollen Mittagsglanze aufstieg, wurden die Schatten, welche das dahinschwindende Patrimonium Petri befielen, entsprechend tiefer.

Das Tablet Bahá'u'lláhs an Pius IX. beschleunigte den Untergang.

Ein flüchtiger Blick auf die Bahn seines sinkenden Glückes während jener Jahrzehnte wird genügen:

Napoleon I. hatte den Papst aus seinem Besitz vertrieben.

Der Wiener Kongreß hatte ihn als dessen Oberhaupt und die Priester in dessen Verwaltung wieder eingesetzt.

Korruption, Zerrüttung und die Unfähigkeit, die innere Sicherheit zu verbürgen, sowie die Wiederherstellung der Inquisition hatten einen Geschichtsschreiber zu der Behauptung veranlaßt, daß "kein Land in Italien, ja in Europa, mit Ausnahme der Türkei, so regiert werde wie dieser Kirchenstaat". "Rom war eine Ruinenstadt, materiell wie moralisch."

Aufstände führten zum Eingreifen Österreichs.

Fünf Großmächte verlangten die Einführung weitreichender Reformen, welche der Papst versprach, aber nicht durchführen konnte.

Österreich griff wiederum ein, erfuhr aber den Widerstand Frankreichs.

Beide belauerten sich wegen der päpstlichen Besitzungen bis 1838, als mit ihrem Rückzug der Absolutismus aufs neue eingeführt wurde.

Die weltliche Macht des Papstes wurde nunmehr von einigen seiner eigenen Untertanen öffentlich angeprangert und damit ihr Untergang im Jahre 1870 angekündigt.

Innere Verwicklungen zwangen ihn, in stockfinsterer Nacht und als einfacher Priester verkleidet, zur Flucht aus Rom, das zur Republik erklärt wurde.

Später wurde durch die Franzosen sein früherer Status wiederhergestellt.

Die schaffung eines Königreiches Italien, die unzuverlässige Politik Napoleons III., das Unheil von Sedan und die von Clarendon auf dem den Krimkrieg abschließenden Pariser Kongreß öffentlich als ein "schandfleck Europas" bezeichneten Untaten der päpstlichen Regierung besiegelten das Schicksal dieser wankenden Herrschaft.

+12:12 #90

1870, nachdem Bahá'u'lláh seinen Brief an Pius IX. geoffenbart hatte, trat Viktor Emanuel I. in den Krieg mit den päpstlichen Staaten, und seine Truppen zogen in Rom ein und besetzten es. Am Vorabend dieser Besetzung begab sich der Papst in den Lateran und stieg, das Gesicht in Tränen gebadet, trotz seines Alters mit gebeugten Knien die Scala Santa hinan. Am nächsten Morgen, als die Beschießung begann, befahl er, die weiße Flagge über dem Petersdom zu hissen. Seines Besitzes beraubt, weigerte er sich, diese "Schöpfung der Revolution" anzuerkennen, exkommunizierte die Eindringlinge in seine Staaten und klagte Viktor Emanuel öffentlich an als "Räuberkönig" und als "jeden religiösen Grundsatzes bar, als Verächter des Rechts und Vergewaltiger jeden Gesetzes". Rom, "die ewige Stadt, auf welcher fünfundzwanzig Jahrhunderte des Ruhmes ruhen" und über welcher die Päpste mit nie bestrittenem Rechte zehn Jahrhunderte lang geherrscht hatten, wurde schließlich zum Sitze eines neuen Königreiches und zum Schauplatz der Demütigung, die Bahá'u'lláh vorausgeschaut und die der Gefangene des Vatikans sich selbst aufgebürdet hatte.

+12:13

"Die letzten Jahre des alten Papstes", schreibt ein Biograph, "waren mit Qualen erfüllt. Zu seinen körperlichen Gebrechen trat noch der Gram, allzuoft sogar im Herzen Roms den Glauben gröblich beleidigt, die religiösen Orden beraubt und verfolgt, die Bischöfe und Priester an der Ausübung ihrer Amtshandlungen verhindert zu sehen."

+12:14

Jede Anstrengung, die 1870 geschaffene Lage wieder rückgängig zu machen, erwies sich als vergeblich. Der Erzbischof von Posen ging nach Versailles, um Bismarcks Einschreiten zugunsten des Papsttums zu erbitten, wurde aber kühl empfangen. später wurde eine katholische Partei in Deutschland gebildet, um einen politischen Druck auf den deutschen Reichskanzler auszuüben. Aber alles war vergebens. Das mächtige, schon erwähnte Geschehen mußte unerbittlich seinen Lauf nehmen. Noch jetzt, nachdem über ein halbes Jahrhundert vergangen ist, hat die sogenannte Restauration der weltlichen Herrschaft nur dazu gedient, die Hilflosigkeit dieses ehemals mächtigen Herrschers noch stärker hervortreten zu lassen, bei dessen Namen Könige zitterten und dessen Doppelherrschaft sie sich völlig unterwarfen. Diese weltliche Herrschaft des Papstes, die tatsächlich auf die Zwergstadt des Vatikans begrenzt war und Rom als unbestrittenen Besitz einer anderen weltlichen Monarchie überließ, wurde erlangt für den Preis einer rückhaltlosen, so lange verweigenen Anerkennung des Königreiches Italien. Der Lateranvertrag, der ein für alle Mal die römische Frage gelöst haben will, hat tatsächlich einer weltlichen Macht hinsichtlich der eingeschlossenen Stadt eine Handlungsfreiheit gesichert, die voll Ungewißheit und Gefahr ist. "Die beiden Seelen der ewigen Stadt", hat ein katholischer Schrillsteller bemerkt, "sind voneinander getrennt worden, nur um noch härter als je zuvor zusammenzustoßen".

+12:15 #91

Der höchste Priester mag sich wohl die Regierung des mächtigsten seiner Vorgänger, Innozenz III., ins Gedächtnis rufen, de in den achtzehn Jahren seines Pontifikates Könige und Kaiser einsetzte und absetzte, dessen Interdikte Völker vom christlichen Gottesdienst ausschlossen, dessen Gesandtem der König von England seine Krone zu Füßen legte, und auf dessen Ruf der vierte und der fünfte Kreuzzug unternommen wurden.

+12:16

Könnte nicht das schon geschilderte Geschehen, im Laufe seines Wirkens während der wildbewegten Jahre, die der Menschheit noch bevorstehen, auf diesem selben Gebiet eine noch verheerendere Erschütterung zutage treten lassen, als sie bereits von ihm verursacht wurde?

+12:17

Der dramatische Zusammenbruch des dritten Kaiserreiches und des napoleonisdien Herrscherhauses und der eigentliche Untergang der weltlichen Herrschaft des Papstes zu Lebzeiten von Bahá'u'lláh waren nur die Vorläufer noch größerer Katastrophen, von denen gesagt werden kann, daß sie die WirkungsZeit 'Abdu'l-Bahás gekennzeichnet haben. Die Kräfte, entfesselt durch einen Konflikt, dessen volle Bedeutung noch unergründet ist und der als Vorspiel zu diesem verheerendsten aller Kriege betrachtet werden kann, können wohl als Anlaß zu diesen schrecklichen Umwälzungen (des 2. Weltkrieges - Anm, d. Herausg.) angesehen werden. Der Verlauf des Krieges von1914-1918 entthronte das Haus Romanow, während sein Abschluß den Sturz der Herrscherhäuser Habsburg und Hohenzollern beschleunigte.









+13 #92

Der Aufstieg des Bolschewismus

Der Aufstieg des in den Feuern jenes erfolglosen Ringens geborenen Bolschewismus erschütterte und stürzte den Thron des Zaren. Alexander II. Nikolajewitsch, welchem Bahá'u'lláh in seinem Tablet befohlen hatte, "sich zu erheben und die Völker vor Gott zu laden", welcher dreimal gewarnt worden war: "Hüte dich, daß dich deine Begierde nicht davon abhalte, dich dem Antlitz deines Herrn zuzuwenden", "hüte dich, daß du diesen erhabenen Rang nicht verscherzest", "hüte dich, daß dich deine Herrschaft nicht von Ihm fernhalte, welcher der oberste Herrscher ist" - war wohl nicht der letzte der Zaren, die im Lande herrschten, aber doch der Urheber einer rückschrittlichen Politik, welche sich am Ende für ihn selbst wie auch für seine Dynastie als verhängnisvoll erwies.

+13:2

In der letzten Zeit seiner Regierung führte er eine reaktionäre Politik ein, die weithin Enttäuschung hervorrief und den Nihilismus aufkommen ließ, der bei seinem Ausbreiten eine Periode des Terrorismus mit beispiellosen Gewaltakten einleitete, schließlich zu verschiedenen Anschlägen auf das Leben des Zaren führte und in seiner Ermordung gipfelte, strenge Unterdrückung kennzeichnete auch die Politik seines Nachfolgers, Alexanders III., der "eine Haltung herausfordernder Feindseligkeit den Neuerem und Liberalen gegenüber einnahm". Die überlieferten Grundsätze eines unberechtigten Absolutismus und einer extremen, streng kirchlichen Richtung wurden durch den noch strengeren Nikolaus II. aufrechterhalten, den letzten der Zaren. Er wurde von den Ratschlägen eines Mannes geleitet, der "die Verkörperung eines beschränkten, unbeugsamen Despotismus" war; durch eine verdorbene Bürokratie unterstützt und durch die unheilvolle Auswirkung eines fremden Krieges gedemütigt, vermehrte er die allgemeine Unzufriedenheit sowohl der Intelligenz wie der Bauern. Für eine Zeitlang in unterirdische Kanäle getrieben und durch militärische Rückschläge entfacht, äußerte sie sich schließlich explosionsartig mitten im großen Krieg in Form einer Revolution, die in der Schaffung einer Ideologie, im Umsturz von Einrichtungen und in dem Gemetzel, das sie beging, kaum ihresgleichen in der modernen Geschichte hat.

+13:3 #93

Ein großes Beben ergriff und erschütterte die Grundlagen jenes Landes. Das Licht der Religion wurde verdüstert. Kirchliche Institutionen jedweden Namens wurden hinweggefegt. Der Staatsreligion wurde die Unterstützung entzogen, sie wurde verfolgt und abgeschafft. Ein ungeheures Weltreich wurde zerstückelt. Ein kämpferisches, triumphierendes Proletariat vertrieb die Geistesarbeiter und plünderte und ermordete den Adel. Bürgerkrieg und Krankheit verminderten eine Bevölkerung, die sich ohnehin in den Qualen der Todesangst und Verzweiflung wand. Und schließlich wurde das Haupt des mächtigen Reiches zusammen mit seinen Gefährten, seiner Familie und seiner Dynastie in den Wirbel dieser großen Erschütterung gerissen und ging darin unter.

+13:4

Dasselbe Gottesgericht, das so gräßliches Unglück auf das Reich des Zaren häufte, brachte in seiner Abschlußphase den Fall des allmächtigen Deutschen Kaisers und des Erben des einst berühmten Heiligen Römischen Reiches. Es zerschmetterte das ganze Gefüge des kaiserlichen Deutschland, das sich aus dem Unheil, welches das napoleonische Herrscherhaus verschlang, erhoben hatte, und gab auch der Doppelmonarchie den Todesstoß.

+13:5 #94

Fast ein halbes Jahrhundert vorher harte Bahá'u'lláh, der in klaren, weithin hallenden Worten den schmählichen Fall des Nachfahren des großen Napoleon vorausgesagt hatte, im Kitáb-i-Aqdas an Kaiser Wilhelm I., den gerade bejubelten Sieger, eine nicht weniger bedeutungsvolle Warnung gerichtet. In Seiner Anrede der Ufer des Rheins hatte Er in ebenso unmißverständlichen Worten das Wehklagen vorausgesagt, welches die Hauptstadt des neu vereinigten Reiches befallen würde.

+13:6

"Denke an den" (Napoleon III.), so redete ihn Bahá'u'lláh an, "dessen Macht deine Macht überragte und dessen Rang deinen Rang übertraf ... O König, denke genau über ihn nach, über ihn und über jene, die gleich dir Städte erobert und Menschen beherrscht haben." Und ferner: "O Ufer des Rheins! Wir traben euch mit Blut bedeckt gesehen, denn die Schwerter der Vergeltung waren gegen euch gezückt, und ihr werdet es ein zweites Mal erleiden. Und Wir hören das Wehklagen Berlins, obgleich es heute in sichtbarem Ruhm erstrahlt."

+13:7

Auf ihn, der in seinem hohen Alter noch zwei von Verfechtern des heranflutenden Sozialismus verübte Anschläge auf sein Leben überstand, auf seinen Sohn Friedrich III., dessen drei Monate währende Regierung von einer tödlichen Krankheit überschattet war, und schließlich auf seinen Enkel Wilhelm II., den eigenwilligen und anmaßenden Monarchen und Zerstörer seines eigenen Kaiserreiches - auf sie alle fiel in verschiedenem Maße das volle Gewicht der Verantwortung, welche die Folge dieser schrecklichen Verkündigungen war.

+13:8

Wilhelm I., der erste Deutsche Kaiser und siebte König von Preußen, der sein ganzes Leben bis zu seiner Thronbesteigung im Heere zugebracht hatte, war ein kriegerischer, selbstherrlicher, mit veralteten Ideen erfüllter Herrscher. Mit Hilfe eines Staatsmannes, der zu Recht als "eines der Genies seines Jahrhunderts" betrachtet wurde, rief er eine Politik ins Leben, die sozusagen ein neues Zeitalter nicht nur für Preußen, sondern für die ganze Welt eingeleitet hat. Diese Politik wurde mit charakteristischer Gründlichkeit verfolgt und vervollkommnet durch Unterdrückungsmaßnahmen, die sie sichern und stützen sollten, durch Kriege, die zu ihrer Verwirklichung geführt wurden, und durch politische Bündnisse, die dann zu ihrer Erhöhung und Festigung geschlossen wurden, Bündnisse, die voll schrecklicher Konsequenzen für den europäischen Erdteil waren.

+13:9 #95

Wilhelm II., vom Temperament her ein Diktator, politisch unerfahren, militärisch aggressiv und religiös unaufrichtig, gab sich als Apostel des europäischen Friedens aus, bestand jedoch in Wirklichkeit auf "der gepanzerten Faust" und "der glänzenden Rüstung".

Verantwortungslos, taktlos und übermäßig ehrgeizig, war seine erste Tat, jenen klugen Staatsmann, den wahren Begründer seines Kaiserreiches, zu entlassen, dessen Weisheit Bahá'u'lláh anerkannt hatte, während die Unklugheit seines kaiserlichen, undankbaren Herrn von 'Abdu'l-Bahá bezeugt worden war.

Der Krieg wurde im Lande des Kaisers zur Religion, und durch Erweiterung der Ziele seiner mannigfaltigen Tätigkeiten fuhr er fort, den weg zu jenem schließlichen Zusammenbruch zu bereiten, der ihn und sein Haus entthronen sollte.

Als der Krieg ausbrach, die Macht seiner Heere seine Gegner scheinbar überwältigt hatte und die Nachrichten seiner Triumphe ins Ausland drangen und auch im fernen Persien widerhallten, da erhoben sich Stimmen, die jene stellen des Kitáb-i-Aqdas bespöttelten, welche so klar das Unglück, das seine Haupstadt befallen sollte, voraussagten, jedoch plötzlich überraschten ihn verhängnisvoll schnelle, unvorhergesehene Rückschläge.

Die Revolution brach aus, Wilhelm II. verließ sein Heer und floh schmachvoll nach Holland, gefolgt vom Kronprinzen.

Die Fürsten der deutschen Staaten dankten ab.

Eine Zeit des Chaos folgte.

Die kommunistische Fahne wurde in der Hauptstadt gehißt, die zu einem Hexenkessel der vorwirrung und des Bürgerkrieges wurde.

Der Kaiser unterzeichnete seine Abdankung.

Die Verfassung von Weimar errichtete die Republik und ließ auf diese weise den ungeheuren, durch die Politik von Blut und Eisen so mühsam aufgeführten Bau vollends krachend zusammenstürzen.

Alle die einstigen Anstrengungen nach jenem Ziel, das seit der Besteigung des preußischen Thrones durch Wilhelm I, mit inneren Gesetzen und äußeren Kriegen stets so emsig erstrebt worden war, wurden zunichte. "Das Wehklagen Berlins", das durch die Bedingungen eines ungeheuerlich strengen Vertrages gequält wurde, erscholl im Gegensatz zu den freudigen Siegesrufen, die ein halbes Jahrhundert vorher im Spiegelsaal des Schloßes von Versailles laut geworden waren.

+13:10 #96

Der Habsburger Monarch, der Erbe einer jahrhundertealten ruhmvollen Geschichte, stürzte zu gleicher Zeit vom Throne. Es war Franz Joseph, den Bahá'u'lláh im Kitáb-i-Aqdas tadelte, nicht seine Sache erforscht und seine Gegenwart aufgesucht zu haben, als er dies so leicht hätte tun können, während er das Heilige Land besuchte. "Du zogst an Ihm vorbei", so wirft Er dem Pilgerkaiser vor, "und forschtest nicht nach Ihm ... wir sind allezeit mit dir gewesen und fanden dich den Zweig festhaltend und der Wurzel nicht achtend ... Öffne deine Augen, auf daß du diese herrliche Erscheinung schauen und Ihn, den du des Tages und zur Nachtzeit anrufst, erkennen und das Licht, das über diesem leuchtenden Horizont strahlt, erblicken mögest."

+13:11

Das Haus Habsburg, in welchem der Kaisertitel fast fünf Jahrhunderte lang erblich geblieben war, wurde, seit jene Worte ausgesprochen waren, in zunehmendem Maße durch die Kräfte innerer Zersetzung bedroht und säte die Saaten äußeren Konflikts. Beiden mußte es schließlich erliegen. Franz Joseph, Kaiser von Österreich und König von Ungarn, ein reaktionärer Herrscher, führte alte Mißstände wieder ein, übersah die Rechte der Nationalitäten und stellte jene Zentralisierung der Ämter wieder her, die sich schließlich seinem Reiche so nachteilig erwies. Wiederholte Tragödien verdüsterten seine Regierungszeit. Sein Bruder Maximilian wurde in Mexiko erschossen. Kronprinz Rudolf ging in einer unehrenhaften Affäre unter. Die Kaiserin wurde in Genf ermordet. Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin wurden in Serajewo ermordet. Dies löste einen Krieg aus, in dessen Verlauf der Kaiser selbst starb und damit eine Regierungszeit abschloß, die an Unheil, das sie dem Volk brachte, von keiner anderen übertroffen wurde.









+14 #97

Das Ende des Heiligen Römischen Reiches

Verspätete Anstrengungen waren noch gemacht worden, seinen wankenden Thron zu festigen. Das "morsche Kaiserreich", ein Gemisch von Staaten, Rassen und Sprachen, ging jedoch unaufhaltsam und schnell seiner Auflösung entgegen. Die politische und wirtschaflliche Situation war verzweifelt. Die Niederlage Österreich-Ungarns in eben diesem Kriege läutete seine Totenglocken und brachte seine Zerstückelung. Ungarn löste seine Verbindung. Das zusammengewürfelte Reich wurde zerrissen und alles, was von dem einst gefürchteten Heiligen Römischen Reich übrigblieb, war eine zusammengeschrumpfte Republik, die ein elendes Dasein führte, bis sie in neuerer Zeit (1941 - Anm. d. Herausg.), anders als ihr Schwestervolk, von der politischen Karte Europas völlig ausgelöscht und weggestrichen wurde.

+14:2

Das war das Schicksal der Reiche der Napoleoniden, der Romanow, der Hohenzollern und der Habsburger, deren Herrscher einschließlich des souveränen Inhabers des päpstlichen Thrones von der Feder des Höchsten einzeln angeredet und dann, je nachdem, vermahnt, vorher gewarnt, verurteilt, zurechtgewiesen und belehrt wurden.

+14:3

Welches Schicksal erfuhren nun jene Herrscher, die eine direkte staatliche Rechtsgewalt über den Glauben, seine Begründer und Anhänger ausübten und in deren Herrschaftsbereichen dieser Glaube geboren und zuerst verbreitet wurde, denen es also freistand, seinen Verkünder zu kreuzigen, seinen Begründer zu verbannen und seine Anhänger niederzumetzeln?









+15 #98

Was geschah mit der Türkei und Persien?

Schon zu Lebzeiten Bahá'u'lláhs und später während des Wirkens von 'Abdu'l-Bahá fielen die ersten Schläge einer langsamen, doch andauernden und unbarmherzigen Vergeltung gleicherweise auf die Herrscher des türkischen Hauses der Osmanen wie auf das Geschlecht der Kadscharen in Persien, die Erzfeinde des jungen Gottesglaubens, Sultán 'Abdu'l-'Azíz verlor seine Macht und wurde bald nach Bahá'u'lláhs Verbannung aus Adrianopel ermordet, während Násiri'd-Dín Sháh zur Zeit der Einkerkerung 'Abdu'l-Bahás in der Festungsstadt 'Akká einem Mordanschlag erlag. Es war jedoch der formbildenden Periode des Gottesglaubens vorbehalten, dem Zeitalter der Geburt und des Aufstiegs der Verwaltungsordnung - die, wie bereits dargelegt, mit ihrer Entfaltung solchen Aufruhr in die Welt bringt -, Zeuge zu sein nicht nur des Untergangs der beiden Herrschergeschlechter, sondern auch der Zwillingseinrichtung des Sultanats und des Kalifats.

+15:2

Von den beiden Gewaltherrschern war 'Abdu'l-'Azíz der mächtigere, ranghöhere, an Schuld beladenere, und er war mehr an der Trübsal und dem Geschick des Gründers unseres Glaubens beteiligt. Er hatte durch seine Erlasse Bahá'u'lláh dreimal verbannt, und in seinem Herrschaftsgebiet verbrachte der Offenbarer fast die ganze Zeit seiner vierzigjährigen Gefangenschaft während seiner Regierung und der seines Neffen und Nachfolgers 'Abdu'l-Hamid II. hatte der Mittelpunkt des Bündnisses ('Abdu'l-Bahá) nicht weniger als vierzig Jahre lang in der Gefängnisstadt 'Akká eine von vielen Gefahren, Beleidigungen und Entbehrungen erfüllte Kerkerhaft auszuhalten.

+15:3

"Lausche, o König", so lautet die von Bahá'u'lláh an Sultán 'Abdu'l-'Azíz gerichtete Mahnung, "den Worten Dessen, der die Wahrheit spricht, Ihm, der von dir keine Belohnung für sich fordert durch Dinge, die Gott dir zu gewähren beliebt hat, Ihm, der unbeirrt den Geraden Pfad wandelt ... Befolge, o König, aus innerstem Herzen und mit deinem ganzen Sein die Gebote Gottes und wandle nicht auf dem Pfade des Tyrannen ... Setze dein Vertrauen nicht auf deine Schätze. Lege deine ganze Zuversicht in die Gnade Gottes, deines Herrn ... überschreite nicht die Grenzen der Mäßigung und verfahre gerecht mit denen, die dir dienen ... Halte dir Gottes unbeirrbare Waage vor Augen und wäge wie einer, der in Seiner Gegenwart steht, auf dieser Waage deine Taten jeden Tag, jeden Augenblick deines Lebens. Ziehe dich zur Rechenschaft, ehe du zur Abrechnung gerufen wirst an dem Tage, da kein Mensch aus Furcht vor Gott die Kraft haben wird, aufrecht zu stehen, an dem Tage, da die Herzen der Achtlosen erzittern werden."

+15:4 #99

"Der Tag naht heran", so weissagt Bahá'u'lláh im Lawh-i-Ra'ís, "da das Land der Geheimnisse (Adrianopel) und seine Umgebung verwandelt und den Händen des Königs entgleiten werden, Aufruhr wird entstehen, die Stimme des Wehklagens erschallen und die Zeilen des Unheils werden überall offenbar werden, und Verwirrung wird sich ausbreiten um dessentwillen, was diesen Gefangenen zugestoßen ist von den Scharen der Unterdrücker. Der Lauf der Dinge wird sich ändern, und die Zustände werden so drückend werden, daß sogar die Sandkörner auf den öden Hügeln stöhnen und die Bäume auf den Bergen weinen werden, und Blut wird überall fließen. Dann wirst du das Volk in schmerzlichem Elend schauen."

+15:5

"Bald", hat Er weiter geschrieben, "wird Er euch in Seinem grimmen Zorn ergreifen, Aufruhr wird sich in eurer Mitte erheben und eure Herrschaftsgebiete werden auseinandergerissen werden. Dann werdet ihr heulen und wehklagen und werdet niemanden finden, der euch helfen und beistehen könnte ... Manches Mal hat Unglück euch befallen, und doch habt ihr völlig versäumt, dessen zu achten. Eines davon war die Feldersbrunst, die den größten Teil der Stadt (Konstantinopel) mit den Flammen der Gerechtigkeit verzehrte und worüber viele Gedichte geschrieben wurden, die besagten, daß ein solches Feuer noch nie gesehen wurde. Und doch wurdet ihr noch achtloser ... Desgleichen brach eine Seuche aus, und ihr beachtetet dies immer noch nicht. Doch seid auf eurer Hut, denn Gottes Zorn wird euch befallen. Binnen kurzem werdet ihr schauen, was aus der Feder Meines Befehls herabgesandt wurde."

+15:6 #100

In einem anderen Tablet, in dem Er den Fall des Sultanats und des Kalifats vorausschaut, tadelt Er die vereinten Mächte des sunnitischen und des schiitischen Islám: "Durch eure Taten ist die erhabene Stufe des Volkes erniedrigt, die Standarte des Islám umgestoßen und sein mächtiger Thron gestürzt worden."

+15:7

Und schließlich im Kitáb-i-Aqdas, das bald nach Bahá'u'lláhs Verbannung nadi 'Akká geoffenbart wurde, redet Er den Sitz der türkischen kaiserlichen Macht also an: "O Ort, der du an den Küsten zweier Meere gelegen bist! Wahrlich, der Thron der Tyrannei ist auf dir errichtet und die Flamme des Hasses ist in deinem Busen entzündet worden ... In der Tat, du bist von offenbarem Stolz erfüllt. Hat deine äußere Pracht dich hochmütig gemacht? Bei Ihm, dem Herrn des Menschengeschlechtes! Sie wird rasch vergehen, und deine Töchter und deine Witwen und alle deines Stammes, die in dir wohnen, werden wehklagen. Dies verkündet dir der Allwissende, der Allweise."

+15:8

Tatsächlich wird an einer höchst bemerkenswerten Stelle im Lawh-i-Fu'ád, worin der Tod des türkischen Außenministers Fu'ád Páshá erwähnt ist, der Sturz des Sultáns selbst unmißverständlich vorausgesagt: "Bald werden Wir den einen ('Alí Páshá), der ihm glich, hinwegnehmen und werden an ihr Oberhaupt (Sultán 'Abdu'l-'Azíz), welches das Land regiert, Hand legen, denn Ich bin wahrlich der Allmächtige, der Allbezwinger."

+15:9

Des Sultáns Reaktion auf diese, auf seine Person, sein Reich, seinen Thron, seine Hauptstadt und seine Minister bezüglichen Worte kann aus der Schilderung der Leiden, die er Bahá'u'lláh zufügte und die schon am Anfang dieses Buches berichtet sind, entnommen werden. Das Erlöschen der "äußeren Pracht", die diesen Sitz kaiserlicher Macht umgab, ist der Gegenstand, den ich nun des weiteren erklären werde.









+16 #101

Der Untergang des türkischen Reiches

Ein umwälzendes Geschehen, eines der bemerkenswertesten der neuesten Geschichte, geriet von der Zeit an in Bewegung, da Bahá'u'lláh als Gefangener in Konstantinopel einem türkischen Beamten seine an Sultán 'Abdu'l-'Azíz und dessen Minister gerichtete Schrift übergab, die an 'Alí Páshá, den Großwesir, weitergeleitet werden sollte.

Es war dieses Tablet, das, wie durch diesen Beamten bezeugt und durch Nabíl in seiner Chronik bestätigt wird, den Großwesir beim Lesen so tief ergriff, daß er erbleichte.

Dieses Geschehen erhielt neuen Antrieb, als das Lawh-i-Ra'ís zu Beginn der letzten der Verbannungen seines Verfassers von Adrianopel nach 'Akká geoffenbart wurde.

Unbarmherzig, verheerend, mit immer gesteigerter Wucht wuchs es sich zum Verhängnis aus, schädigte das Ansehen des Reiches, zerstückelte sein Gebiet, entthronte seine Sultáne, fegte deren Dynastie hinweg, nahm seinen Kalifen Amt und Würden, löste seine Religion vom Staat und löschte seinen Ruhm aus.

Der "kranke Mann"

Europas, dessen Zustand von dem göttlichen Arzt unfehlbar diagnostiziert und dessen Untergang als unvermeidlich verkündet worden war, brach während der Regierung von fünf Sultánen - alle entartet, alle entthront - als Raub einer Reihe von Erschütterungen zusammen, die sich auf die Dauer als verhängnisvoll für sein Leben erwiesen.

Das türkische Sultanat, das unter 'Abdu'l-Majíd in das europäische Konzert aufgenommen und siegreich aus dem Krimkrieg hervorgegangen war, geriet unter dessen Nachfolger 'Abdu'l-'Azíz in eine Zeit raschen Niedergangs, die bald nach 'Abdu'l-Bahás Hinscheiden in dem Untergang endete, den Gottes Gericht über dieses Reich ausgesprochen hatte.

+16:2 #102

Aufstände in Kreta und auf dem Balkan kennzeichneten die Regierung dieses 32.

Sultáns seines Geschlechtes, eines Despoten, dessen Gemüt leer und dessen Leichtsinn ungeheuer waren und dessen Ausschweifungen keine Grenzen kannten.

Die östliche Frage trat in ein akutes Stadium.

Seine grobe Mißregierung ließ Bewegungen aufkommen, die weitreichende Wirkungen auf sein Reich ausüben sollten, während seine fortwährenden, übermäßigen Anleihen ihn an den Rand des Bankrottes brachten und das System ausländisdier Kontrolle über die Finanzen seines Reiches einleiteten.

Eine Verschwörung, die zu einer Palastrevolution führte, setzte ihn schließlich ab.

Eine Fatvá (Urteil, Rechtsgutachten) des Muftí bezichtigte ihn der Unfähigkeit und der Verschwendung.

Vier Tage später wurde er ermordet, sein Nachfolger war sein Neffe, Murád V., dessen Geist durch Ausschweifung und durch eine lange Abgeschlossenheit im Gefängnis zu einem Nichts geworden war.

Für schwachsinnig erklärt, wurde er nach einer Regierung von drei Monaten abgesetzt. sein Nachfolger war der heimtückische, wendige, argwöhnische, tyrannische 'Abdu'l-Hamid II., der "sich als der gemeinste, listigste, unzuverlässigste und grausamste Ränkeschmied des alten Herrschergeschlechtes der Osmanen erwies". "Niemand", so wurde über ihn geschrieben, "wußte, wer gerade an diesem Tag die Person war, auf deren Rat hin der Sultán über seine Ministerpuppen schaltete, ob eine Lieblingsfrau seines Harems oder ein Eunuch oder irgendein fanatischer Derwisch oder ein Astrologe oder ein Spion".

Die Unmenschlichkeiten in Bulgarien eröffneten die finstere Regierung dieses "großen Meuchelmörders", die Europa vor Schaudern erzittern ließen und von Gladstone als "der gemeinste und schwärzeste Schandfleck in der Chronik jenes (19.) Jahrhunderts" gekennzeichnet wurden.

Der Krieg von 1877-78 beschleunigte den Prozeß der Zerstückelung des Reiches.

Nicht weniger als elf Millionen Menschen wurden vom türkischen Joche befreit.

Russische Truppen besetzten Adrianopel. serbien, Montenegro und Rumänien erklärten ihre Unabhängigkeit.

Bulgarien wurde ein dem Sultán tributpflichtiger Staat mit eigener Regierung.

Zypern und Ägypten wurden besetzt.

Die Franzosen übernahmen das Protektorat über Tunis.

Ostrumelien wurde an Bulgarien abgetreten.

Die Massenabschlachtungen der Armenier, die unmittelbar und mittelbar hunderttausend Menschen erfaßten, waren nur ein Vorgeschmack der noch ausgedehnteren Gemetzel, die unter einer späteren Regierung folgten.

Bosnien und die Herzegowina gingen an Österreich verloren.

Bulgarien erreichte seine Unabhängigkeit.

Allgemeine Verachtung und Haß gegen einen schändlichen Herrscher, gleicherweise von seinen christlichen wie von seinem muhammadanischen Untertanen gehegt, gipfelten schließlich in einer raschen und alles hinwegfegenden Revolution.

Der Ausschuß der Jungtürken sicherte sich vom Shaykhu'lIslám die Verurteilung des Sultáns.

Verlassen und ohne Freunde, verabscheut von seinen Untertanen und verachtet von den anderen Herrschern, wurde er zur Abdankung gezwungen und zum staatsgefangenen gemacht.

So endete seine Regierung, die "unheilvoller war durch ihre unmittelbaren Gebietsverluste und durch die Gewißheit, daß noch andere folgen würden, und auffallender durch die Verschlechterung der Lebensbedingungen der Untertanen, als die irgendeiner anderen seiner dreiundzwanzig entarteten Vorgänger seit dem Tode Solimans des Prächtigen".

+16:3 #103

Das Ende einer so schändlichen Regierung war aber der Beginn einer neuen Zeit, die, wie freudig sie auch zuerst begrüßt wurde, doch dazu bestimmt war, Zeuge des Zusammenbruchs des wackeligen und wurmstichigen osmanisdien Staates zu sein. Muhammad V., ein Bruder 'Abdu'l-Hamíds II., eine reine Null, erwies sich unfähig, den Zustand seiner Untertanen zu verbessern. Die Torheiten seiner Regierung besiegelten schließlich den Untergang des Reiches. Der Krieg von 1914-18 brachte die Gelegenheit. Militärische Ruckschläge ließen die Kräfte hochkommen, die seine Grundlagen untergruben. während der Krieg noch ausgefochten wurde, deuteten der Abfall des Emirs von Mekka und der Aufstand der arabischen Provinzen schon auf die Erschütterungen hin, welche den türkischen Thron bedrohten. Die überstürzte Flucht und völlige Auflösung des Heeres Jamál Päshäs, des Oberbefehlshabers in syrien - der nach seiner siegreichen Rückkehr aus Ägypten geschworen hatte, das Grab Bahá'u'lláhs dem Erdboden gleichzumachen und den Mittelpunkt des Bündnisses auf einem Marktplatz in Konstantinopel vor aller Augen zu kreuzigen - war das Signal für die Rachegöttin, die ein Reich in Not stürzen sollte. Neun Zehntel der großen türkischen Armee war dahingeschmolzen. Ein Viertel der ganzen Bevölkerung war durch Krieg, Seuchen, Hunger und Gemetzel umgekommen.

+16:4 #104

Ein neuer Herrscher, Muhammad VI., der letzte in der Reihe der fünfundzwanzig entarteten Sultáne, war nun seinem jämmerlichen Bruder nachgefolgt. Der Bau seines Reiches zitterte und wankte jetzt seinem Sturz entgegen. Mustafá Kamál gab ihm den Gnadenstoß: Die Türkei, nunmehr zu einem kleinen asiatischen Staat zusammengeschrumpft, wurde eine Republik. Der Sultán wurde abgesetzt, das osmanische Sultanat war zu Ende, ein Herrschertum, das sechseinhalb Jahrhunderte ununterbrochen gedauert hatte, war erloschen. Ein Reich, das sich von der Mitte Ungarns bis zum Persischen Golf und zum Sudan und vom Kaspischen Meer bis oran in Afrika erstreckt hatte, war nun zu einer kleinen asiatischen Republik herabgesunken. Konstantinopel selbst, das nach dem Fall von Byzanz als die glänzende Metropole des Römischen Reiches geehrt und zur Hauptstadt des osmanischen Reiches gemacht worden war, wurde von seinen einstigen Eroberern aufgegeben und seines Pompes und Ruhmes entkleidet - ein stummer Zeuge der gemeinen Tyrannei, die so lange seinen Thron befleckt hatte.

+16:5

Das waren in knappen Umrissen die schrecklichen Beweise jener vergeltenden Gerechtigkeit, die so tragisch 'Abdu'l-'Azíz, seine Nachfolger, seinen Thron und seine Dynastie befiel. Was geschah nun mit Násiri'd-Dín Sháh, dem anderen Teilnehmer an jener kaiserlichen Verschwörung, die den keimenden Gottesglauben mit Wurzeln und Zweigen auszurotten suchte? seine Reaktion auf die göttliche Botschaft, die ihm von dem furchtlosen Badí, dem "Stolz der Märtyrer", gebracht wurde, der sich aus freiem Entschluß dazu erboten hatte, war kennzeichnend für jenen unversöhnlichen Haß, der seine ganze Regierungszeit hindurch so heftig in seiner Brust glühte.









+17 #105

Göttliche Vergeltung am Hause der Kadscharen

Der französische Kaiser hatte, wie berichtet, Bahá'u'lláhs Tablet fortgeschleudert und, wie Bahá'u'lláh selbst bestätigt, seinen Minister angewiesen, dem Verfasser eine unehrerbietige Antwort zu senden. Der Großwesir von 'Abdu'l-'Azíz - das ist zuverlässig festgestellt - erbleichte, als er die Mitteilung an seinen kaiserlichen Herrn und dessen Minister las, und tat folgende Äußerung: "Es ist, als gäbe der König der Könige seinen Befehl an seinen untersten Vasallenkönig und rüge dessen Verhalten." Königin Viktoria soll beim Lesen des für sie geoffenbarten Tablets bemerkt haben: "Wenn dies von Gott ist, wird es fortdauern; wenn nicht, kann es keinen Schaden anrichten." Es war jedoch Násiri'd-Dín Sháh vorbehalten, auf Anstiften der Geistlichen hin seine Rache an ihm, den er nicht länger persönlich strafen konnte, dadurch auszuüben, daß er diesen Boten, einen Jüngling von etwa 17 Jahren, gefangennahm, mit Ketten belud, auf der Folter quälte und schließlich tötete.

+17:2

Diesem despotischen Herrscher hatte Bahá'u'lláh, dcr ihn als den "Fürsten der Unterdrücker" bezeichnete und als einen, der bald zu einem "Schulbeispiel für die Welt" werden würde, geschrieben: "O König, blicke auf diesen jungen Mann mit den Augen der Gerechtigkeit. Beurteile sodann aufrichtig, was Ihn (d.i. Bahá'u'lláh) befallen hat. Wahrlich, Gott hat dich unter den Menschen zu Seinem Schatten gemacht und zum Zeichen Seiner Macht für alle, die auf Erden wohnen." Und ferner: "O König! Würdest du dein Ohr dem Zirpen der Feder der Herrlichkeit und dem Gurren der Taube der Ewigkeit zuneigen ..., so würdest du zu einer Stufe gelangen, von der aus du in der Welt des Daseins nichts als den Glanz des Angebeteten schauen und deine Herrschaft als das Verachtungswürdigste deiner Besitztümer ansehen würdest und sie jedem überließest, der sie gerade begehrt, und du würdest dein Angesicht dem Horizonte zuwenden, der im Lichte Seines Antlitzes erglüht." Und wiederum: "Wir sind jedoch geneigt zu hoffen, daß Seine Majestät der Sháh diese Dinge selbst erforschen und den Herzen Hoffnung bringen werde. Was Wir dir unterbreitet haben, dient fürwahr deinem höchsten Glück."

+17:3 #106

Diese Hoffnung sollte jedoch unerfüllt bleiben. sie wurde in der Tat vernichtet durch eine Regierung, die mit der Hinrichtung des Báb und der Einkerkerung Bahá'u'lláhs im Siyáh-Chál von Tihrán begonnen hatte, durch einen Herrscher, der wiederholt Bahá'u'lláhs aufeinanderfolgende Verbannungen veranlaßt hatte, und durch ein Herrscherhaus, das sich durch die Hinmetzelung von nicht weniger als zwanzigtausend seiner Anhänger befleckt hatte. Die dramatische Ermordung des Sháh, die schimpfliche Regierung der letzten Herrscher aus dem Hause der Kadscharen und das Verlöschen dieses Geschlechtes waren die Kennzeichen der göttlichen Vergeltung, die von diesen Abscheulichkeiten herausgefordert worden war.

+17:4

Die Kadscharen aus dem fremden Turkmenenstamme hatten den persischen Thron tatsächlich zu Unrecht an sich gerissen. Áqá Muhammad Khán, der Eunuchenschah und Begründer des Herrscherhauses, war ein so abscheulicher, gieriger, blutdürstiger Tyrann, daß das Andenken keines Persers so verabscheut und allgemein verflucht ist wie das seine. Die Chronik seiner Regierung und der seiner unmittelbaren Nachfolger zeugt von Wandalismus, inneren Kriegen, widerspenstigen und aufrührerischen Häuptlingen, von Räubereien und mittelalterlicher Unterdrückung, während die Annalen späterer Kadscharen durch den Stillstand der Nation, die Unwissenheit des Volkes, die Verdorbenheit und Unfähigkeit der Regierung, die schändlichen Ränke des Hofes, die Entartung der Prinzen, die Verantwortungslosigkeit und die Ausschweifungen des Herrschers und seine elende Unterwürfigkeit unter eine offenkundig heruntergekommene Priesterkaste gekennzeichnet sind.

+17:5 #107

Der Nachfolger Áqá Muhammad Khans, der den Frauen verfallene, nachkommenreiche Fath-'Alí-Sháh, der sogenannte "Darius des Zeitalters", war ein eitler, anmaßender, gewissenloser Geizhals, berüchtigt wegen der Unzahl seiner Frauen und Kebsweiber, die sich auf über tausend belief, wegen seiner zahllosen Nachkommenschaft und wegen des Unheils, das seine Regierung über das Land brachte.

Er war es, der befahl, seinen Wesir, dem er den Thron verdankte, in einen Kessel mit siedendem Öl zu werfen.

Was seinen Nachfolger, den frömmelnden Muhammad-Sháh betrifft, so war eine seiner ersten, durch Bahá'u'lláhs Feder klar verdammten Taten der Befehl, seinen obersten Minister, den erlauchten Qá'ím-Maqám, der von derselben Feder als der "Fürst in der Stadt der Staatskunst und der literarischen Bildung" unsterblich gemacht wurde, zu erdrosseln und ihn durch den gemeinen, abgefeimten Schurken Hájí Mírzá Áqásí, der das Land an den Rand des Bankrotts und der Revolution brachte, zu ersetzen.

Es war eben dieser Sháh, der dem Báb eine Unterredung verweigerte und ihn in Ádhirbáyján gefangensetzte und der im Alter von vierzig Jahren von einer Reihe von Krankheiten befallen wurde, denen er erlag, somit das Schicksal beschleunigend, das durch die folgenden Worte im "Qayyúmu'l-Asmá'" vorausgesagt war: "O Sháh!

Ich schwöre bei Gott!

Wenn du Ihm, welcher Sein Gedenken ist, Feindschaft erweist, wird dich Gott am Tage der Auferstehung vor den Königen zu höllischem Feuer verdammen, und du wirst, das ist gewißlich wahr, an jenem Tage keinen Helfer finden außer Gott, dem Erhabenen."

+17:6 #108

Násiri'd-Dín Sháh, ein selbstsüchtiger, launischer, anmaßender Monarch, folgte auf den Thron und war dazu bestimmt, ein halbes Jahrhundert lang der einzige Gebieter über die Geschicke dieses unglücklichen Landes zu bleiben.

Unheilvolle Geheimnistuerei, chaotische Verwaltung der Provinzen, die Zerrüttung der Finanzen des Reiches, die Ränke, Rachsucht und Verruchtheit der verzärtelten und gierigen Höflinge, die seinen Thron umschwirrten und umschwärmten, und seine eigene Gewaltherrschaft, die nur durch die sein Tun in Schranken haltende Furcht vor der öffentlichen Meinung Europas und dem wunsche, daß man in den Hauptstädten des Westens gut über ihn denke, nicht noch grausamer und wilder gewesen war - das waren die Charakterziige der blutigen Regierung eines Menschen, der sich selbst als "Fußpfad des Himmels" und "Asyl des Weltalls" bezeichnete.

Eine dreifache Finsternis von Chaos, Bankrott und Unterdrückung hüllte das Land ein.

Seine Ermordung war das erste Vorzeichen der Revolution, welche die Vorrechte seines Sohnes und Nachfolgers beschränken, die beiden letzten Herrscher aus dem Hause der Kadscharen absetzen und ihre Dynastie austilgen sollte.

Am Vorabend seines Jubiläums, das ein neues Zeitalter eröffnen sollte und dessen Fest bis ins einzelne vorbereitet war, fiel er am Grabmal von Sháh 'Abdu'l-'Azím einem Mordanschlag zum Opfer; sein Leichnam wurde in seinen Palast zurückgefahren, in der Königskutsche dem Großwesir gegenüber aufgestützt, um so die Nachricht seiner Ermordung hinauszuschieben.

+17:7

"Es wurde geflüstert", schreibt ein Augenzeuge sowohl der Zeremonie wie auch der Ermordung, "daß der Festtag des Sháh der größte in der Geschichte Persiens werden sollte ...

Gefangene sollren bedingungslos freigelassen und eine allgemeine Amnestie sollte verkündet werden; den Bauern wurde Steuerbefreiung für mindestens zwei Jahre versprochen ...

Die Armen sollten auf Monate hinaus ernährt werden.

Minister und Beamte spannen schon ihre Ränke wegen Ehrungen und Pensionen von seiten des Sháh.

Grabstätten und heilige Plätze sollten ihre Pforten allen Reisenden und Pilgern öffnen, und die Siyyids und Mullas nahmen eine Medizin ein, um ihre Stimmen für den Preisgesang auf den Sháh auf allen Kanzeln bereitzumachen.

Die Moscheen wurden ausgekehrt und für Massenversammlungen und öffentliche Gebete für das Staatsoberhaupt vorbereitet ...

Geweihte Quellen wurden erweitert, um mehr heiliges Wasser fassen zu können, denn die Behörden hatten vorausgesehen, daß mit Hilfe dieser Brunnen viele Wunder am Jubiläumstag geschehen könnten ...

Der Sháh hatte erklärt ..., daß er auf seine Vorrechte als Alleinherrscher verzichten und sich zum `erhabenen Vater aller Perser` erklären würde.

Die Stadtbehörde sollte ihre strenge Wachsamkeit mildern.

Kein Verzeichnis sollte über die Fremden geführt werden, die in den Karawansereien zusammenströmten, und der Bevölkerung sollte es freistehen, die ganze Nacht durch die Straßen zu wandern."

Sogar die großen Mujtahids hatten, soweit durch denselben Augenzeugen berichtet worden ist, "beschlossen, für den Augenblick die Verfolgung der Bábí und anderer Ungläubigen zu unterbrechen".

+17:8 #109

So fiel der, dessen Regierung für immer mit dem verruchtesten Verbrechen der Geschichte verbunden sein wird - dem Märtyrertod Dessen, den die höchste Manifestation Gottes als "Punkt, um den die Wirklichkeiten der Propheten und Gottgesandten kreisen", verkündigt hat. In einem Tablet, worin die Feder Bahá'u'lláhs den Sháh verdammt, lesen wir: "Unter ihnen (den Königen der Erde) ist der König von Persien, der Ihn, den Tempel der Sache (den Báb), im Freien aufhängen und hinrichten ließ mit einer solchen Grausamkeit, daß alle erschaffenen Dinge, die Bewohner des Paradieses und die Heerscharen der Höhe um Ihn weinten. Darüber hinaus erschlug er etliche aus Unserer Verwandtschaft, plünderte Unseren Besitz und machte Unsere Familien zu Gefangenen in den Händen der Unterdrücker. Immer wieder kerkerte er auch Mich ein. Bei Gott, dem Wahren! Keiner kann ermessen, was Mich im Kerker befiel, außer Gott, der die Abrechnung hält, dem Allwissenden, dem Allmächtigen. Später verbannte er Mich und Meine Familie aus Meinem Vaterlande, worauf wir im 'Iráq in offensichtlicher Trübsal anlangten. Wir weilten dort bis zu der Zeit, da der König von Rúm (der Sultán der Türkei) sich gegen Uns wandte und Uns vor den Thron seiner Herrschaft entbot. Als Wir ihn erreichten, befiel Uns, was den König von Persien erfreute. Später kamen Wir in dieses Gefängnis, in dem Unsere geliebten Gefährten von Uns weggerissen wurden. In solcher Weise hat er an Uns gehandelt."

+17:9 #110

Die Tage des Kadscharenhauses waren nun gezählt.

Die Erstarrung des Nationalbewußtseins war verschwunden.

Die Regierung des Muzaffari'd-Dín Sháh, des Nachfolgers von Násiri'd-Dín Sháh, ein schwaches und ängstliches Geschöpf, verschwenderisch und nachgiebig seinen Höflingen gegenüber, führte das Land die breite Straße hinab ins Verderben.

Die Bewegung für eine Verfassung, die die Vorrechte des Oberhauptes beschränkte, gewann an Macht und gipfelte in der Unterzeichnung der Verfassung durch den sterbenden Sháh, der wenige Tage später den Geist aufgab.

Muhammad-'Alí Sháh, ein Despot schlimmster Sorte, ohne feste Grundsätze und geizig, folgte ihm auf den Thron.

Verfassungsfeindlich eingestellt, beschleunigte er durch sein rasches Vorgehen mit der Beschießung des Baháristán, wo die Versammlung tagte, eine Revolution, die zu seiner Absetzung durch die Nationalisten führte.

Nachdem er nach langem Herumfeilschen eine große Pension angenommen harte, zog er sich schmählich nach Rußland zurück.

Der knabenhafte König Ahmad-Sháh, der auf ihn folgte, war eine reine Null und kümmerte sich nicht um seine Pflichten.

Die schreiende Not seines Landes blieb weiterhin unbeachtet.

Wachsende Gesetzlosigkeit, die Ohnmacht der Zentralregierung, der Zustand der nationalen Finanzen, die fortschreitende Verschlechterung der allgemeinen Lage des Landes, das tatsächlich im Stich gelassen war von einem Staatsoberhaupt, das die fröhliche Leichtfertigkeit des gesellschafllichen Lebens in den europäischen Hauptstädten der Erfüllung der ernsten, dringenden, vom Zustand seines Volkes erheischten Verantwortung vorzog, dies alles läutete das Grabgeläute für ein Herrscherhaus, das, wie jeder fühlte, die Krone verwirkt hatte.

+17:10 #111

Während der Sháh auf einem seiner regelmäßigen Besuche im Ausland weilte, setzte ihn das Parlament ab und erklärte das Ende seiner Dynastie, die den Thron Persiens einhundertdreißig Jahre eingenommen hatte, deren Herrscher stolz beanspruchten, von keinem Geringeren als von Japhet, dem Sohne Noahs, abzustammen, und deren aufeinanderfolgende Monarchen mit nur einer Ausnahme entweder ermordet, abgesetzt oder von tödlicher Krankheit dahingerafft worden waren.

+17:11

Ihre zahllose Nachkommenschaft, ein wahrer "Bienenstock von Prinzchen", eine "Brut königlicher Drohnen", war eine Schande und eine Bedrohung für ihre Landsleute. Nun machen auch noch diese unglücklichen Nachkömmlinge eines gestürzten Hauses - aller Macht beraubt und teilweise gar bis zur Bettelei herabgesunken - in ihrem Unglück die Folgen der scheußlichkeiten, die ihre Vorfahren verübt haben, öffentlich bekannt. Die Reihen der unseligen Sprößlinge des Hauses der Osmanen, der Romanow, der Hohenzollern, der Habsburger und der napoleonischen Dynastie vermehrend, irren sie in der Welt umher, des Wesens jener Kräfte kaum bewußt, die so tragische Umwälzungen in ihrem Leben bewirkt und so stark zu ihrer jetzigen mißlichen Lage beigetragen haben.

+17:12

Schon haben Enkel sowohl von Násiri'd-Dín Sháh wie auch von Sultán 'Abdu'l-'Azíz sich in ihrer Hilflosigkeit und Not an das Weltzentrum des Glaubens Bahá'u'lláhs gewandt und um politischen Beistand und finanzielle Unterstützung nachgesucht. Im Falle des ersteren wurde die Bitte sofort und entschieden abgelehnt, während sie im Falle des letzteren unverzüglich gewährt wurde.









+18 #112

Der Niedergang im Geschick des Königtums

Wenn wir den Niedergang im Geschick des Königtums in anderen Bereichen betrachten, sei es in den dem großen Kriege unmittelbar vorausgehenden Jahren, sei es später, und über das Schicksal nachdenken, welches das chinesische Reich, die portugiesische und die spanische Monarchie und etwas später die Herrscher von Norwegen, Dänemark und Holland in den Wechselfällen der Vergangenheit und Gegenwart befallen hat, wenn wir die Ohnmacht der übrigen Herrscher sehen und die Furcht und das Zittern bemerken, die ihre Throne ergriffen haben, können wir da nicht ihre Lage mit den Anfangsstellen der Súriy-i-Mulúk in Zusammenhang bringen, die angesichts ihrer folgenschweren Bedeutung ein zweitesmal auszuführen ich mich bewogen fühle: "O Schar der Könige, fürchtet Gott und laßt euch diese höchsterhabene Gnade nicht entgehen ...

Wendet eure Herzen dem Antlitz Gottes zu und gebt auf, wonach euch eure Wünsche trachten ließen, und gehört nicht zu denen, die zugrunde gehen ...

Ihr erforschtet nicht Seine (des Báb) Sache, wo dies zu tun doch besser für euch gewesen wäre als alles, was die Sonne bescheint - o könntet ihr es doch werstehen! ...

Hütet euch, weiterhin so nachlässig zu sein, wie ihr es ehedem gewesen seid ...

Mein Antlitz kam hinter den Schleiern hervor und goß seine Strahlen auf alles, was im Himmel und auf Erden ist.

Und doch habt ihr euch Ihm nicht zugewandt ...

So erhebt euch denn .., und macht wieder gut, was euch entgangen ist ...

Wenn ihr den Ratschlägen, die wir in unvergleichlicher und unzweideutiger Sprache in diesem Tablet geoffenbart haben, keine Beachtung schenkt, dann wird von allen Seiten göttliche Züchtigung über euch kommen, und der Urteilsspruch Seiner Gerechtigkeit wird gegen euch werkündet werden ...

Zwanzig Jahre sind verronnen, o Könige, während derer Wir jeden Tag die herben Qualen einer neuen Trübsal empfunden haben ...

Obwohl der meisten Unserer Leiden gewahr, habt ihr es dennoch unterlassen, dem Angreifer in den Arm zu fallen.

Ist es denn nicht eure klare Pflicht, der Tyrannei des Unterdrückers Einhalt zu gebieten und eure Untertanen unparteiisch zu behandeln, auf daß euer hoher Gerechtigkeitssinn der ganzen Menschheit voll bewiesen werde?"

+18:2

Kein Wunder, daß Bahá'u'lláh angesichts der Ihm von den Herrschern der Erde zugemessenen Behandlung, wie schon angeführt, diese Worte schreiben mußte: "Zwei Gruppen von Menschen wurde die Macht entzogen: Königen und Geistlichen." Er geht sogar noch weiter und stellt in seinem Tablet an Shaykh Salmán fest: "Eines der Reifezeichen der Welt ist, daß es niemand auf sich nehmen wird, die Last der Königswürde zu tragen. Das Königtum wird niemanden finden, der seine Last allein zu tragen gewillt wäre. Jener Tag wird der Tag sein, an dem die Weisheit unter der Menschheit offenbar gemacht werden wird. Nur um die Sache Gottes zu verkünden und Seinen Namen weithin zu verbreiten, wird sich jemand finden, der gewillt ist, diese drückende Bürde zu tragen. Wohl dem, der aus Liebe zu Gott und zu Seiner Sache und um Gottes willen und in der Absicht, Seinen Glauben zu werkünden, sich dieser großen Gefahr aussetzen und diese Mühen und Beschwerden auf sich nehmen will."









+19 #113

Anerkennung des Königtums

Gleichwohl soll niemand, aus Irrtum oder Unwissen, die Absicht Bahá'u'lláhs falsch darstellen, so streng Er auch jene ihn verfolgenden Herrscher verurteilte, und so scharf Er auch jene tadelte, die offenkundig ihre klare Pflicht versäumten, die Wahrheit seines Glaubens zu erforschen und dem Übeltäter Einhalt zu gebieten, so enthalten doch seine Lehren keinen Grundsatz, der irgendwie als eine Nichtanerkennung oder gar als eine, wenn auch noch so verschleierte, Verächtlichmachung der Einrichtung des Königtums ausgelegt werden dürfte.

Der verhängnisvolle Sturz und der Untergang der Herrscherhäuser und Reiche jener Monarchen, deren unheilvolles Ende Er im besonderen geweissagt hatte, und das sinkende Glück der Staatsoberhäupter seiner eigenen Generation, die Er allgemein tadelte - beides bildete einen vorübergehenden Entwicklungsabschnitt des Glaubens - sollten in keiner Weise mit der zukünftigen Stellung dieser Einrichtung verwechselt werden.

In der Tat, wenn wir in den Schriften des Begründers des Bahá'íGlaubens forschen, werden wir unzweifelhaft zahllose stellen finden, in denen mit Ausdrücken, die niemand falsch darstellen kann, das Prinzip des Königtums gelobt und der Rang und das Verhalten von gerechten und edelgesinnten Königen gerühmt werden.

Das Kommen von Herrschern, die mit Gerechtigkeit regieren und sich sogar zu seinem Glauben bekennen, wird vorausgeschaut, und die feierliche Pflicht, sich zu erheben und den Sieg der Bahá'í-Herrscher zu verbürgen, wird allen nahegelegt.

Aus den oben angeführten, von Bahá'u'lláh an die Monarchen der Erde gerichteten Worte zu schließen, und aus der Schilderung der beklagenswerten Verhängnisse, die so viele von ihnen befallen haben, zu folgern, daß seine Anhänger die völlige Aufhebung des Königtums entweder vertreten oder erwarten, wäre in der Tat gleichbedeutend mit einer Verzerrung seiner Lehre.

+19:2 #114

Ich kann nichts Besseres tun, als einige der eigenen Zeugnisse von Bahá'u'lláh anzuführen und es dem Leser zu überlassen, sich sein eigenes Urteil über die Unrichtigkeit solcher Schlußfolgerung zu bilden, in seinem "Brief an den Sohn des Wolfes" zeigt Er die wahre Quelle des Königtums auf: "Achtung vor dem Rang der Staatsoberhäupter ist von Gott verordnet, wie es klar durch die Worte der Offenbarer Gottes und Seiner Erwählten bezeugt ist. Er, welcher der Geist ist (Jesus) - Friede ruhe auf Ihm - wurde gefragt: `O Geist Gottes! Ist es rechtens, dem Kaiser Tribut zu zahlen, oder nicht?` Und Er gab zur Antwort: `Ja, gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.` Er verbot es nicht. Diese beiden Sätze sind in den Augen einsichtsvoller Menschen ein und dasselbe, denn wenn, was des Kaisers ist, nicht von Gott gekommen wäre, so hätte Er es verboten. Und ebenso in dem geheiligten Verse: `Gehorchet Gott und gehorchet dem Glaubensboten und denen unter euch, die mit Autorität bekleidet sind.` Unter den mit `Autorität Bekleideten` sind vor allem und im besonderen die Imáme gemeint - Gottes Segen ruhe auf ihnen. Wahrlich, sie sind die Offenbarung der Macht Gottes, die Quellen Seiner Autorität, die Verwahrungsorte Seiner Erkenntnis und die Tagesanbrüche Seiner Gebote. In zweiter Linie beziehen sich diese Worte auf die Könige und Herrscher, auf jene, durch deren Glanz der Gerechtigkeit die Horizonte der Welt strahlend und hell werden."

+19:3 #115

Und ferner: "Im Römerbrief hat Paulus geschrieben: `Laßt jedermann untertan sein den Obrigkeiten, denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet. Darum, wer immer der Gewalt sich widersetzt, widersetzt sich Gottes Verordnung.` Und weiterhin: `Denn er ist ein Gehilfe Gottes und ein Rächer des Zornes über den, der übles tut.` Er sagt, daß das Auftreten der Könige und ihre Majestät und Macht von Gott sind."

+19:4

Und wiederum: "Ein gerechter König erfreut sich näheren Zugangs zu Gott als sonst jemand. Dies bezeugt Er, welcher in Seinem Größten Gefängnis spricht."

+19:5

Ebenso erklärt Bahá'u'lláh in den Bishárát (Frohe Botschaften), daß "die Majestät des Königtums eines der Zeichen Gottes" ist. "Wir wünschen nicht", fügt Er hinzu, "daß die Länder der Welt dessen beraubt würden."

+19:6

Im Kitáb-i-Aqdas tut Er seinen Plan kund und lobt den König, der sich zu seinem Glauben bekennen wird: "Bei der Gerechtigkeit Gottes! Es ist nicht Unser Wunsch, Hand an eure Königreiche zu legen. Unsere Sendung ist, die Menschenherzen zu erfassen und zu besitzen. Auf sie sind die Augen Bahás gerichtet. Dies bezeugt das Reich der Namen - könntet ihr es doch begreifen. Wer seinem Herrn folgt, wird auf die Welt verzichten und auf alles, was darinnen ist. Wieviel größer muß dann die Loslösung Dessen sein, der eine so erhabene Stufe innehat.!" "Wie groß ist der Segen, der des Königs wartet, der sich erheben wird, Meine Sache in Meinem Reiche zu unterstützen, der sich von allem loslösen wird außer von Mir! Solch ein König wird unter die Gefährten der Hochroten Arche gezählt werden, der Arche, die Gott dem Volke Bahás bereitet hat. Alle müssen seinen Namen verherrlichen, seiner Stufe huldigen und ihm helfen, die Städte mit den Schlüsseln Meines Namens zu erschließen, des allmächtigen Beschützers aller, welche die sichtbaren und die unsichtbaren Reiche bewohnen. Solch ein König ist das wirkliche Auge der Menschheit, der leuchtende Schmuck auf der Stirn der Schöpfung, der Segensquell für die ganze Welt. O Volk von Bahá, opfere dein Vermögen, ja sogar dein Leben, zu seinem Beistand."

+19:7 #116

In dem Lawh-i-Sultán enthüllt Bahá'u'lláh des weiteren die Bedeutung des Königtums: "Ein gerechter König ist der Schatten Gottes auf Erden. Alle sollten unter dem Schatten seiner Gerechtigkeit Zuflucht suchen und im Schutz seiner Gunst ruhen. Dies ist keine Sache, die abgesondert oder in ihrer Reichweite begrenzt ist, so daß sie auf die eine oder andere Person beschränkt wäre, da der Schatten ja von dem Einen kündet, der ihn wirft. Gott - verherrlicht sei Sein Gedenken - hat sich selbst Herr der Welten genannt, denn Er hat einen jeden erzogen und erzieht ihn noch. Verherrlicht sei darum Seine Gnade, die allen erschaffenen Dingen voranging, und Seine Barmherzigkeit, die alle Welten übertroffen hat."

+19:8

In einem seiner Tablets hat Bahá'u'lláh zudem geschrieben: "Der eine wahre Gott - erhaben sei Sein Ruhm - hat die Regierung der Erde den Königen anvertraut. Keiner hat das Recht, in irgendeiner Weise zu handeln, die den wohlüberlegten Ansichten derer zuwiderläuft, die die Autorität besitzen. Wäs Er für sich selbst vorbehalten hat, sind die Städte der Menschenherzen, und an diesem Tage sind die Geliebten von Ihm, der die höchste Wahrheit ist, wie deren Schlüssel."

+19:9 #117

In der folgenden Stelle drückt Er diesen Wunsch aus: "Wir hegen die Hoffnung, daß sich einer der Könige der Erde um der Sache Gottes willen für den Triumph dieser mißhandelten, unterdrückten Menschen erheben werde. Ein solcher König wird ewig gerühmt und verherrlicht werden. Gott hat es diesen Menschen zur Pflicht gemacht, jedem zu helfen, der ihnen helfen wird, seinem höchsten Wohle zu dienen und ihm ihre dauernde Treue zu beweisen."

+19:10

Im Lawh-i-Ra'ís weissagt Er bestimmt und eindeutig das Erscheinen eines solchen Königs: "Binnen kurzem wird Gott unter den Königen einen erheben, der Seinen Geliebten helfen wird. Wahrlich, Er umfaßt alle Dinge. Er wird den Herzen die Liebe zu Seinen Geliebten einflößen. Wahrlich, dies ist unwiderruflich beschlossen durch den Einen, den Allmächtigen, den Wohltätigen." Im Ridvánu'l-'Adl, in dem die Tugend der Gerechtigkeit gepriesen wird, gibt Er eine gleichgerichtete Weissagung: "Binnen kurzem wird Gott Könige auf Erden erscheinen lassen, welche sich auf das Lager der Gerechtigkeit stützen und unter den Menschen herrschen werden, ebenso wie sie sich selbst beherrschen. Wahrlich, in der gesamten Schöpfung gehören sie zu den Auserwähltesten Meiner Geschöpfe."

+19:11

Im Kitáb-i-Aqdas schaut Er in den folgenden Worten voraus, wie in seiner Geburtsstadt, "der Mutter der Welt" und "dem Tagesanbruch des Lichtes", ein König auf den Thron erhoben wird, der mit dem doppelten Schmuck der Gerechtigkeit und der Ergebenheit in seinen Glauben geziert sein wird. "O Land von Tá, lasse dich durch nichts betrüben, denn Gott hat dich dazu erwählt, der Freudenquell der ganzen Menschheit zu sein. Er wird, wenn es Sein Wille ist, deinen Thron mit einem segnen, der in Gerechtigkeit herrscht und die Herde Gottes, welche die Wölfe zerstreut haben, sammelt. Ein solcher Herrscher wird in Freude und Frohsinn sein Antlitz dem Volke Bahás zuwenden und ihm seine Gunst erweisen. Wahrlich, er wird in den Augen Gottes wie ein Kleinod unter den Menschen betrachtet. Auf ihm ruhe für immer die Herrlichkeit Gottes und die Herrlichkeit aller, die im Reiche Seiner Offenbarung wohnen."









+20 #118

Der Zerfall religiöser Orthodoxie

Liebe Freunde! Der Niedergang in den Schicksalen der Inhaber weltlicher Macht spielte sich zur selben Zeit ab wie die nicht minder erschiitternde Abnahme des Einflusses der geistigen Führer der Welt. Die gewaltigen Ereignisse, die der Auflösung so vieler König- und Kaiserreiche vorausgingen, sind zeitlich nahezu zusammengefallen mit der Zerstörung der scheinbar unverletzlichen Bollwerke religiöser Orthodoxie. Dieses gleiche Geschehen, das in tragischer Schnelle den Urteilsspruch über Könige und Kaiser besiegelte und ihre Herrscherhäuser auslöschte, hat auch das Ansehen der kirchlichen Führer des Christentums und des Islám geschädigt und in einigen Fällen den Sturz ihrer höchsten Einrichtungen bewirkt. Wahrhaftig, "die Macht ist entrissen" beiden, "Königen und Geistlichen". Die Glorie dieser ist verdunkelt, die Macht jener ist unwiderruflich dahin.

+20:2

Jene Führer, die Leitung und Aufsicht über die geistlichen Hierarchien ihrer betreffenden Religionen ausübten, sind von Bahá'u'lláh ebenfalls angerufen, gewarnt und getadelt worden, und dies in nicht weniger deutlichen Ausdrücken als die Herrscher, die das Schicksal ihrer Untertanen bestimmten. Auch sie, und ganz besonders die Häupter der muslimischen Orden, haben zusammen mit Despoten und Machthabern ihre Angriffe gegen die Begründer des Gottesglaubens, dessen Anhänger, Grundsätze und Einrichtungen geführt und ihre Bannflüche gegen sie geschleudert. Waren nicht die Geistlichen Persiens die ersten, welche die Fahne der Empörung hißten, die unwissenden und unterwürfigen Massen gegen diesen Glauben aufwiegelten und die Behörden durch ihr Geschrei, ihre Drohungen, Lügen, Verleumdungen und Beschuldigungen dazu anstifteten, Verbannungen zu verordnen, Gesetze zu erlassen, Strafexpeditionen auszuschicken und die Hinrichtungen und Metzeleien auszuführen, welche die Blätter seiner Geschichte füllen? So abscheulich und wild waren die an einem einzigen Tag auf Antreiben dieser Geistlichen begangenen Schlächtereien und so kennzeichnend für die "Gefühllosigkeit des Rohlings und die List des bösen Feindes", daß Renan in seinem Werk "Les Apotres" diesen Tag als "vielleicht beispiellos in der Weltgeschichte" darstellte.

+20:3 #119

Diese Geistlichen waren es, die gerade durch solche Taten die Saaten der Zersetzung ihrer eigenen Einrichtungen säten, die einst so mächtig und berühmt waren und so unverwundbar erschienen zu der Zeit, als der Glaube geboren wurde, sie waren es, die so leichtfertig und töricht schreckliche Verantwortung auf sich nahmen und damit in erster Linie für die Auslösung so gewaltsamer und zersetzender Einflüsse verantwortlich waren, die nun solch verhängnisvolles Unheil entfesselten, daß es Könige, Herrscherhäuser und Kaiserreiche überwältigte und die denkwürdigsten Daten in der Geschichte des ersten Jahrhunderts des Bahá'í-Zeitalters bildet.

+20:4

Dieser Zersetzungsprozeß, wie bestürzend er auch gerade in seinen Anfangserscheinungen gewesen war, geht noch weiterhin mit unveränderter Kraft vor sich und wird, da die Gegnerschaft des Gottesglaubens von verschiedenen Seiten und auf weiten Gebieten zunehmen wird, sich fernerhin beschleunigen und noch bedeutendere Beweise seiner zerstörenden Macht offenbaren.

Angesichts des Ausmaßes, welches diese Schilderung schon angenommen hat, kann ich mich nicht so ausführlich, wie ich es wünschte, über die Gesichtspunkte dieses wichtigen Stoffes auslassen, der, zusammen mit der Haltung der Herrscher der Erde gegen die Botschaft Bahá'u'lláhs, eine der fesselndsten und lehrreichsten Begebnisse in der dramatischen Geschichte seines Glaubens ist. Ich will hier nur die heftigen Angriffe der Kirchenführer des Islám und, in geringerem Maße, gewisser Häupter der christlichen Orthodoxie und die daraus entstandenen Rückschläge auf ihre entsprechenden eigenen Einrichtungen betrachten. Diesen Bemerkungen möchte ich einige Stellen aus der großen Anzahl der Tablets Bahá'u'lláhs vorausschicken, die sowohl unmittelbar als auch mittelbar muslimische und christliche Geistliche betreffen und die ein kraftvolles Licht auf das düstere Unheil werfen, das die geistlichen Hierarchien der beiden Religionen, mit denen der Glaube unmittelbar in Berührung kam, ergriffen hat und noch ergreift.

+20:5 #120

Jedoch darf nicht daraus gefolgert werden, daß Bahá'u'lláh seine historischen Schreiben ausschließlich an die Führer des Islám und der Christenheit richtete oder daß sich der Ansturm eines alles durchdringenden Glaubens gegen die Bollwerke religiöser Strenggläubigkeit auf die Einrichtungen dieser beiden Religionssysteme beschränken sollte. "Die den Völkern und Geschlechtern der Erde vorbestimmte Zeit ist jetzt gekommen", versichert Bahá'u'lláh. "Gottes Verheißungen, wie sie in den Heiligen Schriften verzeichnet stehen, sind alle erfüllt worden ... Dies ist der Tag, den die Feder des Höchsten in allen Heiligen Schriften verherrlicht hat. Es gibt keinen Vers in ihnen, der nicht den Ruhm Seines heiligen Namens werkündet, und kein Buch, das nicht die Höhe dieses erhabensten Gegenstandes bezeugt." "Würden Wir", so fügt Er hinzu, "all dessen, was in diesen himmlischen Büchern und Heiligen Schriften über diese Offenbarung enthüllt ist, Erwähnung tun, so würde dieses Tablet unmögliche Ausmaße annehmen."

+20:6 #121

Da die Verheißung des Glaubens Bahá'u'lláhs in allen schriften vergangener Religionen eingeschlossen ist, wendet sich sein Begründer selbst an ihre Anhänger und besonders an ihre verantwortlichen Führer, die zwischen ihn und ihre betreffenden Gemeinden traten. "Einmal", schreibt Bahá'u'lláh, "wenden wir Uns an das Volk der Thora und laden es vor Ihn, den offenbarer von Versen, der gekommen ist von Dem, der die Nacken der Menschen beugt ... Ein anderes Mal wenden wir Uns an das Volk des Evangeliums und sprechen: `Der Allherrliche ist gekommen in diesem Namen, durch den der Odem Gottes über alle Bereiche wehte` ... Und wieder ein anderes Mal wenden wir Uns an das Volk des Qur'án und sagen: `Fürchtet den Allbarmherzigen und verspottet nicht Ihn, durch den alle Religionen begründet wurden.` ... Wisse des weiteren, daß wir an die Magier (Zoroastrier) Tablets gerichtet und sie mit Unserem Gesetze geschmückt haben ... Wir haben darin das Wesen aller in ihren Büchern enthaltenen Hinweise und Gleichnisse geoffenbart. Wahrlich, der Herr ist der Allmächtige, der Allwissende."

+20:7

Dem jüdischen Volk hat Bahá'u'lláh geschrieben: "Das Größte Gesetz ist gekommen und die Urewige Schönheit herrscht auf dem Throne Davids.

So hat Meine Feder gesprochen, was die Chroniken vergangener Zeitalter berichtet haben.

Heute aber ruft David laut und spricht.- `O mein liebreicher Herr!

Zähle Du mich zu denen, die standhaft geblieben sind in Deiner Sache, o Du, durch den die Angesichter erleuchtet wurden und die Schritte gestrauchelt sind!`"

Und wiederum: "Der Odem wurde ausgesandt, und der Windhauch hat geweht, und von Zion ist erschienen, was verborgen war, und von Jerusalem ist die Stimme Gottes, des Einen, des Unvergleichlichen, des Allwissenden, gehört worden."

Und weiter hat Bahá'u'lláh in seinem "Brief an den Sohn des Wolfes" geoffenbart: "Lausche dem Gesang Davids.

Er sagt `Wer wird mich in die feste Stadt bringen?` Die feste Stadt ist 'Akká, welches das Größte Gefängnis genannt wurde und welches eine Festung und mächtige Wälle besitzt.

O Shaykh!

Lies genau, was Jesaja in seinem Buche gesprochen hat.

Er sagt: `Steige auf den hohen Berg, o Zion, die du frohe Botschaften bringest; erhebe deine Stimme mit Macht, o Jerusalem, die du frohe Botschaften bringest.

Erhebe sie und fürchte dich nicht.

Sprich unter den Städten Judas:

Schauet auf euren Gott!

Sehet, der Herr Gott wird kommen mit starker Hand und Sein Arm soll für Ihn herrschen.` Heute sind alle Zeichen erschienen.

Eine große Stadt ist vom Himmel herabgestiegen und Zion bebt und jubelt vor Freude über die Offenbarung Gottes, denn sie hat die Stimme Gottes auf allen Seiten vernommen."

+20:8 #122

Der Priesterkaste, welche die geistliche Macht über die Anhänger des Glaubens Zoroasters besitzt, hat dieselbe Stimme, die mit der stimme des verheißenen Sháh-Bahrám gleichgesetzt ist, erklärt: "O Hohepriester!

Ohren sind euch gegeben worden, damit sie dem Geheimnis Dessen, welcher der Selbstbestehende ist, lauschen, und Augen, damit sie Ihn erschauen.

Wovor flieht ihr?

Der unvergleichliche Freund ist offenbar.

Er spricht Worte, in denen Erlösung ruht.

O Hohepriester!

Würdet ihr den Duft vom Rosengarten des Verstehens wahrnehmen, so würdet ihr keinen anderen außer Ihm suchen, und ihr würdet den Allweisen und Unvergleichlichen in Seinem neuen Gewande entdecken und eure Augen von der Welt und von allen, die sie suchen, abwenden, und euch erheben, Ihm zu helfen."

Bahá'u'lláh hat einem Zoroastrier, der ihn über den verheißenen SháhBahrám befragt hatte, geantwortet: "Was immer in den Büchern verkündet wurde, ist enthüllt und erklärt worden.

Überall wurden die Zeichen geoffenbart.

Der Allmächtige ruft an diesem Tage und kündet das Erscheinen des Erhabensten Himmels an." "Dies ist nicht der Tag", erklärt Er in einem anderen Tablet, "an dem die Hohepriester noch befehlen und ihre Amtsgewalt ausüben können.

In eurem Buche ist dargelegt, daß die Hohepriester an jenem Tage die Menschen irreführen und daran hindern werden, Ihm zu nahen.

Wahrlich, nur der ist ein Hoherpriester, der das Licht geschaut hat und auf dem Wege worangeeilt ist, der zu dem Geliebten führt." "Sprecht, o Hohepriester.!" redet Er sie wiederum an: "Die Hand der Allmacht ist aus den Wolken hervor ausgestreckt.

Betrachtet sie mit neuen Augen.

Die Zeichen Seiner Erhabenheit und Größe sind enthüllt.

Blickt auf sie mit reinen Augen ...

Sprecht, o Hohepriester!

Ihr genießt Verehrung um Meines Namens willen und doch flieht ihr Mich.

Ihr seid die Hohepriester des Tempels.

Wäret ihr die Hohepriester des Allmächtigen gewesen, so wäret ihr mit Ihm vereint worden und ihr hättet Ihn erkannt ...

Sprecht, o Hohepriester!

Keines Menschen Taten werden angenommen werden an diesem Tage, es sei denn, er entsage der Menschheit und allem, was Menschen besitzen, und wende sein Antlitz dem Allmächtigen zu."

+20:9 #123

Es ist jedoch keine dieser beiden Religionen, mit der wir uns in erster Linie beschäftigen wollen. Es ist der Islám und in geringerem Maße das Christentum, auf die sich mein Thema geradewegs bezieht. Der Islám, aus dem der Glaube Bahá'u'lláhs so entstanden ist, wie das Christentum aus dem Judentum entsprang, ist die Religion, in deren Bereich sich dieser Glaube zuerst erhob und entwickelte, aus deren Reihen die große Masse der Bahá'í-Anhänger hervorging, von deren Führern sie verfolgt wurden und auch jetzt noch verfolgt werden. Das Christentum andererseits ist die Religion, der die große Mehrheit der Bahá'í nichtmuhammadanischer Herkunft angehört, in deren geistigem Bereich die Verwaltungsordnung des Gottesglaubens schnell voranschreitet und durch dessen geistliche Vertreter diese Ordnung in wachsendem Maße angegriffen wird. Anders als der Hinduismus, der Buddhismus, das Judentum und sogar die zoroastrische Religion, die im wesentlichen die verborgenen Kräfte der Gottessache noch nicht erkannt haben und deren Antwort auf ihre Botschaft noch nicht beachtet zu werden braucht, können der muhammadanische und der christliche Glaube als die beiden religiösen Systeme angesehen werden, die in diesem formbildenden Entwicklungszustand des Bahá'í-Glaubens die volle Wucht einer so gewaltigen Offenbarung auszuhalten haben.

+20:10 #124

So wollen wir denn betrachten, womit sich die Begründer des Bahá'í-Glaubens an die anerkannten Führer des Islám und des Christentums gewendet oder was sie über sie geschrieben haben. Wir haben schon die Stellen bezüglich der Könige des Islám betrachtet, seien es die in Konstantinopel regierenden Kalifen oder die Herrscher Persiens, die ihr Reich als weltliche Bevollmächtigte des erwarteten Imáms regierten. Wir haben auch das Tablet erwähnt, das Bahá'u'lláh im besonderen für den römischen Papst offenbarte, und die allgemeinere Botschaft in der Súriy-i-Mulúk, die an die Könige des Christentums gerichtet ist. Nicht weniger herausfordernd und drohend ist die Stimme, welche die muhammadanischen Geistlichen und den christlichen Klerus gewarnt und zur Verantwortung gerufen hat.

+20:11 #125

"Religiöse Führer", so lautet Bahá'u'lláhs klarer und allgemeiner, im Kitáb-i-Íqán ausgesprochener Tadel, "haben in jedem Zeitalter ihr Volk daran gehindert, die Ufer des ewigen Heils zu erreichen, da sie die Zügel der Autorität in ihrem mächtigen Griff hielten.

Einige sind aus Lust am Führertum, andere aus Mangel an Erkenntnis und Einsicht die Ursache dieses schweren Verlustes fiir die Menschen gewesen.

Mit ihrer Billigung und durch ihre Autorität hat jeder Offenbarer Gottes den Opferkelch getrunken und Seinen Flug in die Höhe der Herrlichkeit genommen.

Welche unaussprechlichen Grausamkeiten haben sie, die Orte der Autorität und Gelehrsamkeit, den wahren Königen der Welt, den Edelsteinen göttlicher Tugend, zugefügt!

Zufrieden mit einer vergänglichen Gewalt, haben sie sich einer ewigen Herrschaft beraubt."

Und wiederum im gleichen Buche: "Unter diesen `Schleiern der Herrlichkeit` befinden sich die in den Tagen der Manifestation Gottes lebenden Geistlichen und Gelehrten, welche aus Mangel an Einsicht und aus Liebe und Gier nach Führerschaft versäumt haben, sich der Sache Gottes zu unterwerfen, ja, sich sogar geweigert haben, ihr Ohr der göttlichen Melodie zuzuneigen. `Sie haben die Finger in die Ohren gesteckt.` Und auch das Volk, das Gott völlig unbeachtet ließ und sie zu ihren Meistern nahm, hat sich rückhaltlos unter den Einfluß dieser hochtrabenden, heuchlerischen Führer gestellt, denn es hat kein eigenes Gesicht, kein Gehör, kein Herz, um Wahrheit von Falschheit zu unterscheiden.

Ungeachtet der von Gott eingegebenen Ermahnungen aller Propheten, Heiligen und Auserwählten Gottes, die dem Volke einschärften, mit eigenen Augen zu sehen und mit eigenen Ohren zu hören, hat es ihren Rat geringschätzig verworfen und ist den Führern seines Glaubens blind gefolgt und wird dies weiterhin tun.

Sollte ein armer, unbekannter Mensch, bar des Glanzes der Gelehrsamkeit, sie anreden und sagen: `O Menschen, folgt den Gottgesandten`, dann würden sie, höchlich erstaunt über solchen Spruch, erwidern: `Was?

Meinst du, alle diese Geistlichen, alle diese Vertreter der Gelehrsamkeit mit ihrer Autorität, ihrem Pomp und Prunk hätten sich geirrt und Wahrheit von Falschheit nicht unterscheiden können?

Behauptest du und deinesgleichen, das erfaßt zu haben, was sie nicht verstanden haben?` Wenn Anzahl und vorzügliche Leistung als Maßstab für Wissen und Wahrheit angesehen werden, dann müßten die Völker vergangener Zeiten, die an Zahl, Pracht und Macht bis heute nie übertroffen worden sind, wahrlich als höhere und wertvollere Völker angesehen werden."

Des weiteren: "Nicht ein Offenbarer Gottes ist herabgesandt worden, der nicht diesem unbarmherzigen Haß zum Opfer gefallen wäre, diesen Anklagen, dieser Verleugnung und Verfluchung durch die Geistlichen Seines Tages!

Wehe ihnen ob der Missetaten, die ihre Hände einst verübt haben!

Wehe ihnen ob dessen, was sie jetzt tun!

Welche Schleier der Herrlichkeit sind schlimmer als diese Verkörperungen des Irrtums!

Bei der Gerechtigkeit Gottes!

Diese Schleier durchzureißen ist die größte aller Taten und sie zu zerstören das verdienstvollste aller Werke!" "Auf ihrer Zunge", hat Er des weiteren geschrieben,"ist dieErwähnung Gottes ein leerer Name geworden und in ihrer Schar Sein heiliges Wort ein toter Buchstabe.

So stark ist der Sturm ihrer Begierden, daß die Leuchte des Gewissens und der Vernunft in ihren Herzen verlöscht ist . . .

Nicht zwei von ihnen sind bereit, ein und dasselbe Gesetz anzunehmen, denn sie suchen keinen Gott außer ihrem eigenen Begehren und wandeln auf keinem anderen Pfad als auf dem Pfade des Irrtums.

Führer zu sein, das ist das letzte Ziel ihres Strebens, und in Stolz und Dunkel sehen sie die höchste Erfüllung ihres Herzenswunsches.

Sie haben ihre schmutzigen Ränke über den göttlichen Ratschluß gestellt, haben die Ergebung in Gottes Willen hochmütig abgetan, haben sich selbstsüchtigen Berechnungen hingegeben und sind den Weg des Heuchlers gegangen.

Mit aller Macht und Kraft trachten sie danach, sich hinter ihren kleinlichen Schlichen sicher zu fühlen, ängstlich darauf bedacht, daß nicht das geringste Mißtrauen ihre Würde untergrabe oder das Gepränge ihrer Herrlichkeit trübe."

+20:12 #126

"Quelle und Ursprung der Tyrannei", hat Bahá'u'lláh in einem anderen Tablet versichert, "sind die Geistlichen gewesen. Durch das von diesen hochmütigen und eigensinnigen Seelen ausgesprochene Urteil haben die Herrscher der Erde getan, was ihr gehört habt ... Die Leitung der achtlosen Massen lag und liegt immer noch in den Händen der Verkörperungen eitler Hirngespinste und hohler Einbildungen. Sie schreiben vor, was ihnen gefällt. Wahrlich, Gott hat wie Wir nichts mit ihnen zu tun, und so auch jene, die bezeugten, was die Feder des Höchsten auf dieser herrlichen Stufe gesprochen hat."

+20:13

"Die Führer der Menschen", hat Er gleicherweise bekundet, "haben seit undenklicher Zeit das Volk daran gehindert, sich dem Größten Ozean zuzuwenden. Der Freund Gottes (Abraham) wurde durch den Urteilsspruch der Geistlichen Seiner Zeit ins Feuer geworfen, und Lügen und Verleumdungen wurden auf Ihn, der mit Gott redete (Moses), gehäuft. Denke über den Einen nach, welcher der Geist Gottes war ( Jesus). Obwohl Er nur Mitleid und Nachsicht zeigte, erhoben sie sich doch gegen dieses innerste Wesen des Seins und gegen diesen Herrn des Sichtbaren und des Unsichtbaren in solcher Art, daß Er weder Zuflucht noch Ruhe finden konnte. Jeden Tag wanderte Er an einen anderen Platz und suchte einen anderen Schutz, Betrachte das Siegel der Propheten (Muhammad) - mögen die Seelen aller außer Ihm ein Opfer für Ihn sein! Wie schmerzlich waren die Dinge, die diesen Herrn des ganzen Daseins aus den Händen der Priester des Götzendienstes und der jüdischen Gelehrten befielen, nachdem Er die gesegneten Worte geäußert hatte, die die Einheit Gottes erkünden! Bei Meinem Leben! Meine Feder stöhnt und alles Erschaffene schreit auf wegen der Dinge, die Ihn von den Händen derer betroffen haben, die das Bündnis Gottes und Sein Testament brachen, Sein Zeugnis verleugneten und Seinen Zeichen widersprachen."

+20:14 #127

"Die törichten Geistlichen", so heißt es in einem anderen Tablet, "haben das Buch Gottes weggelegt und sich mit dem befaßt, was sie sich selbst geschaffen haben. Der Ozean der Erkenntnis ist geoffenbart, und der Klang der Feder des Höchsten wurde deutlich, und doch sind sie wie Regenwürmer mit dem Lehm ihrer Vorstellungen und Einbildungen behaftet. Sie sind durch ihre Beziehung zu dem einen wahren Gott erhöht, und doch haben sie sich von Ihm abgewandt. Durch Ihn sind sie berühmt geworden, und doch sind sie wie durch einen Schleier Von Ihm getrennt."

+20:15

"Die heidnischen Priester", steht ferner in einem anderen Tablet geschrieben, "und die jüdischen und die christlichen Geistlichen haben genau die Dinge begangen, welche die Geistlichen im Zeitalter dieser Sendung begangen haben und noch begehen. Nein, sie haben sogar schlimmere Grausamkeit und wildere Bosheit gezeigt. Jedes Atom ist Zeuge dessen, was Ich sage."

+20:16

Diese Führer, die "sich selbst für die besten aller Geschöpfe halten und von Ihm, der Wahrheit, als die schlechtesten betrachtet worden sind", welche "die Sitze der Erkenntnis und Gelehrsamkeit besetzen und Unwissen Erkenntnis und Unterdrückung Gerechtigkeit genannt haben", die "keinen Gott, sondern ihr eigenes Begehren anbeten, die nichts huldigen als dem Gold, in die dichtesten Schleier der Gelehrsamkeit verwickelt sind und, in seiner Finsternis verfangen, in der Wildnis des Irrtums verloren sind" - diese hat Bahá'u'lláh mit folgenden Worten anzureden beliebt: "O Schar der Geistlichen! Ihr werdet euch künftighin nicht mehr im Besitze irgendeiner Macht sehen, denn wir haben sie von euch genommen und für solche bestimmt, die an Gott geglaubt haben, den Einen, den Allgewaltigen, den Allmächtigen, den Unbeschränkten."

+20:17 #128

Im Kitáb-i-Aqdas lesen wir folgendes: "Sprich:

O Führer der Reiligion!

Wägt nicht das Buch Gottes mit solchen Maßen und Kenntnissen, wie sie unter euch allgemein gültig sind, denn das Buch selbst ist die untrügliche, inmitten der Menschen aufgestellte Waage.

Auf dieser vollkommensten Waage muß alles gewogen werden, was die Völker und Geschlechter der Erde besitzen, während das Maß des Gewichtes dieser Waage nach ihrer eigenen Norm geprüft werden muß - würdet ihr das doch erkennen!

Das Auge Meiner liebevollen Gnade weint schmerzlich über euch, da ihr versäumt habt, den Einen zu erkennen, nach welchem ihr gerufen habt am Tage und zur Nachtzeit, am Morgen und am Abend ...

O ihr Führer der Religion!

Wo ist der Mensch unter euch, der es Mir in der Schau oder Einsicht gleichtun kann?

Wo ist der zu finden, der zu dem Anspruch sich erkühnt, Mir gleich zu sein in der Verkündung oder in der Weisheit?

Nein, bei Meinem Herrn, dem Allbarmherzigen!

Alles auf Erden wird dahinschwinden,- doch dies ist das Antlitz eures Herrn, des Allmächtigen, des Vielgeliebten ...

Sprich:

Wahrlich, das ist der Himmel, in welchem das Mutterbuch werwahrt ist - könntet ihr es doch begreifen!

Er ließ den Felsen aufjauchzen und den Brennenden Busch seine Stimme erheben auf dem Berg, der über dem Heiligen Lande aufsteigt, und verkünden: `Das Reich ist Gottes, des obersten Herrn über alles, des Allgewaltigen, des Liebenden!` Wir sind in keine Säule gegangen und haben keine eurer Abhandlungen gelesen.

Neigt euer Ohr den Worten dieses Ungelehrten, mit denen Er euch vor Gott lädt, den Ewigwährenden.

Dies ist besser für euch als alle Schätze der Erde - könntet ihr es doch begreifen!"

+20:18 #129

"O Scharen der Geistlichen", hat Er noch weiter geschrieben, "als Meine Verse herabgesandt und Meine klaren Zeichen enthüllt wurden, fanden Wir euch hinter Schleiern.

Dies, wahrlich, ist etwas Seltsames ...

Wir haben die Schleier zerrissen.

Hütet euch, daß ihr das Volk nicht durch noch einen anderen Schleier ausschließt.

Zerbrecht die Ketten eitler Einbildungen im Namen des Herrn aller Menschen und gehört nicht zu den Betrügern.

Solltet ihr euch Gott zuwenden und Seine Sache annehmen, so sät keine Unordnung in sie und meßt nicht das Buch Gottes mit euren selbstsüchtigen Wünschen.

Wahrlich, dies ist Gottes Rat ehedem und immerdar ...

Hättet ihr an Gott geglaubt, als Er sich offenbarte, so hätte sich das Volk nicht von Ihm abgewandt, noch hätte Uns das befallen, dessen ihr heute Zeuge seid.

Fürchtet Gott und gesellt euch nicht zu den Achtlosen!...

Dies ist die Sache, die alle eure abergläubischen Meinungen und eure Götzenbilder ins Wanken brachte ...

O Schar der Geistlichen!

Hütet euch, zur Ursache des Streites im Lande zu werden, so wie ihr in seinen früheren Tagen zur Ursache der Zurückweisung des Glaubens wurdet.

Sammelt das Volk um dieses Wort, das die Steine ausrufen ließ: `Das Reich ist Gottes, des Aufgangsortes aller Zeichen!` ...

Zerreißt die Schleier in einer solchen Weise, daß es die Bewohner des Königreiches hören.

Dies ist der Befehl Gottes in den vergangenen Tagen und für die kommenden.

Gesegnet der Mensch, der befolgt, was ihm befohlen wurde, und wehe den Nachlässigen."

+20:19

Und wiederum: "O Schar der Geistlichen! Wie lange wollt ihr die Speere des Hasses auf das Antlitz Bahás richten? Zügelt eure Feder! Seht, die Erhabenste Feder spricht zwischen Erde und Himmel. Fürchtet Gott und folgt nicht euren Wünschen, die das Antlitz der Schöpfung entstellt haben! Reinigt eure Ohren, auf daß sie der Stimme Gottes lauschen. Bei Gott! Sie ist wie ein Feuer, das die Schleier verzehrt, und wie Wasser, das die Seelen all derer reinigt, die im Weltall sind."

+20:20 #130

"Sprich: O Schar der Geistlichen!", so redet Er sie weiter an, "kann sich einer von euch mit dem göttlichen Jüngling in der Arena der Weisheit und der Verkündung messen oder sich mit Ihm in den Himmel der inneren Bedeutung und der Auslegung erheben? Nein, bei Meinem Herrn, dem Gott der Barmherzigkeit! Alle wurden am heutigen Tage durch das Wort deines Herrn ohnmächtig. Sie sind sogar wie tot und leblos außer dem, den dein Herr, der Allmächtige, der Unbeschränkte, zu verschonen gewillt ist. Ein solcher Mensch gehört wahrlich zu den mit Erkenntnis Begabten in den Augen Dessen, der der Allwissende ist. Die Insassen des Paradieses und die Bewohner der geheiligten Stätten segnen ihn zur Abendzeit und zur Morgendämmerung. Kann einer mit Holzbeinen einem Widerstand leisten, dessen Füße Gott aus Stahl gemacht hat? Nein, bei Ihm, der das All der Schöpfung erleuchtet!"

+20:21

"Als Wir genau darauf achteten", äußert Er bedeutungsvoll, "entdeckten Wir, daß Unsere Feinde zum größten Teil Geistliche sind". "Unter dem Volke sind welche, die sagten: `Er hat die Geistlichen verworfen.` Sprich: `Ja, bei Meinem Herrn! Ich war gewißlich Der, welcher die Götzenbilder zerschlug.`" "Wahrlich, Wir haben die Trompete, die Unsere Erhabenste Feder ist, erschallen lassen, und siehe, die Geistlichen und die Gelehrten, die Doktoren und die Herrscher fielen betäubt nieder, ausgenommen solche, die Gott als Zeichen Seiner Gnade bewahrte, und Er, wahrlich, ist der Allgütige, der Urewige aller Tage."

+20:22

"O Schar der Geistlichen! Werft eitle Phantasiegebilde und Einbildungen beiseite und wendet euch dann dem Horizonte der Gewißheit zu. Ich schwöre bei Gott: Alles, was ihr besitzt, wird euch nichts nützen, weder alle Schätze der Erde noch die Führerschaft, die ihr euch angeeignet habt. Fürchtet Gott und gehört nicht zu den Ver!orenen!" "Sprich: O Schar der Geistlichen! Legt alle eure Schleier und Hüllen beiseite. Schenkt euer Ohr dem, wozu euch die Erhabenste Feder an diesem wunderbaren Tage ruft ... Die Welt ist durch eure eitlen Einbildungen mit Staub beladen, und die Herzen der Gott Nahen werden von eurer Grausamkeit gequält. Fürchtet Gott und gesellt euch zu denen, die gerecht urteilen."

+20:23 #131

"O ihr Dämmerungsorte der Erkenntnis", so ermahnt Er sie, "hütet euch davor, daß man euch ändere. Denn wenn ihr euch ändert, werden sich die meisten Menschen desgleichen ändern. Wahrlich, dies ist ein Unrecht an euch und an anderen ... Ihr gleicht einer Quelle. Wenn sie sich verändert, werden die Ströme, die ihr entstammen, sich verändern. Fürchtet Gott und gesellt euch zu den Gottesfürchtigen! Wenn das Herz des Menschen verdorben wird, werden seine Glieder gleicherweise verdorben werden. Und ähnlich, wenn die Wurzel eines Baumes verdorben wird, so werden seine Äste, seine Triebe, seine Blätter und seine Früchte verdorben werden."

+20:24

"Sprich: O Schar der Geistlichen", so ruft Er sie an, "seid und wird euch Gott, dem Mächtigen, dem Großen, nahe bringen. Bedenkt und ruft euch ins Gedächtnis, wie das Volk Muhammad, den Apostel Gottes, verleugnete, als Er erschien. Sie beschuldigten Ihn derart, daß der Geist (Jesus) auf Seiner Erhabensten Stufe wehklagte und der Geist der Treue aufschrie. Bedenkt weiter, was vor Ihm die Apostel und Gottgesandten durch die Hände der Ungerechten befallen hat. Wir erwähnen euch um Gottes willen, erinnern euch an Seine Zeichen und verkünden euch die Dinge, die denen verordnet sind, die Ihm im erhabensten Paradiese und im allerhöchsten Himmel nahe sind. Wahrlich, Ich bin der Verkünder, der Allwissende. Er ist um eurer Erlösung willen gekommen und hat die Leiden ertragen, damit ihr auf der Leiter der Äußerungen zum Gipfel des Verstehens emporsteigen mögt ... Bedenkt mit Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit das, was herabgesandt wurde. Wahrlich, dies wird euch durch die Wahrheit erhöhen und Dinge schauen lassen, die euch verschlossen waren, und es wird euch befähigen, Seinen perlenden Wein zu trinken."









+21 #132

Worte an die muhammadanischen Geistlichen

Laßt uns jetzt die besonderen Hinweise und die vom Báb und von Bahá'u'lláh unmittelbar an die muhammadanischen Geistlichen gerichteten Worte noch genauer betrachten.

Der Báb hat, wie im Kitáb-i-Íqán bezeugt wurde, "ein besonderes Tablet an die Geistlichen einer jeden Stadt geoffenbart, worin Er die Wesensart der Verleugnung und Zurückweisung durch einen jeden von ihnen ausführlich darlegte".

Während Er in Isfáhán weilte, jenem altehrwürdigen Bollwerk muhammadanischer Geistlichkeit, lud Er durch Vermittlung des Gouverneurs Manúchihr Khán die Geistlichen jener Stadt schriftlich ein, eine Aussprache mit ihm zu vereinbaren, um, wie Er es ausdrückte, "die Wahrheit festzustellen und die Falschfreit zu zerstreuen".

Nicht einer aus der Menge der Geistlichen, die sich um diesen großen sitz der Gelehrsamkeit drängten, hatte den Mut, die Herausforderung anzunehmen.

Bahá'u'lláh seinerseits gab, während Er in Adrianopel weilte, wie es in seinem Tablet an den Sháh von Persien bezeugt ist, seinem Wunsch Ausdruck, "Auge in Auge den Geistlichen Seiner Zeit gegenübergestellt zu werden und Beweise und Zeugnisse in der Gegenwart Seiner Majestät des Sháh geben zu können".

Dieses Anerbieten wurde als "eine große Anmaßung und erstaunliche Kühnheit" von den Geistlichen in Tihrán gerügt, und sie rieten in ihrer Furcht ihrem Staatsoberhaupt, augenblicklich den Überbringer jenes Tablets zu bestrafen.

Früher schon hatte Bahá'u'lláh, während Er in Baghdád weilte, seine Bereitwilligkeit ausgesprochen, unverzüglich ein Wunder zu vollbringen, unter der Voraussetzung, daß sich die Geistlichen von Najaf und Karbilá - in den Augen der Schiiten die beiden heiligsten Städte nächst Mekka und Medina - versammelten und über irgendein Wunder, das sie wünschten, übereinkämen und eine Erklärung unterzeichneten und siegelten, die versicherte, daß sie bei Vollbringung dieses Wunders die Wahrheit seiner Sendung anerkennen würden.

Auf diese Herausforderung konnten sie, wie durch'Abdu'l-Bahá in seinen "Beantworteten Fragen" bezeugt ist, keine bessere Antwort finden als diese: "Dieser Mann ist ein Zauberer.

Vielleicht will er ein Zauberkunststück vorführen, und dann würden wir nichts mehr zu sagen haben." "Zwölf Jahre lang", hat Bahá'u'lláh selbst bezeugt, "haben Wir in Bahgdád geweilt.

So sehr Wir auch wünschten, eine große Versammlung Geistlicher und ehrlich gesinnter Männer käme zusammen, so daß Wahrheit von Falschheit unterschieden und völlig bewiesen werde, so ist doch nichts dazu geschehen."

Und wiederum: "

Und ebenso, während Wir im 'Iráq waren, wünschten wir, mit den Geistlichen Persiens zusammenzukommen.

Kaum hörten sie davon, so flohen sie und sprachen: `Er ist tatsächlich ein offenkundiger Zauberer!` Dieses Wort kam schon früher von den Lippen von ihresgleichen.

Diese (Geistlichen) tadelten, was jene gesagt hatten, und wiederholen heutzutage doch selbst, was vor ihnen gesprochen wurde, und sie begreifen es nicht.

Bei Meinem Leben!

Sie sind wie Asche in den Augen deines Herrn.

Wenn Er will, werden gewaltige Stürme über sie brausen und sie zu Staub machen.

Wahrlich, dein Herr tut, was Ihm beliebt."

+21:2 #133

Diese falschen, grausamen und feigen schiitischen Geistlichen, ohne deren Einmischung, wie Bahá'u'lláh erklärte, Persien in kaum mehr als zwei Jahren von der Kraft Gottes ergriffen worden wäre, sind im Qayyúmu'l-Asmá' folgendermaßen angeredet worden: "O Schar der Geistlichen! Fürchtet Gott von diesem Tage an in den Ansichten, die ihr äußert, denn Er, welcher Unser Erwähner in eurer Mitte ist und welcher von Uns kommt, ist in Wahrheit der Richter und der Zeuge. Wendet euch ab von dem, was ihr festhaltet und was das Buch Gottes, des Wahren, nicht bestätigt hat, denn am Tage der Auferstehung werdet ihr auf der Brücke für die Haltung, die ihr einnahmt, wahrlich verantwortlich gemacht werden."

+21:3 #134

Im gleichen Buche redet der Báb sowohl die Schiiten als auch die ganze Anhängerschaft des Propheten folgendermaßen an: "O Schar der Schiiten! Fürchtet Gott und Unsere Sache, die Ihn, den Größten Erwähner Gottes, betritt. Denn groß ist sein Feuer, wie im Mutterbuch verordnet ist." "O Volk des Qur'án! Ihr seid wie nichts, es sei denn, ihr unterwerft euch dem Erwähner Gottes und diesem Buch. Wenn ihr der Sache Gottes folgt, werden Wir euch eure Sünden vergeben, und wenn ihr euch von Unserem Befehl abwendet, werden Wir wahrlich eure Seelen in Unserem Buche zum Größten Feuer verdammen. Wahrlich, Wir verfahren nicht ungerecht mit den Menschen, auch nicht so viel wie ein Fleckchen auf einem Dattelkern."

+21:4

Und schließlich ist in dem gleichen Kommentar diese erschreckende Weissagung verzeichnet: "Binnen kurzem werden Wir wahrlich jene, die gegen Husayn (Imám Husayn) im Lande des Euphrat Krieg führten, mit der schmerzlichsten Qual und mit der schrecklichsten und abschreckendsten Strafe heimsuchen." "Binnen kurzem", hat Er in dem nämlichen Buch in bezug auf dieses gleiche Volk geschrieben, "wird Gott an ihnen zur Zeit Unserer Wiederkehr Seine Vergeltung üben, und wahrlich, Er hat für sie in der künftigen Welt eine schwere Pein vorbereitet."

+21:5

Was Bahá'u'lláh betrifft, so bilden die stellen, die ich auf diesen Seiten anführe nur einen Bruchteil der in seinen schriften häufigen Hinweise auf muhammadanische Geistliche. so ruft Er aus: "Der Lotoshaum, über den hinaus keiner gehen kann, weint auf ob der Grausamkeit der Geistlichen.

Er schreit laut und wehklagt über sich selbst."

In seinem "Brief an den Sohn des Wolles" hat Er geschrieben: "Wie groß auch seit Beginn dieser Sekte (der Schiiten) bis auf den heutigen Tag die Zahl der Geistlichen gewesen ist, die gelebt haben, so hat doch keiner von ihnen die Natur dieser Offenbarung erkannt.

Was mag die Ursache dieser Verirrung gewesen sein?

Wollten Wir sie erwähnen, so würden ihre Glieder zerreißen.

Es tut ihnen not, nachzusinnen, ja, tausendmal tausend Jahre lang nachzusinnen, damit sie vielleicht ein paar Tropfen aus dem Ozean der Erkenntnis erlangen und entdecken mögen, was sie an diesem Tage nicht beachten.

Ich wandelte im Lande Tá (Tihrán), dem Tagesanbruch der Zeichen deines Herrn - siehe, da hörte Ich das Wehklagen der Kanzeln und die Stimme ihres Flehens zu Gott - gesegnet und verherrlicht sei Er, Sie riefen aus und sagten: `O Gott der Welt und Herr der Völker!

Du siehst unseren Zustand und was über uns gekommen ist durch die Grausamkeit Deiner Diener.

Du hast uns erschaffen und geoffenbart zu Deiner Verherrlichung und zu Deinem Preis.

Du hörst nun, was die widerspenstigen über uns in Deinen Tagen verkünden.

Bei Deiner Macht!

Unsere Seelen zerfließen und unsere Glieder erzittern.

Wehe!

Wehe!

Wären wir doch nie von Dir erscha ffen und geoffenbart worden!` Die Herzen jener, die Gott nahe sind, werden von diesen Worten verzehrt und lassen die Wehrufe derer ertönen, die Ihm ergeben sind."

+21:6 #135

"Diese dicken Wolken", hat Er in demselben Tablet dargelegt, "sind Auswüchse nutzloser Phantasie und eitler Einbildungen, die von keinen anderen stammen, als von den Geistlichen Persiens". Und Er erklärt im gleichen Zusammenhang: "Unter `Geistlichen` werden an der oben erwähnten Stelle jene Menschen verstanden, die sich äußerlich mit dem Kleide der Erkenntnis schmücken, aber innerlich ihrer beraubt sind. In diesem Zusammenhang führen Wir aus dem Tablet an Seine Majestät den Sháh einige Stellen aus den `Verborgenen Worten` an, die durch die Feder Abhás unter dem Namen `Buch der Fátimih`- möge Gottes Segen auf ihr ruhen - geoffenbart wurden. `O ihr Toren, die ihr als weise geltet! Warum verkleidet ihr euch als Hirten, da ihr doch innerlich zu Wölfen wurdet, die nach Meiner Herde trachten? Ihr gleicht dem Morgenstern, der vor der Dämmerung strahlend und hell scheint und der doch die Wanderer zu Meiner Stadt in die Irre und auf den Pfad des Verderbens leitet.` Und ebenso spricht Er: `O ihr scheinbar Vollkommenen, doch innerlich Unvollkommenen! Ihr seid wie reines, doch bitteres Wasser, das äußerlich kristallklar scheint, von dem aber bei der Probe durch den göttlichen Prüfer nicht ein Tropfen angenommen wird. Ja, der Sonnenstrahl fällt gleicherweise auf den Staub wie den Spiegel, doch in ihrem Widerschein unterscheiden sie sich wie der Stern von der Erde - ja mehr noch, der Unterschied ist unermeßlich!`"

+21:7 #136

"Wir haben alle Menschen eingeladen", hat Bahá'u'lláh in einem anderen Tablet klargelegt, "sich Gott zuzuwenden, und traben sie mit dem Geraden Pfad bekannt gemacht. Sie (die Geistlichen) erhoben sich gegen Uns mit solcher Grausamkeit, daß dies die Kraft des Islám untergraben hat, und doch sind die meisten Leute achtlos!" "Die Kinder Dessen, welcher der Freund Gottes ist (Abraham)", so hat Er des weiteren geschrieben, "und die Erben Dessen, der mit Gott verkehrte (Moses), die zu den Verworfensten unter den Menschen gezählt wurden, haben die Schleier zerrissen und die Hüllen abgeworfen und den versiegelten Wein aus den gütigen Händen des Selbstbestehenden ergriffen und sich satt getrunken, während die verabscheuungswürdigen schiitischen Geistlichen bis heute zaudernd und werstockt geblieben sind." Und weiter: "Die Geistlichen Persiens begingen, was kein Volk unter den Völkern der Welt begangen hat."

+21:8 #137

"Wenn diese Sache von Gott ist", so redete Er den Gesandten des Sháh in Konstantinopel an, "so kann kein Mensch gegen sie aufkommen, und wenn sie nicht won Gott ist, so werden die Geistlichen unter euch und die, welche ihren verdorbenen Wünschen folgen, und jene, die sich wider Ihn aufgelehnt haben, sicherlich genügen, sie zu überwältigen."

+21:9

"Von allen Völkern der Welt", so bemerkt Er in einem anderen Tablet, "ist dasjenige, das den größten Verlust erlitten hat, das Volk Persiens gewesen und ist es noch. Ich schwöre bei der Sonne der Äußerungen, die in ihrem Mittagsglanze auf die Welt scheint! Das Wehklagen der Kanzeln in diesem Lande ertönt immerfort. Schon in den ersten Tagen wurden solche Wehklagen im Lande Tá (Tihrán) gehört, denn Kanzeln, die zur Erwähnung des Einen Wahren errichtet wurden - erhaben sei seine Herrlichkeit - sind jetzt in Persien zu Orten geworden, von denen aus Lästerungen gegen Ihn, die Sehnsucht der Welt, ausgesprochen werden."

+21:10

"An diesem Tage", so lautet seine scharfe Rüge, "ist die Welt mit den Wohlgerüchen vom Gewande der Offenbarung des altehrwürdigen Königs erfüllt ..., und doch haben sie (die Geistlichen) sich versammelt und sich auf ihren Sitzen breitgemacht und gesprochen, was ein Tier Scham empfinden lassen würde, wieviel mehr den Menschen selbst. Würden sie sich einer ihrer Taten bewußt werden und das Unheil erkennen, das sie angerichtet haben, so würden sie sich mit eigener Hand zu ihrem endgültigen Wohnort befördern."

+21:11

"O Schar der Geistlichen!", so befiehlt ihnen Bahá'u'lláh, "... Legt beiseite, was ihr besitzt, haltet Frieden und hört sodann auf das, was die Zunge der Größe und Erhabenheit spricht. Wie viele verschleierte Dienerinnen wandten sich Mir zu und glaubten, und wie viele Turbanträger waren von Mir ausgeschlossen und folgten den Fußstapfen vergangener Geschlechter!"

+21:12 #138

"Ich schwöre bei der Sonne, die über dem Horizont der Äußerung scheint", so sagt Er aus, "ein Spänchen vom Fingernagel einer der gläubigen Dienerinnen wird am heutigen Tage vor den Augen Gottes mehr geachtet als die Geistlichen Persiens, die nach dreizehnhundert Jahren Wartezeit das verübten, was die Juden nicht taten während der Offenbarung Dessen, welcher der Geist ist (Jesus)." "Obwohl sie sich über die Trübsale, die Uns getroffen haben, freuen", lautet Seine Warnung, "so wird doch der Tag kommen, da sie wehklagen und weinen werden".

+21:13

"O Achtloser", so redet Er im Lawh-i-Burhán einen berüchtigten persischen Mujtahiden an, dessen Hände mit dem Blut von Bahá'í-Märtyrern befleckt waren, "verlasse dich nicht auf deinen Ruhm und deine Macht. Du gleichst der letzten Spur des Sonnenlichtes auf dem Bergesgipfel. Bald wird es dahinschwinden, wie es beschlossen ist von Gott, dem Allbesitzenden, dem Höchsten. Dein Ruhm und der Ruhm von deinesgleichen sind von euch genommen, und dies ist wahrlich von dem Einen, bei dem das Mutterbuch ist, verordnet worden... Um euretwillen klagte der Apostel (Muhammad), und die Reine (Fátimih) schrie auf, und die Länder wurden verwüstet, und Finsternis fiel auf alle Regionen. O Schar der Geistlichen! Um euretwillen wurde das Volk erniedrigt, das Banner des Islám niedergeholt und sein mächtiger Thron umgestürzt. Jedesmal, wenn ein Mensch mit Verstand an dem festzuhalten suchte, was den Islám erhöhen würde, habt ihr ein Geschrei erhoben, und dadurch wurde er verhindert, seinen Plan auszuführen, während das Land offensichtlich dem Verderben preisgegeben war."

+21:14

"Sprich: O Schar persischer Geistlicher", so weissagt Bahá'u'lláh wiederum, "in Meinem Namen habt ihr die Zügel der Macht über die Menschen ergriffen, und durch eure Beziehung zu Mir nehmt ihr die Ehrensitze ein. Als Ich Mich aber offenbarte, wandtet ihr euch ab und begingt, was die Tränen derer, die Mich erkannten, fließen ließ. Binnen kurzem wird alles, was ihr besitzt, zugrunde gehen, und euer Ruhm wird sich in jämmerlichste Erniedrigung verwandeIn, und ihr werdet die Strafe sehen für das, was ihr getan habt, wie es von Gott, dem VerOrdner, dem Allweisen, beschlossen wurde."

+21:15 #139

In der Súriy-i-Mulúk hat Er sich an sämtliche kirchlichen Führer des sunnitischen Islám in Konstantinopel, der Hauptstadt des Reiches und dem Sitz des Kalifates, gewandt und geschrieben: "O ihr Geistlichen der Stadt!

Wir kamen zu euch mit der Wahrheit, ihr aber achtetet ihrer nicht.

Mir dünkt, ihr gleicht Toten, eingewickelt in die Hüllen eures eigenen Selbstes.

Ihr suchtet nicht Unsere Gegenwart, als dies zu tun besser für euch gewesen wäre als alle eure Taten ...

Wißt, daß, ' wenn eure Führer, denen ihr Treue schuldet, auf die ihr stolz seid, die ihr bei Tag und Nacht erwähnt und in deren Fußspuren ihr Führung sucht -, wenn sie in diesen Tagen gelebt hätten, so wären sie um Mich gewesen und hätten sich nimmer von Mir getrennt, weder am Abend noch am Morgen.

Ihr jedoch wandtet euer Antlitz, auJ nicht für einen einzigen Augenblick, Meinem Antlitz zu, und ihr wurdet hochmütig und achtetet nicht auf diesen Mißhandelten, der von den Menschen so gequält wurde, da sie mit Ihm verfuhren, wie es ihnen beliebte.

Ihr habt es unterlassen, über Meine Lage nachzuforschen, auch unterrichtetet ihr euch nicht über das, was Mir zustieß.

Dadurch habt ihr das Wehen der Heiligkeit und die Lüfte der Güte, die von diesem leuchtenden und sichtbaren Orte ausgehen, von euch abgehalten.

Mich dünkt, ihr habt euch an äußerlichkeiten gehängt und das Innere vergessen, und ihr sagt, was ihr nicht tut.

Ihr liebt Namen lind scheint euch ihnen ganz hingegeben zu haben.

Aus diesem Grunde erwähnt ihr die Namen eurer Führer.

Und würde irgendeiner wie sie, oder ein Besserer als sie, zu euch kommen, so würdet ihr ihn fliehen.

Durch jene Namen habt ihr euch erhöht und euch eure Stellung gesichert, und ihr lebt und gedeiht durch sie.

Und würden eure Führer wieder erscheinen, so würdet ihr weder auf eure Führerschaft verzichten, noch würdet ihr euch ihnen zuzuenden oder euer Antlitz auf sie richten.

Wir fanden, daß ihr, wie die meisten Menschen, Namen anbetet, die sie alle Tage ihres Lebens erwähnen und mit denen sie sich befassen.

Kaum jedoch erscheinen die Träger dieser Namen, da werwerfen sie sie und kehren ihnen den Rücken ...

Wißt, daß Gott an diesem Tage weder eure Gedanken annehmen wird noch euer Gedenken an Ihn, auch nicht eure Haltung Ihm gegenüber, eure Andachtsübungen und eure Wachsamkeit, es sei denn, ihr werdet neuerschaffen in der hohen Achtung diesem Diener gegenüber - könntet ihr es doch begreifen."

+21:16 #140

Die Stimme 'Abdu'l-Bahás, des Mittelpunktes des Gottesbündnisses, hat sich gleicherweise erhoben und das gräßliche Unheil angekündigt, das bald nach Seinem Hinscheiden die geistliche Herrschaft des sunnitischen und schiitischen Islám befallen sollte. "Diese Herrlichkeit", hat Er geschrieben, "wird sich in die elendeste Erniedrigung verwandeIn, und dieser Pomp und diese Macht zuerden sich in völlige Unterwerfung verkehren. Ihre Paläste werden in Gefängnisse umgewandelt zuerden, und die Bahn ihres hochstrahlenden Gestirns wird in den Tiefen des Abgrundes enden. Lachen und Fröhlichkeit werden dahinschwinden, nein noch mehr, ihre Klagestimme wird sich erheben." "Wie der Schnee in der Julisonne", so hat Er des weiteren geschrieben, "werden sie dahinschwinden".

+21:17

Die Auflösung des Kalifats, die vollständige Verweltlichung des Staates, der die erhabenste Einrichtung des Islám beherbergt hatte, und der tatsächliche Zusammenbruch der schiitischen Priesterherrschaft in Persien - das waren die sichtbaren und unmittelbaren Folgen der Behandlung, die der Gottessache durch die Geistlichkeit der beiden größten Gemeinschaften der muhammadanischen Welt zuteil geworden war.









+22 #141

Das sinkende Glück des schiitischen Islám

Laßt uns zuerst die Heimsuchungen betrachten, welche das sinkende Glück des schiitischen Islám gekennzeichnet haben. Die zu Beginn dieser Zeilen aufgezählten Schändlichkeiten, für die die schiitische Geistlichkeit Persiens in erster Linie verantwortlich zu machen ist, Schändlichkeiten, die nach den Worten Bahá'u'lláhs "den Apostel (Muhammad) wehklagen und die Reine (Fátimih) aufschreien" und "alle erschaffenen Dinge stöhnen und die Glieder der Heiligen zittern ließen", Schändlichkeiten, welche die Brust des Báb mit Kugeln durchlöcherten, Bahá'u'lláh niederbeugten, Sein Haar bleichten und Ihn vor Qual aufseufzen, Muhammad über Ihn weinen, Jesus sich aufs Haupt schlagen und den Báb Seinen Zustand beklagen ließen - solche Schändlichkeiten konnten und durften wahrlich nicht ungestraft bleiben. Gott, der grimmigste Rächer, wachte und gelobte, "keines Menschen Ungerechtigkeit zu vergeben". Die Geißel Seiner Züchtigung traf endlich, rasch, plötzlich und schrecklich, die Verüber dieser Schändlichkeiten.

+22:2

Eine Umwälzung, die in ihrem Verlauf furchtbar in ihren Ausmaßen, weitreichend in ihrer Rückwirkung, aber erstaunlich durch das Fehlen von Blutvergießen oder gar Gewalttätigkeiten war, forderte die Vorrangstellung der Geistlichkeit heraus, die seit Jahrhunderten das Kennzeichen des Islám in diesem Lande gewesen war, und stürzte eine Herrschaft der Geistlichen, mit der das Räderwerk des Staates und das Leben des Volkes unauflöslich verwoben waren. Eine solche Umwälzung ließ nicht die Aufhebung der staatlichen geistlichen Herrschaft erkennen; sie bedeutete vielmehr das Zerbrechen dessen, was ein Kirchenstaat genannt werden konnte - eines Staates, der sogar bis zum Augenblick seines Verlöschens hoffnungsvoll die erfreuliche Ankunft des verborgenen Imám erwartet hatte, eines Imámes, der dann nicht nur die Zügel der Amtsgewalt des Sháh, der obersten Behörde, die ihn nur vertrat, ergreifen, sondern sogar die Herrschaft über die ganze Erde übernehmen würde.

+22:3 #142

Der Geist, den diese Priesterkaste ein ganzes Jahrhundert lang so hartnäckig zu zermalmen bestrebt war, der Glaube, den sie mit wilder Roheit auszurotten versucht hatte, waren jetzt ihrerseits dabei, durch die Kräfte, die sie in der Welt erzeugt hatten, das Gleichgewicht eben dieser Ordnung - deren Verzweigungen sich in jede Sphäre, Pflicht und lebenswichtige Handlung in jenem Lande ausgedehnt hatten - zu stören und ihre Stärke zu untergraben. Der Felswall des Islám, scheinbar unüberwindlich, war nun in seinen Grundlagen erschüttert worden und brach jetzt vor den Augen der verfolgten Anhänger des Glaubens Bahá'u'lláhs zusammen. Eine Priesterherrschaft, die den Glauben Gottes so lange geknechtet hatte und ihn einmal sogar tödlich niedergestreckt zu haben schien, wurde jetzt selbst zur Beute einer überlegenen weltlichen Macht, deren entschlossene Politik es war, stetig und erbarmungslos ihre Schlingen um jene Herrschaft zu legen.

+22:4

Das weite System jener Priesterherrschaft, mit allen seinen Bestandteilen und Organen - seinen Shaykhu'l-Islám (Hohenpriestem), seinen Mujtahids (Doktoren der Gesetze), seinen Mullás (Priestern), Fuqahás (Juristen), Imámen (Vorbetern), Mu'adhdhins (Gebetsrufern), Vu'ázz (Predigern), Qádís (Richtern), Mutavallís (Hütern), Madrisihs (Seminaren), Mudarrisíns (Lehrern), Tullábs (Schülern), Qurrás (Vorsängern), Mu'abbiríns (Wahrsagern), Muhaddithíns (Erzählern), Musakhkhiríns (Geisterbeschwörern), Dhákirins (Erinnerern), 'Ummál-i-dhakáts (Almosengebern), Muqaddasíns (Heiligen), Munzavís (Einsiedlern), seinen Súfís, seinen Derwischen und was sonst noch alles - war gelähmt und gänzlich in Mißkredit geraten. seine Mujtahids, jene Aufwiegler, die Macht über Leben und Tod hatten und denen durch lange Generationen hindurch Ehren fast königlicher Art gewährt worden waren, wurden auf eine kläglich unbedeutende Zahl vermindert.

Die turbantragenden Prälaten der islámischen Kirche, die nach den Worten Bahá'u'lláhs "ihre Häupter mit Grün und Weiß bedeckten und verübten, was den Geist der Religion seufzen ließ", wurden unbarmherzig hinweggefegt.

Nur eine Handvoll machte eine Ausnahme, und sie ist jetzt gezwungen, um sich gegen das Wüten eines glaubenslosen Volkes zu schützen, sich der Demütigung zu unterziehen, immer, wenn die Gelegenheit es fordert, die ihnen von den weltlichen Behörden gewährte Erlaubnis einzuholen, dieses dahinschwindende Sinnbild einer verschwundenen Würde zu tragen.

Der Rest dieser turbantragenden Klasse, ob Siyyids, Mullás oder Hájís, wurde gezwungen, nicht nur seine ehrwürdige Kopfbedeckung mit dem Kuláh-i-farangí (europäischen Hut) zu vertauschen, den sie selbst nicht viel früher verflucht hatten, sondern sogar ihre fließenden Gewänder abzulegen und die engsitzenden Anzüge europäischen Schnittes anzuziehen, deren Einführung in ihrem Lande sie vor einem Menschenalter so heftig verworfen hatten.

+22:5 #143

"Die dunkelblauen und weißen Dome" - eine Anspielung 'Abdu'l-Bahás auf den rundlichen, massigen Kopfschmuck der Priester Persiens - sind wahrlich "umgestülpt" worden. Jene, deren Häupter sie getragen hatten, die anmaßenden, fanatischen, treulosen und rückschrittlichen Geistlichen, " in deren autoritärem Griff", wie Bahá'u'lláh bezeugt, "die Zügel der Herrschaft über das Volk lagen", deren "Worte der Stolz der Welt sind" und deren "Taten die Schmach der Völker sind", erkannten die Erbärmlichkeit ihrer Lage und zogen sich niedergeschlagen und aller Hoffnungen bar in ihre Häuser zurück, um dort ein jämmerliches Dasein zu verbringen. Machtlos und mürrisch beobachten sie den Ablauf eines Geschehens, das ihre Politik umgestürzt und ihre Schöpfung zerstört hat und nun unwiderstehlich seinem Höhepunkt zustrebt.

+22:6 #144

Der Pomp und Prunk dieser geistlichen Fürsten des Islám sind bereits vergangen.

Ihr fanatisches Geschrei, ihre lärmenden Gebetsrufe und ihre geräuschvollen Kundgebungen sind verstummt.

Ihre Fatvás (Rechtssprüche oder Rechtsgutachten), einst mit solcher Scharmlosigkeit verkündet und zeitweise Anklagen gegen Könige enthaltend, sind tote Buchstaben.

Das Schauspiel von Versammlungsgebeten, an denen Tausende Andächtiger in Reihen aufgestellt teilnahmen, ist verschwunden.

Die Kanzeln, von denen aus sie den Donner ihrer Verfludiungen in gleicher Weise gegen Mächtige und Unschuldige entluden, sind verlassen und still.

Ihre Waqfs, diese unschätzbaren und weithin verbreiteten Stiftungen, der Landbesitz des erwarteten Imám - die einstmals allein in Isfáhán die ganze Stadt umfaßten -, sind ihren Händen entwunden und unter die Aufsicht einer weltlichen Verwaltung gestellt worden.

Ihre Madrisihs (Seminare) mit ihrem mittelalterlichen Schulwissen sind verlassen und verfallen.

Die unzähligen Bände theologischer Auslegungen, Nebenkommentare, Randbemerlcungen und Anmerkungcn, unleserlich, unnütz, Erzeugnisse irregeleiteter Begabung und Mühe, von einem der erleuchtetsten Denker des Islám in neuerer Zeit alsWerke bezeichnet, die das gesunde Erkennen verdunkeln, Würmer hervorbringen und nur noch des Feuers wert sind, wurden nun weggepackt, mit Spinngewebe überzogen und vergessen. lhre abstrusen Abhandlungen, ihre heftigen Wortgefechte und endlosen Auseinandersetzungen sind außer Mode und aufgegeben.

Ihre Masjids (Moscheen) und Imám-Zádihs (Heiligengräber), welche das Vorrecht hatten, das Bast (Asylrecht) auf mancherlei Verbrecher auszudehnen, und die zu einem allgemeinen Ärgernis geworden waren, deren Wände von den Gesängen einer heuchlerischen und ruchlosen Geistlichkeit widerhallten und deren Ornamente mit den Schätzen der Königspaläste wetteiferten, sind verlassen oder verfallen.

Ihre Takyihs, die Schlupfwinkel der faulen, untätigen und beschaulichen Pietisten, sind verkauft oder geschlosscn worden.

Ihre mit barbarischem Eifer gespielten und durch plötzliches Aufzucken ungezügelter religiöser Erregung gesteigerten Ta'zíyihs (Spiele) sind verboten.

Sogar ihre Rawdih-Khánís (Klagegesänge) mit ihren langgezogenen klagenden Schreien, die aus so vielen Häusern aufstiegen, sind beschränkt und verhindert worden.

Die heiligen Pilgerfahrten nach Najaf und Karbilá, den heiligsten Grabstätten der schiitischen Welt, sind an Zahl zurückgegangen und immer mehr erschwert worden, wodurch mancher habgierige Mullá verhindert wird, in seinem altehrwürdigen Gewande doppelte Forderungen dafür zu erheben, daß er solche Pilgerfahrten in Vertretung religiös gesinnter Menschen unternimmt.

Die Abschaffung des Schleiers, die zu verhindern die Mullás mit Zähnen und Nägeln fochten, die Gleichberechtigung der Geschlechter, die ihr Gesetz verbot, die Errichtung weltlicher Gerichte, die ihe geistlichen Gerichte ersetzten, die Abschaffung des Síghih (Konkubinat), das, wenn für kurze Zeit eingegangen, kaum von einer Art Prostitution zu unterscheiden ist, und das aus dein wilden und fanatischen Mashad, dem nationalen Mittelpunkt der Wallfahrten, eine der sittenlosesten Städte Asiens machte, und endlich die Anstrengungen, die gemacht werden, um das Arabische, die heilige Sprache des Islám und des Qur'án, herabzusetzen und es vom Persischen zu trennen - all dies hat der Reihe nach seinen Teil zu der Beschleunigung dieses unaufhaltsamen Geschehens beigetragen, das den Rang und die Vorteile der muhammadanischen Geistlichen den weltlichcn Bchörden in einem Grade untergeordnet hat, den kein Mullá erträumt hatte.

+22:7 #145

Nun mag der einst hochbeturbante, langbärtige, strengblickende Áqá (Mulla), der sich so unverschämt auf jedem Gebiet menschlicher Tätigkeit eingemischt hatte, wenn er jetzt hutlos und glattrasiert in der Abgeschlossenheit Seines Hauses dasitzt und vielleicht den Tönen westlicher Musik lauscht, die über die Ätherwellen seines Heimatlandes schmettern, innehalten, um eine Weile an den verblaßten Glanz seines dahingegangenen Reiches zu denken. Nun mag er über die Verheerung nachsinnen, welche die aufsteigende Flut des Nationalismus und Skeptizismus unter den scheinbar unzerstörbaren Trachtionen seines LIandes geschaffen hat. Nun mag er sich die schönen Tage zurückrufen, da er auf einem Esel sitzend durch die Bazare und Maydáne (Plätze) seiner Heimatstadt paradierte und eine eifrige, aber betrogene Menge herbeistürzte, um nicht nur seine Hände mit Inbrunst zu küssen, sondern sogar den Schwanz des Tieres, das er ritt. Nun mag er des blinden Eifers gedenken, womit sie seinen Weihehandlungen Beifall spendeten, und der Zeichen und Wunder, die sie deren Verrichtung beilegten.

+22:8 #146

Er mag sogar noch weiter zurückschauen und sich die Regierung jener frommen safawitischen Monarchen ins Gedächtnis rufen, die sich gerne "Hunde an der Schwelle der makellosen Imáme" nannten. Er mag bei dem Bilde verweilen, wie einer jener Könige sich bewogen fühlte, vor dem Mujtahid, der über den Maydán-i-Sháh, den Hauptplatz Isfáháns, ritt, zu Fuß einherzugehen als Zeichen königlicher Unterwürfigkeit vor dem höchsten Priester des verborgenen Imám, einem Priester, der sich zum Unterschied von dem Titel des Sháh als "Diener des Herrn der Heiligkeit" (Imam 'Alí) bezeichnete.

+22:9

War es nicht, so mag er wohl erwägen, eben dieser Sháh 'Abbás der Große, der von einem anderen Mujtahid anmaßend als "Begründer eines entliehenen Reiches" angeredet wurde, womit ausgedrückt sein sollte, daß das Reich des "Königs der Könige" in Wirklichkeit dem erwarteten Imám gehörte und vom Sháh lediglich in der Eigenschaft eines zeitweiligen Treuhänders verwaltet wurde? War es nicht derselbe Sháh, der die ganze Strecke von achthundert Meilen von Isfáhán bis Mashhad, dem "besonderen Ruhme der schiitischen Welt", zu Fuß wanderte, um seine Gebete in der einzigen Weise, die einem Sháh-inSháh geziemt, am Grabe des Imám Ridá darzubringen, und der die tausend Kerzen, die dessen Höfe schmückten, beschnitt? War nicht Sháh Tahmasp (I.) beim Empfang einer von einem anderen Mujtahid geschriebenen Epistel aufgesprungen, hatte er sie nicht an die Augen gedrückt, voll Entzücken geküßt und, weil er mit "Bruder" angeredet worden war, befohlen, sie in sein Leichentuch zu legen und mit ihm zu begraben?

+22:10

Mag nicht derselbe Mullá auch an die Ströme von Blut denken, welche in all den langen Jahren, da er sich einer straflosen Lebensführung erfreute, auf sein Geheiß flossen, an die glühenden Verfluchungen, die er ausgestoßen, an das große Heer von Waisen und Witwen, an die Enterbten, Entehrten, Verlassenen und Heimatlosen, die am Tage der Vergeltung einstimmig nach Rache schreien und Gottes Fluch auf ihn herabrufen werden?

+22:11

Jene verruchte Schar hatte sehr wohl die Erniedrigung verdient, in die sie hinabgesunken ist. Sie übersah hartnäckig den Schicksalsspruch, den der Finger Bahá'u'lláhs an die Wand geschrieben hatte; sie folgte fast hundert Jahre lang ihrem verhängnisvollen Lauf, bis ihr zur festgesetzten Stunde die Totenglocke geläutet wurde von jenen umwälzenden Geisteskräften, die, gleichzeitig mit dem ersten Dämmern der Weltordnung Seines Glaubens, das Gleichgewicht ins Wanken bringen und die althergebrachten Einrichtungen der Menschheit in solche Verwirrung stürzen.









+23 #147

Der Zusammenbruch des Kalifates

Diese selben Kräfte haben, in einer gleichlaufenden Richtung wirkend, eine noch bemerkenswertere und gründlichere Umwälzung zustande gebracht, die im Zusammenbruch und Sturz des muhammadanischen Kalifates gipfelte, der mächtigsten Einrichtung der ganzen Islámischen Welt. Diesem Ereignis von verhängnisvoller Bedeutung folgte noch dazu eine förmliche und endgültige Trennung dessen vom Staate, was in der Türkei vom sunnitischen Glauben übriggeblieben war, und darüber hinaus die völlige Verweltlichung der Republik, die sich auf den Ruinen des theokratischen ottomanischen Reiches erhoben hat. Diesen katastrophalen Fall, der die Welt des Islám betäubte, und die offen erklärte, bedingungslose und förmliche Trennung der geistlichen von der weltlichen Macht, welche die Revolution in der Türkei von der in Persien eingetretenen unterschied, will ich nunmehr betrachten.

+23:2

Der sunnitische Islám hat, nicht durch das Eingreifen einer ausländischen Macht, die in das Land einfiel, sondern durch einen den Glauben Muhammads ausdrücklich bekennenden Diktator, einen schmerzlicheren Schlag erlitten als jenen, der fast gleichzeitig auf sein Schwesterbekenntnis in Persien fiel. Dieser Vergeltungsakt gegen den Erzfeind des Glaubens Bahá'u'lláhs ruft ein ähnliches, durch das Vergehen eines römischen Kaisers gegen Ende des ersten Jahrhunderts christlicher Zeitrechnung beschleunigtes Unheil in Erinnerung - ein Unheil, das den Tempel Salomos von Grund auf zerstörte, das Allerheiligste vernichtete, die Stadt Davids verwüstete, die jüdische Priesterherrschaft in Jerusalem entwurzelte, Tausende des jüdischen Volkes - des Verfolgers der Religion Jesu Christi - ermordete, den Rest über die Erde zerstreute und eine heidnische Kolonie auf Zion errichtete.

+23:3 #148

Der Kalif, der sich selbst zum Stellvertreter des Propheten des Islám ernannt hatte, übte eine geistige Oberherrschaft aus und war mit einer geheiligten Würde bekleidet, wie sie der Sháh von Persien weder beanspruchte noch besaß. Es sollte auch nicht vergessen werden, daß sich der Bereich seiner geistlichen Rechtsprechung auf Länder weit jenseits der Grenzen seines eigenen Reiches erstreckte und die überwältigende Mehrheit der Muhammadaner in der ganzen Welt umfaßte. Er wurde außerdem in seiner Eigenschaft als der Vertreter des Propheten auf Erden, als Beschützer der heiligen Städte Mekka und Medina angesehen, als Verteidiger und Verbreiter des Islám und als Befehlshaber seiner Anhänger in jedem heiligen Krieg, der ausgerufen werden mochte.

+23:4

Eine so mächtige, erhabene und geheiligte Persönlichkeit wurde, zugleich mit der Abschaffung des Sultanats in der Türkei, jener weltlichen Amtsgewalt entkleidet, welche die Vertreter der sunnitischen Schule als notwendigerweise mit diesem hohen Amte verbunden betrachtet haben. Das Schwert, das Sinnbild weltlicher Oberherrschaft, wurde den Händen des Befehlshabers entwunden, dem gestattet war, für eine kurze Zeit eine so ungewöhnliche und gefährliche Stellung zu bekleiden. Bald wurde jedoch in der sunnitischen Welt, die vorher nicht im geringsten um Rat gefragt worden war, ausposaunt, daß das Kalifat selbst nun ausgelöscht worden sei und daß das Land, welches es als Zubehör zu seinem Sultanat mehr als vierhundert Jahre lang angenommen hatte, es nunmehr für immer verleugnet habe. Die Türken, die seit dem arabischen Niedergang die kriegerischen Führer der muhammadanischen Welt gewesen waren und das Banner des Islám bis vor die Tore Wiens, des Herrschersitzes von Europas erster Macht, getragen hatten, waren nun von ihrer Führerschaft zurückgetreten. Der Exkalif, seines königlichen Pomps entkleidet, der Sinnbilder seiner Stellvertreterschaft entblößt und von Freund und Feind gleicherweise verlassen, war gezwungen, aus Konstintinopel, dem stolzen Sitz einer Doppelherrschaft, in das Land der Ungläubigen zu fliehen und sich dem gleichen Leben in der Verbannung zu ergeben, zu dem eine Anzahl anderer Herrscher verdammt worden war und noch wird.

+23:5 #149

Auch ist es der sunnitischen Welt trotz entschiedener Anstrengungen nicht gelungen, jemanden an seiner Statt zu bestimmen, der, wenn auch des Schwertes des Befehlshabers beraubt, dennoch als Wächter von Mantel und Banner des Gottgesandten, der beiden heiligen Sinnbilder des Kalifates, auftreten würde. Konferenzen wurden abgehalten, Besprechungen geführt, ein Kalifatskongreß wurde in der ägyptischen Hauptstadt, der Stadt der Fátimiden, einberufen, der doch mit dem weithin bekannten und öffentlichen Bekenntnis seines Scheiterns endete: "Man hat sich dahingehend geeinigt, sich nicht zu einigen!"

+23:6

Seltsam, unsagbar seltsam muß die Stellung dieses mächtigsten Zweiges des Islámischen Glaubens erscheinen: Ohne ein äußerlich sichtbares Haupt, um seinen Gefühlen und Überzeugungen Ausdruck zu verleihen, seine Einheit unwiederbringlich erschüttert, sein Glanz verdüstert, sein Gesetz untergraben und seine Einrichtungen in hoffnungslose Verwirrung gestürzt. Diese Institution, welche die unveräußerlichen, von Gott verordneten Rechte der Imáme des Glaubens Muhammads herausgefordert hatte, war nun nach Verlauf von dreizehn Jahrhunderten wie Rauch dahingeschwunden, eine Institution, die einem Glauben, dessen Herold selbst ein Nachkomme der Imáme, der gesetzmäßigen Nachfolger des Apostels Gottes, war, so unbarmherzige Schläge erteilt hatte.

+23:7 #150

Worauf sonst könnte diese bemerkenswerte, im Lawb-i-Burhán enthaltene Weissagung anspielen als auf den Sturz des gekrönten Oberherrn der sunnitischen Muhammadaner? "O Schar der muhammadanischen Geistlichen! Um euretwillen wurde das Volk erniedrigt, das Banner des Islám niedergeholt und sein mächtiger Thron gestürzt." Was ist mit der unzweifelhaft klaren und bestürzenden, im Qayyúmu'l-Asmá' aufgezeichneten Weissagung: "Wahrlich, binnen kurzem werden Wir jene mit der schmerzlichsten Qual und der schrecklichsten und exemplarischsten Strafe peinigen, die gegen Husayn (Imám Husayn) im Lande des Euphrat Krieg führten"? Welche andere Auslegung kann dieser muhammadanischen Überlieferung gegeben werden : "In den späteren Tagen wird schmerzliches Unglück Mein Volk von seiten seines Herrschers befallen, ein Unglück, desgleichen kein Mensch je erlebt hat"?

+23:8

Dies war jedoch nicht alles.

Das Verschwinden des Kalifen, des geistigen Hauptes von über zweihundert Millionen Muhammadanern, brachte anschließend dem Lande, das dem Islám einen so schweren Schlag versetzt hatte, die Ungültigkeit des kanonischen Gesetzes der Sharí'ah, die Aufhebung sunnitischer Einrichtungen, die Verbreitung eines weltlichen Gesetzbuches, die Unterdrückung religiöser Orden und die Abschaffung der durch die Religion Muhammads vorgeschriebenen Zeremonien und Überlieferungen.

Der Shaykhu'l-Islám und seine Anhänger, einschließlich der Muftís, Qádís, Hujahs, Shaykhs, Súfís, Hájís, Mawlavís, Derwische und anderer, verschwanden durch einen entschiedeneren, offeneren und kräftigeren Schlag als jener war, der den Schiiten durch den Sháh und seine Regierung erteilt worden war.

Die Moscheen der Hauptstadt, der Stolz und Ruhm der islámischen Welt, wurden verlassen, und die schönste und berühmteste unter ihnen, die unvergleichliche Hagia Sophia, "das zweite Himmelszelt", "der Wagen der Cherubim", wurde durch die dreisten Schöpfer eines weltlichen Regimes in ein Museum verwandelt.

Die arabische Sprache, die Sprache des Propheten Gottes, wurde aus dem Lande verbannt, ihr Alphabet durch lateinische Buchstaben ersetzt und der Qur'án selbst ins Türkische übersetzt für die wenigen, die ihn noch lesen wollten.

Die Verfassung der neuen Türkei mit allen sie begleitenden und manchen atheistisch erscheinenden Verordnungen proklamierte nicht nur förmlich die Entstaatlichung und Enteignung des Islám, sondern kündigte sogar verschiedene Maßnahmen an, die auf dessen weitere Demütigung und Schwächung hinzielten.

Sogar die Stadt Konstantinopel, "der Dom des Islám", von Bahá'u'lláh mit verdammenden Worten angeredet, einst nach dem Fall von Byzanz durch den großen Konstantin als "das neue Rom" ausgerufen, zum Range einer Metropole sowohl des römischen Reiches als auch des Christentums erhoben und späterhin als Sitz der Kalifen verehrt, wurde zum Range einer Provinzstadt erniedrigt und all ihres Pomps und Ruhmes entblößt, so daß ihre erhabenen, schlanken Minarette nun Wache stehen am Grabe von so viel entschwundener Pracht und Macht.

+23:9 #151

"O Ort, der du an den Küsten zweier Meere liegst!" so hat Bahá'u'lláh die Kaiserstadt mit Worten angeredet, welche uns die prophetischen Worte Jesu Christi über Jerusalem ins Gedächtnis rufen. "Wahrlich, der Thron der Tyrannei ist auf dir errichtet und die Flamme des Hasses in deinem Busen entzündet worden, so sehr, daß die Heerscharen in der Höhe und jene, die den erhabenen Thron umkreisen, klagten und jammerten. Wir sehen in dir den Narren über den Weisen herrschen und Finsternis sich vor dem Lichte rühmen. In der Tat, du bist von offenbarem Hochmut erfüllt. Hat dir dein äußerer Glanz prahlerisch gemacht? Bei Ihm, dem Herrn des Menschengeschlechtes! Er wird rasch vergehen und deine Töchter, deine Witwen und alle deines Stammes, die in dir wohnen, werden wehklagen. Das verkündet dir der Allwissende, der Allweise."

+23:10 #152

Dies war das Geschick, das über beide, den schiitischen und den sunnitischen Islám, in den zwei Ländern kam, wo sie ihre Banner aufgepflanzt und ihre mächtigsten und weltberühmten Einrichtungen aufgebaut hatten.

Dies war ihr Geschick in den zwei Ländern, in deren einem Bahá'u'lláh als Verbannter starb und in deren anderem der Báb den Märtyrertod erlitt.

Dies war das Geschick des selbsternannten Stellvertreters des Propheten Gottes und der begünstigten Geistlichen des immer noch erwarteten Imám. "Das Volk des Qur'án", so bezeugt Bahá'u'lláh, "hat sich gegen Uns erhoben und quälte Uns mit solcher Pein, daß der Heilige Geist wehklagte, der Donner grollte und die Wolken über Uns weinten ...

Muhammad, der Apostel Gottes, beklagt ihre Taten im allerhöchsten Paradiese." "Mein Volk wird einen Tag erleben", so verdammen sie ihre eigenen Überlieferungen, "an dem wom Islám nichts übriggeblieben sein wird als der Name und wom Qur'án nichts als die äußere Erscheinung.

Die Gelehrten jener Zeit werden das größte Übel sein, das die Welt je gesehen hat.

Unheil ist von ihnen ausgegangen und wird auf sie zurückfallen."

Und wiederum: "Die meisten Seiner Feinde werden unter den Geistlichen sein.

Seinem Befehl werden sie nicht gehorchen, sondern sie werden widersprechen und sagen: `Dies ist das Gegenteil dessen, was uns durch die Imame des Glaubens überliefert worden ist.`"

Und nochmals: "Zu jener Stunde wird Sein Fluch über euch kommen, eure Verwünschung wird euch treffen und eure Religion wird ein leeres Wort auf euren Zungen bleiben.

Und wenn diese Zeichen unter euch erscheinen, so seid des Tages gewärtig, du der rotglühende Wind über euch hinfegen wird, oder des Tages, da ihr verunstaltet werdet oder da Steine auf euch regnen werden."









+24 #153

Eine Warnung an alle Völker

Diese Horde abgesetzter Priester, von Bahá'u'lláh als "Doktoren des Zweifels", "verworfene Offenbarungen des Fürsten der Finsternis", "Wölfe" und "Pharaonen", als "Brennpunkte des Höllenfeuers" und als "gefräßige Tiere, die um Aase der Menschenseelen nagen" gebrandmarkt und, wie auch durch ihre eigenen Überlieferungen bezeugt, sowohl Quelle als auch Opfer des Unheils, hat sich mit den verschiedensten Schwärmen der Sháh-Zádihs, Emire und Fürstensprößlinge gefallener Herrscherhäuser vereinigt - für alle Völker Zeugnis und Warnung dessen, was früher oder später über solche königlichen oder kirchlichen Herrscher über irdischen Besitz kommen muß, die sich erdreisten, die berufenen Kanäle und Verkörperungen göttlicher Vollmacht und Gewalt herauszufordern oder zu verfolgen.

+24:2

Der Islám, Ahnherr und Verfolger des Glaubens Bahá'u'lláhs zugleich, hat, wenn wir die Zeichen der Zeiten richtig lesen, erst begonnen, den Ansturm dieses unbesieglichen und triumphierenden Glaubens auszuhalten. Wir brauchen uns nur die neunzehnhundert Jahre erniedrigenden Elends und Zerstreutseins in Erinnerung zu rufen, die jene, die während des kurzen Zeitraums von drei Jahren den Sohn Gottes verfolgten, auszuhalten hatten und noch aushalten. Wir mögen uns wohl mit gemischten Gefühlen von Furcht und heiliger Scheu fragen, wie schwer die Leiden derer sein müssen, die nicht weniger als fünfzig Jahre lang Ihn, welcher der Vater ist, "jeden Augenblick mit neuen Qualen gepeinigt" haben und die dazu Seinen Herold, selbst eine Manifestation Gottes, unter solch tragischen Umständen den Kelch des Märtyrertums trinken ließen.

+24:3

Ich habe auf den unmittelbar vorhergehenden Seiten einige Stellen angeführt, die an die islámische wie christliche Geistlichkeit insgesamt gerichtet sind. Dann habe ich eine Anzahl von Botschaften und Bezugnahmen auf schiitische und sunnitische Geistliche aufgezählt und schließlich das Unglück beschrieben, das diese muhammadanischen Priesterherrschaften, ihre Häupter, Glieder, Besitztümer, Zeremonien und Einrichtungen traf. Laßt uns nun die Botschaften betrachten, die im besonderen an die Glieder der christlichen Geistlichkeit gerichtet wurden, die größtenteils den Glauben Bahá'u'lláhs nicht beachtete, während einige wenige unter ihnen, als Seine Verwaltungsordnung Gestalt gewann und ihre Verzweigungen über die christlichen Länder ausdehnte, sich daran machten, seinen Fortschritt zu hemmen, seinen Einfluß zu verringern und seine Absicht zu verdunkeln.









+25 #154

Seine Botschaften an christliche Führer

Ein Blick auf die Schriften des Begründers der Bahá'í-Offenbarung wird die wichtige und bedeutungsvolle Tatsache enthüllen, daß Er, der eine unvergängliche Botschaft an alle Könige der Erde insgesamt sandte, der für jedes der hervorragenden Häupter Europas und Asiens ein Tablet offenbarte, der Seinen Ruf an die geistlichen Führer des sunnitischen und schiitischen Islám ergehen ließ und der auch die Juden und Zoroastrier aus Seinem Wirkungskreis nicht ausschloß - daß Er außer Seinen zahlreichen, wiederholten Ermahnungen und Warnungen besondere Botschaften an die ganze Christenwelt gerichtet hat. Einige sind allgemein gehalten, andere bestimmt und sowohl die hohe wie die niedrige Geistlichkeit des Christentums herausfordernd - so den Papst, die Könige, Patriarchen, Erzbischöfe, Bischöfe, Priester und Mönche. In Verbindung mit den Botschaften Bahá'u'lláhs an die gekrönten Oberhäupter der Welt haben wir bereits einige Grundzüge aus dem Tablet an den römischen Hohenpriester und von den an die Könige der Christenheit gerichteten Worten erörtert. Wir wollen nun unsere Aufmerksamkeit jenen Stellen zuwenden, wo die Kirchenaristokratie und ihre geweihten Diener von der Feder Bahá'u'lláhs zur Ermahnung und Warnung herausgegriffen werden.

+25:2 #155

"Sprich: O Schar der Patriarchen! Er, der euch in den Schriften verheißen wurde, ist gekommen. Fürchtet Gott und folgt nicht den eitlen Einbildungen der Abergläubischen. Legt die Dinge, die ihr besitzt, beiseite und haltet euch am Tablet Gottes durch Seine höchste Macht fest. Dies ist besser für euch als alle eure Besitztümer. Dies bezeugt jedes verständige Herz und jeder einsichtsvolle Mensch. Seid ihr stolz auf Meinen Namen und schließt euch doch von Mir ab wie mit einem Schleier? Wahrlich, das ist seltsam!"

+25:3

"Sprich: O Schar der Erzbischöfe! Er, der Herr aller Menschen, ist erschienen. Auf dem Felde der Führung ruft Er die Menschheit, während ihr zu den Toten gezählt werdet! Groß ist die Glückseligkeit dessen, der durch Gottes Hauch erweckt wird und in diesem klaren Namen von den Toten aufersteht."

+25:4

"Sprich: O Schrar der Bischöfe! Zittern hat alle Geschlechter der Erde ergriffen, und Er, der ewige Vater, ruft laut zwischen Erde und Himmel. Gesegnet das Ohr, das gehört hat, und das Auge, das gesehen hat, und das Herz, das sich Ihm zugewandt hat, dem Punkte der Anbetung aller, die in den Himmeln und auf Erden sind." "O Schar der Bischöfe! Ihr seid die Sterne des Himmels Meiner Erkenntnis. Meine Barmherzigkeit wünscht nicht, daß ihr auf die Erde fallt. Meine Gerechtigkeit aber erklärt: `Dies ist, was der Sohn (Jesus) bestimmt hat.` Und was immer aus Seinem untadeligen, die Wahrheit sprechenden, glaubwürdigen Munde kam, kann niemals geändert werden. Wahrlich, die Glocken verkünden Meinen Namen und wehklagen über Mir, aber Mein Geist jubelt in offenkundiger Freude. Der Körper des Geliebten sehnt sich nach dem Kreuz, und Sein Haupt begehrt den Speer auf dem Pfade des Allbarmherzigen. Die Gewalt des Unterdrückers kann Ihn in keiner Weise von Seinem Ziel abhalten." Und wiederum: "Die Sterne am Himmel der Erkenntnis sind gefallen, sie, die ihre Beweise anführen, um die Wahrheit Meiner Sache zu beweisen, und die von Gott in Meinem Namen reden. Als Ich zu ihnen in Meiner Majestät kam, wandten sie sich dennoch von Mir ab, Wahrlich, sie gehören zu den Gefallenen. Das ist es, was der Geist (Jesus) weissagte, als Er in der Wahtheit kam und Ihn die jüdischen Gelehrten schmähten, bis sie begingen, was den Heiligen Geist wehklagen und die Augen derer, die Gott nahe sind, weinen ließ."

+25:5 #156

"Sprich: O Schar der Priester! Laßt die Glocken und kommt dann aus euren Kirchen. Es geziemt euch, an diesem Tage den Größten Namen laut unter den Völkern zu verkünden. Zieht ihr vor, stille zu sein, während jeder Stein und jeder Baum laut aufjauchzt: `Der Herr ist in Seiner größten Herrlichkeit gekommen!`... Er, der die Menschen in Meinem Namen versammelt, ist wahrlich von Mir und wird verkünden, was die Macht aller übersteigt, die auf Erden sind ... Laßt den Odem Gottes euch erwecken. Wahrlich, er hat über die Welt geweht. Wohl dem, der seinen Duft empfunden hat und unter die ganz Sicheren gezählt worden ist!" Und wiederum: "O Schar der Priester! Der Tag der Abrechnung ist gekommen, der Tag, da Er, der im Himmel war, erschienen ist. Wahrlich, Er ist der Eine, der euch verheißen wurde in den Büchern Gottes, des Heiligen, des Allmächtigen, des Allgepriesenen. Wie lange werdet ihr in der Wildnis der Achtlosigkeit und des Aberglaubens wandern? Wendet euch mit euren Herzen eurem Herrn zu, dem Vergebenden, dem Großmütigen."

+25:6 #157

"Sprich:

O Schar der Mönche!

Schließt euch nicht ab in Kirchen und Klöstern.

Kommt mit Meiner Erlaubnis hervor und befaßt euch mit dem, was euren Seelen und den Seelen der Menschen nützen wird.

Dies befiehlt euch der König des Tages der Abrechnung.

Schließt euch in die Feste Meiner Liebe ein.

Wahrlich, dies ist eine angemessene Abgeschlossenheit - wäret ihr doch unter denen, die dies wahrnehmen.

Wer sich in einem Haus abschließt, ist fürwahr wie ein Toter.

Es geziemt dem Menschen, das aufzuzueisen, was allem Erschaffenen Nutzen bringt: und wer keine Frucht hervorbringt, der taugt für das Feuer.

Solches rät euch euer Herr, und Er, wahrlich, ist der Allmächtige, der Allgütige.

Schließt die Ehe, damit nach euch ein anderer euren Platz ausfüllen möge.

Wir haben euch treulose Taten verboten, nicht aber das, was Treue beweisen wird.

Habt ihr euch an die Normen geklammert, die euer eigenes Selbst aufgestellt hat, und das Richtmaß Gottes von euch geworfen?

Fürchtet Gott und gesellt euch nicht zu den Narren.

Wenn nicht der Mensch, wer könnte Mich auf Meiner Erde erwähnen, und wie könnten Meine Merkmale und Mein Name geoffenbart worden sein?

Denkt darüber nach und gehört nicht zu denen, die verhüllt sind und fest schlafen.

Er, der nicht heiratete (Jesus), fand keinen Platz, wo Er wohnen oder Sein Haupt niederlegen konnte um dessentwillen, was die Hände der Verräter Ihm angetan haben.

Seine Heiligkeit besteht nicht in dem, was ihr glaubt oder euch einbildet, sondern vielmehr in dem, was Wir besitzen.

Bittet, auf daß ihr Seine Stufe begreifen möget, die erhöht wurde über die Vorstellung aller, die auf Erden wohnen.

Gesegnet sind, die dies verstehen."

Und wiederum: "O Schar der Mönche!

Wenn ihr Mir folgen werdet, dann werde Ich euch zu Erben Meines Königreiches machen.

Und wenn ihr gegen Mich fehlt, so werde Ich es in Meiner Langmut geduldig ertragen, denn Ich bin wahrlich der Ewigvergebende, der Allbarmherzige ...

Bethlehem ist in Bewegung durch den Odem Gottes.

Wir hören seine Stimme sprechen: `O großmütigster Herr!

Wo ist Deine große Herrlichkeit aufgerichtet?

Die süßen Düfte Deiner Gegenwart haben mir erquickt, nachdem ich durch meine Trennung von Dir verzagt war.

Gepriesen seist Du, daß Du die Schleier gehoben hast und mit Macht in offenbarer Herrlichkeit gekommen bist.` Wir riefen ihm zu aus dem Heiligtum der Hoheit und Größe: `O Bethlehem!

Dieses Licht ist im Osten aufgegangen und nach dem Westen gezogen, bis es dich um Abend seines Lebens erreicht hat.

So sage Mir:

Erkennen die Söhne den Vater und anerkennen sie Ihn, oder verleugnen sie Ihn, wie Ihn (Jesus) ehemals das Volk verleugnete?` Darauf schrie es auf und sprach: `Du bist in Wahrheit der Allwissende, der Bestunterrichtete.`"

+25:7 #158

Und wiederum: "Bedenkt gleicherweise, wie zahlreich heutzutage die Mönche sind, die sich in den Kirchen in Meinem Namen abgeschlossen haben und die, als die festgesetzte Zeit gekommen war und Wir ihnen Unsere Schönheit enthüllten, verfehlten, Mich zu erkennen, obwohl sie nach Mir in der Morgendämmerung und zur Abendzeit rufen." "Lest ihr das Evangelium", so redet Er sie wiederum an, "und weigert euch dennoch, den allherrlichen Herrn anzuerkennen? Wahrlich, dies geziemt dir nicht, o Schar gelehrter Männer! ... Die Düfte des Allbarmherzigen haben über alle Schöpfung geweht. Glücklich der Mensch, der seinen Wünschen entsagt und an der Führung festgehalten hat."

+25:8

Diese "gefallenen Sterne" am Himmelsgewölbe des Christentums, diese "dicken Wolken", die den Glanz des echten Gottesglaubens verdunkelten, diese Kirchenfürsten, die verfehlten, die höchste Herrschaft des "Königs der Könige" anzuerkennen, diese betrogenen Diener des Sohnes, die das verheißene Königreich, das der "Ewige Vater" vom Himmel heniederbrachte und jetzt auf Erden errichtet, mieden und übersahen -, sie erleben nun, an diesem "Tag der Abrechnung", eine Krise, zwar nicht so entscheidend wie jene, welcher die Priesterschaft des Islám, der eingefleischte Feind des Glaubens, sich gegenübersah, aber eine nicht weniger weitgreifende und bedeutsame. "Die Macht ist weggenommen worden" in der Tat, und sie wird noch weiter weggenommen von diesen Geistlichen, die im Namen des Glaubens reden, den sie bekennen und von dessen Geist sie doch so weit entfernt sind.

+25:9 #159

Wir brauchen, wenn wir die Schicksale der christlichen Geistlichkeit überblicken, uns nur umzusehen, um die ständige Abnahme ihres Einflusses, das Sinken ihrer Macht, die Schädigung ihres Ansehens, die Verspottung ihrer Autorität, das zahlenmäßige Abnehmen ihrer Gemeinden, das Erschlaffen ihrer Disziplin, die Beschränkung ihrer Presse, die Mutlosigkeit ihrer Führer, die Verwirrung in ihren Reihen, die fortschreitende Beschlagnahme ihrer Besitztümer, die Übergabe einiger ihrer mächtigsten Bollwerke und das Verlöschen anderer alter und besonders geliebter Einrichtungen richtig abzuschätzen.

Von der Zeit an, da der göttliche Ruf erhoben und die Aufforderung erfolgt war, die Warnung laut geworden und die Verdammung ausgesprochen wurde, hat tatsächlich dieses Geschehen - das, wie man wohl sagen darf, mit dem Zusammenbruch der weltlichen Herrschaft des römischen Hohenpriesters nach der Offenbarung des Tablets an den Papst eingeleitet worden war - bald mit wachsender Wucht eingesetzt, und es hat sogar die Grundlage selbst bedroht, auf der die ganze Ordnung ruht.

Unterstützt von den Kräften, welche die kommunistische Bewegung entfesselt hat, verstärkt durch die politischen Nachwirkungen des letzten Krieges (1914-1918), beschleunigt durch den übermäßigen, blinden, unduldsamen und kriegerischen Nationalismus, der jetzt die Völker erschüttert, und angetrieben durch die hochgehende Flut von Materialismus, Religionslosigkeit und Heidentum, zielt dieses Geschehen nicht nur dahin, kirchliche Einrichtungen umzustürzen, sondern scheint sogar zur raschen Entchristlichung der Massen in vielen christlichen Ländern zu führen.

+25:10 #160

Ich werde mich mit der Aufzählung gewisser hervorstechender Auswirkungen dieser Kräfte begnügen, die in wachsendem Maße in den Bereich eines der führenden religiösen Systeme der Menschheit eindringen und gegen seine festen Wälle anstürmen.

Die tatsächliche Vernichtung der weltlichen Macht des höchsten Herrschers in der Christenheit, unmittelbar nach der Schaffung des Königreiches Italien; die Woge der Kirchenfeindlichkeit, die nach dem Zusammenbruch des napoleonischen Kaiserreiches über Frankreich hinrollte und in der völligen Trennung der katholischen Kirche vom Staat, in der Verweltlichung der Dritten Republik, in der Überrahme der Erziehung durch staatliche Einrichtungen und in der Unterdrückung und Zerstreuung religiöser Orden gipfelte; der rasche und plötzliche Aufstieg jenes "religiösen Unglaubens", jenes kühnen, bewußten und organisierten Angriffes, der in Sowjetrußland gegen die griechisch-orthodoxe Kirche begonnen wurde, der die Aufhebung der Staatsreligion beschleunigte, der eine große Zahl ihrer Mitglieder, die ursprünglich über einhundert Millionen Seelen zählten, niedermetzelte, der Tausende und aber Tausende von Kirchen, Klöstern, Synagogen und Moscheen niederriß, schloß oder in Museen, Theater und Warenhäuser verwandelte, der der Kirche rund 26 000 qkm Landbesitz wegnahm und durch die Liga der kämpfenden Atheisten und die Durchführung eines "Fünfjahresplanes der Gottlosigkeit" das religiöse Leben der Massen von seinen Grundlagen zu lösen suchte; die Zerstückelung der österreichisch-ungarischen Monarchie, die mit einem Schlag die mächtigste Einheit auflöste, die der Kirche Roms Treue schuldete und durch ihre Hilfskräfte deren Verwaltung stützte; die Trennung des spanischen Staates von dieser gleichen Kirche und der Sturz der Monarchie, der Vorkämpferin der katholischen Christenheit; die nationalistische Philosophie, die Mutter eines ungezügelten, veralteten Nationalismus, der, nachdem er den Islám entthront, indirekt die Frontlinie der christlichen Kirche in nichtchristlichen Ländern angegriffen hat und den katholischen, anglikanischen und presbyterianischen Missionen in Persien, der Türkei und dem Fernen Osten so schwere Schläge austeilt; die Umsturzbewegung, die in ihrem Gefolge die Verfolgung der katholischen Kirche in Mexiko nach sich zog; und endlich das Evangelium eines modernen Heidentums, unverhohlen, angreiferisch und unerbittlich, das in den Jahren, die dem gegenwärtigen Aufruhr vorangingen, und in wachsendem Maße seit dessen Ausbruch, über den Erdteil Europa gebraust und in seine Festen eingedrungen ist und das Verwirrung gesät hat in die Herzen der Verfechter der katholischen, griechisch-orthodoxen und lutherischen Kirche in Österreich, Polen, den baltischen und skandinavischen Staaten und neuerdings auch in Westeuropa, der Heimat und dem Mittelpunkt der mächtigsten Kirchenherrschaft des Christentums.









+26 #161

Christliche Nationen gegen christliche Nationen

Dieser brudermörderische Krieg (1939-1945), den christliche Nationen gegen christliche Nationen führen, in dem Anglikaner gegen Lutheraner, Katholiken gegen Griechisch-Orthodoxe, Katholiken gegen Katholiken, Protestanten gegen Protestanten kämpfen, um eine sogenannte christliche Zivilisation zu unterstützen, bietet wahrhaftig einen traurigen Anblick der Ohnmacht und Zerrissenheit den Augen derjenigen, die bereits den Ruin der Einrichtungen bemerken, die vorgeben, im Namen der Religion von Jesus Christus zu sprechen und Seine Treuhänder zu sein! Die Machtlosigkeit und Verzweiflung des Heiligen Stuhles, diesem mörderischen Kampf Einhalt zu gebieten, in den die Kinder des Friedefürsten verwickelt sind - geweiht und unterstützt von den Segnungen und feierlichen Ansprachen der hohen Geistlichen einer hoffnungslos zerspaltenen Kirche -, zeigen den Grad von Unterwürfigkeit, zu dem die einst allmächtigen Einrichtungen des christlichen Glaubens abgesunken sind, und erinnern deutlich an den gleichen Verfall, dem die Priesterherrschaften ihrer Schwesterreligion unterlegen sind.

+26:2 #162

Auf welch tragische Weise hat die Christenheit die hohe Mission übersehen und wie weit ist sie von ihr abgewichen, zu deren Erfüllung Er, der wahre Friedefürst, sie in den letzten Abschnitten Scines Tablets an Papst Pius IX. gerufen hat, in der Er die Gesamtheit der Christenheit ansprach - Abschnitte, die für alle Zeit den Unterschied zwischen der Mission von Bahá'u'lláh in unserem Zeitalter und der von Jesus Christus feststellen: "Sprich:

O Schar der Christen!

Wir haben Uns euch schon zu einem früheren Zeitpunkt offenbart, und ihr habt Mich nicht erkannt.

Dies ist noch einmal eine günstige Gelegenheit, die euch gewährt wird.

Dies ist der Tag Gottes, wendet euch Ihm zu ...

Der Geliebte wünscht nicht, daß ihr vom Feuer eurer Leidenschaften verzehrt werdet.

Wäret ihr von Ihm wie durch einen Schleier abgeschlossen, so wäre dies aus keinem anderen Grunde als eurer eigenen Widerspenstigkeit und Unwissenheit.

Ihr erwähnt Mich und kennt Mich doch nicht.

Ihr ruft Mich an, aber ihr achtet nicht auf Meine Offenbarung ...

O Völker des Evangeliums!

Sie, die nicht im Königreich waren, sind jetzt eingetreten, während Wir euch an diesem Tage zögernd am Tore stehen sehen.

Zerreißt die Schleier durch die Kraft eures Herrn, des Allmächtigen, des Allgütigen, und tretet dann in Meinem Numen ein in Mein Königreich.

So befiehlt euch Er, der euch ewiges Leben wünscht ...

O Kinder des Königreiches!

Wir sehen euch in Finsternis.

Wahrlich, dies geziemt euch nicht.

Habt ihr angesichts des Lichtes Furcht wegen eurer Taten?

Wendet euch Ihm zu ...

Wahrlich, Er (Jesus) sagte: `Folget Mir nach, und Ich will euch zu Menschenfischern machen.` Am heutigen Tage jedoch sagen Wir: `Folget Mir nach, auf daß Wir euch zu Lebensspendern der Menschheit machen`"

Weiter hat Er geschrieben: "Sprich:

Wahrlich, Wir sind um euretwillen gekommen und haben die Trübsal der Welt um eurer Rettung willen getragen.

Flieht ihr Den, der Sein Leben aufopferte, damit ihr belebt werdet?

Fürchtet Gott, o ihr Anhänger des Geistes (Jesus), und wandelt nicht in den Fußstapfen eines jeden Geistlichen, der weit in die Irre gegangen ist ...

Öffnet die Türen eurer Herzen.

Wahrlich, Er, der Geist (Jesus), steht davor.

Warum haltet ihr euch fern von Ihm, der euch zu einer strahlenden Höhe bringen will?

Sprich:

Wahrlich, Wir haben euch die Pforten des Königreiches geöffnet.

Wollt ihr vor Meinem Antlitz die Türen eurer Häuser verriegeln?

Wahrlich, dies ist nichts als ein schmerzlicher Irrtum."

+26:3 #163

Das ist nun der Engpaß, in den die christliche Geistlichkeit geraten ist - eine Geistlichkeit die sich zwischen ihre Herde und den in der Glorie des Vaters wiedergekommenen Christus gestellt hat. Da der Glaube dieses Verheißenen mehr und mehr in das Herz der Christenheit eindringt, da sich seine Kämpfer aus den Besatzungen, gegen die Sein Geist anstürmt, vervielfachen und die Bollwerke christlicher Rechtgläubigkeit zu gemeinsamen, entschlossenen Verteidigungsmaßnahmen herausfordern, da die Kräfte des Nationalismus, der Gottlosigkeit, des Säkularismus und der Rassenlehre allesamt einem Höhepunkt zustreben - dürfen wir da nicht erwarten, daß der Niedergang der Macht, der Autorität und des Ansehens dieser Geistlichen noch mehr hervortreten und die Wahrheit und den tieferen Sinn von Bahá'u'lláhs Verkündung noch deutlicher beweisen werden, welche die Verfinsterung der Leuchten der Kirche Jesu Christi voraussagt.

+26:4

Wahrhaft verheerend war die Zerstörung im Schicksal der schiitischen Priesterschaft in Persien und erbärmlich das Los, das ihren Resten beschieden ist, die jetzt unter dem Joche einer jahrhundertelang verachteten und beherrschten weltlichen Macht stöhnen. Sintflutartig war in der Tat der Zusammenbruch der höchsten Einrichtung des sunnitischen Islám und unheilbar der Sturz seiner Priesterschaft in einem Lande, das die Sache des selbsternannten Stellvertreters des Propheten Gottes verfochten hat. Stetig und erbarmungslos ist das Geschehen, das den Verteidigern der Bollwerke christlicher Kirchenherrschaft so viel Zerstörung, Schande, Spaltung und Schwäche gebracht hat, und wahrhaft schwarz sind die Wolken, die den Horizont dieser Herrschaft verfinstern. Durch die muhammadanischen und christlichen Geistlichen - "Götzen", wie Bahá'u'lláh jene brandmarkte, die die Mehrheit Seiner Feinde bildeten -, die nicht, wie von Ihm befohlen, ihre Federn beiseite gelegt und ihre Einbildungen aufgegeben haben, und die, wie Er selbst bezeugte, wenn sie an Ihn geglaubt hätten, die Umwandlung der Massen zustande gebracht haben würden, (durch sie und ihre Taten) sind der Islám und das Christentum, und dies zu sagen ist keine Übertreibung, in den kritischsten Abschnitt ihrer Geschichte eingetreten.

+26:5 #164

Niemand soll jedoch meine Absicht mißverstehen oder diese Grundwahrheit falsch auslegen, die zum Wesen des Glaubens von Bahá'u'lláh gehört. Der göttliche Ursprung aller Offenbarer Gottes - einschließlich Jesu Christi und des Boten Gottes, Muhammad, den beiden größten Manifestationen, die der Offenbarung des Báb vorangingen - wird vorbehaltlos und unerschütterlich von einem jeden Anhänger der Bahá'í-Religion bejaht. Die grundsätzliche Einheit dieser Gottgesandten wird klar erkannt, der Zusammenhang Ihrer Offenbarungen wird bestätigt, die gottgegebene Autorität und die Wechselbeziehungen Ihrer Bücher werden zugegeben, die Einzigkeit Ihrer Ziele und Zwecke wird verkündet, die Einzigartigkeit Ihres Einflusses nachdrücklich betont und die endliche Aussöhnung Ihrer Lehrer und Anhänger gelehrt und vorausgesehen. "Sie alle wohnen", nach Bahá'u'lláhs Zeugnis, "in dem gleichen Heiligtum, erheben sich in den gleichen Himmel, sitzen auf dem gleichen Throne, reden die gleiche Sprache und verkünden die gleiche Religion."









+27 #165

Die Fortdauer der Offenbarung

Der Glaube, der mit dem Namen Bahá'u'lláhs identisch ist, verwirft jede Absicht, irgendeinen der ihm vorangegangenen Offenbarer zu verkleinern, irgendeine Ihrer Lehren zu heschneiden, den Glanz Ihrer Offenbarungen, und sei es noch so wenig, zu verdunkeln, sie aus den Herzen Ihrer Anhänger zu verdrängen, die Grundlagen Ihrer Lehrsätze ahzuschaffen, irgendeines Ihrer geoffenbarten Bücher aufzugehen oder die berechtigten Bestrebungen Ihrer Anhänger zu unterdrücken. Indem Bahá'u'lláh den Anspruch jeder Religion, die endgültige Offenbarung Gottes für den Menschen zu sein, verwirft und Endgültigkeit auch für Seine eigene Offenbarung ablehnt, betont Er nachdrücklich den Grundsatz der Relativität religiöser Wahrheit, die Fortdauer göttlicher Offenbarung und das Fortschreiten religiöser Erfahrung. Sein Ziel ist, die Grundlage aller geoffenharten Religionen zu erweitern und die Geheimnisse ihrer Schriften zu enträtseln. Er besteht auf der vorhehaltlosen Anerkennung der Einheit ihrer Ziele, bestätigt die ewigen Wahrheiten, die sie enthalten, stimmt ihr Wirken aufeinander ab, scheidet das Wesentliche und Verbürgte vom Unwesentlichen und Unechten in ihren Lehren, trennt die von Gott gegebenen Wahrheiten von dem von Geistlichen aufgebrachten Aberglauben und verkündet auf dieser Grundlage die Möglichkeit, ja sogar die Unvermeidlichkeit ihrer Vereinigung und die Erfüllung ihrer höchsten Hoffnungen.

+27:2

Was Muhammad, den Apostel Gottes, betrifft, so möge keiner Seiner Anhänger, der diese Zeilen liest, auch nur einen Augenblick denken, daß der Islám, sein Prophet, dessen Buch, seine ernannten Nachfolger oder irgendeine seiner verbürgten Lehren herabgesetzt worden seien oder auf irgendeine Weise, und sei es auch noch so unbedeutend, herabgesetzt werden. Die Familie des Báb, des Nachkommen von Imám Husayn, die verschiedenen eindrucksvollen Beweise in Nabíls Bericht über die Haltung des Heroldes unseres Glaubens gegenüber dem Begründer, den Imámen und dem Buche des Islám, die glühenden Tribute, die Bahá'u'lláh in Seinem Kitáb-i-Íqán Muhammad und Seinen rechtmäßigen Nachfolgern und besonders dem "einzigartigen und unvergleichlichen" Imám Husayn zollte, die von 'Abdu'l-Bahá eindringlich, furchtlos und öffentlich in Kirchen und Synagogen dargelegten Beweise, um die Gültigkeit der Botschaft des arabischen Propheten zu verdeutlichen, und nicht zuletzt das schriffliche Zeugnis der Königin von Rumänien, die sich, hauptsächlich durch ihr Studium dieser öffentlichen Reden 'Abdu'l-Bahás, veranlaßt fühlte, ihre Erkenntnis des prophetischen Wirkens von Muhammad zu verkünden - und dies, obwohl sie im anglikanischen Glauben geboren war und ihre Regierung mit der griechisch-orthodoxen Kirche, der Staatsreligion ihres neuen Vaterlandes, ein enges Bündnis eingegangen war - sie alle erklären in unzweideutigen Worten die wahre Haltung des Bahá'í-Glaubens gegenüber seiner Mutterreligion.

+27:3 #166

"Gott", so lautet ihr königlicher Tribut, "ist Alles, Jegliches. Er ist die Macht hinter allem Handeln ... Sein ist die Stimme in uns, die uns Gut und Böse zeigt. Aber meistens überhören oder mißverstehen wir diese Stimme. Daher gefiel es Ihm, Seine Auserwählten zu uns auf Erden herabkommen zu lassen, um Sein Wort und Seine Absicht zu verkünden. Darum die Propheten, darum Christus, Muhammad, Bahá'u'lláh; denn der Mensch braucht von Zeit zu Zeit eine Stimme auf Erden, die ihm Gott nahebringt und das Bewußtsein vom Dasein des wahren Gottes schärft. Diese uns gesandten Stimmen mußten Fleisch werden, so daß wir fähig wurden, mit unseren irdischen Ohren zu hören und zu verstehen."

+27:4

Welch größeren Beweis, so darf man schließlich fragen, können die Geistlichen von Persien oder der Türkei noch fordern, um durch ihn von den Anhängern Bahá'u'lláhs die Anerkennung der erhabenen Stellung, die der Offenbarer Muhammad in der Gesamtheit der Gottgesandten innehatte, darzulegen? Welchen größeren Dienst erwarten diese Geistlichen, den wir der Sache des Islám noch erweisen könnten? Welchen größeren Beweis unserer Zuständigkeit können sie verlangen, als daß wir, in Gegenden weit jenseits ihres Bereiches, den Funken einer glühenden und aufrichtigen Bekehrung zu der Wahrheit entfachen, die vom Apostel Gottes ausgesprochen wurde, und daß wir von der Feder einer königlichen Persönlichkeit dieses öffentliche und wahrlich historische Bekenntnis Seiner gottgeschenkten Sendung erlangten?

+27:5 #167

Was die Stellung des Christentums betrifft, so sei ohne Zögern und unzweideutig festgestellt, daß sein göttlicher Ursprung bedingungslos bejaht, die Sohnschaft und Göttlichkeit von Jesus Christus furchtlos behauptet, die göttliche Eingebung des Evangeliums voll anerkannt, die Wirklichkeit des Mysteriums der Unbeflecktheit der Jungfrau Maria angenommen und der Vorrang Petri, des Fürsten der Apostel, hochgehalten und verteidigt werden.

Der Begründer des christlichen Glaubens wird von Bahá'u'lláh als der "Geist Gottes" bezeichnet, als Derjenige, welcher "aus dem Odem des Heiligen Geistes" erschien, und Er wird sogar als "das Wesen des Geistes" gepriesen.

Seine Mutter wird als "das verhüllte und unsterbliche, das schönste Antlitz" beschrieben und die Stufe ihres Sohnes verherrlicht als eine "Stufe, die erhöht wurde über die Vorstellungen aller, die auf Erden wohnen", während Petrus als einer anerkannt wird, dem Gott "die Geheimnisse der Weisheit und der Verkündung aus dem Munde strömen" ließ. "Wisse", hat Bahá'u'lláh überdies bezeugt, "daß die ganze Schöpfung in großer Traur weinte, als der Menschensohn Seinen Geist zu Gott aufgab.

Durch Seine Selbstaufopferung wurde jedoch allen erschaffenen Dingen eine neue Fähigkeit eingeflößt.

Ihre Beweise, wie sie bei allen Völkern der Erde wahrgenommen werden, liegen jetzt offen vor dir.

Die tiefste Weisheit, welche die Weisen ausgesprochen haben, das tiefgründigste Wissen, das irgendein Geist entfaltet hat, die Künste, welche die fähigsten Hände hervorgebracht haben, der Einfluß, der von den mächtigsten der Herrscher ausgeübt wurde, sie alle sind nur Offenbarungen der belebenden Kraft, die durch Seinen überragenden, Seinen alles durchdringenden und strahlenden Geist ausgelöst wurden.

Wir bezeugen, daß Er, als Er in die Welt kam, den Glanz Seiner Herrlichkeit auf alle erschaffenen Dinge ergoß.

Durch Ihn genas der Aussätzige vom Aussatz der Verdorbenheit und des Unwissens.

Durch Ihn wurden der Unreine und der Eigensinnige geheilt.

Durch Seine Macht, aus dem allmächtigen Gott geboren, wurden die Augen des Blinden geöffnet und die Seele des Sünders geheiligt ...

Er machte die Welt rein.

Gesegnet der Mensch, der sich Ihm mit hellstrahlendem Antlitz zugewandt hat."

+27:6 #168

In der Tat ist die wesentliche Vorbedingung der Aufnahme von Juden, Zoroastriern, Hindus, Buddhisten und Anhängern anderer alter Glaubensbekenntnisse, von Agnostikern und sogar Atheisten in die Bahá'í-Gemeinschaft die ehrliche und unbedingte Anerkennung des göttlichen Ursprungs sowohl des Islám als auch des Christentums, des prophetischen Wirkens sowohl von Muhammad als auch von Jesus Christus, der Rechtlichkeit der Einsetzung des Imamats und des Vorrangs von Petrus, dem Fürsten der Apostel. Dies sind die zentralen, festen, unbestreitbaren Grundsätze, welche den Grundstock des Bahá'í-Glaubens bilden, welche die Religion Bahá'u'lláhs anzuerkennen stolz ist, welche seine Lehrer verkünden, seine Verteidiger bewahren, sein Schrifttum verbreitet, seine Sommerschulen erklären und das Heer seiner Anhänger durch Wort und Tat bezeugt.

+27:7

Auch sollte man keinen Augenblick denken, daß die Anhänger Bahá'u'lláhs den Rang der religiösen Führer der Welt, ob christlich, muhammadanisch oder irgendeines anderen Namens, jemals herabzusetzen oder zu verkleinern suchen, sofern ihr Betragen mit ihren Bekenntnissen übereinstimmt und sie der Stellung wert sind, die sie einnehmen. "Jene Geistlichen", hat Bahá'u'lláh bestätigt, "die wahrhaft mit dem Schmuck der Erkenntnis geziert sind und einen rechtschaffenen Chrarakter besitzen, sind wahrlich wie ein Haupt für den Körper der Welt und wie Augen für die Völker.

Die Führung der Menschheit ist allezeit von diesen gesegneten Seelen abhängig gewesen und ist es noch."

Und wiederum: "Der Geistliche, dessen Betragen rechtschaffen ist, und der Weise, der gerecht ist, sind wie der Geist für den Körper der Welt.

Wohl dem Geistlichen, dessen Haupt mit der Krone der Gerechtigkeit geschmückt und dessen Tempel (Körper) mit dem Schmucke der Rechtschaffenheit geziert ist."

Und noch einmal: "Der Geistliche, der den heiligsten Wein im Namen des höchsten Verordners ergriffen und getrunken hat, ist wie ein Auge für die Welt.

Wohl denen, die ihm gehorchen und seiner gedenken." "Groß ist die Glückseligkeit jenes Geistlichen", hat Er in anderem Zusammenhang geschrieben, "der die Erkenntnis nicht zum Schleier werden ließ zwischen sich und dem Einen, der das Ziel aller Erkenntnis ist, und der, als der Selbstbestehende erschien, sich Ihm mit strahlendem Antlitz zugewandt hat.

Er wird in Wahrheit zu den Gelehrten gezählt.

Die Bewohner des Paradieses suchen die Segnung seines Odems, und seine Leuchte ergießt ihren Glanz über alle, die im Himmel und auf Erden sind.

Wahrlich, er wird unter die Erben der Offenbarer gezählt.

Wer ihn erschaut, hat fürwahr den Einen Wahren erschaut, und wer sich ihm zuzuendet, hat sich fürwahr Gott zugewandt, dem Allmächtigen, dem Allzueisen." "Achtet die Geistlichen unter euch", so lautet Seine Ermahnung, "sie, deren Taten mit der Erkenntnis, die sie besitzen, übereinstimmen, welche die Gesetze Gottes beachten und die Dinge verordnen, die Gott im Buche verordnet hat.

Wisse, daß sie die Lampen der Führung zwischen Erde und Himmel sind.

Jene, die keine Rücksicht auf Stellung und Verdienste der Geistlichen unter sich nehmen, haben, wahrlich, die ihnen zugedachte Güte Gottes verändert."

+27:8 #169

Liebe Freunde!

Ich habe auf den vorangehenden Seiten diese welterschütternde Heimsuchung, deren Gewalt die ganze Menschheit ergriffen hat, in erster Linie als ein von Gott ausgesprochenes Gericht über die Völker der Erde darzustellen versucht, die schon ein Jahrhundert lang sich geweigert haben, den Einen anzuerkennen, dessen Kommen allen Religionen verheißen wurde und in dessen Glauben allein alle Völker ihre wahre Rettung suchen können und schließlich suchen müssen.

Ich habe bestimmte Stellen aus den Schriften von Bahá'u'lláh und dem Báb angeführt, welche die Wesensart dieser von Gott verhängten Heimsuchung enthüllen und ihr Kommen andeuten.

Ich habe die leidvollen Prüfungen aufgezählt, die dem Glauben, seinem Herold, seinem Begründer und seinem Vorbild auferlegt worden sind, und das tragische Versagen der Menschheit im allgemeinen und ihrer Führer dargelegt, gegen diese Trübsale einzuschreiten und die Ansprüche Derer, die sie ertragen mußten, anzuerkennen.

Ich habe weiter gezeigt, daß eine unmittelbare, furchtbare, unentrinnbare Verantwortung auf den Staatsoberhäuptern der Erde und auf den religiösen Führern der Welt ruht, die in den Tagen des Báb und Bahá'u'lláhs die Zügel unumschränkter politischer und religiöser Gewalt in ihren Händen hielten.

Ich habe mich auch zu beweisen bemüht, daß als Ergebnis der unmittelbaren und tätlichen Feindschaft einiger von ihnen gegen den Glauben, und bei anderen die Vernachlässigung ihrer unbestreitbaren Pflicht, seine Wahrheit und seine Ansprüche zu erforschen, seine Unschuld zu verteidigen und das ihm angetane Unrecht zu ahnden, sowohl Könige wie Geistliche den furchtbaren Strafen unterworfen worden sind und noch werden, die ihre Taten und Unterlassungssünden herausgefordert haben.

Ich habe, angesichts der Hauptverantwortung, die sie als Ergebnis des unbestrittenen Einflusses auf sich nahmen, den sie auf ihre Untertanen und Anhänger ausübten, ausführlich aus den Botschaften, Ermahnungen und Warnungen zitiert, die durch die Begründer unseres Glaubens an sie gerichtet wurden, und mich über die Folgen verbreitet, die von diesen bedeutsamen, epochemachenden Aussprüchen ausgegangen sind.

+27:9 #170

Dieses große Unheil der Vergeltung, für das, wie Bahá'u'lláh bezeugt, die höchsten weltlichen und geistlichen Führer der Erde in erster Linie verantwortlich sind, sollte jedoch nicht, wenn wir es richtig einschätzen wollen, einzig als eine Strafe angesehen werden, die Gott einer Welt zuteilt, die hundert Jahre lang auf ihrer Weigerung beharrt hat, die Wahrheit der Erlösungsbotschaft anzunehmen, die ihr durch den höchsten Gottgesandten an diesem Tage gebracht wurde. Es sollte vielmehr, wenn auch nur in zweiter Linie, im Lichte einer Vergeltung für die Verdorbenheit des Menschengeschlechtes im allgemeinen angesehen werden, dafür, daß es sich abwandte von jenen Grundsätzen, die allezeit allein Leben und Fortschritt der Menschheit beherrschen müssen und schützen können. Die Menschheit hat es leider mit wachsendem Starrsinn vorgezogen, anstatt den Geist Gottes, wie Er in Seiner Religion an diesem Tage verkörpert ist, zu erkennen und anzubeten, jene erdichteten Götzenbilder, Unwahrheiten und Halbwahrheiten zu verehren, die ihre Religionen verdunkeln, ihr geistiges Lehen verderben, ihre politischen Einrichtungen erschüttern, ihr soziales Gefüge zerfressen und ihre wirtschaftliche Struktur zerbrechen.

+27:10 #171

Die Völker der Erde haben nicht nur einen Glauben, der zugleich das Wesen, die Verheißung, der Versöhner und der Vereiniger aller Religionen ist, übersehen und - einige von ihnen - sogar angegriffen, sondern sie sind von ihren eigenen Religionen ahgewichen und haben andere Götter auf ihre umgestürzten Altäre gesetzt, die nicht nur dem Geiste, sondern auch den überlieferten Formen ihrer alten Glaubensbekenntnisse völlig fremd sind.

+27:11

"Das Antlitz der Welt", so klagt Bahá'u'lláh, "hat sich verändert. Der Weg Gottes und die Religion Gottes haben aufgehört, in den Augen der Menschen noch irgendeinen Wert zu besitzen." "Die Lebenskraft des Glaubens der Menschen an Gott", so hat Er ebenfalls geschrieben, "liegt in jedem Lande im Sterben ... Die zersetzende Gottlosigkeit frißt sich in die Lebenskraft der menschlichen Gesellschaft ein." "Religion", so bekräftigt Er, "ist wahrlich das wichtigste Mittel zur Errichtung der Ordnung in der Welt und der Ruhe unter den Völkern ... Je größer der Niedergang der Religion, um so schlimmer ist der Starrsinn der Gottlosen. Dies kann am Ende nur zu Chaos und Verwirrung führen." Und wiederum: "Religion ist ein strahlendes Licht und eine uneinnehmbare Festung zum Schutz und zur Wohlfahrt der Völker der Welt." In einem anderen Zusammenhang hat Er geschrieben: "Wie der Körper des Menschen ein Gewand braucht, sich zu bekleiden, so muß der Körper der Menschheit notwendigerweise mit dem Mantel der Gerechtigkeit und Weisheit geschmückt werden. Sein Gewand ist die ihm von Gott gewährte Offenbarung."









+28 #172

Die drei falschen Götter

Diese lebendige Kraft ist im Aussterben, diese mächtige Wirksamkeit wurde verachtet, dieses strahlende Licht verdunkelt, diese unüberwindliche Festung verlassen und dieses herrliche Gewand abgelegt. Gott selbst ist in der Tat in den Herzen der Menschen entthront worden, und eine götzendienerische Welt grüßt und verehrt leidenschafllich und lärmend diese von ihren eigenen unnützen Phantasien erschaffenen falschen Götter, die ihre mißleiteten Hände so gotteslästerlich erhöht haben.

+28:2

Die größten Götzenbilder in diesem entweihten Tempel der Menschheit sind keine anderen als die drei Götter des Nationalismus, des Rassismus und des Kommunismus, an deren Altären Regierungen und Völker, demokratische wie totalitäre, im Krieg oder im Frieden, im Osten oder im Westen, christliche oder islámische, jetzt in verschiedenartigen Formen und in verschiedenen Graden Gottesdienst halten. Ihre Hohepriester sind die Politiker und die Weltklugen, die sogenannten Weisen dieses Zeitalters, ihre Opfer sind das Fleisch und das Blut der niedergemetzelten Massen, ihre Zaubermittel sind abgegriffene Schibboleths (d. h. Losungsworte) und trügerische und belanglose Bekenntnisformeln, ihr Weihrauch ist der Rauch der Seelenangst, der aus den zerrissenen Herzen der Verwaisten, der Verstümmelten und Heimatlosen aufsteigt.

+28:3

Diese ungesunden, verderblichen Theorien und Methoden, die den Staat vergöttern und die Nation über die Menschheit erheben, die die Schwesterrassen auf der Welt einer einzigen Rasse unterzuordnen suchen, die zwischen Schwarz und Weiß unterscheiden und die das Übergewicht einer bevorzugten Klasse über alle anderen zulassen - das sind die finsteren, falschen und verschrobenen Lehrsätze, für die jeder Mensch oder jedes Volk, das an sie glaubt oder nach ihnen handelt, sich früher oder später den Zorn und die Züchtigung Gottes zuziehen muß. Die von 'Abdu'l-Bahá ausgesprochene Warnung lautet: "Neugeschaffene und weltweite Bewegungen werden die größten Anstrengungen machen, um ihre Pläne zu fördern. Die Bewegung der Linken wird große Bedeutung erlangen. Ihr Einfluß wird sich ausbreiten."

+28:4 #173

Im Gegensatz zu diesen kriegerzeugenden, welterschütternden Lehrsätzen, und ihnen unversöhnlich entgegengesetzt, stehen die heilenden, rettenden, inhaltsschweren, von Bahá'u'lláh, dem göttlichen Organisator und Erlöser des ganzen Menschengeschlechtes, verkündeten Wahrheiten - Wahrheiten, die als die beseelende Kraft und als Kennzeichen Seiner Offenbarung betrachtet werden sollten: "Die Welt ist nur ein Land und die Menschheit ihre Bürger." "Laßt keinen Menschen sich rühmen, daß er sein Land liebt, sondern laßt ihn sich dessen rühmen, daß er die ganze Menschheit liebt." Und wiederum: "Ihr seid die Früchte eines Baumes und die Blätter eines Zweiges." "Richtet Verstand und Willen auf die Erziehung der Völker und Geschlechter der Erde, damit vielleicht ... alle Menschen zu Stützen einer Ordnung und zu Bewohnem einer Stadt werden mögen ... Ihr wohnt in einer Welt und seid erschaffen worden durch das Walten eines Willens." "Hütet euch, daß nicht die Begierden des Fleisches und einer verdorbenen Neigung Zwiespalt unter euch hervorrufen. Seid wie die Finger einer Hand, wie die Glieder eines Körpers." Und noch einmal: "Alle jungen Bäume der Welt sind einem Baum entsprossen, und alle Tropfen kamen aus einem Ozean, und alle Wesen verdanken ihr Dasein einem Wesen." Und weiterhin: "Wahrlich, der ist ein Mensch, der sich heute dem Dienst am ganzen Menschengeschlecht widmet."









+29 #174

Die geschwächten Pfeiler der Religion

Der Unglaube und seine gräßliche Brut, der dreifache Fluch, der die Seele der Menschheit an diesem Tage bedrückt, dürfen nicht allein für die Krankheiten, die sie auf so tragische Weise bedrängen, verantwortlich gemacht werden, sondern auch andere Übel und Laster, die zum größten Teil eine direkte Folge der "Schwächung der Pfeiler der Religion" sind, müssen ebenfalls als mitwirkende Faktoren zu der mannigfachen Schuld angesehen werden, die Einzelmenschen und Völker auf sich geladen haben.

Die Zeichen moralischen Verfalls als Folge der Entthronung der Religion und der Thronbesteigung dieser unrechtmäßigen Götzen sind zu zahlreich und zu offenbar, um nicht selbst von einem nur oberflächlichen Beobachter des Zustandes der heutigen Gesellschafl bemerkt zu werden.

Die Verbreitung von Gesetzlosigkeit, Trunksucht, Glücksspiel und Verbrechen, die zügellose Sucht nach Vergnügen, Reichtum und anderen irdischen Nichtigkeiten, die Laxheit der Moral, die sich äußert in einer verantwortungslosen Haltung gegenüber der Ehe, in einer Schwächung der elterlichen Aufsicht, in einer Hochflut von Ehescheidungen, im Sinken des Durchschnittsniveaus von Literatur und Presse und in einer Befürwortung von Theorien, welche eine glatte Verleugnung von Reinheit, Moral und Keuschheit darstellen - alle diese Beweise moralischen Verfalls, die in den Osten wie in den Westen eindringen, jede Gesellschaffsschicht durchsetzen und ihr Gift in deren Glieder beiderlei Geschlechts, jung wie alt, einträufeln - schwärzen noch weiter die Rolle, auf der die mannigfachen Übertretungen einer Menschheit aufgeschrieben sind, die nichts bereut.

+29:2

Was Wunder, daß Bahá'u'lláh, der göttliche Arzt, erklärt hat: "An diesem Tage haben sich die Neigungen der Menschen gewandelt, und ihre Fassungskraft hat sich geändert. Die widrigen Winde der Welt und deren Art haben eine Erkältung verursacht und das Geruchsvermögen des Menschen der süßen Düfte der Offenbarung beraubt."

+29:3

Randvoll und bitter fürwahr ist der Kelch für die Menschheit, die versäumte, den Aufforderungen Gottes zu entsprechen, welche ihr durch Seinen höchsten Gesandten verkündet wurden, der Menschheit, die die Lampe ihres Glaubens an ihren Schöpfer verdunkelte, die in so hohem Maße die Ihm gebührende Ergebenheit auf die Götter ihrer eigenen Erfindung übertrug und die sich mit den ÜbeIn und Lastern befleckte, welche eine solche Übertragung notwendigerweise nach sich ziehen muß.

+29:4 #175

Liebe Freunde! In diesem Lichte sollten wir, die Anhänger Bahá'u'lláhs, diese Heimsucllung Gottes betrachten, die in den abschließenden Jahren des ersten Jahrhunderts des Bahá'í-Zeitalters die Allgemeinheit des Menschengeschlechtes betroffen und ihre Angelegenheit in so bestürzende Verwirrung gebracht hat. Wegen dieser doppelten Schuld, wegen der Dinge, die die Menschen getan, und derer, die sie unterlassen haben, wegen ihrer Missetaten und ihres verhängnisvollen, deutlichen Versagens in Erfüllung ihrer klaren und unmißverständlichen Pflicht gegenüber Gott, Seinen Gesandten und Seinem Glauben, hält dieses schmerzliche Gottesgericht - was immer seine unmittelbaren politischen und wirtschafllichen Ursachen sein mögen - sie mit diamanthartem Griff umspannt.

+29:5

Gott jedoch - wie es schon zu Beginn dieses Buches dargetan wurde - straft nicht nur die Übeltaten Seiner Kinder. Er züchtigt, weil Er gerecht ist, und Er läutert, weil Er liebt. Nachdem Er sie gezüchtigt hat, überläßt Er sie in Seiner großen Barmherzigkeit nicht ihrem Schicksal. Gerade durch den Akt der Züchtigung bereitet Er sie vor für die Lebensaufgabe, für die Er sie erschaffen hat. "Deine Prüfung ist Meine Vorsehung", so hat Er ihnen durch den Mund Bahá'u'lláhs versichert. "Äußerlich scheint sie Feuer und Züchtigung, in Wirklichkeit ist sie lauter Licht und Gnade."

+29:6

Die Flammen, die von Seiner göttlichen Gerechtigkeit entfacht wurden, läutern eine noch nicht wiedergeborene Menschheit und verschmelzen ihre uneinigen und widerstreitenden Elemente wie kein anderes Walten und Wirken sie läutern und verschmelzen könnte. Es ist nicht nur ein vergeltendes und zerstörendes Feuer, sondern auch ein erzieherisches und schöpferisches Geschehen, dessen Ziel die Rettung des ganzen Planeten durch Einigung ist. Geheimnisvoll, langsam und unwiderstehlich erfüllt Gott Seinen Plan, wenngleich der Anblick, dem unsere Augen an diesem Tage begegnen, das Schauspiel einer Welt sein mag, die, hoffnungslos in ihre eigenen Netze verwickelt, der Stimme, welche sie ein Jahrhundert lang zu Gott rief, nicht achtet, den Sirenenstimmen aber, die sie in den unermeßlichen Abgrund locken wollen, erbärmlich hörig ist.









+30 #176

Gottes Plan

Gottes Plan ist kein anderer, als auf Wegen, die Er allein bereiten und deren volle Bedeutung Er allein ergründen kann, das Große, das Goldene Zeitalter für eine lange zerspaltene und gequälte Menschheit einzuleiten. Ihr gegenwärtiger Zustand, ja auch ihre unmittelbare Zukunfl, ist finster, schmerzlich finster. Die fernere Zukunfl aber ist strahlend, herrlich strahlend - so strahlend, daß sie sich kein Auge vorstellen kann.

+30:2

"Die Stürme der Verzweiflung", schreibt Bahá'u'lláh, während Er das unmittelbare Schicksal der Menschheit überblickt, "blasen, ach, von allen Seiten, und der Hader, der das Menschengeschlecht spaltet und quält, wächst täglich.

Die Zeichen drohender Erschütterungen und des Chaos sind jetzt erkennbar, denn die herrschende Ordnung erscheint beklagenswert mangelhaft." "Ihr Zustand wird so sein", hat Er in anderem Zusammenhang erklärt, "daß, ihn jetzt zu enthüllen, nicht passend und ziemlich wäre". "Diese fruchtlosen Streitigkeiten", hat Er andererseits bei Betrachtung der Zukunft der Menschheit im Verlaufe seiner denkwürdigen Unterredung mit dem englischen Orientalisten Edward G.

Browne mit Nachdruck geweissagt, "diese verderblichen Kriege werden vergehen, und der `Größte Friede` wird kommen ...

Diese Streitigkeiten, dieses Blutwergießen und diese Zwietracht müssen aufhören und alle Menschen wie ein Volk und eine Familie sein." "Bald", weissagt Er, "wird die Ordnung des heutigen Tages aufgerollt und eine neue an ihrer Statt ausgebreitet werden". "Nach einiger Zeit", hat Er ebenfalls geschrieben, "werden sich alle Regierungen der Erde ändern.

Unterdrückung wird die Welt umhüllen.

Und im Anschluß an eine weltumfassende Erschütterung wird die Sonne der Gerechtigkeit am Horizonte des unsichtbaren Reiches aufgehen." "Die ganze Erde", so hat Er weiter dargelegt, "ist jetzt in einem Zustand der Trächtigkeit.

Der Tag naht heran, da sie die edelsten Früchte hervorbringen wird, da ihr die höchsten Bäume, die entzückendsten Blüten, die himmlischsten Segnungen entsprossen sein werden." "Alle Nationen und Stämme", hat 'Abdu'l-Bahá gleicherweise geschrieben, "... werden eine einzige Nation werden.

Der Widerstreit zwischen den Religionen und Sekten, die Feindseligkeit zwischen den Rassen und Völkern und die Zwistigkeiten unter den Nationen werden ausgemerzt werden.

Alle Menschen werden einer Religion angehören, einen gemeinsamen Glauben haben, sich zu einer Rasse vermischen und ein einziges Volk werden.

Alle werden in einem gemeinsamen Vaterland wohnen, welches der Planet selbst ist."

+30:3 #177

Wessen wir gegenwärtig Zeuge sind, während "dieser schwersten Krise in der Geschichte der Zivilisation", die uns an Zeiten mahnt, da "Religionen untergehen und geboren werden", das ist das Jünglingsalter in der langsamen und schmerzensreichen Entwicklung der Menschheit, die Vorbereitung zur Erreichung des Zustandes des Mannesalters und der Reife, dessen Verheißung in den Lehren Bahá'u'lláhs enthalten und in Seinen Weissagungen eingeschlossen ist. Der Aufruhr dieses Übergangszeitalters ist charakteristisch für das Ungestüm und die unvernünftigen Naturtriebe der Jugend, für ihre Tollheiten, ihre Verschwendung, ihren Stolz, ihre Selbstsicherheit, ihr aufrührerisches Wesen und ihre Mißachtung von Disziplin.









+31 #178

Das künftige Große Zeitalter

Die Zeitalter der Unmündigkeit und Kindheit der Menschheit sind vorbei und kehren nie mehr wieder, während das Große Zeitalter, die Vollendung aller Zeitalter, welches das Kommen des Zeitalters des ganzen Menschengeschlechtes bedeutet, erst noch kommen muß. Die Erschütterungen dieses stürmischen Übergangsabschnittes in der Geschichte der Menschheit sind die wesentlichen Vorbedingungen des Zeitalters der Zeitalter und kündigen sein unvermeidliches Nahen an, "die Zeit des Endes", in welcher die Torheit und die Wirrnis des Streites, die seit dem Dämmern der Geschichte die Annalen der Menschheit schwärzte, endlich in die Wahrheit und Ruhe eines ungestörten, allumfassenden und dauerhaften Friedens umgewandelt sein wird, und in welchem die Zwietracht und Trennung der Menschenkinder einer weltumschließenden Aussöhnung und einer völligen Vereinigung der verschiedenen Elemente der menschlichen Gesellschafl gewichen sein werden.

+31:2

Dies wird fürwahr die würdige Krönung jenes Prozesses der Vereinigung sein, der, ausgehend von der Familie, der kleinsten Einheit auf der Stufenleiter menschlicher Organisation, nacheinander den Stamm, den Stadtstaat und die Nation ins Leben gerufen hat und fortwährend weiterwirken muß, bis er in der Vereinigung der ganzen Welt gipfelt, dem Endziel und dem krönenden Ruhm der menschlichen Entwicklung auf diesem Planeten.

Dieser Stufe nähert sich die Menschheit unwiderstehlich, freiwillig oder gezwungen.

Für diese Stufe ebnet das ungeheure, flammende Gottesgericht, welches die Menschheit über sich ergehen lassen muß, auf geheimnisvolle Weise den Weg.

Mit dieser Stufe sind die Geschicke und der Plan des Glaubens Bahá'u'lláhs unlöslich verkettet.

Diese schöpferischen Kräfte, die Seine Offenbarung im "Jahre sechzig" frei gemacht hat und die später verstärkt wurden durch die aufeinanderfolgenden Ausgießungen himmlischer Macht, welche im "Jahre neun" und im "Jahre achtzig" dem ganzen Menschengeschlecht gewährt wurden, haben der Menschheit die Fähigkeit eingeflößt, dieses Endstadium ihrer organischen und gemeinsamen Entwicklung zu erreichen.

Mit dem Goldenen Zeitalter Seiner Sendung wird die Vollendung dieses Geschehens für immer verbunden sein.

Das Gefüge Seiner neuen Weltordnung, die sich jetzt im Schoße der Verwaltungseinrichtungen, die Er selbst geschaffen hat, regt, wird als Muster und als Kern jenes Weltstaatenbundes dienen, der das sichere, unumgängliche Geschick der Völker und Nationen der Erde ist.

+31:3 #179

So, wie die organische Entwicklung der Menschheit langsam und stufenweise vor sich gegangen ist und nacheinander die Einigung der Familie, des Stammes, des Stadtstaates und der Nation in sich schloß, so ist das durch die Gottesoffenbarung gewährte Licht auf den verschiedenen Entwicklungsstufen der Religion, das sich in den aufeinanderfolgenden Sendungen der Vergangenheit widerspiegelt, langsam und fortschreitend gewesen. Tatsächlich ist das Maß göttlicher Offenbarung in jedem Zeitalter dem Grade sozialen Fortschrittes angepaßt und entsprechend gewesen, der in jenem Zeitalter von einer stetig sich entwickelnden Menschheit erreicht worden war.

+31:4

"Es wurde von Uns beschlossen", erklärt Bahá'u'lláh, "daß das Wort Gottes und alle Möglichkeiten daraus den Menschen geoffenbart werden, genau entsprechend den Verhältnissen, wie sie von Ihm, dem Allwissenden, dem Allweisen, vorherbestimmt wurden ...

Würde dem Wort erlaubt sein, plötzlich alle in ihm verborgenen Kräfte zu entfesseln, so könnte kein Mensch die Last einer so mächtigen Offenbarung ertragen." "Alle erschaffenen Dinge", hat 'Abdu'l-Bahá, diese Wahrheit erläuternd, be-. stätigt, "haben ihren Grad oder ihre Stufe der Reife.

Die Zeit der Reife im Leben eines Baumes ist die Zeit, da er Fruchte trägt ...

Das Tier erreicht eine Stufe vollen Wachstums und der Vollkommenheit, und im Menschenreich gelangt der Mensch zur Reife, wenn das Licht seines Verstandes seine größte Macht und Entwicklung erreicht .., ähnlich gibt es Zeiten und Stufen im gemeinsamen Leben der Menschheit.

Einmal durchwanderte sie ihre Kindheitsstufe, späterhin ihre Jugendzeit, aber jetzt ist sie in ihre lange vorhergesagte Reifezeit eingetreten, deren Beweise überall in Erscheinung treten ...

Was den Bedürfnissen des Menschen in seiner früheren Geschichte angemessen war, ist weder passend noch genügend für die Erfordernisse des heutigen Tages, dieser Zeit des Neuen, der Vollendung.

Die Menschheit hat sich aus der einstigen Stufe der Beschränkung und der Vorerziehung erhoben.

Der Mensch muß mit neuen Tugenden und Kräften, neuen sittlichen Mußstäben und Fähigkeiten erfüllt werden.

Neue Wohltaten und vollkommene Gaben warten auf ihn und senken sich schon auf ihn herab.

Die Gaben und Segnungen der Jugendzeit, wenngleich passend und genügend während des Heranwachsens der Menschheit, sind jetzt nicht imstande, den Erfordernissen ihrer Reifezeit zu entsprechen." "In jeder Sendung", hat Er weiter geschrieben, "wurde das Licht göttlicher Führung im Brennpunkt einer Hauptaufgabe gesammelt ...

In dieser wunderbaren Offenbarung, diesem glorreichen Jahrhundert, ist die Grundluge der Religion Gottes und das untersleidende Merkmal Seines Gesetzes das Bewußtsein der Einheit der Menschheit."









+32 #180

Religion und soziale Entwicklung

Die mit dem Glauben Jesu Christi verbundene Offenbarung richtete ihr Augenmerk in erster Linie auf die Erlösung des einzelnen Menschen und auf die Formung seines Betragens und betonte als ihre Hauptaufgabe die Notwendigkeit, dem Menschen, als der Grundeinheit der menschlichen Gesellschaft, ein hohes Maß von Sittlichkeit und Disziplin einzuprägen. Nirgends in den Evangelien finden wir einen Hinweis auf die Einheit der Nationen oder die Vereinigung der Menschheit insgesamt. Als Jesus zu denen sprach, die um Ihn waren, redete Er sie in erster Hinsicht als Einzelmenschen an, weniger als Bestandteil einer umfassenden, unteilbaren Einheit. Fast die ganze Erdoberfläche war noch unerforscht, und die Organisation aller ihrer Völker und Nationen zu einer Einheit konnte darum noch nicht ins Auge gefaßt, geschweige denn verkündet oder errichtet werden. Welche andere Auslegung kann jenen Worten gegeben werden, mit denen Bahá'u'lláh im besonderen die Anhänger des Evangeliums anredete, worin die grundsätzliche Unterscheidung zwischen der in erster Linie den Einzelmenschen betreffenden Sendung Jesu Christi und Seiner eigenen, mehr und vor allem an die gesamte Menschheit gerichteten Botschaft genau festgestellt wird: " Wahrlich, Er (Jesus) sagte: `Folget Mir nach, und Ich will euch zu Menschenfischern machen.` Am heutigen Tage jedoch sagen Wir: `Folget Mir nach, auf daß Wir euch zu Lebensspendern der Menschheit machen.`"

+32:2 #181

Der Glaube des Islám, das nächste Glied in der Kette göttlicher Offenbarung, führte, wie Bahá'u'lláh selbst bezeugt, den Begriff der Nation als eine Einheit und wesentliche Stufe in der Organisation der menschlichen Gesellschaft ein und machte ihn zu einem Bestandteil seiner Lehre. Dies ist in der Tat mit dem kurzen, doch höchst bedeutsamen und erleuchtenden Ausspruch Bahá'u'lláhs gemeint: "Ehedem (in der Sendung des Islám) ist geoffenbart worden: `Liebe zum Vaterland ist ein Element der Religion Gottes.`" Dieser Grundsatz wurde durch den Gesandten Gottes aufgestellt und betont, da dies die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft zu jener Zeit erforderte. Auch konnte keine Stufe über und jenseits von ihm ins Auge gefaßt werden, da Weltverhältnisse, welche die Errichtung einer noch höheren Organisationsform einleiten konnten, noch nicht erreichbar waren. Der Begriff der Nationalität und das Erreichen der Stufe der Vereinigung zur Nation mögen daher als die kennzeichnenden Merkmale der muhammadanischen Sendung gelten, in deren Verlauf die Nationen und Rassen der Welt, besonders in Europa und Amerika, geeint wurden und politische Unabhängigkeit erlangten.

+32:3 #182

'Abdu'l-Bahá erläutert diese Wahrheit in einem Seiner Tablets: "In vergangenen Zyklen konnte, wann auch immer ein Zusammenklang herrschte, doch aus Mangel an Möglichkeiten die Einheit der ganzen Menschheit nicht zustande kommen.

Die Erdteile blieben weit voneinander getrennt, ja selbst unter den Völkern eines und desselben Erdteiles waren Verbindungen und Gedankenaustausch nahezu unmöglich.

Darum waren Verkehr, Verständnis und Einheit unter allen Völkern und Stämmen der Erde noch unerreichbar.

Heute aber haben sich die Verkehrsmittel vervielfacht, und die fünf Kontinente sind tatsächlich zu einem verschmolzen ...

In gleicher Weise sind alle Glieder der menschlichen Familie, ob Völker oder Regierungen, Städte oder Dörfer, in wachsendem Maße voneinander abhängig geworden.

Für keines ist Selbstgenügsamkeit noch länger möglich, da ja politische Verbindungen alle Völker und Nationen vereinigten und die Bande des Handels und der Industrie, der Landwirtschaff und der Erziehung jeden Tag fester werden.

Daher besteht nun die Möglichkeit, die Einheit der ganzen Menschheit zu schaffen.

Wahrlich, dies ist nichts anderes als eines der Wunder dieses herrlichen Zeitalters, dieses glorreichen Jahrhunderts.

Vergangene Zeiten waren dessen beraubt, denn dieses Jahrhundert, das Jahrhundert des Lichtes, ist mit einzigartiger und nie dagewesener Herrlichkeit, Macht und Erleuchtung begabt worden.

Daher die erstaunliche Entfaltung eines neuen Wunders an jedem Tage.

Bald wird man sehen, wie hell seine Lichter in der Vereinigung der Menschen brennen."

+32:4

"Seht", so erklärt Er weiterhin, "wie sein Licht jetzt am verdunkelten Welthorizont dämmert. Das erste Licht ist Einheit im politischen Bereich, dessen beginnender Schimmer jetzt beobachtet werden kann. Das zweite Licht ist Einheit des Denkens in Weltunternehmungen, deren Vollendung binnen kurzem wahrgenommen werden kann. Das dritte Licht ist Einheit in Freiheit, die sicher eintreffen wird. Das vierte Licht ist Einheit in der Religion, die der Eckstein des Fundamentes selbst ist und durch Gottes Macht in all ihrem Glanz geoffenbart werden wird. Das fünfte Licht ist die Einheit der Nationen, eine Einheit, die in diesem Jahrhundert sicher errichtet werden wird, so daß alle Völker der Welt sich als Bürger eines gemeinsamen Vaterlandes betrachten. Das sechste Licht ist Einheit der Rassen, die aus allen Menschen, welche die Erde bewohnen, Völker und Stämme einer Rasse macht. Das siebte Licht ist Einheit der Sprache, das heißt die Wahl einer Weltsprache, in der alle Völker unterrichtet werden und miteinander sprechen. Eine jede von diesen Einheiten wird unvermeidlich zustande kommen, da die Macht des Reiches Gottes helfen und ihre Verwirklichung unterstützen wird."

+32:5 #183

"Eines der großen Ereignisse", so versichert 'Abdu'l-Bahá in Seinem Buch "Beantwortete Fragen", "das am Tage des Erscheinens dieses unvergleichlichen Sprosses eintreten soll, ist das Hissen des Banners des Herrn unter allen Völkern. Das heißt, daß alle Völker und Stämme unter den Schutz dieses göttlichen Banners, das kein anderes als der Glanzwolle Sproß selbst ist, kommen und zu einem einzigen Volke werden. Die Gegensätze der Glaubensbekenntnisse und Religionen, die Feindschaft zwischen Rassen und Völkern und die Verschiedenheiten vaterländischer Interessen werden verschwinden. Alle werden einer Religion, einem Bekenntnis, einer Rasse und einem Volk angehören und in einem Vaterland wohnen, das die ganze Erde ist."

+32:6

Dies ist die Stufe, der sich die Welt jetzt nähert, die Stufe der Welteinheit, die, wie 'Abdu'l-Bahá uns versichert, in diesem Jahrhundert bestimmt errichtet wird. "Die Zunge der Größe", so bestätigt Bahá'u'lláh, "hat ... am Tage Seiner Offenbarung verkündet: `Nicht der soll sich rühmen, der sein Land liebt, sondern der, welcher die Welt liebt.`" "Durch die Macht", fügt Er hinzu, "die durch diese erhabenen Worte ausgelöst wird, hat Er den Vögeln der Menschenherzen einen frischen Impuls verliehen und eine neue Richtung gewiesen und jede Spur Von Beschränkung und Begrenzung aus Gottes Heiligem Buche gestrichen."









+33 #184

Die weitere umfassende Treue

Ein Wort der Warnung sollte jedoch in diesem Zusammenhang ausgesprochen werden.

Die Liebe zum eigenen Land, wie sie durch die Lehre des Islám als "ein Element der Religion Gottes" eingeprägt und betont wird, ist durch diese Erklärung, diesen Posaunenruf Bahá'u'lláhs weder verdammt noch herabgesetzt worden.

Er sollte und kann in der Tat nicht als Ablehnung einer gesunden und verständigen Vaterlandsliebe ausgelegt oder im Lichte eines Tadels, der gegen sie ausgesprochen wird, betrachtet werden, noch versucht er, die Ergebenheit und Treue irgendeines einzelnen zu seinem Lande zu untergraben oder den rechtmäßigen Bestrebungen, Rechten und Pflichten eines einzelnen Staates oder Volkes zu widersprechen.

Alles, was er besagt und verkündet, ist die Unzulänglichkeit des Patriotismus im Hinblick auf den grundlegenden Wandel, der im wirtschafllichen Leben der Gesellschafl und in der gegenseitigen Abhängigkeit der Nationen und infolge des Zusammenschrumpfens der Welt durch die Revolution auf dem Gebiet der Verkehrs- und Nachrichtenmittel eingetreten ist.

Dies sind Zustände, die in den Tagen Jesu Christi oder Muhammads nicht bestanden noch bestehen konnten.

Er ruft nach einer umfassenderen Treue, die den kleineren Formen der Treue nicht widerstreiten sollte und es tatsächlich auch nicht tut.

Er gibt eine Liebe ein, die, im Hinblick auf ihre Weite, die Liebe zum eigenen Lande ein- und nicht ausschließen muß.

Er legt durch die Treue, die er eingibt, und die Liebe, zu der er anregt, den einzigen Grund, auf dem der Entwurf des Weltbürgertums gedeihen und der Bau einer Welteinheit ruhen kann.

Er besteht jedoch auf der Unterordnung nationaler Gesichtspunkte und sonderstaatlicher Belange unter die gebieterischen und höheren Ansprüche der gesamten Menschheit, zumal in einer Welt voneinander abhängiger Nationen und Völker der Nutzen des Teiles am besten durch den Nutzen des Ganzen erreicht wird.

+33:2 #185

Die Welt bewegt sich wahrlich ihrem vorherbestimmten Geschick entgegen. Die gegenseitige Abhängigkeit der Völker und Nationen der Erde ist, was immer die Führer der spaltenden Kräfte in der Welt sagen oder tun mögen, bereits eine vollendete Tatsache. Ihre Einheit im wirtschafllichen Bereich wird jetzt verstanden und anerkannt. Die Wohlfahrt des Teiles bedeutet Wohlfahrt des Ganzen, und die Not des Teiles bringt Not dem Ganzen. Die Offenbarung Bahá'u'lláhs hat, nach Seinen eigenen Worten, diesem gewaltigen, jetzt in der Welt waltenden Geschehen "einen neuen Impuls verliehen und eine neue Richtung gewiesen". Die durch das große Gottesgericht entzündeten Feuer sind Folgen des Versagens der Menschen, dieses Geschehen zu erkennen. Sie beschleunigen zudem seine Vollendung. Fortgesetzte, weltumfassende, schmerzliche, dem Chaos und der allgemeinen Zerstörung verbündete Trübsal muß notwendigerweise die Nationen erschüttern, das Gewissen der Welt aufrütteln, die Massen ernüchtern, im Gesellschaflsbegriff selbst den völligen Wandel beschleunigen und schließlich die ausgerenkten, blutenden Glieder der Menschheit zu einem einzigen, organisch vereinten und unteilbaren Körper verbinden.









+34 #186

Ein Weltstaatenbund

Auf die allgemeine Wesensart, die Folgerungen und Merkmale dieses Weltstaatenbundes, der früher oder später aus dem Blutbad, dem Todeskampf und der Verwüstung dieser großen Welterschütterung aufzusteigen bestimmt ist, habe ich schon in den vorhergehenden Ausführungen hingewiesen. Es genügt zu sagen, daß diese Vollendung, entsprechend ihrer Wesensart, einen schrittweisen Verlauf nehmen wird, und, wie Bahá'u'lláh selbst vorausgesehen hat, zuerst zur Gründung jenes "Kleineren Friedens" führen muß, den die Nationen der Erde von sich aus errichten werden, noch ohne Seiner Offenbarung- bewußt zu sein und noch ohne Wisscn darüber, daß sie die allgemeinen Grundsätze durchsetzen, die Er verkündet hat. Dieser bedeutungsvolle und historische Schritt, der die Wiederherstellung der Menschheit als Ergebnis allgemeiner Erkenntnis ihrer Einheit und Ganzheit enthält, wird die Vergeistigung der Massen unmittelbar mit sich bringen, die auf die Erkenntnis der Wesensart und die Anerkennung der Ansprüche des Glaubens Bahá'u'lláhs folgt. Sie sind die wesentlichen Vorbedingungen zu jener endlichen Verschmelzung aller Rassen, Glaubensbekenntnisse, Klassen und Nationen, welche das Aufsteigen Seiner Neuen Weltordnung kennzeichnen wird.

+34:2

Dann wird die Zeit der Reife des ganzen Menschengeschlechtes von allen Völkern und Nationen der Erde verkündet und gefeiert werden. Dann wird das Banner des "Größten Friedens" gehißt werden. Dann wird die weltweite Herrschaft Bahá'u'lláhs, des Begründers des Reiches vom Vater, wie sie vom Sohne geweissagt und von den offenbarem Gottes vor und nach Ihm vorausgeschaut ist, anerkannt, mit Freude begrüßt und fest errichtet werden. Dann wird eine Weltzivilisation geboren werden, blühen und für immer fortdauern, eine Zivilisation mit einer Lebensfülle, wie sie die Welt weder gesehen hat noch bis jetzt begreifen kann. Dann wird der Ewige Bund voll erfüllt werden. Dann wird die in allen Büchern Gottes eingeschlossene Verheißung eingelöst werden, alle durch die Propheten alter Zeiten ausgesprochene Weissagungen werden eintreffen, und die Gesichte der Seher und Dichter werden sich verwirklichen. Dann wird der Planet, vergoldet durch den allumfassenden Glauben seiner Bewohner an einen Gott und ihre Ergebenheit in eine allgemeine Offenbarung, in den ihm gesetzten Grenzen den strahlenden Ruhm der Herrschaft Bahá'u'lláhs widerspiegeln, der in der Fülle seines Glanzes im Abhá-Paradiese leuchtet. Er wird zum Schemel Seines Thrones in der Höhe gemacht und als der Himmel auf Erden bejubelt werden, der fähig ist, das unaussprechliche Schicksal zu erfüllen, das ihm seit undenklichen Zeiten durch die Liebe und Weisheit seines Schöpfers bestimmt war.

+34:3 #187

Es ist nicht an uns, die wir winzige Sterbliche sind, in einem so kritischen Ahschnitt der langen, buntbewegten Atenschheitsgeschichte zu versuchen, zu einem genauen und befriedigenden Verständnis der Schritte zu gelangen, welche eine blutende Menschheit, die ihren Gott erbärmlich vergessen und Bahá'u'lláh nicht beachtet hat, nach und nach von ihrem Golgatha zu ihrer endlichen Auferstehung führen müssen. Es ist nicht an uns, den lebenden Zeugen der allbezwingenden Macht Seines Glaubens, auch nur für einen Augenblick, wie finster das Elend, das die Welt umhüllt, sein mag, die Fähigkeit Bahá'u'lláhs in Frage zu stellen, diese zerstreuten und einander zerstöreiiden Bruchstücke, in die eine verderbte Welt zerfallen ist, mit dem Hammer Seines Willens und durch das Feuer der Trübsal auf dem Amboß dieses in Wehen kreißenden Zeitalters in die besondere Form zu schmieden, die Sein Geist erschaut hat - zu einer einzigen, festen und unteilbaren Einheit, die fähig ist, Seinen Plan für die Menschenkinder auszuführen.

+34:4

Wie verwirrt der Schauplatz, wie trübe der gegenwärtige Ausblick, wie engbegrenzt die uns verfügbaren Hilfsmittel auch seien, unser ist die Pflicht, heiter, vertrauensvoll und unaufhörlich zu arbeiten und, auf welche Weise auch immer die Umstände uns dazu befähigen mögen, unseren Anteil zu gehen für das Wirken der Kräfte, die, von Bahá'u'lláh geleitet und gelenkt, die Menschheit aus dem Tal des Elends und der Schmach auf die erhabensten Höhen der Macht und der Herrlichkeit führen.

Shoghi Effendi

Haifa, Palästina, 28. März 1941









#188







#189

ERLÄUTERUNGEN

'Abdu'l-'Azíz: Sultán des Türk. Reiches; regierte von 1861-1876

'Abdu'l-Bahá: Sohn Bahá'u'lláhs, Mittelpunkt des Bündnisses, autorisierter Ausleger Seiner Schriften und vollkommenes Beispiel Seines Glaubens; lebte von 1844-1921

'Abdu'l-Hamíd II.: Sultán des Türk. Reiches, Neffe und Nachfolger von 'Abdu'l-'Azíz, 1909 abgesetzt.

'Abdu'l-Majíd: Sultán des Türk. Reiches von 1839-1861

Abhá: herrlicher, ruhmvoller, glorreicher (Steigerungsform des Wortes "Bahá" - herrlich, ruhmvoll, glorreich).

Adhirbáyján: Provinz in Nordwestpersien

Adrianopel: arab. Adirnih; türk. Edirne. Stadt in der europ. Türkei

'Akká: alte Gefängnisstadt nördlich des Berges Karmel im heutigen Israel, in welche Bahá'u'lláh zuletzt verbannt wurde; Er traf dort im Jahre 1868 ein.

'Alí: 'Alí-ibn-i-Abí-Tálib, Heiliger, der Schwiegersohn und rechtmäßige Nachfolger Muhammads; er war der erste Imám und der vierte Kalif und fand im Jahre 40 d. H. (661 n.Chr.) den Märtyrertod.

Ámul: persische Stadt in der Nähe des Kaspischen Meeres, in der Bahá'u'lláh im Jahre 1848 in Gegenwart der versammelten Geistlichen die Bastonade erhielt.

Apostel Gottes: Beiname Muhammads

Aqdas: vgl. Kitáb-i-Aqdas

Aqsá-Moschee: unter diesem Namen wird im Qur'án auf den Tempel Salomos in Jerusalem hingewiesen (vgl. Qur'án 17 :1); nach der Kaaba in Mekka der heiligste Ort des Islám

Arche: vgl. Rote Arche

Báb: wörtlich das "Tor", der Vorläufer Bahá'u'lláhs, der eine eigene Sendung als selbständiger Offenbarer Gottes begründete; Er wurde 1819 geboren und fand 1850 den Märtyrertod.

Bábí-Religion: Religion, die 1844 vom Báb begründet wurde und in der Bahá'í-Religion aufging.

Badí': (`wunderbar`) Áqá Buzurg aus Khurásán, der Übermittler eines Tablets von Bahá'u'lláh aven Sháh; ausgezeichnet mit dem Titel "Stolz der Märtyrer".

Bahá: "Herrlichkeit", "Ruhm", "Glanz", "Licht", Titel Bahá'u'lláhs.

Bahá'í-Zeitalter: religiöses Zeitalter, das mit der Erklärung des Báb am 22. Mai 1844 begann und mindestens 1000 Jahre währt.

Baháristán: ehemaliges Palais in Tihrán, in dem das Parlament seine Sitzungen abhält.

Bahá'u'lláh: wörtlich "Herrlichkeit Gottes", der Begründer der Bahá'í-Religion und Verheißene aller Zeiten; geboren Tihrán 12. November 1817, gestorben Bahjí bei 'Akká in Israel 29. Mai 1892.

Bathá: zentraler und niedrigstgelegener Teil der Stadt Mekka

Bayán: das wichtigste Buch des Báb über die Glaubenslehren Seiner Offenbarung, enthält neben Gesetzen zahllose Hinweise auf das Kommen des Verheißenen. Das Wort wurde vom Báb auch als Bezeichnung für Seine Sendung, vor allem Seine Bücher, benutzt.

Bishárát: "Frohe Botschaften", ein Tablet Bahá'u'lláhs aus dem Heiligen Land

Brief an den Sohn des Wolfes: Tablet Bahá'u'lláhs an Shaykh Muhammad-Taqíy-i-Najafí, den Sohn eines erbitterten Gegners des jungen Glaubens gehört mit zu den letzten Schriften des Offenbarers.

Buchstaben des Lebendigen: die ersten 18 Anhänger des Báb; der Báb selbst war der 19. Buchstabe des Lebendigen.

Cherub: Engel und himmlischer Wächter

Clarendon: George William Frederick Villiers, Earl of Clarendon, englischer Staatsmann und Diplomat; lebte von 1800 bis 1870.

Curzon of Kedleston: George Nathaniel, Marquis Curzon of Kedleston, englischer Staatsmann; lebte von 1859-1925.

Dalá'íl-i-Sah'ih: "sieben Beweise", die wichtigste aller polemischen Schriften des Báb.

David: König von Juda und Israel, Nachfolger Sauls, lebte in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts v. Chr.

Derwisch: islámischer Bettelmönch und Mystiker

Emir von Mekka: arab. Fürst von Mekka

Erster Punkt: Beiname des Báb

Esslemont, Dr. John E.: Dr. John E. Esslemont, der Verfasser des weitverbreiteten Buches "Bahá'u'lláh und das Neue Zeitalter"

Europäisches Konzert: Bezeichnung für den Zusammenschluß der Großmächte Europas nach 1815 zur Sicherung der Beschlüsse des Wiener Kongresses.

Fátimide: Angehöriger einer islámischen Dynastie schiitischer Richtung, die von 909-1169 herrschte.

Frieden: vgl. Geringerer Frieden und Größter Frieden

Geist Gottes: Beiname von Jesus Christus im Qur'án

Geringerer Frieden: politische Einigung zwischen den Nationen, die einer Verwirklichung der allgemeinen Grundsätze Bahá'u'lláhs entspricht, wobei jedoch die Nationen ihre göttliche Quelle noch nicht erkennen; geht dem Größten Frieden voraus.

Gestaltgebendes Zeitalter: auch Formgehendes Zeitalter genannt; es soll "von der Sammlung und Gestaltung der durch seine (Bahá'u'lláhs) Offenbarung ausgelösten schöpferischen Kräfte Zeugnis ablegen".

Größte Offenbarung: die Offenbarung Bahá'u'lláhs

Größter Frieden: das Goldene Zeitalter des Glaubens, das Reich Gottes auf Erden; der Geringere Frieden und die Entfaltung der administrativen Bahá'í-Ordnung finden hierin ihre Krönung; in dieser Zeit beginnt die Bahá'í-Zivilisation, die "göttlich inspiriert, einzig in ihren Merkmalen, weltumfassend in ihrem Ausmaß und grundsätzlich geistig in ihrem Wesen" ist.

Größter Name: Yá Bahá'u'l-Abhá = O Du Herrlichkeit der Herrlichkeiten - benutzt als Anruf Gottes; Allah-u-Abhá = Gott ist der Allherrlichste - unter den Bahá'í als Grußformel üblich.

Größtes Gefängnis: ehem. Gefängnis in 'Akká, in dem Bahá'u'lláh eingekerkert war; von hier aus sandte Er Seine Tablets an die Könige und Herrscher der Erde.

Hájí: gläubiger Muhammadaner, der die Pilgerreise nach Mekka untemommen hat.

Hájí Mírzá Áqásí: Großwesir (Premierminister) von Persien - der Antichrist der Bábí-Religion.

Haus: bezeichnet das Haus in Baghdád, in dem Bahá'u'lláh wohnte.

Heroisches Zeitalter: das Zeitalter "des Urzustandes und der Apostelzeit des Glaubens Bahá'u'lláhs", das durch den Märtyrertod von mehr als zwanzigtausend Gläubigen geprägt wurde.

Hohe Pforte: Bezeichnung des Hofes und der Regierung des Sultans der Türkei und des Türk. Reiches.

Hujah: (als Titel) Ehrwürden, seine Eminenz

Imám 'Alí: s. 'Alí

Imám: Titel der zwölf schiitischen Nachfolger Muhammads, auch Bezeichnung hoher geistlicher und weltlicher Würdenträger.

Imám Husayn: Sohn 'Alís und der Fátimih, Enkel Muhammads, der dritte Imám; er fand 61 d. H. oder 680 n. Chr. den Märtyrertod.

Imám Ridá: eigtl. Name 'Alí-ibn-i-Músá; achter Imám, fand 203 d.H. den Märtyrertod.

Íqán: vgl. Kitáb-i-Íqán

Islám: Name der durch Muhammad begründeten Religion; bezeichnet die Unterwerfung des eigenen Willens unter den Willen Gottes.

Jahr achtzig: 1280 d. H. oder 1863 n. Chr., das Jahr, in dem Bahá'u'lláh zum ersten Male öffentlich seine Sendung erklärte: im Garten Ridván bei Baghdád am 21. April 1863.

Jahr neun: bezeichnet im "Bayán", dem Mutterbuch der Bábí-Religion, das Jahr, in dem die Gläubigen das Ziel ihrer Wünsche erreichen, d. h., es ist das Jahr, in dem Bahá'u'lláh selbst von seiner Sendung als Offenbarer Gottes erfuhr: im unterirdischen Verlies von Tihrán, Síyáh-Chál, im August 1852 (1269 d. H.), 9 Jahre nach der Erklärung des Báb.

Jahr sechzig: 1260 d. H. oder 1844 n. Chr., das Jahr, in dem der Báb Seine Sendung erklärte: am 22. Mai 1844 in Shíráz in Persien.

Jamál Páshá: türkisccher Oberstkommandierender in Syrien, der geschworen hatte, das Grabmal Bahá'u'lláhs dem Erdboden gleichzumachen und 'Abdu'l-Bahá auf einem öffentlichen Platz in Konstantinopel zu kreuzigen; er wurde vernichtend geschlagen.

Kadscharen: turkmenischer Stamm, der sich widerrechtlich des persischen Thrones bemächtigte, die Dynastie regierte von 1795-1925.

Kalifat: ehemals höchstes geistliches und weltliches Amt im (sunnitischen) Islám.

Karbilá: Stadt im 'Iráq, in der Imám Husayn den Märtyrertod fand (680 n. Chr.) und in der sich sein Grab befindet.

Kitáb-i-Aqdas: das "Heiligste Buch" der Bahá'í-Religion, das im Jahre 1873 in 'Akká geoffenbart wurde und als ein Hauptwerk Bahá'u'lláhs Seine Gesetze und die Charta Seiner Neuen Weltordnung enthält.

Kitáb-i-Íqán: das "Buch der Gewißheit", von Bahá'u'lláh im Jahre 1862 in Baghdád offenbart, ist das wichtigste religiöse Buch der Bahá'í-Religion.

Kleinerer Frieden: vgl. Geringerer Frieden

Krimkrieg: russisch-türkischer Krieg, 1853-1856

Lateranvertrag: Bezeichnung für einen Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und Italien. Die Lateranverträge von 1929 regelten das Verhältnis des Papsttums zum italienischen Staat.

Lawh-i-Burhán: Tablet des Beweises, ein Werk, das von Bahá'u'lláh im Heiligen Land an einen Gegner des Glaubens, den "Wolf" (Shaykh Muhammad-Báqir) gerichtet wurde.

Lawh-i-Fu'ád: Tablet an Fu'ád Páshá, einen türkischen Außenminister, das den Sturz des Sultáns voraussagte.

Lawh-i-Haykal: auch Súratu'l-Haykal oder Súriy-i-Haykal; Súrih des Tempels, geoffenbart von Bahá'u'lláh; zusammen mit dem wichtigsten Seiner Tablets an die Herrscher der Erde ließ Er dieses Tablet in der Form eines Drudenfußes schreiben, um damit den "Tempel" (Körper) des Menschen zu symbolisieren und ihn als den von Sacharja erwähnten "Tempel" zu kennzeichnen.

Lawh-i-Ra'ís: Bahá'u'lláhs Tablet an den Großwesir des Türk. Reiches,'Alí Páshá.

Lawh-i-Sultán: Bahá'u'lláhs Tablet an den Sháh von Persien

Lotesbaum: auch Sadratu'l-Muntahá genannt; Baum, den die Araber früher an das Ende der Wege als Markierung pflanzten; symbolisch der offenbarer Gottes, der "göttliche Lotosbaum", der "Baum, über den hinaus keiner gehen kann". In der Bahá'í-Religion symbolisiert der Lotosbaum den offenbarer oder die Manifestation Gottes, d. h. in dieser Sendung Bahá'u'lláh.

Magier: Bezeichnung für den Gelehrtenstand, eine Priesterkaste oder einen geistlichen Orden im alten Medien und Persien. Zoroaster kann ein Magier gewesen sein, und die Perser benutzen das Wort, um damit einen Zoroastrier zu bezeichnen.

Máh-kú: Festung in der Nähe des Berges Ararat, in der der Báb eingekerkert war.

Manúchihr Khán: Gouverneur von Isfáhán, der dem Báb sehr ergeben war

Mashhad: Hauptstadt von Khurásán; hier befindet sich der Schrein des Imám Ridá, des "besonderen Ruhmes der schiitischen Welt".

Mawlaví: Orden der Tanzenden Derwische, der im 13. Jahrhundert von Jalál-i-Dín Rúmí gegründet wurde.

Mázindarán: persische Provinz am Kaspischen Meer, in der die Heimatstadt der Familie Bahá'u'lláhs, Nur, liegt.

Medina: westarabische Stadt nördlich von Mekka; neben Mekka der bedeutendste muhammadanische Wallfahrtsort, in dem sich die Gräber Muhammads und Seiner Lieblingstochter befinden.

Mekka: Hauptstadt von Hedschas, Saudi-Arabien, nahe der Küste des Roten Meeres; bedeutendster Wallfahrtsort des Islám und Geburtsort Muhammads.

Mittelpunkt des Gottesbündnisses: kennzeichnet 'Abdu'l-Bahá, den Sohn Bahá'u'lláhs, als Dessen autorisierten Nachfolger und bevollmächltigten Ausleger der heiligen Schriften der Bahá'í-Religion.

Muftí: Ausleger des muslimischen Gesetzes, der eine Fatvá (Urteilsspruch) in einem religionsrechtlichen Fall ergehen läßt.

Muhammad: Offenbarer Gottes (570-632 n. Chr.), der Stifter des Islám; Er offenharte das Heilige Buch des Qur'án.

Muhammad-Sháh: Sháh von Persien; er regierte von 1834-1848

Mullá: muhammadanischer Geistlicher, Theologe oder Richter

Murád V.: Nachfolger von Sultán 'Abdu'l-'Azíz,1876 Sultán, im selben Jahr abgesetzt.

Mustafá Kamál: Mustafá Kamál Páshá, auch Kamál Atatürk genannt, ein Führer der Jungtürkischen Bewegung, der erste Präsident der türkischen Republik, 1880-1938.

Mutterbuch: das Buch göttlichen Wissens, die Quelle der Offenbarung für alle Heiligen Schriften. Für die Bahá'í bedeutet das "Mutterbuch", das "verwahrte Tablet" oder das "behütete Tablet" das Wort Gottes, die Manifestation Gottes oder Sein Buch. Das Mutterbuch der Sendung des Báb ist der Persische Bayán, das der Bahá'í-Religion das Kitáb-i-Aqdas.

Muttertempel: das jeweils auf einem Kontinent erste Haus der Anbetung der Bahá'í; sie werden auch Mashriqu'l-Adhkár, Aufgangsorte des Lohpreises und der Erinnerung Gottes genannt. Heute gibt es Muttertempel in Wilmette (Illinois, USA), Kampala (Uganda), Sidney (Australien) und Langenhain bei Frankfurt am Main; weitere Mashriqu'l-Adhkár oder Häuser der Andacht sind geplant.

Nabíl Nabíl-i-A'zam, Beiname von Mullá Muhammad-i-Zarandí.: Er verfaßte das sehr bedeutende zeitgenössische Geschichtswerk der Bahá'í-Religion, "The Dawn-Breakers". Der Beiname bedeutet der "Größte Nabíl". Nabíl wird auch als Poeta Laureatus, der gekrönte Dichter Bahá'u'lláhs bezeichnet.

Najaf: einer der beiden heiligsten Schreine der schiitischen Welt; er befindet sich im 'Iráq, südlich von Karbilá.

Násiri'd-Dín Sháh: Sháh von Persien 1848-1896; der mächtigste Herrscher des schiitischen Islám. Er erhielt von Bahá'u'lláh den Beinamen: "Fürst der Bedrücker".

Níyálá: persische Stadt, in deren Nähe Bahá'u'lláh gesteinigt wurde

Níyávarán: Dorf nördlich von Tihrán am Gebirgsrand mit einem Palais des Sháh

Páshá: Ehrentitel, der früher in der Türkei hohen Offizieren verliehen wurde

Qayyumu'l-Asmá': auch Qayyúm-i-Asmá'. Kommentar zur Súrih von Joseph (Qur'án 12), die erste Offenbarungsschrift des Báb, in er die Leiden vorausgesagt werden, die Bahá'u'lláh von Seinem ungläubigen Bruder zu erdulden hatte. Bahá'u'lláh bezeichnet dieses in der Nacht der Erklärung der Sendung des Báb (23. Mai 1844) entstandene Werk als "das erste, größte und mächtigste aller Bücher" in dcr Offenbarung des Báb.

Qá'ím-Maqám: Titel, vor allem des erlauchten Ministers von Muhammad Sháh Qájár, der auf Befehl des Sháh erdrosselt wurde.

Qur'án: das Heilige Buch des Islám, das von Muhammad offenhart wurde; Bahá'u'lláh nennt es das "nicht irrende Buch".

Renan: Ernest, 1823-1892, franz. Religionswissenschaftler und Orientalist

Ridvánu'l-'Adl: Paradies der Gerechtigkeit: ein Werk Bahá'u'lláhs, das das Kommen gerechter Könige vorhersagt.

Rote Arche: "Arche" ist die Bezeichnung für jede der vorausgegangenen Offenbarungen Gottes. Die "Rote Arche" kennzeichnet die Sendung Bahá'u'lláhs.

Safawiden: persische Dynastie, die von 1500-1736 n.Chr. herrschte

Scala santa: in der Vorhalle der alten Hauskapelle Sancta Sanctorum der Päpste befindliche Heilige Treppe, die nach der Legende aus dem Palast des Pilatus zu Jerusalem stammen soll; über sie soll Christus zum Verhör hinaufgestiegen sein.

Schiitischer Islám: Bezeichnung für die eine der beiden großen Glaubensrichtungen im Islám. Die sogenannte Zwölferschia ist Staatsreligion in Irán.

Sháh-Bahrám: der Erlöser der Welt und Verheißene in der zoroastrischen Religion ; diese Beinamen beziehen sich auf Bahá'u'lláh und finden in Ihm ihre Erfüllung.

Sháh in Sháh: persischer Herrschertitel: König der Könige

Sháh-Zádih: persische Rangbezeichnung: Prinz

Sharí'ah: auch Sharí'at; kanonisches Recht des Islám

Shaykh: verehrungswürdiger alter Mann; Anführer, Gelehrter, Oberster eines Derwischordens usw.

Shaykh Salmán: ein ergebener Gläubiger, der die Briefe der Bahá'í zu Bahá'u'lláh brachte und Seine Botschaften und Sendschreiben ihren Empfängern zutrug.

Shaykhu'l-Islám: muhammadanischer Hoherpriester; die höchste geistliche Würde im Islám. Das Oberhaupt des religiösen Gerichtshofes, das für jede große Stadt vom Sháh ernannt wurde.

Shíráz: Stadt in Südpersien, in der der Báb am 22. Mai 1844 Seine Sendung erklärte.

Sieben Beweise: vgl. Dalá'il-Sab'ih

Siegel der Propheten: Beiname Muhammads. Die Bezeichnung verdeutlicht, daß Er die letzte Manifestation des Prophetischen Zyklus vor dem Kommen des Tages Gottes, d.i. das Erscheinen Bahá'u'lláhs, war.

Síyáh-Chál: das "Schwarze Loch" in den Elendsvierteln von Tihrán, in das Bahá'u'lláh 1852 zusammen mit Dieben und Mördern geworfen wurde. Hier wurde Er selbst zum ersten Mal mit Seiner hohen Sendung bekannt. Es ist der heiligste Platz der Bahá'í in der persischen Hauptstadt.

Siyyid: Nachkomme des Propheten Muhammad

Smithfield: Hinrichtungsstätte bei London; hier wurden unter Maria der Katholischen (1516-1558 ) zahlreiche Protestanten ihres Glaubens wegen auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Sohn Gottes: Beiname von Jesus Christus

Sommerschulen: in jedem jahr und in vielen Ländern der Welt stattfindende Lehr- und Arbeitstagungen der Bahá'í und ihrer Freunde.

Súfí: Mystiker im Islám; sie erstreben die Vereinigung mit Gott, von dem alle Dinge emanieren, durch Ekstase und Kontemplation.

Sulaymáníyyih: Stadt im Nordosten des 'Iráq. Bahá'u'lláh lebte in völliger Zurückgezogenheit zwei Jahre lang in Kurdistan, zuerst auf einem einsamen Berg namens Sar-Galú, später in der Stadt Sulaymáníyyih in einem theologischen Seminar.

Sultanat: hohes Herrscheramt in muhammadanischen Ländern, vor allem höchster Titel der osmanischen Türken.

Sunnitischer Islám: Bezeichnung für die größte der beiden Glaubensrichtungen im Islám, die die ersten Kalifen als rechtmäßige Nachfolger Muhammads ansieht.

Súrih von Joseph: Súrih des Qur'án. Der Báb offenharte hierzu einen Kommentar, der in der Person von Joseph Bahá'u'lláh deutete.

Súriy-i-Mulúk: Súrih der Könige, "das bedeutendste Tablet, das von Bahá'u'lláh geoffenbart wurde".

Tá: der Buchstabe "T", der für Tihrán (Teheran) steht

Tablet: Bezeichnung für ein vom Báb, von Bahá'u'lláh oder 'Abdu'l-Bahá geoffenbartes Werk.

Tabríz: Stadt in Nordwestpersien, wo der Báb am 9. Juli 1850 den Märtyrertod fand.

Tempel des Menschen: in den Bahá'í-Schriften häufig die Bezeichnung für den Körper oder die Gestalt des Menschen.

Tihrán: Teheran, Hauptstadt Persiens, Geburtsort Bahá'u'lláhs

Thora: die fünf Bücher Mose, die im Judentum auf Rollen aufgezeichnet und in der Synagoge aufbewahrt werden.

Turbanträger: der Turban in verschiedenen Farben und Größen wurde in islámischen Ländern von religiös hochstehenden und ausgezeichneten Männern getragen.

'Umar: der zweite Kalif, 634-643

Urewige Schönheit: Beiname Bahá'u'lláhs

Verborgene Worte: bedeutsames Werk, geoffenbart von Bahá'u'lláh, um "den Geist der Menschen neu auszurichten, ihre Seelen zu erbauen und ihr Verhalten zu bessern".

Volk von Bahá: Bezeichnung für die Bahá'í

Yá Bahá'u'l-Abhá: "O Du Herrlichkeit der Herrlichkeiten!" Eine andere Form des Größten Namens, vgl. ebd.









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Index nicht eingefügt.

ENDE


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THE PROMISED DAY IS COME
© 1941, 1969, 1980, 1996 National Spiritual Assembly of the Baha'is of the United States


PREFACE

[Shoghi Effendi, great-grandson of Baha'u'llah, founder of the Baha'i Faith, was the spiritual head of the Baha'i World Community from 1921 until his passing in 1957. The following commentary on the origin and aims of the Baha'i Faith is excerpted from a statement prepared by him in 1947 for the United Nations Special Palestine Committee.]

i The fundamental principle enunciated by Baha'u'llah ... is that religious truth is not absolute but relative, that Divine Revelation is a continuous and progressive process, that all the great religions of the world are divine in origin, that their basic principles are in complete harmony, that their aims and purposes are one and the same, that their teachings are but facets of one truth, that their functions are complementary, that they differ only in the nonessential aspects of their doctrines, and that their missions represent successive stages in the spiritual evolution of human society....

ii ...His mission is to proclaim that the ages of the infancy and of the childhood of the human race are past, that the convulsions associated with the present stage of its adolescence are slowly and painfully preparing it to attain the stage of manhood, and are heralding the approach of that Age of Ages when swords will be beaten into plowshares, when the Kingdom promised by Jesus Christ will have been established, and the peace of the planet definitely and permanently ensured. Nor does Baha'u'llah claim finality for His own Revelation, but rather stipulates that a fuller measure of the truth He has been commissioned by the Almighty to vouchsafe to humanity, at so critical a juncture in its fortunes, must needs be disclosed at future stages in the constant and limitless evolution of mankind.

iii The Baha'i Faith upholds the unity of God, recognizes the unity of His Prophets, and inculcates the principle of the oneness and wholeness of the entire human race. It proclaims the necessity and the inevitability of the unification of mankind, asserts that it is gradually approaching, and claims that nothing short of the transmuting spirit of God, working through His chosen Mouthpiece in this day, can ultimately succeed in bringing it about. It, moreover, enjoins upon its followers the primary duty of an unfettered search after truth, condemns all manner of prejudice and superstition, declares the purpose of religion to be the promotion of amity and concord, proclaims its essential harmony with science, and recognizes it as the foremost agency for the pacification and the orderly progress of human society....

iv Mirza Husayn-'Ali, surnamed Baha'u'llah (the Glory of God), a native of Mazindaran, Whose advent the Bab [Herald and Forerunner of Baha'u'llah] had foretold, ... was imprisoned in Tihran, was banished, in 1852, from His native land to Baghdad, and thence to Constantinople and Adrianople, and finally to the prison city of Akka, where He remained incarcerated for no less than twenty-four years, and in whose neighborhood He passed away in 1892. In the course of His banishment, and particularly in Adrianople and Akka, He formulated the laws and ordinances of His Dispensation, expounded, in over a hundred volumes, the principles of His Faith, proclaimed His Message to the kings and rulers of both the East and the West, both Christian and Muslim, addressed the Pope, the Caliph of Islam, the Chief Magistrates of the Republics of the American continent, the entire Christian sacerdotal order, the leaders of Shi'ih and Sunni Islam, and the high priests of the Zoroastrian religion. In these writings He proclaimed His Revelation, summoned those whom He addressed to heed His call and espouse His Faith, warned them of the consequences of their refusal, and denounced, in some cases, their arrogance and tyranny....

v The Faith which this order serves, safeguards and promotes is ... essentially supernatural, supranational, entirely non-political, non-partisan, and diametrically opposed to any policy or school of thought that seeks to exalt any particular race, class or nation. It is free from any form of ecclesiasticism, has neither priesthood nor rituals, and is supported exclusively by voluntary contributions made by its avowed adherents. Though loyal to their respective governments, though imbued with the love of their own country, and anxious to promote at all times, its best interests, the followers of the Baha'i Faith, nevertheless, viewing mankind as one entity, and profoundly attached to its vital interests, will not hesitate to subordinate every particular interest, be it personal, regional or national, to the over-riding interests of the generality of mankind, knowing full well that in a world of interdependent [vii] peoples and nations the advantage of the part is best to be reached by the advantage of the whole, and that no lasting result can be achieved by any of the component parts if the general interests of the entity itself are neglected....
ÑSHOGHI EFFENDI


THE PROMISED DAY IS COME

1 Friends and fellow-heirs of the Kingdom of Baha'u'llah:

2 A tempest, unprecedented in its violence, unpredictable in its course, catastrophic in its immediate effects, unimaginably glorious in its ultimate consequences, is at present sweeping the face of the earth. Its driving power is remorselessly gaining in range and momentum. Its cleansing force, however much undetected, is increasing with every passing day. Humanity, gripped in the clutches of its devastating power, is smitten by the evidences of its resistless fury. It can neither perceive its origin, nor probe its significance, nor discern its outcome. Bewildered, agonized and helpless, it watches this great and mighty wind of God invading the remotest and fairest regions of the earth, rocking its foundations, deranging its equilibrium, sundering its nations, disrupting the homes of its peoples, wasting its cities, driving into exile its kings, pulling down its bulwarks, uprooting its institutions, dimming its light, and harrowing up the souls of its inhabitants.

3 "The time for the destruction of the world and its people," Baha'u'llah's prophetic pen has proclaimed, "hath arrived." "The hour is approaching," He specifically affirms, "when the most great convulsion will have appeared." "The promised day is come, the day when tormenting trials will have surged above your heads, and beneath your feet, saying: 'Taste ye what your hands have wrought!'" "Soon shall the blasts of His chastisement beat upon you, and the dust of hell enshroud you." And again: "And when the appointed hour is come, there shall suddenly appear that which shall cause the limbs of mankind to quake." "The day is approaching when its [civilization's] flame will devour the cities, when the Tongue of Grandeur will proclaim: 'The Kingdom is God's, the Almighty, the All-Praised!'" "The day will soon come," He, referring to the foolish ones of the earth, has written, "whereon they will cry out for help and receive no answer." "The day is approaching," He moreover has prophesied, "when the wrathful anger of the Almighty will have taken hold of them. He, verily, is the Omnipotent, the All-Subduing, the Most Powerful. He shall cleanse the earth from the defilement of their corruption, and shall give it for an heritage unto such of His servants as are nigh unto Him."

4 "As to those who deny Him Who is the Sublime Gate of God," the Bab, for His part, has affirmed in the Qayyum-i-Asma', "for them We have prepared, as justly decreed by God, a sore torment. And He, God, is the Mighty, the Wise." And further, "O peoples of the earth! I swear by your Lord! Ye shall act as former generations have acted. Warn ye, then, yourselves of the terrible, the most grievous vengeance of God. For God is, verily, potent over all things." And again: "By My glory! I will make the infidels to taste, with the hands of My power, retributions unknown of anyone except Me, and will waft over the faithful those musk-scented breaths which I have nursed in the midmost heart of My throne."

5 Dear friends! The powerful operations of this titanic upheaval are comprehensible to none except such as have recognized the claims of both Baha'u'llah and the Bab. Their followers know full well whence it comes, and what it will ultimately lead to. Though ignorant of how far it will reach, they clearly recognize its genesis, are aware of its direction, acknowledge its necessity, observe confidently its mysterious processes, ardently pray for the mitigation of its severity, intelligently labor to assuage its fury, and anticipate, with undimmed vision, the consummation of the fears and the hopes it must necessarily engender.


This Judgment of God

6 This judgment of God, as viewed by those who have recognized Baha'u'llah as His Mouthpiece and His greatest Messenger on earth, is both a retributory calamity and an act of holy and supreme discipline. It is at once a visitation from God and a cleansing process for all mankind. Its fires punish the perversity of the human race, and weld its component parts into one organic, indivisible, world-embracing community. Mankind, in these fateful years, which at once signalize the passing of the first century of the Baha'i Era and proclaim the opening of a new one, is, as ordained by Him Who is both the Judge and the Redeemer of the human race, being simultaneously called upon to give account of its past actions, and is being purged and prepared for its future mission. It can neither escape the responsibilities of the past, nor shirk those of the future. God, the Vigilant, the Just, the Loving, the All-Wise Ordainer, can, in this supreme Dispensation, neither allow the sins of an unregenerate humanity, whether of omission or of commission, to go unpunished, nor will He be willing to abandon His children to their fate, and refuse them that culminating and blissful stage in their long, their slow and painful evolution throughout the ages, which is at once their inalienable right and their true destiny.

7 "Bestir yourselves, O people," is, on the one hand, the ominous warning sounded by Baha'u'llah Himself, "in anticipation of the days of Divine Justice, for the promised hour is now come." "Abandon that which ye possess, and seize that which God, Who layeth low the necks of men, hath brought. Know ye of a certainty that if ye turn not back from that which ye have committed, chastisement will overtake you on every side, and ye shall behold things more grievous than that which ye beheld aforetime." And again: "We have fixed a time for you, O people! If ye fail, at the appointed hour, to turn towards God, He, verily, will lay violent hold on you, and will cause grievous afflictions to assail you from every direction. How severe indeed is the chastisement with which your Lord will then chastise you!" And again: "God assuredly dominateth the lives of them that wronged Us, and is well aware of their doings. He will most certainly lay hold on them for their sins. He, verily, is the fiercest of Avengers." And finally: "O ye peoples of the world! Know verily that an unforeseen calamity is following you and that grievous retribution awaiteth you. Think not the deeds ye have committed have been blotted from My sight. By My Beauty! All your doings hath My pen graven with open characters upon tablets of chrysolite."

8 "The whole earth," Baha'u'llah, on the other hand, forecasting the bright future in store for a world now wrapt in darkness, emphatically asserts, "is now in a state of pregnancy. The day is approaching when it will have yielded its noblest fruits, when from it will have sprung forth the loftiest trees, the most enchanting blossoms, the most heavenly blessings." "The time is approaching when every created thing will have cast its burden. Glorified be God Who hath vouchsafed this grace that encompasseth all things, whether seen or unseen!" "These great oppressions," He, moreover, foreshadowing humanity's golden age, has written, "are preparing it for the advent of the Most Great Justice." This Most Great Justice is indeed the Justice upon which the structure of the Most Great Peace can alone, and must eventually, rest, while the Most Great Peace will, in turn, usher in that Most Great, that World Civilization which shall remain forever associated with Him Who beareth the Most Great Name.

9 Beloved friends!

Well nigh a hundred years have elapsed since the Revelation of Baha'u'llah dawned upon the worldÑa Revelation, the nature of which, as affirmed by Himself, "none among the Manifestations of old, except to a prescribed degree, hath ever completely apprehended."

For a whole century God has respited mankind, that it might acknowledge the Founder of such a Revelation, espouse His Cause, proclaim His greatness, and establish His Order.

In a hundred volumes, the repositories of priceless precepts, mighty laws, unique principles, impassioned exhortations, reiterated warnings, amazing prophecies, sublime invocations, and weighty commentaries, the Bearer of such a Message has proclaimed, as no Prophet before Him has done, the Mission with which God had entrusted Him.

To emperors, kings, princes and potentates, to rulers, governments, clergy and peoples, whether of the East or of the West, whether Christian, Jew, Muslim, or Zoroastrian, He addressed, for well-nigh fifty years, and in the most tragic circumstances, these priceless pearls of knowledge and wisdom that lay hid within the ocean of His matchless utterance.

Forsaking fame and fortune, accepting imprisonment and exile, careless of ostracism and obloquy, submitting to physical indignities and cruel deprivations, He, the Vicegerent of God on earth, suffered Himself to be banished from place to place and from country to country, till at length He, in the Most Great Prison, offered up His martyred son as a ransom for the redemption and unification of all mankind. "We verily,"

He Himself has testified, "have not fallen short of Our duty to exhort men, and to deliver that whereunto I was bidden by God, the Almighty, the All-Praised.

Had they hearkened unto Me, they would have beheld the earth another earth."

And again: "Is there any excuse left for anyone in this Revelation?

No, by God, the Lord of the Mighty Throne!

My signs have encompassed the earth, and My power enveloped all mankind, and yet the people are wrapped in a strange sleep!"


What Response to His Call?

10 HowÑwe may well ask ourselvesÑhas the world, the object of such Divine solicitude, repaid Him Who sacrificed His all for its sake? What manner of welcome did it accord Him, and what response did His call evoke? A clamor, unparalleled in the history of Shi'ih Islam, greeted, in the land of its birth, the infant light of the Faith, in the midst of a people notorious for its crass ignorance, its fierce fanaticism, its barbaric cruelty, its ingrained prejudices, and the unlimited sway held over the masses by a firmly entrenched ecclesiastical hierarchy. A persecution, kindling a courage which, as attested by no less eminent an authority than the late Lord Curzon of Kedleston, has been unsurpassed by that which the fires of Smithfield evoked, mowed down, with tragic swiftness, no less than twenty thousand of its heroic adherents, who refused to barter their newly born faith for the fleeting honors and security of a mortal life.

11 To the bodily agonies inflicted upon these sufferers, the charges, so unmerited, of Nihilism, occultism, anarchism, eclecticism, immorality, sectarianism, heresy, political partisanshipÑeach conclusively disproved by the tenets of the Faith itself and by the conduct of its followersÑwere added, swelling thereby the number of those who, unwittingly or maliciously, were injuring its cause.

12 Unmitigated indifference on the part of men of eminence and rank; unrelenting hatred shown by the ecclesiastical dignitaries of the Faith from which it had sprung; the scornful derision of the people among whom it was born; the utter contempt which most of those kings and rulers who had been addressed by its Author manifested towards it; the condemnations pronounced, the threats hurled, and the banishments decreed by those under whose sway it arose and first spread; the distortion to which its principles and laws were subjected by the envious and the malicious, in lands and among peoples far beyond the country of its originÑall these are but the evidences of the treatment meted out by a generation sunk in self-content, careless of its God, and oblivious of the omens, prophecies, warnings and admonitions revealed by His Messengers.

13 The blows so heavily dealt the followers of so precious, so glorious, so potent a Faith failed, however, to assuage the animosity that inflamed its persecutors. Nor did the deliberate and mischievous misrepresentations of its fundamental teachings, its aims and purposes, its hopes and aspirations, its institutions and activities, suffice to stay the hand of the oppressor and the calumniator, who sought by every means in their power to abolish its name and extirpate its system. The hand which had struck down so vast a number of its blameless and humble lovers and servants was now raised to deal its Founders the heaviest and cruelest blows.

14 The BabÑ"the Point," as affirmed by Baha'u'llah, "round Whom the realities of the Prophets and Messengers revolve"Ñwas the One first swept into the maelstrom which engulfed His supporters. Sudden arrest and confinement in the very first year of His short and spectacular career; public affront deliberately inflicted in the presence of the ecclesiastical dignitaries of Shiraz; strict and prolonged incarceration in the bleak fastnesses of the mountains of Adhirbayjan; a contemptuous disregard and a cowardly jealousy evinced respectively by the Chief Magistrate of the realm and the foremost minister of his government; the carefully staged and farcical interrogatory sustained in the presence of the heir to the Throne and the distinguished divines of Tabriz; the shameful infliction of the bastinado in the prayer house, and at the hands of the Shaykhu'l-Islam of that city; and finally suspension in the barrack-square of Tabriz and the discharge of a volley of above seven hundred bullets at His youthful breast under the eyes of a callous multitude of about ten thousand people, culminating in the ignominious exposure of His mangled remains on the edge of the moat without the city gateÑthese were the progressive stages in the tumultuous and tragic ministry of One Whose age inaugurated the consummation of all ages, and Whose Revelation fulfilled the promise of all Revelations.

15 "I swear by God!" the Bab Himself in His Tablet to Muhammad Shah has written, "Shouldst thou know the things which in the space of these four years have befallen Me at the hands of thy people and thine army, thou wouldst hold thy breath from fear of God.... Alas, alas, for the things which have touched Me!... I swear by the Most Great Lord! Wert thou to be told in what place I dwell, the first person to have mercy on Me would be thyself. In the heart of a mountain is a fortress [Maku] ... the inmates of which are confined to two guards and four dogs. Picture, then, My plight.... In this mountain I have remained alone, and have come to such a pass that none of those gone before Me have suffered what I have suffered, nor any transgressor endured what I have endured!"

16 "How veiled are ye, O My creatures," He, speaking with the voice of God, has revealed in the Bayan, "...who, without any right, have consigned Him unto a mountain [Maku], not one of whose inhabitants is worthy of mention.... With Him, which is with Me, there is no one except him who is one of the Letters of the Living of My Book. In His presence, which is My Presence, there is not at night even a lighted lamp! And yet, in places [of worship] which in varying degrees reach out unto Him, unnumbered lamps are shining! All that is on earth hath been created for Him, and all partake with delight of His benefits, and yet they are so veiled from Him as to refuse Him even a lamp!"

17 What of Baha'u'llah, the germ of Whose Revelation, as attested by the Bab, is endowed with a potency superior to the combined forces of the Babi Dispensation? Was He notÑHe for Whom the Bab had suffered and died in such tragic and miraculous circumstancesÑmade, for nearly half a century and under the domination of the two most powerful potentates of the East, the object of a systematic and concerted conspiracy which, in its effects and duration, is scarcely paralleled in the annals of previous religions?

18 "The cruelties inflicted by My oppressors,"

He Himself in His anguish has cried out, "have bowed Me down, and turned My hair white.

Shouldst thou present thyself before My throne, thou wouldst fail to recognize the Ancient Beauty, for the freshness of His countenance is altered and its brightness hath faded, by reason of the oppression of the infidels.

I swear by God!

His heart, His soul, and His vitals are melted!" "Wert thou to hear with Mine ear,"

He also declares, "thou wouldst hear how Ali [the Bab] bewaileth Me in the presence of the Glorious Companion, and how Muhammad weepeth over Me in the all-highest Horizon, and how the Spirit [Jesus] beateth Himself upon the head in the heaven of My decree, by reason of what hath befallen this Wronged One at the hands of every impious sinner." "Before Me,"

He elsewhere has written, "riseth up the Serpent of wrath with jaws stretched to engulf Me, and behind Me stalketh the lion of anger intent on tearing Me in pieces, and above Me, O My Well-Beloved, are the clouds of Thy decree, raining upon Me the showers of tribulations, whilst beneath Me are fixed the spears of misfortune, ready to wound My limbs and My body." "Couldst thou be told,"

He further affirms, "what hath befallen the Ancient Beauty, thou wouldst flee into the wilderness, and weep with a great weeping.

In thy grief, thou wouldst smite thyself on the head, and cry out as one stung by the sting of the adder....

By the righteousness of God!

Every morning I arose from My bed I discovered the hosts of countless afflictions massed behind My door, and every night when I lay down, lo!

My heart was torn with agony at what it had suffered from the fiendish cruelty of its foes.

With every piece of bread the Ancient Beauty breaketh is coupled the assault of a fresh affliction, and with every drop He drinketh is mixed the bitterness of the most woeful of trials.

He is preceded in every step He taketh by an army of unforeseen calamities, while in His rear follow legions of agonizing sorrows."

19 Was it not He Who, at the early age of twenty-seven, spontaneously arose to champion, in the capacity of a mere follower, the nascent Cause of the Bab? Was He not the One Who by assuming the actual leadership of a proscribed and harrassed sect exposed Himself, and His kindred, and His possessions, and His rank, and His reputation to the grave perils, the bloody assaults, the general spoliation and furious defamations of both government and people? Was it not HeÑthe Bearer of a Revelation, Whose day "every Prophet hath announced," for which "the soul of every Divine Messenger hath thirsted," and in which "God hath proved the hearts of the entire company of His Messengers and Prophets"Ñwas not the Bearer of such a Revelation, at the instigation of Shi'ih ecclesiastics and by order of the Shah himself forced, for no less than four months, to breathe, in utter darkness, whilst in the company of the vilest criminals and freighted down with galling chains, the pestilential air of the vermin-infested subterranean dungeon of TihranÑa place which, as He Himself subsequently declared, was mysteriously converted into the very scene of the annunciation made to Him by God of His Prophethood?

20 "We were consigned,"

He wrote in His "Epistle to the Son of the Wolf," "for four months to a place foul beyond comparison.

As to the dungeon in which this Wronged One and others similarly wronged were confined, a dark and narrow pit were preferable....

The dungeon was wrapped in thick darkness, and Our fellow prisoners numbered nearly a hundred and fifty souls: thieves, assassins, and highwaymen.

Though crowded, it had no other outlet than the passage by which We entered.

No pen can depict that place, nor any tongue describe its loathsome smell.

Most of these men had neither clothes nor bedding to lie on.

God alone knoweth what befell Us in that most foul-smelling and gloomy place!" "'Abdu'l-Baha," writes Dr.

J.E.

Esslemont, "tells how one day He was allowed to enter the prison-yard to see His beloved Father when He came out for His daily exercise.

Baha'u'llah was terribly altered, so ill He could hardly walk.

His hair and beard unkempt, His neck galled and swollen from the pressure of a heavy steel collar, His body bent by the weight of His chains." "For three days and three nights,"

Nabil has recorded in his chronicle, "no manner of food or drink was given to Baha'u'llah.

Rest and sleep were both impossible to Him.

The place was infested with vermin, and the stench of that gloomy abode was enough to crush the very spirits of those who were condemned to suffer its horrors." "Such was the intensity of His suffering that the marks of that cruelty remained imprinted upon His body all the days of His life."

21 And what of the other tribulations which, before and immediately after this dreadful episode, touched Him? What of His confinement in the home of one of the kad-khudas of Tihran? What of the savage violence with which He was stoned by the angry people in the neighborhood of the village of Niyala? What of His incarceration by the emissaries of the army of the Shah in Mazindaran, and His receiving the bastinado by order, and in the presence, of the assembled siyyids and mujtahids into whose hands He had been delivered by the civil authorities of Amul? What of the howls of derision and abuse with which a crowd of ruffians subsequently pursued Him? What of the monstrous accusation brought against Him by the Imperial household, the Court and the people, when the attempt was made on the life of Nasiri'd-Din Shah? What of the infamous outrages, the abuse and ridicule heaped on Him when He was arrested by responsible officers of the government, and conducted from Niyavaran "on foot and in chains, with bared head and bare feet," and exposed to the fierce rays of the midsummer sun, to the Siyah-Chal of Tihran? What of the avidity with which corrupt officials sacked His house and carried away all His possessions and disposed of His fortune? What of the cruel edict that tore Him from the small band of the Bab's bewildered, hounded, and shepherdless followers, separated Him from His kinsmen and friends, and banished Him, in the depth of winter, despoiled and defamed, to Iraq?

22 Severe as were these tribulations which succeeded one another with bewildering rapidity as a result of the premeditated attacks and the systematic machinations of the court, the clergy, the government and the people, they were but the prelude to a harrowing and extensive captivity which that edict had formally initiated. Extending over a period of more than forty years, and carrying Him successively to Iraq, Sulaymaniyyih, Constantinople, Adrianople and finally to the penal colony of Akka, this long banishment was at last ended by His death, at the age of over three score years and ten, terminating a captivity which, in its range, its duration and the diversity and severity of its afflictions, is unexampled in the history of previous Dispensations.

23 No need to expatiate on the particular episodes which cast a lurid light on the moving annals of those years. No need to dwell on the character and actions of the peoples, rulers and divines who have participated in, and contributed to heighten the poignancy of the scenes of this, the greatest drama in the world's spiritual history.


Features of This Moving Drama

24 To enumerate a few of the outstanding features of this moving drama will suffice to evoke in the reader of these pages, already familiar with the history of the Faith, the memory of those vicissitudes which it has experienced, and which the world has until now viewed with such frigid indifference.

The forced and sudden retirement of Baha'u'llah to the mountains of Sulaymaniyyih, and the distressing consequences that flowed from His two years' complete withdrawal; the incessant intrigues indulged in by the exponents of Shi'ih Islam in Najaf and Karbila, working in close and constant association with their confederates in Persia; the intensification of the repressive measures decreed by Sultan Abdu'l-'Aziz which brought to a head the defection of certain prominent members of the exiled community; the enforcement of yet another banishment by order of that same Sultan, this time to that far off and most desolate of cities, causing such despair as to lead two of the exiles to attempt suicide; the unrelaxing surveillance to which they were subjected upon their arrival in Akka, by hostile officials, and the insufferable imprisonment for two years in the barracks of that town; the interrogatory to which the Turkish pasha subsequently subjected his Prisoner at the headquarters of the government; His confinement for no less than eight years in a humble dwelling surrounded by the befouled air of that city, His sole recreation being confined to pacing the narrow space of His roomÑthese, as well as other tribulations, proclaim, on the one hand, the nature of the ordeal and the indignities He suffered, and point, on the other, the finger of accusation at those mighty ones of the earth who had either so sorely maltreated Him, or deliberately withheld from Him their succor.

25 No wonder that from the Pen of Him Who bore this anguish with such sublime patience these words should have been revealed: "He Who is the Lord of the seen and unseen is now manifest unto all men.

His blessed Self hath been afflicted with such harm that if all the seas, visible and invisible, were turned into ink, and all that dwell in the kingdom into pens, and all that are in the heavens and all that are on earth into scribes, they would, of a certainty, be powerless to record it."

And again: "I have been, most of the days of My life, even as a slave, sitting under a sword hanging on a thread, knowing not whether it would fall soon or late upon him." "All this generation,"

He affirms, "could offer Us were wounds from its darts, and the only cup it proffered to Our lips was the cup of its venom.

On Our neck We still bear the scar of chains, and upon Our body are imprinted the evidences of an unyielding cruelty." "Twenty years have passed, O kings!"

He, addressing the kings of Christendom, at the height of His mission, has written, "during which We have, each day, tasted the agony of a fresh tribulation.

No one of them that were before Us hath endured the things We have endured.

Would that ye could perceive it!

They that rose up against Us have put Us to death, have shed Our blood, have plundered Our property, and violated Our honor.

Though aware of most of Our afflictions, ye, nevertheless, have failed to stay the hand of the aggressor.

For is it not your clear duty to restrain the tyranny of the oppressor, and to deal equitably with your subjects, that your high sense of justice may be fully demonstrated to all mankind?"

26 Who is the ruler, may it not be confidently asked, whether of the East or of the West, who, at any time since the dawn of so transcendent a Revelation, has been prompted to raise his voice either in its praise or against those who persecuted it?

Which people has, in the course of so long a captivity, felt urged to arise and stem the tide of such tribulations?

Who is the sovereign, excepting a single woman, shining in solitary glory, who has, in however small a measure, felt impelled to respond to the poignant call of Baha'u'llah?

Who amongst the great ones of the earth was inclined to extend this infant Faith of God the benefit of his recognition or support?

Which one of the multitudes of creeds, sects, races, parties and classes and of the highly diversified schools of human thought, considered it necessary to direct its gaze towards the rising light of the Faith, to contemplate its unfolding system, to ponder its hidden processes, to appraise its weighty message, to acknowledge its regenerative power, to embrace its salutary truth, or to proclaim its eternal verities?

Who among the worldly wise and the so-called men of insight and wisdom can justly claim, after the lapse of nearly a century, to have disinterestedly approached its theme, to have considered impartially its claims, to have taken sufficient pains to delve into its literature, to have assiduously striven to separate facts from fiction, or to have accorded its cause the treatment it merits?

Where are the preeminent exponents, whether of the arts or sciences, with the exception of a few isolated cases, who have lifted a finger, or whispered a word of commendation, in either the defense or the praise of a Faith that has conferred upon the world so priceless a benefit, that has suffered so long and so grievously, and which enshrines within its shell so enthralling a promise for a world so woefully battered, so manifestly bankrupt?

27 To the mounting tide of trials which laid low the Bab, to the long-drawn-out calamities which rained on Baha'u'llah, to the warnings sounded by both the Herald and the Author of the Baha'i Revelation, must be added the sufferings which, for no less than seventy years, were endured by 'Abdu'l-Baha, as well as His pleas, and entreaties, uttered in the evening of His life, in connection with the dangers that increasingly threatened the whole of mankind.

Born in the very year that witnessed the inception of the Babi Revelation; baptized with the initial fires of persecution that raged around that nascent Cause; an eyewitness, when a boy of eight, of the violent upheavals that rocked the Faith which His Father had espoused; sharing with Him, the ignominy, the perils, and rigors consequent upon the successive banishments from His native-land to countries far beyond its confines; arrested and forced to support, in a dark cell, the indignity of imprisonment soon after His arrival in Akka; the object of repeated investigations and the target of continual assaults and insults under the despotic rule of Sultan Abdu'l-Hamid, and later under the ruthless military dictatorship of the suspicious and merciless Jamal PashaÑHe, too, the Center and Pivot of Baha'u'llah's peerless Covenant and the perfect Exemplar of His teachings, was made to taste, at the hands of potentates, ecclesiastics, governments and peoples, the cup of woe which the Bab and Baha'u'llah, as well as so many of their followers, had drained.

28 With the warnings which both His pen and voice have given in countless Tablets and discourses, during an almost lifelong incarceration and in the course of His extended travels in both the European and American continents, they who labor for the spread of His Father's Faith in the Western world are sufficiently acquainted. How often and how passionately did He appeal to those in authority and to the public at large to examine dispassionately the precepts enunciated by His Father? With what precision and emphasis He unfolded the system of the Faith He was expounding, elucidated its fundamental verities, stressed its distinguishing features, and proclaimed the redemptive character of its principles? How insistently did He foreshadow the impending chaos, the approaching upheavals, the universal conflagration which, in the concluding years of His life, had only begun to reveal the measure of its force and the significance of its impact on human society?

29 A co-sharer in the woeful trials and momentary frustrations afflicting the Bab and Baha'u'llah; reaping a harvest in His lifetime wholly incommensurate to the sublime, the incessant and strenuous efforts He had exerted; experiencing the initial perturbations of the world-shaking catastrophe in store for an unbelieving humanity; bent with age, and with eyes dimmed by the gathering storm which the reception accorded by a faithless generation to His Father's Cause was raising, and with a heart bleeding over the immediate destiny of God's wayward childrenÑHe, at last, sank beneath a weight of troubles for which they who had imposed them upon Him, and upon those gone before Him, were soon to be summoned to a dire reckoning.

30 "Hasten, O my God!" He cried, at a time when adversity had sore beset Him, "the days of my ascension unto Thee, and of my coming before Thee, and of my entry into Thy presence, that I may be delivered from the darkness of the cruelty inflicted by them upon me, and may enter the luminous atmosphere of Thy nearness, O my Lord, the All-Glorious, and may rest under the shadow of Thy most great mercy." "Ya Baha'u'l-Abha [O Thou the Glory of Glories]!" He wrote in a Tablet revealed during the last week of His life, "I have renounced the world and the people thereof, and am heartbroken and sorely afflicted because of the unfaithful. In the cage of this world I flutter even as a frightened bird, and yearn every day to take my flight unto Thy Kingdom. Ya Baha'u'l-Abha! Make me to drink of the cup of sacrifice, and set me free. Relieve me from these woes and trials, from these afflictions and troubles."

31 Dear friends! Alas, a thousand times alas, that a Revelation so incomparably great, so infinitely precious, so mightily potent, so manifestly innocent, should have received, at the hands of a generation so blind and so perverse, so infamous a treatment! "O My servants!" Baha'u'llah Himself testifies, "The one true God is My witness! This most great, this fathomless and surging ocean is near, astonishingly near, unto you. Behold it is closer to you than your life vein! Swift as the twinkling of an eye ye can, if ye but wish it, reach and partake of this imperishable favor, this God-given grace, this incorruptible gift, this most potent and unspeakably glorious bounty."


A World Receded from Him

32 After a revolution of well nigh one hundred years what is it that the eye encounters as one surveys the international scene and looks back upon the early beginnings of Baha'i history?

A world convulsed by the agonies of contending systems, races and nations, entangled in the mesh of its accumulated falsities, receding farther and farther from Him Who is the sole Author of its destinies, and sinking deeper and deeper into a suicidal carnage which its neglect and persecution of Him Who is its Redeemer have precipitated.

A Faith, still proscribed, yet bursting through its chrysalis, emerging from the obscurity of a century-old repression, face to face with the awful evidences of God's wrathful anger, and destined to arise above the ruins of a smitten civilization.

A world spiritually destitute, morally bankrupt, politically disrupted, socially convulsed, economically paralyzed, writhing, bleeding and breaking up beneath the avenging rod of God.

A Faith Whose call remained unanswered, Whose claims were rejected, Whose warnings were brushed aside, Whose followers were mowed down, Whose aims and purposes were maligned, Whose summons to the rulers of the earth were ignored, Whose Herald drained the cup of martyrdom, over the head of Whose Author swept a sea of unheard-of tribulations, and Whose Exemplar sank beneath the weight of lifelong sorrows and dire misfortunes.

A world that has lost its bearings, in which the bright flame of religion is fast dying out, in which the forces of a blatant nationalism and racialism have usurped the rights and prerogatives of God Himself, in which a flagrant secularismÑthe direct offspring of irreligionÑhas raised its triumphant head and is protruding its ugly features, in which the "majesty of kingship" has been disgraced, and they who wore its emblems have, for the most part, been hurled from their thrones, in which the once all-powerful ecclesiastical hierarchies of Islam, and to a lesser extent those of Christianity, have been discredited, and in which the virus of prejudice and corruption is eating into the vitals of an already gravely disordered society.

A Faith Whose institutionsÑthe pattern and crowning glory of the age which is to comeÑhave been ignored and in some instances trampled upon and uprooted, Whose unfolding system has been derided and partly suppressed and crippled, Whose rising OrderÑthe sole refuge of a civilization in the embrace of doomÑhas been spurned and challenged, Whose Mother-Temple has been seized and misappropriated, and Whose "House"Ñthe "cynosure of an adoring world"Ñhas, through a gross miscarriage of justice, as witnessed by the world's highest tribunal, been delivered into the hands of, and violated by, its implacable enemies.

33 We are indeed living in an age which, if we would correctly appraise it, should be regarded as one which is witnessing a dual phenomenon. The first signalizes the death pangs of an order, effete and godless, that has stubbornly refused, despite the signs and portents of a century-old Revelation, to attune its processes to the precepts and ideals which that Heaven-sent Faith proffered it. The second proclaims the birth pangs of an Order, divine and redemptive, that will inevitably supplant the former, and within Whose administrative structure an embryonic civilization, incomparable and world-embracing, is imperceptibly maturing. The one is being rolled up, and is crashing in oppression, bloodshed, and ruin. The other opens up vistas of a justice, a unity, a peace, a culture, such as no age has ever seen. The former has spent its force, demonstrated its falsity and barrenness, lost irretrievably its opportunity, and is hurrying to its doom. The latter, virile and unconquerable, is plucking asunder its chains, and is vindicating its title to be the one refuge within which a sore-tried humanity, purged from its dross, can attain its destiny.

34 "Soon," Baha'u'llah Himself has prophesied, "will the present-day order be rolled up, and a new one spread out in its stead." And again: "By Myself! The day is approaching when We will have rolled up the world and all that is therein, and spread out a new Order in its stead." "The day is approaching when God will have raised up a people who will call to remembrance Our days, who will tell the tale of Our trials, who will demand the restitution of Our rights, from them who, without a tittle of evidence, have treated Us with manifest injustice."

35 Dear friends!

For the trials which have afflicted the Faith of Baha'u'llah a responsibility appalling and inescapable rests upon those into whose hands the reins of civil and ecclesiastical authority were delivered.

The kings of the earth and the world's religious leaders alike must primarily bear the brunt of such an awful responsibility. "Everyone well knoweth,"

Baha'u'llah Himself testifies, "that all the kings have turned aside from Him, and all the religions have opposed Him." "From time immemorial,"

He declares, "they who have been outwardly invested with authority have debarred men from setting their faces towards God.

They have disliked that men should gather together around the Most Great Ocean, inasmuch as they have regarded, and still regard, such a gathering as the cause of, and the motive for, the disruption of their sovereignty." "The kings,"

He moreover has written, "have recognized that it was not in their interest to acknowledge Me, as have likewise the ministers and the divines, notwithstanding that My purpose hath been most explicitly revealed in the Divine Books and Tablets, and the True One hath loudly proclaimed that this Most Great Revelation hath appeared for the betterment of the world and the exaltation of the nations." "Gracious God!" writes the Bab in the Dala'il-i-Sab'ih (Seven Proofs) with reference to the "seven powerful sovereigns ruling the world" in His day, "None of them hath been informed of His [the Bab's] Manifestation, and if informed, none hath believed in Him.

Who knoweth, they may leave this world below full of desire, and without having realized that the thing for which they were waiting had come to pass.

This is what happened to the monarchs that held fast unto the Gospel.

They awaited the coming of the Prophet of God [Muhammad], and when He did appear, they failed to recognize Him.

Behold how great are the sums which these sovereigns expend without even the slightest thought of appointing an official charged with the task of acquainting them in their own realms with th Manifestation of God!

They would thereby have fulfilled the purpose for which they have been created.

All their desires have been and are still fixed upon leaving behind them traces of their names."

The Bab, moreover, in that same treatise, censuring the failure of the Christian divines to acknowledge the truth of Muhammad's mission, makes this illuminating statement: "The blame falleth upon their doctors, for if these had believed, they would have been followed by the mass of their countrymen.

Behold then, that which hath come to pass!

The learned men of Christendom are held to be learned by virtue of their safeguarding the teaching of Christ, and yet consider how they themselves have been the cause of men's failure to accept the Faith and attain unto salvation!"


Recipients of the Message

36 It should not be forgotten that it was the kings of the earth and the world's religious leaders who, above all other categories of men, were made the direct recipients of the Message proclaimed by both the Bab and Baha'u'llah.

It was they who were deliberately addressed in numerous and historic Tablets, who were summoned to respond to the Call of God, and to whom were directed, in clear and forcible language, the appeals, the admonitions and warnings of His persecuted Messengers.

It was they who, when the Faith was born, and later when its mission was proclaimed, were still, for the most part, wielding unquestioned and absolute civil and ecclesiastical authority over their subjects and followers.

It was they who, whether glorying in the pomp and pageantry of a kingship as yet scarcely restricted by constitutional limitations, or entrenched within the strongholds of a seemingly inviolable ecclesiastical power, assumed ultimate responsibility for any wrongs inflicted by those whose immediate destinies they controlled.

It would be no exaggeration to say that in most of the countries of the European and Asiatic continents absolutism, on the one hand, and complete subservience to ecclesiastical hierarchies, on the other, were still the outstanding features of the political and religious life of the masses.

These, dominated and shackled, were robbed of the necessary freedom that would enable them to either appraise the claims and merits of the Message proffered to them, or to embrace unreservedly its truth.

37 Small wonder, then, that the Author of the Baha'i Faith, and to a lesser degree its Herald, should have directed at the world's supreme rulers and religious leaders the full force of Their Messages, and made them the recipients of some of Their most sublime Tablets, and invited them, in a language at once clear and insistent, to heed Their call. Small wonder that They should have taken the pains to unroll before their eyes the truths of Their respective Revelations, and should have expatiated on Their woes and sufferings. Small wonder that They should have stressed the preciousness of the opportunities which it was in the power of these rulers and leaders to seize, and should have warned them in ominous tones of the grave responsibilities which the rejection of God's Message would entail, and should have predicted, when rebuffed and refused, the dire consequences which such a rejection involved. Small wonder that He Who is the King of kings and Vicegerent of God Himself should, when abandoned, contemned and persecuted, have uttered this epigrammatic and momentous prophecy: "From two ranks amongst men power hath been seized: kings and ecclesiastics."

38 As to the kings and emperors who not only symbolized in their persons the majesty of earthly dominion but who, for the most part, actually held unchallengeable sway over the multitudes of their subjects, their relation to the Faith of Baha'u'llah constitutes one of the most illuminating episodes in the history of the Heroic and Formative Ages of that Faith. The Divine summons which embraced within its scope so large a number of the crowned heads of both Europe and Asia; the theme and language of the Messages that brought them into direct contact with the Source of God's Revelation; the nature of their reaction to so stupendous an impact; and the consequences which ensued and can still be witnessed today are the salient features of a subject upon which I can but inadequately touch, and which will be fully and befittingly treated by future Baha'i historians.

39 The Emperor of the French, the most powerful ruler of his day on the European continent, Napoleon III; Pope Pius IX, the supreme head of the highest church in Christendom, and wielder of the scepter of both temporal and spiritual authority; the omnipotent Czar of the vast Russian Empire, Alexander II; the renowned Queen Victoria, whose sovereignty extended over the greatest political combination the world has witnessed; William I, the conqueror of Napoleon III, King of Prussia and the newly acclaimed monarch of a unified Germany; Francis Joseph, the autocratic king-emperor of the Austro-Hungarian monarchy, the heir of the far-famed Holy Roman Empire; the tyrannical Abdu'l-'Aziz, the embodiment of the concentrated power vested in the Sultanate and the Caliphate; the notorious Nasiri'd-Din Shah, the despotic ruler of Persia and the mightiest potentate of Shi'ih IslamÑin a word, most of the preeminent embodiments of power and of sovereignty in His day became, one by one, the object of Baha'u'llah's special attention, and were made to sustain, in varying degrees, the weight of the force communicated by His appeals and warnings.

40 It should be borne in mind, however, that Baha'u'llah has not restricted the delivery of His Message to a few individual sovereigns, however potent the scepters they severally wielded, and however vast the dominions which they ruled. All the kings of the earth have been collectively addressed by His Pen, appealed to, and warned, at a time when the star of His Revelation was mounting its zenith, and whilst He lay a prisoner in the hands, and in the vicinity of the court, of His royal enemy. In a memorable Tablet, designated as the Suriy-i-Muluk (Surih of Kings) in which the Sultan himself and his ministers, and the kings of Christendom, and the French and Persian Ambassadors accredited to the Sublime Porte, and the Muslim ecclesiastical leaders in Constantinople, and its wise men and its inhabitants, and the people of Persia, and the philosophers of the world have been specifically addressed and admonished, He thus directs His words to the entire company of the monarchs of East and West:


Tablets to the Kings

41 "O kings of the earth!

Give ear unto the Voice of God, calling from this sublime, this fruit-laden Tree, that hath sprung out of the Crimson Hill, upon the holy Plain, intoning the words: 'There is none other God but He, the Mighty, the All-Powerful, the All-Wise.'...

Fear God, O concourse of kings, and suffer not yourselves to be deprived of this most sublime grace.

Fling away, then, the things ye possess, and take fast hold on the Handle of God, the Exalted, the Great.

Set your hearts towards the Face of God, and abandon that which your desires have bidden you to follow, and be not of those who perish.

Relate unto them, O servant, the story of Ali [the Bab], when He came unto them with truth, bearing His glorious and weighty Book, and holding in His hands a testimony and proof from God, and holy and blessed tokens from Him.

Ye, however, O kings, have failed to heed the Remembrance of God in His days and to be guided by the lights which arose and shone forth above the horizon of a resplendent Heaven.

Ye examined not His Cause when so to do would have been better for you than all that the sun shineth upon, could ye but perceive it.

Ye remained careless until the divines of PersiaÑthose cruel onesÑpronounced judgment against Him, and unjustly slew Him.

His spirit ascended unto God, and the eyes of the inmates of Paradise and the angels that are nigh unto Him wept sore by reason of this cruelty.

Beware that ye be not careless henceforth as ye have been careless aforetime.

Return, then, unto God, your Maker, and be not of the heedless....

My face hath come forth from the veils, and shed its radiance upon all that is in heaven and on earth; and yet, ye turned not towards Him, notwithstanding that ye were created for Him, O concourse of kings!

Follow, therefore, that which I speak unto you, and hearken unto it with your hearts, and be not of such as have turned aside.

For your glory consisteth not in your sovereignty, but rather in your nearness unto God and your observance of His command as sent down in His holy and preserved Tablets.

Should any one of you rule over the whole earth, and over all that lieth within it and upon it, its seas, its lands, its mountains, and its plains, and yet be not remembered by God, all these would profit him not, could ye but know it....

Arise, then, and make steadfast your feet, and make ye amends for that which hath escaped you, and set then yourselves towards His holy Court, on the shore of His mighty Ocean, so that the pearls of knowledge and wisdom, which God hath stored up within the shell of His radiant heart, may be revealed unto you....

Beware lest ye hinder the breeze of God from blowing over your hearts, the breeze through which the hearts of such as have turned unto Him can be quickened...."

42 "Lay not aside the fear of God, O kings of the earth," He, in that same Tablet has revealed, "and beware that ye transgress not the bounds which the Almighty hath fixed. Observe the injunctions laid upon you in His Book, and take good heed not to overstep their limits. Be vigilant, that ye may not do injustice to anyone, be it to the extent of a grain of mustard seed. Tread ye the path of justice, for this, verily, is the straight path. Compose your differences, and reduce your armaments, that the burden of your expenditures may be lightened, and that your minds and hearts may be tranquilized. Heal the dissensions that divide you, and ye will no longer be in need of any armaments except what the protection of your cities and territories demandeth. Fear ye God, and take heed not to outstrip the bounds of moderation, and be numbered among the extravagant. We have learned that you are increasing your outlay every year, and are laying the burden thereof on your subjects. This, verily, is more than they can bear, and is a grievous injustice. Decide justly between men, and be ye the emblems of justice amongst them. This, if ye judge fairly, is the thing that behooveth you, and beseemeth your station.

43 "Beware not to deal unjustly with anyone that appealeth to you, and entereth beneath your shadow. Walk ye in the fear of God, and be ye of them that lead a godly life. Rest not on your power, your armies, and treasures. Put your whole trust and confidence in God, Who hath created you, and seek ye His help in all your affairs. Succor cometh from Him alone. He succoreth whom He willeth with the hosts of the heavens and of the earth.

44 "Know ye that the poor are the trust of God in your midst. Watch that ye betray not His trust, that ye deal not unjustly with them and that ye walk not in the ways of the treacherous. Ye will most certainly be called upon to answer for His trust on the day when the Balance of Justice shall be set, the day when unto everyone shall be rendered his due, when the doings of all men, be they rich or poor, shall be weighed.

45 "If ye pay no heed unto the counsels which, in peerless and unequivocal language, We have revealed in this Tablet, Divine chastisement shall assail you from every direction, and the sentence of His justice shall be pronounced against you. On that day ye shall have no power to resist Him, and shall recognize your own impotence. Have mercy on yourselves and on those beneath you, and judge ye between them according to the precepts prescribed by God in His most holy and exalted Tablet, a Tablet wherein He hath assigned to each and every thing its settled measure, in which He hath given, with distinctness, an explanation of all things, and which is in itself a monition unto them that believe in Him.

46 "Examine Our Cause, inquire into the things that have befallen Us, and decide justly between Us and Our enemies, and be ye of them that act equitably towards their neighbors. If ye stay not the hand of the oppressor, if ye fail to safeguard the rights of the downtrodden, what right have ye then to vaunt yourselves among men? What is it of which ye can rightly boast? Is it on your food and your drink that ye pride yourselves, on the riches ye lay up in your treasuries, on the diversity and the cost of the ornaments with which ye deck yourselves? If true glory were to consist in the possession of such perishable things, then the earth on which ye walk must needs vaunt itself over you, because it supplieth you, and bestoweth upon you, these very things, by the decree of the Almighty. In its bowels are contained, according to what God hath ordained, all that ye possess. From it, as a sign of His mercy, ye derive your riches. Behold then your state, the thing in which ye glory! Would that ye could perceive it! Nay! By Him Who holdeth in His grasp the kingdom of the entire creation! Nowhere doth your true and abiding glory reside except in your firm adherence unto the precepts of God, your wholehearted observance of His laws, your resolution to see that they do not remain unenforced, and to pursue steadfastly the right course...."

47 And again in that same Tablet: "Twenty years have passed, O kings, during which We have, each day, tasted the agony of a fresh tribulation. No one of them that were before Us hath endured the things We have endured. Would that ye could perceive it! They that rose up against Us, have put Us to death, have shed Our blood, have plundered Our property, and violated Our honor. Though aware of most of Our afflictions, ye, nevertheless, have failed to stay the hand of the aggressor. For is it not your clear duty to restrain the tyranny of the oppressor, and to deal equitably with your subjects, that your high sense of justice may be fully demonstrated to all mankind?

48 "God hath committed into your hands the reins of the government of the people, that ye may rule with justice over them, safeguard the rights of the downtrodden, and punish the wrongdoers. If ye neglect the duty prescribed unto you by God in His Book, your names shall be numbered with those of the unjust in His sight. Grievous, indeed, will be your error. Cleave ye to that which your imaginations have devised, and cast behind your backs the commandments of God, the Most Exalted, the Inaccessible, the All-Compelling, the Almighty? Cast away the things ye possess, and cling to that which God hath bidden you observe. Seek ye His grace, for he that seeketh it treadeth His straight Path.

49 "Consider the state in which We are, and behold ye the ills and troubles that have tried Us. Neglect Us not, though it be for a moment, and judge ye between Us and Our enemies with equity. This will, surely, be a manifest advantage unto you. Thus do We relate to you Our tale, and recount the things that have befallen Us, that ye might take off Our ills and ease Our burden. Let him who will, relieve Us from Our trouble; and as to him that willeth not, my Lord is assuredly the best of Helpers.

50 "Warn and acquaint the people, O Servant, with the things We have sent down unto Thee, and let the fear of no one dismay Thee, and be Thou not of them that waver. The day is approaching when God will have exalted His Cause and magnified His testimony in the eyes of all who are in the heavens and all who are on the earth. Place, in all circumstances, Thy whole trust in Thy Lord, and fix Thy gaze upon Him, and turn away from all them that repudiate His truth. Let God, Thy Lord, be Thy sufficing Succorer and Helper. We have pledged Ourself to secure Thy triumph upon earth and to exalt Our Cause above all men, though no king be found who would turn his face towards Thee...."

51 In the Kitab-i-Aqdas (The Most Holy Book), that priceless treasury enshrining for all time the brightest emanations of the mind of Baha'u'llah, the Charter of His World Order, the chief repository of His laws, the Harbinger of His Covenant, the Pivotal Work containing some of His noblest exhortations, weightiest pronouncements, and portentous prophecies, and revealed during the full tide of His tribulations, at a time when the rulers of the earth had definitely forsaken HimÑin such a Book we read the following:

52 "O kings of the earth! He Who is the sovereign Lord of all is come. The Kingdom is God's, the omnipotent Protector, the Self-Subsisting. Worship none but God, and, with radiant hearts, lift up your faces unto your Lord, the Lord of all names. This is a Revelation to which whatever ye possess can never be compared, could ye but know it. We see you rejoicing in that which ye have amassed for others, and shutting out yourselves from the worlds which naught except My Guarded Tablet can reckon. The treasures ye have laid up have drawn you far away from your ultimate objective. This ill beseemeth you, could ye but understand it. Wash your hearts from all earthly defilements, and hasten to enter the Kingdom of your Lord, the Creator of earth and heaven, Who caused the world to tremble, and all its peoples to wail, except them that have renounced all things and clung to that which the Hidden Tablet hath ordained...."


The Most Great Law Revealed

53 And further: "O kings of the earth! The Most Great Law hath been revealed in this Spot, this Scene of transcendent splendor. Every hidden thing hath been brought to light, by virtue of the Will of the Supreme Ordainer, He Who hath ushered in the Last Hour, through Whom the Moon hath been cleft, and every irrevocable decree expounded.

54 "Ye are but vassals, O kings of the earth! He Who is the King of Kings hath appeared, arrayed in His most wondrous glory, and is summoning you unto Himself, the Help in Peril, the Self-Subsisting. Take heed lest pride deter you from recognizing the Source of Revelation; lest the things of this world shut you out as by a veil from Him Who is the Creator of heaven. Arise, and serve Him Who is the Desire of all nations, Who hath created you through a word from Him, and ordained you to be, for all time, the emblems of His sovereignty.

55 "By the righteousness of God! It is not Our wish to lay hands on your kingdoms. Our mission is to seize and possess the hearts of men. Upon them the eyes of Baha are fastened. To this testifieth the Kingdom of Names, could ye but comprehend it. Whoso followeth his Lord, will renounce the world and all that is therein; how much greater, then, must be the detachment of Him Who holdeth so august a station! Forsake your palaces, and haste ye to gain admittance into His Kingdom. This, indeed, will profit you both in this world and in the next. To this testifieth the Lord of the realm on high, did ye but know it.

56 "How great is the blessedness that awaiteth the king who will arise to aid My Cause in My Kingdom, who will detach himself from all else but Me! Such a king is numbered with the companions of the Crimson Ark, the Ark which God hath prepared for the people of Baha. All must glorify his name, must reverence his station, and aid him to unlock the cities with the keys of My Name, the omnipotent Protector of all that inhabit the visible and invisible kingdoms. Such a king is the very eye of mankind, the luminous ornament on the brow of creation, the fountainhead of blessings unto the whole world. Offer up, O people of Baha, your substance, nay your very lives, for his assistance."

57 And further, this evident arraignment in that same Book: "We have asked nothing from you. For the sake of God We, verily, exhort you, and will be patient as We have been patient in that which hath befallen Us at your hands, O concourse of kings!"

58 Moreover, in His Tablet to Queen Victoria Baha'u'llah thus addresses all the kings of the earth, summoning them to cleave to the Lesser Peace, as distinct from that Most Great Peace which those who are fully conscious of the power of His Revelation and avowedly profess the tenets of His Faith can alone proclaim and must eventually establish:

59 "O kings of the earth! We see you increasing every year your expenditures, and laying the burden thereof on your subjects. This, verily, is wholly and grossly unjust. Fear the sighs and tears of this Wronged One, and lay not excessive burdens on your peoples. Do not rob them to rear palaces for yourselves; nay rather choose for them that which ye choose for yourselves. Thus We unfold to your eyes that which profiteth you, if ye but perceive. Your people are your treasures. Beware lest your rule violate the commandments of God, and ye deliver your wards to the hands of the robber. By them ye rule, by their means ye subsist, by their aid ye conquer. Yet, how disdainfully ye look upon them! How strange, how very strange!

60 "Now that ye have refused the Most Great Peace, hold ye fast unto this, the Lesser Peace, that haply ye may in some degree better your own condition and that of your dependents.

61 "O rulers of the earth! Be reconciled among yourselves, that ye may need no more armaments save in a measure to safeguard your territories and dominions. Beware lest ye disregard the counsel of the All-Knowing, the Faithful.

62 "Be united, O kings of the earth, for thereby will the tempest of discord be stilled amongst you, and your peoples find rest, if ye be of them that comprehend. Should anyone among you take up arms against another, rise ye all against him, for this is naught but manifest justice."

63 To the Christian kings Baha'u'llah, moreover, particularly directs His words of censure, and, in a language that cannot be mistaken, He discloses the true character of His Revelation:

64 "O kings of Christendom! Heard ye not the saying of Jesus, the Spirit of God, 'I go away, and come again unto you'? Wherefore, then, did ye fail, when He did come again unto you in the clouds of heaven, to draw nigh unto Him, that ye might behold His face, and be of them that attained His Presence? In another passage He saith: 'When He, the Spirit of Truth, is come, He will guide you into all truth.' And yet, behold how, when He did bring the truth, ye refused to turn your faces towards Him, and persisted in disporting yourselves with your pastimes and fancies. Ye welcomed Him not, neither did ye seek His Presence, that ye might hear the verses of God from His own mouth, and partake of the manifold wisdom of the Almighty, the All-Glorious, the All-Wise. Ye have, by reason of your failure, hindered the breath of God from being wafted over you, and have withheld from your souls the sweetness of its fragrance. Ye continue roving with delight in the valley of your corrupt desires. Ye and all ye possess shall pass away. Ye shall, most certainly, return to God, and shall be called to account for your doings in the presence of Him Who shall gather together the entire creation...."

65 The Bab, moreover, in the Qayyum-i-Asma', His celebrated commentary on the Surih of Joseph, revealed in the first year of His Mission, and characterized by Baha'u'llah as "the first, the greatest, and mightiest of all books" in the Babi Dispensation, has issued this stirring call to the kings and princes of the earth:

66 "O concourse of kings and of the sons of kings! Lay aside, one and all, your dominion which belongeth unto God.... Vain indeed is your dominion, for God hath set aside earthly possessions for such as have denied Him.... O concourse of kings! Deliver with truth and in all haste the verses sent down by Us to the peoples of Turkey and of India, and beyond them, with power and with truth, to lands in both the East and the West.... By God! If ye do well, to your own behoof will ye do well; and if ye deny God and His signs, We, in very truth, having God, can well dispense with all creatures and all earthly dominion."

67 And again: "Fear ye God, O concourse of kings, lest ye remain afar from Him Who is His Remembrance [the Bab], after the Truth hath come unto you with a Book and signs from God, as spoken through the wondrous tongue of Him Who is His Remembrance. Seek ye grace from God, for God hath ordained for you, after ye have believed in Him, a Garden the vastness of which is as the vastness of the whole of Paradise."

68 So much for the epoch-making counsels and warnings collectively addressed by the Bab and Baha'u'llah to the sovereigns of the earth, and more particularly directed to the kings of Christendom. I would be failing to do justice to my theme were I to ignore, or even to dismiss briefly, those audacious, fate-laden apostrophes to individual monarchs who, whether as kings or emperors, have either viewed with cold indifference the tribulations, or rejected with contempt the warnings, of the twin Founders of our Faith. I can neither quote as fully as I should from the two thousand and more verses that have streamed from the pen of Baha'u'llah and, to a lesser extent, from that of the Bab, addressed to individual monarchs in Europe and Asia, nor is it my purpose to expatiate upon the circumstances that have provoked, or the consequences that have flowed from, those astounding utterances. The historian of the future, viewing more widely and in fuller perspective the momentous happenings of the Apostolic and Formative Ages of the Faith of Baha'u'llah, will no doubt be able to evaluate accurately and to describe in a circumstantial manner the causes, the implications and the effects of these Divine Messages which, in their scope and effectiveness, have certainly no parallel in the religious annals of mankind.

69 To the French Emperor, Napoleon III, Baha'u'llah addressed these words: "O King of Paris!

Tell the priest to ring the bells no longer.

By God, the True One!

The Most Mighty Bell hath appeared in the form of Him Who is the Most Great Name, and the fingers of the will of thy Lord, the Most Exalted, the Most High, toll it out in the heaven of Immortality, in His Name, the All-Glorious.

Thus have the mighty verses of thy Lord been again sent down unto thee, that thou mayest arise to remember God, the Creator of earth and heaven, in these days when all the tribes of the earth have mourned, and the foundations of the cities have trembled, and the dust of irreligion hath enwrapped all men, except such as thy Lord, the All-Knowing, the All-Wise, was pleased to spare....

Give ear, O King, unto the Voice that calleth from the Fire which burneth in this Verdant Tree, upon this Sinai which hath been raised above the hallowed and snow-white Spot, beyond the Everlasting City: 'Verily, there is none other God but Me, the Ever-Forgiving, the Most Merciful!' We, in truth, have sent Him Whom We aided with the Holy Spirit [Jesus], that He may announce unto you this Light that hath shone forth from the horizon of the will of your Lord, the Most Exalted, the All-Glorious, and Whose signs have been revealed in the West, that ye may set your faces towards Him [Baha'u'llah], on this Day which God hath exalted above all other days, and whereon the All-Merciful hath shed the splendor of His effulgent glory upon all who are in heaven and all who are on earth.

Arise thou to serve God and help His Cause.

He, verily, will assist thee with the hosts of the seen and unseen, and will set thee king over all that whereon the sun riseth.

Thy Lord, in truth, is the All-Powerful, the Almighty....

Attire thy temple with the ornament of My Name, and thy tongue with remembrance of Me, and thine heart with love for Me, the Almighty, the Most High.

We have desired for thee naught except that which is better for thee than what thou dost possess and all thetreasures of the earth.

Thy Lord, verily, is knowing, informed of all....

70 "O King!

We heard the words thou didst utter in answer to the Czar of Russia, concerning the decision made regarding the war [Crimean War].

Thy Lord, verily, knoweth, is informed of all.

Thou didst say: 'I lay asleep upon my couch, when the cry of the oppressed, who were drowned in the Black Sea, wakened me.' This is what we heard thee say, and, verily, thy Lord is witness unto what I say.

We testify that that which wakened thee was not their cry, but the promptings of thine own passions, for We tested thee, and found thee wanting.

Comprehend the meaning of My words, and be thou of the discerning....

Hadst thou been sincere in thy words, thou wouldst have not cast behind thy back the Book of God, when it was sent unto thee by Him Who is the Almighty, the All-Wise.

We have proved thee through it, and found thee other than that which thou didst profess.

Arise, and make amends for that which escaped thee.

Erelong the world and all that thou possessest will perish, and the kingdom will remain unto God, thy Lord and the Lord of thy fathers of old.

It behooveth thee not to conduct thine affairs according to the dictates of thy desires.

Fear the sighs of this Wronged One, and shield Him from the darts of such as act unjustly.

For what thou hast done, thy kingdom shall be thrown into confusion, and thine empire shall pass from thine hands, as a punishment for that which thou hast wrought.

Then wilt thou know how thou hast plainly erred.

Commotions shall seize all the people in that land, unless thou arisest to help this Cause, and followest Him Who is the Spirit of God [Jesus] in this, the straight Path.

Hath thy pomp made thee proud?

By My Life!

It shall not endure; nay, it shall soon pass away, unless thou holdest fast by this firm Cord.

We see abasement hastening after thee, while thou art of the heedless....

Abandon thy palaces to the people of the graves, and thine empire to whosoever desireth it, and turn, then, unto the Kingdom.

This, verily, is what God hath chosen for thee, wert thou of them that turn unto Him....

Shouldst thou desire to bear the weight of thy dominion, bear it then to aid the Cause of thy Lord.

Glorified be this station which whoevr attaineth thereunto hath attained unto all good that proceedeth from Him Who is the All-Knowing, the All-Wise....

Exultest thou over the treasures thou dost possess, knowing they shall perish?

Rejoicest thou in that thou rulest a span of earth, when the whole world, in the estimation of the people of Baha, is worth as much as the black in the eye of a dead ant?

Abandon it unto such as have set their affections upon it, and turn thou unto Him Who is the Desire of the world.

Whither are gone the proud and their palaces?

Gaze thou into their tombs, that thou mayest profit by this example, inasmuch as We made it a lesson unto every beholder.

Were the breezes of Revelation to seize thee, thou wouldst flee the world, and turn unto the Kingdom, and wouldst expend all thou possessest, that thou mayest draw nigh unto this sublime Vision."


Revealed to the Pope

71 To Pope Pius IX, Baha'u'llah revealed the following: "O Pope! Rend the veils asunder. He Who is the Lord of Lords is come overshadowed with clouds, and the decree hath been fulfilled by God, the Almighty, the Unrestrained.... He, verily, hath again come down from Heaven even as He came down from it the first time. Beware that thou dispute not with Him even as the Pharisees disputed with Him [Jesus] without a clear token or proof. On His right hand flow the living waters of grace, and on His left the choice Wine of justice, whilst before Him march the angels of Paradise, bearing the banners of His signs. Beware lest any name debar thee from God, the Creator of earth and heaven. Leave thou the world behind thee, and turn towards thy Lord, through Whom the whole earth hath been illumined.... Dwellest thou in palaces whilst He Who is the King of Revelation liveth in the most desolate of abodes? Leave them unto such as desire them, and set thy face with joy and delight towards the Kingdom.... Arise in the name of thy Lord, the God of Mercy, amidst the peoples of the earth, and seize thou the Cup of Life with the hands of confidence, and first drink thou therefrom, and proffer it then to such as turn towards it amongst the peoples of all faiths....

72 "Call thou to remembrance Him Who was the Spirit [Jesus], Who, when He came, the most learned of His age pronounced judgment against Him in His own country, whilst he who was only a fisherman believed in Him. Take heed, then, ye men of understanding heart! Thou, in truth, art one of the suns of the heaven of His names. Guard thyself, lest darkness spread its veils over thee, and fold thee away from His light.... Consider those who opposed the Son [Jesus], when He came unto them with sovereignty and power. How many the Pharisees who were waiting to behold Him, and were lamenting over their separation from Him! And yet, when the fragrance of His coming was wafted over them, and His beauty was unveiled, they turned aside from Him and disputed with Him.... None save a very few, who were destitute of any power amongst men, turned towards His face. And yet today every man endowed with power and invested with sovereignty prideth himself on His Name! In like manner, consider how numerous, in these days, are the monks who, in My Name, have secluded themselves in their churches, and who, when the appointed time was fulfilled, and We unveiled Our beauty, knew Us not, though they call upon Me at eventide and at dawn....

73 "The Word which the Son concealed is made manifest. It hath been sent down in the form of the human temple in this day. Blessed be the Lord Who is the Father! He, verily, is come unto the nations in His most great majesty. Turn your faces towards Him, O concourse of the righteous! ...This is the day whereon the Rock [Peter] crieth out and shouteth, and celebrateth the praise of its Lord, the All-Possessing, the Most High, saying: 'Lo! The Father is come, and that which ye were promised in the Kingdom is fulfilled!...' My body longeth for the cross, and Mine head waiteth the thrust of the spear, in the path of the All-Merciful, that the world may be purged from its transgressions....

74 "O Supreme Pontiff!

Incline thine ear unto that which the Fashioner of moldering bones counseleth thee, as voiced by Him Who is His Most Great Name.

Sell all the embellished ornaments thou dost possess, and expend them in the path of God, Who causeth the night to return upon the day, and the day to return upon the night.

Abandon thy kingdom unto the kings, and emerge from thy habitation, with thy face set towards the Kingdom, and, detached from the world, then speak forth the praises of thy Lord betwixt earth and heaven.

Thus hath bidden thee He Who is the Possessor of Names, on the part of thy Lord, the Almighty, the All-Knowing.

Exhort thou the kings and say: 'Deal equitably with men.

Beware lest ye transgress the bounds fixed in the Book.' This indeed becometh thee.

Beware lest thou appropriate unto thyself the things of the world and the riches thereof.

Leave them unto such as desire them, and cleave unto that which hath been enjoined upon thee by Him Who is the Lord of creation.

Should anyone offer thee all the treasures of the earth, refuse to even glance upon them.

Be as thy Lord hath been.

Thus hath the Tongue of Revelation spoken that which God hath made the ornament of the book of creation....

Should the inebriation of the wine of My verses seize thee, and thou determinest to present thyself before the throne of thy Lord, the Creator of earth and heaven, make My love thy vesture, and thy shield remembrance of Me, and thy provision reliance upon God, the Revealer of all power....

Verily, the day of ingathering is come, and all things have been separated from each other.

He hath stored away that which He chose in the vessels of justice, and cast into fire that which befitteth it.

Thus hath it been decreed by your Lord, the Mighty, the Loving, in this promised Day.

He, verily, ordaineth what He pleaseth.

There is none other God save He, the Almighty, the All-Compelling."

75 In the Tablet addressed to the Czar of Russia, Alexander II, we read: "O Czar of Russia!

Incline thine ear unto the voice of God, the King, the Holy, and turn thou unto Paradise, the Spot wherein abideth He Who, among the Concourse on high, beareth the most excellent titles, and Who, in the kingdom of creation, is called by the name of God, the Effulgent, the All-Glorious.

Beware lest thy desire deter thee from turning towards the face of thy Lord, the Compassionate, the Most Merciful.

We, verily, have heard the thing for which thou didst supplicate thy Lord, whilst secretly communing with Him.

Wherefore, the breeze of My loving-kindness wafted forth, and the sea of My mercy surged, and We answered thee in truth.

Thy Lord, verily, is the All-Knowing, the All-Wise.

Whilst I lay chained and fettered in the prison, one of thy ministers extended Me his aid.

Wherefore hath God ordained for thee a station which the knowledge of none can comprehend except His knowledge.

Beware lest thou barter away this sublime station....

Beware lest thy sovereignty withhold thee from Him Who is the Supreme Sovereign.

He, verily, is come with His Kingdom, and all the atoms cry aloud: 'Lo!

The Lord is come in His great majesty!' He Who is the Father is come, and the Son [Jesus], in the holy vale, crieth out: 'Here am I, here am I, O Lord, My God!', whilst Sinai circleth round the House, and the Burning Bush calleth aloud: 'The All-Bounteous is come mounted upon the clouds!

Blessed is he that draweth nigh unto Him, and woe betide them that are far away.'

76 "Arise thou amongst men in the name of this all-compelling Cause, and summon, then, the nations unto God, the Exalted, the Great. Be thou not of them who called upon God by one of His names, but who, when He Who is the Object of all names appeared, denied Him and turned aside from Him, and, in the end, pronounced sentence against Him with manifest injustice. Consider and call thou to mind the days whereon the Spirit of God [Jesus] appeared, and Herod gave judgment against Him. God, however, aided Him with the hosts of the unseen, and protected Him with truth, and sent Him down unto another land, according to His promise. He, verily, ordaineth what He pleaseth. Thy Lord truly preserveth whom He willeth, be he in the midst of the seas, or in the maw of the serpent, or beneath the sword of the oppressor....

77 "Again I say: Hearken unto My voice that calleth from My prison, that it may acquaint thee with the things that have befallen My Beauty, at the hands of them that are the manifestations of My glory, and that thou mayest perceive how great hath been My patience, notwithstanding My might, and how immense My forebearance, notwithstanding My power. By My life! Couldst thou but know the things sent down by My Pen, and discover the treasures of My Cause, and the pearls of My mysteries which lie hid in the seas of My names and in the goblets of My words, thou wouldst, in thy love for My name, and in thy longing for My glorious and sublime Kingdom, lay down thy life in My path. Know thou that though My body be beneath the swords of My foes, and My limbs be beset with incalculable afflictions, yet My spirit is filled with a gladness with which all the joys of the earth can never compare.

78 "Set thine heart towards Him Who is the Point of adoration for the world, and say:

O peoples of the earth!

Have ye denied the One in Whose path He Who came with the truth, bearing the announcement of your Lord, the Exalted, the Great, suffered martyrdom?

Say:

This is an Announcement whereat the hearts of the Prophets and Messengers have rejoiced.

This is the One Whom the heart of the world remembereth, and is promised in the Books of God, the Mighty, the All-Wise.

The hands of the Messengers were, in their desire to meet Me, upraised towards God, the Mighty, the Glorified....

Some lamented in their separation from Me, others endured hardships in My path, and still others laid down their lives for the sake of My Beauty, could ye but know it.

Say:

I, verily, have not sought to extol Mine Own Self, but rather God Himself, were ye to judge fairly.

Naught can be seen in Me except God and His Cause, could ye but perceive it.

I am the One Whom the tongue of Isaiah hath extolled, the One with Whose name both the Torah and the Evangel were adorned. ...Blessed be the king whose sovereignty hath withheld him not from his Sovereign, and who hath turned unto God with his heart.

He, verily, is accounted of those that have attained unto that which God, the Mighty, the All-Wise, hath willed.

Erelong will such a one find himself numbered with the monarchs of the realms of the Kingdom.

Thy Lord is, in truth, potent over all things.

He giveth what He willeth to whomsoever He willeth, and withholdeth what He pleaseth from whomsoever He willeth.

He, verily, is the All-Powerful, the Almighty."

79 To Queen Victoria Baha'u'llah has written: "O Queen in London! Incline thine ear unto the voice of thy Lord, the Lord of all mankind, calling from the Divine Lote-Tree: Verily, no God is there but Me, the Almighty, the All-Wise! Cast away all that is on earth, and attire the head of thy kingdom with the crown of the remembrance of thy Lord, the All-Glorious. He, in truth, hath come unto the world in His most great glory, and all that hath been mentioned in the Gospel hath been fulfilled. The land of Syria hath been honored by the footsteps of its Lord, the Lord of all men, and north and south are both inebriated with the wine of His presence. Blessed is the man that inhaled the fragrance of the Most Merciful, and turned unto the Dawning-Place of His Beauty, in this resplendent Dawn. The Mosque of Aqsa vibrateth through the breezes of its Lord, the All-Glorious, whilst Batha [Mecca] trembleth at the voice of God, the Exalted, the Most High. Whereupon every single stone of them celebrateth the praise of the Lord, through this Great Name.

80 "Lay aside thy desire, and set then thine heart towards thy Lord, the Ancient of Days. We make mention of thee for the sake of God, and desire that thy name may be exalted through thy remembrance of God, the Creator of earth and heaven. He, verily, is witness unto that which I say. We have been informed that thou hast forbidden the trading in slaves, both men and women. This, verily, is what God hath enjoined in this wondrous Revelation. God hath, truly, destined a reward for thee, because of this. He, verily, will pay the doer of good his due recompense, wert thou to follow what hath been sent unto thee by Him Who is the All-Knowing, the All-Informed. As to him who turneth aside, and swelleth with pride, after that the clear tokens have come unto him, from the Revealer of signs, his work shall God bring to naught. He, in truth, hath power over all things. Man's actions are acceptable after his having recognized [the Manifestation]. He that turneth aside from the True One is indeed the most veiled amongst His creatures. Thus hath it been decreed by Him Who is the Almighty, the Most Powerful.

81 "We have also heard that thou hast entrusted the reins of counsel into the hands of the representatives of the people. Thou, indeed, hast done well, for thereby the foundations of the edifice of thine affairs will be strengthened, and the hearts of all that are beneath thy shadow, whether high or low, will be tranquilized. It behooveth them, however, to be trustworthy among His servants, and to regard themselves as the representatives of all that dwell on earth. This is what counseleth them, in this Tablet, He Who is the Ruler, the All-Wise.... Blessed is he that entereth the assembly for the sake of God, and judgeth between men with pure justice. He, indeed, is of the blissful....

82 "Turn thou unto God and say: O my Sovereign Lord! I am but a vassal of Thine, and Thou art, in truth, the King of kings. I have lifted my suppliant hands unto the heaven of Thy grace and Thy bounties. Send down, then, upon me from the clouds of Thy generosity that which will rid me of all save Thee, and draw me nigh unto Thyself. I beseech Thee, O my Lord, by Thy name, which Thou hast made the king of names and the manifestation of Thyself to all who are in heaven and on earth, to rend asunder the veils that have intervened between me and my recognition of the Dawning-Place of Thy signs and the Dayspring of Thy Revelation. Thou art, verily, the Almighty, the All-Powerful, the All-Bounteous. Deprive me not, O my Lord, of the fragrances of the Robe of Thy mercy in Thy days, and write down for me that which Thou hast written down for Thy handmaidens who have believed in Thee and in Thy signs, and have recognized Thee, and set their hearts towards the horizon of Thy Cause. Thou art truly the Lord of the worlds and of those who show mercy the Most Merciful. Assist me, then, O my God, to remember Thee amongst Thy handmaidens, and to aid Thy Cause in Thy lands. Accept, then, that which hath escaped me when the light of Thy countenance shone forth. Thou, indeed, hast power over all things. Glory be to Thee, O Thou in Whose hand is the kingdom of the heavens and of the earth."

83 In the Kitab-i-Aqdas, His Most Holy Book, Baha'u'llah thus addresses the German Emperor, William I: "Say: O King of Berlin! Give ear unto the Voice calling from this manifest Temple: Verily, there is none other God but Me, the Everlasting, the Peerless, the Ancient of Days. Take heed lest pride debar thee from recognizing the Dayspring of Divine Revelation, lest earthly desires shut thee out, as by a veil, from the Lord of the Throne above and of the earth below. Thus counseleth thee the Pen of the Most High. He, verily, is the Most Gracious, the All-Bountiful. Do thou remember the one whose power transcended thy power [Napoleon III], and whose station excelled thy station. Where is he? Whither are gone the things he possessed? Take warning, and be not of them that are fast asleep. He it was who cast the Tablet of God behind him, when We made known unto him what the hosts of tyranny had caused Us to suffer. Wherefore, disgrace assailed him from all sides, and he went down to dust in great loss. Think deeply, O King, concerning him, and concerning them who, like unto thee, have conquered cities and ruled over men. The All-Merciful brought them down from their palaces to their graves. Be warned, be of them who reflect."

84 And further, in that same Book, this remarkable prophecy: "O banks of the Rhine! We have seen you covered with gore, inasmuch as the swords of retribution were drawn against you; and you shall have another turn. And We hear the lamentations of Berlin, though she be today in conspicuous glory."

85 Again in the Kitab-i-Aqdas these words, directed to Emperor Francis Joseph, are recorded: "O Emperor of Austria! He who is the Dayspring of God's Light dwelt in the prison of Akka, at the time when thou didst set forth to visit the Aqsa Mosque [Jerusalem]. Thou passed Him by, and inquired not about Him, by Whom every house is exalted, and every lofty gate unlocked. We, verily, made it [Jerusalem] a place whereunto the world should turn, that they might remember Me, and yet thou hast rejected Him Who is the Object of this remembrance, when He appeared with the Kingdom of God, thy Lord and the Lord of the worlds. We have been with thee at all times, and found thee clinging unto the Branch and heedless of the Root. Thy Lord, verily, is a witness unto what I say. We grieved to see thee circle round Our Name, whilst unaware of Us, though We were before thy face. Open thine eyes, that thou mayest behold this glorious Vision, and recognize Him Whom thou invokest in the daytime and in the night season, and gaze on the Light that shineth above this luminous Horizon."

86 In the Suriy-i-Muluk Sultan Abdu'l-'Aziz is addressed in the following terms: "Hearken, O king, to the speech of Him that speaketh the truth, Him that doth not ask thee to recompense Him with the things God hath chosen to bestow upon thee, Him Who unerringly treadeth the straight Path. He it is Who summoneth thee unto God, thy Lord, Who showeth thee the right course, the way that leadeth to true felicity, that haply thou mayest be of them with whom it shall be well.... He that giveth up himself wholly to God, God shall, assuredly, be with him; and he that placeth his complete trust in God, God shall, verily, protect him from whatsoever may harm him, and shield him from the wickedness of every evil plotter.

87 "Wert thou to incline thine ear unto My speech and observe My counsel, God would exalt thee to so eminent a position that the designs of no man on the whole earth could ever touch or hurt thee. Observe, O king, with thine inmost heart and with thy whole being, the precepts of God, and walk not in the paths of the oppressor. Seize thou, and hold firmly within the grasp of thy might, the reins of the affairs of thy people, and examine in person whatever pertaineth unto them. Let nothing escape thee, for therein lieth the highest good.

88 "Render thanks unto God for having chosen thee out of the whole world, and made thee king over them that profess thy faith. It well beseemeth thee to appreciate the wondrous favors with which God hath favored thee, and to magnify continually His name. Thou canst best praise Him if thou lovest His loved ones, and dost safeguard and protect His servants from the mischief of the treacherous, that none may any longer oppress them. Thou shouldst, moreover, arise to enforce the law of God amongst them, that thou mayest be of those who are firmly established in His law.

89 "Shouldst thou cause rivers of justice to spread their waters amongst thy subjects, God would surely aid thee with the hosts of the unseen and of the seen, and would strengthen thee in thine affairs. No God is there but Him. All creation and its empire are His. Unto Him return the works of the faithful.

90 "Place not thy reliance on thy treasures. Put thy whole confidence in the grace of God, thy Lord. Let Him be thy trust in whatever thou doest, and be of them that have submitted themselves to His Will. Let Him be thy helper and enrich thyself with His treasures, for with Him are the treasuries of the heavens and of the earth. He bestoweth them upon whom He will, and from whom He will He withholdeth them. There is none other God but Him, the All-Possessing, the All-Praised. All are but paupers at the door of His mercy; all are helpless before the revelation of His sovereignty, and beseech His favors.

91 "Overstep not the bounds of moderation, and deal justly with them that serve thee. Bestow upon them according to their needs, and not to the extent that will enable them to lay up riches for themselves, to deck their persons, to embellish their homes, to acquire the things that are of no benefit unto them, and to be numbered with the extravagant. Deal with them with undeviating justice, so that none among them may either suffer want, or be pampered with luxuries. This is but manifest justice. Allow not the abject to rule over and dominate them who are noble and worthy of honor, and suffer not the high-minded to be at the mercy of the contemptible and worthless, for this is what We observed upon Our arrival in the City [Constantinople], and to it We bear witness....

92 "Set before thine eyes God's unerring Balance and, as one standing in His Presence, weigh in that balance thine actions every day, every moment of thy life. Bring thyself to account ere thou art summoned to a reckoning, on the Day when no man shall have strength to stand for fear of God, the Day when the hearts of the heedless ones shall be made to tremble....

93 "Thou art God's shadow on earth. Strive, therefore, to act in such a manner as befitteth so eminent, so august a station. If thou dost depart from following the things We have caused to descend upon thee and taught thee, thou wilt, assuredly, be derogating from that great and priceless honor. Return, then, and cleave wholly unto God, and cleanse thine heart from the world and all its vanities, and suffer not the love of any stranger to enter and dwell therein. Not until thou dost purify thine heart from every trace of such love can the brightness of the light of God shed its radiance upon it, for to none hath God given more than one heart. This, verily, hath been decreed and written down in His ancient Book. And as the human heart, as fashioned by God, is one and undivided, it behooveth thee to take heed that its affections be, also, one and undivided. Cleave thou, therefore, with the whole affection of thine heart, unto His love, and withdraw it from the love of anyone besides Him, that He may aid thee to immerse thyself in the ocean of His unity, and enable thee to become a true upholder of His oneness....


Let the Oppressor Desist

94 "Let thine ear be attentive, O King, to the words We have addressed thee. Let the oppressor desist from his tyranny, and cut off the perpetrators of injustice from among them that profess thy faith. By the righteousness of God! The tribulations We have sustained are such that any pen that recounteth them cannot but be overwhelmed with anguish. No one of them that truly believe and uphold the unity of God can bear the burden of their recital. So great have been Our sufferings that even the eyes of our enemies have wept over Us, and beyond those of every discerning person. And to all these trials have We been subjected, in spite of Our action in approaching thee, and in bidding the people to enter beneath thy shadow, that thou mightest be a stronghold unto them that believe in and uphold the unity of God.

95 "Have I, O King, ever disobeyed thee? Have I, at any time, transgressed any of thy laws? Can any of thy ministers that represent thee in Iraq produce any proof that can establish My disloyalty to thee? No, by Him Who is the Lord of all worlds! Not for one short moment did We rebel against thee, or against any of thy ministers. Never, God willing, shall We revolt against thee, though We be exposed to trials more severe than any We suffered in the past. In the daytime and in the night season, at even and at morn, We pray to God on thy behalf, that He may graciously aid thee to be obedient unto Him and to observe His commandments, that He may shield thee from the hosts of the evil ones. Do, therefore, as it pleaseth thee, and treat Us as befitteth thy station and beseemeth thy sovereignty. Be not forgetful of the law of God in whatever thou desirest to achieve, now or in the days to come. Say: Praise be to God, the Lord of all worlds!"

96 Moreover, in the Kitab-i-Aqdas, is this vehement apostrophe to Constantinople: "O Spot that art situate on the shores of the two seas! The throne of tyranny hath, verily, been stablished upon thee, and the flame of hatred hath been kindled within thy bosom, in such wise that the Concourse on high and they who circle around the Exalted Throne have wailed and lamented. We behold in thee the foolish ruling over the wise, and darkness vaunting itself against the light. Thou art indeed filled with manifest pride. Hath thine outward splendor made thee vainglorious? By Him Who is the Lord of mankind! It shall soon perish, and thy daughters and thy widows and all the kindreds that dwell within thee shall lament. Thus informeth thee the All-Knowing, the All-Wise."

97 As to Nasiri'd-Din Shah, the Lawh-i-Sultan, despatched to him from Akka and constituting Baha'u'llah's lengthiest Epistle to any single sovereign, proclaims: "O King!

I was but a man like others, asleep upon My couch, when lo, the breezes of the All-Glorious were wafted over Me, and taught Me the knowledge of all that hath been.

This thing is not from Me, but from One Who is Almighty and All-Knowing.

And He bade Me lift up My voice between earth and heaven, and for this there befell Me what hath caused the tears of every man of understanding to flow.

The learning current amongst men I studied not; their schools I entered not.

Ask of the city wherein I dwelt, that thou mayest be well assured that I am not of them who speak falsely.

This is but a leaf which the winds of the will of thy Lord, the Almighty, the All-Praised, have stirred.

Can it be still when the tempestuous winds are blowing?

Nay, by Him Who is the Lord of all Names and Attributes!

They move it as they list.

The evanescent is as nothing before Him Who is the Ever-Abiding.

His all-compelling summons hath reached Me, and caused Me to speak His praise amidst all people.

I was indeed as one dead when His behest was uttered.

The hand of the will of thy Lord, the Compassionate, the Merciful, transformed Me.

Can anyone speak forth of his own accord that for which all men, both high and low, will protest against him?

Nay, by Him Who taught the Pen the eternal mysteries, save him whom the grace of the Almighty, the All-Powerful, hath strengthened.

The Pen of the Most High addresseth Me saying:

Fear not.

Relate unto His Majesty the Shah that which befell thee.

His heart, verily, is between the fingers of thy Lord, the God of Mercy, that haply the sun of justice and bounty may shine forth above the horizon of his heart.

Thus hath the decree been irrevocably fixed by Him Who is the All-Wise.

98 "Look upon this Youth, O King, with the eyes of justice; judge thou, then, with truth concerning what hath befallen Him. Of a verity, God hath made thee His shadow amongst men, and the sign of His power unto all that dwell on earth. Judge thou between Us and them that have wronged Us without proof and without an enlightening Book. They that surround thee love thee for their own sakes, whereas this Youth loveth thee for thine own sake, and hath had no desire except to draw thee nigh unto the seat of grace, and to turn thee toward the right hand of justice. Thy Lord beareth witness unto that which I declare.

99 "O King! Wert thou to incline thine ear unto the shrill of the Pen of Glory and the cooing of the Dove of Eternity which, on the branches of the Lote-Tree beyond which there is no passing, uttereth praises to God, the Maker of all names and Creator of earth and heaven, thou wouldst attain unto a station from which thou wouldst behold in the world of being naught save the effulgence of the Adored One, and wouldst regard thy sovereignty as the most contemptible of thy possessions, abandoning it to whosoever might desire it, and setting thy face toward the Horizon aglow with the light of His countenance. Neither wouldst thou ever be willing to bear the burden of dominion save for the purpose of helping thy Lord, the Exalted, the Most High. Then would the Concourse on high bless thee. O how excellent is this most sublime station, couldst thou ascend thereunto through the power of a sovereignty recognized as derived from the Name of God!...

100 "O King of the age! The eyes of these refugees are turned towards and fixed upon the mercy of the Most Merciful. No doubt is there whatever that these tribulations will be followed by the outpourings of a supreme mercy, and these dire adversities be succeeded by an overflowing prosperity. We fain would hope, however, that His Majesty the Shah will himself examine these matters, and bring hope to the hearts. That which We have submitted to thy Majesty is indeed for thine highest good. And God, verily, is a sufficient witness unto Me....

101 "O would that thou wouldst permit Me, O Shah, to send unto thee that which would cheer the eyes, and tranquilize the souls, and persuade every fair-minded person that with Him is the knowledge of the Book.... But for the repudiation of the foolish and the connivance of the divines, I would have uttered a discourse that would have thrilled and carried away the hearts unto a realm from the murmur of whose winds can be heard: 'No God is there but He!'...

102 "I have seen, O Shah, in the path of God what eye hath not seen nor ear heard.... How numerous the tribulations which have rained, and will soon rain, upon Me! I advance with My face set towards Him Who is the Almighty, the All-Bounteous, whilst behind Me glideth the serpent. Mine eyes have rained down tears until My bed is drenched. I sorrow not for Myself, however. By God! Mine head yearneth for the spear out of love for its Lord. I never passed a tree, but Mine heart addressed it saying: 'O would that thou wert cut down in My name, and My body crucified upon thee, in the path of My Lord!'... By God! Though weariness lay Me low, and hunger consume Me, and the bare rock be My bed, and My fellows the beasts of the field, I will not complain, but will endure patiently as those endued with constancy and firmness have endured patiently, through the power of God, the Eternal King and Creator of the nations, and will render thanks unto God under all conditions. We pray that, out of His bountyÑexalted be HeÑHe may release, through this imprisonment, the necks of men from chains and fetters, and cause them to turn, with sincere faces, towards His Face, Who is the Mighty, the Bounteous. Ready is He to answer whosover calleth upon Him, and nigh is He unto such as commune with Him."

103 In the Qayyum-i-Asma' the Bab, for His part, thus addresses Muhammad Shah: "O King of Islam! Aid thou, with the truth, after having aided the Book, Him Who is Our Most Great Remembrance, for God hath, in very truth, destined for thee, and for such as circle round thee, on the Day of Judgment, a responsible position in His Path. I swear by God, O Shah! If thou showest enmity unto Him Who is His Remembrance, God will, on the Day of Resurrection, condemn thee, before the kings, unto hellfire, and thou shalt not, in very truth, find on that Day any helper except God, the Exalted. Purge thou, O Shah, the Sacred Land [Tihran] from such as have repudiated the Book, ere the day whereon the Remembrance of God cometh, terribly and of a sudden, with His potent Cause, by the leave of God, the Most High. God, verily, hath prescribed to thee to submit unto Him Who is His Remembrance, and unto His Cause, and to subdue, with the truth and by His leave, the countries, for in this world thou hast been mercifully invested with sovereignty, and will, in the next, dwell, nigh unto the Seat of Holiness, with the inmates of the Paradise of His good pleasure. Let not thy sovereignty deceive thee, O Shah, for 'every soul shall taste of death,' and this, in very truth, hath been written down as a decree of God."

104 In His Tablet to Muhammad Shah the Bab, moreover, has revealed: "I am the Primal Point from which have been generated all created things. I am the Countenance of God Whose splendor can never be obscured, the Light of God Whose radiance can never fade.... All the keys of heaven God hath chosen to place on My right hand, and all the keys of hell on My left.... I am one of the sustaining pillars of the Primal Word of God. Whosoever hath recognized Me, hath known all that is true and right, and hath attained all that is good and seemly.... The substance wherewith God hath created Me is not the clay out of which others have been formed. He hath conferred upon Me that which the worldly-wise can never comprehend, nor the faithful discover....

105 "By My life! But for the obligation to acknowledge the Cause of Him Who is the Testimony of God ... I would not have announced this unto thee.... In that same year [year 60] I despatched a messenger and a book unto thee, that thou mightest act towards the Cause of Him Who is the Testimony of God as befitteth the station of thy sovereignty....

106 "I swear by the truth of God! Were he who hath been willing to treat Me in such a manner to know who it is whom he hath so treated, he, verily, would never in his life be happy. NayÑI, verily, acquaint thee with the truth of the matterÑit is as if he hath imprisoned all the Prophets, and all the men of truth, and all the chosen ones.... Woe betide him from whose hands floweth evil, and blessed the man from whose hands floweth good....

107 "I swear by God! I seek no earthly goods from thee, be it as much as a mustard seed.... I swear by the truth of God! Wert thou to know that which I know, thou wouldst forego the sovereignty of this world and of the next, that thou mightest attain My good pleasure, through thine obedience unto the True One.... Wert thou to refuse, the Lord of the world would raise up one who will exalt His Cause, and the Command of God will, verily, be carried into effect."


God's Vicar on Earth

108 Dear friends! How vast a panorama these gemlike, these soul-searching divinely uttered pronouncements outspread before our eyes! What memories they evoke! How sublime the principles they inculcate! What hopes they engender! What apprehensions they excite! And yet how fragmentary must these above-quoted words, suited as they are to the immediate purpose of my theme, appear when compared with the torrential majesty which only the reading of the full text can disclose! He Who was God's Vicar on earth, addressing, at the most critical moment when His Revelation was attaining its zenith, those who concentrated in their persons the splendor, the sovereignty, and the strength of earthly dominion, could certainly not subtract one jot or tittle from the weight and force which the presentation of so historic a Message demanded. Neither the perils which were fast closing in upon Him, nor the formidable power with which the doctrine of absolute sovereignty invested, at that time, the emperors of the West and the potentates of the East, could restrain the Exile and Prisoner of Adrianople from communicating the full blast of His Message to His twin imperial persecutors as well as to the rest of their fellow-sovereigns.

109 The magnitude and diversity of the theme, the cogency of the argument, the sublimity and audacity of the language, arrest our attention and astound our minds.

Emperors, kings and princes, chancellors and ministers, the Pope himself, priests, monks and philosophers, the exponents of learning, parliamentarians and deputies, the rich ones of the earth, the followers of all religions, and the people of BahaÑall are brought within the purview of the Author of these Messages, and receive, each according to their merits, the counsels and admonitions they deserve.

No less amazing is the diversity of the subjects touched upon in these Tablets.

The transcendent majesty and unity of an unknowable and unapproachable God is extolled, and the oneness of His Messengers proclaimed and emphasized.

The uniqueness, the universality and potentialities of the Baha'i Faith are stressed, and the purpose and character of the Babi Revelation unfolded.

The significance of Baha'u'llah's sufferings and banishments is disclosed, and the tribulations rained down upon His Herald and upon His Namesake recognized and lamented.

His own yearning for the crown of martyrdom, which they both so mysteriously won, is voiced, and the ineffable glories and wonders in store for His own Dispensation foreshadowed.

Episodes, at once moving and marvelous, at various stages of His ministry, are recounted, and the transitoriness of worldly pomp, fame, riches, and sovereignty, repeatedly and categorically asserted.

Appeals for the application of the highest principles in human and international relations are forcibly and insistently made, and the abandonment of discreditable practices and conventions, detrimental to the happiness, the growth, the prosperity and the unity of the human race, enjoined.

Kings are censured, ecclesiastical dignitaries arraigned, ministers and plenipotentiaries condemned, and the identification of His advent with the coming of the Father Himself unequivocally admitted and repeatedly announced.

The violent downfall of a few of these kings and emperors is prophesied, two of them are definitely challenged, most are warned, all are appealed to and exhorted.

110 In the Lawh-i-Sultan (Tablet to the Shah of Persia) Baha'u'llah declares: "Would that the world-adorning wish of His Majesty might decree that this Servant be brought face to face with the divines of the age, and produce proofs and testimonies in the presence of His Majesty the Shah! This Servant is ready, and taketh hope in God, that such a gathering may be convened in order that the truth of the matter may be made clear and manifest before His Majesty the Shah. It is then for thee to command, and I stand ready before the throne of thy sovereignty. Decide, then, for Me or against Me."

111 And moreover, in the Lawh-i-Ra'is, Baha'u'llah, recalling His conversation with the Turkish officer charged with the task of enforcing His banishment to the fortress-town of Akka, has written: "There is a matter, which, if thou findest it possible, I request thee to submit to His Majesty the Sultan, that for ten minutes this Youth be enabled to meet him, so that he may demand whatsoever he deemeth as a sufficient testimony and regardeth as proof of the veracity of Him Who is the Truth. Should God enable Him to produce it, let him, then, release these wronged ones, and leave them to themselves." "He promised," Baha'u'llah adds in that Tablet, "to transmit this message, and to give Us his reply. We received, however, no news from him. Although it becometh not Him Who is the Truth to present Himself before any person, inasmuch as all have been created to obey Him, yet in view of the condition of these little children and the large number of women so far removed from their friends and countries, We have acquiesced in this matter. In spite of this nothing hath resulted. Umar himself is alive and accessible. Inquire from him, that the truth may be made known unto you."

112 Referring to these Tablets addressed to the sovereigns of the earth, and which 'Abdu'l-Baha has acclaimed as a "miracle,"

Baha'u'llah has written: "Each one of them hath been designated by a special name.

The first hath been named 'The Rumbling,' the second, 'The Blow,' the third, 'The Inevitable,' the fourth, 'The Plain,' the fifth, 'The Catastrophe,' and the others, 'The Stunning Trumpet Blast,' 'The Near Event,' 'The Great Terror,' 'The Trumpet,' 'The Bugle,' and their like, so that all the peoples of the earth may know, of a certainty, and may witness, with outward and inner eyes, that He Who is the Lord of Names hath prevailed, and will continue to prevail, under all conditions, over all men....

Never since the beginning of the world hath the Message been so openly proclaimed....

Glorified be this Power which hath shone forth and compassed the worlds!

This act of the Causer of Causes hath, when revealed, produced two results.

It hath at once sharpened the swords of the infidels, and unloosed the tongues of such as have turned towards Him in His remembrance and praise.

This is the effect of the fertilizing winds, mention of which hath been made aforetime in the Lawh-i-Haykal.

The whole earth is now in a state of pregnancy.

The day is approaching when it will have yielded its noblest fruits, when from it will have sprung forth the loftiest trees, the most enchanting blossoms, the most heavenly blessings.

Immeasurably exalted is the breeze that wafteth from the garment of thy Lord, the Glorified!

For lo, it hath breathed its fragrance and made all things new!

Well it is with them that comprehend.

It is indubitably clear and evident that in these things He Who is the Lord of Revelation hath sought nothing for Himself.

Though aware that they would lead to tribulations, and be the cause of troubles and afflictive trials, He, solely as a token of His loving-kindness and favor, and for the purpose of quickening the dead and of manifesting the Cause of the Lord of all Names and Attributes, and of redeeming all who are on earth, hath closed His eyes to His own well-being and borne that which no other person hath borne or will bear."

113 The most important of His Tablets addressed to individual sovereigns Baha'u'llah ordered to be written in the form of a pentacle, symbolizing the temple of man, including therein, as a conclusion, the following words which reveal the importance He attached to those Messages, and indicate their direct association with the prophecy of the Old Testament: "Thus have We built the Temple with the hands of power and might, could ye but know it. This is the Temple promised unto you in the Book. Draw ye nigh unto it. This is that which profiteth you, could ye but comprehend it. Be fair, O peoples of the earth! Which is preferable, this, or a temple which is built of clay? Set your faces towards it. Thus have ye been commanded by God, the Help in Peril, the Self-Subsisting. Follow ye His bidding, and praise ye God, your Lord, for that which He hath bestowed upon you. He, verily, is the Truth. No God is there but He. He revealeth what He pleaseth, through His words 'Be and it is.'"

114 Referring to this same subject, He, in one of His Tablets, thus addresses the followers of Jesus Christ: "O concourse of the followers of the Son! Verily, the Temple hath been built with the hands of the will of your Lord, the Almighty, the All-Bounteous. Bear, then, witness, O people, unto that which I say: Which is preferable, that which is built of clay, or that which is built by the hands of your Lord, the Revealer of verses? This is the Temple promised unto you in the Tablets. It calleth aloud: 'O followers of religions! Haste ye to attain unto Him Who is the Source of all causes, and follow not every infidel and doubter.'"

115 It should not be forgotten that, apart from these specific Tablets in which the kings of the earth are severally and collectively addressed, Baha'u'llah has revealed other TabletsÑthe Lawh-i-Ra'is being an outstanding exampleÑand interspersed the mass of His voluminous writings with unnumbered passages, in which direct addresses, as well as references, have been made to ministers, governments, and their accredited representatives. I am not concerned, however, with such addresses and references, which, vital as they are, cannot be regarded as being endowed with that peculiar pregnancy which direct and specific messages, voiced by the Manifestation of God and directed to the world's Chief Magistrates in His day, must possess.

116 Dear friends!

Enough has been said to portray the tribulations which, for so long a time, overwhelmed the Founders of so preeminent a Revelation, and which the world has so disastrously ignored.

Sufficient attention has also been directed to the Messages addressed to those sovereign rulers who, either in the exercise of their unconditioned authority, have deliberately provoked these sufferings, or could have, in the plenitude of their power, arisen to mitigate their effect or deflect their tragic course.

Let us now consider the consequences that have ensued.

The reaction of these monarchs was, as already stated, varied and unmistakable and, as the march of events has gradually unfolded, disastrous in its consequences.

One of the most outstanding amongst these sovereigns treated the Divine Summons with gross disrespect, dismissing it with a curt and insolent reply, written by one of his ministers.

Another laid violent hold on the bearer of the Message, tortured, branded, and brutally slew him.

Others preferred to maintain a contemptuous silence.

All failed completely in their duty to arise and extend their assistance.

Two of them, in particular, prompted by the dual impulse of fear and anger, tightened their grip on the Cause they had jointly resolved to uproot.

The one condemned his Divine Prisoner to yet another banishment, to "the most unsightly of cities in appearance, the most detestable in climate, and the foulest in water," whilst the other, powerless to lay hands on the Prime Mover of a hated Faith, subjected its adherents under his sway to abject and savage cruelties.

The recital of Baha'u'llah's sufferings, embodied in those Messages, failed to evoke compassion in their hearts.

His appeals, the like of which neither the annals of Christianity nor even those of Islam have recorded, were disdainfully rejected.

The dark warnings He uttered were haughtily scorned.

The bold challenges He issued were ignored.

The chastisements He predicted they derisively brushed aside.

117 What, thenÑmight we not considerÑhas, in the face of so complete and ignominious a rejection, happened, and is still happening, in the course, and particularly in the closing years, of this, the first Baha'i century, a century fraught with such tumultuous sufferings and violent outrages for the persecuted Faith of Baha'u'llah? Empires fallen in dust, kingdoms subverted, dynasties extinguished, royalty besmirched, kings assassinated, poisoned, driven into exile, subjugated in their own realms, whilst the few remaining thrones are trembling with the repercussions of the fall of their fellows.

118 This process, so gigantic, so catastrophic, may be said to have had its inception on that memorable night when, in an obscure corner of Shiraz, the Bab, in the presence of the First Letter to believe in Him, revealed the first chapter of His celebrated commentary on the Surih of Joseph (The Qayyum-i-Asma'), in which He trumpeted His Call to the sovereigns and princes of the earth.

It passed from incubation to visible manifestation when Baha'u'llah's prophecies, enshrined for all time in the Suriy-i-Haykal, and uttered before Napoleon III's dramatic downfall and the self-imposed imprisonment of Pope Pius IX in the Vatican, were fulfilled.

It gathered momentum when, in the days of 'Abdu'l-Baha, the Great War extinguished the Romanov, the Hohenzollern, and Hapsburg dynasties, and converted powerful time-honored monarchies into republics.

It was further accelerated, soon after 'Abdu'l-Baha's passing, by the demise of the effete Qajar dynasty in Persia, and the stupendous collapse of both the Sultanate and the Caliphate.

It is still operating, under our very eyes, as we behold the fate which, in the course of this colossal and ravaging struggle, is successively overtaking the crowned heads of the European continent.

Surely, no man, contemplating dispassionately the manifestations of this relentless revolutionizing process, within comparatively so short a time, can escape the conclusion that the last hundred years may well be regarded, in so far as the fortunes of royalty are concerned, as one of the most cataclysmic periods in the annals of mankind.


Humiliation Immediate and Complete

119 Of all the monarchs of the earth, at the time when Baha'u'llah, proclaiming His Message to them, revealed the Suriy-i-Muluk in Adrianople, the most august and influential were the French Emperor and the Supreme Pontiff. In the political and religious spheres they respectively held the foremost rank, and the humiliation both suffered was alike immediate and complete.

120 Napoleon III, son of Louis Bonaparte (brother of Napoleon I), was, few historians will deny, the most outstanding monarch of his day in the West. "The Emperor," it was said of him, "was the state." The French capital was the most attractive capital in Europe, the French court "the most brilliant and luxurious of the XIX century." Possessed of a fixed and indestructible ambition, he aspired to emulate the example, and finish the interrupted work, of his imperial uncle. A dreamer, a conspirator, of a shifting nature, hypocritical and reckless, he, the heir to the Napoleonic throne, taking advantage of the policy which sought to foster the reviving interest in the career of his great prototype, had sought to overthrow the monarchy. Failing in his attempt, he was deported to America, was later captured in the course of an attempted invasion of France, was condemned to perpetual captivity, and escaped to London, until, in 1848, the Revolution brought about his return, and enabled him to overthrow the constitution, after which he was proclaimed emperor. Though able to initiate far-reaching movements, he possessed neither the sagacity nor the courage required to control them.

121 To this man, the last emperor of the French, who, through foreign conquest, had striven to endear his dynasty to the people, who even cherished the ideal of making France the center of a revived Roman EmpireÑto such a man the Exile of Akka, already thrice banished by Sultan Abdu'l-'Aziz, had transmitted, from behind the walls of the barracks in which He lay imprisoned, an Epistle which bore this indubitably clear arraignment and ominous prophecy: "We testify that that which wakened thee was not their cry [Turks drowned in the Black Sea], but the promptings of thine own passions, for We tested thee, and found thee wanting.... Hadst thou been sincere in thy words, thou wouldst not have cast behind thy back the Book of God [previous Tablet], when it was sent unto thee by Him Who is the Almighty, the All-Wise. ...For what thou hast done, thy kingdom shall be thrown into confusion, and thine empire shall pass from thine hands, as a punishment for that which thou hast wrought."

122 Baha'u'llah's previous Message, forwarded through one of the French ministers to the Emperor, had been accorded a welcome the nature of which can be conjectured from the words recorded in the "Epistle to the Son of the Wolf": "To this [first Tablet], however, he did not reply. After Our arrival in the Most Great Prison there reached Us a letter from his minister, the first part of which was in Persian, and the latter in his own handwriting. In it he was cordial, and wrote the following: 'I have, as requested by you, delivered your letter, and until now have received no answer. We have, however, issued the necessary recommendations to our Minister in Constantinople and our consuls in those regions. If there be anything you wish done, inform us, and we will carry it out.' From his words it became apparent that he understood the purpose of this Servant to have been a request for material assistance."

123 In His first Tablet Baha'u'llah, wishing to test the sincerity of the Emperor's motives, and deliberately assuming a meek and unprovocative tone, had, after expatiating on the sufferings He had endured, addressed him the following words: "Two statements graciously uttered by the king of the age have reached the ears of these wronged ones.

These pronouncements are, in truth, the king of all pronouncements, the like of which have never been heard from any sovereign.

The first was the answer given the Russian government when it inquired why the war [Crimean] was waged against it.

Thou didst reply: 'The cry of the oppressed who, without guilt or blame, were drowned in the Black Sea wakened me at dawn.

Wherefore, I took up arms against thee.' These oppressed ones, however, have suffered a greater wrong, and are in greater distress.

Whereas the trials inflicted upon those people lasted but one day, the troubles borne by these servants have continued for twenty and five years, every moment of which has held for us a grievous affliction.

The other weighty statement, which was indeed a wondrous statement, manifested to the world, was this: 'Ours is the responsibility to avenge the oppressed and succor the helpless.' The fame of the Emperor's justice and fairness hath brought hope to a great many souls.

It beseemeth the king of the age to inquire into the condition of such as have been wronged, and it behooveth him to extend his care to the weak.

Verily, there hath not been, nor is there now, on earth anyone as oppressed as we are, or as helpless as these wanderers."

124 It is reported that upon receipt of this first Message that superficial, tricky, and pride-intoxicated monarch flung down the Tablet saying: "If this man is God, I am two gods!" The transmitter of the second Tablet had, it is reliably stated, in order to evade the strict surveillance of the guards, concealed it in his hat, and was able to deliver it to the French agent, who resided in Akka, and who, as attested by Nabil in his Narrative, translated it into French and sent it to the Emperor, he himself becoming a believer when he had later witnessed the fulfillment of so remarkable a prophecy.

125 The significance of the somber and pregnant words uttered by Baha'u'llah in His second Tablet was soon revealed. He who was actuated in provoking the Crimean War by his selfish desires, who was prompted by a personal grudge against the Russian Emperor, who was impatient to tear up the Treaty of 1815 in order to avenge the disaster of Moscow, and who sought to shed military glory over his throne, was soon himself engulfed by a catastrophe that hurled him in the dust, and caused France to sink from her preeminent station among the nations to that of a fourth power in Europe.

126 The Battle of Sedan in 1870 sealed the fate of the French Emperor. The whole of his army was broken up and surrendered, constituting the greatest capitulation hitherto recorded in modern history. A crushing indemnity was exacted. He himself was taken prisoner. His only son, the Prince Imperial, was killed, a few years later, in the Zulu War. The Empire collapsed, its program unrealized. The Republic was proclaimed. Paris was subsequently besieged and capitulated. "The terrible Year" marked by civil war, exceeding in its ferocity the Franco-German War, followed. William I, the Prussian king, was proclaimed German Emperor in the very palace which stood as a "mighty monument and symbol of the power and pride of Louis XIV, a power which had been secured to some extent by the humiliation of Germany." Deposed by a disaster "so appalling that it resounded throughout the world," this false and boastful monarch suffered in the end, and till his death, the same exile as that which, in the case of Baha'u'llah, he had so heartlessly ignored.

127 A humiliation less spectacular yet historically more significant awaited Pope Pius IX. It was to him who regarded himself as the Vicar of Christ that Baha'u'llah wrote that "the Word which the Son [Jesus] concealed is made manifest," that "it hath been sent down in the form of the human temple," that the Word was Himself, and He Himself the Father. It was to him who styling himself "the servant of the servants of God" that the Promised One of all ages, unveiling His station in its plenitude, announced that "He Who is the Lord of Lords is come overshadowed with clouds." It was he, who, claiming to be the successor of St. Peter, was reminded by Baha'u'llah that "this is the day whereon the Rock [Peter] crieth out and shouteth ... saying: 'Lo, the Father is come, and that which ye were promised in the Kingdom is fulfilled.'" It was he, the wearer of the triple crown, who later became the first prisoner of the Vatican, who was commanded by the Divine Prisoner of Akka to "leave his palaces unto such as desire them," to "sell all the embellished ornaments" he possessed, and to "expend them in the path of God," and to "abandon his kingdom unto the kings," and emerge from his habitation with his face "set towards the Kingdom."

128 Count Mastai-Ferretti, Bishop of Imola, the 254th pope since the inception of St. Peter's primacy, who had been elevated to the apostolic throne two years after the Declaration of the Bab, and the duration of whose pontificate exceeded that of any of his predecessors, will be permanently remembered as the author of the Bull which declared the Immaculate Conception of the Blessed Virgin (1854), referred to in the Kitab-i-Iqan, to be a doctrine of the Church, and as the promulgator of the new dogma of Papal Infallibility (1870). Authoritarian by nature, a poor statesman, disinclined to conciliation, determined to preserve all his authority, he, while he succeeded through his assumption of an ultramontane attitude in defining further his position and in reinforcing his spiritual authority, failed, in the end, to maintain that temporal rule which, for so many centuries, had been exercised by the heads of the Catholic Church.

129 This temporal power had, throughout the ages, shrunk to insignificant proportions.

The decades preceding its extinction were fraught with the gravest vicissitudes.

As the sun of Baha'u'llah's Revelation was mounting to full meridian splendor, the shadows that beset the dwindling patrimony of St.

Peter were correspondingly deepening.

The Tablet of Baha'u'llah, addressed to Pius IX, precipitated its extinction.

A hasty glance at the course of its ebbing fortunes, during those decades, will suffice.

Napoleon I had driven the Pope from his estates.

The Congress of Vienna had reestablished him as their head and their administration in the hands of the priests.

Corruption, disorganization, impotence to ensure internal security, the restoration of the inquisition, had induced an historian to assert that "no land of Italy, perhaps of Europe, except Turkey, is ruled as is this ecclesiastical state."

Rome was "a city of ruins, both material and moral."

Insurrections led to Austria's intervention.

Five great Powers demanded the introduction of far-reaching reforms, which the Pope promised but failed to carry out.

Austria again reasserted herself, and was opposed by France.

Both watched each other on the Papal estates until 1838, when, on their withdrawal, absolutism was again restored.

The Pope's temporal power was now denounced by some of his own subjects, heralding its extinction in 1870.

Internal complications forced him to flee, in the dead of night and in the disguise of a humble priest, from Rome which was declared a republic.

It was later restored by the French to its former status.

The creation of the kingdom of Italy, the shifting policy of Napoleon III, the disaster of Sedan, the misdeeds of the Papal government denounced by Clarendon, at the Congress of Paris, terminating the Crimean War, as a "disgrace to Europe," sealed the fate of that tottering dominion.

130 In 1870, after Baha'u'llah had revealed His Epistle to Pius IX, King Victor Emmanuel II went to war with the Papal states, and his troops entered Rome and seized it. On the eve of its seizure, the Pope repaired to the Lateran and, despite his age and with his face bathed in tears, ascended on bended knees the Scala Santa. The following morning, as the cannonade began, he ordered the white flag to be hoisted above the dome of St. Peter. Despoiled, he refused to recognize this "creation of revolution," excommunicated the invaders of his states, denounced Victor Emmanuel as the "robber King" and as "forgetful of every religious principle, despising every right, trampling upon every law." Rome, "the Eternal City, on which rest twenty-five centuries of glory," and over which the Popes had ruled in unchallengeable right for ten centuries, finally became the seat of the new kingdom, and the scene of that humiliation which Baha'u'llah had anticipated and which the Prisoner of the Vatican had imposed upon himself.

131 "The last years of the old Pope," writes a commentator on his life, "were filled with anguish. To his physical infirmities was added the sorrow of beholding, all too often, the Faith outraged in the very heart of Rome, the religious orders despoiled and persecuted, the Bishops and priests debarred from exercising their functions."

132 Every effort to retrieve the situation created in 1870 proved fruitless. The Archbishop of Posen went to Versailles to solicit Bismarck's intervention in behalf of the Papacy, but was coldly received. Later a Catholic party was organized in Germany to bring political pressure on the German Chancellor. All, however, was in vain. The mighty process already referred to had to pursue inexorably its course. Even now, after the lapse of above half a century, the so-called restoration of temporal sovereignty has but served to throw into greater relief the helplessness of this erstwhile potent Prince, at whose name kings trembled and to whose dual sovereignty they willingly submitted. This temporal sovereignty, practically confined to the miniscule City of the Vatican, and leaving Rome the undisputed possession of a secular monarchy, has been obtained at the price of unreserved recognition, so long withheld, of the Kingdom of Italy. The Treaty of the Lateran, claiming to have resolved once and for all the Roman Question, has indeed assured to a secular Power, in respect of the Enclaved City, a liberty of action which is fraught with uncertainty and peril. "The two souls of the Eternal City," a Catholic writer has observed, "have been separated from each other, only to collide more severely than ever before."

133 Well might the Sovereign Pontiff recall the reign of the most powerful among his predecessors, Innocent III who, during the eighteen years of his pontificate, raised and deposed the kings and the emperors, whose interdicts deprived nations of the exercise of Christian worship, at the feet of whose legate the King of England surrendered his crown, and at whose voice the fourth and the fifth crusades were both undertaken.

134 Might not the process, to which reference has already been made, manifest, in the course of its operation, during the tumultuous years in store for mankind, and in this same domain, a commotion still more devastating than it has yet produced?

135 The dramatic collapse of both the Third Empire and the Napoleonic dynasty, the virtual extinction of the temporal sovereignty of the Supreme Pontiff, in the lifetime of Baha'u'llah, were but the precursors of still greater catastrophes that may be said to have marked the ministry of 'Abdu'l-Baha. The forces unleashed by a conflict, the full significance of which still remains unfathomed, and which may be considered as a prelude to this, the most devastating of all wars, can well be regarded as the occasion of these dreadful catastrophes. The progress of the War of 1914-18 dethroned the House of Romanov, while its termination precipitated the downfall of both the Hapsburg and Hohenzollern dynasties.


The Rise of Bolshevism

136 The rise of Bolshevism, born amidst the fires of that inconclusive struggle, shook the throne of the Czars and overthrew it. Alexander II Nicolaevich, whom Baha'u'llah had commanded in His Tablet to "arise ... and summon the nations unto God," who had been thrice warned: "beware lest thy desire deter thee from turning towards the face of thy Lord," "beware lest thou barter away this sublime station," "beware lest thy sovereignty withhold thee from Him Who is the Supreme Sovereign," was not indeed the last of the Czars to rule his country, but rather the inaugurator of a retrogressive policy which in the end proved fatal to both himself and his dynasty.

137 In the latter part of his reign he initiated a reactionary policy which, causing widespread disillusionment, gave rise to Nihilism, which, as it spread, ushered in a period of terrorism of unexampled violence, leading in its turn to several attempts on his life, and culminating in his assassination. Stern repression guided the policy of his successor, Alexander III, who "assumed an attitude of defiant hostility to innovators and liberals." The tradition of unqualified absolutism, of extreme religious orthodoxy was maintained by the still more severe Nicolas II, the last of the Czars, who, guided by the counsels of a man who was "the very incarnation of a narrow-minded, stiff-necked despotism," and aided by a corrupt bureaucracy, and humiliated by the disastrous effects of a foreign war, increased the general discontent of the masses, both intellectuals and peasants. Driven for a time into subterranean channels, and intensified by military reverses, it exploded at last in the midst of the Great War, in the form of a Revolution which, in the principles it challenged, the institutions it subverted, and the havoc it wrought, has scarcely a parallel in modern history.

138 A great trembling seized and rocked the foundations of that country. The light of religion was dimmed. Ecclesiastical institutions of every denomination were swept away. The state religion was disendowed, persecuted, and abolished. A far-flung empire was dismembered. A militant, triumphant proletariat exiled the intellectuals, and plundered and massacred the nobility. Civil war and disease decimated a population, already in the throes of agony and despair. And, finally, the Chief Magistrate of a mighty dominion, together with his consort, and his family, and his dynasty, were swept into the vortex of this great convulsion, and perished.

139 The very ordeal that heaped such dire misfortunes on the empire of the Czars brought about, in its concluding stages, the fall of the almighty German Kaiser as well as that of the inheritor of the once famed Holy Roman Empire. It shattered the whole fabric of Imperial Germany, which arose out of the disaster that engulfed the Napoleonic dynasty, and dealt the Dual Monarchy its death blow.

140 Almost half a century before, Baha'u'llah, Who had predicted, in clear and resounding terms, the ignominious fall of the successor of the great Napoleon, had, in the Kitab-i-Aqdas, addressed to Kaiser William I, the newly acclaimed victor, a no less significant warning, and prophesied, in His apostrophe to the banks of the Rhine, in words equally unambiguous, the mourning that would afflict the capital of the newly federated empire.

141 "Do thou remember," Baha'u'llah thus addressed him, "the one [Napoleon] whose power transcended thy power, and whose station excelled thy station.... Think deeply, O king, concerning him, and concerning them who, like unto thee, have conquered cities and ruled over men." And again: "O banks of the Rhine! We have seen you covered with gore, inasmuch as the swords of retribution were drawn against you; and you shall have another turn. And We hear the lamentations of Berlin, though she be today in conspicuous glory."

142 On him who, in his old age, sustained two attempts upon his life by the advocates of the rising tide of socialism; on his son Frederick III, whose three months' reign was overshadowed by mortal disease; and finally on his grandson, William II, the self-willed and overweening monarch and wrecker of his own empireÑon these fell, in varying degrees, the full weight of the responsibilities consequent to these dire pronouncements.

143 William I, first German Emperor and seventh king of Prussia, whose entire lifetime had, up to the date of his accession, been spent in the army, was a militaristic, autocratic ruler, imbued with antiquated ideas, who initiated, with the aid of a statesman rightly regarded as "one of the geniuses of his century," a policy which may be said to have inaugurated a new era not only for Prussia but for the world. This policy was pursued with characteristic thoroughness and perfected through the repressive measures that were taken to safeguard and uphold it, through the wars that were waged for its realization, and the political combinations that were subsequently formed to exalt and consolidate it, combinations that were fraught with such dreadful consequences to the European continent.

144 William II, temperamentally dictatorial, politically inexperienced, militarily aggressive, religiously insincere, posed as the apostle of European peace, yet actually insisted on "the mailed fist" and "the shining armor."

Irresponsible, indiscreet, inordinately ambitious, his first act was to dismiss that sagacious statesman, the true founder of his empire, to whose sagacity Baha'u'llah had paid tribute, and to the unwisdom of whose imperial and ungrateful master 'Abdu'l-Baha had testified.

War indeed became a religion of his country, and by enlarging the scope of his multifarious activities, he proceeded to prepare the way for that final catastrophe that was to dethrone him and his dynasty.

And when the war broke out, and the might of his armies seemed to have overpowered his adversaries, and the news of his triumphs was noised abroad, reverberating as far as Persia, voices were raised ridiculing those passages of the Kitab-i-Aqdas which so clearly foreshadowed the misfortunes that were to befall his capital.

Suddenly, however, swift and unforeseen reverses fatally overtook him.

Revolution broke out.

William II, deserting his armies, fled ignominiously to Holland, followed by the Crown Prince.

The princes of the German states abdicated.

A period of chaos ensued.

The communist flag was hoisted in the capital, which became a caldron of confusion and civil strife.

The Kaiser signed his abdication.

The Constitution of Weimar established the Republic, bringing the tremendous structure, so elaborately reared through a policy of blood and iron, crashing to the ground.

All the efforts to that end, which through internal legislation and foreign wars had, ever since the accession of William I to the Prussian throne, been assiduously exerted, came to naught. "The lamentations of Berlin," tortured by the terms of a treaty monstrous in its severity, were raised, contrasting with the hilarious shouts of victory that rang, half a century before, in the Hall of Mirrors of the Palace of Versailles.

145 The Hapsburg monarch, heir of centuries of glorious history, simultaneously toppled from his throne. It was Francis Joseph, whom Baha'u'llah chided in the Kitab-i-Aqdas for having failed in his duty to investigate His Cause, let alone to seek His presence, when so easily accessible to him in the course of his visit to the Holy Land. "Thou passed Him by," He thus reproves the pilgrim-emperor, "and inquired not about Him.... We have been with thee at all times, and found thee clinging unto the Branch and heedless of the Root.... Open thine eyes, that thou mayest behold this Glorious Vision and recognize Him Whom thou invokest in the daytime and in the night season, and gaze on the Light that shineth above this luminous Horizon."

146 The House of Hapsburg, in which the Imperial Title had remained practically hereditary for almost five centuries, was, ever since those words were uttered, being increasingly menaced by the forces of internal disintegration, and was sowing the seeds of an external conflict, to both of which it ultimately succumbed. Francis Joseph, Emperor of Austria, King of Hungary, a reactionary ruler, reestablished old abuses, ignored the rights of nationalities, and restored that bureaucratic centralization that proved in the end so injurious to his empire. Repeated tragedies darkened his reign. His brother Maximilian was shot in Mexico. The Crown Prince Rudolph perished in a dishonorable affair. The Empress was assassinated in Geneva. Archduke Francis Ferdinand and his wife were murdered in Sarajevo, kindling a war in the midst of which the Emperor himself died, closing a reign which is unsurpassed by any other reign in the disasters it brought to the nation.


End of the Holy Roman Empire

147 Belated efforts had been made to steady his tottering throne. The "ramshackle empire," a medley of states, races, and languages, was, however, relentlessly and rapidly disintegrating. The political and economic situation was desperate. The defeat of Austria and Hungary, in that same war, sounded its death knell and brought its dismemberment. Hungary sundered its connection. The conglomerate realm was carved up, and all that was left of the once formidable Holy Roman Empire was a shrunken republic that led a miserable existence until, in more recent times, it was, unlike its sister nation, completely extinguished and wiped off the political map of Europe.

148 Such was the fate of the Napoleonic, the Romanov, the Hohenzollern, and the Hapsburg empires, whose rulers, together with the sovereign occupant of the Papal throne, were individually addressed by the Pen of the Most High, and who were respectively chastised, forewarned, condemned, rebuked and admonished. What of the fate of those sovereigns who, exercising direct political jurisdiction over the Faith, its Founders, and followers, and within the radius of whose domains that Faith was born and first spread, were at liberty to crucify its Herald, banish its Founder, and mow down its adherents?


What of Turkey and Persia?

149 Already in the lifetime of Baha'u'llah, and later during the ministry of 'Abdu'l-Baha, the first blows of a slow yet steady and relentless retribution were falling alike upon the rulers of the Turkish House of Uthman and of the Qajar dynasty in PersiaÑthe archenemies of God's infant Faith. Sultan Abdu'l-'Aziz fell from power, and was murdered soon after Baha'u'llah's banishment from Adrianople, while Nasiri'd-Din Shah succumbed to an assassin's pistol, during 'Abdu'l-Baha's incarceration in the fortress-town of Akka. It was reserved, however, for the Formative Period of the Faith of GodÑthe Age of the birth and rise of its Administrative OrderÑwhich, as stated in a previous communication, is through its unfoldment casting such a turmoil in the world, to witness not only the extinction of both of these dynasties, but also the abolition of the twin institutions of the Sultanate and the Caliphate.

150 Of the two despots Abdu'l-'Aziz was the more powerful, the more exalted in rank, the more preeminent in guilt, and the more concerned with the tribulations and fortunes of the Founder of our Faith. He it was who, through his farmans, had thrice banished Baha'u'llah, and in whose dominions the Manifestation of God spent almost the whole of His forty years' captivity. It was during his reign and that of his nephew and successor, Abdu'l-Hamid II, that the Center of the Covenant of God had to endure, for no less than forty years, in the fortress-town of Akka, an incarceration fraught with so many perils, affronts and privations.

151 "Hearken, O king!" is the summons issued to Sultan Abdu'l-'Aziz by Baha'u'llah, "to the speech of Him that speaketh the truth, Him that doth not ask thee to recompense Him with the things God hath chosen to bestow upon thee, Him Who unerringly treadeth the Straight Path.... Observe, O king, with thine inmost heart and with thy whole being, the precepts of God, and walk not in the paths of the oppressor.... Place not thy reliance on thy treasures. Put thy whole confidence in the grace of God, thy Lord.... Overstep not the bounds of moderation, and deal justly with them that serve thee.... Set before thine eyes God's unerring Balance, and, as one standing in His presence, weigh in that Balance thine actions, every day, every moment of thy life. Bring thyself to account ere thou art summoned to a reckoning, on the Day when no man shall have strength to stand for fear of God, the Day when the hearts of the heedless ones shall be made to tremble."

152 "The day is approaching," Baha'u'llah thus prophesies in the Lawh-i-Ra'is, "when the Land of Mystery [Adrianople], and what is beside it shall be changed, and shall pass out of the hands of the king, and commotions shall appear, and the voice of lamentation shall be raised, and the evidences of mischief shall be revealed on all sides, and confusion shall spread by reason of that which hath befallen these captives at the hands of the hosts of oppression. The course of things shall be altered, and conditions shall wax so grievous, that the very sands on the desolate hills will moan, and the trees on the mountain will weep, and blood will flow out of all things. Then wilt thou behold the people in sore distress."

153 "Soon," He, moreover has written, "will He seize you in His wrathful anger, and sedition will be stirred up in your midst, and your dominions will be disrupted. Then will ye bewail and lament, and will find none to help or succor you.... Several times calamities have overtaken you, and yet ye failed utterly to take heed. One of them was the conflagration which devoured most of the City [Constantinople] with the flames of justice, and concerning which many poems were written, stating that no such fire had ever been witnessed. And yet, ye waxed more heedless.... Plague, likewise, broke out, and ye still failed to give heed! Be expectant, however, for the wrath of God is ready to overtake you. Erelong will ye behold that which hath been sent down from the Pen of My command."

154 "By your deeds," He, in another Tablet, anticipating the fall of the Sultanate and the Caliphate, thus reproves the combined forces of Sunni and Shi'ih Islam, "the exalted station of the people hath been abased, the standard of Islam hath been reversed, and its mighty throne hath fallen."

155 And finally, in the Kitab-i-Aqdas, revealed soon after Baha'u'llah's banishment to Akka, He thus apostrophizes the seat of Turkish imperial power: "O Spot that art situate on the shores of the two seas! The throne of tyranny hath, verily, been stablished upon thee, and the flame of hatred hath been kindled within thy bosom.... Thou art indeed filled with manifest pride. Hath thine outward splendor made thee vainglorious? By Him Who is the Lord of mankind! It shall soon perish, and thy daughters, and thy widows, and all the kindreds that dwell within thee shall lament. Thus informeth thee, the All-Knowing, the All-Wise."

156 Indeed, in a most remarkable passage in the Lawh-i-Fu'ad, wherein mention has been made of the death of Fu'ad Pasha, the Turkish Minister of Foreign Affairs, the fall of the Sultan himself is unmistakably foretold: "Soon will We dismiss the one who was like unto him, and will lay hold on their Chief who ruleth the land, and I, verily, am the Almighty, the All-Compelling."

157 The Sultan's reaction to these words, bearing upon his person, his empire, his throne, his capital, and his ministers, can be gathered from the recital of the sufferings he inflicted on Baha'u'llah, and already referred to in the beginning of these pages. The extinction of the "outward splendor" surrounding that proud seat of Imperial power is the theme I now proceed to expose.


The Doom of Imperial Turkey

158 A cataclysmic process, one of the most remarkable in modern history, was set in motion ever since Baha'u'llah, while a prisoner in Constantinople, delivered to a Turkish official His Tablet, addressed to Sultan Abdu'l-'Aziz and his ministers, to be transmitted to Ali Pasha, the Grand Vizir.

It was this Tablet which, as attested by that officer and affirmed by Nabil in his chronicle, affected the Vizir so profoundly that he paled while reading it.

This process received fresh impetus after the Lawh-i-Ra'is was revealed on the morrow of its Author's final banishment from Adrianople to Akka.

Relentless, devastating, and with ever-increasing momentum, it ominously unfolded, damaging the prestige of the Empire, dismembering its territory, dethroning its sultans, sweeping away their dynasty, degrading and deposing its Caliph, disestablishing its religion, and extinguishing its glory.

The "sick man" of Europe, whose condition had been unerringly diagnosed by the Divine Physician, and whose doom was pronounced inevitable, fell a prey, during the reign of five successive sultans, all degenerate, all deposed, to a series of convulsions which, in the end, proved fatal to his life.

Imperial Turkey that had, under Abdu'l-Majid, been admitted into the European Concert, and had emerged victorious from the Crimean War, entered, under his successor, Abdu'l-'Aziz, upon a period of swift decline, culminating, soon after 'Abdu'l-Baha's passing, in the doom which the judgment of God had pronounced against it.

159 Risings in Crete and the Balkans marked the reign of this, the 32nd sultan of his dynasty, a despot whose mind was vacuous, whose recklessness was extreme, whose extravagance knew no bounds.

The Eastern Question entered upon an acute phase.

His gross misrule gave rise to movements which were to exercise far-reaching effects upon his realm, while his continual and enormous borrowings, leading to a state of semibankruptcy, introduced the principle of foreign control over the finances of his empire.

A conspiracy, leading to a palace revolution, finally deposed him.

A fatva of the mufti denounced his incapacity and extravagance.

Four days later he was assassinated, and was succeeded by his nephew, Murad V, whose mind had been reduced to a nullity by intemperance and by a long seclusion in the Cage.

Declared to be imbecile, he, after a reign of three months, was deposed and was succeeded by the subtle, the resourceful, the suspicious, the tyrannical Abdu'l-Hamid II who "proved to be the most mean, cunning, untrustworthy and cruel intriguer of the long dynasty of Uthman." "No one knew," it was written of him, "from day to day who was the person on whose advice the sultan overruled his ostensible ministers, whether a favorite lady of his harem, or a eunuch, or some fanatical dervish, or an astrologer, or a spy."

The Bulgarian atrocities heralded the black reign of this "Great Assassin," which thrilled Europe with horror, and were characterized by Gladstone as "the basest and blackest outrages upon record in that [XIX] century."

The War of 1877-78 accelerated the process of the empire's dismemberment.

No less than eleven million people were emancipated from Turkish yoke.

The Russian troops occupied Adrianople.

Serbia, Montenegro and Rumania proclaimed their independence.

Bulgaria became a self-governing state, tributary to the sultan.

Cyprus and Egypt were occupied.

The French assumed a protectorate over Tunis.

Eastern Rumelia was ceded to Bulgaria.

The wholesale massacres of Armenians, involving directly and indirectly hundred thousand souls, were but a foretaste of the still more extensive bloodbaths to come in a later reign.

Bosnia and Herzegovina were lost to Austria.

Bulgaria obtained her independence.

Universal contempt and hatred of an infamous sovereign, shared alike by his Christian and Muslim subjects, finally culminated in a revolution, swift and sweeping.

The Committee of Young Turks secured from the Shaykhu'l-Islam the condemnation of the sultan.

Deserted and friendless, execrated by his subjects, and despised by his fellow-rulers, he was forced to abdicate, and was made a prisoner of state, thus ending a reign "more disastrous in its immediate losses of territory and in the certainty of others to follow, and more conspicuous for the deterioration of the condition of his subjects, than that of any other of his twenty-three degenerate predecessors since the death of Soliman the Magnificent."

160 The end of so shameful a reign was but the beginning of a new era which, however auspiciously hailed at first, was destined to witness the collapse of the Ottoman ramshackle and worm-eaten state. Muhammad V, a brother of Abdu'l-Hamid II, an absolute nonentity, failed to improve the status of his subjects. The follies of his government ultimately sealed the doom of the empire. The War of 1914-18 provided the occasion. Military reverses brought to a head the forces that were sapping its foundations. While the war was still being fought the defection of the Sherif of Mecca and the revolt of the Arabian provinces portended the convulsion which was to seize the Turkish throne. The precipitate flight and complete destruction of the army of Jamal Pasha, the commander-in-chief in SyriaÑhe who had sworn to raze to the ground, after his triumphant return from Egypt, the Tomb of Baha'u'llah, and to publicly crucify the Center of His Covenant in a public square of ConstantinopleÑwas the signal for the nemesis that was to overtake an empire in distress. Nine-tenths of the large Turkish armies had melted away. A fourth of the whole population had perished from war, disease, famine and massacre.

161 A new ruler, Muhammad VI, the last of the twenty-five successive degenerate sultans, had meanwhile succeeded his wretched brother. The edifice of the empire was now quaking and tottering to its fall. Mustafa Kamal dealt it the final blows. Turkey, that had already shrunk to a small Asiatic state, became a republic. The sultan was deposed, the Ottoman Sultanate was ended, a rulership that had remained unbroken for six and a half centuries was extinguished. An empire which had stretched from the center of Hungary to the Persian Gulf and the Sudan, and from the Caspian Sea to Oran in Africa, had now dwindled to a small Asiatic republic. Constantinople itself, which, after the fall of Byzantium, had been honored as the splendid metropolis of the Roman Empire, and had been made the capital of the Ottoman government, was abandoned by its conquerors, and stripped of its pomp and gloryÑa mute reminder of the base tyranny that had for so long stained its throne.

162 Such, in their bare outline, were the awful evidences of that retributive justice which so tragically afflicted Abdu'l-'Aziz, his successors, his throne and his dynasty. What of Nasiri'd-Din Shah, the other partner in that imperial conspiracy which sought to extirpate, root and branch, the budding Faith of God? His reaction to the Divine Message borne to him by the fearless Badi', the "Pride of Martyrs," who had spontaneously dedicated himself to this purpose, was characteristic of that implacable hatred which, throughout his reign, glowed so fiercely in his breast.


Divine Retribution on the Qajar Dynasty

163 The French Emperor had, it was reported, flung away Baha'u'llah's Tablet, and directed his minister, as Baha'u'llah Himself asserts, to address to its Author an irreverent reply. The Grand Vizir of Abdu'l-'Aziz, it is reliably stated, blanched while reading the communication addressed to his Imperial master and his ministers, and made the following comment: "It is as if the king of kings were issuing his behest to his humblest vassal king, and regulating his conduct!" Queen Victoria, it is said, upon reading the Tablet revealed for her remarked: "If this is of God, it will endure; if not, it can do no harm." It was reserved for Nasiri'd-Din Shah, however, to wreak, at the instigation of the divines, his vengeance on One Whom he could no longer personally chastise by arresting His messenger, a lad of about seventeen, by freighting him with chains, by torturing him on the rack, and finally slaying him.

164 To this despotic sovereign Baha'u'llah, Who denounced him as the "Prince of Oppressors," and as one who would soon be made "an object-lesson for the world," had written: "Look upon this Youth, O king, with the eyes of justice; judge thou, then, with truth concerning what hath befallen Him. Of a verity, God hath made thee His shadow amongst men, and the sign of His power unto all that dwell on earth." And again: "O king! Wert thou to incline thine ears unto the shrill of the Pen of Glory and the cooing of the Dove of Eternity ... thou wouldst attain unto a station from which thou wouldst behold in the world of being naught save the effulgence of the Adored One, and wouldst regard thy sovereignty as the most contemptible of thy possessions, abandoning it to whosoever might desire it, and setting thy face toward the horizon aglow with the light of His countenance." And again: "We fain would hope, however, that His Majesty the Shah will himself examine these matters, and bring hope to the hearts. That which We have submitted to thee is indeed for thine highest good."

165 This hope, however, was to remain unfulfilled. It was indeed shattered by a reign which had been inaugurated by the execution of the Bab, and the imprisonment of Baha'u'llah in the Siyah-Chal of Tihran, by a sovereign who had repeatedly instigated Baha'u'llah's successive banishments, and by a dynasty that had been sullied by the slaughter of no less than twenty thousand of His followers. The Shah's dramatic assassination, the ignoble rule of the last sovereigns of the House of Qajar, and the extinction of that dynasty, were signal instances of the Divine retribution which these horrid atrocities had provoked.

166 The Qajars, members of the alien Turkoman tribe, had, indeed, usurped the Persian throne. Aqa Muhammad Khan, the eunuch Shah and founder of the dynasty, was such an atrocious, avaricious, bloodthirsty tyrant that the memory of no Persian is so detested and universally execrated as his memory. The record of his reign and that of his immediate successors is one of vandalism, of internal warfare, of recalcitrant and rebellious chieftains, of brigandage, and medieval oppression, whilst the annals of the reigns of the later Qajars are marked by the stagnation of the nation, the illiteracy of the people, the corruption and incompetence of the government, the scandalous intrigues of the court, the decadence of the princes, the irresponsibility and extravagance of the sovereign, and his abject subservience to a notoriously degraded clerical order.

167 The successor of Aqa Muhammad Khan, the uxorious, philoprogenetive Fath-'Ali Shah, the so-called "Darius of the Age," was a vain, an arrogant, and unscrupulous miser, notorious for the enormous number of his wives and concubines, numbering above a thousand, his incalculable progeny, and the disasters which his rule brought upon his country. He it was who commanded that his vizir, to whom he owed his throne, be cast into a caldron of boiling oil. As to his successor, the bigoted Muhammad Shah, one of his earliest acts, definitely condemned by the pen of Baha'u'llah, was the order to strangle his first minister, the illustrious Qa'im-Maqam, immortalized by that same pen as the "Prince of the City of Statesmanship and Literary Accomplishment," and to have him replaced by that lowbred, consummate scoundrel, Haji Mirza Aqasi, who brought the country to the verge of bankruptcy and revolution. It was this same Shah who refused to interview the Bab and imprisoned Him in Adhirbayjan, and who, at the age of forty, was afflicted by a complication of maladies to which he succumbed, hastening the doom forecast in these words of the Qayyum-i-Asma': "I swear by God, O Shah! If thou showest enmity unto Him Who is His Remembrance, God will, on the Day of Resurrection, condemn thee, before the kings, unto hellfire, and thou shalt not, in very truth, find on that day any helper except God, the Exalted."

168 Nasiri'd-Din Shah, a selfish, capricious, imperious monarch, succeeded to the throne, and, for half a century, was destined to remain the sole arbiter of the fortunes of his hapless country. A disastrous obscurantism, a chaotic administration in the provinces, the disorganization of the finances of the realm, the intrigues, the vindictiveness, and profligacy of the pampered and greedy courtiers, who buzzed and swarmed round his throne, his own despotism which, but for the restraining fear of European public opinion and the desire to be thought well of in the capitals of the West, would have been more cruel and savage, were the distinguishing features of the bloody reign of one who styled himself "Footpath of Heaven," and "Asylum of the Universe." A triple darkness of chaos, bankruptcy and oppression enveloped the country. His own assassination was the first portent of the revolution which was to restrict the prerogatives of his son and successor, depose the last two monarchs of the House of Qajar, and extinguish their dynasty. On the eve of his jubilee, which was to inaugurate a new era, and the celebration of which had been elaborately prepared, he fell, in the shrine of Shah Abdu'l-'Azim, a victim to an assassin's pistol, his dead body driven back to his capitol, propped up in the royal carriage in front of his Grand Vizir, in order to defer the news of his murder.

169 "It was whispered," writes an eyewitness of both the ceremony and the assassination, "that the day of the Shah's celebration was to be the greatest in the history of Persia....

Prisoners were to be released without condition, and a general amnesty was to be proclaimed; peasants were promised exemption from taxes for at least two years. ...the poor were to be fed for months.

Ministers and officials were already intriguing for honors and pension from the Shah.

Shrines and sacred places were to open their gates to all wayfarers and pilgrims, and the siyyids and mullas were taking cough medicine to clear their throats to sing and chant the praises of the Shah in all the pulpits.

The mosques were swept and prepared for general meetings and public prayers in behalf of the Sovereign....

Sacred fountains were enlarged to hold more holy water, and the rightful authorities had foreseen that many miracles might take place on the day of the jubilee, with the aid of these fountains....

The Shah had declared ... that he would renounce his prerogatives as despot, and proclaim himself 'The Majestic Father of all the Persians.' The city authority was to relax its vigilant watch.

No record was to be kept of the strangers who flocked to the caravanserais, and the population was to be left free to wander the streets during the whole night."

Even the great mujtahids had, according to what had been reported to that same eyewitness, "decided, for the time being, to discontinue persecuting the Babis and other infidels."

170 Thus fell the one whose reign will remain forever associated with the most heinous crime in historyÑthe martyrdom of that One Whom the Supreme Manifestation of God proclaimed to be the "Point round Whom the realities of the Prophets and Messengers revolve." In a Tablet in which the pen of Baha'u'llah condemns him, we read: "Among them [kings of the earth] is the King of Persia, who suspended Him Who is the Temple of the Cause [the Bab] in the air, and put Him to death with such cruelty that all created things, and the inmates of Paradise, and the Concourse on high wept for Him. He slew, moreover, some of Our kindred, and plundered Our property, and made Our family captives in the hands of the oppressors. Once and again he imprisoned Me. By God, the True One! None can reckon the things which befell Me in prison, save God, the Reckoner, the Omniscient, the Almighty. Subsequently he banished Me and My family from My country, whereupon We arrived in Iraq in evident sorrow. We tarried there until the time when the King of Rum [Sultan of Turkey] arose against Us, and summoned Us unto the seat of his sovereignty. When We reached it there flowed over Us that whereat the King of Persia rejoiced. Later We entered this Prison, wherein the hands of Our loved ones were torn from the hem of Our robe. In such a manner hath he dealt with Us!"

171 The days of the Qajar dynasty were now numbered.

The torpor of the national consciousness had vanished.

The reign of Nasiri'd-Din Shah's successor, Muzaffari'd-Din Shah, a weak and timid creature, extravagant and lavish to his courtiers, led the country down the broad road to ruin.

The movement in favor of a constitution, limiting the sovereign's prerogatives, gathered force, and culminated in the signature of the constitution by the dying Shah, who expired a few days later.

Muhammad-'Ali Shah, a despot of the worst type, unprincipled and avaricious, succeeded to the throne.

Hostile to the constitution, he, by his summary action, involving the bombardment of the Baharistan, where the Assembly met, precipitated a revolution which led to his deposition by the nationalists.

Accepting, after much bargaining, a large pension, he ignominiously withdrew to Russia.

The boy-king, Ahmad Shah, who succeeded him, was a mere cipher and careless of his duties.

The crying needs of his country continued to be ignored.

Increasing anarchy, the impotence of the central government, the state of the national finances, the progressive deterioration of the general condition of the country, practically abandoned by a sovereign who preferred the gaieties and frivolities of society life in the European capitals to the discharge of the stern and urgent responsibilities which the plight of his nation demanded, sounded the death knell of a dynasty which, it was generally felt, had forfeited the crown.

Whilst abroad, on one of his periodic visits, Parliament deposed him, and proclaimed the extinction of his dynasty, which had occupied the throne of Persia for a hundred and thirty years, whose rulers proudly claimed no less a descent than from Japhet, son of Noah, and whose successive monarchs, with only one exception, were either assassinated, deposed, or struck down by mortal disease.

172 Their myriad progeny, a veritable "beehive of princelings," a "race of royal drones," were both a disgrace and a menace to their countrymen. Now, however, these luckless descendants of a fallen house, shorn of all power, and some of them reduced even to beggary, proclaim, in their distress, the consequences of the abominations which their progenitors have perpetrated. Swelling the ranks of the ill-fated scions of the House of Uthman, and of the rulers of the Romanov, the Hohenzollern, the Hapsburg, and the Napoleonic dynasties, they roam the face of the earth, scarcely aware of the character of those forces which have operated such tragic revolutions in their lives, and so powerfully contributed to their present plight.

173 Already grandsons of both Nasiri'd-Din Shah and of Sultan Abdu'l-'Aziz have, in their powerlessness and destitution, turned to the World Center of the Faith of Baha'u'llah, and sought respectively political aid and pecuniary assistance. In the case of the former, the request was promptly and firmly refused, whilst in the case of the latter it was unhesitatingly offered.


The Decline in the Fortunes of Royalty

174 And as we survey in other fields the decline in the fortunes of royalty, whether in the years immediately preceding the Great War or after, and contemplate the fate that has overtaken the Chinese Empire, the Portuguese and Spanish Monarchies, and more recently the vicissitudes that have afflicted, and are still afflicting, the sovereigns of Norway, of Denmark and of Holland, and observe the impotence of their fellow-sovereigns, and note the fear and trembling that has seized their thrones, may we not associate their plight with the opening passages of the Suriy-i-Muluk, which, in view of their momentous significance, I feel impelled to quote a second time: "Fear God, O concourse of kings, and suffer not yourselves to be deprived of this most sublime grace....

Set your hearts towards the face of God, and abandon that which your desires have bidden you to follow, and be not of those who perish....

Ye examined not His [the Bab's] Cause, when so to do had been better for you than all that the sun shineth upon, could ye but perceive it....

Beware that ye be not careless henceforth, as ye have been careless aforetime....

My face hath come forth from the veils, and shed its radiance upon all that is in heaven and on earth, and yet ye turned not towards Him....

Arise then ... and make ye amends for that which hath escaped you....

If ye pay no heed unto the counsels which, in peerless and unequivocal language, We have revealed in this Tablet, Divine chastisement shall assail you from every direction, and the sentence of His justice shall be pronounced against you....

Twenty years have passed, O kings, during which We have, each day, tasted the agony of a fresh tribulation....

Though aware of most of Our afflictions, ye, nevertheless, have failed to stay the hand of the aggressor.

For is it not your clear duty to restrain the tyranny of the oppressor, and to deal equitably with your subjects, that your high sense of justice may be fully demonstrated to all mankind?"

175 No wonder that Baha'u'llah, in view of the treatment meted out to Him by the sovereigns of the earth, should, as already quoted, have written these words: "From two ranks amongst men power hath been seized: kings and ecclesiastics." Indeed, He even goes further, and states in His Tablet addressed to Shaykh Salman: "One of the signs of the maturity of the world is that no one will accept to bear the weight of kingship. Kingship will remain with none willing to bear alone its weight. That day will be the day whereon wisdom will be manifested among mankind. Only in order to proclaim the Cause of God and spread abroad His Faith will anyone be willing to bear this grievous weight. Well is it with him who, for love of God and His Cause, and for the sake of God and for the purpose of proclaiming His Faith, will expose himself unto this great danger, and will accept this toil and trouble."


Recognition of Kingship

176 Let none, however, mistake or unwittingly misrepresent the purpose of Baha'u'llah.

Severe as has been His condemnation pronounced against those sovereigns who persecuted Him, and however strict the censure expressed collectively against those who failed signally in their clear duty to investigate the truth of His Faith and to restrain the hand of the wrongdoer, His teachings embody no principle that can, in any way, be construed as a repudiation, or even a disparagement, however veiled, of the institution of kingship.

The catastrophic fall, and the extinction of the dynasties and empires of those monarchs whose disastrous end He particularly prophesied, and the declining fortunes of the sovereigns of His Own generation, whom He generally reprovedÑboth constituting a passing phase of the evolution of the FaithÑshould, in no wise, be confounded with the future position of that institution.

Indeed if we delve into the writings of the Author of the Baha'i Faith, we cannot fail to discover unnumbered passages in which, in terms that none can misrepresent, the principle of kingship is eulogized, the rank and conduct of just and fair-minded kings is extolled, the rise of monarchs, ruling with justice and even professing His Faith, is envisaged, and the solemn duty to arise and ensure the triumph of Baha'i sovereigns is inculcated.

To conclude from the above quoted words, addressed by Baha'u'llah to the monarchs of the earth, to infer from the recital of the woeful disasters that have overtaken so many of them, that His followers either advocate or anticipate the definite extinction of the institution of kingship, would indeed be tantamount to a distortion of His teaching.

177 I can do no better than quote some of Baha'u'llah's Own testimonies, leaving the reader to shape his own judgment as to the falsity of such a deduction. In His "Epistle to the Son of the Wolf" He indicates the true source of kingship: "Regard for the rank of sovereigns is divinely ordained, as is clearly attested by the words of the Prophets of God and His chosen ones. He Who is the Spirit [Jesus]Ñmay peace be upon HimÑwas asked: 'O Spirit of God! Is it lawful to give tribute to Caesar, or not?' And He made reply: 'Yea, render to Caesar the things that are Caesar's, and to God the things that are God's.' He forbade it not. These two sayings are, in the estimation of men of insight, one and the same, for if that which belonged to Caesar had not come from God He would have forbidden it. And likewise in the sacred verse: 'Obey God and obey the Apostle, and those among you invested with authority.' By 'those invested with authority' is meant primarily and more specially the ImamsÑthe blessings of God rest upon them. They verily are the manifestations of the power of God and the sources of His authority, and the repositories of His knowledge, and the daysprings of His commandments. Secondarily these words refer unto the kings and rulersÑthose through the brightness of whose justice the horizons of the world are resplendent and luminous."

178 And again: "In the Epistle to the Romans Saint Paul hath written: 'Let every soul be subject unto the higher powers. For there is no power but of God; the powers that be are ordained of God. Whosoever, therefore, resisteth the power, resisteth the ordinance of God.' And further: 'For he is the minister of God, a revenger to execute wrath upon him that doeth evil.' He saith that the appearance of the kings, and their majesty and power, are of God."

179 And again: "A just king enjoyeth nearer access unto God than anyone. Unto this testifieth He Who speaketh in His Most Great Prison."

180 Likewise in the Bisharat (Glad-Tidings) Baha'u'llah asserts that "the majesty of kingship is one of the signs of God." "We do not wish," He adds, "that the countries of the world should be deprived thereof."

181 In the Kitab-i-Aqdas He sets forth His purpose, and eulogizes the king who will profess His Faith: "By the Righteousness of God! It is not Our wish to lay hands on your kingdoms. Our mission is to seize and possess the hearts of men. Upon them the eyes of Baha are fastened. To this testifieth the Kingdom of Names, could ye but comprehend it. Whoso followeth his Lord, will renounce the world and all that is therein; how much greater, then, must be the detachment of Him Who holdeth so august a station!" "How great the blessedness that awaiteth the king who will arise to aid My Cause in My Kingdom, who will detach himself from all else but Me! Such a king is numbered with the Companions of the Crimson ArkÑthe Ark which God hath prepared for the people of Baha. All must glorify his name, must reverence his station, and aid him to unlock the cities with the keys of My Name, the Omnipotent Protector of all that inhabit the visible and invisible kingdoms. Such a king is the very eye of mankind, the luminous ornament on the brow of creation, the fountainhead of blessings unto the whole world. Offer up, O people of Baha, your substance, nay your very lives, for his assistance."

182 In the Lawh-i-Sultan Baha'u'llah further reveals the significance of kingship: "A just king is the shadow of God on earth. All should seek shelter under the shadow of his justice, and rest in the shade of his favor. This is not a matter which is either specific or limited in its scope, that it might be restricted to one or another person, inasmuch as the shadow telleth of the One Who casteth it. God, glorified be His remembrance, hath called Himself the Lord of the worlds, for He hath nurtured and still nurtureth everyone. Glorified be, then, His grace that hath preceded all created things, and His mercy that hath surpassed the worlds."

183 In one of His Tablets Baha'u'llah has also written: "The one true God, exalted be His glory, hath bestowed the government of the earth upon the kings. To none is given the right to act in any manner that would run counter to the considered views of them who are in authority. That which He hath reserved for Himself are the cities of men's hearts; and of these the loved ones of Him Who is the Sovereign Truth are, in this Day, as the keys."

184 In the following passage He expresses this wish: "We cherish the hope that one of the kings of the earth will, for the sake of God, arise for the triumph of this wronged, this oppressed people. Such a king will be eternally extolled and glorified. God hath prescribed unto this people the duty of aiding whosoever will aid them, of serving his best interests, and of demonstrating to him their abiding loyalty."

185 In the Lawh-i-Ra'is He actually and categorically prophesies the rise of such a king: "Erelong will God raise up from among the kings one who will aid His loved ones. He, verily, encompasseth all things. He will instill in the hearts the love of His loved ones. This, indeed, is irrevocably decreed by One Who is the Almighty, the Beneficent." In the Ridvanu'l-'Adl, wherein the virtue of justice is exalted, He makes a parallel prediction: "Erelong will God make manifest on earth kings who will recline on the couches of justice, and will rule amongst men even as they rule their own selves. They, indeed, are among the choicest of My creatures in the entire creation."

186 In the Kitab-i-Aqdas He visualizes in these words the elevation to the throne of His native city, "the Mother of the World" and "the Dayspring of Light," of a king who will be adorned with the twin ornaments of justice and of devotion to His Faith: "Let nothing grieve thee, O Land of Ta, for God hath chosen thee to be the source of the joy of all mankind. He shall, if it be His will, bless thy throne with one who will rule with justice, who will gather together the flock of God which the wolves have scattered. Such a ruler will, with joy and gladness, turn his face towards and extend his favors unto, the people of Baha. He indeed is accounted in the sight of God as a jewel among men. Upon him rest forever the glory of God, and the glory of all that dwell in the kingdom of His Revelation."


The Crumbling of Religious Orthodoxy

187 Dear friends! The decline in the fortunes of the crowned wielders of temporal power has been paralleled by a no less startling deterioration in the influence exercised by the world's spiritual leaders. The colossal events that have heralded the dissolution of so many kingdoms and empires have almost synchronized with the crumbling of the seemingly inviolable strongholds of religious orthodoxy. That same process which, swiftly and tragically, sealed the doom of kings and emperors, and extinguished their dynasties, has operated in the case of the ecclesiastical leaders of both Christianity and Islam, damaging their prestige, and, in some cases, overthrowing their highest institutions. "Power hath been seized" indeed from both "kings and ecclesiastics." The glory of the former has been eclipsed, the power of the latter irretrievably lost.

188 Those leaders who exercised guidance and control over the ecclesiastical hierarchies of their respective religions have, likewise, been appealed to, warned, and reproved by Baha'u'llah, in terms no less uncertain than those in which the sovereigns who presided over the destinies of their subjects have been addressed. They, too, and more particularly the heads of Muslim ecclesiastical orders, have, in conjunction with despots and potentates, launched their assaults and thundered their anathemas against the Founders of the Faith of God, its followers, its principles, and its institutions. Were not the divines of Persia the first who hoisted the standard of revolt, who inflamed the ignorant and subservient masses against it, and who instigated the civil authorities, through their outcry, their threats, their lies, their calumnies, and denunciations, to decree the banishments, to enact the laws, to launch the punitive campaigns, and to carry out the executions and massacres that fill the pages of its history? So abominable and savage was the butchery committed in a single day, instigated by these divines, and so typical of the "callousness of the brute and the ingenuity of the fiend" that Renan, in his "Les Apotres," characterized that day as "perhaps unparalleled in the history of the world."

189 It was these divines, who, by these very acts, sowed the seeds of the disintegration of their own institutions, institutions that were so potent, so famous, and appeared so invulnerable when the Faith was born. It was they who, by assuming so lightly and foolishly, such awful responsibilities were primarily answerable for the release of those violent and disruptive influences that have unchained disasters as catastrophic as those which overwhelmed kings, dynasties, and empires, and which constitute the most noteworthy landmarks in the history of the first century of the Baha'i era.

190 This process of deterioration, however startling in its initial manifestations, is still operating with undiminished force, and will, as the opposition to the Faith of God, from various sources and in distant fields, gathers momentum, be further accelerated and reveal still more remarkable evidences of its devastating power. I cannot, in view of the proportions which this communication has already assumed, expatiate, as fully as I would wish, on the aspects of this weighty theme which, together with the reaction of the sovereigns of the earth to the Message of Baha'u'llah, is one of the most fascinating and edifying episodes in the dramatic story of His Faith. I will only consider the repercussions of the violent assaults made by the ecclesiastical leaders of Islam and, to a lesser degree, by certain exponents of Christian orthodoxy upon their respective institutions. I will preface these observations with some passages gleaned from the great mass of Baha'u'llah's Tablets which, both directly and indirectly, bear reference to Muslim and Christian divines, and which throw such a powerful light on the dismal disasters that have overtaken, and are still overtaking, the ecclesiastical hierarchies of the two religions with which the Faith has been immediately concerned.

191 It must not be inferred, however, that Baha'u'llah directed His historic addresses exclusively to the leaders of Islam and Christianity, or that the impact of an all-pervading Faith on the strongholds of religious orthodoxy is to be confined to the institutions of these two religious systems. "The time foreordained unto the peoples and kindreds of the earth," affirms Baha'u'llah, "is now come.

The promises of God, as recorded in the Holy Scriptures, have all been fulfilled....

This is the Day which the Pen of the Most High hath glorified in all the Holy Scriptures.

There is no verse in them that doth not declare the glory of His holy Name, and no Book that doth not testify unto the loftiness of this most exalted theme." "Were We,"

He adds, "to make mention of all that hath been revealed in these heavenly Books and Holy Scriptures concerning this Revelation, this Tablet would assume impossible dimensions."

As the promise of the Faith of Baha'u'llah is enshrined in all the Scriptures of past religions, so does its Author address Himself to their followers, and particularly to their responsible leaders who have intervened between Him and their respective congregations. "At one time," writes Baha'u'llah, "We address the people of the Torah and summon them unto Him Who is the Revealer of verses, Who hath come from Him Who layeth low the necks of men....

At another, We address the people of the Evangel and say: 'The All-Glorious is come in this Name whereby the Breeze of God hath wafted over all regions.'...

At still another, We address the people of the Qur'an saying: 'Fear the All-Merciful, and cavil not at Him through Whom all religions were founded.'...

Know thou, moreover, that We have addressed to the Magians Our Tablets, and adorned them with Our Law....

We have revealed in them the essence of all the hints and allusions contained in their Books.

The Lord, verily, is the Almighty, the All-Knowing."

192 Addressing the Jewish people Baha'u'llah has written: "The Most Great Law is come, and the Ancient Beauty ruleth upon the throne of David.

Thus hath My Pen spoken that which the histories of bygone ages have related.

At this time, however, David crieth aloud and saith: 'O my loving Lord!

Do Thou number me with such as have stood steadfast in Thy Cause, O Thou through Whom the faces have been illumined, and the footsteps have slipped!'"

And again: "The Breath hath been wafted, and the Breeze hath blown, and from Zion hath appeared that which was hidden, and from Jerusalem is heard the Voice of God, the One, the Incomparable, the Omniscient."

Furthermore, in His "Epistle to the Son of the Wolf"

Baha'u'llah has revealed: "Lend an ear unto the song of David.

He saith: 'Who will bring me into the Strong City?' The Strong City is Akka, which hath been named the Most Great Prison, and which possesseth a fortress and mighty ramparts.

O Shaykh!

Peruse that which Isaiah hath spoken in His Book.

He saith: 'Get thee up into the high mountain, O Zion, that bringest good tidings; lift up thy voice with strength, O Jerusalem, that bringest good tidings.

Lift it up, be not afraid; say unto the cities of Judah: "Behold your God!

Behold the Lord God will come with strong hand, and His arm shall rule for Him."' This Day all the signs have appeared.

A Great City hath descended from heaven, and Zion trembleth and exulteth with joy at the Revelation of God, for it hath heard the Voice of God on every side."

193 To the priestly caste, holding sacerdotal supremacy over the followers of the Faith of Zoroaster, that same Voice, identifying itself with the voice of the promised Shah-Bahram, has declared: "O high priests!

Ears have been given you that they may hearken unto the mystery of Him Who is the Self-Dependent, and eyes that they may behold Him.

Wherefore flee ye?

The Incomparable Friend is manifest.

He speaketh that wherein lieth salvation.

Were ye, O high priests, to discover the perfume of the rose garden of understanding, ye would seek none other but Him, and would recognize, in His new vesture, the All-Wise and Peerless One, and would turn your eyes from the world and all who seek it, and would arise to help Him." "Whatsoever hath been announced in the Books,"

Baha'u'llah, replying to a Zoroastrian who had inquired regarding the promised Shah-Bahram, has written, "hath been revealed and made clear.

From every direction the signs have been manifested.

The Omnipotent One is calling, in this Day, and announcing the appearance of the Supreme Heaven." "This is not the day,"

He, in another Tablet declares, "whereon the high priests can command and exercise their authority.

In your Book it is stated that the high priests will, on that Day, lead men far astray, and will prevent them from drawing nigh unto Him.

He indeed is a high priest who hath seen the light and hastened unto the way leading to the Beloved." "Say, O high priests!"

He, again addresses them, "The Hand of Omnipotence is stretched forth from behind the clouds; behold ye it with new eyes.

The tokens of His majesty and greatness are unveiled; gaze ye on them with pure eyes....

Say, O high priests!

Ye are held in reverence because of My Name, and yet ye flee Me!

Ye are the high priests of the Temple.

Had ye been the high priests of the Omnipotent One, ye would have been united with Him, and would have recognized Him....

Say, O high priests!

No man's acts shall be acceptable, in this Day, unless he forsaketh mankind and all that men possess, and setteth his face towards the Omnipotent One."

194 It is not, however, with either of these two Faiths that we are primarily concerned. It is to Islam and, to a lesser extent, to Christianity that my theme is directly related. Islam, from which the Faith of Baha'u'llah has sprung, even as did Christianity from Judaism, is the religion within whose pale that Faith first rose and developed, from whose ranks the great mass of Baha'i adherents have been recruited, and by whose leaders they have been, and indeed are still being, persecuted. Christianity, on the other hand, is the religion to which the vast majority of Baha'is of non-Islamic extraction belong, within whose spiritual domain the Administrative Order of the Faith of God is rapidly advancing, and by whose ecclesiastical exponents that Order is being increasingly assailed. Unlike Hinduism, Buddhism, Judaism and even Zoroastrianism which, in the main, are still unaware of the potentialities of the Cause of God, and whose response to its Message is as yet negligible, the Muhammadan and Christian Faiths may be regarded as the two religious systems which are sustaining, at this formative stage in its evolution, the full impact of so tremendous a Revelation.

195 Let us, then, consider what the Founders of the Baha'i Faith have addressed to, or written about, the recognized leaders of Islam and Christianity. We have already considered the passages with reference to the kings of Islam, whether as Caliphs reigning in Constantinople, or as Shahs of Persia who ruled the kingdom as temporary trustees for the expected Imam. We have also noted the Tablet which Baha'u'llah specifically revealed for the Roman Pontiff, and the more general message in the Suriy-i-Muluk directed to the kings of Christendom. No less challenging and ominous is the Voice that has warned and called to account the Muhammadan divines and the Christian clergy.

196 "Leaders of religion," is Baha'u'llah's clear and universal censure pronounced in the Kitab-i-Iqan, "in every age, have hindered their people from attaining the shores of eternal salvation, inasmuch as they held the reins of authority in their mighty grasp.

Some for the lust of leadership, others through want of knowledge and understanding, have been the cause of the deprivation of the people.

By their sanction and authority, every Prophet of God hath drunk from the chalice of sacrifice, and winged His flight unto the heights of glory.

What unspeakable cruelties they that have occupied the seats of authority and learning have inflicted upon the true Monarchs of the world, those Gems of Divine virtue!

Content with a transitory dominion, they have deprived themselves of an everlasting sovereignty."

And again, in that same Book: "Among these 'veils of glory' are the divines and doctors living in the days of the Manifestation of God, who, because of their want of discernment and their love and eagerness for leadership, have failed to submit to the Cause of God, nay, have even refused to incline their ears unto the Divine Melody. 'They have thrust their fingers into their ears.' And the people also, utterly ignoring God and taking them for their masters, have placed themselves unreservedly under the authority of these pompous and hypocritical leaders, for they have no sight, no hearing, no heart, of their own to distinguish truth from falsehood.

Notwithstanding the divinely inspired admonitions of all the Prophets, the Saints, and Chosen Ones of God, enjoining the people to see with their own eyes and hear with their own ears, they have disdainfully rejected their counsels and have blindly followed, and will continue to follow, the leaders of their Faith.

Should a poor and obscure person, destitute of the attire of the men of learning, address them saying: 'Follow ye, O people, the Messengers of God,' they would, greatly surprised at such a statement, reply: 'What!

Meanest thou that all these divines, all these exponents of learning, with all their authority, their pomp, and pageantry, have erred, and failed to distinguish truth from falsehood?

Dost hou, and people like thyself, pretend to have comprehended that which they have not understood?' If numbers and excellence of apparel be regarded as the criterions of learning and truth, the peoples of a bygone age, whom those of today have never surpassed in numbers, magnificence and power, should certainly be accounted a superior and worthier people."

Furthermore, "Not one Prophet of God was made manifest Who did not fall a victim to the relentless hate, to the denunciation, denial and execration of the clerics of His day!

Woe unto them for the iniquities their hands have formerly wrought!

Woe unto them for that which they are now doing!

What veils of glory more grievous than these embodiments of error!

By the righteousness of God!

To pierce such veils is the mightiest of all acts, and to rend them asunder the most meritorious of all deeds!" "On their tongue,"

He moreover has written, "the mention of God hath become an empty name; in their midst His holy Word a dead letter.

Such is the sway of their desires, that the lamp of conscience and reason hath been quenched in their hearts....

No two are found to agree on one and the same law, for they seek no God but their own desire, and tread no path but the path of error.

In leadership they have recognized the ultimate object of their endeavor, and account pride and haughtiness as the highest attainments of their hearts' desire.

They have placed their sordid machinations above the Divine decree, have renounced resignation unto the will of God, busied themselves with selfish calculation, and walked in the way of the hypocrite.

With all their power and strength they strive to secure themselves in their petty pursuits, fearful lest the least discredit undermine their authority or blemish the display of their magnificence."

197 "The source and origin of tyranny," Baha'u'llah in another Tablet has affirmed, "have been the divines. Through the sentences pronounced by these haughty and wayward souls the rulers of the earth have wrought that which ye have heard.... The reins of the heedless masses have been, and are, in the hands of the exponents of idle fancies and vain imaginings. These decree what they please. God, verily, is clear of them, and We, too, are clear of them, as are such as have testified unto that which the Pen of the Most High hath spoken in this glorious Station."

198 "The leaders of men," He has likewise asserted, "have, from time immemorial, prevented the people from turning unto the Most Great Ocean. The Friend of God [Abraham] was cast into fire through the sentence pronounced by the divines of the age, and lies and calumnies were imputed to Him Who discoursed with God [Moses]. Reflect upon the One Who was the Spirit of God [Jesus]. Though He showed forth the utmost compassion and tenderness, yet they rose up against that Essence of Being and Lord of the seen and unseen, in such a manner that He could find no refuge wherein to rest. Each day He wandered unto a new place, and sought a new shelter. Consider the Seal of the Prophets [Muhammad]Ñmay the souls of all else except Him be His sacrifice! How grievous the things which befell that Lord of all being at the hands of the priests of idolatry, and of the Jewish doctors, after He had uttered the blessed words proclaiming the unity of God! By My life! My pen groaneth, and all created things cry out by reason of the things that have touched Him, at the hands of such as have broken the Covenant of God and His Testament, and denied His Testimony, and gainsaid His signs."

199 "The foolish divines," another Tablet declares, "have laid aside the Book of God, and are occupied with that which they themselves have fashioned. The Ocean of Knowledge is revealed, and the shrill of the Pen of the Most High is raised, and yet they, even as earthworms, are afflicted with the clay of their fancies and imaginings. They are exalted by reason of their relationship to the one true God, and yet they have turned aside from Him! Because of Him have they become famous, and yet they are shut off as by a veil from Him!"

200 "The pagan priests," in yet another Tablet is written, "and the Jewish and Christian divines, have committed the very things which the divines of the age, in this Dispensation, have committed, and are still committing. Nay, these have displayed a more grievous cruelty and a fiercer malice. Every atom beareth witness unto that which I say."

201 To these leaders who "esteem themselves the best of all creatures and have been regarded as the vilest by Him Who is the Truth," who "occupy the seats of knowledge and learning, and who have named ignorance knowledge, and called oppression justice," and who, "worship no God but their own desire, who bear allegiance to naught but gold, who are wrapt in the densest veils of learning, and who, enmeshed by its obscurities, are lost in the wilds of error"Ñto these Baha'u'llah has chosen to address these words: "O concourse of divines! Ye shall not henceforward behold yourselves possessed of any power, inasmuch as We have seized it from you, and destined it for such as have believed in God, the One, the All-Powerful, the Almighty, the Unconstrained."

202 In the Kitab-i-Aqdas we read the following: "Say:

O leaders of religion!

Weigh not the Book of God with such standards and sciences as are current amongst you, for the Book itself is the unerring Balance established amongst men.

In this most perfect Balance whatsoever the peoples and kindreds of the earth possess must be weighed, while the measure of its weight should be tested according to its own standard, did ye but know it.

The eye of My loving-kindness weepeth sore over you, inasmuch as ye have failed to recognize the One upon Whom ye have been calling in the daytime and in the night season, at even and at morn....

O ye leaders of religion!

Who is the man amongst you that can rival Me in vision or insight?

Where is he to be found that dareth to claim to be My equal in utterance or wisdom?

No, by My Lord, the All-Merciful!

All on the earth shall pass away; and this is the face of your Lord, the Almighty, the Well-Beloved....

Say:

This, verily, is the heaven in which the Mother Book is treasured, could ye but comprehend it.

He it is Who hath caused the Rock to shout, and the Burning Bush to lift up its voice, upon the Mount rising above the Holy Land, and proclaim: 'The Kingdom is God's, the sovereign Lord of all, the All-Powerful, the Loving!' We have not entered any school, nor read any of your dissertations.

Incline your ears to the words of this unlettered One, wherewith He summoneth you unto God, the Ever-Abiding.

Better is this for you than all the treasures of the earth, could ye but comprehend it."

203 "O concourse of divines!" He moreover has written, "When My verses were sent down, and My clear tokens were revealed, We found you behind the veils. This, verily, is a strange thing.... We have rent the veils asunder. Beware lest ye shut out the people by yet another veil. Pluck asunder the chains of vain imaginings, in the name of the Lord of all men, and be not of the deceitful. Should ye turn unto God, and embrace His Cause, spread not disorder within it, and measure not the Book of God with your selfish desires. This, verily, is the counsel of God aforetime and hereafter.... Had ye believed in God, when He revealed Himself, the people would not have turned aside from Him, nor would the things ye witness today have befallen Us. Fear God, and be not of the heedless. ...This is the Cause that hath caused all your superstitions and idols to tremble.... O concourse of divines! Beware lest ye be the cause of strife in the land, even as ye were the cause of the repudiation of the Faith in its early days. Gather the people around this Word that hath made the pebbles to cry out: 'The Kingdom is God's, the Dawning-Place of all signs!'... Tear the veils asunder in such wise that the inmates of the Kingdom will hear them being rent. This is the command of God, in days gone by, and for those to come. Blessed the man that observeth that whereunto he was bidden, and woe betide the negligent."

204 And again: "How long will ye, O concourse of divines, level the spears of hatred at the face of Baha? Rein in your pens. Lo, the Most Sublime Pen speaketh betwixt earth and heaven. Fear God, and follow not your desires which have altered the face of creation. Purify your ears that they may hearken unto the Voice of God. By God! It is even as fire that consumeth the veils, and as water that washeth the souls of all who are in the universe."

205 "Say: O concourse of divines!" He furthermore addresses them, "Can any one of you race with the Divine Youth in the arena of wisdom and utterance, or soar with Him into the heaven of inner meaning and explanation? Nay, by My Lord, the God of mercy! All have swooned away in this Day from the Word of thy Lord. They are even as dead and lifeless, except him whom thy Lord, the Almighty, the Unconstrained, hath willed to exempt. Such a one is indeed of those endued with knowledge in the sight of Him Who is the All-Knowing. The inmates of Paradise, and the dwellers of the sacred Folds, bless him at eventide and at dawn. Can the one possessed of wooden legs resist him whose feet God hath made of steel? Nay, by Him Who illumineth the whole of creation!"

206 "When We observed carefully," He significantly remarks, "We discovered that Our enemies are, for the most part, the divines." "Among the people are those who said: 'He hath repudiated the divines.' Say: 'Yea, by My Lord! I, in very truth, was the One Who abolished the idols!'" "We, verily, have sounded the Trumpet, which is Our Most Sublime Pen, and lo, the divines and the learned, and the doctors and the rulers, swooned away except such as God preserved, as a token of His grace, and He, verily, is the All-Bounteous, the Ancient of Days."

207 "O concourse of divines! Fling away idle fancies and imaginings, and turn, then, towards the Horizon of Certitude. I swear by God! All that ye possess will profit you not, neither all the treasures of the earth, nor the leadership ye have usurped. Fear God, and be not of the lost ones." "Say: O concourse of divines! Lay aside all your veils and coverings. Give ear unto that whereunto calleth you the Most Sublime Pen, in this wondrous Day.... The world is laden with dust, by reason of your vain imaginings, and the hearts of such as enjoy near access to God are troubled because of your cruelty. Fear God, and be of them that judge equitably."

208 "O ye the dawning-places of knowledge!" He thus exhorts them, "Beware that ye suffer not yourselves to become changed, for as ye change, most men will, likewise, change. This, verily, is an injustice unto yourselves and unto others.... Ye are even as a spring. If it be changed, so will the streams that branch out from it be changed. Fear God, and be numbered with the godly. In like manner, if the heart of man be corrupted, his limbs will also be corrupted. And similarly, if the root of a tree be corrupted, its branches, and its offshoots, and its leaves, and its fruits, will be corrupted."

209 "Say: O concourse of divines!" He thus appeals to them, "Be fair, I adjure you by God, and nullify not the Truth with the things ye possess. Peruse that which We have sent down with truth. It will, verily, aid you, and will draw you nigh unto God, the Mighty, the Great. Consider and call to mind how when Muhammad, the Apostle of God, appeared, the people denied Him. They ascribed unto Him what caused the Spirit [Jesus] to lament in His Most Sublime Station, and the Faithful Spirit to cry out. Consider, moreover, the things which befell the Apostles and Messengers of God before Him, by reason of what the hands of the unjust have wrought. We make mention of you for the sake of God, and remind you of His signs, and announce unto you the things ordained for such as are nigh unto Him in the most sublime Paradise and the all-highest Heaven, and I, verily, am the Announcer, the Omniscient. He hath come for your salvation, and hath borne tribulations that ye may ascend, by the ladder of utterance, unto the summit of understanding.... Peruse, with fairness and justice, that which hath been sent down. It will, verily, exalt you through the truth, and will cause you to behold the things from which ye have been withheld, and will enable you to quaff His sparkling Wine."


Words Addressed to Muslim Ecclesiastics

210 Let us now consider more particularly the specific references, and the words directly addressed, to Muslim ecclesiastics by the Bab and Baha'u'llah.

The Bab, as attested by the Kitab-i-Iqan, has "specifically revealed an Epistle unto the divines of every city, wherein He hath fully set forth the character of the denial and repudiation of each of them."

Whilst in Isfahan, that time-honored stronghold of Muslim ecclesiasticism, He, through the medium of its governor, Manuchihr Khan, invited in writing the divines of that city to engage in a contest with Him, in order, as He expressed it, to "establish the truth and dissipate falsehood."

Not one of the multitude of divines who thronged that great seat of learning had the courage to take up that challenge.

Baha'u'llah, on His part, while in Adrianople, and as witnessed by His own Tablet to the Shah of Persia, signified His wish to be "brought face to face with the divines of the age, and produce proofs and testimonies in the presence of His Majesty, the Shah."

This offer was denounced as a "great presumption and amazing audacity" by the divines of Tihran, who, in their fear, advised their sovereign to instantly punish the bearer of that Tablet.

Previously, while Baha'u'llah was in Baghdad, He expressed His willingness that, provided the divines of Najaf and KarbilaÑthe twin holiest cities next to Mecca and Medina, in the eyes of the Shi'ihsÑassembled and agreed regarding any miracle they wished to be performed, and signed and sealed a statement affirming that on performance of this miracle they would acknowledge the truth of His Mission, He would unhesitatingly produce it.

To this challenge they, as recorded by 'Abdu'l-Baha in His "Some Answered Questions," could offer no better reply than this: "This man is an enchanter; perhaps he will perform an enchantment, and then we shall have nothing more to say." "For twelve years,"

Baha'u'llah Himself has testified, "We tarried in Baghdad.

Much as We desired that a large gathering of divines and fair-minded men be convened, so that truth might be distinguished from falsehood, and be fully demonstrated, no action was taken."

And again: "And likewise, while in Iraq, We wished to come together with the divines of Persia.

No sooner did they hear of this, than they fled and said: 'He indeed is a manifest sorcerer!' This is the word that proceeded aforetime out of the mouths of such as were like them.

These [divines] objected to what they said, and yet, they themselves repeat, in this day, what was said before them, and understand not.

By My life!

They are even as ashes in the sight of thy Lord.

If He be willing, tempestuous gales will blow over them, and make them as dust.

Thy Lord, verily, doth what He pleaseth."

211 These false, these cruel and cowardly Shi'ih clericals, who, as Baha'u'llah declared, had they not intervened, Persia would have been subdued by the power of God in hardly more than two years, have been thus addressed in the Qayyum-i-Asma: "O concourse of divines! Fear God from this day onwards in the views ye advance, for He Who is Our Remembrance in your midst, and Who cometh from Us, is, in very truth, the Judge and Witness. Turn away from that which ye lay hold of, and which the Book of God, the True One, hath not sanctioned, for on the Day of Resurrection ye shall, upon the Bridge, be, in very truth, held answerable for the position ye occupied."

212 In that same Book the Bab thus addresses the Shi'ihs, as well as the entire body of the followers of the Prophet: "O concourse of Shi'ihs! Fear ye God, and Our Cause, which concerneth Him Who is the Most Great Remembrance of God. For great is its fire, as decreed in the Mother-Book." "O people of the Qur'an! Ye are as nothing unless ye submit unto the Remembrance of God and unto this Book. If ye follow the Cause of God, We will forgive you your sins, and if ye turn aside from Our command, We will, in truth, condemn your souls in Our Book, unto the Most Great Fire. We, verily, do not deal unjustly with men, even to the extent of a speck on a date stone."

213 And finally, in that same Commentary, this startling prophecy is recorded: "Erelong We will, in very truth, torment such as waged war against Husayn [Imam Husayn], in the Land of the Euphrates, with the most afflictive torment, and the most dire and exemplary punishment." "Erelong," He also, referring to that same people, in that same Book, has written, "will God wreak His vengeance upon them, at the time of Our Return, and He hath, in very truth, prepared for them, in the world to come, a severe torment."

214 As to Baha'u'llah, the passages I cite in these pages constitute but a fraction of the references to the Muslim divines with which His writings abound. "The Lote-Tree beyond Which there is no passing,"

He exclaims, "crieth out, by reason of the cruelty of the divines.

It shouteth aloud, and bewaileth itself." "From the inception of this sect [Shi'ih],"

He, in His "Epistle to the Son of the Wolf," has written, "until the present day, how great hath been the number of the divines that have appeared, none of whom became cognizant of the nature of this Revelation.

What could have been the cause of this waywardness?

Were We to mention it, their limbs would cleave asunder.

It is necessary for them to meditate, nay to meditate for a thousand thousand years, that haply they may attain unto a sprinkling from the ocean of knowledge, and discover the things whereof they are oblivious in this day.

I was walking in the Land of Ta [Tihran]Ñthe dayspring of the signs of thy LordÑwhen lo, I heard the lamentation of the pulpits and the voice of their supplication unto God, blessed and glorified be He!

They cried out and said: 'O God of the world and Lord of the nations!

Thou beholdest our state and the things which have befallen us, by reason of the cruelty of Thy servants.

Thou hast created us and revealed us for Thy glorification and praise.

Thou dost now hear what the wayward proclaim upon us in Thy days.

By Thy might!

Our souls are melted, and our limbs are trembling.

Alas, alas!

Would that we had never been created and revealed by Thee!' The hearts of them that enjoy near access to God are consumed by these words, and from them the cries of such as are devoted to Him are raised."

215 "These thick clouds," He, in that same Epistle, has stated, "are the exponents of idle fancies and vain imaginings, who are none other than the divines of Persia." "By 'divines' in the passage cited above," He, in that same connection, explains, "is meant those men who outwardly attire themselves with the raiment of knowledge, but who inwardly are deprived therefrom. In this connection We quote, from the Tablet addressed to His Majesty the Shah, certain passages from the 'Hidden Words' which were revealed by the Abha Pen under the name of the 'Book of Fatimih,' the blessings of God be upon her! 'O ye that are foolish, yet have a name to be wise! Wherefore do ye wear the guise of the shepherd, when inwardly ye have become wolves, intent upon My flock? Ye are even as the star, which riseth ere the dawn, and which, though it seem radiant and luminous, leadeth the wayfarers of My city astray into the paths of perdition.' And likewise He saith: 'O ye seemingly fair yet inwardly foul! Ye are like clear but bitter water, which to outward seeming is but crystal pure but of which, when tested by the Divine Assayer, not a drop is accepted. Yea, the sunbeam falleth alike upon the dust and the mirror, yet differ they in reflection even as doth the star from the earth: nay, immeasurable is the difference!'"

216 "We have invited all men," Baha'u'llah, in another Tablet, has stated, "to turn towards God, and have acquainted them with the Straight Path. They [divines] rose up against Us with such cruelty as hath sapped the strength of Islam, and yet most of the people are heedless!" "The children of Him Who is the Friend of God [Abraham]," He moreover has written, "and heirs of the One Who discoursed with God [Moses], who were accounted the most abject of men, have split the veils asunder, and rent the coverings, and seized the Sealed Wine from the hands of the bounty of Him Who is the Self-Subsisting, and drunk their fill, whilst the detestable Shi'ih divines have remained, until the present time, hesitant and perverse." And again: "The divines of Persia committed that which no people amongst the peoples of the world have committed."

217 "If this Cause be of God," He thus addresses the Minister of the Shah in Constantinople, "no man can prevail against it; and if it be not of God, the divines amongst you, and they that follow their corrupt desires, and such as have rebelled against Him, will surely suffice to overpower it."

218 "Of all the peoples of the world," He, in another Tablet, observes, "they that have suffered the greatest loss have been, and are still, the people of Persia. I swear by the Daystar of Utterance which shineth upon the world in its meridian glory! The lamentations of the pulpits, in that country, are being raised continually. In the early days such lamentations were heard in the Land of Ta [Tihran], for pulpits, erected for the purpose of remembering the True OneÑexalted be His gloryÑhave now, in Persia, become places wherefrom blasphemies are uttered against Him Who is the Desire of the worlds."

219 "In this day," is His caustic denunciation, "the world is redolent with the fragrances of the robe of the Revelation of the Ancient King ... and yet, they [divines] have gathered together, and established themselves upon their seats, and have spoken that which would put an animal to shame, how much more man himself! Were they to become aware of one of their acts, and perceive the mischief it hath wrought, they would, with their own hands, dispatch themselves to their final abode."

220 "O concourse of divines!" Baha'u'llah thus commands them, "...Lay aside that which ye possess, and hold your peace, and give ear, then, unto that which the Tongue of Grandeur and Majesty speaketh. How many the veiled handmaidens who turned unto Me, and believed, and how numerous the wearers of the turban who were debarred from Me, and followed in the footsteps of bygone generations!"

221 "I swear by the Daystar that shineth above the Horizon of Utterance!" He asserts, "A paring from the nail of one of the believing handmaidens is, in this day, more esteemed, in the sight of God, than the divines of Persia, who, after thirteen hundred years' waiting, have perpetrated what the Jews have not perpetrated during the Revelation of Him Who is the Spirit [Jesus]." "Though they rejoice," is His warning, "at the adversities that have touched Us, the day will come whereon they shall wail and weep."

222 "O heedless one!" He thus addresses, in the Lawh-i-Burhan, a notorious Persian mujtahid, whose hands were stained with the blood of Baha'i martyrs, "rely not on thy glory and thy power. Thou art even as the last trace of sunlight upon the mountaintop. Soon will it fade away, as decreed by God, the All-Possessing, the Most High. Thy glory, and the glory of such as are like thee, have been taken away, and this, verily, is what hath been ordained by the One with Whom is the Mother Tablet. ...Because of you the Apostle [Muhammad] lamented, and the Chaste One [Fatimih] cried out, and the countries were laid waste, and darkness fell upon all regions. O concourse of divines! Because of you the people were abased, and the banner of Islam was hauled down, and its mighty throne subverted. Every time a man of discernment hath sought to hold fast unto that which would exalt Islam, you raised a clamor, and thereby was he deterred from achieving his purpose, while the land remained fallen in clear ruin."

223 "Say: O concourse of Persian divines!" Baha'u'llah again prophesies, "In My name ye have seized the reins of men, and occupy the seats of honor, by reason of your relation to Me. When I revealed Myself, however, ye turned aside, and committed what hath caused the tears of such as have recognized Me to flow. Erelong will all that ye possess perish, and your glory be turned into the most wretched abasement, and ye shall behold the punishment for what ye have wrought, as decreed by God, the Ordainer, the All-Wise."

224 In the Suriy-i-Muluk, addressing the entire company of the ecclesiastical leaders of Sunni Islam in Constantinople, the capital of the Empire and seat of the Caliphate, He has written: "O ye divines of the City!

We came to you with the truth, whilst ye were heedless of it.

Methinks ye are as dead, wrapt in the coverings of your own selves.

Ye sought not Our presence, when so to do would have been better for you than all your doings....

Know ye, that had your leaders, to whom ye owe allegiance, and on whom ye pride yourselves, and whom ye mention by day and by night, and from whose traces ye seek guidanceÑhad they lived in these days, they would have circled around Me, and would not have separated themselves from Me, whether at eventide or at morn.

Ye, however, did not turn your faces towards My face, for even less than a moment, and waxed proud, and were careless of this Wronged One, Who hath been so afflicted by men that they dealt with Him as they pleased.

Ye failed to inquire about My condition, nor did ye inform yourselves of the things which befell Me.

Thereby have ye withheld from yourselves the winds of holiness, and the breezes of bounty, that blow from this luminous and perspicuous Spot.

Methinks ye have clung to outward things, and forgotten the inner things, and say that which ye do not.

Ye are lovers of names, and appear to have given yourselves up to them.

For this reason make ye mention of the names of your leaders.

And should anyone like them, or superior unto them, come unto you, ye would flee him.

Through their names ye have exalted yourselves, and have secured your positions, and live and prosper.

And were your leaders to reappear, ye would not renounce your leadership, nor would ye turn in their direction, nor set your faces towards them.

We found you, as We found most men, worshiping names which they mention during the days of their life, and with which they occupy themselves.

No sooner do the Bearers of these names appear, however, than they repudiate them, and turn upon their heels....

Know ye that God will not, in this day, accept your thoughts, nor your remembrance of Him, nor your turning towards Him, nor your devotions, nor your vigilance, unless ye be made new in the estimation of this Servant, could be but perceive it."

225 The voice of 'Abdu'l-Baha, the Center of the Covenant of God, has, likewise, been raised, announcing the dire misfortunes which were to overtake, soon after His passing, the ecclesiastical hierarchies of both Sunni and Shi'ih Islam. "This glory," He has written, "shall be turned into the most abject abasement, and this pomp and might converted into the most complete subjugation. Their palaces will be transformed into prisons, and the course of their ascendant star terminate in the depths of the pit. Laughter and merriment will vanish, nay more, the voice of their weeping will be raised." "Even as the snow," He moreover has written, "they will melt away in the July sun."

226 The dissolution of the institution of the Caliphate, the complete secularization of the state which had enshrined the most august institution of Islam, and the virtual collapse of the Shi'ih hierarchy in Persia, were the visible and immediate consequences of the treatment meted out to the Cause of God by the clergy of the two largest communions of the Muslim world.


The Falling Fortunes of Shi'ih Islam

227 Let us first consider the visitations that have marked the falling fortunes of Shi'ih Islam. The iniquities summarized in the beginning of these pages, and for which the Shi'ih ecclesiastical order in Persia is to be held primarily answerable; iniquities which, in the words of Baha'u'llah, had caused "the Apostle [Muhammad] to lament, and the Chaste One [Fatimih] to cry out," and "all created things to groan, and the limbs of the holy ones to quake"; iniquities which had riddled the breast of the Bab with bullets, and bowed down Baha'u'llah, and turned His hair white, and caused Him to groan aloud in anguish, and made Muhammad to weep over Him, and Jesus to beat Himself upon the head, and the Bab to bewail His plightÑsuch iniquities indeed could not, and were not to, remain unpunished. God, the Fiercest of Avengers, was lying in wait, pledged "not to forgive any man's injustice." The scourge of His chastisement, swift, sudden and terrible, was, at long last, let loose upon the perpetrators of these iniquities.

228 A revolution, formidable in its proportions, far-reaching in its repercussions, amazing in the absence of bloodshed and even of violence which marked its progress, challenged that ecclesiastical ascendency which, for centuries, had been of the essence of Islam in that country, and virtually overthrew a hierarchy with which the machinery of the state and the life of the people had been inextricably interwoven. Such a revolution did not signalize the disestablishment of a state-church. It indeed was tantamount to the disruption of what may be called a church-stateÑa state that had been hopefully awaiting, even up till the moment of its expiry, the gladsome advent of the Hidden Imam, who would not only seize the reins of authority from the shah, the chief magistrate who was merely representing him, but would also assume dominion over the whole earth.

229 The spirit which that clerical order had so assiduously striven, during a whole century, to crush; the Faith which it had, with such ferocious brutality, attempted to extirpate; were now, in their turn, through the forces they had engendered in the world, deranging the equilibrium, and sapping the strength, of that same order whose ramifications had extended to every sphere, duty, and act of life in that country. The rock wall of Islam, seemingly impregnable, was now shaken to its foundations, and was tottering to its ruin, before the very eyes of the persecuted followers of the Faith of Baha'u'llah. A sacerdotal hierarchy that had held in thrall for so long the Faith of God, and seemed, at one time, to have mortally struck it down, now found itself the prey of a superior civil authority whose settled policy was to fasten, steadily and relentlessly, its coils around it.

230 The vast system of that hierarchy, with all its elements and appurtenancesÑits shaykhu'l-Islams (high priests), its mujtahids (doctors of the law), its mullas (priests), its fuqahas (jurists), its imams (prayer-leaders), its mu'adhdhins (criers), its vu'azz (preachers), its qadis (judges), its mutavallis (custodians), its madrasihs (seminaries), its mudarrisins (professors), its tullabs (pupils), its qurra's (intoners), its mu'abbirins (soothsayers), its muhaddithins (narrators), its musakhkhirins (spirit-subduers), its dhakirins (rememberers), its ummal-i-dhakat (almsgivers), its muqaddasins (saints), its munzavis (recluses), its sufis, its dervishes, and what notÑwas paralyzed and utterly discredited.

Its mujtahids, those firebrands, who wielded powers of life and death, and who for generations had been accorded honors almost regal in character, were reduced to a deplorably insignificant number.

The beturbaned prelates of the Islamic church who, in the words of Baha'u'llah, "decked their heads with green and white, and committed what made the Faithful Spirit to groan," were ruthlessly swept away, except for a handful who, in order to safeguard themselves against the fury of an impious populace, are now compelled to submit to the humiliation of producing, whenever the occasion demands it, the license granted them by the civil authorities to wear this vanishing emblem of a vanished authority.

The rest of this turbaned class, whether siyyids, mullas, or hajis, were forced not only to exchange their venerable headdress for the kulah-i-farangi (European hat), which not long ago they themselves had anathematized, but also to discard their flowing robes and don the tight-fitting garments of European style, the introduction of which into their country they had, a generation ago, so violently disapproved.

231 "The dark blue and white domes"Ñan allusion by 'Abdu'l-Baha to the rotund and massive headgears of the priests of PersiaÑhad indeed been "inverted." Those whose heads had borne them, the arrogant, fanatical, perfidious, and retrograde clericals, "in the grasp of whose authority," as testified by Baha'u'llah, "were held the reins of the people," whose "words are the pride of the world," and whose "deeds are the shame of the nations," recognizing the wretchedness of their state, betook themselves, crestfallen and destitute of hope, to their homes, there to drag out a miserable existence. Impotent and sullen, they are watching the operations of a process which, having reversed their policy and ruined their handiwork, is irresistibly moving towards a climax.

232 The pomp and pageantry of these princes of the church of Islam has already died out.

Their fanatical outcries, their clamorous invocations, their noisy demonstrations, are stilled.

Their fatvas (sentences), pronounced with such shamelessness, and at times embracing the denunciation of kings, are a dead letter.

The spectacular sight of congregational prayers, in which thousands of worshipers, lined row upon row, participated, has vanished.

The pulpits from whence they discharged the thunder of their anathemas against the powerful and the innocent alike, are deserted and silent.

Their waqfs, those priceless and far-flung endowmentsÑthe landed property of the expected ImamÑwhich in Isfahan alone at one time embraced the whole of the city, have been wrested out of their hands, and brought under the control of a lay administration.

Their madrasihs (seminaries), with their medieval learning, are deserted and dilapidated.

The innumerable tomes of theological commentaries, super-commentaries, glosses, and notes, unreadable, unprofitable, the product of misdirected ingenuity and toil, and pronounced by one of the most enlightened Islamic thinkers in modern times as works obscuring sound knowledge, breeding maggots, and fit for fire, are now buried away, overspread with cobwebs, and forgotten.

Their abstruse dissertations, their vehement controversies, their interminable discussions, are outmoded and abandoned.

Their masjids (mosques) and imam-zadihs (tombs of saints), which were privileged to extend the bast (right of sanctuary) to many a criminal, and which had degenerated into a monstrous scandal, whose walls rang with the intonations of a hypocritical and profligate clergy, whose ornaments vied with the treasures of the palaces of kings, are either forsaken or fallen in ruin.

Their takyihs, the haunts of the lazy, the passive, and contemplative pietists, are either being sold or closed down.

Their ta'ziyihs (religious plays), acted with barbaric zeal, and accentuated by sudden spasms of unbridled religious excitement, are forbidden.

Even their rawdih-khanis (lamentations), with their long-drawn-out, plaintive howls, which arose from so many houses, have been curtailed and discouraged.

The sacred pilgrimages to Najaf and Karbila, the holiest shrines of the Shi'ih world, are reduced in number and made increasingly difficult, preventing thereby many a greedy mulla from indulging in his time-honored habit of charging double for making those pilgrimages as a substitute for the religious-minded. he disuse of the veil which the mullas fought tooth and nail to prevent; the equality of sexes which their law forbade; the erection of civil tribunals which superseded their ecclesiastical courts; the abolition of the sighih (concubinage) which, when contracted for short periods, is hardly distinguishable from quasi-prostitution, and which made of the turbulent and fanatical Mashhad, the national center of pilgrimage, one of the most immoral cities in Asia; and finally, the efforts which are being made to disparage the Arabic tongue, the sacred language of Islam and of the Qur'an, and to divorce it from PersianÑall these have successively lent their share to the acceleration of that impelling process which has subordinated to the civil authority the position and interests of Muslim clericals to a degree undreamt of by any mulla.

233 Well might the once lofty-turbaned, long-bearded, grave-looking aqa (mulla), who had so insolently concerned himself with every department of human activity, as he sits, hatless, clean shaven, in the seclusion of his home, and perhaps listening to the strains of western music, blared upon the ethers of his native land, pause to reflect for a while on the vanished splendors of his defunct empire. Well might he muse upon the havoc which the rising tide of nationalism and skepticism has wrought in the adamantine traditions of his country. Well might he recollect the halcyon days when, seated on a donkey, and parading through the bazars and maydans of his native town, an eager but deluded multitude would rush to kiss with fervor not only his hands, but also the tail of the animal on which he rode. Well might he remember the blind zeal with which they acclaimed his acts, and the prodigies and miracles they ascribed to their performance.

234 He might indeed look back further, and call to mind the reign of those pious Safavi monarchs, who delighted to call themselves "dogs of the threshold of the Immaculate Imams," how one of those kings was induced to go on foot before the mujtahid as he rode through the maydan-i-Shah, the main square of Isfahan, as a mark of royal subservience to the favorite minister of the Hidden Imam, a minister who, as distinct from the Shah's title, styled himself "the servant of the Lord of Saintship (Imam Ali)."

235 Was it not, he might well ponder, this same Shah Abbas the Great who had been arrogantly addressed by another mujtahid as "the founder of a borrowed empire," implying that the kingdom of the "king of kings" really belonged to the expected Imam, and was held by the Shah solely in the capacity of a temporary trustee? Was it not this same Shah who walked the entire distance of eight hundred miles from Isfahan to Mashhad, the "special glory of the Shi'ih world," to offer his prayers, in the only way that befitted the shahanshah, at the shrine of the Imam Rida, and who trimmed the thousand candles which adorned its courts? Had not Shah Tahmasp, on receiving an epistle, penned by yet another mujtahid, sprung to his feet, placed it on his eyes, kissed it with rapture, and, because he had been addressed as "brother," ordered it to be placed within his winding-sheet and buried with him?

236 Might not that same mulla ponder the torrents of blood which, during the long years when he enjoyed impunity of conduct, flowed at his behest, the flamboyant anathemas he pronounced, and the great army of orphans and widows, of the disinherited, the dishonored, the destitute, and the homeless which, on the Day of Reckoning, were, with one accord, to cry out for vengeance, and invoke the malediction of God upon him?

237 That infamous crew had indeed merited the degradation in which it had sunk. Persistently ignoring the sentence of doom which the finger of Baha'u'llah had traced upon the wall, it pursued, for well nigh a hundred years, its fatal course, until, at the appointed hour, its death knell was sounded by those spiritual, revolutionary forces which, synchronizing with the first dawnings of the World Order of His Faith, are upsetting the equilibrium, and throwing into such confusion, the ancient institutions of mankind.


The Collapse of the Caliphate

238 These same forces, operating in a collateral field, have effected a still more remarkable, and a more radical, revolution, culminating in the collapse and fall of the Muslim Caliphate, the most powerful institution of the whole Islamic world. This event of portentous significance has, moreover, been followed by a formal and definite separation of what was left of the Sunni faith in Turkey from the state, and by the complete secularization of the Republic that has arisen on the ruins of the Ottoman theocratic empire. This catastrophic fall, that stunned the Islamic world, and the avowed, the unqualified, and formal divorce between the spiritual and temporal powers, which distinguished the revolution in Turkey from that which occurred in Persia, I now proceed to consider.

239 Sunni Islam has sustained, not through the action of a foreign and invading Power, but at the hands of a dictator, avowedly professing the Faith of Muhammad, a blow more grievous than that which fell, almost simultaneously, upon its sister-sect in Persia. This retributive act, directed against the archenemy of the Faith of Baha'u'llah, recalls a similar disaster precipitated through the action of a Roman emperor, during the latter part of the first century of the Christian eraÑa disaster that razed to its foundations the Temple of Solomon, destroyed the Holy of Holies, laid waste the city of David, uprooted the Jewish hierarchy in Jerusalem, massacred thousands of the Jewish peopleÑthe persecutors of the religion of Jesus ChristÑdispersed the remainder over the surface of the earth, and reared a pagan colony on Zion.

240 The Caliph, the self-styled vicar of the Prophet of Islam, exercised a spiritual sovereignty, and was invested with a sacred character, which the Shah of Persia neither claimed nor possessed. Nor should it be forgotten that the sphere of his spiritual jurisdiction extended to countries far beyond the confines of his own empire, and embraced the overwhelming majority of Muslims throughout the world. He was, moreover, in his capacity as the Prophet's representative on earth, regarded as the protector of the holy cities of Mecca and Medina, the defender and propagator of Islam, and the commander of its followers in any holy war they might be called upon to wage.

241 So potent, so august, so sacred a personage was at first by virtue of the abolition of the Sultanate in Turkey, divested of that temporal authority which the exponents of the Sunni school have regarded as a necessary concomitant to his high office. The sword, emblem of temporal sovereignty, was thus wrested out of the hands of the commander who, for a brief period, was permitted to occupy such an anomalous and precarious position. It was soon, however, trumpeted to the Sunni world, which had not previously been in the least consulted, that the Caliphate itself had been extinguished, and that the country which had accepted it as an appanage to its Sultanate, for more than four hundred years, had now permanently disowned it. The Turks who had been the militant leaders of the Muhammadan world, since the Arab decline, and who had carried the standard of Islam as far as the gates of Vienna, the seat of government of Europe's premier Power, had resigned their leadership. The ex-caliph, shorn of his royal pomp, stripped of the symbols of his vicarship, and deserted by friend and foe alike, was forced to flee from Constantinople, the proud seat of a dual sovereignty, to the land of the infidels, resigning himself to that same life of exile to which a number of his fellow-sovereigns had been and were still condemned.

242 Nor has the Sunni world, despite determined efforts, succeeded in designating anyone in his stead who, though deprived of the sword of a commander, would still act as the custodian of the cloak and standard of the Apostle of GodÑthe twin holy symbols of the Caliphate. Conferences were held, discussions ensued, a Congress of the Caliphate was convened in the Egyptian capital, the City of the Fatimites, only to result in the widely advertised and public confession of its failure: "They have agreed to disagree!"

243 Strange, incredibly strange, must appear the position of this most powerful branch of the Islamic Faith, with no outward and visible head to voice its sentiments and convictions, its unity irretrievably shattered, its radiance obscured, its law undermined, its institutions thrown into hopeless confusion. This institution that had challenged the inalienable, divinely appointed rights of the Imams of the Faith of Muhammad, had, after the revolution of thirteen centuries, vanished like a smoke, an institution which had dealt such merciless blows to a Faith Whose Herald was Himself a descendant of the Imams, the lawful successors of the Apostle of God.

244 To what else could this remarkable prophecy, enshrined in the Lawh-i-Burhan, allude if not to the downfall of this crowned overlord of Sunni Muslims? "O concourse of Muslim Divines! Because of you the people were abased, and the banner of Islam was hauled down, and its mighty throne subverted." What of the indubitably clear and amazing prophecy recorded in the Qayyum-i-Asma'? "Erelong We will, in very truth, torment such as waged war against Husayn [Imam Husayn], in the Land of the Euphrates, with the most afflictive torment, and the direst and most exemplary punishment." What other interpretation can this Muhammadan tradition be given? "In the latter days a grievous calamity shall befall My people at the hands of their ruler, a calamity such as no man ever heard to surpass it."

245 This was not all, however.

The disappearance of the Caliph, the spiritual head of above two hundred million Muhammadans, brought in its wake, in the land that had dealt Islam such a heavy blow, the annulment of the shari'ah canonical Law, the disendowment of Sunni institutions, the promulgation of a civil Code, the suppression of religious orders, the abrogation of ceremonials and traditions inculcated by the religion of Muhammad.

The Shaykhu'l-Islam and his satellites, including muftis, qadis, hujahs, shaykhs, sufis, hajis, mawlavis, dervishes, and others, vanished at a stroke more determined, more open, and drastic than the one dealt the Shi'ihs by the Shah and his government.

The mosques of the capital, the pride and glory of the Islamic world, were deserted, and the fairest and most famous of them all, the peerless St.

Sophia, "the Second Firmament," "the Vehicle of the Cherubim," converted by the blatant creators of a secular regime into a museum.

The Arabic tongue, the language of the Prophet of God, was banished from the land, its alphabet was superseded by Latin characters, and the Qur'an itself translated into Turkish for the few who still cared to read it.

The constitution of the new Turkey not only proclaimed formally the disestablishment and disendowment of Islam, with all its attendant and, in the view of some, atheistic enactments, but also heralded various measures that aimed at its further humiliation and weakening.

Even the city of Constantinople, "the Dome of Islam," apostrophized in such condemnatory terms by Baha'u'llah, which, after the fall of Byzantium, had been hailed by the great Constantine as "the New Rome," and exalted to the rank of the metropolis of both the Roman Empire and of Christendom, and subsequently revered as the seat of the Caliphs, was relegated to the position of a provincial city and stripped of all its pomp and glory, its soaring and slender minarets standing sentinel at the grave of so much vanished splendor and power.

246 "O Spot that art situate on the shores of the two seas!" Baha'u'llah has thus apostrophized the Imperial City, in terms that call to mind the prophetic words addressed by Jesus Christ to Jerusalem, "The throne of tyranny hath, verily, been stablished upon thee, and the flame of hatred hath been kindled within thy bosom, in such wise that the Concourse on high, and they who circle around the Exalted Throne, have wailed and lamented. We behold in thee the foolish ruling over the wise, and darkness vaunting itself against the light. Thou art indeed filled with manifest pride. Hath thine outward splendor made thee vainglorious? By Him Who is the Lord of mankind! It shall soon perish, and thy daughters, and thy widows, and all the kindreds that dwell within thee shall lament. Thus informeth thee the All-Knowing, the All-Wise."

247 Such was the fate that overtook both Shi'ih and Sunni Islam, in the two countries where they had planted their banners and reared their most powerful and far-famed institutions.

Such was their fate in these two countries, in one of which Baha'u'llah died an exile, and in the other the Bab suffered a martyr's death.

Such was the fate of the self-styled Vicar of the Prophet of God, and of the favorite ministers of the still awaited Imam. "The people of the Qur'an,"

Baha'u'llah testifies, "have risen against Us, and tormented Us with such a torment that the Holy Spirit lamented, and the thunder roared out, and the clouds wept over Us....

Muhammad, the Apostle of God, bewaileth, in the all-highest Paradise, their acts." "A day shall be witnessed by My people," their own traditions condemn them, "whereon there will have remained of Islam naught but a name, and of the Qur'an naught but a mere appearance.

The doctors of that age shall be the most evil the world hath ever seen.

Mischief hath proceeded from them, and on them it will recoil."

And again: "Most of His enemies will be the divines.

His bidding they will not obey, but will protest saying: 'This is contrary to that which hath been handed down unto us by the Imams of the Faith.'"

And still again: "At that hour His malediction shall descend upon you, and your curse shall afflict you, and your religion shall remain an empty word on your tongues.

And when these signs appear amongst you, anticipate the day when the red-hot wind will have swept over you, or the day when ye will have been disfigured, or when stones will have rained upon you."


A Warning Unto All Nations

248 This horde of degraded priests, stigmatized by Baha'u'llah as "doctors of doubt," as the "abject manifestations of the Prince of Darkness," as "wolves" and "pharaohs," as "focal centers of hellish fire," as "voracious beasts preying upon the carrion of the souls of men," and, as testified by their own traditions, as both the sources and victims of mischief, have joined the various swarms of shah-zadihs, of emirs, and princelings of fallen dynastiesÑa witness and a warning unto all nations of what must, sooner or later, befall those wielders of earthly dominion, be it royal or ecclesiastic, who might dare to challenge or persecute the appointed Channels and Embodiments of Divine authority and power.

249 Islam, at once the progenitor and persecutor of the Faith of Baha'u'llah, is, if we read aright the signs of the times, only beginning to sustain the impact of this invincible and triumphant Faith. We need only recall the nineteen hundred years of abject misery and dispersion which they, who only for the short space of three years persecuted the Son of God, have had to endure, and are still enduring. We may well ask ourselves, with mingled feelings of dread and awe, how severe must be the tribulations of those who, during no less than fifty years, have, "at every moment tormented with a fresh torment" Him Who is the Father, and who have, in addition, made His HeraldÑHimself a Manifestation of GodÑto quaff, in such tragic circumstances, the cup of martyrdom.

250 I have, in the pages immediately preceding, quoted certain passages addressed collectively to the members of the ecclesiastical order, both Islamic and Christian, and have then recorded a number of specific addresses and references to Muslim divines, both Shi'ih and Sunni, after which I proceeded to describe the calamities that afflicted these Muhammadan hierarchies, their heads, their members, their properties, their ceremonials, and institutions. Let us now consider the addresses specifically made to the members of the Christian clerical order who, for the most part, have ignored the Faith of Baha'u'llah, whilst a few among them have, as its Administrative Order gained in stature and spread its ramifications over Christian countries, arisen to check its progress, to belittle its influence, and obscure its purpose.


His Messages to Christian Leaders

251 A glance at the writings of the Author of the Baha'i Revelation will reveal the important and significant fact that He Who addressed collectively an immortal message to all the kings of the earth, Who revealed a Tablet to each of the outstanding crowned heads of Europe and Asia, Who issued His call to the sacerdotal leaders of Islam, both Sunni and Shi'ih, Who did not exclude from His purview the Jews and the Zoroastrians, has, apart from His numerous and repeated exhortations and warnings to the entire Christian world, directed particular messages, some general, others precise and challenging, to the heads, as well as to the rank and file, of the ecclesiastical orders of ChristendomÑits pope, its kings, its patriarchs, its archbishops, its bishops, its priests, and its monks. We have already, in connection with the messages of Baha'u'llah to the crowned heads of the world, considered certain features of the Tablet to the Roman Pontiff, as well as the words written to the kings of Christendom. Let us now turn our attention to those passages in which the aristocracy of the church and its ordained servants are singled out for exhortation and admonition by the Pen of Baha'u'llah:

252 "Say: O concourse of patriarchs! He Whom ye were promised in the Tablets is come. Fear God, and follow not the vain imaginings of the superstitious. Lay aside the things ye possess, and take fast hold of the Tablet of God by His sovereign power. Better is this for you than all your possessions. Unto this testifieth every understanding heart, and every man of insight. Pride ye yourselves on My Name, and yet shut yourselves out as by a veil from Me? This indeed is a strange thing!"

253 "Say: O concourse of archbishops! He Who is the Lord of all men hath appeared. In the plain of guidance He calleth mankind, whilst ye are numbered with the dead! Great is the blessedness of him who is stirred by the Breeze of God, and hath arisen from amongst the dead in this perspicuous Name."

254 "Say:

O concourse of bishops!

Trembling hath seized all the kindreds of the earth, and He Who is the Everlasting Father calleth aloud between earth and heaven.

Blessed the ear that hath heard, and the eye that hath seen, and the heart that hath turned unto Him Who is the Point of Adoration of all who are in the heavens and all who are on earth." "O concourse of bishops!

Ye are the stars of the heaven of My knowledge.

My mercy desireth not that ye should fall upon the earth.

My justice, however, declareth: 'This is that which the Son [Jesus] hath decreed.' And whatsoever hath proceeded out of His blameless, His truthspeaking, trustworthy mouth, can never be altered.

The bells, verily, peal out My Name, and lament over Me, but My spirit rejoiceth with evident gladness.

The body of the Loved One yearneth for the cross, and His head is eager for the spear, in the path of the All-Merciful.

The ascendancy of the oppressor can in no wise deter Him from His purpose."

And again: "The stars of the heaven of knowledge have fallen, they that adduce the proofs they possess in order to demonstrate the truth of My Cause, and who make mention of God in My Name.

When I came unto them, in My majesty, however, they turned aside from Me.

They, verily, are of the fallen.

This is what the Spirit [Jesus] prophesied when He came with the truth, and the Jewish doctors caviled at Him, until they committed what made the Holy Spirit to lament, and the eyes of such as enjoy near access to God to weep."

255 "Say: O concourse of priests! Leave the bells, and come forth, then, from your churches. It behooveth you, in this day, to proclaim aloud the Most Great Name among the nations. Prefer ye to be silent, whilst every stone and every tree shouteth aloud: 'The Lord is come in His great glory!'?... He that summoneth men in My name is, verily, of Me, and he will show forth that which is beyond the power of all that are on earth. ...Let the Breeze of God awaken you. Verily, it hath wafted over the world. Well is it with him that hath discovered the fragrance thereof and been accounted among the well-assured." And again: "O concourse of priests! The Day of Reckoning hath appeared, the Day whereon He Who was in heaven hath come. He, verily, is the One Whom ye were promised in the Books of God, the Holy, the Almighty, the All-Praised. How long will ye wander in the wilderness of heedlessness and superstition? Turn with your hearts in the direction of your Lord, the Forgiving, the Generous."

256 "Say:

O concourse of monks!

Seclude not yourselves in churches and cloisters.

Come forth by My leave, and occupy yourselves with that which will profit your souls and the souls of men.

Thus biddeth you the King of the Day of Reckoning.

Seclude yourselves in the stronghold of My love.

This, verily, is a befitting seclusion, were ye of them that perceive it.

He that shutteth himself up in a house is indeed as one dead.

It behooveth man to show forth that which will profit all created things, and he that bringeth forth no fruit is fit for fire.

Thus counseleth you your Lord, and He, verily, is the Almighty, the All-Bounteous.

Enter ye into wedlock, that after you someone may fill your place.

We have forbidden you perfidious acts, and not that which will demonstrate fidelity.

Have ye clung to the standards fixed by your own selves, and cast the standards of God behind your backs?

Fear God, and be not of the foolish.

But for man, who would make mention of Me on My earth, and how could My attributes and My name have been revealed?

Ponder ye, and be not of them that are veiled and fast asleep.

He that wedded not [Jesus] found no place wherein to dwell or lay His head, by reason of that which the hands of the treacherous had wrought.

His sanctity consisteth not in that which ye believe or fancy, but rather in the things We possess.

Ask, that ye may apprehend His station which hath been exalted above the imaginings of all that dwell on earth.

Blessed are they who perceive it."

And again: "O concourse of monks!

If ye choose to follow Me, I will make you heirs of My Kingdom; and if ye transgress against Me, I will, in My long-suffering, endure it patiently, and I, verily, am the Ever-Forgiving, the All-Merciful. ...Bethlehem is astir with the Breeze of God.

We hear her voice saying: 'O Most Generous Lord!

Where is Thy great glory established?

The sweet savors of Thy presence have quickened me, after I had melted in my separation from Thee.

Praised be Thou in that Thou hast raised the veils, and come with power in evident glory.' We called unto her from behind the Tabernacle of Majesty and Grandeur: 'O Bethlehem!

This Light hath risen in the orient, and traveled towards the occident, until it reached thee in the evening of its life.

Tell Me then:

Do the sons recognize the Father, and acknowledge Him, or do they deny Him, even as the people aforetime denied Him [Jesus]?' Whereupon she cried out saying: 'Thou art, in truth, the All-Knowing, the Best-Informed."

And again: "Consider, likewise, how numerous at this time are the monks who have secluded themselves in their churches, in My name, and who, when the appointed time came, and We unveiled to them Our beauty, failed to recognize Me, notwithstanding that they call upon Me at dawn and at eventide." "Read ye the Evangel,"

He again addresses them, "and yet refuse to acknowledge the All-Glorious Lord?

This indeed beseemeth you not, O concourse of learned men!...

The fragrances of the All-Merciful have wafted over all creation.

Happy the man that hath forsaken his desires, and taken fast hold of guidance."

257 These "fallen stars" of the firmament of Christendom, these "thick clouds" that have obscured the radiance of the true Faith of God, these princes of the Church that have failed to acknowledge the sovereignty of the "King of kings," these deluded ministers of the Son who have shunned and ignored the promised Kingdom which the "Everlasting Father" has brought down from heaven, and is now establishing upon earthÑthese are experiencing, in this "Day of Reckoning," a crisis, not indeed as critical as that which the Islamic sacerdotal order, the inveterate enemies of the Faith, has had to face, but one which is no less widespread and significant. "Power hath been seized" indeed, and is being increasingly seized, from these ecclesiastics that speak in the name, and yet are so far away from the spirit, of the Faith they profess.

258 We have only to look around us, as we survey the fortunes of Christian ecclesiastical orders, to appreciate the steady deterioration of their influence, the decline of their power, the damage to their prestige, the flouting of their authority, the dwindling of their congregations, the relaxation of their discipline, the restriction of their press, the timidity of their leaders, the confusion in their ranks, the progressive confiscation of their properties, the surrender of some of their most powerful strongholds, and the extinction of other ancient and cherished institutions. Indeed, ever since the Divine summons was issued, and the invitation extended, and the warning sounded, and the condemnation pronounced, this process, that may be said to have been initiated with the collapse of the temporal sovereignty of the Roman Pontiff, soon after the Tablet to the Pope had been revealed, has been operating with increasing momentum, menacing the very basis on which the entire order is resting. Aided by the forces which the Communist movement has unloosed, reinforced by the political consequences of the last war, accelerated by the excessive, the blind, the intolerant, and militant nationalism which is now convulsing the nations, and stimulated by the rising tide of materialism, irreligion, and paganism, this process is not only tending to subvert ecclesiastical institutions, but appears to be leading to the rapid dechristianization of the masses in many Christian countries.

259 I shall content myself with the enumeration of certain outstanding manifestations of this force which is increasingly invading the domain, and assailing the firmest ramparts, of one of the leading religious systems of mankind.

The virtual extinction of the temporal power of the most preeminent ruler in Christendom immediately after the creation of the Kingdom of Italy; the wave of anticlericalism that swept over France after the collapse of the Napoleonic empire, and which culminated in the complete separation of the Catholic Church from the state, in the laicization of the Third Republic, in the secularization of education, and in the suppression and dispersal of religious orders; the swift and sudden rise of that "religious irreligion," that bold, conscious, and organized assault launched in Soviet Russia against the Greek Orthodox Church, that precipitated the disestablishment of the state religion, that massacred a vast number of its members originally numbering above a hundred million souls, that pulled down, closed, or converted into museums, theatres and warehouses, thousands upon thousands of churches, monasteries, synagogues and mosques, that stripped the church of its six and a half million acres of property, and sought, through its League of Militant Atheists and the promulgation of a "five-year plan of godlessness," to loosen from its foundations the religious life of the masses; the dismemberment of the Austro-Hungarian Monarchy that dissolved, by one stroke, the most powerful unit which owed its allegiance to, and supported through its resources the administration of, the Church of Rome; the divorce of the Spanish state from that same Church, and the overthrow of the monarchy, the champion of Catholic Christendom; the nationalistic philosophy, the parent of an unbridled and obsolete nationalism, which, having dethroned Islam, has indirectly assaulted the front line of the Christian church in non-Christian lands, and is dealing such heavy blows to Catholic, Anglican, and Presbyterian Missions in Persia, Turkey, and the Far East; the revolutionary movement that brought in its wake the persecution of the Catholic Church in Mexico; and finally the gospel of modern paganism, unconcealed, aggressive, and unrelenting, which, in the years preceding the present turmoil, and increasingly since its outbreak, has swept over the continent of Europe, invading the citadels, and sowing confusion in the hearts of the supporters, of the Catholic, the Greek Orthodox, and the Lutheran churches, in Austria, Poland, the Baltic and Scandinavian states, and more recently in Western Europe, the home and center of the most powerful hierarchies of Christendom.


Christian Nations against Christian Nations

260 What a sorry spectacle of impotence and disruption does this fratricidal war, which Christian nations are waging against Christian nationsÑAnglicans pitted against Lutherans, Catholics against Greek Orthodox, Catholics against Catholics, and Protestants against ProtestantsÑin support of a so-called Christian civilization, offer to the eyes of those who are already perceiving the bankruptcy of the institutions that claim to speak in the name, and to be the custodians, of the Faith of Jesus Christ! The powerlessness and despair of the Holy See to halt this internecine strife, in which the children of the Prince of PeaceÑblessed and supported by the benedictions and harangues of the prelates of a hopelessly divided churchÑare engaged, proclaim the degree of subservience into which the once all-powerful institutions of the Christian Faith have sunk, and are a striking reminder of the parallel state of decadence into which the hierarchies of its sister religion have fallen.

261 How tragically has Christendom ignored, and how far it has strayed from, that high mission which He Who is the true Prince of Peace has, in these, the concluding passages of His Tablet to Pope Pius IX, called upon the entire body of Christians to fulfillÑpassages which establish, for all time, the distinction between the Mission of Baha'u'llah in this age and that of Jesus Christ: "Say:

O concourse of Christians!

We have, on a previous occasion, revealed Ourself unto you, and ye recognized Me not.

This is yet another occasion vouchsafed unto you.

This is the Day of God; turn ye unto Him....

The Beloved One loveth not that ye be consumed with the fire of your desires.

Were ye to be shut out as by a veil from Him, this would be for no other reason than your own waywardness and ignorance.

Ye make mention of Me, and know Me not.

Ye call upon Me, and are heedless of My Revelation....

O people of the Gospel!

They who were not in the Kingdom have now entered it, whilst We behold you, in this day, tarrying at the gate.

Rend the veils asunder by the power of your Lord, the Almighty, the All-Bounteous, and enter, then, in My name My Kingdom.

Thus biddeth you He Who desireth for you everlasting life....

We behold you, O children of the Kingdom, in darkness.

This, verily, beseemeth you not.

Are ye, in the face of the Light, fearful because of your deeds?

Direct yourselves towards Him....

Verily, He [Jesus] said: 'Come ye after Me, and I will make you to become fishers of men.' In this day, however, We say: 'Come ye after Me, that We may make you to become the quickeners of mankind.'" "Say,"

He moreover has written, "We, verily, have come for your sakes, and have borne the misfortunes of the world for your salvation.

Flee ye the One Who hath sacrificed His life that ye may be quickened?

Fear God, O followers of the Spirit [Jesus], and walk not in the footsteps of every divine that hath gone far astray....

Open the doors of your hearts.

He Who is the Spirit [Jesus] verily, standeth before them.

Wherefore keep ye afar from HimWho hath purposed to draw you nigh unto a Resplendent Spot?

Say:

We, in truth, have opened unto you the gates of the Kingdom.

Will ye bar the doors of your houses in My face?

This indeed is naught but a grievous error."

262 Such is the pass to which the Christian clergy have comeÑa clergy that have interposed themselves between their flock and the Christ returned in the glory of the Father. As the Faith of this Promised One penetrates farther and farther into the heart of Christendom, as its recruits from the garrisons which its spirit is assailing multiply, and provoke a concerted and determined action in defense of the strongholds of Christian orthodoxy, and as the forces of nationalism, paganism, secularism and racialism move jointly towards a climax, might we not expect that the decline in the power, the authority, and the prestige of these ecclesiastics will be accentuated, and further demonstrate the truth, and more fully unfold the implications, of Baha'u'llah's pronouncement predicting the eclipse of the luminaries of the Church of Jesus Christ.

263 Devastating indeed has been the havoc wrought in the fortunes of the Shi'ih hierarchy in Persia, and pitiable the lot reserved for its remnant now groaning under the yoke of a civil authority it had for centuries scorned and dominated. Cataclysmic indeed has been the collapse of the most preeminent institution of Sunni Islam, and irretrievable the downfall of its hierarchy in a country that had championed the cause of the self-styled vicar of the Prophet of God. Steady and relentless is the process which has brought such destruction, shame, division, and weakness to the defenders of the strongholds of Christian ecclesiasticism, and black indeed are the clouds that darken its horizon. Through the actions of Muslim and Christian divinesÑ"idols," whom Baha'u'llah has stigmatized as constituting the majority of His enemiesÑwho failed, as commanded by Him, to lay aside their pens and fling away their fancies, and who, as He Himself testified, had they believed in Him would have brought about the conversion of the masses, Islam and Christianity have, it would be no exaggeration to say, entered the most critical phase of their history.

264 Let none, however, mistake my purpose, or misrepresent this cardinal truth which is of the essence of the Faith of Baha'u'llah. The divine origin of all the Prophets of GodÑincluding Jesus Christ and the Apostle of God, the two greatest Manifestations preceding the Revelation of the BabÑis unreservedly and unshakably upheld by each and every follower of the Baha'i religion. The fundamental unity of these Messengers of God is clearly recognized, the continuity of their Revelations is affirmed, the God-given authority and correlative character of their Books is admitted, the singleness of their aims and purposes is proclaimed, the uniqueness of their influence emphasized, the ultimate reconciliation of their teachings and followers taught and anticipated. "They all," according to Baha'u'llah's testimony, "abide in the same tabernacle, soar in the same heaven, are seated upon the same throne, utter the same speech, and proclaim the same Faith."


The Continuity of Revelation

265 The Faith standing identified with the name of Baha'u'llah disclaims any intention to belittle any of the Prophets gone before Him, to whittle down any of their teachings, to obscure, however slightly, the radiance of their Revelations, to oust them from the hearts of their followers, to abrogate the fundamentals of their doctrines, to discard any of their revealed Books, or to suppress the legitimate aspirations of their adherents. Repudiating the claim of any religion to be the final revelation of God to man, disclaiming finality for His own Revelation, Baha'u'llah inculcates the basic principle of the relativity of religious truth, the continuity of Divine Revelation, the progressiveness of religious experience. His aim is to widen the basis of all revealed religions and to unravel the mysteries of their scriptures. He insists on the unqualified recognition of the unity of their purpose, restates the eternal verities they enshrine, coordinates their functions, distinguishes the essential and the authentic from the nonessential and spurious in their teachings, separates the God-given truths from the priest-prompted superstitions, and on this as a basis proclaims the possibility, and even prophecies the inevitability, of their unification, and the consummation of their highest hopes.

266 As to Muhammad, the Apostle of God, let none among His followers who read these pages, think for a moment that either Islam, or its Prophet, or His Book, or His appointed Successors, or any of His authentic teachings, have been, or are to be in any way, or to however slight a degree, disparaged. The lineage of the Bab, the descendant of the Imam Husayn; the divers and striking evidences, in Nabil's Narrative, of the attitude of the Herald of our Faith towards the Founder, the Imams, and the Book of Islam; the glowing tributes paid by Baha'u'llah in the Kitab-i-Iqan to Muhammad and His lawful Successors, and particularly to the "peerless and incomparable" Imam Husayn; the arguments adduced, forcibly, fearlessly, and publicly by 'Abdu'l-Baha, in churches and synagogues, to demonstrate the validity of the Message of the Arabian Prophet; and last but not least the written testimonial of the Queen of Rumania, who, born in the Anglican faith and notwithstanding the close alliance of her government with the Greek Orthodox Church, the state religion of her adopted country, has, largely as a result of the perusal of these public discourses of 'Abdu'l-Baha, been prompted to proclaim her recognition of the prophetic function of MuhammadÑall proclaim, in no uncertain terms, the true attitude of the Baha'i Faith towards its parent religion.

267 "God," is her royal tribute, "is All, everything. He is the power behind all beginnings.... His is the Voice within us that shows us good and evil. But mostly we ignore or misunderstand this voice. Therefore, did He choose His Elect to come down amongst us upon earth to make clear His Word, His real meaning. Therefore, the Prophets; therefore, Christ, Muhammad, Baha'u'llah, for man needs from time to time a voice upon earth to bring God to him, to sharpen the realization of the existence of the true God. Those voices sent to us had to become flesh, so that with our earthly ears we should be able to hear and understand."

268 What greater proof, it may be pertinently asked, can the divines of either Persia or Turkey require wherewith to demonstrate the recognition by the followers of Baha'u'llah of the exalted position occupied by the Prophet Muhammad among the entire company of the Messengers of God? What greater service do these divines expect us to render the Cause of Islam? What greater evidence of our competence can they demand than that we should kindle, in quarters so far beyond their reach, the spark of an ardent and sincere conversion to the truth voiced by the Apostle of God, and obtain from the pen of royalty this public, and indeed historic, confession of His God-given Mission?

269 As to the position of Christianity, let it be stated without any hesitation or equivocation that its divine origin is unconditionally acknowledged, that the Sonship and Divinity of Jesus Christ are fearlessly asserted, that the divine inspiration of the Gospel is fully recognized, that the reality of the mystery of the Immaculacy of the Virgin Mary is confessed, and the primacy of Peter, the Prince of the Apostles, is upheld and defended.

The Founder of the Christian Faith is designated by Baha'u'llah as the "Spirit of God," is proclaimed as the One Who "appeared out of the breath of the Holy Ghost," and is even extolled as the "Essence of the Spirit."

His mother is described as "that veiled and immortal, that most beauteous, countenance," and the station of her Son eulogized as a "station which hath been exalted above the imaginings of all that dwell on earth," whilst Peter is recognized as one whom God has caused "the mysteries of wisdom and of utterance to flow out of his mouth." "Know thou,"

Baha'u'llah has moreover testified, "that when the Son of Man yielded up His breath to God, the whole creation wept with a great weeping.

By sacrificing Himself, however, a fresh capacity was infused into all created things.

Its evidences, as witnessed in all the peoples of the earth, are now manifest before thee.

The deepest wisdom which the sages have uttered, the profoundest learning which any mind hath unfolded, the arts which the ablest hands have produced, the influence exerted by the most potent of rulers, are but manifestations of the quickening power released by His transcendent, His all-pervasive and resplendent Spirit.

We testify that when He came into the world, He shed the splendor of His glory upon all created things.

Through Him the leper recovered from the leprosy of perversity and ignorance.

Through Him the unchaste and wayward were healed.

Through His power, born of Almighty God, the eyes of the blind were opened and the soul of the sinner sanctified....

He it is Who purified the world.

Blessed is the man who, with a face beaming with light, hath turned towards Him."

270 Indeed, the essential prerequisites of admittance into the Baha'i fold of Jews, Zoroastrians, Hindus, Buddhists, and the followers of other ancient faiths, as well as of agnostics and even atheists, is the wholehearted and unqualified acceptance by them all of the divine origin of both Islam and Christianity, of the Prophetic functions of both Muhammad and Jesus Christ, of the legitimacy of the institution of the Imamate, and of the primacy of St. Peter, the Prince of the Apostles. Such are the central, the solid, the incontrovertible principles that constitute the bedrock of Baha'i belief, which the Faith of Baha'u'llah is proud to acknowledge, which its teachers proclaim, which its apologists defend, which its literature disseminates, which its summer schools expound, and which the rank and file of its followers attest by both word and deed.

271 Nor should it be thought for a moment that the followers of Baha'u'llah either seek to degrade or even belittle the rank of the world's religious leaders, whether Christian, Muslim, or of any other denomination, should their conduct conform to their professions, and be worthy of the position they occupy. "Those divines,"

Baha'u'llah has affirmed, "...who are truly adorned with the ornament of knowledge and of a goodly character are, verily, as a head to the body of the world, and as eyes to the nations.

The guidance of men hath, at all times, been and is dependent upon these blessed souls."

And again: "The divine whose conduct is upright, and the sage who is just, are as the spirit unto the body of the world.

Well is it with that divine whose head is attired with the crown of justice, and whose temple is adorned with the ornament of equity."

And yet again: "The divine who hath seized and quaffed the most holy Wine, in the name of the sovereign Ordainer, is as an eye unto the world.

Well is it with them who obey him, and call him to remembrance." "Great is the blessedness of that divine,"

He, in another connection, has written, "that hath not allowed knowledge to become a veil between him and the One Who is the Object of all knowledge, and who, when the Self-Subsisting appeared, hath turned with a beaming face towards Him.

He, in truth, is numbered with the learned.

The inmates of Paradise seek the blessing of his breath, and his lamp sheddeth its radiance over all who are in heaven and on earth.

He, verily, is numbered with the inheritors of the Prophets.

He that beholdeth him hath, verily, beheld the True One, and he that turneth towards him hath, verily, turned towards God, the Almighty, the All-Wise." "Respect ye the divines amongst you," is His exhortation, "They whose acts conform to the knowledge they possess, who observe the statutes of God, and decree the things God hath decreed in the Book.

Know ye that they are the lamps of guidance betwixt earth and heaven.

They that have no consideration for the position and merit of the divines amongst them have, verily, altered the bounty of God vouchsafed unto them."

271 Dear friends!

I have, in the preceding pages, attempted to represent this world-afflicting ordeal that has laid its grip upon mankind as primarily a judgment of God pronounced against the peoples of the earth, who, for a century, have refused to recognize the One Whose advent had been promised to all religions, and in Whose Faith all nations can alone, and must eventually, seek their true salvation.

I have quoted certain passages from the writings of Baha'u'llah and the Bab that reveal the character, and foreshadow the occurrence of this divinely inflicted visitation.

I have enumerated the woeful trials with which the Faith, its Herald, its Founder, and its Exemplar, have been afflicted, and exposed the tragic failure of the generality of mankind and its leaders to protest against these tribulations, and to acknowledge the claims advanced by those Who bore them.

I have, moreover, indicated that a direct, an awful, an inescapable responsibility rested on the sovereigns of the earth and the world's religious leaders who, in the days of the Bab and Baha'u'llah, held within their grasp the reins of absolute political and religious authority.

I have also endeavored to show how, as a result of the direct and active antagonism of some of them to the Faith, and the neglect by others of their unquestioned duty to investigate its truth and its claims, to vindicate its innocence, and avenge its injuries, both kings and ecclesiastics have been, and are still being, subjected to the dire punishments which their sins of omission and commission have provoked.

I have, owing to the chief responsibility which they incurred, as a result of the undisputed ascendancy they held over their subjects and followers, quoted extensively from the messages, the exhortations and warnings addressed to them by the Founders of our Faith, and expatiated on the consequences that have flowed from these momentous and epoch-making utterances.

273 This great retributive calamity, for which the world's supreme leaders, both secular and religious, are to be regarded as primarily answerable, as testified by Baha'u'llah, should not, if we would correctly appraise it, be regarded solely as a punishment meted out by God to a world that has, for a hundred years, persisted in its refusal to embrace the truth of the redemptive Message proffered to it by the supreme Messenger of God in this day. It should be viewed also, though to a lesser degree, in the light of a divine retribution for the perversity of the human race in general, in casting itself adrift from those elementary principles which must, at all times, govern, and can alone safeguard, the life and progress of mankind. Humanity has, alas, with increasing insistence, preferred, instead of acknowledging and adoring the Spirit of God as embodied in His religion in this day, to worship those false idols, untruths and half-truths, which are obscuring its religions, corrupting its spiritual life, convulsing its political institutions, corroding its social fabric, and shattering its economic structure.

274 Not only have the peoples of the earth ignored, and some of them even assailed, a Faith which is at once the essence, the promise, the reconciler, and the unifier of all religions, but they have drifted away from their own religions, and set up on their subverted altars other gods wholly alien not only to the spirit but to the traditional forms of their ancient faiths.

275 "The face of the world," Baha'u'llah laments, "hath altered. The way of God and the religion of God have ceased to be of any worth in the eyes of men." "The vitality of men's belief in God," He also has written, "is dying out in every land.... The corrosion of ungodliness is eating into the vitals of human society." "Religion," He affirms, "is verily the chief instrument for the establishment of order in the world, and of tranquility amongst its peoples.... The greater the decline of religion, the more grievous the waywardness of the ungodly. This cannot but lead in the end to chaos and confusion." And again: "Religion is a radiant light and an impregnable stronghold for the protection and welfare of the peoples of the world." "As the body of man," He, in another connection, has written, "needeth a garment to clothe it, so the body of mankind must needs be adorned with the mantle of justice and wisdom. Its robe is the Revelation vouchsafed unto it by God."


The Three False Gods

276 This vital force is dying out, this mighty agency has been scorned, this radiant light obscured, this impregnable stronghold abandoned, this beauteous robe discarded. God Himself has indeed been dethroned from the hearts of men, and an idolatrous world passionately and clamorously hails and worships the false gods which its own idle fancies have fatuously created, and its misguided hands so impiously exalted. The chief idols in the desecrated temple of mankind are none other than the triple gods of Nationalism, Racialism and Communism, at whose altars governments and peoples, whether democratic or totalitarian, at peace or at war, of the East or of the West, Christian or Islamic, are, in various forms and in different degrees, now worshiping. Their high priests are the politicians and the worldly-wise, the so-called sages of the age; their sacrifice, the flesh and blood of the slaughtered multitudes; their incantations outworn shibboleths and insidious and irreverent formulas; their incense, the smoke of anguish that ascends from the lacerated hearts of the bereaved, the maimed, and the homeless.

277 The theories and policies, so unsound, so pernicious, which deify the state and exalt the nation above mankind, which seek to subordinate the sister races of the world to one single race, which discriminate between the black and the white, and which tolerate the dominance of one privileged class over all othersÑthese are the dark, the false, and crooked doctrines for which any man or people who believes in them, or acts upon them, must, sooner or later, incur the wrath and chastisement of God.

278 "Movements," is the warning sounded by 'Abdu'l-Baha, "newly born and worldwide in their range, will exert their utmost effort for the advancement of their designs. The Movement of the Left will acquire great importance. Its influence will spread."

279 Contrasting with, and irreconcilably opposed to, these war-engendering, world-convulsing doctrines are the healing, the saving, the pregnant truths proclaimed by Baha'u'llah, the Divine Organizer and Savior of the whole human raceÑtruths which should be regarded as the animating force and the hallmark of His Revelation: "The world is but one country, and mankind its citizens." "Let not a man glory in that he loves his country; let him rather glory in this, that he loves his kind." And again: "Ye are the fruits of one tree, and the leaves of one branch." "Bend your minds and wills to the education of the peoples and kindreds of the earth, that haply ... all mankind may become the upholders of one order, and the inhabitants of one city.... Ye dwell in one world, and have been created through the operation of one Will." "Beware lest the desires of the flesh and of a corrupt inclination provoke divisions among you. Be ye as the fingers of one hand, the members of one body." And yet again: "All the saplings of the world have appeared from one Tree, and all the drops from one Ocean, and all beings owe their existence to one Being." And furthermore: "That one indeed is a man who today dedicateth himself to the service of the entire human race."


The Weakened Pillars of Religion

280 Not only must irreligion and its monstrous offspring, the triple curse that oppresses the soul of mankind in this day, be held responsible for the ills which are so tragically besetting it, but other evils and vices, which are, for the most part, the direct consequences of the "weakening of the pillars of religion," must also be regarded as contributory factors to the manifold guilt of which individuals and nations stand convicted. The signs of moral downfall, consequent to the dethronement of religion and the enthronement of these usurping idols, are too numerous and too patent for even a superficial observer of the state of present-day society to fail to notice. The spread of lawlessness, of drunkenness, of gambling, and of crime; the inordinate love of pleasure, of riches, and other earthly vanities; the laxity in morals, revealing itself in the irresponsible attitude towards marriage, in the weakening of parental control, in the rising tide of divorce, in the deterioration in the standard of literature and of the press, and in the advocacy of theories that are the very negation of purity, of morality and chastityÑthese evidences of moral decadence, invading both the East and the West, permeating every stratum of society, and instilling their poison in its members of both sexes, young and old alike, blacken still further the scroll upon which are inscribed the manifold transgressions of an unrepentant humanity.

281 Small wonder that Baha'u'llah, the Divine Physician, should have declared: "In this day the tastes of men have changed, and their power of perception hath altered. The contrary winds of the world, and its colors, have provoked a cold, and deprived men's nostrils of the sweet savors of Revelation."

282 Brimful and bitter indeed is the cup of humanity that has failed to respond to the summons of God as voiced by His Supreme Messenger, that has dimmed the lamp of its faith in its Creator, that has transferred, in so great a measure, the allegiance owed Him to the gods of its own invention, and polluted itself with the evils and vices which such a transference must necessarily engender.

283 Dear friends! It is in this light that we, the followers of Baha'u'llah, should regard this visitation of God which, in the concluding years of the first century of the Baha'i era, afflicts the generality, and has thrown into such a bewildering confusion the affairs, of mankind. It is because of this dual guilt, the things it has done and the things it has left undone, its misdeeds as well as its dismal and signal failure to accomplish its clear and unmistakable duty towards God, His Messenger, and His Faith, that this grievous ordeal, whatever its immediate political and economic causes, has laid its adamantine grip upon it.

284 God, however, as has been pointed out in the very beginning of these pages, does not only punish the wrongdoings of His children. He chastises because He is just, and He chastens because He loves. Having chastened them, He cannot, in His great mercy, leave them to their fate. Indeed, by the very act of chastening them He prepares them for the mission for which He has created them. "My calamity is My providence," He, by the mouth of Baha'u'llah, has assured them, "outwardly it is fire and vengeance, but inwardly it is light and mercy."

285 The flames which His Divine justice have kindled cleanse an unregenerate humanity, and fuse its discordant, its warring elements as no other agency can cleanse or fuse them. It is not only a retributory and destructive fire, but a disciplinary and creative process, whose aim is the salvation, through unification, of the entire planet. Mysteriously, slowly, and resistlessly God accomplishes His design, though the sight that meets our eyes in this day be the spectacle of a world hopelessly entangled in its own meshes, utterly careless of the Voice which, for a century, has been calling it to God, and miserably subservient to the siren voices which are attempting to lure it into the vast abyss.


God's Purpose

286 God's purpose is none other than to usher in, in ways He alone can bring about, and the full significance of which He alone can fathom, the Great, the Golden Age of a long-divided, a long-afflicted humanity. Its present state, indeed even its immediate future, is dark, distressingly dark. Its distant future, however, is radiant, gloriously radiantÑso radiant that no eye can visualize it.

287 "The winds of despair," writes Baha'u'llah, as He surveys the immediate destinies of mankind, "are, alas, blowing from every direction, and the strife that divides and afflicts the human race is daily increasing.

The signs of impending convulsions and chaos can now be discerned, inasmuch as the prevailing order appears to be lamentably defective." "Such shall be its plight,"

He, in another connection, has declared, "that to disclose it now would not be meet and seemly." "These fruitless strifes,"

He, on the other hand, contemplating the future of mankind, has emphatically prophesied, in the course of His memorable interview with the Persian orientalist, Edward G.

Browne, "these ruinous wars shall pass away, and the 'Most Great Peace' shall come....

These strifes and this bloodshed and discord must cease, and all men be as one kindred and one family." "Soon,"

He predicts, "will the present-day order be rolled up, and a new one spread out in its stead." "After a time,"

He also has written, "all the governments on earth will change.

Oppression will envelop the world.

And following a universal convulsion, the sun of justice will rise from the horizon of the unseen realm." "The whole earth,"

He, moreover, has stated, "is now in a state of pregnancy.

The day is approaching when it will have yielded its noblest fruits, when from it will have sprung forth the loftiest trees, the most enchanting blossoms, the most heavenly blessings." "All nations and kindreds," 'Abdu'l-Baha likewise has written, "...will become a single nation.

Religious and sectarian antagonism, the hostility of races and peoples, and differences among nations, will be eliminated.

All men will adhere to one religion, will have one common faith, will be blended into one race, and become a single people.

All will dwell in one common fatherland, which is the planet itself."

288 What we witness at the present time, during "this gravest crisis in the history of civilization," recalling such times in which "religions have perished and are born," is the adolescent stage in the slow and painful evolution of humanity, preparatory to the attainment of the stage of manhood, the stage of maturity, the promise of which is embedded in the teachings, and enshrined in the prophecies, of Baha'u'llah. The tumult of this age of transition is characteristic of the impetuosity and irrational instincts of youth, its follies, its prodigality, its pride, its self-assurance, its rebelliousness, and contempt of discipline.


The Great Age to Come

289 The ages of its infancy and childhood are past, never again to return, while the Great Age, the consummation of all ages, which must signalize the coming of age of the entire human race, is yet to come. The convulsions of this transitional and most turbulent period in the annals of humanity are the essential prerequisites, and herald the inevitable approach, of that Age of Ages, "the time of the end," in which the folly and tumult of strife that has, since the dawn of history, blackened the annals of mankind, will have been finally transmuted into the wisdom and the tranquility of an undisturbed, a universal, and lasting peace, in which the discord and separation of the children of men will have given way to the worldwide reconciliation, and the complete unification of the divers elements that constitute human society.

290 This will indeed be the fitting climax of that process of integration which, starting with the family, the smallest unit in the scale of human organization, must, after having called successively into being the tribe, the city-state, and the nation, continue to operate until it culminates in the unification of the whole world, the final object and the crowning glory of human evolution on this planet. It is this stage which humanity, willingly or unwillingly, is resistlessly approaching. It is for this stage that this vast, this fiery ordeal which humanity is experiencing is mysteriously paving the way. It is with this stage that the fortunes and the purpose of the Faith of Baha'u'llah are indissolubly linked. It is the creative energies which His Revelation has released in the "year sixty," and later reinforced by the successive effusions of celestial power vouchsafed in the "year nine" and the "year eighty" to all mankind, that have instilled into humanity the capacity to attain this final stage in its organic and collective evolution. It is with the Golden Age of His Dispensation that the consummation of this process will be forever associated. It is the structure of His New World Order, now stirring in the womb of the administrative institutions He Himself has created, that will serve both as a pattern and a nucleus of that world commonwealth which is the sure, the inevitable destiny of the peoples and nations of the earth.

291 Just as the organic evolution of mankind has been slow and gradual, and involved successively the unification of the family, the tribe, the city-state, and the nation, so has the light vouchsafed by the Revelation of God, at various stages in the evolution of religion, and reflected in the successive Dispensations of the past, been slow and progressive. Indeed the measure of Divine Revelation, in every age, has been adapted to, and commensurate with, the degree of social progress achieved in that age by a constantly evolving humanity.

292 "It hath been decreed by Us," explains Baha'u'llah, "that the Word of God, and all the potentialities thereof, shall be manifested unto men in strict conformity with such conditions as have been foreordained by Him Who is the All-Knowing, the All-Wise....

Should the Word be allowed to release suddenly all the energies latent within it, no man could sustain the weight of so mighty a Revelation." "All created things," 'Abdu'l-Baha, elucidating this truth, has affirmed, "have their degree or stage of maturity.

The period of maturity in the life of a tree is the time of its fruit-bearing....

The animal attains a stage of full growth and completeness, and in the human kingdom man reaches his maturity when the light of his intelligence attains its greatest power and development. ...Similarly there are periods and stages in the collective life of humanity.

At one time it was passing through its stage of childhood, at another its period of youth, but now it has entered its long-predicted phase of maturity, the evidences of which are everywhere apparent....

That which was applicable to human needs during the early history of the race can neither meet nor satisfy the demands of this day, this period of newness and consummation.

Humanity has emerged from its former state of limitation and preliminary training.

Man must now become imbued with new virtues and powers, new moral standards, new capacities.

New bounties, perfect bestowals, are awaiting and already descending upon him.

The gifts and blessings of the period of youth, although timely and sufficient during the adolescence of mankind, are now incapable of meeting the requirements of its maturity." "In every Dispensation,"

He moreover has written, "the light of Divine Guidance has been focused upon one central theme....

In this wondrous Revelation, this glorious century, the foundation of the Faith of God, and the distinguishing feature of His Law, is the consciousness of the oneness of mankind."


Religion and Social Evolution

293 The Revelation associated with the Faith of Jesus Christ focused attention primarily on the redemption of the individual and the molding of his conduct, and stressed, as its central theme, the necessity of inculcating a high standard of morality and discipline into man, as the fundamental unit in human society. Nowhere in the Gospels do we find any reference to the unity of nations or the unification of mankind as a whole. When Jesus spoke to those around Him, He addressed them primarily as individuals rather than as component parts of one universal, indivisible entity. The whole surface of the earth was as yet unexplored, and the organization of all its peoples and nations as one unit could, consequently, not be envisaged, how much less proclaimed or established. What other interpretation can be given to these words, addressed specifically by Baha'u'llah to the followers of the Gospel, in which the fundamental distinction between the Mission of Jesus Christ, concerning primarily the individual, and His own Message, directed more particularly to mankind as a whole, has been definitely established: "Verily, He [Jesus] said: 'Come ye after Me, and I will make you to become fishers of men.' In this day, however, We say: 'Come ye after Me, that We may make you to become the quickeners of mankind.'"

294 The Faith of Islam, the succeeding link in the chain of Divine Revelation, introduced, as Baha'u'llah Himself testifies, the conception of the nation as a unit and a vital stage in the organization of human society, and embodied it in its teaching. This indeed is what is meant by this brief yet highly significant and illuminating pronouncement of Baha'u'llah: "Of old [Islamic Dispensation] it hath been revealed: 'Love of one's country is an element of the Faith of God.'" This principle was established and stressed by the Apostle of God, inasmuch as the evolution of human society required it at that time. Nor could any stage above and beyond it have been envisaged, as world conditions preliminary to the establishment of a superior form of organization were as yet unobtainable. The conception of nationality, the attainment to the state of nationhood, may, therefore, be said to be the distinguishing characteristics of the Muhammadan Dispensation, in the course of which the nations and races of the world, and particularly in Europe and America, were unified and achieved political independence.

295 'Abdu'l-Baha Himself elucidates this truth in one of His Tablets: "In cycles gone by, though harmony was established, yet, owing to the absence of means, the unity of all mankind could not have been achieved. Continents remained widely divided, nay even among the peoples of one and the same continent association and interchange of thought were well-nigh impossible. Consequently intercourse, understanding and unity amongst all the peoples and kindreds of the earth were unattainable. In this day, however, means of communication have multiplied, and the five continents of the earth have virtually merged into one.... In like manner all the members of the human family, whether peoples or governments, cities or villages, have become increasingly interdependent. For none is self-sufficiency any longer possible, inasmuch as political ties unite all peoples and nations, and the bonds of trade and industry, of agriculture and education, are being strengthened every day. Hence the unity of all mankind can in this day be achieved. Verily this is none other but one of the wonders of this wondrous age, this glorious century. Of this past ages have been deprived, for this centuryÑthe century of lightÑhas been endowed with unique and unprecedented glory, power and illumination. Hence the miraculous unfolding of a fresh marvel every day. Eventually it will be seen how bright its candles will burn in the assemblage of man."

296 "Behold," He further explains, "how its light is now dawning upon the world's darkened horizon. The first candle is unity in the political realm, the early glimmerings of which can now be discerned. The second candle is unity of thought in world undertakings, the consummation of which will erelong be witnessed. The third candle is unity in freedom which will surely come to pass. The fourth candle is unity in religion which is the cornerstone of the foundation itself, and which, by the power of God, will be revealed in all its splendor. The fifth candle is the unity of nationsÑa unity which, in this century, will be securely established, causing all the peoples of the world to regard themselves as citizens of one common fatherland. The sixth candle is unity of races, making of all that dwell on earth peoples and kindreds of one race. The seventh candle is unity of language, i.e., the choice of a universal tongue in which all peoples will be instructed and converse. Each and every one of these will inevitably come to pass, inasmuch as the power of the Kingdom of God will aid and assist in their realization."

297 "One of the great events," 'Abdu'l-Baha has, in His "Some Answered Questions," affirmed, "which is to occur in the Day of the manifestation of that Incomparable Branch [Baha'u'llah] is the hoisting of the Standard of God among all nations. By this is meant that all nations and kindreds will be gathered together under the shadow of this Divine Banner, which is no other than the Lordly Branch itself, and will become a single nation. Religious and sectarian antagonism, the hostility of races and peoples, and differences among nations, will be eliminated. All men will adhere to one religion, will have one common faith, will be blended into one race, and become a single people. All will dwell in one common fatherland, which is the planet itself."

298 This is the stage which the world is now approaching, the stage of world unity, which, as 'Abdu'l-Baha assures us, will, in this century, be securely established. "The Tongue of Grandeur," Baha'u'llah Himself affirms, "hath ... in the Day of His Manifestation proclaimed: 'It is not his to boast who loveth his country, but it is his who loveth the world.'" "Through the power," He adds, "released by these exalted words He hath lent a fresh impulse, and set a new direction, to the birds of men's hearts, and hath obliterated every trace of restriction and limitation from God's Holy Book."


The Wider, Inclusive Loyalty

299 A word of warning should, however, be uttered in this connection.

The love of one's country, instilled and stressed by the teaching of Islam, as "an element of the Faith of God," has not, through this declaration, this clarion-call of Baha'u'llah, been either condemned or disparaged.

It should not, indeed it cannot, be construed as a repudiation, or regarded in the light of a censure, pronounced against a sane and intelligent patriotism, nor does it seek to undermine the allegiance and loyalty of any individual to his country, nor does it conflict with the legitimate aspirations, rights, and duties of any individual state or nation.

All it does imply and proclaim is the insufficiency of patriotism, in view of the fundamental changes effected in the economic life of society and the interdependence of the nations, and as the consequence of the contraction of the world, through the revolution in the means of transportation and communicationÑconditions that did not and could not exist either in the days of Jesus Christ or of Muhammad.

It calls for a wider loyalty, which should not, and indeed does not, conflict with lesser loyalties.

It instills a love which, in view of its scope, must include and not exclude the love of one's own country.

It lays, through this loyalty which it inspires, and this love which it infuses, the only foundation on which the concept of world citizenship can thrive, and the structure of world unification can rest.

It does insist, however, on the subordination of national considerations and particularistic interests to the imperative and paramount claims of humanity as a whole, inasmuch as in a world of interdependent nations and peoples the advantage of the part is best to be reached by the advantage of the whole.

300 The world is, in truth, moving on towards its destiny. The interdependence of the peoples and nations of the earth, whatever the leaders of the divisive forces of the world may say or do, is already an accomplished fact. Its unity in the economic sphere is now understood and recognized. The welfare of the part means the welfare of the whole, and the distress of the part brings distress to the whole. The Revelation of Baha'u'llah has, in His own words, "lent a fresh impulse and set a new direction" to this vast process now operating in the world. The fires lit by this great ordeal are the consequences of men's failure to recognize it. They are, moreover, hastening its consummation. Adversity, prolonged, worldwide, afflictive, allied to chaos and universal destruction, must needs convulse the nations, stir the conscience of the world, disillusion the masses, precipitate a radical change in the very conception of society, and coalesce ultimately the disjointed, the bleeding limbs of mankind into one body, single, organically united, and indivisible.


World Commonwealth

301 To the general character, the implications and features of this world commonwealth, destined to emerge, sooner or later, out of the carnage, agony, and havoc of this great world convulsion, I have already referred in my previous communications. Suffice it to say that this consummation will, by its very nature, be a gradual process, and must, as Baha'u'llah has Himself anticipated, lead at first to the establishment of that Lesser Peace which the nations of the earth, as yet unconscious of His Revelation and yet unwittingly enforcing the general principles which He has enunciated, will themselves establish. This momentous and historic step, involving the reconstruction of mankind, as the result of the universal recognition of its oneness and wholeness, will bring in its wake the spiritualization of the masses, consequent to the recognition of the character, and the acknowledgment of the claims, of the Faith of Baha'u'llahÑthe essential condition to that ultimate fusion of all races, creeds, classes, and nations which must signalize the emergence of His New World Order.

302 Then will the coming of age of the entire human race be proclaimed and celebrated by all the peoples and nations of the earth. Then will the banner of the Most Great Peace be hoisted. Then will the worldwide sovereignty of Baha'u'llahÑthe Establisher of the Kingdom of the Father foretold by the Son, and anticipated by the Prophets of God before Him and after HimÑbe recognized, acclaimed, and firmly established. Then will a world civilization be born, flourish, and perpetuate itself, a civilization with a fullness of life such as the world has never seen nor can as yet conceive. Then will the Everlasting Covenant be fulfilled in its completeness. Then will the promise enshrined in all the Books of God be redeemed, and all the prophecies uttered by the Prophets of old come to pass, and the vision of seers and poets be realized. Then will the planet, galvanized through the universal belief of its dwellers in one God, and their allegiance to one common Revelation, mirror, within the limitations imposed upon it, the effulgent glories of the sovereignty of Baha'u'llah, shining in the plenitude of its splendor in the Abha Paradise, and be made the footstool of His Throne on high, and acclaimed as the earthly heaven, capable of fulfilling that ineffable destiny fixed for it, from time immemorial, by the love and wisdom of its Creator.

303 Not ours, puny mortals that we are, to attempt, at so critical a stage in the long and checkered history of mankind, to arrive at a precise and satisfactory understanding of the steps which must successively lead a bleeding humanity, wretchedly oblivious of its God, and careless of Baha'u'llah, from its calvary to its ultimate resurrection. Not ours, the living witnesses of the all-subduing potency of His Faith, to question, for a moment, and however dark the misery that enshrouds the world, the ability of Baha'u'llah to forge, with the hammer of His Will, and through the fire of tribulation, upon the anvil of this travailing age, and in the particular shape His mind has envisioned, these scattered and mutually destructive fragments into which a perverse world has fallen, into one single unit, solid and indivisible, able to execute His design for the children of men.

304 Ours rather the duty, however confused the scene, however dismal the present outlook, however circumscribed the resources we dispose of, to labor serenely, confidently, and unremittingly to lend our share of assistance, in whichever way circumstances may enable us, to the operation of the forces which, as marshaled and directed by Baha'u'llah, are leading humanity out of the valley of misery and shame to the loftiest summits of power and glory.
Shoghi

To the beloved of God and the handmaids of the Merciful throughout the West.
Haifa, Palestine
March 28, 1941