« Voltar à vista única
Comparar:
alemão ⇄
4 paralelos
Zum wirklichen Leben á Shoghi Effendi á Bahá'í Verlag GmbH, Auflage 4.03 (O-2021-06-12)
Zum wirklichen Leben
Shoghi Effendi
Auszüge aus den Schriften des Hüters
1
Wie oft hörte man den geliebten Meister sagen: Nähme es jeder der Freunde auf sich, auch nur eine einzige Lehre des Glaubens voll und ganz und mit allen Konsequenzen, in Hingabe und Loslösung, mit Beständigkeit und Ausdauer zu befolgen und in allen Taten und Unternehmungen seines Lebens ein Beispiel dafür zu geben, dann würde die Welt sich völlig verändern, und das Antlitz der Erde würde die Herrlichkeit des Paradieses Abhá widerspiegeln. Bedenkt, welch wunderbare Veränderungen erzielt würden, wenn sich die Geliebten des Barmherzigen, sowohl als Einzelperson wie auch als ganze Gemeinde, den Ratschlägen und Ermahnungen entsprechend verhielten, die aus der Feder des Ruhmes geflossen sind. Q1
2
Es ist ‘Abdu’l-Bahás Wunsch, ja Sein bindendes Gebot, das Sein Wohlgefallen findet, dass die Bahá’í in allem, selbst im alltäglichen unwesentlichen Tun und Treiben mit anderen Menschen, im Einklang mit den göttlichen Lehren handeln sollen. Er verlangte, dass wir uns nicht mit Bescheidenheit, Demut und Sanftmut begnügen, sondern vielmehr zu Verkörperungen von Selbstlosigkeit und äußerster Nichtigkeit werden. Einst wurden alle ermahnt, rechtschaffen und treu, barmherzig und liebevoll zu sein; in dieser höchsten Sendung wird das Volk von Bahá aufgerufen, sein ganzes Leben zu opfern. Bedenkt, wie sehr die Freunde in den heiligen Sendschreiben und in Seinem Testament ermahnt wurden, Rechtschaffenheit, Wohlwollen, Duldsamkeit, Heiligkeit, Loslösung von allem außer Gott und Abstand von allen Versuchungen dieser Welt an den Tag zu legen und sich mit dem Mantel eines guten Charakters und himmlischer Eigenschaften zu schmücken.
Zuallererst sollten sie jedes nur mögliche Mittel anwenden, um ihr Herz und ihre Beweggründe zu reinigen, sonst ist es nutzlos, sich für Unternehmungen irgendwelcher Art einzusetzen. Ebenso notwendig ist es, sich der Heuchelei und blinden Nachahmung zu enthalten, denn deren übler Geruch wird von jedem verständigen, weisen Menschen bald entdeckt. Darüber hinaus müssen die Freunde die festgesetzten Zeiten für die Anrufung Gottes, für Meditation, Andacht und Gebet, einhalten, da es höchst unwahrscheinlich, ja, so gut wie unmöglich ist, dass irgendwelche Unterfangen ohne die göttlichen Gnadengaben und Bestätigungen gedeihen und Frucht bringen können. Man kann sich kaum vorstellen, welch großen Einfluss aufrichtige Liebe, Wahrhaftigkeit und Reinheit der Beweggründe auf die Seelen der Menschen ausüben. Aber diese Eigenschaften können von keinem Gläubigen erworben werden, solange er sich nicht tagtäglich darum bemüht … Die Geliebten Gottes sollten der Welt vor allem durch die Macht edlen Handelns und eines vornehmen Charakters statt durch Darlegungen und Beweise die Tatsache vor Augen führen, dass die Verheißungen Gottes sich notwendigerweise erfüllen werden, dass sich diese Erfüllung schon jetzt vollzieht und dass die frohen Botschaften klar, einleuchtend und vollständig sind. In der Tat, würden nicht einige hervorragende Seelen die Arena des Dienens betreten und zu einem strahlenden Licht in der Gemeinschaft der Menschen werden, wäre es eine ungeheuerliche Aufgabe, vor den Augen der Weltweisen die Wahrheit dieser Sache zu vertreten. Wenn die Freunde jedoch die Tugenden verkörpern und einen guten Charakter aufweisen, bedarf es der Worte und Argumente nicht mehr. Ihre Taten selbst dienen dann als beredtes Zeugnis, ihr edles Verhalten sichert den Schutz, die Unversehrtheit und den Ruhm der Sache Gottes. Q2
3
Die Erwählten Gottes … sollten nicht auf den verderbten Zustand der Gesellschaft, in der sie leben, schauen oder auf die Beweise der moralischen Entartung und der Leichtfertigkeit, die die Menschen um sie herum an den Tag legen. Sie sollten sich nicht damit zufriedengeben, dass sie bloß im Vergleich zu den anderen abstechen und herausragen. Vielmehr sollten sie den Blick auf erhabenere Gipfel richten, indem sie sich die Ratschläge und Ermahnungen der Erhabensten Feder als höchstes Ziel setzen. Dann wird alsbald erkannt, wie zahlreich die Stufen sind, die noch durchschritten werden müssen, und wie weit entfernt das ersehnte Ziel liegt, – kein anderes Ziel als das, Beispiel zu sein für himmlische Verhaltensnormen und Tugenden. Q3
Auszüge aus Briefen, geschrieben im Auftrag des Hüters
4
Es ist unsere Pflicht und unser Vorrecht, die Liebe und Hingabe, die wir für unsere geliebte Sache empfinden, in Taten und Handlungen umzusetzen, die dem höchsten Wohl der Menschheit dienlich sind. Q4
5
Wenn Sie die Äußerungen Bahá’u’lláhs und ‘Abdu’l-Bahás selbstlos und aufmerksam lesen und sich ganz darauf konzentrieren, werden Sie Wahrheiten entdecken, die Ihnen bislang unbekannt waren, und Einsicht in die Probleme gewinnen, vor denen die großen Philosophen der Welt ratlos standen. Q5
6
Die Hauptsache ist, dass wir ›das Leben leben‹ – , dass unser Leben von den göttlichen Lehren und dem Bahá’í-Geist so sehr durchdrungen ist, dass die Menschen nicht umhin können, in unserem Charakter und in unserem Tun eine Freude und Kraft, eine Liebe und Reinheit, eine Ausstrahlung und Leistungsfähigkeit wahrzunehmen, die uns gegenüber weltlich gesinnten Menschen auszeichnen, so dass die Leute sich fragen, was denn wohl das Geheimnis dieses neuen Lebens in uns ist. Wir müssen völlig selbstlos werden und uns Gott hingeben, so dass wir jeden Tag und jeden Augenblick bestrebt sind, nur das zu tun, was Gott von uns erwartet, und zwar in der von Ihm gewünschten Art und Weise. Wenn wir uns darum aufrichtig bemühen, dann werden vollkommene Einheit und Eintracht unter uns herrschen. Wo es an Eintracht mangelt, da fehlt der wahre Bahá’í-Geist. Wenn wir diesen Wandel in unserem Leben, diese neue Kraft, diese gegenseitige Liebe und Eintracht nicht zeigen, dann sind die Bahá’í-Lehren für uns bloße Theorie. Q6
7
Wenn wir Bahá’í untereinander kein herzliches Einvernehmen erreichen, dann haben wir den Hauptzweck verkannt, für den der Báb, Bahá’u’lláh und der geliebte Meister gelebt und gelitten haben. Wie Bahá’u’lláh und ‘Abdu’l-Bahá nachdrücklich betonten, ist eine der Grundvoraussetzungen zum Erreichen dieser aufrichtigen Einheit, dass wir unserer instinktiven Neigung widerstehen, unser Augenmerk auf die Fehler und Schwächen anderer zu richten statt auf unsere eigenen. Jeder von uns hat nur ein einziges Leben zu verantworten und das ist sein eigenes. Jeder von uns ist unermesslich weit davon entfernt, »vollkommen« zu sein »wie unser himmlischer Vater vollkommen ist«Q7, und die Aufgabe, unser eigenes Leben und unseren eigenen Charakter zu vervollkommnen, erfordert unsere ganze Aufmerksamkeit, Willenskraft und Energie. Wenn wir unserer Aufmerksamkeit und Energie gestatten, sich durch Herumbessern an anderen und das Beheben ihrer Fehler aufzuzehren, vergeuden wir kostbare Zeit. Wir sind wie Pflüger, von denen jeder sein Gespann zu führen und seinen Pflug zu lenken hat. Um seine Furche gerade zu halten, muss jeder sein Ziel im Auge behalten und sich auf seine eigene Aufgabe konzentrieren. Wenn er da- oder dorthin schaut, um zu sehen, wie Hans und Gustav zurechtkommen und um ihre Arbeit zu kritisieren, dann wird seine eigene Furche bestimmt krumm. Kein Thema wird in den Bahá’í-Schriften eindringlicher betont als die Notwendigkeit, alles Herumkritisieren, alle üble Nachrede zu vermeiden. Vielmehr sollen wir immer daran arbeiten, unsere eigenen Fehler zu entdecken und auszumerzen und unsere eigenen Schwächen zu überwinden.
Wenn wir unsere Treue zu Bahá’u’lláh, zu unserem Geliebten Meister und zu unserem lieben Hüter beteuern, dann sollten wir unsere Liebe dadurch zeigen, dass wir diesen klaren Lehren gehorchen. Sie verlangen Taten, nicht Worte, und kein noch so eifriges Bekunden von Loyalität und schmeichelndem Lob kann ein Ersatz dafür sein, dass wir im Geiste der Lehren zu leben versäumt haben. Q8
8
Auf die Frage, ob es gestattet sei, eine Unwahrheit zu sagen, um einem anderen aus der Gefahr zu helfen, äußert er die Meinung, dass wir unter keinen Umständen eine Unwahrheit sagen, jedoch gleichzeitig versuchen sollten, dem Betreffenden auf etwas legitimere Weise zu helfen. Gewiss ist es nicht nötig, dass wir uns allzu deutlich äußern, ehe die Frage direkt an uns gerichtet wird. Q9
9
Wir sollten aber nicht vergessen, dass ein Wesensmerkmal dieser Welt Leid und Drangsal ist und dass wir, indem wir diese überwinden, uns moralisch und geistig weiterentwickeln. Wie der Meister sagt: »Leid ist mit Furchen zu vergleichen; je tiefer diese gehen, desto reichere Ernten werden wir einbringen«. Q10
10
Im Bayán sagt der Báb, dass alle früheren Religionen hätten universell werden können. Der einzige Grund, weshalb ihnen diese Bedeutung zu erreichen misslang, war die Unzulänglichkeit ihrer Anhänger. Er fährt dann fort mit der klaren und bestimmten Verheißung, dass dies nicht das Schicksal der Offenbarung dessen sei, »den Gott offenbaren werde«, dass diese Offenbarung vielmehr als Weltreligion alle Völker der Erde einbeziehen werde. Dies zeigt, dass wir letzten Endes erfolgreich sein werden. Aber könnte es nicht sein, dass wir durch unser Pflichtversäumnis, durch mangelnde Opferbereitschaft und weil wir nur ungern unser Bemühen auf die Verbreitung der Sache konzentrieren, die Verwirklichung dieses Ideals hinauszögern? Und was könnte das bedeuten? Es würde bedeuten, dass wir vor Gott zur Rechenschaft gezogen werden, dass die Menschheit noch länger in ihrem Zustand des Eigensinns verharrt, dass der Krieg nicht so bald überwunden wird und das Leiden der Menschen länger andauert. Q11
11
Jeder Tag hat seine bestimmten Erfordernisse. In den frühen Tagen brauchte der Glaube Märtyrer und Menschen, die alle Arten von Grausamkeit und Verfolgung ertragen konnten, wenn sie ihren Glauben kundtaten und die Botschaft Gottes verbreiteten. Diese Tage sind jedoch vorüber. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt braucht der Glaube keine Märtyrer, die für ihren Glauben sterben, sondern Diener, deren Sehnsucht es ist, den Glauben in der ganzen Welt zu lehren und fest anzusiedeln. Leben, um lehren zu können, bedeutet heute so viel wie in jenen frühen Zeiten der Märtyrertod. Was zählt ist der Geist, der uns vorantreibt, nicht die Handlung, durch die dieser Geist sich äußert; und mit diesem Geist ist gemeint, dass wir der Sache Gottes mit Herz und Seele dienen. Q12
12
Es ist seine aufrichtige Hoffnung, dass durch diese Opfer das Gebäude vollendet und zu einem Brennpunkt für den Geist und die Verbreitung der Sache dortzulande werden, das Licht der Führung von ihm ausgehen und dieser niedergeschlagenen Menschheit Freude und Hoffnung ins Herz legen möge.
Wenn Sie Nabíls Geschichtswerk studieren, werden Sie sehen, wie der Glaube durch das stete Opfer der Freunde gespeist wurde. Unter Entbehrungen, Verfolgungen und ständigen Leiden wurde die Botschaft Bahá’u’lláhs in der Welt fest angesiedelt. Q13
13
Den Ihnen von Shoghi Effendi gegebenen Rat, Ihre Zeit zwischen dem Dienst an der Sache und der Erfüllung Ihrer übrigen Verpflichtungen aufzuteilen, haben Bahá’u’lláh und der Meister ebenfalls vielen anderen Freunden gegeben. Er bedeutet einen Kompromiss zwischen zwei Versen des Aqdas, von denen der eine jeden Bahá’í verpflichtet, der Verbreitung des Glaubens zu dienen, während der andere besagt, dass jede Seele irgendeiner Beschäftigung nachgehen soll, die der Gesellschaft nützt. In einer Seiner Schriften sagt Bahá’u’lláh, dass an diesem Tag einem Beruf nachzugehen und für seinen Unterhalt selbst aufzukommen die höchste Form der Loslösung sei. Ein guter Bahá’í ist also, wer sein Leben so gestaltet, dass er seine Zeit sowohl seinen materiellen Bedürfnissen als auch dem Dienst an der Sache widmet. Q14
14
Ich brauche ihnen nicht zu sagen, wie tief er die Tatsache bedauert, dass in Bahá’í-Versammlungen und ganz besonders bei einem so wichtigen Treffen wie der Nationaltagung so viele negative Kräfte am Werk sind. Die oft wiederholten Worte des Meisters in Bezug auf Einheit und einmütige Zusammenarbeit unter den Freunden sollten heute mehr denn je sorgsam und gewissenhaft beherzigt werden. Nichts widerspricht dem Geist der Sache mehr als Zwietracht und Streit, der unvermeidbaren Folge von Selbstsucht und ungebührlichem Verlangen. Völlige Loslösung und selbstloser Dienst sollten die alleinigen Beweggründe jedes wahren Gläubigen sein. Und solange es nicht jedem einzelnen Freund gelingt, diese Eigenschaften in lebendiges Handeln umzusetzen, können wir keinen weiteren Fortschritt erhoffen. Gerade jetzt sind Einheit des Denkens und Handelns am allernötigsten. Gerade jetzt, da der Glaube in eine neue Entwicklungsphase eintritt, da sich seine Gemeindeordnung inmitten des Aufruhrs und der chaotischen Wirren einer zusammenbrechenden Zivilisation allmählich festigt, sollten die Freunde eine geschlossene Front gegen jene Kräfte innerer Uneinigkeit bilden, die, wenn sie nicht vollständig ausgetilgt werden, unser Werk unweigerlich zerstören. Q15
15
Er beklagt ganz besonders die Tatsache, dass die Vertreter der höchsten administrativen Institution in Ihrem Land Meinungsverschiedenheiten und Missverständnissen gestattet haben, ein derartiges Ausmaß anzunehmen, wiewohl sämtliche Prinzipien und Gesetze der Gemeindeordnung von ihm seit dem Hinscheiden des Meisters mit aller Klarheit und allem Nachdruck in so vielen Botschaften erklärt worden sind. Wenn solchen Schwierigkeiten nicht sofort und energisch Einhalt geboten wird, können sie der organisierten Gemeinschaft der Sache Gottes unermesslichen Schaden zufügen und nicht nur den Zustrom, sondern auch die Wirksamkeit ihres Geistes auf die Welt verzögern. Bei eingehender und leidenschaftsloser Prüfung findet man die Ursache für alle diese Schwierigkeiten und Auseinandersetzungen stets in Egoismus und Selbstsucht.
Und wenn diese giftigen Gefühle nicht gänzlich überwunden werden, kann es keine Hoffnung auf ein wirksames Arbeiten und Vorankommen des Verwaltungssystems der Sache geben. Q16
16
Er bittet Sie dringend, den vielen Hindernissen, die Ihnen im Weg stehen, mutig zu begegnen und sie zu überwinden, rät Ihnen aber gleichzeitig, im Fall eines Fehlschlags und ganz gleich, was Ihnen zustößt, freudig und zufrieden und dem göttlichen Willen voll und ganz ergeben zu bleiben. Unsere Trübsale, Prüfungen und Leiden sind manchmal verhüllte Segnungen, da sie uns lehren, mehr Glauben und Vertrauen in Gott zu haben, und uns Ihm näherbringen. Q17
17
Hat uns Bahá’u’lláh nicht versichert, dass Leiden und Entbehrungen verhüllte Segnungen sind, dass durch sie unsere inneren, geistigen Kräfte angeregt, gereinigt und veredelt werden? Vertrauen Sie also darauf, dass Ihre materiellen Schwierigkeiten, statt Sie in Ihrer Arbeit für die Sache zu behindern, ihrem Herzen einen mächtigen Antrieb geben werden, so dass Sie besser dienen und die Interessen des Glaubens fördern können. Q18
18
Persönliches Bemühen ist in der Tat eine lebenswichtige Voraussetzung für das Erkennen und die Annahme der Sache Gottes. Wie stark das Ausmaß göttlicher Gnade auch sein mag, wenn sie nicht durch persönliche, anhaltende, intelligente Bemühung ergänzt wird, kann sie nicht voll wirksam werden und wirklichen, bleibenden Nutzen bringen. Q19
19
Solche Hindernisse, wie schwer und unüberwindlich sie zuerst auch scheinen, können und sollten durch die vereinte, stärkende Kraft von Gebet und entschlossenem, ständigem Bemühen gänzlich überwunden werden. Denn haben uns nicht Bahá’u’lláh wie ‘Abdu’l-Bahá, wiederholt versichert, dass die göttlichen, unsichtbaren, siegreichen Heerscharen immer diejenigen bestätigen und stärken, die sich tapfer und voller Zuversicht in ihrem Namen bemühen? Diese Zusicherung sollte es Ihnen in der Tat möglich machen, den Eindruck, Sie seien unfähig zu dienen oder dessen nicht würdig, und ebenso jede innere oder äußere Hemmung, die Ihre Arbeit für den Bahá’í-Glauben zu behindern droht, zu überwinden. Sie sollten sich daher erheben und sich frohen, zuversichtlichen Herzens bemühen, jeden in Ihrer Macht stehenden Beitrag zur weiteren Verbreitung und größeren Festigung unseres geliebten Glaubens zu leisten.
Welches besondere Feld des Dienstes Sie auch immer auswählen, ob Lehrarbeit oder Verwaltungstätigkeit, für Sie ist am wichtigsten, durchzuhalten und keinem Gedanken an Ihre eingeschränkten Möglichkeiten zu gestatten, Ihren Eifer zu dämpfen und schon gar nicht, Sie vom freudigen, mutigen Dienen abzuhalten. Q20
20
Je größer Ihre Prüfungen und Leiden sind, desto mehr soll Ihre Bindung und Ihre Hingabe an die Sache Gottes wachsen. Denn nur durch wiederholte Trübsale und Anfechtungen prüft Gott Seine Diener, die solches als verhüllte Segnungen ansehen sollten, als Gelegenheiten, durch die sie den Willen und die Absicht Gottes besser erkennen können. Q21
21
Der Lehrgang über Charakterschulung, den Frau Flora Hottes geben wird, ist nach Meinung des Hüters besonders wichtig. Er sollte die gebührende Aufmerksamkeit erhalten, und vor allem die jüngeren Gläubigen unter den Schulteilnehmern sollten sich sorgfältig und gründlich damit befassen. Diese Maßstäbe des Bahá’í-Verhaltens, die er selbst in seinem letzten allgemeinen Rundschreiben über Das Kommen göttlicher Gerechtigkeit dargelegt hat und die einzuhalten und zu fördern die höchste Pflicht jedes ergebenen und gewissenhaften Gläubigen sein sollte, verdienen, dass darüber ernsthaft nachgedacht und meditiert wird. Sie sollten das zentrale Thema dieses Jahresprogramms auf allen drei Bahá’í-Sommerschulen in den Vereinigten Staaten bilden. Q22
22
Zu der Beschwerde von … meint der Hüter, dass es in diesem Fall das Beste sei, die beiden betroffenen Gläubigen zu bitten, die ganze Angelegenheit zu vergeben und zu vergessen. Er möchte nicht, dass die Freunde damit anfangen, eine Art Bahá’í-Rechtsweg gegeneinander zu beschreiten. Ihre Pflichten gegenüber der Menschheit sind in diesen Tagen, in denen die Sache Gottes um ihre Verbreitung und um die Sicherung ihrer Unabhängigkeit kämpft, zu heilig und zu drängend, als dass sie ihre kostbare Zeit – auch seine kostbare Zeit – in dieser Weise vergeuden sollten. Fordern Sie sie deshalb auf, sich zu einigen, das Vergangene zu vergessen und der Sache zu dienen wie nie zuvor. Q23
23
Die Gläubigen haben noch nicht richtig gelernt, in Zeiten der Not aus ihrer gegenseitigen Liebe Kraft und Trost zu schöpfen. Die Sache Gottes ist mit ungeheuren Kräften ausgestattet, und die Gläubigen nützen sie deshalb nicht besser, weil sie noch nicht gelernt haben, diese durch den Bahá’í-Glauben erzeugten mächtigen Kräfte der Liebe, Stärke und Harmonie voll auszuschöpfen. Er rät Ihnen, Ihre Freundin … zunächst einmal sich selbst zu überlassen und für sie zu beten. Da sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt Ihre Hilfe nicht wünscht, können Sie ihr nur geistig helfen.
Sie haben dem Bahá’í-Glauben viele wertvolle Dienste erwiesen und tun das noch immer, und dies sollte Ihr größter Trost sein … Q24
24
Die Freunde sollten Geduld miteinander haben und sich darüber im Klaren sein, dass die Sache Gottes immer noch in den Kinderschuhen steckt und ihre Institutionen jetzt noch nicht fehlerfrei arbeiten. Je größer die Geduld, das liebevolle Verstehen und die Nachsicht sind, die die Freunde sich und ihren Unzulänglichkeiten gegenüber zeigen, umso größere Fortschritte wird die gesamte Bahá’í-Gemeinde machen. Q25
25
Wir müssen unsere Schwächen klar erkennen und uns selbst nicht erlauben, wegen bedauerlicher Vorfälle, die mal bei Nationaltagungen, mal in Räten oder Ausschüssen passieren, aus der Fassung zu geraten. Solche Vorkommnisse sind im Grunde genommen ohne tiefere Bedeutung, und man wird mit der Zeit darüber hinauswachsen. Q26
26
Nicht jeder von uns kann in gleicher Weise dienen, aber eine Methode, nach der jeder Bahá’í den Glauben verbreiten kann, ist das gute Beispiel. Dieses beeinflusst die Herzen der Menschen viel tiefer, als Worte es jemals vermögen.
Die Liebe, die wir anderen Menschen zeigen, die Gastfreundschaft, das Verständnis und die Hilfsbereitschaft sind die allerbeste Werbung für den Glauben. Sie werden davon erfahren wollen, wenn sie diese Dinge in unserem Leben sehen. Q27
27
Sie haben sich über die unbefriedigenden Zustände in der Bahá’í-Gemeinde von … beklagt. Dem Hüter ist die Situation des Glaubens dort wohl bekannt, er ist jedoch zuversichtlich, dass die dem Glauben entgegenstehenden Hindernisse jeglicher Art schließlich überwunden werden. Sie sollten unter keinen Umständen entmutigt sein und solchen Schwierigkeiten, selbst wenn sie die Folge falschen Verhaltens aus mangelnder Fähigkeit oder Einsicht gewisser Gemeindemitglieder sind, nicht gestatten, Ihren Glauben oder Ihre Ergebenheit gegenüber der Sache ins Wanken zu bringen. Die Gläubigen, wie befähigt sie als Lehrer oder Administratoren und wie hoch ihre intellektuellen und geistigen Verdienste auch sein mögen, sollten niemals für den Maßstab gehalten werden, mit dem die göttliche Autorität und Botschaft des Glaubens bewertet und gemessen werden kann. Die Lehren selbst und das Leben der Stifter der Sache sind es, bei denen die Gläubigen nach Führung und Inspiration suchen sollten, und nur wenn sie diese wahre Haltung streng beachten, können sie die Hoffnung hegen, dass ihre Treue zu Bahá’u’lláh auf einer dauerhaften, unangreifbaren Grundlage steht. Sie sollten daher Mut fassen und mit unermüdlicher Wachsamkeit und unaufhörlichem Eifer danach streben, Ihren vollen Beitrag zur allmählichen Entfaltung dieser göttlichen Weltordnung zu leisten. Q28
28
Dies sind wirklich die Tage, in denen die Heldenhaftigkeit der Gläubigen gebraucht wird. Selbstaufopferung, Mut, unbeirrbare Hoffnung und Zuversicht sind die Merkmale, die sie ausstrahlen sollten, denn genau diese Eigenschaften werden unweigerlich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erregen und die Frage herausfordern, was denn in einer so hoffnungslos verwirrten und chaotischen Welt diese Menschen dazu bringt, so sicher, so zuversichtlich und hingebungsvoll zu sein. Im Laufe der Zeit werden die kennzeichnenden Merkmale der Bahá’í zunehmend das sein, was die Aufmerksamkeit ihrer Mitbürger erregt. Sie müssen zeigen, dass sie über dem Hass und den gegenseitigen Anschuldigungen stehen, die am Herzen der Menschheit nagen; durch Taten und Worte sollten sie ihren tief verwurzelten Glauben an die künftige friedliche Vereinigung der ganzen Menschheit beweisen. Q29
29
Wir sollten immer nach vorne schauen und danach streben, in der Zukunft das zu vollbringen, was wir vielleicht in der Vergangenheit versäumt haben. Misserfolge, Prüfungen und Schicksalsschläge können, wenn wir den richtigen Gebrauch davon machen, ein Mittel werden, unseren Geist zu reinigen, unseren Charakter zu stärken und uns zu befähigen, zu höheren Ebenen des Dienstes aufzusteigen. Q30
30
Zu den Punkten, die Sie in Ihrem Brief anschneiden: Die völlige, gänzliche Auslöschung des Egos würde Vollkommenheit bedeuten – die der Mensch nie ganz erreichen kann –, aber das Ego kann und sollte zunehmend der erleuchteten Seele des Menschen untergeordnet werden. Das ist mit geistigem Fortschritt gemeint. Q31
31
Er hat sich sehr gefreut zu hören, dass die Nationaltagung so gut besucht und die Freunde so begeistert und einig waren. Eines der Haupterfordernisse der Sache Gottes in … ist, dass die Freunde zusammenwachsen und sich deutlich bewusst werden, dass sie eine geistige Familie sind, die durch heiligere, weit weniger vergängliche Bande zusammengehalten wird als die körperlichen Bindungen, die zwischen Familienangehörigen bestehen. Wenn die Freunde alle persönlichen Unstimmigkeiten vergessen und ihre Herzen einer großen gegenseitigen Liebe um Bahá’u’lláhs willen öffnen, dann werden sie finden, dass ihre Kräfte ungeheuer wachsen; sie werden die Herzen der Menschen anziehen und eine rasche Ausbreitung des heiligen Glaubens in … erleben. Der Nationale Geistige Rat sollte alles in seiner Macht stehende tun, um die Einheit unter den Gläubigen zu stärken und sie in der Gemeindeordnung auszubilden, denn sie ist der Kanal, durch den ihr Gemeindeleben fließen muss, und der, wenn er richtig verstanden und benutzt wird, die Möglichkeit schafft, dass die Bahá’í-Arbeit in gewaltigen Sprüngen vorankommt. Q32
32
Letzten Endes spielt sich der ganze Lebenskampf in jedem einzelnen ab. Kein noch so großer Verwaltungsapparat kann die inneren Probleme lösen oder, je nachdem, in kritischen Augenblicken Siege oder Niederlagen herbeiführen oder abwenden. Besonders in Zeiten wie der gegenwärtigen wird jeder einzelne durch starke Mächte überall in der Welt hin- und hergerissen, und wir sehen, wie manche Schwache plötzlich wie durch ein Wunder stark werden und wie Starke scheitern. – Wir können nur versuchen, so wie Ihr Ausschuss es getan hat, beim einzelnen Gläubigen durch liebevollen Rat die Handlung herbeizuführen, die der Sache Gottes am meisten dient. Denn selbstverständlich kann das, was der Sache schadet, für den einzelnen Bahá’í nicht das Beste sein. Q33
33
Was die Welt heute braucht, ist der Bahá’í-Geist. Die Menschen haben Sehnsucht nach Liebe, nach einem hohen sittlichen Maßstab, zu dem sie aufschauen können, aber auch nach Lösungen für ihre vielen ernsthaften Probleme. Die Bahá’í sollten die Menschen, denen sie begegnen, mit dem warmherzigen, erquickenden Geist der Sache überschütten. Dies und das Vermitteln der Lehren wird unweigerlich aufrichtige Wahrheitssucher für den Glauben gewinnen. Q34
34
Zu Ihrer Frage nach dem dringenden Bedarf an mehr Einheit unter den Freunden: dies trifft zweifellos zu, und der Hüter meint, eine der wichtigsten Maßnahmen hierzu sei, die Bahá’í selbst in Klassen und durch schriftliche Anleitung zu lehren, dass die Liebe zu Gott und folglich auch zu den Menschen die wesentliche Grundlage jeder Religion ist, unsere eigene eingeschlossen. Ein größeres Maß an Liebe wird größere Einheit hervorbringen, weil den Menschen damit möglich wird, miteinander auszukommen, Geduld zu haben und einander zu vergeben. Q35
35
Er hofft, dass Sie in Ihrem Charakter wie in Ihrem Glauben zu richtigen Bahá’í heranreifen werden. Das ganze Ziel Bahá’u’lláhs ist, dass wir uns zu einer neuen Art Mensch entwickeln sollten, zu aufrechten, freundlichen, intelligenten, wahrheitsliebenden und ehrbaren Menschen, die im Einklang mit Seinen großartigen Gesetzen leben, wie sie für dieses neue Zeitalter in der Entwicklung der Menschheit niedergeschrieben worden sind. Uns Bahá’í zu nennen ist nicht genug. Unser innerstes Wesen muss durch getreue Bahá’í-Lebensführung veredelt und erleuchtet werden. Q36
36
So viele Missverständnisse entstehen durch die starke innere Bindung der Freunde an den Glauben und durch ihre Unreife. Wir müssen deshalb sehr viel Geduld und Liebe zueinander haben und versuchen, in der Bahá’í-Familie Einheit zu schaffen. Die Misshelligkeiten … die Sie in Ihrem Brief beschreiben, sind nach seiner Meinung auf das oben Genannte zurückzuführen und nicht auf eine feindselige Haltung gegenüber dem Glauben oder auf Unaufrichtigkeit. Q37
37
Er hat sich sehr gefreut, von Ihnen zu hören und zu erfahren, dass Green Acre in diesem Jahr von einer Liebe und Harmonie erfüllt war, deren Wirkung viele neue Seelen im Glauben festigte. Diese Liebe unter den Gläubigen ist der Magnet, der mehr als alles andere die Herzen anziehen und dem Glauben neue Seelen zuführen wird. Denn es ist klar: die Lehren – so wunderbar sie sind – können die Welt nicht verändern, solange sich nicht der Geist der Liebe Bahá’u’lláhs in den Bahá’í-Gemeinden widerspiegelt. Q38
38
Wenn die Freunde es wirklich fertigbrächten, sich aufzumachen und alles daranzusetzen, hundertprozentige Bahá’í zu werden, dann würden sie sehen, wie stark ihr Einfluss auf andere zunimmt und wie schnell der Glaube sich ausbreitet. Die Welt sucht keinen Kompromiss, sondern die Verkörperung eines hohen, leuchtenden Ideals. Je mehr die Freunde in jedem Teilbereich ihres Lebens unseren Lehren gemäß leben, sei es zuhause, in ihren geschäftlichen Beziehungen oder ihrem gesellschaftlichen Umgang, desto größer wird die Anziehung sein, die sie auf die Herzen anderer ausüben.
Er freut sich darüber, dass Sie ganz natürlich, aus innerer Überzeugung und Wohlwollen gegenüber allen Menschen, mit Farbigen zusammenkamen und sie gelehrt haben. Wenn die Bahá’í ihren Lehren getreu lebten, so wie sie es sollten, dann könnte sich vielleicht bei einigen Widerstand regen, aber bei weit mehr ehrlich gesinnten Menschen wird es Bewunderung auslösen. Q39
39
Fürwahr, wenn wir die wachsende Verworrenheit in der Welt von heute sehen, können wir klar erkennen, dass es in der Zukunft keinen Frieden und keinen geistigen Fortschritt geben kann, solange nicht die Botschaft Bahá’u’lláhs die Herzen der Menschen erreicht und verwandelt.
Er hofft zuversichtlich, die Gläubigen mögen sich einzeln und in ihrem Bahá’í-Gemeindeleben so verhalten, dass sie die Aufmerksamkeit anderer auf die Sache Gottes lenken. Die Welt hungert nicht nur nach erhabenen Prinzipien und Idealen, sie hungert vor allem nach einem leuchtenden Beispiel, das die Bahá’í geben können und geben müssen. Q40
40
Überall auf der Welt, innerhalb und außerhalb des Glaubens, herrscht heute großes Verlangen nach wahrer geistiger Erkenntnis, die das Leben der Menschen durchdringen und motivieren kann. Kein Ausmaß an administrativen Verfahrensweisen oder Befolgen von Regeln kann an die Stelle dieses charakteristischen Merkmals der Seele, diese Geistigkeit, treten, die der Wesenskern des Menschen ist. Er ist sehr froh darüber, dass Sie diesen Gesichtspunkt betonen und den Freunden helfen, seine überragende Bedeutung zu erkennen. Q41
41
Bezüglich der Angelegenheit von … und der Uneinigkeit, die anscheinend zwischen einigen Freunden besteht…: Wenn die Bahá’í es zulassen, dass die finsteren Mächte der Welt Teil ihres persönlichen Verhältnisses zueinander in der Bahá’í-Glaubensgemeinschaft werden, dann setzen sie deren Fortschritt ernsthaft aufs Spiel. Es ist die höchste Pflicht der Freunde, der örtlichen Geistigen Räte und ganz besonders des Nationalen Geistigen Rates, unter den Freunden Eintracht, Verständnis und Liebe zu fördern. Alle sollten bereit und willens sein, jeden persönlichen Unmut – berechtigt oder nicht im Interesse der Sache über Bord zu werfen; denn die Menschen werden sie niemals annehmen, wenn sie nicht in ihrem Gemeindeleben das widergespiegelt sehen, was der Welt heute so offensichtlich fehlt: Liebe und Einigkeit. Q42
42
Das Allerwichtigste ist, dass Liebe und Einigkeit in der Bahá’í-Gemeinde vorherrschen, denn gerade danach sehnen sich die Menschen in der heute so verworrenen Weltlage am meisten. Worte ohne das gelebte Beispiel werden niemals ausreichen, um den Herzen einer illusionslosen, oft verbitterten, Menschen verachtenden Generation Hoffnung einzuflößen. Q43
43
Da Sie sich mit der Bitte um Führung an ihn gewandt haben, will er ganz offen seine Meinung sagen. Er meint, dass die gegenwärtige Uneinigkeit unter Ihnen … für den Fortschritt der Sache sehr schädlich ist und nur zum Zerwürfnis führen und das Interesse neuer Gläubiger abkühlen kann. Sie … sollten Ihre persönliche Verbitterung vergessen und zusammenarbeiten zum Schutz des Glaubens, dem Sie, wie er wohl weiß, alle treu ergeben sind und für den Sie bereitwillig Opfer bringen.
Möglicherweise ist die größte Prüfung, der Bahá’í je unterworfen werden, die durch ihre Mitgläubigen. Aber um des Meisters willen sollten sie immer bereit sein, gegenseitig ihre Fehler zu übersehen, sich für einmal ausgesprochene harte Worte zu entschuldigen, zu vergeben und zu vergessen. Er empfiehlt Ihnen dringend, so zu handeln. Auch meint er, dass Sie und … den Versammlungen und Neunzehntagefesten in … nicht fernbleiben sollten. Sie haben jetzt in … eine begeisterte Gruppe junger Bahá’í, und Sie sollten ihnen ein überzeugendes Beispiel an Bahá’í-Disziplin und jener Einheit geben, die in der Gemeinde des Größten Namens herrschen kann und muss. Q44
44
Sie fragen nach ›geistigen Verdauungsstörungen‹. Die Bahá’í sollten versuchen, intellektuell und seelisch vielseitig, normal und recht ausgeglichen zu sein. Wir sollten nicht den Eindruck erwecken, wir seien Fanatiker; wir müssen aber gleichwohl unseren Grundsätzen gemäß leben. Q45
45
Seien Sie sicher, dass er für die Einheit der Bahá’í in … beten wird. Ihr ist höchste Bedeutung zuzumessen und die dortige Entfaltung der Bahá’í-Sache und der Erfolg jeder Lehrbemühung hängen von ihr ab. Die Freunde brauchen – überall – mehr Liebe zueinander, und diese kann durch größere Liebe zu Bahá’u’lláh erlangt werden. Denn wenn wir Ihn innig genug lieben, werden wir niemals zulassen, dass persönliche Empfindlichkeit und Überzeugung Seine Sache aufhalten. Wir sind dann bereit, uns um des Glaubens willen für einander zu opfern und, wie der Meister sagte, eine Seele in vielen Körpern zu sein. Q46
46
Er stimmt mit Ihnen von ganzem Herzen darin überein, dass wir, solange wir die Lehren nicht in die Tat umsetzen, keinesfalls erwarten können, dass der Glaube wächst; denn der Hauptzweck aller Religionen – einschließlich der unsrigen – ist, den Menschen näher zu Gott zu führen und, was äußerst wichtig ist, seinen Charakter zu verwandeln. Oft wird zu großes Gewicht auf die sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkte in den Lehren gelegt; der moralische Standpunkt kann jedoch nicht stark genug betont werden. Q47
47
Er hat sich sehr gefreut, dass Sie einen Kurs über den ›Bahá’í-Charakter‹ gehalten haben, denn er hält es für eine der größten Pflichten Ihrer Generation von Gläubigen, ein wirkliches Bahá’í-Leben zu führen. Sie sollten durch Ihre hohen moralischen Maßstäbe, durch Ihre Höflichkeit, Ihre Lauterkeit und Vornehmheit anschaulich machen, dass unser Glaube nicht ein Glaube der Worte ist, sondern Herz und Lebensstil seiner Anhänger wirklich verändert. Q48
48
Er meint, dass besonders die Jugend entschlossen und getreu danach streben sollte, als Beispiel für ein Bahá’í-Leben zu dienen. In der Welt um uns herum sehen wir den Verfall der Moral, Promiskuität, Unanständigkeit, Verrohung, schlechtes Benehmen – die jungen Bahá’í sollten das Gegenteil davon sein und durch ihre Keuschheit und Redlichkeit, ihren Anstand und ihr taktvolles, gutes Benehmen andere Menschen, alt und jung, für den Glauben gewinnen. Die Welt ist der Worte müde; sie braucht das Beispiel, und es ist Sache der Bahá’í-Jugend, es zu geben. Q49
49
Die Freunde müssen sich stets vor Augen halten, dass sie sozusagen Soldaten unter Feindbeschuss sind. Geistig gesehen ist die Welt derzeit in einem Zustand äußerster Verfinsterung; Hass und Vorurteile aller Art reißen sie buchstäblich in Stücke. Demgegenüber sind wir die Wächter der gegenteiligen Kräfte, der Kräfte der Liebe, der Einheit, des Friedens und der Integration, und wir sollten ständig auf der Hut sein, als einzelne, als Geistiger Rat oder als Gemeinde, damit wir nicht selbst diesen zerstörerischen, negativen Kräften Zugang in unsere Mitte gewähren. Mit anderen Worten, wir müssen uns sorgsam davor hüten, dass sich nicht die Verworrenheit der Gesellschaft – womöglich ganz unbewusst – in unserem Tun und Denken widerspiegelt. Unsere Liebe zueinander, das tiefe Bewusstsein, dass wir ein neues einheitliches Ganzes, die Morgenboten einer neuen Weltordnung sind, müssen unser Bahá’í-Leben ständig geistig beleben, und wir müssen darum beten, vor der Ansteckung durch die an Vorurteilen so schwer erkrankten Welt beschützt zu werden. Q50
50
Die Sache wächst in … sehr schnell, und je mehr sie sich verbreitet, desto mehr wird die Öffentlichkeit sie aufmerksam beobachten. Dadurch wird den Gläubigen eine schwere Verantwortung auferlegt, denn sie sollten einen solchen Geist der Liebe und der Einheit untereinander ausstrahlen, dass die Herzen anderer Menschen angezogen, und sie ermutigt werden, sich dem Glauben in großer Zahl anzuschließen. Wir sollten immer daran denken, dass die Lehren vollkommen sind, und der einzige Grund, warum nicht schon mehr unserer Mitmenschen sie angenommen haben, der ist, dass wir Bahá’í auf der ganzen Welt noch nicht so selbstlose, strahlende Spiegel der Wahrhaftigkeit Bahá’u’lláhs sind, wie wir es sein sollten und sein könnten! Wir müssen ständig danach streben, Seine Lehren besser durch unser Beispiel zu belegen. Q51
51
Wir sollten uns darauf konzentrieren, unseren Charakter als einzelne Bahá’í zu vervollkommnen und unsere noch immer keimhafte und nur unzureichend verstandene Weltordnung zur Reife zu bringen, die Botschaft gemäß den Vorkehrungen des Göttlichen Plans zu verbreiten und eine eng verknüpfte, weltweite Bahá’í-Gemeinschaft aufzubauen. Wir sind verhältnismäßig wenige an Zahl und haben einen so kostbaren, einzigartigen und verantwortungsvollen Auftrag. Wir müssen unsere ganze Kraft darauf konzentrieren. Q52
52
Letzen Endes hängen die Neubelebung, der Umfang und die Anreicherung der Heimatfront vom einzelnen Gläubigen ab, denn er ist die Grundeinheit im Gefüge dieser Front. Je eifriger sich der an der Heimatfront tätige einzelne täglich und systematisch darum bemüht, erhabenere Gipfel an Hingabe und Selbstverleugnung zu erklimmen, indem er durch Inlandpionieren zur Vervielfachung von Bahá’í-Zentren, -Gruppen und -Räten beiträgt sowie durch sorgfältiges, gewissenhaftes und stetiges Bemühen bei der Hinführung empfänglicher Seelen zu dem von ihm angenommenen Glauben die Anzahl von dessen aktiven, aufrichtigen Anhängern erhöht, – umso früher werden die jenseits des Heimatlandes in Gang gesetzten umfangreichen, vielfältigen Projekte, die derzeit dringend ein viel größeres Reservoir an Menschen und Mitteln erfordern, mit der nötigen Unterstützung versehen werden, die ihre anhaltende Entwicklung sichern und ihr schließliches Früchtetragen beschleunigen kann. Q53
53
Zu Ihrer Frage: Der Begriff ›Selbst‹ hat in den Bahá’í-Schriften tatsächlich zwei Bedeutungen oder wird in zweifachem Sinn gebraucht. Zum einen ist das Selbst die Identität des von Gott erschaffenen Einzelmenschen. Es ist jenes Selbst, das in Sätzen wie diesem gemeint ist: »Der hat Gott erkannt, der sich selbst erkannt hat«Q54, usw. Das andere Selbst ist das Ich, das in jedem von uns vorhandene dunkle, triebhafte Erbe, das niedrige Wesen, das sich in ein Ungeheuer aus Selbstsucht, Brutalität, Lust usw. entwickeln kann. Dieses Selbst oder diese Seite unseres Charakters ist es, wogegen wir ankämpfen müssen, um den uns innewohnenden Geist zu stärken, zu befreien und zur Vollendung zu führen.
Selbstaufopferung bedeutet die Unterordnung dieser niedrigeren Veranlagung und ihrer Begierden unter die göttlichere, höhere Seite unseres Selbstes. Letzten Endes bedeutet Selbstaufopferung im höchsten Sinn, dass wir unseren Willen und unser ganzes Wesen Gott hingeben, damit Er nach Seinem Wohlgefallen darüber verfüge. Dann läutert und verschönert Er unser wahres Selbst, bis aus ihm ein strahlendes, großartiges Wesen entsteht. Q55
54
Was im Dienst an diesem Glauben Früchte bringt, ist die Fähigkeit zu Hingabe und Selbstaufopferung und nicht so sehr die Mittel und Wege, das Können oder der finanzielle Rückhalt. Q56
55
Wir dürfen uns nicht zu lange beim Verhalten und der Empfindlichkeit unserer Mitgläubigen uns gegenüber aufhalten. Das Allerwichtigste ist, dass wir Liebe und Eintracht pflegen und Abfuhren, die wir einstecken müssen, nicht beachten. So gewinnen die Schwächen der menschlichen Natur und Eigenheit oder Haltung einer bestimmten Person nicht an Gewicht, sondern verblassen bis zur Bedeutungslosigkeit im Vergleich mit unserem gemeinsamen Dienst an dem Glauben, den wir alle lieben. Q57
56
Es fällt uns oft schwer, bestimmte Dinge zu tun, nicht weil etwas an sich besonders schwierig ist, sondern weil es sich von dem uns Geläufigen so sehr unterscheidet. Für Sie wie für die meisten Bahá’í, die nun als Erwachsene diesen herrlichen Glauben annehmen, ist es zweifellos anfangs schwer, manche Gebote wie Fasten oder das tägliche Gebet zu verstehen und zu befolgen. Aber wir sollten bedenken, dass diese Dinge eine Gabe an alle Menschen für die kommenden tausend Jahre sind. Für Bahá’í-Kinder, die erleben, wie sie zuhause gewohnheitsmäßig praktiziert werden, sind sie dann so selbstverständlich und unentbehrlich wie es der sonntägliche Kirchgang für eine gläubigere Generation von Christen war. Bahá’u’lláh hätte all dies nicht für uns festgelegt, wenn es uns nicht zum Vorteil gereichte. Und so sollten wir wie Kinder, die einsichtig genug sind, um zu erkennen, dass ihr Vater weise ist und für sie das Beste tut, das Befolgen dieser Gebote auf uns nehmen, auch wenn wir sie zunächst nicht für nötig halten. Wir werden, wenn wir sie einhalten, allmählich an uns selbst den Nutzen erkennen, der uns durch sie zuteil wird. Q58
57
… während wir diese Schicksalsschläge erdulden, müssen wir daran denken, dass auch die Offenbarer Gottes selbst nicht immun waren gegen die Dinge, unter denen Menschen zu leiden haben. Auch Sie kannten Kummer, Krankheit und Schmerz. Sie erhoben sich über diese Dinge durch Ihren Geist, und das sollten auch wir versuchen und tun, wenn uns Leid befällt. Die Trübsale dieser Welt gehen vorüber, und was uns bleibt ist, was wir aus unserer Seele gemacht haben. Darauf müssen wir also unser Augenmerk lenken dass wir geistiger werden und Gott näher kommen, was immer unser Verstand und unser Körper auch durchzumachen haben. Q59
58
Er war sehr betrübt, von den Dingen zu hören, die Sie beschreiben. Sie zeugen von großer geistiger Unreife seitens einiger Bahá’í und von einem erstaunlich mangelhaften Verständnis und Studium der Lehren. Die ethischen Lehren unseres Glaubens in unserem Leben zu verwirklichen ist eine viel schwerere Aufgabe, als nach jenen vornehmen Prinzipien zu leben, die die Moralische Aufrüstung einschärft, so hervorragend und umfassend diese auch sind! Jedes zweite Wort in den Schriften Bahá’u’lláhs und ‘Abdu’l-Bahás ist eine Predigt über moralisches und ethisches Verhalten. Alles andere ist die Form, der Kelch, in den der reine Geist gegossen werden muss. Ohne den Geist und die Tat, die ihn beweisen muss, ist die Form leblos.
Aus dem, was Sie sagen, schließt er, dass die Freunde, oder jedenfalls viele von ihnen, von Anfang an nicht so unterrichtet worden sind, wie es sich gehört. Sicher ist nichts dagegen einzuwenden, dass man die ›vier Normen‹ der Moralischen Aufrüstung betont – obwohl jede Lehre unseres kostbaren Glaubens diese Themen eigentlich viel eingehender ergründet und viel mehr dazu beiträgt. Wenn wir uns klarmachen, dass Bahá’u’lláh sagt, Ehebruch hemmt den Fortschritt der Seele im kommenden Leben – so schwer wiegt diese Tat –, und dass Trinken den Verstand zerstört, und wir uns diesen Dingen nicht einmal nähern dürfen, dann sehen wir, welch klare Aussagen unsere Lehren dazu machen. Sie dürfen nicht den großen Fehler machen, unseren Glauben nach einer einzigen Gemeinde zu beurteilen, die offensichtlich Nachholbedarf im Studium und im Gehorsam gegenüber den Lehren hat.
Menschliche Schwächen und Absonderlichkeiten können eine große Prüfung sein. Aber der einzige Weg, oder vielleicht sollte ich sagen, der erste und beste Weg, solche Zustände in Ordnung zu bringen, ist der, selbst das Richtige zu tun. Eine Seele kann zur Ursache für die geistige Erleuchtung eines Erdteils werden. Jetzt, da Sie einen großen Fehler in Ihrem eigenen Leben erkannt und behoben haben, jetzt, da Sie deutlicher sehen, was in Ihrer eigenen Gemeinde fehlt, gibt es nichts, was Sie hindern könnte, sich zu erheben und ein solches Beispiel, solche Liebe und solch einen Geist des Dienens an den Tag zu legen, dass die Herzen Ihrer Mit-Bahá’í entflammt werden.
Er bittet Sie dringend, sich gründlich in die Lehren zu vertiefen, sie an andere Menschen weiterzugeben, mit solchen Bahá’í, die danach verlangen, die tiefsinnigen Lehren unseres Glaubens zu studieren und durch Ihr Beispiel, Ihre Bemühung und Ihr Gebet einen Wandel herbeizuführen. Q60
59
Ohne den Geist wirklicher Liebe zu Bahá’u’lláh, zu Seinem Glauben und dessen Institutionen, und ohne die Liebe der Gläubigen untereinander kann die Sache tatsächlich niemals eine große Anzahl Anhänger gewinnen. Denn die Welt verlangt heute nicht nach Predigten und Regeln, sondern nach Liebe und nach Taten. Q61
60
Er ist indes der festen Meinung, dass wenn … in dem Zustand ist, den Ihr Brief anzudeuten scheint, man ganz sicher die Dinge falsch anfasst. Damit ist nicht der Geistige Rat gemeint, damit ist jeder gemeint. Denn wo ist die Bahá’í-Liebe? Wo werden Einheit und Eintracht an die erste Stelle gerückt? Wo ist die Bereitschaft, persönliche Gefühle und Meinungen zu opfern, um Liebe und Harmonie zu erreichen? Was führt die Bahá’í zu der Annahme, die administrativen Gesetze könnten funktionieren, wenn sie die geistigen Gesetze dafür opfern?
…
Er bittet Sie dringend, Ihr Äußerstes zu tun, um die Bahá’í in … dazu zu bringen, so gehässige Worte wie ›radikal‹, ›konservativ‹, ›progressiv‹, ›Feinde des Glaubens‹, ›die Lehren zerschlagen‹ usw. nicht zu benutzen. Wenn sie einen Augenblick innehielten, um zu bedenken, zu welchem Zweck der Báb und die Märtyrer ihr Leben hingaben und wozu Bahá’u’lláh und der Meister so viel Leid auf sich nahmen, würden sie solchen Begriffen und Anschuldigungen niemals erlauben, über ihre Lippen zu kommen, wenn sie übereinander sprechen. Solange die Freunde miteinander streiten, wird ihren Bemühungen kein Segen zuteil, denn sie sind ungehorsam gegen Gott. Q62
61
Man könnte sagen, es gibt zwei Arten von Bahá’í: die einen, deren Religion Bahá’í heißt, und die anderen, die für den Glauben leben. Unnötig zu sagen: Wenn man zur zweiten Kategorie zu zählen vermag, wenn man in der vordersten Reihe der Helden, Märtyrer und Heiligen stehen kann, ist dies in den Augen Gottes höheren Lobes wert. Q63
62
Wir sollten eine geistige Ebene erreichen, auf der Gott zuerst kommt und starke menschliche Leidenschaften uns nicht von Ihm ablenken können. Ständig sehen wir Menschen, die entweder durch die Gewalt des Hasses oder durch ihre leidenschaftliche Bindung an eine andere Person Prinzipien opfern oder sich selbst den Pfad Gottes versperren …
Wir müssen Gott lieben, und in diesem Gemütszustand wird eine nicht eingrenzende Liebe zu allen Menschen möglich. Wir können nicht jeden Menschen um seiner selbst willen lieben, aber unsere Haltung gegenüber der Menschheit sollte motiviert sein durch unsere Liebe zum Vater, der alle Menschen erschaffen hat. Q64
63
Er bittet Sie dringend, alles in Ihren Kräften Stehende zu tun, um Einigkeit und Liebe unter den dortigen Gemeindemitgliedern zu fördern, denn dessen scheinen sie am dringendsten zu bedürfen. So oft übersehen junge Gemeinden in ihrem Bestreben, die Sache zu verwalten, die Tatsache, dass diese geistigen Beziehungen viel wichtiger und grundlegender sind als die Regeln und Bestimmungen, die bei der Gemeindeverwaltung beachtet werden müssen. Q65
64
Allem Anschein nach ist innerhalb des Glaubens überall dringendst nötig, den Freunden einzuschärfen, wie sehr sie der Liebe untereinander bedürfen. Man neigt dazu, die Aufgaben der Gemeindeordnung falsch zu verstehen und versucht, sie auf persönliche Beziehungen anzuwenden. Das führt zu nichts; denn der Rat ist ein werdendes Haus der Gerechtigkeit und hat die Aufgabe, die Gemeindebelange den Lehren gemäß wahrzunehmen. Im Verhältnis der einzelnen zueinander sind jedoch Liebe, Einigkeit, Versöhnlichkeit und ein sündenbedeckendes Auge maßgebend. Wenn die Freunde dies einmal begriffen haben, dann werden sie viel besser miteinander auskommen; aber sie spielen immer wieder untereinander Geistiger Rat und erwarten vom Rat, dass er sich wie eine Einzelperson verhält. Q66
65
Wenn innerhalb einer Bahá’í-Gemeinde Kritik und harte Worte laut werden, dann gibt es nur das eine Heilmittel, das Vergangene hinter sich zu lassen und alle Beteiligten dazu zu bringen, eine neue Seite aufzuschlagen und um Gottes und Seines Glauben willen davon Abstand zu nehmen, die Themen zu erwähnen, die zu Missverständnissen und Uneinigkeit geführt haben. Je mehr die Freunde hin und her argumentieren und jede Seite darauf beharrt, dass ihr Standpunkt der richtige sei, desto verfahrener wird die ganze Angelegenheit.
Wenn wir den Zustand sehen, in dem sich die Welt heute befindet, dann sollten wir gewiss diese völlig unbedeutenden internen Aufregungen vergessen und vereint der Menschheit zu Hilfe eilen. Sie sollten Ihre Mit-Bahá’í dazu drängen, diese Haltung einzunehmen und Ihnen bei einer mächtigen Anstrengung beizustehen, um jeden bekrittelnden Gedanken und jedes harte Wort zu verhindern, so dass der Geist Bahá’u’lláhs in die ganze Gemeinde einfließen und sie in Seiner Liebe und in Seinem Dienst vereinen kann. Q67
66
Der Hüter ist sich sicher, dass der Beitrag Ihrer Bekannten, die für kurze Zeit im Glauben nicht aktiv war, das Mittel sein wird, das sie zu erneutem Dienen anregt. Nichts wirkt sich im Glauben so erfolgreich aus wie das Dienen. Dienst ist der Magnet, der göttliche Bestätigungen anzieht. Folglich werden Menschen, die aktiv sind, vom Heiligen Geist gesegnet. Sind sie aber inaktiv, kann der Heilige Geist in ihrem Dasein keine Wohnstatt finden, und so werden sie seiner heilenden, belebenden Strahlen beraubt. Q68
67
Der Hüter meint, dass Ihre Einstellung gegen die korrupte Praxis, von anderen Ärzten und Apothekern Provisionen anzunehmen, sehr zu bewundern ist. Je aufrichtiger und vortrefflicher die Bahá’í sich verhalten, umso tiefer wird der Eindruck von der geistigen Lebenskraft der Religion, an die sie glauben, auf die Öffentlichkeit sein. Q69
68
Dieser so strengen, so nachdrücklichen und doch so ruhmreichen Herausforderung sieht sich zweifellos in erster Linie der einzelne Gläubige gegenüber, von dem letzten Endes das Schicksal der ganzen Gemeinde abhängt. Er verkörpert Kette und Schuss, von denen Qualität und Muster des ganzen Gewebes abhängig sind. Er wirkt als eines der zahllosen Glieder in der mächtigen Kette, die jetzt den Erdball umspannt. Er dient als einer in der Menge der Bausteine, die das feste Gebäude der Gemeindeordnung, die nun in jedem Teil der Welt errichtet wird, tragen und seine Standsicherheit gewährleisten. Ohne seine zugleich rückhaltlose, andauernde und großzügige Unterstützung ist jedes gesetzte Maß und Ziel, jeder gefasste Plan, den das als nationaler Repräsentant seiner Heimatgemeinde handelnde Gremium beschloss, zum Scheitern verurteilt. Sogar das Weltzentrum des Glaubens ist gelähmt, wenn ihm diese Unterstützung von Seiten der Gemeindemitglieder vorenthalten wird. Selbst dem Verfasser des Göttlichen Planes wird Sein Vorhaben erschwert, wenn es an geeigneten Instrumenten zur Ausführung Seines Entwurfes fehlt. Kraft und Beistand Bahá’u’lláhs, des Stifters des Glaubens, wird einem jeden Gläubigen entzogen, der auf die Dauer versäumt, sich zu erheben und seine Rolle zu spielen. Q70
69
Wenn jemand Bahá’í wird, geht das eigentlich so vor sich, dass der Same des Geistes in der menschlichen Seele zu wachsen beginnt. Dieser Same muss durch das Ausströmen des Heiligen Geistes bewässert werden. Diese Gaben des Geistes empfängt man durch Gebet, Meditation, Studium der Heiligen Schriften und Dienst an der Sache Gottes. Genau genommen kann der Dienst an der Sache mit dem Pflug verglichen werden, der den natürlichen Ackerboden umwälzt, wenn ausgesät werden soll. Das Umpflügen des Bodens ist nötig, damit dieser ertragreicher werden und ein fruchtbares Wachstum der Saat bewirken kann. In genau der gleichen Weise verläuft die Entfaltung des Geistes, indem der Boden des Herzens umgepflügt wird, so dass es den heiligen Geist unaufhörlich widerspiegelt. So wächst und gedeiht der menschliche Geist außerordentlich rasch.
Zeiten des Kummers und der Schwierigkeiten und sogar harter Prüfungen sind also naturbedingt. Wenn der Betreffende sich aber unbeirrt dem göttlichen Offenbarer zuwendet, sorgfältig Seine heiligen Lehren studiert und die Segnungen des Heiligen Geistes empfängt, wird er feststellen, dass diese Prüfungen und Schwierigkeiten in Wirklichkeit Gottesgaben waren, um ihm zu Wachstum und Entwicklung zu verhelfen. Auf diese Weise können Sie auch Ihre eigenen Schwierigkeiten auf dem Pfade des Dienens betrachten. Sie sind das Mittel, durch das Ihr Geist wächst und sich entwickelt. Plötzlich werden Sie merken, dass Sie viele der Probleme, die Sie aus dem Gleichgewicht brachten, bewältigt haben, und dann werden Sie sich fragen, wieso sie Ihnen überhaupt Verdruss bereiten konnten. Ein Mensch muss sich mit Herz und Seele im Einklang mit den von Bahá’u’lláh gesetzten hohen Maßstäben voll auf den Dienst an der Sache konzentrieren. Ist das vollbracht, werden diesem Menschen die Himmlischen Heerscharen zu Hilfe kommen und alle Schwierigkeiten und Prüfungen werden allmählich überwunden. Q71
70
Die Straße ist steinig und voll von Prüfungen. Wenn die Freunde aber, wie Sie sagen, lernen, den Lehren Bahá’u’lláhs gemäß zu leben, dann werden sie entdecken, dass sie in der Tat auf verborgene, machtvolle Weise wirken, dass immer Hilfe zur Hand ist, dass Hindernisse überwunden werden und der schließliche Erfolg sichergestellt ist. Q72
71
Der einzelne muss selbst ihre Merkmale bewerten, sein Gewissen befragen, im Gebet ihre sämtlichen Gesichtspunkte überdenken, mutig ankämpfen gegen die menschliche Trägheit, die ihn niederdrückt, wenn er sich aufzumachen strebt, heldenhaft und unwiderruflich die belanglosen und überflüssigen Bindungen abstreifen, die ihn zurückhalten, sich jedes Gedankens entledigen, der ein Hindernis auf seinem Weg werden könnte, im Gehorsam gegenüber den Ratschlägen des Stifters seines Glaubens und indem er Dem nacheifert, der das wahre Vorbild ist, mit Männern und Frauen aus allen sozialen Schichten zusammenkommen und versuchen, durch den deutlichen Unterschied in seinem Denken, Sprechen und Handeln ihre Herzen zu bewegen und sie takt- und liebevoll, durch Gebet und Ausdauer für den Glauben zu gewinnen, den er selbst angenommen hat. Q73
72
Er war sehr traurig, als er von der Uneinigkeit der dortigen Freunde erfuhr, und er meint, für alle Freunde sei das einzig weise Vorgehen, sich der Lehrarbeit zu widmen und mit ihrem nationalen Gremium zusammenzuarbeiten.
Solche Anfechtungen und Prüfungen, durch die alle Bahá’í-Gemeinden unvermeidbar hindurch müssen, erscheinen im Augenblick oft schrecklich, aber in der Rückschau verstehen wir, dass ihre Ursache in der Schwäche der menschlichen Natur, in Missverständnissen und auch in den Wachstumsschmerzen liegen, die jede Bahá’í-Gemeinde erdulden muss. Q74
73
Er ist sehr glücklich darüber, dass Sie eine der ermutigendsten Richtlinien ‘Abdu’l-Bahás in die Tat umgesetzt haben, nämlich dass wir, wie Er sagte, versuchen sollen, jeden Stolperstein in ein Sprungbrett zum Fortschritt zu verwandeln. In Ihrem bisherigen Leben sind Sie alle sehr schwer gestrauchelt; aber weit davon entfernt, sich durch diese Erfahrung verbittern zu lassen oder sich geschlagen zu geben, sind Sie entschlossen, daraus ein Werkzeug zu machen, um Ihre Eigenarten zu läutern und Ihre Charaktere zu verbessern, so dass Sie in Zukunft bessere Mitbürger werden können. Dies ist in den Augen Gottes wahrhaft wohlgefällig. Q75
74
Angesichts des Zustandes, in dem sich die Welt heute befindet, müssen die Bahá’í fest und mutig als Anhänger Bahá’u’lláhs auftreten, Seine Gesetze befolgen und danach streben, Seine Weltordnung aufzubauen. Durch Kompromisse wird es uns nie gelingen, unseren Glauben anzusiedeln oder die Herzen anderer Menschen für ihn zu gewinnen. Damit sind oft beträchtliche persönliche Opfer verbunden, aber wir wissen, dass, wenn wir das Richtige tun, Gott uns die Kraft gibt, es zu vollenden und Seinen Segen zu gewinnen. Wir lernen in solchen Zeiten, dass unser Leid in Wirklichkeit ein Segen ist. Q76
75
Es genügt nicht, dass die Freunde als Entschuldigung vorbringen, ihre besten Lehrer und ihre vorbildlichen Gläubigen hätten sich erhoben und seien dem Pionieraufruf gefolgt. Ein ›bester Lehrer‹ und ein ›vorbildlicher Gläubiger‹ ist letztlich nicht mehr und nicht weniger als ein gewöhnlicher Bahá’í, der sich der Arbeit am Glauben geweiht, sein Wissen und Verstehen der Lehren vertieft, sein Vertrauen in Bahá’u’lláh gesetzt und sich erhoben hat, Ihm nach besten Kräften zu dienen. Diese Tür wird sich, dessen sind wir sicher, vor dem Angesicht jedes Anhängers des Glaubens öffnen, der, bildlich gesprochen, fest genug anklopft. Wenn Wunsch und Wille stark genug sind, werden Mittel und Wege gefunden und erschlossen, um entweder im örtlichen Rahmen stärker mitzuarbeiten, in eine neue Zielstadt innerhalb der Vereinigten Staaten zu gehen oder das Feld des Pionierens in fremden Ländern zu betreten …
Nicht nur Ihr Rat muss die erforderliche Ermutigung und Führung vermitteln und die Freunde dazu ermuntern, sich zu erheben und ihre Schuldigkeit zu tun. Auch die örtlichen Geistigen Räte müssen alles in ihren Kräften Stehende tun, um den Freunden zu helfen, hinauszugehen und ihre Ziele zu erreichen. Jeder einzelne Bahá’í muss gleichermaßen daran glauben, dass dies heutzutage seine persönliche Pflicht gegenüber dem Glauben und sein größtes Vorrecht ist. Jeder sollte sich fragen, was er ab heute während der kommenden sechs Jahre tun kann, um das Erreichen der Ziele des Zehnjahresplanes zu beschleunigen. Die Bahá’í sind der Sauerteig Gottes, der die Masse ihres Volkes säuern muss. Im direkten Verhältnis zu ihrem Erfolg wird der Schutz stehen, der nicht nur ihnen, sondern auch ihrem Land zuteil wird. Es gibt unveränderbare Gesetze Gottes, denen niemand entfliehen kann: »Denn wem viel gegeben worden ist, von dem wird viel verlangt werden«Q77. Q78
Quellenangaben
Q1 Shoghi Effendi, Brief vom 12. Januar 1923 an die Bahá’í von Persien, aus dem Persischen übersetzt.
Q2 Shoghi Effendi, Brief vom 19. Dezember 1923 an die Bahá’í des Ostens, aus dem Persischen übersetzt.
Q3 Shoghi Effendi, Brief vom 30. Oktober 1924 an den Geistigen Rat von Ṭihrán, aus dem Persischen übersetzt.
Q4 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 20. November 1924 an einen Gläubigen.
Q5 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 30. Januar 1925 an einen Gläubigen.
Q6 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 14. Februar 1925 an einen Gläubigen.
Q7 Vgl. Matthäus 5:48 (Anm. d. H.).
Q8 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 12. Mai 1925 an einen Gläubigen.
Q9 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 21. Dezember 1927 an einen Gläubigen.
Q10 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 5. November 1931 an einen Gläubigen.
Q11 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 20. Februar 1932 an einen Gläubigen.
Q12 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 3. August 1932 an einen Gläubigen, zitiert in Bahá’í News, Nr. 68, November 1932, p. 3.
Q13 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 30. November 1932 an einen Gläubigen.
Q14 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 26. Februar 1933 an einen Gläubigen.
Q15 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 24. September 1933 an einen Gläubigen.
Q16 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 9. Mai 1934 an einen Gläubigen.
Q17 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 28. April 1936 an einen Gläubigen.
Q18 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 22. November 1936 an einen Gläubigen.
Q19 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 27. Februar 1938 an einen Gläubigen.
Q20 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 6. Februar 1939 an einen Gläubigen.
Q21 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 23. Februar 1939 an zwei Gläubige.
Q22 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 20. Mai 1939 an einen Gläubigen.
Q23 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 22. Juli 1947 an den Nationalen Geistigen Rat von Australien und Neuseeland.
Q24 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 8. Mai 1942 an einen Gläubigen.
Q25 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 27. Februar 1943 an einen Gläubigen.
Q26 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 17. März 1943 an einen Gläubigen.
Q27 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 14. Oktober 1943 an einen Gläubigen.
Q28 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 23. August 1939 an einen Gläubigen.
Q29 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 26. Oktober 1941 an einen Gläubigen.
Q30 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 14. Dezember 1941 an einen Gläubigen.
Q31 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 14. Dezember 1941 an einen Gläubigen.
Q32 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 26. Oktober 1943 an den Nationalen Geistigen Rat von Indien und Birma.
Q33 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 17. Dezember 1943 an einen Gläubigen.
Q34 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 18. Dezember 1943 an einen Gläubigen.
Q35 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 7. Juli 1944 an einen Gläubigen, zitiert in Bahá’í News Nr. 173, Februar 1945, p. 3.
Q36 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 25. August 1944 an die Jugendklasse der Louhelen School, USA.
Q37 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 17. Oktober 1944 an einen Gläubigen.
Q38 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 27. Oktober 1944 an einen Gläubigen.
Q39 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 23. Januar 1945 an einen Gläubigen.
Q40 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 22. Februar 1945 an einen Gläubigen.
Q41 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 25. April 1945 an einen Gläubigen.
Q42 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 13. Mai 1945 an den Nationalen Geistigen Rat von Australien und Neuseeland.
Q43 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 20. Oktober 1945 an einen Gläubigen.
Q44 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 18. Dezember 1945 an einen Gläubigen.
Q45 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 12. März 1946 an einen Gläubigen.
Q46 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 5. September 1946 an einen Gläubigen.
Q47 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 6. September 1946 an einen Gläubigen.
Q48 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 19. September 1946 an die Kinderklasse der Louhelen School, USA.
Q49 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 19. September 1946 an die Sommerschule in Green Acre.
Q50 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 5. Februar 1947 an den örtlichen Geistigen Rat von Atlanta, Georgia.
Q51 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 18. Februar 1947 an einen Gläubigen.
Q52 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 9. Mai 1947 an den Nationalen Geistigen Rat der Vereinigten Staaten und Kanadas.
Q53 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 21. September 1957 an den Nationalen Geistigen Rat der Vereinigten Staaten.
Q54 Imám ‘Alí, eine ihm zugeschriebene Überlieferung. Bahá’u’lláh zitiert sie als solche u.a. im Kitáb-i-Íqán und erklärt ihre Bedeutung in einem Tablet an Mírzá Hádíy-i-Qazvíní, einen der ›Buchstaben des Lebendigen‹ – Anm. d. H.
Q55 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 10. Dezember 1947 an einen Gläubigen.
Q56 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 11. Mai 1948 an den Nationalen Geistigen Rat von Australien und Neuseeland.
Q57 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 19. September 1948 an einen Gläubigen.
Q58 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 16. März 1949 an einen Gläubigen.
Q59 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 5. August 1949 an einen Gläubigen.
Q60 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 30. September 1949 an einen Gläubigen.
Q61 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 25. Oktober 1949 an einen Gläubigen.
Q62 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 24. Februar 1950 an einen Gläubigen.
Q63 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 16. April 1950 an einen Gläubigen.
Q64 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 4. Oktober 1950 an einen Gläubigen.
Q65 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 4. Oktober 1950 an einen Gläubigen.
Q66 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 5. Oktober 1950 an einen Gläubigen, zitiert in Bahá’í News, Nr. 241, März 1951, p. 2.
Q67 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 16. Februar 1951 an einen Gläubigen.
Q68 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 12. Juli 1952 an einen Gläubigen.
Q69 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 20. Oktober 1953 an einen Gläubigen.
Q70 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 20. Juni 1954 an den Nationalen Geistigen Rat der Vereinigten Staaten.
Q71 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 6. Oktober 1954 an einen Gläubigen.
Q72 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 23. April 1956 an einen Gläubigen.
Q73 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 19. Juli 1956 an den Nationalen Geistigen Rat der Vereinigten Staaten.
Q74 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 25. November 1956 an einen Gläubigen.
Q75 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 26. März 1957 an die Bahá’í im Kitalya-Farm-Gefängnis.
Q76 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 5. Mai 1957 an zwei Gläubige.
Q77 Vgl. Lukas 12:48 (Anm. d. H.).
Q78 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 21. September 1957 an den Nationalen Geistigen Rat der Vereinigten Staaten.
Anmerkungen
Zum wirklichen Leben
Shoghi Effendi
Auszüge aus den Schriften des Hüters
1
Wie oft hörte man den geliebten Meister sagen: Nähme es jeder der Freunde auf sich, auch nur eine einzige Lehre des Glaubens voll und ganz und mit allen Konsequenzen, in Hingabe und Loslösung, mit Beständigkeit und Ausdauer zu befolgen und in allen Taten und Unternehmungen seines Lebens ein Beispiel dafür zu geben, dann würde die Welt sich völlig verändern, und das Antlitz der Erde würde die Herrlichkeit des Paradieses Abhá widerspiegeln. Bedenkt, welch wunderbare Veränderungen erzielt würden, wenn sich die Geliebten des Barmherzigen, sowohl als Einzelperson wie auch als ganze Gemeinde, den Ratschlägen und Ermahnungen entsprechend verhielten, die aus der Feder des Ruhmes geflossen sind. Q1
2
Es ist ‘Abdu’l-Bahás Wunsch, ja Sein bindendes Gebot, das Sein Wohlgefallen findet, dass die Bahá’í in allem, selbst im alltäglichen unwesentlichen Tun und Treiben mit anderen Menschen, im Einklang mit den göttlichen Lehren handeln sollen. Er verlangte, dass wir uns nicht mit Bescheidenheit, Demut und Sanftmut begnügen, sondern vielmehr zu Verkörperungen von Selbstlosigkeit und äußerster Nichtigkeit werden. Einst wurden alle ermahnt, rechtschaffen und treu, barmherzig und liebevoll zu sein; in dieser höchsten Sendung wird das Volk von Bahá aufgerufen, sein ganzes Leben zu opfern. Bedenkt, wie sehr die Freunde in den heiligen Sendschreiben und in Seinem Testament ermahnt wurden, Rechtschaffenheit, Wohlwollen, Duldsamkeit, Heiligkeit, Loslösung von allem außer Gott und Abstand von allen Versuchungen dieser Welt an den Tag zu legen und sich mit dem Mantel eines guten Charakters und himmlischer Eigenschaften zu schmücken.
Zuallererst sollten sie jedes nur mögliche Mittel anwenden, um ihr Herz und ihre Beweggründe zu reinigen, sonst ist es nutzlos, sich für Unternehmungen irgendwelcher Art einzusetzen. Ebenso notwendig ist es, sich der Heuchelei und blinden Nachahmung zu enthalten, denn deren übler Geruch wird von jedem verständigen, weisen Menschen bald entdeckt. Darüber hinaus müssen die Freunde die festgesetzten Zeiten für die Anrufung Gottes, für Meditation, Andacht und Gebet, einhalten, da es höchst unwahrscheinlich, ja, so gut wie unmöglich ist, dass irgendwelche Unterfangen ohne die göttlichen Gnadengaben und Bestätigungen gedeihen und Frucht bringen können. Man kann sich kaum vorstellen, welch großen Einfluss aufrichtige Liebe, Wahrhaftigkeit und Reinheit der Beweggründe auf die Seelen der Menschen ausüben. Aber diese Eigenschaften können von keinem Gläubigen erworben werden, solange er sich nicht tagtäglich darum bemüht … Die Geliebten Gottes sollten der Welt vor allem durch die Macht edlen Handelns und eines vornehmen Charakters statt durch Darlegungen und Beweise die Tatsache vor Augen führen, dass die Verheißungen Gottes sich notwendigerweise erfüllen werden, dass sich diese Erfüllung schon jetzt vollzieht und dass die frohen Botschaften klar, einleuchtend und vollständig sind. In der Tat, würden nicht einige hervorragende Seelen die Arena des Dienens betreten und zu einem strahlenden Licht in der Gemeinschaft der Menschen werden, wäre es eine ungeheuerliche Aufgabe, vor den Augen der Weltweisen die Wahrheit dieser Sache zu vertreten. Wenn die Freunde jedoch die Tugenden verkörpern und einen guten Charakter aufweisen, bedarf es der Worte und Argumente nicht mehr. Ihre Taten selbst dienen dann als beredtes Zeugnis, ihr edles Verhalten sichert den Schutz, die Unversehrtheit und den Ruhm der Sache Gottes. Q2
3
Die Erwählten Gottes … sollten nicht auf den verderbten Zustand der Gesellschaft, in der sie leben, schauen oder auf die Beweise der moralischen Entartung und der Leichtfertigkeit, die die Menschen um sie herum an den Tag legen. Sie sollten sich nicht damit zufriedengeben, dass sie bloß im Vergleich zu den anderen abstechen und herausragen. Vielmehr sollten sie den Blick auf erhabenere Gipfel richten, indem sie sich die Ratschläge und Ermahnungen der Erhabensten Feder als höchstes Ziel setzen. Dann wird alsbald erkannt, wie zahlreich die Stufen sind, die noch durchschritten werden müssen, und wie weit entfernt das ersehnte Ziel liegt, – kein anderes Ziel als das, Beispiel zu sein für himmlische Verhaltensnormen und Tugenden. Q3
Auszüge aus Briefen, geschrieben im Auftrag des Hüters
4
Es ist unsere Pflicht und unser Vorrecht, die Liebe und Hingabe, die wir für unsere geliebte Sache empfinden, in Taten und Handlungen umzusetzen, die dem höchsten Wohl der Menschheit dienlich sind. Q4
5
Wenn Sie die Äußerungen Bahá’u’lláhs und ‘Abdu’l-Bahás selbstlos und aufmerksam lesen und sich ganz darauf konzentrieren, werden Sie Wahrheiten entdecken, die Ihnen bislang unbekannt waren, und Einsicht in die Probleme gewinnen, vor denen die großen Philosophen der Welt ratlos standen. Q5
6
Die Hauptsache ist, dass wir ›das Leben leben‹ – , dass unser Leben von den göttlichen Lehren und dem Bahá’í-Geist so sehr durchdrungen ist, dass die Menschen nicht umhin können, in unserem Charakter und in unserem Tun eine Freude und Kraft, eine Liebe und Reinheit, eine Ausstrahlung und Leistungsfähigkeit wahrzunehmen, die uns gegenüber weltlich gesinnten Menschen auszeichnen, so dass die Leute sich fragen, was denn wohl das Geheimnis dieses neuen Lebens in uns ist. Wir müssen völlig selbstlos werden und uns Gott hingeben, so dass wir jeden Tag und jeden Augenblick bestrebt sind, nur das zu tun, was Gott von uns erwartet, und zwar in der von Ihm gewünschten Art und Weise. Wenn wir uns darum aufrichtig bemühen, dann werden vollkommene Einheit und Eintracht unter uns herrschen. Wo es an Eintracht mangelt, da fehlt der wahre Bahá’í-Geist. Wenn wir diesen Wandel in unserem Leben, diese neue Kraft, diese gegenseitige Liebe und Eintracht nicht zeigen, dann sind die Bahá’í-Lehren für uns bloße Theorie. Q6
7
Wenn wir Bahá’í untereinander kein herzliches Einvernehmen erreichen, dann haben wir den Hauptzweck verkannt, für den der Báb, Bahá’u’lláh und der geliebte Meister gelebt und gelitten haben. Wie Bahá’u’lláh und ‘Abdu’l-Bahá nachdrücklich betonten, ist eine der Grundvoraussetzungen zum Erreichen dieser aufrichtigen Einheit, dass wir unserer instinktiven Neigung widerstehen, unser Augenmerk auf die Fehler und Schwächen anderer zu richten statt auf unsere eigenen. Jeder von uns hat nur ein einziges Leben zu verantworten und das ist sein eigenes. Jeder von uns ist unermesslich weit davon entfernt, »vollkommen« zu sein »wie unser himmlischer Vater vollkommen ist«Q7, und die Aufgabe, unser eigenes Leben und unseren eigenen Charakter zu vervollkommnen, erfordert unsere ganze Aufmerksamkeit, Willenskraft und Energie. Wenn wir unserer Aufmerksamkeit und Energie gestatten, sich durch Herumbessern an anderen und das Beheben ihrer Fehler aufzuzehren, vergeuden wir kostbare Zeit. Wir sind wie Pflüger, von denen jeder sein Gespann zu führen und seinen Pflug zu lenken hat. Um seine Furche gerade zu halten, muss jeder sein Ziel im Auge behalten und sich auf seine eigene Aufgabe konzentrieren. Wenn er da- oder dorthin schaut, um zu sehen, wie Hans und Gustav zurechtkommen und um ihre Arbeit zu kritisieren, dann wird seine eigene Furche bestimmt krumm. Kein Thema wird in den Bahá’í-Schriften eindringlicher betont als die Notwendigkeit, alles Herumkritisieren, alle üble Nachrede zu vermeiden. Vielmehr sollen wir immer daran arbeiten, unsere eigenen Fehler zu entdecken und auszumerzen und unsere eigenen Schwächen zu überwinden.
Wenn wir unsere Treue zu Bahá’u’lláh, zu unserem Geliebten Meister und zu unserem lieben Hüter beteuern, dann sollten wir unsere Liebe dadurch zeigen, dass wir diesen klaren Lehren gehorchen. Sie verlangen Taten, nicht Worte, und kein noch so eifriges Bekunden von Loyalität und schmeichelndem Lob kann ein Ersatz dafür sein, dass wir im Geiste der Lehren zu leben versäumt haben. Q8
8
Auf die Frage, ob es gestattet sei, eine Unwahrheit zu sagen, um einem anderen aus der Gefahr zu helfen, äußert er die Meinung, dass wir unter keinen Umständen eine Unwahrheit sagen, jedoch gleichzeitig versuchen sollten, dem Betreffenden auf etwas legitimere Weise zu helfen. Gewiss ist es nicht nötig, dass wir uns allzu deutlich äußern, ehe die Frage direkt an uns gerichtet wird. Q9
9
Wir sollten aber nicht vergessen, dass ein Wesensmerkmal dieser Welt Leid und Drangsal ist und dass wir, indem wir diese überwinden, uns moralisch und geistig weiterentwickeln. Wie der Meister sagt: »Leid ist mit Furchen zu vergleichen; je tiefer diese gehen, desto reichere Ernten werden wir einbringen«. Q10
10
Im Bayán sagt der Báb, dass alle früheren Religionen hätten universell werden können. Der einzige Grund, weshalb ihnen diese Bedeutung zu erreichen misslang, war die Unzulänglichkeit ihrer Anhänger. Er fährt dann fort mit der klaren und bestimmten Verheißung, dass dies nicht das Schicksal der Offenbarung dessen sei, »den Gott offenbaren werde«, dass diese Offenbarung vielmehr als Weltreligion alle Völker der Erde einbeziehen werde. Dies zeigt, dass wir letzten Endes erfolgreich sein werden. Aber könnte es nicht sein, dass wir durch unser Pflichtversäumnis, durch mangelnde Opferbereitschaft und weil wir nur ungern unser Bemühen auf die Verbreitung der Sache konzentrieren, die Verwirklichung dieses Ideals hinauszögern? Und was könnte das bedeuten? Es würde bedeuten, dass wir vor Gott zur Rechenschaft gezogen werden, dass die Menschheit noch länger in ihrem Zustand des Eigensinns verharrt, dass der Krieg nicht so bald überwunden wird und das Leiden der Menschen länger andauert. Q11
11
Jeder Tag hat seine bestimmten Erfordernisse. In den frühen Tagen brauchte der Glaube Märtyrer und Menschen, die alle Arten von Grausamkeit und Verfolgung ertragen konnten, wenn sie ihren Glauben kundtaten und die Botschaft Gottes verbreiteten. Diese Tage sind jedoch vorüber. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt braucht der Glaube keine Märtyrer, die für ihren Glauben sterben, sondern Diener, deren Sehnsucht es ist, den Glauben in der ganzen Welt zu lehren und fest anzusiedeln. Leben, um lehren zu können, bedeutet heute so viel wie in jenen frühen Zeiten der Märtyrertod. Was zählt ist der Geist, der uns vorantreibt, nicht die Handlung, durch die dieser Geist sich äußert; und mit diesem Geist ist gemeint, dass wir der Sache Gottes mit Herz und Seele dienen. Q12
12
Es ist seine aufrichtige Hoffnung, dass durch diese Opfer das Gebäude vollendet und zu einem Brennpunkt für den Geist und die Verbreitung der Sache dortzulande werden, das Licht der Führung von ihm ausgehen und dieser niedergeschlagenen Menschheit Freude und Hoffnung ins Herz legen möge.
Wenn Sie Nabíls Geschichtswerk studieren, werden Sie sehen, wie der Glaube durch das stete Opfer der Freunde gespeist wurde. Unter Entbehrungen, Verfolgungen und ständigen Leiden wurde die Botschaft Bahá’u’lláhs in der Welt fest angesiedelt. Q13
13
Den Ihnen von Shoghi Effendi gegebenen Rat, Ihre Zeit zwischen dem Dienst an der Sache und der Erfüllung Ihrer übrigen Verpflichtungen aufzuteilen, haben Bahá’u’lláh und der Meister ebenfalls vielen anderen Freunden gegeben. Er bedeutet einen Kompromiss zwischen zwei Versen des Aqdas, von denen der eine jeden Bahá’í verpflichtet, der Verbreitung des Glaubens zu dienen, während der andere besagt, dass jede Seele irgendeiner Beschäftigung nachgehen soll, die der Gesellschaft nützt. In einer Seiner Schriften sagt Bahá’u’lláh, dass an diesem Tag einem Beruf nachzugehen und für seinen Unterhalt selbst aufzukommen die höchste Form der Loslösung sei. Ein guter Bahá’í ist also, wer sein Leben so gestaltet, dass er seine Zeit sowohl seinen materiellen Bedürfnissen als auch dem Dienst an der Sache widmet. Q14
14
Ich brauche ihnen nicht zu sagen, wie tief er die Tatsache bedauert, dass in Bahá’í-Versammlungen und ganz besonders bei einem so wichtigen Treffen wie der Nationaltagung so viele negative Kräfte am Werk sind. Die oft wiederholten Worte des Meisters in Bezug auf Einheit und einmütige Zusammenarbeit unter den Freunden sollten heute mehr denn je sorgsam und gewissenhaft beherzigt werden. Nichts widerspricht dem Geist der Sache mehr als Zwietracht und Streit, der unvermeidbaren Folge von Selbstsucht und ungebührlichem Verlangen. Völlige Loslösung und selbstloser Dienst sollten die alleinigen Beweggründe jedes wahren Gläubigen sein. Und solange es nicht jedem einzelnen Freund gelingt, diese Eigenschaften in lebendiges Handeln umzusetzen, können wir keinen weiteren Fortschritt erhoffen. Gerade jetzt sind Einheit des Denkens und Handelns am allernötigsten. Gerade jetzt, da der Glaube in eine neue Entwicklungsphase eintritt, da sich seine Gemeindeordnung inmitten des Aufruhrs und der chaotischen Wirren einer zusammenbrechenden Zivilisation allmählich festigt, sollten die Freunde eine geschlossene Front gegen jene Kräfte innerer Uneinigkeit bilden, die, wenn sie nicht vollständig ausgetilgt werden, unser Werk unweigerlich zerstören. Q15
15
Er beklagt ganz besonders die Tatsache, dass die Vertreter der höchsten administrativen Institution in Ihrem Land Meinungsverschiedenheiten und Missverständnissen gestattet haben, ein derartiges Ausmaß anzunehmen, wiewohl sämtliche Prinzipien und Gesetze der Gemeindeordnung von ihm seit dem Hinscheiden des Meisters mit aller Klarheit und allem Nachdruck in so vielen Botschaften erklärt worden sind. Wenn solchen Schwierigkeiten nicht sofort und energisch Einhalt geboten wird, können sie der organisierten Gemeinschaft der Sache Gottes unermesslichen Schaden zufügen und nicht nur den Zustrom, sondern auch die Wirksamkeit ihres Geistes auf die Welt verzögern. Bei eingehender und leidenschaftsloser Prüfung findet man die Ursache für alle diese Schwierigkeiten und Auseinandersetzungen stets in Egoismus und Selbstsucht.
Und wenn diese giftigen Gefühle nicht gänzlich überwunden werden, kann es keine Hoffnung auf ein wirksames Arbeiten und Vorankommen des Verwaltungssystems der Sache geben. Q16
16
Er bittet Sie dringend, den vielen Hindernissen, die Ihnen im Weg stehen, mutig zu begegnen und sie zu überwinden, rät Ihnen aber gleichzeitig, im Fall eines Fehlschlags und ganz gleich, was Ihnen zustößt, freudig und zufrieden und dem göttlichen Willen voll und ganz ergeben zu bleiben. Unsere Trübsale, Prüfungen und Leiden sind manchmal verhüllte Segnungen, da sie uns lehren, mehr Glauben und Vertrauen in Gott zu haben, und uns Ihm näherbringen. Q17
17
Hat uns Bahá’u’lláh nicht versichert, dass Leiden und Entbehrungen verhüllte Segnungen sind, dass durch sie unsere inneren, geistigen Kräfte angeregt, gereinigt und veredelt werden? Vertrauen Sie also darauf, dass Ihre materiellen Schwierigkeiten, statt Sie in Ihrer Arbeit für die Sache zu behindern, ihrem Herzen einen mächtigen Antrieb geben werden, so dass Sie besser dienen und die Interessen des Glaubens fördern können. Q18
18
Persönliches Bemühen ist in der Tat eine lebenswichtige Voraussetzung für das Erkennen und die Annahme der Sache Gottes. Wie stark das Ausmaß göttlicher Gnade auch sein mag, wenn sie nicht durch persönliche, anhaltende, intelligente Bemühung ergänzt wird, kann sie nicht voll wirksam werden und wirklichen, bleibenden Nutzen bringen. Q19
19
Solche Hindernisse, wie schwer und unüberwindlich sie zuerst auch scheinen, können und sollten durch die vereinte, stärkende Kraft von Gebet und entschlossenem, ständigem Bemühen gänzlich überwunden werden. Denn haben uns nicht Bahá’u’lláh wie ‘Abdu’l-Bahá, wiederholt versichert, dass die göttlichen, unsichtbaren, siegreichen Heerscharen immer diejenigen bestätigen und stärken, die sich tapfer und voller Zuversicht in ihrem Namen bemühen? Diese Zusicherung sollte es Ihnen in der Tat möglich machen, den Eindruck, Sie seien unfähig zu dienen oder dessen nicht würdig, und ebenso jede innere oder äußere Hemmung, die Ihre Arbeit für den Bahá’í-Glauben zu behindern droht, zu überwinden. Sie sollten sich daher erheben und sich frohen, zuversichtlichen Herzens bemühen, jeden in Ihrer Macht stehenden Beitrag zur weiteren Verbreitung und größeren Festigung unseres geliebten Glaubens zu leisten.
Welches besondere Feld des Dienstes Sie auch immer auswählen, ob Lehrarbeit oder Verwaltungstätigkeit, für Sie ist am wichtigsten, durchzuhalten und keinem Gedanken an Ihre eingeschränkten Möglichkeiten zu gestatten, Ihren Eifer zu dämpfen und schon gar nicht, Sie vom freudigen, mutigen Dienen abzuhalten. Q20
20
Je größer Ihre Prüfungen und Leiden sind, desto mehr soll Ihre Bindung und Ihre Hingabe an die Sache Gottes wachsen. Denn nur durch wiederholte Trübsale und Anfechtungen prüft Gott Seine Diener, die solches als verhüllte Segnungen ansehen sollten, als Gelegenheiten, durch die sie den Willen und die Absicht Gottes besser erkennen können. Q21
21
Der Lehrgang über Charakterschulung, den Frau Flora Hottes geben wird, ist nach Meinung des Hüters besonders wichtig. Er sollte die gebührende Aufmerksamkeit erhalten, und vor allem die jüngeren Gläubigen unter den Schulteilnehmern sollten sich sorgfältig und gründlich damit befassen. Diese Maßstäbe des Bahá’í-Verhaltens, die er selbst in seinem letzten allgemeinen Rundschreiben über Das Kommen göttlicher Gerechtigkeit dargelegt hat und die einzuhalten und zu fördern die höchste Pflicht jedes ergebenen und gewissenhaften Gläubigen sein sollte, verdienen, dass darüber ernsthaft nachgedacht und meditiert wird. Sie sollten das zentrale Thema dieses Jahresprogramms auf allen drei Bahá’í-Sommerschulen in den Vereinigten Staaten bilden. Q22
22
Zu der Beschwerde von … meint der Hüter, dass es in diesem Fall das Beste sei, die beiden betroffenen Gläubigen zu bitten, die ganze Angelegenheit zu vergeben und zu vergessen. Er möchte nicht, dass die Freunde damit anfangen, eine Art Bahá’í-Rechtsweg gegeneinander zu beschreiten. Ihre Pflichten gegenüber der Menschheit sind in diesen Tagen, in denen die Sache Gottes um ihre Verbreitung und um die Sicherung ihrer Unabhängigkeit kämpft, zu heilig und zu drängend, als dass sie ihre kostbare Zeit – auch seine kostbare Zeit – in dieser Weise vergeuden sollten. Fordern Sie sie deshalb auf, sich zu einigen, das Vergangene zu vergessen und der Sache zu dienen wie nie zuvor. Q23
23
Die Gläubigen haben noch nicht richtig gelernt, in Zeiten der Not aus ihrer gegenseitigen Liebe Kraft und Trost zu schöpfen. Die Sache Gottes ist mit ungeheuren Kräften ausgestattet, und die Gläubigen nützen sie deshalb nicht besser, weil sie noch nicht gelernt haben, diese durch den Bahá’í-Glauben erzeugten mächtigen Kräfte der Liebe, Stärke und Harmonie voll auszuschöpfen. Er rät Ihnen, Ihre Freundin … zunächst einmal sich selbst zu überlassen und für sie zu beten. Da sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt Ihre Hilfe nicht wünscht, können Sie ihr nur geistig helfen.
Sie haben dem Bahá’í-Glauben viele wertvolle Dienste erwiesen und tun das noch immer, und dies sollte Ihr größter Trost sein … Q24
24
Die Freunde sollten Geduld miteinander haben und sich darüber im Klaren sein, dass die Sache Gottes immer noch in den Kinderschuhen steckt und ihre Institutionen jetzt noch nicht fehlerfrei arbeiten. Je größer die Geduld, das liebevolle Verstehen und die Nachsicht sind, die die Freunde sich und ihren Unzulänglichkeiten gegenüber zeigen, umso größere Fortschritte wird die gesamte Bahá’í-Gemeinde machen. Q25
25
Wir müssen unsere Schwächen klar erkennen und uns selbst nicht erlauben, wegen bedauerlicher Vorfälle, die mal bei Nationaltagungen, mal in Räten oder Ausschüssen passieren, aus der Fassung zu geraten. Solche Vorkommnisse sind im Grunde genommen ohne tiefere Bedeutung, und man wird mit der Zeit darüber hinauswachsen. Q26
26
Nicht jeder von uns kann in gleicher Weise dienen, aber eine Methode, nach der jeder Bahá’í den Glauben verbreiten kann, ist das gute Beispiel. Dieses beeinflusst die Herzen der Menschen viel tiefer, als Worte es jemals vermögen.
Die Liebe, die wir anderen Menschen zeigen, die Gastfreundschaft, das Verständnis und die Hilfsbereitschaft sind die allerbeste Werbung für den Glauben. Sie werden davon erfahren wollen, wenn sie diese Dinge in unserem Leben sehen. Q27
27
Sie haben sich über die unbefriedigenden Zustände in der Bahá’í-Gemeinde von … beklagt. Dem Hüter ist die Situation des Glaubens dort wohl bekannt, er ist jedoch zuversichtlich, dass die dem Glauben entgegenstehenden Hindernisse jeglicher Art schließlich überwunden werden. Sie sollten unter keinen Umständen entmutigt sein und solchen Schwierigkeiten, selbst wenn sie die Folge falschen Verhaltens aus mangelnder Fähigkeit oder Einsicht gewisser Gemeindemitglieder sind, nicht gestatten, Ihren Glauben oder Ihre Ergebenheit gegenüber der Sache ins Wanken zu bringen. Die Gläubigen, wie befähigt sie als Lehrer oder Administratoren und wie hoch ihre intellektuellen und geistigen Verdienste auch sein mögen, sollten niemals für den Maßstab gehalten werden, mit dem die göttliche Autorität und Botschaft des Glaubens bewertet und gemessen werden kann. Die Lehren selbst und das Leben der Stifter der Sache sind es, bei denen die Gläubigen nach Führung und Inspiration suchen sollten, und nur wenn sie diese wahre Haltung streng beachten, können sie die Hoffnung hegen, dass ihre Treue zu Bahá’u’lláh auf einer dauerhaften, unangreifbaren Grundlage steht. Sie sollten daher Mut fassen und mit unermüdlicher Wachsamkeit und unaufhörlichem Eifer danach streben, Ihren vollen Beitrag zur allmählichen Entfaltung dieser göttlichen Weltordnung zu leisten. Q28
28
Dies sind wirklich die Tage, in denen die Heldenhaftigkeit der Gläubigen gebraucht wird. Selbstaufopferung, Mut, unbeirrbare Hoffnung und Zuversicht sind die Merkmale, die sie ausstrahlen sollten, denn genau diese Eigenschaften werden unweigerlich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erregen und die Frage herausfordern, was denn in einer so hoffnungslos verwirrten und chaotischen Welt diese Menschen dazu bringt, so sicher, so zuversichtlich und hingebungsvoll zu sein. Im Laufe der Zeit werden die kennzeichnenden Merkmale der Bahá’í zunehmend das sein, was die Aufmerksamkeit ihrer Mitbürger erregt. Sie müssen zeigen, dass sie über dem Hass und den gegenseitigen Anschuldigungen stehen, die am Herzen der Menschheit nagen; durch Taten und Worte sollten sie ihren tief verwurzelten Glauben an die künftige friedliche Vereinigung der ganzen Menschheit beweisen. Q29
29
Wir sollten immer nach vorne schauen und danach streben, in der Zukunft das zu vollbringen, was wir vielleicht in der Vergangenheit versäumt haben. Misserfolge, Prüfungen und Schicksalsschläge können, wenn wir den richtigen Gebrauch davon machen, ein Mittel werden, unseren Geist zu reinigen, unseren Charakter zu stärken und uns zu befähigen, zu höheren Ebenen des Dienstes aufzusteigen. Q30
30
Zu den Punkten, die Sie in Ihrem Brief anschneiden: Die völlige, gänzliche Auslöschung des Egos würde Vollkommenheit bedeuten – die der Mensch nie ganz erreichen kann –, aber das Ego kann und sollte zunehmend der erleuchteten Seele des Menschen untergeordnet werden. Das ist mit geistigem Fortschritt gemeint. Q31
31
Er hat sich sehr gefreut zu hören, dass die Nationaltagung so gut besucht und die Freunde so begeistert und einig waren. Eines der Haupterfordernisse der Sache Gottes in … ist, dass die Freunde zusammenwachsen und sich deutlich bewusst werden, dass sie eine geistige Familie sind, die durch heiligere, weit weniger vergängliche Bande zusammengehalten wird als die körperlichen Bindungen, die zwischen Familienangehörigen bestehen. Wenn die Freunde alle persönlichen Unstimmigkeiten vergessen und ihre Herzen einer großen gegenseitigen Liebe um Bahá’u’lláhs willen öffnen, dann werden sie finden, dass ihre Kräfte ungeheuer wachsen; sie werden die Herzen der Menschen anziehen und eine rasche Ausbreitung des heiligen Glaubens in … erleben. Der Nationale Geistige Rat sollte alles in seiner Macht stehende tun, um die Einheit unter den Gläubigen zu stärken und sie in der Gemeindeordnung auszubilden, denn sie ist der Kanal, durch den ihr Gemeindeleben fließen muss, und der, wenn er richtig verstanden und benutzt wird, die Möglichkeit schafft, dass die Bahá’í-Arbeit in gewaltigen Sprüngen vorankommt. Q32
32
Letzten Endes spielt sich der ganze Lebenskampf in jedem einzelnen ab. Kein noch so großer Verwaltungsapparat kann die inneren Probleme lösen oder, je nachdem, in kritischen Augenblicken Siege oder Niederlagen herbeiführen oder abwenden. Besonders in Zeiten wie der gegenwärtigen wird jeder einzelne durch starke Mächte überall in der Welt hin- und hergerissen, und wir sehen, wie manche Schwache plötzlich wie durch ein Wunder stark werden und wie Starke scheitern. – Wir können nur versuchen, so wie Ihr Ausschuss es getan hat, beim einzelnen Gläubigen durch liebevollen Rat die Handlung herbeizuführen, die der Sache Gottes am meisten dient. Denn selbstverständlich kann das, was der Sache schadet, für den einzelnen Bahá’í nicht das Beste sein. Q33
33
Was die Welt heute braucht, ist der Bahá’í-Geist. Die Menschen haben Sehnsucht nach Liebe, nach einem hohen sittlichen Maßstab, zu dem sie aufschauen können, aber auch nach Lösungen für ihre vielen ernsthaften Probleme. Die Bahá’í sollten die Menschen, denen sie begegnen, mit dem warmherzigen, erquickenden Geist der Sache überschütten. Dies und das Vermitteln der Lehren wird unweigerlich aufrichtige Wahrheitssucher für den Glauben gewinnen. Q34
34
Zu Ihrer Frage nach dem dringenden Bedarf an mehr Einheit unter den Freunden: dies trifft zweifellos zu, und der Hüter meint, eine der wichtigsten Maßnahmen hierzu sei, die Bahá’í selbst in Klassen und durch schriftliche Anleitung zu lehren, dass die Liebe zu Gott und folglich auch zu den Menschen die wesentliche Grundlage jeder Religion ist, unsere eigene eingeschlossen. Ein größeres Maß an Liebe wird größere Einheit hervorbringen, weil den Menschen damit möglich wird, miteinander auszukommen, Geduld zu haben und einander zu vergeben. Q35
35
Er hofft, dass Sie in Ihrem Charakter wie in Ihrem Glauben zu richtigen Bahá’í heranreifen werden. Das ganze Ziel Bahá’u’lláhs ist, dass wir uns zu einer neuen Art Mensch entwickeln sollten, zu aufrechten, freundlichen, intelligenten, wahrheitsliebenden und ehrbaren Menschen, die im Einklang mit Seinen großartigen Gesetzen leben, wie sie für dieses neue Zeitalter in der Entwicklung der Menschheit niedergeschrieben worden sind. Uns Bahá’í zu nennen ist nicht genug. Unser innerstes Wesen muss durch getreue Bahá’í-Lebensführung veredelt und erleuchtet werden. Q36
36
So viele Missverständnisse entstehen durch die starke innere Bindung der Freunde an den Glauben und durch ihre Unreife. Wir müssen deshalb sehr viel Geduld und Liebe zueinander haben und versuchen, in der Bahá’í-Familie Einheit zu schaffen. Die Misshelligkeiten … die Sie in Ihrem Brief beschreiben, sind nach seiner Meinung auf das oben Genannte zurückzuführen und nicht auf eine feindselige Haltung gegenüber dem Glauben oder auf Unaufrichtigkeit. Q37
37
Er hat sich sehr gefreut, von Ihnen zu hören und zu erfahren, dass Green Acre in diesem Jahr von einer Liebe und Harmonie erfüllt war, deren Wirkung viele neue Seelen im Glauben festigte. Diese Liebe unter den Gläubigen ist der Magnet, der mehr als alles andere die Herzen anziehen und dem Glauben neue Seelen zuführen wird. Denn es ist klar: die Lehren – so wunderbar sie sind – können die Welt nicht verändern, solange sich nicht der Geist der Liebe Bahá’u’lláhs in den Bahá’í-Gemeinden widerspiegelt. Q38
38
Wenn die Freunde es wirklich fertigbrächten, sich aufzumachen und alles daranzusetzen, hundertprozentige Bahá’í zu werden, dann würden sie sehen, wie stark ihr Einfluss auf andere zunimmt und wie schnell der Glaube sich ausbreitet. Die Welt sucht keinen Kompromiss, sondern die Verkörperung eines hohen, leuchtenden Ideals. Je mehr die Freunde in jedem Teilbereich ihres Lebens unseren Lehren gemäß leben, sei es zuhause, in ihren geschäftlichen Beziehungen oder ihrem gesellschaftlichen Umgang, desto größer wird die Anziehung sein, die sie auf die Herzen anderer ausüben.
Er freut sich darüber, dass Sie ganz natürlich, aus innerer Überzeugung und Wohlwollen gegenüber allen Menschen, mit Farbigen zusammenkamen und sie gelehrt haben. Wenn die Bahá’í ihren Lehren getreu lebten, so wie sie es sollten, dann könnte sich vielleicht bei einigen Widerstand regen, aber bei weit mehr ehrlich gesinnten Menschen wird es Bewunderung auslösen. Q39
39
Fürwahr, wenn wir die wachsende Verworrenheit in der Welt von heute sehen, können wir klar erkennen, dass es in der Zukunft keinen Frieden und keinen geistigen Fortschritt geben kann, solange nicht die Botschaft Bahá’u’lláhs die Herzen der Menschen erreicht und verwandelt.
Er hofft zuversichtlich, die Gläubigen mögen sich einzeln und in ihrem Bahá’í-Gemeindeleben so verhalten, dass sie die Aufmerksamkeit anderer auf die Sache Gottes lenken. Die Welt hungert nicht nur nach erhabenen Prinzipien und Idealen, sie hungert vor allem nach einem leuchtenden Beispiel, das die Bahá’í geben können und geben müssen. Q40
40
Überall auf der Welt, innerhalb und außerhalb des Glaubens, herrscht heute großes Verlangen nach wahrer geistiger Erkenntnis, die das Leben der Menschen durchdringen und motivieren kann. Kein Ausmaß an administrativen Verfahrensweisen oder Befolgen von Regeln kann an die Stelle dieses charakteristischen Merkmals der Seele, diese Geistigkeit, treten, die der Wesenskern des Menschen ist. Er ist sehr froh darüber, dass Sie diesen Gesichtspunkt betonen und den Freunden helfen, seine überragende Bedeutung zu erkennen. Q41
41
Bezüglich der Angelegenheit von … und der Uneinigkeit, die anscheinend zwischen einigen Freunden besteht…: Wenn die Bahá’í es zulassen, dass die finsteren Mächte der Welt Teil ihres persönlichen Verhältnisses zueinander in der Bahá’í-Glaubensgemeinschaft werden, dann setzen sie deren Fortschritt ernsthaft aufs Spiel. Es ist die höchste Pflicht der Freunde, der örtlichen Geistigen Räte und ganz besonders des Nationalen Geistigen Rates, unter den Freunden Eintracht, Verständnis und Liebe zu fördern. Alle sollten bereit und willens sein, jeden persönlichen Unmut – berechtigt oder nicht im Interesse der Sache über Bord zu werfen; denn die Menschen werden sie niemals annehmen, wenn sie nicht in ihrem Gemeindeleben das widergespiegelt sehen, was der Welt heute so offensichtlich fehlt: Liebe und Einigkeit. Q42
42
Das Allerwichtigste ist, dass Liebe und Einigkeit in der Bahá’í-Gemeinde vorherrschen, denn gerade danach sehnen sich die Menschen in der heute so verworrenen Weltlage am meisten. Worte ohne das gelebte Beispiel werden niemals ausreichen, um den Herzen einer illusionslosen, oft verbitterten, Menschen verachtenden Generation Hoffnung einzuflößen. Q43
43
Da Sie sich mit der Bitte um Führung an ihn gewandt haben, will er ganz offen seine Meinung sagen. Er meint, dass die gegenwärtige Uneinigkeit unter Ihnen … für den Fortschritt der Sache sehr schädlich ist und nur zum Zerwürfnis führen und das Interesse neuer Gläubiger abkühlen kann. Sie … sollten Ihre persönliche Verbitterung vergessen und zusammenarbeiten zum Schutz des Glaubens, dem Sie, wie er wohl weiß, alle treu ergeben sind und für den Sie bereitwillig Opfer bringen.
Möglicherweise ist die größte Prüfung, der Bahá’í je unterworfen werden, die durch ihre Mitgläubigen. Aber um des Meisters willen sollten sie immer bereit sein, gegenseitig ihre Fehler zu übersehen, sich für einmal ausgesprochene harte Worte zu entschuldigen, zu vergeben und zu vergessen. Er empfiehlt Ihnen dringend, so zu handeln. Auch meint er, dass Sie und … den Versammlungen und Neunzehntagefesten in … nicht fernbleiben sollten. Sie haben jetzt in … eine begeisterte Gruppe junger Bahá’í, und Sie sollten ihnen ein überzeugendes Beispiel an Bahá’í-Disziplin und jener Einheit geben, die in der Gemeinde des Größten Namens herrschen kann und muss. Q44
44
Sie fragen nach ›geistigen Verdauungsstörungen‹. Die Bahá’í sollten versuchen, intellektuell und seelisch vielseitig, normal und recht ausgeglichen zu sein. Wir sollten nicht den Eindruck erwecken, wir seien Fanatiker; wir müssen aber gleichwohl unseren Grundsätzen gemäß leben. Q45
45
Seien Sie sicher, dass er für die Einheit der Bahá’í in … beten wird. Ihr ist höchste Bedeutung zuzumessen und die dortige Entfaltung der Bahá’í-Sache und der Erfolg jeder Lehrbemühung hängen von ihr ab. Die Freunde brauchen – überall – mehr Liebe zueinander, und diese kann durch größere Liebe zu Bahá’u’lláh erlangt werden. Denn wenn wir Ihn innig genug lieben, werden wir niemals zulassen, dass persönliche Empfindlichkeit und Überzeugung Seine Sache aufhalten. Wir sind dann bereit, uns um des Glaubens willen für einander zu opfern und, wie der Meister sagte, eine Seele in vielen Körpern zu sein. Q46
46
Er stimmt mit Ihnen von ganzem Herzen darin überein, dass wir, solange wir die Lehren nicht in die Tat umsetzen, keinesfalls erwarten können, dass der Glaube wächst; denn der Hauptzweck aller Religionen – einschließlich der unsrigen – ist, den Menschen näher zu Gott zu führen und, was äußerst wichtig ist, seinen Charakter zu verwandeln. Oft wird zu großes Gewicht auf die sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkte in den Lehren gelegt; der moralische Standpunkt kann jedoch nicht stark genug betont werden. Q47
47
Er hat sich sehr gefreut, dass Sie einen Kurs über den ›Bahá’í-Charakter‹ gehalten haben, denn er hält es für eine der größten Pflichten Ihrer Generation von Gläubigen, ein wirkliches Bahá’í-Leben zu führen. Sie sollten durch Ihre hohen moralischen Maßstäbe, durch Ihre Höflichkeit, Ihre Lauterkeit und Vornehmheit anschaulich machen, dass unser Glaube nicht ein Glaube der Worte ist, sondern Herz und Lebensstil seiner Anhänger wirklich verändert. Q48
48
Er meint, dass besonders die Jugend entschlossen und getreu danach streben sollte, als Beispiel für ein Bahá’í-Leben zu dienen. In der Welt um uns herum sehen wir den Verfall der Moral, Promiskuität, Unanständigkeit, Verrohung, schlechtes Benehmen – die jungen Bahá’í sollten das Gegenteil davon sein und durch ihre Keuschheit und Redlichkeit, ihren Anstand und ihr taktvolles, gutes Benehmen andere Menschen, alt und jung, für den Glauben gewinnen. Die Welt ist der Worte müde; sie braucht das Beispiel, und es ist Sache der Bahá’í-Jugend, es zu geben. Q49
49
Die Freunde müssen sich stets vor Augen halten, dass sie sozusagen Soldaten unter Feindbeschuss sind. Geistig gesehen ist die Welt derzeit in einem Zustand äußerster Verfinsterung; Hass und Vorurteile aller Art reißen sie buchstäblich in Stücke. Demgegenüber sind wir die Wächter der gegenteiligen Kräfte, der Kräfte der Liebe, der Einheit, des Friedens und der Integration, und wir sollten ständig auf der Hut sein, als einzelne, als Geistiger Rat oder als Gemeinde, damit wir nicht selbst diesen zerstörerischen, negativen Kräften Zugang in unsere Mitte gewähren. Mit anderen Worten, wir müssen uns sorgsam davor hüten, dass sich nicht die Verworrenheit der Gesellschaft – womöglich ganz unbewusst – in unserem Tun und Denken widerspiegelt. Unsere Liebe zueinander, das tiefe Bewusstsein, dass wir ein neues einheitliches Ganzes, die Morgenboten einer neuen Weltordnung sind, müssen unser Bahá’í-Leben ständig geistig beleben, und wir müssen darum beten, vor der Ansteckung durch die an Vorurteilen so schwer erkrankten Welt beschützt zu werden. Q50
50
Die Sache wächst in … sehr schnell, und je mehr sie sich verbreitet, desto mehr wird die Öffentlichkeit sie aufmerksam beobachten. Dadurch wird den Gläubigen eine schwere Verantwortung auferlegt, denn sie sollten einen solchen Geist der Liebe und der Einheit untereinander ausstrahlen, dass die Herzen anderer Menschen angezogen, und sie ermutigt werden, sich dem Glauben in großer Zahl anzuschließen. Wir sollten immer daran denken, dass die Lehren vollkommen sind, und der einzige Grund, warum nicht schon mehr unserer Mitmenschen sie angenommen haben, der ist, dass wir Bahá’í auf der ganzen Welt noch nicht so selbstlose, strahlende Spiegel der Wahrhaftigkeit Bahá’u’lláhs sind, wie wir es sein sollten und sein könnten! Wir müssen ständig danach streben, Seine Lehren besser durch unser Beispiel zu belegen. Q51
51
Wir sollten uns darauf konzentrieren, unseren Charakter als einzelne Bahá’í zu vervollkommnen und unsere noch immer keimhafte und nur unzureichend verstandene Weltordnung zur Reife zu bringen, die Botschaft gemäß den Vorkehrungen des Göttlichen Plans zu verbreiten und eine eng verknüpfte, weltweite Bahá’í-Gemeinschaft aufzubauen. Wir sind verhältnismäßig wenige an Zahl und haben einen so kostbaren, einzigartigen und verantwortungsvollen Auftrag. Wir müssen unsere ganze Kraft darauf konzentrieren. Q52
52
Letzen Endes hängen die Neubelebung, der Umfang und die Anreicherung der Heimatfront vom einzelnen Gläubigen ab, denn er ist die Grundeinheit im Gefüge dieser Front. Je eifriger sich der an der Heimatfront tätige einzelne täglich und systematisch darum bemüht, erhabenere Gipfel an Hingabe und Selbstverleugnung zu erklimmen, indem er durch Inlandpionieren zur Vervielfachung von Bahá’í-Zentren, -Gruppen und -Räten beiträgt sowie durch sorgfältiges, gewissenhaftes und stetiges Bemühen bei der Hinführung empfänglicher Seelen zu dem von ihm angenommenen Glauben die Anzahl von dessen aktiven, aufrichtigen Anhängern erhöht, – umso früher werden die jenseits des Heimatlandes in Gang gesetzten umfangreichen, vielfältigen Projekte, die derzeit dringend ein viel größeres Reservoir an Menschen und Mitteln erfordern, mit der nötigen Unterstützung versehen werden, die ihre anhaltende Entwicklung sichern und ihr schließliches Früchtetragen beschleunigen kann. Q53
53
Zu Ihrer Frage: Der Begriff ›Selbst‹ hat in den Bahá’í-Schriften tatsächlich zwei Bedeutungen oder wird in zweifachem Sinn gebraucht. Zum einen ist das Selbst die Identität des von Gott erschaffenen Einzelmenschen. Es ist jenes Selbst, das in Sätzen wie diesem gemeint ist: »Der hat Gott erkannt, der sich selbst erkannt hat«Q54, usw. Das andere Selbst ist das Ich, das in jedem von uns vorhandene dunkle, triebhafte Erbe, das niedrige Wesen, das sich in ein Ungeheuer aus Selbstsucht, Brutalität, Lust usw. entwickeln kann. Dieses Selbst oder diese Seite unseres Charakters ist es, wogegen wir ankämpfen müssen, um den uns innewohnenden Geist zu stärken, zu befreien und zur Vollendung zu führen.
Selbstaufopferung bedeutet die Unterordnung dieser niedrigeren Veranlagung und ihrer Begierden unter die göttlichere, höhere Seite unseres Selbstes. Letzten Endes bedeutet Selbstaufopferung im höchsten Sinn, dass wir unseren Willen und unser ganzes Wesen Gott hingeben, damit Er nach Seinem Wohlgefallen darüber verfüge. Dann läutert und verschönert Er unser wahres Selbst, bis aus ihm ein strahlendes, großartiges Wesen entsteht. Q55
54
Was im Dienst an diesem Glauben Früchte bringt, ist die Fähigkeit zu Hingabe und Selbstaufopferung und nicht so sehr die Mittel und Wege, das Können oder der finanzielle Rückhalt. Q56
55
Wir dürfen uns nicht zu lange beim Verhalten und der Empfindlichkeit unserer Mitgläubigen uns gegenüber aufhalten. Das Allerwichtigste ist, dass wir Liebe und Eintracht pflegen und Abfuhren, die wir einstecken müssen, nicht beachten. So gewinnen die Schwächen der menschlichen Natur und Eigenheit oder Haltung einer bestimmten Person nicht an Gewicht, sondern verblassen bis zur Bedeutungslosigkeit im Vergleich mit unserem gemeinsamen Dienst an dem Glauben, den wir alle lieben. Q57
56
Es fällt uns oft schwer, bestimmte Dinge zu tun, nicht weil etwas an sich besonders schwierig ist, sondern weil es sich von dem uns Geläufigen so sehr unterscheidet. Für Sie wie für die meisten Bahá’í, die nun als Erwachsene diesen herrlichen Glauben annehmen, ist es zweifellos anfangs schwer, manche Gebote wie Fasten oder das tägliche Gebet zu verstehen und zu befolgen. Aber wir sollten bedenken, dass diese Dinge eine Gabe an alle Menschen für die kommenden tausend Jahre sind. Für Bahá’í-Kinder, die erleben, wie sie zuhause gewohnheitsmäßig praktiziert werden, sind sie dann so selbstverständlich und unentbehrlich wie es der sonntägliche Kirchgang für eine gläubigere Generation von Christen war. Bahá’u’lláh hätte all dies nicht für uns festgelegt, wenn es uns nicht zum Vorteil gereichte. Und so sollten wir wie Kinder, die einsichtig genug sind, um zu erkennen, dass ihr Vater weise ist und für sie das Beste tut, das Befolgen dieser Gebote auf uns nehmen, auch wenn wir sie zunächst nicht für nötig halten. Wir werden, wenn wir sie einhalten, allmählich an uns selbst den Nutzen erkennen, der uns durch sie zuteil wird. Q58
57
… während wir diese Schicksalsschläge erdulden, müssen wir daran denken, dass auch die Offenbarer Gottes selbst nicht immun waren gegen die Dinge, unter denen Menschen zu leiden haben. Auch Sie kannten Kummer, Krankheit und Schmerz. Sie erhoben sich über diese Dinge durch Ihren Geist, und das sollten auch wir versuchen und tun, wenn uns Leid befällt. Die Trübsale dieser Welt gehen vorüber, und was uns bleibt ist, was wir aus unserer Seele gemacht haben. Darauf müssen wir also unser Augenmerk lenken dass wir geistiger werden und Gott näher kommen, was immer unser Verstand und unser Körper auch durchzumachen haben. Q59
58
Er war sehr betrübt, von den Dingen zu hören, die Sie beschreiben. Sie zeugen von großer geistiger Unreife seitens einiger Bahá’í und von einem erstaunlich mangelhaften Verständnis und Studium der Lehren. Die ethischen Lehren unseres Glaubens in unserem Leben zu verwirklichen ist eine viel schwerere Aufgabe, als nach jenen vornehmen Prinzipien zu leben, die die Moralische Aufrüstung einschärft, so hervorragend und umfassend diese auch sind! Jedes zweite Wort in den Schriften Bahá’u’lláhs und ‘Abdu’l-Bahás ist eine Predigt über moralisches und ethisches Verhalten. Alles andere ist die Form, der Kelch, in den der reine Geist gegossen werden muss. Ohne den Geist und die Tat, die ihn beweisen muss, ist die Form leblos.
Aus dem, was Sie sagen, schließt er, dass die Freunde, oder jedenfalls viele von ihnen, von Anfang an nicht so unterrichtet worden sind, wie es sich gehört. Sicher ist nichts dagegen einzuwenden, dass man die ›vier Normen‹ der Moralischen Aufrüstung betont – obwohl jede Lehre unseres kostbaren Glaubens diese Themen eigentlich viel eingehender ergründet und viel mehr dazu beiträgt. Wenn wir uns klarmachen, dass Bahá’u’lláh sagt, Ehebruch hemmt den Fortschritt der Seele im kommenden Leben – so schwer wiegt diese Tat –, und dass Trinken den Verstand zerstört, und wir uns diesen Dingen nicht einmal nähern dürfen, dann sehen wir, welch klare Aussagen unsere Lehren dazu machen. Sie dürfen nicht den großen Fehler machen, unseren Glauben nach einer einzigen Gemeinde zu beurteilen, die offensichtlich Nachholbedarf im Studium und im Gehorsam gegenüber den Lehren hat.
Menschliche Schwächen und Absonderlichkeiten können eine große Prüfung sein. Aber der einzige Weg, oder vielleicht sollte ich sagen, der erste und beste Weg, solche Zustände in Ordnung zu bringen, ist der, selbst das Richtige zu tun. Eine Seele kann zur Ursache für die geistige Erleuchtung eines Erdteils werden. Jetzt, da Sie einen großen Fehler in Ihrem eigenen Leben erkannt und behoben haben, jetzt, da Sie deutlicher sehen, was in Ihrer eigenen Gemeinde fehlt, gibt es nichts, was Sie hindern könnte, sich zu erheben und ein solches Beispiel, solche Liebe und solch einen Geist des Dienens an den Tag zu legen, dass die Herzen Ihrer Mit-Bahá’í entflammt werden.
Er bittet Sie dringend, sich gründlich in die Lehren zu vertiefen, sie an andere Menschen weiterzugeben, mit solchen Bahá’í, die danach verlangen, die tiefsinnigen Lehren unseres Glaubens zu studieren und durch Ihr Beispiel, Ihre Bemühung und Ihr Gebet einen Wandel herbeizuführen. Q60
59
Ohne den Geist wirklicher Liebe zu Bahá’u’lláh, zu Seinem Glauben und dessen Institutionen, und ohne die Liebe der Gläubigen untereinander kann die Sache tatsächlich niemals eine große Anzahl Anhänger gewinnen. Denn die Welt verlangt heute nicht nach Predigten und Regeln, sondern nach Liebe und nach Taten. Q61
60
Er ist indes der festen Meinung, dass wenn … in dem Zustand ist, den Ihr Brief anzudeuten scheint, man ganz sicher die Dinge falsch anfasst. Damit ist nicht der Geistige Rat gemeint, damit ist jeder gemeint. Denn wo ist die Bahá’í-Liebe? Wo werden Einheit und Eintracht an die erste Stelle gerückt? Wo ist die Bereitschaft, persönliche Gefühle und Meinungen zu opfern, um Liebe und Harmonie zu erreichen? Was führt die Bahá’í zu der Annahme, die administrativen Gesetze könnten funktionieren, wenn sie die geistigen Gesetze dafür opfern?
…
Er bittet Sie dringend, Ihr Äußerstes zu tun, um die Bahá’í in … dazu zu bringen, so gehässige Worte wie ›radikal‹, ›konservativ‹, ›progressiv‹, ›Feinde des Glaubens‹, ›die Lehren zerschlagen‹ usw. nicht zu benutzen. Wenn sie einen Augenblick innehielten, um zu bedenken, zu welchem Zweck der Báb und die Märtyrer ihr Leben hingaben und wozu Bahá’u’lláh und der Meister so viel Leid auf sich nahmen, würden sie solchen Begriffen und Anschuldigungen niemals erlauben, über ihre Lippen zu kommen, wenn sie übereinander sprechen. Solange die Freunde miteinander streiten, wird ihren Bemühungen kein Segen zuteil, denn sie sind ungehorsam gegen Gott. Q62
61
Man könnte sagen, es gibt zwei Arten von Bahá’í: die einen, deren Religion Bahá’í heißt, und die anderen, die für den Glauben leben. Unnötig zu sagen: Wenn man zur zweiten Kategorie zu zählen vermag, wenn man in der vordersten Reihe der Helden, Märtyrer und Heiligen stehen kann, ist dies in den Augen Gottes höheren Lobes wert. Q63
62
Wir sollten eine geistige Ebene erreichen, auf der Gott zuerst kommt und starke menschliche Leidenschaften uns nicht von Ihm ablenken können. Ständig sehen wir Menschen, die entweder durch die Gewalt des Hasses oder durch ihre leidenschaftliche Bindung an eine andere Person Prinzipien opfern oder sich selbst den Pfad Gottes versperren …
Wir müssen Gott lieben, und in diesem Gemütszustand wird eine nicht eingrenzende Liebe zu allen Menschen möglich. Wir können nicht jeden Menschen um seiner selbst willen lieben, aber unsere Haltung gegenüber der Menschheit sollte motiviert sein durch unsere Liebe zum Vater, der alle Menschen erschaffen hat. Q64
63
Er bittet Sie dringend, alles in Ihren Kräften Stehende zu tun, um Einigkeit und Liebe unter den dortigen Gemeindemitgliedern zu fördern, denn dessen scheinen sie am dringendsten zu bedürfen. So oft übersehen junge Gemeinden in ihrem Bestreben, die Sache zu verwalten, die Tatsache, dass diese geistigen Beziehungen viel wichtiger und grundlegender sind als die Regeln und Bestimmungen, die bei der Gemeindeverwaltung beachtet werden müssen. Q65
64
Allem Anschein nach ist innerhalb des Glaubens überall dringendst nötig, den Freunden einzuschärfen, wie sehr sie der Liebe untereinander bedürfen. Man neigt dazu, die Aufgaben der Gemeindeordnung falsch zu verstehen und versucht, sie auf persönliche Beziehungen anzuwenden. Das führt zu nichts; denn der Rat ist ein werdendes Haus der Gerechtigkeit und hat die Aufgabe, die Gemeindebelange den Lehren gemäß wahrzunehmen. Im Verhältnis der einzelnen zueinander sind jedoch Liebe, Einigkeit, Versöhnlichkeit und ein sündenbedeckendes Auge maßgebend. Wenn die Freunde dies einmal begriffen haben, dann werden sie viel besser miteinander auskommen; aber sie spielen immer wieder untereinander Geistiger Rat und erwarten vom Rat, dass er sich wie eine Einzelperson verhält. Q66
65
Wenn innerhalb einer Bahá’í-Gemeinde Kritik und harte Worte laut werden, dann gibt es nur das eine Heilmittel, das Vergangene hinter sich zu lassen und alle Beteiligten dazu zu bringen, eine neue Seite aufzuschlagen und um Gottes und Seines Glauben willen davon Abstand zu nehmen, die Themen zu erwähnen, die zu Missverständnissen und Uneinigkeit geführt haben. Je mehr die Freunde hin und her argumentieren und jede Seite darauf beharrt, dass ihr Standpunkt der richtige sei, desto verfahrener wird die ganze Angelegenheit.
Wenn wir den Zustand sehen, in dem sich die Welt heute befindet, dann sollten wir gewiss diese völlig unbedeutenden internen Aufregungen vergessen und vereint der Menschheit zu Hilfe eilen. Sie sollten Ihre Mit-Bahá’í dazu drängen, diese Haltung einzunehmen und Ihnen bei einer mächtigen Anstrengung beizustehen, um jeden bekrittelnden Gedanken und jedes harte Wort zu verhindern, so dass der Geist Bahá’u’lláhs in die ganze Gemeinde einfließen und sie in Seiner Liebe und in Seinem Dienst vereinen kann. Q67
66
Der Hüter ist sich sicher, dass der Beitrag Ihrer Bekannten, die für kurze Zeit im Glauben nicht aktiv war, das Mittel sein wird, das sie zu erneutem Dienen anregt. Nichts wirkt sich im Glauben so erfolgreich aus wie das Dienen. Dienst ist der Magnet, der göttliche Bestätigungen anzieht. Folglich werden Menschen, die aktiv sind, vom Heiligen Geist gesegnet. Sind sie aber inaktiv, kann der Heilige Geist in ihrem Dasein keine Wohnstatt finden, und so werden sie seiner heilenden, belebenden Strahlen beraubt. Q68
67
Der Hüter meint, dass Ihre Einstellung gegen die korrupte Praxis, von anderen Ärzten und Apothekern Provisionen anzunehmen, sehr zu bewundern ist. Je aufrichtiger und vortrefflicher die Bahá’í sich verhalten, umso tiefer wird der Eindruck von der geistigen Lebenskraft der Religion, an die sie glauben, auf die Öffentlichkeit sein. Q69
68
Dieser so strengen, so nachdrücklichen und doch so ruhmreichen Herausforderung sieht sich zweifellos in erster Linie der einzelne Gläubige gegenüber, von dem letzten Endes das Schicksal der ganzen Gemeinde abhängt. Er verkörpert Kette und Schuss, von denen Qualität und Muster des ganzen Gewebes abhängig sind. Er wirkt als eines der zahllosen Glieder in der mächtigen Kette, die jetzt den Erdball umspannt. Er dient als einer in der Menge der Bausteine, die das feste Gebäude der Gemeindeordnung, die nun in jedem Teil der Welt errichtet wird, tragen und seine Standsicherheit gewährleisten. Ohne seine zugleich rückhaltlose, andauernde und großzügige Unterstützung ist jedes gesetzte Maß und Ziel, jeder gefasste Plan, den das als nationaler Repräsentant seiner Heimatgemeinde handelnde Gremium beschloss, zum Scheitern verurteilt. Sogar das Weltzentrum des Glaubens ist gelähmt, wenn ihm diese Unterstützung von Seiten der Gemeindemitglieder vorenthalten wird. Selbst dem Verfasser des Göttlichen Planes wird Sein Vorhaben erschwert, wenn es an geeigneten Instrumenten zur Ausführung Seines Entwurfes fehlt. Kraft und Beistand Bahá’u’lláhs, des Stifters des Glaubens, wird einem jeden Gläubigen entzogen, der auf die Dauer versäumt, sich zu erheben und seine Rolle zu spielen. Q70
69
Wenn jemand Bahá’í wird, geht das eigentlich so vor sich, dass der Same des Geistes in der menschlichen Seele zu wachsen beginnt. Dieser Same muss durch das Ausströmen des Heiligen Geistes bewässert werden. Diese Gaben des Geistes empfängt man durch Gebet, Meditation, Studium der Heiligen Schriften und Dienst an der Sache Gottes. Genau genommen kann der Dienst an der Sache mit dem Pflug verglichen werden, der den natürlichen Ackerboden umwälzt, wenn ausgesät werden soll. Das Umpflügen des Bodens ist nötig, damit dieser ertragreicher werden und ein fruchtbares Wachstum der Saat bewirken kann. In genau der gleichen Weise verläuft die Entfaltung des Geistes, indem der Boden des Herzens umgepflügt wird, so dass es den heiligen Geist unaufhörlich widerspiegelt. So wächst und gedeiht der menschliche Geist außerordentlich rasch.
Zeiten des Kummers und der Schwierigkeiten und sogar harter Prüfungen sind also naturbedingt. Wenn der Betreffende sich aber unbeirrt dem göttlichen Offenbarer zuwendet, sorgfältig Seine heiligen Lehren studiert und die Segnungen des Heiligen Geistes empfängt, wird er feststellen, dass diese Prüfungen und Schwierigkeiten in Wirklichkeit Gottesgaben waren, um ihm zu Wachstum und Entwicklung zu verhelfen. Auf diese Weise können Sie auch Ihre eigenen Schwierigkeiten auf dem Pfade des Dienens betrachten. Sie sind das Mittel, durch das Ihr Geist wächst und sich entwickelt. Plötzlich werden Sie merken, dass Sie viele der Probleme, die Sie aus dem Gleichgewicht brachten, bewältigt haben, und dann werden Sie sich fragen, wieso sie Ihnen überhaupt Verdruss bereiten konnten. Ein Mensch muss sich mit Herz und Seele im Einklang mit den von Bahá’u’lláh gesetzten hohen Maßstäben voll auf den Dienst an der Sache konzentrieren. Ist das vollbracht, werden diesem Menschen die Himmlischen Heerscharen zu Hilfe kommen und alle Schwierigkeiten und Prüfungen werden allmählich überwunden. Q71
70
Die Straße ist steinig und voll von Prüfungen. Wenn die Freunde aber, wie Sie sagen, lernen, den Lehren Bahá’u’lláhs gemäß zu leben, dann werden sie entdecken, dass sie in der Tat auf verborgene, machtvolle Weise wirken, dass immer Hilfe zur Hand ist, dass Hindernisse überwunden werden und der schließliche Erfolg sichergestellt ist. Q72
71
Der einzelne muss selbst ihre Merkmale bewerten, sein Gewissen befragen, im Gebet ihre sämtlichen Gesichtspunkte überdenken, mutig ankämpfen gegen die menschliche Trägheit, die ihn niederdrückt, wenn er sich aufzumachen strebt, heldenhaft und unwiderruflich die belanglosen und überflüssigen Bindungen abstreifen, die ihn zurückhalten, sich jedes Gedankens entledigen, der ein Hindernis auf seinem Weg werden könnte, im Gehorsam gegenüber den Ratschlägen des Stifters seines Glaubens und indem er Dem nacheifert, der das wahre Vorbild ist, mit Männern und Frauen aus allen sozialen Schichten zusammenkommen und versuchen, durch den deutlichen Unterschied in seinem Denken, Sprechen und Handeln ihre Herzen zu bewegen und sie takt- und liebevoll, durch Gebet und Ausdauer für den Glauben zu gewinnen, den er selbst angenommen hat. Q73
72
Er war sehr traurig, als er von der Uneinigkeit der dortigen Freunde erfuhr, und er meint, für alle Freunde sei das einzig weise Vorgehen, sich der Lehrarbeit zu widmen und mit ihrem nationalen Gremium zusammenzuarbeiten.
Solche Anfechtungen und Prüfungen, durch die alle Bahá’í-Gemeinden unvermeidbar hindurch müssen, erscheinen im Augenblick oft schrecklich, aber in der Rückschau verstehen wir, dass ihre Ursache in der Schwäche der menschlichen Natur, in Missverständnissen und auch in den Wachstumsschmerzen liegen, die jede Bahá’í-Gemeinde erdulden muss. Q74
73
Er ist sehr glücklich darüber, dass Sie eine der ermutigendsten Richtlinien ‘Abdu’l-Bahás in die Tat umgesetzt haben, nämlich dass wir, wie Er sagte, versuchen sollen, jeden Stolperstein in ein Sprungbrett zum Fortschritt zu verwandeln. In Ihrem bisherigen Leben sind Sie alle sehr schwer gestrauchelt; aber weit davon entfernt, sich durch diese Erfahrung verbittern zu lassen oder sich geschlagen zu geben, sind Sie entschlossen, daraus ein Werkzeug zu machen, um Ihre Eigenarten zu läutern und Ihre Charaktere zu verbessern, so dass Sie in Zukunft bessere Mitbürger werden können. Dies ist in den Augen Gottes wahrhaft wohlgefällig. Q75
74
Angesichts des Zustandes, in dem sich die Welt heute befindet, müssen die Bahá’í fest und mutig als Anhänger Bahá’u’lláhs auftreten, Seine Gesetze befolgen und danach streben, Seine Weltordnung aufzubauen. Durch Kompromisse wird es uns nie gelingen, unseren Glauben anzusiedeln oder die Herzen anderer Menschen für ihn zu gewinnen. Damit sind oft beträchtliche persönliche Opfer verbunden, aber wir wissen, dass, wenn wir das Richtige tun, Gott uns die Kraft gibt, es zu vollenden und Seinen Segen zu gewinnen. Wir lernen in solchen Zeiten, dass unser Leid in Wirklichkeit ein Segen ist. Q76
75
Es genügt nicht, dass die Freunde als Entschuldigung vorbringen, ihre besten Lehrer und ihre vorbildlichen Gläubigen hätten sich erhoben und seien dem Pionieraufruf gefolgt. Ein ›bester Lehrer‹ und ein ›vorbildlicher Gläubiger‹ ist letztlich nicht mehr und nicht weniger als ein gewöhnlicher Bahá’í, der sich der Arbeit am Glauben geweiht, sein Wissen und Verstehen der Lehren vertieft, sein Vertrauen in Bahá’u’lláh gesetzt und sich erhoben hat, Ihm nach besten Kräften zu dienen. Diese Tür wird sich, dessen sind wir sicher, vor dem Angesicht jedes Anhängers des Glaubens öffnen, der, bildlich gesprochen, fest genug anklopft. Wenn Wunsch und Wille stark genug sind, werden Mittel und Wege gefunden und erschlossen, um entweder im örtlichen Rahmen stärker mitzuarbeiten, in eine neue Zielstadt innerhalb der Vereinigten Staaten zu gehen oder das Feld des Pionierens in fremden Ländern zu betreten …
Nicht nur Ihr Rat muss die erforderliche Ermutigung und Führung vermitteln und die Freunde dazu ermuntern, sich zu erheben und ihre Schuldigkeit zu tun. Auch die örtlichen Geistigen Räte müssen alles in ihren Kräften Stehende tun, um den Freunden zu helfen, hinauszugehen und ihre Ziele zu erreichen. Jeder einzelne Bahá’í muss gleichermaßen daran glauben, dass dies heutzutage seine persönliche Pflicht gegenüber dem Glauben und sein größtes Vorrecht ist. Jeder sollte sich fragen, was er ab heute während der kommenden sechs Jahre tun kann, um das Erreichen der Ziele des Zehnjahresplanes zu beschleunigen. Die Bahá’í sind der Sauerteig Gottes, der die Masse ihres Volkes säuern muss. Im direkten Verhältnis zu ihrem Erfolg wird der Schutz stehen, der nicht nur ihnen, sondern auch ihrem Land zuteil wird. Es gibt unveränderbare Gesetze Gottes, denen niemand entfliehen kann: »Denn wem viel gegeben worden ist, von dem wird viel verlangt werden«Q77. Q78
Quellenangaben
Q1 Shoghi Effendi, Brief vom 12. Januar 1923 an die Bahá’í von Persien, aus dem Persischen übersetzt.
Q2 Shoghi Effendi, Brief vom 19. Dezember 1923 an die Bahá’í des Ostens, aus dem Persischen übersetzt.
Q3 Shoghi Effendi, Brief vom 30. Oktober 1924 an den Geistigen Rat von Ṭihrán, aus dem Persischen übersetzt.
Q4 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 20. November 1924 an einen Gläubigen.
Q5 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 30. Januar 1925 an einen Gläubigen.
Q6 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 14. Februar 1925 an einen Gläubigen.
Q7 Vgl. Matthäus 5:48 (Anm. d. H.).
Q8 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 12. Mai 1925 an einen Gläubigen.
Q9 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 21. Dezember 1927 an einen Gläubigen.
Q10 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 5. November 1931 an einen Gläubigen.
Q11 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 20. Februar 1932 an einen Gläubigen.
Q12 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 3. August 1932 an einen Gläubigen, zitiert in Bahá’í News, Nr. 68, November 1932, p. 3.
Q13 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 30. November 1932 an einen Gläubigen.
Q14 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 26. Februar 1933 an einen Gläubigen.
Q15 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 24. September 1933 an einen Gläubigen.
Q16 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 9. Mai 1934 an einen Gläubigen.
Q17 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 28. April 1936 an einen Gläubigen.
Q18 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 22. November 1936 an einen Gläubigen.
Q19 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 27. Februar 1938 an einen Gläubigen.
Q20 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 6. Februar 1939 an einen Gläubigen.
Q21 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 23. Februar 1939 an zwei Gläubige.
Q22 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 20. Mai 1939 an einen Gläubigen.
Q23 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 22. Juli 1947 an den Nationalen Geistigen Rat von Australien und Neuseeland.
Q24 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 8. Mai 1942 an einen Gläubigen.
Q25 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 27. Februar 1943 an einen Gläubigen.
Q26 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 17. März 1943 an einen Gläubigen.
Q27 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 14. Oktober 1943 an einen Gläubigen.
Q28 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 23. August 1939 an einen Gläubigen.
Q29 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 26. Oktober 1941 an einen Gläubigen.
Q30 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 14. Dezember 1941 an einen Gläubigen.
Q31 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 14. Dezember 1941 an einen Gläubigen.
Q32 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 26. Oktober 1943 an den Nationalen Geistigen Rat von Indien und Birma.
Q33 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 17. Dezember 1943 an einen Gläubigen.
Q34 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 18. Dezember 1943 an einen Gläubigen.
Q35 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 7. Juli 1944 an einen Gläubigen, zitiert in Bahá’í News Nr. 173, Februar 1945, p. 3.
Q36 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 25. August 1944 an die Jugendklasse der Louhelen School, USA.
Q37 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 17. Oktober 1944 an einen Gläubigen.
Q38 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 27. Oktober 1944 an einen Gläubigen.
Q39 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 23. Januar 1945 an einen Gläubigen.
Q40 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 22. Februar 1945 an einen Gläubigen.
Q41 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 25. April 1945 an einen Gläubigen.
Q42 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 13. Mai 1945 an den Nationalen Geistigen Rat von Australien und Neuseeland.
Q43 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 20. Oktober 1945 an einen Gläubigen.
Q44 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 18. Dezember 1945 an einen Gläubigen.
Q45 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 12. März 1946 an einen Gläubigen.
Q46 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 5. September 1946 an einen Gläubigen.
Q47 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 6. September 1946 an einen Gläubigen.
Q48 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 19. September 1946 an die Kinderklasse der Louhelen School, USA.
Q49 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 19. September 1946 an die Sommerschule in Green Acre.
Q50 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 5. Februar 1947 an den örtlichen Geistigen Rat von Atlanta, Georgia.
Q51 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 18. Februar 1947 an einen Gläubigen.
Q52 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 9. Mai 1947 an den Nationalen Geistigen Rat der Vereinigten Staaten und Kanadas.
Q53 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 21. September 1957 an den Nationalen Geistigen Rat der Vereinigten Staaten.
Q54 Imám ‘Alí, eine ihm zugeschriebene Überlieferung. Bahá’u’lláh zitiert sie als solche u.a. im Kitáb-i-Íqán und erklärt ihre Bedeutung in einem Tablet an Mírzá Hádíy-i-Qazvíní, einen der ›Buchstaben des Lebendigen‹ – Anm. d. H.
Q55 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 10. Dezember 1947 an einen Gläubigen.
Q56 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 11. Mai 1948 an den Nationalen Geistigen Rat von Australien und Neuseeland.
Q57 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 19. September 1948 an einen Gläubigen.
Q58 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 16. März 1949 an einen Gläubigen.
Q59 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 5. August 1949 an einen Gläubigen.
Q60 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 30. September 1949 an einen Gläubigen.
Q61 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 25. Oktober 1949 an einen Gläubigen.
Q62 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 24. Februar 1950 an einen Gläubigen.
Q63 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 16. April 1950 an einen Gläubigen.
Q64 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 4. Oktober 1950 an einen Gläubigen.
Q65 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 4. Oktober 1950 an einen Gläubigen.
Q66 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 5. Oktober 1950 an einen Gläubigen, zitiert in Bahá’í News, Nr. 241, März 1951, p. 2.
Q67 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 16. Februar 1951 an einen Gläubigen.
Q68 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 12. Juli 1952 an einen Gläubigen.
Q69 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 20. Oktober 1953 an einen Gläubigen.
Q70 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 20. Juni 1954 an den Nationalen Geistigen Rat der Vereinigten Staaten.
Q71 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 6. Oktober 1954 an einen Gläubigen.
Q72 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 23. April 1956 an einen Gläubigen.
Q73 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 19. Juli 1956 an den Nationalen Geistigen Rat der Vereinigten Staaten.
Q74 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 25. November 1956 an einen Gläubigen.
Q75 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 26. März 1957 an die Bahá’í im Kitalya-Farm-Gefängnis.
Q76 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 5. Mai 1957 an zwei Gläubige.
Q77 Vgl. Lukas 12:48 (Anm. d. H.).
Q78 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 21. September 1957 an den Nationalen Geistigen Rat der Vereinigten Staaten.
Anmerkungen
Source: Bahá'í Library Online (bahai-library.com), curated by Jonah Winters. Used by permission of the curator. Original citation: Shoghi Effendi, Living the Life, bahai-library.com.
──────────────────────────────────────────────────────────────────────
Living the Life
Shoghi Effendi
Universal House of Justice, Research Department
, compiler
published in
Compilation of Compilations
Volume 2, pp. 1-28
1991
original date
1972-11
1. Text
(see PDF scan of earlier version of this compilation
below
)
I.
Extracts From the Writings of the Guardian
1266. How often the beloved Master was heard to say. Should each one of the friends take upon himself to carry out, in all its integrity and implications, only one of the teachings of the Faith, with devotion, detachment, constancy and perseverance and exemplify it in all his deeds and pursuits of life, the world would become another world and the face of the earth would mirror forth the splendours of the Abha Paradise. Consider what marvellous changes would be effected if the beloved of the Merciful conducted themselves, both in their individual and collective capacities, in accordance with the counsels and exhortations which have streamed from the Pen of Glory.
(From a letter dated 12 January 1923 written by Shoghi Effendi to the Bahá'ís of Persia - translated from the Persian)
1267. The wish of 'Abdu'l-Bahá, that which attracts His good pleasure and, indeed, His binding command, is that Bahá'ís, in all matters, even in small daily transactions and dealings with others, should act in accordance with the divine Teachings. He has commanded us not to be content with lowliness, humility and meekness, but rather to become manifestations of selflessness and utter nothingness. Of old, all have been exhorted to loyalty and fidelity, compassion and love; in this supreme Dispensation, the people of Bahá are called upon to sacrifice their very lives. Notice the extent to which the friends have been required in the Sacred Epistles and Tablets, as well as in our Beloved's Testament, to be righteous, well-wishing, forbearing, sanctified, pure, detached from all else save God, severed from the trappings of this world and adorned with the mantle of a goodly character and godly attributes.
First and foremost, one should use every possible means to purge one's heart and motives, otherwise, engaging in any form of enterprise would be futile. It is also essential to abstain from hypocrisy and blind imitation, inasmuch as their foul odour is soon detected by every man of understanding and wisdom. Moreover, the friends must observe the specific times for the remembrance of God, meditation, devotion and prayer, as it is highly unlikely, nay impossible, for any enterprise to prosper and develop when deprived of divine bestowals and confirmation. One can hardly imagine what a great influence genuine love, truthfulness and purity of motives exert on the souls of men. But these traits cannot be acquired by any believer unless he makes a daily effort to gain them... It is primarily through the potency of noble deeds and character, rather than by the power of exposition and proofs, that the friends of God should demonstrate to the world that what has been promised by God is bound to happen, that it is already taking place and that the divine glad-tidings are clear, evident and complete. For unless some illustrious souls step forth into the arena of service and shine out resplendent in the assemblage of men, the task of vindicating the truth of this Cause before the eyes of enlightened people would be formidable indeed. However, if the friends become embodiments of virtue and good character, words and arguments will be superfluous. Their very deeds will well serve as eloquent testimony, and their noble conduct will ensure the preservation, integrity and glory of the Cause of God.
(From a letter dated 19 December 1923 written by Shoghi Effendi to the Bahá'ís of the East - translated from the Persian; see also
more excerpts from this letter
.)
1268. The chosen ones of God . . . should not look at the depraved condition of the society in which they live, nor at the evidences of moral degradation and frivolous conduct which the people around them display. They should not content themselves merely with relative distinction and excellence. Rather they should fix their gaze upon nobler heights by setting the counsels and exhortations of the Pen of Glory as their supreme goal. Then it will be readily realized how numerous are the stages that still remain to be traversed and how far off the desired goal lies--a goal which is none other than exemplifying heavenly morals and virtues.
(From a letter dated 30 October 1924 written by Shoghi Effendi to the Local Spiritual Assembly of Teheran)
II.
Extracts from Letters Written on behalf of the Guardian:
1269. It is our duty and privilege to translate the love and devotion we have for our beloved Cause into deeds and actions that will be conducive to the highest good of mankind.
(From a letter dated 20 November 1924 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1270. If you read the utterances of Bahá'u'lláh and 'Abdu'l-Bahá with selflessness and care and concentrate upon them, you will discover truths unknown to you before and will obtain an insight into the problems that have baffled the great thinkers of the world.
(From a letter dated 30 January 1925 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1271. The great thing is to "live the life"--to have our lives so saturated with the Divine teachings and the Bahá'í Spirit that people cannot fail to see a joy, a power, a love, a purity, a radiance, an efficiency in our character and work that will distinguish us from worldly-minded people and make people wonder what is the secret of this new life in us. We must become entirely selfless and devoted to God so that every day and every moment we seek to do only what God would have us do and in the way He would have us do it. If we do this sincerely then we shall have perfect unity and harmony with each other. Where there is want of harmony, there is lack of the true Bahá'í Spirit. Unless we can show this transformation in our lives, this new power, this mutual love and harmony, then the Bahá'í teachings are but a name to us.
(From a letter dated 14 February 1925 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1272. If we Bahá'ís cannot attain to cordial unity among ourselves, then we fail to realize the main purpose for which the Báb, Bahá'u'lláh and the Beloved Master lived and suffered. In order to achieve this cordial unity one of the first essentials insisted on by Bahá'u'lláh and 'Abdu'l-Bahá is that we resist the natural tendency to let our attention dwell on the faults and failings of others rather than on our own. Each of us is responsible for one life only, and that is our own. Each of us is immeasurably far from being "perfect as our heavenly father is perfect" and the task of perfecting our own life and character is one that requires all our attention, our will-power and energy. If we allow our attention and energy to be taken up in efforts to keep others right and remedy their faults, we are wasting precious time. We are like ploughmen each of whom has his team to manage and his plough to direct, and in order to keep his furrow straight he must keep his eye on his goal and concentrate on his own task. If he looks to this side and that to see how Tom and Harry are getting on and to criticize their ploughing, then his own furrow will assuredly become crooked. On no subject are the Bahá'í teachings more emphatic than on the necessity to abstain from faultfinding and backbiting while being ever eager to discover and root out our own faults and overcome our own failings. If we profess loyalty to Bahá'u'lláh, to our Beloved Master and our dear Guardian, then we must show our love by obedience to these explicit teachings. Deeds not words are what they demand, and no amount of fervour in the use of expressions of loyalty and adulation will compensate for failure to live in the spirit of the teachings.
From a letter dated 12 May 1925 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1273. As to the question whether it is right to tell an untruth in order to save another, he feels that under no condition should we tell an untruth but at the same time try and help the person in a more legitimate manner. Of course it is not necessary to be too outspoken until the question is directly put to us.
(From a letter dated 21 December 1927 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1274. We should not, however, forget that an essential characteristic of this world is hardship and tribulation and that it is by overcoming them that we achieve our moral and spiritual development. As the Master says, sorrow is like furrows, the deeper they go the more plentiful are the fruits we obtain.
(From a letter dated 5 November 1931 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1275. In the "Bayán" the Báb says that every religion of the past was fit to become universal. The only reason why they failed to attain that mark was the incompetence of their followers. He then proceeds to give a definite promise that this would not be the fate of the revelation of "Him Whom God would make manifest", that it will become universal and include all the people of the world. This shows that we will ultimately succeed. But could we not, through our shortcomings, failures to sacrifice and reluctance to concentrate our efforts in spreading the Cause, retard the realization of that ideal? And what would that mean? It shall mean that we will be held responsible before God, that the race will remain longer in its state of waywardness, that wars would not be so soon averted, that human suffering will last longer.
(From a letter dated 20 February 1932 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1276. Every day has certain needs. In those early days the Cause needed Martyrs, and people who would stand all sorts of torture and persecution in expressing their faith and spreading the message sent by God. Those days are, however, gone. The Cause at present does not need martyrs who would die for the faith, but servants who desire to teach and establish the Cause throughout the world. To live to teach in the present day is like being martyred in those early days. It is the spirit that moves us that counts, not the act through which that spirit expresses itself; and that spirit is to serve the Cause of God with our heart and soul.
(From a letter dated 3 August 1932 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer, quoted in "Bahá'í News", 68, (Nov 1932), p. 3)
1277. He sincerely hopes that, through these sacrifices, that edifice will be completed and become a focal centre for the spirit and teachings of the Cause in that land; that from it the light of guidance will spread and bring joy and hope to the heart of this depressed humanity.
If you study the history of Nabil you will see how the Faith has been fed by the constant sacrifices of the friends. Under hardships, persecutions and constant worries has the Message of Bahá'u'lláh been established throughout the world.
(From a letter dated 30 November 1932 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1278. The advice that Shoghi Effendi gave you regarding the division of your time between serving the Cause and attending to your other duties was also given to many other friends both by Bahá'u'lláh and the Master. It is a compromise between the two verses of the "Aqdas", one making it incumbent upon every Bahá'í to serve the promotion of the Faith and the other that every soul should be occupied in some form of occupation that will benefit society. In one of His Tablets Bahá'u'lláh says that the highest form of detachment in this day is to be occupied with some profession and be self-supporting. A good Bahá'í, therefore, is the one who so arranges his life as to devote time both to his material needs and also to the service of the Cause.
(From a letter dated 26 February 1933 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1279. I need not tell you how grievously he deplores the fact that there are so many negative forces prevailing in Bahá'í gatherings and particularly in such an important meeting as the Convention. The oft-repeated words of the Master concerning unity and harmonious co-operation among the friends should be carefully and thoughtfully remembered now more than ever. Nothing is more contrary to the spirit of the Cause than discord and strife, which are the inevitable outcome of selfishness and greed. Pure detachment and selfless service, these should be the sole motives of every true believer. And unless each and every one of the friends succeeds in translating such qualities into living action, no hope of further progress can be entertained. It is now that unity of thought and action is most needed. It is now, when the Cause s entering a new phase of development, when its Administration is being gradually consolidated amid the welter and chaos of a tottering civilization, that the friends should present a united front to those forces of internal dissension, which, if not completely wiped out, will bring our work to inevitable destruction.
(From a letter dated 24 September 1933 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1280. He, indeed, highly deplores the fact that the representatives of the highest administrative institution in your country have permitted such differences and misunderstandings to assume such a proportion, especially when the principles and laws of the Administration have been each and all clearly and emphatically stated by him in so many communications and ever since the passing of the Master. Such difficulties, if not checked immediately and vigorously, can do incalculable harm to the body of the Cause, and may retard not only the flow but also the effectiveness of its spirit in the world. If deeply and dispassionately examined the source of all these troubles and disputes is to be found invariably in feelings of egotism and selfishness.
And unless these poisonous feelings are fully overcome there can be no hope for the effective working and progress of the administrative machinery of the Cause.
(From a letter dated 9 May 1934 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1281. While he would urge you to courageously meet and overcome the many obstacles that stand in your way, he would at the same time advise you that in case of failure and no matter what befalls you, you should remain radiantly content at, and entirely submissive to, the Divine will. Our afflictions, tests and trials are sometimes blessings in disguise, as they teach us to have more faith and confidence in God, and bring us nearer to Him.
(From a letter dated 28 April 1936 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1282. Has not Bahá'u'lláh assured us that sufferings and privations are blessings in disguise, that through them our inner spiritual forces become stimulated, purified and ennobled? Remain, therefore, confident that your material hardships will, far from hindering your activities for the Cause, impart to your heart a powerful impetus to better serve and promote its interests.
(From a letter dated 22 November 1936 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1283. Personal effort is indeed a vital prerequisite to the recognition and acceptance of the Cause of God. No matter how strong the measure of Divine grace, unless supplemented by personal, sustained and intelligent effort it cannot become fully effective and be of any real and abiding advantage.
(From a letter dated 27 February 1938 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1284. Such hindrances, no matter how severe and insuperable they may at first seem, can and should be effectively overcome through the combined and sustained power of prayer and of determined and continued effort. For have not Bahá'u'lláh and 'Abdu'l-Bahá both repeatedly assured us that the Divine and unseen hosts of victory will ever reinforce and strengthen those who valiantly and confidently labour in their name? This assurance should indeed enable you to overcome any feeling of unworthiness, of incapacity to serve, and any inner or outer limitation which threatens to handicap your labours for the Cause. You should therefore arise, and with a heart filled with joy and confidence endeavour to contribute any share that is in your power toward the wider diffusion and greater consolidation of our beloved Faith.
Whatever the particular field of service you may choose, whether teaching or administrative, the essential is for you to persevere, and not to allow any consciousness of your limitations to dampen your zeal, much less to deter you from serving joyously and actively.
(From a letter dated 6 February 1939 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1285. The greater your trials and sufferings, the stronger should wax your attachment and devotion to the Cause. For only through repeated tribulations and trials does God test His servants, and these they should therefore view as blessings in disguise, and as opportunities whereby they can acquire a fuller consciousness of the Divine Will and Purpose.
(From a letter dated 23 February 1939 written on behalf of Shoghi Effendi to two believers)
1286. The course on character building to be given by Miss Flora Hottes, the Guardian feels, is particularly important and should be given due emphasis and studied carefully and thoroughly, especially by the young believers in attendance at the school. These standards of Bahá'í conduct, which he himself has set forth in his last general epistle, "The Advent of Divine Justice", and which it should be the paramount duty of every loyal and conscientious believer to endeavour to uphold and promote, deserve serious study and meditation, and should constitute the main central theme of this year's programme at all the three Bahá'í Summer Schools in the States.
(From a letter dated 20 May 1939 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1287. Regarding ...'s appeal: the Guardian feels the best course of action in this matter is to ask both of the believers concerned to forgive and forget the entire matter. He does not want the friends to form the habit of taking up a kind of Bahá'í litigation against each other. Their duties to humanity are too sacred and urgent in these days, when the Cause is struggling to spread and assert its independence, for them to spend their precious time, and his precious time, in this way. Ask them, therefore, to unite, forget the past, and serve as never before.
(From a letter dated 22 July 1947 written on behalf of Shoghi Effendi to the National Spiritual Assembly of Australia and New Zealand)
1288. Indeed the believers have not yet fully learned to draw on each other's love for strength and consolation in time of need. The Cause of God is endowed with tremendous powers, and the reason the believers do not gain more from it is because they have not learned to fully draw on these mighty forces of love and strength and harmony generated by the Faith. He would advise you to leave your friend ... to herself for the time being, and pray for her. As she does not at the moment wish your help you can only help her inwardly.
You have rendered the Cause many valuable services, and are still doing so, and this should be your greatest consolation...
(From a letter dated 8 May 1942 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1289. The friends must be patient with each other and must realize that the Cause is still in its infancy and its institutions are not yet functioning perfectly. The greater the patience, the loving understanding and the forbearance the believers show towards each other and their shortcomings, the greater will be the progress of the whole Bahá'í community at large.
(From a letter dated 27 February 1943 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1290. We must realize our imperfection and not permit ourselves to get too upset over the unfortunate things which occur, sometimes in Conventions, sometimes in Assemblies or on Committees, etc. Such things are essentially superficial and in time will be outgrown.
(From a letter dated 17 March 1943 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1291. Not all of us are capable of serving in the same way, but the one way every Bahá'í can spread the Faith is by example. This moves the hearts of people far more deeply than words ever can.
The love we show others, the hospitality and understanding, the willingness to help them, these are the very best advertisements of the Faith. They will want to hear about it when they see these things in our lives.
(From a letter dated 14 October 1943 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1292. You have complained of the unsatisfactory conditions prevailing in the ... Bahá'í Community; the Guardian is well aware of the situation of the Cause there, but is confident that whatever the nature of the obstacles that confront the Faith they will be eventually overcome. You should, under no circumstances, feel discouraged, and allow such difficulties, even though they may have resulted from the misconduct, or the lack of capacity and vision of certain members of the Community, to make you waver in your faith and basic loyalty to the Cause. Surely, the believers, no matter how qualified they may be, whether as teachers or administrators, and however high their intellectual and spiritual merits, should never be looked upon as a standard whereby to evaluate and measure the divine authority and mission of the Faith. It is to the Teachings themselves, and to the lives of the Founders of the Cause that the believers should look for their guidance and inspiration, and only by keeping strictly to such [a] true attitude can they hope to establish their loyalty to Bahá'u'lláh upon an enduring and unassailable basis. You should take heart, therefore, and with unrelaxing vigilance and unremitting effort endeavour to play your full share in the gradual unfoldment of this Divine World Order.
(From a letter dated 23 August 1939 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1293. These, indeed, are the days when heroism is needed on the part of the believers. Self-sacrifice, courage, indomitable hope and confidence are the characteristics they should show forth, because these very attributes cannot but fix the attention of the public and lead them to enquire what, in a world so hopelessly chaotic and bewildered, leads these people to be so assured, so confident, so full of devotion? Increasingly, as time goes by, the characteristics of the Bahá'ís will be that which captures the attention of their fellow-citizens. They must show their aloofness from the hatreds and recriminations which are tearing at the heart of humanity, and demonstrate by deed and word their profound belief in the future peaceful unification of the entire human race.
(From a letter dated 26 October 1941 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1294. We must always look ahead and seek to accomplish in the future what we may have failed to do in the past. Failures, tests, and trials, if we use them correctly, can become the means of purifying our spirits, strengthening our characters, and enable us to rise to greater heights of service.
(From a letter dated 14 December 1941 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1295. Regarding the points you refer to in your letter: the complete and entire elimination of the ego would imply perfection--which man can never completely attain -- but the ego can and should be ever-increasingly subordinated to the enlightened soul of man. This is what spiritual progress implies.
(From a letter dated 14 December 1941 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1296. He was very pleased to hear that the Convention was so well attended, and the believers enthusiastic and united. One of the most paramount needs of the Cause in ... is that the friends should unite, should become really keenly conscious of the fact that they are one spiritual family, held together by bonds more sacred and eternal than those physical ties which make people of the same family. If the friends will forget all personal differences and open their hearts to a great love for each other for the sake of Bahá'u'lláh, they will find that their powers are vastly increased; they will attract the heart of the public, and will witness a rapid growth of the Holy Faith in... The National Spiritual Assembly should do all in its power to foster unity among the believers, and to educate them in the Administration as this is the channel through which their community life must flow, and which, when properly understood and practised, will enable the work of the Cause to go ahead by leaps and bounds.
(From a letter dated 26 October 1943 written on behalf of Shoghi Effendi to the National Spiritual Assembly of India and Burma)
1297. Ultimately all the battle of life is within the individual. No amount of organization can solve the inner problems or produce or prevent, as the case may be, victory or failure at a crucial moment. In such times as these particularly, individuals are torn by great forces at large in the world, and we see some weak ones suddenly become miraculously strong, and strong ones fail--we can only try, through loving advice, as your Committee has done, to bring about the act on the part of the believer which will be for the highest good of the Cause. Because obviously something bad for the Cause cannot be the highest good of the individual Bahá'í.
(From a letter dated 17 December 1943 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1298. The thing the world needs today is the Bahá'í spirit. People are craving for love, for a high standard to look up to, as well as for solutions to their many grave problems. The Bahá'ís should shower on those whom they meet the warm and living spirit of the Cause, and this, combined with teaching, cannot but attract the sincere truth-seekers to the Faith.
(From a letter dated 18 December 1943 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1299. Regarding your question about the need for greater unity among the friends, there is no doubt that this is so, and the Guardian feels that one of the chief instruments for promoting it is to teach the Bahá'ís themselves, in classes and through precepts, that love of God, and consequently of men, is the essential foundation of every religion, our own included. A greater degree of love will produce a greater unity, because it enables people to bear with each other, to be patient and forgiving. (From a letter dated 7 July 1944 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer, quoted in "Bahá'í News", 173, (Feb 1945), p. 3)
1300. He hopes that you will develop into Bahá'ís in character as well as in belief. The whole purpose of Bahá'u'lláh is that we should become a new kind of people, people who are upright, kind, intelligent, truthful, and honest and who live according to His great laws laid down for this new epoch in man's development. To call ourselves Bahá'ís is not enough, our inmost being must become ennobled and enlightened through living a Bahá'í life.
(From a letter dated 25 August 1944 written on behalf of Shoghi Effendi to the Louhelen School Youth Session)
1301. So many misunderstandings arise from the passionate attachment of the friends to the Faith and also their immaturity. We must therefore be very patient and loving with each other and try to establish unity in the Bahá'í family. The differences ... which you describe in your letter he feels are caused by the above and not by enmity to the Faith or insincerity.
(From a letter dated 17 October 1944 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1302. He was very happy to hear from you, and to learn that Green Acre this year was pervaded with a love and harmony that was instrumental in confirming many new souls in the Faith. This love amongst the believers is the magnet which will, above all else,attract the hearts and bring new souls into the Cause. Because obviously the teachings - however wonderful - cannot change the world unless the Spirit of Bahá'u'lláh's love is mirrored in the Bahá'í Communities.
(From a letter dated 27 October 1944 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1303. Indeed if the friends could seek, and exert themselves, to become 100 per cent Bahá'ís they would see how greatly their influence over others would be increased, and how rapidly the Cause would spread. The world is seeking not a compromise but the embodiment of a high and shining ideal. The more the friends live up to our teachings in every aspect of their lives, in their homes, in business, in their social relationships, the greater will be the attraction they exercise over the hearts of others.
He is pleased to see you have naturally, with conviction and good will towards all, been mingling with and teaching the coloured people. When the Bahá'ís live up to their teachings as they should, although it may arouse the opposition of some it will arouse still more the admiration of fair-minded people.
(From a letter dated 23 January 1945 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1304. Indeed when we see the increasing darkness in the world today we can fully realize that unless the Message of Bahá'u'lláh reaches into the hearts of men and transforms them, there can be no peace and no spiritual progress in the future.
His constant hope is that the believers will conduct themselves, individually and in their Bahá'í Community life, in such a manner as to attract the attention of others to the Cause. The world is not only starving for lofty principles and ideals, it is, above all, starving for a shining example which the Bahá'ís can and must provide.
(From a letter dated 22 February 1945 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1305. The need is very great, everywhere in the world, in and outside the Faith, for a true spiritual awareness to pervade and motivate people's lives. No amount of administrative procedure or adherence to rules can take the place of this soul-characteristic, this spirituality which is the essence of Man. He is very glad to see you are stressing this and aiding the friends to realize its supreme importance.
(From a letter dated 25 April 1945 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1306. Regarding the matter of ... and the inharmony that seems to exist among certain of the friends ... when Bahá'ís permit the dark forces of the world to enter into their own relationships within the Faith they gravely jeopardize its progress; it is the paramount duty of the believers, the Local Assemblies, and particularly the National Spiritual Assembly to foster harmony, understanding and love amongst the friends. All should be ready and willing to set aside every personal sense of grievance-- justified or unjustified--for the good of the Cause, because the people will never embrace it until they see in its community life mirrored what is so conspicuously lacking in the world: love and unity.
(From a letter dated 13 May 1945 written on behalf of Shoghi Effendi to the National Spiritual Assembly of Australia and New Zealand)
1307. Most important of all is that love and unity should prevail in the Bahá'í Community, as this is what people are most longing for in the present dark state of the world. Words without the living example will never be sufficient to breathe hope into the hearts of a disillusioned and often cynical generation.
(From a letter dated 20 October 1945 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1308. Since you have turned to him for guidance, he will very frankly give you his opinion. He feels that the present inharmony prevailing amongst you... is very detrimental to the advancement of the Cause, and can only lead to disruption and the chilling of the interest of new believers. You ... should forget about your personal grievances, and unite for the protection of the Faith which he well knows you are all loyally devoted to and ready to sacrifice for.
Perhaps the greatest test Bahá'ís are ever subjected to is from each other; but for the sake of the Master they should be ever ready to overlook each other's mistakes, apologize for harsh words they have uttered, forgive and forget. He strongly recommends to you this course of action. Also he feels that you and ... should not remain away from the meetings and Feasts in ...; you have now got an enthusiastic group of young Bahá'ís in ..., and you should show them a strong example of Bahá'í discipline and the unity which can and must prevail amongst the Community of the Most Great Name.
(From a letter dated 18 December 1945 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1309. You ask about "spiritual indigestion": Bahá'ís should seek to be many-sided, normal and well balanced, mentally and spiritually. We must not give the impression of being fanatics, but at the same time we must live up to our principles.
(From a letter dated 12 March 1946 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1
1310. You may be sure he will pray for the unity of the ... believers, as this is of paramount importance, and upon it depends the development of the Cause there, and the success of every teaching effort. The thing the friends need--everywhere-- is a greater love for each other, and this can be acquired by greater love for Bahá'u'lláh; for if we love Him deeply enough, we will never allow personal feelings and opinions to hold His Cause back; we will be willing to sacrifice ourselves to each other for the sake of the Faith, and be, as the Master said, one soul in many bodies.
(From a letter dated 5 September 1946 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1311. He heartily agrees with you that unless we practise the Teachings we cannot possibly expect the Faith to grow, because the fundamental purpose of all religions--including our own--is to bring man nearer to God, and to change his character, which is of the utmost importance. Too much emphasis is often laid on the social and economic aspects of the Teachings; but the moral aspect cannot be over-emphasized.
(From a letter dated 6 September 1946 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1312. The fact that you had a course on 'Bahá'í character' pleased him very much, as he considers one of the greatest obligations of your generation of believers is to live a Bahá'í life; you must demonstrate, by your high moral standards, your courtesy, your integrity and nobility, that our Faith, is not one of words but truly changes the heart and conduct of its adherents.
(From a letter dated 19 September 1946 written on behalf of Shoghi Effendi to the Louhelen School Junior Youth Session, U.S.A.)
1313. He feels that the youth, in particular, must constantly and determinedly strive to exemplify a Bahá'í life. In the world around us we see moral decay, promiscuity, indecency, vulgarity, bad manners--the Bahá'í young people must be the opposite of these things, and, by their chastity, their uprightness, their decency, their consideration and good manners, attract others, old and young, to the Faith. The world is tired of words; it wants example, and it is up to the Bahá'í youth to furnish it.
(From a letter dated 19 September 1946 written on behalf of Shoghi Effendi to Green Acre Summer School
1314. The friends must, at all times, bear in mind that they are, in a way, like soldiers under attack. The world is at present in an exceedingly dark condition spiritually; hatred and prejudice, of every sort, are literally tearing it to pieces. We, on the other hand, are the custodians of the opposite forces, the forces of love, of unity, of peace and integration, and we must constantly be on our guard, whether as individuals or as an Assembly or Community, lest through us these destructive, negative forces enter into our midst. In other words we must beware lest the darkness of society become reflected in our acts and attitudes, perhaps all unconsciously. Love for each other, the deep sense that we are a new organism, the dawn-breakers of a New World Order, must constantly animate our Bahá'í lives, and we must pray to be protected from the contamination of society which is so diseased with prejudice.
(From a letter dated 5 February 1947 written on behalf of Shoghi Effendi to the Local Spiritual Assembly of Atlanta, Georgia)
1315. The Cause in ... is growing very rapidly, and the more it spreads the more the attention of the public will be fixed upon it. This imposes a heavy responsibility on the believers, as they must show forth such a spirit of love and unity among themselves as will attract the hearts of others and encourage them to enter the Faith in large numbers. We must always remember that the Teachings are perfect, and that the only reason more of our fellow men have not as yet embraced them is because we Bahá'ís, the world over, are ourselves not yet as selfless and radiant mirrors of Bahá'u'lláh's Truth as we should and could be! We must constantly strive to better exemplify His Teachings.
(From a letter dated 18 February 1947 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1316. We must concentrate on perfecting our characters as individual Bahá'ís, and on maturing our still embryonic, and as yet improperly understood, World Order; on spreading the Message, according to the provisions of the Divine Plan; and on building a tightly knit world-wide Bahá'í Community. We are relatively few in numbers, and have such a precious, unique and responsible task to carry out. We must concentrate our full forces upon it.
(From a letter dated 9 May 1947 written on behalf of Shoghi Effendi to the National Spiritual Assembly of the United States and Canada)
1317. It is upon the individual believer, constituting the fundamental unit in the structure of the home front, that the revitalization, the expansion, and the enrichment of the home front must ultimately depend. The more strenuous the effort exerted, daily and methodically, by the individual labouring on the home front to rise to loftier heights of consecration, and of self-abnegation, to contribute, through pioneering at home, to the multiplication of Bahá'í isolated centres, groups and Assemblies, and to raise, through diligent, painstaking and continual endeavour to convert receptive souls to the Faith he has espoused, the number of its active and whole-hearted supporters; the sooner will the vast and multiple enterprises, launched beyond the confines of the homeland, now so desperately calling for a greater supply of men and means, be provided with the necessary support that will ensure their uninterrupted development and hasten their ultimate fruition ...
(From a letter dated 21 September 1957 written on behalf of Shoghi Effendi to the National Spiritual Assembly of the United States)
1318. Regarding the questions you asked: self has really two meanings, or is used in two senses, in the Bahá'í writings; one is self, the identity of the individual created by God. This is the self mentioned in such passages as "he hath known God who hath known himself", etc. The other self is the ego, the dark, animalistic heritage each one of us has, the lower nature that can develop into a monster of selfishness, brutality, lust and so on. It is this self we must struggle against, or this side of our natures, in order to strengthen and free the spirit within us and help it to attain perfection.
Self-sacrifice means to subordinate this lower nature and its desires to the more godly and noble side of our selves. Ultimately, in its highest sense, self-sacrifice means to give our will and our all to God to do with as He pleases. Then He purifies and glorifies our true self until it becomes a shining and wonderful reality.
(From a letter dated 10 December 1947 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1319. It is the quality of devotion and self-sacrifice that brings rewards in the service of this Faith rather than means, ability or financial backing.
(From a letter dated 11 May 1948 written on behalf of Shoghi Effendi to the National Spiritual Assembly of Australia and New Zealand)
1320. We must never dwell too much on the attitudes and feelings of our fellow-believers towards us. What is most important is to foster love and harmony and ignore any rebuffs we may receive; in this way the weaknesses of human nature and the peculiarity or attitude of any particular person is not magnified, but pales into insignificance in comparison with our joint service to the Faith we all love.
(From a letter dated 19 September 1948 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1321. It is often difficult for us to do things because they are so very different from what we are used to, not because the thing itself is particularly difficult. With you, and indeed most Bahá'ís, who are now, as adults, accepting this glorious Faith, no doubt some of the ordinances, like fasting and daily prayer, are hard to understand and obey at first. But we must always think that these things are given to all men for a thousand years to come. For Bahá'í children who see these things practised in the home, they will be as natural and necessary a thing as going to church on Sunday was to the more pious generation of Christians. Bahá'u'lláh would not have given us these things if they would not greatly benefit us, and, like children who are sensible enough to realize their father is wise and does what is good for them, we must accept to obey these ordinances even though at first we may not see any need for them. As we obey them we will gradually come to see in ourselves the benefits they confer.
(From a letter dated 16 March 1949 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1322. ...as we suffer these misfortunes we must remember that the Prophets of God Themselves were not immune from these things which men suffer. They knew sorrow, illness and pain too. They rose above these things through Their spirits, and that is what we must try and do too, when afflicted. The troubles of this world pass, and what we have left is what we have made of our souls; so it is to this we must look--to becoming more spiritual, drawing nearer to God, no matter what our human minds and bodies go through.
(From a letter dated 5 August 1949 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1323. He was grieved to hear of some of the things you describe. It shows great spiritual immaturity on the part of some of the Bahá'ís and an astonishing lack of understanding and study of the teachings. To live up to our Faith's moral teachings is a task far harder than to live up to those noble principles the Moral Re-Armament inculcates, fine and encompassing as they are! Every other word of Bahá'u'lláh's and 'Abdu'l-Bahá's writings is a preachment on moral and ethical conduct; all else is the form, the chalice, into which the pure spirit must be poured; without the spirit and the action which must demonstrate it, it is a lifeless form.
He judges, from what you say, that the friends have not or at least many of them have not, been properly taught in the beginning. There is certainly no objection to stressing the "four standards" of the Moral Re-Armament--though any teaching of our precious Faith would go much more deeply into these subjects and add more to them. When we realize that Bahá'u'lláh says adultery retards the progress of the soul in the afterlife--so grievous is it--and that drinking destroys the mind, and not to so much as approach it, we see how clear are our teachings on these subjects. You must not make the great mistake of judging our Faith by one community which obviously needs to study and obey the Bahá'í teachings.
Human frailties and peculiarities can be a great test. But the only way, or perhaps I should say the first and best way, to remedy such situations, is to oneself do what is right. One soul can be the cause of the spiritual illumination of a continent. Now that you have seen, and remedied, a great fault in your own life, now that you see more clearly what is lacking in your own community, there is nothing to prevent you from arising and showing such an example, such a love and spirit of service, as to enkindle the hearts of your fellow Bahá'ís.
He urges you to study deeply the teachings, teach others, study with those Bahá'ís who are anxious to do so, the deeper teachings of our Faith, and through example, effort and prayer, bring about a change.
(From a letter dated 30 September 1949 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1324. Without the spirit of real love for Bahá'u'lláh, for His Faith and its Institutions, and the believers for each other, the Cause can never really bring in large numbers of people. For it is not preaching and rules the world wants, but love and action.
(From a letter dated 25 October 1949 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1325. However, he feels very strongly that if ... is in the state your letter would seem to indicate it is certainly conducting its affairs in the wrong way. This does not mean the Assembly, it means everyone. For where is Bahá'í love? Where is putting unity and harmony first? Where is the willingness to sacrifice one's personal feelings and opinions to achieve love and harmony? What makes the Bahá'ís think that when they sacrifice the spiritual laws the administrative laws are going to work?
. . .
He urges you to exert your utmost to get the ... Bahá'ís to put aside such obnoxious terms as "radical", "conservative", "progressive", "enemies of the Cause", "squelching the teachings", etc. If they paused for one moment to think for what purpose the Báb and the Martyrs gave their lives, and Bahá'u'lláh and the Master accepted so much suffering, they would never let such definitions and accusations cross their lips when speaking of each other. As long as the friends quarrel amongst themselves their efforts will not be blessed for they are disobeying God.
(From a letter dated 24 February 1950 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1326. There are two kinds of Bahá'ís, one might say: those whose religion is Bahá'í and those who live for the Faith. Needless to say, if one can belong to the latter category, if one can be in the vanguard of heroes, martyrs and saints, it is more praiseworthy in the sight of God....
(From a letter dated 16 April 1950 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1327. ...We must reach a spiritual plane where God comes first and great human passions are unable to turn us away from Him. All the time we see people who either through the force of hate or the passionate attachment they have to another person, sacrifice principle or bar themselves from the Path of God.
We must love God, and in this state, a general love for all men becomes possible. We cannot love each human being for himself, but our feeling towards humanity should be motivated by our love for the Father Who created all men.
(From a letter dated 4 October 1950 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1328. He urges you to do all you can to promote unity and love amongst the members of the Community there, as this seems to be their greatest need. So often young communities, in their desire to administer the Cause, lose sight of the fact that these spiritual relationships are far more important and fundamental than the rules and regulations which must govern the conduct of community affairs.
(From a letter dated 4 October 1950 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1329. The greatest need it seems everywhere inside the Cause is to impress upon the friends the need for love among them. There is a tendency to mix up the functions of the Administration and try to apply it in individual relationships, which is abortive, because the Assembly is a nascent House of Justice and is supposed to administer, according to the Teachings, the affairs of the community. But individuals toward each other are governed by love, unity, forgiveness and a sin-covering eye. Once the friends grasp this they will get along much better, but they keep playing Spiritual Assembly to each other and expect the Assembly to behave like an individual.. .
(From a letter dated 5 October 1950 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer, quoted in "Bahá'í News" 241 (March 1951), p. 2)
1330. When criticism and harsh words arise within a Bahá'í community, there is no remedy except to put the past behind one, and persuade all concerned to turn over a new leaf, and for the sake of God and His Faith refrain from mentioning the subjects which have led to misunderstanding and inharmony. The more the friends argue back and forth and maintain, each side, that their point of view is the right one, the worse the whole situation becomes.
When we see the condition the world is in today, we must surely forget these utterly insignificant internal disturbances, and rush, unitedly, to the rescue of humanity. You should urge your fellow-Bahá'ís to take this point of view, and to support you in a strong effort to suppress every critical thought and every harsh word, in order to let the spirit of Bahá'u'lláh flow into the entire community, and unite it in His love and in His service.
(From a letter dated 16 February 1951 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1331. The Guardian feels sure that the contribution which has been made by your friend who has not been active in the Cause for a short time will be the means of stimulating her to renewed service. There is nothing that brings success in the Faith like service. Service is the magnet which draws the divine confirmations. Thus, when a person is active, they are blessed by the Holy Spirit. When they are inactive, the Holy Spirit cannot find a repository in their being, and thus they are deprived of its healing and quickening rays.
(From a letter dated 12 July 1952 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1332. The Guardian feels that your attitude towards the corrupt practice of accepting commissions from fellow physicians and pharmacists is most admirable. The more upright and noble the Bahá'ís are in their conduct, the more they will impress the public with the spiritual vitality of the Faith they believe in.
(From a letter dated 20 October 1953 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1333. This challenge, so severe and insistent, and yet so glorious, faces no doubt primarily the individual believer on whom, in the last resort, depends the fate of the entire community. He it is who constitutes the warp and woof on which the quality and pattern of the whole fabric must depend. He it is who acts as one of the countless links in the mighty chain that now girdles the globe. He it is who serves as one of the multitude of bricks which support the structure and ensure the stability of the administrative edifice now being raised in every part of the world. Without his support, at once whole-hearted, continuous and generous, every measure adopted, and every plan formulated, by the Body which acts as the national representative of the community to which he belongs is foredoomed to failure. The World Centre of the Faith itself is paralysed if such a support on the part of the rank and file of the community is denied it. The Author of the Divine Plan Himself is impeded in His purpose if the proper instruments for the execution of His design are lacking. The sustaining strength of Bahá'u'lláh Himself, the Founder of the Faith, will be withheld from every and each individual who fails in the long run to arise and play his part.
(From a letter dated 20 June 1954 written on behalf of Shoghi Effendi to the National Spiritual Assembly of the United States)
1334. When a person becomes a Bahá'í, actually what takes place is that the seed of the spirit starts to grow in the human soul. This seed must be watered by the outpourings of the Holy Spirit. These gifts of the spirit are received through prayer, meditation, study of the Holy Utterances and service to the Cause of God. The fact of the matter is that service in the Cause is like the plough which ploughs the physical soil when seeds are sown. It is necessary that the soil be ploughed up, so that it can be enriched, and thus cause a stronger growth of the seed. In exactly the same way the evolution of the spirit takes place through ploughing up the soil of the heart so that it is a constant reflection of the Holy Spirit. In this way the human spirit grows and develops by leaps and bounds.
Naturally there will be periods of distress and difficulty, and even severe tests; but if that person turns firmly toward the divine Manifestation, studies carefully His spiritual teachings and receives the blessings of the Holy Spirit, he will find that in reality these tests and difficulties have been the gifts of God to enable him to grow and develop. Thus you might look upon your own difficulties in the path of service. They are the means of your spirit growing and developing. You will suddenly find that you have conquered many of the problems which upset you, and then you will wonder why they should have troubled you at all. An individual must center his whole heart and mind on service to the Cause, in accordance with the high standards set by Bahá'u'lláh. When this is done, the Hosts of the Supreme Concourse will come to the assistance of the individual, and every difficulty and trial will gradually be overcome.
(From a letter dated 6 October 1954 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1335. The road is stony, and there are many tests; but as you say, if the friends will learn to live according to Bahá'u'lláh's teachings, they will discover that they work indeed in mysterious and forceful ways; and that there is always help at hand, that obstacles are overcome, and that success is assured in the end.
(From a letter dated 23 April 1956 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1336. The individual alone must assess its character, consult his conscience, prayerfully consider all its aspects, manfully struggle against the natural inertia that weighs him down in his effort to arise, shed, heroically and irrevocably, the trivial and superfluous attachments which hold him back, empty himself of every thought that may tend to obstruct his path, mix, in obedience to the counsels of the Author of His Faith, and in imitation of the One Who is its true Exemplar, with men and women, in all walks of life, seek to touch their hearts through the distinction which characterizes his thoughts, his words and his acts, and win them over, tactfully, lovingly, prayerfully and persistently, to the Faith he himself has espoused.
(From a letter dated 19 July 1956 written on behalf of Shoghi Effendi to the National Spiritual Assembly of the United States)
1337. He was very sorry to learn of the inharmony amongst the friends there; and he feels that the only wise course of action is for all the believers to devote themselves to teaching the Faith and co-operating with their National Body.
Often these trials and tests which all Bahá'í communities inevitably pass through seem terrible, at the moment, but in retrospect we understand that they were due to the frailty of human nature, to misunderstandings, and to the growing pains which every Bahá'í community must experience.
(From a letter dated 25 November 1956 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1338. He is very happy to see that you have put into practice one of the most encouraging precepts of 'Abdu'l-Bahá in which He said that we should try and make every stumbling-block a stepping-stone to progress. In the course of your past life you have all stumbled very gravely; but, far from being embittered or defeated by this experience, you are determined to make it a means of purifying your natures, improving your characters, and enabling you to become better citizens in the future. This is truly pleasing in the eyes of God.
(From a letter dated 26 March 1957 written on behalf of Shoghi Effendi to the Bahá'ís of Kitalya Farm Prison)
1339. ...the Bahá'ís must, in view of the condition of the world today, stand forth firmly and courageously as followers of Bahá'u'lláh, obeying His Laws, and seeking to build His World Order. Through compromise we will never be able to establish our Faith or win others' hearts to it. This involves often great personal sacrifice, but we know that, when we do the right thing, God gives us the strength to carry it out, and we attract His blessing. We learn at such times that our calamity is indeed a blessing.
(From a letter dated 5 May 1957 written on behalf of Shoghi Effendi to two believer)
1340. It is not enough for the friends to make the excuse that their best teachers and their exemplary believers have arisen and answered the call to pioneer. A "best teacher" and an "exemplary believer" is ultimately neither more nor less than an ordinary Bahá'í who has consecrated himself to the work of the Faith, deepened his knowledge and understanding of its Teachings, placed his confidence in Bahá'u'lláh, and arisen to serve Him to the best of his ability. This door is one which we are assured will open before the face of every follower of the Faith who knocks hard enough, so to speak. When the will and the desire are strong enough, the means will be found and the way opened either to do more work locally, to go to a new goal town within the United States, or to enter the foreign pioneer field...
Not only must your Body provide the encouragement and leadership required, and stimulate the friends to arise and play their part, but the Local Assemblies must likewise do everything in their power to help the friends to go forth and attain their objectives. Each individual Bahá'í must likewise feel that it is his personal duty to the Cause at this time and his greatest privilege, and must ask himself what he can do during the coming six years, beginning now, to hasten the attainment of the goals of the World Crusade. The Bahá'ís are the leaven of God, which must leaven the lump of their nation. In direct ratio to their success will be the protection vouchsafed, not only to them but to their country. These are the immutable laws of God, from which there is no escape: "For unto whomsoever much is given, of him shall be much required."
(From a letter dated 21 September 1957 written on behalf of Shoghi Effendi to the National Spiritual Assembly of the United States)
2. PDF of alternate,
earlier version
of this compilation
Download:
compilation_living_the_life_original.pdf
.
METADATA
Views
46209 views since posted 2000; last edit 2026-01-05 08:51
UTC
;
previous at
archive.org
...
/compilation_living_the_life
;
URLs changed in 2010, see
archive.org
...
/bahai-library.org
Language
English
Permission
© BIC, public sharing permitted. See sources
1
,
2
, and
3
.
History
Formatted 2000 by Ehsan Bayat; Proofread 2010-08 by Romane Takkenberg.
Share
Shortlink:
bahai-library.com/309
Citation
:
ris/309
select Collection:
Archives
Articles
Articles-unpublished
Audio
Bibliographies
BIC
Biographies
Books
Chronologies
Compilations
Compilations-NSA
Compilations-personal
Documents
East-asia
Encyclopedia
Essays
Etc
Excerpts
Fiction
Glossaries
Guardian
Histories
Introductory
Letters
Maps
Music
Newspapers
NSA-documents
NSA-letters
Personal
Pilgrims
Poetry
Presentations
Resources
Reviews
Scripts
Software
Statistics
Study
Talks
Theses
Transcripts
Translations
UHJ-documents
UHJ-letters
Video
Visual
Writings
home
sitemap
series
chronology
search
:
author
title
date
tags
adv. search
languages
inventory
bibliography
abbreviations
links
about
contact
RSS
new
──────────────────────────────────────────────────────────────────────
Living the Life
Shoghi Effendi
Universal House of Justice, Research Department
, compiler
published in
Compilation of Compilations
Volume 2, pp. 1-28
1991
original date
1972-11
1. Text
(see PDF scan of earlier version of this compilation
below
)
I.
Extracts From the Writings of the Guardian
1266. How often the beloved Master was heard to say. Should each one of the friends take upon himself to carry out, in all its integrity and implications, only one of the teachings of the Faith, with devotion, detachment, constancy and perseverance and exemplify it in all his deeds and pursuits of life, the world would become another world and the face of the earth would mirror forth the splendours of the Abha Paradise. Consider what marvellous changes would be effected if the beloved of the Merciful conducted themselves, both in their individual and collective capacities, in accordance with the counsels and exhortations which have streamed from the Pen of Glory.
(From a letter dated 12 January 1923 written by Shoghi Effendi to the Bahá'ís of Persia - translated from the Persian)
1267. The wish of 'Abdu'l-Bahá, that which attracts His good pleasure and, indeed, His binding command, is that Bahá'ís, in all matters, even in small daily transactions and dealings with others, should act in accordance with the divine Teachings. He has commanded us not to be content with lowliness, humility and meekness, but rather to become manifestations of selflessness and utter nothingness. Of old, all have been exhorted to loyalty and fidelity, compassion and love; in this supreme Dispensation, the people of Bahá are called upon to sacrifice their very lives. Notice the extent to which the friends have been required in the Sacred Epistles and Tablets, as well as in our Beloved's Testament, to be righteous, well-wishing, forbearing, sanctified, pure, detached from all else save God, severed from the trappings of this world and adorned with the mantle of a goodly character and godly attributes.
First and foremost, one should use every possible means to purge one's heart and motives, otherwise, engaging in any form of enterprise would be futile. It is also essential to abstain from hypocrisy and blind imitation, inasmuch as their foul odour is soon detected by every man of understanding and wisdom. Moreover, the friends must observe the specific times for the remembrance of God, meditation, devotion and prayer, as it is highly unlikely, nay impossible, for any enterprise to prosper and develop when deprived of divine bestowals and confirmation. One can hardly imagine what a great influence genuine love, truthfulness and purity of motives exert on the souls of men. But these traits cannot be acquired by any believer unless he makes a daily effort to gain them... It is primarily through the potency of noble deeds and character, rather than by the power of exposition and proofs, that the friends of God should demonstrate to the world that what has been promised by God is bound to happen, that it is already taking place and that the divine glad-tidings are clear, evident and complete. For unless some illustrious souls step forth into the arena of service and shine out resplendent in the assemblage of men, the task of vindicating the truth of this Cause before the eyes of enlightened people would be formidable indeed. However, if the friends become embodiments of virtue and good character, words and arguments will be superfluous. Their very deeds will well serve as eloquent testimony, and their noble conduct will ensure the preservation, integrity and glory of the Cause of God.
(From a letter dated 19 December 1923 written by Shoghi Effendi to the Bahá'ís of the East - translated from the Persian; see also
more excerpts from this letter
.)
1268. The chosen ones of God . . . should not look at the depraved condition of the society in which they live, nor at the evidences of moral degradation and frivolous conduct which the people around them display. They should not content themselves merely with relative distinction and excellence. Rather they should fix their gaze upon nobler heights by setting the counsels and exhortations of the Pen of Glory as their supreme goal. Then it will be readily realized how numerous are the stages that still remain to be traversed and how far off the desired goal lies--a goal which is none other than exemplifying heavenly morals and virtues.
(From a letter dated 30 October 1924 written by Shoghi Effendi to the Local Spiritual Assembly of Teheran)
II.
Extracts from Letters Written on behalf of the Guardian:
1269. It is our duty and privilege to translate the love and devotion we have for our beloved Cause into deeds and actions that will be conducive to the highest good of mankind.
(From a letter dated 20 November 1924 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1270. If you read the utterances of Bahá'u'lláh and 'Abdu'l-Bahá with selflessness and care and concentrate upon them, you will discover truths unknown to you before and will obtain an insight into the problems that have baffled the great thinkers of the world.
(From a letter dated 30 January 1925 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1271. The great thing is to "live the life"--to have our lives so saturated with the Divine teachings and the Bahá'í Spirit that people cannot fail to see a joy, a power, a love, a purity, a radiance, an efficiency in our character and work that will distinguish us from worldly-minded people and make people wonder what is the secret of this new life in us. We must become entirely selfless and devoted to God so that every day and every moment we seek to do only what God would have us do and in the way He would have us do it. If we do this sincerely then we shall have perfect unity and harmony with each other. Where there is want of harmony, there is lack of the true Bahá'í Spirit. Unless we can show this transformation in our lives, this new power, this mutual love and harmony, then the Bahá'í teachings are but a name to us.
(From a letter dated 14 February 1925 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1272. If we Bahá'ís cannot attain to cordial unity among ourselves, then we fail to realize the main purpose for which the Báb, Bahá'u'lláh and the Beloved Master lived and suffered. In order to achieve this cordial unity one of the first essentials insisted on by Bahá'u'lláh and 'Abdu'l-Bahá is that we resist the natural tendency to let our attention dwell on the faults and failings of others rather than on our own. Each of us is responsible for one life only, and that is our own. Each of us is immeasurably far from being "perfect as our heavenly father is perfect" and the task of perfecting our own life and character is one that requires all our attention, our will-power and energy. If we allow our attention and energy to be taken up in efforts to keep others right and remedy their faults, we are wasting precious time. We are like ploughmen each of whom has his team to manage and his plough to direct, and in order to keep his furrow straight he must keep his eye on his goal and concentrate on his own task. If he looks to this side and that to see how Tom and Harry are getting on and to criticize their ploughing, then his own furrow will assuredly become crooked. On no subject are the Bahá'í teachings more emphatic than on the necessity to abstain from faultfinding and backbiting while being ever eager to discover and root out our own faults and overcome our own failings. If we profess loyalty to Bahá'u'lláh, to our Beloved Master and our dear Guardian, then we must show our love by obedience to these explicit teachings. Deeds not words are what they demand, and no amount of fervour in the use of expressions of loyalty and adulation will compensate for failure to live in the spirit of the teachings.
From a letter dated 12 May 1925 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1273. As to the question whether it is right to tell an untruth in order to save another, he feels that under no condition should we tell an untruth but at the same time try and help the person in a more legitimate manner. Of course it is not necessary to be too outspoken until the question is directly put to us.
(From a letter dated 21 December 1927 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1274. We should not, however, forget that an essential characteristic of this world is hardship and tribulation and that it is by overcoming them that we achieve our moral and spiritual development. As the Master says, sorrow is like furrows, the deeper they go the more plentiful are the fruits we obtain.
(From a letter dated 5 November 1931 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1275. In the "Bayán" the Báb says that every religion of the past was fit to become universal. The only reason why they failed to attain that mark was the incompetence of their followers. He then proceeds to give a definite promise that this would not be the fate of the revelation of "Him Whom God would make manifest", that it will become universal and include all the people of the world. This shows that we will ultimately succeed. But could we not, through our shortcomings, failures to sacrifice and reluctance to concentrate our efforts in spreading the Cause, retard the realization of that ideal? And what would that mean? It shall mean that we will be held responsible before God, that the race will remain longer in its state of waywardness, that wars would not be so soon averted, that human suffering will last longer.
(From a letter dated 20 February 1932 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1276. Every day has certain needs. In those early days the Cause needed Martyrs, and people who would stand all sorts of torture and persecution in expressing their faith and spreading the message sent by God. Those days are, however, gone. The Cause at present does not need martyrs who would die for the faith, but servants who desire to teach and establish the Cause throughout the world. To live to teach in the present day is like being martyred in those early days. It is the spirit that moves us that counts, not the act through which that spirit expresses itself; and that spirit is to serve the Cause of God with our heart and soul.
(From a letter dated 3 August 1932 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer, quoted in "Bahá'í News", 68, (Nov 1932), p. 3)
1277. He sincerely hopes that, through these sacrifices, that edifice will be completed and become a focal centre for the spirit and teachings of the Cause in that land; that from it the light of guidance will spread and bring joy and hope to the heart of this depressed humanity.
If you study the history of Nabil you will see how the Faith has been fed by the constant sacrifices of the friends. Under hardships, persecutions and constant worries has the Message of Bahá'u'lláh been established throughout the world.
(From a letter dated 30 November 1932 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1278. The advice that Shoghi Effendi gave you regarding the division of your time between serving the Cause and attending to your other duties was also given to many other friends both by Bahá'u'lláh and the Master. It is a compromise between the two verses of the "Aqdas", one making it incumbent upon every Bahá'í to serve the promotion of the Faith and the other that every soul should be occupied in some form of occupation that will benefit society. In one of His Tablets Bahá'u'lláh says that the highest form of detachment in this day is to be occupied with some profession and be self-supporting. A good Bahá'í, therefore, is the one who so arranges his life as to devote time both to his material needs and also to the service of the Cause.
(From a letter dated 26 February 1933 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1279. I need not tell you how grievously he deplores the fact that there are so many negative forces prevailing in Bahá'í gatherings and particularly in such an important meeting as the Convention. The oft-repeated words of the Master concerning unity and harmonious co-operation among the friends should be carefully and thoughtfully remembered now more than ever. Nothing is more contrary to the spirit of the Cause than discord and strife, which are the inevitable outcome of selfishness and greed. Pure detachment and selfless service, these should be the sole motives of every true believer. And unless each and every one of the friends succeeds in translating such qualities into living action, no hope of further progress can be entertained. It is now that unity of thought and action is most needed. It is now, when the Cause s entering a new phase of development, when its Administration is being gradually consolidated amid the welter and chaos of a tottering civilization, that the friends should present a united front to those forces of internal dissension, which, if not completely wiped out, will bring our work to inevitable destruction.
(From a letter dated 24 September 1933 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1280. He, indeed, highly deplores the fact that the representatives of the highest administrative institution in your country have permitted such differences and misunderstandings to assume such a proportion, especially when the principles and laws of the Administration have been each and all clearly and emphatically stated by him in so many communications and ever since the passing of the Master. Such difficulties, if not checked immediately and vigorously, can do incalculable harm to the body of the Cause, and may retard not only the flow but also the effectiveness of its spirit in the world. If deeply and dispassionately examined the source of all these troubles and disputes is to be found invariably in feelings of egotism and selfishness.
And unless these poisonous feelings are fully overcome there can be no hope for the effective working and progress of the administrative machinery of the Cause.
(From a letter dated 9 May 1934 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1281. While he would urge you to courageously meet and overcome the many obstacles that stand in your way, he would at the same time advise you that in case of failure and no matter what befalls you, you should remain radiantly content at, and entirely submissive to, the Divine will. Our afflictions, tests and trials are sometimes blessings in disguise, as they teach us to have more faith and confidence in God, and bring us nearer to Him.
(From a letter dated 28 April 1936 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1282. Has not Bahá'u'lláh assured us that sufferings and privations are blessings in disguise, that through them our inner spiritual forces become stimulated, purified and ennobled? Remain, therefore, confident that your material hardships will, far from hindering your activities for the Cause, impart to your heart a powerful impetus to better serve and promote its interests.
(From a letter dated 22 November 1936 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1283. Personal effort is indeed a vital prerequisite to the recognition and acceptance of the Cause of God. No matter how strong the measure of Divine grace, unless supplemented by personal, sustained and intelligent effort it cannot become fully effective and be of any real and abiding advantage.
(From a letter dated 27 February 1938 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1284. Such hindrances, no matter how severe and insuperable they may at first seem, can and should be effectively overcome through the combined and sustained power of prayer and of determined and continued effort. For have not Bahá'u'lláh and 'Abdu'l-Bahá both repeatedly assured us that the Divine and unseen hosts of victory will ever reinforce and strengthen those who valiantly and confidently labour in their name? This assurance should indeed enable you to overcome any feeling of unworthiness, of incapacity to serve, and any inner or outer limitation which threatens to handicap your labours for the Cause. You should therefore arise, and with a heart filled with joy and confidence endeavour to contribute any share that is in your power toward the wider diffusion and greater consolidation of our beloved Faith.
Whatever the particular field of service you may choose, whether teaching or administrative, the essential is for you to persevere, and not to allow any consciousness of your limitations to dampen your zeal, much less to deter you from serving joyously and actively.
(From a letter dated 6 February 1939 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1285. The greater your trials and sufferings, the stronger should wax your attachment and devotion to the Cause. For only through repeated tribulations and trials does God test His servants, and these they should therefore view as blessings in disguise, and as opportunities whereby they can acquire a fuller consciousness of the Divine Will and Purpose.
(From a letter dated 23 February 1939 written on behalf of Shoghi Effendi to two believers)
1286. The course on character building to be given by Miss Flora Hottes, the Guardian feels, is particularly important and should be given due emphasis and studied carefully and thoroughly, especially by the young believers in attendance at the school. These standards of Bahá'í conduct, which he himself has set forth in his last general epistle, "The Advent of Divine Justice", and which it should be the paramount duty of every loyal and conscientious believer to endeavour to uphold and promote, deserve serious study and meditation, and should constitute the main central theme of this year's programme at all the three Bahá'í Summer Schools in the States.
(From a letter dated 20 May 1939 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1287. Regarding ...'s appeal: the Guardian feels the best course of action in this matter is to ask both of the believers concerned to forgive and forget the entire matter. He does not want the friends to form the habit of taking up a kind of Bahá'í litigation against each other. Their duties to humanity are too sacred and urgent in these days, when the Cause is struggling to spread and assert its independence, for them to spend their precious time, and his precious time, in this way. Ask them, therefore, to unite, forget the past, and serve as never before.
(From a letter dated 22 July 1947 written on behalf of Shoghi Effendi to the National Spiritual Assembly of Australia and New Zealand)
1288. Indeed the believers have not yet fully learned to draw on each other's love for strength and consolation in time of need. The Cause of God is endowed with tremendous powers, and the reason the believers do not gain more from it is because they have not learned to fully draw on these mighty forces of love and strength and harmony generated by the Faith. He would advise you to leave your friend ... to herself for the time being, and pray for her. As she does not at the moment wish your help you can only help her inwardly.
You have rendered the Cause many valuable services, and are still doing so, and this should be your greatest consolation...
(From a letter dated 8 May 1942 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1289. The friends must be patient with each other and must realize that the Cause is still in its infancy and its institutions are not yet functioning perfectly. The greater the patience, the loving understanding and the forbearance the believers show towards each other and their shortcomings, the greater will be the progress of the whole Bahá'í community at large.
(From a letter dated 27 February 1943 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1290. We must realize our imperfection and not permit ourselves to get too upset over the unfortunate things which occur, sometimes in Conventions, sometimes in Assemblies or on Committees, etc. Such things are essentially superficial and in time will be outgrown.
(From a letter dated 17 March 1943 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1291. Not all of us are capable of serving in the same way, but the one way every Bahá'í can spread the Faith is by example. This moves the hearts of people far more deeply than words ever can.
The love we show others, the hospitality and understanding, the willingness to help them, these are the very best advertisements of the Faith. They will want to hear about it when they see these things in our lives.
(From a letter dated 14 October 1943 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1292. You have complained of the unsatisfactory conditions prevailing in the ... Bahá'í Community; the Guardian is well aware of the situation of the Cause there, but is confident that whatever the nature of the obstacles that confront the Faith they will be eventually overcome. You should, under no circumstances, feel discouraged, and allow such difficulties, even though they may have resulted from the misconduct, or the lack of capacity and vision of certain members of the Community, to make you waver in your faith and basic loyalty to the Cause. Surely, the believers, no matter how qualified they may be, whether as teachers or administrators, and however high their intellectual and spiritual merits, should never be looked upon as a standard whereby to evaluate and measure the divine authority and mission of the Faith. It is to the Teachings themselves, and to the lives of the Founders of the Cause that the believers should look for their guidance and inspiration, and only by keeping strictly to such [a] true attitude can they hope to establish their loyalty to Bahá'u'lláh upon an enduring and unassailable basis. You should take heart, therefore, and with unrelaxing vigilance and unremitting effort endeavour to play your full share in the gradual unfoldment of this Divine World Order.
(From a letter dated 23 August 1939 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1293. These, indeed, are the days when heroism is needed on the part of the believers. Self-sacrifice, courage, indomitable hope and confidence are the characteristics they should show forth, because these very attributes cannot but fix the attention of the public and lead them to enquire what, in a world so hopelessly chaotic and bewildered, leads these people to be so assured, so confident, so full of devotion? Increasingly, as time goes by, the characteristics of the Bahá'ís will be that which captures the attention of their fellow-citizens. They must show their aloofness from the hatreds and recriminations which are tearing at the heart of humanity, and demonstrate by deed and word their profound belief in the future peaceful unification of the entire human race.
(From a letter dated 26 October 1941 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1294. We must always look ahead and seek to accomplish in the future what we may have failed to do in the past. Failures, tests, and trials, if we use them correctly, can become the means of purifying our spirits, strengthening our characters, and enable us to rise to greater heights of service.
(From a letter dated 14 December 1941 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1295. Regarding the points you refer to in your letter: the complete and entire elimination of the ego would imply perfection--which man can never completely attain -- but the ego can and should be ever-increasingly subordinated to the enlightened soul of man. This is what spiritual progress implies.
(From a letter dated 14 December 1941 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1296. He was very pleased to hear that the Convention was so well attended, and the believers enthusiastic and united. One of the most paramount needs of the Cause in ... is that the friends should unite, should become really keenly conscious of the fact that they are one spiritual family, held together by bonds more sacred and eternal than those physical ties which make people of the same family. If the friends will forget all personal differences and open their hearts to a great love for each other for the sake of Bahá'u'lláh, they will find that their powers are vastly increased; they will attract the heart of the public, and will witness a rapid growth of the Holy Faith in... The National Spiritual Assembly should do all in its power to foster unity among the believers, and to educate them in the Administration as this is the channel through which their community life must flow, and which, when properly understood and practised, will enable the work of the Cause to go ahead by leaps and bounds.
(From a letter dated 26 October 1943 written on behalf of Shoghi Effendi to the National Spiritual Assembly of India and Burma)
1297. Ultimately all the battle of life is within the individual. No amount of organization can solve the inner problems or produce or prevent, as the case may be, victory or failure at a crucial moment. In such times as these particularly, individuals are torn by great forces at large in the world, and we see some weak ones suddenly become miraculously strong, and strong ones fail--we can only try, through loving advice, as your Committee has done, to bring about the act on the part of the believer which will be for the highest good of the Cause. Because obviously something bad for the Cause cannot be the highest good of the individual Bahá'í.
(From a letter dated 17 December 1943 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1298. The thing the world needs today is the Bahá'í spirit. People are craving for love, for a high standard to look up to, as well as for solutions to their many grave problems. The Bahá'ís should shower on those whom they meet the warm and living spirit of the Cause, and this, combined with teaching, cannot but attract the sincere truth-seekers to the Faith.
(From a letter dated 18 December 1943 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1299. Regarding your question about the need for greater unity among the friends, there is no doubt that this is so, and the Guardian feels that one of the chief instruments for promoting it is to teach the Bahá'ís themselves, in classes and through precepts, that love of God, and consequently of men, is the essential foundation of every religion, our own included. A greater degree of love will produce a greater unity, because it enables people to bear with each other, to be patient and forgiving. (From a letter dated 7 July 1944 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer, quoted in "Bahá'í News", 173, (Feb 1945), p. 3)
1300. He hopes that you will develop into Bahá'ís in character as well as in belief. The whole purpose of Bahá'u'lláh is that we should become a new kind of people, people who are upright, kind, intelligent, truthful, and honest and who live according to His great laws laid down for this new epoch in man's development. To call ourselves Bahá'ís is not enough, our inmost being must become ennobled and enlightened through living a Bahá'í life.
(From a letter dated 25 August 1944 written on behalf of Shoghi Effendi to the Louhelen School Youth Session)
1301. So many misunderstandings arise from the passionate attachment of the friends to the Faith and also their immaturity. We must therefore be very patient and loving with each other and try to establish unity in the Bahá'í family. The differences ... which you describe in your letter he feels are caused by the above and not by enmity to the Faith or insincerity.
(From a letter dated 17 October 1944 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1302. He was very happy to hear from you, and to learn that Green Acre this year was pervaded with a love and harmony that was instrumental in confirming many new souls in the Faith. This love amongst the believers is the magnet which will, above all else,attract the hearts and bring new souls into the Cause. Because obviously the teachings - however wonderful - cannot change the world unless the Spirit of Bahá'u'lláh's love is mirrored in the Bahá'í Communities.
(From a letter dated 27 October 1944 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1303. Indeed if the friends could seek, and exert themselves, to become 100 per cent Bahá'ís they would see how greatly their influence over others would be increased, and how rapidly the Cause would spread. The world is seeking not a compromise but the embodiment of a high and shining ideal. The more the friends live up to our teachings in every aspect of their lives, in their homes, in business, in their social relationships, the greater will be the attraction they exercise over the hearts of others.
He is pleased to see you have naturally, with conviction and good will towards all, been mingling with and teaching the coloured people. When the Bahá'ís live up to their teachings as they should, although it may arouse the opposition of some it will arouse still more the admiration of fair-minded people.
(From a letter dated 23 January 1945 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1304. Indeed when we see the increasing darkness in the world today we can fully realize that unless the Message of Bahá'u'lláh reaches into the hearts of men and transforms them, there can be no peace and no spiritual progress in the future.
His constant hope is that the believers will conduct themselves, individually and in their Bahá'í Community life, in such a manner as to attract the attention of others to the Cause. The world is not only starving for lofty principles and ideals, it is, above all, starving for a shining example which the Bahá'ís can and must provide.
(From a letter dated 22 February 1945 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1305. The need is very great, everywhere in the world, in and outside the Faith, for a true spiritual awareness to pervade and motivate people's lives. No amount of administrative procedure or adherence to rules can take the place of this soul-characteristic, this spirituality which is the essence of Man. He is very glad to see you are stressing this and aiding the friends to realize its supreme importance.
(From a letter dated 25 April 1945 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1306. Regarding the matter of ... and the inharmony that seems to exist among certain of the friends ... when Bahá'ís permit the dark forces of the world to enter into their own relationships within the Faith they gravely jeopardize its progress; it is the paramount duty of the believers, the Local Assemblies, and particularly the National Spiritual Assembly to foster harmony, understanding and love amongst the friends. All should be ready and willing to set aside every personal sense of grievance-- justified or unjustified--for the good of the Cause, because the people will never embrace it until they see in its community life mirrored what is so conspicuously lacking in the world: love and unity.
(From a letter dated 13 May 1945 written on behalf of Shoghi Effendi to the National Spiritual Assembly of Australia and New Zealand)
1307. Most important of all is that love and unity should prevail in the Bahá'í Community, as this is what people are most longing for in the present dark state of the world. Words without the living example will never be sufficient to breathe hope into the hearts of a disillusioned and often cynical generation.
(From a letter dated 20 October 1945 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1308. Since you have turned to him for guidance, he will very frankly give you his opinion. He feels that the present inharmony prevailing amongst you... is very detrimental to the advancement of the Cause, and can only lead to disruption and the chilling of the interest of new believers. You ... should forget about your personal grievances, and unite for the protection of the Faith which he well knows you are all loyally devoted to and ready to sacrifice for.
Perhaps the greatest test Bahá'ís are ever subjected to is from each other; but for the sake of the Master they should be ever ready to overlook each other's mistakes, apologize for harsh words they have uttered, forgive and forget. He strongly recommends to you this course of action. Also he feels that you and ... should not remain away from the meetings and Feasts in ...; you have now got an enthusiastic group of young Bahá'ís in ..., and you should show them a strong example of Bahá'í discipline and the unity which can and must prevail amongst the Community of the Most Great Name.
(From a letter dated 18 December 1945 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1309. You ask about "spiritual indigestion": Bahá'ís should seek to be many-sided, normal and well balanced, mentally and spiritually. We must not give the impression of being fanatics, but at the same time we must live up to our principles.
(From a letter dated 12 March 1946 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1
1310. You may be sure he will pray for the unity of the ... believers, as this is of paramount importance, and upon it depends the development of the Cause there, and the success of every teaching effort. The thing the friends need--everywhere-- is a greater love for each other, and this can be acquired by greater love for Bahá'u'lláh; for if we love Him deeply enough, we will never allow personal feelings and opinions to hold His Cause back; we will be willing to sacrifice ourselves to each other for the sake of the Faith, and be, as the Master said, one soul in many bodies.
(From a letter dated 5 September 1946 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1311. He heartily agrees with you that unless we practise the Teachings we cannot possibly expect the Faith to grow, because the fundamental purpose of all religions--including our own--is to bring man nearer to God, and to change his character, which is of the utmost importance. Too much emphasis is often laid on the social and economic aspects of the Teachings; but the moral aspect cannot be over-emphasized.
(From a letter dated 6 September 1946 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1312. The fact that you had a course on 'Bahá'í character' pleased him very much, as he considers one of the greatest obligations of your generation of believers is to live a Bahá'í life; you must demonstrate, by your high moral standards, your courtesy, your integrity and nobility, that our Faith, is not one of words but truly changes the heart and conduct of its adherents.
(From a letter dated 19 September 1946 written on behalf of Shoghi Effendi to the Louhelen School Junior Youth Session, U.S.A.)
1313. He feels that the youth, in particular, must constantly and determinedly strive to exemplify a Bahá'í life. In the world around us we see moral decay, promiscuity, indecency, vulgarity, bad manners--the Bahá'í young people must be the opposite of these things, and, by their chastity, their uprightness, their decency, their consideration and good manners, attract others, old and young, to the Faith. The world is tired of words; it wants example, and it is up to the Bahá'í youth to furnish it.
(From a letter dated 19 September 1946 written on behalf of Shoghi Effendi to Green Acre Summer School
1314. The friends must, at all times, bear in mind that they are, in a way, like soldiers under attack. The world is at present in an exceedingly dark condition spiritually; hatred and prejudice, of every sort, are literally tearing it to pieces. We, on the other hand, are the custodians of the opposite forces, the forces of love, of unity, of peace and integration, and we must constantly be on our guard, whether as individuals or as an Assembly or Community, lest through us these destructive, negative forces enter into our midst. In other words we must beware lest the darkness of society become reflected in our acts and attitudes, perhaps all unconsciously. Love for each other, the deep sense that we are a new organism, the dawn-breakers of a New World Order, must constantly animate our Bahá'í lives, and we must pray to be protected from the contamination of society which is so diseased with prejudice.
(From a letter dated 5 February 1947 written on behalf of Shoghi Effendi to the Local Spiritual Assembly of Atlanta, Georgia)
1315. The Cause in ... is growing very rapidly, and the more it spreads the more the attention of the public will be fixed upon it. This imposes a heavy responsibility on the believers, as they must show forth such a spirit of love and unity among themselves as will attract the hearts of others and encourage them to enter the Faith in large numbers. We must always remember that the Teachings are perfect, and that the only reason more of our fellow men have not as yet embraced them is because we Bahá'ís, the world over, are ourselves not yet as selfless and radiant mirrors of Bahá'u'lláh's Truth as we should and could be! We must constantly strive to better exemplify His Teachings.
(From a letter dated 18 February 1947 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1316. We must concentrate on perfecting our characters as individual Bahá'ís, and on maturing our still embryonic, and as yet improperly understood, World Order; on spreading the Message, according to the provisions of the Divine Plan; and on building a tightly knit world-wide Bahá'í Community. We are relatively few in numbers, and have such a precious, unique and responsible task to carry out. We must concentrate our full forces upon it.
(From a letter dated 9 May 1947 written on behalf of Shoghi Effendi to the National Spiritual Assembly of the United States and Canada)
1317. It is upon the individual believer, constituting the fundamental unit in the structure of the home front, that the revitalization, the expansion, and the enrichment of the home front must ultimately depend. The more strenuous the effort exerted, daily and methodically, by the individual labouring on the home front to rise to loftier heights of consecration, and of self-abnegation, to contribute, through pioneering at home, to the multiplication of Bahá'í isolated centres, groups and Assemblies, and to raise, through diligent, painstaking and continual endeavour to convert receptive souls to the Faith he has espoused, the number of its active and whole-hearted supporters; the sooner will the vast and multiple enterprises, launched beyond the confines of the homeland, now so desperately calling for a greater supply of men and means, be provided with the necessary support that will ensure their uninterrupted development and hasten their ultimate fruition ...
(From a letter dated 21 September 1957 written on behalf of Shoghi Effendi to the National Spiritual Assembly of the United States)
1318. Regarding the questions you asked: self has really two meanings, or is used in two senses, in the Bahá'í writings; one is self, the identity of the individual created by God. This is the self mentioned in such passages as "he hath known God who hath known himself", etc. The other self is the ego, the dark, animalistic heritage each one of us has, the lower nature that can develop into a monster of selfishness, brutality, lust and so on. It is this self we must struggle against, or this side of our natures, in order to strengthen and free the spirit within us and help it to attain perfection.
Self-sacrifice means to subordinate this lower nature and its desires to the more godly and noble side of our selves. Ultimately, in its highest sense, self-sacrifice means to give our will and our all to God to do with as He pleases. Then He purifies and glorifies our true self until it becomes a shining and wonderful reality.
(From a letter dated 10 December 1947 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1319. It is the quality of devotion and self-sacrifice that brings rewards in the service of this Faith rather than means, ability or financial backing.
(From a letter dated 11 May 1948 written on behalf of Shoghi Effendi to the National Spiritual Assembly of Australia and New Zealand)
1320. We must never dwell too much on the attitudes and feelings of our fellow-believers towards us. What is most important is to foster love and harmony and ignore any rebuffs we may receive; in this way the weaknesses of human nature and the peculiarity or attitude of any particular person is not magnified, but pales into insignificance in comparison with our joint service to the Faith we all love.
(From a letter dated 19 September 1948 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1321. It is often difficult for us to do things because they are so very different from what we are used to, not because the thing itself is particularly difficult. With you, and indeed most Bahá'ís, who are now, as adults, accepting this glorious Faith, no doubt some of the ordinances, like fasting and daily prayer, are hard to understand and obey at first. But we must always think that these things are given to all men for a thousand years to come. For Bahá'í children who see these things practised in the home, they will be as natural and necessary a thing as going to church on Sunday was to the more pious generation of Christians. Bahá'u'lláh would not have given us these things if they would not greatly benefit us, and, like children who are sensible enough to realize their father is wise and does what is good for them, we must accept to obey these ordinances even though at first we may not see any need for them. As we obey them we will gradually come to see in ourselves the benefits they confer.
(From a letter dated 16 March 1949 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1322. ...as we suffer these misfortunes we must remember that the Prophets of God Themselves were not immune from these things which men suffer. They knew sorrow, illness and pain too. They rose above these things through Their spirits, and that is what we must try and do too, when afflicted. The troubles of this world pass, and what we have left is what we have made of our souls; so it is to this we must look--to becoming more spiritual, drawing nearer to God, no matter what our human minds and bodies go through.
(From a letter dated 5 August 1949 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1323. He was grieved to hear of some of the things you describe. It shows great spiritual immaturity on the part of some of the Bahá'ís and an astonishing lack of understanding and study of the teachings. To live up to our Faith's moral teachings is a task far harder than to live up to those noble principles the Moral Re-Armament inculcates, fine and encompassing as they are! Every other word of Bahá'u'lláh's and 'Abdu'l-Bahá's writings is a preachment on moral and ethical conduct; all else is the form, the chalice, into which the pure spirit must be poured; without the spirit and the action which must demonstrate it, it is a lifeless form.
He judges, from what you say, that the friends have not or at least many of them have not, been properly taught in the beginning. There is certainly no objection to stressing the "four standards" of the Moral Re-Armament--though any teaching of our precious Faith would go much more deeply into these subjects and add more to them. When we realize that Bahá'u'lláh says adultery retards the progress of the soul in the afterlife--so grievous is it--and that drinking destroys the mind, and not to so much as approach it, we see how clear are our teachings on these subjects. You must not make the great mistake of judging our Faith by one community which obviously needs to study and obey the Bahá'í teachings.
Human frailties and peculiarities can be a great test. But the only way, or perhaps I should say the first and best way, to remedy such situations, is to oneself do what is right. One soul can be the cause of the spiritual illumination of a continent. Now that you have seen, and remedied, a great fault in your own life, now that you see more clearly what is lacking in your own community, there is nothing to prevent you from arising and showing such an example, such a love and spirit of service, as to enkindle the hearts of your fellow Bahá'ís.
He urges you to study deeply the teachings, teach others, study with those Bahá'ís who are anxious to do so, the deeper teachings of our Faith, and through example, effort and prayer, bring about a change.
(From a letter dated 30 September 1949 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1324. Without the spirit of real love for Bahá'u'lláh, for His Faith and its Institutions, and the believers for each other, the Cause can never really bring in large numbers of people. For it is not preaching and rules the world wants, but love and action.
(From a letter dated 25 October 1949 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1325. However, he feels very strongly that if ... is in the state your letter would seem to indicate it is certainly conducting its affairs in the wrong way. This does not mean the Assembly, it means everyone. For where is Bahá'í love? Where is putting unity and harmony first? Where is the willingness to sacrifice one's personal feelings and opinions to achieve love and harmony? What makes the Bahá'ís think that when they sacrifice the spiritual laws the administrative laws are going to work?
. . .
He urges you to exert your utmost to get the ... Bahá'ís to put aside such obnoxious terms as "radical", "conservative", "progressive", "enemies of the Cause", "squelching the teachings", etc. If they paused for one moment to think for what purpose the Báb and the Martyrs gave their lives, and Bahá'u'lláh and the Master accepted so much suffering, they would never let such definitions and accusations cross their lips when speaking of each other. As long as the friends quarrel amongst themselves their efforts will not be blessed for they are disobeying God.
(From a letter dated 24 February 1950 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1326. There are two kinds of Bahá'ís, one might say: those whose religion is Bahá'í and those who live for the Faith. Needless to say, if one can belong to the latter category, if one can be in the vanguard of heroes, martyrs and saints, it is more praiseworthy in the sight of God....
(From a letter dated 16 April 1950 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1327. ...We must reach a spiritual plane where God comes first and great human passions are unable to turn us away from Him. All the time we see people who either through the force of hate or the passionate attachment they have to another person, sacrifice principle or bar themselves from the Path of God.
We must love God, and in this state, a general love for all men becomes possible. We cannot love each human being for himself, but our feeling towards humanity should be motivated by our love for the Father Who created all men.
(From a letter dated 4 October 1950 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1328. He urges you to do all you can to promote unity and love amongst the members of the Community there, as this seems to be their greatest need. So often young communities, in their desire to administer the Cause, lose sight of the fact that these spiritual relationships are far more important and fundamental than the rules and regulations which must govern the conduct of community affairs.
(From a letter dated 4 October 1950 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1329. The greatest need it seems everywhere inside the Cause is to impress upon the friends the need for love among them. There is a tendency to mix up the functions of the Administration and try to apply it in individual relationships, which is abortive, because the Assembly is a nascent House of Justice and is supposed to administer, according to the Teachings, the affairs of the community. But individuals toward each other are governed by love, unity, forgiveness and a sin-covering eye. Once the friends grasp this they will get along much better, but they keep playing Spiritual Assembly to each other and expect the Assembly to behave like an individual.. .
(From a letter dated 5 October 1950 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer, quoted in "Bahá'í News" 241 (March 1951), p. 2)
1330. When criticism and harsh words arise within a Bahá'í community, there is no remedy except to put the past behind one, and persuade all concerned to turn over a new leaf, and for the sake of God and His Faith refrain from mentioning the subjects which have led to misunderstanding and inharmony. The more the friends argue back and forth and maintain, each side, that their point of view is the right one, the worse the whole situation becomes.
When we see the condition the world is in today, we must surely forget these utterly insignificant internal disturbances, and rush, unitedly, to the rescue of humanity. You should urge your fellow-Bahá'ís to take this point of view, and to support you in a strong effort to suppress every critical thought and every harsh word, in order to let the spirit of Bahá'u'lláh flow into the entire community, and unite it in His love and in His service.
(From a letter dated 16 February 1951 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1331. The Guardian feels sure that the contribution which has been made by your friend who has not been active in the Cause for a short time will be the means of stimulating her to renewed service. There is nothing that brings success in the Faith like service. Service is the magnet which draws the divine confirmations. Thus, when a person is active, they are blessed by the Holy Spirit. When they are inactive, the Holy Spirit cannot find a repository in their being, and thus they are deprived of its healing and quickening rays.
(From a letter dated 12 July 1952 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1332. The Guardian feels that your attitude towards the corrupt practice of accepting commissions from fellow physicians and pharmacists is most admirable. The more upright and noble the Bahá'ís are in their conduct, the more they will impress the public with the spiritual vitality of the Faith they believe in.
(From a letter dated 20 October 1953 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1333. This challenge, so severe and insistent, and yet so glorious, faces no doubt primarily the individual believer on whom, in the last resort, depends the fate of the entire community. He it is who constitutes the warp and woof on which the quality and pattern of the whole fabric must depend. He it is who acts as one of the countless links in the mighty chain that now girdles the globe. He it is who serves as one of the multitude of bricks which support the structure and ensure the stability of the administrative edifice now being raised in every part of the world. Without his support, at once whole-hearted, continuous and generous, every measure adopted, and every plan formulated, by the Body which acts as the national representative of the community to which he belongs is foredoomed to failure. The World Centre of the Faith itself is paralysed if such a support on the part of the rank and file of the community is denied it. The Author of the Divine Plan Himself is impeded in His purpose if the proper instruments for the execution of His design are lacking. The sustaining strength of Bahá'u'lláh Himself, the Founder of the Faith, will be withheld from every and each individual who fails in the long run to arise and play his part.
(From a letter dated 20 June 1954 written on behalf of Shoghi Effendi to the National Spiritual Assembly of the United States)
1334. When a person becomes a Bahá'í, actually what takes place is that the seed of the spirit starts to grow in the human soul. This seed must be watered by the outpourings of the Holy Spirit. These gifts of the spirit are received through prayer, meditation, study of the Holy Utterances and service to the Cause of God. The fact of the matter is that service in the Cause is like the plough which ploughs the physical soil when seeds are sown. It is necessary that the soil be ploughed up, so that it can be enriched, and thus cause a stronger growth of the seed. In exactly the same way the evolution of the spirit takes place through ploughing up the soil of the heart so that it is a constant reflection of the Holy Spirit. In this way the human spirit grows and develops by leaps and bounds.
Naturally there will be periods of distress and difficulty, and even severe tests; but if that person turns firmly toward the divine Manifestation, studies carefully His spiritual teachings and receives the blessings of the Holy Spirit, he will find that in reality these tests and difficulties have been the gifts of God to enable him to grow and develop. Thus you might look upon your own difficulties in the path of service. They are the means of your spirit growing and developing. You will suddenly find that you have conquered many of the problems which upset you, and then you will wonder why they should have troubled you at all. An individual must center his whole heart and mind on service to the Cause, in accordance with the high standards set by Bahá'u'lláh. When this is done, the Hosts of the Supreme Concourse will come to the assistance of the individual, and every difficulty and trial will gradually be overcome.
(From a letter dated 6 October 1954 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1335. The road is stony, and there are many tests; but as you say, if the friends will learn to live according to Bahá'u'lláh's teachings, they will discover that they work indeed in mysterious and forceful ways; and that there is always help at hand, that obstacles are overcome, and that success is assured in the end.
(From a letter dated 23 April 1956 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1336. The individual alone must assess its character, consult his conscience, prayerfully consider all its aspects, manfully struggle against the natural inertia that weighs him down in his effort to arise, shed, heroically and irrevocably, the trivial and superfluous attachments which hold him back, empty himself of every thought that may tend to obstruct his path, mix, in obedience to the counsels of the Author of His Faith, and in imitation of the One Who is its true Exemplar, with men and women, in all walks of life, seek to touch their hearts through the distinction which characterizes his thoughts, his words and his acts, and win them over, tactfully, lovingly, prayerfully and persistently, to the Faith he himself has espoused.
(From a letter dated 19 July 1956 written on behalf of Shoghi Effendi to the National Spiritual Assembly of the United States)
1337. He was very sorry to learn of the inharmony amongst the friends there; and he feels that the only wise course of action is for all the believers to devote themselves to teaching the Faith and co-operating with their National Body.
Often these trials and tests which all Bahá'í communities inevitably pass through seem terrible, at the moment, but in retrospect we understand that they were due to the frailty of human nature, to misunderstandings, and to the growing pains which every Bahá'í community must experience.
(From a letter dated 25 November 1956 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
1338. He is very happy to see that you have put into practice one of the most encouraging precepts of 'Abdu'l-Bahá in which He said that we should try and make every stumbling-block a stepping-stone to progress. In the course of your past life you have all stumbled very gravely; but, far from being embittered or defeated by this experience, you are determined to make it a means of purifying your natures, improving your characters, and enabling you to become better citizens in the future. This is truly pleasing in the eyes of God.
(From a letter dated 26 March 1957 written on behalf of Shoghi Effendi to the Bahá'ís of Kitalya Farm Prison)
1339. ...the Bahá'ís must, in view of the condition of the world today, stand forth firmly and courageously as followers of Bahá'u'lláh, obeying His Laws, and seeking to build His World Order. Through compromise we will never be able to establish our Faith or win others' hearts to it. This involves often great personal sacrifice, but we know that, when we do the right thing, God gives us the strength to carry it out, and we attract His blessing. We learn at such times that our calamity is indeed a blessing.
(From a letter dated 5 May 1957 written on behalf of Shoghi Effendi to two believer)
1340. It is not enough for the friends to make the excuse that their best teachers and their exemplary believers have arisen and answered the call to pioneer. A "best teacher" and an "exemplary believer" is ultimately neither more nor less than an ordinary Bahá'í who has consecrated himself to the work of the Faith, deepened his knowledge and understanding of its Teachings, placed his confidence in Bahá'u'lláh, and arisen to serve Him to the best of his ability. This door is one which we are assured will open before the face of every follower of the Faith who knocks hard enough, so to speak. When the will and the desire are strong enough, the means will be found and the way opened either to do more work locally, to go to a new goal town within the United States, or to enter the foreign pioneer field...
Not only must your Body provide the encouragement and leadership required, and stimulate the friends to arise and play their part, but the Local Assemblies must likewise do everything in their power to help the friends to go forth and attain their objectives. Each individual Bahá'í must likewise feel that it is his personal duty to the Cause at this time and his greatest privilege, and must ask himself what he can do during the coming six years, beginning now, to hasten the attainment of the goals of the World Crusade. The Bahá'ís are the leaven of God, which must leaven the lump of their nation. In direct ratio to their success will be the protection vouchsafed, not only to them but to their country. These are the immutable laws of God, from which there is no escape: "For unto whomsoever much is given, of him shall be much required."
(From a letter dated 21 September 1957 written on behalf of Shoghi Effendi to the National Spiritual Assembly of the United States)
2. PDF of alternate,
earlier version
of this compilation
Download:
compilation_living_the_life_original.pdf
.
METADATA
Views
46209 views since posted 2000; last edit 2026-01-05 08:51
UTC
;
previous at
archive.org
...
/compilation_living_the_life
;
URLs changed in 2010, see
archive.org
...
/bahai-library.org
Language
English
Permission
© BIC, public sharing permitted. See sources
1
,
2
, and
3
.
History
Formatted 2000 by Ehsan Bayat; Proofread 2010-08 by Romane Takkenberg.
Share
Shortlink:
bahai-library.com/309
Citation
:
ris/309
select Collection:
Archives
Articles
Articles-unpublished
Audio
Bibliographies
BIC
Biographies
Books
Chronologies
Compilations
Compilations-NSA
Compilations-personal
Documents
East-asia
Encyclopedia
Essays
Etc
Excerpts
Fiction
Glossaries
Guardian
Histories
Introductory
Letters
Maps
Music
Newspapers
NSA-documents
NSA-letters
Personal
Pilgrims
Poetry
Presentations
Resources
Reviews
Scripts
Software
Statistics
Study
Talks
Theses
Transcripts
Translations
UHJ-documents
UHJ-letters
Video
Visual
Writings
home
sitemap
series
chronology
search
:
author
title
date
tags
adv. search
languages
inventory
bibliography
abbreviations
links
about
contact
RSS
new
Escolher outro texto
paralelos: