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Riḍván-Botschaft 1965 á Das Universale Haus der Gerechtigkeit á Bahá'í Verlag GmbH, Auflage 1.01-Online (1965)
Ridvan-Botschaft 1965
Die Flut der Siege, welche die Bahá'í-Weltgemeinde zu den Feiern des Größten Jubiläums trug, steigt
weiter an.
Ein unaufhörlicher Strom göttlicher Bestätigung fällt wie Regen auf unsere Bemühungen; dies zeigt
sich deutlich in den vielen bemerkenswerten Leistungen, die in den wenigen kurzen Monaten seit dem
Beginn des Neunjahresplanes erbracht wurden. Der augenfälligste Beweis ist, daß die Anzahl der
Zentren, an denen Bahá'í wohnen, von fünfzehntausendeinhundertachtundsechzig zu Ridván 1964 auf
nunmehr einundzwanzigtausendundsechs angestiegen ist - ein Wachstum von beinahe sechstausend in
einem Jahr. Ebenso bemerkenswert ist der Fortschritt der Lehrarbeit in Indien, wo die Zahl der
Gläubigen nun einhundertvierzigtausend überschreitet - ein Anwachsen um mehr als dreißigtausend
seit Ridván 1964. Pioniere ziehen in die wenigen verbleibenden Gebiete der Erde, die noch nicht vom
Licht der neuen Offenbarung Gottes erleuchtet sind; »das starke Anwachsen« der Sache, zu dem bei
Beginn des Planes aufgerufen wurde, scheint in Gang zu kommen, und in einem Land nach dem
anderen werden die Institutionen und Stiftungen des Glaubens beharrlich auf fester Grundlage
aufgebaut.
Die dem Weltzentrum zugewiesenen Ziele sind in den verstrichenen zwölf Monaten aktiv angegangen
worden. Grundlegende Entscheidungen und Schritte, um das Ziel der »Entwicklung der Institution der
Hände der Sache Gottes im Hinblick auf die künftige Wahrnehmung der ihre zugewiesenen Aufgaben
des Schutzes und der Verbreitung« zu verwirklichen, wurden den Freunden bereits mitgeteilt. Die
schon bisher mit Ehren und Verdiensten überreich ausgestatteten Mitglieder dieser erhabenen
Körperschaft, die Bannerträger des Neunjahresplanes wie auch schon des Zehnjahres-Kreuzzuges des
geliebten Hüters, haben sich nach ihrer Zusammenkunft im letzten Oktober im Heiligen Land mit
erneuter und beispielloser Kraft aufgemacht, um die Freunde anzufeuern, sich der höchsten
Herausforderung zum Lehren der Sache zu stellen, und um den administrativen Organen Rat und Hilfe
zu geben und den göttlichen Wohlgeruch und die Liebe Gottes in der ganzen Welt zu verbreiten. Die
Erhöhung der Zahl der Hilfsamtsmitglieder und die neuen Vorkehrungen für die Organisation ihrer
Arbeit werden, wie wir zuversichtlich erwarten, die geliebten Hände in die Lage versetzen, ihren
wichtigen Dienst noch wirkungsvoller zu leisten, und sie werden mehr Zeit finden, um zu reisen und
zu lehren.
Eine vorläufige Bestandsaufnahme der Voraussetzungen für den Bau des ersten Hauses der Andacht
von Lateinamerika - eines der zwei Gebäude, die während des Planes errichtet werden sollen - wurde
bereits gemacht, und wir laden nun Bahá'í- und Nicht-Bahá'í-Architekten ein, Entwürfe für den
Tempel von Panama einzureichen. Die Ausschreibungsbedingungen sowie Einzelvorschriften für das
Gebäude können vom Nationalen Geistigen Rat von Panama angefordert werden, dessen
Entwurfswahl der endgültigen Zustimmung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit unterliegt. Wir
hoffen, daß dieses heilige Haus der Andacht - das an einem Standort entsteht, dem vom Meister wie
auch vom Hüter solch besondere Bedeutung beigemessen wurde - schnell vollendet wird, damit das
Leuchtfeuer seiner geistigen Ausstrahlung den ganzen amerikanischen Kontinent erhellen kann.
Die folgenden neuen Gebiete wurden während der vergangenen zwölf Monate dem Glauben
erschlossen: auf dem afrikanischen Kontinent Gabun, Ifni, Mali, Mauretanien, die Rodrigues-Insel und
Obervolta; auf dem amerikanischen Kontinent die Aruba-Insel, die Cozumel-Insel, Guadeloupe, die
Las-Mujeres-Insel, die Prince-of-Wales-Insel und St. Vincent; auf dem asiatischen Kontinent die
Ryukyu-Inseln; auf dem australasiatischen Kontinent die Linien-Inseln; und auf dem europäischen
Kontinent die Insel Wight sowie die ost- und westfriesischen Inseln. Die folgenden Gebiete wurden
wieder erschlossen: auf dem afrikanischen Kontinent die Mafia-Insel; auf dem amerikanischen
Kontinent Antigua, Französisch-Guyana und Martinique; auf dem asiatischen Kontinent West-Irian
und auf dem australasiatischen Kontinent die Admiralitäts-Inseln. Nationale .Ha.zíratu'l-Quds wurden
an neun Orten, den Sitzen Nationaler Geistiger Räte, erworben, und Grundstücke für den Bau solcher
Zentren wurden an zwei weiteren Orten angekauft. Sechs Nationale Geistige Räte wurden eingetragen,
und der Glaube wurde in Kambodscha anerkannt, einem Land, das während des Neunjahresplanes
seinen eigenen Nationalen Geistigen Rat bilden wird. Nationale Stiftungen wurden in acht Ländern
erworben; sechs Lehrinstitute wurden errichtet und Land für sechs weitere wurde gekauft; ein Bahá'í-
Verlag für die Herausgabe von Literatur in französischer Sprache wurde in Brüssel gegründet; die
Bahá'í-Feiertage wurden in drei Gebieten anerkannt; Bahá'í-Literatur wurde in folgenden elf neuen
Sprachen veröffentlicht: Ibibio-Efik auf dem afrikanischen Kontinent; Aguacateca, Athebaskisch,
Cariña und Motilon-Yukpa auf dem amerikanischen Kontinent; Kenyah, Melanau und Temiar auf dem
asiatischen Kontinent; und Ghari, Marschallesisch und Motua in Australasien. Der Fortschritt der
Sache auf Borneo ermöglicht die Erfüllung eines zusätzlichen Zieles zum Plan, nämlich die Errichtung
des Nationalen Geistigen Rates der Bahá'í von Brunei zu Ridván 1966.
Zwei Eigenschaften der Bahá'í-Weltgemeinde:
Mit dem Verstreichen des ersten Jahres des Planes werden zwei Eigenschaften der Bahá'í-
Weltgemeinde immer deutlicher. Die erste betrifft die Weltgemeinde selbst: es ist die Fähigkeit, alle ihr
zugewiesenen fest umrissenen Ziele zu erfüllen, wie z.B. der Erwerb von .Ha.zíratu'l-Quds,
Tempelgeländen, Stiftungen oder die Eintragung von Geistigen Räten; solche sachlichen und höchst
wichtigen Ziele, durch die die Sache in der Welt sichtbar wird und in ihrer rechtlichen und sozialen
Stellung in Erscheinung tritt, werden jetzt von der Verwaltungsordnung Zug um Zug erreicht. Dabei ist
auch die Tatsache zu beachten, daß Ziele dieser Art größtenteils durch Zusammenarbeit von Räten
verwirklicht wurden - eine internationale Zusammenarbeit, die für die Entwicklung der Weltordnung
lebenswichtig ist.
Die zweite Eigenschaft, die nach dem Verstreichen des ersten Jahres des Planes klar hervortritt, betrifft
die Beziehung der Sache zur Menschheit. Beinahe weltweit herrscht das Gefühl eines bevorstehenden
Durchbruches zur Gewinnung von Gläubigen auf breiter Basis. Berichte der Hände der Sache und der
Hilfsamtsmitglieder sprechen ständig davon; viele Nationale Geistige Räte glauben, daß sie das Ufer
dieses Meeres erreicht haben. Und tatsächlich gibt es den Zulauf zur Sache in Gruppen in einigen
Gebieten schon seit einer Reihe von Jahren. Aber noch Größeres steht uns bevor. Das Lehren des
Glaubens muß ein weltumfachendes Feuer entzünden, in dessen Licht die Sache und die Welt - die
Hauptpersonen in dem größten Drama der Weltgeschichte - hell erleuchtet werden. Die Vorsehung
trägt uns diesem Höhepunkt zu; wir müssen uns mit Heldenmut gürten.
Entsendung von vierhundertsechzig Pionieren:
Vier herausfordernde, sofortige Aufgaben stehen vor uns. Die erste ist, während des kommenden
Jahres nicht weniger als vierhundertundsechzig Pioniere aufzustellen und auszuschicken, die die
vierundfünfzig verbleibenden, noch unerschlossenen Gebiete des Planes eröffnen, die achtzehn
unbesetzten Gebiete wieder besiedeln, Gegenden stärken, wo die Anzahl und der Zusammenschluß der
Bahá'í-Gemeinden zur Zeit nicht ausreichend sind, um wirksame Lehrpläne in Angriff zu nehmen, und
die Arbeit in den Gegenden der Massenlehrtätigkeit unterstützen und ausweiten. Jeder Gläubige, ob -
mit dem geliebten Hüter zu sprechen - »... im aktiven Dienst oder nicht, von einem oder dem anderen
Geschlecht, jung oder alt, reich oder arm, altgedient oder neuerklärt...«, sollte über diese
Herausforderung tief nachdenken.
Um die Pionieranstrengungen der Freunde und die Übersiedlung auf ihre Posten während der nächsten
zwölf Monate zu unterstützen, geben wir die Bildung von fünf Kontinentalen Pionierausschüssen
bekannt, nämlich: der Pionierausschuß für Afrika, ernannt vom Nationalen Geistigen Rat der
Britischen Inseln; Pionierausschuß für Nord- und Südamerika, ernannt vom Nationalen Geistigen Rat
der Bahá'í der Vereinigten Staaten; Pionierausschuß für Asien, ernannt vom Nationalen Geistigen Rat
der Bahá'í in Persien; Pionierausschuß für Australasien, ernannt vom Nationalen Geistigen Rat der
Bahá'í in Australien; Pionierausschuß für Europa, ernannt vom Nationalen Geistigen Rat der Bahá'í in
Deutschland.
Diese Ausschüsse werden in keiner Weise in die Verantwortlichkeit anderer Pionierausschüsse
eingreifen oder in die der Nationalen Geistigen Räte, die mit der Lehrarbeit beauftragt sind und unter
deren Jurisdiktion sie arbeiten werden. Sie werden gebildet, um die Arbeit dieser nationalen
Körperschaften zu erleichtern und zu unterstützen, indem sie für wirksamen Austausch wichtiger
Informationen auf kontinentaler und interkontinentaler Ebene sorgen und bei der Weiterleitung von
Pionierangeboten sowie der Ansiedlung der Pioniere auf ihrem Posten mithelfen.
Eine gewissenhafte Schätzung der für jedes Gebiet - einschließlich der oben erwähnten
zweiundsiebzig Gebiete - in den nächsten zwölf Monaten benötigten Pioniere wurde gemacht; das
Ergebnis ist der Ruf nach vierhunderteinundsechzig Pionieren: sechsundachtzig für Afrika,
sechsundneunzig für Nord- und Südamerika, einhunderteinundneunzig für Asien, neunundzwanzig für
Australasien und neunundfünfzig für Europa. Jeder Nationale Geistige Rat wurde nach seinem Bedarf
an Pionieren befragt, und dieser Bedarf wurde allen Nationalen Geistigen Räten mitgeteilt, ebenso den
fünf Kontinentalen Pionierausschüssen, die durch die Nationalen Geistigen Räte ständig über die
Fortschritte auf dem laufenden gehalten werden. Die Freunde werden deshalb dringend gebeten, sich
um Auskunft über benötigte Pioniere und über die Zuständigkeit ihrer eigenen sowie aller anderen
Gemeinden an ihren Nationalen Geistigen Rat zu wenden.
Zum ersten Mal in der Bahá'í-Geschichte wurde am Weltzentrum ein Internationaler Beistandsfonds
unter der Verwaltung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit eingerichtet. Daraus sollen zusätzliche
Hilfsmittel speziellen Pioniervorhaben zur Verfügung gestellt werden, wenn andere Gelder nicht
vorhanden sind. An alle Freunde, und besonders an diejenigen, die dem Pionieraufruf nicht
nachkommen können, ergeht die Bitte, diesen Fonds zu unterstützen im Bewußtsein des Gebotes
Bahá'u'lláhs: »Sammelt euere Kräfte für die Verbreitung des Glaubens Gottes. Wer immer einer so
hohen Berufung würdig ist, der mache sich auf, den Glauben zu fördern. Wer dies nicht vermag, der
hat die Pflicht, jemanden zu bestimmen, der statt seiner diese Offenbarung verkündet, deren Gewalt
die Grundmauern der mächtigsten Bauten beben macht, jeden Berg zu Staub zermalmt und jede Seele
bestürzt.« (ÄL 96/3)
Ein rasches Anwachsen der Mitgliederzahl und der Institutionen:
Die zweite Herausforderung, der wir uns gegenüber sehen, ist, die Intensität der Lehrarbeit in einem
noch nie erreichten Grade zu steigern, um jene »gewaltige Ausweitung« zu verwirklichen, die im Plan
gefordert wird. Universelle Teilnahme und ständiges Tätigsein werden dieses Ziel erreichen lassen.
Jeder Gläubige muß seine Arbeit tun und ist dazu auch in der Lage, denn jede Seele trifft andere
Seelen, und Bahá'u'lláh hat uns verheißen: »Wer sich erhebt, um unserer Sache beizustehen, den wird
Gott siegreich werden lassen...«. Die Verwirrung der Welt wird nicht geringer, sondern sie steigert sich
mit jedem vergehenden Tage, und Männer wie Frauen verlieren den Glauben in die menschlichen
Heilmittel. Endlich dämmert die Erkenntnis auf, daß »es keinen Ort gibt, wohin man fliehen könnte«,
außer Gott. Nun bietet sich die goldene Gelegenheit; die Menschen sind gewillt und vielerorts
begierig, der göttlichen Heilsbotschaft zu lauschen.
Die dritte Herausforderung gilt dem möglichst schnellen Erwerb aller noch verbleibenden Nationalen
.Ha.zíratu'l-Quds, Tempelgelände, nationalen Stiftungen und Lehrinstitute, die der Plan verlangt. Die
umgehende Ausführung dieser Vorhaben wird zu einem späteren Zeitpunkt gewaltige Ausgaben
ersparen und den Glauben mit Eigentum von wachsendem Wert ausstatten. Diese ersten,
grundlegenden Besitztümer sind Keimzellen für mächtige Institutionen in der Zukunft; doch es obliegt
dieser Generation, sie zu ihrem eigenen Schutz und als ihr Geschenk an die Nachwelt zu erwerben.
Wir rufen die Nationalen Geistigen Räte auf, denen eine Verantwortung auf diesem Gebiet übertragen
wurde, ihr höchste Priorität einzuräumen. Eine weitere, aber ebenso wesentliche Überlegung ist, daß
die Erreichung dieses Zieles in den frühen Jahren des Planes die Energien und Hilfskräfte der
wachsenden Weltgemeinde in den späteren Stadien freisetzen wird für den konzentrierten,
entschlossenen, unerbittlichen Kampf um große Siege, deren Grundlage jetzt gelegt wird.
Einhundertjahrfeier der Verkündigung an die Könige im Jahre 1867:
Die vierte Herausforderung ist die Vorbereitung und Planung einer angemessenen Feier des
hundertsten Jahrestages der Verkündigung Bahá'u'lláhs im September/Oktober 1867 an die Könige und
Herrscher der Welt auf nationaler und örtlicher Ebene. Diese Feiern werden den Auftakt bilden zu
einem wohlvorbereiteten, von allen getragenen Programm zur Verkündigung der Botschaft
Bahá'u'lláhs an die Mehrheit der Menschen während der restlichen Zeit des Neunjahresplanes.
Ein Rückblick auf die historische Verkündigung Bahá'u'lláhs, wie sie von Shoghi Effendi in Gott geht
vorüber beschrieben ist, zeigt, daß ihr »Auftakt gegen Ende der Verbannung Bahá'u'lláhs nach
Adrianopel erklang« und daß sie sechs Jahre später »während der ersten Jahre Seiner Einkerkerung in
der Gefängnisfestung von `Akká ihren Abschluß fand«. Dieser »Auftakt« waren die mächtigen und
ehrfurchtgebietenden Worte, die von Ihm gemeinsam an die Könige und Herrscher in der Súriy-i-
Mulúk gerichtet wurden, »dem folgenschwersten Tablet, das von Bahá'u'lláh geoffenbart wurde«. Es
wurde während der Monate September und Oktober 1867 niedergeschrieben, und ihm folgten
»unzählige Sendschreiben ..., in denen die Folgerungen Seines neu erhobenen Anspruches voll
dargelegt wurden«. »Könige und Kaiser, einzeln und gemeinsam; die obersten Beamten der
Republiken des amerikanischen Kontinents; Minister und Gesandte; der Papst selbst; der Stellvertreter
des Propheten des Islam; der fürstliche Bevollmächtigte des Königreichs des verborgenen Imam; die
Monarchen der Christenheit, ihre Patriarchen, Erzbischöfe, Bischöfe, Priester und Mönche; die
anerkannten Führer der sunnitischen und schiitischen geistlichen Orden; die Hohen Priester der
zoroastrischen Religion; die Philosophen, die kirchlichen Führer, die Weisen und die Einwohner
Konstantinopels - jenes stolzen Sitzes des Sultanats und Kalifats; die Gesamtheit der sich
bekennenden Anhänger der zoroastrischen, jüdischen, christlichen und muslimischen Religion; das
Volk des Bayán; die Weisen der Welt, ihre Schriftsteller, ihre Dichter, ihre Mystiker, ihre Kaufleute,
die gewählten Vertreter ihrer Völker; Seine eigenen Landsleute«: sie alle wurden »unmittelbar in den
Kreis der Ermahnungen, der Warnungen, der Aufrufe, der Erklärungen und der Voraussagen
einbezogen, die das Leitthema seiner denkwürdigen Aufforderung an die Führer der Menschheit
darstellen...« »So einzigartig und erstaunlich diese Verkündigung war, so war sie doch nur das Vorspiel
zu einer noch mächtigeren Offenbarung der schöpferischen Kraft ihres Urhebers, einer Verkündigung,
die als die außerordentlichste Tat Seiner Amtszeit eingestuft werden mag - die Verkündigung des
Kitáb-i-Aqdas.« In diesem, dem heiligsten Buch, das 1873 offenbart wurde, verkündigt Bahá'u'lláh
den Herrschern der Erde in ihrer Gesamtheit nicht nur ein weiteres Mal, daß »Er, der König der
Könige, erschienen ist«, sondern Er spricht regierende Herrscher einzeln beim Namen an und
verkündet den »Staatsoberhäuptern Amerikas und den Präsidenten der amerikanischen Republiken«,
daß »der Verheißene nun da ist«. So sah die Verkündigung Bahá'u'lláhs an die Menschheit aus. Er
selbst bezeugte: »Niemals seit dem Bestehen der Welt wurde die Botschaft so offen dargelegt.«
Die Feierlichkeiten zu dieser schicksalsschweren Jahrhundertfeier werden damit beginnen, daß im
September 1967 am Neunzehntagefest Mashíyyat (Wille) einige dazu ausersehene Vertreter der
Bahá'í-Welt die Stätte des Hauses in Adrianopel besuchen werden, wo die historische Súriy-i-Mulúk
offenbart wurde.
Unmittelbar im Anschluß an diesen freudigen und weihevollen Akt werden im Monat Oktober
gleichzeitig sechs Interkontinentale Konferenzen in Panama City, Wilmette, Sydney, Kampala,
Frankfurt und Neu-Delhi abgehalten. Gastgeber der Konferenz wird jeweils der Nationale Geistige Rat
sein, in dessen Gebiet sie stattfindet; er wird auch die Konferenz einberufen. Das Universale Haus der
Gerechtigkeit wird bei diesen Konferenzen durch die folgenden Hände der Sache Gottes vertreten
sein: in Panama City durch `Amatu'l-Bahá Rú.híyyih Khánum, die bei dieser Gelegenheit den
Grundstein für den Tempel legen wird; in Wilmette durch Leroy Ioas; in Sydney durch Ugo Giachery;
in Kampala durch `Alí Akbar Furútan; in Frankfurt durch Paul Haney; in Neu-Delhi durch Abu'l-
Qásim Faizí.
Alle Nationalen Geistigen Räte sind aufgerufen, auf nationaler und örtlicher Ebene angemessene
Gedenkveranstaltungen zu Beginn des Zeitraumes der Jahrhundertfeier in den Monaten
September/Oktober 1967 und zwischen den soeben erwähnten Konferenzen und Ridván 1968
vorzubereiten, dem Zeitpunkt, an dem die zweite Internationale Tagung für die Wahl des Universalen
Hauses der Gerechtigkeit im Weltzentrum abgehalten wird.
Die erfolgreiche Durchführung all dieser Vorhaben wird den Möglichkeiten der Bahá'í-Weltgemeinde
entsprechend eine angemessene Gedächtnisfeier zur Erinnerung an das heilige Ereignis sein, an das sie
anknüpfen.
Zeit der Proklamation:
Diese sechs Konferenzen werden ebenso wie das geschichtliche Ereignis, dessen hundertsten Jahrestag
sie feiern, den »Auftakt« bilden zu einem Zeitabschnitt der Verkündigung der Sache Gottes, der sich
durch die verbleibenden Jahre des Neunjahresplanes bis 1973 zum hundertsten Jahrestag der
Offenbarung des Kitáb-i-Aqdas erstrecken und das heiße, von Einfallsreichtum getragene Bemühen
aller Nationalen und örtlichen Geistigen Räte der Welt erfordern wird.
Die internationale Bühne wird Zeuge von Ozeanischen Konferenzen sein, wie von Shoghi Effendi
vorausgesagt. Die erste dieser Konferenzen wird im August 1968 auf einer Insel im Mittelmeer
stattfinden zur Erinnerung an die Reise Bahá'u'lláhs einhundert Jahre zuvor über dieses gleiche Meer
von Gallipoli in der Türkei zum Größten Gefängnis in `Akká. In den anschließenden Jahren des
Neunjahresplanes werden weitere Konferenzen im Atlantischen Ozean, in der Karibischen See, dem
Pazifischen Ozean und Indischen Ozean abgehalten werden.
Indem wir alle Nationalen Geistigen Räte aufrufen, jetzt schon die Bildung eines nationalen
Ausschusses für die Verkündigung der Sache ins Auge zu fassen, der mit der Ausarbeitung von
wirksamen, den Gegebenheiten entsprechenden Plänen für die Verkündigung des Glaubens während
des gesamten Zeitabschnittes der Jahrhundertfeier beauftragt wird, können wir nichts besseres tun, als
die Aufmerksamkeit auf den folgenden Absatz in einem Brief unseres geliebten Hüters in Verbindung
mit den Gedenkfeiern zum hundertsten Jahrestag der Geburt des Bahá'í-Zeitalters zu lenken:
»Ein beispielloser, sorgfältig ausgearbeiteter, wirksam abgestimmter Feldzug auf nationaler Ebene, der
die Verkündigung der Botschaft Bahá'u'lláhs durch Ansprachen, Zeitungsartikel und Radiosendungen
zum Ziele hat, sollte unverzüglich in Angriff genommen und tatkräftig durchgeführt werden. Die
Universalität des Glaubens, seine Ziele und Absichten, Episoden aus seiner dramatischen Geschichte,
Zeugnisse seiner verwandelnden Kraft sowie der Charakter und die unterscheidenden Merkmale seiner
Weltordnung sollten betont und der Allgemeinheit erläutert werden, besonders auch der Sache
wohlgesinnten bedeutenden Freunden und Führern; diese sollten angesprochen und eingeladen
werden, an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Vorträge, Konferenzen, Essen,
Sonderveröffentlichungen sollten im vertretbaren Rahmen und entsprechend den Mitteln, die den
Gläubigen zur Verfügung stehen, die Natur dieses freudigen Festes verkünden.«
Der majestätische Prozeß gewinnt an Schwungkraft:
Der majestätische Prozeß, der von unserem geliebten Hüter 1953 in Gang gesetzt wurde, als er die
weit verstreute, unbedeutende Bahá'í-Weltgemeinde aufrief, jenen ersten glorreichen,
weltumfassenden Kreuzzug in Angriff zu nehmen, gewinnt an Schwungkraft, und die Nachwelt mag
mit ehrfürchtigem Staunen zur Kenntnis nehmen, wie inmitten einer in Gegensätze, Feindschaften und
Zerrissenheit verstrickten Welt ein so kleiner Bruchteil der Menschheit die Entwicklung des
Baumusters und der Sehnen und Stränge der Weltordnung eingeleitet hat. Diese von göttlicher Kraft
getriebene, seit langem verheißene Entwicklung muß ihren historischen Lauf nehmen bis zu ihrer
schließlichen Vollendung im Ruhm und der Herrlichkeit der Weltordnung Bahá'u'lláhs, des
Königreiches Gottes auf Erden.
Ridvan-Botschaft 1965
Die Flut der Siege, welche die Bahá'í-Weltgemeinde zu den Feiern des Größten Jubiläums trug, steigt
weiter an.
Ein unaufhörlicher Strom göttlicher Bestätigung fällt wie Regen auf unsere Bemühungen; dies zeigt
sich deutlich in den vielen bemerkenswerten Leistungen, die in den wenigen kurzen Monaten seit dem
Beginn des Neunjahresplanes erbracht wurden. Der augenfälligste Beweis ist, daß die Anzahl der
Zentren, an denen Bahá'í wohnen, von fünfzehntausendeinhundertachtundsechzig zu Ridván 1964 auf
nunmehr einundzwanzigtausendundsechs angestiegen ist - ein Wachstum von beinahe sechstausend in
einem Jahr. Ebenso bemerkenswert ist der Fortschritt der Lehrarbeit in Indien, wo die Zahl der
Gläubigen nun einhundertvierzigtausend überschreitet - ein Anwachsen um mehr als dreißigtausend
seit Ridván 1964. Pioniere ziehen in die wenigen verbleibenden Gebiete der Erde, die noch nicht vom
Licht der neuen Offenbarung Gottes erleuchtet sind; »das starke Anwachsen« der Sache, zu dem bei
Beginn des Planes aufgerufen wurde, scheint in Gang zu kommen, und in einem Land nach dem
anderen werden die Institutionen und Stiftungen des Glaubens beharrlich auf fester Grundlage
aufgebaut.
Die dem Weltzentrum zugewiesenen Ziele sind in den verstrichenen zwölf Monaten aktiv angegangen
worden. Grundlegende Entscheidungen und Schritte, um das Ziel der »Entwicklung der Institution der
Hände der Sache Gottes im Hinblick auf die künftige Wahrnehmung der ihre zugewiesenen Aufgaben
des Schutzes und der Verbreitung« zu verwirklichen, wurden den Freunden bereits mitgeteilt. Die
schon bisher mit Ehren und Verdiensten überreich ausgestatteten Mitglieder dieser erhabenen
Körperschaft, die Bannerträger des Neunjahresplanes wie auch schon des Zehnjahres-Kreuzzuges des
geliebten Hüters, haben sich nach ihrer Zusammenkunft im letzten Oktober im Heiligen Land mit
erneuter und beispielloser Kraft aufgemacht, um die Freunde anzufeuern, sich der höchsten
Herausforderung zum Lehren der Sache zu stellen, und um den administrativen Organen Rat und Hilfe
zu geben und den göttlichen Wohlgeruch und die Liebe Gottes in der ganzen Welt zu verbreiten. Die
Erhöhung der Zahl der Hilfsamtsmitglieder und die neuen Vorkehrungen für die Organisation ihrer
Arbeit werden, wie wir zuversichtlich erwarten, die geliebten Hände in die Lage versetzen, ihren
wichtigen Dienst noch wirkungsvoller zu leisten, und sie werden mehr Zeit finden, um zu reisen und
zu lehren.
Eine vorläufige Bestandsaufnahme der Voraussetzungen für den Bau des ersten Hauses der Andacht
von Lateinamerika - eines der zwei Gebäude, die während des Planes errichtet werden sollen - wurde
bereits gemacht, und wir laden nun Bahá'í- und Nicht-Bahá'í-Architekten ein, Entwürfe für den
Tempel von Panama einzureichen. Die Ausschreibungsbedingungen sowie Einzelvorschriften für das
Gebäude können vom Nationalen Geistigen Rat von Panama angefordert werden, dessen
Entwurfswahl der endgültigen Zustimmung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit unterliegt. Wir
hoffen, daß dieses heilige Haus der Andacht - das an einem Standort entsteht, dem vom Meister wie
auch vom Hüter solch besondere Bedeutung beigemessen wurde - schnell vollendet wird, damit das
Leuchtfeuer seiner geistigen Ausstrahlung den ganzen amerikanischen Kontinent erhellen kann.
Die folgenden neuen Gebiete wurden während der vergangenen zwölf Monate dem Glauben
erschlossen: auf dem afrikanischen Kontinent Gabun, Ifni, Mali, Mauretanien, die Rodrigues-Insel und
Obervolta; auf dem amerikanischen Kontinent die Aruba-Insel, die Cozumel-Insel, Guadeloupe, die
Las-Mujeres-Insel, die Prince-of-Wales-Insel und St. Vincent; auf dem asiatischen Kontinent die
Ryukyu-Inseln; auf dem australasiatischen Kontinent die Linien-Inseln; und auf dem europäischen
Kontinent die Insel Wight sowie die ost- und westfriesischen Inseln. Die folgenden Gebiete wurden
wieder erschlossen: auf dem afrikanischen Kontinent die Mafia-Insel; auf dem amerikanischen
Kontinent Antigua, Französisch-Guyana und Martinique; auf dem asiatischen Kontinent West-Irian
und auf dem australasiatischen Kontinent die Admiralitäts-Inseln. Nationale .Ha.zíratu'l-Quds wurden
an neun Orten, den Sitzen Nationaler Geistiger Räte, erworben, und Grundstücke für den Bau solcher
Zentren wurden an zwei weiteren Orten angekauft. Sechs Nationale Geistige Räte wurden eingetragen,
und der Glaube wurde in Kambodscha anerkannt, einem Land, das während des Neunjahresplanes
seinen eigenen Nationalen Geistigen Rat bilden wird. Nationale Stiftungen wurden in acht Ländern
erworben; sechs Lehrinstitute wurden errichtet und Land für sechs weitere wurde gekauft; ein Bahá'í-
Verlag für die Herausgabe von Literatur in französischer Sprache wurde in Brüssel gegründet; die
Bahá'í-Feiertage wurden in drei Gebieten anerkannt; Bahá'í-Literatur wurde in folgenden elf neuen
Sprachen veröffentlicht: Ibibio-Efik auf dem afrikanischen Kontinent; Aguacateca, Athebaskisch,
Cariña und Motilon-Yukpa auf dem amerikanischen Kontinent; Kenyah, Melanau und Temiar auf dem
asiatischen Kontinent; und Ghari, Marschallesisch und Motua in Australasien. Der Fortschritt der
Sache auf Borneo ermöglicht die Erfüllung eines zusätzlichen Zieles zum Plan, nämlich die Errichtung
des Nationalen Geistigen Rates der Bahá'í von Brunei zu Ridván 1966.
Zwei Eigenschaften der Bahá'í-Weltgemeinde:
Mit dem Verstreichen des ersten Jahres des Planes werden zwei Eigenschaften der Bahá'í-
Weltgemeinde immer deutlicher. Die erste betrifft die Weltgemeinde selbst: es ist die Fähigkeit, alle ihr
zugewiesenen fest umrissenen Ziele zu erfüllen, wie z.B. der Erwerb von .Ha.zíratu'l-Quds,
Tempelgeländen, Stiftungen oder die Eintragung von Geistigen Räten; solche sachlichen und höchst
wichtigen Ziele, durch die die Sache in der Welt sichtbar wird und in ihrer rechtlichen und sozialen
Stellung in Erscheinung tritt, werden jetzt von der Verwaltungsordnung Zug um Zug erreicht. Dabei ist
auch die Tatsache zu beachten, daß Ziele dieser Art größtenteils durch Zusammenarbeit von Räten
verwirklicht wurden - eine internationale Zusammenarbeit, die für die Entwicklung der Weltordnung
lebenswichtig ist.
Die zweite Eigenschaft, die nach dem Verstreichen des ersten Jahres des Planes klar hervortritt, betrifft
die Beziehung der Sache zur Menschheit. Beinahe weltweit herrscht das Gefühl eines bevorstehenden
Durchbruches zur Gewinnung von Gläubigen auf breiter Basis. Berichte der Hände der Sache und der
Hilfsamtsmitglieder sprechen ständig davon; viele Nationale Geistige Räte glauben, daß sie das Ufer
dieses Meeres erreicht haben. Und tatsächlich gibt es den Zulauf zur Sache in Gruppen in einigen
Gebieten schon seit einer Reihe von Jahren. Aber noch Größeres steht uns bevor. Das Lehren des
Glaubens muß ein weltumfachendes Feuer entzünden, in dessen Licht die Sache und die Welt - die
Hauptpersonen in dem größten Drama der Weltgeschichte - hell erleuchtet werden. Die Vorsehung
trägt uns diesem Höhepunkt zu; wir müssen uns mit Heldenmut gürten.
Entsendung von vierhundertsechzig Pionieren:
Vier herausfordernde, sofortige Aufgaben stehen vor uns. Die erste ist, während des kommenden
Jahres nicht weniger als vierhundertundsechzig Pioniere aufzustellen und auszuschicken, die die
vierundfünfzig verbleibenden, noch unerschlossenen Gebiete des Planes eröffnen, die achtzehn
unbesetzten Gebiete wieder besiedeln, Gegenden stärken, wo die Anzahl und der Zusammenschluß der
Bahá'í-Gemeinden zur Zeit nicht ausreichend sind, um wirksame Lehrpläne in Angriff zu nehmen, und
die Arbeit in den Gegenden der Massenlehrtätigkeit unterstützen und ausweiten. Jeder Gläubige, ob -
mit dem geliebten Hüter zu sprechen - »... im aktiven Dienst oder nicht, von einem oder dem anderen
Geschlecht, jung oder alt, reich oder arm, altgedient oder neuerklärt...«, sollte über diese
Herausforderung tief nachdenken.
Um die Pionieranstrengungen der Freunde und die Übersiedlung auf ihre Posten während der nächsten
zwölf Monate zu unterstützen, geben wir die Bildung von fünf Kontinentalen Pionierausschüssen
bekannt, nämlich: der Pionierausschuß für Afrika, ernannt vom Nationalen Geistigen Rat der
Britischen Inseln; Pionierausschuß für Nord- und Südamerika, ernannt vom Nationalen Geistigen Rat
der Bahá'í der Vereinigten Staaten; Pionierausschuß für Asien, ernannt vom Nationalen Geistigen Rat
der Bahá'í in Persien; Pionierausschuß für Australasien, ernannt vom Nationalen Geistigen Rat der
Bahá'í in Australien; Pionierausschuß für Europa, ernannt vom Nationalen Geistigen Rat der Bahá'í in
Deutschland.
Diese Ausschüsse werden in keiner Weise in die Verantwortlichkeit anderer Pionierausschüsse
eingreifen oder in die der Nationalen Geistigen Räte, die mit der Lehrarbeit beauftragt sind und unter
deren Jurisdiktion sie arbeiten werden. Sie werden gebildet, um die Arbeit dieser nationalen
Körperschaften zu erleichtern und zu unterstützen, indem sie für wirksamen Austausch wichtiger
Informationen auf kontinentaler und interkontinentaler Ebene sorgen und bei der Weiterleitung von
Pionierangeboten sowie der Ansiedlung der Pioniere auf ihrem Posten mithelfen.
Eine gewissenhafte Schätzung der für jedes Gebiet - einschließlich der oben erwähnten
zweiundsiebzig Gebiete - in den nächsten zwölf Monaten benötigten Pioniere wurde gemacht; das
Ergebnis ist der Ruf nach vierhunderteinundsechzig Pionieren: sechsundachtzig für Afrika,
sechsundneunzig für Nord- und Südamerika, einhunderteinundneunzig für Asien, neunundzwanzig für
Australasien und neunundfünfzig für Europa. Jeder Nationale Geistige Rat wurde nach seinem Bedarf
an Pionieren befragt, und dieser Bedarf wurde allen Nationalen Geistigen Räten mitgeteilt, ebenso den
fünf Kontinentalen Pionierausschüssen, die durch die Nationalen Geistigen Räte ständig über die
Fortschritte auf dem laufenden gehalten werden. Die Freunde werden deshalb dringend gebeten, sich
um Auskunft über benötigte Pioniere und über die Zuständigkeit ihrer eigenen sowie aller anderen
Gemeinden an ihren Nationalen Geistigen Rat zu wenden.
Zum ersten Mal in der Bahá'í-Geschichte wurde am Weltzentrum ein Internationaler Beistandsfonds
unter der Verwaltung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit eingerichtet. Daraus sollen zusätzliche
Hilfsmittel speziellen Pioniervorhaben zur Verfügung gestellt werden, wenn andere Gelder nicht
vorhanden sind. An alle Freunde, und besonders an diejenigen, die dem Pionieraufruf nicht
nachkommen können, ergeht die Bitte, diesen Fonds zu unterstützen im Bewußtsein des Gebotes
Bahá'u'lláhs: »Sammelt euere Kräfte für die Verbreitung des Glaubens Gottes. Wer immer einer so
hohen Berufung würdig ist, der mache sich auf, den Glauben zu fördern. Wer dies nicht vermag, der
hat die Pflicht, jemanden zu bestimmen, der statt seiner diese Offenbarung verkündet, deren Gewalt
die Grundmauern der mächtigsten Bauten beben macht, jeden Berg zu Staub zermalmt und jede Seele
bestürzt.« (ÄL 96/3)
Ein rasches Anwachsen der Mitgliederzahl und der Institutionen:
Die zweite Herausforderung, der wir uns gegenüber sehen, ist, die Intensität der Lehrarbeit in einem
noch nie erreichten Grade zu steigern, um jene »gewaltige Ausweitung« zu verwirklichen, die im Plan
gefordert wird. Universelle Teilnahme und ständiges Tätigsein werden dieses Ziel erreichen lassen.
Jeder Gläubige muß seine Arbeit tun und ist dazu auch in der Lage, denn jede Seele trifft andere
Seelen, und Bahá'u'lláh hat uns verheißen: »Wer sich erhebt, um unserer Sache beizustehen, den wird
Gott siegreich werden lassen...«. Die Verwirrung der Welt wird nicht geringer, sondern sie steigert sich
mit jedem vergehenden Tage, und Männer wie Frauen verlieren den Glauben in die menschlichen
Heilmittel. Endlich dämmert die Erkenntnis auf, daß »es keinen Ort gibt, wohin man fliehen könnte«,
außer Gott. Nun bietet sich die goldene Gelegenheit; die Menschen sind gewillt und vielerorts
begierig, der göttlichen Heilsbotschaft zu lauschen.
Die dritte Herausforderung gilt dem möglichst schnellen Erwerb aller noch verbleibenden Nationalen
.Ha.zíratu'l-Quds, Tempelgelände, nationalen Stiftungen und Lehrinstitute, die der Plan verlangt. Die
umgehende Ausführung dieser Vorhaben wird zu einem späteren Zeitpunkt gewaltige Ausgaben
ersparen und den Glauben mit Eigentum von wachsendem Wert ausstatten. Diese ersten,
grundlegenden Besitztümer sind Keimzellen für mächtige Institutionen in der Zukunft; doch es obliegt
dieser Generation, sie zu ihrem eigenen Schutz und als ihr Geschenk an die Nachwelt zu erwerben.
Wir rufen die Nationalen Geistigen Räte auf, denen eine Verantwortung auf diesem Gebiet übertragen
wurde, ihr höchste Priorität einzuräumen. Eine weitere, aber ebenso wesentliche Überlegung ist, daß
die Erreichung dieses Zieles in den frühen Jahren des Planes die Energien und Hilfskräfte der
wachsenden Weltgemeinde in den späteren Stadien freisetzen wird für den konzentrierten,
entschlossenen, unerbittlichen Kampf um große Siege, deren Grundlage jetzt gelegt wird.
Einhundertjahrfeier der Verkündigung an die Könige im Jahre 1867:
Die vierte Herausforderung ist die Vorbereitung und Planung einer angemessenen Feier des
hundertsten Jahrestages der Verkündigung Bahá'u'lláhs im September/Oktober 1867 an die Könige und
Herrscher der Welt auf nationaler und örtlicher Ebene. Diese Feiern werden den Auftakt bilden zu
einem wohlvorbereiteten, von allen getragenen Programm zur Verkündigung der Botschaft
Bahá'u'lláhs an die Mehrheit der Menschen während der restlichen Zeit des Neunjahresplanes.
Ein Rückblick auf die historische Verkündigung Bahá'u'lláhs, wie sie von Shoghi Effendi in Gott geht
vorüber beschrieben ist, zeigt, daß ihr »Auftakt gegen Ende der Verbannung Bahá'u'lláhs nach
Adrianopel erklang« und daß sie sechs Jahre später »während der ersten Jahre Seiner Einkerkerung in
der Gefängnisfestung von `Akká ihren Abschluß fand«. Dieser »Auftakt« waren die mächtigen und
ehrfurchtgebietenden Worte, die von Ihm gemeinsam an die Könige und Herrscher in der Súriy-i-
Mulúk gerichtet wurden, »dem folgenschwersten Tablet, das von Bahá'u'lláh geoffenbart wurde«. Es
wurde während der Monate September und Oktober 1867 niedergeschrieben, und ihm folgten
»unzählige Sendschreiben ..., in denen die Folgerungen Seines neu erhobenen Anspruches voll
dargelegt wurden«. »Könige und Kaiser, einzeln und gemeinsam; die obersten Beamten der
Republiken des amerikanischen Kontinents; Minister und Gesandte; der Papst selbst; der Stellvertreter
des Propheten des Islam; der fürstliche Bevollmächtigte des Königreichs des verborgenen Imam; die
Monarchen der Christenheit, ihre Patriarchen, Erzbischöfe, Bischöfe, Priester und Mönche; die
anerkannten Führer der sunnitischen und schiitischen geistlichen Orden; die Hohen Priester der
zoroastrischen Religion; die Philosophen, die kirchlichen Führer, die Weisen und die Einwohner
Konstantinopels - jenes stolzen Sitzes des Sultanats und Kalifats; die Gesamtheit der sich
bekennenden Anhänger der zoroastrischen, jüdischen, christlichen und muslimischen Religion; das
Volk des Bayán; die Weisen der Welt, ihre Schriftsteller, ihre Dichter, ihre Mystiker, ihre Kaufleute,
die gewählten Vertreter ihrer Völker; Seine eigenen Landsleute«: sie alle wurden »unmittelbar in den
Kreis der Ermahnungen, der Warnungen, der Aufrufe, der Erklärungen und der Voraussagen
einbezogen, die das Leitthema seiner denkwürdigen Aufforderung an die Führer der Menschheit
darstellen...« »So einzigartig und erstaunlich diese Verkündigung war, so war sie doch nur das Vorspiel
zu einer noch mächtigeren Offenbarung der schöpferischen Kraft ihres Urhebers, einer Verkündigung,
die als die außerordentlichste Tat Seiner Amtszeit eingestuft werden mag - die Verkündigung des
Kitáb-i-Aqdas.« In diesem, dem heiligsten Buch, das 1873 offenbart wurde, verkündigt Bahá'u'lláh
den Herrschern der Erde in ihrer Gesamtheit nicht nur ein weiteres Mal, daß »Er, der König der
Könige, erschienen ist«, sondern Er spricht regierende Herrscher einzeln beim Namen an und
verkündet den »Staatsoberhäuptern Amerikas und den Präsidenten der amerikanischen Republiken«,
daß »der Verheißene nun da ist«. So sah die Verkündigung Bahá'u'lláhs an die Menschheit aus. Er
selbst bezeugte: »Niemals seit dem Bestehen der Welt wurde die Botschaft so offen dargelegt.«
Die Feierlichkeiten zu dieser schicksalsschweren Jahrhundertfeier werden damit beginnen, daß im
September 1967 am Neunzehntagefest Mashíyyat (Wille) einige dazu ausersehene Vertreter der
Bahá'í-Welt die Stätte des Hauses in Adrianopel besuchen werden, wo die historische Súriy-i-Mulúk
offenbart wurde.
Unmittelbar im Anschluß an diesen freudigen und weihevollen Akt werden im Monat Oktober
gleichzeitig sechs Interkontinentale Konferenzen in Panama City, Wilmette, Sydney, Kampala,
Frankfurt und Neu-Delhi abgehalten. Gastgeber der Konferenz wird jeweils der Nationale Geistige Rat
sein, in dessen Gebiet sie stattfindet; er wird auch die Konferenz einberufen. Das Universale Haus der
Gerechtigkeit wird bei diesen Konferenzen durch die folgenden Hände der Sache Gottes vertreten
sein: in Panama City durch `Amatu'l-Bahá Rú.híyyih Khánum, die bei dieser Gelegenheit den
Grundstein für den Tempel legen wird; in Wilmette durch Leroy Ioas; in Sydney durch Ugo Giachery;
in Kampala durch `Alí Akbar Furútan; in Frankfurt durch Paul Haney; in Neu-Delhi durch Abu'l-
Qásim Faizí.
Alle Nationalen Geistigen Räte sind aufgerufen, auf nationaler und örtlicher Ebene angemessene
Gedenkveranstaltungen zu Beginn des Zeitraumes der Jahrhundertfeier in den Monaten
September/Oktober 1967 und zwischen den soeben erwähnten Konferenzen und Ridván 1968
vorzubereiten, dem Zeitpunkt, an dem die zweite Internationale Tagung für die Wahl des Universalen
Hauses der Gerechtigkeit im Weltzentrum abgehalten wird.
Die erfolgreiche Durchführung all dieser Vorhaben wird den Möglichkeiten der Bahá'í-Weltgemeinde
entsprechend eine angemessene Gedächtnisfeier zur Erinnerung an das heilige Ereignis sein, an das sie
anknüpfen.
Zeit der Proklamation:
Diese sechs Konferenzen werden ebenso wie das geschichtliche Ereignis, dessen hundertsten Jahrestag
sie feiern, den »Auftakt« bilden zu einem Zeitabschnitt der Verkündigung der Sache Gottes, der sich
durch die verbleibenden Jahre des Neunjahresplanes bis 1973 zum hundertsten Jahrestag der
Offenbarung des Kitáb-i-Aqdas erstrecken und das heiße, von Einfallsreichtum getragene Bemühen
aller Nationalen und örtlichen Geistigen Räte der Welt erfordern wird.
Die internationale Bühne wird Zeuge von Ozeanischen Konferenzen sein, wie von Shoghi Effendi
vorausgesagt. Die erste dieser Konferenzen wird im August 1968 auf einer Insel im Mittelmeer
stattfinden zur Erinnerung an die Reise Bahá'u'lláhs einhundert Jahre zuvor über dieses gleiche Meer
von Gallipoli in der Türkei zum Größten Gefängnis in `Akká. In den anschließenden Jahren des
Neunjahresplanes werden weitere Konferenzen im Atlantischen Ozean, in der Karibischen See, dem
Pazifischen Ozean und Indischen Ozean abgehalten werden.
Indem wir alle Nationalen Geistigen Räte aufrufen, jetzt schon die Bildung eines nationalen
Ausschusses für die Verkündigung der Sache ins Auge zu fassen, der mit der Ausarbeitung von
wirksamen, den Gegebenheiten entsprechenden Plänen für die Verkündigung des Glaubens während
des gesamten Zeitabschnittes der Jahrhundertfeier beauftragt wird, können wir nichts besseres tun, als
die Aufmerksamkeit auf den folgenden Absatz in einem Brief unseres geliebten Hüters in Verbindung
mit den Gedenkfeiern zum hundertsten Jahrestag der Geburt des Bahá'í-Zeitalters zu lenken:
»Ein beispielloser, sorgfältig ausgearbeiteter, wirksam abgestimmter Feldzug auf nationaler Ebene, der
die Verkündigung der Botschaft Bahá'u'lláhs durch Ansprachen, Zeitungsartikel und Radiosendungen
zum Ziele hat, sollte unverzüglich in Angriff genommen und tatkräftig durchgeführt werden. Die
Universalität des Glaubens, seine Ziele und Absichten, Episoden aus seiner dramatischen Geschichte,
Zeugnisse seiner verwandelnden Kraft sowie der Charakter und die unterscheidenden Merkmale seiner
Weltordnung sollten betont und der Allgemeinheit erläutert werden, besonders auch der Sache
wohlgesinnten bedeutenden Freunden und Führern; diese sollten angesprochen und eingeladen
werden, an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Vorträge, Konferenzen, Essen,
Sonderveröffentlichungen sollten im vertretbaren Rahmen und entsprechend den Mitteln, die den
Gläubigen zur Verfügung stehen, die Natur dieses freudigen Festes verkünden.«
Der majestätische Prozeß gewinnt an Schwungkraft:
Der majestätische Prozeß, der von unserem geliebten Hüter 1953 in Gang gesetzt wurde, als er die
weit verstreute, unbedeutende Bahá'í-Weltgemeinde aufrief, jenen ersten glorreichen,
weltumfassenden Kreuzzug in Angriff zu nehmen, gewinnt an Schwungkraft, und die Nachwelt mag
mit ehrfürchtigem Staunen zur Kenntnis nehmen, wie inmitten einer in Gegensätze, Feindschaften und
Zerrissenheit verstrickten Welt ein so kleiner Bruchteil der Menschheit die Entwicklung des
Baumusters und der Sehnen und Stränge der Weltordnung eingeleitet hat. Diese von göttlicher Kraft
getriebene, seit langem verheißene Entwicklung muß ihren historischen Lauf nehmen bis zu ihrer
schließlichen Vollendung im Ruhm und der Herrlichkeit der Weltordnung Bahá'u'lláhs, des
Königreiches Gottes auf Erden.
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Source : www.bahai-biblio.org
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Traduction de courtoisie
LA MAISON UNIVERSELLE DE JUSTICE
Centre Mondial Bahá'í, Haïfa, Israël
Ridván 122 / 1965
Aux Bahá'ís du monde.
Amis très chers,
La marche victorieuse qui a conduit la Communauté Mondiale Bahá'íe vers les célébrations du Plus-Grand Jubilé continue sa progression. Une ondée ininterrompue de confirmations divines descend sur nos efforts. Elle se manifeste visiblement dans les œuvres nombreuses et remarquables accomplies pendant les quelques premiers mois écoulés depuis le lancement du Plan de Neuf Ans. La plus spectaculaire d'entre elles est l'augmentation du nombre de centres bahá'ís, passés de 15168 au Ridván 1964 à 21006 aujourd'hui, soit près de 6000 centres de plus en un an. Le progrès de l'enseignement dans l'Inde n'est pas moins remarquable, le nombre de croyants dépassant actuellement 140000, soit 30.000 de plus depuis le Ridván 1964. Des pionniers s'en vont vers les dernières régions qui ne sont pas encore illuminées par la lumière de la nouvelle Révélation de Dieu. Le " grand élargissement " du champ de la Cause, demandé lors du lancement du Plan, semble se développer à mesure que, de pays en pays, les institutions et les dotations de la Foi s'établissent fermement et de façon régulière.
Pendant les douze derniers mois, les buts attribués au Centre Mondial ont été activement poursuivis. Les décisions et actes essentiels pour l'exécution de ce but : " développer l'Institution des Mains de la Cause de Dieu, de manière à étendre dans l'avenir les fonctions qui lui furent assignées pour protéger et propager la Foi ", ont déjà été communiquées aux amis. Après leur rencontre en Terre Sainte en octobre dernier, les membres de cette Institution auguste, Porte-Etendards du Plan de Neuf Ans et de la Croisade décennale du Bien-Aimé Gardien, déjà couverts d'honneurs et surchargés de tâches se sont levés avec une vigueur renouvelée et sans égale pour encourager les amis à se jeter dans l'engagement suprême et à enseigner, pour donner leurs conseils et prêter leur concours aux institutions administratives, et pour diffuser les parfums divins et l'amour de Dieu à travers le monde entier. L'augmentation du nombre d'auxiliaires des Mains et les nouvelles dispositions exécutives permettront aux Mains, comme on 1'escompte avec confiance, de remplir leurs graves devoirs avec une efficacité encore plus grande, et leur donneront plus de temps pour voyager et pour enseigner.
Une étude préliminaire des conditions intéressant la construction du premier Mashriqu'l-Adhkár d'Amérique latine, l'un des deux édifices qui doivent être élevés dans le cadre de ce Plan, a déjà été commencée, et nous invitons maintenant les architectes, bahá'ís ou non, à soumettre leurs projets pour le Temple de Panama. On peut se procurer les termes et conditions de la soumission ainsi que les caractéristiques de la structure, auprès de l'Assemblée Spirituelle Nationale du Panama, dont le choix fera l'objet de l'approbation finale de la Maison Universelle de Justice. Nous espérons que la construction de cette Sainte Maison d'Adoration, située dans un endroit auquel le Maître et le Gardien attachaient une signification spéciale, sera promptement menée, de sorte que ce phare puisse irradier sa lumière spirituelle sur toutes les Amériques.
Pendant les douze derniers mois, les pays suivants ont été ouverts à la Foi : En Afrique, Gabon, Ifni, Mali, Mauritanie, I1e Rodriguez et Haute-Volta ; en Amérique, Ile d'Aruba, Ile Cozumel, Guade1oupe, Iles Mujeres, Ile du Prince de Galles et Saint-Vincent ; en Asie Iles Ryikyu ; en Australasie, Ile de Line ; en Europe, Ile de Wight, Iles de la Frise orientale et de la Frise occidentale. Les pays qui suivent ont, de nouveau, été ouverts à la Foi : En Afrique, Ile Mafia ; en Amérique, Antigua, Guyane française et Martinique ; en Asie, Irian occidental ; et en Australasie, Iles de l'Amirauté. Des Hazíratu'l-Quds nationaux, centres pour les Assemblées Spirituelles Nationales, ont été acquis dans neuf localités, et du terrain a été acheté en deux autres endroits pour y construire des centres. Six Assemblées Spirituelles Nationales ont été enregistrées, et la Foi a été reconnue au Cambodge, pays qui formera sa propre Assemblée Spirituelle Nationale pendant le Plan de Neuf Ans. Des possessions nationales ont été acquises dans huit pays : six instituts d'enseignement ont été créés et l'on a acquis du terrain pour en former six autres. Une société bahá'íe d'édition a été formée à Bruxelles pour la fourniture de littérature en langue française. Les jours saints ont été reconnus officiellement dans trois pays. Des ouvrages bahá'ís ont été publiés dans onze langues nouvelles : Ibibio-Efik en Afrique ; Aguacateca, Athebascan, Carina et Motilon-Yukpa en Amérique ; Kenyah, Melanau et Temiar en Asie ; Ghari, Marshallese et Motua en Australasie. Les progrès de la Cause à Bornéo permettent d'ajouter un but supplémentaire au Plan : établir au Ridván 1966, une assemblée spirituelle nationale à Brunei.
La première année d'exécution du Plan étant écoulée, deux faits ressortent au sein de la Communauté mondiale bahá'íe. Le premier est la capacité, pour la Foi elle-même d'atteindre tous les buts définis, quels qu'ils soient, qui lui sont attribués : ainsi l'acquisition de Hazíratu'l-Quds, d'emplacements pour les temples et de dotations, ou l'enregistrement d'assemblées spirituelles. Des buts concrets et aussi importants que ceux-ci, par lesquels la Cause s'établit matériellement, légalement et socialement dans le monde, sont aujourd'hui entrepris sans le moindre effort par les institutions administratives. Il faut, de plus, remarquer que la réalisation de nombreux objectifs de ce genre requiert une coopération entre assemblées, une activité internationale essentielle au développement de l'ordre mondial. Le second fait qui apparaît à la fin de la première année d'exécution du Plan, concerne les rapports avec le genre humain. On a, presque universellement, l'impression qu'une voie vers la conversion sur une grande échelle est sur le point de s'ouvrir. Les rapports des Mains de la Cause et de leurs auxiliaires y font sans cesse allusion ; beaucoup d'Assemblées Spirituelles Nationales croient qu'elles ont atteint les rivages de cet océan. Et vraiment, l'entrée par troupes dans la Cause est un fait dans quelques régions, depuis quelques années. Mais de plus grandes choses nous attendent. L'enseignement de la Foi doit entourer le monde d'un cercle de feu, dont la lumière éclairera nettement la cause et le monde - promoteurs du plus grand drame de l'histoire de l'homme -. Le destin nous conduit vers cet apogée ; il faut nous préparer à être des héros.
Quatre tâches immédiates nous sollicitent instamment. La première est trouver et envoyer pendant l'année prochaine au moins 460 pionniers pour ouvrir les 54 derniers pays vierges prévus au Plan, rétablir les 18 pays dépourvus de Bahá'ís, renforcer les régions où le nombre des communautés bahá'íes et leur union sont en ce moment insuffisants pour entreprendre des plans effectifs d'enseignement, et pour soutenir et intensifier le travail dans les zones d'enseignement en masse. Que chaque croyant examine cette gageure, qu'il soit, selon les termes du bien-aimé Gardien, " en service actif ou non, homme ou femme, jeune ou vieux, riche ou pauvre, vétéran ou néophyte... "
Pour soutenir les efforts de pionnier, des amis et faciliter leur transport vers leurs postes pendant les douze prochains mois, nous annonçons la formation de cinq Comités continentaux, de pionniers qui sont : le Comité des pionniers pour l'Afrique, nommé par l'Assemblée Spirituelle Nationale des Bahá'ís des Iles Britanniques ; le Comité des pionniers pour les Amériques, nommé par l'Assemblée Spirituelle Nationale des Bahá'ís des Etats-Unis ; le Comité des pionniers pour l'Asie, désigné par l'Assemblée Spirituelle Nationale des Bahá'ís d'Iran ; le Comité des pionniers pour l'Australasie désigné par l'Assemblée Spirituelle Nationale des Bahá'ís d'Australie ; le Comité des pionniers pour l'Europe, désigné par l'Assemblée Spirituelle Nationale d'Allemagne.
Ces comités n'empiéteront aucunement sur les responsabilités d'autres comités de pionniers ni d'Assemblées Spirituelles Nationales qui s'occupent de l'enseignement et sous la juridiction desquelles ils fonctionneront. Ils sont créés dans le but de faciliter le travail de ces institutions nationales et de les aider efficacement par un échange de renseignements essentiels, sur les continents mêmes et entre les continents, et en s'occupant de transmettre les offres des pionniers et de transférer ceux-ci à leurs postes.
D'après un examen attentif des besoins de chaque région, il résulte que, dans les douze prochains mois, le nombre de pionniers nécessaires, y compris les soixante-douze destinés aux régions susmentionnées s'élève à 461 : 86 pour l'Afrique, 96 pour les Amériques, 191 pour l'Asie, 29 pour l'Australasie et 59 pour 1'Europe. Chaque Assemblée Spirituelle Nationale a été consultée au sujet de ses besoins en pionniers, et les chiffres ont été communiqués à toutes les Assemblées Spirituelles Nationales ainsi qu'aux cinq comités continentaux de pionniers ; ceux-ci seront tenus au courant des progrès par les Assemblées Spirituelles Nationales. Les amis sont, par conséquent, engagés à consulter leur Assemblée Spirituelle Nationale pour s'informer à ce sujet, ainsi que sur les responsabilités qui incombent à la fois à leurs communautés et au monde bahá'í en générale.
Pour la première fois dans l'histoire bahá'íe un fond international pour suppléant-pionniers a été établi au Centre mondial, sous la gestion de la Maison Universelle de Justice. Le complément financier y sera prélevé pour des missions précises de pionnier, lorsque d'autres fonds seront insuffisants. Tous les amis, et particulièrement ceux qui ne sont pas à même de répondre favorablement à cet appel de pionniers, sont invités à alimenter ce fonds, attentifs à l'injonction de Bahá'u'lláh : " Concentrez vos énergies sur la propagation de la Foi de Dieu. Quiconque est digne d'une vocation aussi élevée y réponde et s'y adonne. Pour celui qui ne le peut, pas, il est de son devoir de choisir celui qui, à sa place, fera connaître cette Révélation dont le pouvoir a fait trembler les fondements des plus puissantes édifications, a réduit toute montagne en poussière et a confondu toutes les âmes ".
La seconde tâche pressante qui nous attend, c'est d'intensifier l'enseignement à un degré jamais atteint auparavant, afin de pouvoir réaliser ce " vaste accroissement " demandé par le Plan. Une participation universelle et une action incessante permettront de parvenir à cet objectif. Chaque croyant a un rôle à jouer, et il en est capable, car toute âme se rencontre avec d'autres et, comme l'a promis Bahá'u'lláh, " Dieu rendra victorieux quiconque se lèvera pour soutenir Notre Cause... " L'état de confusion affectant le monde ne va pas en diminuant mais plutôt en augmentant chaque jour, et les hommes et les femmes perdent confiance dans les remèdes humains. On commence enfin à se rendre compte qu' " il n'y a nul lieu de refuge, sauf en Dieu ". C'est une occasion " en or " ; les peuples sont disposés et, en bien des régions, désirent entendre parler du remède divin.
La troisième tâche consiste à acquérir, aussi vite que possible, tous les Hazíratu'l-Quds nationaux, terrains pour les temples, possessions nationales et instituts d'enseignement énumérés dans le Plan. L'exécution rapide de ces projets évitera d'énormes dépenses plus tard, et dotera la Foi de propriétés dont la valeur ira croissant. Ces propriétés indispensables sont les fondements des grandes institutions de l'avenir, mais c'est cette génération qui doit les acquérir pour sa propre protection et pour en faire don à la postérité. Nous demandons aux Assemblées Spirituelles Nationales, responsables de ces acquisitions, de leur donner une haute priorité. Autre fait tout aussi important à considérer, c'est que cet objectif, étant atteint dans les premières années du Plan, libérera les énergies et les ressources de la Communauté mondiale en expansion, permettant, au cours des dernières phases du Plan, la poursuite d'efforts concentrés, résolus et acharnés vers de grandes victoires dont les jalons sont, à ce jour, déposés.
La quatrième tâche consiste à préparer des plans nationaux et locaux appropriés pour célébrer le centenaire de la proclamation du Message adressé par Bahá'u'lláh, en septembre et octobre 1867, aux rois et souverains du monde, célébration à laquelle succédera un programme suivi et bien conçu proclamant ce même Message à l'humanité en général, jusqu'à la fin du Plan.
D'après l'a description de Shoghi Effendi dans " Dieu passe près de nous ", les " premiers échos " de la proclamation historique de Bahá'u'lláh " résonnèrent pendant la seconde période de son exil en Andrinople ", et six ans plus tard, cette proclamation " s'acheva dans les premières années de sa détention dans la prison fortifiée d'Akká ". Ces " premiers échos " contiennent les terrifiantes et puissantes paroles qu'Il adressa à l'ensemble des rois et souverains dans la Súriy'-i-Mulúk, la " Tablette la plus importante ", qu'Il révéla. Elle fut écrite au cours des mois de septembre et d'octobre 1867 et fut suivie de " Tablettes innombrables... dans lesquelles Il exposait complètement la portée des revendications qu'Il venait de soutenir ". " Les rois et les empereurs, chacun en particulier et tous ensembles, les principaux magistrats des Républiques du continent américain, les ministres et les ambassadeurs, le Souverain Pontife lui-même, le Vicaire du Prophète de l'Islám, le Dépositaire royal du Royaume de l'Imám caché, les monarques de la Chrétienté, ses patriarches, archevêques, évêques, prêtres et moines, les chefs reconnus des ordres sacerdotaux sunnites et shiahs, les grands prêtres de la Religion zoroastrienne, les philosophes, les chefs ecclésiastiques, les sages et les habitants de Constantinople - siège altier du Sultanat et du Califat -, la communauté toute entière des croyants déclarés des Religions zoroastrienne, juive, chrétienne et musulmane, le peuple du Bayán, les sages du monde, ses hommes de lettres, ses poètes, ses mystiques, ses commerçants, les représentants élus des peuples et les compatriotes mêmes de Bahá'u'lláh, tous ont été ... directement instruits des exhortations, des avertissements, appels, déclarations et prophéties qui constituent le thème de son appel solennel aux dirigeants de l'humanité... " " Si unique, si stupéfiante que fut cette proclamation, elle s'avéra n'être qu'un prélude à une manifestation encore plus extraordinaire du pouvoir créateur de son Auteur, et à ce qui peut prendre place comme l'acte le plus significatif de son ministère : la promulgation du Kitáb-i-Aqdas ". Dans cet ouvrage, le Très Saint Livre révélé en 1873, Bahá'u'lláh n'annonce pas seulement, une fois de plus, aux rois de la terre en général que " Celui qui est le Roi des Rois est apparu ", mais Il s'adresse aussi à chacun, des rois régnants par son nom respectif, et proclame aux " Gouvernants de l'Amérique et aux Présidents de ses Républiques " que " le Promis est venu ". Telle est la proclamation de Bahá'u'lláh au genre humain. Comme Il en témoigne lui-même : " Jamais, depuis le commencement du monde, Message n'a été proclamé aussi ouvertement ".
La célébration de cette période de centenaire prédestiné sera ouverte en septembre l967, pendant la fête de Mashíyyat, par la visite de quelques représentants choisis du monde bahá'í à la maison où fut révélée la Súriy-i-Mulúk historique, à Andrinople.
Suivant immédiatement cette pieuse et joyeuse visite, six congrès intercontinentaux auront lieu simultanément pendant le mois d'octobre, à Panama City, Wilmette, Sydney, Kampala, Francfort et la Nouvelle Delhi. L'Assemblée Spirituelle Nationale de chaque région où se déroulera un congrès en lancera la convocation et l'organisera. Les Mains de la Cause de Dieu qui représenteront la Maison Universelle de Justice à ces congrès seront les suivantes : à Panama City, Amatu'l-Bahá Rúhíyyih Khánum qui, à cette occasion, posera la première pierre du Temple ; à Wilmette, Leroy Ioas ; à Sydhey, Ugo Giachery ; à Kampala, 'Alí Akbar Furutan ; à Francfort, Paul Haney ; et à la Nouvelle Delhi Abu'l-Qasim Faizi.
Toutes les Assemblées Spirituelles Nationales sont invitées à prévoir des cérémonies convenables, sur les plans national et local, pendant la période d'ouverture du centenaire, en septembre et octobre 1967, ainsi qu'entre les congrès susmentionnés et le Ridván 1968, date à laquelle la deuxième Convention internationale aura lieu au Centre mondial pour élire la Maison Universelle de Justice.
La réussite dans l'exécution de ces plans, proportionnés aux ressources de la Communauté mondiale bahá'íe, constituera une commémoration digne de l'événement sacré qu'ils rappelleront.
Ces six congrès, de même que l'événement historique dont ils célébreront le centenaire, feront retentir les " premiers échos " d'une proclamation de la Cause de Dieu dont la période s'étendra aux dernières années du Plan de Neuf Ans et jusqu'au centenaire de la Révélation du Kitáb-i-Aqdas, en 1973, entreprise qui réclame une étude pleine d'ardeur et d'imagination de la part de toutes les Assemblées Spirituelles Nationales et Locales à travers le monde.
La scène internationale sera le témoin de conférences océaniques prévues par Shoghi Effendi. La première sera tenue pendant le mois d'août 1968 sur une île de la Méditerranée pour commémorer le voyage de Bahá'u'lláh sur cette mer, lorsqu'Il quitta Gallipoli, en Turquie, pour la Plus Grande Prison, à 'Akká, il y a cent ans. Au cours des années suivantes de ce Plan, d'autres conférences auront lieu dans l'Océan Atlantique, la Mer des Caraïbes, l'Océan Pacifique et l'Océan Indien.
En demandant aux Assemblées Spirituelles Nationales d'envisager maintenant la nomination de comités nationaux de proclamation, chargés d'établir des plans réalisables et efficaces pour la proclamation de la Foi pendant toute la période du centenaire, nous ne pourrions mieux faire que d'attirer leur attention sur le passage suivant tiré d'une lettre de notre Bien-Aimé Gardien et relative aux célébrations du centenaire de la naissance de l'Ere Bahá'íe : " Une campagne nationale sans précédent, soigneusement conçue, efficacement coordonnée, ayant pour but la proclamation du Message de Bahá'u'lláh, au moyen de discours, d'articles de presse et d'émissions radiophoniques, devrait être commencée au plus tôt et vigoureusement poursuivie. L'universalité de la Foi, ses buts et ses desseins, des extraits de son histoire dramatique, des témoignages de son pouvoir transformant ainsi que les traits distinctifs et les caractéristiques de son Ordre Mondial devraient être mis en relief et expliqués au grand public, et en particulier aux amis et aux dirigeants éminents qui sympathisent avec cette Cause ; ceux-ci devraient être abordés et invités à participer aux célébrations. Des conférences, des réunions, des banquets, des publications spéciales devraient, autant que possible et suivant les ressources dont disposent les croyants, faire connaître le caractère de ce joyeux Festival ".
Le processus majestueux mis en marche par notre Bien-Aimé Gardien en 1953, lorsqu'il engagea la Communauté mondiale bahá'íe, alors obscure et très clairsemée, à se lancer dans cette première et glorieuse Croisade, d'envergure mondiale, ce processus est en train d'acquérir de l'ampleur. Et la postérité pourrait bien contempler avec étonnement le schéma et l'armature d'un Ordre Mondial qui se développe, sous l'action d'une partie aussi réduite du genre humain et au sein d'un monde entravé par l'opposition, l'inimitié et la dislocation. Ce processus depuis longtemps promis, et animé par l'impulsion divine, doit suivre son évolution historique jusqu'à sa consommation finale, dans les gloires et les splendeurs de l'Ordre Mondial de Bahá'u'lláh, le Royaume de Dieu sur la terre.
LA MAISON UNIVERSELLE DE JUSTICE.
Source : www.bahai-biblio.org
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Traduction de courtoisie
LA MAISON UNIVERSELLE DE JUSTICE
Centre Mondial Bahá'í, Haïfa, Israël
Ridván 122 / 1965
Aux Bahá'ís du monde.
Amis très chers,
La marche victorieuse qui a conduit la Communauté Mondiale Bahá'íe vers les célébrations du Plus-Grand Jubilé continue sa progression. Une ondée ininterrompue de confirmations divines descend sur nos efforts. Elle se manifeste visiblement dans les œuvres nombreuses et remarquables accomplies pendant les quelques premiers mois écoulés depuis le lancement du Plan de Neuf Ans. La plus spectaculaire d'entre elles est l'augmentation du nombre de centres bahá'ís, passés de 15168 au Ridván 1964 à 21006 aujourd'hui, soit près de 6000 centres de plus en un an. Le progrès de l'enseignement dans l'Inde n'est pas moins remarquable, le nombre de croyants dépassant actuellement 140000, soit 30.000 de plus depuis le Ridván 1964. Des pionniers s'en vont vers les dernières régions qui ne sont pas encore illuminées par la lumière de la nouvelle Révélation de Dieu. Le " grand élargissement " du champ de la Cause, demandé lors du lancement du Plan, semble se développer à mesure que, de pays en pays, les institutions et les dotations de la Foi s'établissent fermement et de façon régulière.
Pendant les douze derniers mois, les buts attribués au Centre Mondial ont été activement poursuivis. Les décisions et actes essentiels pour l'exécution de ce but : " développer l'Institution des Mains de la Cause de Dieu, de manière à étendre dans l'avenir les fonctions qui lui furent assignées pour protéger et propager la Foi ", ont déjà été communiquées aux amis. Après leur rencontre en Terre Sainte en octobre dernier, les membres de cette Institution auguste, Porte-Etendards du Plan de Neuf Ans et de la Croisade décennale du Bien-Aimé Gardien, déjà couverts d'honneurs et surchargés de tâches se sont levés avec une vigueur renouvelée et sans égale pour encourager les amis à se jeter dans l'engagement suprême et à enseigner, pour donner leurs conseils et prêter leur concours aux institutions administratives, et pour diffuser les parfums divins et l'amour de Dieu à travers le monde entier. L'augmentation du nombre d'auxiliaires des Mains et les nouvelles dispositions exécutives permettront aux Mains, comme on 1'escompte avec confiance, de remplir leurs graves devoirs avec une efficacité encore plus grande, et leur donneront plus de temps pour voyager et pour enseigner.
Une étude préliminaire des conditions intéressant la construction du premier Mashriqu'l-Adhkár d'Amérique latine, l'un des deux édifices qui doivent être élevés dans le cadre de ce Plan, a déjà été commencée, et nous invitons maintenant les architectes, bahá'ís ou non, à soumettre leurs projets pour le Temple de Panama. On peut se procurer les termes et conditions de la soumission ainsi que les caractéristiques de la structure, auprès de l'Assemblée Spirituelle Nationale du Panama, dont le choix fera l'objet de l'approbation finale de la Maison Universelle de Justice. Nous espérons que la construction de cette Sainte Maison d'Adoration, située dans un endroit auquel le Maître et le Gardien attachaient une signification spéciale, sera promptement menée, de sorte que ce phare puisse irradier sa lumière spirituelle sur toutes les Amériques.
Pendant les douze derniers mois, les pays suivants ont été ouverts à la Foi : En Afrique, Gabon, Ifni, Mali, Mauritanie, I1e Rodriguez et Haute-Volta ; en Amérique, Ile d'Aruba, Ile Cozumel, Guade1oupe, Iles Mujeres, Ile du Prince de Galles et Saint-Vincent ; en Asie Iles Ryikyu ; en Australasie, Ile de Line ; en Europe, Ile de Wight, Iles de la Frise orientale et de la Frise occidentale. Les pays qui suivent ont, de nouveau, été ouverts à la Foi : En Afrique, Ile Mafia ; en Amérique, Antigua, Guyane française et Martinique ; en Asie, Irian occidental ; et en Australasie, Iles de l'Amirauté. Des Hazíratu'l-Quds nationaux, centres pour les Assemblées Spirituelles Nationales, ont été acquis dans neuf localités, et du terrain a été acheté en deux autres endroits pour y construire des centres. Six Assemblées Spirituelles Nationales ont été enregistrées, et la Foi a été reconnue au Cambodge, pays qui formera sa propre Assemblée Spirituelle Nationale pendant le Plan de Neuf Ans. Des possessions nationales ont été acquises dans huit pays : six instituts d'enseignement ont été créés et l'on a acquis du terrain pour en former six autres. Une société bahá'íe d'édition a été formée à Bruxelles pour la fourniture de littérature en langue française. Les jours saints ont été reconnus officiellement dans trois pays. Des ouvrages bahá'ís ont été publiés dans onze langues nouvelles : Ibibio-Efik en Afrique ; Aguacateca, Athebascan, Carina et Motilon-Yukpa en Amérique ; Kenyah, Melanau et Temiar en Asie ; Ghari, Marshallese et Motua en Australasie. Les progrès de la Cause à Bornéo permettent d'ajouter un but supplémentaire au Plan : établir au Ridván 1966, une assemblée spirituelle nationale à Brunei.
La première année d'exécution du Plan étant écoulée, deux faits ressortent au sein de la Communauté mondiale bahá'íe. Le premier est la capacité, pour la Foi elle-même d'atteindre tous les buts définis, quels qu'ils soient, qui lui sont attribués : ainsi l'acquisition de Hazíratu'l-Quds, d'emplacements pour les temples et de dotations, ou l'enregistrement d'assemblées spirituelles. Des buts concrets et aussi importants que ceux-ci, par lesquels la Cause s'établit matériellement, légalement et socialement dans le monde, sont aujourd'hui entrepris sans le moindre effort par les institutions administratives. Il faut, de plus, remarquer que la réalisation de nombreux objectifs de ce genre requiert une coopération entre assemblées, une activité internationale essentielle au développement de l'ordre mondial. Le second fait qui apparaît à la fin de la première année d'exécution du Plan, concerne les rapports avec le genre humain. On a, presque universellement, l'impression qu'une voie vers la conversion sur une grande échelle est sur le point de s'ouvrir. Les rapports des Mains de la Cause et de leurs auxiliaires y font sans cesse allusion ; beaucoup d'Assemblées Spirituelles Nationales croient qu'elles ont atteint les rivages de cet océan. Et vraiment, l'entrée par troupes dans la Cause est un fait dans quelques régions, depuis quelques années. Mais de plus grandes choses nous attendent. L'enseignement de la Foi doit entourer le monde d'un cercle de feu, dont la lumière éclairera nettement la cause et le monde - promoteurs du plus grand drame de l'histoire de l'homme -. Le destin nous conduit vers cet apogée ; il faut nous préparer à être des héros.
Quatre tâches immédiates nous sollicitent instamment. La première est trouver et envoyer pendant l'année prochaine au moins 460 pionniers pour ouvrir les 54 derniers pays vierges prévus au Plan, rétablir les 18 pays dépourvus de Bahá'ís, renforcer les régions où le nombre des communautés bahá'íes et leur union sont en ce moment insuffisants pour entreprendre des plans effectifs d'enseignement, et pour soutenir et intensifier le travail dans les zones d'enseignement en masse. Que chaque croyant examine cette gageure, qu'il soit, selon les termes du bien-aimé Gardien, " en service actif ou non, homme ou femme, jeune ou vieux, riche ou pauvre, vétéran ou néophyte... "
Pour soutenir les efforts de pionnier, des amis et faciliter leur transport vers leurs postes pendant les douze prochains mois, nous annonçons la formation de cinq Comités continentaux, de pionniers qui sont : le Comité des pionniers pour l'Afrique, nommé par l'Assemblée Spirituelle Nationale des Bahá'ís des Iles Britanniques ; le Comité des pionniers pour les Amériques, nommé par l'Assemblée Spirituelle Nationale des Bahá'ís des Etats-Unis ; le Comité des pionniers pour l'Asie, désigné par l'Assemblée Spirituelle Nationale des Bahá'ís d'Iran ; le Comité des pionniers pour l'Australasie désigné par l'Assemblée Spirituelle Nationale des Bahá'ís d'Australie ; le Comité des pionniers pour l'Europe, désigné par l'Assemblée Spirituelle Nationale d'Allemagne.
Ces comités n'empiéteront aucunement sur les responsabilités d'autres comités de pionniers ni d'Assemblées Spirituelles Nationales qui s'occupent de l'enseignement et sous la juridiction desquelles ils fonctionneront. Ils sont créés dans le but de faciliter le travail de ces institutions nationales et de les aider efficacement par un échange de renseignements essentiels, sur les continents mêmes et entre les continents, et en s'occupant de transmettre les offres des pionniers et de transférer ceux-ci à leurs postes.
D'après un examen attentif des besoins de chaque région, il résulte que, dans les douze prochains mois, le nombre de pionniers nécessaires, y compris les soixante-douze destinés aux régions susmentionnées s'élève à 461 : 86 pour l'Afrique, 96 pour les Amériques, 191 pour l'Asie, 29 pour l'Australasie et 59 pour 1'Europe. Chaque Assemblée Spirituelle Nationale a été consultée au sujet de ses besoins en pionniers, et les chiffres ont été communiqués à toutes les Assemblées Spirituelles Nationales ainsi qu'aux cinq comités continentaux de pionniers ; ceux-ci seront tenus au courant des progrès par les Assemblées Spirituelles Nationales. Les amis sont, par conséquent, engagés à consulter leur Assemblée Spirituelle Nationale pour s'informer à ce sujet, ainsi que sur les responsabilités qui incombent à la fois à leurs communautés et au monde bahá'í en générale.
Pour la première fois dans l'histoire bahá'íe un fond international pour suppléant-pionniers a été établi au Centre mondial, sous la gestion de la Maison Universelle de Justice. Le complément financier y sera prélevé pour des missions précises de pionnier, lorsque d'autres fonds seront insuffisants. Tous les amis, et particulièrement ceux qui ne sont pas à même de répondre favorablement à cet appel de pionniers, sont invités à alimenter ce fonds, attentifs à l'injonction de Bahá'u'lláh : " Concentrez vos énergies sur la propagation de la Foi de Dieu. Quiconque est digne d'une vocation aussi élevée y réponde et s'y adonne. Pour celui qui ne le peut, pas, il est de son devoir de choisir celui qui, à sa place, fera connaître cette Révélation dont le pouvoir a fait trembler les fondements des plus puissantes édifications, a réduit toute montagne en poussière et a confondu toutes les âmes ".
La seconde tâche pressante qui nous attend, c'est d'intensifier l'enseignement à un degré jamais atteint auparavant, afin de pouvoir réaliser ce " vaste accroissement " demandé par le Plan. Une participation universelle et une action incessante permettront de parvenir à cet objectif. Chaque croyant a un rôle à jouer, et il en est capable, car toute âme se rencontre avec d'autres et, comme l'a promis Bahá'u'lláh, " Dieu rendra victorieux quiconque se lèvera pour soutenir Notre Cause... " L'état de confusion affectant le monde ne va pas en diminuant mais plutôt en augmentant chaque jour, et les hommes et les femmes perdent confiance dans les remèdes humains. On commence enfin à se rendre compte qu' " il n'y a nul lieu de refuge, sauf en Dieu ". C'est une occasion " en or " ; les peuples sont disposés et, en bien des régions, désirent entendre parler du remède divin.
La troisième tâche consiste à acquérir, aussi vite que possible, tous les Hazíratu'l-Quds nationaux, terrains pour les temples, possessions nationales et instituts d'enseignement énumérés dans le Plan. L'exécution rapide de ces projets évitera d'énormes dépenses plus tard, et dotera la Foi de propriétés dont la valeur ira croissant. Ces propriétés indispensables sont les fondements des grandes institutions de l'avenir, mais c'est cette génération qui doit les acquérir pour sa propre protection et pour en faire don à la postérité. Nous demandons aux Assemblées Spirituelles Nationales, responsables de ces acquisitions, de leur donner une haute priorité. Autre fait tout aussi important à considérer, c'est que cet objectif, étant atteint dans les premières années du Plan, libérera les énergies et les ressources de la Communauté mondiale en expansion, permettant, au cours des dernières phases du Plan, la poursuite d'efforts concentrés, résolus et acharnés vers de grandes victoires dont les jalons sont, à ce jour, déposés.
La quatrième tâche consiste à préparer des plans nationaux et locaux appropriés pour célébrer le centenaire de la proclamation du Message adressé par Bahá'u'lláh, en septembre et octobre 1867, aux rois et souverains du monde, célébration à laquelle succédera un programme suivi et bien conçu proclamant ce même Message à l'humanité en général, jusqu'à la fin du Plan.
D'après l'a description de Shoghi Effendi dans " Dieu passe près de nous ", les " premiers échos " de la proclamation historique de Bahá'u'lláh " résonnèrent pendant la seconde période de son exil en Andrinople ", et six ans plus tard, cette proclamation " s'acheva dans les premières années de sa détention dans la prison fortifiée d'Akká ". Ces " premiers échos " contiennent les terrifiantes et puissantes paroles qu'Il adressa à l'ensemble des rois et souverains dans la Súriy'-i-Mulúk, la " Tablette la plus importante ", qu'Il révéla. Elle fut écrite au cours des mois de septembre et d'octobre 1867 et fut suivie de " Tablettes innombrables... dans lesquelles Il exposait complètement la portée des revendications qu'Il venait de soutenir ". " Les rois et les empereurs, chacun en particulier et tous ensembles, les principaux magistrats des Républiques du continent américain, les ministres et les ambassadeurs, le Souverain Pontife lui-même, le Vicaire du Prophète de l'Islám, le Dépositaire royal du Royaume de l'Imám caché, les monarques de la Chrétienté, ses patriarches, archevêques, évêques, prêtres et moines, les chefs reconnus des ordres sacerdotaux sunnites et shiahs, les grands prêtres de la Religion zoroastrienne, les philosophes, les chefs ecclésiastiques, les sages et les habitants de Constantinople - siège altier du Sultanat et du Califat -, la communauté toute entière des croyants déclarés des Religions zoroastrienne, juive, chrétienne et musulmane, le peuple du Bayán, les sages du monde, ses hommes de lettres, ses poètes, ses mystiques, ses commerçants, les représentants élus des peuples et les compatriotes mêmes de Bahá'u'lláh, tous ont été ... directement instruits des exhortations, des avertissements, appels, déclarations et prophéties qui constituent le thème de son appel solennel aux dirigeants de l'humanité... " " Si unique, si stupéfiante que fut cette proclamation, elle s'avéra n'être qu'un prélude à une manifestation encore plus extraordinaire du pouvoir créateur de son Auteur, et à ce qui peut prendre place comme l'acte le plus significatif de son ministère : la promulgation du Kitáb-i-Aqdas ". Dans cet ouvrage, le Très Saint Livre révélé en 1873, Bahá'u'lláh n'annonce pas seulement, une fois de plus, aux rois de la terre en général que " Celui qui est le Roi des Rois est apparu ", mais Il s'adresse aussi à chacun, des rois régnants par son nom respectif, et proclame aux " Gouvernants de l'Amérique et aux Présidents de ses Républiques " que " le Promis est venu ". Telle est la proclamation de Bahá'u'lláh au genre humain. Comme Il en témoigne lui-même : " Jamais, depuis le commencement du monde, Message n'a été proclamé aussi ouvertement ".
La célébration de cette période de centenaire prédestiné sera ouverte en septembre l967, pendant la fête de Mashíyyat, par la visite de quelques représentants choisis du monde bahá'í à la maison où fut révélée la Súriy-i-Mulúk historique, à Andrinople.
Suivant immédiatement cette pieuse et joyeuse visite, six congrès intercontinentaux auront lieu simultanément pendant le mois d'octobre, à Panama City, Wilmette, Sydney, Kampala, Francfort et la Nouvelle Delhi. L'Assemblée Spirituelle Nationale de chaque région où se déroulera un congrès en lancera la convocation et l'organisera. Les Mains de la Cause de Dieu qui représenteront la Maison Universelle de Justice à ces congrès seront les suivantes : à Panama City, Amatu'l-Bahá Rúhíyyih Khánum qui, à cette occasion, posera la première pierre du Temple ; à Wilmette, Leroy Ioas ; à Sydhey, Ugo Giachery ; à Kampala, 'Alí Akbar Furutan ; à Francfort, Paul Haney ; et à la Nouvelle Delhi Abu'l-Qasim Faizi.
Toutes les Assemblées Spirituelles Nationales sont invitées à prévoir des cérémonies convenables, sur les plans national et local, pendant la période d'ouverture du centenaire, en septembre et octobre 1967, ainsi qu'entre les congrès susmentionnés et le Ridván 1968, date à laquelle la deuxième Convention internationale aura lieu au Centre mondial pour élire la Maison Universelle de Justice.
La réussite dans l'exécution de ces plans, proportionnés aux ressources de la Communauté mondiale bahá'íe, constituera une commémoration digne de l'événement sacré qu'ils rappelleront.
Ces six congrès, de même que l'événement historique dont ils célébreront le centenaire, feront retentir les " premiers échos " d'une proclamation de la Cause de Dieu dont la période s'étendra aux dernières années du Plan de Neuf Ans et jusqu'au centenaire de la Révélation du Kitáb-i-Aqdas, en 1973, entreprise qui réclame une étude pleine d'ardeur et d'imagination de la part de toutes les Assemblées Spirituelles Nationales et Locales à travers le monde.
La scène internationale sera le témoin de conférences océaniques prévues par Shoghi Effendi. La première sera tenue pendant le mois d'août 1968 sur une île de la Méditerranée pour commémorer le voyage de Bahá'u'lláh sur cette mer, lorsqu'Il quitta Gallipoli, en Turquie, pour la Plus Grande Prison, à 'Akká, il y a cent ans. Au cours des années suivantes de ce Plan, d'autres conférences auront lieu dans l'Océan Atlantique, la Mer des Caraïbes, l'Océan Pacifique et l'Océan Indien.
En demandant aux Assemblées Spirituelles Nationales d'envisager maintenant la nomination de comités nationaux de proclamation, chargés d'établir des plans réalisables et efficaces pour la proclamation de la Foi pendant toute la période du centenaire, nous ne pourrions mieux faire que d'attirer leur attention sur le passage suivant tiré d'une lettre de notre Bien-Aimé Gardien et relative aux célébrations du centenaire de la naissance de l'Ere Bahá'íe : " Une campagne nationale sans précédent, soigneusement conçue, efficacement coordonnée, ayant pour but la proclamation du Message de Bahá'u'lláh, au moyen de discours, d'articles de presse et d'émissions radiophoniques, devrait être commencée au plus tôt et vigoureusement poursuivie. L'universalité de la Foi, ses buts et ses desseins, des extraits de son histoire dramatique, des témoignages de son pouvoir transformant ainsi que les traits distinctifs et les caractéristiques de son Ordre Mondial devraient être mis en relief et expliqués au grand public, et en particulier aux amis et aux dirigeants éminents qui sympathisent avec cette Cause ; ceux-ci devraient être abordés et invités à participer aux célébrations. Des conférences, des réunions, des banquets, des publications spéciales devraient, autant que possible et suivant les ressources dont disposent les croyants, faire connaître le caractère de ce joyeux Festival ".
Le processus majestueux mis en marche par notre Bien-Aimé Gardien en 1953, lorsqu'il engagea la Communauté mondiale bahá'íe, alors obscure et très clairsemée, à se lancer dans cette première et glorieuse Croisade, d'envergure mondiale, ce processus est en train d'acquérir de l'ampleur. Et la postérité pourrait bien contempler avec étonnement le schéma et l'armature d'un Ordre Mondial qui se développe, sous l'action d'une partie aussi réduite du genre humain et au sein d'un monde entravé par l'opposition, l'inimitié et la dislocation. Ce processus depuis longtemps promis, et animé par l'impulsion divine, doit suivre son évolution historique jusqu'à sa consommation finale, dans les gloires et les splendeurs de l'Ordre Mondial de Bahá'u'lláh, le Royaume de Dieu sur la terre.
LA MAISON UNIVERSELLE DE JUSTICE.
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