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Riḍván-Botschaft 1967 á Das Universale Haus der Gerechtigkeit á Bahá'í Verlag GmbH, Auflage 1.01-Online (1967)
Ridvan-Botschaft 1967
Zum Abschluß des dritten Jahres des Neunjahresplanes bestätigen wir mit dankbarem Herzen die
Zeichen göttlicher Gnade, mit denen Bahá'u'lláh überall die hingebungsvollen Bemühungen Seiner
Diener unfehlbar unterstützt und zum Ziele führt, und ohne Zögern geben wir unserem Vertrauen
Ausdruck, daß die Gemeinde des Größten Namens durch ihre Entschlossenheit und opferbereite
Anstrengung den vollkommenen Sieg herbeiführen kann und wird.
Im letzten Jahr wurde zur Bildung von elf neuen Nationalen Geistigen Räten an Ridván 1967
aufgerufen. Alle werden in dieser Ridván-Zeit gewählt werden. Wir heißen mit großer Freude die
folgenden Nationalen Geistigen Räte willkommen: Algerien und Tunesien mit Sitz in Algier; Republik
Kamerun mit Sitz in Victoria; Swasiland, Lesotho und Mosambik mit Sitz in Mbabane; Sambia mit
Sitz in Lusaka; Belize mit Sitz in Belize; Inseln unter und über dem Winde und Jungfern-Inseln mit
Sitz in Charlotte-Amalie; Ost- und Südarabien mit Sitz in Bahrein; Laos mit Sitz in Vientiane; Sikkim
mit Sitz in Gangtok; Taiwan mit Sitz in Taipeh; Gilbert- und Ellice-Inseln mit Sitz in Tarawa. Das
Weltzentrum des Glaubens wird bei jeder dieser Nationaltagungen durch eine Hand der Sache Gottes
vertreten sein, die eine Botschaft des Universalen Hauses der Gerechtigkeit überbringt, in der die neue
Nationale Gemeinde willkommen geheißen wird und ihren Anteil an den Zielen des Neunjahresplanes
zugewiesen bekommt.
Sichtbare Erfolge auf der ganzen Welt
An diesem Ridván-Fest werden einundachtzig der 108 Nationalen Geistigen Räte und mehr als
sechstausend der 13 737 örtlichen Geistigen Räte, die bis 1973 errichtet werden müssen, gebildet sein;
von den erforderlichen 54 102 Bahá'í-Zentren sind 28 217 erreicht; fünfzehn der fünfundsechzig
geforderten Nationalen Eintragungen wurden erzielt; siebzehn der zweiundfünfzig Nationalen
.Ha.zíratu'l-Quds, sieben der zweiundsechzig Tempelgelände, dreizehn der vierundfünfzig Nationalen
Stiftungen, vierzehn der zweiunddreißig Lehrinstitute wurden erworben; von den 973 im Plan
geforderten örtlichen Eintragungen wurden 123 erfüllt; von den erworbenen örtlichen .Ha.zíratu'l-
Quds befinden sich vierundzwanzig in Indien, siebzehn in Kenia, neun in Uganda, zwei in Südafrika,
zwei in der Türkei und eine Anzahl im Kongo (Kinshasa); Land für acht weitere wurde in Kenia
gekauft, Land für vier in Kamerun, für zwei in Pakistan und für eines in Mauritius; in acht Ländern
wurden örtliche Stiftungen zusätzlich zu den im Plan geforderten erworben.
Island, Korea, Liberia, Luxemburg und Rhodesien anerkennen nun die Bahá'í-Heiratsurkunde; die
Dominikanische Republik, Guayana, Hawaii, Island, Italien, Kenia und Luxemburg anerkennen die
Bahá'í-Feiertage. In Liberia wurde eine Sommerschule errichtet, eine weitere - über die Erfordernisse
des Planes hinaus - in Kanada; Land für weitere Sommerschulen wurde in Argentinien, Äthiopien und
Samoa gekauft. Die Liste der Sprachen, in denen Bahá'í-Literatur zur Verfügung steht, wurde um
fünfundzwanzig neue erweitert, wodurch die Gesamtzahl auf 397 angewachsen ist. Die Anzahl der
dem Glauben erschlossenen Gebiete hat 311 erreicht, einschließlich der kürzlich neu erschlossenen
Gebiete Chiloé-Archipel, Bonaire, Phoenix-Inseln und St. Martin sowie zweier Gebiete, die zusätzlich
zum Plan erschlossen wurden: der Melville-Insel in Australasien und Montserrat von den Inseln über
dem Winde.
Nach immer wieder vereitelten Bemühungen ist es dem Nationalen Geistigen Rat von Persien jetzt
doch gelungen, in den Besitz der historischen Festung von Chihríq zu kommen, jener unwirtlichen,
einsamen Zitadelle, welche die letzte irdische Heimstatt des Gesegneten Báb war und von der aus Er
zu Seinem Märtyrertod nach Tabríz geführt wurde. Die Verwirklichung der schon lange gesuchten
Anerkennung des Glaubens in Italien bedeutet einen wunderbaren Sieg, der nicht nur zur Eintragung
des Nationalen Geistigen Rates, sondern auch aller örtlichen Geistigen Räte in Italien geführt und es
ermöglicht hat, daß dort ein Bahá'í-Verlag gegründet werden kann. In Island wurde der Glaube als eine
der isländischen Religionen anerkannt. Dies bedeutet nicht nur die Eintragung des örtlichen Geistigen
Rates von Reykjavik, sondern ermöglicht es dem Vorsitzenden dieses Geistigen Rates, Bahá'í-
Trauungen und Bahá'í-Beerdigungen durchzuführen; außerdem befreit es den Glauben von
bestimmten Steuern, erlaubt die Einhaltung von Bahá'í-Feiertagen und ebnet den Weg für die
Eintragung des Nationalen Geistigen Rates jenes Landes, wenn er einst gebildet sein wird. Die volle
Anzahl von örtlichen Geistigen Räten, Gruppen und Zentren, die im Plan gefordert werden, wurde in
dreiundfünfzig Gebieten und Inseln unter der Leitung von sechsundzwanzig Nationalen Geistigen
Räten bereits erreicht; fünf Gebiete haben die erforderliche Anzahl von örtlichen Geistigen Räten
gebildet, und sieben haben die festgelegte Zahl von Zentren errichtet.
Seit vor einem Jahr der Aufruf dazu erging, wurden über alle fünf Kontinente hin internationale
Lehrreisen unternommen unter Einschluß fast aller nationalen Gemeinden. Achtundsiebzig
Reisevorhaben wurden in Europa durchgeführt, dreiundvierzig in Amerika, siebenundzwanzig in
Asien, fünfundzwanzig in Australasien, so daß sich unter Einrechnung der Lehrreisen in Afrika eine
Gesamtzahl von etwa zweihundert ergibt. Es besteht große Hoffnung, daß diese anspornende
Tätigkeit, die dem Herzen des geliebten Meisters so teuer war, beständig weiter ausgebaut wird.
Ein unaufhaltsamer geistiger Kraftstrom
Der Erhaltung und Festigung all dieser sichtbaren Erfolge dient eine ununterbrochene Lehr- und
Verwaltungstätigkeit auf der ganzen Welt, eine nie endende Bewegung innerhalb der Bahá'í-Gemeinde
- vergleichbar dem unaufhörlichen Anbranden der Meereswellen - , die die eigentliche Ursache ihres
Wachstums darstellt. Nationale und örtliche Geistige Räte suchen nach Lösungen für schwierige
Probleme, entwerfen neue Pläne, nehmen die Verantwortung für eine zahlen- und bewußtseinsmäßig
wachsende Gemeinde auf sich; Ausschüsse bemühen sich, die gesetzten Ziele zu erfüllen; die Bahá'í-
Jugend befindet sich in eifriger, hingebungsvoller Tätigkeit; einzelne Bahá'í und ganze Familien setzen
ihre Bemühungen für die Sache ein, um die Botschaft weiterzugeben oder Heimkreise abzuhalten - all
dieser ständig erbrachte Dienst zieht die Bestätigungen Bahá'u'lláhs auf sich, und je mehr er von
Gebeten und intensiver Einsatzbereitschaft begleitet wird, je mehr er sich auch ausdehnt, desto stärker
wird der geistige Kraftstrom, der aus diesem Dienen in die Welt einfließt, dem keine Macht auf Erden
widerstehen kann und der schließlich den vollständigen Sieg der Sache bringen wird. Diese organische
Lebendigkeit des Glaubens ist am Weltzentrum deutlich zu spüren, und wir wünschen jedem
Gläubigen, daß er an dem Auftrieb teilhat, den sie verleiht.
Aufgaben am Weltzentrum
Im Weltzentrum des Glaubens wurde die Kodifizierung des Kitáb-i-Aqdas und die Vergleichung
anderer wesentlicher Texte fortgesetzt. Die überaus wichtige Aufgabe der Ausarbeitung der Verfassung
des Universalen Hauses der Gerechtigkeit ist weit vorangeschritten. Die Anlage und Erweiterung der
Gärten, die die Heiligen Schreine in Haifa und Bahjí umgeben, nehmen ihren Fortgang. Die
Veröffentlichung von The Bahá'í World, Band XIII, wurde in die Wege geleitet; das Buch umfaßt die
neun Jahre von 1954 bis 1963, also beinahe den gesamten Abschnitt des Zehnjahres-Kreuzzuges, und
enthält einen ausführlichen Artikel über den geliebten Hüter von `Amatu'l-Bahá Rú.híyyih Khánum.
Der planvolle Ausbau der Beziehungen zu den Vereinten Nationen wird tatkräftig verfolgt. Eine
wichtige zusätzliche Leistung bedeutet die Errichtung eines Internationalen Bahá'í-Bild- und
Tonarchivs, dessen Aufgabe es ist, allen Nationalen Geistigen Räten Lehr- und Vertiefungsmaterial zur
Verfügung zu stellen sowie Bild- und Tonberichte aufzubewahren und karteimäßig zu erfassen.
Der Dienst der Hände der Sache
Die Dienste der geliebten Hände der Sache haben während des ganzen Jahres ein unerschöpfliches
Licht ausgestrahlt. Die ständige Ermutigung, die sie den Nationalen Geistigen Räten und den
Gläubigen auf der ganzen Welt gegeben haben, die Ziele des Planes zu verfolgen und ein tieferes
Verständnis für die wahre Bedeutung der Offenbarung Bahá'u'lláhs zu gewinnen, trägt nicht wenig
zum Fortschritt des Planes bei und muß eine dauerhafte Wirkung auf die Entwicklung der Bahá'í-
Gemeinde ausüben. Diese wenigen tapferen, hingebungsvollen Gläubigen, deren Platz in der
Geschichte aufgrund ihrer Ernennung zu diesem hohen Amt für immer gesichert ist, sind wirklich ein
kostbares Erbe, das uns von unserem geliebten Hüter hinterlassen wurde, und im Lauf der Jahre
kommen zu der Ehrerbietung und Achtung, die ihnen aufgrund ihres erhabenen Ranges zustehen,
immer mehr die Liebe und die Bewunderung der Freunde hinzu, die sie durch ihre unermüdlichen
Dienste hervorrufen.
Aufgrund besonderer Erfordernisse wurden beim Einsatz der Hände in diesem Jahr zwei
Veränderungen vorgenommen: Hand der Sache John Robarts kehrte in die westliche Hemisphäre
zurück und nimmt einen besonderen Auftrag in seinem Geburtsland Kanada wahr, und Hand der Sache
William Sears ging wieder nach Afrika. Außerdem geben wir mit Freude bekannt, daß Hand der Sache
.Tarázu'lláh Samandarí, dessen Augen durch den Anblick Bahá'u'lláhs gesegnet wurden, das
Universale Haus der Gerechtigkeit bei der Interkontinentalen Konferenz in Chicago anstelle der
verstorbenen Hand der Sache Leroy Ioas vertreten wird.
Das Haus der Andacht in Panama
Auf internationaler Ebene hat das große Projekt des Tempels von Panama mit der Auswahl eines
Entwurfs begonnen, der von dem englischen Architekten Peter Tillotson stammt. Herr Robert
McLaughlin, ehemaliges Mitglied des Nationalen Geistigen Rates der Vereinigten Staaten und
emeritierter Dekan der Akademie für Architektur an der Princeton-Universität, der auch im
technischen Beratungsausschuß für den Innenausbau des Muttertempels des Westens in Wilmette
mitgearbeitet hat, wurde zum architektonischen Berater des Universalen Hauses der Gerechtigkeit bei
der Erbauung des Tempels ernannt. Er und Herr Tillotson haben das Baugelände gemeinsam
aufgesucht und arbeiten in enger Gemeinschaft zusammen. Bilder und Zeichnungen des neuen
Tempels werden in Kürze veröffentlicht, und die Freunde werden über die Fortschritte beim Bau
dieses Hauses der Andacht auf dem laufenden gehalten, das »zwischen den zwei großen Ozeanen
liegt«, einem Ort, der - wie `Abdu'l-Bahá andeutete - in Zukunft große Bedeutung erlangen wird und
von wo aus die einmal angenommenen Lehren »den Osten und den Westen, den Norden und den
Süden vereinigen werden«.
Noch immer dringender Bedarf an Pionieren
Die segensreichen Auswirkungen der großartigen Pionierleistung aus dem zweiten Jahr des Planes
werden jetzt mehr und mehr fühlbar, aber trotzdem sind Pioniere noch dringend vonnöten, und sie
werden auch weiterhin in allen Teilen der Welt gebraucht, nicht nur für die Festigung und Entwicklung
des Glaubens in den neu gewonnenen Gebieten, sondern auch für die Gebiete, die während der
Eröffnungsjahre des Planes wieder eröffnet wurden. Der unmittelbare Bedarf umfaßt 209 Pioniere für
siebenundachtzig Länder und Territorien, die auf der beiliegenden Liste aufgeführt sind, und der
Aufruf gilt nun der schnellen Erfüllung dieser Aufgabe. Der Einsatz auf diesem höchst verdienstvollen
Gebiet steht jedem Gläubigen offen, und alle, die diesem besonderen Aufruf folgen wollen, werden
gebeten, die Liste der Länder und Territorien durchzusehen und sich bei ihrem Nationalen Rat zu
melden. Nähere Einzelheiten über die Erfordernisse in jedem Land sind den zuständigen Nationalen
Geistigen Räten und den Pionierausschüssen zugeschickt worden.
Eine starke Heimatfront - die Grundlage für die Ausbreitung
Der ständige Bedarf an Pionieren und ebenso die herannahende weltweite Proklamationszeit machen
es unerläßlich, auf jedem Kontinent den Heimatfronten besondere Aufmerksamkeit zu widmen, denn
aus ihnen kommen die Mitarbeiter und die administrative Erfahrung, sie sind die solide Grundlage,
von der die ganze Ausbreitung sowohl im Heimatland wie im Ausland ihren Ausgang nimmt. An der
Heimatfront steht der größte Zuwachs an Geistigen Räten, Gruppen und neuen Gläubigen an, und
diese Aufgabe muß tatkräftig verfolgt werden. Einige Nationale Geistige Räte haben diese wichtigen
Ziele in Abschnitte unterteilt, wovon in jedem Jahr eine bestimmte Anzahl erfüllt werden soll,
wodurch eine geplante und anpassungsfähige Inangriffnahme der Gesamterfordernisse gewährleistet
wird. Solch ein systematisches, entschlossenes Angehen der Ziele an der Heimatfront ist sehr
empfehlenswert.
Der Bahá'í-Fonds - unsere Ehre und unsere Herausforderung
Die drängenden, ständig wachsenden Bedürfnisse des Bahá'í-Fonds werden hiermit allen Gläubigen
ins Bewußtsein gerufen. Große Vorhaben sind bereits in der Ausführung begriffen und stehen noch vor
uns, die reiche Geldmittel zu ihrer Verwirklichung benötigen. Das Haus der Andacht in Panama - der
erste der beiden im Neunjahresplan zu errichtenden Bauten; die Verschönerung und der Ausbau des
Weltzentrums selbst mit einer notwendigen und unvermeidlichen Erweiterung, um den wachsenden
Bedürfnissen des Glaubens zu entsprechen; die Unterstützung der lebenswichtigen Lehrprogramme in
vielen Teilen der Welt; die Errichtung und Entwicklung neuer Nationaler Geistiger Räte - all dies
bedarf dringend der Unterstützung der Freunde von überall her durch anhaltendes, aufopferndes
Spenden. In dem Maße, wie die Inflation sich über die ganze Welt ausbreitet, wird das von ihr
bedingte Anwachsen der Lebenshaltungskosten, zumindest in den wohlhabenderen Ländern, durch
entsprechend steigende Einkommen ausgeglichen. Die Ausgaben des Bahá'í-Fonds werden durch
diesen inflationären Zustand unweigerlich hart betroffen, was nur durch Spenden - sowohl größerer
Beträge als auch von einer größeren Zahl von Spendern - ausgeglichen werden kann. Das Haus der
Gerechtigkeit ist der Ansicht, daß die finanziellen Bedürfnisse der Sache durch universelle Beteiligung
beim Geben gedeckt werden sollten, und fordert deshalb die Nationalen und örtlichen Räte
eindringlich auf, dieses Ziel kraftvoll und ideenreich zu verfolgen, wobei den Freunden die Bitte des
geliebten Hüters an alle Gläubige ins Gedächtnis gerufen wird, »daß jeder ohne Zögern gemäß seinen
Verhältnissen seinen Anteil auf dem Altar des Bahá'í-Opfers niederlegen sollte«. Die Tatsache, daß nur
wir Bahá'í für die Sache spenden dürfen, ist unsere Ehre ebenso wie unsere Herausforderung.
Beginn der weltweiten Verkündigung
Indem wir uns dem dritten Abschnitt des Neunjahresplanes nähern, eröffnet sich vor uns der Ausblick
auf unerhörte Möglichkeiten, die das Herz jedes überzeugten Anhängers Bahá'u'lláhs höher schlagen
lassen. Über ein Jahrhundert lang haben wir uns abgemüht, den Glauben zu lehren; heldenhafte Opfer,
hingebungsvolle Dienste, ungeheure Anstrengungen wurden erbracht, um Außenposten des Glaubens
in den wichtigsten Ländern, Territorien und Inseln dieses Erdballs zu errichten und das Rahmenwerk
der administrativen Ordnung rund um den Planeten aufzubauen. Doch bleibt der Glaube Bahá'u'lláhs
der Mehrzahl der Menschen bis jetzt noch immer unbekannt. Nun endlich, endlich wird die weltweite
Gemeinde des Größten Namens aufgerufen, auf dem ganzen Erdball jeder Schicht der menschlichen
Gesellschaft in einem anhaltenden, intensiven Feldzug die heilende Botschaft zu verkünden, daß der
Verheißene erschienen ist und daß Zweck und Absicht Seiner Offenbarung das Wohlergehen und die
Einheit der Menschheit sind. Dieser Feldzug, der sich über eine lange Zeit erstrecken wird, der im
kommenden Oktober zur Erinnerung an die hundertjährige Wiederkehr des von Bahá'u'lláh gegebenen
»Auftaktes« Seiner Verkündigung beginnen und in den verbleibenden Jahren des Neunjahresplanes an
Antriebskraft gewinnen wird, kann sehr wohl die Speerspitze für andere Pläne werden, zu denen
nacheinander aufgerufen wird, bis die Menschheit ihren Erlöser und Herrn erkannt und dankbar
angenommen hat.
Vor hundert Jahren wandte sich Bahá'u'lláh selbst an die Könige, Regenten, Religionsführer und
Völker der Welt. Das Universale Haus der Gerechtigkeit empfindet es als seine heilige Pflicht, die
Aufmerksamkeit der Führer der heutigen Welt auf jene Botschaft zu lenken. Es wird ihnen deshalb den
wesentlichen Inhalt der Verkündigung Bahá'u'lláhs in Buchform überreichen. Das Buch trägt den Titel
Die Verkündigung Bahá'u'lláhs, und eine Sonderausgabe wird den Oberhäuptern der Staaten während
der Eröffnung der Proklamationszeit zugeleitet werden. Eine allgemeine Ausgabe wird den Freunden
in Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch und Spanisch zur Verfügung gestellt.
Die Hände der Sache Gottes `Amatu'l-Bahá Rú.híyyih Khánum, Ugo Giachery, .Tarázu'lláh
Samandarí, `Alí-Akbar Furútan, Paul Haney, `Abú'l-Qásim Faizí, die das Universale Haus der
Gerechtigkeit bei den Interkontinentalen Konferenzen im Oktober in Panama, Sydney, Chicago,
Kampala, Frankfurt und Neu-Delhi vertreten, werden im September ein paar Tage vor dem
Neunzehntagefest Mashíyyat (Wille) im Weltzentrum zusammenkommen. Die Mitglieder des
Universalen Hauses der Gerechtigkeit werden sich mit diesen Händen im Gebet am Schrein
Bahá'u'lláhs in Bahjí vereinen und dann mit ihnen gemeinsam im Landhaus beraten. Von jenem
heiligen Ort aus werden diese Hände der Sache im Namen der gesamten Bahá'í-Welt eine besondere
Pilgerreise nach Adrianopel machen, wo die Súriy-i-Mulúk offenbart wurde. Einhundert Jahre nach
dem historischen Ereignis, dessen zu gedenken ihr Ziel ist, werden sie am 27. September im Hause
Bahá'u'lláhs zu Gebet und Meditation zusammenkommen, während gleichzeitig die Mitglieder des
Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Heiligsten Schrein in Bahjí zur gleichen Gedenkandacht
zusammentreten und für den Erfolg der Konferenzen und der Proklamationsprogramme beten werden.
Die gesamte Bahá'í-Welt wird in der Zeit zwischen den Konferenzen und Ridván 1968 der
hundertjährigen Wiederkehr der Eröffnung jenes wundervollen Zeitabschnittes in der
Menschheitsgeschichte gedenken, als die Wolken der göttlichen Gnade ihre Schätze in
verschwenderischer Fülle über die Menschen ergossen und die Tore des Königreiches weit
aufgestoßen wurden, um jedem, der Augen hatte, zu sehen, einen neuen Himmel und eine neue Erde
zu enthüllen sowie das neue Jerusalem, das von Gott herniedergekommen ist.
Die Interkontinentalen Konferenzen
Gleich nach dem Mashíyyat-Fest werden die Hände der Sache von Adrianopel aus zu ihren
Konferenzen reisen, jede mit dem kostbaren Schatz einer Fotografie der Gesegneten Schönheit, und es
wird das Vorrecht der Konferenzteilnehmer sein, diese Fotografie zu sehen. Diese hochverdienten
Hände werden im eigenen Namen zu der Konferenz sprechen, an der sie teilnehmen, und jeder
Konferenz eine Botschaft des Universalen Hauses der Gerechtigkeit als dessen Vertreter überbringen.
Diese sechs Konferenzen, die zum Gedenken an den Beginn von Bahá'u'lláhs eigener Verkündigung
einberufen wurden und eine Zeit der Verkündigung Seiner Botschaft durch die Gesamtheit Seiner
Anhänger einleiten, werden ganz ohne Zweifel wieder einmal den Geist der Freude bezeugen, der
solche Zusammenkünfte der Freunde belebt; sie werden sie in ihrer Entschlossenheit bestärken, jede
denkbare Maßnahme oder Möglichkeit zu ergreifen, um den göttlichen Ruf erschallen zu lassen.
Geehrt durch die Anwesenheit von Händen der Sache, werden diese Konferenzen - Brennpunkte der
Liebe und Gebete der Freunde allüberall, Magnete, die jene geistigen Kräfte anziehen, welche allein
ihre Arbeit bestätigen können - so steht es vertrauensvoll zu hoffen, mächtige Quellen der Einheit,
geistiger Beschwingtheit und realistischer Planung sein. An die Nationalen Geistigen Räte ergeht der
Ruf, dafür Sorge zu tragen, daß sie bei der auf ihrem Kontinent stattfindenden Konferenz vertreten
sind, damit sie ihre Pläne für die Proklamation mit anderen Nationalen Geistigen Räten austauschen
und mit ihnen die noch verbleibenden Ziele des Neunjahresplanes besprechen können.
All denjenigen Freunden in so vielen Ländern, die in unterschiedlichem Maße unter Beschränkungen
und Unterdrückung zu leiden haben, so daß öffentliche Gedenkveranstaltungen und anschließende
Proklamationsprogramme entweder ganz unmöglich sind oder doch stark beeinträchtigt werden,
senden wir eine besondere Botschaft der Liebe und Zuversicht. Ihnen übermitteln wir die Liebe und
Bewunderung ihrer Mitgläubigen, die aus Dankbarkeit für ihre größere Freiheit fest entschlossen sind,
zur Verkündigung der göttlichen Botschaft solche Fanfarenstöße erklingen zu lassen, daß damit sehr
wohl der Weg zur Befreiung des ganzen Glaubens bereitet werden kann.
Proklamation und Lehren gehen Hand in Hand
Weltweite Verkündigung - das unbekannte Meer, auf das wir uns bald hinauswagen müssen - wird
unserer Arbeit eine neue Dimension hinzufügen, die nach und nach den Zwillingsvorgang der
Ausbreitung und Festigung ergänzen und weiter verstärken wird. Diese neue Struktur des Lehrens, die
sich schon so bald nach Vollendung des Gesamtrahmens der Verwaltungsordnung herausschält, kann
zum Werkzeug für die Verbesserung der lebenswichtigen Festigungsarbeit werden und außerdem die
in einhundert Jahren - und ganz besonders seit dem Aufruf des geliebten Hüters zu systematischem,
planvollem Vorgehen - gewonnene Lehrerfahrung noch mehr zur Geltung bringen. Deshalb muß in
allen Ländern, in denen wir die Freiheit haben, unsere Religion in die Öffentlichkeit zu tragen, diese
Aufgabe ein Teil unserer regulären Arbeit werden; sie muß im Budget berücksichtigt sein, nationalen
und örtlichen Ausschüssen zugewiesen werden, damit sie sich bemühen, sie zu erfüllen und vor allem
mit den laufenden Programmen zur Erreichung der Ziele des Neunjahresplanes abstimmen. Jede
Bemühung zur Proklamation muß lehrmäßig unterstützt werden, besonders auf örtlicher Ebene, wo
öffentliche Ankündigungen auf solche Bemühungen abgestimmt sein sollten. Diese Abstimmung ist
von entscheidender Bedeutung, denn nichts wäre enttäuschender, als daß Tausende vom Glauben
hören und dann nicht wissen, wo sie nähere Auskunft erhalten können.
Die Natur der Vertiefung
Der geliebte Hüter schrieb: »Danach zu streben, ein besseres Verständnis der Bedeutung der
überwältigenden Offenbarung Bahá'u'lláhs zu gewinnen, bleibt, und das ist meine unerschütterliche
Überzeugung, die oberste Verpflichtung und der Zweck der beständigen Bemühungen jedes einzelnen
ihrer treuen Anhänger« - eine Feststellung, welche die Verpflichtung zur Vertiefung in der Sache
jedem Gläubigen fest auferlegt. Deshalb möchten wir hier eher zur Natur der Vertiefung Stellung
nehmen als zu der Frage, ob ihre Fortführung wünschenswert sei.
Eine ins einzelne gehende, genaue Kenntnis des derzeitigen Aufbaues der Bahá'í-Administration oder
der Satzungen von Nationalen und örtlichen Geistigen Räten oder der zahlreichen und vielfältigen
Anwendungsmöglichkeiten des Bahá'í-Gesetzes unter den verschiedenartigen Umständen, die hier und
dort auf der Welt herrschen, ist zwar durchaus wertvoll, doch kann sie nicht als die Art von Kenntnis
angesehen werden, die mit Vertiefung in erster Linie gemeint ist. Worum es geht, ist vielmehr ein
klareres Erfassen der Absicht Gottes für den Menschen, vor allem Seiner unmittelbaren Absicht, wie
sie von Bahá'u'lláh offenbart und aufgezeigt wurde - eine Absicht, die mit den geläufigen
Vorstellungen von menschlichem Glück und Wohlergehen überhaupt nichts gemein hat. Wir sollten
ständig auf der Hut sein, damit nicht das Geglitzer und Geflimmer einer im Überfluß lebenden
Gesellschaft uns dazu verführt anzunehmen, daß oberflächliche Ausrichtung auf die moderne Welt,
wie sie von humanitären Bewegungen erträumt oder als Politik erleuchteter Staatskunst öffentlich
verkündet wird - wie zum Beispiel, daß alle Mitglieder der menschlichen Rasse in den Genuß eines
hohen Lebensstandards, bester Erziehung, medizinischer Betreuung und technischen Knowhows
kommen - schon an sich den herrlichen Auftrag Bahá'u'lláhs erfüllen. Weit gefehlt! Dies sind alles
Dinge, die uns zufallen werden, wenn wir erst das Königreich Gottes suchen, die aber nicht von sich
aus erklären, warum der Báb Sein Leben gab, warum Bahá'u'lláh solche Leiden auf sich nahm, wie sie
nie jemand vor Ihm ertragen hat, warum der Meister und nach Ihm der Hüter ihre Prüfungen und
Trübsale mit solch übermenschlicher Kraft überwanden. Weit tiefer und grundlegender war ihre
Schau, die bis zum tiefsten Sinn des menschlichen Lebens vordrang. Dies wird am deutlichsten, wenn
wir den Freunden einige der Aussagen Shoghi Effendis vor Augen führen, die er in seiner gestochen
scharfen Abhandlung Das Ziel: die neue Weltordnung formuliert hat. Er schreibt: »Der Grundsatz der
Einheit der Menschheit ... verlangt eine organische, strukturelle Veränderung der heutigen
Gesellschaft, eine Veränderung, wie sie die Welt noch nicht erlebt hat.« Indem er von den
»epochemachenden Umwälzungen, die die größten Marksteine in der Geschichte der menschlichen
Zivilisation darstellen«, spricht, führt er aus, daß »... sie, im richtigen Verhältnis betrachtet, nicht
anders denn als untergeordnete Anpassungsvorgänge zu sehen sind und nur als Vorspiel zu der
unvorstellbar herrlichen Verwandlung größten Ausmaßes, die die Menschheit in diesem Zeitalter
notwendigerweise durchmachen muß.« In einer späteren Schrift sagt er über die künftige Zivilisation,
die von Bahá'u'lláh errichtet wird, daß sie ausgestattet ist »... mit einer Lebensfülle, wie sie die Welt
noch nicht gesehen hat oder sich bisher überhaupt vorstellen kann.«
Geliebte Freunde, dies ist das Thema, das wir bei unseren Bemühungen, uns in der Sache zu vertiefen,
verfolgen müssen. Was ist die Absicht Bahá'u'lláhs für die Menschheit? Zu welchem Endzweck
unterwarf Er sich den erschreckenden Grausamkeiten und schimpflichen Behandlungen, die auf Ihn
gehäuft wurden? Was meint Er mit »einer neuen Menschenrasse«? Welches sind die tiefgreifenden
Umgestaltungen, die Er herbeiführen wird? Die Antworten finden sich in den Heiligen Schriften
unseres Glaubens und in ihren Auslegungen durch `Abdu'l-Bahá und unseren geliebten Hüter. Mögen
die Freunde sich in dieses Meer versenken, mögen sie regelmäßig Studienabende für dessen ständige
Betrachtung abhalten, und mögen sie zur Stärkung ihrer Bemühungen gewissenhaft das tägliche Gebet
und das tägliche Lesen des Wortes Gottes beachten, das Bahá'u'lláh allen Bahá'í vorgeschrieben hat.
Die gebieterische Notwendigkeit, sich in der Sache zu vertiefen
Dieses hingebungsvolle Bemühen der Freunde, sich in der Sache zu vertiefen, wird jetzt mit dem
Herannahen des Proklamationsprogramms zur gebieterischen Notwendigkeit. Je mehr dieses
Programm seine Wirkung zeigt, desto stärker wird sich die Aufmerksamkeit auf den Anspruch
Bahá'u'lláhs richten und desto mehr muß mit Widerstand gerechnet werden. »Wie groß, wie überaus
groß ist diese Sache!« schrieb der Meister, »Wie heftig wird der Angriff aller Völker und Geschlechter
der Erde. Bald wird nah und fern das Geschrei der Massen in ganz Afrika, ganz Amerika, der
Kampfruf der Europäer und der Türken, das Murren Indiens und Chinas zu hören sein. Wie ein Mann
und mit all ihrer Macht werden sie sich erheben, um Seiner Sache zu widerstehen. Dann werden die
Ritter des Herrn mit dem Beistand Seiner Gnade aus der Höhe, gestählt im Glauben, unterstützt durch
die Macht der Erkenntnis und verstärkt durch die Legionen des Bündnisses, sich erheben und die
Wahrheit des Verses offenbaren: `Sehet die Verwirrung, die die Scharen der Besiegten befallen hat!`«
Eingedenk der zahllosen Äußerungen göttlicher Liebe, die sich in unseren Schriften finden, und im
Bewußtsein der außerordentlichen Natur der Krise, der sich die Menschheit gegenübergestellt sieht,
rufen wir die Freunde auf, sich der Größe dessen, was an diesem Tage von uns erwartet wird, ganz neu
bewußt zu werden. Wir rufen in die Erinnerung zurück, daß die Gesegnete Schönheit Bahá'u'lláh, wie
auch Sein »über alles Geliebter« vor Ihm und `Abdu'l-Bahá nach Ihm, Ihre Leiden in dieser Welt auf
sich nahmen, damit die Menschheit von materiellen Fesseln befreit werde und »wahre Freiheit
erlange«, »blühen und gedeihen möge«, »dauernde Freude erfahre und von Glückseligkeit erfüllt
werde«, und wir beten darum, daß die Anstrengungen der Freunde das Mittel sein mögen, durch das
diese Herrlichkeit und dieses Glück sich schnell erfüllen.
Ridvan-Botschaft 1967
Zum Abschluß des dritten Jahres des Neunjahresplanes bestätigen wir mit dankbarem Herzen die
Zeichen göttlicher Gnade, mit denen Bahá'u'lláh überall die hingebungsvollen Bemühungen Seiner
Diener unfehlbar unterstützt und zum Ziele führt, und ohne Zögern geben wir unserem Vertrauen
Ausdruck, daß die Gemeinde des Größten Namens durch ihre Entschlossenheit und opferbereite
Anstrengung den vollkommenen Sieg herbeiführen kann und wird.
Im letzten Jahr wurde zur Bildung von elf neuen Nationalen Geistigen Räten an Ridván 1967
aufgerufen. Alle werden in dieser Ridván-Zeit gewählt werden. Wir heißen mit großer Freude die
folgenden Nationalen Geistigen Räte willkommen: Algerien und Tunesien mit Sitz in Algier; Republik
Kamerun mit Sitz in Victoria; Swasiland, Lesotho und Mosambik mit Sitz in Mbabane; Sambia mit
Sitz in Lusaka; Belize mit Sitz in Belize; Inseln unter und über dem Winde und Jungfern-Inseln mit
Sitz in Charlotte-Amalie; Ost- und Südarabien mit Sitz in Bahrein; Laos mit Sitz in Vientiane; Sikkim
mit Sitz in Gangtok; Taiwan mit Sitz in Taipeh; Gilbert- und Ellice-Inseln mit Sitz in Tarawa. Das
Weltzentrum des Glaubens wird bei jeder dieser Nationaltagungen durch eine Hand der Sache Gottes
vertreten sein, die eine Botschaft des Universalen Hauses der Gerechtigkeit überbringt, in der die neue
Nationale Gemeinde willkommen geheißen wird und ihren Anteil an den Zielen des Neunjahresplanes
zugewiesen bekommt.
Sichtbare Erfolge auf der ganzen Welt
An diesem Ridván-Fest werden einundachtzig der 108 Nationalen Geistigen Räte und mehr als
sechstausend der 13 737 örtlichen Geistigen Räte, die bis 1973 errichtet werden müssen, gebildet sein;
von den erforderlichen 54 102 Bahá'í-Zentren sind 28 217 erreicht; fünfzehn der fünfundsechzig
geforderten Nationalen Eintragungen wurden erzielt; siebzehn der zweiundfünfzig Nationalen
.Ha.zíratu'l-Quds, sieben der zweiundsechzig Tempelgelände, dreizehn der vierundfünfzig Nationalen
Stiftungen, vierzehn der zweiunddreißig Lehrinstitute wurden erworben; von den 973 im Plan
geforderten örtlichen Eintragungen wurden 123 erfüllt; von den erworbenen örtlichen .Ha.zíratu'l-
Quds befinden sich vierundzwanzig in Indien, siebzehn in Kenia, neun in Uganda, zwei in Südafrika,
zwei in der Türkei und eine Anzahl im Kongo (Kinshasa); Land für acht weitere wurde in Kenia
gekauft, Land für vier in Kamerun, für zwei in Pakistan und für eines in Mauritius; in acht Ländern
wurden örtliche Stiftungen zusätzlich zu den im Plan geforderten erworben.
Island, Korea, Liberia, Luxemburg und Rhodesien anerkennen nun die Bahá'í-Heiratsurkunde; die
Dominikanische Republik, Guayana, Hawaii, Island, Italien, Kenia und Luxemburg anerkennen die
Bahá'í-Feiertage. In Liberia wurde eine Sommerschule errichtet, eine weitere - über die Erfordernisse
des Planes hinaus - in Kanada; Land für weitere Sommerschulen wurde in Argentinien, Äthiopien und
Samoa gekauft. Die Liste der Sprachen, in denen Bahá'í-Literatur zur Verfügung steht, wurde um
fünfundzwanzig neue erweitert, wodurch die Gesamtzahl auf 397 angewachsen ist. Die Anzahl der
dem Glauben erschlossenen Gebiete hat 311 erreicht, einschließlich der kürzlich neu erschlossenen
Gebiete Chiloé-Archipel, Bonaire, Phoenix-Inseln und St. Martin sowie zweier Gebiete, die zusätzlich
zum Plan erschlossen wurden: der Melville-Insel in Australasien und Montserrat von den Inseln über
dem Winde.
Nach immer wieder vereitelten Bemühungen ist es dem Nationalen Geistigen Rat von Persien jetzt
doch gelungen, in den Besitz der historischen Festung von Chihríq zu kommen, jener unwirtlichen,
einsamen Zitadelle, welche die letzte irdische Heimstatt des Gesegneten Báb war und von der aus Er
zu Seinem Märtyrertod nach Tabríz geführt wurde. Die Verwirklichung der schon lange gesuchten
Anerkennung des Glaubens in Italien bedeutet einen wunderbaren Sieg, der nicht nur zur Eintragung
des Nationalen Geistigen Rates, sondern auch aller örtlichen Geistigen Räte in Italien geführt und es
ermöglicht hat, daß dort ein Bahá'í-Verlag gegründet werden kann. In Island wurde der Glaube als eine
der isländischen Religionen anerkannt. Dies bedeutet nicht nur die Eintragung des örtlichen Geistigen
Rates von Reykjavik, sondern ermöglicht es dem Vorsitzenden dieses Geistigen Rates, Bahá'í-
Trauungen und Bahá'í-Beerdigungen durchzuführen; außerdem befreit es den Glauben von
bestimmten Steuern, erlaubt die Einhaltung von Bahá'í-Feiertagen und ebnet den Weg für die
Eintragung des Nationalen Geistigen Rates jenes Landes, wenn er einst gebildet sein wird. Die volle
Anzahl von örtlichen Geistigen Räten, Gruppen und Zentren, die im Plan gefordert werden, wurde in
dreiundfünfzig Gebieten und Inseln unter der Leitung von sechsundzwanzig Nationalen Geistigen
Räten bereits erreicht; fünf Gebiete haben die erforderliche Anzahl von örtlichen Geistigen Räten
gebildet, und sieben haben die festgelegte Zahl von Zentren errichtet.
Seit vor einem Jahr der Aufruf dazu erging, wurden über alle fünf Kontinente hin internationale
Lehrreisen unternommen unter Einschluß fast aller nationalen Gemeinden. Achtundsiebzig
Reisevorhaben wurden in Europa durchgeführt, dreiundvierzig in Amerika, siebenundzwanzig in
Asien, fünfundzwanzig in Australasien, so daß sich unter Einrechnung der Lehrreisen in Afrika eine
Gesamtzahl von etwa zweihundert ergibt. Es besteht große Hoffnung, daß diese anspornende
Tätigkeit, die dem Herzen des geliebten Meisters so teuer war, beständig weiter ausgebaut wird.
Ein unaufhaltsamer geistiger Kraftstrom
Der Erhaltung und Festigung all dieser sichtbaren Erfolge dient eine ununterbrochene Lehr- und
Verwaltungstätigkeit auf der ganzen Welt, eine nie endende Bewegung innerhalb der Bahá'í-Gemeinde
- vergleichbar dem unaufhörlichen Anbranden der Meereswellen - , die die eigentliche Ursache ihres
Wachstums darstellt. Nationale und örtliche Geistige Räte suchen nach Lösungen für schwierige
Probleme, entwerfen neue Pläne, nehmen die Verantwortung für eine zahlen- und bewußtseinsmäßig
wachsende Gemeinde auf sich; Ausschüsse bemühen sich, die gesetzten Ziele zu erfüllen; die Bahá'í-
Jugend befindet sich in eifriger, hingebungsvoller Tätigkeit; einzelne Bahá'í und ganze Familien setzen
ihre Bemühungen für die Sache ein, um die Botschaft weiterzugeben oder Heimkreise abzuhalten - all
dieser ständig erbrachte Dienst zieht die Bestätigungen Bahá'u'lláhs auf sich, und je mehr er von
Gebeten und intensiver Einsatzbereitschaft begleitet wird, je mehr er sich auch ausdehnt, desto stärker
wird der geistige Kraftstrom, der aus diesem Dienen in die Welt einfließt, dem keine Macht auf Erden
widerstehen kann und der schließlich den vollständigen Sieg der Sache bringen wird. Diese organische
Lebendigkeit des Glaubens ist am Weltzentrum deutlich zu spüren, und wir wünschen jedem
Gläubigen, daß er an dem Auftrieb teilhat, den sie verleiht.
Aufgaben am Weltzentrum
Im Weltzentrum des Glaubens wurde die Kodifizierung des Kitáb-i-Aqdas und die Vergleichung
anderer wesentlicher Texte fortgesetzt. Die überaus wichtige Aufgabe der Ausarbeitung der Verfassung
des Universalen Hauses der Gerechtigkeit ist weit vorangeschritten. Die Anlage und Erweiterung der
Gärten, die die Heiligen Schreine in Haifa und Bahjí umgeben, nehmen ihren Fortgang. Die
Veröffentlichung von The Bahá'í World, Band XIII, wurde in die Wege geleitet; das Buch umfaßt die
neun Jahre von 1954 bis 1963, also beinahe den gesamten Abschnitt des Zehnjahres-Kreuzzuges, und
enthält einen ausführlichen Artikel über den geliebten Hüter von `Amatu'l-Bahá Rú.híyyih Khánum.
Der planvolle Ausbau der Beziehungen zu den Vereinten Nationen wird tatkräftig verfolgt. Eine
wichtige zusätzliche Leistung bedeutet die Errichtung eines Internationalen Bahá'í-Bild- und
Tonarchivs, dessen Aufgabe es ist, allen Nationalen Geistigen Räten Lehr- und Vertiefungsmaterial zur
Verfügung zu stellen sowie Bild- und Tonberichte aufzubewahren und karteimäßig zu erfassen.
Der Dienst der Hände der Sache
Die Dienste der geliebten Hände der Sache haben während des ganzen Jahres ein unerschöpfliches
Licht ausgestrahlt. Die ständige Ermutigung, die sie den Nationalen Geistigen Räten und den
Gläubigen auf der ganzen Welt gegeben haben, die Ziele des Planes zu verfolgen und ein tieferes
Verständnis für die wahre Bedeutung der Offenbarung Bahá'u'lláhs zu gewinnen, trägt nicht wenig
zum Fortschritt des Planes bei und muß eine dauerhafte Wirkung auf die Entwicklung der Bahá'í-
Gemeinde ausüben. Diese wenigen tapferen, hingebungsvollen Gläubigen, deren Platz in der
Geschichte aufgrund ihrer Ernennung zu diesem hohen Amt für immer gesichert ist, sind wirklich ein
kostbares Erbe, das uns von unserem geliebten Hüter hinterlassen wurde, und im Lauf der Jahre
kommen zu der Ehrerbietung und Achtung, die ihnen aufgrund ihres erhabenen Ranges zustehen,
immer mehr die Liebe und die Bewunderung der Freunde hinzu, die sie durch ihre unermüdlichen
Dienste hervorrufen.
Aufgrund besonderer Erfordernisse wurden beim Einsatz der Hände in diesem Jahr zwei
Veränderungen vorgenommen: Hand der Sache John Robarts kehrte in die westliche Hemisphäre
zurück und nimmt einen besonderen Auftrag in seinem Geburtsland Kanada wahr, und Hand der Sache
William Sears ging wieder nach Afrika. Außerdem geben wir mit Freude bekannt, daß Hand der Sache
.Tarázu'lláh Samandarí, dessen Augen durch den Anblick Bahá'u'lláhs gesegnet wurden, das
Universale Haus der Gerechtigkeit bei der Interkontinentalen Konferenz in Chicago anstelle der
verstorbenen Hand der Sache Leroy Ioas vertreten wird.
Das Haus der Andacht in Panama
Auf internationaler Ebene hat das große Projekt des Tempels von Panama mit der Auswahl eines
Entwurfs begonnen, der von dem englischen Architekten Peter Tillotson stammt. Herr Robert
McLaughlin, ehemaliges Mitglied des Nationalen Geistigen Rates der Vereinigten Staaten und
emeritierter Dekan der Akademie für Architektur an der Princeton-Universität, der auch im
technischen Beratungsausschuß für den Innenausbau des Muttertempels des Westens in Wilmette
mitgearbeitet hat, wurde zum architektonischen Berater des Universalen Hauses der Gerechtigkeit bei
der Erbauung des Tempels ernannt. Er und Herr Tillotson haben das Baugelände gemeinsam
aufgesucht und arbeiten in enger Gemeinschaft zusammen. Bilder und Zeichnungen des neuen
Tempels werden in Kürze veröffentlicht, und die Freunde werden über die Fortschritte beim Bau
dieses Hauses der Andacht auf dem laufenden gehalten, das »zwischen den zwei großen Ozeanen
liegt«, einem Ort, der - wie `Abdu'l-Bahá andeutete - in Zukunft große Bedeutung erlangen wird und
von wo aus die einmal angenommenen Lehren »den Osten und den Westen, den Norden und den
Süden vereinigen werden«.
Noch immer dringender Bedarf an Pionieren
Die segensreichen Auswirkungen der großartigen Pionierleistung aus dem zweiten Jahr des Planes
werden jetzt mehr und mehr fühlbar, aber trotzdem sind Pioniere noch dringend vonnöten, und sie
werden auch weiterhin in allen Teilen der Welt gebraucht, nicht nur für die Festigung und Entwicklung
des Glaubens in den neu gewonnenen Gebieten, sondern auch für die Gebiete, die während der
Eröffnungsjahre des Planes wieder eröffnet wurden. Der unmittelbare Bedarf umfaßt 209 Pioniere für
siebenundachtzig Länder und Territorien, die auf der beiliegenden Liste aufgeführt sind, und der
Aufruf gilt nun der schnellen Erfüllung dieser Aufgabe. Der Einsatz auf diesem höchst verdienstvollen
Gebiet steht jedem Gläubigen offen, und alle, die diesem besonderen Aufruf folgen wollen, werden
gebeten, die Liste der Länder und Territorien durchzusehen und sich bei ihrem Nationalen Rat zu
melden. Nähere Einzelheiten über die Erfordernisse in jedem Land sind den zuständigen Nationalen
Geistigen Räten und den Pionierausschüssen zugeschickt worden.
Eine starke Heimatfront - die Grundlage für die Ausbreitung
Der ständige Bedarf an Pionieren und ebenso die herannahende weltweite Proklamationszeit machen
es unerläßlich, auf jedem Kontinent den Heimatfronten besondere Aufmerksamkeit zu widmen, denn
aus ihnen kommen die Mitarbeiter und die administrative Erfahrung, sie sind die solide Grundlage,
von der die ganze Ausbreitung sowohl im Heimatland wie im Ausland ihren Ausgang nimmt. An der
Heimatfront steht der größte Zuwachs an Geistigen Räten, Gruppen und neuen Gläubigen an, und
diese Aufgabe muß tatkräftig verfolgt werden. Einige Nationale Geistige Räte haben diese wichtigen
Ziele in Abschnitte unterteilt, wovon in jedem Jahr eine bestimmte Anzahl erfüllt werden soll,
wodurch eine geplante und anpassungsfähige Inangriffnahme der Gesamterfordernisse gewährleistet
wird. Solch ein systematisches, entschlossenes Angehen der Ziele an der Heimatfront ist sehr
empfehlenswert.
Der Bahá'í-Fonds - unsere Ehre und unsere Herausforderung
Die drängenden, ständig wachsenden Bedürfnisse des Bahá'í-Fonds werden hiermit allen Gläubigen
ins Bewußtsein gerufen. Große Vorhaben sind bereits in der Ausführung begriffen und stehen noch vor
uns, die reiche Geldmittel zu ihrer Verwirklichung benötigen. Das Haus der Andacht in Panama - der
erste der beiden im Neunjahresplan zu errichtenden Bauten; die Verschönerung und der Ausbau des
Weltzentrums selbst mit einer notwendigen und unvermeidlichen Erweiterung, um den wachsenden
Bedürfnissen des Glaubens zu entsprechen; die Unterstützung der lebenswichtigen Lehrprogramme in
vielen Teilen der Welt; die Errichtung und Entwicklung neuer Nationaler Geistiger Räte - all dies
bedarf dringend der Unterstützung der Freunde von überall her durch anhaltendes, aufopferndes
Spenden. In dem Maße, wie die Inflation sich über die ganze Welt ausbreitet, wird das von ihr
bedingte Anwachsen der Lebenshaltungskosten, zumindest in den wohlhabenderen Ländern, durch
entsprechend steigende Einkommen ausgeglichen. Die Ausgaben des Bahá'í-Fonds werden durch
diesen inflationären Zustand unweigerlich hart betroffen, was nur durch Spenden - sowohl größerer
Beträge als auch von einer größeren Zahl von Spendern - ausgeglichen werden kann. Das Haus der
Gerechtigkeit ist der Ansicht, daß die finanziellen Bedürfnisse der Sache durch universelle Beteiligung
beim Geben gedeckt werden sollten, und fordert deshalb die Nationalen und örtlichen Räte
eindringlich auf, dieses Ziel kraftvoll und ideenreich zu verfolgen, wobei den Freunden die Bitte des
geliebten Hüters an alle Gläubige ins Gedächtnis gerufen wird, »daß jeder ohne Zögern gemäß seinen
Verhältnissen seinen Anteil auf dem Altar des Bahá'í-Opfers niederlegen sollte«. Die Tatsache, daß nur
wir Bahá'í für die Sache spenden dürfen, ist unsere Ehre ebenso wie unsere Herausforderung.
Beginn der weltweiten Verkündigung
Indem wir uns dem dritten Abschnitt des Neunjahresplanes nähern, eröffnet sich vor uns der Ausblick
auf unerhörte Möglichkeiten, die das Herz jedes überzeugten Anhängers Bahá'u'lláhs höher schlagen
lassen. Über ein Jahrhundert lang haben wir uns abgemüht, den Glauben zu lehren; heldenhafte Opfer,
hingebungsvolle Dienste, ungeheure Anstrengungen wurden erbracht, um Außenposten des Glaubens
in den wichtigsten Ländern, Territorien und Inseln dieses Erdballs zu errichten und das Rahmenwerk
der administrativen Ordnung rund um den Planeten aufzubauen. Doch bleibt der Glaube Bahá'u'lláhs
der Mehrzahl der Menschen bis jetzt noch immer unbekannt. Nun endlich, endlich wird die weltweite
Gemeinde des Größten Namens aufgerufen, auf dem ganzen Erdball jeder Schicht der menschlichen
Gesellschaft in einem anhaltenden, intensiven Feldzug die heilende Botschaft zu verkünden, daß der
Verheißene erschienen ist und daß Zweck und Absicht Seiner Offenbarung das Wohlergehen und die
Einheit der Menschheit sind. Dieser Feldzug, der sich über eine lange Zeit erstrecken wird, der im
kommenden Oktober zur Erinnerung an die hundertjährige Wiederkehr des von Bahá'u'lláh gegebenen
»Auftaktes« Seiner Verkündigung beginnen und in den verbleibenden Jahren des Neunjahresplanes an
Antriebskraft gewinnen wird, kann sehr wohl die Speerspitze für andere Pläne werden, zu denen
nacheinander aufgerufen wird, bis die Menschheit ihren Erlöser und Herrn erkannt und dankbar
angenommen hat.
Vor hundert Jahren wandte sich Bahá'u'lláh selbst an die Könige, Regenten, Religionsführer und
Völker der Welt. Das Universale Haus der Gerechtigkeit empfindet es als seine heilige Pflicht, die
Aufmerksamkeit der Führer der heutigen Welt auf jene Botschaft zu lenken. Es wird ihnen deshalb den
wesentlichen Inhalt der Verkündigung Bahá'u'lláhs in Buchform überreichen. Das Buch trägt den Titel
Die Verkündigung Bahá'u'lláhs, und eine Sonderausgabe wird den Oberhäuptern der Staaten während
der Eröffnung der Proklamationszeit zugeleitet werden. Eine allgemeine Ausgabe wird den Freunden
in Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch und Spanisch zur Verfügung gestellt.
Die Hände der Sache Gottes `Amatu'l-Bahá Rú.híyyih Khánum, Ugo Giachery, .Tarázu'lláh
Samandarí, `Alí-Akbar Furútan, Paul Haney, `Abú'l-Qásim Faizí, die das Universale Haus der
Gerechtigkeit bei den Interkontinentalen Konferenzen im Oktober in Panama, Sydney, Chicago,
Kampala, Frankfurt und Neu-Delhi vertreten, werden im September ein paar Tage vor dem
Neunzehntagefest Mashíyyat (Wille) im Weltzentrum zusammenkommen. Die Mitglieder des
Universalen Hauses der Gerechtigkeit werden sich mit diesen Händen im Gebet am Schrein
Bahá'u'lláhs in Bahjí vereinen und dann mit ihnen gemeinsam im Landhaus beraten. Von jenem
heiligen Ort aus werden diese Hände der Sache im Namen der gesamten Bahá'í-Welt eine besondere
Pilgerreise nach Adrianopel machen, wo die Súriy-i-Mulúk offenbart wurde. Einhundert Jahre nach
dem historischen Ereignis, dessen zu gedenken ihr Ziel ist, werden sie am 27. September im Hause
Bahá'u'lláhs zu Gebet und Meditation zusammenkommen, während gleichzeitig die Mitglieder des
Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Heiligsten Schrein in Bahjí zur gleichen Gedenkandacht
zusammentreten und für den Erfolg der Konferenzen und der Proklamationsprogramme beten werden.
Die gesamte Bahá'í-Welt wird in der Zeit zwischen den Konferenzen und Ridván 1968 der
hundertjährigen Wiederkehr der Eröffnung jenes wundervollen Zeitabschnittes in der
Menschheitsgeschichte gedenken, als die Wolken der göttlichen Gnade ihre Schätze in
verschwenderischer Fülle über die Menschen ergossen und die Tore des Königreiches weit
aufgestoßen wurden, um jedem, der Augen hatte, zu sehen, einen neuen Himmel und eine neue Erde
zu enthüllen sowie das neue Jerusalem, das von Gott herniedergekommen ist.
Die Interkontinentalen Konferenzen
Gleich nach dem Mashíyyat-Fest werden die Hände der Sache von Adrianopel aus zu ihren
Konferenzen reisen, jede mit dem kostbaren Schatz einer Fotografie der Gesegneten Schönheit, und es
wird das Vorrecht der Konferenzteilnehmer sein, diese Fotografie zu sehen. Diese hochverdienten
Hände werden im eigenen Namen zu der Konferenz sprechen, an der sie teilnehmen, und jeder
Konferenz eine Botschaft des Universalen Hauses der Gerechtigkeit als dessen Vertreter überbringen.
Diese sechs Konferenzen, die zum Gedenken an den Beginn von Bahá'u'lláhs eigener Verkündigung
einberufen wurden und eine Zeit der Verkündigung Seiner Botschaft durch die Gesamtheit Seiner
Anhänger einleiten, werden ganz ohne Zweifel wieder einmal den Geist der Freude bezeugen, der
solche Zusammenkünfte der Freunde belebt; sie werden sie in ihrer Entschlossenheit bestärken, jede
denkbare Maßnahme oder Möglichkeit zu ergreifen, um den göttlichen Ruf erschallen zu lassen.
Geehrt durch die Anwesenheit von Händen der Sache, werden diese Konferenzen - Brennpunkte der
Liebe und Gebete der Freunde allüberall, Magnete, die jene geistigen Kräfte anziehen, welche allein
ihre Arbeit bestätigen können - so steht es vertrauensvoll zu hoffen, mächtige Quellen der Einheit,
geistiger Beschwingtheit und realistischer Planung sein. An die Nationalen Geistigen Räte ergeht der
Ruf, dafür Sorge zu tragen, daß sie bei der auf ihrem Kontinent stattfindenden Konferenz vertreten
sind, damit sie ihre Pläne für die Proklamation mit anderen Nationalen Geistigen Räten austauschen
und mit ihnen die noch verbleibenden Ziele des Neunjahresplanes besprechen können.
All denjenigen Freunden in so vielen Ländern, die in unterschiedlichem Maße unter Beschränkungen
und Unterdrückung zu leiden haben, so daß öffentliche Gedenkveranstaltungen und anschließende
Proklamationsprogramme entweder ganz unmöglich sind oder doch stark beeinträchtigt werden,
senden wir eine besondere Botschaft der Liebe und Zuversicht. Ihnen übermitteln wir die Liebe und
Bewunderung ihrer Mitgläubigen, die aus Dankbarkeit für ihre größere Freiheit fest entschlossen sind,
zur Verkündigung der göttlichen Botschaft solche Fanfarenstöße erklingen zu lassen, daß damit sehr
wohl der Weg zur Befreiung des ganzen Glaubens bereitet werden kann.
Proklamation und Lehren gehen Hand in Hand
Weltweite Verkündigung - das unbekannte Meer, auf das wir uns bald hinauswagen müssen - wird
unserer Arbeit eine neue Dimension hinzufügen, die nach und nach den Zwillingsvorgang der
Ausbreitung und Festigung ergänzen und weiter verstärken wird. Diese neue Struktur des Lehrens, die
sich schon so bald nach Vollendung des Gesamtrahmens der Verwaltungsordnung herausschält, kann
zum Werkzeug für die Verbesserung der lebenswichtigen Festigungsarbeit werden und außerdem die
in einhundert Jahren - und ganz besonders seit dem Aufruf des geliebten Hüters zu systematischem,
planvollem Vorgehen - gewonnene Lehrerfahrung noch mehr zur Geltung bringen. Deshalb muß in
allen Ländern, in denen wir die Freiheit haben, unsere Religion in die Öffentlichkeit zu tragen, diese
Aufgabe ein Teil unserer regulären Arbeit werden; sie muß im Budget berücksichtigt sein, nationalen
und örtlichen Ausschüssen zugewiesen werden, damit sie sich bemühen, sie zu erfüllen und vor allem
mit den laufenden Programmen zur Erreichung der Ziele des Neunjahresplanes abstimmen. Jede
Bemühung zur Proklamation muß lehrmäßig unterstützt werden, besonders auf örtlicher Ebene, wo
öffentliche Ankündigungen auf solche Bemühungen abgestimmt sein sollten. Diese Abstimmung ist
von entscheidender Bedeutung, denn nichts wäre enttäuschender, als daß Tausende vom Glauben
hören und dann nicht wissen, wo sie nähere Auskunft erhalten können.
Die Natur der Vertiefung
Der geliebte Hüter schrieb: »Danach zu streben, ein besseres Verständnis der Bedeutung der
überwältigenden Offenbarung Bahá'u'lláhs zu gewinnen, bleibt, und das ist meine unerschütterliche
Überzeugung, die oberste Verpflichtung und der Zweck der beständigen Bemühungen jedes einzelnen
ihrer treuen Anhänger« - eine Feststellung, welche die Verpflichtung zur Vertiefung in der Sache
jedem Gläubigen fest auferlegt. Deshalb möchten wir hier eher zur Natur der Vertiefung Stellung
nehmen als zu der Frage, ob ihre Fortführung wünschenswert sei.
Eine ins einzelne gehende, genaue Kenntnis des derzeitigen Aufbaues der Bahá'í-Administration oder
der Satzungen von Nationalen und örtlichen Geistigen Räten oder der zahlreichen und vielfältigen
Anwendungsmöglichkeiten des Bahá'í-Gesetzes unter den verschiedenartigen Umständen, die hier und
dort auf der Welt herrschen, ist zwar durchaus wertvoll, doch kann sie nicht als die Art von Kenntnis
angesehen werden, die mit Vertiefung in erster Linie gemeint ist. Worum es geht, ist vielmehr ein
klareres Erfassen der Absicht Gottes für den Menschen, vor allem Seiner unmittelbaren Absicht, wie
sie von Bahá'u'lláh offenbart und aufgezeigt wurde - eine Absicht, die mit den geläufigen
Vorstellungen von menschlichem Glück und Wohlergehen überhaupt nichts gemein hat. Wir sollten
ständig auf der Hut sein, damit nicht das Geglitzer und Geflimmer einer im Überfluß lebenden
Gesellschaft uns dazu verführt anzunehmen, daß oberflächliche Ausrichtung auf die moderne Welt,
wie sie von humanitären Bewegungen erträumt oder als Politik erleuchteter Staatskunst öffentlich
verkündet wird - wie zum Beispiel, daß alle Mitglieder der menschlichen Rasse in den Genuß eines
hohen Lebensstandards, bester Erziehung, medizinischer Betreuung und technischen Knowhows
kommen - schon an sich den herrlichen Auftrag Bahá'u'lláhs erfüllen. Weit gefehlt! Dies sind alles
Dinge, die uns zufallen werden, wenn wir erst das Königreich Gottes suchen, die aber nicht von sich
aus erklären, warum der Báb Sein Leben gab, warum Bahá'u'lláh solche Leiden auf sich nahm, wie sie
nie jemand vor Ihm ertragen hat, warum der Meister und nach Ihm der Hüter ihre Prüfungen und
Trübsale mit solch übermenschlicher Kraft überwanden. Weit tiefer und grundlegender war ihre
Schau, die bis zum tiefsten Sinn des menschlichen Lebens vordrang. Dies wird am deutlichsten, wenn
wir den Freunden einige der Aussagen Shoghi Effendis vor Augen führen, die er in seiner gestochen
scharfen Abhandlung Das Ziel: die neue Weltordnung formuliert hat. Er schreibt: »Der Grundsatz der
Einheit der Menschheit ... verlangt eine organische, strukturelle Veränderung der heutigen
Gesellschaft, eine Veränderung, wie sie die Welt noch nicht erlebt hat.« Indem er von den
»epochemachenden Umwälzungen, die die größten Marksteine in der Geschichte der menschlichen
Zivilisation darstellen«, spricht, führt er aus, daß »... sie, im richtigen Verhältnis betrachtet, nicht
anders denn als untergeordnete Anpassungsvorgänge zu sehen sind und nur als Vorspiel zu der
unvorstellbar herrlichen Verwandlung größten Ausmaßes, die die Menschheit in diesem Zeitalter
notwendigerweise durchmachen muß.« In einer späteren Schrift sagt er über die künftige Zivilisation,
die von Bahá'u'lláh errichtet wird, daß sie ausgestattet ist »... mit einer Lebensfülle, wie sie die Welt
noch nicht gesehen hat oder sich bisher überhaupt vorstellen kann.«
Geliebte Freunde, dies ist das Thema, das wir bei unseren Bemühungen, uns in der Sache zu vertiefen,
verfolgen müssen. Was ist die Absicht Bahá'u'lláhs für die Menschheit? Zu welchem Endzweck
unterwarf Er sich den erschreckenden Grausamkeiten und schimpflichen Behandlungen, die auf Ihn
gehäuft wurden? Was meint Er mit »einer neuen Menschenrasse«? Welches sind die tiefgreifenden
Umgestaltungen, die Er herbeiführen wird? Die Antworten finden sich in den Heiligen Schriften
unseres Glaubens und in ihren Auslegungen durch `Abdu'l-Bahá und unseren geliebten Hüter. Mögen
die Freunde sich in dieses Meer versenken, mögen sie regelmäßig Studienabende für dessen ständige
Betrachtung abhalten, und mögen sie zur Stärkung ihrer Bemühungen gewissenhaft das tägliche Gebet
und das tägliche Lesen des Wortes Gottes beachten, das Bahá'u'lláh allen Bahá'í vorgeschrieben hat.
Die gebieterische Notwendigkeit, sich in der Sache zu vertiefen
Dieses hingebungsvolle Bemühen der Freunde, sich in der Sache zu vertiefen, wird jetzt mit dem
Herannahen des Proklamationsprogramms zur gebieterischen Notwendigkeit. Je mehr dieses
Programm seine Wirkung zeigt, desto stärker wird sich die Aufmerksamkeit auf den Anspruch
Bahá'u'lláhs richten und desto mehr muß mit Widerstand gerechnet werden. »Wie groß, wie überaus
groß ist diese Sache!« schrieb der Meister, »Wie heftig wird der Angriff aller Völker und Geschlechter
der Erde. Bald wird nah und fern das Geschrei der Massen in ganz Afrika, ganz Amerika, der
Kampfruf der Europäer und der Türken, das Murren Indiens und Chinas zu hören sein. Wie ein Mann
und mit all ihrer Macht werden sie sich erheben, um Seiner Sache zu widerstehen. Dann werden die
Ritter des Herrn mit dem Beistand Seiner Gnade aus der Höhe, gestählt im Glauben, unterstützt durch
die Macht der Erkenntnis und verstärkt durch die Legionen des Bündnisses, sich erheben und die
Wahrheit des Verses offenbaren: `Sehet die Verwirrung, die die Scharen der Besiegten befallen hat!`«
Eingedenk der zahllosen Äußerungen göttlicher Liebe, die sich in unseren Schriften finden, und im
Bewußtsein der außerordentlichen Natur der Krise, der sich die Menschheit gegenübergestellt sieht,
rufen wir die Freunde auf, sich der Größe dessen, was an diesem Tage von uns erwartet wird, ganz neu
bewußt zu werden. Wir rufen in die Erinnerung zurück, daß die Gesegnete Schönheit Bahá'u'lláh, wie
auch Sein »über alles Geliebter« vor Ihm und `Abdu'l-Bahá nach Ihm, Ihre Leiden in dieser Welt auf
sich nahmen, damit die Menschheit von materiellen Fesseln befreit werde und »wahre Freiheit
erlange«, »blühen und gedeihen möge«, »dauernde Freude erfahre und von Glückseligkeit erfüllt
werde«, und wir beten darum, daß die Anstrengungen der Freunde das Mittel sein mögen, durch das
diese Herrlichkeit und dieses Glück sich schnell erfüllen.
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Source : www.bahai-biblio.org
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Traduction de courtoisie
MAISON UNIVERSELLE DE JUSTICE
Centre mondial bahá'í, Haïfa, Israël.
Ridván 124 / 1967
Aux bahá'ís du monde entier
Amis bien-aimés,
A l'issue de la troisième année du Plan de neuf ans, notre reconnaissance émue va de tout cœur à Bahá'u'lláh pour les faveurs divines par lesquelles Il a manifestement soutenu et confirmé sans relâche les efforts dévoués de ses serviteurs sous tous les cieux, et, sans hésitation aucune, nous affirmons notre confiance dans la communauté du Plus Grand Nom, qui peut et veut remporter une victoire totale par sa détermination et ses efforts empreints de sacrifice.
L'année dernière, nous avions lancé un appel pour, former en 1967 onze nouvelles Assemblées Spirituelles Nationales. Toutes ces Assemblées seront élues pendant la période de Ridván. Nous accueillons avec beaucoup de joie les Assemblées Spirituelles Nationales des bahá'ís d'Algérie et de Tunisie, avec siège à Alger ; de la République du Cameroun, avec siège à Victoria ; du Swaziland, du Lesotho et du Mozambique, avec son siège à Mbabane ; de Zambie avec siège à Lusaka ; de Belize, avec son siège à Belize ; des Iles Vierges et Sous-le-Vent (Leeward & Windward, Antilles), avec siège à Charlotte Amalie ; de l'Arabie du Sud-Est, avec siège à Bahrayn ; du Laos, avec siège à Vientiane ; du Sikkim, avec siège à Gangtok ; de Taiwan, avec siège à Taipeh ; des Iles Gilbert et Ellice, avec siège à Tarawa. Le Centre mondial de la Foi sera représenté à chacune des Conventions nationales par une Main de la Cause de Dieu, qui présentera un message de la Maison Universelle de Justice accueillant les nouvelles communautés nationales et leur remettant leur part à accomplir des buts du Plan de neuf ans.
En ce Ridván, quatre-vingt-une des 108 Assemblées Spirituelles Nationales et plus de six mille des 13737 Assemblées Spirituelles Locales prévues pour 1973, auront été établies ; on annonce 28217 localités sur un total de 54102 à atteindre en 1973 ; quinze d'entre les soixante-cinq enregistrements d'Assemblées nationales ont été atteints ; dix-sept des cinquante-deux Hazíratu'l-Quds nationaux, sept des soixante-deux terrains pour temples, treize des cinquante-quatre dotations nationales, quatorze des trente-deux instituts d'enseignement ont été acquis ; 123 enregistrements d'Assemblées locales sur les 973 prévus ont été réalisés ; l'acquisition de 24 Hazíratu'l-Quds locaux en Inde, dix-sept au Kenya, neuf en Ouganda, deux en Afrique du Sud, deux en Turquie et un certain nombre dans la République démocratique du Congo-Kinshasa a été conclue, tandis que du terrain pour huit autres a été acheté au Kenya, quatre au Cameroun, deux au Pakistan et un à l'Ile Maurice ; dans huit pays, des dotations locales supplémentaires aux buts du Plan ont été acquises.
L'Islande, la Corée, le Libéria, le Grand Duché du Luxembourg et la Rhodésie reconnaissent maintenant le certificat de mariage bahá'í ; la République dominicaine, la Guyane, Hawaii, l'Islande, l'Italie, le Kenya et le Luxembourg reconnaissent les jours fériés bahá'ís. Une Ecole d'été a été ouverte au Libéria et une autre, non prévue au Plan, au Canada, du terrain pour d'autres écoles d'été a été acquis en Argentine, en Ethiopie et aux Iles Samoa. Vingt-cinq nouveaux idiomes ont été ajoutés à la liste des langues dans lesquelles des publications bahá'íes sont disponibles, ce qui porte le total à 397. Le nombre de territoires ouverts maintenant à la Foi a atteint le chiffre de 311, avec les nouvelles régions où des bahá'ís se sont récemment établis soit l'Archipel de Chiloé, Bonaire, Iles Phœnix et Saint Martin, et deux nouveaux territoires supplémentaires à ceux prévus au Plan, c'est-à-dire l'Ile de Melville, en Australasie et celle de Montserrat, dans les Antilles (Windward).
Après des difficultés prolongées, l'Assemblée Spirituelle Nationale d'Iran a enfin été en mesure de prendre possession de la forteresse historique de Chihríq, cette citadelle triste et solitaire qui devint la dernière résidence terrestre du Báb, et de laquelle Il fut conduit vers son martyre à Tabríz. La réalisation de la reconnaissance tant espérée de la Foi en Italie constitue une magnifique victoire qui a pour résultat non seulement l'enregistrement de l'Assemblée Spirituelle Nationale, mais aussi celui de toutes les Assemblées Spirituelles Locales en Italie et la possibilité d'établir la Maison d'éditions de cette Assemblée Spirituelle Nationale. En Islande, la foi bahá'íe a été reconnue comme une des religions de cette île. Ceci permettra l'enregistrement de l'Assemblée Spirituelle Locale de Reykjavik, mais aussi à son président d'effectuer des mariages et des enterrements bahá'ís, d'exempter la Foi de certains impôts, d'observer les jours fériés bahá'ís et de préparer le chemin en vue de l'enregistrement de. L'Assemblée Spirituelle Nationale de ce pays quand elle sera formée. Le nombre total des Assemblées Spirituelles Locales, des groupes et localités prévus au Plan pour 1973 a déjà été atteint dans cinquante-trois territoires et îles sous 1a direction de vingt-six Assemblées Spirituelles Nationales ; cinq territoires ont formé le nombre requis d'Assemblées Spirituelles Locales et sept ont atteint le nombre de localités qui leur a été assigné.
Depuis que l'appel a été lancé l'an dernier, l'enseignement itinérant international touchant aux cinq continents et presque toutes les communautés nationales a été entrepris. Soixante dix-huit projets ont été réalisés en Europe, quarante-trois en Amérique, vingt-sept en Asie, vingt-cinq en Australasie, ce qui représente avec ceux d'Afrique un total de quelque deux cents projets. Il faut espérer que cette activité stimulante, si chère au cœur du bien-aimé Maître, s'étendra constamment,
A la base de toutes ces réalisations concrètes, il y a une activité constante à travers le monde dans le domaine de l'enseignement et de l'administration comme un mouvement perpétuel comparable à la houle de la mer, qui, au sein de la communauté bahá'íe, est la véritable raison de sa croissance. Les Assemblées Spirituelles Nationales et Locales font face à des problèmes difficiles ; elles élaborent de nouveaux plans ; elles assument leurs responsabilités dans le cadre de communautés qui croissent en nombre et en sagesse ; des comités s'efforcent d'atteindre les buts ; la jeunesse bahá'íe se voue avec empressement et dévouement à des activités ; des bahá'ís, individuellement, et leur famille fournissent leur part d'efforts pour la Cause en donnant le Message, organisant une réunion - tous ces fidèles services attirent la bénédiction de Bahá'u'lláh et, plus ils sont soutenus par la prière et une intense consécration, plus ils s'étendent et libèrent dans le monde une charge spirituelle à laquelle aucune force sur terre ne peut résister et qui, en définitive, produira le triomphe total de la Cause. C'est de cette vitalité organique de la Foi, qui se ressent avec tant de plaisir au Centre mondial, que nous aimerions partager l'immense joie avec chaque croyant.
Au Centre mondial de la Foi, la codification du Kitáb-i-Aqdas et la collation d'autres Textes importants continuent. Le travail très important qui consiste à préparer la Constitution de la Maison Universelle de Justice est en bonne voie. L'entretien et l'extension des jardins entourant les Sanctuaires sacrés à Haïfa et à Bahjí continuent. La publication du volume XIII de l'encyclopédie " The Baha'i World " a été entreprise ; cet ouvrage s'étend sur les activités de la Foi pendant neuf ans, de 1954 à 1963, soit presque la période entière du Plan décennal, et il comprend un article étendu sur le bien-aimé Gardien dû à Amatu'l-Bahá Rúhíyyih Khánum. Le programme échelonné de nos rapports avec les Nations Unies est activement poursuivi. Une autre réalisation importante supplémentaire consiste en l'établissement d'un Centre audiovisuel bahá'í international chargé de fournir du matériel d'enseignement et d'approfondissement à toutes les Assemblées Spirituelles Nationales et de conserver et répertorier ce matériel audiovisuel.
Pendant toute l'année, les services rendus par nos bien-aimées Mains de la Cause ont brillé d'un éclat infaillible. Les encouragements constants qu'elles prodiguent aux Assemblées Spirituelles Nationales et aux croyants de partout pour les inciter à poursuivre les buts du Plan et à acquérir une meilleure compréhension de la véritable signification de la Révélation de Bahá'u'lláh, contribuent grandement aux progrès du Plan et influencent profondément l'évolution de la communauté bahá'íe. Ces quelques croyants consacrés et intrépides qui sont entrés dans l'histoire par leur nomination à ce haut ministère, constituent véritablement le précieux héritage que nous a laissé le bien-aimé Gardien ; et, tandis que les années s'écoulent, l'honneur et le respect qui leur est dû en vertu de leur rang élevé augmentent, et l'affection et l'admiration que suscitent leurs fidèles services s'ancrent plus profondément chez les amis.
Pour répondre à certaines nécessités, deux changements ont été opérés dans la disposition des Mains cette année. La Main de la Cause, M. John Robarts, est retournée dans l'Hémisphère Ouest avec affectation spéciale au Canada, d'où il est natif, et la Main de la Cause, M. William Sears est retourné en Afrique. D'autre part, nous sommes heureux d'annoncer que la Main de le Cause, M. Tárázu'lláh Samandarí, dont les yeux furent réjouis par sa rencontre avec Bahá'u'lláh, représentera la Maison Universelle de Justice à la Conférence intercontinentale de Chicago, pour remplacer la Main de la Cause, feu M. Leroy Ioas.
Sur le plan international, le grand projet de construction du temple panaméen a commencé par le choix d'un modèle présenté par un architecte anglais, M. Peter Tillotson. M. Robert McLaughlin, ancien membre de l'Assemblée Spirituelle Nationale des Etats-Unis et doyen émérite de l'Ecole d'Architecture de l'Université de Princeton, a été nommé conseiller architectural de la Maison Universelle de Justice pour la construction de ce temple. A noter qu'il fut membre du Comité technique pour la construction intérieure du premier temple occidental Wilmette. MM. McLaughlin et Tillotson se sont déjà rendus sur les lieux et travaillent en étroite collaboration. Des images et des plans du nouveau Temple seront bientôt publiés et les amis seront tenus au courant des progrès dons la construction de cette Maison d'adoration " située entre deux grands océans ", une région géographique dont 'Abdu'l-Bahá souligna l'importance à venir et d'où les enseignements une fois établis " uniront l'est et l'ouest, le nord et le sud ".
Le brillant exploit qu'avaient réalisé les pionniers au cours de la deuxième année du Plan est en train de produire ses effets bienfaisants, mais il faut toujours davantage de pionniers de manière urgente, et il en faudra aussi par la suite, dans toutes les parties du monde, pour consolider et développer la Foi dans les territoires récemment conquis de même dans ceux où la Foi a été établie à nouveau pendant les premières années du Plan. Les besoins immédiats se chiffrent à 209 pionniers qui devront s'établir dons quatre-vingt-sept territoires mentionnés sur 1a liste ci-jointe. C'est pourquoi un appel est maintenant lancé dans le but d'accomplir rapidement cette tâche. Chaque croyant peut servir dans ce domaine hautement méritoire et tous ceux qui se sentent pressés de répondre à cet appel sont priés d'étudier la liste des territoires ci-jointe et d'adresser leurs offres à leur Assemblée Spirituelle Nationale. De plus amples détails quant aux besoins dans chacun des territoires en question ont été envoyés aux Assemblées Spirituelles Nationales et aux Comités des pionniers.
Les besoins constants en pionniers, de même que la proclamation mondiale vers laquelle nous nous dirigeons, portant de manière impérative notre attention, dans chaque continent, vers les fronts intérieurs, car ils constituent les ressources en effectifs et en expérience administrative, c'est-à-dire les bases solides desquelles toute expansion prend son essor, dans son propre pays et à l'étranger. Le plus grand accroissement en nombre d'Assemblées Spirituelles Locales, de groupes et de croyants est nécessaire sur les fronts intérieurs et ces tâches doivent être conduites vigoureusement. Quelques Assemblées Spirituelles Nationales ont programmé ces buts importants en fixant un certain nombre à atteindre chaque année, permettant d'aborder les buts totaux de manière planifiée et progressive. Cette poursuite systématique et résolue des buts indigènes est vivement recommandée.
Les besoins pressants et croissants du Fonds bahá'í sont portés à l'attention de tous les croyants. Il y a actuellement de grands projets qui sont en voie d'accomplissement ou qui restent à entreprendre, projets qui exigent de très grandes sommes d'argent s'ils doivent être réalisés. Le temple panaméen - le premier des deux temples prévus au Plan de neuf ans - l'embellissement et l'extension du Centre mondial lui-même, qui entraînent une augmentation nécessaire et inévitable des facilités servant les besoins croissants de la Foi ; le soutien accordé dans de nombreuses parties du monde au programme d'enseignement d'importance vitale ; l'établissement et le développement des nouvelles Assemblées Spirituelles Nationales - toutes ces tâches sont autant de raisons urgentes pour que les amis de partout accordent leur assistance par des contributions régulières et empreintes de sacrifice. Si l'inflation s'étend de par 1e monde, l'augmentation du coût de la vie est compensée, du moins dans les pays riches, par une augmentation correspondante des revenus personnels. Les dépenses du Fonds bahá'í sont immanquablement et sérieusement affectées par cette situation inflationnaire ; on ne peut y remédier que par des contributions à la fois plus élevées et provenant d'un nombre plus élevé de donateurs. La Maison de Justice croit que les besoins financiers de la Cause devraient être comblés par la participation universelle des donateurs ; elle invite avec empressement les Assemblées Spirituelles Nationales et Locales de s'atteler vigoureusement à ce but et en faisant preuve d'imagination, tout en rappelant aux amis comment le bien-aimé Gardien a supplié chaque croyant " d'offrir sans hésitation, chacun selon ses propres moyens, sa part sur l'autel du sacrifice pour la Foi ". Le fait que nous seuls, bahá'ís, pouvons contribuer financièrement à la Cause constitua notre gloire et ce qui nous stimule.
Alors que nous nous approchons de la troisième phase du Plan de neuf ans, la perspective d'occasions captivantes s'ouvre à nous, à même de faire tressaillir de joie le cœur de tout ardent adepte de Bahá'u'lláh. Voici plus d'un siècle que nous travaillons laborieusement à l'enseignement de la Cause ; des sacrifices héroïques, des services dévoués, des efforts prodigieux ont été consentis pour établir les avant-postes de la Foi dans les principaux pays, territoires et îles du globe et pour ériger la charpente de l'ordre administratif autour de la planète. Mais la Foi de Bahá'u'lláh demeure encore inconnue de la plupart des hommes. Maintenant, en fin de compte, la communauté mondiale du Plus Grand Nom est appelée à lancer à l'échelle du globe et pour chaque couche de la société, une proclamation soutenue et intensive du message rédempteur qui annonce que le Promis est venu et que l'unité et bien-être de la race humaine constituent le but de sa Révélation. Cette campagne longue quant aux efforts qu'il faudra déployer pour la soutenir, commençant en octobre prochain pour commémorer le centenaire du retentissement des " notes d'ouverture " de la propre proclamation de Bahá'u'lláh et gagnant en importance pendant tout le reste du Plan de neuf ans, cette campagne pourrait bien devenir le fer de lance d'autres plans qui seront lancés continuellement jusqu'à ce que l'humanité reconnaisse et acclame avec reconnaissance son Rédempteur et son Seigneur. Il y a cent ans, Bahá'u'lláh lui-même s'adressa aux rois, aux dirigeants, aux chefs religieux et aux peuples de la terre. La Maison Universelle de Justice estime qu'il est de son devoir sacré de porter le Message à l'attention des dirigeants du monde actuel. C'est pourquoi elle leur remettra sous forme d'un livre l'essence de l'appel de Bahá'u'lláh. Sous le titre de La Proclamation de Bahá'u'lláh, une édition spéciale sera remise aux Chefs d'Etat ou début de la période de proclamation ; une édition générale sera disponible pour les amis en anglais, français, allemand, italien et espagnol.
Les Mains de la Cause de Dieu Amatu'l-Bahá Rúhíyyih Khánum, Ugo Giachery, Tárázu'lláh Samandarí, 'Alí Akbar Furútan, Paul Haney, Abu'l Qasim Faizi, qui représenteront la Maison Universelle de Justice aux Conférences intercontinentales d'octobre respectivement à Panama, Sydney, Chicago, Kampala, Francfort et à la Nouvelle-Delhi, se réuniront au Centre mondial en septembre, quelques jours avant la Fête de Mashíyyat. Les membres de la Maison de Justice joindront aux supplications des Mains les leurs au Sépulcre de Bahá'u'lláh à Bahjí et se réuniront avec elles au Manoir pour des consultations. De cet endroit sacré, ces Mains de la Cause feront un pèlerinage spécial au nom de tout le monde bahá'í à Andrinople où la Súriy-i-Mulúk a été révélée. Cent ans après l'événement historique qu'elles vont commémorer, elles se réuniront le 27 septembre dans la Maison de Bahá'u'lláh pour prier et méditer, tandis qu'au même moment les membres de la Maison Universelle de Justice, dans le Très Saint Sépulcre à Bahjí, procéderont à la même commémoration et prieront pour le succès des Conférences et du programme de proclamation. Le monde bahá'í tout entier commémorera entre les Conférences et Ridván 1968, le centenaire de l'ouverture de cette merveilleuse période de l'histoire humaine qui vit la Grâce divine inonder à profusion les hommes de ses trésors et s'ouvrir les portes du Royaume, faisant découvrir à tous ceux qui savaient voir un ciel nouveau et une terre nouvelle et la nouvelle Jérusalem qui descendait du Ciel.
Sitôt après la Fête de Mashíyyat, les Mains de la Cause se rendront d'Andrinople au lieu de leur Conférence, chacune d'elles emportant avec elle en précieux dépôt une photographie de la Beauté bénie, que chacun des participants aux Conférences pourra avoir le privilège de voir. Ces distinguées Mains s'adresseront en leur nom propre à la Conférence où elles sont déléguées et elles apporteront à chaque Conférence un message de la Maison Universelle de Justice qu'elles représentent.
Ces six conférences réunies pour commémorer l'ouverture de la Proclamation de Bahá'u'lláh et pour inaugurer une période de proclamation de son message par l'entière compagnie de ses fidèles, démontreront indubitablement à nouveau l'esprit joyeux qui règne lors de telles réunions entre amis et elles les renforceront dans leur détermination de saisir chaque moyen et occasion à leur portée pour faire retentir l'appel divin. Honorées par la présence des Mains de la Cause, points focaux de l'amour et des prières des amis de partout, aimants attirant les forces spirituelles que seules peuvent affermir leur travail, ces Conférences, il faut l'espérer avec confiance, seront de puissantes sources d'unité, d'enthousiasme spirituel et de préparation réaliste. Les Assemblées Spirituelles Nationales sont appelées à veiller à ce qu'elles soient représentées à la Conférence de leur continent de sorte qu'elles puissent partager leurs plans de proclamation avec d'autres Assemblées Spirituelles Nationales et discuter avec elles les buts qui restent du Plan de neuf ans.
A tous ces amis, dans de nombreux pays, qui souffrent à des degrés divers de restrictions et d'oppression qui les empêcheront totalement ou en partie de procéder à des commémorations publiques et à la proclamation qui doit suivre, nous envoyons un message particulier d'amour et de réconfort. Nous leur disons l'affection et l'admiration que leur portent leurs coreligionnaires qui, en signe de reconnaissance pour leur plus grande liberté, sont résolus à faire retentir une proclamation du divin Message à telle fin qu'elle pourrait ouvrir la voie de l'émancipation de la totalité de la communauté de la Foi.
La proclamation à l'échelle mondiale, l'océan inconnu sur lequel nous allons nous embarquer, ajoutera une dimension nouvelle à notre travail, une dimension telle que si elle se développe, elle complétera et renforcera le double processus d'expansion et de consolidation. Cette méthode d'enseigner qui surgit sitôt après l'édification de la charpente de l'ordre administratif, pourrait bien constituer le moyen de faire progresser le travail vital de la consolidation et la mise en valeur de la sagesse d'enseigner accumulée en cent ans, d'autant plus que le bien-aimé Gardien nous a appris à concevoir une activité systématique et planifiée. C'est pourquoi cette activité doit devenir partie intégrante de notre travail habituel dans ces pays où nous sommes libres de diffuser notre religion ; elle doit figurer dans nos budgets, être attribuée aux comités nationaux et locaux pour qu'ils l'étudient et l'exécutent et avant tout être coordonnée avec les programmes mis en train en vue d'atteindre les buts du Plan de neuf ans. Chaque effort de proclamation doit être soutenu par l'enseignement, particulièrement au niveau local où les annonces publiques devraient être faites parallèlement à de tels efforts. Cette coordination est essentielle, car rien ne serait plus décourageant pour des milliers de gens que d'entendre parler de la Foi et de ne pas savoir où s'adresser pour de plus amples renseignements.
Le bien-aimé Gardien a écrit : " S'efforcer d'obtenir une meilleure compréhension de la signification de la Révélation prodigieuse de Bahá'u'lláh, j'en suis fermement convaincu, reste la première obligation et l'objet des efforts constants de chacun de ses loyaux adhérents. " Cette affirmation place chaque croyant devant l'obligation de s'approfondir solidement dans la Cause. C'est pourquoi nous aimerions commenter la nature de cet approfondissement plutôt que son avantage.
Une connaissance détaillée et précise de la structure actuelle de l'Administration bahá'íe ou des statuts des Assemblées Spirituelles Nationales ou Locales, ou encore des nombreuses et diverses applications du droit bahá'í dans les différentes circonstances qui prévalent autour du monde, quoique précieuse en elle-même, ne peut pas être considérée comme le genre de connaissance qu'on se propose en parlant d'approfondissement. Il s'agit plutôt d'une compréhension plus claire du dessein de Dieu pour l'homme, et plus particulièrement de son but immédiat tel qu'il est révélé et ordonné par Bahá'u'lláh, un objectif aussi éloigné que possible des concepts actuels du bien-être et du bonheur de l'homme. Nous devrions constamment être sur nos gardes de crainte que le clinquant et le faux éclat d'une société opulente ne nous amènent à concevoir que de superficiels accommodements au monde moderne envisagés par des mouvements humanitaires ou publiquement proclamés dans la politique des hommes d'Etat éclairés - tels que la participation de tous les membres de la race humaine aux bénéfices d'un haut niveau de vie, de l'éducation, des soins médicaux, des connaissances techniques - accompliront d'eux-mêmes la mission glorieuse de Bahá'u'lláh. Il en va bien autrement.
Ces choses nous seront données en plus lorsque nous chercherons le Royaume de Dieu ; elles ne constituent pas les objectifs pour lesquels le Báb donna sa vie, Bahá'u'lláh supporta des souffrances que nul avant Lui n'avaient connues, le Maître et après lui le Gardien firent face à leurs épreuves et afflictions avec une force d'âme surhumaine. Leur vision est bien plus profonde et fondamentale ; elle pénètre la raison même de la vie de l'homme. Nous ne saurions mieux faire, a ce sujet, que d'attirer l'attention des amis sur certains thèmes traités par Shoghi Effendi dans son exposé tranchant " Le but d'un nouvel ordre mondial ". " Le principe de l'unité de l'humanité ", écrit-il, " implique un changement organique dans la structure de la société contemporaine, un changement tel que le monde n'en a pas vu de pareil. " Faisant allusion aux " changements historiques qui constituent les événements marquants dans l'histoire de la civilisation humaine ", il précise " qu'ils ne peuvent être considérés que comme des ajustements subsidiaires préparant cette transformation d'une majesté et d'une magnitude incomparables que l'humanité doit expérimenter en cet âge. " Dans un autre écrit, il définit la civilisation qui sera établie par Bahá'u'lláh comme une " civilisation d'une plénitude de vie telle que le monde n'a jamais vue et ne peut encore concevoir. "
Amis bien-aimés. Voilà le thème que nous devons chercher dans nos efforts en vue d'approfondir la Cause. Quel est le dessein de Bahá'u'lláh pour la race humaine ? Dans quel but se soumit-Il aux épouvantables cruautés et indignités qui lui furent infligées ? Qu'entend-Il par " une nouvelle race d'hommes " ? Quels sont les profonds changements qu'Il va produire ? Les réponses se trouvent dans les Ecrits sacrés de notre Foi et dans l'interprétation qu'en donnent 'Abdu'l-Bahá et notre bien-aimé Gardien. Que les amis se plongent dans cet océan, qu'ils organisent des classes d'études régulières pour leur examen constant et, pour renforcer leur effort, qu'ils se souviennent consciencieusement des exigences de la prière quotidienne et de la lecture de la Parole divine qui sont imposés aux bahá'ís par Bahá'u'lláh.
Ces efforts dévoués de la part des amis en vue de s'approfondir dans la Cause sont rendus nécessaires par le programme de proclamation qui approche. Lorsqu'il commencera à donner des fruits, une attention toujours plus soutenue sera portée aux revendications de Bahá'u'lláh et il faudra s'attendre à de l'opposition. " Combien grande, combien immense est la Cause " a écrit le Maître. " Combien violent est le massacre de tous les peuples et races de la terre. Avant longtemps, on entendra de loin et de près la clameur de la multitude à travers l'Afrique et l'Amérique, le cri de l'européen et du Turc, la plainte de l'Inde et de la Chine. Ils se lèveront tous pour résister de toutes leurs forces à Sa Cause. C'est alors que les chevaliers du Seigneur, assistés de la grâce venue d'En-haut, fortifiés par la foi, soutenus par le pouvoir de la compréhension et renforcés par les légions du Covenant, se lèveront et rendront manifeste la vérité de ce verset " Voyez la confusion qui s'est abattue sur les rangs des vaincus ! ".
Attentifs aux nombreuses expressions de l'amour divin enchâssées dans nos Ecritures et conscients de la nature extraordinaire de la, crise avec laquelle l'humanité est confrontée, nous faisons appel aux amis pour qu'ils prennent à nouveau conscience des grandes choses qui sont attendues de nous en ce jour. Nous rappelons que la Beauté bénie, Bahá'u'lláh, de même que son " Bien-aimé " avant Lui et qu' 'Abdu'l-Bahá après Lui ont supporté leurs souffrances en ce monde de sorte que le genre humain puisse être libéré des attaches matérielles et " qu'il atteigne la véritable liberté ", " qu'il prospère et s'épanouisse ", " atteigne la félicité et soit transporté de joie ". Et nous prions afin que les efforts des amis puissent contribuer à ce que cette gloire et cette félicité soient rapidement atteintes.
LA MAISON UNIVERSELLE DE JUSTICE
LISTE DE 67 TERRITOIRES OÙ IL FAUT 209 PIONNIERS
Remarque : cette liste ne comprend pas les 29 territoires qui dépendent de circonstances favorables pour y établir la Foi et le chiffre de 209 pionniers s'étend à 25 projets en voie d'achèvement.
AFRIQUE (35)
Botswana, Cameroun, Cape Verde (îles), République Centrafricaine, Chagos (archipel), Comores, Congo-Brazzaville, Congo-Kinshasa, Corisco (îles), Dahomey, Fernando Po (îles), Côte française des Somalis, Gambie, Ghana, Guinée, Côte d'Ivoire, Lesotho, Libye, Madagascar, Malawi, Nigeria, Réunion (île de la), Rhodésie, Sao Tomé & Principe (îles), Seyche1les, Somalie, Afrique du Sud, Sahara espagnol, Soudan, Swaziland, Tanzanie (continentale), Ouganda, Haute-Volta, Zambie, Zanzibar
AMERIQUE (23)
Anticosti (île), Argentine, Barbuda, Belize, Bolivie, Brésil, Cap Breton République Dominicaine, Equateur, Franklin, Guatemala, Honduras, Magdalen (île), Martinique, Mexique, Mocha (île), Panama, Paraguay, Pérou, St.Laurent (île), St.Pierre et Miquelon (île), Réserve Seri (Tiburon), Venezuela
EUROPE (5)
Autriche, Grèce, Hébrides int., Luxembourg, Spitzberg
ASIE (13)
Afghanistan, Ahsa, Al-Masirah, Cambodge, Ceylan, Imroz (île), Indonésie, Kuria Muria (île), Laos, Maldive (îles), Marmara, Philippines, Thaïlande
AUTRALASIE (11)
Samoa (terr.américain), Bathurst (île), Caroline (île), Cocos (île), Fidji, Marquise (îles), Nouvelle-Calédonie, Nouvelles-Hébrides, Archipel des Tuamotu, Tonga (île), Samoa Ouest
ANNEXE AU MESSAGE DE LA MAISON UNIVERSELLE DE JUSTICE Ridván 1967/124.
Source : www.bahai-biblio.org
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Traduction de courtoisie
MAISON UNIVERSELLE DE JUSTICE
Centre mondial bahá'í, Haïfa, Israël.
Ridván 124 / 1967
Aux bahá'ís du monde entier
Amis bien-aimés,
A l'issue de la troisième année du Plan de neuf ans, notre reconnaissance émue va de tout cœur à Bahá'u'lláh pour les faveurs divines par lesquelles Il a manifestement soutenu et confirmé sans relâche les efforts dévoués de ses serviteurs sous tous les cieux, et, sans hésitation aucune, nous affirmons notre confiance dans la communauté du Plus Grand Nom, qui peut et veut remporter une victoire totale par sa détermination et ses efforts empreints de sacrifice.
L'année dernière, nous avions lancé un appel pour, former en 1967 onze nouvelles Assemblées Spirituelles Nationales. Toutes ces Assemblées seront élues pendant la période de Ridván. Nous accueillons avec beaucoup de joie les Assemblées Spirituelles Nationales des bahá'ís d'Algérie et de Tunisie, avec siège à Alger ; de la République du Cameroun, avec siège à Victoria ; du Swaziland, du Lesotho et du Mozambique, avec son siège à Mbabane ; de Zambie avec siège à Lusaka ; de Belize, avec son siège à Belize ; des Iles Vierges et Sous-le-Vent (Leeward & Windward, Antilles), avec siège à Charlotte Amalie ; de l'Arabie du Sud-Est, avec siège à Bahrayn ; du Laos, avec siège à Vientiane ; du Sikkim, avec siège à Gangtok ; de Taiwan, avec siège à Taipeh ; des Iles Gilbert et Ellice, avec siège à Tarawa. Le Centre mondial de la Foi sera représenté à chacune des Conventions nationales par une Main de la Cause de Dieu, qui présentera un message de la Maison Universelle de Justice accueillant les nouvelles communautés nationales et leur remettant leur part à accomplir des buts du Plan de neuf ans.
En ce Ridván, quatre-vingt-une des 108 Assemblées Spirituelles Nationales et plus de six mille des 13737 Assemblées Spirituelles Locales prévues pour 1973, auront été établies ; on annonce 28217 localités sur un total de 54102 à atteindre en 1973 ; quinze d'entre les soixante-cinq enregistrements d'Assemblées nationales ont été atteints ; dix-sept des cinquante-deux Hazíratu'l-Quds nationaux, sept des soixante-deux terrains pour temples, treize des cinquante-quatre dotations nationales, quatorze des trente-deux instituts d'enseignement ont été acquis ; 123 enregistrements d'Assemblées locales sur les 973 prévus ont été réalisés ; l'acquisition de 24 Hazíratu'l-Quds locaux en Inde, dix-sept au Kenya, neuf en Ouganda, deux en Afrique du Sud, deux en Turquie et un certain nombre dans la République démocratique du Congo-Kinshasa a été conclue, tandis que du terrain pour huit autres a été acheté au Kenya, quatre au Cameroun, deux au Pakistan et un à l'Ile Maurice ; dans huit pays, des dotations locales supplémentaires aux buts du Plan ont été acquises.
L'Islande, la Corée, le Libéria, le Grand Duché du Luxembourg et la Rhodésie reconnaissent maintenant le certificat de mariage bahá'í ; la République dominicaine, la Guyane, Hawaii, l'Islande, l'Italie, le Kenya et le Luxembourg reconnaissent les jours fériés bahá'ís. Une Ecole d'été a été ouverte au Libéria et une autre, non prévue au Plan, au Canada, du terrain pour d'autres écoles d'été a été acquis en Argentine, en Ethiopie et aux Iles Samoa. Vingt-cinq nouveaux idiomes ont été ajoutés à la liste des langues dans lesquelles des publications bahá'íes sont disponibles, ce qui porte le total à 397. Le nombre de territoires ouverts maintenant à la Foi a atteint le chiffre de 311, avec les nouvelles régions où des bahá'ís se sont récemment établis soit l'Archipel de Chiloé, Bonaire, Iles Phœnix et Saint Martin, et deux nouveaux territoires supplémentaires à ceux prévus au Plan, c'est-à-dire l'Ile de Melville, en Australasie et celle de Montserrat, dans les Antilles (Windward).
Après des difficultés prolongées, l'Assemblée Spirituelle Nationale d'Iran a enfin été en mesure de prendre possession de la forteresse historique de Chihríq, cette citadelle triste et solitaire qui devint la dernière résidence terrestre du Báb, et de laquelle Il fut conduit vers son martyre à Tabríz. La réalisation de la reconnaissance tant espérée de la Foi en Italie constitue une magnifique victoire qui a pour résultat non seulement l'enregistrement de l'Assemblée Spirituelle Nationale, mais aussi celui de toutes les Assemblées Spirituelles Locales en Italie et la possibilité d'établir la Maison d'éditions de cette Assemblée Spirituelle Nationale. En Islande, la foi bahá'íe a été reconnue comme une des religions de cette île. Ceci permettra l'enregistrement de l'Assemblée Spirituelle Locale de Reykjavik, mais aussi à son président d'effectuer des mariages et des enterrements bahá'ís, d'exempter la Foi de certains impôts, d'observer les jours fériés bahá'ís et de préparer le chemin en vue de l'enregistrement de. L'Assemblée Spirituelle Nationale de ce pays quand elle sera formée. Le nombre total des Assemblées Spirituelles Locales, des groupes et localités prévus au Plan pour 1973 a déjà été atteint dans cinquante-trois territoires et îles sous 1a direction de vingt-six Assemblées Spirituelles Nationales ; cinq territoires ont formé le nombre requis d'Assemblées Spirituelles Locales et sept ont atteint le nombre de localités qui leur a été assigné.
Depuis que l'appel a été lancé l'an dernier, l'enseignement itinérant international touchant aux cinq continents et presque toutes les communautés nationales a été entrepris. Soixante dix-huit projets ont été réalisés en Europe, quarante-trois en Amérique, vingt-sept en Asie, vingt-cinq en Australasie, ce qui représente avec ceux d'Afrique un total de quelque deux cents projets. Il faut espérer que cette activité stimulante, si chère au cœur du bien-aimé Maître, s'étendra constamment,
A la base de toutes ces réalisations concrètes, il y a une activité constante à travers le monde dans le domaine de l'enseignement et de l'administration comme un mouvement perpétuel comparable à la houle de la mer, qui, au sein de la communauté bahá'íe, est la véritable raison de sa croissance. Les Assemblées Spirituelles Nationales et Locales font face à des problèmes difficiles ; elles élaborent de nouveaux plans ; elles assument leurs responsabilités dans le cadre de communautés qui croissent en nombre et en sagesse ; des comités s'efforcent d'atteindre les buts ; la jeunesse bahá'íe se voue avec empressement et dévouement à des activités ; des bahá'ís, individuellement, et leur famille fournissent leur part d'efforts pour la Cause en donnant le Message, organisant une réunion - tous ces fidèles services attirent la bénédiction de Bahá'u'lláh et, plus ils sont soutenus par la prière et une intense consécration, plus ils s'étendent et libèrent dans le monde une charge spirituelle à laquelle aucune force sur terre ne peut résister et qui, en définitive, produira le triomphe total de la Cause. C'est de cette vitalité organique de la Foi, qui se ressent avec tant de plaisir au Centre mondial, que nous aimerions partager l'immense joie avec chaque croyant.
Au Centre mondial de la Foi, la codification du Kitáb-i-Aqdas et la collation d'autres Textes importants continuent. Le travail très important qui consiste à préparer la Constitution de la Maison Universelle de Justice est en bonne voie. L'entretien et l'extension des jardins entourant les Sanctuaires sacrés à Haïfa et à Bahjí continuent. La publication du volume XIII de l'encyclopédie " The Baha'i World " a été entreprise ; cet ouvrage s'étend sur les activités de la Foi pendant neuf ans, de 1954 à 1963, soit presque la période entière du Plan décennal, et il comprend un article étendu sur le bien-aimé Gardien dû à Amatu'l-Bahá Rúhíyyih Khánum. Le programme échelonné de nos rapports avec les Nations Unies est activement poursuivi. Une autre réalisation importante supplémentaire consiste en l'établissement d'un Centre audiovisuel bahá'í international chargé de fournir du matériel d'enseignement et d'approfondissement à toutes les Assemblées Spirituelles Nationales et de conserver et répertorier ce matériel audiovisuel.
Pendant toute l'année, les services rendus par nos bien-aimées Mains de la Cause ont brillé d'un éclat infaillible. Les encouragements constants qu'elles prodiguent aux Assemblées Spirituelles Nationales et aux croyants de partout pour les inciter à poursuivre les buts du Plan et à acquérir une meilleure compréhension de la véritable signification de la Révélation de Bahá'u'lláh, contribuent grandement aux progrès du Plan et influencent profondément l'évolution de la communauté bahá'íe. Ces quelques croyants consacrés et intrépides qui sont entrés dans l'histoire par leur nomination à ce haut ministère, constituent véritablement le précieux héritage que nous a laissé le bien-aimé Gardien ; et, tandis que les années s'écoulent, l'honneur et le respect qui leur est dû en vertu de leur rang élevé augmentent, et l'affection et l'admiration que suscitent leurs fidèles services s'ancrent plus profondément chez les amis.
Pour répondre à certaines nécessités, deux changements ont été opérés dans la disposition des Mains cette année. La Main de la Cause, M. John Robarts, est retournée dans l'Hémisphère Ouest avec affectation spéciale au Canada, d'où il est natif, et la Main de la Cause, M. William Sears est retourné en Afrique. D'autre part, nous sommes heureux d'annoncer que la Main de le Cause, M. Tárázu'lláh Samandarí, dont les yeux furent réjouis par sa rencontre avec Bahá'u'lláh, représentera la Maison Universelle de Justice à la Conférence intercontinentale de Chicago, pour remplacer la Main de la Cause, feu M. Leroy Ioas.
Sur le plan international, le grand projet de construction du temple panaméen a commencé par le choix d'un modèle présenté par un architecte anglais, M. Peter Tillotson. M. Robert McLaughlin, ancien membre de l'Assemblée Spirituelle Nationale des Etats-Unis et doyen émérite de l'Ecole d'Architecture de l'Université de Princeton, a été nommé conseiller architectural de la Maison Universelle de Justice pour la construction de ce temple. A noter qu'il fut membre du Comité technique pour la construction intérieure du premier temple occidental Wilmette. MM. McLaughlin et Tillotson se sont déjà rendus sur les lieux et travaillent en étroite collaboration. Des images et des plans du nouveau Temple seront bientôt publiés et les amis seront tenus au courant des progrès dons la construction de cette Maison d'adoration " située entre deux grands océans ", une région géographique dont 'Abdu'l-Bahá souligna l'importance à venir et d'où les enseignements une fois établis " uniront l'est et l'ouest, le nord et le sud ".
Le brillant exploit qu'avaient réalisé les pionniers au cours de la deuxième année du Plan est en train de produire ses effets bienfaisants, mais il faut toujours davantage de pionniers de manière urgente, et il en faudra aussi par la suite, dans toutes les parties du monde, pour consolider et développer la Foi dans les territoires récemment conquis de même dans ceux où la Foi a été établie à nouveau pendant les premières années du Plan. Les besoins immédiats se chiffrent à 209 pionniers qui devront s'établir dons quatre-vingt-sept territoires mentionnés sur 1a liste ci-jointe. C'est pourquoi un appel est maintenant lancé dans le but d'accomplir rapidement cette tâche. Chaque croyant peut servir dans ce domaine hautement méritoire et tous ceux qui se sentent pressés de répondre à cet appel sont priés d'étudier la liste des territoires ci-jointe et d'adresser leurs offres à leur Assemblée Spirituelle Nationale. De plus amples détails quant aux besoins dans chacun des territoires en question ont été envoyés aux Assemblées Spirituelles Nationales et aux Comités des pionniers.
Les besoins constants en pionniers, de même que la proclamation mondiale vers laquelle nous nous dirigeons, portant de manière impérative notre attention, dans chaque continent, vers les fronts intérieurs, car ils constituent les ressources en effectifs et en expérience administrative, c'est-à-dire les bases solides desquelles toute expansion prend son essor, dans son propre pays et à l'étranger. Le plus grand accroissement en nombre d'Assemblées Spirituelles Locales, de groupes et de croyants est nécessaire sur les fronts intérieurs et ces tâches doivent être conduites vigoureusement. Quelques Assemblées Spirituelles Nationales ont programmé ces buts importants en fixant un certain nombre à atteindre chaque année, permettant d'aborder les buts totaux de manière planifiée et progressive. Cette poursuite systématique et résolue des buts indigènes est vivement recommandée.
Les besoins pressants et croissants du Fonds bahá'í sont portés à l'attention de tous les croyants. Il y a actuellement de grands projets qui sont en voie d'accomplissement ou qui restent à entreprendre, projets qui exigent de très grandes sommes d'argent s'ils doivent être réalisés. Le temple panaméen - le premier des deux temples prévus au Plan de neuf ans - l'embellissement et l'extension du Centre mondial lui-même, qui entraînent une augmentation nécessaire et inévitable des facilités servant les besoins croissants de la Foi ; le soutien accordé dans de nombreuses parties du monde au programme d'enseignement d'importance vitale ; l'établissement et le développement des nouvelles Assemblées Spirituelles Nationales - toutes ces tâches sont autant de raisons urgentes pour que les amis de partout accordent leur assistance par des contributions régulières et empreintes de sacrifice. Si l'inflation s'étend de par 1e monde, l'augmentation du coût de la vie est compensée, du moins dans les pays riches, par une augmentation correspondante des revenus personnels. Les dépenses du Fonds bahá'í sont immanquablement et sérieusement affectées par cette situation inflationnaire ; on ne peut y remédier que par des contributions à la fois plus élevées et provenant d'un nombre plus élevé de donateurs. La Maison de Justice croit que les besoins financiers de la Cause devraient être comblés par la participation universelle des donateurs ; elle invite avec empressement les Assemblées Spirituelles Nationales et Locales de s'atteler vigoureusement à ce but et en faisant preuve d'imagination, tout en rappelant aux amis comment le bien-aimé Gardien a supplié chaque croyant " d'offrir sans hésitation, chacun selon ses propres moyens, sa part sur l'autel du sacrifice pour la Foi ". Le fait que nous seuls, bahá'ís, pouvons contribuer financièrement à la Cause constitua notre gloire et ce qui nous stimule.
Alors que nous nous approchons de la troisième phase du Plan de neuf ans, la perspective d'occasions captivantes s'ouvre à nous, à même de faire tressaillir de joie le cœur de tout ardent adepte de Bahá'u'lláh. Voici plus d'un siècle que nous travaillons laborieusement à l'enseignement de la Cause ; des sacrifices héroïques, des services dévoués, des efforts prodigieux ont été consentis pour établir les avant-postes de la Foi dans les principaux pays, territoires et îles du globe et pour ériger la charpente de l'ordre administratif autour de la planète. Mais la Foi de Bahá'u'lláh demeure encore inconnue de la plupart des hommes. Maintenant, en fin de compte, la communauté mondiale du Plus Grand Nom est appelée à lancer à l'échelle du globe et pour chaque couche de la société, une proclamation soutenue et intensive du message rédempteur qui annonce que le Promis est venu et que l'unité et bien-être de la race humaine constituent le but de sa Révélation. Cette campagne longue quant aux efforts qu'il faudra déployer pour la soutenir, commençant en octobre prochain pour commémorer le centenaire du retentissement des " notes d'ouverture " de la propre proclamation de Bahá'u'lláh et gagnant en importance pendant tout le reste du Plan de neuf ans, cette campagne pourrait bien devenir le fer de lance d'autres plans qui seront lancés continuellement jusqu'à ce que l'humanité reconnaisse et acclame avec reconnaissance son Rédempteur et son Seigneur. Il y a cent ans, Bahá'u'lláh lui-même s'adressa aux rois, aux dirigeants, aux chefs religieux et aux peuples de la terre. La Maison Universelle de Justice estime qu'il est de son devoir sacré de porter le Message à l'attention des dirigeants du monde actuel. C'est pourquoi elle leur remettra sous forme d'un livre l'essence de l'appel de Bahá'u'lláh. Sous le titre de La Proclamation de Bahá'u'lláh, une édition spéciale sera remise aux Chefs d'Etat ou début de la période de proclamation ; une édition générale sera disponible pour les amis en anglais, français, allemand, italien et espagnol.
Les Mains de la Cause de Dieu Amatu'l-Bahá Rúhíyyih Khánum, Ugo Giachery, Tárázu'lláh Samandarí, 'Alí Akbar Furútan, Paul Haney, Abu'l Qasim Faizi, qui représenteront la Maison Universelle de Justice aux Conférences intercontinentales d'octobre respectivement à Panama, Sydney, Chicago, Kampala, Francfort et à la Nouvelle-Delhi, se réuniront au Centre mondial en septembre, quelques jours avant la Fête de Mashíyyat. Les membres de la Maison de Justice joindront aux supplications des Mains les leurs au Sépulcre de Bahá'u'lláh à Bahjí et se réuniront avec elles au Manoir pour des consultations. De cet endroit sacré, ces Mains de la Cause feront un pèlerinage spécial au nom de tout le monde bahá'í à Andrinople où la Súriy-i-Mulúk a été révélée. Cent ans après l'événement historique qu'elles vont commémorer, elles se réuniront le 27 septembre dans la Maison de Bahá'u'lláh pour prier et méditer, tandis qu'au même moment les membres de la Maison Universelle de Justice, dans le Très Saint Sépulcre à Bahjí, procéderont à la même commémoration et prieront pour le succès des Conférences et du programme de proclamation. Le monde bahá'í tout entier commémorera entre les Conférences et Ridván 1968, le centenaire de l'ouverture de cette merveilleuse période de l'histoire humaine qui vit la Grâce divine inonder à profusion les hommes de ses trésors et s'ouvrir les portes du Royaume, faisant découvrir à tous ceux qui savaient voir un ciel nouveau et une terre nouvelle et la nouvelle Jérusalem qui descendait du Ciel.
Sitôt après la Fête de Mashíyyat, les Mains de la Cause se rendront d'Andrinople au lieu de leur Conférence, chacune d'elles emportant avec elle en précieux dépôt une photographie de la Beauté bénie, que chacun des participants aux Conférences pourra avoir le privilège de voir. Ces distinguées Mains s'adresseront en leur nom propre à la Conférence où elles sont déléguées et elles apporteront à chaque Conférence un message de la Maison Universelle de Justice qu'elles représentent.
Ces six conférences réunies pour commémorer l'ouverture de la Proclamation de Bahá'u'lláh et pour inaugurer une période de proclamation de son message par l'entière compagnie de ses fidèles, démontreront indubitablement à nouveau l'esprit joyeux qui règne lors de telles réunions entre amis et elles les renforceront dans leur détermination de saisir chaque moyen et occasion à leur portée pour faire retentir l'appel divin. Honorées par la présence des Mains de la Cause, points focaux de l'amour et des prières des amis de partout, aimants attirant les forces spirituelles que seules peuvent affermir leur travail, ces Conférences, il faut l'espérer avec confiance, seront de puissantes sources d'unité, d'enthousiasme spirituel et de préparation réaliste. Les Assemblées Spirituelles Nationales sont appelées à veiller à ce qu'elles soient représentées à la Conférence de leur continent de sorte qu'elles puissent partager leurs plans de proclamation avec d'autres Assemblées Spirituelles Nationales et discuter avec elles les buts qui restent du Plan de neuf ans.
A tous ces amis, dans de nombreux pays, qui souffrent à des degrés divers de restrictions et d'oppression qui les empêcheront totalement ou en partie de procéder à des commémorations publiques et à la proclamation qui doit suivre, nous envoyons un message particulier d'amour et de réconfort. Nous leur disons l'affection et l'admiration que leur portent leurs coreligionnaires qui, en signe de reconnaissance pour leur plus grande liberté, sont résolus à faire retentir une proclamation du divin Message à telle fin qu'elle pourrait ouvrir la voie de l'émancipation de la totalité de la communauté de la Foi.
La proclamation à l'échelle mondiale, l'océan inconnu sur lequel nous allons nous embarquer, ajoutera une dimension nouvelle à notre travail, une dimension telle que si elle se développe, elle complétera et renforcera le double processus d'expansion et de consolidation. Cette méthode d'enseigner qui surgit sitôt après l'édification de la charpente de l'ordre administratif, pourrait bien constituer le moyen de faire progresser le travail vital de la consolidation et la mise en valeur de la sagesse d'enseigner accumulée en cent ans, d'autant plus que le bien-aimé Gardien nous a appris à concevoir une activité systématique et planifiée. C'est pourquoi cette activité doit devenir partie intégrante de notre travail habituel dans ces pays où nous sommes libres de diffuser notre religion ; elle doit figurer dans nos budgets, être attribuée aux comités nationaux et locaux pour qu'ils l'étudient et l'exécutent et avant tout être coordonnée avec les programmes mis en train en vue d'atteindre les buts du Plan de neuf ans. Chaque effort de proclamation doit être soutenu par l'enseignement, particulièrement au niveau local où les annonces publiques devraient être faites parallèlement à de tels efforts. Cette coordination est essentielle, car rien ne serait plus décourageant pour des milliers de gens que d'entendre parler de la Foi et de ne pas savoir où s'adresser pour de plus amples renseignements.
Le bien-aimé Gardien a écrit : " S'efforcer d'obtenir une meilleure compréhension de la signification de la Révélation prodigieuse de Bahá'u'lláh, j'en suis fermement convaincu, reste la première obligation et l'objet des efforts constants de chacun de ses loyaux adhérents. " Cette affirmation place chaque croyant devant l'obligation de s'approfondir solidement dans la Cause. C'est pourquoi nous aimerions commenter la nature de cet approfondissement plutôt que son avantage.
Une connaissance détaillée et précise de la structure actuelle de l'Administration bahá'íe ou des statuts des Assemblées Spirituelles Nationales ou Locales, ou encore des nombreuses et diverses applications du droit bahá'í dans les différentes circonstances qui prévalent autour du monde, quoique précieuse en elle-même, ne peut pas être considérée comme le genre de connaissance qu'on se propose en parlant d'approfondissement. Il s'agit plutôt d'une compréhension plus claire du dessein de Dieu pour l'homme, et plus particulièrement de son but immédiat tel qu'il est révélé et ordonné par Bahá'u'lláh, un objectif aussi éloigné que possible des concepts actuels du bien-être et du bonheur de l'homme. Nous devrions constamment être sur nos gardes de crainte que le clinquant et le faux éclat d'une société opulente ne nous amènent à concevoir que de superficiels accommodements au monde moderne envisagés par des mouvements humanitaires ou publiquement proclamés dans la politique des hommes d'Etat éclairés - tels que la participation de tous les membres de la race humaine aux bénéfices d'un haut niveau de vie, de l'éducation, des soins médicaux, des connaissances techniques - accompliront d'eux-mêmes la mission glorieuse de Bahá'u'lláh. Il en va bien autrement.
Ces choses nous seront données en plus lorsque nous chercherons le Royaume de Dieu ; elles ne constituent pas les objectifs pour lesquels le Báb donna sa vie, Bahá'u'lláh supporta des souffrances que nul avant Lui n'avaient connues, le Maître et après lui le Gardien firent face à leurs épreuves et afflictions avec une force d'âme surhumaine. Leur vision est bien plus profonde et fondamentale ; elle pénètre la raison même de la vie de l'homme. Nous ne saurions mieux faire, a ce sujet, que d'attirer l'attention des amis sur certains thèmes traités par Shoghi Effendi dans son exposé tranchant " Le but d'un nouvel ordre mondial ". " Le principe de l'unité de l'humanité ", écrit-il, " implique un changement organique dans la structure de la société contemporaine, un changement tel que le monde n'en a pas vu de pareil. " Faisant allusion aux " changements historiques qui constituent les événements marquants dans l'histoire de la civilisation humaine ", il précise " qu'ils ne peuvent être considérés que comme des ajustements subsidiaires préparant cette transformation d'une majesté et d'une magnitude incomparables que l'humanité doit expérimenter en cet âge. " Dans un autre écrit, il définit la civilisation qui sera établie par Bahá'u'lláh comme une " civilisation d'une plénitude de vie telle que le monde n'a jamais vue et ne peut encore concevoir. "
Amis bien-aimés. Voilà le thème que nous devons chercher dans nos efforts en vue d'approfondir la Cause. Quel est le dessein de Bahá'u'lláh pour la race humaine ? Dans quel but se soumit-Il aux épouvantables cruautés et indignités qui lui furent infligées ? Qu'entend-Il par " une nouvelle race d'hommes " ? Quels sont les profonds changements qu'Il va produire ? Les réponses se trouvent dans les Ecrits sacrés de notre Foi et dans l'interprétation qu'en donnent 'Abdu'l-Bahá et notre bien-aimé Gardien. Que les amis se plongent dans cet océan, qu'ils organisent des classes d'études régulières pour leur examen constant et, pour renforcer leur effort, qu'ils se souviennent consciencieusement des exigences de la prière quotidienne et de la lecture de la Parole divine qui sont imposés aux bahá'ís par Bahá'u'lláh.
Ces efforts dévoués de la part des amis en vue de s'approfondir dans la Cause sont rendus nécessaires par le programme de proclamation qui approche. Lorsqu'il commencera à donner des fruits, une attention toujours plus soutenue sera portée aux revendications de Bahá'u'lláh et il faudra s'attendre à de l'opposition. " Combien grande, combien immense est la Cause " a écrit le Maître. " Combien violent est le massacre de tous les peuples et races de la terre. Avant longtemps, on entendra de loin et de près la clameur de la multitude à travers l'Afrique et l'Amérique, le cri de l'européen et du Turc, la plainte de l'Inde et de la Chine. Ils se lèveront tous pour résister de toutes leurs forces à Sa Cause. C'est alors que les chevaliers du Seigneur, assistés de la grâce venue d'En-haut, fortifiés par la foi, soutenus par le pouvoir de la compréhension et renforcés par les légions du Covenant, se lèveront et rendront manifeste la vérité de ce verset " Voyez la confusion qui s'est abattue sur les rangs des vaincus ! ".
Attentifs aux nombreuses expressions de l'amour divin enchâssées dans nos Ecritures et conscients de la nature extraordinaire de la, crise avec laquelle l'humanité est confrontée, nous faisons appel aux amis pour qu'ils prennent à nouveau conscience des grandes choses qui sont attendues de nous en ce jour. Nous rappelons que la Beauté bénie, Bahá'u'lláh, de même que son " Bien-aimé " avant Lui et qu' 'Abdu'l-Bahá après Lui ont supporté leurs souffrances en ce monde de sorte que le genre humain puisse être libéré des attaches matérielles et " qu'il atteigne la véritable liberté ", " qu'il prospère et s'épanouisse ", " atteigne la félicité et soit transporté de joie ". Et nous prions afin que les efforts des amis puissent contribuer à ce que cette gloire et cette félicité soient rapidement atteintes.
LA MAISON UNIVERSELLE DE JUSTICE
LISTE DE 67 TERRITOIRES OÙ IL FAUT 209 PIONNIERS
Remarque : cette liste ne comprend pas les 29 territoires qui dépendent de circonstances favorables pour y établir la Foi et le chiffre de 209 pionniers s'étend à 25 projets en voie d'achèvement.
AFRIQUE (35)
Botswana, Cameroun, Cape Verde (îles), République Centrafricaine, Chagos (archipel), Comores, Congo-Brazzaville, Congo-Kinshasa, Corisco (îles), Dahomey, Fernando Po (îles), Côte française des Somalis, Gambie, Ghana, Guinée, Côte d'Ivoire, Lesotho, Libye, Madagascar, Malawi, Nigeria, Réunion (île de la), Rhodésie, Sao Tomé & Principe (îles), Seyche1les, Somalie, Afrique du Sud, Sahara espagnol, Soudan, Swaziland, Tanzanie (continentale), Ouganda, Haute-Volta, Zambie, Zanzibar
AMERIQUE (23)
Anticosti (île), Argentine, Barbuda, Belize, Bolivie, Brésil, Cap Breton République Dominicaine, Equateur, Franklin, Guatemala, Honduras, Magdalen (île), Martinique, Mexique, Mocha (île), Panama, Paraguay, Pérou, St.Laurent (île), St.Pierre et Miquelon (île), Réserve Seri (Tiburon), Venezuela
EUROPE (5)
Autriche, Grèce, Hébrides int., Luxembourg, Spitzberg
ASIE (13)
Afghanistan, Ahsa, Al-Masirah, Cambodge, Ceylan, Imroz (île), Indonésie, Kuria Muria (île), Laos, Maldive (îles), Marmara, Philippines, Thaïlande
AUTRALASIE (11)
Samoa (terr.américain), Bathurst (île), Caroline (île), Cocos (île), Fidji, Marquise (îles), Nouvelle-Calédonie, Nouvelles-Hébrides, Archipel des Tuamotu, Tonga (île), Samoa Ouest
ANNEXE AU MESSAGE DE LA MAISON UNIVERSELLE DE JUSTICE Ridván 1967/124.
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