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German — Riḍván-Botschaft 1997.txt
Riḍván-Botschaft 1997 á Das Universale Haus der Gerechtigkeit á Bahá'í Verlag GmbH, Auflage 1.01-Online (1997)

Das Universale Haus der Gerechtigkeit

Bahá’í-Weltzentrum

Ridván 154 – 1997

An die Bahá’í der Welt

Innig geliebte Freunde!

Voll Freude und mit dankbaren Herzen begrüßen wir den begeisterten Widerhall, den der
letzten Ridván begonnene Vier-Jahres-Plan auf allen Kontinenten hervorgerufen hat. Beratungen
zwischen den Kontinentalen Beratern und den Nationalen Geistigen Räten setzten einen
ausgedehnten Planungsprozeß in Gang, an dem auch Hilfsamtsmitglieder und örtliche Geistige
Räte beteiligt waren. Durch diesen Prozeß nahmen die nationalen und regionalen Pläne Gestalt
an. Aber diese weltumspannende Maßnahme hat mehr bewirkt, als nur unterschiedliche Pläne
für die verschiedenen Länder hervorzubringen; sie hat auch der Beziehung der Zusammenarbeit
zwischen den beiden Armen der administrativen Ordnung Auftrieb gegeben, ein höchst
begrüßenswertes Vorzeichen für die noch kommenden Siege. Ein Zeichen für die unmittelbare
Auswirkung des Planes war die Geschwindigkeit, mit der während der letzten zwölf Monate
Schritte zur Errichtung von fast 200 Bahá’í- Instituten unternommen wurden. Viele von ihnen
gingen weit über den Entwurf ihrer organisatorischen Abwicklung hinaus; sie funktionieren
bereits schon und haben ihre ersten Kurse angeboten. Darüber hinaus war eine Bewegung von
Pionieren und Reiselehrern an der Heimatfront und auf dem internationalen Feld zu
verzeichnen; einzelne schenkten der Unterstützung von Lehrern der Sache erhöhte
Aufmerksamkeit; Vorkehrungen wurden getroffen, um sicherzustellen, daß örtliche Geistige
Räte nur am ersten Ridván-Tag gebildet werden; es gab verstärkt Bemühungen, regelmäßige
Andachten abzuhalten; und man war zunehmend bestrebt, die Künste bei der Lehrarbeit und
den Gemeindeaktivitäten einzusetzen - in all diesen Bereichen war zu erkennen, daß die
Freunde sich sehr deutlich der Wichtigkeit bewußt sind, sich auf die Erfordernisse des
Hauptzieles des Planes zu konzentrieren, nämlich beachtliche Fortschritte beim Prozeß des
Beitritts in Scharen zu bewirken. Auch dürfen wir nicht versäumen, andere Entwicklungen
während des letzten Jahres anzuerkennen, die den großen Wert der vielfältigen Bemühungen
bestätigten, die unsere Weltgemeinde unternahm, und die Erfolge, die erreicht wurden. Hierzu
gehören, um nur einige zu nennen, der Erwerb der Wohnung im Hause Nr. 4 der Avenue de
Camoens in Paris, in der der geliebte Meister, ‘Abdu’l-Bahá, während seines historischen
Besuches in jener Stadt wohnte; die besondere Sitzung des brasilianischen Abgeordnetenhauses
in Würdigung des 75. Jahrestages der Einführung des Bahá’í-Glaubens in jenem Lande - ein
einzigartiger offizieller Anlaß, bei dem auch Amatu’l-Bahá Rúhíyyih Khánum als Ehrengast
anwesend war; der Start der Seite der Internationalen Bahá’í-Gemeinde im World Wide Web im
letzten Juli, die unter dem Namen „The Bahá’í World“ bis heute mehr als 50 000 mal in 90
Ländern und Territorien genutzt wurde, was im Durchschnitt etwa 200 mal pro Tag bedeutet.
Ebenso herausragend wie diese Errungenschaften verlaufen die Bauprojekte am Berge Karmel
weiterhin mit überwältigendem Schwung, wobei die Fertigstellung der Marmorarkaden am
Zentrum für das Studium der Texte, die Errichtung der siebenten Etage des Internationalen
Lehrzentrums und das fortschreitende Sichtbarwerden der weitreichenden Gestalt der
Terrassen am Schrein des Báb besondere Höhepunkte bilden. In diesem Zusammenhang muß
auch die teilweise Absenkung jenes Abschnitts der öffentlichen Durchgangsstraße genannt
werden, über den der Terassenverlauf führen soll, sowie der Erwerb und die anschließende
Abtragung des Gebäudes am Fuße des Berges, das als letz-tes Hindernis überwunden werden
mußte, um die Vollendung der unteren Terrassen zu ermöglichen, über die der prächtige Pfad
sich bis zum Heiligen Gebäude und darüber hinaus bis zum Kamm des Berges Gottes erhebt. Für
den hier beschriebenen Fortschritt war es auch von entscheidender Bedeutung, daß das
Spendenausmaß für die Projekte am Bogen des Karmel, womit das Ziel des letzten Jahres
erreicht wurde, auch weiterhin beibehalten werden konnte. Es ist offensichtlich, daß die
diesbezüglichen finanziellen Anforderungen mit ununterbrochenem Heldenmut von Armen und
Reichen erfüllt werden und dies in den verbleibenden Jahren weiter aufrechterhalten werden
muß. Gleichzeitig jedoch sollten - ebenso energisch und anhaltend - parallele Anstrengungen von
den Räten und Freunden in der ganzen Welt gemeinsam unternommen werden, um den ernsten
Erfordernissen des Internationalen Bahá’í-Fonds zu entsprechen. Bestimmt wird ein solch
vielversprechender Anfang des Vier-Jahres-Planes, wie wir ihn erlebt haben, den Herzen der
Mitglieder unserer Weltgemeinschaft Vertrauen einflößen, daß sie vollends dafür gerüstet sind,
um den Anforderungen gerecht zu werden, die in den Botschaften zu Beginn des Planes
umrissen und in den von den jeweiligen Räten verabschiedeten Plänen ausgeführt sind. Ein
weiterer und besonders geschätzter Antrieb zu Beginn des zweiten Jahres besteht darin, daß die
Umstände an diesem Ridván die Wiedererrichtung des Nationalen Geistigen Rates von Ruanda
ermöglicht haben. Dieser Sieg über die Krise erhöht die Zahl der Nationalen Geistigen Räte, die
am nächsten Ridván bei der achten Internationalen Bahá’í-Tagung am Bahá’í-Weltzentrum
wahlberechtigt sein werden, auf 175. Wir hoffen inständig, daß dann zur Halbzeit des Planes die
Bahá’í-Welt bei der Vervielfachung der menschlichen Hilfsquellen, dem Reifeprozeß der
Geistigen Räte und der Entwicklung der örtlichen Gemeinden einen großen Sprung nach vorne
getan haben wird! Die Gelegenheit, die sich in der kurzen Zeitspanne bis zum Ende des
Jahrhunderts bietet, ist über alle Maßen kostbar. Nur ein vereintes und anhaltendes Bemühen
seitens der Freunde überall, den Prozeß des Beitritts in Scharen voranzutreiben, kann solch
einem historischen Augenblick gerecht werden. Auf jeder Institution, auf jedem Mitglied einer
Gemeinde, die ihrem von Gott verheißenen Schicksal zustrebt, liegt eine große und
unausweichliche Verantwortung. Da der Zeitraum, in dem sehr viel erreicht werden muß, nur
kurz ist, darf keine Zeit vergeudet, keine Gelegenheit ausgelassen werden. Seien Sie dessen
gewiß, liebe Freunde, daß die Heerscharen des Königreiches Abhá bereit stehen, um zur
Unterstützung eines jeden Menschen herbeizueilen, der sich erhebt, um seinen Anteil am Dienst
für das sich entfaltende geistige Drama dieser bedeutungsvollen Tage beizutragen.

Das Universale Haus der Gerechtigkeit
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Ridvan 1997

To the Baha'is of the World

Dearly loved Friends,
We acclaim with grateful hearts the eager response on all continents to the Four Year Plan launched last Ridvan. Consultations of the Continental Counsellors and National Spiritual Assemblies started an extensive planning process, also involving Auxiliary Board members and Local Spiritual Assemblies. Through such a process the national and regional character of the derivative plans took shape. But this world- encompassing exercise did more than yield distinctive schemes for the different countries; it also boosted the collaborative relationship of the two arms of the Administrative Order, a most welcome portent of the victories yet to come.
A sign of the immediate impact of the Plan was the speed with which steps were taken to establish nearly two hundred training institutes during the last twelve months. Many of these have gone far beyond the point of designing their organization; they are actually in operation and have offered their first courses. Moreover, in the movement of homefront and international pioneers and travelling teachers; in the increased attention given by individuals to deputizing teachers; in the preparations made to ensure the formation of Local Spiritual Assemblies only on the first day of Ridvan; in the increasing endeavours to hold regular devotional meetings; in the widening efforts to make use of the arts in the teaching work and community activities--in all these respects could be discerned the friends' keen awareness of the importance of concentrating on the requirements of the major aim of the Plan, which is to effect a significant advance in the process of entry by troops.
Nor can we neglect to recognize other developments during the past year which confirmed the high merit of the manifold efforts being exerted by our world community and the results being achieved. Among these, to mention a few, were: the acquisition of the apartment at 4 Avenue de Camoens in Paris where the beloved Master, Abdu'l-Baha, resided during His historic visit to the city; the special session on 14 August of the Federal Chamber of Deputies in Brazil to mark the 75th anniversary of the introduction of the Baha'i Faith into that country--a unique, official occasion at which Amatu'l-Baha Ruhiyyih Khanum was present as the honoured guest; the launching last July of the Baha'i International Community's site on the World Wide Web, entitled "The Baha'i World", which to date has received from more than 90 countries and territories over 50,000 visits, averaging some 200 per day.
Hardly outpaced by such accomplishments, the construction projects on Mount Carmel maintained a dazzling momentum highlighted by the completion of the marble colonade of the Centre for the Study of the Texts, by the rise of the International Teaching Centre building towards its seventh level, and by the ongoing emergence of the far-stretching features of the Terraces of the Shrine of the Bab. In this connection must be mentioned the partial lowering of the section of the public road over which the line of terraces will pass, and the acquisition and subsequent demolition of the building at the foot of the mountain which stood as the last obstruction that had to be overcome to make possible the completion of the lower terraces through which the glorious pathway rises up towards the sacred Edifice and beyond it to the crest of the Hill of God.
Also of acute relevance to the progress thus described was the maintenance of a level of contributions to the Arc Projects Fund which fulfilled the goal for the last year. Clearly, the financial demands in this regard are being met with incessant heroism by rich and poor alike, and must be sustained over the remaining years. At the same time, however, a parallel effort, equally strenuous and sustained, should be simultaneously exerted by the Assemblies and friends throughout the world to fill the critical needs of the Baha'i International Fund.
Such an auspicious beginning to the Four Year Plan as has been experienced cannot but inspire confidence in the hearts of the members of our worldwide community that they are fully equipped to execute its requirements as outlined in the messages that launched it, and as elaborated in the plans adopted by their respective Assemblies. A further and especially appreciated encouragement as we enter this second year is that circumstances have made it feasible for the re-establishment this Ridvan of the National Spiritual Assembly of Rwanda. This victory over crisis will bring to 175 the number of National Spiritual Assemblies that will be eligible to participate in the Eighth International Baha'i Convention to be held next Ridvan at the Baha'i World Centre. How dearly we hope that by then, at the very midpoint of the Plan, the Baha'i world will have made a major leap forward in the multiplication of its human resources, the maturation of its Spiritual Assemblies, and the evolution of its local communities!
The opportunity offered by the brief span of time before the century ends is precious beyond all telling. Only a united and sustained effort by the friends everywhere to advance the process of entry by troops can befit such a historic moment. Responsibilities urgent and inescapable press upon every institution, every member of a community striving towards its God-promised destiny. As there is only a short period in which to achieve a great deal, no time must be spared, no opportunity lost. Rest assured, dear friends, that the hosts of the Abha Kingdom stand ready to rush to the support of anyone who will arise to offer his or her acts of service to the unfolding, spiritual drama of these momentous days.
THE UNIVERSAL HOUSE OF JUSTICE

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