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Riḍván-Botschaft 2008 á Das Universale Haus der Gerechtigkeit á Bahá'í Verlag GmbH, Auflage 1.01-Online (2008)

DAS UNIVERSALE HAUS DER GERECHTIGKEIT

Ridván 2008

An die Bahá’í der Welt

Innig geliebte Freunde,
[1] Abertausende in einer die gesamte Menschheitsfamilie umfassenden Vielfalt sind der‐
zeit unter ebenso ernsthaften wie geistig anregenden Bedingungen mit dem systematischen
Studium des schöpferischen Gotteswortes beschäftigt. Während sie sich bemühen, durch
Handeln, Reflektieren und Beraten die auf diese Weise gewonnenen Einsichten anzuwenden,
stellen sie fest, wie ihre Fähigkeit, dem Glauben zu dienen, neue Höhen erreicht. Als Antwort
auf die tiefe innere Sehnsucht eines jeden Herzens nach Zwiesprache mit seinem Schöpfer,
halten sie unter verschiedenen Rahmenbedingungen gemeinsame Andachten ab, vereinen
sich mit anderen im Gebet, wecken geistige Empfänglichkeit und entwickeln einen von an‐
dächtiger Hinwendung zu Gott geprägten Lebensstil. Wenn sie einander und Familien,
Freunde und Bekannte zu Hause besuchen, knüpfen sie zielgerichtet Gespräche über geistig
bedeutsame Themen an, vertiefen dabei ihr Wissen über den Glauben, lassen andere an
Bahá’u’lláhs Botschaft teilhaben und laden immer mehr Menschen dazu ein, sich gemeinsam
mit ihnen auf ein großartiges geistiges Unterfangen einzulassen. Im Bewusstsein der Sehn‐
sucht der Kinder der Welt und ihres Bedürfnisses nach geistiger Erziehung, dehnen sie ihre
Bemühungen weiter aus, um ständig wachsende Teilnehmerscharen in Kinderklassen einglie‐
dern zu können, die dann zu Anziehungspunkten für junge Menschen werden und die Wur‐
zeln des Glaubens in der Gesellschaft stärken. Sie unterstützen die Juniorjugend dabei, durch
einen entscheidenden Abschnitt ihres Lebens hindurch zu steuern und die Fähigkeit zu entwi‐
ckeln, ihre Energien für den Fortschritt der Kultur einzusetzen. Und mit dem Vorteil der Zu‐
nahme menschlicher Ressourcen ist verbunden, dass eine wachsende Zahl von ihnen in der
Lage ist, ihrem Glauben durch eine steigende Flut von Unternehmungen Ausdruck zu verlei‐
hen, die sich mit den Nöten der Menschheit in ihren geistigen wie materiellen Dimensionen
befassen. Ein solches Panorama breitet sich vor uns aus, wenn wir zu Ridván innehalten, um
den Fortschritt der weltweiten Bahá’í‐Gemeinde zu betrachten.
[2] Bei mehreren Anlässen haben wir darauf hingewiesen, dass das Ziel der aufeinander
folgenden weltweiten Pläne, die die Bahá’í‐Welt zur Hundertjahrfeier des Gestaltenden Zeital‐
ters des Glaubens im Jahr 2021 begleiten werden, durch deutliche Fortschritte im Einsatz und
in der Entwicklung des einzelnen Gläubigen, der Institutionen und der Gemeinde errungen
werden wird. Und nun, auf halbem Wege zu einem Vierteljahrhundert andauernden, kon‐
zentrierten Bemühens, treten die Beweise höheren Leistungsvermögens überall zutage. Von
besonderer Bedeutung ist der zunehmende Einfluss der Dynamik, die aus der Wechselwir‐
kung der drei am Plan Beteiligten erwächst. Immer klarer erkennen die Institutionen, von der
nationalen bis zur örtlichen Ebene, wie sie Voraussetzungen schaffen können, die es immer
mehr Gläubigen ermöglichen, ihrer geistigen Kraft im Verfolg eines gemeinsamen Zieles Aus‐
druck zu verleihen. Die Gemeinde dient zunehmend als gerade das Umfeld, in dem individu‐
elles Bemühen und gemeinsames Handeln vermittels des Instituts einander ergänzen, um
Fortschritte zu erzielen. Die Lebendigkeit, die sie erkennen lässt, und das gemeinsame Ziel,

das ihre Bemühungen beseelt, ziehen Menschen jeglicher Herkunft in ihre wachsenden Rei‐
hen, die ungeduldig darauf warten, ihre Zeit und Kraft dem Wohlergehen der Menschheit zu
widmen. Dass die Tore der Gemeinde für den Beitritt jeder empfänglichen Seele, die aus der
Offenbarung Bahá’u’lláhs Beistand empfangen möchte, nun noch weiter offen stehen, ist si‐
cher. Nichts bezeugt die eindrucksvolle Wechselwirkung der drei am Plan Beteiligten deutli‐
cher als die dramatisch wachsende Geschwindigkeit beim Lehren, die im vergangenen Jahr zu
beobachten war. Der Fortschritt, der unterdessen beim Prozess des Beitritts in Scharen erzielt
wurde, war in der Tat bemerkenswert.
[3] Im Umfeld dieser zunehmenden Wechselwirkungen wird die Initiative des Einzelnen
immer fruchtbarer. In früheren Botschaften haben wir auf die Schwungkraft hingewiesen, die
der Institutsprozess dem einzelnen Gläubigen verleiht, wenn er die Initiative ergreift. Auf allen
Kontinenten studieren die Freunde die heiligen Schriften mit dem ausdrücklichen Ziel zu ler‐
nen, wie sich die Lehren auf das Wachstum des Glaubens anwenden lassen. Eine beachtliche
Zahl übernimmt nun die Verantwortung für die geistige Lebendigkeit ihrer Gemeinden; tat‐
kräftig dienen sie auf eine Art und Weise, wie es einem gesunden Wachstumsmuster ent‐
spricht. Da sie auf dem Feld des Dienstes in der Sache Gottes ausharrten und eine demütige
Haltung des Lernens beibehielten, haben sich ihr Mut und ihre Weisheit, ihr Eifer und Scharf‐
blick, ihre Leidenschaft und Umsicht, ihre Entschlossenheit und ihr Gottvertrauen immer mehr
gebündelt und einander verstärkt. In ihrer Darstellung der Botschaft Bahá’u’lláhs und der Er‐
läuterung ihrer Wahrheiten haben sie sich die Worte Shoghi Effendis zu Herzen genommen,
dass sie weder „zögern“ noch „zaudern“ dürfen, dass sie die Wahrheit, für die sie eintreten,
weder „überbetonen“ noch „verkleinern“. Sie sind weder „fanatisch“ noch „übertrieben libe‐
ral“. Durch ihr beständiges Lehren steigerten sie ihre Fähigkeit, feststellen zu können, ob die
Aufnahmebereitschaft ihrer Zuhörer von ihnen verlangt, „behutsam“ oder „kühn“ zu sein,
„schnell zu handeln“ oder „abzuwarten“, eine „direkte“ oder „indirekte“ Methode anzuwen‐
den.
[4] Was wir immer wieder ermutigend finden, ist, wie diszipliniert diese persönlichen Un‐
ternehmungen durchgeführt werden. Die Gemeinden verinnerlichen überall nach und nach
die Lehren, die sie aus systematischen Ansätzen gezogen haben, und der von der derzeitigen
Serie von Plänen gesteckte Rahmen gewährt den Bestrebungen der Freunde Folgerichtigkeit
und Beweglichkeit. Dieser Rahmen schränkt die Freunde keineswegs ein, sondern ermöglicht
ihnen, Gelegenheiten zu ergreifen, Beziehungen aufzubauen und eine Vision von systemati‐
schem Wachstum Wirklichkeit werden zu lassen. Kurz gesagt, dieser Rahmen gibt ihren ver‐
einten Kräften eine feste Form.
[5] Während wir Revue passieren lassen, was in der Welt erreicht wurde, sind unsere
Herzen insbesondere voll Bewunderung für die Gläubigen in Iran, die sich unter schwierigs‐
ten Bedingungen mutig erhoben haben, ihrem Land zu dienen und die ihre ganze Kraft für
dessen Wiederbelebung einsetzen, obwohl ihre Möglichkeiten begrenzt sind. Und trotz der
Beschränkungen, die gegen die Gemeindeordnung des Glaubens verhängt sind, haben sie sich
entschlossen, ihre Mitbürger auf persönlicher Ebene mit den Lehren Bahá’u’lláhs vertraut zu
machen, indem sie offen Gespräche mit ihnen über Seine erlösende Botschaft führen. Seit sie
damit begannen, fanden sie nicht nur die beispiellose Unterstützung vorurteilsfreier Seelen,
sondern trafen auch auf eine Empfänglichkeit, die weit über alles hinausging, was sie für mög‐
lich gehalten hätten.
[6] Jeder Anhänger Bahá’u’lláhs, der sich der in der heutigen Gesellschaft wirkenden
Mächte der Integration und der Desintegration bewusst ist, erkennt den Zusammenhang zwi‐

schen der Zunahme der Empfänglichkeit für den Glauben überall auf der Erde und dem Ver‐
sagen der Systeme der Welt. Dass diese Empfänglichkeit wachsen wird, wenn die Qualen der
Menschheit sich verschlimmern, ist sicher. Es sollte uns klar sein: Der Aufbau des Leistungs‐
vermögens, der in Gang gesetzt wurde, um auf die wachsende Empfänglichkeit zu reagieren,
steckt noch im Anfangsstadium. Das Ausmaß der Beanspruchung durch eine chaotische Welt
wird dieses Leistungsvermögen in den kommenden Jahren bis an seine Grenzen herausfor‐
dern. Die Menschheit ist von Gewalten der Unterdrückung bedrängt – sei es aufgrund tiefer
religiöser Vorurteile oder aufgrund eines auf die Spitze getriebenen zügellosen Materialismus.
Die Bahá’í können die Ursachen dieser Heimsuchung erkennen. „Welche ,Trübsal‘ ist
schmerzlicher als die“, fragt Bahá’u’lláh, „dass eine nach Wahrheit suchende, sich nach Gott‐
erkenntnis sehnende Seele nicht weiß, wohin sie sich wenden und wo sie suchen soll?“ Es ist
keine Zeit zu verlieren. Ständiger Fortschritt muss beim Einsatz und bei der Entwicklung der
drei am Plan Beteiligten erreicht werden.
[7] ‘Abdu’l‐Bahá hat „zwei Aufrufe“ zu „Erfolg und Wohlfahrt“ erschallen lassen, die von
den „Höhen des Glücks für die Menschheit“ herab zu hören sind. Der eine ist der Ruf der „Zi‐
vilisation, des Fortschritts in der stofflichen Welt“. Er umfasst die „Gesetze“, die „Ordnun‐
gen“, „Künste und Wissenschaften“, durch die sich die Menschenwelt entwickelt. Der andere
ist der „seelenbewegende Ruf Gottes“, von dem das ewige Glück der Menschheit abhängt.
„Dieser zweite Ruf“, erläutert der Meister, „beruht auf den Lehren und Ermahnungen des
Herrn und den Warnungen und selbstlosen Empfindungen aus dem Reich der Sittlichkeit, die
wie ein helles Licht die Lampe menschlicher Wirklichkeiten zum Strahlen bringen. Seine
durchdringende Kraft ist das Wort Gottes.“ Während Sie weiter in Ihren Clustern arbeiten,
werden Sie mehr und mehr in das Leben der Sie umgebenden Gesellschaft hineingezogen und
herausgefordert sein, den Prozess des systematischen Lernens, mit dem Sie befasst sind, aus‐
zuweiten, um menschliche Bestrebungen in zunehmender Bandbreite einzubeziehen. Bei den
Ansätzen, die Sie verfolgen, den Methoden, die Sie anwenden, und den Mitteln, die Sie einset‐
zen, müssen Sie dasselbe Maß an innerem Zusammenhalt erreichen, welches das sich derzeit
entwickelnde Wachstumsmuster auszeichnet.
[8] Wachstum in Cluster um Cluster aufrecht zu erhalten, wird von den Eigenschaften ab‐
hängig sein, die Ihren Dienst für die Völker der Welt auszeichnen. So frei müssen Ihre Gedan‐
ken und Taten von jeder Spur von Vorurteilen sein – seien sie rassischer, religiöser, wirtschaft‐
licher, nationaler oder kultureller Art, seien es Stammes‐ oder Klassenvorurteile –, dass sogar
ein Fremder in Ihnen liebevolle Freunde sieht. So hoch muss Ihr Richtmaß für Vortrefflichkeit
sein und Ihr Leben so rein und keusch, dass der sittliche Einfluss, den Sie ausüben, das Be‐
wusstsein weiter Kreise der Gesellschaft durchdringt. Nur wenn Sie aufrechtes Verhalten vor‐
leben, zu dem die Schriften des Glaubens eine jede Seele auffordern, werden Sie in der Lage
sein, die unzähligen Arten offenen und verdeckten ethischen Verfalls, die sich in das Mark der
Gesellschaft fressen, bekämpfen zu können. Erst wenn Sie Ehre und Adel in jedem Menschen
wahrnehmen – und das unabhängig von Reichtum oder Armut –, werden Sie in der Lage sein,
sich für die Sache der Gerechtigkeit einzusetzen. Und in dem Ausmaß, in dem die Verwal‐
tungsabläufe Ihrer Institutionen von den Grundsätzen der Bahá’í‐Beratung gelenkt werden,
wird die Menschheit in großer Zahl in der Bahá’í‐Gemeinde Zuflucht finden können.
[9] Seien Sie, während Sie vorandrängen, zuversichtlich, dass die himmlischen Heerscha‐
ren ihre Streitkräfte aufstellen und bereitstehen, Ihnen zu Hilfe zu kommen. Unsere Gebete
werden immer mit Ihnen sein.

Das Universale Haus der Gerechtigkeit
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THE UNIVERSAL HOUSE OF JUSTICE

Ridvan 2008

To the Baha'is of the World

Dearly loved Friends,

Thousands upon thousands, embracing the diversity of the entire human family, are engaged in systematic study of the Creative Word in an environment that is at once serious and uplifting. as they strive to apply through a process of action, reflection and consultation the insights thus gained, they see their capacity to serve the Cause rise to new levels. Responding to the inmost longing of every heart to commune with its Maker, they carry out acts of collective worship in diverse settings, uniting with others in prayer, awakening spiritual susceptibilities, and shaping a pattern of life distinguished for its devotional character. as they call on one another in their homes and pay visits to families, friends and acquaintances, they enter into purposeful discussion on themes of spiritual import, deepen their knowledge of the Faith, share Baha'u'llah's message, and welcome increasing numbers to join them in a mighty spiritual enterprise. aware of the aspirations of the children of the world and their need for spiritual education, they extend their efforts widely to involve ever-growing contingents of participants in classes that become centres of attraction for the young and strengthen the roots of the Faith in society. They assist junior youth to navigate through a crucial stage of their lives and to become empowered to direct their energies toward the advancement of civilization. and with the advantage of a greater abundance of human resources, an increasing number of them are able to express their faith through a rising tide of endeavours that address the needs of humanity in both their spiritual and material dimensions. Such is the panorama before us as we pause this Rilvan to observe the progress of the worldwide Baha'i community.

On several occasions we have indicated that the aim of the series of global Plans that will carry the Baha'i world to the celebration of the centenary of the Faith's Formative age in 2021 will be achieved through marked progress in the activity and development of the individual believer, of the institutions, and of the community. at this, the midway point of what will be a quarter of a century of consistent, focused exertion, the evidences of increased capacity are everywhere apparent. Of particular significance is the widening impact of the dynamism flowing from the interactions between the three participants in the Plan. institutions, from the national to the local level, see with ever greater clarity how to create conditions conducive to the expression of the spiritual energies of a growing number of believers in pursuit of a common goal. The community is serving more and more as that environment in which individual effort and collective action, mediated by the institute, can complement each other in order to achieve progress. The vibrancy it manifests and the unity of purpose that animates its endeavours are drawing into its swelling ranks those from every walk of life eager to dedicate their time and energies to the welfare of humanity. That the doors of the community are more widely open for any receptive soul to enter and receive sustenance from Baha'u'llah's Revelation is clear. No greater testament is there to the efficacy of the interactions among the [2] Plan's three participants than the dramatic acceleration in the tempo of teaching that was witnessed this past year. The advance made in the process of entry by troops was significant indeed.

Within the sphere of these enhanced interactions, individual initiative is becoming increasingly effective. in previous messages we have referred to the impetus that the institute process imparts to the exercise of initiative by the individual believer. The friends in every continent are engaged in study of the Writings for the explicit purpose of learning to apply the teachings to the growth of the Faith. Remarkable numbers are now shouldering responsibility for the spiritual vitality of their communities; energetically, they are carrying out those acts of service befitting a healthy pattern of growth. as they have persevered in the field of service to the Cause, maintaining a humble posture of learning, their courage and wisdom, zeal and acuity, fervour and circumspection, determination and trust in God have combined all the more to reinforce one another. in their presentation of the message of Baha'u'llah and the exposition of its verities, they have taken to heart the words of Shoghi Effendi that they must neither "hesitate" nor "falter", neither "overstress" nor "whittle down" the truth which they champion. Neither are they "fanatical" nor "excessively liberal". Through their constancy in teaching, they have increased their ability to determine whether the receptivity of their listener requires them to be "wary" or "bold", to "act swiftly" or to "mark time", to be "direct" or "indirect" in the methods they employ.

What we continue to find encouraging is how well disciplined is this individual initiative. Communities everywhere are gradually internalizing the lessons being learned from systematization, and the framework defined by the current series of Plans lends consistency and flexibility to the endeavours of the friends. Far from restricting them, this framework enables them to seize opportunities, to build relationships, and to translate into reality a vision of systematic growth. in a word, it gives shape to their collective powers.

As we survey what has been accomplished around the world, our hearts are filled with particular admiration for the believers in iran, who, under the most arduous conditions, have arisen boldly to serve their country and are bending their energies toward its revitalization, though the avenues open to them are limited. and given the restrictions placed on the administration of the Faith, they have set out on an individual basis to acquaint their fellow citizens with the teachings of Baha'u'llah, directly engaging them in conversations about His redeeming message. Not only have they received unprecedented support from enlightened souls as they have begun to do so, but they have encountered a receptivity far beyond anything they would have imagined possible.

Every follower of Baha'u'liah conscious of the forces of integration and disintegration operating in society today sees the relationship between the rise in receptivity to the Faith in all parts of the globe and the failings of the world's systems. That such receptivity will increase as the agonies of humanity deepen is certain. Let there be no mistake: The capacity building that has been set in motion to respond to mounting receptivity is still in its earliest stages. The magnitude of the demands of a world in disarray will test this capacity to its limits in the years ahead. Humanity is battered by forces of oppression, whether generated from the depths of religious prejudice or the pinnacles of rampant materialism. Baha'is are able to discern the causes of this affliction. "What 'oppression' is more grievous", Baha'u'llah asks, "than that a soul seeking the truth, and wishing to attain unto the knowledge of God, should know not [3] where to go for it and from whom to seek it?" There is no time to lose. Continued progress must be achieved in the activity and development of the three participants in the Plan.

'Abdu'l-Baha has extolled "two calls" to "success and prosperity" that can be heard from the "heights of the happiness of mankind". One is the call of "civilization", of "progress of the material world". it comprises the "laws", "regulations", "arts and sciences" through which humanity develops. The other is the "soul-stirring call of God", on which depends the eternal happiness of humanity. "This second call", the Master has explained, "is founded upon the instructions and exhortations of the Lord and the admonitions and altruistic emotions belonging to the realm of morality which, like unto a brilliant light, brighten and illumine the lamp of the realities of mankind. its penetrative power is the Word of God." as you continue to labour in your clusters, you will be drawn further and further into the life of the society around you and will be challenged to extend the process of systematic learning in which you are engaged to encompass a growing range of human endeavours. in the approaches you take, the methods you adopt, and the instruments you employ, you will need to achieve the same degree of coherence that characterizes the pattern of growth presently under way.

Sustaining growth in cluster after cluster will depend on the qualities that distinguish your service to the peoples of the world. So free must be your thoughts and actions of any trace of prejudice-racial, religious, economic, national, tribal, class, or cultural-that even the stranger sees in you loving friends. So high must be your standard of excellence and so pure and chaste your lives that the moral influence you exert penetrates the consciousness of the wider community. Only if you demonstrate the rectitude of conduct to which the writings of the Faith call every soul will you be able to struggle against the myriad forms of corruption, overt and subtle, eating at the vitals of society. Only if you perceive honour and nobility in every human being-this independent of wealth or poverty-will you be able to champion the cause of justice, and to the extent that administrative processes of your institutions are governed by the principles of Baha'i consultation will the great masses of humanity be able to take refuge in the Baha'i community.

As you press ahead, be confident that the Concourse on high is marshalling its forces and stands ready to come to your aid. Our continued prayers will surround you.
THE UNIVERSAL HOUSE OF JUSTICE