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Der Gottesbund á Textzusammenstellung á Bahá'í Verlag GmbH, Auflage 3.01 (O-2023-01-20)
Der Gottesbund
Textzusammenstellung
Der Gottesbund: »... ein Vertrag zwischen Gott und dem Menschen ...«
1
Die erste Pflicht, die Gott Seinen Dienern auferlegt, ist die Anerkennung Dessen, Der der Tagesanbruch Seiner Offenbarung, der Urquell Seiner Gesetze ist und Gott im Reiche Seiner Sache und in der Welt der Schöpfung vertritt. Wer diese Pflicht erfüllt, hat alles Gute erreicht, und wer dessen beraubt ist, geht in die Irre, hätte er auch alle gerechten Werke vollbracht. Wer diese höchst erhabene Stufe, diesen Gipfel überragender Herrlichkeit erreicht, muss jedem Gebot Dessen folgen, Der der Ersehnte der Welt ist. Beide Pflichten sind untrennbar, und nur die Erfüllung beider wird angenommen. So wurde es von Ihm, dem Quell göttlicher Eingebung, verfügt.
Wem Gott Einsicht gegeben, der wird leicht erkennen, dass Gottes Gesetz das beste Mittel ist, die Ordnung in der Welt zu erhalten und die Sicherheit ihrer Völker zu bewahren. Wer sich von ihm abwendet, zählt zu den Niedriggesinnten und Toren. Wir haben euch wahrlich geboten, euren üblen Leidenschaften und verderbten Neigungen den Befehl zu verweigern und nicht die Grenzen zu überschreiten, die die Feder des Höchsten gesetzt hat, denn diese Grenzen sind der Lebensodem für alles Erschaffene. Die Meere göttlicher Weisheit und göttlicher Rede wogen hoch im Windhauch des Allbarmherzigen. Eilt, euch satt zu trinken, o ihr Verständigen! Wer Gottes Bund verletzt, indem er Seine Gebote übertritt, wer auf dem Absatz kehrtmacht, hat sich vor Gott, dem Allbesitzenden, dem Höchsten, schmerzlich geirrt.A1
2
… Folgt darum nicht euren irdischen Wünschen, verletzt nicht den Bund Gottes und brecht nicht euer Gelübde für Ihn. Mit fester Entschlossenheit, mit der ganzen Liebe eurer Herzen, mit der vollen Kraft eurer Worte wendet euch Ihm zu und wandelt nicht auf den Wegen der Toren. Die Welt ist nur Schein, eitel und leer, ein bloßes Nichts, das der Wirklichkeit ähnelt. Hängt eure Liebe nicht an sie. Zerreißt nicht das Band, das euch mit eurem Schöpfer verbindet, und gehört nicht zu denen, die in die Irre gehen und von Seinen Wegen abirren. …A2
3
Groß ist dein Segen, denn du bist dem Bunde Gottes und Seinem Zeugnis treu, und du wirst geehrt durch diesen Sendbrief, durch welchen dein Name aufgezeichnet ist auf Meiner verwahrten Tafel. Weihe dich deinem Herrn und dem Dienst an Seiner Sache, hüte Sein Gedenken in deinem Herzen und feiere Seinen Lobpreis so, dass jede irrende, achtlose Seele dadurch aus dem Schlaf erwacht.A3
4
... Unter dem Schutz und mit der Hilfe der Gesegneten Schönheit – möge mein Leben ein Opfer für Seine Geliebten sein – sollt ihr euch so verhalten, dass ihr vornehm und leuchtend wie die Sonne unter den Menschenseelen hervorragt. Wenn einer von euch in eine Stadt kommt, soll er durch seine Aufrichtigkeit, seine Lauterkeit und Liebe, seine Ehrlichkeit und Treue, seine Wahrheitsliebe und Güte gegenüber allen Völkern der Welt zu einem Brennpunkt der Anziehungskraft werden, so dass die Menschen dieser Stadt ausrufen und sagen: »Dieser Mann ist ohne Zweifel ein Bahá’í, denn sein Benehmen, seine Haltung, seine Lebensweise, seine Sitten, seine Art und sein Wesen spiegeln die Eigenschaften der Bahá’í wider.« Bevor ihr diese Stufe erreicht, kann man nicht sagen, dass ihr dem Bund und Testament Gottes treu ergeben seid. Denn Er ist mit uns allen in unwiderleglichen Texten ein festes Bündnis eingegangen; es fordert von uns, dass wir nach Seinen heiligen Geboten und Ratschlägen handeln.A4
»... der Größere Bund, den jede Manifestation mit ihren Gläubigen schließt ...«
Eine Gesetzmäßigkeit 5 Niemals erweckte der Herr des Alls einen Propheten oder sandte ein Buch, ehe Er nicht Sein Bündnis mit allen Menschen errichtet und sie aufgerufen hatte, die nächste Offenbarung und das nächste Buch anzunehmen; denn Seine Freigebigkeit strömt unablässig und grenzenlos.A5
Die Epiphanie Bahá’u’lláhs
6
Abraham, Friede sei mit Ihm, errichtete einen Bund hinsichtlich Mose und gab die frohen Botschaften Seines Kommens. Moses errichtete einen Bund hinsichtlich des Verheißenen und verkündete der Welt die gute Kunde der Offenbarung Christi. Christus errichtete einen Bund hinsichtlich des Trösters und gab die Botschaft Seines Kommens. Der Prophet Muḥammad errichtete einen Bund hinsichtlich des Báb, und der Báb war der von Muḥammad Verheißene, denn Muḥammad gab die Botschaft Seines Kommens. Der Báb errichtete einen Bund hinsichtlich der Gesegneten Schönheit Bahá’u’lláh und verkündete die frohen Botschaften Seines Kommens, denn die Gesegnete Schönheit war Der, den der Báb verheißen hatte. Bahá’u’lláh errichtete einen Bund hinsichtlich eines Verheißenen, der in tausend oder Tausenden von Jahren offenbar werden wird. Jener Offenbarer ist der von Bahá’u’lláh Verheißene, der in tausend oder Tausenden von Jahren erscheinen wird. Und ebenso schloss Er durch Seine höchste Feder einen großen Bund mit allen Bahá’í und gebot ihnen, nach Seinem Hinscheiden dem Mittelpunkt des Bundes zu folgen und nicht um Haaresbreite vom Gehorsam, den sie Ihm leisten sollen, abzuweichen.A6Die Ankunft Bahá’u’lláhs
7
Heute ist der Tag, o mein Herr, den Du der ganzen Menschheit angekündigt als den Tag, da Du Dich selbst offenbarest, Deinen Glanz verbreitest und hell überall Deinen Geschöpfen strahlest. Darüber hinaus hast Du mit allen Menschen in Deinen Büchern und Schriften, auf Deinen Rollen und Tafeln einen Bund geschlossen für Ihn, den Morgen Deiner Offenbarung, und hast den Bayán zum Herold bestimmt für diese Größte, Allherrliche Manifestation, diese strahlendste, erhabenste Erscheinung.A7
Der eine neue Manifestation betreffende Bund Bahá’u’lláhs
8
Wahrlich, Gott wird Ihn erwecken, den Gott offenbaren wird, und nach Ihm wen immer Er will, wie Er Propheten werden ließ vor dem Punkt des Bayán. Er hat in Wahrheit Macht über alle Dinge.A8
9
Wer vor Ablauf eines vollen Jahrtausends den Anspruch auf eine unmittelbare Gottesoffenbarung erhebt, ist gewiss ein Lügner und Betrüger. …A9 Sollte ein Mensch bevor noch volle tausend Jahre vorbei sind, auftreten – jedes der Jahre zu zwölf Monaten nach dem Qur’án und zu neunzehn Monaten zu neunzehn Tagen nach dem Bayán gerechnet – und sollte gleich ein solcher Mensch vor euren Augen alle Zeichen Gottes offenbaren, so sollt ihr ihn doch ohne Zögern von euch weisen.A10
10
Jahrhunderte, … nein, ungezählte Zeitalter müssen vergehen, ehe das Tagesgestirn der Wahrheit wieder in seiner hochsommerlichen Pracht erstrahlt oder aufs Neue im Glanze frühlingsfrischer Herrlichkeit scheint … Was jene Manifestationen angeht, die zukünftig »in den Schatten der Wolken« herniederkommen werden, … so wisse wahrlich, dass sie in ihrer Beziehung zur Quelle ihrer Eingebung unter dem Schatten der Altehrwürdigen Schönheit stehen. Jedoch in ihrer Beziehung zu dem Zeitalter, in dem sie erscheinen, tut jeder von ihnen, »was immer Er will.«A11
Der Kleinere Bund: »... den Bahá’u’lláh mit Seinen Gläubigen bezüglich ‘Abdu’l-Bahá Schloss ...«
Die Designation
11
… Es ist den Aghṣán, den Afnán und Meiner Verwandtschaft zur Pflicht gemacht, dass sie allesamt ihr Antlitz dem Mächtigsten Ast zuwenden. Beachtet, was Wir in Unserem Heiligsten Buche offenbart haben: »Wenn das Meer Meiner Gegenwart verebbt und das Buch Meiner Offenbarung abgeschlossen ist, wendet euer Angesicht Ihm zu, Den Gott bestimmt hat, Der aus dieser urewigen Wurzel entspross.«Q1 Mit diesem heiligen Vers ist kein anderer gemeint als der Mächtigste AstA12. So haben Wir euch gnädig Unseren machtvollen Willen offenbart, und wahrlich, Ich bin der Gnadenvolle, der Allmächtige.A13
12
Im Einklang mit dem ausdrücklichen Wortlaut des Kitáb-i-Aqdas hat Bahá’u’lláh zum Ausleger Seines Wortes den Mittelpunkt des Bundes gemacht – eines Bundes, so fest und so mächtig, wie ihn ähnlich keine religiöse Sendung seit Anbeginn der Zeit bis auf den heutigen Tag hervorgebracht hat.A14
13
Das Wichtigste ist heute Standhaftigkeit im Bund, denn Standhaftigkeit im Bund bewahrt vor Uneinigkeit. Bahá’u’lláh hat in Seinem Bund nicht verfügt, dass ich der Verheißene sei, sondern der Ausleger des Buches und der Mittelpunkt Seines Bundes bin, und dass der Verheißene Bahá’u’lláhs nach tausend oder Tausenden von Jahren erscheinen wird. So lautet der Bund, den Bahá’u’lláh schloss. Wenn jemand davon abweicht, wird er an der Schwelle Bahá’u’lláhs nicht angenommen. In Streitfällen muss ‘Abdu’l-Bahá um Rat gefragt werden. Alle müssen sein Wohlgefallen umkreisen. Nach ‘Abdu’l-Bahá wird das Universale Haus der Gerechtigkeit, wann immer es errichtet sein wird, Uneinigkeit verhindern.A15
14
Weil es in der Vergangenheit bei den Glaubensbekenntnissen immer große Unterschiede und Abweichungen gab, und jeder, der eine neue Idee hatte, sie Gott zuschrieb, war es Bahá’u’lláhs Wunsch, dass es unter den Bahá’í keinen Grund zum Meinungsstreit geben solle. Deshalb schrieb Er mit Seiner Feder das Buch Seines Bundes nieder, in welchem Er Sich an Seine Verwandten und alle Völker der Welt mit den Worten wendet: »Wahrlich, Ich habe Einen zum Mittelpunkt Meines Bundes ernannt. Ihm müssen alle gehorchen. An Ihn sollen sich alle halten. Er ist der Ausleger Meines Buches, Er kennt Mein Ziel. Alle müssen sich Ihm zuwenden. Was immer Er sagt, ist richtig, denn wahrlich, Er kennt die Texte Meines Buches; allein Er kennt Mein Buch, niemand sonst.« Diese Erklärung soll verhindern, dass es unter den Bahá’í jemals zu Missklang und Meinungsstreit kommt. Sie sollen immer einig sein und sich verständigen ... Wer deshalb dem von Bahá’u’lláh ernannten Mittelpunkt des Bundes gehorcht, gehorcht Bahá’u’lláh, und wer Ihm nicht gehorcht, gehorcht Bahá’u’lláh nicht ...
Habt Acht, habt Acht, dass niemand aus der Autorität seiner eigenen Gedanken spricht oder aus sich selbst heraus Neues schafft! Habt Acht, habt Acht! Nach dem ausdrücklichen Bund Bahá’u’lláhs sollt ihr euch um einen solchen Menschen nicht scheren. Bahá’u’lláh hielt Sich von solchen Seelen fern.A16
15
Er ist zuerst und vor allem der Mittelpunkt und die Achse des unvergleichlichen und allumfassenden Bundes Bahá’u’lláhs und sollte für immer so betrachtet werden, als Seine erhabenste Schöpfung, der fleckenlose Spiegel Seines Lichtes, das vollkommene Beispiel Seiner Lehren, der niemals irrende Ausleger Seines Wortes, der Ausdruck eines jeglichen Bahá’í-Ideals, die Verkörperung jeder Bahá’í-Tugend, der Mächtigste Ast, der aus der Urewigen Wurzel hervorging, der Arm des göttlichen Gesetzes, das Wesen, »um das sich alle Namen bewegen«, die Triebkraft der Vereinigung der Menschheit, das Banner des Größten Friedens, der Mond des Zentralgestirns dieser heiligsten Sendung. Dies alles sind Benennungen und Ehrennamen, die sich aus Seiner Stufe ergeben und ihren getreuesten, höchsten, edelsten Ausdruck in dem Zaubernamen ‘Abdu’l-Bahá finden. Er ist, jenseits von allen diesen Benennungen, ›das Geheimnis Gottes‹ – ein Ausdruck, den Bahá’u’lláh selbst gewählt hat, um Ihn zu bezeichnen, und der, ohne uns irgendwie zur Zuerkennung der Stufe der Prophetenschaft zu berechtigen, andeutet, wie in der Gestalt ‘Abdu’l-Bahás die auseinanderlaufenden Kennzeichen menschlicher Natur und übermenschlicher Erkenntnis und Vollkommenheit verschmolzen und in völlige Übereinstimmung gebracht sind.A17
16
Bahá’u’lláh, der Offenbarer des Wortes Gottes an diesem Tag, die Quelle der Autorität, Urquell der Gerechtigkeit, Schöpfer einer neuen Weltordnung, Stifter des Größten Friedens und einer Weltkultur, der Richter, Gesetzgeber, Vereiniger und Erlöser der ganzen Menschheit, hat die Ankunft des Reiches Gottes auf Erden verkündet, dessen Gesetze, Gebote und Grundsätze formuliert und dessen Institutionen verfügt. Um die Kräfte zu kanalisieren, die Seine Offenbarung freisetzte, stiftete Er Seinen Bund, dessen Macht die Unversehrtheit Seines Glaubens sicherte, seine Einheit bewahrte und seine weltweite Ausbreitung in den aufeinander folgenden Amtszeiten ‘Abdu’l-Bahás und Shoghi Effendis vorantrieb. Der Bund erfüllt weiterhin seinen lebenspendenden Zweck durch die Institution des Universalen Hauses der Gerechtigkeit. Als einer der Zwillingsnachfolger Bahá’u’lláhs und ‘Abdu’l-Bahás hat es das grundlegende Ziel, die Kontinuität der göttlich verordneten Autorität, die der Quelle des Glaubens entspringt, sicher zu stellen, die Einheit der Gläubigen zu schützen und die Unversehrtheit und Anpassungsfähigkeit der Lehren zu wahren.A18
Die Einzigartigkeit des Bundes Bahá’u’lláhs
17
Das herausragendste Merkmal der Offenbarung Bahá’u’lláhs, eine Besonderheit, die bei keinem der früheren Propheten zu finden ist, ist das Amt und die Designation des ›Mittelpunkt des Bundes‹. Durch diese Einrichtung und die gleichzeitige Designation sichert und schützt Bahá’u’lláh die Religion Gottes gegen Meinungsstreit und Schisma, so dass niemand mehr eine Sekte oder Fraktion bilden kann.A19
18
Um die Kräfte zu steuern und in Bahnen zu lenken, die durch diesen vom Himmel gesandten Prozess freigesetzt wurden, und ihr harmonisches Fortwirken nach Seinem Hinscheiden sicherzustellen, war ein göttlich verordnetes Instrument, das unbestreitbare Autorität besaß und mit dem Urheber der Offenbarung selbst in organischer Verbindung stand, eindeutig unerlässlich. Für dieses Instrument hatte Bahá’u’lláh ausdrücklich durch die Institution des Bundes gesorgt, eine Institution, die Er vor Seinem Hinscheiden dauerhaft errichtet hatte. Diesen Bund hatte Er schon im Kitáb-i-Aqdas vorweggenommen, wies auf ihn hin, als Er in den Tagen vor Seinem Tod Abschied von Seiner um das Bett versammelten Familie nahm, und Er verankerte ihn in einem eigenen Dokument, das Er Das Buch Meines Bundes nannte, und das Er während Seiner letzten Krankheit Seinem ältesten Sohn ‘Abdu’l-Bahá anvertraute.
Vollständig mit eigener Hand geschrieben; am neunten Tag nach Seinem Hinscheiden vor neun Zeugen aus dem Kreise Seiner Gefährten und Familienmitglieder entsiegelt; am selben Nachmittag vor einer großen Versammlung, unter ihnen Seine Söhne, einige Verwandte des Báb, Pilger und ansässige Gläubige, an Seinem Heiligsten Grab verlesen, bleibt dieses einzigartige, bahnbrechende Dokument, das Bahá’u’lláh als Seine »Größte Tafel« bezeichnete und im Brief an den Sohn des Wolfes als das »Karmesinrote Buch« erwähnte, im Schrifttum aller früheren Offenbarungen, einschließlich der des Báb, ohne jede Parallele; denn nirgends in den Büchern irgendeines religiösen Systems, nicht einmal unter den Schriften des Begründers der Bábí-Offenbarung, finden wir auch nur ein Dokument, das einen Bund mit vergleichbarer Autorität errichtet wie diesen von Bahá’u’lláh Selbst gestifteten Bund.A20
19
... Es ist jedoch ein großer Unterschied zwischen dieser Sendung und den früheren; denn Bahá’u’lláh schreibt, dies sei »der Tag, dem keine Nacht folgt«. Er schenkte uns Seinen Bund, mit dem ein dauerhaftes Zentrum göttlicher Führung in der Welt ist. Dem Bahá’í-Glauben fehlte es nicht an ehrgeizigen Menschen, die die Zügel der Herrschaft an sich reißen und den Glauben für ihre eigenen Zwecke verdrehen wollten. Aber sie richteten sich in allen Fällen damit selbst zugrunde, alle ihre Hoffnungen zerschellten am Felsen des Bundes.A21
Der Kleinere Bund: »... den ‘Abdu’l-Bahá mit der Gemeindeordnung fortführte ...«
Die Zwillingsnachfolger
20
O meine lieben Freunde! Nach dem Heimgang dieses Unterdrückten obliegt es den Aghṣán, den Afnán des Heiligen Lotosbaumes, den Händen (Säulen) der Sache Gottes und den Geliebten der Schönheit Abhá, sich Shoghi Effendi zuzuwenden, dem jugendlichen Ast, hervorgegangen aus den beiden geweihten, heiligen Lotusbäumen, der Frucht, entstanden aus der Vereinigung der beiden Sprösslinge des Baumes der Heiligkeit, denn er ist das Zeichen Gottes, der ausersehene Ast, der Hüter der Sache Gottes, dem sich alle Aghṣán, Afnán, Hände der Sache Gottes und Seine Geliebten zuwenden müssen. Er ist der Erklärer der Worte Gottes, und auf ihn wird der Erstgeborene seiner geradlinigen Abkommen folgen.A22
21
Was nun das Haus der Gerechtigkeit anbelangt, das Gott zum Quell alles Guten bestimmt und von allem Irrtum befreit hat, so muss es durch allgemeines Wahlrecht, das heißt von den Gläubigen, gewählt werden. Seine Mitglieder müssen Verkörperungen der Gottesfurcht, Morgenröten der Erkenntnis und des Verständnisses sein, im Gottesglauben standhaft und der ganzen Menschheit wohlgesinnt. …A23
22
... Dem Heiligsten Buche muss sich jeder zuwenden, und was darin nicht ausdrücklich verzeichnet ist, ist dem Universalen Haus der Gerechtigkeit vorzulegen. Was diese Körperschaft einstimmig oder mit Stimmenmehrheit beschließt, wahrlich, das ist die Wahrheit und Gottes eigener Wille. …A24
23
... Sie (Bahá’u’lláh und ‘Abdu’l-Bahá) haben auch in eindeutiger und eindringlicher Sprache die Zwillingsinstitutionen des Hauses der Gerechtigkeit und des Hütertums als ihre erwählten Nachfolger eingesetzt und ihnen die Aufgabe übertragen, die Grundsätze anzuwenden, die Gesetze zu verkünden, die Institutionen zu schützen, den Glauben bundestreu und vernunftgemäß den Erfordernissen einer fortschreitenden Gesellschaft anzupassen und das unverbrüchliche Erbe zu vollenden, das die Begründer dieses Glaubens der Welt hinterlassen haben.A25
24
... im Rahmen des Bundes Gottes war Shoghi Effendi während seiner Amtszeit als Hüter der Sache der Mittelpunkt der Autorität unseres Glaubens, an den sich alle wenden mussten ... Das gleiche gilt für die Stellung, die das Universale Haus der Gerechtigkeit in seiner Beziehung zu den Gläubigen innehat.A26
Autorität
25
Der heilige, jugendliche Ast, der Hüter der Sache Gottes, wie auch das Universale Haus der Gerechtigkeit, das universell zu wählen und einzusetzen ist, stehen beide unter der Fürsorge und dem Schutz der Schönheit Abhá, unter dem Schirm und der unfehlbaren Führung Seiner Heiligkeit des Erhabenen – möge mein Leben ein Opfer für sie beide sein. Was immer sie entscheiden, ist von Gott. Wer ihm nicht gehorcht oder ihnen nicht gehorcht, hat Gott nicht gehorcht. Wer sich gegen ihn oder gegen sie auflehnt, hat sich gegen Gott aufgelehnt. Wer sich ihm entgegenstellt, hat sich Gott entgegengestellt. Wer sie bekämpft, hat Gott bekämpft. Wer mit ihm streitet, hat mit Gott gestritten. Wer ihn leugnet, hat Gott geleugnet. Wer an ihm zweifelt, hat an Gott gezweifelt. Wer von ihm abweicht, sich von ihm trennt und abwendet, ist in Wahrheit von Gott abgewichen, hat sich von Ihm getrennt und abgewandt.A27
26
... wird unzweifelhaft klar und deutlich, dass der Hüter des Glaubens zum Ausleger des Wortes gemacht und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit die Gesetzgebungsgewalt für die Gegenstände verliehen worden ist, die nicht ausdrücklich in den Lehren offenbart sind. Die Auslegung durch den Hüter ist innerhalb seines Bereiches ebenso autoritativ und bindend wie die Entscheidungen des Internationalen Hauses der Gerechtigkeit, dessen ausschließliches Recht und Privileg es ist, über solche Gesetze und Anordnungen zu befinden und letztgültig zu entscheiden, die Bahá’u’lláh nicht ausdrücklich offenbart hat. Keine von beiden Institutionen kann und wird je in das geweihte und festgelegte Gebiet der anderen übergreifen, keine von ihnen versuchen, die besondere, unbestrittene Amtsgewalt zu schmälern, mit der beide von Gott her ausgestattet wurden.A28
27
Bei der Handhabung der Verwaltungsangelegenheiten des Glaubens und bei der Gesetzgebung, die zur Ergänzung der Gesetze des Kitáb-i-Aqdas notwendig ist, sind die Mitglieder des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, wie wir im Auge behalten sollten, nach Bahá’u’lláhs klaren Worten nicht verantwortlich gegenüber jenen, die sie vertreten, noch ist ihnen gestattet, sich von den Gefühlen, der allgemeinen Meinung und selbst der Überzeugung der Menge der Gläubigen oder derer, durch die sie unmittelbar gewählt werden, beherrschen zu lassen. Sie müssen in Gebetshaltung den Befehlen und Eingebungen ihres Gewissens folgen. Sie dürfen, ja müssen sich mit den in der Gemeinde herrschenden Zuständen vertraut machen, müssen in ihrem Geiste leidenschaftslos die wesentlichen Gesichtspunkte an jedem Fall, der ihnen zur Beratung vorgelegt wird, abwägen, sich aber das Recht der freien Entscheidung vorbehalten. »Gott wird ihnen wahrlich eingeben, was immer Er will.«, ist Bahá’u’lláhs unbestreitbare Versicherung. Damit sind sie, und nicht die Gesamtheit ihrer unmittelbaren oder mittelbaren Wähler, zu Empfängern der göttlichen Führung gemacht, die für diese Offenbarung Herzblut und eigentlicher Schutz zugleich ist.A29
Der Tod Shoghi Effendis
28
Zur Zeit des Todes unseres geliebten Shoghi Effendi war bei der gegebenen Sachlage und angesichts der expliziten Bestimmungen der heiligen Texte offenkundigA30, dass es ihm nicht möglich war, gemäß den Bestimmungen des Testaments ‘Abdu’l-Bahás einen Nachfolger zu ernennen.A31
29
Nach sorgfältigem, andächtigem Studium der heiligen Texte zur Frage der Ernennung eines Nachfolgers Shoghi Effendis als »Hüter der Sache Gottes« und nach umfassender Beratung, bei der die Ansichten der Hände der Sache Gottes im Heiligen Land berücksichtigt wurden, kam das Universale Haus der Gerechtigkeit zu dem Ergebnis, dass es keinen Weg gibt, einen zweiten Hüter als Nachfolger Shoghi Effendis zu ernennen oder ein Gesetz zu erlassen, das eine solche Ernennung ermöglicht.A32
Das Universale Haus der Gerechtigkeit
30
Der Bund Bahá’u’lláhs ist ungebrochen, seine allumfassende Kraft unverletzt. Die beiden einzigartigen Merkmale, die ihn von allen religiösen Bundesschlüssen der Vergangenheit unterscheiden, bestehen unverändert und sind voll wirksam. Das offenbarte Wort in seiner ursprünglichen Reinheit, ergänzt durch die von Gott gelenkten Interpretationen ‘Abdu’l-Bahás und Shoghi Effendis, besteht unwandelbar, unverfälscht durch von Menschen erdachte Glaubensbekenntnisse oder Dogmen, durch unverantwortliche Schlüsse oder unbefugte Interpretationen. Durch diese von Bahá’u’lláh gestiftete und von Ihm mit höchster Autorität und unfehlbarer Führung versehene Institution, von der der Meister schrieb, dass »alles an diese Körperschaft verwiesen werden muss«, bleibt der Kanal göttlicher Führung geöffnet und anpassungsfähig für alle Bedürfnisse der Menschheit. Wie klar erkennen wir die Wahrheit der Feststellung Bahá’u’lláhs: »Die Hand der Allmacht hat Seine Offenbarung auf einen unverletzlichen, dauerhaften Grund gestellt. Stürme menschlichen Streites vermögen ihre Grundfeste nicht zu schwächen, noch werden die wunderlichen Ideen der Menschen ihrem Aufbau schaden können.«Q2
31
Das Universale Haus der Gerechtigkeit, von dem der Hüter sagte, dass es von der Nachwelt als die »letzte Zufluchtsstätte einer untergehenden Zivilisation« angesehen würde, ist jetzt in Abwesenheit des Hüters die einzige unfehlbar geführte Institution auf der Welt, der sich alle zuwenden müssen. Auf ihm lastet die Verantwortung, die Einheit und den Fortschritt der Sache Gottes in Übereinstimmung mit dem offenbarten Wort zu sichern.A33
32
Die Unfehlbarkeit des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, die innerhalb der ihm verliehenen Zuständigkeit gilt, ist nicht davon abhängig gemacht, dass der Hüter der Sache zu seinen Mitgliedern zählt ... Abgesehen von seiner Aufgabe als Mitglied und geheiligtes Oberhaupt des Universalen Hauses der Gerechtigkeit auf Lebenszeit, hatte der Hüter in seinem ureigenen Zuständigkeitsbereich das Recht und die Pflicht, »den Bereich der gesetzgeberischen Tätigkeit« des Universalen Hauses der Gerechtigkeit »zu bestimmen«. Mit anderen Worten, er hatte die Autorität festzustellen, ob etwas schon in den heiligen Texten behandelt war oder ob es in der Zuständigkeit des Universalen Hauses der Gerechtigkeit liegt, den Gegenstand gesetzlich zu regeln ...
Daher erhebt sich die Frage: Ist das Universale Haus der Gerechtigkeit ohne Hüter in Gefahr, seine eigene Zuständigkeit zu überschreiten und somit in Irrtum zu verfallen? Hierzu sollten wir drei Dinge sehen: Erstens hat Shoghi Effendi während seiner sechsunddreißig Jahre währenden Amtszeit bereits eine Fülle von Interpretationen ‘Abdu’l-Bahás und Bahá’u’lláhs erläutert. Wie den Gläubigen schon mitgeteilt, geht jedem Gesetzgebungsakt des Universalen Hauses der Gerechtigkeit ein sorgfältiges Studium der Texte und Interpretationen zu der betreffenden Materie voraus. Zweitens ist sich das Universale Haus der Gerechtigkeit, dem die göttliche Führung selbst verheißen ist, der Abwesenheit des Hüters sehr wohl bewusst. Es wird sich auf eine Gesetzgebung nur einlassen, wenn es sich seiner Zuständigkeit sicher ist, die der Hüter als »klar umgrenzt« bezeichnet hat. Drittens sollten wir nicht die schriftliche Aussage des Hüters über beide Institutionen vergessen: »Keine von beiden ... kann und wird je die geheiligte und klar definierte Zuständigkeit der anderen verletzen.«Q3
33
Das Universale Haus der Gerechtigkeit wurde über seine Funktion als Gesetzgeber hinaus mit der generellen Aufgabe des Schutzes und der Verwaltung der Sache betraut, mit der Lösung unklarer Fragen und der Entscheidung über Angelegenheiten, die zu Streit geführt haben.A34
34
Dem Universalen Haus der Gerechtigkeit ist nach den Worten des Hüters »das ausschließliche Recht der Gesetzgebung in allem, was nicht ausdrücklich in der Schrift offenbart ist, verliehen.« Seine Verfügungen, die es selbst wieder ändern oder aufheben kann, haben den Zweck, das Gesetz Gottes zu ergänzen und einzuführen. Wenngleich dem Haus der Gerechtigkeit auch die Funktion der Auslegung nicht verliehen ist, ist es gleichwohl in der Lage, alles Notwendige zu tun, um die Weltordnung Bahá’u’lláhs auf dieser Erde zu errichten. Die Einheit der Lehre wird durch die authentischen Texte der Schrift und durch die umfangreichen Interpretationen ‘Abdu’l-Bahás und Shoghi Effendis sowie durch das absolute Verbot für alle, »autoritative« oder »inspirierte« Auslegungen vorzubringen oder sich gar die Funktion des Hüters anzumaßen, garantiert. Die organisatorische Einheit der Gemeinde ist durch die Autorität des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gewährleistet.A35
35
Im Bahá’ítum sind zwei autoritative Instanzen eingesetzt, an die sich die Gläubigen zu halten haben, denn der berufene Ausleger des Wortes ist in Wirklichkeit nur eine Ausdehnung der einen Instanz, die das Wort selbst ist. Das Buch ist das aufgezeichnete Wort Bahá’u’lláhs, während der göttlich inspirierte Ausleger das lebendige Sprachrohr dieses Buches ist – nur er kann den Sinn des Buches verbindlich erklären. Die eine Instanz ist somit das Buch und sein Interpret; die andere das Universale Haus der Gerechtigkeit, das unter Gottes Führung über alles entscheidet, was nicht ausdrücklich im Buch offenbart ist. Diese Zweiheit der Instanzen und ihr Verhältnis zueinander treten in jedem Stadium der Entfaltung der Sache zutage. Im Kitáb-i-Aqdas trägt Bahá’u’lláh den Gläubigen auf, sich nach Seinem Hinscheiden dem Buch zuzuwenden und »Ihm, den Gott bestimmt hat, Ihm, der dieser Urewigen Wurzel entspross«. Im Kitáb-i-‘Ahd (dem Buch des Bundes) stellt Er klar, dass dieser Hinweis sich auf ‘Abdu’l-Bahá bezieht. Im Aqdas verfügt Bahá’u’lláh auch die Institution des Universalen Hauses der Gerechtigkeit und verleiht ihm alle Gewalten, die erforderlich sind, die ihm zugewiesenen Aufgaben zu erfüllen. Der Meister setzt in Seinem Testament ausdrücklich das Hütertum ein, das, wie Shoghi Effendi erklärt, in den Versen des Kitáb-i-Aqdas klar vorgesehen war; Er bestätigt und erläutert die Autorität des Universalen Hauses der Gerechtigkeit und Er verweist die Gläubigen wiederum auf das Buch: »Dem Heiligsten Buch muss sich jeder zuwenden, und alles, was darin nicht ausdrücklich verwahrt ist, ist dem Universalen Haus der Gerechtigkeit vorzulegen«; und ganz am Schluss des Testaments sagt Er: »Alle müssen Führung suchen und sich dem Mittelpunkt der heiligen Sache und dem Haus der Gerechtigkeit zuwenden: Wer sich anderem zuwendet, ist fürwahr in schmerzlichem Irrtum.«A36
Der Kleinere Bund garantiert, dass »... der Glaube geeint und rein bleibt«
36
Die erste Bedingung ist Festigkeit im Bund Gottes; denn die Macht des Bundes schützt die Sache Bahá’u’lláhs vor den Zweifeln der Irrenden. Der Bund ist die starke Feste der Sache Gottes, der sichere Pfeiler der Religion Gottes. Es gibt heute keine Macht, die Einheit der Bahá’í-Welt zu bewahren außer dem Bunde Gottes; ohne diesen würde Streit die Bahá’í-Welt umfangen wie ein heftiger Sturm. Offensichtlich ist die Achse der Einheit der Menschheit nichts anderes als die Macht des Bundes. … Darum muss ein jeder zuallererst sicheren Schritts im Bund wandeln, damit die Bestätigung Bahá’u’lláhs ihn von allen Seiten umgibt, damit die Höchsten Heerscharen ihm Hilfe und Beistand bringen und die Ermahnungen und Ratschläge ‘Abdu’l-Bahás wie in Stein gemeißelt, immerwährend und unauslöschlich auf den Tafeln der Herzen stehen.A37
37
Geht deshalb sicheren Schritts voran und befasst euch voll Vertrauen und Zuversicht damit, Gottes Düfte zu verbreiten, Sein Wort zu verherrlichen und im Bündnis standhaft zu sein. Seid versichert, dass eine Seele, die sich in äußerster Standhaftigkeit erhebt, den Ruf zum Gottesreich anstimmt und entschlossen vom Bündnis kündet, befähigt wird, selbst als winzige Ameise den gewaltigen Elefanten aus dem Feld zu jagen und als zarter Nachtfalter das Gefieder des räuberischen Geiers zu zerfetzen.A38
38
Der Fortschritt der Sache Gottes gewinnt immer mehr Schwungkraft, und vertrauensvoll dürfen wir dem Tag entgegensehen, an dem diese Gemeinde – wann immer es Gott gefällt – die Entwicklungsphasen durchlaufen haben wird, die ihr Hüter ihr vorzeichnete; der Tag, an dem sie auf diesem gepeinigten Planeten die lichten Wohnstätten des Reiches Gottes errichtet haben wird, in denen die Menschheit Ruhe findet von den selbst verursachten Wirren, dem Chaos und Zerfall, dem Tag, da der Hass und die Gewalttaten der heutigen Zeit in ein dauerhaftes Bewusstsein der Weltbruderschaft und des Friedens verwandelt sein wird. All dies wird erreicht im Bund des ewigen Vaters, dem Bund Bahá’u’lláhs.A39
39
Die Bahá’í müssen sich an die Erkenntnis halten, dass die Sache sicher in Gottes Hand ruht, dass der Bund Bahá’u’lláhs unzerstörbar ist und dass sie volles Vertrauen setzen können in die Kompetenz des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, »unter der Obhut und dem Schutz der Schönheit Abhá, unter dem Schirm und der unfehlbaren Führung Seiner Heiligkeit des Erhabenen« zu wirken.A40
Die Macht des Bundes
40
Die pulsierende Kraft in den Schlagadern des Weltkörpers ist heute der Geist des Bundes – der Geist, der die Ursache des Lebens ist. Wen immer dieser Geist belebt, in dem werden sich Frische und Schönheit des Lebens zeigen; er wird mit dem Heiligen Geist getauft und wiedergeboren, befreit von Unterdrückung und Tyrannei, von Achtlosigkeit und Härte, die den Geist töten; er erlangt das ewige Leben.
Preise Gott, dass du standhaft bist im Bund und Testament und dein Antlitz dem Licht der Welt, Bahá’u’lláh, dem Erhabenen, zuwendest.A41
41
Der Angelpunkt der Einheit der Menschheit … ist unbezweifelbar nichts anderes als die Macht des Bundes. … Die Macht des Bundes gleicht der Sonnenwärme, die die Entwicklung alles Erschaffenen auf Erden belebt und fördert. Ebenso ist das Licht des Bundes der Erzieher von Geist und Verstand, von Herz und Seele des Menschen.A42
42
Der Herr der Heerscharen ist heute der Verteidiger des Bündnisses; die Streitmacht des Gottesreiches ist sein Beschützer. Himmlische Seelen bieten ihre Dienste, die Engel der Höhe verkünden und verbreiten das Bündnis in allen Landen. Wer es mit Einsicht betrachtet, der sieht alle Kräfte des Weltalls letzten Endes dem Bündnis dienen.A43
43
Nur die Macht des Bundes kann Differenzen beilegen. Sie ist allumfassend und löst alle Schwierigkeiten, denn die Feder der Herrlichkeit hat ausdrücklich verkündet, dass alle aufkommenden Differenzen dem Mittelpunkt des Bundes vorzulegen sind.A44
44
Würde die schützende Macht des Bundes die uneinnehmbare Feste der Sache Gottes nicht bewachen, so entstünden an einem Tag unter den Bahá’í tausend verschiedene Sekten, wie dies in früheren Zeiten geschah. Aber in dieser Sendung hat die Gesegnete Schönheit – möge meine Seele ein Opfer für Ihn sein – mit der Höchsten Feder den Bund und das Testament verfasst, um der Sache Gottes Bestand zu verleihen und Zwietracht unter dem Volke Gottes zu bannen.A45
45
Dies waren die TatenA46, welche die Arche des Bundes Bahá’u’lláhs in die aufgewühlten Wogen unaufhörlicher Drangsale hinein vom Stapel ließen, damit sie, gesteuert vom machtvollen Arm ‘Abdu’l-Bahás, bemannt mit einer Schar schwer geprüfter Jünger voll kühnen Wagemuts und überquellender Lebenskraft, seit jenen Tagen stetig ihren Kurs verfolgen konnte, ungeachtet all der Stürme bitteren Missgeschicks, die sie umtost haben und weiterhin umtosen werden, während sie sich ihren Weg zu dem verheißenen Hafen ungetrübten, gesicherten Friedens bahnt.A47
46
Der Bund ist die »Achse der Einheit der Menschenwelt«, weil er die Einheit und Unversehrtheit des Glaubens bewahrt und ihn davor schützt, durch Menschen, die davon überzeugt sind, dass nur sie die Lehre richtig verstünden, gespalten zu werden – ein Schicksal, das alle früheren Offenbarungsreligionen ereilte. Überdies ist der Bund im Schrifttum Bahá’u’lláhs verankert. Bahá’u’lláh anzunehmen bedeutet also, wie Sie deutlich sehen, auch die Annahme Seines Bundes. Seinen Bund ablehnen heißt, Bahá’u’lláh ablehnen.A48
Bibliografie
‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften, Auflage 4.01-online (2021-09-29), bibliothek.bahai.de, Bahá’í Verlag 2021
‘Abdu’l-Bahá, Sendschreiben zum Göttlichen Plan, Auflage 3.04-online (2021-06-12), bibliothek.bahai.de, Bahá’í Verlag 2021
‘Abdu’l-Bahá, Wille und Testament, Auflage 3.02-online (2021-06-12), bibliothek.bahai.de, Bahá’í Verlag 2021
Báb, Der Báb – Eine Auswahl aus Seinen Schriften, Auflage 4.03-online (2021-06-12), bibliothek.bahai.de, Bahá’í Verlag 2021
Bahá’u’lláh, Ährenlese aus den Schriften Bahá’u’lláhs, Auflage 9.02-online (2021-06-12), bibliothek.bahai.de, Bahá’í Verlag 2021
Bahá’u’lláh, Botschaften aus ‘Akká, Auflage 3.03-online (2021-12-15), bibliothek.bahai.de, Bahá’í Verlag 2021
Bahá’u’lláh, Gebete und Meditationen, Auflage 4.03-online (2021-06-12), bibliothek.bahai.de, Bahá’í Verlag 2021
Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Aqdas, Auflage 6.02-online (2020-08-08), bibliothek.bahai.de, Bahá’í Verlag 2020
Die Verfassung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, Auflage 2.01-P (2019-11-27), Bahá’í Verlag 2019
Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs, Auflage 3.04-online (2022-03-19), bibliothek.bahai.de, Bahá’í Verlag 2022
Shoghi Effendi, Gott geht vorüber, Auflage 6.03-online (2021-06-12), bibliothek.bahai.de, Bahá’í Verlag 2021
Quellenangaben
Q1 Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Aqdas 4:121
Q2 Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, 1963–1968, S.13; aus einem Brief vom 6. Oktober 1963
Q3 Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, 1963–1968, S.51 f.; aus einem Brief vom 27. Mai 1966
Anmerkungen
A1 Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Aqdas 4:1–2
A2 Bahá’u’lláh, Ährenlese aus den Schriften Bahá’u’lláhs 153:8
A3 Bahá’u’lláh, Botschaften aus ‘Akká 17:110
A4 ‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften 35:5
A5 Báb, Der Báb - Eine Auswahl aus Seinen Schriften 3.12:2
A6 ‘Abdu’l-Bahá, in: Bahá’í World Faith, p.358
A7 Bahá’u’lláh, Gebete und Meditationen 176:24
A8 Báb, Der Báb - Eine Auswahl aus Seinen Schriften 5.15:4
A9 Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Aqdas 4:37
A10 Bahá’u’lláh, in: Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 6:71
A11 ‘Abdu’l-Bahá, zitiert in: Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 7:16
A12 ‘Abdu’l-Bahá
A13 Bahá’u’lláh, Botschaften aus ‘Akká 15:9
A14 ‘Abdu’l-Bahá, zitiert in: Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 6:82
A15 ‘Abdu’l-Bahá, in: Star of the West, Bd.IV, Nr. 14, November 1913, p.237
A16 ‘Abdu’l-Bahá, in: Promulgation of Universal Peace, p.322 f.
A17 Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 6:75
A18 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Die Verfassung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit 4
A19 ‘Abdu’l-Bahá, in: Promulgation of Universal Peace, p.455 f.
A20 Shoghi Effendi, Gott geht vorüber 441–442
A21 Aus einem Brief vom 14. Januar 1979 im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an einen Bahá’í.
A22 ‘Abdu’l-Bahá, Wille und Testament 16
A23 ‘Abdu’l-Bahá, Wille und Testament 25
A24 ‘Abdu’l-Bahá, Wille und Testament 37
A25 Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 2:11
A26 Aus einem Brief im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit vom 9. November 1981 an einen Bahá’í
A27 ‘Abdu’l-Bahá, Wille und Testament 17
A28 Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 6:110
A29 Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 6:120
A30 Shoghi Effendi hatte keine Kinder und alle lebenden Aghsán hatten den Bund gebrochen
A31 Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, 1963–1968, S.28; aus einem Brief vom 9. März 1965
A32 Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, 1963–1968, S.12; aus einem Brief vom 6. Oktober 1963
A33 Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, 1963–1968, S.56; aus einem Brief vom 27. Mai 1966
A34 Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, 1969–1973, S.103; aus einem Brief vom 7. Dezember 1969
A35 Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, 1963–1968, S.33 f.; aus einem Brief vom 9. März 1965
A36 Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, 1968–1973, S.106; aus einem Brief vom 7. Dezember 1969
A37 ‘Abdu’l-Bahá, Sendschreiben zum Göttlichen Plan 8:7
A38 ‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften 184:2
A39 Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, 1973–1978, S.153f.; aus der Riḍván-Botschaft 1973
A40 Aus einem Brief im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit vom 28. Mai 1975 an einen Bahá’í
A41 ‘Abdu’l-Bahá, in: Star of the West, Bd.14, Nr.7, Oktober 1923, p.225
A42 ‘Abdu’l-Bahá, zitiert in: Shoghi Effendi, Gott geht vorüber 443
A43 ‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften 192:1
A44 ‘Abdu’l-Bahá, aus einem kürzlich übersetzten Tablet
A45 ‘Abdu’l-Bahá, in: Bahá’í World Faith, p.357 f.
A46 Events associated with the introduction of the Faith in the West.
A47 Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 5:23
A48 Aus einem Brief im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit vom 3. Januar 1982 an einen Bahá’í
Der Gottesbund
Textzusammenstellung
Der Gottesbund: »... ein Vertrag zwischen Gott und dem Menschen ...«
1
Die erste Pflicht, die Gott Seinen Dienern auferlegt, ist die Anerkennung Dessen, Der der Tagesanbruch Seiner Offenbarung, der Urquell Seiner Gesetze ist und Gott im Reiche Seiner Sache und in der Welt der Schöpfung vertritt. Wer diese Pflicht erfüllt, hat alles Gute erreicht, und wer dessen beraubt ist, geht in die Irre, hätte er auch alle gerechten Werke vollbracht. Wer diese höchst erhabene Stufe, diesen Gipfel überragender Herrlichkeit erreicht, muss jedem Gebot Dessen folgen, Der der Ersehnte der Welt ist. Beide Pflichten sind untrennbar, und nur die Erfüllung beider wird angenommen. So wurde es von Ihm, dem Quell göttlicher Eingebung, verfügt.
Wem Gott Einsicht gegeben, der wird leicht erkennen, dass Gottes Gesetz das beste Mittel ist, die Ordnung in der Welt zu erhalten und die Sicherheit ihrer Völker zu bewahren. Wer sich von ihm abwendet, zählt zu den Niedriggesinnten und Toren. Wir haben euch wahrlich geboten, euren üblen Leidenschaften und verderbten Neigungen den Befehl zu verweigern und nicht die Grenzen zu überschreiten, die die Feder des Höchsten gesetzt hat, denn diese Grenzen sind der Lebensodem für alles Erschaffene. Die Meere göttlicher Weisheit und göttlicher Rede wogen hoch im Windhauch des Allbarmherzigen. Eilt, euch satt zu trinken, o ihr Verständigen! Wer Gottes Bund verletzt, indem er Seine Gebote übertritt, wer auf dem Absatz kehrtmacht, hat sich vor Gott, dem Allbesitzenden, dem Höchsten, schmerzlich geirrt.A1
2
… Folgt darum nicht euren irdischen Wünschen, verletzt nicht den Bund Gottes und brecht nicht euer Gelübde für Ihn. Mit fester Entschlossenheit, mit der ganzen Liebe eurer Herzen, mit der vollen Kraft eurer Worte wendet euch Ihm zu und wandelt nicht auf den Wegen der Toren. Die Welt ist nur Schein, eitel und leer, ein bloßes Nichts, das der Wirklichkeit ähnelt. Hängt eure Liebe nicht an sie. Zerreißt nicht das Band, das euch mit eurem Schöpfer verbindet, und gehört nicht zu denen, die in die Irre gehen und von Seinen Wegen abirren. …A2
3
Groß ist dein Segen, denn du bist dem Bunde Gottes und Seinem Zeugnis treu, und du wirst geehrt durch diesen Sendbrief, durch welchen dein Name aufgezeichnet ist auf Meiner verwahrten Tafel. Weihe dich deinem Herrn und dem Dienst an Seiner Sache, hüte Sein Gedenken in deinem Herzen und feiere Seinen Lobpreis so, dass jede irrende, achtlose Seele dadurch aus dem Schlaf erwacht.A3
4
... Unter dem Schutz und mit der Hilfe der Gesegneten Schönheit – möge mein Leben ein Opfer für Seine Geliebten sein – sollt ihr euch so verhalten, dass ihr vornehm und leuchtend wie die Sonne unter den Menschenseelen hervorragt. Wenn einer von euch in eine Stadt kommt, soll er durch seine Aufrichtigkeit, seine Lauterkeit und Liebe, seine Ehrlichkeit und Treue, seine Wahrheitsliebe und Güte gegenüber allen Völkern der Welt zu einem Brennpunkt der Anziehungskraft werden, so dass die Menschen dieser Stadt ausrufen und sagen: »Dieser Mann ist ohne Zweifel ein Bahá’í, denn sein Benehmen, seine Haltung, seine Lebensweise, seine Sitten, seine Art und sein Wesen spiegeln die Eigenschaften der Bahá’í wider.« Bevor ihr diese Stufe erreicht, kann man nicht sagen, dass ihr dem Bund und Testament Gottes treu ergeben seid. Denn Er ist mit uns allen in unwiderleglichen Texten ein festes Bündnis eingegangen; es fordert von uns, dass wir nach Seinen heiligen Geboten und Ratschlägen handeln.A4
»... der Größere Bund, den jede Manifestation mit ihren Gläubigen schließt ...«
Eine Gesetzmäßigkeit 5 Niemals erweckte der Herr des Alls einen Propheten oder sandte ein Buch, ehe Er nicht Sein Bündnis mit allen Menschen errichtet und sie aufgerufen hatte, die nächste Offenbarung und das nächste Buch anzunehmen; denn Seine Freigebigkeit strömt unablässig und grenzenlos.A5
Die Epiphanie Bahá’u’lláhs
6
Abraham, Friede sei mit Ihm, errichtete einen Bund hinsichtlich Mose und gab die frohen Botschaften Seines Kommens. Moses errichtete einen Bund hinsichtlich des Verheißenen und verkündete der Welt die gute Kunde der Offenbarung Christi. Christus errichtete einen Bund hinsichtlich des Trösters und gab die Botschaft Seines Kommens. Der Prophet Muḥammad errichtete einen Bund hinsichtlich des Báb, und der Báb war der von Muḥammad Verheißene, denn Muḥammad gab die Botschaft Seines Kommens. Der Báb errichtete einen Bund hinsichtlich der Gesegneten Schönheit Bahá’u’lláh und verkündete die frohen Botschaften Seines Kommens, denn die Gesegnete Schönheit war Der, den der Báb verheißen hatte. Bahá’u’lláh errichtete einen Bund hinsichtlich eines Verheißenen, der in tausend oder Tausenden von Jahren offenbar werden wird. Jener Offenbarer ist der von Bahá’u’lláh Verheißene, der in tausend oder Tausenden von Jahren erscheinen wird. Und ebenso schloss Er durch Seine höchste Feder einen großen Bund mit allen Bahá’í und gebot ihnen, nach Seinem Hinscheiden dem Mittelpunkt des Bundes zu folgen und nicht um Haaresbreite vom Gehorsam, den sie Ihm leisten sollen, abzuweichen.A6Die Ankunft Bahá’u’lláhs
7
Heute ist der Tag, o mein Herr, den Du der ganzen Menschheit angekündigt als den Tag, da Du Dich selbst offenbarest, Deinen Glanz verbreitest und hell überall Deinen Geschöpfen strahlest. Darüber hinaus hast Du mit allen Menschen in Deinen Büchern und Schriften, auf Deinen Rollen und Tafeln einen Bund geschlossen für Ihn, den Morgen Deiner Offenbarung, und hast den Bayán zum Herold bestimmt für diese Größte, Allherrliche Manifestation, diese strahlendste, erhabenste Erscheinung.A7
Der eine neue Manifestation betreffende Bund Bahá’u’lláhs
8
Wahrlich, Gott wird Ihn erwecken, den Gott offenbaren wird, und nach Ihm wen immer Er will, wie Er Propheten werden ließ vor dem Punkt des Bayán. Er hat in Wahrheit Macht über alle Dinge.A8
9
Wer vor Ablauf eines vollen Jahrtausends den Anspruch auf eine unmittelbare Gottesoffenbarung erhebt, ist gewiss ein Lügner und Betrüger. …A9 Sollte ein Mensch bevor noch volle tausend Jahre vorbei sind, auftreten – jedes der Jahre zu zwölf Monaten nach dem Qur’án und zu neunzehn Monaten zu neunzehn Tagen nach dem Bayán gerechnet – und sollte gleich ein solcher Mensch vor euren Augen alle Zeichen Gottes offenbaren, so sollt ihr ihn doch ohne Zögern von euch weisen.A10
10
Jahrhunderte, … nein, ungezählte Zeitalter müssen vergehen, ehe das Tagesgestirn der Wahrheit wieder in seiner hochsommerlichen Pracht erstrahlt oder aufs Neue im Glanze frühlingsfrischer Herrlichkeit scheint … Was jene Manifestationen angeht, die zukünftig »in den Schatten der Wolken« herniederkommen werden, … so wisse wahrlich, dass sie in ihrer Beziehung zur Quelle ihrer Eingebung unter dem Schatten der Altehrwürdigen Schönheit stehen. Jedoch in ihrer Beziehung zu dem Zeitalter, in dem sie erscheinen, tut jeder von ihnen, »was immer Er will.«A11
Der Kleinere Bund: »... den Bahá’u’lláh mit Seinen Gläubigen bezüglich ‘Abdu’l-Bahá Schloss ...«
Die Designation
11
… Es ist den Aghṣán, den Afnán und Meiner Verwandtschaft zur Pflicht gemacht, dass sie allesamt ihr Antlitz dem Mächtigsten Ast zuwenden. Beachtet, was Wir in Unserem Heiligsten Buche offenbart haben: »Wenn das Meer Meiner Gegenwart verebbt und das Buch Meiner Offenbarung abgeschlossen ist, wendet euer Angesicht Ihm zu, Den Gott bestimmt hat, Der aus dieser urewigen Wurzel entspross.«Q1 Mit diesem heiligen Vers ist kein anderer gemeint als der Mächtigste AstA12. So haben Wir euch gnädig Unseren machtvollen Willen offenbart, und wahrlich, Ich bin der Gnadenvolle, der Allmächtige.A13
12
Im Einklang mit dem ausdrücklichen Wortlaut des Kitáb-i-Aqdas hat Bahá’u’lláh zum Ausleger Seines Wortes den Mittelpunkt des Bundes gemacht – eines Bundes, so fest und so mächtig, wie ihn ähnlich keine religiöse Sendung seit Anbeginn der Zeit bis auf den heutigen Tag hervorgebracht hat.A14
13
Das Wichtigste ist heute Standhaftigkeit im Bund, denn Standhaftigkeit im Bund bewahrt vor Uneinigkeit. Bahá’u’lláh hat in Seinem Bund nicht verfügt, dass ich der Verheißene sei, sondern der Ausleger des Buches und der Mittelpunkt Seines Bundes bin, und dass der Verheißene Bahá’u’lláhs nach tausend oder Tausenden von Jahren erscheinen wird. So lautet der Bund, den Bahá’u’lláh schloss. Wenn jemand davon abweicht, wird er an der Schwelle Bahá’u’lláhs nicht angenommen. In Streitfällen muss ‘Abdu’l-Bahá um Rat gefragt werden. Alle müssen sein Wohlgefallen umkreisen. Nach ‘Abdu’l-Bahá wird das Universale Haus der Gerechtigkeit, wann immer es errichtet sein wird, Uneinigkeit verhindern.A15
14
Weil es in der Vergangenheit bei den Glaubensbekenntnissen immer große Unterschiede und Abweichungen gab, und jeder, der eine neue Idee hatte, sie Gott zuschrieb, war es Bahá’u’lláhs Wunsch, dass es unter den Bahá’í keinen Grund zum Meinungsstreit geben solle. Deshalb schrieb Er mit Seiner Feder das Buch Seines Bundes nieder, in welchem Er Sich an Seine Verwandten und alle Völker der Welt mit den Worten wendet: »Wahrlich, Ich habe Einen zum Mittelpunkt Meines Bundes ernannt. Ihm müssen alle gehorchen. An Ihn sollen sich alle halten. Er ist der Ausleger Meines Buches, Er kennt Mein Ziel. Alle müssen sich Ihm zuwenden. Was immer Er sagt, ist richtig, denn wahrlich, Er kennt die Texte Meines Buches; allein Er kennt Mein Buch, niemand sonst.« Diese Erklärung soll verhindern, dass es unter den Bahá’í jemals zu Missklang und Meinungsstreit kommt. Sie sollen immer einig sein und sich verständigen ... Wer deshalb dem von Bahá’u’lláh ernannten Mittelpunkt des Bundes gehorcht, gehorcht Bahá’u’lláh, und wer Ihm nicht gehorcht, gehorcht Bahá’u’lláh nicht ...
Habt Acht, habt Acht, dass niemand aus der Autorität seiner eigenen Gedanken spricht oder aus sich selbst heraus Neues schafft! Habt Acht, habt Acht! Nach dem ausdrücklichen Bund Bahá’u’lláhs sollt ihr euch um einen solchen Menschen nicht scheren. Bahá’u’lláh hielt Sich von solchen Seelen fern.A16
15
Er ist zuerst und vor allem der Mittelpunkt und die Achse des unvergleichlichen und allumfassenden Bundes Bahá’u’lláhs und sollte für immer so betrachtet werden, als Seine erhabenste Schöpfung, der fleckenlose Spiegel Seines Lichtes, das vollkommene Beispiel Seiner Lehren, der niemals irrende Ausleger Seines Wortes, der Ausdruck eines jeglichen Bahá’í-Ideals, die Verkörperung jeder Bahá’í-Tugend, der Mächtigste Ast, der aus der Urewigen Wurzel hervorging, der Arm des göttlichen Gesetzes, das Wesen, »um das sich alle Namen bewegen«, die Triebkraft der Vereinigung der Menschheit, das Banner des Größten Friedens, der Mond des Zentralgestirns dieser heiligsten Sendung. Dies alles sind Benennungen und Ehrennamen, die sich aus Seiner Stufe ergeben und ihren getreuesten, höchsten, edelsten Ausdruck in dem Zaubernamen ‘Abdu’l-Bahá finden. Er ist, jenseits von allen diesen Benennungen, ›das Geheimnis Gottes‹ – ein Ausdruck, den Bahá’u’lláh selbst gewählt hat, um Ihn zu bezeichnen, und der, ohne uns irgendwie zur Zuerkennung der Stufe der Prophetenschaft zu berechtigen, andeutet, wie in der Gestalt ‘Abdu’l-Bahás die auseinanderlaufenden Kennzeichen menschlicher Natur und übermenschlicher Erkenntnis und Vollkommenheit verschmolzen und in völlige Übereinstimmung gebracht sind.A17
16
Bahá’u’lláh, der Offenbarer des Wortes Gottes an diesem Tag, die Quelle der Autorität, Urquell der Gerechtigkeit, Schöpfer einer neuen Weltordnung, Stifter des Größten Friedens und einer Weltkultur, der Richter, Gesetzgeber, Vereiniger und Erlöser der ganzen Menschheit, hat die Ankunft des Reiches Gottes auf Erden verkündet, dessen Gesetze, Gebote und Grundsätze formuliert und dessen Institutionen verfügt. Um die Kräfte zu kanalisieren, die Seine Offenbarung freisetzte, stiftete Er Seinen Bund, dessen Macht die Unversehrtheit Seines Glaubens sicherte, seine Einheit bewahrte und seine weltweite Ausbreitung in den aufeinander folgenden Amtszeiten ‘Abdu’l-Bahás und Shoghi Effendis vorantrieb. Der Bund erfüllt weiterhin seinen lebenspendenden Zweck durch die Institution des Universalen Hauses der Gerechtigkeit. Als einer der Zwillingsnachfolger Bahá’u’lláhs und ‘Abdu’l-Bahás hat es das grundlegende Ziel, die Kontinuität der göttlich verordneten Autorität, die der Quelle des Glaubens entspringt, sicher zu stellen, die Einheit der Gläubigen zu schützen und die Unversehrtheit und Anpassungsfähigkeit der Lehren zu wahren.A18
Die Einzigartigkeit des Bundes Bahá’u’lláhs
17
Das herausragendste Merkmal der Offenbarung Bahá’u’lláhs, eine Besonderheit, die bei keinem der früheren Propheten zu finden ist, ist das Amt und die Designation des ›Mittelpunkt des Bundes‹. Durch diese Einrichtung und die gleichzeitige Designation sichert und schützt Bahá’u’lláh die Religion Gottes gegen Meinungsstreit und Schisma, so dass niemand mehr eine Sekte oder Fraktion bilden kann.A19
18
Um die Kräfte zu steuern und in Bahnen zu lenken, die durch diesen vom Himmel gesandten Prozess freigesetzt wurden, und ihr harmonisches Fortwirken nach Seinem Hinscheiden sicherzustellen, war ein göttlich verordnetes Instrument, das unbestreitbare Autorität besaß und mit dem Urheber der Offenbarung selbst in organischer Verbindung stand, eindeutig unerlässlich. Für dieses Instrument hatte Bahá’u’lláh ausdrücklich durch die Institution des Bundes gesorgt, eine Institution, die Er vor Seinem Hinscheiden dauerhaft errichtet hatte. Diesen Bund hatte Er schon im Kitáb-i-Aqdas vorweggenommen, wies auf ihn hin, als Er in den Tagen vor Seinem Tod Abschied von Seiner um das Bett versammelten Familie nahm, und Er verankerte ihn in einem eigenen Dokument, das Er Das Buch Meines Bundes nannte, und das Er während Seiner letzten Krankheit Seinem ältesten Sohn ‘Abdu’l-Bahá anvertraute.
Vollständig mit eigener Hand geschrieben; am neunten Tag nach Seinem Hinscheiden vor neun Zeugen aus dem Kreise Seiner Gefährten und Familienmitglieder entsiegelt; am selben Nachmittag vor einer großen Versammlung, unter ihnen Seine Söhne, einige Verwandte des Báb, Pilger und ansässige Gläubige, an Seinem Heiligsten Grab verlesen, bleibt dieses einzigartige, bahnbrechende Dokument, das Bahá’u’lláh als Seine »Größte Tafel« bezeichnete und im Brief an den Sohn des Wolfes als das »Karmesinrote Buch« erwähnte, im Schrifttum aller früheren Offenbarungen, einschließlich der des Báb, ohne jede Parallele; denn nirgends in den Büchern irgendeines religiösen Systems, nicht einmal unter den Schriften des Begründers der Bábí-Offenbarung, finden wir auch nur ein Dokument, das einen Bund mit vergleichbarer Autorität errichtet wie diesen von Bahá’u’lláh Selbst gestifteten Bund.A20
19
... Es ist jedoch ein großer Unterschied zwischen dieser Sendung und den früheren; denn Bahá’u’lláh schreibt, dies sei »der Tag, dem keine Nacht folgt«. Er schenkte uns Seinen Bund, mit dem ein dauerhaftes Zentrum göttlicher Führung in der Welt ist. Dem Bahá’í-Glauben fehlte es nicht an ehrgeizigen Menschen, die die Zügel der Herrschaft an sich reißen und den Glauben für ihre eigenen Zwecke verdrehen wollten. Aber sie richteten sich in allen Fällen damit selbst zugrunde, alle ihre Hoffnungen zerschellten am Felsen des Bundes.A21
Der Kleinere Bund: »... den ‘Abdu’l-Bahá mit der Gemeindeordnung fortführte ...«
Die Zwillingsnachfolger
20
O meine lieben Freunde! Nach dem Heimgang dieses Unterdrückten obliegt es den Aghṣán, den Afnán des Heiligen Lotosbaumes, den Händen (Säulen) der Sache Gottes und den Geliebten der Schönheit Abhá, sich Shoghi Effendi zuzuwenden, dem jugendlichen Ast, hervorgegangen aus den beiden geweihten, heiligen Lotusbäumen, der Frucht, entstanden aus der Vereinigung der beiden Sprösslinge des Baumes der Heiligkeit, denn er ist das Zeichen Gottes, der ausersehene Ast, der Hüter der Sache Gottes, dem sich alle Aghṣán, Afnán, Hände der Sache Gottes und Seine Geliebten zuwenden müssen. Er ist der Erklärer der Worte Gottes, und auf ihn wird der Erstgeborene seiner geradlinigen Abkommen folgen.A22
21
Was nun das Haus der Gerechtigkeit anbelangt, das Gott zum Quell alles Guten bestimmt und von allem Irrtum befreit hat, so muss es durch allgemeines Wahlrecht, das heißt von den Gläubigen, gewählt werden. Seine Mitglieder müssen Verkörperungen der Gottesfurcht, Morgenröten der Erkenntnis und des Verständnisses sein, im Gottesglauben standhaft und der ganzen Menschheit wohlgesinnt. …A23
22
... Dem Heiligsten Buche muss sich jeder zuwenden, und was darin nicht ausdrücklich verzeichnet ist, ist dem Universalen Haus der Gerechtigkeit vorzulegen. Was diese Körperschaft einstimmig oder mit Stimmenmehrheit beschließt, wahrlich, das ist die Wahrheit und Gottes eigener Wille. …A24
23
... Sie (Bahá’u’lláh und ‘Abdu’l-Bahá) haben auch in eindeutiger und eindringlicher Sprache die Zwillingsinstitutionen des Hauses der Gerechtigkeit und des Hütertums als ihre erwählten Nachfolger eingesetzt und ihnen die Aufgabe übertragen, die Grundsätze anzuwenden, die Gesetze zu verkünden, die Institutionen zu schützen, den Glauben bundestreu und vernunftgemäß den Erfordernissen einer fortschreitenden Gesellschaft anzupassen und das unverbrüchliche Erbe zu vollenden, das die Begründer dieses Glaubens der Welt hinterlassen haben.A25
24
... im Rahmen des Bundes Gottes war Shoghi Effendi während seiner Amtszeit als Hüter der Sache der Mittelpunkt der Autorität unseres Glaubens, an den sich alle wenden mussten ... Das gleiche gilt für die Stellung, die das Universale Haus der Gerechtigkeit in seiner Beziehung zu den Gläubigen innehat.A26
Autorität
25
Der heilige, jugendliche Ast, der Hüter der Sache Gottes, wie auch das Universale Haus der Gerechtigkeit, das universell zu wählen und einzusetzen ist, stehen beide unter der Fürsorge und dem Schutz der Schönheit Abhá, unter dem Schirm und der unfehlbaren Führung Seiner Heiligkeit des Erhabenen – möge mein Leben ein Opfer für sie beide sein. Was immer sie entscheiden, ist von Gott. Wer ihm nicht gehorcht oder ihnen nicht gehorcht, hat Gott nicht gehorcht. Wer sich gegen ihn oder gegen sie auflehnt, hat sich gegen Gott aufgelehnt. Wer sich ihm entgegenstellt, hat sich Gott entgegengestellt. Wer sie bekämpft, hat Gott bekämpft. Wer mit ihm streitet, hat mit Gott gestritten. Wer ihn leugnet, hat Gott geleugnet. Wer an ihm zweifelt, hat an Gott gezweifelt. Wer von ihm abweicht, sich von ihm trennt und abwendet, ist in Wahrheit von Gott abgewichen, hat sich von Ihm getrennt und abgewandt.A27
26
... wird unzweifelhaft klar und deutlich, dass der Hüter des Glaubens zum Ausleger des Wortes gemacht und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit die Gesetzgebungsgewalt für die Gegenstände verliehen worden ist, die nicht ausdrücklich in den Lehren offenbart sind. Die Auslegung durch den Hüter ist innerhalb seines Bereiches ebenso autoritativ und bindend wie die Entscheidungen des Internationalen Hauses der Gerechtigkeit, dessen ausschließliches Recht und Privileg es ist, über solche Gesetze und Anordnungen zu befinden und letztgültig zu entscheiden, die Bahá’u’lláh nicht ausdrücklich offenbart hat. Keine von beiden Institutionen kann und wird je in das geweihte und festgelegte Gebiet der anderen übergreifen, keine von ihnen versuchen, die besondere, unbestrittene Amtsgewalt zu schmälern, mit der beide von Gott her ausgestattet wurden.A28
27
Bei der Handhabung der Verwaltungsangelegenheiten des Glaubens und bei der Gesetzgebung, die zur Ergänzung der Gesetze des Kitáb-i-Aqdas notwendig ist, sind die Mitglieder des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, wie wir im Auge behalten sollten, nach Bahá’u’lláhs klaren Worten nicht verantwortlich gegenüber jenen, die sie vertreten, noch ist ihnen gestattet, sich von den Gefühlen, der allgemeinen Meinung und selbst der Überzeugung der Menge der Gläubigen oder derer, durch die sie unmittelbar gewählt werden, beherrschen zu lassen. Sie müssen in Gebetshaltung den Befehlen und Eingebungen ihres Gewissens folgen. Sie dürfen, ja müssen sich mit den in der Gemeinde herrschenden Zuständen vertraut machen, müssen in ihrem Geiste leidenschaftslos die wesentlichen Gesichtspunkte an jedem Fall, der ihnen zur Beratung vorgelegt wird, abwägen, sich aber das Recht der freien Entscheidung vorbehalten. »Gott wird ihnen wahrlich eingeben, was immer Er will.«, ist Bahá’u’lláhs unbestreitbare Versicherung. Damit sind sie, und nicht die Gesamtheit ihrer unmittelbaren oder mittelbaren Wähler, zu Empfängern der göttlichen Führung gemacht, die für diese Offenbarung Herzblut und eigentlicher Schutz zugleich ist.A29
Der Tod Shoghi Effendis
28
Zur Zeit des Todes unseres geliebten Shoghi Effendi war bei der gegebenen Sachlage und angesichts der expliziten Bestimmungen der heiligen Texte offenkundigA30, dass es ihm nicht möglich war, gemäß den Bestimmungen des Testaments ‘Abdu’l-Bahás einen Nachfolger zu ernennen.A31
29
Nach sorgfältigem, andächtigem Studium der heiligen Texte zur Frage der Ernennung eines Nachfolgers Shoghi Effendis als »Hüter der Sache Gottes« und nach umfassender Beratung, bei der die Ansichten der Hände der Sache Gottes im Heiligen Land berücksichtigt wurden, kam das Universale Haus der Gerechtigkeit zu dem Ergebnis, dass es keinen Weg gibt, einen zweiten Hüter als Nachfolger Shoghi Effendis zu ernennen oder ein Gesetz zu erlassen, das eine solche Ernennung ermöglicht.A32
Das Universale Haus der Gerechtigkeit
30
Der Bund Bahá’u’lláhs ist ungebrochen, seine allumfassende Kraft unverletzt. Die beiden einzigartigen Merkmale, die ihn von allen religiösen Bundesschlüssen der Vergangenheit unterscheiden, bestehen unverändert und sind voll wirksam. Das offenbarte Wort in seiner ursprünglichen Reinheit, ergänzt durch die von Gott gelenkten Interpretationen ‘Abdu’l-Bahás und Shoghi Effendis, besteht unwandelbar, unverfälscht durch von Menschen erdachte Glaubensbekenntnisse oder Dogmen, durch unverantwortliche Schlüsse oder unbefugte Interpretationen. Durch diese von Bahá’u’lláh gestiftete und von Ihm mit höchster Autorität und unfehlbarer Führung versehene Institution, von der der Meister schrieb, dass »alles an diese Körperschaft verwiesen werden muss«, bleibt der Kanal göttlicher Führung geöffnet und anpassungsfähig für alle Bedürfnisse der Menschheit. Wie klar erkennen wir die Wahrheit der Feststellung Bahá’u’lláhs: »Die Hand der Allmacht hat Seine Offenbarung auf einen unverletzlichen, dauerhaften Grund gestellt. Stürme menschlichen Streites vermögen ihre Grundfeste nicht zu schwächen, noch werden die wunderlichen Ideen der Menschen ihrem Aufbau schaden können.«Q2
31
Das Universale Haus der Gerechtigkeit, von dem der Hüter sagte, dass es von der Nachwelt als die »letzte Zufluchtsstätte einer untergehenden Zivilisation« angesehen würde, ist jetzt in Abwesenheit des Hüters die einzige unfehlbar geführte Institution auf der Welt, der sich alle zuwenden müssen. Auf ihm lastet die Verantwortung, die Einheit und den Fortschritt der Sache Gottes in Übereinstimmung mit dem offenbarten Wort zu sichern.A33
32
Die Unfehlbarkeit des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, die innerhalb der ihm verliehenen Zuständigkeit gilt, ist nicht davon abhängig gemacht, dass der Hüter der Sache zu seinen Mitgliedern zählt ... Abgesehen von seiner Aufgabe als Mitglied und geheiligtes Oberhaupt des Universalen Hauses der Gerechtigkeit auf Lebenszeit, hatte der Hüter in seinem ureigenen Zuständigkeitsbereich das Recht und die Pflicht, »den Bereich der gesetzgeberischen Tätigkeit« des Universalen Hauses der Gerechtigkeit »zu bestimmen«. Mit anderen Worten, er hatte die Autorität festzustellen, ob etwas schon in den heiligen Texten behandelt war oder ob es in der Zuständigkeit des Universalen Hauses der Gerechtigkeit liegt, den Gegenstand gesetzlich zu regeln ...
Daher erhebt sich die Frage: Ist das Universale Haus der Gerechtigkeit ohne Hüter in Gefahr, seine eigene Zuständigkeit zu überschreiten und somit in Irrtum zu verfallen? Hierzu sollten wir drei Dinge sehen: Erstens hat Shoghi Effendi während seiner sechsunddreißig Jahre währenden Amtszeit bereits eine Fülle von Interpretationen ‘Abdu’l-Bahás und Bahá’u’lláhs erläutert. Wie den Gläubigen schon mitgeteilt, geht jedem Gesetzgebungsakt des Universalen Hauses der Gerechtigkeit ein sorgfältiges Studium der Texte und Interpretationen zu der betreffenden Materie voraus. Zweitens ist sich das Universale Haus der Gerechtigkeit, dem die göttliche Führung selbst verheißen ist, der Abwesenheit des Hüters sehr wohl bewusst. Es wird sich auf eine Gesetzgebung nur einlassen, wenn es sich seiner Zuständigkeit sicher ist, die der Hüter als »klar umgrenzt« bezeichnet hat. Drittens sollten wir nicht die schriftliche Aussage des Hüters über beide Institutionen vergessen: »Keine von beiden ... kann und wird je die geheiligte und klar definierte Zuständigkeit der anderen verletzen.«Q3
33
Das Universale Haus der Gerechtigkeit wurde über seine Funktion als Gesetzgeber hinaus mit der generellen Aufgabe des Schutzes und der Verwaltung der Sache betraut, mit der Lösung unklarer Fragen und der Entscheidung über Angelegenheiten, die zu Streit geführt haben.A34
34
Dem Universalen Haus der Gerechtigkeit ist nach den Worten des Hüters »das ausschließliche Recht der Gesetzgebung in allem, was nicht ausdrücklich in der Schrift offenbart ist, verliehen.« Seine Verfügungen, die es selbst wieder ändern oder aufheben kann, haben den Zweck, das Gesetz Gottes zu ergänzen und einzuführen. Wenngleich dem Haus der Gerechtigkeit auch die Funktion der Auslegung nicht verliehen ist, ist es gleichwohl in der Lage, alles Notwendige zu tun, um die Weltordnung Bahá’u’lláhs auf dieser Erde zu errichten. Die Einheit der Lehre wird durch die authentischen Texte der Schrift und durch die umfangreichen Interpretationen ‘Abdu’l-Bahás und Shoghi Effendis sowie durch das absolute Verbot für alle, »autoritative« oder »inspirierte« Auslegungen vorzubringen oder sich gar die Funktion des Hüters anzumaßen, garantiert. Die organisatorische Einheit der Gemeinde ist durch die Autorität des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gewährleistet.A35
35
Im Bahá’ítum sind zwei autoritative Instanzen eingesetzt, an die sich die Gläubigen zu halten haben, denn der berufene Ausleger des Wortes ist in Wirklichkeit nur eine Ausdehnung der einen Instanz, die das Wort selbst ist. Das Buch ist das aufgezeichnete Wort Bahá’u’lláhs, während der göttlich inspirierte Ausleger das lebendige Sprachrohr dieses Buches ist – nur er kann den Sinn des Buches verbindlich erklären. Die eine Instanz ist somit das Buch und sein Interpret; die andere das Universale Haus der Gerechtigkeit, das unter Gottes Führung über alles entscheidet, was nicht ausdrücklich im Buch offenbart ist. Diese Zweiheit der Instanzen und ihr Verhältnis zueinander treten in jedem Stadium der Entfaltung der Sache zutage. Im Kitáb-i-Aqdas trägt Bahá’u’lláh den Gläubigen auf, sich nach Seinem Hinscheiden dem Buch zuzuwenden und »Ihm, den Gott bestimmt hat, Ihm, der dieser Urewigen Wurzel entspross«. Im Kitáb-i-‘Ahd (dem Buch des Bundes) stellt Er klar, dass dieser Hinweis sich auf ‘Abdu’l-Bahá bezieht. Im Aqdas verfügt Bahá’u’lláh auch die Institution des Universalen Hauses der Gerechtigkeit und verleiht ihm alle Gewalten, die erforderlich sind, die ihm zugewiesenen Aufgaben zu erfüllen. Der Meister setzt in Seinem Testament ausdrücklich das Hütertum ein, das, wie Shoghi Effendi erklärt, in den Versen des Kitáb-i-Aqdas klar vorgesehen war; Er bestätigt und erläutert die Autorität des Universalen Hauses der Gerechtigkeit und Er verweist die Gläubigen wiederum auf das Buch: »Dem Heiligsten Buch muss sich jeder zuwenden, und alles, was darin nicht ausdrücklich verwahrt ist, ist dem Universalen Haus der Gerechtigkeit vorzulegen«; und ganz am Schluss des Testaments sagt Er: »Alle müssen Führung suchen und sich dem Mittelpunkt der heiligen Sache und dem Haus der Gerechtigkeit zuwenden: Wer sich anderem zuwendet, ist fürwahr in schmerzlichem Irrtum.«A36
Der Kleinere Bund garantiert, dass »... der Glaube geeint und rein bleibt«
36
Die erste Bedingung ist Festigkeit im Bund Gottes; denn die Macht des Bundes schützt die Sache Bahá’u’lláhs vor den Zweifeln der Irrenden. Der Bund ist die starke Feste der Sache Gottes, der sichere Pfeiler der Religion Gottes. Es gibt heute keine Macht, die Einheit der Bahá’í-Welt zu bewahren außer dem Bunde Gottes; ohne diesen würde Streit die Bahá’í-Welt umfangen wie ein heftiger Sturm. Offensichtlich ist die Achse der Einheit der Menschheit nichts anderes als die Macht des Bundes. … Darum muss ein jeder zuallererst sicheren Schritts im Bund wandeln, damit die Bestätigung Bahá’u’lláhs ihn von allen Seiten umgibt, damit die Höchsten Heerscharen ihm Hilfe und Beistand bringen und die Ermahnungen und Ratschläge ‘Abdu’l-Bahás wie in Stein gemeißelt, immerwährend und unauslöschlich auf den Tafeln der Herzen stehen.A37
37
Geht deshalb sicheren Schritts voran und befasst euch voll Vertrauen und Zuversicht damit, Gottes Düfte zu verbreiten, Sein Wort zu verherrlichen und im Bündnis standhaft zu sein. Seid versichert, dass eine Seele, die sich in äußerster Standhaftigkeit erhebt, den Ruf zum Gottesreich anstimmt und entschlossen vom Bündnis kündet, befähigt wird, selbst als winzige Ameise den gewaltigen Elefanten aus dem Feld zu jagen und als zarter Nachtfalter das Gefieder des räuberischen Geiers zu zerfetzen.A38
38
Der Fortschritt der Sache Gottes gewinnt immer mehr Schwungkraft, und vertrauensvoll dürfen wir dem Tag entgegensehen, an dem diese Gemeinde – wann immer es Gott gefällt – die Entwicklungsphasen durchlaufen haben wird, die ihr Hüter ihr vorzeichnete; der Tag, an dem sie auf diesem gepeinigten Planeten die lichten Wohnstätten des Reiches Gottes errichtet haben wird, in denen die Menschheit Ruhe findet von den selbst verursachten Wirren, dem Chaos und Zerfall, dem Tag, da der Hass und die Gewalttaten der heutigen Zeit in ein dauerhaftes Bewusstsein der Weltbruderschaft und des Friedens verwandelt sein wird. All dies wird erreicht im Bund des ewigen Vaters, dem Bund Bahá’u’lláhs.A39
39
Die Bahá’í müssen sich an die Erkenntnis halten, dass die Sache sicher in Gottes Hand ruht, dass der Bund Bahá’u’lláhs unzerstörbar ist und dass sie volles Vertrauen setzen können in die Kompetenz des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, »unter der Obhut und dem Schutz der Schönheit Abhá, unter dem Schirm und der unfehlbaren Führung Seiner Heiligkeit des Erhabenen« zu wirken.A40
Die Macht des Bundes
40
Die pulsierende Kraft in den Schlagadern des Weltkörpers ist heute der Geist des Bundes – der Geist, der die Ursache des Lebens ist. Wen immer dieser Geist belebt, in dem werden sich Frische und Schönheit des Lebens zeigen; er wird mit dem Heiligen Geist getauft und wiedergeboren, befreit von Unterdrückung und Tyrannei, von Achtlosigkeit und Härte, die den Geist töten; er erlangt das ewige Leben.
Preise Gott, dass du standhaft bist im Bund und Testament und dein Antlitz dem Licht der Welt, Bahá’u’lláh, dem Erhabenen, zuwendest.A41
41
Der Angelpunkt der Einheit der Menschheit … ist unbezweifelbar nichts anderes als die Macht des Bundes. … Die Macht des Bundes gleicht der Sonnenwärme, die die Entwicklung alles Erschaffenen auf Erden belebt und fördert. Ebenso ist das Licht des Bundes der Erzieher von Geist und Verstand, von Herz und Seele des Menschen.A42
42
Der Herr der Heerscharen ist heute der Verteidiger des Bündnisses; die Streitmacht des Gottesreiches ist sein Beschützer. Himmlische Seelen bieten ihre Dienste, die Engel der Höhe verkünden und verbreiten das Bündnis in allen Landen. Wer es mit Einsicht betrachtet, der sieht alle Kräfte des Weltalls letzten Endes dem Bündnis dienen.A43
43
Nur die Macht des Bundes kann Differenzen beilegen. Sie ist allumfassend und löst alle Schwierigkeiten, denn die Feder der Herrlichkeit hat ausdrücklich verkündet, dass alle aufkommenden Differenzen dem Mittelpunkt des Bundes vorzulegen sind.A44
44
Würde die schützende Macht des Bundes die uneinnehmbare Feste der Sache Gottes nicht bewachen, so entstünden an einem Tag unter den Bahá’í tausend verschiedene Sekten, wie dies in früheren Zeiten geschah. Aber in dieser Sendung hat die Gesegnete Schönheit – möge meine Seele ein Opfer für Ihn sein – mit der Höchsten Feder den Bund und das Testament verfasst, um der Sache Gottes Bestand zu verleihen und Zwietracht unter dem Volke Gottes zu bannen.A45
45
Dies waren die TatenA46, welche die Arche des Bundes Bahá’u’lláhs in die aufgewühlten Wogen unaufhörlicher Drangsale hinein vom Stapel ließen, damit sie, gesteuert vom machtvollen Arm ‘Abdu’l-Bahás, bemannt mit einer Schar schwer geprüfter Jünger voll kühnen Wagemuts und überquellender Lebenskraft, seit jenen Tagen stetig ihren Kurs verfolgen konnte, ungeachtet all der Stürme bitteren Missgeschicks, die sie umtost haben und weiterhin umtosen werden, während sie sich ihren Weg zu dem verheißenen Hafen ungetrübten, gesicherten Friedens bahnt.A47
46
Der Bund ist die »Achse der Einheit der Menschenwelt«, weil er die Einheit und Unversehrtheit des Glaubens bewahrt und ihn davor schützt, durch Menschen, die davon überzeugt sind, dass nur sie die Lehre richtig verstünden, gespalten zu werden – ein Schicksal, das alle früheren Offenbarungsreligionen ereilte. Überdies ist der Bund im Schrifttum Bahá’u’lláhs verankert. Bahá’u’lláh anzunehmen bedeutet also, wie Sie deutlich sehen, auch die Annahme Seines Bundes. Seinen Bund ablehnen heißt, Bahá’u’lláh ablehnen.A48
Bibliografie
‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften, Auflage 4.01-online (2021-09-29), bibliothek.bahai.de, Bahá’í Verlag 2021
‘Abdu’l-Bahá, Sendschreiben zum Göttlichen Plan, Auflage 3.04-online (2021-06-12), bibliothek.bahai.de, Bahá’í Verlag 2021
‘Abdu’l-Bahá, Wille und Testament, Auflage 3.02-online (2021-06-12), bibliothek.bahai.de, Bahá’í Verlag 2021
Báb, Der Báb – Eine Auswahl aus Seinen Schriften, Auflage 4.03-online (2021-06-12), bibliothek.bahai.de, Bahá’í Verlag 2021
Bahá’u’lláh, Ährenlese aus den Schriften Bahá’u’lláhs, Auflage 9.02-online (2021-06-12), bibliothek.bahai.de, Bahá’í Verlag 2021
Bahá’u’lláh, Botschaften aus ‘Akká, Auflage 3.03-online (2021-12-15), bibliothek.bahai.de, Bahá’í Verlag 2021
Bahá’u’lláh, Gebete und Meditationen, Auflage 4.03-online (2021-06-12), bibliothek.bahai.de, Bahá’í Verlag 2021
Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Aqdas, Auflage 6.02-online (2020-08-08), bibliothek.bahai.de, Bahá’í Verlag 2020
Die Verfassung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, Auflage 2.01-P (2019-11-27), Bahá’í Verlag 2019
Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs, Auflage 3.04-online (2022-03-19), bibliothek.bahai.de, Bahá’í Verlag 2022
Shoghi Effendi, Gott geht vorüber, Auflage 6.03-online (2021-06-12), bibliothek.bahai.de, Bahá’í Verlag 2021
Quellenangaben
Q1 Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Aqdas 4:121
Q2 Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, 1963–1968, S.13; aus einem Brief vom 6. Oktober 1963
Q3 Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, 1963–1968, S.51 f.; aus einem Brief vom 27. Mai 1966
Anmerkungen
A1 Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Aqdas 4:1–2
A2 Bahá’u’lláh, Ährenlese aus den Schriften Bahá’u’lláhs 153:8
A3 Bahá’u’lláh, Botschaften aus ‘Akká 17:110
A4 ‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften 35:5
A5 Báb, Der Báb - Eine Auswahl aus Seinen Schriften 3.12:2
A6 ‘Abdu’l-Bahá, in: Bahá’í World Faith, p.358
A7 Bahá’u’lláh, Gebete und Meditationen 176:24
A8 Báb, Der Báb - Eine Auswahl aus Seinen Schriften 5.15:4
A9 Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Aqdas 4:37
A10 Bahá’u’lláh, in: Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 6:71
A11 ‘Abdu’l-Bahá, zitiert in: Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 7:16
A12 ‘Abdu’l-Bahá
A13 Bahá’u’lláh, Botschaften aus ‘Akká 15:9
A14 ‘Abdu’l-Bahá, zitiert in: Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 6:82
A15 ‘Abdu’l-Bahá, in: Star of the West, Bd.IV, Nr. 14, November 1913, p.237
A16 ‘Abdu’l-Bahá, in: Promulgation of Universal Peace, p.322 f.
A17 Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 6:75
A18 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Die Verfassung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit 4
A19 ‘Abdu’l-Bahá, in: Promulgation of Universal Peace, p.455 f.
A20 Shoghi Effendi, Gott geht vorüber 441–442
A21 Aus einem Brief vom 14. Januar 1979 im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an einen Bahá’í.
A22 ‘Abdu’l-Bahá, Wille und Testament 16
A23 ‘Abdu’l-Bahá, Wille und Testament 25
A24 ‘Abdu’l-Bahá, Wille und Testament 37
A25 Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 2:11
A26 Aus einem Brief im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit vom 9. November 1981 an einen Bahá’í
A27 ‘Abdu’l-Bahá, Wille und Testament 17
A28 Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 6:110
A29 Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 6:120
A30 Shoghi Effendi hatte keine Kinder und alle lebenden Aghsán hatten den Bund gebrochen
A31 Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, 1963–1968, S.28; aus einem Brief vom 9. März 1965
A32 Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, 1963–1968, S.12; aus einem Brief vom 6. Oktober 1963
A33 Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, 1963–1968, S.56; aus einem Brief vom 27. Mai 1966
A34 Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, 1969–1973, S.103; aus einem Brief vom 7. Dezember 1969
A35 Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, 1963–1968, S.33 f.; aus einem Brief vom 9. März 1965
A36 Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, 1968–1973, S.106; aus einem Brief vom 7. Dezember 1969
A37 ‘Abdu’l-Bahá, Sendschreiben zum Göttlichen Plan 8:7
A38 ‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften 184:2
A39 Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, 1973–1978, S.153f.; aus der Riḍván-Botschaft 1973
A40 Aus einem Brief im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit vom 28. Mai 1975 an einen Bahá’í
A41 ‘Abdu’l-Bahá, in: Star of the West, Bd.14, Nr.7, Oktober 1923, p.225
A42 ‘Abdu’l-Bahá, zitiert in: Shoghi Effendi, Gott geht vorüber 443
A43 ‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften 192:1
A44 ‘Abdu’l-Bahá, aus einem kürzlich übersetzten Tablet
A45 ‘Abdu’l-Bahá, in: Bahá’í World Faith, p.357 f.
A46 Events associated with the introduction of the Faith in the West.
A47 Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 5:23
A48 Aus einem Brief im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit vom 3. Januar 1982 an einen Bahá’í
Source: Bahá'í Library Online (bahai-library.com), curated by Jonah Winters. Used by permission of the curator. Original citation: Charles Mason Remey, The Covenant, bahai-library.com.
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“Be thou the herald of
The Center of The Covenant”
THE COVENANT
PUBLISHED IN THE YEAR XXI OF
THE MINISTRY OF ABDUL-BAHA
[page 2]
FOREWORD
This Article is a brief statement of The Covenant God made with mankind through the prophets of
the past and has fulfilled in these latter days, in the Bahai Movement.
[page 3]
A TABLET UPON THE COVENANT
(Translated from the Persian)
His Holiness Abraham, on Him be Peace, made a covenant concerning His Holiness Moses and
gave the glad tidings of His Coming. His Holiness Moses made a covenant concerning the Promised
One, i.e. His Holiness Christ and announced the good news of His Manifestation to the world. His
Holiness Christ made a covenant concerning (the) Paraclete and gave the tidings of His coming. His
Holiness the Prophet Mohammed made a covenant concerning His Holiness The Bab and The Bab
was the One promised by Mohammed, for Mohammed gave the tidings of His coming. The Bab made
a covenant concerning Baha’o’llah and gave the glad tidings of His coming, the One Promised by His
Holiness The Bab. Baha’o’llah made a covenant concerning a Promised One who will become
manifest after one thousand, or thousands of years. He likewise, with His Supreme Pen, entered into a
great covenant and testament with all the Bahais whereby they were all commanded to follow the
Cen-
[page 4]
ter of the Covenant after His (Baha’o’llah’s) departure, and turn not away, even to a hair’s breadth,
from obeying him.
In the Book of Akdas, He. (Baha’o’llah} has given positive commands in two clear instances, and
has explicitly appointed the Interpreter of “The Book.” Also in all the Divine Tablets, especially in the
“Chapter of The Branch,” all means the Servitude of Abdul-Baha, all that was needed to explain the
Center of the Covenant and the Interpreter of the Book has been revealed from the Supreme Pen. Now
as Abdul-Baha is the Interpreter of The Book he says that the “Chapter of the Branch” means Abdul
Baha, that is, the Servitude of Abdul Baha, and none other.
In short, one of the specific features of this cycle of His Holiness Baha’o’llah, which has not been
manifest during the former cycles, is that His Holiness Baha‘o’llah left no opportunity for difference
(division). For in His blessed Day He made a covenant and testament with the traces of the Supreme
Pen and explained the one to whom all should turn; and He explicitly pointed to the Interpreter of the
Book, and thus closed all doors to interpretations. We must all offer thanks to God, for He gave us rest
(peace) in this blessed cycle, and left no occasion for anyone to hesitate (doubt). All must therefore
obey and be
[page 5]
submissive, and wholly turn themselves to the one appointed by Him, i.e. The Center of The
Covenant.
But all explanations must alone be limited to what has been stated. Do you by no means exceed it;
so that it may be conducive to harmony, and remove differences.
ADDRESS UPON
THE COVENANT
BY ABDUL-BAHA
[page 8]
ADDRESS
NEW YORK CITY, JUNE 19th, 1912.
Translated by DR. AMEEN U. FAREED.
Parentheses Supplied.
Tomorrow I wish to go to Montclair. Today is the last day in which we gather together with you to
say farewell to you. Therefore, I wish to expound for you an important question, and that question
concerns The Covenant.
In former cycles no distinct Covenant had been made in writing by the Supreme Pen; no distinct
personage had been appointed to be the Standard differentiating falsehood from truth, so that
whatsoever he was to say was to stand as truth and that which he repudiated was to be known as
falsehood. At most, His Holiness Jesus Christ gave only an intimation, a symbol, and that was but an
indication of the solidity of Peter’s faith. When he mentioned his faith, His Holiness said, “Thou art
Peter” — which means rock — “and upon this rock will I build my church”. This was a sanction of
Peter’s faith; it was not indicative of his (Peter) being the expounder of the Book, but was a
confirmation of Peter’s faith.
But in this dispensation of the Blessed Beauty, (Baha’o’llah) among its distinctions is that He did
not leave people in perplexity. He entered into a covenant and testament
[page 9]
with the people. He appointed a Center of the Covenant. He wrote with His own pen and revealed it in
the Kitab-el-Akdas, the Book of Laws, the Book of the Covenant, appointing him (Abdul-Baha) the
Expounder of the Book. You must ask him (Abdul-Baha) regarding the meanings of the texts of the
verses. Whatsoever he says is correct. Outside of this, in numerous tablets He (Baha’o’llah) has
explicitly recorded it, with clear, sufficient, valid and forceful statements. In the tablet of The Branch
He explicitly states, “Whatsoever The Branch says is right, or correct; and every person must obey
The Branch with his life, with his heart, with his tongue. Without his will, not a word shall anyone
utter.” This is an explicit text of the Blessed Beauty. So there is no rescue left for anybody. No soul
shall, of himself, speak anything. Whatsoever his (Abdul-Baha’s) tongue utters, whatsoever his pen
records, that is correct; according to the explicit text of Baha’o’llah in the tablet of The Branch.
His Holiness Abraham covenanted with regard to Moses. His Holiness Moses was the Promised
One of Abraham, and He, Moses, covenanted with regard to His Holiness Christ, saying that Christ
was the Promised One. His Holiness Christ covenanted with regard to His Holiness “The Paraclete,”
which means His Holiness Mohammed. His Holiness Mohammed covenanted as regards The Bab,
whom He called, “My Promised One,” His Holiness The Bab,
[page 10]
in all His books, in all His epistles, explicitly covenanted with regard to the Blessed Beauty,
Baha’o’llah — that Baha’o’llah was the Promised One of His Holiness The Bab. His Holiness
Baha’o’llah covenanted, not that I (Abdul-Baha) am the Promised One, but that Abdul-Baha is the
Expounder of the Book and The Center of His Covenant, and that the Promised One of Baha’o’llah
will appear after one thousand or thousands of years. This is the Covenant which Baha’o’llah made. If
a person shall deviate, he is not acceptable at the Threshold of Baha’o’llah. In case of difference —
Abdul-Baha must be consulted. They must revolve around his good pleasure. After Abdul-Baha —
whenever the Universal House of Justice is organized it will ward off differences.
Now I pray for you that GOD may aid you, may confirm you, may appoint you for His service;
that He may suffer you to be as radiant candles; that He may accept you in His Kingdom; that He may
make you the cause of the spread of the light of Baha’o’llah in these countries, and that the teachings
of Baha’o’llah may be spread broadcast.
I pray for you, and I am pleased with all of you, each one, one by one; and I pray that GOD may
aid and confirm you. From Montclair I will come back to you. New York is favored, I go away and I
come back to it. The friends in New York must appreciate this. At present, farewell to you!
THE COVENANT
BY CHARLES MASON REMEY
[page 12]
INTRODUCTION
The Bahai Movement offers to the world the fulfillment of the religions of the past, an all-
inclusive, universal teaching, so broad that people of all races and of all creeds find place therein. It is
essentially a religious movement, a spiritual teaching, free from the limitations of sect and “ism,” and
constructive in its building upon the faith of the individual and upon the pure teachings of the past,
thus increasing love and devotion for God and creating within each soul the desire to manifest these
through brotherly service to one’s fellowmen.
Mankind needs and seeks spiritual guidance. This divine guidance has come to humanity always
through the instrumentality of the prophets or revealers of Truth. These chosen souls have been the
founders of the great religious world-movements. They have manifested God to the people of the
world, and through these divine manifestations men have known God and have become quickened by
the life eternal.
Through prophets of the past was made the divine covenant, or promise to the world, of the
coming in the “end of the days” of a Great Prophet, one Who would arise with spiritual power and
establish upon earth God’s Kingdom of Peace. Though the personalities of the prophets differed, yet
the divine power which spoke through each one
[page 13]
was the same in spirit and reality. Each prophet revealed God and the law of the divine kingdom in
proportion to the needs of the age to which he ministered, and in terms and parables familiar to its
people
In their purity, all religious teachings are in perfect accord; all teach the Fatherhood of God and
the Brotherhood of man. Human differences, imaginations and superstitions have been the causes of
religious division, dissension and disintegration, but true spirituality has ever been the source and
mainspring of man’s unity in religion and advancement in civilization. Each of the great world
civilizations has, had its conception and birth in a spiritually active religion, and the downfall of
civilizations has been brought about by spiritually lifeless religions, shrouded in forms and in
superstitions.
Each age of the world has had its needs and problems to solve. Now, in this latter age, the great
problems, economic, political and religious, are not confined, as in the past, to certain restricted
geographic areas, but are universal. Through the advance of civilization all countries and peoples of
the world have been brought together until, for the first time in its history, the world now finds it has
entered upon a universal era in its progress. This is the universal age, in which all peoples and nations
are to merge into one world-people and develop into one great world-civilization.
As the former ages have had certain spiritual or religious needs, so this present and coming
universal age, past the thresh-
[page 14]
old of which the world now stands, has its own needs, spiritual and religious. The world is now ready
for the spiritual unity and harmony of its people. The universal religion now comes, in order that the
universal civilization may be realized.
The prophets of the past foresaw this latter-day religious need, and they also foresaw the coming
of two great teachers and prophets who would minister to the whole world, and fulfill the covenant of
God in establishing the universal religion or The Kingdom upon earth.
The Hebrew prophets dwelt at length upon the coming of the “Ancient of Days,” and the glory of
His epoch; Jesus, the Christ, spoke many times of His second coming and the establishment of His
Father’s Kingdom upon earth; the Prophet Mohammed taught that the Mahdi would come, followed
by the Manifestation of God Who would establish the Kingdom; Zoroaster taught of the triumph of
light over darkness, of truth over ignorance, and His followers expect The Promised One Whom they
call Shah Bahram, to accomplish this victory; Gautama, The Buddha, foretold the coming of the great
Fifth Buddha, Who would bring enlightenment to all the world; the Hindu holy books mention
another incarnation of Krishna, or the Divine Spirit, Whose mission would be universal
enlightenment; while the poets and prose writers of all times have depicted the beauty and the
perfection of the Utopian or millenial age. In reality all testifies to One Who is to
[page 15]
come. These promises of the prophets of old have been realized in the coming of Baha’o’llah, from
whom the Bahai Movement takes its name, and in the coming of His forerunner, The Bab, and of His
son, Abdul-Baha, who is “The Center of The Covenant” and through whose service the Divine Light
is now proceeding; and in the Bahai cause, which has emanated from these teachings, is to be found
the nucleus of the world’s universal religion which is growing and developing and is uniting all
people in The Kingdom of The Father.
[page 16 ]
THE BAB
THE FORERUNNER OF BAHA’O’LLAH.
Mirza Ali Mohammed, the first teacher of the Bahai cause, was known as The Bab which is the
Persian and the Arabic word for door or gate. His teaching began with His declaration of His mission
to eighteen chosen disciples who were gathered together in the city of Shiraz in Southern Persia. This
took place on the 23rd of May, 1844.
To these spiritually prepared souls The Bab declared His mission as forerunner of a great, world
teacher, One Whom He entitled “He whom God shall Manifest”: The great, divine teacher Who would
shortly appear with manifest signs of spiritual power, and through Whom the divine covenant would
be fulfilled and the religious unity of the world would be accomplished.
The Bab, Who was a youth of twenty-five, through spiritual wisdom and through purity of
purpose and soul, drew unto Himself many followers who in turn arose to promulgate His simple
doctrines, and their fervor within a very short time assembled a large following.
Immediately, the movement met with great opposition upon the part of the Persian clergy, and at
their instigation The Bab
[page 17]
was placed under military surveillance. Notwithstanding this trouble He continued His teaching, and
exhorted the people through purity of living to make ready and to fit themselves for the coming of the
Promised One Who was shortly to appear.
Thus passed the first two years of The Bab’s ministry. His cause had then so increased in
influence, that the Persian clergy, fearful of the loss of their hold over the people, caused the Bab to be
seized and cast into prison, but during His imprisonment He continued His teaching, through letters
and epistles which were secretly conveyed to His followers throughout the country.
After four years of confinement The Bab, upon the charge of heresy, was condemned to death, and
on July 9th, 1850, in the city of Tabriz in northwestern Persia, with one of His devoted followers The
Bab suffered martyrdom.
This mission of The Bab was that of forerunner or precursor of “Him whom God shall Manifest.”
Moved by the spirit of God, He arose with steadfastness and power to herald the coming of the Lord
of the Ages. The institutions which He established were therefore temporary, being destined to bridge
over the time until the coming of the great teacher Who would establish a universal cause. The Bab
gave very definite instructions to the followers that they, upon the appearance of the One Promised
should turn implicitly to Him,
[page 18]
following His teachings and instructions in which would be contained a spiritual power that would
evolve and grow until it filled the world, unifying all men, of all races and religions, in the Kingdom
of God upon earth.
As the cause of The Bab spread throughout Persia, the most dire troubles and persecutions
descended upon the believers, who were known as Babis. The Mussulmans fell upon them, destroying
properties and killing men, women and children. Over twenty thousand believers willingly gave up
property, family and life rather than deny their faith, which act would, in most cases, have saved them.
In Persia even as late as 1901 there were over one hundred and seventy believers martyred at one
time, in the city of Yazd.
[page 19]
BAHA’O’LLAH
THE PROMISED ONE.
After The Bab, appeared The Promised One: Baha’o’llah a youth of a family of nobility and
prominence in Persia. He arose with vigor and force, upholding and publicly teaching the truths taught
by The Bab.
Shortly after The Bab’s martyrdom, when the great persecutions of the believers began,
Baha’o’llah with many others of the new faith was cast into an underground dungeon, and with chains
about His neck He was held prisoner while His properties were pillaged and confiscated. Many of
Baha’o’llah’s fellow prisoners were killed, while He with some of the believers, was finally sent in
exile from Teheran to Baghdad in Irak-Arabi.
In Baghdad, Baha’o’llah arose with a spiritual power and a divine dominion to spread the new
faith. He labored to bring strength and assurance to the Babis and He breathed into them a new spirit,
for the massacres and persecutions had thrown them into a most lamentable condition of both mental
and physical distress. Baha’o’llah went from Baghdad alone into the mountain fastnesses of
Kurdistan, and there for two years He lived the life of a recluse, preparing Himself spiritually for His
coming mission, then returned to Baghdad to care for and lead His flock.
[page 20]
In The Bab’s prophetic writings had been many passages, through the spiritual interpretation of
which, the people would be enabled to recognize the Promised One who would follow; and as the
believers came more and more under Baha’o’llah’s guidance they realized the profoundness of His
divine knowledge and they looked upon Him as their promised guide.
In the coming of Baha’o’llah was the fulfilment of The Bab’s promise, the coming of The Ancient
of Days; The Lord of Hosts; to which The Bab had testified by a life of service and by martyrdom.
Through Baha’o’llah’s wisdom and spiritual insight came calmness, assurance and strength to the
followers, but as the movement increased in numbers the fanaticism of the Persian clergy against the
believers continued to augment rather than diminish, until finally an international arrangement
between the despotic kings of Persia and Turkey was made, by which Baha’o’llah and a band of His
followers, were ordered to a more distant exile in Constantinople in order thus to separate them from
the believers in Persia.
Upon the eve of His departure from Irak-Arabi to Constantinople in April, 1863, Bahá’o’llah had
declared Himself to the most trusted followers to be the One of Whose coming The Bab had borne
witness as of One “Whom God shall Manifest.”
After a long journey, overland and by sea, Baha’o’llah and the band of exiles arrived
[page 21]
in Constantinople where they remained for several months; then they were sent still farther on, to
Adrianople in Roumelia, that Baha’o’llah might be separated as far as possible from the world which
His cause was agitating.
After five years of exile in Adrianople, in Turkey, during which the cause continued to grow both
inwardly and outwardly in strength, another order, issued by the despotic Ottoman government,
ordered Baha’o’llah to be sent to the prison fortress town of Akka (Acre), a Turkish penal colony on
the Mediterranean sea just north of Mount Carmel in Syria.
In this land of Sharon and Carmel, where, according to the ancient prophets, the Glory of God
would be manifest in the latter days, Baha’o’llah lived and taught. During the first two years in the
Holy Land He was closely guarded within the prison of the fortress of Akka, but His greatness
became so apparent to the prison officers and He manifested such spiritual power that they gave Him
great freedom, and all were most kind and friendly, for they saw only truth and perfect righteousness
in Him. Through this friendship the material condition of the believers was greatly bettered. First
Baha’o’llah was allowed the liberty of the fortress city, then His tent was pitched upon the Mount of
Carmel, and He spent much of His time at Behje, upon the plain of Akka.
[page 22]
During these years, many believers and truth seekers came great distances to visit Baha’o’llah and
received from Him spiritual understanding, they in turn going forth to spread His cause in the far parts
of the world.
Through His Tablets or epistles Baha’o’llah reached many people in distant lands, answering their
questions and giving them spiritual advices. He also wrote many general treatises upon spiritual
subjects. These contain explanations of the principles of His teachings, as well as certain general
admonitions and ordinances through which mankind will evolve to a high state of material and
spiritual welfare.
In His writings Baha’o’llah unlocked the mysteries of the spiritual truths in the holy books of the
religions of the past. He clearly demonstrated that all Truth is One Truth, and that all prophets have
manifested the one same God.
With the coming of Baha’o’llah and the establishment of His cause the mission of His forerunner
The Bab was completed, and the Babi Cause became the Bahai Cause.
The mission of The Bab being practically confined to Persia and to a few neighboring countries,
His ordinances and teachings were calculated to meet their local needs and conditions.
The mission of Baha’o’llah being to the whole world, His teachings are universal in character and
are directly applicable to any and all conditions of men, irrespective of
[page 23]
race, religion or degree of human attainment.
In the month of May, 1892, after forty years of spiritual labor Baha’o’llah departed this life. He
had given His teachings to the world, in their entirety, and His mission was completed, yet there was
other work to be done in order to establish His cause in the world. The spirit of the Bahai teachings
was to be practically demonstrated in the world. For the accomplishment of this, Baha’o’llah exhorted
His followers to look towards His son, Abdul-Baha, as the expounder of His teachings, one upon
whose shoulders His mantle would fall, and through whose service to humanity the life of the
kingdom would be demonstrated to all the world. In order to insure the unity and solidarity of the
cause, and to protect the believers from dis-union and differences, Baha’o’llah in two places in the
Book of Akdas (one of His chief writings) commanded His followers after His departure to turn their
faces to “The Branch extended from the Ancient Root”; and to refer all matters to “The Center of The
Covenant.” Also, in the Book of The Testament, Baha’o’llah explains that by “The Branch extended
from the Ancient Root” is meant the Greatest Branch, Abdul-Baha, to whom all should turn. Among
the Tablets (epistles) of Baha’o’llah is the “Tablet of The Branch,” in which He prophesies that many
shall arise against “The Branch” and shall persecute him most severely, and
[page 24]
shall deny him. These are the worst of people, for they are the opposers of The Covenant. All are
exhorted implicitly to follow Abdul-Baha; to look to him as to the point of guidance for all, and upon
his servitude as the source of the spiritual illumination of the world, “The Center of The Covenant.’’
[page 25]
ABDUL-BAHÁ
THE CENTER OF THE COVENANT.
Abdul-Baha was born in Teheran in northern Persia, upon the 23rd day of May, 1844. the very day
upon which The Bab gathered His disciples together in Southern Persia and made His declaration.
Abdul-Baha was named Abbas; Abdul-Baha (The Servant of God) being his spiritual title, the name
by which he is known as a spiritual teacher.
In the accounts handed down by those who knew Abdul-Baha when a child, we are told that at an
early age he showed a contemplative and deeply spiritual disposition combined with a highly forceful
and active nature. When Abdul-Baha was but eight years old, the greatest persecution of the Bahais
began in Persia.
During the ten years, with his father Bahá’o’llah, in Baghdad, Abdul-Baha passed from
childhood into manhood. Because of the vicissitudes of the time he never attended any school, but
through constant association with Bahá’o’llah, and devotion and service in His cause Abdul-Baha
grew strong in knowledge, in wisdom, and in spiritual attainments.
As he attained maturity Abdul-Baha became Baha’o’llah’s chief aid and disciple in carrying on
His work. It was Abdul-Baha who first interviewed all persons who came
[page 26]
to confer with Baha’o’llah, and so ordered matters that Baha’o’llah could meet those having spiritual
ability and capacity and who needed Him, and not those who came only through curiosity. During
those days Baha’o’llah was visited by many believers from Persia, as well as by truth seekers from
among various religions and nations.
Abdul-Baha himself also taught the people diligently; and he discussed with learned theologians
who marveled at his wisdom and his intrepretation of spiritual teachings. They could not understand
how this youth, uneducated from their standpoint of erudition, could produce with great ease and
fluency arguments that none could refute nor gainsay.
When the time came for Baha’o’llah to reveal himself as the Promised One of all religions, it was
Abdul-Baha who first reconized Him in His divine capacity, and it was Abdul-Baha who first voiced
the mighty message of The Manifestation of God among men.
Abdul-Baha’s life has been one of service to the Bahai cause. During the exile journeys of
Baha’o’llah and His followers, and their imprisonment in Adrianople and Akka, Abdul-Baha was
constantly endeavoring to serve them spiritually and materially. When persecution was at its height
Abdul-Baha encouraged the people, cheered them and gave them hope; and when sickness and disease
broke out among the Bahais while they were confined in the
[page 27]
prison of Akka, Abdul-Baha was the chief nurse and servant of all.
Persons often remark that Abdul-Baha appears much older than his age. This is undoubtedly true,
for he has had to bear, not only his own troubles, but also those of the many who always have
surrounded him. His method of teaching spiritual truths is direct and concrete; and he reaches the
heart and through spiritual contact penetrates the soul of the individual.
Many instances, are related in the Orient, of the way in which Abdul-Baha, through long-suffering
and persistent kindness, has made staunch friends and supporters of those who held out as his enemies
so long as their hearts could withstand the power of his love.
Abdul-Baha remained in Akka a prisoner for just forty years. His freedom came through an
adjustment of governmental matters, brought about by the re-establishment of the Turkish
Constitution in the summer of 1908.
During this confinement Abdul-Baha was yearly visited by friends and followers from all parts of
the world, although often it was with the greatest difficulty that these friends were able to see him, and
sometimes the interviews were per force very brief. Notwithstanding these conditions, each pilgrim
received bounteously from Abdul-Baha — the source of the spiritual life of the world of today — then
hastened to his own country to share this gift of God.
[page 28]
As the life blood goes from the heart to each organ of the body, nourishing and bringing it into
functional relation with every other organ, so, from Abdul-Baha, who is the center and heart of the
Bahai cause, goes forth the spirit of the love of God, to each of the multitude of members.
Abdul-Baha is the chosen instrument of God, in his mission as “The Center of The Covenant.” His
servitude to God is the center of divine guidance. This, Baha’o’llah proclaimed and this, the Bahais
know. All who have had spiritual contact with Abdul-Baha, realize that in reality he is the point of
divine guidance in the world today. Each one has had this demonstrated in a unique manner, primarily
for his own personal enlightenment. The fact of Abdul-Baha’s mission as “The Center of The
Covenant” holds the Bahais together in an organic body, and through the channel of Abdul-Baha’s life
of service the Divine Spirit is constructing a new religious life in the world.
Since his freedom, Abdul-Baha has traveled. Two winters he has spent in Egypt, the summer and
fall of the year 1911 he spent in London and in Paris, and now (November, 1912) he is traveling in
America.
During these travels he is meeting people who have been attracted by the spirit of the Bahai cause,
and he is sowing spiritual seed in their hearts which will grow in God’s own time and bring forth the
fruit of The Kingdom of God upon earth.
[page 29]
The message which the Bahais are giving to the world is the fulfilment of The Covenant made by
God with the people of the world through the prophets of old. In accordance with His promise, God
has again caused a manifestation of Himself — in Baha’o’llah, who came for the whole world — that
all people of all religions, races, and nations may become one in faith, and brothers in The Kingdom.
In order to establish His Kingdom of Peace upon earth, God sent The Bab to prepare the way for His
later manifestation in Baha’o’llah. Through Baha’o’llah, The Kingdom came to the world. Now, by
Abdul-Baha — the beloved son of Baha’o’llah — The Kingdom is being proclaimed and established
in the uttermost corners of the earth.
The greatest desire of Abdul-Baha, is to be known as the servant of God. In his life of service is
seen the power, glory and majesty of Baha’o’llah, Who declared His son to be “The Center of The
Covenant and the Greatest Branch from The Pre-existent Root”— The Spirit.
Through Abdul-Baha’s service, the glory of Baha’o’llah is being manifested in the world, and The
Kingdom of The Father upon the earth is being realized.
[page 31]
AFTERWORD
The Bahai teaching appeals to the soul. It contains spiritual food and sustenance, and gives that
moral assurance and faith that every one craves.
Spiritual truth appeals alike to the Oriental and to the Occidental, to the learned and to the
unlearned. It is the one ground upon which all can meet in perfect accord. This is fully demonstrated
in the spread of the Bahai spirit in the world, for its following is composed of Christians, Jews,
Moslems, Zoroastrians, Hindus and Buddhists, and these many elements, The Bahai Faith is
spiritually forming into one organic unit of brotherhood, united under the Fatherhood of God, and in
His Kingdom on earth.
──────────────────────────────────────────────────────────────────────
“Be thou the herald of
The Center of The Covenant”
THE COVENANT
PUBLISHED IN THE YEAR XXI OF
THE MINISTRY OF ABDUL-BAHA
[page 2]
FOREWORD
This Article is a brief statement of The Covenant God made with mankind through the prophets of
the past and has fulfilled in these latter days, in the Bahai Movement.
[page 3]
A TABLET UPON THE COVENANT
(Translated from the Persian)
His Holiness Abraham, on Him be Peace, made a covenant concerning His Holiness Moses and
gave the glad tidings of His Coming. His Holiness Moses made a covenant concerning the Promised
One, i.e. His Holiness Christ and announced the good news of His Manifestation to the world. His
Holiness Christ made a covenant concerning (the) Paraclete and gave the tidings of His coming. His
Holiness the Prophet Mohammed made a covenant concerning His Holiness The Bab and The Bab
was the One promised by Mohammed, for Mohammed gave the tidings of His coming. The Bab made
a covenant concerning Baha’o’llah and gave the glad tidings of His coming, the One Promised by His
Holiness The Bab. Baha’o’llah made a covenant concerning a Promised One who will become
manifest after one thousand, or thousands of years. He likewise, with His Supreme Pen, entered into a
great covenant and testament with all the Bahais whereby they were all commanded to follow the
Cen-
[page 4]
ter of the Covenant after His (Baha’o’llah’s) departure, and turn not away, even to a hair’s breadth,
from obeying him.
In the Book of Akdas, He. (Baha’o’llah} has given positive commands in two clear instances, and
has explicitly appointed the Interpreter of “The Book.” Also in all the Divine Tablets, especially in the
“Chapter of The Branch,” all means the Servitude of Abdul-Baha, all that was needed to explain the
Center of the Covenant and the Interpreter of the Book has been revealed from the Supreme Pen. Now
as Abdul-Baha is the Interpreter of The Book he says that the “Chapter of the Branch” means Abdul
Baha, that is, the Servitude of Abdul Baha, and none other.
In short, one of the specific features of this cycle of His Holiness Baha’o’llah, which has not been
manifest during the former cycles, is that His Holiness Baha‘o’llah left no opportunity for difference
(division). For in His blessed Day He made a covenant and testament with the traces of the Supreme
Pen and explained the one to whom all should turn; and He explicitly pointed to the Interpreter of the
Book, and thus closed all doors to interpretations. We must all offer thanks to God, for He gave us rest
(peace) in this blessed cycle, and left no occasion for anyone to hesitate (doubt). All must therefore
obey and be
[page 5]
submissive, and wholly turn themselves to the one appointed by Him, i.e. The Center of The
Covenant.
But all explanations must alone be limited to what has been stated. Do you by no means exceed it;
so that it may be conducive to harmony, and remove differences.
ADDRESS UPON
THE COVENANT
BY ABDUL-BAHA
[page 8]
ADDRESS
NEW YORK CITY, JUNE 19th, 1912.
Translated by DR. AMEEN U. FAREED.
Parentheses Supplied.
Tomorrow I wish to go to Montclair. Today is the last day in which we gather together with you to
say farewell to you. Therefore, I wish to expound for you an important question, and that question
concerns The Covenant.
In former cycles no distinct Covenant had been made in writing by the Supreme Pen; no distinct
personage had been appointed to be the Standard differentiating falsehood from truth, so that
whatsoever he was to say was to stand as truth and that which he repudiated was to be known as
falsehood. At most, His Holiness Jesus Christ gave only an intimation, a symbol, and that was but an
indication of the solidity of Peter’s faith. When he mentioned his faith, His Holiness said, “Thou art
Peter” — which means rock — “and upon this rock will I build my church”. This was a sanction of
Peter’s faith; it was not indicative of his (Peter) being the expounder of the Book, but was a
confirmation of Peter’s faith.
But in this dispensation of the Blessed Beauty, (Baha’o’llah) among its distinctions is that He did
not leave people in perplexity. He entered into a covenant and testament
[page 9]
with the people. He appointed a Center of the Covenant. He wrote with His own pen and revealed it in
the Kitab-el-Akdas, the Book of Laws, the Book of the Covenant, appointing him (Abdul-Baha) the
Expounder of the Book. You must ask him (Abdul-Baha) regarding the meanings of the texts of the
verses. Whatsoever he says is correct. Outside of this, in numerous tablets He (Baha’o’llah) has
explicitly recorded it, with clear, sufficient, valid and forceful statements. In the tablet of The Branch
He explicitly states, “Whatsoever The Branch says is right, or correct; and every person must obey
The Branch with his life, with his heart, with his tongue. Without his will, not a word shall anyone
utter.” This is an explicit text of the Blessed Beauty. So there is no rescue left for anybody. No soul
shall, of himself, speak anything. Whatsoever his (Abdul-Baha’s) tongue utters, whatsoever his pen
records, that is correct; according to the explicit text of Baha’o’llah in the tablet of The Branch.
His Holiness Abraham covenanted with regard to Moses. His Holiness Moses was the Promised
One of Abraham, and He, Moses, covenanted with regard to His Holiness Christ, saying that Christ
was the Promised One. His Holiness Christ covenanted with regard to His Holiness “The Paraclete,”
which means His Holiness Mohammed. His Holiness Mohammed covenanted as regards The Bab,
whom He called, “My Promised One,” His Holiness The Bab,
[page 10]
in all His books, in all His epistles, explicitly covenanted with regard to the Blessed Beauty,
Baha’o’llah — that Baha’o’llah was the Promised One of His Holiness The Bab. His Holiness
Baha’o’llah covenanted, not that I (Abdul-Baha) am the Promised One, but that Abdul-Baha is the
Expounder of the Book and The Center of His Covenant, and that the Promised One of Baha’o’llah
will appear after one thousand or thousands of years. This is the Covenant which Baha’o’llah made. If
a person shall deviate, he is not acceptable at the Threshold of Baha’o’llah. In case of difference —
Abdul-Baha must be consulted. They must revolve around his good pleasure. After Abdul-Baha —
whenever the Universal House of Justice is organized it will ward off differences.
Now I pray for you that GOD may aid you, may confirm you, may appoint you for His service;
that He may suffer you to be as radiant candles; that He may accept you in His Kingdom; that He may
make you the cause of the spread of the light of Baha’o’llah in these countries, and that the teachings
of Baha’o’llah may be spread broadcast.
I pray for you, and I am pleased with all of you, each one, one by one; and I pray that GOD may
aid and confirm you. From Montclair I will come back to you. New York is favored, I go away and I
come back to it. The friends in New York must appreciate this. At present, farewell to you!
THE COVENANT
BY CHARLES MASON REMEY
[page 12]
INTRODUCTION
The Bahai Movement offers to the world the fulfillment of the religions of the past, an all-
inclusive, universal teaching, so broad that people of all races and of all creeds find place therein. It is
essentially a religious movement, a spiritual teaching, free from the limitations of sect and “ism,” and
constructive in its building upon the faith of the individual and upon the pure teachings of the past,
thus increasing love and devotion for God and creating within each soul the desire to manifest these
through brotherly service to one’s fellowmen.
Mankind needs and seeks spiritual guidance. This divine guidance has come to humanity always
through the instrumentality of the prophets or revealers of Truth. These chosen souls have been the
founders of the great religious world-movements. They have manifested God to the people of the
world, and through these divine manifestations men have known God and have become quickened by
the life eternal.
Through prophets of the past was made the divine covenant, or promise to the world, of the
coming in the “end of the days” of a Great Prophet, one Who would arise with spiritual power and
establish upon earth God’s Kingdom of Peace. Though the personalities of the prophets differed, yet
the divine power which spoke through each one
[page 13]
was the same in spirit and reality. Each prophet revealed God and the law of the divine kingdom in
proportion to the needs of the age to which he ministered, and in terms and parables familiar to its
people
In their purity, all religious teachings are in perfect accord; all teach the Fatherhood of God and
the Brotherhood of man. Human differences, imaginations and superstitions have been the causes of
religious division, dissension and disintegration, but true spirituality has ever been the source and
mainspring of man’s unity in religion and advancement in civilization. Each of the great world
civilizations has, had its conception and birth in a spiritually active religion, and the downfall of
civilizations has been brought about by spiritually lifeless religions, shrouded in forms and in
superstitions.
Each age of the world has had its needs and problems to solve. Now, in this latter age, the great
problems, economic, political and religious, are not confined, as in the past, to certain restricted
geographic areas, but are universal. Through the advance of civilization all countries and peoples of
the world have been brought together until, for the first time in its history, the world now finds it has
entered upon a universal era in its progress. This is the universal age, in which all peoples and nations
are to merge into one world-people and develop into one great world-civilization.
As the former ages have had certain spiritual or religious needs, so this present and coming
universal age, past the thresh-
[page 14]
old of which the world now stands, has its own needs, spiritual and religious. The world is now ready
for the spiritual unity and harmony of its people. The universal religion now comes, in order that the
universal civilization may be realized.
The prophets of the past foresaw this latter-day religious need, and they also foresaw the coming
of two great teachers and prophets who would minister to the whole world, and fulfill the covenant of
God in establishing the universal religion or The Kingdom upon earth.
The Hebrew prophets dwelt at length upon the coming of the “Ancient of Days,” and the glory of
His epoch; Jesus, the Christ, spoke many times of His second coming and the establishment of His
Father’s Kingdom upon earth; the Prophet Mohammed taught that the Mahdi would come, followed
by the Manifestation of God Who would establish the Kingdom; Zoroaster taught of the triumph of
light over darkness, of truth over ignorance, and His followers expect The Promised One Whom they
call Shah Bahram, to accomplish this victory; Gautama, The Buddha, foretold the coming of the great
Fifth Buddha, Who would bring enlightenment to all the world; the Hindu holy books mention
another incarnation of Krishna, or the Divine Spirit, Whose mission would be universal
enlightenment; while the poets and prose writers of all times have depicted the beauty and the
perfection of the Utopian or millenial age. In reality all testifies to One Who is to
[page 15]
come. These promises of the prophets of old have been realized in the coming of Baha’o’llah, from
whom the Bahai Movement takes its name, and in the coming of His forerunner, The Bab, and of His
son, Abdul-Baha, who is “The Center of The Covenant” and through whose service the Divine Light
is now proceeding; and in the Bahai cause, which has emanated from these teachings, is to be found
the nucleus of the world’s universal religion which is growing and developing and is uniting all
people in The Kingdom of The Father.
[page 16 ]
THE BAB
THE FORERUNNER OF BAHA’O’LLAH.
Mirza Ali Mohammed, the first teacher of the Bahai cause, was known as The Bab which is the
Persian and the Arabic word for door or gate. His teaching began with His declaration of His mission
to eighteen chosen disciples who were gathered together in the city of Shiraz in Southern Persia. This
took place on the 23rd of May, 1844.
To these spiritually prepared souls The Bab declared His mission as forerunner of a great, world
teacher, One Whom He entitled “He whom God shall Manifest”: The great, divine teacher Who would
shortly appear with manifest signs of spiritual power, and through Whom the divine covenant would
be fulfilled and the religious unity of the world would be accomplished.
The Bab, Who was a youth of twenty-five, through spiritual wisdom and through purity of
purpose and soul, drew unto Himself many followers who in turn arose to promulgate His simple
doctrines, and their fervor within a very short time assembled a large following.
Immediately, the movement met with great opposition upon the part of the Persian clergy, and at
their instigation The Bab
[page 17]
was placed under military surveillance. Notwithstanding this trouble He continued His teaching, and
exhorted the people through purity of living to make ready and to fit themselves for the coming of the
Promised One Who was shortly to appear.
Thus passed the first two years of The Bab’s ministry. His cause had then so increased in
influence, that the Persian clergy, fearful of the loss of their hold over the people, caused the Bab to be
seized and cast into prison, but during His imprisonment He continued His teaching, through letters
and epistles which were secretly conveyed to His followers throughout the country.
After four years of confinement The Bab, upon the charge of heresy, was condemned to death, and
on July 9th, 1850, in the city of Tabriz in northwestern Persia, with one of His devoted followers The
Bab suffered martyrdom.
This mission of The Bab was that of forerunner or precursor of “Him whom God shall Manifest.”
Moved by the spirit of God, He arose with steadfastness and power to herald the coming of the Lord
of the Ages. The institutions which He established were therefore temporary, being destined to bridge
over the time until the coming of the great teacher Who would establish a universal cause. The Bab
gave very definite instructions to the followers that they, upon the appearance of the One Promised
should turn implicitly to Him,
[page 18]
following His teachings and instructions in which would be contained a spiritual power that would
evolve and grow until it filled the world, unifying all men, of all races and religions, in the Kingdom
of God upon earth.
As the cause of The Bab spread throughout Persia, the most dire troubles and persecutions
descended upon the believers, who were known as Babis. The Mussulmans fell upon them, destroying
properties and killing men, women and children. Over twenty thousand believers willingly gave up
property, family and life rather than deny their faith, which act would, in most cases, have saved them.
In Persia even as late as 1901 there were over one hundred and seventy believers martyred at one
time, in the city of Yazd.
[page 19]
BAHA’O’LLAH
THE PROMISED ONE.
After The Bab, appeared The Promised One: Baha’o’llah a youth of a family of nobility and
prominence in Persia. He arose with vigor and force, upholding and publicly teaching the truths taught
by The Bab.
Shortly after The Bab’s martyrdom, when the great persecutions of the believers began,
Baha’o’llah with many others of the new faith was cast into an underground dungeon, and with chains
about His neck He was held prisoner while His properties were pillaged and confiscated. Many of
Baha’o’llah’s fellow prisoners were killed, while He with some of the believers, was finally sent in
exile from Teheran to Baghdad in Irak-Arabi.
In Baghdad, Baha’o’llah arose with a spiritual power and a divine dominion to spread the new
faith. He labored to bring strength and assurance to the Babis and He breathed into them a new spirit,
for the massacres and persecutions had thrown them into a most lamentable condition of both mental
and physical distress. Baha’o’llah went from Baghdad alone into the mountain fastnesses of
Kurdistan, and there for two years He lived the life of a recluse, preparing Himself spiritually for His
coming mission, then returned to Baghdad to care for and lead His flock.
[page 20]
In The Bab’s prophetic writings had been many passages, through the spiritual interpretation of
which, the people would be enabled to recognize the Promised One who would follow; and as the
believers came more and more under Baha’o’llah’s guidance they realized the profoundness of His
divine knowledge and they looked upon Him as their promised guide.
In the coming of Baha’o’llah was the fulfilment of The Bab’s promise, the coming of The Ancient
of Days; The Lord of Hosts; to which The Bab had testified by a life of service and by martyrdom.
Through Baha’o’llah’s wisdom and spiritual insight came calmness, assurance and strength to the
followers, but as the movement increased in numbers the fanaticism of the Persian clergy against the
believers continued to augment rather than diminish, until finally an international arrangement
between the despotic kings of Persia and Turkey was made, by which Baha’o’llah and a band of His
followers, were ordered to a more distant exile in Constantinople in order thus to separate them from
the believers in Persia.
Upon the eve of His departure from Irak-Arabi to Constantinople in April, 1863, Bahá’o’llah had
declared Himself to the most trusted followers to be the One of Whose coming The Bab had borne
witness as of One “Whom God shall Manifest.”
After a long journey, overland and by sea, Baha’o’llah and the band of exiles arrived
[page 21]
in Constantinople where they remained for several months; then they were sent still farther on, to
Adrianople in Roumelia, that Baha’o’llah might be separated as far as possible from the world which
His cause was agitating.
After five years of exile in Adrianople, in Turkey, during which the cause continued to grow both
inwardly and outwardly in strength, another order, issued by the despotic Ottoman government,
ordered Baha’o’llah to be sent to the prison fortress town of Akka (Acre), a Turkish penal colony on
the Mediterranean sea just north of Mount Carmel in Syria.
In this land of Sharon and Carmel, where, according to the ancient prophets, the Glory of God
would be manifest in the latter days, Baha’o’llah lived and taught. During the first two years in the
Holy Land He was closely guarded within the prison of the fortress of Akka, but His greatness
became so apparent to the prison officers and He manifested such spiritual power that they gave Him
great freedom, and all were most kind and friendly, for they saw only truth and perfect righteousness
in Him. Through this friendship the material condition of the believers was greatly bettered. First
Baha’o’llah was allowed the liberty of the fortress city, then His tent was pitched upon the Mount of
Carmel, and He spent much of His time at Behje, upon the plain of Akka.
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During these years, many believers and truth seekers came great distances to visit Baha’o’llah and
received from Him spiritual understanding, they in turn going forth to spread His cause in the far parts
of the world.
Through His Tablets or epistles Baha’o’llah reached many people in distant lands, answering their
questions and giving them spiritual advices. He also wrote many general treatises upon spiritual
subjects. These contain explanations of the principles of His teachings, as well as certain general
admonitions and ordinances through which mankind will evolve to a high state of material and
spiritual welfare.
In His writings Baha’o’llah unlocked the mysteries of the spiritual truths in the holy books of the
religions of the past. He clearly demonstrated that all Truth is One Truth, and that all prophets have
manifested the one same God.
With the coming of Baha’o’llah and the establishment of His cause the mission of His forerunner
The Bab was completed, and the Babi Cause became the Bahai Cause.
The mission of The Bab being practically confined to Persia and to a few neighboring countries,
His ordinances and teachings were calculated to meet their local needs and conditions.
The mission of Baha’o’llah being to the whole world, His teachings are universal in character and
are directly applicable to any and all conditions of men, irrespective of
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race, religion or degree of human attainment.
In the month of May, 1892, after forty years of spiritual labor Baha’o’llah departed this life. He
had given His teachings to the world, in their entirety, and His mission was completed, yet there was
other work to be done in order to establish His cause in the world. The spirit of the Bahai teachings
was to be practically demonstrated in the world. For the accomplishment of this, Baha’o’llah exhorted
His followers to look towards His son, Abdul-Baha, as the expounder of His teachings, one upon
whose shoulders His mantle would fall, and through whose service to humanity the life of the
kingdom would be demonstrated to all the world. In order to insure the unity and solidarity of the
cause, and to protect the believers from dis-union and differences, Baha’o’llah in two places in the
Book of Akdas (one of His chief writings) commanded His followers after His departure to turn their
faces to “The Branch extended from the Ancient Root”; and to refer all matters to “The Center of The
Covenant.” Also, in the Book of The Testament, Baha’o’llah explains that by “The Branch extended
from the Ancient Root” is meant the Greatest Branch, Abdul-Baha, to whom all should turn. Among
the Tablets (epistles) of Baha’o’llah is the “Tablet of The Branch,” in which He prophesies that many
shall arise against “The Branch” and shall persecute him most severely, and
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shall deny him. These are the worst of people, for they are the opposers of The Covenant. All are
exhorted implicitly to follow Abdul-Baha; to look to him as to the point of guidance for all, and upon
his servitude as the source of the spiritual illumination of the world, “The Center of The Covenant.’’
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ABDUL-BAHÁ
THE CENTER OF THE COVENANT.
Abdul-Baha was born in Teheran in northern Persia, upon the 23rd day of May, 1844. the very day
upon which The Bab gathered His disciples together in Southern Persia and made His declaration.
Abdul-Baha was named Abbas; Abdul-Baha (The Servant of God) being his spiritual title, the name
by which he is known as a spiritual teacher.
In the accounts handed down by those who knew Abdul-Baha when a child, we are told that at an
early age he showed a contemplative and deeply spiritual disposition combined with a highly forceful
and active nature. When Abdul-Baha was but eight years old, the greatest persecution of the Bahais
began in Persia.
During the ten years, with his father Bahá’o’llah, in Baghdad, Abdul-Baha passed from
childhood into manhood. Because of the vicissitudes of the time he never attended any school, but
through constant association with Bahá’o’llah, and devotion and service in His cause Abdul-Baha
grew strong in knowledge, in wisdom, and in spiritual attainments.
As he attained maturity Abdul-Baha became Baha’o’llah’s chief aid and disciple in carrying on
His work. It was Abdul-Baha who first interviewed all persons who came
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to confer with Baha’o’llah, and so ordered matters that Baha’o’llah could meet those having spiritual
ability and capacity and who needed Him, and not those who came only through curiosity. During
those days Baha’o’llah was visited by many believers from Persia, as well as by truth seekers from
among various religions and nations.
Abdul-Baha himself also taught the people diligently; and he discussed with learned theologians
who marveled at his wisdom and his intrepretation of spiritual teachings. They could not understand
how this youth, uneducated from their standpoint of erudition, could produce with great ease and
fluency arguments that none could refute nor gainsay.
When the time came for Baha’o’llah to reveal himself as the Promised One of all religions, it was
Abdul-Baha who first reconized Him in His divine capacity, and it was Abdul-Baha who first voiced
the mighty message of The Manifestation of God among men.
Abdul-Baha’s life has been one of service to the Bahai cause. During the exile journeys of
Baha’o’llah and His followers, and their imprisonment in Adrianople and Akka, Abdul-Baha was
constantly endeavoring to serve them spiritually and materially. When persecution was at its height
Abdul-Baha encouraged the people, cheered them and gave them hope; and when sickness and disease
broke out among the Bahais while they were confined in the
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prison of Akka, Abdul-Baha was the chief nurse and servant of all.
Persons often remark that Abdul-Baha appears much older than his age. This is undoubtedly true,
for he has had to bear, not only his own troubles, but also those of the many who always have
surrounded him. His method of teaching spiritual truths is direct and concrete; and he reaches the
heart and through spiritual contact penetrates the soul of the individual.
Many instances, are related in the Orient, of the way in which Abdul-Baha, through long-suffering
and persistent kindness, has made staunch friends and supporters of those who held out as his enemies
so long as their hearts could withstand the power of his love.
Abdul-Baha remained in Akka a prisoner for just forty years. His freedom came through an
adjustment of governmental matters, brought about by the re-establishment of the Turkish
Constitution in the summer of 1908.
During this confinement Abdul-Baha was yearly visited by friends and followers from all parts of
the world, although often it was with the greatest difficulty that these friends were able to see him, and
sometimes the interviews were per force very brief. Notwithstanding these conditions, each pilgrim
received bounteously from Abdul-Baha — the source of the spiritual life of the world of today — then
hastened to his own country to share this gift of God.
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As the life blood goes from the heart to each organ of the body, nourishing and bringing it into
functional relation with every other organ, so, from Abdul-Baha, who is the center and heart of the
Bahai cause, goes forth the spirit of the love of God, to each of the multitude of members.
Abdul-Baha is the chosen instrument of God, in his mission as “The Center of The Covenant.” His
servitude to God is the center of divine guidance. This, Baha’o’llah proclaimed and this, the Bahais
know. All who have had spiritual contact with Abdul-Baha, realize that in reality he is the point of
divine guidance in the world today. Each one has had this demonstrated in a unique manner, primarily
for his own personal enlightenment. The fact of Abdul-Baha’s mission as “The Center of The
Covenant” holds the Bahais together in an organic body, and through the channel of Abdul-Baha’s life
of service the Divine Spirit is constructing a new religious life in the world.
Since his freedom, Abdul-Baha has traveled. Two winters he has spent in Egypt, the summer and
fall of the year 1911 he spent in London and in Paris, and now (November, 1912) he is traveling in
America.
During these travels he is meeting people who have been attracted by the spirit of the Bahai cause,
and he is sowing spiritual seed in their hearts which will grow in God’s own time and bring forth the
fruit of The Kingdom of God upon earth.
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The message which the Bahais are giving to the world is the fulfilment of The Covenant made by
God with the people of the world through the prophets of old. In accordance with His promise, God
has again caused a manifestation of Himself — in Baha’o’llah, who came for the whole world — that
all people of all religions, races, and nations may become one in faith, and brothers in The Kingdom.
In order to establish His Kingdom of Peace upon earth, God sent The Bab to prepare the way for His
later manifestation in Baha’o’llah. Through Baha’o’llah, The Kingdom came to the world. Now, by
Abdul-Baha — the beloved son of Baha’o’llah — The Kingdom is being proclaimed and established
in the uttermost corners of the earth.
The greatest desire of Abdul-Baha, is to be known as the servant of God. In his life of service is
seen the power, glory and majesty of Baha’o’llah, Who declared His son to be “The Center of The
Covenant and the Greatest Branch from The Pre-existent Root”— The Spirit.
Through Abdul-Baha’s service, the glory of Baha’o’llah is being manifested in the world, and The
Kingdom of The Father upon the earth is being realized.
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AFTERWORD
The Bahai teaching appeals to the soul. It contains spiritual food and sustenance, and gives that
moral assurance and faith that every one craves.
Spiritual truth appeals alike to the Oriental and to the Occidental, to the learned and to the
unlearned. It is the one ground upon which all can meet in perfect accord. This is fully demonstrated
in the spread of the Bahai spirit in the world, for its following is composed of Christians, Jews,
Moslems, Zoroastrians, Hindus and Buddhists, and these many elements, The Bahai Faith is
spiritually forming into one organic unit of brotherhood, united under the Fatherhood of God, and in
His Kingdom on earth.
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