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Die Bedeutung der Künste á Textzusammenstellung á Bahá'í Verlag GmbH, Auflage 1.01 (O-2024-04-01)
Die Bedeutung der Künste
Textzusammenstellung
Die Botschaft des Universalen Hauses der Gerechtigkeit zu Riḍván 1996 an die Bahá’í der Welt lenkte unsere Aufmerksamkeit auf die Bedeutung der Kunst, insbesondere der bildenden und darstellenden Künste und der Literatur bei der Proklamation, der Ausbreitung und der Festigung des Bahá’í-Glaubens. In dieser Zusammenstellung soll ausführlich darauf eingegangen werden. Während in den englischen Übersetzungen der Schriften Bahá’u’lláhs und ‘Abdu’l-Bahás oft auf „die Künste“ Bezug genommen wird, kann doch der Gebrauch des Begriffes „Künste“ in vielen dieser Textstellen irreführend sein, da die ursprüngliche Bedeutung des Wortes oftmals ein weites Feld von Aktivitäten wie gewerbliche Berufe und Handwerke beinhaltet. Die Textauszüge in dieser Zusammenstellung wurden ausgewählt, weil sie sich hauptsächlich auf die bildenden und darstellenden Künste und die Literatur beziehen.
Aus den Schriften Bahá’u’lláhs
1
Die Sonne der Wahrheit ist das Wort Gottes, von dem die Erziehung derer abhängt, die mit der Kraft des Verstehens und der Rede begabt sind. Sie ist der wahre Geist und das himmlische Wasser, durch deren Hilfe und barmherzige Vorsehung alle Dinge belebt wurden und werden. In allen Spiegeln wird ihre Erscheinung durch die Farbe des Spiegels bestimmt. Wenn ihr Licht zum Beispiel auf die Spiegel der Herzen der Weisen geworfen wird, bringt es Weisheit hervor. In gleicher Weise entfaltet es, wenn es sich in den Spiegeln der Herzen von Künstlern offenbart, neue und einzigartige Künste. Und spiegelt es sich in den Herzen derer wider, die die Wahrheit erkennen, enthüllt es wundervolle Zeichen wahren Wissens und bringt die Wahrheit der Gottesworte ans Licht.A1
2
Wir haben euch Musik und Gesang erlaubt, doch seht euch vor, dass dies euch nicht verleite, des Anstands und der Würde Grenzen zu überschreiten. Eure Freude entspringe Meinem Größten Namen, einem Namen, der das Herz frohlocken lässt und allen Gott Nahen den Geist mit Verzückung erfüllt. Wir haben wahrlich die Musik zu einer Leiter für eure Seelen gemacht, zu einem Mittel für ihren Aufschwung in das Reich der Höhe. So macht sie nicht zu einem Flügelpaar des Selbstes und der Leidenschaft. Wir wollen euch wahrlich nicht den Narren zugesellt sehen.A2
3
Wer die Verse des Allbarmherzigen in den melodischsten Tönen vorträgt, wird durch sie zu einer Erkenntnis gelangen, mit der sich die Souveränität über Erde und Himmel nicht vergleichen lässt. Aus ihnen werden die Menschen den Duft Meiner Welten verspüren – Welten, die an diesem Tage keiner erkennen kann außer denen, die durch diese hehre, diese strahlend schöne Offenbarung mit Scharfblick ausgestattet sind. Sprich: Diese Verse ziehen Herzen, die rein sind, hin zu jenen geistigen Welten, die weder beschrieben noch angedeutet werden können. Selig sind die Hörenden.A3
4
Ein jegliches Wort, das aus dem Munde Gottes hervorgeht, ist mit solcher Kraft versehen, dass es jeder menschlichen Gestalt neues Leben einflößen kann – gehörtet ihr doch zu denen, die diese Wahrheit begreifen! Alle wunderbaren Werke, die ihr in dieser Welt seht, sind durch das Wirken Seines höchsten, erhabensten Willens, Seines wunderbaren, unerschütterlichen Planes offenbart. Durch die bloße Offenbarung des Wortes ›Gestalter‹, das aus Seinem Munde hervorgeht und der Menschheit Seine Eigenschaft verkündet, hat Er eine Kraft entfesselt, die über die Zeitalter hindurch all die mannigfaltigen Künste erzeugt, derer des Menschen Hände fähig sind. Dies ist wahrlich eine unumstößliche Wahrheit. Kaum wird dieses strahlende Wort geäußert, da bringen seine belebenden, in allem Erschaffenen wirkenden Kräfte die Mittel hervor, die solche Künste schaffen und zur Vollendung bringen. Alle wundersamen Errungenschaften, die ihr jetzt seht, sind die direkte Folge der Offenbarung dieses Namens.A4
5
Die Seele, die der Sache Gottes treu bleibt und unbeirrbar Seinem Pfade folgt, wird nach ihrem Aufstieg solche Kraft besitzen, dass alle Welten, die der Allmächtige erschaffen hat, durch sie gefördert werden können. Eine solche Seele sorgt auf Geheiß des wahren Königs und göttlichen Erziehers für den reinen Sauerteig, der die Welt des Seins durchdringt und jene Kraft spendet, durch welche die Künste und Wunderwerke der Welt offenbar werden.A5
6
Jedes deiner Dichterworte ist fürwahr wie ein Spiegel, der die Zeichen deiner Ergebenheit und Liebe für Gott und Seine Erwählten wiedergibt. Wohl dir, der du den erlesenen Wein der Rede getrunken hast und des sanften Stromes wahren Wissens teilhaftig wurdest. Glücklich, wer sich satt trinkt und zu Ihm gelangt, aber wehe den Achtlosen! Deine Gedichte zu lesen, war wirklich sehr eindrucksvoll, denn aus ihnen spricht sowohl das Licht der Vereinigung wie das Feuer der Trennung.A6
Aus den Schriften ‘Abdu’l-Bahás
7
O Musiker Gottes! Die Gemeinschaft der Sänger, die in den Gärten der Heiligkeit verweilen, müssen in diesem Zeitalter einen so jubelnden Ausbruch an Liedern hervorströmen lassen, dass die Vögel auf dem Feld in heftigem Entzücken auffliegen; und an diesem göttlichen Festtag, an dieser himmlischen Tafel sollten sie die Laute und die Harfe, die Viola und die Lyra auf solche Art spielen, dass die Menschen des Ostens und des Westens mit äußerster Freude und Fröhlichkeit erfüllt und von Jubel und Glück mitgerissen werden. Nun geziemt es dir, die Melodie dieser göttlichen Lyra anzustimmen und auf dieser himmlischen Laute zu spielen, auf dass dadurch BárbudA7 ins Leben zurückgerufen und RúdakíA8 getröstet und FárábíA9 ruhelos und Ibn-i-SínáA10 zum Sinai Gottes geleitet werden. Auf dir seien Gruß und Preis.A11
8
Ich hoffe aufrichtig, dass du all die persischen Gedichte, die die Gesegnete Schönheit offenbarte, auswendig lernen und sie mit einer Stimme von unvergleichlicher Lieblichkeit auf Bahá’í-Treffen und -Versammlungen singen wirst. Der Tag ist nicht mehr fern, da diese Gedichte in westlicher Musik vertont werden, und der süße Klang dieser Lieder das Abhá-Königreich mit äußerster Freude und Fröhlichkeit erreichen wird.A12
9
Die Kunst der Musik muss auf die höchste Entwicklungsstufe gehoben werden, denn sie ist eine der wunderbarsten Künste, und in diesem herrlichen Zeitalter des Herrn der Einheit ist es höchst wichtig, sie vollkommen zu beherrschen. Man muss indessen bemüht sein, den Grad künstlerischer Vollkommenheit zu erlangen und nicht wie solche sein, die etwas unvollendet lassen.A13
10
O Nachtigall des Rosengartens Gottes! Das Singen von Melodien wird die Menschenwelt beleben und beglücken, die Hörer werden entzückt und erfreut und ihre tiefsten Gefühle werden erregt. Aber diese Freude, diese Gefühlsregung ist vergänglich und wird binnen kurzem vergessen sein. Du jedoch, Preis sei Gott, hast deine Hymnen mit den Melodien des Königreiches verbunden, du wirst der Welt des Geistes Trost geben und wirst immerwährend geistige Gefühle hervorrufen. Dies wird ewig währen und die Umwälzungen von Zeitaltern und Jahrhunderten überdauern.A14
11
O Diener Bahás! Musik wird an der Schwelle des Allmächtigen als lobenswerte Wissenschaft betrachtet, mögest du in großen Zusammenkünften und Versammlungen die Verse mit wunderbaren Weisen singen und solche Hymnen des Lobpreises im Mashriqu’l-Adhkár anstimmen, dass die Himmlischen Heerscharen entzückt werden. Bedenke kraft dessen, wie sehr die Kunst der Musik hoch geschätzt und gepriesen wird. Versuche, wenn du vermagst, geistige Melodien, Lieder und Weisen zu verwenden und die irdische Musik in Einklang mit der himmlischen Melodie zu bringen. Dann wirst du feststellen, welch großen Einfluss Musik ausübt und welch himmlische Freude und Leben sie verleiht. Stimme solche Lieder und Weisen an, auf dass die Nachtigallen des göttlichen Geheimnisses mit Freude und Verzückung erfüllt werden.A15
12
Ich freue mich zu hören, dass du dir mit deiner Kunst Mühe gibst, denn in diesem wundervollen neuen Zeitalter ist Kunst Gottesdienst. Je mehr du dich bemühst, sie zu vervollkommnen, desto näher wirst du Gott kommen. Welches Geschenk könnte größer sein als dieses, dass die Kunst eines Menschen gleichbedeutend sei mit der Anbetung des Herrn? Das bedeutet, dass, wenn deine Finger den Pinsel ergreifen, es ist, als ob du im Tempel beten würdest.A16
13
Zu den größten aller großen Dienste gehört die Kindererziehung und die Förderung der verschiedenen Wissenschaften, Handwerke und Künste. Gelobt sei Gott, ihr unternehmt nun eifrige Anstrengungen zu diesem Ziel. Je beharrlicher ihr diese höchst wichtige Aufgabe verfolgt, desto mehr werdet ihr Zeugen der Bestätigungen Gottes sein, bis zu einem solchen Grade, dass ihr selbst erstaunt sein werdet.A17
14
O du Vöglein, das so lieblich die Schönheit Abhá besingt! In dieser neuen, wunderbaren Sendung wurden die Schleier des Aberglaubens zerrissen und die Vorurteile der östlichen Völker missbilligt. Die Musik wurde bei einigen östlichen Völkern als verwerflich angesehen, aber in diesem neuen Zeitalter hat das Licht der Offenbarung in Seinen heiligen Sendbriefen besonders dargelegt, dass Musik, gesungen oder gespielt, geistige Nahrung für Herz und Seele ist.
Die Musik gehört zu den Künsten, die höchstes Lob verdienen. Sie bewegt alle Herzen, die traurig sind. O ShahnázA18, spiele und singe darum die heiligen Worte Gottes in den Versammlungen der Freunde mit herrlichen Tönen, so dass die Ketten des Kummers und der Sorge von den Hörern abfallen, ihre Seelen sich vor Freude erheben und sich demütig im Gebet dem Reiche der Herrlichkeit zuwenden.A19
15
So strengt euch denn mächtig an, ihr Geliebten Gottes, damit ihr diesen Fortschritt und alle diese Bestätigungen an euch selber zeigt und Brennpunkte für Gottes Gnadengaben, Aufgangsorte Seiner lichtvollen Einheit, Förderer aller Segnungen und Gunstbeweise kultivierten Lebens werdet! Werdet dortzulande zur Vorhut menschlicher Vollkommenheit, tragt die verschiedenen Wissenszweige voran, seid aktiv und fortschrittlich auf dem Gebiet der Erfindungen und Künste. Bemüht euch, das menschliche Verhalten zu verbessern, und trachtet danach, die ganze Welt sittlich zu übertreffen. Solange die Kinder noch klein sind, nährt sie an der Brust himmlischer Gnade, hegt sie in der Wiege aller Vollkommenheiten, zieht sie groß in den Armen der Gabenfülle. Gönnt ihnen den Vorzug alles brauchbaren Wissens. Lasst sie teilhaben an jedem neuen, trefflichen, wundersamen Handwerk und Kunstgewerbe. Erzieht sie zu Arbeit und Einsatz, gewöhnt sie an Mühsal.A20
16
O ihr, die ihr Gottes Gunst empfanget! Die unerschütterliche Grundlage dieses neuen, wunderbaren Zeitalters ist das Lehren der Wissenschaften und Künste. Nach den ausdrücklichen Heiligen Worten muss jedes Kind in ausreichendem Maß in Kunst und Handwerk unterwiesen werden. Deshalb müssen in jeder Stadt und jedem Dorf Schulen errichtet werden, und jedes Kind dieser Stadt oder dieses Dorfes muss im nötigen Umfang lernen.A21
17
O du Sohn des Königreiches! Alles mit der Liebe Gottes Verbundene ist nützlich; ohne Seine Liebe sind alle Dinge schädlich und treten als Schleier zwischen den Menschen und den Herrn des Königreiches. Wo Seine Liebe ist, wird jede Bitternis süß und jede Gnadengabe bringt wohltuende Freude. So bringt zum Beispiel eine dem Ohr süße Melodie dem in Gott verliebten Herzen den wahren Geist des Lebens, die in sinnlichem Verlangen versunkene Seele jedoch besudelt sie mit Begierde.A22
18
O du Vogel der erquickenden Klänge! Dein kleines Buch mit Gedichten, die sehr lieblich sind, wurde gelesen. Es war eine Quelle der Freude, denn es war eine geistige Hymne und eine Melodie der Liebe Gottes.
Erhalte diesen Wohlklang, so lange du kannst in den Versammlungen der Geliebten; so mögen die Gemüter Ruhe und Freude finden und sich auf die Liebe Gottes einstimmen. Wenn ausdrucksvolle Rede, Schönheit der Bedeutung und Liebreiz der Komposition sich mit neuen Melodien vereinigen, ist die Wirkung immer groß, besonders, wenn es sich um die Hymnen der Verse der Einheit und die Lieder des Lobpreises des Herrn der Herrlichkeit handelt.
Bemühe dich auf das Äußerste, schöne Gedichte zu verfassen, dazu bestimmt, mit himmlischer Musik gesungen zu werden; auf dass ihre Schönheit die Gemüter bewegen und die Herzen der Hörer beeindrucken möge.A23
19
O du Rechtschaffener! Danke Gott, dass du in Musik und Melodie geschult bist und mit angenehmer Stimme die Verherrlichung und den Lobpreis des Ewigen, des Lebendigen, singst. Ich bete zu Gott, dass du diese Gabe bei Gebet und Andacht einsetzen mögest, damit die Seelen belebt, die Herzen angezogen und alle vom Feuer der Liebe zu Gott entflammt werden mögen.A24
20
Den höchsten Grad an Begriffsvermögen in der Welt der Natur besitzt die vernunftbegabte Seele. Diese Kraft und dieses Begriffsvermögen haben alle Menschen gemein, ob sie nun achtlos oder aufmerksam sind, ob sie vom Weg abgekommen oder treu sind. In der Schöpfung Gottes umfasst die vernunftbegabte Seele des Menschen alle anderen erschaffenen Dinge und zeichnet sich ihnen gegenüber aus: Da sie edler und vornehmer ist, umfasst sie alle. Durch die Kraft der vernunftbegabten Seele kann der Mensch die Wirklichkeit der Dinge entdecken, ihre Merkmale begreifen und die Geheimnisse des Daseins durchdringen. Alle Wissenschaften, Wissensgebiete, Künste, Erfindungen, Einrichtungen, Unternehmungen und Entdeckungen entspringen dem Begriffsvermögen der vernunftbegabten Seele.A25
Aus mündlichen Äußerungen ‘Abdu’l-Bahás
21
Was ist das für eine wunderbare Versammlung! Dies sind die Kinder des Königreichs. Das Lied, das wir gerade hörten, war sehr schön – sowohl die Melodie, als auch die Worte. Musik ist eine göttliche Kunst mit großer Wirkung. Sie ist Nahrung für Seele und Geist. Durch den Zauber und die Macht der Musik wird der Geist des Menschen erhoben. Sie besitzt eine wunderbar bewegende Wirkung auf die Herzen der Kinder, denn ihre Herzen sind rein, und Melodien haben großen Einfluss auf sie. Die Musik bringt die verborgenen Talente, mit denen die Herzen dieser Kinder begabt sind, zum Ausdruck. Darum müsst ihr alles tun, um ihre Kunstfertigkeit zu fördern. Lehrt sie, vortrefflich und eindrucksvoll zu singen. Jedes Kind sollte etwas von Musik verstehen, denn ohne Kenntnis dieser Kunst kann man sich an Instrumentalmusik und Gesang nicht richtig erfreuen. Genauso wichtig ist es, dass an Schulen Musik unterrichtet wird, damit die Herzen und Seelen der Schüler belebt und beflügelt werden und Freude ihr Leben erhellt.A26
22
Ein Schauspieler erwähnte das Schauspiel und dessen Einfluss. »Das dramatische Schauspiel ist höchst bedeutsam«, sagte ‘Abdu’l-Bahá. »Früher hatte es große erzieherische Kraft, und diese wird es wieder erlangen.« Er schilderte, wie Er als kleiner Junge das Mysterienspiel vom Verrat an ‘Alí und dessen Leidensweg gesehen habe und Ihn dieses Spiel so tief ergriffen habe, dass Er weinte und nächtelang nicht schlafen konnte.A27
23
‘Abdu’l-Bahá sagte: »Jede Kunst ist eine Gabe des Heiligen Geistes. Wenn dieses Licht durch den Geist eines Musikers scheint, manifestiert es sich in wunderschönen Harmonien. Und scheint es durch den Geist eines Dichters, wird es durch feine Poesie und poetische Prosa sichtbar. Wenn das Licht der Sonne der Wahrheit den Geist eines Malers inspiriert, bringt er wunderbare Bilder hervor. Diese Gaben erfüllen ihren höchsten Zweck, wenn sie den Lobpreis Gottes kundtun.«Q1
24
Es ist für Herz und Geist natürlich, dass sie Freude und Vergnügen für alles empfinden, was Symmetrie, Harmonie und Vollkommenheit ausdrückt. Zum Beispiel ein schönes Haus, ein wohlgestalteter Garten, eine symmetrische Linie, eine anmutige Bewegung, ein schön geschriebenes Buch, gefällige Kleidung – ja eigentlich alles, was Anmut oder Schönheit in sich trägt, wirkt wohltuend auf Herz und Geist – daher ist es ganz sicher, dass eine reine Stimme Freude hervorruft.A28
Aus den Schriften Shoghi Effendis
25
Solch ein keusches und heiliges Leben mit seinen Kennzeichen der Bescheidenheit, Reinheit, Enthaltsamkeit, Anständigkeit und inneren Sauberkeit bedingt nichts weniger als Mäßigung in allem, was zu Kleidung, Sprache, Vergnügen sowie allen künstlerischen und literarischen Zerstreuungen gehört. Es verlangt tägliche Wachsamkeit in der Beherrschung der fleischlichen Wünsche und verderbten Neigungen. Es fordert die Aufgabe leichtfertigen Verhaltens mit seiner übertriebenen Verhaftung an nichtssagende und oft missgeleitete Freuden. Es verlangt völlige Enthaltung von allen alkoholischen Getränken, von Opium und ähnlichen Drogen, die zur Gewohnheit werden können. Es verurteilt die erniedrigende Verwendung von Kunst und Literatur, Nacktkultur und Kameradschaftsehe, eheliche Untreue und alle Arten des zwanglosen geschlechtlichen Verkehrs, leichtfertige Vertraulichkeit und geschlechtliche Laster. Es kann keinen Kompromiss dulden mit den Lehren, Maßstäben, Gewohnheiten und Übertreibungen eines verfallenden Zeitalters. Nein, es sucht vielmehr durch die anfeuernde Kraft seines Beispiels den schädlichen Charakter solcher Lehren, die Falschheit solcher Maßstäbe, die Hohlheit solcher Ansprüche, die Entartung solcher Gewohnheiten und die Schändlichkeit solcher Übertreibungen zu beweisen.A29
Aus Briefen im Auftrag Shoghi Effendis
26
Shoghi Effendi bittet mich, den Eingang Ihres Briefes vom 27. Oktober 1931 zu bestätigen, der zusammen mit der Begleitmusik zu The Lonely Stranger von … gesandt wurde. Er hofft aufrichtig, dass, wenn die Sache Gottes wächst und begabte Menschen unter ihr Banner treten, sie damit beginnen werden, in der Kunst den Geist, der ihre Seelen belebt, zu symbolisieren. Jede Religion hat eine Form der Kunst mit sich gebracht – lasst uns schauen, welche Wunder diese Sache mit sich bringen wird. Solch ein herrlicher Geist sollte auch einer herrlichen Kunst Raum geben. Der Tempel in all seiner Schönheit ist nur der erste Strahl einer frühen Dämmerung; noch wundervollere Dinge werden in Zukunft vollbracht werden.A30
27
Er möchte in The Bahá’í World einen neuen Abschnitt einführen, der ganz den von Bahá’í verfassten Gedichten gewidmet ist. Obgleich es ein bescheidener Beginn ist, so mag es doch der Anfang großer zukünftiger Beiträge sein. Shoghi Effendi möchte damit die Begabten dazu ermutigen, dem sie erfüllenden wunderbaren Geist Ausdruck zu verleihen. Wir brauchen in der Sache Gottes Dichter und Schriftsteller, und dies ist zweifellos eine gute Möglichkeit, sie anzuspornen. Einige der Gedichte wurden von sehr jungen Menschen geschrieben, doch klingen sie so echt und drücken solche Gedanken aus, dass man nur innehalten und staunen kann. In Persien hat der Glaube Gottes Dichter hervorgebracht, die sogar Nicht-Bahá’í als groß erachten. Wir hoffen, dass es nicht lange dauern wird, bis sich auch im Westen solche Wesen erheben.A31
28
Gewiss wird mit der Ausbreitung des Geistes Bahá’u’lláhs eine neue Epoche in Kunst und Literatur anbrechen. Während zuvor die Form perfekt war, es aber an Geist fehlte, wird sich nun in einer unermesslich verbesserten Form ein herrlicher Geist durch die neubelebte Schöpferkraft in der Welt verkörpern.A32
29
Shoghi Effendi bittet mich, den Eingang Ihres Briefes vom 18. Mai 1932 zu bestätigen. Er ist sehr erfreut zu erfahren, dass Ihnen Nabils Bericht gefallen hat, denn seine größte Belohnung besteht darin zu sehen, dass sein Werk, das ihn so viel Arbeit und Mühe gekostet hat, den Freunden hilft, den Geist, der diese Bewegung belebt und das beispielhafte Leben der heroischen Seelen, die ihn in die Welt hineingetragen haben, besser und umfassender zu verstehen.
Der Hüter hofft aufrichtig, dass die Freunde durch das Lesen dieses Buches zu größerer Aktivität und einem höheren Grad des Opfers angeregt werden, dass sie eine tiefere Vergegenwärtigung dieser Sache erreichen, dessen Ausbreitung und letztendlicher Sieg ihrer Obhut anvertraut ist. Wie einige, die das Buch gelesen haben bemerkten, kann sich niemand mit diesen Lebensläufen vertraut machen, ohne dazu inspiriert zu werden, ihnen auf ihrem Weg zu folgen.
Es ist sicherlich wahr, dass der Geist dieser heroischen Seelen viele Künstler bewegen wird, ihr Bestes zu geben. Es sind solche Lebensläufe, die in der Vergangenheit Dichter inspiriert und die Pinsel von Malern in Bewegung gesetzt haben.A33
30
Shoghi Effendi war sehr interessiert, vom Erfolg des Festzugs der Nationen zu erfahren, den Sie veranstalteten. Er hofft aufrichtig, dass alle Anwesenden durch denselben Geist inspiriert wurden, der auch Sie bei der Vorbereitung erfüllte.
Gerade durch solche Darbietungen können wir das Interesse einer großen Schar von Menschen am Geist der Sache Gottes wecken. Es wird die Zeit kommen, da der Glaube sich wie ein Lauffeuer verbreiten wird, wenn sein Geist und seine Lehren auf der Bühne oder in Kunst und Literatur als Ganzes dargestellt werden. Kunst kann solch edle Gefühle besser erwecken als kalte, rationale Erläuterungen, besonders unter der Masse der Bevölkerung.
Wir brauchen nur noch ein paar Jahre zu warten, um zu sehen, wie der von Bahá’u’lláh eingehauchte Geist in den Arbeiten von Künstlern seinen Ausdruck findet. Was sie und einige andere Bahá’í gerade versuchen, ist nur ein schwacher Schimmer, der dem strahlenden Licht eines herrlichen Morgens vorangeht. Wir können noch nicht abschätzen, welchen Anteil die Sache im Leben der Gesellschaft zu spielen bestimmt ist. Wir müssen ihr Zeit lassen. Das Material, das dieser Geist formen muss, ist zu roh und unwürdig, aber es wird am Ende nachgeben, und die Sache Bahá’u’lláhs wird sich in ihrem vollen Glanze offenbaren.A34
31
Der Hüter schätzt die Hymnen, die sie so herrlich komponieren. In ihnen sind ganz sicher die Wirklichkeiten des Glaubens enthalten; sie werden ihnen helfen, die Botschaft den Jugendlichen zu übermitteln. Es ist die Musik, die uns hilft, den menschlichen Geist anzuregen. Sie ist ein wichtiges Mittel, das uns hilft, mit der Seele zu kommunizieren. Der Hüter hofft, dass sie mit Hilfe der Musik den Menschen die Botschaft bringen und ihre Herzen anziehen werden.A35
32
Was Bahá’u’lláh mit »Wissenschaften, die mit Worten beginnen und enden« in erster Linie meint, sind theologische Abhandlungen und Kommentare, die den menschlichen Verstand nur belasten, statt ihm zu helfen die Wahrheit zu finden. Die Studenten pflegen ihr Leben solchen Studien zu widmen, aber erreichen nichts. Bahá’u’lláh hat gewiss niemals beabsichtigt, das Schreiben von Geschichten in diese Kategorie einzuordnen; auch sind Kurzschrift und Maschineschreiben äußerst nützliche Fähigkeiten, die im gegenwärtigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben sehr benötigt werden.
Sie könnten aber – und sollten – ihre Geschichten dazu nutzen, dass sie den Lesern zur Quelle der Inspiration und Führung werden. Mit einer solchen Fähigkeit können sie den Geist und die Lehren der Sache Gottes verbreiten; sie können auf die Übel in der Gesellschaft hinweisen und auch, auf welche Art sie behoben werden können. Wenn sie ein echtes Talent zum Schreiben besitzen, dann sollten sie es als eine Gabe Gottes ansehen und sich darum bemühen, es zur Besserung der Gesellschaft einzusetzen.A36
33
Ihr Nabil gewidmetes Gedicht hat mich tief berührt… Ich würde auch jedes weitere Gedicht aus Ihrer begabten Feder freudig begrüßen, das irgendeine Phase oder Episode behandelt, die in Nabils unsterblichem Bericht erzählt wird. Sie leisten der Sache Gottes einzigartige und bemerkenswerte Dienste. Seien Sie glücklich und fahren Sie unbeirrt in Ihren edlen Bemühungen fort.A37
34
In Bezug auf die Hauptfrage, die Sie im Zusammenhang mit dem Singen von Liedern bei Bahá’í-Versammlungen gestellt haben, bittet er (der Hüter) mich, Ihnen zu versichern, dass er keinerlei Einwände dagegen hat. Das Element Musik ist zweifellos bei allen Bahá’í-Zusammenkünften ein wichtiger Faktor. Der Meister selbst hat ihre Bedeutung betont. Die Freunde sollten jedoch in dieser Beziehung, wie auch in allen anderen Fällen, nicht die Grenzen der Mäßigung überschreiten und dafür Sorge tragen, den streng geistigen Charakter all ihrer Versammlungen zu wahren. Musik sollte zu Geistigkeit führen, vorausgesetzt, sie schafft eine solche Atmosphäre, kann es keine Einwände geben.
Ein Unterschied von entscheidender Bedeutung muss jedoch klar herausgestellt sein zwischen dem Singen von Liedern, die von den Freunden vertont wurden und dem Intonieren der Heiligen Texte.A38
35
Nun zu Ihrer Frage, ob es ratsam ist, Episoden aus der Bahá’í-Geschichte in Dramen darzustellen. Der Hüter erachtet es für gut und ermutigt sogar die Freunde, sich mit solchen literarischen Aufgaben zu befassen, die zweifellos von immensem Wert bei der Lehrarbeit sein können. Allerdings wünscht er, dass die Freunde es vermeiden, die Gestalten von Báb, Bahá’u’lláh und ‘Abdu’l-Bahá als agierende Personen auf der Bühne darzustellen. Dies wäre, wie er schon früher erwähnte, sehr respektlos. Allein die Tatsache, dass sie auf der Bühne erscheinen, stellt einen Akt der Unhöflichkeit dar, der in keiner Weise mit ihrer höchst erhabenen Stellung in Einklang gebracht werden kann. Vorzugsweise sollten ihre Botschaft oder ihre tatsächlichen Worte wiedergegeben und von ihren Anhängern, die auf der Bühne erscheinen, berichtet werden.A39
36
Der Hüter war auch erfreut, von Ihrem starken Interesse an Musik zu erfahren und von Ihrem Wunsch, dem Glauben in dieser Richtung zu dienen. Obgleich wir jetzt erst am Anfang der Bahá’í-Kunst stehen, sollten die Freunde, die das Gefühl haben, in dieser Hinsicht begabt zu sein, sich um die Entwicklung und Kultivierung dieser Gaben bemühen und in Ihrer Arbeit – wie unzulänglich auch immer – den göttlichen Geist widerspiegeln, den Bahá’u’lláh in die Welt gehaucht hat.A40
37
… Sie erheben die Frage, wie für Bahá’í-Musiker und -Komponisten die Quelle der Inspiration sein wird: Die Musik der Vergangenheit oder das Wort? Wir, die wir erst an der Schwelle der Bahá’í-Kultur stehen, können unmöglich vorhersehen, welche Form und welche Eigenschaften die Kunst der Zukunft haben wird, die von dieser machtvollen neuen Offenbarung inspiriert wird. Wir können nur dessen sicher sein, dass sie wunderbar sein wird; da jede Religion eine Kultur hervorbrachte, die in vielfältigen Formen erblühte, so können wir auch von unserem geliebten Glauben annehmen, dass er das Gleiche bewirken wird. Es ist jetzt verfrüht, verstehen zu wollen, wie das sein wird.A41
38
Musik ist eine der Künste, die eine natürliche kulturelle Entwicklung durchmacht. Der Hüter ist nicht der Ansicht, dass man so etwas wie eine ›Bahá’í-Musik‹ kultivieren sollte, da wir ja auch nicht versuchen, eine Bahá’í-Schule der Malerei oder der Schriftstellerei zu entwickeln. Den Gläubigen steht es frei, zu malen, zu schreiben und zu komponieren, wie ihre Begabung es ihnen eingibt. Wenn beim Komponieren von Musik die heiligen Schriften mit einbezogen sind, steht es den Freunden frei, sie zu benutzen, aber es sollte nie als Erfordernis angesehen werden, eine solche Musik bei Bahá’í-Versammlungen zu spielen. Je weiter die Freunde sich von festen Formen entfernt halten desto besser, denn sie müssen sich dessen bewusst sein, dass der Glaube ganz universal ist; und was ihnen als ein schönes Beiwerk bei der Feier eines Festes etc. erscheinen mag, könnte für die Ohren von Menschen eines anderen Landes vielleicht als unangenehmes Geräusch erscheinen und umgekehrt. So lange sie Musik um der Musik willen machen, ist es in Ordnung, sie sollten sie aber nicht als Bahá’í-Musik betrachten.A42
39
… er möchte die Aufmerksamkeit Ihres Rates auf etwas sehr Wichtiges lenken, und das ist der Größte Name. Für ein westliches Auge, das in der Kunst der Kalligraphie – der am höchsten entwickelten Kunst im Osten – nicht geübt ist, erscheint fast jeder Größte Name, wenn er die entscheidenden Punkte beinhaltet, als der Größte Name. Für einen Orientalen kann es aber etwas Ungeheuerliches sein. Die exakten Proportionen müssen eingehalten werden. Der Größte Name darf nicht in die Breite – oder Höhe – gezogen werden, um einen länglichen Raum oder einen Kreis zu füllen.A43
40
Es war ein Kanadier französischer Abstammung, der durch seine Vision und sein Können wesentlich am Entwurf und der Ausgestaltung der Charakteristika des ersten Mashriqu’l-Adhkár des Westens beteiligt war. Dies war der erste Versuch, wie elementar auch immer, die Schönheit auszudrücken, die die Bahá’í-Kunst, wenn sie in ihrer Fülle entwickelt ist, den Augen der Welt unterbreiten wird.A44
Aus Briefen des Universalen Hauses der Gerechtigkeit und solchen, die in seinem Auftrag geschrieben wurden
41
Musik ist eine der Künste, und die Propheten Gottes lehren nicht die ›Künste‹, aber der gewaltige kulturelle Auftrieb, den Religion der Gesellschaft gibt, erzeugt nach und nach neue und wunderbare Formen der Kunst. Wir sehen dies in den verschiedenen Stilen von Architektur und Malerei, die mit der christlichen, der mohammedanischen, der buddhistischen und mit anderen Kulturen verbunden sind. Ebenso hat sich Musik auch als Ausdrucksweise der Völker entwickelt.
Wir glauben, dass in der Zukunft, wenn der Bahá’í-Geist die Welt durchdrungen und die Gesellschaft tiefgreifend verändert hat, die Musik dadurch beeinflusst werden wird, aber es gibt keine Bahá’í-Musik als solche. Alles, was über Musik in den Lehren steht, ist, dass sie das Herz und die Seele des Menschen sehr tief beeinflussen und eine äußerst erhebende Wirkung haben kann.A45
42
Bezüglich der Themen, die Sie in Ihrem Brief zur Sprache bringen, steht in den Lehren nichts gegen das Tanzen, aber die Freunde sollten bedenken, dass der Maßstab von Bahá’u’lláh Anstand und Keuschheit ist. Die Atmosphäre in modernen Tanzsälen, wo so viel Rauchen und Trinken und sexuelle Zügellosigkeit vor sich geht, ist sehr schlecht, aber anständige Tänze an sich sind nicht schädlich. Klassischer Tanz oder in der Schule das Tanzen zu lernen wird sicher nicht schaden. Es schadet auch nicht, in Dramen mitzuwirken oder als Schauspieler im Film. Das Schädliche ist heutzutage nicht die Kunst selbst, sondern die bedauerliche Korruption, die oft diese Künste umgibt. Als Bahá’í brauchen wir keine dieser Künste zu meiden, aber die Taten und die Atmosphäre, die manchmal mit diesen Berufen einhergehen, sollten wir meiden.A46
43
Werbung sollte wohl durchdacht, würdig und ehrfurchtsvoll sein. Ein Aufsehen erregendes Vorgehen, das anfänglich erfolgreich und viel Aufmerksamkeit auf die Sache Gottes lenkt, mag schließlich Abneigung erzeugen, die zu überwinden eine große Anstrengung kosten würde. Der durch den geliebten Hüter errichtete Maßstab von Würde und Ehrfurcht sollte immer aufrecht erhalten bleiben, besonders auf den Gebieten von Musik und Theater; Fotografien des Meisters sollten nicht willkürlich verwendet werden. Das heißt nicht, dass zum Beispiel die Aktivitäten der Jugendlichen gehemmt werden sollten; man kann ausgelassen sein, ohne respektlos zu sein und ohne die Würde der Gottessache zu untergraben.A47
44
… wir meinen, dass es für Sie hilfreich sein wird, zu wissen dass alle Lieder, deren Worte die primären Schriften von Báb, Bahá’u’lláh und ‘Abdu’l-Bahá beinhalten, für den Andachtsteil des Festes durchaus angemessen sind. Tatsächlich sind die persischen Gesänge solche Lieder aus einer anderen Tradition; sie sind ein Weg, dem heiligen Wort Musik zu verleihen, und jeder der sie singt, tut es in einer Art, die sein Gefühl und den Ausdruck der Worte widerspiegelt, die er äußert. Lieder, deren Worte poetisch sind und von einem anderen Verfasser als den Gestalten des Glaubens stammen, mögen wünschenswert sein, aber nur an der ihnen zustehenden Stelle. …
Da der Geist unserer Zusammenkünfte so sehr durch den Ton und die Qualität unserer Andacht, unseres Gefühles und unserer Würdigung des Wortes Gottes für den heutigen Tag beeinflusst wird, hoffen wir, dass Sie Ihre Gemeinde zum schönstmöglichen Ausdruck des menschlichen Geistes durch Musik und andere Ausdrucksformen des Gefühls ermutigen werden.A48
45
Sie verstehen richtig, dass die Darstellung von Báb und Bahá’u’lláh in Kunstwerken verboten ist. Der Hüter stellte klar, dass dieses Verbot sich auf alle Manifestationen Gottes bezieht; Fotografien oder Reproduktionen von Portraits des Meisters dürfen in Büchern verwendet werden, aber kein Versuch sollte unternommen werden, ihn in Theaterstücken oder anderen Werken darzustellen, wo er eine der agierenden Personen wäre. Es kann jedoch keinen Einwand zu einer symbolischen Wiedergabe von solchen Heiligen Gestalten geben, vorausgesetzt es wird nicht zu einem Ritual und das verwendete Symbol ist nicht respektlos.A49
46
Obwohl es richtig ist, dass einzelne Künstler wie Mark Tobey und andere ohne Zweifel durch ihre Liebe zur Offenbarung Bahá’u’lláhs inspiriert und beeinflusst waren, ist es doch noch viel zu früh in der Bahá’í-Sendung, um über den Einfluss des Glaubens auf die Künste im Allgemeinen zu sprechen. Der geliebte Hüter hat sogar selbst darauf aufmerksam gemacht, dass es bis jetzt noch keine Bahá’í-Kunst als solche gibt, obwohl es nach Aussagen in den Schriften keinen Zweifel gibt, dass in der Zukunft ein wunderbares Erblühen von neuen und schönen Künsten erwartet werden kann.A50
47
Der geliebte Hüter sagte deutlich, dass das Erblühen der Künste als Ergebnis einer göttlichen Offenbarung erst nach etlichen Jahrhunderten erfolgt. Der Bahá’í-Glaube bietet der Welt die vollständige Wiederherstellung der menschlichen Gesellschaft – eine Wiederherstellung von solch weitreichender Wirkung, dass ihr in allen Offenbarungen der Vergangenheit erwartungsvoll entgegen gesehen und sie die Errichtung des Königreiches Gottes auf Erden genannt wurde. Die neue, durch diese Offenbarung entstehende Architektur wird fortan durch viele Generationen hindurch blühen. Wir sind jetzt erst am Anfang dieses großartigen Prozesses.
Die gegenwärtige Zeit ist eine Periode des Aufruhrs und der Veränderung. Architektur, wie alle Künste und Wissenschaften, macht eine sehr schnelle Entwicklung durch; man muss nur die Veränderungen bedenken, die im Laufe der wenigen letzten Jahrzehnte stattgefunden haben, um eine Ahnung davon zu bekommen, was möglicherweise während der unmittelbar bevorstehenden Jahre geschehen wird. Einige der modernen Gebäude haben ohne Zweifel die Qualitäten von Größe und werden überdauern, aber sehr viel von dem, was jetzt gebaut wird, mag in nur ein paar Generationen überlebt sein und hässlich erscheinen. Moderne Architektur kann sozusagen als eine neue Entwicklung in ihrem Anfangsstadium angesehen werden.A51
48
Das Haus der Gerechtigkeit meint, dass zu diesem Zeitpunkt in der Entwicklung des Glaubens seine Hauptverantwortung in der Vorbereitung und Durchführung von Lehrplänen liegt, die dazu geschaffen sind, die in ‘Abdu’l-Bahás Sendschreiben zum Göttlichen Plan dargelegten Ziele zu erreichen, und dass Theorien in den Künsten und Wissenschaften unter der Schirmherrschaft von jenen entwickelt werden sollten, die darin gut bewandert und die in diesen Bereichen Experten sind.A52
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Das Verbot, die Manifestation Gottes in Bildern und Zeichnungen oder in Theaterstücken darzustellen, bezieht sich auf alle Manifestationen Gottes. Es gibt natürlich große und wunderbare Kunstwerke aus vergangenen Offenbarungen, von denen viele die Manifestationen Gottes in einem Geist der Ehrfurcht und Liebe darstellen. In dieser Offenbarung jedoch ermöglichen es uns die größere Reife der Menschheit und das größere Bewusstsein der Beziehung zwischen der Höchsten Manifestation und Seinen Dienern, dessen bewusst zu werden, dass es unmöglich ist, die Person der Manifestation Gottes in irgendeiner menschlichen Form darzustellen, ob bildlich, als Skulptur oder in dramatischer Aufführung. Mit dem Bahá’í-Verbot wies der geliebte Hüter auf diese Unmöglichkeit hin.A53
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Die gleichen zerstörerischen Kräfte bringen auch das politische, wirtschaftliche, wissenschaftliche, literarische und moralische Gleichgewicht der Welt durcheinander und zerstören die besten Früchte der gegenwärtigen Kultur. … Sogar Musik, Kunst und Literatur, die dazu da sind, die edelsten Gefühle und die höchsten Bestrebungen darzustellen und zu inspirieren, und die eine Quelle des Trostes und der Ruhe für geplagte Seelen sein sollten, sind vom geraden Weg abgekommen und sind nun die Spiegel der besudelten Herzen dieses verwirrten, gewissenlosen und ungeordneten Zeitalters.A54
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Allgemein gesprochen erfüllt Romanliteratur, von der die Autoren hoffen, dass sie mithilft, Wissen über die Gottessache zu fördern, ihren Zweck besser, wenn sie die Hintergründe von einzelnen Ereignissen oder sich entwickelnden Prozessen in der Gottessache darstellen. Die Autoren sollten nicht versuchen, die tatsächlichen historischen Ereignisse und die Gestalten, die daran teilnehmen, selbst zu porträtieren. Die Wirklichkeit der konkreten Ereignisse und der tatsächlichen Persönlichkeiten ist weitaus überzeugender als irgend eine erfundene Geschichte. In diesem Zusammenhang hat der Sekretär des Hüters in seinem Auftrag am 23. März 1945 an einen Gläubigen geschrieben:
»Er würde Romane als Mittel zum Lehren nicht empfehlen; der Zustand der Welt ist zu kritisch, um einen Aufschub zuzulassen, den Menschen die genauen Lehren, die mit dem Namen Bahá’u’lláhs verbundenen sind, zu vermitteln. Aber jeder geeignete Zugang zum Glauben, der diese oder jene Gruppe anspricht, ist sicher jede Anstrengung wert, da wir die Sache Gottes allen Menschen, aus allen Schichten und Berufen und aller Mentalitäten bringen wollen.« Q2
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Ihr Brief … bezüglich Kunst ist eingegangen und das Universale Haus der Gerechtigkeit hat uns angewiesen, Sie für Ihren Plan zu loben, dass Sie Ihre artistischen Talente zu benützen, dem Geist der Lehren Bahá’u’lláhs Ausdruck zu verleihen. Es ermutigt sie wärmstens zu diesem Unterfangen…
In Beantwortung Ihrer Bitte um Führung, wie man am besten Künstler beim Lehren des Glaubens anspricht, kann gesagt werden, dass zusätzlich zu den Methoden, die die Leute allgemein anziehen, Künstler auf Kunst ansprechen werden. Wenn die erhabenen Lehren des Glaubens ihren Niederschlag in künstlerischen Werken gefunden haben, werden die Herzen der Menschen, einschließlich Künstlern, berührt. Ein Zitat aus den Heiligen Schriften oder die Beschreibung des Kunstwerkes, wie es sich auf die Schriften bezieht, kann dem Betrachter vielleicht ein Verständnis der Quelle dieser geistigen Anziehungskraft vermitteln und ihn dazu führen, den Glauben weiter zu erforschen.A55
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Mit der Entwicklung der Bahá’í-Gesellschaft, die sich aus Menschen vieler kultureller Wurzeln und verschiedenartiger Neigungen zusammensetzt, jeder mit seiner Vorstellung, was ästhetisch akzeptabel und angenehm ist, steht es jenen Bahá’í, die in der Musik, dem Theater und in visuellen Künsten begabt sind, frei, von ihren Talenten so Gebrauch zu machen, wie sie dem Glauben Gottes am besten dienen. Sie sollten nicht über den Mangel an Anerkennung durch verschiedene Gläubige bekümmert sein. Viel eher sollten sie im Wissen um die stichhaltigen Schriften des Glaubens über Musik und künstlerischen Ausdruck … Ihre künstlerischen Bemühungen in gebetserfüllter Erkenntnis weiterführen, dass die Künste machtvolle Mittel sind, dem Glauben zu dienen – Künste, die mit der Zeit ihre Bahá’í-Erfüllung erlangen werden.A56
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Ihr Schreiben, in dem Sie um Rat baten, wie Personen, die im Heroischen Zeitalter des Glaubens wirkten, in einem Theaterstück darzustellen seien, haben wir erhalten. Das Universale Haus der Gerechtigkeit lässt sie wissen, dass weder in den Anweisungen des Hüters, noch des Hauses der Gerechtigkeit … etwas zu finden ist, das Künstlern verbietet, die Buchstaben des Lebendigen in einer Umgebung zu zeichnen oder bei Anlässen darzustellen, die historisch zuverlässig sind. Selbstverständlich ist es wichtig, dass zusätzlich zur Richtigkeit der Darstellung auch die Würde der dargestellten Personen gewahrt bleibt.A57
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Heutzutage durchläuft die Architektur, wie auch andere Bereiche unserer Kultur, eine Zeit rasanter Entwicklung, in der sich der Geschmack von Jahrzehnt zu Jahrzehnt ändert. Keiner kann mit Gewissheit sagen, ob ein Gebäude, das heute in einem zeitgemäßen Stil errichtet ist, in den Augen des Betrachters in fünfzig Jahren auch noch schön erscheinen wird. Aus diesem Grund hat der geliebte Hüter für das administrative Weltzentrum des Glaubens den klassischen Stil griechischer Architektur gewählt. Hierbei handelt es sich um einen ausgereiften Stil, der sehr schön ist und schon mehr als 2000 Jahre überdauert hat. Es wäre jedoch nicht richtig, aus dieser Tatsache zu schließen, dass die klassischen griechischen Stile ausgesprochene Bahá’í-Architektur sind.A58
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Lasst sie die Niederungen der Mittelmäßigkeit verlassen und sich bei allem, was sie tun, in die Höhen der Vortrefflichkeit erheben. Mögen sie die Umgebung beflügeln, in der sie sich aufhalten, sei es in der Schule oder in der weiteren Ausbildung, ihrer Arbeit, ihrer Freizeit, den Bahá’í-Aktivitäten oder ihrem gemeinnützigen Dienst.
Lasst sie in der Tat vertrauensvoll die Herausforderungen, die sie erwarten, willkommen heißen. Erfüllt mit einer solchen Vortrefflichkeit und einer entsprechenden Bescheidenheit, mit Beharrlichkeit und einer liebevollen Dienstbarkeit müssen die heutigen Jugendlichen sich hocharbeiten in die höchsten Ränge der Berufe, in Handel, Künsten und Handwerk, die für den Fortschritt der Menschheit nötig sind – dies muss geschehen, damit der Geist der Sache Gottes seinen Glanz auf all diese wichtigen Bereiche menschlichen Strebens wirft.
Darüber hinaus können sie – nein, müssen sie – sicherstellen, dass auch die herausragenden und unentbehrlichen Errungenschaften der Vergangenheit der Zukunft übergeben werden, und gleichzeitig müssen sie danach streben, die vereinenden Ideen und die schnell fortschreitenden Technologien der Kommunikation zu meistern. Der Wandel, der sich innerhalb der Gesellschaft abspielen wird, hängt mit Sicherheit zu einem großen Ausmaß davon ab, wie wirkungsvoll die Jugend sich auf die Welt vorbereitet, die sie erben wird.A59
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Das Haus der Gerechtigkeit möchte Sie zu Ihrem Vorhaben, ein Buch zu schreiben, ermutigen, erinnert Sie jedoch an die Äußerung des Hüters, dass es zu diesem frühen Zeitpunkt in der Bahá’í-Geschichte noch keine Bahá’í-Kunst, -Musik, -Architektur oder -Kultur gibt. Diese werden sich zweifelsohne in der Zukunft ganz natürlich als Folge einer Bahá’í-Kultur entwickeln. Die persönlichen Vorlieben des Hüters auf diesen Bereichen sollten niemals als das Fundament für derartige Entwicklungen angesehen werden. Als er den ihm vorgelegten Entwurf für den Tempel in Kampala ablehnte, … war dies ein deutlicher Hinweis, dass er nicht glaubte, dass der allgemeine moderne Architekturstil seiner Zeit für ein Bahá’í-Haus der Andacht passend wäre; dies bedeutet jedoch in keiner Weise, dass er statt dessen einen eigenen Stil einführte. Der Grund, weshalb er sich bei den Gebäuden auf dem Berg Karmel für den klassischen Architekturstil entschied, lag nach Aussagen von Amatu’l-Bahá Rúḥíyyih Khánum darin, dass es ein schöner Stil war, der sich in die Umgebung einfügte und den Prüfungen der Zeit schon standgehalten hatte. Deshalb sollten Sie Andeutungen vermeiden und keine Möglichkeit für den Schluss zulassen, der Hüter habe schon die frühen Anfänge der Bahá’í-Kunst festgelegt. Er errichtete wundervolle Gärten und Gebäude, in dem er das verwendete, was verfügbar war, und wie beim Überbau des Schreins des Báb, nahm er Fachleute in Anspruch, die unter seiner Anleitung angemessene Entwürfe herstellten.A60
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Es steht Ihnen natürlich frei, auch Musik und die schönen Künste als Unterrichtsthemen in Bahá’í-Schulen zu verwenden. Nationale Geistige Räte, denen die Aussagen aus den Bahá’í-Schriften über Musik und Kunst gut bekannt waren, haben diese in den Unterricht mit einbezogen, sofern sie es zum gegebenen Zeitpunkt für die Entwicklung der Bahá’í-Gemeinde für geeignet hielten. Es bedarf großer Mühen seitens ergebener und talentierter Lehrer, die derzeit in der Bahá’í-Welt entstehende Musik zu fördern, zu sammeln und zu veröffentlichen, um sie systematisch in den Schulen zu verwenden.
Gemäß unserer Lehren müssen Musik und die Künste gefördert werden, da sie von unschätzbarem Wert für die Lebenskraft und den Geist der Gemeinde sind. Die Pläne und Bemühungen Ihres Rates werden daher sehr geschätzt und das Haus der Gerechtigkeit gedenkt Ihres Rates in seinen Gebeten.A61
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Hinsichtlich der Verwendung von Symbolen in der Kunst, können Ihnen die folgenden Auszüge aus Briefen, die im Auftrag des Hauses der Gerechtigkeit an zwei Personen gerichtet wurden, die gewünschte Antwort geben:
»Es spricht nichts dagegen, Naturerscheinungen als Symbole für die Bedeutung der drei Zentralgestalten, der Bahá’í-Gesetze und der Bahá’í-Gesellschaftsordnung zu verwenden und diese darzustellen; wir halten auch den Gebrauch visueller Symbole für geeignet, um abstrakte Begriffe auszudrücken.« Q3
»Ihre Auffassung ist richtig, dass die Darstellung von Báb und Bahá’u’lláh in Kunstwerken verboten ist. Der Hüter stellte klar, dass dieses Verbot sich auf alle Manifestationen Gottes bezieht. Photographien oder Reproduktionen von Portraits des Meisters können in Büchern verwendet werden, aber kein Versuch sollte unternommen werden, ihn in Dramen oder anderen Werken darzustellen, wo er eine der agierenden Personen wäre. Es kann jedoch keinen Einwand zu einer symbolischen Wiedergabe von solch Heiligen Gestalten geben, vorausgesetzt, es wird nicht zu einem Ritual und das verwendete Symbol ist nicht respektlos.« Q4
Sie versehen Ihre Bilder manchmal mit detaillierten Beschreibungen der Symbole, die Sie verwenden. Oft angewandt, könnte dies zu einer Sichtweise führen, mit der in unzulässiger Weise Bahá’í-Ideen interpretiert werden und würde letztlich eher von Ihrem künstlerischen Streben ablenken, anstatt es zu unterstützen. Symbolik ist Rohstoff für die Kunst, aber Künstler interpretieren die verwendeten Symbole selten; sie überlassen es dem Betrachter ihrer Werke, eigene Schlüsse zu ziehen, höchstens, dass sie durch die Titel ihrer Werke Andeutungen machen.
Die Benennung eines Kunstwerks ist das Vorrecht des Künstlers; Einspruch zu erheben wäre einzig gegen den Gebrauch eines respektlosen Titels für ein Werk, das ein Bahá’í-Thema darstellen soll.
Zu ihrer Frage, ob ein Künstler ein »Gemälde als zeitgenössische Illustration einer Textstelle der Heiligen Schriften« ausführen darf, meint das Haus der Gerechtigkeit, dass Künstler nicht von Bahá’í–Institutionen daran gehindert werden sollten, eine Vielzahl kalligraphischer Interpretationen der Heiligen Schriften oder des Größten Namens zu schaffen. Doch sollten solche Versuche von gutem Geschmack sein und nicht Formen annehmen, die sie der Lächerlichkeit preisgeben. Was das allgemein benutzte Symbol des Größten Namens angeht, rät das Haus der Gerechtigkeit zu großer Sorgfalt bei der genauen Wiedergabe der persischen Kalligraphie, da jede Abweichung von einer allgemein übernommenen Darstellung für die iranischen Gläubigen schmerzlich sein kann.A62
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Die Richtlinien, die das Haus der Gerechtigkeit aufgestellt hat, um von der photografischen Reproduktion von Gemälden des Meisters zu Vertriebszwecken abzuraten, sind kein Qualitätsurteil über ein Gemälde. Die Gemälde, die den Meister abbilden, sind von sehr unterschiedlicher künstlerischer Qualität. Das Haus der Gerechtigkeit möchte keinem Gemälde den Vorzug vor anderen geben; es wünscht mit diesen allgemeinen Richtlinien lediglich sicherzustellen, dass den Darstellungen ‘Abdu’l-Bahás angemessener Respekt entgegengebracht wird, und dass keine Photoreproduktionen minderwertiger Gemälde verteilt werden.
Es wird ein deutlicher Unterschied gemacht zwischen der Veröffentlichung von Photographien von Gemälden in Büchern und Zeitschriften, was nicht verboten ist, da sie bis zu einem gewissen Grade der Beurteilung des Verlegers unterliegt und ihrer Publikation als Sonderdrucke, was vom Haus der Gerechtigkeit missbilligt wird.
Generell meint das Haus der Gerechtigkeit, dass eine der großen Herausforderungen, denen sich die Bahá’í überall gegenübergestellt sehen, darin besteht, den Völkern der Welt wieder ein Bewusstsein von geistiger Wirklichkeit zu vermitteln. Unser Weltbild unterscheidet sich deutlich von dem der Masse der Menschheit darin, dass für uns die Schöpfung die geistige wie die physische Welt umfasst, und wir den Zweck der Welt, in der wir uns befinden, als Mittel für unseren geistigen Fortschritt begreifen.
Diese Sicht hat wichtige Konsequenzen für das Verhalten der Bahá’í, und sie führt zu Verhaltensweisen, die ganz im Gegensatz zum vorherrschenden Verhalten der breiten Gesellschaft stehen. Eine der charakteristischen Tugenden, die in den Bahá’í-Schriften betont wird, ist die Hochachtung vor dem, was heilig ist. Ein solches Verhalten ist ohne Bedeutung für jene, die die Welt durch und durch materialistisch sehen, während viele Anhänger der etablierten Religionen sie zu einer Reihe von Ritualen ohne wahre geistige Empfindung verkommen ließen.
In manchen Fällen enthalten die Bahá’í-Schriften genaue Anleitung, wie die Ehrfurcht für heilige Gegenstände oder Orte zum Ausdruck gebracht werden sollte, zum Beispiel gibt es Einschränkungen bei der Verwendung des Größten Namens auf Gegenständen oder für den wahllosen Gebrauch der aufgezeichneten Stimme des Meisters. In anderen Fällen werden die Gläubigen aufgefordert, sich um ein tieferes Verständnis des Begriffes Heiligkeit in den Bahá’í-Lehren zu bemühen, wovon sie ihre eigenen Verhaltensformen ableiten können, durch die ihre Ehrfurcht und ihr Respekt auszudrücken sind.
Die Bedeutung solchen Verhaltens leitet sich aus dem in den Bahá’í-Schriften zum Ausdruck kommenden Prinzip ab, dass das Äußere Einfluss auf das Innere hat. Bahá’u’lláh spricht vom »Volk Gottes« und sagt:
»Ihr äußeres Verhalten ist nur eine Widerspiegelung ihres inneren Lebens, und ihr inneres Leben ein Spiegel ihres äußeren Verhaltens.«
Das Universale Haus der Gerechtigkeit möchte, dass sie die in den letzten Jahren zum Ausdruck gebrachten Sorgen in diesem Lichte sehen. Künstlerisch begabte Bahá’í sind in der einzigartigen Lage, bei der Behandlung von Bahá’í-Themen ihre Fähigkeiten so zu gebrauchen, dass der Menschheit vor Augen geführt wird, wie sie durch die Wiederbelebung des Konzepts der Ehrfurcht durch den Bahá’í-Glauben eine geistige Erneuerung erfährt.
Fragen der künstlerischen Freiheit sind bei der hier vorgebrachten Angelegenheit nicht von Belang. Bahá’í-Künstlern steht es frei, ihre Talente auf jedes sie interessierende Thema anzuwenden. Wie dem auch sei, es ist zu hoffen, dass sie eine führende Rolle darin übernehmen werden, einer materialistischen Gesellschaft wieder zur Wertschätzung der Ehrfurcht als einem wesentlichen Element wahrer Freiheit und dauernden Glücks zu verhelfen.A63
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Das Haus der Gerechtigkeit ist erfreut, über Ihre Erfolge im Beruf zu hören. Es rät Ihnen, diese berufliche Tätigkeit im Zusammenhang mit dem Dienst am Glauben und der Förderung der Proklamations- und Lehrtätigkeit zu sehen. Ihre musikalischen Leistungen werden es Ihnen ermöglichen, eine weite Bandbreite von Menschen zu erreichen und Ihnen letztlich die Botschaft Bahá’u’lláhs zu verkünden, indem Sie die Werte dieser Botschaft in Ihrer Musik zum Ausdruck bringen. Auch können Sie, wenn sich Ihre Tätigkeit weiter entwickelt, mit einflussreichen Leuten, die Sie treffen, wertvolle Freundschaften für den Glauben schließen. Bei Ihrer bevorstehenden Entscheidung über das Gebiet, in dem Sie sich niederlassen wollen, mögen diese Erwägungen Sie führen. In der heutigen Zeit können Bahá’í-Künstler, die zu Ansehen gelangen und auf ihrem Gebiet bekannt sind und die weiterhin bestrebt bleiben, der Ausbreitung des Glaubens zu dienen, von einzigartiger Hilfe für die Sache sein, da die öffentliche Wissbegier über die Bahá’í-Lehren allmählich geweckt wird.A64
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Es ist gestattet, Auszüge aus den Heiligen Schriften für Lyrik zu verwenden und sie mit Musik zu begleiten, auch dürfen einzelne Sätze oder Worte wiederholt werden. Die nachfolgenden Auszüge erläutern dies noch näher:
»… spiele und singe darum die heiligen Worte Gottes in den Versammlungen der Freunde mit herrlichen Tönen, so dass die Ketten des Kummers und der Sorge von den Hörern abfallen, ihre Seelen sich vor Freude erheben und sich demütig im Gebet dem Reiche der Herrlichkeit zuwenden.« Q5
»Zweifelsohne sind Gebete und Teile aus den Sendschreiben, den Verborgenen Worten etc., geeignet, aber er hält es nicht für ratsam, Worte aus einem Abschnitt oder einer Meditation auszulassen, um sie perspektivisch zu kürzen.« Q6
Als Anwort auf die Frage eines Gläubigen inwieweit es zulässig sei, kleinere Veränderungen an Worten um der Betonung willen vorzunehmen oder um den perfekten Rhythmus zu erhalten, Worte hinzuzufügen, äußerte der geliebte Hüter Folgendes:
»Kleine Änderungen von Gebetstexten sind erlaubt, und ich würde Ihnen raten, dem offenbarten Wort an sich eine musikalische Fassung zu geben, was meines Erachtens überaus wirkungsvoll sein wird. Ich werde beten, dass der Geliebte Sie inspirieren möge, Seiner Sache diesen großen Dienst zu erweisen.« Q7
Bei der Frage der Vertonung von Versen aus den Bahá’í-Schriften mit Melodien aus bestehenden Musikstücken ist zu bedenken, dass ein solches Musikstück, auch wenn keine urheberrechtlichen oder gesetzlichen Beschränkungen bestehen, Assoziationen zum Text oder zur Stimmung des ursprünglichen Stückes wecken kann und möglicherweise nicht der Anforderung genügt, die Heiligen Texte mit Würde und Ehrerbietung zu behandeln.A65
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Es spricht nichts dagegen, ein Gebet durch die Form der Bewegung oder des Tanzes zu interpretieren, sofern es in einem ehrfürchtigen Geist getan wird; aber es sollte möglichst nicht vom Lesen der Worte begleitet werden.A66
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Das Haus der Gerechtigkeit ist erfreut, über Ihre Lehraktivitäten und Ihre unermüdliche Hingabe an die Sache Gottes zu hören, trotz der Schwierigkeiten, die Sie als Musiker erleben. In Beantwortung Ihrer Frage: Die Bahá’í-Lehren sehen in keiner Weise stillschweigend über die schlechte Behandlung von Musikern oder anderen Künstlern hinweg, noch wird von den Künstlern erwartet, dass sie ihre Entscheidungsfreiheit den Launen oder selbst den entschiedenen Ansichten anderer Bahá’í opfern. Hinsichtlich der von Ihnen angesprochenen Schwierigkeiten und dem Zwiespalt zwischen Ihrem Wunsch, durch Musik die Sache zu lehren und dem gleichzeitigen Erfordernis, Ihren Lebensunterhalt zu verdienen, wird Ihnen geraten, sich selbst Ihre Grenzen zu setzen. In einem im Auftrag Shoghi Effendis verfassten Brief, vom 23. Februar1933, finden wir beispielsweise folgenden Rat an einen Gläubigen:
»Der Rat, den Ihnen Shoghi Effendi gab in Bezug auf die Aufteilung Ihrer Zeit zwischen dem Dienst an der Sache Gottes und Ihren anderen Aufgaben, wurde auch von Bahá’u’lláh und dem Meister schon vielen anderen Freunden gegeben. Es ist ein Kompromiss zwischen den zwei Versen des Aqdas; der eine macht es jedem Bahá’í zur Pflicht, dem Fortschritt der Sache zu dienen, und der andere besagt, dass jede Seele einer Tätigkeit nachgehen sollte, die der Gesellschaft nützt. In einem Seiner Sendschreiben sagt Bahá’u’lláh, dass die höchste Form der Loslösung an diesem Tage die ist, dass man einer Tätigkeit nachgeht und sich selbst versorgt. Ein guter Bahá’í ist folglich derjenige, der sein Leben in der Weise ordnet, dass er sich sowohl seinen materiellen Bedürfnissen widmet wie auch dem Dienst an der Sache Gottes.« Q8
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Ihr aufrichtiger Wunsch, das Theater als ein Mittel zur Verbreitung der Grundsätze des Glaubens unter den Menschen zu nützen, ist lobenswert und das Haus der Gerechtigkeit hofft, dass Ihre Bemühungen bei diesem Vorhaben sowohl für Sie persönlich Erfüllung als auch für die Gemeinde Nutzen bringen mögen. Wie Sie selbst erwähnten, sind Sie sich der Schwierigkeiten und möglichen Fallstricke bei Bahá’í-Theaterstücken bewusst. In der derzeitigen Atmosphäre von Intoleranz in Ihrem Land ist es wichtig, keine Stücke zu schreiben, welche die Abneigung der Öffentlichkeit oder die Entrüstung religiöser Fundamentalisten wecken könnten.A67
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… traditionelle Tänze als Ausdruck einer Kultur sind in Bahá’í-Zentren erlaubt. Es sollte jedoch berücksichtigt werden, dass die traditionellen Tänze meist bestimmte Themen oder eine Geschichte darstellen. Insofern muss sichergestellt werden, dass die Themen dieser Tänze mit den hohen ethischen Maßstäben der Sache in Einklang stehen und keine Assoziationen wecken, die niedere Instinkte und unziemliche Leidenschaften hervorrufen. …
Wenn die Choreographie eines Tanzes darauf ausgerichtet ist, die Bahá’í-Lehren zu unterstützen und zu verbreiten, und dies in einer Weise getan werden kann, die den Adel dieser Prinzipien widerspiegelt und angemessene Gefühle hinsichtlich Respekt und Ehrerbietung hervorrufen, steht einer Umsetzung von Textpassagen aus den Schriften in die Form eines Tanzes nichts entgegen. Hierbei wäre es jedoch vorzuziehen, wenn der Tanz nicht vom Lesen der Worte begleitet würde.
Der Grundsatz, der die Freunde bei ihren Überlegungen hinsichtlich dieser Frage leiten soll, ist die Beachtung von »Mäßigung in allem, was Kleidung, Sprache und Unterhaltung und alle künstlerischen und literarischen Betätigungen« angeht.A68
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Es gibt natürlich keinen Einwand, den Begriff ›Bahá’í-Künstler‹ zu verwenden, aber zu diesem Zeitpunkt der Bahá’í-Sendung sollten wir die Begriffe ›Bahá’í-Kunst‹, ›Bahá’í-Musik‹ oder ›Bahá’í-Architektur‹ nicht verwenden.A69
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Ein Roman als Medium bietet dem Autor große Freiheit, Ideen und Gedankengänge auszuarbeiten, die bis dahin unerforscht waren. Sofern der Glaube und Seine Lehren ausdrücklich in der Geschichte erwähnt werden, müssen Sie jedoch Sorgfalt walten lassen, um Interpretationen, die nicht korrekt sein könnten, keinen Raum zu geben. Wenn es jedoch in dem Roman keinen eindeutigen Bezug zum Glauben gibt, steht es Ihnen frei, Ihre Phantasie spielen zu lassen, um Ideen auszuleuchten, die ihren Ursprung in den Prinzipien des Glaubens haben.A70
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Bei all ihren Bemühungen, das Ziel des Vierjahresplanes zu erreichen, bitten wir die Freunde auch, dem Einsatz der Künste stärkere Aufmerksamkeit zu schenken und dies nicht nur im Rahmen der Proklamation, sondern auch bei der Verbreitung und Festigung. Die grafischen und darstellenden Künste und die Literatur haben bei der Ausweitung des Einflusses des Glaubens eine wichtige Rolle gespielt und können es auch weiterhin tun. Auf der Ebene der Volkskunst kann dieser Möglichkeit in allen Teilen der Welt, ob in Dörfern oder Städten, nachgegangen werden. Shoghi Effendi setzte hohe Erwartungen in die Künste als ein Mittel, Aufmerksamkeit auf die Lehren zu ziehen. Ein in seinem Auftrag an einen einzelnen Gläubigen geschriebener Brief vermittelt die Ansicht des Hüters: „Es wird die Zeit kommen, da der Glaube sich wie ein Lauffeuer verbreiten wird, da sein Geist und seine Lehren auf der Bühne oder in der Kunst und Literatur als Ganzes dargestellt werden wird. Kunst kann besser solch edle Gefühle wecken als kalte, rationale Erläuterungen, besonders unter der Masse der Bevölkerung.A71
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In vielen Teilen der Region wurde der Erziehung der Kinder nur unzureichende Aufmerksamkeit geschenkt. Weit umfangreichere Programme sollten in den Ländern, in denen hierfür ein Bedürfnis besteht, initiiert werden, um sicherzustellen, dass die Bahá’í-Kinder gefördert und ermutigt werden, einen wachen Verstand zu entwickeln sowie ein tiefes Verständnis für die göttlichen Lehren zu erhalten; sie sollen gut ausgerüstet sein, um in allen Bereichen des Glaubens mitarbeiten und in den Bereichen der Kunst, des Handwerks und der Wissenschaften für den Fortschritt der Gesellschaft ihren Beitrag leisten zu können. Derartige Programme, wenn sie sowohl Bahá’í- als auch Nicht-Bahá’í Kindern offenstehen, bieten eine wirkungsvolle Möglichkeit, den Segen bringenden Einfluss der Botschaft Bahá’u’lláhs einer breiten Gesellschaft zugänglich zu machen.A72
Bibliografie
Bahá’u’lláh
Kitáb-i-Aqdas, Auflage 6.02-Online (2020-08-08)
Ährenlese aus den Schriften Bahá’u’lláhs, Auflage 10.01-Online (2023-11-07)
Botschaften aus ‘Akká, Auflage 3.04-Online (2023-09-12)
‘Abdu’l-Bahá
Briefe und Botschaften, Auflage 4.01-Online (2021-09-29)
Tablets of ‘Abdu’l-Bahá Abbas, Volume III, Published by Bahá’í Publishing Society, Chicago, U.S.A.
Beantwortete Fragen, Auflage 13.01-Online (2022-01-25)
Promulgation of Universal Peace, Wilmette: Bahá’í Publishing Trust, 1982
‘Abdu’l-Bahá in London, Auflage 1.04-Online (2021-06-12)
Shoghi Effendi
Das Kommen Göttlicher Gerechtigkeit, Auflage 4.02-Online (2021-06-12)
Lady Blomfield, The Chosen Highway, Wilmette: Bahá’í Publishing Trust, 1954
Lucas, Mary L., A Brief Account to My Visit to Acca, (classic reprint) Forgotten Books 2017
Quellenangaben
Q1 Lady Blomfield, The Chosen Highway, S. 167
Q2 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 23. September 1980, An einen Gläubigen
Q3 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 29. Juli 1971, An einen Gläubigen
Q4 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 3. Dezember 1972 An einen Gläubigen
Q5 ‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften 74:2, Auflage 4.01-Online (2021-09-29)
Q6 Shoghi Effendis, Brief in seinem Auftrag vom 3. Juli 1949, An einen Gläubigen
Q7 Shoghi Effendi, handschriftlicher Nachtrag zu einem Brief in seinem Auftrag vom 8. April 1931, An einen Gläubigen
Q8 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 15. Februar 1990, An einen Gläubigen
Anmerkungen
A1 Übersetzung aus dem Persischen
A2 Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Aqdas 4:51
A3 Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Aqdas 4:116
A4 Bahá’u’lláh, in: Ährenlese aus den Schriften Bahá’u’lláhs 74:1
A5 Bahá’u’lláh, in: Ährenlese aus den Schriften Bahá’u’lláhs 82:7
A6 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká 11:42
A7 Einzigartiger persischer Musiker: Sänger, Instrumentalist und Erfinder vieler alter persischer Musikinstrumente, der um 600 A.D. am Hofe des Khosrow-Parviz aus der Sassaniden-Dynastie lebte.
A8 ›Vater der persischen Poesie‹ gest. 940 A.D.
A9 Namhafter muslimischer Gelehrter; Autor einer Abhandlung über Musik (ca. 870-950 A.D.)
A10 Arzt/Wissenschaftler/Philosoph, im Westen als Avicenna bekannt, der in einem seiner Hauptwerke einen Abschnitt der Musiktheorie widmete (ca. 980-1027 A.D.)
A11 Übersetzung aus dem Persischen
A12 Übersetzung aus dem Persischen
A13 Übersetzung aus dem Persischen
A14 Übersetzung aus dem Persischen
A15 Übersetzung aus dem Persischen
A16 Übersetzung aus dem Persischen
A17 Übersetzung aus dem Persischen
A18 Shahnáz, der Name der Empfängerin dieses Sendbriefes, ist auch die Bezeichnung einer musikalischen Tonart
A19 ‘Abdu’l-Bahá, in: Briefe und Botschaften 74:1–2
A20 ‘Abdu’l-Bahá, in: Briefe und Botschaften 102:3
A21 ‘Abdu’l-Bahá, in: Briefe und Botschaften 109:1
A22 ‘Abdu’l-Bahá, in: Briefe und Botschaften 154:3
A23 ‘Abdu’l-Bahá, in: Tablets of ‘Abdu’l-Bahá Abbas, Volume III, S. 59
A24 ‘Abdu’l-Bahá, in: Tablets of ‘Abdu’l-Bahá Abbas, Volume III, S. 512
A25 ‘Abdu’l-Bahá, in: Beantwortete Fragen 58:3
A26 ‘Abdu’l-Bahá, in: Promulgation of Universal Peace, 24. April 1912, Talk at Children’s Reception Studio Hall, 1219 Connecticut Avenue, Washington, D.C.
A27 ‘Abdu’l-Bahá, in: ‘Abdu’l-Bahá in London 5:37
A28 zit. in Mary L.Lucas, A Brief Account to My Visit to Acca, S.11-14
A29 Shoghi Effendi, in: Das Kommen Göttlicher Gerechtigkeit 47
A30 Shoghi Effendi, Brief vom 11. Dezember 1931, An einen Gläubigen
A31 Shoghi Effendi, Brief vom 2. Januar 1932, An einen Gläubigen
A32 Shoghi Effendi, Brief vom 3. April 1932, An einen Gläubigen
A33 Shoghi Effendi, Brief vom 20. Juni 1932, An einen Gläubigen
A34 Shoghi Effendi, Brief vom 10. Oktober 1932, An einen Gläubigen
A35 Shoghi Effendi, Brief vom 15. November 1932, An einen Gläubigen
A36 Shoghi Effendi, Brief vom 30. November 1932, An einen Gläubigen
A37 Shoghi Effendi, handschriftlicher Nachtrag eines Briefes in seinem Auftrag vom 6. August 1933 an einen Gläubigen
A38 Shoghi Effendi, Brief vom 17. März 1935, An einen Gläubigen
A39 Shoghi Effendi, Brief vom 25. Juli 1936, An einen Gläubigen
A40 Shoghi Effendi, Brief vom 4. November 1937, An einen Gläubigen
A41 Shoghi Effendi, Brief vom 23. Dezember 1942, An einen Gläubigen
A42 Shoghi Effendi, Brief vom 20. Juli 1946, An einen Nationalen Geistigen Rat
A43 Shoghi Effendi, Brief vom 22. Dezember 1948, An einen Nationalen Geistigen Rat
A44 Shoghi Effendi, Nachtrag eines Briefes in seinem Auftrag geschriebenen vom 1. März 1951, An einen Nationalen Geistigen Rat
A45 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 3. Februar 1952, An einen Gläubigen
A46 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 30. Juni 1952, An einen Nationalen Geistigen Rat
A47 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 2. Juli 1967, An alle Nationalen Geistigen Räte
A48 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 22. Februar 1971, An einen Nationalen Geistigen Rat
A49 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 3. Dezember 1972, An einen Gläubigen
A50 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 17. Januar 1973, An einen Nationalen Geistigen Rat
A51 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 18. Juli 1974, An einen Gläubigen
A52 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 25. Januar 1977, An einen Gläubigen
A53 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 9. März 1977, An einen Gläubigen
A54 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 10. Februar 1980, An die iranischen Bahá’í in der ganzen Welt
A55 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 21. Juli 1982, An einen Gläubigen
A56 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 9. August 1983, An einen Gläubigen
A57 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 5. Oktober 1983, An einen Nationalen Geistigen Rat
A58 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 3. September 1984, An einen Gläubigen
A59 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 8. Mai 1985, An die Bahá’í-Jugend der Welt
A60 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 23. Juni 1985, An einen Gläubigen
A61 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 20. August 1985, An einen Nationalen Geistigen Rat
A62 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 23. Februar 1987, An einen Gläubigen
A63 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 24. September 1987, An einen Gläubigen
A64 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 30. Juni 1988, An einen Gläubigen
A65 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief in seinem Auftrag vom 6. Dezember 1989, An eine Einzelperson
A66 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 4. Januar 1990, An einen Gläubigen
A67 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 9. April 1990, An einen Nationalen Geistigen Rat
A68 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 20. Juni 1991, An einen Nationalen Geistigen Rat
A69 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 12. März 1992, An zwei Gläubige
A70 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 15. Februar 1994, An einen Gläubigen
A71 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 21. April 1996, An die Bahá’í der Welt
A72 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 21. April 1996, An die Bahá’í in Australien
Die Bedeutung der Künste
Textzusammenstellung
Die Botschaft des Universalen Hauses der Gerechtigkeit zu Riḍván 1996 an die Bahá’í der Welt lenkte unsere Aufmerksamkeit auf die Bedeutung der Kunst, insbesondere der bildenden und darstellenden Künste und der Literatur bei der Proklamation, der Ausbreitung und der Festigung des Bahá’í-Glaubens. In dieser Zusammenstellung soll ausführlich darauf eingegangen werden. Während in den englischen Übersetzungen der Schriften Bahá’u’lláhs und ‘Abdu’l-Bahás oft auf „die Künste“ Bezug genommen wird, kann doch der Gebrauch des Begriffes „Künste“ in vielen dieser Textstellen irreführend sein, da die ursprüngliche Bedeutung des Wortes oftmals ein weites Feld von Aktivitäten wie gewerbliche Berufe und Handwerke beinhaltet. Die Textauszüge in dieser Zusammenstellung wurden ausgewählt, weil sie sich hauptsächlich auf die bildenden und darstellenden Künste und die Literatur beziehen.
Aus den Schriften Bahá’u’lláhs
1
Die Sonne der Wahrheit ist das Wort Gottes, von dem die Erziehung derer abhängt, die mit der Kraft des Verstehens und der Rede begabt sind. Sie ist der wahre Geist und das himmlische Wasser, durch deren Hilfe und barmherzige Vorsehung alle Dinge belebt wurden und werden. In allen Spiegeln wird ihre Erscheinung durch die Farbe des Spiegels bestimmt. Wenn ihr Licht zum Beispiel auf die Spiegel der Herzen der Weisen geworfen wird, bringt es Weisheit hervor. In gleicher Weise entfaltet es, wenn es sich in den Spiegeln der Herzen von Künstlern offenbart, neue und einzigartige Künste. Und spiegelt es sich in den Herzen derer wider, die die Wahrheit erkennen, enthüllt es wundervolle Zeichen wahren Wissens und bringt die Wahrheit der Gottesworte ans Licht.A1
2
Wir haben euch Musik und Gesang erlaubt, doch seht euch vor, dass dies euch nicht verleite, des Anstands und der Würde Grenzen zu überschreiten. Eure Freude entspringe Meinem Größten Namen, einem Namen, der das Herz frohlocken lässt und allen Gott Nahen den Geist mit Verzückung erfüllt. Wir haben wahrlich die Musik zu einer Leiter für eure Seelen gemacht, zu einem Mittel für ihren Aufschwung in das Reich der Höhe. So macht sie nicht zu einem Flügelpaar des Selbstes und der Leidenschaft. Wir wollen euch wahrlich nicht den Narren zugesellt sehen.A2
3
Wer die Verse des Allbarmherzigen in den melodischsten Tönen vorträgt, wird durch sie zu einer Erkenntnis gelangen, mit der sich die Souveränität über Erde und Himmel nicht vergleichen lässt. Aus ihnen werden die Menschen den Duft Meiner Welten verspüren – Welten, die an diesem Tage keiner erkennen kann außer denen, die durch diese hehre, diese strahlend schöne Offenbarung mit Scharfblick ausgestattet sind. Sprich: Diese Verse ziehen Herzen, die rein sind, hin zu jenen geistigen Welten, die weder beschrieben noch angedeutet werden können. Selig sind die Hörenden.A3
4
Ein jegliches Wort, das aus dem Munde Gottes hervorgeht, ist mit solcher Kraft versehen, dass es jeder menschlichen Gestalt neues Leben einflößen kann – gehörtet ihr doch zu denen, die diese Wahrheit begreifen! Alle wunderbaren Werke, die ihr in dieser Welt seht, sind durch das Wirken Seines höchsten, erhabensten Willens, Seines wunderbaren, unerschütterlichen Planes offenbart. Durch die bloße Offenbarung des Wortes ›Gestalter‹, das aus Seinem Munde hervorgeht und der Menschheit Seine Eigenschaft verkündet, hat Er eine Kraft entfesselt, die über die Zeitalter hindurch all die mannigfaltigen Künste erzeugt, derer des Menschen Hände fähig sind. Dies ist wahrlich eine unumstößliche Wahrheit. Kaum wird dieses strahlende Wort geäußert, da bringen seine belebenden, in allem Erschaffenen wirkenden Kräfte die Mittel hervor, die solche Künste schaffen und zur Vollendung bringen. Alle wundersamen Errungenschaften, die ihr jetzt seht, sind die direkte Folge der Offenbarung dieses Namens.A4
5
Die Seele, die der Sache Gottes treu bleibt und unbeirrbar Seinem Pfade folgt, wird nach ihrem Aufstieg solche Kraft besitzen, dass alle Welten, die der Allmächtige erschaffen hat, durch sie gefördert werden können. Eine solche Seele sorgt auf Geheiß des wahren Königs und göttlichen Erziehers für den reinen Sauerteig, der die Welt des Seins durchdringt und jene Kraft spendet, durch welche die Künste und Wunderwerke der Welt offenbar werden.A5
6
Jedes deiner Dichterworte ist fürwahr wie ein Spiegel, der die Zeichen deiner Ergebenheit und Liebe für Gott und Seine Erwählten wiedergibt. Wohl dir, der du den erlesenen Wein der Rede getrunken hast und des sanften Stromes wahren Wissens teilhaftig wurdest. Glücklich, wer sich satt trinkt und zu Ihm gelangt, aber wehe den Achtlosen! Deine Gedichte zu lesen, war wirklich sehr eindrucksvoll, denn aus ihnen spricht sowohl das Licht der Vereinigung wie das Feuer der Trennung.A6
Aus den Schriften ‘Abdu’l-Bahás
7
O Musiker Gottes! Die Gemeinschaft der Sänger, die in den Gärten der Heiligkeit verweilen, müssen in diesem Zeitalter einen so jubelnden Ausbruch an Liedern hervorströmen lassen, dass die Vögel auf dem Feld in heftigem Entzücken auffliegen; und an diesem göttlichen Festtag, an dieser himmlischen Tafel sollten sie die Laute und die Harfe, die Viola und die Lyra auf solche Art spielen, dass die Menschen des Ostens und des Westens mit äußerster Freude und Fröhlichkeit erfüllt und von Jubel und Glück mitgerissen werden. Nun geziemt es dir, die Melodie dieser göttlichen Lyra anzustimmen und auf dieser himmlischen Laute zu spielen, auf dass dadurch BárbudA7 ins Leben zurückgerufen und RúdakíA8 getröstet und FárábíA9 ruhelos und Ibn-i-SínáA10 zum Sinai Gottes geleitet werden. Auf dir seien Gruß und Preis.A11
8
Ich hoffe aufrichtig, dass du all die persischen Gedichte, die die Gesegnete Schönheit offenbarte, auswendig lernen und sie mit einer Stimme von unvergleichlicher Lieblichkeit auf Bahá’í-Treffen und -Versammlungen singen wirst. Der Tag ist nicht mehr fern, da diese Gedichte in westlicher Musik vertont werden, und der süße Klang dieser Lieder das Abhá-Königreich mit äußerster Freude und Fröhlichkeit erreichen wird.A12
9
Die Kunst der Musik muss auf die höchste Entwicklungsstufe gehoben werden, denn sie ist eine der wunderbarsten Künste, und in diesem herrlichen Zeitalter des Herrn der Einheit ist es höchst wichtig, sie vollkommen zu beherrschen. Man muss indessen bemüht sein, den Grad künstlerischer Vollkommenheit zu erlangen und nicht wie solche sein, die etwas unvollendet lassen.A13
10
O Nachtigall des Rosengartens Gottes! Das Singen von Melodien wird die Menschenwelt beleben und beglücken, die Hörer werden entzückt und erfreut und ihre tiefsten Gefühle werden erregt. Aber diese Freude, diese Gefühlsregung ist vergänglich und wird binnen kurzem vergessen sein. Du jedoch, Preis sei Gott, hast deine Hymnen mit den Melodien des Königreiches verbunden, du wirst der Welt des Geistes Trost geben und wirst immerwährend geistige Gefühle hervorrufen. Dies wird ewig währen und die Umwälzungen von Zeitaltern und Jahrhunderten überdauern.A14
11
O Diener Bahás! Musik wird an der Schwelle des Allmächtigen als lobenswerte Wissenschaft betrachtet, mögest du in großen Zusammenkünften und Versammlungen die Verse mit wunderbaren Weisen singen und solche Hymnen des Lobpreises im Mashriqu’l-Adhkár anstimmen, dass die Himmlischen Heerscharen entzückt werden. Bedenke kraft dessen, wie sehr die Kunst der Musik hoch geschätzt und gepriesen wird. Versuche, wenn du vermagst, geistige Melodien, Lieder und Weisen zu verwenden und die irdische Musik in Einklang mit der himmlischen Melodie zu bringen. Dann wirst du feststellen, welch großen Einfluss Musik ausübt und welch himmlische Freude und Leben sie verleiht. Stimme solche Lieder und Weisen an, auf dass die Nachtigallen des göttlichen Geheimnisses mit Freude und Verzückung erfüllt werden.A15
12
Ich freue mich zu hören, dass du dir mit deiner Kunst Mühe gibst, denn in diesem wundervollen neuen Zeitalter ist Kunst Gottesdienst. Je mehr du dich bemühst, sie zu vervollkommnen, desto näher wirst du Gott kommen. Welches Geschenk könnte größer sein als dieses, dass die Kunst eines Menschen gleichbedeutend sei mit der Anbetung des Herrn? Das bedeutet, dass, wenn deine Finger den Pinsel ergreifen, es ist, als ob du im Tempel beten würdest.A16
13
Zu den größten aller großen Dienste gehört die Kindererziehung und die Förderung der verschiedenen Wissenschaften, Handwerke und Künste. Gelobt sei Gott, ihr unternehmt nun eifrige Anstrengungen zu diesem Ziel. Je beharrlicher ihr diese höchst wichtige Aufgabe verfolgt, desto mehr werdet ihr Zeugen der Bestätigungen Gottes sein, bis zu einem solchen Grade, dass ihr selbst erstaunt sein werdet.A17
14
O du Vöglein, das so lieblich die Schönheit Abhá besingt! In dieser neuen, wunderbaren Sendung wurden die Schleier des Aberglaubens zerrissen und die Vorurteile der östlichen Völker missbilligt. Die Musik wurde bei einigen östlichen Völkern als verwerflich angesehen, aber in diesem neuen Zeitalter hat das Licht der Offenbarung in Seinen heiligen Sendbriefen besonders dargelegt, dass Musik, gesungen oder gespielt, geistige Nahrung für Herz und Seele ist.
Die Musik gehört zu den Künsten, die höchstes Lob verdienen. Sie bewegt alle Herzen, die traurig sind. O ShahnázA18, spiele und singe darum die heiligen Worte Gottes in den Versammlungen der Freunde mit herrlichen Tönen, so dass die Ketten des Kummers und der Sorge von den Hörern abfallen, ihre Seelen sich vor Freude erheben und sich demütig im Gebet dem Reiche der Herrlichkeit zuwenden.A19
15
So strengt euch denn mächtig an, ihr Geliebten Gottes, damit ihr diesen Fortschritt und alle diese Bestätigungen an euch selber zeigt und Brennpunkte für Gottes Gnadengaben, Aufgangsorte Seiner lichtvollen Einheit, Förderer aller Segnungen und Gunstbeweise kultivierten Lebens werdet! Werdet dortzulande zur Vorhut menschlicher Vollkommenheit, tragt die verschiedenen Wissenszweige voran, seid aktiv und fortschrittlich auf dem Gebiet der Erfindungen und Künste. Bemüht euch, das menschliche Verhalten zu verbessern, und trachtet danach, die ganze Welt sittlich zu übertreffen. Solange die Kinder noch klein sind, nährt sie an der Brust himmlischer Gnade, hegt sie in der Wiege aller Vollkommenheiten, zieht sie groß in den Armen der Gabenfülle. Gönnt ihnen den Vorzug alles brauchbaren Wissens. Lasst sie teilhaben an jedem neuen, trefflichen, wundersamen Handwerk und Kunstgewerbe. Erzieht sie zu Arbeit und Einsatz, gewöhnt sie an Mühsal.A20
16
O ihr, die ihr Gottes Gunst empfanget! Die unerschütterliche Grundlage dieses neuen, wunderbaren Zeitalters ist das Lehren der Wissenschaften und Künste. Nach den ausdrücklichen Heiligen Worten muss jedes Kind in ausreichendem Maß in Kunst und Handwerk unterwiesen werden. Deshalb müssen in jeder Stadt und jedem Dorf Schulen errichtet werden, und jedes Kind dieser Stadt oder dieses Dorfes muss im nötigen Umfang lernen.A21
17
O du Sohn des Königreiches! Alles mit der Liebe Gottes Verbundene ist nützlich; ohne Seine Liebe sind alle Dinge schädlich und treten als Schleier zwischen den Menschen und den Herrn des Königreiches. Wo Seine Liebe ist, wird jede Bitternis süß und jede Gnadengabe bringt wohltuende Freude. So bringt zum Beispiel eine dem Ohr süße Melodie dem in Gott verliebten Herzen den wahren Geist des Lebens, die in sinnlichem Verlangen versunkene Seele jedoch besudelt sie mit Begierde.A22
18
O du Vogel der erquickenden Klänge! Dein kleines Buch mit Gedichten, die sehr lieblich sind, wurde gelesen. Es war eine Quelle der Freude, denn es war eine geistige Hymne und eine Melodie der Liebe Gottes.
Erhalte diesen Wohlklang, so lange du kannst in den Versammlungen der Geliebten; so mögen die Gemüter Ruhe und Freude finden und sich auf die Liebe Gottes einstimmen. Wenn ausdrucksvolle Rede, Schönheit der Bedeutung und Liebreiz der Komposition sich mit neuen Melodien vereinigen, ist die Wirkung immer groß, besonders, wenn es sich um die Hymnen der Verse der Einheit und die Lieder des Lobpreises des Herrn der Herrlichkeit handelt.
Bemühe dich auf das Äußerste, schöne Gedichte zu verfassen, dazu bestimmt, mit himmlischer Musik gesungen zu werden; auf dass ihre Schönheit die Gemüter bewegen und die Herzen der Hörer beeindrucken möge.A23
19
O du Rechtschaffener! Danke Gott, dass du in Musik und Melodie geschult bist und mit angenehmer Stimme die Verherrlichung und den Lobpreis des Ewigen, des Lebendigen, singst. Ich bete zu Gott, dass du diese Gabe bei Gebet und Andacht einsetzen mögest, damit die Seelen belebt, die Herzen angezogen und alle vom Feuer der Liebe zu Gott entflammt werden mögen.A24
20
Den höchsten Grad an Begriffsvermögen in der Welt der Natur besitzt die vernunftbegabte Seele. Diese Kraft und dieses Begriffsvermögen haben alle Menschen gemein, ob sie nun achtlos oder aufmerksam sind, ob sie vom Weg abgekommen oder treu sind. In der Schöpfung Gottes umfasst die vernunftbegabte Seele des Menschen alle anderen erschaffenen Dinge und zeichnet sich ihnen gegenüber aus: Da sie edler und vornehmer ist, umfasst sie alle. Durch die Kraft der vernunftbegabten Seele kann der Mensch die Wirklichkeit der Dinge entdecken, ihre Merkmale begreifen und die Geheimnisse des Daseins durchdringen. Alle Wissenschaften, Wissensgebiete, Künste, Erfindungen, Einrichtungen, Unternehmungen und Entdeckungen entspringen dem Begriffsvermögen der vernunftbegabten Seele.A25
Aus mündlichen Äußerungen ‘Abdu’l-Bahás
21
Was ist das für eine wunderbare Versammlung! Dies sind die Kinder des Königreichs. Das Lied, das wir gerade hörten, war sehr schön – sowohl die Melodie, als auch die Worte. Musik ist eine göttliche Kunst mit großer Wirkung. Sie ist Nahrung für Seele und Geist. Durch den Zauber und die Macht der Musik wird der Geist des Menschen erhoben. Sie besitzt eine wunderbar bewegende Wirkung auf die Herzen der Kinder, denn ihre Herzen sind rein, und Melodien haben großen Einfluss auf sie. Die Musik bringt die verborgenen Talente, mit denen die Herzen dieser Kinder begabt sind, zum Ausdruck. Darum müsst ihr alles tun, um ihre Kunstfertigkeit zu fördern. Lehrt sie, vortrefflich und eindrucksvoll zu singen. Jedes Kind sollte etwas von Musik verstehen, denn ohne Kenntnis dieser Kunst kann man sich an Instrumentalmusik und Gesang nicht richtig erfreuen. Genauso wichtig ist es, dass an Schulen Musik unterrichtet wird, damit die Herzen und Seelen der Schüler belebt und beflügelt werden und Freude ihr Leben erhellt.A26
22
Ein Schauspieler erwähnte das Schauspiel und dessen Einfluss. »Das dramatische Schauspiel ist höchst bedeutsam«, sagte ‘Abdu’l-Bahá. »Früher hatte es große erzieherische Kraft, und diese wird es wieder erlangen.« Er schilderte, wie Er als kleiner Junge das Mysterienspiel vom Verrat an ‘Alí und dessen Leidensweg gesehen habe und Ihn dieses Spiel so tief ergriffen habe, dass Er weinte und nächtelang nicht schlafen konnte.A27
23
‘Abdu’l-Bahá sagte: »Jede Kunst ist eine Gabe des Heiligen Geistes. Wenn dieses Licht durch den Geist eines Musikers scheint, manifestiert es sich in wunderschönen Harmonien. Und scheint es durch den Geist eines Dichters, wird es durch feine Poesie und poetische Prosa sichtbar. Wenn das Licht der Sonne der Wahrheit den Geist eines Malers inspiriert, bringt er wunderbare Bilder hervor. Diese Gaben erfüllen ihren höchsten Zweck, wenn sie den Lobpreis Gottes kundtun.«Q1
24
Es ist für Herz und Geist natürlich, dass sie Freude und Vergnügen für alles empfinden, was Symmetrie, Harmonie und Vollkommenheit ausdrückt. Zum Beispiel ein schönes Haus, ein wohlgestalteter Garten, eine symmetrische Linie, eine anmutige Bewegung, ein schön geschriebenes Buch, gefällige Kleidung – ja eigentlich alles, was Anmut oder Schönheit in sich trägt, wirkt wohltuend auf Herz und Geist – daher ist es ganz sicher, dass eine reine Stimme Freude hervorruft.A28
Aus den Schriften Shoghi Effendis
25
Solch ein keusches und heiliges Leben mit seinen Kennzeichen der Bescheidenheit, Reinheit, Enthaltsamkeit, Anständigkeit und inneren Sauberkeit bedingt nichts weniger als Mäßigung in allem, was zu Kleidung, Sprache, Vergnügen sowie allen künstlerischen und literarischen Zerstreuungen gehört. Es verlangt tägliche Wachsamkeit in der Beherrschung der fleischlichen Wünsche und verderbten Neigungen. Es fordert die Aufgabe leichtfertigen Verhaltens mit seiner übertriebenen Verhaftung an nichtssagende und oft missgeleitete Freuden. Es verlangt völlige Enthaltung von allen alkoholischen Getränken, von Opium und ähnlichen Drogen, die zur Gewohnheit werden können. Es verurteilt die erniedrigende Verwendung von Kunst und Literatur, Nacktkultur und Kameradschaftsehe, eheliche Untreue und alle Arten des zwanglosen geschlechtlichen Verkehrs, leichtfertige Vertraulichkeit und geschlechtliche Laster. Es kann keinen Kompromiss dulden mit den Lehren, Maßstäben, Gewohnheiten und Übertreibungen eines verfallenden Zeitalters. Nein, es sucht vielmehr durch die anfeuernde Kraft seines Beispiels den schädlichen Charakter solcher Lehren, die Falschheit solcher Maßstäbe, die Hohlheit solcher Ansprüche, die Entartung solcher Gewohnheiten und die Schändlichkeit solcher Übertreibungen zu beweisen.A29
Aus Briefen im Auftrag Shoghi Effendis
26
Shoghi Effendi bittet mich, den Eingang Ihres Briefes vom 27. Oktober 1931 zu bestätigen, der zusammen mit der Begleitmusik zu The Lonely Stranger von … gesandt wurde. Er hofft aufrichtig, dass, wenn die Sache Gottes wächst und begabte Menschen unter ihr Banner treten, sie damit beginnen werden, in der Kunst den Geist, der ihre Seelen belebt, zu symbolisieren. Jede Religion hat eine Form der Kunst mit sich gebracht – lasst uns schauen, welche Wunder diese Sache mit sich bringen wird. Solch ein herrlicher Geist sollte auch einer herrlichen Kunst Raum geben. Der Tempel in all seiner Schönheit ist nur der erste Strahl einer frühen Dämmerung; noch wundervollere Dinge werden in Zukunft vollbracht werden.A30
27
Er möchte in The Bahá’í World einen neuen Abschnitt einführen, der ganz den von Bahá’í verfassten Gedichten gewidmet ist. Obgleich es ein bescheidener Beginn ist, so mag es doch der Anfang großer zukünftiger Beiträge sein. Shoghi Effendi möchte damit die Begabten dazu ermutigen, dem sie erfüllenden wunderbaren Geist Ausdruck zu verleihen. Wir brauchen in der Sache Gottes Dichter und Schriftsteller, und dies ist zweifellos eine gute Möglichkeit, sie anzuspornen. Einige der Gedichte wurden von sehr jungen Menschen geschrieben, doch klingen sie so echt und drücken solche Gedanken aus, dass man nur innehalten und staunen kann. In Persien hat der Glaube Gottes Dichter hervorgebracht, die sogar Nicht-Bahá’í als groß erachten. Wir hoffen, dass es nicht lange dauern wird, bis sich auch im Westen solche Wesen erheben.A31
28
Gewiss wird mit der Ausbreitung des Geistes Bahá’u’lláhs eine neue Epoche in Kunst und Literatur anbrechen. Während zuvor die Form perfekt war, es aber an Geist fehlte, wird sich nun in einer unermesslich verbesserten Form ein herrlicher Geist durch die neubelebte Schöpferkraft in der Welt verkörpern.A32
29
Shoghi Effendi bittet mich, den Eingang Ihres Briefes vom 18. Mai 1932 zu bestätigen. Er ist sehr erfreut zu erfahren, dass Ihnen Nabils Bericht gefallen hat, denn seine größte Belohnung besteht darin zu sehen, dass sein Werk, das ihn so viel Arbeit und Mühe gekostet hat, den Freunden hilft, den Geist, der diese Bewegung belebt und das beispielhafte Leben der heroischen Seelen, die ihn in die Welt hineingetragen haben, besser und umfassender zu verstehen.
Der Hüter hofft aufrichtig, dass die Freunde durch das Lesen dieses Buches zu größerer Aktivität und einem höheren Grad des Opfers angeregt werden, dass sie eine tiefere Vergegenwärtigung dieser Sache erreichen, dessen Ausbreitung und letztendlicher Sieg ihrer Obhut anvertraut ist. Wie einige, die das Buch gelesen haben bemerkten, kann sich niemand mit diesen Lebensläufen vertraut machen, ohne dazu inspiriert zu werden, ihnen auf ihrem Weg zu folgen.
Es ist sicherlich wahr, dass der Geist dieser heroischen Seelen viele Künstler bewegen wird, ihr Bestes zu geben. Es sind solche Lebensläufe, die in der Vergangenheit Dichter inspiriert und die Pinsel von Malern in Bewegung gesetzt haben.A33
30
Shoghi Effendi war sehr interessiert, vom Erfolg des Festzugs der Nationen zu erfahren, den Sie veranstalteten. Er hofft aufrichtig, dass alle Anwesenden durch denselben Geist inspiriert wurden, der auch Sie bei der Vorbereitung erfüllte.
Gerade durch solche Darbietungen können wir das Interesse einer großen Schar von Menschen am Geist der Sache Gottes wecken. Es wird die Zeit kommen, da der Glaube sich wie ein Lauffeuer verbreiten wird, wenn sein Geist und seine Lehren auf der Bühne oder in Kunst und Literatur als Ganzes dargestellt werden. Kunst kann solch edle Gefühle besser erwecken als kalte, rationale Erläuterungen, besonders unter der Masse der Bevölkerung.
Wir brauchen nur noch ein paar Jahre zu warten, um zu sehen, wie der von Bahá’u’lláh eingehauchte Geist in den Arbeiten von Künstlern seinen Ausdruck findet. Was sie und einige andere Bahá’í gerade versuchen, ist nur ein schwacher Schimmer, der dem strahlenden Licht eines herrlichen Morgens vorangeht. Wir können noch nicht abschätzen, welchen Anteil die Sache im Leben der Gesellschaft zu spielen bestimmt ist. Wir müssen ihr Zeit lassen. Das Material, das dieser Geist formen muss, ist zu roh und unwürdig, aber es wird am Ende nachgeben, und die Sache Bahá’u’lláhs wird sich in ihrem vollen Glanze offenbaren.A34
31
Der Hüter schätzt die Hymnen, die sie so herrlich komponieren. In ihnen sind ganz sicher die Wirklichkeiten des Glaubens enthalten; sie werden ihnen helfen, die Botschaft den Jugendlichen zu übermitteln. Es ist die Musik, die uns hilft, den menschlichen Geist anzuregen. Sie ist ein wichtiges Mittel, das uns hilft, mit der Seele zu kommunizieren. Der Hüter hofft, dass sie mit Hilfe der Musik den Menschen die Botschaft bringen und ihre Herzen anziehen werden.A35
32
Was Bahá’u’lláh mit »Wissenschaften, die mit Worten beginnen und enden« in erster Linie meint, sind theologische Abhandlungen und Kommentare, die den menschlichen Verstand nur belasten, statt ihm zu helfen die Wahrheit zu finden. Die Studenten pflegen ihr Leben solchen Studien zu widmen, aber erreichen nichts. Bahá’u’lláh hat gewiss niemals beabsichtigt, das Schreiben von Geschichten in diese Kategorie einzuordnen; auch sind Kurzschrift und Maschineschreiben äußerst nützliche Fähigkeiten, die im gegenwärtigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben sehr benötigt werden.
Sie könnten aber – und sollten – ihre Geschichten dazu nutzen, dass sie den Lesern zur Quelle der Inspiration und Führung werden. Mit einer solchen Fähigkeit können sie den Geist und die Lehren der Sache Gottes verbreiten; sie können auf die Übel in der Gesellschaft hinweisen und auch, auf welche Art sie behoben werden können. Wenn sie ein echtes Talent zum Schreiben besitzen, dann sollten sie es als eine Gabe Gottes ansehen und sich darum bemühen, es zur Besserung der Gesellschaft einzusetzen.A36
33
Ihr Nabil gewidmetes Gedicht hat mich tief berührt… Ich würde auch jedes weitere Gedicht aus Ihrer begabten Feder freudig begrüßen, das irgendeine Phase oder Episode behandelt, die in Nabils unsterblichem Bericht erzählt wird. Sie leisten der Sache Gottes einzigartige und bemerkenswerte Dienste. Seien Sie glücklich und fahren Sie unbeirrt in Ihren edlen Bemühungen fort.A37
34
In Bezug auf die Hauptfrage, die Sie im Zusammenhang mit dem Singen von Liedern bei Bahá’í-Versammlungen gestellt haben, bittet er (der Hüter) mich, Ihnen zu versichern, dass er keinerlei Einwände dagegen hat. Das Element Musik ist zweifellos bei allen Bahá’í-Zusammenkünften ein wichtiger Faktor. Der Meister selbst hat ihre Bedeutung betont. Die Freunde sollten jedoch in dieser Beziehung, wie auch in allen anderen Fällen, nicht die Grenzen der Mäßigung überschreiten und dafür Sorge tragen, den streng geistigen Charakter all ihrer Versammlungen zu wahren. Musik sollte zu Geistigkeit führen, vorausgesetzt, sie schafft eine solche Atmosphäre, kann es keine Einwände geben.
Ein Unterschied von entscheidender Bedeutung muss jedoch klar herausgestellt sein zwischen dem Singen von Liedern, die von den Freunden vertont wurden und dem Intonieren der Heiligen Texte.A38
35
Nun zu Ihrer Frage, ob es ratsam ist, Episoden aus der Bahá’í-Geschichte in Dramen darzustellen. Der Hüter erachtet es für gut und ermutigt sogar die Freunde, sich mit solchen literarischen Aufgaben zu befassen, die zweifellos von immensem Wert bei der Lehrarbeit sein können. Allerdings wünscht er, dass die Freunde es vermeiden, die Gestalten von Báb, Bahá’u’lláh und ‘Abdu’l-Bahá als agierende Personen auf der Bühne darzustellen. Dies wäre, wie er schon früher erwähnte, sehr respektlos. Allein die Tatsache, dass sie auf der Bühne erscheinen, stellt einen Akt der Unhöflichkeit dar, der in keiner Weise mit ihrer höchst erhabenen Stellung in Einklang gebracht werden kann. Vorzugsweise sollten ihre Botschaft oder ihre tatsächlichen Worte wiedergegeben und von ihren Anhängern, die auf der Bühne erscheinen, berichtet werden.A39
36
Der Hüter war auch erfreut, von Ihrem starken Interesse an Musik zu erfahren und von Ihrem Wunsch, dem Glauben in dieser Richtung zu dienen. Obgleich wir jetzt erst am Anfang der Bahá’í-Kunst stehen, sollten die Freunde, die das Gefühl haben, in dieser Hinsicht begabt zu sein, sich um die Entwicklung und Kultivierung dieser Gaben bemühen und in Ihrer Arbeit – wie unzulänglich auch immer – den göttlichen Geist widerspiegeln, den Bahá’u’lláh in die Welt gehaucht hat.A40
37
… Sie erheben die Frage, wie für Bahá’í-Musiker und -Komponisten die Quelle der Inspiration sein wird: Die Musik der Vergangenheit oder das Wort? Wir, die wir erst an der Schwelle der Bahá’í-Kultur stehen, können unmöglich vorhersehen, welche Form und welche Eigenschaften die Kunst der Zukunft haben wird, die von dieser machtvollen neuen Offenbarung inspiriert wird. Wir können nur dessen sicher sein, dass sie wunderbar sein wird; da jede Religion eine Kultur hervorbrachte, die in vielfältigen Formen erblühte, so können wir auch von unserem geliebten Glauben annehmen, dass er das Gleiche bewirken wird. Es ist jetzt verfrüht, verstehen zu wollen, wie das sein wird.A41
38
Musik ist eine der Künste, die eine natürliche kulturelle Entwicklung durchmacht. Der Hüter ist nicht der Ansicht, dass man so etwas wie eine ›Bahá’í-Musik‹ kultivieren sollte, da wir ja auch nicht versuchen, eine Bahá’í-Schule der Malerei oder der Schriftstellerei zu entwickeln. Den Gläubigen steht es frei, zu malen, zu schreiben und zu komponieren, wie ihre Begabung es ihnen eingibt. Wenn beim Komponieren von Musik die heiligen Schriften mit einbezogen sind, steht es den Freunden frei, sie zu benutzen, aber es sollte nie als Erfordernis angesehen werden, eine solche Musik bei Bahá’í-Versammlungen zu spielen. Je weiter die Freunde sich von festen Formen entfernt halten desto besser, denn sie müssen sich dessen bewusst sein, dass der Glaube ganz universal ist; und was ihnen als ein schönes Beiwerk bei der Feier eines Festes etc. erscheinen mag, könnte für die Ohren von Menschen eines anderen Landes vielleicht als unangenehmes Geräusch erscheinen und umgekehrt. So lange sie Musik um der Musik willen machen, ist es in Ordnung, sie sollten sie aber nicht als Bahá’í-Musik betrachten.A42
39
… er möchte die Aufmerksamkeit Ihres Rates auf etwas sehr Wichtiges lenken, und das ist der Größte Name. Für ein westliches Auge, das in der Kunst der Kalligraphie – der am höchsten entwickelten Kunst im Osten – nicht geübt ist, erscheint fast jeder Größte Name, wenn er die entscheidenden Punkte beinhaltet, als der Größte Name. Für einen Orientalen kann es aber etwas Ungeheuerliches sein. Die exakten Proportionen müssen eingehalten werden. Der Größte Name darf nicht in die Breite – oder Höhe – gezogen werden, um einen länglichen Raum oder einen Kreis zu füllen.A43
40
Es war ein Kanadier französischer Abstammung, der durch seine Vision und sein Können wesentlich am Entwurf und der Ausgestaltung der Charakteristika des ersten Mashriqu’l-Adhkár des Westens beteiligt war. Dies war der erste Versuch, wie elementar auch immer, die Schönheit auszudrücken, die die Bahá’í-Kunst, wenn sie in ihrer Fülle entwickelt ist, den Augen der Welt unterbreiten wird.A44
Aus Briefen des Universalen Hauses der Gerechtigkeit und solchen, die in seinem Auftrag geschrieben wurden
41
Musik ist eine der Künste, und die Propheten Gottes lehren nicht die ›Künste‹, aber der gewaltige kulturelle Auftrieb, den Religion der Gesellschaft gibt, erzeugt nach und nach neue und wunderbare Formen der Kunst. Wir sehen dies in den verschiedenen Stilen von Architektur und Malerei, die mit der christlichen, der mohammedanischen, der buddhistischen und mit anderen Kulturen verbunden sind. Ebenso hat sich Musik auch als Ausdrucksweise der Völker entwickelt.
Wir glauben, dass in der Zukunft, wenn der Bahá’í-Geist die Welt durchdrungen und die Gesellschaft tiefgreifend verändert hat, die Musik dadurch beeinflusst werden wird, aber es gibt keine Bahá’í-Musik als solche. Alles, was über Musik in den Lehren steht, ist, dass sie das Herz und die Seele des Menschen sehr tief beeinflussen und eine äußerst erhebende Wirkung haben kann.A45
42
Bezüglich der Themen, die Sie in Ihrem Brief zur Sprache bringen, steht in den Lehren nichts gegen das Tanzen, aber die Freunde sollten bedenken, dass der Maßstab von Bahá’u’lláh Anstand und Keuschheit ist. Die Atmosphäre in modernen Tanzsälen, wo so viel Rauchen und Trinken und sexuelle Zügellosigkeit vor sich geht, ist sehr schlecht, aber anständige Tänze an sich sind nicht schädlich. Klassischer Tanz oder in der Schule das Tanzen zu lernen wird sicher nicht schaden. Es schadet auch nicht, in Dramen mitzuwirken oder als Schauspieler im Film. Das Schädliche ist heutzutage nicht die Kunst selbst, sondern die bedauerliche Korruption, die oft diese Künste umgibt. Als Bahá’í brauchen wir keine dieser Künste zu meiden, aber die Taten und die Atmosphäre, die manchmal mit diesen Berufen einhergehen, sollten wir meiden.A46
43
Werbung sollte wohl durchdacht, würdig und ehrfurchtsvoll sein. Ein Aufsehen erregendes Vorgehen, das anfänglich erfolgreich und viel Aufmerksamkeit auf die Sache Gottes lenkt, mag schließlich Abneigung erzeugen, die zu überwinden eine große Anstrengung kosten würde. Der durch den geliebten Hüter errichtete Maßstab von Würde und Ehrfurcht sollte immer aufrecht erhalten bleiben, besonders auf den Gebieten von Musik und Theater; Fotografien des Meisters sollten nicht willkürlich verwendet werden. Das heißt nicht, dass zum Beispiel die Aktivitäten der Jugendlichen gehemmt werden sollten; man kann ausgelassen sein, ohne respektlos zu sein und ohne die Würde der Gottessache zu untergraben.A47
44
… wir meinen, dass es für Sie hilfreich sein wird, zu wissen dass alle Lieder, deren Worte die primären Schriften von Báb, Bahá’u’lláh und ‘Abdu’l-Bahá beinhalten, für den Andachtsteil des Festes durchaus angemessen sind. Tatsächlich sind die persischen Gesänge solche Lieder aus einer anderen Tradition; sie sind ein Weg, dem heiligen Wort Musik zu verleihen, und jeder der sie singt, tut es in einer Art, die sein Gefühl und den Ausdruck der Worte widerspiegelt, die er äußert. Lieder, deren Worte poetisch sind und von einem anderen Verfasser als den Gestalten des Glaubens stammen, mögen wünschenswert sein, aber nur an der ihnen zustehenden Stelle. …
Da der Geist unserer Zusammenkünfte so sehr durch den Ton und die Qualität unserer Andacht, unseres Gefühles und unserer Würdigung des Wortes Gottes für den heutigen Tag beeinflusst wird, hoffen wir, dass Sie Ihre Gemeinde zum schönstmöglichen Ausdruck des menschlichen Geistes durch Musik und andere Ausdrucksformen des Gefühls ermutigen werden.A48
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Sie verstehen richtig, dass die Darstellung von Báb und Bahá’u’lláh in Kunstwerken verboten ist. Der Hüter stellte klar, dass dieses Verbot sich auf alle Manifestationen Gottes bezieht; Fotografien oder Reproduktionen von Portraits des Meisters dürfen in Büchern verwendet werden, aber kein Versuch sollte unternommen werden, ihn in Theaterstücken oder anderen Werken darzustellen, wo er eine der agierenden Personen wäre. Es kann jedoch keinen Einwand zu einer symbolischen Wiedergabe von solchen Heiligen Gestalten geben, vorausgesetzt es wird nicht zu einem Ritual und das verwendete Symbol ist nicht respektlos.A49
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Obwohl es richtig ist, dass einzelne Künstler wie Mark Tobey und andere ohne Zweifel durch ihre Liebe zur Offenbarung Bahá’u’lláhs inspiriert und beeinflusst waren, ist es doch noch viel zu früh in der Bahá’í-Sendung, um über den Einfluss des Glaubens auf die Künste im Allgemeinen zu sprechen. Der geliebte Hüter hat sogar selbst darauf aufmerksam gemacht, dass es bis jetzt noch keine Bahá’í-Kunst als solche gibt, obwohl es nach Aussagen in den Schriften keinen Zweifel gibt, dass in der Zukunft ein wunderbares Erblühen von neuen und schönen Künsten erwartet werden kann.A50
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Der geliebte Hüter sagte deutlich, dass das Erblühen der Künste als Ergebnis einer göttlichen Offenbarung erst nach etlichen Jahrhunderten erfolgt. Der Bahá’í-Glaube bietet der Welt die vollständige Wiederherstellung der menschlichen Gesellschaft – eine Wiederherstellung von solch weitreichender Wirkung, dass ihr in allen Offenbarungen der Vergangenheit erwartungsvoll entgegen gesehen und sie die Errichtung des Königreiches Gottes auf Erden genannt wurde. Die neue, durch diese Offenbarung entstehende Architektur wird fortan durch viele Generationen hindurch blühen. Wir sind jetzt erst am Anfang dieses großartigen Prozesses.
Die gegenwärtige Zeit ist eine Periode des Aufruhrs und der Veränderung. Architektur, wie alle Künste und Wissenschaften, macht eine sehr schnelle Entwicklung durch; man muss nur die Veränderungen bedenken, die im Laufe der wenigen letzten Jahrzehnte stattgefunden haben, um eine Ahnung davon zu bekommen, was möglicherweise während der unmittelbar bevorstehenden Jahre geschehen wird. Einige der modernen Gebäude haben ohne Zweifel die Qualitäten von Größe und werden überdauern, aber sehr viel von dem, was jetzt gebaut wird, mag in nur ein paar Generationen überlebt sein und hässlich erscheinen. Moderne Architektur kann sozusagen als eine neue Entwicklung in ihrem Anfangsstadium angesehen werden.A51
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Das Haus der Gerechtigkeit meint, dass zu diesem Zeitpunkt in der Entwicklung des Glaubens seine Hauptverantwortung in der Vorbereitung und Durchführung von Lehrplänen liegt, die dazu geschaffen sind, die in ‘Abdu’l-Bahás Sendschreiben zum Göttlichen Plan dargelegten Ziele zu erreichen, und dass Theorien in den Künsten und Wissenschaften unter der Schirmherrschaft von jenen entwickelt werden sollten, die darin gut bewandert und die in diesen Bereichen Experten sind.A52
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Das Verbot, die Manifestation Gottes in Bildern und Zeichnungen oder in Theaterstücken darzustellen, bezieht sich auf alle Manifestationen Gottes. Es gibt natürlich große und wunderbare Kunstwerke aus vergangenen Offenbarungen, von denen viele die Manifestationen Gottes in einem Geist der Ehrfurcht und Liebe darstellen. In dieser Offenbarung jedoch ermöglichen es uns die größere Reife der Menschheit und das größere Bewusstsein der Beziehung zwischen der Höchsten Manifestation und Seinen Dienern, dessen bewusst zu werden, dass es unmöglich ist, die Person der Manifestation Gottes in irgendeiner menschlichen Form darzustellen, ob bildlich, als Skulptur oder in dramatischer Aufführung. Mit dem Bahá’í-Verbot wies der geliebte Hüter auf diese Unmöglichkeit hin.A53
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Die gleichen zerstörerischen Kräfte bringen auch das politische, wirtschaftliche, wissenschaftliche, literarische und moralische Gleichgewicht der Welt durcheinander und zerstören die besten Früchte der gegenwärtigen Kultur. … Sogar Musik, Kunst und Literatur, die dazu da sind, die edelsten Gefühle und die höchsten Bestrebungen darzustellen und zu inspirieren, und die eine Quelle des Trostes und der Ruhe für geplagte Seelen sein sollten, sind vom geraden Weg abgekommen und sind nun die Spiegel der besudelten Herzen dieses verwirrten, gewissenlosen und ungeordneten Zeitalters.A54
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Allgemein gesprochen erfüllt Romanliteratur, von der die Autoren hoffen, dass sie mithilft, Wissen über die Gottessache zu fördern, ihren Zweck besser, wenn sie die Hintergründe von einzelnen Ereignissen oder sich entwickelnden Prozessen in der Gottessache darstellen. Die Autoren sollten nicht versuchen, die tatsächlichen historischen Ereignisse und die Gestalten, die daran teilnehmen, selbst zu porträtieren. Die Wirklichkeit der konkreten Ereignisse und der tatsächlichen Persönlichkeiten ist weitaus überzeugender als irgend eine erfundene Geschichte. In diesem Zusammenhang hat der Sekretär des Hüters in seinem Auftrag am 23. März 1945 an einen Gläubigen geschrieben:
»Er würde Romane als Mittel zum Lehren nicht empfehlen; der Zustand der Welt ist zu kritisch, um einen Aufschub zuzulassen, den Menschen die genauen Lehren, die mit dem Namen Bahá’u’lláhs verbundenen sind, zu vermitteln. Aber jeder geeignete Zugang zum Glauben, der diese oder jene Gruppe anspricht, ist sicher jede Anstrengung wert, da wir die Sache Gottes allen Menschen, aus allen Schichten und Berufen und aller Mentalitäten bringen wollen.« Q2
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Ihr Brief … bezüglich Kunst ist eingegangen und das Universale Haus der Gerechtigkeit hat uns angewiesen, Sie für Ihren Plan zu loben, dass Sie Ihre artistischen Talente zu benützen, dem Geist der Lehren Bahá’u’lláhs Ausdruck zu verleihen. Es ermutigt sie wärmstens zu diesem Unterfangen…
In Beantwortung Ihrer Bitte um Führung, wie man am besten Künstler beim Lehren des Glaubens anspricht, kann gesagt werden, dass zusätzlich zu den Methoden, die die Leute allgemein anziehen, Künstler auf Kunst ansprechen werden. Wenn die erhabenen Lehren des Glaubens ihren Niederschlag in künstlerischen Werken gefunden haben, werden die Herzen der Menschen, einschließlich Künstlern, berührt. Ein Zitat aus den Heiligen Schriften oder die Beschreibung des Kunstwerkes, wie es sich auf die Schriften bezieht, kann dem Betrachter vielleicht ein Verständnis der Quelle dieser geistigen Anziehungskraft vermitteln und ihn dazu führen, den Glauben weiter zu erforschen.A55
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Mit der Entwicklung der Bahá’í-Gesellschaft, die sich aus Menschen vieler kultureller Wurzeln und verschiedenartiger Neigungen zusammensetzt, jeder mit seiner Vorstellung, was ästhetisch akzeptabel und angenehm ist, steht es jenen Bahá’í, die in der Musik, dem Theater und in visuellen Künsten begabt sind, frei, von ihren Talenten so Gebrauch zu machen, wie sie dem Glauben Gottes am besten dienen. Sie sollten nicht über den Mangel an Anerkennung durch verschiedene Gläubige bekümmert sein. Viel eher sollten sie im Wissen um die stichhaltigen Schriften des Glaubens über Musik und künstlerischen Ausdruck … Ihre künstlerischen Bemühungen in gebetserfüllter Erkenntnis weiterführen, dass die Künste machtvolle Mittel sind, dem Glauben zu dienen – Künste, die mit der Zeit ihre Bahá’í-Erfüllung erlangen werden.A56
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Ihr Schreiben, in dem Sie um Rat baten, wie Personen, die im Heroischen Zeitalter des Glaubens wirkten, in einem Theaterstück darzustellen seien, haben wir erhalten. Das Universale Haus der Gerechtigkeit lässt sie wissen, dass weder in den Anweisungen des Hüters, noch des Hauses der Gerechtigkeit … etwas zu finden ist, das Künstlern verbietet, die Buchstaben des Lebendigen in einer Umgebung zu zeichnen oder bei Anlässen darzustellen, die historisch zuverlässig sind. Selbstverständlich ist es wichtig, dass zusätzlich zur Richtigkeit der Darstellung auch die Würde der dargestellten Personen gewahrt bleibt.A57
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Heutzutage durchläuft die Architektur, wie auch andere Bereiche unserer Kultur, eine Zeit rasanter Entwicklung, in der sich der Geschmack von Jahrzehnt zu Jahrzehnt ändert. Keiner kann mit Gewissheit sagen, ob ein Gebäude, das heute in einem zeitgemäßen Stil errichtet ist, in den Augen des Betrachters in fünfzig Jahren auch noch schön erscheinen wird. Aus diesem Grund hat der geliebte Hüter für das administrative Weltzentrum des Glaubens den klassischen Stil griechischer Architektur gewählt. Hierbei handelt es sich um einen ausgereiften Stil, der sehr schön ist und schon mehr als 2000 Jahre überdauert hat. Es wäre jedoch nicht richtig, aus dieser Tatsache zu schließen, dass die klassischen griechischen Stile ausgesprochene Bahá’í-Architektur sind.A58
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Lasst sie die Niederungen der Mittelmäßigkeit verlassen und sich bei allem, was sie tun, in die Höhen der Vortrefflichkeit erheben. Mögen sie die Umgebung beflügeln, in der sie sich aufhalten, sei es in der Schule oder in der weiteren Ausbildung, ihrer Arbeit, ihrer Freizeit, den Bahá’í-Aktivitäten oder ihrem gemeinnützigen Dienst.
Lasst sie in der Tat vertrauensvoll die Herausforderungen, die sie erwarten, willkommen heißen. Erfüllt mit einer solchen Vortrefflichkeit und einer entsprechenden Bescheidenheit, mit Beharrlichkeit und einer liebevollen Dienstbarkeit müssen die heutigen Jugendlichen sich hocharbeiten in die höchsten Ränge der Berufe, in Handel, Künsten und Handwerk, die für den Fortschritt der Menschheit nötig sind – dies muss geschehen, damit der Geist der Sache Gottes seinen Glanz auf all diese wichtigen Bereiche menschlichen Strebens wirft.
Darüber hinaus können sie – nein, müssen sie – sicherstellen, dass auch die herausragenden und unentbehrlichen Errungenschaften der Vergangenheit der Zukunft übergeben werden, und gleichzeitig müssen sie danach streben, die vereinenden Ideen und die schnell fortschreitenden Technologien der Kommunikation zu meistern. Der Wandel, der sich innerhalb der Gesellschaft abspielen wird, hängt mit Sicherheit zu einem großen Ausmaß davon ab, wie wirkungsvoll die Jugend sich auf die Welt vorbereitet, die sie erben wird.A59
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Das Haus der Gerechtigkeit möchte Sie zu Ihrem Vorhaben, ein Buch zu schreiben, ermutigen, erinnert Sie jedoch an die Äußerung des Hüters, dass es zu diesem frühen Zeitpunkt in der Bahá’í-Geschichte noch keine Bahá’í-Kunst, -Musik, -Architektur oder -Kultur gibt. Diese werden sich zweifelsohne in der Zukunft ganz natürlich als Folge einer Bahá’í-Kultur entwickeln. Die persönlichen Vorlieben des Hüters auf diesen Bereichen sollten niemals als das Fundament für derartige Entwicklungen angesehen werden. Als er den ihm vorgelegten Entwurf für den Tempel in Kampala ablehnte, … war dies ein deutlicher Hinweis, dass er nicht glaubte, dass der allgemeine moderne Architekturstil seiner Zeit für ein Bahá’í-Haus der Andacht passend wäre; dies bedeutet jedoch in keiner Weise, dass er statt dessen einen eigenen Stil einführte. Der Grund, weshalb er sich bei den Gebäuden auf dem Berg Karmel für den klassischen Architekturstil entschied, lag nach Aussagen von Amatu’l-Bahá Rúḥíyyih Khánum darin, dass es ein schöner Stil war, der sich in die Umgebung einfügte und den Prüfungen der Zeit schon standgehalten hatte. Deshalb sollten Sie Andeutungen vermeiden und keine Möglichkeit für den Schluss zulassen, der Hüter habe schon die frühen Anfänge der Bahá’í-Kunst festgelegt. Er errichtete wundervolle Gärten und Gebäude, in dem er das verwendete, was verfügbar war, und wie beim Überbau des Schreins des Báb, nahm er Fachleute in Anspruch, die unter seiner Anleitung angemessene Entwürfe herstellten.A60
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Es steht Ihnen natürlich frei, auch Musik und die schönen Künste als Unterrichtsthemen in Bahá’í-Schulen zu verwenden. Nationale Geistige Räte, denen die Aussagen aus den Bahá’í-Schriften über Musik und Kunst gut bekannt waren, haben diese in den Unterricht mit einbezogen, sofern sie es zum gegebenen Zeitpunkt für die Entwicklung der Bahá’í-Gemeinde für geeignet hielten. Es bedarf großer Mühen seitens ergebener und talentierter Lehrer, die derzeit in der Bahá’í-Welt entstehende Musik zu fördern, zu sammeln und zu veröffentlichen, um sie systematisch in den Schulen zu verwenden.
Gemäß unserer Lehren müssen Musik und die Künste gefördert werden, da sie von unschätzbarem Wert für die Lebenskraft und den Geist der Gemeinde sind. Die Pläne und Bemühungen Ihres Rates werden daher sehr geschätzt und das Haus der Gerechtigkeit gedenkt Ihres Rates in seinen Gebeten.A61
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Hinsichtlich der Verwendung von Symbolen in der Kunst, können Ihnen die folgenden Auszüge aus Briefen, die im Auftrag des Hauses der Gerechtigkeit an zwei Personen gerichtet wurden, die gewünschte Antwort geben:
»Es spricht nichts dagegen, Naturerscheinungen als Symbole für die Bedeutung der drei Zentralgestalten, der Bahá’í-Gesetze und der Bahá’í-Gesellschaftsordnung zu verwenden und diese darzustellen; wir halten auch den Gebrauch visueller Symbole für geeignet, um abstrakte Begriffe auszudrücken.« Q3
»Ihre Auffassung ist richtig, dass die Darstellung von Báb und Bahá’u’lláh in Kunstwerken verboten ist. Der Hüter stellte klar, dass dieses Verbot sich auf alle Manifestationen Gottes bezieht. Photographien oder Reproduktionen von Portraits des Meisters können in Büchern verwendet werden, aber kein Versuch sollte unternommen werden, ihn in Dramen oder anderen Werken darzustellen, wo er eine der agierenden Personen wäre. Es kann jedoch keinen Einwand zu einer symbolischen Wiedergabe von solch Heiligen Gestalten geben, vorausgesetzt, es wird nicht zu einem Ritual und das verwendete Symbol ist nicht respektlos.« Q4
Sie versehen Ihre Bilder manchmal mit detaillierten Beschreibungen der Symbole, die Sie verwenden. Oft angewandt, könnte dies zu einer Sichtweise führen, mit der in unzulässiger Weise Bahá’í-Ideen interpretiert werden und würde letztlich eher von Ihrem künstlerischen Streben ablenken, anstatt es zu unterstützen. Symbolik ist Rohstoff für die Kunst, aber Künstler interpretieren die verwendeten Symbole selten; sie überlassen es dem Betrachter ihrer Werke, eigene Schlüsse zu ziehen, höchstens, dass sie durch die Titel ihrer Werke Andeutungen machen.
Die Benennung eines Kunstwerks ist das Vorrecht des Künstlers; Einspruch zu erheben wäre einzig gegen den Gebrauch eines respektlosen Titels für ein Werk, das ein Bahá’í-Thema darstellen soll.
Zu ihrer Frage, ob ein Künstler ein »Gemälde als zeitgenössische Illustration einer Textstelle der Heiligen Schriften« ausführen darf, meint das Haus der Gerechtigkeit, dass Künstler nicht von Bahá’í–Institutionen daran gehindert werden sollten, eine Vielzahl kalligraphischer Interpretationen der Heiligen Schriften oder des Größten Namens zu schaffen. Doch sollten solche Versuche von gutem Geschmack sein und nicht Formen annehmen, die sie der Lächerlichkeit preisgeben. Was das allgemein benutzte Symbol des Größten Namens angeht, rät das Haus der Gerechtigkeit zu großer Sorgfalt bei der genauen Wiedergabe der persischen Kalligraphie, da jede Abweichung von einer allgemein übernommenen Darstellung für die iranischen Gläubigen schmerzlich sein kann.A62
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Die Richtlinien, die das Haus der Gerechtigkeit aufgestellt hat, um von der photografischen Reproduktion von Gemälden des Meisters zu Vertriebszwecken abzuraten, sind kein Qualitätsurteil über ein Gemälde. Die Gemälde, die den Meister abbilden, sind von sehr unterschiedlicher künstlerischer Qualität. Das Haus der Gerechtigkeit möchte keinem Gemälde den Vorzug vor anderen geben; es wünscht mit diesen allgemeinen Richtlinien lediglich sicherzustellen, dass den Darstellungen ‘Abdu’l-Bahás angemessener Respekt entgegengebracht wird, und dass keine Photoreproduktionen minderwertiger Gemälde verteilt werden.
Es wird ein deutlicher Unterschied gemacht zwischen der Veröffentlichung von Photographien von Gemälden in Büchern und Zeitschriften, was nicht verboten ist, da sie bis zu einem gewissen Grade der Beurteilung des Verlegers unterliegt und ihrer Publikation als Sonderdrucke, was vom Haus der Gerechtigkeit missbilligt wird.
Generell meint das Haus der Gerechtigkeit, dass eine der großen Herausforderungen, denen sich die Bahá’í überall gegenübergestellt sehen, darin besteht, den Völkern der Welt wieder ein Bewusstsein von geistiger Wirklichkeit zu vermitteln. Unser Weltbild unterscheidet sich deutlich von dem der Masse der Menschheit darin, dass für uns die Schöpfung die geistige wie die physische Welt umfasst, und wir den Zweck der Welt, in der wir uns befinden, als Mittel für unseren geistigen Fortschritt begreifen.
Diese Sicht hat wichtige Konsequenzen für das Verhalten der Bahá’í, und sie führt zu Verhaltensweisen, die ganz im Gegensatz zum vorherrschenden Verhalten der breiten Gesellschaft stehen. Eine der charakteristischen Tugenden, die in den Bahá’í-Schriften betont wird, ist die Hochachtung vor dem, was heilig ist. Ein solches Verhalten ist ohne Bedeutung für jene, die die Welt durch und durch materialistisch sehen, während viele Anhänger der etablierten Religionen sie zu einer Reihe von Ritualen ohne wahre geistige Empfindung verkommen ließen.
In manchen Fällen enthalten die Bahá’í-Schriften genaue Anleitung, wie die Ehrfurcht für heilige Gegenstände oder Orte zum Ausdruck gebracht werden sollte, zum Beispiel gibt es Einschränkungen bei der Verwendung des Größten Namens auf Gegenständen oder für den wahllosen Gebrauch der aufgezeichneten Stimme des Meisters. In anderen Fällen werden die Gläubigen aufgefordert, sich um ein tieferes Verständnis des Begriffes Heiligkeit in den Bahá’í-Lehren zu bemühen, wovon sie ihre eigenen Verhaltensformen ableiten können, durch die ihre Ehrfurcht und ihr Respekt auszudrücken sind.
Die Bedeutung solchen Verhaltens leitet sich aus dem in den Bahá’í-Schriften zum Ausdruck kommenden Prinzip ab, dass das Äußere Einfluss auf das Innere hat. Bahá’u’lláh spricht vom »Volk Gottes« und sagt:
»Ihr äußeres Verhalten ist nur eine Widerspiegelung ihres inneren Lebens, und ihr inneres Leben ein Spiegel ihres äußeren Verhaltens.«
Das Universale Haus der Gerechtigkeit möchte, dass sie die in den letzten Jahren zum Ausdruck gebrachten Sorgen in diesem Lichte sehen. Künstlerisch begabte Bahá’í sind in der einzigartigen Lage, bei der Behandlung von Bahá’í-Themen ihre Fähigkeiten so zu gebrauchen, dass der Menschheit vor Augen geführt wird, wie sie durch die Wiederbelebung des Konzepts der Ehrfurcht durch den Bahá’í-Glauben eine geistige Erneuerung erfährt.
Fragen der künstlerischen Freiheit sind bei der hier vorgebrachten Angelegenheit nicht von Belang. Bahá’í-Künstlern steht es frei, ihre Talente auf jedes sie interessierende Thema anzuwenden. Wie dem auch sei, es ist zu hoffen, dass sie eine führende Rolle darin übernehmen werden, einer materialistischen Gesellschaft wieder zur Wertschätzung der Ehrfurcht als einem wesentlichen Element wahrer Freiheit und dauernden Glücks zu verhelfen.A63
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Das Haus der Gerechtigkeit ist erfreut, über Ihre Erfolge im Beruf zu hören. Es rät Ihnen, diese berufliche Tätigkeit im Zusammenhang mit dem Dienst am Glauben und der Förderung der Proklamations- und Lehrtätigkeit zu sehen. Ihre musikalischen Leistungen werden es Ihnen ermöglichen, eine weite Bandbreite von Menschen zu erreichen und Ihnen letztlich die Botschaft Bahá’u’lláhs zu verkünden, indem Sie die Werte dieser Botschaft in Ihrer Musik zum Ausdruck bringen. Auch können Sie, wenn sich Ihre Tätigkeit weiter entwickelt, mit einflussreichen Leuten, die Sie treffen, wertvolle Freundschaften für den Glauben schließen. Bei Ihrer bevorstehenden Entscheidung über das Gebiet, in dem Sie sich niederlassen wollen, mögen diese Erwägungen Sie führen. In der heutigen Zeit können Bahá’í-Künstler, die zu Ansehen gelangen und auf ihrem Gebiet bekannt sind und die weiterhin bestrebt bleiben, der Ausbreitung des Glaubens zu dienen, von einzigartiger Hilfe für die Sache sein, da die öffentliche Wissbegier über die Bahá’í-Lehren allmählich geweckt wird.A64
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Es ist gestattet, Auszüge aus den Heiligen Schriften für Lyrik zu verwenden und sie mit Musik zu begleiten, auch dürfen einzelne Sätze oder Worte wiederholt werden. Die nachfolgenden Auszüge erläutern dies noch näher:
»… spiele und singe darum die heiligen Worte Gottes in den Versammlungen der Freunde mit herrlichen Tönen, so dass die Ketten des Kummers und der Sorge von den Hörern abfallen, ihre Seelen sich vor Freude erheben und sich demütig im Gebet dem Reiche der Herrlichkeit zuwenden.« Q5
»Zweifelsohne sind Gebete und Teile aus den Sendschreiben, den Verborgenen Worten etc., geeignet, aber er hält es nicht für ratsam, Worte aus einem Abschnitt oder einer Meditation auszulassen, um sie perspektivisch zu kürzen.« Q6
Als Anwort auf die Frage eines Gläubigen inwieweit es zulässig sei, kleinere Veränderungen an Worten um der Betonung willen vorzunehmen oder um den perfekten Rhythmus zu erhalten, Worte hinzuzufügen, äußerte der geliebte Hüter Folgendes:
»Kleine Änderungen von Gebetstexten sind erlaubt, und ich würde Ihnen raten, dem offenbarten Wort an sich eine musikalische Fassung zu geben, was meines Erachtens überaus wirkungsvoll sein wird. Ich werde beten, dass der Geliebte Sie inspirieren möge, Seiner Sache diesen großen Dienst zu erweisen.« Q7
Bei der Frage der Vertonung von Versen aus den Bahá’í-Schriften mit Melodien aus bestehenden Musikstücken ist zu bedenken, dass ein solches Musikstück, auch wenn keine urheberrechtlichen oder gesetzlichen Beschränkungen bestehen, Assoziationen zum Text oder zur Stimmung des ursprünglichen Stückes wecken kann und möglicherweise nicht der Anforderung genügt, die Heiligen Texte mit Würde und Ehrerbietung zu behandeln.A65
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Es spricht nichts dagegen, ein Gebet durch die Form der Bewegung oder des Tanzes zu interpretieren, sofern es in einem ehrfürchtigen Geist getan wird; aber es sollte möglichst nicht vom Lesen der Worte begleitet werden.A66
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Das Haus der Gerechtigkeit ist erfreut, über Ihre Lehraktivitäten und Ihre unermüdliche Hingabe an die Sache Gottes zu hören, trotz der Schwierigkeiten, die Sie als Musiker erleben. In Beantwortung Ihrer Frage: Die Bahá’í-Lehren sehen in keiner Weise stillschweigend über die schlechte Behandlung von Musikern oder anderen Künstlern hinweg, noch wird von den Künstlern erwartet, dass sie ihre Entscheidungsfreiheit den Launen oder selbst den entschiedenen Ansichten anderer Bahá’í opfern. Hinsichtlich der von Ihnen angesprochenen Schwierigkeiten und dem Zwiespalt zwischen Ihrem Wunsch, durch Musik die Sache zu lehren und dem gleichzeitigen Erfordernis, Ihren Lebensunterhalt zu verdienen, wird Ihnen geraten, sich selbst Ihre Grenzen zu setzen. In einem im Auftrag Shoghi Effendis verfassten Brief, vom 23. Februar1933, finden wir beispielsweise folgenden Rat an einen Gläubigen:
»Der Rat, den Ihnen Shoghi Effendi gab in Bezug auf die Aufteilung Ihrer Zeit zwischen dem Dienst an der Sache Gottes und Ihren anderen Aufgaben, wurde auch von Bahá’u’lláh und dem Meister schon vielen anderen Freunden gegeben. Es ist ein Kompromiss zwischen den zwei Versen des Aqdas; der eine macht es jedem Bahá’í zur Pflicht, dem Fortschritt der Sache zu dienen, und der andere besagt, dass jede Seele einer Tätigkeit nachgehen sollte, die der Gesellschaft nützt. In einem Seiner Sendschreiben sagt Bahá’u’lláh, dass die höchste Form der Loslösung an diesem Tage die ist, dass man einer Tätigkeit nachgeht und sich selbst versorgt. Ein guter Bahá’í ist folglich derjenige, der sein Leben in der Weise ordnet, dass er sich sowohl seinen materiellen Bedürfnissen widmet wie auch dem Dienst an der Sache Gottes.« Q8
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Ihr aufrichtiger Wunsch, das Theater als ein Mittel zur Verbreitung der Grundsätze des Glaubens unter den Menschen zu nützen, ist lobenswert und das Haus der Gerechtigkeit hofft, dass Ihre Bemühungen bei diesem Vorhaben sowohl für Sie persönlich Erfüllung als auch für die Gemeinde Nutzen bringen mögen. Wie Sie selbst erwähnten, sind Sie sich der Schwierigkeiten und möglichen Fallstricke bei Bahá’í-Theaterstücken bewusst. In der derzeitigen Atmosphäre von Intoleranz in Ihrem Land ist es wichtig, keine Stücke zu schreiben, welche die Abneigung der Öffentlichkeit oder die Entrüstung religiöser Fundamentalisten wecken könnten.A67
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… traditionelle Tänze als Ausdruck einer Kultur sind in Bahá’í-Zentren erlaubt. Es sollte jedoch berücksichtigt werden, dass die traditionellen Tänze meist bestimmte Themen oder eine Geschichte darstellen. Insofern muss sichergestellt werden, dass die Themen dieser Tänze mit den hohen ethischen Maßstäben der Sache in Einklang stehen und keine Assoziationen wecken, die niedere Instinkte und unziemliche Leidenschaften hervorrufen. …
Wenn die Choreographie eines Tanzes darauf ausgerichtet ist, die Bahá’í-Lehren zu unterstützen und zu verbreiten, und dies in einer Weise getan werden kann, die den Adel dieser Prinzipien widerspiegelt und angemessene Gefühle hinsichtlich Respekt und Ehrerbietung hervorrufen, steht einer Umsetzung von Textpassagen aus den Schriften in die Form eines Tanzes nichts entgegen. Hierbei wäre es jedoch vorzuziehen, wenn der Tanz nicht vom Lesen der Worte begleitet würde.
Der Grundsatz, der die Freunde bei ihren Überlegungen hinsichtlich dieser Frage leiten soll, ist die Beachtung von »Mäßigung in allem, was Kleidung, Sprache und Unterhaltung und alle künstlerischen und literarischen Betätigungen« angeht.A68
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Es gibt natürlich keinen Einwand, den Begriff ›Bahá’í-Künstler‹ zu verwenden, aber zu diesem Zeitpunkt der Bahá’í-Sendung sollten wir die Begriffe ›Bahá’í-Kunst‹, ›Bahá’í-Musik‹ oder ›Bahá’í-Architektur‹ nicht verwenden.A69
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Ein Roman als Medium bietet dem Autor große Freiheit, Ideen und Gedankengänge auszuarbeiten, die bis dahin unerforscht waren. Sofern der Glaube und Seine Lehren ausdrücklich in der Geschichte erwähnt werden, müssen Sie jedoch Sorgfalt walten lassen, um Interpretationen, die nicht korrekt sein könnten, keinen Raum zu geben. Wenn es jedoch in dem Roman keinen eindeutigen Bezug zum Glauben gibt, steht es Ihnen frei, Ihre Phantasie spielen zu lassen, um Ideen auszuleuchten, die ihren Ursprung in den Prinzipien des Glaubens haben.A70
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Bei all ihren Bemühungen, das Ziel des Vierjahresplanes zu erreichen, bitten wir die Freunde auch, dem Einsatz der Künste stärkere Aufmerksamkeit zu schenken und dies nicht nur im Rahmen der Proklamation, sondern auch bei der Verbreitung und Festigung. Die grafischen und darstellenden Künste und die Literatur haben bei der Ausweitung des Einflusses des Glaubens eine wichtige Rolle gespielt und können es auch weiterhin tun. Auf der Ebene der Volkskunst kann dieser Möglichkeit in allen Teilen der Welt, ob in Dörfern oder Städten, nachgegangen werden. Shoghi Effendi setzte hohe Erwartungen in die Künste als ein Mittel, Aufmerksamkeit auf die Lehren zu ziehen. Ein in seinem Auftrag an einen einzelnen Gläubigen geschriebener Brief vermittelt die Ansicht des Hüters: „Es wird die Zeit kommen, da der Glaube sich wie ein Lauffeuer verbreiten wird, da sein Geist und seine Lehren auf der Bühne oder in der Kunst und Literatur als Ganzes dargestellt werden wird. Kunst kann besser solch edle Gefühle wecken als kalte, rationale Erläuterungen, besonders unter der Masse der Bevölkerung.A71
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In vielen Teilen der Region wurde der Erziehung der Kinder nur unzureichende Aufmerksamkeit geschenkt. Weit umfangreichere Programme sollten in den Ländern, in denen hierfür ein Bedürfnis besteht, initiiert werden, um sicherzustellen, dass die Bahá’í-Kinder gefördert und ermutigt werden, einen wachen Verstand zu entwickeln sowie ein tiefes Verständnis für die göttlichen Lehren zu erhalten; sie sollen gut ausgerüstet sein, um in allen Bereichen des Glaubens mitarbeiten und in den Bereichen der Kunst, des Handwerks und der Wissenschaften für den Fortschritt der Gesellschaft ihren Beitrag leisten zu können. Derartige Programme, wenn sie sowohl Bahá’í- als auch Nicht-Bahá’í Kindern offenstehen, bieten eine wirkungsvolle Möglichkeit, den Segen bringenden Einfluss der Botschaft Bahá’u’lláhs einer breiten Gesellschaft zugänglich zu machen.A72
Bibliografie
Bahá’u’lláh
Kitáb-i-Aqdas, Auflage 6.02-Online (2020-08-08)
Ährenlese aus den Schriften Bahá’u’lláhs, Auflage 10.01-Online (2023-11-07)
Botschaften aus ‘Akká, Auflage 3.04-Online (2023-09-12)
‘Abdu’l-Bahá
Briefe und Botschaften, Auflage 4.01-Online (2021-09-29)
Tablets of ‘Abdu’l-Bahá Abbas, Volume III, Published by Bahá’í Publishing Society, Chicago, U.S.A.
Beantwortete Fragen, Auflage 13.01-Online (2022-01-25)
Promulgation of Universal Peace, Wilmette: Bahá’í Publishing Trust, 1982
‘Abdu’l-Bahá in London, Auflage 1.04-Online (2021-06-12)
Shoghi Effendi
Das Kommen Göttlicher Gerechtigkeit, Auflage 4.02-Online (2021-06-12)
Lady Blomfield, The Chosen Highway, Wilmette: Bahá’í Publishing Trust, 1954
Lucas, Mary L., A Brief Account to My Visit to Acca, (classic reprint) Forgotten Books 2017
Quellenangaben
Q1 Lady Blomfield, The Chosen Highway, S. 167
Q2 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 23. September 1980, An einen Gläubigen
Q3 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 29. Juli 1971, An einen Gläubigen
Q4 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 3. Dezember 1972 An einen Gläubigen
Q5 ‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften 74:2, Auflage 4.01-Online (2021-09-29)
Q6 Shoghi Effendis, Brief in seinem Auftrag vom 3. Juli 1949, An einen Gläubigen
Q7 Shoghi Effendi, handschriftlicher Nachtrag zu einem Brief in seinem Auftrag vom 8. April 1931, An einen Gläubigen
Q8 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 15. Februar 1990, An einen Gläubigen
Anmerkungen
A1 Übersetzung aus dem Persischen
A2 Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Aqdas 4:51
A3 Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Aqdas 4:116
A4 Bahá’u’lláh, in: Ährenlese aus den Schriften Bahá’u’lláhs 74:1
A5 Bahá’u’lláh, in: Ährenlese aus den Schriften Bahá’u’lláhs 82:7
A6 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká 11:42
A7 Einzigartiger persischer Musiker: Sänger, Instrumentalist und Erfinder vieler alter persischer Musikinstrumente, der um 600 A.D. am Hofe des Khosrow-Parviz aus der Sassaniden-Dynastie lebte.
A8 ›Vater der persischen Poesie‹ gest. 940 A.D.
A9 Namhafter muslimischer Gelehrter; Autor einer Abhandlung über Musik (ca. 870-950 A.D.)
A10 Arzt/Wissenschaftler/Philosoph, im Westen als Avicenna bekannt, der in einem seiner Hauptwerke einen Abschnitt der Musiktheorie widmete (ca. 980-1027 A.D.)
A11 Übersetzung aus dem Persischen
A12 Übersetzung aus dem Persischen
A13 Übersetzung aus dem Persischen
A14 Übersetzung aus dem Persischen
A15 Übersetzung aus dem Persischen
A16 Übersetzung aus dem Persischen
A17 Übersetzung aus dem Persischen
A18 Shahnáz, der Name der Empfängerin dieses Sendbriefes, ist auch die Bezeichnung einer musikalischen Tonart
A19 ‘Abdu’l-Bahá, in: Briefe und Botschaften 74:1–2
A20 ‘Abdu’l-Bahá, in: Briefe und Botschaften 102:3
A21 ‘Abdu’l-Bahá, in: Briefe und Botschaften 109:1
A22 ‘Abdu’l-Bahá, in: Briefe und Botschaften 154:3
A23 ‘Abdu’l-Bahá, in: Tablets of ‘Abdu’l-Bahá Abbas, Volume III, S. 59
A24 ‘Abdu’l-Bahá, in: Tablets of ‘Abdu’l-Bahá Abbas, Volume III, S. 512
A25 ‘Abdu’l-Bahá, in: Beantwortete Fragen 58:3
A26 ‘Abdu’l-Bahá, in: Promulgation of Universal Peace, 24. April 1912, Talk at Children’s Reception Studio Hall, 1219 Connecticut Avenue, Washington, D.C.
A27 ‘Abdu’l-Bahá, in: ‘Abdu’l-Bahá in London 5:37
A28 zit. in Mary L.Lucas, A Brief Account to My Visit to Acca, S.11-14
A29 Shoghi Effendi, in: Das Kommen Göttlicher Gerechtigkeit 47
A30 Shoghi Effendi, Brief vom 11. Dezember 1931, An einen Gläubigen
A31 Shoghi Effendi, Brief vom 2. Januar 1932, An einen Gläubigen
A32 Shoghi Effendi, Brief vom 3. April 1932, An einen Gläubigen
A33 Shoghi Effendi, Brief vom 20. Juni 1932, An einen Gläubigen
A34 Shoghi Effendi, Brief vom 10. Oktober 1932, An einen Gläubigen
A35 Shoghi Effendi, Brief vom 15. November 1932, An einen Gläubigen
A36 Shoghi Effendi, Brief vom 30. November 1932, An einen Gläubigen
A37 Shoghi Effendi, handschriftlicher Nachtrag eines Briefes in seinem Auftrag vom 6. August 1933 an einen Gläubigen
A38 Shoghi Effendi, Brief vom 17. März 1935, An einen Gläubigen
A39 Shoghi Effendi, Brief vom 25. Juli 1936, An einen Gläubigen
A40 Shoghi Effendi, Brief vom 4. November 1937, An einen Gläubigen
A41 Shoghi Effendi, Brief vom 23. Dezember 1942, An einen Gläubigen
A42 Shoghi Effendi, Brief vom 20. Juli 1946, An einen Nationalen Geistigen Rat
A43 Shoghi Effendi, Brief vom 22. Dezember 1948, An einen Nationalen Geistigen Rat
A44 Shoghi Effendi, Nachtrag eines Briefes in seinem Auftrag geschriebenen vom 1. März 1951, An einen Nationalen Geistigen Rat
A45 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 3. Februar 1952, An einen Gläubigen
A46 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 30. Juni 1952, An einen Nationalen Geistigen Rat
A47 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 2. Juli 1967, An alle Nationalen Geistigen Räte
A48 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 22. Februar 1971, An einen Nationalen Geistigen Rat
A49 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 3. Dezember 1972, An einen Gläubigen
A50 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 17. Januar 1973, An einen Nationalen Geistigen Rat
A51 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 18. Juli 1974, An einen Gläubigen
A52 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 25. Januar 1977, An einen Gläubigen
A53 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 9. März 1977, An einen Gläubigen
A54 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 10. Februar 1980, An die iranischen Bahá’í in der ganzen Welt
A55 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 21. Juli 1982, An einen Gläubigen
A56 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 9. August 1983, An einen Gläubigen
A57 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 5. Oktober 1983, An einen Nationalen Geistigen Rat
A58 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 3. September 1984, An einen Gläubigen
A59 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 8. Mai 1985, An die Bahá’í-Jugend der Welt
A60 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 23. Juni 1985, An einen Gläubigen
A61 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 20. August 1985, An einen Nationalen Geistigen Rat
A62 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 23. Februar 1987, An einen Gläubigen
A63 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 24. September 1987, An einen Gläubigen
A64 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 30. Juni 1988, An einen Gläubigen
A65 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief in seinem Auftrag vom 6. Dezember 1989, An eine Einzelperson
A66 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 4. Januar 1990, An einen Gläubigen
A67 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 9. April 1990, An einen Nationalen Geistigen Rat
A68 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 20. Juni 1991, An einen Nationalen Geistigen Rat
A69 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 12. März 1992, An zwei Gläubige
A70 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 15. Februar 1994, An einen Gläubigen
A71 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 21. April 1996, An die Bahá’í der Welt
A72 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 21. April 1996, An die Bahá’í in Australien
THE IMPORTANCE OF THE ARTS IN PROMOTING THE FAITH
The 1996 Ridvan message of the Universal House of Justice to the Baha'is of the World called attention to the importance of the arts, especially the graphic and performing arts and literature, in the proclamation, expansion and consolidation of the Baha'i Faith. This compilation is intended to enlarge upon this concept. While there are many references to "the arts" in the English translations of the Writings of Baha'u'llah and 'Abdu'l-Baha, the appearance of the term "arts" in many such passages can be misleading because the meaning of the original word often includes a broad range of activities such as industrial pursuits and trades. The extracts in this compilation have been chosen because they focus mainly on the graphic and performing arts and literature.
>From the Writings of Baha'u'llah
The Sun of Truth is the Word of God upon which dependeth the education of those who are endowed with the power of understanding and of utterance. It is the true spirit and the heavenly water, through whose aid and gracious providence all things have been and will be quickened. Its appearance in every mirror is conditioned by the colour of that mirror. For instance, when its light is cast upon the mirrors of the hearts of the wise, it bringeth forth wisdom. In like manner when it manifesteth itself in the mirrors of the hearts of craftsmen, it unfoldeth new and unique arts, and when reflected in the hearts of those that apprehend the truth it revealeth wondrous tokens of true knowledge and discloseth the verities of God's utterance.
(Translated from the Persian) [1]
We have made it lawful for you to listen to music and singing. Take heed, however, lest listening thereto should cause you to overstep the bounds of propriety and dignity. Let your joy be the joy born of My Most Great Name, a Name that bringeth rapture to the heart, and filleth with ecstasy the minds of all who have drawn nigh unto God. We, verily, have made music as a ladder for your souls, a means whereby they may be lifted up unto the realm on high; make it not, therefore, as wings to self and passion. Truly, We are loath to see you numbered with the foolish.
(The Kitab-i-Aqdas, paragraph 51) [2]
They who recite the verses of the All-Merciful in the most melodious of tones will perceive in them that with which the sovereignty of earth and heaven can never be compared. From them they will inhale the divine fragrance of My worlds -- worlds which today none can discern save those who have been endowed with vision through this sublime, this beauteous Revelation. Say: These verses draw hearts that are pure unto those spiritual worlds that can neither be expressed in words nor intimated by allusion. Blessed be those who hearken.
(The Kitab-i-Aqdas, paragraph 116) [3]
Every word that proceedeth out of the mouth of God is endowed with such potency as can instil new life into every human frame, if ye be of them that comprehend this truth. All the wondrous works ye behold in this world have been manifested through the operation of His supreme and most exalted Will, His wondrous and inflexible Purpose. Through the mere revelation of the word "Fashioner," issuing forth from His lips and proclaiming His attribute to mankind, such power is released as can generate, through successive ages, all the manifold arts which the hands of man can produce. This, verily, is a certain truth. No sooner is this resplendent word uttered, than its animating energies, stirring within all created things, give birth to the means and instruments whereby such arts can be produced and perfected. All the wondrous achievements ye now witness are the direct consequences of the Revelation of this Name.
(Published in "Gleanings from the Writings of Baha'u'llah" (Wilmette: Baha'i Publishing Trust, 1983), LXXIV, pp. 141-42) [4]
The soul that hath remained faithful to the Cause of God, and stood unwaveringly firm in His Path shall, after his ascension, be possessed of such power that all the worlds which the Almighty hath created can benefit through him. Such a soul provideth, at the bidding of the Ideal King and Divine Educator, the pure leaven that leaveneth the world of being, and furnisheth the power through which the arts and wonders of the world are made manifest.
("Gleanings", LXXXII, p. 161) [5]
Every word of thy poetry is indeed like unto a mirror in which the evidences of the devotion and love thou cherishest for God and His chosen ones are reflected. Well is it with thee who hast quaffed the choice wine of utterance and partaken of the soft flowing stream of true knowledge. Happy is he who hath drunk his fill and attained unto Him and woe betide the heedless. Its perusal hath truly proved highly impressive, for it was indicative of both the light of reunion and the fire of separation.
(Lawh-i-Maqsud, published in "Tablets of Baha'u'llah Revealed after the Kitab-i-Aqdas" (Wilmette: Baha'i Publishing Trust, 1995), pp. 175-76) [6]
>From the Writings of 'Abdu'l-Baha
O musician of God!... The songsters of fellowship that abide in the gardens of holiness must pour forth such a triumphant burst of songs in this age that the birds in the fields may wing their flight in a transport of delight; and in this divine festival, this heavenly banquet, they should play the lute and the harp, and the viol and the lyre in such wise that the people of east and west may be filled with exceeding joy and gladness, and be carried away with exultation and happiness. Now it behoveth thee to raise the melody of that heavenly lyre and to perform music on that celestial lute, thus causing Barbud [1] to return to life and Rudaki [2] to be solaced and Farabi [3] to become restless and Ibn-i-Sina [4] to be guided to the Sinai of God. Upon thee be salutation and praise.
(Translated from the Persian) [7]
[1. Peerless Persian musician: A singer, player and inventor of many ancient musical instruments who lived at the court of Khosrow-Parviz of the Sasani dynasty about 600 A.D.]
[2. "Father of Persian poetry" (d. A.D. 940).]
[3. Renowned Muslim scholar; author of a treatise on music (ca. A.D. 870-950).]
[4. Physician/scientist/philosopher known in the west as Avicenna, one of whose major works devotes a section to music theory (ca. A.D. 980-1027).]
I earnestly hope that thou wilt memorize all the Persian poems revealed by the Blessed Beauty and wilt sing them in a voice of incomparable sweetness at Baha'i meetings and gatherings. The day is not far distant when these poems will be set to Western music and the sweet accents of these songs will reach the Abha Kingdom with exceeding joy and gladness.
(Translated from the Persian) [8]
The art of music must be brought to the highest stage of development, for this is one of the most wonderful arts and in this glorious age of the Lord of Unity it is highly essential to gain its mastery. However, one must endeavour to attain the degree of artistic perfection and not be like those who leave matters unfinished.
(Translated from the Persian) [9]
O nightingale of the rose-garden of God! Singing melodies will bring animation and happiness to the world of humanity, the hearers will be delighted and joyful and their deeper emotions stirred. But this gladness, this sense of emotion is transitory and will be forgotten within a short time. However, praise be to God, thou hast blended thy tunes with the melodies of the Kingdom, wilt impart solace to the world of the spirit and wilt everlastingly stimulate spiritual feelings. This will last forever and endure the revolution of ages and centuries.
(Translated from the Persian) [10]
O servant of Baha! Music is regarded as a praiseworthy science at the Threshold of the Almighty, so that thou mayest chant verses at large gatherings and congregations in a most wondrous melody and raise such hymns of praise at the Mashriqu'l-Adhkar to enrapture the Concourse on High. By virtue of this, consider how much the art of music is admired and praised. Try, if thou canst, to use spiritual melodies, songs and tunes, and to bring the earthly music into harmony with the celestial melody. Then thou wilt notice what a great influence music hath and what heavenly joy and life it conferreth. Strike up such a melody and tune as to cause the nightingales of divine mysteries to be filled with joy and ecstasy.
(Translated from the Persian) [11]
I rejoice to hear that thou takest pains with thine art, for in this wonderful new age, art is worship. The more thou strivest to perfect it, the closer wilt thou come to God. What bestowal could be greater than this, that one's art should be even as the act of worshipping the Lord? That is to say, when thy fingers grasp the paintbrush, it is as if thou wert at prayer in the Temple.
(Translated from the Persian) [12]
Among the greatest of all great services is the education of children, and promotion of the various sciences, crafts and arts. Praised be God, ye are now exerting strenuous efforts toward this end. The more ye persevere in this most important task, the more will ye witness the confirmations of God, to such a degree that ye yourselves will be astonished.
(Translated from the Persian) [13]
O bird that singeth sweetly of the Abha Beauty! In this new and wondrous dispensation the veils of superstition have been torn asunder and the prejudices of eastern peoples stand condemned. Among certain nations of the East, music was considered reprehensible, but in this new age the Manifest Light hath, in His holy Tablets, specifically proclaimed that music, sung or played, is spiritual food for soul and heart.
The musician's art is among those arts worthy of the highest praise, and it moveth the hearts of all who grieve. Wherefore, O thou Shahnaz,[1] play and sing out the holy words of God with wondrous tones in the gatherings of the friends, that the listener may be freed from chains of care and sorrow, and his soul may leap for joy and humble itself in prayer to the realm of Glory.
(Published in "Selections from the Writings of 'Abdu'l-Baha" (Wilmette: Baha'i Publishing Trust, 1997), paragraphs 74.1-74.2) [14]
[1. Shahnaz, the name given to the recipient of this Tablet, is also the name of a musical mode.]
Wherefore, O loved ones of God! Make ye a mighty effort till you yourselves betoken this advancement and all these confirmations, and become focal centres of God's blessings, daysprings of the light of His unity, promoters of the gifts and graces of civilized life. Be ye in that land vanguards of the perfections of humankind; carry forward the various branches of knowledge, be active and progressive in the field of inventions and the arts. Endeavour to rectify the conduct of men, and seek to excel the whole world in moral character. While the children are yet in their infancy feed them from the breast of heavenly grace, foster them in the cradle of all excellence, rear them in the embrace of bounty. Give them the advantage of every useful kind of knowledge. Let them share in every new and rare and wondrous craft and art.
("Selections from the Writings of 'Abdu'l-Baha", paragraph 102.3) [15]
O ye recipients of the favours of God! In this new and wondrous Age, the unshakeable foundation is the teaching of sciences and arts. According to explicit Holy Texts, every child must be taught crafts and arts, to the degree that is needful. Wherefore, in every city and village, schools must be established and every child in that city or village is to engage in study to the necessary degree.
("Selections from the Writings of 'Abdu'l-Baha", paragraph 109.1) [16]
O thou son of the Kingdom! All things are beneficial if joined with the love of God; and without His love all things are harmful, and act as a veil between man and the Lord of the Kingdom. When His love is there, every bitterness turneth sweet, and every bounty rendereth a wholesome pleasure. For example, a melody, sweet to the ear, bringeth the very spirit of life to a heart in love with God, yet staineth with lust a soul engrossed in sensual desires.
("Selections from the Writings of 'Abdu'l-Baha", paragraph 154.3) [17]
O thou bird of pleasing tones! Thy little book of poems, which were very sweet, was read. It was a source of joy, for it was a spiritual anthem and a melody of the love of God.
Continue as long as thou canst this melody in the gatherings of the beloved; thus may the minds find rest and joy and become in tune with the love of God. When eloquence of expression, beauty of sense and sweetness of composition unite with new melodies the effect is ever great, especially if it be the anthem of the verses of oneness and the songs of praise to the Lord of Glory.
Endeavour your utmost to compose beautiful poems to be chanted with heavenly music; thus may their beauty affect the minds and impress the hearts of those who listen.
(Published in "Tablets of Abdul-Baha Abbas", (New York: Baha'i Publishing Committee, 1930 printing), vol. I, p. 59) [18]
O thou honourable one! Thank thou God that thou art instructed in music and melody, singing with pleasant voice the glorification and praise of the Eternal, the Living. I pray to God that thou mayest employ this talent in prayer and supplication, in order that the souls may become quickened, the hearts may become attracted and all may become inflamed with the fire of the love of God!
("Tablets of Abdul-Baha Abbas", vol. III, p. 512) [19]
The first condition of perception in the world of nature is the perception of the rational soul. In this perception and in this power all men are sharers, whether they be neglectful or vigilant, believers or deniers. This human rational soul is God's creation; it encompasses and excels other creatures; as it is more noble and distinguished, it encompasses things. The power of the rational soul can discover the realities of things, comprehend the peculiarities of beings, and penetrate the mysteries of existence. All sciences, knowledge, arts, wonders, institutions, discoveries and enterprises come from the exercised intelligence of the rational soul.
(Published in "Some Answered Questions" (Wilmette: Baha'i Publishing Trust, 1984), chapter 58, p. 217) [20]
>From Utterances of 'Abdu'l-Baha
What a wonderful meeting this is! These are the children of the Kingdom. The song we have just listened to was very beautiful in melody and words. The art of music is divine and effective. It is the food of the soul and spirit. Through the power and charm of music the spirit of man is uplifted. It has wonderful sway and effect in the hearts of children, for their hearts are pure, and melodies have great influence in them. The latent talents with which the hearts of these children are endowed will find expression through the medium of music. Therefore, you must exert yourselves to make them proficient; teach them to sing with excellence and effect. It is incumbent upon each child to know something of music, for without knowledge of this art the melodies of instrument and voice cannot be rightly enjoyed. Likewise, it is necessary that the schools teach it in order that the souls and hearts of the pupils may become vivified and exhilarated and their lives be brightened with enjoyment.
(Published in "The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by 'Abdu'l-Baha during His Visit to the United States and Canada in 1912", rev. ed. (Wilmette: Baha'i Publishing Trust, 1982), p. 52) [21]
An actor mentioned the drama, and its influence. "The drama is of the utmost importance." said 'Abdu'l-Baha. "It has been a great educational power in the past; it will be so again." He described how as a young boy he witnessed the Mystery Play of 'Ali's Betrayal and Passion, and how it affected him so deeply that he wept and could not sleep for many nights.
(Published in "'Abdu'l-Baha in London: Addresses and Notes of Conversations" (Oakham: Baha'i Publishing Trust, 1987), p. 93) [22]
'Abdu'l-Baha said...: "All Art is a gift of the Holy Spirit. When this light shines through the mind of a musician, it manifests itself in beautiful harmonies. Again, shining through the mind of a poet, it is seen in fine poetry and poetic prose. When the Light of the Sun of Truth inspires the mind of a painter, he produces marvellous pictures. These gifts are fulfilling their highest purpose, when showing forth the praise of God."
(Lady Blomfield, "The Chosen Highway" (Wilmette: Baha'i Publishing Trust, 1954), p. 167) [23]
It is natural for the heart and spirit to take pleasure and enjoyment in all things that show forth symmetry, harmony, and perfection. For instance: a beautiful house, a well designed garden, a symmetrical line, a graceful motion, a well written book, pleasing garments -- in fact, all things that have in themselves grace or beauty are pleasing to the heart and spirit -- therefore, it is most certain that a true voice causes deep pleasure.
('Abdu'l-Baha's words to Mrs. Mary L. Lucas, as quoted in "A Brief Account of My Visit to Acca" (Chicago: Baha'i Publishing Society, 1905), pp. 11-14) [24]
>From the Writings of Shoghi Effendi
Such a chaste and holy life, with its implications of modesty, purity, temperance, decency, and clean-mindedness, involves no less than the exercise of moderation in all that pertains to dress, language, amusements, and all artistic and literary avocations. It demands daily vigilance in the control of one's carnal desires and corrupt inclinations. It calls for the abandonment of a frivolous conduct, with its excessive attachment to trivial and often misdirected pleasures. It requires total abstinence from all alcoholic drinks, from opium, and from similar habit-forming drugs. It condemns the prostitution of art and of literature,6 the practices of nudism and of companionate marriage, infidelity in marital relationships, and all manner of promiscuity, of easy familiarity, and of sexual vices. It can tolerate no compromise with the theories, the standards, the habits, and the excesses of a decadent age. Nay rather it seeks to demonstrate, through the dynamic force of its example, the pernicious character of such theories, the falsity of such standards, the hollowness of such claims, the perversity of such habits, and the sacrilegious character of such excesses.
(Published in "The Advent of Divine Justice" (Wilmette: Baha'i Publishing Trust, 1990), p. 30) [25]
[1. The Universal House of Justice, in a letter dated 15 March 1972 written n on its behalf, has elucidated this phrase of the Guardian in this manner: "As to your question about the 'prostitution of arts and literature' we understand by this, using art and literature for debased ends."]
>From Letters Written on Behalf of Shoghi Effendi
Shoghi Effendi wishes me to acknowledge the receipt of your letter dated October 27th 1931, together with the accompanying music of "The Lonely Stranger" sent through.... He sincerely hopes that as the Cause grows and talented persons come under its banner, they will begin to produce in art the divine spirit that animates their soul. Every religion has brought with it some form of art -- let us see what wonders this Cause is going to bring along. Such a glorious spirit should also give vent to a glorious art. The Temple with all its beauty is only the first ray of an early dawn; even more wondrous things are to be achieved in the future.
(11 December 1931, to an individual) [26]
He wishes to start a new section in "The Baha'i World" devoted wholly to poems written by Baha'is. Though it may be a humble beginning it is a start for great future achievements. Shoghi Effendi wishes thereby to encourage those who are talented to give expression to the wonderful spirit that animates them. We need poets and writers for the Cause and this is undoubtedly one good way to urge them on. Some of the poems are written by very youthful persons yet they ring so true and give expression to such thoughts that one should halt and admire. In Persia the Cause has given birth to poets that even non-Baha'is consider as great. We hope before long we will have similar persons arise in the West.
(2 January 1932, to an individual) [27]
It is certain that with the spread of the spirit of Baha'u'llah a new era will dawn in art and literature. Whereas before the form was perfect but the spirit was lacking, now there will be a glorious spirit embodied in a form immeasurably improved by the quickened genius of the world.
(3 April 1932, to an individual) [28]
Shoghi Effendi wishes me to acknowledge the receipt of your letter dated May 18th 1932. He is very glad to know that you have liked "The Dawn-Breakers", for his greatest reward is to see that this work, which has cost him much labour and anxiety, is helping the friends to understand better and more fully the spirit that animates the Movement and the exemplary life of the heroic souls that ushered it into the world.
The Guardian sincerely hopes that by reading this book the friends will be stirred to greater activity and a higher measure of sacrifice, that they will obtain a deeper realization of this Cause whose spread and ultimate victory is entrusted to their care. As some who have read the book have remarked, no one can become familiar with those lives and not be inspired to follow in their way.
It is surely true that the spirit of those heroic souls will stir many artists to produce their best. It is such lives that in the past inspired poets and moved the brush of the painters.
(20 June 1932, to an individual) [29]
Shoghi Effendi was very much interested to learn of the success of the "Pageant of the Nations" you produced. He sincerely hopes that all those who attended it were inspired by the same spirit that animated you while arranging it.
It is through such presentations that we can arouse the interest of the greatest number of people in the spirit of the Cause. The day will come when the Cause will spread like wildfire when its spirit and teachings will be presented on the stage or in art and literature as a whole. Art can better awaken such noble sentiments than cold rationalizing, especially among the mass of the people.
We have to wait only a few years to see how the spirit breathed by Baha'u'llah will find expression in the work of the artists. What you and some other Baha'is are attempting are only faint rays that precede the effulgent light of a glorious morn. We cannot yet value the part the Cause is destined to play in the life of society. We have to give it time. The material this spirit has to mould is too crude and unworthy, but it will at last give way and the Cause of Baha'u'llah will reveal itself in its full splendour.
(10 October 1932, to an individual) [30]
The Guardian values the hymns that you are so beautifully composing. They certainly contain the realities of the Faith, and will indeed help you to give the Message to the young ones. It is the music which assists us to affect the human spirit; it is an important means which helps us to communicate with the soul. The Guardian hopes that through this assistance you will give the Message to the people, and will attract their hearts.
(15 November 1932, to an individual) [31]
What Baha'u'llah meant primarily with "sciences that begin and end in words" are those theological treatises and commentaries that encumber the human mind rather than help it to attain the truth. The students would devote their life to their study but still attain no where. Baha'u'llah surely never meant to include story-writing under such a category; and shorthand and typewriting are both most useful talents, very necessary in our present social and economic life.
What you could do, and should do, is to use your stories to become a source of inspiration and guidance for those who read them. With such a means at your disposal you can spread the spirit and teachings of the Cause; you can show the evils that exist in society, as well as the way they can be remedied. If you possess a real talent in writing you should consider it as given by God and exert your efforts to use it for the betterment of society.
(30 November 1932, to an individual) [32]
Your poem dedicated to Nabil deeply touched me.... I would also welcome any other poems from your gifted pen on any phase or episode recounted in Nabil's immortal narrative. You are rendering the Cause unique and notable services. Be happy and persevere in your high endeavours.
(6 August 1933, in the handwriting of Shoghi Effendi, appended to a letter written on his behalf to an individual) [33]
In regard to the main question you have raised in connection with the singing of hymns at Baha'i meetings: He wishes me to assure you that he sees no objection to it whatsoever. The element of music is, no doubt, an important feature of all Baha'i gatherings. The Master Himself has emphasized its importance. But the friends should in this, as well as in all other things, not pass beyond the limits of moderation, and should take great care to maintain the strict spiritual character of all their gatherings. Music should lead to spirituality, and provided it creates such an atmosphere there can be no objection against it.
A distinction of vital importance should, however, be clearly established between the singing of hymns composed by the believers and the chanting of the Holy Utterances.
(17 March 1935, to an individual) [34]
As to your question concerning the advisability of dramatizing Baha'i historic episodes: the Guardian would certainly approve, and even encourage that the friends should engage in such literary pursuits which, no doubt, can be of immense teaching value. What he wishes the believers to avoid is to dramatize the personages of the Bab, Baha'u'llah and 'Abdu'l-Baha, that is to say to treat them as dramatic figures, as characters appearing on the stage. This, as already pointed out, he feels would be quite disrespectful. The mere fact that they appear on the scene constitutes an act of discourtesy which can in no way be reconciled with their highly exalted station. Their message, or actual words, should be preferably reported and conveyed by their disciples appearing on the stage.
(25 July 1936, to an individual) [35]
The Guardian was also pleased to know of your deep interest in music, and of your desire to serve the Faith along this line. Although now is only the very beginning of Baha'i art, yet the friends who feel they are gifted in such matters should endeavour to develop and cultivate their gifts and through their works to reflect, however inadequately, the Divine Spirit which Baha'u'llah has breathed into the world.
(4 November 1937, to an individual) [36]
...you raise the question of what will be the source of inspiration to Baha'i musicians and composers: the music of the past or the Word? We cannot possibly foresee, standing as we do on the threshold of Baha'i culture, what forms and characteristics the arts of the future, inspired by this Mighty New Revelation, will have. All we can be sure of is that they will be wonderful; as every Faith has given rise to a culture which flowered in different forms, so too our beloved Faith may be expected to do the same thing. It is premature to try and grasp what they will be at present.
(23 December 1942, to an individual) [37]
Music, as one of the arts, is a natural cultural development, and the Guardian does not feel that there should be any cultivation of "Baha'i Music" any more than we are trying to develop a Baha'i school of painting or writing. The believers are free to paint, write and compose as their talents guide them. If music is written, incorporating the sacred writings, the friends are free to make use of it, but it should never be considered a requirement at Baha'i meetings to have such music. The further away the friends keep from any set forms, the better, for they must realize that the Cause is absolutely universal, and what might seem a beautiful addition to their mode of celebrating a Feast, etc., would perhaps fall on the ears of people of another country as unpleasant sounds -- and vice versa. As long as they have music for its own sake it is all right, but they should not consider it Baha'i music.
(20 July 1946, to a National Spiritual Assembly) [38]
...he wishes to call your Assembly's attention to a very important matter, and that is the Greatest Name. To the western eye, untrained in the art -- the most highly developed art of the East -- of calligraphy, nearly every Greatest Name, if it embodies the salient points, is the Greatest Name. But to an Oriental it may appear a monstrosity.... The exact proportions are what must be maintained. The Greatest Name must not be stretched out -- or up -- to fill an oblong space or a circle.
(22 December 1948, to a National Spiritual Assembly) [39]
It was a Canadian, of French extraction, who through his vision and skill, was instrumental in conceiving the design, and delineating the features, of the first Mashriqu'l-Adhkar of the west, marking the first attempt, however rudimentary, to express the beauty which Baha'i art will, in its plenitude, unfold to the eyes of the world.
(1 March 1951, from a postscript by Shoghi Effendi appended to a letter written on his behalf to a National Spiritual Assembly) [40]
Music is one of the arts, and the Prophets of God do not teach the arts; but the tremendous cultural impetus which religion gives to society gradually produces new and wonderful forms of art. We see this in the different styles of architecture and painting associated with the Christian, Muhammadan, Buddhist and other civilizations. Music, too, has grown up as an expression of the people.
We believe that, in the future, when the Baha'i spirit has permeated the world and profoundly changed society, music will be affected by it; but there is no such thing as Baha'i music. All it says in the teachings about music is that it can influence the heart and soul of man very deeply, and have an extremely uplifting effect.
(3 February 1952, to an individual) [41]
As regards the matters you raised in your letter: In the teachings there is nothing against dancing, but the friends should remember that the standard of Baha'u'llah is modesty and chastity. The atmosphere of modern dance halls, where so much smoking and drinking and promiscuity goes on, is very bad, but decent dances are not harmful in themselves. There is certainly no harm in classical dancing or learning dancing in school. There is also no harm in taking part in dramas. Likewise in cinema acting. The harmful thing, nowadays, is not the art itself but the unfortunate corruption which often surrounds these arts. As Baha'is we need avoid none of the arts, but acts and the atmosphere that sometimes go with these professions we should avoid.
(30 June 1952, to a National Spiritual Assembly) [42]
>From Letters Written by and on Behalf of the Universal House of Justice
Publicity itself should be well-conceived, dignified and reverent. A flamboyant approach which may succeed in drawing much initial attention to the Cause may ultimately prove to have produced a revulsion which would require great effort to overcome. The standard of dignity and reverence set by the beloved Guardian should always be upheld, particularly in musical and dramatic items; and photographs of the Master should not be used indiscriminately. This does not mean that activities of the youth, for example, should be stultified; one can be exuberant without being irreverent or undermining the dignity of the Cause.
(2 July 1967, by the Universal House of Justice to all National Spiritual Assemblies) [43]
...we feel that it will be helpful to you to know that songs whose words are the primary Writings of the Bab, Baha'u'llah or 'Abdu'l-Baha are all quite fitting for the devotional portion of the Feast. Indeed, the Persian chants are such songs, out of a different tradition; they are a way of giving music to the holy Word, and each person who chants does it in a way which mirrors his feeling and expression of the Words he is uttering. As for songs whose words are poetic and the composition of persons other than the Figures of the Faith, these may be desirable but in their proper place....
Inasmuch as the spirit of our gatherings is so much affected by the tone and quality of our worship, of our feeling and appreciation of the Word of God for this day, we would hope that you would encourage the most beautiful possible expression of the human spirits in your communities, through music among other modes of feeling.
(22 February 1971, by the Universal House of Justice to a National Spiritual Assembly) [44]
Your understanding that the portrayal of the Bab and Baha'u'llah in works of art is forbidden is correct. The Guardian made it clear that this prohibition refers to all the Manifestations of God; photographs, or reproductions of portraits, of the Master may be used in books, but no attempt should be made to portray Him in dramatic or other works where He would be one of the "dramatis personae". However, there can be no objection to symbolic representation of such Holy Figures, provided it does not become a ritual and that the symbol used is not irreverent.
(3 December 1972, by the Universal House of Justice to
an individual) [45]
While it is quite true that individual artists such as Mark Tobey and others have undoubtedly been inspired and influenced by their love for the Revelation of Baha'u'llah, it is far too early in the Baha'i Dispensation to talk about the influence of the Faith on the arts in general. Indeed the beloved Guardian himself has pointed out that there is, as yet, no such thing as Baha'i art although there is no doubt from statements in the writings that a wonderful efflorescence of new and beautiful arts may be anticipated in the future.
(17 January 1973, by the Universal House of Justice to a National Spiritual Assembly) [46]
The beloved Guardian made it clear that the flowering of the arts which is the result of a divine revelation comes only after a number of centuries. The Baha'i Faith offers the world the complete rebuilding of human society -- a rebuilding of such far-reaching effect that it has been looked forward to in all the revelations of the past and has been called the establishment of the Kingdom of God on earth. The new architecture to which this revelation will give birth will blossom many generations hence. We are now merely at the beginning of this great process.
The present time is a period of turmoil and change. Architecture, like all arts and sciences, is undergoing very rapid development; one has only to consider the changes that have taken place in the course of the last few decades to have some idea of what is likely to happen during the years immediately ahead. Some modern buildings have, no doubt, qualities of greatness and will endure, but very much of what is being constructed now may be outgrown and may appear ugly but a few generations hence. Modern architecture, in other words, may be considered a new development in its primitive stage.
(18 July 1974, by the Universal House of Justice to
an individual) [47]
The House of Justice feels that at this time in the development of the Faith its primary responsibility is the preparation and prosecution of teaching plans designed to achieve the objectives set forth in 'Abdu'l-Baha's Tablets of the Divine Plan and that theories in arts and sciences should be developed under the auspices of those who are well-versed and expert in those fields.
(25 January 1977, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [48]
The prohibition on representing the Manifestation of God in paintings and drawings or in dramatic presentations applies to all the Manifestations of God. There are, of course, great and wonderful works of art of past Dispensations, many of which portrayed the Manifestations of God in a spirit of reverence and love. In this Dispensation however the greater maturity of mankind and the greater awareness of the relationship between the Supreme Manifestation and His servants enable us to realize the impossibility of representing, in any human form, whether pictorially, in sculpture or in dramatic representation, the Person of God's Manifestation. In stating the Baha'i prohibition, the beloved Guardian pointed out this impossibility.
(9 March 1977, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [49]
The same destructive forces are also deranging the political, economic, scientific, literary, and moral equilibrium of the world and are destroying the fairest fruits of the present civilization.... Even music, art, and literature, which are to represent and inspire the noblest sentiments and highest aspirations and should be a source of comfort and tranquillity for troubled souls, have strayed from the straight path and are now the mirrors of the soiled hearts of this confused, unprincipled, and disordered age.
(10 February 1980, by the Universal House of Justice to the Iranian Baha'is throughout the World; published in "Messages from the Universal House of Justice 1963-1986" (Wilmette: Baha'i Publishing Trust, 1996), p. 435) [50]
Generally speaking, works of fiction which the writers hope will help to promote knowledge of the Cause of God will fulfil this purpose better if they are set against the background of particular events or developing processes in the Cause of God, and not used to portray the actual historical events themselves and the figures taking part in them. The reality of the actual events and the actual personages is so much more convincing than any fictional account. In this connection the Guardian's secretary wrote on his behalf:7
He would not recommend fiction as a means of teaching; the condition of the world is too acute to permit of delay in giving them the direct teachings associated with the name of Baha'u'llah. But any suitable approach to the Faith, which appeals to this or that group, is certainly worthy of effort, as we wish to bring the Cause to all men, in all walks of life, of all mentalities.
(23 September 1980, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [51]
[1. 23 March 1945, to an individual.]
Your letter ... concerning art has been received, and the Universal House of Justice has instructed us to commend you on your plan to use your artistic talents to express the spirit of Baha'u'llah's teachings. It warmly encourages you in this pursuit....
In response to your request for guidance on the best ways to approach artists in teaching the Faith, it can be said that in addition to those methods which attract people generally, artists will be responsive to art. When the sublime teachings of the Faith are reflected in artistic work, the hearts of people, including artists, will be touched. A quotation from the Sacred Writings or description of the art piece as it relates to the Writings may provide the viewer with an understanding of the source of this spiritual attraction and lead him to further study of the Faith.
(21 July 1982, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [52]
With the evolution of the Baha'i society, which is composed of people of many cultural origins and diverse tastes, each with his conception of what is aesthetically acceptable and pleasing, those Baha'is who are gifted in music, drama and the visual arts are free to exercise their talents in ways which will serve the Faith of God. They should not feel disturbed at the lack of appreciation by sundry believers. Rather, in knowledge of the cogent writings of the Faith on music and artistic expression ... they should continue their artistic endeavours in prayerful recognition that the arts are powerful instruments to serve the Cause, arts which in time will have their Baha'i fruition.
(9 August 1983, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [53]
Your letter ... requesting guidance in the matter of visual representation of the personages connected with the Heroic Age of the Faith has been received. The Universal House of Justice wishes you to know that there is nothing in the instructions of the Guardian, nor of the House of Justice, ... to prohibit artists ... to make drawings of Letters of the Living in surroundings, or participating in events, which are historically accurate. Obviously, in addition to accuracy, it is important to uphold the dignity of the personages being portrayed.
(5 October 1983, on behalf of the Universal House of Justice to a National Spiritual Assembly) [54]
Architecture at this time, in common with all aspects of our civilization, is going through a period of rapid development, with tastes changing from decade to decade. No one can be certain whether a building which is built now in a current style will still appear beautiful in the eyes of the people fifty years hence. For the World Administrative Centre of the Faith, therefore, the beloved Guardian chose the classical Greek style of architecture. This is a mature style, very beautiful, which has persisted for some 2,000 years. It would not be correct, however, to deduce from this that the classical Greek styles are particularly Baha'i architecture.
(3 September 1984, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [55]
Rejecting the low sights of mediocrity, let them scale the ascending heights of excellence in all they aspire to do. May they resolve to elevate the very atmosphere in which they move, whether it be in the school rooms or halls of higher learning, in their work, their recreation, their Baha'i activity or social service.
Indeed, let them welcome with confidence the challenges awaiting them. Imbued with this excellence and a corresponding humility, with tenacity and a loving servitude, today's youth must move towards the front ranks of the professions, trades, arts and crafts which are necessary to the further progress of humankind -- this to ensure that the spirit of the Cause will cast its illumination on all these important areas of human endeavour. Moreover, while aiming at mastering the unifying concepts and swiftly advancing technologies of this era of communications, they can, indeed they must, also guarantee the transmittal to the future of those skills which will preserve the marvellous, indispensable achievements of the past. The transformation which is to occur in the functioning of society will certainly depend to a great extent on the effectiveness of the preparations the youth make for the world they will inherit.
(8 May 1985, by the Universal House of Justice to the Baha'i Youth of the World) [56]
The House of Justice wishes to encourage you in the writing of your book but reminds you that the Guardian clearly stated that at this early stage of the Dispensation there is no such thing as Baha'i art, music, architecture or culture. These will doubtless emerge in the future as a natural outgrowth of a Baha'i civilization. The Guardian's own predilections in such matters should never be regarded as laying the foundations for such developments. As clearly indicated by his rejection of the design submitted to him for the Temple in Kampala ... he did not feel that the general modern trend of architecture current at his time was suitable for a Baha'i House of Worship, but this in no sense implies that he instituted a pattern of his own. His choice of the classical style for the structures on Mount Carmel was, according to Amatu'l-Baha Ruhiyyih Khanum, on the grounds that it was beautiful and befitted the area, and that it had withstood the test of time. You should, therefore, take care not to indicate or make it possible to infer that the Guardian laid down the early beginnings of Baha'i art forms. He made beautiful gardens and buildings utilizing what was available and, as in the case of the superstructure of the Shrine of the Bab, engaged experts who could produce befitting designs under his guidance.
(23 June 1985, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [57]
With reference to music and fine arts, you are, of course, free to include them as curricular subjects in Baha'i schools. Many of your fellow National Assemblies, keenly aware of the Baha'i Writings concerning music and the arts, incorporate such instruction and materials as they find possible at this stage of Baha'i community development. Much work by devoted and talented teachers needs to be done to stimulate, collect and publish the useful music now emerging in the Baha'i world, and to utilize it systematically in the schools....
In accordance with our Teachings, music and the arts are to be encouraged, and they add immeasurably to the vitality and spirit of the community. Your Assembly's thoughts and efforts are valued, and you are remembered in the prayers of the House of Justice.
(20 August 1985, on behalf of the Universal House of Justice to a National Spiritual Assembly) [58]
Regarding the use of symbolism in art, the following extracts from letters written to two individuals by the House of Justice may provide the answer you seek:
We see no objection to the use of natural phenomena as symbols to illustrate the significance of the three Central Figures, Baha'i Laws, and Baha'i Administration; and we also appreciate the suit-ability of using visual symbols to express abstract concepts.
(29 July 1971)
Your understanding that the portrayal of the Bab and Baha'u'llah in works of art is forbidden is correct. The Guardian made it clear that this prohibition refers to all the Manifestations of God; photo-graphs, or reproductions of portraits, of the Master may be used in books, but no attempt should be made to portray Him in dramatic or other works where He would be one of the "dramatis personae". How-ever, there can be no objection to symbolic representation of such Holy Figures, provided it does not become a ritual and that the symbol used is not irreverent.
(3 December 1972)
You sometimes provide detailed written descriptions of the symbols you use in your paintings; as a practice this could introduce an aspect which could be unduly interpretive of Baha'i concepts, ultimately detracting from rather than enhancing your artistic efforts. Symbolism is the stuff of art, but artists rarely interpret the symbols they use, leaving it to observers of their works to draw their own conclusions, sometimes with no more than hints from the titles given such works.
The titling of a piece of art is the artist's prerogative; the only objection would be to the use of an irreverent title for a piece intended to represent a Baha'i subject.
As to your question about an artist's executing a "painting which is a contemporary illumination of a passage of the Holy Writings", the House of Justice feels artists should not be inhibited by Baha'i institutions from creating a variety of calligraphic renderings of the Holy Writings or of the Greatest Name. However, such efforts should be in good taste and not assume forms that lend themselves to ridicule. Regarding the commonly used symbol of the Greatest Name, the House of Justice advises that great care be given to the accurate representation of the Persian calligraphy, since any deviation from an accepted representation can be distressing to Iranian believers.
(23 February 1987, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [59]
The policy formulated by the House of Justice to discourage the reproduction of photographs of paintings of the Master for distribution does not imply any judgement of the quality of a painting. There is a wide variation in the quality of the artistry with which paintings of the Master are carried out. The House of Justice does not wish to show preference for one painting over another; it chooses rather to adopt this general policy as a means of ensuring that appropriate respect is accorded to representations of 'Abdu'l-Baha and that there is no distribution of photographic reproductions of those paintings which are of poor quality.
An important distinction is made between publication of photographs of paintings in books and magazines, which is not prohibited as it is subject to some degree of judgement by the publisher, and their publication as separate items, which is discouraged by the House of Justice.
More generally, the House of Justice feels that one of the great challenges facing Baha'is everywhere is that of restoring to the peoples of the world an awareness of spiritual reality. Our view of the world is markedly different from that of the mass of mankind, in that we perceive creation to encompass spiritual as well as physical entities, and we regard the purpose of the world in which we now find ourselves to be a vehicle for our spiritual progress.
This view has important implications for the behaviour of Baha'is and gives rise to practices which are quite contrary to prevailing conduct of the wider society. One of the distinctive virtues given emphasis in the Baha'i Writings is respect for that which is sacred. Such behaviour has no meaning for those whose perspective on the world is entirely materialistic, while many followers of the established religions have debased it into a set of rituals devoid of true spiritual feeling.
In some instances, the Baha'i Writings contain precise guidance on how the reverence for sacred objects or places should be expressed, e.g., restrictions on the use of the Greatest Name on objects or on indiscriminate use of the record of the voice of the Master. In other instances, the believers are called upon to strive to obtain a deeper understanding of the concept of sacredness in the Baha'i teachings, from which they can determine their own forms of conduct by which reverence and respect are to be expressed.
The importance of such behaviour derives from the principle expressed in the Baha'i Writings, that the outward has an influence on the inward. Referring to "the people of God" Baha'u'llah states:
Their outward conduct is but a reflection of their inward life, and their inward life a mirror of their outward conduct.
It is within this framework that the Universal House of Justice wishes you to view the concerns which have been expressed over the past several years. Baha'is endowed with artistic talent are in a unique position to use their abilities, when treating Baha'i themes, in such a way as to disclose to mankind evidence of the spiritual renewal the Baha'i Faith has brought to humanity through its revitalization of the concept of reverence.
Questions of artistic freedom are not germane to the issues raised here. Baha'i artists are free to apply their talents to whatever subject is of interest to them. However, it is hoped that they will exercise a leadership role in restoring to a materialistic society an appreciation of reverence as a vital element in the achievement of true liberty and abiding happiness.
(24 September 1987, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [60]
The House of Justice is pleased to learn of the success you are achieving in your profession. It advises you to view this professional activity within the context of service to the Faith and the promotion of the proclamation and teaching work. Your musical achievements will enable you to reach a wide range of people and ultimately to proclaim the Message of Baha'u'llah to them through the expression of its values in your music. You can also make valuable friend-ships for the Faith among the influential people you will meet as your business continues to develop. These considerations might well guide you in the decision now before you concerning the area in which you should reside. Baha'i artists who achieve eminence and renown in their chosen field, and who remain dedicated to the promotion of the Faith, can be of unique assistance to the Cause at the present time when public curiosity about the Baha'i teachings is gradually being aroused.
(30 June 1988, on behalf of the Universal House of Justice to two individuals) [61]
It is permissible to use selections from the Holy Writings as lyrics to be accompanied by musical compositions and to repeat verses or words. The following quotations provide further clarification concerning these matters.
Therefore ... set to music the verses and the divine words so that they may be sung with soul-stirring melody in the Assemblies and gatherings, and that the hearts of the listeners may become tumultuous and rise towards the Kingdom of Abha in supplication and prayer.
('Abdu'l-Baha, "Baha'i World Faith", p. 378)8
No doubt prayers and parts of the Tablets, "Hidden Words", etc., will be suitable, but he does not feel it would be advisable to abridge any given part, in other words to leave out parts of a paragraph or a meditation and foreshorten it in this manner.
(From a letter dated 3 July 1949 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
In response to a question from a believer concerning minor alterations of words for the sake of correct accent or the addition of a word for the sake of perfect meter, the beloved Guardian stated the following:
Slight alterations in the text of the prayers are permissible, and I would advise you to give a musical form to the revealed word itself which I feel will be exceedingly effective. I will pray that the Beloved may inspire you to accomplish this great service to His Cause.
(In the handwriting of Shoghi Effendi, appended to a letter dated 8 April 1931 written on his behalf to an individual believer)
Regarding the question of setting verses from the Baha'i Writings to the melodies of existing pieces of music, assuming that there is no copyright or legal restriction involved, one should bear in mind that such music may carry with it associations of the original piece, either in lyrics or in mood, and may not meet the requirement to treat the Sacred Texts with dignity and reverence.
(6 December 1989, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [62]
[1. A newer authorized translation of this passage is found in "Selections from the Writings of 'Abdu'l-Baha" (Wilmette: Baha'i Publishing Trust, 1997), paragraph 74.2 (see item [14] of this compilation).]
There is no objection to the interpretation of a prayer in the form of movement or dance if the spirit is properly reverential, but preferably this should not be accompanied by reading the words.
(4 January 1990, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [63]
The House of Justice is pleased to learn of your teaching activities and your continued devotion to the Cause of God in spite of difficulties you have experienced as a musician. With regard to your questions: the Baha'i Teachings obviously do not condone the mistreatment of musicians or other artists, nor are artists expected to sacrifice their free will to the whims, or even the strongly held opinions, of other Baha'is. As for the tensions and difficulties arising between your teaching the Faith through music and your parallel need to be self-supporting, it is suggested that you yourself will need to set your own limits in this regard. We find, for example, the following guidance in a letter dated 26 February 1933 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer:
The advice that Shoghi Effendi gave you regarding the division of your time between serving the Cause and attending to your other duties was also given to many other friends both by Baha'u'llah and the Master. It is a compromise between the two verses of the "Aqdas", one making it incumbent upon every Baha'i to serve the promotion of the Faith and the other that every soul should be occupied in some form of occupation that will benefit society. In one of His Tablets Baha'u'llah says that the highest form of detachment in this day is to be occupied with some profession and be self-supporting. A good Baha'i, therefore, is the one who so arranges his life as to devote time both to his material needs and also to the service of the Cause.
(15 February 1990, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [64]
Your sincere desire to use theatre as a means of spreading the tenets of the Faith among the people is commendable and it is the hope of the House of Justice that your devoted efforts in this field may bring satisfaction to yourselves and benefits to the community; however, as you yourself have stated, you are conscious of the difficulties and potential pitfalls of Baha'i theatrical endeavours at this time and in the atmosphere of intolerance prevailing in your country, which make it essential not to produce plays which may arouse public antipathy or the indignation of religious fundamentalists.
(9 April 1990, on behalf of the Universal House of Justice to a National Spiritual Assembly) [65]
...traditional dances associated with the expression of a culture are permissible in Baha'i Centres. However, it should be borne in mind that such traditional dances generally have an underlying theme or a story being represented. Care must be exercised to ensure that the themes of such dances are in harmony with the high ethical standards of the Cause and are not portrayals that would arouse base instincts and unworthy passions....
As for choreographed dances whose purpose is to reinforce and proclaim Baha'i principles, if they can be performed in a manner which portrays the nobility of such principles and invokes appropriate attitudes of respect or reverence, there is no objection to dances which are meant to interpret passages from the Writings; however, it is preferable that the motions of a dance not be accompanied by the reading of the words.
The principle which must guide the friends in their consideration of these questions is the observance of "moderation in all that pertains to dress, language, amusements, and all artistic and literary avocations".
(20 June 1991, on behalf of the Universal House of Justice to a National Spiritual Assembly) [66]
There is no objection, of course, to the use of the phrase "Baha'i artist" but at this point in time in the Baha'i Dispensation we should not use the term "Baha'i art", "Baha'i music", or "Baha'i architecture".
(12 March 1992, on behalf of the Universal House of Justice to two individuals) [67]
The medium of a novel offers a great deal of latitude for an author to elaborate ideas and areas of thought hitherto unexplored. You should be careful, however, not to ... give interpretations that may not be correct if the Faith and its Teachings are to be explicit in the novel. If, on the other hand, there is no clear connection to the Faith in the novel, you would be free to use your imagination in exploring any ideas which have as their source the principles of the Faith.
(15 February 1994, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [68]
In all their efforts to achieve the aim of the Four Year Plan, the friends are also asked to give greater attention to the use of the arts, not only for proclamation, but also for the work in expansion and consolidation. The graphic and performing arts and literature have played, and can play, a major role in extending the influence of the Cause. At the level of folk art, this possibility can be pursued in every part of the world, whether it be in villages, towns or cities. Shoghi Effendi held high hopes for the arts as a means for attracting attention to the Teachings. A letter written on his behalf to an individual thus conveys the Guardian's view: "The day will come when the Cause will spread like wildfire when its spirit and teachings will be presented on the stage or in art and literature as a whole. Art can better awaken such noble sentiments than cold rationalizing, especially among the mass of the people."
(21 April 1996, by the Universal House of Justice to the Baha'is of the World) [69]
In much of the region, insufficient attention has been given to the education of children. Far more extensive programmes should be initiated in those countries where the need exists, to ensure that Baha'i children are nurtured, encouraged to acquire trained minds, illumined with a sound knowledge of the Divine Teachings, well-equipped to participate in the work of the Cause at all levels and to contribute to the arts, crafts and sciences necessary for the advancement of civilization. Such programmes, when open to all children, Baha'i or not, offer a potent means of extending the beneficial influences of Baha'u'llah's Message to the wider society.
(21 April 1996, by the Universal House of Justice to the Followers of Baha'u'llah in Australasia) [70]
The 1996 Ridvan message of the Universal House of Justice to the Baha'is of the World called attention to the importance of the arts, especially the graphic and performing arts and literature, in the proclamation, expansion and consolidation of the Baha'i Faith. This compilation is intended to enlarge upon this concept. While there are many references to "the arts" in the English translations of the Writings of Baha'u'llah and 'Abdu'l-Baha, the appearance of the term "arts" in many such passages can be misleading because the meaning of the original word often includes a broad range of activities such as industrial pursuits and trades. The extracts in this compilation have been chosen because they focus mainly on the graphic and performing arts and literature.
>From the Writings of Baha'u'llah
The Sun of Truth is the Word of God upon which dependeth the education of those who are endowed with the power of understanding and of utterance. It is the true spirit and the heavenly water, through whose aid and gracious providence all things have been and will be quickened. Its appearance in every mirror is conditioned by the colour of that mirror. For instance, when its light is cast upon the mirrors of the hearts of the wise, it bringeth forth wisdom. In like manner when it manifesteth itself in the mirrors of the hearts of craftsmen, it unfoldeth new and unique arts, and when reflected in the hearts of those that apprehend the truth it revealeth wondrous tokens of true knowledge and discloseth the verities of God's utterance.
(Translated from the Persian) [1]
We have made it lawful for you to listen to music and singing. Take heed, however, lest listening thereto should cause you to overstep the bounds of propriety and dignity. Let your joy be the joy born of My Most Great Name, a Name that bringeth rapture to the heart, and filleth with ecstasy the minds of all who have drawn nigh unto God. We, verily, have made music as a ladder for your souls, a means whereby they may be lifted up unto the realm on high; make it not, therefore, as wings to self and passion. Truly, We are loath to see you numbered with the foolish.
(The Kitab-i-Aqdas, paragraph 51) [2]
They who recite the verses of the All-Merciful in the most melodious of tones will perceive in them that with which the sovereignty of earth and heaven can never be compared. From them they will inhale the divine fragrance of My worlds -- worlds which today none can discern save those who have been endowed with vision through this sublime, this beauteous Revelation. Say: These verses draw hearts that are pure unto those spiritual worlds that can neither be expressed in words nor intimated by allusion. Blessed be those who hearken.
(The Kitab-i-Aqdas, paragraph 116) [3]
Every word that proceedeth out of the mouth of God is endowed with such potency as can instil new life into every human frame, if ye be of them that comprehend this truth. All the wondrous works ye behold in this world have been manifested through the operation of His supreme and most exalted Will, His wondrous and inflexible Purpose. Through the mere revelation of the word "Fashioner," issuing forth from His lips and proclaiming His attribute to mankind, such power is released as can generate, through successive ages, all the manifold arts which the hands of man can produce. This, verily, is a certain truth. No sooner is this resplendent word uttered, than its animating energies, stirring within all created things, give birth to the means and instruments whereby such arts can be produced and perfected. All the wondrous achievements ye now witness are the direct consequences of the Revelation of this Name.
(Published in "Gleanings from the Writings of Baha'u'llah" (Wilmette: Baha'i Publishing Trust, 1983), LXXIV, pp. 141-42) [4]
The soul that hath remained faithful to the Cause of God, and stood unwaveringly firm in His Path shall, after his ascension, be possessed of such power that all the worlds which the Almighty hath created can benefit through him. Such a soul provideth, at the bidding of the Ideal King and Divine Educator, the pure leaven that leaveneth the world of being, and furnisheth the power through which the arts and wonders of the world are made manifest.
("Gleanings", LXXXII, p. 161) [5]
Every word of thy poetry is indeed like unto a mirror in which the evidences of the devotion and love thou cherishest for God and His chosen ones are reflected. Well is it with thee who hast quaffed the choice wine of utterance and partaken of the soft flowing stream of true knowledge. Happy is he who hath drunk his fill and attained unto Him and woe betide the heedless. Its perusal hath truly proved highly impressive, for it was indicative of both the light of reunion and the fire of separation.
(Lawh-i-Maqsud, published in "Tablets of Baha'u'llah Revealed after the Kitab-i-Aqdas" (Wilmette: Baha'i Publishing Trust, 1995), pp. 175-76) [6]
>From the Writings of 'Abdu'l-Baha
O musician of God!... The songsters of fellowship that abide in the gardens of holiness must pour forth such a triumphant burst of songs in this age that the birds in the fields may wing their flight in a transport of delight; and in this divine festival, this heavenly banquet, they should play the lute and the harp, and the viol and the lyre in such wise that the people of east and west may be filled with exceeding joy and gladness, and be carried away with exultation and happiness. Now it behoveth thee to raise the melody of that heavenly lyre and to perform music on that celestial lute, thus causing Barbud [1] to return to life and Rudaki [2] to be solaced and Farabi [3] to become restless and Ibn-i-Sina [4] to be guided to the Sinai of God. Upon thee be salutation and praise.
(Translated from the Persian) [7]
[1. Peerless Persian musician: A singer, player and inventor of many ancient musical instruments who lived at the court of Khosrow-Parviz of the Sasani dynasty about 600 A.D.]
[2. "Father of Persian poetry" (d. A.D. 940).]
[3. Renowned Muslim scholar; author of a treatise on music (ca. A.D. 870-950).]
[4. Physician/scientist/philosopher known in the west as Avicenna, one of whose major works devotes a section to music theory (ca. A.D. 980-1027).]
I earnestly hope that thou wilt memorize all the Persian poems revealed by the Blessed Beauty and wilt sing them in a voice of incomparable sweetness at Baha'i meetings and gatherings. The day is not far distant when these poems will be set to Western music and the sweet accents of these songs will reach the Abha Kingdom with exceeding joy and gladness.
(Translated from the Persian) [8]
The art of music must be brought to the highest stage of development, for this is one of the most wonderful arts and in this glorious age of the Lord of Unity it is highly essential to gain its mastery. However, one must endeavour to attain the degree of artistic perfection and not be like those who leave matters unfinished.
(Translated from the Persian) [9]
O nightingale of the rose-garden of God! Singing melodies will bring animation and happiness to the world of humanity, the hearers will be delighted and joyful and their deeper emotions stirred. But this gladness, this sense of emotion is transitory and will be forgotten within a short time. However, praise be to God, thou hast blended thy tunes with the melodies of the Kingdom, wilt impart solace to the world of the spirit and wilt everlastingly stimulate spiritual feelings. This will last forever and endure the revolution of ages and centuries.
(Translated from the Persian) [10]
O servant of Baha! Music is regarded as a praiseworthy science at the Threshold of the Almighty, so that thou mayest chant verses at large gatherings and congregations in a most wondrous melody and raise such hymns of praise at the Mashriqu'l-Adhkar to enrapture the Concourse on High. By virtue of this, consider how much the art of music is admired and praised. Try, if thou canst, to use spiritual melodies, songs and tunes, and to bring the earthly music into harmony with the celestial melody. Then thou wilt notice what a great influence music hath and what heavenly joy and life it conferreth. Strike up such a melody and tune as to cause the nightingales of divine mysteries to be filled with joy and ecstasy.
(Translated from the Persian) [11]
I rejoice to hear that thou takest pains with thine art, for in this wonderful new age, art is worship. The more thou strivest to perfect it, the closer wilt thou come to God. What bestowal could be greater than this, that one's art should be even as the act of worshipping the Lord? That is to say, when thy fingers grasp the paintbrush, it is as if thou wert at prayer in the Temple.
(Translated from the Persian) [12]
Among the greatest of all great services is the education of children, and promotion of the various sciences, crafts and arts. Praised be God, ye are now exerting strenuous efforts toward this end. The more ye persevere in this most important task, the more will ye witness the confirmations of God, to such a degree that ye yourselves will be astonished.
(Translated from the Persian) [13]
O bird that singeth sweetly of the Abha Beauty! In this new and wondrous dispensation the veils of superstition have been torn asunder and the prejudices of eastern peoples stand condemned. Among certain nations of the East, music was considered reprehensible, but in this new age the Manifest Light hath, in His holy Tablets, specifically proclaimed that music, sung or played, is spiritual food for soul and heart.
The musician's art is among those arts worthy of the highest praise, and it moveth the hearts of all who grieve. Wherefore, O thou Shahnaz,[1] play and sing out the holy words of God with wondrous tones in the gatherings of the friends, that the listener may be freed from chains of care and sorrow, and his soul may leap for joy and humble itself in prayer to the realm of Glory.
(Published in "Selections from the Writings of 'Abdu'l-Baha" (Wilmette: Baha'i Publishing Trust, 1997), paragraphs 74.1-74.2) [14]
[1. Shahnaz, the name given to the recipient of this Tablet, is also the name of a musical mode.]
Wherefore, O loved ones of God! Make ye a mighty effort till you yourselves betoken this advancement and all these confirmations, and become focal centres of God's blessings, daysprings of the light of His unity, promoters of the gifts and graces of civilized life. Be ye in that land vanguards of the perfections of humankind; carry forward the various branches of knowledge, be active and progressive in the field of inventions and the arts. Endeavour to rectify the conduct of men, and seek to excel the whole world in moral character. While the children are yet in their infancy feed them from the breast of heavenly grace, foster them in the cradle of all excellence, rear them in the embrace of bounty. Give them the advantage of every useful kind of knowledge. Let them share in every new and rare and wondrous craft and art.
("Selections from the Writings of 'Abdu'l-Baha", paragraph 102.3) [15]
O ye recipients of the favours of God! In this new and wondrous Age, the unshakeable foundation is the teaching of sciences and arts. According to explicit Holy Texts, every child must be taught crafts and arts, to the degree that is needful. Wherefore, in every city and village, schools must be established and every child in that city or village is to engage in study to the necessary degree.
("Selections from the Writings of 'Abdu'l-Baha", paragraph 109.1) [16]
O thou son of the Kingdom! All things are beneficial if joined with the love of God; and without His love all things are harmful, and act as a veil between man and the Lord of the Kingdom. When His love is there, every bitterness turneth sweet, and every bounty rendereth a wholesome pleasure. For example, a melody, sweet to the ear, bringeth the very spirit of life to a heart in love with God, yet staineth with lust a soul engrossed in sensual desires.
("Selections from the Writings of 'Abdu'l-Baha", paragraph 154.3) [17]
O thou bird of pleasing tones! Thy little book of poems, which were very sweet, was read. It was a source of joy, for it was a spiritual anthem and a melody of the love of God.
Continue as long as thou canst this melody in the gatherings of the beloved; thus may the minds find rest and joy and become in tune with the love of God. When eloquence of expression, beauty of sense and sweetness of composition unite with new melodies the effect is ever great, especially if it be the anthem of the verses of oneness and the songs of praise to the Lord of Glory.
Endeavour your utmost to compose beautiful poems to be chanted with heavenly music; thus may their beauty affect the minds and impress the hearts of those who listen.
(Published in "Tablets of Abdul-Baha Abbas", (New York: Baha'i Publishing Committee, 1930 printing), vol. I, p. 59) [18]
O thou honourable one! Thank thou God that thou art instructed in music and melody, singing with pleasant voice the glorification and praise of the Eternal, the Living. I pray to God that thou mayest employ this talent in prayer and supplication, in order that the souls may become quickened, the hearts may become attracted and all may become inflamed with the fire of the love of God!
("Tablets of Abdul-Baha Abbas", vol. III, p. 512) [19]
The first condition of perception in the world of nature is the perception of the rational soul. In this perception and in this power all men are sharers, whether they be neglectful or vigilant, believers or deniers. This human rational soul is God's creation; it encompasses and excels other creatures; as it is more noble and distinguished, it encompasses things. The power of the rational soul can discover the realities of things, comprehend the peculiarities of beings, and penetrate the mysteries of existence. All sciences, knowledge, arts, wonders, institutions, discoveries and enterprises come from the exercised intelligence of the rational soul.
(Published in "Some Answered Questions" (Wilmette: Baha'i Publishing Trust, 1984), chapter 58, p. 217) [20]
>From Utterances of 'Abdu'l-Baha
What a wonderful meeting this is! These are the children of the Kingdom. The song we have just listened to was very beautiful in melody and words. The art of music is divine and effective. It is the food of the soul and spirit. Through the power and charm of music the spirit of man is uplifted. It has wonderful sway and effect in the hearts of children, for their hearts are pure, and melodies have great influence in them. The latent talents with which the hearts of these children are endowed will find expression through the medium of music. Therefore, you must exert yourselves to make them proficient; teach them to sing with excellence and effect. It is incumbent upon each child to know something of music, for without knowledge of this art the melodies of instrument and voice cannot be rightly enjoyed. Likewise, it is necessary that the schools teach it in order that the souls and hearts of the pupils may become vivified and exhilarated and their lives be brightened with enjoyment.
(Published in "The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by 'Abdu'l-Baha during His Visit to the United States and Canada in 1912", rev. ed. (Wilmette: Baha'i Publishing Trust, 1982), p. 52) [21]
An actor mentioned the drama, and its influence. "The drama is of the utmost importance." said 'Abdu'l-Baha. "It has been a great educational power in the past; it will be so again." He described how as a young boy he witnessed the Mystery Play of 'Ali's Betrayal and Passion, and how it affected him so deeply that he wept and could not sleep for many nights.
(Published in "'Abdu'l-Baha in London: Addresses and Notes of Conversations" (Oakham: Baha'i Publishing Trust, 1987), p. 93) [22]
'Abdu'l-Baha said...: "All Art is a gift of the Holy Spirit. When this light shines through the mind of a musician, it manifests itself in beautiful harmonies. Again, shining through the mind of a poet, it is seen in fine poetry and poetic prose. When the Light of the Sun of Truth inspires the mind of a painter, he produces marvellous pictures. These gifts are fulfilling their highest purpose, when showing forth the praise of God."
(Lady Blomfield, "The Chosen Highway" (Wilmette: Baha'i Publishing Trust, 1954), p. 167) [23]
It is natural for the heart and spirit to take pleasure and enjoyment in all things that show forth symmetry, harmony, and perfection. For instance: a beautiful house, a well designed garden, a symmetrical line, a graceful motion, a well written book, pleasing garments -- in fact, all things that have in themselves grace or beauty are pleasing to the heart and spirit -- therefore, it is most certain that a true voice causes deep pleasure.
('Abdu'l-Baha's words to Mrs. Mary L. Lucas, as quoted in "A Brief Account of My Visit to Acca" (Chicago: Baha'i Publishing Society, 1905), pp. 11-14) [24]
>From the Writings of Shoghi Effendi
Such a chaste and holy life, with its implications of modesty, purity, temperance, decency, and clean-mindedness, involves no less than the exercise of moderation in all that pertains to dress, language, amusements, and all artistic and literary avocations. It demands daily vigilance in the control of one's carnal desires and corrupt inclinations. It calls for the abandonment of a frivolous conduct, with its excessive attachment to trivial and often misdirected pleasures. It requires total abstinence from all alcoholic drinks, from opium, and from similar habit-forming drugs. It condemns the prostitution of art and of literature,6 the practices of nudism and of companionate marriage, infidelity in marital relationships, and all manner of promiscuity, of easy familiarity, and of sexual vices. It can tolerate no compromise with the theories, the standards, the habits, and the excesses of a decadent age. Nay rather it seeks to demonstrate, through the dynamic force of its example, the pernicious character of such theories, the falsity of such standards, the hollowness of such claims, the perversity of such habits, and the sacrilegious character of such excesses.
(Published in "The Advent of Divine Justice" (Wilmette: Baha'i Publishing Trust, 1990), p. 30) [25]
[1. The Universal House of Justice, in a letter dated 15 March 1972 written n on its behalf, has elucidated this phrase of the Guardian in this manner: "As to your question about the 'prostitution of arts and literature' we understand by this, using art and literature for debased ends."]
>From Letters Written on Behalf of Shoghi Effendi
Shoghi Effendi wishes me to acknowledge the receipt of your letter dated October 27th 1931, together with the accompanying music of "The Lonely Stranger" sent through.... He sincerely hopes that as the Cause grows and talented persons come under its banner, they will begin to produce in art the divine spirit that animates their soul. Every religion has brought with it some form of art -- let us see what wonders this Cause is going to bring along. Such a glorious spirit should also give vent to a glorious art. The Temple with all its beauty is only the first ray of an early dawn; even more wondrous things are to be achieved in the future.
(11 December 1931, to an individual) [26]
He wishes to start a new section in "The Baha'i World" devoted wholly to poems written by Baha'is. Though it may be a humble beginning it is a start for great future achievements. Shoghi Effendi wishes thereby to encourage those who are talented to give expression to the wonderful spirit that animates them. We need poets and writers for the Cause and this is undoubtedly one good way to urge them on. Some of the poems are written by very youthful persons yet they ring so true and give expression to such thoughts that one should halt and admire. In Persia the Cause has given birth to poets that even non-Baha'is consider as great. We hope before long we will have similar persons arise in the West.
(2 January 1932, to an individual) [27]
It is certain that with the spread of the spirit of Baha'u'llah a new era will dawn in art and literature. Whereas before the form was perfect but the spirit was lacking, now there will be a glorious spirit embodied in a form immeasurably improved by the quickened genius of the world.
(3 April 1932, to an individual) [28]
Shoghi Effendi wishes me to acknowledge the receipt of your letter dated May 18th 1932. He is very glad to know that you have liked "The Dawn-Breakers", for his greatest reward is to see that this work, which has cost him much labour and anxiety, is helping the friends to understand better and more fully the spirit that animates the Movement and the exemplary life of the heroic souls that ushered it into the world.
The Guardian sincerely hopes that by reading this book the friends will be stirred to greater activity and a higher measure of sacrifice, that they will obtain a deeper realization of this Cause whose spread and ultimate victory is entrusted to their care. As some who have read the book have remarked, no one can become familiar with those lives and not be inspired to follow in their way.
It is surely true that the spirit of those heroic souls will stir many artists to produce their best. It is such lives that in the past inspired poets and moved the brush of the painters.
(20 June 1932, to an individual) [29]
Shoghi Effendi was very much interested to learn of the success of the "Pageant of the Nations" you produced. He sincerely hopes that all those who attended it were inspired by the same spirit that animated you while arranging it.
It is through such presentations that we can arouse the interest of the greatest number of people in the spirit of the Cause. The day will come when the Cause will spread like wildfire when its spirit and teachings will be presented on the stage or in art and literature as a whole. Art can better awaken such noble sentiments than cold rationalizing, especially among the mass of the people.
We have to wait only a few years to see how the spirit breathed by Baha'u'llah will find expression in the work of the artists. What you and some other Baha'is are attempting are only faint rays that precede the effulgent light of a glorious morn. We cannot yet value the part the Cause is destined to play in the life of society. We have to give it time. The material this spirit has to mould is too crude and unworthy, but it will at last give way and the Cause of Baha'u'llah will reveal itself in its full splendour.
(10 October 1932, to an individual) [30]
The Guardian values the hymns that you are so beautifully composing. They certainly contain the realities of the Faith, and will indeed help you to give the Message to the young ones. It is the music which assists us to affect the human spirit; it is an important means which helps us to communicate with the soul. The Guardian hopes that through this assistance you will give the Message to the people, and will attract their hearts.
(15 November 1932, to an individual) [31]
What Baha'u'llah meant primarily with "sciences that begin and end in words" are those theological treatises and commentaries that encumber the human mind rather than help it to attain the truth. The students would devote their life to their study but still attain no where. Baha'u'llah surely never meant to include story-writing under such a category; and shorthand and typewriting are both most useful talents, very necessary in our present social and economic life.
What you could do, and should do, is to use your stories to become a source of inspiration and guidance for those who read them. With such a means at your disposal you can spread the spirit and teachings of the Cause; you can show the evils that exist in society, as well as the way they can be remedied. If you possess a real talent in writing you should consider it as given by God and exert your efforts to use it for the betterment of society.
(30 November 1932, to an individual) [32]
Your poem dedicated to Nabil deeply touched me.... I would also welcome any other poems from your gifted pen on any phase or episode recounted in Nabil's immortal narrative. You are rendering the Cause unique and notable services. Be happy and persevere in your high endeavours.
(6 August 1933, in the handwriting of Shoghi Effendi, appended to a letter written on his behalf to an individual) [33]
In regard to the main question you have raised in connection with the singing of hymns at Baha'i meetings: He wishes me to assure you that he sees no objection to it whatsoever. The element of music is, no doubt, an important feature of all Baha'i gatherings. The Master Himself has emphasized its importance. But the friends should in this, as well as in all other things, not pass beyond the limits of moderation, and should take great care to maintain the strict spiritual character of all their gatherings. Music should lead to spirituality, and provided it creates such an atmosphere there can be no objection against it.
A distinction of vital importance should, however, be clearly established between the singing of hymns composed by the believers and the chanting of the Holy Utterances.
(17 March 1935, to an individual) [34]
As to your question concerning the advisability of dramatizing Baha'i historic episodes: the Guardian would certainly approve, and even encourage that the friends should engage in such literary pursuits which, no doubt, can be of immense teaching value. What he wishes the believers to avoid is to dramatize the personages of the Bab, Baha'u'llah and 'Abdu'l-Baha, that is to say to treat them as dramatic figures, as characters appearing on the stage. This, as already pointed out, he feels would be quite disrespectful. The mere fact that they appear on the scene constitutes an act of discourtesy which can in no way be reconciled with their highly exalted station. Their message, or actual words, should be preferably reported and conveyed by their disciples appearing on the stage.
(25 July 1936, to an individual) [35]
The Guardian was also pleased to know of your deep interest in music, and of your desire to serve the Faith along this line. Although now is only the very beginning of Baha'i art, yet the friends who feel they are gifted in such matters should endeavour to develop and cultivate their gifts and through their works to reflect, however inadequately, the Divine Spirit which Baha'u'llah has breathed into the world.
(4 November 1937, to an individual) [36]
...you raise the question of what will be the source of inspiration to Baha'i musicians and composers: the music of the past or the Word? We cannot possibly foresee, standing as we do on the threshold of Baha'i culture, what forms and characteristics the arts of the future, inspired by this Mighty New Revelation, will have. All we can be sure of is that they will be wonderful; as every Faith has given rise to a culture which flowered in different forms, so too our beloved Faith may be expected to do the same thing. It is premature to try and grasp what they will be at present.
(23 December 1942, to an individual) [37]
Music, as one of the arts, is a natural cultural development, and the Guardian does not feel that there should be any cultivation of "Baha'i Music" any more than we are trying to develop a Baha'i school of painting or writing. The believers are free to paint, write and compose as their talents guide them. If music is written, incorporating the sacred writings, the friends are free to make use of it, but it should never be considered a requirement at Baha'i meetings to have such music. The further away the friends keep from any set forms, the better, for they must realize that the Cause is absolutely universal, and what might seem a beautiful addition to their mode of celebrating a Feast, etc., would perhaps fall on the ears of people of another country as unpleasant sounds -- and vice versa. As long as they have music for its own sake it is all right, but they should not consider it Baha'i music.
(20 July 1946, to a National Spiritual Assembly) [38]
...he wishes to call your Assembly's attention to a very important matter, and that is the Greatest Name. To the western eye, untrained in the art -- the most highly developed art of the East -- of calligraphy, nearly every Greatest Name, if it embodies the salient points, is the Greatest Name. But to an Oriental it may appear a monstrosity.... The exact proportions are what must be maintained. The Greatest Name must not be stretched out -- or up -- to fill an oblong space or a circle.
(22 December 1948, to a National Spiritual Assembly) [39]
It was a Canadian, of French extraction, who through his vision and skill, was instrumental in conceiving the design, and delineating the features, of the first Mashriqu'l-Adhkar of the west, marking the first attempt, however rudimentary, to express the beauty which Baha'i art will, in its plenitude, unfold to the eyes of the world.
(1 March 1951, from a postscript by Shoghi Effendi appended to a letter written on his behalf to a National Spiritual Assembly) [40]
Music is one of the arts, and the Prophets of God do not teach the arts; but the tremendous cultural impetus which religion gives to society gradually produces new and wonderful forms of art. We see this in the different styles of architecture and painting associated with the Christian, Muhammadan, Buddhist and other civilizations. Music, too, has grown up as an expression of the people.
We believe that, in the future, when the Baha'i spirit has permeated the world and profoundly changed society, music will be affected by it; but there is no such thing as Baha'i music. All it says in the teachings about music is that it can influence the heart and soul of man very deeply, and have an extremely uplifting effect.
(3 February 1952, to an individual) [41]
As regards the matters you raised in your letter: In the teachings there is nothing against dancing, but the friends should remember that the standard of Baha'u'llah is modesty and chastity. The atmosphere of modern dance halls, where so much smoking and drinking and promiscuity goes on, is very bad, but decent dances are not harmful in themselves. There is certainly no harm in classical dancing or learning dancing in school. There is also no harm in taking part in dramas. Likewise in cinema acting. The harmful thing, nowadays, is not the art itself but the unfortunate corruption which often surrounds these arts. As Baha'is we need avoid none of the arts, but acts and the atmosphere that sometimes go with these professions we should avoid.
(30 June 1952, to a National Spiritual Assembly) [42]
>From Letters Written by and on Behalf of the Universal House of Justice
Publicity itself should be well-conceived, dignified and reverent. A flamboyant approach which may succeed in drawing much initial attention to the Cause may ultimately prove to have produced a revulsion which would require great effort to overcome. The standard of dignity and reverence set by the beloved Guardian should always be upheld, particularly in musical and dramatic items; and photographs of the Master should not be used indiscriminately. This does not mean that activities of the youth, for example, should be stultified; one can be exuberant without being irreverent or undermining the dignity of the Cause.
(2 July 1967, by the Universal House of Justice to all National Spiritual Assemblies) [43]
...we feel that it will be helpful to you to know that songs whose words are the primary Writings of the Bab, Baha'u'llah or 'Abdu'l-Baha are all quite fitting for the devotional portion of the Feast. Indeed, the Persian chants are such songs, out of a different tradition; they are a way of giving music to the holy Word, and each person who chants does it in a way which mirrors his feeling and expression of the Words he is uttering. As for songs whose words are poetic and the composition of persons other than the Figures of the Faith, these may be desirable but in their proper place....
Inasmuch as the spirit of our gatherings is so much affected by the tone and quality of our worship, of our feeling and appreciation of the Word of God for this day, we would hope that you would encourage the most beautiful possible expression of the human spirits in your communities, through music among other modes of feeling.
(22 February 1971, by the Universal House of Justice to a National Spiritual Assembly) [44]
Your understanding that the portrayal of the Bab and Baha'u'llah in works of art is forbidden is correct. The Guardian made it clear that this prohibition refers to all the Manifestations of God; photographs, or reproductions of portraits, of the Master may be used in books, but no attempt should be made to portray Him in dramatic or other works where He would be one of the "dramatis personae". However, there can be no objection to symbolic representation of such Holy Figures, provided it does not become a ritual and that the symbol used is not irreverent.
(3 December 1972, by the Universal House of Justice to
an individual) [45]
While it is quite true that individual artists such as Mark Tobey and others have undoubtedly been inspired and influenced by their love for the Revelation of Baha'u'llah, it is far too early in the Baha'i Dispensation to talk about the influence of the Faith on the arts in general. Indeed the beloved Guardian himself has pointed out that there is, as yet, no such thing as Baha'i art although there is no doubt from statements in the writings that a wonderful efflorescence of new and beautiful arts may be anticipated in the future.
(17 January 1973, by the Universal House of Justice to a National Spiritual Assembly) [46]
The beloved Guardian made it clear that the flowering of the arts which is the result of a divine revelation comes only after a number of centuries. The Baha'i Faith offers the world the complete rebuilding of human society -- a rebuilding of such far-reaching effect that it has been looked forward to in all the revelations of the past and has been called the establishment of the Kingdom of God on earth. The new architecture to which this revelation will give birth will blossom many generations hence. We are now merely at the beginning of this great process.
The present time is a period of turmoil and change. Architecture, like all arts and sciences, is undergoing very rapid development; one has only to consider the changes that have taken place in the course of the last few decades to have some idea of what is likely to happen during the years immediately ahead. Some modern buildings have, no doubt, qualities of greatness and will endure, but very much of what is being constructed now may be outgrown and may appear ugly but a few generations hence. Modern architecture, in other words, may be considered a new development in its primitive stage.
(18 July 1974, by the Universal House of Justice to
an individual) [47]
The House of Justice feels that at this time in the development of the Faith its primary responsibility is the preparation and prosecution of teaching plans designed to achieve the objectives set forth in 'Abdu'l-Baha's Tablets of the Divine Plan and that theories in arts and sciences should be developed under the auspices of those who are well-versed and expert in those fields.
(25 January 1977, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [48]
The prohibition on representing the Manifestation of God in paintings and drawings or in dramatic presentations applies to all the Manifestations of God. There are, of course, great and wonderful works of art of past Dispensations, many of which portrayed the Manifestations of God in a spirit of reverence and love. In this Dispensation however the greater maturity of mankind and the greater awareness of the relationship between the Supreme Manifestation and His servants enable us to realize the impossibility of representing, in any human form, whether pictorially, in sculpture or in dramatic representation, the Person of God's Manifestation. In stating the Baha'i prohibition, the beloved Guardian pointed out this impossibility.
(9 March 1977, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [49]
The same destructive forces are also deranging the political, economic, scientific, literary, and moral equilibrium of the world and are destroying the fairest fruits of the present civilization.... Even music, art, and literature, which are to represent and inspire the noblest sentiments and highest aspirations and should be a source of comfort and tranquillity for troubled souls, have strayed from the straight path and are now the mirrors of the soiled hearts of this confused, unprincipled, and disordered age.
(10 February 1980, by the Universal House of Justice to the Iranian Baha'is throughout the World; published in "Messages from the Universal House of Justice 1963-1986" (Wilmette: Baha'i Publishing Trust, 1996), p. 435) [50]
Generally speaking, works of fiction which the writers hope will help to promote knowledge of the Cause of God will fulfil this purpose better if they are set against the background of particular events or developing processes in the Cause of God, and not used to portray the actual historical events themselves and the figures taking part in them. The reality of the actual events and the actual personages is so much more convincing than any fictional account. In this connection the Guardian's secretary wrote on his behalf:7
He would not recommend fiction as a means of teaching; the condition of the world is too acute to permit of delay in giving them the direct teachings associated with the name of Baha'u'llah. But any suitable approach to the Faith, which appeals to this or that group, is certainly worthy of effort, as we wish to bring the Cause to all men, in all walks of life, of all mentalities.
(23 September 1980, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [51]
[1. 23 March 1945, to an individual.]
Your letter ... concerning art has been received, and the Universal House of Justice has instructed us to commend you on your plan to use your artistic talents to express the spirit of Baha'u'llah's teachings. It warmly encourages you in this pursuit....
In response to your request for guidance on the best ways to approach artists in teaching the Faith, it can be said that in addition to those methods which attract people generally, artists will be responsive to art. When the sublime teachings of the Faith are reflected in artistic work, the hearts of people, including artists, will be touched. A quotation from the Sacred Writings or description of the art piece as it relates to the Writings may provide the viewer with an understanding of the source of this spiritual attraction and lead him to further study of the Faith.
(21 July 1982, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [52]
With the evolution of the Baha'i society, which is composed of people of many cultural origins and diverse tastes, each with his conception of what is aesthetically acceptable and pleasing, those Baha'is who are gifted in music, drama and the visual arts are free to exercise their talents in ways which will serve the Faith of God. They should not feel disturbed at the lack of appreciation by sundry believers. Rather, in knowledge of the cogent writings of the Faith on music and artistic expression ... they should continue their artistic endeavours in prayerful recognition that the arts are powerful instruments to serve the Cause, arts which in time will have their Baha'i fruition.
(9 August 1983, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [53]
Your letter ... requesting guidance in the matter of visual representation of the personages connected with the Heroic Age of the Faith has been received. The Universal House of Justice wishes you to know that there is nothing in the instructions of the Guardian, nor of the House of Justice, ... to prohibit artists ... to make drawings of Letters of the Living in surroundings, or participating in events, which are historically accurate. Obviously, in addition to accuracy, it is important to uphold the dignity of the personages being portrayed.
(5 October 1983, on behalf of the Universal House of Justice to a National Spiritual Assembly) [54]
Architecture at this time, in common with all aspects of our civilization, is going through a period of rapid development, with tastes changing from decade to decade. No one can be certain whether a building which is built now in a current style will still appear beautiful in the eyes of the people fifty years hence. For the World Administrative Centre of the Faith, therefore, the beloved Guardian chose the classical Greek style of architecture. This is a mature style, very beautiful, which has persisted for some 2,000 years. It would not be correct, however, to deduce from this that the classical Greek styles are particularly Baha'i architecture.
(3 September 1984, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [55]
Rejecting the low sights of mediocrity, let them scale the ascending heights of excellence in all they aspire to do. May they resolve to elevate the very atmosphere in which they move, whether it be in the school rooms or halls of higher learning, in their work, their recreation, their Baha'i activity or social service.
Indeed, let them welcome with confidence the challenges awaiting them. Imbued with this excellence and a corresponding humility, with tenacity and a loving servitude, today's youth must move towards the front ranks of the professions, trades, arts and crafts which are necessary to the further progress of humankind -- this to ensure that the spirit of the Cause will cast its illumination on all these important areas of human endeavour. Moreover, while aiming at mastering the unifying concepts and swiftly advancing technologies of this era of communications, they can, indeed they must, also guarantee the transmittal to the future of those skills which will preserve the marvellous, indispensable achievements of the past. The transformation which is to occur in the functioning of society will certainly depend to a great extent on the effectiveness of the preparations the youth make for the world they will inherit.
(8 May 1985, by the Universal House of Justice to the Baha'i Youth of the World) [56]
The House of Justice wishes to encourage you in the writing of your book but reminds you that the Guardian clearly stated that at this early stage of the Dispensation there is no such thing as Baha'i art, music, architecture or culture. These will doubtless emerge in the future as a natural outgrowth of a Baha'i civilization. The Guardian's own predilections in such matters should never be regarded as laying the foundations for such developments. As clearly indicated by his rejection of the design submitted to him for the Temple in Kampala ... he did not feel that the general modern trend of architecture current at his time was suitable for a Baha'i House of Worship, but this in no sense implies that he instituted a pattern of his own. His choice of the classical style for the structures on Mount Carmel was, according to Amatu'l-Baha Ruhiyyih Khanum, on the grounds that it was beautiful and befitted the area, and that it had withstood the test of time. You should, therefore, take care not to indicate or make it possible to infer that the Guardian laid down the early beginnings of Baha'i art forms. He made beautiful gardens and buildings utilizing what was available and, as in the case of the superstructure of the Shrine of the Bab, engaged experts who could produce befitting designs under his guidance.
(23 June 1985, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [57]
With reference to music and fine arts, you are, of course, free to include them as curricular subjects in Baha'i schools. Many of your fellow National Assemblies, keenly aware of the Baha'i Writings concerning music and the arts, incorporate such instruction and materials as they find possible at this stage of Baha'i community development. Much work by devoted and talented teachers needs to be done to stimulate, collect and publish the useful music now emerging in the Baha'i world, and to utilize it systematically in the schools....
In accordance with our Teachings, music and the arts are to be encouraged, and they add immeasurably to the vitality and spirit of the community. Your Assembly's thoughts and efforts are valued, and you are remembered in the prayers of the House of Justice.
(20 August 1985, on behalf of the Universal House of Justice to a National Spiritual Assembly) [58]
Regarding the use of symbolism in art, the following extracts from letters written to two individuals by the House of Justice may provide the answer you seek:
We see no objection to the use of natural phenomena as symbols to illustrate the significance of the three Central Figures, Baha'i Laws, and Baha'i Administration; and we also appreciate the suit-ability of using visual symbols to express abstract concepts.
(29 July 1971)
Your understanding that the portrayal of the Bab and Baha'u'llah in works of art is forbidden is correct. The Guardian made it clear that this prohibition refers to all the Manifestations of God; photo-graphs, or reproductions of portraits, of the Master may be used in books, but no attempt should be made to portray Him in dramatic or other works where He would be one of the "dramatis personae". How-ever, there can be no objection to symbolic representation of such Holy Figures, provided it does not become a ritual and that the symbol used is not irreverent.
(3 December 1972)
You sometimes provide detailed written descriptions of the symbols you use in your paintings; as a practice this could introduce an aspect which could be unduly interpretive of Baha'i concepts, ultimately detracting from rather than enhancing your artistic efforts. Symbolism is the stuff of art, but artists rarely interpret the symbols they use, leaving it to observers of their works to draw their own conclusions, sometimes with no more than hints from the titles given such works.
The titling of a piece of art is the artist's prerogative; the only objection would be to the use of an irreverent title for a piece intended to represent a Baha'i subject.
As to your question about an artist's executing a "painting which is a contemporary illumination of a passage of the Holy Writings", the House of Justice feels artists should not be inhibited by Baha'i institutions from creating a variety of calligraphic renderings of the Holy Writings or of the Greatest Name. However, such efforts should be in good taste and not assume forms that lend themselves to ridicule. Regarding the commonly used symbol of the Greatest Name, the House of Justice advises that great care be given to the accurate representation of the Persian calligraphy, since any deviation from an accepted representation can be distressing to Iranian believers.
(23 February 1987, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [59]
The policy formulated by the House of Justice to discourage the reproduction of photographs of paintings of the Master for distribution does not imply any judgement of the quality of a painting. There is a wide variation in the quality of the artistry with which paintings of the Master are carried out. The House of Justice does not wish to show preference for one painting over another; it chooses rather to adopt this general policy as a means of ensuring that appropriate respect is accorded to representations of 'Abdu'l-Baha and that there is no distribution of photographic reproductions of those paintings which are of poor quality.
An important distinction is made between publication of photographs of paintings in books and magazines, which is not prohibited as it is subject to some degree of judgement by the publisher, and their publication as separate items, which is discouraged by the House of Justice.
More generally, the House of Justice feels that one of the great challenges facing Baha'is everywhere is that of restoring to the peoples of the world an awareness of spiritual reality. Our view of the world is markedly different from that of the mass of mankind, in that we perceive creation to encompass spiritual as well as physical entities, and we regard the purpose of the world in which we now find ourselves to be a vehicle for our spiritual progress.
This view has important implications for the behaviour of Baha'is and gives rise to practices which are quite contrary to prevailing conduct of the wider society. One of the distinctive virtues given emphasis in the Baha'i Writings is respect for that which is sacred. Such behaviour has no meaning for those whose perspective on the world is entirely materialistic, while many followers of the established religions have debased it into a set of rituals devoid of true spiritual feeling.
In some instances, the Baha'i Writings contain precise guidance on how the reverence for sacred objects or places should be expressed, e.g., restrictions on the use of the Greatest Name on objects or on indiscriminate use of the record of the voice of the Master. In other instances, the believers are called upon to strive to obtain a deeper understanding of the concept of sacredness in the Baha'i teachings, from which they can determine their own forms of conduct by which reverence and respect are to be expressed.
The importance of such behaviour derives from the principle expressed in the Baha'i Writings, that the outward has an influence on the inward. Referring to "the people of God" Baha'u'llah states:
Their outward conduct is but a reflection of their inward life, and their inward life a mirror of their outward conduct.
It is within this framework that the Universal House of Justice wishes you to view the concerns which have been expressed over the past several years. Baha'is endowed with artistic talent are in a unique position to use their abilities, when treating Baha'i themes, in such a way as to disclose to mankind evidence of the spiritual renewal the Baha'i Faith has brought to humanity through its revitalization of the concept of reverence.
Questions of artistic freedom are not germane to the issues raised here. Baha'i artists are free to apply their talents to whatever subject is of interest to them. However, it is hoped that they will exercise a leadership role in restoring to a materialistic society an appreciation of reverence as a vital element in the achievement of true liberty and abiding happiness.
(24 September 1987, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [60]
The House of Justice is pleased to learn of the success you are achieving in your profession. It advises you to view this professional activity within the context of service to the Faith and the promotion of the proclamation and teaching work. Your musical achievements will enable you to reach a wide range of people and ultimately to proclaim the Message of Baha'u'llah to them through the expression of its values in your music. You can also make valuable friend-ships for the Faith among the influential people you will meet as your business continues to develop. These considerations might well guide you in the decision now before you concerning the area in which you should reside. Baha'i artists who achieve eminence and renown in their chosen field, and who remain dedicated to the promotion of the Faith, can be of unique assistance to the Cause at the present time when public curiosity about the Baha'i teachings is gradually being aroused.
(30 June 1988, on behalf of the Universal House of Justice to two individuals) [61]
It is permissible to use selections from the Holy Writings as lyrics to be accompanied by musical compositions and to repeat verses or words. The following quotations provide further clarification concerning these matters.
Therefore ... set to music the verses and the divine words so that they may be sung with soul-stirring melody in the Assemblies and gatherings, and that the hearts of the listeners may become tumultuous and rise towards the Kingdom of Abha in supplication and prayer.
('Abdu'l-Baha, "Baha'i World Faith", p. 378)8
No doubt prayers and parts of the Tablets, "Hidden Words", etc., will be suitable, but he does not feel it would be advisable to abridge any given part, in other words to leave out parts of a paragraph or a meditation and foreshorten it in this manner.
(From a letter dated 3 July 1949 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer)
In response to a question from a believer concerning minor alterations of words for the sake of correct accent or the addition of a word for the sake of perfect meter, the beloved Guardian stated the following:
Slight alterations in the text of the prayers are permissible, and I would advise you to give a musical form to the revealed word itself which I feel will be exceedingly effective. I will pray that the Beloved may inspire you to accomplish this great service to His Cause.
(In the handwriting of Shoghi Effendi, appended to a letter dated 8 April 1931 written on his behalf to an individual believer)
Regarding the question of setting verses from the Baha'i Writings to the melodies of existing pieces of music, assuming that there is no copyright or legal restriction involved, one should bear in mind that such music may carry with it associations of the original piece, either in lyrics or in mood, and may not meet the requirement to treat the Sacred Texts with dignity and reverence.
(6 December 1989, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [62]
[1. A newer authorized translation of this passage is found in "Selections from the Writings of 'Abdu'l-Baha" (Wilmette: Baha'i Publishing Trust, 1997), paragraph 74.2 (see item [14] of this compilation).]
There is no objection to the interpretation of a prayer in the form of movement or dance if the spirit is properly reverential, but preferably this should not be accompanied by reading the words.
(4 January 1990, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [63]
The House of Justice is pleased to learn of your teaching activities and your continued devotion to the Cause of God in spite of difficulties you have experienced as a musician. With regard to your questions: the Baha'i Teachings obviously do not condone the mistreatment of musicians or other artists, nor are artists expected to sacrifice their free will to the whims, or even the strongly held opinions, of other Baha'is. As for the tensions and difficulties arising between your teaching the Faith through music and your parallel need to be self-supporting, it is suggested that you yourself will need to set your own limits in this regard. We find, for example, the following guidance in a letter dated 26 February 1933 written on behalf of Shoghi Effendi to an individual believer:
The advice that Shoghi Effendi gave you regarding the division of your time between serving the Cause and attending to your other duties was also given to many other friends both by Baha'u'llah and the Master. It is a compromise between the two verses of the "Aqdas", one making it incumbent upon every Baha'i to serve the promotion of the Faith and the other that every soul should be occupied in some form of occupation that will benefit society. In one of His Tablets Baha'u'llah says that the highest form of detachment in this day is to be occupied with some profession and be self-supporting. A good Baha'i, therefore, is the one who so arranges his life as to devote time both to his material needs and also to the service of the Cause.
(15 February 1990, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [64]
Your sincere desire to use theatre as a means of spreading the tenets of the Faith among the people is commendable and it is the hope of the House of Justice that your devoted efforts in this field may bring satisfaction to yourselves and benefits to the community; however, as you yourself have stated, you are conscious of the difficulties and potential pitfalls of Baha'i theatrical endeavours at this time and in the atmosphere of intolerance prevailing in your country, which make it essential not to produce plays which may arouse public antipathy or the indignation of religious fundamentalists.
(9 April 1990, on behalf of the Universal House of Justice to a National Spiritual Assembly) [65]
...traditional dances associated with the expression of a culture are permissible in Baha'i Centres. However, it should be borne in mind that such traditional dances generally have an underlying theme or a story being represented. Care must be exercised to ensure that the themes of such dances are in harmony with the high ethical standards of the Cause and are not portrayals that would arouse base instincts and unworthy passions....
As for choreographed dances whose purpose is to reinforce and proclaim Baha'i principles, if they can be performed in a manner which portrays the nobility of such principles and invokes appropriate attitudes of respect or reverence, there is no objection to dances which are meant to interpret passages from the Writings; however, it is preferable that the motions of a dance not be accompanied by the reading of the words.
The principle which must guide the friends in their consideration of these questions is the observance of "moderation in all that pertains to dress, language, amusements, and all artistic and literary avocations".
(20 June 1991, on behalf of the Universal House of Justice to a National Spiritual Assembly) [66]
There is no objection, of course, to the use of the phrase "Baha'i artist" but at this point in time in the Baha'i Dispensation we should not use the term "Baha'i art", "Baha'i music", or "Baha'i architecture".
(12 March 1992, on behalf of the Universal House of Justice to two individuals) [67]
The medium of a novel offers a great deal of latitude for an author to elaborate ideas and areas of thought hitherto unexplored. You should be careful, however, not to ... give interpretations that may not be correct if the Faith and its Teachings are to be explicit in the novel. If, on the other hand, there is no clear connection to the Faith in the novel, you would be free to use your imagination in exploring any ideas which have as their source the principles of the Faith.
(15 February 1994, on behalf of the Universal House of Justice to an individual) [68]
In all their efforts to achieve the aim of the Four Year Plan, the friends are also asked to give greater attention to the use of the arts, not only for proclamation, but also for the work in expansion and consolidation. The graphic and performing arts and literature have played, and can play, a major role in extending the influence of the Cause. At the level of folk art, this possibility can be pursued in every part of the world, whether it be in villages, towns or cities. Shoghi Effendi held high hopes for the arts as a means for attracting attention to the Teachings. A letter written on his behalf to an individual thus conveys the Guardian's view: "The day will come when the Cause will spread like wildfire when its spirit and teachings will be presented on the stage or in art and literature as a whole. Art can better awaken such noble sentiments than cold rationalizing, especially among the mass of the people."
(21 April 1996, by the Universal House of Justice to the Baha'is of the World) [69]
In much of the region, insufficient attention has been given to the education of children. Far more extensive programmes should be initiated in those countries where the need exists, to ensure that Baha'i children are nurtured, encouraged to acquire trained minds, illumined with a sound knowledge of the Divine Teachings, well-equipped to participate in the work of the Cause at all levels and to contribute to the arts, crafts and sciences necessary for the advancement of civilization. Such programmes, when open to all children, Baha'i or not, offer a potent means of extending the beneficial influences of Baha'u'llah's Message to the wider society.
(21 April 1996, by the Universal House of Justice to the Followers of Baha'u'llah in Australasia) [70]
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