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Frieden á Textzusammenstellung á Bahá'í Verlag GmbH, Auflage 2.01 (O-2022-03-15)
Frieden
Textzusammenstellung
Aus den Schriften Bahá’u’lláhs
1
Dies ist der Tag, da Gottes erhabenste Segnungen den Menschen zugeströmt sind, der Tag, da alles Erschaffene mit Seiner mächtigsten Gnade erfüllt wurde. Alle Völker haben die Pflicht, ihre Gegensätze auszugleichen und in größter Eintracht und in Frieden im Schatten des Baumes Seiner Obhut und Gnade zu wohnen. Sie müssen sich an das halten, was an diesem Tage der Erhöhung ihrer Stufe und der Förderung ihrer wahren Interessen am besten dient.A1
2
Wenn Gott Seine Propheten zu den Menschen sendet, ist Seine Absicht eine zweifache. Die erste ist, die Menschenkinder aus dem Dunkel der Unwissenheit zu befreien und sie zum Lichte wahren Verstehens zu führen, die zweite, den Frieden und die Ruhe der Menschheit zu sichern und alle Mittel bereitzustellen, durch die beides erreicht werden kann.A2
3
O ihr, die ihr auf Erden wohnt! Das Unterscheidungsmerkmal für die Einzigartigkeit dieser höchsten Offenbarung besteht darin, dass Wir einerseits aus Gottes Heiligem Buche gelöscht haben, was die Ursache von Streit, Bosheit und Unrecht unter den Menschenkindern gewesen ist, andererseits die wesentlichen Vorbedingungen für Eintracht, Verständigung und völlige und dauernde Einheit niedergelegt haben. Wohl dem, der Meine Gesetze hält.A3
4
In dem Wunsche, die Voraussetzungen für Frieden und Ruhe in der Welt und für den Fortschritt ihrer Völker zu offenbaren, hat das Höchste Wesen geschrieben: Die Zeit muss kommen, da die gebieterische Notwendigkeit für die Abhaltung einer ausgedehnten, allumfassenden Versammlung der Menschen weltweit erkannt wird. Die Herrscher und Könige der Erde müssen ihr unbedingt beiwohnen, an ihren Beratungen teilnehmen und solche Mittel und Wege erörtern, die den Grund zum Größten Weltfrieden unter den Menschen legen. Ein solcher Friede erfordert es, dass die Großmächte sich um der Ruhe der Völker der Erde willen zu völliger Aussöhnung untereinander entschließen. Sollte ein König die Waffen gegen einen anderen ergreifen, so müssen sich alle vereint erheben und ihn daran hindern. Wenn dies geschieht, werden die Nationen der Welt – außer für die Wahrung der Sicherheit ihrer Reiche und die Aufrechterhaltung der inneren Ordnung in ihrem Staatsgebiet – keine Waffen mehr brauchen. Dies wird jedem Volk, jeder Regierung und Nation Frieden und Ruhe sichern. Wir möchten gerne hoffen, dass die Könige und Herrscher der Erde, die Spiegel des barmherzigen und allmächtigen Namens Gottes, diese Stufe erreichen und die Menschheit vor dem Angriff der Tyrannei beschirmen werden … Der Tag naht, da alle Völker der Welt eine universale Sprache und eine einheitliche Schrift annehmen werden. Wenn dies erreicht ist, wird es für jeden Menschen, in welche Stadt er auch reisen mag, sein, als betrete er sein eigenes Heim. All dies ist verbindlich und durchaus wesentlich. Es ist die Pflicht eines jeden Menschen mit Einsicht und Verständnis, danach zu streben, das hier Niedergeschriebene in die Wirklichkeit und die Tat umzusetzen … Der ist wirklich ein Mensch, der sich heute dem Dienst am ganzen Menschengeschlecht hingibt. Das Höchste Wesen spricht: Selig und glücklich ist, wer sich erhebt, dem Wohle aller Völker und Geschlechter der Erde zu dienen. An anderer Stelle hat Er verkündet: Es rühme sich nicht, wer sein Vaterland liebt, sondern wer die ganze Welt liebt. Die Erde ist nur ein Land, und alle Menschen sind seine Bürger.A4
5
O ihr Herrscher der Erde! Warum habt ihr, den Wolken gleich, die Sonne und ihren Glanz verdunkelt und sie am Scheinen gehindert? Hört auf den Rat, den euch die Feder des Höchsten gibt, damit ihr und die Armen Ruhe und Frieden finden. Wir flehen zu Gott, dass Er den Königen der Erde beistehe, den Frieden auf Erden zu errichten. Er – wahrlich – tut, was Er will.
O Könige der Erde! Wir sehen euch jedes Jahr eure Ausgaben vermehren und deren Lasten euren Untertanen aufbürden. Das ist, wahrlich, höchst ungerecht. Fürchtet die Seufzer und Tränen dieses Unterdrückten und ladet nicht übermäßige Lasten auf eure Völker. Beraubt sie nicht, um Paläste für euch selbst aufzurichten. Nein, wählt vielmehr für sie, was ihr für euch selbst wählt. So legen Wir euch vor Augen, was euch nützt – würdet ihr es doch begreifen! Eure Völker sind eure Schätze. Hütet euch, dass eure Herrschaft die Gebote Gottes nicht verletze und ihr eure Schutzbefohlenen nicht dem Räuber an die Hand liefert. Durch sie herrscht ihr, von ihren Mitteln lebt ihr, mit ihrer Hilfe siegt ihr. Doch wie verächtlich blickt ihr auf sie! Wie seltsam, wie höchst seltsam!
Nun, da ihr den Größten Frieden zurückgewiesen habt, haltet euch fest an diesen, den Geringeren Frieden, damit ihr eure eigene Lage und die eurer Untertanen einigermaßen bessert.
Ihr Herrscher der Erde! Versöhnt euch miteinander, so dass ihr nicht mehr Kriegsrüstungen benötigt, als dem Schutz eurer Gebiete und Länder angemessen ist. Hütet euch, den Rat des Allwissenden, des Glaubwürdigen, zu missachten!
Seid einig, o Könige der Erde, denn dadurch wird der Sturm des Haders gestillt, und eure Völker finden Ruhe – wenn ihr doch zu den Verstehenden gehörtet! Sollte einer unter euch gegen einen anderen die Waffen ergreifen, so erhebt euch alle gegen ihn, denn dies ist nichts als offenbare Gerechtigkeit.A5
6
Die Wohlfahrt der Menschheit, ihr Friede und ihre Sicherheit sind unerreichbar, ehe nicht ihre Einheit fest begründet ist. Diese Einheit kann so lange nicht zustande kommen, wie die Ratschläge, die die Feder des Höchsten offenbart hat, unbeachtet bleiben.A6
7
Wir flehen zu Gott – gepriesen sei Seine Herrlichkeit –, und Wir hegen die Hoffnung, dass Er gnädig den Offenbarungen des Reichtums und der Macht, den Dämmerungsorten der Herrschaft und des Ruhmes, den Königen auf Erden, beistehe – möge Gott ihnen durch Seine stärkende Gnade helfen –, den Geringeren Frieden zu errichten. Dies ist in der Tat das beste Mittel, die Ruhe der Völker zu sichern. Es ist die Pflicht der Herrscher der Welt – möge ihnen Gott helfen –, sich vereint und standhaft an diesen Frieden zu halten, er ist das wichtigste Werkzeug für den Schutz der ganzen Menschheit. Wir hoffen, dass sich die Herrscher erheben werden, um das zu vollbringen, was die Wohlfahrt der Menschen verbürgt. Sie müssen eine allumfassende Versammlung einberufen, an der entweder sie selbst oder ihre Minister teilnehmen, und Maßnahmen durchsetzen, die erforderlich sind, um Einheit und Eintracht unter den Menschen zu schaffen. Die Waffen des Krieges müssen sie ablegen und sich den Machtmitteln weltweiten Aufbaus zuwenden. Sollte sich ein König gegen einen anderen erheben, müssen alle anderen Könige aufstehen, um ihn daran zu hindern. Dann werden sie Waffen und Kriegsgerät nur noch in dem Maß benötigen, wie es für die innere Sicherheit ihrer Länder unumgänglich ist. Wenn sich die Herrscher zu dieser allumfassenden Segnung entschließen, werden die Völker aller Staaten in Ruhe und Zufriedenheit ihren Geschäften nachgehen, und die Seufzer und Klagen der meisten Menschen werden verstummen. Wir flehen zu Gott, Er möge ihnen beistehen, nach Seinem Willen und Wohlgefallen zu handeln. Er, wahrlich, ist der Herr des Thrones in der Höhe und auf Erden hienieden, der Herr dieser und der kommenden Welt. Es wäre vorzuziehen und weit besser, wenn die hochgeehrten Könige selbst an jener Versammlung teilnähmen und ihre Beschlüsse verkündeten. Jeder König, der sich erhebt, um diese Aufgabe zu vollbringen, wird wahrlich vor Gottes Augen zum Leitstern aller Könige werden. Glücklich ist er, und groß ist sein Segen!A7
8
Die sechste frohe Botschaft ist die Begründung des Geringeren Friedens, dessen Einzelheiten bereits früher von Unserer Erhabensten Feder offenbart wurden. Groß ist der Segen dessen, der den Geringeren Frieden verteidigt und beachtet, was Gott, der Allwissende, der Allweise, bestimmt hat.A8
9
In allen Dingen ist Mäßigung wünschenswert. Wird etwas übertrieben, so erweist es sich als Quell des Unheils. Seht auf die Zivilisation des Westens, wie sie die Völker der Welt aufwühlt und beunruhigt. Eine Höllenmaschine wurde ausgeheckt und erweist sich als Waffe der Zerstörung, so grausam, wie man es nie zuvor gesehen oder gehört hat. Reinigung von dieser tiefverwurzelten, alles überflutenden Verderbnis ist nur möglich, wenn sich die Völker der Welt im Verfolg eines gemeinsamen Zieles vereinen und einen allumfassenden Glauben annehmen. Neigt euer Ohr dem Ruf dieses Unterdrückten und haltet euch fest an den Geringeren Frieden!A9
10
Erstens: Die Amtsträger des Hauses der Gerechtigkeit haben die Pflicht, den Geringeren Frieden zu fördern, damit das Erdenvolk der Bürde maßloser Staatsausgaben ledig werde. Diese Aufgabe ist zwingend und absolut wesentlich, zumal Streit und Feindseligkeiten die wahren Ursachen von Leid und Elend sind.A10
11
In der Fülle Unserer Gunst und Gnade haben Wir eigens für die Herrscher und Amtsträger der Welt offenbart, was Schutz und Sicherheit, Ruhe und Frieden bewirkt; hoffentlich bleiben die Menschenkinder von den Übeln der Unterdrückung bewahrt. Er ist fürwahr der Beschützer, der Helfer, Der den Sieg verleiht. Die Mitglieder von Gottes Haus der Gerechtigkeit haben die Pflicht, ihr Augenmerk bei Tag und bei Nacht auf das zu richten, was die Feder der Herrlichkeit für die Erziehung der Völker, den Aufbau der Nationen, den Schutz des Menschen und die Sicherung seiner Ehre aufleuchten ließ.A11
12
Wer Wohlstand besitzt und mit Macht und Amtsgewalt belehnt ist, muss der Religion die höchste Achtung schenken. Die Religion ist wahrlich ein strahlendes Licht und eine uneinnehmbare Feste für den Schutz und die Wohlfahrt aller Völker der Welt; denn die Gottesfurcht treibt den Menschen, sich fest an alles Gute zu halten und alles Böse zu meiden. Würde die Lampe der Religion verdunkelt, so wären Chaos und Verwirrung die Folge, und die Lichter der Redlichkeit und Gerechtigkeit, der Ruhe und des Friedens würden nicht länger scheinen. Dies wird jeder wahrhaft Verständige bezeugen.A12
13
Wir haben der ganzen Menschheit befohlen, den Geringeren Frieden zu begründen – das sicherste aller Mittel für den Schutz der Menschenwelt. Die Herrscher der Welt sollten sich einmütig daran halten; denn dies ist das vortrefflichste Werkzeug, das Gewähr für Sicherheit und Wohlfahrt aller Völker und Nationen bieten kann. Sie sind wahrlich die Offenbarungen der Macht Gottes und die Morgenröten Seiner Allgewalt. Wir flehen zum Allmächtigen, Er möge ihnen gnädig helfen in dem, was dem Wohlergehen ihrer Untertanen förderlich ist. Eine vollständige Darlegung dieser Angelegenheit hat die Feder der Herrlichkeit schon früher verfasst. Wohl denen, die danach handeln.A13
14
Das Ziel der Religion, wie sie vom Himmel des heiligen Willens Gottes offenbart ist, besteht darin, Einheit und Eintracht unter den Völkern der Welt zu stiften; macht sie nicht zur Ursache für Zwist und Streit. Die Religion Gottes und Sein göttliches Gesetz sind die machtvollsten Werkzeuge und die sichersten Mittel dafür, dass das Licht der Einheit zwischen den Menschen anbricht. Der Fortschritt der Welt, die Entwicklung der Nationen, die Ruhe der Völker und der Frieden aller Erdenbewohner gehören zu den Grundsätzen und Geboten Gottes. Die Religion schenkt dem Menschen die wertvollste aller Gaben, reicht ihm den Kelch des Wohlstands, verleiht ihm ewiges Leben und lässt unzerstörbare Wohltaten auf die Menschheit herniedergehen. Es geziemt den Oberhäuptern und Herrschern der Welt, besonders den Treuhändern von Gottes Haus der Gerechtigkeit, sich bis an die Grenzen ihrer Kraft zu mühen, um die Stellung der Religion zu sichern, ihre Interessen zu fördern und ihre Stufe in den Augen der Welt zu erhöhen. Desgleichen ist es ihre Pflicht, die Lebensverhältnisse ihrer Untertanen zu erforschen und sich mit den Belangen und Tätigkeiten der verschiedenen Gemeinschaften in ihren Herrschaftsbereichen vertraut zu machen. Wir rufen die Offenbarungen der Allmacht Gottes – die Herrscher und Regenten auf Erden – auf, sich zu regen und alles, was in ihrer Kraft steht, zu tun, um die Zwietracht zu bannen und die Welt mit dem Licht der Einheit zu erleuchten.A14
15
Unsere Hoffnung ist, dass sich die religiösen Führer der Welt und ihre Herrscher vereint für die Neugestaltung dieses Zeitalters und die Wiederherstellung seiner Wohlfahrt erheben werden. Lasst sie, nachdem sie über seine Nöte nachgedacht haben, zusammen beraten und nach sorgsamer, reiflicher Überlegung einer kranken, schwer leidenden Welt das Heilmittel darreichen, dessen sie bedarf.
Das Erhabenste Wesen spricht: Der Himmel göttlicher Weisheit wird von zwei Leuchten erhellt: Beratung und Erbarmen. Haltet Rat miteinander in allen Angelegenheiten; denn Beratung ist die Lampe der Führung, die den Weg weist, und die Quelle des Verstehens.A15
16
Beratet miteinander über das, was der Menschheit nützt und ihre Lage bessert …! Betrachtet die Welt wie einen menschlichen Leib, der bei seiner Erschaffung gesund und vollkommen war, jedoch aus vielerlei Ursachen von schweren Störungen und Krankheiten befallen wurde. Nicht einen Tag lang wurde ihm Linderung zuteil, nein, seine Krankheit verschlimmerte sich noch, weil er in die Hände unfähiger Ärzte fiel, die sich nur von ihren persönlichen Wünschen leiten ließen und sich schmählich irrten. Und wurde einmal ein Organ von einem fähigen Arzt geheilt, so blieb doch der Rest so krank wie zuvor. So unterrichtet euch der Allwissende, der Allweise.
Seht die Tage, da die Altehrwürdige Schönheit unter dem Größten Namen erschienen ist, die Welt neu zu beleben und ihre Völker zu vereinen. Sie jedoch haben sich mit scharfen Schwertern gegen Ihn erhoben und verübten, was den Geist der Treue klagen ließ, bis sie Ihn schließlich in der trostlosesten aller Städte gefangensetzten und den Gläubigen die Hand vom Saum Seines Gewandes fortrissen. Sagte jemand zu ihnen: »Der Welterneuerer ist gekommen«, so antworteten sie: »Fürwahr, es ist bewiesen, dass Er nur Zwietracht stiftet!«A16
Aus Äußerungen Bahá’u’lláhs
17
Gelobt sei Gott, dass du es erreicht hast! … Du bist gekommen, um einen Gefangenen und Verbannten zu sehen … Wir wünschen nur das Wohl der Welt und das Glück der Völker; dennoch hält man Uns für Anstifter von Streit und Aufruhr, die Gefangenschaft und Verbannung verdienen … Wir wünschen, dass alle Völker in einem Glauben vereint und alle Menschen Brüder werden; dass das Band der Liebe und Einigkeit zwischen den Menschenkindern gestärkt werde, dass Religionsverschiedenheit aufhöre und dass die Unterschiede zwischen den Religionen keine Rolle mehr spielen und die Unterscheidung nach Herkunft und Hautfarbe aufhört – was ist nun Schlimmes hieran? … Aber trotz all dem wird es dahin kommen; diese fruchtlosen Kämpfe, diese zerstörenden Kriege werden aufhören und der ›Größte Friede‹ wird kommen … Habt ihr dies in Europa nicht auch nötig? Ist dies nicht das, was Christus verhieß? … Und doch sehen Wir, wie eure Könige und Herrscher ihre Schätze eher für Mittel verschwenden, die nur der Zerstörung der Menschheit dienen, als darauf, was zum Glück der Menschheit führen würde … Diese Kämpfe, dieses Blutvergießen und diese Zwietracht müssen aufhören, alle Menschen müssen sein, als ob sie einem Geschlecht und einer Familie angehörten. Es rühme sich kein Mensch dessen, dass er sein Land liebt, sondern eher dessen, dass er das ganze Menschengeschlecht liebt …A17
Aus den Schriften ‘Abdu’l-Bahás
18
Wisse, dass alle Mächte vereint nicht die Kraft haben, den Weltfrieden zu errichten oder zu allen Zeiten der überwältigenden Vorherrschaft dieser endlosen Kriege standzuhalten. Bald jedoch wird die Macht des Himmels, die Vorherrschaft des Heiligen Geistes, auf den hohen Gipfeln die Fahnen der Liebe und des Friedens hissen; hoch über den Burgen der Majestät und Macht werden diese Fahnen wehen in den rauschenden Winden, die Gottes liebender Gnade entströmen.A18
19
Sei deshalb gewiss: In diesem Zeitalter des Geistes wird das Reich des Friedens sein Königszelt auf den Gipfeln der Welt errichten. Das Gebot des Friedefürsten wird die Adern und die Nerven jedes Volkes so beherrschen, dass es alle Nationen auf Erden in Seinen schützenden Schatten zieht. An den Quellen der Liebe, der Wahrheit und der Einheit wird der wahre Hirte Seine Schafe tränken.
O du Dienerin Gottes! Der Friede muss zuerst unter den einzelnen Menschen gestiftet werden, bis er schließlich zum Frieden unter den Nationen führt. O ihr Bahá’í! Strebt deshalb mit ganzer Kraft danach, durch die Macht des Gotteswortes echte Liebe, geistige Gemeinschaft und dauerhafte Bande zwischen den Menschen zu schaffen. Das ist eure Aufgabe.A19
20
Solange diese Vorurteile [religiöse, rassische, nationale und politische] bestehen, wird es beständig schreckliche Kriege geben.
Um diesen Zustand zu heilen, brauchen wir den Weltfrieden, und um ihn zustandezubringen, muss ein höchster Gerichtshof, in welchem alle Regierungen und Völker vertreten sind, errichtet werden. Nationale wie internationale Streitfragen müssen ihm unterbreitet werden, und alle müssen die Entscheidungen dieses Gerichtshofes durchführen. Sollte eine Regierung oder ein Volk nicht gehorchen, so lasst die ganze Welt sich gegen diese Regierung oder dieses Volk erheben.A20
21
Heute ist der Weltfriede von großer Bedeutung, aber die Einheit des Gewissens ist dabei wesentlich, damit des Friedens Grundlage gesichert, sein Gefüge fest und sein Bau stark sei.
Darum erläuterte Bahá’u’lláh vor fünfzig Jahren die Frage des Weltfriedens zu einer Zeit, als Er in der Festung ‘Akká in strenger Haft Unrecht erduldete und eingekerkert war. …
Eine Seiner Lehren war die Erklärung des Weltfriedens. …
Die Lehren waren ja nicht auf die Errichtung des Weltfriedens beschränkt; sie umfassten viele Lehren, welche die des Weltfriedens ergänzten und stützten.
…
Kurz, es gibt viele derartige Lehren. Diese mannigfaltigen Prinzipien – die mächtigste Grundlage für der Menschen Glück, eine Gnadengabe des Barmherzigen – müssen die Sache des Weltfriedens ergänzen und damit verbunden werden, so dass Erfolge eintreten. Auf andere Art, für sich allein ist der Weltfrieden in der Menschenwelt nur schwer zu verwirklichen. So wie Bahá’u’lláhs Lehren mit dem Weltfrieden verknüpft sind, gleichen sie einer Tafel mit frischen, köstlichen Speisen aller Art. An dieser Tafel unermesslicher Gaben kann jede Seele finden, was sie ersehnt. Bleibt aber die Frage allein auf den Weltfrieden beschränkt, so sind die herausragenden Erfolge, die man erwartet und erhofft, nicht zu erzielen. Die Perspektive des Weltfriedens muss so sein, dass alle Gemeinschaften und Religionen ihre höchste Sehnsucht darin verwirklicht finden.Bahá’u’lláhs Lehren sind so beschaffen, dass alle Gemeinschaften der Welt, religiöse, politische oder ethische, althergebrachte oder neuzeitliche, den Ausdruck ihrer höchsten Wünsche darin finden.
…
Zum Beispiel sagte Bahá’u’lláh über den Weltfrieden, dass der Höchste Gerichtshof begründet werden muss. Obgleich der Völkerbund geschaffen worden ist, ist er doch unfähig, den Weltfrieden zu errichten. Der Höchste Gerichtshof aber, den Bahá’u’lláh beschrieben hat, wird diese heilige Aufgabe mit größter Macht und Kraft erfüllen. Sein Plan geht dahin, dass die Nationalversammlungen jedes Landes und jeder Nation, das heißt, die Parlamente, zwei oder drei Personen auswählen, die Edelsten ihres Volkes, Kenner des internationalen Rechts sowie der Beziehungen zwischen den Regierungen, dazuhin vertraut mit den wesentlichen Bedürfnissen der heutigen Menschheit. Die Zahl dieser Abgeordneten sollte im Verhältnis zu der Bevölkerungszahl des Landes stehen. Die Wahl dieser Seelen durch die Nationalversammlung, das heißt, durch das Parlament, ist vom Oberhaus, vom Kongress, vom Kabinett und ebenso vom Präsidenten oder Monarchen zu bestätigen, damit diese Persönlichkeiten die Gewählten des ganzen Volkes und der Regierung sind. Aus diesem Personenkreis sind die Mitglieder des Höchsten Gerichtshofes zu wählen. Die ganze Menschheit hat somit Anteil daran; denn jeder Abgeordnete vertritt die ganze Nation. Wenn der Höchste Gerichtshof zu einer internationalen Frage ein Urteil fällt, entweder einmütig oder durch Mehrheitsbeschluss, so gibt es keinen Einwand mehr für den Kläger und keine Ausflucht für den Beklagten. Falls eine Regierung oder Nation die unwiderlegliche Entscheidung des Höchsten Gerichtshofs missachtet oder die Ausführung verschleppt, werden die übrigen Nationen dagegen auftreten; denn alle Regierungen und Nationen der Welt sind die Stützen dieses Höchsten Gerichtshofs. Überlegt, wie fest diese Grundlage ist! Ein beschränkter, eingeengter Bund jedoch erfüllt den Zweck nicht angemessen. Dies ist die Wahrheit über die erwähnte Lage. …A21
22
Wahre Kultur wird ihr Banner mitten im Herzen der Welt entfalten, sobald eine gewisse Zahl ihrer vorzüglichen, hochgesinnten Herrscher – leuchtende Vorbilder der Ergebenheit und Entschiedenheit – mit festem Entschluss und klarem Blick daran geht, den Weltfrieden zu stiften. Sie müssen die Friedensfrage zum Gegenstand allgemeiner Beratung machen und mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln versuchen, einen Weltvölkerbund zu schaffen. Sie müssen einen verbindlichen Vertrag und einen Bund schließen, dessen Verfügungen vernünftig, unverletzlich und bestimmt sind. Diesen Vertrag müssen sie der ganzen Welt bekannt geben und die Bestätigung des gesamten Menschengeschlechts für ihn erlangen. Ein derart erhabenes und edles Unternehmen – der wahre Quell des Friedens und Wohlergehens für die ganze Welt – sollte allen, die auf Erden wohnen, heilig sein. Alle Kräfte der Menschheit müssen frei gemacht werden, um die Dauer und Beständigkeit dieses größten aller Bündnisse zu sichern. In diesem allumfassenden Vertrag sollten die Grenzen jedes einzelnen Landes deutlich festgelegt, die Grundsätze, die den Beziehungen der Regierungen untereinander zugrunde liegen, klar verzeichnet und alle internationalen Vereinbarungen und Verpflichtungen bekräftigt werden. In gleicher Weise sollte der Umfang der Rüstungen für jede Regierung genauestens umgrenzt werden, denn wenn die Zunahme der Kriegsvorbereitungen und Truppenstärken in irgendeinem Land gestattet wäre, so würde dadurch das Misstrauen anderer geweckt. Die Hauptgrundlage dieses feierlichen Vertrages sollte so verankert werden, dass bei einer späteren Verletzung irgendeiner Bestimmung durch irgendeine Regierung sich alle Regierungen der Erde erheben, um jene wieder zu voller Unterwerfung unter den Vertrag zu bringen, nein, die Menschheit als Ganzes sollte sich entschließen, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln jene Regierung zu vernichten. Wird dieses größte aller Heilmittel auf den kranken Körper der Welt angewandt, so wird er sich gewiss wieder von seinen Leiden erholen und dauernd bewahrt und heil bleiben.
Wenn solche erfreulichen Zustände einträten, müsste keine Regierung mehr ständig Waffen speichern oder sich gezwungen sehen, immer neues Kriegsgerät herzustellen, um damit die Menschheit zu unterwerfen. Eine kleine Streitmacht für die Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit, die Verfolgung krimineller und die Ordnung gefährdender Elemente und die Verhütung örtlicher Unruhen würde genügen – nichts weiter. Vor allem wäre auf diese Weise die ganze Weltbevölkerung von der drückenden Last der Rüstungsausgaben befreit; außerdem brauchten zahllose Menschen nicht länger ihre Zeit darauf zu verschwenden, ständig neue Vernichtungswaffen zu ersinnen, diese Zeugen von Habsucht und Blutrünstigkeit, so unvereinbar mit dem Geschenk des Lebens. Stattdessen könnten sie ihren Eifer auf die Entwicklung von dem, was das menschliche Leben erleichtert, Frieden und Wohlstand fördert, richten und so zu weltweitem Fortschritt und Wohlstand beitragen. Jede Nation auf Erden würde dann zu seinen Ehren regieren, und jedes Volk fühlte sich in Ruhe und Zufriedenheit geborgen.
Einzelne, welche die im menschlichen Streben ruhende Kraft nicht kennen, halten diesen Gedanken für völlig undurchführbar, ja für jenseits dessen, was selbst die äußersten Anstrengungen des Menschen je erreichen können; doch ist dies nicht der Fall. Im Gegenteil kann dank der unerschöpflichen Gnade Gottes, der Herzensgüte Seiner Begünstigten, den beispiellosen Bemühungen weiser und fähiger Seelen und den Gedanken der unvergleichlichen Führer dieses Zeitalters nichts, was es auch sei, als unerreichbar angesehen werden. Eifer, unermüdlicher Eifer ist nötig. Nur unbezähmbare Entschlusskraft kann das Werk vollbringen. Manches hat man in vergangenen Zeiten als reines Hirngespinst betrachtet; heute ist es leicht durchführbar geworden. Warum sollte diese wichtigste und erhabenste Sache – das Tagesgestirn am Himmelszelt wahrer Kultur und die Ursache des Ruhmes, des Fortschritts, des Wohlergehens und Erfolges der ganzen Menschheit – unmöglich sein? Der Tag wird sicher kommen, an dem ihr klares Licht Erleuchtung über die gesamte Menschheit gießen wird.
Wenn die Kriegsvorbereitungen im heutigen Umfang fortgeführt werden, wird der Konfliktmechanismus bald einen Punkt erreichen, an dem Krieg für die Menschheit unerträglich sein wird.
Wie aus den bisherigen Ausführungen klar hervorgeht, bestehen Ruhm und Größe des Menschen nicht darin, dass er nach Blut dürstet und wie ein Tiger scharfe Klauen besitzt, dass er Städte zerstört und Verwüstung anrichtet, ganze Armeen und Scharen friedlicher Bürger abschlachtet. Dagegen würde es eine glänzende Zukunft für ihn bedeuten, wenn er für seine Gerechtigkeitsliebe bekannt wäre, allem Volk, ob hoch oder niedrig, Güte erweisen würde, Länder und Städte, Dörfer und Provinzen aufbaute, das Leben erleichterte und für seine Mitmenschen glücklich und friedvoll gestaltete, wenn er die Grundsätze des Fortschritts festlegte, den Lebensstandard und Wohlstand der ganzen Bevölkerung erhöhte.
…
Keine Macht der Erde kommt gegen die Armeen der Gerechtigkeit an, und jede Feste muss vor ihnen fallen; denn die Menschen beugen sich willig unter den siegreichen Schlägen dieser entscheidenden Waffe, und verwüstete Orte blühen unter den Füßen dieser Heerschar wieder auf. Zwei mächtige Banner sind es, deren Schatten, wenn er auf die Krone eines Königs fällt, bewirkt, dass der Einfluss seiner Herrschaft rasch und leicht wie das Sonnenlicht die ganze Erde durchdringt. Das erste ist das Banner der Weisheit, das zweite das der Gerechtigkeit. Gegen diese beiden mächtigsten Streitkräfte können selbst Berge von Eisen nichts ausrichten, und die Mauer Alexanders bricht vor ihnen in Stücke. Es ist doch offensichtlich, dass das Leben in dieser vergänglichen Welt so flüchtig und unbeständig wie der Morgenwind ist. Wie glücklich sind deshalb jene großen Menschen, die einen guten Namen und die Erinnerung an ein Leben hinterlassen, das auf dem Pfade des Wohlgefallens Gottes verbracht wurde.
…
Ein Feldzug kann lobenswert sein, und es gibt Zeiten, in denen der Krieg zu einer mächtigen Grundlage des Friedens wird und Zerstörung das wahre Mittel zum Wiederaufbau. Wenn zum Beispiel ein edelmütiger Herrscher seine Truppen aufs Schlachtfeld führt, um den Angriff eines Aufrührers oder eines Aggressors abzuwenden, wenn er sich mit Heeresmacht anschickt, ein entzweites Staatsvolk zu einigen, kurz, wenn er den Krieg für eine gerechte Sache führt, dann ist dieses scheinbare Unheil, diese äußerliche Gewaltanwendung wirkliche Gerechtigkeit und dieser Krieg der Grundstein des Friedens. Heute besteht jedoch die Aufgabe, die großen Herrschern zukommt, darin, den Weltfrieden zu errichten, denn in ihm liegt die Freiheit aller Völker begründet.A22
23
Obwohl in vergangenen Religionszyklen Einklang begründet wurde, war in Ermangelung der Mittel die Einheit der Menschheit unerreichbar. Die Kontinente blieben weit voneinander getrennt, ja sogar unter den Völkern ein und desselben Kontinents waren Verbindung und Austausch nahezu unmöglich. Infolgedessen waren Umgang, Verständigung und Einheit zwischen allen Völkern und Geschlechtern der Erde unerreichbar. Heute jedoch haben sich die Kommunikationsmittel vervielfacht, und die fünf Kontinente der Erde sind im Grunde genommen zu einem Ganzen verschmolzen. … Ebenso sind alle Glieder der menschlichen Familie, ob Völker oder Regierungen, Städte oder Dörfer, in steigendem Maße voneinander abhängig geworden. Keiner kann mehr in Selbstgenügsamkeit leben, weil politische Bindungen alle Völker und Nationen vereinen, die Bande des Handels und der Industrie, der Landwirtschaft und des Bildungswesens Tag für Tag stärker werden. Folglich ist die Einheit der ganzen Menschheit heutzutage erreichbar geworden. Wahrlich, dies ist nur eines der Wunder dieses wunderbaren Zeitalters; dieses ruhmreichen Jahrhunderts. Die vergangenen Zeitalter waren all dessen beraubt, denn dieses Jahrhundert – das Jahrhundert des Lichts – ist mit einzigartiger, unvergleichlicher Herrlichkeit, mit Macht und Erleuchtung ausgestattet worden. Darum entfaltet sich mit jedem Tag ein ungeschautes, erstaunliches Wunder. Schließlich wird man sehen, wie hell seine Lichtstrahlen in der Gemeinschaft der Menschen leuchten werden.A23
Sieh, wie dieses Licht nun am dunklen Horizont der Welt zu dämmern beginnt! Der erste Lichtstrahl ist die Einheit im politischen Bereich; der allererste Schimmer davon lässt sich nunmehr erkennen. Der zweite Lichtstrahl ist die Einheit des Denkens in weltweiten Unternehmungen, die bald vollzogen werden wird. Der dritte Lichtstrahl ist die Einheit in der Freiheit, die sicherlich eintreten wird. Der vierte Lichtstrahl ist die Einheit in der Religion, der Eckstein, auf dem die Grundlage ruht; auch sie wird durch die Macht Gottes in ihrer ganzen Strahlenfülle offenbar werden. Der fünfte Lichtstrahl ist die Einheit der Nationen – eine Einheit, die in diesem Jahrhundert sicher begründet werden wird, so dass sich alle Völker der Welt als Bürger eines gemeinsamen Vaterlandes betrachten. Der sechste Lichtstrahl ist die Einheit aller Menschen jeglicher Herkunft und Hautfarbe, wodurch alle Erdenbewohner zu Angehörigen einer Menschheitsfamilie werden. Der siebte Lichtstrahl ist die Einheit der Sprache, das heißt die Wahl einer universalen Sprache, in der alle Menschen unterrichtet werden und miteinander verkehren. All dies wird unausweichlich eintreten, weil die Macht des Reiches Gottes seine Verwirklichung fördern und unterstützen wird.A24
24
…Jede bedeutende Sache in dieser Welt des Daseins findet ihren sichtbaren Ausdruck durch drei Mittel: erstens die Absicht, zweitens die Bestätigung, drittens das Handeln. Heute gibt es viele Seelen auf dieser Erde, die Frieden und Versöhnung fördern und sich nach der Verwirklichung der Einheit und Einigkeit der Menschheit sehnen. Diese Absicht erfordert jedoch eine dynamische Kraft, um in der Welt des Daseins offenbar zu werden. An diesem Tag verkünden Gottes Lehren und gebietenden Ermahnungen dieses größte Ziel, und die Bestätigungen des Reiches Gottes stützen und fördern ebenfalls die Verwirklichung dieser Absicht. Da die gemeinsamen Kräfte und Gedanken der Nationen der Welt dieses erhabene Ziel von sich aus nicht erreichen können, durchdringt die Kraft des Wortes Gottes alle Dinge, und die Hilfe des Reiches Gottes endet nicht. Binnen kurzem wird klar und offenkundig, dass das Sinnbild des Größten Friedens die Lehre Bahá’u’lláhs und das Zelt der Einheit und Eintracht unter den Nationen das Tabernakel des Reiches Gottes ist, denn darin werden alle drei, die Absicht, die Kraft und das Handeln, zusammengeführt. Die Verwirklichung von allem und jedem in der Welt des Seins hängt von diesen drei Elementen ab.A25
25
Gönnt euch so weit wie möglich keine Ruh, reist in den Norden und den Süden des Landes und ruft alle Menschen zur Einheit der Menschenwelt und zum Weltfrieden auf und sagt: O Menschen! Bahá’u’lláh legte schon vor fünfzig Jahren die Grundlage für den Weltfrieden. Er richtete sogar Sendbriefe an die Könige, in denen Er erklärte, dass der Krieg die Menschenwelt an der Wurzel zerstört, dass Friede zu ewigem Leben führt, und dass entsetzliches Leid der Menschheit harrt. Auch reiste ‘Abdu’l-Bahá drei Jahre vor Ausbruch des Weltkrieges nach Amerika und in viele Länder Europas. Dort erhob Er Seine Stimme in allen Versammlungen, Gesellschaften und Kirchen zu diesem Aufruf: O ihr Versammelten! Der europäische Kontinent ist buchstäblich ein mit Sprengstoff gefülltes Arsenal geworden. Es gibt riesige, unterirdisch versteckte Lager mit zerstörerischem Material, das durch einen einzigen Funken explodieren und die ganze Erde erschüttern kann. O ihr Menschen mit Einsicht! Rührt euch, damit diese Anhäufung von schnell verdampfbarem Material nicht explodieren möge! Aber der Appell blieb unbeachtet, und folglich brach dieser mörderische Krieg aus.
Die Masse der Menschen erkennt nun, welch große Katastrophe ein Krieg ist und wie der Krieg den Menschen in ein wildes Tier verwandelt und dazu führt, dass blühende Städte und Dörfer zu Ruinen zerfallen und die Grundfesten des Menschheitsgebäudes bersten. Jetzt, nachdem alle Menschen wachgerüttelt und bereit sind zu hören, ist es Zeit, den Weltfrieden zu verkünden – einen Frieden, gegründet auf Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit, damit die Menschheit in Zukunft nicht weiteren Gefahren ausgesetzt sein möge. Nun dämmert der Morgen des Weltfriedens, und die ersten Streifen seines Lichtes beginnen sich zu zeigen. Wir hoffen inbrünstig, dass sein helles Gestirn aufsteigen und den Osten und den Westen mit seinen Strahlen überfluten möge. Die Errichtung des Weltfriedens ist nicht möglich außer durch die Macht des Wortes Gottes …A26
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Chaos und Verwirrung in der Welt nehmen täglich zu. Sie werden so heftig, dass das Ordnungsgefüge der Menschheit sie nicht mehr ertragen können wird. Dann werden die Menschen wachgerüttelt und sich dessen bewusstwerden, dass die Religion die uneinnehmbare Feste und das offenbare Licht der Welt ist, und dass ihre Gesetze, Ermahnungen und Lehren die Quelle des Lebens auf Erden sind.A27
Aus Äußerungen ‘Abdu’l-Bahás
27
Was die Menschheit heute braucht, ist Einheit und Versöhnung der Nationen. Eine treibende Kraft ist nötig, um diese bedeutenden grundlegenden Prinzipien zu verankern. Es versteht sich von selbst, dass die Einheit der Menschheit und der Größte Frieden nicht mit materiellen Mitteln herbeigeführt werden können. Sie können nicht durch politische Macht errichtet werden, denn die politischen Interessen der Nationen sind verschieden und die Leitlinien der Völker sind unterschiedlich und unvereinbar. Sie können nicht durch rassistische oder patriotische Kräfte gegründet werden, denn dies sind selbstsüchtige und schwache Kräfte des Menschen. Rassismus und patriotische Vorurteile verhindern schon von ihrem Wesen her die Verwirklichung dieser Einheit und Verständigung. Daher ist erwiesen, dass die Förderung der Einheit der Menschheit, die das Wesen der Lehren aller Manifestationen Gottes ausmacht, ausschließlich durch göttliche Macht und den Odem des Heiligen Geistes erreichbar ist. Andere Kräfte sind zu schwach und dazu nicht in der Lage.A28
28
Wir werden beten, dass das Banner des Weltfriedens erhoben und die Einheit der Menschenwelt verwirklicht wird. Durch ihre Bemühungen wird all dies möglich und durchführbar. Möge diese amerikanische Demokratie die erste Nation werden, die die Basis für eine internationale Einigung schafft. Möge sie als erste Nation die Allgemeingültigkeit der Einheit der Menschheit verkünden. Möge sie die erste sein, die das Banner des Größten Friedens hisst, und möge diese demokratische Nation diese menschenfreundlichen Absichten und Einrichtungen in der ganzen Welt verbreiten. Wahrlich, dies ist eine große und angesehene Nation. Hier hat die Freiheit ihren höchsten Grad erreicht. Die Absichten ihrer Bewohner sind überaus lobenswert. Sie sind würdig, die Ersten zu sein, die das Tabernakel des Größten Friedens errichten und die Einheit der Menschheit verkünden. Ich flehe zu Gott, sie zu bestätigen und ihnen beizustehen.A29
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Die größte Dringlichkeit für die Menschheit hat heute die Beseitigung der Unstimmigkeiten zwischen den Völkern und Nationen. Dies kann durch die Einheit der Sprache erreicht werden. Erst wenn die Einheit der Sprache verwirklicht ist, kann der Größte Friede und die Einheit der Menschheit erfolgreich auf den Weg gebracht und durchgesetzt werden, denn es ist die Aufgabe der Sprache, den Schätzen und Wundern im Innersten des Herzens Ausdruck zu verleihen. Das Herz gleicht einer Truhe und die Sprache ist der Schlüssel dazu. Nur mit Hilfe des Schlüssels können wir die Truhe öffnen und auf die darin enthaltenen Edelsteine blicken. Eine internationale Hilfssprache ist daher von größter Bedeutung. … Ich hoffe, dass sie durch die Freigebigkeit Gottes vervollkommnet wird und dass kluge Menschen aus den verschiedenen Ländern der Welt damit beauftragt werden, einen internationalen Kongress zu organisieren, dessen Hauptziel die Förderung dieses universellen Kommunikationsmittels sein wird.A30
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Doch da ich die amerikanische Nation für so befähigt, die gegenwärtige Regierung als die redlichste der westlichen Regierungen und ihre Institutionen als denen anderer überlegen erachte, ist meine sehnliche Hoffnung, dass das Banner der internationalen Versöhnung zuerst auf diesem Kontinent gehisst und die Standarte des Größten Friedens hier entfaltet werde. Mögen das amerikanische Volk und seine Regierung sich in ihren Bemühungen zusammenschließen, damit dieses Licht von diesem Ort aus aufleuchtet und in alle Gebiete ausstrahlt, denn dies ist eine der größten Gaben Gottes. Damit Amerika diese Gelegenheit ergreift, bitte ich darum, dass ihr euch mit Herz und Seele bemüht und betet und alle eure Kräfte diesem Ziel widmet: Dass das Banner des Weltfriedens hier gehisst wird und diese Demokratie dazu führt, dass in allen anderen Ländern der Krieg beendet wird.A31
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In früheren Zeiten war die Menschheit unzulänglich und ineffizient, weil sie noch unvollständig (ohne die Gleichberechtigung von Mann und Frau) war. Der Krieg und seine Verwüstungen haben die Welt verdorben; die Bildung der Frau wird ein gewaltiger Schritt sein, um den Krieg zu beseitigen und zu beenden, denn sie wird ihren ganzen Einfluss gegen den Krieg nutzen. Die Frau zieht das Kind auf und erzieht den Jugendlichen bis zur Reife. Sie wird sich weigern, ihre Söhne auf dem Schlachtfeld zu opfern. Sie wird tatsächlich der stärkste Faktor bei der Schaffung des Weltfriedens und des internationalen Schiedsgerichts sein. Gewiss wird die Frau den Krieg unter den Menschen abschaffen.A32
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Wir wissen alle, dass der Weltfriede eine gute Sache ist, dass er dem Wohl und Ruhm des Menschen dient, aber Willenskraft und Taten sind nötig, um ihn zu verwirklichen. Auf das Handeln kommt es an. Dieses Jahrhundert ist ein Jahrhundert des Lichts, daher ist gewährleistet, dass die Menschheit die Fähigkeit zum Handeln hat. Die göttlichen Prinzipien müssen unter den Menschen verbreitet werden, bis die Zeit zum Handeln kommt. So ist es geschehen und Zeit und Umstände sind jetzt wirklich reif zum Handeln.A33
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Das ist geschehen. Die Mächte der Erde haben den Vorrechten und Gaben, die Gott für dieses bedeutende und herrliche Jahrhundert verordnet hat, nichts entgegenzusetzen. Es ist eine Notwendigkeit, ein dringendes Erfordernis der Zeit. Der Mensch kann sich allem widersetzen, nur nicht dem, was gottgewollt ist und dem Zeitalter und dessen Erfordernissen entspricht. Jetzt finden sich gottlob in allen Ländern der Erde Menschen, die den Frieden lieben, und diese Prinzipien werden unter den Menschen verbreitet, besonders in diesem Land. Lasst dieses Jahrhundert die Sonne der früheren Jahrhunderte sein, dessen Glanz ewig währen wird, so dass man das zwanzigste Jahrhundert in künftigen Tagen verherrlichen wird, indem man sagt: Das zwanzigste Jahrhundert war das Jahrhundert des Lichtss, das zwanzigste Jahrhundert war das Jahrhundert des Lebens, das zwanzigste Jahrhundert war das Jahrhundert des Internationalen Friedens, das zwanzigste Jahrhundert war das Jahrhundert göttlicher Gaben, das zwanzigste Jahrhundert hinterließ Spuren, die ewig währen sollen.A34
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Das bedeutendste Anliegen dieser Zeit ist der internationale Friede und ein internationaler Schiedsgerichtshof, und der Weltfriede ist nur mit allgemeinem Wahlrecht erreichbar. Kinder werden von den Frauen erzogen. Die Mutter erduldet die Sorgen und Schwierigkeiten, die mit dem Aufziehen des Kindes verbunden sind, sie erträgt die Qualen seiner Geburt und Mühsal bei seiner Erziehung. Daher ist es äußerst schwer für Mütter, diejenigen, die sie mit solcher Liebe und Fürsorge hegten, auf das Schlachtfeld zu schicken. Stellen Sie sich einen Sohn vor, der zwanzig Jahre lang von einer hingebungsvollen Mutter aufgezogen und ausgebildet wurde. Wie viele schlaflose Nächte und rastlose, sorgenvolle Tage hat sie durchlebt! Nachdem sie ihn durch Gefahren und Schwierigkeiten bis zum Reifealter gebracht hat – was für eine Qual ist es, ihn dann auf dem Schlachtfeld zu opfern! Daher werden die Mütter den Krieg weder billigen, noch sich mit ihm abfinden. Die Zeit wird kommen, in der die Frauen voll und gleichberechtigt an den Angelegenheiten der Welt teilnehmen, selbstsicher und befähigt die große Arena von Recht und Politik betreten, und dann wird der Krieg enden, denn die Frau wird sich ihm in den Weg stellen und ihn verhindern. Das ist wahr und daran gibt es keinen Zweifel.A35
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Nun ist das glorreiche und strahlende zwanzigste Jahrhundert angebrochen und die göttliche Gnade strahlt über alle Welt. …
Dies kann wahrlich das Wunder der Jahrhunderte genannt werden, denn es ist erfüllt von Offenbarungen des Wundersamen. Die Zeit ist gekommen, da die ganze Menschheit geeint sein wird, da alle Menschen jeglicher Herkunft einem Vaterland treu ergeben sind, da alle Religionen zu einer werden und Rassismus und religiöse Voreingenommenheit schwinden wird. Es ist ein Tag, da die Einheit der Menschheit ihr Banner erheben und weltweiter Friede gleich dem wahren Morgen die Erde mit seinem Licht überfluten wird.A36
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Er forderte den gleichen Bildungsgang für Mann und Frau. Töchter und Söhne müssen denselben Lehrplan durchlaufen und dadurch die Einheit der Geschlechter fördern. Wenn die ganze Menschheit dieselben Bildungschancen erhält, wenn die Gleichberechtigung von Mann und Frau verwirklicht wird, ist dem Krieg der Boden entzogen. Ohne Gleichberechtigung wird dies unmöglich sein, weil jede unterschiedliche Behandlung zu Zwietracht und Streit führt. Die Gleichberechtigung von Mann und Frau trägt zur Abschaffung von Krieg bei, denn Frauen werden niemals bereit sein, den Krieg zu billigen. Mütter werden ihre Söhne, nachdem sie sie von klein auf zwanzig Jahre lang umsorgt und umhegt haben, nicht auf dem Schlachtfeld als Opfer hergeben, gleichgültig, um welcher Sache willen sie zur Verteidigung aufgerufen werden. Es besteht kein Zweifel, dass Krieg unter den Menschen gänzlich aufhören wird, sobald Frauen gleiche Rechte erlangen.A37
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Die Welt braucht vor allem anderen den Frieden unter den Nationen. Ehe er nicht errichtet ist, wird die Menschheit nicht zur Ruhe kommen. Die Nationen und Regierungen müssen einen internationalen Gerichtshof gründen und alle Streitfragen an ihn verweisen. Die Entscheidung dieses Gerichtshofs wird endgültig sein. Persönliche Streitfälle werden von einem örtlichen Gericht entschieden. Internationale Fragen werden vor den Weltschiedsgerichtshof kommen, und so wird es keine Ursache für Krieg mehr geben.A38
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Ich halte diese beiden großen amerikanischen Nationen (die Vereinigten Staaten und Kanada) in Bezug auf alles, was mit Fortschritt und Zivilisation zu tun hat, für höchst fähig und fortgeschritten … Daher hoffe ich, dass diese verehrten Nationen zu herausragenden Faktoren bei der Schaffung des Weltfriedens und der Einheit der Menschheit werden.A39
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Die Menschenwelt besitzt zwei Flügel, den männlichen und den weiblichen. Solange diese beiden Schwingen nicht gleich stark sind, wird der Vogel nicht fliegen. Solange die Frau nicht denselben Rang einnimmt wie der Mann, solange sie nicht Zugang zu denselben Tätigkeitsbereichen genießt, wird die Menschheit nichts Außergewöhnliches verwirklichen, kann sich die Menschheit nicht zu den Höhen wahrer Errungenschaften aufschwingen. Wenn die beiden Flügel gleich stark werden und die gleichen Vorrechte genießen, wird der Flug des Menschen überaus erhaben und bemerkenswert sein. Daher muss die Frau die gleiche Erziehung und Ausbildung erhalten wie der Mann und jede Ungleichheit muss ausgeglichen werden. Mit gleichen Vorzügen begabt wie die Männer, erreichen sie jeden Grad menschlicher Errungenschaft; die Frauen werden den Männern gleichgestellt und solange diese Gleichstellung nicht erreicht ist, wird sich wahrer Fortschritt und Erfolg für die Menschheit nicht einstellen.
Die offensichtlichen Gründe dafür sind folgende: Die Frau ist von Natur aus gegen den Krieg, sie ist eine Verfechterin des Friedens. Die Kinder werden von den Müttern aufgezogen, die die Grundlage ihrer Erziehung legen und sich gewissenhaft für sie einsetzen. Stellen Sie sich eine Mutter vor, die zwanzig Jahre lang einen Sohn bis zum Reifealter liebevoll aufgezogen hat. Sicherlich billigt sie nicht, dass ihr Sohn in Stücke gerissen und auf dem Schlachtfeld getötet wird. Wenn daher die Frau dem Mann an Macht und Privilegien einschließlich dem Wahlrecht und der Einflussnahme in der Staatsführung gleichkommt, wird es ganz bestimmt keinen Krieg mehr geben; denn die Frau ist von Natur aus die ergebenste und entschiedenste Verfechterin des Weltfriedens.A40
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Die Völker und Regierungen aller Länder müssen einen obersten Gerichtshof wählen, in dem Mitglieder der einzelnen Länder und Regierungen in Einigkeit tagen. Alle Streitfragen sollen vor dieses Gericht gebracht werden, dessen Aufgabe die Verhütung von Kriegen ist.A41
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Ein höchster Gerichtshof muss durch die Völker und Regierungen aller Staaten errichtet werden und aus gewählten Mitgliedern aller Länder und Regierungen bestehen. Die Mitglieder dieses großen Rates müssen in Einigkeit tagen. Alle Streitigkeiten internationalen Charakters sind diesem Gerichtshof zu unterbreiten, dessen Sache es ist, durch Schiedsspruch alles zu schlichten, was sonst zur Ursache des Krieges würde. Die Aufgabe dieses Gerichtshofes wäre, den Krieg zu verhindern.A42
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»Was die Abrüstungsfrage betrifft, so müssen alle Nationen zur gleichen Zeit abrüsten. Es führt zu gar nichts und wird auch nicht vorgeschlagen, dass einige Nationen die Waffen niederlegen, während andere, ihre Nachbarn, bewaffnet bleiben. Der Weltfriede muss durch internationale Vereinbarung herbeigeführt werden. Alle Nationen müssen übereinkommen, gleichzeitig abzurüsten …
Keine Nation kann eine Friedenspolitik verfolgen, während ihr Nachbar kriegerisch bleibt … Darin liegt keine Gerechtigkeit. Niemand käme auf den Gedanken vorzuschlagen, der Weltfriede könne auf diesem Wege herbeigeführt werden. Er muss durch eine allgemeine, umfassende internationale Vereinbarung zustande gebracht werden und durch nichts anderes …
Gleichzeitiges Handeln ist bei jedem Abrüstungsplan nötig. Alle Regierungen der Welt müssen ihre Schlacht- und Kriegsschiffe in Handelsschiffe umbauen. Aber eine Nation allein kann von sich aus nicht mit einer solchen Politik beginnen, und ein solcher Versuch eines einzelnen Staates wäre töricht. Er würde nur zur Zerstörung verlocken …«
»Gibt es irgendwelche Anzeichen, dass der dauerhafte Weltfriede etwa in absehbarer Zeit errichtet wird?«, wurde ‘Abdu’l-Bahá gefragt.
»Er wird in diesem Jahrhundert errichtet«, antwortete er. »Er wird im zwanzigsten Jahrhundert die Welt umfassen. Alle Nationen werden dazu gezwungen sein.«
…
»Durch wirtschaftlichen Druck?«
»Ja. Die Nationen werden zum Frieden und zur Übereinkunft über die Abschaffung des Krieges gezwungen sein. Die Menschen werden die entsetzliche Steuerlast für Kriegszwecke nicht mehr ertragen können …«
»Nein«, sagte ‘Abdu’l-Bahá abschließend, »ich wiederhole, keine Nation kann unter diesen Umständen abrüsten. Abrüstung wird sicherlich kommen, sie muss kommen, und sie wird durch die weltweite Zustimmung der zivilisierten Nationen der Erde kommen. Durch internationale Übereinkunft werden sie ihre Waffen niederlegen und das große Zeitalter des Friedens wird dann eingeleitet. Nur auf diese und keine andere Weise kann der Friede auf Erden begründet werden.«A43
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Sobald das Parlament der Menschheit gegründet und dessen Teilbereiche organisiert sind, sobald die Regierungen der Welt ein Bündnis ewiger Freundschaft eingegangen sind, werden sie kein stehendes Heer und keine Kriegsmarine mehr brauchen. Einige wenige Bataillone zum Schutz der inneren Ordnung und eine internationale Polizei zur Sicherung der Meeresstraßen sind alles, was nötig sein wird. Dann werden diese ungeheuren Summen in andere, nützlichere Kanäle gelenkt, die Massenarmut wird verschwinden, die Bildung zunehmen, Dichter und Sänger werden die Triumphe des Friedens besingen, das Wissen wird die Lebensbedingungen verbessern und die Menschheit wird in der Wiege des Glücks und der Wonne Schutz finden. Dann werden die Herrscher, ob ihre Regierung konstitutionell oder republikanisch, erblich-monarchisch oder demokratisch ist, ihre Zeit dem Wohlergehen ihrer Nationen, der Festlegung von gerechten und vernünftigen Gesetzen und der Förderung von engeren, freundschaftlicheren Beziehungen mit ihren Nachbarn widmen. So wird die Welt der Menschheit zu einem Spiegel für die Tugenden und Eigenschaften des Reiches Gottes.
Alle Regierungen der Welt müssen durch ein allgemeines Übereinkommen gleichzeitig abrüsten … Es würde nicht helfen, wenn die eine ihre Waffen niederlegte und die andere sich weigerte, dasselbe zu tun. Die Nationen der Welt müssen hinsichtlich dieser höchst wichtigen Angelegenheit zusammenwirken, auf dass sie gemeinsam auf die tödlichen Waffen des Menschengemetzels verzichten. Solange ein Volk seinen Etat für Militär und Kriegsmarine vergrößert, werden andere Nationen durch ihre natürlichen und vermeintlichen Interessen gezwungen sein, diesen wahnwitzigen Wettbewerb mitzumachen.
…
Das Problem der Abrüstung muss jetzt von allen Nationen, nicht nur von einer oder zwei, in Angriff genommen werden. Folglich müssen die Verfechter des Friedens Tag und Nacht bestrebt sein, dass die einzelnen Menschen in allen Ländern friedliebend werden, die öffentliche Meinung eine starke, dauerhafte Basis erlangt, das Heer des Weltfriedens Tag für Tag vergrößert wird, völlige Abrüstung stattfindet und das Banner der weltweiten Versöhnung auf den höchsten Berggipfeln der Erde weht.
…
Die Ideale des Friedens müssen genährt und unter den Bewohnern der Welt verbreitet werden. Sie müssen in den Schulen über den Frieden und das Unheil des Krieges unterrichtet werden. Erstens: Die Geldgeber und Bankiers müssen aufhören, irgendeiner Regierung Geld zu leihen, wenn diese einen ungerechten Krieg gegen eine unschuldige Nation zu führen vorhat. Zweitens: Die Direktoren und Geschäftsführer der Eisenbahnen und Dampfschifffahrtsgesellschaften müssen die Beförderung von Kriegsmunition, Höllenmaschinen, Gewehren, Kanonen und Schießpulver von einem Land zum anderen unterlassen. Drittens: Die Soldaten müssen durch ihre Vertreter die Kriegsminister, die Politiker, die Parlamentarier und die Generale ersuchen, in deutlicher und verständlicher Sprache Gründe und Ursachen vorzutragen, die sie an den Rand eines solch nationalen Unheils gebracht haben. Die Soldaten müssen dies als eines ihrer Vorrechte fordern. »Beweist uns«, müssen sie sagen, »dass dies ein gerechter Krieg ist, dann werden wir das Schlachtfeld betreten, andernfalls tun wir keinen Schritt. Kommt hervor aus Euren Verstecken, betretet das Schlachtfeld, wenn ihr einander angreifen möchtet und reißt einander in Stücke, wenn ihr euren sogenannten Streit in der Öffentlichkeit austragen wollt. Zwist und Fehde sind zwischen euch, warum macht ihr uns unschuldige Menschen dabei zur Partei? Wenn Kampf und Blutvergießen gut sind, dann führt uns unter eurem Dabeisein ins Gefecht!«
Kurz, jeder Grund, der Krieg erzeugt, muss geprüft werden, und die Mittel, die den Ausbruch des Krieges verhindern, müssen gefördert werden, so dass physischer Kampf zur Unmöglichkeit wird. Andererseits muss jedes Land richtig abgegrenzt, seine Grenzen exakt markiert, seine nationale Integrität gesichert, seine dauerhafte Unabhängigkeit geschützt und seine lebenswichtigen Interessen von der Familie der Nationen respektiert werden. Diese Dienste sollten von einer unparteiischen internationalen Kommission geleistet werden. Auf diese Weise werden alle Ursachen von Reiberei und Meinungsverschiedenheiten beseitigt. Und falls Streitigkeiten unter ihnen entstehen, könnten sie sich vor dem Parlament der Menschheit, dessen Abgeordnete unter den weisesten und klügsten Menschen aller Nationen der Welt ausgewählt werden sollten, einem Schiedsspruch unterwerfen.A44
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Jedes Jahrhundert besitzt die Lösung für ein vorherrschendes Problem. Obwohl es viele Probleme geben mag, wird sich dennoch eines der unzähligen Probleme auftürmen und zum wichtigsten von allen werden … In diesem leuchtenden Jahrhundert ist die größte Gabe der Welt für die Menschheit der Weltfriede, der gegründet werden muss, so dass das Reich der Schöpfung zur Ruhe kommt, der Osten und der Westen, die mit ihrer Reichweite die fünf Kontinente des Erdballs umfassen, einander umarmen, die Menschen unter dem Zelt der Einheit der Menschheit Ruhe finden und das Banner des Weltfriedens über alle Regionen wehen möge …
Heute ist die wahre Pflicht eines mächtigen Königs, den Weltfrieden zu stiften; denn dies bekundet wahrlich die Freiheit aller Menschen in der Welt. Manche, die von der Existenz wahrer Menschlichkeit und deren hohem Streben für das Wohl aller nichts wissen, halten eine solch herrliche Lebensform für sehr schwierig, ja sogar unmöglich erreichbar. Aber dem ist nicht so, ganz im Gegenteil.A45
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O ihr Glieder der Menschheit, findet die Mittel, diesem Massenmord und Blutvergießen Einhalt zu gebieten. Jetzt ist die festgesetzte Zeit! Jetzt ist die günstigste Zeit! Erhebt euch, bemüht euch, zeigt außergewöhnliche Kraft, hisst das Banner des Weltfriedens und dämmt die unbändige Raserei dieser tobenden Flut ein, die überall Vernichtung und Zerstörung bringt.A46
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»Durch welche Schritte«, fuhr der Fragende fort, »wird dieser Friede auf Erden errichtet? Wird er plötzlich nach einer weltweiten Verkündung der Wahrheit kommen?«
»Nein, er wird schrittweise erreicht«, sagte ‘Abdu’l-Bahá. »Eine Pflanze, die zu schnell wächst, lebt nur kurze Zeit. Ihr seid meine Familie«, und Er sah mit einem Lächeln um sich, »meine neuen Kinder! Wenn eine Familie in Einklang lebt, werden große Ergebnisse erzielt. Zieht einen größeren Kreis: Wenn eine Stadt in inniger Eintracht lebt, werden größere Ergebnisse die Folge sein, und ein völlig geeinter Erdteil wird ebenso alle anderen Erdteile einen. Dann ist die Zeit der größten Ergebnisse gekommen, denn alle Bewohner der Erde gehören zu einem Heimatland.«A47
Aus den Schriften Shoghi Effendis
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Innig geliebte Freunde! Ob wir die Menschheit im Lichte der persönlichen Lebensführung oder der Beziehungen zwischen den organisierten Gemeinschaften und Nationen betrachten, sie ist leider zu weit abgeirrt, hat einen zu tiefen Niedergang erlitten, als dass sie allein durch die unbeholfenen Anstrengungen selbst der besten unter ihren anerkannten Herrschern und Staatsmännern – wie uneigennützig ihre Beweggründe, wie wohlabgestimmt ihr Handeln, wie rückhaltlos ihr Eifer und ihre Hingabe an ihre Sache auch seien – erlöst werden könnte. Kein Plan, den die Berechnungen höchster Staatskunst noch ersännen, kein Lehrgebäude, das die hervorragendsten Vertreter der Wirtschaftstheorie noch errichteten, kein Grundsatz, den der glühendste Moralist noch einimpfen wollte, können letzten Endes ausreichende Grundlagen bieten, auf die die Zukunft einer verwirrten Welt gebaut werden kann.
Kein Aufruf zu gegenseitiger Duldsamkeit, den die Weltweisen erheben, wie zwingend und nachdrücklich er auch sein mag, kann die Leidenschaften dieser Welt beruhigen oder ihr helfen, ihre Lebenskraft zurückzugewinnen. Auch hat kein rein organisatorischer Gesamtplan internationaler Zusammenarbeit, auf welchem Gebiet menschlichen Wirkens er sich immer bewegt, wie geistreich er erdacht und wie umfassend er auch aufgefasst wird, den gewünschten Erfolg, wenn es darum geht, die Grundursache des Übels zu beseitigen, das die heutige Gesellschaft so hart aus dem Gleichgewicht geworfen hat. Ja, ich wage zu behaupten, dass nicht einmal das Ersinnen eines Ordnungsgefüges, wie es für die politische und wirtschaftliche Vereinigung der Menschheit erforderlich ist – eine Grundforderung, die in letzter Zeit immer stärker vertreten wird, – dass nicht einmal dieser Vorgang aus sich selbst heraus das Heilmittel gegen das Gift bieten könnte, welches ständig die Kraftreserven der entwickelten Völker und Nationen auszehrt. Was sonst, so können wir getrost fragen, als die vorbehaltlose Annahme des göttlichen Programms, das Bahá’u’lláh vor bereits sechzig Jahren mit solcher Macht und Schlichtheit verkündet hat, eines Programms, das in seinen Wesenszügen Gottes Plan für die Vereinigung der Menschheit in diesem Zeitalter zum Ausdruck bringt, kann in Verbindung mit der unüberwindlichen Gewissheit der sicheren Wirkung aller seiner Vorkehrungen schließlich den Kräften innerer Auflösung widerstehen, die sich, wenn ihnen kein Einhalt geboten wird, immer tiefer in das Mark einer verzweifelten Gesellschaft hineinfressen? Diesem Ziel – dem Ziel einer neuen Weltordnung, göttlich im Ursprung, allumfassend in der Reichweite, unparteiisch im Grundsatz, herausfordernd im Charakter – muss eine gequälte Menschheit zustreben.
Zu behaupten, alle Zusammenhänge von Bahá’u’lláhs gewaltigem Plan weltweiter Solidarität erfasst oder seine Bedeutung ergründet zu haben, wäre selbst vonseiten der erklärten Anhänger Seines Glaubens vermessen. Ja, der Versuch, sich diesen Plan mit all seinen Möglichkeiten vorzustellen, seine künftigen Vorteile abzuschätzen, sich seine Größe auszumalen, wäre sogar in dem heute so fortgeschrittenen Stadium der Entwicklung der Menschheit verfrüht.
Das Einzige, was wir vernünftigerweise versuchen können, ist, uns zu bemühen, einen Schimmer der ersten Lichtstreifen der verheißenen Dämmerung zu erhaschen, die, wenn die Zeit gekommen ist, das die Menschheit umschließende Dunkel verjagen wird. Lediglich in groben Zügen können wir herausstellen, was uns als die leitenden Prinzipien erscheint, die der Weltordnung Bahá’u’lláhs zugrunde liegen, wie sie ‘Abdu’l-Bahá, Mittelpunkt Seines Bundes mit der ganzen Menschheit und ernannter Ausleger und Erklärer Seines Wortes, ausführlich dargestellt und erläutert hat.
Dass die Unruhe und das Leid, die die Masse der Menschheit peinigen, in einem nicht geringen Maße die unmittelbaren Folgen des Weltkriegs sind, dass sie der Unklugheit und Kurzsichtigkeit der Gestalter der Friedensverträge zugeschrieben werden müssen, kann nur ein Voreingenommener sich weigern zuzugeben. …
Die Behauptung wäre jedoch müßig, allein der Krieg mit all seinen Folgeschäden, seinen entfesselten Leidenschaften und seiner Hinterlassenschaft an Leid sei verantwortlich für die beispiellose Verwirrung, in die fast jeder Lebensbereich der zivilisierten Welt gegenwärtig gestürzt ist. Ist es nicht eine Tatsache – und das ist der Kerngedanke, den ich hier betonen möchte –, dass die grundlegende Ursache dieser weltweiten Unruhe nicht so sehr den Auswirkungen dessen zuzuschreiben ist, was man früher oder später als eine vorübergehende Gewichtsverlagerung in den Angelegenheiten einer sich ständig wandelnden Welt betrachten wird, sondern vielmehr dem Versäumnis jener, die die unmittelbaren Schicksale von Völkern und Nationen in Händen halten, – dem Versäumnis, ihr System wirtschaftlicher und politischer Institutionen den zwingenden Notwendigkeiten eines Zeitalters stürmischer Entwicklung anzupassen? Gehen diese immer wiederkehrenden Krisen, die die heutige Gesellschaft durchzucken, nicht hauptsächlich zu Lasten der bedauerlichen Unfähigkeit der anerkannten Führer in der Welt, die Zeichen der Zeit richtig zu lesen, sich ein für alle Mal von ihren vorgefassten Meinungen, ihren engen Glaubensvorstellungen zu lösen und das Räderwerk ihrer jeweiligen Regierungen nach den Maßstäben zu erneuern, die sich aus Bahá’u’lláhs Verkündigung der Einheit der Menschheit, dem hauptsächlichen und hervorragenden Merkmal Seines Glaubens, zwingend ergeben? …
Wie kläglich sind doch die Bemühungen jener Führer menschlicher Institutionen, welche in völliger Missachtung des Zeitgeistes bestrebt sind, nationale Verfahrensweisen, die längst vergangenen Tagen selbstgenügsamer Nationen entsprachen, einem Zeitalter anzupassen, das entweder, wie von Bahá’u’lláh vorgezeichnet, die Einheit der Welt erreichen oder aber zugrunde gehen muss. In einer so kritischen Stunde der Kulturgeschichte geziemt es den Führern aller Nationen der Erde, groß und klein, im Osten wie im Westen, Sieger oder Besiegte, dem Posaunenruf Bahá’u’lláhs Beachtung zu schenken und, völlig durchdrungen von einem Empfinden der Weltsolidarität, dem sine qua non der Treue zu Seiner Sache, sich mannhaft zu erheben, um den einen Heilsplan, den Er, der göttliche Arzt, für eine gequälte Menschheit verordnet hat, zur Gänze durchzuführen. Mögen sie ein für alle Mal jede vorgefasste Meinung, jedes nationale Vorurteil ablegen und den erhabenen Rat ‘Abdu’l-Bahás, des autorisierten Erklärers Seiner Lehren, beachten: »Sie können Ihrem Land am besten dienen«, erwiderte ‘Abdu’l-Bahá einem hohen Beamten im Dienste der Bundesregierung der Vereinigten Staaten von Amerika auf die Frage, wie er die Interessen seiner Regierung und seines Volkes am besten fördern könnte, »indem Sie in Ihrer Eigenschaft als Weltbürger bestrebt sind mitzuhelfen, dass das Prinzip des Föderalismus, das der Regierung Ihres eigenen Landes zugrunde liegt, endlich auf die Beziehungen angewandt wird, die jetzt zwischen den Völkern und Nationen der Welt bestehen.«
…
Ein Welt-Überstaat, an den alle Nationen der Erde willig den Anspruch, Krieg zu führen, gewisse Rechte der Erhebung von Steuern und alle Rechte auf Kriegsrüstung außer zur Aufrechterhaltung der inneren Ordnung in ihren Gebieten abtreten – ein solcher Staat muss notwendigerweise in irgendeiner Form entwickelt werden. Sein Organisationsrahmen wird eine internationale Exekutive einschließen müssen, die jedem widerspenstigen Mitglied der Gemeinschaft ihre höchste und unantastbare Autorität aufzwingen kann; ein Weltparlament, dessen Mitglieder durch das Volk aller Länder gewählt werden und in ihrer Amtsübernahme von den jeweiligen Regierungen bestätigt werden, sowie einen Obersten Gerichtshof, dessen Urteil bindende Gültigkeit haben wird, selbst in Fällen, in denen die Parteien ihren Streit nicht freiwillig seiner Rechtsfindung unterwerfen. Eine Weltgemeinschaft, in der alle wirtschaftlichen Schranken für immer niedergerissen werden, in der die gegenseitige Abhängigkeit von Kapital und Arbeit ausdrücklich anerkannt wird, in der das Geschrei religiösen Eifers und Streites endgültig verstummt ist, in der die Flamme des Rassismus ein für alle Mal gelöscht ist, deren einheitliches System internationalen Rechts als Ergebnis der wohlüberlegten Entscheidung der weltweit vereinigten Volksvertreter durch das sofortige, zwingende Eingreifen der vereinten Streitkräfte der Verbündeten sanktioniert wird; und schließlich: eine Weltgemeinschaft, in der der Sturm eines tollkühn-militanten Nationalismus in ein dauerhaftes Bewusstsein des Weltbürgertums verwandelt ist – so wahrlich sieht, in groben Zügen gezeichnet, die von Bahá’u’lláh vorausgeschaute Ordnung aus, eine Ordnung, die einmal als die edelste Frucht eines langsam heranreifenden Zeitalters betrachtet werden wird.
…
Der belebende Sinn des weltweiten Gesetzes Bahá’u’lláhs darf keine Befürchtungen hervorrufen. Weit davon entfernt, auf den Umsturz der bestehenden Gesellschaftsordnung abzuzielen, sucht es ihre Grundlage zu erweitern, ihre Institutionen in einer Weise umzugestalten, die mit den Bedürfnissen einer stets sich wandelnden Welt in Einklang steht. Es kann mit keiner rechtmäßigen Untertanenpflicht in Widerspruch sein, noch kann es wirkliche Treue untergraben. Seine Absicht ist weder, die Flamme einer vernünftigen Vaterlandsliebe in den Herzen der Menschen zu ersticken, noch den Grundsatz nationaler Selbständigkeit abzuschaffen, der so wesentlich ist, wenn die Übel übertriebener Zentralisation vermieden werden sollen. Es ignoriert weder die Vielfalt von Ethnien, Klima, Geschichte, Sprachen und Traditionen, Gedanken und Gewohnheiten, die die Völker und Nationen der Welt voneinander unterscheiden, noch versucht es, sie zu unterdrücken. Es ruft nach größerer Treue, stärkerem Bemühen als irgendein anderes, das je die Menschenwelt beseelt hat. Es besteht auf der Unterordnung nationaler Regungen und Belange unter die zwingenden Ansprüche einer geeinten Welt. Es verwirft einerseits die übersteigerte Zentralisation und entsagt zum andern allen Versuchen der Gleichmacherei. Seine Losung ist Einheit in der Mannigfaltigkeit, wie ‘Abdu’l-Bahá selbst erklärte.
…
Der Grundsatz der Einheit der Menschheit – der Angelpunkt, um den alle Lehren Bahá’u’lláhs kreisen – ist kein bloßer Ausdruck unkundiger Gefühlsseligkeit oder unklarer frommer Hoffnung. Sein Ruf ist nicht gleichbedeutend mit einer bloßen Wiedererweckung des Geistes der Brüderlichkeit und des guten Willens unter den Menschen, noch geht es nur um die Förderung harmonischer Zusammenarbeit zwischen einzelnen Völkern und Ländern. Die Folgerungen gehen tiefer, der Anspruch ist höher als alles, was den früheren Propheten zu äußern erlaubt war. Die Botschaft gilt nicht nur dem einzelnen, sondern befasst sich in erster Linie mit der Natur jener notwendigen Beziehungen, die alle Staaten und Nationen als Glieder einer menschlichen Familie verbinden müssen. Der Grundsatz der Einheit stellt nicht nur die Verkündigung eines Ideals dar, sondern ist unzertrennlich mit einer Institution verbunden, die seine Wahrheit verkörpert, seine Gültigkeit bekundet und seinen Einfluss dauernd zur Geltung bringt. Er verlangt eine organische, strukturelle Veränderung der heutigen Gesellschaft, eine Veränderung, wie sie die Welt noch nicht erlebt hat. Er stellt eine Herausforderung, kühn und weltumfassend, für die nationalen Glaubensparolen dar, deren Zeit vorüber ist und die im normalen Verlauf der Ereignisse, wie die Vorsehung sie formt und fügt, einem neuen Evangelium Platz machen müssen, das grundlegend anders und unendlich höherwertig ist als das, was die Welt bis jetzt begriffen hat. Er fordert nichts Geringeres als den Wiederaufbau und die Entmilitarisierung der ganzen zivilisierten Welt, einer Welt, die in allen Grundfragen des Lebens, in ihrem politischen Mechanismus, ihren geistigen Bestrebungen, in Handel und Finanzwesen, Schrift und Sprache organisch zusammengewachsen und doch in den nationalen Eigentümlichkeiten ihrer verbündeten Staatenglieder von einer unendlichen Mannigfaltigkeit ist.
Er stellt die Vollendung der menschlichen Entwicklung dar, einer Entwicklung, die ihren Uranfang in der Geburt des Familienlebens hat, deren weitere Entfaltung zur Stammeseinheit und zur Bildung des Stadtstaates führte, und die sich später zur Bildung unabhängiger, souveräner Nationen erweiterte.
…
Nehmen wir nur ein Beispiel: Wie überzeugt klangen die Erklärungen, die in den Tagen vor der Vereinigung der Staaten des nordamerikanischen Kontinents über die unüberwindlichen Schranken auf dem Weg zu diesem Zusammenschluss abgegeben wurden! Hat man nicht ausführlich und nachdrücklich dargelegt, die widersprüchlichen Interessen, das gegenseitige Misstrauen, die Unterschiede in Amtsführung und Brauchtum zwischen den Staaten seien so stark, dass keine geistliche oder weltliche Macht jemals hoffen dürfe, sie zu harmonisieren oder zu beherrschen? Und doch, wie verschieden waren die vor 150 Jahren herrschenden Bedingungen von denen, die für die heutige Gesellschaft bezeichnend sind! Ohne Übertreibung kann man sagen, dass das Fehlen jener Erleichterungen, die der neueste wissenschaftliche Fortschritt der heutigen Menschheit dienstbar machte, das Problem, die amerikanischen Staaten zu einem Bund zu verschweißen, weit komplizierter machte als es die Aufgabe ist, der eine gespaltene Menschheit bei ihrem Bemühen um Welteinheit gegenübersteht.
Wer weiß andererseits, ob nicht für die Verwirklichung eines so erhabenen Planes noch schlimmere Leiden über die Menschheit kommen müssen als alle, die sie bis jetzt ausgestanden hat? Konnte etwas Geringeres als das Feuer eines Bürgerkrieges mit all seiner Gewalttätigkeit und seinen Wechselfällen – ein Krieg, der die große amerikanische Republik fast gespalten hätte – die Staaten nicht nur zu einem Bund unabhängiger Einheiten, sondern zu einer Nation verschmelzen, trotz all der völkischen Unterschiede, die ihre Bestandteile charakterisierendie Staaten, nicht nur zu einem Bund unabhängiger Einheiten, sondern trotz all der charakteristischen ethnischen Unterschiede ihrer Bestandteile zu einer Nation verschmelzen? Dass eine so grundlegende Umwälzung mit einem so weitreichenden Wandel in der Gesellschaftsstruktur auf dem gewöhnlichen Weg der Diplomatie und der Erziehung erreicht werden kann, scheint höchst unwahrscheinlich. Wir brauchen nur die blutgetränkte Menschheitsgeschichte zu betrachten, um festzustellen, dass allein die heftigste geistige und körperliche Pein imstande war, derart epochemachende Wandlungen, wie sie die wichtigsten Wahrzeichen der Kulturentwicklung bilden, rasch herbeizuführen.
So groß und weitreichend jene früheren Veränderungen auch gewesen sind – in ihrer richtigen Perspektive betrachtet, können sie doch nur als zweitrangige Anpassungsvorgänge erscheinen, als Vorspiel für diese Wandlung von unvergleichlicher Majestät und Reichweite, die die Menschheit in unserem Zeitalter erdulden muss. Dass nur die Kräfte einer Weltkatastrophe eine derart neue Phase menschlichen Denkens vorantreiben können, wird leider immer deutlicher. Dass nichts Geringeres als das Feuer eines harten Gottesgerichts, heftiger als je zuvor, die uneinigen Elemente der heutigen Zivilisation zu sich ergänzenden Bestandteilen des künftigen Weltgemeinwesens verschweißen und verschmelzen kann, ist eine Wahrheit, die künftige Ereignisse immer mehr beweisen werden.
Die prophetische Stimme Bahá’u’lláhs warnte in den abschließenden Sprüchen der Verborgenen Worte »die Völker der Welt«, dass »unerwartete Trübsal sie verfolgt und schmerzhafte Vergeltung ihrer harrt«. Dies wirft in der Tat ein gespenstisches Licht auf die unmittelbaren Geschicke einer bekümmerten Menschheit. Nur eine Feuerprobe, aus der diese Menschheit geläutert und vorbereitet wiederersteht, kann ihr ein Gefühl für die Verantwortung einbrennen, welche die Führer eines neugeborenen Zeitalters auf ihre Schultern nehmen müssen.
Zum wiederholten Male möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf jene bedeutenden Worte Bahá’u’lláhs lenken, die ich bereits angeführt habe: »Und wenn die festgesetzte Stunde kommt, wird plötzlich erscheinen, was der Menschheit Glieder zittern macht.«
Hat nicht ‘Abdu’l-Bahá selbst in unzweideutiger Sprache versichert, dass »ein zweiter Krieg, grimmiger als der letzte, sicherlich ausbrechen wird«?
Von der Vollendung dieses kolossalen, dieses unsagbar ruhmreichen Unternehmens – eines Unternehmens, das die Erfindergabe römischer Staatskunst in Verwirrung stürzte, vor dem die verzweifelten Kraftakte eines Napoleon versagten – wird die endgültige Verwirklichung jenes Tausendjährigen Reiches abhängen, von dem die Dichter aller Zeiten sangen und die Seher seit alters träumten. Von dieser Vollendung wird es abhängen, dass die Verheißungen der alten Propheten sich erfüllen, wonach die Schwerter zu Pflugscharen geschmiedet werden und der Löwe und das Lamm beisammen ruhen. Allein diese Vollendung kann zum Reich des Himmlischen Vaters führen, wie es der Glaube Jesu Christi verheißen hat. Allein diese Vollendung kann das Fundament für die neue Weltordnung, wie sie Bahá’u’lláh vor Augen stand, legen – eine Weltordnung, die, wenn auch nur schwach, auf Erden den unbeschreiblichen Strahlenglanz des Reiches Abhá widerspiegeln wird.
Ein weiteres Wort zum Beschluss: Die Verkündigung der Einheit der Menschheit – der Eckstein der allumfassenden Herrschaft Bahá’u’lláhs – kann unter keinen Umständen mit solchen Verlautbarungen frommer Hoffnung verglichen werden, wie sie früher geäußert wurden. Bahá’u’lláh hat nicht nur einen Ruf erschallen lassen, allein und ohne Hilfe im Angesicht des hartnäckigen, vereinten Widerstandes zweier der mächtigsten orientalischen Herrscher Seiner Zeit, während Er selbst ein Verbannter und Gefangener in ihren Händen war. Sein Ruf enthält zugleich eine Warnung und ein Versprechen: eine Warnung, dass in ihm selbst das einzige Mittel zum Heil einer grausam leidenden Welt liegt, und ein Versprechen, dass die Verwirklichung dieses Heils nahe bevorsteht.
Verkündet zu einer Zeit, als man seine Möglichkeit noch in keinem Teil der Erde ernstlich ins Auge fasste, wird dieser Ruf kraft der himmlischen Macht des Geistes Bahá’u’lláhs heute von einer wachsenden Zahl denkender Menschen nicht nur als eine sich anbahnende Möglichkeit betrachtet, sondern als das notwendige Ergebnis der Kräfte, die in unserer Welt am Werke sind.
Sicherlich hat es diese Welt – durch den erstaunlichen Fortschritt im Reich der Physik sowie durch die weltweite Ausdehnung von Handel und Industrie zusammengeschrumpft und in einen eng verflochtenen Organismus verwandelt, unter dem lastenden Druck der weltwirtschaftlichen Mächte und inmitten der Fallgruben einer materialistischen Zivilisation – bitter nötig, dass ihr die Wahrheit, die allen Offenbarungen der Vergangenheit zugrunde liegt, neu dargereicht wird, und zwar in einer Sprache, die ihren wesentlichen Bedürfnissen entspricht. Und welche Stimme außer Bahá’u’lláh, dem Sprachrohr Gottes für dieses Zeitalter, ist imstande, eine Veränderung der Gesellschaft herbeizuführen, so radikal wie die Veränderung, die Er bereits in den Herzen jener Männer und Frauen bewirkte, die aus ihrer scheinbaren Verschiedenartigkeit und Unversöhnlichkeit zur Körperschaft Seiner erklärten Anhänger auf der ganzen Erde zusammengewachsen sind?
Dass eine so mächtige Idee im menschlichen Denken rasch aufblühen wird, dass sich Stimmen zu ihrer Unterstützung erheben werden, dass ihre wesentlichen Strukturen im Bewusstsein der Machthaber rasch kristallisieren müssen, kann in der Tat kaum jemand bezweifeln. Dass ihre bescheidenen Anfänge in der weltweiten Gemeinschaftsordnung, die das Wesen der Anhängerschaft Bahá’u’lláhs ausmacht, bereits Gestalt annehmen, können nur jene, deren Herzen vom Vorurteil vergiftet sind, übersehen.A48
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Kein Apparat, der hinter dem Maßstab der Bahá’í-Offenbarung zurückbleibt und dem erhabenen Modell der Lehren Bahá’u’lláhs widerspricht, sei er durch die vereinten Bemühungen der Menschheit auch noch so gut ausgeklügelt, kann je hoffen, irgendetwas über jenen ›Geringeren Frieden‹ hinaus zu vollbringen, auf den der Begründer unseres Glaubens in Seinen Schriften selbst angespielt hat. »Jetzt, da ihr den Größten Frieden abgelehnt habt«, schrieb Er zur Ermahnung der Könige und Herrscher der Erde, »haltet euch an diesen, den Geringeren Frieden, damit ihr eure eigene Lage und die eurer Untertanen einigermaßen bessern möget.« Im selben Sendschreiben spricht Er eingehender über diesen Geringeren Frieden und wendet sich wie folgt an die Herrscher der Erde: »Versöhnt euch, so dass ihr nicht mehr Kriegsrüstungen brauchet, als in dem Maße, um eure Länder und Herrschaften zu schützen … Seid vereinigt, o Könige der Erde, denn dadurch wird der Sturm der Zwietracht unter euch gestillt, und eure Völker werden Ruhe finden – so ihr zu denen gehöret, die verständig sind. Sollte einer von euch die Waffen gegen einen anderen ergreifen, so erhebt euch alle gegen ihn; denn dies ist nichts als offenbare Gerechtigkeit.«
Der Größte Friede andererseits, wie ihn Bahá’u’lláh versteht – ein Friede, der sich unausweichlich als praktische Folge aus der Vergeistigung der Welt und der Verschmelzung aller ihrer Völker, Konfessionen, Klassen und Nationen ergibt –, kann auf keine andere Grundlage gestellt und durch keine andere Wirkkraft bewahrt werden als die gottgegebenen Satzungen, die in der mit Seinem heiligen Namen verbundenen Weltordnung inbegriffen sind. …
Die Offenbarung Bahá’u’lláhs, deren höchstes Ziel es ist, diese organische, geistige Einheit aller Nationen in ihrer Gesamtheit zu vollenden, muss, wenn wir zu ihren selbstverständlichen Folgerungen stehen, als Signal für den Eintritt des gesamten Menschengeschlechts in den Zustand der Mündigkeit betrachtet werden. Sie darf nicht nur als eine weitere geistige Erneuerung in den allzeit wechselnden Geschicken der Menschheit angesehen werden, nicht nur als ein weiteres Glied in einer Kette fortschreitender Offenbarungen, selbst nicht nur als der Gipfelpunkt in einer Stufenfolge wiederholter prophetischer Zyklen. Vielmehr bezeichnet die Offenbarung Bahá’u’lláhs die letzte, höchste Stufe in der atemberaubenden Entwicklung des menschlichen Gesellschaftslebens auf diesem Planeten. Das Hervortreten einer Weltgemeinschaft, das Bewusstsein des Weltbürgertums, die Begründung einer Weltzivilisation und Weltkultur – Strukturen, die allesamt mit den Anfangsstadien in der Entfaltung des Goldenen Zeitalters der Bahá’í-Ära zusammenfallen müssen – sollten ihrer wahren Natur nach, was dieses planetarische Leben anbelangt, als die äußersten Grenzen für die Organisation der menschlichen Gesellschaft angesehen werden, wenngleich der Mensch als Einzelwesen im Ergebnis dieser Vollendung unbegrenzt weiter fortschreiten, sich weiter entwickeln wird und muss.
…
Das ganze Menschengeschlecht stöhnt und schmachtet danach, zur Einheit geführt zu werden und sein lange Zeitalter währendes Martyrium zu beenden. Und dennoch weigert es sich hartnäckig, das Licht aufzunehmen und die souveräne Amtsgewalt jener einzigen Macht anzuerkennen, die es aus seinen Verwicklungen befreien und das leidvolle Unheil abwenden kann, das es in den Abgrund zu reißen droht.
Schicksalsträchtig ist in der Tat die Stimme Bahá’u’lláhs, die aus diesen prophetischen Worten klingt: »O Völker der Welt! Wisset wahrlich, dass unerwartetes Unheil euch verfolgt und schmerzliche Vergeltung euer harrt. Wähnet nicht, was ihr begangen habt, sei vor Meinem Angesicht getilgt.« Und wiederum: »Wir haben euch eine Frist gesetzt, o Völker. Wenn ihr versäumt, euch bis zur festgesetzten Stunde Gott zuzuwenden, wird Er wahrlich gewaltig Hand an euch legen und schwere Leiden von allen Seiten über euch kommen lassen. Wie streng ist fürwahr die Züchtigung, mit der euer Herr euch dann züchtigen wird!«
Muss die Menschheit wirklich, gepeinigt wie sie schon ist, noch schlimmer von Drangsalen befallen werden, ehe deren läuternder Einfluss sie für den Eintritt in das himmlische Königreich, das auf Erden errichtet werden soll, vorbereiten kann? Muss der Beginn eines so großen, so einzigartigen, so erleuchteten Zeitalters angekündigt werden durch eine Katastrophe in den menschlichen Angelegenheiten von solchen Ausmaßen, dass sie den entsetzlichen Zusammenbruch der römischen Kultur in den ersten Jahrhunderten des christlichen Zeitalters in Erinnerung ruft, ja übertrifft? Muss eine Folge tiefgreifender Erschütterungen das Menschengeschlecht rütteln und schütteln, ehe Bahá’u’lláh im Herzen und Gewissen der Massen auf den Thron gesetzt werden kann, ehe Seine Überlegenheit allgemein und unumstritten anerkannt wird, ehe das edle Bauwerk Seiner Weltordnung aufgeschlagen und errichtet wird?
Die langen Zeiten der Kindheit und der Minderjährigkeit, welche die Menschheit zu durchschreiten hatte, sind in den Hintergrund getreten. Die Menschheit erlebt jetzt die Erregungen, die unabänderlich mit der stürmischsten Stufe ihrer Entwicklung, dem Jünglingsalter, verbunden sind. In dieser Zeit erreichen jugendliche Unbändigkeit und Heftigkeit den Höhepunkt; sie müssen Schritt für Schritt von der Ruhe, der Weisheit und der Vollendung abgelöst werden, welche die Stufe des Mannesalters kennzeichnen. Dann wird das Menschengeschlecht jene Gestalt der Reife erlangen, die es befähigen wird, alle die Kräfte und Fähigkeiten zu erwerben, von denen seine Entwicklung letztlich abhängt.
Die Vereinigung der ganzen Menschheit ist das Kennzeichen der Stufe, der sich die menschliche Gesellschaft heute nähert. Die Einheit der Familie, des Stammes, des Stadtstaates und der Nation ist nacheinander in Angriff genommen und völlig erreicht worden. Welteinheit ist das Ziel, dem eine gequälte Menschheit zustrebt. Der Aufbau von Nationalstaaten ist zu einem Ende gekommen. Die Anarchie, die der nationalstaatlichen Souveränität anhaftet, nähert sich heute einem Höhepunkt. Eine Welt, die zur Reife heranwächst, muss diesen Fetisch aufgeben, die Einheit und Ganzheit der menschlichen Beziehungen erkennen und ein für alle Mal den Apparat aufrichten, der diesen Leitgrundsatz ihres Daseins am besten zu verkörpern vermag.
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Die Einheit des Menschengeschlechts, wie sie Bahá’u’lláh vorausschaut, umschließt die Errichtung eines Weltgemeinwesens, in dem alle Nationen, Völker, Konfessionen und Klassen eng und dauerhaft vereint, die Autonomie seiner nationalstaatlichen Glieder sowie die persönliche Freiheit und Selbständigkeit der einzelnen Menschen, aus denen es gebildet ist, ausdrücklich und völlig gesichert sind. Dieses Gemeinwesen muss, soweit wir es uns vorstellen können, aus einer Weltlegislative bestehen, deren Mitglieder als Treuhänder der ganzen Menschheit die gesamten Ressourcen aller Mitgliedstaaten überwachen. Sie muss die erforderlichen Gesetze geben, um das Leben aller Nationen und Völker zu steuern, ihre Bedürfnisse zu befriedigen und ihre wechselseitigen Beziehungen anzupassen. Eine Weltexekutive, gestützt auf eine internationale Streitmacht, wird die Beschlüsse jener Weltlegislative ausführen, deren Gesetze anwenden und die organische Einheit des ganzen Gemeinwesens sichern. Ein Weltgerichtshof wird seine bindende, endgültige Entscheidung in sämtlichen Streitfragen, die zwischen den vielen Gliedern dieses allumfassenden Systems auftreten können, fällen und zustellen. Ein Netzwerk weltweiter Kommunikation wird ersonnen werden; es wird den ganzen Erdball umspannen und, von allen nationalen Hindernissen und Beschränkungen frei, mit wunderbarer Schnelligkeit und vollkommener Pünktlichkeit ablaufen. Eine Welthauptstadt wird als Nervenzentrum einer Weltzivilisation und als Brennpunkt wirken, in dem die einigenden Lebenskräfte zusammenlaufen und von dem ihre kraftbringenden Einflüsse ausstrahlen werden. Eine Weltsprache wird entweder geschaffen oder unter den bestehenden Sprachen ausgewählt und in den Schulen aller verbündeten Nationen als ein Hilfsmittel neben der jeweiligen Muttersprache gelehrt werden. Eine Weltschrift, eine Weltliteratur, ein einheitliches, allumfassendes Währungs-, Gewichts- und Maßsystem werden den Verkehr und die Verständigung unter den Nationen und Völkern der Menschheit vereinfachen und erleichtern. In dieser Weltgesellschaft werden Wissenschaft und Religion, die beiden gewaltigsten Kräfte im menschlichen Leben, in Einklang gebracht sein; sie werden zusammenwirken und sich harmonisch entwickeln. Die Presse wird in einem solchen System der Darlegung der verschiedenen Ansichten und Überzeugungen der Menschheit vollen Spielraum gewähren, aber nicht mehr durch althergebrachte Interessen, seien sie persönlicher oder allgemeiner Natur, unheilvoll gelenkt sein; vom Einfluss streitender Regierungen und Völker wird sie befreit sein. Die wirtschaftlichen Hilfsmittel der Welt werden organisiert, ihre Rohstoffquellen erschlossen und restlos nutzbar gemacht, ihre Märkte aufeinander abgestimmt und entwickelt, die Verteilung ihrer Erzeugnisse unparteiisch geregelt werden.
Nationale Rivalität, Hass und Intrigen werden aufhören, rassistische Feindseligkeiten und Vorurteile werden durch Freundschaft, Verständigung und Zusammenarbeit ersetzt werden. Die Ursachen religiöser Zwistigkeiten werden für immer aus dem Wege geräumt werden; wirtschaftliche Schranken und Hindernisse werden völlig beseitigt, der maßlose Klassenunterschied verwischt werden. Mangel auf der einen Seite und unmäßige Anhäufung von Eigentumsrechten auf der anderen Seite werden verschwinden. Die ungeheuren Kräfte, die für die wirtschaftliche oder politische Kriegsführung verzettelt und vergeudet werden, fließen Zwecken zu, welche die Reichweite menschlicher Erfindungen erweitern, die technische Entwicklung fördern, die Produktivität der Menschheit steigern, Krankheiten ausrotten, wissenschaftliche Forschungen ausdehnen, den körperlichen Gesundheitszustand heben, den menschlichen Verstand schärfen und verfeinern, die ungenutzten, ungeahnten Ressourcen dieser Erde ausbeuten, das menschliche Dasein verlängern und jedwedes andere Mittel fördern, welches das verstandliche, sittliche und geistige Leben des ganzen Menschengeschlechts anzuregen vermag.
Ein Weltbundsystem, das die ganze Erde beherrscht und unanfechtbare Amtsgewalt über ihre unvorstellbar großen Ressourcen hat, das die Ideale sowohl des Ostens wie auch des Westens verkörpert und in Einklang bringt, vom Fluch und Elend des Krieges befreit und auf die Ausnützung aller verfügbaren Kraftquellen der Erdoberfläche bedacht ist, ein System, in dem die Gewalt zur Dienerin der Gerechtigkeit gemacht ist, dessen Leben von der allumfassenden Anerkennung eines Gottes und vom Gehorsam gegen eine gemeinsame Offenbarung getragen ist – dies ist das Ziel, dem die Menschheit, durch die vereinenden Lebenskräfte angetrieben, zustrebt.A49
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Die welterschütternde, harte Prüfung, die Bahá’u’lláh, wie auf den vorangegangenen Seiten angeführt, so anschaulich vorhergesagt hat, mag sie in einem noch nie dagewesenen Grade in ihren Wirbel hineinreißen. Im Gegensatz zu ihrer Reaktion auf den letzten Weltkonflikt wird sie vermutlich aus ihm in bewusster Entschlossenheit auftauchen, um die Gelegenheit zu ergreifen, das volle Gewicht ihres Einflusses auf die ungeheuren Probleme geltend zu machen, die solch eine harte Prüfung nach sich zieht, und um in Verbindung mit ihren Schwesternationen des Ostens und Westens den größten Fluch zu bannen, der seit undenklichen Zeiten die Menschheit heimgesucht und erniedrigt hat.
Dann und nur dann wird die amerikanische Nation, geformt und gereinigt im Schmelztiegel eines allgemeinen Krieges, abgehärtet gegen seine Fieberfröste und diszipliniert durch seine Schule, in der Lage sein, ihre Stimme im Rat der Nationen zu erheben, selbst den Grundstein für einen weltweiten und dauernden Frieden zu legen, die Geschlossenheit, Einheit und Reife der Menschheit zu verkünden und bei der Errichtung der versprochenen Herrschaft der Gerechtigkeit auf Erden mitzuhelfen. Dann und nur dann wird die amerikanische Nation, während die Gemeinde der amerikanischen Gläubigen in ihrem Herzen ihren göttlich erteilten Auftrag ausführt, in der Lage sein, die unaussprechlich herrliche Sendung zu erfüllen, die ihr vom Allmächtigen bestimmt wurde und in den Schriften ‘Abdu’l-Bahás unvergänglich verwahrt ist. Dann und nur dann wird die amerikanische Nation das vollbringen, »was die Seiten der Geschichte schmücken wird«, »von der Welt beneidet und in Ost und West … gesegnet.«A50
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Die Welt bewegt sich wahrlich ihrem vorherbestimmten Geschick entgegen. Die gegenseitige Abhängigkeit der Völker und Nationen der Erde ist, was immer die Führer der spaltenden Kräfte in der Welt sagen oder tun mögen, bereits eine vollendete Tatsache. Ihre Einheit im wirtschaftlichen Bereich wird jetzt verstanden und anerkannt. Die Wohlfahrt des Teiles bedeutet Wohlfahrt des Ganzen, und die Not des Teiles bringt Not dem Ganzen. Die Offenbarung Bahá’u’lláhs hat, nach Seinen eigenen Worten, diesem gewaltigen, jetzt in der Welt waltenden Geschehen »einen neuen Impuls verliehen und eine neue Richtung gewiesen«. Die durch das große Gottesgericht entzündeten Feuer sind Folgen des Versagens der Menschen, dieses Geschehen zu erkennen. Sie beschleunigen zudem seine Vollendung. Fortgesetzte, weltumfassende, schmerzliche, dem Chaos und der allgemeinen Zerstörung verbündete Trübsal muss notwendigerweise die Nationen erschüttern, das Gewissen der Welt aufrütteln, die Massen ernüchtern, im Gesellschaftsbegriff selbst den völligen Wandel beschleunigen und schließlich die ausgerenkten, blutenden Glieder der Menschheit zu einem einzigen, organisch vereinten und unteilbaren Körper verbinden.
Auf die allgemeine Wesensart, die Folgerungen und Merkmale dieses Weltstaatenbundes, der früher oder später aus dem Blutbad, dem Todeskampf und der Verwüstung dieser großen Welterschütterung aufzusteigen bestimmt ist, habe ich schon in den vorhergehenden Ausführungen hingewiesen. Es genügt zu sagen, dass diese Vollendung, entsprechend ihrer Wesensart, einen schrittweisen Verlauf nehmen wird, und, wie Bahá’u’lláh selbst vorausgesehen hat, zuerst zur Gründung jenes ›Kleineren Friedens‹ führen muss, den die Nationen der Erde von sich aus errichten werden, noch ohne sich Seiner Offenbarung bewusst zu sein und noch ohne Wissen darüber, dass sie die allgemeinen Grundsätze durchsetzen, die Er verkündet hat. Dieser bedeutungsvolle und historische Schritt, der die Wiederherstellung der Menschheit als Ergebnis allgemeiner Erkenntnis ihrer Einheit und Ganzheit enthält, wird die Vergeistigung der Massen unmittelbar mit sich bringen, die auf die Erkenntnis der Wesensart und die Anerkennung der Ansprüche des Glaubens Bahá’u’lláhs folgt. Sie sind die wesentlichen Vorbedingungen dafür, dass alle Völker, Konfessionen, Klassen und Nationen letztlich miteinander verschmelzen, was das Aufsteigen Seiner Neuen Weltordnung kennzeichnen wird.
Dann wird die Zeit der Reife des ganzen Menschengeschlechtes von allen Völkern und Nationen der Erde verkündet und gefeiert werden. Dann wird das Banner des ›Größten Friedens‹ gehisst werden. Dann wird die weltweite Herrschaft Bahá’u’lláhs, des Begründers des Reiches vom Vater, wie sie vom Sohne geweissagt und von den Offenbarern Gottes vor und nach Ihm vorausgeschaut ist, anerkannt, mit Freude begrüßt und fest errichtet werden. Dann wird eine Weltzivilisation geboren werden, blühen und für immer fortdauern, eine Zivilisation mit einer Lebensfülle, wie sie die Welt weder gesehen hat noch bis jetzt begreifen kann. Dann wird der Ewige Bund voll erfüllt werden. Dann wird die in allen Büchern Gottes eingeschlossene Verheißung eingelöst werden, alle durch die Propheten alter Zeiten ausgesprochene Weissagungen werden eintreffen, und die Gesichte der Seher und Dichter werden sich verwirklichen. Dann wird der Planet, vergoldet durch den allumfassenden Glauben seiner Bewohner an einen Gott und ihre Ergebenheit in eine allgemeine Offenbarung, in den ihm gesetzten Grenzen den strahlenden Ruhm der Herrschaft Bahá’u’lláhs widerspiegeln, der in der Fülle seines Glanzes im Abhá-Paradiese leuchtet. Er wird zum Schemel Seines Thrones in der Höhe gemacht und als der Himmel auf Erden bejubelt werden, der fähig ist, das unaussprechliche Schicksal zu erfüllen, das ihm seit undenklichen Zeiten durch die Liebe und Weisheit seines Schöpfers bestimmt war.A51
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Er drängt nachdrücklich auf das Prinzip der kollektiven Sicherheit und empfiehlt die Beschränkung der nationalen Rüstungen; und verkündet, es sei unumgänglich und notwendig, eine Weltkonferenz einzuberufen, auf der die Könige und Herrscher der Welt über die Errichtung von Frieden unter den Nationen beraten.A52
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Während dieses gestaltenden Zeitalters des Glaubens, in der gegenwärtigen und den folgenden Epochen, wird der letzte, krönende Abschnitt beim Aufbau des Systems der administrativen Ordnung des Glaubens Bahá’u’lláhs – die Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit – vollendet, der Kitab-i-Aqdas, das Mutterbuch Seiner Offenbarung, wird kodifiziert, seine Gesetze verkündet, der Geringere Friede geschaffen, die Einheit der Menschheit erreicht und ihre Reife erlangt, der von ‘Abdu’l-Bahá aufgestellte Plan durchgeführt, der Glaube von den Fesseln religiöser Orthodoxie befreit und sein Status als unabhängige Religion weltweit anerkannt worden sein. …
…
Wir können nicht versäumen, zwei gleichzeitig wirkende Prozesse wahrzunehmen, deren Ursprung weit zurück in den abschließenden Jahren des heroischen Zeitalters unseres Glaubens liegt, jeder genau umrissen, jeder deutlich vom andern getrennt und dennoch eng verknüpft und dazu ausersehen, in einem Punkt einzigartig herrlicher Vollendung zu gipfeln, sobald die Zeit erfüllt sein wird.
Einer dieser Prozesse ist mit dem Auftrag der amerikanischen Bahá’í-Gemeinde verbunden, der andere mit dem Schicksal der amerikanischen Nation. Der eine dient unmittelbar den Interessen der administrativen Ordnung des Glaubens Bahá’u’lláhs …
Der andere Prozess geht auf den Ausbruch des Ersten Weltkriegs zurück, der die große Republik des Westens in den Strudel der ersten Phase einer Weltumwälzung warf. Er erhielt seinen ersten Anstoß durch die Formulierung von Präsident Wilsons Vierzehn Punkten, die zum ersten Mal jene Republik mit den Geschicken der Alten Welt eng verband. Er erlitt seinen ersten Rückschlag, als sich jene Republik vom gerade ins Leben gerufenen Völkerbund lossagte, den zu schaffen jener Präsident sich so eifrig eingesetzt hatte. Er erhielt neuen Schwung mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, welcher der Republik bislang beispielloses Leid zufügte und sie noch weiter in die Angelegenheiten aller Kontinente des Erdballs hineinzog. Er wurde ferner durch die in der Atlantik-Charta formulierten Deklaration gestärkt, deren Hauptverfechter Franklin D. Roosevelt war. Er erhielt durch die Geburt der Vereinten Nationen bei der Konferenz von San Francisco ein fest umrissenes Konzept. Er gewann zusätzlich an Bedeutung durch die Wahl gerade der Stadt des Bundes zum Sitz der neugeborenen Organisation, durch die vor kurzem abgegebene Erklärung des amerikanischen Präsidenten im Zusammenhang mit dem Engagement seines Landes in Griechenland und der Türkei sowie die an die Generalversammlung der Vereinten Nationen gerichtete Unterbreitung des heiklen und herausfordernden Problems des Heiligen Landes, das geistiges wie auch administratives Zentrum des Weltglaubens Bahá’u’lláhs ist. Er muss, wie lang und umständlich der Weg auch sein mag, durch eine Reihe von Siegen und Niederlagen zur politischen Vereinigung der östlichen und westlichen Hemisphäre, zur Entstehung einer Weltregierung und zur Gründung des Geringeren Friedens führen, so wie Bahá’u’lláh vorausgesagt und der Prophet Jesaia angedeutet hat. Er muss schließlich im Entfalten des Banners des Größten Friedens im Goldenen Zeitalter der Sendung Bahá’u’lláhs gipfeln.A53
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Das Entstehen dieses Gebäudes (des Internationalen Bahá’í-Archivs) wird seinerseits die Errichtung verschiedener anderer Bauwerke ankündigen, die im Laufe aufeinanderfolgender Epochen des Gestaltenden Zeitalters des Glaubens erstellt und als Verwaltungssitze für so göttlich verordnete Institutionen wie das Hütertum, die Hände der Sache und das Universale Haus der Gerechtigkeit dienen werden. Diese Bauwerke werden wie ein weit geschwungener Bogen in harmonischem Baustil die Ruhestätten des Größten Heiligen Blattes, das in der Bahá’í-Sendung unter allen ihres Geschlechts an erster Stelle steht, die ihres Bruders, von Bahá’u’lláh als Lösegeld für die Belebung und Einigung der Welt hingegeben, und die ihrer Mutter, die Er zu Seiner erwählten »Gefährtin in allen Welten Gottes« erklärt hatte, umgeben. Die schließliche Vollendung dieses gewaltigen Unterfangens wird den Höhepunkt der Entwicklung einer weltweiten, göttlich bestimmten Verwaltungsordnung kennzeichnen, deren Beginn sich bis in die letzten Jahre des Heroischen Zeitalters des Glaubens zurückverfolgen lässt.
Dieser ungeheure, unaufhaltbare Prozess, der ohne Beispiel ist in der Geistesgeschichte der Menschheit und zeitlich mit zwei nicht minder bedeutsamen Entwicklungsabschnitten zusammenfällt, nämlich mit der Gründung des Geringeren Friedens und der Entfaltung der nationalen und örtlichen Bahá’í-Institutionen – das eine außerhalb, das andere innerhalb der Bahá’í-Welt, wird seine schließliche Vollendung im Goldenen Zeitalter des Glaubens durch das Hissen des Banners des Größten Friedens und durch das Sichtbarwerden des in der Fülle seiner Kraft und Herrlichkeit strahlenden Brennpunktes der die Weltordnung Bahá’u’lláhs bildenden Organe erreichen. Die schließliche Errichtung dieses Sitzes des künftigen Bahá’í-Weltgemeinwesens wird zugleich die Verkündigung der Souveränität des Stifters unseres Glaubens und das Kommen des Reiches des Vaters, von Jesus Christus wiederholt gepriesen und verheißen, kennzeichnen.
Diese Weltordnung wird ihrerseits im Laufe der im Bahá’íZyklus aufeinander folgenden Sendungen ihre edelste Frucht in der Geburt und Blüte einer Kultur zeitigen, die göttlich inspiriert, einzigartig in ihren Merkmalen, weltumfassend in ihrem Ausmaß und von Grund auf geistig in ihrer Wesensart ist, eine Kultur, die ihre ersten Impulse aus eben dem Geiste der Institutionen empfängt, die sich jetzt keimhaft im Mutterleib des gegenwärtigen Gestaltenden Zeitalters des Glaubens regen.A54
Aus Briefen im Auftrag Shoghi Effendis
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Die Welt ist in großem Aufruhr, und höchst beklagenswert ist, dass sie gelernt hat, sich von Gott fern zu halten, Der allein sie retten und ihre Leiden lindern kann. Wir, die mit der Aufgabe betraut wurden, das von Bahá’u’lláh gegebene göttliche Heilmittel anzuwenden, haben die Pflicht, unsere Aufmerksamkeit auf das Erfüllen dieser Aufgabe zu konzentrieren und nicht zu ruhen, bis der von den Propheten Gottes vorausgesagte Friede dauerhaft errichtet ist.A55
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Shoghi Effendi schrieb seinen letzten allgemeinen Brief (Das Ziel: die neue Weltordnung) an die Freunde im Westen, weil er meinte, dass der Öffentlichkeit die Einstellung des Bahá’í-Glaubens zu den herrschenden Problemen in Wirtschaft und Politik verständlich gemacht werden sollte. Wir sollten die Welt wissen lassen, was die wahre Absicht Bahá’u’lláhs war. Bis heute hatte die Einheit der Menschheit nur akademische Bedeutung. Nun wird sie mehr und mehr zum Thema, über das international tätige Staatsmänner nachdenken sollten. Sie ist dabei, in den Bereich der praktischen Politik einzudringen. Daher haben wir die wunderbare Gelegenheit, hervorzutreten und diese Lehre, Zweck und Ziel der sozialen Gebote Bahá’u’lláhs, zu erläutern. Shoghi Effendi hofft, dass die Freunde diesen Ruf nach einer organischen Einheit der Menschheit widerhallen lassen, bis er zur bewussten Überzeugung jedes Erdenbewohners wird. Man sollte jedoch mit Feingefühl vorgehen, damit wir nicht missverstanden werden und unser Glaube nicht als radikale Bewegung eingestuft wird.A56
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Shoghi Effendi möchte, dass ich den Erhalt Ihres Briefes vom 26. Januar 1932, dem ein gedrucktes Exemplar seines letzten allgemeinen Briefes (Das Ziel: die neue Weltordnung) beigelegt war, bestätigte … Er ist zutiefst dankbar zu erfahren, dass die Freunde es interessant und der Mühe wert finden, den darin behandelten Stoff zum Thema ihrer Lehrkampagne zu machen. Er hofft aufrichtig, dass dabei außerdem einigen Freunden die Bedeutung dieses Prinzips der Sache bewusst und sie anregen wird, sich in dessen Studium gründlich zu vertiefen, denn ohne Zweifel wird hier das Ziel der gesellschaftlichen Gebote des Glaubens aufgestellt. Es gibt keinen Grund, weshalb nicht die Bahá’í die Führung übernehmen sollten beim Verfechten einer solchen Weltförderation, auf die die Welt durch Kräfte, die sie nicht kontrollieren kann, zugetrieben wird.A57
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Die verschiedenen Nationen der Welt werden niemals Frieden erlangen, es sei denn, sie anerkennen die Bedeutung der Lehren und unterstützen sie von ganzem Herzen, denn durch diese Richtlinien werden alle internationalen Probleme gelöst, und jedem Menschen wird das geistige Umfeld garantiert, in dem sich seine Seele entwickeln und ihre edelsten Früchte zeitigen kann.A58
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Der Hüter hat auch mit großem Interesse alle beigefügten Schriftstücke gelesen. Er ist fest davon überzeugt, dass durch Standhaftigkeit und gemeinsames Vorgehen die Sache des Friedens schließlich über alle, die heute das Wohlergehen und den Fortschritt der heutigen Welt bedrohenden dunklen Mächte, siegen wird. Solche rein menschlichen Bemühungen sind jedoch zweifellos ohne Wirkung, wenn sie nicht durch die Macht des Glaubens beseelt und geführt sind. Ohne Gottes Hilfe, wie sie durch Bahá’u’lláhs Botschaft gewährt wurde, kann der Friede niemals verlässlich und hinreichend errichtet werden. Die Bahá’í-Lösung für den Weltfrieden zu missachten heißt, auf Sand zu bauen. Sie zu akzeptieren und anzuwenden bedeutet, den Frieden nicht zu einem bloßen Traum oder Ideal, sondern zu einer lebendigen Wirklichkeit zu machen. Der Hüter möchte, dass Sie gerade diesen Punkt herausschälen, immer wieder betonen und durch überzeugende Gründe bekräftigen. Das Bahá’í-Friedensprogramm ist in der Tat nicht einfach ein Weg zum Erlangen dieses Zieles. Es ist auch nicht das verhältnismäßig beste. Es ist letztenendes das wirkungsvolle Instrument zum Errichten des Friedensreiches in dieser Welt. Diese Einstellung beinhaltet nicht die völlige Ablehnung anderer Lösungen, die von verschiedenen Philanthropen angeboten werden. Sie zeigt lediglich deren Unzulänglichkeit im Vergleich mit dem Göttlichen Plan zur Vereinigung der Welt. Wir können der Wahrheit nicht entfliehen, dass Weltliches letztendlich nicht von Dauer sein kann, es sei denn, die Macht Gottes stütze es und stehe ihm bei.A59
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Ungeachtet unsere Unzulänglichkeiten und der gewaltigen Mächte der Finsternis, die uns heute bedrängen, die Einigung der Menschheit in der Fülle der Zeit wird so, wie durch die Weltordnung Bahá’u’lláhs vorgezeichnet und garantiert, fest und dauerhaft zustande kommen. Bahá’u’lláh gab dieses Versprechen und keine Macht der Erde kann letztlich dessen angemessene Verwirklichung verhindern oder auch nur verzögern. Deshalb sollten die Freunde die Hoffnung nicht verlieren, sondern ihrer Macht und ihrer Rolle voll bewusst, in ihrem gewaltigen Bemühen um die Ausweitung und Festigung der umfassenden Herrschaft Bahá’u’lláhs auf Erden standhaft bleiben.A60
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Hinsichtlich der Internationalen Exekutive, auf die der Hüter in Das Ziel der Neuen Weltordnung hinweist, sollte beachtet werden, dass sich diese Darlegung keinesfalls auf das Bahá’í-Gemeinwesen der Zukunft bezieht, sondern lediglich auf die Weltregierung, welche die Weltordnung Bahá’u’lláhs ankündet und zu deren endgültiger Errichtung führt. Die Bildung dieser Internationalen Exekutive, die der obersten Exekutivperson oder -behörde der heutigen nationalen Regierungen entspricht, ist nur ein zur Bahá’í-Weltregierung der Zukunft führender Schritt, und folglich sollte sie weder mit der Institution des Hütertums, noch mit der des Internationalen Hause der Gerechtigkeit gleichgesetzt werden.A61
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Im Zusammenhang mit Ihrer Lehrarbeit möchte der Hüter, dass Sie in allen Ihren Vorträgen nachdrücklich hervorheben, wie höchst notwendig es für jeden einzelnen wie für alle Nationen ist, Bahá’u’lláhs Gesellschaftsprogramm für den Wiederaufbau des religiösen, wirtschaftlichen und politischen Lebens der Menschheit vollständig zu übernehmen. Er wünscht, dass Sie die Elemente, die diese göttliche Weltordnung errichten helfen, im Lichte der Tagesereignisse und der Zustände in der Welt erklären und analysieren. Besonderes Gewicht, meint er, sollte auf die zwingende Notwendigkeit der Gründung eines wie von Bahá’u’lláh beschriebenen übernationalen souveränen Weltstaates gelegt werden. Da die Welt zunehmend noch nie erlebten Tumulten und Erschütterungen ausgesetzt sein wird, dringt das Wahrnehmen solch einer Notwendigkeit nicht nur ins Bewusstsein der Weisen und Gelehrten, sondern auch der einfachen Leute ein. Deshalb sollten die Gläubigen diese Gelegenheit ergreifen und sich äußerst bemühen, die gesellschaftlichen und humanitären Lehren des Glaubens, die unserer Überzeugung nach das einzige Heilmittel für die unzähligen, unsere heutige Welt quälenden Leiden sind, überzeugend und beredt vorzutragen.A62
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Bezugnehmend auf Ihre Frage über ‘Abdu’l-Bahás Hinweis auf die ›Einheit im politischen Bereich‹: Diese Einheit sollte von der ›Einheit der Nationen‹ klar unterschieden werden. Die erste ist eine Einheit, die politisch unabhängige, souveräne Staaten unter sich erreichen, wo hingegen die zweite zwischen den Nationen zustande gebracht wird. Wie Sie wissen, ist der Unterschied zwischen einem Staat und einer Nation, dass der erstgenannte ein politisches Gebilde ist, ohne notwendigerweise rassisch homogen zu sein, während die zweitgenannte sowohl nationale wie auch politische Homogenität umfasst.A63
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Hinsichtlich Ihrer Lehrarbeit hat der Hüter Ihnen bereits geraten, in Ihren Ansprachen die Idee eines Welt-Überstaates und das zugrundeliegende Konzept der Einheit der Menschheit hervorzuheben. Zusätzlich wünscht er, Sie mögen auch die Tatsache betonen, dass die Menschheit als Ganzes in die kritischste, folgenschwerste Phase ihrer Entwicklung eingetreten ist, in die Phase der Reife. Die Idee der Mündigkeit der Menschheit ist der Kernpunkt der Bahá’í-Lehren und das Merkmal, durch das sich die Offenbarung Bahá’u’lláhs am meisten unterscheidet. Das richtige Verständnis für dieses Konzept liefert den Schlüssel zur angemessenen Würdigung des vom Stifter des Glaubens erhobenen ungeheuren Anspruchs sowohl für Seine eigene Stufe als auch für die unvergleichbare Größe Seiner Sendung.A64
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Zu Ihrer Frage über den Zeitpunkt und die Mittel, durch die der Geringere und der Größte Friede, auf die Bahá’u’lláh hingewiesen hat, nach dem kommenden Weltkrieg errichtet werden wird: Ihre Ansicht, dass der Geringere Friede durch die politischen Bemühungen der Staaten und Nationen der Welt und unabhängig von jeglicher unmittelbaren Bahá’í-Planung oder -Bemühung zustande kommen, und dass der Größte Friede durch das Mitwirken der Gläubigen und durch die direkte Wirkung der von Bahá’u’lláh offenbarten Gesetze und Prinzipien sowie die Tätigkeit des Universalen Hauses der Gerechtigkeit als dem höchsten Organ des Bahá’í-Überstaates errichtet wird – Ihre Ansicht zu diesem Thema ist völlig richtig und steht in vollem Einklang mit den Erklärungen des Hüters, dargestellt in Die Entfaltung der Weltkultur.A65
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Obwohl es noch verfrüht ist, zu versuchen und sich zu bemühen, vorauszusehen, auf welcher Grundlage die verschiedenen Nationen in einem internationalen Rat oder einer internationalen Regierungsform, welcher Art auch immer, vertreten sein werden, ist doch klar, dass vom Bahá’íStandpunkt aus dies nur auf der Grundlage wahrer Gerechtigkeit verwirklicht werden kann. Gerechtigkeit bedeutet, dass keine Bevölkerungsgruppe ein höherwertiges Stimmrecht hat als Vertreter einer anderen Gruppe und damit die Möglichkeit, andere zu beherrschen.A66
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Mit der Aussage, dass die Frauen sich für den Frieden erheben werden, meinte ‘Abdu’l-Bahá, dass diese Sache die Frauen zutiefst berührt, und wenn sie einen bewussten und überwältigenden Teil der öffentlichen Meinung gegen den Krieg bilden, kann es keinen Krieg mehr geben. Die Bahá’í-Frauen sind durch ihre Zugehörigkeit zum Glauben und der administrativen Ordnung bereits organisiert. Weitere Organisation ist nicht erforderlich. Sie sollten jedoch durch das Lehren und die aktive moralische Unterstützung jeder auf den Frieden gerichteten Bewegung versuchen, in dieser wichtigen Angelegenheit starken Einfluss auf die Meinung anderer Frauen auszuüben.A67
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Die sieben Lichter der Einheit werden nicht unbedingt in der angegebenen Reihenfolge sichtbar werden. Weltkultur könnte aber ein Ergebnis des zweiten sein.A68
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Die Lehren Bahá’u’lláhs werden einen neuen Lebensstil für die Menschheit schaffen. Wer Bahá’í ist, muss sich bemühen, diesen Lebensstil so schnell wie möglich zu verwirklichen. Nachdem nun die Zeit gekommen ist, dass der Bahá’í-Glaube an Bekanntheit gewinnt und von vielen Völkern gemustert und genau beobachtet wird, ist es notwendig, dass die Anhänger des Glaubens in jeder Beziehung den hohen Idealen des Glaubens entsprechend leben. Auf diese Art können sie zeigen, dass der Bahá’í-Glaube eine neue Lebensweise hervorbringt, die den einzelnen völlig mit dem Willen Gottes verbindet und auf diese Weise eine friedvolle, universelle Gesellschaft errichtet. Bindungen an Trennendes sind menschlich, während universeller Dienst göttlich ist.
Dem Hüter liegt viel daran, dass alle Freunde ein universelles Bewusstsein und einen universellen Lebensstil erlangen.A69
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Die Weltregierung wird kommen; aber den Zeitpunkt wissen wir nicht.A70
Aus Briefen des Universalen Hauses der Gerechtigkeit
70
Als Bahá’u’lláh im 19. Jahrhundert Seine Botschaft an die Welt verkündete, machte Er zur Genüge klar, dass der erste, unumgängliche Schritt auf dem Weg zu Frieden und Fortschritt der Menschheit ihre Vereinigung sei. »Die Wohlfahrt der Menschheit, ihr Friede und ihre Sicherheit sind unerreichbar, wenn und ehe nicht ihre Einheit fest begründet ist.« (Kitáb-i-Aqdas, Einführung 28) Bis auf den heutigen Tag können Sie jedoch feststellen, dass die meisten Menschen einen entgegengesetzten Standpunkt einnehmen: Sie halten die Einheit für ein letztes, fast unerreichbares Ziel und konzentrieren sich darauf, zunächst alle anderen Leiden der Menschheit zu heilen. Wenn sie nur wüssten, dass alle diese anderen Leiden nur verschiedenartige Symptome und Nebenwirkungen der grundlegenden Krankheit – der Uneinigkeit – sind!
Bahá’u’lláh hat darüber hinaus erklärt, dass die Wiederbelebung der Menschheit und die Heilung aller ihrer Gebrechen nur durch das Mittel Seines Glaubens erreicht werden kann. …
Shoghi Effendi erklärt uns, dass zwei große Prozesse in der Welt ablaufen: zum einen der große Plan Gottes, der stürmisch fortschreitend durch die Menschheit als Ganzes wirkt, die Barrieren gegen die Welteinheit niederreißt und die menschliche Gesellschaft im Feuer des Leides und der Erfahrung zu einem geeinten Organismus umschmiedet. Dieser Prozess wird in der von Gott bestimmten Zeit den Geringeren Frieden, die politische Vereinigung der Welt, herbeiführen. Zu jener Zeit kann die Menschheit mit einem Körper verglichen werden, der vereinigt, aber ohne Leben ist. Der zweite Vorgang, diesem geeinten Organismus Leben einzuhauchen, wahre Einheit und Geistigkeit zu schaffen und im Größten Frieden seinen Höhepunkt zu erreichen, ist die Aufgabe der Bahá’í, die sich mit genauen Weisungen und unter fortgesetzt göttlicher Führung bewusst bemühen, die Strukturen des Reiches Gottes auf Erden zu errichten, in das sie ihre Mitmenschen herbeirufen und ihnen auf diese Weise ewiges Leben verleihen.A71
71
Es ist richtig, dass ‘Abdu’l-Bahá Erklärungen gegeben hat, die die Errichtung der Einheit der Nationen mit dem zwanzigsten Jahrhundert in Verbindung bringen. Z.B.: „… Die fünfte Kerze ist die Einheit der Nationen, – eine Einheit, die in diesem Jahrhundert sicher errichtet und alle Menschen der Welt veranlassen wird, sich als Bürger eines gemeinsamen Vaterlandes zu betrachten…“. Ebenso folgt Shoghi Effendi in Der Verheißene Tag ist gekommen einer ähnlichen Aussage, die aus Beantwortete Fragen zitiert ist, und gibt diese Erklärung: „Dies ist das Stadium, dem sich die Welt jetzt nähert, das Stadium der Welteinheit, das, wie ‘Abdu’l-Bahá uns versichert, in diesem Jahrhundert sicherlich erreicht wird.“
Es gibt auch die folgende Erklärung in einem Brief, der 1946 im Auftrag des geliebten Hüters durch seinen Sekretär an einen Gläubigen geschrieben wurde:
„… Alles, was wir wissen, ist, dass der Geringere und der Größte Friede kommen werden – ihre genauen Daten wissen wir nicht. Das gleiche trifft für die Möglichkeit eines künftigen Krieges zu. Wir können nicht dogmatisch behaupten, dass dies geschehen oder nicht geschehen wird. Was wir wissen ist nur, dass die Menschheit leiden und ausreichend bestraft werden muss, damit sie dazu kommt, sich Gott zuzuwenden.“A72
Aus Briefen im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit
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… Der Bahá’í-Glaube trachtet danach, jeden Krieg, einschließlich des nuklearen, auszurotten. Die Grundabsicht unseres Glaubens ist die Einheit und die Stiftung des Friedens. Dieses Ziel, nach dem sich die Menschen in allen Teilen einer zunehmend unsichereren Welt sehnen, kann nur durch die Lehren Bahá’u’lláhs erreicht werden. Da nur die Bahá’í diese Lehren der Menschheit darreichen können, müssen die Freunde sorgfältig abwägen, wie sie ihre Zeit und Kraft einsetzen und sich davor schützen, in Aktivitäten verwickelt zu werden, die sie übermäßig von ihrer wichtigsten Verantwortung, der Weitergabe der Botschaft Bahá’u’lláhs, ablenken.A73
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Gegenwärtig ist das Thema der nuklearen Abrüstung in hohem Maße ein politisches Problem geworden, verbunden mit Demonstrationen nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auch in England und einigen westeuropäischen Ländern. Das Aussondern der nuklearen Abrüstung genügt dem Bahá’í-Standpunkt nicht und könnte den Glauben in die gegenwärtigen Auseinandersetzungen zwischen den Nationen verwickeln. Es ist vollkommen klar, dass die Bahá’í die Abrüstung nicht nur von nuklearen, sondern auch von biologischen, chemischen und allen anderen Waffenarten für notwendig erachten.A74
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Was den Übergang vom gegenwärtigen System nationaler Souveränität zu einem Weltregierungssystem betrifft, stimmt das Haus der Gerechtigkeit Ihrer Ansicht völlig zu, dass die Bahá’í jetzt alles in ihrer Macht-stehende tun müssen, um diesen Übergang voranzutreiben. Dies erfordert verschiedene zusammenhängende Aktionen, die alle Ziele des derzeitigen Siebenjahresplanes sind. Eine ist die schnellstmögliche Bildung von fest gegründeten und wirksam funktionierenden Örtlichen Geistigen Räten in jedem Teil der Welt, so dass überall die Sucher einen Bezugspunkt finden, an den sie sich um Führung und wegen der Lehren des Glaubens wenden können. Eine zweite ist die Vertiefung der Gläubigen jeden Alters in ihrem Verständnis für und in ihrem Gehorsam gegenüber den Lehren. Eine dritte ist die Verkündigung des Glaubens in allen Schichten der Gesellschaft und im Besonderen unter denen, die die Macht in Händen haben, sowie den führenden Denkern, so dass jene, die die Geschicke der Völker lenken, das Wesen und die Grundsätze des Glaubens richtig kennenlernen und dazu kommen, den Glauben zu schätzen und seine Prinzipien anzuwenden. Eine vierte ist die Förderung der Bahá’í-Gelehrsamkeit, so dass eine steigende Anzahl der Gläubigen fähig sein werden, auf jedem Gebiet die Probleme der Menschheit zu analysieren und zu zeigen, wie die Lehren sie lösen. Eine fünfte ist, Verbindungen zu entwickeln zwischen der Internationalen Bahá’í-Gemeinde und den Vereinten Nationen, und zwar sowohl direkt mit den höchsten UN-Institutionen, als auch mit dem Grundstock der Bevölkerung in Bereichen wie landwirtschaftliche Entwicklung, Erziehung, usw.
Wie Sie zweifellos wissen, hat der Hüter darauf hingewiesen, dass die Menschheit eine lange, schrittweise Entwicklung von ihrem gegenwärtigen chaotischen Zustand hin zur Stufe der Bahá’í-Weltgemeinschaft durchmachen wird. Das Zustandekommen einer Weltautorität und die Gründung des Geringeren Friedens ist eine der großen Wandlungen im Laufe dieses Prozesses, dem die anderen Entwicklungsstufen des Glaubens, wie von Shoghi Effendi in seinen Schriften beschrieben, folgen werden. Während dieser Entwicklung werden die Ratschläge, die die Institutionen des Glaubens den Regierungen geben können, das von der Bahá’í-Gemeinde dargebotene Modell der Weltadministration, und die großen humanitären Projekte, die unter der Schutzherrschaft des Universalen Hauses der Gerechtigkeit in Gang gesetzt werden, zweifellos großen Einfluss auf den Ablauf des Fortschritts ausüben.A75
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… Es ist richtig, dass die Bahá’í keine Pazifisten sind, da wir die Anwendung von Gewalt im Dienste der Gerechtigkeit und zur Einhaltung von Gesetzen billigen. Wir glauben jedoch nicht, dass Krieg überhaupt nötig ist, und ihn abzuschaffen ist eines der wesentlichen Ziele und eine der glorreichsten Verheißungen der Offenbarung Bahá’u’lláhs. Sein ausdrücklicher Befehl an die Könige der Erde ist: »Wenn einer von euch gegen einen anderen zu den Waffen greift, so geht vereint gegen ihn vor, denn dies ist nichts als offenbare Gerechtigkeit.« (Sendschreiben an Königin Victoria, zitiert in: Anspruch und Verkündigung 1:182). Der geliebte Hüter hat erklärt, dass die Einheit der Menschheit die Gründung einer Weltstaatengemeinschaft, ein Weltbundsystem mit sich bringen muss, »… befreit vom Fluch des Krieges und seines Elends … , in dem die Gewalt zur Dienerin der Gerechtigkeit gemacht ist …«, dessen Weltexekutive, »gestützt auf eine internationale Streitmacht, … die organische Einheit des ganzen Gemeinwesens sichern wird«. Das bedeutet offensichtlich keinen Krieg, sondern die Gewährleistung von Recht und Ordnung in einem Weltmaßstab. Kriegsführung ist das schlimmste Trauerspiel der Uneinigkeit unter Nationen, bei denen keine internationale Autorität existiert, die mächtig genug wäre, sie von der Verfolgung ihrer eigenen begrenzten Interessen zurückzuhalten. Deshalb bitten die Bahá’í ihre Länder, während solchen Kämpfen Dienst ohne Waffen tun zu dürfen. In einer solchen internationalen Truppe, wie Bahá’u’lláh sie sich vorstellt, werden sie zweifellos dienen, sobald es sie geben wird.A76
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Bahá’u’lláhs wichtigster Auftrag für Sein Kommen zu diesem Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte ist, die Einheit der Menschheit zu verwirklichen und unter den Nationen Frieden zu stiften. Deshalb werden alle Kräfte, die sich auf das Erreichen dieser Ziele konzentrieren, von Seiner Offenbarung beeinflusst. Wir wissen jedoch, dass der Friede in Etappen kommen wird. Zuerst wird der Geringere Friede geschlossen, wenn die Einheit der Nationen erreicht ist. Dann wird Schritt um Schritt der Größte Friede, die geistige sowie gesellschaftliche und politische Einheit der Menschheit geschaffen, sobald das Bahá’í-Weltgemeinwesen, das streng nach den Gesetzen und Geboten des Heiligsten Buches der Bahá’í-Offenbarung arbeitet, durch die Bemühungen der Bahá’í aufgebaut sein wird.
Zum Geringeren Frieden hat Shoghi Effendi erklärt, dass dieser zuerst als politische Einheit entsteht, die durch Beschlüsse von Regierungen verschiedener Nationen gebildet wird. Er wird nicht durch direktes Mitwirken der Bahá’í-Gemeinde geschlossen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Bahá’í abseits stehen und auf das Kommen des Geringeren Friedens warten, bevor sie sich um den Frieden für die Menschheit kümmern. Durch das Verbreiten der Prinzipien des Glaubens, die zur Friedenssicherung unentbehrlich sind, und durch das Gestalten der Werkzeuge áder Bahá’í-administrativen Ordnung, die der geliebte Hüter das Modell für die Gesellschaft der Zukunft nannte, arbeiten die Bahá’í in der Tat ständig am Bau des Fundamentes für einen dauerhaften Frieden, wobei der Größte Friede ihr letztendliches Ziel ist.
Der Geringere Friede wird seinerseits einige Phasen durchlaufen. In der Anfangsphase werden die Regierungen ganz eigenständig handeln, ohne den Glauben bewusst einzubeziehen. Später, zur von Gott bestimmten Zeit, wird der Glaube auf die von Shoghi Effendi in Das Ziel: die neue WeltordnungA77 hingewiesenen Art und Weise direkten Einfluss ausüben. In Bezug auf die Schritte, die zur letztgenannten Phase führen, wird das Universale Haus der Gerechtigkeit sicherlich im Einklang mit der Führung in den Schriften wie die Stellen, die Sie aus Botschaften aus ‘Akka, Seite 109, zitiert haben, bestimmen, was getan werden muss. In der Zwischenzeit werden die Bahá’í zweifellos fortfahren, mit ihrer ganzen Kraft die Errichtung des Friedens zu fördern.A78
Bibliografie
Bahá’u’lláh,
Anspruch und Verkündigung, Auflage 1.03-online, Bahá’í Verlag 2021
Ährenlese, Auflage 9.01-Print, Bahá’í Verlag 2020
Brief an den Sohn des Wolfes, Auflage 2.03-online, Bahá’í Verlag 2021
Botschaften aus ‘Akká, Auflage 3.01-Print, Bahá’í Verlag 2019
‘Abdu’l-Bahá,
‘Abdu’l-Bahá in Canada, Thornhill: Bahá’í Canada Publications 1987
‘Abdu’l-Bahá in London, Bahá’í Verlag 2011
Ansprachen in Paris, 10. Auflage, Bahá’í Verlag 2014
Briefe und Botschaften, Auflage 3.01-Print, Bahá’í Verlag 2020
Das Geheimnis Göttlicher Kultur, Auflage 3.01-Print, Bahá’í Verlag 2019
The Promulgation of Universal Peace, Wilmette2 1982
Shoghi Effendi,
Die Weltordnung Bahá’u’lláhs, Auflage 3.03-online, Bahá’í Verlag 2021
Das Kommen Göttlicher Gerechtigkeit, Auflage 4.02-online, Bahá’í Verlag 2021
Der Verheißene Tag ist gekommen, Auflage 2.03-online, Bahá’í Verlag 2021
Gott geht vorüber, Auflage 6.01-Print, Bahá’í Verlag 2020
Citadel of Faith: Messages to America 1947-1957, Wilmette: Bahá’í Publishing Trust, 1980
Hüterbotschaften an die Bahá’í-Welt, vervielfältig im Manuskript 1962
Shoghi Effendi, Messages to the Bahá’í World, 1950-1957, Wilmette 1971
Browne, Edward G., Bahá’u’lláh und das neue Zeitalter, 13. Auflage, Bahá’í Verlag 2010
Star of the West, Vol. I- Vol. XXV, 1910-1935, Reprint Oxford 1978
Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Wellspring of Guidance, Wilmette 1969
Quellenangaben
Anmerkungen
A1 Bahá’u’lláh, in: Ährenlese 4:1
A2 Bahá’u’lláh, in: Ährenlese 34:5
A3 Bahá’u’lláh, in: Ährenlese 43:10
A4 Bahá’u’lláh, in: Ährenlese 117
A5 Bahá’u’lláh, in: Ährenlese 119:1–4
A6 Bahá’u’lláh, in: Ährenlese 131:2
A7 Bahá’u’lláh, Brief an den Sohn des Wolfes 55
A8 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká 3:11
A9 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká 6:40
A10 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká 7:19
A11 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká 8:52
A12 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká 8:53
A13 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká 8:54
A14 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká 8:63
A15 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká 11:14–15
A16 Bahá’u’lláh, in: Anspruch und Verkündigung 1:174,
A17 Bahá’u’lláh, zitiert in: Browne, Edward G., Bahá’u’lláh und das neue Zeitalter, S. 56/57
A18 ‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften 146:6
A19 ‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften 201:1–2
A20 ‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften 202:10–11
A21 ‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften 227:4–6, 25, 31
A22 ‘Abdu’l-Bahá, in: Das Geheimnis Göttlicher Kultur 120–124, 127, 129
A23 ‘Abdu’l-Bahá, zitiert in: Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 3:24
A24 ‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften 15:7
A25 ‘Abdu’l-Bahá, aus einem Sendschreiben – übersetzt aus dem Persischen
A26 ‘Abdu’l-Bahá, aus einem Sendschreiben – übersetzt aus dem Persischen
A27 ‘Abdu’l-Bahá, aus einem Sendschreiben – übersetzt aus dem Persischen, zitiert in einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit vom 10. Februar 1980
A28 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 14. April 1912 in der Kirche der Himmelfahrt, Fifth Avenue und Tenth Street, New York
A29 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 20. April 1912 während der Konferenz zur Einheit des Ostens und des Westens, Saal der Öffentlichen Bibliothek, Washington DC
A30 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, 25. April 1912, Botschaft an Esperantisten im Hause von Herrn und Frau Arthur J. Parsons, 1700 Eighteenth Street, NW, Washington, DC
A31 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 3. Mai 1912 im Hotel Plaza, Chicago, Illinois
A32 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 7. Mai 1912 im Hotel Schenley, Pittsburgh, Pennsylvania
A33 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 12. Mai 1912 beim Treffen des Internationalen Friedensforums in der Grace Methodist Episcopal Church West 104th Street, New York
A34 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 13. Mai 1912 bei einem Empfang der New Yorker Friedensgesellschaft, Hotel Astor, New York
A35 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 20. Mai 1912 beim Suffragettentreffen, Metropolitan Temple, Seventh Avenue and Fourteenth Street, New York
A36 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 28. Mai 1912, an der Rezeption des Metropolitan Temple Seventh Avenue und Fourteenth Street in New York
A37 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 9. Juni 1912 in der Unitarian Church, Fifteenth Street und Girard Avenue in Philadelphia, Pennsylvania
A38 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 1. September 1912 in der Kirche des Messias, Montreal, Kanada
A39 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 5. September 1912 in der St. James Methodist Church, Montreal, Kanada
A40 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 25. Oktober 1912 im Hotel Sacramento, Sacramento, Kalifornien
A41 ‘Abdu’l-Bahá, in: Ansprachen in Paris 40:28
A42 ‘Abdu’l-Bahá, in: Ansprachen in Paris 48:1
A43 ‘Abdu’l-Bahá in einem Interview mit einem Zeitungsreporter, zitiert in: ‘Abdu’l-Bahá in Canada, pp. 34-35
A44 ‘Abdu’l-Bahá, zitiert in: Star of the West, vol. 5, no. 8, August 1914, pp. 115-117
A45 ‘Abdu’l-Bahá, zitiert in: Star of the West, vol. 7, no. 14, November 1916, p. 136
A46 ‘Abdu’l-Bahá, zitiert in: Star of the West, vol. 18, no. 11, February 1928, p. 345
A47 ‘Abdu’l-Bahá, zitiert in: ‘Abdu’l-Bahá in London, S. 116
A48 Shoghi Effendi, in: Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 3:13–19, 29, 31, 34–35, 40–50
A49 Shoghi Effendi, in: Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 7:7–9, 106–109, 111–113
A50 Shoghi Effendi, in: Das Kommen Göttlicher Gerechtigkeit 123–124
A51 Shoghi Effendi, in: Der verheißene Tag ist gekommen 299–301
A52 Shoghi Effendi, Gott geht vorüber 398
A53 Shoghi Effendi, in: Citadel of Faith, p. 6, pp. 32-33
A54 Shoghi Effendi, Botschaft vom 27. Nov. 1954, in: Hüterbotschaften an die Bahá’í-Welt, S. 51/52
A55 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 9. Dezember 1931, An die Bahá’í in Tokio
A56 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 28. Januar 1932, An den Nationalen Geistigen Rat der Bahá’í in den Vereinigten Staaten und Kanada
A57 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 16. Februar 1932, An den Nationalen Geistigen Rat der Bahá’í in den Vereinigten Staaten und Kanada
A58 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 15. Januar 1933, An einen Gläubigen
A59 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 25. September 1933, An einen Gläubigen
A60 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 6. November 1933, An einen Gläubigen
A61 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 17. März 1934, An zwei Gläubige
A62 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 15. November 1935, An zwei Gläubige
A63 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 26. Juli 1936, An einen Gläubigen
A64 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 12. Oktober 1936, An einen Gläubigen
A65 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 14. März 1939, An den Nationalen Geistigen Rat der Bahá’í in den Vereinigten Staaten und Kanada und an einen Gläubigen
A66 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 12. April 1942, An einen Gläubigen
A67 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 24. März 1945, An zwei Gläubige
A68 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 19. November 1945, An einen Gläubigen
A69 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 20. November 1955, An einen Gläubigen
A70 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 15. August 1957, An einen Gläubigen
A71 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 8. Dezember 1967, An einen Gläubigen
A72 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 29. Juli 1974
A73 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief in seinem Auftrag vom 4. Juli 1982, An einen Gläubigen
A74 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief in seinem Auftrag vom 12. Januar 1983, An einen Gläubigen
A75 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief in seinem Auftrag vom 19. Januar 1983, An einen Gläubigen
A76 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief in seinem Auftrag vom 11. September 1984, An einen Gläubigen
A77 zitiert in: Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 3:1
A78 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief in seinem Auftrag vom 31. Januar 1985, An einen Gläubigen
Frieden
Textzusammenstellung
Aus den Schriften Bahá’u’lláhs
1
Dies ist der Tag, da Gottes erhabenste Segnungen den Menschen zugeströmt sind, der Tag, da alles Erschaffene mit Seiner mächtigsten Gnade erfüllt wurde. Alle Völker haben die Pflicht, ihre Gegensätze auszugleichen und in größter Eintracht und in Frieden im Schatten des Baumes Seiner Obhut und Gnade zu wohnen. Sie müssen sich an das halten, was an diesem Tage der Erhöhung ihrer Stufe und der Förderung ihrer wahren Interessen am besten dient.A1
2
Wenn Gott Seine Propheten zu den Menschen sendet, ist Seine Absicht eine zweifache. Die erste ist, die Menschenkinder aus dem Dunkel der Unwissenheit zu befreien und sie zum Lichte wahren Verstehens zu führen, die zweite, den Frieden und die Ruhe der Menschheit zu sichern und alle Mittel bereitzustellen, durch die beides erreicht werden kann.A2
3
O ihr, die ihr auf Erden wohnt! Das Unterscheidungsmerkmal für die Einzigartigkeit dieser höchsten Offenbarung besteht darin, dass Wir einerseits aus Gottes Heiligem Buche gelöscht haben, was die Ursache von Streit, Bosheit und Unrecht unter den Menschenkindern gewesen ist, andererseits die wesentlichen Vorbedingungen für Eintracht, Verständigung und völlige und dauernde Einheit niedergelegt haben. Wohl dem, der Meine Gesetze hält.A3
4
In dem Wunsche, die Voraussetzungen für Frieden und Ruhe in der Welt und für den Fortschritt ihrer Völker zu offenbaren, hat das Höchste Wesen geschrieben: Die Zeit muss kommen, da die gebieterische Notwendigkeit für die Abhaltung einer ausgedehnten, allumfassenden Versammlung der Menschen weltweit erkannt wird. Die Herrscher und Könige der Erde müssen ihr unbedingt beiwohnen, an ihren Beratungen teilnehmen und solche Mittel und Wege erörtern, die den Grund zum Größten Weltfrieden unter den Menschen legen. Ein solcher Friede erfordert es, dass die Großmächte sich um der Ruhe der Völker der Erde willen zu völliger Aussöhnung untereinander entschließen. Sollte ein König die Waffen gegen einen anderen ergreifen, so müssen sich alle vereint erheben und ihn daran hindern. Wenn dies geschieht, werden die Nationen der Welt – außer für die Wahrung der Sicherheit ihrer Reiche und die Aufrechterhaltung der inneren Ordnung in ihrem Staatsgebiet – keine Waffen mehr brauchen. Dies wird jedem Volk, jeder Regierung und Nation Frieden und Ruhe sichern. Wir möchten gerne hoffen, dass die Könige und Herrscher der Erde, die Spiegel des barmherzigen und allmächtigen Namens Gottes, diese Stufe erreichen und die Menschheit vor dem Angriff der Tyrannei beschirmen werden … Der Tag naht, da alle Völker der Welt eine universale Sprache und eine einheitliche Schrift annehmen werden. Wenn dies erreicht ist, wird es für jeden Menschen, in welche Stadt er auch reisen mag, sein, als betrete er sein eigenes Heim. All dies ist verbindlich und durchaus wesentlich. Es ist die Pflicht eines jeden Menschen mit Einsicht und Verständnis, danach zu streben, das hier Niedergeschriebene in die Wirklichkeit und die Tat umzusetzen … Der ist wirklich ein Mensch, der sich heute dem Dienst am ganzen Menschengeschlecht hingibt. Das Höchste Wesen spricht: Selig und glücklich ist, wer sich erhebt, dem Wohle aller Völker und Geschlechter der Erde zu dienen. An anderer Stelle hat Er verkündet: Es rühme sich nicht, wer sein Vaterland liebt, sondern wer die ganze Welt liebt. Die Erde ist nur ein Land, und alle Menschen sind seine Bürger.A4
5
O ihr Herrscher der Erde! Warum habt ihr, den Wolken gleich, die Sonne und ihren Glanz verdunkelt und sie am Scheinen gehindert? Hört auf den Rat, den euch die Feder des Höchsten gibt, damit ihr und die Armen Ruhe und Frieden finden. Wir flehen zu Gott, dass Er den Königen der Erde beistehe, den Frieden auf Erden zu errichten. Er – wahrlich – tut, was Er will.
O Könige der Erde! Wir sehen euch jedes Jahr eure Ausgaben vermehren und deren Lasten euren Untertanen aufbürden. Das ist, wahrlich, höchst ungerecht. Fürchtet die Seufzer und Tränen dieses Unterdrückten und ladet nicht übermäßige Lasten auf eure Völker. Beraubt sie nicht, um Paläste für euch selbst aufzurichten. Nein, wählt vielmehr für sie, was ihr für euch selbst wählt. So legen Wir euch vor Augen, was euch nützt – würdet ihr es doch begreifen! Eure Völker sind eure Schätze. Hütet euch, dass eure Herrschaft die Gebote Gottes nicht verletze und ihr eure Schutzbefohlenen nicht dem Räuber an die Hand liefert. Durch sie herrscht ihr, von ihren Mitteln lebt ihr, mit ihrer Hilfe siegt ihr. Doch wie verächtlich blickt ihr auf sie! Wie seltsam, wie höchst seltsam!
Nun, da ihr den Größten Frieden zurückgewiesen habt, haltet euch fest an diesen, den Geringeren Frieden, damit ihr eure eigene Lage und die eurer Untertanen einigermaßen bessert.
Ihr Herrscher der Erde! Versöhnt euch miteinander, so dass ihr nicht mehr Kriegsrüstungen benötigt, als dem Schutz eurer Gebiete und Länder angemessen ist. Hütet euch, den Rat des Allwissenden, des Glaubwürdigen, zu missachten!
Seid einig, o Könige der Erde, denn dadurch wird der Sturm des Haders gestillt, und eure Völker finden Ruhe – wenn ihr doch zu den Verstehenden gehörtet! Sollte einer unter euch gegen einen anderen die Waffen ergreifen, so erhebt euch alle gegen ihn, denn dies ist nichts als offenbare Gerechtigkeit.A5
6
Die Wohlfahrt der Menschheit, ihr Friede und ihre Sicherheit sind unerreichbar, ehe nicht ihre Einheit fest begründet ist. Diese Einheit kann so lange nicht zustande kommen, wie die Ratschläge, die die Feder des Höchsten offenbart hat, unbeachtet bleiben.A6
7
Wir flehen zu Gott – gepriesen sei Seine Herrlichkeit –, und Wir hegen die Hoffnung, dass Er gnädig den Offenbarungen des Reichtums und der Macht, den Dämmerungsorten der Herrschaft und des Ruhmes, den Königen auf Erden, beistehe – möge Gott ihnen durch Seine stärkende Gnade helfen –, den Geringeren Frieden zu errichten. Dies ist in der Tat das beste Mittel, die Ruhe der Völker zu sichern. Es ist die Pflicht der Herrscher der Welt – möge ihnen Gott helfen –, sich vereint und standhaft an diesen Frieden zu halten, er ist das wichtigste Werkzeug für den Schutz der ganzen Menschheit. Wir hoffen, dass sich die Herrscher erheben werden, um das zu vollbringen, was die Wohlfahrt der Menschen verbürgt. Sie müssen eine allumfassende Versammlung einberufen, an der entweder sie selbst oder ihre Minister teilnehmen, und Maßnahmen durchsetzen, die erforderlich sind, um Einheit und Eintracht unter den Menschen zu schaffen. Die Waffen des Krieges müssen sie ablegen und sich den Machtmitteln weltweiten Aufbaus zuwenden. Sollte sich ein König gegen einen anderen erheben, müssen alle anderen Könige aufstehen, um ihn daran zu hindern. Dann werden sie Waffen und Kriegsgerät nur noch in dem Maß benötigen, wie es für die innere Sicherheit ihrer Länder unumgänglich ist. Wenn sich die Herrscher zu dieser allumfassenden Segnung entschließen, werden die Völker aller Staaten in Ruhe und Zufriedenheit ihren Geschäften nachgehen, und die Seufzer und Klagen der meisten Menschen werden verstummen. Wir flehen zu Gott, Er möge ihnen beistehen, nach Seinem Willen und Wohlgefallen zu handeln. Er, wahrlich, ist der Herr des Thrones in der Höhe und auf Erden hienieden, der Herr dieser und der kommenden Welt. Es wäre vorzuziehen und weit besser, wenn die hochgeehrten Könige selbst an jener Versammlung teilnähmen und ihre Beschlüsse verkündeten. Jeder König, der sich erhebt, um diese Aufgabe zu vollbringen, wird wahrlich vor Gottes Augen zum Leitstern aller Könige werden. Glücklich ist er, und groß ist sein Segen!A7
8
Die sechste frohe Botschaft ist die Begründung des Geringeren Friedens, dessen Einzelheiten bereits früher von Unserer Erhabensten Feder offenbart wurden. Groß ist der Segen dessen, der den Geringeren Frieden verteidigt und beachtet, was Gott, der Allwissende, der Allweise, bestimmt hat.A8
9
In allen Dingen ist Mäßigung wünschenswert. Wird etwas übertrieben, so erweist es sich als Quell des Unheils. Seht auf die Zivilisation des Westens, wie sie die Völker der Welt aufwühlt und beunruhigt. Eine Höllenmaschine wurde ausgeheckt und erweist sich als Waffe der Zerstörung, so grausam, wie man es nie zuvor gesehen oder gehört hat. Reinigung von dieser tiefverwurzelten, alles überflutenden Verderbnis ist nur möglich, wenn sich die Völker der Welt im Verfolg eines gemeinsamen Zieles vereinen und einen allumfassenden Glauben annehmen. Neigt euer Ohr dem Ruf dieses Unterdrückten und haltet euch fest an den Geringeren Frieden!A9
10
Erstens: Die Amtsträger des Hauses der Gerechtigkeit haben die Pflicht, den Geringeren Frieden zu fördern, damit das Erdenvolk der Bürde maßloser Staatsausgaben ledig werde. Diese Aufgabe ist zwingend und absolut wesentlich, zumal Streit und Feindseligkeiten die wahren Ursachen von Leid und Elend sind.A10
11
In der Fülle Unserer Gunst und Gnade haben Wir eigens für die Herrscher und Amtsträger der Welt offenbart, was Schutz und Sicherheit, Ruhe und Frieden bewirkt; hoffentlich bleiben die Menschenkinder von den Übeln der Unterdrückung bewahrt. Er ist fürwahr der Beschützer, der Helfer, Der den Sieg verleiht. Die Mitglieder von Gottes Haus der Gerechtigkeit haben die Pflicht, ihr Augenmerk bei Tag und bei Nacht auf das zu richten, was die Feder der Herrlichkeit für die Erziehung der Völker, den Aufbau der Nationen, den Schutz des Menschen und die Sicherung seiner Ehre aufleuchten ließ.A11
12
Wer Wohlstand besitzt und mit Macht und Amtsgewalt belehnt ist, muss der Religion die höchste Achtung schenken. Die Religion ist wahrlich ein strahlendes Licht und eine uneinnehmbare Feste für den Schutz und die Wohlfahrt aller Völker der Welt; denn die Gottesfurcht treibt den Menschen, sich fest an alles Gute zu halten und alles Böse zu meiden. Würde die Lampe der Religion verdunkelt, so wären Chaos und Verwirrung die Folge, und die Lichter der Redlichkeit und Gerechtigkeit, der Ruhe und des Friedens würden nicht länger scheinen. Dies wird jeder wahrhaft Verständige bezeugen.A12
13
Wir haben der ganzen Menschheit befohlen, den Geringeren Frieden zu begründen – das sicherste aller Mittel für den Schutz der Menschenwelt. Die Herrscher der Welt sollten sich einmütig daran halten; denn dies ist das vortrefflichste Werkzeug, das Gewähr für Sicherheit und Wohlfahrt aller Völker und Nationen bieten kann. Sie sind wahrlich die Offenbarungen der Macht Gottes und die Morgenröten Seiner Allgewalt. Wir flehen zum Allmächtigen, Er möge ihnen gnädig helfen in dem, was dem Wohlergehen ihrer Untertanen förderlich ist. Eine vollständige Darlegung dieser Angelegenheit hat die Feder der Herrlichkeit schon früher verfasst. Wohl denen, die danach handeln.A13
14
Das Ziel der Religion, wie sie vom Himmel des heiligen Willens Gottes offenbart ist, besteht darin, Einheit und Eintracht unter den Völkern der Welt zu stiften; macht sie nicht zur Ursache für Zwist und Streit. Die Religion Gottes und Sein göttliches Gesetz sind die machtvollsten Werkzeuge und die sichersten Mittel dafür, dass das Licht der Einheit zwischen den Menschen anbricht. Der Fortschritt der Welt, die Entwicklung der Nationen, die Ruhe der Völker und der Frieden aller Erdenbewohner gehören zu den Grundsätzen und Geboten Gottes. Die Religion schenkt dem Menschen die wertvollste aller Gaben, reicht ihm den Kelch des Wohlstands, verleiht ihm ewiges Leben und lässt unzerstörbare Wohltaten auf die Menschheit herniedergehen. Es geziemt den Oberhäuptern und Herrschern der Welt, besonders den Treuhändern von Gottes Haus der Gerechtigkeit, sich bis an die Grenzen ihrer Kraft zu mühen, um die Stellung der Religion zu sichern, ihre Interessen zu fördern und ihre Stufe in den Augen der Welt zu erhöhen. Desgleichen ist es ihre Pflicht, die Lebensverhältnisse ihrer Untertanen zu erforschen und sich mit den Belangen und Tätigkeiten der verschiedenen Gemeinschaften in ihren Herrschaftsbereichen vertraut zu machen. Wir rufen die Offenbarungen der Allmacht Gottes – die Herrscher und Regenten auf Erden – auf, sich zu regen und alles, was in ihrer Kraft steht, zu tun, um die Zwietracht zu bannen und die Welt mit dem Licht der Einheit zu erleuchten.A14
15
Unsere Hoffnung ist, dass sich die religiösen Führer der Welt und ihre Herrscher vereint für die Neugestaltung dieses Zeitalters und die Wiederherstellung seiner Wohlfahrt erheben werden. Lasst sie, nachdem sie über seine Nöte nachgedacht haben, zusammen beraten und nach sorgsamer, reiflicher Überlegung einer kranken, schwer leidenden Welt das Heilmittel darreichen, dessen sie bedarf.
Das Erhabenste Wesen spricht: Der Himmel göttlicher Weisheit wird von zwei Leuchten erhellt: Beratung und Erbarmen. Haltet Rat miteinander in allen Angelegenheiten; denn Beratung ist die Lampe der Führung, die den Weg weist, und die Quelle des Verstehens.A15
16
Beratet miteinander über das, was der Menschheit nützt und ihre Lage bessert …! Betrachtet die Welt wie einen menschlichen Leib, der bei seiner Erschaffung gesund und vollkommen war, jedoch aus vielerlei Ursachen von schweren Störungen und Krankheiten befallen wurde. Nicht einen Tag lang wurde ihm Linderung zuteil, nein, seine Krankheit verschlimmerte sich noch, weil er in die Hände unfähiger Ärzte fiel, die sich nur von ihren persönlichen Wünschen leiten ließen und sich schmählich irrten. Und wurde einmal ein Organ von einem fähigen Arzt geheilt, so blieb doch der Rest so krank wie zuvor. So unterrichtet euch der Allwissende, der Allweise.
Seht die Tage, da die Altehrwürdige Schönheit unter dem Größten Namen erschienen ist, die Welt neu zu beleben und ihre Völker zu vereinen. Sie jedoch haben sich mit scharfen Schwertern gegen Ihn erhoben und verübten, was den Geist der Treue klagen ließ, bis sie Ihn schließlich in der trostlosesten aller Städte gefangensetzten und den Gläubigen die Hand vom Saum Seines Gewandes fortrissen. Sagte jemand zu ihnen: »Der Welterneuerer ist gekommen«, so antworteten sie: »Fürwahr, es ist bewiesen, dass Er nur Zwietracht stiftet!«A16
Aus Äußerungen Bahá’u’lláhs
17
Gelobt sei Gott, dass du es erreicht hast! … Du bist gekommen, um einen Gefangenen und Verbannten zu sehen … Wir wünschen nur das Wohl der Welt und das Glück der Völker; dennoch hält man Uns für Anstifter von Streit und Aufruhr, die Gefangenschaft und Verbannung verdienen … Wir wünschen, dass alle Völker in einem Glauben vereint und alle Menschen Brüder werden; dass das Band der Liebe und Einigkeit zwischen den Menschenkindern gestärkt werde, dass Religionsverschiedenheit aufhöre und dass die Unterschiede zwischen den Religionen keine Rolle mehr spielen und die Unterscheidung nach Herkunft und Hautfarbe aufhört – was ist nun Schlimmes hieran? … Aber trotz all dem wird es dahin kommen; diese fruchtlosen Kämpfe, diese zerstörenden Kriege werden aufhören und der ›Größte Friede‹ wird kommen … Habt ihr dies in Europa nicht auch nötig? Ist dies nicht das, was Christus verhieß? … Und doch sehen Wir, wie eure Könige und Herrscher ihre Schätze eher für Mittel verschwenden, die nur der Zerstörung der Menschheit dienen, als darauf, was zum Glück der Menschheit führen würde … Diese Kämpfe, dieses Blutvergießen und diese Zwietracht müssen aufhören, alle Menschen müssen sein, als ob sie einem Geschlecht und einer Familie angehörten. Es rühme sich kein Mensch dessen, dass er sein Land liebt, sondern eher dessen, dass er das ganze Menschengeschlecht liebt …A17
Aus den Schriften ‘Abdu’l-Bahás
18
Wisse, dass alle Mächte vereint nicht die Kraft haben, den Weltfrieden zu errichten oder zu allen Zeiten der überwältigenden Vorherrschaft dieser endlosen Kriege standzuhalten. Bald jedoch wird die Macht des Himmels, die Vorherrschaft des Heiligen Geistes, auf den hohen Gipfeln die Fahnen der Liebe und des Friedens hissen; hoch über den Burgen der Majestät und Macht werden diese Fahnen wehen in den rauschenden Winden, die Gottes liebender Gnade entströmen.A18
19
Sei deshalb gewiss: In diesem Zeitalter des Geistes wird das Reich des Friedens sein Königszelt auf den Gipfeln der Welt errichten. Das Gebot des Friedefürsten wird die Adern und die Nerven jedes Volkes so beherrschen, dass es alle Nationen auf Erden in Seinen schützenden Schatten zieht. An den Quellen der Liebe, der Wahrheit und der Einheit wird der wahre Hirte Seine Schafe tränken.
O du Dienerin Gottes! Der Friede muss zuerst unter den einzelnen Menschen gestiftet werden, bis er schließlich zum Frieden unter den Nationen führt. O ihr Bahá’í! Strebt deshalb mit ganzer Kraft danach, durch die Macht des Gotteswortes echte Liebe, geistige Gemeinschaft und dauerhafte Bande zwischen den Menschen zu schaffen. Das ist eure Aufgabe.A19
20
Solange diese Vorurteile [religiöse, rassische, nationale und politische] bestehen, wird es beständig schreckliche Kriege geben.
Um diesen Zustand zu heilen, brauchen wir den Weltfrieden, und um ihn zustandezubringen, muss ein höchster Gerichtshof, in welchem alle Regierungen und Völker vertreten sind, errichtet werden. Nationale wie internationale Streitfragen müssen ihm unterbreitet werden, und alle müssen die Entscheidungen dieses Gerichtshofes durchführen. Sollte eine Regierung oder ein Volk nicht gehorchen, so lasst die ganze Welt sich gegen diese Regierung oder dieses Volk erheben.A20
21
Heute ist der Weltfriede von großer Bedeutung, aber die Einheit des Gewissens ist dabei wesentlich, damit des Friedens Grundlage gesichert, sein Gefüge fest und sein Bau stark sei.
Darum erläuterte Bahá’u’lláh vor fünfzig Jahren die Frage des Weltfriedens zu einer Zeit, als Er in der Festung ‘Akká in strenger Haft Unrecht erduldete und eingekerkert war. …
Eine Seiner Lehren war die Erklärung des Weltfriedens. …
Die Lehren waren ja nicht auf die Errichtung des Weltfriedens beschränkt; sie umfassten viele Lehren, welche die des Weltfriedens ergänzten und stützten.
…
Kurz, es gibt viele derartige Lehren. Diese mannigfaltigen Prinzipien – die mächtigste Grundlage für der Menschen Glück, eine Gnadengabe des Barmherzigen – müssen die Sache des Weltfriedens ergänzen und damit verbunden werden, so dass Erfolge eintreten. Auf andere Art, für sich allein ist der Weltfrieden in der Menschenwelt nur schwer zu verwirklichen. So wie Bahá’u’lláhs Lehren mit dem Weltfrieden verknüpft sind, gleichen sie einer Tafel mit frischen, köstlichen Speisen aller Art. An dieser Tafel unermesslicher Gaben kann jede Seele finden, was sie ersehnt. Bleibt aber die Frage allein auf den Weltfrieden beschränkt, so sind die herausragenden Erfolge, die man erwartet und erhofft, nicht zu erzielen. Die Perspektive des Weltfriedens muss so sein, dass alle Gemeinschaften und Religionen ihre höchste Sehnsucht darin verwirklicht finden.Bahá’u’lláhs Lehren sind so beschaffen, dass alle Gemeinschaften der Welt, religiöse, politische oder ethische, althergebrachte oder neuzeitliche, den Ausdruck ihrer höchsten Wünsche darin finden.
…
Zum Beispiel sagte Bahá’u’lláh über den Weltfrieden, dass der Höchste Gerichtshof begründet werden muss. Obgleich der Völkerbund geschaffen worden ist, ist er doch unfähig, den Weltfrieden zu errichten. Der Höchste Gerichtshof aber, den Bahá’u’lláh beschrieben hat, wird diese heilige Aufgabe mit größter Macht und Kraft erfüllen. Sein Plan geht dahin, dass die Nationalversammlungen jedes Landes und jeder Nation, das heißt, die Parlamente, zwei oder drei Personen auswählen, die Edelsten ihres Volkes, Kenner des internationalen Rechts sowie der Beziehungen zwischen den Regierungen, dazuhin vertraut mit den wesentlichen Bedürfnissen der heutigen Menschheit. Die Zahl dieser Abgeordneten sollte im Verhältnis zu der Bevölkerungszahl des Landes stehen. Die Wahl dieser Seelen durch die Nationalversammlung, das heißt, durch das Parlament, ist vom Oberhaus, vom Kongress, vom Kabinett und ebenso vom Präsidenten oder Monarchen zu bestätigen, damit diese Persönlichkeiten die Gewählten des ganzen Volkes und der Regierung sind. Aus diesem Personenkreis sind die Mitglieder des Höchsten Gerichtshofes zu wählen. Die ganze Menschheit hat somit Anteil daran; denn jeder Abgeordnete vertritt die ganze Nation. Wenn der Höchste Gerichtshof zu einer internationalen Frage ein Urteil fällt, entweder einmütig oder durch Mehrheitsbeschluss, so gibt es keinen Einwand mehr für den Kläger und keine Ausflucht für den Beklagten. Falls eine Regierung oder Nation die unwiderlegliche Entscheidung des Höchsten Gerichtshofs missachtet oder die Ausführung verschleppt, werden die übrigen Nationen dagegen auftreten; denn alle Regierungen und Nationen der Welt sind die Stützen dieses Höchsten Gerichtshofs. Überlegt, wie fest diese Grundlage ist! Ein beschränkter, eingeengter Bund jedoch erfüllt den Zweck nicht angemessen. Dies ist die Wahrheit über die erwähnte Lage. …A21
22
Wahre Kultur wird ihr Banner mitten im Herzen der Welt entfalten, sobald eine gewisse Zahl ihrer vorzüglichen, hochgesinnten Herrscher – leuchtende Vorbilder der Ergebenheit und Entschiedenheit – mit festem Entschluss und klarem Blick daran geht, den Weltfrieden zu stiften. Sie müssen die Friedensfrage zum Gegenstand allgemeiner Beratung machen und mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln versuchen, einen Weltvölkerbund zu schaffen. Sie müssen einen verbindlichen Vertrag und einen Bund schließen, dessen Verfügungen vernünftig, unverletzlich und bestimmt sind. Diesen Vertrag müssen sie der ganzen Welt bekannt geben und die Bestätigung des gesamten Menschengeschlechts für ihn erlangen. Ein derart erhabenes und edles Unternehmen – der wahre Quell des Friedens und Wohlergehens für die ganze Welt – sollte allen, die auf Erden wohnen, heilig sein. Alle Kräfte der Menschheit müssen frei gemacht werden, um die Dauer und Beständigkeit dieses größten aller Bündnisse zu sichern. In diesem allumfassenden Vertrag sollten die Grenzen jedes einzelnen Landes deutlich festgelegt, die Grundsätze, die den Beziehungen der Regierungen untereinander zugrunde liegen, klar verzeichnet und alle internationalen Vereinbarungen und Verpflichtungen bekräftigt werden. In gleicher Weise sollte der Umfang der Rüstungen für jede Regierung genauestens umgrenzt werden, denn wenn die Zunahme der Kriegsvorbereitungen und Truppenstärken in irgendeinem Land gestattet wäre, so würde dadurch das Misstrauen anderer geweckt. Die Hauptgrundlage dieses feierlichen Vertrages sollte so verankert werden, dass bei einer späteren Verletzung irgendeiner Bestimmung durch irgendeine Regierung sich alle Regierungen der Erde erheben, um jene wieder zu voller Unterwerfung unter den Vertrag zu bringen, nein, die Menschheit als Ganzes sollte sich entschließen, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln jene Regierung zu vernichten. Wird dieses größte aller Heilmittel auf den kranken Körper der Welt angewandt, so wird er sich gewiss wieder von seinen Leiden erholen und dauernd bewahrt und heil bleiben.
Wenn solche erfreulichen Zustände einträten, müsste keine Regierung mehr ständig Waffen speichern oder sich gezwungen sehen, immer neues Kriegsgerät herzustellen, um damit die Menschheit zu unterwerfen. Eine kleine Streitmacht für die Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit, die Verfolgung krimineller und die Ordnung gefährdender Elemente und die Verhütung örtlicher Unruhen würde genügen – nichts weiter. Vor allem wäre auf diese Weise die ganze Weltbevölkerung von der drückenden Last der Rüstungsausgaben befreit; außerdem brauchten zahllose Menschen nicht länger ihre Zeit darauf zu verschwenden, ständig neue Vernichtungswaffen zu ersinnen, diese Zeugen von Habsucht und Blutrünstigkeit, so unvereinbar mit dem Geschenk des Lebens. Stattdessen könnten sie ihren Eifer auf die Entwicklung von dem, was das menschliche Leben erleichtert, Frieden und Wohlstand fördert, richten und so zu weltweitem Fortschritt und Wohlstand beitragen. Jede Nation auf Erden würde dann zu seinen Ehren regieren, und jedes Volk fühlte sich in Ruhe und Zufriedenheit geborgen.
Einzelne, welche die im menschlichen Streben ruhende Kraft nicht kennen, halten diesen Gedanken für völlig undurchführbar, ja für jenseits dessen, was selbst die äußersten Anstrengungen des Menschen je erreichen können; doch ist dies nicht der Fall. Im Gegenteil kann dank der unerschöpflichen Gnade Gottes, der Herzensgüte Seiner Begünstigten, den beispiellosen Bemühungen weiser und fähiger Seelen und den Gedanken der unvergleichlichen Führer dieses Zeitalters nichts, was es auch sei, als unerreichbar angesehen werden. Eifer, unermüdlicher Eifer ist nötig. Nur unbezähmbare Entschlusskraft kann das Werk vollbringen. Manches hat man in vergangenen Zeiten als reines Hirngespinst betrachtet; heute ist es leicht durchführbar geworden. Warum sollte diese wichtigste und erhabenste Sache – das Tagesgestirn am Himmelszelt wahrer Kultur und die Ursache des Ruhmes, des Fortschritts, des Wohlergehens und Erfolges der ganzen Menschheit – unmöglich sein? Der Tag wird sicher kommen, an dem ihr klares Licht Erleuchtung über die gesamte Menschheit gießen wird.
Wenn die Kriegsvorbereitungen im heutigen Umfang fortgeführt werden, wird der Konfliktmechanismus bald einen Punkt erreichen, an dem Krieg für die Menschheit unerträglich sein wird.
Wie aus den bisherigen Ausführungen klar hervorgeht, bestehen Ruhm und Größe des Menschen nicht darin, dass er nach Blut dürstet und wie ein Tiger scharfe Klauen besitzt, dass er Städte zerstört und Verwüstung anrichtet, ganze Armeen und Scharen friedlicher Bürger abschlachtet. Dagegen würde es eine glänzende Zukunft für ihn bedeuten, wenn er für seine Gerechtigkeitsliebe bekannt wäre, allem Volk, ob hoch oder niedrig, Güte erweisen würde, Länder und Städte, Dörfer und Provinzen aufbaute, das Leben erleichterte und für seine Mitmenschen glücklich und friedvoll gestaltete, wenn er die Grundsätze des Fortschritts festlegte, den Lebensstandard und Wohlstand der ganzen Bevölkerung erhöhte.
…
Keine Macht der Erde kommt gegen die Armeen der Gerechtigkeit an, und jede Feste muss vor ihnen fallen; denn die Menschen beugen sich willig unter den siegreichen Schlägen dieser entscheidenden Waffe, und verwüstete Orte blühen unter den Füßen dieser Heerschar wieder auf. Zwei mächtige Banner sind es, deren Schatten, wenn er auf die Krone eines Königs fällt, bewirkt, dass der Einfluss seiner Herrschaft rasch und leicht wie das Sonnenlicht die ganze Erde durchdringt. Das erste ist das Banner der Weisheit, das zweite das der Gerechtigkeit. Gegen diese beiden mächtigsten Streitkräfte können selbst Berge von Eisen nichts ausrichten, und die Mauer Alexanders bricht vor ihnen in Stücke. Es ist doch offensichtlich, dass das Leben in dieser vergänglichen Welt so flüchtig und unbeständig wie der Morgenwind ist. Wie glücklich sind deshalb jene großen Menschen, die einen guten Namen und die Erinnerung an ein Leben hinterlassen, das auf dem Pfade des Wohlgefallens Gottes verbracht wurde.
…
Ein Feldzug kann lobenswert sein, und es gibt Zeiten, in denen der Krieg zu einer mächtigen Grundlage des Friedens wird und Zerstörung das wahre Mittel zum Wiederaufbau. Wenn zum Beispiel ein edelmütiger Herrscher seine Truppen aufs Schlachtfeld führt, um den Angriff eines Aufrührers oder eines Aggressors abzuwenden, wenn er sich mit Heeresmacht anschickt, ein entzweites Staatsvolk zu einigen, kurz, wenn er den Krieg für eine gerechte Sache führt, dann ist dieses scheinbare Unheil, diese äußerliche Gewaltanwendung wirkliche Gerechtigkeit und dieser Krieg der Grundstein des Friedens. Heute besteht jedoch die Aufgabe, die großen Herrschern zukommt, darin, den Weltfrieden zu errichten, denn in ihm liegt die Freiheit aller Völker begründet.A22
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Obwohl in vergangenen Religionszyklen Einklang begründet wurde, war in Ermangelung der Mittel die Einheit der Menschheit unerreichbar. Die Kontinente blieben weit voneinander getrennt, ja sogar unter den Völkern ein und desselben Kontinents waren Verbindung und Austausch nahezu unmöglich. Infolgedessen waren Umgang, Verständigung und Einheit zwischen allen Völkern und Geschlechtern der Erde unerreichbar. Heute jedoch haben sich die Kommunikationsmittel vervielfacht, und die fünf Kontinente der Erde sind im Grunde genommen zu einem Ganzen verschmolzen. … Ebenso sind alle Glieder der menschlichen Familie, ob Völker oder Regierungen, Städte oder Dörfer, in steigendem Maße voneinander abhängig geworden. Keiner kann mehr in Selbstgenügsamkeit leben, weil politische Bindungen alle Völker und Nationen vereinen, die Bande des Handels und der Industrie, der Landwirtschaft und des Bildungswesens Tag für Tag stärker werden. Folglich ist die Einheit der ganzen Menschheit heutzutage erreichbar geworden. Wahrlich, dies ist nur eines der Wunder dieses wunderbaren Zeitalters; dieses ruhmreichen Jahrhunderts. Die vergangenen Zeitalter waren all dessen beraubt, denn dieses Jahrhundert – das Jahrhundert des Lichts – ist mit einzigartiger, unvergleichlicher Herrlichkeit, mit Macht und Erleuchtung ausgestattet worden. Darum entfaltet sich mit jedem Tag ein ungeschautes, erstaunliches Wunder. Schließlich wird man sehen, wie hell seine Lichtstrahlen in der Gemeinschaft der Menschen leuchten werden.A23
Sieh, wie dieses Licht nun am dunklen Horizont der Welt zu dämmern beginnt! Der erste Lichtstrahl ist die Einheit im politischen Bereich; der allererste Schimmer davon lässt sich nunmehr erkennen. Der zweite Lichtstrahl ist die Einheit des Denkens in weltweiten Unternehmungen, die bald vollzogen werden wird. Der dritte Lichtstrahl ist die Einheit in der Freiheit, die sicherlich eintreten wird. Der vierte Lichtstrahl ist die Einheit in der Religion, der Eckstein, auf dem die Grundlage ruht; auch sie wird durch die Macht Gottes in ihrer ganzen Strahlenfülle offenbar werden. Der fünfte Lichtstrahl ist die Einheit der Nationen – eine Einheit, die in diesem Jahrhundert sicher begründet werden wird, so dass sich alle Völker der Welt als Bürger eines gemeinsamen Vaterlandes betrachten. Der sechste Lichtstrahl ist die Einheit aller Menschen jeglicher Herkunft und Hautfarbe, wodurch alle Erdenbewohner zu Angehörigen einer Menschheitsfamilie werden. Der siebte Lichtstrahl ist die Einheit der Sprache, das heißt die Wahl einer universalen Sprache, in der alle Menschen unterrichtet werden und miteinander verkehren. All dies wird unausweichlich eintreten, weil die Macht des Reiches Gottes seine Verwirklichung fördern und unterstützen wird.A24
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…Jede bedeutende Sache in dieser Welt des Daseins findet ihren sichtbaren Ausdruck durch drei Mittel: erstens die Absicht, zweitens die Bestätigung, drittens das Handeln. Heute gibt es viele Seelen auf dieser Erde, die Frieden und Versöhnung fördern und sich nach der Verwirklichung der Einheit und Einigkeit der Menschheit sehnen. Diese Absicht erfordert jedoch eine dynamische Kraft, um in der Welt des Daseins offenbar zu werden. An diesem Tag verkünden Gottes Lehren und gebietenden Ermahnungen dieses größte Ziel, und die Bestätigungen des Reiches Gottes stützen und fördern ebenfalls die Verwirklichung dieser Absicht. Da die gemeinsamen Kräfte und Gedanken der Nationen der Welt dieses erhabene Ziel von sich aus nicht erreichen können, durchdringt die Kraft des Wortes Gottes alle Dinge, und die Hilfe des Reiches Gottes endet nicht. Binnen kurzem wird klar und offenkundig, dass das Sinnbild des Größten Friedens die Lehre Bahá’u’lláhs und das Zelt der Einheit und Eintracht unter den Nationen das Tabernakel des Reiches Gottes ist, denn darin werden alle drei, die Absicht, die Kraft und das Handeln, zusammengeführt. Die Verwirklichung von allem und jedem in der Welt des Seins hängt von diesen drei Elementen ab.A25
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Gönnt euch so weit wie möglich keine Ruh, reist in den Norden und den Süden des Landes und ruft alle Menschen zur Einheit der Menschenwelt und zum Weltfrieden auf und sagt: O Menschen! Bahá’u’lláh legte schon vor fünfzig Jahren die Grundlage für den Weltfrieden. Er richtete sogar Sendbriefe an die Könige, in denen Er erklärte, dass der Krieg die Menschenwelt an der Wurzel zerstört, dass Friede zu ewigem Leben führt, und dass entsetzliches Leid der Menschheit harrt. Auch reiste ‘Abdu’l-Bahá drei Jahre vor Ausbruch des Weltkrieges nach Amerika und in viele Länder Europas. Dort erhob Er Seine Stimme in allen Versammlungen, Gesellschaften und Kirchen zu diesem Aufruf: O ihr Versammelten! Der europäische Kontinent ist buchstäblich ein mit Sprengstoff gefülltes Arsenal geworden. Es gibt riesige, unterirdisch versteckte Lager mit zerstörerischem Material, das durch einen einzigen Funken explodieren und die ganze Erde erschüttern kann. O ihr Menschen mit Einsicht! Rührt euch, damit diese Anhäufung von schnell verdampfbarem Material nicht explodieren möge! Aber der Appell blieb unbeachtet, und folglich brach dieser mörderische Krieg aus.
Die Masse der Menschen erkennt nun, welch große Katastrophe ein Krieg ist und wie der Krieg den Menschen in ein wildes Tier verwandelt und dazu führt, dass blühende Städte und Dörfer zu Ruinen zerfallen und die Grundfesten des Menschheitsgebäudes bersten. Jetzt, nachdem alle Menschen wachgerüttelt und bereit sind zu hören, ist es Zeit, den Weltfrieden zu verkünden – einen Frieden, gegründet auf Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit, damit die Menschheit in Zukunft nicht weiteren Gefahren ausgesetzt sein möge. Nun dämmert der Morgen des Weltfriedens, und die ersten Streifen seines Lichtes beginnen sich zu zeigen. Wir hoffen inbrünstig, dass sein helles Gestirn aufsteigen und den Osten und den Westen mit seinen Strahlen überfluten möge. Die Errichtung des Weltfriedens ist nicht möglich außer durch die Macht des Wortes Gottes …A26
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Chaos und Verwirrung in der Welt nehmen täglich zu. Sie werden so heftig, dass das Ordnungsgefüge der Menschheit sie nicht mehr ertragen können wird. Dann werden die Menschen wachgerüttelt und sich dessen bewusstwerden, dass die Religion die uneinnehmbare Feste und das offenbare Licht der Welt ist, und dass ihre Gesetze, Ermahnungen und Lehren die Quelle des Lebens auf Erden sind.A27
Aus Äußerungen ‘Abdu’l-Bahás
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Was die Menschheit heute braucht, ist Einheit und Versöhnung der Nationen. Eine treibende Kraft ist nötig, um diese bedeutenden grundlegenden Prinzipien zu verankern. Es versteht sich von selbst, dass die Einheit der Menschheit und der Größte Frieden nicht mit materiellen Mitteln herbeigeführt werden können. Sie können nicht durch politische Macht errichtet werden, denn die politischen Interessen der Nationen sind verschieden und die Leitlinien der Völker sind unterschiedlich und unvereinbar. Sie können nicht durch rassistische oder patriotische Kräfte gegründet werden, denn dies sind selbstsüchtige und schwache Kräfte des Menschen. Rassismus und patriotische Vorurteile verhindern schon von ihrem Wesen her die Verwirklichung dieser Einheit und Verständigung. Daher ist erwiesen, dass die Förderung der Einheit der Menschheit, die das Wesen der Lehren aller Manifestationen Gottes ausmacht, ausschließlich durch göttliche Macht und den Odem des Heiligen Geistes erreichbar ist. Andere Kräfte sind zu schwach und dazu nicht in der Lage.A28
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Wir werden beten, dass das Banner des Weltfriedens erhoben und die Einheit der Menschenwelt verwirklicht wird. Durch ihre Bemühungen wird all dies möglich und durchführbar. Möge diese amerikanische Demokratie die erste Nation werden, die die Basis für eine internationale Einigung schafft. Möge sie als erste Nation die Allgemeingültigkeit der Einheit der Menschheit verkünden. Möge sie die erste sein, die das Banner des Größten Friedens hisst, und möge diese demokratische Nation diese menschenfreundlichen Absichten und Einrichtungen in der ganzen Welt verbreiten. Wahrlich, dies ist eine große und angesehene Nation. Hier hat die Freiheit ihren höchsten Grad erreicht. Die Absichten ihrer Bewohner sind überaus lobenswert. Sie sind würdig, die Ersten zu sein, die das Tabernakel des Größten Friedens errichten und die Einheit der Menschheit verkünden. Ich flehe zu Gott, sie zu bestätigen und ihnen beizustehen.A29
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Die größte Dringlichkeit für die Menschheit hat heute die Beseitigung der Unstimmigkeiten zwischen den Völkern und Nationen. Dies kann durch die Einheit der Sprache erreicht werden. Erst wenn die Einheit der Sprache verwirklicht ist, kann der Größte Friede und die Einheit der Menschheit erfolgreich auf den Weg gebracht und durchgesetzt werden, denn es ist die Aufgabe der Sprache, den Schätzen und Wundern im Innersten des Herzens Ausdruck zu verleihen. Das Herz gleicht einer Truhe und die Sprache ist der Schlüssel dazu. Nur mit Hilfe des Schlüssels können wir die Truhe öffnen und auf die darin enthaltenen Edelsteine blicken. Eine internationale Hilfssprache ist daher von größter Bedeutung. … Ich hoffe, dass sie durch die Freigebigkeit Gottes vervollkommnet wird und dass kluge Menschen aus den verschiedenen Ländern der Welt damit beauftragt werden, einen internationalen Kongress zu organisieren, dessen Hauptziel die Förderung dieses universellen Kommunikationsmittels sein wird.A30
30
Doch da ich die amerikanische Nation für so befähigt, die gegenwärtige Regierung als die redlichste der westlichen Regierungen und ihre Institutionen als denen anderer überlegen erachte, ist meine sehnliche Hoffnung, dass das Banner der internationalen Versöhnung zuerst auf diesem Kontinent gehisst und die Standarte des Größten Friedens hier entfaltet werde. Mögen das amerikanische Volk und seine Regierung sich in ihren Bemühungen zusammenschließen, damit dieses Licht von diesem Ort aus aufleuchtet und in alle Gebiete ausstrahlt, denn dies ist eine der größten Gaben Gottes. Damit Amerika diese Gelegenheit ergreift, bitte ich darum, dass ihr euch mit Herz und Seele bemüht und betet und alle eure Kräfte diesem Ziel widmet: Dass das Banner des Weltfriedens hier gehisst wird und diese Demokratie dazu führt, dass in allen anderen Ländern der Krieg beendet wird.A31
31
In früheren Zeiten war die Menschheit unzulänglich und ineffizient, weil sie noch unvollständig (ohne die Gleichberechtigung von Mann und Frau) war. Der Krieg und seine Verwüstungen haben die Welt verdorben; die Bildung der Frau wird ein gewaltiger Schritt sein, um den Krieg zu beseitigen und zu beenden, denn sie wird ihren ganzen Einfluss gegen den Krieg nutzen. Die Frau zieht das Kind auf und erzieht den Jugendlichen bis zur Reife. Sie wird sich weigern, ihre Söhne auf dem Schlachtfeld zu opfern. Sie wird tatsächlich der stärkste Faktor bei der Schaffung des Weltfriedens und des internationalen Schiedsgerichts sein. Gewiss wird die Frau den Krieg unter den Menschen abschaffen.A32
32
Wir wissen alle, dass der Weltfriede eine gute Sache ist, dass er dem Wohl und Ruhm des Menschen dient, aber Willenskraft und Taten sind nötig, um ihn zu verwirklichen. Auf das Handeln kommt es an. Dieses Jahrhundert ist ein Jahrhundert des Lichts, daher ist gewährleistet, dass die Menschheit die Fähigkeit zum Handeln hat. Die göttlichen Prinzipien müssen unter den Menschen verbreitet werden, bis die Zeit zum Handeln kommt. So ist es geschehen und Zeit und Umstände sind jetzt wirklich reif zum Handeln.A33
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Das ist geschehen. Die Mächte der Erde haben den Vorrechten und Gaben, die Gott für dieses bedeutende und herrliche Jahrhundert verordnet hat, nichts entgegenzusetzen. Es ist eine Notwendigkeit, ein dringendes Erfordernis der Zeit. Der Mensch kann sich allem widersetzen, nur nicht dem, was gottgewollt ist und dem Zeitalter und dessen Erfordernissen entspricht. Jetzt finden sich gottlob in allen Ländern der Erde Menschen, die den Frieden lieben, und diese Prinzipien werden unter den Menschen verbreitet, besonders in diesem Land. Lasst dieses Jahrhundert die Sonne der früheren Jahrhunderte sein, dessen Glanz ewig währen wird, so dass man das zwanzigste Jahrhundert in künftigen Tagen verherrlichen wird, indem man sagt: Das zwanzigste Jahrhundert war das Jahrhundert des Lichtss, das zwanzigste Jahrhundert war das Jahrhundert des Lebens, das zwanzigste Jahrhundert war das Jahrhundert des Internationalen Friedens, das zwanzigste Jahrhundert war das Jahrhundert göttlicher Gaben, das zwanzigste Jahrhundert hinterließ Spuren, die ewig währen sollen.A34
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Das bedeutendste Anliegen dieser Zeit ist der internationale Friede und ein internationaler Schiedsgerichtshof, und der Weltfriede ist nur mit allgemeinem Wahlrecht erreichbar. Kinder werden von den Frauen erzogen. Die Mutter erduldet die Sorgen und Schwierigkeiten, die mit dem Aufziehen des Kindes verbunden sind, sie erträgt die Qualen seiner Geburt und Mühsal bei seiner Erziehung. Daher ist es äußerst schwer für Mütter, diejenigen, die sie mit solcher Liebe und Fürsorge hegten, auf das Schlachtfeld zu schicken. Stellen Sie sich einen Sohn vor, der zwanzig Jahre lang von einer hingebungsvollen Mutter aufgezogen und ausgebildet wurde. Wie viele schlaflose Nächte und rastlose, sorgenvolle Tage hat sie durchlebt! Nachdem sie ihn durch Gefahren und Schwierigkeiten bis zum Reifealter gebracht hat – was für eine Qual ist es, ihn dann auf dem Schlachtfeld zu opfern! Daher werden die Mütter den Krieg weder billigen, noch sich mit ihm abfinden. Die Zeit wird kommen, in der die Frauen voll und gleichberechtigt an den Angelegenheiten der Welt teilnehmen, selbstsicher und befähigt die große Arena von Recht und Politik betreten, und dann wird der Krieg enden, denn die Frau wird sich ihm in den Weg stellen und ihn verhindern. Das ist wahr und daran gibt es keinen Zweifel.A35
35
Nun ist das glorreiche und strahlende zwanzigste Jahrhundert angebrochen und die göttliche Gnade strahlt über alle Welt. …
Dies kann wahrlich das Wunder der Jahrhunderte genannt werden, denn es ist erfüllt von Offenbarungen des Wundersamen. Die Zeit ist gekommen, da die ganze Menschheit geeint sein wird, da alle Menschen jeglicher Herkunft einem Vaterland treu ergeben sind, da alle Religionen zu einer werden und Rassismus und religiöse Voreingenommenheit schwinden wird. Es ist ein Tag, da die Einheit der Menschheit ihr Banner erheben und weltweiter Friede gleich dem wahren Morgen die Erde mit seinem Licht überfluten wird.A36
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Er forderte den gleichen Bildungsgang für Mann und Frau. Töchter und Söhne müssen denselben Lehrplan durchlaufen und dadurch die Einheit der Geschlechter fördern. Wenn die ganze Menschheit dieselben Bildungschancen erhält, wenn die Gleichberechtigung von Mann und Frau verwirklicht wird, ist dem Krieg der Boden entzogen. Ohne Gleichberechtigung wird dies unmöglich sein, weil jede unterschiedliche Behandlung zu Zwietracht und Streit führt. Die Gleichberechtigung von Mann und Frau trägt zur Abschaffung von Krieg bei, denn Frauen werden niemals bereit sein, den Krieg zu billigen. Mütter werden ihre Söhne, nachdem sie sie von klein auf zwanzig Jahre lang umsorgt und umhegt haben, nicht auf dem Schlachtfeld als Opfer hergeben, gleichgültig, um welcher Sache willen sie zur Verteidigung aufgerufen werden. Es besteht kein Zweifel, dass Krieg unter den Menschen gänzlich aufhören wird, sobald Frauen gleiche Rechte erlangen.A37
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Die Welt braucht vor allem anderen den Frieden unter den Nationen. Ehe er nicht errichtet ist, wird die Menschheit nicht zur Ruhe kommen. Die Nationen und Regierungen müssen einen internationalen Gerichtshof gründen und alle Streitfragen an ihn verweisen. Die Entscheidung dieses Gerichtshofs wird endgültig sein. Persönliche Streitfälle werden von einem örtlichen Gericht entschieden. Internationale Fragen werden vor den Weltschiedsgerichtshof kommen, und so wird es keine Ursache für Krieg mehr geben.A38
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Ich halte diese beiden großen amerikanischen Nationen (die Vereinigten Staaten und Kanada) in Bezug auf alles, was mit Fortschritt und Zivilisation zu tun hat, für höchst fähig und fortgeschritten … Daher hoffe ich, dass diese verehrten Nationen zu herausragenden Faktoren bei der Schaffung des Weltfriedens und der Einheit der Menschheit werden.A39
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Die Menschenwelt besitzt zwei Flügel, den männlichen und den weiblichen. Solange diese beiden Schwingen nicht gleich stark sind, wird der Vogel nicht fliegen. Solange die Frau nicht denselben Rang einnimmt wie der Mann, solange sie nicht Zugang zu denselben Tätigkeitsbereichen genießt, wird die Menschheit nichts Außergewöhnliches verwirklichen, kann sich die Menschheit nicht zu den Höhen wahrer Errungenschaften aufschwingen. Wenn die beiden Flügel gleich stark werden und die gleichen Vorrechte genießen, wird der Flug des Menschen überaus erhaben und bemerkenswert sein. Daher muss die Frau die gleiche Erziehung und Ausbildung erhalten wie der Mann und jede Ungleichheit muss ausgeglichen werden. Mit gleichen Vorzügen begabt wie die Männer, erreichen sie jeden Grad menschlicher Errungenschaft; die Frauen werden den Männern gleichgestellt und solange diese Gleichstellung nicht erreicht ist, wird sich wahrer Fortschritt und Erfolg für die Menschheit nicht einstellen.
Die offensichtlichen Gründe dafür sind folgende: Die Frau ist von Natur aus gegen den Krieg, sie ist eine Verfechterin des Friedens. Die Kinder werden von den Müttern aufgezogen, die die Grundlage ihrer Erziehung legen und sich gewissenhaft für sie einsetzen. Stellen Sie sich eine Mutter vor, die zwanzig Jahre lang einen Sohn bis zum Reifealter liebevoll aufgezogen hat. Sicherlich billigt sie nicht, dass ihr Sohn in Stücke gerissen und auf dem Schlachtfeld getötet wird. Wenn daher die Frau dem Mann an Macht und Privilegien einschließlich dem Wahlrecht und der Einflussnahme in der Staatsführung gleichkommt, wird es ganz bestimmt keinen Krieg mehr geben; denn die Frau ist von Natur aus die ergebenste und entschiedenste Verfechterin des Weltfriedens.A40
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Die Völker und Regierungen aller Länder müssen einen obersten Gerichtshof wählen, in dem Mitglieder der einzelnen Länder und Regierungen in Einigkeit tagen. Alle Streitfragen sollen vor dieses Gericht gebracht werden, dessen Aufgabe die Verhütung von Kriegen ist.A41
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Ein höchster Gerichtshof muss durch die Völker und Regierungen aller Staaten errichtet werden und aus gewählten Mitgliedern aller Länder und Regierungen bestehen. Die Mitglieder dieses großen Rates müssen in Einigkeit tagen. Alle Streitigkeiten internationalen Charakters sind diesem Gerichtshof zu unterbreiten, dessen Sache es ist, durch Schiedsspruch alles zu schlichten, was sonst zur Ursache des Krieges würde. Die Aufgabe dieses Gerichtshofes wäre, den Krieg zu verhindern.A42
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»Was die Abrüstungsfrage betrifft, so müssen alle Nationen zur gleichen Zeit abrüsten. Es führt zu gar nichts und wird auch nicht vorgeschlagen, dass einige Nationen die Waffen niederlegen, während andere, ihre Nachbarn, bewaffnet bleiben. Der Weltfriede muss durch internationale Vereinbarung herbeigeführt werden. Alle Nationen müssen übereinkommen, gleichzeitig abzurüsten …
Keine Nation kann eine Friedenspolitik verfolgen, während ihr Nachbar kriegerisch bleibt … Darin liegt keine Gerechtigkeit. Niemand käme auf den Gedanken vorzuschlagen, der Weltfriede könne auf diesem Wege herbeigeführt werden. Er muss durch eine allgemeine, umfassende internationale Vereinbarung zustande gebracht werden und durch nichts anderes …
Gleichzeitiges Handeln ist bei jedem Abrüstungsplan nötig. Alle Regierungen der Welt müssen ihre Schlacht- und Kriegsschiffe in Handelsschiffe umbauen. Aber eine Nation allein kann von sich aus nicht mit einer solchen Politik beginnen, und ein solcher Versuch eines einzelnen Staates wäre töricht. Er würde nur zur Zerstörung verlocken …«
»Gibt es irgendwelche Anzeichen, dass der dauerhafte Weltfriede etwa in absehbarer Zeit errichtet wird?«, wurde ‘Abdu’l-Bahá gefragt.
»Er wird in diesem Jahrhundert errichtet«, antwortete er. »Er wird im zwanzigsten Jahrhundert die Welt umfassen. Alle Nationen werden dazu gezwungen sein.«
…
»Durch wirtschaftlichen Druck?«
»Ja. Die Nationen werden zum Frieden und zur Übereinkunft über die Abschaffung des Krieges gezwungen sein. Die Menschen werden die entsetzliche Steuerlast für Kriegszwecke nicht mehr ertragen können …«
»Nein«, sagte ‘Abdu’l-Bahá abschließend, »ich wiederhole, keine Nation kann unter diesen Umständen abrüsten. Abrüstung wird sicherlich kommen, sie muss kommen, und sie wird durch die weltweite Zustimmung der zivilisierten Nationen der Erde kommen. Durch internationale Übereinkunft werden sie ihre Waffen niederlegen und das große Zeitalter des Friedens wird dann eingeleitet. Nur auf diese und keine andere Weise kann der Friede auf Erden begründet werden.«A43
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Sobald das Parlament der Menschheit gegründet und dessen Teilbereiche organisiert sind, sobald die Regierungen der Welt ein Bündnis ewiger Freundschaft eingegangen sind, werden sie kein stehendes Heer und keine Kriegsmarine mehr brauchen. Einige wenige Bataillone zum Schutz der inneren Ordnung und eine internationale Polizei zur Sicherung der Meeresstraßen sind alles, was nötig sein wird. Dann werden diese ungeheuren Summen in andere, nützlichere Kanäle gelenkt, die Massenarmut wird verschwinden, die Bildung zunehmen, Dichter und Sänger werden die Triumphe des Friedens besingen, das Wissen wird die Lebensbedingungen verbessern und die Menschheit wird in der Wiege des Glücks und der Wonne Schutz finden. Dann werden die Herrscher, ob ihre Regierung konstitutionell oder republikanisch, erblich-monarchisch oder demokratisch ist, ihre Zeit dem Wohlergehen ihrer Nationen, der Festlegung von gerechten und vernünftigen Gesetzen und der Förderung von engeren, freundschaftlicheren Beziehungen mit ihren Nachbarn widmen. So wird die Welt der Menschheit zu einem Spiegel für die Tugenden und Eigenschaften des Reiches Gottes.
Alle Regierungen der Welt müssen durch ein allgemeines Übereinkommen gleichzeitig abrüsten … Es würde nicht helfen, wenn die eine ihre Waffen niederlegte und die andere sich weigerte, dasselbe zu tun. Die Nationen der Welt müssen hinsichtlich dieser höchst wichtigen Angelegenheit zusammenwirken, auf dass sie gemeinsam auf die tödlichen Waffen des Menschengemetzels verzichten. Solange ein Volk seinen Etat für Militär und Kriegsmarine vergrößert, werden andere Nationen durch ihre natürlichen und vermeintlichen Interessen gezwungen sein, diesen wahnwitzigen Wettbewerb mitzumachen.
…
Das Problem der Abrüstung muss jetzt von allen Nationen, nicht nur von einer oder zwei, in Angriff genommen werden. Folglich müssen die Verfechter des Friedens Tag und Nacht bestrebt sein, dass die einzelnen Menschen in allen Ländern friedliebend werden, die öffentliche Meinung eine starke, dauerhafte Basis erlangt, das Heer des Weltfriedens Tag für Tag vergrößert wird, völlige Abrüstung stattfindet und das Banner der weltweiten Versöhnung auf den höchsten Berggipfeln der Erde weht.
…
Die Ideale des Friedens müssen genährt und unter den Bewohnern der Welt verbreitet werden. Sie müssen in den Schulen über den Frieden und das Unheil des Krieges unterrichtet werden. Erstens: Die Geldgeber und Bankiers müssen aufhören, irgendeiner Regierung Geld zu leihen, wenn diese einen ungerechten Krieg gegen eine unschuldige Nation zu führen vorhat. Zweitens: Die Direktoren und Geschäftsführer der Eisenbahnen und Dampfschifffahrtsgesellschaften müssen die Beförderung von Kriegsmunition, Höllenmaschinen, Gewehren, Kanonen und Schießpulver von einem Land zum anderen unterlassen. Drittens: Die Soldaten müssen durch ihre Vertreter die Kriegsminister, die Politiker, die Parlamentarier und die Generale ersuchen, in deutlicher und verständlicher Sprache Gründe und Ursachen vorzutragen, die sie an den Rand eines solch nationalen Unheils gebracht haben. Die Soldaten müssen dies als eines ihrer Vorrechte fordern. »Beweist uns«, müssen sie sagen, »dass dies ein gerechter Krieg ist, dann werden wir das Schlachtfeld betreten, andernfalls tun wir keinen Schritt. Kommt hervor aus Euren Verstecken, betretet das Schlachtfeld, wenn ihr einander angreifen möchtet und reißt einander in Stücke, wenn ihr euren sogenannten Streit in der Öffentlichkeit austragen wollt. Zwist und Fehde sind zwischen euch, warum macht ihr uns unschuldige Menschen dabei zur Partei? Wenn Kampf und Blutvergießen gut sind, dann führt uns unter eurem Dabeisein ins Gefecht!«
Kurz, jeder Grund, der Krieg erzeugt, muss geprüft werden, und die Mittel, die den Ausbruch des Krieges verhindern, müssen gefördert werden, so dass physischer Kampf zur Unmöglichkeit wird. Andererseits muss jedes Land richtig abgegrenzt, seine Grenzen exakt markiert, seine nationale Integrität gesichert, seine dauerhafte Unabhängigkeit geschützt und seine lebenswichtigen Interessen von der Familie der Nationen respektiert werden. Diese Dienste sollten von einer unparteiischen internationalen Kommission geleistet werden. Auf diese Weise werden alle Ursachen von Reiberei und Meinungsverschiedenheiten beseitigt. Und falls Streitigkeiten unter ihnen entstehen, könnten sie sich vor dem Parlament der Menschheit, dessen Abgeordnete unter den weisesten und klügsten Menschen aller Nationen der Welt ausgewählt werden sollten, einem Schiedsspruch unterwerfen.A44
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Jedes Jahrhundert besitzt die Lösung für ein vorherrschendes Problem. Obwohl es viele Probleme geben mag, wird sich dennoch eines der unzähligen Probleme auftürmen und zum wichtigsten von allen werden … In diesem leuchtenden Jahrhundert ist die größte Gabe der Welt für die Menschheit der Weltfriede, der gegründet werden muss, so dass das Reich der Schöpfung zur Ruhe kommt, der Osten und der Westen, die mit ihrer Reichweite die fünf Kontinente des Erdballs umfassen, einander umarmen, die Menschen unter dem Zelt der Einheit der Menschheit Ruhe finden und das Banner des Weltfriedens über alle Regionen wehen möge …
Heute ist die wahre Pflicht eines mächtigen Königs, den Weltfrieden zu stiften; denn dies bekundet wahrlich die Freiheit aller Menschen in der Welt. Manche, die von der Existenz wahrer Menschlichkeit und deren hohem Streben für das Wohl aller nichts wissen, halten eine solch herrliche Lebensform für sehr schwierig, ja sogar unmöglich erreichbar. Aber dem ist nicht so, ganz im Gegenteil.A45
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O ihr Glieder der Menschheit, findet die Mittel, diesem Massenmord und Blutvergießen Einhalt zu gebieten. Jetzt ist die festgesetzte Zeit! Jetzt ist die günstigste Zeit! Erhebt euch, bemüht euch, zeigt außergewöhnliche Kraft, hisst das Banner des Weltfriedens und dämmt die unbändige Raserei dieser tobenden Flut ein, die überall Vernichtung und Zerstörung bringt.A46
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»Durch welche Schritte«, fuhr der Fragende fort, »wird dieser Friede auf Erden errichtet? Wird er plötzlich nach einer weltweiten Verkündung der Wahrheit kommen?«
»Nein, er wird schrittweise erreicht«, sagte ‘Abdu’l-Bahá. »Eine Pflanze, die zu schnell wächst, lebt nur kurze Zeit. Ihr seid meine Familie«, und Er sah mit einem Lächeln um sich, »meine neuen Kinder! Wenn eine Familie in Einklang lebt, werden große Ergebnisse erzielt. Zieht einen größeren Kreis: Wenn eine Stadt in inniger Eintracht lebt, werden größere Ergebnisse die Folge sein, und ein völlig geeinter Erdteil wird ebenso alle anderen Erdteile einen. Dann ist die Zeit der größten Ergebnisse gekommen, denn alle Bewohner der Erde gehören zu einem Heimatland.«A47
Aus den Schriften Shoghi Effendis
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Innig geliebte Freunde! Ob wir die Menschheit im Lichte der persönlichen Lebensführung oder der Beziehungen zwischen den organisierten Gemeinschaften und Nationen betrachten, sie ist leider zu weit abgeirrt, hat einen zu tiefen Niedergang erlitten, als dass sie allein durch die unbeholfenen Anstrengungen selbst der besten unter ihren anerkannten Herrschern und Staatsmännern – wie uneigennützig ihre Beweggründe, wie wohlabgestimmt ihr Handeln, wie rückhaltlos ihr Eifer und ihre Hingabe an ihre Sache auch seien – erlöst werden könnte. Kein Plan, den die Berechnungen höchster Staatskunst noch ersännen, kein Lehrgebäude, das die hervorragendsten Vertreter der Wirtschaftstheorie noch errichteten, kein Grundsatz, den der glühendste Moralist noch einimpfen wollte, können letzten Endes ausreichende Grundlagen bieten, auf die die Zukunft einer verwirrten Welt gebaut werden kann.
Kein Aufruf zu gegenseitiger Duldsamkeit, den die Weltweisen erheben, wie zwingend und nachdrücklich er auch sein mag, kann die Leidenschaften dieser Welt beruhigen oder ihr helfen, ihre Lebenskraft zurückzugewinnen. Auch hat kein rein organisatorischer Gesamtplan internationaler Zusammenarbeit, auf welchem Gebiet menschlichen Wirkens er sich immer bewegt, wie geistreich er erdacht und wie umfassend er auch aufgefasst wird, den gewünschten Erfolg, wenn es darum geht, die Grundursache des Übels zu beseitigen, das die heutige Gesellschaft so hart aus dem Gleichgewicht geworfen hat. Ja, ich wage zu behaupten, dass nicht einmal das Ersinnen eines Ordnungsgefüges, wie es für die politische und wirtschaftliche Vereinigung der Menschheit erforderlich ist – eine Grundforderung, die in letzter Zeit immer stärker vertreten wird, – dass nicht einmal dieser Vorgang aus sich selbst heraus das Heilmittel gegen das Gift bieten könnte, welches ständig die Kraftreserven der entwickelten Völker und Nationen auszehrt. Was sonst, so können wir getrost fragen, als die vorbehaltlose Annahme des göttlichen Programms, das Bahá’u’lláh vor bereits sechzig Jahren mit solcher Macht und Schlichtheit verkündet hat, eines Programms, das in seinen Wesenszügen Gottes Plan für die Vereinigung der Menschheit in diesem Zeitalter zum Ausdruck bringt, kann in Verbindung mit der unüberwindlichen Gewissheit der sicheren Wirkung aller seiner Vorkehrungen schließlich den Kräften innerer Auflösung widerstehen, die sich, wenn ihnen kein Einhalt geboten wird, immer tiefer in das Mark einer verzweifelten Gesellschaft hineinfressen? Diesem Ziel – dem Ziel einer neuen Weltordnung, göttlich im Ursprung, allumfassend in der Reichweite, unparteiisch im Grundsatz, herausfordernd im Charakter – muss eine gequälte Menschheit zustreben.
Zu behaupten, alle Zusammenhänge von Bahá’u’lláhs gewaltigem Plan weltweiter Solidarität erfasst oder seine Bedeutung ergründet zu haben, wäre selbst vonseiten der erklärten Anhänger Seines Glaubens vermessen. Ja, der Versuch, sich diesen Plan mit all seinen Möglichkeiten vorzustellen, seine künftigen Vorteile abzuschätzen, sich seine Größe auszumalen, wäre sogar in dem heute so fortgeschrittenen Stadium der Entwicklung der Menschheit verfrüht.
Das Einzige, was wir vernünftigerweise versuchen können, ist, uns zu bemühen, einen Schimmer der ersten Lichtstreifen der verheißenen Dämmerung zu erhaschen, die, wenn die Zeit gekommen ist, das die Menschheit umschließende Dunkel verjagen wird. Lediglich in groben Zügen können wir herausstellen, was uns als die leitenden Prinzipien erscheint, die der Weltordnung Bahá’u’lláhs zugrunde liegen, wie sie ‘Abdu’l-Bahá, Mittelpunkt Seines Bundes mit der ganzen Menschheit und ernannter Ausleger und Erklärer Seines Wortes, ausführlich dargestellt und erläutert hat.
Dass die Unruhe und das Leid, die die Masse der Menschheit peinigen, in einem nicht geringen Maße die unmittelbaren Folgen des Weltkriegs sind, dass sie der Unklugheit und Kurzsichtigkeit der Gestalter der Friedensverträge zugeschrieben werden müssen, kann nur ein Voreingenommener sich weigern zuzugeben. …
Die Behauptung wäre jedoch müßig, allein der Krieg mit all seinen Folgeschäden, seinen entfesselten Leidenschaften und seiner Hinterlassenschaft an Leid sei verantwortlich für die beispiellose Verwirrung, in die fast jeder Lebensbereich der zivilisierten Welt gegenwärtig gestürzt ist. Ist es nicht eine Tatsache – und das ist der Kerngedanke, den ich hier betonen möchte –, dass die grundlegende Ursache dieser weltweiten Unruhe nicht so sehr den Auswirkungen dessen zuzuschreiben ist, was man früher oder später als eine vorübergehende Gewichtsverlagerung in den Angelegenheiten einer sich ständig wandelnden Welt betrachten wird, sondern vielmehr dem Versäumnis jener, die die unmittelbaren Schicksale von Völkern und Nationen in Händen halten, – dem Versäumnis, ihr System wirtschaftlicher und politischer Institutionen den zwingenden Notwendigkeiten eines Zeitalters stürmischer Entwicklung anzupassen? Gehen diese immer wiederkehrenden Krisen, die die heutige Gesellschaft durchzucken, nicht hauptsächlich zu Lasten der bedauerlichen Unfähigkeit der anerkannten Führer in der Welt, die Zeichen der Zeit richtig zu lesen, sich ein für alle Mal von ihren vorgefassten Meinungen, ihren engen Glaubensvorstellungen zu lösen und das Räderwerk ihrer jeweiligen Regierungen nach den Maßstäben zu erneuern, die sich aus Bahá’u’lláhs Verkündigung der Einheit der Menschheit, dem hauptsächlichen und hervorragenden Merkmal Seines Glaubens, zwingend ergeben? …
Wie kläglich sind doch die Bemühungen jener Führer menschlicher Institutionen, welche in völliger Missachtung des Zeitgeistes bestrebt sind, nationale Verfahrensweisen, die längst vergangenen Tagen selbstgenügsamer Nationen entsprachen, einem Zeitalter anzupassen, das entweder, wie von Bahá’u’lláh vorgezeichnet, die Einheit der Welt erreichen oder aber zugrunde gehen muss. In einer so kritischen Stunde der Kulturgeschichte geziemt es den Führern aller Nationen der Erde, groß und klein, im Osten wie im Westen, Sieger oder Besiegte, dem Posaunenruf Bahá’u’lláhs Beachtung zu schenken und, völlig durchdrungen von einem Empfinden der Weltsolidarität, dem sine qua non der Treue zu Seiner Sache, sich mannhaft zu erheben, um den einen Heilsplan, den Er, der göttliche Arzt, für eine gequälte Menschheit verordnet hat, zur Gänze durchzuführen. Mögen sie ein für alle Mal jede vorgefasste Meinung, jedes nationale Vorurteil ablegen und den erhabenen Rat ‘Abdu’l-Bahás, des autorisierten Erklärers Seiner Lehren, beachten: »Sie können Ihrem Land am besten dienen«, erwiderte ‘Abdu’l-Bahá einem hohen Beamten im Dienste der Bundesregierung der Vereinigten Staaten von Amerika auf die Frage, wie er die Interessen seiner Regierung und seines Volkes am besten fördern könnte, »indem Sie in Ihrer Eigenschaft als Weltbürger bestrebt sind mitzuhelfen, dass das Prinzip des Föderalismus, das der Regierung Ihres eigenen Landes zugrunde liegt, endlich auf die Beziehungen angewandt wird, die jetzt zwischen den Völkern und Nationen der Welt bestehen.«
…
Ein Welt-Überstaat, an den alle Nationen der Erde willig den Anspruch, Krieg zu führen, gewisse Rechte der Erhebung von Steuern und alle Rechte auf Kriegsrüstung außer zur Aufrechterhaltung der inneren Ordnung in ihren Gebieten abtreten – ein solcher Staat muss notwendigerweise in irgendeiner Form entwickelt werden. Sein Organisationsrahmen wird eine internationale Exekutive einschließen müssen, die jedem widerspenstigen Mitglied der Gemeinschaft ihre höchste und unantastbare Autorität aufzwingen kann; ein Weltparlament, dessen Mitglieder durch das Volk aller Länder gewählt werden und in ihrer Amtsübernahme von den jeweiligen Regierungen bestätigt werden, sowie einen Obersten Gerichtshof, dessen Urteil bindende Gültigkeit haben wird, selbst in Fällen, in denen die Parteien ihren Streit nicht freiwillig seiner Rechtsfindung unterwerfen. Eine Weltgemeinschaft, in der alle wirtschaftlichen Schranken für immer niedergerissen werden, in der die gegenseitige Abhängigkeit von Kapital und Arbeit ausdrücklich anerkannt wird, in der das Geschrei religiösen Eifers und Streites endgültig verstummt ist, in der die Flamme des Rassismus ein für alle Mal gelöscht ist, deren einheitliches System internationalen Rechts als Ergebnis der wohlüberlegten Entscheidung der weltweit vereinigten Volksvertreter durch das sofortige, zwingende Eingreifen der vereinten Streitkräfte der Verbündeten sanktioniert wird; und schließlich: eine Weltgemeinschaft, in der der Sturm eines tollkühn-militanten Nationalismus in ein dauerhaftes Bewusstsein des Weltbürgertums verwandelt ist – so wahrlich sieht, in groben Zügen gezeichnet, die von Bahá’u’lláh vorausgeschaute Ordnung aus, eine Ordnung, die einmal als die edelste Frucht eines langsam heranreifenden Zeitalters betrachtet werden wird.
…
Der belebende Sinn des weltweiten Gesetzes Bahá’u’lláhs darf keine Befürchtungen hervorrufen. Weit davon entfernt, auf den Umsturz der bestehenden Gesellschaftsordnung abzuzielen, sucht es ihre Grundlage zu erweitern, ihre Institutionen in einer Weise umzugestalten, die mit den Bedürfnissen einer stets sich wandelnden Welt in Einklang steht. Es kann mit keiner rechtmäßigen Untertanenpflicht in Widerspruch sein, noch kann es wirkliche Treue untergraben. Seine Absicht ist weder, die Flamme einer vernünftigen Vaterlandsliebe in den Herzen der Menschen zu ersticken, noch den Grundsatz nationaler Selbständigkeit abzuschaffen, der so wesentlich ist, wenn die Übel übertriebener Zentralisation vermieden werden sollen. Es ignoriert weder die Vielfalt von Ethnien, Klima, Geschichte, Sprachen und Traditionen, Gedanken und Gewohnheiten, die die Völker und Nationen der Welt voneinander unterscheiden, noch versucht es, sie zu unterdrücken. Es ruft nach größerer Treue, stärkerem Bemühen als irgendein anderes, das je die Menschenwelt beseelt hat. Es besteht auf der Unterordnung nationaler Regungen und Belange unter die zwingenden Ansprüche einer geeinten Welt. Es verwirft einerseits die übersteigerte Zentralisation und entsagt zum andern allen Versuchen der Gleichmacherei. Seine Losung ist Einheit in der Mannigfaltigkeit, wie ‘Abdu’l-Bahá selbst erklärte.
…
Der Grundsatz der Einheit der Menschheit – der Angelpunkt, um den alle Lehren Bahá’u’lláhs kreisen – ist kein bloßer Ausdruck unkundiger Gefühlsseligkeit oder unklarer frommer Hoffnung. Sein Ruf ist nicht gleichbedeutend mit einer bloßen Wiedererweckung des Geistes der Brüderlichkeit und des guten Willens unter den Menschen, noch geht es nur um die Förderung harmonischer Zusammenarbeit zwischen einzelnen Völkern und Ländern. Die Folgerungen gehen tiefer, der Anspruch ist höher als alles, was den früheren Propheten zu äußern erlaubt war. Die Botschaft gilt nicht nur dem einzelnen, sondern befasst sich in erster Linie mit der Natur jener notwendigen Beziehungen, die alle Staaten und Nationen als Glieder einer menschlichen Familie verbinden müssen. Der Grundsatz der Einheit stellt nicht nur die Verkündigung eines Ideals dar, sondern ist unzertrennlich mit einer Institution verbunden, die seine Wahrheit verkörpert, seine Gültigkeit bekundet und seinen Einfluss dauernd zur Geltung bringt. Er verlangt eine organische, strukturelle Veränderung der heutigen Gesellschaft, eine Veränderung, wie sie die Welt noch nicht erlebt hat. Er stellt eine Herausforderung, kühn und weltumfassend, für die nationalen Glaubensparolen dar, deren Zeit vorüber ist und die im normalen Verlauf der Ereignisse, wie die Vorsehung sie formt und fügt, einem neuen Evangelium Platz machen müssen, das grundlegend anders und unendlich höherwertig ist als das, was die Welt bis jetzt begriffen hat. Er fordert nichts Geringeres als den Wiederaufbau und die Entmilitarisierung der ganzen zivilisierten Welt, einer Welt, die in allen Grundfragen des Lebens, in ihrem politischen Mechanismus, ihren geistigen Bestrebungen, in Handel und Finanzwesen, Schrift und Sprache organisch zusammengewachsen und doch in den nationalen Eigentümlichkeiten ihrer verbündeten Staatenglieder von einer unendlichen Mannigfaltigkeit ist.
Er stellt die Vollendung der menschlichen Entwicklung dar, einer Entwicklung, die ihren Uranfang in der Geburt des Familienlebens hat, deren weitere Entfaltung zur Stammeseinheit und zur Bildung des Stadtstaates führte, und die sich später zur Bildung unabhängiger, souveräner Nationen erweiterte.
…
Nehmen wir nur ein Beispiel: Wie überzeugt klangen die Erklärungen, die in den Tagen vor der Vereinigung der Staaten des nordamerikanischen Kontinents über die unüberwindlichen Schranken auf dem Weg zu diesem Zusammenschluss abgegeben wurden! Hat man nicht ausführlich und nachdrücklich dargelegt, die widersprüchlichen Interessen, das gegenseitige Misstrauen, die Unterschiede in Amtsführung und Brauchtum zwischen den Staaten seien so stark, dass keine geistliche oder weltliche Macht jemals hoffen dürfe, sie zu harmonisieren oder zu beherrschen? Und doch, wie verschieden waren die vor 150 Jahren herrschenden Bedingungen von denen, die für die heutige Gesellschaft bezeichnend sind! Ohne Übertreibung kann man sagen, dass das Fehlen jener Erleichterungen, die der neueste wissenschaftliche Fortschritt der heutigen Menschheit dienstbar machte, das Problem, die amerikanischen Staaten zu einem Bund zu verschweißen, weit komplizierter machte als es die Aufgabe ist, der eine gespaltene Menschheit bei ihrem Bemühen um Welteinheit gegenübersteht.
Wer weiß andererseits, ob nicht für die Verwirklichung eines so erhabenen Planes noch schlimmere Leiden über die Menschheit kommen müssen als alle, die sie bis jetzt ausgestanden hat? Konnte etwas Geringeres als das Feuer eines Bürgerkrieges mit all seiner Gewalttätigkeit und seinen Wechselfällen – ein Krieg, der die große amerikanische Republik fast gespalten hätte – die Staaten nicht nur zu einem Bund unabhängiger Einheiten, sondern zu einer Nation verschmelzen, trotz all der völkischen Unterschiede, die ihre Bestandteile charakterisierendie Staaten, nicht nur zu einem Bund unabhängiger Einheiten, sondern trotz all der charakteristischen ethnischen Unterschiede ihrer Bestandteile zu einer Nation verschmelzen? Dass eine so grundlegende Umwälzung mit einem so weitreichenden Wandel in der Gesellschaftsstruktur auf dem gewöhnlichen Weg der Diplomatie und der Erziehung erreicht werden kann, scheint höchst unwahrscheinlich. Wir brauchen nur die blutgetränkte Menschheitsgeschichte zu betrachten, um festzustellen, dass allein die heftigste geistige und körperliche Pein imstande war, derart epochemachende Wandlungen, wie sie die wichtigsten Wahrzeichen der Kulturentwicklung bilden, rasch herbeizuführen.
So groß und weitreichend jene früheren Veränderungen auch gewesen sind – in ihrer richtigen Perspektive betrachtet, können sie doch nur als zweitrangige Anpassungsvorgänge erscheinen, als Vorspiel für diese Wandlung von unvergleichlicher Majestät und Reichweite, die die Menschheit in unserem Zeitalter erdulden muss. Dass nur die Kräfte einer Weltkatastrophe eine derart neue Phase menschlichen Denkens vorantreiben können, wird leider immer deutlicher. Dass nichts Geringeres als das Feuer eines harten Gottesgerichts, heftiger als je zuvor, die uneinigen Elemente der heutigen Zivilisation zu sich ergänzenden Bestandteilen des künftigen Weltgemeinwesens verschweißen und verschmelzen kann, ist eine Wahrheit, die künftige Ereignisse immer mehr beweisen werden.
Die prophetische Stimme Bahá’u’lláhs warnte in den abschließenden Sprüchen der Verborgenen Worte »die Völker der Welt«, dass »unerwartete Trübsal sie verfolgt und schmerzhafte Vergeltung ihrer harrt«. Dies wirft in der Tat ein gespenstisches Licht auf die unmittelbaren Geschicke einer bekümmerten Menschheit. Nur eine Feuerprobe, aus der diese Menschheit geläutert und vorbereitet wiederersteht, kann ihr ein Gefühl für die Verantwortung einbrennen, welche die Führer eines neugeborenen Zeitalters auf ihre Schultern nehmen müssen.
Zum wiederholten Male möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf jene bedeutenden Worte Bahá’u’lláhs lenken, die ich bereits angeführt habe: »Und wenn die festgesetzte Stunde kommt, wird plötzlich erscheinen, was der Menschheit Glieder zittern macht.«
Hat nicht ‘Abdu’l-Bahá selbst in unzweideutiger Sprache versichert, dass »ein zweiter Krieg, grimmiger als der letzte, sicherlich ausbrechen wird«?
Von der Vollendung dieses kolossalen, dieses unsagbar ruhmreichen Unternehmens – eines Unternehmens, das die Erfindergabe römischer Staatskunst in Verwirrung stürzte, vor dem die verzweifelten Kraftakte eines Napoleon versagten – wird die endgültige Verwirklichung jenes Tausendjährigen Reiches abhängen, von dem die Dichter aller Zeiten sangen und die Seher seit alters träumten. Von dieser Vollendung wird es abhängen, dass die Verheißungen der alten Propheten sich erfüllen, wonach die Schwerter zu Pflugscharen geschmiedet werden und der Löwe und das Lamm beisammen ruhen. Allein diese Vollendung kann zum Reich des Himmlischen Vaters führen, wie es der Glaube Jesu Christi verheißen hat. Allein diese Vollendung kann das Fundament für die neue Weltordnung, wie sie Bahá’u’lláh vor Augen stand, legen – eine Weltordnung, die, wenn auch nur schwach, auf Erden den unbeschreiblichen Strahlenglanz des Reiches Abhá widerspiegeln wird.
Ein weiteres Wort zum Beschluss: Die Verkündigung der Einheit der Menschheit – der Eckstein der allumfassenden Herrschaft Bahá’u’lláhs – kann unter keinen Umständen mit solchen Verlautbarungen frommer Hoffnung verglichen werden, wie sie früher geäußert wurden. Bahá’u’lláh hat nicht nur einen Ruf erschallen lassen, allein und ohne Hilfe im Angesicht des hartnäckigen, vereinten Widerstandes zweier der mächtigsten orientalischen Herrscher Seiner Zeit, während Er selbst ein Verbannter und Gefangener in ihren Händen war. Sein Ruf enthält zugleich eine Warnung und ein Versprechen: eine Warnung, dass in ihm selbst das einzige Mittel zum Heil einer grausam leidenden Welt liegt, und ein Versprechen, dass die Verwirklichung dieses Heils nahe bevorsteht.
Verkündet zu einer Zeit, als man seine Möglichkeit noch in keinem Teil der Erde ernstlich ins Auge fasste, wird dieser Ruf kraft der himmlischen Macht des Geistes Bahá’u’lláhs heute von einer wachsenden Zahl denkender Menschen nicht nur als eine sich anbahnende Möglichkeit betrachtet, sondern als das notwendige Ergebnis der Kräfte, die in unserer Welt am Werke sind.
Sicherlich hat es diese Welt – durch den erstaunlichen Fortschritt im Reich der Physik sowie durch die weltweite Ausdehnung von Handel und Industrie zusammengeschrumpft und in einen eng verflochtenen Organismus verwandelt, unter dem lastenden Druck der weltwirtschaftlichen Mächte und inmitten der Fallgruben einer materialistischen Zivilisation – bitter nötig, dass ihr die Wahrheit, die allen Offenbarungen der Vergangenheit zugrunde liegt, neu dargereicht wird, und zwar in einer Sprache, die ihren wesentlichen Bedürfnissen entspricht. Und welche Stimme außer Bahá’u’lláh, dem Sprachrohr Gottes für dieses Zeitalter, ist imstande, eine Veränderung der Gesellschaft herbeizuführen, so radikal wie die Veränderung, die Er bereits in den Herzen jener Männer und Frauen bewirkte, die aus ihrer scheinbaren Verschiedenartigkeit und Unversöhnlichkeit zur Körperschaft Seiner erklärten Anhänger auf der ganzen Erde zusammengewachsen sind?
Dass eine so mächtige Idee im menschlichen Denken rasch aufblühen wird, dass sich Stimmen zu ihrer Unterstützung erheben werden, dass ihre wesentlichen Strukturen im Bewusstsein der Machthaber rasch kristallisieren müssen, kann in der Tat kaum jemand bezweifeln. Dass ihre bescheidenen Anfänge in der weltweiten Gemeinschaftsordnung, die das Wesen der Anhängerschaft Bahá’u’lláhs ausmacht, bereits Gestalt annehmen, können nur jene, deren Herzen vom Vorurteil vergiftet sind, übersehen.A48
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Kein Apparat, der hinter dem Maßstab der Bahá’í-Offenbarung zurückbleibt und dem erhabenen Modell der Lehren Bahá’u’lláhs widerspricht, sei er durch die vereinten Bemühungen der Menschheit auch noch so gut ausgeklügelt, kann je hoffen, irgendetwas über jenen ›Geringeren Frieden‹ hinaus zu vollbringen, auf den der Begründer unseres Glaubens in Seinen Schriften selbst angespielt hat. »Jetzt, da ihr den Größten Frieden abgelehnt habt«, schrieb Er zur Ermahnung der Könige und Herrscher der Erde, »haltet euch an diesen, den Geringeren Frieden, damit ihr eure eigene Lage und die eurer Untertanen einigermaßen bessern möget.« Im selben Sendschreiben spricht Er eingehender über diesen Geringeren Frieden und wendet sich wie folgt an die Herrscher der Erde: »Versöhnt euch, so dass ihr nicht mehr Kriegsrüstungen brauchet, als in dem Maße, um eure Länder und Herrschaften zu schützen … Seid vereinigt, o Könige der Erde, denn dadurch wird der Sturm der Zwietracht unter euch gestillt, und eure Völker werden Ruhe finden – so ihr zu denen gehöret, die verständig sind. Sollte einer von euch die Waffen gegen einen anderen ergreifen, so erhebt euch alle gegen ihn; denn dies ist nichts als offenbare Gerechtigkeit.«
Der Größte Friede andererseits, wie ihn Bahá’u’lláh versteht – ein Friede, der sich unausweichlich als praktische Folge aus der Vergeistigung der Welt und der Verschmelzung aller ihrer Völker, Konfessionen, Klassen und Nationen ergibt –, kann auf keine andere Grundlage gestellt und durch keine andere Wirkkraft bewahrt werden als die gottgegebenen Satzungen, die in der mit Seinem heiligen Namen verbundenen Weltordnung inbegriffen sind. …
Die Offenbarung Bahá’u’lláhs, deren höchstes Ziel es ist, diese organische, geistige Einheit aller Nationen in ihrer Gesamtheit zu vollenden, muss, wenn wir zu ihren selbstverständlichen Folgerungen stehen, als Signal für den Eintritt des gesamten Menschengeschlechts in den Zustand der Mündigkeit betrachtet werden. Sie darf nicht nur als eine weitere geistige Erneuerung in den allzeit wechselnden Geschicken der Menschheit angesehen werden, nicht nur als ein weiteres Glied in einer Kette fortschreitender Offenbarungen, selbst nicht nur als der Gipfelpunkt in einer Stufenfolge wiederholter prophetischer Zyklen. Vielmehr bezeichnet die Offenbarung Bahá’u’lláhs die letzte, höchste Stufe in der atemberaubenden Entwicklung des menschlichen Gesellschaftslebens auf diesem Planeten. Das Hervortreten einer Weltgemeinschaft, das Bewusstsein des Weltbürgertums, die Begründung einer Weltzivilisation und Weltkultur – Strukturen, die allesamt mit den Anfangsstadien in der Entfaltung des Goldenen Zeitalters der Bahá’í-Ära zusammenfallen müssen – sollten ihrer wahren Natur nach, was dieses planetarische Leben anbelangt, als die äußersten Grenzen für die Organisation der menschlichen Gesellschaft angesehen werden, wenngleich der Mensch als Einzelwesen im Ergebnis dieser Vollendung unbegrenzt weiter fortschreiten, sich weiter entwickeln wird und muss.
…
Das ganze Menschengeschlecht stöhnt und schmachtet danach, zur Einheit geführt zu werden und sein lange Zeitalter währendes Martyrium zu beenden. Und dennoch weigert es sich hartnäckig, das Licht aufzunehmen und die souveräne Amtsgewalt jener einzigen Macht anzuerkennen, die es aus seinen Verwicklungen befreien und das leidvolle Unheil abwenden kann, das es in den Abgrund zu reißen droht.
Schicksalsträchtig ist in der Tat die Stimme Bahá’u’lláhs, die aus diesen prophetischen Worten klingt: »O Völker der Welt! Wisset wahrlich, dass unerwartetes Unheil euch verfolgt und schmerzliche Vergeltung euer harrt. Wähnet nicht, was ihr begangen habt, sei vor Meinem Angesicht getilgt.« Und wiederum: »Wir haben euch eine Frist gesetzt, o Völker. Wenn ihr versäumt, euch bis zur festgesetzten Stunde Gott zuzuwenden, wird Er wahrlich gewaltig Hand an euch legen und schwere Leiden von allen Seiten über euch kommen lassen. Wie streng ist fürwahr die Züchtigung, mit der euer Herr euch dann züchtigen wird!«
Muss die Menschheit wirklich, gepeinigt wie sie schon ist, noch schlimmer von Drangsalen befallen werden, ehe deren läuternder Einfluss sie für den Eintritt in das himmlische Königreich, das auf Erden errichtet werden soll, vorbereiten kann? Muss der Beginn eines so großen, so einzigartigen, so erleuchteten Zeitalters angekündigt werden durch eine Katastrophe in den menschlichen Angelegenheiten von solchen Ausmaßen, dass sie den entsetzlichen Zusammenbruch der römischen Kultur in den ersten Jahrhunderten des christlichen Zeitalters in Erinnerung ruft, ja übertrifft? Muss eine Folge tiefgreifender Erschütterungen das Menschengeschlecht rütteln und schütteln, ehe Bahá’u’lláh im Herzen und Gewissen der Massen auf den Thron gesetzt werden kann, ehe Seine Überlegenheit allgemein und unumstritten anerkannt wird, ehe das edle Bauwerk Seiner Weltordnung aufgeschlagen und errichtet wird?
Die langen Zeiten der Kindheit und der Minderjährigkeit, welche die Menschheit zu durchschreiten hatte, sind in den Hintergrund getreten. Die Menschheit erlebt jetzt die Erregungen, die unabänderlich mit der stürmischsten Stufe ihrer Entwicklung, dem Jünglingsalter, verbunden sind. In dieser Zeit erreichen jugendliche Unbändigkeit und Heftigkeit den Höhepunkt; sie müssen Schritt für Schritt von der Ruhe, der Weisheit und der Vollendung abgelöst werden, welche die Stufe des Mannesalters kennzeichnen. Dann wird das Menschengeschlecht jene Gestalt der Reife erlangen, die es befähigen wird, alle die Kräfte und Fähigkeiten zu erwerben, von denen seine Entwicklung letztlich abhängt.
Die Vereinigung der ganzen Menschheit ist das Kennzeichen der Stufe, der sich die menschliche Gesellschaft heute nähert. Die Einheit der Familie, des Stammes, des Stadtstaates und der Nation ist nacheinander in Angriff genommen und völlig erreicht worden. Welteinheit ist das Ziel, dem eine gequälte Menschheit zustrebt. Der Aufbau von Nationalstaaten ist zu einem Ende gekommen. Die Anarchie, die der nationalstaatlichen Souveränität anhaftet, nähert sich heute einem Höhepunkt. Eine Welt, die zur Reife heranwächst, muss diesen Fetisch aufgeben, die Einheit und Ganzheit der menschlichen Beziehungen erkennen und ein für alle Mal den Apparat aufrichten, der diesen Leitgrundsatz ihres Daseins am besten zu verkörpern vermag.
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Die Einheit des Menschengeschlechts, wie sie Bahá’u’lláh vorausschaut, umschließt die Errichtung eines Weltgemeinwesens, in dem alle Nationen, Völker, Konfessionen und Klassen eng und dauerhaft vereint, die Autonomie seiner nationalstaatlichen Glieder sowie die persönliche Freiheit und Selbständigkeit der einzelnen Menschen, aus denen es gebildet ist, ausdrücklich und völlig gesichert sind. Dieses Gemeinwesen muss, soweit wir es uns vorstellen können, aus einer Weltlegislative bestehen, deren Mitglieder als Treuhänder der ganzen Menschheit die gesamten Ressourcen aller Mitgliedstaaten überwachen. Sie muss die erforderlichen Gesetze geben, um das Leben aller Nationen und Völker zu steuern, ihre Bedürfnisse zu befriedigen und ihre wechselseitigen Beziehungen anzupassen. Eine Weltexekutive, gestützt auf eine internationale Streitmacht, wird die Beschlüsse jener Weltlegislative ausführen, deren Gesetze anwenden und die organische Einheit des ganzen Gemeinwesens sichern. Ein Weltgerichtshof wird seine bindende, endgültige Entscheidung in sämtlichen Streitfragen, die zwischen den vielen Gliedern dieses allumfassenden Systems auftreten können, fällen und zustellen. Ein Netzwerk weltweiter Kommunikation wird ersonnen werden; es wird den ganzen Erdball umspannen und, von allen nationalen Hindernissen und Beschränkungen frei, mit wunderbarer Schnelligkeit und vollkommener Pünktlichkeit ablaufen. Eine Welthauptstadt wird als Nervenzentrum einer Weltzivilisation und als Brennpunkt wirken, in dem die einigenden Lebenskräfte zusammenlaufen und von dem ihre kraftbringenden Einflüsse ausstrahlen werden. Eine Weltsprache wird entweder geschaffen oder unter den bestehenden Sprachen ausgewählt und in den Schulen aller verbündeten Nationen als ein Hilfsmittel neben der jeweiligen Muttersprache gelehrt werden. Eine Weltschrift, eine Weltliteratur, ein einheitliches, allumfassendes Währungs-, Gewichts- und Maßsystem werden den Verkehr und die Verständigung unter den Nationen und Völkern der Menschheit vereinfachen und erleichtern. In dieser Weltgesellschaft werden Wissenschaft und Religion, die beiden gewaltigsten Kräfte im menschlichen Leben, in Einklang gebracht sein; sie werden zusammenwirken und sich harmonisch entwickeln. Die Presse wird in einem solchen System der Darlegung der verschiedenen Ansichten und Überzeugungen der Menschheit vollen Spielraum gewähren, aber nicht mehr durch althergebrachte Interessen, seien sie persönlicher oder allgemeiner Natur, unheilvoll gelenkt sein; vom Einfluss streitender Regierungen und Völker wird sie befreit sein. Die wirtschaftlichen Hilfsmittel der Welt werden organisiert, ihre Rohstoffquellen erschlossen und restlos nutzbar gemacht, ihre Märkte aufeinander abgestimmt und entwickelt, die Verteilung ihrer Erzeugnisse unparteiisch geregelt werden.
Nationale Rivalität, Hass und Intrigen werden aufhören, rassistische Feindseligkeiten und Vorurteile werden durch Freundschaft, Verständigung und Zusammenarbeit ersetzt werden. Die Ursachen religiöser Zwistigkeiten werden für immer aus dem Wege geräumt werden; wirtschaftliche Schranken und Hindernisse werden völlig beseitigt, der maßlose Klassenunterschied verwischt werden. Mangel auf der einen Seite und unmäßige Anhäufung von Eigentumsrechten auf der anderen Seite werden verschwinden. Die ungeheuren Kräfte, die für die wirtschaftliche oder politische Kriegsführung verzettelt und vergeudet werden, fließen Zwecken zu, welche die Reichweite menschlicher Erfindungen erweitern, die technische Entwicklung fördern, die Produktivität der Menschheit steigern, Krankheiten ausrotten, wissenschaftliche Forschungen ausdehnen, den körperlichen Gesundheitszustand heben, den menschlichen Verstand schärfen und verfeinern, die ungenutzten, ungeahnten Ressourcen dieser Erde ausbeuten, das menschliche Dasein verlängern und jedwedes andere Mittel fördern, welches das verstandliche, sittliche und geistige Leben des ganzen Menschengeschlechts anzuregen vermag.
Ein Weltbundsystem, das die ganze Erde beherrscht und unanfechtbare Amtsgewalt über ihre unvorstellbar großen Ressourcen hat, das die Ideale sowohl des Ostens wie auch des Westens verkörpert und in Einklang bringt, vom Fluch und Elend des Krieges befreit und auf die Ausnützung aller verfügbaren Kraftquellen der Erdoberfläche bedacht ist, ein System, in dem die Gewalt zur Dienerin der Gerechtigkeit gemacht ist, dessen Leben von der allumfassenden Anerkennung eines Gottes und vom Gehorsam gegen eine gemeinsame Offenbarung getragen ist – dies ist das Ziel, dem die Menschheit, durch die vereinenden Lebenskräfte angetrieben, zustrebt.A49
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Die welterschütternde, harte Prüfung, die Bahá’u’lláh, wie auf den vorangegangenen Seiten angeführt, so anschaulich vorhergesagt hat, mag sie in einem noch nie dagewesenen Grade in ihren Wirbel hineinreißen. Im Gegensatz zu ihrer Reaktion auf den letzten Weltkonflikt wird sie vermutlich aus ihm in bewusster Entschlossenheit auftauchen, um die Gelegenheit zu ergreifen, das volle Gewicht ihres Einflusses auf die ungeheuren Probleme geltend zu machen, die solch eine harte Prüfung nach sich zieht, und um in Verbindung mit ihren Schwesternationen des Ostens und Westens den größten Fluch zu bannen, der seit undenklichen Zeiten die Menschheit heimgesucht und erniedrigt hat.
Dann und nur dann wird die amerikanische Nation, geformt und gereinigt im Schmelztiegel eines allgemeinen Krieges, abgehärtet gegen seine Fieberfröste und diszipliniert durch seine Schule, in der Lage sein, ihre Stimme im Rat der Nationen zu erheben, selbst den Grundstein für einen weltweiten und dauernden Frieden zu legen, die Geschlossenheit, Einheit und Reife der Menschheit zu verkünden und bei der Errichtung der versprochenen Herrschaft der Gerechtigkeit auf Erden mitzuhelfen. Dann und nur dann wird die amerikanische Nation, während die Gemeinde der amerikanischen Gläubigen in ihrem Herzen ihren göttlich erteilten Auftrag ausführt, in der Lage sein, die unaussprechlich herrliche Sendung zu erfüllen, die ihr vom Allmächtigen bestimmt wurde und in den Schriften ‘Abdu’l-Bahás unvergänglich verwahrt ist. Dann und nur dann wird die amerikanische Nation das vollbringen, »was die Seiten der Geschichte schmücken wird«, »von der Welt beneidet und in Ost und West … gesegnet.«A50
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Die Welt bewegt sich wahrlich ihrem vorherbestimmten Geschick entgegen. Die gegenseitige Abhängigkeit der Völker und Nationen der Erde ist, was immer die Führer der spaltenden Kräfte in der Welt sagen oder tun mögen, bereits eine vollendete Tatsache. Ihre Einheit im wirtschaftlichen Bereich wird jetzt verstanden und anerkannt. Die Wohlfahrt des Teiles bedeutet Wohlfahrt des Ganzen, und die Not des Teiles bringt Not dem Ganzen. Die Offenbarung Bahá’u’lláhs hat, nach Seinen eigenen Worten, diesem gewaltigen, jetzt in der Welt waltenden Geschehen »einen neuen Impuls verliehen und eine neue Richtung gewiesen«. Die durch das große Gottesgericht entzündeten Feuer sind Folgen des Versagens der Menschen, dieses Geschehen zu erkennen. Sie beschleunigen zudem seine Vollendung. Fortgesetzte, weltumfassende, schmerzliche, dem Chaos und der allgemeinen Zerstörung verbündete Trübsal muss notwendigerweise die Nationen erschüttern, das Gewissen der Welt aufrütteln, die Massen ernüchtern, im Gesellschaftsbegriff selbst den völligen Wandel beschleunigen und schließlich die ausgerenkten, blutenden Glieder der Menschheit zu einem einzigen, organisch vereinten und unteilbaren Körper verbinden.
Auf die allgemeine Wesensart, die Folgerungen und Merkmale dieses Weltstaatenbundes, der früher oder später aus dem Blutbad, dem Todeskampf und der Verwüstung dieser großen Welterschütterung aufzusteigen bestimmt ist, habe ich schon in den vorhergehenden Ausführungen hingewiesen. Es genügt zu sagen, dass diese Vollendung, entsprechend ihrer Wesensart, einen schrittweisen Verlauf nehmen wird, und, wie Bahá’u’lláh selbst vorausgesehen hat, zuerst zur Gründung jenes ›Kleineren Friedens‹ führen muss, den die Nationen der Erde von sich aus errichten werden, noch ohne sich Seiner Offenbarung bewusst zu sein und noch ohne Wissen darüber, dass sie die allgemeinen Grundsätze durchsetzen, die Er verkündet hat. Dieser bedeutungsvolle und historische Schritt, der die Wiederherstellung der Menschheit als Ergebnis allgemeiner Erkenntnis ihrer Einheit und Ganzheit enthält, wird die Vergeistigung der Massen unmittelbar mit sich bringen, die auf die Erkenntnis der Wesensart und die Anerkennung der Ansprüche des Glaubens Bahá’u’lláhs folgt. Sie sind die wesentlichen Vorbedingungen dafür, dass alle Völker, Konfessionen, Klassen und Nationen letztlich miteinander verschmelzen, was das Aufsteigen Seiner Neuen Weltordnung kennzeichnen wird.
Dann wird die Zeit der Reife des ganzen Menschengeschlechtes von allen Völkern und Nationen der Erde verkündet und gefeiert werden. Dann wird das Banner des ›Größten Friedens‹ gehisst werden. Dann wird die weltweite Herrschaft Bahá’u’lláhs, des Begründers des Reiches vom Vater, wie sie vom Sohne geweissagt und von den Offenbarern Gottes vor und nach Ihm vorausgeschaut ist, anerkannt, mit Freude begrüßt und fest errichtet werden. Dann wird eine Weltzivilisation geboren werden, blühen und für immer fortdauern, eine Zivilisation mit einer Lebensfülle, wie sie die Welt weder gesehen hat noch bis jetzt begreifen kann. Dann wird der Ewige Bund voll erfüllt werden. Dann wird die in allen Büchern Gottes eingeschlossene Verheißung eingelöst werden, alle durch die Propheten alter Zeiten ausgesprochene Weissagungen werden eintreffen, und die Gesichte der Seher und Dichter werden sich verwirklichen. Dann wird der Planet, vergoldet durch den allumfassenden Glauben seiner Bewohner an einen Gott und ihre Ergebenheit in eine allgemeine Offenbarung, in den ihm gesetzten Grenzen den strahlenden Ruhm der Herrschaft Bahá’u’lláhs widerspiegeln, der in der Fülle seines Glanzes im Abhá-Paradiese leuchtet. Er wird zum Schemel Seines Thrones in der Höhe gemacht und als der Himmel auf Erden bejubelt werden, der fähig ist, das unaussprechliche Schicksal zu erfüllen, das ihm seit undenklichen Zeiten durch die Liebe und Weisheit seines Schöpfers bestimmt war.A51
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Er drängt nachdrücklich auf das Prinzip der kollektiven Sicherheit und empfiehlt die Beschränkung der nationalen Rüstungen; und verkündet, es sei unumgänglich und notwendig, eine Weltkonferenz einzuberufen, auf der die Könige und Herrscher der Welt über die Errichtung von Frieden unter den Nationen beraten.A52
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Während dieses gestaltenden Zeitalters des Glaubens, in der gegenwärtigen und den folgenden Epochen, wird der letzte, krönende Abschnitt beim Aufbau des Systems der administrativen Ordnung des Glaubens Bahá’u’lláhs – die Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit – vollendet, der Kitab-i-Aqdas, das Mutterbuch Seiner Offenbarung, wird kodifiziert, seine Gesetze verkündet, der Geringere Friede geschaffen, die Einheit der Menschheit erreicht und ihre Reife erlangt, der von ‘Abdu’l-Bahá aufgestellte Plan durchgeführt, der Glaube von den Fesseln religiöser Orthodoxie befreit und sein Status als unabhängige Religion weltweit anerkannt worden sein. …
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Wir können nicht versäumen, zwei gleichzeitig wirkende Prozesse wahrzunehmen, deren Ursprung weit zurück in den abschließenden Jahren des heroischen Zeitalters unseres Glaubens liegt, jeder genau umrissen, jeder deutlich vom andern getrennt und dennoch eng verknüpft und dazu ausersehen, in einem Punkt einzigartig herrlicher Vollendung zu gipfeln, sobald die Zeit erfüllt sein wird.
Einer dieser Prozesse ist mit dem Auftrag der amerikanischen Bahá’í-Gemeinde verbunden, der andere mit dem Schicksal der amerikanischen Nation. Der eine dient unmittelbar den Interessen der administrativen Ordnung des Glaubens Bahá’u’lláhs …
Der andere Prozess geht auf den Ausbruch des Ersten Weltkriegs zurück, der die große Republik des Westens in den Strudel der ersten Phase einer Weltumwälzung warf. Er erhielt seinen ersten Anstoß durch die Formulierung von Präsident Wilsons Vierzehn Punkten, die zum ersten Mal jene Republik mit den Geschicken der Alten Welt eng verband. Er erlitt seinen ersten Rückschlag, als sich jene Republik vom gerade ins Leben gerufenen Völkerbund lossagte, den zu schaffen jener Präsident sich so eifrig eingesetzt hatte. Er erhielt neuen Schwung mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, welcher der Republik bislang beispielloses Leid zufügte und sie noch weiter in die Angelegenheiten aller Kontinente des Erdballs hineinzog. Er wurde ferner durch die in der Atlantik-Charta formulierten Deklaration gestärkt, deren Hauptverfechter Franklin D. Roosevelt war. Er erhielt durch die Geburt der Vereinten Nationen bei der Konferenz von San Francisco ein fest umrissenes Konzept. Er gewann zusätzlich an Bedeutung durch die Wahl gerade der Stadt des Bundes zum Sitz der neugeborenen Organisation, durch die vor kurzem abgegebene Erklärung des amerikanischen Präsidenten im Zusammenhang mit dem Engagement seines Landes in Griechenland und der Türkei sowie die an die Generalversammlung der Vereinten Nationen gerichtete Unterbreitung des heiklen und herausfordernden Problems des Heiligen Landes, das geistiges wie auch administratives Zentrum des Weltglaubens Bahá’u’lláhs ist. Er muss, wie lang und umständlich der Weg auch sein mag, durch eine Reihe von Siegen und Niederlagen zur politischen Vereinigung der östlichen und westlichen Hemisphäre, zur Entstehung einer Weltregierung und zur Gründung des Geringeren Friedens führen, so wie Bahá’u’lláh vorausgesagt und der Prophet Jesaia angedeutet hat. Er muss schließlich im Entfalten des Banners des Größten Friedens im Goldenen Zeitalter der Sendung Bahá’u’lláhs gipfeln.A53
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Das Entstehen dieses Gebäudes (des Internationalen Bahá’í-Archivs) wird seinerseits die Errichtung verschiedener anderer Bauwerke ankündigen, die im Laufe aufeinanderfolgender Epochen des Gestaltenden Zeitalters des Glaubens erstellt und als Verwaltungssitze für so göttlich verordnete Institutionen wie das Hütertum, die Hände der Sache und das Universale Haus der Gerechtigkeit dienen werden. Diese Bauwerke werden wie ein weit geschwungener Bogen in harmonischem Baustil die Ruhestätten des Größten Heiligen Blattes, das in der Bahá’í-Sendung unter allen ihres Geschlechts an erster Stelle steht, die ihres Bruders, von Bahá’u’lláh als Lösegeld für die Belebung und Einigung der Welt hingegeben, und die ihrer Mutter, die Er zu Seiner erwählten »Gefährtin in allen Welten Gottes« erklärt hatte, umgeben. Die schließliche Vollendung dieses gewaltigen Unterfangens wird den Höhepunkt der Entwicklung einer weltweiten, göttlich bestimmten Verwaltungsordnung kennzeichnen, deren Beginn sich bis in die letzten Jahre des Heroischen Zeitalters des Glaubens zurückverfolgen lässt.
Dieser ungeheure, unaufhaltbare Prozess, der ohne Beispiel ist in der Geistesgeschichte der Menschheit und zeitlich mit zwei nicht minder bedeutsamen Entwicklungsabschnitten zusammenfällt, nämlich mit der Gründung des Geringeren Friedens und der Entfaltung der nationalen und örtlichen Bahá’í-Institutionen – das eine außerhalb, das andere innerhalb der Bahá’í-Welt, wird seine schließliche Vollendung im Goldenen Zeitalter des Glaubens durch das Hissen des Banners des Größten Friedens und durch das Sichtbarwerden des in der Fülle seiner Kraft und Herrlichkeit strahlenden Brennpunktes der die Weltordnung Bahá’u’lláhs bildenden Organe erreichen. Die schließliche Errichtung dieses Sitzes des künftigen Bahá’í-Weltgemeinwesens wird zugleich die Verkündigung der Souveränität des Stifters unseres Glaubens und das Kommen des Reiches des Vaters, von Jesus Christus wiederholt gepriesen und verheißen, kennzeichnen.
Diese Weltordnung wird ihrerseits im Laufe der im Bahá’íZyklus aufeinander folgenden Sendungen ihre edelste Frucht in der Geburt und Blüte einer Kultur zeitigen, die göttlich inspiriert, einzigartig in ihren Merkmalen, weltumfassend in ihrem Ausmaß und von Grund auf geistig in ihrer Wesensart ist, eine Kultur, die ihre ersten Impulse aus eben dem Geiste der Institutionen empfängt, die sich jetzt keimhaft im Mutterleib des gegenwärtigen Gestaltenden Zeitalters des Glaubens regen.A54
Aus Briefen im Auftrag Shoghi Effendis
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Die Welt ist in großem Aufruhr, und höchst beklagenswert ist, dass sie gelernt hat, sich von Gott fern zu halten, Der allein sie retten und ihre Leiden lindern kann. Wir, die mit der Aufgabe betraut wurden, das von Bahá’u’lláh gegebene göttliche Heilmittel anzuwenden, haben die Pflicht, unsere Aufmerksamkeit auf das Erfüllen dieser Aufgabe zu konzentrieren und nicht zu ruhen, bis der von den Propheten Gottes vorausgesagte Friede dauerhaft errichtet ist.A55
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Shoghi Effendi schrieb seinen letzten allgemeinen Brief (Das Ziel: die neue Weltordnung) an die Freunde im Westen, weil er meinte, dass der Öffentlichkeit die Einstellung des Bahá’í-Glaubens zu den herrschenden Problemen in Wirtschaft und Politik verständlich gemacht werden sollte. Wir sollten die Welt wissen lassen, was die wahre Absicht Bahá’u’lláhs war. Bis heute hatte die Einheit der Menschheit nur akademische Bedeutung. Nun wird sie mehr und mehr zum Thema, über das international tätige Staatsmänner nachdenken sollten. Sie ist dabei, in den Bereich der praktischen Politik einzudringen. Daher haben wir die wunderbare Gelegenheit, hervorzutreten und diese Lehre, Zweck und Ziel der sozialen Gebote Bahá’u’lláhs, zu erläutern. Shoghi Effendi hofft, dass die Freunde diesen Ruf nach einer organischen Einheit der Menschheit widerhallen lassen, bis er zur bewussten Überzeugung jedes Erdenbewohners wird. Man sollte jedoch mit Feingefühl vorgehen, damit wir nicht missverstanden werden und unser Glaube nicht als radikale Bewegung eingestuft wird.A56
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Shoghi Effendi möchte, dass ich den Erhalt Ihres Briefes vom 26. Januar 1932, dem ein gedrucktes Exemplar seines letzten allgemeinen Briefes (Das Ziel: die neue Weltordnung) beigelegt war, bestätigte … Er ist zutiefst dankbar zu erfahren, dass die Freunde es interessant und der Mühe wert finden, den darin behandelten Stoff zum Thema ihrer Lehrkampagne zu machen. Er hofft aufrichtig, dass dabei außerdem einigen Freunden die Bedeutung dieses Prinzips der Sache bewusst und sie anregen wird, sich in dessen Studium gründlich zu vertiefen, denn ohne Zweifel wird hier das Ziel der gesellschaftlichen Gebote des Glaubens aufgestellt. Es gibt keinen Grund, weshalb nicht die Bahá’í die Führung übernehmen sollten beim Verfechten einer solchen Weltförderation, auf die die Welt durch Kräfte, die sie nicht kontrollieren kann, zugetrieben wird.A57
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Die verschiedenen Nationen der Welt werden niemals Frieden erlangen, es sei denn, sie anerkennen die Bedeutung der Lehren und unterstützen sie von ganzem Herzen, denn durch diese Richtlinien werden alle internationalen Probleme gelöst, und jedem Menschen wird das geistige Umfeld garantiert, in dem sich seine Seele entwickeln und ihre edelsten Früchte zeitigen kann.A58
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Der Hüter hat auch mit großem Interesse alle beigefügten Schriftstücke gelesen. Er ist fest davon überzeugt, dass durch Standhaftigkeit und gemeinsames Vorgehen die Sache des Friedens schließlich über alle, die heute das Wohlergehen und den Fortschritt der heutigen Welt bedrohenden dunklen Mächte, siegen wird. Solche rein menschlichen Bemühungen sind jedoch zweifellos ohne Wirkung, wenn sie nicht durch die Macht des Glaubens beseelt und geführt sind. Ohne Gottes Hilfe, wie sie durch Bahá’u’lláhs Botschaft gewährt wurde, kann der Friede niemals verlässlich und hinreichend errichtet werden. Die Bahá’í-Lösung für den Weltfrieden zu missachten heißt, auf Sand zu bauen. Sie zu akzeptieren und anzuwenden bedeutet, den Frieden nicht zu einem bloßen Traum oder Ideal, sondern zu einer lebendigen Wirklichkeit zu machen. Der Hüter möchte, dass Sie gerade diesen Punkt herausschälen, immer wieder betonen und durch überzeugende Gründe bekräftigen. Das Bahá’í-Friedensprogramm ist in der Tat nicht einfach ein Weg zum Erlangen dieses Zieles. Es ist auch nicht das verhältnismäßig beste. Es ist letztenendes das wirkungsvolle Instrument zum Errichten des Friedensreiches in dieser Welt. Diese Einstellung beinhaltet nicht die völlige Ablehnung anderer Lösungen, die von verschiedenen Philanthropen angeboten werden. Sie zeigt lediglich deren Unzulänglichkeit im Vergleich mit dem Göttlichen Plan zur Vereinigung der Welt. Wir können der Wahrheit nicht entfliehen, dass Weltliches letztendlich nicht von Dauer sein kann, es sei denn, die Macht Gottes stütze es und stehe ihm bei.A59
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Ungeachtet unsere Unzulänglichkeiten und der gewaltigen Mächte der Finsternis, die uns heute bedrängen, die Einigung der Menschheit in der Fülle der Zeit wird so, wie durch die Weltordnung Bahá’u’lláhs vorgezeichnet und garantiert, fest und dauerhaft zustande kommen. Bahá’u’lláh gab dieses Versprechen und keine Macht der Erde kann letztlich dessen angemessene Verwirklichung verhindern oder auch nur verzögern. Deshalb sollten die Freunde die Hoffnung nicht verlieren, sondern ihrer Macht und ihrer Rolle voll bewusst, in ihrem gewaltigen Bemühen um die Ausweitung und Festigung der umfassenden Herrschaft Bahá’u’lláhs auf Erden standhaft bleiben.A60
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Hinsichtlich der Internationalen Exekutive, auf die der Hüter in Das Ziel der Neuen Weltordnung hinweist, sollte beachtet werden, dass sich diese Darlegung keinesfalls auf das Bahá’í-Gemeinwesen der Zukunft bezieht, sondern lediglich auf die Weltregierung, welche die Weltordnung Bahá’u’lláhs ankündet und zu deren endgültiger Errichtung führt. Die Bildung dieser Internationalen Exekutive, die der obersten Exekutivperson oder -behörde der heutigen nationalen Regierungen entspricht, ist nur ein zur Bahá’í-Weltregierung der Zukunft führender Schritt, und folglich sollte sie weder mit der Institution des Hütertums, noch mit der des Internationalen Hause der Gerechtigkeit gleichgesetzt werden.A61
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Im Zusammenhang mit Ihrer Lehrarbeit möchte der Hüter, dass Sie in allen Ihren Vorträgen nachdrücklich hervorheben, wie höchst notwendig es für jeden einzelnen wie für alle Nationen ist, Bahá’u’lláhs Gesellschaftsprogramm für den Wiederaufbau des religiösen, wirtschaftlichen und politischen Lebens der Menschheit vollständig zu übernehmen. Er wünscht, dass Sie die Elemente, die diese göttliche Weltordnung errichten helfen, im Lichte der Tagesereignisse und der Zustände in der Welt erklären und analysieren. Besonderes Gewicht, meint er, sollte auf die zwingende Notwendigkeit der Gründung eines wie von Bahá’u’lláh beschriebenen übernationalen souveränen Weltstaates gelegt werden. Da die Welt zunehmend noch nie erlebten Tumulten und Erschütterungen ausgesetzt sein wird, dringt das Wahrnehmen solch einer Notwendigkeit nicht nur ins Bewusstsein der Weisen und Gelehrten, sondern auch der einfachen Leute ein. Deshalb sollten die Gläubigen diese Gelegenheit ergreifen und sich äußerst bemühen, die gesellschaftlichen und humanitären Lehren des Glaubens, die unserer Überzeugung nach das einzige Heilmittel für die unzähligen, unsere heutige Welt quälenden Leiden sind, überzeugend und beredt vorzutragen.A62
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Bezugnehmend auf Ihre Frage über ‘Abdu’l-Bahás Hinweis auf die ›Einheit im politischen Bereich‹: Diese Einheit sollte von der ›Einheit der Nationen‹ klar unterschieden werden. Die erste ist eine Einheit, die politisch unabhängige, souveräne Staaten unter sich erreichen, wo hingegen die zweite zwischen den Nationen zustande gebracht wird. Wie Sie wissen, ist der Unterschied zwischen einem Staat und einer Nation, dass der erstgenannte ein politisches Gebilde ist, ohne notwendigerweise rassisch homogen zu sein, während die zweitgenannte sowohl nationale wie auch politische Homogenität umfasst.A63
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Hinsichtlich Ihrer Lehrarbeit hat der Hüter Ihnen bereits geraten, in Ihren Ansprachen die Idee eines Welt-Überstaates und das zugrundeliegende Konzept der Einheit der Menschheit hervorzuheben. Zusätzlich wünscht er, Sie mögen auch die Tatsache betonen, dass die Menschheit als Ganzes in die kritischste, folgenschwerste Phase ihrer Entwicklung eingetreten ist, in die Phase der Reife. Die Idee der Mündigkeit der Menschheit ist der Kernpunkt der Bahá’í-Lehren und das Merkmal, durch das sich die Offenbarung Bahá’u’lláhs am meisten unterscheidet. Das richtige Verständnis für dieses Konzept liefert den Schlüssel zur angemessenen Würdigung des vom Stifter des Glaubens erhobenen ungeheuren Anspruchs sowohl für Seine eigene Stufe als auch für die unvergleichbare Größe Seiner Sendung.A64
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Zu Ihrer Frage über den Zeitpunkt und die Mittel, durch die der Geringere und der Größte Friede, auf die Bahá’u’lláh hingewiesen hat, nach dem kommenden Weltkrieg errichtet werden wird: Ihre Ansicht, dass der Geringere Friede durch die politischen Bemühungen der Staaten und Nationen der Welt und unabhängig von jeglicher unmittelbaren Bahá’í-Planung oder -Bemühung zustande kommen, und dass der Größte Friede durch das Mitwirken der Gläubigen und durch die direkte Wirkung der von Bahá’u’lláh offenbarten Gesetze und Prinzipien sowie die Tätigkeit des Universalen Hauses der Gerechtigkeit als dem höchsten Organ des Bahá’í-Überstaates errichtet wird – Ihre Ansicht zu diesem Thema ist völlig richtig und steht in vollem Einklang mit den Erklärungen des Hüters, dargestellt in Die Entfaltung der Weltkultur.A65
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Obwohl es noch verfrüht ist, zu versuchen und sich zu bemühen, vorauszusehen, auf welcher Grundlage die verschiedenen Nationen in einem internationalen Rat oder einer internationalen Regierungsform, welcher Art auch immer, vertreten sein werden, ist doch klar, dass vom Bahá’íStandpunkt aus dies nur auf der Grundlage wahrer Gerechtigkeit verwirklicht werden kann. Gerechtigkeit bedeutet, dass keine Bevölkerungsgruppe ein höherwertiges Stimmrecht hat als Vertreter einer anderen Gruppe und damit die Möglichkeit, andere zu beherrschen.A66
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Mit der Aussage, dass die Frauen sich für den Frieden erheben werden, meinte ‘Abdu’l-Bahá, dass diese Sache die Frauen zutiefst berührt, und wenn sie einen bewussten und überwältigenden Teil der öffentlichen Meinung gegen den Krieg bilden, kann es keinen Krieg mehr geben. Die Bahá’í-Frauen sind durch ihre Zugehörigkeit zum Glauben und der administrativen Ordnung bereits organisiert. Weitere Organisation ist nicht erforderlich. Sie sollten jedoch durch das Lehren und die aktive moralische Unterstützung jeder auf den Frieden gerichteten Bewegung versuchen, in dieser wichtigen Angelegenheit starken Einfluss auf die Meinung anderer Frauen auszuüben.A67
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Die sieben Lichter der Einheit werden nicht unbedingt in der angegebenen Reihenfolge sichtbar werden. Weltkultur könnte aber ein Ergebnis des zweiten sein.A68
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Die Lehren Bahá’u’lláhs werden einen neuen Lebensstil für die Menschheit schaffen. Wer Bahá’í ist, muss sich bemühen, diesen Lebensstil so schnell wie möglich zu verwirklichen. Nachdem nun die Zeit gekommen ist, dass der Bahá’í-Glaube an Bekanntheit gewinnt und von vielen Völkern gemustert und genau beobachtet wird, ist es notwendig, dass die Anhänger des Glaubens in jeder Beziehung den hohen Idealen des Glaubens entsprechend leben. Auf diese Art können sie zeigen, dass der Bahá’í-Glaube eine neue Lebensweise hervorbringt, die den einzelnen völlig mit dem Willen Gottes verbindet und auf diese Weise eine friedvolle, universelle Gesellschaft errichtet. Bindungen an Trennendes sind menschlich, während universeller Dienst göttlich ist.
Dem Hüter liegt viel daran, dass alle Freunde ein universelles Bewusstsein und einen universellen Lebensstil erlangen.A69
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Die Weltregierung wird kommen; aber den Zeitpunkt wissen wir nicht.A70
Aus Briefen des Universalen Hauses der Gerechtigkeit
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Als Bahá’u’lláh im 19. Jahrhundert Seine Botschaft an die Welt verkündete, machte Er zur Genüge klar, dass der erste, unumgängliche Schritt auf dem Weg zu Frieden und Fortschritt der Menschheit ihre Vereinigung sei. »Die Wohlfahrt der Menschheit, ihr Friede und ihre Sicherheit sind unerreichbar, wenn und ehe nicht ihre Einheit fest begründet ist.« (Kitáb-i-Aqdas, Einführung 28) Bis auf den heutigen Tag können Sie jedoch feststellen, dass die meisten Menschen einen entgegengesetzten Standpunkt einnehmen: Sie halten die Einheit für ein letztes, fast unerreichbares Ziel und konzentrieren sich darauf, zunächst alle anderen Leiden der Menschheit zu heilen. Wenn sie nur wüssten, dass alle diese anderen Leiden nur verschiedenartige Symptome und Nebenwirkungen der grundlegenden Krankheit – der Uneinigkeit – sind!
Bahá’u’lláh hat darüber hinaus erklärt, dass die Wiederbelebung der Menschheit und die Heilung aller ihrer Gebrechen nur durch das Mittel Seines Glaubens erreicht werden kann. …
Shoghi Effendi erklärt uns, dass zwei große Prozesse in der Welt ablaufen: zum einen der große Plan Gottes, der stürmisch fortschreitend durch die Menschheit als Ganzes wirkt, die Barrieren gegen die Welteinheit niederreißt und die menschliche Gesellschaft im Feuer des Leides und der Erfahrung zu einem geeinten Organismus umschmiedet. Dieser Prozess wird in der von Gott bestimmten Zeit den Geringeren Frieden, die politische Vereinigung der Welt, herbeiführen. Zu jener Zeit kann die Menschheit mit einem Körper verglichen werden, der vereinigt, aber ohne Leben ist. Der zweite Vorgang, diesem geeinten Organismus Leben einzuhauchen, wahre Einheit und Geistigkeit zu schaffen und im Größten Frieden seinen Höhepunkt zu erreichen, ist die Aufgabe der Bahá’í, die sich mit genauen Weisungen und unter fortgesetzt göttlicher Führung bewusst bemühen, die Strukturen des Reiches Gottes auf Erden zu errichten, in das sie ihre Mitmenschen herbeirufen und ihnen auf diese Weise ewiges Leben verleihen.A71
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Es ist richtig, dass ‘Abdu’l-Bahá Erklärungen gegeben hat, die die Errichtung der Einheit der Nationen mit dem zwanzigsten Jahrhundert in Verbindung bringen. Z.B.: „… Die fünfte Kerze ist die Einheit der Nationen, – eine Einheit, die in diesem Jahrhundert sicher errichtet und alle Menschen der Welt veranlassen wird, sich als Bürger eines gemeinsamen Vaterlandes zu betrachten…“. Ebenso folgt Shoghi Effendi in Der Verheißene Tag ist gekommen einer ähnlichen Aussage, die aus Beantwortete Fragen zitiert ist, und gibt diese Erklärung: „Dies ist das Stadium, dem sich die Welt jetzt nähert, das Stadium der Welteinheit, das, wie ‘Abdu’l-Bahá uns versichert, in diesem Jahrhundert sicherlich erreicht wird.“
Es gibt auch die folgende Erklärung in einem Brief, der 1946 im Auftrag des geliebten Hüters durch seinen Sekretär an einen Gläubigen geschrieben wurde:
„… Alles, was wir wissen, ist, dass der Geringere und der Größte Friede kommen werden – ihre genauen Daten wissen wir nicht. Das gleiche trifft für die Möglichkeit eines künftigen Krieges zu. Wir können nicht dogmatisch behaupten, dass dies geschehen oder nicht geschehen wird. Was wir wissen ist nur, dass die Menschheit leiden und ausreichend bestraft werden muss, damit sie dazu kommt, sich Gott zuzuwenden.“A72
Aus Briefen im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit
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… Der Bahá’í-Glaube trachtet danach, jeden Krieg, einschließlich des nuklearen, auszurotten. Die Grundabsicht unseres Glaubens ist die Einheit und die Stiftung des Friedens. Dieses Ziel, nach dem sich die Menschen in allen Teilen einer zunehmend unsichereren Welt sehnen, kann nur durch die Lehren Bahá’u’lláhs erreicht werden. Da nur die Bahá’í diese Lehren der Menschheit darreichen können, müssen die Freunde sorgfältig abwägen, wie sie ihre Zeit und Kraft einsetzen und sich davor schützen, in Aktivitäten verwickelt zu werden, die sie übermäßig von ihrer wichtigsten Verantwortung, der Weitergabe der Botschaft Bahá’u’lláhs, ablenken.A73
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Gegenwärtig ist das Thema der nuklearen Abrüstung in hohem Maße ein politisches Problem geworden, verbunden mit Demonstrationen nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auch in England und einigen westeuropäischen Ländern. Das Aussondern der nuklearen Abrüstung genügt dem Bahá’í-Standpunkt nicht und könnte den Glauben in die gegenwärtigen Auseinandersetzungen zwischen den Nationen verwickeln. Es ist vollkommen klar, dass die Bahá’í die Abrüstung nicht nur von nuklearen, sondern auch von biologischen, chemischen und allen anderen Waffenarten für notwendig erachten.A74
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Was den Übergang vom gegenwärtigen System nationaler Souveränität zu einem Weltregierungssystem betrifft, stimmt das Haus der Gerechtigkeit Ihrer Ansicht völlig zu, dass die Bahá’í jetzt alles in ihrer Macht-stehende tun müssen, um diesen Übergang voranzutreiben. Dies erfordert verschiedene zusammenhängende Aktionen, die alle Ziele des derzeitigen Siebenjahresplanes sind. Eine ist die schnellstmögliche Bildung von fest gegründeten und wirksam funktionierenden Örtlichen Geistigen Räten in jedem Teil der Welt, so dass überall die Sucher einen Bezugspunkt finden, an den sie sich um Führung und wegen der Lehren des Glaubens wenden können. Eine zweite ist die Vertiefung der Gläubigen jeden Alters in ihrem Verständnis für und in ihrem Gehorsam gegenüber den Lehren. Eine dritte ist die Verkündigung des Glaubens in allen Schichten der Gesellschaft und im Besonderen unter denen, die die Macht in Händen haben, sowie den führenden Denkern, so dass jene, die die Geschicke der Völker lenken, das Wesen und die Grundsätze des Glaubens richtig kennenlernen und dazu kommen, den Glauben zu schätzen und seine Prinzipien anzuwenden. Eine vierte ist die Förderung der Bahá’í-Gelehrsamkeit, so dass eine steigende Anzahl der Gläubigen fähig sein werden, auf jedem Gebiet die Probleme der Menschheit zu analysieren und zu zeigen, wie die Lehren sie lösen. Eine fünfte ist, Verbindungen zu entwickeln zwischen der Internationalen Bahá’í-Gemeinde und den Vereinten Nationen, und zwar sowohl direkt mit den höchsten UN-Institutionen, als auch mit dem Grundstock der Bevölkerung in Bereichen wie landwirtschaftliche Entwicklung, Erziehung, usw.
Wie Sie zweifellos wissen, hat der Hüter darauf hingewiesen, dass die Menschheit eine lange, schrittweise Entwicklung von ihrem gegenwärtigen chaotischen Zustand hin zur Stufe der Bahá’í-Weltgemeinschaft durchmachen wird. Das Zustandekommen einer Weltautorität und die Gründung des Geringeren Friedens ist eine der großen Wandlungen im Laufe dieses Prozesses, dem die anderen Entwicklungsstufen des Glaubens, wie von Shoghi Effendi in seinen Schriften beschrieben, folgen werden. Während dieser Entwicklung werden die Ratschläge, die die Institutionen des Glaubens den Regierungen geben können, das von der Bahá’í-Gemeinde dargebotene Modell der Weltadministration, und die großen humanitären Projekte, die unter der Schutzherrschaft des Universalen Hauses der Gerechtigkeit in Gang gesetzt werden, zweifellos großen Einfluss auf den Ablauf des Fortschritts ausüben.A75
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… Es ist richtig, dass die Bahá’í keine Pazifisten sind, da wir die Anwendung von Gewalt im Dienste der Gerechtigkeit und zur Einhaltung von Gesetzen billigen. Wir glauben jedoch nicht, dass Krieg überhaupt nötig ist, und ihn abzuschaffen ist eines der wesentlichen Ziele und eine der glorreichsten Verheißungen der Offenbarung Bahá’u’lláhs. Sein ausdrücklicher Befehl an die Könige der Erde ist: »Wenn einer von euch gegen einen anderen zu den Waffen greift, so geht vereint gegen ihn vor, denn dies ist nichts als offenbare Gerechtigkeit.« (Sendschreiben an Königin Victoria, zitiert in: Anspruch und Verkündigung 1:182). Der geliebte Hüter hat erklärt, dass die Einheit der Menschheit die Gründung einer Weltstaatengemeinschaft, ein Weltbundsystem mit sich bringen muss, »… befreit vom Fluch des Krieges und seines Elends … , in dem die Gewalt zur Dienerin der Gerechtigkeit gemacht ist …«, dessen Weltexekutive, »gestützt auf eine internationale Streitmacht, … die organische Einheit des ganzen Gemeinwesens sichern wird«. Das bedeutet offensichtlich keinen Krieg, sondern die Gewährleistung von Recht und Ordnung in einem Weltmaßstab. Kriegsführung ist das schlimmste Trauerspiel der Uneinigkeit unter Nationen, bei denen keine internationale Autorität existiert, die mächtig genug wäre, sie von der Verfolgung ihrer eigenen begrenzten Interessen zurückzuhalten. Deshalb bitten die Bahá’í ihre Länder, während solchen Kämpfen Dienst ohne Waffen tun zu dürfen. In einer solchen internationalen Truppe, wie Bahá’u’lláh sie sich vorstellt, werden sie zweifellos dienen, sobald es sie geben wird.A76
76
Bahá’u’lláhs wichtigster Auftrag für Sein Kommen zu diesem Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte ist, die Einheit der Menschheit zu verwirklichen und unter den Nationen Frieden zu stiften. Deshalb werden alle Kräfte, die sich auf das Erreichen dieser Ziele konzentrieren, von Seiner Offenbarung beeinflusst. Wir wissen jedoch, dass der Friede in Etappen kommen wird. Zuerst wird der Geringere Friede geschlossen, wenn die Einheit der Nationen erreicht ist. Dann wird Schritt um Schritt der Größte Friede, die geistige sowie gesellschaftliche und politische Einheit der Menschheit geschaffen, sobald das Bahá’í-Weltgemeinwesen, das streng nach den Gesetzen und Geboten des Heiligsten Buches der Bahá’í-Offenbarung arbeitet, durch die Bemühungen der Bahá’í aufgebaut sein wird.
Zum Geringeren Frieden hat Shoghi Effendi erklärt, dass dieser zuerst als politische Einheit entsteht, die durch Beschlüsse von Regierungen verschiedener Nationen gebildet wird. Er wird nicht durch direktes Mitwirken der Bahá’í-Gemeinde geschlossen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Bahá’í abseits stehen und auf das Kommen des Geringeren Friedens warten, bevor sie sich um den Frieden für die Menschheit kümmern. Durch das Verbreiten der Prinzipien des Glaubens, die zur Friedenssicherung unentbehrlich sind, und durch das Gestalten der Werkzeuge áder Bahá’í-administrativen Ordnung, die der geliebte Hüter das Modell für die Gesellschaft der Zukunft nannte, arbeiten die Bahá’í in der Tat ständig am Bau des Fundamentes für einen dauerhaften Frieden, wobei der Größte Friede ihr letztendliches Ziel ist.
Der Geringere Friede wird seinerseits einige Phasen durchlaufen. In der Anfangsphase werden die Regierungen ganz eigenständig handeln, ohne den Glauben bewusst einzubeziehen. Später, zur von Gott bestimmten Zeit, wird der Glaube auf die von Shoghi Effendi in Das Ziel: die neue WeltordnungA77 hingewiesenen Art und Weise direkten Einfluss ausüben. In Bezug auf die Schritte, die zur letztgenannten Phase führen, wird das Universale Haus der Gerechtigkeit sicherlich im Einklang mit der Führung in den Schriften wie die Stellen, die Sie aus Botschaften aus ‘Akka, Seite 109, zitiert haben, bestimmen, was getan werden muss. In der Zwischenzeit werden die Bahá’í zweifellos fortfahren, mit ihrer ganzen Kraft die Errichtung des Friedens zu fördern.A78
Bibliografie
Bahá’u’lláh,
Anspruch und Verkündigung, Auflage 1.03-online, Bahá’í Verlag 2021
Ährenlese, Auflage 9.01-Print, Bahá’í Verlag 2020
Brief an den Sohn des Wolfes, Auflage 2.03-online, Bahá’í Verlag 2021
Botschaften aus ‘Akká, Auflage 3.01-Print, Bahá’í Verlag 2019
‘Abdu’l-Bahá,
‘Abdu’l-Bahá in Canada, Thornhill: Bahá’í Canada Publications 1987
‘Abdu’l-Bahá in London, Bahá’í Verlag 2011
Ansprachen in Paris, 10. Auflage, Bahá’í Verlag 2014
Briefe und Botschaften, Auflage 3.01-Print, Bahá’í Verlag 2020
Das Geheimnis Göttlicher Kultur, Auflage 3.01-Print, Bahá’í Verlag 2019
The Promulgation of Universal Peace, Wilmette2 1982
Shoghi Effendi,
Die Weltordnung Bahá’u’lláhs, Auflage 3.03-online, Bahá’í Verlag 2021
Das Kommen Göttlicher Gerechtigkeit, Auflage 4.02-online, Bahá’í Verlag 2021
Der Verheißene Tag ist gekommen, Auflage 2.03-online, Bahá’í Verlag 2021
Gott geht vorüber, Auflage 6.01-Print, Bahá’í Verlag 2020
Citadel of Faith: Messages to America 1947-1957, Wilmette: Bahá’í Publishing Trust, 1980
Hüterbotschaften an die Bahá’í-Welt, vervielfältig im Manuskript 1962
Shoghi Effendi, Messages to the Bahá’í World, 1950-1957, Wilmette 1971
Browne, Edward G., Bahá’u’lláh und das neue Zeitalter, 13. Auflage, Bahá’í Verlag 2010
Star of the West, Vol. I- Vol. XXV, 1910-1935, Reprint Oxford 1978
Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Wellspring of Guidance, Wilmette 1969
Quellenangaben
Anmerkungen
A1 Bahá’u’lláh, in: Ährenlese 4:1
A2 Bahá’u’lláh, in: Ährenlese 34:5
A3 Bahá’u’lláh, in: Ährenlese 43:10
A4 Bahá’u’lláh, in: Ährenlese 117
A5 Bahá’u’lláh, in: Ährenlese 119:1–4
A6 Bahá’u’lláh, in: Ährenlese 131:2
A7 Bahá’u’lláh, Brief an den Sohn des Wolfes 55
A8 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká 3:11
A9 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká 6:40
A10 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká 7:19
A11 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká 8:52
A12 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká 8:53
A13 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká 8:54
A14 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká 8:63
A15 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká 11:14–15
A16 Bahá’u’lláh, in: Anspruch und Verkündigung 1:174,
A17 Bahá’u’lláh, zitiert in: Browne, Edward G., Bahá’u’lláh und das neue Zeitalter, S. 56/57
A18 ‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften 146:6
A19 ‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften 201:1–2
A20 ‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften 202:10–11
A21 ‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften 227:4–6, 25, 31
A22 ‘Abdu’l-Bahá, in: Das Geheimnis Göttlicher Kultur 120–124, 127, 129
A23 ‘Abdu’l-Bahá, zitiert in: Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 3:24
A24 ‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften 15:7
A25 ‘Abdu’l-Bahá, aus einem Sendschreiben – übersetzt aus dem Persischen
A26 ‘Abdu’l-Bahá, aus einem Sendschreiben – übersetzt aus dem Persischen
A27 ‘Abdu’l-Bahá, aus einem Sendschreiben – übersetzt aus dem Persischen, zitiert in einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit vom 10. Februar 1980
A28 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 14. April 1912 in der Kirche der Himmelfahrt, Fifth Avenue und Tenth Street, New York
A29 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 20. April 1912 während der Konferenz zur Einheit des Ostens und des Westens, Saal der Öffentlichen Bibliothek, Washington DC
A30 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, 25. April 1912, Botschaft an Esperantisten im Hause von Herrn und Frau Arthur J. Parsons, 1700 Eighteenth Street, NW, Washington, DC
A31 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 3. Mai 1912 im Hotel Plaza, Chicago, Illinois
A32 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 7. Mai 1912 im Hotel Schenley, Pittsburgh, Pennsylvania
A33 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 12. Mai 1912 beim Treffen des Internationalen Friedensforums in der Grace Methodist Episcopal Church West 104th Street, New York
A34 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 13. Mai 1912 bei einem Empfang der New Yorker Friedensgesellschaft, Hotel Astor, New York
A35 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 20. Mai 1912 beim Suffragettentreffen, Metropolitan Temple, Seventh Avenue and Fourteenth Street, New York
A36 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 28. Mai 1912, an der Rezeption des Metropolitan Temple Seventh Avenue und Fourteenth Street in New York
A37 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 9. Juni 1912 in der Unitarian Church, Fifteenth Street und Girard Avenue in Philadelphia, Pennsylvania
A38 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 1. September 1912 in der Kirche des Messias, Montreal, Kanada
A39 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 5. September 1912 in der St. James Methodist Church, Montreal, Kanada
A40 ‘Abdu’l-Bahá, in: The Promulgation of Universal Peace, Ansprache am 25. Oktober 1912 im Hotel Sacramento, Sacramento, Kalifornien
A41 ‘Abdu’l-Bahá, in: Ansprachen in Paris 40:28
A42 ‘Abdu’l-Bahá, in: Ansprachen in Paris 48:1
A43 ‘Abdu’l-Bahá in einem Interview mit einem Zeitungsreporter, zitiert in: ‘Abdu’l-Bahá in Canada, pp. 34-35
A44 ‘Abdu’l-Bahá, zitiert in: Star of the West, vol. 5, no. 8, August 1914, pp. 115-117
A45 ‘Abdu’l-Bahá, zitiert in: Star of the West, vol. 7, no. 14, November 1916, p. 136
A46 ‘Abdu’l-Bahá, zitiert in: Star of the West, vol. 18, no. 11, February 1928, p. 345
A47 ‘Abdu’l-Bahá, zitiert in: ‘Abdu’l-Bahá in London, S. 116
A48 Shoghi Effendi, in: Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 3:13–19, 29, 31, 34–35, 40–50
A49 Shoghi Effendi, in: Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 7:7–9, 106–109, 111–113
A50 Shoghi Effendi, in: Das Kommen Göttlicher Gerechtigkeit 123–124
A51 Shoghi Effendi, in: Der verheißene Tag ist gekommen 299–301
A52 Shoghi Effendi, Gott geht vorüber 398
A53 Shoghi Effendi, in: Citadel of Faith, p. 6, pp. 32-33
A54 Shoghi Effendi, Botschaft vom 27. Nov. 1954, in: Hüterbotschaften an die Bahá’í-Welt, S. 51/52
A55 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 9. Dezember 1931, An die Bahá’í in Tokio
A56 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 28. Januar 1932, An den Nationalen Geistigen Rat der Bahá’í in den Vereinigten Staaten und Kanada
A57 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 16. Februar 1932, An den Nationalen Geistigen Rat der Bahá’í in den Vereinigten Staaten und Kanada
A58 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 15. Januar 1933, An einen Gläubigen
A59 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 25. September 1933, An einen Gläubigen
A60 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 6. November 1933, An einen Gläubigen
A61 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 17. März 1934, An zwei Gläubige
A62 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 15. November 1935, An zwei Gläubige
A63 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 26. Juli 1936, An einen Gläubigen
A64 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 12. Oktober 1936, An einen Gläubigen
A65 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 14. März 1939, An den Nationalen Geistigen Rat der Bahá’í in den Vereinigten Staaten und Kanada und an einen Gläubigen
A66 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 12. April 1942, An einen Gläubigen
A67 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 24. März 1945, An zwei Gläubige
A68 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 19. November 1945, An einen Gläubigen
A69 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 20. November 1955, An einen Gläubigen
A70 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 15. August 1957, An einen Gläubigen
A71 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 8. Dezember 1967, An einen Gläubigen
A72 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 29. Juli 1974
A73 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief in seinem Auftrag vom 4. Juli 1982, An einen Gläubigen
A74 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief in seinem Auftrag vom 12. Januar 1983, An einen Gläubigen
A75 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief in seinem Auftrag vom 19. Januar 1983, An einen Gläubigen
A76 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief in seinem Auftrag vom 11. September 1984, An einen Gläubigen
A77 zitiert in: Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs 3:1
A78 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief in seinem Auftrag vom 31. Januar 1985, An einen Gläubigen
Source: Bahá'í Library Online (bahai-library.com), curated by Jonah Winters. Used by permission of the curator. Original citation: Bahá'u'lláh, Peace, bahai-library.com.
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Peace
Bahá'u'lláh
Abdu'l-Bahá
Shoghi Effendi
Universal House of Justice
Universal House of Justice, Research Department
, compiler
published in
Compilation of Compilations
Volume 2, pp. 151-200
1991
I.
Extracts From The Writings Of Bahá'u'lláh
This is the Day in which God's most excellent favours have been poured out upon men, the Day in which His most mighty grace hath been infused into all created things. It is incumbent upon all the peoples of the world to reconcile their differences, and, with perfect unity and peace, abide beneath the shadow of the Tree of His care and loving-kindness. It behoveth them to cleave to whatsoever will, in this Day, be conducive to the exaltation of their stations, and to the promotion of their best interests....
("Gleanings from the Writings of Bahá'u'lláh", rev. ed. (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1983), p.
6
) [1]
God's purpose in sending His Prophets unto men is twofold. The first is to liberate the children of men from the darkness of ignorance, and guide them to the light of true understanding. The second is to ensure the peace and tranquillity of mankind, and provide all the means by which they can be established.
("Gleanings from the Writings of Bahá'u'lláh", pp.
79
-
80
) [2]
O ye that dwell on earth! The distinguishing feature that marketh the preeminent character of this Supreme Revelation consisteth in that We have ... laid down the essential prerequisites of concord, of understanding, of complete and enduring unity. Well is it with them that keep My statutes.
("Gleanings from the Writings of Bahá'u'lláh", p.
97
) [3]
The Great Being, wishing to reveal the prerequisites of the peace and tranquillity of the world and the advancement of its peoples, hath written: The time must come when the imperative necessity for the holding of a vast, an all-embracing assemblage of men will be universally realized. The rulers and kings of the earth must needs attend it, and, participating in its deliberations, must consider such ways and means as will lay the foundations of the world's Great Peace amongst men. Such a peace demandeth that the Great Powers should resolve, for the sake of the tranquillity of the peoples of the earth, to be fully reconciled among themselves. Should any king take up arms against another, all should unitedly arise and prevent him. If this be done, the nations of the world will no longer require any armaments, except for the purpose of preserving the security of their realms and of maintaining internal order within their territories. This will ensure the peace and composure of every people, government and nation. We fain would hope that the kings and rulers of the earth, the mirrors of the gracious and almighty name of God, may attain unto this station, and shield mankind from the onslaught of tyranny. ...The day is approaching when all the peoples of the world will have adopted one universal language and one common script. When this is achieved, to whatsoever city a man may journey, it shall be as if he were entering his own home. These things are obligatory and absolutely essential. It is incumbent upon every man of insight and understanding to strive to translate that which hath been written into reality and action.... That one indeed is a man who, today, dedicateth himself to the service of the entire human race. The Great Being saith: Blessed and happy is he that ariseth to promote the best interests of the peoples and kindreds of the earth. In another passage He hath proclaimed: It is not for him to pride himself who loveth his own country, but rather for him who loveth the whole world. The earth is but one country, and mankind its citizens.
("Gleanings from the Writings of Bahá'u'lláh", pp.
249
-
250
) [4]
O ye rulers of the earth! Wherefore have ye clouded the radiance of the Sun, and caused it to cease from shining? Hearken unto the counsel given you by the Pen of the Most High, that haply both ye and the poor may attain unto tranquillity and peace. We beseech God to assist the kings of the earth to establish peace on earth. He, verily, doth what He willeth.
O kings of the earth! We see you increasing every year your expenditures, and laying the burden thereof on your subjects. This, verily, is wholly and grossly unjust. Fear the sighs and tears of this Wronged One, and lay not excessive burdens on your peoples. Do not rob them to rear palaces for yourselves; nay rather choose for them that which ye choose for yourselves. Thus We unfold to your eyes that which profiteth you, if ye but perceive. Your people are your treasures. Beware lest your rule violate the commandments of
God, and ye deliver your wards to the hands of the robber. By them ye rule, by their means ye subsist, by their aid ye conquer. Yet, how disdainfull ye look upon them! How strange, how very strange!
Now that ye have refused the Most Great Peace, hold ye fast unto this, the Lesser Peace, that haply ye may in some degree better your own condition and that of your dependents.
O rulers of the earth! Be reconciled among yourselves, that ye may need no more armaments save in a measure to safeguard your territories and dominions. Beware lest ye disregard the counsel of the All-Knowing, the Faithful.
Be united, O kings of the earth, for thereby will the tempest of discord be stilled amongst you, and your peoples find rest, if ye be of them that comprehend. Should any one among you take up arms against another, rise ye all against him, for this is naught but manifest justice.
("Gleanings from the Writings of Bahá'u'lláh", pp.
253
-
254
) [5]
The well-being of mankind, its peace and security, are unattainable unless and until its unity is firmly established. This unity can never be achieved so long as the counsels which the Pen of the Most High hath revealed are suffered to pass unheeded.
("Gleanings from the Writings of Bahá'u'lláh", p.
286
) [6]
We pray God -- exalted be His glory -- and cherish the hope that He may graciously assist the manifestations of affluence and power and the daysprings of sovereignty and glory, the kings of the earth -- may God aid them through His strengthening grace -- to establish the Lesser Peace. This, indeed, is the greatest means for ensuring the tranquillity of the nations. It is incumbent upon the Sovereigns of the world -- may God assist them -- unitedly to hold fast unto this Peace, which is the chief instrument for the protection of all mankind. It is Our hope that they will arise to achieve what will be conducive to the well-being of man. It is their duty to convene an all-inclusive assembly, which either they themselves or their ministers will attend, and to enforce whatever measures are required to establish unity and concord amongst men. They must put away the weapons of war, and turn to the instruments of universal reconstruction. Should one king rise up against another, all the other kings must arise to deter him. Arms and armaments will, then, be no more needed beyond that which is necessary to ensure the internal security of their respective countries. If they attain unto this all-surpassing blessing, the people of each nation will pursue, with tranquillity and contentment, their own occupations, and the groanings and lamentations of most men would be silenced. We beseech God to aid them to do His will and pleasure. He, verily, is the Lord of the throne on high and of earth below, and the Lord of this world and of the world to come. It would be preferable and more fitting that the highly-honoured kings themselves should attend such an assembly, and proclaim their edicts. Any king who will arise and carry out this task, he, verily will, in t e sight of God, become the cynosure of all kings. Happy is he, and great is his blessedness!
("Epistle to the Son of the Wolf", rev. ed. (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1988), pp.
30
-
31
) [7]
The sixth Glad-Tidings is the establishment of the Lesser Peace, details of which have formerly been revealed from Our Most Exalted Pen. Great is the blessedness of him who upholdeth it and observeth whatsoever hath been ordained by God, the All-Knowing, the All-Wise.
("Tablets of Bahá'u'lláh Revealed after the Kitab-i-Aqdas", (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1988), p.
23
) [8]
... In all matters moderation is desirable. If a thing is carried to excess, it will prove a source of evil. Consider the civilization of the West, how it hath agitated and alarmed the peoples of the world. An infernal engine hath been devised, and hath proved so cruel a weapon of destruction that its like none hath ever witnessed or heard. The purging of such deeply-rooted and overwhelming corruptions cannot be effected unless the peoples of the world unite in pursuit of one common aim and embrace one universal faith. Incline your ears unto the Call of this Wronged One and adhere firmly to the Lesser Peace.
("Tablets of Bahá'u'lláh revealed after the Kitab-i-Aqdas", p.
69
) [9]
First: It is incumbent upon the ministers of the House of Justice to promote the Lesser Peace so that the people of the earth may be relieved from the burden of exorbitant expenditures. This matter is imperative and absolutely essential, inasmuch as hostilities and conflict lie at the root of affliction and calamity.
("Tablets of Bahá'u'lláh revealed after the Kitab-i-Aqdas", p.
89
) [10]
In the abundance of Our grace and loving-kindness We have revealed specially for the rulers and ministers of the world that which is conducive to safety and protection, tranquillity and peace; haply the children of men may rest secure from the evils of oppression. He, verily, is the Protector, the Helper, the Giver of victory. It is incumbent upon the men of God's House of Justice to fix their gaze by day and by night upon that which hath shone forth from the Pen of Glory for the training of peoples, the upbuilding of nations, the protection of man and the safeguarding of his honour.
("Tablets of Bahá'u'lláh revealed after the Kitab-i-Aqdas", p.
125
) [11]
... They that are possessed of wealth and invested with authority and power must show the profoundest regard for religion. In truth, religion is a radiant light and an impregnable stronghold for the protection and welfare of the peoples of the world, for the fear of God impelleth man to hold fast to that which is good, and shun all evil. Should the lamp of religion be obscured, chaos and confusion will ensue, and the lights of fairness and justice, of tranquillity and peace cease to shine. Unto this will bear witness every man of true understanding.
("Tablets of Bahá'u'lláh revealed after the Kitab-i-Aqdas", p.
125
) [12]
We have enjoined upon all mankind to establish the Most Great Peace -- the surest of all means for the protection of humanity. The sovereigns of the world should, with one accord, hold fast thereunto, for this is the supreme instrument that can ensure the security and welfare of all peoples and nations. They, verily, are the manifestations of the power of God and the daysprings of His authority. We beseech the Almighty that He may graciously assist them in that which is conducive to the well-being of their subjects. A full explanation regarding this matter hath been previously set forth by the Pen of Glory; well is it with them that act accordingly.
("Tablets of Bahá'u'lláh revealed after the Kitab-i-Aqdas", p.
126
) [13]
The purpose of religion as revealed from the heaven of God's holy Will is to establish unity and concord amongst the peoples of the world; make it not the cause of dissension and strife. The religion of God and His divine law are the most potent instruments and the surest of all means for the dawning of the light of unity amongst men. The progress of the world, the development of nations, the tranquillity of peoples, and the peace of all who dwell on earth are among the principles and ordinances of God. Religion bestoweth upon man the most precious of all gifts, offereth the cup of prosperity, imparteth eternal life, and showereth imperishable benefits upon mankind. It behoveth the chiefs and rulers of the world, and in particular the Trustees of God's House of Justice, to endeavour to the utmost of their power to safeguard its position, promote its interests and exalt its station in the eyes of the world. In like manner it is incumbent upon them to enquire into the conditions of their subjects and to acquaint themselves with the affairs and activities of the divers communities in their dominions. We call upon the manifestations of the power of God -- the sovereigns and rulers on earth -- to bestir themselves and do all in their power that haply they may banish discord from this world and illumine it with the light of concord.
("Tablets of Bahá'u'lláh revealed after the Kitab-i-Aqdas", pp.
129
-
130
) [14]
Our hope is that the world's religious leaders and the rulers thereof will unitedly arise for the reformation of this age and the rehabilitation of its fortunes. Let them, after meditating on its needs, take counsel together and, through anxious and full deliberation, administer to a diseased and sorely afflicted world the remedy it requireth.
The Great Being saith: The heaven of divine wisdom is illumined with the two luminaries of consultation and compassion. Take ye counsel together in all matters, inasmuch as consultation is the lamp of guidance which leadeth the way, and is the bestower of understanding.
("Tablets of Bahá'u'lláh revealed after the Kitab-i-Aqdas", p.
168
) [15]
Take ye counsel together, and let your concern be only for that which profiteth mankind and bettereth the condition thereof.... Regard the world as the human body which, though created whole and perfect, has been afflicted, through divers causes, with grave ills and maladies. Not for one day did it rest, nay its sicknesses waxed more severe, as it fell under the treatment of unskilled physicians who have spurred on the steed of their worldly desires and have erred grievously. And if at one time, through the care of an able physician, a member of that body was healed, the rest remained afflicted as before. Thus informeth you the All-Knowing, the All-Wise.... That which the Lord hath ordained as the sovereign remedy and mightiest instrument for the healing of all the world is the union of all its peoples in one universal Cause, one common Faith. This can in no wise be achieved except through the power of a skilled, an all-powerful and inspired Physician. This verily is he truth, and all else naught but error.
Consider these days in which the Ancient Beauty, He Who is the Most Great Name, hath been sent down to regenerate and unify mankind. Behold how with drawn swords they rose against Him, and committed that which caused the Faithful Spirit to tremble. And whenever We said unto them: `Lo, the World Reformer is come,' they made reply: `He, in truth, is one of the stirrers of mischief'....
(Extracts from the Tablet to Queen Victoria, cited in Shoghi Effendi, "The World Order of Bahá'u'lláh: Selected Letters", rev. ed. (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1982), pp.
39
-
40
; p.
163
) [16]
II.
Extracts From the Utterances of Bahá'u'lláh:
... Praise be to God that thou hast attained!... Thou hast come to see a prisoner and an exile.... We desire but the good of the world and happiness of the nations; yet they deem us a stirrer up of strife and sedition worthy of bondage and banishment.... That all nations should become one in faith and all men as brothers; that the bonds of affection and unity between the sons of men should be strengthened; that diversity of religion should cease, and differences of race be annulled -- what harm is there in this?... Yet so it shall be; these fruitless strifes, these ruinous wars shall pass away, and the "Most Great Peace" shall come.... Do not you in Europe need this also? Is not this that which Christ foretold?... Yet do we see your kings and rulers lavishing their treasures more freely on means for the destruction of the human race than on that which would conduce to the happiness of mankind.... These strifes and this bloodshed and discord must cease, and all men be as one kindred and one family.... Let not a man glory in this, that he loves his country; let him rather glory in this, that he loves his kind....
(Words spoken to E. G. Browne, from his pen portrait of Bahá'u'lláh, J. E. Esslemont, "Bahá'u'lláh and the New Era", 5
th
rev. ed. (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1987), pp.
39
-
40
) [17]
III.
Extracts From The Writings Of Abdu'l-Bahá:
Know thou that all the powers combined have not the power to establish universal peace, nor to withstand the overmastering dominion, at every time and season, of these endless wars. Ere long, however, shall the power of heaven, the dominion of the Holy Spirit, hoist on the high summits the banners of love and peace, and there above the castles of majesty and might shall those banners wave in the rushing winds that blow out of the tender mercy of God.
("Selections from the Writings of Abdu'l-Bahá", [rev. ed.] (Haifa: Bahá'í World Centre, 1982), p.
174
) [18]
Rest thou assured that in this era of the spirit, the Kingdom of Peace will raise up its tabernacle on the summits of the world, and the commandments of the Prince of Peace will so dominate the arteries and nerves of every people as to draw into His sheltering shade all the nations on earth. From springs of love and truth and unity will the true Shepherd give His sheep to drink. O handmaid of God, peace must first be established among individuals, until it leadeth in the end to peace among nations. Wherefore, O ye Bahá'ís, strive ye with all your might to create, through the power of the Word of God, genuine love, spiritual communion and durable bonds among individuals. This is your task.
("Selections from the Writings of Abdu'l-Bahá", p.
246
) [19]
So long as these prejudices [religious, racial, national, political] survive, there will be continuous and fearsome wars.
To remedy this condition there must be universal peace. To bring this about, a Supreme Tribunal must be established, representative of all governments and peoples; questions both national and international must be referred thereto, and all must carry out the decrees of this Tribunal. Should any government or people disobey, let the whole world arise against that government or people.
("Selections from the Writings of Abdu'l-Bahá", p.
249
) [20]
At present universal peace is a matter of great importance, but unity of conscience is essential, so that the foundation of this matter may become secure, its establishment firm and its edifice strong.
Therefore Bahá'u'lláh, fifty years ago, expounded this question of universal peace at a time when He was confined in the fortress of Akka and was wronged and imprisoned....
Among His teachings was the declaration of universal peace. ...the teachings of Bahá'u'lláh were not limited to the establishment of universal peace. They embraced many teachings which supplemented and supported that of universal peace.
...
In fine, such teachings are numerous. These manifold principles, which constitute the greatest basis for the felicity of mankind and are of the bounties of the Merciful, must be added to the matter of universal peace and combined with it, so that results may accrue. Otherwise the realization of universal peace by itself in the world of mankind is difficult. As the teachings of Bahá'u'lláh are combined with universal peace, they are like a table provided with every kind of fresh and delicious food. Every soul can find, at that table of infinite bounty, that which he desires. If the question is restricted to universal peace alone, the remarkable results which are expected and desired will not be attained. The scope of universal peace must be such that all the communities and religions may find their highest wish realized in it. The teachings of Bahá'u'lláh are such that all the communities of the world, whether religious, political or ethical, ancient or modern, find in them the expression of their highest wish.
For example, the question of universal peace, about which Bahá'u'lláh says that the Supreme Tribunal must be established: although the League of Nations has been brought into existence, yet it is incapable of establishing universal peace. But the Supreme Tribunal which Bahá'u'lláh has described will fulfil this sacred task with the utmost might and power. And His plan is this: that the nation l assemblies of each country and nation -- that is to say parliaments -- should elect two or three persons who are the choicest of that nation, and are well informed concerning international laws and the relations between governments and aware of the essential needs of the world of humanity in this day. The number of these representatives should be in proportion to the number of inhabitants of that country. The election of these souls who are chosen by the national assembly, that is, the parliament, must be confirmed by the upper house, the congress and the cabinet and also by the president or monarch so these persons may be the elected ones of all the nation and the government. The Supreme Tribunal will be composed of these people, and all mankind will thus have a share therein, for every one of these delegates is fully representative of his nation. When the Supreme Tribunal gives a ruling on any international question, either unanimously or by majority rule, there will no longer be any pretext for the plaintiff or ground of objection for the defendant. In case any of the governments or nations, in the execution of the irrefutable decision of the Supreme Tribunal, be negligent or dilatory, the rest of the nations will rise up against it, because all the governments and nations of the world are the supporters of this Supreme Tribunal. Consider what a firm foundation this is! But by a limited and restricted League the purpose will not be realized as it ought and should. This is the truth about the situation, which has been stated....
("Selections from the Writings of Abdu'l-Bahá", pp.
297
-
298
, p.
304
, pp.
306
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307
) [21]
True civilization will unfurl its banner in the midmost heart of the world whenever a certain number of its distinguished and high-minded sovereigns -- the shining exemplars of devotion and determination -- shall, for the good and happiness of all mankind, arise, with firm resolve and clear vision, to establish the Cause of Universal Peace. They must make the Cause of Peace the object of general consultation, and seek by every means in their power to establish a Union of the nations of the world. They must conclude a binding treaty and establish a covenant, the provisions of which shall be sound, inviolable and definite. They must proclaim it to all the world and obtain for it the sanction of all the human race. This supreme and noble undertaking -- the real source of the peace and well-being of all the world -- should be regarded as sacred by all that dwell on earth. All the forces of humanity must be mobilized to ensure the stability and permanence of this Most Great Covenant. In this all-embracing Pact the limits and frontiers of each and every nation should be clearly fixed, the principles underlying the relations of governments towards one another definitely laid down, and all international agreements and obligations ascertained. In like manner, the size of the armaments of every government should be strictly limited, for if the preparations for war and the military forces of any nation should be allowed to
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1. The translation of this sentence has been revised since the publication of "Selections from the Writings of Abdu'l-Bahá".
increase, they will arouse the suspicion of others. The fundamental principle underlying this solemn Pact should be so fixed that if any government later violate any one of its provisions, all the governments on earth should arise to reduce it to utter submission, nay the human race as a whole should resolve, with every power at its disposal, to destroy that government. Should this greatest of all remedies be applied to the sick body of the world, it will assuredly recover from its ills and will remain eternally safe and secure.
Observe that if such a happy situation be forthcoming, no government would need continually to pile up the weapons of war, nor feel itself obliged to produce ever new military weapons with which to conquer the human race. A small force for the purposes of internal security, the correction of criminal and disorderly elements and the prevention of local disturbances, would be required -- no more. In this way the entire population would, first of all, be relieved of the crushing burden of expenditure currently imposed for military purposes, and secondly, great numbers of people would cease to devote their time to the continual devising of new weapons of destruction -- those testimonials of greed and bloodthirstiness, so inconsistent with the gift of life -- and would instead bend their efforts to the production of whatever will foster human existence and peace and well-being, and would become the cause of universal development and prosperity. Then every nation on earth will reign in honour, and every people will be cradled in tranquillity and content.
A few, unaware of the power latent in human endeavour, consider this matter as highly impracticable, nay even beyond the scope of man's utmost efforts. Such is not the case, however. On the contrary, thanks to the unfailing grace of God, the loving-kindness of His favoured ones, the unrivaled endeavours of wise and capable souls, and the thoughts and ideas of the peerless leaders of this age, nothing whatsoever can be regarded as unattainable. Endeavour, ceaseless endeavour, is required. Nothing short of an indomitable determination can possibly achieve it. Many a cause which past ages have regarded as purely visionary, yet in this day has become most easy and practicable. Why should this most great and lofty Cause -- the day-star of the firmament of true civilization and the cause of the glory, the advancement, the well-being and the success of all humanity -- be regarded as impossible of achievement? Surely the day will come when its beauteous light shall shedillumination upon the assemblage of man.
The apparatus of conflict will, as preparations go on at their present rate, reach the point where war will become something intolerable to mankind.
It is clear from what has already been said that man's glory and greatness do not consist in his being avid for blood and sharp of claw, in tearing down cities and spreading havoc, in butchering armed forces and civilians. What would mean a bright future for him would be his reputation for justice, his kindness to the entire population whether high or low, his building up countries and cities, villages and districts, his making life easy, peaceful and happy for his fellow beings, his laying down fundamental principles for progress, his raising the standards and increasing the wealth of the entire population.
No power on earth can prevail against the armies of justice, and ever citadel must fall before them; for men willingly go down under the triumphant strokes of this decisive blade, and desolate places bloom and flourish under the tramplings of this host. There are two mighty banners which, when they
cast their shadow across the crown of any king, will cause the influence of his government quickly and easily to penetrate the whole earth, even as if it were the light of the sun: the first of these two banners is wisdom; the second is justice. Against these two most potent forces, the iron hills cannot prevail,
and Alexander's wall will break before them. It is clear that life in this fast-fading world is as fleeting and inconstant as the morning wind, and this being so, how fortunate are the great who leave a good name behind them, and the memory of a lifetime spent in the pathway of the good pleasure of God.
...
A conquest can be a praiseworthy thing, and there are times when war becomes the powerful basis of peace, and ruin the very means of reconstruction.
If, for example, a high-minded sovereign marshals his troops to block the onset of the insurgent and the aggressor, or again, if he takes the field and distinguishes himself in a struggle to unify a divided state and people, if, in brief, he is waging war for a righteous purpose, then this seeming wrath is mercy itself, and this apparent tyranny the very substance of justice and this warfare the cornerstone of peace. Today, the task befitting great rulers is to establish universal peace, for in this lies the freedom of all peoples.
("The Secret of Divine Civilization", 2nd ed. (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1983), pp.
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,
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71
) [22]
In cycles gone by, though harmony was established, yet, owing to the absence of means, the unity of all mankind could not have been achieved. Continents remained widely divided, nay even among the peoples of one and the same continent association and interchange of thought were well nigh impossible. Consequently intercourse, understanding and unity amongst all the peoples and kindreds of the earth were unattainable. In this day, however, means of communication have multiplied, and the five continents of the earth have virtually merged into one.... In like manner all the members of the human family, whether peoples or governments, cities or villages, have become increasingly interdependent. For none is self-sufficiency any longer possible, inasmuch as political ties unite all peoples and nations, and the bonds of trade and industry, of agriculture and education, are being strengthened every day. Hence the unity of all mankind can in this day be achieved. Verily this is none other but one of the wonders of this wondrous age, this glorious century. Of this past ages have been deprived, for this century -- the century of light -- has been endowed with unique and unprecedented glory, power and illumination. Hence the miraculous unfolding of a fresh marvel every day. Eventually it will be seen how bright its candles will burn in the assemblage of man.
Behold how its light is now dawning upon the world's darkened horizon. The first candle is unity in the political realm, the early glimmerings of which can now be discerned. The second candle is unity of thought in world undertakings, the consummation of which will ere long be witnessed. The third candle is unity in freedom which will surely come to pass. The fourth candle is unity in religion which is the corner-stone of the foundation itself, and which, by the power of God, will be revealed in all its splendour. The fifth candle is the unity of nations -- a unity which in this century will be securely established, causing all the peoples of the world to regard themselves as citizens of one common fatherland. The sixth candle is unity of races, making of all that dwell on earth peoples and kindreds of one race. The seventh candle is unity of language, i.e., the choice of a universal tongue in which all peoples will be instructed and converse. Each and every one of these will inevitably come to pass, inasmuch as the power of the Kingdom of God will aid and assist in their realization.
(Cited in Shoghi Effendi, "The World Order of Bahá'u'lláh", pp.
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, and "The Promised Day Is Come", rev. ed. (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1980), pp.
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121
) [23]
...every great Cause in this world of existence findeth visible expression through three means: first, intention; second, confirmation; third, action. Today on this earth there are many souls who are promoters of peace and reconciliation and are longing for the realization of the oneness and unity of the world of humanity; but this intention needeth a dynamic power, so that it may become manifest in the world of being. In this day the divine instructions and lordly exhortations promulgate this most great aim, and the confirmations of the Kingdom also support and aid the realization of this intention. Therefore, although the combined forces and thoughts of the nations of the world cannot by themselves achieve this exalted purpose, the power of the Word of God penetrateth all things and the assistance of the divine Kingdom is continuous. Erelong it will become evident and clear that the ensign of the Most Great Peace is the teachings of Bahá'u'lláh, and the tent of union and harmony among nations is the Tabernacle of the divine Kingdom, for therein the intention, the power and the action, all three, are brought together. The realization of everything in the world of being dependeth upon these three elements.
(From a Tablet - translated from Persian) [24]
As far as possible, rest thou not for a moment, travel to the North and South of the country and summon all men to the oneness of the world of humanity and to universal peace, saying: O people! Bahá'u'lláh laid the foundation of universal peace fifty years ago. He even addressed Epistles to the kings wherein He declared that war could destroy the foundation of the world of humanity, that peace is conducive to everlasting life and that dire peril awaited mankind. Also three years before the outbreak of the world war Abdu'l-Bahá travelled to America and most of Europe, where he raised His voice before all gatherings, societies and churches, appealing: O ye assemblage of men! The continent of Europe hath virtually become an arsenal filled with explosives. There are vast stores of destructive material hidden underground, liable to burst forth at a single spark, causing the whole earth to quake. O ye men of understanding! Bestir yourselves that perchance this accumulation of volatile material may not explode. But the appeal went unheeded and consequently this murderous war broke out.
The bulk of humanity now realiseth what a great calamity war is and how war turneth man into a ferocious animal, causing prosperous cities and villages to be reduced to ruins and the foundations of the human edifice to crumble. Now, since all men have been awakened and their ears are attentive, it is time for the promulgation of universal peace -- a peace based on righteousness and justice -- that mankind may not be exposed to further dangers in the future. Now is the dawn of universal peace, and the first streaks of its light are beginning to appear. We earnestly hope that its effulgent orb may shine forth and flood the East and the West with its radiance. The establishment of universal peace is not possible save through the power of the Word of God...
(From a Tablet - translated from the Persian) [25]
Chaos and confusion are daily increasing in the world. They will attain such intensity as to render the frame of mankind unable to bear them. Then will men be awakened and become aware that religion is the impregnable stronghold and the manifest light of the wo ld, and its laws, exhortations and teachings the source of life on earth.
(From a Tablet - translated from the Persian) [26]
IV.
Extracts From The Utterances Of Abdu'l-Bahá:
Today the world of humanity is in need of international unity and conciliation. To establish these great fundamental principles a propelling power is needed. It is self-evident that the unity of the human world and the Most Great Peace cannot be accomplished through material means. They cannot be established through political power, for the political interests of nations are various and the policies of peoples are divergent and conflicting. They cannot be founded through racial or patriotic power, for these are human powers, selfish and weak. The very nature of racial differences and patriotic prejudices prevents the realization of this unity and agreement. Therefore, it is evidenced that the promotion of the oneness of the kingdom of humanity, which is the essence of the teachings of all the Manifestations of God, is impossible except through the divine power and breaths of the Holy Spirit. Other powers are too weak and are incapable of accomplishing this.
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", 2nd. ed. (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1982), pp.
11
-
12
) [27]
We will pray that the ensign of international peace may be uplifted and that the oneness of the world of humanity may be realized and accomplished. All this is made possible and practicable through your efforts. May this American democracy be the first nation to establish the foundation of international agreement. May it be the first nation to proclaim the universality of mankind. May it be the first to upraise the standard of the Most Great Peace, and through this nation of democracy may these philanthropic intentions and institutions be spread broadcast throughout the world. Truly, this is a great and revered nation. Here liberty has reached its highest degree. The intentions of its people are most praiseworthy. They are, indeed, worthy of being the first to build the Tabernacle of the Most Great Peace and proclaim the oneness of mankind. I will supplicate God for assistance and confirmation in your behalf.
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", pp.
36
-
37
) [28]
Today the greatest need of the world of humanity is discontinuance of the existing misunderstandings among nations. This can be accomplished through the unity of language. Unless the unity of languages is realized, the Most Great Peace and the oneness of the human world cannot be effectively organized and established because the function of language is to portray the mysteries and secrets of human hearts. The heart is like a box, and language is the key. Only by using the key can we open the box and observe the gems it contains. Therefore, the question of an auxiliary international tongue has the utmost importance.... It is my hope that it may be perfected through the bounties of God and that intelligent men may be selected from the various countries of the world to organize an international congress whose chief aim will be the promotion of this universal medium of speech.
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", pp.
60
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61
) [29]
...because I find the American nation so capable of achievement and this government the fairest of western governments, its institutions superior to others, my wish and hope is that the banner of international reconciliation may first be raised on this continent and the standard of the Most Great Peace be unfurled here. May the American people and their government unite in their efforts in order that this light may dawn from this point and spread to all regions, for this is one of the greatest bestowals of God. In order that America may avail herself of this opportunity, I beg that you strive and pray with heart and soul, devoting all your energies to this end: that the banner of international peace may be upraised here and that this democracy may be the cause of the cessation of warfare in all other countries.
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", pp.
83
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84
) [30]
In past ages humanity has been defective and inefficient because it has been incomplete. War and its ravages have blighted the world; the education of woman will be a mighty step toward its abolition and ending, for she will use her whole influence against war. Woman rears the child and educates the youth to maturity. She will refuse to give her sons for sacrifice upon the field of battle. In truth, she will be the greatest factor in establishing universal peace and international arbitration. Assuredly, woman will abolish warfare among mankind....
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", p.
108
) [31]
All of us know that international peace is good, that it is conducive to human welfare and the glory of man, but volition and action are necessary before it can be established. Action is essential. Inasmuch as this century is a century of light, capacity for action is assured to mankind. Necessarily the divine principles will be spread among men until the time of action arrives. Surely this has been so, and truly the time and conditions are ripe for action now....
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", p.
121
) [32]
This has come to pass. The powers of earth cannot withstand the privileges and bestowals which God has ordained for this great and glorious century. It is a need and exigency of the time.... Let this century be the sun of previous centuries, the effulgences of which shall last forever, so that in times to come they shall glorify the twentieth century, saying the twentieth century was the century of lights, the twentieth century was the century of life, the twentieth century was the century of international peace, the twentieth century was the century of divine bestowals, and the twentieth century has left traces which shall last forever.
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", pp.
125
-
26
) [33]
The most momentous question of this day is international peace and arbitration, and universal peace is impossible without universal suffrage. Children are educated by the women. The mother bears the troubles and anxieties of rearing the child, undergoes the ordeal of its birth and training. Therefore, it is most difficult for mothers to send to the battlefield those upon whom they have lavished such love and care. Consider a son reared and trained twenty years by a devoted mother. What sleepless nights and restless, anxious days she has spent! Having brought him through dangers and difficulties to the age of maturity, how agonizing then to sacrifice him upon the battlefield! Therefore, the mothers will not sanction war nor be satisfied with it. So it will come to pass that when women participate fully and equally in the affairs of the world, when they enter confidently and capably the great arena of laws and politics, war will cease; for woman will be the obstacle and hindrance to it. This is true and without doubt.
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", pp.
134
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35
) [34]
Now the glorious and brilliant twentieth century has dawned, and the divine bounty is radiating universally....
Truly, this can be called the miracle of centuries, for it is replete with manifestations of the miraculous. The time has come when all mankind shall be united, when all races shall be loyal to one fatherland, all religions become one religion, and racial and religious bias pass away. It is a day in which the oneness of humankind shall uplift its standard and international peace, like the true morning, flood the world with its light....
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", p.
153
) [35]
He promulgated the adoption of the same course of education for man and woman. Daughters and sons must follow the same curriculum of study, thereby promoting unity of the sexes. When all mankind shall receive the same opportunity of education and the equality of men and women be realized, the foundations of war will be utterly destroyed. Without equality this will be impossible because all differences and distinction are conducive to discord and strife. Equality between men and women is conducive to the abolition of warfare for the reason that women will never be willing to sanction it. Mothers will not give their sons as sacrifices upon the battlefield after twenty years of anxiety and loving devotion in rearing them from infancy, no matter what cause they are called upon to defend. There is no doubt that when women obtain equality of rights, war will entirely cease among mankind.
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", p.
175
) [36]
The world is in greatest need of international peace. Until it is established, mankind will not attain composure and tranquillity. It is necessary that the nations and governments organize an international tribunal to which all their disputes and differences shall be referred. The decision of that tribunal shall be final. Individual controversy will be adjudged by a local tribunal. International questions will come before the universal tribunal, and so the cause of warfare will be taken away.
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", p.
301
) [37]
I find these two great American nations [the United States and Canada] highly capable and advanced ... it is my hope that these revered nations may become prominent factors in the establishment of international peace and the oneness of the world of humanity...
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", p.
318
) [38]
The world of humanity is possessed of two wings: the male and the female. So long as these two wings are not equivalent in strength, the bird will not fly. Until womankind reaches the same degree as man, until she enjoys the same arena of activity, extraordinary attainment for humanity will not be realized; humanity cannot wing its way to heights of real attainment. When the two wings or parts become equivalent in strength, enjoying the same prerogatives, the flight of man will be exceedingly lofty and extraordinary. Therefore, woman must receive the same education as man and all inequality be adjusted. Thus, imbued with the same virtues as man, rising through all the degrees of human attainment, women will become the peers of men, and until this equality is established, true progress and attainment for the human race will not be facilitated.
The evident reasons underlying this are as follows: Woman by nature is opposed to war; she is an advocate of peace. Children are reared and brought up by the mothers who give them the first principles of education and labour assiduously in their behalf. Consider, for instance, a mother who has tenderly reared a son for twenty years to the age of maturity. Surely she will not consent to having that son torn asunder and killed in the field of battle. Therefore, as woman advances toward the degree of man in power and privilege, with the right of vote and control in human government, most assuredly war will cease; for woman is naturally the most devoted and staunch advocate of international peace.
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", p.
375
) [39]
A Supreme Tribunal shall be elected by the peoples and governments of every nation, where members from each country and government shall assemble in unity. All disputes shall be brought before this Court, its mission being to prevent war.
("Paris Talks: Addresses given by Abdu'l-Bahá in Paris in 1911-1912", 11th ed. (London: Bahá'í Publishing Trust, 1979), p.
132
) [40]
A Supreme Tribunal shall be established by the peoples and Governments of every nation, composed of members elected from each country and Government. The members of this Great Council shall assemble in unity. All disputes of an international character shall be submitted to this Court, its work being to arrange by arbitration everything which otherwise would be a cause of war. The mission of this Tribunal would be to prevent war.
("Paris Talks: Addresses given by Abdu'l-Bahá in Paris in 1911-1912", p.
155
) [41]
As to the question of disarmament, all nations must disarm at the same time. It will not do at all, and it is not proposed, that some nations shall lay down their arms while others, their neighbours, remain armed. The peace of the world must be brought about by international agreement. All nations must agree to disarm simultaneously... No nation can follow a peace policy while its neighbour remains warlike. There is no justice in that. Nobody would dream of suggesting that the peace of the world could be brought about by any such line of action. It is to be brought about by a general and comprehensive international agreement, and in no other way...
Simultaneous action, he went on, is necessary in any scheme of disarmament. All the governments of the world must transform their battleships and warcraft into merchant vessels. But no one nation can by itself start in upon such a policy and it would be folly should one power attempt to do so ... it would simply invite destruction.... Are there any signs that the permanent peace of the world will be established in anything like a reasonable period? Abdu'l-Bahá was asked. It will be established in this century, he answered. It will be universal in the twentieth century. All nations will be forced into it. ... Economic pressure will tell? Yes: the nations will be forced to come to peace and to agree to the abolition of war. The awful burdens of taxation for war purposes will get beyond human endurance... No, said Abdu'l-Bahá in conclusion, I repeat, no nation can disarm under these circumstances. Disarmament is surely coming, but it must come, and it will come, by the universal consent of the civilized nations of the earth. By international agreement they will lay down their arms and the great era of peace will be ushered in.
In this and no other way can peace be established upon the earth. (Extracts from interview with newspaper reporter, quoted in Abdu'l-Bahá in Canada" (Thornhill: Bahá'í Canada Publications, 1987), pp. 34-35) [42]
Once the Parliament of Man is established and its constituent parts organized, the governments of the world having entered into a covenant of eternal friendship will have no need of keeping large standing armies and navies. A few battalions to preserve internal order, and an International Police to keep the highways of the seas clear, are all that will be necessary. Then these huge sums will be diverted to other more useful channels, pauperism will disappear, knowledge will increase, the victories of Peace will be sung by poets and bards, knowledge will improve the conditions and mankind will be rocked in the cradle of felicity and bliss. Then, whether a government I constitutional or republican, hereditary monarchy or democratic, the rulers will devote their time to the prosperity of their nations, the legislation of just and sane laws and the fostering of closer and more amicable relations with their neighbours -- thus will the world of humanity become a mirror reflecting the virtues and attributes of the Kingdom of God.
By a general agreement all the governments of the world must disarm simultaneously... It will not do if one lays down the arms and the other refuses to do so. The nations of the world must concur with each other concerning this supremely important subject, thus they may abandon together the deadly weapons of human slaughter. As long as one nation increases her military and naval budget, another nation will be forced into this crazed competition through her natural and supposed interests....
...
Now the question of disarmament must be put into practice by all the nations and not only by one or two. Consequently the advocates of Peace must strive day and night, so that the individuals of every country may become peace-loving, public opinion may gain a strong and permanent footing, and day by day the army of International Peace be increased, complete disarmament be realized and the Flag of Universal Conciliation be waving on the summit of the mountains of the earth.
...
The ideals of Peace must be nurtured and spread among the inhabitants of the world; they must be instructed in the school of Peace and the evils of war. First: The financiers and bankers must desist from lending money to any government contemplating to wage an unjust war upon an innocent nation. Second: The presidents and managers of the railroads and steamship companies must refrain from transporting war ammunition, infernal engines, guns, cannons and powder from one country into another. Third: The soldiers must petition, through their representatives, the Ministers of War, the politicians, the Congressmen and the generals to put forth in a clear, intelligible language the reasons and the causes which have brought them to the brink of such a national calamity. The soldiers must demand this as one of the prerogatives. Demonstrate to us", they must say, "that this is a just war, and we will then enter into the battlefield otherwise we will not take one step.... Come forth from your hiding-places, enter into the battlefield if you like to attack each other and tear each other to pieces if you desire to air your so-called contentions. The discord and feud are between you; why do you make us, innocent people, a party to it? If fighting and bloodshed are good things, then lead us into the fray by your presence!"
In short, every means that produces war must be checked and the causes that prevent the occurrence of war be advanced; -- so that physical conflict may become an impossibility. On the other hand, every country must be properly delimited, its exact frontiers marked, its national integrity secured, its permanent independence protected, and its vital interests honoured by the family of nations. These services ought to be rendered by an impartial, international Commission. In this manner all causes of friction and differences will be removed. And in case there should arise some disputes between them, they could arbitrate before the Parliament of Man, the representatives of which should be chosen from among the wisest and most judicious men of all the nations of the world.
("Star of the West", vol. 5, no. 8 (August 1914), pp. 115-117) [43]
Every century holds the solution of one predominating problem. Although there may be many problems, yet one of the innumerable problems will loom large and become the most important of all. ...in this luminous century the greatest bestowal of the world of humanity is Universal Peace, which must be founded, so that the realm of creation may obtain composure, the East and the West, which include in their arms the five continents of the globe, may embrace each other, mankind may rest beneath the tent of oneness of the world of humanity, and the flag of universal peace may wave over all the regions....
...
Today the true duty of a powerful king is to establish a universal peace; for verily it signifies the freedom of all the people of the world. Some persons who are ignorant of the world of true humanity and its high ambitions for the general good, reckon such a glorious condition of life to be very difficult, nay rather impossible to compass. But it is not so, far from it.
("Star of the West". vol. 7, no. 14 (November 1916), p. 136) [44]
O ye individuals of humanity, find ye means for the stoppage of this wholesale murder and bloodshed. Now is the appointed time! Now is the opportune time! Arise ye, show ye an effort, put ye forward an extraordinary force, and unfurl ye the Flag of Universal Peace and dam the irresistible fury of this raging torrent which is wreaking havoc and ruin everywhere.
("Star of the West", vol. 18, no. 11 (February 1928), p. 345) [45]
By what process, continued the questioner, will this peace on earth be established? Will it come at once after a universal declaration of the Truth?
No, it will come about gradually, said Abdu'l-Bahá. A plant that grows too quickly lasts but a short time. You are my family, and he looked about with a smile, my new children! if a family lives in unison, great results are obtained. Widen the circle; when a city lives in intimate accord greater results will follow, and a continent that is fully united will likewise unite all other continents. Then will be the time of the greatest results, for all the inhabitants of the earth belong to one native land.
("Abdu'l-Bahá in London: Addresses, and Notes of Conversations", Commemorative ed. (London: Bahá'í Publishing Trust, 1987), p.
106
) [46]
V.
Extracts From The Writings Of Shoghi Effendi:
Dearly-beloved friends! Humanity, whether viewed in the light of man's individual conduct or in the existing relationships between organized communities and nations, has, alas, strayed too far and suffered too great a decline to be redeemed through the unaided efforts of the best among its recognized rulers and statesmen -- however disinterested their motives, however concerted their action, however unsparing in their zeal and devotion to its cause. No scheme which the calculations of the highest statesmanship may yet devise, no doctrine which the most distinguished exponents of economic theory may hope to advance, no principle which the most ardent of moralists may strive to inculcate, can provide, in the last resort, adequate foundations upon which the future of a distracted world can be built. No appeal for mutual tolerance which the worldly-wise might raise, however compelling and insistent, can calm its passions or help restore its vigour. Nor would any general scheme of mere organized international co-operation, in whatever sphere of human activity, however ingenious in conception or extensive in scope, succeed in removing the root cause of the evil that has so rudely upset the equilibrium of present day society. Not even, I venture to assert, would the very act of devising the machinery required for the political and economic unification of the world -- a principle that has been increasingly advocated in recent times -- provide in itself the antidote against the poison that is steadily undermining the vigour of organized peoples and nations. What else, might we not confidently affirm, but the unreserved acceptance of the Divine Programme enunciated, with such simplicity and force as far back as sixty years ago, by Bahá'u'lláh, embodying in its essentials God's divinely-appointed scheme for the unification of mankind in this age, coupled with an indomitable conviction in the unfailing efficacy of each and all of its provisions, is eventually capable of withstanding the forces of internal disintegration which, if unchecked, must needs continue to eat into the vitals of a despairing society. It is towards this goal -- the goal of a new World Order, Divine in origin, all-embracing in scope, equitable in principle, challenging in its features -- that a harrassed humanity must strive.
To claim to have grasped all the implications of Bahá'u'lláh's prodigious scheme for world-wide human solidarity, or to have fathomed its import, would be presumptuous on the part of even the declared supporters of His Faith. To attempt to visualize it in all its possibilities, to estimate its future benefits, to picture its glory, would be premature at even so advanced a stage in the evolution of mankind.
All we can reasonably venture to attempt is to strive to obtain a glimpse of the first streaks of the promised Dawn that must, in the fullness of time, chase away the gloom that has encircled humanity. All we can do is to point out, in their broadest outline, to what appear to us to be the guiding principles underlying the World Order of Bahá'u'lláh, as amplified and enunciated by Abdu'l-Bahá, the Centre of His Covenant with all mankind and the appointed Interpreter and Expounder of His Word. That the unrest and suffering afflicting the mass of mankind are in no mall measure the direct consequences of the World War and are attributable to the unwisdom and short-sightedness of the Framers of the Peace Treaties only a biased mind can refuse to admit....
It would be idle however to contend that the war, with all the losses it involved, the passions it aroused and the grievances it left behind, has solely been responsible for the unprecedented confusion into which almost every section of the civilized world is plunged at present. Is it not a fact -- and this is the central idea I desire to emphasize -- that the fundamental cause of this world unrest is attributable, not so much to the consequences of what must sooner or later come to be regarded as a transitory dislocation in the affairs of a continually changing world, but rather to the failure of those into whose hands the immediate destinies of peoples and nations have been committed, to adjust their systems of economic and political institutions to the imperative needs of a fast evolving age? Are not these intermittent crises that convulse present-day society due primarily to the lamentable inability of the world's recognized leaders to read aright the signs of the times, to rid themselves once for all of their preconceived ideas and fettering creeds, and to reshape the machinery of their respective governments according to those standards that are implicit in Bahá'u'lláh's supreme declaration of the Oneness of Mankind -- the chief and distinguishing feature of the Faith He proclaimed?....
How pathetic indeed are the efforts of those leaders of human institutions who, in utter disregard of the spirit of the age, are striving to adjust national processes, suited to the ancient days of self-contained nations to an age which must either achieve the unity of the world, as adumbrated by Bahá'u'lláh, or perish. At so critical an hour in the history of civilization it behoves the leaders of all the nations of the world, great and small, whether in the East or in the West, whether victors or vanquished, to give heed to the clarion call of Bahá'u'lláh and, thoroughly imbued with a sense of world solidarity, the sine qua non of loyalty to His Cause, arise manfully to carry out in its entirety the one remedial scheme He, the Divine Physician, has prescribed for an ailing humanity. Let them discard, once for all, every preconceived idea, every national prejudice, and give heed to the sublime counsel of Abdu'l-Bahá, the authorized Expounder of His teachings. You can best serve your country, was Abdu'l-Bahá's rejoinder to a high official in the service of the federal government of the United States of America, who had questioned
Him as to the best manner in which he could promote the interests of his government and people, if you strive, in your capacity as a citizen of the world, to assist in the eventual application of the principle of federalism underlying the government of your own country to the relationships now existing between the peoples and nations of the world.
...
Some form of a world super-state must needs be evolved, in whose favour all the nations of the world will have willingly ceded every claim to make war, certain rights to impose taxation and all rights to maintain armaments, except for purposes of maintaining internal order within their respective dominions. Such a state will have to include within its orbit an international executive adequate to enforce supreme and unchallengeable authority on every recalcitrant member of the commonwealth; a world parliament whose members shall be elected by the people in their respective countries and whose election shall be confirmed by their respective governments; and a supreme tribunal whose judgement will have a binding effect even in such cases where the parties concerned did not voluntarily agree to submit their case to its consideration. A world community in which all economic barriers will have been permanently demolished and the interdependence of Capital and Labour definitely recognized; in which the clamour of religious fanaticism and strife will have been for ever stilled; in which the flame of racial animosity will have been finally extinguished; in which a single code of international law -- the product of the considered judgement of the world's federated representatives -- shall have as its sanction the instant and coercive intervention of the combined forces of the federated units; and finally a world community in which the fury of a capricious and militant nationalism will have been transmuted into an abiding consciousness of world citizenship -- such indeed, appears, in its broadest outline, the Order anticipated by Bahá'u'lláh, an Order that shall come to be regarded as the fairest fruit of a slowly maturing age.
...
Let there be no misgivings as to the animating purpose of the world-wide Law of Bahá'u'lláh. Far from aiming at the subversion of the existing foundations of society, it seeks to broaden its basis, to remould its institutions in a manner consonant with the needs of an ever-changing world. It can conflict with no legitimate allegiances, nor can it undermine essential loyalties. Its purpose is neither to stifle the flame of a sane and intelligent patriotism in men's hearts, nor to abolish the system of national autonomy so essential if the evils of excessive centralization are to be avoided. It does not ignore, nor does it attempt to suppress the diversity of ethnical origins, of climate, of history, of language and tradition, of thought and habit, that differentiate the peoples and nations of the world. It calls for a wider loyalty, for a larger aspiration than any that has animated the human race. It insists upon the subordination of national impulses and interests to the imperative claims of a unified world. It repudiates excessive centralization on one hand, and disclaims all attempts at uniformity on the other. Its watchword is unity in diversity such as Abdu'l-Bahá Himself has explained.
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Its [the principle of the Oneness of Mankind] implications are deeper, its claims greater than any which the Prophets of old were allowed to advance. Its message is applicable not only to the individual, but concerns itself primarily with the nature of those essential relationships that must bind all the states and nations as members of one human family. It does not constitute merely the enunciation of an ideal, but stands inseparably associated with an institution adequate to embody its truth, demonstrate its validity, and perpetuate its influence. It implies an organic change in the structure of present-day society, a change such as the world has not yet experienced. It constitutes a challenge, at once bold and universal, to outworn shibboleths of national creeds -- creeds that have had their day and which must, in the ordinary course of events as shaped and controlled by Providence, give way to a new gospel, fundamentally different from, and infinitely superior to, what the world has already conceived. It calls for no less that the reconstruction and the demilitarization of the whole civilized world -- a world organically unified in all the essential aspects of its life, its political machinery, its spiritual aspiration, its trade and finance, its script and language, and yet infinite in the diversity of the national characteristics of its federated units.
It represents the consummation of human evolution -- an evolution that has had its earliest beginnings in the birth of family life, its subsequent development in the achievement of tribal solidarity, leading in turn to the constitution of the city-state, and expanding later into the institution of independent and sovereign nations.
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To take but one instance. How confident were the assertions made in the days preceding the unification of the states of the North American continent regarding the insuperable barriers that stood in the way of their ultimate federation! Was it not widely and emphatically declared that the conflicting
interests, the mutual distrust, the differences of government and habit that divided the states were such as no force, whether spiritual or temporal, could ever hope to harmonize or control? And yet how different were the conditions prevailing a hundred and fifty years ago from those that characterize present-day society! It would indeed be no exaggeration to say that the absence of those facilities which modern scientific progress has placed at the service of humanity in our time made of the problem of welding the American states into a single federation, similar though they were in certain traditions, a task infinitely more complex than that which confronts a divided humanity in its efforts to achieve the unification of all mankind.
Who knows that for so exalted a conception to take shape a suffering more intense that any it has yet experienced will have to be inflicted upon humanity? Could anything less than the fire of a civil war with all its violence and vicissitudes -- a war that nearly rent the great American Republic -- have welded the states, not only into a Union of independent units, but into a Nation, in spite of all the ethnic differences that characterized its component parts? That so fundamental a revolution, involving such far-reaching changes in the structure of society, can be achieved through the ordinary processes of diplomacy and education seems highly improbable. We have but to turn our gaze to humanity's blood-stained history to realize that nothing short of intense mental as well as physical agony has been able to precipitate those epoch-making changes that constitute the greatest landmarks in the history of human civilization.
Great and far-reaching as have been those changes in the past, they cannot but appear, when viewed in their proper perspective, except as subsidiary adjustments preluding that transformation of unparalleled majesty and scope which humanity is in this age bound to undergo. That the forces of a world catastrophe can alone precipitate such a new phase of human thought is, alas, becoming increasingly apparent. That nothing short of the fire of a severe ordeal, unparalleled in its intensity, can fuse and weld the discordant entities, that constitute the elements of present-day civilization, into the integral components of the world Commonwealth of the future is a truth which future events will increasingly demonstrate.
The prophetic voice of Bahá'u'lláh warning, in the concluding passages of the "Hidden Words", "the peoples of the world" that "an unforeseen calamity is following them and that grievous retribution awaiteth them" throws indeed a lurid light upon the immediate fortunes of sorrowing humanity. Nothing but a fiery ordeal, out of which humanity will emerge, chastened and prepared, can succeed in implanting that sense of responsibility which the leaders of a new-born age must arise to shoulder.
I would again direct your attention to those ominous words of Bahá'u'lláh which I have already quoted: "And when the appointed hour is come, there shall suddenly appear that which shall cause the limbs of mankind to quake."
Has not Abdu'l-Bahá Himself asserted in unequivocal language that "another war, fiercer than the last, will assuredly break out"?
Upon the consummation of this colossal, this unspeakably glorious enterprise -- an enterprise that baffled the resources of Roman statesmanship and which Napoleon's desperate efforts failed to achieve -- will depend the ultimate realization of that millennium of which poets of all ages have sung and seers have long dreamed. Upon it will depend the fulfilment of the prophecies uttered by the Prophets of old when swords shall be beaten into ploughshares and the lion and the lamb lie down together. It alone can usher in the Kingdom of the Heavenly Father as anticipated by the Faith of Jesus Christ. It alone can lay the foundation for the New World Order visualized by Bahá'u'lláh -- a World Order that shall reflect, however dimly, upon this earthly plane, the ineffable splendours of the Abha Kingdom.
One word more in conclusion. The proclamation of the Oneness of Mankind -- the head corner-stone of Bahá'u'lláh's all-embracing dominion -- can under no circumstances be compared with such expressions of pious hope as have been uttered in the past. His is not merely a call which He raised, alone and unaided, in the face of the relentless and combined opposition of two of the most powerful Oriental potentates of His day -- while Himself an exile and prisoner in their hands. It implies at once a warning and a promise -- a warning that in it lies the sole means for the salvation of a greatly suffering world, a promise that its realization is at hand.
Uttered at a time when its possibility had not yet been seriously envisaged in any part of the world, it has, by virtue of that celestial potency which the Spirit of Bahá'u'lláh has breathed into it, come at last to be regarded, by an increasing number of thoughtful men, not only as an approaching possibility, but as the necessary outcome of the forces now operating in the world.
Surely the world, contracted and transformed into a single highly complex organism by the marvellous progress achieved in the realm of physical science, by the world-wide expansion of commerce and industry, and struggling, under the pressure of world economic forces, amidst the pitfalls of a materialistic civilization, stands in dire need of a restatement of the Truth underlying all the Revelation, of the past in a language suited to its essential requirements.
And what voice other than that of Bahá'u'lláh -- the Mouthpiece of God for this age -- is capable of effecting a transformation of society as radical as that which He has already accomplished in the hearts of those men and women, so diversified and seemingly irreconcilable, who constitute the body of His declared followers throughout the world?
That such a mighty conception is fast budding out in the minds of men, that voices are being raised in its support, that its salient features must fast crystallize in the consciousness of those who are in authority, few indeed can doubt. That its modest beginnings have already taken shape in the world-wide Administration with which the adherents of the Faith of Bahá'u'lláh stand associated only those whose hearts are tainted by prejudice can fail to perceive.
(28 November 1931 to the Bahá'ís of the West, published in "The World Order of Bahá'u'lláh: Selected Letters", pp.
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) [47]
No machinery falling short of the standard inculcated by the Bahá'í Revelation, and at variance with the sublime pattern ordained in His teachings, which the collective efforts of mankind may yet devise can ever hope to achieve anything above or beyond that "Lesser Peace" to which the Author of our Faith has Himself alluded in His writings. "Now that ye have refused the Most Great Peace," He, admonishing the kings and rulers of the earth, has written, "hold ye fast unto this the Lesser Peace, that haply ye may in some degree better your own condition and that of your dependents." Expatiating on this Lesser Peace, He thus addresses in that same Tablet the rulers of the earth: "Be reconciled among yourselves, that ye may need no more armaments save in a measure to safeguard your territories and dominions... Be united, O kings of the earth, for thereby will the tempest of discord be stilled amongst you, and your peoples find rest, if ye be of them that comprehend. Should any one among you take up arms against another, rise ye all against him, for this is naught but manifest justice."
The Most Great Peace, on the other hand, as conceived by Bahá'u'lláh -- a peace that must inevitably follow as the practical consequence of the spiritualization of the world and the fusion of all its races, creeds, classes and nations -- can rest on no other basis, and can be preserved through no other agency, except the divinely appointed ordinances that are implicit in the World Order that stands associated with His Holy Name....
...
The Revelation of Bahá'u'lláh, whose supreme mission is none other but the achievement of this organic and spiritual unity of the whole body of nations, should, if we be faithful to its implications, be regarded as signalizing through its advent the coming of age of the entire human race. It should be viewed not merely as yet another spiritual revival in the ever-changing fortunes of mankind, not only as a further stage in a chain of progressive Revelations, nor even as the culmination of one of a series of recurrent prophetic cycles, but rather as marking the last and highest stage in the stupendous evolution of man's collective life on this planet. The emergence of a world community, the consciousness of world citizenship, the founding of a world civilization and culture -- all of which must synchronize with the initial stages in the unfoldment of the Golden Age of the Bahá'í Era -- should, by their very nature, be regarded, as far as this planetary life is concerned, as the furthermost limits in the organization of human society, though man, as an individual, will, nay must indeed as a result of such a consummation, continue indefinitely t
progress and develop.
...
The whole of mankind is groaning, is dying to be led to unity, and to terminate its age-long martyrdom. And yet it stubbornly refuses to embrace the light and acknowledge the sovereign authority of the one Power that can extricate it from its entanglements, and avert the woeful calamity that threatens to engulf it.
Ominous indeed is the voice of Bahá'u'lláh that rings through these prophetic words: "O ye peoples of the world! Know, verily, that an unforeseen calamity followeth you, and grievous retribution awaiteth you. Think not that which ye have committed hath been effaced in My sight." And again: "We have a fixed time for you, O peoples. If ye fail, at the appointed hour, to turn towards God, He, verily, will lay violent hold on you, and will cause grievous afflictions to assail you from every direction. How severe, indeed, is the chastisement with which your Lord will then chastise you!"
Must humanity, tormented as she now is, be afflicted with still severer tribulations ere their purifying influence can prepare her to enter the heavenly Kingdom destined to be established upon earth? Must the inauguration of so vast, so unique, so illumined an era in human history be ushered in by so great a catastrophe in human affairs as to recall, nay surpass, the appalling collapse of Roman civilization in the first centuries of the Christian Era? Must a series of profound convulsions stir and rock the human race ere Bahá'u'lláh can be enthroned in the hearts and consciences of the masses, ere His undisputed ascendancy is universally recognized, and the noble edifice of His World Order is reared and established?
The long ages of infancy and childhood, through which the human race had to pass, have receded into the background. Humanity is now experiencing the commotions invariably associated with the most turbulent stage of its evolution, the stage of adolescence, when the impetuosity of youth and its vehemence reach their climax, and must gradually be superseded by the calmness, the wisdom, and the maturity that characterize the stage of manhood. Then will the human race reach that stature of ripeness which will enable it to acquire all the powers and capacities upon which its ultimate development must depend. Unification of the whole of mankind is the hall mark of the stage which human society is now approaching. Unity of family, of tribe, of city-state, and nation have been successively attempted and fully established. World unity is the goal towards which a harassed humanity is striving. Nation-building has come to an end. The anarchy inherent in state sovereignty is moving towards a climax. A world, growing to maturity, must abandon this fetish, recognize the oneness and wholeness of human relationships, and establish once for all the machinery that can best incarnate this fundamental principle of its life.
...
The unity of the human race, as envisaged by Bahá'u'lláh, implies the establishment of a world commonwealth in which all nations, races, creeds and classes are closely and permanently united, and in which the autonomy of its state members and the personal freedom and initiative of the individuals that compose them are definitely and completely safeguarded. This commonwealth must, as far as we can visualize it, consist of a world legislature, whose members will, as the trustees of the whole of mankind, ultimately control the entire resources of all the component nations, and will enact such laws as shall be required to regulate the life, satisfy the needs and adjust the relationships of all races and peoples. A world executive, backed by an international Force, will carry out the decisions arrived at, and apply the laws enacted by, this world legislature, and will safeguard the organic unity of the whole commonwealth. A world tribunal will adjudicate and deliver its compulsory and final verdict in all and any disputes that may arise between the various elements constituting this universal system. A mechanism of world inter-communication will be devised, embracing the whole planet, freed from national hindrances and restrictions, and functioning with marvellous swiftness and perfect regularity. A world metropolis will act as the nerve centre of a world civilization, the focus towards which the unifying forces of life will converge and from which its energizing influences will radiate. A world language will either be invented or chosen from among the existing languages and will be taught in the schools of all the federated nations as an auxiliary to their mother tongue. A world script, a world literature, a uniform and universal system of currency, of weights and measures, will simplify and facilitate intercourse and understanding among the nations and races of mankind. In such a world society, science and religion, the two most potent forces in human life, will be reconciled, will co-operate, and will harmoniously develop. The press will, under such a system, while giving full scope to the expression of the diversified views and convictions of mankind, cease to be mischievously manipulated by vested interests, whether private or public, and will be liberated from the influence of contending governments and peoples. The economic resources of the world will be organized, its sources of raw materials will be tapped and fully utilized, its markets will be co-ordinated and developed, and the distribution of its products will be equitably regulated.
National rivalries, hatreds, and intrigues will cease, and racial animosity and prejudice will be replaced by racial amity, understanding and co-operation. The causes of religious strife will be permanently removed, economic barriers and restrictions will be completely abolished, and the inordinate distinction between classes will be obliterated. Destitution on the one hand, and gross accumulation of ownership on the other, will disappear. The enormous energy dissipated and wasted on war, whether economic or political, will be consecrated to such ends as will extend the range of human inventions and technical development, to the increase of the productivity of mankind, to the extermination of disease, to the extension of scientific research, to the raising of the standard of physical health, to the sharpening and refinement of the human brain, to the exploitation of the unused and unsuspected resources of the planet, to the prolongation of human life, and to the furtherance of any other agency that can stimulate the intellectual, the moral, and spiritual life of the entire human race.
A world federal system, ruling the whole earth and exercising unchallengeable authority over its unimaginably vast resources, blending and embodying the ideals of both the East and the West, liberated from the curse of war and its miseries, and bent on the exploitation of all the available sources of energy on the surface of the planet, a system in which Force is made the servant of Justice, whose life is sustained by its universal recognition of one God and by its allegiance to one common Revelation -- such is the goal towards which humanity, impelled by the unifying forces of life, is moving.
(11 March 1936, published in "The World Order of Bahá'u'lláh: Selected Letters", pp.
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) [48]
The world-shaking ordeal which Bahá'u'lláh, as quoted in the foregoing pages, has so graphically prophesied, may find it [the American nation] swept, to an unprecedented degree, into its vortex. Out of it will probably emerge, unlike its reactions to the last world conflict, consciously determined to seize its opportunity, to bring the full weight of its influence to bear upon the gigantic problems that such an ordeal must leave in its wake, and to exorcise forever, in conjunction with its sister nations of both the East and the West, the greatest curse which, from time immemorial, has afflicted and degraded the human race.
Then, and only then, will the American nation, molded and purified in the crucible of a common war, inured to its rigours, and disciplined by its lessons, be in a position to raise its voice in the councils of the nations, itself lay the corner-stone of a universal and enduring peace, proclaim the solidarity, the unity, and maturity of mankind, and assist in the establishment of the promised reign of righteousness on earth. Then, and only then, will the American nation, while the community of the American believers within its heart is consummating its divinely appointed mission, be able to fulfill the unspeakably glorious destiny ordained for it by the Almighty, and immortally enshrined in the writings of Abdu'l-Bahá. Then, and only then, will the American nation accomplish "that which will adorn the pages of history," "become the envy of the world and be blest in both the East and the West."
(25 December 1938, published in "The Advent of Divine Justice" (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1984), pp.
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) [49]
The world is, in truth, moving on towards its destiny. The interdependence of the peoples and nations of the earth, whatever the leaders of the divisive forces of the world may say or do, is already an accomplished fact. Its unity in the economic sphere is now understood and recognized. The welfare of the part means the welfare of the whole, and the distress of the part brings distress to the whole. The Revelation of Bahá'u'lláh has, in His own words, "lent a fresh impulse and set a new direction" to this vast process now operating in the world. The fires lit by this great ordeal are the consequences of men's failure to recognize it. They are, moreover, hastening its consummation. Adversity, prolonged, world wide, afflictive, allied to chaos and universal destruction, must needs convulse the nations, stir the conscience of the world, disillusion the masses, precipitate a radical change in the very conception of society, and coalesce ultimately the disjointed, the bleeding limbs of mankind into one body, single, organically united, and indivisible.
...
To the general character, the implications and features of this world commonwealth, destined to emerge, sooner or later, out of the carnage, agony, and havoc of this great world convulsion, I have already referred in my previous communications. Suffice it to say that this consummation will, by its very nature, be a gradual process, and must, as Bahá'u'lláh has Himself anticipated, lead at first to the establishment of that Lesser Peace which the nations of the earth, as yet unconscious of His Revelation and yet unwittingly enforcing the general principles which He has enunciated, will themselves establish. This momentous and historic step, involving the reconstruction of mankind, as the result of the universal recognition of its oneness and wholeness, will bring in its wake the spiritualization of the masses, consequent to the recognition of the character, and the acknowledgement of the claims, of the Faith of Bahá'u'lláh -- the essential condition to that ultimate fusion of all races, creeds, classes, and nations which must signalize the emergence of His New World Order.
Then will the coming of age of the entire human race be proclaimed and celebrated by all the peoples and nations of the earth. Then will the banner of the Most Great Peace be hoisted. Then will the world wide sovereignty of Bahá'u'lláh -- the Establisher of the Kingdom of the Father foretold by the Son, and anticipated by the Prophets of God before Him and after Him -- be recognized, acclaimed, and firmly established. Then will a world civilization be born, flourish, and perpetuate itself, a civilization with a fullness of life such as the world has never seen nor can as yet conceive. Then will the Everlasting Covenant be fulfilled in its completeness. Then will the promise enshrined in all the Books of God be redeemed, and all the prophecies uttered by the Prophets of old come to pass, and the vision of seers and poets be realized. Then will the planet, galvanized through the universal belief of its dwellers in one God, and their allegiance to one common Revelation, mirror, within the limitations imposed upon it, the effulgent glories of the sovereignty of Bahá'u'lláh, shining in the plenitude of its splendour in the Abha Paradise, and be made the footstool of His Throne on high, and acclaimed as the earthly heaven, capable of fulfilling that ineffable destiny fixed for it, from time immemorial, by the love and wisdom of its Creator.
(28 March 1941, published in "The Promised Day Is Come", pp.
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) [50]
The principle of collective security He [Bahá'u'lláh] unreservedly urges; recommends the reduction in national armaments; and proclaims as necessary and inevitable the convening of a world gathering at which the kings and rulers of the world will deliberate for the establishment of peace among the nations.
("God Passes By", rev. ed. (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1987), pp.
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218
) [51]
During this Formative Age of the Faith, and in the course of the present and succeeding epochs, the last and crowning stage in the erection of the framework of the Administrative Order of the Faith of Bahá'u'lláh -- the election of the Universal House of Justice -- will have been completed, the "Kitab-i-Aqdas", the Mother-Book of His Revelation, will have been codified and its laws promulgated, the Lesser Peace will have been established, the unity of mankind will have been achieved and its maturity attained, the Plan conceived by Abdu'l-Bahá will have been executed, the emancipation of the Faith from the fetters of religious orthodoxy will have been effected, and its independent religious status will have been universally recognized...
...
...we cannot fail to perceive the workings of two simultaneous processes, generated as far back as the concluding years of the Heroic Age of our Faith, each clearly defined, each distinctly separate, yet closely related and destined to culminate, in the fullness of time, in a single glorious consummation.
One of these processes is associated with the mission of the American Bahá'í community, the other with the destiny of the American nation. The one serves directly the interests of the Administrative Order of the Faith of Bahá'u'lláh...
The other process dates back to the outbreak of the First World War that threw the Great Republic of the West into the vortex of the first stage of a world upheaval. It received its initial impetus through the formulation of President Wilson's Fourteen Points, closely associating for the first time that Republic with the fortunes of the Old World. It suffered its first set-back through the dissociation of that Republic from the newly-born League of Nations which that President had laboured to create. It acquired added momentum through the outbreak of the Second World War, inflicting unprecedented suffering on that Republic, and involving it still further in the affairs of all the continents of the globe. It was further reinforced through the declaration embodied in the Atlantic Charter, as voiced by one of its chief progenitors, Franklin D. Roosevelt. It assumed a definite outline through the birth of the United Nations at the San Francisco Conference. It acquired added significance through the choice of the City of the Covenant itself as the seat of the newly-born organization, through the declaration recently made by the American President related to his country's commitments in Greece and Turkey, as well as through the submission to the General Assembly of the United Nations of the thorny and challenging problem of the Holy Land, the spiritual as well as the administrative centre of the World Faith of Bahá'u'lláh. It must, however long and tortuous the way, lead, through a series of victories and reverses, to the political unification of the Eastern and Western Hemispheres, to the emergence of a world government, and the establishment of the Lesser Peace, as foretold by Bahá'u'lláh and foreshadowed by the Prophet Isaiah. It must, in the end, culminate in the unfurling of the banner of the Most Great Peace, in the Golden Age of the Dispensation of Bahá'u'lláh.
(5 June 1947 to the Bahá'ís of West, published in "Citadel of Faith: Messages to America 1947-1957" (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1980), p.
6
, pp.
32
-
33
) [52]
The raising of this Edifice will in turn herald the construction, in the course of successive epochs of the Formative Age of the Faith, of several other structures, which will serve as the administrative seats of such divinely appointed institutions as the Guardianship, the Hands of the Cause, and the Universal House of Justice. These Edifices will, in the shape of a far-flung arc, and following a harmonizing style of architecture, surround the resting-places of the Greatest Holy Leaf, ranking as foremost among the members of her sex in the Bahá'í Dispensation, of her Brother, offered up as a ransom by Bahá'u'lláh for the quickening of the world and its unification, and of their Mother, proclaimed by Him to be His chosen "consort in all the worlds of God". The ultimate completion of this stupendous undertaking will mark the culmination of the development of a world-wide divinely-appointed Administrative Order whose beginnings may be traced as far back as the concluding years of the Heroic Age of the Faith.
This vast and irresistible process, unexampled in the spiritual history of mankind, and which will synchronize with two no less significant developments -- the establishment of the Lesser Peace and the evolution of Bahá'í national and local institutions -- the one outside and the other within the Bahá'í world -- will attain its final consummation, in the Golden Age of the Faith, through the raising of the standard of the Most Great Peace, and the emergence, in the plenitude of its power and glory, of the focal Centre of the agencies constituting the World Order of Bahá'u'lláh. The final establishment of this seat of the future Bahá'í World Commonwealth will signalize at once the proclamation of the sovereignty of the Founder of our Faith and the advent of the Kingdom of the Father repeatedly lauded and promised by Jesus Christ.
This World Order will, in turn, in the course of successive Dispensations of the Bahá'í Cycle, yield its fairest fruit through the birth and flowering of a civilization, divinely inspired, unique in its features, world-embracing in its scope, and fundamentally spiritual in its character -- a civilization destined as it unfolds to derive its initial impulse from the spirit animating the very institutions which, in their embryonic state, are now stirring in the womb of the present Formative Age of the Faith.
(27 November 1954 to the National Spiritual Assembly of the United States, published in "Messages to the Bahá'í World, 1950-1957" (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1971), pp.
74
-
75
) [53]
VI.
Extracts From Letters Written On Behalf Of Shoghi Effendi:
The world is in great turmoil, and what is most pathetic is that it has learned to keep away from God, Who alone can save it and alleviate its sufferings. It is our duty, we who have been trusted with the task of applying the divine remedy given by Bahá'u'lláh, to concentrate our attention upon the consummation of this task, and not rest until the peace foretold by the Prophets of God is permanently established....
(9 December 1931 to the Bahá'ís of Tokyo) [54]
Shoghi Effendi wrote his last general letter to the western friends because he felt that the public should be made to understand the attitude the Bahá'í Faith maintains towards the prevailing economic and political problems. We should let the world know what the real aim of Bahá'u'lláh was. Up to the present Unity of Mankind was only of an academic importance. Now it is becoming more and more a subject for international statesmen to think of. It is coming to the field of practical politics. It is therefore a wonderful chance for us to come to the front and expound the teaching which is the goal and aim of the social precepts of Bahá'u'lláh. Shoghi Effendi hopes that the friends will re-echo this call to an organic unity of mankind until it forms part of the conscious faith of every living man in the world. Great judgement should be however practised lest we be misunderstood and our Faith be classed among radical movements.
(28 January 1932 to the National Spiritual Assembly of the United States and Canada) [55]
Shoghi Effendi wishes me to acknowledge the receipt of your letter dated January 26th 1932 which accompanied a printed copy of his last general letter. He thanks you both for this as well as for the one hundred copies you are shipping to him. He is deeply gratified to learn that the friends find it interesting and worthwhile enough as to make its subject-matter the topic of their teaching campaign. He sincerely hopes that this will also awaken some of the friends to the importance of this teaching of the Cause and stimulate them to make a thorough and deep study of it. For it undoubtedly forms the goal of the social precepts of the Faith. There is no reason why the Bahá'ís should not take the lead in advocating such a federation of the world, towards which the world is driven by forces it cannot control....
(16 February 1932 to the National Spiritual Assembly of the United States and Canada) [56]
The different nations of the world will never attain peace except after recognizing the significance of the teachings and whole-heartedly upholding them for through those precepts all international problems will be solved and every man will secure the spiritual environment in which his soul can evolve and produce its highest fruits.
(15 January 1933 to an individual believer) [57]
The Guardian has also read with deep interest all the enclosed papers. He is firmly convinced that through perseverance and concerted action the cause of Peace will eventually triumph over all the dark forces which threaten the welfare and progress of the world today. But such purely human attempts are undoubtedly ineffective unless inspired and guided by the power of faith. Without the assistance of God, as given through the message of Bahá'u'lláh, peace can never be safely and adequately established. To disregard the Bahá'í solution for world peace is to build on foundations of sand. To accept and apply it is to make peace not a mere dream, or an ideal, but a living reality. This is the point which the Guardian wishes you to develop, to emphasize again and again, and to support by convincing arguments. The Bahá'í peace programme is, indeed, not only one way of attaining that goal. It is not even relatively the best. It is, in the last resort, the sole effective instrument for the establishment of the reign of peace in this world. This attitude does not involve any total repudiation of other solutions offered by various philanthropists. It merely shows their inadequacy compared to the Divine Plan for the unification of the world. We cannot escape the truth that nothing mundane can in the last resort be enduring, unless supported and sustained through the power of God.
(25 September 1933 to an individual believer) [58]
Whatever our shortcomings may be, and however formidable the forces of darkness which besiege us today, the unification of mankind as outlined and ensured by the World Order of Bahá'u'lláh will in the fullness of time be firmly and permanently established. This is Bahá'u'lláh's promise, and no power on earth can in the long run prevent or even retard its adequate realization. The friends should, therefore, not lose hope, but fully conscious of their power and their role they should persevere in their mighty efforts for the extension and the consolidation of Bahá'u'lláh's universal dominion on earth.
(6 November 1933 to an individual believer) [59]
As regards the International Executive referred to by the Guardian in his "Goal of a New World Order", it should be noted that this statement refers by no means to the Bahá'í Commonwealth of the future, but simply to that world government which will herald the advent and lead to the final establishment of the World Order of Bahá'u'lláh. The formation of this International Executive, which corresponds to the executive head or board in present-day national governments, is but a step leading to the Bahá'í world government of the future, and hence should not be identified with either the institution of the Guardianship or that of the International House of Justice.
(17 March 1934 to two believers) [60]
In connection with your teaching work: what the Guardian wishes you to particularly emphasize in all your talks is the supreme necessity for all individuals and nations in this day to adopt in its entirety the social programme given by Bahá'u'lláh for the reconstruction of the religious, economic and political life of mankind. He wishes you to explain and analyze the elements that help in raising this Divine World Order in the light of the present-day events and conditions in the world. Special stress, he feels, should be laid on the impending necessity of establishing a supranational and sovereign world state, as the one described by Bahá'u'lláh. With the world becoming increasingly subject to tumults and convulsions never experienced before, the realization of such a necessity is entering into the consciousness of not only the wise and learned, but of the common people as well. The believers should, therefore, seize this opportunity and make a supreme effort to present, in a convincing and eloquent language, those social and humanitarian teachings of the Faith which we believe to constitute the sole panacea for the innumerable ills afflicting our present-day world.
(15 November 1935 to two believers) [61]
With reference to your question concerning Abdu'l-Bahá's reference to "unity in the political realm": this unity should be clearly distinguished from the "unity of nations". The first is a unity which politically independent and sovereign states achieve among themselves; while the second is one which is brought about between nations, the difference between a state and a nation being that the former, as you know, is a political entity without necessarily being homogeneous in race, whereas the second implies national as well as political homogeneity.
(26 July 1936 to an individual believer) [62]
As regards your teaching work: the Guardian has already advised you to stress in your talks the idea of a world superstate, and the concept of the Oneness of Mankind underlying it. In addition, he wishes you also to emphasize the fact that humanity, taken as a whole, has entered the most critical and momentous stage of its evolution, the stage of maturity. This idea of the coming of age of mankind constitutes the central core of the Bahá'í Teachings, and is the most distinguishing feature of the Revelation of Bahá'u'lláh. A proper understanding of this concept gives the key to an adequate appreciation of the tremendous claim made by the Author of the Faith, both with regard to His own station, and to the incomparable greatness of His Dispensation.
(12 October 1936 to an individual believer) [63]
With reference to the question you have asked concerning the time and means through which the Lesser and Most Great Peace, referred to by Bahá'u'lláh, will be established, following the coming World War: Your view that the Lesser Peace will come about through the political efforts of the states and nations of the world, and independently of any direct Bahá'í plan or effort, and the Most Great Peace be established through the instrumentality of the believers, and by the direct operation of the laws and principles revealed by Bahá'u'lláh and the functioning of the Universal House of Justice as the supreme organ of the Bahá'í superstate -- your view on this subject is quite correct and in full accord with the pronouncements of the Guardian as embodied in "The Unfoldment of World Civilization".
(14 March 1939 to the National Spiritual Assembly of the United States and Canada, and to an individual believer) [64]
Though it is premature to try and endeavour to foresee on what basis various nations would be represented on any international council, or in any international form of government, it is clear that from the Bahá'í standpoint it could only be carried out on a basis of true justice; and justice does not imply one race having a preponderating vote over some other race's representatives, and thus being in a position to dominate them.
(12 April 1942 to an individual believer) [65]
What Abdu'l-Bahá meant about the women arising for peace is that this a matter which vitally affects women, and when they form a conscious and overwhelming mass of public opinion against war there can be no war. The Bahá'í women are already organized through being members of the Faith and the Administrative Order. No further organization is needed. But they should, through teaching and through the active moral support they give to every movement directed towards peace, seek to exert a strong influence on other women's minds in regard to this essential matter.
(24 March 1945 to two believers) [66]
The Seven Lights of Unity will not necessarily appear in the order given. A product of the second may well be universal culture.
(19 November 1945 to an individual believer) [67]
The teachings of Bahá'u'lláh will establish a new way of life for humanity. Those who are Bahá'ís must endeavour to establish this way of life just as rapidly as possible. Now that the hour has arrived when the Bahá'í Faith is gaining prominence, and is being reviewed by so many peoples, it is necessary that the adherents of the Faith should live up to the high ideals of the Faith in every way. In this way they can demonstrate that the Bahá'í Faith does create a new way of life, which brings to the individual a complete association with the Will of God, and thus the establishment of a peaceful and universal society. Divisional attachments are of men, while universal service is of God.
The Guardian is now anxious that all the friends achieve a universal consciousness and universal way of life.
(20 November 1955 to an individual believer) [68]
World government will come, but we do not know the date.
(15 August 1957 to an individual believer) [69]
VII.
Extracts From Letters Of The Universal House Of Justice:
When Bahá'u'lláh proclaimed His Message to the world in the nineteenth century He made it abundantly clear that the first step essential for the peace and progress of mankind was its unification. As He says, "The well-being of mankind, its peace and security are unattainable unless and until its unity is firmly established." ("The World Order of Bahá'u'lláh", p.
203
) To this day, however, you will find most people take the opposite point of view: they look upon unity as an ultimate, almost unattainable goal and concentrate first on remedying all the other ills of mankind. If they did but know it, these other ills are but various symptoms and side effects of the basic disease -- disunity.
Bahá'u'lláh has, furthermore, stated that the revivification of mankind and the curing of all its ills can be achieved only through the instrumentality of His Faith....
...
We are told by Shoghi Effendi that two great processes are at work in the world: the great Plan of God, tumultuous in its progress, working through mankind as a whole, tearing down barriers to world unity and forging humankind into a unified body in the fires of suffering and experience. This process will produce, in God's due time, the Lesser Peace, the political unification of the world. Mankind at that time can be likened to a body that is unified but without life. The second proces , the task of breathing life into this unified body -- of creating true unity and spirituality culminating in the Most Great Peace -- is that of the Bahá'ís, who are labouring consciously, with detailed instructions and continuing Divine guidance, to erect the fabric of the Kingdom of God on earth, into which they call their fellow men, thus conferring upon them eternal life.
(8 December 1967, published in "Wellspring of Guidance: Messages 1963-1968", 1st rev. ed. (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1976), pp.
131
-
34
) [70]
It is true that Abdu'l-Bahá made statements linking the establishment of the unity of nations to the twentieth century. For example: "The fifth candle is the unity of nations -- a unity which, in this century, will be securely established, causing all the peoples of the world to regard themselves as citizens of one common fatherland." And, in The "Promised Day Is Come", following a similar statement quoted from "Some Answered Questions", Shoghi Effendi makes this comment: "This is the stage which the world is now approaching, the stage of world unity, which, as Abdu'l-Bahá assures us, will, in this century, be securely established."
There is also this statement from a letter written in 1946 to an individual believer on behalf of the beloved Guardian by his secretary:
All we know is that the Lesser and the Most Great Peace will come -- their exact dates we do not know. The same is true as regards the possibility of a future war; we cannot state dogmatically it will or will not take place -- all we know is that mankind must suffer and be punished sufficiently to make it turn to God.
(29 July 1974) [71]
VIII.
Extracts From Letters Written On Behalf Of The Universal House Of Justice:
...the Bahá'í Faith aims to eliminate all war, including nuclear. The fundamental purpose of our Faith is unity and the establishment of peace. This goal, which is the longing of people throughout an increasingly insecure world, can only be achieved through the Teachings of Bahá'u'lláh. Since it is only the Bahá'ís who can give these Teachings to mankind, the friends must weigh carefully how they will spend their time and energy and guard against associating with activities which unduly distract them from their primary responsibility of sharing the Message of Bahá'u'lláh.
(4 July 1982 to an individual believer) [72]
At the present time, the subject of nuclear disarmament has become very much a political issue, with demonstrations taking place not only in the United States but also in England and some western European countries. To single out nuclear disarmament falls short of the Bahá'í position and would involve the Faith in the current disputes between nations. It is very clear that Bahá'ís believe disarmament, not only of nuclear weapons but of biological, chemical and all other forms, is essential...
(12 January 1983 to an individual believer) [73]
Concerning the transition from the present system of national sovereignty to a system of world government, the House of Justice fully agrees with your view that the Bahá'ís must now do all in their power to promote this transition. This requires several related activities, all of which are goals of the present Seven Year Plan. One is the establishment as rapidly as possible of firmly grounded efficiently functioning Local Spiritual Assemblies in every part of the world, so that seekers everywhere will have a point of reference to which they can turn for guidance and for the Teachings of the Faith. A second is the deepening of the believers, of all ages, in their understanding of and obedience to the Teachings. A third is the proclamation of the Faith to all strata of society, and in particular to those in authority and to leaders of thought so that those who hold the direction of peoples in their hands will learn accurately about the nature and tenets of the Faith and will grow to respect it and implement its principles. A fourth is the promotion of Bahá'í scholarship, so that an increasing number of believers will be able to analyse the problems of mankind in every field and to show how the Teachings solve them. A fifth is the development of relations between the Bahá'í International Community and the United Nations both directly with the highest UN institutions and at a grass-roots level in areas of rural development, education, etc.
As you are no doubt aware, the Guardian indicated that the development of mankind from its present chaotic condition to the stage of the Bahá'í World Commonwealth would be a long and gradual one. The coming into existence of a World Authority and the initiation of the Lesser Peace, is one major transformation in this process, and will be followed by other stages of the development of the Faith as outlined by Shoghi Effendi in his writings. Undoubtedly, as these developments are taking place, the counsel the institutions of the Faith can give to governments, the pattern of world administration offered by the Bahá'í community and the great humanitarian projects which will be launched under the aegis of the Universal House of Justice, will exercise a great influence on the course of progress.
(19 January 1983 to an individual believer) [74]
It is true that Bahá'ís are not pacifists since we uphold the use of force in the service of justice and upholding law. But we do not believe that war is ever necessary and its abolition is one of the essential purposes and brightest promises of Bahá'u'lláh's revelation. His specific command to the kings of the earth is: "Should any one among you take up arms against another, rise ye all against him, for this is naught but manifest justice." (Tablet to Queen Victoria, "The Proclamation of Bahá'u'lláh", p.
13
) The beloved Guardian has explained that the unity of mankind implies the establishment of a world commonwealth, a world federal system, "...liberated from the curse of war and its miseries in which Force is made the servant of Justice..." whose world executive "backed by an international Force,...will safeguard the organic unity of the whole commonwealth." This is obviously not war but the maintenance of law and order on a world scale. Warfare is the ultimate tragedy of disunity among nations where no international authority exists powerful enough to restrain them from pursuing their own limited interests. Bahá'ís therefore ask to serve their countries in non-combatant ways during such fighting; they will doubtless serve in such an international Force as Bahá'u'lláh envisions, whenever it comes into being.
(11 September 1984 to an individual believer) [75]
Bahá'u'lláh's principal mission in appearing at this time in human history is the realization of the oneness of mankind and the establishment of peace among the nations; therefore, all the forces which are focused on accomplishing these ends are influenced by His Revelation. We know, however, that peace will come in stages. First, there will come the Lesser Peace, when the unity of nations will be achieved, then gradually the Most Great Peace -- the spiritual as well as social and political unity of mankind, when the Bahá'í World Commonwealth, operating in strict accordance with the laws and ordinances of the Most Holy Book of the Bahá'í Revelation, will have been established through the efforts of the Bahá'ís.
As to the Lesser Peace, Shoghi Effendi has explained that this will initially be a political unity arrived at by decision of the governments of various nations; it will not be established by direct action of the Bahá'í community. This does not mean, however, that the Bahá'ís are standing aside and waiting for the Lesser Peace to come before they do something about the peace of mankind. Indeed, by promoting the principles of the Faith, which are indispensable to the maintenance of peace, and by fashioning the instruments of the Bahá'í Administrative Order, which we are told by the beloved Guardian is the pattern for future society, the Bahá'ís are constantly engaged in laying the groundwork for a permanent peace, the Most Great Peace being their ultimate goal.
The Lesser Peace itself will pass through stages; at the initial stage the governments will act entirely on their own without the conscious involvement of the Faith; later on, in God's good time, the Faith will have a direct influence on it in ways indicated by Shoghi Effendi in his
"The Goal of a New World Order"
. In connection with the steps that will lead to this latter stage, the Universal House of Justice will certainly determine what has to be done, in accordance with the guidance in the Writings, such as the passage you quoted from "Tablets of Bahá'u'lláh", page
89
. In the meantime, the Bahá'ís will undoubtedly continue to do all in their power to promote the establishment of peace.
(31 January 1985 to an individual believer) [76]
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Bahá'u'lláh
Abdu'l-Bahá
Shoghi Effendi
Universal House of Justice
Universal House of Justice, Research Department
, compiler
published in
Compilation of Compilations
Volume 2, pp. 151-200
1991
I.
Extracts From The Writings Of Bahá'u'lláh
This is the Day in which God's most excellent favours have been poured out upon men, the Day in which His most mighty grace hath been infused into all created things. It is incumbent upon all the peoples of the world to reconcile their differences, and, with perfect unity and peace, abide beneath the shadow of the Tree of His care and loving-kindness. It behoveth them to cleave to whatsoever will, in this Day, be conducive to the exaltation of their stations, and to the promotion of their best interests....
("Gleanings from the Writings of Bahá'u'lláh", rev. ed. (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1983), p.
6
) [1]
God's purpose in sending His Prophets unto men is twofold. The first is to liberate the children of men from the darkness of ignorance, and guide them to the light of true understanding. The second is to ensure the peace and tranquillity of mankind, and provide all the means by which they can be established.
("Gleanings from the Writings of Bahá'u'lláh", pp.
79
-
80
) [2]
O ye that dwell on earth! The distinguishing feature that marketh the preeminent character of this Supreme Revelation consisteth in that We have ... laid down the essential prerequisites of concord, of understanding, of complete and enduring unity. Well is it with them that keep My statutes.
("Gleanings from the Writings of Bahá'u'lláh", p.
97
) [3]
The Great Being, wishing to reveal the prerequisites of the peace and tranquillity of the world and the advancement of its peoples, hath written: The time must come when the imperative necessity for the holding of a vast, an all-embracing assemblage of men will be universally realized. The rulers and kings of the earth must needs attend it, and, participating in its deliberations, must consider such ways and means as will lay the foundations of the world's Great Peace amongst men. Such a peace demandeth that the Great Powers should resolve, for the sake of the tranquillity of the peoples of the earth, to be fully reconciled among themselves. Should any king take up arms against another, all should unitedly arise and prevent him. If this be done, the nations of the world will no longer require any armaments, except for the purpose of preserving the security of their realms and of maintaining internal order within their territories. This will ensure the peace and composure of every people, government and nation. We fain would hope that the kings and rulers of the earth, the mirrors of the gracious and almighty name of God, may attain unto this station, and shield mankind from the onslaught of tyranny. ...The day is approaching when all the peoples of the world will have adopted one universal language and one common script. When this is achieved, to whatsoever city a man may journey, it shall be as if he were entering his own home. These things are obligatory and absolutely essential. It is incumbent upon every man of insight and understanding to strive to translate that which hath been written into reality and action.... That one indeed is a man who, today, dedicateth himself to the service of the entire human race. The Great Being saith: Blessed and happy is he that ariseth to promote the best interests of the peoples and kindreds of the earth. In another passage He hath proclaimed: It is not for him to pride himself who loveth his own country, but rather for him who loveth the whole world. The earth is but one country, and mankind its citizens.
("Gleanings from the Writings of Bahá'u'lláh", pp.
249
-
250
) [4]
O ye rulers of the earth! Wherefore have ye clouded the radiance of the Sun, and caused it to cease from shining? Hearken unto the counsel given you by the Pen of the Most High, that haply both ye and the poor may attain unto tranquillity and peace. We beseech God to assist the kings of the earth to establish peace on earth. He, verily, doth what He willeth.
O kings of the earth! We see you increasing every year your expenditures, and laying the burden thereof on your subjects. This, verily, is wholly and grossly unjust. Fear the sighs and tears of this Wronged One, and lay not excessive burdens on your peoples. Do not rob them to rear palaces for yourselves; nay rather choose for them that which ye choose for yourselves. Thus We unfold to your eyes that which profiteth you, if ye but perceive. Your people are your treasures. Beware lest your rule violate the commandments of
God, and ye deliver your wards to the hands of the robber. By them ye rule, by their means ye subsist, by their aid ye conquer. Yet, how disdainfull ye look upon them! How strange, how very strange!
Now that ye have refused the Most Great Peace, hold ye fast unto this, the Lesser Peace, that haply ye may in some degree better your own condition and that of your dependents.
O rulers of the earth! Be reconciled among yourselves, that ye may need no more armaments save in a measure to safeguard your territories and dominions. Beware lest ye disregard the counsel of the All-Knowing, the Faithful.
Be united, O kings of the earth, for thereby will the tempest of discord be stilled amongst you, and your peoples find rest, if ye be of them that comprehend. Should any one among you take up arms against another, rise ye all against him, for this is naught but manifest justice.
("Gleanings from the Writings of Bahá'u'lláh", pp.
253
-
254
) [5]
The well-being of mankind, its peace and security, are unattainable unless and until its unity is firmly established. This unity can never be achieved so long as the counsels which the Pen of the Most High hath revealed are suffered to pass unheeded.
("Gleanings from the Writings of Bahá'u'lláh", p.
286
) [6]
We pray God -- exalted be His glory -- and cherish the hope that He may graciously assist the manifestations of affluence and power and the daysprings of sovereignty and glory, the kings of the earth -- may God aid them through His strengthening grace -- to establish the Lesser Peace. This, indeed, is the greatest means for ensuring the tranquillity of the nations. It is incumbent upon the Sovereigns of the world -- may God assist them -- unitedly to hold fast unto this Peace, which is the chief instrument for the protection of all mankind. It is Our hope that they will arise to achieve what will be conducive to the well-being of man. It is their duty to convene an all-inclusive assembly, which either they themselves or their ministers will attend, and to enforce whatever measures are required to establish unity and concord amongst men. They must put away the weapons of war, and turn to the instruments of universal reconstruction. Should one king rise up against another, all the other kings must arise to deter him. Arms and armaments will, then, be no more needed beyond that which is necessary to ensure the internal security of their respective countries. If they attain unto this all-surpassing blessing, the people of each nation will pursue, with tranquillity and contentment, their own occupations, and the groanings and lamentations of most men would be silenced. We beseech God to aid them to do His will and pleasure. He, verily, is the Lord of the throne on high and of earth below, and the Lord of this world and of the world to come. It would be preferable and more fitting that the highly-honoured kings themselves should attend such an assembly, and proclaim their edicts. Any king who will arise and carry out this task, he, verily will, in t e sight of God, become the cynosure of all kings. Happy is he, and great is his blessedness!
("Epistle to the Son of the Wolf", rev. ed. (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1988), pp.
30
-
31
) [7]
The sixth Glad-Tidings is the establishment of the Lesser Peace, details of which have formerly been revealed from Our Most Exalted Pen. Great is the blessedness of him who upholdeth it and observeth whatsoever hath been ordained by God, the All-Knowing, the All-Wise.
("Tablets of Bahá'u'lláh Revealed after the Kitab-i-Aqdas", (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1988), p.
23
) [8]
... In all matters moderation is desirable. If a thing is carried to excess, it will prove a source of evil. Consider the civilization of the West, how it hath agitated and alarmed the peoples of the world. An infernal engine hath been devised, and hath proved so cruel a weapon of destruction that its like none hath ever witnessed or heard. The purging of such deeply-rooted and overwhelming corruptions cannot be effected unless the peoples of the world unite in pursuit of one common aim and embrace one universal faith. Incline your ears unto the Call of this Wronged One and adhere firmly to the Lesser Peace.
("Tablets of Bahá'u'lláh revealed after the Kitab-i-Aqdas", p.
69
) [9]
First: It is incumbent upon the ministers of the House of Justice to promote the Lesser Peace so that the people of the earth may be relieved from the burden of exorbitant expenditures. This matter is imperative and absolutely essential, inasmuch as hostilities and conflict lie at the root of affliction and calamity.
("Tablets of Bahá'u'lláh revealed after the Kitab-i-Aqdas", p.
89
) [10]
In the abundance of Our grace and loving-kindness We have revealed specially for the rulers and ministers of the world that which is conducive to safety and protection, tranquillity and peace; haply the children of men may rest secure from the evils of oppression. He, verily, is the Protector, the Helper, the Giver of victory. It is incumbent upon the men of God's House of Justice to fix their gaze by day and by night upon that which hath shone forth from the Pen of Glory for the training of peoples, the upbuilding of nations, the protection of man and the safeguarding of his honour.
("Tablets of Bahá'u'lláh revealed after the Kitab-i-Aqdas", p.
125
) [11]
... They that are possessed of wealth and invested with authority and power must show the profoundest regard for religion. In truth, religion is a radiant light and an impregnable stronghold for the protection and welfare of the peoples of the world, for the fear of God impelleth man to hold fast to that which is good, and shun all evil. Should the lamp of religion be obscured, chaos and confusion will ensue, and the lights of fairness and justice, of tranquillity and peace cease to shine. Unto this will bear witness every man of true understanding.
("Tablets of Bahá'u'lláh revealed after the Kitab-i-Aqdas", p.
125
) [12]
We have enjoined upon all mankind to establish the Most Great Peace -- the surest of all means for the protection of humanity. The sovereigns of the world should, with one accord, hold fast thereunto, for this is the supreme instrument that can ensure the security and welfare of all peoples and nations. They, verily, are the manifestations of the power of God and the daysprings of His authority. We beseech the Almighty that He may graciously assist them in that which is conducive to the well-being of their subjects. A full explanation regarding this matter hath been previously set forth by the Pen of Glory; well is it with them that act accordingly.
("Tablets of Bahá'u'lláh revealed after the Kitab-i-Aqdas", p.
126
) [13]
The purpose of religion as revealed from the heaven of God's holy Will is to establish unity and concord amongst the peoples of the world; make it not the cause of dissension and strife. The religion of God and His divine law are the most potent instruments and the surest of all means for the dawning of the light of unity amongst men. The progress of the world, the development of nations, the tranquillity of peoples, and the peace of all who dwell on earth are among the principles and ordinances of God. Religion bestoweth upon man the most precious of all gifts, offereth the cup of prosperity, imparteth eternal life, and showereth imperishable benefits upon mankind. It behoveth the chiefs and rulers of the world, and in particular the Trustees of God's House of Justice, to endeavour to the utmost of their power to safeguard its position, promote its interests and exalt its station in the eyes of the world. In like manner it is incumbent upon them to enquire into the conditions of their subjects and to acquaint themselves with the affairs and activities of the divers communities in their dominions. We call upon the manifestations of the power of God -- the sovereigns and rulers on earth -- to bestir themselves and do all in their power that haply they may banish discord from this world and illumine it with the light of concord.
("Tablets of Bahá'u'lláh revealed after the Kitab-i-Aqdas", pp.
129
-
130
) [14]
Our hope is that the world's religious leaders and the rulers thereof will unitedly arise for the reformation of this age and the rehabilitation of its fortunes. Let them, after meditating on its needs, take counsel together and, through anxious and full deliberation, administer to a diseased and sorely afflicted world the remedy it requireth.
The Great Being saith: The heaven of divine wisdom is illumined with the two luminaries of consultation and compassion. Take ye counsel together in all matters, inasmuch as consultation is the lamp of guidance which leadeth the way, and is the bestower of understanding.
("Tablets of Bahá'u'lláh revealed after the Kitab-i-Aqdas", p.
168
) [15]
Take ye counsel together, and let your concern be only for that which profiteth mankind and bettereth the condition thereof.... Regard the world as the human body which, though created whole and perfect, has been afflicted, through divers causes, with grave ills and maladies. Not for one day did it rest, nay its sicknesses waxed more severe, as it fell under the treatment of unskilled physicians who have spurred on the steed of their worldly desires and have erred grievously. And if at one time, through the care of an able physician, a member of that body was healed, the rest remained afflicted as before. Thus informeth you the All-Knowing, the All-Wise.... That which the Lord hath ordained as the sovereign remedy and mightiest instrument for the healing of all the world is the union of all its peoples in one universal Cause, one common Faith. This can in no wise be achieved except through the power of a skilled, an all-powerful and inspired Physician. This verily is he truth, and all else naught but error.
Consider these days in which the Ancient Beauty, He Who is the Most Great Name, hath been sent down to regenerate and unify mankind. Behold how with drawn swords they rose against Him, and committed that which caused the Faithful Spirit to tremble. And whenever We said unto them: `Lo, the World Reformer is come,' they made reply: `He, in truth, is one of the stirrers of mischief'....
(Extracts from the Tablet to Queen Victoria, cited in Shoghi Effendi, "The World Order of Bahá'u'lláh: Selected Letters", rev. ed. (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1982), pp.
39
-
40
; p.
163
) [16]
II.
Extracts From the Utterances of Bahá'u'lláh:
... Praise be to God that thou hast attained!... Thou hast come to see a prisoner and an exile.... We desire but the good of the world and happiness of the nations; yet they deem us a stirrer up of strife and sedition worthy of bondage and banishment.... That all nations should become one in faith and all men as brothers; that the bonds of affection and unity between the sons of men should be strengthened; that diversity of religion should cease, and differences of race be annulled -- what harm is there in this?... Yet so it shall be; these fruitless strifes, these ruinous wars shall pass away, and the "Most Great Peace" shall come.... Do not you in Europe need this also? Is not this that which Christ foretold?... Yet do we see your kings and rulers lavishing their treasures more freely on means for the destruction of the human race than on that which would conduce to the happiness of mankind.... These strifes and this bloodshed and discord must cease, and all men be as one kindred and one family.... Let not a man glory in this, that he loves his country; let him rather glory in this, that he loves his kind....
(Words spoken to E. G. Browne, from his pen portrait of Bahá'u'lláh, J. E. Esslemont, "Bahá'u'lláh and the New Era", 5
th
rev. ed. (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1987), pp.
39
-
40
) [17]
III.
Extracts From The Writings Of Abdu'l-Bahá:
Know thou that all the powers combined have not the power to establish universal peace, nor to withstand the overmastering dominion, at every time and season, of these endless wars. Ere long, however, shall the power of heaven, the dominion of the Holy Spirit, hoist on the high summits the banners of love and peace, and there above the castles of majesty and might shall those banners wave in the rushing winds that blow out of the tender mercy of God.
("Selections from the Writings of Abdu'l-Bahá", [rev. ed.] (Haifa: Bahá'í World Centre, 1982), p.
174
) [18]
Rest thou assured that in this era of the spirit, the Kingdom of Peace will raise up its tabernacle on the summits of the world, and the commandments of the Prince of Peace will so dominate the arteries and nerves of every people as to draw into His sheltering shade all the nations on earth. From springs of love and truth and unity will the true Shepherd give His sheep to drink. O handmaid of God, peace must first be established among individuals, until it leadeth in the end to peace among nations. Wherefore, O ye Bahá'ís, strive ye with all your might to create, through the power of the Word of God, genuine love, spiritual communion and durable bonds among individuals. This is your task.
("Selections from the Writings of Abdu'l-Bahá", p.
246
) [19]
So long as these prejudices [religious, racial, national, political] survive, there will be continuous and fearsome wars.
To remedy this condition there must be universal peace. To bring this about, a Supreme Tribunal must be established, representative of all governments and peoples; questions both national and international must be referred thereto, and all must carry out the decrees of this Tribunal. Should any government or people disobey, let the whole world arise against that government or people.
("Selections from the Writings of Abdu'l-Bahá", p.
249
) [20]
At present universal peace is a matter of great importance, but unity of conscience is essential, so that the foundation of this matter may become secure, its establishment firm and its edifice strong.
Therefore Bahá'u'lláh, fifty years ago, expounded this question of universal peace at a time when He was confined in the fortress of Akka and was wronged and imprisoned....
Among His teachings was the declaration of universal peace. ...the teachings of Bahá'u'lláh were not limited to the establishment of universal peace. They embraced many teachings which supplemented and supported that of universal peace.
...
In fine, such teachings are numerous. These manifold principles, which constitute the greatest basis for the felicity of mankind and are of the bounties of the Merciful, must be added to the matter of universal peace and combined with it, so that results may accrue. Otherwise the realization of universal peace by itself in the world of mankind is difficult. As the teachings of Bahá'u'lláh are combined with universal peace, they are like a table provided with every kind of fresh and delicious food. Every soul can find, at that table of infinite bounty, that which he desires. If the question is restricted to universal peace alone, the remarkable results which are expected and desired will not be attained. The scope of universal peace must be such that all the communities and religions may find their highest wish realized in it. The teachings of Bahá'u'lláh are such that all the communities of the world, whether religious, political or ethical, ancient or modern, find in them the expression of their highest wish.
For example, the question of universal peace, about which Bahá'u'lláh says that the Supreme Tribunal must be established: although the League of Nations has been brought into existence, yet it is incapable of establishing universal peace. But the Supreme Tribunal which Bahá'u'lláh has described will fulfil this sacred task with the utmost might and power. And His plan is this: that the nation l assemblies of each country and nation -- that is to say parliaments -- should elect two or three persons who are the choicest of that nation, and are well informed concerning international laws and the relations between governments and aware of the essential needs of the world of humanity in this day. The number of these representatives should be in proportion to the number of inhabitants of that country. The election of these souls who are chosen by the national assembly, that is, the parliament, must be confirmed by the upper house, the congress and the cabinet and also by the president or monarch so these persons may be the elected ones of all the nation and the government. The Supreme Tribunal will be composed of these people, and all mankind will thus have a share therein, for every one of these delegates is fully representative of his nation. When the Supreme Tribunal gives a ruling on any international question, either unanimously or by majority rule, there will no longer be any pretext for the plaintiff or ground of objection for the defendant. In case any of the governments or nations, in the execution of the irrefutable decision of the Supreme Tribunal, be negligent or dilatory, the rest of the nations will rise up against it, because all the governments and nations of the world are the supporters of this Supreme Tribunal. Consider what a firm foundation this is! But by a limited and restricted League the purpose will not be realized as it ought and should. This is the truth about the situation, which has been stated....
("Selections from the Writings of Abdu'l-Bahá", pp.
297
-
298
, p.
304
, pp.
306
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307
) [21]
True civilization will unfurl its banner in the midmost heart of the world whenever a certain number of its distinguished and high-minded sovereigns -- the shining exemplars of devotion and determination -- shall, for the good and happiness of all mankind, arise, with firm resolve and clear vision, to establish the Cause of Universal Peace. They must make the Cause of Peace the object of general consultation, and seek by every means in their power to establish a Union of the nations of the world. They must conclude a binding treaty and establish a covenant, the provisions of which shall be sound, inviolable and definite. They must proclaim it to all the world and obtain for it the sanction of all the human race. This supreme and noble undertaking -- the real source of the peace and well-being of all the world -- should be regarded as sacred by all that dwell on earth. All the forces of humanity must be mobilized to ensure the stability and permanence of this Most Great Covenant. In this all-embracing Pact the limits and frontiers of each and every nation should be clearly fixed, the principles underlying the relations of governments towards one another definitely laid down, and all international agreements and obligations ascertained. In like manner, the size of the armaments of every government should be strictly limited, for if the preparations for war and the military forces of any nation should be allowed to
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1. The translation of this sentence has been revised since the publication of "Selections from the Writings of Abdu'l-Bahá".
increase, they will arouse the suspicion of others. The fundamental principle underlying this solemn Pact should be so fixed that if any government later violate any one of its provisions, all the governments on earth should arise to reduce it to utter submission, nay the human race as a whole should resolve, with every power at its disposal, to destroy that government. Should this greatest of all remedies be applied to the sick body of the world, it will assuredly recover from its ills and will remain eternally safe and secure.
Observe that if such a happy situation be forthcoming, no government would need continually to pile up the weapons of war, nor feel itself obliged to produce ever new military weapons with which to conquer the human race. A small force for the purposes of internal security, the correction of criminal and disorderly elements and the prevention of local disturbances, would be required -- no more. In this way the entire population would, first of all, be relieved of the crushing burden of expenditure currently imposed for military purposes, and secondly, great numbers of people would cease to devote their time to the continual devising of new weapons of destruction -- those testimonials of greed and bloodthirstiness, so inconsistent with the gift of life -- and would instead bend their efforts to the production of whatever will foster human existence and peace and well-being, and would become the cause of universal development and prosperity. Then every nation on earth will reign in honour, and every people will be cradled in tranquillity and content.
A few, unaware of the power latent in human endeavour, consider this matter as highly impracticable, nay even beyond the scope of man's utmost efforts. Such is not the case, however. On the contrary, thanks to the unfailing grace of God, the loving-kindness of His favoured ones, the unrivaled endeavours of wise and capable souls, and the thoughts and ideas of the peerless leaders of this age, nothing whatsoever can be regarded as unattainable. Endeavour, ceaseless endeavour, is required. Nothing short of an indomitable determination can possibly achieve it. Many a cause which past ages have regarded as purely visionary, yet in this day has become most easy and practicable. Why should this most great and lofty Cause -- the day-star of the firmament of true civilization and the cause of the glory, the advancement, the well-being and the success of all humanity -- be regarded as impossible of achievement? Surely the day will come when its beauteous light shall shedillumination upon the assemblage of man.
The apparatus of conflict will, as preparations go on at their present rate, reach the point where war will become something intolerable to mankind.
It is clear from what has already been said that man's glory and greatness do not consist in his being avid for blood and sharp of claw, in tearing down cities and spreading havoc, in butchering armed forces and civilians. What would mean a bright future for him would be his reputation for justice, his kindness to the entire population whether high or low, his building up countries and cities, villages and districts, his making life easy, peaceful and happy for his fellow beings, his laying down fundamental principles for progress, his raising the standards and increasing the wealth of the entire population.
No power on earth can prevail against the armies of justice, and ever citadel must fall before them; for men willingly go down under the triumphant strokes of this decisive blade, and desolate places bloom and flourish under the tramplings of this host. There are two mighty banners which, when they
cast their shadow across the crown of any king, will cause the influence of his government quickly and easily to penetrate the whole earth, even as if it were the light of the sun: the first of these two banners is wisdom; the second is justice. Against these two most potent forces, the iron hills cannot prevail,
and Alexander's wall will break before them. It is clear that life in this fast-fading world is as fleeting and inconstant as the morning wind, and this being so, how fortunate are the great who leave a good name behind them, and the memory of a lifetime spent in the pathway of the good pleasure of God.
...
A conquest can be a praiseworthy thing, and there are times when war becomes the powerful basis of peace, and ruin the very means of reconstruction.
If, for example, a high-minded sovereign marshals his troops to block the onset of the insurgent and the aggressor, or again, if he takes the field and distinguishes himself in a struggle to unify a divided state and people, if, in brief, he is waging war for a righteous purpose, then this seeming wrath is mercy itself, and this apparent tyranny the very substance of justice and this warfare the cornerstone of peace. Today, the task befitting great rulers is to establish universal peace, for in this lies the freedom of all peoples.
("The Secret of Divine Civilization", 2nd ed. (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1983), pp.
64
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,
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71
) [22]
In cycles gone by, though harmony was established, yet, owing to the absence of means, the unity of all mankind could not have been achieved. Continents remained widely divided, nay even among the peoples of one and the same continent association and interchange of thought were well nigh impossible. Consequently intercourse, understanding and unity amongst all the peoples and kindreds of the earth were unattainable. In this day, however, means of communication have multiplied, and the five continents of the earth have virtually merged into one.... In like manner all the members of the human family, whether peoples or governments, cities or villages, have become increasingly interdependent. For none is self-sufficiency any longer possible, inasmuch as political ties unite all peoples and nations, and the bonds of trade and industry, of agriculture and education, are being strengthened every day. Hence the unity of all mankind can in this day be achieved. Verily this is none other but one of the wonders of this wondrous age, this glorious century. Of this past ages have been deprived, for this century -- the century of light -- has been endowed with unique and unprecedented glory, power and illumination. Hence the miraculous unfolding of a fresh marvel every day. Eventually it will be seen how bright its candles will burn in the assemblage of man.
Behold how its light is now dawning upon the world's darkened horizon. The first candle is unity in the political realm, the early glimmerings of which can now be discerned. The second candle is unity of thought in world undertakings, the consummation of which will ere long be witnessed. The third candle is unity in freedom which will surely come to pass. The fourth candle is unity in religion which is the corner-stone of the foundation itself, and which, by the power of God, will be revealed in all its splendour. The fifth candle is the unity of nations -- a unity which in this century will be securely established, causing all the peoples of the world to regard themselves as citizens of one common fatherland. The sixth candle is unity of races, making of all that dwell on earth peoples and kindreds of one race. The seventh candle is unity of language, i.e., the choice of a universal tongue in which all peoples will be instructed and converse. Each and every one of these will inevitably come to pass, inasmuch as the power of the Kingdom of God will aid and assist in their realization.
(Cited in Shoghi Effendi, "The World Order of Bahá'u'lláh", pp.
38
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39
, and "The Promised Day Is Come", rev. ed. (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1980), pp.
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121
) [23]
...every great Cause in this world of existence findeth visible expression through three means: first, intention; second, confirmation; third, action. Today on this earth there are many souls who are promoters of peace and reconciliation and are longing for the realization of the oneness and unity of the world of humanity; but this intention needeth a dynamic power, so that it may become manifest in the world of being. In this day the divine instructions and lordly exhortations promulgate this most great aim, and the confirmations of the Kingdom also support and aid the realization of this intention. Therefore, although the combined forces and thoughts of the nations of the world cannot by themselves achieve this exalted purpose, the power of the Word of God penetrateth all things and the assistance of the divine Kingdom is continuous. Erelong it will become evident and clear that the ensign of the Most Great Peace is the teachings of Bahá'u'lláh, and the tent of union and harmony among nations is the Tabernacle of the divine Kingdom, for therein the intention, the power and the action, all three, are brought together. The realization of everything in the world of being dependeth upon these three elements.
(From a Tablet - translated from Persian) [24]
As far as possible, rest thou not for a moment, travel to the North and South of the country and summon all men to the oneness of the world of humanity and to universal peace, saying: O people! Bahá'u'lláh laid the foundation of universal peace fifty years ago. He even addressed Epistles to the kings wherein He declared that war could destroy the foundation of the world of humanity, that peace is conducive to everlasting life and that dire peril awaited mankind. Also three years before the outbreak of the world war Abdu'l-Bahá travelled to America and most of Europe, where he raised His voice before all gatherings, societies and churches, appealing: O ye assemblage of men! The continent of Europe hath virtually become an arsenal filled with explosives. There are vast stores of destructive material hidden underground, liable to burst forth at a single spark, causing the whole earth to quake. O ye men of understanding! Bestir yourselves that perchance this accumulation of volatile material may not explode. But the appeal went unheeded and consequently this murderous war broke out.
The bulk of humanity now realiseth what a great calamity war is and how war turneth man into a ferocious animal, causing prosperous cities and villages to be reduced to ruins and the foundations of the human edifice to crumble. Now, since all men have been awakened and their ears are attentive, it is time for the promulgation of universal peace -- a peace based on righteousness and justice -- that mankind may not be exposed to further dangers in the future. Now is the dawn of universal peace, and the first streaks of its light are beginning to appear. We earnestly hope that its effulgent orb may shine forth and flood the East and the West with its radiance. The establishment of universal peace is not possible save through the power of the Word of God...
(From a Tablet - translated from the Persian) [25]
Chaos and confusion are daily increasing in the world. They will attain such intensity as to render the frame of mankind unable to bear them. Then will men be awakened and become aware that religion is the impregnable stronghold and the manifest light of the wo ld, and its laws, exhortations and teachings the source of life on earth.
(From a Tablet - translated from the Persian) [26]
IV.
Extracts From The Utterances Of Abdu'l-Bahá:
Today the world of humanity is in need of international unity and conciliation. To establish these great fundamental principles a propelling power is needed. It is self-evident that the unity of the human world and the Most Great Peace cannot be accomplished through material means. They cannot be established through political power, for the political interests of nations are various and the policies of peoples are divergent and conflicting. They cannot be founded through racial or patriotic power, for these are human powers, selfish and weak. The very nature of racial differences and patriotic prejudices prevents the realization of this unity and agreement. Therefore, it is evidenced that the promotion of the oneness of the kingdom of humanity, which is the essence of the teachings of all the Manifestations of God, is impossible except through the divine power and breaths of the Holy Spirit. Other powers are too weak and are incapable of accomplishing this.
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", 2nd. ed. (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1982), pp.
11
-
12
) [27]
We will pray that the ensign of international peace may be uplifted and that the oneness of the world of humanity may be realized and accomplished. All this is made possible and practicable through your efforts. May this American democracy be the first nation to establish the foundation of international agreement. May it be the first nation to proclaim the universality of mankind. May it be the first to upraise the standard of the Most Great Peace, and through this nation of democracy may these philanthropic intentions and institutions be spread broadcast throughout the world. Truly, this is a great and revered nation. Here liberty has reached its highest degree. The intentions of its people are most praiseworthy. They are, indeed, worthy of being the first to build the Tabernacle of the Most Great Peace and proclaim the oneness of mankind. I will supplicate God for assistance and confirmation in your behalf.
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", pp.
36
-
37
) [28]
Today the greatest need of the world of humanity is discontinuance of the existing misunderstandings among nations. This can be accomplished through the unity of language. Unless the unity of languages is realized, the Most Great Peace and the oneness of the human world cannot be effectively organized and established because the function of language is to portray the mysteries and secrets of human hearts. The heart is like a box, and language is the key. Only by using the key can we open the box and observe the gems it contains. Therefore, the question of an auxiliary international tongue has the utmost importance.... It is my hope that it may be perfected through the bounties of God and that intelligent men may be selected from the various countries of the world to organize an international congress whose chief aim will be the promotion of this universal medium of speech.
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", pp.
60
-
61
) [29]
...because I find the American nation so capable of achievement and this government the fairest of western governments, its institutions superior to others, my wish and hope is that the banner of international reconciliation may first be raised on this continent and the standard of the Most Great Peace be unfurled here. May the American people and their government unite in their efforts in order that this light may dawn from this point and spread to all regions, for this is one of the greatest bestowals of God. In order that America may avail herself of this opportunity, I beg that you strive and pray with heart and soul, devoting all your energies to this end: that the banner of international peace may be upraised here and that this democracy may be the cause of the cessation of warfare in all other countries.
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", pp.
83
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84
) [30]
In past ages humanity has been defective and inefficient because it has been incomplete. War and its ravages have blighted the world; the education of woman will be a mighty step toward its abolition and ending, for she will use her whole influence against war. Woman rears the child and educates the youth to maturity. She will refuse to give her sons for sacrifice upon the field of battle. In truth, she will be the greatest factor in establishing universal peace and international arbitration. Assuredly, woman will abolish warfare among mankind....
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", p.
108
) [31]
All of us know that international peace is good, that it is conducive to human welfare and the glory of man, but volition and action are necessary before it can be established. Action is essential. Inasmuch as this century is a century of light, capacity for action is assured to mankind. Necessarily the divine principles will be spread among men until the time of action arrives. Surely this has been so, and truly the time and conditions are ripe for action now....
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", p.
121
) [32]
This has come to pass. The powers of earth cannot withstand the privileges and bestowals which God has ordained for this great and glorious century. It is a need and exigency of the time.... Let this century be the sun of previous centuries, the effulgences of which shall last forever, so that in times to come they shall glorify the twentieth century, saying the twentieth century was the century of lights, the twentieth century was the century of life, the twentieth century was the century of international peace, the twentieth century was the century of divine bestowals, and the twentieth century has left traces which shall last forever.
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", pp.
125
-
26
) [33]
The most momentous question of this day is international peace and arbitration, and universal peace is impossible without universal suffrage. Children are educated by the women. The mother bears the troubles and anxieties of rearing the child, undergoes the ordeal of its birth and training. Therefore, it is most difficult for mothers to send to the battlefield those upon whom they have lavished such love and care. Consider a son reared and trained twenty years by a devoted mother. What sleepless nights and restless, anxious days she has spent! Having brought him through dangers and difficulties to the age of maturity, how agonizing then to sacrifice him upon the battlefield! Therefore, the mothers will not sanction war nor be satisfied with it. So it will come to pass that when women participate fully and equally in the affairs of the world, when they enter confidently and capably the great arena of laws and politics, war will cease; for woman will be the obstacle and hindrance to it. This is true and without doubt.
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", pp.
134
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35
) [34]
Now the glorious and brilliant twentieth century has dawned, and the divine bounty is radiating universally....
Truly, this can be called the miracle of centuries, for it is replete with manifestations of the miraculous. The time has come when all mankind shall be united, when all races shall be loyal to one fatherland, all religions become one religion, and racial and religious bias pass away. It is a day in which the oneness of humankind shall uplift its standard and international peace, like the true morning, flood the world with its light....
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", p.
153
) [35]
He promulgated the adoption of the same course of education for man and woman. Daughters and sons must follow the same curriculum of study, thereby promoting unity of the sexes. When all mankind shall receive the same opportunity of education and the equality of men and women be realized, the foundations of war will be utterly destroyed. Without equality this will be impossible because all differences and distinction are conducive to discord and strife. Equality between men and women is conducive to the abolition of warfare for the reason that women will never be willing to sanction it. Mothers will not give their sons as sacrifices upon the battlefield after twenty years of anxiety and loving devotion in rearing them from infancy, no matter what cause they are called upon to defend. There is no doubt that when women obtain equality of rights, war will entirely cease among mankind.
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", p.
175
) [36]
The world is in greatest need of international peace. Until it is established, mankind will not attain composure and tranquillity. It is necessary that the nations and governments organize an international tribunal to which all their disputes and differences shall be referred. The decision of that tribunal shall be final. Individual controversy will be adjudged by a local tribunal. International questions will come before the universal tribunal, and so the cause of warfare will be taken away.
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", p.
301
) [37]
I find these two great American nations [the United States and Canada] highly capable and advanced ... it is my hope that these revered nations may become prominent factors in the establishment of international peace and the oneness of the world of humanity...
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", p.
318
) [38]
The world of humanity is possessed of two wings: the male and the female. So long as these two wings are not equivalent in strength, the bird will not fly. Until womankind reaches the same degree as man, until she enjoys the same arena of activity, extraordinary attainment for humanity will not be realized; humanity cannot wing its way to heights of real attainment. When the two wings or parts become equivalent in strength, enjoying the same prerogatives, the flight of man will be exceedingly lofty and extraordinary. Therefore, woman must receive the same education as man and all inequality be adjusted. Thus, imbued with the same virtues as man, rising through all the degrees of human attainment, women will become the peers of men, and until this equality is established, true progress and attainment for the human race will not be facilitated.
The evident reasons underlying this are as follows: Woman by nature is opposed to war; she is an advocate of peace. Children are reared and brought up by the mothers who give them the first principles of education and labour assiduously in their behalf. Consider, for instance, a mother who has tenderly reared a son for twenty years to the age of maturity. Surely she will not consent to having that son torn asunder and killed in the field of battle. Therefore, as woman advances toward the degree of man in power and privilege, with the right of vote and control in human government, most assuredly war will cease; for woman is naturally the most devoted and staunch advocate of international peace.
("The Promulgation of Universal Peace: Talks Delivered by Abdu'l-Bahá during His Visit to the United States and Canada in 1912", p.
375
) [39]
A Supreme Tribunal shall be elected by the peoples and governments of every nation, where members from each country and government shall assemble in unity. All disputes shall be brought before this Court, its mission being to prevent war.
("Paris Talks: Addresses given by Abdu'l-Bahá in Paris in 1911-1912", 11th ed. (London: Bahá'í Publishing Trust, 1979), p.
132
) [40]
A Supreme Tribunal shall be established by the peoples and Governments of every nation, composed of members elected from each country and Government. The members of this Great Council shall assemble in unity. All disputes of an international character shall be submitted to this Court, its work being to arrange by arbitration everything which otherwise would be a cause of war. The mission of this Tribunal would be to prevent war.
("Paris Talks: Addresses given by Abdu'l-Bahá in Paris in 1911-1912", p.
155
) [41]
As to the question of disarmament, all nations must disarm at the same time. It will not do at all, and it is not proposed, that some nations shall lay down their arms while others, their neighbours, remain armed. The peace of the world must be brought about by international agreement. All nations must agree to disarm simultaneously... No nation can follow a peace policy while its neighbour remains warlike. There is no justice in that. Nobody would dream of suggesting that the peace of the world could be brought about by any such line of action. It is to be brought about by a general and comprehensive international agreement, and in no other way...
Simultaneous action, he went on, is necessary in any scheme of disarmament. All the governments of the world must transform their battleships and warcraft into merchant vessels. But no one nation can by itself start in upon such a policy and it would be folly should one power attempt to do so ... it would simply invite destruction.... Are there any signs that the permanent peace of the world will be established in anything like a reasonable period? Abdu'l-Bahá was asked. It will be established in this century, he answered. It will be universal in the twentieth century. All nations will be forced into it. ... Economic pressure will tell? Yes: the nations will be forced to come to peace and to agree to the abolition of war. The awful burdens of taxation for war purposes will get beyond human endurance... No, said Abdu'l-Bahá in conclusion, I repeat, no nation can disarm under these circumstances. Disarmament is surely coming, but it must come, and it will come, by the universal consent of the civilized nations of the earth. By international agreement they will lay down their arms and the great era of peace will be ushered in.
In this and no other way can peace be established upon the earth. (Extracts from interview with newspaper reporter, quoted in Abdu'l-Bahá in Canada" (Thornhill: Bahá'í Canada Publications, 1987), pp. 34-35) [42]
Once the Parliament of Man is established and its constituent parts organized, the governments of the world having entered into a covenant of eternal friendship will have no need of keeping large standing armies and navies. A few battalions to preserve internal order, and an International Police to keep the highways of the seas clear, are all that will be necessary. Then these huge sums will be diverted to other more useful channels, pauperism will disappear, knowledge will increase, the victories of Peace will be sung by poets and bards, knowledge will improve the conditions and mankind will be rocked in the cradle of felicity and bliss. Then, whether a government I constitutional or republican, hereditary monarchy or democratic, the rulers will devote their time to the prosperity of their nations, the legislation of just and sane laws and the fostering of closer and more amicable relations with their neighbours -- thus will the world of humanity become a mirror reflecting the virtues and attributes of the Kingdom of God.
By a general agreement all the governments of the world must disarm simultaneously... It will not do if one lays down the arms and the other refuses to do so. The nations of the world must concur with each other concerning this supremely important subject, thus they may abandon together the deadly weapons of human slaughter. As long as one nation increases her military and naval budget, another nation will be forced into this crazed competition through her natural and supposed interests....
...
Now the question of disarmament must be put into practice by all the nations and not only by one or two. Consequently the advocates of Peace must strive day and night, so that the individuals of every country may become peace-loving, public opinion may gain a strong and permanent footing, and day by day the army of International Peace be increased, complete disarmament be realized and the Flag of Universal Conciliation be waving on the summit of the mountains of the earth.
...
The ideals of Peace must be nurtured and spread among the inhabitants of the world; they must be instructed in the school of Peace and the evils of war. First: The financiers and bankers must desist from lending money to any government contemplating to wage an unjust war upon an innocent nation. Second: The presidents and managers of the railroads and steamship companies must refrain from transporting war ammunition, infernal engines, guns, cannons and powder from one country into another. Third: The soldiers must petition, through their representatives, the Ministers of War, the politicians, the Congressmen and the generals to put forth in a clear, intelligible language the reasons and the causes which have brought them to the brink of such a national calamity. The soldiers must demand this as one of the prerogatives. Demonstrate to us", they must say, "that this is a just war, and we will then enter into the battlefield otherwise we will not take one step.... Come forth from your hiding-places, enter into the battlefield if you like to attack each other and tear each other to pieces if you desire to air your so-called contentions. The discord and feud are between you; why do you make us, innocent people, a party to it? If fighting and bloodshed are good things, then lead us into the fray by your presence!"
In short, every means that produces war must be checked and the causes that prevent the occurrence of war be advanced; -- so that physical conflict may become an impossibility. On the other hand, every country must be properly delimited, its exact frontiers marked, its national integrity secured, its permanent independence protected, and its vital interests honoured by the family of nations. These services ought to be rendered by an impartial, international Commission. In this manner all causes of friction and differences will be removed. And in case there should arise some disputes between them, they could arbitrate before the Parliament of Man, the representatives of which should be chosen from among the wisest and most judicious men of all the nations of the world.
("Star of the West", vol. 5, no. 8 (August 1914), pp. 115-117) [43]
Every century holds the solution of one predominating problem. Although there may be many problems, yet one of the innumerable problems will loom large and become the most important of all. ...in this luminous century the greatest bestowal of the world of humanity is Universal Peace, which must be founded, so that the realm of creation may obtain composure, the East and the West, which include in their arms the five continents of the globe, may embrace each other, mankind may rest beneath the tent of oneness of the world of humanity, and the flag of universal peace may wave over all the regions....
...
Today the true duty of a powerful king is to establish a universal peace; for verily it signifies the freedom of all the people of the world. Some persons who are ignorant of the world of true humanity and its high ambitions for the general good, reckon such a glorious condition of life to be very difficult, nay rather impossible to compass. But it is not so, far from it.
("Star of the West". vol. 7, no. 14 (November 1916), p. 136) [44]
O ye individuals of humanity, find ye means for the stoppage of this wholesale murder and bloodshed. Now is the appointed time! Now is the opportune time! Arise ye, show ye an effort, put ye forward an extraordinary force, and unfurl ye the Flag of Universal Peace and dam the irresistible fury of this raging torrent which is wreaking havoc and ruin everywhere.
("Star of the West", vol. 18, no. 11 (February 1928), p. 345) [45]
By what process, continued the questioner, will this peace on earth be established? Will it come at once after a universal declaration of the Truth?
No, it will come about gradually, said Abdu'l-Bahá. A plant that grows too quickly lasts but a short time. You are my family, and he looked about with a smile, my new children! if a family lives in unison, great results are obtained. Widen the circle; when a city lives in intimate accord greater results will follow, and a continent that is fully united will likewise unite all other continents. Then will be the time of the greatest results, for all the inhabitants of the earth belong to one native land.
("Abdu'l-Bahá in London: Addresses, and Notes of Conversations", Commemorative ed. (London: Bahá'í Publishing Trust, 1987), p.
106
) [46]
V.
Extracts From The Writings Of Shoghi Effendi:
Dearly-beloved friends! Humanity, whether viewed in the light of man's individual conduct or in the existing relationships between organized communities and nations, has, alas, strayed too far and suffered too great a decline to be redeemed through the unaided efforts of the best among its recognized rulers and statesmen -- however disinterested their motives, however concerted their action, however unsparing in their zeal and devotion to its cause. No scheme which the calculations of the highest statesmanship may yet devise, no doctrine which the most distinguished exponents of economic theory may hope to advance, no principle which the most ardent of moralists may strive to inculcate, can provide, in the last resort, adequate foundations upon which the future of a distracted world can be built. No appeal for mutual tolerance which the worldly-wise might raise, however compelling and insistent, can calm its passions or help restore its vigour. Nor would any general scheme of mere organized international co-operation, in whatever sphere of human activity, however ingenious in conception or extensive in scope, succeed in removing the root cause of the evil that has so rudely upset the equilibrium of present day society. Not even, I venture to assert, would the very act of devising the machinery required for the political and economic unification of the world -- a principle that has been increasingly advocated in recent times -- provide in itself the antidote against the poison that is steadily undermining the vigour of organized peoples and nations. What else, might we not confidently affirm, but the unreserved acceptance of the Divine Programme enunciated, with such simplicity and force as far back as sixty years ago, by Bahá'u'lláh, embodying in its essentials God's divinely-appointed scheme for the unification of mankind in this age, coupled with an indomitable conviction in the unfailing efficacy of each and all of its provisions, is eventually capable of withstanding the forces of internal disintegration which, if unchecked, must needs continue to eat into the vitals of a despairing society. It is towards this goal -- the goal of a new World Order, Divine in origin, all-embracing in scope, equitable in principle, challenging in its features -- that a harrassed humanity must strive.
To claim to have grasped all the implications of Bahá'u'lláh's prodigious scheme for world-wide human solidarity, or to have fathomed its import, would be presumptuous on the part of even the declared supporters of His Faith. To attempt to visualize it in all its possibilities, to estimate its future benefits, to picture its glory, would be premature at even so advanced a stage in the evolution of mankind.
All we can reasonably venture to attempt is to strive to obtain a glimpse of the first streaks of the promised Dawn that must, in the fullness of time, chase away the gloom that has encircled humanity. All we can do is to point out, in their broadest outline, to what appear to us to be the guiding principles underlying the World Order of Bahá'u'lláh, as amplified and enunciated by Abdu'l-Bahá, the Centre of His Covenant with all mankind and the appointed Interpreter and Expounder of His Word. That the unrest and suffering afflicting the mass of mankind are in no mall measure the direct consequences of the World War and are attributable to the unwisdom and short-sightedness of the Framers of the Peace Treaties only a biased mind can refuse to admit....
It would be idle however to contend that the war, with all the losses it involved, the passions it aroused and the grievances it left behind, has solely been responsible for the unprecedented confusion into which almost every section of the civilized world is plunged at present. Is it not a fact -- and this is the central idea I desire to emphasize -- that the fundamental cause of this world unrest is attributable, not so much to the consequences of what must sooner or later come to be regarded as a transitory dislocation in the affairs of a continually changing world, but rather to the failure of those into whose hands the immediate destinies of peoples and nations have been committed, to adjust their systems of economic and political institutions to the imperative needs of a fast evolving age? Are not these intermittent crises that convulse present-day society due primarily to the lamentable inability of the world's recognized leaders to read aright the signs of the times, to rid themselves once for all of their preconceived ideas and fettering creeds, and to reshape the machinery of their respective governments according to those standards that are implicit in Bahá'u'lláh's supreme declaration of the Oneness of Mankind -- the chief and distinguishing feature of the Faith He proclaimed?....
How pathetic indeed are the efforts of those leaders of human institutions who, in utter disregard of the spirit of the age, are striving to adjust national processes, suited to the ancient days of self-contained nations to an age which must either achieve the unity of the world, as adumbrated by Bahá'u'lláh, or perish. At so critical an hour in the history of civilization it behoves the leaders of all the nations of the world, great and small, whether in the East or in the West, whether victors or vanquished, to give heed to the clarion call of Bahá'u'lláh and, thoroughly imbued with a sense of world solidarity, the sine qua non of loyalty to His Cause, arise manfully to carry out in its entirety the one remedial scheme He, the Divine Physician, has prescribed for an ailing humanity. Let them discard, once for all, every preconceived idea, every national prejudice, and give heed to the sublime counsel of Abdu'l-Bahá, the authorized Expounder of His teachings. You can best serve your country, was Abdu'l-Bahá's rejoinder to a high official in the service of the federal government of the United States of America, who had questioned
Him as to the best manner in which he could promote the interests of his government and people, if you strive, in your capacity as a citizen of the world, to assist in the eventual application of the principle of federalism underlying the government of your own country to the relationships now existing between the peoples and nations of the world.
...
Some form of a world super-state must needs be evolved, in whose favour all the nations of the world will have willingly ceded every claim to make war, certain rights to impose taxation and all rights to maintain armaments, except for purposes of maintaining internal order within their respective dominions. Such a state will have to include within its orbit an international executive adequate to enforce supreme and unchallengeable authority on every recalcitrant member of the commonwealth; a world parliament whose members shall be elected by the people in their respective countries and whose election shall be confirmed by their respective governments; and a supreme tribunal whose judgement will have a binding effect even in such cases where the parties concerned did not voluntarily agree to submit their case to its consideration. A world community in which all economic barriers will have been permanently demolished and the interdependence of Capital and Labour definitely recognized; in which the clamour of religious fanaticism and strife will have been for ever stilled; in which the flame of racial animosity will have been finally extinguished; in which a single code of international law -- the product of the considered judgement of the world's federated representatives -- shall have as its sanction the instant and coercive intervention of the combined forces of the federated units; and finally a world community in which the fury of a capricious and militant nationalism will have been transmuted into an abiding consciousness of world citizenship -- such indeed, appears, in its broadest outline, the Order anticipated by Bahá'u'lláh, an Order that shall come to be regarded as the fairest fruit of a slowly maturing age.
...
Let there be no misgivings as to the animating purpose of the world-wide Law of Bahá'u'lláh. Far from aiming at the subversion of the existing foundations of society, it seeks to broaden its basis, to remould its institutions in a manner consonant with the needs of an ever-changing world. It can conflict with no legitimate allegiances, nor can it undermine essential loyalties. Its purpose is neither to stifle the flame of a sane and intelligent patriotism in men's hearts, nor to abolish the system of national autonomy so essential if the evils of excessive centralization are to be avoided. It does not ignore, nor does it attempt to suppress the diversity of ethnical origins, of climate, of history, of language and tradition, of thought and habit, that differentiate the peoples and nations of the world. It calls for a wider loyalty, for a larger aspiration than any that has animated the human race. It insists upon the subordination of national impulses and interests to the imperative claims of a unified world. It repudiates excessive centralization on one hand, and disclaims all attempts at uniformity on the other. Its watchword is unity in diversity such as Abdu'l-Bahá Himself has explained.
...
Its [the principle of the Oneness of Mankind] implications are deeper, its claims greater than any which the Prophets of old were allowed to advance. Its message is applicable not only to the individual, but concerns itself primarily with the nature of those essential relationships that must bind all the states and nations as members of one human family. It does not constitute merely the enunciation of an ideal, but stands inseparably associated with an institution adequate to embody its truth, demonstrate its validity, and perpetuate its influence. It implies an organic change in the structure of present-day society, a change such as the world has not yet experienced. It constitutes a challenge, at once bold and universal, to outworn shibboleths of national creeds -- creeds that have had their day and which must, in the ordinary course of events as shaped and controlled by Providence, give way to a new gospel, fundamentally different from, and infinitely superior to, what the world has already conceived. It calls for no less that the reconstruction and the demilitarization of the whole civilized world -- a world organically unified in all the essential aspects of its life, its political machinery, its spiritual aspiration, its trade and finance, its script and language, and yet infinite in the diversity of the national characteristics of its federated units.
It represents the consummation of human evolution -- an evolution that has had its earliest beginnings in the birth of family life, its subsequent development in the achievement of tribal solidarity, leading in turn to the constitution of the city-state, and expanding later into the institution of independent and sovereign nations.
...
To take but one instance. How confident were the assertions made in the days preceding the unification of the states of the North American continent regarding the insuperable barriers that stood in the way of their ultimate federation! Was it not widely and emphatically declared that the conflicting
interests, the mutual distrust, the differences of government and habit that divided the states were such as no force, whether spiritual or temporal, could ever hope to harmonize or control? And yet how different were the conditions prevailing a hundred and fifty years ago from those that characterize present-day society! It would indeed be no exaggeration to say that the absence of those facilities which modern scientific progress has placed at the service of humanity in our time made of the problem of welding the American states into a single federation, similar though they were in certain traditions, a task infinitely more complex than that which confronts a divided humanity in its efforts to achieve the unification of all mankind.
Who knows that for so exalted a conception to take shape a suffering more intense that any it has yet experienced will have to be inflicted upon humanity? Could anything less than the fire of a civil war with all its violence and vicissitudes -- a war that nearly rent the great American Republic -- have welded the states, not only into a Union of independent units, but into a Nation, in spite of all the ethnic differences that characterized its component parts? That so fundamental a revolution, involving such far-reaching changes in the structure of society, can be achieved through the ordinary processes of diplomacy and education seems highly improbable. We have but to turn our gaze to humanity's blood-stained history to realize that nothing short of intense mental as well as physical agony has been able to precipitate those epoch-making changes that constitute the greatest landmarks in the history of human civilization.
Great and far-reaching as have been those changes in the past, they cannot but appear, when viewed in their proper perspective, except as subsidiary adjustments preluding that transformation of unparalleled majesty and scope which humanity is in this age bound to undergo. That the forces of a world catastrophe can alone precipitate such a new phase of human thought is, alas, becoming increasingly apparent. That nothing short of the fire of a severe ordeal, unparalleled in its intensity, can fuse and weld the discordant entities, that constitute the elements of present-day civilization, into the integral components of the world Commonwealth of the future is a truth which future events will increasingly demonstrate.
The prophetic voice of Bahá'u'lláh warning, in the concluding passages of the "Hidden Words", "the peoples of the world" that "an unforeseen calamity is following them and that grievous retribution awaiteth them" throws indeed a lurid light upon the immediate fortunes of sorrowing humanity. Nothing but a fiery ordeal, out of which humanity will emerge, chastened and prepared, can succeed in implanting that sense of responsibility which the leaders of a new-born age must arise to shoulder.
I would again direct your attention to those ominous words of Bahá'u'lláh which I have already quoted: "And when the appointed hour is come, there shall suddenly appear that which shall cause the limbs of mankind to quake."
Has not Abdu'l-Bahá Himself asserted in unequivocal language that "another war, fiercer than the last, will assuredly break out"?
Upon the consummation of this colossal, this unspeakably glorious enterprise -- an enterprise that baffled the resources of Roman statesmanship and which Napoleon's desperate efforts failed to achieve -- will depend the ultimate realization of that millennium of which poets of all ages have sung and seers have long dreamed. Upon it will depend the fulfilment of the prophecies uttered by the Prophets of old when swords shall be beaten into ploughshares and the lion and the lamb lie down together. It alone can usher in the Kingdom of the Heavenly Father as anticipated by the Faith of Jesus Christ. It alone can lay the foundation for the New World Order visualized by Bahá'u'lláh -- a World Order that shall reflect, however dimly, upon this earthly plane, the ineffable splendours of the Abha Kingdom.
One word more in conclusion. The proclamation of the Oneness of Mankind -- the head corner-stone of Bahá'u'lláh's all-embracing dominion -- can under no circumstances be compared with such expressions of pious hope as have been uttered in the past. His is not merely a call which He raised, alone and unaided, in the face of the relentless and combined opposition of two of the most powerful Oriental potentates of His day -- while Himself an exile and prisoner in their hands. It implies at once a warning and a promise -- a warning that in it lies the sole means for the salvation of a greatly suffering world, a promise that its realization is at hand.
Uttered at a time when its possibility had not yet been seriously envisaged in any part of the world, it has, by virtue of that celestial potency which the Spirit of Bahá'u'lláh has breathed into it, come at last to be regarded, by an increasing number of thoughtful men, not only as an approaching possibility, but as the necessary outcome of the forces now operating in the world.
Surely the world, contracted and transformed into a single highly complex organism by the marvellous progress achieved in the realm of physical science, by the world-wide expansion of commerce and industry, and struggling, under the pressure of world economic forces, amidst the pitfalls of a materialistic civilization, stands in dire need of a restatement of the Truth underlying all the Revelation, of the past in a language suited to its essential requirements.
And what voice other than that of Bahá'u'lláh -- the Mouthpiece of God for this age -- is capable of effecting a transformation of society as radical as that which He has already accomplished in the hearts of those men and women, so diversified and seemingly irreconcilable, who constitute the body of His declared followers throughout the world?
That such a mighty conception is fast budding out in the minds of men, that voices are being raised in its support, that its salient features must fast crystallize in the consciousness of those who are in authority, few indeed can doubt. That its modest beginnings have already taken shape in the world-wide Administration with which the adherents of the Faith of Bahá'u'lláh stand associated only those whose hearts are tainted by prejudice can fail to perceive.
(28 November 1931 to the Bahá'ís of the West, published in "The World Order of Bahá'u'lláh: Selected Letters", pp.
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) [47]
No machinery falling short of the standard inculcated by the Bahá'í Revelation, and at variance with the sublime pattern ordained in His teachings, which the collective efforts of mankind may yet devise can ever hope to achieve anything above or beyond that "Lesser Peace" to which the Author of our Faith has Himself alluded in His writings. "Now that ye have refused the Most Great Peace," He, admonishing the kings and rulers of the earth, has written, "hold ye fast unto this the Lesser Peace, that haply ye may in some degree better your own condition and that of your dependents." Expatiating on this Lesser Peace, He thus addresses in that same Tablet the rulers of the earth: "Be reconciled among yourselves, that ye may need no more armaments save in a measure to safeguard your territories and dominions... Be united, O kings of the earth, for thereby will the tempest of discord be stilled amongst you, and your peoples find rest, if ye be of them that comprehend. Should any one among you take up arms against another, rise ye all against him, for this is naught but manifest justice."
The Most Great Peace, on the other hand, as conceived by Bahá'u'lláh -- a peace that must inevitably follow as the practical consequence of the spiritualization of the world and the fusion of all its races, creeds, classes and nations -- can rest on no other basis, and can be preserved through no other agency, except the divinely appointed ordinances that are implicit in the World Order that stands associated with His Holy Name....
...
The Revelation of Bahá'u'lláh, whose supreme mission is none other but the achievement of this organic and spiritual unity of the whole body of nations, should, if we be faithful to its implications, be regarded as signalizing through its advent the coming of age of the entire human race. It should be viewed not merely as yet another spiritual revival in the ever-changing fortunes of mankind, not only as a further stage in a chain of progressive Revelations, nor even as the culmination of one of a series of recurrent prophetic cycles, but rather as marking the last and highest stage in the stupendous evolution of man's collective life on this planet. The emergence of a world community, the consciousness of world citizenship, the founding of a world civilization and culture -- all of which must synchronize with the initial stages in the unfoldment of the Golden Age of the Bahá'í Era -- should, by their very nature, be regarded, as far as this planetary life is concerned, as the furthermost limits in the organization of human society, though man, as an individual, will, nay must indeed as a result of such a consummation, continue indefinitely t
progress and develop.
...
The whole of mankind is groaning, is dying to be led to unity, and to terminate its age-long martyrdom. And yet it stubbornly refuses to embrace the light and acknowledge the sovereign authority of the one Power that can extricate it from its entanglements, and avert the woeful calamity that threatens to engulf it.
Ominous indeed is the voice of Bahá'u'lláh that rings through these prophetic words: "O ye peoples of the world! Know, verily, that an unforeseen calamity followeth you, and grievous retribution awaiteth you. Think not that which ye have committed hath been effaced in My sight." And again: "We have a fixed time for you, O peoples. If ye fail, at the appointed hour, to turn towards God, He, verily, will lay violent hold on you, and will cause grievous afflictions to assail you from every direction. How severe, indeed, is the chastisement with which your Lord will then chastise you!"
Must humanity, tormented as she now is, be afflicted with still severer tribulations ere their purifying influence can prepare her to enter the heavenly Kingdom destined to be established upon earth? Must the inauguration of so vast, so unique, so illumined an era in human history be ushered in by so great a catastrophe in human affairs as to recall, nay surpass, the appalling collapse of Roman civilization in the first centuries of the Christian Era? Must a series of profound convulsions stir and rock the human race ere Bahá'u'lláh can be enthroned in the hearts and consciences of the masses, ere His undisputed ascendancy is universally recognized, and the noble edifice of His World Order is reared and established?
The long ages of infancy and childhood, through which the human race had to pass, have receded into the background. Humanity is now experiencing the commotions invariably associated with the most turbulent stage of its evolution, the stage of adolescence, when the impetuosity of youth and its vehemence reach their climax, and must gradually be superseded by the calmness, the wisdom, and the maturity that characterize the stage of manhood. Then will the human race reach that stature of ripeness which will enable it to acquire all the powers and capacities upon which its ultimate development must depend. Unification of the whole of mankind is the hall mark of the stage which human society is now approaching. Unity of family, of tribe, of city-state, and nation have been successively attempted and fully established. World unity is the goal towards which a harassed humanity is striving. Nation-building has come to an end. The anarchy inherent in state sovereignty is moving towards a climax. A world, growing to maturity, must abandon this fetish, recognize the oneness and wholeness of human relationships, and establish once for all the machinery that can best incarnate this fundamental principle of its life.
...
The unity of the human race, as envisaged by Bahá'u'lláh, implies the establishment of a world commonwealth in which all nations, races, creeds and classes are closely and permanently united, and in which the autonomy of its state members and the personal freedom and initiative of the individuals that compose them are definitely and completely safeguarded. This commonwealth must, as far as we can visualize it, consist of a world legislature, whose members will, as the trustees of the whole of mankind, ultimately control the entire resources of all the component nations, and will enact such laws as shall be required to regulate the life, satisfy the needs and adjust the relationships of all races and peoples. A world executive, backed by an international Force, will carry out the decisions arrived at, and apply the laws enacted by, this world legislature, and will safeguard the organic unity of the whole commonwealth. A world tribunal will adjudicate and deliver its compulsory and final verdict in all and any disputes that may arise between the various elements constituting this universal system. A mechanism of world inter-communication will be devised, embracing the whole planet, freed from national hindrances and restrictions, and functioning with marvellous swiftness and perfect regularity. A world metropolis will act as the nerve centre of a world civilization, the focus towards which the unifying forces of life will converge and from which its energizing influences will radiate. A world language will either be invented or chosen from among the existing languages and will be taught in the schools of all the federated nations as an auxiliary to their mother tongue. A world script, a world literature, a uniform and universal system of currency, of weights and measures, will simplify and facilitate intercourse and understanding among the nations and races of mankind. In such a world society, science and religion, the two most potent forces in human life, will be reconciled, will co-operate, and will harmoniously develop. The press will, under such a system, while giving full scope to the expression of the diversified views and convictions of mankind, cease to be mischievously manipulated by vested interests, whether private or public, and will be liberated from the influence of contending governments and peoples. The economic resources of the world will be organized, its sources of raw materials will be tapped and fully utilized, its markets will be co-ordinated and developed, and the distribution of its products will be equitably regulated.
National rivalries, hatreds, and intrigues will cease, and racial animosity and prejudice will be replaced by racial amity, understanding and co-operation. The causes of religious strife will be permanently removed, economic barriers and restrictions will be completely abolished, and the inordinate distinction between classes will be obliterated. Destitution on the one hand, and gross accumulation of ownership on the other, will disappear. The enormous energy dissipated and wasted on war, whether economic or political, will be consecrated to such ends as will extend the range of human inventions and technical development, to the increase of the productivity of mankind, to the extermination of disease, to the extension of scientific research, to the raising of the standard of physical health, to the sharpening and refinement of the human brain, to the exploitation of the unused and unsuspected resources of the planet, to the prolongation of human life, and to the furtherance of any other agency that can stimulate the intellectual, the moral, and spiritual life of the entire human race.
A world federal system, ruling the whole earth and exercising unchallengeable authority over its unimaginably vast resources, blending and embodying the ideals of both the East and the West, liberated from the curse of war and its miseries, and bent on the exploitation of all the available sources of energy on the surface of the planet, a system in which Force is made the servant of Justice, whose life is sustained by its universal recognition of one God and by its allegiance to one common Revelation -- such is the goal towards which humanity, impelled by the unifying forces of life, is moving.
(11 March 1936, published in "The World Order of Bahá'u'lláh: Selected Letters", pp.
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63
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201
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4
) [48]
The world-shaking ordeal which Bahá'u'lláh, as quoted in the foregoing pages, has so graphically prophesied, may find it [the American nation] swept, to an unprecedented degree, into its vortex. Out of it will probably emerge, unlike its reactions to the last world conflict, consciously determined to seize its opportunity, to bring the full weight of its influence to bear upon the gigantic problems that such an ordeal must leave in its wake, and to exorcise forever, in conjunction with its sister nations of both the East and the West, the greatest curse which, from time immemorial, has afflicted and degraded the human race.
Then, and only then, will the American nation, molded and purified in the crucible of a common war, inured to its rigours, and disciplined by its lessons, be in a position to raise its voice in the councils of the nations, itself lay the corner-stone of a universal and enduring peace, proclaim the solidarity, the unity, and maturity of mankind, and assist in the establishment of the promised reign of righteousness on earth. Then, and only then, will the American nation, while the community of the American believers within its heart is consummating its divinely appointed mission, be able to fulfill the unspeakably glorious destiny ordained for it by the Almighty, and immortally enshrined in the writings of Abdu'l-Bahá. Then, and only then, will the American nation accomplish "that which will adorn the pages of history," "become the envy of the world and be blest in both the East and the West."
(25 December 1938, published in "The Advent of Divine Justice" (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1984), pp.
90
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91
) [49]
The world is, in truth, moving on towards its destiny. The interdependence of the peoples and nations of the earth, whatever the leaders of the divisive forces of the world may say or do, is already an accomplished fact. Its unity in the economic sphere is now understood and recognized. The welfare of the part means the welfare of the whole, and the distress of the part brings distress to the whole. The Revelation of Bahá'u'lláh has, in His own words, "lent a fresh impulse and set a new direction" to this vast process now operating in the world. The fires lit by this great ordeal are the consequences of men's failure to recognize it. They are, moreover, hastening its consummation. Adversity, prolonged, world wide, afflictive, allied to chaos and universal destruction, must needs convulse the nations, stir the conscience of the world, disillusion the masses, precipitate a radical change in the very conception of society, and coalesce ultimately the disjointed, the bleeding limbs of mankind into one body, single, organically united, and indivisible.
...
To the general character, the implications and features of this world commonwealth, destined to emerge, sooner or later, out of the carnage, agony, and havoc of this great world convulsion, I have already referred in my previous communications. Suffice it to say that this consummation will, by its very nature, be a gradual process, and must, as Bahá'u'lláh has Himself anticipated, lead at first to the establishment of that Lesser Peace which the nations of the earth, as yet unconscious of His Revelation and yet unwittingly enforcing the general principles which He has enunciated, will themselves establish. This momentous and historic step, involving the reconstruction of mankind, as the result of the universal recognition of its oneness and wholeness, will bring in its wake the spiritualization of the masses, consequent to the recognition of the character, and the acknowledgement of the claims, of the Faith of Bahá'u'lláh -- the essential condition to that ultimate fusion of all races, creeds, classes, and nations which must signalize the emergence of His New World Order.
Then will the coming of age of the entire human race be proclaimed and celebrated by all the peoples and nations of the earth. Then will the banner of the Most Great Peace be hoisted. Then will the world wide sovereignty of Bahá'u'lláh -- the Establisher of the Kingdom of the Father foretold by the Son, and anticipated by the Prophets of God before Him and after Him -- be recognized, acclaimed, and firmly established. Then will a world civilization be born, flourish, and perpetuate itself, a civilization with a fullness of life such as the world has never seen nor can as yet conceive. Then will the Everlasting Covenant be fulfilled in its completeness. Then will the promise enshrined in all the Books of God be redeemed, and all the prophecies uttered by the Prophets of old come to pass, and the vision of seers and poets be realized. Then will the planet, galvanized through the universal belief of its dwellers in one God, and their allegiance to one common Revelation, mirror, within the limitations imposed upon it, the effulgent glories of the sovereignty of Bahá'u'lláh, shining in the plenitude of its splendour in the Abha Paradise, and be made the footstool of His Throne on high, and acclaimed as the earthly heaven, capable of fulfilling that ineffable destiny fixed for it, from time immemorial, by the love and wisdom of its Creator.
(28 March 1941, published in "The Promised Day Is Come", pp.
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124
) [50]
The principle of collective security He [Bahá'u'lláh] unreservedly urges; recommends the reduction in national armaments; and proclaims as necessary and inevitable the convening of a world gathering at which the kings and rulers of the world will deliberate for the establishment of peace among the nations.
("God Passes By", rev. ed. (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1987), pp.
217
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218
) [51]
During this Formative Age of the Faith, and in the course of the present and succeeding epochs, the last and crowning stage in the erection of the framework of the Administrative Order of the Faith of Bahá'u'lláh -- the election of the Universal House of Justice -- will have been completed, the "Kitab-i-Aqdas", the Mother-Book of His Revelation, will have been codified and its laws promulgated, the Lesser Peace will have been established, the unity of mankind will have been achieved and its maturity attained, the Plan conceived by Abdu'l-Bahá will have been executed, the emancipation of the Faith from the fetters of religious orthodoxy will have been effected, and its independent religious status will have been universally recognized...
...
...we cannot fail to perceive the workings of two simultaneous processes, generated as far back as the concluding years of the Heroic Age of our Faith, each clearly defined, each distinctly separate, yet closely related and destined to culminate, in the fullness of time, in a single glorious consummation.
One of these processes is associated with the mission of the American Bahá'í community, the other with the destiny of the American nation. The one serves directly the interests of the Administrative Order of the Faith of Bahá'u'lláh...
The other process dates back to the outbreak of the First World War that threw the Great Republic of the West into the vortex of the first stage of a world upheaval. It received its initial impetus through the formulation of President Wilson's Fourteen Points, closely associating for the first time that Republic with the fortunes of the Old World. It suffered its first set-back through the dissociation of that Republic from the newly-born League of Nations which that President had laboured to create. It acquired added momentum through the outbreak of the Second World War, inflicting unprecedented suffering on that Republic, and involving it still further in the affairs of all the continents of the globe. It was further reinforced through the declaration embodied in the Atlantic Charter, as voiced by one of its chief progenitors, Franklin D. Roosevelt. It assumed a definite outline through the birth of the United Nations at the San Francisco Conference. It acquired added significance through the choice of the City of the Covenant itself as the seat of the newly-born organization, through the declaration recently made by the American President related to his country's commitments in Greece and Turkey, as well as through the submission to the General Assembly of the United Nations of the thorny and challenging problem of the Holy Land, the spiritual as well as the administrative centre of the World Faith of Bahá'u'lláh. It must, however long and tortuous the way, lead, through a series of victories and reverses, to the political unification of the Eastern and Western Hemispheres, to the emergence of a world government, and the establishment of the Lesser Peace, as foretold by Bahá'u'lláh and foreshadowed by the Prophet Isaiah. It must, in the end, culminate in the unfurling of the banner of the Most Great Peace, in the Golden Age of the Dispensation of Bahá'u'lláh.
(5 June 1947 to the Bahá'ís of West, published in "Citadel of Faith: Messages to America 1947-1957" (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1980), p.
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, pp.
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) [52]
The raising of this Edifice will in turn herald the construction, in the course of successive epochs of the Formative Age of the Faith, of several other structures, which will serve as the administrative seats of such divinely appointed institutions as the Guardianship, the Hands of the Cause, and the Universal House of Justice. These Edifices will, in the shape of a far-flung arc, and following a harmonizing style of architecture, surround the resting-places of the Greatest Holy Leaf, ranking as foremost among the members of her sex in the Bahá'í Dispensation, of her Brother, offered up as a ransom by Bahá'u'lláh for the quickening of the world and its unification, and of their Mother, proclaimed by Him to be His chosen "consort in all the worlds of God". The ultimate completion of this stupendous undertaking will mark the culmination of the development of a world-wide divinely-appointed Administrative Order whose beginnings may be traced as far back as the concluding years of the Heroic Age of the Faith.
This vast and irresistible process, unexampled in the spiritual history of mankind, and which will synchronize with two no less significant developments -- the establishment of the Lesser Peace and the evolution of Bahá'í national and local institutions -- the one outside and the other within the Bahá'í world -- will attain its final consummation, in the Golden Age of the Faith, through the raising of the standard of the Most Great Peace, and the emergence, in the plenitude of its power and glory, of the focal Centre of the agencies constituting the World Order of Bahá'u'lláh. The final establishment of this seat of the future Bahá'í World Commonwealth will signalize at once the proclamation of the sovereignty of the Founder of our Faith and the advent of the Kingdom of the Father repeatedly lauded and promised by Jesus Christ.
This World Order will, in turn, in the course of successive Dispensations of the Bahá'í Cycle, yield its fairest fruit through the birth and flowering of a civilization, divinely inspired, unique in its features, world-embracing in its scope, and fundamentally spiritual in its character -- a civilization destined as it unfolds to derive its initial impulse from the spirit animating the very institutions which, in their embryonic state, are now stirring in the womb of the present Formative Age of the Faith.
(27 November 1954 to the National Spiritual Assembly of the United States, published in "Messages to the Bahá'í World, 1950-1957" (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1971), pp.
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75
) [53]
VI.
Extracts From Letters Written On Behalf Of Shoghi Effendi:
The world is in great turmoil, and what is most pathetic is that it has learned to keep away from God, Who alone can save it and alleviate its sufferings. It is our duty, we who have been trusted with the task of applying the divine remedy given by Bahá'u'lláh, to concentrate our attention upon the consummation of this task, and not rest until the peace foretold by the Prophets of God is permanently established....
(9 December 1931 to the Bahá'ís of Tokyo) [54]
Shoghi Effendi wrote his last general letter to the western friends because he felt that the public should be made to understand the attitude the Bahá'í Faith maintains towards the prevailing economic and political problems. We should let the world know what the real aim of Bahá'u'lláh was. Up to the present Unity of Mankind was only of an academic importance. Now it is becoming more and more a subject for international statesmen to think of. It is coming to the field of practical politics. It is therefore a wonderful chance for us to come to the front and expound the teaching which is the goal and aim of the social precepts of Bahá'u'lláh. Shoghi Effendi hopes that the friends will re-echo this call to an organic unity of mankind until it forms part of the conscious faith of every living man in the world. Great judgement should be however practised lest we be misunderstood and our Faith be classed among radical movements.
(28 January 1932 to the National Spiritual Assembly of the United States and Canada) [55]
Shoghi Effendi wishes me to acknowledge the receipt of your letter dated January 26th 1932 which accompanied a printed copy of his last general letter. He thanks you both for this as well as for the one hundred copies you are shipping to him. He is deeply gratified to learn that the friends find it interesting and worthwhile enough as to make its subject-matter the topic of their teaching campaign. He sincerely hopes that this will also awaken some of the friends to the importance of this teaching of the Cause and stimulate them to make a thorough and deep study of it. For it undoubtedly forms the goal of the social precepts of the Faith. There is no reason why the Bahá'ís should not take the lead in advocating such a federation of the world, towards which the world is driven by forces it cannot control....
(16 February 1932 to the National Spiritual Assembly of the United States and Canada) [56]
The different nations of the world will never attain peace except after recognizing the significance of the teachings and whole-heartedly upholding them for through those precepts all international problems will be solved and every man will secure the spiritual environment in which his soul can evolve and produce its highest fruits.
(15 January 1933 to an individual believer) [57]
The Guardian has also read with deep interest all the enclosed papers. He is firmly convinced that through perseverance and concerted action the cause of Peace will eventually triumph over all the dark forces which threaten the welfare and progress of the world today. But such purely human attempts are undoubtedly ineffective unless inspired and guided by the power of faith. Without the assistance of God, as given through the message of Bahá'u'lláh, peace can never be safely and adequately established. To disregard the Bahá'í solution for world peace is to build on foundations of sand. To accept and apply it is to make peace not a mere dream, or an ideal, but a living reality. This is the point which the Guardian wishes you to develop, to emphasize again and again, and to support by convincing arguments. The Bahá'í peace programme is, indeed, not only one way of attaining that goal. It is not even relatively the best. It is, in the last resort, the sole effective instrument for the establishment of the reign of peace in this world. This attitude does not involve any total repudiation of other solutions offered by various philanthropists. It merely shows their inadequacy compared to the Divine Plan for the unification of the world. We cannot escape the truth that nothing mundane can in the last resort be enduring, unless supported and sustained through the power of God.
(25 September 1933 to an individual believer) [58]
Whatever our shortcomings may be, and however formidable the forces of darkness which besiege us today, the unification of mankind as outlined and ensured by the World Order of Bahá'u'lláh will in the fullness of time be firmly and permanently established. This is Bahá'u'lláh's promise, and no power on earth can in the long run prevent or even retard its adequate realization. The friends should, therefore, not lose hope, but fully conscious of their power and their role they should persevere in their mighty efforts for the extension and the consolidation of Bahá'u'lláh's universal dominion on earth.
(6 November 1933 to an individual believer) [59]
As regards the International Executive referred to by the Guardian in his "Goal of a New World Order", it should be noted that this statement refers by no means to the Bahá'í Commonwealth of the future, but simply to that world government which will herald the advent and lead to the final establishment of the World Order of Bahá'u'lláh. The formation of this International Executive, which corresponds to the executive head or board in present-day national governments, is but a step leading to the Bahá'í world government of the future, and hence should not be identified with either the institution of the Guardianship or that of the International House of Justice.
(17 March 1934 to two believers) [60]
In connection with your teaching work: what the Guardian wishes you to particularly emphasize in all your talks is the supreme necessity for all individuals and nations in this day to adopt in its entirety the social programme given by Bahá'u'lláh for the reconstruction of the religious, economic and political life of mankind. He wishes you to explain and analyze the elements that help in raising this Divine World Order in the light of the present-day events and conditions in the world. Special stress, he feels, should be laid on the impending necessity of establishing a supranational and sovereign world state, as the one described by Bahá'u'lláh. With the world becoming increasingly subject to tumults and convulsions never experienced before, the realization of such a necessity is entering into the consciousness of not only the wise and learned, but of the common people as well. The believers should, therefore, seize this opportunity and make a supreme effort to present, in a convincing and eloquent language, those social and humanitarian teachings of the Faith which we believe to constitute the sole panacea for the innumerable ills afflicting our present-day world.
(15 November 1935 to two believers) [61]
With reference to your question concerning Abdu'l-Bahá's reference to "unity in the political realm": this unity should be clearly distinguished from the "unity of nations". The first is a unity which politically independent and sovereign states achieve among themselves; while the second is one which is brought about between nations, the difference between a state and a nation being that the former, as you know, is a political entity without necessarily being homogeneous in race, whereas the second implies national as well as political homogeneity.
(26 July 1936 to an individual believer) [62]
As regards your teaching work: the Guardian has already advised you to stress in your talks the idea of a world superstate, and the concept of the Oneness of Mankind underlying it. In addition, he wishes you also to emphasize the fact that humanity, taken as a whole, has entered the most critical and momentous stage of its evolution, the stage of maturity. This idea of the coming of age of mankind constitutes the central core of the Bahá'í Teachings, and is the most distinguishing feature of the Revelation of Bahá'u'lláh. A proper understanding of this concept gives the key to an adequate appreciation of the tremendous claim made by the Author of the Faith, both with regard to His own station, and to the incomparable greatness of His Dispensation.
(12 October 1936 to an individual believer) [63]
With reference to the question you have asked concerning the time and means through which the Lesser and Most Great Peace, referred to by Bahá'u'lláh, will be established, following the coming World War: Your view that the Lesser Peace will come about through the political efforts of the states and nations of the world, and independently of any direct Bahá'í plan or effort, and the Most Great Peace be established through the instrumentality of the believers, and by the direct operation of the laws and principles revealed by Bahá'u'lláh and the functioning of the Universal House of Justice as the supreme organ of the Bahá'í superstate -- your view on this subject is quite correct and in full accord with the pronouncements of the Guardian as embodied in "The Unfoldment of World Civilization".
(14 March 1939 to the National Spiritual Assembly of the United States and Canada, and to an individual believer) [64]
Though it is premature to try and endeavour to foresee on what basis various nations would be represented on any international council, or in any international form of government, it is clear that from the Bahá'í standpoint it could only be carried out on a basis of true justice; and justice does not imply one race having a preponderating vote over some other race's representatives, and thus being in a position to dominate them.
(12 April 1942 to an individual believer) [65]
What Abdu'l-Bahá meant about the women arising for peace is that this a matter which vitally affects women, and when they form a conscious and overwhelming mass of public opinion against war there can be no war. The Bahá'í women are already organized through being members of the Faith and the Administrative Order. No further organization is needed. But they should, through teaching and through the active moral support they give to every movement directed towards peace, seek to exert a strong influence on other women's minds in regard to this essential matter.
(24 March 1945 to two believers) [66]
The Seven Lights of Unity will not necessarily appear in the order given. A product of the second may well be universal culture.
(19 November 1945 to an individual believer) [67]
The teachings of Bahá'u'lláh will establish a new way of life for humanity. Those who are Bahá'ís must endeavour to establish this way of life just as rapidly as possible. Now that the hour has arrived when the Bahá'í Faith is gaining prominence, and is being reviewed by so many peoples, it is necessary that the adherents of the Faith should live up to the high ideals of the Faith in every way. In this way they can demonstrate that the Bahá'í Faith does create a new way of life, which brings to the individual a complete association with the Will of God, and thus the establishment of a peaceful and universal society. Divisional attachments are of men, while universal service is of God.
The Guardian is now anxious that all the friends achieve a universal consciousness and universal way of life.
(20 November 1955 to an individual believer) [68]
World government will come, but we do not know the date.
(15 August 1957 to an individual believer) [69]
VII.
Extracts From Letters Of The Universal House Of Justice:
When Bahá'u'lláh proclaimed His Message to the world in the nineteenth century He made it abundantly clear that the first step essential for the peace and progress of mankind was its unification. As He says, "The well-being of mankind, its peace and security are unattainable unless and until its unity is firmly established." ("The World Order of Bahá'u'lláh", p.
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) To this day, however, you will find most people take the opposite point of view: they look upon unity as an ultimate, almost unattainable goal and concentrate first on remedying all the other ills of mankind. If they did but know it, these other ills are but various symptoms and side effects of the basic disease -- disunity.
Bahá'u'lláh has, furthermore, stated that the revivification of mankind and the curing of all its ills can be achieved only through the instrumentality of His Faith....
...
We are told by Shoghi Effendi that two great processes are at work in the world: the great Plan of God, tumultuous in its progress, working through mankind as a whole, tearing down barriers to world unity and forging humankind into a unified body in the fires of suffering and experience. This process will produce, in God's due time, the Lesser Peace, the political unification of the world. Mankind at that time can be likened to a body that is unified but without life. The second proces , the task of breathing life into this unified body -- of creating true unity and spirituality culminating in the Most Great Peace -- is that of the Bahá'ís, who are labouring consciously, with detailed instructions and continuing Divine guidance, to erect the fabric of the Kingdom of God on earth, into which they call their fellow men, thus conferring upon them eternal life.
(8 December 1967, published in "Wellspring of Guidance: Messages 1963-1968", 1st rev. ed. (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1976), pp.
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) [70]
It is true that Abdu'l-Bahá made statements linking the establishment of the unity of nations to the twentieth century. For example: "The fifth candle is the unity of nations -- a unity which, in this century, will be securely established, causing all the peoples of the world to regard themselves as citizens of one common fatherland." And, in The "Promised Day Is Come", following a similar statement quoted from "Some Answered Questions", Shoghi Effendi makes this comment: "This is the stage which the world is now approaching, the stage of world unity, which, as Abdu'l-Bahá assures us, will, in this century, be securely established."
There is also this statement from a letter written in 1946 to an individual believer on behalf of the beloved Guardian by his secretary:
All we know is that the Lesser and the Most Great Peace will come -- their exact dates we do not know. The same is true as regards the possibility of a future war; we cannot state dogmatically it will or will not take place -- all we know is that mankind must suffer and be punished sufficiently to make it turn to God.
(29 July 1974) [71]
VIII.
Extracts From Letters Written On Behalf Of The Universal House Of Justice:
...the Bahá'í Faith aims to eliminate all war, including nuclear. The fundamental purpose of our Faith is unity and the establishment of peace. This goal, which is the longing of people throughout an increasingly insecure world, can only be achieved through the Teachings of Bahá'u'lláh. Since it is only the Bahá'ís who can give these Teachings to mankind, the friends must weigh carefully how they will spend their time and energy and guard against associating with activities which unduly distract them from their primary responsibility of sharing the Message of Bahá'u'lláh.
(4 July 1982 to an individual believer) [72]
At the present time, the subject of nuclear disarmament has become very much a political issue, with demonstrations taking place not only in the United States but also in England and some western European countries. To single out nuclear disarmament falls short of the Bahá'í position and would involve the Faith in the current disputes between nations. It is very clear that Bahá'ís believe disarmament, not only of nuclear weapons but of biological, chemical and all other forms, is essential...
(12 January 1983 to an individual believer) [73]
Concerning the transition from the present system of national sovereignty to a system of world government, the House of Justice fully agrees with your view that the Bahá'ís must now do all in their power to promote this transition. This requires several related activities, all of which are goals of the present Seven Year Plan. One is the establishment as rapidly as possible of firmly grounded efficiently functioning Local Spiritual Assemblies in every part of the world, so that seekers everywhere will have a point of reference to which they can turn for guidance and for the Teachings of the Faith. A second is the deepening of the believers, of all ages, in their understanding of and obedience to the Teachings. A third is the proclamation of the Faith to all strata of society, and in particular to those in authority and to leaders of thought so that those who hold the direction of peoples in their hands will learn accurately about the nature and tenets of the Faith and will grow to respect it and implement its principles. A fourth is the promotion of Bahá'í scholarship, so that an increasing number of believers will be able to analyse the problems of mankind in every field and to show how the Teachings solve them. A fifth is the development of relations between the Bahá'í International Community and the United Nations both directly with the highest UN institutions and at a grass-roots level in areas of rural development, education, etc.
As you are no doubt aware, the Guardian indicated that the development of mankind from its present chaotic condition to the stage of the Bahá'í World Commonwealth would be a long and gradual one. The coming into existence of a World Authority and the initiation of the Lesser Peace, is one major transformation in this process, and will be followed by other stages of the development of the Faith as outlined by Shoghi Effendi in his writings. Undoubtedly, as these developments are taking place, the counsel the institutions of the Faith can give to governments, the pattern of world administration offered by the Bahá'í community and the great humanitarian projects which will be launched under the aegis of the Universal House of Justice, will exercise a great influence on the course of progress.
(19 January 1983 to an individual believer) [74]
It is true that Bahá'ís are not pacifists since we uphold the use of force in the service of justice and upholding law. But we do not believe that war is ever necessary and its abolition is one of the essential purposes and brightest promises of Bahá'u'lláh's revelation. His specific command to the kings of the earth is: "Should any one among you take up arms against another, rise ye all against him, for this is naught but manifest justice." (Tablet to Queen Victoria, "The Proclamation of Bahá'u'lláh", p.
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) The beloved Guardian has explained that the unity of mankind implies the establishment of a world commonwealth, a world federal system, "...liberated from the curse of war and its miseries in which Force is made the servant of Justice..." whose world executive "backed by an international Force,...will safeguard the organic unity of the whole commonwealth." This is obviously not war but the maintenance of law and order on a world scale. Warfare is the ultimate tragedy of disunity among nations where no international authority exists powerful enough to restrain them from pursuing their own limited interests. Bahá'ís therefore ask to serve their countries in non-combatant ways during such fighting; they will doubtless serve in such an international Force as Bahá'u'lláh envisions, whenever it comes into being.
(11 September 1984 to an individual believer) [75]
Bahá'u'lláh's principal mission in appearing at this time in human history is the realization of the oneness of mankind and the establishment of peace among the nations; therefore, all the forces which are focused on accomplishing these ends are influenced by His Revelation. We know, however, that peace will come in stages. First, there will come the Lesser Peace, when the unity of nations will be achieved, then gradually the Most Great Peace -- the spiritual as well as social and political unity of mankind, when the Bahá'í World Commonwealth, operating in strict accordance with the laws and ordinances of the Most Holy Book of the Bahá'í Revelation, will have been established through the efforts of the Bahá'ís.
As to the Lesser Peace, Shoghi Effendi has explained that this will initially be a political unity arrived at by decision of the governments of various nations; it will not be established by direct action of the Bahá'í community. This does not mean, however, that the Bahá'ís are standing aside and waiting for the Lesser Peace to come before they do something about the peace of mankind. Indeed, by promoting the principles of the Faith, which are indispensable to the maintenance of peace, and by fashioning the instruments of the Bahá'í Administrative Order, which we are told by the beloved Guardian is the pattern for future society, the Bahá'ís are constantly engaged in laying the groundwork for a permanent peace, the Most Great Peace being their ultimate goal.
The Lesser Peace itself will pass through stages; at the initial stage the governments will act entirely on their own without the conscious involvement of the Faith; later on, in God's good time, the Faith will have a direct influence on it in ways indicated by Shoghi Effendi in his
"The Goal of a New World Order"
. In connection with the steps that will lead to this latter stage, the Universal House of Justice will certainly determine what has to be done, in accordance with the guidance in the Writings, such as the passage you quoted from "Tablets of Bahá'u'lláh", page
89
. In the meantime, the Bahá'ís will undoubtedly continue to do all in their power to promote the establishment of peace.
(31 January 1985 to an individual believer) [76]
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