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Jugend kann die Welt bewegen á Textzusammenstellung á Bahá'í Verlag GmbH, Auflage 2.01 (O-2022-03-20)
Jugend kann die Welt bewegen
Textzusammenstellung
Vorwort
An alle jungen Menschen, die von der Vision Bahá´u´lláhs inspiriert, sich persönlich entwickeln und der Menschheit dienen wollen
Wir leben in einer Zeit von großen Veränderungen und Umbrüchen. Inmitten einer materialistisch orientierten Gesellschaft, die Individualismus und Wettkampf fördert, sind der geistige Wert des Menschen an sich und sein Potential, dem Allgemeinwohl zu dienen, in den Hintergrund getreten.
Die Leser dieser überarbeiteten Ausgabe von Jugend kann die Welt bewegen eint sicherlich der Gedanke, wie eine Kultur der Zusammenarbeit und gegenseitigen Unterstützung Fuß fassen kann, um die Vereinigung der Menschheitsfamilie zu beschleunigen und bewusst und hingebungsvoll zu gestalten. Die Bahá’í-Gemeinde in Deutschland erkennt, dass die Jugendlichen ihren »gebührenden Platz an der Spitze der Bemühungen der Gemeinde eingenommen haben«Q1, um in ihrem direkten Umfeld zur Wandlung von Nachbarschaften, Dörfern und Netzwerken beizutragen.
»Die Reife, die sie bei der Erfüllung der Aufgaben bewiesen haben, von denen die Weiterentwicklung des Göttlichen Plans abhängt, zeigt ihre geistige Vitalität und ihr Engagement für die Bewahrung der Zukunft der Menschheit« Q2
Mehr und mehr Jugendliche stellen sich die Frage, wie sie in all ihren Bemühungen den Dienst am Allgemeinwohl in den Mittelpunkt stellen können. Dabei gibt es sicherlich verschiedene Phasen im Leben. Die Bahá’í-Gemeinde stellt über Kinderklassen, Juniorjugendgruppen und die Studienkreise des Trainingsinstituts sicher, dass Menschen im Bewusstsein aufwachsen, eine ewiglebende Seele zu nähren und ihr geistiges Potential zur Verfügung zu stellen. Viele Bahá’í-Jugendliche und ihre Freunde widmen sich in Sommermonaten oder nach dem Abschluss der schulischen Bildung einer Zeit des Dienstes. Für einige Monate oder sogar ein oder zwei Jahre gehen sie an Orte, um dort gemeinsam mit ihren Mitmenschen eine materielle und geistige Entwicklung ihrer Umgebung zu fördern. Hier werden oft Grundlagen für ein Leben des Dienstes gelegt. Das direkte Wirken am göttlichen Plan für die heutige Zeit wird in seinem Verlauf durch weitere Lebensfelder und Lebensentscheidungen ergänzt, vor allem durch die berufliche Ausbildung und die Gründung einer Familie. Die Erfahrung zeigt, dass diese Felder sich besonders gut entwickeln, wenn der Dienst für die Menschheit im Mittelpunkt eines kohärenten Lebens steht.
In diesem Geist hoffen wir, dass das Studium dieser einzigartigen Zitate aus den Heiligen Schriften und der Führung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, die direkt an euch gerichtet sind, eure Gespräche und eure Bemühungen inspirieren.
Der Nationale Geistige Rat
Gebet für die Jugend
O Herr! Lass diesen jungen Menschen strahlen, erweise diesem armen Geschöpf Deine Freigebigkeit. Schenke ihm Wissen, gewähre ihm jeden Morgen neue Kraft und behüte ihn unter dem Obdach Deines Schutzes, dass er frei von Irrtum werde, sich dem Dienste Deiner Sache hingebe, die Widerspenstigen leite, die Unglücklichen führe, die Gefangenen befreie und die Achtlosen erwecke, so dass alle durch Dein Gedenken und Deinen Lobpreis gesegnet sind. Du bist der Mächtige, der Kraftvolle.A1
Bahá’u’lláh
An die Jugend der Welt
Innig geliebte Freunde,
Als sich die erhabene Gestalt des Báb im Alter von nur 25 Jahren erhob, um der Welt Seine umwälzende Botschaft zu überbringen, waren viele unter denen, die Seine Lehren annahmen und weiterverbreiteten, jung, sogar jünger als der Báb selbst. Ihr Heldenmut, der in überwältigender Leuchtkraft in Nabíls Bericht verewigt ist, wird die Annalen der Menschheitsgeschichte für kommende Jahrhunderte erleuchten. So begann ein Grundmuster, in dem jede Generation von Jugendlichen, beseelt vom selben göttlichen Impuls, die Welt neu zu gestalten, die Gelegenheit ergriffen hat, zum jüngsten Stadium des sich entfaltenden Prozesses beizutragen, dessen Ziel es ist, das Leben der Menschheit zu wandeln. Es ist ein Muster, das von der Zeit des Báb bis zu dieser Stunde keine Unterbrechung erlitten hat.
… Durch Ausdauer bei ihrer Anwendung konnten viele von euch schon selbst Anzeichen für die gesellschaftsbildende Kraft der göttlichen Lehren erkennen. … [Ihr] seid eingeladen, darüber nachzudenken, welcher Beitrag von jedem jungen Menschen geleistet werden kann, der auf Bahá’u’lláhs Aufruf antworten und mithelfen möchte, diese Kraft freizusetzen. …
… wir [sind] hocherfreut, dass sich so viele von euch bereits auf das Feld des Dienstes begeben haben, indem sie sich sowohl in gemeindebildenden Aktivitäten engagieren, als auch die Anstrengungen anderer organisieren, koordinieren oder auf andere Weise zusammenführen; in all diesen Bemühungen nehmt ihr ein ständig wachsendes Maß an Verantwortung auf eure Schultern. Es ist nicht verwunderlich, dass es gerade eure Altersgruppe ist, die die intensivsten Erfahrungen gewinnt, Juniorjugendliche und ebenso Kinder bei ihrer moralischen und geistigen Entwicklung zu unterstützen, indem in ihnen die Fähigkeit zu gemeinsamem Dienen und wahrer Freundschaft gefördert wird. Alles in allem seid ihr Euch angesichts der Welt, in der diese jungen Seelen sich zurechtfinden müssen, mit ihren Fallgruben, aber auch Chancen, der Wichtigkeit der geistigen Stärkung und Vorbereitung voll und ganz im Klaren. Indem ihr euch dessen bewusst seid, dass Bahá’u’lláh gekommen ist, um sowohl das innere Leben als auch die äußeren Bedingungen der Menschheit zu transformieren, steht ihr diesen jungen Menschen, die jünger sind als ihr selbst, bei ihrer Charakterbildung zur Seite, und bereitet sie darauf vor, Verantwortung zum Wohl ihrer Gemeinden zu übernehmen. Wenn sie ins Jugendalter eintreten, helft ihr ihnen dabei, ihre Ausdruckskraft zu fördern und pflanzt ihnen ein starkes moralisches Feingefühl ein. Dadurch werden eure eigenen Lebensziele klarer definiert, während ihr Bahá’u’lláhs Aufforderung Folge leistet: »Lasst Taten und nicht Worte eure Zier sein.«
Um einen Pfad des Dienstes zu beschreiten, welche Form auch immer eure Aktivitäten annehmen, bedarf es Glaube und Beständigkeit. In diesem Zusammenhang ist es ein unermesslicher Gewinn, diesen Pfad gemeinsam mit anderen zu gehen. Liebevolle Gemeinschaft, gegenseitige Ermutigung und die Bereitschaft voneinander zu lernen, sind natürliche Eigenschaften jeglicher Gruppe von Jugendlichen, die nach denselben Zielen strebt …
Die Möglichkeiten, die sich durch kollektives Handeln auftun, sind besonders im Rahmen der Gemeindebildung offensichtlich … Oft sind es Jugendliche, die hier an vorderster Front mitbeteiligt sind – nicht nur Bahá’í-Jugendliche, sondern auch Gleichgesinnte, die die positiven Auswirkungen dessen erkennen können, was die Bahá’í ins Leben gerufen haben, und die die zugrunde liegende Vision von Einheit und geistiger Wandlung begreifen. An diesen Orten spürt man besonders deutlich die Notwendigkeit, die Offenbarung Bahá’u’lláhs mit empfänglichen Seelen zu teilen und die Tragweite Seiner Botschaft für die heutige Welt zu erforschen. Wenn so große Teile der Bevölkerung zu Passivität und Apathie einladen oder, was noch schlimmer ist, zu Verhaltensweisen ermutigen, die für einen selbst und andere schädlich sind, dann bilden diejenigen einen auffallenden Kontrast, die in einer Bevölkerung die Fähigkeit stärken, ein geistig bereicherndes Gemeindeleben zu entwickeln und aufrechtzuerhalten.
Und obwohl viele eure Dynamik und eure Ideale bewundern, ist die wahre Bedeutung dieser Unternehmungen der Welt insgesamt nicht in vollem Maße offenkundig. Ihr aber seid euch darüber im Klaren, dass ihr Anteil habt an einem machtvollen, verwandelnden Prozess, der zu gegebener Zeit eine Weltzivilisation hervorbringen wird, die die Einheit der Menschheit widerspiegelt. Ihr wisst sehr wohl, dass die Gewohnheiten des Verstandes und des Geistes, die ihr in euch und anderen nährt, Bestand haben und weittragende Entscheidungen beeinflussen werden in Bezug auf Ehe, Familie, Studium, Arbeit und sogar auf die Wahl des Wohnorts. Das Bewusstsein über diese umfassenden Zusammenhänge hilft euch dabei, den Zerrspiegel zu zerschlagen, in dem die alltäglichen Prüfungen, Schwierigkeiten, Rückschläge und Missverständnisse unüberwindlich erscheinen können. Und in dem Ringen, das geistiges Wachstum für jeden Einzelnen mit sich bringt, kann die Willenskraft, die für jeglichen Fortschritt erforderlich ist, leichter aufgebracht werden, wenn unsere Energien auf ein höheres Ziel ausgerichtet sind – und mehr noch, wenn wir zu einer Gemeinde gehören, die in diesem Ziel vereint ist.A2
Nöte der Zeit und Gesellschaft
Vor dem Panorama einer Bahá’í-Welt, die in ernsthaftem Handeln engagiert ist, beeindruckt uns ganz besonders ein Phänomen: der maßgebliche Beitrag, den die Jugendlichen auf jedem Kontinent leisten. In diesem Phänomen sehen wir die Bestätigung der Hoffnungen, die der geliebte Hüter in sie gesetzt hat, »für den künftigen Fortschritt und die Verbreitung der Sache«, und des Vertrauens, mit dem er auf ihre Schultern »die ganze Verantwortung dafür« legte, »dass der Geist selbstlosen Dienstes unter ihren Mitgläubigen aufrechterhalten werde«. Ebenso beeindruckt uns die Anzahl der Jugendlichen, die sich nach nur kurzer Verbindung mit der Bahá’í-Gemeinde zu bedeutsamen Diensten verpflichten und rasch ihre Verbundenheit zu den gemeindebildenden Bemühungen des Glaubens entdecken. In der Tat – wenn wir die Bahá’í-Jugendlichen und ihre gleichgesinnten Gleichaltrigen betrachten – können wir nicht umhin, hocherfreut zu sein angesichts ihres Eifers, einen Teil der Verantwortung zu übernehmen, um zur geistigen und sozialen Entwicklung der sie umgebenden Menschen beizutragen, vor allem derer, die jünger sind als sie selbst. In einer Zeit, die von Eigeninteressen beherrscht wird, in der sogar eine geistige Zugehörigkeit an den Maßstäben von Nutzen und persönlicher Befriedigung gemessen wird, ist es ermutigend, jungen Menschen in der Altersgruppe von fünfzehn Jahren bis in ihre Zwanziger – die ganz besonders zur Zielscheibe eines aggressiven Materialismus geworden sind – zu begegnen, die durch die Vision Bahá’u’lláhs aufgerüttelt wurden und bereit sind, die Bedürfnisse anderer vor ihre eigenen zu stellen. Dass Jugendliche mit solch einer erhabenen Gesinnung sowohl aufgrund ihrer eigenen Anstrengungen als auch durch die Schwungkraft, die sie der ganzen Gemeinde verleihen, so wirkungsvoll zu den Bemühungen beitragen, die überall im Gange sind, ist ein verheißungsvolles Vorzeichen für die erwartete Beschleunigung dieser Bemühungen.
Was in den letzten … Jahren erreicht worden ist, wird sicherlich bei weitem übertroffen werden, nicht nur in den abschließenden Jahren dieses gegenwärtigen Planes, sondern auch in den verbleibenden Jahren des ersten Jahrhunderts des Gestaltenden Zeitalters. Um diese mächtige Unternehmung voranzutreiben und die Jugendlichen von heute aufzurufen, die Aufgaben, die sie in dieser rasch schwindenden Zeitspanne wahrnehmen müssen, vollständig zu übernehmen, künden wir die Einberufung von 95 Jugendkonferenzen an… Wir laden jeden Jugendlichen, der in den Methoden und Instrumenten des Planes wirksame Mittel für die Bewegung hin zu einer besseren Gesellschaft erkennt, zu diesen Zusammenkünften ein. Und wir laden Bahá’í jeden Alters ein, den Teilnehmern, von deren Bemühungen so viel abhängt, ihre rückhaltlose Unterstützung zuteilwerden zu lassen.
Geliebte Freunde: Jede Generation junger Gläubiger erhält eine Gelegenheit, für die Geschicke der Menschheit einen Beitrag zu leisten, die einzigartig für ihre Lebensspanne ist. Für die gegenwärtige Generation ist der Augenblick gekommen, tief nachzudenken, sich zu verpflichten, sich zu stählen für ein Leben des Dienstes, aus dem Segen im Überfluss strömen wird. In unseren Gebeten an der Heiligen Schwelle flehen wir die Altehrwürdige Schönheit an, dass Er aus einer abgelenkten und verwirrten Menschheit reine Seelen herausdestillieren möge, die mit klarer Sicht begabt sind: Jugendliche, deren Integrität und Aufrichtigkeit nicht durch das Verharren bei den Fehlern anderer untergraben werden, und die sich nicht durch eigene Unzulänglichkeiten lähmen lassen; Jugendliche, die auf den Meister blicken und »diejenigen, die ausgeschlossen waren, in den Kreis vertrauter Freunde bringen«; Jugendliche, deren bewusstes Wissen um die Mängel der Gesellschaft sie dazu an treibt, für deren Wandlung zu arbeiten, und sich nicht etwa von ihr zurückzuziehen; Jugendliche, die, was immer es auch erfordern mag, sich weigern, an der Ungerechtigkeit in ihren vielen Erscheinungsformen vorbeizugehen und stattdessen dafür arbeiten, dass »das Licht der Gerechtigkeit sein Strahlen über die ganze Welt verbreitet«.A3
***
… Wie lange wird die Menschheit in ihrem Eigensinn verharren? Wie lange wird das Unrecht fortbestehen? Wie lange sollen Chaos und Verwirrung unter den Menschen herrschen? Wie lange wird Zwietracht das Antlitz der Gesellschaft zerwühlen?
… Ach, die Winde der Verzweiflung wehen aus jeder Richtung, und der Hader, der das Menschengeschlecht spaltet und peinigt, nimmt täglich zu. Die Zeichen drohender Erschütterungen und des Chaos sind jetzt deutlich zu sehen, zumal die bestehende Ordnung erbärmlich mangelhaft erscheint. …A4
***
Der Wiederausbruch der religiösen Unduldsamkeit, der Rassenfeindschaft, der chauvinistischen Anmaßung, die wachsenden Beweise von Selbstsucht, Argwohn, Angst und Betrug, die Ausbreitung des Terrorismus, der Gesetzlosigkeit, der Trunksucht, des Verbrechens, der unstillbare Durst und das fieberhafte Trachten nach weltlichen Nichtigkeiten, Reichtümern und Vergnügungen, die Schwächung der Familienzusammengehörigkeit, die Lockerung der elterlichen Gewalt, das Abgleiten in schwelgerisches Sichgehenlassen, die verantwortungslose Einstellung zur Ehe und ihr zufolge die steigende Flut von Scheidungen, die Entartung von Kunst und Musik, die Vergiftung der Literatur und die Verderbnis der Presse, der wachsende Einfluss und die Geschäftigkeit jener ›Propheten des Verfalls‹, die für die Kameradschaftsehe eintreten, eine Philosophie der Nacktkultur predigen, Mäßigung ein Hirngespinst nennen, Propheten, welche die Hervorbringung von Kindern als geheiligten Hauptzweck der Ehe ablehnen, die Religion als Opium des Volkes schmähen und, wenn man ihnen freien Lauf ließe, die Menschheit zurück zur Barbarei, zum Chaos und zum schließlichen Erlöschen führen würden – das sind die hervorstechenden Merkmale einer zerfallenden Gesellschaft, die entweder wiedergeboren wird oder umkommen muss.A5
Dass eine so grundlegende Umwälzung mit einem so weitreichenden Wandel in der Gesellschaftsstruktur auf dem gewöhnlichen Weg der Diplomatie und der Erziehung erreicht werden kann, scheint höchst unwahrscheinlich. Wir brauchen nur die blutgetränkte Menschheitsgeschichte zu betrachten, um festzustellen, dass allein die heftigste geistige und körperliche Pein imstande war, derart epochemachende Wandlungen, wie sie die wichtigsten Wahrzeichen der Kulturentwicklung bilden, rasch herbeizuführen.A6
***
Die gegenwärtige Lage der Welt, wirtschaftliche Instabilität, soziale Gegensätze, politische Unzufriedenheit und internationales Misstrauen sollten die Jugend aus ihrem Schlaf wecken und sie dazu führen, sich zu fragen, was die Zukunft bringen wird. Ganz sicher wird sie es sein, die am meisten leiden muss, wenn eine Katastrophe über die Welt fegt. Daher sollte sie die vorhandenen Zustände kritisch betrachten, die üblen Kräfte, die am Werk sind, untersuchen und sich dann in gemeinsamer Anstrengung erheben und die nötigen Neuerungen herbeiführen, Neuerungen, die sowohl die geistigen als auch die sozialen und politischen Bereiche des menschlichen Daseins voll umfassen.A7
***
Es sind in der Tat die Jugendlichen, an die die Sache Gottes ihren stärksten Aufruf richten muss, denn sie allein hält das Versprechen für ihre zukünftige Sicherheit. Ohne das, was Bahá’u’lláh der Menschheit gegeben hat, sind die Zukunftsaussichten der Welt wahrhaft hoffnungslos. Es scheint, dass die bösen Kräfte der menschlichen Natur die Oberhand gewonnen haben, nur eine geistige Macht, direkt von Gott, kann die gute Seite der Menschlichen Natur befähigen, wieder Kontrolle über das Leben der Menschheit zu erlangen.A8
***
Es freut ihn immer, wenn erleuchtete und fähige junge Menschen die Sache annehmen, denn die Welt der nahen Zukunft gehört natürlich ihnen, und die schwere Verantwortung dieser Zukunft wird deshalb auf ihren Schultern liegen. Sie können kein Vorbild für ihr Tun finden, das mit dem vergleichbar wäre, das Bahá’u’lláh der Welt für dieses Zeitalter gegeben hat. Geistige Gesundheit, Gerechtigkeit, vollkommener Gleichklang mit Seinem System können allein den nächsten Schritt in der menschlichen Entwicklung vollbringen – die Vereinigung der Menschheit zu einer Familie, die diesen Planeten bewohnt.A9
***
Er stimmt zu, dass die Gefahren, denen die heutige Jugend gegenübersteht, zunehmend ernster werden und nach einer unmittelbaren Lösung rufen. Aber das Heilmittel für diese wahrhaft traurige und bestürzende Situation kann, wie die Erfahrung deutlich zeigt, nicht in traditioneller, in Kirchen-Religion gefunden werden. Der gebieterische Ton der Kirche ist ein für alle Mal verklungen. Nur die Kraft eines unverfälschten, aufbauenden und lebenden Glaubens, wie der der Welt durch Bahá’u’lláh offenbarte, kann die Jugend führen und vor den Fallgruben des krassen Materialismus dieser Zeit bewahren.
Religion ist, wie in der Vergangenheit, noch immer der Welt einzige Hoffnung, jedoch nicht jene Form von Religion, die sich unsere kirchlichen Führer vergeblich zu predigen bemühen. Getrennt von wahrer Religion verlieren Sittenlehren ihre Wirksamkeit und hören auf, das persönliche und gesellschaftliche Leben des Menschen zu führen und zu steuern. Wenn jedoch wahre Religion gepaart ist mit wahrer Ethik, dann wird moralischer Fortschritt möglich und bleibt kein leeres Ideal.
Unsere heutige Jugend braucht solche Ethik, die auf reinem Gottesglauben gründet. Bevor diese beiden nicht miteinander verbunden sind und voll zur Wirkung kommen, gibt es für die Zukunft der Menschheit keine Hoffnung.
Die Welt vor uns wird nach diesem Krieg in einer fürchterlichen Verfassung sein, und wenn die Gläubigen sich aufmachen, ihre Pflicht zu erfüllen und der Menschheit diese göttliche Erlösung bringen, so müssen sie sich selbst auf diese großen vor ihnen liegenden Aufgaben vorbereiten. Dies gilt besonders für die Bahá’í-Jugend. Junge Männer und Frauen müssen in den Lehren des Glaubens gut bewandert sein, damit sie in einer Art lehren können, die die Menschen davon überzeugen, dass es für alle ihre Probleme ein Heilmittel gibt. Sie müssen die Verwaltungsordnung verstehen, damit sie die ständig wachsenden Angelegenheiten der Sache weise und wirksam verwalten können. Und sie müssen die Bahá’í-Lebensart beispielhaft verwirklichen. Dies allein ist nicht leicht – aber der Hüter ist immer sehr ermutigt, wenn er den Geist sieht, der junge Gläubige wie dich beseelt. Er setzt große Hoffnungen auf die künftigen Errungenschaften deiner Generation.A10
Zweifache moralische Bestimmung
Die zweifache Wandlung – auf der Ebene des Einzelnen und in der Struktur der Gesellschaft – wird in den Schriften des Glaubens dargestellt, und … legt nahe, dass junge Menschen mit einem starken Sinn für ihre Bestimmung ausgestattet sein sollten, um ihr eigenes intellektuelles und geistiges Wachstum in die Hand zu nehmen und dauerhafte Beiträge zur Verbesserung der Gesellschaft zu leisten.A11
***
O Du gütiger Herr! Verleihe gnädiglich jedem dieser jungen Vögel himmlische Flügel und gib ihnen die geistige Kraft, den grenzenlosen Raum zu durchfliegen und sich in die Höhen des Abhá-Reiches aufzuschwingen.
O Herr! Stärke diese zerbrechlichen Setzlinge, dass jeder von ihnen zu einem fruchttragenden Baum heranwachse, grüne und blühe. Mache diese Seelen siegreich durch die Macht Deiner himmlischen Heerscharen, damit sie fähig werden, die Kräfte des Irrtums und der Unwissenheit zu zermalmen und das Banner der Freundschaft und Führung unter den Menschen zu entrollen, damit sie wie der belebende Frühlingswind die Bäume der Menschenseelen erfrischen und beleben und den Frühlingsschauern gleich die Wiesen jener Gegend grün und fruchtbar machen.
Du bist der Mächtige und Kraftvolle. Du bist der Schenkende und der Allliebende.A12
***
Die Jugend sollte sich von den Dingen der Welt abkehren und – erfüllt mit der dynamischen Kraft des Heiligen Geistes – sich erheben, die Botschaft zu verbreiten und die Herzen zu beleben.A13
Bedeutung der Jugend
Überall auf der Welt zeichnet sich die Bahá’í-Jugend durch die Energie und das Verständnis aus … Mit wachem Geist, fähig und aufopfernd dienen sie bei der Entwicklung der Trainingsinstitute, der Unterstützung der Lehrarbeit in örtlichen Gemeinden und Regionalbereichen, bei den Programmen des Jahr des Dienstes sowie bei vielen Aktivitäten unter Anwendung der Künste, um den Glauben zu fördern.
Es ist unser brennender Wunsch zu sehen, dass sich die Bahá’í-Jugend Europas erhebt, um eine noch bedeutendere Rolle bei der Arbeit für die Sache auf diesem Kontinent zu spielen, und wir werden an der Heiligen Schwelle um göttliche Gnadengaben dafür beten, dass jede eurer Bemühungen für den Fortschritt des Glaubens, der euch so sehr am Herzen liegt, gesegnet und bestätigt werde.A14
***
Mit Bewunderung sehen wir den Eifer, mit dem die Jugend des Vereinigten Königreichs die Vorreiterrolle bei der Arbeit für den Glauben eingenommen hat und dabei eine ständig steigende Anzahl von Seelen zu erreichen und in die Aktivitäten des Gemeindeaufbaus einzubinden sucht, die im Zentrum des Fünfjahresplanes stehen.
Eure Ernsthaftigkeit, eure Energie, eure unerschütterliche Entschlossenheit, nicht den Anforderungen dieses Tages auszuweichen, zeichnet euch für dieses überaus wichtige Unterfangen aus.
Gut geschult und vorbereitet, geistig entflammt und erfahrungshungrig habt ihr euch erhoben, die Initiative in eurem unmittelbaren Umfeld und darüber hinaus zu ergreifen.
Die Notwendigkeit, dass ihr euch dem Dienst besonders in zwei Bereichen widmet – als Lehrer von Kinderklassen und Betreuer von Juniorjugendgruppen –, ist so offensichtlich wie nie zuvor.
Über diese besonderen Aktivitäten hinaus dürft ihr es keinesfalls versäumen, eure Gleichaltrigen mit der mächtigen, überwältigenden, weltumfassenden Aufgabe vertraut zu machen, die euch aufgetragen wurde.
Wer von ihnen würde sich nicht geistig bereichert finden, wenn er darüber nachsinnt, wie durch die Anwendung der von Bahá’u’lláh verkündeten weitreichenden Prinzipien die Welt erneuert und die verwirrende Krise überwunden werden kann?
Wer von ihnen würde kein neues Bewusstsein der menschlichen Fähigkeit, »eine ständig fortschreitende Kultur voranzutragen«, erlangen, wenn er seine Kräfte mit euren Kräften verbindet, um sie diesem edlen Ziel zu weihen?A15
***
Die großartigen Taten der Jugend auf dem Feld des Dienstes zählen zu den schönsten Früchten des gegenwärtigen Plans. Wenn es noch irgendeines Beweises für das außergewöhnliche Potenzial der Jugend bedurfte, dann wurde er hier unbestreitbar erbracht. …
Die begeisterte Teilnahme der Jugendlichen warf auch ein Schlaglicht auf die Tatsache, dass sie einen ganz besonders aufgeschlossenen Teil jeder empfänglichen Bevölkerungsgruppe darstellen, die die Freunde zu erreichen suchten. …
Die Erfahrung zeigt, dass eine Diskussion über einen Beitrag zur Besserung der Gesellschaft die tiefsten Motivationsquellen unmöglich erschließen kann, wenn die Erforschung geistiger Themen dabei ausgelassen wird. Die Bedeutung des ›Tuns‹, sich zum Dienst zu erheben und Freunde zu begleiten, muss in Einklang gebracht werden mit dem Gedanken des ›Seins‹, das Verständnis der göttlichen Lehren zu vertiefen und geistige Eigenschaften im eigenen Leben widerzuspiegeln. Und so wird bei den Jugendlichen, nachdem sie mit der Vision des Glaubens für die Menschheit und dem erhabenen Charakter seiner Mission vertraut gemacht wurden, ganz natürlich der Wunsch entstehen zu dienen, ein Wunsch, den die Trainingsinstitute umgehend aufgreifen. …
Die Jugendlichen unterstützen sich aber auch gegenseitig, indem sie in Gruppen zusammenkommen, um gemeinsam weiter zu studieren und über ihren Dienst zu beraten, sich gegenseitig in ihren Bemühungen zu bestärken und Entschlossenheit aufzubauen; dabei sind sie ständig bestrebt, ihren Freundeskreis zu erweitern. Die Ermutigung, die ein Netzwerk von Gleichaltrigen auf diese Weise bietet, versorgt die jungen Menschen mit einer dringend benötigten Alternative zu den verführerischen Stimmen, die sie in die Fallen des Konsumdenkens und der zwanghaften Vergnügungen locken, und wirkt zugleich den Aufrufen entgegen, andere zu verteufeln. Genau vor diesem Hintergrund des nervenzehrenden Materialismus und zersplitternder Gesellschaften offenbart das Juniorjugendprogramm seinen ganz besonderen Wert für die gegenwärtige Zeit. Es bietet den Jugendlichen eine ideale Arena, in der sie Jüngeren dabei helfen können, den zersetzenden Kräften zu widerstehen, die speziell diese Altersgruppe anvisieren.
Während Jugendliche auf dem Pfad des Dienstes voranschreiten, fügen sich ihre Bemühungen nahtlos in die Aktivitäten des Clusters ein, und dadurch gedeiht die gesamte Gemeinde als ein zusammenhängendes Ganzes. Indem die Familien der Jugendlichen miteinbezogen werden, kann die Gemeindebildung auf natürliche Weise gestärkt werden. …
… je mehr sie in ihren Zwanzigern fortschreiten, desto weiter wird ihr Horizont. Andere Dimensionen eines kohärenten Lebens, die genauso herausfordernd und äußerst verdienstvoll sind, beginnen ihre Aufmerksamkeit stärker zu beanspruchen. Für viele wird ihre weitergehende akademische oder berufliche Ausbildung im Rahmen der sich ihnen bietenden Möglichkeiten unmittelbare Priorität haben, und neue Räume der Interaktion mit der Gesellschaft öffnen sich. Darüber hinaus werden sich die jungen Frauen und Männer des Aufrufs der Feder des Höchsten sehr bewusst: »Tretet in den Stand der Ehe, o Menschen, auf dass aus euch ein Nachkomme erstehe, der Meiner unter Meinen Dienern gedenkt« und »jeder [soll sich] einem Gewerbe oder einem Beruf widmen.« Nachdem sie einen Beruf ergriffen haben, versuchen die jungen Menschen natürlich, auf ihrem Gebiet einen Beitrag zu leisten oder es sogar im Licht der Einsichten voranzubringen, die sie aus ihrem fortgesetzten Studium der Offenbarung gewonnen haben, und sie bemühen sich, Vorbilder an Integrität und Vortrefflichkeit zu sein. Bahá’u’lláh preist jene, »die sich den Unterhalt durch ihren Beruf verdienen und ihn für sich und ihre Angehörigen verwenden, in der Liebe zu Gott, dem Herrn aller Welten.« Diese Generation von Jugendlichen wird Familien gründen, die die Grundlagen für blühende Gemeinden sicherstellen. Durch ihre wachsende Liebe zu Bahá’u’lláh und ihre persönliche Verpflichtung gegenüber dem Maßstab, zu dem Er sie aufruft, werden ihre Kinder die Liebe zu Gott »mit der Muttermilch« in sich aufnehmen und werden immer den Schutz Seines göttlichen Gesetzes suchen.A16
***
… wenn ich die Möglichkeiten betrachte, die ein so gewaltiger Feldzug dem eifrigen und wagemutigen Geist zu bieten hat, der die Jugendlichen im Dienste der Sache Bahá’u’lláhs so mächtig belebt, … Eine solche Beteiligung kann die Kritiker und Feinde des Glaubens, die in unterschiedlichen Graden des Misstrauens und der Entrüstung den Entwicklungsprozess der Sache Gottes und ihrer Institutionen beobachten, am besten von der unzweifelhaften Wahrheit überzeugen, dass dieser Glaube ungemein lebendig, bis in den innersten Kern gesund und sein Schicksal in sicherer Hut ist.A17
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Die Aktivitäten, Hoffnungen und Ideale der Bahá’í-Jugend in Amerika, wie auch in allen anderen Erdteilen, liegen mir sehr am Herzen. Auf ihr liegt künftig die entscheidende und herausfordernde Verantwortung, die Interessen der Sache Gottes zu fördern, ihre weltweiten Aktivitäten zu koordinieren, ihren Wirkungskreis auszudehnen, ihre Reinheit zu sichern, ihre Werte zu erhöhen, ihre Absicht darzustellen und ihre Ideale und Ziele in denkwürdige und bleibende Errungenschaften umzusetzen. Sie hat eine sehr große Aufgabe, heilig, gewaltig und fesselnd zugleich. Möge der Geist Bahá’u’lláhs sie beschützen, begeistern und ihr Kraft geben bei der Erfüllung ihrer göttlich auferlegten Pflicht!A18
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Wenn die jüngere Bahá’í-Generation, auf die Shoghi Effendi große Hoffnung setzt, sich die Mühe macht, die Sache Gottes gründlich und sorgfältig zu studieren, wenn sie deren Geschichte liest, die Hauptgrundsätze erkennt und gleichzeitig gut unterrichtet und tatkräftig wird, dann kann sie sicherlich viel erreichen. Auf ihre Schultern hat der Meister die gewaltige Aufgabe der Lehrarbeit gelegt, Sie sind es, die den Ruf des Königreiches erschallen lassen und die Menschen aus dem Schlaf erwecken müssen, Versagen sie, so ist die Sache Gottes zum Stillstand verurteilt.A19
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Der Hüter meint, dass die Rolle der Bahá’í-Jugend in diesen Tagen immer mehr an Bedeutung gewinnt und dass sowohl euer Ausschuss als auch alle örtlichen Ausschüsse alles in ihrer Kraft stehende unternehmen sollten, die jungen Bahá’í zu mehr Aktivität und größerem Verantwortungsbewusstsein zu ermutigen. Sie müssen auf dem Gebiet des Lehrens, als Pioniere und Umsiedler und in der Verwaltung der Sache zunehmend aktiv werden. Gerade auf diese Jugendlichen werden die zahlreichen und verantwortungsvollen Aufgaben der Zukunft zukommen, wenn die Zeit reif ist, ihren Mitmenschen die Vollkommenheit der Gesetze und der Weltordnung Bahá’u’lláhs so beweisen müssen, dass die verwirrte Menschheit in ihnen ihre einzige Zuflucht findet.A20
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Es ist die Jugend, auf die der Hüter heute erwartungsvoll blickt, und es sind ihre Schultern, auf die er die ganze Verantwortung für das Vorankommen des Glaubens legt. Gerade sie hat die Gelegenheit, sich zu erheben und dieser großen Sache Gottes bis zum Äußersten zu dienen.A21
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Die Verantwortung der jungen Gläubigen ist sehr groß, denn sie müssen nicht nur sich selbst vorbereiten, die Arbeit der älteren Bahá’í übernehmen und die Angelegenheiten des Glaubens im Allgemeinen vorantragen; vielmehr wird die Welt, die vor ihnen liegt, nach den Verheißungen Bahá’u’lláhs eine von Leiden gezüchtigte Welt sein, die endlich bereit sein wird, auf Seine göttliche Botschaft zu hören. Von den Vertretern dieser Religion wird demnach ein besonders edler Charakter erwartet werden. Euer Wissen zu vertiefen, sich nach den Bahá’í-Maßstäben der Tugend und des aufrichtigen Verhaltens zu vervollkommnen, sollte die vorrangige Aufgabe jedes jungen Bahá’í sein.A22
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De Hüter war erfreut, von eurer Jugendgruppe zu hören. Die Kinder, die in den weltumfassenden Lehren Bahá’u’lláhs erzogen werden, werden unzweifelhaft zu einem wahrhaft neuen Menschengeschlecht heranwachsen. Er hofft, dass sich diese jungen Menschen auf die große Aufgabe vorbereiten, die sie in Zukunft erwartet, die Aufgabe beim Neuaufbau der Welt unter dem Beistand und der Erleuchtung der Bahá’í-Lehren mitzuhelfen.A23
Andacht und Dienst
Befasst euch nicht rastlos mit euren eigenen Belangen! Lasst eure Gedanken fest auf das gerichtet sein, was das Glück der Menschheit wiederherstellen und der Menschen Herzen und Seelen heiligen wird.A24
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… die sterblichen Menschen [gelangten] aus dem völligen Nichtsein zu dem Zweck ins Reich des Seins, für die Besserung der Welt zu wirken und miteinander in Einklang und Harmonie zu leben.A25
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Es gibt nichts Lieblicheres in der Welt des Seins als das Gebet! Die Menschen müssen in einem Gebetszustand leben. Der gesegnetste Zustand ist der des Betens und Flehens. Gebet ist Zwiesprache mit Gott. Die größte Fähigkeit oder der lieblichste Zustand ist kein anderer als die Zwiesprache mit Gott. Sie schafft Geistigkeit, Bewusstheit und himmlische Gefühle, sie erzeugt neue Anziehungen vom Königreich und erweckt die Empfänglichkeit der geistigen Natur.A26
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Es geziemt dem Diener, zu Gott zu beten, Seinen Beistand zu suchen, demütig zu bitten und Seine Hilfe zu erflehen. Das entspricht der Stufe des Dienens. Der Herr wird in Seiner vollkommenen Weisheit verordnen, was immer Er wünscht.A27
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Versammelt euch in größter Freude und Verbundenheit und sprecht die Verse, die der barmherzige Herr offenbart hat. Indem ihr dies tut, werden eurem inneren Wesen die Tore wahren Verstehens geöffnet und ihr werdet spüren, wie eure Seele mit Standhaftigkeit belehnt wird und euer Herz mit strahlender Freude erfüllt wird.A28
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An diesen Andachten kann jede Seele teilnehmen und hat die Möglichkeit, die himmlischen Düfte zu atmen, die Süße des Gebets zu erleben, über das schöpferische Wort zu meditieren, sich auf den Schwingen des Geistes zu bewegen und Zwiesprache mit dem Einen Geliebten zu halten.A29
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Mein Gott, mein Vielgeliebter! Wenn einmal Deine Gesetze herabgesandt sind, gibt es keinen Ort, dahin man fliehen kann, und nach der Verkündigung Deiner Gebote gibt es für keine Seele eine Zuflucht. Du hast der Feder die Geheimnisse Deiner Ewigkeit eingeflößt und ihr geboten, den Menschen zu lehren, was er nicht weiß, und Du hast ihn aus dem Kelch deiner Offenbarung und deiner Eingebung von den lebendigen Wassern der Wahrheit trinken lassen.A30
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Ein Menschengeschlecht, unvergleichlich in seiner Wesensart, soll erweckt werden, das mit den Füßen der Loslösung unter alle, die im Himmel und auf Erden sind, treten und den Mantel der Heiligkeit über alles werfen wird, was aus Wasser und Erde geschaffen wurde.A31
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Würde einer von ihnen auch nur für eine Sekunde seine Er folge seinen eigenen Fähigkeiten zuschreiben, so wäre sein Werk am Ende und sein Abstieg würde beginnen. Dies ist tat sächlich der Grund, warum so viele befähigte Seelen sich nach wundervollen Diensten plötzlich unfähig gefühlt haben und vielleicht vom Geist der Sache als unnütze Werkzeuge beiseite geworfen wurden. Der Maßstab ist das Ausmaß, in dem wir bereit sind, den Willen Gottes durch uns wirksam werden zu lassen.A32
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Tatsächlich ist der Hauptgrund für die Übelstände, die derzeit in der Gesellschaft Überhand nehmen, der Mangel an Geistigkeit. Die materialistische Zivilisation unserer Zeit beansprucht die Energie und das Interesse der Menschen so sehr, dass die Leute allgemein nicht mehr die Notwendigkeit sehen, sich über die Mächte und Bedingungen ihres alltäglichen, materiellen Daseins zu erheben. Es gibt keine ausreichende Nach frage nach Dingen, die wir geistig nennen sollten, um sie von den Bedürfnissen und Erfordernissen unserer leiblichen Existenz zu unterscheiden.
Die weltumspannende Krise, unter der die Menschheit leidet, ist daher in ihren Ursachen rein geistig. Der Geist dieser Zeit, als Ganzes gesehen, ist irreligiös. Die Lebensauffassung des Menschen ist zu roh und materialistisch, als dass es ihm ermöglichte, sich in die höheren Reiche des Geistes zu erheben.
Diesen Zustand einer todkranken Gesellschaft sucht die Religion zu verbessern und zu wandeln, denn der Kern religiösen Glaubens ist ein mystisches Empfinden, das den Menschen mit Gott vereint. Diese Haltung der geistigen Verbindung lässt sich erreichen und bewahren durch Meditation und Gebet. Und das ist der Grund, warum Bahá’u’lláh die Andacht in ihrer Bedeutung so sehr betont. Für einen Gläubigen ist es nicht genug, nur die Lehren anzunehmen und zu befolgen. Er muss darüber hin aus den Sinn für Geistigkeit entwickeln, den er hauptsächlich durch das Gebet erwerben kann. Wie alle anderen göttlichen Religionen ist also der Bahá’í-Glaube im Grunde mystisch angelegt. Sein Hauptziel ist die Entwicklung des Einzelnen und der Gesellschaft durch den Erwerb geistiger Tugenden und Kräfte. Es ist die Seele des Menschen, die zuerst genährt werden muss; und das Gebet versorgt am besten mit dieser Nahrung. Die Gesetze und Institutionen, die Bahá’u’lláh vorsieht, können ihre Wirkung nur dann voll entfalten, wenn unser inneres geistiges Leben vervollkommnet und umgestaltet ist. Sonst wird Religion zur bloßen Organisation entarten, zu einer toten Hülle.
Die Gläubigen, insbesondere die jungen, müssen daher die Notwendigkeit des Betens voll und ganz erkennen. Das Gebet ist absolut unerlässlich für ihre innere, geistige Entwicklung, und diese ist, wie schon gesagt, Grundlage und Zweck der Religion Gottes.A33
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Die in Amerika und Europa vorherrschende Not sollte der Jugend die Sinnlosigkeit zu Bewusstsein bringen, ihr ganzes Leben auf rein materialistische Ziele zu beschränken. Sie sollte daraus lernen, dass die geistige Ausrichtung unser Leben maßgeblich bestimmen und unser Hauptziel die Veredelung unseres sittlichen Verhaltens und die Suche nach dem Ewigen und Beständigen sein sollte.A34
Die Bahá’í-Jugend soll zwar für ihre Lage ihrer Nicht-Bahá’í Freunde Verständnis aufbringen, sie darf sich aber nicht durch die Welle der Weltgeschehnisse verleiten und wie jene treiben lassen. Während diese nur eine vor ihnen zerfallende Welt sehen, erblicken wir auch eine neue Welt im Aufbau. Jene erkennen nur den Untergang der alten Institutionen, die ihnen Achtung abverlangen, wir aber sehen die Morgendämmerung eines neuen Zeitalters mit seinen strengen Gesetzen und neuen sozialen Bindungen. Durch ihre materialistische Einstellung sehen sie nur die Sinnlosigkeit aller Dinge, während unser Glaube an einen erneuerten und vergeistigten Menschen uns für die Zukunft Sorge tragen und arbeiten lässt. Wenn wir andere dazu bewegen wollen, unseren Wegen zu folgen, sollten wir zwar Mitgefühl für ihre Lage haben, aber nicht in ihre Fußstapfen treten. Wir sollten uns auf eine höhere Ebene moralischen und geistigen Lebens bewegen, ihnen ein echtes Beispiel sein und sie so auf diese Stufe ziehen. Die jungen Leute sollen lesen, was Bahá’u’lláh und der Meister darüber gesagt haben und dies gewissenhaft verfolgen.A35
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Die völlige, gänzliche Auslöschung des Egos würde Vollkommenheit bedeuten – die der Mensch nie ganz erreichen kann –, aber das Ego kann und sollte zunehmend der erleuchteten Seele des Menschen untergeordnet werden. Das ist mit geistigem Fortschritt gemeint.A36
Vor euch, den Bahá’í-Kindern und -Jugendlichen, liegen so wohl große Vorrechte als auch große Pflichten, denn eure Generation wird helfen, eine neue, bessere, schönere Welt aufzubauen, nachdem die dunklen Jahre des Krieges vorüber sind. Ihr solltet euch auf diese große Aufgabe vorbereiten, indem ihr versucht, die wahre Bedeutung der Lehren zu verstehen, und sie nicht nur übernehmt als etwas, das man euch beigebracht hat. Sie sind eine wundervolle, neue Gedankenwelt, deren Erforschung gerade erst beginnt …A37
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Der Zugang zum Königreich erfolgt durch die Liebe Gottes, durch Loslösung, durch Läuterung und Heiligkeit, durch Wahrhaftigkeit und Reinheit, durch Standhaftigkeit und Treue und durch Selbstaufopferung. …
Wer an Gott glaubt, Ihn liebt und Gewissheit erlangt hat, erfreut sich an diesem gesegneten Leben, das wir das ewige Leben nennen; die aber, die wie durch Schleier von Gott getrennt sind, … leben doch in Dunkelheit …A38
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Bahá’u’lláh hat in Seinen Schriften sehr klar die wesentlichen Voraussetzungen für unsere geistige Entwicklung festgelegt, und ‘Abdu’l-Bahá hat immer wieder in Seinen Ansprachen und Sendschreiben darauf hingewiesen. Man kann sie kurz folgenderweise zusammenfassen:
1. Das tägliche Sprechen eines der Pflichtgebete mit reinem, andächtigem Herzen.
2. Das regelmäßige Lesen in den heiligen Schriften – zumindest jeden Morgen und Abend – mit Ehrerbietung, Aufmerksamkeit und Nachdenklichkeit.
3. Das Nachdenken (Meditieren) über die Lehren im Geist des Gebets, damit wir sie besser verstehen, getreuer befolgen und genauer anderen Menschen übermitteln können.
4. Das tägliche Bemühen, unser Verhalten mehr in Übereinstimmung mit den hohen Maßstäben zu bringen, die in den Lehren dargelegt sind.
5. Das Lehren der Sache Gottes.
6. Selbstloser Dienst im Glauben und in der Ausübung unseres Gewerbes oder Berufes.A39
Aufbau von Fähigkeiten
… die Kurse des Instituts haben zum Ziel, den Einzelnen auf einen Pfad zu bringen, auf dem Eigenschaften und Haltungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten schrittweise durch Dienen erlangt werden – ein Dienen, das das hartnäckige Ego bezwingen soll, indem es dem Einzelnen über dessen Beschränkungen hinweghilft und ihn in einen dynamischen Prozess des Gemeindeaufbaus einbindet.A40
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[Das Trainingsinstitut] strebt danach, den Einzelnen in einen Bildungsprozess einzubinden, in dem tugendhaftes Verhalten und Selbstdisziplin im Kontext des Dienstes entwickelt werden und dabei ein stimmiges und freudiges Lebensmuster schaffen, das Studium, Andacht, Lehren, Gemeindeaufbau und ganz allgemein die Beteiligung an Prozessen, die einen Wandel der Gesellschaft anstreben, miteinander verweben. Im Mittelpunkt des Bildungsprozesses steht der Kontakt mit dem Wort Gottes, dessen Kraft die Bemühungen jedes Einzelnen unterstützt, sein Herz zu reinigen und einen Pfad des Dienens mit ›den Füßen der Loslösung‹ zu gehen.A41
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… der [Instituts-] Prozess verbessert die Fähigkeiten, der Sache zu dienen, indem er Studium, praktische Anwendung und Dienst miteinander verbindet. … jeder bringt Kurs geistige Qualitäten hervor, fördert Haltungen, vermittelt Wissen, verleiht Fähigkeiten, führt Dienste ein und pflegt die Interaktionen.A42
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Die Schriften des Glaubens zu lesen und danach zu streben, ein zunehmend angemesseneres Verständnis der Bedeutung von Bahá’u’lláhs überragender Offenbarung zu erlangen, sind Verpflichtungen, die allen Seinen Anhängern auferlegt sind. Alle sind gehalten, in den Ozean Seiner Offenbarung einzutauchen und im Rahmen ihrer Fähigkeiten und Neigungen an den Perlen der Weisheit teilzuhaben, die darin enthalten sind. In diesem Licht sind auf natürliche Weise und als markante Aspekte des Bahá’í-Lebens örtliche Vertiefungsklassen, Winter- und Sommerferienkurse und eigens arrangierte Versammlungen entstanden, in denen einzelne in den Schriften bewanderte Gläubige anderen Einsichten zu besonderen Themen vermitteln konnten. So wie die Gewohnheit des täglichen Lesens ein wesentlicher Bestandteil des Bahá’í-Seins bleiben wird, so werden diese Arten des Studiums weiterhin ihren Platz im Gemeindeleben behalten. Aber das Verständnis für die Auswirkungen der Offenbarung sowohl hinsichtlich individuellen Wachstums als auch sozialen Fortschritts wird sich mannigfach steigern, wenn Studium und Dienst verbunden und gleichzeitig verrichtet werden. Dort, im Feld des Dienstes, wird das Wissen geprüft, Fragen ergeben sich aus der Praxis heraus, und neue Ebenen des Verständnisses werden erreicht. Durch das System des Lernens vor Ort, das nun in einem Land nach dem anderen eingeführt wurde – dessen wesentliche Elemente den Studienkreis, den Tutor und den Lehrplan des Ruhi-Instituts einschließen –, hat die weltweite Bahá’í-Gemeinde die Fähigkeit erlangt, Tausende, nein Millionen zu befähigen, die Schriften in kleinen Gruppen zu studieren mit dem ausdrücklichen Zweck, die Bahá’í-Lehren in die Realität zu übertragen, und die Arbeit des Glaubens zu seiner nächsten Stufe voranzubringen: beständig anhaltende Ausbreitung und Festigung in großem Maßstab.A43
Vortrefflichkeit
Die Verantwortung der jungen Gläubigen ist sehr groß. Sie müssen sich nicht nur vorbereiten, um das Werk der älteren Bahá’í als Erben zu übernehmen und die Angelegenheiten der Sache Gottes im Allgemeinen fortzuführen. Die Welt, die vor ihnen liegt, wird eine Welt sein, die – wie Bahá’u’lláh vorhersagt – durch ihre Leiden geläutert und schließlich bereit sein wird, auf Seine göttliche Botschaft zu hören. Folglich wird von den Vertretern einer solchen Religion ein ausgezeichneter Charakter erwartet. Höchste Pflicht jedes jungen Bahá’í ist es somit, sein Wissen zu vertiefen und sich nach den Bahá’í-Maßstäben der Tugend und des aufrechten Verhaltens zu vervollkommnen.A44
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Ein guter Charakter ist wahrlich der beste Mantel Gottes für die Menschen. Gott schmückt damit Seine Geliebten. Bei Meinem Leben! Das Licht eines guten Charakters überstrahlt die Sonne und ihren Glanz. Wer ihn erlangt, gilt als Juwel unter den Menschen. Ruhm und Aufschwung der Welt hängen völlig davon ab. Ein guter Charakter ist das Mittel, die Menschen auf den Geraden Pfad zu leiten und zur Großen Verkündigung zu führen. Wohl dem, der mit den heiligen Merkmalen und dem Charakter der himmlischen Heerscharen geschmückt ist.
Es geziemt euch, den Blick in allen Lebenslagen auf Gerechtigkeit und Redlichkeit zu richten. In Verborgene Worte hat Unsere Erhabenste Feder feierlich diese Äußerung offenbart:
»Von allem das Meistgeliebte ist Mir die Gerechtigkeit. Wende dich nicht ab von ihr, wenn du nach Mir verlangst, und vergiss sie nicht, damit Ich dir vertrauen kann. Mit ihrer Hilfe sollst du mit eigenen Augen sehen, nicht mit denen anderer, und durch eigene Erkenntnis Wissen erlangen, nicht durch die deines Nächsten. Bedenke im Herzen, wie du sein solltest. Wahrlich, Gerechtigkeit ist Meine Gabe und das Zeichen Meiner Gnade. So halte sie dir vor Augen.« Q3
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Wer gerecht und redlich in seinem Urteil ist, steht auf einer hohen Stufe und hält einen erhabenen Rang. Das Licht der Frömmigkeit und der Aufrichtigkeit leuchtet strahlend aus seiner Seele. Wir hoffen sehr, dass die Völker und Länder der Welt des Strahlenglanzes dieser beiden Leuchten nicht beraubt bleiben.A45
Das Wort Gottes, das die Erhabenste Feder auf dem siebenten Blatt des Höchsten Paradieses verzeichnete, ist: O ihr Weisen unter den Nationen! Schließt eure Augen vor Entfremdung; sodann richtet euren Blick auf die Einheit. Haltet euch beharrlich an das, was der ganzen Menschheit Wohlfahrt und Ruhe bringt. Diese Handbreit Erde ist nur eine Heimat und eine Wohnstatt. Euch geziemt es, alle Hoffart aufzugeben, weil sie Entfremdung schafft, und eure Herzen auf das zu richten, was Eintracht stiftet. Nach dem Urteil des Volkes Bahás liegt des Menschen Ruhm in seiner Erkenntnis, seinem aufrechten Verhalten, seinem lobenswerten Charakter und seiner Weisheit, nicht in Rang und Volkszugehörigkeit. O Volk auf Erden! Achtet den Wert dieses himmlischen Wortes. Fürwahr, es gleicht einem Schiff für das Meer der Erkenntnis, einem strahlenden Licht für das Reich der Wahrnehmung.A46
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O Völker der Welt! Gebt alles Böse auf und haltet fest, was gut ist. Strebt danach, der ganzen Menschheit leuchtende Beispiele zu bieten und Wahrzeichen der göttlichen Tugenden unter den Menschen zu sein. Wer sich aufmacht, Meiner Sache zu dienen, sollte Meine Weisheit offenbaren und alle Mühe darauf wenden, die Unwissenheit von der Erde zu verbannen. Seid einig in der Beratung, seid eins im Denken. Lasst jeden Morgen besser sein als den Abend davor und jeden neuen Tag reicher werden als den gestrigen. Des Menschen Vorzug liegt im Dienst und in der Tugend, nicht im Prunk des Wohllebens und des Reichtums. Habt Acht, dass eure Worte rein sind von eitlem Wahn und weltlichen Lüsten und eure Taten von List und Argwohn. Vergeudet nicht den Reichtum eures kostbaren Lebens im Verfolg böser, verderbter Neigung, noch lasst eure Mühe völlig in der Förderung eurer eigenen Interessen aufgehen. Seid großzügig in Tagen der Fülle und geduldig in der Stunde des Verlustes. Auf Not kommt Erfolg, und Jubel folgt dem Wehe. Nehmt euch in Acht vor Faulheit und Müßiggang, haltet euch an das, was der Menschheit, ob jung oder alt, hoch oder niedrig, Nutzen bringt. Hütet euch, das Unkraut des Zwistes unter die Menschen zu säen oder die Dornen des Zweifels in reine, strahlende Herzen zu pflanzen. …
Rühmt euch nicht der Liebe zu eurem Vaterland, sondern der Liebe zur ganzen Menschheit. Lasst euer Auge keusch, eure Hand getreu, eure Zunge wahr und euer Herz licht sein. Setzt nicht die Stufe der Gelehrten in Bahá herab und schmälert nicht den Rang solcher Herrscher, die Gerechtigkeit zwischen euch üben. Vertraut auf die Heerschar der Gerechtigkeit, legt den Harnisch der Weisheit an, schmückt euch mit Vergebung und Barmherzigkeit sowie mit allem, was den Begünstigten Gottes das Herz erfreut.A47
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Lenkt eure Aufmerksamkeit ohne Unterlass auf das, was das Wort Gottes erhöht. In dieser Größten Offenbarung gelten edle Werke und rühmliche Eigenschaften als die Heerscharen Gottes, desgleichen Sein seliges, Sein heiliges Wort. Diese Heerscharen sind ein Magnet für die Menschenherzen, ein Schlüssel für alle Türen. Von allen Rüstungen in der Welt ist dies die wirksamste.
Der Mensch ist wie ein Baum. Wenn ihn Früchte schmücken, war und ist er allezeit des Lobes und des Preises würdig. Ein unfruchtbarer Baum taugt nur für das Feuer. Die Früchte vom menschlichen Baume sind köstlich, hoch erwünscht und heiß begehrt. Dazu gehören ein aufrechtes Wesen, Taten der Tugend und anmutige Rede. …
Glücklich der Gläubige, der sich mit dem Gewand edlen Bemühens kleidet und sich aufmacht, dieser Sache zu dienen! Eine solche Seele hat fürwahr das ersehnte Ziel erreicht und begriffen, zu welchem Zweck sie erschaffen wurde. …A48
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Könnten wir die Dinge in ihrer eigenen Wirklichkeit erkennen, so würden wir sehen, dass der heißeste Kampf, der in der heutigen Welt tobt, ein geistiger Kampf ist. Wenn junge, eifrige, lebensprühende Gläubige euresgleichen den Lorbeer wahren, unsterblichen Heldenmuts erringen wollen, so sollten sie ungeachtet ihres praktischen Berufes an dem geistigen Kampf teilnehmen, der den Menschen in tiefster Seele aufrührt. Die schwerste, edelste Aufgabe in der heutigen Welt ist, ein wahrer Bahá’í zu sein. Dies erfordert, dass wir nicht nur die bekannten Missstände überall in der Welt beseitigen, sondern auch Schwächen, Traditionsgebundenheit, Vorurteile und Selbstsucht, die wir selbst in unserem eigenen Charakter, ererbter- oder erworbenermaßen, mit uns tragen, und so unseren Mitmenschen ein strahlendes, unvergängliches Beispiel geben.A49
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… Das ganze Ziel Bahá’u’lláhs ist, dass wir uns zu einem neuen Volk entwickeln, zu aufrechten, freundlichen, intelligenten, wahrhaftigen, ehrlichen Menschen, die im Einklang mit Seinen großen Gesetzen leben, wie sie für diesen neuen Abschnitt in der menschlichen Entwicklung niedergeschrieben worden sind. Es ist nicht genug, dass wir uns Bahá’í nennen; unser innerstes Wesen muss durch ein wahres Bahá’í-Leben geadelt und erleuchtet werden.A50
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Die Welt sucht keinen Kompromiss, sondern die Verkörperung eines hohen, leuchtenden Ideals. Je mehr Freunde ihr Leben in jeder Hinsicht nach unseren Lehren ausrichten, zu Hause, im geschäftlichen Umgang, in ihren gesellschaftlichen Beziehungen, desto größer wird die Anziehung, die sie auf die Herzen anderer ausüben.A51
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Wie wir alle wissen, sollten die Gläubigen sich bemühen, ein so beispielhaftes Leben zu führen, dass andere sich gedrängt fühlen, einen Glauben, der den menschlichen Charakter neugestaltet, selbst anzunehmen. Bedauerlicherweise erlangt nicht jeder leicht und rasch den Sieg über das Selbst; aber jeder Gläubige, ob jung oder alterfahren, sollte sich bewusst sein, dass die Sache Gottes die geistige Kraft hat, uns neu zu erschaffen, wenn wir uns anstrengen, diese Kraft in uns wirken zu lassen. Die größte Hilfe hierbei ist das Gebet. Wir müssen zu Bahá’u’lláh flehen, uns beizustehen, die Fehler in unserem Charakter zu überwinden, und müssen unsere Willenskraft einsetzen, um über uns selbst Herr zu werden.A52
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Seine ständige Hoffnung ist, die Bahá’í mögen sich einzeln und in ihrem Bahá’í-Gemeindeleben so verhalten, dass sie die Aufmerksamkeit anderer auf die Sache Gottes ziehen. Die Welt hungert nicht nur nach erhaben Prinzipien und Idealen, sie hungert vor allem nach dem leuchtenden Beispiel, das die Bahá’í geben können und geben müssen.A53
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In jeder Stadt sollten es sich die jungen Bahá’í zur Aufgabe machen, mit den örtlichen Jugendaktivitäten und Clubs Verbindung zu pflegen und zu versuchen, ihre Ansichten unter so vielen jungen Menschen wie möglich auf die verschiedenste Weise bekanntzumachen. Vor allem sollten sie diesen ein hohes Vorbild sein. Keuschheit, Höflichkeit, Freundlichkeit, Gastlichkeit und frohe Zuversicht auf der Menschheit endliches Glück und Wohlergehen sollte sie auszeichnen und ihnen die Liebe und Bewunderung ihrer Altersgenossen eintragen. Was im modernen Leben am deutlichsten fehlt, ist ein hoher Maßstab des Verhaltens und des guten Charakters; die jungen Bahá’í müssen beides zeigen, wenn sie aufrichtig hoffen, die so schmerzlich enttäuschten, von der kriegsbedingten Laschheit vergifteten Angehörigen ihrer Generation dem Glauben zu gewinnen.A54
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Wir müssen gegenseitig mit unseren Fehlern Geduld haben und immer Liebe und Einheit unter den Gläubigen zu schaffen suchen; schließlich sind sie noch in vieler Hinsicht unreif und weit davon entfernt, vollkommen zu sein. Der Glaube selbst ist das Wichtigste. Die Bahá’í müssen sich bemühen, immer vollkommenere Werkzeuge zu werden, die Bahá’u’lláh zur Vollendung seiner Absicht einsetzen kann.A55
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Immer wieder hat der Hüter nachdrücklich drauf hingewiesen, wie überragend notwendig es ist, dass die Bahá’í-Jugend die Lehren, insbesondere deren sittliche Seite, durch ihr Beispiel glaubhaft macht. Wenn sie sich nicht durch ihre hohen Verhaltensmaßstäbe auszeichnet, kann sie nicht erwarten, dass andere junge Menschen die Sache ernst nehmen werden.A56
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Er hat sich sehr gefreut, dass ihr einen Kurs über den ›Bahá’í-Charakter‹ gehalten habt, denn er hält es für eine der größten Pflichten eurer Generation von Gläubigen, ein wirkliches Bahá’í-Leben zu führen. Sie sollte durch eure hohen moralischen Maßstäbe, durch eure Höflichkeit, eure Lauterkeit und Vornehmheit anschaulich machen, dass unser Glaube nicht ein Glaube der Worte ist, sondern Herz und Lebensstil seiner Anhänger wirklich verändert.A57
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Er meint, dass besonders die Jugend entschlossen und getreu danach streben sollte, als Beispiel für ein Bahá’í-Leben zu dienen. In der Welt um uns herum sehen wir den Verfall der Moral, Promiskuität, Unanständigkeit, Verrohung, schlechtes Benehmen – die jungen Bahá’í sollten das Gegenteil davon sein und durch ihre Keuschheit und Redlichkeit, ihren Anstand und ihr taktvolles, gutes Benehmen andere Menschen, alt und jung, für den Glauben gewinnen. Die Welt ist der Worte müde; sie braucht das Beispiel, und es ist Sache der Bahá’í-Jugend, es zu geben.A58
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… es ist von größter Wichtigkeit, dass die Bahá’í und ganz besonders die Jugendlichen rege vorleben, dass bei uns Vorurteile, besonders Vorurteile gegenüber Minderheiten, völlig fehlen.A59
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Er war sehr glücklich zu sehen, dass so viele Bahá’í-Jugendliche zum Studium der Lehren zusammenkamen, und er hofft, dass solche Treffen häufiger überall in Deutschland stattfinden werden.
Die Gläubigen, besonders die jüngeren, sollten immer daran denken, dass die Nicht-Bahá’í zu allererst unseren Charakter wahrnehmen. Daher sollte die Jugend den höchsten Standard des moralischen Verhaltens und der Höflichkeit aufweisen, damit sie die Herzen anderer Menschen gewinnen und durch die Bewunderung, die sie erregen, in ihnen den Wunsch wecken, mehr über unseren geliebten Glauben zu erfahren und sich schließlich zum Dienst zu erheben.
Er wird für Euch alle beten, dass ihr in Euren Bemühungen, den jungen Menschen die frohe Botschaft Bahá’u’lláhs zu vermitteln, erfolgreich sein möget…A60
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Als Bahá’í sind Sie sich sicherlich der Tatsache bewusst, dass Bahá’u’lláh die Erziehung als einen der wesentlichen Faktoren einer wahren Zivilisation betrachtete. Damit diese Erziehung vollständig und fruchtbar wird, sollte sie jedoch umfassend sein, nicht nur die körperliche und intellektuelle Seite des Menschen berücksichtigen, sondern ebenso seine geistigen und sittlichen Aspekte. Dies sollte zum Programm der Bahá’í-Jugend in der ganzen Welt gehören.A61
Ein kohärentes Leben
Jedem von euch ist es zur Pflicht gemacht, sich in einem Beruf – einem Handwerk, Gewerbe und dergleichen – zu betätigen. Wir haben eure Tätigkeit bei solcher Arbeit gnädiglich zum Rang des Dienstes an Gott, dem Wahren, erhoben. Denkt in euren Herzen über die Gnade und den Segen Gottes nach und sagt Ihm Dank des Abends und des Morgens. Vergeudet eure Zeit nicht mit Faulheit und Müßiggang. Beschäftigt euch mit dem, was euch und anderen nützt. So ist es verordnet in diesem Sendschreiben, von dessen Horizont die Sonne der Weisheit und des Wortes widerstrahlt.
Die verächtlichsten Menschen in den Augen Gottes sind die, welche faul dasitzen und betteln. Haltet euch fest an das Seil der weltlichen Mittel, im vollen Vertrauen auf Gott, Der euch mit allen Gütern versorgt. Wer sich in einem Handwerk oder Gewerbe betätigt, dessen Tätigkeit wird von Gott als Gottesdienst gewertet; und dies ist nur ein Zeichen Seiner unendlichen, alles durchdringenden Großmut.A62
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Den Ihnen von Shoghi Effendi gegebenen Rat, Ihre Zeit zwischen dem Dienst an der Sache und der Erfüllung Ihrer übrigen Verpflichtungen aufzuteilen, haben Bahá’u’lláh und der Meister ebenfalls vielen anderen Freunden gegeben. Er bedeutet einen Kompromiss zwischen zwei Versen des Aqdas, von denen der eine jeden Bahá’í verpflichtet, der Verbreitung des Glaubens zu dienen, während der andere besagt, dass jede Seele irgendeiner Beschäftigung nachgehen soll, die der Gesellschaft nützt. In einer Seiner Schriften sagt Bahá’u’lláh, dass an diesem Tag einem Beruf nachzugehen und für seinen Unterhalt selbst aufzukommen die höchste Form der Loslösung sei. Ein guter Bahá’í ist also, wer sein Leben so gestaltet, dass er seine Zeit sowohl seinen materiellen Bedürfnissen als auch dem Dienst an der Sache widmet.A63
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Sie fragten nach der Bahá’í-Haltung zur Frage der Sexualität und deren Beziehung zur Ehe. Die Bahá’í-Lehre zu dieser Frage, die von großer Wichtigkeit ist und über die weit auseinanderlaufende Ansichten bestehen, ist sehr klar und nachdrücklich. Kurz gesagt, beruht die Bahá’í-Vorstellung auf dem Glauben, dass beide Geschlechter strenge Keuschheit üben sollen, nicht nur, weil sie ethisch höchst empfehlenswert ist, sondern auch, weil sie der einzige Weg zu einem glücklichen und erfolgreichen Eheleben ist. Sexuelle Beziehungen irgendwelcher Art außerhalb der Ehe sind deshalb nicht erlaubt, und wer immer diesen Grundsatz verletzt, wird nicht nur vor Gott verantwortlich sein, sondern wird auch die notwendige Strafe der Gesellschaft auf sich ziehen.
Der Bahá’í-Glaube anerkennt den Wert des Geschlechtstriebes; er verurteilt jedoch den unrechtmäßigen und unschicklichen Ausdruck dieses Triebes, wie er in sogenannter freier Liebe, in der Partnerschaftsehe und anderen Erscheinungen zur Geltung kommt. All dies wird als zweifelsfrei schädlich für den Menschen und die Gesellschaft, in der er lebt, betrachtet. Der richtige Gebrauch des Geschlechtstriebes ist das natürliche Recht jedes Menschen, und genau für diesen Zweck ist die Institution der Ehe geschaffen worden. Die Bahá’í glauben nicht an die Unterdrückung des Geschlechtstriebes, sondern an seine Steuerung und Kontrolle.A64
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Die Bahá’í-Jugend sollte auf der einen Seite in Selbstkontrolle unterrichtet werden; wo Selbstkontrolle geübt wird, hat sie zweifellos eine gesunde Wirkung auf die Entwicklung des Charakters und der Persönlichkeit im Allgemeinen. Andererseits sollte der Jugend geraten werden, ja sie sollte sogar ermutigt werden, die Ehe zu schließen während sie noch jung und im vollen Besitz ihrer körperlichen Kräfte ist. Wirtschaftliche Umstände sind zweifellos oft ein ernsthaftes Hindernis für Frühehen, aber in den meisten Fällen sind sie nur eine Entschuldigung; sie sollten daher nicht überbetont werden.A65
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Die wahre Bahá’í-Ehe bedeutet, dass Mann und Frau leiblich und geistig eins sein sollen, dass sie einander ständig in ihrem geistigen Leben vervollkommnen und sich in allen Welten Gottes ewiger Einheit erfreuen. Dies ist die Bahá’í-Ehe.A66
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Die ›heilende Arznei‹
O Spross des Staubes! Sei nicht zufrieden mit der Muße eines schwindenden Tages und beraube dich nicht der ewigen Ruhe. Verschachere nicht den Garten ewiger Freude um das Häuflein Staub einer sterblichen Welt. Erhebe dich aus deinem Gefängnis zu den herrlichen Gefilden der Höhe und nimm deinen Flug aus dem vergänglichen Käfig hin zum Paradies des Raumlosen.A67
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Freuet euch, freuet euch über die Frohen Botschaften! Ihr seid zum Licht des Königreichs gelangt! Die Herrlichkeit der Sonne der Wahrheit leuchtet überall. Ihre Strahlen verbreiten sich über die ganze Erde.
Freuet euch, freuet euch! Der Ruf Gottes ist erschallt! Die Stimme des Königreichs ist in die lauschenden Ohren des Volkes gedrungen!
Freuet euch, freuet euch! Frohe Botschaften, frohe Botschaften sende Ich euch. Die Pforten des Königreichs sind geöffnet. Das himmlische Manna ist herabgekommen.
Freuet euch, freuet euch! Es wurden viele himmlische Botschafter in die Welt gesandt, sie kamen einer nach dem andern, alle gaben den Hauch des Heiligen Geistes.
Preis sei Gott! Preis sei Gott, dass ihr eure Gesichter dem Königreich zugewandt habt! Die Strahlen der Sonne der Wahrheit erleuchten euch. Strebt mit Herz und Seele danach, dass das göttliche Licht über alle Menschen ausgegossen wird, damit dadurch jedes Herz erleuchtet werde und die Geister der Menschheit an Seinem herrlichen Glanz teilnehmen.
Arbeitet und müht euch, bis alle Regionen der Welt in diesem Licht erstrahlen.
Fürchtet euch nicht, wenn gewisse Trübsale über euch kommen. Ihr werdet kritisiert werden, ihr werdet verfolgt werden, ihr werdet verflucht und geschmäht werden. Erinnert euch in jenen Tagen, was Ich euch sage: Euer Triumph wird euch gewiss sein! Eure Herzen werden gefüllt sein mit der Freude der heiligen Erleuchtung, denn die himmlischen Kräfte werden euch aufrechterhalten, und die göttliche Macht wird mit euch sein.
Dies ist Meine Botschaft an euch.A68
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Möge euer Nationaler Rat daher seine Anstrengungen verdoppeln, einen neuen Feldzug stets zunehmender Tätigkeiten starten und den feierlichen Entschluss fassen, nicht zu ruhen, bis ihr einziges Ziel erreicht ist. Mögen Sie mit der vollen und nachhaltigen moralischen und finanziellen Unterstützung der großen Gemeinde der Gläubigen in ihrem Lande Ihre Lehrer überall hin aussenden, damit sie sich über Deutschland verteilen, bis hin zu den äußersten Grenzen und sich bemühen, mit jeder durchdachten und wirksamen Methode den neu gegründeten Zentren frischen Schwung zu verleihen, ihre Anzahl zu vergrößern, ihre Bedürfnisse zu befriedigen und ihre Bemühungen aufeinander abzustimmen.
Möge er, der die Ankunft des Tages zu beschleunigen sucht, an dem ganz Deutschland zur Anerkennung dieser einen Botschaft der Allumfassenden Erlösung erwacht, sich erheben und seinen Teil zu der Arbeit beitragen, die so herrlich begann und so wirksam weitergeführt wird. Möge er durch seine geschriebenen und gesprochenen Worte, privat und öffentlich, auf seinen Reisen und im Umgang mit unterschiedlichsten Menschen in jeder Lage die Sache Gottes mit reinem Herzen, unbeirrbarer Entschlossenheit und umfassendem Verständnis lehren.A69
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… Im Herzen dieses dicht bevölkerten Kontinents, von einem so starken religiösen Geist erfüllt, könnte Deutschland leicht eine wunderbare Rolle bei der Erneuerung der Welt spielen. Sicherlich schaut die Welt gespannt auf Deutschland, um zu sehen, was es unternimmt.A70
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Alle müssen sich beteiligen, wie bescheiden ihre Herkunft auch sein mag, wie begrenzt ihre Erfahrung, wie beschränkt ihre Mittel, wie unzureichend ihre Ausbildung, wie bedrückend ihre Sorgen und ihre Verpflichtungen, wie ungünstig die Umgebung, in der sie leben. »Gott«, so hat Bahá’u’lláh selbst unmissverständlich geoffenbart, »hat es jedem zur Pflicht gemacht, Seine Sache zu lehren.« Er hat weiter geschrieben: »Sprich: Lehre die Sache Gottes, o Volk Bahás, denn Gott hat jedem von euch die Pflicht auferlegt, Seine Botschaft zu verkünden, und Er betrachtet dies als die verdienstvollste aller Taten.«Q4
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Der Jugend diese göttliche Offenbarung nahezubringen ist, wie das Lehren jedes anderen, ein sehr schwieriges Problem. Die Völker der Welt sind in einer Atmosphäre versunken, die moralisch das genaue Gegenteil der Bahá’í-Atmosphäre ist; wir müssen sie lehren. Wenn wir am Anfang zu streng sind, werden die meisten … nicht alle … Menschen zurückgestoßen und sich von den Lehren abwenden, zu denen man sie andernfalls hätte hinführen können. Andererseits wollen wir keine Bahá’í, die nicht ernsthaft versuchen, nach den Lehren zu leben … wir müssen daher sehr taktvoll vorgehen, starke Seelen herausfordern und schwache führen.A71
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Es muss … auch ein Wort der Anerkennung ausgesprochen werden für die herausragende Rolle, die von der Jugend auf der ganzen Welt bei der Einbeziehung der Künste in die Lehrarbeit gespielt wird. Insbesondere die Auftritte ihrer Tanzgruppen haben sich einen Namen innerhalb wie außerhalb der Bahá’í-Gemeinde erworben.A72
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Unter den Jugendlichen in der Gemeinde sind auch die Juniorjugendlichen, im Alter etwa zwischen 12 und 15. … In schöpferischer, hingebungsvoller Aufmerksamkeit gilt es, sie an Programmen für Aktivitäten zu beteiligen, sie dabei mit ihren Interessen einzubeziehen, ihre Befähigungen für das Lehren und den Dienst zu bilden und sie in die sozialen Interaktionen mit älteren Jugendlichen einzubinden. Die Einbeziehung der Künste in ihren verschiedenen Formen kann in solchen Aktivitäten von großem Wert sein.A73
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Der Hüter möchte euch etwas besonders ans Herz legen, dass ihr euch bemühen solltet, fortwährend in eurem privaten Leben sowie in euren sozialen Beziehungen, Spiegel der Schönheit, Reinheit und erneuernden Kraft der Botschaft Bahá’u’lláhs zu werden. Die Bahá’í-Jugend von heute sollte ein Vorbild für die Jugend der Welt sein und sich daher zu den höchsten Verhaltensstandards erheben. Nichts Geringeres kann die Außenwelt beeindrucken und ihre Aufmerksamkeit und ernsthafte Erwägung anziehen, als dass jeder junge Bahá’í, Mann oder Frau, getreu in Einheit und Entschlossenheit an den Idealen und Lehren des Glaubens festhält.
Shoghi Effendi hofft daher, dass eure Jugendgruppe in diesem Jahr eine erneute, entschlossene Anstrengung unternehmen wird, um die Prinzipien und Lehren der Sache im täglichen Leben umzusetzen und damit der Nicht-Bahá’í-Jugend eures Landes die ungeheure Macht der Bahá’í-Lehren vor Augen zu führen, das Leben der Menschheit zu formen, zu gestalten und wiederherzustellen.A74
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Zu dem Rat, den Sie von ihm erbaten, in welchen Fachstudien Sie sich im Hinblick auf die künftige Lehrarbeit ausbilden sollten: Er schlägt entweder Geschichte, Wirtschaftswissenschaften oder Soziologie vor, nicht nur weil diese Bereiche einen Bahá’í besonders interessieren, sondern auch Themen behandeln, auf die unsere Lehren ein völlig neues Licht werfen. Ihr Wissen wäre für das künftige Lehren des Glaubens von Nutzen, und Sie könnten vielleicht als Lehrer die Bahá’í-Ideen in Ihre Vorlesungen einbauen.A75
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Die Ausdauer der Jugend unter schwierigen Bedingungen, ihre Lebens- und Geisteskraft und ihre Fähigkeit, sich örtlichen Besonderheiten anzupassen, neuen Herausforderungen entgegenzutreten und ihre Gäste an ihrer Wärme und Begeisterung teilhaben zu lassen, verbunden mit dem von der Bahá’í-Jugend eingehaltenen Verhaltensmaßstab, machen sie zu fähigen Werkzeugen für die Durchführung der geplanten Vorhaben. Durch diese herausragenden Eigenschaften kann sie wirklich zur Speerspitze jeden Unternehmens und zur Triebkraft für jede örtliche oder nationale Aufgabe werden. Unsere Augen sind erwartungsvoll auf die Bahá’í-Jugend gerichtet.A76
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Vor allem hat die herzerwärmende Begeisterung der Bahá’í-Jugend das Gesicht der Lehrarbeit gewandelt; bisher unbezwingbare Schranken wurden von eifrigen Gruppen junger Bahá’í niedergerissen oder überwunden; ergeben und von Gebet erfüllt überbrachten sie in einer für ihre Generation annehmbaren Art die göttliche Botschaft, die sich von dort aus in alle sozialen Bereiche verbreitete und noch verbreitet. Die gesamte Bahá’í-Welt blickt gebannt auf diese Entwicklung. Die Bahá’í-Jugend ist, nachdem sie die Werte und Maßstäbe der alten Welt verworfen hat, bestrebt, die Maßstäbe Bahá’u’lláhs kennenzulernen und sich nach ihnen zu richten, um so dem göttlichen Plan zu Verfügung zu stehen und die durch Preisgabe der alten Ordnung hinterlassenen Lücken zu füllen.A77
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Wir hoffen aufrichtig, dass sich die Vorhut der Freiwilligen, die Bahá’í-Jugend um Gottes willen erheben wird, dass sie durch ihre vorwärtsdrängende Kraft, ihre Fähigkeit unwirtliche und schwierige Bedingungen zu ertragen und ihre Genügsamkeit mit dem Lebensnotwendigsten ein begeisterndes Beispiel für die Menschen und Gemeinden sein wird, denen zu dienen sie sich aufgemacht hat. Mögen sie bleibenden Einfluss auf deren persönliches Leben ausüben und die lebenswichtigen Interessen der Sache Gottes auf diesem Kreuzweg im Schicksal des Planes ruhmvoll vorantragen.A78
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Junge Menschen haben, weil sie meist freier sind als ältere Gläubige, die Möglichkeit, sich als Pioniere zu erheben und als Siedler in neue Städte zu ziehen. Ein großer Teil der Pioniere Amerikas, die ihre Heimatstädte und oft ihr Heimatland verließen, um den Siebenjahresplan zu erfüllen, waren junge Menschen – einige von ihnen waren sogar zu jung, um in die Geistigen Räte, die sie zu errichten halfen, gewählt zu werden.A79
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Die Sache Gottes braucht mehr Bahá’í-Gelehrte, Menschen, die ihr nicht nur ergeben sind, an sie glauben und bemüht sind, anderen davon zu erzählen, sondern die auch die Lehren und deren Bedeutung gründlich beherrschen und die Glaubensinhalte zu den geläufigen Gedanken und Problemen der Menschen in Beziehung setzen können.
Die Sache Gottes enthält das Heilmittel für alle Krankheiten der Welt. Der Grund, warum viele Menschen sie nicht annehmen, liegt darin, dass die Bahá’í nicht immer in der Lage sind, die Sache Gottes den Menschen in einer Art darzustellen, die den unmittelbaren geistigen Bedürfnissen gerecht wird. Junge Menschen wie Sie müssen sich darauf vorbereiten, die Botschaft ihren Altersgenossen, die dieser Botschaft ganz verzweifelt bedürfen und deren Sprache sie beherrschen, wirklich zu überbringen.
Er möchte Ihnen empfehlen, unter anderen Büchern die Ansprachen von ‘Abdu’l-Bahá zu studieren, da Seine Methode, das Herz aller anzusprechen, unübertrefflich ist …
Er rät Ihnen auch, sich zu einem öffentlichen Redner zu entwickeln, damit Sie zunehmend fähig werden, die Sacher Gottes zu lehren.A80
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Sein brüderlicher Rat an euch und alle treuen, begeisterten jungen Gläubigen wie ihr ist, dass ihr euer Wissen um die Geschichte und die Lehren des Glaubens vertiefen sollt, nicht nur durch sorgfältiges, gründliches Studium, sondern auch durch aktive, rückhaltlose, ständige Teilnahme an allen administrativen und sonstigen Unternehmungen eurer Gemeinde. Das Bahá’í-Gemeindeleben bietet euch ein unentbehrliches Arbeitsfeld, auf dem ihr die Prinzipien, die ihr euch aus den Lehren zu eigen gemacht habt, in lebendige, schöpferische Taten umsetzen könnt. Indem ihr ein echtes Glied dieses lebendigen Organismus werdet, könnt ihr den wahren Geist, der durch die Bahá’í-Lehren strömt, erfassen. Daher sind die beiden wesentlichen Mittel, sowohl Entwicklung und Fortschritt eures inneren, geistigen Lebens als auch euer äußeres Dasein zu sichern, das Studium der Prinzipien und der Versuch, danach zu leben. Möge Bahá’u’lláh euch befähigen, diese hohe Stufe zu erreichen, und möge Er die Fackel des Glaubens immer in euren Herzen brennen lassen.A81
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Harrt unter allen Umständen aus und verkehrt in freundlichem Geiste mit anderen Gruppen Jugendlicher, besonders mit solchen anderer Ethnien oder nationaler Minderheiten, denn ein solcher Umgang wird beweisen, dass ihr von der Einheit der Menschheit völlig überzeugt seid und andere Menschen, junge wie alte, zum Glauben hinzieht.A82
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Alle Bahá’í, ob alt oder jung, sollten sich so viel wie möglich dem Lehren des Glaubens widmen. Sie sollten auch erkennen, dass eine Atmosphäre wahrer Liebe und Eintracht, die sie innerhalb der Bahá’í-Gemeinde schaffen, unmittelbar die Öffentlichkeit beeinflussen wird und der stärkste Magnet ist, um Menschen zum Glauben hinzuziehen und sie zu bestätigen.A83
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Gerade in intellektuellen Kreisen wie diesem [einer Universitätsgruppe] sollten die Gläubigen sich bemühen, im Vertrauen darauf zu lehren, dass ihre Bemühungen ständig von oben geführt und verstärkt werden, ganz gleich, wie begrenzt ihre Fähigkeiten auch sein mögen. Es ist dieser Geist zuversichtlicher Hoffnung, freudigen Mutes und furchtloser Begeisterung, der allein unabhängig von greifbaren Ergebnissen, die er herbeiführen könnte, den letztlichen Erfolg unserer Lehrarbeit sichern kann.A84
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Auf junge und aktive Bahá’í wie euch richtet der Hüter alle seine Hoffnungen für den zukünftigen Fortschritt und die Ausbreitung der Sache, und auf eure Schultern legt er die Verantwortung, dass der Geist selbstlosen Dienstes unter euren Mitgläubigen aufrechterhalten wird. Ohne diesen Geist kann keine Arbeit erfolgreich vollendet werden; mit ihm ist der Triumph, wenn auch hart errungen, unausweichlich. Ihr solltet daher euer Bestes versuchen, die Fackel des Glaubens lodernd in euch zu tragen, denn durch sie werdet ihr sicherlich Führung, Stärkung und endlichen Erfolg finden.
Jeder von euch ist fähig, die Botschaft seinem eigenen Maß entsprechend zu überbringen… Jeder ist ein potentieller Lehrer. Man muss nur von dem Gebrauch machen, was Gott einem gegeben hat, und sich so Seines Vertrauens würdig erweisen.A85
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Er bittet Sie dringend, sich zu entschließen, große, bedeutende Taten für den Glauben zu vollbringen; die Weltlage verschlechtert sich stetig; und eure Generation muss heilige Seelen, die Helden, Märtyrer und Verwalter der künftigen Jahre stellen. Mit Hingabe und Willenskraft könnt ihr euch zu höchsten Höhen erheben.A86
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Jetzt, da eine größere Einheit in der deutschsprachigen Gemeinde geschaffen wurde, ist das Wichtigste von allem die Förderung des Pionierbewusstseins der Freunde; sie müssen lernen sich hinaus zu wagen, ihr Vertrauen in Gott zu setzen und in neue größere und kleinere Städte zu ziehen, um die Sache dort aufzubauen. Das wird eine völlig neue Phase in der Geschichte der Sache in Deutschland einläuten und den Bahá’í ein Gefühl des Sieges und der Bedeutung verleihen, das sie bisher nicht kannten.A87
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Die geheiligten Seelen sollten in ihren Herzen über die Lehrmethoden nachdenken und nachsinnen. Aus den Texten dieser wundersamen, himmlischen Schriften sollten sie Sätze und Abschnitte auswendig lernen, die sich auf verschiedene Gegebenheiten beziehen, damit sie im Verlauf ihrer Ansprachen göttliche Verse wiedergeben können, sooft es die Gelegenheit erfordert, da diese heiligen Verse ja das kraftvollste Elixier, der größte, mächtigste Talisman sind. So machtvoll ist ihr Einfluss, dass dem Hörer kein Grund zum Wankelmut bleibt. Ich schwöre bei Meinem Leben! Dieser Offenbarung ist solche Macht eigen, dass sie als Magnet auf alle Völker und Geschlechter der Erde wirkt. Wer innehält, um mit Bedacht nachzusinnen, wird erkennen, dass es für keinen einen Ort gibt oder geben kann, dahin er fliehen könnte.
Das Kitáb-i-Aqdas wurde so offenbart, dass er alle göttlich bestimmten Sendungen anzieht und umfängt. Selig ist, wer ihn liest, selig, wer ihn begreift, selig, wer darüber nachdenkt, selig, wer seine Bedeutung erwägt. So umfassend ist er, dass er alle Menschen umschließt, ehe sie seiner gewahr sind. Binnen kurzem werden seine unumschränkte Macht, sein durchdringender Einfluss und die Größe seiner Kraft auf Erden offenbar.
O Mein Name! Höre auf Meine Stimme, die aus der Richtung Meines Thrones kommt. Dein Herr will deinen Namen allzeit erwähnen, da du dich standhaft erweisest im Ruhme Seiner Tugenden unter den Menschen. Fürwahr, Er liebt die Treue, die sich im Reiche der Schöpfung findet, und gibt ihr Vorrang vor den meisten Tugenden. Wahrlich, Er ist der Gewaltige, der Machtvolle.
Wisse fernerhin, dass Wir den Lobpreis hörten, den du äußertest in deiner Zwiesprache mit Gott, deinem Herrn, dem Erhabenen, dem Gnädigen. Groß ist fürwahr der Segen, der deiner wartet, da du deine eigenen Belange zugunsten dieser unverletzlichen, dieser mächtigen und erleuchteten Sache eingeschränkt hast. Wir flehen zu Gott, Er möge deinen Ruf zu einem Magneten machen, der die Verkörperungen der Namen in der Welt des Seins anzieht, so dass alle Wesen aus freiem Antrieb seiner achten. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Erhabenen, dem Überlegenen, dem Ewig-Gesegneten, dem Hehren, dem Allhöchsten, dem Allherrlichen, dem Großmütigsten, dem Allwissenden, dem Allkennenden.A88
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Lehre die Sache Gottes mit solcher Rede, dass die Büsche entflammt werden und der Ruf »Wahrlich, kein Gott ist außer Mir, dem Allmächtigen, dem Unumschränkten« aus ihnen erschallt. Sprich: Menschliche Rede will ihrem Wesen nach Einfluss üben und bedarf deshalb der Mäßigung. Ihr Einfluss ist durch Feinheit bedingt, die wiederum von losgelösten, reinen Herzen abhängt. Ihre Mäßigung muss mit Takt und Weisheit gepaart sein, wie es in den Heiligen Büchern und Sendbriefen vorgeschrieben ist.A89
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Er hofft, dass die deutschen Bahá’í, vor allem die Jugend, alles tun werden, um die Grundlagen der Arbeit zu festigen, die in Deutschland so mühsam über einen Zeitraum von fast einem halben Jahrhundert gelegt wurden und dass jeder Bahá’í es als sein Privileg und seine Pflicht ansieht, die Lehrarbeit zu unterstützen, entweder als Pionier in neuen Zentren, oder durch Stärkung schwacher Räte, oder durch die Unterstützung von Gruppen, damit sie Räte werden.A90
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… wir tun gut daran, der Bahá’í-Jugend nachzueifern, deren jüngstes Vorwärtsdrängen in die vorderste Linie der Verkündigung und des Lehrens eine besondere ermutigende und bedeutende Entwicklung im Glauben darstellt; sie stürmt mit ihrem unablässigen vorbereitenden und anhaltenden Gebet die Tore des Himmels um Beistand für ihre kühnen Unternehmungen: Wir alle können Bahá’u’lláh um Seine göttliche, allumfassende Hilfe anrufen, und Er wird uns gewiss helfen, denn Er ist der Erhörer der Gebete, der Antwortgebende.A91
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Gesegnet, wer sich in der Blüte seiner Jugend und auf dem Höhepunkt seines Lebens erhebt, der Sache des Herrn des Anfangs und des Endes zu dienen und sein Herz mit Seiner Liebe schmückt. Die Erscheinung einer solchen Zierde ist größer als die Erschaffung der Himmel und der Erde. Gesegnet sind die Standhaften und gut steht es um sie, die beständig sind.
Bahá’u’lláh A92
Bibliografie
Bahá’u’lláh
–– Ährenlese, Auflage 9.01-print, Bahá’í Verlag 2020
–– Botschaften aus ‘Akká, Bahá’í Verlag 2018,
–– Die Verborgenen Worte, Bahá’í Verlag 2020
–– Gebete und Meditationen, Bahá’í Verlag 2008
‘Abdu’l-Bahá
–– Beantwortete Fragen, Auflage 12.01-print, Bahá’í Verlag 2021
–– Briefe und Botschaften, Bahá’í Verlag 1998
Shoghi Effendi
–– Das Licht göttlicher Führung, Bd.1 u. 2, in: Das Licht göttlicher Führung, Gesamtband, Auflage 1.01-print, Bahá’í Verlag 2020
–– Dawn of a New Day, India: Bahá’í Publishing Trust, 1970
–– Die Weltordnung Bahá’u’lláhs, 2. Auflage, Bahá’í Verlag 2018
–– Directives from the Guardian, India/Hawaii, 1973
–– Unfolding Destiny, UK Bahá’í Publishing Trust, 1981
–– Zum wirklichen Leben, 4. Auflage, Bahá’í Verlag 2015
Das Universale Haus der Gerechtigkeit
–– Riḍván-Botschaften (verschiedener Jahre)
–– Botschaften an einzelne Gläubige
–– Botschaften an verschiedene Nationale Geistige Räte
–– Botschaften an verschiedene Bahá’í-Institutionen und -Ausschüsse
–– Sechs Schritte zum geistigen Wachstum, 6. Auflage, Bahá’í Verlag 2012
Kompilationen
–– Bahá’í Youth, compiled by Research Department of the Universal House of Justice, in: Compilation of Compilations, vol. 2, 1991
–– Den Glauben vertiefen, BV 1984
–– Ein Leben, getragen von Andacht und Gebet, 1. Auflage, Bahá’í Verlag 2019
–– Gebete, 7. Auflage Bahá’í Verlag 2022
–– Geistiger Adel, Bahá’í Verlag 1982
–– Ziele der Kindererziehung, 4. Auflage, Bahá’í Verlag 2018
–– Über das Lehren, Bahá’í Verlag 1979
–– Über die Macht des Gebets, Bahá’í Verlag 1981
–– Liebe und Ehe, Bahá’í Verlag 1981
–– Lights of Guidance,
–– Vertrauenswürdigkeit, Bahá’í Verlag 1990
Magazine
–– Bahá’í-Briefe 12, 1963, Der Nationale Geistige Rat der Bahá’í in Deutschland (Hrsg.) ISSN 0005-3945
–– Star of the West, vol. 8, no. 4, 17. Mai 1917
Das Internationale Lehrzentrum
–– Training Institutes: Attaining a higher level of functioning, A document prepared by The International Teaching Centre, 2017
Das Ruhi-Institut
–– Ruhi-Buch 5, Das Potenzial der Juniorjugendlichen freisetzen, An die Mitarbeiter
Quellenangaben
Q1 Das Universale Hauses der Gerechtigkeit, Riḍván-Botschaft 2021
Q2 Das Universale Hauses der Gerechtigkeit, Riḍván-Botschaft 2021
Q3 Bahá’u’lláh, Die Verborgenen Worte, arab. 2
Q4 Shoghi Effendi, in: Das Kommen göttlicher Gerechtigkeit, S. 73
Anmerkungen
A1 in: Gebete, Nr. 214
A2 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Teilnehmer der bevorstehenden 114 Jugendkonferenzen auf der ganzen Welt, 1. Juli 2013
A3 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Bahá’í der Welt, 8. Februar 2013, Abs. 1–5
A4 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká, 11:26,27
A5 Shoghi Effendi, in: Die Weltordnung Bahá’u’lláhs, S. 271f
A6 Shoghi Effendi, in: Die Weltordnung Bahá’u’lláhs, S. 74
A7 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 13. März 1932, zitiert in: Bahá’í Youth, S. 3
A8 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 15. Juni 1945, zitiert in: Bahá’í Youth, S. 3f
A9 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 31. Juni 1945, zitiert in: Bahá’í Youth, S. 5
A10 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 12. Mai 1944, zitiert in: Den Glauben vertiefen, S. 71
A11 Ruhi-Buch 5, An die Mitarbeiter, Abs. 5
A12 in: Gebete, Nr. 216
A13 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag an eine Gruppe Bahá’í-Jugendlicher, vom 8. August 1957, zitiert in: Bahá’í Youth, S. 3
A14 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Mitglieder der Nationalen Jugendausschüsse Europas, beim Treffen mit dem Europäischen Bahá’í-Jugendrat, 11. November 2002
A15 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die bei der Jugendkonferenz im Vereinigten Königreich versammelten Freunde, 1. Januar 2010
A16 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Konferenz der Kontinentalen Beraterämter, 29. Dezember 2015, Abs. 34–39
A17 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Konferenz der Kontinentalen Beraterämter, 29. Dezember 2015, Abs. 34–39
A18 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Nachschrift zu einem Brief vom 26. Okt, 1932, zitiert in: Bahá’í Youth
A19 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 26. April 1923, zitiert in: Den Glauben vertiefen, S. 47
A20 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 19. Juni 1941, zitiert in: Dawn of a New Day, S. 181
A21 Shoghi Effendi, An die Bahá’í-Jugend in Indien, Brief in seinem Auftrag vom 6. Juli 1933, zitiert in: Dawn of a New Day, S. 196
A22 Shoghi Effendi, An die Bahá’í-Jugend in Bombay, Indien, Brief vom 6. Juni 1941, zitiert in: Geistiger Adel, S. 26
A23 Shoghi Effendi, An die Bahá’í-Gruppe in Hobarth, Australien, Brief vom 25. Dez. 1941, zitiert in: Ziele der Kindererziehung, 127:1
A24 Bahá’u’lláh, in: Ährenlese, 43:4
A25 Bahá’u’lláh, zitiert in: Vertrauenswürdigkeit, Abs. 21
A26 ‘Abdu’l-Bahá, zitiert in: Star of the West, vol. 8, no. 4 (17. Mai 1917), p. 41
A27 ‘Abdu’l-Bahá, zitiert in: Ein Leben, getragen von Andacht und Gebet, 24:1
A28 Bahá’u’lláh, zitiert in: Ein Leben, getragen von Andacht und Gebet, 68:1
A29 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, zitiert in: Ein Leben, getragen von Andacht und Gebet, 76:1
A30 Bahá’u’lláh, in: Gebete und Meditationen, 116:1
A31 Bahá’u’lláh, zitiert in: Das Kommen göttlicher Gerechtigkeit, S. 52
A32 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 31. März 1932, zitiert in: Über das Lehren, S. 56
A33 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 8. Dez. 1935, zitiert in: Über die Macht des Gebets, S. 23f
A34 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 2. November 1931, zitiert in: Bahá’í Youth, S. 3f
A35 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 26. Oktober 1932, zitiert in: Bahá’í Youth, S. 4f
A36 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 26. Oktober 1932, in: Zum wirklichen Leben, 30:1
A37 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 26. Oktober 1932, zitiert in: Den Glauben vertiefen, Abs. 135
A38 ‘Abdu’l-Bahá, in: Beantwortete Fragen, 67:7–8
A39 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, in: Sechs Schritte zum geistigen Wachstum, Bahá’í Verlag 2014, S. 8f
A40 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An einen Gläubigen, unveröffentlichter Brief vom 19. April 2013
A41 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An einen Nationalen Geistigen Rat, unveröffentlichter Brief vom 23. April 2013
A42 vgl. Training Institutes: Attaining a higher level of functioning, prepared by The International Teaching Centre, 2017, Kapitel 1.1.3
A43 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Bahá’í der Welt, Riḍván 2010, Abs. 9
A44 Shoghi Effendi, An die Bahá’í-Jugend in Bombay, Brief in seinem Auftrag vom 26. Oktober 1932, zitiert in: Den Glauben vertiefen, Abs. 134
A45 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká, 4:13-16
A46 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká, 6:27
A47 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká, 9:4,5
A48 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká, 17:91, 94, 95
A49 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 5. April 1942, zitiert in: Geistiger Adel, S. 26f
A50 Shoghi Effendi, An die Jugendklasse der Louhelen-Sommerschule, Brief in seinem Auftrag vom 25. August 1944, zitiert in: Geistiger Adel, S. 27
A51 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 23. Januar 1945, zitiert in: Geistiger Adel, S. 28
A52 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 27. Januar 1945, zitiert in: Geistiger Adel, S. 28
A53 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 22. Februar 1945, zitiert in: Geistiger Adel, S. 28
A54 Shoghi Effendi, An den Jugendausschuss der Vereinigten Staaten, Brief in seinem Auftrag vom 20. Oktober 1945, zitiert in: Geistiger Adel, S. 29
A55 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 26. Mai 1946, zitiert in: Geistiger Adel, S. 29
A56 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 6. September 1946, zitiert in: Geistiger Adel, S. 29f
A57 Shoghi Effendi, An die Jugend-Arbeitsgruppe der Louhelen School, Brief in seinem Auftrag vom 19. September 1946, in: Zum wirklichen Leben, 47:1
A58 Shoghi Effendi, An die jugendlichen Teilnehmer der Green Acre Summer School, Brief in seinem Auftrag vom 19. September 1946, in: Zum wirklichen Leben, 48:1
A59 Shoghi Effendi, An die Jugendklasse der Louhelen Bahá’í-Sommerschule, Brief in seinem Auftrag vom 11. November 1951, zitiert in: Bahá’í Youth, S. 18
A60 Shoghi Effendi, An die in Aachen versammelten Jugendlichen, Brief in seinem Auftrag vom 28. Mai 1957, in: Das Licht göttlicher Führung, Bd.2, 164:1-3
A61 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 9. Juli 1931, zitiert in: Ziele der Kindererziehung, 109:1
A62 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká, 3:23
A63 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 21. Februar 1933, in: Zum wirklichen Leben, 13:1
A64 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 5. September 1938, zitiert in: Liebe und Ehe, S.21
A65 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 12. Dezember 1940, zitiert in: Liebe und Ehe, S.23
A66 ‘Abdu’l-Bahá, in: Briefe und Botschaften, 86:2
A67 Bahá’u’lláh, Die Verborgenen Worte, pers. 39
A68 ‘Abdu’l-Bahá, Botschaft an die Bahá’í in Stuttgart vom 3.12.1911, zitiert in: Bahá’í-Briefe 12, 1963, S. 285
A69 Shoghi Effendi, in: Das Licht göttlicher Führung, Bd.1, 8:3-4
A70 Shoghi Effendi, in: Das Licht göttlicher Führung, Bd.1, 30:1
A71 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 7. Aug. 1950, zitiert in: Über das Lehren, S. 24f
A72 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Bahá’í der Welt, Riḍván 1999, Abs. 10
A73 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Bahá’í der Welt, Riḍván 2000, Abs. 27
A74 Shoghi Effendi, in: Das Licht göttlicher Führung, Bd.1, 57:2-3
A75 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 13. März 1944, zitiert in: Bahá’í Youth, S. 15
A76 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An alle Nationalen Geistigen Räte, 25. Mai 1975
A77 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Bahá’í der Welt, Riḍván 1973
A78 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Botschaft vom 25. März 1975, zitiert in: Lights of Guidance, Abs. 2138
A79 Shoghi Effendi, An den nationalen Jugendausschuss der Britischen Inseln, Brief vom 7. Juni 1946, in: Unfolding Destiny
A80 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 21. Oktober 1943, zitiert in: Den Glauben vertiefen, S. 70f
A81 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 2. November 1933, zitiert in: Den Glauben vertiefen, S. 59
A82 Shoghi Effendi, An eine neu gebildete Bahá’í-Gruppe, Brief in seinem Auftrag vom 16. Juni 1945, zitiert in: Über das Lehren, S. 34
A83 Shoghi Effendi, An den Nationalen Geistigen Rat in Deutschland, Brief in seinem Auftrag vom 4. April 1947, zitiert in: Über das Lehren, S. 34
A84 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 30. Oktober 1936, zitiert in: Über das Lehren, S. 42
A85 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 1. September 1933, zitiert in: Über das Lehren, S. 55
A86 Shoghi Effendi, An die Jugendklasse der Louhelen Bahá’í-Schule, Brief in seinem Auftrag vom 2. Oktober 1951, zitiert in: Bahá’í Youth, S. 6
A87 Shoghi Effendi, in: Das Licht göttlicher Führung, Bd. 1, 114:7
A88 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká, 13:19–22
A89 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká, 9:20
A90 Shoghi Effendi, in: Das Licht göttlicher Führung, Bd. 1, 218:2
A91 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Bahá’í der Welt, Riḍván 1972
A92 Bahá’u’lláh, zitiert in: Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Riḍván 1982
Jugend kann die Welt bewegen
Textzusammenstellung
Vorwort
An alle jungen Menschen, die von der Vision Bahá´u´lláhs inspiriert, sich persönlich entwickeln und der Menschheit dienen wollen
Wir leben in einer Zeit von großen Veränderungen und Umbrüchen. Inmitten einer materialistisch orientierten Gesellschaft, die Individualismus und Wettkampf fördert, sind der geistige Wert des Menschen an sich und sein Potential, dem Allgemeinwohl zu dienen, in den Hintergrund getreten.
Die Leser dieser überarbeiteten Ausgabe von Jugend kann die Welt bewegen eint sicherlich der Gedanke, wie eine Kultur der Zusammenarbeit und gegenseitigen Unterstützung Fuß fassen kann, um die Vereinigung der Menschheitsfamilie zu beschleunigen und bewusst und hingebungsvoll zu gestalten. Die Bahá’í-Gemeinde in Deutschland erkennt, dass die Jugendlichen ihren »gebührenden Platz an der Spitze der Bemühungen der Gemeinde eingenommen haben«Q1, um in ihrem direkten Umfeld zur Wandlung von Nachbarschaften, Dörfern und Netzwerken beizutragen.
»Die Reife, die sie bei der Erfüllung der Aufgaben bewiesen haben, von denen die Weiterentwicklung des Göttlichen Plans abhängt, zeigt ihre geistige Vitalität und ihr Engagement für die Bewahrung der Zukunft der Menschheit« Q2
Mehr und mehr Jugendliche stellen sich die Frage, wie sie in all ihren Bemühungen den Dienst am Allgemeinwohl in den Mittelpunkt stellen können. Dabei gibt es sicherlich verschiedene Phasen im Leben. Die Bahá’í-Gemeinde stellt über Kinderklassen, Juniorjugendgruppen und die Studienkreise des Trainingsinstituts sicher, dass Menschen im Bewusstsein aufwachsen, eine ewiglebende Seele zu nähren und ihr geistiges Potential zur Verfügung zu stellen. Viele Bahá’í-Jugendliche und ihre Freunde widmen sich in Sommermonaten oder nach dem Abschluss der schulischen Bildung einer Zeit des Dienstes. Für einige Monate oder sogar ein oder zwei Jahre gehen sie an Orte, um dort gemeinsam mit ihren Mitmenschen eine materielle und geistige Entwicklung ihrer Umgebung zu fördern. Hier werden oft Grundlagen für ein Leben des Dienstes gelegt. Das direkte Wirken am göttlichen Plan für die heutige Zeit wird in seinem Verlauf durch weitere Lebensfelder und Lebensentscheidungen ergänzt, vor allem durch die berufliche Ausbildung und die Gründung einer Familie. Die Erfahrung zeigt, dass diese Felder sich besonders gut entwickeln, wenn der Dienst für die Menschheit im Mittelpunkt eines kohärenten Lebens steht.
In diesem Geist hoffen wir, dass das Studium dieser einzigartigen Zitate aus den Heiligen Schriften und der Führung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, die direkt an euch gerichtet sind, eure Gespräche und eure Bemühungen inspirieren.
Der Nationale Geistige Rat
Gebet für die Jugend
O Herr! Lass diesen jungen Menschen strahlen, erweise diesem armen Geschöpf Deine Freigebigkeit. Schenke ihm Wissen, gewähre ihm jeden Morgen neue Kraft und behüte ihn unter dem Obdach Deines Schutzes, dass er frei von Irrtum werde, sich dem Dienste Deiner Sache hingebe, die Widerspenstigen leite, die Unglücklichen führe, die Gefangenen befreie und die Achtlosen erwecke, so dass alle durch Dein Gedenken und Deinen Lobpreis gesegnet sind. Du bist der Mächtige, der Kraftvolle.A1
Bahá’u’lláh
An die Jugend der Welt
Innig geliebte Freunde,
Als sich die erhabene Gestalt des Báb im Alter von nur 25 Jahren erhob, um der Welt Seine umwälzende Botschaft zu überbringen, waren viele unter denen, die Seine Lehren annahmen und weiterverbreiteten, jung, sogar jünger als der Báb selbst. Ihr Heldenmut, der in überwältigender Leuchtkraft in Nabíls Bericht verewigt ist, wird die Annalen der Menschheitsgeschichte für kommende Jahrhunderte erleuchten. So begann ein Grundmuster, in dem jede Generation von Jugendlichen, beseelt vom selben göttlichen Impuls, die Welt neu zu gestalten, die Gelegenheit ergriffen hat, zum jüngsten Stadium des sich entfaltenden Prozesses beizutragen, dessen Ziel es ist, das Leben der Menschheit zu wandeln. Es ist ein Muster, das von der Zeit des Báb bis zu dieser Stunde keine Unterbrechung erlitten hat.
… Durch Ausdauer bei ihrer Anwendung konnten viele von euch schon selbst Anzeichen für die gesellschaftsbildende Kraft der göttlichen Lehren erkennen. … [Ihr] seid eingeladen, darüber nachzudenken, welcher Beitrag von jedem jungen Menschen geleistet werden kann, der auf Bahá’u’lláhs Aufruf antworten und mithelfen möchte, diese Kraft freizusetzen. …
… wir [sind] hocherfreut, dass sich so viele von euch bereits auf das Feld des Dienstes begeben haben, indem sie sich sowohl in gemeindebildenden Aktivitäten engagieren, als auch die Anstrengungen anderer organisieren, koordinieren oder auf andere Weise zusammenführen; in all diesen Bemühungen nehmt ihr ein ständig wachsendes Maß an Verantwortung auf eure Schultern. Es ist nicht verwunderlich, dass es gerade eure Altersgruppe ist, die die intensivsten Erfahrungen gewinnt, Juniorjugendliche und ebenso Kinder bei ihrer moralischen und geistigen Entwicklung zu unterstützen, indem in ihnen die Fähigkeit zu gemeinsamem Dienen und wahrer Freundschaft gefördert wird. Alles in allem seid ihr Euch angesichts der Welt, in der diese jungen Seelen sich zurechtfinden müssen, mit ihren Fallgruben, aber auch Chancen, der Wichtigkeit der geistigen Stärkung und Vorbereitung voll und ganz im Klaren. Indem ihr euch dessen bewusst seid, dass Bahá’u’lláh gekommen ist, um sowohl das innere Leben als auch die äußeren Bedingungen der Menschheit zu transformieren, steht ihr diesen jungen Menschen, die jünger sind als ihr selbst, bei ihrer Charakterbildung zur Seite, und bereitet sie darauf vor, Verantwortung zum Wohl ihrer Gemeinden zu übernehmen. Wenn sie ins Jugendalter eintreten, helft ihr ihnen dabei, ihre Ausdruckskraft zu fördern und pflanzt ihnen ein starkes moralisches Feingefühl ein. Dadurch werden eure eigenen Lebensziele klarer definiert, während ihr Bahá’u’lláhs Aufforderung Folge leistet: »Lasst Taten und nicht Worte eure Zier sein.«
Um einen Pfad des Dienstes zu beschreiten, welche Form auch immer eure Aktivitäten annehmen, bedarf es Glaube und Beständigkeit. In diesem Zusammenhang ist es ein unermesslicher Gewinn, diesen Pfad gemeinsam mit anderen zu gehen. Liebevolle Gemeinschaft, gegenseitige Ermutigung und die Bereitschaft voneinander zu lernen, sind natürliche Eigenschaften jeglicher Gruppe von Jugendlichen, die nach denselben Zielen strebt …
Die Möglichkeiten, die sich durch kollektives Handeln auftun, sind besonders im Rahmen der Gemeindebildung offensichtlich … Oft sind es Jugendliche, die hier an vorderster Front mitbeteiligt sind – nicht nur Bahá’í-Jugendliche, sondern auch Gleichgesinnte, die die positiven Auswirkungen dessen erkennen können, was die Bahá’í ins Leben gerufen haben, und die die zugrunde liegende Vision von Einheit und geistiger Wandlung begreifen. An diesen Orten spürt man besonders deutlich die Notwendigkeit, die Offenbarung Bahá’u’lláhs mit empfänglichen Seelen zu teilen und die Tragweite Seiner Botschaft für die heutige Welt zu erforschen. Wenn so große Teile der Bevölkerung zu Passivität und Apathie einladen oder, was noch schlimmer ist, zu Verhaltensweisen ermutigen, die für einen selbst und andere schädlich sind, dann bilden diejenigen einen auffallenden Kontrast, die in einer Bevölkerung die Fähigkeit stärken, ein geistig bereicherndes Gemeindeleben zu entwickeln und aufrechtzuerhalten.
Und obwohl viele eure Dynamik und eure Ideale bewundern, ist die wahre Bedeutung dieser Unternehmungen der Welt insgesamt nicht in vollem Maße offenkundig. Ihr aber seid euch darüber im Klaren, dass ihr Anteil habt an einem machtvollen, verwandelnden Prozess, der zu gegebener Zeit eine Weltzivilisation hervorbringen wird, die die Einheit der Menschheit widerspiegelt. Ihr wisst sehr wohl, dass die Gewohnheiten des Verstandes und des Geistes, die ihr in euch und anderen nährt, Bestand haben und weittragende Entscheidungen beeinflussen werden in Bezug auf Ehe, Familie, Studium, Arbeit und sogar auf die Wahl des Wohnorts. Das Bewusstsein über diese umfassenden Zusammenhänge hilft euch dabei, den Zerrspiegel zu zerschlagen, in dem die alltäglichen Prüfungen, Schwierigkeiten, Rückschläge und Missverständnisse unüberwindlich erscheinen können. Und in dem Ringen, das geistiges Wachstum für jeden Einzelnen mit sich bringt, kann die Willenskraft, die für jeglichen Fortschritt erforderlich ist, leichter aufgebracht werden, wenn unsere Energien auf ein höheres Ziel ausgerichtet sind – und mehr noch, wenn wir zu einer Gemeinde gehören, die in diesem Ziel vereint ist.A2
Nöte der Zeit und Gesellschaft
Vor dem Panorama einer Bahá’í-Welt, die in ernsthaftem Handeln engagiert ist, beeindruckt uns ganz besonders ein Phänomen: der maßgebliche Beitrag, den die Jugendlichen auf jedem Kontinent leisten. In diesem Phänomen sehen wir die Bestätigung der Hoffnungen, die der geliebte Hüter in sie gesetzt hat, »für den künftigen Fortschritt und die Verbreitung der Sache«, und des Vertrauens, mit dem er auf ihre Schultern »die ganze Verantwortung dafür« legte, »dass der Geist selbstlosen Dienstes unter ihren Mitgläubigen aufrechterhalten werde«. Ebenso beeindruckt uns die Anzahl der Jugendlichen, die sich nach nur kurzer Verbindung mit der Bahá’í-Gemeinde zu bedeutsamen Diensten verpflichten und rasch ihre Verbundenheit zu den gemeindebildenden Bemühungen des Glaubens entdecken. In der Tat – wenn wir die Bahá’í-Jugendlichen und ihre gleichgesinnten Gleichaltrigen betrachten – können wir nicht umhin, hocherfreut zu sein angesichts ihres Eifers, einen Teil der Verantwortung zu übernehmen, um zur geistigen und sozialen Entwicklung der sie umgebenden Menschen beizutragen, vor allem derer, die jünger sind als sie selbst. In einer Zeit, die von Eigeninteressen beherrscht wird, in der sogar eine geistige Zugehörigkeit an den Maßstäben von Nutzen und persönlicher Befriedigung gemessen wird, ist es ermutigend, jungen Menschen in der Altersgruppe von fünfzehn Jahren bis in ihre Zwanziger – die ganz besonders zur Zielscheibe eines aggressiven Materialismus geworden sind – zu begegnen, die durch die Vision Bahá’u’lláhs aufgerüttelt wurden und bereit sind, die Bedürfnisse anderer vor ihre eigenen zu stellen. Dass Jugendliche mit solch einer erhabenen Gesinnung sowohl aufgrund ihrer eigenen Anstrengungen als auch durch die Schwungkraft, die sie der ganzen Gemeinde verleihen, so wirkungsvoll zu den Bemühungen beitragen, die überall im Gange sind, ist ein verheißungsvolles Vorzeichen für die erwartete Beschleunigung dieser Bemühungen.
Was in den letzten … Jahren erreicht worden ist, wird sicherlich bei weitem übertroffen werden, nicht nur in den abschließenden Jahren dieses gegenwärtigen Planes, sondern auch in den verbleibenden Jahren des ersten Jahrhunderts des Gestaltenden Zeitalters. Um diese mächtige Unternehmung voranzutreiben und die Jugendlichen von heute aufzurufen, die Aufgaben, die sie in dieser rasch schwindenden Zeitspanne wahrnehmen müssen, vollständig zu übernehmen, künden wir die Einberufung von 95 Jugendkonferenzen an… Wir laden jeden Jugendlichen, der in den Methoden und Instrumenten des Planes wirksame Mittel für die Bewegung hin zu einer besseren Gesellschaft erkennt, zu diesen Zusammenkünften ein. Und wir laden Bahá’í jeden Alters ein, den Teilnehmern, von deren Bemühungen so viel abhängt, ihre rückhaltlose Unterstützung zuteilwerden zu lassen.
Geliebte Freunde: Jede Generation junger Gläubiger erhält eine Gelegenheit, für die Geschicke der Menschheit einen Beitrag zu leisten, die einzigartig für ihre Lebensspanne ist. Für die gegenwärtige Generation ist der Augenblick gekommen, tief nachzudenken, sich zu verpflichten, sich zu stählen für ein Leben des Dienstes, aus dem Segen im Überfluss strömen wird. In unseren Gebeten an der Heiligen Schwelle flehen wir die Altehrwürdige Schönheit an, dass Er aus einer abgelenkten und verwirrten Menschheit reine Seelen herausdestillieren möge, die mit klarer Sicht begabt sind: Jugendliche, deren Integrität und Aufrichtigkeit nicht durch das Verharren bei den Fehlern anderer untergraben werden, und die sich nicht durch eigene Unzulänglichkeiten lähmen lassen; Jugendliche, die auf den Meister blicken und »diejenigen, die ausgeschlossen waren, in den Kreis vertrauter Freunde bringen«; Jugendliche, deren bewusstes Wissen um die Mängel der Gesellschaft sie dazu an treibt, für deren Wandlung zu arbeiten, und sich nicht etwa von ihr zurückzuziehen; Jugendliche, die, was immer es auch erfordern mag, sich weigern, an der Ungerechtigkeit in ihren vielen Erscheinungsformen vorbeizugehen und stattdessen dafür arbeiten, dass »das Licht der Gerechtigkeit sein Strahlen über die ganze Welt verbreitet«.A3
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… Wie lange wird die Menschheit in ihrem Eigensinn verharren? Wie lange wird das Unrecht fortbestehen? Wie lange sollen Chaos und Verwirrung unter den Menschen herrschen? Wie lange wird Zwietracht das Antlitz der Gesellschaft zerwühlen?
… Ach, die Winde der Verzweiflung wehen aus jeder Richtung, und der Hader, der das Menschengeschlecht spaltet und peinigt, nimmt täglich zu. Die Zeichen drohender Erschütterungen und des Chaos sind jetzt deutlich zu sehen, zumal die bestehende Ordnung erbärmlich mangelhaft erscheint. …A4
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Der Wiederausbruch der religiösen Unduldsamkeit, der Rassenfeindschaft, der chauvinistischen Anmaßung, die wachsenden Beweise von Selbstsucht, Argwohn, Angst und Betrug, die Ausbreitung des Terrorismus, der Gesetzlosigkeit, der Trunksucht, des Verbrechens, der unstillbare Durst und das fieberhafte Trachten nach weltlichen Nichtigkeiten, Reichtümern und Vergnügungen, die Schwächung der Familienzusammengehörigkeit, die Lockerung der elterlichen Gewalt, das Abgleiten in schwelgerisches Sichgehenlassen, die verantwortungslose Einstellung zur Ehe und ihr zufolge die steigende Flut von Scheidungen, die Entartung von Kunst und Musik, die Vergiftung der Literatur und die Verderbnis der Presse, der wachsende Einfluss und die Geschäftigkeit jener ›Propheten des Verfalls‹, die für die Kameradschaftsehe eintreten, eine Philosophie der Nacktkultur predigen, Mäßigung ein Hirngespinst nennen, Propheten, welche die Hervorbringung von Kindern als geheiligten Hauptzweck der Ehe ablehnen, die Religion als Opium des Volkes schmähen und, wenn man ihnen freien Lauf ließe, die Menschheit zurück zur Barbarei, zum Chaos und zum schließlichen Erlöschen führen würden – das sind die hervorstechenden Merkmale einer zerfallenden Gesellschaft, die entweder wiedergeboren wird oder umkommen muss.A5
Dass eine so grundlegende Umwälzung mit einem so weitreichenden Wandel in der Gesellschaftsstruktur auf dem gewöhnlichen Weg der Diplomatie und der Erziehung erreicht werden kann, scheint höchst unwahrscheinlich. Wir brauchen nur die blutgetränkte Menschheitsgeschichte zu betrachten, um festzustellen, dass allein die heftigste geistige und körperliche Pein imstande war, derart epochemachende Wandlungen, wie sie die wichtigsten Wahrzeichen der Kulturentwicklung bilden, rasch herbeizuführen.A6
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Die gegenwärtige Lage der Welt, wirtschaftliche Instabilität, soziale Gegensätze, politische Unzufriedenheit und internationales Misstrauen sollten die Jugend aus ihrem Schlaf wecken und sie dazu führen, sich zu fragen, was die Zukunft bringen wird. Ganz sicher wird sie es sein, die am meisten leiden muss, wenn eine Katastrophe über die Welt fegt. Daher sollte sie die vorhandenen Zustände kritisch betrachten, die üblen Kräfte, die am Werk sind, untersuchen und sich dann in gemeinsamer Anstrengung erheben und die nötigen Neuerungen herbeiführen, Neuerungen, die sowohl die geistigen als auch die sozialen und politischen Bereiche des menschlichen Daseins voll umfassen.A7
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Es sind in der Tat die Jugendlichen, an die die Sache Gottes ihren stärksten Aufruf richten muss, denn sie allein hält das Versprechen für ihre zukünftige Sicherheit. Ohne das, was Bahá’u’lláh der Menschheit gegeben hat, sind die Zukunftsaussichten der Welt wahrhaft hoffnungslos. Es scheint, dass die bösen Kräfte der menschlichen Natur die Oberhand gewonnen haben, nur eine geistige Macht, direkt von Gott, kann die gute Seite der Menschlichen Natur befähigen, wieder Kontrolle über das Leben der Menschheit zu erlangen.A8
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Es freut ihn immer, wenn erleuchtete und fähige junge Menschen die Sache annehmen, denn die Welt der nahen Zukunft gehört natürlich ihnen, und die schwere Verantwortung dieser Zukunft wird deshalb auf ihren Schultern liegen. Sie können kein Vorbild für ihr Tun finden, das mit dem vergleichbar wäre, das Bahá’u’lláh der Welt für dieses Zeitalter gegeben hat. Geistige Gesundheit, Gerechtigkeit, vollkommener Gleichklang mit Seinem System können allein den nächsten Schritt in der menschlichen Entwicklung vollbringen – die Vereinigung der Menschheit zu einer Familie, die diesen Planeten bewohnt.A9
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Er stimmt zu, dass die Gefahren, denen die heutige Jugend gegenübersteht, zunehmend ernster werden und nach einer unmittelbaren Lösung rufen. Aber das Heilmittel für diese wahrhaft traurige und bestürzende Situation kann, wie die Erfahrung deutlich zeigt, nicht in traditioneller, in Kirchen-Religion gefunden werden. Der gebieterische Ton der Kirche ist ein für alle Mal verklungen. Nur die Kraft eines unverfälschten, aufbauenden und lebenden Glaubens, wie der der Welt durch Bahá’u’lláh offenbarte, kann die Jugend führen und vor den Fallgruben des krassen Materialismus dieser Zeit bewahren.
Religion ist, wie in der Vergangenheit, noch immer der Welt einzige Hoffnung, jedoch nicht jene Form von Religion, die sich unsere kirchlichen Führer vergeblich zu predigen bemühen. Getrennt von wahrer Religion verlieren Sittenlehren ihre Wirksamkeit und hören auf, das persönliche und gesellschaftliche Leben des Menschen zu führen und zu steuern. Wenn jedoch wahre Religion gepaart ist mit wahrer Ethik, dann wird moralischer Fortschritt möglich und bleibt kein leeres Ideal.
Unsere heutige Jugend braucht solche Ethik, die auf reinem Gottesglauben gründet. Bevor diese beiden nicht miteinander verbunden sind und voll zur Wirkung kommen, gibt es für die Zukunft der Menschheit keine Hoffnung.
Die Welt vor uns wird nach diesem Krieg in einer fürchterlichen Verfassung sein, und wenn die Gläubigen sich aufmachen, ihre Pflicht zu erfüllen und der Menschheit diese göttliche Erlösung bringen, so müssen sie sich selbst auf diese großen vor ihnen liegenden Aufgaben vorbereiten. Dies gilt besonders für die Bahá’í-Jugend. Junge Männer und Frauen müssen in den Lehren des Glaubens gut bewandert sein, damit sie in einer Art lehren können, die die Menschen davon überzeugen, dass es für alle ihre Probleme ein Heilmittel gibt. Sie müssen die Verwaltungsordnung verstehen, damit sie die ständig wachsenden Angelegenheiten der Sache weise und wirksam verwalten können. Und sie müssen die Bahá’í-Lebensart beispielhaft verwirklichen. Dies allein ist nicht leicht – aber der Hüter ist immer sehr ermutigt, wenn er den Geist sieht, der junge Gläubige wie dich beseelt. Er setzt große Hoffnungen auf die künftigen Errungenschaften deiner Generation.A10
Zweifache moralische Bestimmung
Die zweifache Wandlung – auf der Ebene des Einzelnen und in der Struktur der Gesellschaft – wird in den Schriften des Glaubens dargestellt, und … legt nahe, dass junge Menschen mit einem starken Sinn für ihre Bestimmung ausgestattet sein sollten, um ihr eigenes intellektuelles und geistiges Wachstum in die Hand zu nehmen und dauerhafte Beiträge zur Verbesserung der Gesellschaft zu leisten.A11
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O Du gütiger Herr! Verleihe gnädiglich jedem dieser jungen Vögel himmlische Flügel und gib ihnen die geistige Kraft, den grenzenlosen Raum zu durchfliegen und sich in die Höhen des Abhá-Reiches aufzuschwingen.
O Herr! Stärke diese zerbrechlichen Setzlinge, dass jeder von ihnen zu einem fruchttragenden Baum heranwachse, grüne und blühe. Mache diese Seelen siegreich durch die Macht Deiner himmlischen Heerscharen, damit sie fähig werden, die Kräfte des Irrtums und der Unwissenheit zu zermalmen und das Banner der Freundschaft und Führung unter den Menschen zu entrollen, damit sie wie der belebende Frühlingswind die Bäume der Menschenseelen erfrischen und beleben und den Frühlingsschauern gleich die Wiesen jener Gegend grün und fruchtbar machen.
Du bist der Mächtige und Kraftvolle. Du bist der Schenkende und der Allliebende.A12
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Die Jugend sollte sich von den Dingen der Welt abkehren und – erfüllt mit der dynamischen Kraft des Heiligen Geistes – sich erheben, die Botschaft zu verbreiten und die Herzen zu beleben.A13
Bedeutung der Jugend
Überall auf der Welt zeichnet sich die Bahá’í-Jugend durch die Energie und das Verständnis aus … Mit wachem Geist, fähig und aufopfernd dienen sie bei der Entwicklung der Trainingsinstitute, der Unterstützung der Lehrarbeit in örtlichen Gemeinden und Regionalbereichen, bei den Programmen des Jahr des Dienstes sowie bei vielen Aktivitäten unter Anwendung der Künste, um den Glauben zu fördern.
Es ist unser brennender Wunsch zu sehen, dass sich die Bahá’í-Jugend Europas erhebt, um eine noch bedeutendere Rolle bei der Arbeit für die Sache auf diesem Kontinent zu spielen, und wir werden an der Heiligen Schwelle um göttliche Gnadengaben dafür beten, dass jede eurer Bemühungen für den Fortschritt des Glaubens, der euch so sehr am Herzen liegt, gesegnet und bestätigt werde.A14
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Mit Bewunderung sehen wir den Eifer, mit dem die Jugend des Vereinigten Königreichs die Vorreiterrolle bei der Arbeit für den Glauben eingenommen hat und dabei eine ständig steigende Anzahl von Seelen zu erreichen und in die Aktivitäten des Gemeindeaufbaus einzubinden sucht, die im Zentrum des Fünfjahresplanes stehen.
Eure Ernsthaftigkeit, eure Energie, eure unerschütterliche Entschlossenheit, nicht den Anforderungen dieses Tages auszuweichen, zeichnet euch für dieses überaus wichtige Unterfangen aus.
Gut geschult und vorbereitet, geistig entflammt und erfahrungshungrig habt ihr euch erhoben, die Initiative in eurem unmittelbaren Umfeld und darüber hinaus zu ergreifen.
Die Notwendigkeit, dass ihr euch dem Dienst besonders in zwei Bereichen widmet – als Lehrer von Kinderklassen und Betreuer von Juniorjugendgruppen –, ist so offensichtlich wie nie zuvor.
Über diese besonderen Aktivitäten hinaus dürft ihr es keinesfalls versäumen, eure Gleichaltrigen mit der mächtigen, überwältigenden, weltumfassenden Aufgabe vertraut zu machen, die euch aufgetragen wurde.
Wer von ihnen würde sich nicht geistig bereichert finden, wenn er darüber nachsinnt, wie durch die Anwendung der von Bahá’u’lláh verkündeten weitreichenden Prinzipien die Welt erneuert und die verwirrende Krise überwunden werden kann?
Wer von ihnen würde kein neues Bewusstsein der menschlichen Fähigkeit, »eine ständig fortschreitende Kultur voranzutragen«, erlangen, wenn er seine Kräfte mit euren Kräften verbindet, um sie diesem edlen Ziel zu weihen?A15
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Die großartigen Taten der Jugend auf dem Feld des Dienstes zählen zu den schönsten Früchten des gegenwärtigen Plans. Wenn es noch irgendeines Beweises für das außergewöhnliche Potenzial der Jugend bedurfte, dann wurde er hier unbestreitbar erbracht. …
Die begeisterte Teilnahme der Jugendlichen warf auch ein Schlaglicht auf die Tatsache, dass sie einen ganz besonders aufgeschlossenen Teil jeder empfänglichen Bevölkerungsgruppe darstellen, die die Freunde zu erreichen suchten. …
Die Erfahrung zeigt, dass eine Diskussion über einen Beitrag zur Besserung der Gesellschaft die tiefsten Motivationsquellen unmöglich erschließen kann, wenn die Erforschung geistiger Themen dabei ausgelassen wird. Die Bedeutung des ›Tuns‹, sich zum Dienst zu erheben und Freunde zu begleiten, muss in Einklang gebracht werden mit dem Gedanken des ›Seins‹, das Verständnis der göttlichen Lehren zu vertiefen und geistige Eigenschaften im eigenen Leben widerzuspiegeln. Und so wird bei den Jugendlichen, nachdem sie mit der Vision des Glaubens für die Menschheit und dem erhabenen Charakter seiner Mission vertraut gemacht wurden, ganz natürlich der Wunsch entstehen zu dienen, ein Wunsch, den die Trainingsinstitute umgehend aufgreifen. …
Die Jugendlichen unterstützen sich aber auch gegenseitig, indem sie in Gruppen zusammenkommen, um gemeinsam weiter zu studieren und über ihren Dienst zu beraten, sich gegenseitig in ihren Bemühungen zu bestärken und Entschlossenheit aufzubauen; dabei sind sie ständig bestrebt, ihren Freundeskreis zu erweitern. Die Ermutigung, die ein Netzwerk von Gleichaltrigen auf diese Weise bietet, versorgt die jungen Menschen mit einer dringend benötigten Alternative zu den verführerischen Stimmen, die sie in die Fallen des Konsumdenkens und der zwanghaften Vergnügungen locken, und wirkt zugleich den Aufrufen entgegen, andere zu verteufeln. Genau vor diesem Hintergrund des nervenzehrenden Materialismus und zersplitternder Gesellschaften offenbart das Juniorjugendprogramm seinen ganz besonderen Wert für die gegenwärtige Zeit. Es bietet den Jugendlichen eine ideale Arena, in der sie Jüngeren dabei helfen können, den zersetzenden Kräften zu widerstehen, die speziell diese Altersgruppe anvisieren.
Während Jugendliche auf dem Pfad des Dienstes voranschreiten, fügen sich ihre Bemühungen nahtlos in die Aktivitäten des Clusters ein, und dadurch gedeiht die gesamte Gemeinde als ein zusammenhängendes Ganzes. Indem die Familien der Jugendlichen miteinbezogen werden, kann die Gemeindebildung auf natürliche Weise gestärkt werden. …
… je mehr sie in ihren Zwanzigern fortschreiten, desto weiter wird ihr Horizont. Andere Dimensionen eines kohärenten Lebens, die genauso herausfordernd und äußerst verdienstvoll sind, beginnen ihre Aufmerksamkeit stärker zu beanspruchen. Für viele wird ihre weitergehende akademische oder berufliche Ausbildung im Rahmen der sich ihnen bietenden Möglichkeiten unmittelbare Priorität haben, und neue Räume der Interaktion mit der Gesellschaft öffnen sich. Darüber hinaus werden sich die jungen Frauen und Männer des Aufrufs der Feder des Höchsten sehr bewusst: »Tretet in den Stand der Ehe, o Menschen, auf dass aus euch ein Nachkomme erstehe, der Meiner unter Meinen Dienern gedenkt« und »jeder [soll sich] einem Gewerbe oder einem Beruf widmen.« Nachdem sie einen Beruf ergriffen haben, versuchen die jungen Menschen natürlich, auf ihrem Gebiet einen Beitrag zu leisten oder es sogar im Licht der Einsichten voranzubringen, die sie aus ihrem fortgesetzten Studium der Offenbarung gewonnen haben, und sie bemühen sich, Vorbilder an Integrität und Vortrefflichkeit zu sein. Bahá’u’lláh preist jene, »die sich den Unterhalt durch ihren Beruf verdienen und ihn für sich und ihre Angehörigen verwenden, in der Liebe zu Gott, dem Herrn aller Welten.« Diese Generation von Jugendlichen wird Familien gründen, die die Grundlagen für blühende Gemeinden sicherstellen. Durch ihre wachsende Liebe zu Bahá’u’lláh und ihre persönliche Verpflichtung gegenüber dem Maßstab, zu dem Er sie aufruft, werden ihre Kinder die Liebe zu Gott »mit der Muttermilch« in sich aufnehmen und werden immer den Schutz Seines göttlichen Gesetzes suchen.A16
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… wenn ich die Möglichkeiten betrachte, die ein so gewaltiger Feldzug dem eifrigen und wagemutigen Geist zu bieten hat, der die Jugendlichen im Dienste der Sache Bahá’u’lláhs so mächtig belebt, … Eine solche Beteiligung kann die Kritiker und Feinde des Glaubens, die in unterschiedlichen Graden des Misstrauens und der Entrüstung den Entwicklungsprozess der Sache Gottes und ihrer Institutionen beobachten, am besten von der unzweifelhaften Wahrheit überzeugen, dass dieser Glaube ungemein lebendig, bis in den innersten Kern gesund und sein Schicksal in sicherer Hut ist.A17
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Die Aktivitäten, Hoffnungen und Ideale der Bahá’í-Jugend in Amerika, wie auch in allen anderen Erdteilen, liegen mir sehr am Herzen. Auf ihr liegt künftig die entscheidende und herausfordernde Verantwortung, die Interessen der Sache Gottes zu fördern, ihre weltweiten Aktivitäten zu koordinieren, ihren Wirkungskreis auszudehnen, ihre Reinheit zu sichern, ihre Werte zu erhöhen, ihre Absicht darzustellen und ihre Ideale und Ziele in denkwürdige und bleibende Errungenschaften umzusetzen. Sie hat eine sehr große Aufgabe, heilig, gewaltig und fesselnd zugleich. Möge der Geist Bahá’u’lláhs sie beschützen, begeistern und ihr Kraft geben bei der Erfüllung ihrer göttlich auferlegten Pflicht!A18
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Wenn die jüngere Bahá’í-Generation, auf die Shoghi Effendi große Hoffnung setzt, sich die Mühe macht, die Sache Gottes gründlich und sorgfältig zu studieren, wenn sie deren Geschichte liest, die Hauptgrundsätze erkennt und gleichzeitig gut unterrichtet und tatkräftig wird, dann kann sie sicherlich viel erreichen. Auf ihre Schultern hat der Meister die gewaltige Aufgabe der Lehrarbeit gelegt, Sie sind es, die den Ruf des Königreiches erschallen lassen und die Menschen aus dem Schlaf erwecken müssen, Versagen sie, so ist die Sache Gottes zum Stillstand verurteilt.A19
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Der Hüter meint, dass die Rolle der Bahá’í-Jugend in diesen Tagen immer mehr an Bedeutung gewinnt und dass sowohl euer Ausschuss als auch alle örtlichen Ausschüsse alles in ihrer Kraft stehende unternehmen sollten, die jungen Bahá’í zu mehr Aktivität und größerem Verantwortungsbewusstsein zu ermutigen. Sie müssen auf dem Gebiet des Lehrens, als Pioniere und Umsiedler und in der Verwaltung der Sache zunehmend aktiv werden. Gerade auf diese Jugendlichen werden die zahlreichen und verantwortungsvollen Aufgaben der Zukunft zukommen, wenn die Zeit reif ist, ihren Mitmenschen die Vollkommenheit der Gesetze und der Weltordnung Bahá’u’lláhs so beweisen müssen, dass die verwirrte Menschheit in ihnen ihre einzige Zuflucht findet.A20
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Es ist die Jugend, auf die der Hüter heute erwartungsvoll blickt, und es sind ihre Schultern, auf die er die ganze Verantwortung für das Vorankommen des Glaubens legt. Gerade sie hat die Gelegenheit, sich zu erheben und dieser großen Sache Gottes bis zum Äußersten zu dienen.A21
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Die Verantwortung der jungen Gläubigen ist sehr groß, denn sie müssen nicht nur sich selbst vorbereiten, die Arbeit der älteren Bahá’í übernehmen und die Angelegenheiten des Glaubens im Allgemeinen vorantragen; vielmehr wird die Welt, die vor ihnen liegt, nach den Verheißungen Bahá’u’lláhs eine von Leiden gezüchtigte Welt sein, die endlich bereit sein wird, auf Seine göttliche Botschaft zu hören. Von den Vertretern dieser Religion wird demnach ein besonders edler Charakter erwartet werden. Euer Wissen zu vertiefen, sich nach den Bahá’í-Maßstäben der Tugend und des aufrichtigen Verhaltens zu vervollkommnen, sollte die vorrangige Aufgabe jedes jungen Bahá’í sein.A22
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De Hüter war erfreut, von eurer Jugendgruppe zu hören. Die Kinder, die in den weltumfassenden Lehren Bahá’u’lláhs erzogen werden, werden unzweifelhaft zu einem wahrhaft neuen Menschengeschlecht heranwachsen. Er hofft, dass sich diese jungen Menschen auf die große Aufgabe vorbereiten, die sie in Zukunft erwartet, die Aufgabe beim Neuaufbau der Welt unter dem Beistand und der Erleuchtung der Bahá’í-Lehren mitzuhelfen.A23
Andacht und Dienst
Befasst euch nicht rastlos mit euren eigenen Belangen! Lasst eure Gedanken fest auf das gerichtet sein, was das Glück der Menschheit wiederherstellen und der Menschen Herzen und Seelen heiligen wird.A24
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… die sterblichen Menschen [gelangten] aus dem völligen Nichtsein zu dem Zweck ins Reich des Seins, für die Besserung der Welt zu wirken und miteinander in Einklang und Harmonie zu leben.A25
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Es gibt nichts Lieblicheres in der Welt des Seins als das Gebet! Die Menschen müssen in einem Gebetszustand leben. Der gesegnetste Zustand ist der des Betens und Flehens. Gebet ist Zwiesprache mit Gott. Die größte Fähigkeit oder der lieblichste Zustand ist kein anderer als die Zwiesprache mit Gott. Sie schafft Geistigkeit, Bewusstheit und himmlische Gefühle, sie erzeugt neue Anziehungen vom Königreich und erweckt die Empfänglichkeit der geistigen Natur.A26
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Es geziemt dem Diener, zu Gott zu beten, Seinen Beistand zu suchen, demütig zu bitten und Seine Hilfe zu erflehen. Das entspricht der Stufe des Dienens. Der Herr wird in Seiner vollkommenen Weisheit verordnen, was immer Er wünscht.A27
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Versammelt euch in größter Freude und Verbundenheit und sprecht die Verse, die der barmherzige Herr offenbart hat. Indem ihr dies tut, werden eurem inneren Wesen die Tore wahren Verstehens geöffnet und ihr werdet spüren, wie eure Seele mit Standhaftigkeit belehnt wird und euer Herz mit strahlender Freude erfüllt wird.A28
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An diesen Andachten kann jede Seele teilnehmen und hat die Möglichkeit, die himmlischen Düfte zu atmen, die Süße des Gebets zu erleben, über das schöpferische Wort zu meditieren, sich auf den Schwingen des Geistes zu bewegen und Zwiesprache mit dem Einen Geliebten zu halten.A29
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Mein Gott, mein Vielgeliebter! Wenn einmal Deine Gesetze herabgesandt sind, gibt es keinen Ort, dahin man fliehen kann, und nach der Verkündigung Deiner Gebote gibt es für keine Seele eine Zuflucht. Du hast der Feder die Geheimnisse Deiner Ewigkeit eingeflößt und ihr geboten, den Menschen zu lehren, was er nicht weiß, und Du hast ihn aus dem Kelch deiner Offenbarung und deiner Eingebung von den lebendigen Wassern der Wahrheit trinken lassen.A30
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Ein Menschengeschlecht, unvergleichlich in seiner Wesensart, soll erweckt werden, das mit den Füßen der Loslösung unter alle, die im Himmel und auf Erden sind, treten und den Mantel der Heiligkeit über alles werfen wird, was aus Wasser und Erde geschaffen wurde.A31
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Würde einer von ihnen auch nur für eine Sekunde seine Er folge seinen eigenen Fähigkeiten zuschreiben, so wäre sein Werk am Ende und sein Abstieg würde beginnen. Dies ist tat sächlich der Grund, warum so viele befähigte Seelen sich nach wundervollen Diensten plötzlich unfähig gefühlt haben und vielleicht vom Geist der Sache als unnütze Werkzeuge beiseite geworfen wurden. Der Maßstab ist das Ausmaß, in dem wir bereit sind, den Willen Gottes durch uns wirksam werden zu lassen.A32
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Tatsächlich ist der Hauptgrund für die Übelstände, die derzeit in der Gesellschaft Überhand nehmen, der Mangel an Geistigkeit. Die materialistische Zivilisation unserer Zeit beansprucht die Energie und das Interesse der Menschen so sehr, dass die Leute allgemein nicht mehr die Notwendigkeit sehen, sich über die Mächte und Bedingungen ihres alltäglichen, materiellen Daseins zu erheben. Es gibt keine ausreichende Nach frage nach Dingen, die wir geistig nennen sollten, um sie von den Bedürfnissen und Erfordernissen unserer leiblichen Existenz zu unterscheiden.
Die weltumspannende Krise, unter der die Menschheit leidet, ist daher in ihren Ursachen rein geistig. Der Geist dieser Zeit, als Ganzes gesehen, ist irreligiös. Die Lebensauffassung des Menschen ist zu roh und materialistisch, als dass es ihm ermöglichte, sich in die höheren Reiche des Geistes zu erheben.
Diesen Zustand einer todkranken Gesellschaft sucht die Religion zu verbessern und zu wandeln, denn der Kern religiösen Glaubens ist ein mystisches Empfinden, das den Menschen mit Gott vereint. Diese Haltung der geistigen Verbindung lässt sich erreichen und bewahren durch Meditation und Gebet. Und das ist der Grund, warum Bahá’u’lláh die Andacht in ihrer Bedeutung so sehr betont. Für einen Gläubigen ist es nicht genug, nur die Lehren anzunehmen und zu befolgen. Er muss darüber hin aus den Sinn für Geistigkeit entwickeln, den er hauptsächlich durch das Gebet erwerben kann. Wie alle anderen göttlichen Religionen ist also der Bahá’í-Glaube im Grunde mystisch angelegt. Sein Hauptziel ist die Entwicklung des Einzelnen und der Gesellschaft durch den Erwerb geistiger Tugenden und Kräfte. Es ist die Seele des Menschen, die zuerst genährt werden muss; und das Gebet versorgt am besten mit dieser Nahrung. Die Gesetze und Institutionen, die Bahá’u’lláh vorsieht, können ihre Wirkung nur dann voll entfalten, wenn unser inneres geistiges Leben vervollkommnet und umgestaltet ist. Sonst wird Religion zur bloßen Organisation entarten, zu einer toten Hülle.
Die Gläubigen, insbesondere die jungen, müssen daher die Notwendigkeit des Betens voll und ganz erkennen. Das Gebet ist absolut unerlässlich für ihre innere, geistige Entwicklung, und diese ist, wie schon gesagt, Grundlage und Zweck der Religion Gottes.A33
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Die in Amerika und Europa vorherrschende Not sollte der Jugend die Sinnlosigkeit zu Bewusstsein bringen, ihr ganzes Leben auf rein materialistische Ziele zu beschränken. Sie sollte daraus lernen, dass die geistige Ausrichtung unser Leben maßgeblich bestimmen und unser Hauptziel die Veredelung unseres sittlichen Verhaltens und die Suche nach dem Ewigen und Beständigen sein sollte.A34
Die Bahá’í-Jugend soll zwar für ihre Lage ihrer Nicht-Bahá’í Freunde Verständnis aufbringen, sie darf sich aber nicht durch die Welle der Weltgeschehnisse verleiten und wie jene treiben lassen. Während diese nur eine vor ihnen zerfallende Welt sehen, erblicken wir auch eine neue Welt im Aufbau. Jene erkennen nur den Untergang der alten Institutionen, die ihnen Achtung abverlangen, wir aber sehen die Morgendämmerung eines neuen Zeitalters mit seinen strengen Gesetzen und neuen sozialen Bindungen. Durch ihre materialistische Einstellung sehen sie nur die Sinnlosigkeit aller Dinge, während unser Glaube an einen erneuerten und vergeistigten Menschen uns für die Zukunft Sorge tragen und arbeiten lässt. Wenn wir andere dazu bewegen wollen, unseren Wegen zu folgen, sollten wir zwar Mitgefühl für ihre Lage haben, aber nicht in ihre Fußstapfen treten. Wir sollten uns auf eine höhere Ebene moralischen und geistigen Lebens bewegen, ihnen ein echtes Beispiel sein und sie so auf diese Stufe ziehen. Die jungen Leute sollen lesen, was Bahá’u’lláh und der Meister darüber gesagt haben und dies gewissenhaft verfolgen.A35
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Die völlige, gänzliche Auslöschung des Egos würde Vollkommenheit bedeuten – die der Mensch nie ganz erreichen kann –, aber das Ego kann und sollte zunehmend der erleuchteten Seele des Menschen untergeordnet werden. Das ist mit geistigem Fortschritt gemeint.A36
Vor euch, den Bahá’í-Kindern und -Jugendlichen, liegen so wohl große Vorrechte als auch große Pflichten, denn eure Generation wird helfen, eine neue, bessere, schönere Welt aufzubauen, nachdem die dunklen Jahre des Krieges vorüber sind. Ihr solltet euch auf diese große Aufgabe vorbereiten, indem ihr versucht, die wahre Bedeutung der Lehren zu verstehen, und sie nicht nur übernehmt als etwas, das man euch beigebracht hat. Sie sind eine wundervolle, neue Gedankenwelt, deren Erforschung gerade erst beginnt …A37
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Der Zugang zum Königreich erfolgt durch die Liebe Gottes, durch Loslösung, durch Läuterung und Heiligkeit, durch Wahrhaftigkeit und Reinheit, durch Standhaftigkeit und Treue und durch Selbstaufopferung. …
Wer an Gott glaubt, Ihn liebt und Gewissheit erlangt hat, erfreut sich an diesem gesegneten Leben, das wir das ewige Leben nennen; die aber, die wie durch Schleier von Gott getrennt sind, … leben doch in Dunkelheit …A38
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Bahá’u’lláh hat in Seinen Schriften sehr klar die wesentlichen Voraussetzungen für unsere geistige Entwicklung festgelegt, und ‘Abdu’l-Bahá hat immer wieder in Seinen Ansprachen und Sendschreiben darauf hingewiesen. Man kann sie kurz folgenderweise zusammenfassen:
1. Das tägliche Sprechen eines der Pflichtgebete mit reinem, andächtigem Herzen.
2. Das regelmäßige Lesen in den heiligen Schriften – zumindest jeden Morgen und Abend – mit Ehrerbietung, Aufmerksamkeit und Nachdenklichkeit.
3. Das Nachdenken (Meditieren) über die Lehren im Geist des Gebets, damit wir sie besser verstehen, getreuer befolgen und genauer anderen Menschen übermitteln können.
4. Das tägliche Bemühen, unser Verhalten mehr in Übereinstimmung mit den hohen Maßstäben zu bringen, die in den Lehren dargelegt sind.
5. Das Lehren der Sache Gottes.
6. Selbstloser Dienst im Glauben und in der Ausübung unseres Gewerbes oder Berufes.A39
Aufbau von Fähigkeiten
… die Kurse des Instituts haben zum Ziel, den Einzelnen auf einen Pfad zu bringen, auf dem Eigenschaften und Haltungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten schrittweise durch Dienen erlangt werden – ein Dienen, das das hartnäckige Ego bezwingen soll, indem es dem Einzelnen über dessen Beschränkungen hinweghilft und ihn in einen dynamischen Prozess des Gemeindeaufbaus einbindet.A40
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[Das Trainingsinstitut] strebt danach, den Einzelnen in einen Bildungsprozess einzubinden, in dem tugendhaftes Verhalten und Selbstdisziplin im Kontext des Dienstes entwickelt werden und dabei ein stimmiges und freudiges Lebensmuster schaffen, das Studium, Andacht, Lehren, Gemeindeaufbau und ganz allgemein die Beteiligung an Prozessen, die einen Wandel der Gesellschaft anstreben, miteinander verweben. Im Mittelpunkt des Bildungsprozesses steht der Kontakt mit dem Wort Gottes, dessen Kraft die Bemühungen jedes Einzelnen unterstützt, sein Herz zu reinigen und einen Pfad des Dienens mit ›den Füßen der Loslösung‹ zu gehen.A41
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… der [Instituts-] Prozess verbessert die Fähigkeiten, der Sache zu dienen, indem er Studium, praktische Anwendung und Dienst miteinander verbindet. … jeder bringt Kurs geistige Qualitäten hervor, fördert Haltungen, vermittelt Wissen, verleiht Fähigkeiten, führt Dienste ein und pflegt die Interaktionen.A42
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Die Schriften des Glaubens zu lesen und danach zu streben, ein zunehmend angemesseneres Verständnis der Bedeutung von Bahá’u’lláhs überragender Offenbarung zu erlangen, sind Verpflichtungen, die allen Seinen Anhängern auferlegt sind. Alle sind gehalten, in den Ozean Seiner Offenbarung einzutauchen und im Rahmen ihrer Fähigkeiten und Neigungen an den Perlen der Weisheit teilzuhaben, die darin enthalten sind. In diesem Licht sind auf natürliche Weise und als markante Aspekte des Bahá’í-Lebens örtliche Vertiefungsklassen, Winter- und Sommerferienkurse und eigens arrangierte Versammlungen entstanden, in denen einzelne in den Schriften bewanderte Gläubige anderen Einsichten zu besonderen Themen vermitteln konnten. So wie die Gewohnheit des täglichen Lesens ein wesentlicher Bestandteil des Bahá’í-Seins bleiben wird, so werden diese Arten des Studiums weiterhin ihren Platz im Gemeindeleben behalten. Aber das Verständnis für die Auswirkungen der Offenbarung sowohl hinsichtlich individuellen Wachstums als auch sozialen Fortschritts wird sich mannigfach steigern, wenn Studium und Dienst verbunden und gleichzeitig verrichtet werden. Dort, im Feld des Dienstes, wird das Wissen geprüft, Fragen ergeben sich aus der Praxis heraus, und neue Ebenen des Verständnisses werden erreicht. Durch das System des Lernens vor Ort, das nun in einem Land nach dem anderen eingeführt wurde – dessen wesentliche Elemente den Studienkreis, den Tutor und den Lehrplan des Ruhi-Instituts einschließen –, hat die weltweite Bahá’í-Gemeinde die Fähigkeit erlangt, Tausende, nein Millionen zu befähigen, die Schriften in kleinen Gruppen zu studieren mit dem ausdrücklichen Zweck, die Bahá’í-Lehren in die Realität zu übertragen, und die Arbeit des Glaubens zu seiner nächsten Stufe voranzubringen: beständig anhaltende Ausbreitung und Festigung in großem Maßstab.A43
Vortrefflichkeit
Die Verantwortung der jungen Gläubigen ist sehr groß. Sie müssen sich nicht nur vorbereiten, um das Werk der älteren Bahá’í als Erben zu übernehmen und die Angelegenheiten der Sache Gottes im Allgemeinen fortzuführen. Die Welt, die vor ihnen liegt, wird eine Welt sein, die – wie Bahá’u’lláh vorhersagt – durch ihre Leiden geläutert und schließlich bereit sein wird, auf Seine göttliche Botschaft zu hören. Folglich wird von den Vertretern einer solchen Religion ein ausgezeichneter Charakter erwartet. Höchste Pflicht jedes jungen Bahá’í ist es somit, sein Wissen zu vertiefen und sich nach den Bahá’í-Maßstäben der Tugend und des aufrechten Verhaltens zu vervollkommnen.A44
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Ein guter Charakter ist wahrlich der beste Mantel Gottes für die Menschen. Gott schmückt damit Seine Geliebten. Bei Meinem Leben! Das Licht eines guten Charakters überstrahlt die Sonne und ihren Glanz. Wer ihn erlangt, gilt als Juwel unter den Menschen. Ruhm und Aufschwung der Welt hängen völlig davon ab. Ein guter Charakter ist das Mittel, die Menschen auf den Geraden Pfad zu leiten und zur Großen Verkündigung zu führen. Wohl dem, der mit den heiligen Merkmalen und dem Charakter der himmlischen Heerscharen geschmückt ist.
Es geziemt euch, den Blick in allen Lebenslagen auf Gerechtigkeit und Redlichkeit zu richten. In Verborgene Worte hat Unsere Erhabenste Feder feierlich diese Äußerung offenbart:
»Von allem das Meistgeliebte ist Mir die Gerechtigkeit. Wende dich nicht ab von ihr, wenn du nach Mir verlangst, und vergiss sie nicht, damit Ich dir vertrauen kann. Mit ihrer Hilfe sollst du mit eigenen Augen sehen, nicht mit denen anderer, und durch eigene Erkenntnis Wissen erlangen, nicht durch die deines Nächsten. Bedenke im Herzen, wie du sein solltest. Wahrlich, Gerechtigkeit ist Meine Gabe und das Zeichen Meiner Gnade. So halte sie dir vor Augen.« Q3
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Wer gerecht und redlich in seinem Urteil ist, steht auf einer hohen Stufe und hält einen erhabenen Rang. Das Licht der Frömmigkeit und der Aufrichtigkeit leuchtet strahlend aus seiner Seele. Wir hoffen sehr, dass die Völker und Länder der Welt des Strahlenglanzes dieser beiden Leuchten nicht beraubt bleiben.A45
Das Wort Gottes, das die Erhabenste Feder auf dem siebenten Blatt des Höchsten Paradieses verzeichnete, ist: O ihr Weisen unter den Nationen! Schließt eure Augen vor Entfremdung; sodann richtet euren Blick auf die Einheit. Haltet euch beharrlich an das, was der ganzen Menschheit Wohlfahrt und Ruhe bringt. Diese Handbreit Erde ist nur eine Heimat und eine Wohnstatt. Euch geziemt es, alle Hoffart aufzugeben, weil sie Entfremdung schafft, und eure Herzen auf das zu richten, was Eintracht stiftet. Nach dem Urteil des Volkes Bahás liegt des Menschen Ruhm in seiner Erkenntnis, seinem aufrechten Verhalten, seinem lobenswerten Charakter und seiner Weisheit, nicht in Rang und Volkszugehörigkeit. O Volk auf Erden! Achtet den Wert dieses himmlischen Wortes. Fürwahr, es gleicht einem Schiff für das Meer der Erkenntnis, einem strahlenden Licht für das Reich der Wahrnehmung.A46
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O Völker der Welt! Gebt alles Böse auf und haltet fest, was gut ist. Strebt danach, der ganzen Menschheit leuchtende Beispiele zu bieten und Wahrzeichen der göttlichen Tugenden unter den Menschen zu sein. Wer sich aufmacht, Meiner Sache zu dienen, sollte Meine Weisheit offenbaren und alle Mühe darauf wenden, die Unwissenheit von der Erde zu verbannen. Seid einig in der Beratung, seid eins im Denken. Lasst jeden Morgen besser sein als den Abend davor und jeden neuen Tag reicher werden als den gestrigen. Des Menschen Vorzug liegt im Dienst und in der Tugend, nicht im Prunk des Wohllebens und des Reichtums. Habt Acht, dass eure Worte rein sind von eitlem Wahn und weltlichen Lüsten und eure Taten von List und Argwohn. Vergeudet nicht den Reichtum eures kostbaren Lebens im Verfolg böser, verderbter Neigung, noch lasst eure Mühe völlig in der Förderung eurer eigenen Interessen aufgehen. Seid großzügig in Tagen der Fülle und geduldig in der Stunde des Verlustes. Auf Not kommt Erfolg, und Jubel folgt dem Wehe. Nehmt euch in Acht vor Faulheit und Müßiggang, haltet euch an das, was der Menschheit, ob jung oder alt, hoch oder niedrig, Nutzen bringt. Hütet euch, das Unkraut des Zwistes unter die Menschen zu säen oder die Dornen des Zweifels in reine, strahlende Herzen zu pflanzen. …
Rühmt euch nicht der Liebe zu eurem Vaterland, sondern der Liebe zur ganzen Menschheit. Lasst euer Auge keusch, eure Hand getreu, eure Zunge wahr und euer Herz licht sein. Setzt nicht die Stufe der Gelehrten in Bahá herab und schmälert nicht den Rang solcher Herrscher, die Gerechtigkeit zwischen euch üben. Vertraut auf die Heerschar der Gerechtigkeit, legt den Harnisch der Weisheit an, schmückt euch mit Vergebung und Barmherzigkeit sowie mit allem, was den Begünstigten Gottes das Herz erfreut.A47
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Lenkt eure Aufmerksamkeit ohne Unterlass auf das, was das Wort Gottes erhöht. In dieser Größten Offenbarung gelten edle Werke und rühmliche Eigenschaften als die Heerscharen Gottes, desgleichen Sein seliges, Sein heiliges Wort. Diese Heerscharen sind ein Magnet für die Menschenherzen, ein Schlüssel für alle Türen. Von allen Rüstungen in der Welt ist dies die wirksamste.
Der Mensch ist wie ein Baum. Wenn ihn Früchte schmücken, war und ist er allezeit des Lobes und des Preises würdig. Ein unfruchtbarer Baum taugt nur für das Feuer. Die Früchte vom menschlichen Baume sind köstlich, hoch erwünscht und heiß begehrt. Dazu gehören ein aufrechtes Wesen, Taten der Tugend und anmutige Rede. …
Glücklich der Gläubige, der sich mit dem Gewand edlen Bemühens kleidet und sich aufmacht, dieser Sache zu dienen! Eine solche Seele hat fürwahr das ersehnte Ziel erreicht und begriffen, zu welchem Zweck sie erschaffen wurde. …A48
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Könnten wir die Dinge in ihrer eigenen Wirklichkeit erkennen, so würden wir sehen, dass der heißeste Kampf, der in der heutigen Welt tobt, ein geistiger Kampf ist. Wenn junge, eifrige, lebensprühende Gläubige euresgleichen den Lorbeer wahren, unsterblichen Heldenmuts erringen wollen, so sollten sie ungeachtet ihres praktischen Berufes an dem geistigen Kampf teilnehmen, der den Menschen in tiefster Seele aufrührt. Die schwerste, edelste Aufgabe in der heutigen Welt ist, ein wahrer Bahá’í zu sein. Dies erfordert, dass wir nicht nur die bekannten Missstände überall in der Welt beseitigen, sondern auch Schwächen, Traditionsgebundenheit, Vorurteile und Selbstsucht, die wir selbst in unserem eigenen Charakter, ererbter- oder erworbenermaßen, mit uns tragen, und so unseren Mitmenschen ein strahlendes, unvergängliches Beispiel geben.A49
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… Das ganze Ziel Bahá’u’lláhs ist, dass wir uns zu einem neuen Volk entwickeln, zu aufrechten, freundlichen, intelligenten, wahrhaftigen, ehrlichen Menschen, die im Einklang mit Seinen großen Gesetzen leben, wie sie für diesen neuen Abschnitt in der menschlichen Entwicklung niedergeschrieben worden sind. Es ist nicht genug, dass wir uns Bahá’í nennen; unser innerstes Wesen muss durch ein wahres Bahá’í-Leben geadelt und erleuchtet werden.A50
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Die Welt sucht keinen Kompromiss, sondern die Verkörperung eines hohen, leuchtenden Ideals. Je mehr Freunde ihr Leben in jeder Hinsicht nach unseren Lehren ausrichten, zu Hause, im geschäftlichen Umgang, in ihren gesellschaftlichen Beziehungen, desto größer wird die Anziehung, die sie auf die Herzen anderer ausüben.A51
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Wie wir alle wissen, sollten die Gläubigen sich bemühen, ein so beispielhaftes Leben zu führen, dass andere sich gedrängt fühlen, einen Glauben, der den menschlichen Charakter neugestaltet, selbst anzunehmen. Bedauerlicherweise erlangt nicht jeder leicht und rasch den Sieg über das Selbst; aber jeder Gläubige, ob jung oder alterfahren, sollte sich bewusst sein, dass die Sache Gottes die geistige Kraft hat, uns neu zu erschaffen, wenn wir uns anstrengen, diese Kraft in uns wirken zu lassen. Die größte Hilfe hierbei ist das Gebet. Wir müssen zu Bahá’u’lláh flehen, uns beizustehen, die Fehler in unserem Charakter zu überwinden, und müssen unsere Willenskraft einsetzen, um über uns selbst Herr zu werden.A52
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Seine ständige Hoffnung ist, die Bahá’í mögen sich einzeln und in ihrem Bahá’í-Gemeindeleben so verhalten, dass sie die Aufmerksamkeit anderer auf die Sache Gottes ziehen. Die Welt hungert nicht nur nach erhaben Prinzipien und Idealen, sie hungert vor allem nach dem leuchtenden Beispiel, das die Bahá’í geben können und geben müssen.A53
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In jeder Stadt sollten es sich die jungen Bahá’í zur Aufgabe machen, mit den örtlichen Jugendaktivitäten und Clubs Verbindung zu pflegen und zu versuchen, ihre Ansichten unter so vielen jungen Menschen wie möglich auf die verschiedenste Weise bekanntzumachen. Vor allem sollten sie diesen ein hohes Vorbild sein. Keuschheit, Höflichkeit, Freundlichkeit, Gastlichkeit und frohe Zuversicht auf der Menschheit endliches Glück und Wohlergehen sollte sie auszeichnen und ihnen die Liebe und Bewunderung ihrer Altersgenossen eintragen. Was im modernen Leben am deutlichsten fehlt, ist ein hoher Maßstab des Verhaltens und des guten Charakters; die jungen Bahá’í müssen beides zeigen, wenn sie aufrichtig hoffen, die so schmerzlich enttäuschten, von der kriegsbedingten Laschheit vergifteten Angehörigen ihrer Generation dem Glauben zu gewinnen.A54
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Wir müssen gegenseitig mit unseren Fehlern Geduld haben und immer Liebe und Einheit unter den Gläubigen zu schaffen suchen; schließlich sind sie noch in vieler Hinsicht unreif und weit davon entfernt, vollkommen zu sein. Der Glaube selbst ist das Wichtigste. Die Bahá’í müssen sich bemühen, immer vollkommenere Werkzeuge zu werden, die Bahá’u’lláh zur Vollendung seiner Absicht einsetzen kann.A55
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Immer wieder hat der Hüter nachdrücklich drauf hingewiesen, wie überragend notwendig es ist, dass die Bahá’í-Jugend die Lehren, insbesondere deren sittliche Seite, durch ihr Beispiel glaubhaft macht. Wenn sie sich nicht durch ihre hohen Verhaltensmaßstäbe auszeichnet, kann sie nicht erwarten, dass andere junge Menschen die Sache ernst nehmen werden.A56
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Er hat sich sehr gefreut, dass ihr einen Kurs über den ›Bahá’í-Charakter‹ gehalten habt, denn er hält es für eine der größten Pflichten eurer Generation von Gläubigen, ein wirkliches Bahá’í-Leben zu führen. Sie sollte durch eure hohen moralischen Maßstäbe, durch eure Höflichkeit, eure Lauterkeit und Vornehmheit anschaulich machen, dass unser Glaube nicht ein Glaube der Worte ist, sondern Herz und Lebensstil seiner Anhänger wirklich verändert.A57
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Er meint, dass besonders die Jugend entschlossen und getreu danach streben sollte, als Beispiel für ein Bahá’í-Leben zu dienen. In der Welt um uns herum sehen wir den Verfall der Moral, Promiskuität, Unanständigkeit, Verrohung, schlechtes Benehmen – die jungen Bahá’í sollten das Gegenteil davon sein und durch ihre Keuschheit und Redlichkeit, ihren Anstand und ihr taktvolles, gutes Benehmen andere Menschen, alt und jung, für den Glauben gewinnen. Die Welt ist der Worte müde; sie braucht das Beispiel, und es ist Sache der Bahá’í-Jugend, es zu geben.A58
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… es ist von größter Wichtigkeit, dass die Bahá’í und ganz besonders die Jugendlichen rege vorleben, dass bei uns Vorurteile, besonders Vorurteile gegenüber Minderheiten, völlig fehlen.A59
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Er war sehr glücklich zu sehen, dass so viele Bahá’í-Jugendliche zum Studium der Lehren zusammenkamen, und er hofft, dass solche Treffen häufiger überall in Deutschland stattfinden werden.
Die Gläubigen, besonders die jüngeren, sollten immer daran denken, dass die Nicht-Bahá’í zu allererst unseren Charakter wahrnehmen. Daher sollte die Jugend den höchsten Standard des moralischen Verhaltens und der Höflichkeit aufweisen, damit sie die Herzen anderer Menschen gewinnen und durch die Bewunderung, die sie erregen, in ihnen den Wunsch wecken, mehr über unseren geliebten Glauben zu erfahren und sich schließlich zum Dienst zu erheben.
Er wird für Euch alle beten, dass ihr in Euren Bemühungen, den jungen Menschen die frohe Botschaft Bahá’u’lláhs zu vermitteln, erfolgreich sein möget…A60
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Als Bahá’í sind Sie sich sicherlich der Tatsache bewusst, dass Bahá’u’lláh die Erziehung als einen der wesentlichen Faktoren einer wahren Zivilisation betrachtete. Damit diese Erziehung vollständig und fruchtbar wird, sollte sie jedoch umfassend sein, nicht nur die körperliche und intellektuelle Seite des Menschen berücksichtigen, sondern ebenso seine geistigen und sittlichen Aspekte. Dies sollte zum Programm der Bahá’í-Jugend in der ganzen Welt gehören.A61
Ein kohärentes Leben
Jedem von euch ist es zur Pflicht gemacht, sich in einem Beruf – einem Handwerk, Gewerbe und dergleichen – zu betätigen. Wir haben eure Tätigkeit bei solcher Arbeit gnädiglich zum Rang des Dienstes an Gott, dem Wahren, erhoben. Denkt in euren Herzen über die Gnade und den Segen Gottes nach und sagt Ihm Dank des Abends und des Morgens. Vergeudet eure Zeit nicht mit Faulheit und Müßiggang. Beschäftigt euch mit dem, was euch und anderen nützt. So ist es verordnet in diesem Sendschreiben, von dessen Horizont die Sonne der Weisheit und des Wortes widerstrahlt.
Die verächtlichsten Menschen in den Augen Gottes sind die, welche faul dasitzen und betteln. Haltet euch fest an das Seil der weltlichen Mittel, im vollen Vertrauen auf Gott, Der euch mit allen Gütern versorgt. Wer sich in einem Handwerk oder Gewerbe betätigt, dessen Tätigkeit wird von Gott als Gottesdienst gewertet; und dies ist nur ein Zeichen Seiner unendlichen, alles durchdringenden Großmut.A62
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Den Ihnen von Shoghi Effendi gegebenen Rat, Ihre Zeit zwischen dem Dienst an der Sache und der Erfüllung Ihrer übrigen Verpflichtungen aufzuteilen, haben Bahá’u’lláh und der Meister ebenfalls vielen anderen Freunden gegeben. Er bedeutet einen Kompromiss zwischen zwei Versen des Aqdas, von denen der eine jeden Bahá’í verpflichtet, der Verbreitung des Glaubens zu dienen, während der andere besagt, dass jede Seele irgendeiner Beschäftigung nachgehen soll, die der Gesellschaft nützt. In einer Seiner Schriften sagt Bahá’u’lláh, dass an diesem Tag einem Beruf nachzugehen und für seinen Unterhalt selbst aufzukommen die höchste Form der Loslösung sei. Ein guter Bahá’í ist also, wer sein Leben so gestaltet, dass er seine Zeit sowohl seinen materiellen Bedürfnissen als auch dem Dienst an der Sache widmet.A63
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Sie fragten nach der Bahá’í-Haltung zur Frage der Sexualität und deren Beziehung zur Ehe. Die Bahá’í-Lehre zu dieser Frage, die von großer Wichtigkeit ist und über die weit auseinanderlaufende Ansichten bestehen, ist sehr klar und nachdrücklich. Kurz gesagt, beruht die Bahá’í-Vorstellung auf dem Glauben, dass beide Geschlechter strenge Keuschheit üben sollen, nicht nur, weil sie ethisch höchst empfehlenswert ist, sondern auch, weil sie der einzige Weg zu einem glücklichen und erfolgreichen Eheleben ist. Sexuelle Beziehungen irgendwelcher Art außerhalb der Ehe sind deshalb nicht erlaubt, und wer immer diesen Grundsatz verletzt, wird nicht nur vor Gott verantwortlich sein, sondern wird auch die notwendige Strafe der Gesellschaft auf sich ziehen.
Der Bahá’í-Glaube anerkennt den Wert des Geschlechtstriebes; er verurteilt jedoch den unrechtmäßigen und unschicklichen Ausdruck dieses Triebes, wie er in sogenannter freier Liebe, in der Partnerschaftsehe und anderen Erscheinungen zur Geltung kommt. All dies wird als zweifelsfrei schädlich für den Menschen und die Gesellschaft, in der er lebt, betrachtet. Der richtige Gebrauch des Geschlechtstriebes ist das natürliche Recht jedes Menschen, und genau für diesen Zweck ist die Institution der Ehe geschaffen worden. Die Bahá’í glauben nicht an die Unterdrückung des Geschlechtstriebes, sondern an seine Steuerung und Kontrolle.A64
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Die Bahá’í-Jugend sollte auf der einen Seite in Selbstkontrolle unterrichtet werden; wo Selbstkontrolle geübt wird, hat sie zweifellos eine gesunde Wirkung auf die Entwicklung des Charakters und der Persönlichkeit im Allgemeinen. Andererseits sollte der Jugend geraten werden, ja sie sollte sogar ermutigt werden, die Ehe zu schließen während sie noch jung und im vollen Besitz ihrer körperlichen Kräfte ist. Wirtschaftliche Umstände sind zweifellos oft ein ernsthaftes Hindernis für Frühehen, aber in den meisten Fällen sind sie nur eine Entschuldigung; sie sollten daher nicht überbetont werden.A65
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Die wahre Bahá’í-Ehe bedeutet, dass Mann und Frau leiblich und geistig eins sein sollen, dass sie einander ständig in ihrem geistigen Leben vervollkommnen und sich in allen Welten Gottes ewiger Einheit erfreuen. Dies ist die Bahá’í-Ehe.A66
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Die ›heilende Arznei‹
O Spross des Staubes! Sei nicht zufrieden mit der Muße eines schwindenden Tages und beraube dich nicht der ewigen Ruhe. Verschachere nicht den Garten ewiger Freude um das Häuflein Staub einer sterblichen Welt. Erhebe dich aus deinem Gefängnis zu den herrlichen Gefilden der Höhe und nimm deinen Flug aus dem vergänglichen Käfig hin zum Paradies des Raumlosen.A67
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Freuet euch, freuet euch über die Frohen Botschaften! Ihr seid zum Licht des Königreichs gelangt! Die Herrlichkeit der Sonne der Wahrheit leuchtet überall. Ihre Strahlen verbreiten sich über die ganze Erde.
Freuet euch, freuet euch! Der Ruf Gottes ist erschallt! Die Stimme des Königreichs ist in die lauschenden Ohren des Volkes gedrungen!
Freuet euch, freuet euch! Frohe Botschaften, frohe Botschaften sende Ich euch. Die Pforten des Königreichs sind geöffnet. Das himmlische Manna ist herabgekommen.
Freuet euch, freuet euch! Es wurden viele himmlische Botschafter in die Welt gesandt, sie kamen einer nach dem andern, alle gaben den Hauch des Heiligen Geistes.
Preis sei Gott! Preis sei Gott, dass ihr eure Gesichter dem Königreich zugewandt habt! Die Strahlen der Sonne der Wahrheit erleuchten euch. Strebt mit Herz und Seele danach, dass das göttliche Licht über alle Menschen ausgegossen wird, damit dadurch jedes Herz erleuchtet werde und die Geister der Menschheit an Seinem herrlichen Glanz teilnehmen.
Arbeitet und müht euch, bis alle Regionen der Welt in diesem Licht erstrahlen.
Fürchtet euch nicht, wenn gewisse Trübsale über euch kommen. Ihr werdet kritisiert werden, ihr werdet verfolgt werden, ihr werdet verflucht und geschmäht werden. Erinnert euch in jenen Tagen, was Ich euch sage: Euer Triumph wird euch gewiss sein! Eure Herzen werden gefüllt sein mit der Freude der heiligen Erleuchtung, denn die himmlischen Kräfte werden euch aufrechterhalten, und die göttliche Macht wird mit euch sein.
Dies ist Meine Botschaft an euch.A68
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Möge euer Nationaler Rat daher seine Anstrengungen verdoppeln, einen neuen Feldzug stets zunehmender Tätigkeiten starten und den feierlichen Entschluss fassen, nicht zu ruhen, bis ihr einziges Ziel erreicht ist. Mögen Sie mit der vollen und nachhaltigen moralischen und finanziellen Unterstützung der großen Gemeinde der Gläubigen in ihrem Lande Ihre Lehrer überall hin aussenden, damit sie sich über Deutschland verteilen, bis hin zu den äußersten Grenzen und sich bemühen, mit jeder durchdachten und wirksamen Methode den neu gegründeten Zentren frischen Schwung zu verleihen, ihre Anzahl zu vergrößern, ihre Bedürfnisse zu befriedigen und ihre Bemühungen aufeinander abzustimmen.
Möge er, der die Ankunft des Tages zu beschleunigen sucht, an dem ganz Deutschland zur Anerkennung dieser einen Botschaft der Allumfassenden Erlösung erwacht, sich erheben und seinen Teil zu der Arbeit beitragen, die so herrlich begann und so wirksam weitergeführt wird. Möge er durch seine geschriebenen und gesprochenen Worte, privat und öffentlich, auf seinen Reisen und im Umgang mit unterschiedlichsten Menschen in jeder Lage die Sache Gottes mit reinem Herzen, unbeirrbarer Entschlossenheit und umfassendem Verständnis lehren.A69
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… Im Herzen dieses dicht bevölkerten Kontinents, von einem so starken religiösen Geist erfüllt, könnte Deutschland leicht eine wunderbare Rolle bei der Erneuerung der Welt spielen. Sicherlich schaut die Welt gespannt auf Deutschland, um zu sehen, was es unternimmt.A70
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Alle müssen sich beteiligen, wie bescheiden ihre Herkunft auch sein mag, wie begrenzt ihre Erfahrung, wie beschränkt ihre Mittel, wie unzureichend ihre Ausbildung, wie bedrückend ihre Sorgen und ihre Verpflichtungen, wie ungünstig die Umgebung, in der sie leben. »Gott«, so hat Bahá’u’lláh selbst unmissverständlich geoffenbart, »hat es jedem zur Pflicht gemacht, Seine Sache zu lehren.« Er hat weiter geschrieben: »Sprich: Lehre die Sache Gottes, o Volk Bahás, denn Gott hat jedem von euch die Pflicht auferlegt, Seine Botschaft zu verkünden, und Er betrachtet dies als die verdienstvollste aller Taten.«Q4
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Der Jugend diese göttliche Offenbarung nahezubringen ist, wie das Lehren jedes anderen, ein sehr schwieriges Problem. Die Völker der Welt sind in einer Atmosphäre versunken, die moralisch das genaue Gegenteil der Bahá’í-Atmosphäre ist; wir müssen sie lehren. Wenn wir am Anfang zu streng sind, werden die meisten … nicht alle … Menschen zurückgestoßen und sich von den Lehren abwenden, zu denen man sie andernfalls hätte hinführen können. Andererseits wollen wir keine Bahá’í, die nicht ernsthaft versuchen, nach den Lehren zu leben … wir müssen daher sehr taktvoll vorgehen, starke Seelen herausfordern und schwache führen.A71
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Es muss … auch ein Wort der Anerkennung ausgesprochen werden für die herausragende Rolle, die von der Jugend auf der ganzen Welt bei der Einbeziehung der Künste in die Lehrarbeit gespielt wird. Insbesondere die Auftritte ihrer Tanzgruppen haben sich einen Namen innerhalb wie außerhalb der Bahá’í-Gemeinde erworben.A72
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Unter den Jugendlichen in der Gemeinde sind auch die Juniorjugendlichen, im Alter etwa zwischen 12 und 15. … In schöpferischer, hingebungsvoller Aufmerksamkeit gilt es, sie an Programmen für Aktivitäten zu beteiligen, sie dabei mit ihren Interessen einzubeziehen, ihre Befähigungen für das Lehren und den Dienst zu bilden und sie in die sozialen Interaktionen mit älteren Jugendlichen einzubinden. Die Einbeziehung der Künste in ihren verschiedenen Formen kann in solchen Aktivitäten von großem Wert sein.A73
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Der Hüter möchte euch etwas besonders ans Herz legen, dass ihr euch bemühen solltet, fortwährend in eurem privaten Leben sowie in euren sozialen Beziehungen, Spiegel der Schönheit, Reinheit und erneuernden Kraft der Botschaft Bahá’u’lláhs zu werden. Die Bahá’í-Jugend von heute sollte ein Vorbild für die Jugend der Welt sein und sich daher zu den höchsten Verhaltensstandards erheben. Nichts Geringeres kann die Außenwelt beeindrucken und ihre Aufmerksamkeit und ernsthafte Erwägung anziehen, als dass jeder junge Bahá’í, Mann oder Frau, getreu in Einheit und Entschlossenheit an den Idealen und Lehren des Glaubens festhält.
Shoghi Effendi hofft daher, dass eure Jugendgruppe in diesem Jahr eine erneute, entschlossene Anstrengung unternehmen wird, um die Prinzipien und Lehren der Sache im täglichen Leben umzusetzen und damit der Nicht-Bahá’í-Jugend eures Landes die ungeheure Macht der Bahá’í-Lehren vor Augen zu führen, das Leben der Menschheit zu formen, zu gestalten und wiederherzustellen.A74
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Zu dem Rat, den Sie von ihm erbaten, in welchen Fachstudien Sie sich im Hinblick auf die künftige Lehrarbeit ausbilden sollten: Er schlägt entweder Geschichte, Wirtschaftswissenschaften oder Soziologie vor, nicht nur weil diese Bereiche einen Bahá’í besonders interessieren, sondern auch Themen behandeln, auf die unsere Lehren ein völlig neues Licht werfen. Ihr Wissen wäre für das künftige Lehren des Glaubens von Nutzen, und Sie könnten vielleicht als Lehrer die Bahá’í-Ideen in Ihre Vorlesungen einbauen.A75
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Die Ausdauer der Jugend unter schwierigen Bedingungen, ihre Lebens- und Geisteskraft und ihre Fähigkeit, sich örtlichen Besonderheiten anzupassen, neuen Herausforderungen entgegenzutreten und ihre Gäste an ihrer Wärme und Begeisterung teilhaben zu lassen, verbunden mit dem von der Bahá’í-Jugend eingehaltenen Verhaltensmaßstab, machen sie zu fähigen Werkzeugen für die Durchführung der geplanten Vorhaben. Durch diese herausragenden Eigenschaften kann sie wirklich zur Speerspitze jeden Unternehmens und zur Triebkraft für jede örtliche oder nationale Aufgabe werden. Unsere Augen sind erwartungsvoll auf die Bahá’í-Jugend gerichtet.A76
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Vor allem hat die herzerwärmende Begeisterung der Bahá’í-Jugend das Gesicht der Lehrarbeit gewandelt; bisher unbezwingbare Schranken wurden von eifrigen Gruppen junger Bahá’í niedergerissen oder überwunden; ergeben und von Gebet erfüllt überbrachten sie in einer für ihre Generation annehmbaren Art die göttliche Botschaft, die sich von dort aus in alle sozialen Bereiche verbreitete und noch verbreitet. Die gesamte Bahá’í-Welt blickt gebannt auf diese Entwicklung. Die Bahá’í-Jugend ist, nachdem sie die Werte und Maßstäbe der alten Welt verworfen hat, bestrebt, die Maßstäbe Bahá’u’lláhs kennenzulernen und sich nach ihnen zu richten, um so dem göttlichen Plan zu Verfügung zu stehen und die durch Preisgabe der alten Ordnung hinterlassenen Lücken zu füllen.A77
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Wir hoffen aufrichtig, dass sich die Vorhut der Freiwilligen, die Bahá’í-Jugend um Gottes willen erheben wird, dass sie durch ihre vorwärtsdrängende Kraft, ihre Fähigkeit unwirtliche und schwierige Bedingungen zu ertragen und ihre Genügsamkeit mit dem Lebensnotwendigsten ein begeisterndes Beispiel für die Menschen und Gemeinden sein wird, denen zu dienen sie sich aufgemacht hat. Mögen sie bleibenden Einfluss auf deren persönliches Leben ausüben und die lebenswichtigen Interessen der Sache Gottes auf diesem Kreuzweg im Schicksal des Planes ruhmvoll vorantragen.A78
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Junge Menschen haben, weil sie meist freier sind als ältere Gläubige, die Möglichkeit, sich als Pioniere zu erheben und als Siedler in neue Städte zu ziehen. Ein großer Teil der Pioniere Amerikas, die ihre Heimatstädte und oft ihr Heimatland verließen, um den Siebenjahresplan zu erfüllen, waren junge Menschen – einige von ihnen waren sogar zu jung, um in die Geistigen Räte, die sie zu errichten halfen, gewählt zu werden.A79
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Die Sache Gottes braucht mehr Bahá’í-Gelehrte, Menschen, die ihr nicht nur ergeben sind, an sie glauben und bemüht sind, anderen davon zu erzählen, sondern die auch die Lehren und deren Bedeutung gründlich beherrschen und die Glaubensinhalte zu den geläufigen Gedanken und Problemen der Menschen in Beziehung setzen können.
Die Sache Gottes enthält das Heilmittel für alle Krankheiten der Welt. Der Grund, warum viele Menschen sie nicht annehmen, liegt darin, dass die Bahá’í nicht immer in der Lage sind, die Sache Gottes den Menschen in einer Art darzustellen, die den unmittelbaren geistigen Bedürfnissen gerecht wird. Junge Menschen wie Sie müssen sich darauf vorbereiten, die Botschaft ihren Altersgenossen, die dieser Botschaft ganz verzweifelt bedürfen und deren Sprache sie beherrschen, wirklich zu überbringen.
Er möchte Ihnen empfehlen, unter anderen Büchern die Ansprachen von ‘Abdu’l-Bahá zu studieren, da Seine Methode, das Herz aller anzusprechen, unübertrefflich ist …
Er rät Ihnen auch, sich zu einem öffentlichen Redner zu entwickeln, damit Sie zunehmend fähig werden, die Sacher Gottes zu lehren.A80
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Sein brüderlicher Rat an euch und alle treuen, begeisterten jungen Gläubigen wie ihr ist, dass ihr euer Wissen um die Geschichte und die Lehren des Glaubens vertiefen sollt, nicht nur durch sorgfältiges, gründliches Studium, sondern auch durch aktive, rückhaltlose, ständige Teilnahme an allen administrativen und sonstigen Unternehmungen eurer Gemeinde. Das Bahá’í-Gemeindeleben bietet euch ein unentbehrliches Arbeitsfeld, auf dem ihr die Prinzipien, die ihr euch aus den Lehren zu eigen gemacht habt, in lebendige, schöpferische Taten umsetzen könnt. Indem ihr ein echtes Glied dieses lebendigen Organismus werdet, könnt ihr den wahren Geist, der durch die Bahá’í-Lehren strömt, erfassen. Daher sind die beiden wesentlichen Mittel, sowohl Entwicklung und Fortschritt eures inneren, geistigen Lebens als auch euer äußeres Dasein zu sichern, das Studium der Prinzipien und der Versuch, danach zu leben. Möge Bahá’u’lláh euch befähigen, diese hohe Stufe zu erreichen, und möge Er die Fackel des Glaubens immer in euren Herzen brennen lassen.A81
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Harrt unter allen Umständen aus und verkehrt in freundlichem Geiste mit anderen Gruppen Jugendlicher, besonders mit solchen anderer Ethnien oder nationaler Minderheiten, denn ein solcher Umgang wird beweisen, dass ihr von der Einheit der Menschheit völlig überzeugt seid und andere Menschen, junge wie alte, zum Glauben hinzieht.A82
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Alle Bahá’í, ob alt oder jung, sollten sich so viel wie möglich dem Lehren des Glaubens widmen. Sie sollten auch erkennen, dass eine Atmosphäre wahrer Liebe und Eintracht, die sie innerhalb der Bahá’í-Gemeinde schaffen, unmittelbar die Öffentlichkeit beeinflussen wird und der stärkste Magnet ist, um Menschen zum Glauben hinzuziehen und sie zu bestätigen.A83
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Gerade in intellektuellen Kreisen wie diesem [einer Universitätsgruppe] sollten die Gläubigen sich bemühen, im Vertrauen darauf zu lehren, dass ihre Bemühungen ständig von oben geführt und verstärkt werden, ganz gleich, wie begrenzt ihre Fähigkeiten auch sein mögen. Es ist dieser Geist zuversichtlicher Hoffnung, freudigen Mutes und furchtloser Begeisterung, der allein unabhängig von greifbaren Ergebnissen, die er herbeiführen könnte, den letztlichen Erfolg unserer Lehrarbeit sichern kann.A84
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Auf junge und aktive Bahá’í wie euch richtet der Hüter alle seine Hoffnungen für den zukünftigen Fortschritt und die Ausbreitung der Sache, und auf eure Schultern legt er die Verantwortung, dass der Geist selbstlosen Dienstes unter euren Mitgläubigen aufrechterhalten wird. Ohne diesen Geist kann keine Arbeit erfolgreich vollendet werden; mit ihm ist der Triumph, wenn auch hart errungen, unausweichlich. Ihr solltet daher euer Bestes versuchen, die Fackel des Glaubens lodernd in euch zu tragen, denn durch sie werdet ihr sicherlich Führung, Stärkung und endlichen Erfolg finden.
Jeder von euch ist fähig, die Botschaft seinem eigenen Maß entsprechend zu überbringen… Jeder ist ein potentieller Lehrer. Man muss nur von dem Gebrauch machen, was Gott einem gegeben hat, und sich so Seines Vertrauens würdig erweisen.A85
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Er bittet Sie dringend, sich zu entschließen, große, bedeutende Taten für den Glauben zu vollbringen; die Weltlage verschlechtert sich stetig; und eure Generation muss heilige Seelen, die Helden, Märtyrer und Verwalter der künftigen Jahre stellen. Mit Hingabe und Willenskraft könnt ihr euch zu höchsten Höhen erheben.A86
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Jetzt, da eine größere Einheit in der deutschsprachigen Gemeinde geschaffen wurde, ist das Wichtigste von allem die Förderung des Pionierbewusstseins der Freunde; sie müssen lernen sich hinaus zu wagen, ihr Vertrauen in Gott zu setzen und in neue größere und kleinere Städte zu ziehen, um die Sache dort aufzubauen. Das wird eine völlig neue Phase in der Geschichte der Sache in Deutschland einläuten und den Bahá’í ein Gefühl des Sieges und der Bedeutung verleihen, das sie bisher nicht kannten.A87
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Die geheiligten Seelen sollten in ihren Herzen über die Lehrmethoden nachdenken und nachsinnen. Aus den Texten dieser wundersamen, himmlischen Schriften sollten sie Sätze und Abschnitte auswendig lernen, die sich auf verschiedene Gegebenheiten beziehen, damit sie im Verlauf ihrer Ansprachen göttliche Verse wiedergeben können, sooft es die Gelegenheit erfordert, da diese heiligen Verse ja das kraftvollste Elixier, der größte, mächtigste Talisman sind. So machtvoll ist ihr Einfluss, dass dem Hörer kein Grund zum Wankelmut bleibt. Ich schwöre bei Meinem Leben! Dieser Offenbarung ist solche Macht eigen, dass sie als Magnet auf alle Völker und Geschlechter der Erde wirkt. Wer innehält, um mit Bedacht nachzusinnen, wird erkennen, dass es für keinen einen Ort gibt oder geben kann, dahin er fliehen könnte.
Das Kitáb-i-Aqdas wurde so offenbart, dass er alle göttlich bestimmten Sendungen anzieht und umfängt. Selig ist, wer ihn liest, selig, wer ihn begreift, selig, wer darüber nachdenkt, selig, wer seine Bedeutung erwägt. So umfassend ist er, dass er alle Menschen umschließt, ehe sie seiner gewahr sind. Binnen kurzem werden seine unumschränkte Macht, sein durchdringender Einfluss und die Größe seiner Kraft auf Erden offenbar.
O Mein Name! Höre auf Meine Stimme, die aus der Richtung Meines Thrones kommt. Dein Herr will deinen Namen allzeit erwähnen, da du dich standhaft erweisest im Ruhme Seiner Tugenden unter den Menschen. Fürwahr, Er liebt die Treue, die sich im Reiche der Schöpfung findet, und gibt ihr Vorrang vor den meisten Tugenden. Wahrlich, Er ist der Gewaltige, der Machtvolle.
Wisse fernerhin, dass Wir den Lobpreis hörten, den du äußertest in deiner Zwiesprache mit Gott, deinem Herrn, dem Erhabenen, dem Gnädigen. Groß ist fürwahr der Segen, der deiner wartet, da du deine eigenen Belange zugunsten dieser unverletzlichen, dieser mächtigen und erleuchteten Sache eingeschränkt hast. Wir flehen zu Gott, Er möge deinen Ruf zu einem Magneten machen, der die Verkörperungen der Namen in der Welt des Seins anzieht, so dass alle Wesen aus freiem Antrieb seiner achten. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Erhabenen, dem Überlegenen, dem Ewig-Gesegneten, dem Hehren, dem Allhöchsten, dem Allherrlichen, dem Großmütigsten, dem Allwissenden, dem Allkennenden.A88
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Lehre die Sache Gottes mit solcher Rede, dass die Büsche entflammt werden und der Ruf »Wahrlich, kein Gott ist außer Mir, dem Allmächtigen, dem Unumschränkten« aus ihnen erschallt. Sprich: Menschliche Rede will ihrem Wesen nach Einfluss üben und bedarf deshalb der Mäßigung. Ihr Einfluss ist durch Feinheit bedingt, die wiederum von losgelösten, reinen Herzen abhängt. Ihre Mäßigung muss mit Takt und Weisheit gepaart sein, wie es in den Heiligen Büchern und Sendbriefen vorgeschrieben ist.A89
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Er hofft, dass die deutschen Bahá’í, vor allem die Jugend, alles tun werden, um die Grundlagen der Arbeit zu festigen, die in Deutschland so mühsam über einen Zeitraum von fast einem halben Jahrhundert gelegt wurden und dass jeder Bahá’í es als sein Privileg und seine Pflicht ansieht, die Lehrarbeit zu unterstützen, entweder als Pionier in neuen Zentren, oder durch Stärkung schwacher Räte, oder durch die Unterstützung von Gruppen, damit sie Räte werden.A90
***
… wir tun gut daran, der Bahá’í-Jugend nachzueifern, deren jüngstes Vorwärtsdrängen in die vorderste Linie der Verkündigung und des Lehrens eine besondere ermutigende und bedeutende Entwicklung im Glauben darstellt; sie stürmt mit ihrem unablässigen vorbereitenden und anhaltenden Gebet die Tore des Himmels um Beistand für ihre kühnen Unternehmungen: Wir alle können Bahá’u’lláh um Seine göttliche, allumfassende Hilfe anrufen, und Er wird uns gewiss helfen, denn Er ist der Erhörer der Gebete, der Antwortgebende.A91
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Gesegnet, wer sich in der Blüte seiner Jugend und auf dem Höhepunkt seines Lebens erhebt, der Sache des Herrn des Anfangs und des Endes zu dienen und sein Herz mit Seiner Liebe schmückt. Die Erscheinung einer solchen Zierde ist größer als die Erschaffung der Himmel und der Erde. Gesegnet sind die Standhaften und gut steht es um sie, die beständig sind.
Bahá’u’lláh A92
Bibliografie
Bahá’u’lláh
–– Ährenlese, Auflage 9.01-print, Bahá’í Verlag 2020
–– Botschaften aus ‘Akká, Bahá’í Verlag 2018,
–– Die Verborgenen Worte, Bahá’í Verlag 2020
–– Gebete und Meditationen, Bahá’í Verlag 2008
‘Abdu’l-Bahá
–– Beantwortete Fragen, Auflage 12.01-print, Bahá’í Verlag 2021
–– Briefe und Botschaften, Bahá’í Verlag 1998
Shoghi Effendi
–– Das Licht göttlicher Führung, Bd.1 u. 2, in: Das Licht göttlicher Führung, Gesamtband, Auflage 1.01-print, Bahá’í Verlag 2020
–– Dawn of a New Day, India: Bahá’í Publishing Trust, 1970
–– Die Weltordnung Bahá’u’lláhs, 2. Auflage, Bahá’í Verlag 2018
–– Directives from the Guardian, India/Hawaii, 1973
–– Unfolding Destiny, UK Bahá’í Publishing Trust, 1981
–– Zum wirklichen Leben, 4. Auflage, Bahá’í Verlag 2015
Das Universale Haus der Gerechtigkeit
–– Riḍván-Botschaften (verschiedener Jahre)
–– Botschaften an einzelne Gläubige
–– Botschaften an verschiedene Nationale Geistige Räte
–– Botschaften an verschiedene Bahá’í-Institutionen und -Ausschüsse
–– Sechs Schritte zum geistigen Wachstum, 6. Auflage, Bahá’í Verlag 2012
Kompilationen
–– Bahá’í Youth, compiled by Research Department of the Universal House of Justice, in: Compilation of Compilations, vol. 2, 1991
–– Den Glauben vertiefen, BV 1984
–– Ein Leben, getragen von Andacht und Gebet, 1. Auflage, Bahá’í Verlag 2019
–– Gebete, 7. Auflage Bahá’í Verlag 2022
–– Geistiger Adel, Bahá’í Verlag 1982
–– Ziele der Kindererziehung, 4. Auflage, Bahá’í Verlag 2018
–– Über das Lehren, Bahá’í Verlag 1979
–– Über die Macht des Gebets, Bahá’í Verlag 1981
–– Liebe und Ehe, Bahá’í Verlag 1981
–– Lights of Guidance,
–– Vertrauenswürdigkeit, Bahá’í Verlag 1990
Magazine
–– Bahá’í-Briefe 12, 1963, Der Nationale Geistige Rat der Bahá’í in Deutschland (Hrsg.) ISSN 0005-3945
–– Star of the West, vol. 8, no. 4, 17. Mai 1917
Das Internationale Lehrzentrum
–– Training Institutes: Attaining a higher level of functioning, A document prepared by The International Teaching Centre, 2017
Das Ruhi-Institut
–– Ruhi-Buch 5, Das Potenzial der Juniorjugendlichen freisetzen, An die Mitarbeiter
Quellenangaben
Q1 Das Universale Hauses der Gerechtigkeit, Riḍván-Botschaft 2021
Q2 Das Universale Hauses der Gerechtigkeit, Riḍván-Botschaft 2021
Q3 Bahá’u’lláh, Die Verborgenen Worte, arab. 2
Q4 Shoghi Effendi, in: Das Kommen göttlicher Gerechtigkeit, S. 73
Anmerkungen
A1 in: Gebete, Nr. 214
A2 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Teilnehmer der bevorstehenden 114 Jugendkonferenzen auf der ganzen Welt, 1. Juli 2013
A3 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Bahá’í der Welt, 8. Februar 2013, Abs. 1–5
A4 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká, 11:26,27
A5 Shoghi Effendi, in: Die Weltordnung Bahá’u’lláhs, S. 271f
A6 Shoghi Effendi, in: Die Weltordnung Bahá’u’lláhs, S. 74
A7 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 13. März 1932, zitiert in: Bahá’í Youth, S. 3
A8 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 15. Juni 1945, zitiert in: Bahá’í Youth, S. 3f
A9 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 31. Juni 1945, zitiert in: Bahá’í Youth, S. 5
A10 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 12. Mai 1944, zitiert in: Den Glauben vertiefen, S. 71
A11 Ruhi-Buch 5, An die Mitarbeiter, Abs. 5
A12 in: Gebete, Nr. 216
A13 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag an eine Gruppe Bahá’í-Jugendlicher, vom 8. August 1957, zitiert in: Bahá’í Youth, S. 3
A14 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Mitglieder der Nationalen Jugendausschüsse Europas, beim Treffen mit dem Europäischen Bahá’í-Jugendrat, 11. November 2002
A15 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die bei der Jugendkonferenz im Vereinigten Königreich versammelten Freunde, 1. Januar 2010
A16 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Konferenz der Kontinentalen Beraterämter, 29. Dezember 2015, Abs. 34–39
A17 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Konferenz der Kontinentalen Beraterämter, 29. Dezember 2015, Abs. 34–39
A18 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Nachschrift zu einem Brief vom 26. Okt, 1932, zitiert in: Bahá’í Youth
A19 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 26. April 1923, zitiert in: Den Glauben vertiefen, S. 47
A20 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 19. Juni 1941, zitiert in: Dawn of a New Day, S. 181
A21 Shoghi Effendi, An die Bahá’í-Jugend in Indien, Brief in seinem Auftrag vom 6. Juli 1933, zitiert in: Dawn of a New Day, S. 196
A22 Shoghi Effendi, An die Bahá’í-Jugend in Bombay, Indien, Brief vom 6. Juni 1941, zitiert in: Geistiger Adel, S. 26
A23 Shoghi Effendi, An die Bahá’í-Gruppe in Hobarth, Australien, Brief vom 25. Dez. 1941, zitiert in: Ziele der Kindererziehung, 127:1
A24 Bahá’u’lláh, in: Ährenlese, 43:4
A25 Bahá’u’lláh, zitiert in: Vertrauenswürdigkeit, Abs. 21
A26 ‘Abdu’l-Bahá, zitiert in: Star of the West, vol. 8, no. 4 (17. Mai 1917), p. 41
A27 ‘Abdu’l-Bahá, zitiert in: Ein Leben, getragen von Andacht und Gebet, 24:1
A28 Bahá’u’lláh, zitiert in: Ein Leben, getragen von Andacht und Gebet, 68:1
A29 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, zitiert in: Ein Leben, getragen von Andacht und Gebet, 76:1
A30 Bahá’u’lláh, in: Gebete und Meditationen, 116:1
A31 Bahá’u’lláh, zitiert in: Das Kommen göttlicher Gerechtigkeit, S. 52
A32 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 31. März 1932, zitiert in: Über das Lehren, S. 56
A33 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 8. Dez. 1935, zitiert in: Über die Macht des Gebets, S. 23f
A34 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 2. November 1931, zitiert in: Bahá’í Youth, S. 3f
A35 Shoghi Effendi, Brief in seinem Auftrag vom 26. Oktober 1932, zitiert in: Bahá’í Youth, S. 4f
A36 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 26. Oktober 1932, in: Zum wirklichen Leben, 30:1
A37 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 26. Oktober 1932, zitiert in: Den Glauben vertiefen, Abs. 135
A38 ‘Abdu’l-Bahá, in: Beantwortete Fragen, 67:7–8
A39 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, in: Sechs Schritte zum geistigen Wachstum, Bahá’í Verlag 2014, S. 8f
A40 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An einen Gläubigen, unveröffentlichter Brief vom 19. April 2013
A41 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An einen Nationalen Geistigen Rat, unveröffentlichter Brief vom 23. April 2013
A42 vgl. Training Institutes: Attaining a higher level of functioning, prepared by The International Teaching Centre, 2017, Kapitel 1.1.3
A43 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Bahá’í der Welt, Riḍván 2010, Abs. 9
A44 Shoghi Effendi, An die Bahá’í-Jugend in Bombay, Brief in seinem Auftrag vom 26. Oktober 1932, zitiert in: Den Glauben vertiefen, Abs. 134
A45 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká, 4:13-16
A46 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká, 6:27
A47 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká, 9:4,5
A48 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká, 17:91, 94, 95
A49 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 5. April 1942, zitiert in: Geistiger Adel, S. 26f
A50 Shoghi Effendi, An die Jugendklasse der Louhelen-Sommerschule, Brief in seinem Auftrag vom 25. August 1944, zitiert in: Geistiger Adel, S. 27
A51 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 23. Januar 1945, zitiert in: Geistiger Adel, S. 28
A52 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 27. Januar 1945, zitiert in: Geistiger Adel, S. 28
A53 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 22. Februar 1945, zitiert in: Geistiger Adel, S. 28
A54 Shoghi Effendi, An den Jugendausschuss der Vereinigten Staaten, Brief in seinem Auftrag vom 20. Oktober 1945, zitiert in: Geistiger Adel, S. 29
A55 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 26. Mai 1946, zitiert in: Geistiger Adel, S. 29
A56 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 6. September 1946, zitiert in: Geistiger Adel, S. 29f
A57 Shoghi Effendi, An die Jugend-Arbeitsgruppe der Louhelen School, Brief in seinem Auftrag vom 19. September 1946, in: Zum wirklichen Leben, 47:1
A58 Shoghi Effendi, An die jugendlichen Teilnehmer der Green Acre Summer School, Brief in seinem Auftrag vom 19. September 1946, in: Zum wirklichen Leben, 48:1
A59 Shoghi Effendi, An die Jugendklasse der Louhelen Bahá’í-Sommerschule, Brief in seinem Auftrag vom 11. November 1951, zitiert in: Bahá’í Youth, S. 18
A60 Shoghi Effendi, An die in Aachen versammelten Jugendlichen, Brief in seinem Auftrag vom 28. Mai 1957, in: Das Licht göttlicher Führung, Bd.2, 164:1-3
A61 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 9. Juli 1931, zitiert in: Ziele der Kindererziehung, 109:1
A62 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká, 3:23
A63 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 21. Februar 1933, in: Zum wirklichen Leben, 13:1
A64 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 5. September 1938, zitiert in: Liebe und Ehe, S.21
A65 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 12. Dezember 1940, zitiert in: Liebe und Ehe, S.23
A66 ‘Abdu’l-Bahá, in: Briefe und Botschaften, 86:2
A67 Bahá’u’lláh, Die Verborgenen Worte, pers. 39
A68 ‘Abdu’l-Bahá, Botschaft an die Bahá’í in Stuttgart vom 3.12.1911, zitiert in: Bahá’í-Briefe 12, 1963, S. 285
A69 Shoghi Effendi, in: Das Licht göttlicher Führung, Bd.1, 8:3-4
A70 Shoghi Effendi, in: Das Licht göttlicher Führung, Bd.1, 30:1
A71 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 7. Aug. 1950, zitiert in: Über das Lehren, S. 24f
A72 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Bahá’í der Welt, Riḍván 1999, Abs. 10
A73 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Bahá’í der Welt, Riḍván 2000, Abs. 27
A74 Shoghi Effendi, in: Das Licht göttlicher Führung, Bd.1, 57:2-3
A75 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 13. März 1944, zitiert in: Bahá’í Youth, S. 15
A76 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An alle Nationalen Geistigen Räte, 25. Mai 1975
A77 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Bahá’í der Welt, Riḍván 1973
A78 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Botschaft vom 25. März 1975, zitiert in: Lights of Guidance, Abs. 2138
A79 Shoghi Effendi, An den nationalen Jugendausschuss der Britischen Inseln, Brief vom 7. Juni 1946, in: Unfolding Destiny
A80 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 21. Oktober 1943, zitiert in: Den Glauben vertiefen, S. 70f
A81 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 2. November 1933, zitiert in: Den Glauben vertiefen, S. 59
A82 Shoghi Effendi, An eine neu gebildete Bahá’í-Gruppe, Brief in seinem Auftrag vom 16. Juni 1945, zitiert in: Über das Lehren, S. 34
A83 Shoghi Effendi, An den Nationalen Geistigen Rat in Deutschland, Brief in seinem Auftrag vom 4. April 1947, zitiert in: Über das Lehren, S. 34
A84 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 30. Oktober 1936, zitiert in: Über das Lehren, S. 42
A85 Shoghi Effendi, An einen Gläubigen, Brief in seinem Auftrag vom 1. September 1933, zitiert in: Über das Lehren, S. 55
A86 Shoghi Effendi, An die Jugendklasse der Louhelen Bahá’í-Schule, Brief in seinem Auftrag vom 2. Oktober 1951, zitiert in: Bahá’í Youth, S. 6
A87 Shoghi Effendi, in: Das Licht göttlicher Führung, Bd. 1, 114:7
A88 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká, 13:19–22
A89 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká, 9:20
A90 Shoghi Effendi, in: Das Licht göttlicher Führung, Bd. 1, 218:2
A91 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, An die Bahá’í der Welt, Riḍván 1972
A92 Bahá’u’lláh, zitiert in: Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Riḍván 1982
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