# Worte der Weisheit (dup2)

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> WORTE DER WEISHEIT
> Im Namen Gottes,
> des Erhabenen,
> des Höchsten!
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>     Die Sonne der Wahrheit ist das Wort Gottes, von dem die Erziehung der Menschen im Reich der Gedanken 
> abhängig ist.  Sie ist der Geist der Wirklichkeit und das Wasser des Lebens.  Ihr verdanken alle Dinge ihr Dasein.  
> Sie offenbart sich immer nach der Fähigkeit und der Art des Spiegels, durch den sie widergespiegelt wird.  Wird 
> zum Beispiel ihr Licht auf den Spiegel des Weisen geworfen, dann bringt es Weisheit zum Ausdruck, wird es 
> vom Geist des Künstlers widergespiegelt, so schafft es neue und schöne Künste, leuchtet es durch den Geist des 
> Gelehrten, dann offenbart es Wissen und enthüllt Geheimnisse.
>     Alle Dinge der Welt erscheinen durch den Menschen und kommen in ihm zum Ausdruck.  Durch ihn erhalten 
> sie Leben und Entwicklung.  Der Mensch aber ist in seinem geistigen Sein von der Sonne des Wortes Gottes 
> abhängig.  Alle guten Merkmale und edlen Eigenschaften entstammen dem Wort Gottes.  Dieses Wort ist das 
> göttliche Feuer, das in den Menschenherzen glüht und alles verbrennt, was nicht von Gott ist.  Der Geist der 
> Liebenden ist immer von diesem Feuer entflammt.  Es ist das Wesen des Wassers, das sich in der Form des Feu-
> ers offenbart. Äußerlich ist es brennendes Feuer, im Inneren aber ruhiges Licht.  Dies ist das Wasser, das allen 
> Dingen Leben verleiht.
>     Wir erbitten von Gott, daß wir an diesem lebenspendenden Wasser des Himmels teilhaben und von dem geis-
> tigen Kelch der Ruhe trinken dürfen, damit wir von allem frei werden, was uns hindern könnte, uns Seiner Liebe 
> zu nähern.
> Ruhm sei dem Volke der Herrlichkeit!
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>     0 Sohn des Menschen!
>     Wenn du Barmherzigkeit übtest, dann würdest du nicht deinen eigenen, sondern den Nutzen der Menschheit 
> im Auge behalten.  Wenn du Gerechtigkeit übtest, dann würdest du für andere nur wählen, was du auch für dich 
> selbst wählst.
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> 
>     Wahrlich, durch Demut wird der Mensch zum Himmel des Ruhmes und der Macht emporgehoben, Stolz da-
> gegen läßt ihn auf die niedrigste Stufe sinken.
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> 
> 0 ihr Einsichtsvollen unter den Menschen!
>       Wahrlich, die Worte, die vom Himmel des Willens Gottes herabkamen, sind die Quelle der Einigkeit und 
> Eintracht für die Welt.  Schließt eure Augen gegen Unterschiede der Rasse und heißt alle mit dem Licht der Ein-
> heit willkommen.  Seid die Ursache des Trostes und der Hilfe für die Menschheit.  Diese Handvoll Staub, die 
> Welt, ist eine Heimat, laßt sie eine solche in Einigkeit sein.  Entsagt dem Stolz, denn er ist eine Ursache der 
> Zwietracht.  Folgt nur dem, was Harmonie bewirkt.
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> 
>     Verkehrt mit allen Menschen in Liebe und Eintracht.  Eine freundschaftliche Gesinnung ist die Ursache der 
> Einigkeit, und Einigkeit ist die Quelle der Ordnung in der Welt.  Gesegnet sind die Gütigen und Dienstbereiten.
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> 
>     Wer an diesem Tag das Licht der Sonne der Wahrheit sucht, muß seinen Geist von den Überlieferungen der 
> Vergangenheit frei machen, er muß sein Haupt mit der Krone der Loslösung und seinen Tempel (Körper) mit 
> dem Gewand der Tugend schmücken.  Dann wird er zum Meer der Einheit gelangen und in die Gegenwart der 
> Einzigkeit treten.  Das Herz muß vom Feuer des Aberglaubens frei werden, damit es das Licht der Gewißheit 
> empfangen und die Herrlichkeit Gottes wahrnehmen kann.
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> 
>     Einheit in ihrem wahren Sinn bedeutet, daß Gott allein als die einzige Macht angesehen werden sollte, die alle 
> Dinge belebt und beherrscht, denn sie sind nur Offenbarungen Seiner Schöpferkraft.
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> 
>     Gott, einzig und allein, wohnt an Seinem Ihm eigenen Ort, welcher über Raum und Zeit, Erwähnung und 
> Äußerung, Zeichen, Beschreibung und Erklärung, Höhe und Tiefe geheiligt ist.
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>     
> 0 mein Gott! 0 mein Gott!
>     Schmücke die Häupter Deiner Auserwählten mit der Krone der Liebe und ihre Tempel (Körper) mit dem Ge-
> wand der Tugend.
>     Das Volk Bahás muß dem Herrn mit Weisheit dienen, andere durch sein Leben belehren und das Licht Gottes 
> in seinen Taten offenbaren.  Die Wirkung der Taten ist wahrhaft mächtiger als die der Worte.
>     Der Fortschritt des Menschen ist abhängig von Ehrlichkeit, Weisheit, Keuschheit, Klugheit und Taten.  Durch 
> Unwissenheit, mangelnden Glauben, Unwahrhaftigkeit und Selbstsucht wird er immer erniedrigt.  Wahrlich, der 
> Mensch wird nicht Mensch genannt, ehe er nicht von den Eigenschaften des Barmherzigen durchdrungen ist. Er 
> ist nicht Mensch wegen seines Reichtums und Schmuckes, seiner Gelehrsamkeit und seiner feinen Sitten.  Ge-
> segnet, wer über Namen erhaben ist, wer das Ufer der See der Reinheit sucht und die Melodie der Taube der 
> Tugend liebt.
>     An diesem Tag müssen alle Menschen Gott durch Reinheit und Tugend dienen.  Die Wirkung des Wortes, das 
> der Lehrer spricht, hängt ab von der Reinheit seiner Absicht und seiner Loslösung vom Irdischen.  Manche be-
> gnügen sich mit Worten, aber die Wahrheit der Worte wird durch Taten und das gelebte Leben bezeugt.  Taten 
> offenbaren die Stufe des Menschen.  Die Worte müssen mit dem übereinstimmen, was aus dem Munde des Wil-
> lens Gottes hervorging und in den Tablets niedergelegt ist.
>     Die Quelle alles Guten ist Vertrauen in Gott, Unterwerfung unter Seine Gebote und Zufriedenheit mit Seinem 
> heiligen Willen und Wohlgefallen.
>     Das Wesen der Weisheit ist die Ehrfurcht vor Gott, die Furcht vor Seiner Züchtigung und Bestrafung, die Er-
> kenntnis Seiner Gerechtigkeit und die Anerkennung Seiner Verordnungen.
>     Das Wesen der Religion ist, das anzuerkennen, was der Herr offenbarte, und das zu befolgen, was Er in Sei-
> nem mächtigen Buch verordnete.
>     Die Quelle allen Ruhmes ist die Annahme dessen, was der Herr verliehen hat, und Zufriedenheit mit dem, was 
> Gott verordnete.
>      Das Wesen der Liebe ist für den Menschen, sein Herz dem Geliebten zuzuwenden, sich von allem außer Gott 
> zu lösen und nichts anderes als sein Herr zu wünschen.
>     Wahres Gedenken ist, den Herrn, den Allgepriesenen, zu erwähnen und alles außer Ihm zu vergessen.
>     Wahre Hilfe ist für den Diener, seinem Beruf und Geschäft in dieser Welt nachzugehen, sich fest an den 
> Herrn zu halten und nur Seine Gnade zu suchen, denn in Seinen Händen liegt das Schicksal aller Seiner Diener.
>     Das Wesen der Loslösung ist für den Menschen, sein Gesicht dem Hofe des Herrn zuzuwenden, in Seine Ge-
> genwart zu treten, Sein Antlitz zu schauen und als ein Zeuge vor Ihn zu treten.
>     Das Wesen der Einsicht ist, die eigene Armut zu bezeugen und sich dem Willen des Herrn, des höchsten 
> Herrschers, des Gnädigen, des Allmächtigen, zu unterwerfen.
> Die Quelle des Mutes und der Macht ist die Verbreitung des Wortes Gottes und Standhaftigkeit in Seiner Liebe.
>     Das Wesen der Güte ist für den Diener, die Segnungen seines Herrn zu bekennen und Ihm zu allen Zeiten und 
> unter allen Umständen zu danken.
>     Das Wesen des Reichtums ist die Liebe zu Mir.  Wer Mich liebt, besitzt alle Dinge, und wer Mich nicht liebt, 
> gehört fürwahr zu den Armen und Bedürftigen.  Dies offenbarte der Finger des Ruhmes und der Herrlichkeit.
>     Das Wesen des Glaubens ist es, wenig Worte zu machen und eine Fülle von Taten aufzuweisen.  Wisse wahr-
> lich, daß für den, der mehr redet als er tut, der Tod besser wäre als sein Leben.
>     Die Quelle alles Bösen ist für den Menschen, sich von seinem Herrn abzuwenden und sein Herz an gottlose 
> Dinge zu hängen.
>     Das am heftigsten brennende Feuer ist, die Zeichen Gottes in Frage zu stellen, was Er offenbarte, zwecklos in 
> Zweifel zu ziehen, Ihn zu leugnen und sich stolz vor Ihm zu brüsten.
>     Die Quelle aller Gelehrsamkeit ist die Erkenntnis Gottes, erhaben sei Sein Ruhm!  Diese Erkenntnis kann auf 
> keine andere Weise erlangt werden als durch die Erkenntnis Seiner göttlichen Offenbarung.
>     Das Wesen der Erniedrigung ist, den Schatten des Barmherzigen zu verlassen und seine Zuflucht bei dem Bö-
> sen zu suchen.
>     Die Quelle des Irrtums ist, nicht an den einen wahren Gott zu glauben, sich auf irgendetwas anderes außer 
> Ihm zu verlassen und von Seinem Gebot abzuweichen.
>     Wirklicher Verlust ist es für den Menschen, wenn er seine Tage in völliger Unkenntnis über sein wahres 
> Selbst verbracht hat.
>     Das Wesen alles dessen, was Wir für dich offenbarten, ist die Gerechtigkeit.  Dazu gehört ferner, daß sich der 
> Mensch von eitler Einbildung und von Nachahmung befreit, mit dem Auge der Einheit auf das herrliche Werk 
> Seiner Hände schaut und mit einem forschenden Blick in alle Dinge dringt.
>     Auf diese Weise haben Wir dich unterrichtet und die Worte der Weisheit geoffenbart, damit du dem Herrn, 
> deinen Gott, dankbar sein und dich dadurch unter allen Menschen auszeichnen mögest.
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> Bahá’u’lláh (1817-1892)
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> Hamburg, den 12.06.2003                                   Datei: weisheit.doc                                                      Seite: 3
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> — *Worte der Weisheit (dup2)*

