Das Licht göttlicher Führung (Band 2) ===================================== Exported from Holy-Writings.com on 2026-06-19 1 clipping 1. Das Licht göttlicher Führung (Band 2) á Shoghi Effendi á Bahá'í Verlag GmbH, Auflage 1.04 (O-2021-06-12) Das Licht göttlicher Führung (Band 2) Shoghi Effendi 27. Februar 1922A1 Sehr geehrter Herr, ich bedaure sehr, dass ich Ihnen erst jetzt nach längerer Verzögerung die Übersetzung der Antwort ‘Abdu’l-Bahás auf Ihren Brief zusenden kann. Dass Er so plötzlich ins Jenseits abberufen wurde, hat uns alle in tiefe Trauer gestürzt und weitere Sorgen und Verpflichtungen auf uns geladen. Aber glücklicherweise hat Er die Antwort auf Ihren Brief bereits längere Zeit vor Seinem Tod fertiggestellt und unterschrieben; und wäre da nicht der Wunsch gewesen, sie angemessen ins Englische und Französische zu übersetzen, dann hätten Sie die Antwort schon erheblich früher erhalten. Da ich mir Ihrer gegenwärtigen Adresse nicht ganz sicher bin, lege ich eine Abschrift des Originals, das Seine Unterschrift trägt, bei. Das Original werde ich verschicken, sobald ich sicher bin, dass ich Ihre gültige Adresse habe. Ein Exemplar der englischen Version sende ich auch an Herrn A. Iṣfáhání, einem unserer Bahá’í-Freunde, der, soweit ich erfahren habe, bei mehreren Gelegenheiten das Vergnügen und das Privileg hatte, Sie zu treffen, und der es Ihnen sicherlich weiterleitet, sollte dieser Brief Sie nicht erreichen. Die Bahá’í auf der ganzen Welt wären sicherlich begeistert, wenn Kopien von ‘Abdu’l-Bahás Antwort auf Ihren Brief unter ihnen verbreitet würden, weil diese Schrift in vielerlei Hinsicht einzigartig ist und in ihrer Art und gründlichen Darstellung sehr geschätzt wird. Solange ich nicht weiß, ob Sie dies wünschen, werde ich noch keine Kopien weitergegeben. Da es sich um einen persönlichen Brief handelt, halte ich es für meine Pflicht, Sie zu informieren und Ihre Genehmigung einzuholen. Mit meinen besten Wünschen und herzlichen Grüßen hoffe ich, bald wieder von Ihnen zu hören, Ihr ergebener Shoghi Rabbani (Enkel von ‘Abdu’l-Bahá) 5. Januar 1923 An die Geliebten des Herrn und die Dienerinnen des Barmherzigen in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien und der Schweiz. Die Herrlichkeit des Allherrlichen ruhe auf ihnen! Geliebte Brüder und Schwestern in ‘Abdu’l-Bahá! Seine Ehren, Jináb-í ‘Abdu’l-Ḥusayn-i-Ávárih, vom Geist des Dienens und des Lehrens entflammt, den das Hinscheiden unseres geliebten Meisters in jedem Herzen entzündet hat, wird nach Europa reisen und alle Bahá’í-Zentren dieses großartigen Kontinents besuchen, um mit Hilfe der Freunde in diesen Landen den Ruf Yá-Bahá’u’l-Abhá zu erheben und das Interesse an der Sache Gottes zu wecken. Er ist für eine so bedeutende und edle Aufgabe bestens geeignet, und ich bin zuversichtlich, dass er die umfassenden Lehren Bahá’u’lláhs durch die Gnade Gottes und mit der vom ganzen Herzen kommenden Unterstützung der Getreuen ‘Abdu’l-Bahás nah und fern verbreiten kann. Seine große Erfahrung und Vertrautheit mit den verschiedenen Aspekten der Bewegung, seine profunde und umfassende Kenntnis ihrer Geschichte, seine persönliche Verbindung mit einigen der frühen Gläubigen, Pionieren und Märtyrern der Sache werden gewiss bei Ihnen allen Anklang finden und dazu beitragen, Sie mit der persönlicheren und tragischen Seite dieser bemerkenswerten Bewegung bekannt zu machen. Möge sein Aufenthalt in Ihrem Land dem Vormarsch der Sache im Westen frischen Schwung verleihen und breites Interesse sowohl an der Geschichte als auch an den Prinzipien der Bahá’í-Bewegung wecken! 18. Dezember 1925A2 An die lieben Bahá’í Geschwister in Esslingen. Meine geliebten Bahá’í Geschwister, Euren schönen Brief vom 9. Kaul [›Qawl‹ nach aktueller Transliteration] hat unser geliebter Hüter, Shoghi Effendi erhalten und große Freude dadurch bekommen. Damit strömt die Liebe Gottes und der süße Duft Eurer Harmonie, Einigkeit, Aufrichtigkeit und Ergebenheit der Wohlfahrt der heiligen Sache. Unser geliebter Hüter hat mich beauftragt, diese Zeilen an Euch zu schreiben und seine Liebe und herzliche Grüße euch zu übersenden. Er versichert Euch, dass er für Euch am heiligen Grabe Unseres Geliebten, ‘Abdu’l-Bahás mit ganzem Herzen betet. Er erwartet immer gute Nachrichten von Eurem Wohlsein und von dem Fortschritte der heiligen Sache in Eurem Land. Liebe Geschwister, die Angelegenheiten in meiner Heimat haben mich gezwungen, eine Reise nach Persien zu machen. Der geliebte Hüter hat mir Urlaub dafür bewilligt. Ich verlasse Haifa binnen drei oder vier Tagen. Da während meiner Abwesenheit von Haifa niemand hier ist, der Deutsch kann, sollen alle die Briefe und Nachrichten, die dem lieben Shoghi Effendi geschickt werden, auf Englisch geschrieben werden. Die heilige Familie lassen Euch auch herzliche Grüße. Mit treuer Liebe, verbleibe ich immer, Euer ergebener Bruder in Seinem heiligen Namen und Dienste unseres geliebten Hüter [Vom Hüter hinzugefügt:] Meine liebsten Freunde: Ich möchte Ihnen persönlich meine anhaltenden und ernsthaften Gebete für Ihr Glück, Ihr Wohlergehen und Ihren geistigen Fortschritt zusichern. Die Esslinger Freunde liegen mir sehr am Herzen. Ich bewundere ihre Standhaftigkeit, ihre Liebe und Hingabe sehr und hege große Hoffnungen für ihre Zukunft. Sie sind dazu bestimmt, Großes für unsere geliebte Sache zu erreichen. Stets Ihr wahrer Bruder, Shoghi 15. Februar 1926 Zu Ihrer ersten Frage über das Trinken von Alkohol: Bahá’u’lláh verbietet es in voller Kenntnis des großen Elends, das es mit sich bringt, und stellt ausdrücklich fest, dass alles verboten ist, was uns des Verstandes beraubt oder mit anderen Worten betrunken macht. Der Meister setzte sich für diese Idee ebenfalls ein. Über den Spiritismus sagt der Meister zwar, dass einige Körnchen Wahrheit in dem enthalten sind, was über Autosuggestion und dergleichen gelehrt wird, aber Spiritismus als solcher gehört nicht zu den Lehren der Bahá’í-Religion. Unser Meister hat gesagt, Religion und wahre Wissenschaft müssen Hand in Hand gehen, und die meisten dieser Dinge sind wissenschaftlich nicht bewiesen. Was Ihre dritte Frage anbelangt, so möchte Shoghi Effendi, dass Sie folgendes verstehen: glaubt man daran, dass jemand göttlich inspiriert ist, und ist man überzeugt davon, dass seine Lehren eine bedeutsame Botschaft für die Welt enthalten, so muss man selbstverständlich bereit sein, alles zu akzeptieren, was dieser Welt-Lehrer, dieser göttlich inspirierte Mensch sagt. Dementsprechend meint Shoghi Effendi, ein wahrer Bahá’í sei davon überzeugt, dass Bahá’u’lláh ein Lehrer der Menschheit und ein Bote Gottes ist, der der Menschheit eine große Botschaft überbringt. Somit ist er bereit, alles zu akzeptieren, was Bahá’u’lláh gesagt hat, und gleiches gilt für den Meister, von dem wir glauben, dass Er der große Erklärer der Bahá’í-Lehren ist und derjenige, durch den der Bund Gottes in der Welt fest gegründet wurde. Was die Unterscheidung zwischen einem Bahá’í und einem Freund der Bahá’í anbelangt: Das ist keine Unterscheidung, die Bahá’u’lláh oder der Meister festgelegt haben. Aber weil es so viele Menschen gibt, die von der Bahá’í-Sache angezogen werden, wie sie auch von irgendeiner anderen Gruppe angezogen werden, und weil es Menschen gibt, die sich geistig noch nicht so entwickelt haben, dass sie die Welt und die geistigen Elemente des Lebens in angemessenem Licht sehen, so wie ein Bahá’í sie betrachten würde, ist es daher zur Gewohnheit geworden, Unterschiede zwischen denen zu machen, die man vielleicht als Anfänger in der Bahá’í-Bewegung bezeichnen könnte, und denen, die die Bewegung gründlich studiert haben, ihre Lehren genau kennen und den wahren Geist, der hinter allem steht, verstehen. Sie sollten jedoch nicht meinen, ein Bahá’í sei einem Freund der Bahá’í überlegen. Er hat lediglich die Bewegung eingehender studiert und den erhabenen göttlichen Geist, der allen Bahá’í-Lehren zu Grunde liegt, erkannt. Ich hoffe, ich konnte trotz der erforderlichen Kürze bei der Beantwortung Ihrer interessanten Fragen die einzelnen Punkte angemessen erklären. Durch Fragen und vertieftes Nachdenken können wir stets den Dingen auf den Grund gehen, und in den Lehren Bahá’u’lláhs gibt es so vieles, was zwar derzeit unnötig erscheint, aber in der zukünftigen Entwicklung der Menschheit von großer Bedeutung sein wird. 4. November 1926 Der in den Sendschreiben erwähnte Wein hat zweifellos eine geistige Bedeutung, denn im Buch Aqdas wird auf jeden Fall nicht nur Wein verboten, sondern alles, was den Verstand verwirrt. Generell sieht die Dichtkunst im Wein noch eine andere Konnotation als die der gewöhnlichen berauschenden Flüssigkeit. So sehen wir, wie etwa die persischen Dichter Sa‘dí, Umar Khayám und Háfiz ihn anführen, um das zu benennen, was den Menschen seinem göttlichen Geliebten näher bringt und ihn sein irdisches Dasein vergessen lässt, so dass seine Suche nach seinem geistigen Verlangen erleichtert werde. Es ist sehr wichtig, den Kindern zu erklären, was dieser Wein bedeutet, damit sie ihn nicht mit gewöhnlichem Wein verwechseln. Das Buch der Gesetze, das Aqdas, ist noch nicht angemessen übersetzt worden, denn wie Sie bereits erwähnten, haben wir niemanden, der für die Arbeit qualifiziert wäre. Als die Sache zum ersten Mal im Westen bekannt wurde, unternahm einer der arabischen Freunde einen solchen Versuch; dieser war aber so irreführend und verwirrend, dass der Meister jeder Einzelperson verbot, einen weiteren Versuch zu unternehmen. Er sagte, dies sei das Werk einer Gruppe von kompetenten Übersetzern und nicht das einer einzelnen Person. Die meisten wichtigen Themen, die dort angesprochen werden, sind jedoch den Freunden bereits durch andere Sendschreiben wohl vertraut, und es gibt derzeit keinen dringenden Bedarf für eine solche Übersetzung. [Vom Hüter hinzugefügt:] Ihr lieber Brief, der Ihre Ausdauer im Dienst trotz Ihres großen Verlustes zeigt, war mir eine Quelle großen Trostes und der Kraft. Ich hoffe und bete darum, dass das geistige Verständnis, die Weisheit und Tugend Ihrer lieben Kinder wachsen mögen und deren Leben, Verhalten und künftiger Dienst für die Sache die Seele ihres verstorbenen Vaters erstrahlen lassen, mit Freude erfüllen und ihr Herz trösten werden. Seien Sie gewiss, dass ich Sie alle beständig und innig in meinem Herzen berge und Sie der Gegenstand meiner stetigen und glühenden Gebete an den heiligen Schreinen sind. 9. November 1926 Er hegt große Hoffnungen für Deutschland. Das Land bildet das Zentrum einer politisch und gesellschaftlich aufgewühlten Gegend; viele Individuen sind der rein beschönigenden Maßnahmen überdrüssig. Sie ersehnen eine umfassende Reform, die mit dem Herzen beginnt und sich in alle unterschiedlichen Handlungszweige erstreckt. [Vom Hüter hinzugefügt:] Ich möchte noch ein persönliches Wort hinzufügen, um Sie und die lieben Freunde in Esslingen meiner großen Liebe und meiner fortgesetzten Gebete für Ihr Wohlergehen und Ihren geistigen Fortschritt zu versichern. Ich werde in den drei Heiligen Schreinen zärtlich an Sie denken und für jeden von Ihnen um göttliche Führung und Stärke flehen. 6. April 1928 An die Freunde, die sich in der Wohnung von Herrn und Frau RänfteA3 zusammengefunden haben. Liebe Freunde, Er dankt Ihnen sehr für Ihre freundlichen Naw-Rúz-Grüße und ist hoch erfreut, eine so liebliche Nachricht von seinen Freunden in Karlsruhe zu erhalten. Er hofft und betet, das neue Bahá’í-Jahr möge voller Glück und Wohlergehen für Sie alle sein und Zeuge großen Fortschritts bei der Verbreitung der Bahá’í-Lehren in Karlsruhe werden. Sie werden sich gewiss bestens in dieser Hinsicht bemühen, und Shoghi Effendi wird dafür beten, dass unser lieber verstorbener Meister Ihnen helfe und Sie stärke. Er wird sich immer freuen, von Ihnen und Ihren dortigen Aktivitäten zu hören, und sie können sich glücklich schätzen Ihre Treffen in einem so schönen Heim, von dem Sie mir ein Foto geschickt haben, zu veranstalten… [Vom Hüter hinzugefügt:] Meine lieben Mitarbeiter, Ich möchte gern ein paar persönliche Worte hinzufügen und Sie meiner großen Freude über Ihre sehr willkommene Nachricht sowie meiner Gebete für Ihren Erfolg und Ihren geistigen Fortschritt versichern. Ich vertraue darauf, dass jeder von Ihnen sich zu einem strahlenden Stern am Himmel der Sache entwickle und in seinem Leben und Verhalten zu einem Beispiel für den strahlenden Geist, der den Glauben beseelt, werde. Ihr wahrer Bruder, Shoghi 11. April 1929 An die Bahá’í in Karlsruhe. Liebe Bahá’í Brüder und Schwestern, Ihre freundlichen Neujahrsgrüße an Shoghi Effendi sind angekommen und haben ihn sehr gefreut. Er hofft, dass im kommenden Jahr die Sache viele geistige Siege erleben wird, vor allem in Deutschland, dem Herzen des derzeit aufgewühlten Europa. Sollte auf diesem Kontinent das Banner des Friedens nicht erhoben werden, dann weiß Gott allein, was folgt, welche Katastrophen ein weiterer Krieg bringt, und was mit unserer Zivilisation geschehen wird. Shoghi Effendi wird Sie alle in seine Gebete einschließen und um göttliche Führung und Hilfe für Sie bitten… [Vom Hüter hinzugefügt:] Innig geliebte Freunde, ich bin von Ihrer Nachricht tief berührt und möchte zum Zeichen meiner Zuneigung und meiner Gebete für Sie diese persönlichen Worte hinzufügen. Die Geliebten des Herrn in Karlsruhe sind mir sehr ans Herz gewachsen. Ich sehne mich danach, von ihnen zu hören und etwas über den Fortschritt ihrer Aktivitäten zu erfahren. Möge der Allmächtige ihre Schritte lenken, ihre Herzen erfreuen, ihr Verständnis vertiefen und ihnen helfen, die Sehnsucht ihres Herzens zu erfüllen. Ihr wahrer und liebender Bruder, Shoghi 11. April 1929 Er hofft, dass Ihre Zahl sich täglich erhöhe und Personen mit besonderen Fähigkeiten und geistiger Einsicht einschließe. Sicherlich steht die Sache in Deutschland vor schwierigen Problemen und muss einige Konflikte überwinden, aber das sollte Sie nur zu größerer Aktivität anspornen. Die Sache war von Anbeginn mit Problemen konfrontiert, die aber letztlich zur Stärkung unseres Glaubens beitrugen und uns zusätzliche Energie verliehen. Es ist sehr wichtig, alles zu tun, um den Nationalen Rat zu stärken. Sonst kann weder Einheit noch Zusammenarbeit im Land erreicht werden. Wie Sie in Ihrem Brief sagen, führen persönliche informelle Treffen in Wohnungen, zu denen unterschiedliche, freundlich gesinnte Menschen eingeladen werden, oft zu besseren Ergebnissen, da nur diejenigen, die wirklich interessiert sind, davon angezogen werden und ist einmal ihr Interesse geweckt, so kann man den Kontakt zu ihnen halten und sie einladen. 8. Juni 1929 An die Geliebten des Herrn und die Dienerinnen des Barmherzigen in ganz Europa Innig geliebte Freunde, Dr. Yúnis Khán Afrúkhtih, der durch seine Lehrtätigkeiten und seine Verwaltungsarbeit unter den Gläubigen in Persien herausragt, kommt nach Europa, um die Bahá’í-Zentren zu besuchen und die Bande der Bahá’í-Gemeinschaft zu stärken, die den Osten und Westen miteinander vereinen. Seine reife Erfahrung, sein umfangreiches Wissen über die Lage in Persien, seine vorbildliche Treue und Hingabe an die Sache, seine Fähigkeiten und sein Charakter qualifizieren ihn besonders für eine so edle Aufgabe, und ich bin zuversichtlich, dass sein längerer Aufenthalt unter Ihnen für die Interessen unserer geliebten Sache sich als äußerst nützlich erweisen wird. Ich bitte dringend jeden einzelnen Gläubigen und besonders jeden örtlichen Rat, in engen Kontakt mit ihm zu treten, um einen Einblick in die derzeitigen materiellen und geistigen Verhältnisse in Persien zu bekommen und um ein besseres Verständnis vom belebenden Zweck, den besonderen Merkmalen und der bewegenden Geschichte der Offenbarung Bahá’u’lláhs zu erlangen. Mögen seine Überlegungen und der vertraute Umgang mit Ihnen helfen, die Beziehungen der östlichen und westlichen Teile der Bahá’í-Welt enger zu verbinden und damit schließlich den Weg für die Bildung jener internationalen Körperschaft zu ebnen, die die Einheit und die Stärke des Bahá’í-Glaubens schützen wird. Ihr wahrer Bruder, Shoghi 9. Juni 1929 Shoghi Effendi möchte, dass ich den Erhalt Ihres Briefes vom 23. Januar 1929 sowie der beigefügten Fotos der Freunde in Rostock bestätige. Obwohl Sie noch sehr wenige sind, hoffen wir dennoch, dass Ihre Anzahl durch die Hilfe und Bestätigung des Meisters zunimmt, bis ihr Licht wiederum in die umgebenden Regionen ausstrahlen kann. Shoghi Effendi wird in seinen Gebeten an Sie denken und um göttliche Führung für Sie bitten. Gestern brach einer unserer herausragenden persischen Freunde, Dr. Yúnis Khán nach Europa auf. Seine Hauptabsicht ist es, die verschiedenen Zentren in Deutschland zu besuchen und die Freunde zu treffen. Durch solche Reisende wird der Osten und der Westen, wie wir hoffen, immer enger vereint werden. [Vom Hüter hinzugefügt:] Mein lieber Mitarbeiter, Ich möchte Sie persönlich meines regen Interesses an Ihren Tätigkeiten versichern sowie meiner inständigen Gebete, dass der Geliebte Ihre Schritte lenken möge, Ihr Herz erfreue und es Ihnen ermögliche, sich Ihren Herzenswunsch zu erfüllen. Ihr wahrer Bruder, Shoghi 20. November 1929A4 Shoghi Effendi war sehr erfreut, Ihren Brief vom August zu erhalten und von Dr. Yúnis Kháns und Herrn Fred Klines Besuch zu erfahren. Er freut sich auch darüber, dass Sie bereits ein Grundstück für ein Bahá’í-Haus ausgesucht haben. Der Hüter hat sich immer gewünscht, Esslingen als ein großes und blühendes Bahá’í Zentrum zu sehen, so wie auch unser geliebter Meister dies stets erhoffte. Sie wissen natürlich, dass Ausdauer, Begeisterung und ein fester Glaube an den letztlichen Erfolg unserer Sache notwendig sind und wenn der Allmächtige uns beisteht, so werden all unsere Bemühungen zweifellos mit Erfolg gekrönt werden. Jeden einzelnen von Ihnen versichere ich der herzlichen Grüße Shoghi Effendis und seiner Gebete für Sie. [Vom Hüter hinzugefügt:] Seien Sie meiner tiefen Zuneigung und meiner inständigen Gebete für Sie an den heiligen Schreinen gewiss, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 30. April 1930 An die in Esslingen versammelten Freunde Zu dieser Jahreszeit, in der die Bahá’í auf der ganzen Welt die Riḍván-Feiertage begehen und ihren Entschluss erneuern, unter dem Banner Bahá’u’lláhs zu leben und zu arbeiten, ist Shoghi Effendi über den Erhalt Ihrer Nachricht wirklich sehr glücklich. Er möchte, dass ich die Gelegenheit ergreife und Ihnen seine Zuneigung und auch seinen Wunsch und seine Gebete zusichere, dass Sie sich vereint für den Fortschritt des Glaubens und für seinen Aufbau in Ihrem Land einsetzen mögen. Er hofft, dass Sie standhaft bleiben, unbeeinflusst von den dunklen Kräften um uns herum und dazu beitragen, die Botschaft Bahá’u’lláhs überall zu verbreiten. [Vom Hüter hinzugefügt:] … Ich werde weiterhin aus tiefstem Herzen für Sie beten. Die Prüfungen, die Sie durchmachen, dienen dem Wohl unserer geliebten Sache. Seien Sie glücklich und zuversichtlich. ‘Abdu’l-Bahá wird Sie hundertfach für Ihre Ausdauer und Ihre hingebungsvollen Bemühungen segnen. Ihr wahrer Bruder, Shoghi 14. Dezember 1930 Shoghi Effendi … hegt größte Wertschätzung für Ihre Sehnsucht, der Sache zu dienen und zu helfen, deren Botschaft des Friedens in der ganzen Welt zu verbreiten. Er hofft aufrichtig, die Zeit möge für Sie kommen, diese Hoffnung zu verwirklichen und die Sehnsucht Ihres Herzens zu erlangen. Der Meister hat uns jedoch darauf hingewiesen und dringend aufgefordert, mit unseren Freunden, vor allem mit den Geistigen Räten, zu beraten, bevor wir irgendeine wichtige Entscheidung in unserem Leben treffen, insbesondere, wenn es sich um einen Dienst handelt, den wir uns vorgenommen haben. Es gibt immer so viele Umstände zu berücksichtigen. Persönlich hat Shoghi Effendi keine Einwände gegen einen derartigen Plan des Dienstes. Er sähe es aber viel lieber, wenn Sie in Beratung mit den Freunden die Angelegenheit in allen Aspekten bedenken und auch die finanzielle Seite berücksichtigen. Shoghi Effendi hofft indessen, dass Sie Ihre gesamte freie Zeit dem Studium der Lehren widmen und zugleich deren Ausbreitung in Deutschland unterstützen. Europa mit all seinen Kriegsdrohungen braucht ganz sicher die Prinzipien der Sache, die die einzige Grundlage für eine dauerhafte Einrichtung von Frieden sind. 8. April 1931 Shoghi Effendi möchte, dass ich … seine große Freude über den Dienst übermittle, den Sie den Freunden erwiesen haben, indem Sie sie besuchten und ihnen von Ihren Erlebnissen in Haifa berichteten. Diejenigen, die das Vorrecht haben, die Schreine zu besuchen und an ihrem lebensspendenden Geist teilzuhaben, sollten diesen bei ihrer Heimkehr unter den Freunden verbreiten, ihr Herz erfreuen und sie so näher hin zur Quelle allen Segens ziehen. Sie erwähnen in Ihrem Brief, dass Herr Herrigel sich des Fehlers bewusst wird, den er gemacht hat. Er hätte sicherlich die wahre Situation genau untersuchen sollen, bevor er Partei ergriff und seine Meinung äußerte. Genau das habe ich ihm im Auftrag von Shoghi Effendi geschrieben, aber er war von Mrs. White verblendet. Wie dem auch sei, Shoghi Effendi hofft, dass er sich im Laufe der Zeit der Wahrheit, die im Willen des Meisters enthalten ist, immer mehr bewusst wird und seine vergangenen Taten bereut. [Vom Hüter hinzugefügt:] Übermitteln Sie den Freunden in Berlin meine liebevolle Wertschätzung für ihre hingebungsvollen Bemühungen um die Förderung unserer geliebten Sache. Möge der Geliebte ihre Anstrengungen reichlich segnen und es ihnen ermöglichen, sich Ihren Herzenswunsch zu erfüllen. 10. September 1931A5 Zum geistigen Testament Ihres Vaters, das ein unzureichendes Wissen des Autors über die Bahá’í-Religion verrät, ist der Hüter der Ansicht, dass Sie jedem, der danach fragt, deutlich machen sollten, dass der verstorbene Dr. Forel ebenso wie viele andere Personen, die die Sache angenommen haben, kein vollständiges Verständnis von den Grundlagen der Bahá’í-Religion hatten. Er war besonders an den sozialen Aspekten der Bewegung interessiert und legte aus einigen in seiner Person liegenden Gründen keinen großen Wert auf ihre Lehrinhalte. Das lässt sich dadurch erklären, dass unser Arzt, um den wir trauern, sich im fortgeschrittenen Alter befand, als er die Bahá’í-Lehren kennen lernte, und daher nicht imstande war, seine gesamte Zeit einem vertieften Studium der Lehren des Glaubens zu widmen. Shoghi Effendi erklärte aber in seinem persönlichen Brief an Ihren Vater, dass die Bahá’í fest an die Existenz Gottes und die Unsterblichkeit der Seele glauben sollten sowie an viele andere grundlegende Lehren, die die Bahá’í mit den Anhängern vieler anderer Religionen gemein haben. Unser verstorbener Arzt empfand es sehr wahrscheinlich als unklug, offen zu erklären, dass er sich von all seinen bisherigen Vorstellungen in Bezug auf die Existenz Gottes und ähnlichen Ideen abgewandt habe. Daher mag er es vorgezogen haben, in indirekter Weise die vielen Veränderungen in seiner Gedankenwelt, die die Kenntnis des Glaubens mit sich brachten, zum Ausdruck zu bringen, indem er erklärte, er sei Bahá’í geworden. Zweifellos hat das bekannte Sendschreiben, das ‘Abdu’l-Bahá für ihn offenbarte, eine enorme Veränderung in seinen monistischen Theorien bewirkt und ihn dazu veranlasst, die Botschaft offen anzunehmen. Trotz der großen Widersprüche, die Dr. Forels Testament in Bezug auf seine Einstellung zur Sache zeigt, müssen wir ihn als Bahá’í anerkennen, der jedoch nur einen eingeschränkten Einblick in die Bahá’í-Offenbarung hatte. Niemand kann behaupten, diese Offenbarung angemessen zu verstehen, vor allem derzeit, da die Bahá’í-Religion sich noch in der embryonalen Phase ihrer Entwicklung befindet. Dr. Forel war aufrichtig in seinen Überzeugungen, aber wie bei jedem Menschen war sein Verständnis begrenzt. Es lag nicht in seiner Macht, das zu ändern. Dies sind die Gedanken, die Shoghi Effendi in den Sinn kamen, als er eine Zusammenfassung von Dr. Forels Testament in einer bekannten Schweizer Zeitschrift las. Er möchte, dass Sie diese Gedanken allen, die sich für die Haltung des Doktors zu dieser Bewegung interessieren, übermitteln… [Vom Hüter hinzugefügt:] Liebe und geschätzte Mitarbeiterin, Der Tod Ihres berühmten Vaters hat mich wirklich tief betroffen. Ich möchte Sie meines herzlichen Mitgefühls zu Ihrem unersetzlichen Verlust versichern. Ich wäre sehr dankbar für einen schriftlichen Bericht über sein ereignisreiches Leben und über seine wertvollen Verdienste für die Menschheit, sei er aus Ihrer Feder oder der eines anderen Freundes in Deutschland, um ihn in der nächsten Ausgabe der Bahá’í-World zu veröffentlichen. Ich glaube, dass sein Hinweis auf die Sache in den ergänzenden Verfügungen des Testaments zeigt, wie sich seine geistige Wahrnehmung geändert hat, seitdem er die früheren Passagen seines Willens verfasst hat. Schließlich muss er ja aus dem Sendschreiben und aus meinen Briefen sowie aus vielen anderen Bahá’í-Publikationen die grundlegenden Merkmale der Sache gekannt haben. Daher glaube ich, dass seine Hinweise auf die Sache in seinem Testament – mit Ihrer Zustimmung und Genehmigung – sehr gut in der Bahá’í-World veröffentlicht werden könnten. Mit meinen besten Wünschen und meinem tiefsten Mitgefühl, Shoghi 17. September 1931A6 Es hat ihn besonders gefreut, von Ihren interessanten Besuchen in den verschiedenen Bahá’í-Zentren in Deutschland zu erfahren, und er möchte, dass ich Ihnen versichere, welch große Bedeutung dies für die Einheit der Sache in diesem Land hat. Die deutschen Gläubigen haben zweifellos eine sehr schwere Prüfung erlebt, und ihr Glaube wurde auf beispiellose Art und Weise geprüft. Sie waren jedoch von bewundernswerter Unerschütterlichkeit und fest gegründeter Aufrichtigkeit. Mit wenigen Ausnahmen haben sie bewiesen, dass ihre Hinwendung zum Glauben auf solider Grundlage beruhte und all die heftigen Stürme der letzten Jahre überstand. Shoghi Effendi wünscht, dass Sie Ihre Arbeit beharrlich fortsetzen und er betet inständig darum, dass der Allmächtige Ihnen helfe, Ihre Bemühungen unterstütze und Ihnen ermögliche, der Sache große Dienste zu erweisen. [Vom Hüter hinzugefügt:] Lieber und geschätzter Mitarbeiter, Ihr Brief hat mein Herz wahrlich erfreut. Ich bin fest davon überzeugt, Sie sollten, sofern es genehm und machbar ist, Ihre Anstrengungen auf Deutschland konzentrieren und helfen, die Grundlagen der Sache zu festigen und die Einheit und das Verständnis der Freunde zu fördern. Das, so glaube ich, ist Ihre große und besondere Mission. 14. Januar 1932 Shoghi Effendi war sehr froh zu erfahren, dass Sie einen beachtlichen Teil Ihrer Zeit dem Studium der Lehren widmen. Es ist unbedingt notwendig, dass diejenigen, die danach streben, die Bewegung zu verbreiten, mit den Schriften Bahá’u’lláhs und des Meisters gut vertraut sind. Ohne diese Kenntnisse würden wir vielleicht nur unsere eigenen Ansichten verbreiten und fälschlicherweise Dinge hinzufügen, die unseren Einbildungen entspringen. Bezüglich der Einäscherung habe ich nichts in den Schriften entdeckt. Aber indem Bahá’u’lláh im Buch Aqdas die Freunde anweist, ihre Toten zu begraben, rät Er indirekt von der Feuerbestattung ab. Ob es wesentliche Gründe für eine solche Bevorzugung gibt, sagt Er nicht, aber wir könnten versuchen, diese zu finden. ‘Abdu’l-Bahá sagte oft, dass sich die Wissenschaft der Medizin gewaltig entwickeln werde. Mit dem Erscheinen jeder Offenbarung wird im Menschen ein neues Verständnis erschaffen, und dies drückt sich wiederum im wissenschaftlichen Fortschritt aus. Dies geschah in vergangenen Sendungen, und wir finden heutzutage die ersten Früchte dieses neuen Verständnisses. Was wir sehen ist jedoch nur der Anfang. Mit dem geistigen Erwachen des Menschen wird diese Kraft zunehmen und wunderbare Ergebnisse werden sich zeigen. Neben anderen Gebieten menschlicher Gelehrsamkeit wird auch die Wissenschaft der Medizin ihren Platz haben. Bahá’u’lláh offenbarte ein Sendschreiben zur Medizin, das ins Englische übersetzt wurde. Es enthält nicht sehr viele wissenschaftliche Informationen, gibt aber einige interessante Ratschläge, um gesund zu bleiben. Shoghi Effendi war sehr erfreut, dass Sie fest entschlossen sind, Persisch zu lernen. Sollten Sie das tun, werden Sie für Ihre Mühen reich belohnt werden, da Sie dann in der Lage sein werden, direkt auf die Schriften zuzugreifen. 6. Dezember 1932 An die Bahá’í in Esslingen Liebe Bahá’í Brüder und Schwestern, Shoghi Effendi möchte, dass ich den Erhalt Ihres Briefes vom 28. November 1932 anlässlich der Gedenkfeier zum Hinscheiden unseres geliebten Meisters ‘Abdu’l-Bahá bestätige. Der Hüter ist sehr froh, dass die Freunde bei solchen Festen zusammenkommen und mit einem wahrhaftigen Geist des Dienens und der Hingabe ihren Entschluss erneuern, ihr Leben dem Dienst für den Glauben zu weihen. Nur auf solche Weise können wir das Feuer der Begeisterung in unseren Herzen erhalten und uns das Ziel unseres Daseins auf dieser Erde immer vor Augen halten. In den Zeiten des Gebets an den gesegneten Schreinen wird Shoghi Effendi an Sie alle denken und Gott bitten, Sie zu leiten und Sie in Ihren Bemühungen zu unterstützen. Er ist zuversichtlich, dass die Sache sich durch Ihre ständigen Bemühungen und durch Gottes grenzenlose Gnade in der ganzen Stadt und in den angrenzenden Regionen verbreiten wird und Ihre Gruppe zum Anziehungspunkt für jene aufrichtigen Seelen wird, die das geistige Leben suchen und die Wiederbelebung der Menschheit ersehnen… [Vom Hüter hinzugefügt:] Liebe Mitarbeiter, Ihre willkommene Botschaft brachte mir Freude und Trost in meinem großen Kummer. Ich schätze Ihre Ansichten, Ihre Mitarbeit und Ihre Zusicherungen der unerschütterlichen Treue gegenüber der Sache Gottes. Ich werde weiterhin um den Segen des Geliebten für Sie alle flehen. In liebevoller Verbundenheit, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 11. Dezember 1932 Es ist sicher sehr bedauerlich, dass die materiellen Mittel Ihnen nicht erlauben, so viel zu reisen, wie Sie möchten. Aber dies sind ungewöhnliche Zeiten. Es werden bessere Tage kommen, in denen sowohl Sie als auch andere Seelen mit dem Wunsch zu dienen, Wege entdecken werden, die für sie geöffnet sind. In der Zwischenzeit sollten Sie versuchen, jene zu lehren, denen Sie begegnen – Menschen ihrer näheren Umgebung, die ebenfalls der geistigen Erleuchtung bedürfen, die der Geist und die Lehren des Glaubens bieten. Die Deutschen schätzen geistige Dinge sehr und wenn sie sich für einen bestimmten Bereich interessieren, werden sie nicht mit oberflächlichem Wissen zufrieden sein. Sie versuchen jedem Thema, das sie aufgreifen, auf den Grund zu gehen und wenn sie erst einmal von dessen Wahrheit überzeugt sind, so sind sie bereit, ihm ihr ganzes Leben zu widmen. Solcher Art sind die Menschen, die die Sache braucht. Solcher Art sollten die Seelen sein, die Sie suchen und deren Interesse Sie für den Glauben wecken sollten. [Vom Hüter hinzugefügt:] Ich schätze Ihre vergangenen und gegenwärtigen Dienste sehr und hege große Hoffnungen für Ihre zukünftigen Beiträge zur Verbreitung unseres geliebten Glaubens. Seien Sie beharrlich in Ihren Bemühungen und wenn möglich, bereisen Sie verschiedene Zentren Mittel- und Südost-Europas und tun Sie alles, um die Interessen des Glaubens zu fördern. Diese Arbeit ist höchst verdienstvoll. Möge der Geliebte Sie inspirieren, stützen und segnen. Ihr wahrer Bruder, Shoghi 2. Januar 1933 Shoghi Effendi erfuhr durch Dr. Grossmann von Ihren Diensten für die Sache Gottes und der Ausbreitung des göttlichen Geistes in Frankfurt. Er bat mich daher, Ihnen diese kurze Mitteilung zu schreiben und Ihnen seine hohe Wertschätzung zu übermitteln. Er hofft aufrichtig, dass durch Ihre anhaltenden Bemühungen und Gottes uneingeschränkte Führung und Seinen Segen der Glaube in dieser Stadt Fuß fasst und sich viele ernsthafte Seelen um Sein Banner scharen. Stellen Sie sich vor, welche Quelle der Freude und Erfüllung es für Sie sein wird, Menschen zu begegnen, die seit Jahren nach der Wahrheit suchen und darum flehen, sie zu finden, die beunruhigt auf die vorherrschenden Verhältnisse in der Welt blicken und ernsthaft um Erlösung beten – Menschen, die durch Sie das Ziel ihrer Suche erreichen und den Frieden, die Ruhe und das geistige Leben erlangen, wonach sie sich gesehnt haben. Die Erfüllung dieser Aufgabe und der daraus resultierende Erfolg werden ein reicher Lohn für all Ihre Anstrengungen sein. 16. April 1933 Der Hüter hofft aufrichtig und betet, dass das Studium von Nabíls Bericht die Freunde zu vermehrter Aktivität und kraftvolleren Anstrengungen für den Dienst in der Sache und für die Verbreitung ihrer Botschaft in dieser Stadt anregen wird. Das Leben jener Helden des Glaubens sollte uns lehren, was wahres Opfer ist und in welchem Umfang wir auf unsere persönlichen und weltlichen Interessen verzichten sollten, während wir danach streben, die göttliche Botschaft in jeden Winkel der Erde zu tragen. Shoghi Effendi würde den Freunden in Rostock raten, regelmäßig Studienkreise abzuhalten und dieses Buch mit großer Achtsamkeit zu lesen und sich seine bedeutenden Fakten einzuprägen. Dann könnten sie beim Lehren der Sache die treibende Kraft des Glaubens aufzeigen, indem sie auf einige Ereignisse aus jenen frühen Tagen Bezug nehmen. 25. April 1934 An die Bahá’í in Esslingen Liebe Bahá’í Freunde, Der Hüter hat mit tiefem, anhaltendem Interesse Ihre schöne Nachricht vom 15. April gelesen. Er war sehr berührt von den Bekundungen der Hoffnung, Hingabe und Loyalität, die sie so getreu übermittelte, und von der wiederholten Bekräftigung vereinter, anhaltender Bemühungen Ihrer Gemeinde, die Grundlagen des Glaubens in Ihrem Zentrum zu erweitern und zu festigen. Solche wiederholten Beweise für Ihre Entschlossenheit, die Botschaft zu verbreiten, und für Ihre großartige Zusammenarbeit beim Aufbau der Gemeindeordnung der Sache in Deutschland lassen ihn unweigerlich an die Versprechungen des Meisters denken, die Er mit solchem Nachdruck über den zukünftigen Fortschritt der Bewegung in diesem Land gegeben hat Mögen Ihre Bemühungen einen immer größeren Anteil zur schrittweisen Verwirklichung dieser Versprechungen beitragen. Shoghi Effendi war sehr beeindruckt von der schönen Trauzeremonie, die Sie zu Ehren von Herrn und Frau Hugo Bender organisiert haben. Er hofft, diese Verbindung wird die Bande der Zusammenarbeit und Gemeinschaft zwischen den Mitgliedern Ihrer Gemeinde weiter stärken. Er wird auch weiterhin seine Gebete für den Erfolg Ihrer Tätigkeiten vor Bahá’u’lláh darbringen, auf dass Sie alle fähig werden, zur Vollendung des großen Werkes beizutragen, zu dem Er uns an diesem Tage alle rief. [Vom Hüter hinzugefügt:] Innig geliebte Mitarbeiter, Ihre gemeinsame und höchst begrüßenswerte Nachricht erfüllte mein Herz mit grenzenloser Freude. Ich freue mich von Ihren Hoffnungen, Ihren Plänen und Tätigkeiten zu erfahren. Die Sommerschule ist Gegenstand meiner ständigen und innigen Gebete. Ich hege große Hoffnungen für ihre Ausweitung in künftigen Tagen. Möge sie zu einem großartigen Zentrum des Lehrens werden und möge das Licht dieser herrlichen Offenbarung von ihr aus in alle Gegenden Ihres großartigen und vielversprechenden Landes ausstrahlen. Ihr wahrer Bruder, Shoghi 25. April 1934 Der Hüter hat sich sehr über Ihre freundlichen Worte an ihn gefreut sowie über die schöne Botschaft der Esslinger Freunde, die in einer so bemerkenswerten und berührenden Weise die intensive Hingabe und unbeirrbare Treue der deutschen Gläubigen für die Sache übermittelt. Seine Hoffnungen für die zukünftige Entwicklung des Glaubens in Ihrem Land sind strahlender und fester als je zuvor. Er fleht inständig zu Bahá’u’lláh, dass Sie alle umfassendere Möglichkeiten bekommen, die edlen Gedanken und die guten und aufrichtigen Wünsche, die Sie so tief im Herzen bewegen, auf das Feld des Handelns zu tragen. … Bitte übermitteln Sie die herzlichsten Grüße des Hüters an alle Gläubigen in Esslingen und in Stuttgart und auch an unsere liebe Frau Schweizer, deren Gegenwart bei uns in Haifa fast noch greifbar ist. Lassen Sie mich Ihnen auch seine Gebete in Ihrem Namen an den Heiligen Schreinen zusichern. 25. September 1934A7 Liebe Freunde und Mitarbeiter, im Auftrag des Hüters bestätige ich den Erhalt Ihrer geschätzten Nachricht vom 19. August, die vom lieben Herrn Schultheiss geschrieben wurde. Ich danke Ihnen dafür und auch für die schönen Fotos, die Sie ihm freundlicherweise zuschickten. Dadurch bekam er einen sehr guten Eindruck von der Lage der Sache in Ihrem Zentrum und er wurde sehr bestärkt durch den schönen Geist der Gemeinschaft und des Dienstes, der Ihre Gruppe beseelt. Er hegt in der Tat die größten Hoffnungen für die zukünftige Ausbreitung des Glaubens, nicht nur in Ihren zwei Orten, sondern in ganz Deutschland. Er betet inständig, dass die diesbezüglichen Verheißungen des geliebten Meisters nach und nach durch Ihre sorgfältigen und fortgesetzten Anstrengungen vollständig verwirklicht werden. Er wünscht, dass Sie sich in der Zwischenzeit beharrlich bemühen, die Lehren zu studieren und zu verbreiten und sich gelassen und zuversichtlich für die künftige Errichtung der Weltordnung Bahá’u’lláhs in Ihrem Land anstrengen. Im Namen eines jeden Einzelnen von Ihnen betet er fortwährend zu Gott, Sie mögen durch Seine Führung und Liebe einzeln und gemeinsam stetige Fortschritte in Seiner Sache machen. Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen für Sie alle, [Vom Hüter hinzugefügt:] Innig geliebte Mitarbeiter, ich habe mich so sehr über Ihre höchst willkommene Nachricht gefreut. Jeder Brief mit solchen Beweisen beispielhafter Hingabe für die Sache Gottes ist eine Quelle großer Freude für mein Herz. Ich werde ganz gewiss für Sie alle beten und hege die strahlendsten Hoffnungen für ihren zukünftigen Beitrag zur Verbreitung unseres ruhmreichen Glaubens. Bemühen Sie sich beharrlich und seien Sie niemals bedrückt oder entmutigt. Möge der Allmächtige Sie befähigen, die Herrlichkeit und den Glanz dieser überwältigenden Offenbarung auszustrahlen. Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 20. November 1934A8 Liebe Bahá’í Freunde, Ihre willkommene Nachricht vom 4. November liegt mir vor, und ihre Lektüre hat wie immer das Herz unseres Hüters höchst erfreut. Er ist Ihnen stets so dankbar für die bemerkenswerte Art und Weise und den Geist, mit dem Sie für die weitere Festigung der Bahá’í-Gemeindeordnung an Ihrem Ort zusammenarbeiten. Ihre gewissenhafte Arbeit dafür wird sicherlich von Bahá’u’lláh belohnt und geleitet, Der, wie so oft in Seinen Schriften versprochen, all jene unterstützen und segnen wird, die sich erheben, um Seine Botschaft zu fördern, und die nichts, was es auch sei, vom Dienst für Seine Sache abhalten kann. Shoghi Effendi freut sich sehr darüber, dass Sie so engen Kontakt mit den Freunden in anderen Teilen Deutschlands pflegen, insbesondere mit den beiden unermüdlichen und treuen Dienerinnen der Sache, Frau A. M. Schweizer und Fräulein A. Köstlin. Deren häufige und herzliche Besuche in Göppingen sind sicherlich von unschätzbarem Nutzen für Sie alle. Mit ihrer Hilfe wird Ihr Zentrum hoffentlich eine zunehmend wichtigere Rolle bei der Verbreitung der Lehren und bei der allgemeinen Verwaltung der Sache in Süddeutschland spielen… [Vom Hüter hinzugefügt:] Innig geliebte Mitarbeiter, Ihr höchst willkommener Brief hat mein Herz erfreut und erinnerte mich an den Geist der Hingabe, der Entschlossenheit und des Eifers, der die Gläubigen in diesem vielversprechenden Land beseelt. Ich werde zweifellos weiterhin aus tiefstem Herzen für Sie beten, Sie mögen sich alle miteinander erheben, um die Düfte dieser wunderbaren Offenbarung überall zu verbreiten und ihre Wahrheiten in den Herzen Ihrer Landsleute zu begründen. Ihr wahrer Bruder, Shoghi 20. November 1934 Er ist wirklich glücklich zu sehen, welchen bemerkenswerten Beitrag Sie zur Förderung der allgemeinen Interessen des Glaubens in Göppingen leisten. Ihre aktive Teilnahme an allen Versammlungen und Treffen der Bahá’í und der Eifer und die Begeisterung, die Sie bei den Teilnehmern wecken können, sind tatsächlich eine wahre Kraftquelle für die Gemeinde der Gläubigen in Ihrem Zentrum. Der Hüter hofft, dass Sie auch weiterhin diesen sehr förderlichen und dringend nötigen Einfluss auf die Freunde ausüben, so dass Sie dadurch alle so geeint und harmonisch wie möglich zusammenarbeiten können. Derzeit braucht die Sache in Deutschland vor allem die Einheit, sowohl im Denken als auch im Handeln. Erst wenn die Gläubigen die Bahá’í-Prinzipien der Zusammenarbeit und Gemeinschaft erfolgreich umsetzen, können sie hoffen, die Wahrheit der Botschaft unter Beweis zu stellen. Einheit ist somit lebenswichtig und bildet den Hauptschlüssel für den Erfolg Ihrer Bemühungen in allen Bereichen der Bahá’í-Tätigkeit. 7. Dezember 1934A9 Liebe Freunde und Mitarbeiter, Shoghi Effendi war von Ihrer schönen Botschaft vom 27. November sehr bewegt und hat mich angewiesen, Ihnen in seinem Namen seine liebevolle Wertschätzung und Dankbarkeit für Ihre Liebe, Hingabe und Treue, die in dieser Botschaft zum Ausdruck kam, zu vermitteln. Er war wirklich hocherfreut, von Ihrem Treffen in der Wohnung unserer innig geliebten Schwester und Mitarbeiterin Fräulein Johanna Hirsch zu erfahren und dass Sie die Geschichte ihrer Pilgerfahrt ins Heilige Land von ihr hören konnten. Er hofft, dass Sie auch eines Tages das Vorrecht haben, eine ähnliche Reise zu unternehmen und die Heiligen Stätten in ‘Akká und Haifa zu besuchen. Shoghi Effendi betet fortwährend in Ihrer aller Namen und fleht zu Bahá’u’lláh, dass Er Ihnen auch weiterhin Seinen Segen und Seine Führung gewähre, damit Ihre Bemühungen bei der Verkündung Seiner Botschaft schließlich mit Erfolg gekrönt werden… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Geliebte unserer Herzen Sie leiten und stärken, Ihre Bemühungen segnen, Ihre Anzahl vergrößern, jedes Hindernis aus Ihrem Weg räumen und Ihre Kenntnisse über die Grundsätze Seiner Sache und die besonderen Merkmale Seiner herrlichen Offenbarung vertiefen. Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 13. Dezember 1934A10 Er empfand wirklich große Freude und Trost, als er erfuhr, dass in Folge Ihrer Bemühungen und jener von Frau Bishop die Behörden das Abhalten von Bahá’í-Treffen in Berlin genehmigten. Dafür müssen die Freunde der Regierung sehr dankbar sein, und sie sollten danach streben, durch ihre Worte und ihre Taten das volle Vertrauen der Behörden zu gewinnen und zu beweisen, dass sie gesetzestreue loyale Bürger sind. Der Hüter hofft und betet inständig, dass jetzt, da die Gläubigen sich versammeln dürfen, sie die Gelegenheit nutzen werden, um sich so oft wie möglich zu treffen und dadurch ihre Tätigkeiten wieder aufzunehmen, die so lange ruhen mussten… 13. Januar 1935A11 Liebe Bahá’í Freunde, der Hüter hat Ihren Brief vom vierten dieses Monats erhalten und war erfreut über Ihren ausführlichen Bericht von den Bahá’í-Tätigkeiten in Esslingen, dem wachsenden Geist der Hingabe, der Einheit und der Zusammenarbeit, der Sie alle in Ihrer mühevollen Arbeit für die Förderung und weitere Festigung der Sache in Ihrem Zentrum beseelt. Wenn sich dieser Geist zeigt und in all Ihren vielfältigen Tätigkeiten, in der Lehre sowie in der Verwaltung, Ausdruck findet, dann wird der Glaube in Esslingen, da ist er wirklich zuversichtlich, sowohl zahlenmäßig wie auch in seinem Einfluss an Stärke gewinnen, und er wird eine wichtige und einzigartige Rolle in der Verwaltung der Angelegenheiten der Sache in ganz Deutschland spielen. Sein steter Rat an Sie alle ist: setzen Sie Ihre Arbeit beharrlich fort, und mühen Sie sich voll Zuversicht und einträchtig, dieses Ziel rasch und vollständig zu erreichen … [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Allmächtige Sie in Seinem Schatten bergen, Ihre ergebenen, wertvollen und unermüdlichen Anstrengungen segnen, Ihre Schritte lenken, Ihre Herzen erfreuen und es Ihnen ermöglichen, den Umfang Ihrer historischen Dienste auszuweiten. Ihr wahrer Bruder, Shoghi 15. April 1935A12 Liebe Bahá’í Mitarbeiter, die Mitteilung, die ihr Sekretär am 21. März in Ihrem Namen an den Hüter schrieb, ist ordnungsgemäß angekommen, und sie zu lesen hat sein Herz sehr erfreut. Er war besonders von den warmherzigen Empfindungen beeindruckt, die Sie freundlicherweise anlässlich des Naw-Rúz Festes Ihm gegenüber zum Ausdruck brachten und er wünscht, dass ich Ihre Grüße und guten Wünsche auf das Herzlichste erwidere. Er hofft, dass die Freunde in Esslingen in diesem neuen Bahá’í-Jahr besondere Unterstützung bekommen, um die Sache in ihrem Zentrum zu verbreiten und um ihren Mitgläubigen in ganz Deutschland wirkungsvoll bei ihrer gewaltigen und gewichtigen Aufgabe der Ausweitung und Festigung der Grundlagen des Glaubens in diesem Land zu helfen. Er betet fortwährend in Ihrer aller Namen an den Heiligen Schreinen, auf dass Ihre Arbeit in diesem Zusammenhang gesegnet und bereichert werde und die Ergebnisse sie dazu anzuspornen, ihre Anstrengungen für das weitere Vordringen und die stärkere Festigung der Sache in Ihrem Land zu verdoppeln. Mit liebevollen und herzlichen Grüßen an Sie alle [Vom Hüter hinzugefügt:] Liebe und geschätzte Freunde, Ihre Nachricht erfüllte mein Herz mit Freude und Dankbarkeit und erinnerte mich an Ihre Beständigkeit, Ihre Hingabe und Ihre unermüdlichen Anstrengungen für die Verbreitung des Glaubens und die Festigung seiner Institutionen. Ich werde auch weiterhin in Ihrem Namen darum flehen, dass der Geliebte, Dem Sie so gewissenhaft und gut dienen, Sie segne, stütze und in Ihren edlen Bemühungen leite. Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 21. Mai 1935A13 Die vermehrten Zeichen der erneuten Begeisterung, des Eifers und der Einheit, mit der sich die deutschen Freunde insbesondere in Warnemünde, Rostock, Schwerin und anderen norddeutschen Zentren um die Verbreitung der Sache bemühen, verstärken unweigerlich sein Vertrauen in die Verheißungen ‘Abdu’l-Bahás bezüglich der Zukunft des Glaubens in Deutschland. Es gibt in der Tat bemerkenswerte und für die Freunde sehr ermutigende Zeichen einer Wiederbelebung, die sich bereits auf den Zustand der Sache in Ihrem Land auswirkt. Sie sollten daher in Ihren Bemühungen fortfahren und nicht entmutigt sein, wenn Ihnen manche Schwierigkeiten auf dem Weg begegnen. Entscheidend sind nun Beharrlichkeit, Mut und Glauben. Der Hüter freute sich auch sehr über die Schritte, die Sie für die Durchführung einer norddeutschen Bahá’í-Konferenz in diesem Jahr unternommen haben. Er denkt, Berlin wäre wegen seiner zentralen Lage für die Zusammenkunft der Freunde geeignet. Außerdem könnte sich dies auch als Quelle großer Ermutigung für die Gläubigen in dieser Stadt erweisen und dazu dienen, sie anzuspornen, eine aktivere Rolle beim Aufbau der Sache in ganz Norddeutschland zu übernehmen. Shoghi Effendi hofft auch, dass die Studienkurse, die Ihre Tochter für diesen kommenden norddeutschen Kongress vorbereitet, außerordentlich nützlich für die Gläubigen sein werden. Das Thema ist zweifellos sehr wichtig und kann vollständig begriffen werden, wenn es klar und angemessen vermittelt wird. Was die deutsche Übersetzung der Briefe von Frau Bedikian betrifft: Der Hüter billigt den Vorschlag Ihres Kontakt-Ausschusses, nur Auszüge aus diesen Briefen zu übersetzen und zu veröffentlichen. Das wird natürlich viel Zeit sparen, und es wird darüber hinaus einfacher und interessanter für die Freunde sein, den vollen Inhalt der Korrespondenz von Frau Bedikian kennenzulernen. [Vom Hüter hinzugefügt:] Lieber und geschätzter Mitarbeiter: Ihr bemerkenswerter Anteil an der Neubelebung und Ausweitung der Bahá’í-Tätigkeiten in Norddeutschland wird immer mit Freude und Dankbarkeit in Erinnerung bleiben. Ihre Arbeit wird gewiss die Segnungen Bahá’u’lláhs anziehen und ein inspirierendes Vorbild für neue Generationen sein, die sich nach Ihnen zum Dienen erheben werden. Bleiben Sie beharrlich und verlieren Sie nie den Mut. Shoghi 17. Juni 1935A14 Liebe Bahá’í Mitarbeiter, Shoghi Effendi hat voll Freude Ihre willkommene Nachricht vom 23. Mai dieses Jahres gelesen und war sehr zufrieden mit dem Erfolg Ihres Treffens aus Anlass des Jahrestages der Erklärung des Báb. Er ist wirklich glücklich darüber, wie einig und harmonisch Ihre Gemeinde ihre Aktivitäten entfaltet, und ist sicher, dass sie im Laufe der Jahre einen Eifer und eine Hingabe entwickelt, die sie zu Errungenschaften befähigt, die nicht nur einzigartig sind, sondern weitreichende Auswirkungen für den Fortschritt der Sache in ganz Deutschland haben werden. In seinen Zeiten der Meditation und des Gebets wird er besonders an Sie denken und Bahá’u’lláh darum bitten, Seinen Segen weiterhin über Sie alle auszugießen, auf dass Ihre Gemeinde täglich an Stärke, Einheit und Begeisterung wachse. Mit liebevollen Bahá’í Grüßen und aufrichtigen guten Wünschen… [Vom Hüter hinzugefügt:] Innig geliebte Mitarbeiter, ich freue mich sehr über Ihre höchst willkommene Nachricht und möchte Sie meiner tiefempfundenen Dankbarkeit für Ihren stetigen und eifrigen Einsatz, der Ihre Arbeit im Weinberg Gottes kennzeichnet, versichern. Ich beobachte den Fortschritt Ihrer Tätigkeiten mit größtem Interesse und voller Freude und bin zuversichtlich, dass die Segnungen des Geliebten, dem Sie mit solchem Feuereifer, solcher Standhaftigkeit und Treue dienen, Sie leiten, bereichern und in Ihrer historischen Arbeit für die Ausbreitung Seines herrlichen und unbesiegbaren Glaubens bestärken werden. Seien Sie beharrlich in Ihren edlen Bemühungen und bleiben Sie zuversichtlich. Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 5. Juli 1935 Er ist sehr glücklich über das schöne Treffen in der Wohnung von Herrn und Frau Lehne und darüber, dass einige Gläubige aus verschiedenen Teilen Norddeutschlands die Freunde in Berlin besuchten. Er vertraut darauf, dass diese herzlichen und häufigen Kontakte zwischen den nördlichen Bahá’í-Zentren gepflegt werden und zu einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen ihnen führen. Er betet aus tiefstem Herzen in Ihrer aller Namen, auf dass Ihre Bemühungen, die Botschaft zu verkünden, durch göttliche Bestätigungen ständig bereichert, geleitet und gesegnet werden. Abschließend bitte ich Sie, die liebevollen Grüße des Hüters an alle Gläubigen in Berlin und besonders an die lieben Eheleute Lehne zu übermitteln, die einen so bemerkenswerten Teil zum Fortschritt des Glaubens in ihrem Zentrum beitragen. 3. August 1935 Er möchte besonders, dass ich Ihnen seine aufrichtige Würdigung Ihrer Dienste im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von „La Nova Tago« übermittle. Er hofft, dass sich die Zeitschrift durch Ihre Bemühungen und die der Esperanto sprechenden Bahá’í in Deutschland und im Ausland allmählich zu einer führenden Esperanto-Zeitschrift entwickeln und damit zu einem wirksamen Medium für die Verbreitung der Lehren in den Kreisen der Esperantisten weltweit wird. In Anbetracht der weitreichenden Möglichkeiten, die diese Veröffentlichung als Instrument des Lehrens haben könnte, hat er den deutschen NGR dringend gebeten, die Herausgabe fortzusetzen, nachdem dieser vor ein paar Monaten beinahe beschlossen hatte, den Druck einzustellen. Zu Ihrer Bitte um einen besonderen Artikel des Hüters, den Sie in der kommenden Ausgabe Ihrer Zeitschrift veröffentlichen möchten: Er würde vorschlagen, Sie übersetzen seinen Brief, mit dem er sich vor ein paar Jahren unter dem Titel ›Das Ziel einer neuen Weltordnung‹, an die Freunde wandte. Seiner Ansicht nach ist er sehr geeignet für eine Veröffentlichung in diesem Magazin und sicher weit besser als alles, was er derzeit schreiben könnte. Zu Ihrem Vorschlag einer stärkeren Nutzung von Esperanto in der Bahá’í-Korrespondenz: Sie wissen, dass Shoghi Effendi die Gläubigen im Osten und im Westen immer ermutigt hat, diese Sprache ernsthaft zu studieren und sie als wichtiges Mittel für die Ausbreitung der Sache in internationalen Kreisen zu betrachten. Er hat die Freunde besonders dazu gedrängt, die Sache auf allen Esperantokongressen und -assoziationen gut zu vertreten, und auf diese Weise eine engere Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen ihnen und den Esperantisten zu kultivieren. Aber er möchte dazu klarstellen, dass die Sache die Aktivitäten der Esperantisten zur Verbreitung ihrer Sprache zwar mit großer Sympathie und Wertschätzung ansieht, dass jedoch die weltweite Annahme von Esperanto keineswegs für zwangsläufig gehalten wird. Weder Bahá’u’lláh noch ‘Abdu’l-Bahá haben je erklärt, Esperanto werde die internationale Hilfssprache sein. Der Meister äußerte lediglich die Hoffnung, es möge sich, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt würden, zu solch einem Mittel entwickeln. 24. Dezember 1935 … Bahá’í-Sommerschule in Esslingen. Er ist hocherfreut, vom beispiellosen Erfolg dieses Treffens zu erfahren, und hofft, dass in den nächsten Jahren sogar noch größerer Fortschritt in dieser Richtung zu beobachten sein wird. Die Begeisterung und Hingabe der Teilnehmer sind ohne Zweifel ein beachtliches Gut, das die stetige Entwicklung der Schule hin zu einer der weltweit führenden Bahá’í-Bildungseinrichtungen sichern wird. 25. Januar 1936A15 Shoghi Effendi … freut sich sehr, dass Sie endlich die Möglichkeit gefunden haben, die Heiligen Schreine zu besuchen. Er möchte, dass ich Ihnen und auch Frau Mühlschlegel einen herzlichen Willkommensgruß übermittele und seiner Hoffnung Ausdruck verleihe, dass Sie durch diesen Besuch einen frischen zusätzlichen Ansporn und eine umfassendere Vision für Ihre Arbeit für die Sache in Deutschland erhalten werden … Hoffentlich werden weitere Freunde dazu ermutigt, in naher Zukunft eine solche Reise in das Heilige Land zu unternehmen… [Vom Hüter hinzugefügt:] Ich versichere Ihnen, dass Sie herzlich willkommen sind, und wünsche Ihnen stets Erfolg im Dienst für unseren geliebten Glauben, Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 26. Januar 1936 An den Bahá’í-Rat in Esslingen Liebe Bahá’í Freunde, im Namen des Hüters möchte ich mit dankbarer Wertschätzung den Empfang ihrer erfreulichen Botschaft vom 18. des Monats bestätigen. Er ist wirklich glücklich über den Fortschritt der Sache in Esslingen und über die jüngsten Errungenschaften ihres Rates in diesem Zentrum. Ihre Umbaumaßnahmen am Bahá’í-Haus werden zweifellos alle Freunde in Deutschland begeistern und sie sehr zur Teilnahme an der nächsten Sommerschule anspornen. Er hofft, dass auch die Gläubigen außerhalb Deutschlands von Ihrem Zentrum angezogen werden und damit zum weiteren Wachstum und zur Festigung Ihrer Gemeinde beitragen. Der Hüter fleht stets in Ihrem Namen an den Heiligen Schreinen darum, dass Göttliche Bestätigungen Ihren Rat bei der Erfüllung seiner schweren Aufgaben und Verantwortlichkeiten stärken und führen mögen. Er wird auch an alle anderen Freunde in Esslingen denken und den Allmächtigen bitten, sie alle in dem Dienst für Seine Sache zu inspirieren und zu segnen. Mit liebevollen Grüßen und den besten Wünschen für eine glückliche und erfolgreiche Zeit … [Vom Hüter hinzugefügt:] Innig geliebte Freunde, Ihre Nachricht brachte Freude und verlieh meinem Herzen Kraft und Hoffnung. Zutiefst schätze ich Ihre Beständigkeit, Ihre Hingabe, Ihre unermüdliche Arbeit und Ihre bemerkenswerten Dienste für unseren geliebten Glauben. Ich werde weiterhin dafür beten, dass Ihre Anzahl sich erhöhe, Ihr Einfluss sich vergrößere und Ihre Hoffnungen sich umfassender und rascher erfüllen mögen. Bleiben Sie beharrlich und verlieren Sie nie den Mut, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 31. März 1936 An den Geistigen Rat der Bahá’í in Esslingen Liebe Bahá’í Freunde, der Hüter dankt Ihnen aufs herzlichste für Ihre sehr freundliche Botschaft vom 21. März. Er wurde so tief von Ihren freundlichen Worten berührt. Insbesondere die schönen Naw-Rúz Grüße, die Sie ihm übermittelten, haben ihn bewegt, und all das möchte er herzlichst erwidern. Er hofft sehr, dass dieses neue Bahá’í Jahr, das gerade begonnen hat, der gesamten Gemeinde Esslingen unermesslichen Segen bringen wird und Sie dadurch alle Ihre Arbeit für die Ausbreitung der Sache mit erneuerter Entschlossenheit fortführen werden. Der Hüter ist auch sehr dankbar und glücklich darüber, dass Ihrer Gruppe vor kurzem drei neue Gläubige beigetreten sind. Er betet inständig zu Bahá’u’lláh, dass diese neuen Mitglieder zunehmend geistige Kraft und Einsicht gewinnen und zu wertvollen Helfer für Ihren Rat werden. Mit seinem erneuten Grüßen und besten Wünschen… [Vom Hüter hinzugefügt:] Innig geliebte Freunde, Ihre Neujahrsgrüße haben mein Herz erfreut und es mit liebevoller Dankbarkeit erfüllt. Ich schätze die Bestätigung, die Sie mir geben, und bin zutiefst dankbar dafür. Ich werde aus tiefstem Herzen für Sie beten, dass der Allmächtige Seinen Segen über Sie ergießen möge, Ihre höchsten Hoffnungen erfülle und Ihnen helfe, die besten Interessen Seines herrlichen, heiligen Glaubens zu fördern, Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 19. Oktober 1936 Der Hüter hat den Brief vom 27. September, den Sie ihm im Namen des Rates von Esslingen schrieben, erhalten. Er möchte, dass Sie Ihren Mitgliedern dieser Körperschaft seine Dankbarkeit und Wertschätzung für ihre freundlichen Worte übermitteln. Er schätzt die Zusicherungen der Liebe, Treue und Hingabe sehr, die sie ihm gegeben haben, und wird inständig darum beten, dass Bahá’u’lláh Sie für all diese Beweise der unverbrüchlichen Verbindung zu Seiner Sache reichlich belohne. Der Hüter möchte auch, dass ich Ihrem Rat und der Gemeinde in Esslingen seinen tiefen Dank und seine herzlichen Glückwünsche für den beispiellosen Erfolg, der Ihre Bemühungen im Zusammenhang mit der Organisation der diesjährigen deutschen Bahá’í-Sommerschule krönt, ausrichte. Er betet aus tiefstem Herzen für Ihre fortwährende Führung in den folgenden Jahren… [Vom Hüter hinzugefügt:] Liebe Mitarbeiter, ich bin tief bewegt vom bemerkenswerten Zeugnis tatkräftigen Eifers, den die Gläubigen in Esslingen an den Tag legen. Mein Herz ist erfüllt von unaussprechlicher Dankbarkeit. Seien Sie beharrlich in Ihren Bemühungen und seien Sie zuversichtlich. Ihr wahrer Bruder, Shoghi 25. Oktober 1936 Ihr freundlicher Brief vom fünften des Monats mit der Fotoreproduktion der Sendschreiben, die ‘Abdu’l-Bahá für Sie und für Ihre liebe Mutter offenbarte, ist gut bei unserem geliebter Hüter angekommen, und er hat alles mit großem Interesse und höchster Wertschätzung gelesen. Er möchte, dass ich Ihnen für die freundliche Zusendung der Kopien dieser Sendschreiben des Meisters danke, die er als Geschenk von Ihnen im Internationalen Bahá’í-Archiv auf dem Berg Karmel aufbewahren wird. Unnötig zu sagen, wie sehr er dieses Geschenk schätzt, und für wie wertvoll er es für das erste Archiv der Sache im Heiligen Land erachtet. Ich darf abschließend seine Bewunderung und Dankbarkeit für die Dienste zum Ausdruck bringen, die Sie so hingebungsvoll für unsere geliebte Sache in Esslingen leisten. Die Esslinger Gemeinde steht bei Ihnen in großer Schuld. Keine Dankbarkeit wäre zu groß für die vielfältigen Errungenschaften, die Sie seit den frühen Tagen der Sache in Deutschland stetig und in hervorragender Weise zu ihrer Entwicklung beigetragen haben. Der Hüter bittet Sie auch, der lieben Frau Schweizer seinen Dank und seine Wertschätzung zu übermitteln. Er ist betrübt, von ihrer Unpässlichkeit zu hören, aber er hofft und betet inständig darum, dass Sie schon wieder ganz geheilt und bei voller Gesundheit ist, wenn dieser Brief ankommt. Mit erneuten Grüßen an Sie beide, und auch an die Gemeinde der Gläubigen in Esslingen, [Vom Hüter hinzugefügt:] Lieber und geschätzter Mitarbeiter, ich bin tief von Ihrem wunderbaren und sehr wertvollen Geschenk gerührt. Ich bete weiterhin für Ihre Gesundheit, Ihr Glück und die ununterbrochene Ausweitung Ihrer historischen Tätigkeiten und Erfolge. Bitte versichern Sie der lieben Frau Schweizer meine besonderen und inständigen Gebete für ihre baldige Genesung. Ihre Gesundheit ist uns allen so kostbar. Ihr wahrer Bruder, Shoghi 3. März 1937 Im Namen unseres geliebten Hüters bestätige ich den Eingang Ihres Briefes vom 21. Februar im Auftrag des Rates der Bahá’í in Rostock. Bitte übermitteln Sie ihm und auch unserem lieben Freund Herr Lorenzen seinen herzlichen Dank für das vergrößerte Foto des norddeutschen Bahá’í-Kongresses, das Sie ihm freundlicherweise zugeschickt haben. Es ist wirklich ein sehr schönes und beeindruckendes Bild, und es wird sehr bald im Landhaus Bahá’u’lláhs in Bahjí ausgestellt, wo es für Bahá’í und Nicht-Bahá’í Besucher zu sehen sein wird. Bitte danken sie den Mitgliedern des Rostocker Rates ganz herzlich für dieses Geschenk. Übermitteln Sie ihnen die Hoffnung des Hüters, dass durch sie und durch die vereinten Anstrengungen aller norddeutschen Bahá’í-Zentren die diesjährige Konferenz noch erfolgreicher sein werde als die des vergangenen Sommers und dass sich in der Folge neue Möglichkeiten für das Lehren der Sache in Norddeutschland ergeben mögen. 23. Juni 1937 Der Hüter war von Ihrer Nachricht vom dritten des Monats sehr tief bewegt und lässt mich Ihnen beiden seine höchste Wertschätzung für Ihre freundlichen Worte anlässlich seiner Hochzeit übermitteln. Es war so liebevoll und aufmerksam von Ihnen, ihm in so bewegender Weise zu schreiben und ihm Ihre unbeirrbare Treue und Hingabe für die Sache zuzusichern. Er betet inständig in Ihrem Namen, der Geist, der Sie beseelt, möge immer weiter wachsen und sich in anhaltender uneingeschränkter Dienstbarkeit für den Glauben im geliebten Deutschland zeigen. Er fleht besonders zum Geliebten, dass die Schwierigkeiten, denen Sie und Ihre geliebten Mitarbeiter in diesem Land so unerwartet begegnen, nach und nach beseitigt werden und Sie erneut die Freiheit bekommen, die Lehren unter Ihren Landsleuten zu verbreiten. 20. Oktober 1937A16 Ihre andere Frage, Feuerbestattung: Bahá’u’lláh hat in Seinem Gesetz-Buch, dem Aqdas, bestimmte Gesetze für Begrabung geoffenbart. Und ‘Abdu’l-Bahá sagte, dass der menschliche Körper langsam durch einen Prozess zusammengestellt worden ist. So auch sollte er durch Natur auseinander gehen. Wegen Ihrer Frage um die Esperanto-Zeitschrift in Holland. Der Hüter glaubt, dass jetzt ist keine Zeit, um etwas in dieser Beziehung anzufangen. Früher hat sie unbedingt viel für die Verbreitung der Sache getan, aber jetzt ist es unmöglich und auch nicht beratbar [advisable = ratsam]. Wie Sie vielleicht schon wissen, Lydia arbeitet in Amerika jetzt. 7. Januar 1938 Unser lieber Gast Th. Emeric Salas hat unserem geliebten Hüter Ihren Brief vom 19. Dezember, den Sie im Auftrag des Wiener Bahá’í-Rates schrieben, ordnungsgemäß überbracht. Er hat ihn zusammen mit dem beiliegenden Brief von Dr. Ziemand an Ihren Rat sehr sorgfältig und mit größter Wertschätzung gelesen. Er versichert Ihre Mitarbeiter seiner Dankbarkeit für die Mühen, die sie so hingebungsvoll für die weitere Förderung des Glaubens in Österreich auf sich nehmen. Er begrüßt das Angebot von Dr. Ziemand, einige Bahá’í-Übersetzungen ins Deutsche vorzunehmen, insbesondere da die deutschen Gläubigen nicht mehr selbst für die Übersetzung und Veröffentlichung von Bahá’í-Büchern sorgen können. Er hofft, dass dies auch Dr. Ziemands Interesse an den Lehren verstärkt und ihn dazu inspiriert, sich aktiv der Sache anzuschließen. Er empfiehlt die Ährenlese aus den Schriften Bahá’u’lláhs als das derzeit wichtigste ins Deutsche zu übersetzende Werk. Zu den hundert Dollar, die Ihrem Rat für den Veröffentlichungs-Fonds anonym gespendet wurden: Der Hüter würde Ihnen raten, einen Teil dieser Summe für den Druck der Broschüre Weltreligion zu verwenden und für das von Dr. Esslemont geschriebene Was ist die Bahá’í-Bewegung?. Der Rest könnte für zukünftige Zwecke aufgespart werden. Mit dem erneuten Ausdruck seiner bleibenden Würdigung Ihrer Dienste und mit liebevollen Grüßen an alle Freunde in Wien… [Vom Hüter hinzugefügt:] Lieber und geschätzter Mitarbeiter, Ich versichere Sie und Ihre geliebten Mitarbeiter in Wien meiner ständigen Gebete für den Erfolg all Ihrer großartigen Anstrengungen für die Verbreitung und den Schutz dieser heiligen und kostbaren Sache. Sie sind oft in meinen Gedanken, und ich werde stets in Ihrem Namen mit inniger Hingabe flehen und beten. Seien Sie zuversichtlich und bleiben sie beharrlich. Shoghi 18. Januar 1938 An die Freunde in Esslingen. Liebe Mitarbeiter, Ihre sehr herzliche Botschaft vom 31. Dezember hat Shoghi Effendi tief bewegt, und er möchte Ihnen erneut seine besten Wünsche und seine anhaltenden Gebete für Ihren Schutz und Ihre Führung in diesen harten und herausfordernden Zeiten zusichern. Seine Gedanken sind oft in liebevoller Wertschätzung Ihrer Verdienste um die Sache bei Ihnen und unseren geliebten deutschen Glaubensbrüdern und -schwestern. Täglich fleht er zum Geliebten, Er möge Ihre Herzen erfreuen und trösten, Ihre Schritte stärken und führen und Ihre Standhaftigkeit und Treue auf Seinem Pfad stets bewahren. Anlässlich dieses gerade angebrochenen neuen Jahres möchte er, dass ich Ihnen seine herzlichsten Grüße ausrichte und Ihre guten Wünsche erwidere, die Sie so liebevoll zum Ausdruck brachten… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Allmächtige Sie segnen und schützen, Sie in Ihren ergebenen und fortgesetzten Bemühungen führen und Ihre edelsten Hoffnungen und sehnlichsten Wünsche erfüllen, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 1. Februar 1938 Der Hüter freute sich über Ihren Brief vom 22. Januar, den Sie ihm zum Ablauf der Bahá’í-Wahlen im Auftrag des Wiener Rates schrieben. Er möchte Ihre Mitarbeiter freundlichst darauf hinweisen, dass die Frage des Bahá’í-Wahlverfahrens von ihm in einer seiner Mitteilungen an den amerikanischen NGR dargelegt und erläutert worden ist. Sie finden einen Abdruck im Buch Bahá’í-Administration; ein Exemplar davon wird Ihnen zur Vorlage bei Ihrem Rat zugeschickt. Wie Sie jener Mitteilung entnehmen können, ist die Wahlmethode für die Räte überaus einfach. Der Hüter wünscht, dass die Freunde es unterlassen, den wenigen Vorschriften, die er nach seinem Ermessen pflichtgemäß für die Handlungsweise der Gläubigen festgelegte, irgendwelche weitere Regeln hinzuzufügen. Abschließend möchte ich Sie bitten, freundlicherweise den Freunden in Wien, insbesondere ihren Mitarbeitern im Rat, zu versichern, dass er für den Erfolg ihrer Wahlen und für den Fortschritt und die Führung ihrer Gemeinde betet … [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der allbezwingende, allumfassende Geist Bahá’u’lláhs Sie und Ihre innig geliebten Mitarbeiter jederzeit und unter allen Umständen beschirmen und es Ihnen ermöglichen, den Ruf Gottes überall in Ihrem Land zu erheben und die Grundlage der Gemeindeordnung des Glaubens fest zu errichten. Ihr wahrer Bruder, Shoghi 20. März 1938A17 … Shoghi Effendi war wahrhaft glücklich zu erfahren, dass unsere liebe Freundin Frau … bald nach Haifa kommt. So sehr er es bedauert, dass ihr Aufenthalt von so außergewöhnlich kurzer Dauer sein wird, hofft er dennoch, dass sie durch den Besuch dieser Heiligen Orte geistig so belebt und gestärkt wird, dass sie nach ihrer Rückkehr den Herzen der Freunde neue Hoffnung und Energie vermitteln kann. Unnötig zu sagen, welch große Freude es dem Hüter bereitet, in diesem Jahr, noch dazu so unerwartet, einen unserer deutschen Freunde zu treffen, denn sein Herz sehnt sich danach zu hören, was es für Neuigkeiten gibt, und teilzunehmen an den Erfahrungen, die Sie in all diesen Monaten machten. 29. März 1938 Shoghi Effendi hat gerade Ihre herzliche Botschaft vom 20. des Monats mit Ihren Grüßen und guten Wünschen zum Naw-Rúz Fest erhalten. Seine Wertschätzung für Ihre Freundlichkeit ist unbeschreiblich, und er wünscht, dass ich Ihnen seine Gebete in Ihrem Namen an den Schreinen zusichere, auf dass dieses neue Jahr für Sie und Ihre Mitbrüder in Deutschland jeden Segen, Glück und größten Erfolg in Ihren geistigen sowie materiellen Bestrebungen bereit halten möge. Große Trauer empfand Shoghi Effendi über die traurige Nachricht vom Tod unseres Freundes Herrn Emil Lips. Bitte sprechen Sie den hinterbliebenen Angehörigen seiner Familie sein herzliches Beileid aus und übermitteln Sie sein tiefes Mitgefühl für diesen schmerzlichen Verlust, den sie erlitten haben. 7. Mai 1939 Er wünscht außerdem, dass ich Ihnen seine tiefe Liebe und die besten Wünsche zu dieser frohen und gesegneten Gelegenheit ausrichte und Ihnen und unseren lieben Freunden in Esslingen seine Gebete zusichere für Ihren Schutz und Ihre Führung in diesen Tagen allgemeiner Düsternis und Bedrängnis, auf dass Ihre Herzen gestärkt und zuversichtlich werden und Sie aus den derzeitigen Tests und Prüfungen geeinter und gefestigter in Ihrer Liebe und Treue zum Glauben hervorgehen mögen. Wie trostlos die unmittelbare Zukunft auch erscheinen mag, erstrahlen doch die zukünftigen Aussichten der Gemeinde der deutschen Gläubigen so unermesslich hell, dass sie in dieser Zeit äußerster Betrübnis und Not nichts als tiefsten Trost und Ermutigung spenden können. Mehr denn je wendet sich der Hüter in seinen Gedanken Ihnen und unseren leidgeprüften Glaubensbrüdern in Ihrem Lande zu. Er bewundert den Mut und die Tapferkeit, die Sie inmitten der schweren Prüfungen so deutlich bewiesen und dankt dem allmächtigen Gott dafür, dass Er Ihnen immer wieder beistand und Sie segnete durch Seine unerschöpfliche Gnade und mächtigen Bestätigungen. Möge Sein Geist Ihre Gemeinde in den beunruhigenden Tagen, die Ihr noch bevorstehen, weiterhin unterstützen und leiten … [Vom Hüter hinzugefügt:] Liebe Mitarbeiter, es war mir eine so große Freude, von Ihnen zu hören. Sie, ebenso wie die anderen deutschen Gläubigen, sind oft in meinen Gedanken und Gebeten. Ich werde weiterhin für die Verwirklichung Ihrer edelsten Hoffnungen beten. Seien Sie nicht verzweifelt, nein, seien Sie zuversichtlich, dass eine herrliche Zukunft auf Sie alle wartet, strahlender als Sie es sich vorstellen können. Ihr wahrer Bruder, Shoghi 26. Mai 1946 An Frau Edith Horn und die lieben Bahá’í in Frankfurt Liebe Bahá’í Freunde, Ihr Brief vom 21. April - die erste direkte Sendung aus Deutschland! - erreichte den geliebten Hüter, und er freute sich sehr, Sie alle so hingebungsvoll und aktiv im Dienst für unseren kostbaren Glauben zu sehen. Er hofft, dass die Bahá’í in Frankfurt jetzt, da sie einen Geistigen Rat haben und die Freiheit genießen, ihre Angelegenheiten offen zu verwalten, diese lebensspendende Botschaft vielen neuen Seelen erfolgreich vermitteln können. Der Bedarf in Europa, von der Sache zu hören, ist dringender als je zuvor, und die Verantwortung der deutschen Freunde ist sehr groß, zumal sie die größte Bahá’í-Gemeinde in Europa bilden. Sie können sicher sein, dass er für Ihre Arbeit zur Förderung der Sache in den Heiligen Schreinen beten wird, und er versichert Ihnen, dass Sie und Ihre Arbeit ihm sehr wichtig sind… [Vom Hüter hinzugefügt:] Lieber und geschätzter Mitarbeiter, mein Herz war voll Freude, Stolz und Dankbarkeit, als ich Ihre höchst willkommene Nachricht las. Ich halte es für einen bemerkenswerten Beweis der unfehlbaren Vorsehung und der Macht Bahá’u’lláhs, Der über Sie wachte, Sie beschützte, Sie unterstützte und Sie nun befähigt, Ihre historische Arbeit für Seine Sache wieder aufzunehmen. Sie waren stets in meinen Gedanken und Gebeten, und ich freue mich, dass Ihre Stadt zum Verwaltungszentrum unseres geliebten Glaubens und zum nationalen Brennpunkt ihrer geistigen und humanitären Tätigkeiten geworden ist. Bleiben Sie beharrlich bei Ihrer großen Aufgabe, zuversichtlich und seien Sie glücklich. Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 3. Juli 1946 Es lässt sich nicht in Worte fassen, wie sehr der Hüter all die tragischen Ereignisse der letzten Jahre bedauerte und darunter gelitten hat! Er war besonders traurig zu erfahren, dass ein so geliebter Bahá’í wie Paul Köhler und auch seine Frau und Kinder aus Dresden gestorben sind. Wir können nur dankbar sein, dass so viele deutsche Freunde solche schrecklichen Jahre überlebt haben! Er ist sehr darauf bedacht, dass die deutschen Bahá’í ihre Tätigkeiten umfassender als je zuvor wieder aufnehmen – vor allem jetzt, da sie zum ersten Mal seit so vielen Jahren frei sind. Er ist sich völlig des Ausmaßes Ihrer Probleme bewusst und dass Sie noch immer unter vielerlei Mangel und Beschränkungen leiden. Da er Sie aber kennt und weiß, was unser geliebter Meister für Ihre Zukunft voraussah, ist der Hüter zuversichtlich, dass der Glaube sich wie nie zuvor in Deutschland verbreiten wird und die Gläubigen dieses Landes zum Aufbau der Institutionen Bahá’u’lláhs überall in Europa beitragen werden. 11. Juli 1946 An die Bahá’í-Gemeinde Esslingen Liebe Bahá’í Freunde, unser geliebter Hüter hat Ihren Brief vom 23. Mai erhalten und mich beauftragt, Ihnen in seinem Namen zu antworten und Ihnen für Ihre lieben Grüße zu danken. Er hofft, dass nun, da die Gläubigen in Deutschland endlich die Freiheit haben, für die Sache zu arbeiten, sie sich, wie es der Meister wünschte, gleich einer Seele in vielen Körpern anstrengen und so sehr zum Beispiel für Liebe und Einheit innerhalb der Bahá’í-Gemeinde werden, dass die Herzen der Menschen von ihnen angezogen werden. Die Welt sehnt sich mehr als nach allem anderen nach Vorbildern, denn von allen Seiten hören wir zwar gute Ratschläge, aber wir sehen keine Aufrichtigkeit und keine Umsetzung dessen, was die Leute predigen! Er versichert Sie seiner liebevollen Gebete für Sie alle und für den Erfolg Ihrer Bahá’í Arbeit … [Vom Hüter hinzugefügt:] Liebe und geschätzte Mitarbeiter, ich habe mich so gefreut, von Ihnen zu hören und solch eine Zusicherung Ihrer Hingabe und Entschlossenheit für den Dienst an unserem geliebten Glauben zu bekommen. Ihr Zentrum ist mir lieb und teuer, und Sie sind, das versichere ich Ihnen, oft in meinen Gedanken. Ich werde für Ihren Erfolg beten, für die Ausweitung Ihrer Tätigkeiten und die rasche Erfüllung der Hoffnungen, die Sie für den Fortschritt unseres herrlichen Glaubens hegen, Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 12. Juli 1946A18 Lieber Bahá’í Bruder und liebe Bahá’í-Freunde, unser geliebter Hüter erhielt Ihre Postkarte vom 3. Juni, und er war sehr glücklich über die direkten Nachrichten von Ihnen und Ihrer lieben Familie und von allen Bahá’í Freunden, die gemeinsam mit Ihnen an diesem Tag in Neckargemünd zusammenkamen. Er hofft, dass Sie, Dr. Grossmann, seinen langen Brief erhalten haben, den er Ihnen (als Antwort auf Ihren Brief) durch Herrn Holley weitergeleitet hat. Die Nachrichten von der Hingabe, der Begeisterung und den erneuten Tätigkeit der lieben deutschen Bahá’í ist ihm eine Quelle der Freude, und er hofft, dass der NGR sich oft treffen wird, um die Angelegenheiten des Glaubens in diesem Land, in dem er so lange verboten war und verfolgt wurde, zu leiten. Sie können sich seiner häufigen und liebevollen Gebete in Ihrem Namen für den Erfolg Ihrer Bemühungen um die Verbreitung des Glaubens und für Ihren Schutz und Ihr Wohlergehen sicher sein… P.S.: Dem Hüter ist sehr an Berichten über die Arbeit des NGR gelegen. Er hält es für ratsam, dass im Laufe dieses Jahres alle Gruppen, die die Zahl von neun Mitgliedern erreichen, unmittelbar einen Rat gründen, ohne bis zum 21. April zu warten, damit die Freunde nach so vielen Jahren der Unterdrückung und der Leiden ermutigt werden. [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Geist Bahá’u’lláhs Sie in Ihren wahrhaft vorbildlichen und lobenswerten Diensten stützen, leiten und segnen; möge Er Ihnen helfen alle Hindernisse zu überwinden, den Umfang Ihrer Tätigkeiten zu erweitern, den leidenden Massen die Wahrheiten dieses herrlichen Glaubens zu verkünden und seine von Gott verordneten Institutionen zu vervielfachen und zu festigen, Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 25. Juli 1946A19 Er war sehr erfreut über die guten Nachrichten, die Sie ihm übermittelten. Er wartet schon seit einiger Zeit gespannt auf Nachrichten von den Tätigkeiten des NGR – wenn möglich, senden Sie ihm bitte Berichte von dieser Körperschaft. Er denkt, nach all dem, was die deutschen Gläubigen in der langen Zeit der Verfolgung und Unterdrückung durchgemacht haben, ist es in diesem Jahr in Ordnung, örtliche Räte sofort zu bilden, wenn 9 oder mehr Gläubige zur Verfügung stehen, um so die Freunde zu ermutigen und ihrer Lehrarbeit Schwung zu verleihen. 29. Juli 1946 Er denkt, dass Bahá’í-Veröffentlichungen in Esperanto in Deutschland eine Angelegenheit für den Nationalen Geistigen Rat ist. Wir Bahá’í behaupten nicht, Esperanto werde die Hilfssprache der Zukunft sein; da wir aber fest an die Notwendigkeit einer Hilfssprache glauben, unterstützen wir diese Arbeit gern, indem wir Bücher in Esperanto veröffentlichen und die Bahá’í ermutigen, es zu lernen, wenn sie wollen. Die Zusammenarbeit mit dieser Gesellschaft ist ein hervorragendes Mittel zur Verbreitung der Sache, wie Martha Root auf ihren Reisen bewies. Allerdings müssen die Details dazu vom NGR entschieden werden. Sie können Bahá’í-Esperantisten in England und den USA über deren jeweiligen Nationalen Räte kontaktieren. 30. Juli 1946A20 Er war sehr glücklich über Ihre wunderbare Nachricht von der Empfänglichkeit für die Lehren, die Sie bei den Deutschen und vor allem bei der Jugend finden. Der Arbeit der Sache in Deutschland misst er eine zentrale Bedeutung bei. Die deutschen Gläubigen haben nicht nur das empfängliche Feld der Seelen ihrer eigenen Landsleute zu bestellen, sie müssen zu gegebener Zeit auch einen großen Teil der künftigen Lehrarbeit in Mittel- und Osteuropa übernehmen. Daher ist es ihm sehr wichtig, dass Ihre Angelegenheiten auf einer reibungslosen Verwaltungsgrundlage geregelt werden und Sie außerdem die notwendige Literatur oder die Mittel für den Druck erhalten. Er freute sich auch sehr darüber, dass die Sonne der Wahrheit wieder aufgelegt wird und dass Sie trotz vieler Hindernisse, Tausende von Flugblättern verteilen und so viele wichtige öffentliche Veranstaltungen abhalten konnten. Nun ist gewiss die Zeit gekommen, die Arbeit in stetig zunehmendem Umfang weiterzuführen; die Herzen haben sehr gelitten, und mit dem Verstand suchen die Menschen händeringend nach einer Lösung für die schrecklichen Probleme, vor denen sie stehen. Die Gunst der Stunde erlaubt es sicherlich, dass die Sache in Europa stärker voranschreitet als je zuvor in ihrer Geschichte, und Sie können sicher sein, dass er alles in seiner Macht stehende tun wird, um Sie bei Ihrer Arbeit zu unterstützen. Er versichert Sie seiner liebevollen und inständigen Gebete in Ihrem Namen und für den Erfolg der Arbeit, die Sie und andere Freunde derzeit leisten … P.S.: Der Hüter war sehr erfreut darüber, dass die ehemaligen Anhänger der Ideen von Ruth White und Herrn Herrigel den Wunsch äußerten, sich dem Glauben anzuschließen und gemäß der Gemeindeordnung zu wirken. Er empfiehlt daher, dass der Nationale Rat sie auf jeden Fall akzeptiert und dabei unterstützt, die Grundlagen von Wille und Testament in vollem Umfang zu begreifen und anzunehmen. [Vom Hüter hinzugefügt:] Lieber und geschätzter Mitarbeiter, ich bin so froh und dankbar, vom Fortschritt Ihrer Tätigkeiten und dem Erfolg Ihrer Bemühungen im Dienst für unseren geliebten Glauben zu erfahren. Ich bin zuversichtlich, dass Sie in den kommenden Tagen neue Lorbeeren der Krone hinzufügen werden, die Sie bereits im Dienst für unseren geliebten Glauben gewonnen haben. Seien Sie beharrlich und seien Sie sicher, dass ich auch weiterhin aus tiefstem Herzen für Sie beten werde. Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 29. Dezember 1946 Die Leiden, die die deutschen Bahá’í ertrugen, haben sein Herz sehr betrübt, aber er ist sehr stolz auf ihren treuen und hingebungsvollen Geist, und darüber, wie ihr Glaube an Bahá’u’lláh dem Feuer dieser Kriegsjahre rein, ungetrübt und stärker als je zuvor entkam! Sie haben eine großartige Zukunft, die ihnen vom geliebten Meister versprochen wurde… Wie Sie vielleicht gehört haben, möchte unser Hüter den Gläubigen keine Bilder von sich geben. Sie sollten in ihren Häusern lieber Fotografien des Meisters bewahren, Der unsere Inspiration und unser Vorbild ist. Er hofft sehr, dass Sie anderen jungen Deutschen die Sache lehren können. Vor allem der Jugend muss dringend die Botschaft gebracht werden, denn ihrem Leben hat dieser grausame Krieg den größten Schaden zufügt. Sie zu lehren, sollte Ihre vorrangige Pflicht sein… 18. Januar 1947A21 Ihre lieben Briefe … sind zusammen mit den Gedichten, die Sie dazugelegt haben, angekommen … Er lässt mich Ihnen versichern, dass er einige der Gedichte in der nächsten Ausgabe der Bahá’í-World veröffentlichen wird. Leider ist es für diese Ausgabe zu spät, da sie gerade jetzt in Amerika gedruckt wird. Es scheint nun absolut sicher zu sein, dass unsere liebe Bahá’í-Schwester Lydia Zamenhof ihr Leben während des Krieges in einer Gaskammer verloren hat! Das ist ein großer Verlust, da sie für den Glauben in diesen Nachkriegstagen in Europa viele Dienste hätte leisten können! Aber ihre Verdienste um die Sache und ihr Andenken bleiben unvergänglich! Er würde sich sehr freuen, wenn Sie einen Artikel über sie für den nächsten Band der Bahá’í-World verfassen könnten, jedoch nicht für den Abschnitt ›In Memoriam‹. Er bedauert auch, dass er den ›In Memoriam‹ Artikel, den Sie über Ihre lieben Eltern verfasst haben, nicht in der Bahá’í-World veröffentlichen kann. Nur wer in dem Zeitraum verstorben ist, der von einem Band abgedeckt wird, kann dort erwähnt werden, und der nächste behandelt 1946 bis 1948! … P.S.: Er ist sehr glücklich, dass der geehrte Herr Zabih mit den Freunden dort zusammentrifft. Seien Sie sicher, dass er dafür beten wird, dass sich ihm der Weg öffnet, um gegenwärtig ihnen allen in Deutschland zu helfen und später dem Glauben in England zu dienen. Der Hüter versichert Ihnen, dass er sich sehr über die Übersetzungen freut, die Sie bereits gemacht haben, und diejenigen, an denen Sie gegenwärtig arbeiten. Die Literatur des Glaubens in Deutsch ist von größter Bedeutung sowohl wegen der großen Zukunft die die Sache dort hat, als auch wegen der Tatsache, dass so viele weitere Europäer deutsch lesen. Er hofft, die Ährenlese und die Sendung können bald gedruckt werden. Diese Angelegenheit sollten Sie Ihrem Nationalen Geistigen Rat vorlegen. [Vom Hüter hinzugefügt:] Mein lieber und geschätzter Mitarbeiter, ich bin so froh und dankbar, von den Tätigkeiten und der Beharrlichkeit der lieben deutschen Gläubigen zu erfahren und auch von Ihren eigenen wertvollen und beständigen Diensten für unseren geliebten Glauben. Sie sind, das versichere ich Ihnen, oft in meinen Gedanken und Gebeten, und ich schätze den Geist, der Sie in Seinem Dienst beseelt. Ich hege die größten Hoffnungen für die Zukunft Ihrer historischen Arbeit zur Förderung des Glaubens und wünsche Ihnen, dass Sie beharrlich bleiben, und bin zuversichtlich, dass der Geliebte Sie auch weiterhin leiten und stützen sowie für Ihre edlen Anstrengungen reichlich belohnen wird. Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 9. Februar 1947A22 Er weiß, dass in diesen Tagen jede Bemühung der Freunde in Deutschland auf große Hindernisse stößt und tatsächlich Opfer erfordert. Aber sie müssen sich immer ihre Ziele vor Augen halten und beharrlich bleiben um der Sache willen und zum Wohle ihrer Landsleute, die jetzt in der Stunde größter Not das Recht haben, von Bahá’u’lláh zu erfahren, Der allein die Welt retten und sie zu Frieden und Glück führen kann. Er wird gewiss darum beten, dass alle Hindernisse bald überwunden werden und die Drucklegung weiter geht. Auch hofft und betet er, dass der NGR alles daran setzen wird, die Voraussetzungen zu schaffen, um die Sitzungen in Frankfurt abhalten zu können. Er weiß natürlich, dass diese Dinge nicht über Nacht arrangiert werden können, aber die Gläubigen müssen sich unentwegt darum bemühen. Die Dienste, die Sie und Ihre liebe Familie so beständig für den Glauben leisten, werden von ihm sehr, sehr hoch geschätzt. Seien Sie glücklich, dass Gott es Ihnen ermöglicht, so viel für Seinen Glauben zu tun! Seine liebevollen Gebete sind mit Ihnen allen… [Vom Hüter hinzugefügt:] Ich versichere Sie meiner bleibenden Dankbarkeit für Ihre beständigen und großartigen Dienste für unseren geliebten Glauben und meiner inständigen Gebete für Ihr Wohlergehen und die Verwirklichung all Ihrer Hoffnungen, die Sie für den Fortschritt und die Festigung seiner neu geschaffenen Institutionen hegen, Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 18. Februar 1947 An die Bahá’í-Gemeinde Plochingen Liebe Bahá’í Freunde, unser geliebter Hüter hat Ihren Brief vom 15. November 1946, verfasst von Ihrer Sekretärin Frau Vio Henseler, erhalten, und er hat mich beauftragt, Ihnen in seinem Namen zu antworten. Er war sehr glücklich, dass Sie sich jetzt so zahlreich für den heiligen Glauben in Plochingen engagieren und dass Sie Ihre Feste und Treffen regelmäßig in solch einem Geist der Hingabe und Bahá’í-Liebe abhalten. Diese Liebe und Eintracht unter den Freunden wird sicher die Segnungen Bahá’u’lláhs für Ihre Arbeit in Seiner Sache anziehen. Die Zeit ist da, den hungrigen, vom Krieg enttäuschten Menschen in Deutschland die Botschaft Gottes für diesen Tag zu übermitteln. Er bittet Sie, Ihre Anstrengungen zu verdoppeln, um neue Seelen zu gewinnen und zu bestätigen. Vermitteln Sie ihnen nicht nur die geistigen Aspekte des Glaubens, sondern auch seine Weltordnung, denn es ist dieses göttliche Heilmittel für die Krankheiten der Menschheit, von dem die Menschen erfahren müssen. Er erinnert sich an den Besuch von Frau Henseler und Frau Victoria B. von Sigsfeld in Haifa und ist froh zu hören, dass beide unentwegt für die Sache tätig waren, die eine bis zu ihrem Tod und die andere bis zum heutigen Tag! Zu dienen ist wirklich ein gesegnetes Vorrecht! Sie können sich seiner liebevollen Gebete für Sie alle und für den Erfolg Ihrer Arbeit dort sicher sein… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Geliebte Ihre Bemühungen segnen, Ihre Schritte auf den Wegen des Dienens leiten und Ihnen helfen, zu jeder Zeit wirkungsvoll die besten Interessen Seines Glaubens und dessen Institutionen zu fördern, Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 18. Februar 1947 An die Bahá’í von Rostock, Warnemünde und Schwerin Liebe Bahá’í Freunde, Ihr Brief, datiert vom 22. September 1946 aus Rostock und vom 28. September 1946 aus Schwerin, ist angekommen, und unser Hüter freute sich sehr, die Namen so vieler lieber Freunde zu sehen, die jetzt in diesen nördlichen Städten vereint im Dienste für den Glauben tätig sind! Er hat mich beauftragt, Ihnen in seinem Namen zu antworten. Jetzt wo Versammlungen wieder möglich sind, drängt er Sie, sich häufig zu treffen und Ihr Äußerstes zu geben, um die Botschaft Bahá’u’lláhs denen zu bringen, die nach der Wahrheit suchen – und davon gibt es viele in diesen Tagen! Ebenso hofft er, dass Sie bald drei blühende Geistige Räte in diesen Städten haben werden. Er wird darum beten, dass dies rasch geschieht; er wird auch für Sie alle beten, für Ihren Schutz und Erfolg in allem, was Sie für den geliebten Glauben tun… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Geliebte Ihre Bemühungen segnen, Sie in Ihrer hingebungsvollen Arbeit leiten, Ihnen helfen an Zahl zu wachsen, Ihre Institutionen zu vervielfachen, Ihre Errungenschaften zu festigen und Ihnen jeden Wunsch erfüllen, den Sie für die Förderung Seines Glaubens hegen, Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 18. Februar 1947 Zu der richtigen Uhrzeit für Neunzehntagefeste: Die Zeit, die allen Gläubigen am besten passt, ist zulässig, solange sie zwischen Sonnenuntergang und Sonnenuntergang des Kalendertages liegt, auf den das Fest fällt, da unsere Bahá’í-Tage mit Sonnenuntergang beginnen und enden. Die Feste sind wirklich nur für die Gläubigen, aber wenn ein Nicht-Bahá’í zufällig dazu kommt, sollten wir ihn nicht auffordern zu gehen und dadurch die Gefühle dieser Person verletzen. 22. Februar 1947 An die Bahá’í von Plochingen Liebe Bahá’í Freunde, Ihre liebevollen Grüße an unseren geliebten Hüter vom 11. November 1946 haben ihn erreicht, und er hat mich beauftragt, Ihnen in seinem Namen zu antworten. Er war sehr glücklich, die Namen von so vielen Freunden zu sehen, die sich in Plochingen versammelt haben, und er ist sicher, dass Ihre Bemühungen, die Botschaft Bahá’u’lláhs zu verbreiten, dort Erfolg haben werden. Jetzt ist die Zeit, zu lehren und die hungrigen Seelen zur himmlischen Festtafel dieser mächtigen Offenbarung zu laden. Er versichert Sie alle seiner liebevollsten Gebete für den Erfolg Ihrer Dienste im Glauben… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Geliebte Ihre Bemühungen segnen, Ihre Schritte leiten, alle Hindernisse aus dem Weg schaffen und es Ihnen ermöglichen, jederzeit die lebenswichtigen Interessen Seines Glaubens und dessen Institutionen wirkungsvoll zu fördern, Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 30. März 1947 An die Bahá’í-Gemeinde Plochingen-Göppingen Liebe Bahá’í Freunde, Ihr gemeinsamer Brief an unseren geliebten Hüter vom 19. Januar mit der Ankündigung der Bildung Ihres gemeinsamen Rates ist eingetroffen. Er hat mich beauftragt, Ihnen in seinem Namen zu antworten und Sie zu diesem großen Schritt nach vorn, den Sie getan haben, zu beglückwünschen. Er hofft, dass in naher Zukunft Ihre Zahlen genügend wachsen, um zwei getrennte Geistige Räte zu bilden, und er versichert Sie alle seiner Gebete an den Heiligen Schreinen, dass dieses Ziel schnell erreicht werden möge. Ihre Dienste für Ihre Heimat in diesen Tagen der Mühsal und der Schwierigkeiten sind von größter Bedeutung, und an ihnen hängt der künftige Verlauf der Ereignisse in Ihrer geistigen Entfaltung … [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Geliebte unserer Herzen Sie segnen, leiten und Sie in Ihren hingebungsvollen Bemühungen und fortgesetzten Diensten für Seine Sache unterstützen, und möge Er Ihnen helfen, den Umfang Ihrer Tätigkeiten zu erweitern, und Sie befähigen, große Siege für seinen Glauben zu erringen, Ihr wahrer Bruder, Shoghi März 1947 Bahá’u’lláh hat Seine wunderbaren Lehren und Seine Neue Weltordnung allen Menschen gebracht. Es liegt an jedem Einzelnen, diese göttliche Botschaft anzunehmen und selbst die heilbringenden Gesetze und Prinzipien zu verbreiten. Niemand kann für Sie entscheiden, was Sie tun müssen. Ihr eigenes Herz muss Ihnen sagen, dass in diesen Tagen Ihr Platz an der Seite dieses sich abmühenden neuen Glaubens ist, der den Massen immer noch weitgehend unbekannt ist. Wenn er in Zukunft mehr Anhänger gewonnen hat und seine wahre Größe für alle offensichtlich ist, erfordert es nicht mehr den Mut, ihn zu unterstützen, den es heute braucht! Wir müssen immer daran denken, dass die Gemeindeordnung ein Mittel zum Zweck ist, ein Werkzeug, um die Bemühungen der Bahá’í zu koordinieren und zu vereinheitlichen. Ihr Verständnis dafür ist noch unvollkommen, aber es wurden schon sehr große Fortschritte gemacht. Durch diese Gemeindeordnung wird es letztlich möglich, das Wissen um die Lehren Bahá’u’lláhs den Massen zu vermitteln, und auf diesem Feld können Sie große Dienste leisten. Ihre Begeisterung und Ihre Liebe für Ihre Mitmenschen sind Qualitäten, die wir in unserer Arbeit dringend benötigten, und Shoghi Effendi hofft, dass Sie den Drang danach verspüren, sich in den Dienst für diese glorreiche Sache zu stürzen. Es gibt so einen Bedarf für die Lehren in Deutschland, dass die deutschen Bahá’í, vom Krieg erschöpft und durch Reisebeschränkungen u.a. behindert, es nahezu unmöglich finden, der Nachfrage nach ihren Fähigkeiten zu lehren gerecht zu werden. Sie sind eine sehr ergebene, gut organisierte Gemeinde, aber sicherlich können sie jede zusätzliche Hilfe, die sie bekommen, gut gebrauchen. Wenn Sie es ermöglichen könnten, nach Deutschland zu gehen und dort bei der Lehrarbeit zu helfen, so würde es diesem leidenden Land einen großen geistigen Dienst erweisen. 1 April 1947 Das deutsche Volk und die deutschen Bahá’í haben in den langen Jahren des Krieges und der Unterdrückung jeder Freiheit und jeden geistigen Lebens furchtbar gelitten; jetzt scheint es Berichten zu Folge eine geistige Wiederbelebung zu geben, und die Menschen sehnen sich nach einem Plan, nach einem Ausweg aus diesem moralischen Chaos und der Dunkelheit, nach einem Glauben, an den sie sich halten können. Jetzt ist wie nie zuvor die Zeit für die Bahá’í, die Sache zu lehren, vor allem den Jugendlichen, und die frohe Botschaft zu verbreiten, dass es eine Lösung für die Probleme der Welt gibt! Der deutsche Nationale Geistige Rat der Bahá’í tut sein Möglichstes, um weitere Bahá’í-Bücher zu drucken. Außerdem hat er für viele neue und wichtige Übersetzungen unserer Bücher bereits gesorgt, und wir hoffen, dass sie sehr bald gedruckt und verteilt werden. Ich lege eine kleine Broschüre bei, die Ihnen eine Vorstellung davon vermittelt, wie groß der Fortschritt und die Verbreitung der Sache ist – und weltweit wächst sie täglich weiter. Shoghi Effendi hofft, dass Sie eines Tages, wenn es in Palästina ruhiger ist, für einen Besuch hierher kommen können. 4. April 1947 Er weiß von den starken Einschränkungen, unter denen Sie alle arbeiten und bewundert den wunderbaren Geist der Hingabe an die Sache Gottes, der Sie durchhalten lässt. Sie dürfen nie entmutigt sein, sondern müssen standhaft weiter arbeiten, in dem Wissen, dass Bahá’u’lláh sie segnen wird. Zu Ihrer Frage, ob es ratsam sei, dass Dr. Mühlschlegel nach Frankfurt ziehen sollte: er hat keine Einwände dagegen, aber er denkt, dass der Nationale Geistige Rat darüber entscheiden sollte. 4. April 1947 An den Geistigen Rat der Bahá’í in Stuttgart Liebe Bahá’í Freunde, Ihr Brief an unseren geliebten Hüter vom 11. Januar 1947 ist zusammen mit dem Bericht über die Treffen in Stuttgart eingetroffen, und er hat mich beauftragt, Ihnen in seinem Namen zu antworten. Er war sehr erfreut zu erfahren, dass es dort inzwischen 95 Gläubige gibt, und er hofft, dass diese Zahl sich stetig und schnell erhöht. Alle Bahá’í, die neuen und die altgedienten gleichermaßen, sollten sich so intensiv wie möglich dem Lehren des Glaubens widmen. Sie sollten auch erkennen, dass die Atmosphäre wahrer Liebe und Einheit, die sie innerhalb der Bahá’í-Gemeinde verwirklichen, direkte Auswirkung auf die Umgebung hat und wie ein starker Magnet die Menschen zum Glauben hinzieht und sie darin bestätigt. Wenn Sie den Kauf des Hauses der Familie Schwarz als künftigen Sitz für die Stuttgarter Bahá’í erwägen – ein Vorhaben, das er sehr befürwortet – so bittet er Sie dringend, zugleich daran zu denken, dass alle Bahá’í – in Stuttgart und anderswo – die Verantwortung für den Erwerb und den Unterhalt eines Nationalen Zentrums haben. Das ist von größter Bedeutung und sobald es ein solches Hauptquartier gibt, wird das die Arbeit in ganz Deutschland, Stuttgart eingeschlossen, deutlich beleben. Das hat Vorrang vor örtlichen Belangen der Gemeinde. Er versichert Sie alle und alle Gläubigen in Stuttgart seiner liebevollsten Gebete für den Fortschritt Ihrer Bahá’í Arbeit … P.S.: Er war hoch erfreut zu erfahren, dass Sie in Nachbarstädten lehren. Dies ist ein sehr wichtiger Dienst für die Sache. [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Geliebte Ihre verdienstvollen Bemühungen segnen, Sie leiten und bei Ihren Tätigkeiten unterstützen, Ihnen helfen, den Umfang Ihrer hochgeschätzten Dienste zu erweitern, und Ihnen ermöglichen, die Wahrheit Seines Glaubens zu verkünden und Ihnen bei der Festigung seiner aufkeimenden von Gott gegebenen Institutionen helfen, Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 12. April 1947 An die Bahá’í von Esslingen Liebe Bahá’í Freunde, Ihr liebevoller Naw-Rúz Gruß ist eingetroffen, und unser geliebter Hüter hat mich beauftragt, Ihnen in seinem Namen zu antworten. Er versichert Ihnen allen, dass er in den Heiligen Schreinen für Sie, für das Wachstum Ihrer Gemeinde und den Erfolg Ihrer Dienste für unseren herrlichen Glauben beten wird. Sie sind ihm alle lieb und teuer! [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Geliebte Sie segnen, leiten und zu allen Zeiten stützen, damit Sie den Umfang Ihrer Tätigkeiten ausweiten und großartige, unvergessliche Siege für die Institutionen unseres geliebten Glaubens erringen mögen, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 3. Mai 1947A23 Ihre Briefe an unseren geliebten Hüter, vom 7. und 11. Februar sowie das Manuskript der Verborgenen Worte sind eingetroffen, und er hat mich beauftragt, Ihnen in seinem Namen zu antworten. Er ist sehr glücklich, über diese Gelegenheit persönlich mit Ihnen zu kommunizieren und Ihnen zu versichern, wie sehr er Ihre hingebungsvollen Dienste auf dem Pfad unseres herrlichen Glaubens schätzt. In Bezug auf die Fragen, die Sie ihm stellten: Es gibt weder einen Bezug noch eine Verbindung zwischen dem ersten Verborgenen Wort auf Arabisch und dem letzten Verborgene Wort auf Arabisch, oder zwischen diesen und irgendeinem Abschnitt aus den Sieben Tälern. Für den genauen Wortlaut müssen Sie auf die Kairoer Ausgabe der Verborgenen Worte, die der Meister genehmigt hat, zurückgreifen und alle anderen Texte ignorieren. Das beantwortet die Fragen zu den Verborgenen Worten Nummer 18 und 39 und 1 (zwei) und 35 (zwei). Zu dem Verborgenen Wort Nr. 70: Dieses ist nicht an eine bestimmte Person gerichtet, sondern vielmehr ein mystischer Ausdruck und eine Anspielung auf die Manifestation Gottes. Keine Randbemerkungen sollten hinzugefügt werden, außer denen von ‘Abdu’l-Bahá selbst oder den Anmerkungen aus der Kairoer Ausgabe. Die Frage nach der Übersetzung aus dem ursprünglichen Text ist sehr wichtig. Er hat gerade Baronin von Werthern etwas ausführlicher zu diesem Thema geschrieben und ihr erklärt, dass seiner Ansicht nach jetzt nicht die rechte Zeit ist, die Lehren aus dem Persischen und Arabischen ins Deutsche zu übersetzen. Es steht kein Perser mit ausreichenden Deutschkenntnissen, der in dieser Angelegenheit helfen könnte, zur Verfügung. Er denkt daher nicht, dass solche Werke wie Beantwortete Fragen , Sieben Täler etc. überhaupt in Angriff genommen werden sollten. Menschen, die nicht über Jahre die Atmosphäre, Sprache und Literatur des Ostens in sich aufgenommen haben, können unmöglich die Feinheiten des orientalischen Sprachgebrauchs begreifen. Ein gutes Beispiel dafür ist, dass Prof. Süssheim nicht begriffen hat, was Bahá’u’lláh mit dem Wort ›[arabische Schrift]‹ meinte. Er benutzt es in einem ungefähren und umgangssprachlichen Sinn in der Bedeutung ›etwas Flüchtiges‹ eine kleine Menge und verbindet es nicht wörtlich mit Nahrung. Er denkt, Sie sollten Ihr Studium der Lehren im Original fortsetzen und, wenn Sie wollen, von Zeit zu Zeit etwas aus dem Original in kurzen Auszügen übersetzen, jedoch gegenwärtig keine wichtigen Bücher und Sendschreiben. Diese können Sie besser von einer guten englischen Ausgabe übersetzen. Derzeit muss so viel Lehr- und Verwaltungsarbeit in Deutschland geleistet werden, dass er Sie dringend bittet, sich auf diese Art des Dienstes zu konzentrieren. Die Öffentlichkeit muss die Botschaft im großen Rahmen erhalten, benötigt die vorhandene Literatur sofort und sollte Artikel über die Bahá’í-Religion lesen können. In all diesen Bereichen können Ihre Dienste eine große Hilfe sein. P.S.: ›Tur‹ und ›Sinai‹ sollten nicht wörtlich genommen werden. Das erste ist eine Anspielung auf den Berg Sinai, der in diesem Fall die Manifestation Gottes bezeichnet, das zweite ›Sinai‹ bezeichnet das menschliche Herz. [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Allmächtige Sie zu allen Zeiten und unter allen Umständen segnen, stützen und leiten und möge Er Ihnen helfen, die Wahrheiten Seines Glaubens zu verkünden sowie dem Fortschritt und der Festigung der aufkeimenden, von Gott verordneten Institutionen einen enormen Impuls verleihen, Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 13. Juni 1947A24 Er war froh zu erfahren, dass die Botschaft über Radio Frankfurt ausgestrahlt wurde, und hofft, dass diese Lehrmethode oft genutzt werden kann, da es die Menschen in ihren Häusern erreicht, von denen viele nicht zu öffentlichen Versammlungen kommen würden. Der sehr ermutigende Bericht, den Sie ihm über die Arbeit in Deutschland zuschickten, war höchst willkommen. Er hätte gern vom Nationalen Lehrausschuss oder vom NGR eine Aufstellung über die Zahl der Geistigen Räte, der Gruppen und der einzelnstehenden Bahá’í und in welchen Städten und Gemeinden sie sich jeweils befinden. Im Großen und Ganzen sind seine Anweisungen für die amerikanischen Bahá’í und ihren NGR, sofern sie Verwaltungsgrundsätze und –verfahren betreffen oder allgemeine Aussagen über den Glauben und Interpretationen beinhalten, überall für alle Bahá’í verbindlich. Natürlich müssen Anweisungen speziell für amerikanische Bahá’í nicht auf andere Gemeinden angewendet werden. Das Buch Bahá’í-Procedure ist, worauf Herr Holley hingewiesen hat, nicht bindend für andere Nationale Räte, da vieles darin nur zweitrangige Vorkehrungen sind, die der amerikanische NGR traf, um die Arbeit der Sache in seinem Geltungsbereich zu erleichtern. Die Gläubigen sollten gewiss unter keinen Umständen irgendwelche alkoholischen Getränke trinken, da dies im Aqdas verboten wurde. Nicht alle Gesetze und Vorschriften darin können derzeit angewandt werden. Diejenigen jedoch, die er in seinen Anweisungen für Amerika in Kraft gesetzt hat, sollten befolgt werden. 4. Juli 1947 An die Bahá’í-Gemeinde in Karlsruhe Liebe Bahá’í Freunde, Ihr Brief vom 23. Mai ist bei unserem geliebten Hüter eingetroffen, und er möchte, dass ich Ihnen allen mitteile, wie glücklich er darüber war, dass Sie dort jetzt einen Geistigen Rat haben. Dies ist der Beginn Ihrer Arbeit – nicht schon das Ende. Und seien Sie gewiss, dass in den Heiligen Schreinen seine inständigen liebevollen Gebete für Ihren Erfolg und Ihr Wachstum dargebracht werden. Bei dieser Gelegenheit möchte er auch Frau Brauns-Forel für ihren Brief danken und ihr seine Gebete zusichern … [Vom Hüter hinzugefügt:] Ich versichere Sie meiner liebevollen Gebete für Ihren Erfolg, für die Ausweitung Ihrer wertvollen Tätigkeiten und die Verwirklichung Ihrer innigsten Hoffnungen im Dienst für den Glauben und seine von Gott bestimmten Institutionen, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 19. Juli 1947 An den Geistigen Rat der Bahá’í in Stuttgart Liebe Bahá’í Freunde, Ihr Brief vom 10. März ist eingetroffen, aber weil unser geliebter Hüter sehr beschäftigt war, konnte er Ihnen nicht früher antworten. Jetzt hat er mich jedoch angewiesen, Ihnen in seinem Namen zu antworten. Er hat keine Einwände dagegen, dass sich die Stuttgarter Bahá’í um ein eigenes Zentrum auf dem Land von Frau Schwarz kümmern. Da dies der Ort ist, den der geliebten Meister besuchte, ist er als Zentrum für die Sache sogar besonders geeignet. Er hofft, die Stuttgarter Freunde werden ihre Angelegenheiten so einrichten, dass dieses neue Vorhaben sie nicht daran hindern wird, die nationalen Interessen der Sache zu fördern und voll zu unterstützen. Er wird seine liebevollen Gebete für Sie alle und für den Erfolg Ihrer Arbeit, die so heilig und von so entscheidender Bedeutung ist, darbringen … [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Allmächtige Sie segnen, leiten und Sie in Ihren lobenswerten und fortgesetzten Diensten für Seinen herrlichen Glauben unterstützen, Ihnen dabei helfen, den Umfang Ihrer Tätigkeiten zu erweitern, um die Wahrheiten Seines Glaubens zu verkünden, seine Institutionen zu vermehren und seine Grundlagen zu festigen, Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 27. September 1947 Er war sehr betrübt über die Zustände in Deutschland, die, wie Sie sagen, immer schlechter werden. Sowohl der geliebte Hüter als auch der persische NGR haben Geld für Versorgungspakete für die Gläubigen in Deutschland nach Amerika überwiesen, und er hofft, Sie erhalten diese bald. In Anbetracht der großen Härten, die die Freunde ertragen müssen, staunt er, was sie alles für den Glauben tun können. Er bewundert ihre Hingabe sehr und betet inständig, dass sich ihre Lebensbedingungen verbessern mögen. 14. November 1947 Er denkt, wenn Sie gesund genug sind, um die derzeitigen Härten des Lebens in Deutschland zu ertragen, könnten Sie dem Glauben gewiss einen großen Dienst erweisen, indem Sie nach Berlin zurückkehren, um dort die Gläubigen zu inspirieren und die Sache zu lehren. Zu Ihrer Frage, ob es ratsam ist, an Ihrem Haus ein Schild mit der Aufschrift ›Bahá’í-Büro‹ anzubringen: Dazu sollten Sie zunächst die Erlaubnis entweder vom Geistigen Rat in Berlin (wenn dieser bei Ihrer Rückkehr wieder arbeitet) oder vom Nationalen Geistigen Rat einholen. Er war sehr froh zu erfahren, dass Herr Lehne jetzt so aktiv im Dienst für die Sache in Berlin ist und eine große öffentliche Veranstaltung plant. Wenn Sie ihm schreiben, dann versichern Sie ihn bitte auch der Wertschätzung und der Gebete des Hüters in seinem Namen. 21. November 1947 Er ist so sehr froh zu erfahren, dass es jetzt 36 Gläubige dortA25 gibt und die ganze Zeit neue Seelen zum Glauben finden. Er war auch sehr erfreut zu erfahren, dass endlich der Nationale Hazírá erworben wurde. Dies ist ein sehr wichtiger Schritt vorwärts und wird das Ansehen des Glaubens in Deutschland erheblich steigern. Sie dürfen nie den Mut verlieren. Ihre Dienste sind notwendig und geschätzt, und der Hüter würdigt sie zutiefst. Er freute sich zu erfahren, dass Frau Davison Ihnen so viel bei der Arbeit in Frankfurt hilft, und er hofft, dass sie noch ein weiteres Jahr dort bleiben kann. 21. November 1947 Zu Ihren Fragen: Mit Heiligkeit ist in unseren Bahá’í-Lehren die Bindung an Gott, Seine Gebote und Seinen Willen gemeint. Wir sind in keiner Weise Asketen. Im Gegenteil, Bahá’u’lláh sagt, Gott habe alle guten Dinge in der Welt für uns geschaffen, damit wir sie genießen und daran teilhaben. Aber wir dürfen ihnen nicht verhaftet sein und sie den geistigen Dingen vorziehen. Keuschheit im strengen Sinne bedeutet, keinen Geschlechtsverkehr und keine sexuellen Intimitäten vor der Ehe zu haben. Im allgemeinen Sinn bedeutet es, nicht zügellos zu leben. Das heißt nicht, dass wir Bahá’í glauben, sexuelle Beziehungen seien unrein oder falsch. Im Gegenteil, sie sind natürlich und sollten als eine der vielen Segnungen Gottes angesehen werden. Er weiß nichts darüber, ob Eiklar und köstliches Essen einen Einfluss auf die Sexualität haben. Das ist eine medizinische Frage. Sex ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Einige Menschen sind von Natur aus leidenschaftlicher als andere und könnten somit stärker leiden, wenn sie zur Enthaltsamkeit gezwungen sind. Aber wenn die Welt geistiger wird, gibt es nicht mehr so eine übertriebene Betonung der Sexualität wie heute, und damit wird es jungen Menschen leichter fallen, keusch zu sein und ihre Leidenschaften zu kontrollieren. Ein Mann von edlem Charakter und starker Willenskraft kann seiner Frau während einer langen Abwesenheit gewiss treu bleiben! Jeder gute Orientalist könnte Sie wahrscheinlich auf Kommentare zum Koran und zu buddhistischen Schriften verweisen. ‘Abdu’l-Bahá hat festgestellt, dass sich alle Hinweise Mohammeds zu Kampf auf Verteidigungskriege beziehen, nicht auf Angriffe. 25. November 1947 Er ist sehr glücklich zu sehen, dass Ihr alle die Bahá’í-Lehren studiert und Euch darauf vorbereitet, mit zunehmendem Alter würdige Diener Bahá’u’lláhs und der Menschheit zu sein. Ihr könnt sicher sein, dass er für Euch alle in den Heiligen Schreinen beten wird, auf dass Ihr vielleicht andere Kinder und Jugendliche zur Bahá’í-Sache hinziehen möget. Niemand ist jemals zu jung, um andere diese Botschaft zu lehren. 27. November 1947 Er war sehr glücklich, von den geistigen Fortschritten zu erfahren und dass es dortA26 jetzt insgesamt neun Bahá’í gibt. Er hofft, dass Sie damit jetzt einen Geistigen Rat bilden können. Sie können sicher sein, dass er dafür beten wird, dass es so geschehen möge. [Vom Hüter hinzugefügt:] Ich versichere Sie meiner liebevollen Gebete für Ihren Erfolg im Dienst für unseren geliebten Glauben und seine von Gott verordneten Institutionen, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 8. Dezember 1947 An die Bahá’í-Gemeinde Esslingen Liebe Bahá’í Freunde, Ihr liebevoller Gruß an unseren geliebten Hüter vom 12. November 1947 ist eingetroffen, und er hat mich beauftragt, Ihnen in seinem Namen zu schreiben und Ihnen dafür zu danken. Er versichert Ihnen allen, dass er Ihre Hingabe an die Sache Gottes hoch schätzt und er die Beharrlichkeit, die Sie in ihrem Dienst zeigen, sehr würdigt. Er wird für Sie alle an den Heiligen Grabstätten beten, auf dass Bahá’u’lláh Sie in Ihrem Dienst für Seinen Glauben segne, führe und schütze … [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Geist Bahá’u’lláhs Sie in Ihren äußerst wertvollen Bemühungen für die Ausbreitung unseres herrlichen Glaubens leiten, stützen und behüten; möge er Ihnen dabei helfen, Ihre Anzahl zu vergrößern, Ihr Verständnis für die grundlegenden Wahrheiten des Glaubens zu vertiefen und seine lebenswichtigen Interessen zu fördern. Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 18. Dezember 1947 Obwohl er sehr mit Arbeit überlastet ist, möchte er, dass ich Ihnen ein paar Zeilen schreibe und Ihnen versichere, wie glücklich er darüber ist, dass die Hilfspakete für Ihre GemeindeA27 aus Amerika und anderen Ländern so viel Gutes bewirken. Er bewundert die unerschütterliche Hingabe der deutschen Räte und der deutschen Freunde, mit der sie trotz aller Not und Hindernisse im Dienste für die Sache tätig sind. 30. Januar 1948 An die Bahá’í-Freunde in Schwerin Liebe Bahá’í Freunde, Ihre liebevolle Grußbotschaft, von so vielen Namen unterzeichnet, erreichte unseren geliebten Hüter, und er war sehr glücklich so viele von Ihnen aktiv im Glauben zu sehen. Er hofft, dass die Voraussetzungen im April es erlauben werden, dort einen Geistigen Rat zu bilden. Dies würde Ihnen sehr in Ihren hingebungsvollen Diensten für die Sache Gottes helfen. Sie können sicher sein, dass er hier bei seinen Besuchen in den Heiligen Schreinen in seinen Gebeten an Sie alle denken und für Ihr Wohlergehen und Ihren Erfolg beten wird… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge Sie der Geist Bahá’u’lláhs zu allen Zeiten und unter allen Umständen stützen, leiten und segnen, Ihnen gnädig helfen, die Grenzen, die dem Glauben gesetzt sind, zu erweitern, Ihre Anzahl zu vergrößern, Ihr Verständnis für seine Wahrheiten zu vertiefen und seine Prinzipien weithin zu verkünden. Ihr wahrer Bruder, Shoghi 2. Juni 1948 An die Bahá’í von Esslingen, die bei der Naw-Rúz Feier des Jahres 105 anwesend waren Liebe Bahá’í Freunde, Ihr liebevoller Naw-Rúz Gruß ist erst am 31. Mai bei unserem geliebten Hüter eingetroffen, aber er hat sich sehr darüber gefreut und auch darüber, dass so viele der lieben Gläubigen zusammengekommen waren, um diesen glücklichen Festtag zu feiern. Trotz der Düsternis, die durch die Achtlosigkeit der Menschen gegenüber den göttlichen Gesetzen in der ganzen Welt verursacht wird, müssen die Bahá’í mutig, fröhlich und immer aktiv die Botschaft Bahá’u’lláhs verbreiten, denn am Ende wird sie triumphieren und das Böse und die Traurigkeit, wovon die Menschheit umschlungen ist, vertreiben. Er versichert Ihnen allen, dass er für den Erfolg Ihrer Bahá’í-Arbeit in den Heiligen Schreinen beten wird… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Geist Bahá’u’lláhs Sie zu allen Zeiten und unter allen Umständen stützen, führen und behüten, Ihre Herzen erfreuen, es Ihnen ermöglichen, beständig den Umfang Ihrer Tätigkeiten zu erweitern, und Ihnen helfen, unvergessliche Siege für Seinen Glauben und Seine Institutionen zu erringen, Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 10. Juni 1948A28 Ihre Briefe an unseren geliebten Hüter … sind eingetroffen, zusammen mit dem Bericht über die Verfolgung der deutschen Bahá’í und den Grüßen von der Lehrkonferenz. Er hat mich beauftragt, Ihnen in seinem Namen zu antworten. Er war hoch erfreut über die vielen guten Nachrichten, die Sie ihm übermittelten. Die Liebe und Hingabe, mit der Sie, Ihr lieber Mann und Ihre Familie der Sache Gottes dienen, ist ihm eine Quelle großen Trostes. Er hätte Ihnen schon früher geantwortet, aber die Arbeitsbelastung und der jüngste, sehr aufgewühlte Zustand des Landes haben seine Korrespondenz verzögert. Er hofft, dass dieser Brief Sie sicher erreicht. Die Fortschritte, die der Glaube in Deutschland macht, sind hervorragend. Es scheint, als sei die Sache endlich aus ihrem Käfig befreit und könnte die Flügel frei ausbreiten und fliegen. Die Herzen des deutschen Volkes sind in der Tat ein fruchtbarer Acker für die göttliche Saat. Er hat für Deutschland immer eine große Zukunft in der Bahá’í-Welt gesehen … Er war besonders froh zu erfahren, dass die arbeitenden Menschen, das Rückgrat einer jeden Nation, empfänglich für die Sache sind und gelehrt werden. 10. Juni 1948A29 Leider waren die Verhältnisse hier in Palästina so aufgewühlt und durcheinander, dass der Hüter die Botschaft, die Sie sich für den Münchener Esperantokongress im Mai gewünscht hatten, nicht schicken konnte. Er war und ist, wie Sie sich vorstellen können, sehr besorgt über den Zustand des Heiligen Landes. Aber bisher ist alles gut gelaufen, die Schreine wurden beschützt, und die Bahá’í-Gemeinde hier wird respektiert und von den neuen Behörden unterstützt. Es scheint, als müsste erst noch einige Zeit vergehen, bevor Pilger, woher auch immer, zu einem Besuch hierhin kommen können. Aber er hofft, dass Ihr Herzenswunsch sich zu einem späteren Zeitpunkt erfüllt und Sie nach Haifa kommen können. Leider hat der amerikanische Nationale Geistige Rat derzeit so ein umfangreiches Programm zu bewältigen – im Feld des Lehrens und bei der Ausschmückung des Tempels – dass viele andere Projekte warten müssen, bis mehr Geld zur Verfügung steht. Das Drucken von Bahá’í-Literatur gehört dazu. Aber er hofft, dass in naher Zukunft einige neue Ausgaben veröffentlicht werden können. 11. Juni 1948 An die Bahá’í-Jugend Esslingen Liebe Bahá’í Freunde, Eure liebevolle Botschaft an unseren geliebten Hüter vom 9. Mulk 104 ist angekommen und fand große Wertschätzung. Er freute sich sehr, dass Ihr ein so großes Treffen für das Jugend-Symposium veranstalten konntet. Er ist in letzter Zeit aufgrund der Umstände hier und wegen der großen Arbeitsbelastung sehr beschäftigt, aber er will dennoch auf Euren Brief antworten und Euch versichern, dass er für Euren Erfolg beten wird und dass er stolz auf Euren Geist und Eure Hingabe für den Glauben ist… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Geliebte unserer Herzen jeden Eurer Schritte auf dem Weg des Dienstes leiten, Euch helfen, Euer Verständnis für die Grundlagen Seines Glaubens zu vertiefen und zu allen Zeiten die besten Interessen Seiner Institutionen zu fördern, Euer wahrer Bruder, Shoghi 3. Juli 1948 Er denkt, dass wir noch nicht so weit sind, Kommentare und umfassende Abhandlungen über das Verhältnis der Bahá’í-Lehren zur Bildung, Wirtschaft und dergleichen zu schreiben, so wie diese Dinge derzeit in der Welt betrachtet werden. Wir haben unsere Grundprinzipien, aber … (Unleserlich). Wir können nicht genau sagen, wie das Bahá’í-System beschaffen sein wird. Es muss erst noch wachsen und reifen. Doch Artikel zu diesen Fragen, die unsere allgemeinen Ideen zum gegenwärtigen Wissensstand und Gebrauch in Beziehung setzen und damit vergleichen, wären gut, weil sie nicht zu sehr ins Detail gehen würden. 3. Dezember 1948 Es wird Sie alle freuen, dass die Säulen für den Schrein des Báb, die Kapitelle und viele der Steine – die erste Sendung – jetzt Haifa erreicht haben und zu den Gärten am Schrein transportiert werden. Bald, so hofft der Hüter, kann mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen werden. 13. Dezember 1948A30 Er hat Ihnen in Folge Ihres Briefes gerade via Genf telegrafiert und bittet Sie, von Frau … den Brief, den Hussein schrieb, zu besorgen und ihm zu schicken, da er ihn sehen möchte. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie viel und wie bitter unser geliebter Hüter unter der Untreue und dem ehrlosen Verhalten der Familienmitglieder des Meisters gelitten hat und nun unter dem seiner eigenen Familie leidet. Sie haben ihm nicht nur den Gehorsam verweigert und seine Ratschläge und Anweisungen missachtet, sie haben auch Dinge getan, die so schändlich sind, dass er unfähig ist, sie anzusprechen. Im Hinblick darauf sah er sich im Jahre 1944 gezwungen, Hussein auszuschließen – dies jedoch erst nachdem dieser auf eigenen Wunsch das Haus des Meisters verlassen, sich den Bundesbrechern angeschlossen und Warnungen und Ratschläge zurückgewiesen hatte. Sein Herz zeigt keine Reue, und sein Charakter hat sich stark verändert, was gewiss sehr tragisch ist. Er war sehr erfreut, dass Sie die Bahá’í-Tagung in Hamburg besuchen konnten und dass Sie die Gläubigen dort so begeistert und ergeben vorgefunden haben. Es gibt enorm viel Arbeit überall, und so aktive und unermüdliche Arbeiter wie Sie und Ihre liebe Familie werden allerorts dringend benötigt! Er würdigt Ihre Treue, Ihre Hingabe und Ihre Dienste zutiefst. Sie können sicher sein, dass er in den Heiligen Schreinen für Sie und für Ihre Familie und die liebe Frau Benke beten wird… [Vom Hüter hinzugefügt:] Lieber und geschätzter Mitarbeiter, ich schätze zunehmend den Geist, der Sie bewegt, und versichere Sie meiner bleibenden Wertschätzung für Ihre vorbildliche Treue, Ihre Ausdauer und Ihre großartigen Dienste für unseren herrlichen Glauben. Setzen Sie ihre vielfältigen und verdienstvollen Tätigkeiten beharrlich fort, und seien Sie versichert, dass der Geliebte mit dem Niveau Ihrer Errungenschaften sehr zufrieden ist, Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 8. Februar 1949 Er hat nichts dagegen, dass Bahá’í an der Bewegung für eine ›Welt-Bürgerschaft‹ teilnehmen, da dies in Richtung eines unserer meistgeschätzten Ziele weist: der Vereinigung der Menschheit unter einer Form von internationaler Regierung. Solange diese Bewegung in keiner Weise politisch Partei ergreift und frei von jeglichen Formen der Politik bleibt, können die Bahá’í sie unterstützen. Er empfindet es als eine schöne Geste des Nationalen Rates an Herrn Garry Davis, ihn für den Bahá’í-Welt-Jugend-Tag einzuladen, und er hofft, dass dieser mutige und unabhängige Mann in der Lage sein wird, die Einladung anzunehmen. 2. März 1949 Sie als ergebene und erfahrene Gläubige müssen alles in Ihrer Macht Stehende tun und die Freunde dringend bitten sich zu vereinen, um den Glauben zu schützen. Die Schwierigkeiten in Hamburg sind nicht unüberwindbar, solange alle Freunde die Haltung einnehmen, dass kein Opfer persönlicher Gefühle oder Meinungen in dieser Angelegenheit zu groß ist, um dort die Einheit der Gemeindeordnung und die Einheit der Gläubigen zu erhalten. Je stärker die Freunde Partei ergreifen, desto schwieriger wird es sein, dieses Problem zu lösen. Er bittet Sie beide dringend, Ihren Sohn und Bruder anzuhalten, auf die Vollkommenheit des Glaubens und nicht auf die Unvollkommenheit der Gläubigen zu schauen, denn wir sind alle unvollkommen. 11. März 1949 An den Nationalen Jugendausschuss Liebe Bahá’í Freunde, unser geliebter Hüter wünscht, dass ich Ihnen in seinem Namen für Ihre Grüße und den Bericht vom Bahá’í-Weltjugendtag danke. Er hat sich wirklich sehr gefreut, von solch erfolgreichen Treffen zu erfahren, die Sie bei dieser Gelegenheit veranstalten konnten, und zu sehen, mit wie viel Eifer und Hingabe Sie Ihre Verantwortung als junge Bahá’í annehmen, die in naher Zukunft dazu aufgerufen sein werden, als erwachsene Mitglieder der Gemeinde so viel von der wichtigen Arbeit des Glaubens fortzuführen. 20. März 1949A31 Hinsichtlich Ihres Buches: Nach dem Überblick zu urteilen, den Sie ihm gegeben haben, denkt er, dass es nur als Roman herausgebracht werden kann, der sich um eine historische Episode dreht: dem Báb und die Ereignisse nach seinem Märtyrertum. Wir wissen nicht genug über das Verhältnis des russischen Hofes zum russischen Konsul und dessen genaue Rolle bei den Ereignissen jener Tage, um einen längeren Absatz zu füllen! Er denkt daher, dass Ihr Buch in Form eines Romans geschrieben werden sollte und keinesfalls als historische Abhandlung. Viele Einflüsse wirkten bei der Freilassung Bahá’u’lláhs aus dem Síyáh Chál zusammen, nicht zuletzt das Eingreifen Seiner eigenen Schwester, die dem Sháh sehr wertvolle Geschenke überreichte, während sie sich für das Leben ihres Bruders einsetzte. Sie sehen, Ihre Informationen und nicht nur Ihre, sondern die aller Bahá’í sind zur heutigen Zeit viel zu spärlich, um einen wirklich historischen Bericht schreiben zu können. Dies bedeutet nicht, dass Sie Ihr Buch nicht als Roman herausgeben können. Er will sicherlich nicht, dass Sie Ihr Manuskript vernichten! 24. März 1949 Er freute sich auch sehr darüber, dass der Kontakt mit den Esperantisten gepflegt wird. Die freundschaftliche Zusammenarbeit mit ihnen und die Teilnahme an ihren Kongressen sind sehr gut und werden ohne Zweifel die Aufmerksamkeit vieler ihrer Mitglieder auf die Bahá’í-Sache lenken. Außerdem, hofft er, dass in Zukunft viele von ihnen dadurch Bahá’í werden. 31. März 1949 Lassen Sie mich zunächst folgendes sagen: Einer der Gründe, warum Gott uns die Institution des Hütertums gab, ist, die Menschen davor zu bewahren, die Sache Gottes in ein starres System zu pressen. Ihre Fragen drehen sich mehrheitlich darum, ein festgelegtes Muster für eine künftige Gesellschaft zu entwerfen, lange bevor die Zeit für ein solches Muster reif ist. Beachten Sie, dass Bahá’u’lláh sagt, was nicht bereits offenbart ist, muss das Universale Haus der Gerechtigkeit in der Zukunft gesetzlich regeln, und es kann Gesetze schaffen und diese, wenn nötig, aufheben. Dies bedeutet nicht Starrheit in der Führung der Gesellschaft, sondern Beweglichkeit! Nr. 1 Bahá’u’lláh und der Meister erwähnen nur örtliche, nationale und ein internationales Haus der Gerechtigkeit. Es gibt keine Bestimmung für Aufgliederungen. Jede Stadt wird ihren eigenen Geistigen Rat haben, nicht eine Reihe von Stadtteilräten. Natürlich können Neunzehntagefeste in den Stadtteilen stattfinden, wenn es sehr viele Bahá’í in einer Stadt gibt. Nr. 2 Die Hände der Sache werden Vollzugsgewalt haben, insofern sie die Arbeit des Hüters umsetzen. Nr. 3 ›Geistiger Rat‹ ist der heutige Name für die Körperschaft, die in Zukunft ›Haus der Gerechtigkeit‹ genannt werden wird. Nr. 4 Der Badí‘-Kalender wird allgemeine Verwendung finden. Die Bahá’í-Woche hat sieben Tage. Nr. 5 Es gibt nichts über Flurneuordnung. Einzelheiten bleiben zukünftiger Gesetzgebung überlassen. Nr. 6 Nein. Solche Dinge obliegen der Beurteilung gesetzgebender Körperschaften in der Zukunft. Nr. 7 Nein, aber ‘Abdu’l-Bahá erklärt, dass es andere Welten als unsere gibt, die von Wesen bewohnt werden, die in der Lage sind, Gott zu erkennen. Nr. 8 Der Bahá’í-Tempel in Amerika macht kaum Fortschritte und ist unfertig seit 19.. [unleserliche Zahlen]. Es ist unbedingt erforderlich, ihn fertigzustellen. Wir sind Erbauer, wir vertrauen auf den Schutz Gottes. Wir können unsere Arbeit nicht aufgeben, nur weil die Atombombe erfunden wurde! Das wäre feige! Die Vereinten Nationen setzen Millionen und Abermillionen von Dollars und einen Teil ihrer Arbeit dafür ein, die Menschheit zum Frieden und gegen den Krieg zu erziehen. Die Fertigstellung des Bahá’í-Tempels kostet zwar 3/4 einer Million, aber was könnte diese Summe bewirken im Vergleich mit dem Einsatz der Vereinten Nationen? Das, was die deutschen Gläubigen tun müssen, ist, sich im Bund Bahá’u’lláhs und ‘Abdu’l-Bahás zu vertiefen. Das rein intellektuelle Verständnis der Lehren genügt nicht. Tiefe Geistigkeit ist von wesentlicher Bedeutung, und die Grundlage wahrer Geistigkeit ist Festigkeit im Bund. 11. April 1949A32 Er billigt Ihren Vorschlag vollständig, Dr. Townshend einzuladen, um in Deutschland zu sprechen, vorausgesetzt natürlich, dass die erforderlichen Mittel für seine Reise aufgebracht werden können. Der Kontakt mit Intellektuellen ist sehr wichtig, aber ähnlich der Frühzeit des Christentums sind im Westen bisher nur wenige von ihnen geneigt, sich mit unserem jungen, kämpfenden Glauben zu identifizieren! Lassen Sie uns jedoch hoffen, dass die Zeit kommt, in der sie das tun werden. Die Uneinigkeit, die in Deutschland entstanden ist, hat den Hüter erheblich beunruhigt. Das, was die deutschen Bahá’í nötig haben, was sie dringender als alles andere auf der Welt brauchen, ist seiner Ansicht nach ein weit tieferes Verständnis für den Bund Bahá’u’lláhs und den des Meisters. Dies ist das felsenfeste Fundament, ohne das kein solider Überbau errichtet werden kann. Weder die Verwaltung noch die allgemeine Lehrarbeit der Sache in Deutschland werden Fortschritte machen oder können überhaupt etwas erreichen, wenn die Gläubigen nicht wirklich feste, vertiefte, geistig überzeugte Bahá’í sind. Ein intellektuelles Verständnis der Lehren ist rein oberflächlich. Mit der ersten echten Prüfung werden sie vom Baum des Glaubens gefegt. Doch sobald ein Bahá’í tief überzeugt ist von der Autorität Gottes, die verankert ist im Offenbarer, weitergegeben wurde an den Meister und von Ihm an die Hüter; eine Autorität, die durch die Räte fließt und Ordnung auf der Grundlage von Gehorsam schafft – sobald ein Bahá’í das besitzt, kann ihn nichts erschüttern. Er ruft Sie und die anderen Mitglieder des NGR daher auf, der Erziehung der Gläubigen im Bund so viel Zeit zu widmen, wie Sie nur können. 15. April 1949A33 Wie er dem NGR vor ein paar Tagen telegraphiert hat, denkt er, die Schwierigkeiten, die in Deutschland entstanden sind und die zu dem Brief führten, von dem Sie zu Recht glaubten, er würde wohl mehr Schaden als Nutzen verursachen, konnten vor allem entstehen, weil es den Gläubigen an vertieftem Wissen und an Wertschätzung für den Bund Bahá’u’lláhs und ‘Abdu’l-Bahás mangelt. Das ist die Feste des Glaubens eines jeden Bahá’í. Sie ermöglicht ihm, allen Prüfungen und Angriffen der Feinde außerhalb des Glaubens zu widerstehen und den weit gefährlicheren, hinterlistigen, lauwarmen Personen innerhalb des Glaubens, die keine wirkliche Bindung zum Bund haben und daher die intellektuellen Aspekte der Lehren hervorheben, während sie zur gleichen Zeit die geistige Grundlage, auf der die ganze Sache Gottes ruht, untergraben. Er ist der Ansicht, Sie und Ihre liebe Familie sollten alles tun, um den Gläubigen das Testament ‘Abdu’l-Bahás zu vermitteln und ihr Verständnis für dessen wichtige Bestimmungen zu verbessern, da die gesamte Autorität der Verwaltungsinstitutionen sowie die des Hüters selbst sich hauptsächlich aus diesem machtvollen Dokument ableitet. 27. Mai 1949 Obwohl es eine größere Gemeinde in Stuttgart gibt, ist dem Hüter sehr daran gelegen, dass die nationalen Angelegenheiten der deutschen Bahá’í-Gemeinde von Frankfurt aus verwaltet werden, das wesentlich zentraler liegt. Er weiß genau, dass dies den Freunden zunächst einige Schwierigkeiten bereiten wird, aber jeder Fortschritt in der Sache wird immer mit Komplikationen und Schwierigkeiten verbunden sein. Das gleiche passierte in Amerika, wo jahrelang New York das Verwaltungszentrum für Amerika war. Als der nationale Verwaltungssitz nach Chicago verlegt wurde, kam das sehr ungelegen; aber jetzt hat es sich als viel günstiger und geeigneter herausgestellt, als New York es jemals war. 30. Mai 1949 An die Bahá’í-Gemeinde Stuttgart Liebe Bahá’í Freunde, Ihr Brief an unseren geliebten Hüter vom 20. April und Ihre liebevollen Grüße zu Riḍván sind eingetroffen, und er hat mich beauftragt, Ihnen in seinem Namen zu antworten. Er schätzt Ihre Botschaft der Treue und Hingabe sehr und ebenso Ihre Zusicherung, dass Sie an der Gemeindeordnung unseres geliebten Glaubens festhalten. Die deutschen Freunde müssen immer daran denken, dass es nach den langen Jahren der Unterdrückung und des Krieges, während derer sie vom Hüter abgeschnitten waren und organisierte Treffen verboten waren, nur natürlich ist, dass manchmal Schwierigkeiten entstehen, während sie voranschreiten. Die Hauptsache ist jedoch, dass sich alle Gläubigen zu jeder Zeit ihrer tiefen Einheit und Bruderschaft in der Sache Gottes bewusst sind und dass sie sich mit Liebe und Verständnis erheben, um jedes Problem zu überwinden, wohl wissend, dass der Meister ihnen dabei helfen und beistehen wird. Festigkeit im Bund ist ihre Festung, ihr größter Schutz, und neuerklärten Bahá’í sollte dies vermittelt werden, bevor sie in die Gemeinde aufgenommen werden. So bekommen sie die geistige Kraft, die unausweichlichen Prüfungen zu bestehen, die das Wachstum der Gemeinde stärken und ihre Wurzeln tiefer in den Boden des Glaubens treiben lassen. Er hofft, dass Ihre Bahá’í-Arbeit große Fortschritte im Laufe dieses Bahá’í-Jahres machen wird … [Vom Hüter hinzugefügt:] Liebe und geschätzte Mitarbeiter, Ihre gemeinsame, höchst willkommene Botschaft hat meinem Herzen große Freude bereitet, da ich eine starke Verbundenheit fühle und eine große Wertschätzung für die freundlichen Worte der Mitglieder dieser Gemeinde, die sich auszeichnet durch ihren Eifer, ihre Leistungen, die lange Liste ihrer Dienste und der der Geliebte so große Gaben und Segnungen verliehen hat. Ich setze große Hoffnungen in ihre Zukunft und werde in ihrem Namen zum Allmächtigen flehen, er möge es ihr ermöglichen, noch bemerkenswertere Dienste in Seinem Glauben zu erbringen und in hervorragender Weise zum Vormarsch des Glaubens und der Entwicklung seiner Institutionen in diesem vielversprechenden Land beizutragen. Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 5. Juni 1949 Sie haben um seinen Rat in zwei Angelegenheiten gebeten, die Sie sehr betroffen machen. Obwohl er weiß, dass Ihre Liebe zu dieser Heiligen Sache Ihnen helfen wird, die richtigen Entscheidungen zu treffen, weiß er auch, dass die Umsetzung schwer für Sie sein wird. Deshalb versichert er Sie seiner liebevollen Gebete, auf dass Sie diese Schritte mutig gehen und der Weg Ihnen leicht gemacht werde. Er hat nichts Nachteiliges über den Charakter von Frau … gehört und zweifelt nicht daran, dass sie in vielerlei Hinsicht eine sehr lobenswerte Frau sein mag. Allerdings ändert dies nichts an der Tatsache, dass es wegen ihrer inneren Überzeugungen über Bahá’u’lláh, für die Bahá’í und Sie selbst am besten ist, keinen Umgang mit ihr zu haben. Was im Herzen derer ist, die sich aktiv der Manifestation Gottes entgegenstellen, ist geistig ungesund; und obwohl wir mit unserem begrenzten menschlichen Verstand nicht immer erkennen, dass es weise ist, sie zu meiden, hat der Meister uns dazu angewiesen, und zu unserem Wohl und dem Wohl der Sache müssen wir dieser Anweisung folgen. Ihre Kirchenmitgliedschaft aufzugeben ist Gewissenspflicht. Er zwingt Sie nicht dazu, aber da Sie nicht mehr allen Lehrmeinungen ihrer ehemaligen Kirche glauben, würde eine weitere Mitgliedschaft Sie in die Lage eines unaufrichtig handelnden Menschen bringen. Auch wenn Sie sich entscheiden, aus der Kirche auszuscheiden, gäbe es keinen Grund, warum Sie nicht weiterhin mit Ihrem Mann in die Kirche gehen und Ihren freundlichen Umgang mit der Gemeinde fortsetzen sollten. Er wird darum beten, Ihr Mann möge diesem Schritt zustimmen. 30. September 1949A34 Er hat völliges Verständnis für Ihren Standpunkt zur Schreibweise gewisser wohl bekannter Namen persischer und anderer orientalischer Städte entsprechend der allgemeinen Gepflogenheiten in der deutschen Literatur. Doch er hält es für notwendig, die Schreibweise, die in Gott Geht Vorüber verwendet wird, zu benutzen, auch für die Namen von berühmten Städten, usw., für die sich in europäischen Sprachen eine andere Schreibweise eingebürgert hat. Nur so kann Verwirrung in unseren Bahá’í-Übersetzungen vermieden und Einheitlichkeit gewahrt werden. Ein Schlüssel zur Aussprache sollte gedruckt werden, um sie mit der deutschen Sprache in Einklang zu bringen, ebenso wie eine Erläuterung der Gründe für das verwendete System, nämlich, dass es von einem internationalen Kongress als die praktikabelste und universellste Möglichkeit der Schreibweise von orientalischen Namen im lateinischen Alphabet angenommen wurde. Er hofft, dass die Tatsache, dass zwei Personen verschiedene Teile dieses Buches übersetzt haben, nicht beim Stil auffällt und so seinen literarischen Wert im Deutschen mindert? Ihre Mühen und die der anderen Freunde für die Veröffentlichung dieses wertvollen Geschichtswerks in deutscher Sprache werden sehr gewürdigt … [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Geliebte unserer Herzen, Dessen Glauben Sie so ausgezeichnet mit Eifer und Treue dienen, Sie tausendfach für Ihre beständigen und bemerkenswerten Dienste belohnen, Ihnen helfen, den Umfang Ihrer Tätigkeiten ständig zu erweitern und noch größere Siege für Ihre Institutionen zu gewinnen, Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 20. Oktober 1949 An den Nationalen Jugendausschuss der Bahá’í in Deutschland und Österreich Lieber Bahá’í Bruder, Ihr Brief vom 3. September mit dem beiliegenden Bericht von der Bahá’í-Jugend-Sommerschule ist eingetroffen, und der geliebte Hüter dankt Ihnen dafür. Er hat mit großem Interesse den Bericht über die Tätigkeiten der Jugend gelesen und freute sich besonders darüber, dass Dr. Großmann einen Kurs über den Bund gegeben hat. Die Jugend muss tief über die Bedeutung und Tragweite beider Bunde, den Bahá’u’lláhs und den ‘Abdu’l-Bahás, nachdenken, da diese gewissermaßen die Achse des Bahá’í-Rades bilden, den Angelpunkt der Einheit und Stärke für alle Gläubigen auf der ganzen Welt. Ohne diese Bunde gäbe es keinen göttlichen Schutz für diese neue Weltreligion. Der Gehorsam gegenüber diesen Bunden ist das Bollwerk aller Bahá’í, überall. Die Jugend muss diese grundlegende Wahrheit erfassen, denn das wird sie in ihrem Dienst für die Sache stärken, wie nichts anderes das kann oder können wird. Eine andere Sache, die er sich von den jungen Leuten wünscht, ist ein Beispiel des Gehorsams gegenüber der Gemeindeordnung zu bieten und sich über die leider bei einigen Freunden so ausgeprägte Neigung zu erheben, Persönlichkeiten anstelle von Grundsätzen Geltung beizumessen. Diese Sache beruht auf geistigen Gesetzen. Diese müssen wir beachten und ihnen gehorchen und keine Zeit darauf verschwenden, über die individuellen Eigenheiten oder Meinungen Einzelner nachzudenken … [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Geliebte Sie segnen, unterstützen und leiten, damit Sie ein umfassenderes Verständnis der Auswirkungen des Bundes Gottes für diesen Tag erlangen und wirksam zu seiner Verdeutlichung und zum Verständnis der Gläubigen beitragen können. Ihr wahrer Bruder, Shoghi 22. Oktober 1949 An den Geistigen Rat von Bergstrasse Liebe Bahá’í Freunde, Ihr Brief vom 27. März ist bei unserem geliebten Hüter angekommen ebenso wie der Bericht über die Tätigkeiten Ihres Rates, und er dankt Ihnen für die Zusendung dieser Informationen. Er möchte auch Herrn Adolf Lorey für seinen Brief vom 30. Juli an ihn mit einem Zeitungsausschnitt über Sohrab danken. Er denkt, Ihr Rat muss die Freunde mit Bedacht und liebevoll zu einem genaueren Verständnis des unabhängigen Charakters unseres herrlichen Glaubens anleiten sowie zur Notwendigkeit, seine Gemeindeordnung zu studieren und daran festzuhalten. Eine fortgesetzte Mitgliedschaft in der Kirche lässt einen Bahá’í unaufrichtig erscheinen, denn wir glauben, dass Christus in Bahá’u’lláh wiedergekommen ist und sich alle seine Verheißungen auf herrliche Weise erfüllt haben. Keine Kirche würde tolerieren, dass eines seiner Mitglieder so etwas glaubt, da die Kirche immer noch gleichsam blind auf die Wiederkunft Christi wartet. Deshalb ist offensichtlich, warum die Bahá’í die Kirche verlassen müssen. Sie verlassen nicht Christus, sondern sie eilen zu Seiner Unterstützung am neuen Tag Seines Kommens. Auch denkt er, Ihr Rat sollte dem Nationalen Rat gehorchen und in größter Liebe und Harmonie mit ihm zusammenarbeiten. Vergessen Sie, was vergangen ist. Alle Gläubigen müssen sich vereint auf die Ausbreitung des Glaubens und die Stärkung seiner Verwaltung konzentrieren. Er wird für Sie alle und für den Erfolg Ihrer Arbeit beten. Mit Bahá’í-Liebe [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Allmächtige, Dessen Glauben Sie mit Eifer, Treue und Hingabe dienen, Sie und Ihre lieben Mitarbeiter segnen, alle Hindernisse aus dem Weg räumen und es Ihnen ermöglichen, große und denkwürdige Siege für Seinen Glauben und dessen Institutionen zu erringen, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 22. Oktober 1949 Es ist das Privileg der Jugend, die gleichen Fehler wie die älteren Generationen nicht noch einmal zu begehen, und er hofft, dass die deutsche Jugend über bloße Persönlichkeiten hinauswächst, sich nach den Grundsätzen der Sache und seiner Verwaltung richtet, ein Beispiel für Festigkeit im Bund gibt und damit den Glauben vor allem in Deutschland auf eine höhere Ebene der Entwicklung hebt. 30. Oktober 1949A35 Wie der Hüter schon dem NGR schrieb, hat er das Gefühl, dass die meisten kürzlich entstandenen Probleme in der deutschen Gemeinde durch die Tatsache auftraten, dass die Gläubigen nicht wussten, wie die Verwaltung funktionieren soll – fast alles, was sie taten, war nicht ordnungsgemäß und führte zu wachsender Verwirrung, weiteren verletzten Gefühlen und brachte die ganze Lage durcheinander. Er vertraut darauf, dass die Situation mittlerweile geklärt wurde und dass der NGR und die Räte nachdrücklich und geeint an der Erfüllung ihres Plans arbeiten. Er war sehr froh, dass der liebe Dr. Grossmann an der Brüsseler Konferenz teilnehmen konnte. Die Gläubigen dort waren so glücklich, einen deutschen Bruder dabei zu haben! Er hat auch Berichte über die hervorragende Lehrtätigkeit zum Bund erhalten, die Ihr lieber Mann leistet. Das ist sehr wichtig, besonders in dieser Zeit, in der Ahmad Sohrab wieder versucht, in Deutschland aktiv zu werden. Die deutschen Freunde müssen lernen, den Lehren Vorrang vor Persönlichkeiten zu geben und nicht länger Partei zu ergreifen. Das ist ein Zeichen der Unreife, und diese alte und geliebte Gemeinde kann es sich nicht leisten, in der Kindheit zu verweilen. Sie muss vielmehr zu einer starken erwachsenen Gemeinde von geeinten, wachsamen und aktiven Gläubigen reifen … [Vom Hüter hinzugefügt:] Lieber und geschätzter Mitarbeiter, ich bin Ihnen zutiefst dankbar für Ihre beständigen und großartigen Dienste für unseren geliebten Glauben. Diese Dienste und Leistungen werden ohne Zweifel die Segnungen Bahá’u’lláhs anziehen. Seien Sie gewiss, dass der Geliebte mit Ihren Errungenschaften sehr zufrieden ist und Ihre edlen Unternehmungen mehr und mehr segnen wird. Möge jedes Hindernis aus Ihrem Weg geräumt werden und der sehnlichste Wunsch Ihres Herzens erfüllt werden. Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 12. November (1949?)A36 Der Hüter hat Ihren Brief vom 26. Oktober erhalten und ist hoch erfreut über die Nachricht von der Fertigstellung der deutschen Übersetzung der Sieben Täler. Er bat mich Ihnen herzlichst zu diesem großartigen Dienst zu gratulieren, den Sie für die Sache leisten konnten und der ohne Zweifel die Reihe der vielfältigen Beiträge bereichern wird, die Sie in den letzten Jahren so hervorragend für die Ausbreitung des Glaubens überall in Deutschland geleistet haben. Er betet zu Bahá’u’lláh, Er möge Sie weiterhin leiten und inspirieren und Sie unterstützen, noch herausragendere Werke für die Sache in Ihrem Land zu vollbringen. Hinsichtlich der Veröffentlichung des Manuskripts hat er keine Einwände, es von einem Nicht-Bahá’í Verlag herausgeben zu lassen, besonders da es dann eine größere Attraktivität für die breite Öffentlichkeit haben wird. Aber natürlich sollten Sie hierzu wie auch zu allen anderen ähnlichen örtlichen Angelegenheiten zunächst die Zustimmung des NGR einholen. Die Druckkosten des Werkes sollten vorzugsweise durch den nationalen Fonds bestritten werden. Der Hüter freut sich auch sehr über die neuen Veröffentlichungen, die der NGR in Kürze herausgeben will. Die Vorträge der letzten Esslinger Sommerschule in Buchform zu drucken wird ohne Zweifel sehr nützlich sein. Hoffentlich werden die erforderlichen Mittel dafür sowie für andere wichtige Publikationen großzügigerweise von den einzelnen Gläubigen und den örtlichen Gruppen und Räten aufgebracht. Für die Herausgabe des Kitáb-i-Íqán auf Esperanto hofft der Hüter auch, dass der NGR in dieser Angelegenheit entsprechende Maßnahmen ergreifen wird. Natürlich sollte die Herausgabe dieses und anderer nicht-deutscher Werke der Veröffentlichung der Bahá’í Literatur in deutscher Sprache nachgeordnet werden … [Vom Hüter hinzugefügt:] Lieber und geschätzter Mitarbeiter, ich warte gespannt auf die Nachricht von der vollständigen Wiederherstellung Ihrer Gesundheit, denn ich glaube, Ihre Dienste sind eine äußerst wertvolle Bereicherung für den Glauben, dem Sie in diesen unruhigen Tagen dienen. Ich begrüße die effiziente und unermüdliche Zusammenarbeit mit Ihnen trotz aller Hindernisse, die Ihnen in so vielen Bereichen der Bahá’í-Tätigkeiten begegnen. Ich bin zuversichtlich, dass als Ergebnis Ihrer unermüdlichen Anstrengungen die Verwaltungsinstitutionen in Ihrem Land weiter ausgebaut und gefestigt werden und die Lehrarbeit einen zusätzlichen Impuls bekommt. Ihr wahrer Bruder, Shoghi 18. Dezember 1949 An den Bahá’í-Jugendausschuss von Deutschland und Österreich Liebe Bahá’í Freunde, unser Hüter hat Ihren Brief vom 12. November erhalten und mich beauftragt, darauf in seinem Namen zu antworten. Er wird gewiss für den Erfolg Ihres sehr wichtigen Bereiches der Bahá’í-Arbeit in Deutschland und Österreich beten. Wenn wir die Religion und Geschichte studieren, können wir beim Erscheinen der (bisher) größten Offenbarung Gottes in der Welt nichts anderes erwarten als ungeheure Auswirkungen, die es auf das Leben der Menschen haben wird. Genau das erleben wir heute überall; und obwohl wir und andere unter dem Zustand der Gesellschaft leiden, können wir doch nicht umhin, uns von der Tatsache inspirieren zu lassen, dass gerade dieses Chaos ein Zeugnis für die Kraft und Stärke des Göttlichen Heilmittels ist, das Bahá’u’lláh brachte … [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Allmächtige, Dessen Sache Sie in so einem wesentlichen Bereich der Bahá’í-Tätigkeiten dienen, Sie leiten, segnen und stützen, die gewaltigen Hindernisse aus Ihrem Weg räumen und es Ihnen ermöglichen, große und denkwürdige Siege für ihre Institutionen zu gewinnen, Ihr wahrer und dankbarer Bruder, Shoghi 28. März 1950 Er wird gewiss für die liebe Frau … und ihren Sohn, der sich auf so tragische Weise sein Leben nahm, beten. Wenn ein Kind alt genug ist, um seine Absicht zu erklären, Bahá’í zu sein, ist es auch alt genug, um die Kirche zu verlassen. Der Hüter kann keinen Schaden in dem sehen, was Sie getan haben; die Eltern haben akzeptiert, dass bei der Beerdigung aus den Bahá’í-Schriften gelesen werden sollte. Bitte übermitteln Sie liebevolle Grüße des Hüters an alle Gläubigen in München und versichern Sie ihnen, dass er für sie betet. Halten Sie sie dazu an, mit ihren Lehrbemühungen fortzufahren. 30. September 1950 An den Geistigen Rat der Bahá’í in Berlin Liebe Bahá’í Freunde, Ihr Brief vom 16. Juli, unterzeichnet von den Freunden, und der vom 21. Juli, unterzeichnet vom Sekretär, sowie Ihr Foto sind bei unserem geliebten Hüter angekommen. Er war sehr glücklich, von Ihnen zu hören und zu erfahren, dass die liebe Frau Ashton Sie besucht hat. Er denkt oft an Sie und freut sich von Herzen zu sehen, dass Sie treu dem Glauben dienen und trotz aller Schwierigkeiten, die Sie in Berlin durchstehen mussten, einen Geistigen Rat haben. Er versichert Ihnen, inständig für Ihr Wohlergehen, Ihren Schutz und den Erfolg Ihrer Bahá’í-Arbeit zu beten. In diesen Tagen ist das Allerwichtigste, den Menschen den Glauben zu lehren, denn das Heil der Welt kann nur in der Sendung Bahá’u’lláhs gefunden werden … [Vom Hüter hinzugefügt:] Liebe und geschätzte Mitarbeiter, ich habe mich sehr über Ihren Brief gefreut, und ich schätze Ihre freundlichen Worte sehr. Sie sind oft in meinen Gedanken und meinen Gebeten, und ich werde auch weiterhin den Geliebten anflehen, Er möge Sie schützen und Ihnen beistehen, alle Hindernisse aus Ihren Weg räumen, und es Ihnen ermöglichen, Ihren Herzenswunsch in seinem Dienst zu erlangen, Ihr wahrer und dankbarer Bruder Shoghi 2. Oktober 1950 An die Teilnehmer der Jugend-Sommerschule vom 3. August 1950, c/o Nationaler Bahá’í-Jugendausschuss der Bahá’í in Deutschland und Österreich Liebe Bahá’í Freunde, der Brief vom 3. August, unterschrieben von den Teilnehmern der Jugend-Sommerschule, ist bei unserem geliebten Hüter angekommen ebenso wie das Foto von Burg Breuberg. Er freute sich sehr, dass so viele Jugendliche aus Deutschland und aus anderen Ländern daran teilnahmen. Er drängt Euch alle, sich darauf zu konzentrieren, den Glauben unter jungen Leuten zu lehren, die gewiss durch den Zustand der heutigen Welt verwirrt sein müssen und die so dringend Orientierung und übernationale Ziele brauchen, für die sie sich mit Herz und Seele einsetzen können. Wir wissen, dass nur das Heilmittel des ›Göttlichen Arztes‹ die Probleme der Menschheit lösen kann, und wir arbeiten Tag und Nacht daran, den Massen die Botschaft Bahá’u’lláhs zu bringen… [Vom Hüter hinzugefügt:] Liebe und geschätzte Mitarbeiter, ich war tief berührt von Eurer lieben Botschaft, und ich möchte meine hohe Wertschätzung für Eure freundlichen Worte zum Ausdruck bringen. Ich schätze Eure Arbeit sehr und vertraue darauf, dass der Geliebte, dessen Sache Ihr so hingebungsvoll dient, Euch leiten und in Euren edlen Bestrebungen unterstützen wird. Bleibt beharrlich und zuversichtlich, dass die Arbeit, die ihr leistet, in den kommenden Tagen reiche Früchte tragen wird. Euer wahrer und dankbarer Bruder Shoghi 6. Oktober 1950 … Auf Wunsch unseres geliebten Hüters versichere ich Ihnen, dass er gewiss für den Erfolg Ihrer Lehrbemühungen in Magdeburg beten wird. Er würdigt Ihre Hingabe für den Glauben Bahá’u’lláhs sehr. [Vom Hüter hinzugefügt:] Ich versichere Sie meiner liebevollen Gebete für Ihren Schutz, Ihr Wohlergehen und den Erfolg jeder Ihrer Bemühungen zur Förderung unseres geliebten Glaubens. Ihr wahrer Bruder, Shoghi 26. Oktober 1950 Er hofft, dass die deutschen Gläubigen, geführt durch ihren NGR, nun vereint und aktiv sind und alles in ihrer Macht Stehende tun werden, um den Glauben zu verbreiten und seine Institutionen finanziell und moralisch zu unterstützen. 26. Oktober 1950 Ihr Vorschlag in Bezug auf ein Buch für die breite Öffentlichkeit ist sehr gut. Die Frage ist nicht nur, ob wir kompetente Bahá’í haben, um dieses Thema in einer Weise darzustellen, dass es die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit weckt, sondern auch, ob ein solches Buch, wenn es existierte, seinen Zweck erreichen würde? Wir haben leider nicht sehr viele fähige Bahá’í-Schriftsteller, und die Verwirrung in der Welt ist so, dass es zweifelhaft erscheint, ob ein solches Werk die Aufmerksamkeit einer abgelenkten Menschheit gewinnen könnte. Dennoch brauchen wir mehr und bessere Bahá’í-Bücher, und er schlägt vor, Sie präsentieren Ihre Idee den deutschen, britischen und amerikanischen NGRs. 10. Februar 1951A37 Er vertraut darauf, dass sich die Hamburger Situation jetzt erheblich verbessert hat. Die Gläubigen dort müssen lernen, entsprechend der Gemeindeordnung zu handeln. Wenn sie dies tun, werden neunzig Prozent ihrer Probleme gelöst werden. Hinsichtlich Ihrer Fragen zur Ährenlese: 1.: 140 bis 141 beziehen sich auf Muḥammad-‘Alí. Die folgenden Seiten jedoch nicht. 2.: Der Hüter erinnert sich nicht, auf wen sich Kapitel 143 bezieht. Er hat die Zitate für die Ährenlese aus unzähligen einzelnen Sendbriefen und Schriften zusammengestellt und hat nicht über alle Buch geführt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt hat er keine Zeit, dieses Material noch einmal durchzugehen und es herauszufinden. Er hält es nicht für wichtig, auf wen es sich bezieht. 3.: Die Worte auf Seite 312 »Mich drängt es zu hoffen«, sind nur ein sehr gehobener Stil (des Englischen) für »Ich hoffe sehr«. Dieses Sendschreiben hat nichts mit Muḥammad-‘Alí zu tun. Der Hüter bittet Sie, allen Mitgliedern Ihrer lieben Familie sowie der lieben Frau Benke seine Liebe zu übermitteln. Er würdigt die Übersetzung, die Sie von der Ährenlese gemacht haben, sehr und hofft, dass sie bald in den Händen aller Gläubigen sein wird, da es ein äußerst wichtiges Buch ist, um ein tieferes Verständnis des Glaubens zu erlangen, und eine große Bereicherung der Literatur in deutscher Sprache. 10. Februar 1951 Er ist der Ansicht, Sie sollten im kommenden Jahr die Gläubigen nicht darum bitten, Sie nicht in den Geistigen Rat zu wählen. Sie könnten jedoch die anderen Ratsmitglieder bitten, Sie nicht zum Vorsitzenden oder zu einem Amtsträger des Geistigen Rates zu wählen, wenn Sie wiedergewählt werden sollten. Das wird Ihre Arbeit erleichtern und Ihnen erlauben, die Teilnahme an einigen der Treffen auszusetzen, wenn es Ihnen nicht gut genug geht. Ihre Mitgliedschaft im Rat, wenn Sie gewählt werden sollten, ist nach Ansicht des Hüters aber wichtig wegen Ihrer langjährigen Erfahrung im Glauben, Ihrer Loyalität und Ihrem Feingefühl … Ihre langjährigen und ergebenen Dienste für den Glauben sind sehr wertvoll. Sie haben seiner Ansicht nach allen Grund glücklich zu sein, wenn Sie um sich blicken und die großen Fortschritte in Deutschland sehen sowie die Tatsache, dass die Gläubigen dort treuer, aktiver und zahlreicher sind als je zuvor. 5. April 1951 An die Gläubigen, die am Weltjugendtag in Heidelberg teilnahmen. Liebe Bahá’í Freunde, Eure Nachricht vom 25. März erreichte unseren geliebten Hüter, und er war sehr glücklich zu erfahren, dass so viele Bahá’í bei dieser Gelegenheit anwesend waren. Er bittet Euch alle dringend, Eure Zeit und Energie auf die Verbreitung der Sache zu konzentrieren und euch nicht ablenken zu lassen durch den extrem verwirrten Zustand der Welt und die ernsten Probleme der Menschheit. Es gibt nur eine Antwort auf diese Probleme, und das ist die Botschaft Bahá’u’lláhs, und nur wir, seine Anhänger, können diese Botschaft unseren Mitmenschen überbringen, bevor es zu spät ist. Ihr könnt sicher sein, er wird an Euch alle in seinen Gebeten in der Heiligen Schreinen denken und für die schnelle Ausbreitung der Sache in Deutschland und die Festigung ihrer Verwaltungsinstitutionen flehen… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Allmächtige Euch segnen, leiten und immer stützen, jedes Hindernis aus Eurem Weg räumen und es Euch ermöglichen, zu allen Zeiten die lebenswichtigen Interessen der werdenden Institutionen zu fördern, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 22. April 1951 An den Bahá’í-Jugendausschuss von Deutschland und Österreich Er hofft, dass die deutsche Jugend trotz der Tatsache, dass sie jetzt persische Mitarbeiter in ihrer Mitte hat, die Arbeit in Deutschland in erster Linie als ihre Aufgabe ansieht und nicht als die der ausländischen Studierenden, seien sie Perser, Amerikaner oder irgend einer anderen Nationalität. Jedes Land muss seine eigene aktive Schar von Dienern heranbilden, und es ist nur recht und billig, dass die deutsche Jugend den Löwenanteil ihrer Arbeit tut und sie nicht anderen überlässt. Er hat das Gefühl, dass die deutschen Bahá’í-Jugendlichen in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht haben, und er betet darum, dass sie damit fortfahren mögen. Er drängt Euch dazu, all Eure Bemühungen auf diesen wichtigen Bereich der Bahá’í-Tätigkeiten zu konzentrieren, nämlich die Konsolidierung und Unterstützung der Tätigkeiten der jungen Männer und Frauen, die in diesem Land in der Sache Gottes aufgenommen wurden. 31. Mai 1951 Er hat keine Einwände dagegen, dass … für einen Besuch nach Persien geht. Es wäre eine freudvolle Erfahrung für ihn, sich dort mit den Gläubigen zu treffen. Sie sollten seiner Ansicht nach aber bedenken, dass Verwaltungserfahrungen und Vorgehensweisen keine Stärke des Ostens sind. Im Gegenteil, die Bahá’í-Verwaltung, soweit sie vom durchschnittlichen Bahá’í begriffen wird, hat im Westen, insbesondere in Amerika, weit größere Fortschritte gemacht. Was wir von unseren orientalischen Brüdern lernen können, ist Ehrfurcht, Selbstaufopferung, bedingungslosen Gehorsam und vollständige Hingabe an die Sache. Das sind wunderbare Eigenschaften, denen der Westen nacheifern sollte. Im Gegenzug bieten wir ihnen unseren Sinn für Prinzipien, Effizienz und Handlungsfähigkeit. 19. September 1951 An die Bahá’í, die an dem Treffen in Dilsberg am 22. August 1951 teilnahmen Der geliebte Hüter war sehr glücklich, dass so viele junge Freunde sich versammelt haben, um den Glauben zu studieren und miteinander die Bahá’í-Gemeinschaft zu pflegen. Er ist sicher, dass diese Erfahrungen unter Ihnen ein größeres Gefühl der Hingabe erzeugen und Ihre Herzen im Dienst für Bahá’u’lláh vereinen. Er bittet Sie alle dringend, die Lehren in Ihrem persönlichen Leben zu verwirklichen, sie zu studieren und auch die Prinzipien der Gemeindeordnung zu erlernen. [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Geliebte unserer Herzen Sie führen und segnen, jedes Hindernis aus Ihrem Weg räumen und Ihnen helfen, zunehmend zur Festigung der Institutionen Seines Glaubens beizutragen, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 30. Oktober 1951 Der geliebte Hüter hat durch den Nationalen Rat von Ihrer ernsten Erkrankung und Ihren Leiden erfahren, und er möchte, dass Ich Ihnen seine liebevolle Zuneigung und seine inständigen Gebete für Ihre Erholung zusichere. Das Leben trifft uns manchmal mit sehr harten Prüfungen, aber wir müssen uns immer daran erinnern, dass, wenn wir geduldig den Willen Gottes annehmen, Er für uns auf andere Weise für einen Ausgleich sorgt. Mit Glauben und Liebe müssen wir geduldig sein, dann wird Er uns gewiss belohnen. Der Hüter betet auch für Ihre Kinder, auf dass sie zur Freude Ihres Herzens heranwachsen und wunderbare Bahá’í werden. 6. Dezember 1951 An die Bahá’í-Jugendlichen, die am Treffen in Maulbronn am 28. Oktober 1951 teilnahmen Liebe Bahá’í Freunde, der geliebte Hüter hat sich sehr über Eure Nachricht gefreut und war glücklich zu sehen, dass so viele von Euch zusammenkamen, um miteinander über Mittel und Wege zur Verbreitung der göttlichen Botschaft in Deutschland zu beraten. Er versichert Euch, dafür zu beten, dass Eure Bemühungen gesegnet sein werden, und er bittet Euch dringend, soweit möglich, in Orte Deutschlands zu ziehen, wo es entweder keine Bahá’í gibt oder nur eine schwache Gruppe. Eure Anwesenheit würde dabei helfen, ein neues Zentrum zu gründen. 20. Januar 1952 An die Bahá’í, die am Jugend-Wintertreffen am 28. Dezember 1951 teilgenommen haben Er war sehr glücklich darüber, dass so viele an diesem Jugendtreffen teilnehmen konnten, und er vertraut darauf, dass das gemeinsame Studium der Lehren und Euer geistiger Gedankenaustausch bei dieser Gelegenheit dazu führen, dass Ihr Euer Leben noch zielstrebiger dem Glauben Bahá’u’lláhs und seinen Erfordernissen widmen werdet und dass Ihr Eure Freunde daheim zu weiterem Forschen, engerer Eintracht und erhöhter Aktivität inspirieren werdet. 14. März 1952 … Er bittet Sie dringend, so viel von Ihrer Zeit wie möglich der Lehrarbeit selbst zu widmen statt dem Schreiben über technische oder theoretische Fragestellungen, vor allem in Bezug auf den Glauben, denn die Bahá’í-Haltung in Bezug auf Themen wie Soziologie und Wirtschaft muss im Laufe der Zeit entwickelt werden und kann unmöglich zu diesem Zeitpunkt ausgearbeitet werden. Es wäre verfrüht, das jetzt zu tun. Dies bedeutet nicht, dass Sie nicht für den bestmöglichen Einsatz des Manuskripts, das Sie ihm schickten, sorgen sollten, aber er würde Ihnen nicht raten, in nächster Zukunft viel Zeit mit einer ähnliche Arbeit zu verbringen. 12. April 1952 An die Bahá’í-Jugendlichen von Deutschland, die am jährlichen Weltjugendtag teilgenommen haben Er hofft, dass jeder der Anwesenden neue Kraft und Entschlossenheit daraus ziehen konnte, um mit all seinen Kräften zu lehren und neue Seelen für die Sache Gottes zu gewinnen. 7. Mai 1952 An die Bahá’í-Gemeinde Heidelberg Liebe Bahá’í Freunde, Ihr Brief vom 26. April erreichte den geliebten Hüter, und er würdigte ihre freundlichen Worte sehr. Auch ich habe mich sehr darüber gefreut. Er wird in den Heiligen Schreinen um den Segen für Ihre Arbeit in Heidelberg beten und dass Sie in der Lage sein werden, den Glauben in dieser Gegend, vor allem unter der Studentenschaft zu verbreiten… [Vom Hüter hinzugefügt:] Ich versichere Sie meiner hohen Wertschätzung für Ihre freundlichen Worte und meiner liebevollen Gebete für Ihren Erfolg im Dienst für unseren geliebten Glauben. Ihr wahrer Bruder, Shoghi 23. Mai 1952 An die Bahá’í, die Riḍván 1952 in Frankfurt zusammenkamen Liebe Bahá’í Freunde, der geliebte Hüter hat Ihren liebevollen Gruß vom 27. April erhalten. Er hat sich sehr darüber gefreut und mich beauftragt, den Empfang in seinem Namen zu bestätigen. Er vertraut darauf, dass die Freunde von dieser Tagung einen frischen Geist der Hingabe nach Hause bringen, damit sie die Lehrarbeit fortsetzen können, zunächst in ihrem eigenen Land und später über dessen Grenzen hinaus. Bei der kommenden Interkontinentalen Lehrkonferenz in Stockholm im Sommer 1953 werden die deutschen Gläubigen ihren Teil dazu beitragen müssen und bekommen ihre Ziele für den Zehnjahreszeitraum ab 1953 zugeteilt. Daher müssen sie sich bemühen, die große Bedeutung dieser Konferenz zu verstehen, und jede Anstrengung für den größtmöglichen Erfolg auf sich nehmen… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Allmächtige Ihre edlen Bemühungen reichlich segnen, Sie leiten und immer stützen, jedes Hindernis aus Ihrem Weg räumen und es Ihnen ermöglichen, große und denkwürdige Siege im Dienst für Seinen herrlichen Glauben zu erringen, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 25. Mai 1952 Er ist froh zu erfahren, dass Sie in Ṭihrán sind, entschlossen den Freunden auf dem Feld des Lehrens zu helfen, denn dies ist wichtiger als alles andere. Sie sollten den Ratschlägen der Freunde folgen und alle Fragen mit ihnen beraten, denn die Situation dort ist sehr prekär, und jede Unvorsichtigkeit könnte schwerwiegende Folgen für ihre Belange haben. 30. August 1952 An die Bahá’í-Jugendlichen, die an der ersten und zweiten Woche der jährlichen Jugend-Sommerschule in Heppenheim teilgenommen haben Er war glücklich Euch so aktiv zu sehen, denn den Bahá’í-Jugendlichen steht Großes bevor, insbesondere im Laufe der nächsten zehn Jahre. Sobald Ihr seht, welche Aufgabe Deutschland erfüllen muss - die Einzelheiten wird er zur Stockholmer Konferenz enthüllen - werdet Ihr verstehen, wie dringend Eure Dienste während des nächsten Jahrzehnts benötigt werden. Die Zukunft hat immer der Jugend gehört und gehört ihr heute mehr denn je. Damit Bahá’u’lláhs Pläne für diesen Planeten erfüllt werden, muss die Jugend sich anstrengen und pionieren gehen. Jetzt ist daher die Zeit, euch selbst ganz hinzugeben und auf die Arbeit vorzubereiten, die vor Euch und vor all den jungen Bahá’í der Welt liegt. Ihr müsst sowohl die Lehren als auch die Verwaltung studieren, um bereit und qualifiziert zu sein – qualifiziert sowohl durch Wissen als auch durch einen leuchtenden persönlichen Charakter… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Allmächtige Eure Schritte lenken, Euch immer helfen, Euch stützen und es Euch ermöglichen, wirksam zum Fortschritt unseres geliebten Glaubens und der Festigung seiner aufkeimenden Institutionen beizutragen. Euer wahrer Bruder, Shoghi 29. November 1952 An die Bahá’í-Jugend, die am 26. Oktober in Heilbronn-Neckar zusammentraf Der Geist der Freunde in Deutschland machte den Hüter sehr glücklich, denn dieser Geist wird die Hilfe Bahá’u’lláhs für Euch anziehen, während Ihr gemeinsam voranschreitet, um die gewaltigen Ziele Deutschlands im eigenen Land und in anderen Ländern im Laufe des kommenden Welt-Kreuzzuges zu erreichen. 13. März 1953 … Dies soll nur eine kurze Notiz sein, um Ihnen für Ihre liebevolle Botschaft vom 6. März zu danken, die freundlicherweise vom lieben Ben Levy überbracht wurde. Er sichert den Esslinger Freunden zu, im heiligen Schrein für den unermesslichen Erfolg ihrer Lehrbemühungen und besonders für den Jahrestag des Besuchs ‘Abdu’l-Bahás in Esslingen zu beten. Der Hüter ist sicher, dass Ben Sie alle nach seiner Rückkehr durch den Bericht von seiner Pilgerreise begeistern wird. 13. Mai 1953 Die Bahá’í-Jugendlichen von Deutschland, die am 1. Januar an der Winterschule in Titisee teilnahmen Er drängt jeden einzelnen von Euch, sobald die Einzelheiten des Zehnjahreskreuzzuges veröffentlicht werden, alles sorgfältig zu studieren, damit Ihr in geeigneter Weise am geeigneten Ort für die gesamte Zeit dieses Weltkreuzzuges der Sache effizient und ergeben dienen möget. 16. März 1953A38 Mr. Ben Levy hat die Sendschreiben ‘Abdu’l-Bahás, die Sie in das Heilige Land schickten, überbracht, und der Hüter hat sie gelesen und wird sie im Internationalen Archiv verwahren. Es ist wirklich ein Wunder, dass Sie diese Kostbarkeiten während der langen und gefährlichen Jahre des Krieges schützen konnten. Die deutschen Bahá’í müssen Ihnen sehr dankbar dafür sein. Der Hüter war glücklich zu hören, dass Fotos davon gemacht wurden, die in Deutschland bleiben. Er erinnert sich auch an Ihren Besuch in Haifa; und ihre langen und treuen Dienste für unsere geliebte Sache werden sehr hoch wertgeschätzt. Er ist sicher, dass Sie und Ihre Familie weiterhin die Verbreitung der Botschaft in Deutschland und die Festigung der Grundlagen des Glaubens unterstützen werden, und er wird für den Erfolg Ihrer Bemühungen beten. 16. März 1953A39 Der Hüter denkt nicht, dass jetzt die Zeit sei, dass die Hände ihren normalen Tätigkeitsbereich aufgeben sollten, um sich darauf vorzubereiten, die ganze Zeit zu reisen und zu lehren. In den meisten Fällen wäre dies aus finanziellen Gründen ganz unmöglich, insbesondere für Menschen, die wie Sie die Verantwortung haben, sich um ihre Familien zu kümmern. Kein Zweifel, wenn die Sache zahlenmäßig wächst und über mehr finanzielle Mittel verfügt, wird es möglich sein, die Hände bei bestimmten Lehraufträgen zu unterstützen; im Moment müssen wir unsere begrenzten Mittel jedoch gut einteilen und die wichtigsten Aufgaben zuerst erfüllen. Er freute sich sehr, dass Sie an der Stockholmer Konferenz teilnehmen werden. Die Arbeit des Hilfsamtes steht unter der Leitung der Hände in ihrer Gegend und soll in Zusammenarbeit mit den vorhandenen verwaltenden Körperschaften die Lehrarbeit stärken. Sie werden keine Verwaltungsaufgabe haben, aber sie können zweifellos schwache Zentren, Gruppen und Räte durch ihre Besuche beleben. Ein Bundesbrecher ist, wie Sie wissen, jemand, der dem Mittelpunkt des Bundes nicht gehorcht und sich von ihm abwendet. Solange sie dies nicht aufrichtig bereuen und ihre Bereitschaft bekunden, unter dem Mittelpunkt des Bundes zu arbeiten, bleibt ihr Status unverändert. Allerdings sollten solche Fragen innerhalb des Nationalen Geistigen Rates diskutiert und entschieden werden. 19. April 1953 Zu Ihrer Frage zu Gebete und Meditationen, wo es auf Seite 40 (Kapitel 32) heißt: »Mich dünkt, dass Er«, dieses ›Er‹ bezieht sich auf den Báb. Der letzte Absatz auf Seite 40 und die Fortsetzung auf Seite 41 bis zum Ende der Anführungszeichen auf Seite 42, das alles hat der Geist des Báb an Bahá’u’lláh gerichtet, daher beziehen sich die Worte: »Du bist, in Wahrheit der Selbstbestehende« auf Bahá’u’lláh und dies wird Ihm durch den Geist des Báb im mystischen Sinn dieses Gebetes vermittelt. Bezüglich der Worte die auf Seite 39 mit: »Er ist es, o mein Herr« beginnen bis zu: »Du hast unaufhörlich geweint«, diese sind von Bahá’u’lláh an den Báb gerichtet. 7. Mai 1953 An die Bahá’í von Esslingen Liebe Bahá’í Freunde, unser geliebter Hüter hat Ihren liebevollen Brief vom 5. April erhalten, und er hat mich gebeten, den Empfang in seinem Namen zu bestätigen. Er ist hoch erfreut, von der Tätigkeit der Freunde in Esslingen zu erfahren, von ihrer Eintracht und Hingabe. Der Besuch ‘Abdu’l-Bahás in Esslingen am 4. April 1913 war ein historisches Ereignis, und die Freunde tun gewiss das Richtige, wenn sie jedes Jahr eine Gedenkveranstaltung abhalten. Nun, da der Welt–Zehnjahreskreuzzug ins Leben gerufen wurde, hofft der Hüter aufrichtig, dass alle Freunde in Deutschland ihre Anstrengungen verdreifachen werden und sich dazu erheben, die großen Ziele, die sich die deutschen Bahá’í gesetzt haben, zu erreichen. Sie können sicher sein, dass der Hüter für Sie an den Heiligen Schreinen beten wird. Er schickt jedem von Ihnen seine herzliche Liebe… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Allmächtige Sie segnen, leiten und stützen und Ihnen helfen die lebenswichtigen Interessen Seines Glaubens zu fördern, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 16. Mai 1953 An die Gläubigen in Frankfurt Liebe Bahá’í Freunde, der geliebte Hüter hat sich über Ihre Riḍván-Grüße auf der Postkarte mit der Abbildung des Ḥaẓíratu’l-Quds in Frankfurt sehr gefreut. Dies war eine besonders wunderbare Riḍván-Zeit, die sowohl den 90. Jahrestag der Verkündigung Bahá’u’lláhs markiert als auch den Beginn des großen Welt-Kreuzzuges zum 100. Jahrestag der Berufung Bahá’u’lláhs zu Seiner prophetische Sendung im Síyáh-Chál. Der Hüter spricht häufig von den deutschen Bahá’í und von der großen Rolle, die sie für die Entwicklung des Glaubens von jetzt an spielen werden. Er wird darum beten, dass Gottes Bestätigungen Sie alle Zeit erreichen mögen und dass Ihre Anstrengungen geführt und bestätigt werden. 1. November 1953A40 Liebe Bahá’í-Schwester, ich schreibe Ihnen diese kleine Nachricht im Namen unseres geliebten Hüters, um Sie zuversichtlich zu stimmen. Er hörte von einem der Freunde, dass Sie manchmal das Gefühl haben, Sie hätten in Ihren Diensten für unseren herrlichen Glauben versagt. Er ist der Auffassung, dass Sie keinen Grund für solche düsteren Gedanken haben. Sie haben der Sache Gottes unablässig und mit voller Treue und Hingabe Jahr für Jahr gedient, und er ist sich sicher, dass der Meister für Sie eine reiche Belohnung in der nächsten Welt bereit hält. Ihre liebevolle Hingabe und die Harmonie unter den Freunden, für die Sie sorgen, sind sehr wesentlich für die Arbeit in einem so wichtigen Zentrum wie Frankfurt, das bald nicht nur das Verwaltungszentrum des Glaubens in Deutschland sein wird, sondern auch den ersten Bahá’í-Tempel in Europa besitzen wird. Der Hüter bittet Sie daher dringend, glücklich und zufriedenen Herzens mit Ihrer Arbeit unter den Freunden dort fortzufahren. Seien Sie sicher, dass er in seinen Gebeten an den Heiligen Schreinen an Sie denken wird. 8. Februar 1954A41 Der plötzliche Tod der lieben Dorothy Baker ist in der Tat ein großer Verlust für den Glauben und hinterlässt eine traurige Lücke in den Reihen der Hände der Sache. Sie war in vielerlei Hinsicht ein Vorbild, und auf ihre Dienste kann in dieser wichtigen Zeit in der Bahá’í Geschichte kaum verzichtet werden. Ohne Zweifel liegt eine Weisheit in solchen Schicksalsschlägen. Durch ihren Tod mögen andere sich bewegt fühlen, sich noch stärker dem Dienst für den Glauben zu weihen. Sicherlich wird der Einfluss einer solchen Seele auch weiterhin in dieser Welt zu spüren sein. Ihre eigene beständige und hingebungsvolle Arbeit für die Förderung der Sache Gottes sowie die Ihrer lieben Familie werden sehr von ihm gewürdigt, und er denkt oft an Sie in seinen Gebeten. Er hofft, dass Sie bei guter Gesundheit sind, und er bittet Sie dringend, sich selbst im Dienste für die Sache nicht zu vernachlässigen. Alte und erfahrene Bahá’í, insbesondere die Hände, werden gebraucht, um die Grundlagen des Glaubens zu stärken, und im Interesse der Sache müssen sie sich selbst schützen. 11. Mai 1954A42 Zu der Frage in Ihrem Brief nach einer verborgenen Gruppe von Meistern im Himalaya oder anderswo: dafür gibt es in den Bahá’í-Schriften keinen wie auch immer gearteten Hinweis. Wir dürfen als Bahá’í nicht an den göttlichen Ursprung solcher Dinge glauben, die in unseren eigenen Heiligen Schriften weder vom Báb noch von Bahá’u’lláh oder vom Meister erwähnt wurden. Es gibt überhaupt nichts, was uns zu der Annahme verleiten könnte, dass diese mystischen Geschichten von verborgenen Wesen, die sich sozusagen ›hinter den Kulissen‹ befinden, auf irgendeiner Grundlage oder Wahrheit beruhen. Wir müssen solche Gedanken und Lehren ignorieren und versuchen, andere davon abzubringen, während wir ihnen die Botschaft übermitteln… Er hofft, dass jetzt, da Sie und die anderen Hände Europas ein Amt ernannt haben, die Lehrarbeit in den Zielländern sowie in Frankreich und England viel rascher voran gehen wird. Auch hofft er, dass die Pioniere, die so viele neue Gebiete und Inseln im Mittelmeer und an der Nordsee eröffnen, ebenfalls großen Nutzen aus der zunehmenden Unterstützung durch dieses Amt ziehen können. 2. Juni 1954 An die Bahá’í-Gruppe in München Dies ist nur eine kurze Nachricht im Namen des geliebten Hüters, um Ihren Brief vom 9. Mai zu bestätigen. Er war sehr erfreut zu erfahren, dass eine solche Studiengruppe jetzt existiert, und er hofft, dass jeder von Ihnen den Glauben intensiv studiert, damit Sie gut darauf vorbereitet sind, ihn anderen Freunden dort zu vermitteln. Der Hüter misst München größte Bedeutung bei, und er hofft, andere werden entflammt und bestätigt werden, so dass in kurzer Zeit ein Geistiger Rat in Ihrer Stadt gebildet werden kann… [Vom Hüter hinzugefügt:] Ich versichere Sie meiner liebevollen Gebete für den Erfolg Ihrer Bemühungen zur Förderung unseres geliebten Glaubens, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 5. September 1954A43 Es kann keinen Zweifel daran geben, dass der Widerstand der Kirchen gegen die Errichtung des Bahá’í-Tempels einen deutlichen Schritt nach vorn in der Entwicklung des Glaubens in Deutschland anzeigt. Er hofft jedoch, dass die Situation sich niemals so weit entwickeln wird, dass der Nationale Geistige Rat sich an das Bundesverfassungsgericht oder an die UNO wenden muss. Das wäre unklug, und die Ergebnisse wären ungewiss. Wir sind noch nicht bereit für die öffentliche Aufmerksamkeit, die ein solcher Fall uns brächte – ganz zu schweigen vom wachsenden Widerstand, den er zur Folge hätte und der zwangsläufig unsere Arbeit in den rückständigeren Ländern beeinträchtigen würde, in denen Pioniere so ergeben arbeiten, um den Glauben dort zu etablieren. Er betet, dass sich in naher Zukunft eine Lösung zeigen wird und alle Komplikationen vermieden werden können. Die deutschen Bahá’í müssen sehr darauf achten, sich nicht in irgendeiner Weise zu beteiligen, wenn diese Tempel-Angelegenheit in die Hände der Politiker gerät. Nichts wäre für uns gefährlicher! Er schätzt die beständigen und ergebenen Dienste, die Sie der Sache Gottes erweisen und bei denen Ihre liebe Familie Sie so mit ganzem Herzen unterstützt. Er schickt Ihnen allen seine liebevollen Grüße und betet für Ihre Gesundheit und den Erfolg Ihrer Mühen, den Glauben zu fördern und zu schützen… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Allmächtige, Dessen Sache Sie so lange gedient haben und noch immer mit solcher Hingabe, so ausgezeichnet und mutig dienen, fortwährend Ihre edlen Bemühungen segnen, Sie leiten, in Ihrer hoch geschätzten Arbeit unterstützen und Sie befähigen, die Reihe Ihrer feinen und unvergesslichen Errungenschaften zu bereichern. Ihr wahrer Bruder, Shoghi 4. Oktober 1954 An die Bahá’í-Jugend-Sommerschule, Überlingen / Bodensee Der geliebte Hüter hat Ihre von allen Teilnehmern der Sommerschule unterzeichnete Nachricht vom 28. August erhalten. Er ist froh, dass Sie eine so glückliche und gewinnbringende Zeit zusammen verbrachten, und hofft, dass Sie sich jetzt selbst geloben, Ihre Jugendzeit der Erfüllung der Ziele zu widmen, die der Hüter für Ihre jeweiligen Länder in dieser speziellen Zeit des großen Weltkreuzzuges gesetzt hat… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Allmächtige Sie segnen, leiten und stützen und Ihnen helfen, die lebenswichtigen Interessen Seines Glaubens zu fördern, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 12. Dezember 1954 An die Bahá’í von Wien Liebe Bahá’í Freunde, unser geliebter Hüter hat Ihren Brief vom 26. November erhalten und mich beauftragt, Ihnen in seinem Namen zu antworten. Er ist sehr glücklich, Sie vom Geist der Liebe und Eintracht beseelt zu sehen, denn andernfalls gäbe es keinen Fortschritt in der Arbeit für die Sache Gottes. Persönliche Meinungsverschiedenheiten, Charakterunterschiede usw. müssen in der Liebe zu den Freunden Bahá’u’lláhs und ihrem Wunsch, Seiner Sache zu dienen, dahinschmelzen. Er hofft, dass in naher Zukunft die Wiener Gemeinde ihren Ḥaẓíratu’l-Quds, dem er größte Bedeutung beimisst, haben wird, da er das sichtbare Zeichen der festen Grundlage ist, auf der die Gemeinde aufbaut. Er wird für Sie alle und für die rasche Ausbreitung des Glaubens durch Ihre Bemühungen beten… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Allmächtige Ihre verdienstvollen Bemühungen segnen, Sie für Ihre wertvollen und beständigen Dienste reichlich belohnen und es Ihnen ermöglichen, große und denkwürdige Siege in den kommenden Tagen zu erringen, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 30. September 1955A44 Er versichert Ihnen, dass er die liebevolle Zuwendung und Pflege, die Sie Valíyu’lláh Varqá und seiner Familie zukommen ließen, sehr würdigt. Diese kostbare Hand der Sache Gottes war immer ein geehrter und ausgezeichneter Diener des Glaubens in den Tagen des Meisters, Der ihn in Sein Herz geschlossen hatte, und erwies sich stets als ein absolut vertrauenswürdiger und wirklich ergebener Helfer des Hüters, der ihn innig liebt. Sein gegenwärtiger Zustand bereitet dem Herzen Kummer und quält und betrübt den Hüter sehr. Er vertraut aber darauf, dass diese außergewöhnliche Seele, die den Herzen in so vielen Ländern so teuer ist, dort wo sie ist, von unendlicher Liebe und Zärtlichkeit umgeben ist. Dafür ist er sehr dankbar… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Allmächtige Sie reichlich belohnen für die hoch geschätzte und außerordentlich verdienstvolle Unterstützung, die Sie unserem geliebten, herausragenden Bruder und Mitarbeiter, Valíu’lláh Varqá, zukommen ließen und es Ihnen ermöglichen, fortwährend den Umfang Ihrer hervorragenden Leistungen im Dienst für unseren herrlichen Glauben zu erweitern, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 13. Januar 1956 An die Bahá’í-Jugendlichen, die an der Titisee-Winterschule teilnahmen Liebe Bahá’í Freunde, der geliebte Hüter war glücklich über Eure Grüße von der Schule vom 26. Dezember. Er drängt jeden von Euch dazu, sich auf dem Gebiet des Lehrens aufs äußerste anzustrengen und alles in Eurer Macht Stehende zu tun, um viele neue Zentren in ganz Deutschland zu gründen. [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Allmächtige Eure beständigen Bemühungen segnen, alle Hindernisse aus dem Weg räumen und es Euch ermöglichen, fortwährend den Umfang Eurer wertvollen Tätigkeiten zu erweitern, Euer wahrer Bruder, Shoghi 26. März 1956A45 Viele Probleme, die Sie in der deutschen Gemeinde sehen, treten auch in anderen Bahá’í-Gemeinden auf. Es gibt eine dringende Notwendigkeit, den Bahá’í ein vertieftes Verständnis für ihren eigenen Glauben zu vermitteln. Sie studieren die Lehren nicht gründlich genug. Deshalb handeln sie entweder nicht so aus ganzem Herzen, wie ein Bahá’í das sollte, oder ziehen nicht die geistige Kraft aus dem Glauben, die Studium, Gebet und Meditation mit sich bringen. Natürlich liegt die Antwort für viele dieser Probleme darin, dass wir mehr Bahá’í brauchen, um die Arbeit zu teilen, mehr Geld, um Reiselehrer zu finanzieren, mehr Verständnis zwischen den Jugendlichen und älteren Menschen und eine klügere Aufteilung der Arbeit für den Glauben unter denen, egal ob jung oder alt, die in der Lage sind, sie zu leisten. Zu Ihrer Frage bezüglich Ihre eigenen Pflichten ist er der Ansicht, dass Sie nicht vom Nationalen Rat zurücktreten sollten, da Ihre Mitgliedschaft in dieser Körperschaft eine große Hilfe bei der Arbeit ist. Auf der anderen Seite billigt er Ihrer Forderung, dass Ihnen nicht so viel Arbeit als Mitglied des Nationalen Rates und als Mitglied von nationalen Ausschüssen übertragen wird, damit Sie als eine ›Hand‹ freier für die Lehrarbeit sind und auch damit Sie besser für Ihre Gesundheit sorgen können, die ein kostbares Gut für den Glauben ist. 3. Mai 1956A46 Er ist froh zu sehen, dass die Arbeiten in Innsbruck gut voran gehen, und ist zuversichtlich, dass es durch Ihre Begeisterung und die der anderen lieben Freunde nicht lange dauern wird, bis dort eine blühende Bahá’í-Gemeinde entsteht… Wie Sie zweifellos wissen, war er mit den Tempel-Zeichnungen aus Deutschland nicht zufrieden, und er steht jetzt im Kontakt mit dem Nationalen Rat bezüglich möglicher Änderungen an einigen der ihm kürzlich zugesandten Entwürfe. Er ist der Auffassung, dass das Ansehen unseres geliebten Glaubens direkt mit diesem Gebäude zusammenhängt, und was einem Architekten, der gern ein fortschrittliches Design hätte, angemessen erscheint, wäre nicht würdig genug, um als erster Tempel auf dem europäischen Kontinent unseren Glauben zu vertreten. Das Problem wird ohne Zweifel bald gelöst werden. Es verlangt lediglich Geduld und weitere Anstrengungen. 26 August 1956A47 Er ist sehr zufrieden und glücklich mit dem Fortschritt der dortigen Arbeiten. Es beweist gesunde Voraussetzungen und dass Bahá’u’lláh Sie in Ihren Bemühungen zum Aufbau der Sache in diesem neuen Gebiet unterstützt. Er schätzt zutiefst Ihre Pionierleistungen, durch die Sie die lange Familientradition der unbeirrbaren Hingabe an den Glauben fortführen. Es ist wirklich gut, dass Ihr lieber Bruder Dr. Grossmann Ihnen so wertvolle Unterstützung im Lehren bietet. Diejenigen, die sich jetzt für die Sache interessieren und sich dazu hingezogen fühlen, so hofft der Hüter, werden die Lehren ernsthaft studieren, bis sie sich dazu bewegt fühlen, den Reihen der Bahá’í beizutreten. Er hofft, auch andere werden ihrem Beispiel bald folgen, so dass innerhalb kurzer Zeit ein Geistiger Rat in Westerland-Sylt gebildet werden kann. Seine Gebete werden Sie ständig umgeben, während Sie sich liebevoll mühen, dieses wichtige Ziel zu erreichen… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Allmächtige, Dessen Sache Sie so ergeben und entschlossen gedient haben und weiterhin dienen, Sie tausendfach für Ihre historischen Dienste belohnen und Ihnen ermöglichen, noch größere Siege in den kommenden Tagen zu erringen, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 16. September 1956A48 Es tut ihm sehr leid, dass Sie möglicherweise Graz, wo Sie eine gute Grundlage für die Arbeit gelegt haben, verlassen müssen – auch wenn unsere liebe Bahá’í-Schwester Mrs. Johnson Norvell jetzt dort ist, worüber der Hüter sich freut. Wenn Sie nicht länger in Graz bleiben können, sollten Sie Ihren Plan verfolgen, in Wien zu arbeiten und Mrs. Norvell am Wochenende zu helfen. Der Hüter ist der Ansicht, Sie sollten den deutschen Nationalen Geistigen Rat um Hilfe bitten, damit Sie in Graz bleiben können, da er dieser Stadt großer Bedeutung beimisst… [Vom Hüter hinzugefügt:] Ich versichere Sie meiner liebevollen und innigen Gebete für den Erfolg Ihrer historischen Dienste und meiner Bewunderung für den Geist, der Sie bei der Förderung unseres geliebten Glauben beseelt, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 28. September 1956A49 Er bedauerte sehr von den Bedingungen dort zu hören, und er wird inständig für eine größere Hingabe der Mitglieder der deutschen Gemeinde beten, damit sie sich der dringenden Bedürfnisse des Glaubens bewusst werden und sich entschlossen erheben, ihnen gerecht zu werden. Er versichert Ihnen, dass er Ihre beständigen Dienste und die hingebungsvolle Arbeit Ihres lieben und verehrten Bruders sehr schätzt. 15. November 1956A50 Hinsichtlich der Übersetzung des Íqán: Dies ist ein sehr wichtiges und grundlegendes Buch, und der Hüter hofft, dass es so bald wie möglich veröffentlicht wird. Die Grundlage für Ihre Übersetzung sollte seine englische Übersetzung sein und nicht das persische Original. Sie sollten sich seiner Ansicht nach so nah wie möglich an den englischen Text halten, ohne dass Ihre Übersetzung in einer Weise am Buchstaben klebt, dass sie für Muttersprachler nicht wie geläufiges Deutsch klingt. Zu Dr. Schücks Buch: der Hüter freute sich sehr, dass er es geschrieben hat, da wir stets weitere Literatur brauchen, um neue Menschen durch verschiedene Ansätze für den Glauben zu gewinnen: Jedes Bahá’í-Buch, das den Glauben vorstellt, sollte von einem kompetenten Team überprüft werden. Dies bedeutet nur, dass sie prüfen sollten, ob es eine falsche Darstellung der Lehren enthält. Manchmal denken die Freunde, sie sollten eine literarische Rezensionen vornehmen und Einfluss auf den Stil des Autors nehmen etc., was natürlich völlig unnötig ist. Es sollte daher für Ihre nationale Körperschaft oder den Nationalen Rat von Italien und der Schweiz innerhalb kurzer Zeit möglich sein, das Buch zu genehmigen. 17. November 1956 An die Bahá’í-Gruppe in Salzburg Liebe Bahá’í Freunde, Ihr Brief vom 12. November erreichte den geliebten Hüter, und er hat mich beauftragt, Ihnen in seinem Namen zu antworten. Er freut sich sehr über Ihre herzlichen Worte und auch über Ihre liebevolle Arbeit auf dem Gebiet des Lehrens in Salzburg. Er war glücklich über die sieben Unterschriften auf Ihrem Brief und hofft, dass Sie zu Riḍván in der Lage sein werden, einen Rat dort zu bilden. Das wird ein großer Fortschritt für die Entwicklung des Glaubens in Österreich sein. Seien Sie sicher, dass er für Sie alle an den heiligen Schreinen beten wird… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Allmächtige Ihre edlen Bemühungen segnen, jeden Ihrer Schritte leiten und jeden Wunsch erfüllen, den Sie für die Förderung und Festigung Seines herrlichen Glaubens hegen, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 30. November 1956A51 Er freut sich sehr über Ihre herzlichen Worte anlässlich des 35. Jahrestages seines Hütertums. Die Liebe der Freunde und die von ihnen erbrachten Dienste für den Glauben haben ihn zu einem großen Teil in seiner mühsamen und anstrengenden Arbeit unterstützt. Er hat das Gefühl, dass die Hände der Sache zunehmend aufgerufen sein werden, eine Loyalität und Hingabe zu zeigen, die die Reihen der Freunde dazu anspornen werden, sich trotz aller Hindernisse zu erheben und ihre Aufgaben zu erfüllen… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Geliebte Sie tausendfach belohnen für Ihre hervorragenden und unvergesslichen Dienste für unseren geliebten Glauben im Verlauf so vieler Jahre. Möge Er in den kommenden Tagen für die Ausbreitung und Festigung Seines herrlichen Glaubens jeden Ihrer Wünsche erfüllen und alle Ihre Mühen segnen und es Ihnen ermöglichen, die außerordentliche Reihe Ihrer höchst verdienstvollen Errungenschaften zu bereichern, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 6. Dezember 1956A52 Er freut sich sehr über Ihre liebevollen Worte anlässlich des 35. Jahrestages seines Hütertums. Die Hingabe der Bahá’í, die Treue, die sie gegenüber den Wünschen des Meisters zeigen, und die Liebe, die sie ihm reichlich bezeugt haben, ermöglichten dem Hüter die Arbeiten auszuführen, die er geleistet hat. Er hofft, die älteren deutschen Bahá’í, wie Sie selbst, werden alles tun, um die jüngere Generation in die Wahrheiten des Glaubens zu vertiefen und in ihnen das gleiche Feuer der Hingabe entfachen, das Sie alle über einen so langen Zeitraum beseelt hat… [Vom Hüter hinzugefügt:] Ich versichere Sie meiner tiefen und bleibenden Wertschätzung Ihrer herzlichen Worte sowie Ihrer äußerst wertvollen Dienste für die Sache Gottes – Dienste, die mich inmitten meiner anstrengenden Arbeit in Seinem Dienst sehr unterstützt und ermutigt haben, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 6. Dezember 1956A53 Er freut sich sehr über Ihre liebevollen Empfindungen, die sie anlässlich des 35. Jahrestages seines Hütertums zum Ausdruck brachten. Die Hingabe der Freunde für die Sache Gottes und die Liebe, die sie ihm reichlich bezeugt haben, ermöglichten es ihm, seine schweren Lasten zu tragen. Er hofft, Ihre hartnäckige und hingebungsvolle Arbeit wird bald durch Bildung eines Geistigen Rates belohnt werden, und er versichert Ihnen, seine Gebete für Ihren Erfolg darzubringen. 15. Dezember 1956 Er hofft, Sie werden diesen Freund überzeugen, aus der Kirche auszutreten, wenn er das nicht bereits getan hat. Die Grenzlinie muss an diesem kritischen Punkt in den Geschicken der Menschheit immer deutlicher gezogen werden, und die Bahá’í müssen mutig auftreten, sich für die Gesetze Bahá’u’lláhs einsetzen und die Gemeindeordnung offen unterstützen. 2. Februar 1957 An die Bahá’í-Gruppe in Salzburg Er ist glücklich darüber, dass sich die Bahá’í-Freunde aus Budapest sicher in den Vereinigten Staaten niedergelassen haben und sich bemühen, dort als Inlandspioniere zu dienen. Es war sehr schade, dass Sie einige der Mitglieder ihrer sehr geschätzten Gemeinde dort verloren haben, gerade als Sie einen Geistigen Rat bilden wollten, aber der Hüter hofft, dass Sie bald Ersatz durch neue Gläubige aus der örtlichen Bevölkerung, mit anderen Worten Ortsansässige finden. Er legt großen Wert auf die Ratsbildung in Salzburg und betet um Ihren Erfolg in der Lehrarbeit… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Allmächtige Ihre edlen Bemühungen reichlich und fortwährend segnen, jeden Ihrer Schritte leiten und es Ihnen ermöglichen, eine feste Grundlage für unseren geliebten Glauben in dieser Stadt zu legen, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 17. März 1957A54 Er hat volles Verständnis dafür, dass Sie nicht stark genug sind, um gleichzeitig als Nationaler Sekretär zu arbeiten und Ihre Funktionen als Mitglied des Hilfsamtes zu erfüllen, und er billigt daher Ihre Bitte an den Nationalen Rat, Sie in diesem Jahr, falls Sie wiedergewählt werden, nicht erneut zum Sekretär zu machen. Er denkt jedoch nicht, dass Sie aus dem Nationalen Rat zurücktreten sollten, wenn Sie gewählt worden sind. 25. März 1957A55 In Bezug auf die Fragen in Ihrem Brief; wie er Ihnen bereits schrieb, denkt er, die Hände sollten in dieser Phase der Entwicklung des Glaubens und der Institution der Hände weder darum bitten, nicht in Nationale Gremien gewählt zu werden, noch sollten sie von einem Gremium zurücktreten. Wenn sie gewählt werden, gibt es jedoch keinen Grund, warum sie die anderen Mitglieder nicht darum bitten sollten, sie von den schwereren Verwaltungstätigkeiten zu entbinden, so dass sie mehr in ihrer Funktion als Hände tun können. Es gibt keinen Grund, warum es keine offene Diskussion dieser Probleme geben sollte, bevor der Nationale Rat für seine Amtsträger stimmt. Der Nationale Rat ist nicht verpflichtet, dem Wunsch der Hände zu folgen.A56 Es ist auch nicht das Gremium, das befugt wäre, den Händen zu sagen, was sie tun sollen; sie können ihnen Vorschläge unterbreiten. Hinsichtlich Ihres höchst lobenswerten Wunsches, hinter den Eisernen Vorhang zu pionieren, hat er nicht das Gefühl, dass dies ratsam wäre oder im besten Interesse des Glaubens läge. Sie sollten Ihre Arbeit dort fortsetzen, wo Sie in Deutschland sind, und alles tun, was Ihnen als Hand und als Mitglied der Nationalen Körperschaft möglich ist, um dafür zu sorgen, dass Pioniere diesen wichtigen Dienst übernehmen. 28. März 1957 Zu Ihrer Frage: Die Bahá’í-Hochzeit sollte am selben Tag stattfinden. Dabei muss nicht notwendigerweise ein Fest oder Öffentlichkeitsarbeit stattfinden, obwohl es natürlich gut wäre, wenn es mit der Befolgung der Gesetze kombiniert werden könnte. Das Wichtigste ist die Bahá’í-Zeremonie, die, wie Sie wissen, besonders schlicht ist und am selben Tag wie die anderen Zeremonien stattfinden muss. 28. April 1957 Das Hinscheiden des lieben George Townshend war ein großer Verlust für die Arbeit in Europa – was jedoch Europa verloren hat, hat Asien im Pazifik gewonnen! 14. Mai 1957A57 Er würde Ihnen gewiss nicht raten, Deutschland zu verlassen, in Anbetracht des enormen Bedarfs in diesem Land. Aber er billigt, wenn es finanziell für Sie möglich ist, Ihren Umzug nach Dortmund, einer der größeren Städte in Deutschland, wo, wie Sie sagen, kein Bahá’í lebt. Es würde dem Glauben in der Tat einen wertvollen Dienst erweisen, zu diesem Zeitpunkt für andere ein Beispiel zu geben. Sowohl Dortmund als auch Berlin wären sehr geeignet, je nachdem was für Sie am einfachsten wäre. 28. Mai 1957 An die Jugendlichen, die am 19. Mai 1957 in Aachen waren Er war sehr glücklich zu sehen, dass so viele Bahá’í-Jugendliche zum Studium der Lehren zusammenkamen, und er hofft, dass solche Treffen häufiger überall in Deutschland stattfinden werden. Die Gläubigen, besonders die jüngeren, sollten immer daran denken, dass die Nicht-Bahá’í zu allererst unseren Charakter wahrnehmen. Daher sollte die Jugend den höchsten Standard des moralischen Verhaltens und der Höflichkeit aufweisen, damit sie die Herzen anderer Menschen gewinnen und durch die Bewunderung, die sie erregen, in ihnen den Wunsch wecken, mehr über unseren geliebten Glauben zu erfahren und sich schließlich zum Dienst zu erheben. Er wird für Euch alle beten, dass Ihr in Euren Bemühungen, den jungen Menschen die frohe Botschaft Bahá’u’lláhs zu vermitteln, erfolgreich sein möget… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Allmächtige Eure Bemühungen segnen, Euch leiten und stützen und Euch helfen, große Siege im Dienst Seines Glaubens zu erringen, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 31. Mai 1957 An die Bahá’í in Salzburg Liebe Bahá’í Freunde, Ihr Brief vom 16. Mai ist eingetroffen, und der geliebte Hüter möchte Ihnen versichern, wie glücklich er über die Bildung des Salzburger Rates ist, und darüber, dass Sie nicht nur neun Bahá’í, sondern zehn Bahá’í sind! Er hofft, dass jeder von Ihnen in den kommenden Monaten viele neue Seelen anziehen wird, Ihre Gemeinde vergrößert und vor allem Österreicher gewinnt, die dort bleiben werden, damit die Pioniere für weitere Dienste in neuen Gebieten frei sind. Seien Sie sicher, dass er in den heiligen Schreinen an Sie denken wird… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Allmächtige Ihre wertvollen Bemühungen segnen, Sie in Ihren historischen Diensten für Seinen Glauben leiten und stützen und es Ihnen ermöglichen, seine lebenswichtigen Interessen zu fördern, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 4. Juni 1957 An den Geistige Rat der Bahá’í in Graz Liebe Bahá’í Freunde, der geliebte Hüter hat Ihren Brief vom 31. Mai erhalten, und er ist sehr glücklich, die Gelegenheit zu haben, Ihnen zur Bildung Ihres Geistigen Rates zu gratulieren. Er war auch erfreut zu erfahren, dass es so viele Bahá’í in Graz gibt. Vielleicht können Sie einen Pionier in eine der schwächeren Gegenden von Österreich entsenden, wenn Sie feststellen, dass Ihr Rat im April nächsten Jahres sicher gebildet werden kann, um so noch zum Aufbau eines weiteren Zentrums beizutragen. Seien Sie sicher, dass er für Sie alle beten wird; er fordert Sie auf, gemeinsam in größter Liebe und Eintracht für die Förderung des Glaubens zu arbeiten… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Geliebte Ihre Schritte leiten, alle Hindernisse aus Ihrem Weg räumen, jede Ihrer Anstrengungen segnen und jeden Wunsch erfüllen, den Sie für die Förderung Seines Glaubens und die Festigung des neu gebildeten Rates hegen, Ihr wahrer Bruder, Shoghi 4. Juni 1957A58 Er schätzt die Dienste, die Sie für den Glauben in Österreich leisten konnten, sehr und ist der Ansicht, dass Sie allen Grund haben, zufrieden zu sein, jetzt, wo Sie sehen, dass ein Geistiger Rat in Graz gebildet wurde. Die Tatsache, dass die Freunde ihm nicht telegraphierten, macht überhaupt keinen Unterschied. Nicht alle neuen Räte senden ein Telegramm. Sie können, so hofft er, bei Ihrer Rückkehr nach Deutschland dort die Bildung eines neuen Geistigen Rates unterstützen, indem Sie dahin ziehen, wo es eine Gruppe gibt. Auf diese Weise werden Sie die Heimatfront stärken, was auch eine sehr wichtige Phase unserer Bahá’í-Tätigkeiten ist. Wenn Sie aber zurück nach Stuttgart gehen müssen, hofft er, dass Sie dort dennoch in der Nachbarschaft leben können, um so zur Bildung eines weiteren Rates beizutragen, anstatt lediglich ein weiterer Bahá’í in einer bereits überfüllten Gemeinde zu werden. Wie Sie vielleicht schon wissen, hat er die großen Gemeinden dazu aufgerufen, Pioniere zu entsenden. In der Tat, wenn auch nur fünfzehn Bahá’í in jeder Stadt verbleiben, die bereit sind zu dienen, wäre das völlig ausreichend, um den Geistigen Rat zu erhalten. Je früher der Rest sich zum Pionieren erhöbe, desto besser wäre es für sie und für den Glauben. 22. Juli 1957 Er war wirklich froh zu erfahren, dass die Lehrarbeit in Frankfurt so schnell fortschreitet und dass so hervorragende Menschen ein tiefes Interesse entwickeln. Er hofft, dass durch diese Treffen viele neue Seelen zu Bahá’í werden und zu aktiven Unterstützern des Glaubens dort. 7. August 1957 An den Geistigen Rat der Bahá’í in Graz Liebe Bahá’í Freunde, der geliebte Hüter hat Ihren Brief vom 3. Juli mit den Anlagen erhalten, und er hat mich beauftragt, Ihnen in seinem Namen zu antworten. Er war sehr betroffen über den Tod von Mehrangiz Mashoodi. Ihre Hingabe für den Glauben wird ohne Zweifel im Abhá Königreich belohnt werden. Er schätzt es sehr, dass Sie ihm den schönen Zeitungsartikel über sie zusandten. Bitte versichern Sie ihre Mutter seiner Gebete für sie und die Seele ihrer Tochter. Er hofft, dass andere persische Bahá’í-Jugendliche ihrem edlen Beispiel folgen werden. Der Hüter wünschte schon lange, dass ein Geistiger Rat in Graz gebildet werde, und deshalb war er in diesem Jahr sehr glücklich über die Neubildung… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Geliebte Ihre verdienstvollen Bemühungen segnen, jeden Ihrer Schritte leiten, und jeden Wunsch erfüllen, den Sie für die Ausbreitung und Festigung Seines herrlichen Glaubens hegen. Ihr wahrer Bruder, Shoghi 24. Oktober 1957A59 Ihre Bemühungen, Frieden und Liebe unter den Freunden zu fördern, werden in der Tat zutiefst von ihm geschätzt. Der Nationale Geistige Rat muss den Glauben schützen, aber dabei immer fair sein. Dass eine Person beschuldigt wird, beweist nicht unbedingt, dass er oder sie schuldig ist; und die Verwaltungsgremien können nicht vorsichtig genug sein in solchen Dingen. Der Hüter hofft, dass Herr … dem Nationalen Geistigen Rat gehorchen wird und dass Wege für ihn gefunden werden, der Sache zu dienen, da seine Hingabe aufrichtig ist und er die tiefe Sehnsucht im Herzens trägt, für die Sache zu arbeiten… [Vom Hüter hinzugefügt:] Möge der Allmächtige Eure unermüdliche und höchst verdienstvolle Arbeit segnen, Sie in Ihren vielfältigen Tätigkeiten leiten und stützen und es Ihnen ermöglichen, die Reihe Ihrer unvergesslichen Errungenschaften zu bereichern, Ihr wahrer Bruder, Shoghi Adressaten der Briefe 1 27.02.1922 Professor A. Forel 2 05.01.1923 Bahá’í in GB, F, D, I,CH 3 18.12.1925 Bahá’í in Esslingen 4 15.02.1926 Frau Brauns 5 04.11.1926 Frau Brauns 6 09.11.1926 Einzelner Gläubiger in Esslingen 7 06.04.1928 Freunde, die sich in Karlsruhe versammelt hatten 8 11.04.1929 Bahá’í in Karlsruhe 9 11.04.1929 Frau Brauns 10 08.06.1929 Bahá’í in Europa 11 09.06.1929 Frau Walcker, Rostock 12 20.11.1929 Bahá’í in Esslingen 13 30.04.1930 Freunde, die sich in Esslingen versammelt hatten 14 14.12.1930 Frau Diestelhorst 15 08.04.1931 Frau Diestelhorst 16 10.09.1931 Frau Brauns 17 17.09.1931 Frau Diestelhorst 18 14.01.1932 Frau und Fräulein Walcker 19 06.12.1932 Bahá’í in Esslingen 20 11.12.1932 Frau Diestelhorst 21 02.01.1933 Herrn Barthel, Frankfurt 22 16.04.1933 Frau Walcker 23 25.04.1934 Bahá’í in Esslingen 24 25.04.1934 Fräulein Köstlin 25 25.09.1934 Bahá’í in Geislingen und Göppingen 26 20.11.1934 Bahá’í in Göppingen 27 20.11.1934 Herrn Schultheiß, Göppingen 28 07.12.1934 Bahá’í in Göppingen 29 13.12.1934 Frau Diestelhorst, Berlin 30 13.01.1935 Bahá’í in Esslingen 31 15.04.1935 Bahá’í in Esslingen 32 21.05.1935 Frau Walcker, Rostock 33 17.06.1935 Bahá’í in Esslingen 34 05.07.1935 Herrn und Frau Diestelhorst, Berlin 35 03.08.1935 Herrn A. Lorey 36 24.12.1935 Herrn Schultheiß 37 25.01.1936 Dr. A. Mühlschlegel 38 26.01.1936 Der Geistige Rat in Esslingen 39 31.03.1936 Der Geistige Rat in Esslingen 40 19.10.1936 Frau L. Rommel, Esslingen 41 25.10.1936 Fräulein Köstlin, Esslingen 42 03.03.1937 Der Geistige Rat in Rostock 43 23.06.1937 Herrn und Frau Charles Würtenberger 44 20.10.1937 Herrn Lorey 45 07.01.1938 Frau Pöllinger, Wien 46 18.01.1938 Freunde in Esslingen 47 01.02.1938 Frau Pöllinger, Wien 48 20.03.1938 Frau Anna Grossmann 49 29.03.1938 Fräulein A. Köstlin, Herrn H. Schäfer, Herrn R. Schultheiss, Frau Marta Weiss, Frau E. Rosner 50 07.05.1939 Herrn und Frau Schäfer, Fräulein Anna Köstlin 51 26.05.1946 Fräulein E. Horn and Bahá’í in Frankfurt 52 03.07.1946 Frau Walcker 53 11.07.1946 Bahá’í Gemeinde, Esslingen 54 12.07.1946 Dr. H. Grossmann, Familie und Freunde 55 25.07.1946 Fräulein E. Horn, Dr. H. Grossmann, Herrn B. Davison 56 29.07.1946 Mr A. Lorey 57 30.07.1946 Dr. H. Grossmann 58 29.12.1946 Fräulein Tahirih Schwedler 59 18.01.1947 Fräulein Elsa Grossmann 60 09.02.1947 Frau Anna Grossmann 61 18.02.1947 Bahá’í Gemeinde in Plochingen 62 18.02.1947 Bahá’í in Rostock,Warnemünde and Schwerin 63 18.02.1947 Herrn and Frau Klitzing 64 22.02.1947 Bahá’ís in Plochingen 65 30.03.1947 Bahá’í Gemeinde in Göppingen-Plochingen 66 Mrz 47 Dr. Karl Schück 67 01.04.1947 Herrn Karl-Heinz Laux 68 04.04.1947 Fräulein Edith Horn 69 04.04.1947 Der Geistige Rat in Stuttgart 70 12.04.1947 Bahá’í in Esslingen 71 03.05.1947 Dr. Adelbert Mühlschlegel 72 13.06.1947 Frau Anna Grossmann 73 04.07.1947 Bahá’í Gemeinde in Karlsruhe 74 19.07.1947 Der Geistige Rat in Stuttgart 75 27.09.1947 Herrn and Frau Lorey 76 14.11.1947 Frau Diestelhorst, Berlin 77 21.11.1947 Fräulein Edith Horn, Frankfurt 78 21.11.1947 Herrn Emil Jörn 79 25.11.1947 Empfänger unbekannt 80 27.11.1947 Frau and Fräulein Schwedler, Warnemünde 81 08.12.1947 Bahá’í Gemeinde in Esslingen 82 18.12.1947 Einzelner Gläubiger in Esslingen 83 30.01.1948 Bahá’í Freunde in Schwerin 84 02.06.1948 Bahá’í in Esslingen, die an Naw-Ruz 105 zugegen waren 85 10.06.1948 Frau Anna Grossmann 86 10.06.1948 Herrn and Frau Lorey 87 11.06.1948 Bahá’í Jugend in Esslingen 88 03.07.1948 Dr. Karl Schück 89 03.12.1948 Frau Anna Grossmann 90 13.12.1948 Fräulein Elsa Grossmann 91 08.02.1949 Herrn Günter Heyd 92 02.03.1949 Frau Margarete and Fräulein Charlotte Walcker 93 11.03.1949 Nationaler Jugendausschuss 94 20.03.1949 Dr. Karl Schück 95 24.03.1949 Herrn A. Lorey 96 31.03.1949 Herrn Peter Mühlschlegel 97 11.04.1949 Dr. Hermann Grossmann 98 15.04.1949 Frau Anna Grossmann 99 27.05.1949 Frau Berta Bopp 100 30.05.1949 Bahá’í Gemeinde in Stuttgart 101 05.06.1949 Frau Marie Schenk 102 30.09.1949 Dr. Adelbert Mühlschlegel 103 20.10.1949 Nationaler Jugendausschuss 104 22.10.1949 Geistiger Rat Bergstrasse 105 22.10.1949 Herrn Peter Mühlschlegel 106 30.10.1949 Frau Anna Grossmann 107 12.11.1949 Dr. Hermann Grossmann 108 18.12.1949 Nationaler Jugendausschuss 109 28.03.1950 Frau Anna Grossmann 110 30.09.1950 Der Geistige Rat in Berlin 111 02.10.1950 Jugendsommerschule 112 06.10.1950 Herrn and Frau Karl Klitzing, Frau Ella Buchholz 113 26.10.1950 Frau Anna Grossmann 114 26.10.1950 Herrn Peter Mühlschlegel 115 10.02.1951 Fräulein Elsa Grossmann 116 10.02.1951 Fräulein Edith Horn 117 05.04.1951 Gläubige, versammelt anlässlich des Weltjugendtages 118 22.04.1951 Nationaler Jugendausschuss 119 31.05.1951 Herrn Peter Mühlschlegel 120 19.09.1951 Bahá’í, versammelt in Dilsberg 121 30.10.1951 Empfänger unbekannt 122 06.12.1951 Bahá’í-Jugend, versammelt in Maulbronn 123 20.01.1952 Bahá’í beim Winter-Jugendtreffen 124 14.03.1952 Herrn Peter Mühlschlegel 125 12.04.1952 Jugend beim Weltjugendtag 126 07.05.1952 Bahá’í Gemeinde in Heidelberg 127 23.05.1952 Bahá’í, versammelt in Frankfurt Ridván 1952 128 25.05.1952 Herrn Peter Mühlschlegel 129 30.08.1952 Jugendsommerschule, Meppenheim 130 29.11.1952 Jugend, versammelt in Heilbronn 131 13.03.1953 Freunde in Esslingen 132 13.03.1953 Jugend, versammelt in Titisee 133 16.03.1953 Herrn Paul Gollmer 134 16.03.1953 Dr. Adelbert Mühlschlegel 135 19.04.1953 Frau Johanna von Werthern 136 07.05.1953 Bahá’í in Esslingen 137 16.05.1953 Gläubige in Frankfurt 138 01.11.1953 Fräulein Edith Horn 139 08.02.1954 Dr. Hermann Grossmann 140 11.05.1954 Dr. Adelbert Mühlschlegel 141 02.06.1954 Bahá’í-Gruppe München 142 05.09.1954 Dr. Hermann Grossmann 143 04.10.1954 Jugendsommerschule 144 12.12.1954 Die Bahá’í in Wien 145 30.09.1955 Dr. Adelbert Mühlschlegel 146 13.01.1956 Bahá’í-Jugend bei der Winterschule in Titisee 147 26.03.1956 Dr. Adelbert Mühlschlegel 148 03.05.1956 Frau Johanna von Werthern 149 26.08.1956 Fräulein Elsa Maria Grossmann 150 16.09.1956 Herrn Robert Schultheiß 151 28.09.1956 Fräulein Elsa Maria Grossmann 152 15.11.1956 Dr. Adelbert Mühlschlegel 153 17.11.1956 Bahá’í-Gruppe Salzburg 154 30.11.1956 Dr. Hermann Grossmann 155 06.12.1956 Dr. Adelbert Mühlschlegel 156 06.12.1956 Fräulein Elsa M. Grossmann 157 15.12.1956 Dr. K. Schück 158 02.02.1957 Bahá’í-Gruppe Salzburg 159 17.03.1957 Frau Anna Grossmann 160 25.03.1957 Dr. Adelbert Mühlschlegel 161 28.03.1957 Dr. Adelbert Mühlschlegel 162 28.04.1957 Fräulein Elsa M. Grossmann 163 14.05.1957 Dr. Adelbert Mühlschlegel 164 28.05.1957 Jugend in Aachen 19. Mai 1957 165 31.05.1957 Die Bahá’í in Salzburg 166 04.06.1957 Der Geistige Rat in Graz 167 04.06.1957 Herrn Robert L. Schultheiss 168 22.07.1957 Fräulein Elsa M. Grossmann 169 07.08.1957 Der Geistige Rat in Graz 170 24.10.1957 Dr. Hermann Grossmann Quellenangaben Anmerkungen A1 an Professor Auguste Forel A2 Brief in deutscher Sprache abgefasst A3 in Karlsruhe A4 an die Bahá’í von Esslingen A5 an Frau Marta Brauns-Forel A6 an Frau Diestelhorst A7 Die Bahá’í von Geislingen und Göppingen A8 an die Bahá’í von Göppingen A9 an die Bahá’í von Göppingen A10 an Frau Diestelhorst A11 an die Bahá’í von Esslingen A12 an die Bahá’í von Esslingen A13 an Frau Walcker, Rostock A14 an die Bahá’í von Esslingen A15 an Dr. Adelbert Mühlschlegel A16 Brief in deutscher Sprache abgefasst A17 an Frau Anna Grossmann A18 an Dr. Hermann Grossmann, Familie und Freunde A19 adressiert an Edith Horn, Dr. Hermann Grossmann, Mr. Bruce Davison A20 an Dr. Hermann Grossmann A21 an Fräulein Elsa Grossmann A22 an Frau Anna Grossmann A23 an Dr. Adelbert Mühlschlegel A24 an Frau Anna Grossmann A25 in Frankfurt A26 in Warnemünde A27 in Esslingen A28 an Frau Anna Grossmann A29 an Herrn und Frau Lorey A30 zu Fräulein Elsa Grossmann A31 an Dr. Karl Schück A32 an Dr. Hermann Grossmann A33 an Frau Anna Grossmann A34 an Dr. Adelbert Mühlschlegel A35 an Frau Anna Grossmann A36 an Dr. Hermann Grossmann A37 zu Fräulein Elsa Grossmann A38 an Herrn Paul Gollmer A39 an Dr. Adelbert Mühlschlegel A40 an Miss Edith Horn A41 an Dr. Hermann Grossmann A42 an Dr. Adelbert Mühlschlegel A43 an Dr. Hermann Grossmann A44 an Dr. Adelbert Mühlschlegel A45 an Dr. Adelbert Mühlschlegel A46 an Frau Johanna von Werthern A47 an Fräulein Elsa Maria Grossmann A48 an Herrn Robert Schultheiss A49 an Fräulein Elsa Maria Grossmann A50 an Dr. Adelbert Mühlschlegel A51 an Dr. Hermann Grossmann A52 an Dr. Adelbert Mühlschlegel A53 an Fräulein Elsa M. Grossmann A54 an Frau Anna Grossmann A55 an Dr. Adelbert Mühlschlegel A56 die Hände, können dem NGR aber Vorschläge machen A57 an Dr. Adelbert Mühlschlegel A58 an Herrn L. Robert Schultheiss A59 an Dr. Hermann Grossmann — Das Licht göttlicher Führung (Band 2) — Bahá'í Verlag GmbH (autorisierte deutsche Übersetzung) (All Rights Reserved — wiedergegeben mit Genehmigung)