# Riḍván-Botschaft 1991

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> Riḍván-Botschaft 1991 á Das Universale Haus der Gerechtigkeit á Bahá'í Verlag GmbH, Auflage 1.01-Online (1991)
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> DAS UNIVERSALE HAUS DER GERECHTIGKEIT
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> Riḍván 1991
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> An die Bahá’í der Welt
> Innig geliebte Freunde,
> keine irdische Zunge kann unseren Dank ausdrücken für die außerordentlichen Segnungen, wel‐
> che Er, die Gesegnete Schönheit, Seiner weltweiten Gemeinde und dem Weltzentrum Seines
> Glaubens während des soeben beendeten Jahres gewährt hat. In Demut neigen wir das Haupt
> vor den schlagenden Beweisen Seiner stützenden Gnade und Seiner allbezwingenden Macht.
> Die überwältigende Gefahr aus dem Aufruhr im Mittleren Osten umklammerte das Heilige Land
> gegen Ende des Jahres; aber sie wich wieder, ohne die Arbeit der Bahá’í‐Administration zum
> Stillstand gebracht oder auch nur ernsthaft behindert zu haben. Grell führte diese Lage den Kon‐
> trast zwischen dem unaufdringlichen, stetig sich entwickelnden, ausgeprägt vereinigenden Sys‐
> tem Bahá’u’lláhs und dem wirren Charakter unserer Zeit des Übergangs vor Augen, „deren Trüb‐
> sale“, wie Shoghi Effendi versichert, „Vorboten sind für jene Ära der Wonne und der Glückselig‐
> keit, die Gottes letztes Ziel für die ganze Menschheit verkörpert“.1 Es war ein weiteres der „vor‐
> bedeutungsvollen Zeichen,... die zugleich die Todesqualen einer in Auflösung begriffenen Zivili‐
> sation und die Geburtswehen jener Weltordnung, jener Arche menschlichen Heils, verkünden,
> die sich notwendigerweise auf ihren Trümmern erheben muss.“2
> Dass so viele Nationen auf die plötzliche Krise in dieser Weltgegend mit vereinten Kräften einen
> heilsamen Gegenschlag führten, zeigte unbezweifelbar die Notwendigkeit des Prinzips der kol‐
> lektiven Sicherheit, wie es Bahá’u’lláh schon vor über hundert Jahren als Mittel der Konfliktlösung
> verordnet hat. Wenngleich die Herrscher der Menschheit noch weit davon entfernt sind, das von
> Bahá’u’lláh für die volle Anwendung dieses Prinzips vorausgeschaute internationale Überein‐
> kommen zu treffen, ist doch ein großer Schritt in Richtung auf diejenigen Verhaltensweisen getan,
> die der Herr des Zeitalters für die Nationen umrissen hat. Wie bildhaft sind doch die Worte, mit
> denen Bahá’u’lláh die künftige Neuausrichtung der Nationen erahnen lässt, wenn Er schreibt:
> „Seid einig, o Schar der Herrscher dieser Welt, denn dadurch wird der Sturm des Haders unter
> euch gestillt, und eure Völker finden Ruhe. Sollte einer von euch gegen einen anderen die Waffen
> ergreifen, so erbebt euch alle gegen ihn, denn dies ist nichts als offenbare Gerechtigkeit.“3
> Und in der Tat: Aus welchem Blickwinkel wir auch schauen, überall in der Welt ist die Macht der
> Offenbarung Bahá’u’lláhs sichtbar am Werk. In dem Ruf nach einer neuen Weltordnung, den po‐
> litische Führer und einflussreiche Vordenker wie einen Kehrreim in ihren Erklärungen wiederho‐
> len – selbst wenn sie außerstande sind zu umreißen, was sie selbst darunter verstehen –, ist das
> langsame Erwachen der Menschheit für den Hauptzweck Seiner Offenbarung zu erkennen. Dass
> dieser Ruf so beharrlich vom Oberhaupt derjenigen Republik ausgeht, die nach ‘Abdu’l‐Bahá
> dazu bestimmt ist, als „erste Nation die Grundlage internationaler Übereinkunft zu legen“ und
> „alle Nationen geistig zu führen“,4 ist ein Hinweis darauf, wie die Zwillingsprozesse innerhalb
> und außerhalb der Sache Gottes wirken und sich beschleunigen – die beiden Prozesse, die Shoghi
> Effendi zufolge „in einer einzigen hochherrlichen Vollendung gipfeln“ sollen.5
> Innerhalb der Sache Gottes gibt es eine Fülle von Zeichen für überwältigende Errungenschaften
> im Sechsjahresplan, wenngleich nicht unbedingt so, wie zu Planbeginn vorgesehen. Eindrucks‐
> volle Beispiele zeigen sich im Gefolge der erstaunlichen Veränderungen in der Sowjetunion und
> ihren früheren Satellitenstaaten. Nur ein Jahr nach der Wiedererrichtung des örtlichen Geistigen
> Rates von Moskau wird jetzt ein Nationaler Geistiger Rat der Sowjetunion gebildet. Ähnlich hat in
> Rumänien die Regierung kaum mehr als ein Jahr nach dem revolutionären politischen Wandel die
> Bahá’í‐Gemeinde als Religionsgemeinschaft anerkannt mit dem Recht, die Lehren Bahá’u’lláhs zu
> verbreiten; auch hier wird zu diesem Riḍván‐Fest ein Nationaler Geistiger Rat gebildet. Die rasche
> Ausdehnung des Glaubens in der Tschechoslowakei zwang zu der erst vor wenigen Wochen ge‐
> troffenen Entscheidung, auch dort einen Nationalen Geistigen Rat zu errichten. Gleichzeitig wird
> in der Karibik die Gruppe der Inseln über dem Wind in zwei regionale Verwaltungseinheiten ge‐
> teilt und der Nationale Geistige Rat der Westlichen Inseln über dem Wind gebildet. Mit diesen
> vier hochwillkommenen Ratsbildungen steigt die Zahl der Nationalen Geistigen Räte auf 155.
> Wir sind glücklich mitzuteilen, dass drei Hände der Sache Gottes das Universale Haus der Ge‐
> rechtigkeit bei diesen historischen Ereignissen vertreten werden: Amatu’l‐Bahá Rúḥ íyyih
> Khánum in Rumänien, ‘Alí Akbar Furútan in der Sowjetunion und Dr. ‘Alí‐Muḥ ammad Varqá in
> der Tschechoslowakei. Beraterin Ruth Pringle wird die Vertreterin für die Westlichen Inseln über
> dem Wind sein.
> Eine weitere Veranschaulichung der wachsenden Autorität der Sache Bahá’u’lláhs im öffentlichen
> Bewusstsein geht von Deutschland aus, wo das Bundesverfassungsgericht als oberste Rechtsin‐
> stanz des Landes eine Entscheidung von höchster Bedeutung für die Anerkennung des Glaubens
> getroffen hat. Eine Reihe von unteren Gerichtsinstanzen hatte sich geweigert, die Satzung eines
> örtlichen Geistigen Rates einzutragen, und zwar mit der Begründung, die in dieser Urkunde dem
> Nationalen Geistigen Rat eingeräumte Amtsgewalt verletze das Rechtsprinzip der Autonomie al‐
> ler gesetzlich eingetragenen Vereine. Die damit berührten Rechtsfragen sind komplex und kön‐
> nen hier nicht ausführlich behandelt werden. Kurz, das Bundesverfassungsgericht gab in einem
> langen, eingehend begründeten Urteil der Berufung des örtlichen Geistigen Rates statt; unter an‐
> derem bekräftigte es das Recht der Bahá’í‐Gemeinde, in genau der von den Schriften des Bahá’í‐
> Glaubens vorgezeichneten Form Rechtsfähigkeit zu erlangen, und erklärte, ihr Wesen als aner‐
> kannte Religionsgemeinschaft sei nach ihrem eigenen Charakter, allgemeinem Verständnis sowie
> durch Zeugnisse von Gelehrten der vergleichenden Religionswissenschaft eindeutig bestätigt. So
> bedeutsam war das Urteil in der eigenen Einschätzung des Gerichts, dass es seine Entscheidung
> in einer Presseerklärung erläuterte, was es sonst nur selten tut. Dieser herausragende Entscheid
> wird weit über die Grenzen des wiedervereinigten Deutschlands hinaus Auswirkungen auf die
> Bahá’í‐Gemeinde haben.
> Ein weiteres Beispiel der wachsenden öffentlichen Anerkennung für die bahnbrechenden Per‐
> spektiven der Sache Gottes liefert die Republik Südafrika, wo der Nationale Geistige Rat be‐
> schloss, die Initiativen der Regierung zur Lösung des jahrzehntelangen Problems der Apartheid
> zu nutzen, um zum Entwurf einer neuen Landesverfassung seine Ansichten zu unterbreiten. Als
> der Präsident der Südafrikanischen Rechtskommission, ein im Auftrag der Regierung handelnder
> Richter, die Vorlage des Nationalen Geistigen Rates von dessen Delegation entgegennahm, be‐
> merkte er, die Bahá’í seien bislang die einzige Gruppe, deren Ideen geistige und moralische
> Grundlagen für eine Verfassung bieten.
> Wie sich jede einzelne der genannten Entwicklungen auch auswirken mag – neben anderen Ent‐
> wicklungen wie dem Auftritt eines Vertreters der Bahá’í‐Weltgemeinschaft als einzigem gelade‐
> nen nichtbuddhistischen Redner in einer öffentlichen Versammlung aus Anlass der Asiatisch‐
> buddhistischen Friedenskonferenz in der Mongolei, der besonderen Erwähnung der Bahá’í durch
> Papst Johannes Paul II. unlängst bei einem Empfang während seines Besuches in Burundi, der
> offiziellen Auflistung des Bahá’í‐Glaubens als eine der vertretenen Religionen in Tuvalu, der In‐
> ternationalen Ausstellung über Friedenserziehung unter der Schirmherrschaft des brasilianischen
> Nationalen Geistigen Rates sowie unter Mitwirkung von 23 Botschaften und Erziehungseinrich‐
> tungen – eines ist unzweifelhaft klar: Die sich steigernde weltweite Wirkung bestätigt, dass der
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> Bahá’í‐Glaube aus der Verborgenheit hervortritt. Solche Kennzeichen einer wachsenden öffentli‐
> chen Anerkennung der Bahá’í‐Gemeinde in ihrem wahren Charakter und ihren reichen Möglich‐
> keiten sind ein herausragender Wesenszug des Fortschritts des Glaubens in der vierten Epoche
> des Gestaltenden Zeitalters.
> Wenn wir über diese wundersamen, vorbedeutungsvollen Zeichen nachdenken, können wir dem
> Impuls nicht widerstehen, unsere tiefe Liebe und Wertschätzung für die Kontinentalen Berater
> und ihre Hilfsämter zum Ausdruck zu bringen. Sie treiben und stützen die Bemühungen, die sol‐
> che erstaunlichen Entwicklungen wie die aufgezeigten möglich machen. Ihr betreuender Dienst im
> Besonderen bringt den dynamischen Schub der Lehrarbeit, die ihrerseits den Grund für alle Er‐
> folge der Gemeinde legt. Über alle Maßen erfreut und ermutigt uns der tatkräftige Neubeginn der
> Beraterämter beim Einstieg in die neue Amtszeit ihres unabdingbaren, hochgeschätzten Dienstes
> für die Bahá’í‐Welt. Der frische Unternehmungsgeist, zu dem sie jetzt mit der aufrichtigen Ermuti‐
> gung und der großartigen Unterstützung des Internationalen Lehrzentrums ihre Kräfte bündeln,
> lässt eine erfreuliche Vollendung des Sechsjahresplanes vorausahnen. Möge die Anhebung der
> Zahl der Hilfsamtsmitglieder auf 846 – 90 mehr als gegenwärtig – am diesjährigen Tag des Bünd‐
> nisses ihre Anstrengungen kraftvoll unterstützen. Sicherlich wird es die weltweite Gemeinde be‐
> grüßen, wenn mit dieser Aktion Umfang und Qualität der geistigen Pflichten der Hilfsamtsmit‐
> glieder und ihrer Assistenten gestärkt werden, bietet doch deren Tätigkeit an den Graswurzeln die
> Gewähr für die fortgesetzte Ausweitung und Festigung unseres ruhmreichen Glaubens.
> Der großartige Fortschritt des Sechsjahresplanes erhellt unsere Lebensgeister und hebt unsere
> Hoffnungen empor. Nur ein Jahr verbleibt von diesem Plan, auf die sieben Hauptziele hin ist ein
> machtvoller Vormarsch erfolgt. Unsere Gemeinde hat sich gegenüber ihrem Zustand bei Planbe‐
> ginn 1986 dramatisch verändert. Sie hat sich mächtig ausgebreitet und entwickelt. Sie ist jetzt
> vielfältiger, dynamischer, ausgeprägter. Wenn wir nun in das letzte Jahr des Sechsjahresplanes
> eintreten, steht vor uns allen ein Himmelsbogen an begeisternden Ausblicken:
> Die Vorbereitung der langerwarteten, mit Anmerkungen versehenen englischen Überset‐
> zung des Kitáb‐i‐Aqdas, des Buches der Gesetze, des Heiligsten Buches und Mutterbuches
> der Offenbarung Bahá’u’lláhs wird abgeschlossen – eine gewaltige Errungenschaft, die an
> und für sich schon eine neue Entwicklungsstufe der Bahá’í‐Welt einleiten und somit die
> Leistungen des Sechsjahresplanes krönen wird.
> Die Erdarbeiten an den unteren Terrassen beim Schrein des Bab und die Ausschachtungen
> für das Zentrum zum Studium der heiligen Texte sowie für den Anbau zum Internationa‐
> len Archivgebäude werden in Angriff genommen; sie leiten bei den mächtigen, unschätzbar
> bedeutsamen Vorhaben an Gottes heiligem Berg einen neuen Abschnitt ein.
> Das Planende markiert den Beginn des Heiligen Jahres 1992–1993, ein bewusst ganzjähri‐
> ges Innehalten, das die Anhänger Bahá’u’lláhs in die Lage versetzen soll, die hundertjährige
> Wiederkehr Seines Aufstiegs und der Einsetzung Seines weltvereinenden Bündnisses ange‐
> messen zu würdigen. Wie bereits angekündigt, sind größere Feierlichkeiten vorgesehen,
> welche den einzigartigen Charakter und die weltbewegende Bedeutung dieser beiden An‐
> lässe widerspiegeln:
> Als erstes die Versammlung von Vertretern der Bahá’í‐Welt mit den Rittern Bahá’u’lláhs in
> der Umgebung des Landhauses von Bahjí, von wo Bahá’u’lláhs befreiter Geist auf den Thron
> Seiner himmlischen Souveränität zurückkehrte, unmittelbar beim allerheiligsten Schrein, in
> dem die Ehrenrolle der Ritter Bahá’u’lláhs niedergelegt werden wird, als Geste einer Ant‐
> wort der Ihn Liebenden auf Seinen Aufruf, Seine Lehren auf der ganzen Erde zu verbreiten.
> Dort in Bahjí wird diese Versammlung eine feierliche Andacht abhalten; die dabei zu lesen‐
> den heiligen Schriften werden den Bahá’í‐Gemeinden allüberall bald mitgeteilt, damit diese
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> sie bei ihren eigenen Gedenkandachten verwenden und so das hingebungsvolle Erlebnis der
> ganzen Bahá’í‐Welt während dieser Jahrhundertfeiern zusammenführen können.
> Als weiteres der Weltkongress, der von 23. bis 26. November 1992 in New York stattfindet.
> In dieser Stadt offenbarte der geliebte Meister den tieferen Sinn Seiner Stufe als ernannter
> Mittelpunkt des Bündnisses Bahá’u’lláhs, und diese Stadt bestimmte Er zur Stadt des
> Bündnisses. In der ganzen Welt werden die Bahá’í‐Gemeinden geeignete Ergänzungstref‐
> fen abhalten, um den Zweck des Kongresses zu vertiefen, nämlich den hundertsten Jahres‐
> tag der Einsetzung des Bündnisses Bahá’u’lláhs zu feiern sowie dessen Ziele und verei‐
> nende Kraft zu verkünden. Zusätzlich zu diesen Tätigkeiten wird eine Erklärung über
> Bahá’u’lláh breitgestreut verteilt, die das Büro für öffentliche Information auf unser Ersu‐
> chen hin vorbereitet; sie wird den Bahá’í als Quelle des Studiums und der Inspiration so‐
> wie als informative Veröffentlichung zur Präsentation in der Öffentlichkeit dienen. Auf
> diese und andere Weise wird die Gemeinde des Größten Namens sich mühen, den Namen
> Bahá’u’lláhs auf dem ganzen Erdball zu rühmen, um ihm im Bewusstsein der Völker all‐
> überall höchstes Ansehen zu verschaffen.
> Solch ein einzigartiger Zusammenfluss bevorstehender Errungenschaften – die Veröffentlichung
> des Kitáb‐iAqdas, der Fortschritt der Bauvorhaben am Berg Karmel, der Abschluss des Sechsjah‐
> resplanes, die Eröffnung des Heiligen Jahres – beseelt die Erwartungen der Bahá’í‐Welt, schlägt
> die Bühne auf für noch machtvollere Bemühungen als die bereits in Angriff genommenen und
> zeigt uns allen den Beginn eines neuen Abschnitts der Geschichte. Somit scheint es angebracht,
> dass das heilige Gesetz, das jeden befähigt, sein oder ihr persönliches Gefühl der Hingabe an Gott
> in einem zutiefst vertraulichen, das Gemeinwohl fördernden, den einzelnen Gläubigen unmittel‐
> bar mit der zentralen Institution des Glaubens verbindenden Gewissensakt auszudrücken – in
> einem Gewissensakt, der überdies den Gehorsamen und Aufrichtigen der unbeschreiblichen
> Gnade und des überreichen Segens der Vorsehung versichert – dass dieses heilige Gesetz in die‐
> sem günstigen Augenblick von allen angenommen wird, die ihren Glauben an die Höchste Mani‐
> festation Gottes bekennen. In Demut vor unserem souveränen Herrn kündigen wir an, dass ab
> Riḍ ván 1992, dem Beginn des Heiligen Jahres, das Gesetz des Ḥ uqúqu’lláh, des Rechtes Gottes,
> weltweit anwendbar wird. Alle sind in Liebe aufgefordert, es zu beachten.
> Innig geliebte Brüder und Schwestern! Seien Sie Zeuge, wie der Geliebte unsere flehenden Bitten
> beantwortet. Sehen Sie, wie er unser Leben mit neuen Brüdern und mit neuen Institutionen berei‐
> chert in Ländern, die bislang Seinem heilenden Wort verschlossen waren. Bedenken Sie, mit wel‐
> cher Wirkkraft sich Seine göttlichen Verordnungen als Leitlinien für das Verhalten großer und
> kleiner Nationen bestätigen. Sicherlich durchtränkt Sie die Fülle dieses Segens mit dem unbe‐
> zähmbaren Mut und der Zuversicht, einer herausfordernden, aber strahlenden Zukunft ins Auge
> zu blicken. So gehen Sie fürwahr an Bord dieses vielverheißenden Jahres, Kurs auf den schließli‐
> chen Triumph des Sechsjahresplanes.
> Mögen Sie durch Ihre selbstlosen Werke in Seinem Dienst weiterhin Segen aus den unerschöpfli‐
> chen Schatzkammern Seiner Liebe und Fürsorge empfangen.
> gez. Das Universale Haus der Gerechtigkeit
> 
> 1 Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs, 1977‐134, S. 245
> 2 ebenda, S. 224
> 3 zitiert ebenda, S. 278f
> 
> 4 zitiert in: Shoghi Effendi, Citadel of Faith, S. 35
> 
> 5 ebenda, S. 32
>
> — *Riḍván-Botschaft 1991 — Bahá'í Verlag GmbH (autorisierte deutsche Übersetzung) (All Rights Reserved — wiedergegeben mit Genehmigung)*

