# Riḍván-Botschaft 1999

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> Riḍván-Botschaft 1999 á Das Universale Haus der Gerechtigkeit á Bahá'í Verlag GmbH, Auflage 1.01-Online (1999)
> 
> Das Universale Haus der Gerechtigkeit
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> Ridván 156 – 1999
> 
> An die Bahá’í der Welt
> 
> Innig geliebte Freunde,
> 
> Während wir betrachten, was in dem Jahr erreicht wurde, das dem schicksalsschweren,
> letzten Zeitraum der Erfüllung des Vierjahresplanes vorausgeht, glühen unsere Herzen vor
> Hoffnung. Seit dem schwungvollen Jahresbeginn mit der Achten Internationalen Bahá’í‐
> Tagung hat die Bahá’í‐Welt das Tempo ihrer Aktivitäten beschleunigt und aufrechterhalten,
> das deutlich den Prozeß des Beitritts in Scharen gefördert hat. Unsere Gemeinde ist
> beträchtlich gewachsen, ihre menschlichen Hilfsquellen wurden gestärkt. Von
> Expansionsprojekten bis zu Festigungsbemühungen, von sozialer und wirtschaftlicher
> Entwicklung bis zur Öffentlichkeitsarbeit und den Außenbeziehungen, von Diensten der
> Jugend bis zu Ausdrucksformen in den Künsten, vom Weltzentrum des Glaubens bis zu
> abgelegenen Dörfern und Städten – von welchem Blickwinkel aus man die Gemeinde auch
> betrachtet – es wurden Fortschritte gemacht. Die Aussichten für den Plan spornen an. Der
> Impuls, der von der Internationalen Tagung ausging, durchzog auch die unmittelbar
> folgende Konferenz des Berateramts, gab den unermüdlichen Teilnehmern weiteren Auftrieb
> und beflügelte die im Mai abgehaltenen Nationaltagungen, inklusive der in Sabah, Sarawak
> und der Slowakei, die auf ihrer ersten Tagung ihre Nationalen Geistigen Räte bildeten.
> Dieselbe Energie erfüllte das Internationale Lehrzentrum, das in der kurzen Zeit seiner
> sechsten Amtsperiode, die mit dem Jahrestag der Erklärung des Báb begann, eine
> bemerkenswerte Kraft gezeigt hat. Auf die Vervollkommnung und Festigung ihrer
> Organisation konzentriert, haben die Mitglieder des Lehrzentrums auf ihre üblichen Reisen
> während dieses ersten Jahres verzichtet; nach dieser Phase ist jedoch zu erwarten, daß sie
> ihre Besuche in den verschiedenen Teilen der Welt wieder aufnehmen, um ihren belebenden
> Einfluß auf die erfolgreiche Beendigung des Vierjahresplanes zu verstärken. Zusätzlich zu
> jenen Ereignissen im Heiligen Land schreiten die Bauprojekte auf dem Berg Karmel, die von
> den Delegierten auf der Internationalen Tagung mit solch freudigem Erstaunen betrachtet
> wurden, weiter voran bis zu ihrer planmäßigen Vollendung zum Ende des Jahrhunderts. Mit
> dem Beginn aller übrigen Baumaßnahmen seit letztem Ridván hat das Arbeitstempo einen
> neuen Höhepunkt erreicht. Das Zentrum für das Studium der Schriften und die Erweiterung
> des Archivgebäudes werden in den nächsten Wochen bezugsfertig sein; die Außenfassade
> des Internationalen Lehrzentrums ist mit Marmor verkleidet und die abschließenden
> Innenarbeiten schreiten auf allen Ebenen voran. Das Absenken der Hatzionut Avenue zur
> Einpassung der Brücke, die jetzt die Terrassen des Schreins des Báb zu beiden Seiten der
> Straße miteinander verbindet, wurde fertiggestellt und der normale Stadtverkehr wieder
> aufgenommen. Die sich entfaltende Pracht der Terrassen hat derartige Aufmerksamkeit in
> der Öffentlichkeit gefunden, daß die neunzehnte Terrasse auf dem Gipfel des Berges bereits
> täglich für Besucher geöffnet wurde und begeisterte Reaktionen einer dankbaren
> Bevölkerung hervorgerufen hat. Als Teil einer Kampagne mit dem Ziel, internationale
> Aufmerksamkeit auf die Stadt zu ziehen, hat die Stadtverwaltung von Haifa eine bebilderte
> Broschüre des Schreins des Báb und der Terrassen herausgebracht, die neben Hebräisch in
> fünf weiteren Sprachen erhältlich ist. Wir fühlen uns veranlaßt, noch zwei weitere
> Entwicklungen im Weltzentrum zu erwähnen, die ganz anderer Art sind: Erstens, die
> Entscheidung, die Anzahl der Pilger für jede Gruppe von 100 auf 150 zu erhöhen; diese wird
> in Kraft treten, wenn die derzeitige Renovierung des neu erworbenen Gebäudes, das sich
> gegenüber dem Weg zur Ruhestätte des Größten Heiligen Blattes befindet, vollendet ist und
> dort ein Pilgerraum sowie andere Einrichtungen zum Abhalten eines erweiterten Pilger‐
> Programms zur Verfügung stehen. Zweitens ist der bedeutende Fortschritt zu nennen, der ‐
> trotz der unvermeidlichen Langsamkeit des Prozesses ‐ in dem Vorhaben gemacht wird,
> Texte der Schriften Bahá’u’lláhs zu übersetzen, mit der Absicht, einen neuen englischen
> Band Seiner Werke herauszugeben. Es werden Anstrengungen unternommen, vollständige
> Versionen solch bedeutender Tablets wie der Súriy‐i‐Mulúk und der Súriyi‐Haykal, sowie
> die vollständigen Texte von Tablets an einzelne Könige und Herrscher bereitzustellen. Auch
> die Súriy‐i‐Ra’ís, das Lawh‐i‐Ra’ís und das Lawh‐i‐Fu’ád sollen darin enthalten sein. Die
> Sache Bahá’u’lláhs schreitet unablässig voran, gestärkt durch die zunehmende Anwendung
> eines systematischen Ansatzes zur Entfaltung und Nutzung menschlicher Hilfsquellen. Die
> weitere Einrichtung von nationalen und regionalen Bahá‘í‐Instituten, jetzt 344 an der Zahl,
> hat diese Entwicklung vorangetrieben, mit dem Ergebnis, daß ‐ abgesehen von Nordamerika
> und Iran, wo zahlreiche Kurse gegeben wurden ‐ etwa 70.000 Personen bereits zumindest
> einen Institutskurs abgeschlossen haben. All dies trägt zu einer wachsenden Zahl von
> gefestigten, aktiven Anhängern der Sache bei. Das unermeßliche Potential dieses Fortschritts
> wird durch Berichte wie dem aus dem Chad illustriert, wo in einem mit einem Institut
> ausgestatteten Gebiet mehr als 1000 Menschen durch die individuellen Bemühungen der
> Institutsteilnehmer den Glauben annahmen. Das Verständnis für die Notwendigkeit der
> systematischen Entwicklung menschlicher Hilfsquellen etabliert sich überall. Zeitgleich mit
> der erwiesenen Wirksamkeit der Institute entstehen, pragmatisch begründet, Regionale
> Bahá’í‐Räte in ausgewählten Ländern, in denen die Umstände die Einrichtung dieser
> Institutionen notwendig und realisierbar gemacht haben. Wo es enge Interaktionen zwischen
> einem Regionalen Rat und einem Institut gibt, ist die Bühne frei für eine stimulierende
> Verknüpfung der Prozesse, welche effektive Ausbreitung und Festigung in einer Region
> bewirken, und für ein praktisches Anpassen der Institutsausbildung an die
> Entwicklungsbedürfnisse der örtlichen Gemeinden. Außerdem lassen die Richtlinien, über
> die das Kontinentale Berateramt und die Regionalen Räte direkten Zugang zueinander
> haben, eine weitere institutionelle Beziehung aufkommen, die unter Einbeziehung der
> Verbindung der Regionalen Räte mit den Nationalen und örtlichen Geistigen Räten zu einer
> dynamischen Integration der Funktionen auf regionaler Ebene führt. Die sich ständig
> ausweitende soziale und wirtschaftliche Entwicklungsarbeit profitiert ebenfalls von der
> Arbeit solcher Bahá’í‐Institute, die Themen wie Alphabetisierung, grundlegende
> Gesundheitsfürsorge und Förderung von Frauen Aufmerksamkeit schenken. Die mehr in die
> Breite gehenden Bemühungen des Büros für Soziale und Wirtschaftliche Entwicklung, einen
> weltweiten Prozeß des Lernens und Erfahrens über relevante Bahá’í‐Prinzipien
> voranzutreiben, werden sowohl durch die Arbeit solcher Institute, als auch durch das
> Entstehen von Bahá’í‐inspirierten Organisationen, die über den ganzen Planeten verstreut
> sind, verstärkt. Sicherlich wird damit die institutionelle Fähigkeit, solche
> Entwicklungsprogramme durchzuführen, an Stärke gewinnen. Dies tritt in Projekten zutage,
> die von Bahá’í‐Institutionen getragen oder von einzelnen durch die Inspiration des Glaubens
> initiiert wurden. Ein herausragendes Beispiel hierfür ist das Unity College, das erste und seit
> Ende 1998 das einzige private College des Landes, das von einer Familie in Äthiopien
> gegründet wurde und dessen Studentenzahl während des letzten Jahres auf über 5.000
> anstieg. Ein weiteres Beispiel, viel kleiner aber nichtsdestotrotz bedeutend, ist die Initiative
> einer Familie in Buffalo, New York; in ihrem Haus helfen sie Dutzenden Kindern und
> Jugendlichen aus der Innenstadt dabei, durch die geistigen und ethischen Bahá’í‐Lehren
> Verhaltensweisen zu entwickeln, die sie befähigen werden, auf Armut und Rassismus
> gewachsene selbstzerstörerische Einstellungen zu überwinden. Im Bereich der
> Öffentlichkeitsarbeit und Außenbeziehungen wurden die nachdrücklichsten Aktionen von
> zwei tragischen Ereignissen im Iran ausgelöst. Die plötzliche Hinrichtung von Rúhu’lláh
> Rawhání in Mashhad Ende Juli, die erste offizielle Aktion solcher Art seit sechs Jahren, war
> ein Schock, der einen weltweiten und unvorhergesehenen Schrei der Empörung seitens
> Regierungen und Organisationen der Vereinten Nationen hervorrief. Ende September
> lancierte der Iranische Geheimdienst einen geplanten Angriff auf die Bahá’í‐Hochschule, in
> dessen Verlauf 36 Mitglieder des Lehrkörpers inhaftiert und mehr als 500 Häuser im ganzen
> Land geplündert wurden. Letzterer Vorfall rief eine weltweite, immer noch andauernde
> Protestkampagne hervor, an der akademische Institutionen und Einrichtungen, Lehrer und
> Studentengruppen teilgenommen haben und an der die Presse ein spezielles Interesse zeigte,
> was sich im Erscheinen bedeutender Artikel in Le Monde, The New York Times und anderen
> großen Zeitungen niederschlug. Die erfolgreiche Verabschiedung einer weiteren Resolution
> zum Iran durch die Vollversammlung der Vereinten Nationen im letzten Dezember, in der
> die Bahá’í besonders erwähnt werden, war sicherlich beeinflußt von diesen zwei
> auffallenden Beispielen einer unvermindert fortdauernden religiösen Verfolgung. So intensiv
> die Anforderungen an die Freunde in allen Teilen der Welt auch waren, unsere bedrängten
> Mitgläubigen zu verteidigen, wurde zugleich doch viel Aufmerksamkeit einem breiten
> Spektrum von anderen Öffentlichkeitsaktivitäten gewidmet. Die viermonatige Reise eines
> Entsandten des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, Herrn Giovanni Ballerio, zu den
> Pazifischen Inseln, wo er mit 22 Staatsoberhäuptern, 5 Regierungsoberhäuptern und über 40
> hochrangigen Beamten zusammentraf, die Bemühungen einer Anzahl Nationaler Geistiger
> Räte, sich auf die Aufforderung der Internationalen Bahá’í‐Gemeinde bei den Vereinten
> Nationen hin für die Menschenrechtserziehung einzusetzen, die Teilnahme von
> Repräsentanten der dazu eingeladenen Bahá’í‐Gemeinde Südafrikas an der Arbeit der
> südafrikanischen Wahrheitskommission, in der sie ihre unerschrockene Unterstützung der
> Einheit der Rassen während der Jahre der Apartheid darstellen konnten, der kürzliche Erfolg
> der Gemeinden in Australien, Brasilien, Finnland und Portugal im Einholen der Erlaubnis
> von Erziehungsbehörden, Kurse über den Bahá’í‐ Glauben in die Lehrpläne von Grund‐ und
> Realschulen zu integrieren, ‐ diese, und nicht zuletzt die Projekte, die eine Bekanntmachung
> in allen Mediensparten bewirkten, sind Beispiele für die breit angesetzten Unternehmungen
> im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und der Außenbeziehungen, welche die Energien der
> Gemeinden gebunden haben. Eine begleitende Flut an Aktivitäten berücksichtigte den
> Einsatz der Künste; darunter stellten die musikalischen und anderen künstlerischen
> Präsentationen während der Feierlichkeiten in Paris zum hundertjährigen Bestehen des
> Glaubens in Europa ein herausragendes Ereignis dar. Der Voices‐of‐Bahá‐Chor, mit 68
> Mitgliedern aus Europa, Nordund Südamerika, begeisterte das Publikum in acht
> europäischen Städten und machte den Glauben vielen bekannt. „Light and Fire”, der
> vollendete Teil einer Oper mit Ballett, geschrieben von dem Bahá’í‐Komponisten Lasse
> Thoresen aus Norwegen, wurde auf einem weithin angesehenen Musik‐Festival in Polen,
> bekannt als Warschauer Herbst, das von der Königin von Schweden eröffnet wurde, im
> letzten September erfolgreich aufgeführt. Das Werk basiert auf dem heroischen Verhalten
> der Märtyrer im Iran in jüngster Zeit und brachte somit das Publikum mit dem Glauben in
> Berührung. Bezeichnend für Europas offensichtliche Führerschaft bei solcherart
> Bestrebungen war auch das österreichische Kammermusik‐ Festival, auf dem das
> Österreichische Verdienstkreuz für Wissenschaft und Künste ‐ die höchste Auszeichnung
> dieser Art in Österreich ‐ an Herrn Bijan Khadem‐Missagh, einen Bahá’í‐Violinisten und
> Dirigenten, durch den Bundespräsidenten der Republik Österreich verliehen wurde. In
> einem Programmpunkt desselben Festivals wurden Auszüge aus den Bahá’í‐Schriften und
> anderen Heiligen Schriften rezitiert. Es muß aber auch ein Wort der Anerkennung
> ausgesprochen werden für die herausragende Rolle, die von der Jugend auf der ganzen Welt
> bei der Einbeziehung der Künste in die Lehrarbeit gespielt wird. Insbesondere die Auftritte
> ihrer Tanzgruppen haben sich einen Namen innerhalb wie außerhalb der Bahá’í‐Gemeinde
> erworben. Deshalb betreten wir diese Ridván‐Zeit als eine Gemeinde in einem dynamischen
> Stadium der Transformation, die sich einer Geschlossenheit der Vision und Aktivität erfreut,
> die in Einklang mit dem Ziel der Förderung des Prozesses zum Beitritt in Scharen steht. Und
> wir beginnen das letzte Jahr des Planes mit einem Schub an administrativer Stärke, denn drei
> europäische Länder – Lettland, Litauen und Mazedonien1 – halten ihre ersten
> Nationaltagungen zur Bildung von Nationalen Geistigen Räten ab und erhöhen somit die
> Anzahl der Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit auf 1822 . Aber nach diesem
> festlichen Moment bricht eine zeitliche Abfolge von Erwartungen an, an deren erster Stelle
> zunächst der Abschluß des Vierjahresplanes zu Ridván 2000 steht. Dem folgt mit dem Tag
> des Bundes in jenem Jahr der Beginn einer neuen Amtsperiode für das Kontinentale
> Berateramt, deren Mitglieder bald danach zu einer Konferenz ins Weltzentrum gerufen
> werden, auf der – neben anderen Themen – die Grundzüge des nächsten weltweiten
> Verbreitungs‐ und Festigungsplanes erörtert werden. Die Konferenz der Berater wird den
> Einzug des Internationalen Lehrzentrums in seinen dauerhaften Amtssitz kennzeichnen, ein
> Anlaß, zu dem die Hilfsamtsmitglieder auf der ganzen Welt eingeladen werden, sich den
> Beratern im Heiligen Land anzuschließen. Die Projekte am Berg Karmel werden bis dahin
> abgeschlossen sein und die Vorbereitungen zu den Einweihungsfeiern, geplant für den 22.
> und 23. Mai 2001, zu denen eine Anzahl von Vertretern aus jeder nationalen Bahá’í‐
> Gemeinde eingeladen werden, sind dann schon weit fortgeschritten. Einzelheiten zu diesen
> Ereignissen werden zu gegebener Zeit bekanntgegeben. Diese Vorausschau auf gewichtige
> Ereignisse führt über die Zeitenteilung zwischen dem ‐ gemäß der allgemeinen Zeitrechnung
> ‐ 20. Jahrhundert und dem neuen Jahrtausend hinweg. Es ist eine Vorausschau, die den
> Kontrast zwischen der zuversichtlichen Vision, die eine erleuchtete Gemeinde zu
> konstruktiven Vorhaben beflügelt, und den verwirrten Ängsten unterstreicht, die Millionen
> über Millionen ergriffen haben, die sich des Tages, an dem sie leben, nicht bewußt sind.
> Echter Führung beraubt, verweilen sie in den Schrecken des Jahrhunderts, in Verzweiflung
> darüber, was diese für die Zukunft bedeuten könnten, kaum wahrnehmend, daß eben dieses
> Jahrhundert ein Licht enthält, das auf zukünftige Jahrhunderte scheinen wird. Schlecht
> ausgerüstet für das Verständnis der sozialen Umwälzung, die den gesamten Planeten erfaßt
> hat, hören sie auf die Experten des Irrtums und sinken immer tiefer in einen Sumpf der
> Hoffnungslosigkeit. Beunruhigt von den Voraussagen des Untergangs, kämpfen sie mit den
> Phantomen falsch genährter Vorstellungen. In Unkenntnis der verwandelnden Vision, die
> der Herr des Zeitalters gewährt hat, stolpern sie vorwärts, blind gegenüber der
> Einzigartigkeit des neuen Tages Gottes. Die beklagenswerten Verhältnisse, die solch ein
> Herzens‐ und Geisteszustand nach sich zieht, müssen uns zwangsläufig zum Handeln
> bewegen, zu unablässigem Handeln, um die Absicht eines Planes zu erfüllen, dessen
> Hauptziel es ist, die Prozesse zu beschleunigen, die es einer wachsenden Zahl der
> Weltbevölkerung ermöglichen, das Ziel ihrer Suche zu finden und ein Leben in Einheit,
> Frieden und Wohlergehen zu führen. Liebe Freunde, die Tage vergehen so schnell wie das
> Aufblitzen eines Sterns. Setzen Sie jetzt Ihr Zeichen, an diesem kritischen Wendepunkt einer
> Zeit, dergleichen niemals wiederkehren wird. Setzen Sie dieses Zeichen mit Taten, die Ihnen
> himmlische Segensgaben bringen werden – sichern Sie sich und der ganzen Menschheit eine
> Zukunft, die über jegliche irdische Vorstellung hinausreicht.
> 
> Das Universale Haus der Gerechtigkeit
> 
> ___________
> 1 Mit Schreiben vom 15. April 1999 teilte das Universale Haus der Gerechtigkeit seine Entscheidung
> mit, aufgrund der derzeitigen Bedingungen in Mazedonien die Bildung des Nationalen Geistigen
> Rates von Mazedonien zu verschieben.
> 2 Ohne den Nationalen Geistigen Rat von Mazedonien 181
>
> — *Riḍván-Botschaft 1999 — Bahá'í Verlag GmbH (autorisierte deutsche Übersetzung) (All Rights Reserved — wiedergegeben mit Genehmigung)*

