# Riḍván-Botschaft 2006

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> Riḍván-Botschaft 2006 á Das Universale Haus der Gerechtigkeit á Bahá'í Verlag GmbH, Auflage 1.01-Online (2006)
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> [Vorläufige Übersetzung]
> 
> Das Universale Haus der Gerechtigkeit
> Ridván 2006
> 
> An die Bahá’í der Welt
> 
> Innig geliebte Freunde,
> [1] Ridván 2006 ist ein Moment, der erfüllt ist von einem Geist des Triumphes und
> der Erwartung. Die Anhänger Bahá’u’lláhs können überall zu Recht stolz sein auf
> das Ausmaß ihrer Errungenschaften während des Fünfjahresplans, der sich jetzt sei‐
> nem Ende zuneigt. Und sie können mit einer Zuversicht in die Zukunft blicken, die
> nur denjenigen zuteil wird, deren Entschlossenheit durch Erfahrung gestählt wurde.
> Die gesamte Bahá’í‐Welt ist bewegt, wenn sie das Ausmaß der bevorstehenden Fünf‐
> jahres‐Unternehmung, die Tiefe der Hingabe, die sie erfordern wird, und die Ergeb‐
> nisse, die zu erreichen sie bestimmt ist, betrachtet. Unsere Gebete vereinigen sich mit
> Ihren, während Sie sich Bahá’u’lláh zuwenden in Dankbarkeit für das Vorrecht, Zeu‐
> ge der Entfaltung Seiner Absicht für die Menschheit zu sein.
> [2] In unserer Botschaft vom 27. Dezember 2005 an die im Heiligen Land versammel‐
> ten Berater, die am selben Tag allen Nationalen Geistigen Räten übermittelt wurde,
> entwarfen wir die Grundzüge des Fünfjahresplans, der sich von 2006 bis 2011 erstre‐
> cken wird. Die Freunde und ihre Institutionen wurden eindringlich gebeten, die Bot‐
> schaft sorgfältig zu studieren, und Sie sind mit ihrem Inhalt ohne Zweifel gut ver‐
> traut. Wir rufen nun jeden Einzelnen von Ihnen dazu auf, Ihre Kräfte darauf zu len‐
> ken dafür zu sorgen, dass das Ziel, in den nächsten fünf Jahren intensive Wachs‐
> tumsprogramme in weltweit nicht weniger als 1.500 Regionalbereichen einzurichten,
> mit Erfolg erreicht wird. Dass in den Monaten nach der Abreise der Berater aus dem
> Weltzentrum das Fundament für den Start des Plans in einem Land nach dem ande‐
> ren so schnell und systematisch gelegt wurde, ist ein Zeichen für den Eifer, mit dem
> die Bahá’í‐Gemeinde die Herausforderung annimmt, die sich ihr stellt. Während wir
> die Anforderungen des Plans an dieser Stelle nicht ausführlich zu behandeln brau‐
> chen, sehen wir uns genötigt, für Ihre Betrachtung einige Bemerkungen über den
> globalen Zusammenhang zu machen, vor dem Sie einzeln oder gemeinschaftlich Ih‐
> ren Bemühungen nachgehen werden.
> [3] Vor mehr als siebzig Jahren verfasste Shoghi Effendi seine Briefe zur Weltord‐
> nung, in denen er eine eindringliche Analyse der Kräfte lieferte, die in dieser Welt
> wirken. Mit einer Redegewandtheit, die nur ihm zu eigen war, beschrieb er zwei
> große Prozesse, die durch Bahá’u’lláhs Offenbarung in Gang gesetzt wurden – der
> eine zerstörerisch, der andere integrativ – die beide die Menschheit in Richtung der
> von Ihm empfangenen Weltordnung vorantreiben. Der Hüter warnte uns davor, uns
> „weder durch die schmerzhafte Trägheit täuschen“ zu lassen, „mit der sich die Kul‐
> tur, die zu begründen die Anhänger Baháʹuʹlláhs sich mühen, entfaltet“, noch uns
> durch „die kurzlebigen Äußerungen wiedergekehrten Wohlstandes verleiten“ zu
> lassen, „die zuweilen in der Lage scheinen, dem zerstörerischen Einfluss chronischer
> Übel auf die Institutionen eines niedergehenden Zeitalters Einhalt zu gebieten.“ Kei‐
> ne Rückschau auf den Verlauf der Ereignisse in den letzten Jahrzehnten kann ver‐
> säumen, die zunehmende Schwungkraft der Prozesse anzuerkennen, die er so präzi‐
> se analysiert hat.
> [4] Man braucht nur die sich ausweitende moralische Krise zu betrachten, von der die
> Menschheit verschlungen wird, um den Grad zu ermessen, bis zu dem die Kräfte der
> Zersetzung das gesellschaftliche Gefüge zerrissen haben. Haben sich denn nicht die
> Belege für Selbstsucht und Misstrauen, für Angst und Betrug, die der Hüter mit sol‐
> cher Klarheit erkannt hat, so weit verbreitet, dass sie sogar für flüchtige Beobachter
> ohne weiteres augenscheinlich werden? Hat sich nicht die Bedrohung durch Terro‐
> rismus, von der er sprach, auf der internationalen Bühne so hoch aufgetürmt, dass
> sie die Gedanken von jung und alt überall auf der Welt gleichermaßen völlig in An‐
> spruch nehmen? Haben nicht der unstillbare Durst nach und der fieberhafte Verfolg
> von weltlichen Eitelkeiten, Reichtümern und Vergnügungen ihre Kräfte und ihren
> Einfluss so gefestigt, dass sie sich die Gewalt über menschliche Werte wie Glück,
> Treue und Liebe angeeignet haben? Haben nicht die Schwächung des Zusammen‐
> halts in der Familie und die verantwortungslose Haltung gegenüber der Ehe solche
> Ausmaße angenommen, dass sie die Existenz dieser fundamentalen gesellschaftli‐
> chen Einheit gefährden? „Die Verderbnis der menschlichen Natur, die Erniedrigung
> des menschlichen Verhaltens, die Entartung und Auflösung menschlicher Institutio‐
> nen“, vor denen Shoghi Effendi warnte, offenbaren sich leider „in ihren schlimmsten,
> abstoßendsten Bildern“.
> [5] Der Hüter schreibt den größten Teil der Schuld am Verfall der menschlichen Mo‐
> ral dem Niedergang der Religion als gesellschaftlicher Kraft zu. „Sollte die Lampe
> der Religion verdunkelt werden“, lenkt er unsere Aufmerksamkeit auf die Worte
> Bahá’u’lláhs, „so werden Chaos und Wirrnis die Folge sein, und die Lichter der Ehr‐
> lichkeit, der Gerechtigkeit, der Ruhe und des Friedens werden zu scheinen aufhö‐
> ren.“ Die Jahrzehnte, die dem Schreiben dieser Briefe folgten, haben nicht nur die
> fortgesetzte Verschlechterung in der Fähigkeit der Religion erlebt, moralischen Ein‐
> fluss zu üben, sondern auch den Betrug der Massen durch unziemliches Verhalten
> religiöser Institutionen. Versuche zu ihrer Wiederbelebung haben nur einen Fana‐
> tismus hervorgerufen, der, falls er ungehemmt bleibt, die Grundlage zivilisierter Be‐
> ziehungen zwischen den Menschen zerstören könnte. Die sich seit kurzem wieder
> verstärkende Verfolgung der Bahá’í im Iran ist schon für sich genommen ein hin‐
> länglicher Beweis für die Entschlossenheit der Kräfte der Finsternis, die Flamme des
> Glaubens zu ersticken, wo immer sie hell brennt. Wenngleich wir uns des letztendli‐
> chen Triumphes der Sache sicher sind, dürfen wir uns nicht unterstehen, die War‐
> nung des Hüters zu vergessen, dass der Glaube mit Feinden zu kämpfen haben wird,
> die stärker und heimtückischer sind als diejenigen, die ihn in der Vergangenheit
> heimgesucht haben.
> [6] Man braucht die Unfähigkeit der Staatskunst – ein weiteres Thema, das der Hüter
> in seinen Briefen zur Weltordnung so meisterhaft behandelt – nicht ausführlich zu
> 
> kommentieren. Die größer werdende ökonomische Kluft zwischen arm und reich,
> die Fortdauer von uralten Feindseligkeiten zwischen Völkern, die steigende Zahl von
> Flüchtlingen, die außerordentliche Zunahme von organisierter Kriminalität und Ge‐
> walt, das überall vorhandene Gefühl der Unsicherheit, der Zusammenbruch der
> Grundversorgung in so vielen Regionen, die rücksichtslose Ausbeutung natürlicher
> Ressourcen – dies sind nur einige der Zeichen für die Unfähigkeit der Führer der
> Welt, lebensfähige Systeme zur Linderung der Krankheiten der Menschheit zu ersin‐
> nen. Das soll nicht heißen, dass keine aufrichtigen Anstrengungen unternommen
> worden seien, bzw. sich nicht sogar von Jahrzehnt zu Jahrzehnt vervielfacht hätten.
> Doch diese Anstrengungen, egal wie geistreich, haben es nicht geschafft, „die
> Grundursache des Übels zu beseitigen, das die heutige Gesellschaft so hart aus dem
> Gleichgewicht geworfen hat.“ „Nicht einmal das Ersinnen eines Ordnungsgefüges,
> wie es für die politische und wirtschaftliche Vereinigung der Menschheit erforderlich
> ist“, so erklärt der Hüter, „ ... (könnte) aus sich selbst heraus das Heilmittel gegen das
> Gift bieten ..., welches ständig die Kraftreserven der entwickelten Völker und Natio‐
> nen auszehrt.“ „Was sonst“, so bekräftigt er zuversichtlich, „als die vorbehaltlose
> Annahme des göttlichen Programms, das Bahá’u’lláh ... verkündet hat, das in seinen
> Wesenszügen Gottes Plan für die Vereinigung der Menschheit in diesem Zeitalter
> zum Ausdruck bringt, kann in Verbindung mit der unüberwindlichen Gewissheit
> der sicheren Wirkung aller seiner Vorkehrungen schließlich den Kräften innerer Auf‐
> lösung widerstehen, die sich, wenn ihnen kein Einhalt geboten wird, immer tiefer in
> das Mark einer verzweifelten Gesellschaft hineinfressen?“
> [7] Eindringlich ist in der Tat Shoghi Effendis Darstellung des Prozesses der Auflö‐
> sung, der sich in der Welt beschleunigt. Ebenso treffend ist die Präzision, mit der er
> die Kräfte beschreibt, die mit dem Prozess der Integration einhergehen. Er spricht
> von einer „allmählichen Verbreitung des Geistes der Weltsolidarität ..., der spontan
> aus dem Wirrwarr einer ungeordneten Gesellschaft aufsteigt“ als mittelbarer Aus‐
> druck von Bahá’u’lláhs Idee des Prinzips der Einheit der Menschheit. Dieser Geist
> der Solidarität hat sich über die Jahrzehnte hinweg weiter verbreitet und seine Aus‐
> wirkungen sind heute in einer Reihe von Entwicklungen sichtbar: von der Ableh‐
> nung tief verwurzelter rassischer Vorurteile bis zum heraufdämmernden Bewusst‐
> sein des Weltbürgertums, von erhöhtem Umweltbewusstsein bis zu gemeinschaftli‐
> chen Anstrengungen zur Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege, von der
> Sorge um die Menschenrechte bis zu systematischen Bestrebungen im Hinblick auf
> allgemeine Bildung, von der Einführung interreligiöser Aktivitäten bis zum Aufblü‐
> hen hunderttausender lokaler, nationaler und internationaler Organisationen, die
> sich in irgendeiner Form mit sozialen Aktivitäten beschäftigen.
> [8] Für die Anhänger Bahá’u’lláhs aber sind die bedeutsamsten Entwicklungen im
> Prozess der Integration diejenigen, die in direktem Zusammenhang mit dem Glau‐
> ben stehen, von denen viele vom Hüter selbst genährt wurden und die seit ihren be‐
> scheidenen Anfängen enorm vorangeschritten sind. Aus dem kleinen Grundstock
> von Gläubigen, denen er seine ersten Lehrpläne kundtat, ist eine weltweite Gemein‐
> de mit Ablegern an tausenden von Orten gewachsen, die alle einem bewährten Akti‐
> onsplan folgen, der die Prinzipien und Bestrebungen des Glaubens verkörpert. Auf
> der Grundlage der Gemeindeordnung, die er während der ersten Jahrzehnte seiner
> Amtszeit so sorgfältig niedergelegt hat, wurde ein großes, eng geknüpftes Netzwerk
> 
> Nationaler und örtlicher Geistiger Räte errichtet, die die Angelegenheiten der Sache
> in mehr als einhundertachtzig Ländern gewissenhaft verwalten. Aus den ersten Kon‐
> tingenten von Hilfsamtsmitgliedern für den Schutz und die Verbreitung des Glau‐
> bens, die er ins Leben rief, hat sich eine Legion von fast eintausend treuen Arbeitern
> erhoben, die im Felde unter der Anleitung von einundachtzig Beratern dienen, die
> vom Internationalen Lehrzentrum mit Geschick geführt werden. Die Entfaltung des
> administrativen Weltzentrums des Glaubens innerhalb des Bereichs seines geistigen
> Weltzentrums – ein Prozess, dem der Hüter so viel Energie gewidmet hat – hat mit
> dem Einzug des Universalen Hauses der Gerechtigkeit in seinen Sitz auf dem Berg
> Karmel und der nachfolgenden Fertigstellung der Gebäude des Internationalen
> Lehrzentrums und des Zentrums für das Studium der Schrift eine entscheidende
> Schwelle überschritten. Die ständige Weiterentwicklung der Institution der
> Huqúqu’lláh unter der Leitung der Hand der Sache Gottes Dr. ‘Alí‐Muhammad
> Varqá, dem von Shoghi Effendi vor fünfzig Jahren ernannten Treuhänder, hat 2005
> ihren Höhepunkt gefunden in der Einrichtung eines internationalen Verwaltungsra‐
> tes, der dazu bestimmt ist, die stetige, weit verbreitete Anwendung dieses mächtigen
> Gesetzes, dieser Quelle unschätzbarer Segnungen für die ganze Menschheit, zu för‐
> dern. Die Bemühungen des Hüters, die Konturen des Glaubens in internationalen
> Kreisen zu schärfen, haben sich zu einem umfassenden Gefüge für Außenbeziehun‐
> gen entwickelt, das sowohl in der Lage ist, die Interessen des Glaubens zu verteidi‐
> gen, als auch seine universelle Botschaft zu verkünden. Der Respekt, den der Glaube
> in internationalen Foren genießt, wann immer seine Repräsentanten sprechen, ist ei‐
> ne besonders bemerkenswerte Errungenschaft. Die Treue und Ergebenheit, welche
> die Mitglieder einer Gemeinde, die die Vielfalt des gesamten Menschengeschlechts
> widerspiegelt, dem Bund Bahá’u’lláhs bezeigen, bilden eine Schatzkammer an Stär‐
> ke, wie sie keine andere organisierte Gemeinschaft für sich beanspruchen kann.
> [9] Der Hüter hat vorausgesehen, dass das Universale Haus der Gerechtigkeit in auf‐
> einander folgenden Epochen des Gestaltenden Zeitalters eine Serie von weltweiten
> Unternehmungen starten würde, die „die Einheit der Nationalen Geistigen Räte
> symbolisieren und ihre Tätigkeiten aufeinander abstimmen und vereinheitlichen“
> würden. Im Verlaufe von bisher drei aufeinander folgenden Epochen hat die Bahá’í‐
> Gemeinde innerhalb des Rahmenwerks der vom Haus der Gerechtigkeit herausge‐
> gebenen globalen Pläne beharrlich gearbeitet und erfolgreich ein Muster des Bahá’í‐
> Lebens etabliert, das die geistige Entwicklung des Einzelnen fördert und die verein‐
> ten Kräfte seiner Mitglieder in Richtung auf eine geistige Wiederbelebung der Ge‐
> sellschaft kanalisiert. Sie hat die Fähigkeit erworben, eine große Anzahl empfängli‐
> cher Seelen mit der Botschaft anzusprechen, sie zu festigen und ihr Verständnis für
> die wesentlichen Inhalte des von ihnen angenommenen Glaubens zu vertiefen. Sie
> hat gelernt, das von ihrem Stifter formulierte Prinzip der Beratung in ein wirkungs‐
> volles Werkzeug für gemeinschaftliche Entscheidungsfindung zu übersetzen und
> seine Mitglieder in seinem Gebrauch auszubilden. Sie hat Programme für die geistige
> und moralische Erziehung ihrer jüngeren Mitglieder ersonnen und sie nicht nur den
> eigenen Kindern und Junioren, sondern auch der Allgemeinheit angeboten. Mit Hilfe
> des ihr zur Verfügung stehenden Fundus an Talenten hat sie eine reiche Sammlung
> an Literatur geschaffen, die Bände in einer großen Anzahl von Sprachen umfasst, die
> sowohl ihre eigenen Bedürfnisse als auch die Interessen der Allgemeinheit abdecken.
> 
> Sie hat sich zunehmend an den Angelegenheiten der Gesellschaft beteiligt und sehr
> viele Projekte im Bereich der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung durchge‐
> führt. Insbesondere seit Beginn der fünften Epoche im Jahre 2001 hat sie bedeutende
> Schritte zur Vervielfältigung ihrer menschlichen Ressourcen durch ein Trainingspro‐
> gramm unternommen, das die Wurzeln der Gemeinde erreicht, und hat Methoden
> und Werkzeuge zur Einführung eines nachhaltigen Musters für Wachstum entdeckt.
> [10] Im Kontext des Zusammenspiels der hier beschriebenen Kräfte muss die zwin‐
> gende Aufforderung gesehen werden, den Prozess des Beitritts in Scharen voranzu‐
> bringen. Der jetzt beginnende Fünfjahresplan verlangt, dass Sie Ihre Kräfte auf die‐
> sen Prozess konzentrieren und sicherstellen, dass die zwei sich ergänzenden Bewe‐
> gungen im Zentrum des Planes beschleunigt werden. Dies sollte Ihre vorherrschende
> Sorge sein. Während Ihre Bemühungen Früchte tragen und die Wachstumsdynamik
> einen neuen Grad an Komplexität erreicht, wird das Weltzentrum selbst in den
> kommenden fünf Jahren seine Anstrengungen auf Herausforderungen und Gelegen‐
> heiten in Bereichen wie Außenbeziehungen, soziale und wirtschaftliche Entwick‐
> lung, Verwaltung und die Anwendung von Bahá’í‐Gesetzen richten. Das Wachstum
> der Gemeinde hat es schon jetzt erforderlich gemacht, dass neue Vorkehrungen ge‐
> troffen werden, um die Anzahl der Pilger ab Oktober 2007 auf vierhundert je Grup‐
> pe zu verdoppeln. Es gibt noch einige andere Projekte, die ebenfalls verfolgt werden
> müssen. Darunter sind der weitere Ausbau der Gärten, die den Schrein Bahá’u’lláhs,
> den Garten Ridván und Mazra’ih umgeben; die Restaurierung des Internationalen
> Archivgebäudes; Reparaturen an der Struktur des Schreins des Báb, deren voller
> Umfang noch nicht geklärt ist; und – wie vom Hüter vorausgesehen – der Bau des
> Hauses der Andacht in Chile, des letzten der kontinentalen Mashriqu’l‐Adhkárs.
> Während diese Bemühungen voranschreiten, werden wir Sie von Zeit zu Zeit um
> Hilfe bitten, sowohl in Form finanzieller Mittel als auch besonderer Fähigkeiten, im‐
> mer eingedenk der Tatsache, dass die Ressourcen des Glaubens in größtmöglichem
> Maße in Richtung auf die Erfordernisse des Plans kanalisiert werden sollten.
> [11] Liebe Freunde: Es kann nicht darüber hinweggesehen werden, dass die Mächte
> des Zerfalls an Umfang und Kraft zunehmen. Es ist ebenso klar, dass die Gemeinde
> des Größten Namens durch die Hand der Vorsehung von Sieg zu Sieg geleitet wurde
> und jetzt wachsen und ihre Ressourcen vermehren muss. Der vom Fünfjahresplan
> vorgezeichnete Weg ist ganz direkt. Wie können sich diejenigen von uns, die sich der
> Notlage der Menschheit und der Richtung, in die sich der Lauf der Geschichte entwi‐
> ckelt, bewusst sind, nicht mit ganzem Leistungsvermögen erheben und diesem Ziel
> widmen? Haben die Worte des Hüters, dass die „Bühne bereitet“ ist, für uns heute
> nicht den gleichen Wahrheitsgehalt wie während des ersten Siebenjahresplans, als er
> sie schrieb? Lassen Sie seine Worte in Ihren Ohren wiederhallen: „Es ist keine Zeit zu
> verlieren.“ „Es gibt keinen Raum für Unschlüssigkeit.“ „Eine solche Gelegenheit
> kehrt niemals wieder.“ „Sich beständig mühen heißt, den endgültigen und letztend‐
> lichen Sieg sichern.“ Seien Sie unserer fortwährenden Gebete an der Heiligen
> Schwelle für Ihre Führung und Ihren Schutz versichert.
> 
> [Gezeichnet: Das Universale Haus der Gerechtigkeit]
>
> — *Riḍván-Botschaft 2006 — Bahá'í Verlag GmbH (autorisierte deutsche Übersetzung) (All Rights Reserved — wiedergegeben mit Genehmigung)*

