# Riḍván-Botschaft 2024

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> Riḍván-Botschaft 2024 á Das Universale Haus der Gerechtigkeit á Bahá'í Verlag GmbH, Auflage 1.01-Online (2024)
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> DAS UNIVERSALE HAUS DER GERECHTIGKEIT
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> Riḍván 2024
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> An die Bahá’í der Welt
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> Innig geliebte Freunde,
> [1] zwei Jahre eines gewaltigen neunjährigen Unterfangens sind wie im Flug vergangen.
> Die Freunde Gottes haben sich dessen Ziele fest zu Herzen genommen. In der gesamten
> Bahá’í‐Welt hat sich das Verständnis dafür vertieft, was erforderlich ist, um den Prozess der
> Gemeindebildung noch mehr zu erweitern und einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wan‐
> del herbeizuführen. Aber mit jedem Tag, der vergeht, sehen wir den Zustand der Welt im‐
> mer desolater, ihre Spaltungen immer gravierender werden. Die zunehmenden Spannungen
> innerhalb von Gesellschaften und zwischen Nationen wirken sich auf tausenderlei Weise auf
> Völker und Regionen aus.
> [2] Dies verlangt jeder Seele, die von ihrem Gewissen bewegt wird, eine Antwort ab. Wir
> sind uns nur allzu bewusst, dass die Gemeinde des Größten Namens nicht erwarten kann,
> von den Drangsalen der Gesellschaft verschont zu werden. Doch obwohl von dieser Drang‐
> sal betroffen, wird sie dadurch nicht verwirrt; sie ist über die Leiden der Menschheit tief be‐
> trübt, aber nicht durch sie gelähmt. Ihre aufrichtige Besorgtheit muss sie dazu anspornen, in
> anhaltendem Bemühen Gemeinden aufzubauen, die Hoffnung anstelle von Verzweiflung,
> Einheit anstelle von Konflikt bieten.
> [3] Shoghi Effendi beschrieb deutlich, wie ein Prozess der „fortschreitenden Zerrüttung
> menschlicher Angelegenheiten“ parallel zu einem anderen Prozess abläuft, einem Prozess
> der Integration, durch den die „Arche der menschlichen Errettung“, „als letzter Hafen“ der
> Gesellschaft, aufgebaut wird. Wir sehen voll Freude, dass in jedem Land und in jeder Region
> wahre Friedensstifter damit beschäftigt sind, diesen Zufluchtsort zu errichten. Wir sehen
> dies in jedem Bericht über ein Herz, das von der Liebe Gottes entzündet wird, über eine Fa‐
> milie, die ihr Haus für neue Freunde öffnet, über Mitarbeiter, die sich auf Bahá’u’lláhs Leh‐
> ren stützen, um ein gesellschaftliches Problem zu lösen, über eine Gemeinde, die eine Kultur
> gegenseitiger Unterstützung stärkt, über eine Nachbarschaft oder ein Dorf, die lernen, die
> für ihren eigenen geistigen und materiellen Fortschritt notwendigen Maßnahmen zu ergrei‐
> fen und aufrechtzuerhalten, über einen Ort, der mit dem Entstehen eines neuen Geistigen
> Rates gesegnet ist.
> [4] Die Methoden und Instrumente des Plans ermöglichen es jeder Seele, einen Teil zu
> dem beizutragen, was die Menschheit heute braucht. Weit davon entfernt, ein nur vorüber‐
> gehend wirkender Balsam für die derzeitigen Krankheiten zu sein, ist die Umsetzung des
> Plans vielmehr das Mittel, durch das in jeder Gesellschaft langfristige und konstruktive Pro‐
> zesse in Gang gesetzt werden, die sich über Generationen hinweg entfalten. All dies deutet
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> auf eine dringende, unausweichliche Schlussfolgerung: Die Anzahl derer, die ihre Zeit, ihre
> Energie und ihre Konzentration für den Erfolg dieses Unterfangens einsetzen, muss nachhal‐
> tig und rasch steigen.
> [5] Wo sonst als in Bahá’u’lláhs Prinzip der Einheit der Menschheit kann die Welt eine
> Vision finden, die umfassend genug ist, um all ihre verschiedenen Elemente zu einen? Wie
> sonst als durch die Umsetzung dieser Vision einer auf Einheit in der Vielfalt beruhenden
> Ordnung kann die Welt die gesellschaftlichen Brüche heilen, die sie spalten? Wer sonst kann
> der Sauerteig sein, durch den die Völker der Welt eine neue Lebensweise erkennen können,
> einen Weg zu dauerhaftem Frieden? Reichen Sie also allen die Hand der Freundschaft, des
> verbundenen Strebens, des gemeinsamen Dienens, des kollektiven Lernens, und schreiten
> Sie als Einheit voran.
> [6] Es ist uns bewusst, wie viel Lebendigkeit und Kraft in jeder Gesellschaft entsteht,
> wenn ihre Jugendlichen für die Vision Bahá’u’lláhs erweckt werden und beginnen, als Prota‐
> gonisten des Plans zu handeln. Mit welch grenzenloser Herzenswärme, mit welchem Mut
> und welch völligem Gottvertrauen muss die Bahá’í‐Jugend daher entschlossen auf Gleichalt‐
> rige zugehen und sie in diese Arbeit einbeziehen! Alle müssen sich wie eine Woge erheben,
> aber die Jugend muss sich hoch emporschwingen.
> [7] Die Dringlichkeit der gegenwärtigen Stunde darf die besondere Freude, die aus dem
> Dienen erwächst, nicht überschatten. Der Ruf zum Dienst ist ein erhebender, allumfassender
> Aufruf. Er zieht jede treue Seele an, auch jene, die durch Sorgen und Verpflichtungen nieder‐
> gedrückt sind. Denn in allem Tun dieser treuen Seele sind stets eine tief verwurzelte Hingabe
> und eine lebenslange Sorge um das Wohl anderer zu erkennen. Solche Eigenschaften verlei‐
> hen einem Leben voller vielfältiger Anforderungen Kohärenz. Und die süßesten Momente
> sind für jedes entflammte Herz jene, die damit verbracht werden, sich zusammen mit geisti‐
> gen Schwestern und Brüdern um eine Gesellschaft zu kümmern, die geistiger Nahrung be‐
> darf.
> [8] Mit überfließendem Herzen danken wir Bahá’u’lláh in den Heiligen Schreinen, dass
> Er Sie erhoben und in Seinen Wegen unterwiesen hat, und flehen Ihn an, dass Er Ihnen Sei‐
> nen Segen gewährt.
> [gez.: Das Universale Haus der Gerechtigkeit]
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> — *Riḍván-Botschaft 2024 — Bahá'í Verlag GmbH (autorisierte deutsche Übersetzung) (All Rights Reserved — wiedergegeben mit Genehmigung)*

