# KLARE VISIONEN

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> KLARE VISIONEN
> 
> Arbeitsmaterial für Hilfsamtsmitglieder und 
> Assistenten
> 
> Zusammengestellt vom Kontinentalen Berateramt von 
> Europa
> 
> 2. Auflage 1994
> 
> KLARE VISIONEN
> 
> ins Deutsche übersetzt von : Norbert Kröger, Günter Maltz, Peter Mühlschlegel, Emanuel Towfigh, Dr. 
> Nicola Towfigh und Irene Wiedenhöfer
> 
> Herausgegeben von den Hilfsamtsmitgliedern von Deutschland
> Redaktion: Roland Zimmel
> 
> April 1994
> 
> Nach der englischen Ausgabe
> 
> Kenness of Vision
> 
> (c) 1994 The Continental Board of Counsellors
> for the Protection an Propagation
> of the Bahá'í Faith in Europe
> 
> Hergestellt und Vertrieben von
> The Bahá'í Publishing Trust
> 27 Rutland Gate
> London SW 7 1PD
> 
>  
> 	"An diesem Tag ist alles erwägenswert, was die Blindheit 
> mindert und die Sehkraft stärkt. Solche Sehkraft ist der 
> Träger wahren Wissens und sein Führer. In der Tat beruht 
> nach Ansicht der Weisen Urteilskraft auf scharfer Sehkraft.
> 
> Bahá'u'lláh, Botschaften aus 'Akká, Kap. 4:9 
> 
> Inhaltsverzeichnis
> 
> Teil 1	Unterlagen zusammengestellt vom Internationalen Lehrzentrum zu 
> den weltweiten Hilfsamtskonferenzen Januar/Februar 1992
>   
> 	*	Heiligkeit..................................................6
> 	*	Betreuung des Einzelnen und der Gemeinde...................11
> 	*	Der Örtliche Geistige Rat: Eine neue Schöpfung.............16
> 
> 	*	Visionen des Wachstums vermitteln, Strategien
> 		entwickeln, Aktionslinien erstellen und
> 		Dienstergebenheit entwickeln...............................21
> 
> Teil 2	Über das Lehren - Briefe des Internationalen Lehrzentrums
> 
> 	* 	Was alles zum Lehren gehört................................28
> 	*	Kleine Lehrprojekte........................................32
> 	*	Lehrinstitute..............................................34
> 	*	Sucher einladen, dem Glauben beizutreten...................41
> 
> Teil 3	Über die Jugend............................................44
> 
> Teil 4	Über Frauen................................................57
> 
> Teil 5 	Über Kinder................................................63
> 
> Teil 6 	Über die Fonds des Glaubens................................66
> 
> Teil 7	Der Dreijahresplan - Brief des Internationalen Lehrzentrums
> 		vom 17. November 1992 an alle Berater
> 
> 	*	Die Steigerung der Glaubenskraft des einzelnen Gläubigen...75
> 	*	Die Bedeutung der Entwicklung des menschlichen
> 		Potentials der Sache.......................................82
> 	*	Die Pflege der korrekten Arbeitsweise der örtlichen und 
> 		nationalen Institutionen...................................86
> 
> Teil 8	Assistenten der Hilfsamtsmitglieder
> 
> 	*	Die Rolle der Hilfsamtsmitglieder bei der Zusammenarbeit
> 		mit Assistenten............................................92
> 	*	Assistenten der Hilfsamtsmitglieder........................96
>  
> 
> Teil 1
> 
> Unterlagen zusammengestellt vom 
> Internationalen Lehrzentrum
> zu den weltweiten Hilfsamtskonferenzen
> Januar/Februar 1992
> 
> * Heiligkeit
> 
> * Betreuung des Einzelnen und der Gemeinde
> 
> * Der örtliche Geistige Rat: eine neue Schöpfung
> 
> * Visionen des Wachstums vermitteln, Strategien
> 	entwickeln, Aktionslinien erstellen und 
> Dienstergebenheit einflößen
> 
> Heiligkeit
> 
> 	Gott wünschte erkannt zu werden und ließ durch einen Akt Seines Willens alles Sein in Erscheinung treten. Die 
> Zeichen Gottes gibt es überall, und das Heilige wird in der ganzen Schöpfung widergespiegelt. Alles Sein strahlt ein Zeichen 
> Gottes wider und der Mensch kann potentiell alle Zeichen Gottes widerspiegeln. Die Religion bemüht sich, den Einzelnen zu 
> erziehen und die Gesellschaft voranschreiten zu lassen, indem sie das aufzeigt, was Gottes ist und eine Vision Seiner alldurch-
> dringenden Macht und Allgegenwart schafft. Der Mensch darf das Heilige nicht entweihen, sondern muß sich ihm hingeben und 
> ihm sein Leben weihen.
> 
> 	Wir sind mit der Fähigkeit ausgestattet, das Heilige in seiner Universalität, in seinem individuellen Ausdruck in der 
> Welt des Seins und in der Natur und in den Herzen der Menschen zu erkennen. Der Akt der Erkenntnis setzt schöpferische 
> Kräfte frei, die uns mit der Quelle aller Dinge in Verbindung bringt und uns ermächtigt, uns selbst zu geistigen Wesen zu 
> wandeln, Gott anzubeten und der Menschheit reine Handlungen des Dienstes darzubringen. Unsere Verbindung mit dem 
> Heiligen durch das schöpferische Wort erhöht unsere geistigen Kräfte und unsere Wirksamkeit bei der Erfüllung unserer 
> Verantwortung.
> 
> 	Die Bahá'í sind dazu aufgerufen, ihre Fähigkeiten dazu zu nutzen, das Heilige in allen Dingen zu erkennen und zu 
> ehren. Diese Erkenntnis drückt sich aus in der Kunst, in der Musik, in der Dichtung, in der Literatur und den Berufen, in 
> unserer Haltung gegenüber der Umwelt und der Wissenschaft und vor allen Dingen durch das Lehren, durch gute Taten, durch 
> Handlungen des Mitgefühls und durch Dienst an der Menschheit. Das Heilige Jahr erinnert uns in begeisternder Weise an das 
> Heilige. Die Begeisterung und der Geist, die das Heilige Jahr umgeben, bieten den Beratern, den Hilfsamtsmitgliedern und ihren 
> Assistenten eine einmalige Gelegenheit, den Freunden zu helfen, höhere Stufen der Ergebenheit und der Hingabe an die Sache 
> Gottes zu erreichen.
> 
> Erkenntnis der Offenbarung
> 
> 	Die Größe und Einzigartigkeit Gottes als unseren Schöpfer zu erkennen und Sein Heiliges Wort zu 
> erfassen - das ist Sinn und Zweck unseres Lebens und die Quelle geistiger Befähigung.
> 
> 1.	"Diese Heiligen haben weiter verkündet, wenn Er, der der Tagesanbruch der vielfältigen Gnade Gottes 
> ist, sich offenbart, werden alle Propheten und Boten und mit ihnen der Qá'im sich im Schatten des heiligen 
> Banners versammeln, das der Verheißene hissen wird. Diese Stunde ist nun gekommen. ... Der erlesene 
> Wein Seiner Offenbarung ist an diesem Tage und in Seinem Namen, der Selbstgenügende, entsiegelt. Seine 
> Gnadenfülle ergießt sich über die Menschen. Fülle deinen Becher und trinke daraus in Seinem Namen, der 
> Heiligste, der Allgepriesene."
> Bahá'u'lláh , Ährenlese Seite 15
> 
> 2.	"Gebe Gott, daß du mit durchdringender Schau in allen Dingen das Zeichen der Offenbarung des 
> Altehrwürdigen Königs wahrnehmst und erkennest, wie erhaben und geheiligt über die ganze Schöpfung 
> dieses hehrste, heiligste Wesen ist. Das ist in Wahrheit die eigentliche Wurzel und der Kern des Glaubens an 
> die Einheit Gottes. `Gott war allein; es war keiner neben Ihm.` Er ist jetzt, was Er immer gewesen ist. Es 
> gibt keinen Gott außer Ihm, dem Einen, dem Unvergleichlichen, dem Allmächtigen, dem Höchsterhabenen, 
> dem Größten.
> Bahá'u'lláh , Ährenlese S. 168
> 
> 3.	"Sinne nach über das, was herniedergeströmt ist vom Himmel des Willens deines Herrn, des Quells 
> aller Gnade, damit du die gewollte Bedeutung begreifst, die in den geweihten Tiefen der Heiligen Schriften 
> verwahrt ist."
> Bahá'u'lláh , Botschaften aus `Akká, Seite 168
> 
> 4.	"Der Mensch ist wie ein Baum. Wenn ihn Früchte schmücken, war und ist er allezeit des Lobes und 
> des Preises würdig. ...Das Wasser für diese Bäume ist das Lebenswasser der heiligen Worte, welche die 
> Geliebten der Welt 
> äußern.
> Bahá'u'lláh , Botschaften aus `Akká, Seite 285
> 
> Die Antwort auf die Offenbarung
> 
> 	Unsere Reaktion auf das, was Gottes ist, sollte durch die Eigenschaften der Zuneigung, des 
> Gehorsams, der Demut und der Loslösung geprägt sein.
> 
> 5.	"Gepriesen seiest Du, o mein Gott! Ich flehe zu Dir bei ihnen, die den Thron Deines Willens 
> umkreisen und sich erhoben haben in die Sphäre Deines Wohlgefallens, und die sich mit all ihrer Liebe dem 
> Horizonte Deiner Offenbarung, dem Tagesanbruch Deiner Erleuchtung und dem Aufgangsort Deiner 
> Namen zuwandten - hilf Deinen Dienern, das zu befolgen, was Du ihnen in Deinen Tagen befohlen hast - 
> Befehle, durch die sich die Heiligkeit Deiner Sache unter Deinen Dienern erweisen wird und diese 
> Angelegenheiten Deiner Geschöpfe und Deines Reiches in Ordnung kommen werden."
> Bahá'u'lláh , Gebete und Meditation S. 29
> 
> 6.	"Wie verwirrend ist für mich, bedeutungslos wie ich bin, der Versuch, die geheiligten Tiefen Deines 
> Wesens auszuloten! Wie vergeblich ist mein Bemühen, mir das Ausmaß der Macht vorzustellen, die Deinem 
> Werk, der Offenbarung Deiner schöpferischen Kraft, innewohnt!"
> Bahá'u'lláh , Ährenlese Seite 59
> 
> 7.	"O Sohn des Menschen! Es erstrahlt das Licht auf dich vom Horizont des heiligen Berges, und der 
> Geist der Erleuchtung weht um den Sinai deines Herzens. Befreie dich von den Schleiern eitler 
> Einbildungen und betritt Meinen Königshof, auf daß du bereit werdest zu ewigem Leben und würdig der 
> Begegnung mit Mir. Sorgen, Kummer und Tod werden dir dann nichts anhaben."
> Bahá'u'lláh , Verborgene Worte, arab. Nr. 63
> 
> Rechtleitung durch Offenbarung
> 
> 	Gottes Offenbarung setzt den Maßstab für Worte und Taten des Menschen und lenkt sein Tun. Sie 
> ermöglicht es ihm, die Lehren zu verbreiten und die Herzen durch die Bindung an Gott zu beeinflussen, 
> sein eigenes Leben zu verändern und der Menschheit zu dienen.
> 
> 8.	"In Seinem Heiligsten Buch erklärt Bahá'u'lláh: 'Bei Meinem Leben! Wüßtet ihr, was Wir für euch 
> wünschten, als Wir Unsere heiligen Gesetze offenbarten, so würdet ihr euere Seelen aufopfern für diese 
> heilige, mächtige, erhabene Sache.'" 
> Universales Haus der Gerechtigkeit, Einführung zur Inhaltsübersicht und systematische 
> Darstellung des Kitáb-i-Aqdas, S. 20
> 
> 9.	Was Er sich an diesem Tage vorbehalten hat, sind die Städte der Menschenherzen, und die Geliebten 
> Dessen, der die höchste Wahrheit ist, sind an diesem Tage wie die Schlüssel zu ihnen. Gebe Gott, daß sie 
> befähigt werden, durch die Macht des Größten Namens die Tore dieser Städte aufzuschließen."
> Bahá'u'lláh , Ährenlese Seite 211
> 
> 10.	"Was Er sich vorbehielt, sind die Städte der Menschenherzen, damit Er sie von aller irdischen 
> Befleckung rein mache und sie befähige, dem geheiligten Orte zu nahen, den die Hände der Ungläubigen 
> niemals entweihen können. Öffne, o Volk, die Stadt des Menschenherzens mit dem Schlüssel deiner Rede."
> Bahá'u'lláh , Ährenlese Seite 264
> 
> 11.	"Es gebührt den Handwerkern und Könnern der Welt, in jedem Augenblick tausendfältige Zeichen 
> der Dankbarkeit an der Heiligen Schwelle zu opfern und sich in höchstem Maße zu bemühen und eifrig 
> ihrem Beruf nachzugehen, so daß ihre Anstrengungen das hervorbringen, was die größte Schönheit und 
> Vollkommenheit in den Augen aller Menschen aufweist."
> 
> 'Abdu'l-Bahá, Selections from the Writings of 'Abdu'l-Bahá
> (Haifa: Bahá`í World Centre 1982), Seite 145 unüberprüfte Übersetzung
> 
> 12.	"...Wir fühlen uns dazu gedrängt, dies Ihrer Aufmerksamkeit anheimzugeben, damit Sie, wenn Sie es 
> für geraten halten, den durch Sie Ernannten nahelegen können, daß es nicht nur von großer Wichtigkeit ist, 
> mit den Pionieren in Verbindung zu bleiben, sondern ihnen auch zu helfen auszuharren und sie darauf 
> hinzuweisen, wie heilig ihre Verantwortung ist und welch eine große geistige Niederlage es wäre, wenn sie 
> ihren Posten aufgeben, wenn die Möglichkeit bestünde, dort zu bleiben."
> (Aus einem Brief vom 2. Mai 1954, geschrieben im Auftrage des Hüters an die
> Hände der Sache, zitiert in The Continental Boards of Conselors, a compilation by the 
> National Spiritual Assembly of the United States 
> (Wilmette; Bahá`í Publishing Trust, 1981), Seite 23)
> 
> 13.	"Aber ehe die Mehrheit des Rates zu einer Entscheidung kommt, ist es nicht nur das Recht, sondern 
> die heilige Verpflichtung jedes Mitgliedes, frei und offen seine Ansichten zu äußern, ohne befürchten zu 
> müssen, daß Mißfallen oder Entfremdung bei einem der übrigen Mitglieder entsteht."
> (Aus einem Brief vom 28.Oktober 1935, geschrieben im Auftrage von Shoghi Effendi an einen 
> Gläubigen,
> zitiert in Hornby, Helen, comp: Lights of Guidance; A Bahá`í Reference File,
> (New Dehli: Bahá`í Publishing Trust, 1988) Seite 177) 
> 
> Anwendung der Offenbarung
> 
> 	Gottesdienst äußert sich durch Studium, Verbreitung und Schutz Seiner Sache, unvoreingenommenes 
> und vorbehaltloses Festhalten an Seinen Gesetzen und volle Hingabe an die Förderung der Wohlfahrt der 
> menschlichen Rasse.
> 
> 14.	"...Hilfsamtsmitglieder ..., die Erfüllung ihrer doppelten und heiligen Pflichten den Glauben zu 
> schützen und die Lehrtätigkeiten voranzutreiben."
> (Aus einem Brief vom April 1954, geschrieben von Shoghi Effendi an Nationaltagungen, zitiert 
> in
> The Continental Boards of Counselors, S. 22-23)
> 
> 15. 	"Unter den ersten der großen Prinzipien, die durch Ihn offenbart wurden, ist die Untersuchung der 
> Wirklichkeit. Das bedeutet, daß jedes einzelne Glied der Menschheit aufgefordert ist und ihm befohlen 
> wurde, alle abergläubischen Glaubensvorstellungen, alle Traditionen und blinden Nachahmungen der von 
> den Vorfahren übernommenen Religionsformen beiseite zu lassen und selbst die Wirklichkeit zu 
> untersuchen. Da die grundlegende Wirklichkeit eine ist, werden alle Religionen und Nationen der Welt eines 
> werden, wenn sie diese Wirklichkeit untersuchen. Die Verkündigung dieses Prinzips findet sich in keinem 
> der Heiligen Bücher der Vergangenheit."
> ('Abdu'l-Bahá, The Promulgation of Universal Peace: Ansprachen gehalten von 'Abdu'l-Bahá
> während Seines Aufenthalts in Amerika und Kanada von 1912
> (Wilmette: Bahá`í Publishing Trust, 1982), Seite 433
> 
> 16.	"Er hat auch das Prinzip verkündet, daß die ganze Menschheit erzogen werden müßte und daß es 
> nicht zugelassen werden darf, daß es Analphabetentum gibt. Dieses praktische Hilfsmittel für die Nöte der 
> Welt kann man in keinem Text der anderen Heiligen Bücher finden."
> The Promulgation of Universal Peace, Seite 435
> 
> 17.	"Außerdem erklärt Bahá'u'lláh, daß alle Formen des Vorurteils unter der Menschheit aufgegeben 
> werden müßten und daß solange bestehende Vorurteile nicht restlos beseitigt werden, die Menschenwelt 
> keinen Frieden, keinen Wohlstand und keine Ruhe erreichen kann noch erreichen wird. Dieses Prinzip kann 
> in keinem anderen Heiligen Buch als nur in den Lehren Bahá'u'lláhs gefunden werden."
> The Promulgation of Universal Peace, Seite 434
> 
> 18.	"Gehorsam den Anweisungen und Befehlen des Staates gegenüber ist tatsächlich die heilige 
> Verpflichtung eines jeden wahren und loyalen Bahá`í. Sowohl Bahá'u'lláh wie auch 'Abdu'l-Bahá haben uns 
> alle gedrängt, gegenüber den politischen Autoritäten unseres jeweiligen Landes ehrerbietig und loyal zu sein."
> Aus einem Brief v. 11. Februar 1934, geschrieben im Auftrage Shoghi Effendis an einen 
> Gläubigen,
> zitiert in The Light of Divine Guidance (Hofheim-Langenhain: Bahá`í-Verlag, 1982) Seite 54
> 
> Die Fonds des Glaubens
> 
> 	Durch Opfer und Spenden verwirklichen wir das Heilige in der Schöpfung; was geopfert wird, gehört 
> Gott und ist deshalb heilig.
> 
> 19.	"...Bahá`í Fonds ... Es ist die heilige Verpflichtung eines jeden verantwortungsbewußten und treuen 
> Dieners Bahá'u'lláhs, der den Fortschritt Seines Glaubens ersehnt, frei und großzügig zum Wachstum des 
> Fonds beizutragen."
> Shoghi Effendi, aus einem Brief vom 12. März 1923, in Bahá`í Administration: Selected Messages 
> 1922-1932
> (Wilmette; Bahá`í Publishing Trust, 1974), Seiten 41 - 42)
> 
> 20.	"Die Gesegnete Schönheit - möge mein Leben für Ihren Staub geopfert werden - hat mit Ihrem 
> entschiedenen Wort hervorgehoben, daß in den das uqúq betreffenden Frage äußerste Ehrlichkeit walten 
> muß. Das Gesetz des Huqúq ist heilig."
> 
> 'Abdu'l-Bahá, zitiert nach der Textzusammenstellung uqúqu'lláh, deutsche Fassung 1987, Seite 
> 29
> 
> Betreuung des Einzelnen und der Gemeinde
> 
>  	Das Universale Haus der Gerechtigkeit hat der Bahá`í-Welt versichert, daß die Möglichkeit für 
> sofortigen Fortschritt auf dem Gebiet des Lehrens unmittelbar gegeben ist. Dieser Fortschritt muß von 
> einem Reifeprozeß der Institutionen des Glaubens begleitet sein. Aber das Erreichen dieses Fortschritts 
> wird von der rückhaltlosen Unterstützung der Gläubigen abhängig sein, die jetzt überall zu einer neuen 
> Bewußtheit über die ungewöhnlichen Möglichkeiten und die Dringlichkeit der Zeit erwachen.
> 
> 	Die vierte Epoche des Gestaltenden Zeitalters begann 1986. Die geistigen, intellektuellen und sozialen 
> Prozesse, die zu dieser Epoche gehören, verlangen eine ständige Pflege sowohl des Einzelnen wie auch der 
> Gemeinde. Eines hängt vom anderen ab und die Institutionen müssen für ihr wechselseitiges Vor-
> anschreiten sorgen. Die Seelen müssen umgestaltet und neue Formen des Gemeindelebens entwickelt 
> werden.
> 
> 	Geistige Führerschaft, die durch opfervollen Dienst und ergebene Tätigkeit erreicht wird, ist jetzt 
> erforderlich. Durch überströmende Liebe können die Mitglieder der Institutionen jetzt eine Einheit 
> erreichen und pflegen, die einen Erfolg nach dem anderen erbringen wird. Die erhabene Körperschaft hat 
> den Beratern mit Nachdruck nahegelegt, daß ihre Aufgabe das ganze Leben des Glaubens betrifft und daher 
> entscheidend ist: "... durch ihre Hilfsamtsmitglieder und deren Assistenten müssen Sie die örtlichen Gei-
> stigen Räte stärken und aufrichten und überall den Geist der Gläubigen wachrütteln und ihre Vision 
> erweitern." 
> 
> 	Wenn wir auf diese Aufforderung, die Einzelnen und die Gemeinden zu pflegen, reagieren, so müssen 
> wir uns ständig den machtvollen Aufruf 'Abdu'l-Bahás an die Hände der Sache Gottes vor Augen halten, 
> "...die göttlichen Düfte zu verbreiten, die Menschenseelen zu erbauen, die Bildung zu fördern, alle Menschen 
> zu bessern und allezeit in jeder Lage von Irdischem geheiligt und gelöst zu sein."  Diese Arbeit muß 
> ausgeweitet werden, wir müssen lernen, wie wir ihr Gestalt geben, wie wir den Geistigen Räten Hilfestellung 
> leisten und wie wir die Entwicklung der Gemeinden vorantreiben. Um das zu tun, müssen die großen 
> Kräfte, die in den Herzen der Gläubigen liegen, freigesetzt werden.
> 
> Die Elemente des Betreuungsprozesses
> 
> Die Herzen erquicken
> 
> 1.	"O Mein Name! Die Rede muß die Kraft der Eindringlichkeit besitzen. Ist sie dieser Eigenschaft 
> beraubt, übt sie keinen Einfluß aus. Und dieser durchdringende Einfluß hängt davon ab, daß der Geist rein 
> und das Herz makellos ist. Desgleichen bedarf die Rede der Mäßigung; ohne sie ist der Hörer außerstande 
> die Rede zu ertragen, vielmehr bekundet er von Anfang an Widerspruch. Und die Mäßigung wird dadurch 
> erlangt, daß man die Rede mit den Zeichen göttlicher Weisheit mischt, wie sie in den heiligen Büchern und 
> Sendbriefen verzeichnet sind. Wenn eines Menschen Rede dergestalt in ihrer Wesenheit mit diesen beiden 
> Grunderfordernissen ausgestattet ist, wird sie sich als ungemein wirksam erweisen und das beste Mittel für 
> die Wandlung der Menschenseelen sein. Das ist die Stufe höchsten Sieges und himmlischer Herrschaft. Wer 
> sie erreicht, ist mit der Macht belehnt, die Sache Gottes zu lehren und der Menschen Herzen und Gemüter 
> zu besiegen."
> (Bahá'u'lláh , Botschaften aus Akká, Seite 226f)
> 
> 2.	"O Mein Name! Gib allem Erschaffenen erneut zu trinken von diesem Kelche, der die Meere 
> aufbranden ließ. Entfache sodann in den Herzen die Feuerlohe, die dieser Rote Baum entzündet hat, damit 
> sich alle erheben, Seinen Namen unter den Anhängern aller Glaubensrichtungen zu preisen und zu verherr-
> lichen."
> (Bahá'u'lláh , Botschaften aus Akká, Seite 224)
> 
> 3.	"Versammelt euch in größter Freude und Verbundenheit und lest die Verse, die der barmherzige Herr 
> offenbarte. So werden sich die Tore zu wahrer Erkenntnis vor eurem inneren Wesen auftun, und ihr werdet 
> fühlen, wie sich eure Seelen mit Standhaftigkeit, eure Herzen mit strahlender Freude füllen."
> Bahá'u'lláh , zitiert in `Den Glauben vertiefen`, Seite 8, eine Zusammenstellung von der 
> Forschungsabteilung im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit)
> 
> Die Ergebenheit steigern
> 
> 4.	"Wo immer die Geliebten Gottes sich versammeln und wem immer sie begegnen, sie müssen in ihrer 
> Haltung vor Gott und in der Art, wie sie Seinen Ruhm und Seine Ehre preisen, solche Demut und 
> Ergebenheit zeigen, daß jedes Staubatom unter ihren Füßen die Tiefe ihrer Ergebenheit bezeugt. Das Ge-
> spräch, das diese heiligen Seelen führen, sollte von solcher Kraft erfüllt sein, daß eben diese Staubatome 
> unter seinem Einfluß erbeben.
> Bahá'u'lláh , Ährenlese, S. 10f.
> 
> 5.	"Du erweisest wahrlich der Sache Gottes jetzt einen großen Dienst bei ihrer Begründung, da die 
> Förderung Seiner Religion, die Erweckung des Volkes, die Verbreitung der göttlichen Lehren und die 
> Erziehung der Menschheit den Eckpfeiler ihres Bauwerkes bilden. All dies hängt davon ab, daß die Freunde 
> in der Lehrarbeit geschult sind. Ich flehe zu Gott, du mögest binnen kurzer Zeit fähig sein, die Kinder des 
> Paradieses Abhá mit den göttlichen Geheimnissen und Wahrheiten vertraut zu machen und die Schleier 
> eitlen Wahns zu zerreißen, damit jedes von ihnen ein gewandter Redner wird und viele andere zur Sache 
> Gottes führen kann. Dann wird der Strom himmlischer Gnadengaben offenbar werden, die unsichtbaren 
> Heerscharen des Königreiches, gerüstet mit überzeugenden Zeichen und Beweisen, werden die Men-
> schenherzen in ihrer innersten Wirklichkeit, ihrem Kernbereich erobern, wie ein einziges Samenkorn, das 
> sich zu sieben Ähren entfaltet."
> 'Abdu'l-Bahá, zitiert in `Den Glauben vertiefen`, Seite 19
> 
> Entwicklung eines guten Charakters fördern
> 
> 6.	"Lenkt eure Aufmerksamkeit ohne Unterlaß auf das, was das Wort Gottes erhöht. In dieser Größten 
> Offenbarung gelten edle Werke und rühmliche Eigenschaften als die Heerscharen Gottes, desgleichen Sein 
> seliges, Sein heiliges Wort. Diese Heerscharen sind ein Magnet für die Menschenherzen, ein Schlüssel für alle 
> Türen. Von allen Rüstungen in der Welt ist dies die wirksamste." 
> Bahá'u'lláh , Botschaften aus `Akká, Seite 284
> 
> 7.	"Halte die Bewohner dortzulande ab von herausfordernden Handlungen, von Hader, Streit und allem 
> was sonst Unruhe stiftet. Rühmlich ist heutzutage die Verbreitung der Sache Gottes. Wollten sich zum 
> Beispiel diejenigen Leute, die gewisse Ziele verfolgen, dem Lehren der Sache Gottes hingeben, so währen 
> alle, die dortzulande wohnen, binnen kurzem mit dem Mantel des Glaubens bekleidet."
> Bahá'u'lláh , Botschaften aus `Akká, S. 226
> 
> Den Heiligen Geist anziehen
> 
> 8.	"Es gibt bestimmte Pfeiler, die als unerschütterliche Stützen des Glaubens Gottes errichtet sind. Die 
> mächtigsten Pfeiler sind Bildung, der Gebrauch des Verstandes, die Erweiterung des Bewußtseins, die 
> Einsicht in die Wirklichkeiten des Weltalls und in die verborgenen Geheimnisse des allmächtigen Gottes."
> 'Abdu'l-Bahá, Briefe und Botschaften Kap. 97,1
> 
> 9.	"Wer immer sich erhebt, um der Sache Gottes zu helfen, den werden wir über zehn mal zehntausend 
> Seelen siegreich machen, und sollte er in der Liebe zu Mir wachsen, so werden Wir ihn über alles im Himmel 
> und alles auf Erden triumphieren lassen."
> Bahá'u'lláh , zitiert in Shoghi Effendi, Messages to the Bahá`í World 1950 - 1957
> (Wilmette; Bahá`í Publishing Trust, 1971) Seite 362
> 
> 10.	"Erhebt euch mit ganzer Macht um dem Bündnis Gottes beizustehen und dient in Seinem Weinberg. 
> Seid zuversichtlich, daß Bestätigung euch gewährt werden wird.... Bei Gott, der Herr der Heerscharen ist 
> eure Stütze, die Engel des Himmels euer Beistand, der Heilige Geist euer Gefährte und der Mittelpunkt des 
> Bündnisses euer Helfer. Seid nicht nachlässig, sondern tätig und fürchtet euch nicht."
> 'Abdu'l-Bahá, Bahá`í World Faith; Selected writings of Bahá'u'lláh and 'Abdu'l-Bahá
> (Wilmette; Bahá`í Publishing Trust, 1971) , Seite 362
> 
> Liebe und Einigkeit unter den Freunden fördern
> 
> 11.	"Wenn du Seelen führen willst, ist es deine Pflicht standhaft zu sein, gut zu sein und unter allen 
> Umständen mit lobenswerten Attributen und göttlichen Eigenschaften ausgestattet zu sein. Sei ein Zeichen 
> der Liebe, eine Manifestation der Gnade, eine Quelle der Zartheit, sei liebevollen Herzens und gut zu allen 
> und freundlich zu den Dienern Gottes, aber besonders zu jenen, die mit dir verwandt sind, Männer wie 
> Frauen gleichermaßen. Ertrage alles Ungemach, das dir von den Menschen zugefügt wird und tritt ihnen nur 
> mit Freundlichkeit, mit großer Liebe und mit guten Wünschen entgegen."
> 'Abdu'l-Bahá, Tablets of 'Abdu'l-Bahá Abbas, Vol. III
> (Chicago Bahá`í Publishing Committee, 1930 printing) Seiten 619 - 620
> 
> 12.	"...Wir dürfen zwischen den einzelnen Mitgliedern der menschlichen Familie keinen Unterschied 
> machen. Wir dürfen keine Seele als unproduktiv und benachteiligt ansehen. Es ist unsere Pflicht, die Seelen 
> so zu erziehen, daß die Sonne der Gaben Gottes in ihnen widerscheinen möge, und das ist durch die Macht 
> der Einheit der Menschheit möglich. Je mehr Liebe unter den Menschen Ausdruck findet und je stärker die 
> Macht der Einheit ist, umso größer wird diese Widerspiegelung und Offenbarung sein, denn die größte 
> Gabe Gottes ist die Liebe. Liebe ist die Quelle aller Gaben Gottes. Ehe Liebe nicht vom Herzen Besitz 
> ergreift, kann keine andere göttliche Gnade in ihm offenbart werden."
> The Promulgation of Universal Peace, Seite 15
> 
> 13.	"Wann immer heilige Seelen, gestärkt von den Kräften des Himmels, sich mit solchen Tugenden des 
> Geistes erheben und Reihe um Reihe geschlossen vorwärtsstreben, wird jede dieser Seelen gleich einem 
> Tausend, und die brausenden Wogen dieses mächtigen Meeres werden den Bataillonen der himmlischen 
> Heerscharen gleich. Was für ein Segen wird das sein - wenn alle zusammenkommen wie vormals getrennte 
> Wildwasser, Flüsse und Bäche, Rinnsale und einzelne Tropfen. Sammeln sie sich an einem Platz, so bilden 
> sie ein mächtiges Meer. In solchem Ausmaß wird sich da die Unreinheit aller Menschen durchsetzen, daß die 
> Überlieferungen, Gewohnheiten, Gebräuche und Verschiedenheiten in dem wunderlichen Leben aller 
> Völkerschaften in den Hintergrund treten und verschwinden, wie einzelne Tropfen vergehen, sobald das 
> große Meer der Einheit braust und wallt und wogt."
> 'Abdu'l-Bahá, Briefe und Botschaften, Kap. 207,3; Bahá`í-Verlag, Hofheim Langenhain 1992
> 
> Die Beziehung zwischen den einzelnen Freunden und 
> den Institutionen mit dem Geist des Glaubens 
> erfüllen
> 
> 14.	"Nimm den Kelch des Testaments in deine Hand; hüpfe und tanze in Ekstase in der triumphalen 
> Prozession des Bündnisses die pulsierende Kraft in den Arterien des Körpers der Welt ... jener Geist, 
> welcher die Ursache des Lebens ist. Wer immer durch diesen Geist belebt wird, in ihm wird die Frische und 
> Schönheit des Lebens offenbar, er wird mit dem Heiligen Geist getauft, er ist wiedergeboren, er ist frei von 
> Bedrückung und Tyrannei, von Unachtsamkeit und Härte, die den Geist abtöten und er erreicht ewiges 
> Leben."
> 
> "Preise Gott, daß du fest im Bündnis und Testament stehst und daß du dein Antlitz der Leuchte der Welt, 
> Seiner Erhabenheit Bahá'u'lláh, zuwendest."
> 'Abdu'l-Bahá, zitiert in Star of the West, Vol. 14, No. 7, Oktober 1923, Seite 225
> 
> 16.	"Deshalb müssen die Geliebten Gottes diesen Baum der Hoffnung mit den Wassern ihres ganzen 
> Strebens fleißig nähren und pflegen. In welchem Land sie auch leben, laßt sie aus ganzem Herzen Freunde 
> und Gefährten sein für alle, die ihnen nahe stehen oder ferne sind. Laßt sie mit himmelsgleichen Eigen-
> schaften die Institutionen Gottes und Seine Religion fördern. Laßt sie nie den Mut verlieren, nie verzweifeln, 
> nie sich niedergeschlagen fühlen. Je mehr Widerstand sie begegnen, desto mehr laßt sie ihren festen Glauben 
> zeigen; je mehr Schmerz und Trübsal auf sie kommen, desto freigebiger laßt sie allen den Kelch der 
> Großmut reichen. Das ist der Geist, der der Welt neues 2Leben gibt, das ist das weithin strahlende Licht in 
> seinem Wesenskern. Wer anders ist oder anders handelt, ist es nicht wert, an der Heiligen Schwelle des 
> Herrn zu dienen."
> 'Abdu'l-Bahá, Briefe und Botschaften Kap. 6,13
> 
> 17.	Ein anderer wertvoller Dienst, den die Mitglieder des Hilfsamtes und ihre Assistenten sehr gut leisten 
> können, besteht darin, in den Herzen aller Gläubigen eine Liebe für die Institutionen des Glaubens zu 
> wecken und zu entwickeln, nicht nur deswegen, weil diese Institutionen von Bahá'u'lláh verordnet sind, 
> sondern auch deswegen, weil diese Liebe eine der Voraussetzungen dafür ist, daß Menschen in großer Zahl 
> sich dem Glauben anschließen. Shoghi Effendi schrieb, daß:
> 
> 	"Ohne den Geist wahrer Liebe zu Bahá'u'lláh, zu Seinem Glauben und Seinen Institutionen und der 
> Gläubigen zueinander, kann niemals eine große Zahl von Menschen zum Glauben geführt werden."
> Aus einem Brief vom 25. Oktober 1949, geschrieben im Auftrage Shoghi Effendis an einen 
> Gläubigen,
> zitiert in Compilation of Compilations, Band II, Seite 315)
> 
> DER ÖRTLICHE GEISTIGE RAT
> EINE NEUE SCHÖPFUNG 
> 
> 	Wenn wir uns dessen bewußt werden, ein wie kostbares Geschenk Gottes die Institution des Örtlichen Geistigen Rates 
> ist, ja, daß er der Angelpunkt innerhalb der Weltordnung Bahá'u'lláhs ist, dann werden wir sicher danach streben, unsere Räte 
> zu errichten, sie zu pflegen und zu erhalten und werden bereitwillig jede Anstrengung unternehmen, damit sie richtig funk-
> tionieren und geschützt werden.
> 
> 	Obgleich die Hilfsamtsmitglieder nicht in der Verwaltung der Gemeindeangelegenheiten tätig sind, haben sie doch 
> eindeutig die Verantwortung zu erziehen und über die Administration des Glaubens und auch über die Beziehungen zwischen 
> den Einzelnen und den Institutionen zu informieren. Im Mittelpunkt dieser Verantwortung steht die Aufgabe, die Freunde 
> über das Bündnis zu unterrichten und dabei behilflich zu sein, in ihren Herzen Liebe für die Institutionen der Administrativen 
> Ordnung zu entwickeln. Diese Liebe äußert sich im Gehorsam dem örtlichen Geistigen Rat gegenüber und erzeugt den Wunsch, 
> alle Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen, die es dem Rat erlauben werden, seinen geheiligten Verpflichtungen nachzukommen. 
> Unter diesem Blickpunkt bekommt die Erziehung der Freunde in Bezug auf die Fonds des Glaubens eine besondere Bedeutung 
> zu, denn indem die Freunde großzügig spenden, unterstützen sie nicht nur die Institutionen, sondern machen in ihrer eigenen 
> geistigen Entwicklung Fortschritte.
> 
> 	Bei der Entwicklung der Gemeinde und der Stärkung des Örtlichen Geistigen Rates muß besonders Nachdruck auf das 
> Neunzehn-Tage-Fest gelegt werden, als "ein grundlegender Ausdruck des Gemeindelebens" in einem neuen Stadium der 
> Entwicklung. Hier können die Hilfsamtsmitglieder und ihre Assistenten Ideen übermitteln und Wege vorschlagen, wie das Fest 
> zu einem Mittelpunkt der Anziehung und zu einer Quelle Geistiger Nahrung für die Gemeinde werden kann.
> 
> 	Beratung ist ein Mittel, um das Gefüge der Bahá'í-Gemeinde zu sichern und zu stärken. Die Kraft und die 
> Wirksamkeit, die in der Beratung steckt, zeigt sich nicht automatisch, sondern wächst durch Übung und Erfahrung. Die 
> Hilfsamtsmitglieder helfen den Freunden, Beratung in der Familie, bei den Neunzehn-Tage-Festen und bei allen anderen 
> Gelegenheiten des Gemeindelebens zu entwickeln und zu benutzen. Wenn der örtliche Geistige Rat die Kunst der Beratung 
> beherrscht, so hat er den größten Schritt auf dem Weg des Reifeprozesses zurückgelegt.
> 
> Die Stufe des Örtlichen Geistigen Rates; 
> seine Pflichten und Aufgaben
> 
> 1.	"Eines der Heilmittel, die Bahá'u'lláh einer kranken Welt verordnet, ist der Geistige Rat (der in Zukunft 
> zu einem Haus der Gerechtigkeit werden wird); seine Mitglieder haben sehr heilige und schwere 
> Verantwortungen; seine Fähigkeit, die Gemeinde zu leiten, zu beschützen und ihren Mitgliedern zu helfen, 
> ist aber gleichfalls sehr groß."
> Aus einem Brief v. 30. Juni 1949, geschrieben im Auftrage Shoghi Effendis an den Nationalen 
> Geistigen Rat von Deutschland und Österreich, zitiert in "The Light of Divine Guidance S. 153) 
> 
> 2.	"Diesen Geistigen Räten ... steht der Geist Gottes bei. Ihr Schirmherr ist 'Abdu'l-Bahá. Er breitet Seine 
> Flügel über sie. Was gibt es für eine größere Gnade als diese? ... Diese Geistigen Räte sind leuchtende 
> Lampen und himmlische Gärten, aus denen die Düfte der Heiligkeit über alle Lande wehen, und die 
> Strahlen der Erkenntnis sich über alle erschaffenen Dinge ergießen. Von ihnen geht nach allen Seiten der 
> Odem des Lebens aus. Sie sind wahrlich zu allen Zeiten und unter allen Umständen die starken Quellen für 
> den menschlichen Fortschritt."
> 'Abdu'l-Bahá, zitiert in "Gott geht vorüber" (Bahá'í-Verlag Hofheim-Langenhain 1974), Seite 
> 378f
> 
> 3.	"Die Freunde sollten die Bahá'í-Administration niemals als einen Selbstzweck verkennen. Sie ist 
> lediglich das Werkzeug für den Geist des Glaubens. Diese Sache ist eine Sache, die Gott der Menscheit als 
> ein Ganzes offenbart hat. Sie soll dem ganzen Menschengeschlecht zugute kommen. Der einzige Weg, auf 
> dem sie das tun kann, ist, das Gemeinschaftsleben der Menschheit neu zu gestalten, und ebenso zu 
> versuchen, den einzelnen Menschen neu zu beleben. Die Bahá`í-Administration ist nur die erste Formge-
> bung dessen, was in der Zukunft zum Gesellschaftsleben, zu neuen Gesetzen des Gemeinschaftslebens 
> werden wird. ... wir (lernen) etwas überaus Schwieriges, aber überaus Wundervolles: wie man als Bahá`í-
> Gemeinschaft nach den herrlichen Lehren des Glaubens zusammenlebt."
> Aus einem Brief v. 14. Oktober 1941 im Auftrage Shoghi Effendis an einen Gläubigen, zitiert in 
> `Geistige Räte - Häuser der Gerechtigkeit`, Seite 32
> 
> 4.	"Satzung des Örtlichen Geistigen Rates"
> 	"Der Geistige Rat soll bei der Verwaltung dieser Körperschaft immer der Ideale gedenken, die in den 
> Heiligen Schriften des Bahá`í-Glaubens hinsichtlich der Beziehungen des Geistigen Rates zur Bahá`í-
> Gemeinde, der Bahá`í in der Gemeinde zueinander und der Bahá`í zu allen Nicht-Bahá`í ohne Vorurteil 
> gegen Rasse, Bekenntnis oder Nationalität hochgehalten werden. Der Geistige Rat soll deshalb seine heilige 
> Pflicht vor allem darin erkennen, voll und ganz die Einigkeit innerhalb der Bahá`í-Gemeinde zu erhalten, 
> den Kranken und Notleidenden zu helfen und sie zu trösten, den Armen und Verlassenen beizustehen, die 
> Waisen, Verkrüppelten und Betagten zu schützen, die Bahá`í-Kinder den höchsten religiösen Zielsetzungen 
> entsprechend zu erziehen, Zwistigkeiten und Meinungsverschiedenheiten unter den Mitgliedern der 
> Gemeinde beizulegen, die von Bahá'u'lláh geoffenbarten Grundsätze göttlicher Kultur und Zivilisation zu 
> verbreiten und in jedmöglicher Weise das Bahá`í-Ziel der Einheit der Menschheit zu fördern. Er soll treu 
> und ergeben die allgemeinen Bahá`í-Tätigkeiten und -Angelegenheiten unterstützen, die vom Nationalen 
> Geistigen Rat angeregt und geleitet werden. Er soll von ganzem Herzen mit anderen örtlichen Geistigen 
> Räten Deutschlands in allen Angelegenheiten zusammenarbeiten, die vom Nationalen Geistigen Rat als von 
> allgemeiner Wichtigkeit und als Bahá`í-Anliegen bezeichnet werden. Er soll sich strengstens jeglicher 
> unmittelbaren oder mittelbaren Handlungen oder Beeinflussungen enthalten, die eine Einmischung seitens 
> einer Bahá`í-Körperschaft in die Belange der öffentlichen Politik der staatlichen Autoritäten bedeuten 
> könnte. Er soll Verbindungen zwischen den Bahá`í Gemeinden beleben, Beglaubigungen für aus ... 
> wegreisende Bahá`í ausstellen und solche von anderen Bahá`í-Gemeinden überprüfen. Er soll seine Be-
> fugnisse als ein Mittel betrachten, um den Bahá`í und Nicht-Bahá`í zu dienen, nicht aber als Quelle 
> willkürlicher Macht. Der Geistige Rat soll unter Vorbehalt des geheiligten Rechtes letzter Entscheidung in 
> allen Angelegenheiten, welche die Bahá`í-Gemeinde betreffen, immer Ratschlag und Beratung bei allen 
> Mitgliedern der Gemeinde suchen, die Gemeinde in allen Dingen auf dem Laufenden halten und zu voller 
> und freier Aussprache über alle den Glauben berührende Fragen einladen."
> Treuhandschaftserklärung und Satzung, S. 30f, deutsche Fassung)
> 
> Die Beziehung des Hilfsamtes zu den Örtlichen 
> Geistigen Räten
> 
> 5.	"Autorität und Leitung geht von den Räten aus, während die Kraft, die Aufgaben zu erfüllen, 
> vorwiegend in der gesamten Körperschaft der Gläubigen liegt. Es ist die vordringliche Aufgabe der 
> Hilfsämter, bei der Erweckung und Befreiung dieser Kräfte mitzuhelfen."
> Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an die Kontinentalen Beraterämter und 
> die Nationalen Geistigen Räte vom 1. Oktober 1969, in Botschaften des Universalen Hauses der 
> Gerechtigkeit, Band II, 1968 - 1973, Seite 97
> 
> 6.	"Die Mitglieder der Hilfsämter sollten ihrerseits die Freunde durch Korrespondenz und Besuche 
> ermutigen - Einzelstehende ebenso wie Räte - und ihnen vor Augen führen, daß die Grundlage aller unserer 
> Tätigkeiten die Einheit ist; sie sollten die Freunde ermutigen, unter allen Umständen einig zu sein, so daß die 
> Arbeit mit der Bestätigung des Heiligen Geistes vorangehen kann. Die Mitglieder der Hilfsämter sollen 
> ebenso die Freunde ermutigen, freigebig zu den verschiedenen Fonds beizutragen, die errichtet wurden, da 
> die Fonds das Lebensblut der Gemeinde sind, und die Arbeit nicht vorangetragen werden kann, ohne daß 
> das Lebensblut dauernd in Umlauf ist."
> Aus einem Brief im Auftrage Shoghi Effendis an die Hände der Sache Gottes vom 7. Juni 1954, 
> zitiert in The Continental Boards of Counselors, Seite 24
> 
> Entwicklung des Örtlichen Geistigen Rates 
> und der Gemeinde
> 
> 7.	"Nur wenn die einzelnen Mitglieder des Örtlichen Geistigen Rates sich selbst in den grundlegenden 
> Wahrheiten des Glaubens und in der richtigen Anwendung der Prinzipien, die die Tätigkeit des Rates 
> bestimmen, vertiefen, wird diese Institution wachsen und ihr volles Potential entwickeln."
> Aus einem Brief vom 11. August 1970 vom Universalen Haus der Gerechtigkeit an alle Nationalen 
> Geistigen Räte, zitiert in Light of Guidance, Seite 43
> 
> 8.	"Der beste Rat ist jener, der die Fähigkeiten der einzelnen Gruppenmitglieder herauszustellen versteht 
> und sie damit beschäftigt hält, in der einen oder anderen Form aktiv daran teilzunehmen, den Glauben zu 
> lehren und die Botschaft zu verbreiten."
> Aus einem Brief vom August 1932 im Auftrage Shoghi Effendis an einen Gläubigen, zitiert in 
> Bahá`í News, Nr. 68, November 1932, Seite 3
> 
> 9.	"Die örtlichen Räte sollten den einzelnen Gläubigen Vertrauen einflößen, und diese wiederum sollten 
> ihre Bereitschaft zum Ausdruck bringen, sich völlig an die Entscheidungen und Anweisungen des örtlichen 
> Rates zu halten: beide Seiten müssen lernen, zusammenzuarbeiten und sich darüber klar zu werden, daß nur 
> durch Zusammenarbeit die Institutionen der Bahá`í-Sache bestmöglich ohne Unterbrechung wirksam sein 
> können. Der Gehorsam dem Örtlichen Geistigen Rat gegenüber sollte uneingeschränkt und rückhaltlos sein, 
> jene Körperschaft aber sollte ihre Anweisungen in solcher Weise geben, daß der Eindruck vermieden wird, 
> sie werde von diktatorischen Motiven beseelt. Der Geist der Sache Gottes ist ein Geist wechselseitiger 
> Zusammenarbeit, nicht ein Geist der Diktatur."
> Aus einem Brief vom 28. Oktober 1935 im Auftrage Shoghi Effendis an einen Gläubigen, zitiert 
> in `Geistige Räte - Häuser der Gerechtigkeit`, Seite 26f
> 
> Das Neunzehn-Tage-Fest
> 
> 10.	"Man kann dieses Fest mit seiner einzigartigen Kombination von Bräuchen sehr wohl als den 
> Höhepunkt eines großen historischen Entwicklungsprozesses ansehen, in dem grundlegende Bestandteile 
> des Gemeindelebens wie Andacht, Feste und andere Formen des Beisammenseins über riesige Zeitspannen 
> hinweg eine herrliche Annäherung erreicht haben. In diesem aufgeklärten Zeitalter bildet das 
> Neunzehntagefest die neue Stufe, zu der sich die grundlegenden Ausdruckformen des Gemeindelebens 
> emporentwickelt haben. Shoghi Effendi hat es als das Fundament der neuen Weltordnung bezeichnet, und 
> in einem in seinem Auftrag geschriebenen Brief wird darauf verwiesen, daß das Fest "ein fundamentales 
> Mittel dazu ist, engen und andauernden Kontakt unter den Gläubigen sowie zwischen ihnen und der 
> Körperschaft der von ihnen gewählten Vertreter in der örtlichen Gemeinde zu pflegen."
> 
> 	"Wenn das Neunzehntagefest zum gebührenden Erlebnis werden soll, ist außer dem Verstehen der 
> Grundidee auch die Vorbereitung des Festes selbst sowie auf das Fest nötig. Obwohl der Örtliche Geistige 
> Rat von der Verwaltung her für die Durchführung des Festes verantwortlich ist, beauftragt er oft einen 
> einzelnen oder eine Gruppe mit den Vorbereitungen. Diese Vorgehensweise steht im Einklang mit dem für 
> diesen Anlaß so wichtigen Geist der Gastfreundschaft. Die betreffenden Personen können Gastgeber sein, 
> und oft suchen sie Gebete und Texte für den Andachtsteil aus; sie können sich auch um das gesellige 
> Beisammensein kümmern. In kleinen Gemeinden ist es einfach, persönliche Gastfreundschaft zu 
> praktizieren, aber in großen Gemeinden können die örtlichen Geistigen Räte andere Wege für nötig halten, 
> die jedoch den Grundgedanken der Gastfreundschaft bewahren."
> Aus einem Brief vom 27. August 1989 des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, zitiert in The 
> Nineteen Day Feast, a compilation, London 1989, S. VIf
> 
> Beratung
> 
> 11.	"In allen Dingen muß beraten werden. Dieses solltest du nachdrücklich hervorheben, auf daß 
> Beratung von allen beachtet werde. Die Absicht dessen, was von der Feder des Höchsten offenbart wurde, 
> ist, daß Beratung unter den Freunden voll ausgetragen werde, da sie eine Ursache der Erkenntnis und des 
> Erwachens und eine Quelle des Guten und des Wohlergehens ist und immer sein wird."
> Bahá'u'lláh , zitiert in `Beratung`, eine Zusammenstellung der Forschungsabteilung im Auftrag 
> des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, Seite 4
> 
> 12.	"In diesem Glauben ist Beratung lebensnotwendig, aber eine geistige Beratung ist gemeint und nicht 
> einfach eine Äußerung persönlicher Ansichten."
> 'Abdu'l-Bahá, Promulgation of Universal Peace, Seite 7
> 
> 13.	"Die Frage der Beratung ist von äußerster Wichtigkeit und eines der mächtigsten Werkzeuge, um Ruhe 
> und Glück der Menschen zu fördern."
> 'Abdu'l-Bahá, zitiert in `Beratung`, Seite 11
> 
> 14.	"Der Zweck der Beratung ist, zu zeigen, daß die Ansichten verschiedener Menschen ganz gewiß der 
> eines einzelnen Menschen vorzuziehen sind, genauso wie die Kraft einer Anzahl Menschen 
> selbstverständlich größer ist als die Kraft eines einzelnen. So wird Beratung in der Gegenwart des All-
> mächtigen annehmbar und wurde den Gläubigen zur Pflicht gemacht, damit sie sich über alltägliche und 
> persönliche Dinge wie auch über Angelegenheiten allgemeiner und umfassender Natur beraten."
> 'Abdu'l-Bahá, zitiert in `Beratung`, Seite 13
> 
> 15.	"Bahá'u'lláh betont auch, wie wichtig die Beratung ist. Wir sollten nicht denken, daß diese lohnende 
> Methode, Lösungen zu finden, auf die administrativen Institutionen der Sache beschränkt ist. Beratung in 
> der Familie, bei der offen und frei gesprochen wird und die beseelt ist von der Erkenntnis, daß Mäßigung 
> und Ausgewogenheit notwendig sind, kann das Allheilmittel für häusliche Konflikte sein."
> Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit vom 1. August 1978 an einen 
> Gläubigen, zitiert in `Einheit der Familie`, Seite 46
> 
> 16.	"Es ist die Absicht zu betonen, daß Beratung das Ziel haben muß, die Wahrheit herauszufinden. Wer 
> seine Meinung äußert, sollte sie nicht als richtig hinstellen, sondern sie als einen Beitrag zum Konsens der 
> Meinung anbieten, denn das Licht der Wirklichkeit wird offensichtlich, wenn zwei Meinungen 
> aufeinandertreffen. Ein Funke wird erzeugt, wenn Stahl und Stein zusammenschlagen. Der Mensch sollte 
> seine Meinung mit äußerster Ernsthaftigkeit, Ruhe und Zurückhaltung abwägen. Ehe er seine eigene Ansicht 
> vorträgt, sollte er sorgfältig die schon geäußerten Meinungen der anderen berücksichtigen. Wenn er feststellt, 
> daß eine schon vorher geäußerte Ansicht der Wahrheit näher kommt und wertvoller ist, sollte er sie sofort 
> annehmen und nicht eigenwillig auf seiner eigenen bestehen. Durch diese vorzügliche Methode bemüht er 
> sich, zur Einheit und Wahrheit zu gelangen. Opposition und Spaltung sind beklagenswert ... Daher ist echte 
> Beratung eine geistige Konferenz in der Haltung und Atmosphäre der Liebe. Die Mitglieder müssen 
> einander im Geiste der Freundschaft lieben, damit gute Ergebnisse erzielt werden mögen. Liebe und 
> Freundschaft sind die Grundlage."
> Aus The Promulgation of Universal Peace, Seite 72 - 73
> 
> 17.	"Beratung verleiht tiefere Kenntnis und verwandelt Vermutung in Gewißheit. Sie ist ein strahlendes 
> Licht, welches in einer dunklen Welt den Weg weist und Führung gibt. Für alles gibt es und wird es immer 
> eine Stufe der Vollendung und Reife geben. Die Gabe der Einsicht zeigt ihre Reife in der Beratung."
> Bahá'u'lláh , zitiert in `Beratung`, Seite 3
> 
> Visionen des Wachstums vermitteln, Strategien entwickeln 
> Aktionslinien erstellen und Dienstergebenheit einflößen
> 
> Ein Arbeitspapier, erstellt vom Internationalen Lehrzentrum für die Hilfsamtskonferenzen im Januar und Februar 1992 mit 
> dem Thema:
> "Die Kraft des einzelnen freisetzen und die örtlichen und nationalen Bahá`í-Gemeinden aktiv werden lassen"
> (Gedanken über dieses Papier sind die gleichen wie in den vorherigen über Heiligkeit, 
> Betreuung des Einzelnen und der Gemeinde sowie der Örtliche Geistige Rat)
> 
> Visionen des Wachstums vermitteln, Strategien entwickeln, Aktionslinien erstellen und Dienstergebenheit 
> einflößen sind alles Aspekte, die den Gemeinden dazu helfen, Aktionspläne zu errichten und durchzuführen. 
> Ehe diese einzelnen Elemente der Planung und des Durchführungsprozesses jedoch untersucht werden, 
> wollen wir einige Worte über den Charakter von Gemeinschaftsaktionen sagen, besonders im 
> Zusammenhang mit dem Heiligen Jahr.
> 
> Die Macht konkreter, klar umrissener Tätigkeit
> 
> 	In ihren Bemühungen, die Fähigkeiten der Einzelnen freizusetzen und die örtliche Gemeinde aktiv 
> werden zu lassen, nutzen die Hilfsamtsmitglieder und ihre Assistenten die Macht des schöpferischen Wortes 
> und die Kraft ihrer eigenen Liebe zu den Freunden, um ihnen zu helfen, ihre Kenntnisse des Glaubens zu 
> vertiefen, das Verstehen zu fördern, Begeisterung anzufachen, zu motivieren und die Bande der Einheit zu 
> stärken und den Wunsch, nach Dienstbereitschaft zu entzünden. Dies ist jedoch nicht das ganze Ausmaß 
> ihrer Arbeit. Sie müssen auch dabei helfen, daß die Freunde ihre Liebe und ihr Verständnis in die Tat 
> umsetzen.
> 
> 	Die Notwendigkeit, würdige und angemessene Feiern des hundertjährigen Jahrestages des 
> Hinscheidens Bahá'u'lláhs zu organisieren, gibt den Hilfsamtsmitgliedern schon früh im Heiligen Jahr die 
> Gelegenheit, die Freunde in jeder örtlichen Gemeinde zusammenzurufen, damit sie sich ihrer konkreten 
> gemeinsamen Aufgabe widmen. Jedes Volk hat Traditionen, Fähigkeit und Mittel, sich in Erinnerung an ein 
> Heiliges Ereignis zu vereinen und es sollte möglich sein, dieses auch in der weitaus größten Zahl der 
> Großstädte, Kleinstädte und Dörfer auf der ganzen Welt zu tun, wo Bahá`í wohnen. Indem sie zu diesen 
> Erinnerungsfeiern ermutigen, können die Hilfsamtsmitglieder und ihre Assistenten den Gläubigen helfen, 
> aus einem heiligen und historischen Unternehmen geistige Kräfte zu schöpfen und die Vorbereitung für eine 
> Reihe von klar umrissenen Tätigkeiten zu schaffen, die den Namen Bahá'u'lláhs weit in ihrer ganzen 
> Umgebung verherrlichen.
> 
> 	Wenn das Jahrhundert des Hinscheidens Bahá'u'lláhs würdig begangen werden soll, besonders in jenen 
> Orten, wo die Gläubigen noch nicht sehr vertieft werden konnten, muß rechtzeitig vorher ein Fundament 
> gelegt werden. Es muß den Freunden dabei geholfen werden, ein Verständnis der Sendung Bahá'u'lláhs und 
> Seiner ruhmreichen Stellung zu gewinnen. Man muß ihnen weiter durch einen Beratungsprozeß helfen, zu 
> einer Entscheidung zu kommen, wie sie diesen Heiligen Jahrestag feiern wollen, und zwar in einer Art und 
> Weise, die ihre Liebe zu Bahá'u'lláh und ihre tiefsten Gefühle gegenüber dem Heiligen ausdrückt. Sie sollten 
> dazu ermutigt werden, diese Erinnerungsfeier auf ihre eigene Weise zu organisieren. Sie müssen ihre Hilfs-
> quellen zusammentragen, die Aufgaben unter sich verteilen und den starken Geist der Zusammenarbeit 
> hinzuziehen, der in den meisten Kulturen besteht. Die Ergebnisse eines solchen Prozesses werden sich sehr 
> deutlich von dem 
> 
> unterscheiden, was bei einem flüchtigen Besuch der Gemeinde erreicht werden könnte, während dem sie 
> nur an die Wichtigkeit der Gelegenheit erinnert und zu einer Gedenkfeier zusammengerufen werden.
> 
> 	Aufbauend auf diesem Geist, der durch die angemessene Gedenkfeier von Bahá'u'lláhs Hinscheiden 
> erzeugt worden ist, kann eine Reihe von konkreten Aktionen die Fähigkeit der Gemeinde erhöhen, die 
> heilende Botschaft Bahá'u'lláhs hinauszutragen. Natürlich wird die Art einer solchen Aktion von Gemeinde 
> zu Gemeinde verschieden sein und reicht von einem Besuch in einem benachbarten Dorf, um dort den 
> Glauben zu lehren, bis hin zu komplexen Proklamationsprojekten in Weltstädten. Die folgenden Themen 
> sind Vorschläge für Beratungspunkte um zu zeigen, in welcher Art Hilfsamtsmitglieder und ihre Assistenten 
> Gemeinschaftsaktionen fördern können. Die kurzen Aussagen nach jeder Überschrift sind dazu gedacht, 
> Gedanken zu erwecken und zur Diskussion anzuregen.
> 
>  1	Die Fähigkeit, den Freunden zu helfen, Einheit im Denken zu erreichen. Ein Konsens und eine 
> Einheit im Denken wird zuerst nicht bei Einzelheiten erreicht, sondern auf einer höheren Be-
> wußtseinsebene.  Ehe man einzelne Entscheidungen treffen kann, muß man über die Ziele, die Natur, 
> das Ausmaß der zu unternehmenden Aktionen eine allgemeine Einigung erzielen. Ein gemeinsamer 
> Wille muß dann als Ergebnis des Konsenses über die einzuschlagende Richtung geschaffen werden.
> 
>  2	Die Fähigkeit, eine "Lernatmosphäre" zu schaffen. Die Lernleistung vermeidet es, daß man nach 
> Regeln sucht, die streng befolgt werden müssen. Nach der Beratung werden Entscheidungen 
> durchgeführt, aber es wird im Auge behalten, daß die folgende Entwicklung beobachtet und darüber 
> nachgedacht werden muß. Dieses gemeinsame Nachdenken erfolgt unter Berücksichtigung der 
> Weisheit, die in den Schriften enthalten ist. In einer Lernatmosphäre ist die Angst vor Versagen 
> ausgeschaltet und man hilft den Freunden, sich auf die Leistungen und auf die neue Fähigkeit zum 
> Fortschritt, die sich aus dem Lernen ergibt, zu konzentrieren.
> 
>  3	Die Fähigkeit, die Leistungen der Institutionen zu erhöhen. Durch konkrete Aktionen ist es 
> möglich, langsam die Organisationsfähigkeit der Gemeinde aufzubauen, ihre Fähigkeit zur 
> Zusammenarbeit zu steigern, ihre Entscheidungsfreudigkeit zu erhöhen und die Entscheidung wir-
> kungsvoll durchzuführen. Die Stärkung eines Örtlichen Geistigen Rates hängt sowohl von der 
> Vertiefung ab wie auch von der zunehmenden Erfahrung, die sich aus konkreten Aktionen ergibt.
> 
>  4	Die Fähigkeit der Gemeinden gemeinsame Aktionen mit Freude und Begeisterung zu 
> verrichten. Begeisterung ist zu Anfang einer Aktivität leicht zu erzeugen, aber sie aufrecht zu erhalten, 
> erfordert Freude und Frohsinn. Unerfüllte Erwartungen führen zu gedämpfter Begeisterung. Es ist 
> daher wichtig, den Freunden dazu zu verhelfen, daß sie Freude und Befriedigung aus dem Dienst 
> selbst entnehmen, auch wenn er von wenigen geleistet wird und nicht so, wie es ursprünglich 
> vorgesehen war.
> 
> Die stärkende Auswirkung regelmäßiger Aktivitäten
> 
> 	Was oben in Bezug auf Aktionen im Zusammenhang mit dem Heiligen Jahr aufgezeigt worden ist, 
> deutet auf ein Grundprinzip der Gemeindeentwicklung hin. Ehe in den meisten Teilen der Welt eine 
> Gemeinde regelmäßige Aktivitäten durchführen kann, die das Bahá`í-Gemeindeleben charakterisieren, muß 
> erst ein Gefühl für die Gemeinschaft durch eine Reihe von wohldefinierten Aktionen aufgebaut werden, die 
> in einer bestimmten Zeit stattfinden und mit Sicherheit zu Erfolgen und zu konkreten Ergebnissen führen. 
> Wenn einmal die Fähigkeit der Gemeinde zu Aktionen bis zu einem gewissen Grade aufgebaut worden ist, 
> dann wird die Erfüllung der folgenden Bedingungen sicherstellen, daß weitere regelmäßige Aktivitäten auch 
> durchgehalten werden:
> 
> 	beständige Anwesenheit der Hilfsamtsmitglieder und Assistenten in der Gemeinde
> 
>  6	beständige Kommunikation zwischen dem Hilfsamtsmitglied, den Assistenten, den Freunden und dem 
> örtlichen Geistigen Rat
> 
>  7	beständige Bemühung, die Vision der Freunde über die Aufgabe der 
> 	Bahá`í-Gemeinde zu erweitern 
> 
>  8	beständige Aufmerksamkeit für die Entwicklung der menschlichen 
> 	Fähigkeiten, die Erziehung der Freunde, nicht nur in Bezug auf Konzept und Prinzipien, aber auch wie 
> man Aktivitäten wirkungsvoll durchführt
> 
>  9	beständige Aufmerksamkeit für das Studium der Heiligen Schriften, sowohl als Einzelner wie auch als 
> Gruppe und die Entwicklung von Fähigkeiten und Fertigkeiten, die es leichter machen, in der Gruppe 
> Texte zu studieren.
> 
> Aktionspläne
> 
> 	Hilfsamtsmitglieder sind die Diener von örtlichen Gemeinden, die unterschiedlich stark sind. Während 
> einige Gemeinden sich in einem frühen Entwicklungsstadium befinden, können andere einen Örtlichen 
> Geistigen Rat haben, der fähig ist, recht komplexe Pläne und Projekte geschickt durchzuführen. 
> Hilfsamtsmitglieder selbst können ihre vielfältigen Pflichten nicht erfüllen, indem sie von einander 
> unabhängige Aktivitäten verfolgen. Sie müssen ihre Arbeit nach wohldurchdachten , flexiblen Aktionsplänen 
> organisieren. Die Entwicklung des Glaubens auf der Stufe der regionalen und nationalen Gemeinden 
> erfordern auch systematische Aktionspläne, die gleichzeitig verschiedene Handlungsbereiche betreffen. 
> Unglücklicherweise beschränkt sich Planung oft auf die Aufstellung von Zielen für einen größeren Plan, ihre 
> Zuweisung an bestimmte Regionen, örtliche Gemeinden, nationale Ausschüsse oder anderer Institutionen. 
> Um dieser Pläne willen, werden die Freunde dann aufgerufen, sich zu erheben, um die Ziele zu erfüllen, 
> indem sie an verschiedenen Aktivitäten, Ereignissen, Projekten oder Kampagnen teilnehmen, die einzeln 
> entwickelt werden und von einander isoliert sind, wobei wenig Gefühl für Kontinuität entsteht. Dies führt 
> natürlich zu Ergebnissen, denn wann immer wir uns erheben und dem Glauben mit Liebe und Ergebenheit 
> dienen, ist der Erfolg sichergestellt. Wir beobachten jedoch, daß viel größere Ergebnisse erzielt werden, 
> wenn das Planen und Durchführen mehr Aufmerksamkeit erhält und systematischer angegangen wird.
> 	Wenn es auf Aktionspläne beharrt, so wünscht das Internationale Lehrzentrum nicht, daß man an das 
> Planen in komplizierter Weise herangehen soll, was manchmal vielversprechend erscheint, aber nur die 
> Energie von der Aktion selbst ablenkt. Es hat sich vielmehr gezeigt, daß ein detailliertes Planen als eine von 
> Aktionen unabhängige Maßnahme sich oft als wenig lohnend erweist. Ohne daß wir eine besondere 
> Planungsmethode befürworten, wollen wir doch einige geistige und praktische Elemente untersuchen, die 
> den Freunden helfen können, den Glauben systematischer zu verbreiten und ihre Siege zu konsolidieren. 
> Die folgenden Themen werden für eine Beratung vorgeschlagen: "Visionen des Wachstums", "Strategien 
> entwickeln", "Wachstumspläne erstellen" und "zu Hingabe und Dienstbereitschaft begeistern". Diese 
> Elemente des Planungs- und Durchführungsprozesses sind nicht in dieser Reihenfolge zu verwenden. Die 
> dazugehörigen Aktivitäten müssen parallel durchgeführt, wiederholt, verfeinert und verändert werden, in 
> dem Maße, wie die Gemeinde lernt und die Fähigkeiten ihrer Institutionen zunehmen.
> 
>  10	Visionen des Wachstums aufbauen. Eine wesentliche Voraussetzung für systematische Aktionen 
> besteht darin, daß die Freunde und ihre Institutionen eine gemeinsame Vision des Wachstums für die 
> Gemeinde und die Region entwickeln, eine Vision, an der alle teilhaben und die ihre Pläne und 
> Durchführung ihrer Projekte lenkt. Eine solche Vision kann nicht nur eine Beschreibung von 
> Hoffnungen und Wünschen für die ferne Zukunft sein. Wenn sie sich auch nicht mit Einzelheiten 
> abgibt, so muß diese Vision doch das Potential für unmittelbares Wachstum in der Region 
> herausstellen, dazu Tätigkeitsfelder, die auf Aussicht mit Erfolg untersucht werden können, die Art 
> von Zielen, die man sich stecken kann, die Natur der Projekte, die man unternehmen könnte und die 
> Art und Weise, in der diese Projekte zu den Zielen des globalen Planes des Glaubens beitragen 
> können. Es ist auch einleuchtend, daß eine solche Vision nicht ein für allemal festgelegt werden kann. 
> Sie muß sich entwickeln, die Umrisse müssen schärfer werden und sie muß weitere Elemente in sich 
> aufnehmen, in dem Maße, wie das Planen und die Durchführung langsam voranschreiten. 
> 
> 	Wenn Einheitlichkeit im Denken und der Vision erreicht worden sind, dann verschwinden viele 
> Probleme, die Beratung über spezifische Aktivitäten wird viel leichter und vor allem öffnen sich 
> Kanäle, durch die der Geist des Glaubens zu fließen beginnt, und die Massen in Bewegung setzt. 
> Wenn diese Vision nicht von wenigen Mitgliedern der Gemeinde aufgezogen wird, sondern das 
> Ergebnis eines ständigen Beratungsprozesses ist, wenn ein Prozeß in Gang gesetzt wird, bei dem jeder 
> ständig lernt, wie man die Lehrmethoden und das administrative Verfahren verbessern kann und durch 
> das die Lehrer und Administratoren tiefere Einsicht in die Möglichkeit des Wachstums der Bahá`í-
> Gemeinde und des Einflusses auf die Gesellschaft gewinnen und wenn schließlich das gemeinsame 
> Lernen im Geiste der Einheit und Demut durchgeführt wird, dann werden wir sicher erleben, wie 
> unsere Bemühungen reiche Früchte in großer Anzahl hervorbringt.
> 
> 	Wenn wir versuchen, den Freunden dabei zu helfen, eine Vision des Wachstums für ihre örtliche und 
> nationale Gemeinde oder Region zu entwickeln, so müssen wir daran denken, daß eine solche Vision 
> nur aus einer weit größeren Vision solcher Realitäten entstehen kann wie der Größe dieses Tages, der 
> Macht göttlichen Beistandes und den Möglichkeiten, die in jedem Menschenwesen potentiell angelegt 
> sind und der Macht, die uns zur Verfügung steht, wenn wir wirklich einig sind und im Geiste dieser 
> Einheit arbeiten. Das Entwickeln einer solchen Vision des Wachstums ist also im Grunde genommen 
> ein geistiger Prozeß, der ein immer zunehmenderes Bewußtsein der geistigen Kräfte beinhaltet, die 
> durch Bahá'u'lláh freigesetzt worden sind.
> 
>  11	Strategien entwickeln. Das Wort "Strategie" wird auf unterschiedliche Weise und in verschiedenen 
> Zusammenhängen gebraucht. Hier wird es in einem streng begrenzten Sinne verwendet. Obgleich 
> Visionen ihrer Natur nach sich auf der Ebene der Verallgemeinerungen bewegen, so haben wir doch, 
> als wir die Vision des Wachstums entwickelten, schon überlegt, in welchen konkreten Möglichkeiten 
> Ressourcen und Methoden uns zur Verfügung stehen. Bei der Entwicklung von Strategien bringen wir 
> Struktur in diese Visionen und entdecken die Wege, denen wir folgen müssen, um sie zu erreichen. So 
> kann zum Beispiel eine Gemeinde, die die Möglichkeiten untersucht, die Erziehung zu beeinflussen, 
> die Strategie wählen, das Erziehungssystem hauptsächlich durch direkten Kontakt mit den Lehrern 
> anzusprechen. Eine Gemeinde, die die Vision entwickelt, daß der Glaube sich unter einer 
> außergewöhnlich empfänglichen Bevölkerungsgruppe schnell ausbreiten möge, kann sich auf die 
> Strategie einer genau definierten Kampagne einigen, zu der ständige Lehrteams gehören, die durch 
> regelmäßige Institutskurse ergänzt werden. Wenn es um die Vision geht, eine große Zahl aktiver 
> Bahá`í-Gemeinden in einem ländlichen Gebiet zu erreichen, so kann ein regionaler Ausschuß als 
> hauptsächliche Strategie die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wählen und durch sie in zuneh-
> mendem Maße die Beteiligung der Eltern am Glauben steigern.
> 
> 	Um wirkungsvoll zu sein, muß die Strategie mit dem Erkennen der Bedingungen in der Bahá`í-
> Gemeinde und in der Gesellschaft entwickelt werden, in der sie existiert. Bei der Entwicklung der 
> Strategien haben die oben genannten Gemeinden sicherlich die Fähigkeiten berücksichtigt über die sie 
> verfügen und wenigstens einige der Eigenschaften der sie umgebenden Gesellschaft. Auch um solche 
> Kenntnisse zu gewinnen, befürworten wir nicht formale und komplizierte Untersuchungen, sondern 
> einen Prozeß der Beratung, der sein Bestes daransetzt, zu beobachten, Fragen festzumachen und 
> Möglichkeiten zu berücksichtigen, die es innerhalb und außerhalb der Gemeinde gibt. Dieser 
> Beratungsprozeß muß kontinuierlich und offen sein, so daß Voraussetzungen unter Berücksichtigung 
> des durch Erfahrung verbesserten Verständnisses, geändert werden können.
> 
>  12	Aktionslinien erstellen: Das Internationale Lehrzentrum ist davon überzeugt, daß mangelnde 
> Kontinuität die Erfolge der Bahá`í-Gemeinde in der Welt stark einschränken. Bei der Suche nach einer 
> Verbesserung dieser Kontinuität haben wir es als nützlich erkannt, daß man an Aktionspläne denkt, die 
> aus einer Reihe von parallelen Aktionslinien bestehen. Aktionslinien ihrerseits bestehen aus einer Reihe 
> von Projekten und Aktivitäten, von denen eine auf der anderen aufbaut und den Weg für zukünftige 
> Fortschritte vorbereitet. So sind zum Beispiel in verschiedenen Ländern die Berater dabei, die 
> Ausbildung von einer großen Zahl von Kinderklassenlehrern zu fördern als einer Aktionslinie, die zum 
> nationalen Aktionsplan gehört. Zu dieser Aktionslinie gehört die Vorbereitung geeigneter 
> Lehrmaterialien, die Ausbildung einer Kerngruppe von Ausbildern von Kinderklassenlehrern, eine 
> Reihe von Kursen für die Lehrer, eine Bewertung des Materials und schließlich die Entwicklung 
> verbesserter Methoden der Lehrerausbildung und der Kindererziehung. Viele Hilfsamtsmitglieder in 
> der Welt haben in ihre eigenen Aktionspläne solche Aktionslinien eingebaut wie etwa die Förderung 
> individuellen Lehrens, die örtliche Vertiefung in Gemeinden der Gegend und die Ermutigung zu 
> Jugendaktivitäten.
> 
> 	Um ein anderes Beispiel von Aktionslinien zu nennen, so ist in vielen Gegenden der Welt die 
> Förderung und Bereicherung des Neunzehn-Tage-Festes eine Aktionslinie, die im Aktionsplan der 
> Hilfsamtsmitglieder und der regionalen Lehrausschüsse mit enthalten sein muß. Eine Aktivität inner-
> halb dieser Aktionslinie könnte ein Arbeitskreis für die Assistenten sein, bei dem man sie sorgfältig mit 
> dem Inhalt des Briefes vom 27. August 1989 vertraut macht, den das Universale Haus der Ge-
> rechtigkeit an die Anhänger Bahá'u'lláhs in der ganzen Welt gerichtet hat. Eine andere Aktivität könnte 
> ein Beratungstreffen sein mit ausgewählten Einzelnen aus der Region um herauszufinden, wie das Fest 
> durch den Einbau von passenden Elementen aus der örtlichen kulturellen Tradition bereichert werden 
> könnte. Eine andere Reihe von Aktivitäten könnten besondere Treffen zwischen Hilfsamtsmitgliedern 
> und ihren Assistenten sein, um von den gegenseitigen Erfahrungen zu lernen, die sie bei der Verbes-
> serung der Neunzehn-Tage-Feste in einer örtlichen Gemeinde gewonnen haben.
> 
> 	Die Aufgliederung eines Aktionsplanes in eine kontinuierliche Aktionslinie ist nicht notwendigerweise 
> ein komplexes Verfahren. Aber damit solche Pläne erfolgreich sind, müssen gewisse grundlegende 
> Prinzipien beachtet werden. Die Aktionen, die einander folgen sollen, müssen vernünftigerweise 
> konsistent sein in ihrem Ansatz und in ihrer zugrunde liegenden Logik. Um ihre Wirkung auszuweiten 
> und fortzusetzen, sollte eine Aktionslinie Aktivitäten enthalten, die für die Zunahme der zur Ver-
> fügung stehenden Ressourcen, insbesondere menschliche Ressourcen hilfreich sind. Wenn man daher 
> eine Aktionslinie entwirft, muß man überlegen, welche Ressourcen zur Verfügung stehen und wie man 
> sie erweitern kann, welche administrative Hilfen für diese Aktion erforderlich sind und welche 
> Methoden bei ihnen angewandt werden sollen. Wenn man auf einer Aktionslinie entlangschreitet, so 
> bedeutet das, daß man sich genaue, kurzzeitige Ziele setzen und das Erreichte kontrollieren muß. 
> Dann muß die nächste Gruppe von Aktivitäten entworfen werden. Aber all das muß geschehen, 
> indem man sich hauptsächlich auf die Aktion konzentriert und auf die Vorzüglichkeit, mit der jede 
> dieser Aktivitäten durchgeführt wurde. In dem Maße wie Kurzzeitziele erreicht werden und man sich 
> andere entlang auf der Aktionslinie steckt, verändert sich die Richtung und die Methode 
> vervollkommnet sich. Aber es gibt Kontinuität und plötzlich Veränderungen, die gewöhnlich 
> kontraproduktiv sind, was vermieden wird.
> 
>  13	Dienstergebenheit einflößen. Einzelne Bahá'í und Gemeinden brauchen Begleitung, wenn sie solche 
> Aktionslinien verfolgen. Wenn Schwierigkeiten auftreten und die Entschlossenheit nachläßt, müssen 
> die Freunde immer wieder zu höheren Stufen der Hingabe angeregt werden. Hier gewinnt das 
> Konzept der Pflege für die Arbeit der Hilfsamtsmitglieder und der Assistenten zentrale Bedeutung. 
> Die Herzen anregen, die Hingabe steigern, gute Charakterentwicklung fördern, den Heiligen Geist 
> anziehen, Liebe und Einigkeit unter den Freunden pflegen und das Verhältnis zwischen den einzelnen 
> Gläubigen und den Institutionen mit dem Geist des Glaubens zu erfüllen, dies sind die 
> Herausforderungen, vor denen die Hilfsamtsmitglieder und ihre Assistenten ständig stehen. Beratung 
> über folgende Punkte könnten ihnen helfen, dieser Herausforderung gewachsen zu sein:
> *	sich auf die Kraft des Gebetes und die Kraft des schöpferischen Wortes verlassen
> 
> *	die Kunst der wirkungsvollen Ermutigung beherrschen
> 
> *	den Freunden dabei behilflich zu sein, daß sie die Notwendigkeit für ständiges Bemühen und 
> Beharrlichkeit erkennen
> 
> *	sich auf Energien konzentrieren und den Gemeindeaktivitäten ein Gefühl für geistige Disziplin 
> vermitteln
> 
> Teil 2
> 
> ÜBER DAS LEHREN
> 
>  
> Briefe vom Internationalen Lehrzentrum
> 
> * 	Was alles zum Lehren gehört
> 
> * 	Kleine Lehrprojekte
> 
> * 	Lehrinstitute
> 
> * 	Einladung an Sucher, dem Glauben beizutreten 
> 	
> 
> WAS ALLES ZUM LEHREN GEHÖRT
> 
> 	Die neue Welle, mit der sich die Sache Gottes ausdehnt, angestoßen durch die Ridván-Botschaft des 
> Universalen Hauses der Gerechtigkeit von 1988, schwillt in jedem Erdteil weiter an. So hinreißend sind 
> die Lehrmöglichkeiten auf der ganzen Welt, daß wir uns durch nichts davon abhalten lassen dürfen, 
> unsere Kräfte brennpunktartig auf die vereinte Aktion zu lenken, um dergestalt zum Greifen nahe, noch 
> nie dagewesene Siege zu erringen. Ihre Bemühungen, den Freunden eine Gesinnungseinheit in Sachen 
> Ausbreitung und Festigung gewinnen und wahren zu helfen, haben in unschätzbarem Maße zur 
> Schaffung des derzeitigen, der Lehrarbeit so günstigen Umfelds in der Bahá'í-Welt beigetragen. Um Sie 
> bei diesen wertvollen Anstrengungen weiter zu unterstützen, möchten wir mit Ihnen einige Einsichten 
> teilen, die wir aus den Erfahrungen der Bahá'í-Gemeinden rund um die Welt während dieser kraftvollen 
> Zeit der Ausbreitung zusammengetragen haben.
> 
> 	Ein bemerkenswerter Zug an diesem Aufschwung des Lehrens ist, daß die Gläubigen der Stetigkeit 
> ihrer Lehrbemühungen wachsende Aufmerksamkeit schenken. Schritt für Schritt wird den Freunden klar, 
> daß Lehren keine Folge vereinzelter nicht zusammenhängender Veranstaltungen ist, sondern ein stetiger, 
> systematischer Prozeß, in dem ein Bausatz unabdingbarer Bestandteile organisch vereinigt wird, wie 
> mutige Proklamation; beständige, unaufhörliche Ausbreitung; Vertiefung mit Schwergewicht bei der 
> Entwicklung des menschlichen Potentials für den Dienst an der Sache Gottes sowie methodische, 
> ausdauernde Anstrengungen zur Stärkung der örtlichen wie nationalen Gemeinden und zur Entwicklung 
> ihrer Institutionen.
> 
> 	Ein weiterer bemerkenswerter Zug am gegenwärtigen Aufschwung des Lehrens - und in der Tat ein 
> unverrückbar eingepflanzter Bauteil nachhaltiger, stetiger Ausbreitungsbemühungen - ist das ständige 
> Anwachsen derjenigen Gläubigen, die ihre Zeit und Kraft daran wenden, Bahá'u'lláhs Botschaft zu den 
> wartenden Massen der Menschheit in jeder Gesellschaftsschicht zu tragen. Der Erfolg dieser Lehrer bei 
> ihren persönlichen Bemühungen wie auch bei gemeinschaftlichen Planungen ihrer Institutionen hängt 
> natürlich weitgehend von den Fähigkeiten, Einstellungen und geistigen Erkenntnissen ab, die sie in den 
> Akt des Lehrens einbringen, desgleichen von der durchdringenden Kraft ihrer Rede.
> 
> Gott hat sich die Städte der Menschenherzen vorbehalten, erklärt Bahá'u'lláh, und die Gläubigen sind die 
> Schlüssel zu diesen Herzen.
> 
> 	"Was Er sich vorbehalten hat, sind die Städte der Menschenherzen, und die Geliebten Dessen, der die Souveräne 
> Wahrheit ist, sind an diesem Tage wie die Schlüssel zu ihnen. Gebe Gott, daß sie alle befähigt werden, durch die 
> Macht des Größten Namens die Tore dieser Städte aufzuschließen."
> Bahá'u'lláh , Ährenlese Kap. 115:3
> 
>  
> 	"Was Er sich vorbehielt, sind die Städte der Menschenherzen, damit Er sie von aller irdischen Befleckung rein mache 
> und sie befähige, dem geheiligten Orte zu nahen, den die Hände der Ungläubigen niemals entweihen können. Öffne, o 
> Volk, die Stadt des Menschenherzens mit dem Schlüssel deiner Rede."
> Bahá'u'lláh , Ährenlese Kap. 139:5
> 
> 	Die Einsicht, daß man sich beim Lehren der Sache Gottes mit dem beschäftigt, was Gott zugehört 
> und demzufolge heilig ist, begeistert den Lehrer zu Haltungen und Gedanken, die den Akt des Lehrens 
> mit geistiger Kraft aufladen. Der Lehrer wird sich bewußt, daß das Lehren etwas Unvergleichliches ist, 
> anders zu bewerten als andere menschliche Wechselwirkungen. Dem Lehren darf man sich nicht so 
> nähern wie der Förderung gesellschaftlicher Anliegen, geschweige denn dem Verkauf von Waren. Das aus 
> dem Herzen des Lehrers strahlende Gefühl der Ehrfurcht vor Bahá'u'lláhs Offenbarung dringt dem 
> Sucher ins Herz und kräftigt darin die Grundlagen seines neugeborenen Glaubens. Wenn man die heilige 
> Pflicht erfüllt, das Herz des Suchers mit Bahá'u'lláhs Offenbarung zu verbinden, dann entfesselt man die 
> dem Prozeß des Lehrens innewohnende Kraft der Verwandlung.
> 
> 	Die Lehrer steigern ihre Fähigkeiten noch weiter, wenn sie sich durch Gebet und stetiges Studium 
> der Heiligen Schriften der Macht des Wortes Gottes in wachsendem Maße bewußt werden.
> 
> 	"Liegt es in menschlicher Macht, o Hakim, in den Bestandteilen irgendeines der winzigen, unteilbaren Teilchen der 
> Materie eine so völlige Umwandlung zu bewirken, daß sie in lauteres Gold verwandelt wird? So verwirrend und 
> schwierig dies erscheinen mag. Wir wurden bevollmächtigt, die noch größere Aufgabe zu erfüllen, teuflische Stärke in 
> himmlische Kraft zu verwandeln. Die Kraft zu einer solchen Umwandlung übertrifft die Wirksamkeit des 
> Lebenselexiers. Das Wort Gottes allein kann für sich in Anspruch nehmen, die Fähigkeit zu einer so großen, so 
> weitreichenden Wandlung zu besitzen.
> Bahá'u'lláh , Ährenlese Kap. 99
> 
> 	Überzeugt von der verwandelnden Macht des Wortes Gottes, entdeckt der Lehrer im Lehren das 
> Potential geistiger Kräfte bei dem neugewonnenen Gläubigen. Die Erklärung als Bahá'í stellt dann nur 
> den ersten, zweifellos wichtigen Schritt dar, dem schnell und sicher ein Prozeß der Hege folgen muß, bei 
> dem der neue Gläubige in engen Kontakt zum Wort Gottes gebracht und dazu begeistert wird, sich zum 
> Lehren des Glaubens und zum Dienst an der Sache Gottes zu erheben.
> 
> 	Die betonte Liebe zu Bahá'u'lláh als bewegende Kraft des Lehrens, spiegelt sich in der Liebe zum 
> ganzen Menschengeschlecht wider, erweist sich als ein weiterer unschätzbarer Bauteil bei der geistigen 
> Erziehung der Gläubigen. Liebe ist nicht nur unerläßlich, um die Städte der Menschenherzen 
> aufzuschließen; sie steigert auch die Urteilskraft des Lehrers. Diese Urteilskraft hilft dem Lehrer, 
> aufgeschlossen zu sein für die Bedürfnisse der neuen Gläubigen, aber auch für die feinen Besonderheiten 
> ihrer gesellschaftlichen und kulturellen Verhältnisse. So werden echte Versuche angestellt, die Hin-
> tergründe der Gläubigen in ihrer ganzen Vielfalt zu verstehen und den Gläubigen zu helfen, Bahá'u'lláhs 
> Offenbarung auf die Verhältnisse und Möglichkeiten ihres eigenen Lebens anzuwenden. Die Neigung 
> verringert sich, anderen die Charakteristika der eigenen Kultur aufzuerlegen; ein liebevolles Umfeld wird 
> bereitet, in welchem der einzelne und die Gemeinschaft unter dem Einfluß der Offenbarung Bahá'u'lláhs 
> gedeihen kann.
> 
> 	Dies sind nur einige der zahlreichen geistigen Themen, die dem Akt des Lehrens Bedeutung und 
> durchdringende Kraft verleihen, wenn sie in die Überlegung der Bahá'í rund um die Welt Eingang finden. 
> Die Lehrarbeit wird noch wirksamer, wenn die Freunde das Wesen der Lehrpläne und Lehrstrategien 
> begreifen. Ein Konzept, das nach unserer Ansicht besser verstanden werden muß, ist die Beziehung 
> zwischen Proklamation und Lehrarbeit. In seiner Naw-Rúz-Botschaft von 1974 stellt das Universale 
> Haus der Gerechtigkeit in aller Deutlichkeit fest:
> 
> 	"Die Proklamation des Glaubens nach feststehenden Plänen mit dem Ziel, eine wachsende Bandbreite von Massen-
> Kommunikationsmitteln einzusetzen, ist tatkräftig weiterzuverfolgen. Seien wir uns bewußt, daß es der Zweck der 
> Proklamation ist, der ganzen Menschheit die Tatsache und die allgemeine Zielsetzung der neuen Offenbarung 
> bekanntzumachen, während Lehrprogramme geplant werden sollten, damit einzelne Menschen aus allen Schichten der 
> Gesellschaft im Glauben gefestigt werden."
> 
> 	Ein weiteres derartiges Konzept ist der Bedarf sowohl an systematischer persönlicher Lehrtätigkeit 
> als auch an systematischer, von den Institutionen des Glaubens geplanter Lehrarbeit, unterstützt von der 
> Gesamtheit der Gläubigen in jeder Gemeinde. Zum persönlichen Lehren erinnere man sich an die 
> aufrüttelnden Ermahnungen unseres geliebten Hüters, zum Beispiel:
> 
> 	"Wenn er sich aus eigenem Antrieb entschlossen hat, dem Lehraufruf zu folgen, unverzagt vor allen Hindernissen, 
> mit denen Freund oder Feind, wissentlich oder unwissentlich, den Pfad versperren wollen, dann soll er sorgfältig jeden 
> Weg der Annäherung überdenken, den er bei seinen persönlichen Versuchen beschreiten möchte, um bei jenen, die er 
> in die Schar seines Glaubens einreihen möchte, Aufmerksamkeit zu erwecken, das Interesse wachzuhalten und ihren 
> Glauben zu vertiefen. Er soll die Möglichkeiten überprüfen, welche ihm die besonderen Umstände bieten, in denen er 
> lebt, ihre Vorteile auswerten und klug und systematisch vorgehen, um sie für das Erreichen des Zieles, das er im 
> Auge hat, einzusetzen.
> Das Kommen göttlicher Gerechtigkeit, 1969, S. 82
> 
> 	Wie notwendig systematisches, von den Institutionen des Glaubens geplantes Lehren ist, spricht 
> Shoghi Effendi an zahlreichen anderen Stellen an, zum Beispiel:
> 
> 	"Ich rufe die einzelnen Gläubigen auf, ihre Beiträge für die nationalen Bahá'í-Körperschaften so weit wie möglich zu 
> steigern, da diese zur Stunde aufgerufen sind, vereint der Entfaltung der Eröffnungsphase des Zehnjahresplanes 
> Auftrieb zu verleihen. Seine Erfüllung wird, so Gott will, den triumphalen Abschluß der einleitenden Epoche in der 
> Entfaltung des vom Mittelpunkt des Bundes zur systematischen Verbreitung des Glaubens Seines Vaters gefaßten 
> großen Planes sichern."
> Botschaft vom 7. Dezember 1953, Hüterbotschaften an die Bahá'í-Welt, 1962, Seite 32
> 	
> 	"Die neue Stunde in der Geschichte unserer geliebten Sache hat geschlagen. Sie ruft zu systematischen, nachhaltigen, 
> die ganze Nation umfassenden Anstrengungen auf dem Feld des Lehrens, damit diese Kräfte in Kanäle fließen, die 
> unserem Glauben zum Ruhm und seinen Institutionen zur Ehre gereichen werden."
> Shoghi Effendi, Message to America: Selected Letters an Cablegrams Addressed to 
> the Bahá'ís of North America 1932-1946,
> (Wilmette:Bahá'í Publishing Committee, 1947), Seite 5-6
> 
> 	"Ein systematischer, sorgfältig bedachter, wohlerrichteter Plan muß aufgestellt, genau verfolgt und beständig 
> ausgeweitet werden."
> Shoghi Effendi, Message to America: Selected Letters an Cablegrams Addressed to 
> the Bahá'ís of North America 1932-1946,
> (Wilmette:Bahá'í Publishing Committee, 1947), Seite 7
> 
> 	In der Tat läßt sich das ausgeprägte Wachstum, das die Gemeinde des Größten Namens jetzt erlebt, 
> weitgehend auf die Anstrengungen einer wachsenden Zahl von Nationalen Geistigen Räten 
> zurückführen, systematische Lehrpläne aufzustellen und anzuwenden. Persönliches Lehren führt jeder 
> Gemeinde einen steten Strom neuer Gläubiger zu, die sich kraft ihrer persönlichen Beziehung zu anderen 
> Bahá'í leicht in die Gemeinde eingliedern. Systematische, gemeinschaftliche Anstrengungen andererseits 
> öffnen die Tore zu beschleunigen Wachstum, indem sie die gesamten Kräfte der Freunde auf besonders 
> empfängliche Bevölkerungsgruppen richten. Der hohe Grad von Einheit, der durch Gruppenlehrarbeit 
> konstant erreicht wird, der ausgiebige Gebrauch von Gebeten, das opferbereite, disziplinierte Leben der 
> Lehrer, besonders während der Lehrfeldzüge - all dies trägt dazu bei, geistige Kräfte anzuziehen und zu 
> kanalisieren, die in der Tat Wunder wirken. In diesem Fall erweist sich jedoch der Prozeß der Vertiefung 
> als schwieriger und herausfordernder als beim persönlichen Lehren. Er verlangt einfallsreiche Zugriffe, 
> die - wir stellen es dankbar fest - in dem Maße gefunden werden, wie die Institutionen des Glaubens die 
> Idee der Lehrinstitute fördern.
> 
> 	Ganz allgemein bedarf die Entwicklung sowohl der für die Einführung des Glaubens bei 
> verschiedenen Menschentypen und Gruppen bestgeeigneten Zugangsmethoden als auch der 
> anschließenden Vertiefung einer gründlichen gedanklichen Durchdringung und Beratung. Diese 
> Methodenentwicklung fordert von den einzelnen Gläubigen und Gemeinden auch, daß sie die Haltung 
> von Lernenden annehmen, systematisch über die Ergebnisse jeder Lehrbemühung nachdenken und die 
> Früchte ihrer Erfahrungen in die aufeinanderfolgenden Pläne einbringen. Die diesen Lernprozeß 
> ermöglichende Atmosphäre ist geprägt von Vertrauen, Einheit, Demut, Unterwerfung unter Gottes 
> Willen sowie Beratung auf der Informationsgrundlage von Erfahrungen im Lichte der in den Lehren 
> unseres Glaubens gespeicherten Weisheit.
> 
> 	Wir sind zuversichtlich, daß die Wachstumsfähigkeit der Bahá'í-Gemeinde sich dramatisch steigern 
> wird in dem Maße, wie die Berater und Hilfsamtsmitglieder den Freunden durch persönliche Kontakte, 
> Seminare, Workshops, Konferenzen und vor allem anderen im Rahmen von Lehrinstituten helfen, 
> Einsichten in die geistige Natur des Lehrens zu gewinnen und ihr Bewußtsein für die Art, wie sich die 
> verschiedenen Zugangsmethoden ergänzen, zu steigern. Die Angewohnheit, einen bestimmten 
> Gesichtspunkt des Lehrens als Gegensatz eines anderen zu sehen - Proklamation gegen Lehrtätigkeit, 
> Ausbreitung gegen Festigung, persönliches Lehren gegen institutionelle Pläne, Heimkreise gegen 
> Gruppenlehrarbeit - wird nach und nach einer reifen Schau Platz machen, die das Wachstum der Bahá'í-
> Gemeinde eher als einen ganzheitlichen, harmonischen Vorgang begreift. Natürlich werden die einzelnen 
> Gläubigen, wie uns das Universale Haus der Gerechtigkeit in der Ridván-Botschaft von 1990 vor Augen 
> führt, zu diesem Wachstumsprozeß nach besten Kräften und Möglichkeiten beizutragen haben. Diese 
> Ausgießung persönlicher Initiative fordert die Institutionen des Glaubens dazu heraus, ihre Fähigkeit zu 
> entwickeln und die Kräfte und Talente jedes einzelnen Gläubigen auf den Verfolg mutiger Pläne hin zu 
> immer größeren Siegen zu steuern.
> Das Internationale Lehrzentrum an alle Berater vom 21. Oktober 1990
> 
> KLEINE LEHRPROJEKTE
> 
> 	Da das Internationale Lehrzentrum die Bildung von Lehrgruppen als ein Mittel des starken 
> Zugewinns neuer Gläubiger in Europa fördert, empfinden wir es als nützlich, einige Gedanken zum 
> Wesen solcher Gruppen mitzuteilen - Leitlinien, wie sie aus den Erfahrungen mit dieser Idee in anderen 
> Weltteilen entwickelt sind...
> 
> 	Zum ersten müssen alle erkennen, daß das wichtigste Mittel, Siege zu erringen, ein hohes Maß an 
> persönlicher Initiative ist. Die persönliche Initiative ist so wichtig, daß sie in der Verfassung des 
> Universalen Hauses der Gerechtigkeit geschützt ist. Die Institutionen des Glaubens können führen, aber 
> angezogen werden große Lehrerfolge durch den persönlichen Entschluß, sich begeistert zu erheben und 
> auszuharren. Im Idealzustand wären die örtlichen Geistigen Räte und die Lehrausschüsse der Last 
> ausufernder Planungen enthoben, wenn die einzelnen Bahá'í zu ihnen kämen und ihre Lehrprojekte 
> anböten. Die Grundidee dieses Planes ist die Überzeugung, daß sich die einzelnen Gläubigen erheben 
> werden. Die Lehrgruppe ist keine Verwaltungseinheit, sondern eine Gruppe von Freunden, die geistig 
> und zahlenmäßig wachsen wollen.
> 
> 	Die zweite Idee ist die Beratung. Die Gläubigen müssen zu der Einsicht geführt werden, daß die 
> Beratung auf den Alltag anzuwenden ist. Nicht nur die Verwaltungskörperschaften beraten; alle Freunde 
> haben einen Bedarf an Beratung. Bei der Herausgabe einer Textzusammenstellung über das Lehren sagte 
> das Universale Haus der Gerechtigkeit im März 1977:
> 
> 	"Alles in allem sind die Freunde sich bewußt, wie lebenswichtig das Lehren ist. Wegen ihrer Schwächen fehlt es ihnen 
> jedoch großenteils an Zuversicht; sie glauben, sie wüßten nicht, wie sie vorgehen und ihre Bemühungen zum Abschluß 
> bringen sollten."
> 
> 	Durch die Beratung miteinander können die Freunde Ängste, böse Ahnungen und 
> Minderwertigkeitsgefühle ablegen; die Gruppe kann ihre Ziele aufstellen und dann gemeinsam oder 
> einzeln an der Erfüllung dieser Ziele arbeiten.
> 
> 	Die dritte Idee ist, daß Energie in einem Brennpunkt gesammelt werden muß. Wir analysieren, was 
> nottut, und versehen es mit allgemeiner Ermutigung, aber dann müssen wir miteinander zur Tat 
> schreiten. Brennpunkt der Lehrarbeit einer Gruppe kann ein bestimmtes Viertel in ihrer Stadt sein, eine 
> Altersgruppe, ein Platz, an dem viele Leute zusammenkommen, eine Schule oder Universität, Menschen 
> an einem Arbeitsplatz oder eine bestimmte Interessengruppe. Zum Beispiel entschloß sich in einem Land 
> eine Gruppe von Bahá'í, die Gedichte mag, nach einer Beratung, einen Ausschuß von Preisrichtern zur 
> Bewertung von Gedichten zu bilden. Sie lud eine Anzahl Nicht-Bahá'í-Freunde mit gleichen Interessen 
> zu einer Versammlung ein. Einige Gedichte, die dort die Menschen begeisterten, waren schöpferische 
> Worte des Báb und Bahá'u'lláhs. Binnen kurzem erkannten die Freunde der Bahá'í, 
> Bahá'u'lláh; die Gruppe verdoppelte sich. Die Energie muß auf eine Bevölkerungsgruppe konzentriert 
> und auf eine bestimmte Tätigkeit gerichtet werden. Dies zeigt den besonderen Nutzen dieser Idee, ist es 
> doch viel leichter zu wachsen, wenn man klein ist; das heißt, eine Gruppe von fünf kann leicht auf zehn 
> anwachsen. Gäbe es viele derartige Gruppen, so wüchse der Glaube rasch. Oft werden Energie und Geist 
> in der Verwaltung großer, langfristiger Bemühungen mit unrealistischen Erwartungen vergeudet.
> 
> 	Die vierte Idee ist, daß reales Wachstum geistiges Wachstum bedeutet. Die Zahl der Menschen, die 
> Bahá'í werden, kann als Spiegelbild des inneren Wachstums der jeweiligen Gruppe betrachtet werden. 
> Deshalb müssen die Gruppen einen Prozeß der Vergeistigung begeistert vorantreiben. Dabei muß man 
> jedoch verstehen, daß nur durch einen Vertiefungsprozeß, ohne gleichzeitige Schritte zur Lehrarbeit, 
> keine Vergeistigung platzgreift; beides muß ineinander übergehen. Durch intellektuelle Übungen kommt 
> keine Vergeistigung zustande. Wenn Menschen ohne Gebet, Nachdenken und Beratung tätig werden, 
> kommen sie nicht zu fruchtbaren Ergebnissen.
> 
> 	Die fünfte Idee ist die Überzeugung, daß große Menschenscharen der Sache Gottes beiträten, wenn 
> wir die Rufe ins Feld der Tat befolgten, die das Haus der Gerechtigkeit "an jeden einzelnen Gläubigen - Mann 
> und Frau, Jugend und Kinder" richtet. Der Brennpunkt der Gruppenarbeit sollte so gestaltet sein, daß Seelen, 
> die dazu ermutigt werden, die Anerkennung 
> Bahá'u'lláhs als Manifestation Gottes ins Auge zu fassen, eine positive, einladende Atmosphäre vorfinden. 
> Diese Atmosphäre kann stark bereichert werden durch das allgemeine Bewußtsein, daß wir ständig von 
> den Bestätigungen des Heiligen Geistes umgeben sind, ja daß uns die Märtyrer und die heldenhaften 
> Lehrer der Vergangenheit zu Hilfe eilen, wenn wir uns aufrichtig an sie wenden. Das ist eine Bewegung 
> derjenigen geistigen Kräfte, die durchaus real sind und Türen öffnen.
> Das Internationale Lehrzentrum im Juli 1988 an alle Berater
> 
> 	Europa muß nicht den Lehrmustern folgen, die anderswo zum Eintritt in Scharen geführt haben. 
> Wenn in Indien oder Lateinamerika ein einziges Lehrprojekt zu Tausenden von Gläubigen führt, läßt sich 
> in Europa dasselbe durch Hunderte kleiner Projekte erreichen, von denen jedes der Sache Gottes ein paar 
> Gläubige bringt. Was aufgegeben werden muß, ist die Idee von Projekten als übermäßig geplanten, 
> aufwendigen Tätigkeiten. Kleine Gruppen von Gläubigen - eine oder zwei Familien, eine ganze örtliche 
> Gemeinde, zwei oder drei Nachbargemeinden - können miteinander beraten, eine aufnahmebereite 
> Bevölkerungsgruppe in ihre Gegend ausmachen, deren Interessen und Sorgen, Bräuche und 
> Gewohnheiten kennenlernen, einüben, wie sie ihr den Glauben auf ansprechende Weise darlegen und 
> eine Folge von Tätigkeiten einleiten, die zur Bahá'í-Erklärung einiger Leute aus dieser Be-
> völkerungsgruppe führen.
> 
> 	Unabhängig vom Niveau der Lehrtätigkeiten der Bahá'í-Verwaltungseinheiten in einem bestimmten 
> Land kann man sich leicht eine Reihe von Lehrprojekten ausmalen, vorangetrieben durch 
> Hilfsamtsmitglieder, welche Gläubige mit Begeisterung für das Lehren ausfindig machen, sie zur 
> Teilnahme an einem eingehenden Prozeß der Vertiefung und der Beratung einladen und ihnen helfen, ein 
> kleines Lehrprojekt aufzubauen. Diese Aufgabe könnten die europäischen Hilfsamtsmitglieder mit ihren 
> Assistenten übernehmen. Sind die Freunde erst einmal auf diese Weise in Bewegung gebracht, dann 
> werden die Institutionen des Glaubens Schritt für Schritt die Fähigkeit entwickeln, großangelegte 
> Lehrprojekte und Pläne zu steuern.
> Das Internationale Lehrzentrum am 28. November 1988 an einen Berater
> 
> LEHRINSTITUTE
> 
> 	Der Strom erfreulicher Nachrichten, der in jüngster Zeit von einem Land nach dem anderen ins 
> Weltzentrum fließt, macht einen weltweiten Aufschwung der Lehrtätigkeit als Antwort auf die Ridván-
> Botschaft des Universalen Haus der Gerechtigkeit deutlich. Inbrünstig beten wir an den Heiligen 
> Schreinen, daß dieser neue Ausdehnungsprozeß sich beschleunige und die Lektionen der Vergangenheit 
> unserer Institution helfen, den Freunden wertvollen Rat zu bieten und sie zu einer Folge von noch nie 
> dagewesenen Siegen in der Lehrarbeit zu führen... Zweck des vorliegenden Briefes ist es, die Beratung 
> über... den Gebrauch von Instituten zur Vertiefung der Freunde, besonders in Gebieten mit vielen 
> Neuerklärungen, einzuleiten.
> 
> 	Unsere Sorge bei den Instituten rührt aus der wiederholten Beobachtung, daß die notwendige 
> Vertiefung der neuen Gläubigen fast unmöglich zu bewerkstelligen ist, wenn die Zahl der Lehrer nicht 
> ständig steigt und mit der raschen Ausbreitung Schritt hält. Sind Lehrinstitute frei von gewissen 
> Mißverständnissen und werden sie schöpferisch in einem Geist der Liebe und des Opfers geführt, so 
> erweisen sie sich als wertvolle Instrumente für die stetige Ausbildung der menschlichen Hilfsquellen, die 
> für die rasche Ausbreitung ebenso dringend gebraucht werden wie für die anschließende Vertiefung und 
> Festigung. Wenn wir die Organisationsmuster für Institute in den verschiedenen Ländern prüfen, 
> erkennen wir eine Anzahl Ideen, die Ihnen bei Ihren Überlegungen zu diesem Gegenstand nützlich sein 
> mögen...
> 
> 1.	Das Konzept des Instituts
> 
> 	Einige Probleme mit Bahá'í-Instituten rund um die Welt scheinen von einem begrenzten 
> Verständnis für den Zweck eines Lehrinstituts herzurühren. In vielen Gemeinden wird das Wort für ein 
> Ereignis wie ein Wochenend-Institut gebraucht, in anderen für ein Gebäude oder einen 
> Versammlungsort. Werden Gebäude und Einrichtungen gekauft, so fühlt man sich manchmal veranlaßt, 
> als erstes einen hauptamtlichen Direktor zu ernennen, der Schritt für Schritt weitere bezahlte Mitarbeiter 
> einbringt; das Institut wird so zu einer Organisation mit Verwaltungshaushalt und sucht nach 
> brauchbaren Programmen. In anderen Fällen werden die Institutsgebäude mehr oder weniger gut instand 
> gehalten, aber nur für gelegentliche Kurse und Veranstaltungen genutzt. 
> 
> 	Ein weiterer Faktor des Problems ist der Mangel an einem geeigneten Konzept der Entwicklung 
> menschlicher Hilfsquellen zur Förderung der verschiedenen Aufgaben der Festigung und der 
> Ausbreitung. In jedem Land braucht man eine Menge Leute für Kinderklassen, für Familienbesuche in 
> den Dörfern und Städten zwecks Vertiefung, zur Hilfe bei der Entwicklung örtlicher Geistiger Räte und 
> vor allem zur Teilnahme an Feldzügen für die Verbreitung des Glaubens. Woher sollen diese 
> menschlichen Hilfsquellen kommen, wenn nicht aus den neugewonnenen Gläubigen selbst? Wie sollen 
> sie die geschilderten Aufgaben erfüllen, wenn sie nicht durch systematische Vertiefungsprogramme 
> ausgebildet werden? Natürlich sollte die Entwicklung menschlicher Hilfsquellen gegenüber dem, was 
> gewöhnlich aus Theorien über engumgrenzte Schulungen für bestimmte Zwecke abgeleitet wird, eine 
> neue, andersartige Bedeutung bekommen. Ausbildung in einem Bahá'í-Institut       
> hat im größeren Zusammenhang eines Prozesses geistiger Bereicherung stattzufinden, eines Prozesses, 
> der geistige Eigenschaften zu entwickeln und wahres Verständnis zu erreichen sucht. Die Erfahrung zeigt 
> jedoch deutlich, daß es nicht ausreicht, regelmäßig an die Freunde zu appellieren, sie sollten sich erheben 
> und dem Glauben dienen. Das gilt besonders für Gebiete mit erfolgreicher Massenlehrarbeit, wo die 
> Freunde noch wenig Selbstvertrauen haben und auf dem Pfad des Dienens sozusagen an der Hand ge-
> nommen werden müssen. Die Entwicklung menschlicher Hilfsquellen für die Ausbreitung und Festigung 
> des Glaubens darf nicht dem Zufall überlassen bleiben; sie muß überall in den nationalen Plänen 
> berücksichtigt werden.
> 
> 	Erfolgreicher hat sich ein anderer Zugang zu Lehrinstituten erwiesen, der mit einer Kerngruppe 
> erfahrener Bahá'í und einem sich selbst entfaltenden Programm für die geistige Erziehung der Freunde 
> beginnt. Wichtig ist dabei, daß eine Gruppe vertiefter Bahá'í unter der Leitung eines kleinen Ausschusses, 
> bedient von einem Koordinator, die Aufgabe in die Hand nimmt, interessierte, vielversprechende 
> Gläubige zusammenzubringen - sei es an einem zentralen Platz oder in kleineren Gruppen in Dörfern 
> und Märkten - um für sie schrittweise ein systematisches Vertiefungsprogramm zu entwikeln. Zweck 
> dieser Vertiefung ist in erster Linie, diese Gläubigen zu befähigen, in wachsendem Maße am Lehren des 
> Glaubens teilzuhaben, andere Gläubige zu vertiefen und innerhalb der Verwaltungsordnung zu dienen. 
> Zunächst mögen solche Programme einfach gestaltet sein; wenn aber die Kerngruppe Ausdauer hat und 
> sich folgerichtig verhält, dann werden Schritt für Schritt verschiedene Kurstypen entwickelt, die es den 
> Freunden ermöglichen, ihre vielen Aufgaben im Zusammenhang mit der raschen Ausbreitung des 
> Glaubens zu übernehmen.
> 
> 2.	Die Rolle der Berater und der Hilfsamtsmitglieder
> 
> 	Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg eines Instituts scheint die enge Zusammenarbeit der 
> Berater und Hilfsamtsmitglieder mit den Nationalen Räten und deren Ausschüssen zu sein. In vielen 
> Ländern der Welt ist es erforderlich, daß die Berater über das Konzept eines Instituts mit den Nationalen 
> Räten gründlich beraten und daß sie dem einzelnen Rat helfen, eine für ein bestimmtes Gebiet oder für 
> das ganze Land als Institutskern geeignete Gruppe von Gläubigen ausfindig zu machen, aus dieser 
> Gruppe einen kleinen Koordinierungsausschuß auszuwählen und den Koordinator des Instituts zu 
> bestimmen. Ein Hilfsamtsmitglied oder mehrere, die eng zusammenarbeiten und unter der direkten 
> Führung des Beraters stehen, sollten dann die Aufgabe erhalten, die Kerngruppe zu unterstützen, die 
> Entwicklung entsprechenden Materials (das zunächst aus der einfachen Anpassung von Materialien 
> anderer Institute bestehen kann) zu fördern und an der systematischen Umsetzung von Kursen und 
> Programmen mitzuwirken.
> 
> 3.	Die besondere Rolle der Hilfsamtsmitglieder
> 
> 	Das Interesse eines Hilfsamtsmitglieds an einem funktionierenden Regionalinstitut rührt von dem 
> Wunsch her, ein wichtiges Planziel des Nationalen Rates für die Entwicklung menschlicher Hilfsquellen 
> zu unterstützen, hat aber auch mit seinem eigenen Plänen zur Heranbildung von Assistenten zu tun. 
> Beide Planziele lassen sich mit den Tätigkeiten des Instituts weitgehend integrieren. Wenn demnach ein 
> Hilfsamtsmitglied ein besonderes Budget aus dem Kontinentalen Fonds für die Assistentenausbildung 
> erhält, kann es zweckmäßig sein, dem Institut Beiträge zu den Kosten von Kursen zukommen zu lassen, 
> die der Ausbildung sowohl von Assistenten als auch von anderen menschlichen Hilfsquellen dienen. Je 
> nach dem Reifegrad des Hilfsamtes entscheidet der Berater darüber, wie diese Mittel zu dem Verbund-
> Ausbildungsprogramm beigetragen werden können.
> 
> 4. 	Der Gesamthaushalt eines Instituts
> 
> 	Es ist wichtig, daß die Nationalen Räte in ihre Haushaltspläne angemessene Beträge für die Tätigkeit 
> der Institute einstellen. In der Tat macht es uns Sorgen, daß eine Reihe von Nationalen Räten 
> Haushaltspläne verabschiedet, in denen keine Posten für die Lehrarbeit, die Entwicklung menschlicher 
> Hilfsquellen oder die Literatur ausgewiesen sind. Viele dieser Haushaltspläne bestehen bis jetzt nur aus 
> Verwaltungsausgaben, Gehältern, Mieten, Reisekosten und Porti. Zur Verbesserung dieser Situation 
> müssen die Berater die Nationalen Räte anregen, die verfügbaren Mittel gleichmäßiger auf die ver-
> schiedenen Tätigkeitsbereiche zu verteilen. Um einen solchen Prozeß in Gang zu setzen, könnten die 
> Berater eine gewisse Summe aus dem Besonderen Lehrfonds für die Tätigkeit des Instituts während des 
> ersten Jahres oder der ersten beiden Jahre auskehren und dem Nationalen Rat auf diese Weise die 
> Gelegenheit geben, das Institut alsdann in seinen eigenen Haushalt aufzunehmen. Die Summe der beiden 
> Zuweisungen - aus dem nationalen Haushalt und dem Besonderen Lehrfonds -, vermehrt um die Beiträge 
> der Hilfsamtsmitglieder in unterschiedlicher Höhe jedes Jahr für bestimmte Kurse, sollten die stetige 
> Entwicklung des Instituts ermöglichen.
> 
> 5.	Besondere Literatur
> 
> 	Wichtig ist auch festzustellen, daß in vielen Ländern ein bedeutsamer Teilaspekt der Herstellung 
> und Verbreitung von Literatur eng mit den Institutsprogrammen verbunden ist. In diesen Ländern muß 
> als Komponente von Lehrfeldzügen und Vertiefungsprogrammen eine besondere Literatur, oft in 
> Lokalsprachen, für die Ausbreitung und Festigung des Glaubens unter den Volksmassen entwickelt 
> werden. Die Berater könnten dies in einschlägigen Fällen bei ihren Gesprächen mit den Nationalen Räten 
> besonders betonen, den Prozeß der Literaturerstellung (durch die Hilfsamtsmitglieder) verfolgen und für 
> diese Zwecke besondere Beiträge aus dem Literatur-Unterstützungsfonds leisten.
> 
> 	Wir hoffen, daß vorstehende Anregungen für Ihre Beratungen über die brennpunktartige 
> Ausrichtung der Lehrinstitute auf die beschleunigte Entwicklung menschlicher Hilfsquellen zur Stützung 
> der Feldzüge für den Eintritt in Scharen von Nutzen sind.
> Das Internationale Lehrzentrum am 29. November 1988 an die Kontinentalen Berater
> 
>  	Im Bestreben, gemeinsam mit den Beratern die verschiedenen Aspekte eines erfolgreichen, 
> nachhaltigen Prozesses der Ausdehnung und Festigung abzuklären, teilten wir Ihnen in unserem Brief 
> vom 29. November 1988 einige Gedanken über Institute sowie über die drängende Notwendigkeit mit, 
> die vielen bestehenden Dauerinstitute in der Bahá'í-Welt zu aktivieren. Unsere Herzen sind von 
> Dankbarkeit erfüllt, wenn wir auf den durch Ihre Anstrengungen bewirkten Erfolg blicken, daß in der 
> ganzen Bahá'í-Gemeinde weltweit das Bewußtsein für Wert und Bedeutung der Institute beim Eintritt in 
> Scharen beträchtlich gestiegen ist. Unter Verwendung der Einsichten, welche Berater in den letzten 
> Monaten gewonnen und berichtet haben, können wir Ihnen nunmehr einige weitere Gedanken zur 
> Organisation und Entwicklung von Instituten mitteilen.
> 
> Die Selbstentwicklung eines Instituts
> 
> 	Ein Ergebnis der Bemühungen in den letzten Monaten scheint zu sein, daß sich die Freunde 
> verstärkt um Vertiefungsveranstaltungen von verschiedener Länge - an Wochenenden stattfindende, 
> einwöchige, ja sogar einmonatige Kurse und Institute - kümmern. Natürlich ist es wichtig, diese Ver-
> anstaltungen zu unterstützen, wann immer sie durchgeführt werden, und sie so zu fördern, daß ihre Zahl 
> ständig zunimmt. Noch bedeutsamer jedoch als die Förderung von Vertiefungsveranstaltungen sind die 
> Anstrengungen der Berater, den Freunden den Wert von dauerhaften, stetigen Bemühungen um die 
> Entwicklung menschlicher Hilfsquellen nahezubringen. In diesem engeren Zusammenhang hatten wir 
> Ihnen ursprünglich unsere Gedanken über Institute mitgeteilt. Dabei ließen wir uns von der 
> Überzeugung leiten, daß die nachhaltige Ausbreitung des Glaubens in einem Gebiet weitgehend von der 
> Zahl und dem Wert der systematisch ausgebildeten Lehrer, insbesondere aus den Reihen der neuen 
> Gläubigen, abhängt.
> 
> 	Wenn wir über die Führung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit zur Lehrarbeit nachdenken, 
> insbesondere während des Fünfjahresplanes in den 1970ger Jahren, sehen wir die Institute dargestellt als 
> ein wichtiges Bauelement systematischer Pläne für die Ausbreitung im großen und für die Festigung. 
> Tatsächlich ist ein großer Aufwand an Mitteln und an Kraft in den Erwerb von Gebäuden und 
> Einrichtungen geflossen, die natürlich gebraucht werden in dem Maße, wie die Zahl der Gläubigen in 
> einem Gebiet steigt. In jedem Bezirk, wo besondere Einrichtungen bereits vorhanden sind oder in 
> Zukunft erworben werden müssen, sind die Tätigkeiten von Instituten zu entwickeln, so daß diese 
> Institute in ihre Pläne zur Verbreitung des Glaubens als dauerhafte Elemente eingeschlossen werden. 
> Innerhalb dieser Regionalpläne wäre dem Institut - anfangs vielleicht mit geringer Verwaltungstechnik 
> und einfachen Programmen, aber Schritt für Schritt die Fähigkeit zu komplexeren 
> Erziehungsmaßnahmen entfaltend - die Aufgabe stetiger Erziehung und Vertiefung der Freunde sowie 
> der Mithilfe bei der Heranbildung derjenigen unter ihnen, die hingebungsvolle Arbeiter und 
> entschlossene Träger der Sache Gottes werden.
> 
> 	Wie bereits in unserem früheren Brief erwähnt, stellen wir fest, daß zu den erfolgreichsten 
> Instituten diejenigen gehören, die organisch aus einer Kerngruppe von Gläubigen, die sich für die geistige 
> Erziehung ihrer Glaubensgenossen im Umfeld einsetzen, emporgewachsen sind. Ermutigend ist es zu 
> sehen, daß die Berater und Hilfsamtsmitglieder jetzt das Schwergewicht auf die Hege solcher 
> Kerngruppen legen, aber auch auf deren Unterstützung beim Sammeln von Erfahrungen mit dem 
> Entwurf und der Durchführung von Erziehungsmaßnahmen in Gestalt direkter Antworten auf die 
> Bedürfnisse der von dem Institut bedienten Bevölkerung.
> 
> 	Bei ihren Bemühungen um die Förderung der Arbeit von Instituten als Dauereinrichtungen haben 
> es die Berater mit einer großen Bandbreite von Situationen zu tun; jede hat ihre besonderen 
> Möglichkeiten und Herausforderungen. Viele dieser Möglichkeiten zeigen sich natürlich in Gebieten, wo 
> bereits Breitenlehrarbeit stattgefunden hat und über Jahre hinweg Anstrengungen zur Vertiefung der 
> Gläubigen in unterschiedlichem Umfang von Erfolg gekrönt waren. In solchen Gebieten verlangt die 
> Herausforderung der Festigung bestehender Gemeinden, der Aufrechterhaltung und Unterstützung 
> örtlicher Geistiger Räte, der Vertiefung, der Erziehung von Kindern und Jugendlichen als des kostbarsten 
> künftigen Grundbestandes sowie der stetigen Aufnahme neuer Gläubiger nach einer immer weiter 
> wachsenden Zahl von Mitarbeitern mit breitgefächerten Kenntnissen und Fähigkeiten. Je nach
> 
> der Situation in den einzelnen Gebieten wirken die Berater mit den Nationalen Räten und deren 
> Ausschüssen zusammen, um passende Strategien für die organische Entwicklung einer alle Bedürfnisse 
> und Sorgen aufgreifenden Institutsarbeit zu entwerfen.
> 
> 	 In einem Gebiet, wo die Gläubigen umständehalber lange Zeit nicht besucht worden waren, 
> beginnt nun eine Kerngruppe von vier Freunden, darunter ein Hilfsamtsmitglied, mit der Tätigkeit eines 
> Instituts, indem sie die Dörfer bereist und den Gläubigen Vertiefungskurse bietet. Wie sich leicht denken 
> läßt, steht die Kerngruppe in dem Maße, wie die Freunde vom Geist des Glaubens wieder neu belebt 
> werden, vor der Notwendigkeit einer steigenden Zahl von Vertiefungs- und Erziehungsmaßnahmen, 
> welche die besonders begeisterten Gläubigen entsprechend den wachsenden Bedürfnissen der sich 
> entwickelnden Bahá'í-Gemeinden auf einem Pfad des Dienstes voranführen. Wie die Erfahrung zeigt, 
> sind die Lehrbemühungen nie umsonst, selbst wenn die Erwachsenen nur zögernd Verantwortung auf 
> dem Felde des Dienstes übernehmen, ist doch eine ganze Jugendgeneration eifrig dabei, sich ausbilden zu 
> lassen und dem Glauben zu dienen.
> 
> 	In einem anderen Gebiet mit günstigeren Verhältnissen beobachten wir die Entwicklung eines 
> Instituts, das unter Mitarbeit von ungefähr fünfzig ergebenen Freiwilligen, die ihrerseits die Früchte der 
> Institutsarbeit sind, Tätigkeiten der Vertiefung, Erziehung und sogar der gesellschaftlichen und 
> wirtschaftlichen Entwicklung in stetig wachsendem Umfang durchführt. Hier werden die Grundkurse 
> von den Mitarbeitern in den Dörfern draußen abgehalten, während die Einrichtungen des Instituts für 
> Fortgeschrittenenkurse zur Vertiefung und Ausbildung verschiedener Arten von Mitarbeitern der Sache 
> Gottes benutzt werden: Kinderklassenlehrer, Dorfschullehrer, Jugendleiter, Frauengruppenleiterinnen, 
> Assistenten für Hilfsamtsmitglieder und natürlich die stetig wachsende Zahl von Menschen, die an 
> kleinen oder großen Lehrfeldzügen teilnehmen und diese sogar koordinieren.
> 
> 	Hocherfreut sind wir zu sehen, daß manche Berater neben der Förderung von Instituten in 
> Gebieten, wo bereits viele Bahá'í wohnen, dazu beitragen, daß die Begeisterung für Institute auch in 
> Gebieten wächst, wo die Zahl der Bahá'í noch gering ist. Natürlich darf man nicht jede Vertiefung einer 
> Bahá'í-Gruppe als Institut bezeichnen. Wenn aber die Institutionen des Glaubens in einem Land den 
> Beschluß fassen, eine Gruppe von Gläubigen als Zielgruppe eines neuzubildenden Instituts zu 
> bestimmen, dann zeigt dies, daß ein Plan für die Ausbreitung des Glaubens unter einer besonderen Be-
> völkerungsgruppe, der das Institut zu dienen hat, entwickelt wird. Oft läßt sich eine derartige 
> Bevölkerung innerhalb geografischer Grenzen bestimmen, aber es kann auch nach anderen Faktoren 
> geschehen: Alter, kultureller und sprachlicher Hintergrund, gemeinsame Sonderinteressen. Gewiß wird 
> die Kerngruppe unter solchen Bedingungen am Anfang ihre Aufmerksamkeit auf die Vorbereitung der 
> Gläubigen selbst für die Lehrarbeit, auf die Entwicklung von Materialien und Methoden für das Lehren 
> unter der Zielbevölkerung und auf die praktische Umsetzung von Lehrplänen lenken. Mit dem 
> zahlenmäßigen Anwachsen der Gläubigen im Zielgebiet verlagern sich die drängendsten Aufgaben des 
> Instituts auf die Vertiefung der neuen Gläubigen, so daß diese ebenfalls an der Lehrarbeit teilnehmen und 
> eine anhaltende Wachstumsrate erzielen helfen. Schritt für Schritt werden dem Institut andere 
> Schwerpunkte zu setzen sein, wenn es mehr und mehr die formalen Kennzeichen eines Instituts für die 
> Entwicklung menschlicher Hilfsquellen, ähnlich den Instituten in Gebieten mit breitflächiger 
> Ausdehnung, annimmt.
> 
> Das Entwicklungsprogramm eines Instituts
> 
> 	Wir beabsichtigen, die uns zugehenden Berichte über erfolgreiche Institutsprogramme rund um die 
> Welt den Beratern mitzuteilen, damit jedes Institut aus den Erfahrungen anderer Nutzen ziehen kann. 
> Aus den bestehenden Erfahrungen und im Lichte gewisser Texte über Vertiefung und Erziehung können 
> wir bereits bestimmte Erfolgselemente erkennen. Besonders erfolgreich bei der Begeisterung der Freunde 
> für den Dienst sind Institute dann, wenn die entworfenen und durchgeführten Programme ausdrücklich 
> die geistige Befähigung der Gläubigen zum Ziel haben. Mit geistiger Befähigung im eigentlichen 
> Brennpunkt jeder Tätigkeit ist das Institut bestrebt, bei den Teilnehmern Selbst- und Gottvertrauen zu 
> wecken, tiefempfundene Liebe zur Menschheit, das eifrige, begeisterte Verlangen, die Menschheit zu 
> lehren und ihr zu dienen, Standhaftigkeit bei Prüfungen und Schwierigkeiten, überströmende Freude und 
> ein strahlendes Herz - kurz, alle für ein Leben hingebungsvollen Dienstes an der Sache Gottes wichtigen 
> Haltungen und Eigenschaften.
> 
> 	Das Institut kann die Gläubigen desto mehr mit geistigen Fähigkeiten ausstatten, je besser seine 
> Programme aufeinander abgestimmt sind und ein Geleichgewicht zwischen den verschiedenartigen 
> Tätigkeiten hergestellt wird: zwischen solchen, Sachkenntnissen für bestimmte Dienste befassen, und 
> solchen, die den Teilnehmern geistige Einsichten erwerben helfen und ihre geistigen Eigenschaften 
> entwickeln. Das Studium der heiligen Schriften bildet den wichtigsten Teilaspekt eines erfolgreichen 
> Programms. Eine wachsende Zahl von Institutsteilnehmern rund um die Welt findet heraus, daß ihnen 
> das Auswendiglernen ganzer Passagen aus den Schriften eine große Hilfe ist in ihren Bemühungen, auf 
> dem Pfade geistiger Verwandlung voranzukommen.
> 
> 	Ein weiterer Wesenzug erfolgreicher Institutsprogramme ist die Einbeziehung der Teilnehmer. Erst 
> dann, wenn die Teilnehmer lernen, aktiv an ihrem eigenen Lernprozeß mitzuwirken, statt nur passiv 
> zuzuhören, entsteht und entwickelt sich die gewünschte Haltung der Dienstbarkeit.
> 
> 	Durch den Gebrauch des schöpferischen Wortes und die einbeziehende Lernmethode erleben die 
> Veranstalter und die Mitwirkenden an Institutstätigkeiten, wie sie bei den Teilnehmern auf Brunnquellen 
> der Liebe, der Hingabe und der Einsatzbereitschaft stoßen. Wo das schöpferische Wort und 
> einbeziehende Methoden angewandt werden, sind die Institutsprogramme mit der Zeit anziehend für die 
> Bevölkerung; gewöhnlich steigt dann die Teilnehmerzahl und geht nicht mehr zurück. Bei solchen 
> Programmen ist es dann unnötig, auf wiederholte gefühlsbetonte Appelle als Motivationstechnik zu-
> rückzugreifen, weil tiefere Empfindungen und eine geistige Empfangsbereitschaft ständig stimuliert und 
> aufrechterhalten werden.
> 
> 	Zusätzlich zum Programmgehalt und zur Lehrmethodik ist die Atmosphäre im Institut ein 
> hochwichtiger Erfolgsfaktor. Besonders wirksam sind die Institutstätigkeiten dann, wenn die Teilnehmer 
> erkennen, daß das Institut von ihnen geistige Disziplin erwartet, und wenn gleichzeitig die Institutsat-
> mosphäre so von Liebe durchdrungen ist, daß die Entwicklung dieser geistigen Disziplin zum 
> persönlichen Ziel statt zu einem von außen aufgenötigten Erfordernis wird.
> 
> 	Der Gebrauch des schöpferischen Wortes, die Atmosphäre der freundschaftlichen Liebe, eine 
> vergeistigte, disziplinierte Umgebung, die frei ist von unbemerktem psychologischem Druck, gut 
> vernetzte und gut ausge-
> glichene Programminhalte und die einbeziehende Lernmethode - alle diese
> 
>  Elemente tragen dazu bei, ein Institut zum wirksamen Werkzeug für die Entwicklung wahren 
> Verständnisses unter den Gläubigen zu gestalten. Die Programme eines solchen Instituts wirken 
> gleichzeitig auf den Ebenen des Verstandes, des Herzens und des Geistes; sie begeistern gegenwärtige 
> und künftige Generationen zum Dienst an der Sache Gottes.
> Das Internationale Lehrzentrum am 2. November 1989 an alle Mitglieder der Kontinentalen 
> Beraterämter
> 
> 	Zum Beispiel könnten viele für den Eintritt in Scharen notwendige Aktionen aus einem 
> Institutsprogramm hervorgehen; das ist der Grund, warum wir auf Bemühungen an der Basis zu 
> Errichtung von Instituten drängen. Solche Institute von unbegrenzter Dauer werden durch das Studium 
> des Wortes Gottes und durch die Kunst der Beratung viele auf den Pfad des Dienstes führen. Dergestalt 
> mit Bahá'u'lláh verbundene Seelen werden bereit sein, sich die geistige Disziplin und Übung anzueignen, 
> die für die Teilnahme am Lehrerfolg vonnöten sind. Schrifttum für die örtliche Lehrarbeit könnte 
> entwickelt werden. Lehrer für Kinderklassen könnten aufgebaut werden. Die Hilfsamtsmitglieder würden 
> im Einvernehmen mit den örtlichen Geistigen Räten bei der Programmentwicklung und durch ihre 
> eigene Teilnahme in den Instituten eine aktive Rolle spielen. Sie würden die Institute auch für die 
> Ausbildung ihrer Assistenten gebrauchen. Manche Lehrprojekte würden sich direkt aus den Instituten 
> heraus entwickeln, schöpferische Versuche könnten zur Vielfalt der Lehrmethoden beitragen, wie es das 
> Universale Haus der Gerechtigkeit empfiehlt. In dem Maße, wie neue Menschen dem Glauben beitreten, 
> könnten sie ermutigt werden, die Institute zu besuchen. Auf diese Weise würden bei fortschreitender 
> Ausbreitung die menschlichen Hilfsquellen zahlenmäßig anwachsen, was wiederum die Festigung 
> begünstigen würde.
> 
> 	Wir erkennen aus dem obigen Beispiel, daß die Verstärkung der Lehrarbeit durch Institute es 
> möglich machen würde, eine ganze Anzahl von Zielen in einem einzigen Wachstumsplan zu erfüllen. 
> Diese Einheit des Denkens ist organisch und vermeidet doppelte Mühe, wie sie sich dann ergibt, wenn 
> wir die Arbeit für eine Liste von getrennten Zielen halten. Das Vorstehende ist ein Wachstumsplan: 
> andere derartige Pläne lassen sich entwickeln, wenn eine wirklich reife Beratung mit Geistigen Räten 
> Früchte trägt.
> Das Internationale Lehrzentrum am 4. Juni 1989 an alle Berater
> 
> SUCHER EINLADEN, 
> DEM GLAUBEN BEIZUTRETEN
> 
> Aus einem Brief vom Internationalen Lehrzentrum an alle Berater 
>  vom 9. Juli 1992
> 
> 	Ein wachsendes Bewußtwerden Bahá'u'lláhs, das noch durch die vielen Ereignisse während des 
> Heiligen Jahres verstärkt wurde, wird die Anstrengungen auf dem Feld des Lehrens während der 
> kommenden Jahre beschleunigen. Wenn das Lehren intensiviert wird, können alle Gläubigen erwarten, 
> daß eine zunehmende Anzahl von Menschen in ihrer Umgebung vom Glauben angezogen sind, aber in 
> ihrem Bemühen um die Anerkennung und Annahme Bahá'u'lláhs der Ermutigung bedürfen.
> 
> 	Systematisches Lehren, das von einzelnen ausgeht oder von den Institutionen organisiert wurde, 
> war immer äußerst wirkungsvoll, wenn die zentrale Botschaft, die dem Sucher dargeboten wurde, der 
> Rang Bahá'u'lláhs und seine erlösende Kraft war.
> 
> 	"Der Ruf, den du erhoben hast, o 'Alí, ist in Meinen Augen höchst willkommen. Verkünde Meine Sache mit deiner 
> Feder wie mit deiner Zunge. Rufe laut und lade die Menschen vor Ihn, den höchsten Herrn aller Welten, mit solchem 
> Eifer und solcher Inbrunst, daß alle Menschen durch dich entflammt werden."
> Bahá'u'lláh, Ährenlese, Kap. 142:5
> 
> 	Die geistige Vollmacht, andere dem Glauben zuzuführen, ist eine heilige Gabe, die jedem Gläubigen 
> in jedem Land vermacht ist. Wir müssen deshalb danach streben, aktiv andere dazu zu führen, dem 
> Glauben beizutreten und tief darüber nachdenken, welche Verantwortlichkeiten einem so wundersamen 
> Ruf innewohnen.
> 
> 	"Öffne , o Volk, die Stadt des Menschenherzens mit dem Schlüssel deiner Rede. So haben wir dir im vorbestimmten 
> Maß deine Pflicht verordnet."
> Bahá'u'lláh, Ährenlese Kap. 139:5
> 
> 	"Kraft des Namens des Meistgeliebten lade du die empfänglichen Seelen an Gottes heiligen Hof, damit sie den 
> himmlischen Springquell voll des Lebenswassers nicht entbehren. Er ist in Wahrheit der Barmherzige, der Vergeben-
> de."
> Bahá'u'lláh, Botschaften aus 'Akká, Kap. 17:24
> 
> 	Jene in unserer Bahá'í-Geschichte, die eine Auszeichnung in der Kunst des Lehrens erreichten, 
> hatten einen so großen Einfluß, daß die Seelen, mit denen sie zusammentrafen, nicht nur den Glauben 
> annahmen, sondern zu seinen Verfechtern wurden. Dieser Einfluß beruhte im wesentlichen auf der 
> Fähigkeit dieser Lehrer, die Kraft des Heiligen Geistes anzuziehen und sein Werkzeug zu werden. 
> 'Abdu'l-Bahá hat uns versichert, daß die Menschheit auf den rechten Pfad zu führen, den Magneten 
> darstellt, der die Hilfe Gottes für uns anzieht. Wenn es die Freunde lernen, sich auf die Kraft des göttli-
> chen Beistandes zu verlassen, werden sie befähigt werden, andere zu überzeugen, ihr Schicksal mit denen 
> zu vereinen, die bereits die Lehren angenommen haben.
> 
> 	"Wenn sich einer von ihnen in irgend eine Richtung wendet und das Volk
> 
>  zum Reiche Gottes ruft, dann eilen alle Himmelsmächte zu seiner Hilfe und Verstärkung, und die Bestätigung des Herrn 
> steht ihm bei."
> 'Abdu'l-Bahá, Sendschreiben zum Göttlichen Plan, Seite 51)
> 
> 	Bahá'u'lláh hat erklärt, daß die Reaktion auf die Manifestation Gottes auf verschiedene Ebenen 
> stattfindet; alle haben die Fähigkeit, Seine Zeichen zu erkennen.
> 
> 	"Das erste vornehmste Zeugnis, das Seine Wahrheit beweist, ist Sein eigenes Selbst. Nebst diesem Zeugnis steht 
> Seine Offenbarung. Wer es versäumt, das eine oder das andere zu erkennen, für den hat er die Worte niedergelegt, die 
> er als Beweis Seiner Wirklichkeit und Wahrheit offenbarte. Dies ist wahrlich ein Zeichen Seiner sanften 
> Barmherzigkeit für die Menschen. Jeder Seele hat er die Fähigkeit verliehen, Gottes Zeichen zu erkennen. Wie sonst 
> hätte er den Menschen Sein Zeugnis erbringen können - gehörtet ihr doch zu denen, die im Herzen über Seine Sache 
> nachdenken. Niemals wird Er ungerecht mit jemanden verfahren, noch wird er eine Seele über ihr Vermögen belasten. 
> Er, wahrlich, ist der Mitleidige, der Allbarmherzige."
> Bahá'u'lláh, Ährenlese Kap. 52:2
> 
> 	Alle haben die Fähigkeit zu reagieren, jedoch kann die Aufnahmefähigkeit verschieden sein. Einige 
> werden, wenn sie dazu aufgefordert werden, der Sache schnell beitreten, andere müssen betreut und 
> sogar herausgefordert werden, ihre Suche zu verstärken. Noch andere sind im Moment nicht in der 
> Verfassung, "zuzuhören" und auf "aufzunehmen".
> 
> 	"Die Sammler nichtigen Wahns verstopfen den Menschen die Ohren und hindern sie, Gottes Stimme zu hören. 
> Schleier menschlicher Bildung und falschen Trugs halten ihre Augen davon ab, das strahlende Licht Seines Antlitzes 
> zu schauen. Mit kraftvollem, mächtigem Arm haben Wir eine Anzahl Seelen ergriffen, aus dem Sumpfe langsamen 
> Verlöschens gerettet und sie befähigt, zum Morgenlicht der Herrlichkeit zu gelangen."
> Bahá'u'lláh, Botschaften aus 'Akká, Kap. 17:40
> 
> 	Es sind diese Seelen, die von Bahá'u'lláh schon vorbereitet wurden, die wir suchen müssen. Sie sind 
> sogar dort, wo Empfänglichkeit nicht erwartet wird.
> 
> 	"Sei so unbeschwert wie der Wind", ist der Rat Bahá'u'lláhs an alle zukünftigen Lehrer Seiner Sache, "wenn du die 
> Botschaft Dessen weiterträgst, der die Morgendämmerung göttlicher  Führung anbrechen ließ. Sieh, wie der Wind, der 
> Anordnung Gottes getreu, über alle Gegenden der Erde, die bewohnten und unbewohnten, hinweht. Weder der 
> Anblick der Einöde noch die Zeugnisse des Gedeihens können ihn beängstigen oder erfreuen. Er weht in jeder 
> Richtung, wie ihm sein Schöpfer gebot."
> Shoghi Effendi, "Das Kommen Göttlicher Gerechtigkeit", Seite 81
> 
> 	Die leidenschaftliche Suche nach aufnahmebereiten Seelen sollte nicht mit Bekehrung verwechselt 
> werden, über die das Universale Haus der Gerechtigkeit klar festgestellt hat:
> 
> 	"Bekehrung beinhaltet, jemanden einem übermäßigen Druck auszusetzen, seinen Glauben zu wechseln. Sie wird 
> gewöhnlich auch so verstanden, daß man mit Drohungen oder dem Anbieten materieller Vorteile einen Anstoß für 
> den Übertritt bietet."
> Aus einem Brief vom 5. Mai 1982 im Auftrag des 
> Universalen Hauses der Gerechtigkeit an einen einzelnen Gläubigen.
> 
> 	Der gesegnete Báb hat erklärt, daß zur Zeit des Erscheinens jeder Offenbarung diejenigen, die ihr 
> Herz dem Urheber dieser Offenbarung zuwenden, die Wahrheit erkennen werden. Wenn der Lehrer in-
> spiriert ist und mit äußerster Liebe lehrt, wird ein Prozeß in Gang gesetzt, der die Kraft hat, beide zu 
> verwandeln, den, der gelehrt wurde, und den Lehrer. Das dadurch entstehende Umfeld der Reinheit, 
> Selbstlosigkeit, Demut, Loslösung und des Entflammtseins wird dazu beitragen, die Zweifel des Suchers 
> zu beseitigen und eine positive Erwiderung hervorzurufen.
> 
> 	"Wolltest du auch nur einer einzigen Seele das Herz öffnen, indem du ihr hilfst, die Sache Dessen, den Gott 
> offenbaren wird, zu erkennen, wäre dein innerstes Wesen erfüllt mit den Eingebungen jenes erhabenen Namens. 
> Darum und weil die meisten Menschen hilflos sind, wurde dir diese Aufgabe für die Tage der Auferstehung 
> übertragen. Könntest du ihnen das Herz öffnen und ihre Zweifel zerstreuen, würden sie zum Glauben Gottes Zutritt 
> finden."
> Der Báb, "Kleine Auswahl Seinen Schriften", Nr.33
> 
> 	Menschen einzuladen, dem Glauben beizutreten, erfordert Mut, aber Bahá'u'lláh hat uns versichert: 
> "Die Quelle des Mutes und der Kraft ist die Föderung des Wortes Gottes und Standhaftigkeit in Seiner Liebe."
> Bahá'u'lláh, Worte der Weisheit
> 
>  	Beide Seiten müssen aktiv sein, der Lehrer und der Sucher; dies scheint ein notwendiger 
> Gesichtspunkt des Prozesses des Übertritts zu sein. "... unsere Pflicht ist es, wie Bahá'u'lláh deutlich festgestellt 
> hat, ihnen den rechten Pfad zu zeigen, sie einzuladen, ihn zu betreten, ihnen von dem herrlichen Ort zu berichten, zu dem er 
> führt, und dann sie ihrem eigenen Urteilsvermögen zu überlassen."
> Aus einem Brief vom 24. Dezember 1925 im Auftrag Shoghi Effendis an einen einzelnen Gläubigen
> 
> 	Über die Vorgehensweise des Lehrers und das Annähern an den Sucher hinaus, ist da noch die 
> Gemeinde, aus der heraus der Beweis eines Geistes des Willkommens strömt. Shoghi Effendi erklärt, daß 
> die Bahá'í einen großen Mangel an liebevoller und inspirierender Gemeinschaft haben, die notwendig für 
> die breitgefächerte und ständige Erweiterung unserer Anzahl ist. Der Hüter ermutigt die Bahá'í-
> Gemeinden, eine hohe Ebene geistiger Gemeinschaft von solcher Wärme zu erreichen, daß sie die 
> Ursache spontanen Beitritts zum Glauben wird.
> 
> 	"Nichts wird das Erreichen euerer Ziele mehr fördern, als die größte Liebe, Einheit und Zusammenarbeit 
> untereinander. Dies ist der innerste Kern der Ordnung, für deren Errichtung in der Welt Bahá'u'lláh gekommen ist; 
> und wenn die Menschen sehen, daß ihr diese Eigenschaften und Kennzeichen aktiv in euerer Mitte zeigt, werden jene, 
> die aufnahmebereit sind, eilen, sich eueren Reihen anzuschließen."
> Aus einem Brief vom 30. September 1949 im Auftrag
> Shoghi Effendis an die Bahá'í von Norwich, England
> 
> 	Die Mitglieder des Hilfsamtes und ihre Assistenten müssen bei der Erfüllung ihrer Pflicht, die 
> Freunde zu neuen Siegen beim Lehren zu führen, Beratungen über dieses Thema in die Wege leiten. Da 
> sie sehr oft aufgrund ihrer eigenen Erfolge auf dem Feld des Lehrens ausgewählt wurden, wird es ihnen 
> möglich sein, ein Umfeld des Lernens zu schaffen, innerhalb dessen sie mit den anderen die Sensibilität 
> und Geschicklichkeit erforschen, die mit der Anziehungskraft auf Seelen und deren Festigung in der 
> Sache verbunden sind.
> 
> Teil 3
> 
> Über die Jugend
> 
> Briefe des
>  
>  
> Universalen Hauses der Gerechtigkeit
> 
> und des Internationalen Lehrzentrums
> 
> JUGEND
> 
> Gesegnet ist der, der in der Blütezeit seiner Jugend und dem Höhepunkt seines Lebens sich erhebt, 
> und der Sache des Herrn des Anfangs und des Endes zu dienen und sein Herz mit Seiner Liebe 
> schmückt. Die Manifestation einer solchen Gnade ist größer als die Schöpfung der Himmel und 
> der Erde. Gesegnet sind die Standhaften und gut steht es um die, die beständig sind. 
> 
> Bahá'u'lláh
> 
>                    
> 
>                ------------------------------
>                             
> 
> Das Universale Haus der Gerechtigkeit
> Bahá'í-Weltzentrum
> Haifa, Israel
> 
>  10. Juni 1966
> 
> An die Bahá'í-Jugend in jedem Land
> 
> Liebe Bahá'í-Freunde!
> 
> 	In einem Land nach dem anderen treiben die Leistungen der Bahá'í-Jugend die Arbeit des 
> Neunjahresplanes in ständig wachsendem Maße voran und rufen so die Bewunderung ihrer Mitgläubigen 
> hervor. Vom allerersten Beginn des Bahá'í-Zeitalters an spielte die Jugend eine große Rolle in der 
> Verkündigung von Gottes Offenbarung. Der Báb Selbst war erst fünfundzwanzig Jahre alt, als Er Seine 
> Sendung offenbarte, während viele Buchstaben des Lebendigen sogar jünger waren. Der Meister wurde als 
> ein sehr junger Mann dazu berufen, im Irak und in der Türkei im Dienste Seines Vaters schwere 
> Verpflichtungen auf sich zu nehmen, und Sein Bruder, der Reinste Zweig, gab im Alter von zweiundzwanzig 
> Jahren sein Leben im Größten Gefängnis Gott hin, damit die Diener Gottes "belebt und die Bewohner 
> dieser Erde geeint werden mögen." Shoghi Effendi war Student in Oxford, als er auf den Thron seines 
> Hütertums berufen wurde, und viele der Ritter Bahá'u'lláhs, die während des Zehnjahresplanes 
> unvergänglichen Ruhm erlangten, waren junge Menschen. Aus diesem Grund soll man niemals von der 
> Vorstellung ausgehen, daß die Jugend ein reiferes Alter haben muß, um der Sache Gottes unschätzbare 
> Dienste erweisen zu können.
> 
> 	Für jeden Menschen, ob der Bahá'í ist oder nicht, sind es die Jugendjahre, in denen er viele 
> Entscheidungen trifft, die den Verlauf seines Lebens bestimmen. In diesen Jahren wird er wahrscheinlich 
> seinen Beruf wählen, verdienen, er wird heiraten und eine eigene Familie gründen. Das Wichtigste  vor allem 
> in diesem Zeitraum ist es, daß der Verstand auf das Forschen ausgerichtet ist und daß die geistigen Werte 
> erlangt werden, die des Menschen zukünftiges Verhalten bestimmen. Diese Umstände bieten der Bahá'í-
> Jugend ihre größten Möglichkeiten, ihre größten Herausforderungen und ihre größten Prüfungen - die 
> Möglichkeit, die Lehren ihres Glaubens wahrhaftig zu erfassen und sie ihren Zeitgenossen weiterzugeben, 
> die Herausforderung, die Not der Welt zu überwinden und Führung für ihre und die nachfolgenden 
> Generationen zu schaffen und Prüfungen, die sie dazu befähigen, in ihrem Leben ein Beispiel für das hohe 
> Richtmaß zu sein, wie es in den Bahá'í-Schriften niedergelegt ist. Tatsächlich schrieb der Hüter über die 
> Bahá'í-Jugend, daß sie es ist, "die so entscheidend zur Stärke, zur Reinheit und zur treibenden Kraft des 
> Lebens der Bahá'í-Gemeinde beitragen kann und daß von der Jugend die zukünftige Gestaltung ihres 
> Geschickes und die vollkommene Entfaltung der inneren Kräfte abhängt, mit denen sie Gott ausgestattet 
> hat."
> 
> 	Diejenigen, welche jetzt zwischen fünfzehn und dreißig Jahre alt sind, sehen sich einer besonderen 
> Anforderung gegenüber und können eine Gelegenheit ergreifen, die in der menschlichen Geschichte 
> einzigartig ist. Während des Zehnjahresplanes, dem neunten Teil des majestätischen Vorganges, der von 
> unserem geliebten Hüter so lebhaft beschrieben wurde, breitete sich die Gemeinde des Größten Namens 
> mit Windeseile über die hauptsächlichen Länder und Inseln der Welt aus, verstärkte vielfach ihre Zahl an 
> Menschen und Hilfsquellen, sah sie den Beginn, wie die Menschen in Scharen in die Sache Gottes eintraten 
> und vollendete das Gebäude der Verwaltungsordnung Bahá'u'lláhs. Jetzt, da sie fest in der Welt errichtet ist, 
> taucht die Sache in den Anfangsjahren des zehnten Teils desselben Vorganges wahrnehmbar aus der 
> Dunkelheit hervor, die sie zum größten Teil seit ihrem Beginn verhüllte. Nun erhebt sie sich, um die 
> veralteten Auffassungen einer korrupten Gesellschaft herauszufordern und die Lösung für die qualvollen 
> Probleme einer zerrütteten Menschheit zu verkünden. Für diejenigen, die jetzt jung sind, wird sich während 
> ihres Lebens die Weltlage und der Platz, den die Bahá'í-Religion in ihr einnimmt, unermeßlich ändern, denn 
> wir treten in einen sehr kritischen Abschnitt in dieser Übergangszeit ein. Drei große Aufgabengebiete liegen 
> vor den jungen Bahá'í, in denen sie gleichzeitig den Charakter der menschlichen Gesellschaft erneuern als 
> auch sich selbst für die Arbeit, die in ihrem späteren Leben ausführen können, vorbereiten werden.
> 
> 	Erstens ist die Grundlage aller ihrer anderen Leistungen das Studium der Lehren, die geistige 
> Ausrichtung ihres Lebens und die Bildung ihres Charakters in Übereinstimmung mit dem Richtmaß 
> Bahá'u'lláhs. Da um uns herum die moralischen Richtmaße der Völker einstürzen und vergehen, gleich, ob 
> es sich um die jahrhundertealten Kulturen des Ostens, die jüngeren Kulturen des Christentums und des 
> Islams oder der schnell wechselnden Stammesgemeinschaften in der Welt handelt, müssen die Bahá'í sich in 
> wachsendem Maße als Eckpfeiler der Rechtschaffenheit und Geduld erweisen. Das Leben eines Bahá'í wird 
> durch Wahrhaftigkeit und Anstand gekennzeichnet sein; er wird aufrecht zwischen seinen Mitmenschen 
> wandeln, von keinem abhängig außer von Gott, jedoch der ganzen Menschheit in Liebe und Brüderlichkeit 
> verbunden; er wird gänzlich losgelöst sein von den lockeren Richtmaßen, den im Verfall begriffenen 
> Theorien, dem unsinnigen Experimentieren, der Verzweiflung der heutigen Gesellschaft und seiner Umwelt 
> mit einem offenen und freundlichen Gesicht begegnen. Er wird ein Leuchtturm und Hafen für alle die sein, 
> die seiner Charakterstärke und Seelengewißheit nacheifern wollen.
> 
> 	Das zweite Aufgabengebiet, aufs engste mit dem ersten verbunden, ist das Lehren des Glaubens, 
> besonders ihren Mitjugendlichen gegenüber, unter denen sich einige der offensten und suchendsten Seelen 
> der Welt befinden. Da die Jugendlichen noch nicht all die Verantwortungen einer Familie oder eines lange 
> bestehenden Heimes oder Berufes erworben haben, können sie viel leichter wählen, wo sie leben und 
> studieren oder arbeiten möchten. In der ganzen Welt reisen die jungen Leute hauptsächlich umher, um Ver-
> gnügungen, Bildung und Erfahrungen zu sammeln. Die Bahá'í-Jugend, die Gottes Wort für diesen Tag als 
> unvergleichlichen Schatz in sich trägt, kann diese Freizügigkeit in den Dienst der Menschheit stellen, sie 
> kann ihren Aufenthaltsort, ihr Reisegebiet und die Art ihrer Arbeit selbst bestimmen, mit dem Ziel vor 
> Augen, wie sie dem Glauben am besten dienen kann.
> 
> 	Der dritte Aufgabenbereich ist die Vorbereitung der Jugend auf ihr späteres Leben. Ein Bahá'í ist 
> verpflichtet, seine Kinder zu erziehen; ebenso ist es die Pflicht der Kinder, Wissen über Kunst und 
> Wissenschaft zu erlangen und ein Handwerk oder einen anderen Beruf zu erlernen, womit sie ihrerseits 
> ihren Lebensunterhalt verdienen und für ihre Familie sorgen können. Für einen Bahá'í-Jugendlichen stellt 
> dies an sich schon einen Dienst an Gott dar, der mit der Verbreitung des Glaubens und oft mit Pionieren 
> verbunden werden kann. Die Bahá'í-Gemeinde braucht Männer und Frauen mit vielen Kenntnissen und 
> Fähigkeiten, denn in dem Maße, wie sie an Umfang zunimmt, wird auch ihr Tätigkeitsbereich im Leben der 
> Gesellschaft wachsen und vielfältiger werden. Daher soll die Bahá'í-Jugend die beste Art und Weise 
> ausfindig machen, wie sie ihre angeborenen Fähigkeiten im Dienst der Menschheit und der Sache Gottes 
> einsetzen und entwickeln kann, ob als Bauer, Lehrer, Arzt, Handwerker, Musiker oder in irgendeinem der 
> zahllosen, ihnen offenstehenden Berufszweige.
> 
> 	In der Schule oder auf der Universität wird sich der Bahá'í-Jugendliche oft in der ungewöhnlichen und 
> etwas verwirrenden Lage befinden, eine tiefere Einsicht in eine Sache zu haben als seine Lehrer. Die Lehren 
> Bahá'u'lláhs werfen auf so viele Seiten des menschlichen Lebens und Wissens ein Licht, so daß ein Bahá'í 
> früher als andere Jugendliche lernen muß, das, was ihm an Stoff geboten wird, abzuwägen und nicht blind 
> hinzunehmen. Ein Bahá'í hat den Vorteil, die göttliche Offenbarung für dieses Zeitalter zu besitzen, die wie 
> ein Scheinwerfer auf so viele Probleme gerichtet ist, die moderne Denker verwirren. Er soll deshalb die 
> Fähigkeit entwickeln, alles um sich herum aufzunehmen und seinen Lehrern mit angemessener Bescheiden-
> heit gegenüberzutreten, dabei aber stets das, was er hört, mit den Bahá'í-Lehren in Verbindung zu setzen, 
> denn sie werden es ihm ermöglichen, den Weizen aus der Spreu des menschlichen Irrtums herauszulesen.
> 
> 	Gleichlaufend mit dem Heranreifen seines inneren Lebens durch Gebet und Meditation, Dienst an der 
> Sache und Studium der Lehren, hat die Bahá'í-Jugend Gelegenheit, die Anwendung der Ordnung 
> Bahá'u'lláhs praktisch zu erlernen. Durch Teilnahme an Konferenzen und Sommerschulen sowie an 
> Neunzehntagefesten und durch Mitarbeit in Ausschüssen kann die Bahá'í-Jugend die wunderbare Fähigkeit 
> der Bahá'í-Beratung erwerben, wodurch sie neue Wege zu einer menschlichen Zusammenarbeit absteckt. 
> Beratung ist nicht einfach zu erlernen, denn sie bedingt die Unterjochung von jeglichem Egoismus und 
> ungebändigter Leidenschaften, die Pflege der Offenheit und Gedankenfreiheit, ebenso wie die der 
> Höflichkeit, geistigen Aufgeschlossenheit und rückhaltlosen Zustimmung bei einem Mehrheitsbeschluß. Auf 
> diesem Gebiet kann die Bahá'í-Jugend die Wirksamkeit, die Kraft, den Zugang zur Einheit, die aus wahrer 
> Nutzlosigkeit des Parteigängertums, der Absprachen, Debatten, Geheimdiplomatie und einseitigen 
> Handlungsweisen, welche die moderne Geschäftsabwicklung kennzeichen. Die Jugend nimmt auch am Ba-
> há'í-Leben in seiner Gesamtheit teil und fördert eine Gesellschaft, in der alle Generationen, die ältere und 
> mittlere, Jugendliche und Kinder, vollkommen einbezogen sind und ein organisches Ganzes bilden. Indem 
> sie sich weigern, der Feindschaft und dem Mißtrauen unter den Generationen, welche die moderne 
> Gesellschaft bestürzen und verwirren, in ihrem Leben Raum zu geben, werden sie erneut die heilende und 
> lebensspendende Kraft ihrer Religion beweisen.
> 
> 	Das dritte Jahr des Neunjahresplanes hat eben begonnen. Die Jugend hat schon eine lebenswichtige 
> Rolle bei der Gewinnung seiner Ziele gespielt. Wir rufen sie mit großer Liebe und höchsten Hoffnungen 
> unter Versicherung unserer inbrünstigen Gebete auf, einzeln und in Beratung, wo auch immer sie leben und 
> wie auch immer die Umstände sein mögen, jene Schritte zu erwägen, die sie jetzt tun sollten, um ihr 
> Verständnis der göttlichen Botschaft zu vertiefen, ihren Charakter nach dem Vorbild des Meisters zu 
> entwickeln, jene Fähigkeiten, Handwerke und Berufe erlernen, mit deren Hilfe sie am besten Gott und den 
> Menschen dienen, ihren Dienst an der Sache Bahá'u'lláhs zu steigern und seine Botschaft unter den Suchern 
> ihrer Zeitgenossen auszustrahlen.
> 
> Das Universale Haus der Gerechtigkeit
> 
> Das Universale Haus der Gerechtigkeit
> Bahá'í-Weltzentrum
> Haifa, Israel
> 
>   9. Oktober 1968
> 
> An die Bahá'í-Jugend in jedem Land
> 
> Liebe Bahá'í-Freunde!
> 
> 	In den letzten zwei Jahren, seit wir zuletzt die Jugend der Bahá'í-Welt ansprachen, sind viele 
> bemerkenswerte Fortschritte im Schicksal des Glaubens erzielt worden. Nicht der geringste ist die 
> Eintragung unter dem Banner Bahá'u'lláhs einer wachsenden Armee junger Männer und Frauen, die begierig 
> sind, Seiner Sache zu dienen. Der Eifer, die Begeisterung, die Standhaftigkeit und die Hingabe der Jugend in 
> jedem Land hat unseren Herzen große Freude und Zuversicht gebracht.
> 
> 	Während der letzten Tage im August und der ersten Tage im September, als annähernd zweitausend 
> Gläubige aus der ganzen Welt sich im Heiligen Land versammelt hatten, um die Hundertjahrfeier der 
> Ankunft Bahá'u'lláhs an diesen Heiligen Ufern zu begehen, hatten wir Gelegenheit, jene Eigenschaften guten 
> Charakters, selbstlosen Dienens und entschlossener Tatkraft, wie sie von der Jugend aufgezeigt wurden, die 
> als freiwillige Helfer dienten, aus erster Hand zu beobachten, und wir möchten unseren Dank für ihre 
> liebevolle Hilfe und für ihr Beispiel aussprechen. 
> 
> 	Viele von ihnen hatten sich als Pioniere angeboten, aber eine schwierige Frage tauchte immer wieder 
> auf: "Soll ich mein Studium weiterführen oder soll ich sofort pionieren?" Ohne Zweifel beschäftigt dieselbe 
> Frage die Gedanken eines jeden jungen Bahá'í, der den Wunsch hegt, sein Leben der Verbreitung des 
> Glaubens zu widmen. Doch gibt es keine allgemein gültige Antwort, die jeder Situation gerecht werden 
> kann; der geliebte Hüter antwortete verschiedenen Personen unterschiedlich auf die Frage. Es ist klar, daß 
> sich die Gegebenheiten im Einzelfall ändern. Der Einzelne muß selbst entscheiden, wie er der Sache am 
> besten dienen kann. Bei der Entscheidung wird es sich als hilfreich erweisen, die folgenden Gesichtspunkte 
> zu beachten:
> 
> 	Wenn man sich als Bahá'í erklärt, wird oder sollte das ganze Leben dem Fortschritt der Sache Gottes 
> gewidmet werden, und jede Begabung oder Fähigkeit, die man besitzt, dient letzten Endes diesem 
> Hauptlebensziel. Innerhalb dieses Rahmens muß man unter anderem abwägen, ob, wenn man jetzt 
> seine Ausbildung weiterführt, man später ein dienstfähiger Pionier sein kann, oder ob andererseits der 
> dringende Bedarf an Pionieren, während die Möglichkeiten zur Lehrarbeit noch offen sind, überwiegt. 
> Dies ist keine einfache Entscheidung, weil häufig der Geist, der das Pionierangebot veranlaßte, 
> wichtiger ist als akademische Errungenschaften. 
> 
> 	Die Verpflichtung zum Wehrdienst könnte ein Faktor für die Zeitwahl sein, um seine Dienste als 
> Pionier anzubieten.
> 
> 	Man könnte vorrangige Verpflichtungen gegenüber anderen einschließlich Angehörigen haben, die 
> wegen ihres Unterhaltes auf ihn angewiesen sind.
> 
> 	Es könnte möglich sein, ein Pioniervorhaben mit einem Ausbildungsprogramm zu verbinden. 
> Überlegungen müßten auch darüber angestellt werden, ob die Erfahrungen, die man als Pionier 
> sammelt, obwohl damit der übliche Ausbildungsablauf unterbrochen wird, sich auf lange Sicht als 
> nutzlos erweisen könnten, indem man sein Studium später mit einer reiferen Einstellung wieder 
> aufnehmen kann.
> 
> 	Die Dringlichkeit eines bestimmten Zieles, für dessen Erfüllung man besondere Voraussetzungen 
> mitbringt und für das es keine andere Meldungen gibt.
> 
> 	Die Tatsache, daß der Bedarf an Pionieren zweifellos für viele kommenden Generationen bestehen 
> wird und daß deswegen auch in Zukunft noch zahlreiche Aufrufe für Pioniere folgen werden.
> 
> 	Das Prinzip der Beratung ist auch hier anzuwenden. Man mag die Verpflichtung haben, andere zu 
> befragen, z.B. die Eltern, den Örtlichen und Nationalen Geistigen Rat sowie die Pionierausschüsse.
> 
> 	Mit Gedanken an das Prinzip des aufopfernden Dienstes und an die unbedingt eintreffenden 
> Versprechnungen Bahá'u'lláhs für diejenigen, die sich erheben, um Seiner Sache zu dienen, sollte man 
> schließlich darüber beten und meditieren, was man tun will. Und in der Tat ist es oft der Fall, daß die 
> richtige Antwort auf keine andere Weise gefunden werden kann.
> 
> 	Wir versichern der Jugend, daß wir uns der vielen wichtigen Entscheidungen bewußt sind, die sie 
> treffen müssen, wenn sie den Pfad des Dienstes für Bahá'u'lláh einschlagen. Wir werden innig am Heiligen 
> Schrein beten, daß sie alle von Gott gelenkt werden und die Segnungen des Allbarmherzigen auf sich ziehen 
> mögen.
> 
> In inniger Bahá'í-Liebe,
> 
> Das Universale Haus der Gerechtigkeit
> 
> Das Universale Haus der Gerechtigkeit
> Bahá'í-Weltzentrum
> Haifa, Israel
> 
>   4. Juli 1983
> 
> An die Europäische Jugendkonferenz in Innsbruck
> 
> Liebe Bahá'í-Freunde!
> 
> 	Mit großen Hoffnungen grüßen wir die Vertreter der Bahá'í-Jugend Europas, die auf der Konferenz in 
> Innsbruck zusammengekommen sind. Diese Generation der Bahá'í-Jugend erfreut sich einer einzigartigen 
> Auszeichnung. Sie werden Ihr Leben in einem Zeitabschnitt verleben, in dem die Kräfte der Geschichte sich 
> einem Höhepunkt zubewegen, die Menschheit der Errichtung des Geringeren Friedens erleben wird und in 
> dem die Sache Gottes eine zunehmend führende Rolle beim Wiederaufbau der menschlichen Gesellschaft 
> spielen wird. Sie sind es, die in den kommenden Jahren aufgefordert sein werden, im Angesicht von 
> Umständen und Entwicklungen, die bis jetzt kaum vorstellbar sind, am Steuer der Sache zu stehen.
> 
> 	Besonders die Europäische Bahá'í-Jugend sieht sich in unmittelbarer Zukunft gewaltigen und 
> herausfordernden Aufgaben gegenüber. Kann man daran zweifeln, daß die Art und Weise, in der sich die 
> Regierungen der Europäischen Nationen zur Verteidigung der verfolgten Bahá'í im Iran zusammen-
> geschlossen haben, Segnungen von der Höhe auf diesen Kontinent herabziehen wird? Und wer unter den 
> Menschen Europas wird am ehesten von der Herausforderung und Hoffnung der Botschaft Bahá'u'lláhs 
> erleuchtet werden als die Jugend? Jetzt besteht die Gelegenheit, in jungen Menschen jeglicher Nation, Klasse 
> oder Glaubenszugehörigkeit dieses Kontinents das Interesse zu wecken, ihre Herzen zu entflammen und 
> ihre aktive Unterstützung zu gewinnen. Der Schlüssel zum Erfolg in diesen Bemühungen ist, erstens, Ihr 
> Verständnis der Lehren der Sache zu vertiefen, so daß Sie in der Lage sein werden, sie auf die Probleme von 
> einzelnen und er Gesellschaft anzuwenden und sie ihren Altersgenossen auf eine Art darzulegen, die sie 
> verstehen und gerne annehmen; zweitens, danach zu streben, Ihr Verhalten in allen Dingen nach den hohen 
> Maßstäben der Rechtschaffenheit, der Vertrauenswürdigkeit, des Mutes, der Treue, der Nachsicht, der 
> Reinheit und Geistigkeit, wie sie in den Lehren niedergelegt sind, zu formen; und vor allem in dem ständigen 
> Bewußtsein der Gegenwart und allesüberwindenden Macht Bahá'u'lláhs zu leben, die Sie befähigen wird, 
> jeder Versuchung zu widerstehen und jedes Hindernis zu überwinden.
> 
> 	Eine lebenssprühende Schar von Bahá'í-Jugendlichen auf dem Europäischen Kontinent, die sich der 
> Förderung der Sache Bahá'u'lláhs und der Aufrechterhaltung Seiner Gesetze und Prinzipien verpflichtet hat, 
> die entschlossen ist, in Harmonie und Einheit mit ihren Mitgläubigen aller Altersgruppen und Klassen 
> zusammenzuarbeiten, kann den Fortschritt der Sache von Grund auf neu gestalten. Mit einem raschen 
> Anwachsen der Größe der Bahá'í-Gemeinden in Europa werden die Gläubigen dieses Kontinents umso 
> besser in der Lage sein, den Bahá'í-Gemeinden der Dritten Welt als Quelle für Pioniere, Reiselehrer und 
> finanzielle Unterstützung zu dienen.
> 
> 	Bei der Entscheidung, welchen Ausbildungsweg sie einschlagen soll, kann die Jugend in Erwägung 
> ziehen, sich solche Fertigkeiten und Berufe anzueignen, die auf den Gebieten der Erziehung, der ländlichen 
> Entwicklung, der Landwirtschaft, Wirtschaft, Technologie, des Gesundheitswesen, des Rundfunks und 
> vieler anderer Betätigungsfelder von Nutzen sind, die so dringend in den Entwicklungsländern der Welt 
> gebraucht werden.
> 
> 	Eine besondere Herausforderung für die Bahá'í-Jugend von Europa stellt die ausgedehnte östliche 
> Hälfte des Kontinents dar, die bis jetzt kaum von dem Licht des Glaubens Bahá'u'lláhs berührt ist, Es ist 
> nicht leicht, sich in solchen Ländern niederzulassen, aber mit Erfindungsgabe, Entschlossenheit und 
> Vertrauen auf die Bestätigungen Bahá'u'lláhs ist es sicherlich möglich, sich sowohl dort niederzulassen, als 
> auch im Dienst in solchen Zielen standhaft zu bleiben, die einen Geist der Selbstaufopferung, Loslösung 
> und Reinheit des Herzens erfordern, einen Geist, der denen würdig ist, die dem strahlenden Beispiel 
> nacheifern wollen, das von den Märtyrern im Iran gegeben wurde, von denen so viele Jugendliche sind, die 
> lieber ihr Leben gaben, als auch nur ein Wort verlauten zu lassen, das ein Verrat an dem von Gott in sie 
> gesetzten Vertrauen gewesen wäre.
> 
> Mit Liebe und äußerstem Verlangen rufen wir Sie auf, sich in die göttlichen Lehren zu versenken, für die 
> Sache Gottes und Sein Gesetz einzutreten und sich zur Belebung der Menschheit zu erheben.
> 
> Das Universale Haus der Gerechtigkeit
> 
> Das Universale Haus der Gerechtigkeit
> Bahá'í-Weltzentrum
> Haifa, Israel
> 
>   3. Januar 1984
> 
> An die Bahá'í-Jugend der Welt
> 
> Liebe Bahá'í-Freunde!
> 
> 	Daß die Vereinten Nationen das Jahr 1985 zum Internationalen Jahr der Jugend ernannt haben, 
> eröffnet neue Perspektiven für die Tätigkeiten, mit denen sich die jugendlichen Mitglieder unserer Gemeinde 
> befassen. Daß die Vereinten Nationen die Jugend so in den Brennpunkt rücken, geschieht in der Hoffnung, 
> die Jugend zu verantwortungsbewußter Teilnahme an den Angelegenheiten der Welt zu ermutigen, indem 
> sie sie an internationalen Entwicklungsaufgaben und anderen Unternehmungen und Beziehungen beteiligen, 
> wie sie der Verwirklichung ihres Trachtens nach einer Welt ohne Krieg dienen.
> 
> Diese Erwartungen unterstreichen die vor uns liegenden großen Glegenheiten, welche unsere 
> Aufmerksamkeit fordern. Wenn wir die jetzt an uns gestellten Herausforderungen auch nur annähernd 
> veranschaulichen wollen, müssen wir nur im Lichte unserer heiligen Schriften darüber nachdenken, wie 
> durch die beschleunigte Entfaltung des Göttlichen Plans durch fast fünf Jahrzehnte, durch die 
> unermeßlichen Kräfte des geistigen Dramas, das sich im Iran abspielt, und durch die schöpferische Energie, 
> die aus der Vergegenwärtigung des herannahenden Endes des zwanzigsten Jahrhunderts frei wird, günstige 
> Umstände zusammentreffen. Ohne Zweifel steht es in Eurer Macht, wesentlich zur Gestaltung der 
> Gesellschaften des kommenden Jahrhunderts beizutragen: Jugend kann die Welt bewegen.
> 
> 	Wie trefflich, ja wie begeisternd, daß sich Euch, den jungen, eifrigen Anhängern der Gesegneten 
> Schönheit, eine so wunderbare Gelegenheit bietet, das Feld Eures Bemühens gerade auf dem 
> Tätigkeitsgebiet auszuweiten, auf dem Ihr Euch so gewissenhaft auszuzeichnen strebt. Denn das von den 
> Vereinten Nationen vorgeschlagene Thema: "Teilnahme, Entwicklung, Frieden", kann als Bestätigung dafür 
> aufgefaßt werden, daß die Ziele, die Ihr als Bahá'í verfolgt, im Grunde eben der Gegenstand der 
> leidenschaftlichen 
> Suche Eurer verzweifelten Altersgenossen ist.
> 
> 	Ihr seid schon damit befaßt, den Siebenjahresplan voranzutreiben, der den Rahmen für weitere Taten 
> gibt, zu denen Ihr jetzt, durch diese neue Gelegenheit angeregt, aufbrechen mögt. Das Internationale Jahr 
> der Jugend fällt in die nächste Phase des Plans, so müssen die Tätigkeiten, die Ihr vorhabt und auf die Ihr 
> Euch jetzt vielleicht schon vorbereiten wollt, nicht nur die Maßnahmen für das Jugendjahr unterstützen, 
> sondern zugleich Eure Beiträge zur Erfüllung dieses Plans steigern. Zögert also nicht mit Eurer kraftvollen 
> Antwort.
> 
> 	Ein Glanzlicht der gegenwärtigen Periode des Siebenjahresplans war die außerordentliche 
> Proklamation, die der Glaube durch das Wiederaufleben der unablässigen Verfolgungen im Iran erfuhr; 
> weltweit wurde neues Interesse an seinen Lehren wach. Gleichzeitig suchen immer mehr Menschen aller 
> Gesellschaftsschichten ungestüm ihre wahre Identität, oder mit anderen Worten, obwohl sie es nicht so 
> offen zugeben werden, den geistigen Sinn ihres Lebens; führend unter diesen Suchern sind die Jugendlichen. 
> Das Wissen darum eröffnet nicht nur ein weites Feld für Bahá'í-Initiative, es weist auch den jungen Bahá'í 
> eine besondere Verantwortung zu, die Sache Gottes so zu lehren und so das Leben zu leben, daß sie die 
> Tugenden lebendig zum Ausdruck bringen, die die geistige Sehnsucht ihrer Altersgenossen stillen.
> 
> 	Um der Bewahrung solcher Tugenden willen ist in der Vergangenheit viel unschuldiges Blut vergossen 
> worden, und viel wird auch heute im Iran von jung und alt geopfert. Betrachtet zum Beispiel das Schicksal 
> der sechs jungen Frauen von 18 bis 25 Jahren, die ihr Leben letzten Sommer in Shíráz am Galgen 
> verhauchten. Alle widerstanden dem Versuch, sie zum Widerruf ihres Glaubens zu veranlassen; alle 
> weigerten sich, ihren Geliebten zu verleugnen. Betrachtet auch die Berichte von der erstaunlichen 
> Tapferkeit, die immer wieder von Kindern und Jugendlichen an den Tag gelegt wurde, welche den Verhören 
> und Beschimpfungen von Lehrern und Mullahs ausgesetzt waren und er Schule verwiesen wurden, weil sie 
> an ihrem Glauben festhielten. Darüberhinaus ist besonders bemerkenswert, daß die Jugend trotz der harten 
> Beschränkungen, denen ihre Gemeinde unterworfen ist, so außerordentliche Dienste leistet und ihre Kräfte 
> den Bahá'í-Institutionen im ganzen Land zur Verfügung stellte. Keine Redekunst kann ihre geistige 
> Ergebenheit und Treue würdiger bezeugen als diese reinen Taten der Selbstlosigkeit und Hingabe. Im 
> Grunde genommen fordert der Glaube an keinem  anderen Ort der Erde einen so hohen Preis von den 
> Bahá'í. Nirgends finden sich willigere, strahlendere Träger des Opferkelchs als die tapfere Bahá'í-Jugend im 
> Iran. Ist es da nicht angemessen, zu erwarten, daß Ihr, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die Ihr in 
> so außergewöhnlicher Zeit lebt, Zeugen mitreißender Beispiele des Mutes Eurer iranischen Brüder seid und 
> Euch so frei bewegen könnt, daß Ihr "unbeschwert wie der Wind" ins Feld der Bahá'í-Taten aufbrecht? 
> 
> 	Seid alle beharrlich in Eurem persönlichen Bemühen, den Glauben zu lehren, aber mit vermehrtem 
> Eifer, und die Schriften zu studieren, aber mit tieferem Ernst. Setzt Eure Erziehung und Ausbildung fort, 
> um künftig der Menschheit zu dienen, und opfert Eure freie Zeit soweit wie möglich für Tätigkeiten in der 
> Sache Gottes. Wer von Euch seine Lebensaufgabe schon auf sich genommen, wer schon eine Familie 
> gegründet hat, strebe danach, lebendige Verkörperung der Bahá'í-Ideale zu werden, sowohl bei der geistigen 
> Ernährung Eurer Familien als auch durch aktive Teilnahme an den Bemühungen um die Inlandsziele oder 
> als Pionier im Ausland. Mögen alle den gegenwärtigen Forderungen an den Glauben dadurch entsprechen, 
> daß sie sich in bisher unbekanntem Maße den anstehenden Aufgaben widmen.
> 
> 	Über dieses Streben hinaus besteht die Notwendigkeit einer gewaltigen Mobilisierung der 
> Lehrtätigkeiten, in welcher sich eine Stetigkeit bei den Formen des Dienstes spiegelt, den die jungen Bahá'í 
> leisten. Der natür-liche Drang der Jugend, umherzuziehen, verbunden mit reichem Glaubenseifer, zeigt, daß 
> ihr als Reiselehrer zahlreicher und zielstrebiger an diesen Tätigkeiten teilnehmen könnt. Eine Form dieser 
> Mobilisierung könnten Kurzzeitprojekte im In- oder Ausland sein, die sowohl dem Lehren des Glaubens als 
> auch der Besserung der Lebensbedingungen der Menschen gewidmet sind. Eine andere könnte sein, daß Ihr, 
> solange Ihr noch jung und frei von Verantwortung für eine Familie seid, daran dächtet, eine gewisse Zeit, ein 
> oder zwei Jahre, daheim oder im Ausland, freiwillig Bahá'í-Dienst bei Lehr- oder Entwicklungsarbeit zu 
> leisten. Es würde die Gemeinde stärken und festigen helfen, wenn Generationen von Jugendlichen 
> nacheinander solche Formen (des Dienstes) aufgriffen. Unabhängig aber von der Art des Dienstes muß sich 
> die Jugend dazu verstehen, sich zu allen Zeiten, überall und unter allen Umständen voll einzusetzen. Seid in 
> Euren verschiedenen Tätigkeiten der liebevollen Unterstützung und Führung der Bahá'í-Institutionen auf 
> allen Ebenen versichert. 
> 
> 	Unsere heißen Gebete, unser unerschütterliches Vertrauen in Eure Fähigkeit, Eurer Ziel zu erreichen, 
> unsere unvergängliche Liebe begleiten Euch bei all Eurem Streben auf dem Pfade des Dienstes für die 
> Gesegnete Vollkommenheit.
> 
> Das Universale Haus der Gerechtigkeit
> 
> Das Universale Haus der Gerechtigkeit
> Bahá'í-Weltzentrum
> Haifa, Israel
> 
>  8. Mai 1985
> 
> An die Bahá'í-Jugend der Welt
> 
> Liebe Bahá'í-Freunde,
> 
> 	allen, die sich bei den noch kommenden Jugendkonferenzen während des Internationalen Jahres der 
> Jugend versammeln, senden wir unsere lieben Grüße und besten Wünsche. Die Reaktion der Bahá'í-Jugend 
> auf die Herausforderung dieses besonderen Jahres war in vielen Ländern so lebhaft und einfallsreich, daß sie 
> uns zum Ausdruck von Freude und hohen Erwartungen bewogen.
> 
> Unser Beifall gilt jenen Jugendlichen, die sich bereits in diesem besonderen Zeitabschnitt an mehreren 
> Aktivitäten in ihren nationalen und örtlichen Gemeinden oder in Zusammenarbeit mit ihren hervorragenden 
> Gleichgesinnten in anderen Ländern beteiligten, und wir rufen sie auf, in ihrem Bemühen um geistige 
> Eigenschaften und nützliche Fertigkeiten nicht nachzulassen. Wenn sie dies tun, werden ihre edlen 
> Beweggründe einen förderlichen Einfluß auf die Entwicklung in der Welt auf eine fruchtbare, fortschrittliche 
> und friedliche Zukunft hin ausüben.
> 
> Mögen die in diesem Jahr begonnenen Jugendaktivitäten ein angemessener Auftakt zum Internationalen Jahr 
> des Friedens 1986 sein und als wichtiger Bestandteil dieses ganze Jahr hindurch andauern.
> 
> Die derzeitigen Erfordernisse eines Glaubens, dessen Verantwortung im Verhältnis zu seinem Hervortreten 
> aus dem Unbekanntsein rasch ansteigt, auferlegen der Jugend die unentrinnbare Pflicht, dafür zu sorgen, daß 
> ihr Leben in deutlichem Maße die umgestaltende Kraft der von ihnen angenommenen Sendung 
> widerspiegelt. Nach welchem Beispiel sollte sonst der Anspruch Bahá'u'lláhs beurteilt werden? Wie sollte 
> eine skeptische Menschheit Seine Heilsbotschaft anerkennen, wenn sie keine sichtbare Wirkung ausübte auf 
> die jungen Menschen, die in jeder Gesellschaft als die tatkräftigsten, flexibelsten und hoffnungsvollsten 
> Elemente angesehen werden?
> 
> 	Der dunkle Horizont, dem sich eine Welt gegenübersieht, die den Verheißenen, die Quelle der 
> Rettung, zu erkennen versäumte, wirkt sich bedenklich auf die Zukunftsaussichten der jüngeren Generation 
> aus. Ihr bedrückender Mangel an Hoffnung und ihr Sich-Hingeben an verzweifelte, aber oberflächliche und 
> sogar gefährliches Lösungen erfordern dringend die heilbringende Aufmerksamkeit der Bahá'í-Jugend, 
> aufgrund ihres Wissens um jene Quelle und der weiten Schau, mit der sie ausgestattet wurde, nicht zögern 
> darf, ihren verzweifelten Altersgenossen die wiederbelebende Freude, die schöpferische Hoffnung und die 
> strahlenden Zusicherungen der gewaltigen Offenbarung Bahá'u'lláhs kundzutun.
> 
> 	Die Worte, die Taten, die Haltung, die Vorurteilslosigkeit, die Charakterstärke, das Feingefühl für den 
> Dienst an anderen - mit einem Wort: die Eigenschaften und Handlungsweisen, die einen Bahá'í auszeichnen, 
> müssen eindeutig für inneres Leben, ihr äußeres Verhalten und ihre Beziehungen zu Freund oder Feind 
> kennzeichnen.
> 
> 	Mögen sie niedrige Mittelmäßigkeitsperspektiven ablehnen und in allem, was sie anstreben, die 
> steigenden Höhen der Vortrefflichkeit erklimmen. Mögen sie sich dazu entschließen, die ganze Atmosphäre, 
> in der sie sich bewegen, zu veredeln, sei es im Klassenzimmer, im Hörsaal, bei ihrer Arbeit, in ihrer Freizeit, 
> bei ihren Bahá'í-Aktivitäten oder ihrem sozialen Dienst.
> 
> 	Mögen sie wirklich voll Vertrauen die sie erwartenden Aufgaben willkommen heißen. von dieser 
> Vortrefflichkeit durchdrungen und mit entsprechender Demut, mit Zielstrebigkeit und liebevoller 
> Dienstbarkeit muß die heutige Jugend in den für den weiteren Fortschritt der Menschheit nötigen Berufen, 
> im Handel, in Kunst und Handwerk die vordersten Ränge anstreben, und zwar damit deutlich wird, daß der 
> Geist der Sache seine erleuchtende Kraft auf alle diese wichtigen Gebiete menschlichen Strebens wirft. 
> Während ihr Ziel in der Beherrschung von integrierenden Konzepten und rasch sich entwickelnden 
> Technologien dieses Zeitalters der Kommunikation liegt, können, ja müssen sie auch die Weitergabe jener 
> Fähigkeiten an die Zukunft garantieren, was die wunderbaren, unbedingt notwendigen Errungenschaften der 
> Vergangenheit erhalten wird.
> 
> 	Die Wandlung, die im Leben der Gesellschaft eintreten muß, wird sicherlich in hohem Maße von der 
> Wirksamkeit der Vorbereitungen abhängen, die die Jugend für die Welt, die sie einmal erben wird, trifft.
> 
> 	Wir empfehlen Euch, diese Gedanken in Eure persönlichen Betrachtungen und in die Beratungen, die 
> Ihr über Eure Zukunft führt, mit einzubeziehen.
> 	Wir versichern Euch unseres Gedenkens im Gebet, unseres Vertrauens und unserer Zuversicht.
> 
> Das Universale Haus der Gerechtigkeit
> 
> Brief des Internationalen Lehrzentrums
> an einen Berater vom  9. Dezember 1988
> 
> 	Wenn nur Wohlfahrtsprojekten Aufmerksamkeit geschenkt wird, dann kann das Ziel, die Sache Gottes 
> zu lehren, aus den Augen verloren werden. Ein Mittel, mehr Lehrarbeit in Gang zu bekommen, wäre die 
> Ermutigung des Lehrens in Gruppen, wie es bei der kürzlichen Landegg-Konferenz besprochen wurde. 
> Solche Gruppen müßten dergestalt ermutigt werden, daß sie die geistige Eroberung des Planeten als die 
> Aufgabe ihrer Generation empfinden. Sie müssen ein Gefühl dafür entwickeln, wie dringlich es ist, ihre 
> Altersgenossen zu erreichen und die Botschaft der Expansion zu lehren, die im Kommen Bahá'u'lláhs 
> beschlossen liegt. Zu oft führen die Lehrbemühungen nicht zu Erklärungen als Bahá'í, weil die Botschaft 
> nur Proklamation ist. Wie Sie wissen, macht das Universale Haus der Gerechtigkeit einen Unterschied 
> zwischen Lehrarbeit und Proklamation. Es sagt, die Lehrarbeit bestätige andere Menschen im Glauben, 
> während die Proklamation den Leuten die allgemeinen Ziele und Absichten des Glaubens zur Kenntnis 
> bringe. Sie könnten Ihrerseits die Jugend dafür begeistern, daß sie andere Jugendliche mobilisiert und mit 
> ihren Altersgenossen einen Prozeß in Gang setzt, der sie zu geistiger Disziplin herausfordert, zu Loslösung, 
> Standhaftigkeit, Demut und unentwegtem Bemühen. Die Mühe gilt der Entdeckung, wer Bahá'u'lláh ist, und 
> der Weitergabe dieser Entdeckung an viele andere in der Überzeugung, daß überall Seelen vorbereitet 
> worden sind. Diese Jugendlichen, die Bahá'í und ihre Freunde, könnten sodann geistige Revolutionäre 
> werden, die "die Welt bewegen". Sie müßten begreifen, daß eine solche Eroberung ihnen Zeit, Kraft und Tiefe 
> abverlangt, daß aber die durch solches Bemühen gewonnene Erfahrung der Einheit alle Opfer übertrifft. Ihr 
> Leben und das ihrer Freunde wäre nicht länger von anderen manipuliert, weil sie sich nicht länger von 
> äußerlichen Mächten aufteilen und auseinanderdividieren lassen. Sie würden selbst ihr Schicksal meistern.
> 
> 	Die Gruppen-Lehrmethode, oder besser die Gruppenbewegung, wäre ein fortgesetzter Prozeß des 
> Umsichscharens von Freunden, des Vermittelns der Liebe zu Bahá'u'lláh, der Verbindung zu anderen 
> Gruppen, der Orchestrierung von Veranstaltungen mit ihnen, der Benutzung heiliger Schriften und des 
> häufigen Gebrauchs von musikalischen und dramatischen Formen der Darbietung. Dies würde alle 
> Teilnehmer bestätigen und andere anziehen. Die Bewegung wäre somit kreisförmig: versammeln, vermitteln, 
> verbinden, orchestrieren, bestätigen und wieder versammeln. Jede Gruppe brächte zur rechten Zeit ihre 
> eigenen Mittel hervor. Alle stünden sich gegenseitig bei, um höhere Stufen geistiger Integrität zu erreichen. 
> Alle Gruppen würden natürlich die Ereignisse um die ersten Jünger des Báb studieren und wären der von 
> den Märtyrern des Glaubens gebrachten Opfer bewußt. Am Anfang bräuchten sie von den Geistigen Räten 
> eher liebende Ermutigung als Kontrolle. Einzelne sollten selbständig die Initiative ergreifen. Sicher würden 
> alle zweifellos den Institutionen des Glaubens die größte Hochachtung erweisen.
> 
> 	Die gesamte Grundlage für den Erfolg einer solchen dynamischen Bewegung ist in der Botschaft 
> unseres geliebten Hüters Shoghi Effendi enthalten, die in "Guidance for Today and Tomorrow" Kapitel XII, 
> "Teaching the Bahá'í-Faith", Seite 194 - 239, wiedergegeben ist.
> 
> Das Internationale Lehrzentrum
> 
> Teil 4
> 
> ÜBER FRAUEN
> 
>  
> Die Einbindung des Potentials der Frauen für den 
> Fortschritt des Glaubens
> 
> Zitate von Bahá'u'lláh, 'Abdu'l-Bahá etc.
> 
> * 	Auszeichnung               
> 
> * 	In diesem Jahrhundert
> 
> * 	Unternehmt eine gewaltige Anstrengung
> 
> * 	Schauplätze des Dienstes                     
> 	
> 
> Die Einbindung des Potentials der Frauen für den Fortschritt des Glaubens
> 
>    Wir stellen uns vor, daß sich die Bahá'í-Frauen Europas durch die Erneuerung ihres Geistes und das 
> Aufrütteln ihrer Seelen zum Dienst für Bahá'u'lláh mit erleuchteten Seelen und dankbaren Herzen erheben, 
> um ihre alles umschließende Liebe über alle auszugießen, denen sie begegnen, und daß durch die noch 
> größere Offenbarung ihres Mutes, ihres Zartgefühls, ihrer Barmherzigkeit, liebe und Intuition auf allen 
> Feldern des Dienstes die europäische Bahá'í-Gemeinde verwandelt wird. So werden die Bahá'í-Frauen zu 
> einer Quelle der Eingebung für alle werden, die um sie sind.
> Aus einer Erklärung des Kontinentalen Berateramtes für Europa, Ridván 1993
> 
>    "Ich hoffe auf einen ähnlichen Fortschritt der Frauen in Europa, damit eine jede wie eine Lampe leuchte, 
> laut vom Gottesreich künde, den Männern wahrhaft zur Seite stehe, ja ihnen sogar überlegen werde, bewan-
> dert in den Wissenschaften und doch losgelöst - so daß die ganze Welt bezeugen kann, daß Mann und Frau 
> völlig gleiche Rechte haben. Ich würde mich sehr freuen, solche Frauen zu sehen. Dies ist eine nützliche 
> Aufgabe; durch sie wird die Frau Zutritt zum Gottesreich finden. Anders ist es vergebens."
> 'Abdu'l-Bahá on Divine Philosophi, S. 81f,  vergl. "Frauen", S.27
> 
> Auszeichnung
> 
>    Laß mein Herz überströmem aus Liebe zu Deinen Geschöpfen und gewähre, daß ich ein Zeichen Deiner 
> Gnade, ein Beweis Deiner Gunst, ein Förderer der Harmonie unter Deinen Geliebten werde, Dir ergeben, 
> Dein Gedenken äußere, mein Selbst vergesse, aber immer auf das achte, was Dein ist."
> Bahá'u'lláh, Amerikanisches Gebetbuch, S. 100
> 
>    "O ihr Mägde Gottes! Jede Frau, die eine Magd Gottes wird, überstrahlt voller Herrlichkeit die 
> Herrscherinnen dieser Welt, denn sie ist Gott verbunden und ihre Souveränität dauert ewig, wohingegen 
> eine Handvoll Staub den Namen und den Ruhm jener Herrscherinnen auslöschen wird. Mit anderen 
> Worten, sobald sie in ihren Gräbern liegen, werden sie zu einem Nichts. Dagegen erfreuen sich die Mägde in 
> Gottes Königreich ewiger Herrschaft unberührt von der Folge von Zeitaltern und Generationen. Denke 
> darüber nach, wie viele Herrscherinnen seit der Zeit Christi gekommen und gegangen sind. Jede war die 
> Regentin eines Landes, doch nun sind all ihre Spuren verwischt, während Maria Magdalena, die nur eine 
> Bäuerin  und eine Magd Gottes war, noch immer vom  Horizont immerwährender Herrlichkeit strahlt. 
> Strebe darum danach, eine Magd Gottes zu bleiben."
> 'Abdu'l-Bahá, Selections from the Writings of 'Abdu'l-Bahá,  S. 123, Nr. 93
> 
>    "Strebt deshalb mit Herz und Seele danach, daß ihr zu brennenden Kerzen in den Versammlungen der 
> Welt, zu glänzenden Sternen am Horizont der Wahrheit und die Ursache für die Verbreitung des Lichtes des 
> Königreiches werdet, so daß die menschliche Welt in ein himmlisches Reich verwandelt, die niedere Welt zu 
> einer Welt der Höhe werde und die Liebe Gottes und die Gnade des Herrn ihren Baldachin über dem 
> Gipfel der Welt errichten mögen, die menschlichen Seelen die Wogen des Ozeans der Wahrheit werden, die 
> menschliche Welt zu einem gesegneten Baume wachse, die Verse der Einheit gesungen werden und die 
> Melodien der Heiligkeit den Höchsten Hof erreichen. Tag und Nacht flehe ich inständig und bete zum 
> Königreich Gottes und erbitte nicht endenden Beistand und Bestätigung für euch. Schaut nicht auf euere 
> eigenen Begabungen und Fähigkeiten, sondern heftet eueren Blick auf die vollkommene Freigebigkeit, die 
> göttliche Gnade und die Macht des Heiligen Geistes - die Macht, die den Tropfen zu einem Meere und den 
> Stern in eine Sonne wandelt."
> 
>    "Preis sei Gott, die Bewohner des Höchsten Hofes versichern euch des Sieges, und die Macht des 
> Königreiches ist bereit zu helfen und zu unterstützen. Wolltet ihr auch jeden Augenblick euere Zungen in 
> Dankbarkeit zum Dankgebet lösen, wäret ihr doch nicht fähig, euere Dankespflicht für diese Gaben abzu-
> statten."
> 'Abdu'l-Bahá, Selections from the Writings of 'Abdu'l-Bahá, S. 104, Nr. 68
> 
>    "Ich wünsche Vornehmheit für euch ... Für euch wünsche ich geistige Vornehmheit, das heißt, ihr müßt 
> durch Tugenden hervortreten und berühmt werden. In der Liebe zu Gott müßt ihr euch von allen anderen 
> unterscheiden. Ihr müßt euch hervortun durch euere Liebe zur Menschheit, durch Einheit und Eintracht, 
> durch Liebe und Gerechtigkeit. Kurzum, ihr müßt für alle Tugenden der Menschenwelt bekannt werden: für 
> Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, für Gerechtigkeitssinn und Wahrheitstreue, für Entschlossenheit und 
> Standhaftigkeit, für mildtätige Werke und den Dienst an der Menschheit, für euere Liebe zu jedem mensch-
> lichen Wesen, für Einheit und Einklang mit allen Leuten, für den Abbau von Vorurteilen und die Förderung 
> des Weltfriedens. Schließlich müßt ihr euch dadurch auszeichnen, daß ihr himmlische Erleuchtung erlangt 
> und Gottes Gnadengaben erwerbt. Diese Vornehmheit wünsche ich für euch. Dies muß das Unterschei-
> dungsmerkmal für euch sein."
> 'Abdu'l-Bahá, Promulgation of Universal Peace, S. 185, vergl. "Geistiger Adel" , S. 17f
> 
> In diesem Jahrhundert
> 
>    O ihr Dienerinnen des Herrn! In diesem Jahrhundert - dem Jahrhundert des Allmächtigen Herrn - scheint das 
> Tagesgestirn des erhabenen Königreiches, das Licht der Wahrheit vom Gipfel der Herrlichkeit, und seine Strahlen er-
> leuchten alle Regionen. Denn dies ist das Zeitalter der Altehrwürdigen Schönheit, der Tag der Offenbarung der Kraft 
> und Macht des Größten Namens - möge mein Leben als Opfer für Seine Geliebten dargebracht werden."
> 
>    "Wenn sich die Sache Gottes in den kommenden Zeitaltern erheben und hundertfach wachsen und der Schatten des 
> Sadratu'l-Muntahá die ganze Menschheit beschirmen wird, wird doch dieses gegenwärtige Jahrhundert einzigartig 
> dastehen, da es Zeuge des Anbruchs jenes Morgens und des Aufgangs jener Sonne war. Dieses Jahrhundert ist fürwahr 
> die Quelle Seines Lichtes und der Tagesanbruch Seiner Offenbarung. Künftige Jahrhunderte und Generationen werden 
> die Ausbreitung seines strahlenden Glanzes und das Offenbarwerden seiner Zeichen erblicken. Darum strengt euch an, so 
> daß ihr vielleicht den vollen Anteil und das Erbteil an Seinen Gnadengaben erreichen werdet."
> 'Abdu'l-Bahá; Selections from the Writings of 'Abdu'l-Bahá, S. 46, Nr.32
> 
>   "Jetzt ist es an der Zeit, daß sich die Geliebten inmitten der Völker der Welt erheben, mit einem Herzen, 
> dem Tagesgestirn gleich, mit einem starken inneren Drang, mit leuchtendem Angesicht, mit nach Moschus 
> duftendem Atem, mit einer Zunge, die nur von Gott spricht, mit kristallklarer Darstellung, mit hoher 
> Entschlußkraft, mit einer im Himmel geborenen Kraft, einem geistigen Charakter und mit keiner Bestä-
> tigung als allein der göttlichen. Laßt sie, jeden einzelnen und alle, zum Glanz des himmlischen Horizontes 
> werden und am weltlichen Himmel ein funkelnder Stern. Laßt sie zu fruchtbaren Bäumen in himmlischen 
> Gefilden werden, zu süß duftenden Blüten in göttlichen Gärten, laßt sie zu Versen der Vollkommenheit auf 
> den Seiten des Universums werden, zu Worten der Einheit im Buch des Lebens ... und aus reinen Herzen 
> und durch die himmlischen Gnadengaben müssen nun alle Vollkommenheiten, Eigenschaften und 
> Kennzeichen des Göttlichen offenbart werden."
> 
> 'Abdu'l-Bahá, Selections from the Writings of 'Abdu'l-Bahá, S. 232, Nr. 193
> 
> Unternehmt eine gewaltige Anstrengung
> 
>    "Die wichtigste Pflicht an diesem Tag ist es, eueren Charakter zu läutern, euere Sitten zu verfeinern und euer 
> Verhalten zu veredeln. Die Geliebten des Barmherzigen müssen unter Seinen Geschöpfen einen solchen Charakter und 
> ein solches Betragen zeigen, daß der Duft ihrer Heiligkeit sich über die ganze Welt verbreitet und die Toten belebt, da es 
> der Zweck der Manifestation Gottes und der Anbruch des grenzenlosen Lichtes des Unsichtbaren ist, die Seelen der 
> Menschen zu erziehen und den Charakter jedes lebenden Menschen zu verfeinern..."
> Bahá'u'lláh, Gleanings from the Writings of Bahá'u'lláh, S. 336
> 
>    Unternehmt jede Anstrengung, um... Mittelpunkte der Segnungen Gottes zu werden, zu 
> Morgendämmerungen des Lichtes Seiner Einheit und Förderer der Gaben und Tugenden kultivierten 
> Lebens. Seid in jenem Lande die Vorhut der menschlichen Vollkommenheiten, treibt die verschiedenen 
> Bereiche des Wissens voran und betätigt euch zunehmend auf dem Gebiet der Erfindungen und der 
> Künste. Bemüht euch, das Verhalten der Menschen zu verbessern, und versucht, der ganzen Welt ein 
> sittliches Vorbild zu sein. Nährt die Kinder am Herzen der himmlischen Güte, während sie noch klein sind, 
> pflegt sie in der Wiege höchster Vortrefflichkeit und erzieht sie in der Umarmung der Güte.. Gewährt ihnen 
> den Vorteil allen nützlichen Wissens. Laßt sie teilhaben an jedem neuen, ungewöhnlichen und wunderbaren 
> Handwerk und aller Kunst. Erzieht sie zu Arbeit und Streben und gewöhnt sie an Mühsal. Lehrt sie, ihr 
> Leben den wichtigen Dingen zu widmen, und ermutigt sie, sich mit Studien zu befassen, die der Menschheit 
> nützen."
> 'Abdu'l-Bahá, Selections from the Writings of  'Abdu'l-Bahá, S. 129, Nr. 102,  vergl. "Ziele der Kindererziehung, S.46
> 
>    "Wir hören, daß du erwägst, dein Haus von Zeit zu Zeit mit Bahá'i-Versammlungen zu schmücken, in 
> denen der Allherrliche Herr verherrlicht wird ... Wisse daß wenn du dies verwirklichst, ein irdisches Haus zu 
> einem himmlischen Haus und dieses Gebäude aus Stein zu einer Vereinigung des Geistes wird."
> 'Abdu'l-Bahá, Selections from the Writings of 'Abdu'l-Bahá, S. 94, Nr. 57
> 
>    Die Gründung einer Frauenvereinigung zur Förderung von Wissen ist sehr zu begrüßen, aber der 
> Meinungsaustausch muß sich auf Erziehungsfragen beschränken... Jede Frau sollte heutzutage in einer Weise 
> handeln, daß dies zur Ursache ewigen Ruhmes für das ganze weibliche Geschlecht wird, damit alle Frauen 
> erleuchtet werden. Der Weg dazu sind Versammlungen, um das Lehren zu lernen, Zusammenkünfte, bei 
> denen sie die Schriften lesen, zum Königreich des Herrn offenbarer Zeichen flehen und für die Erziehung 
> der Mädchen sorgen. Denkt darüber nach, wie die verehrte Táhirih lehrte. Sie war frei von jeder Besorgnis, 
> und darum strahlte sie."
> 'Abdu'l-Bahá,: Aus einem Tablet an einen einzelnen Gläubigen - übersetzt aus dem Persischen
> vergl.. "Frauen ",  S. 14, Nr. 11
> 
>    O mein Gott! Laß die Ausgießungen Deiner Gnade und Segnungen auf diese Heime herabkommen, deren 
> Bewohner Deinen Glauben angenommen haben, als Zeichen Deiner Gunst und als Beweis Deiner 
> liebevollen Güte aus Deiner Gegenwart."
> Der Báb, Selections from the Writings of the Báb, S. 200
> 
>    "Was die Grundlagen des Lehrens des Glaubens betrifft, wisse, daß die Übermittlung der Botschaft ihren 
> Zweck nur durch gute Taten und geistige Eigenschaften erfüllen kann, durch kristallklare Äußerungen und 
> durch das Glück, das vom Angesicht dessen widerstrahlt, der die Lehren erklärt. Es ist wesentlich, daß die 
> Taten des Lehrers die Wahrheit seiner Worte . bestätigen. So sollte der beschaffen sein, der hinausgeht, um 
> den süßen Wohlgeruch Gottes zu verbreiten und dies sollten die Eigenschaften jenes sein, der aufrichtig in 
> seinem Glauben ist."
> 
>    "Da der Herr dich befähigt hat, diesen Zustand zu erreichen, sei gewiß, daß Er dir Worte der Wahrheit 
> eingeben und bewirken wird, daß du durch den Odem des Heiligen Geistes redest."
> 'Abdu'l-Bahá, Selections from the Writings of 'Abdu'l-Bahá, S. 175, Nr. 146
> 
> Schauplätze des Dienens
> 
>    "'Abdu'l-Bahá führte aus: "Zu den Wundern, die diese heilige Sendung auszeichnen, gehört, daß Frauen, 
> die in die Reihen des Glaubens traten, größeren Mut bewiesen als Männer." Shoghi Effendi hat dazu festge-
> stellt, daß dieser "Mut" im Laufe der Zeit "überzeugender bewiesen" werden und "der geliebten Sache mehr 
> als je zuvor begeisternde Siege erringen" muß."
>           Universales Haus der Gerechtigkeit , an alle Nationalen Geistigen Räte, 25. Mai 1975
> Zusammenstellung über "Frauen",  S. 87, Nr. 113
> 
>    "O ihr reinen geschätzten Blätter, die ihr dem Hof der Herrlichkeit nahe seid! Gesegnet vielfach gesegnet 
> seid ihr, weil ihr geistige Zusammenkünfte veranstaltet und euch der Darlegung göttlicher Beweise und 
> Zeugnisse widmet. Durch überzeugende Argumente und Beweise aus den Heiligen Schriften der 
> Vergangenheit sucht ihr eifrig für das offenbare Licht der Sache einzutreten und damit der Wahrheit zu die-
> nen. Dies ist ein edles Ziel, und eure Hoffnung trägt zur Erleuchtung aller Völker und Nationen bei."
> 'Abdu'l-Bahá, Zusammenstellung über "Frauen",  S. 76,  Nr. 99
> 
>    "Daher bemüht euch, der Menschenwelt zu zeigen, daß Frauen äußerst fähig und tüchtig sind, ihre Herzen 
> zärtlicher und empfänglicher als Männerherzen, daß sie menschenfreundlicher sind und den Armen und 
> Notleidenden mehr Verständnis entgegenbringen, unnachgiebig den Krieg ablehnen und den Frieden lieben. 
> Bemüht euch, damit das Ideal des Weltfriedens durch die Anstrengungen der Frauen verwirklicht wird, denn 
> der Mann neigt mehr zum Krieg als die Frau; ein wirklicher Beweis für die Überlegenheit der Frau wird ihr 
> wirksamer Einsatz bei der Errichtung des Weltfriedens sein."
> 'Abdu'l-Bahá, Paris Talks, S. 133, vergl. "Frauen", S. 64,  Nr. 84
> 
>    "Die Frauen müssen größte Anstrengungen machen, um geistige Kraft zu erwerben und die Tugenden der 
> Weisheit und Heiligkeit zu vermehren, bis es ihrer Erleuchtung und ihrem Streben gelingt, die Einheit der 
> Menschheit zu verwirklichen. Sie müssen mit glühender Begeisterung arbeiten, um die Lehre Bahá'u'lláhs 
> unter die Völker zu tragen, damit das strahlende Licht göttlicher Güte die Seelen aller Nationen der Erde 
> umgebe."
> 'Abdu'l-Bahá: Ansprachen in Paris, S. 130
> 
>    "Mütter sind die ersten Erzieher, die ersten Berater, und wahrlich sie sind es, die das Glück, die zukünftige 
> Bedeutung, die Höflichkeit, Bildung und Urteilskraft, das Verständnis und den Glauben ihrer Kleinen 
> bestimmen."
> 'Abdu'l-Bahá, Briefe und Botschaften, 96 : 1,2
> 
>    "Bahá'u'lláh ... hat während Seiner letzten Tage auf Erden das nachdrückliche Versprechen gegeben, daß 
> sich durch die Ausgießung der Gnade Gottes und die Hilfe und den Beistand Seines Königreiches der 
> Höhe, Seelen erheben und heilige Wesen erscheinen werden, die Sternen gleich das Firmament göttlicher 
> Führung schmücken werden ..."
> 
>    "Sie werden unablässig arbeiten, Tag und Nacht, keiner Prüfung und keinem Leid Beachtung schenken, keinen 
> Aufschub ihrer Anstrengungen dulden, keine Ruhe suchen, Behagen und Bequemlichkeit mißachten und losgelöst und 
> rein jeden flüchtigen Augenblick ihres Lebens der Verbreitung der göttlichen Düfte und der Erhöhung von Gottes 
> heiligem Wort weihen ...Sie werden leuchtend wie eine Kerze im Herzen jeder Versammlung brennen und wie ein Stern 
> über jeden Horizont hinaus strahlen. Die sanften Brisen, die aus dem Garten ihres Herzens wehen, werden die Seelen der 
> Menschen mit Duft erfüllen und wiederbeleben, und die Offenbarungen ihres Geistes werden wie Regenschauer die 
> Völker und Nationen der Erde neu beleben."
> 
>    "Ich warte, warte begierig, daß diese Heiligen erscheinen, und doch, wie lange wollen sie ihr Kommen verzögern? Es 
> sind meine Gebete und mein glühendes Flehen zur Abenddämmerung und im Morgengrauen, daß diese leuchtenden 
> Sterne schon bald ihren Glanz über die Welt breiten."
> 'Abdu'l-Bahá, Selections from the Writings of 'Abdu'l-Bahá, S. 251, Nr. 204
> 
>    "Seid dessen gewiß! Nicht mehr lange und der Tag wird kommen, da der Mann sich seiner Frau zuwendet 
> und spricht: Gesegnet bist du! Gesegnet bist du! Du bist jeder Gabe wert. Wahrlich, du verdienst dein Haupt 
> mit der Krone immerwährender Herrlichkeit zu schmücken, weil du in Wissenschaft und Kunst, in 
> Tugenden und Vollkommenheiten dem Mann ebenbürtig wirst, und was die Sanftheit des Herzens und die 
> Fülle der Barmherzigkeit und des Mitleids betrifft, bist du überlegen."
> 'Abdu'l-Bahá, Paris Talks,  28. August 1913
> 
> Teil 5
> 
> Über die Kinder
> 
> ein Brief des
>  
>  
> Internationalen Lehrzentrums
> 
> Über die Kinder
> 
> Eine der schwierigen Fragen, welche die Institutionen der Sache Gottes von neuem aufgreifen müssen, ist 
> die, wie den Kindern der Welt geholfen werden kann. In unserer Zeit haben die Kinder der Welt vor Gott 
> eine Bestimmung. 
> 
> Das Internationale Lehrzentrum ist überzeugt, daß die Antwort auf diese Frage in dem weltweiten 
> Bemühen, die junge Bevölkerung zu erreichen, offenbar werden wird. Zahlenmäßig bildet diese 
> Bevölkerungsgruppe den größten Sektor der Gesellschaft von heute.
> 
> 	Die Bahá'í-Gemeinschaft hat reiches Beweismaterial dafür, daß die jüngere Generation von ihren 
> eigenen Fähigkeiten in die Lage versetzt wird, die Zukunft zu gestalten. Sie wird das schöpferische Wort 
> Gottes fördern und die Düfte Gottes verbreiten. 'Abdu'l-Bahá gibt uns diese machtvolle Verheißung. Seine 
> Verheißung deutet auch darauf hin, daß dieser Bevölkerungsteil bereits von Gott vorbereitet ist und darauf 
> wartet, daß wir ihn entdecken:
> 
> 	"Ja, gewisse Menschen werden in dieser göttlichen Sendung himmlische Kinder hervorbringen; diese Kinder werden die 
> Lehren der Schönheit Abhá verkünden und Seiner großen Sache dienen. Durch himmlische Macht und geistige 
> Bestätigung werden sie befähigt, das Wort Gottes zu fördern und die Düfte Gottes zu verbreiten. Diese Kinder werden 
> weder morgen- noch abendländisch, weder asiatisch noch amerikanisch, weder europäisch noch afrikanisch, sondern 
> vom Reich Gottes sein; ihre Heimat ist der Himmel, ihre Zuflucht das Reich Abhá. Das ist die Wahrheit, und hinter 
> der Wahrheit gibt es nichts als Aberglauben.
> 
> 	"Möge die ganze Menschheit die Kinder des Reiches Gottes mit offenen Armen aufnehmen!"
> Tablets of 'Abdu'l-Bahá, Vol. 3, Seite 647 - 648
> 
>  Demnach sollten diese jungen Menschen als ein Tor zum Eintritt in Scharen und als ein ergiebiger Quell für 
> Lehrer sowohl unter ihrer eigenen Generation als auch zur Vertiefung ihrer Altersgenossen und Älterer be-
> trachtet werden. Wiederum sagt 'Abdu'l-Bahá:
> 
> 	"Wie ist so manches Kind noch jung an Jahren und doch schon reif und sicher in seinem Urteil! Und wie ist so 
> mancher betagte Mensch unwissend und verwirrt! Denn Wachstum und Entwicklung hängen von den 
> Verstandeskräften und der Vernunft eines Menschen ab, nicht von seinem Alter oder der Dauer seiner Erdentage."
> 'Abdu'l-Bahá, Briefe und Botschaften, Kap. 121:1
> 
> Diese Jugend ist nicht nur angewiesen, den Glauben zu verkünden, sondern auch, zum Instrument wahrer 
> Genesung in der Menschheit zu werden. 'Abdu'l-Bahá drängt sie:
> 
> 	"Darum, o ihr erleuchteten jungen Menschen, strebt bei Tag und Nacht danach, die Geheimnisse des Verstandes und 
> des Geistes zu enträtseln und die Geheimnisse des Tages Gottes zu erfassen. Erforscht selbst die offensichtlichen 
> Zeichen, daß der Größte Name erschienen ist. Öffnet eure Lippen zum Lobpreis. Führt überzeugende Argumente und 
> Beweise an. Leitet jene, die nach der Quelle des Lebens dürsten, gewährt den Leidenden wahre Genesung. Geht in die 
> Lehre Gottes, seid Ärzte, geführt von Gott, und heilt die Kranken unter den Menschen. Bringt jene, die ausgeschlossen 
> waren, in den Kreis der engen Freunde. Erfüllt die Verzweifelnden mit Hoffnung. Weckt die Schlummernden, macht 
> die Gleichgültigen achtsam.
> 	So sind die Früchte des irdischen Lebens. So ist die Stufe strahlender Herrlichkeit.
> 'Abdu'l-Bahá, in Ziele der Kindererziehung Seite 81
> 
> 	Das Internationale Lehrzentrum denkt zur Zeit besonders an die Altersgruppe von zehn bis zu 
> sechzehn Jahren; sie umfaßt die Zeit, in der die Reife erreicht wird. Diese Jahre der frühen Jugend sind 
> überaus schwierig, besonders in der heutigen Welt; gleichzeitig erfahren wir jedoch aus den heiligen 
> Schriften, daß die Fähigkeit, grundlegende sittliche und geistige Prinzipien zu begreifen und so das Licht 
> eines guten Charakters zum Strahlen zu bringen, in diese Kinder hineingelegt ist. Das deutet darauf hin, daß 
> Abertausende, wenn sie zur Sache Gottes eingeladen und dabei unterstützt würden, vertiefte Lehrer des 
> Glaubens werden, ihrerseits die Altersgenossen erretten könnten. In der gegenwärtigen Dekadenzphase der 
> Menschheitsgeschichte könnten an den Straßenecken der Dörfer und Städte, in den Schulkorridoren und 
> den Freizeitzentren geistige Schlachten gewonnen werden.
> 
> 	Wir hoffen, daß diese Jugendlichen von den Hilfsamtsmitgliedern, ihrer Assistenten und der ganzen 
> Gemeinde nicht nur als Kinder betrachtet werden, für die man Tätigkeiten arrangieren muß, als Anhängsel 
> ihrer Eltern oder als Anwärter auf eine Zukunft, in der sie Ewachsenenpflichten übernehmen müssen, 
> sondern als lebendige Schöpfung Gottes, die genau im gegenwärtigen Augenblick von Gott für Seinen 
> Zweck eines jetzt in Erscheinung tretenden Kultivierungsprozesses gebraucht wird.
> 
> 	Die Berater als Teil der Verwirklichung dieser Vision werden die Hilfsamtsmitglieder, deren 
> Assistenten sowie alle Nationalen und örtlichen Geistigen Räte dazu ermutigen müssen, die geistige, 
> verstandliche und gesellschaftliche Erziehung der Kinder langfristig zu unterstützen...
> 
> 	Der kürzliche Brief des Internationalen Lehrzentrums an Sie über die Idee und die Anwendung von 
> Instituten zur Entwicklung menschlicher Hilfsquellen bezieht sich unmittelbar auf Programme für die 
> Jugend, in die die Hilfsamtsmitglieder und die Assistenten einbezogen werden müßten.
> 
> 	Die Frage des Bedarfs an angepaßter Literatur wurde im selben Brief angesprochen. Natürlich 
> bezieht sich dieses Erfordernis auch auf derartige Programme. Schriftmaterial, das zur Mobilisierung 
> natürlicher Neigungen bei Kindern und Jugendlichen geeignet ist, muß entwickelt werden. Das Inter-
> nationale Lehrzentrum ist mit dem gesamten Problem der für den Eintritt in Scharen passenden Literatur 
> befaßt. Alle diese Fragen werden als Teil unseres laufenden Dialogs mit den Beratern über die wichtigsten 
> Initiativen gesehen, zu denen wir Sie und Ihre Hilfsämter während dieser Periode aufrufen.
> 
> Das Internationale Lehrzentrum an alle Kontinentalen Berater
> am 5. Dezember 1988   
> 
> Teil 6
> 
> Über die Fonds des Glaubens
> 
> Briefe des
>  
>  
> Universalen Hauses der Gerechtigkeit
> 
> und des Internationalen Lehrzentrums
> 
> Das Universale Haus der Gerechtigkeit
> Bahá'í-Weltzentrum
> Haifa, Israel
> 
>  17. September 1992
> 
> An alle Mitglieder der Konitnentalen Beraterämter
> 
> Liebe Bahá'í-Freunde!
> 
> 	Da wir uns der Mitte des Heiligen Jahres nähern, beobachten wir überall bemerkenswerte Zeugnisse 
> dessen, daß die Sache Bahá'u'lláhs in ein neues Stadium ihres Wachstums, ihrer inneren Festigung und ihrer 
> Beziehungen zu Regierungen und Menschen von Einfluß in vielen Ländern eintritt. Jeden Tag erreichen uns 
> Neuigkeiten über die Siege, die von den tapferen Dienern der Sache in aller Welt errungen werden, und der 
> Ausblick auf noch größere Triumphe zeichnet sich allmählich am Horizont ab.
> 
> 	Bei einer Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Situation des Glaubens und seiner Bedürfnisse, 
> fühlen wir uns genötigt, Sie dazu aufzurufen, eine anhaltende Anstrengung einzuleiten, in allen Teilen der 
> weltweiten Bahá'í-Gemeinde ein tieferes Bewußtsein der geistigen Verpflichtung eines jeden Gläubigen ins 
> Leben zu rufen, regelmäßig zu den Bahá'í-Fonds beizutragen. Wie Shoghi Effendi in den früheren Jahren 
> seines Amtes schrieb, ist es "die geheiligte Pflicht eines jeden gewissenhaften und getreuen Dieners 
> Bahá'u'lláhs, der den Fortschritt Seiner Sache wünscht, frei von großzügiger Vermehrung des Fonds 
> beizutragen."
> 
> 	Das Internationale Lehrzentrum wurde von uns gebeten, in näherer Zukunft mit Ihnen bezüglich 
> des Erziehungsprozesses zu korrespondieren, der von allen Beratern, Hilfsamtsmitgliedern und ihren 
> Assistenten mit dem Ziel verfolgt werden sollte, auf die Nationalen und Örtlichen Geistigen Räte ein-
> zuwirken und unter der breiten Masse der Gemeinde ein grundlegenderes Verständnis von der dringenden 
> Notwendigkeit für alle zu fördern, regelmäßig und anhaltend für die Unterstützung des Fonds zu sorgen. 
> Wir haben beobachtet, daß von den Beratern und ihren Helfern entschlossene und fortlaufende 
> Anstrengungen gesteuert werden, um die Ausbreitung des Glaubens, seine Festigung und das Erreichen 
> besonderer Ziele zu fördern. Derartige Anstrengungen sind gewiß äußerst wesentlich und lobenswert. Den-
> noch scheint es uns, daß kein ausreichendes und fortwährendes Gewicht auf die immer vorhandene 
> Notwendigkeit gelegt wird, die Gläubigen anzuspornen und ihnen nahezulegen, regelmäßige und 
> aufopferungsvolle Beiträge zu den Fonds des Glaubens darzubringen. Es kann kein Zweifel darin bestehen, 
> daß ein derartiges Bestreben ein wesentlicher Teil der Aufgaben ist, die der Institution der Berater 
> übertragen sind, und daß die geweihten Anstrengungen ihre Mitglieder für die Erlangung unserer Ziele 
> unentbehrlich sind.
> 
> 	Zum Bahá'í-Fonds beizutragen stellt ein Akt geistiger Disziplin dar, die ein wesentliches Element 
> des hingebungsvollen Lebens des einzelnen ist. Jeder Gläubige sollte sich des Vorrechts bewußt sein, zum 
> Fortschritt der Sache Gottes beizutragen, ungeachtet seiner materiellen Verhältnisse. Für den Fonds zu 
> geben stärkt die Verbindung zwischen dem Gläubigen und der Sache und erhöht sein Gefühl der 
> Identifikation mit ihr. Göttliche Bestätigungen kommen auf jene herab, die einen Teil ihrer materiellen 
> Mittel im Geiste des Opfers darbringen, motiviert durch ihre Liebe zum Glauben und ihr Verlangen, zu 
> seiner Entwicklung beizutragen.
> 
> 	Bahá'u'lláh hat geschrieben, daß "...Er, Der die Ewige Wahrheit ist - erhaben sei Seine Herrlichkeit - 
> die Durchführung jeder Unternehmung auf Erden von materiellen Mitteln abhängig gemacht hat." Die 
> Gemeinde des Größten Namens widmet sich heute der mächtigsten aller Unternehmungen, die dazu 
> bestimmt ist, die Vergeistigung der Menschheit und die Verwandlung der menschlichen Gesellschaft 
> herbeizuführen. Ihren Erfordernissen sollten und werden in der Tat nicht nur durch die Beiträge von 
> Gläubigen nachgekommen werden, die in jenen Ländern leben, die jetzt einen relativ hohen Lebensstandard 
> genießen, vielmehr sollte jeder Anhänger Bahá'u'lláhs, unbeeindruckt durch die Dürftigkeit seiner materiellen 
> Mittel, sich entschließen, seinen Beitrag für die Arbeit des Glaubens darzubringen. Die Einheit der 
> Gläubigen - reich und arm gleichermaßen - in ihrer Unterstützung des Fonds, wird eine Quelle geistiger 
> Bestätigungen sein, die weit über unser Vorstellungsvermögen hinausreichen.
> 
> 	Der Kontrast zwischen der Bahá'í-Gemeinde und der Gesellschaft um sie herum wächst mit jedem 
> Tag. Inmitten von Selbstsucht, dem fieberhaften Verfolgen engstirnigen Eigeninteresses, ebenso wie 
> Mißtrauen und Korruption in allen Angelegenheiten, die mit Geld zu tun haben, arbeiten die Bahá'í daran, 
> eine neue Welt zu schaffen, die sich durch aufopfernden Einsatz für hohe Ideale, Sorge um das 
> Wohlergehen der ganzen Menschheit, Integrität und Wirtschaftlichkeit bei der Verwendung von Fonds und 
> vereinte Unterstützung großer Anstrengungen auszeichnet. Lassen Sie uns in der ruhigen Zuversicht 
> vorangehen, daß die unsichtbare Macht des Herrn der Heerscharen Seine ergebenen Anhänger befähigen 
> wird, ein jedes und alle Hindernisse auf dem Pfad Seiner sich rasch entwickelnden Sache zu überwinden.
> 
> 	Wir versichern Sie unserer inbrünstigen Gebete in den Heiligen Schreinen für die Stärkung Ihres 
> eifrigen Einsatzes in der Erfüllung Ihrer heiligen Pflichten.
> 
> Mit liebevollen Bahá'í-Grüßen
> 
> Das Universale Haus der Gerechtigkeit
> 
> 	Das Internationale Lehrzentrum
> 	Bahá'í-Weltzentrum 
>                                                           5. Oktober 1992
> 
> An alle Berateramtsmitglieder
> 
> Herzlich geliebte Mitarbeiter,
> 
> 	die zeitweilige Krise, mit der die unterschiedlichen Fonds des Glaubens in allen Kontinenten der 
> Welt konfrontiert waren, weist auf die Größe der erzieherischen Aufgaben hin, die vor den Beratern, 
> Hilfsamtsmitgliedern und deren Assistenten liegen. Die ökonomischen Umwälzungen einer fehlerhaften 
> Ordnung und die Wirkung einer ungerechten Welt auf die Mehrheit ihrer Bewohner sind Faktoren, die zur 
> Knappheit der Fonds im Vergleich zu den Notwendigkeiten einer stetig wachsenden Sache beitragen. Trotz 
> dieser Bedingungen können die Freunde, die ihre Fähigkeit bewiesen haben, große Opfer für den Glauben 
> zu bringen, erzogen werden, die Bedeutung des Spendens für den Fonds in einem anderen Licht zu sehen 
> und ihre Institutionen mit den materiellen Mitteln auszustatten, die zur Erfüllung ihrer heiligen Pflichten 
> nötig sind. Wie der Hüter uns oft erinnerte, zeigen Spenden "einen praktischen und effektiven Weg, durch 
> den jeder Gläubige Ausmaß und Charakter seines Glaubens prüfen und die Intensität seiner Ergebenheit 
> und Zuwendung zum Glauben in Taten beweisen kann."
> 
> 	Eine wesentliche Erhöhung der Beiträge zum Fonds ist derart unerläßlich für den Erfolg der 
> Anstrengungen der Bahá'í-Gemeinde in den kommenden Jahren, daß wir in Reaktion auf den 
> ausdrücklichen Wunsch des Universalen Hauses der Gerechtigkeit und seinem Brief vom 17. September 
> 1992 an alle Berateramtsmitglieder nachkommend, eine besondere Folge von Mitteilungen an Sie über dieses 
> Thema eröffnen. In diesem Brief teilen wir mit Ihnen einige Gedanken zum Thema Freigebigkeit und 
> Verantwortung - die ersten einer Reihe von Ideen, die Sie bitte mit Ihren Hilfsamtsmitgliedern diskutieren 
> möchten. 
> 
> 	Wir hoffen, daß ihre Beratungen eine neue Richtung dafür aufzeigen werden, was zu einer 
> kraftvollen, fortgesetzten und konsequenten Anstrengung unserer Institution zur Erziehung der Freunde, 
> nicht nur im Fonds, sondern, genereller, in der Beziehung zwischen der Ausweitung materieller Mittel und 
> geistiger Fortschritte, führen wird.
> 
> 	Es besteht kein Zweifel, daß die von Bahá'u'lláh vorhergesehene Zivilisation eine blühende 
> Gesellschaft, frei von der Geißel der Ungerechtigkeit und des Elends aufzubauen, müssen wir freigebig und 
> großzügig sein und die Verhaltensmuster der Häufung und Verwendung materieller Mittel zur Befriedigung 
> eigener Bedürfnisse und Wünsche überwinden. Großzügigkeit ist eine Eigenschaft der menschlichen Seele 
> und unabhängig vom Grade des Reichtums oder der Armut. Eine großzügige Seele gibt stetig für den Dienst 
> an Anderen - sei es durch Zeit, Energie oder materielle Hilfsmittel.
> 
> 	Unerläßlich für diese Haltung des Gebens ist die Wertschätzung der Tatsache, daß Gottes Gnade 
> und Seine Freigebigkeit die höchste Quelle des Reichtums sind. Er stellt die Mittel für die Existenz und den 
> Fortschritt von uns allen bereit und schenkt uns dann aus Seiner Gnade das Vorrecht, zu Seiner Sache 
> beizutragen - das einzig wirksame Mittel, das das Wohlergehen der Menschheit herbeiführen kann. Zum 
> Fonds beizutragen ist daher nicht nur eine Sache der Großzügigkeit, sondern auch eine geistige Gnade und 
> bedeutende Verantwortung.
> 
> 	Im Zusammenhang mit den oben geäußerten Gedanken möchten wir mit Ihnen die folgenden 
> Zitate aus Botschaften des geliebten Hüters teilen.
> 
> 	"Jeder Bahá'í, ganz gleich wie arm er auch sein mag, muß sich der hohen Verantwortung, die er in dieser Beziehung 
> trägt, bewußt sein und sollte Vertrauen haben, daß sein geistiger Fortschritt als ein an die Weltordnung Bahá'u'lláhs 
> Glaubender stark davon abhängen wird, in welchem Maße er durch Taten seine Bereitschaft beweist, die göttlichen 
> Institutionen Seines Glaubens materiell zu unterstützen."
> Aus einem Brief vom 17. Juli 1937, im Auftrage Shoghi Effendis
> an den Nationalen Geistigen Rat von Indien und Burma geschrieben;
> veröffentlicht in "The Dawn of a New Day",S.68
> 
> 	"... unsere Beiträge zum Glauben sind der sicherste Weg, die Menschheit ein für allemal von der Bürde des Hungers 
> und des Elends zu befreien, denn nur über die Ordnung Bahá'u'lláhs - göttlich in ihrem Ursprung - wird es geschehen, 
> daß die Menschen festen Boden finden und Not, Angst, Hunger, Krieg usw. beseitigt werden können. Nicht-Bahá'í 
> können zu unserem Werk nicht beitragen, und es nicht für uns tun; so ist wahrhaft unsere erste Pflicht die 
> Unterstützung unserer eigenen Lehrarbeit, denn diese wird die Nationen zur Heilung führen."
> Aus einem Brief vom 8. Dezember 1947,
> im Auftrage Shoghi Effendis an einen einzelnen Gläubigen;
> veröffentlicht in "Bahá'í-News", r. 210, August 1948, S. 3
> 
> 	"Er hofft, daß die Freunde ein bestimmtes Maß an Vertrauen und Mut zeigen werden und die gegenwärtigen 
> wirtschaftlichen Bedingungen nicht fürchten. Wir sollten nicht zulassen, daß uns finanzielle Überlegungen an unserer 
> Arbeit hindern und uns entmutigen, unsere Dienste zu erweisen. In Tagen des Überflusses reichlich zu geben, kann 
> nicht Opfer genannt werden; es bezieht sich vielmehr auf unsere Aktivitäten in Zeiten, wenn Krisen und ökonomische 
> Schwierigkeiten uns scheinbar den Weg versperren. ... Was immer wir heute opfern, dient der Sicherung der Wohlfahrt 
> der Menschheit und unserer eigenen - als ihre Mitglieder in der Zukunft."
> Aus einem Brief im Auftrage Shoghi Effendis,
> veröffentlicht in "Bahá'í-News", Nr. 59, Febr. 1932, S. 7
> 	
> 	"Wir müssen wie der Springquell oder Brunnen sein, der stetig alles gibt, was er hat, und der stetig wieder gespeist wird 
> aus einer unsichtbaren Quelle. Unbeirrt von der Angst vor Armut und im Vertrauen auf die unerschöpfliche Gnade der Quelle 
> allen Wohlstands und alles Guten, immer wieder für das Wohl unserer Mitmenschen zu geben, ist das Geheimnis rechten Le-
> bens."
> Shoghi Effendi, zitiert in "Bahá'í-News", Nr. 13, September 1926, S. 1
> 
> 	Freigebigkeit und Verantwortungsbewußtsein gegenüber dem Geben sind grundlegende Fragen, die 
> im Erziehungsprozeß, den die Hilfsamtsmitglieder und deren Assistenten nachdrücklich vorantreiben 
> müssen, anzusprechen sind. Wir sind zuversichtlich, daß bei der Förderung dieses Prozesses bald meßbare 
> Ergebnisse wahrgenommen werden können.
> 
> Mit liebevollen Bahá'í-Grüßen
> 
> Das Internationale Lehrzentrum
> 
> Das Internationale Lehrzentrum
> Bahá'í-Weltzentrum 
>                                                           3. Februar 1993
> 
> An alle Berateramtsmitglieder
> 
> Herzlich geliebte Mitarbeiter,
> 
> 	dieser Brief ist der zweite in einer Reihe, die vom Wunsch des Universalen Hauses der Gerechtigkeit 
> getragen ist, wie er in seinem Brief vom 17. September 1992 formuliert wurde, daß die Berater und ihre 
> Hilfstruppen einen energischen Prozeß zur geistigen Erziehung zum Fond verfolgen. In unserem ersten 
> Brief baten wir sie, ihre ersten Überlegungen auf die Förderung eines tieferen Verständnisses der geistigen 
> Bedeutung der Freigebigkeit und Verantwortlichkeit in Bezug auf das Spenden unter den Freunden zu 
> konzentrieren. In seinem Brief vom 17. September schrieb das Universale Haus: 
> 
> 	... es scheint uns, in Beratungen mit Institutionen und einzelnen gleichermaßen, daß eine 
> angemessene und stetige Eindringlichkeit auf die stets gegenwärtige Notwendigkeit, die Gläubigen 
> anzuspornen und anzuhalten, regelmäßige und aufopfernde Beiträge für den Fonds des Glaubens darzu-
> bringen, nicht gelegt wird." Von diesen Worten angetrieben, möchten wir mit Ihnen einige wenige 
> Gedanken über aufopferndes Spenden teilen.
> 
> 		Eines der grundlegenden Vorstellungen, die der Praxis des Spendens für den Bahá'í-Fonds 
> zugrunde liegt, ist, daß jeder Gläubige gänzlich frei ist, den Betrag seines oder ihres Beitrags zu bestimmen. 
> Weiterhin ist ein kennzeichnendes Merkmal dieser Verpflichtung, daß eine einzelne Münze, die von einem 
> Gläubigen mit geringen Mitteln beigetragen wurde, genauso wertvoll ist wie eine große Summe, die von 
> einem wohlhabenden Gläubigen beigetragen wurde. Diesem muß das Bewußtsein hinzugefügt werden, daß 
> unsere Beiträge zum Fonds einen "praktischen und wirksamen Weg" ausmachen, das Maß und den 
> Charakter" unseres Glaubens zu prüfen. So gibt es, wenn auch keine Beträge vorgeschrieben sind, einen 
> Maßstab, nämlich den Geist des Opferns und der Liebe, in dem die Spende dargebracht wird. 
> Selbstverständlich hat niemand das Vorrecht, daß Maß des Opfers eines anderen zu beurteilen. Aber jeder 
> von uns muß in seinem eigenen Herzen über das Mysterium des Opferns nachdenken, wenn er die Höhe 
> seines Beitrags bestimmt.
> 
> 	Opfer ist eines der wichtigsten geistigen Grundsätze, der im Sein herrscht. Doch wurde 
> unglücklicherweise der Begriffsinhalt des Opfers über die Zeitalter hinweg sowohl von den Religionen als 
> auch von materialistischen Ideologien falsch ausgelegt; er wurde sehr mißverstanden und eine Diskussion 
> dessen kann Unbehagen hervorrufen. Die Herausforderung, der sich die Berater und die Hilfsamtsmitglieder 
> gegenüber sehen, ist daher, den Begriff gänzlich im Lichte der Lehren des Glaubens darzustellen, sich zu 
> hüten, Schuld hervorzurufen oder Opfer herabzuspielen, und mitzuhelfen, aus den Köpfen der Freunde 
> falsche Ansichten und Auffassungen zu verbannen.
> 
> 		Von besonderer Wichtigkeit ist zu verstehen, daß Opfer mit sich bringt, auf das Niedrige 
> um das Höhere willen zu verzichten, und wenn es auch Pein mit sich bringt, ist es in Wahrheit der Träger 
> der Freude und Ekstase. "Nicht eher denn ein Wesen seinen Fuß auf die Stufe des Opfers setzt" lautet die 
> Ermahnung des Meisters, "ist es jeder Gunst und Gnade beraubt; und diese Stufe des Opfers ist das Reich 
> des Sterbens im Selbst, daß dann die Strahlen des lebendigen Gottes hervorscheinen mögen." In einer 
> anderen Textstelle sagt Er: "Das Geheimnis des Opfers ist, daß der Mensch seine ganze Lebenslage der 
> göttlichen Stufe Gottes opfern sollte. Die Stufe Gottes ist Barmherzigkeit, Freundlichkeit, Vergebung, 
> Opfer, Gunst, Gnade und Lebensspender der Geister und das Entflammen des Feuers Seiner Liebe in den 
> Herzen und Blutbahnen." "Jetzt ist die Zeit" ist der Aufruf Abdu'l-Bahás an die Freunde "für euch, wie 
> freigebige Becher zu werden, die zum Überlaufen gefüllt sind, und sogar wie die wiederbelebende Brise, die 
> aus dem Abhá-Paradies weht, den Moschusduft über das Land zu verbreiten. Befreit euch selbst vom 
> weltlichen Leben und verlanget ihr auf jeder Stufe nach Nicht-Existenz; denn wenn der Strahl zur Sonne 
> zurückkehrt, ist er ausgelöscht, oder wenn ein Tropfen zum Meer kommt, vergeht er, und wenn der wahre 
> Liebende seinen Geliebten findet, gibt er seine Seele auf."
> 
> 	Freigebige Beiträge zum Fonds des Glaubens werden wie selbstverständlich fließen sowie die 
> Freunde die Freude erkennen, die der Antwort auf Bahá'u'lláhs Ruf zum Opfer innewohnt, ein Ruf, der in 
> Seinen ganzen Schriften widerhallt:
> 
> 	"Stündest du vor Meinem Thron, lauschtest du Meiner Zunge der Macht und Größe, du opfertest deinen Leib, deine 
> Seele, dein ganzes Sein zum Zeichen deiner Liebe zu Gott, dem höchsten Herrscher, dem Beschützer, dem Allwis-
> senden, dem Allweisen. Du wärest so ergriffen vom Zauber Seiner Stimme, daß keine Feder die Macht hätte, deine 
> Stufe zu beschreiben, und der gewandteste Redner zunichte würde bei dem Versuch, sie zu schildern." 
> (Bahá'u'lláh, Botschaften aus `Akká 17:113)
> 
> 	"Würde ein Mensch die Süße der Worte kosten, welche die Lippen des Allbarmherzigen zu äußern beliebten, und 
> wären die Schätze der Erde in seinem Besitz, so würde er auf sie allesamt verzichten, um die Wahrheit auch nur eines 
> der Gebote zu verteidigen, die über dem Tagesanbruch Seiner großmütigen Fürsorge und Güte leuchten."
> Bahá'u'lláh, Ährenlese Kap. 155:3
> 
> 	"Ernste Bemühung ist nötig in unserem Suchen nach Ihm und heißer Eifer, damit wir den Honig der Vereinigung 
> mit Ihm zu kosten vermögen. Doch trinken wir aus diesem Kelch, so werden wir die Welt von uns werfen." 
> Bahá'u'lláh, Die Sieben Täler und die Vier Täler, Bahá'í-Verlag 1987, S. 31
> 
> 	"O Sohn des Wortes! Wende dein Antlitz Mir zu und entsage allem außer Mir, denn Mein Reich ist beständig und 
> Meine Herrschaft vergeht nicht. Suchtest du einen anderen als Mich, dein Streben wäre vergeblich, selbst wenn du das 
> Weltall in Ewigkeit durchforschtest." 
> Verborgene Worte, arabisch, Nr. 15
> 
> 	"O Sohn der Erde! Wenn du Mich begehrst, so suche niemanden außer Mir. Wenn du Meine Schönheit schauen 
> möchtest, schließe deine Augen vor der Welt und allem, was in ihr ist. Denn Mein Wille und der Wille eines anderen 
> sind wie Feuer und Wasser und können nicht im selben Herzen wohnen."
> Verborgene Worte, persisch, Nr. 31
> 
> 	O Mein Diener! Befreie dich von den Banden dieser Welt und löse deine Seele aus dem Gefängnis des Selbstes. 
> Ergreife die Gelegenheit, denn sie wird dir nie wiederkehren.
> Verborgene Worte, persisch, Nr. 40
> 
> Mit lieben Bahá'í-Grüßen
> 
> Das Internationale Lehrzentrum
> 
> Teil 7
> 
> Der Drei-Jahres-Plan
> (Ridván 1993 - Ridván 1996)
> 
> Aus einem Brief
>  
>  
> des Internationalen Lehrzentrums an 
> alle Berater vom 17. November 1992
> 
>  14	Die Steigerung der Glaubenskraft des einzelnen 
> Gläubigen
> 
>  15	Die Bedeutung der Entwicklung des menschlichen 
> Potentials der Sache
> 
>  16	Die Pflege der korrekten Arbeitsweise der 
> örtlichen und nationalen Institutionen
> 
> DIE STEIGERUNG DER GLAUBENSKRAFT 
> DES EINZELNEN  GLÄUBIGEN
> 
> Das geistige Leben des Einzelnen
> 
>    Während der aufeinanderfolgenden Stufen der Entfaltung des Göttlichen Planes haben der Hüter und das 
> Universale Haus der Gerechtigkeit die Freunde wiederholt dringend gebeten, sich zu erheben und ihre 
> Kräfte und Fähigkeiten der geistigen Eroberung des Planeten zu widmen. Indem er sich auf die überragende 
> Rolle des Einzelnen im Zehnjahreskreuzzug bezog, schrieb der Hüter im Juni 1954:
> 
> 	"Er ist es, der Kette und Schuß bildet, von denen die Qualität und Muster des gesamten Gewebes 
> abhängen muß. Er ist es, der als eines der zahllosen Glieder der mächtigen Kette handelt, die 
> nunmehr die Erde umfängt. Er ist es, der als einer der Vielzahl von Bausteinen dient, die das Bau-
> werk stützen und die Standfestigkeit des adminstrativen Gebäudes, das nun in jedem Teil der Erde 
> errichtet wird, sichern. Ohne seine zugleich aufrichtige, beständige und großzügige Unterstützung 
> ist jede Maßnahme, die von der Körperschaft, die als die nationale Vertretung der Gemeinde, zu der 
> er gehört, handelt, getroffen und jeder Plan, der von ihr formuliert wird, von vornherein zum 
> Scheitern verurteilt."
> Aus einem Brief vom 20. Juni 1954 von Shoghi Effendi an den Nationalen Geistigen Rat der 
> Vereinigten Staaten, ebenda S. 130-131
> 
>    Es ist offensichtlich, daß die aufrichtige, beständige und großzügige Unterstützung der Pläne durch den 
> Einzelnen in nicht geringem Maße von der Stärke seines Glaubens abhängt. Die Steigerung der Lebenskraft 
> dieses Glaubens ist eine Pflicht, die beiden Armen der administrativen Ordnung auferlegt wurde. Der Hüter 
> stellt in seinem Telegramm vom 4. Juni 1957 an die Hände der Sache und alle Nationalen Geistigen Räte 
> fest:
> 
> 	"Die Sicherheit unseres kostbaren Glaubens, die Erhaltung der geistigen Gesundheit der 
> Bahá'í-Gemeinden, die Glaubenskraft ihrer einzelnen Mitglieder, die angemessene Arbeitsweise ihrer 
> mühevoll errichteten Institutionen, die Fruchtbarkeit ihrer weltweiten Unternehmungen hängen 
> direkt von der geeigneten Erfüllung der gewichtigen Verantwortung ab, die nun auf den Mitgliedern 
> dieser beiden Institutionen ruht..."
> Aus einem Telegramm vom 4. Juni 1957 von Shoghi Effendi, veröffentlicht in: Messages to the 
> Bahá'í-World, 1950-1957 (Wilmette: Bahá'í Publishing Trust, 1971), Seite 123
> 
>    Daß das geistige Leben des Einzelnen natürlich eine Sorge der Berater und ihrer Hilfsamtsmitglieder sein 
> muß, wird in einer eindeutigen Stellungnahme 'Abdu'l-Bahás über die Aufgabe der Hände der Sache 
> offensichtlich:
> 
> 	"Die Pflichten der Hände der Sache Gottes sind es, die göttlichen Düfte zu verbreiten, die 
> menschlichen Seelen zu erbauen, das Lernen zu fördern, den Charakter aller Menschen zu veredeln 
> und jederzeit und unter
> 
>  	allen Umständen von den irdischen Dingen geheiligt und losgelöst zu sein."
> Aus Wille und Testament von 'Abdu'l-Bahá, veröffentlicht in Dokumente des Bündnisses vom 
> Bahá'í-Verlag, 1989, S. 40 Abs. 21
> 
>    Daß dies ebenso in der Verantwortung örtlicher und Nationaler Geistiger Räte liegt, wird in einer Reihe 
> von Abschnitten wie den folgenden erklärt:
> 
> 	"Die geheiligte Pflicht der Vertiefung und Bereicherung des geistigen Lebens der neu erklärten 
> Gläubigen sollte von den örtlichen und nationalen gewählten Vertretern dieser Gemeinde treu 
> erfüllt werden."
> Aus einem Brief vom 10. März 1951 von Shoghi Effendi an den Nationalen Geistigen Rat von 
> Indien, Burma und Pakistan, veröffentlicht in Dawn of a New Day (Neu Delhi: Bahá'í Publishing 
> Trust, 1970, Seite 147)
> 
> 	"Die Vertiefung und Bereicherung des geistigen Lebens des einzelnen Gläubigen, das wachsende 
> Verständnis für die wesentlichen Wahrheiten, die diesem Glauben zugrunde liegen, die Schulung in 
> den administrativen Abläufen, sein Verstehen der Grundlage des Bündnisses, das von seinem 
> Urheber errichtet wurde und des bevollmächtigten Auslegers seiner Lehren sollten von den 
> nationalen Vertretern, die für den Aufbau, den Fortschritt und die Festigung dieser Gemeinden 
> verantwortlich sind, zu obersten Zielen erhoben werden."
> in Shoghi Effendis eigener Handschrift, angehängt am Schreiben vom 1. März 1951, das in seinem 
> Auftrag an den Nationalen Geistigen Rat von Australien und Neuseeland geschrieben wurde, 
> veröffentlicht in: Letters from the Guardian to Australia and New Zealand, 1923-1957 (Sydney: 
> NGR der Bahá'í von Australien, 1970) Seite 93
> 
> 	Es ist höchst bedeutungsvoll, daß in diesem, dem fünften weltweiten Plan seit der Beendigung des 
> Zehnjahreskreuzzuges, da das Banner des Glaubens in jedem Land aufgerichtet ist und das Schicksal 
> des Glaubens zu noch nie dagewesenen Höhen erhoben wurde, das Universale Haus der 
> Gerechtigkeit die Steigerung der Lebenskraft des Glaubens der einzelnen als eine der gebieterischen 
> Notwendigkeiten der gegenwärtigen Stunde sieht. Wir bitten Sie deshalb eindringlich, dieser 
> Herausforderung besondere Aufmerksamkeit zu widmen, und dies nicht nur zu Beginn Ihrer 
> Beratungen, sondern während des ganzen Dreijahresplanes, wenn Sie den Freunden helfen, die 
> Aktionslinien zu verfolgen, die sie sich selbst gesetzt haben. In dieser Beziehung muß der 
> grundlegende Zusammenhang, der zwischen der Ausbreitung des Glaubens und der Vertiefung des 
> geistigen Lebens des Einzelnen und der Gemeinde besteht, ständig in Betracht gezogen werden.
> 
> 	So wie der Prozeß, der eine sich schnell entwickelnde Ordnung vorantreibt, auf dem Höhenweg 
> seiner Bestimmung die Triebkraft vermehrt und bündelt, sollte die Aufmerksamkeit zunehmend der 
> äußerst wichtigen Notwendigkeit zugewandt sein, daß mit allen möglichen Mitteln die Vertiefung 
> des Glaubens, des Verständnisses und des geistigen Lebens des Einzelnen sichergestellt wird, da die 
> bevorrechtigten Mitglieder dieser Gemeinde aufgerufen sind, an dieser glorreichen Entfaltung 
> mitzuwirken und dieser historischen Entwicklung ihren Beistand zu gewähren ... Jeder auf neue 
> Gebiete nach außen gerichtete Vorstoß, jede Vermehrung von Bahá'í-Institutionen muß mit der 
> Vertiefung der Wurzeln einhergehen, die das geistige Leben der Gemeinde tragen und ihre gesunde 
> Entwicklung sichern. Diese lebensnotwendige, ständiger Gegenwart bedürfende Aufmerksamkeit 
> darf unter keinen Umständen vernachlässigt, noch der nicht weniger notwendigen und dringlichen 
> 
> Aufgabe untergeordnet werden, die äußere Ausdehnung der Bahá'í-Administration sicherzustellen."
> in Shoghi Effendis eigener Handschrift, beigefügt dem Brief vom 30. Dezember 1948 geschrieben 
> in seinem Auftrag an den Nationalen Geistigen Rat von Australien und Neuseeland, 
> veröffentlicht in Letters from the Guardian to Australia and New Zealand, 1923-1957, Seite 75-
> 76.
> 
>    In seinen Schriften hat der Hüter oft Themen aufgezählt, die unverzichtbar für die Vertiefung des 
> geistigen Lebens der Gläubigen und ihrer Gemeinde sind. "Die wesentlichen Wahrheiten, die in ihrem 
> Glauben eingeschlossen sind, seine grundlegenden Institutionen, seine Geschichte und Entstehung"; "seine 
> geistigen wie auch seine administrativen Prinzipien"; "der gegenwärtige Stand und die Errungenschaften 
> seiner embryonischen Weltordnung und das Bündnis, dem sie ihre Geburt und ihre Lebenskraft verdankt"; 
> "die Gesetze des Heiligsten Buches" und "die hervorstechenden Ereignisse des Heroischen und 
> Gestaltenden Zeitalters des Glaubens und seine Beziehung zu der Offenbarung, die ihm vorangegangen ist, 
> seine Haltung gegenüber den sozialen und politischen Organisationen, von denen er umgeben ist"; dies sind 
> unter anderem die Themen, zu denen Shoghi Effendi die Gläubigen aufruft, sie zum Brennpunkt ihrer 
> Studien zu machen. Zudem erinnert er die Freunde ständig an die überragende Bedeutung von Gebet und 
> Meditation für ihre innere geistige Entwicklung.
> 
> 	"... das Herz eines religiösen Glaubens ist jenes mystische Fühlen, das den Menschen mit Gott 
> verbindet. Der Status geistiger Gemeinschaft kann mit den Mitteln des Gebetes und der Meditation 
> erreicht und erhalten werden. Und das ist der Grund weshalb Bahá'u'lláh die Wichtigkeit der 
> Anbetung so sehr betont hat. Es ist für den Gläubigen nicht ausreichend, die Lehren anzunehmen 
> und zu beachten. Er sollte außerdem das Gefühl der Geistigkeit pflegen, was er hauptsächlich durch 
> das Mittel des Gebets erreichen kann. Der Bahá'í-Glaube ist also wie alle anderen göttlichen 
> Religionen von Grund auf mystisch in seinem Wesen. Sein Hauptziel ist die Entwicklung des 
> einzelnen und der Gesellschaft durch die Aneignung geistiger Tugenden und Kräfte. Die Seele des 
> Menschen ist es, die zuerst genährt werden muß. Und diese geistige Nahrung kann am besten das 
> Gebet vermitteln."
> Aus einem Brief vom 8. Dezember 1935, geschrieben im Auftrag von Shoghi Effendi an einen 
> einzelnen Gläubigen, veröffentlicht in Bahá'í News, Nr. 102, August 1936, Seite 3
> 
>    Die Bemühung des Einzelnen, dem Glauben zu dienen, braucht ständig die Bestätigung durch den 
> Heiligen Geist. Und diese fließt sobald die Wolken des Zweifels zerteilt, und es dem Licht des Wissens 
> gestattet ist, die Seele des Menschen zu erleuchten."
> 
> 	"Nur wenn die Lampe des Suchens, des ernsten Bemühens, des sehnsüchtigen Verlangens, der 
> leidenschaftlichen Hingabe, der glühenden Liebe, des Entzückens und der Verzückung in den Her-
> zen der Sucher entzündet ist und der Windhauch Seiner liebevollen Güte über seine Seele 
> hingeweht, wird das Dunkel des Irrtumes zerteilt, die Nebel des Zweifels und der Furcht zerstreut 
> und das Licht des Wissens und der Gewißheit sein Wesen einhüllen. In jener Stunde wird der 
> Mystische Herold, der die freudevollen Ströme des Geistes mit sich bringt, aus der Stadt Gottes wie 
> der Morgen strahlend leuchten und mit dem Trompetenstoß des Wissens die Herzen, die Seelen 
> und den Geist vom Schlummer der Achtlosigkeit erwecken. Dann werden die mannigfaltigen 
> Gunstbezeigungen und die überströmende Gnade des heiligen und ewigen Geistes dem Sucher 
> solch neues Leben verleihen, daß er sich mit neuen Augen, neuen Ohren, einem neuen Herzen und 
> neuem Geiste wiederfindet. Er wird über die offenbaren Zeichen des Universums nachsinnen und 
> die verborgenen Mysterien der Seele ergründen. Wenn er mit dem Auge Gottes sieht, wird er in 
> jedem Atom eine Pforte finden, durch die er zu den Stufen absoluter Gewißheit gelangt."
> Bahá'u'lláh, Buch der Gewißheit, Bahá'í-Verlag 169, 2. Auflage, S. 131
>  
> 
>    Um die Nebel des Zweifels und der Furcht zu zerteilen, müssen die Freunde, und besonders die 
> Institutionen lernen, wie man die Hindernisse aus dem Weg räumt, die die Menschen davon abhalten, die 
> Stätte der Gewißheit zu betreten. "Eitle Einbildungen", sagte Bahá'u'lláh, "haben den Menschen daran 
> gehindert, den Horizont der Gewißheit zu erreichen und vergebliche Vorstellungen ihn vom Erlesenen 
> Versiegelten Weine ferngehalten". "Indem sie sich an Namen festhielten", hat er weiter erklärt, "haben sie 
> sich selbst der inneren Wirklichkeit beraubt und durch das Klammern an leere Vorstellungen sich vom 
> Tagesanbruch himmlischer Zeichen ferngehalten. Gott gewährt euch, daß euch unter allen Bedingungen 
> gnädiglich geholfen werde, die Götzenbilder des Aberglaubens zu zerschmettern und die Schleier der 
> Vorstellungen der Menschen zu zerreißen".
> 
>    Der Hüter hat den "groben Materialismus" als eines der "ungeheueren Hindernisse" ausgewiesen, "das 
> jedem zukünftigen Kämpfer im Dienste Bahá'u'lláhs im Wege steht". Als weitere Hindernisse, die 
> überwunden werden müssen, erwähnte er "die Bindung an weltliche Dinge, die die Seelen der Menschen in 
> Schleier hüllen; die Furcht und die Ängste, die ihre Sinne verwirren; die Vergnügungen und Zerstreuungen, 
> die ihre Zeit ausfüllen; die Vorurteile und Feindseligkeiten, die ihnen die Sicht verdunkeln; die Gleichgül-
> tigkeit und Teilnahmslosigkeit, die ihre geistige Kraft lähmen". In unseren Bemühungen, die Hindernisse aus 
> dem Weg zu räumen, die die anderen daran hindern, den Horizont der Gewißheit zu erreichen, müssen wir 
> stets der Äußerung des Hüters eingedenk sein, daß in dem Maße, wie wir selbst "von diesen Unreinheiten 
> gereinigt, von den Nichtigkeiten, die uns beschäftigen und den nagenden Ängsten befreit sind, von diesen 
> Vorurteilen und Feindschaften gelöst, ohne Selbstsucht und voll der heilenden und tragenden Kraft Gottes 
> sind", es uns möglich sein wird, "die Mächte zu bekämpfen", die gegen uns "zu Felde ziehen", "die Seelen 
> anzuziehen", die wir überzeugen wollen, und ihre "uneingeschränkte, ihre begeisterte und dauerhafte Treue 
> zum Glauben Bahá'u'lláhs zu gewinnen".
> 
> Das persönliche Lehren
> 
>    Wenn das Bemühen der Institutionen des Glauben in jedem Land, die Vertiefung des geistigen Lebens des 
> Einzelnen zu unterstützen von Erfolg gekrönt ist, werden wir zweifellos Zeuge von der Lebendigkeit des 
> Glaubens der Gläubigen werden, was sich auf dem Felde der Lehrarbeit zeigen wird. Über Jahre hinweg hat 
> das Universale Haus der Gerechtigkeit steigenden Nachdruck auf die Wandlung des Einzelnen gelegt, eine 
> Wandlung, die in direkter Verbindung mit dem Lehren der Sache Gottes steht. Die Ridván-Botschaft von 
> 1988 forderte alle Gläubigen auf - Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder - das Feld des Lehrens zu 
> betreten und erinnerte die Freunde daran, daß der Erfolg der gesamten Gemeinde von der Entschlußkraft 
> und dem entschlossenen Willen des Einzelnen abhängt. Dieses Thema wurde in der Ridván-Botschaft 1989 
> wiederholt, die aussagt, daß den Erfordernissen des Sechsjahresplanes "sicher durch den erneuten 
> hingebungsvollen Dienst seitens jeden gewissenhaften Mitgliedes der Gemeinde Bahás, besonders aber 
> durch die persönliche Verpflichtung zur Lehrarbeit begegnet werden kann". Die Ridván-Botschaft 1992 
> ermutigt jeden einzelnen dazu, "einen persönlichen Lehrplan aufzustellen".
> 
>    Als Erwiderung auf die Aufrufe des Hauses der Gerechtigkeit haben nationale und örtliche Institutionen 
> zahlreiche Projekte ins Leben gerufen, um zu persönlichem Lehren anzuregen. Diese Projekte hatten 
> teilweise Erfolg. Jedoch schienen in der Mehrheit der Fälle die glühenden Bitten nur eine zeitweilige 
> Begeisterung erzeugt zu haben, aber keine hob das Bewußtsein der Gläubigen auf eine Ebene, auf der die 
> Hingabe an die Lehrarbeit fortdauert.
> 
>    Die Wirkung der Kräfte, die in der Vierten Epoche des Gestaltenden Zeitalters und besonders während 
> des Heiligen Jahres freigesetzt wurden, haben zwei Bedingungen geschaffen, die den Bahá'í-Gemeinden 
> helfen werden, diese Herausforderung wirkungsvoller anzugehen. Die erste ist das allgemeine Erwachen der 
> Menschheit, das zu einer größeren Aufnahmefähigkeit für den Glauben führt, und ein schärferes 
> Bewußtsein für die Notwendigkeit, auf die weltweiten Probleme zu reagieren, die das Überleben der 
> menschlichen Rasse bedrohen. Das zweite ist eine reifere Sicht des Anteils beider Arme der administrativen 
> Ordnung was das Wecken der Einsatzbereitschaft der Freunde betrifft. Die Erfahrung hat die Institutionen 
> allmählich gelehrt, daß die Fähigkeit, die Freunde daran zu erinnern, daß sie ihre Pflicht mit Inbrunst und 
> Begeisterung erfüllen sollten, nur ein Element der Kunst der geistigen Führung darstellt. Es gibt eine ständig 
> wachsende Erkenntnis, daß Initiative gepflegt werden muß, daß Methoden und Vorgehensweisen geprüft 
> und mitgeteilt, Fähigkeiten entwickelt, Vertrauen aufgebaut, Hindernisse aus dem Weg geräumt werden 
> müssen und ein Umfeld geschaffen werden muß, das sowohl für einzelne als auch für gemeinsame Aktio-
> nen Führung bietet. Die nächsten drei Jahre stellen eine entscheidende Phase dar, während der die 
> Bahá'í-Welt den Blick neu auf die Herausforderung richten mag, die Initiativen - persönliche von Herzen 
> kommende Antworten auf die Aufforderung Bahá'u'lláhs - auf solche Art und Weise zu fördern, daß sie in 
> Übereinstimmung mit den Erfordernissen des Gemeindelebens und dem  Gehorsam den Institutionen 
> gegenüber stehen.
> 
>    Damit weitgestreute persönliche Lehrarbeit Wirklichkeit wird, ist es notwendig, die passive Annahme der 
> Bahá'í-Lehren zu einem Bewußtsein zu wandeln, das den Einzelnen zu systematischem Handeln anspornt. 
> Um passive Annahme zu einer Leidenschaft für aktives Lehren zu wandeln, bedarf es deutlicher Schritte, um 
> die Inhalte und Methoden der Vertiefungsprogramme umzugestalten, da gegenwärtig nur wenige dieser 
> Programme die Freunde zu befähigen scheinen, das Feld des Lehrens mit Hingabe und Vertrauen zu 
> betreten. Das Verfahren der disziplinierten und systematischen Studien der Schriften muß - besonders unter 
> der Jugend - zu einem sehr viel höheren Grad entwickelt werden, als wie er gegenwärtig zu beobachten ist. 
> Bereits ab dem zehnten Lebensjahr möchten die Jugendlichen nicht mehr als Kinder behandelt werden und 
> reagieren bewundernswert auf die Herausforderung des direkten Studierens der Schriften. Es genügt nicht, 
> das Studium der Schriften als eine hauptsächlich persönliche Sache zu sehen, es muß ebenso von Gruppen 
> und Gemeinden systematisch verfolgt werden.
> 
>    Grundlegend für die Aufrechterhaltung der Teilnahme am Lehren, ist die feste Überzeugung, daß es eine 
> heilige Verantwortung für jeden Gläubigen bedeutet, die Sache zu lehren und daß die persönliche Initiative 
> ein unverzichtbarer Bestandteil des Erfolges ist. Über diese Überzeugung hinaus jedoch, müssen nationale 
> Aktionspläne eine Anzahl besonderer Faktoren ansprechen, (deren Fehlen?) (die) die Gläubigen davon 
> zurückhalten, die heilende Botschaft Bahá'u'lláhs den sich sehnenden Seelen anzubieten. Einige dieser 
> Faktoren, wie Lebenskraft des Glaubens, Mut und Gottvertrauen sind rein geistig. Andere haben damit zu 
> tun, wie die Freunde sich selbst einschätzen und die Schwierigkeiten, die sie damit haben, sich selbst als 
> Lehrer der Sache zu sehen. Wieder andere beziehen sich auf die Unzulänglichkeit von Fertigkeiten und 
> Lehrmethoden.
> 
>    Wir hoffen, daß während des Dreijahresplanes die Förderung des persönlichen Lehrens nicht lediglich 
> durch Verfahrensweisen angegangen wird , als da sind - Arten der Lehrmöglichkeiten, die Anzahl der 
> persönlichen Heimkreise, Anzahl der Kontakte, oder persönliche Lehrziele, wie eine bestimmte Anzahl von 
> Menschen in einem festgesetzten Zeitabschnitt zu lehren. Wichtig bei diesen Überlegungen ist, daß es die 
> geistige Natur des Lehrens ist, die geistige Verfassung des Lehrers und die geistige Kraftentfaltung bei der 
> Hilfe für eine Seele, die Stadt der Gewißheit zu erreichen, was die größte Aufmerksamkeit erfordert.
> 
> Die Rolle der Jugend
> 
>    Wir möchten Ihnen gerne nahelegen, daß sie bei Ihren Bemühungen die Glaubenskraft der Gläubigen zu 
> steigern, kein lohnenderes Feld finden werden als die Vertiefung und Ermutigung der Jugend. Die 
> Bahá'í-Jugend ist wiederholt durch besondere Botschaften und Briefe des Hüters und des Universalen 
> Hauses der Gerechtigkeit gesegnet worden. Die Führung, die in diesen Botschaften enthalten ist, war 
> richtungsweisend für ihr Leben und hat ihr geholfen, die Wirkung der Kräfte zu verstehen, die die Zukunft 
> der Menschheit formen. Von Generation zu Generation wurde eine zunehmende Zahl von Jugendlichen als 
> zuverlässige Anhänger des Glaubens und als dessen ergebene und energische Diener  herangezogen.
> 
>   Die Botschaft des Universalen Hauses der Gerechtigkeit vom 3. Januar 1984 an die Bahá'í-Jugend der Welt 
> kennzeichnete eine neue Stufe in der Entwicklung von Jugendaktivitäten. Die Botschaft bot der Jugend eine 
> mächtige Vision ihrer Rolle bei der Entfaltung einer Weltzivilisation dar und eröffnete ihr neue Ausblicke 
> auf die Möglichkeiten des Dienstes für die Sache. Die Jugend antwortet voll Begeisterung auf die Aufrufe 
> des Hauses der Gerechtigkeit, und in einigen Teilen der Welt gelang es ihnen, den Anfang einer Bewegung 
> ins Leben zu rufen, die das Leben von mehreren tausend Jugendlichen veränderte. Der Dreijahresplan bietet 
> die Gelegenheit, Bewegungen in einer neuen Generation von Jugendlichen auf jedem Kontinent in einem 
> noch nie dagewesenen Maße zu fördern.
> 
>    Das Haus der Gerechtigkeit hat die Bahá'í-Welt oft daran erinnert, daß die Mobilität der Jugend, 
> zusammen mit ihrer Begeisterung und dem Eifer zu dienen, sie dazu befähigt, als wirksame Instrumente für 
> den Fortschritt des Glaubens und die Verbreitung seiner Lehren zu handeln. Mehr noch kann sie, wenn sie 
> richtig angeleitet wird, den von den Institutionen geplanten Konzepten und Projekten die so sehr benötigte 
> Energie und Triebkraft verleihen. Das Haus der Gerechtigkeit hat die Jugend mit einer Anzahl Heraus-
> forderungen konfrontiert, denen sie bei ihren Bemühungen begegnen wird. Darunter sind die Wirkung des 
> hohen moralischen Niveaus, das zu entwickeln und aufzuzeigen der Glaube aufruft; die Gemeinde mit 
> dynamischen und positiven Eigenschaften zu erfüllen und die Hindernisses, die eine internationale 
> Zusammenarbeit verhindern, aus dem Weg zu räumen. Wenn sich die Jugend auf diese Ziele konzentriert, 
> wird ihr Leben verändert und das Vermögen, ihre Gleichaltrigen zu einer Weltzivilisation zu führen, nimmt 
> sehr zu.
> 
>    Um die volle Leistungsfähigkeit der Jugend sichtbar zu machen, müssen jedoch in jeder nationalen 
> Gemeinde Bedingungen geschaffen werden, die die Teilnahme der Jugend an sinnvollem Dienst für den 
> Glauben fördert. Einige der Einstellungen der Eltern und der Bahá'í-Gemeinde der Jugend gegenüber 
> müssen verändert und angemessene Unterstützungsmechanismen müssen erdacht werden, sodaß die jungen 
> Gläubigen sich erheben und ihre kennzeichnenden Beiträge zum Fortschritt des Glaubens leisten können. 
> Die Herausforderung für die Institutionen besteht darin, einer ausreichend großen Anzahl von Jugendlichen 
> zu helfen, ihr Leben zu verändern, sodaß deren verbundenen Kräfte eine spürbare Wirkung auf den Beginn 
> von Ereignissen der unmittelbaren Zukunft der Menschheit haben.
> 
>    Zusätzlich zu einem systematischen Programm für das Studium des Glaubens, ist eine breite Vielfalt von 
> Aktivitäten, Konferenzen, Workshops und Projekten des Lehrens und Dienens für die Jugend nötig. Die 
> Vorstellung, daß diese Aktivitäten "mehr zum Spaß" oder "um die Jugend nicht zu überfordern" sind, kann 
> nicht wegweisend für die Mobilisierung der Jugend sein, die immer wieder ihre Bereitwilligkeit, sich zum 
> Handeln zu erheben, bewiesen hat, sofern sie angemessen dazu aufgefordert wurde. Mehr noch muß das 
> Kriterium für das Ersinnen administrativer Abläufe, die die Arbeit der Jugendlichen abstimmen, Flexibilität 
> und Wärme sein. Die Institutionen lenken dann die Energien der jungen Menschen erfolgreich, wenn sie die 
> Fallgrube vermeiden, die Jugend als eine Lebensstufe zu betrachten, auf der man lediglich für das 
> Erwachsensein übt. Eine Schlüsselstellung in der Entwicklung der Jugend nimmt die Teilnahme an einem 
> Jugend-Service-Programm für die Zeit von einem oder zwei Jahren im eigenen Land oder im Ausland ein.
> 
>   Eine Warnung sei jedoch angebracht. Bei der Unterstützung der Jugend, ein höheres Maß an Gewißheit, 
> Hingabe und Entschlossenheit zu erreichen, darf nicht der Eindruck entstehen, daß sie die Verantwortung, 
> sich für ihre Zukunft vorzubereiten, vernachlässigen soll. Jedes Stadium des Lebens hat eigene 
> Möglichkeiten und Verantwortung, und im Falle der Jugend muß dem Erlernen eines Handwerkes oder 
> Berufes, mit dem man seinen Lebensunterhalt verdienen kann, oder dem Erlangen einer Ausbildung im 
> Rahmen der Möglichkeiten Wichtigkeit beigemessen werden. Eine Periode des Vollzeitdienstes für den 
> Glauben kann nur eine höchst wünschenswerte Komponente der Vorbereitung sein, aber ob es klug und 
> durchführbar ist, einen Ausbildungsgang für einen solchen Dienst zu unterbrechen, ist eine Sache, die unter 
> den Umständen jedes einzelnen Falles abgewogen werden muß.
> 
> Beiträge zum Fonds
> 
>    Zweifellos werden wir während des Dreijahresplanes Zeuge eines bedeutenden Anstieges der Beiträge 
> zum Fonds des Glaubens werden als ein unmittelbares Ergebnis der Anstrengungen der Institutionen, das 
> geistige Leben des Einzelnen und der Gemeinde zu vertiefen. Da die Erziehung der Freunde was den Fonds 
> anbetrifft, gegenwärtig das Thema einer Reihe von Briefen des Internationalen Lehrzentrums an die Berater 
> ist, wird dies hier nicht bis ins Detail gehend ausgearbeitet. Wir würden nur gerne aus einem Brief vom 17. 
> September 1992 zitieren, den das Universale Haus der Gerechtigkeit an alle Mitglieder der Kontinentalen 
> Beraterämter schrieb:
> 
>    "Spenden zum Bahá'í-Fonds stellen einen Akt geistiger Disziplin dar, was einen wahren Bestandteil des 
> hingebungsvollen Lebens des Einzelnen darstellt. Kein Gläubiger sollte unachtsam gegenüber dem Vorrecht 
> des Spendens für den Fortschritt der Sache Gottes ein, ungeachtet seiner materiellen Bedingungen. Die 
> Praxis des Gebens für den Fonds stärkt die Verbindung zwischen dem Gläubigen und der Sache und 
> verstärkt sein Gefühl der Identifikation. Göttliche Bestätigung kommen jenen zugute, die einen Teil ihrer 
> materiellen Güter im Geiste des Opfers, geleitet von ihrer Liebe zum Glauben und ihrem Wunsch, zu 
> dessen Fortschritt beizutragen, darbieten.
> 
>    "Bahá'u'lláh schrieb: "...Er, der die Ewige Wahrheit ist - gepriesen sei Seine Herrlichkeit - hat die 
> Vollendung jedes Unternehmens auf Erden von materiellen Mitteln abhängig gemacht." Die Gemeinde des 
> Größten Namens hat an diesem Tage das gewaltigste Unternehmen begonnen, das dazu bestimmt ist, die 
> Menschheit zu vergeistigen und die menschliche Gesellschaft zu wandeln. Seinem Bedarf sollte und wird in 
> der Tat nicht nur durch Beiträge jener Gläubigen nachgekommen, die in Ländern wohnen, die sich zur Zeit 
> eines relativ hohen Lebensstandards erfreuen, sondern es sollte sich jeder Anhänger Bahá'u'lláhs, ungeachtet 
> der Kargheit seiner materiellen Güter, dazu entschließen, seinen Teil für die Arbeit des Glaubens 
> darzubieten. Die Einheit der Freunde, ob reich oder arm, bei der Unterstützung des Fonds, wird die Quelle 
> geistiger Bestätigung sein, wie sie weit über unserem Vorstellungsvermögen liegt.
>    
>    "Der Gegensatz der Bahá'í-Gemeinde zu der sie umgebenden Gesellschaft wächst mit jedem 
> schwindenden Tag. Inmitten von Eigennutz, der fieberhaften Verfolgung engen Selbstinteresses sowie des 
> Mißtrauens und der Bestechlichkeit in allen Geldangelegenheiten, arbeiten die Bahá'í daran, eine neue Welt 
> zu erschaffen, die sich durch opferbereite Hingabe an hohe Ideale, die Sorge um die Wohlfahrt der ganzen 
> Menschheit, Rechtschaffenheit und Sparsamkeit im Gebrauch der Gelder und vereinter Unterstützung 
> hoher Bestrebungen auszeichnet. Laßt uns mit der ruhigen Zuversicht vorwärts schreiten, daß die 
> unüberwindbare Kraft des Herrn der Heerscharen seine ergebenen Anhänger befähigt, aber auch jedes 
> Hindernis auf dem Wege seiner sich schnell entwikelnden Sache zu überwinden."
> 
> DIE BEDEUTUNG DER ENTWICKLUNG 
> DES MENSCHLICHEN POTENTIALS DER SACHE
>  
> 
> Hintergrund
> 
>   
>  Das Wachstum der Bahá'í-Gemeinde ist einigen Modellen gefolgt, die den Erfordernissen der Zeit und des 
> Ortes entsprachen. Während der ersten Jahrzehnte des Gestaltenden Zeitalters geschah das Wachstum 
> hauptsächlich durch die systematische Vermehrung verhältnismäßig kleiner örtlicher Gemeinden, und in 
> manchen Teilen der Welt wird dies auch in absehbarer Zukunft weiterhin so sein. Innerhalb dieses Modelles 
> sind bestimmte örtliche und nationale Aktivitäten, wie zwanglose Vertiefungsklassen, Konferenzen und 
> Sommerschulen, wirksame Mittel nicht nur für die allgemeine Vertiefung der Gläubigen, sondern auch für 
> die Entwicklung menschlicher Potentiale. Tatsächlich scheint die Unterscheidung zwischen Vertiefung und 
> Entwicklung menschlicher Potentiale unnötig zu sein, da sich die Fertigkeiten und Fähigkeiten der Freunde, 
> die sie sich in ihrem persönlichen Leben angeeignet haben, erhöht durch die Hingabe an den Glauben und 
> bereichert durch Bahá'í-Erfahrung als ausreichend für das Anfangsstadium des Wachstumsmodelles 
> erweisen.
> 
>    Während des Neunjahresplanes, als die Massengewinnung in einem Land nach dem anderen Wirklichkeit 
> wurde, sah sich die Bahá'í-Welt der Herausforderung eines anderen Modelles der Ausbreitung und Festigung 
> gegenüber. Die Herausforderung der Vertiefung der Freunde war derart, daß sie nach ungeheueren 
> Anstrengungen und neuen Methoden verlangte. Eine Methode, zu der das Universale Haus der Ge-
> rechtigkeit ermutigte, war die Errichtung von Instituten, anfangs als Stätten, in die die neuen Gläubigen zu 
> Vertiefungskursen eingeladen wurden. So wesentlich war die Errichtung von Instituten zur Vertiefung der 
> Scharen von Gläubigen, daß das Haus der Gerechtigkeit im Februar 1967 an die Nationalen Geistigen Räte, 
> die die Aufgabe hatten, Lehrinstitute zu errichten, schrieb:
> 
> 	"Im Hinblick auf die dringende Notwendigkeit der Festigung in Gebieten, in denen 
> Massenlehrarbeit stattfindet, ist es wichtig, daß, wo auch immer der Neunjahresplan die Errichtung 
> eines Lehrinstitutes verlangt, von dem verantwortlichen Nationalen Geistigen Rat sofort Schritte 
> unternommen werden, um Besitztümer zu erwerben und die Institute zu errichten. Wir glauben, 
> daß diesem Ziel des Planes Vorrang vor jedem anderen Ziel des Erwerbs von Eigentum eingeräumt 
> werden sollte, im Hinblick auf die dringende Notwendigkeit, diese Institute als Mittelpunkte für die 
> Vertiefung des geistigen Lebens der Gläubigen, der Bereicherung ihres Verständnisses des Glaubens 
> und seiner Lehren und zur Ausbildung einer ausreichenden Anzahl von Lehrern zu nutzen, die sich 
> dann erheben können, um ihr Wissen und ihren Geist, die sie sich angeeignet haben, an andere 
> weiterzugeben und so bei der Festigung der Grundlagen der Sache in ihren Ländern zu helfen ." 
> Aus einem unveröffentlichtem Brief vom 17. Februar 1967 vom Universalen Haus der Gerechtigkeit 
> an Nationale Geistige Räte mit der Aufgabe zur Errichtung von Lehrinstituten.
> 
>    Die Richtlinien, die vom Haus der Gerechtigkeit während des Neunjahresplanes gegeben wurden, sahen 
> bereits voraus, daß diese Institute zu Einrichtungen der Nationalen Geistigen Räte und zu Zentralen für den 
> Gesamtprozeß der Verbreitung und Festigung in einer Region oder einem Land werden sollten. Bereits 
> Anfang Juni 1966 schrieb das Universale Haus der Gerechtigkeit an den Nationalen Geistigen Rat von 
> Indien:
> 
> 	"Ihre Institute sollten nicht nur ein Ort der Bahá'í-Gelehrsamkeit sein, sondern Zentren, von denen 
> Massenlehrarbeit und das Werk der Festigung eines weiten Gebietes ausgehen und geleitet werden 
> müssen. Das Institut ist nicht nur ein Gebäude, noch einfach ein Ort, wo für ein paar Tage 
> Bahá'í-Klassen abgehalten werden können. Es sollte das Zentrum komplexer Aktivitäten sein, die 
> systematisch dazu beitragen, daß Ihr Rat seine Ziele auf dem Gebiet der Lehrarbeit und der 
> Festigung erreicht."
> Aus einem Brief vom 23. Juni 1966 des Universalen Hauses der Gerechtigkeit 
> an den Nationalen Geistigen Rat von Indien, veröffentlicht in Hornby, Helen, comp. Lights of 
> Guidance: A Bahá'í Reference File, Neuauflage (Neu Delhi: Bahá'í Publishing Trust, 1988) Seite 
> 563
> 
>    Die Begeisterung für die Kurse der Institute wächst, und in Gebieten, wo die Massengewinnung 
> erfolgreich war, wurden während aufeinanderfolgender Pläne Einrichtungen gebaut. Als sich die Anzahl der 
> Gläubigen vervielfachte, wurde zunehmend klar, daß ein Institut nicht unmittelbar dem Vertiefungs-
> bedürfnis von Abertausenden dienen konnte. Das Beste war, daß ein bestimmter Prozentsatz von 
> Gläubigen in einem Institut geschult werden konnte, um Vertiefungsaktivitäten nach außen zu tragen und 
> den Ausdehnungsprozeß zu unterstützen. Wirkungsvolle Methoden und Vorgehensweisen herauszufinden, 
> erwies sich jedoch als eine anspruchsvollere Aufgabe, als dies erwartet worden war. Dann, während der 
> nächsten zwei Jahrzehnte, als die Freunde mehr über die Massengewinnung und Festigung lernten, wurde 
> ihnen das Konzept eines Institutes und die Methoden seiner Entwicklung allmählich klarer. Gegenwärtig be-
> schreibt die am vielversprechendste Methode das Institut als eine Einrichtung des Nationalen Geistigen 
> Rates, die sich mit der Entwicklung menschlicher Potentiale befaßt, die fähig sind, auf die vielfältigen 
> Fragen, die ein schneller Verlauf der Ausbreitung und Festigung aufwirft, zu antworten.
> 
>    Die Dringlichkeit, die menschlichen Potentiale des Glaubens zu erweitern, ist jedoch nicht auf Gebiete mit 
> Massengewinnung beschränkt. Die jüngsten Fortschritte der Sache werfen ein neues Licht auf die 
> Notwendigkeit menschlicher Reserven einer weltweiten Bahá'í-Gemeinde für die kommenden Jahre. Die 
> umfassende Zusammenarbeit mit Nicht-Bahá'í-Organisationen, die zunehmende Beteiligung an einer 
> großen Auswahl sozialer und wirtschaftlicher Entwicklungsprojekte, der wachsende Kontakt zu den Medien 
> und der beständige Austausch mit führenden Denkern verlangen die Entwicklung neuer Fähigkeiten bei den 
> Freunden, die, obwohl sie aufrichtig und bereit zum Dienst sind, doch einen Mangel an den Fertigkeiten 
> aufweisen, die gebraucht werden, um den sie überwältigenden Situationen zu begegnen. Deshalb muß der 
> systematischen Entwicklung menschlicher Potentiale auf allen Pfaden des Dienens große Aufmerksamkeit 
> geschenkt werden. In jeder nationalen Gemeinde ist es unbedingt erforderlich, fruchtbringnde Methoden zu 
> entwickeln und Programme einzuführen, die die Freunde befähigen, das beschleunigte Wachstum zu 
> unterstützen und die zahlreichen Feldern menschlichen Bemühens zu beeinflussen.
> 
> Zwei Arten des Handelns
> 
>    Die Entwicklung menschlicher Potentiale während des Dreijahresplanes scheint zwei Arten des Handelns 
> erforderlich zu machen: Programme innerhalb der Gemeinde, um die Fähigkeiten der Freunde zu 
> entwickeln und vereinte Anstrengungen, um eine zunehmende Anzahl von Menschen mit hervorragendem 
> Fachwissen zum Glauben zu führen. Diese beiden Bestandteile ergänzen sich gegenseitig, und der Erfolg bei 
> dem einen hängt von dem Erreichten bei dem anderen ab.
> 
> Die Entwicklung der Fähigkeiten der Freunde
> 
>    Um es klar zu sagen, das Ziel des ersten Bestandteiles des Handelns ist es nicht, eine Kerntruppe aus 
> Einzelnen hervorzubringen, die ausschließlich bestimmte Aufgaben für den Glauben ausführen. Die 
> Schulungsprogramme sollen offen und auf die Förderung der Talente gerichtet sein, mit denen die Freunde 
> ausgestattet sind. Der Zweck solcher Programme ist es nicht, die Freunde zu einem bloßen Instrument einer 
> bestimmten Vorgehensweise und Methode herabzuwürdigen, sondern in ihnen die Fähigkeit zu entwickeln, 
> Möglichkeiten zu entdecken und jedes geeignete Mittel, das ihnen zur Verfügung steht, einzusetzen. 
> Mehrnoch, die Entwicklung von Fertigkeiten und Fähigkeiten muß innerhalb des grundlegenderen 
> Prozesses geistiger Bereicherung ablaufen. Denn, wenn auch Fertigkeiten und Fähigkeiten im Überfluß 
> vorhanden sind, sind es die Anziehungskraft der Gesegneten Vollkommenheit, die Festigkeit im Bündnis 
> und im Gesetz Gottes, das tiefe Verständnis der Offenbarung Bahá'u'lláhs und ein guter Charakter, die ein 
> neues und fruchtbares Angehen der Probleme der Menschheit möglich machen. In diesem Sinne können die 
> Wurzeln zur Schaffung von Instituten bis ins Heroische Zeitalter zurückverfolgt werden, wo zum Beispiel 
> der herausragende Bahá'í-Lehrer Sadru's-Sudúr Klassen für die Schulung von Lehrern einrichtete, eine 
> Bestrebung, für die er das reiche Lob 'Abdu'l-Bahás erhielt:
> 
> 	"Der herausragende Sadru's-Sudúr, der wahrhaftig einen höchst gepriesenen Platz am Zufluchtsort 
> der Seligkeit erreicht hat, hat das Lehrtreffen eingeführt. Er war die erste gesegnete Seele, die die 
> Grundlage für diese bedeutende Institution gelegt hat. Gott sei gepriesen, im Laufe seines Lebens 
> hat er Menschen erzogen, die heute starke und beredte Fürsprecher des Herren Gottes, Jünger, die 
> in der Tat reine und geistige Nachkommen dessen sind, der der Heiligen Schwelle so nahe war. 
> Nach seinem Hinscheiden unternahmen bestimmte gesegnete Personen Schritte, um seine 
> Lehrarbeit fortzusetzen, und als Er davon erfuhr, erfreute sich das Herz dieses Gefangenen."
> 'Abdu'l-Bahá, zitiert in Bahá'í Education, zusammengestellt vom Research Department des 
> Universalen Hauses der Gerechtigkeit (London: Bahá'í Publishing Trust, 1987), Seite 8-9
> 
>    Institute haben sich in vielen Ländern als Quelle großer Stärke erwiesen und die Fähigkeit nationaler 
> Gemeinden, die Ziele ihrer Sechsjahrespläne zu erfüllen, außerordentlich gesteigert. Jene Institute waren 
> auch neben der Schulung von Lehrern für die Ausbreitung, äußerst erfolgreich, indem sie Schulungen auf 
> solchen Gebieten wie das Lehren von Kinderklassen, Arbeit mit Jugendgruppen und die Ausführung der 
> verschiedenen Pflichten der Assistenten des Hilfsamtsmitgliedes anboten.
> 
>    Die schnelle Vermehrung der Programme für die Schulung von Kinderklassenlehrern stellen eine der 
> vielversprechendsten Entwicklungen der Institute auf der ganzen Welt dar, und es ist unsere Hoffnung, daß 
> während des Dreijahresplanes, wenn die Freunde Ziele zur Errichtung und Stärkung regionaler und 
> nationaler Institute nachdrücklich verfolgen, die Erziehung der Kinder den gebührenden Nachdruck erfährt. 
> Die geistige Erziehung der Kinder und Jugendlichen verdient einen zentralen Platz im Festigungsplan vieler 
> Länder, besonders derjenigen, die mit der Entwicklung ländlicher Gemeinden befaßt sind, die heute die 
> Mehrheit der Gemeinden der Bahá'í-Welt bilden. Fortschritt in dieser Richtung hängt von der Fähigkeit 
> nationaler und regionaler Institute ab, systematisch eine große Anzahl von Kinderklassenlehrern, die aus den 
> Reihen der Bahá'í-Dorfbewohnern selbst stammen, zu schulen.
> 
>    Programme zur Entwicklung menschlichen Potentials, das fähig ist, mit der Gesellschaft in einen 
> systematischen Dialog einzutreten, werden natürlich nicht auf die Aktivitäten der Institute begrenzt sein, 
> sondern in vielen Formen stattfinden, in Übereinstimmung mit den Bedürfnissen jeden Landes. Solche Pro-
> gramme müssen sich notwendigerweise damit befassen, wie die Fähigkeit der Institutionen gestärkt werden 
> kann, jede sich bietende Möglichkeit zu analysieren, das mögliche menschliche Potential innerhalb und au-
> ßerhalb der Bahá'í-Gemeinde zu erkennen und Seminare und Kurzzeitkurse zu erarbeiten und zu leiten, um 
> diese menschlichen Reserven zu schulen. Diese Veranstaltungen können, wenn sie erfolgreich sein sollen, 
> die Ausbildung nicht in Abtrennung vom Handeln vermitteln. Ausbildungskurse dieser Art sind am wir-
> kungsvollsten, wenn sie Teil einer sich entwickelnden Vorgehensweise sind, die systematisch versucht, den 
> Menschen der Welt die Offenbarung Bahá'u'lláhs nahezubringen.
> 
> Das Lehren von besonders befähigten Persönlichkeiten
> 
>    Um besonders befähigte Personen durch den Glauben anzuziehen, ein weiterer Bestandteil der Strategie, 
> das menschliche Potential zu erweitern, bedarf es ebenso einer systematischen Anwendung der Lehren auf 
> die Angelegenheiten der Menschheit und der ständigen Suche nach wirkungsvollen Lehrmethoden. Men-
> schen mit besonderen Fähigkeiten werden angezogen, wenn sie sich den erregenden Vorgang der Schaffung 
> einer neuen Weltordnung vorstellen können. Ihre Treue wird gepflegt, wenn geeignete Kanäle für sie 
> geöffnet werden, innerhalb derer sie ihre Talente für den Fortschritt des Glaubens einsetzen können. Ihre 
> Teilnahme an den Aktivitäten der Bahá'í-Gemeinde wird verstärkt, wenn die Beziehungen zwischen den 
> Freunden von der Annahme und der Wertschätzung der Vielfalt der Talente erfüllt ist.
> 
>    Die Offenbarung Bahá'u'lláhs enthält Lehren, die jeden Gesichtspunkt des Lebens des Einzelnen und der 
> Gesamtheit der Menschheit ansprechen. Den Kern Seiner Offenbarung bilden solche Aussagen, die sich mit 
> der Erkenntnis und der Annahme Seines Status', dem Größeren und Kleineren Bündnis und den Gesetzen 
> und der Admimistration befassen. Jene, die diesen Kern der Lehren annehmen und von der Liebe 
> Bahá'u'lláhs berührt sind, treten in die Reihen Seiner Anhänger und verbringen ein ganzes Leben damit, die 
> Folgerungen aus der Gesamtheit Seiner Schriften und ihre Anwendung auf den Fortschritt der Zivilisation 
> zu erforschen. Es darf jedoch nicht angenommen werden, daß jemand erst Bahá'í sein muß, um an diesem 
> Prozeß der Erforschung und Anwendung teilzuhaben. Sich von dieser Annahme freizumachen, würde es 
> den Gläubigen und den Institutionen möglich machen, Bahá'u'lláhs Offenbarung offen und systematisch an 
> besonders befähigte Menschen weiterzugeben und damit die Sache auf zweifache Art zu fördern, nämlich 
> durch die, die ihren Glauben an Bahá'u'lláh erklären und durch jene, die, ohne Seine Stufe anzuerkennen, 
> begierig sind, bei der Anwendung Seiner Lehren mitzuwirken.
> 
>    Die Bereitwilligkeit, andere dazu einzuladen, zusammen mit den Bahá'í die Offenbarung zu studieren und 
> sich um ihre Anwendung auf das Leben zu bemühen - mit dem deutlichen Hinweis auf Bahá'u'lláh als den 
> Urheber der sozialen, politischen moralischen und kulturellen Lehren, aber ohne auf die Annahme der 
> streng religiösen Aspekte zu bestehen - muß nicht auf führende Denker oder auf Organisationen, die mit 
> dem Glauben zusammenarbeiten, begrenzt sein. Gerade besondere soziale und wirtschaftliche 
> Entwicklungsprojekte in den Dörfern der Welt müssen eine solche Offenheit in ihre Methoden aufnehmen. 
> Schließlich bringt es die soziale und wirtschaftliche Entwicklung mit sich, daß sich fähige Menschen an dem 
> Aufbau einer neuen Weltordnung beteiligen. Natürlich werden Bahá'í-Projekte damit befaßt sein, Dienste 
> für alle anzubieten, aber Menschen und Gemeinden entwickeln sich nicht hauptsächlich dadurch, daß sie 
> Dienstleistungen erhalten. Das größte Geschenk für ein Volk ist es, ihm bei der Entwicklung der Fähigkeit 
> zu helfen, Bahá'u'lláhs Offenbarung anzunehmen, den richtigen Weg für den eigenen Fortschritt zu planen 
> und zum Fortschritt der Menschheit beizutragen. Die abschließende Analyse zeigt, daß es der Aufbau dieser 
>  Fähigkeit ist, der die Richtung unseres Bemühens bestimmen sollte, das menschliche Potential des 
> Glaubens zu vergrößern.
> 
> DIE PFLEGE DER KORREKTEN ARBEITSWEISE
> DER ÖRTLICHEN UND NATIONALEN 
> INSTITUTIONEN
> 
> Die örtliche Gemeinde
> 
>    Die letzten Jahre dieses Jahrhunderts werden Zeuge einer bedeutenden Beschleunigung des 
> Reifungsprozesses der Bahá'í-Institutionen sein. Selbst eine oberflächliche Überprüfung der Ergebnisse des 
> Sechsjahresplanes zeigt, daß während der unmittelbar vor uns liegenden Jahre die Notwendigkeit eines 
> schnellen Fortschritts dieses Reifungsprozesses auf örtlicher Ebene besonders groß ist.
> 
>    Obwohl die örtlichen Gemeinden der Bahá'í-Welt äußerst verschieden sind, können sie zum Zwecke der 
> Diskussion in zwei weitläufige Kategorien eingeteilt werden. Zunächst sind da ungefähr viertausend Orte, 
> meist größere und kleinere Städte, wo es den Freunden gelungen ist, das Neunzehntagefest und den Geis-
> tigen Rat als Grundlage ihres Gemeindelebens festzulegen. Schätzungsweise die Hälfte dieser Gemeinden 
> unternimmt auch eine Reihe von Aktivitäten, um die Sache bekannt zu machen und die Anzahl der 
> Gläubigen vor Ort zu erhöhen. Von diesen ist ein kleiner Prozentsatz noch weiter fortgeschritten und zeigt 
> Merkmale einer Lebendigkeit, die das Kennzeichen jeder örtlichen Bahá'í-Gemeinde sein sollte. 
> 
>    Eine zweite Kategorie umfaßt die große Mehrheit der Bahá'í-Gemeinden, die hauptsächlich in Gebieten 
> liegen, wo das Wachstum durch Aktionen der Massengewinnung stattfand. Obwohl sich viele dieser 
> Gemeinden eines gelegentlichen Neunzehntagefestes oder ein paar Klassen für die geistige Erziehung der 
> Kinder erfreuen, hängen ihre Leistungen größtenteils von den Bemühungen einer verhältnismäßig geringen 
> Anzahl hingebungsvoller Gläubiger ab, die sie im Rahmen einiger Konsolidierungspläne nationaler oder 
> regionaler Institutionen besuchen.
> 
>    Eine bedeutende Anzahl örtlicher Gemeinden beider Kategorien muß eine grundlegend Wandlung 
> durchmachen, wenn die Bahá'í-Welt die großartigen Gelegenheiten ergreifen will, die sich in diesem geistig 
> aufgeladenen Zeitabschnitt der Geschichte bieten. Die außerordentlichen Triumphe der Sache in den letzten 
> Jahren und der Wandel in der Haltung und der Aufnahmefähigkeit der Völker der Welt dem Glauben 
> gegenüber, erfordern örtliche Bahá'í-Gemeinden, die mit einem Sendungsbewußtsein ausgestattet sind und 
> ein Umfeld schaffen können, das der schnellen Ausbreitung des Glaubens dienlich ist.
> 
>    Die Schaffung solcher örtlichen Gemeinden macht die Entwicklung der Fähigkeit erforderlich, in jedem 
> Aspekt des Bahá'í-Lebens das Heilige zu erkennen und zu ehren. Die örtliche Gemeinde ist ein Element, in 
> welchem jeder Gläubige in der Gegenwart des Heiligen leben und arbeiten kann. In diesem Zusammenhang 
> gewinnen die Bemühungen, die Qualität des Neunzehntagefestes zu verbessern, eine besondere Bedeutung. 
> Die Atmosphäre, in der die Sitzungen des Geistigen Rates abgehalten werden, die Haltung der Freunde 
> gegenüber dieser göttlich verordneten Institution und die Ehrfurcht, mit der man an ihre Entscheidungen 
> herangeht, sind u.a. die Themen, die unbedingt angesprochen werden müssen.
> 
>   Des weiteren muß die örtliche Gemeinde zunehmend das Umfeld für die Erziehung des einzelnen 
> Gläubigen werden. Der Hüter hat festgestellt, daß "der beste Geistige Rat der ist, der die Talente aller 
> Mitglieder der Gruppe nutzt und sie ständig in irgendeiner Form der aktiven Teilnahme am Dienst an der 
> Sache und der Ausbreitung ihrer Botschaft beschäftigt hält." Dementsprechend macht das 
> Erziehungsumfeld der Gemeinde den Einzelnen nicht nur zu einem Empfänger von Liebe und 
> Aufmerksamkeit, sondern hilft ihm vielmehr, sich vom Selbst zu lösen und sich der Sache und ihrem Fort-
> schritt zu widmen.
> 
>    Wenn die örtlichen Gemeinden die überwiegende Rolle bei der Entfaltung des Dreijahresplanes spielen 
> sollen, wird die enge Zusammenarbeit zwischen den Hilfsamtsmitgliedern und den örtlichen Geistigen 
> Räten unverzichtbar sein. Dieses Thema war der Gegenstand der Beratung der kürzlich auf der ganzen Welt 
> abgehaltenen Konferenzen der Hilfsamtsmitglieder. Einige Punkte jener Beratungen verdienen es, hier 
> vertieft zu werden.
> 
>   Die Bemühungen der Hilfsamtsmitglieder und ihrer Assistenten müssen wegweisend in Richtung Einheit 
> im Handeln und ständiger Stärkung der örtlichen Geistigen Räte sein. Sie müssen die örtlichen Gemeinden 
> dazu bewegen, Fortschritte über jenes Anfangsstadium hinaus zu machen, in dem Einheit durch die 
> Übereinstimmung des Glaubens und der Ideale errichtet wurde, hinaus über die Sorge um das Wohl und das 
> Glück der eigenen Mitglieder, zu einer Ebene der Einheit, in der Liebe und hohe Ideale ganz natürlich in 
> harmonisches gemeinsames Handeln umgesetzt werden.
> 
>    In jenen Gemeinden, wo der Geistige Rat schwach ist, können die ersten Schritte in diese Richtung nicht 
> ausgeklügelte Ziele und Aktionslinien umfassen. Zunächst ist es notwendig, den Freunden Selbstvertrauen 
> zu vermitteln, sie zu lehren, wie sie Einheit im Denken und Übereinstimmung erreichen können und ihre 
> organisatorischen Fähigkeiten zu entwickeln. Dies kann dadurch erreicht werden, daß man den Freunden 
> geduldig beisteht, ein paar konkrete, wohlüberlegte Aktionen durchzuführen. Wenn sich erst einmal die 
> Fähigkeit zu gemeinsamen Handeln erhöht hat und der örtliche Geistige Rat beginnt, die Gemeinde zu 
> führen, können die gemeinsamen Bemühungen der Hilfsamtsmitglieder und der Geistigen Räte auf die 
> Verstärkung regelmäßiger Aktivitäten gerichtet werden, die das Bahá'í-Gemeindeleben ausmachen, wie das 
> Neunzehntagefest und Kinderklassen. Andererseits müssen örtliche Gemeinden, die sich schon 
> regelmäßiger Aktivitäten erfreuen, dahin geführt werden, eine einheitliche Vision des Wachstums zu 
> erlangen, Vorgehensweisen zu ersinnen, Aktionslinien zu setzen und sich in Einheit zu erheben , 
> gemeinsame Beschlüsse auszuführen.
> 
> Die Erziehung der Kinder
> 
>    Für die überwältigende Mehrheit der örtlichen Gemeinden in der Welt ist die geistige Erziehung der 
> Kinder eine Herausforderung, in deren Umfeld Einheit im Denken und Handeln errichtet werden kann. 
> Geschichtlich gesehen, ist die Erziehung der Kinder in der Bahá'í-Gemeinde durch eine Reihe von Fort-
> schritten und Rückschlägen gekennzeichnet. In der Wiege des Glaubens waren die Versuche, Bahá'í-Schulen 
> einzurichten, außerordentlich erfolgreich, standen aber bald einer heftigen Opposition gegenüber. Die 
> persische Gemeinde war jedoch so glücklich, aus einem sorgfältig ausgearbeiteten System wöchentlicher 
> Klassen für die geistige Erziehung der Kinder Nutzen zu ziehen, was zweifellos der Schlüssel für ihre 
> Leistungen war. Im Westen führte die Art des Wachstums durch kleine und verstreute Gemeinden nicht 
> automatisch zu einem solchen sorgfältig ausgearbeiteten Erziehungssystem. Erst in den letzten Jahren hat 
> sich in großstädtischen Bereichen einiger westlicher Länder ein vielversprechendes Modell von 
> Wochenendschulen zu zeigen begonnen.
> 
>    Als ein Ergebnis der Massenlehrarbeit waren viele Bahá'í-Gemeinden gezwungen, die Herausforderung 
> der Kindererziehung von neuem ins Auge zu fassen. In den Dörfern der Welt waren nicht nur die Kinder 
> der wenigen Bahá'í begierig, eine Bahá'í-Erziehung zu erhalten. Kinder und die Juniors erwiesen sich ganz 
> allgemein als die begeistertsten Befürworter des Glaubens und äußerten den glühenden Wunsch zu lernen. 
> Unglücklicherweise erlaubte es die geringe Anzahl aktiver Lehrer und die überwältigende Natur der Akti-
> vitäten der Ausbreitung und Festigung den Freunden in den meisten Gebieten nicht, regelmäßigen 
> wöchentlichen Unterricht zu erteilen, was zur Folge hatte, daß die Möglichkeit, eine ganze Generation 
> ländlicher Bevölkerung auszubilden, in vielen Gemeinden verlorenging. Die meisten Bahá'í mit 
> Langzeiterfahrung auf diesem Gebiet stimmen darin überein, daß wenn Kinder und Jugendliche in den 
> letzten Jahrzehnten größere Aufmerksamkeit erfahren hätten, der Eintritt in Scharen heute einen weit 
> fortgeschritteneren Stand erreicht hätte.
> 
>    Die neue Welle weitläufiger Ausdehnung, die in jedem Kontinent an Triebkraft gewinnt, zeigt 
> hoffnungsvolle Zeichen, daß die schwer gewonnenen Lehren der Vergangenheit nicht vergeblich sind. Die 
> Einrichtung von Kinderklassen wird jetzt bewußt in immer mehr Aktionspläne für die Massengewinnung 
> aufgenommen. Darüber hinaus ist die Vervielfachung von Bahá'í-Schulen auf der ganzen Welt - angefangen 
> bei der Einrichtung kleiner Tutorenkurse bis hin zur Gründung von Universitäten - ein Zeichen für die 
> Sorge, die Freunde der Erziehung angedeihen lassen. Auch die Gesellschaft wird sich zunehmend bewußt, 
> welches der legitime Platz der Kinder im gemeindlichen Leben ist und welchen unschätzbaren Wert eine 
> richtige Erziehung darstellt. Viele Abhandlungen über Kinder befassen sich mit den Bedingungen der 
> gebieterischen Notwendigkeit ethischer Erziehung. Diese Umstände sind ein gutes Vorzeichen für die 
> Geistigen Räte, den langfristigen Prozeß der Erziehung der Kinder ihrer Dörfer und Städte auf eine feste 
> Grundlage zu legen. Um dies zu erreichen, bedarf es aber einer weiteren Veränderung der Haltung der 
> Freunde zu Kindern und deren Beteiligung am Gemeindeleben.
> 
>    Dieser Wandel muß auch auf die Einstellung gegenüber Inhalt und Methoden geistiger und physischer 
> Erziehung ausgedehnt werden. Ein großer Teil zusätzlicher Aktivitäten tut in der Bahá'í-Welt not, um 
> Bildungsmaterial zu entwickeln, das von der Offenbarung Bahá'u'lláhs erfüllt ist. In einem solchen Vorgang 
> der Entwicklung von Lehrmaterial spielen natürlich Fachleute auf dem Gebiet der Erziehung eine wichtige 
> Rolle. Dem Wissen, das durch die Praxis und die Erprobung auf der Ebene der Graswurzeln gewonnen 
> wurde, sollte jedoch auch die gehörige Beachtung geschenkt werden. Denn die Bahá'í-Gemeinde kann es 
> sich nicht leisten, daß sie, wenn auch die Fortschritte im Bereich der Erziehung berücksichtigt werden 
> sollten, durch Diskussionen über Erziehungstheorien gelähmt wird. Ein offener Prozeß, der theoretische 
> Diskussion, erzieherische Praxis, Entwicklung von Lehrmaterial und Erprobung - alles im Lichte der 
> Offenbarung Bahá'u'lláhs - beinhaltet, muß vorangetrieben werden. Zu diesem Prozeß, der von einer 
> Atmosphäre der Toleranz und Zusammenarbeit geprägt ist, werden sich Menschen mit verschiedenstem 
> Hintergrund willkommen fühlen.
> 
> Die nationalen Institutionen
> 
>    Mit der schnellen Ausdehnung des Glaubens und der Vermehrung der Möglichkeiten, hat die Arbeit, die 
> den Nationalen Geistigen Räten und ihren Einrichtungen aufgebürdet wird, immer mehr zugenommen; sie 
> sehen sich in dem Bemühen, ihre Aufgaben und Pflichten zu erfüllen, immer größeren Herausforderungen 
> gegenüber. In seinem Brief vom 30. September 1992, in dem es das Thema und die Ziele des 
> Dreijahresplanes ankündigt, bezieht sich das Universale Haus der Gerechtigkeit auf "eine bemerkenswerte 
> Entwicklung der Befähigung der Nationalen Geistigen Räte" im Verlauf des Sechsjahresplanes. Dem mag 
> die außergewöhnliche Entwicklung hinzugefügt werden, die sich in der Institution der Berater und ihrer 
> Hilfsamtsmitglieder gezeigt hat.
> 
>    Als die höchste administrative Körperschaft, die die Vielfalt und die wichtigen Interessen des Glaubens in 
> einem Land vertritt, ist der Nationale Geistige Rat aufgerufen, auf die Gesellschaft allgemein einzuwirken, 
> die Integrität des Glaubens zu wahren, der Öffentlichkeit das richtige Bild des Glaubens zu vermitteln, den 
> Lehren Respekt zu verschaffen und, indem er den Kanal bildet, durch welchen die Kraft der Offenbarung in 
> alle Teile der Gesellschaft fließt, den Fortschritt der Nation zu unterstützen. Gleichzeitig muß das Potential 
> der Gemeinde mobilisiert, die Reihen der Gläubigen aufgerüttelt und auf das Feld des Handelns und des 
> Dienstes geführt werden. Diese ungeheuere Aufgabe kann nur richtig erfüllt werden, wenn die Nationalen 
> Geistigen Räte die volle und uneingeschränkte Unterstützung der Berater und ihrer Hilfsamtsmitglieder 
> erfahren. In der Tat war in den letzten Jahren in den meisten Ländern erfolgreiche Gemeindearbeit nur 
> durch eine festgefügte enge Zusammenarbeit der Institutionen möglich.
> 
>    Als ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit wurde die Tendenz in einigen Gemeinden, in Bezug auf 
> Verfahren und Methoden unbeweglich zu sein, durch die Neigung zu gemeinsamem Lernen ersetzt. Leiden-
> schaftslose Diskussion über Vorgehensweisen und Methoden, Überlegungen zur geistigen Natur des Leh-
> rens und des Dienstes und die Analyse erfolgreicher Anstrengungen, Wachstum zu erreichen, werden auf 
> nationaler und örtlicher Ebene gefördert. Eine freudvolle Atmosphäre wird geschaffen, eine Atmosphäre, 
> die zu klugem und mutigem Bemühen führt, wo die ständige Furcht vor Mißerfolg und die Neigung zur 
> Kontrolle des Fortschritts des Glaubens durch eine demütige Haltung des Lernens und des 
> unerschütterlichen Verlasses auf die Macht göttlichen Beistands ersetzt wird.
> 
>    Mehr noch, die sozialen, intellektuellen und geistigen Kanäle, durch die die verschiedenen kulturellen 
> Gruppen eines Landes sich äußern, werden verstanden und für den Fortschritt der Sache eingesetzt. Auf 
> diese Weise wird Angehörigen einer Kultur auf ihrem Weg, erklärte Anhänger des Glaubens zu werden, 
> geholfen, ältere Modelle des Ausdrucks in einer Art zu wandeln, die die Unversehrtheit vergangener 
> Errungenschaften bewahrt und gleichzeitig zur Entwicklung einer kennzeichnenden Bahá'í-Kultur beiträgt. 
> Eine etwas weniger vorsichtige, innovative Methode für den Fortschritt der Kultur wird übernommen.
> 
>    Wenn sich diese lebenswichtige Zusammenarbeit der Berater und der Nationalen Geistigen Räte fortsetzt, 
> werden wir zweifellos Zeuge eines immer höheren Grades der Erfüllung der Worte des Hüters:
> 
> 	"Die Pflichten jener, die die Freunde frei und vertrauensvoll als ihre Vertreter gewählt haben, sind 
> nicht weniger wichtig und verbindlich als die Verpflichtungen derer, die sie gewählt haben. Ihre 
> Aufgabe ist es nicht vorzuschreiben, sondern zu beraten, und nicht nur untereinander zu beraten, 
> sondern so viel wie möglich mit den Freunden, die sie vertreten. Sie dürfen sich selber in keinem 
> anderen Licht betrachten als dem von ausgewählten Werkzeugen einer wirkungsvolleren und 
> würdigeren Darstellung der Sache Gottes. Sie sollten sich nie dazu verleiten lassen zu glauben, daß 
> sie die Hauptzierde der Körperschaft der Sache sind, anderen an Fähigkeit und Verdienst wirklich 
> überlegen und alleinige Förderer ihrer Lehren und Prinzipien. Sie sollten mit äußerster Demut an 
> ihre Aufgabe herangehen und sich bemühen, durch Ihre Aufgeschlossenheit, ihren hohen Sinn für 
> Gerechtigkeit und Pflicht, ihre Aufrichtigkeit, ihre Bescheidenheit, ihre völlige Hingabe an das 
> Wohlergehen und das Interesse der Freunde, der Sache und der Menschheit nicht nur das Vertrauen 
> und die aufrichtige Unterstützung und den Respekt jener zu gewinnen, denen sie dienen sollen, 
> sondern auch deren Achtung und echte Zuneigung. Sie müssen zu jeder Zeit den Geist der 
> Exklusivität und die Atmosphäre der Geheimnistuerei vermeiden, sich von einer überheblichen 
> Haltung freimachen und alle Formen des Vorurteils und der Leidenschaft aus ihren Überlegungen 
> verbannen. Sie sollten, innerhalb der Grenzen weiser Zurückhaltung, die Freunde in ihr Vertrauen 
> ziehen, sie mit ihren Plänen vertraut machen, ihre Probleme und Ängste mit ihnen teilen und ihren 
> Rat und ihre Beratung suchen. Und wenn sie zu einer bestimmten Entscheidung kommen müssen, 
> sollten sie sich, nach leidenschaftsloser, sorgfältiger und herzlicher Beratung im Gebet zu Gott 
> hinwenden und mit Ernsthaftigkeit und Überzeugung und Mut ihre Stimme abgeben; und der 
> Stimme der Mehrheit gehorchen, von der unser Meister sagt, daß sie die Stimme der Wahrheit ist, 
> die nicht angezweifelt werden darf und immer von ganzem Herzen geltend gemacht werden muß. 
> Dieser Stimme müssen die Freunde herzlich antworten und sie als das einzige Mittel betrachten, das 
> den Schutz und den Fortschritt der Sache sicherstellen kann."
> Aus einem Brief vom 23. Februar 1924, von Shoghi Effendi an die Bahá'ís von Amerika, 
> veröffenntlicht in Bahá'í Administration: Selected Messages 1922-1932
>  
> 
>    Aus Abschnitten wie dem obigen geht klar hervor, daß das Zeichen für die Reife eines Rates die Fähigkeit 
> ist, die aufrichtige Unterstützung der Freunde zu gewinnen. Diese Fähigkeit wird durch das Bewußtsein der 
> Tatsache erhöht, daß die Grundhaltung jedes Einzelnen und jeder Institution des Glaubens die des Dienens 
> ist. Die Zusammenarbeit der Berater mit den Nationalen Geistigen Räten sollte diese Haltung unter den 
> Freunden fördern, sodaß sie jede Facette der Bahá'í-Administration durchdringt. Die Nationalen Geistigen 
> Räte und ihre Einrichtungen dienen den örtlichen Geistigen Räten; die örtlichen Geistigen Räte dienen ihrer 
> Gemeinde; die Hilfsamtsmitglieder dienen den Gläubigen und ihren Institutionen. Es muß natürlich 
> anerkannt werden, daß die Institutionen bestimmte Führungsrollen haben und die Autorität besitzen zu 
> führen und anzuordnen; diese Rollen werden aber innerhalb neuer Wege ausgeführt wenn erkannt wird, daß 
> liebevoller Dienst das Herz des Selbstverständnisses der Bahá'í-Institutionen darstellt.
> 
> 	"Laßt es jedem forschenden Leser klar machen, daß unter den hervorragenden und heiligen 
> Pflichten, die jenen obliegen, die dazu berufen sind, die Angelegenheiten der Sache in die Wege zu 
> leiten, zu führen und abzustimmen, solche sind, die von ihnen fordern, mit jedem in ihrer Macht 
> stehenden Mittel das Vertrauen und die Zuneigung derer zu gewinnen, für die sie das Vorrecht 
> haben zu dienen. Es ist ihre Pflicht, die Sichtweise, die vorherrschenden Meinungen, die 
> persönlichen Überzeugungen derer, deren Wohl zu fördern ihre feierliche Aufgabe ist, zu 
> erforschen und sich damit vertraut zu machen; es ist ihre Pflicht, ein für alle Mal ihre Ansichten und 
> die allgemeine Führung ihrer Angelegenheiten vom Geruch der Reserviertheit , vom Verdacht der 
> Geheimnistuerei, von der erstickenden Atmosphäre diktatorischer Anmaßung, kurz von jedem 
> Wort und jeder Tat zu reinigen, welchen der Geruch der Parteilichkeit, der Egozentrik und des 
> Vorurteils anhaften könnte. Es ist ihre Pflicht, während sie das heilige und ausschließliche Recht der 
> letzten Entscheidung in Händen halten, zur Diskussion aufzufordern, Informationen 
> herauszugeben, Mißstände auszuräumen, Ratschläge sogar vom bescheidensten und 
> unbedeutendsten Mitglied der Bahá'í-Familie willkommen zu heißen, ihre Beweggründe 
> aufzuzeigen, ihre Pläne darzulegen, ihre Handlungsweise zu rechtfertigen, wenn nötig ihr Urteil zu 
> revidieren, den Geist persönlicher Initiative und Unternehmungsgeistes zu fördern und das Gefühl 
> für die gegenseitige Abhängigkeit und Partnerschaft, für Verstehen und gegenseitiges Vertrauen 
> zwischen sich auf der einen Seite und allen örtlichen Geistigen Räten und den einzelnen Gläubigen 
> auf der anderen zu fördern." 
> Aus einem Brief vom 18. Oktober 1927 von Shoghi Effendi an den Nationalen Geistigen Rat der 
> Vereinigten Staaten und Kanada, veröffentlicht in Bahá'í Adminstration: 
> Selected Messages 1922-1932, Seite 143-144
> 
> Teil 8
> 
> ASSISTENTEN DER
> HILFSAMTSMITGLIEDER
> 
> Zusammengestellt vom
>  
>  
>  Internationalen Lehrzentrum 
>  im November 1986
> 
>  17	Die Rolle der Hilfsamtsmitglieder bei der 
> Zusammenarbeit mit Assistenten
> 
>  18	Assistenten der Hilfsamtsmitglieder 
> 
> DIE ROLLE DER HILFSAMTSMITGLIEDER
> BEI DER ZUSAMMENARBEIT MIT
> Assistenten
> 
> (Zusammengestellt vom Internationalen Lehrzentrum im November 1986)
> 
> 	Im Jahre 1971 machte das Universale Haus der Gerechtigkeit auf das Problem aufmerksam, dem 
> sich Hilfsamtsmitglieder in Ausübung ihres Amtes gegenüberstehen:
> 
> 	"... unser geliebter Hüter drängte die Hilfsamtsmitglieder, Kontakte mit örtlichen Geistigen Räten, 
> Gruppen, isolierten Zentren und den einzelnen Gläubigen aufzubauen und durch regelmäßige und 
> systematische Besuche der Orte sowie durch Korrespondenz dazu beizutragen, die Interessen des 
> Planes zu fördern, bei der wirkungsvollen und unmittelbaren Ausführung der Ziele zu helfen, über 
> die Sicherheit des Glaubens zu wachen, die Lehr- und Pionierarbeit voranzutreiben und zu stärken, 
> den Freunden die Bedeutung der Anstrengung, Initiative und Opferbereitschaft jedes einzelnen 
> einzuschärfen und sie zu ermutigen, sich an Bahá'í-Aktivitäten zu beteiligen und unter allen 
> Umständen geeint zu sein.
> 
> 	"Solche überwältigenden, sich stetig ausweitenden Aufgaben, wie sie der Hüter sich vorstellte, 
> können nur angemessen ausgeführt werden, wenn die Hilfsamtsmitglieder in der Lage sind, mit den 
> örtlichen Räten und Gemeinden in den ihnen zugeteilten Gebieten in Verbindung zu bleiben. Leider 
> ist dies jedoch in vielen Fällen unmöglich, nicht, weil die Hilfsamtsmitglieder nicht bereit wären, 
> diese Aufgabe zu übernehmen, sondern weil die Zahl der Bahá'í-Orte, die ihrer Verantwortung 
> unterstehen, zu groß ist, um das Herstellen und Erhalten fruchtbarer Kontakte zuzulassen."
> Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit 
> an die Kontinentalen Beraterämter vom 17. November 1971
> 
> 	Die Lösung dieses Problems wurde im Jahre 1973 von der Höchsten Körperschaft dargelegt, als 
> diese ankündigte:
> 
> 	"Wir haben daher beschlossen, einen weiteren Schritt in der Entwicklung dieser Institution zu 
> unternehmen und jedem Kontinentalen Berateramt die Befugnis übertragen, einzelne 
> Hilfsamtsmitglieder zu ermächtigen, Assistenten zu ernennen."
> Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit 
> an die Kontinentalen Beraterämter vom 8. Juni 1973
> 
> 	Anfänglich wurde den Beratern empfohlen, schrittweise vorzugehen, jedoch wurde bald klar, daß 
> die Ernennung von Assistenten ein machtvolles Mittel war, mit dessen Hilfe die Hilfsamtsmitglieder ihre 
> Aufgaben in den riesigen, ihnen jetzt übertragenen Gebieten wirkungsvoll durchführen konnten. 
> Infolgedessen schrieb die Höchste Körperschaft gut drei Jahre später, daß
> 
> 	"eine der wirksamsten Hilfen zur Festigung lokaler Gemeinden und Räte und zur Vertiefung des 
> Glaubens der Gläubigen der Dienst der Hilfsamtsmitglieder und ihrer Assistenten ist."
> Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit 
> an einen Nationalen Geistigen Rat vom 2. Dezember 1976
> 
> 	Angesichts dieser Feststellung sollten alle Hilfsamtsmitglieder der Ernennung von 
> Assistenten, die ihnen beim Erfüllen ihrer höchst wichtigen Aufgaben helfen, ernsthafte 
> Beachtung schenken.
> 
> 	Das dabei zu beachtende praktische Vorgehen ist in der Anleitung des Universalen Hauses 
> der Gerechtigkeit zu finden, die vorsieht, daß die Anzahl der Assistenten, die von jedem 
> Hilfsamt ernannt werden, und deren Amtszeit vom Kontinentalen Berateramt festzusetzen sind. Die 
> Höchste Körperschaft schreibt:
> 
> 	"Wenn ein Hilfsamtsmitglied sich entschieden hat, wen es gerne ernennen möchte, sollte es 
> den oder die Namen einem der Berater zur Genehmigung vorlegen. Nach Erhalt der 
> Genehmigung kann es damit beginnen, die Hilfe dieser Freunde in Anspruch zu nehmen."
> Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit
> an die Kontinentalen Beraterämter vom 8. Juni 1973
> 
> 	Es ist nicht ungewöhnlich für den Berater, dessen Zustimmung erbeten wird, Zugang zu Informa-
> tionen zu haben, die den Hilfsamtsmitgliedern nicht zur Verfügung stehen und die in direktem Bezug zu der 
> Frage stehen , ob diese Zustimmung gewährt werden soll oder nicht.
> 
> 	Die Arbeit der Hilfsamtsmitglieder nimmt zu mit dem Hervortreten des Glaubens aus der 
> Verborgenheit, der Vermehrung der Institutionen und der Veränderung ihrer Aufgaben. Ein Hauptelement 
> dieser Arbeit besteht darin, daß den Hilfsamtsmitgliedern der Zustand der Bahá'í-Gemeinden in den von 
> ihnen zu betreuenden Gebieten genau bekannt sein sollte, so daß sie den Institutionen und Gläubigen der 
> betreffenden Region Anregung, Führung und Ermutigung geben können. In den meisten Gebieten ist die 
> Größe der Bahá'í-Gemeinde inzwischen so, daß die Aufgaben der Hilfsamtsmitglieder nur mit Hilfe einer 
> Anzahl Assistenten, denen gewisse Aufgaben übertragen und die bei der Durchführung dieser Aufgaben 
> von den Hilfsamtsmitgliedern angeleitet werden, wahrgenommen werden können.
> 
> 	Der Spielraum hinsichtlich Vielfalt und Ideen beim Einsatz von Assistenten ist beträchtlich. Jeder 
> Assistent sollte innerhalb eines örtlichen Bereiches dienen. Er kann die ganz allgemeine Verantwortung 
> übertragen bekommen, dem Hilfsamtsmitglied bei dessen Aufgaben zu helfen, ebenso kann er beauftragt 
> werden, sich auf eine besondere Aufgabe zu konzentrieren, sei es die größere Beachtung der Unterweisung 
> der Kinder anzuregen, Jugendaktivitäten zu entwickeln, die Teilnahme der Frauen am Gemeindeleben zu 
> erhöhen, Eigentumsziele zu erreichen, die soziale und wirtschaftliche Entwicklung, usw. Diese Flexibilität 
> gibt einem Hilfsamtsmitglied reichlich Bewegungsfreiheit beim Einsatz der Assistenten, um sicherzustellen, 
> daß sich die Bahá'í-Gemeinde gesund entwickelt und den Zielen des Planes gebührende Beachtung schenkt.
> 
> 	Ein Beispiel für den Umfang diese Spielraums gibt eine Erklärung des Universalen Hauses der 
> Gerechtigkeit, wonach im Prinzip gegen die Ernennung von Jugendlichen zu Assistenten kein Einwand 
> besteht. Ein weiteres Beispiel der Möglichkeit zur Gemeindeentwicklung ist darin zu sehen, daß in einigen 
> Teilen der Welt Hilfsamtsmitglieder dadurch beachtliche Erfolge erzielten, daß sie durch die Ernennung und 
> Anleitung fähiger Frauen, deren Talente zuvor unerkannt und unentwickelt waren, den Beteiligungsgrad der 
> Frauen innerhalb der Verwaltungstätigkeiten des Glaubens anhoben.
> 
> 	Aus der Anleitung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit geht klar hervor, daß das 
> Hilfsamtsmitglied für die Überwachung der Arbeit  der Assistenten verantwortlich ist und daß es durchaus 
> Anlässe geben mag, wo es den Assistenten bitten wird, eine besondere Aufgabe in seinem Auftrag auszufüh-
> ren, wie z.B. sich mit einem örtlichen Geistigen Rat zu treffen oder einer Gemeinde gewisse Informationen 
> zukommen zu lassen. Jedoch macht die Höchste Körperschaft auch darauf aufmerksam, daß den 
> Assistenten Freiheit zur Entwicklung von Eigeninitiative gewährt und mit ihnen liebevoll zusammen-
> gearbeitet werden soll, was für ein wirkungsvolles Funktionieren der Institutionen so wichtig ist.
> 
> 	"Für ein Hilfsamtsmitglied ist nicht unbedingt nötig, einen Assistenten ausdrücklich als seinen 
> Vertreter zu einem Treffen mit einem Geistigen Rat abzuordnen, da solche Treffen Teil der 
> üblichen Arbeit eines Assistenten sind. Der Assistent sollte sich im normalen Verlauf seines Dien-
> stes mit Örtlichen Geistigen Räten treffen, ohne daß er in jedem Fall besondere Anweisungen von 
> Seiten des Hilfsamtsmitglieds braucht; wenn das Hilfsamtsmitglied jedoch ihn bittet, mit einem 
> bestimmten Rat wegen irgend einer Angelegenheit zusammenzukommen, wird er das tun.
> 
> 	"Wir hoffen, daß diese Erläuterungen dem Kontinentalen Berateramt von Nutzen sein werden, und 
> wir meinen, betonen zu müssen, daß die Arbeit auf dieser Stufe auf einer so informell wie 
> möglichen Basis gehalten werden sollte. Scharfe, starre Grenzen für Zuständigkeit und Autorität zu 
> ziehen oder Unterschiede zwischen dieser Institution und jener Institution überzubetonen, ist nicht 
> nur unnötig, es würde sogar dem Geist liebevoller Zusammenarbeit und Ermutigung schaden, der 
> für den Fortschritt der Arbeit wesentlich ist."
> Aus einer Mitteilung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit 
> an das Internationale Lehrzentrum vom 9. April 1974
> 
> 	Ein wichtiger Aspekt zur Arbeit der Assistenten ist deren Schulung, so daß die Wirksamkeit ihrer 
> Tätigkeit erhöht wird. Das Universale Haus der Gerechtigkeit nahm in der folgenden Erklärung auf eine 
> solche Schulung Bezug:
> 
> 	"Offensichtlich ist ein ganz wesentlicher Schritt auf dem Weg zur Festigung der Bahá'í-Gemeinden, 
> daß alle örtlichen Geistigen Räte zu voller Aktivität geführt werden. Dies kann mit verschiedenen 
> Mitteln erreicht werden. Eines liegt bei den Kontinentalen Beraterämtern, indem sie von der 
> Erlaubnis Gebrauch machen, ihre Hilfsamtsmitglieder Assistenten ernennen zu lassen, und danach 
> sicherstellen, daß diese Assistenten in den Lehren des Glaubens und in der Arbeitsweise der 
> administrativen Ordnung geschult werden, so daß sie die Örtlichen Geistigen Räte wirksam 
> unterstützen können."
> Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit
> an einen Nationalen Geistigen Rat, Naw-Rúz 1974
> 
> 	Diese Schulung kann verschiedene Formen annehmen. Sie kann das gemeinsame Studium und 
> Besprechen der maßgeblichen Texte, die Beratung über Mittel und Wege, wie die Aufgaben eines 
> Assistenten auszuführen sind, den Austausch erfolgreicher Erfahrungen, das Besprechen typischer auf-
> tretender Probleme, sowie das Formulieren von Plänen, durch die die Arbeit effektiver durchgeführt werden 
> kann, beinhalten.
> 
> 	In einigen Teilen der Welt, in denen Festigung dringend nötig ist, mag sich ein Hilfsamtsmitglied in 
> einer schwierigen Lage befinden, wenn es Gläubige innerhalb einer örtlichen Gemeinde sucht, die die für 
> den Dienst als Assistent nötige Erfahrung und Vertiefung besitzen. Oft liegt die Lösung in der Wahl und 
> Ernennung von vielversprechenden, jedoch unerfahrenen Gläubigen, die dann die erforderliche Schulung 
> und Anleitung durch das Hilfsamtsmitglied erhalten. Auf diese Weise kann das Aktivitätsniveau der 
> gesamten Gemeinde allmächlich angehoben werden.
> 
> 	Einer der wichtigsten Bestandteile der Arbeit der Hilfsamtsmitglieder besteht darin, ihre Assistenten 
> zu ermutigen, die Wichtigkeit ihrer Aufgabe darin zu sehen, die örtlichen Geistigen Räte zu stärken, die 
> Aufmerksamkeit der Gläubigen auf diese Räte zu lenken und diesen Institutionen gegenüber ein Beispiel an 
> Hochachtung zu setzen. 
> Diese Höchste Körperschaft wies darauf hin, daß:
> 
> 	"...der zentrale Zweck des Dienstes eines Assistenten ist, liebevolle Beziehungen und eine 
> Atmosphäre des Vertrauens und der gegenseitigen Hochachtung mit den Örtlichen Geistigen Räten 
> in seinem Gebiet zu pflegen."
>  Aus einer Mitteilung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit 
> an das Internationale Lehrzentrum vom 9. April 1974
> 
> 	Das Universale Haus der Gerechtigkeit bemerkte ferner, daß wenn dieser liebevolle Geist der 
> Zusammenarbeit in die Brüche gehen sollte, "eine ernste Situation entstanden sei, die die persönliche 
> Aufmerksamkeit des Hilfsamtsmitglieds verdiente."
> 
> 	Die Berichterstattung der Assistenten an die Hilfsamtsmitglieder in irgend einer Form ist wichtig, 
> damit die Hilfsamtsmitglieder über die Verfassung des Glaubens in dem ihnen unterstehenden Arbeitsgebiet 
> voll unterrichtet sind und diese Eindrücke an die Berater weiterleiten können. Es gibt keine festgelegte 
> Methode für diese Berichterstattung, und eine Anzahl Möglichkeiten sind von den Hilfsamtsmitgliedern in 
> den verschiedenen Teilen der Welt schon angewandt worden; dazu gehören die Verwendung von voradres-
> sierten Briefumschlägen, ein einfach auszufüllendes Formblatt oder die Bereitstellung von Möglichkeiten zur 
> mündlichen Berichterstattung per Telefon oder Tonband. Jedes Hilfsamtsmitglied sollte sorgfältig 
> überlegen, welche Methode für Assistenten, mit denen es zusammenarbeitet, am besten geeignet ist.
> 
> 	Die Erfahrung hat gezeigt, daß wenn ein Hilfsamtsmitglied seinen Assistenten reglemäßig Material 
> zuschickt, um Anregung, Information und Ermutigung zur Verfügung zu stellen, es von diesen viel eher 
> Berichte erhält.
> 
> 	Da die Assistenten für eine begrenzte Dienstzeit ernannt werden, und da die Bedürfnisse der 
> wachsenden Bahá'í-Gemeinde sich ständig ändern, ist es unvermeidlich, daß einige Gläubige am Ende ihrer 
> Amtszeit nicht wieder ernannt werden können. Dies sollte weder Schwierigkeiten verursachen, noch das 
> Hilfsamtsmitglied davon abhalten, den Beratern die Gläubigen zu empfehlen, die nach seinem Gefühl zur 
> Durchführung der erfoderlichen Aufgaben ungeachtet anderer Erwägungen am besten geeignet sind. Es ist 
> klar, daß das Bahá'í-Gemeindeleben jedem Gläubigen vielerlei Zugang zum Dienen bietet. Ernennung oder 
> Wahl in eine Institution ist keine Voraussetzung für einen Bahá'í, einen Weg zu finden, um Bahá'u'lláh zu 
> dienen, seinen wahren Lebenszweck zu erfüllen und seine geistige Entwicklung zu fördern.
> 
> 	Die Erfahrung hat gezeigt, daß die Assistenten am effektivsten arbeiten, wenn sie wissen, daß das 
> Hilfsamtsmitglied ihrer Arbeit Interesse entgegenbringt, daß es von ihren Errungenschaften begeistert ist 
> und auf ihre Berichte eingeht. Wenn sie in einer Atmosphäre liebevoller Kameradschaft zusammenarbeiten, 
> können Hilfsamtsmitglieder und ihre Assistenten eine bedeutsame Rolle spielen, indem sie der Bahá'í-
> Gemeinde helfen, sich nach gesunden Richtlinien zu einem geeinten und wachsenden sozialen Organismus 
> zu entwickeln, der sich ausbreitet, bis er die gesamte Menschheit umspannt.
> 
> Assistenten der Hilfsamtsmitglieder
> 
>  	Die Assistenten der Hilfsamtsmitglieder spielen eine bedeutende Rolle, indem sie den 
> Hilfsamtsmitgliedern bei der Erfüllung ihrer Pflichten behilflich sind. Dieser Dienst umfaßt die 
> Unterstützung bei der Durchführung der vom Universalen Haus der Gerechtigkeit dargelegten Lehrziele 
> und der Entfaltung der administrativen Ordnung. Ihre Tätigkeit erfordert Ergebenheit, Geduld und 
> Ausdauer. Obgleich diese Bemühungen gelegentlich herausfordernd und schwierig sein können, sind sie 
> dennoch unendlich lohnend, wenn man die Entstehung Örtlicher Geistiger Räte und ihr Wachstum an 
> Stärke beobachtet und feststellt, wie die Gläubigen eine stetig zunehmende Beteiligung am Dienst an der 
> Sache Gottes zeigen.
> 
> 	Als Hilfsamtsmitglieder ermächtigt wurden, Assistenten zu ernennen, erklärte das Universale Haus 
> der Gerechtigkeit:
> 
> 	"Das genaue Aufgabengebiet und die Dauer der Ernennung der Assistenten ist ebenfalls jedem 
> Berateramt selbst zur Entscheidung überlassen. Ihre Ziele sollten sein, Örtliche Geistige Räte zu 
> aktivieren und zu ermutigen, die Aufmerksamkeit der Mitglieder Örtlicher Geistiger Räte auf die 
> Wichtigkeit des Abhaltens von regelmäßigen Sitzungen zu lenken, die örtlichen Gemeinden 
> anzuspornen, sich zum Neunzehntagefest und an den Heiligen Tagen zu versammeln, mitzuhelfen, 
> das Verständnis für die Lehren bei ihren Mitgläubigen zu vertiefen und ganz allgemein den 
> Hilfsamtsmitgliedern bei der Durchführung ihrer Pflichten behilflich zu sein."
> Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit
> an die Bahá'í der Welt vom 7. Oktober 1973
> 
> 	"Eine Institution des Glaubens, die in jeden Ort hineinreicht, die aus standhaften Gläubigen besteht, 
> die das Gebiet, in dem sie dienen sollen, kennen und mit dessen Problemen und Möglichkeiten 
> vertraut sind - eine Institution, eigens dazu bestimmt, die Arbeit der Geistigen Räte zu ermutigen 
> und zu verstärken, die Gläubigen zu begeistern, sie anzuregen, die Lehren zu studieren und sie in 
> ihrem Leben anzuwenden..."
> Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit
> an einen Nationalen Geistigen Rat vom 2. Dezember 1976
> 
> 	Die Arbeit der Assistenten beschränkt sich nicht nur darauf, örtlichen Geistigen Räten oder 
> Gläubigen in Gebieten, in denen ein Örtlicher Geistiger Rat besteht, zu helfen. Das Universale Haus der 
> Gerechtigkeit machte bei einer Gelegenheit
> 
> 	"...den Vorschlag, daß vielleicht die Berater erwähnen könnten, ihre Hilfsamtsmitglieder zu bitten, 
> einen Assistenten zu ernennen, der jeweils in einem Zielgebiet arbeitet, in dem ein neuer Rat 
> errichtet werden soll."
> 
> Aus einer Mitteilung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit
> an das Internationale Lehrzentrum vom 8. Februar 1977
> 
>  Die Höchste Körperschaft schrieb ebenfalls:
> 
> 	"...Was die Aufgabe betrifft, die Gruppen und einzelstehende Gläubige sowie die Örtlichen 
> Geistigen Räte zu ermutigen, so widmen sich normalerweise nicht nur die nationalen Ausschüsse 
> solchen Aufgaben, sondern es übernehmen in jüngster Zeit auch die Hilfsamtsmitglieder und ihre 
> Assistenten in den meisten Gegenden der Welt ein weit größeres Maß an Verantwortung, um die 
> Bemühungen der Freunde, die in diesen Orten leben, persönlich zu unterstützen und anzuregen."
> Aus einem Brief im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit 
> an einen Gläubigen vom 28. November 1977
> 
> 	Das Haus der Gerechtigkeit hob ferner hervor, daß:
> 
> 	"Wenn ein Örtlicher Geistiger Rat richtig zu funktionieren beginnt, bedeutet das nicht, daß er auf 
> den Dienst und die Tätigkeit der Hilfsamtsmitglieder und deren Assistenten verzichten kann, die 
> damit fortfahren können und sollten, nicht nur allgemein für die Anregung und Begeisterung des 
> Rates und der örtlichen Bahá'í-Aktivitäten, sondern ebenso für die der einzelnen Gläubigen zu 
> sorgen."
> Aus einem Brief im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit
> an einen Gläubigen vom 9. Juni 1980
> 
> 	Weitere Gesichtspunkte zur Arbeit der Assistenten sind in der Erklärung erläutert, daß:
> 
> 	"...ein Assistent von einem Hilfsamtsmitglied ernannt wird, damit er ihm in einem bestimmten 
> Gebiet des Landes helfe, und er arbeitet als Assistent nur in Bezug auf dieses Gebiet. Assistenten 
> arbeiten, gleich wie die Hilfsamtsmitglieder, jeder für sich, nicht als eine beratende Körperschaft."
> Aus einem Brief im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit 
> an einen Nationalen Geistigen Rat vom 2. August 1982
> 
> 	Zum Erlangen eines tieferen Verständnisses für die Tätigkeit, die zu übernehmen sie aufgerufen 
> wurden, und der eigentlichen Bedeutung ihrer Ernennung, mögen die Assistenten wohl über die Worte 
> Bahá'u'lláhs nachdenken, die sich auf "die Einheit von Rang und Stufe" beziehen, die "zur Erhöhung der 
> Sache gereicht und sie unter allen Völkern verherrlicht.":
> 
> 	"In der Tat ist der Mensch edel, da ja jeder eine Fundgrube des Zeichens Gottes ist. Sich dennoch in 
> Kenntnis, Gelehrsamkeit und Tugend als überragend zu betrachten, sich selbst zu erhöhen oder 
> Bevorzugung zu erheischen, ist ein schlimmes Vergehen. Groß ist die Seligkeit derer, die mit der 
> Zier dieser Einheit geschmückt sind und von Gott gnädig Bestätigung erhielten."
> zitiert im Brief vom 27. März 1978 im Auftrage des 
> Universalen Hauses der Gerechtigkeit an alle Nationalen Geistigen Räte
> 
> 	Der folgende im Auftrag des Universalen Hauses der Gerechtigkeit geschriebenen Abschnitt nimmt 
> auf dieses Thema Bezug:
> 
> 	"Höflichkeit, Ehrerbietung, Würde, Hochachtung vor dem Rang und den Leistungen anderer sind 
> Tugenden, die zu Harmonie und Wohlergehen jeder Gemeinschaft beitragen, Stolz und 
> Selbstverherrlichung jedoch gehören zu den tödlichsten Sünden."
> 
> 	"Das Haus der Gerechtigkeit hofft, daß alle Freunde daran denken werden, daß es das letzte Ziel im 
> Leben jeder Seele sein sollte, geistige Vortrefflichkeit zu erlangen und damit das Wohlgefallen 
> Gottes zu gewinnen. Nur Gott kennt die wahre geistige Stufe jeder Seele. Sie ist völlig anders als die 
> Ränge und Stufen, die Männer und Frauen in den verschiedenen Bereichen der Gesellschaft 
> innehaben. Wer immer seine Augen auf das Ziel richtet, das Wohlgefallen Gottes zu erlangen, wird 
> mit Freude und strahlender Zustimmung jede Arbeit oder Stufe annehmen,
> 
> 	die ihm in der Sache Gottes zugeteilt wird und Ihm mit Freuden unter allen Umständen dienen."
> 
> Aus einem Brief vom 27. März 1978 im Auftrage des 
> Universalen Hauses der Gerechtigkeit an alle Nationalen Geistigen Räte
> 
>  	Bei der Erledigung seiner Aufgaben ist der Assistent eines Hilfsamtsmitgliedes aufgerufen, ein 
> hohes Maß an Initiative zu entfalten, um Maßnahmen zu ersinnen und durchzuführen, die zur Erfüllung der 
> ihm gesetzten Ziele führen. Da jeder Assistent eng vertraut ist mit den Umständen, Bedürfnissen und 
> Möglichkeiten der Gemeinde, die ihm zugewiesen wurde, ist er am besten in der Lage, zu entscheiden, wie er 
> den Gläubigen Anregung, Ermutigung und Ratschläge geben kann. Ein Beispiel für diese Initiative ergibt 
> sich aus der Arbeit mit örtlichen Geistigen Räten. In Beantwortung einer Frage erklärte das Universale Haus 
> der Gerechtigkeit:
> 
> 	"Für ein Hilfsamtsmitglied ist nicht unbedingt nötig, einen Assistenten ausdrücklich als seinen 
> Vertreter zu einem Treffen mit einem Geistigen Rat abzuordnen, da solche Treffen Teil der 
> üblichen Arbeit eines Assistenten sind. Der Assistent sollte sich im normalen Verlauf seines Dien-
> stes mit örtlichen Geistigen Räten treffen, ohne daß er in jedem Fall besondere Anweisungen von 
> seiten des Hilfsamtsmitglieds braucht"
> Aus einer Mitteilung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit
> an das Internationale Lehrzentrum vom 9. April 1974
> 
> 	Die Erfahrung hat gezeigt, wie höchst wertvoll es ist, wenn Assistenten regelmäßig zu 
> Schulungstreffen zusammenkommen, die vom Hilfsamtsmitglied, unter dessen Leitung sie dienen, 
> vorbereitet werden. In einem Brief, der sich mit der Ernennung von Assistenten durch die 
> Hilfsamtsmitglieder befaßt, nahm das Universale Haus der Gerechtigkeit Bezug auf die Wichtigkeit,
> 
> 	"...sicherzustellen, daß diese Assistenten geschult werden in den Lehren des Glaubens und im 
> Funktionieren der administrativen Ordnung, so daß sie die Örtlichen Geistigen Räte wirksam 
> unterstützen können."
> Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit
> an einen Nationalen Geistigen Rat, Naw-Rúz 1974
> 
> 	Die Botschaft des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an die Kontinentalen Beraterämter und 
> Nationalen Geistigen Räte vom 1. Oktober 1969, die geschrieben wurde, bevor die Ermächtigung zur 
> Ernennung von Assistenten erteilt worden ist, lenkte die Aufmerksamkeit auf die Verantwortung der 
> Hilfsamtsmitglieder, über den Zustand der Bahá'í-Gemeinden innerhalb des ihnen zugewiesenen Gebietes 
> und über die Arbeitsqualität der Örtlichen Geistigen Räte jener Gegend gut unterrichtet zu sein. Mit der 
> Ernennung von Assistenten erhält das Hilfsamtsmitglied diese notwendige Information weitgehend durch 
> regelmäßige und brauchbare Berichte dieser Assistenten. Entscheidungen über die Art und Häufigkeit dieser 
> Berichterstattung durch die Assistenten liegen im Ermessen des betreffenden Hilfsamtsmitglieds, das sich 
> leiten lassen wird von seinem eigenen Bedarf an Berichten für die Berater sowie von Aussagen des 
> Universalen Hauses der Gerechtigkeit mit dem Ergebnis, daß:
> 
> 	"Je mehr die Hilfsamtsmitglieder den Beratern berichten, desto besser werden die Berater mit der 
> Lage der Sache vertraut sein, wenn sie mit den Nationalen Räten beraten."
> Aus einer Mitteilung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit
> an die Hände der Sache Gottes im Heiligen Land vom 19. November 1971
> 
> 	Diese Berichte der Assistenten werden dem Hilfsamtsmitglied helfen, die im folgenden Abschnitt 
> ins Auge gefaßte Aufgabe auszuführen:
> 
> 	"Jedes Hilfsamtsmitglied, dem ein besonderes Gebiet, in dem es dienen soll, zugeteilt ist, sollte mit 
> den örtlichen Geistigen Räten und anderen Zentren seines Gebietes Verbindung herstellen, alle 
> diese Zentren bei der Erfüllung der Ziele des Planes ermutigen und führen, über die relative Stärke 
> und Schwäche jedes Zentrums unterrichtet sein und sich vor Gott beim Ausüben seiner 
> Verpflichtung verantwortlich fühlen. Sollte es den Kontakt mit einem bestimmten Örtlichen 
> Geistigen Rat oder Zentrum verlieren, so sollte es seinerseits die Initiative ergreifen, um eine befrie-
> digende Lösung des Problems zu finden. Auch sollte es regelmäßig seine Berichte und 
> Empfehlungen an die Berater schicken.
> Aus einer vom Universale Haus der Gerechtigkeit erstellten Zusammenstellung
> von Punkten, basierend auf einer persischen Mitteilung dieser Körperschaft an den
> Nationalen Geistigen Rat von Iran, vom 20. Mai 1970
> 
>  	Ein kennzeichnendes Merkmal der administrativen Ordnung in ihrer gegenwärtigen Form besteht 
> darin, daß Assistenten von Hilfsamtsmitgliedern auch in Geistigen Räten oder Ausschüssen dienen können. 
> Das Universale Haus der Gerechtigkeit schrieb, daß:
> 
> 	"...die Ernennung eines Gläubigen zum Assistenten eines Hilfsamtsmitgliedes nicht den Rücktritt 
> des Ernannten von einem Geistigen Rat oder Ausschuß erfordert. Das Haus der Gerechtigkeit ist 
> mehr dafür, daß sich Assistenten nicht von der  administrativen Arbeit zurückziehen, obwohl dies 
> nach Absprache mit ihren Geistigen Räten durchaus in Ordnung sein könnte; es wäre jedoch 
> vorzuziehen, daß der Vorschlag vom Ernannten und nicht vom Geistigen Rat kommt."
> Aus einem Brief vom 10. November 1975 im Auftrage des Universalen Hauses der Gerechtigkeit
> an einen Nationalen Geistigen Rat
> 
> 	Wenn ein Assistent meint, daß er übermäßig stark durch die Anforderung seiner Arbeit als Assistent 
> zuzüglich zu den Diensten, die er als Rats- oder Ausschußmitglied leistet, belastet ist, steht es ihm frei, offen 
> mit dem Hilfsamtsmitglied darüber zu beraten, um festzustellen, ob bei seinen Aufgaben eine gewisse 
> Umverteilung möglich ist, damit sich seine Belastung verringert. 
> 
> 	Die Frage der Wahrung der Vertraulichkeit erhebt sich, wenn ein Assistent zugleich Mitglied eines 
> Rates oder Ausschusses ist und erwägen muß, ob oder ob er nicht berechtigt ist, dem Hilfsamtsmitglied 
> Dinge zu berichten, die während der Sitzungen der beratenden Körperschaft aufkommen. Diese Frage 
> wurde dahingehend vom Universale Haus der Gerechtigkeit in seiner Erklärung gelöst:
> 
> 	"Assistenten, die Mitglieder eines Nationalen Rates oder eines nationalen Ausschusses sind, 
> fungieren in Bezug auf diese Körperschaft nicht als Assistenten, und sie haben dieselbe Pflicht wie 
> jedes andere Mitglied auch die Vertraulichkeit der Beratungen und der Angelegenheiten, die vom 
> Rat als vertraulich erachtet werden, zu beachten. Ein Assistent kann natürlich Mitglied eines 
> Örtlichen Geistigen Rates sein, aber seine Aufgabe hier als Assistent ist, dem Geistigen Rat zu 
> helfen, harmonisch und wirkungsvoll bei der Erfüllung seiner Pflichten zu funktionieren, und das 
> wird kaum gelingen, wenn er dem Rat das Gefühl gibt, daß er dem Hilfsamtsmitglied insgeheim alles 
> berichtet, was der Rat tut. Er sollte im Gegenteil alles in seiner Macht stehende tun, um eine 
> Atmosphäre herzlicher und liebevoller Zusammenarbeit zwischen dem Örtlichen Geistigen Rat und 
> dem Hilfsamtsmitglied zu fördern."
> Aus einem Brief im Auftrage des Universalen Hauses der Gerechtigkeit
> an einen Nationalen Geistigen Rat vom 2. August 1982
> 
> 	Der Geist der Einheit und das Ausüben liebevoller Zusammenarbeit wurden vom Universale Haus 
> der Gerechtigkeit wiederholt als wesentliche Erfordernisse für ein erfolgreiches Wirken der Institutionen der 
> administrativen Ordnung hervorgehoben. Die Assistenten der Hilfsamtsmitglieder, die mit Hingabe und 
> Selbstaufopferung am Erfüllen ihrer lebenswichtigen Aufgabe arbeiten, mögen wohl über die Worte des 
> Universalen Hauses der Gerechtigkeit über die tiefe, geistige Auswirkung, die solch eine Einheit zu-
> standebringt, nachdenken:
> 
> 	"Die Berater, ihre Hilfsämter und ihre Assistenten auf der einen Seite, und die Nationalen und 
> Örtlichen Geistigen Räte mit ihren Ausschüssen auf der anderen, sind alle mächtige Instrumente für 
> die Lehrarbeit. Bei voller Zusammenarbeit zwischen ihnen und beim Durchführen ihrer 
> Unternehmungen im Geist der Einheit werden diese Institutionen reichlich gesegnet und bestätigt 
> werden. Die liebevolle Zusammenarbeit und Hingabe, für die diese Einrichtungen als Beispiel 
> dienen, und der Geist der Einheit, den sie bekunden, wenn sie die Bemühungen der Freunde 
> wirkungsvoll stärken und lenken, werden überreiche geistige Kräfte freisetzen, die der Gesamtheit 
> der Gläubigen, die aufgerufen sind, ihre höchste Dienstbarkeit dem Glauben anzubieten, dem zu 
> dienen sie sich hingegeben haben, Kraft verleihen."
>  Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit vom Juli 1977
> an die Bahá'í, die bei einer Konferenz in Nigeria zusammenkamen
>       Aus einem Brief des Universalen Hauses der Gerechtigkeit vom 27.12.1985 an die Konferenz 
> der Kontinentalen Beraterämter
>       'Abdu'l-Bahá, aus Wille und Testament in Dokumente des Bündnisses, Bahá´í-Verlag, Hofheim 
> Langenhain 1989, Kapitel I, Abs. 21
>  
> 
>  
>  
> KLARE VISIONEN - Teil 1                                                     Heiligkeit        
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> KLARE VISIONEN - Teil 1             Heiligkeit                                            10
> 
> KLARE VISIONEN - Teil 1                        Betreuung des Einzelnen und der Gemeinde                    15
> 
> KLARE VISIONEN - Teil 1                        Betreuung des Einzelnen und der Gemeinde                    Fehler! Textmarke nicht 
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> 
> KLARE VISIONEN - Teil 1                   Der Örtliche Geistige Rat - eine neue Schöpfung                 Fehler! Textmarke nicht 
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> 
> KLARE VISIONEN - Teil 1                   Der Örtliche Geistige Rat - eine neue Schöpfung                 Fehler! Textmarke nicht 
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> 
> KLARE VISIONEN - Teil 1          Visionen, Strategien, Aktionen und Dienstergebenheit                                                    27
> 
> KLARE VISIONEN - Teil 2                                              Was alles zum Lehren gehört                                                         31
> 
> KLARE VISIONEN - Teil 2                                                        Kleine Lehrprojekte                                                          33
> 
> KLARE VISIONEN - Teil 2                                                          Lehrinstitute                                                                   38
> 
> KLARE VISIONEN - Teil 2                                                          Lehrinstitute                                                                         40
> 
> KLARE VISIONEN - Teil 2                                 Sucher einladen, dem Glauben beizutreten                             44
> 
> KLARE VISIONEN - Teil 3                                                     Über die Jugend                                                                    45
> 
> KLARE VISIONEN - Teil 3                                                     Über die Jugend   
>                                                  Fehler! Textmarke nicht definiert.
> 
> KLARE VISIONEN - Teil 4                                              Über Frauen                                                                                59
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> KLARE VISIONEN - Teil 4                                              Über Frauen                                                                                62
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> KLARE VISIONEN - Teil 4                                              Über Frauen              
>                                                    Fehler! Textmarke nicht definiert.
> 
> KLARE VISIONEN - Teil 5                                                     Über die Kinder                                                                        65
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> KLARE VISIONEN - Teil 5                                                     Über die Kinder   
>                                                    Fehler! Textmarke nicht definiert.
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> KLARE VISIONEN - Teil 6                                          Über die Fonds des Glaubens                                                         73
> 
> KLARE VISIONEN - Teil 6                                          Über die Fonds des Glaubens  
>                                           Fehler! Textmarke nicht definiert.
> 
> KLARE VISIONEN - Teil 7                          Die Steigerung der Glaubenskraft des einzelnen Gläubigen                             75
> 
> KLARE VISIONEN - Teil 7 Die Bedeutung der Entwicklung des menschlichen Potentials                                                        85
> 
> KLARE VISIONEN - Teil 7 Die Pflege der korrekten Arbeitsweise  der örtl. und nationalen Institutionen                              90
> 
> KLARE VISIONEN - Teil 7 Die Pflege der korrekten Arbeitsweise  der örtl. und nationalen 
> Institutionen    Fehler! Textmarke nicht definiert.
> 
> KLARE VISIONEN - Teil 8        Die Rolle der Hilfsamtsmitglieder bei der Zusammenarbeit mit Assistenten                     95
> 
> KLARE VISIONEN - Teil 8                                  Assistenten der Hilfsamtsmitglieder                                                                 100
>
> — *KLARE VISIONEN*

