# Ein Weg zu geistigem Reichtum

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> Ein Weg zu geistigem Reichtum
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> Gedanken zum Spenden für Bahá'í-Fonds
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> Gewidmet all jenen lieben Seelen, die nach Gottes heiligem 
> Ratschluß zu einer Zeit in die geistige Welt aufgestiegen sind, zu 
> der sie in unseren Herzen eine tiefe Spur der Sehnsucht hinter-
> ließen.
> Möge der geistige Fortschritt, den diese kleine Schrift unter den 
> Anhängern Bahá'u'lláhs auf dieser Erde mit der Hilfe Gottes be-
> wirken könnte, in gleichem Maße das himmlische Wachstum die-
> ser geliebten Wesen fördern und für uns und sie den Weg zur 
> Wiedervereinigung in der Ewigkeit bereiten helfen.
> 
> von Günter Nicke 
> 27624 Bederkesa, Deutschland - Germany 
>  
> (c) copyright 1993 by Günter Nicke, Im Mühlenfeld 27, 27624 Bederkesa, Germany
> 
> Inhalt
> 
> Verweis auf im Anhang 1 wiedergegebene Zitate
> 
> 	Seite
> 
> 	Ein Traumerlebnis anstelle eines Vorwortes................................................... 4
> 
> 1.	Unser Glaube ................................................................................................. 6
> 
> 2.	Reichtum der Ewigkeit: Dienstbarkeit und Opferbereitschaft ......................... 8 
> Anhang 1 - Nrn.7 und 12
> 
> 3.	Die Fähigkeit zum Geben ist von Gott verliehen........................................... 10 
> 	Anhang 1 - Nrn.2, 3 und 13
> 
> 4.	Das wirkliche Opfer, die eigene Beschränkung............................................. 11 
> beim Geben zählt vor Gott    Anhang 1 - Nr.19
> 
> 5.	Das Motiv: Den eigenen Wohlstand für das.................................................. 13 
> Wohlergehen aller einzusetzen    Anhang 1. .Nrn.4, 6 und 8
> 
> 6.	Opferbereitschaft zum Geben bedarf des Vertrauens in die......................... 15 
> verheißenen Segnungen und hat die Furcht vor sozialem  
> Absinken nicht nötig    Anhang 1 - Nrn.2 und 10
> 
> 7.	Das Geben für die Bahá´í-Fonds ist ein Mittel, die........................................ 16 
> örtliche, regionale und weltweite Einheit unserer 
> Bahá´í-Gemeinschaft zu betonen    Anhang 1 - Nrn. 2 und 21
> 
> 8.	Ob individuelles Spenden oder soziales Teilen,............................................ 17
> 	es gilt das Prinzip der Freiwilligkeit    Anhang 1 - Nr.9
> 
> 9.	Die Bereitschaft zum Geben darf nicht von der..............................................18 
> persönlichen Beurteilung der Erfolgsaussichten 
> eines Projektes abhängig sein    Anhang 1 - Nr.22
> 
> 	Eine Anregung anstelle eines Nachwortes:.................................................. 20
> Nutze die Gabe der Fähigkeit zum Geben für die 
> Bahá´í-Fonds jetzt, morgen kann es zu spät sein
> 	Anhang 1 - Nr.14
> 
> Anhang 1												 
> 	Zitate zum Thema, vorwiegend von 'Abdu'l-Bahá......................................... 21
> 
> Anhang 2 
> 	Die Sterntaler, ein Grimms Märchen.............................................................	 35
> 
> Ein Traumerlebnis anstelle eines Vorwortes
>  
> Es war genau am Tag vor meinem Geburtstag. Es war Anfang Juni. Gerade war 
> ich dabei, mir den Schlaf aus den Augen zu reiben, da schoß es mir in den Sinn: 
> Im Traum war mir Shoghi Effendi erschienen! Dabei bin ich einer, dem es nur ganz 
> selten glückt, Traumerinnerungen in das Wachsein hinüberzuretten. Solche Erleb-
> nisse kann ich in meinem fast 60-jährigen Leben an den Fingern einer Hand auf-
> zählen. Und nun der geliebte Hüter in meinem Traum - ganz deutlich - mit einer 
> Aufforderung an mich!
>  
> Das alles geschah in Victoria, der hübschen Hauptstadt des kanadischen Paci-
> ficstaates British Columbia und dort in dem britischsten Hotel, das ich kenne: im 
> altehrwürdigen Empress. Aber jetzt ist es wohl an der Zeit, etwas über die Um-
> stände zu berichten, die es bewirkten, daß ich als Norddeutscher hier im Empress 
> in Victoria mit einem Traum von Shoghi Effendi erwachte.
>  
> Anfang des Jahres war unsere Familie von einem sehr erschütternden, in seiner 
> Auswirkung auf unser künftiges Leben großen Ereignis betroffen worden: Unsere 
> geliebte Frau und Mutter war nach langer, geduldig und ergeben angenommener 
> Prüfung durch Schmerz und Krankheit in Sein himmlisches Reich aufgestiegen. 
> Uns wurde die Gnade zuteil, ihren Heimgang bei uns zu Hause mit ihr gemeinsam 
> zu erleben und uns von ihr bis zum Wiedersehen im Reiche der Ewigkeit in vollem 
> Bewußtsein zu verabschieden. Der Windhauch des für kurze Zeit offenen Fensters 
> zum 'Abhá-Königreich hatte uns berührt. Nichts konnte danach wieder so sein o-
> der werden wie vorher. Seitdem ist auch mein Leben auf dieser Welt in meinem 
> Bewußtsein wirklich begrenzt und endlich geworden. Und das nicht nur in meditativ 
> versenkten Augenblicken, nein, dieses Bewußtsein ist mir nun allgegenwärtig. Es 
> löst in mir im Hinblick auf die Aussicht auf die Wiedervereinigung mit meiner lieben 
> Frau ein tiefes Glücksgefühl aus. Andererseits macht dieses permanente Bewußt-
> sein der eigenen Endlichkeit aber auch besorgt. Gelingt es mir, in der noch 
> verbleibenden Zeit alle Möglichkeiten zu eigenem geistigen Wachstum zu nutzen, 
> die jedem Menschen in verschwenderischer Fülle zu beiden Seiten des Lebens-
> weges jeden Tag aufs Neue gegeben werden?  Eine dieser Möglichkeiten für geis-
> tiges Wachstum ist mit Sicherheit das Opfer - auch das materielle Opfer in Form 
> von Spenden für Bahá´í-Fonds -, wovon diese kleine Schrift handeln wird.
>  
> Nachdem die Beerdigung vorüber, die Kinder wieder abgereist waren und ich 
> selbst wieder einigermaßen den Boden unter meinen Füßen fühlte, reifte in mir der 
> Plan, im Namen meiner lieben Heimgegangenen eine größere Reise zu machen, 
> die mich erst nach Kanada führen sollte - nach B.C. - wo Schwester und Schwager 
> meiner Frau leben und danach nach Australien, New South Wales, wo eine unse-
> rer Töchter mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern wohnt. Beide bat ich, falls ge-
> wünscht, mit den örtlichen Bahá´í-Gemeinden für deren Interessenten Vortrags-
> abende zu vereinbaren, auf denen ich zum ersten Mal in meinem Leben wagen 
> wollte, Englisch zu sprechen. Es geschah so; und da mein Fach die Wirtschaft ist, 
> sprach ich über die möglichen Beziehungen von Wirtschaft und Religion in unserer 
> Zeit, deren schlimme Probleme ja weitgehend durch die Art unseres Wirtschaftens 
> verursacht werden.
> Und, um nun wieder den Faden vom Anfang aufzunehmen, der Traum war nicht 
> nur am Tage vor meinem Geburtstag, sondern auch am Tage vor meinem ersten 
> englischen Vortrag vor der Bahá´í-Gemeinde West-Vancouver, der ja auch indirekt 
> von den Opfern an materiell lieb Gewonnenem handelte, die für die Herstellung 
> von Gerechtigkeit für eine auch in ihren materiellen Belangen geeinte Welt erfor-
> derlich würden.
>  
> Doch hier nun der Traum: Es war wohl so um die arbeitsfreie Zeit einer Bahá´í-
> Sommerschule nach dem Mittagessen, wo man Freunde trifft, mit ihnen spazieren 
> geht oder anderes Entspannendes tut. Da trat Shoghi Effendi zu mir, - er und ich 
> waren verhältnismäßig jung - wir unterhielten uns sehr leger, der Abstand durch 
> Rang und Autorität seines hohen Amtes war nicht zu spüren, die Atmosphäre war 
> eher "hemdsärmelig". Ich fühlte mich unsagbar wohl in seiner Gegenwart. Da sag-
> te er zu mir recht unvermittelt, ich solle eine kleine Abhandlung über das Spenden 
> für Bahá´í-Fonds schreiben. Dies solle keine Kompilation, keine Zitatesammlung 
> sein, sondern ich solle mich mit meinen eigenen Worten ausdrücken. Dabei sei 
> sein ausdrücklicher Wunsch, daß ich mich ausschließlich auf Äußerungen und 
> Schriften 'Abdu'l-Bahás beziehe. Wenn ich damit fertig sei, würde er wieder zu mir 
> kommen, um die Arbeit mit mir durchzusehen und weitere Anregungen zu geben.
>  
> Das war der Traum. Egal, wie man zu Traumerlebnissen steht, ob man an sie 
> glauben will oder nicht: für mich war es jedenfalls Anlaß, mich mit dem Thema 
> "Spenden" zu befassen. Ich begann ganz gezielt, die Schriften von und über 'Ab-
> du'l-Bahá dazu durchzusehen und denke, daß ich fündig wurde. Die dabei gewon-
> nen Erkenntnisse sind im einzelnen vertieften Bahá´í-Freunden sicher bekannt. Mir 
> scheinen aber die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Themenschwerpunk-
> ten von aktuellem Interesse und in dieser Verbindung bisher nicht dargestellt zu 
> sein. Es ergibt sich für das Spenden und damit für das Materielle-Opfer-Bringen 
> eine Sichtweise, die das Leben und das private Wirtschaften jedes Gläubigen - ob 
> in Knappheit lebend oder wohlhabend - tief und nachhaltig beeinflussen kann.
> 
> 1. Unser Glaube
> 
> "Wie bedauerlich, wie jämmerlich ist es, daß die meisten Menschen an Dingen 
> hängen, die sie besitzen und sich nur mit diesen beschäftigen, während sie des-
> sen, was Gottes ist, nicht gewahr werden und wie durch einen Schleier davon ge-
> trennt sind!  
>  
> Geburt und Tod sind die zwei Tore, die das irdische Leben mit Welten verbinden, 
> die unserer sinnlichen Erkenntnis verborgen sind. Das menschliche Grundbestre-
> ben nach Erkenntnis bedient sich in der irdischen Welt der fünf Sinne und des in-
> tellektuellen Verstandes. An den beiden Toren Geburt und Tod gewinnt es entwe-
> der die Fähigkeit einer neuen Wissensqualität, die wir als Glauben bezeichnen, 
> oder es kommt durch angstvolle Bewußtseinseinengung zu einer Leugnung dieser 
> jenseitigen Welten mit der Folge, nur einzig und allein unsere irdische Existenz als 
> wirklich zu begreifen.
>  
> Wenn unser Glaube an die Existenz von Welten jenseits der beiden Tore uns zu 
> der Frage nach unserem Woher und Wohin, ja weiter zu der Frage nach dem Wa-
> rum unserer eigenen Existenz führt, sprechen wir von Religion. Unsere unstillbare 
> Sehnsucht nach Antwort auf diese "drei großen W's"  Woher kommen wir, Wohin 
> gehen wir, Warum existieren wir führt uns direkt zur einzig möglichen Quelle der 
> Antwort, zu Gott. Aber sehr schnell begreifen wir auch hier unsere Begrenztheit: 
> Gott ist 'verhüllt in Seinem unausdenkbaren Wesen.' Wir ahnen Ihn, spüren Seine 
> Macht und Herrschaft, erkennen können wir Ihn nicht, geschweige denn auf Seine 
> direkte Antwort auf unsere drei "W"-Fragen hoffen. Wir fallen auf die Knie. "Ihr 
> stürzt nieder, Millionen? Ahnest Du den Schöpfer, Welt?" dichtet Friedrich Schiller 
> in seiner Ode an die Freude.
>  
> Unsere Ahnung von Gott läßt uns weiter suchen nach Antwort. Und siehe, Er läs-
> set uns, wen immer Er will, dem Größten Meere nahekommen, in dem die Antwort 
> in einer uns verständlichen Sprache verborgen liegt. Einmal an dieses Ufer ge-
> kommen, müssen wir nur bereit sein, uns in dieses Meer Seiner Worte hineinzu-
> versenken. Wir sind am Ziel: Er ist zur Antwort bereit. Sein Größtes Meer sind Sei-
> ne Offenbarungen, die Er Seinen Geistwesen anvertraut hat, damit Sie in mensch-
> licher Gestalt der Menschheit Seine Antwort bringen, Seinen Willen künden, Seine 
> Ziele verheißen. Diese Gott-gesandten Geistwesen in Menschenkörpern sind die 
> großen Offenbarergestalten, die jeder zu Seiner Zeit und an Seinem Ort die Kul-
> turentwicklung der Menschheit ausgelöst und begleitet haben.
> Aber wie Sie erkennen, wie Sie unterscheiden von den falschen Propheten? Zual-
> lererst bedürfen wir dazu der göttlichen Gnade  'Wen immer Er will, lässet Er dem 
> Größten Meere nahe kommen'. Dann wissen wir von Jesus Christus, daß wir Sie 
> an Ihren Früchten erkennen sollen. Also an Ihrer Offenbarung selbst. "Versenkt 
> euch in das Meer Meiner Worte"!  
>  
> Und da lesen wir die direkte Antwort auf unsere Warum-Frage 'Warum existieren 
> wir':
> 
> "O Sohn des Geistes!
> Verhüllt in Meinem unausdenkbaren Wesen und in der Ewigkeit Meines Seins er-
> kannte ich Meine Liebe zu Dir; 
> darum erschuf Ich dich, prägte dir Mein Ebenbild ein und offenbarte dir Meine 
> Schönheit."  
> Hervorhebung durch Verfasser
> 
> Kein Zweifel, der Gottgesandte Offenbarer für die Zeit, in der wir leben, ist 
> BAHÁ'U'LLÁH. Der Grund unserer Existenz ist die Liebe Gottes zu uns. So steht es 
> in dem Verborgenen Wort arab. 3. Das ist die Antwort Gottes durch Bahá'u'lláh auf 
> unsere Warum-Frage. Diese Antwort ist so wunderbar, so klar, so anheimelnd, so 
> voller Sicherheit für unser Leben. Es wird so leicht, diese Liebe zu Seinem unaus-
> denkbaren Wesen in der Heiligen Person Baha'u'lláhs zu erwidern und in Folge 
> Seines Bundes auf die großen Gestalten und Institutionen des Bahá´í-Glaubens, 
> auf 'Abdu'l-Bahá, Shoghi Effendi und das Universale Haus der Gerechtigkeit zu 
> übertragen.
> 
> Aus unserer Liebe wächst bedingungsloses Vertrauen. Vertrauen zu Seiner All-
> macht, zu Seiner Weisheit, zu Seiner Hilfe, zu Seiner Gnade. Vertrauen vor allem 
> aber zu Seinen Geboten, Seinen Zielen und Plänen. Nichts ersehnen wir mehr, als 
> den Sieg Seiner Sache, von der wir wissen, daß nur sie das Heilmittel zur Beseiti-
> gung aller Nöte sein kann, die die Menschheit auf diesem Planeten heute befallen 
> haben. Aus Liebe und Erkenntnis wünschen wir uns sehnlich, zu diesem Sieg bei-
> tragen zu können. Hierzu bedarf es stetiger Dienstbarkeit und Opferbereitschaft. 
>  
> Dienen und Opferbereitschaft bewirken göttliche Gunst und Gnade, nicht nur für 
> unser irdisches Leben, sondern für die Ewigkeit. Die Möglichkeiten des Dienens 
> und Opferns sind vielfältig. Niemand muß sich ausgeschlossen fühlen, etwa we-
> gen mangelnder Begabung für das Lehren des Glaubens oder wegen fehlender fi-
> nanzieller Mittel für Beiträge zu den Bahá´í-Fonds. Gott ist gerecht und würdigt je-
> de Leistung im Verhältnis zu ihren Möglichkeiten, die Er ja letztlich verliehen hat: 
> Beredsamkeit, Wohlstand etc. Von uns wird nur Bereitschaft und Bemühung ver-
> langt.
> 
> 2. Reichtum der Ewigkeit: 
> Dienstbarkeit und Opferbereitschaft 
> 
> "Des Menschen flüchtige Stunden auf Erden vergehen rasch, und das Wenige, 
> das bleibt, wird ein Ende haben; was aber kein Ende hat und immer währen wird, 
> ist die Frucht seiner Dienstbarkeit an der göttlichen Schwelle."  
> 
> In unserer heutigen Welt mit ihren Anforderungen, ihren Arbeitsmethoden, ihren 
> Wertmaßstäben, ist es auch für fest im Glauben stehende Menschen schwierig, 
> stets die geistige Orientierung ihrer Religion im täglichen Leben zu realisieren. 
> Solche geistige Orientierung verlangt immer wieder die Bewußtmachung des wirk-
> lichen Lebenssinnes, die ständige Entscheidung zwischen den Banalitäten des 
> Tages und der Absicht des göttlichen Lehrers. Die wirksamste Hilfe für dieses 
> "Sich-Ständig-Entscheiden-Müssen" hat uns Bahá'u'lláh mit drei Gebeten gege-
> ben, zu denen wir - nach unserer Wahl - täglich verpflichtet sind. Hinzugefügt hat 
> Er die weitere Pflicht, sich morgens und abends jeden Tag "in das Meer Seiner 
> Worte" zu versenken. Beide Pflichten sind Seine mächtigen Hilfen, uns täglich 
> richtig, daß heißt, im Sinne dessen, was 'gut für uns' ist, also in Seinem Sinne, 
> entscheiden zu können.
> 
> Manchmal bekommen wir weitere Hilfen aus dem göttlichen Gnadenstrom: die 
> Prüfungen. Aber auch hier hängt der Erfolg Seiner Hilfe von uns selbst ab: wir 
> können geläutert aus diesen Prüfungen hervorgehen oder versagen. Oft erhalten 
> wir im Falle des Versagens eine neue Chance, denn Gott ist geduldig mit uns. Nur: 
> diese Chancen sind auf die Dauer unseres irdischen Lebens im Hinblick auf den 
> Zeitpunkt des zweiten "W"  Wohin gehen wir   begrenzt. Keiner kennt den Zeit-
> punkt.
> 
> Zu Seinen größten Prüfungen gehören solche Eingriffe in unser Leben, bei denen 
> wir von einem Seiner erhabensten Geheimnisse, von Seiner Welt, "wo  wir hin ge-
> hen ", direkt angerührt werden. Das geschieht, wenn Er geliebte Menschen, die 
> uns besonders nahestehen, in Sein Königreich heimholt. Solche Prüfungen zu be-
> stehen, ist eine Seiner herrlichsten Gnaden und gleichzeitig eine der wichtigsten 
> Chancen für uns: nämlich das Niveau, auf dem wir den oben genannten Entschei-
> dungsprozeß zwischen Alltäglichem und Göttlichem, zwischen Profanem und Hei-
> ligem zu bestehen haben, weit anzuheben. Von dem Zeitpunkt des Bestehens sol-
> cher Prüfungen an ändert sich unser Lebensgefühl. Während wir bisher die End-
> lichkeit unseres eigenen Lebens verdrängt haben - daran sichtbar, daß wir unsere 
> Pläne und Taten so ausführten, als lebten wir ewig - nur in meditativ versenkten 
> Momenten nahmen wir die Ewigkeit zur Kenntnis, vermögen wir nun unserem Le-
> ben - und damit unseren Plänen und Taten - eine neue Zielsetzung zu geben im 
> klaren und ständigen Bewußtsein unserer eigenen zeitlichen Begrenzheit. Bedeu-
> tet doch dieses Bewußtsein die Aussicht auf die Wiedervereinigung mit dem von 
> uns genommenen, geliebten Wesen. Damit wird diese reale Bewußtheit zum Quell 
> künftiger Lebensfreude, die man nicht mehr missen möchte und kann.
> 
> Was aber hat das Gesagte nun mit dem Thema Dienstbarkeit und Opferbereit-
> schaft zu tun? Ganz einfach: wer die Endlichkeit der eigenen Existenz auf dieser 
> Erde mit freudigem Herzen ständig im Auge hat, der sinnt und trachtet nach sol-
> chen Plänen und Taten, die ihm vor allem im nächsten Leben an der göttlichen 
> Schwelle Annahme und Bestätigung verheißen und deren Segnungen und Erfolge 
> er dann mit dem geliebten Wesen teilen kann. Und solche Pläne und Taten sind 
> ganz besonders Dienstbarkeit und Opfer. Eines der besonderen Felder dieser 
> wundervollen Tugenden sind die Beiträge zu den Bahá´í-Fonds. Es ist ein unwie-
> derbringliches Vorrecht der jetzt lebenden Bahá'í-Generation, sich in den Projek-
> ten der neuen aufstrebenden Bahá'í-Weltkultur finanziell engagieren zu können zu 
> einer Zeit, da die noch nicht ausreichende Zahl von erklärten Anhängern Ba-
> há'u'lláhs und deren materielle Ressourcen in einem scheinbar so schwierigen 
> Verhältnis zu den Erfordernissen der Festigung der Einrichtungen des jungen 
> Glaubens steht. Vor allem - aber nicht allein - gilt das für die wunderbaren Bauvor-
> haben am Heiligen Berge. Nicht nur, daß ihre Vollendung und Nutzung mit der Er-
> richtung des Geringeren Friedens auf der Welt einhergeht, der die Glieder des 
> Körpers der Menschheit von dem häßlichen Aussatz der Kriegsnot für immer be-
> freien wird. Von ihrer Fertigstellung hängt auch der strahlende Aufstieg der neuen 
> Weltkultur direkt ab, deren alleinige Ursache die Sendung Bahá'u'lláhs und Seine 
> Religion ist. Durch Seinen herrlichen Bund hat Er diese herausragende Verantwor-
> tung für eine beschränkte Zeit in unsere Hände gelegt. 
> 
> Laßt die nicht zu leugnende Möglichkeit, vor dieser herrlichen Herausforderung zu 
> versagen, Ausdruck unserer Gottesfurcht sein und laßt uns das Seil Seiner Gnade 
> ergreifen, mit dem Er uns diese herrliche Chance gegeben hat, zu Seinen gelieb-
> ten Mitarbeitern in Seinem Weinberg zu werden.
> 
> Was ist dies für eine Bewußtheit, mit der wir uns auf die Wiedervereinigung mit 
> den geliebten Wesen freuen können, die uns auf dieser Welt genommen wurden! 
> Nichts geschieht ohne Seinen Willen. Und Sein Wille ist voll von himmlischem 
> Sinn.
> 
> 3. Die Fähigkeit zum Geben ist von Gott verliehen
> 
> "Gelobt sei Dein Name, o mein Gott! Ich bin so hingerissen von dem Odem aus 
> Deiner Gegenwart, daß ich mein Ich und all meinen Besitz vergesse."  
>  
> Wer aus Liebe zu Gott sein Herz hingibt und im Gebet zu Seiner Schönheit die 
> göttliche Gnadengabe der Gewißheit empfängt, kann nicht zurückhalten, was er 
> besitzt. Er weiß, daß er nur das für die Entwicklung seines Glaubens ausgibt, was 
> ihm zuvor Gott verliehen hat.
> 
> Nackt und unfähig zu eigenem Leben sind wir, aus dem jenseitigen Reich kom-
> mend, in diese Welt hineingeboren worden. Die nährende Brust, die mütterliche 
> Wärme, die väterliche Sorge, die uns reifen und wachsen ließen, sind Gottes Vor-
> sehung für uns. Und auch später, seien es Wohlstand und Glück, Armut und 
> Schwierigkeiten, die uns zuteil werden, alles erhielten wir von Ihm. Wir bezeugen 
> ja täglich unsere Ohnmacht und Seine Macht, unsere Armut und Seinen Reichtum. 
> Und wenn wir diese Welt verlassen, gehen wir wieder ohne unsere irdische Hinter-
> lassenschaft zu Ihm zurück, voll Vertrauen auf Seinen Schutz, voller Hoffnung auf 
> Seine Annahme.
> 
> Wie aber hoffen auf Seine Annahme, würdig sein Seines Vertrauens, wenn wir 
> das uns von Ihm auf dieser Erde Verliehene nur für unsere Annehmlichkeit, nicht 
> für Seine Ziele - die Er uns durch Bahá'u'lláh bekanntgemacht hat - einsetzen?
> 
> "O Sohn des Menschen! Wenn du auf Barmherzigkeit siehst, dann gib auf, was dir 
> Nutzen bringt, und halte dich an das, was der Menschheit nützt" mahnt uns Ba-
> há'u'lláh in den "Botschaften aus 'Akká"  . Wir wissen doch, daß die großen Pro-
> jektpläne 'Abdu'l-Bahás, Shoghi Effendis und des Universalen Hauses der Gerech-
> tigkeit der Menschheit als Ganzes nützen, weil die Bahá'í-Religion allein das Heil-
> mittel für diese gequälte Menschheit darstellt. 
> 
> Mit solcher Hoffnung auf Annahme und solcher Einsicht in den Nutzen der durch 
> reichlich und großzügig gegebene Mittel verwirklichten Bahá´í-Projekte ist jedes 
> Zurückhalten des uns von Gott Verliehenen unverantwortlich. Deshalb wird es uns 
> jetzt selbstverständlich, vom Überlegen, Bedenken und Abwägen zur Tat zu 
> schreiten, denn "die Wirkung der Taten ist wahrhaft mächtiger als die der Worte" 
> und "der Fortschritt der Menschen ist abhängig von ... Taten."   
> 
> Laßt uns dankbar sein und Gott preisen dafür, daß Er uns fähig macht und in die 
> Lage versetzt, Ihm das, was Er uns verlieh, darzubringen, denn "selig ist, wer auf 
> Seinem Pfade hingibt", was Er ihm durch Seine "Großmut und Gunst verliehen" 
> hat. (Gebete und Meditationen 29:2). Und dabei kommt es nicht an auf die Höhe 
> des Dargebrachten, sondern allein auf den Grad unseres Opfers, wie das nächste 
> Kapitel zeigt.
> 
> 4. Das wirkliche Opfer, die eigene Einschränkung, um mehr geben zu kön-
> nen, zählt vor Gott
> 
> "Solange ein Wesen seinen Fuß nicht auf das Feld des Opfers setzt, ist es jeder 
> Gunst und Gnade beraubt. Das Feld des Opfers aber ist der Zustand, da das 
> Selbst stirbt, damit der strahlende Glanz des lebendigen Gottes hervorbrechen 
> kann. Strebt danach, euren Anteil... zu erhalten, damit ihr in dieser und der zukünf-
> tigen Welt geliebt und geachtet seid."  
> 
> Spenden, Geben, Opfer - das sind in unserer Sprache sehr interessante Worte in 
> Bezug auf unser soziales Verhalten. Je nach Verwendung verrät ihre unterschied-
> liche Bedeutung viel über unser Verständnis von der Rolle, in der wir uns gegen-
> über der Not von Mitmenschen, dem Bedürfnis unterprivilegierter Gruppen oder 
> der Notwendigkeit des Wandels der Belange der ganzen Menschheit sehen.
> 
> Spenden, das klingt nach generöser Abgabe von Geldmitteln oder Gütern an Be-
> dürftige oder Projekte, die wir leicht verschmerzen können, ohne unser gewohntes 
> Leben verändern bzw. einschränken zu müssen oder zu wollen. Das sind für den 
> deutschen sog. Otto Normalverbraucher die 10.- DM für das Rote Kreuz, die Le-
> benshilfe oder den Kinderschutzbund. Ein gutes Gewissen wird auch erreicht beim 
> Kauf von etwas teureren Glückwunschkarten von UNICEF oder von Produkten aus 
> Dritte-Welt-Läden. All dies gibt uns das Gefühl, ein 'guter Kerl' zu sein, läßt aber 
> unseren Lebenswandel und unsere Konsumgewohnheiten völlig unberührt.
> 
> Etwas anderes ist es schon, wenn uns die Medien personifiziertes Elend - etwa 
> aus Somalia, Altjugoslawien, der Sahel-Zone oder von Erdbebenopfern in unser 
> Wohnzimmer hineinmelden. Dann greifen wir schon etwas tiefer in die Tasche, 
> weil uns das mehr unter die Haut geht. Entsprechende Aufrufe werden von vielen 
> Menschen in unserem Lande beachtet. Die Gaben zur Notlinderung sind höher, 
> wir sind angesichts von soviel Not nicht mehr so selbstgefällig, aber unsere Le-
> bensweise ändert auch das nicht. Morgen gehen wir schon wieder zur alten Ta-
> gesordnung über.
> 
> Für wirkliche materielle Opfer, die diesen Namen verdienen, weil sie den Lebens-
> standard und die Lebensweise grundlegend verändern, ist eine tiefe Herzensüber-
> zeugung notwendig, wie sie aus unserer Religion kommt. Für das Wachsen und 
> die Stärkung der Institutionen unseres Glaubens, für die projektierten Bauvorha-
> ben am Heiligen Berge Carmel kann kein Opfer zu groß sein. Es ist verheißene 
> Gewißheit, daß von ihrer Errichtung und der daraus hervorgehenden Wirkung das 
> Schicksal der gesamten Menschheit auf dieser Erde abhängt. Da kann es kein Zu-
> rückhalten geben, wenn wir uns die Achtung vor uns selbst und das Gefühl der 
> Verbundenheit mit unseren Glaubensfreunden in dieser Welt erhalten wollen und 
> dabei auch die Liebe und Zuneigung der Geistwesen aus den anderen Welten 
> Gottes nicht vergessen. Es ist nicht Gott, der unseres Opfers bedarf, sondern wir 
> sind es, die der göttlichen Gnade bedürfen, eines solchen Opfers fähig zu sein.
> 
> Für Opfer, die Seiner Annahme sicher sind, gibt es weder Maß noch Muster. Vor-
> aussetzung ist, daß wir uns in unserer Bereitschaft zum Opfer Seinem heiligen 
> Willen unterwerfen, uns unserer Armut und Ohnmacht vor Ihm bewußt sind. So 
> gibt es in den nachfolgenden Zitaten eine Reihe von Beispielen dafür, daß die An-
> nahme von materiellen Opfern ausschließlich vom Grad des Opfers beim Geber 
> abhängt. Das kann der Erlös aus dem Verkauf der abgeschnittenen Haarpracht 
> einer armen Frau, eine Hand voll Datteln ebenso sein, wie tausend Kamele eines 
> reichen Händlers oder die Millionen eines Wohlhabenden. Es kommt immer auf 
> die persönlichen Voraussetzungen an.
> 
> Wichtig für den Fortschritt unserer Seele ist allein, das Opfer zu bringen, hier und 
> heute, und uns durch ängstliche Unentschlossenheit nicht auszuschließen vom 
> Strom göttlicher Annahme, der allein Reichtum für uns bedeutet.
> 
> Es soll uns nicht so gehen, wie Hand der Sache Gottes Dr. Adelbert Mühlschlegel 
> in einer freien Nachdichtung (siehe Anhang) poetisch gezeigt hat:
> 
> "Ja, eigentlich braucht unsere Sache auch Geld, 
> denn das bedeutet ihr Lebensblut. 
> Es trägt die Botschaft hinaus in die Welt 
> und macht sie bekannt, den Menschen zugut. 
> Doch im Kaufhaus entdeckte ich etwas mit Freud - 
> Ich spende, gewiß - aber nicht heut.	 
>  
> Da plötzlich hatte ich nachts einen Traum. 
> Ich kam mir so seltsam jenseitig vor, 
> ich schwebte hinauf zum himmlischen Raum 
> und nahte mich einem herrlichen Tor. 
> Ich wagte zu pochen, und pochte erneut 
> da erscholl es: "Wir öffnen dir  - aber nicht heut."
> 
> 5. Das Motiv:
> Den eigenen Wohlstand für das Wohlergehen aller einzusetzen
> 
> "Mensch ist, wer sein eigenes Interesse um anderer willen vergißt. Sein eigenes 
> Behagen verwirkt er für das Wohlergehen aller. Ja, sein Leben muß er willig ein-
> setzen, um das Leben der Menschheit zu gewinnen. Ein solcher Mensch ist ein 
> Ehrenschmuck für die Menschenwelt."  
> 
> Wir leben in einer Zeit, in der die Kennzeichen, die für das 'Aufrollen der alten 
> Ordnung symptomatisch sind, immer deutlicher hervortreten. Eines davon ist das 
> Streben nach Steigerung oder mindestens Erhaltung des eigenen Lebensstan-
> dards. Das Vorbild des materiellen Lebens ist fast immer der, dem es besser geht. 
> In Zeiten wirtschaftlicher Stagnation geht es selbst bei sogenannten "Null"-Runden 
> in der Tarif-auseinandersetzung mindesten um die "Besitzstandswahrung" in Form 
> des Inflationsausgleichs.
> 
> Daß in unserer Stadt, in unserem Lande, auf unserem Kontinent oder weltweit 
> immer mehr Menschen - die wir in feierlichen Augenblicken gern als unsere 'Brü-
> der und Schwestern' bezeichnen - unter Hunger und Elend leiden, nehmen wir 
> zwar mit unserem Verstand wahr - unter der Dauerberieselung durch die Medien 
> schon etwas abgestumpft - aber in unsere Herzen hat dieses Drama noch keinen 
> Einlaß gefunden. Die Möglichkeit, durch freiwilliges Teilen Not von Mitmenschen 
> zu lindern, hätte doch sonst schon Eingang in unser persönliches Handeln und 
> auch in die Politik der Staaten finden müssen. Keine private 100-DM-Spende, kei-
> ne vorsichtige Sozialpolitik zur partiellen Notlinderung kann die Bereitschaft zum 
> freiwilligen Teilen als geistige Haltung ersetzen.
> 
> Freiwilliges Teilen ist eine Voraussetzung für die Errichtung der neuen Weltord-
> nung. Diese geistige Eigenschaft bedarf als eine der grundlegenden menschlichen 
> Tugenden der vorrangigen Aufnahme in unsere Schul- und Selbsterziehungsziele. 
> Erst wenn im Leben des Einzelnen freiwilliges Teilen zu einem Bedürfnis der eige-
> nen Existenz geworden ist, können Staaten und internationale Organisationen das 
> Prinzip des materiellen Ausgleichs weltweit zur Richtschnur internationaler Politik 
> erheben.
> 
> Es ist unser Anliegen als Bahá´í, 'daß die menschlichen Verhältnissse so geordnet 
> werden, daß eine Welt entsteht, die in allen wesentlichen Gesichtspunkten ihres 
> Lebens geeint ist. ... [Dies] bedingt eine dynamische Übereinstimmung der geisti-
> gen und praktischen Erfordernisse des Lebens auf Erden'. Mit diesen Worten zi-
> tiert das Universale Haus der Gerechtigkeit Bahá'u'lláh in seiner Botschaft vom 
> 20.10.83. Er Selbst ermahnt uns in Seinem Verborgenen Wort:
> 
> "O Menschenkinder!
> Wißt ihr, warum Wir euch alle aus dem gleichen Staube erschaffen haben? 
> Damit sich keiner über den anderen erhebe. Erwägt immer im Herzen, wie ihr er-
> schaffen wurdet.
> Da Wir euch alle aus dem gleichen Stoff erschufen, ziemt es euch, wie eine einzi-
> ge Seele zu sein, in gleicher Weise zu wandeln, in gleicher Weise zu essen  
> und im gleichen Lande zu wohnen, damit aus eurem innersten Wesen  
> durch eure Taten und Handlungen  
> die Zeichen der Einheit und das Wesen der Loslösung sichtbar werden mögen.  
> Dies ist Mein Rat an euch, o Kinder des Lichts. Beachtet diesen Rat wohl,  
> damit ihr die heiligen Früchte vom Baume der höchsten Herrlichkeit erlanget."  
> 
> In unserer Lebenszeit kann die Tugend des freiwilligen Teilens am besten und 
> wirksamsten durch den bewußten Verzicht auf materielle Annehmlichkeiten zu-
> gunsten der großen Pläne und Projekte der Bahá´í-Gemeinschaft verwirklicht wer-
> den. Nur durch deren zügige Verwirklichung kann das Leiden und die Not der ge-
> quälten Menschheit abgekürzt werden. Solcher Verzicht ist im wahrsten Sinne des 
> Wortes karitativ. Daß wir daneben die Not, deren Zeuge wir durch menschliche 
> Nähe selbst werden, lindern helfen, sollte uns durch das Vorbild 'Abdu'l-Bahás 
> selbstverständlich geworden sein. Viele der im Anhang zitierten Quellen belegen 
> das.
> 
> 6. Opferbereitschaft zum Geben bedarf des Vertrauens in die verheißenen 
> Segnungen und hat die Furcht vor sozialem Absinken nicht nötig
> 
> "Die Freunde Gottes ... sollten spenden, soviel sie können, wie bescheiden auch 
> immer ihr Beitrag sei. Gott belastet keine Seele über ihr Vermögen."  
> 
> Die Bereitschaft zum materiellen Opfer für den Glauben und seinen Fortschritt ist 
> bei vielen Freunden vorhanden, da die Sicherheit, daß die Religion und Lehre Ba-
> há'u'lláhs das Heilmittel für die problembedrängte Menschheit ist, fest in ihnen be-
> gründet ist. Jedoch wird hier vielfach unter einem bestimmten Gesichtspunkt über 
> das rechte Maß nachgedacht und abgewogen. Und dieser Gesichtspunkt ist die 
> Furcht, bei einem Zuviel an Spenden für die Bahá´í-Fonds selbst in Not geraten zu 
> können und evtl. seinen Verpflichtungen gegenüber Kindern oder Verwandten 
> nicht mehr nachkommen zu können. 
> 
> Der Gesichtspunkt der Versorgung derer, die von uns abhängig sind, ist zu beach-
> ten und ernst zu nehmen. Aber nicht unter dem Einfluß von Furcht oder sozialer 
> Abstiegsangst ist dies zu bedenken, sondern ausschließlich aus Verantwortungs-
> gefühl gegenüber den uns von Gott anvertrauten Menschen. Das wirklich in unse-
> re Lebensführung einschneidende Geldopfer stößt seiner Höhe nach in unserem 
> menschlichen Denken und Wägen dort an Grenzen, wo es mit anderen, ebenfalls 
> als von Gott gegebenen, als Verantwortung begriffenen Aufgaben wetteifert. Und 
> hier sagt uns 'Abdu'l-Bahá: "Gott belastet keine Seele über ihr Vermögen". Das ist 
> eine Verheißung, ein Versprechen, dem unbedingt zu vertrauen ist. Ich denke, daß 
> dieses Versprechen mir zwar nicht das verantwortliche Bemessen des Geldopfers 
> abnimmt, mir aber die Gewißheit gibt, daß eine eher zu großherzig bemessene 
> Spende den mir Anvertrauten, für die ich Verantwortung trage, nicht schaden wird. 
> 'Er wird mich nicht über mein Vermögen belasten'. Ich werde meiner Verantwor-
> tung für andere von Gott gegebene Aufgaben auch in diesem Fall nachkommen 
> können.
> 
> Und wir sollten soviel spenden, wie wir können, fordert uns 'Abdu'l-Bahá auf. Nicht 
> etwa, damit die Ziele Gottes in diesem Offenbarungszyklus verwirklicht werden 
> können. Gott ist unabhängig von unserem Opfer und unermeßlich erhaben über 
> unsere Hingabe an Seine Sache. Er tut, was Er will. Keines Seiner Ziele, die uns 
> durch die Sendung Bahá'u'lláh's bekannt sind, wird durch die Mangelhaftigkeit un-
> serer Dienstbereitschaft verhindert. Es geht bei diesem "soviel, wie wir können" 
> ausschließlich um uns selbst, um unseren geistigen Fortschritt, ja, auch um unsere 
> Stufe beim Übertritt in die geistige Welt, die auf diese irdische folgt. Es geht nicht 
> nur um die irdischen Verheißungen für den Fortschritt unserer Unternehmungen in 
> Handel, Gewerbe und Landwirtschaft. Es geht darum, daß wir der himmlischen 
> Verheißungen teilhaftig werden. Die Aufforderung an uns, soviel zu spenden, wie 
> wir können, ist eine Aufforderung zu unseren Gunsten, zu unserem himmlischen 
> Vorteil. Wenn wir ihr nicht folgen, weisen wir göttlich verheißene Gnade zurück. 
> Wir schaden uns und damit dem geistigen Fortschritt unserer Seele. Welcher er-
> gebene Bahá'í will das, und sei es aus Nachlässigkeit?
> 
> 7. Das Geben für die Bahá´í-Fonds ist ein Mittel, die örtliche, regionale und 
> weltweite Einheit unserer Bahá´í-Gemeinschaft zu betonen
> 
> "Spenden müssen von überall und von jedem Gläubigen kommen..."  
> 
> Kein Anhänger Bahá'u'lláhs muß sich aus dem Kreis derer, denen opferbereites 
> Spenden für die Sache zu einem unverzichtbaren Teil ihrer Lebensführung gewor-
> den ist, ausschließen. Er muß nicht denken, er sei zu arm und seine kleinen Bei-
> träge könnten den Vergleich mit großherzig gegebenen Spenden reicher Freunde 
> nicht aushalten und er würde sich deshalb nur blamieren. Um es noch einmal zu 
> betonen: Vor Gott zählt allein das Ausmaß des erbrachten Opfers des Gebenden 
> in bezug auf dessen eigene Lebensumstände. 
>  
> Und was besonders wichtig dabei ist: die göttliche "Zusammenrechnung" der ein-
> zelnen Spendenbeträge kommt zu ganz anderen Summen als unsere menschliche 
> Mathematik. Hier zählt neben dem Ausmaß des Opfers bezogen auf die Möglich-
> keiten jedes einzelnen Bahá'í die Zahl der Freunde, die sich an der Aufbringung 
> der Gesamtbeträge beteiligt haben. Gerade im Bereich des Spendens ist die Ein-
> heit der weltweiten Bahá'í-Gemeinde so bedeutsam. Darum ist es 'Abdu'l-Bahá so 
> wichtig zu sagen, daß die 'Spenden von überall her und von jedem Gläubigen 
> kommen müssen'. Jeder soll das Bewußtsein haben, daß er selbst zu den großen 
> Projekten unseres aufstrebenden Glaubens und zu den laufenden Kosten seiner 
> Institutionen und seiner Ausbreitung seinen Beitrag geleistet hat, ein Opfer dafür 
> auf sich genommen hat. Und er soll sich einig wissen dürfen mit möglichst vielen 
> Freunden, die es ihm gleich taten. Niemand soll sich vor anderen Freunden im 
> Spenden hervorheben dürfen. Die für die Opferbereitschaft verheißenen Segnun-
> gen werden nicht nur für einzelne Freunde, sondern für die ganze Gemeinschaft 
> Seiner Anhänger bereitgehalten. Niemand soll sich dieser Segnungen berauben.
>  
> Deshalb fordert uns 'Abdu'l-Bahá auch bei der Opferbereitschaft in puncto Geld-
> spenden für die Sache dazu auf, wie ein Wesen zu sein, in gleicher Weise unsere 
> Opferbereitschaft zu einem festen Bestandteil unseres Lebens zu machen. Auch 
> hier soll sich keiner über den anderen erheben dürfen, aber auch nicht hinter ihm 
> zurückstehen müssen.
> 
> 'Abdu'l-Bahá hat zu Zeiten der Mittelaufbringung für das Haus der Andacht in Chi-
> cago die Freunde in Persien besonders zu Beiträgen ermutigt und damit ge-
> wünscht, "... daß weltweit bekannt und klar werden würde, daß die Bahá'í in Ost 
> und West die Mitglieder eines Haushalts sind und die Kinder des Einen Gottes. 
> ..." Er sagte weiter in diesem Zusammenhang: "...bis heute gab es kein einigendes 
> Band zwischen Persien und Amerika... Nun seht, welche Freude und Glückselig-
> keit diese beiden Regionen in kürzester Zeit miteinander verbunden haben!..."
> 
> 8. Ob individuelles Spenden oder soziales Teilen, es gilt das Prinzip der 
> Freiwilligkeit
> 
> "Freiwilliges Teilen, die frei gewählte Ausgabe der eigenen Mittel (führt) zu Wohl-
> fahrt und Frieden der Gesellschaft. Es erleuchtet die Welt; es verleiht der Mensch-
> heit Ehre."  
> 
> Das opferbereite Spenden, die laufenden Beiträge für die Arbeit der Institutionen 
> und das Teilen der eigenen Mittel mit in Not Geratenen oder Armen ist eine Ange-
> legenheit der freien Entscheidung jedes einzelnen Bahá'í. Diese freie Wahl ist viel 
> mehr als ein von außen auferlegter Beitrag durch Satzung oder zwingendes Ge-
> setz, wie es zum Beispiel Steuern oder gar Kirchensteuern sind. Es handelt sich 
> auch um ein ganz anderes Verständnis von sozialem Ausgleich, wie er zum Bei-
> spiel durch gesetzliche Sozialabgaben oder sonstigem von außen auferlegtem Tei-
> lungszwang angeordnet wird.
> 
> Selbst die wichtigsten Bahá'í-Gesetze, die die Finanzierung der Glaubensaktivitä-
> ten betreffen, wie das Gesetz des Huqúqu'lláh basiert auf voller Freiwilligkeit. Tei-
> len, Spenden und Abgeben werden so persönlich gewählte Akte der Gerechtigkeit, 
> wie 'Abdu'l-Bahá uns lehrt. Solche persönlich gewählten Akte, solch freiwilliges 
> Herstellen von Gerechtigkeit als neue Norm ethisch verantwortlichen Handelns 
> vermeiden Gewalt und Aufruhr. Revolutionäre Gewalt hat das Ziel, Ausgleich von 
> Wohlstand und Gerechtigkeit dort zu erzwingen, wo dies nicht freiwillig erfolgt. Die 
> Folge ist der Zerfall der Gesellschaftsordnung.
> 
> Welchen hohen sittlichen Wert die eigene freiwillige Entscheidung zu aufopfern-
> dem Geben aus vorhandenen Mitteln hat, mag daran ermessen werden, daß so-
> gar die höchste Form von Abhängigkeit, die völlige Unterwerfung unter den Willen 
> Gottes, freiwillig gewählt sein muß. In Wirklichkeit - das leuchtet uns als Bahá´í 
> leicht ein - kann niemand und nichts sich dem Willen Gottes entziehen. Auch der-
> jenige, der die völlige Unterwerfung unter Seinen Willen nicht bekennen kann oder 
> will, unterliegt ihm dennoch. Der Unterschied ist aber der Grad der Freiheit. Der in 
> persönlicher freiwilliger Entscheidung sich Unterwerfende gewinnt die wahre Frei-
> heit. Ihm wurde die Gnade der Fähigkeit zum wahren Glauben gewährt. Der nicht 
> Bekennende bleibt abhängig wie ein Sklave von dem Laufe des Schicksals, etwas, 
> was er gerade durch sein Nicht-Bekenntnis vermeiden wollte.
> 
> Genauso verhält es sich mit dem opferbereiten Geben und Teilen: Derjenige, der 
> seine Mittel zurückhält, der Zögerer, der Zauderer, ist in Wahrheit der Arme und 
> Bedürftige. Er wird all seinen Besitz, alles so selbstbezogen Erworbene verlieren 
> und nichts dafür gewinnen. Er tritt den so kurz vor ihm liegenden Übergang in die 
> nächste Welt mit nichts an, was ihm dort von Wert sein könnte. Der aufopfernd 
> Gebende, derjenige, der seine Mittel mit den Bedürftigen teilt - und das in ganz 
> freier Entscheidung tut - wird sich nicht nur an der Pforte zur nächsten Welt Got-
> tes, sondern auch schon in dieser als einer finden, den Gott mit großem Reichtum 
> und Seiner Annahme ausgestattet hat.
> 9. Die Bereitschaft zum Geben darf nicht von der persönlichen Beurteilung 
> der Erfolgsaussichten eines Projektes abhängig sein
> 
> "Der Tempel (in Chicago) solle so schön wie irgend möglich werden, aber das sei 
> im Vergleich mit dem geistigen Tempel der Einheit und Solidarität unter den 
> Freunden zweitrangig."  
> 
> Wir sind es gewohnt, daß wir, bevor wir uns für irgendeine Sache engagieren, die-
> se einer eingehenden Prüfung unterziehen. Meistens hängt unsere Mitwirkung an 
> einem Projekt von dessen Erfolgsaussichten ab, die wir ihm nach seiner Verwirkli-
> chung beimessen. Dazu versuchen wir uns viele Informationen zu beschaffen, die 
> uns bei dieser Beurteilung helfen können. Aber dann treffen wir unsere Entschei-
> dung über unser Engagement letztlich doch ganz aus unserer persönlichen Beur-
> teilung heraus. Das gilt vor allem auch für finanzielle Mitwirkung, sei es als gege-
> bene Hilfe, sei es als normales Investment, immer machen wir sie von den von uns 
> für möglich gehaltenen Erfolgsaussichten abhängig.
> 
> Ganz anders liegen die Dinge beim aufopfernden Spenden für Bahá'í-Projekte. Da 
> handelt es sich 
> 
> ?	um Projekte, die von Bahá'u'lláh selbst entworfen sind
> ?	um Projekte, die von 'Abdu'l-Bahá, Shoghi Effendi oder dem Universalen Haus 
> der Gerechtigkeit konzipiert wurden
> ?	um Projekte anderer Bahá'í-Institutionen oder -Gruppen
> 
> Alle Bahá'í-Projekte dienen dem Fortschritt der Sache Gottes. Deren Erfolgsaus-
> sichten können nie Gegenstand unserer eigenen persönlichen Beurteilungsmaß-
> stäbe sein. Für die Projektgruppen 1 und 2 gilt das so unbedingt und ohne jede 
> Einschränkung, daß jedes Bestreiten dieser Tatsache Untreue gegen Gott selbst 
> und Seinen Gesandten wäre. Er tut, was Er will, und Sein Tun ist unabhängig von 
> jeder Wertung oder Beurteilung durch Menschen. So wie wir Gott durch unseren 
> gelebten Glauben unbedingt vertrauen, so dürfen wir dies auch tun, wenn Er uns 
> die Gnade zuteil werden läßt, Sein Instrument bei der Verwirklichung Seiner Pläne 
> zu werden, auf welchem Gebiet auch immer. 
> 
> Bei Projekten der Kategorie 3. haben wir vor einem finanziellen oder sonstigen 
> materiellen Engagement meist die Gelegenheit, meinungs- und urteilsbildend mit-
> zuwirken durch die Beratung, sei es in Institutionen, sei es im Neunzehntagefest. 
> Wenn dann aber aufgrund der Beratung und der dort erfolgten Meinungsbildung 
> entschieden ist - auch evtl. gegen unsere Meinung oder unser Urteil -, steht es uns 
> wohl an, die Sache nach besten Kräften zu unterstützen. Das gilt selbst dann, 
> wenn ein Fehlschlag droht. Ein Mißerfolg ist zwar schlecht für die Sache und soll-
> te, wo immer möglich, vermieden werden. Noch wichtiger als Erfolg oder Mißerfolg 
> ist aber die Einheit der mitwirkenden Freunde, ist der Geist dieser Einheit. Der 
> Schaden, den unsere geliebte Sache durch das Zerbrechen des Geistes der Ein-
> heit unter den Freunden Gottes nehmen würde, wäre in seiner Auswirkung un-
> gleich schlimmer, als ein Mißerfolg des Projektes selbst. Das ist der Grund, warum 
> die Bereitschaft zum Geben nicht von der persönlichen Beurteilung der Er-
> folgsaussichten eines Projektes abhängig sein darf.
> 
> Eine Anregung anstelle eines Nachwortes:
> 
> Nutze die Gabe der Fähigkeit zum Geben für die Bahá´í-Fonds jetzt, morgen kann 
> es zu spät sein!
> 
> "Es ist ...nicht Unser Wunsch ..., Geschichten zu erzählen. Gott ist unser Zeuge: 
> Was Wir...erwähnen, geschieht nur aus Unserer zärtlichen Liebe zu dir, damit viel-
> leicht manche Armen der Erde die Meeresküsten des Reichtums erreichen (und) 
> die Unwissenden zum Ozean des Wissens geleitet ... werden."  
> Shoghi Effendis im Traum erteilter Auftrag ist nun mit den unzulänglichen Möglich-
> keiten des Beauftragten beendet. Noch ist die zum Ende des Traums vom Hüter 
> angekündigte Beurteilung und Korrektur nicht erfolgt - ein solches Traumerlebnis 
> hätte auch allenfalls Bedeutung für den, der es hatte. Der Beauftragte fühlt jedoch, 
> daß ein abwartendes Zurückhalten dieser kleinen Schrift nicht im Sinne Shoghi Ef-
> fendis sein kann. 
> 
> Wir sollten sicher sein, daß der an den Verfasser im Traum erteilte Auftrag nicht 
> eine bloße Sammlung von Zitaten und deren Verwendung im laufenden Text die-
> ser Schrift zum Ziel hat. Ziel ist vielmehr, jedem einzelnen geliebten Mitglied der 
> ganzen schnell wachsenden Bahá´í-Weltgemeinschaft ganz aktuell die einmalige 
> Chance vor Augen zu führen, durch das eigene Opfer den bald vollendeten Pro-
> zeß der Errichtung der heiligen Verwaltungsordnung Bahá'u'lláhs, wie sie in ihrer 
> detaillierten Ausgestaltung von unserem geliebten Hüter konzipiert und erarbeitet 
> wurde, zu beschleunigen und zu sichern.
> 
> "O Sohn des Menschen! Viele deiner Tage sind dahingegangen und es galt dir nur 
> das eigene Verlangen voll Wunsch und Wahn. Wie lange noch willst du auf dei-
> nem Lager schlafen? - Wache auf! Denn siehe, die Sonne steht hoch am Mittag 
> und will auch dir mit dem Glanze ihrer Schönheit leuchten."  	
> 
> Berauben wir uns nicht dieses herrlich wärmenden Gnadenstromes, der aus dem 
> Glanz der Göttlichen Sonne dieses großen Zeitalters der Menschheit auf uns alle 
> herniederscheint! Laßt uns die kalten Mauern des Eigensinns und die hohl klin-
> genden Blechdächer der Gott-ungefälligen niederen Wünsche einreißen. Jetzt ist 
> die Zeit unserer Tat. Laßt uns jetzt unsere Möglichkeiten prüfen, unserer geliebten 
> Sache in ihrer stürmischen Entwicklung durch unser wirkliches Opfer, unseren 
> echten Verzicht, beizustehen. Das Ergebnis der Prüfung und das Maß unserer Op-
> fer-Möglichkeiten erfahren wir im Gebet. Und dann folgt die Tat.
> 
> Der Reichtum, der uns aus solchem Beten und Handeln erwächst, ist nicht flüch-
> tig, bedarf nicht unserer ständigen beobachtenden Sorge um seinen Erhalt. Er 
> wird auf einem Konto gutgeschrieben, dessen Sicherheit ewig währt, dessen Valu-
> ta in allen Welten Gottes nie versiegenden geistigen Wohlstand sichert und des-
> sen Zins und Zinseszins durch keine Zeit begrenzt wird.
> 
> Und es kommt nicht auf die Höhe der Einzahlung auf dieses Konto unserer Glau-
> bensgewißheit an, sondern ausschließlich darauf, welches Opfer, welchen Ver-
> zicht sie für uns in unseren persönlichen Lebensverhältnissen bedeutet.
> 
> "O Freunde Gottes! Seid dessen gewiß, daß für diese Spenden eure Landwirt-
> schaft, euer Gewerbe und euer Handel durch mannigfaches Wachstum und reiche 
> Gaben gesegnet werden. Wer eine gute Tat vollbringt, wird zehnfachen Lohn er-
> halten. Ohne Zweifel wird der lebendige Gott diejenigen reich bestätigen, die ihr 
> Vermögen auf Seinem Pfade opfern.
> 
> O Gott, mein Gott! Erleuchte die Stirn derer, die Dich wahrhaft lieben, und stehe 
> ihnen bei mit dem siegesgewissen Heer Deiner Engel.
>  
> Setze ihre Schritte sicher auf Deinen geraden Pfad und öffne ihnen aus Deiner ur-
> ewigen Großmut die Tore Deines Segens; denn auf Deinem Pfad, zum Schutze 
> Deines Glaubens, geben sie aus, was Du ihnen verliehen hast. In Dein Gedenken 
> setzen sie ihr Vertrauen, aus Liebe zu Dir geben sie ihre Herzen hin, und im Gebet 
> zu Deiner Schönheit, auf der Suche nach Deinem Wohlgefallen, halten sie nicht 
> zurück, was sie besitzen. O mein Herr! Bestimme ihnen reichen Anteil, genaues 
> Entgelt, sicheren Lohn! 
> Wahrlich, Du bist der Erhalter, der Helfer, der Großmütige, der Freigebige, der E-
> wig-Schenkende."  
> 
> Anhang 1
> Zitate zum Thema, vorwiegend von 'Abdu'l-Bahá
> 
> 0
>  Eines der wunderbaren Ereignisse, das erst kürzlich eintrat, ist die Errichtung des 
> Mashriqu'l-Adhkár im Herzen des amerikanischen Kontinents sowie die Tatsache, 
> daß zahllose Seelen im Umkreis für die Errichtung dieses heiligen Tempels 
> spenden. Unter ihnen ist eine hochgeschätzte Dame aus der Stadt Manchester, 
> die auch gerne ihren Beitrag leisten wollte. Da sie weder Gut noch Geld besaß, 
> schnitt sie mit eigener Hand die schönen, langen, kostbaren Locken ab, die ihr 
> Haupt anmutig zierten, und bot sie zum Verkauf an, um mit dem Erlös das Vor-
> haben des Mashriqu'l-Adhkár zu unterstützen. Bedenkt: obwohl in den Augen der 
> Frauen nichts kostbarer ist als volles, langes, lockiges Haar, hat diese hochverehr-
> te Dame dessen ungeachtet einen so seltenen, wundervollen Geist der Selbstauf-
> opferung bekundet. Und obgleich diese Tat nicht verlangt war und 'Abdu'l-Bahá ihr 
> nicht zugestimmt hätte, zeigt sie doch einen so hehren, edlen Geist der Hingabe, 
> daß er zutiefst gerührt war. Wie kostbar das Haar in den Augen westlicher Frauen 
> auch sei, kostbarer selbst als das Leben, gab sie es hin als ein Opfer für die Sa-
> che des Mashriqu'l-Adhkár! 
> Wie berichtet wird, tat einst der Gesandte Gottes   Seinen Wunsch kund, daß ei-
> ne Streitmacht in eine bestimmte Richtung vorstoßen solle. Den Gläubigen wurde 
> die Erlaubnis gewährt, für den heiligen Krieg Beiträge einzuziehen. Unter den vie-
> len Spendern war ein Mann, der tausend Kamele gab, jedes beladen mit Getreide, 
> ein anderer stiftete die Hälfte seines Vermögens, wieder einer bot alles, was er 
> hatte. Aber eine hochbetagte Frau, deren ganzer Besitz eine Handvoll Datteln war, 
> kam zum Gesandten und legte Ihm ihren bescheidenen Beitrag zu Füßen. Darauf-
> hin befahl der Prophet Gottes - möge mein Leben ein Opfer für Ihn sein -, daß die-
> se Handvoll Datteln zuoberst auf alle gesammelten Spenden gelegt werde, damit 
> ihr Wert und Vorrang vor allem anderen zum Ausdruck komme. Dies geschah, weil 
> die alte Frau keinen anderen irdischen Besitz hatte.
> 
> In ähnlicher Weise hatte diese geschätzte Dame nichts zu geben als ihre kostba-
> ren Locken, die sie ruhmreich für die Sache des Mashriqu'I-Adhkár opferte. Denkt 
> darüber nach, wie mächtig und stark die Sache Gottes geworden ist! Eine Frau 
> aus dem Westen gibt ihr Haar für die Herrlichkeit des Mashriqu'I-Adhkár. Das ist 
> wahrlich eine Lektion für diejenigen, die begreifen.  
> 
> 1
> Schon bevor 'Abdu'l-Bahá die Küste Amerikas erreicht hatte und dann während 
> seiner 8-monatigen Reise durch den Kontinent und selbst nach Seiner Abreise, 
> versuchten nordamerikanische Bahá'í immer wieder, Ihm Geld anzubieten und 
> Seine Reisekosten teilweise oder ganz zu tragen. Sie wandten sich schriftlich oder 
> im direkten Gespräch an Ihn und suchten den Rat Seiner Begleiter. 'Abdu'l-Bahá 
> dankte ihnen jedesmal herzlich, doch lehnte Er stets entschieden ab. Eine große 
> Geldsumme, die Ihm früher in Ägypten übermittelt worden war, ging an den 
> Einsender zurück. Zu Mrs. Parsons, Mrs. Goodall, Mrs. Cooper und anderen, die 
> mit Reichtum gesegnet waren, aber auch zu den weniger Wohlhabenden, sagte 
> Er, sie sollten das Geld, das sie Ihm anboten, den Armen und Bedürftigen geben. 
> Als Seine Abreise aus den Vereinigten Staaten heranrückte, beschlossen mehrere 
> Bahá'í, 'Abdu'l-Bahá aufzusuchen und Ihn zu bitten, ihre Spenden anzunehmen. 
> Am 30. November gingen sie zu Ihm und trugen Ihm ihre Bitte vor.
> 
> 'Abdu'l-Bahá sagte zu Ihnen: "Ich bin euch für eure Hingabe sehr dankbar. Ihr habt 
> mir wirklich sehr geholfen und große Gastfreundschaft erwiesen. Tag und Nacht 
> habt ihr euch zum Dienst erhoben; ihr habt euch große Mühe gegeben, die Düfte 
> Gottes zu verbreiten. Ich werde eure Dienste nie vergessen, denn ihr habt kein 
> anderes Ziel als das Wohlgefallen Gottes und verlangt nach keiner anderen Aus-
> zeichnung außer dem Eintritt in das Reich Gottes. Jetzt habt ihr mir Geschenke für 
> die Mitglieder meiner Familie gebracht. Diese Geschenke sind auserlesen und 
> sehr willkommen; aber besser als all diese Geschenke sind die Geschenke der 
> Liebe Gottes, die in den Schatzkammern der Herzen gehütet werden. Diese Ge-
> schenke hier sind vergänglich, aber jene anderen dauern ewig. Diese Edelsteine 
> hier muß man in Truhen und Gewölben aufbewahren, und letzten Endes vergehen 
> sie doch. Aber jene anderen Edelsteine bleiben in den Schatzkammern der Her-
> zen und werden bis in alle Ewigkeit in den Welten Gottes verbleiben. In meinem 
> Haus werden keine Diamantringe getragen und keine Rubine aufbewahrt; von sol-
> chen Verlockungen ist es frei. Ich werde diese Geschenke annehmen, aber ich 
> lasse sie in eurer Obhut; verkauft sie und überweist das Geld für den Mashriqu'l-
> Adhkár in Chicago." Die Bahá'í baten weiter, aber 'Abdu'l-Bahá war unerbittlich: 
> "Ich will ein Geschenk von euch, das in der ewigen Welt Bestand hat: Edelsteine, 
> die in die Schatzkammern der Herzen gehören; das ist besser."  
> 
> 2
> Die Freunde Gottes ... sollten spenden, soviel sie können, wie bescheiden auch 
> immer ihr Beitrag sei. Gott belastet keine Seele über ihr Vermögen. Solche Spen-
> den müssen von überall und von jedem Gläubigen kommen...
> 
> O Freunde Gottes! Seid dessen gewiß, daß für diese Spenden eure Landwirt-
> schaft, euer Gewerbe und euer Handel durch mannigfaches Wachstum und reiche 
> Gaben gesegnet werden. Wer eine gute Tat vollbringt, wird zehnfachen Lohn er-
> halten. Ohne Zweifel wird der lebendige Gott diejenigen reich bestätigen, die ihr 
> Vermögen auf Seinem Pfade opfern.
>  
> "O Gott, mein Gott! Erleuchte die Stirn derer, die Dich wahrhaft lieben, und stehe 
> ihnen bei mit dem siegesgewissen Heer Deiner Engel. Setze ihre Schritte sicher 
> auf Deinen geraden Pfad und öffne ihnen aus Deiner urewigen Großmut die Tore 
> Deines Segens; denn auf Deinem Pfad, zum Schutze Deines Glaubens, geben sie 
> aus, was Du ihnen verliehen hast. In Dein Gedenken setzen sie ihr Vertrauen, aus 
> Liebe zu Dir geben sie ihre Herzen hin, und im Gebet zu Deiner Schönheit, auf der 
> Suche nach Deinem Wohlgefallen, halten sie nicht zurück, was sie besitzen. O 
> mein Herr! Bestimme ihnen reichen Anteil, genaues Entgelt, sicheren Lohn!
> 
> Wahrlich, Du bist der Erhalter, der Helfer, der Großmütige, der Freigebige, der E-
> wig-Schenkende."  
> 
> 3
> 0 du, dessen Herz überfließt vor Liebe zum Herrn! Ich wende mich dir zu an 
> diesem geweihten Ort, um dein Herz mit meinem Sendbrief zu erfreuen; denn 
> dieser Brief läßt das Herz dessen, der an die Einheit Gottes glaubt, seinen Flug zu 
> den Gipfeln der Seligkeit nehmen.
> 
> Danke Gott, daß Er dich fähig macht, in Sein Reich der Macht einzutreten. Bald 
> werden die Wohltaten deines Herrn in steter Folge über dich kommen, bald wird Er 
> dich zum Zeichen machen für jeden Wahrheitssucher.
> Halte dich fest an das Bündnis deines Herrn, und mit jedem Tag laß deinen Vorrat 
> an Liebe für Seine Geliebten wachsen. Wende dich in Güte den Dienern des All-
> barmherzigen zu, um auf der Arche des Friedens, die über die Meere des Lebens 
> fährt, das Segel der Liebe zu setzen. Laß dich von nichts betrüben, ärgere dich 
> über niemanden. Dir geziemt es, dem Willen Gottes ergeben allen Völkern auf Er-
> den ohne Ausnahme ein wahrer, liebender, vertrauter Freund zu sein. Dies ist die 
> Tugend der Aufrichtigen, die Art der Heiligen, das Zeichen derer, die an Gottes 
> Einheit glauben, das Gewand des Volkes Bahá.
> 
> Danke dem Herrn und preise Ihn, daß Er dir gestattete, Ihm das Recht Gottes   
> darzubringen. Das ist wahrlich eine besondere Gunst von Ihm für dich; so preise 
> Ihn für dies Gebot, das in den Schriften deines Herrn niedergelegt wurde vom Alt-
> ehrwürdigen der Tage.
> Er ist wahrlich der Liebende, der Zarte, der Immerschenkende.  
> 
> 4
> Die Militärbehörden richteten in Haifa einen  Unterstützungsfonds ein, zu dem 
> 'Abdu'l-Bahá fünfzig ägyptische Pfund beisteuerte. 10) Sein Name führte die Liste 
> an. Später machte Er eine weitere Zuwendung; der folgende Brief vom 10. 
> Februar 1919 spricht für sich selbst:
> 
> "Eure Eminenz, ich habe heute durch Ihren Enkel 11) die Summe von 50 Pfund als 
> weitere Spende Ihrerseits für den Unterstützungsfonds Haifa erhalten. Nehmen 
> Sie bitte im Namen der Verwaltung des Fonds meinen aufrichtigen und tief emp-
> fundenen Dank entgegen für diesen weiteren Beweis Ihrer bekannten Freigebig-
> keit und Sorge für die Armen, die Sie allezeit für Ihre an sie gewendete Großmut 
> segnen werden. Seien Sie bitte meiner aufrichtigen Hochachtung und tiefen Wert-
> schätzung versichert.
> ( gezeichnet) G.A. Stanton, Oberst, Militärgouverneur." 12)
> 
> Eine weitere Wohlfahrtseinrichtung, die durch 'Abdu'l-Bahá starke Ermutigung er-
> fuhr und heute in der ganzen Welt besteht, ist der Fonds zur Rettung notleidender 
> Kinder. Eglantyne Jebb hatte diese Organisation begründet, die sich zum Ziel setz-
> te, genau das zu tun, was ihr Name besagte. Sie und ihre Schwester wurden zu-
> erst durch die bemitleidenswerte Lage von Kindern besonders in Mittel- und Ost-
> europa zum Handeln veranlaßt. Lady Blomfield, eine Freundin von Eglantyne 
> Jebb, hatte sich mit ihr in diesem menschenfreundlichen Werk zusammengetan, 
> und da sie einen beträchtlichen Teil des Jahres in Genf wohnte, hatte sie in dieser 
> Stadt im Haus 4 Rue Massot einen eigenen "Blomfield-Fonds" eingerichtet, der die 
> Zentrale der Internationalen Vereinigung zur Rettung notleidender Kinder 13) war. 
> Der Blomfield-Fonds 14) hatte es sich zum Ziel gesetzt, "Arbeitsräume für Kinder 
> oder für andere Wohlfahrtsaufgaben konstruktiven Charakters, die in zunehmen-
> dem Maße einen immer wichtigeren Teil der Bemühungen der Organisation zur 
> Rettung notleidender Kinder ausmachen werden", zu finanzieren. Die vorstehen-
> den Zeilen sind ein Zitat aus einer Schrift, die Lady Blomfield unter dem Titel "The 
> First Obligation" 15) schrieb. Das Vorwort zu dieser Flugschrift lautete wie folgt:
>  
> "Aus einem Sendschreiben von Sir 'Abdu'l-Bahá Abbas ,K.B.E.16) an Lady Blom-
> field, Berg Karmel, Palästina, am 23. Juli 1921
>  
> 'Die von Dir verfaßte Flugschrift, die die Menschheit  aufruft, diesen verlassenen 
> Kindern zu helfen, findet größte Zustimmung. Schreibe folgende Worte an  
>  den Anfang: Es ist der höchste Ausdruck der Menschenliebe und der Gottesver-
> ehrung und es ist dem  Allerhöchsten, dem Allmächtigen, der Göttlichen  Vorse-
> hung wohlgefällig, zur Sache dieser bemitleidenswerten Kinder beizusteuern, sie 
> zu schützen  und für sie zu sorgen. Denn diese Kleinen haben nicht  den Schutz 
> von Vater oder Mutter, sie haben keine freundliche Amme, kein Heim, keine Klei-
> der, keine  
> Nahrung, keinen Trost, keine Ruhestatt.
>  
> In all diesen Dingen rufen sie nach unserer Güte, sie verdienen unsere Hilfe, sie 
> sind unseres Erbarmens und unseres ganzen Mitleids wert. 
> Die Augen all derer, die Gerechtigkeit lieben, füllen sich mit Tränen, und jedes ver-
> stehende Herz brennt vor Mitleid!
> O ihr Völker der Welt, erbarmt euch! 
> O ihr versammelten Weisen, reicht die Hände zur Hilfe!
> O ihr Edlen, zeigt liebende Güte. Seid barmherzig! 
> O ihr Wohlhabenden dieser Erde, gebt euren Beitrag reichlich!
> O ihr starken und beherzten Männer, beweist eure Wohltätigkeit! ' "
> 
> 'Abdu'l-Bahás Lob für diejenigen, die am Fonds zur Rettung notleidender Kinder 
> mitarbeiteten, ist in dieser Flugschrift ebenfalls erhalten.17) Es folgt ein Auszug aus 
> einem Sendschreiben an einen der Mitarbeiter:
> 
> "Es ist meine Hoffnung, daß durch die besondere Gnade Gottes diese Vereinigung 
> 18) bestätigt (durch die Göttliche Macht gefördert und bestärkt) wird, daß sie Tag 
> für Tag Fortschritte macht in geistiger wie in materieller Hinsicht, daß sie vor jeder 
> Gefahr beschützt wird und daß die Einheit der Menschheit durch  
> die Arbeit dieser Gesellschaft 18) ihr Banner im Herzen der Welt aufrichten wird. 
> "19)
> 
> Am Abend des 21. Juli 1919 wurde in Bahji auf Einladung eines Pilgers ein Gast-
> mahl gegeben. Etwa vierzig Personen saßen am reich gedeckten Tisch. 'Abdu'l-
> Bahá ging umher und wartete den Gästen auf. In der Nachbarschaft hatten Bedui-
> nen ihr Lager aufgeschlagen, und auch sie wurden großzügig bedacht. Dann ka-
> men ihre Kinder, und 'Abdu'l-Bahá gab jedem Kind eine Münze.
> 
> Am nächsten Morgen waren die Pilger und Gäste nach Haifa und 'Akká zurückge-
> fahren, 'Abdu'l-Bahá saß im Garten beim Schrein Bahá'u'lláhs und schrieb Briefe 
> an die Bahá'í des Westens, als einige Väter dieser Kinder kamen, um Ihm ihren 
> Dank für die Großmut gegenüber ihren Kindern zu bezeigen und um Seinen Se-
> gen zu bitten.  
> 
> Anmerkungen
> 
> 8) Die ersten fünf Sendschreiben waren bereits im Bd. VII des "Star of the West" in 
> der Ausgabe vom 8. September 1916 erschienen.
> 9) Zwischen 1909 und 1916 erschien in New York und Chicago eine dreibändige 
> Sammlung von Sendschreiben 'Abdu'l-Bahás. Obwohl überwiegend an amerikani-
> sche Bahá'i gerichtet, ent-hielten sie Sendschreiben an Gemeinden und Einzel-
> personen in anderen Teilen der Welt.
> 10) Das ägyptische Pfund war zu dieser Zeit ein wenig mehr wert als das Pfund 
> Sterling
> 11) Shoghi Effendi
> 12) Star, Bd. X, S. 218 f
> 13) International Union of Save the Children / Union Internationale de Secours aux 
> Enfants
> 14) In London stand er unter der Schirmherrschaft von Lord Weardale.
> 15)  "Die erste Pflicht"
> 16) "Knight Commander of the British Empire", britischer Orden. Zur Verleihung 
> dieses Ordens siehe S. 621 (Anm. d. Hrsg.)
> 17)  siehe Anhang 3
> 18)  der Fond zur Rettung notleidender Kinder
> 19)  geschrieben im Juni 1920
> 
> 5Die dritte Bedingung: Lehrer müssen ständig durch alle Teile des Kontinentes, 
> nein, durch alle Teile der Welt reisen; aber sie müssen reisen wie 'Abdu'l-Bahá, 
> der durch all die Städte Amerikas reiste. Er war frei und geheiligt von jeder Bin-
> dung und in höchster Loslösung. Wie Christus sagte: "Schüttelt sogar den Staub 
> von euren Füßen."  
> 
> Ihr habt es miterlebt, wie bei meinem Aufenthalt in Amerika viele Seelen in größter 
> Demut und Eindringlichkeit verschiedene Geschenke anboten; aber dieser Diener 
> hat - so wie es die Gesegnete Vollkommenheit wünschte und befahl - nie etwas 
> angenommen, auch wenn wir zeitweise in sehr beschränkten Verhältnissen waren. 
> Wenn andererseits eine Seele um Gottes willen, freiwillig und aus reiner Absicht 
> einen Beitrag leisten will zu den Ausgaben eines Lehrers, dann soll der Lehrer, um 
> den Spender glücklich zu machen, eine kleine Summe annehmen; aber er muß in 
> größter Bescheidenheit leben.
> 
> Das Ziel ist folgendes: Die Absicht des Lehrers muß rein, sein Herz unabhängig, 
> sein Geist hingezogen, sein Denken befriedet, sein Entschluß fest, sein Mut muß 
> erhaben und eine strahlende Fackel der Liebe Gottes sein. Wenn er solche Eigen-
> schaften erwirbt, dann wird sein geheiligter Odem sogar auf Felsen wirken, anders 
> aber wird er keinerlei Ergebnis hervorbringen. Solange eine Seele nicht vervoll-
> kommnet ist, wie kann sie da die Fehler anderer tilgen? Solange sie nicht frei ist 
> von allem außer Gott, wie kann sie anderen Loslösung lehren?
> Kurz gesagt, o ihr Gläubigen Gottes! Bemühet euch, daß ihr alle Möglichkeiten er-
> greift, die Religion Gottes zu verkünden und die Düfte Gottes zu verbreiten.  
> 
> 6 Wer nur an sich selbst und nicht an andere denkt, ist ohne jeden Zweifel dem 
> Tier gegenüber minderwertig, weil das Tier nicht mit Verstand begabt ist. Das Tier 
> hat eine Entschuldigung; aber der Mensch hat Verstand, Gerechtigkeitssinn und 
> Mitleidsgefühle. Wenn er alle diese Fähigkeiten besitzt, darf er sie nicht ungenutzt 
> lassen. Wer so hartherzig ist, daß er nur an sein eigenes Behagen denkt, kann 
> nicht Mensch genannt werden.
> 
> Die Ökonomie des Opfers       
> 
> Mensch ist, wer sein eigenes Interesse um anderer willen vergißt. Sein eigenes 
> Behagen verwirkt er für das Wohlergehen aller. Ja, sein Leben muß er willig ein-
> setzen, um das Leben der Menschheit zu gewinnen. Ein solcher Mensch ist ein 
> Ehrenschmuck für die Menschenwelt. Ein solcher Mensch ist eine Ruhmestafel für 
> die Welt der Menschheit. Ein solcher Mensch erntet ewige Seligkeit. Ein solcher 
> Mensch steht der Schwelle Gottes nahe. Ein solcher Mensch ist die reine Offenba-
> rung zeitlosen Glücks. Anders sind die Menschen wie Tiere, weil sie dieselben 
> Triebe und Neigungen wie die Tierwelt zur Schau stellen. Welchen Unterschied 
> gibt es da? Welche Vorrechte, welche Vollkommenheiten? Keine, welcher Art 
> auch immer! Die Tiere sind sogar besser, wenn sie nur an sich selber denken und 
> sich nicht um die Bedürfnisse anderer kümmern.
>  
> Achten Sie auf die größten Menschen in der Geschichte unter den Propheten oder 
> den Philosophen: alle haben sie ihr eigenes Behagen darangegeben, haben ihre 
> eigene Bequemlichkeit um der Wohlfahrt der Menschheit willen geopfert. Selbst ihr 
> Leben haben sie für das Wohl des gesellschaftlichen Organismus geopfert. Ihren 
> eigenen Reichtum haben sie für das Wohlergehen des Ganzen eingesetzt. Ihre 
> persönliche Ehre haben sie um der Ehre der Menschheit willen verwirkt. All dies 
> zeigt klar, daß es hier um die höchste Verwirklichung des Menschlichen geht.
>  
> Wir bitten Gott, Er möge die Menschenseelen mit Gerechtigkeit erfüllen, damit sie 
> gut und redlich werden, die Wohlfahrt aller erstreben und dafür Sorge tragen, daß 
> jedes Mitglied der menschlichen Familie sein Leben in größtmöglichem Wohlstand 
> und Behagen verbringt. Dann wird diese materielle Welt zum Paradies des Gottes-
> reiches, die irdische Natur wird in einen himmlischen Zustand versetzt, und alle 
> Diener werden in größter Freude, in Glück und Frohsinn leben. Alle müssen wir 
> danach streben, all unsere Gedanken müssen wir darauf konzentrieren, daß die 
> Menschenwelt zu dieser Glückseligkeit erwächst.  
> 
> 7
> Solange ein Wesen seinen Fuß nicht auf das Feld des Opfers setzt, ist es jeder 
> Gunst und Gnade beraubt. Das Feld des Opfers aber ist der Zustand, da das 
> Selbst stirbt, damit der strahlende Glanz des lebendigen Gottes hervorbrechen 
> kann. Das Feld des Martyriums ist der Ort der Loslösung vom Selbst, der Ort, wo 
> die Hymnen der Ewigkeit emporsteigen können. Tut, was ihr vermögt, um eures 
> Selbstes völlig überdrüssig zu werden, und bindet euch an jenes strahlende Ant-
> litz. Sowie ihr diese Höhen der Dienstbarkeit erreicht habt, werdet ihr alle erschaf-
> fenen Dinge in eurem Schatten versammelt finden. Das ist grenzenlose Gnade; 
> das ist die höchste Souveränität. Das ist das Leben, das nicht vergeht. Alles ande-
> re ist letztlich nur offenbare Verdammnis und schlimmer Verlust.
>  
> Preis sei Gott, das Tor grenzenloser Gnade ist weit geöffnet, die himmlische Tafel 
> ist gedeckt, die Diener des Barmherzigen und Seine Mägde sind zum Fest ver-
> sammelt. Strebt danach, euren Anteil an diesem ewigen Mahl zu erhalten, damit 
> ihr in dieser und der zukünftigen Welt geliebt und geachtet seid.  
>  
> 
> 8
>  Wenn die Verhältnisse jedoch so liegen, daß einige Wenige glücklich und 
> behaglich leben und Andere im Elend dahinvegetieren, wenn Einige unmäßigen 
> Reichtum zusammenraffen, während es den Anderen am Nötigsten fehlt, dann ist 
> es dem Menschen unter einem solchen System nicht nur unmöglich, glücklich zu 
> sein, sondern zugleich unmöglich, das Wohlgefallen Gottes zu gewinnen. Gott ist 
> gütig zu allen. Das Wohlgefallen Gottes besteht in der Wohlfahrt jedes einzelnen 
> Angehörigen der Menschheit.  
> 
> 9
> O verehrte Persönlichkeit! Ich habe Ihr Werk "The Gospel of Wealth"1) gelesen 
> und darin sehr zutreffende, vernünftige Empfehlungen gefunden.
> 
> Um es kurz zu fassen: Die Lehren Bahá'u'lláhs empfehlen freiwilliges Teilen, und 
> das bedeutet mehr als den Ausgleich des Wohlstands; denn der Ausgleich muß 
> von außen auferlegt werden, Teilen aber ist Sache der freien Wahl.
> 
> Der Mensch vervollkommnet sich durch gute Taten, die er freiwillig ausführt, nicht 
> durch gute Taten, zu denen er gezwungen wird. Teilen ist ein persönlich gewählter 
> Akt der Gerechtigkeit. Das heißt, die Reichen sollten den Armen Hilfe gewähren, 
> sollten ihre Mittel für die Armen ausgeben, aber aus freien Stücken und nicht des-
> halb, weil die Armen dieses Ziel durch Gewalt erreichen. Denn die Ernte der Ge-
> walt ist Aufruhr und der Zerfall der Gesellschaftsordnung. Andererseits führt freiwil-
> liges Teilen, die frei gewählte Ausgabe der eigenen Mittel, zu Wohlfahrt und Frie-
> den der Gesellschaft. Es erleuchtet die Welt; es verleiht der Menschheit Ehre.
> 
> Ich habe die edlen Wirkungen Ihrer Menschenfreundlichkeit in Amerika an ver-
> schiedenen Universitäten, in Friedensversammlungen und Vereinigungen zur Bil-
> dungsförderung gesehen, als ich dort von Stadt zu Stadt reiste. Deshalb bete ich 
> für Sie, daß Sie allezeit von den Gnadengaben und Segnungen des Himmels um-
> fangen sein mögen, um viele menschendienliche Werke in Ost und West zu voll-
> bringen. Mögen Sie wie eine flammende Kerze im Reiche Gottes leuchten, mögen 
> Sie Ehre und ewiges Leben erlangen, strahlend wie ein heller Stern am Horizonte 
> der Ewigkeit.  
> 
> 1) Ein Aufsatz aus dem Buch The Gospel Of Wealth von Andrew Carnegie (1835-
> 1919), wurde in England im Pall Mall Budget unter der Überschrift "The Gospel Of 
> Wealth" wiedergegeben; vgl. Andrew Carnegie: Autobiography , p.255, deutsch 
> Geschichte meines Lebens (1921)
> 
> 100 Herr, der Du alle segnest, die fest im Bündnis stehen, indem Du sie fähig 
> machst, aus Liebe zum Licht der Welt all ihren Besitz als Opfer hinzugeben für den 
> Mashriqu'I-Adhkár, den Tagesanbruch Deines weitreichenden Lichtes und Ver-
> künder Deiner Zeugnisse! Hilf Du diesen Gerechten, diesen Aufrichtigen und Got-
> tesfürchtigen in dieser und der künftigen Welt, daß sie Deiner heiligen Schwelle 
> immer näher kommen, und erleuchte ihre Angesichter mit Deinem Strahlenglanz.
> Wahrlich, Du bist der Großmütige, der Ewig-Schenkende.  
> 
> 11
> Meine inniggeliebte Tochter im Königreich! Dr. Esslemont hat deinen Brief an ihn 
> ins Land der Sehnsucht ?) weitergereicht. Ich las ihn mit größter Aufmerksamkeit 
> vom Anfang bis zum Ende. Einerseits  war ich zutiefst gerührt, weil du deine 
> schönen Locken abgeschnitten hast mit der Schere der Loslösung von dieser 
> Welt, und der Selbstopferung auf dem Pfade des Königreiches. Andererseits war 
> ich hoch erfreut; denn diese inniggeliebte Tochter hat einen solchen Geist der 
> Selbsthingabe bewiesen, daß sie einen so teuren Teil ihres Leibes auf dem Pfade 
> der Sache Gottes darbrachte. Hättest du mich gefragt, so wäre ich auf keinen Fall 
> damit einverstanden gewesen, daß du auch nur ein einziges Haar deiner 
> anmutigen Lockenpracht abgeschnitten hättest; nein, ich selbst hätte in deinem 
> Namen für den Mashriqu'I-Adhkár gespendet. Deine Tat ist jedoch ein beredtes 
> Zeugnis für deinen hehren Geist der Selbsthingabe. Du hast wahrlich dein Leben 
> geopfert, und groß werden die geistigen Wirkungen für dich selber sein. Vertraue 
> allezeit darauf, daß du Tag für Tag fortschreiten und weiter an Festigkeit und 
> Beständigkeit wachsen wirst. Bahá'u'lláhs Gnadengaben werden dich umfangen, 
> die frohe Botschaft aus der Höhe wird dir immer neu zuteil werden. Ist es auch 
> dein Haar, das du geopfert hast, so wirst du doch vom Geist erfüllt sein, und ist es 
> auch dieses vergängliche Stück deines Leibes, das du auf dem Pfade Gottes hin-
> gegeben hast, so wirst du doch die Gottesgabe entdecken, die himmlische Schön-
> heit schauen, unvergängliche Herrlichkeit erwerben und ewiges Leben erlangen.    
> ?) Heiliges Land
> 
> 12
> Des Menschen flüchtige Stunden auf Erden vergehen rasch, und das wenige, was 
> bleibt, wird ein Ende haben; was aber kein Ende hat und immer währen wird, ist 
> die Frucht seiner Dienstbarkeit an der göttlichen Schwelle.
>  
> Bedenket die Wahrheit dieses Spruches. Wie überaus viele herrliche Beweise gibt 
> es dafür in der Welt des Seins!  
> 
> 13
> Manch erstarrtes Herz, o mein Gott, wurde vom Feuer Deiner Sache entflammt, 
> und mancher Schläfer wurde von Deiner süßen Stimme erweckt. Wieviele Fremde 
> suchten Schutz im Schatten des Baumes Deiner Einheit, und wie zahlreich sind 
> die Dürstenden, die in Deinen Tagen nach dem Quell Deines Lebenswassers 
> lechzen.
> 
> Selig ist, wer sich aufmacht zu Dir und sich eilt, in die Strahlen der Morgenröte 
> Deines Antlitzes zu gelangen; 
> selig, wer sich mit all seiner Liebe zum Dämmerort Deiner Offenbarung, zum Ur-
> quell Deiner Erleuchtung hinwendet; 
> selig, wer auf Deinem Pfade hingibt, was Du ihm durch Deine Großmut und Gunst 
> verliehen hast; selig, wer in seinem heftigen Verlangen nach Dir alles andere bei-
> seite wirft, selig, wer vertraute Zwiesprache mit Dir hält und sich freimacht von jeg-
> licher Bindung außer der Deinen.
> 
> Ich flehe Dich an, o mein Herr bei Ihm, der Dein Name ist, der sich durch die Kraft 
> Deiner Macht und höchsten Herrschaft über den Horizont Seines Gefängnisses 
> erhob, bestimme einem jeden, was Dir gefällt und was Deiner Erhabenheit ent-
> spricht. Deine Macht ist wahrlich allem gewachsen.  
> 
> 14
> Freie Nachdichtung von Hand der Sache Gottes Dr. Adelbert Mühlschlegel nach 
> einer aufgefundenen Notiz, veröffentlicht im indischen Bahá'í Youth Magazine 
> "GLORY", IV,4
> 
> " - aber nicht heut " 
>  
> Dort war ich am Abend, wie abgemacht, 
> Sie waren so nett, so angeregt, 
> Sie erwarten mich wieder auf heute Nacht, 
> viele Fragen haben sie sich überlegt, 
> Doch mir brummt der Kopf, und im Ohr ein Geläut- 
> ich gehe ja hin - aber nicht heut. 
>  
> Wir Menschen sollten mehr beten zu Gott, 
> des morgens früh, am Mittag, zur Nacht, 
> In Freude und Dank. Das tut uns not, 
> das macht uns fester und wohlbedacht, 
> Doch ich hab' so viel andres zu tun mit den Leut' - 
> Ich bete, gewiß - aber nicht heut. 
>  
> Ich sollte auch lehren, wie Er es uns sagt 
> mit Liebe, das Wort für die neue Zeit, 
> Es hilft so vielen, von Zweifeln zernagt, 
> auf ihrem Weg in die Herrlichkeit - 
> Doch am Abend gibt's viel, was lockt und zerstreut - 
> Ich bessre mich sicher noch - aber nicht heut. 
>  
> Ja, eigentlich braucht unsere Sache auch Geld, 
> denn das bedeutet ihr Lebensblut. 
> Es trägt die Botschaft hinaus in die Welt 
> und macht sie bekannt, den Menschen zugut. 
> Doch im Kaufhaus entdeckte ich etwas mit Freud - 
> Ich spende, gewiß - aber nicht heut. 
>  
> Da plötzlich hatte ich nachts einen Traum. 
> Ich kam mir so seltsam jenseitig vor, 
> ich schwebte hinauf zum himmlischen Raum 
> und nahte mich einem herrlichen Tor. 
> Ich wagte zu pochen, und pochte erneut - 
> da erscholl es: 
>  "Wir öffnen dir  - aber nicht heut".
> 
> 15Auszug eines Tablets, das 'Abdu'l-Bahá an eine Nationaltagung der ameri-
> kanischen Bahá'í sandte und dort von Mrs. Eva Webster Russel vorgelesen wur-
> de: 
> 
> O ihr Geliebten 'Abdu'l-Bahás! Die Geliebten Gottes und die Dienerinnen des 
> Gnadenreichen beabsichtigen, einen Mashriqul-Adhkár in Chicago zu errichten. 
> Sie haben uns eine Anzahl von Entwürfen gesandt, damit einer ausgewählt und 
> danach das Gebäude errichtet werde. Nun müssen Gelder zusammengebracht, 
> das Bauland vollständig bezahlt und die erforderlichen Vorbereitungen getroffen 
> werden, weiterhin müssen alle Einzelheiten bedacht werden. Darum bemüht euch 
> nun in erster Linie, das Land vollständig zu bezahlen und die Kosten für das Bau-
> werk bereitzustellen.
> 
> Die Geliebten im Osten sind mit Herz und Seele möglichst bestrebt, dazu beizu-
> tragen, obwohl sich die internen Verhältnisse in Persien im Verlauf der letzten Jah-
> re immer weiter verschlechtert haben. Die Revolution hat alle Lebensbedingungen 
> und -bereiche berührt. Es gibt weder Landwirtschaft, noch Handel oder Finanzwe-
> sen, statt dessen gibt es in allen Provinzen politischen Streit und Zwist zwischen 
> den Nationalisten und Konstitutionalisten. Deshalb sind die Freunde völlig mit ihren 
> eigenen Überlebensproblemen befaßt. Trotzdem sind sie bestrebt, zum Mashriqul-
> Adhkár in Chicago nach bestem Vermögen beizutragen, und daran werden sie es 
> bestimmt nicht fehlen lassen! Wenn Persien dieser Aufforderungen nachkommen 
> kann, wird der Beitrag der Geliebten ein würdiger sein.
> 
> Und Ich flehe zum Reich Gottes, euch zu bestätigen und zu helfen.
> Auf euch sei Bahá'u'lláh-el-Abhá!
>  
>                                                                           'Abdu'l-Bahá Abbas  
> 
> 16
> Tablets von 'Abdu'l-Bahá im Zusammenhang mit der Gründung der Schule von 
> Tarbiat (in Teheran)
> 
> Es gibt eine große Bestätigung durch die Schule von Tarbiat, die durch die Freun-
> de gegründet worden ist. Obwohl sie im Augenblick wenig Beachtung findet, wird 
> sie doch durch den Allmächtigen unterstützt. Wenn die Gläubigen Gottes großzü-
> gig sind, wird sich die Schule in allen ihren Belangen täglich weiterentwickeln. Er-
> mutigung und Anregung sind erforderlich
>                                                                          'Abdu'l-Bahá Abbas
> 
> Das Problem der Schule von Tarbiat ist von größter Wichtigkeit. Es ist eine grund-
> legende und tiefgreifende Verpflichtung für alle Freunde, dieser Schule zu dienen. 
> Dies ist die erste Schule, die die Freunde in Persien gegründet haben, und jeder-
> mann weiß, daß sie ihnen gehört. Vernachlässigung und Mißachtung der laufen-
> den Tätigkeiten, die für den Fortschritt dieser Schule erforderlich sind, ist wie ein 
> Schlag ins Gesicht der Sache Gottes. Deshalb muß jeder die Angelegenheiten der 
> Schule von Tarbiat ganz besonders wichtig nehmen und in irgend einer Weise un-
> terstützen, sei es durch erleuchtende Ideen oder durch Einführung eines moder-
> nen Erziehungssystems, durch großzügige Beiträge oder durch ständiges Enga-
> gement und Unterstützung. Kurz: es ist die Hoffnung dieses Dieners, daß diese 
> Schule im Laufe der Zeit sich von allen anderen Schulen in der Welt unterscheide. 
> Nun beachtet, wie wichtig diese Sache ist.
> 
> 'Abdu'l-Bahá Abbas
>  
>  
> Die Frage der Schule von Tarbiat ist sehr wichtig. Durch die Gnade und Vorse-
> hung des Einen Wahren muß es für alle offensichtlich werden, daß dies die beste 
> Schule Persiens ist und daß ihre Absolventen die erfolgreichsten sind. Andernfalls 
> wäre es besser, wenn die Schule nicht existierte. Deshalb zeigt größte Hingabe, 
> um den Fortschritt dieser Schule zu fördern.
> 
> 'Abdu'l-Bahá Abbas
>  
>  
> An Mirza Ahmad Sohrab: 
>  
> Er ist Gott!
> In den letzten beiden Postbriefen wurden ausführliche Antworten an dich ge-
> schrieben. Nun sind die Unterlagen über die persich-amerikanische Erziehungsge-
> sellschaft, die du sandtest, hier eingegangen. Wahrlich, ich sage, obwohl die Be-
> deutung dieser Gesellschaft gegenwärtig noch nicht offensichtlich ist, wenn sie je-
> doch fest und standhaft bleibt, wird sie künftig eine Gesellschaft der Vereinigung 
> sein, eine Quelle der Harmonisierung von Ost und West mit großen Verdiensten 
> für die Menschheit.
> 
> Die Gläubigen müssen dieser Gesellschaft eine hohe Bedeutung beimessen und 
> müssen sich für die Erfüllung der fundamentalen Prinzipien und der grundlegen-
> den Bedeutung mit Herz und Seele erheben. Ich sende dieser gesegneten Gesell-
> schaft meine Glückwünsche und Freude und erbitte die Gnade Seiner Hoheit, des 
> Unvergleichlichen, Bestätigung und Beistand zu schicken, und Ich werfe mich an 
> der Schwelle der Einheit nieder und erflehe vom Königreich 'Abhá Erhaltung und 
> Schutz, Führung und Sicherheit. Wenn diese Gesellschaft unabhängig handelt 
> und sich im Schaffen von Beziehungen zwischen Ost und West hervortut, wird sie 
> zur Grundlage für die Einheit der Menschenwelt werden. Festigkeit ist wesentlich, 
> denn wenn schon kleinere Angelegenheiten nicht mit Festigkeit und Standhaftig-
> keit geregelt werden können, wieviel mehr werden diese Eigenschaften zum 
> Durchsetzen von großen Entscheidungen benötigt! Die Freunde Gottes müssen 
> sich gegenseitig ermutigen, fest und standhaft zu sein und mit einander zu bera-
> ten, damit diese Gesellschaft täglich Fortschritte machen kann.
> 
> Persien und Amerika brauchen solch eine Gesellschaft dringend, auch was die 
> materiellen Angelegenheiten zwischen beiden Ländern betrifft, besonders Ameri-
> ka. Diese Gesellschaft kann die amerikanische Industrie in Persien verbreiten hel-
> fen und die großen wirtschaftlichen Erfolge, die in der Vergangenheit den anderen 
> Nationen durch den Export ihrer Waren und Geräte nach Persien zuwuchsen, 
> könnten dann nach Amerika gehen. Nun schaut, welche großen Erfolge möglich 
> sein könnten! Aber mehr noch werden die geistigen Mächte wirken und helfen, 
> den Hauch des Heiligen Geistes und des Paradieses Abhá zu verbreiten und zu 
> verströmen, und der wunderbare Einfluß der Strahlen der Sonne der Wahrheit wird 
> sichtbar werden.
> Übermittle im Namen 'Abdu'l-Bahás allen Freunden Gottes und den Dienerinnen 
> des Gnadenreichen wunderbare Grüße 'Abhás und gratuliere und beglückwün-
> sche sie zur Organisation dieser Gesellschaft.
>                                                                           'Abdu'l-Bahá Abbas   
> 
> 17
> Aus einem Brief von M. Remey an Mrs. Corinne True über ein Treffen mit 'Abdu'l-
> Bahá:
> 
> "....Als wir 'Abdu'l-Bahá trafen, fragten wir Ihn, ob er weitere Instruktionen bezüg-
> lich der Tempelarbeit habe. Die einzige Anweisung, die Er uns gab, war die Be-
> achtung der Einheit der Gläubigen für dieses große Werk. Das, so lernten wir, ist 
> das Allerwichtigste, wie es schon früher gelehrt wurde. Der Plan, der Stil, die Kon-
> struktion des Bauwerks und alles übrige sollte erst in zweiter Linie nach der Be-
> achtung der Einheit der Seelen der Gläubigen wichtig sein, denn dies ist der wirkli-
> che Tempel, der geistige Tempel! Weiter sagte 'Abdu'l-Bahá, daß der Tempel so 
> schön wie irgend möglich werden sollte, aber das sei im Vergleich mit Seinen Aus-
> führungen über den geistigen Tempel und die Einheit und Solidarität unter den 
> Freunden zweitrangig."  
>  
>  
> 
> 18
> Aus "Lights of Guidance": The Bahá'í-Fund p. 20 Die Verantwortung der Bahá'í
> 
> Nr. 537. Gott belastet keine Seele über ihre Fähigkeiten
> "...Gott belastet keine Seele über ihre Fähigkeiten. Diese Beiträge müssen von al-
> len Gläubigen aller Städte und Dörfer kommen...
> Wer auch immer mit einer guten Tat kommt, dem wird Gott zehnfach vergelten. 
> Ohne Zweifel wird der lebendige Gott großherzige Seelen unterstützen und bestä-
> tigen."
> ('Abdu'l-Bahá zu den Freunden im Osten und im Westen  Star of the West Bd.3; 
> 1.8.1913, p. 137, edition 1978) 
>  
> Nr. 540 Vielfältige Segnungen für Handel, Landwirtschaft und industrielle Tätigkeit 
> 
> "Seid versichert, o ihr Freunde Gottes, daß für eure Beiträge in Kürze eure Tätig-
> keiten in Handel, Landwirtschaft und Industrie vielfältig gesegnet sein werden..."
>  
> ('Abdu'l-Bahá zu den Freunden im Osten und im Westen in: "Star of the West" 
> Bd.6, Nr.17 p.139)
> 
> 19Miss Annie Boylan zitiert 'Abdu'l-Bahá in: Star of the West Bd.3 p..137; 
> 1.8.1913, edition 1978
> 
> "...Der Mashriqul-Adhkár schreitet nicht so voran, wie es möglich wäre, die Leute 
> in Amerika arbeiten nicht genug dafür. Persien ist heute sehr arm, politisch zeris-
> sen, seine Industrie ist gelähmt und floriert nicht, es ist in einer sehr schlechten 
> Verfassung. Persien ist zerstört. Wenn es das nicht wäre, würde Euer Mashriqul-
> Adhkár gebaut werden. Die Reichen sollten soviel spenden, daß es für sie ein 
> wirkliches Opfer wird...".
> 
> "Bahá'í geben, sie brauchen nicht gefragt zu werden..."  
> 
> Dann sprach er über der Mashriqul-Adhkár in Ishkabad, über die Art und Weise, 
> wie er gebaut wurde, über eine Frau, die für 50 Cent am Tag Socken strickte und 
> 25 Cent für den Bau gab, über den armen Mann, der mit seiner Arbeit einen Dollar 
> je Tag verdiente und davon 50 Cent für den Tempelfonds gab. So wäre der Mash-
> riqul-Adhkár in Ishkabad entstanden und ich habe daraus geschlossen, daß der 
> Mashriqul-Adhkár in Amerika auf die gleiche Weise entstehen müßte...
> 
> 20
> Aus "The Dawning Place S.22, zitiert nach Mrs. True:
> 
> "Nun ist der Tag gekommen, an welchem das Bauwerk Gottes, das göttliche Hei-
> ligtum, der geistige Tempel in Amerika errichtet werden wird! Ich flehe zu Gott, den 
> standhaften Gläubigen beizustehen bei der Ausführung dieses großen Dienstes, 
> um mit ganzer Kraft dieses mächtige Werk, das in der ganzen Welt bekannt wer-
> den wird, verwirklichen zu können. Die Hilfe Gottes wird mit diesen Gläubigen sein, 
> auf daß sie erfolgreich seien bei ihrem Vorhaben, denn die Sache ist groß... weil 
> dies der erste Mashriqul-Adhkár in diesem Land ist und von ihm der Lobpreis Got-
> tes hinaufsteigen wird zum Königreich des Geheimnisses, und das Fanal Seiner 
> Erhabenheit und Größe wird in der ganzen Welt zu hören sein! Wer immer sich 
> erhebt zum Dienst an diesem Bauwerk, wird mit einer großen Macht Seines 
> Höchsten Königreiches bestätigt werden, und auf ihn werden geistige und himmli-
> sche Segnungen herniederkommen, die sein Herz mit wundersamem Trost erfül-
> len und die seine Augen durch das Erkennen des herrlichen und ewigen Gottes er-
> leuchten werden."
> 
> 21
> Aus "The Dawning Place" S.55, zitiert nach Mrs.True:
> 
> Die Beiträge vom Osten wurden von 'Abdu'l-Bahá ermutigt, Der die orientalischen 
> Bahá'í bat, "mit Bestreben diese Gelder zusammenzubringen, um sie in den Wes-
> ten zu senden, so daß weltweit bekannt und klar werden würde, daß die Bahá'í in 
> Ost und West die Mitglieder eines Haushaltes sind und die Kinder des Einen Got-
> tes". In Anerkennung der besonders großen Beiträge aus Persien schrieb Er:
> 
> "Von der Entstehung der Welt bis heute gab es kein einigendes Band zwischen 
> Persien und Amerika... Nun seht, welche Freude und Glück-seligkeit diese beiden 
> Regionen in kürzester Zeit mit einander verbunden haben!...
> 
> Die Geliebten im Osten sind mit Herz und Seele möglichst bestrebt, dazu beizu-
> tragen, obwohl sich die internen Verhältnisse in Persien im Verlauf der letzten Jah-
> re immer weiter verschlechtert haben. Die Revolution hat alle Lebensbedingungen 
> und -bereiche berührt. Es gibt weder Landwirtschaft, noch Handel oder Finanzwe-
> sen, statt dessen gibt es in allen Provinzen politischen Streit und Zwist zwischen 
> den Nationalisten und Konstitutionalisten. Deshalb sind die Freunde völlig mit ihren 
> eigenen Überlebensproblemen befaßt. Trotzdem sind sie bestrebt, zum Mashriqul-
> Adhkár in Chicago nach bestem Vermögen beizutragen, und daran werden sie es 
> bestimmt nicht fehlen lassen! Wenn Persien diesen Aufforderungen nachkommen 
> kann, wird der Beitrag der Geliebten ein würdiger sein. (note p. 283)
>  
> Im Oktober 1909, als Louise Waite, eine frühe Bahá'í aus Chicago, 'Abdu'l-Bahá in 
> 'Akka besuchte, sagte Er zu ihr: "Du mußt den Gläubigen im Westen sagen, daß 
> sie mit großer Liebe und Hingabe genauso hart arbeiten müssen, um dem Osten 
> ihre Anerkennung zu zeigen. Mrs. Waite beschrieb 'Abdu'l-Bahá die vielen Opfer, 
> die überall in Amerika für das Projekt geleistet wurden. Als er von der Arbeit der 
> Kinder hörte, so erinnert sie sich, "würden alle sich tausendfach entschädigt füh-
> len, wenn sie Sein voll Liebe und wirklicher Freude erleuchtetes Angesicht hätten 
> sehen können".
> 
> 22
> Aus "The Dawning Place" von B.W. Whitemore, p. 71
> 
> Während seiner Reise nach Amerika hatte 'Abdu'l-Bahá auch vorhergesagt, daß 
> die Höhe der Spenden für das Tempelprojekt dramatisch zurückgehen würden. 
> Aber, so sagte er, auf diesen Rückgang würde ein 'plötzlicher Anstieg' folgen. "Das 
> ist erforderlich, das ist Weisheit, das ist vorherbestimmt". 
> 
> 23
> Aus "The Dawning Place" von B.W. Whitemore, p. 88 
> 
> Als Er ('Abdu'l-Bahá) erfuhr, daß nur 150.000 $ für den Beginn des Tempel-
> bauwerks vorhanden waren, antwortete Er: "das reicht nur für das Fundament, ihr 
> müßt mehr Geld zusammenbekommen."
> 
> 24
>  Aus: BAHÁ'U'LLÁH   Verborgene Worte, pers. 11
>  
> 0 Sohn des Staubes!
> Werde blind, damit du Meine Schönheit schauest, 
> Werde taub, damit du den lieblichen Klang Meiner Stimme hörest.
> Lege alle Gelehrsamkeit ab, damit du an Meinem Wissen teilhabest.
> Löse dein Herz vom Besitz, damit du aus dem Meer Meines ewigen Reichtums ei-
> nen unvergänglichen Anteil gewinnest. 
> Werde blind, das heißt für alles außer Meiner Schönheit.
> Werde taub für alles außer Meinem Worte. 
> Lege alle Gelehrsamkeit ab außer dem Wissen von Mir,
> damit du mit klarem Auge, reinem Herzen und wachem Ohr den Hof Meiner Hei-
> ligkeit betrittst.
> 
>  
> 
> Anhang 2
> 
> Die Sterntaler
> ein Kinder- und Hausmärchen gesammelt durch die Gebrüder Grimm
> 
> Es war einmal ein kleines Mädchen, dem war Vater und Mutter gestorben, und es 
> war so arm, daß es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein 
> Bettchen mehr, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf 
> dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz ge-
> schenkt hatte. Es war aber gut und fromm. Und weil es so von aller Welt verlassen 
> war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Feld. Da begegnete ihm 
> ein armer Mann, der sprach: "Ach, gib mir etwas zu essen, ich bin so hungrig." Es 
> reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte: "Gott segne dir's", und ging wei-
> ter. Da kam ein Kind, das jammerte und sprach: "Es friert mich so an meinem Kop-
> fe, schenk mir etwas, womit ich ihn bedecken kann." Da tat es seine Mütze ab und 
> gab sie ihm. Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und 
> hatte kein Leibchen an und fror: da gab es ihm seins; und noch weiter, da bat eins 
> um ein Röcklein, das gab es auch von sich hin. Endlich gelangte es in einen Wald, 
> und es war schon dunkel geworden; da kam noch eins und bat um ein Hemdlein, 
> und das fromme Mädchen dachte: Es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand, du 
> kannst wohl dein Hemd weggeben, und zog das Hemd ab und gab es auch noch 
> hin. Und wie es so stand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal die Sterne 
> vom Himmel und waren lauter harte blanke Taler: und ob es gleich sein Hemdlein 
> weggegeben, so hatte es ein neues an, und das war vom allerfeinsten Linnen. Da 
> sammelte es sich die Taler hinein und war reich für sein Lebtag.
> 
>   BAHÁ'U'LLÁH,Brief an den Sohn des Wolfes, 1966, S.27
> 
>   Bahá'u'lláh Verborgene Worte, arab. 3 
>    'ABDU'L-BAHÁ  Briefe und Botschaften 194:2
>   BAHÁ'U'LLÁH Gebete und Meditationen 36:1
> 
>   Botschaften aus 'Akká 6:20
>   Bahá'u'lláh, WORTE DER WEISHEIT, S. 11
>   'ABDU'L-BAHÁ Briefe und Botschaften, Nr. 36: 5,6
>   'ABDU'L-BAHÁ Bahá'í-Briefe Nr. 39, Januar 1970, S.1046
> 
>   Verborgene Worte arab.Nr.68
>   'ABDU'L-BAHÁ Gebete 1984, Nr.198, S.254
>   'ABDU'L-BAHÁ Gebete 1984, Nr.198, S.254
>   'ABDU'L-BAHÁ Briefe und Botschaften, 79: 3; S. 138
> 
>    'ABDU'L-BAHÁ frei nach einem Briefwechsel über ein Treffen mit Ihm, Bahá´í News Nr.6 p 10, 15.6.1910 "Star of the 
> West 1910-1911
> 
>   BAHÁ'U'LLÁH Das Buch der Gewißheit (1978), S. 49 
> 
>   Bahá'u'lláh, Verborgene Worte arab. 62
>   'ABDU'L-BAHÁ Gebete 1984, Nr.198, S.254
>   Muhammad
>   'Abdu'l-Bahá: Briefe und Botschaften 63:4-11
>   Balyuzi: 'Abdu'l-Bahá, Band 1, Bahá´í-Verlag 1984, S. 449-451
> 
>   'Abdu'l-Bahá (Gebete, S.254/255 Nr. 198)
>   Huqúqu'lláh
>   'Abdu'l-Bahá, Briefe und Botschaften Nr.9
>   Balyuzi: 'Abdu'l-Bahá, Band 2, Bahá´í-Verlag 1984, S. 605-609
> 
>   vgl. Matth. 10:14; Mk. 6:11; Luk. 9:.5; 10:11
>   aus "Sendschreiben zum Göttlichen Plan", 19.4.1916; Ausgabe 1989, S.54/55
> 
>   'Abdu`l-Bahá; Bahá'í-Magazine, Vol.13, S.227/231;
> vgl. Bahá'í-Teachings of Economics, New York 1934, S. 8 ff., ziziert in Bahá'í-Briefe, Nr.39, 1970/1, S. 1046
> 
>   'Abdu'l-Bahá: Briefe und Botschaften, 36; 5,6 - S.93/94
> 
>   Aus Bahá'í-Magazin, Vol.13, S.227/231; vgl. Bahá'í-Teachings of Economics, New York 1934, S. 8 ff. 
> 
>   'Abdu'l-Bahá: Briefe und Botschaften 79,1-4; S.138/139
> 
>   'Abdu'l-Bahá: Briefe und Botschaften, 61;1,2; - S.117
> 
>   'Abdu'l-Bahá: Briefe und Botschaften, 62, S.117/118
> 
>   'Abdu'l-Bahá, Briefe und Botschaften, Nr.194 - S. 274
> 
>   Bahá'u'lláh, Gebete Nr. 99
> 
>   Bahá'í-News Nr.4., p. 9 in "Star of the West" I 1910/1911 
> 
>   Bahá'í-News Nr.5; p. 3/4  in Stars of the West I 1910/1911
>   Bahá'í News Nr.6; p. 9. in Star of the West I 1910-1911 
> 
> Ein Weg zu geistigem Reichtum - Gedanken zum Spenden von Günter Nicke 5
> Seite  5 von 37
> Ein Weg zu geistigem Reichtum - Gedanken zum Spenden von Günter Nicke 37
> Seite  37 von 33
>
> — *Ein Weg zu geistigem Reichtum*

