# 03 Das dritte Buch Mose (Levitikus)

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> Gesetz über Brandopfer
> 
> (vgl. Kap 6,1-6)
> 1:1    Und der HERR rief Mose und redete mit ihm aus der Stiftshütte und
> sprach:
> 
> 1:2    Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wer unter euch dem
> HERRN ein Opfer darbringen will, der bringe es von dem Vieh, von
> Rindern oder von Schafen und Ziegen.
> 
> 1:3    Will er ein Brandopfer darbringen von Rindern, so opfere er ein
> männliches Tier, das ohne Fehler ist, vor der Tür der Stiftshütte,
> damit es ihn wohlgefällig mache vor dem HERRN,
> Kap 17,4
> 
> 1:4    und lege seine Hand auf den Kopf des Brandopfers, damit es ihn
> wohlgefällig mache und für ihn Sühne schaffe.
> 
> 1:5    Dann soll er das Rind schlachten vor dem HERRN, und die Priester,
> Aarons Söhne, sollen das Blut herzubringen und ringsum an den Altar
> sprengen, der vor der Tür der Stiftshütte ist.
> 
> 1:6    Und er soll dem Brandopfer das Fell abziehen und es in seine Stücke
> zerlegen.
> Kap 7,8
> 
> 1:7    Und die Priester, Aarons Söhne, sollen ein Feuer auf dem Altar
> machen und Holz oben darauf legen
> 
> 1:8    und sollen die Stücke samt dem Kopf und dem Fett auf das Holz legen,
> das über dem Feuer auf dem Altar liegt.
> 
> 1:9    Die Eingeweide aber und die Schenkel soll er mit Wasser waschen, und
> der Priester soll das alles auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen.
> Das ist ein Brandopfer, ein Feueropfer zum lieblichen Geruch für
> den HERRN.
> 1. Mose 8,21; 2. Mose 29,18
> 
> 1:10   Will er aber von Schafen oder Ziegen ein Brandopfer darbringen, so
> opfere er ein männliches Tier, das ohne Fehler ist.
> 
> 1:11   Und er schlachte es an der Seite des Altars nach Norden zu vor dem
> HERRN. Und die Priester, Aarons Söhne, sollen das Blut ringsum an
> den Altar sprengen.
> 
> 1:12   Und er zerlege es in seine Stücke, und der Priester soll sie samt
> dem Kopf und dem Fett auf das Holz über dem Feuer legen, das auf dem
> Altar ist.
> 
> 1:13   Aber die Eingeweide und die Schenkel soll er mit Wasser waschen, und
> der Priester soll das alles auf dem Altar opfern und in Rauch
> aufgehen lassen. Das ist ein Brandopfer, ein Feueropfer zum
> lieblichen Geruch für den HERRN.
> 
> 1:14   Will er aber von Vögeln dem HERRN ein Brandopfer darbringen, so
> bringe er's von Turteltauben oder andern Tauben.
> 
> 1:15   Und der Priester soll's zum Altar bringen und ihm den Kopf abknicken
> und - er soll es ja auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen - das
> Blut ausbluten lassen an der Wand des Altars.
> 
> 1:16   Und den Kropf mit seinem Inhalt soll man neben dem Altar nach Osten
> zu auf den Aschenhaufen werfen
> 
> 1:17   und soll seine Flügel einreißen, aber nicht abbrechen. Und so soll's
> der Priester auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen auf dem Holz
> über dem Feuer. Das ist ein Brandopfer, ein Feueropfer zum
> lieblichen Geruch für den HERRN.
> 
>          Gesetz über Speisopfer
> 
> (vgl. Kap 6,7-11)
> 2:1     Wenn jemand dem HERRN ein Speisopfer darbringen will, so soll es
> von feinstem Mehl sein, und er soll Öl darauf gießen und Weihrauch
> darauf legen
> (1-3) Kap 7,10;  4. Mose 15,4
> 
> 2:2    und es bringen zu den Priestern, Aarons Söhnen. Und der Priester
> soll eine Handvoll nehmen von dem Mehl und Öl samt dem ganzen
> Weihrauch und es als Gedenkopfer in Rauch aufgehen lassen auf dem
> Altar als ein Feueropfer zum lieblichen Geruch für den HERRN.
> 
> 2:3    Das übrige aber vom Speisopfer soll Aaron und seinen Söhnen gehören
> als ein Hochheiliges von den Feueropfern des HERRN.
> Kap 6,22
> 
> 2:4     Willst du aber als Speisopfer etwas im Ofen Gebackenes darbringen,
> so nimm Kuchen von feinstem Mehl, ungesäuert, mit Öl vermengt, oder
> ungesäuerte Fladen, mit Öl bestrichen.
> (4-10) Kap 7,9
> 
> 2:5    Ist aber dein Speisopfer etwas auf der Pfanne Gebackenes, so soll's
> von ungesäuertem Mehl sein, mit Öl vermengt,
> 
> 2:6    und du sollst es in Stücke zerteilen und Öl darauf gießen. Das ist
> ein Speisopfer.
> 
> 2:7    Ist aber dein Speisopfer etwas im Tiegel Bereitetes, so sollst du es
> von feinstem Mehl mit Öl machen
> 
> 2:8    und sollst das Speisopfer, das du davon bereitet hast, dem HERRN
> darbringen und sollst es zu dem Priester bringen, und der soll damit
> zu dem Altar treten.
> 
> 2:9    Und der Priester soll von dem Speisopfer das Gedenkopfer abheben und
> in Rauch aufgehen lassen auf dem Altar als ein Feueropfer zum
> lieblichen Geruch für den HERRN.
> 
> 2:10   Das übrige aber soll Aaron und seinen Söhnen gehören als ein
> Hochheiliges von den Feueropfern des HERRN.
> 
> 2:11   Alle Speisopfer, die ihr dem HERRN opfern wollt, sollt ihr ohne
> Sauerteig machen; denn weder Sauerteig noch Honig sollt ihr dem
> HERRN zum Feueropfer in Rauch aufgehen lassen.
> 
> 2:12   Als Erstlingsgabe mögt ihr sie dem HERRN bringen; aber auf den
> Altar sollen sie nicht kommen zum lieblichen Geruch.
> 4. Mose 18,12-13; 2. Chr 31,5
> 
> 2:13   Alle deine Speisopfer sollst du salzen, und dein Speisopfer soll
> niemals ohne Salz des Bundes deines Gottes sein; bei allen deinen
> Opfern sollst du Salz darbringen.
> 4. Mose 18,19; 2. Chr 13,5
> 
> 2:14   Willst du aber ein Speisopfer dem HERRN darbringen von den ersten
> Früchten, so sollst du Ähren am Feuer rösten, die Körner zerstoßen
> und darbringen als das Speisopfer deiner ersten Früchte
> 5. Mose 26,2-11
> 
> 2:15   und sollst Öl darauf tun und Weihrauch darauf legen. Das ist ein
> Speisopfer.
> 
> 2:16   Und der Priester soll das Gedenkopfer von dem Zerstoßenen und vom Öl
> mit dem ganzen Weihrauch in Rauch aufgehen lassen als ein Feueropfer
> für den HERRN.
> 
>          Gesetz über Dankopfer
> 
> (vgl. Kap 7,11-21; 7,28-34)
> 3:1    Ist aber sein Opfer ein Dankopfer und will er ein Rind darbringen,
> es sei ein männliches oder ein weibliches, so soll er vor dem HERRN
> ein Tier opfern, das ohne Fehler ist.
> 
> 3:2    Und er soll seine Hand auf den Kopf seines Opfers legen und es
> schlachten vor der Tür der Stiftshütte. Und die Priester, Aarons
> Söhne, sollen das Blut ringsum an den Altar sprengen.
> 
> 3:3    Und er soll von dem Dankopfer dem HERRN ein Feueropfer darbringen,
> nämlich das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett an den
> Eingeweiden,
> 
> 3:4    die beiden Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und
> den Lappen an der Leber; an den Nieren soll er ihn ablösen.
> 
> 3:5    Und Aarons Söhne sollen es in Rauch aufgehen lassen auf dem Altar
> zum Brandopfer auf dem Holz, das über dem Feuer liegt, als ein
> Feueropfer zum lieblichen Geruch für den HERRN.
> 
> 3:6    Will er aber dem HERRN ein Dankopfer vom Kleinvieh darbringen, es
> sei ein männliches oder ein weibliches Tier, so soll es ohne Fehler
> sein.
> 
> 3:7    Ist es ein Lamm, so soll er's vor den HERRN bringen
> 
> 3:8    und soll seine Hand auf den Kopf seines Opfers legen und es
> schlachten vor der Stiftshütte. Und die Söhne Aarons sollen sein
> Blut ringsum an den Altar sprengen.
> 
> 3:9    Und er soll von dem Dankopfer dem HERRN ein Feueropfer darbringen,
> nämlich sein Fett, den ganzen Fettschwanz, vom Rückgrat abgelöst,
> dazu das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett an den
> Eingeweiden,
> 
> 3:10   die beiden Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und
> den Lappen an der Leber; an den Nieren soll er ihn ablösen.
> 
> 3:11   Und der Priester soll es in Rauch aufgehen lassen auf dem Altar als
> Feueropferspeise für den HERRN.
> 
> 3:12   Ist aber sein Opfer eine Ziege, so bringe er sie vor den HERRN
> 
> 3:13   und lege seine Hand auf ihren Kopf und schlachte sie vor der
> Stiftshütte. Und die Söhne Aarons sollen das Blut ringsum an den
> Altar sprengen.
> 
> 3:14   Und er soll davon sein Opfer darbringen, ein Feueropfer für den
> HERRN, nämlich das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett
> an den Eingeweiden,
> 
> 3:15   die beiden Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und
> den Lappen an der Leber; an den Nieren soll er ihn ablösen.
> 
> 3:16   Und der Priester soll es in Rauch aufgehen lassen auf dem Altar als
> Feueropferspeise zum lieblichen Geruch. Alles Fett ist für den
> HERRN.
> 
> 3:17   Das sei eine ewige Ordnung für eure Nachkommen, überall, wo ihr
> wohnt, daß ihr weder Fett noch Blut esset.
> Kap 7,23; 7,26; 17,10-14; 1. Mose 9,4; 5. Mose 12,16; 12,23
> Apg 15,20; 15,29
> 
>          Gesetz über Sündopfer
> 
> 4:1    Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 4:2    Rede mit den Israeliten und sprich: Wenn jemand aus Versehen gegen
> irgendein Gebot des HERRN sündigte und täte, was er nicht tun
> sollte:
> 
> 4:3    wenn etwa der Priester, der gesalbt ist, sündigte, so daß er eine
> Schuld auf das Volk brächte, so soll er für seine Sünde, die er
> getan hat, einen jungen Stier darbringen, der ohne Fehler ist, dem
> HERRN zum Sündopfer.
> 
> 4:4    Und er soll den Stier vor die Tür der Stiftshütte bringen vor den
> HERRN und seine Hand auf den Kopf des Stieres legen und ihn
> schlachten vor dem HERRN.
> 
> 4:5    Und der Priester, der gesalbt ist, soll vom Blut des Stieres nehmen
> und es in die Stiftshütte bringen
> 
> 4:6    und soll seinen Finger in das Blut tauchen und damit siebenmal
> sprengen vor dem HERRN, an den Vorhang im Heiligen.
> Kap 9,9
> 
> 4:7    Und soll vor dem HERRN etwas von dem Blut an die Hörner des
> Räucheraltars tun, der in der Stiftshütte steht, und alles andere
> Blut an den Fuß des Brandopferaltars gießen, der vor der Tür der
> Stiftshütte steht.
> 2. Mose 30,1; 30,6;  2. Mose 40,6
> 
> 4:8    Und alles Fett des Sündopfers soll er abheben, nämlich das Fett, das
> die Eingeweide bedeckt, und alles Fett an den Eingeweiden,
> 
> 4:9    die beiden Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und
> den Lappen an der Leber, an den Nieren abgelöst,
> 
> 4:10   gleichwie man es abhebt vom Rind beim Dankopfer, und soll es in
> Rauch aufgehen lassen auf dem Brandopferaltar.
> 
> 4:11    Aber das Fell des Stieres mit allem Fleisch samt Kopf und Schenkeln
> und die Eingeweide und den Mist,
> (11 und 12) Kap 8,17
> 
> 4:12   das soll er alles hinaustragen aus dem Lager an eine reine Stätte,
> wo man die Asche hinschüttet, und soll's verbrennen auf dem Holz mit
> Feuer.
> Kap 6,4
> 
> 4:13    Wenn aber die ganze Gemeinde Israel aus Versehen sich versündigte
> und die Tat vor ihren Augen verborgen wäre, wenn sie gegen irgendein
> Gebot des HERRN gehandelt hätten, was sie nicht tun sollten, und so
> sich verschuldet hätten,
> (13-21) 4. Mose 15,22-26
> 
> 4:14   und sie würden danach ihrer Sünde inne, die sie getan hätten, so
> sollen sie einen jungen Stier darbringen als Sündopfer und vor die
> Tür der Stiftshütte stellen.
> 
> 4:15   Und die Ältesten der Gemeinde sollen ihre Hände auf seinen Kopf
> legen vor dem HERRN und den Stier schlachten vor dem HERRN.
> 
> 4:16   Und der Priester, der gesalbt ist, soll Blut von dem Stier in die
> Stiftshütte bringen
> 
> 4:17   und mit seinem Finger hineintauchen und siebenmal sprengen vor dem
> HERRN, an den Vorhang.
> 
> 4:18   Und er soll etwas von dem Blut an die Hörner des Altars tun, der vor
> dem HERRN steht in der Stiftshütte, und alles andere Blut an den Fuß
> des Brandopferaltars gießen, der vor der Tür der Stiftshütte steht.
> 
> 4:19   All sein Fett aber soll er abheben und auf dem Altar in Rauch
> aufgehen lassen
> 
> 4:20   und soll mit dem Stier tun, wie er mit dem Stier des Sündopfers
> getan hat. So soll der Priester die Sühnung für sie vollziehen, und
> ihnen wird vergeben.
> 
> 4:21   Und er soll den Stier hinaus vor das Lager tragen und verbrennen,
> wie er den vorigen Stier verbrannt hat. Das ist das Sündopfer der
> Gemeinde.
> Vers 11 und 12
> 
> 4:22   Wenn aber ein Stammesfürst sündigt und aus Versehen irgend etwas
> gegen des HERRN, seines Gottes, Gebote tut, was er nicht tun sollte,
> und so sich verschuldet
> 
> 4:23   und wird seiner Sünde inne, die er getan hat, so soll er zum Opfer
> bringen einen Ziegenbock ohne Fehler
> 
> 4:24   und seine Hand auf den Kopf des Bockes legen und ihn schlachten an
> der Stätte, wo man die Brandopfer schlachtet vor dem HERRN; es ist
> ein Sündopfer.
> 
> 4:25   Da soll dann der Priester mit seinem Finger etwas von dem Blut des
> Sündopfers nehmen und es an die Hörner des Brandopferaltars tun und
> das andere Blut an den Fuß des Brandopferaltars gießen.
> 
> 4:26   Und all sein Fett soll er auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen
> gleichwie das Fett des Dankopfers. So soll der Priester die Sühnung
> für ihn vollziehen, und ihm wird vergeben.
> 
> 4:27    Wenn aber sonst jemand aus dem Volk aus Versehen sündigt, daß er
> gegen irgendeines der Gebote des HERRN handelt, was er nicht tun
> sollte, und so sich verschuldet
> (27 und 28) 4. Mose 15,27-28
> 
> 4:28   und seiner Sünde innewird, die er getan hat, so soll er zum Opfer
> eine Ziege bringen ohne Fehler für die Sünde, die er getan hat,
> 
> 4:29   und soll seine Hand auf den Kopf des Sündopfers legen und es
> schlachten an der Stätte des Brandopfers.
> 
> 4:30   Und der Priester soll mit seinem Finger etwas von dem Blut nehmen
> und an die Hörner des Brandopferaltars tun und alles andere Blut an
> den Fuß des Altars gießen.
> 
> 4:31   All sein Fett aber soll er abheben, wie man das Fett des Dankopfers
> abhebt, und soll es in Rauch aufgehen lassen auf dem Altar zum
> lieblichen Geruch für den HERRN. So soll der Priester die Sühnung
> für ihn vollziehen, und ihm wird vergeben.
> Kap 3,14-15
> 
> 4:32   Will er aber ein Schaf zum Sündopfer bringen, so bringe er ein
> weibliches, das ohne Fehler ist,
> 
> 4:33   und lege seine Hand auf den Kopf des Sündopfers und schlachte es zum
> Sündopfer an der Stätte, wo man die Brandopfer schlachtet.
> 
> 4:34   Und der Priester soll mit seinem Finger etwas von dem Blut nehmen
> und an die Hörner des Brandopferaltars tun und alles andere Blut an
> den Fuß des Altars gießen.
> 
> 4:35   Aber all sein Fett soll er abheben, wie man das Fett vom Schaf des
> Dankopfers abhebt, und soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen
> lassen als Feueropfer für den HERRN. So soll der Priester die
> Sühnung für ihn vollziehen für die Sünde, die er getan hat, und ihm
> wird vergeben.
> 
>   5:1    Wenn jemand damit sündigt, daß er den Fluch aussprechen hört und
> Zeuge ist, weil er es gesehen oder erfahren hat, es aber nicht
> anzeigt und so sich verschuldet;
> Bei einem ungeklärten Verbrechen wurden verflucht: der unbekannte
> Täter und alle, die als Mitwisser ihr Zeugnis zurückhalten (Ri 17,2;
> Spr 29,24).
> 
> 5:2    oder wenn jemand etwas Unreines anrührt, es sei ein Aas von einem
> unreinen Wild oder Vieh oder Gewürm, und wußte es nicht und wird's
> inne und hat sich so verschuldet;
> Kap 11,24
> 
> 5:3    oder wenn er einen Menschen in dessen Unreinheit anrührt, in
> irgendeiner Unreinheit, womit der Mensch unrein werden kann, und
> wußte es nicht und wird's inne und hat sich so verschuldet;
> 4. Mose 19,13; 19,20
> 
> 5:4    oder wenn jemand schwört, daß ihm über die Lippen fährt, er wolle
> Schaden oder Gutes tun, wie denn einem Menschen ein Schwur entfahren
> mag, und er bedachte es nicht und er wird's inne und hat sich so
> oder so schuldig gemacht:
> 
> 5:5    wenn's also geschieht, daß er sich so oder so schuldig gemacht hat,
> so soll er bekennen, womit er gesündigt hat,
> Kap 16,21; 4. Mose 5,7; Jos 7,20
> 
> 5:6    und soll als Buße für diese seine Sünde, die er getan hat, dem HERRN
> darbringen von der Herde ein Muttertier, Schaf oder Ziege, zum
> Sündopfer, daß der Priester die Sühnung für ihn vollziehe wegen
> seiner Sünde.
> 
> 5:7    Vermag er aber nicht ein Schaf zu geben, so bringe er dem HERRN für
> seine Schuld, die er getan hat, zwei Turteltauben oder zwei andere
> Tauben, die eine zum Sündopfer, die andere zum Brandopfer,
> 
> 5:8    und bringe sie dem Priester. Der soll die erste als Sündopfer
> darbringen und ihr den Kopf abknicken hinter dem Genick und nicht
> ganz abtrennen,
> 
> 5:9    und er sprenge etwas von dem Blut des Sündopfers an die Seite des
> Altars und lasse das übrige Blut ausbluten am Fuße des Altars; es
> ist ein Sündopfer.
> 
> 5:10   Die andere Taube aber soll er als Brandopfer darbringen der Ordnung
> gemäß. So soll der Priester die Sühnung für ihn vollziehen wegen
> seiner Sünde, die er getan hat, und ihm wird vergeben.
> 
> 5:11   Vermag er aber auch nicht zwei Turteltauben oder zwei andere Tauben
> zu geben, so bringe er für seine Sünde als sein Opfer ein Zehntel
> Scheffel feinstes Mehl als Sündopfer dar. Er soll aber kein Öl
> darauf gießen noch Weihrauch darauf tun; denn es ist ein Sündopfer.
> 
> 5:12   Und er soll es zum Priester bringen. Der Priester aber soll eine
> Handvoll davon nehmen als Gedenkopfer und in Rauch aufgehen lassen
> auf dem Altar zum Feueropfer für den HERRN; es ist ein Sündopfer.
> 
> 5:13   So soll der Priester wegen seiner Sünde, die er in einem jener Fälle
> getan hat, die Sühnung für ihn vollziehen, und ihm wird vergeben.
> Und das übrige soll dem Priester gehören wie beim Speisopfer.
> Kap 2,3
> 
> Vom Schuldopfer
> 
> (vgl. Kap 7,1-10)
> 5:14   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 5:15   Wenn jemand sich vergreift und aus Versehen sich versündigt an dem,
> was dem HERRN geweiht ist, so soll er für seine Schuld dem HERRN
> einen Widder ohne Fehler von der Herde bringen, nach deiner
> Schätzung zwei Silberstücke wert nach dem Gewicht des Heiligtums,
> als Schuldopfer.
> 
> 5:16   Dazu soll er, was er gesündigt hat an dem Geweihten, erstatten und
> den fünften Teil hinzufügen und es dem Priester geben. Der soll die
> Sühnung für ihn vollziehen mit dem Widder des Schuldopfers, so wird
> ihm vergeben.
> Vers 23 und 24; Kap 22,14; 27,13
> 
> 5:17   Wenn jemand sündigt und handelt gegen irgendein Gebot des HERRN, was
> er nicht tun sollte, und hat es nicht gewußt und versündigt sich und
> lädt eine Schuld auf sich,
> 
> 5:18   so soll er zum Priester einen Widder bringen von der Herde, ohne
> Fehler, nach deiner Schätzung als Schuldopfer. Der soll die Sühnung
> für ihn vollziehen für das, was er versehen hat, ohne daß er es
> wußte, so wird ihm vergeben.
> 
> 5:19   Das ist ein Schuldopfer; verschuldet hat er sich an dem HERRN.
> 
> 5:20   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> Abweichende Verszählung statt 5,20-26: 6,1-17.
> 
> 5:21    Wenn jemand sündigte und sich damit an dem HERRN vergriffe, daß er
> seinem Nächsten ableugnet, was ihm dieser anvertraut hat oder was
> ihm zu treuer Hand gegeben ist oder was er mit Gewalt genommen oder
> mit Unrecht an sich gebracht hat,
> (21-26) 4. Mose 5,6-8
> 
> 5:22   oder wenn er etwas Verlorenes gefunden hat und es ableugnet und
> einen falschen Eid schwört über irgend etwas, worin ein Mensch gegen
> seinen Nächsten Sünde tut:
> 
> 5:23   wenn es so geschieht, daß er sündigt und sich verschuldet, so soll
> er wiedergeben, was er mit Gewalt genommen oder mit Unrecht an sich
> gebracht oder was ihm anvertraut war oder was er gefunden hatte
> Hes 33,15
> 
> 5:24   oder worüber er den falschen Eid geschworen hat; das soll er alles
> ganz wiedergeben und darüber hinaus den fünften Teil. Dem soll er's
> geben, dem es gehört, an dem Tag, wenn er sein Schuldopfer
> darbringt.
> 
> 5:25   Aber für seine Schuld soll er dem HERRN einen Widder ohne Fehler von
> der Herde zu dem Priester bringen nach deiner Schätzung als
> Schuldopfer.
> 
> 5:26   So soll der Priester die Sühnung für ihn vollziehen vor dem HERRN,
> und ihm wird alles vergeben, was er getan und womit er sich
> verschuldet hat.
> 
>          Von Brand-, Speis- und Sündopfern
> 
> 6:1    Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> Abweichende Verszählung statt 6,1-23: 6,8-30.
> 
> 6:2    Gebiete Aaron und seinen Söhnen und sprich: Dies ist das Gesetz
> über das Brandopfer. Das Brandopfer soll bleiben auf dem Herd des
> Altars die ganze Nacht bis zum Morgen, und es soll des Altars Feuer
> brennend darauf erhalten werden.
> Kap 1,1-17
> 
> 6:3    Und der Priester soll sein leinenes Gewand anziehen und die
> leinenen Beinkleider für seine Blöße und soll die Asche wegnehmen,
> die das Feuer des Brandopfers auf dem Altar gemacht hat, und soll
> sie neben den Altar schütten
> 2. Mose 28,42
> 
> 6:4    und soll danach seine Kleider ausziehen und andere Kleider anziehen
> und die Asche hinaustragen aus dem Lager an eine reine Stätte.
> Kap 4,12
> 
> 6:5    Das Feuer auf dem Altar soll brennen und nie verlöschen. Der
> Priester soll alle Morgen Holz darauf anzünden und oben darauf das
> Brandopfer zurichten und das Fett der Dankopfer oben darauf in Rauch
> aufgehen lassen.
> 
> 6:6    Ständig soll das Feuer auf dem Altar brennen und nie verlöschen.
> 
> 6:7    Und dies ist das Gesetz des Speisopfers. Aarons Söhne sollen es
> bringen vor den HERRN an den Altar.
> Kap 2,1-16
> 
> 6:8    Es soll einer abheben eine Handvoll vom Mehl des Speisopfers und vom
> Öl und den ganzen Weihrauch, der auf dem Speisopfer liegt, und
> soll's in Rauch aufgehen lassen auf dem Altar zum lieblichen Geruch
> als Gedenkopfer für den HERRN.
> 
> 6:9    Das übrige aber sollen Aaron und seine Söhne verzehren; sie sollen
> es ungesäuert essen an heiliger Stätte im Vorhof der Stiftshütte.
> 
> 6:10   Sie sollen es nicht mit Sauerteig backen; denn es ist ihr Anteil,
> den ich ihnen gegeben habe von meinen Feueropfern. Es ist ein
> Hochheiliges gleichwie das Sündopfer und das Schuldopfer.
> 
> 6:11   Wer männlich ist unter den Nachkommen Aarons, der soll's essen. Das
> sei ein ewiges Anrecht für eure Nachkommen an den Feueropfern des
> HERRN. Wer sie anrührt, soll dem Heiligtum gehören.
> 
> 6:12   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 6:13   Dies soll das Opfer Aarons und seiner Söhne sein, das sie dem HERRN
> opfern sollen am Tage ihrer Salbung: ein Zehntel Scheffel feinstes
> Mehl, das tägliche Speisopfer, die eine Hälfte morgens, die andere
> abends.
> Kap 7,37; 2. Mose 29,1-37
> 
> 6:14   In der Pfanne sollst du es mit Öl bereiten; durchgeröstet sollst du
> es herbeibringen, und in Stücke gebrochen sollst du es opfern zum
> lieblichen Geruch für den HERRN.
> 
> 6:15   Und der Priester, der unter Aarons Söhnen an seiner Statt gesalbt
> wird, soll solches tun. Das ist ein ewiges Anrecht des HERRN. Als
> Ganzopfer soll es verbrannt werden;
> 
> 6:16   denn jedes Speisopfer eines Priesters soll als Ganzopfer verbrannt
> und nicht gegessen werden.
> 
> 6:17   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 6:18   Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: Dies ist das Gesetz des
> Sündopfers. An der Stätte, wo du das Brandopfer schlachtest, sollst
> du auch das Sündopfer schlachten vor dem HERRN. Es ist ein
> Hochheiliges.
> Kap 4,1-35
> 
> 6:19   Der Priester, der das Sündopfer darbringt, soll es essen an heiliger
> Stätte im Vorhof der Stiftshütte;
> 
> 6:20   wer das Fleisch des Opfers anrührt, soll dem Heiligtum gehören. Und
> wer von seinem Blut ein Kleid besprengt, der soll das besprengte
> Stück waschen an heiliger Stätte.
> 
> 6:21   Und den irdenen Topf, darin es gekocht ist, soll man zerbrechen.
> Ist's aber ein kupferner Topf, so soll man ihn scheuern und mit
> Wasser spülen.
> 
> 6:22   Wer männlich ist in den Familien der Priester, darf davon essen; es
> ist ein Hochheiliges.
> 
> 6:23   Aber von allen Sündopfern, von deren Blut etwas in die Stiftshütte
> gebracht worden ist, um die Sühnung zu vollziehen im Heiligen, soll
> man nichts essen, sondern sie mit Feuer verbrennen.
> 
>          Weitere Opfergesetze
> 
> 7:1    Und dies ist das Gesetz des Schuldopfers. Es ist ein Hochheiliges.
> Kap 5,14-26
> 
> 7:2    An der Stätte, wo man das Brandopfer schlachtet, soll man auch das
> Schuldopfer schlachten und sein Blut ringsum an den Altar sprengen.
> Kap 1,3; 1,5
> 
> 7:3     Und all sein Fett soll man opfern, den Fettschwanz und das Fett,
> das die Eingeweide bedeckt,
> (3 und 4) Kap 3,9-10
> 
> 7:4    die beiden Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und
> den Lappen an der Leber; an den Nieren soll er ihn ablösen.
> 
> 7:5    Und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen zum
> Feueropfer für den HERRN; es ist ein Schuldopfer.
> 
> 7:6    Wer männlich ist unter den Priestern, soll das essen an heiliger
> Stätte; es ist ein Hochheiliges.
> 
> 7:7    Wie das Sündopfer, so soll auch das Schuldopfer sein; für beide soll
> ein und dasselbe Gesetz gelten; sie sollen dem Priester gehören, der
> damit die Sühnung vollzieht.
> 
> 7:8    Dem Priester, der jemandes Brandopfer opfert, soll das Fell des
> Brandopfers gehören, das er geopfert hat.
> Kap 1,6
> 
> 7:9    Und alle Speisopfer, die im Ofen oder im Tiegel oder in der Pfanne
> gebacken sind, sollen dem Priester gehören, der sie opfert
> Kap 2,4-5; 2,7
> 
> 7:10   Aber alle Speisopfer, die mit Öl vermengt oder trocken sind, sollen
> allen Söhnen Aarons gehören, einem wie dem andern.
> Kap 2,1-3
> 
> 7:11   Und dies ist das Gesetz des Dankopfers, das man dem HERRN opfert.
> Kap 3,1-17
> 
> 7:12    Wollen sie es als Lobopfer darbringen, so sollen sie außer dem
> Schlachtopfer ungesäuerte Kuchen opfern, mit Öl vermengt, und
> ungesäuerte Fladen, mit Öl bestrichen, und feinstes Mehl,
> durchgerührt, als Kuchen mit Öl vermengt.
> (12-15) Kap 19,5-8; 22,29-30
> 
> 7:13   Sie sollen aber solche Opfergabe darbringen nebst Kuchen von
> gesäuertem Brot zu ihrem Lob- und Dankopfer,
> 
> 7:14   und zwar sollen sie je ein Teil als Opfergabe für den HERRN
> darbringen; es soll dem Priester gehören, der das Blut des
> Dankopfers sprengt.
> 
> 7:15   Und das Fleisch ihres Lob- und Dankopfers soll an demselben Tage
> gegessen werden, an dem es geopfert wird, und soll nichts
> übriggelassen werden bis zum Morgen.
> 
> 7:16   Ist es aber ein Gelübde oder freiwilliges Opfer, so soll es zwar an
> demselben Tage, da es geopfert ist, gegessen werden; wenn aber etwas
> übrigbleibt, darf man's am andern Tage essen.
> 
> 7:17   Aber was vom geopferten Fleisch am dritten Tage noch übrig ist, soll
> mit Feuer verbrannt werden.
> 
> 7:18   Und wenn jemand am dritten Tage essen wird von dem geopferten
> Fleisch seines Dankopfers, so wird es nicht wohlgefällig sein, und
> dem, der es geopfert hat, wird es auch nicht zugerechnet werden,
> sondern es wird ein Greuel sein; und wer davon ißt, der lädt eine
> Schuld auf sich.
> 
> 7:19   Auch das Fleisch, das mit etwas Unreinem in Berührung gekommen ist,
> soll nicht gegessen, sondern mit Feuer verbrannt werden. Jeder, der
> rein ist, darf vom Opferfleisch essen.
> 
> 7:20   Wer aber essen wird von dem Fleisch des Dankopfers, das dem HERRN
> gehört, und hat eine Unreinheit an sich, der wird ausgerottet werden
> aus seinem Volk.
> 
> 7:21   Und wenn jemand mit etwas Unreinem in Berührung gekommen ist, es sei
> ein unreiner Mensch, ein unreines Vieh oder was sonst ein Greuel
> ist, und dann vom Fleisch des Dankopfers ißt, das dem HERRN gehört,
> der wird ausgerottet werden aus seinem Volk.
> 
> 7:22   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 7:23   Rede mit den Israeliten und sprich: Ihr sollt kein Fett essen von
> Stieren, Schafen und Ziegen.
> Kap 3,17
> 
> 7:24   Das Fett von gefallenen und zerrissenen Tieren dürft ihr zwar zu
> allerlei benutzen; aber essen dürft ihr's nicht.
> 2. Mose 22,30
> 
> 7:25   Denn wer das Fett ißt von solchen Tieren, von denen man dem HERRN
> Feueropfer bringt, der wird ausgerottet werden aus seinem Volk.
> 
> 7:26   Ihr sollt auch kein Blut essen, weder vom Vieh noch von Vögeln,
> überall, wo ihr wohnt.
> 
> 7:27   Jeder, der Blut ißt, wird ausgerottet werden aus seinem Volk.
> 
> 7:28   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 7:29   Rede mit den Israeliten und sprich: Wer dem HERRN sein Dankopfer
> darbringen will, der soll herzubringen, was vom Dankopfer dem HERRN
> gehört.
> 
> 7:30   Er soll es aber mit eigener Hand herzubringen zum Feueropfer für den
> HERRN; nämlich das Fett soll er bringen samt der Brust, um sie als
> ein Schwingopfer zu schwingen vor dem HERRN.
> 2. Mose 29,24
> 
> 7:31   Und der Priester soll das Fett in Rauch aufgehen lassen auf dem
> Altar, aber die Brust soll Aaron und seinen Söhnen gehören.
> 
> 7:32   Und die rechte Keule sollt ihr dem Priester geben zum Hebopfer von
> ihren Dankopfern.
> Kap 9,21
> 
> 7:33   Wer von Aarons Söhnen das Blut und das Fett der Dankopfer opfert,
> dem soll die rechte Keule gehören als sein Anteil.
> 
> 7:34   Denn die Brust des Schwingopfers und die Keule des Hebopfers nehme
> ich von den Israeliten, von ihren Dankopfern, und gebe sie dem
> Priester Aaron und seinen Söhnen als ewiges Anrecht bei den
> Israeliten.
> 
> 7:35   Das ist der Anteil Aarons und seiner Söhne an den Feueropfern des
> HERRN, der ihnen bestimmt wurde an dem Tage, da der HERR sie sich
> nahen ließ, damit sie seine Priester seien,
> 
> 7:36   der Anteil, von dem der HERR an dem Tage, da er sie salbte, gebot,
> daß er ihnen gegeben werden sollte von den Israeliten als ewiges
> Anrecht bei allen ihren Nachkommen.
> 
> 7:37   Das ist das Gesetz des Brandopfers, des Speisopfers, des Sündopfers,
> des Schuldopfers, des Einsetzungsopfers und des Dankopfers,
> 
> 7:38   wie der HERR es Mose gebot auf dem Berge Sinai an dem Tage, da er
> den Israeliten befahl, ihre Opfer dem HERRN zu opfern in der Wüste
> Sinai.
> 
>          Mose weiht Aaron und seine Söhne zum Priesteramt
> 
> (vgl. 2. Mose 29,1-37)
> 8:1    Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 8:2     Nimm Aaron und seine Söhne und die Kleider und das Salböl und den
> jungen Stier zum Sündopfer, die beiden Widder und den Korb mit
> ungesäuertem Brot
> (2-5) 2. Mose 28,39-43
> 
> 8:3    und versammle die ganze Gemeinde vor der Tür der Stiftshütte.
> 
> 8:4    Mose tat, wie ihm der HERR geboten hatte, und versammelte die
> Gemeinde vor der Tür der Stiftshütte
> 
> 8:5    und sprach zu ihnen: Dies ist's, was der HERR geboten hat zu tun.
> 
> 8:6    Und Mose ließ herzutreten Aaron und seine Söhne und wusch sie mit
> Wasser
> 
> 8:7    und legte ihm das leinene Gewand an und gürtete ihn mit dem Gürtel
> und zog ihm das Obergewand an und tat ihm den Priesterschurz um und
> gürtete ihn mit dem Gurt des Schurzes.
> 
> 8:8    Dann tat er ihm die Brusttasche an und legte in die Tasche die Lose
> »Licht und Recht«
> 2. Mose 28,30
> 
> 8:9    und setzte ihm den Kopfbund auf sein Haupt und befestigte an dem
> Kopfbund vorn das goldene Stirnblatt, den heiligen Reif, wie der
> HERR es Mose geboten hatte.
> 2. Mose 28,36-38; 39,30
> 
> 8:10   Und Mose nahm das Salböl und salbte das Heiligtum und alles, was
> darin war, und weihte es;
> 2. Mose 30,25-26
> 
> 8:11   er sprengte damit siebenmal an den Altar und salbte den Altar mit
> all seinem Gerät und das Becken mit seinem Gestell, daß alles
> geweiht würde.
> 
> 8:12   Und er goß von dem Salböl auf Aarons Haupt und salbte ihn, daß er
> geweiht würde,
> 
> 8:13   und brachte herzu Aarons Söhne und zog ihnen das leinene Gewand an
> und gürtete sie mit dem Gürtel und setzte ihnen hohe Mützen auf, wie
> ihm der HERR geboten hatte.
> 
> 8:14   Und er ließ herzuführen den Stier zum Sündopfer. Und Aaron und
> seine Söhne legten ihre Hände auf seinen Kopf.
> Kap 4,1-12
> 
> 8:15   Und Mose schlachtete ihn und nahm das Blut und tat es mit seinem
> Finger ringsum auf die Hörner des Altars und entsündigte den Altar
> und goß das Blut an den Fuß des Altars und weihte ihn, indem er ihn
> entsühnte.
> 
> 8:16   Und er nahm alles Fett am Eingeweide, den Lappen an der Leber und
> die beiden Nieren mit dem Fett daran und ließ es in Rauch aufgehen
> auf dem Altar.
> 
> 8:17   Aber den Stier mit seinem Fell, dem Fleisch und dem Mist verbrannte
> er mit Feuer draußen vor dem Lager, wie ihm der HERR geboten hatte.
> 
> 8:18   Und er brachte herzu den einen Widder zum Brandopfer. Und Aaron und
> seine Söhne legten ihre Hände auf seinen Kopf.
> Kap 1,10-13
> 
> 8:19   Und Mose schlachtete ihn und sprengte das Blut ringsum an den Altar,
> 
> 8:20   zerlegte den Widder in seine Stücke und verbrannte den Kopf, die
> Stücke und das Fett
> 
> 8:21   und wusch die Eingeweide und Schenkel mit Wasser und ließ dann den
> ganzen Widder in Rauch aufgehen auf dem Altar. Das war ein
> Brandopfer zum lieblichen Geruch, ein Feueropfer für den HERRN, wie
> ihm der HERR geboten hatte.
> 
> 8:22   Er brachte auch herzu den andern Widder zum Einsetzungsopfer. Und
> Aaron und seine Söhne legten ihre Hände auf seinen Kopf.
> 
> 8:23   Und Mose schlachtete ihn und nahm von seinem Blut und tat es Aaron
> auf sein rechtes Ohrläppchen und auf den Daumen seiner rechten Hand
> und auf die große Zehe seines rechten Fußes.
> 
> 8:24   Und er brachte herzu Aarons Söhne und tat von dem Blut auf ihr
> rechtes Ohrläppchen und auf den Daumen ihrer rechten Hand und auf
> die große Zehe ihres rechten Fußes und sprengte das Blut ringsum an
> den Altar.
> Kap 17,11
> 
> 8:25   Und er nahm das Fett und den Fettschwanz und alles Fett am
> Eingeweide und den Lappen an der Leber, die beiden Nieren mit dem
> Fett daran und die rechte Keule;
> 
> 8:26   dazu nahm er von dem Korb mit dem ungesäuerten Brot, der vor dem
> HERRN stand, einen ungesäuerten Kuchen und einen Brotkuchen mit Öl
> und einen Fladen und legte es auf das Fett und auf die rechte Keule.
> 
> 8:27   Und er legte das alles auf die Hände Aarons und seiner Söhne und
> schwang es als Schwingopfer vor dem HERRN
> 
> 8:28   und nahm alles wieder von ihren Händen und ließ es in Rauch aufgehen
> auf dem Altar, oben auf dem Brandopfer. Das war ein Einsetzungsopfer
> zum lieblichen Geruch, ein Feueropfer für den HERRN.
> 
> 8:29   Und Mose nahm die Brust und schwang sie als ein Schwingopfer vor dem
> HERRN; die erhielt Mose als seinen Anteil an dem Widder des
> Einsetzungsopfers, wie ihm der HERR geboten hatte.
> 
> 8:30   Und Mose nahm von dem Salböl und dem Blut auf dem Altar und sprengte
> es auf Aaron und seine Kleider, auf seine Söhne und ihre Kleider; so
> weihte er Aaron und seine Kleider, seine Söhne und ihre Kleider.
> 
> 8:31   Und Mose sprach zu Aaron und seinen Söhnen: Kocht das Fleisch vor
> der Tür der Stiftshütte und eßt es daselbst, dazu auch das Brot im
> Korbe des Einsetzungsopfers, wie mir geboten ist, daß es Aaron und
> seine Söhne essen sollen.
> 
> 8:32   Was aber übrigbleibt vom Fleisch und Brot, das sollt ihr mit Feuer
> verbrennen.
> 
> 8:33   Und ihr sollt sieben Tage lang nicht weggehen von der Tür der
> Stiftshütte, bis die Tage eures Einsetzungsopfers um sind; denn
> sieben Tage sollen eure Hände gefüllt werden.
> 
> 8:34   Wie es am heutigen Tage geschehen ist, so hat der HERR geboten, auch
> fernerhin zu tun, auf daß ihr entsühnt werdet.
> 
> 8:35   Und ihr sollt vor der Tür der Stiftshütte Tag und Nacht bleiben
> sieben Tage lang und sollt nach dem Gebot des HERRN tun, daß ihr
> nicht sterbet; denn so ist es mir geboten.
> 
> 8:36   Und Aaron und seine Söhne taten alles, was der HERR durch Mose
> geboten hatte.
> 
>          Das erste Opfer Aarons und seiner Söhne
> 
> 9:1    Und am achten Tage rief Mose Aaron und seine Söhne und die Ältesten
> in Israel
> Kap 8,33
> 
> 9:2    und sprach zu Aaron: Nimm dir einen jungen Stier zum Sündopfer und
> einen Widder zum Brandopfer, beide ohne Fehler, und bringe sie vor
> den HERRN.
> 
> 9:3    Und rede mit den Israeliten und sprich: Nehmt einen Ziegenbock zum
> Sündopfer und ein Kalb und ein Schaf, beide ein Jahr alt und ohne
> Fehler, zum Brandopfer
> 
> 9:4    und einen Stier und einen Widder zum Dankopfer, daß wir sie vor dem
> HERRN opfern, und ein Speisopfer, mit Öl vermengt. Denn heute wird
> euch der HERR erscheinen.
> 
> 9:5    Und sie brachten, was Mose geboten hatte, vor die Tür der
> Stiftshütte, und es trat herzu die ganze Gemeinde und stellte sich
> auf vor dem HERRN.
> 
> 9:6    Da sprach Mose: Das ist's, was der HERR geboten hat, daß ihr es tun
> sollt, auf daß euch des HERRN Herrlichkeit erscheine.
> 
> 9:7    Und Mose sprach zu Aaron: Tritt zum Altar und bringe dar dein
> Sündopfer und dein Brandopfer und entsühne dich und dein Haus.
> Danach bringe dar die Opfergabe des Volks und entsühne es auch, wie
> der HERR geboten hat.
> Kap 16,6; 16,11; 16,15; Hebr 5,3; 7,27
> 
> 9:8    Und Aaron trat zum Altar und schlachtete den jungen Stier als sein
> Sündopfer.
> 
> 9:9    Und seine Söhne brachten das Blut zu ihm, und er tauchte mit seinem
> Finger ins Blut und tat es auf die Hörner des Altars und goß das
> Blut an den Fuß des Altars.
> 
> 9:10   Aber das Fett und die Nieren und den Lappen an der Leber vom
> Sündopfer ließ er in Rauch aufgehen auf dem Altar, wie der HERR es
> Mose geboten hatte.
> Kap 4,8-12; 8,14-17
> 
> 9:11   Und das Fleisch und das Fell verbrannte er mit Feuer draußen vor dem
> Lager.
> 
> 9:12   Danach schlachtete er das Brandopfer; und Aarons Söhne brachten das
> Blut zu ihm, und er sprengte es ringsum an den Altar.
> Kap 1,10-13
> 
> 9:13   Und sie brachten das Brandopfer zu ihm, Stück um Stück, und den
> Kopf, und er ließ es in Rauch aufgehen auf dem Altar.
> 
> 9:14   Und er wusch die Eingeweide und die Schenkel und ließ sie in Rauch
> aufgehen oben auf dem Brandopfer auf dem Altar.
> 
> 9:15   Danach brachte er herzu die Opfergabe des Volks und nahm den Bock,
> das Sündopfer des Volks, und schlachtete ihn und machte ein
> Sündopfer daraus wie das vorige.
> 
> 9:16   Und brachte das Brandopfer herzu und tat damit der Ordnung gemäß.
> 
> 9:17   Und brachte herzu das Speisopfer und nahm eine Handvoll und ließ es
> in Rauch aufgehen auf dem Altar, außer dem Brandopfer am Morgen.
> 
> 9:18   Danach schlachtete er den Stier und den Widder als Dankopfer des
> Volks. Und seine Söhne brachten ihm das Blut; das sprengte er
> ringsum an den Altar.
> 
> 9:19   Aber das Fett vom Stier und vom Widder, den Fettschwanz und das Fett
> am Eingeweide und die Nieren und den Lappen an der Leber,
> 
> 9:20   all dieses Fett legten sie auf die Brust, und er ließ das Fett auf
> dem Altar in Rauch aufgehen.
> 
> 9:21   Aber die Brust und die rechte Keule schwang Aaron als Schwingopfer
> vor dem HERRN, wie der HERR es Mose geboten hatte.
> Kap 7,30-34
> 
> 9:22   Und Aaron hob seine Hände auf zum Volk und segnete sie und stieg
> herab, nachdem er das Sündopfer, Brandopfer und Dankopfer
> dargebracht hatte.
> 4. Mose 6,22-27
> 
> 9:23   Und Mose und Aaron gingen in die Stiftshütte. Und als sie wieder
> herauskamen, segneten sie das Volk. Da erschien die Herrlichkeit
> des HERRN allem Volk.
> 2. Mose 16,10; 40,34
> 
> 9:24   Und ein Feuer ging aus von dem HERRN und verzehrte das Brandopfer
> und das Fett auf dem Altar. Da alles Volk das sah, frohlockten sie
> und fielen auf ihr Antlitz.
> Ri 6,21; 1. Kön 18,38; 1. Chr 21,26; 2. Chr 7,1
> 
>          Der Tod Nadabs und Abihus und seine Folgen
> 
> 10:1    Und Aarons Söhne Nadab und Abihu nahmen ein jeder seine Pfanne und
> taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und brachten so
> ein fremdes Feuer vor den HERRN, das er ihnen nicht geboten hatte.
> 2. Mose 6,23; 28,1;  2. Mose 30,9
> 
> 10:2     Da fuhr ein Feuer aus von dem HERRN und verzehrte sie, daß sie
> starben vor dem HERRN.
> (2 und 3) Jer 25,29; 1. Petr 4,17;  4. Mose 16,35
> 
> 10:3    Da sprach Mose zu Aaron: Das ist's, was der HERR gesagt hat: Ich
> erzeige mich heilig an denen, die mir nahe sind, und vor allem Volk
> erweise ich mich herrlich. Und Aaron schwieg.
> 
> 10:4    Mose aber rief Mischaël und Elizafan, die Söhne Usiëls, des Oheims
> Aarons, und sprach zu ihnen: Tretet hinzu und tragt eure Brüder von
> dem Heiligtum hinaus vor das Lager.
> 2. Mose 6,22
> 
> 10:5    Und sie traten hinzu und trugen sie hinaus mit ihren leinenen
> Gewändern vor das Lager, wie Mose gesagt hatte.
> 
> 10:6    Da sprach Mose zu Aaron und seinen Söhnen Eleasar und Itamar: Ihr
> sollt euer Haupthaar nicht wirr hängen lassen und eure Kleider
> nicht zerreißen, daß ihr nicht sterbet und der Zorn über die ganze
> Gemeinde komme. Laßt aber eure Brüder, das ganze Haus Israel, weinen
> über diesen Brand, den der HERR angerichtet hat.
> Kap 21,10
> 
> 10:7    Ihr sollt auch nicht hinweggehen von der Tür der Stiftshütte, ihr
> würdet sonst sterben; denn das Salböl des HERRN ist auf euch. Und
> sie taten, wie Mose sagte.
> 
> 10:8    Der HERR aber redete mit Aaron und sprach:
> 
> 10:9    Du und deine Söhne, ihr sollt weder Wein noch starke Getränke
> trinken, wenn ihr in die Stiftshütte geht, damit ihr nicht sterbt.
> Das sei eine ewige Ordnung für alle eure Nachkommen.
> Hes 44,21; Hos 4,11; Am 2,8
> 
> 10:10   Ihr sollt unterscheiden, was heilig und unheilig, was unrein und
> rein ist,
> Hes 22,26; 44,23
> 
> 10:11   und Israel lehren alle Ordnungen, die der HERR ihnen durch Mose
> verkündet hat.
> 
> 10:12   Und Mose redete mit Aaron und mit seinen Söhnen Eleasar und Itamar,
> die ihm noch geblieben waren: Nehmt das Speisopfer, das
> übriggeblieben ist von den Feueropfern des HERRN, und esset es
> ungesäuert bei dem Altar; denn es ist ein Hochheiliges.
> Kap 9,17-18
> 
> 10:13   Ihr sollt es aber an heiliger Stätte essen; denn das ist dein und
> deiner Söhne Anrecht an den Feueropfern des HERRN; denn so ist mir's
> geboten.
> Kap 2,3
> 
> 10:14   Auch die Brust des Schwingopfers und die Keule des Hebopfers sollst
> du mit deinen Söhnen und deinen Töchtern essen an reiner Stätte;
> denn solches Anrecht an den Dankopfern Israels ist dir und deinen
> Kindern gegeben.
> Kap 7,34
> 
> 10:15   Denn diese Keule und diese Brust soll man zu den Feueropfern des
> Fettes bringen, daß sie als Schwingopfer geschwungen werden vor dem
> HERRN; es gehört dir und deinen Söhnen als ewiges Anrecht, wie der
> HERR geboten hat.
> Kap 9,20-21
> 
> 10:16   Und Mose suchte den Bock des Sündopfers und fand ihn verbrannt. Und
> er wurde zornig über Eleasar und Itamar, Aarons Söhne, die ihm noch
> geblieben waren, und sprach:
> Kap 9,15
> 
> 10:17   Warum habt ihr das Sündopfer nicht gegessen an heiliger Stätte? Denn
> es ist ein Hochheiliges, und der HERR hat es euch gegeben, daß ihr
> die Schuld der Gemeinde wegnehmen und sie vor ihm entsühnen sollt.
> 
> 10:18   Siehe, sein Blut ist nicht in das Heilige hineingebracht worden.
> Ihr solltet das Opfer im Heiligen gegessen haben, wie ich geboten
> hatte.
> Kap 6,19; 6,22
> 
> 10:19   Aaron aber sprach zu Mose: Siehe, heute haben sie ihr Sündopfer und
> ihr Brandopfer vor dem HERRN geopfert, und es ist mir so ergangen,
> wie du siehst; und ich sollte heute essen vom Sündopfer? Sollte das
> dem HERRN gefallen?
> 
> 10:20   Als Mose das hörte, ließ er sich's gefallen.
> 
>          Gesetz über reine und unreine Tiere
> 
> (vgl. 5. Mose 14,3-20)
> 11:1    Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach zu ihnen:
> 
> 11:2    Redet mit den Israeliten und sprecht: Dies sind die Tiere, die ihr
> essen dürft unter allen Tieren auf dem Lande.
> Apg 10,12-15; Kol 2,16; 1. Tim 4,3-4
> 
> 11:3    Alles, was gespaltene Klauen hat, ganz durchgespalten, und
> wiederkäut unter den Tieren, das dürft ihr essen.
> 
> 11:4    Nur diese dürft ihr nicht essen von dem, was wiederkäut und
> gespaltene Klauen hat: das Kamel, denn es ist zwar ein Wiederkäuer,
> hat aber keine durchgespaltenen Klauen, darum soll es euch unrein
> sein;
> 
> 11:5    den Klippdachs, denn er ist zwar ein Wiederkäuer, hat aber keine
> durchgespaltenen Klauen; darum soll er euch unrein sein;
> 
> 11:6    den Hasen, denn er ist auch ein Wiederkäuer, hat aber keine
> durchgespaltenen Klauen; darum soll er euch unrein sein;
> 
> 11:7    das Schwein, denn es hat wohl durchgespaltene Klauen, ist aber kein
> Wiederkäuer; darum soll es euch unrein sein.
> Jes 65,4; 66,17
> 
> 11:8    Vom Fleisch dieser Tiere dürft ihr weder essen noch ihr Aas
> anrühren; denn sie sind euch unrein.
> 
> 11:9    Dies dürft ihr essen von dem, was im Wasser lebt: alles, was Flossen
> und Schuppen hat im Wasser, im Meer und in den Bächen, dürft ihr
> essen.
> 
> 11:10   Alles aber, was nicht Flossen und Schuppen hat im Meer und in den
> Bächen von allem, was sich regt im Wasser, und allem, was lebt im
> Wasser, soll euch ein Greuel sein.
> 
> 11:11   Von ihrem Fleisch dürft ihr nicht essen und ihr Aas sollt ihr
> verabscheuen, denn sie sind ein Greuel für euch.
> 
> 11:12   Denn alles, was nicht Flossen und Schuppen hat im Wasser, sollt ihr
> verabscheuen.
> 
> 11:13   Und diese sollt ihr verabscheuen unter den Vögeln, daß ihr sie nicht
> esset, denn ein Greuel sind sie: den Adler, den Habicht, den
> Fischaar,
> 
> 11:14   den Geier, die Weihe mit ihrer Art
> 
> 11:15   und alle Raben mit ihrer Art,
> 
> 11:16   den Strauß, die Nachteule, den Kuckuck, den Sperber mit seiner Art,
> 
> 11:17   das Käuzchen, den Schwan, den Uhu,
> 
> 11:18   die Fledermaus, die Rohrdommel, den Storch,
> 
> 11:19   den Reiher, den Häher mit seiner Art, den Wiedehopf und die
> Schwalbe.
> 
> 11:20   Auch alles kleine Getier, das Flügel hat und auf vier Füßen geht,
> soll euch ein Greuel sein.
> 
> 11:21   Doch dies dürft ihr essen von allem, was sich regt und Flügel hat
> und auf vier Füßen geht: was oberhalb der Füße noch zwei Schenkel
> hat, womit es auf Erden hüpft.
> 
> 11:22   Von diesen könnt ihr essen die Heuschrecken, als da sind: den Arbe
> mit seiner Art, den Solam mit seiner Art, den Hargol mit seiner Art
> und den Hagab mit seiner Art.
> 
> 11:23   Alles aber, was sonst Flügel und vier Füße hat, soll euch ein Greuel
> sein.
> 
> 11:24   An diesen werdet ihr euch verunreinigen - wer ihr Aas anrührt, der
> wird unrein sein bis zum Abend;
> Kap 5,2
> 
> 11:25   und wer ihr Aas trägt, soll seine Kleider waschen und wird unrein
> sein bis zum Abend - :
> 
> 11:26   an allem Getier, das gespaltene Klauen hat, aber nicht ganz
> durchgespaltene, und nicht wiederkäut. Unrein soll es euch sein, und
> wer es anrührt, wird unrein sein.
> 
> 11:27   Und alles, was auf Tatzen geht unter den Tieren, die auf vier Füßen
> gehen, soll euch unrein sein. Wer ihr Aas anrührt, wird unrein sein
> bis zum Abend.
> 
> 11:28   Und wer ihr Aas trägt, soll seine Kleider waschen und unrein sein
> bis zum Abend; denn sie sind euch unrein.
> 
> 11:29   Diese sollen euch auch unrein sein unter den Tieren, die auf der
> Erde wimmeln: das Wiesel, die Maus, die Kröte, ein jedes mit seiner
> Art,
> Jes 66,17
> 
> 11:30   der Gecko, der Molch, die Eidechse, die Blindschleiche und der
> Maulwurf.
> 
> 11:31   Die sind euch unrein unter allem, was da kriecht. Wer ihr Aas
> anrührt, der wird unrein sein bis zum Abend.
> 
> 11:32   Und alles, worauf ihr Aas fällt, das wird unrein, jedes hölzerne
> Gefäß oder Kleider oder Fell oder Sack. Und alles Gerät, das zum
> Gebrauch dient, soll man ins Wasser tun; es ist unrein bis zum Abend
> und dann wieder rein.
> 
> 11:33   Ist es aber ein irdenes Gefäß, in das ein solches Aas hineinfällt,
> so wird alles unrein, was darin ist, und ihr sollt es zerbrechen.
> 
> 11:34   Alle Speise, die man essen könnte, wird unrein, wenn jenes Wasser
> darankommt; und alles Getränk, das man trinken könnte, wird in
> solchen Gefäßen unrein.
> 
> 11:35   Und alles, worauf ein solches Aas fällt, wird unrein, es sei Ofen
> oder Herd; man soll es zerbrechen, denn es ist unrein und soll euch
> unrein sein.
> 
> 11:36   Nur die Brunnen und Zisternen, in denen sich Wasser sammelt, bleiben
> rein. Wer aber das Aas darin anrührt, ist unrein.
> 
> 11:37   Und wenn ein solches Aas auf Samen fällt, den man sät, so bleibt er
> doch rein.
> 
> 11:38   Wenn man aber Wasser über den Samen gegossen hat und es fällt danach
> ein solches Aas darauf, so wird er euch unrein.
> 
> 11:39   Wenn eins von den Tieren stirbt, die euch zur Speise dienen: wer ihr
> Aas anrührt, wird unrein bis zum Abend.
> 
> 11:40   Wer von solchem Aas ißt, der soll sein Kleid waschen; er wird
> unrein sein bis zum Abend. Auch wer ein solches Aas trägt, soll sein
> Kleid waschen; er wird unrein sein bis zum Abend.
> 2. Mose 22,30
> 
> 11:41   Was auf der Erde kriecht, das soll euch ein Greuel sein, und man
> soll es nicht essen.
> 
> 11:42   Alles, was auf dem Bauch kriecht, und alles, was auf vier oder mehr
> Füßen geht, unter allem, was auf der Erde kriecht, dürft ihr nicht
> essen; denn es soll euch ein Greuel sein.
> 
> 11:43   Macht euch selbst nicht zum Greuel an allem kleinen Getier, das da
> wimmelt, und macht euch nicht unrein an ihm, so daß ihr dadurch
> unrein werdet.
> 
> 11:44   Denn ich bin der HERR, euer Gott. Darum sollt ihr euch heiligen, so
> daß ihr heilig werdet, denn ich bin heilig; und ihr sollt euch
> nicht unrein machen an irgendeinem Getier, das auf der Erde kriecht.
> Kap 19,2
> 
> 11:45   Denn ich bin der HERR, der euch aus Ägyptenland geführt hat, daß ich
> euer Gott sei. Darum sollt ihr heilig sein, denn ich bin heilig.
> 
> 11:46   Das ist das Gesetz von den vierfüßigen Tieren und Vögeln und von
> allen Tieren, die sich regen im Wasser, und von allen Tieren, die
> auf der Erde kriechen,
> 
> 11:47   auf daß ihr unterscheidet, was unrein und rein ist und welches Tier
> man essen und welches man nicht essen darf.
> 
>          Gesetz für die Wöchnerinnen
> 
> 12:1    Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 12:2    Rede mit den Israeliten und sprich: Wenn eine Frau empfängt und
> einen Knaben gebiert, so soll sie sieben Tage unrein sein, wie wenn
> sie ihre Tage hat.
> Kap 15,19
> 
> 12:3    Und am achten Tage soll man ihn beschneiden.
> 1. Mose 17,10-12; Lk 2,21; Joh 7,22
> 
> 12:4    Und sie soll daheim bleiben dreiunddreißig Tage im Blut ihrer
> Reinigung. Kein Heiliges soll sie anrühren, und zum Heiligtum soll
> sie nicht kommen, bis die Tage ihrer Reinigung um sind.
> 
> 12:5    Gebiert sie aber ein Mädchen, so soll sie zwei Wochen unrein sein,
> wie wenn sie ihre Tage hat, und soll sechsundsechzig Tage daheim
> bleiben in dem Blut ihrer Reinigung.
> 
> 12:6    Und wenn die Tage ihrer Reinigung für den Sohn oder für die Tochter
> um sind, soll sie dem Priester ein einjähriges Schaf bringen zum
> Brandopfer und eine Taube oder Turteltaube zum Sündopfer vor die Tür
> der Stiftshütte.
> 
> 12:7    Der soll es opfern vor dem HERRN und sie entsühnen, so wird sie rein
> von ihrem Blutfluß. Das ist das Gesetz für die Frau, die einen
> Knaben oder ein Mädchen gebiert.
> 
> 12:8    Vermag sie aber nicht ein Schaf aufzubringen, so nehme sie zwei
> Turteltauben oder zwei andere Tauben, eine zum Brandopfer, die
> andere zum Sündopfer; so soll sie der Priester entsühnen, daß sie
> rein werde.
> Kap 5,7; Lk 2,24
> 
>          Gesetz über die Feststellung von Aussatz
> 
> 13:1     Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:
> (1 und 2) 4. Mose 12,10-12; 5. Mose 24,8-9; Hiob 18,13
> 
> 13:2    Wenn bei einem Menschen an seiner Haut eine Erhöhung oder ein
> Ausschlag oder ein weißer Flecken entsteht und zu einer aussätzigen
> Stelle an der Haut wird, soll man ihn zum Priester Aaron führen oder
> zu einem unter seinen Söhnen, den Priestern.
> 
> 13:3    Und wenn der Priester die Stelle an der Haut sieht, daß die Haare
> dort weiß geworden sind und die Stelle tiefer ist als die übrige
> Haut, so ist es eine aussätzige Stelle. Wenn der Priester das an ihm
> sieht, soll er ihn unrein sprechen.
> 
> 13:4    Wenn aber ein weißer Flecken an seiner Haut ist und doch die Stelle
> nicht tiefer anzusehen ist als die übrige Haut und die Haare nicht
> weiß geworden sind, so soll der Priester ihn einschließen sieben
> Tage
> 
> 13:5    und am siebenten Tage besehen. Ist es so, daß die Stelle geblieben
> ist, wie er sie zuvor gesehen hat, und hat nicht weitergefressen auf
> der Haut, so soll ihn der Priester abermals sieben Tage
> einschließen.
> 
> 13:6    Und wenn er ihn erneut nach sieben Tagen besieht und findet, daß die
> Stelle blaß geworden ist und nicht weitergefressen hat auf der Haut,
> so soll er ihn rein sprechen; denn es ist nur ein Ausschlag. Und er
> soll seine Kleider waschen, so ist er rein.
> 
> 13:7    Wenn aber der Ausschlag weiterfrißt auf der Haut, nachdem er vom
> Priester besehen worden ist, ob er rein sei, und er wird nun erneut
> vom Priester besehen
> 
> 13:8    und wenn der Priester dann sieht, daß der Ausschlag weitergefressen
> hat auf der Haut, so soll er ihn unrein sprechen; es ist Aussatz.
> 
> 13:9    Wenn an einem Menschen eine aussätzige Stelle ist, so soll man ihn
> zum Priester bringen.
> 
> 13:10   Wenn der sieht und findet, daß eine weiße Erhöhung auf der Haut ist
> und die Haare dort weiß geworden sind und wildes Fleisch in der
> Erhöhung ist,
> 
> 13:11   so ist es schon alter Aussatz auf seiner Haut. Darum soll ihn der
> Priester unrein sprechen und nicht erst einschließen; denn er ist
> schon unrein.
> 
> 13:12   Wenn aber Aussatz ausbricht auf der Haut und bedeckt die ganze Haut,
> vom Kopf bis zum Fuß, alles, was dem Priester vor Augen sein mag,
> 
> 13:13   und wenn der Priester ihn dann besieht und findet, daß der Aussatz
> den ganzen Leib bedeckt hat, so soll er ihn rein sprechen, weil
> alles an ihm weiß geworden ist; er ist rein.
> 
> 13:14   Findet sich aber wildes Fleisch an dem Tage, da er besehen wird, so
> ist er unrein.
> 
> 13:15   Und wenn der Priester das wilde Fleisch besieht, soll er ihn unrein
> sprechen, denn das wilde Fleisch ist unrein; es ist Aussatz.
> 
> 13:16   Verändert sich aber das wilde Fleisch und wird wieder weiß, so soll
> er zum Priester kommen.
> 
> 13:17   Und wenn ihn der Priester besieht und findet, daß die Stelle weiß
> geworden ist, soll er ihn rein sprechen; er ist rein.
> 
> 13:18   Wenn jemand auf der Haut ein Geschwür bekommt und es heilt wieder,
> 
> 13:19   danach aber an derselben Stelle eine weiße Erhöhung oder ein
> weißrötlicher Flecken entsteht, so soll er vom Priester besehen
> werden.
> 
> 13:20   Wenn dann der Priester sieht, daß die Stelle tiefer anzusehen ist
> als die übrige Haut und das Haar dort weiß geworden ist, so soll er
> ihn unrein sprechen; es ist Aussatz, der in dem Geschwür
> ausgebrochen ist.
> 
> 13:21   Sieht aber der Priester und findet, daß die Haare nicht weiß sind
> und die Stelle nicht tiefer ist als die übrige Haut und blaß
> geworden ist, so soll er ihn sieben Tage einschließen.
> 
> 13:22   Frißt es weiter auf der Haut, so soll er ihn unrein sprechen; es ist
> eine aussätzige Stelle.
> 
> 13:23   Bleibt aber der weiße Flecken so stehen und frißt nicht weiter, so
> ist es die Narbe von einem Geschwür, und der Priester soll ihn rein
> sprechen.
> 
> 13:24   Wenn sich jemand an der Haut verbrennt und das Brandmal weißrötlich
> oder weiß ist
> 
> 13:25   und der Priester es besieht und findet das Haar weiß geworden an dem
> Brandmal und die Stelle erscheint tiefer als die übrige Haut, so ist
> es Aussatz, der in dem Brandmal ausgebrochen ist. Darum soll ihn der
> Priester unrein sprechen; es ist eine aussätzige Stelle.
> 
> 13:26   Sieht aber der Priester und findet, daß die Haare am Brandmal nicht
> weiß geworden sind und es nicht tiefer ist als die übrige Haut und
> dazu blaß geworden ist, so soll er ihn sieben Tage einschließen,
> 
> 13:27   und am siebenten Tage soll er ihn besehen. Hat es weitergefressen
> auf der Haut, so soll er ihn unrein sprechen; es ist eine aussätzige
> Stelle.
> 
> 13:28   Ist aber der Flecken stehengeblieben und hat nicht weitergefressen
> auf der Haut und ist dazu blaß geworden, so ist es nur die Erhöhung
> eines Brandmals. Und der Priester soll ihn rein sprechen; denn es
> ist die Narbe eines Brandmals.
> 
> 13:29   Wenn ein Mann oder eine Frau auf dem Kopf oder am Bart eine Stelle
> hat
> 
> 13:30   und der Priester die Stelle besieht und findet, daß sie tiefer
> aussieht als die übrige Haut und das Haar dort goldgelb und dünn
> ist, so soll er ihn unrein sprechen; denn es ist Grind, das ist der
> Aussatz des Kopfes oder des Bartes.
> 
> 13:31   Sieht aber der Priester, daß der Grind nicht tiefer anzusehen ist
> als die Haut, aber das Haar dort nicht schwarz ist, soll er ihn
> sieben Tage einschließen.
> 
> 13:32   Und wenn er ihn am siebenten Tage besieht und findet, daß der Grind
> nicht weitergefressen hat und kein goldgelbes Haar da ist und der
> Grind nicht tiefer aussieht als die übrige Haut,
> 
> 13:33   so soll er sich scheren, doch so, daß er die grindige Stelle nicht
> schere; und der Priester soll ihn abermals sieben Tage einschließen.
> 
> 13:34   Und wenn er ihn am siebenten Tage besieht und findet, daß der Grind
> nicht weitergefressen hat auf der Haut und nicht tiefer aussieht als
> die übrige Haut, so soll ihn der Priester rein sprechen; und er soll
> seine Kleider waschen, so ist er rein.
> 
> 13:35   Frißt aber der Grind weiter auf der Haut, nachdem er rein gesprochen
> ist,
> 
> 13:36   und der Priester besieht ihn und findet, daß der Grind
> weitergefressen hat auf der Haut, so soll er nicht mehr danach
> fragen, ob die Haare goldgelb sind; denn er ist unrein.
> 
> 13:37   Ist es aber vor Augen, daß der Grind stehengeblieben und schwarzes
> Haar dort aufgegangen ist, so ist der Grind heil, und er ist rein.
> Darum soll ihn der Priester rein sprechen.
> 
> 13:38   Wenn bei einem Mann oder einer Frau auf der Haut weiße Flecken
> entstehen
> 
> 13:39   und der Priester besieht es und es sind blasse weiße Flecken, so ist
> es ein gutartiger Ausschlag, der auf der Haut ausgebrochen ist; er
> ist rein.
> 
> 13:40   Wenn einem Mann die Haupthaare ausfallen, daß er am Hinterkopf kahl
> wird, der ist rein.
> 
> 13:41   Fallen sie ihm vorn am Kopf aus und entsteht eine Glatze, so ist er
> rein.
> 
> 13:42   Bildet sich aber an der Glatze eine weißrötliche Stelle, so ist bei
> ihm Aussatz an der Glatze ausgebrochen.
> 
> 13:43   Wenn ihn der Priester nun besieht und findet, daß eine weißrötliche
> Erhöhung an seiner Glatze ist, daß es aussieht wie sonst Aussatz auf
> der Haut,
> 
> 13:44   so ist er aussätzig und unrein, und der Priester soll ihn unrein
> sprechen; er hat Aussatz an seinem Kopf.
> 
> 13:45   Wer nun aussätzig ist, soll zerrissene Kleider tragen und das Haar
> lose und den Bart verhüllt und soll rufen: Unrein, unrein!
> 
> 13:46   Und solange die Stelle an ihm ist, soll er unrein sein, allein
> wohnen, und seine Wohnung soll außerhalb des Lagers sein.
> 4. Mose 5,2-3; 2. Kön 15,5
> 
> 13:47   Wenn eine aussätzige Stelle an einem Kleid ist, es sei wollen oder
> leinen,
> 
> 13:48   an Gewebtem oder Gewirktem, es sei leinen oder wollen, oder an Leder
> oder an allem, was aus Leder gemacht wird,
> 
> 13:49   und wenn die Stelle grünlich oder rötlich ist am Kleid oder am Leder
> oder am Gewebten oder Gewirkten oder an irgendeinem Ding, das von
> Leder gemacht ist, so ist das eine aussätzige Stelle; darum soll es
> der Priester besehen.
> 
> 13:50   Und wenn er die Stelle besehen hat, soll er es einschließen sieben
> Tage.
> 
> 13:51   Und wenn er am siebenten Tage sieht, daß die Stelle weitergefressen
> hat am Kleid, am Gewebten oder am Gewirkten, am Leder oder an allem,
> was man aus Leder macht, so ist die Stelle fressender Aussatz, und
> es ist unrein.
> 
> 13:52   Und man soll das Kleid verbrennen oder das Gewebte oder Gewirkte, es
> sei wollen oder leinen, oder allerlei Lederwerk, woran solche Stelle
> ist; denn es ist fressender Aussatz, und man soll es mit Feuer
> verbrennen.
> 
> 13:53   Sieht aber der Priester, daß die Stelle nicht weitergefressen hat am
> Kleid oder am Gewebten oder am Gewirkten oder an allerlei Lederwerk,
> 
> 13:54   so soll er gebieten, daß man das wasche, woran die Stelle ist, und
> soll es einschließen weitere sieben Tage.
> 
> 13:55   Und wenn der Priester sieht, nachdem die Stelle gewaschen ist, daß
> die Stelle unverändert ist vor seinen Augen und auch nicht
> weitergefressen hat, so ist es unrein, und du sollst es mit Feuer
> verbrennen; denn es ist tief eingefressen an der kahlen Stelle außen
> oder innen.
> 
> 13:56   Wenn aber der Priester sieht, daß die Stelle verblaßt ist nach dem
> Waschen, so soll er sie herausreißen aus dem Kleid, dem Leder, dem
> Gewebten oder Gewirkten.
> 
> 13:57   Zeigt sie sich aber wiederum am Kleid, am Gewebten, am Gewirkten
> oder an allerlei Lederwerk, so ist es ausbrechender Aussatz, und du
> sollst mit Feuer verbrennen, woran solche Stelle ist.
> 
> 13:58   Das Kleid aber oder das Gewebte oder Gewirkte oder allerlei
> Lederwerk, das gewaschen ist und von dem die Stelle gewichen ist,
> soll man zum zweitenmal waschen, so ist es rein.
> 
> 13:59   Das ist das Gesetz über die aussätzigen Stellen an Kleidern, sie
> seien wollen oder leinen, an Gewebtem oder an Gewirktem und an
> allerlei Lederwerk, wie sie rein oder unrein zu sprechen sind.
> 
>          Gesetz über die Reinigung von Aussätzigen
> 
> 14:1    Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 14:2    Dies ist das Gesetz über den Aussätzigen, wenn er gereinigt werden
> soll. Er soll zum Priester kommen,
> Mt 8,4
> 
> 14:3    und der Priester soll aus dem Lager gehen und feststellen, daß die
> kranke Stelle am Aussätzigen heil geworden ist,
> 
> 14:4    und soll gebieten, daß man für den, der zu reinigen ist, zwei
> lebendige Vögel nehme, reine Tiere, und Zedernholz und
> scharlachfarbene Wolle und Ysop,
> Kap 11,3-20; 4. Mose 19,6
> 
> 14:5    und soll gebieten, den einen Vogel zu schlachten in ein irdenes
> Gefäß über frischem Wasser.
> 
> 14:6    Und er soll den lebendigen Vogel nehmen zusammen mit dem Zedernholz,
> der scharlachfarbenen Wolle und dem Ysop und ihn in das Blut des
> Vogels tauchen, der über dem frischen Wasser geschlachtet ist,
> 
> 14:7    und siebenmal den besprengen, der vom Aussatz zu reinigen ist, und
> ihn so reinigen und den lebendigen Vogel ins freie Feld fliegen
> lassen.
> Kap 16,22
> 
> 14:8    Der aber, der sich reinigt, soll seine Kleider waschen und alle
> seine Haare abscheren und sich mit Wasser abwaschen, so ist er rein.
> Danach gehe er ins Lager; doch soll er sieben Tage außerhalb seines
> Zeltes bleiben.
> 4. Mose 8,7
> 
> 14:9    Und am siebenten Tage soll er alle seine Haare abscheren auf dem
> Kopf, am Bart, an den Augenbrauen, daß alle Haare abgeschoren seien,
> und soll seine Kleider waschen und seinen Leib mit Wasser abwaschen,
> so ist er rein.
> 
> 14:10   Und am achten Tage soll er zwei Lämmer nehmen, männliche Tiere ohne
> Fehler, und ein einjähriges Schaf ohne Fehler und drei Zehntel
> feinstes Mehl zum Speisopfer, mit Öl vermengt, und einen Becher Öl.
> 
> 14:11   Und der Priester soll den, der sich reinigt, und dies alles
> darstellen vor dem HERRN, an der Tür der Stiftshütte.
> 
> 14:12   Und er soll das eine Lamm nehmen und zum Schuldopfer darbringen mit
> dem Becher Öl und soll beides vor dem HERRN als Schwingopfer
> schwingen
> 
> 14:13   und danach das Lamm schlachten, wo man das Sündopfer und Brandopfer
> schlachtet, nämlich an heiliger Stätte; denn wie das Sündopfer, so
> gehört auch das Schuldopfer dem Priester; es ist ein Hochheiliges.
> Kap 7,7
> 
> 14:14   Und der Priester soll von dem Blut des Schuldopfers nehmen und es
> dem, der sich reinigt, auf das Läppchen des rechten Ohrs tun und
> auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines
> rechten Fußes.
> Kap 8,23; 2. Mose 29,20
> 
> 14:15   Danach soll er von dem Becher Öl nehmen und es in seine eigene linke
> Hand gießen
> 
> 14:16   und mit seinem rechten Finger in das Öl tauchen, das in seiner
> linken Hand ist, und etwas vom Öl mit seinem Finger siebenmal
> sprengen vor dem HERRN.
> Kap 4,6; 4,17
> 
> 14:17   Auf das Blut des Schuldopfers aber soll er von dem übrigen Öl in
> seiner Hand dem, der sich reinigt, auf das Läppchen des rechten Ohrs
> tun und auf den rechten Daumen und auf die große Zehe seines rechten
> Fußes.
> 
> 14:18   Das übrige Öl aber in seiner Hand soll er auf den Kopf dessen tun,
> der sich reinigt, und ihn entsühnen vor dem HERRN.
> 
> 14:19   Dann soll er das Sündopfer zurichten und den, der sich reinigt, von
> seiner Unreinheit entsühnen und soll danach das Brandopfer
> schlachten
> 
> 14:20   und soll es auf dem Altar opfern samt dem Speisopfer und ihn
> entsühnen, so ist er rein.
> 
> 14:21   Ist er aber arm und vermag nicht soviel aufzubringen, so nehme er
> ein männliches Lamm zum Schuldopfer als Schwingopfer zu seiner
> Entsühnung und ein Zehntel feinstes Mehl, mit Öl vermengt, zum
> Speisopfer und einen Becher Öl
> 
> 14:22   und zwei Turteltauben oder zwei andere Tauben, die er aufbringen
> kann, die eine als Sündopfer, die andere als Brandopfer,
> Kap 5,7
> 
> 14:23   und bringe sie am achten Tage seiner Reinigung zum Priester an die
> Tür der Stiftshütte vor den HERRN.
> 
> 14:24   Da soll der Priester das Lamm des Schuldopfers nehmen und den Becher
> Öl und soll alles schwingen vor dem HERRN
> 
> 14:25   und das Lamm des Schuldopfers schlachten, von dem Blut des
> Schuldopfers nehmen und es dem, der sich reinigt, auf das Läppchen
> seines rechten Ohrs tun und auf den Daumen seiner rechten Hand und
> auf die große Zehe seines rechten Fußes
> 
> 14:26   und soll von dem Öl in seine eigene linke Hand gießen
> 
> 14:27   und mit seinem rechten Finger von dem Öl, das in seiner linken Hand
> ist, siebenmal sprengen vor dem HERRN.
> 
> 14:28   Auf das Blut des Schuldopfers aber soll er von dem übrigen Öl in
> seiner Hand dem, der sich reinigt, auf das Läppchen seines rechten
> Ohrs tun und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die große
> Zehe seines rechten Fußes.
> 
> 14:29   Das übrige Öl aber in seiner Hand soll er dem, der sich reinigt, auf
> den Kopf tun, um ihn zu entsühnen vor dem HERRN,
> 
> 14:30   und danach die eine Turteltaube oder andere Taube, wie er sie hat
> aufbringen können,
> 
> 14:31   zum Sündopfer, die andere zum Brandopfer bereiten samt dem
> Speisopfer. So soll der Priester den, der sich reinigt, entsühnen
> vor dem HERRN.
> 
> 14:32   Das ist das Gesetz für den Aussätzigen, der nicht soviel aufbringen
> kann zu seiner Reinigung.
> Kap 13,47-59
> 
> Gesetz über Aussatz an Häusern
> 
> 14:33   Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:
> 
> 14:34   Wenn ihr ins Land Kanaan kommt, das ich euch zum Besitz gebe, und
> ich lasse an irgendeinem Hause eures Landes eine aussätzige Stelle
> entstehen,
> 
> 14:35   so soll der kommen, dem das Haus gehört, es dem Priester ansagen
> und sprechen: Es sieht mir aus, als sei Aussatz an meinem Hause.
> Kap 13,2
> 
> 14:36   Da soll der Priester gebieten, daß sie das Haus ausräumen, ehe der
> Priester hineingeht, die Stelle zu besehen, damit nicht alles unrein
> werde, was im Hause ist. Danach soll der Priester hineingehen, das
> Haus zu besehen.
> 
> 14:37   Wenn er nun den Ausschlag besieht und findet, daß an der Wand des
> Hauses grünliche oder rötliche Stellen sind, die tiefer aussehen
> als sonst die Wand,
> Kap 13,3
> 
> 14:38   so soll er aus dem Hause herausgehen, an die Tür treten und das Haus
> für sieben Tage verschließen.
> 
> 14:39   Und wenn er am siebenten Tage wiederkommt und sieht, daß der
> Ausschlag weitergefressen hat an der Wand des Hauses,
> 
> 14:40   so soll er die Steine ausbrechen lassen, an denen der Ausschlag ist,
> und hinaus vor die Stadt an einen unreinen Ort werfen.
> 
> 14:41   Und das Haus soll man innen ringsherum abschaben und den
> abgeschabten Lehm hinaus vor die Stadt an einen unreinen Ort
> schütten
> 
> 14:42   und andere Steine nehmen und statt jener einsetzen und andern Lehm
> nehmen und das Haus neu bewerfen.
> 
> 14:43   Wenn dann der Ausschlag wiederkommt und ausbricht am Hause, nachdem
> man die Steine ausgebrochen und das Haus neu beworfen hat,
> 
> 14:44   so soll der Priester hineingehen. Und wenn er sieht, daß der
> Ausschlag weitergefressen hat am Hause, so ist es gewiß ein
> fressender Aussatz am Hause, und es ist unrein.
> 
> 14:45   Darum soll man das Haus abbrechen, Steine und Holz und allen Lehm am
> Hause, und soll es hinausbringen vor die Stadt an einen unreinen
> Ort.
> 
> 14:46   Und wer in das Haus geht, solange es verschlossen ist, der ist
> unrein bis zum Abend.
> Kap 11,24
> 
> 14:47   Und wer darin schläft oder darin ißt, der soll seine Kleider
> waschen.
> 
> 14:48   Wenn aber der Priester hineingeht und sieht, daß der Ausschlag nicht
> weiter am Hause gefressen hat, nachdem es neu beworfen ist, so soll
> er es rein sprechen; denn der Ausschlag ist heil geworden.
> 
> 14:49   Und er soll für das Haus zur Entsündigung zwei Vögel nehmen,
> Zedernholz, scharlachfarbene Wolle und Ysop
> 
> 14:50    und den einen Vogel schlachten in ein irdenes Gefäß über frischem
> Wasser.
> (50-53) Vers 4-7
> 
> 14:51   Und er soll nehmen das Zedernholz, die scharlachfarbene Wolle, den
> Ysop und den lebendigen Vogel und sie in des geschlachteten Vogels
> Blut und in das frische Wasser tauchen und das Haus siebenmal
> besprengen
> 
> 14:52   und soll so das Haus entsündigen mit dem Blut des Vogels und mit dem
> frischen Wasser, mit dem lebendigen Vogel, mit dem Zedernholz, mit
> dem Ysop und mit der scharlachfarbenen Wolle
> 
> 14:53   und soll den lebendigen Vogel hinaus vor die Stadt ins freie Feld
> fliegen lassen und das Haus entsühnen, so ist es rein.
> 
> 14:54   Das ist das Gesetz über alle Arten des Aussatzes und Grindes,
> 
> 14:55   über den Aussatz an Kleidern und Häusern,
> 
> 14:56   über Erhöhungen, Ausschlag und weiße Flecken,
> 
> 14:57   damit man Weisung habe, wann etwas unrein oder rein ist. Das ist das
> Gesetz über den Aussatz.
> 
>          Gesetz über das Verhalten bei unreinen Ausflüssen
> 
> 15:1    Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:
> 
> 15:2    Redet mit den Israeliten und sprecht zu ihnen: Wenn ein Mann an
> seinem Glied einen Ausfluß hat, so ist er unrein.
> 4. Mose 5,2
> 
> 15:3    Mag sein Glied den Fluß ausfließen lassen oder nicht, so ist er
> unrein.
> 
> 15:4    Jedes Lager, worauf er liegt, und alles, worauf er sitzt, wird
> unrein.
> 
> 15:5    Und wer sein Lager anrührt, der soll seine Kleider waschen und sich
> mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.
> 
> 15:6    Und wer sich hinsetzt, wo jener gesessen hat, der soll seine Kleider
> waschen und sich mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.
> 
> 15:7    Wer ihn anrührt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser
> abwaschen und unrein sein bis zum Abend.
> 
> 15:8    Wenn er seinen Speichel auswirft auf den, der rein ist, so soll der
> seine Kleider waschen und sich mit Wasser abwaschen und unrein sein
> bis zum Abend.
> 
> 15:9    Auch der Sattel, auf dem er reitet, wird unrein.
> 
> 15:10   Und wer irgend etwas anrührt, das er unter sich hat, der wird unrein
> bis zum Abend. Und wer solches trägt, der soll seine Kleider waschen
> und sich mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.
> 
> 15:11   Und wen er anrührt, ehe er die Hände gewaschen hat, der soll seine
> Kleider waschen und sich mit Wasser abwaschen und unrein sein bis
> zum Abend.
> 
> 15:12   Wenn er ein irdenes Gefäß anrührt, das soll man zerbrechen, aber
> das hölzerne Gefäß soll man mit Wasser spülen.
> Kap 11,33
> 
> 15:13   Und wenn er rein wird von seinem Fluß, so soll er sieben Tage
> zählen, nachdem er rein geworden ist, und dann seine Kleider waschen
> und sich mit frischem Wasser abwaschen, so ist er rein.
> 
> 15:14    Und am achten Tage soll er zwei Turteltauben oder zwei andere
> Tauben nehmen und vor den HERRN bringen an die Tür der Stiftshütte
> und dem Priester geben.
> (14 und 15) Kap 5,7
> 
> 15:15   Und der Priester soll die eine zum Sündopfer bereiten und die andere
> zum Brandopfer und ihn vor dem HERRN entsühnen seines Ausflusses
> wegen.
> 
> 15:16   Wenn einem Mann im Schlaf der Same abgeht, der soll seinen ganzen
> Leib mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.
> Kap 22,4
> 
> 15:17   Und jedes Kleid und jedes Fell, das mit solchem Samen befleckt ist,
> soll abgewaschen werden mit Wasser, und es soll unrein sein bis zum
> Abend.
> 
> 15:18   Und wenn eine Frau bei einem Manne liegt, dem der Same abgeht, dann
> sollen sie sich mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.
> 
> 15:19   Wenn eine Frau ihren Blutfluß hat, so soll sie sieben Tage für
> unrein gelten. Wer sie anrührt, der wird unrein bis zum Abend.
> Kap 18,19
> 
> 15:20   Und alles, worauf sie liegt, solange sie ihre Zeit hat, wird unrein,
> und alles, worauf sie sitzt, wird unrein.
> 
> 15:21   Und wer ihr Lager anrührt, der soll seine Kleider waschen und sich
> mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.
> 
> 15:22   Und wer irgend etwas anrührt, worauf sie gesessen hat, soll seine
> Kleider waschen und sich mit Wasser abwaschen und unrein sein bis
> zum Abend.
> 
> 15:23   Und wer etwas anrührt, das auf ihrem Lager gewesen ist oder da, wo
> sie gesessen hat, soll unrein sein bis zum Abend.
> 
> 15:24   Und wenn ein Mann bei ihr liegt und es kommt sie ihre Zeit an bei
> ihm, der wird sieben Tage unrein, und das Lager, darauf er gelegen
> hat, wird unrein.
> 
> 15:25   Wenn aber eine Frau den Blutfluß eine lange Zeit hat, zu
> ungewöhnlicher Zeit oder über die gewöhnliche Zeit hinaus, so wird
> sie unrein, solange sie ihn hat; wie zu ihrer gewöhnlichen Zeit, so
> soll sie auch da unrein sein.
> 
> 15:26   Jedes Lager, worauf sie liegt die ganze Zeit ihres Blutflusses, soll
> gelten wie ihr Lager zu ihrer gewöhnlichen Zeit. Und alles, worauf
> sie sitzt, wird unrein wie bei der Unreinheit ihrer gewöhnlichen
> Zeit.
> 
> 15:27   Wer davon etwas anrührt, der wird unrein und soll seine Kleider
> waschen und sich mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.
> 
> 15:28   Wird sie aber rein von ihrem Blutfluß, so soll sie sieben Tage
> zählen, und danach soll sie rein sein.
> 
> 15:29   Und am achten Tage soll sie zwei Turteltauben oder zwei andere
> Tauben nehmen und zum Priester bringen vor die Tür der Stiftshütte.
> 
> 15:30   Und der Priester soll die eine zum Sündopfer bereiten und die andere
> zum Brandopfer und die Frau entsühnen vor dem HERRN wegen ihres
> Blutflusses, der sie unrein macht.
> 
> 15:31   Und ihr sollt die Israeliten wegen ihrer Unreinheit absondern, damit
> sie nicht sterben in ihrer Unreinheit, wenn sie meine Wohnung unrein
> machen, die mitten unter ihnen ist.
> 
> 15:32   Das ist das Gesetz über den, der einen Ausfluß hat und dem der Same
> im Schlaf abgeht, daß er unrein davon wird,
> 
> 15:33   und über die, die ihren Blutfluß hat, und wer sonst einen Ausfluß
> hat, es sei Mann oder Frau, und wenn ein Mann bei einer Unreinen
> liegt.
> 
>          Gesetz für den großen Versöhnungstag
> 
> (vgl. Kap 23,26-32; 4. Mose 29,7-11; Hebr 9,7-14)
> 16:1    Und der HERR redete mit Mose, nachdem die zwei Söhne Aarons
> gestorben waren, als sie vor dem HERRN opferten,
> Kap 10,1-2
> 
> 16:2    und sprach: Sage deinem Bruder Aaron, daß er nicht zu jeder Zeit in
> das Heiligtum gehe hinter den Vorhang vor den Gnadenthron, der auf
> der Lade ist, damit er nicht sterbe; denn ich erscheine in der Wolke
> über dem Gnadenthron.
> 2. Mose 26,33-34
> 
> 16:3    Er soll hineingehen mit einem jungen Stier zum Sündopfer und mit
> einem Widder zum Brandopfer
> Kap 4,3;  Kap 1,10
> 
> 16:4    und soll das heilige leinene Gewand anlegen, und leinene
> Beinkleider sollen seine Blöße bedecken, und er soll sich mit einem
> leinenen Gürtel gürten und den leinenen Kopfbund umbinden, denn das
> sind die heiligen Kleider; er soll seinen Leib mit Wasser abwaschen
> und sie dann anlegen.
> 2. Mose 28,39; 28,42;  2. Mose 29,4; 30,19-20
> 
> 16:5    Und er soll von der Gemeinde der Israeliten zwei Ziegenböcke
> entgegennehmen zum Sündopfer und einen Widder zum Brandopfer.
> Kap 9,3; 9,15-16
> 
> 16:6    Und Aaron soll einen Stier, sein Sündopfer, darbringen, daß er für
> sich und sein Haus Sühne schaffe,
> Kap 9,2; 9,8-11;  Hebr 7,27
> 
> 16:7    und danach zwei Böcke nehmen und vor den HERRN stellen an der Tür
> der Stiftshütte
> 
> 16:8    und soll das Los werfen über die zwei Böcke: ein Los dem HERRN und
> das andere dem Asasel,
> 
> 16:9    und soll den Bock, auf welchen das Los für den HERRN fällt, opfern
> zum Sündopfer.
> 
> 16:10   Aber den Bock, auf welchen das Los für Asasel fällt, soll er
> lebendig vor den HERRN stellen, daß er über ihm Sühne vollziehe und
> ihn zu Asasel in die Wüste schicke.
> 
> 16:11    Und Aaron soll den Stier seines Sündopfers herzubringen und sich
> und sein Haus entsühnen und soll ihn schlachten
> (11-15) Röm 3,25
> 
> 16:12   und soll eine Pfanne voll Glut vom Altar nehmen, der vor dem HERRN
> steht, und beide Hände voll zerstoßenen Räucherwerks und es hinein
> hinter den Vorhang bringen
> 
> 16:13   und das Räucherwerk aufs Feuer tun vor dem HERRN, daß die Wolke vom
> Räucherwerk den Gnadenthron bedecke, der auf der Lade mit dem
> Gesetz ist, damit er nicht sterbe.
> 2. Mose 25,17-22
> 
> 16:14   Und soll etwas vom Blut des Stieres nehmen und es mit seinem Finger
> gegen den Gnadenthron sprengen; vor den Gnadenthron aber soll er
> siebenmal mit seinem Finger von dem Blut sprengen.
> 
> 16:15   Danach soll er den Bock, das Sündopfer des Volks, schlachten und
> sein Blut hineinbringen hinter den Vorhang und soll mit seinem Blut
> tun, wie er mit dem Blut des Stieres getan hat, und etwas davon auch
> sprengen gegen den Gnadenthron und vor den Gnadenthron
> Hebr 4,16; 9,5
> 
> 16:16   und soll so das Heiligtum entsühnen wegen der Verunreinigungen der
> Israeliten und wegen ihrer Übertretungen, mit denen sie sich
> versündigt haben. So soll er tun der Stiftshütte, die bei ihnen ist
> inmitten ihrer Unreinheit.
> 
> 16:17   Kein Mensch soll in der Stiftshütte sein, wenn er hineingeht, Sühne
> zu schaffen im Heiligtum, bis er herauskommt. So soll er Sühne
> schaffen für sich und sein Haus und die ganze Gemeinde Israel.
> 
> 16:18   Und er soll hinausgehen zum Altar, der vor dem HERRN steht, und ihn
> entsühnen und soll vom Blut des Stieres und vom Blut des Bockes
> nehmen und es ringsum an die Hörner des Altars streichen
> 2. Mose 30,10
> 
> 16:19   und soll mit seinem Finger vom Blut darauf sprengen siebenmal und
> ihn reinigen und heiligen von den Verunreinigungen der Israeliten.
> 
> 16:20   Und wenn er die Entsühnung des Heiligtums vollbracht hat, der
> Stiftshütte und des Altars, so soll er den lebendigen Bock
> herzubringen.
> 
> 16:21   Dann soll Aaron seine beiden Hände auf dessen Kopf legen und über
> ihm bekennen alle Missetat der Israeliten und alle ihre
> Übertretungen, mit denen sie sich versündigt haben, und soll sie dem
> Bock auf den Kopf legen und ihn durch einen Mann, der bereitsteht,
> in die Wüste bringen lassen,
> 
> 16:22   daß also der Bock alle ihre Missetat auf sich nehme und in die
> Wildnis trage; und man lasse ihn in der Wüste.
> 
> 16:23   Und Aaron soll in die Stiftshütte gehen und die leinenen Kleider
> ausziehen, die er anzog, als er in das Heiligtum ging, und sie dort
> lassen,
> 
> 16:24   und er soll sich mit Wasser abwaschen an heiliger Stätte und seine
> eigenen Kleider anziehen und wieder hinausgehen und sein Brandopfer
> und des Volkes Brandopfer darbringen und sich und das Volk entsühnen
> 
> 16:25   und das Fett vom Sündopfer auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen.
> 
> 16:26   Der Mann aber, der den Bock für Asasel hinausgebracht hat, soll
> seine Kleider waschen und sich mit Wasser abwaschen und erst danach
> ins Lager kommen.
> 
> 16:27   Und den jungen Stier und den Bock vom Sündopfer, deren Blut in das
> Heiligtum zur Entsühnung gebracht wurde, soll man hinausschaffen vor
> das Lager und mit Feuer verbrennen samt Fell, Fleisch und Mist.
> Kap 4,12; 6,23; Hebr 13,11
> 
> 16:28   Und der sie verbrennt, soll seine Kleider waschen und sich mit
> Wasser abwaschen und erst danach ins Lager kommen.
> 
> 16:29   Auch soll euch dies eine ewige Ordnung sein: Am zehnten Tage des
> siebenten Monats sollt ihr fasten und keine Arbeit tun, weder ein
> Einheimischer noch ein Fremdling unter euch.
> Kap 23,27-32; 4. Mose 29,7
> 
> 16:30   Denn an diesem Tage geschieht eure Entsühnung, daß ihr gereinigt
> werdet; von allen euren Sünden werdet ihr gereinigt vor dem HERRN.
> 
> 16:31   Darum soll es euch ein hochheiliger Sabbat sein, und ihr sollt
> fasten. Eine ewige Ordnung sei das.
> 
> 16:32   Es soll aber solche Entsühnung schaffen ein Priester, den man
> gesalbt und dessen Hände man gefüllt hat, daß er Priester sei an
> seines Vaters Statt. Und er soll die leinenen Kleider anlegen, die
> heiligen Kleider,
> 2. Mose 28,41-42
> 
> 16:33   und soll so entsühnen das Allerheiligste, die Stiftshütte, den
> Altar, die Priester und alles Volk der Gemeinde.
> 
> 16:34   Das soll euch eine ewige Ordnung sein, daß ihr Israel einmal im
> Jahr entsühnt wegen aller seiner Sünden. Und Aaron tat, wie der HERR
> es Mose geboten hatte.
> 2. Mose 30,10; Hebr 10,3
> 
>          Gesetz über die Stätte des Opfers
> 
> 17:1    Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 17:2    Sage Aaron und seinen Söhnen und allen Israeliten und sprich zu
> ihnen: Dies ist's, was der HERR geboten hat.
> 
> 17:3    Wer aus dem Haus Israel einen Stier, ein Schaf oder eine Ziege
> schlachtet im Lager oder draußen vor dem Lager
> 
> 17:4    und sie nicht vor die Tür der Stiftshütte bringt, daß sie dem HERRN
> zum Opfer gebracht werde vor der Wohnung des HERRN, dem soll es als
> Blutschuld angerechnet werden: Blut hat er vergossen, und ein
> solcher Mensch soll ausgerottet werden aus seinem Volk.
> 1. Mose 9,6
> 
> 17:5    Darum sollen die Israeliten ihre Schlachttiere, die sie auf freiem
> Feld schlachten wollen, dem HERRN bringen vor die Tür der
> Stiftshütte zum Priester und sie dort als Dankopfer dem HERRN
> opfern.
> 
> 17:6    Und der Priester soll das Blut an den Altar des HERRN sprengen vor
> der Tür der Stiftshütte und das Fett in Rauch aufgehen lassen zum
> lieblichen Geruch für den HERRN.
> 
> 17:7    Und sie sollen ihre Opfer nicht mehr den Feldgeistern opfern, mit
> denen sie Abgötterei treiben. Das soll ihnen eine ewige Ordnung sein
> von Geschlecht zu Geschlecht.
> 5. Mose 32,17
> 
> 17:8    Darum sollst du zu ihnen sagen: Wer aus dem Hause Israel oder von
> den Fremdlingen, die unter euch sind, ein Brandopfer oder
> Schlachtopfer darbringt
> 
> 17:9    und bringt es nicht vor die Tür der Stiftshütte, um es dem HERRN zu
> opfern, der wird ausgerottet werden aus seinem Volk.
> 5. Mose 12,14
> 
> Verbot des Genusses von Blut und verendeten Tieren
> 
> 17:10   Und wer vom Haus Israel oder von den Fremdlingen unter euch
> irgendwelches Blut ißt, gegen den will ich mein Antlitz kehren und
> will ihn aus seinem Volk ausrotten.
> Kap 3,17
> 
> 17:11   Denn des Leibes Leben ist im Blut, und ich habe es euch für den
> Altar gegeben, daß ihr damit entsühnt werdet. Denn das Blut ist die
> Entsühnung, weil das Leben in ihm ist.
> Hebr 9,22
> 
> 17:12   Darum habe ich den Israeliten gesagt: Keiner unter euch soll Blut
> essen, auch kein Fremdling, der unter euch wohnt.
> 
> 17:13   Und wer vom Haus Israel oder von den Fremdlingen unter euch auf der
> Jagd ein Tier oder einen Vogel fängt, die man essen darf, soll ihr
> Blut ausfließen lassen und mit Erde zuscharren.
> 
> 17:14   Denn des Leibes Leben ist in seinem Blut, und ich habe den
> Israeliten gesagt: Ihr sollt keines Leibes Blut essen; denn des
> Leibes Leben ist in seinem Blut. Wer es ißt, der wird ausgerottet
> werden.
> 1. Mose 9,4
> 
> 17:15   Und wer ein gefallenes oder zerrissenes Tier ißt, er sei ein
> Einheimischer oder Fremdling, der soll sein Kleid waschen und sich
> mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend; dann ist er
> rein.
> Kap 11,40; 22,8; 2. Mose 21,33-36; 22,30; Apg 15,20
> 
> 17:16   Wenn er seine Kleider nicht wäscht und sich nicht abwäscht, so muß
> er seine Schuld tragen.
> 
>          Verbot geschlechtlicher Verirrungen
> 
> 18:1    Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 18:2    Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Ich bin der HERR, euer
> Gott.
> 
> 18:3    Ihr sollt nicht tun nach der Weise des Landes Ägypten, darin ihr
> gewohnt habt, auch nicht nach der Weise des Landes Kanaan, wohin ich
> euch führen will. Ihr sollt auch nicht nach ihren Satzungen
> wandeln,
> 2. Mose 23,24
> 
> 18:4    sondern nach meinen Rechten sollt ihr tun und meine Satzungen sollt
> ihr halten, daß ihr darin wandelt; ich bin der HERR, euer Gott.
> 
> 18:5    Darum sollt ihr meine Satzungen halten und meine Rechte. Denn der
> Mensch, der sie tut, wird durch sie leben; ich bin der HERR.
> Neh 9,29; Hes 20,11; Röm 7,10; 10,5; Gal 3,12
> 
> 18:6    Keiner unter euch soll sich irgendwelchen Blutsverwandten nahen, um
> mit ihnen geschlechtlichen Umgang zu haben; ich bin der HERR.
> 
> 18:7    Du sollst mit deinem Vater und deiner leiblichen Mutter nicht
> Umgang haben. Es ist deine Mutter, darum sollst du nicht mit ihr
> Umgang haben.
> 1. Mose 19,32
> 
> 18:8    Du sollst mit der Frau deines Vaters nicht Umgang haben; denn damit
> schändest du deinen Vater.
> 1. Mose 35,22; 5. Mose 27,20; 2. Sam 16,22; 1. Kor 5,1
> 
> 18:9    Du sollst mit deiner Schwester, die deines Vaters oder deiner
> Mutter Tochter ist, sie sei in oder außer der Ehe geboren, nicht
> Umgang haben.
> 5. Mose 27,22
> 
> 18:10   Du sollst mit der Tochter deines Sohnes oder deiner Tochter nicht
> Umgang haben, damit schändest du dich selbst.
> 
> 18:11   Du sollst mit der Tochter der Frau deines Vaters, die deinem Vater
> geboren ist und deine Schwester ist, nicht Umgang haben.
> 
> 18:12   Du sollst mit der Schwester deines Vaters nicht Umgang haben; denn
> sie ist deines Vaters Blutsverwandte.
> 2. Mose 6,20
> 
> 18:13   Du sollst mit der Schwester deiner Mutter nicht Umgang haben; denn
> sie ist deiner Mutter Blutsverwandte.
> 
> 18:14   Du sollst den Bruder deines Vaters nicht damit schänden, daß du
> seine Frau nimmst; denn sie ist deine Verwandte.
> 
> 18:15   Du sollst mit deiner Schwiegertochter nicht Umgang haben, denn sie
> ist deines Sohnes Frau; darum sollst du nicht mit ihr Umgang haben.
> 1. Mose 38,16
> 
> 18:16   Du sollst mit der Frau deines Bruders nicht Umgang haben; denn
> damit schändest du deinen Bruder.
> Kap 20,21; Mk 6,18
> 
> 18:17   Du sollst nicht mit einer Frau und mit ihrer Tochter Umgang haben,
> noch mit ihres Sohnes Tochter oder ihrer Tochter Tochter; denn sie
> sind ihre Blutsverwandten, und es ist eine Schandtat.
> 
> 18:18   Du sollst die Schwester deiner Frau nicht zur Nebenfrau nehmen und
> mit ihr Umgang haben, solange deine Frau noch lebt.
> 
> 18:19   Du sollst nicht zu einer Frau gehen, solange sie ihre Tage hat, um
> in ihrer Unreinheit mit ihr Umgang zu haben.
> Kap 15,19; 15,24; Hes 18,6; 22,10
> 
> 18:20   Du sollst auch nicht bei der Frau deines Nächsten liegen, daß du an
> ihr nicht unrein werdest.
> 2. Sam 11,4
> 
> 18:21   Du sollst auch nicht eins deiner Kinder geben, daß es dem Moloch
> geweiht werde, damit du nicht entheiligst den Namen deines Gottes;
> ich bin der HERR.
> 5. Mose 18,10; 2. Kön 21,6; Ps 106,37; Jer 7,31
> 
> 18:22   Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein
> Greuel.
> Kap 20,13; 1. Mose 19,5; Röm 1,27; 1. Kor 6,9
> 
> 18:23   Du sollst auch bei keinem Tier liegen, daß du an ihm unrein
> werdest. Und keine Frau soll mit einem Tier Umgang haben; es ist
> ein schändlicher Frevel.
> 2. Mose 22,18;  Kap 20,16
> 
> 18:24   Ihr sollt euch mit nichts dergleichen unrein machen; denn mit
> alledem haben sich die Völker unrein gemacht, die ich vor euch her
> vertreiben will.
> 
> 18:25   Das Land wurde dadurch unrein, und ich suchte seine Schuld an ihm
> heim, daß das Land seine Bewohner ausspie.
> 
> 18:26   Darum haltet meine Satzungen und Rechte und tut keine dieser Greuel,
> weder der Einheimische noch der Fremdling unter euch -
> 
> 18:27   denn alle solche Greuel haben die Leute dieses Landes getan, die vor
> euch waren, und haben das Land unrein gemacht -,
> 
> 18:28   damit nicht auch euch das Land ausspeie, wenn ihr es unrein macht,
> wie es die Völker ausgespien hat, die vor euch waren.
> 
> 18:29   Denn alle, die solche Greuel tun, werden ausgerottet werden aus
> ihrem Volk.
> 
> 18:30   Darum haltet meine Satzungen, daß ihr nicht tut nach den
> schändlichen Sitten derer, die vor euch waren, und dadurch unrein
> werdet; ich bin der HERR, euer Gott.
> 
>          Gesetze zur Heiligung des täglichen Lebens
> 
> 19:1    Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 19:2    Rede mit der ganzen Gemeinde der Israeliten und sprich zu ihnen:
> Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott.
> Kap 11,44-45; Mt 5,48; 1. Petr 1,15-16
> 
> 19:3    Ein jeder fürchte seine Mutter und seinen Vater. Haltet meine
> Feiertage; ich bin der HERR, euer Gott.
> 2. Mose 20,12;  2. Mose 20,8
> 
> 19:4    Ihr sollt euch nicht zu den Götzen wenden und sollt euch keine
> gegossenen Götter machen; ich bin der HERR, euer Gott.
> 2. Mose 20,3;  2. Mose 34,17
> 
> 19:5    Und wenn ihr dem HERRN ein Dankopfer bringen wollt, sollt ihr es so
> opfern, daß es euch wohlgefällig macht.
> Kap 7,12-18
> 
> 19:6    Ihr sollt es an dem Tag essen, an dem ihr's opfert, und am nächsten
> Tage. Was aber bis zum dritten Tag übrigbleibt, soll man mit Feuer
> verbrennen.
> 
> 19:7    Wird aber am dritten Tage davon gegessen, so ist es ein Greuel und
> wird nicht wohlgefällig sein;
> 
> 19:8    und wer davon ißt, muß seine Schuld tragen, weil er das Heilige des
> HERRN entheiligt hat, und ein solcher Mensch wird ausgerottet werden
> aus seinem Volk.
> 
> 19:9    Wenn du dein Land aberntest, sollst du nicht alles bis an die Ecken
> deines Feldes abschneiden, auch nicht Nachlese halten.
> Kap 23,22; 5. Mose 24,19; Rut 2,2; 2,15-16
> 
> 19:10   Auch sollst du in deinem Weinberg nicht Nachlese halten noch die
> abgefallenen Beeren auflesen, sondern dem Armen und Fremdling sollst
> du es lassen; ich bin der HERR, euer Gott.
> 
> 19:11   Ihr sollt nicht stehlen noch lügen noch betrügerisch handeln einer
> mit dem andern.
> 2. Mose 20,15-16; 1. Thess 4,6
> 
> 19:12   Ihr sollt nicht falsch schwören bei meinem Namen und den Namen eures
> Gottes nicht entheiligen; ich bin der HERR.
> 2. Mose 20,7; Mt 5,33
> 
> 19:13   Du sollst deinen Nächsten nicht bedrücken noch berauben. Es soll
> des Tagelöhners Lohn nicht bei dir bleiben bis zum Morgen.
> 5. Mose 24,14-15; Jer 22,13; Jak 5,4
> 
> 19:14   Du sollst dem Tauben nicht fluchen und sollst vor den Blinden kein
> Hindernis legen, denn du sollst dich vor deinem Gott fürchten; ich
> bin der HERR.
> 1. Mose 27,19; 5. Mose 27,18
> 
> 19:15   Du sollst nicht unrecht handeln im Gericht: du sollst den Geringen
> nicht vorziehen, aber auch den Großen nicht begünstigen, sondern du
> sollst deinen Nächsten recht richten.
> 2. Mose 23,3; 23,6; 5. Mose 16,19-20
> 
> 19:16   Du sollst nicht als Verleumder umhergehen unter deinem Volk. Du
> sollst auch nicht auftreten gegen deines Nächsten Leben; ich bin der
> HERR.
> 2. Mose 23,7
> 
> 19:17   Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen, sondern du
> sollst deinen Nächsten zurechtweisen, damit du nicht seinetwegen
> Schuld auf dich ladest.
> Ps 141,5; Mt 18,15
> 
> 19:18   Du sollst dich nicht rächen noch Zorn bewahren gegen die Kinder
> deines Volks. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich
> bin der HERR.
> 2. Kön 6,22; 2. Chr 28,9-15; Mt 5,43-48; 22,39; Lk 10,25-37
> Joh 13,34; Röm 13,9; Gal 5,14; Jak 2,8
> 
> 19:19   Meine Satzungen sollt ihr halten: Laß nicht zweierlei Art unter
> deinem Vieh sich paaren und besäe dein Feld nicht mit zweierlei
> Samen und lege kein Kleid an, das aus zweierlei Faden gewebt ist.
> 5. Mose 22,9-11
> 
> 19:20   Wenn ein Mann bei einer Frau liegt, die eine leibeigne Magd ist und
> einem Mann zur Ehe bestimmt, doch nicht losgekauft oder freigelassen
> ist, so soll das bestraft werden. Aber sie sollen nicht sterben,
> denn sie ist nicht frei gewesen.
> 2. Mose 21,7-11
> 
> 19:21   Der Mann soll aber als seine Buße dem HERRN vor die Tür der
> Stiftshütte einen Widder zum Schuldopfer bringen;
> 
> 19:22   und der Priester soll ihn entsühnen mit dem Schuldopfer vor dem
> HERRN wegen der Sünde, die er getan hat, so wird ihm Gott seine
> Sünde vergeben, die er getan hat.
> Kap 5,17-18
> 
> 19:23   Wenn ihr in das Land kommt und allerlei Bäume pflanzt, von denen man
> ißt, so laßt ihre ersten Früchte stehen, als wären sie unrein wie
> Unbeschnittene. Drei Jahre lang sollt ihr die Früchte als unrein
> ansehen, daß ihr sie nicht eßt;
> 
> 19:24   im vierten Jahr sollen alle ihre Früchte unter Jubel dem HERRN
> geweiht werden;
> 
> 19:25   erst im fünften Jahr sollt ihr die Früchte essen, damit ihr künftig
> um so reicheren Ertrag einsammelt; ich bin der HERR, euer Gott.
> 
> 19:26    Ihr sollt nichts essen, in dem noch Blut ist. Ihr sollt nicht
> Wahrsagerei noch Zauberei treiben.
> Kap 3,17;  5. Mose 18,10
> 
> 19:27    Ihr sollt euer Haar am Haupt nicht rundherum abschneiden noch euren
> Bart stutzen.
> (27 und 28) Kap 21,5; 5. Mose 14,1
> 
> 19:28   Ihr sollt um eines Toten willen an eurem Leibe keine Einschnitte
> machen noch euch Zeichen einätzen; ich bin der HERR.
> 
> 19:29   Du sollst deine Tochter nicht zur Hurerei anhalten, daß nicht das
> Land Hurerei treibe und werde voll Schandtat.
> 5. Mose 23,18; 2. Kön 23,7
> 
> 19:30   Meine Feiertage haltet und fürchtet mein Heiligtum; ich bin der
> HERR.
> Kap 26,2
> 
> 19:31   Ihr sollt euch nicht wenden zu den Geisterbeschwörern und
> Zeichendeutern und sollt sie nicht befragen, daß ihr nicht an ihnen
> unrein werdet; ich bin der HERR, euer Gott.
> Kap 20,6; 5. Mose 18,10-11; 1. Sam 28,7
> 
> 19:32   Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren und
> sollst dich fürchten vor deinem Gott; ich bin der HERR.
> 
> 19:33   Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr
> nicht bedrücken.
> 2. Mose 22,20
> 
> 19:34   Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und du
> sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge
> gewesen in Ägyptenland. Ich bin der HERR, euer Gott.
> 
> 19:35   Ihr sollt nicht unrecht handeln im Gericht, mit der Elle, mit
> Gewicht, mit Maß.
> 
> 19:36    Rechte Waage, rechtes Gewicht, rechter Scheffel und rechtes Maß
> sollen bei euch sein; ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus
> Ägyptenland geführt hat,
> 5. Mose 25,13-16; Spr 11,1
> 
> 19:37   daß ihr alle meine Satzungen und alle meine Rechte haltet und tut;
> ich bin der HERR.
> 
>          Strafbestimmungen für schwere Sünden
> 
> 20:1    Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 20:2    Sage zu den Israeliten: Wer unter den Israeliten oder den
> Fremdlingen in Israel eins seiner Kinder dem Moloch gibt, der soll
> des Todes sterben; das Volk des Landes soll ihn steinigen.
> 
> 20:3    Und ich will mein Antlitz kehren gegen einen solchen Menschen und
> will ihn aus seinem Volk ausrotten, weil er dem Moloch eins seiner
> Kinder gegeben und mein Heiligtum unrein gemacht und meinen heiligen
> Namen entheiligt hat.
> 
> 20:4    Und wenn das Volk des Landes bei dem Menschen durch die Finger sehen
> würde, der eins seiner Kinder dem Moloch gegeben hat, daß es ihn
> nicht tötet,
> 
> 20:5    so will doch ich mein Antlitz gegen diesen Menschen kehren und gegen
> sein Geschlecht und will ihn und alle, die wie er mit dem Moloch
> Abgötterei getrieben haben, aus ihrem Volk ausrotten.
> 
> 20:6    Wenn sich jemand zu den Geisterbeschwörern und Zeichendeutern
> wendet, daß er mit ihnen Abgötterei treibt, so will ich mein Antlitz
> gegen ihn kehren und will ihn aus seinem Volk ausrotten.
> Kap 19,31
> 
> 20:7    Darum heiligt euch und seid heilig; denn ich bin der HERR, euer
> Gott.
> Kap 19,2
> 
> 20:8    Und haltet meine Satzungen und tut sie; ich bin der HERR, der euch
> heiligt.
> 
> 20:9    Wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, der soll des Todes
> sterben. Seine Blutschuld komme über ihn, weil er seinem Vater oder
> seiner Mutter geflucht hat.
> 2. Mose 21,17
> 
> 20:10   Wenn jemand die Ehe bricht mit der Frau seines Nächsten, so sollen
> beide des Todes sterben, Ehebrecher und Ehebrecherin, weil er mit
> der Frau seines Nächsten die Ehe gebrochen hat.
> 2. Mose 20,14; 2. Sam 11,4; Joh 8,5
> 
> 20:11    Wenn jemand mit der Frau seines Vaters Umgang pflegt und damit
> seinen Vater schändet, so sollen beide des Todes sterben; ihre
> Blutschuld komme über sie.
> (11-21) Kap 18,6-23
> 
> 20:12   Wenn jemand mit seiner Schwiegertochter Umgang pflegt, so sollen sie
> beide des Todes sterben, denn sie haben einen schändlichen Frevel
> begangen; ihr Blut lastet auf ihnen.
> 
> 20:13   Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie
> getan, was ein Greuel ist, und sollen beide des Todes sterben;
> Blutschuld lastet auf ihnen.
> 
> 20:14   Wenn jemand eine Frau nimmt und ihre Mutter dazu, der hat eine
> Schandtat begangen; man soll ihn mit Feuer verbrennen und die beiden
> Frauen auch, damit keine Schandtat unter euch sei.
> 
> 20:15   Wenn jemand bei einem Tiere liegt, der soll des Todes sterben, und
> auch das Tier soll man töten.
> 
> 20:16   Wenn eine Frau sich irgendeinem Tier naht, um mit ihm Umgang zu
> haben, so sollst du sie töten und das Tier auch. Des Todes sollen
> sie sterben; ihre Blutschuld komme über sie.
> 
> 20:17   Wenn jemand seine Halbschwester nimmt, seines Vaters Tochter oder
> seiner Mutter Tochter, und sie miteinander Umgang haben, so ist das
> Blutschande; sie sollen ausgerottet werden vor den Leuten ihres
> Volks. Er hat mit seiner Schwester Umgang gehabt; sie sollen ihre
> Schuld tragen.
> 
> 20:18   Wenn ein Mann bei einer Frau liegt zur Zeit ihrer Tage und mit ihr
> Umgang hat und so den Brunnen ihres Blutes aufdeckt und sie den
> Brunnen ihres Blutes aufdeckt, so sollen beide aus ihrem Volk
> ausgerottet werden.
> Kap 15,24
> 
> 20:19   Mit der Schwester deiner Mutter und mit der Schwester deines Vaters
> sollst du nicht Umgang haben. Wer das tut, schändet seine
> Blutsverwandte; sie sollen ihre Schuld tragen.
> 
> 20:20   Wenn jemand mit der Frau seines Oheims Umgang hat, der hat seinen
> Oheim geschändet. Sie sollen ihre Schuld tragen; ohne Kinder sollen
> sie sterben.
> 
> 20:21   Wenn jemand die Frau seines Bruders nimmt, so ist das eine
> abscheuliche Tat. Sie sollen ohne Kinder sein, denn er hat damit
> seinen Bruder geschändet.
> 
> 20:22   So haltet nun alle meine Satzungen und meine Rechte und tut danach,
> auf daß euch nicht das Land ausspeie, in das ich euch führen will,
> damit ihr darin wohnet.
> 
> 20:23   Und wandelt nicht in den Satzungen der Völker, die ich vor euch her
> vertreiben werde. Denn das alles haben sie getan, und ich habe einen
> Ekel an ihnen gehabt.
> 
> 20:24   Euch aber sagte ich: Ihr Land soll euch zufallen; und ich will es
> euch zum Erbe geben, ein Land, darin Milch und Honig fließt. Ich bin
> der HERR, euer Gott, der euch von den Völkern abgesondert hat,
> 2. Mose 19,5-6
> 
> 20:25   daß ihr auch absondern sollt das reine Vieh vom unreinen und die
> unreinen Vögel von den reinen und euch nicht unrein machet an Vieh,
> an Vögeln und an allem, was auf Erden kriecht, das ich abgesondert
> habe, daß es euch unrein sei.
> Kap 11,1-47
> 
> 20:26   Darum sollt ihr mir heilig sein; denn ich, der HERR, bin heilig, der
> euch abgesondert hat von den Völkern, daß ihr mein wäret.
> 
> 20:27   Wenn ein Mann oder eine Frau Geister beschwören oder Zeichen deuten
> kann, so sollen sie des Todes sterben; man soll sie steinigen; ihre
> Blutschuld komme über sie.
> 2. Mose 22,17
> 
>          Gesetz für die Priester
> 
> 21:1     Und der HERR sprach zu Mose: Sage den Priestern, den Söhnen
> Aarons, und sprich zu ihnen: Ein Priester soll sich an keinem Toten
> seines Volks unrein machen
> (1-4) Hes 44,25-27
> 
> 21:2    außer an seinen nächsten Blutsverwandten: an seiner Mutter, an
> seinem Vater, an seinem Sohn, an seiner Tochter, an seinem Bruder
> 
> 21:3    und an seiner Schwester, die noch Jungfrau und noch bei ihm ist, die
> keines Mannes Frau gewesen ist. An deren Leiche darf er sich unrein
> machen.
> 
> 21:4    Sonst soll er sich nicht unrein machen an irgendeinem, der ihm
> zugehört unter seinem Volk; er würde sich entheiligen.
> 
> 21:5    Sie sollen auch keine Glatze scheren auf ihrem Haupt noch ihren Bart
> stutzen und an ihrem Leibe kein Mal einschneiden.
> Kap 19,27-28
> 
> 21:6    Sie sollen ihrem Gott heilig sein und nicht entheiligen den Namen
> ihres Gottes, denn sie opfern die Feueropfer des HERRN, die Speise
> ihres Gottes; darum sollen sie heilig sein.
> 
> 21:7    Sie sollen keine Hure zur Frau nehmen noch eine, die nicht mehr
> Jungfrau ist oder die von ihrem Mann verstoßen ist; denn sie sind
> heilig ihrem Gott.
> 
> 21:8    Darum sollst du den Priester heilig halten, denn er opfert die
> Speise deines Gottes. Er soll dir heilig sein; denn ich bin heilig,
> der HERR, der euch heiligt.
> 
> 21:9    Wenn eines Priesters Tochter sich durch Hurerei entheiligt, so soll
> man sie mit Feuer verbrennen; denn sie hat ihren Vater entheiligt.
> 
> 21:10   Wer Hoherpriester ist unter seinen Brüdern, auf dessen Haupt das
> Salböl gegossen und dessen Hand gefüllt ist und der angezogen ist
> mit den heiligen Kleidern, der soll sein Haupthaar nicht wirr
> hängen lassen und seine Kleider nicht zerreißen
> Kap 8,12; 2. Mose 28,41; 29,7;  Kap 10,6
> 
> 21:11   und soll zu keinem Toten kommen und soll sich weder an Vater noch an
> Mutter unrein machen.
> Vers 2
> 
> 21:12   Aus dem Heiligtum soll er nicht gehen, daß er nicht entheilige das
> Heiligtum seines Gottes; denn die Weihe des Salböls seines Gottes
> ist auf ihm. Ich bin der HERR.
> 
> 21:13   Eine Jungfrau soll er zur Frau nehmen,
> 
> 21:14   keine Witwe oder Verstoßene oder Entehrte oder Hure, sondern eine
> Jungfrau seines Volks soll er zur Frau nehmen,
> 
> 21:15   damit er seine Nachkommen nicht entheilige unter seinem Volk; denn
> ich bin der HERR, der ihn heiligt.
> 
> 21:16   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 21:17   Sage zu Aaron: Wenn einer deiner Nachkommen in künftigen
> Geschlechtern einen Fehler hat, der soll nicht herzutreten, um die
> Speise seines Gottes zu opfern.
> 
> 21:18   Denn keiner, an dem ein Fehler ist, soll herzutreten, er sei blind,
> lahm, mit einem entstellten Gesicht, mit irgendeiner Mißbildung
> 
> 21:19   oder wer einen gebrochenen Fuß oder eine gebrochene Hand hat
> 
> 21:20   oder bucklig oder verkümmert ist oder wer einen weißen Fleck im Auge
> hat oder Krätze oder Flechten oder beschädigte Hoden hat.
> 
> 21:21   Wer nun unter Aarons, des Priesters, Nachkommen einen Fehler an sich
> hat, der soll nicht herzutreten, zu opfern die Feueropfer des HERRN;
> denn er hat einen Fehler. Darum soll er sich nicht nahen, um die
> Speise seines Gottes zu opfern.
> 
> 21:22   Doch essen darf er die Speise seines Gottes, vom Heiligen und vom
> Hochheiligen.
> 
> 21:23   Aber zum Vorhang soll er nicht kommen noch zum Altar nahen, weil ein
> Fehler an ihm ist, damit er nicht entheilige mein Heiligtum; denn
> ich bin der HERR, der sie heiligt.
> 
> 21:24   Mose aber sagte dies zu Aaron und zu seinen Söhnen und zu allen
> Israeliten.
> 
>          Gesetz über den Genuß der Opfergaben
> 
> 22:1    Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 22:2    Sage Aaron und seinen Söhnen, daß sie achtsam seien mit dem Heiligen
> der Israeliten, den Gaben, die sie mir heiligen, damit sie meinen
> heiligen Namen nicht entheiligen. Ich bin der HERR.
> 
> 22:3    So sage ihnen nun für ihre Nachkommen: Wer von euren Nachkommen
> herzutritt zu dem Heiligen, das die Israeliten dem HERRN heiligen,
> und hat eine Unreinheit an sich, der wird ausgerottet werden vor
> meinem Antlitz. Ich bin der HERR.
> 
> 22:4     Wer von den Nachkommen Aarons aussätzig ist oder einen Ausfluß hat,
> der soll nicht essen von dem Heiligen, bis er wieder rein ist. Wer
> etwa einen anrührt, der an einem Toten unrein geworden ist, oder wem
> der Same abgeht im Schlaf,
> (4-6) Kap 13,1-46; 15,1-33; 21,1-4; 11,29-31
> 
> 22:5    und wer irgendein Gewürm anrührt, wodurch er unrein wird, oder einen
> Menschen, durch den er unrein wird, oder irgend etwas, was ihn
> unrein macht,
> 
> 22:6    wer deren eins anrührt, der ist unrein bis zum Abend und soll von
> dem Heiligen nicht essen, sondern soll zuvor seinen Leib mit Wasser
> abwaschen.
> 
> 22:7    Und wenn die Sonne untergegangen ist, so ist er rein. Dann darf er
> davon essen, denn es ist seine Nahrung.
> 
> 22:8    Ein verendetes oder zerrissenes Tier soll er nicht essen, damit er
> nicht unrein daran werde. Ich bin der HERR.
> Kap 7,24
> 
> 22:9    Darum sollen sie meine Satzungen halten, daß sie nicht Sünde auf
> sich laden und daran sterben, wenn sie sich entheiligen. Ich bin der
> HERR, der sie heiligt.
> 
> 22:10   Kein Fremder soll von dem Heiligen essen noch des Priesters Beisasse
> noch sein Tagelöhner.
> 
> 22:11   Wenn aber der Priester einen Sklaven für Geld kauft, so darf der
> davon essen. Und der Sklave, der ihm in seinem Hause geboren wird,
> der darf auch von seiner Speise essen.
> 
> 22:12   Wenn aber des Priesters Tochter die Frau eines Mannes wird, der
> nicht aus einer priesterlichen Sippe ist, so soll sie nicht von der
> heiligen Opfergabe essen.
> 
> 22:13   Wird sie aber eine Witwe oder verstoßen und hat keine Kinder und
> kehrt zurück in ihres Vaters Haus, so darf sie essen von ihres
> Vaters Speise wie in ihrer Jugend. Aber kein Fremder soll davon
> essen.
> 
> 22:14   Wer aus Versehen von dem Heiligen ißt, der soll den fünften Teil
> dazutun und ihn dem Priester geben samt dem Heiligen.
> Kap 5,16
> 
> 22:15   Denn die Priester sollen nicht entheiligen lassen das Heilige der
> Israeliten, die Opfergabe für den HERRN,
> 
> 22:16   und dadurch die Israeliten mit Schuld beladen, daß diese ihr
> Geheiligtes essen; denn ich bin der HERR, der sie heiligt.
> 
> Die Opfer sollen ohne Mängel sein
> 
> 22:17   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 22:18   Sage Aaron und seinen Söhnen und allen Israeliten: Wer aus dem Hause
> Israel oder von den Fremdlingen in Israel sein Opfer darbringen
> will, es sei auf ein Gelübde hin oder aus freiem Willen, was sie dem
> HERRN als Brandopfer darbringen wollen, -
> 
> 22:19   damit es euch wohlgefällig mache, soll es ein männliches Tier sein,
> ohne Fehler, von Rindern oder Schafen oder Ziegen.
> 
> 22:20   Alles, was einen Fehler hat, sollt ihr nicht opfern, denn es wird
> euch nicht wohlgefällig machen.
> 5. Mose 15,21; 17,1; Mal 1,8
> 
> 22:21   Und wenn jemand ein Dankopfer dem HERRN darbringen will, um ein
> Gelübde zu erfüllen oder aus freiem Willen, von Rindern oder
> Schafen, so soll das ohne Gebrechen sein, damit es wohlgefällig sei.
> Es soll keinen Fehler haben.
> 
> 22:22   Ist es blind oder hat es ein gebrochenes Glied oder eine Wunde oder
> ein Geschwür oder Krätze oder Flechten, so sollt ihr es dem HERRN
> nicht opfern und davon kein Feueropfer bringen auf den Altar des
> HERRN.
> 
> 22:23   Rinder oder Schafe, die zu lange oder zu kurze Glieder haben, magst
> du aus freiem Willen opfern, aber für ein Gelübde sind sie nicht
> wohlgefällig.
> 
> 22:24   Du sollst auch dem HERRN kein Tier zum Opfer bringen, dem die Hoden
> zerdrückt oder zerschlagen oder zerrissen oder ausgeschnitten sind.
> So etwas sollt ihr in eurem Lande an Tieren nicht tun.
> 5. Mose 23,2
> 
> 22:25   Ihr sollt auch solche Tiere nicht aus der Hand eines Ausländers
> nehmen und als Speise eures Gottes opfern; denn sie taugen nicht und
> haben einen Fehler. Darum wird es euch nicht wohlgefällig machen.
> 
> Weitere Opfergesetze
> 
> 22:26   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 22:27   Wenn ein Rind oder Schaf oder eine Ziege geboren ist, so soll das
> Junge sieben Tage bei seiner Mutter sein; aber am achten Tage und
> danach darf man's dem HERRN opfern, so ist es wohlgefällig.
> 2. Mose 22,29
> 
> 22:28   Ein Rind oder Schaf soll man nicht mit seinem Jungen an einem Tage
> schlachten.
> 5. Mose 22,6-7
> 
> 22:29    Wenn ihr aber dem HERRN ein Lobopfer darbringen wollt, das euch
> wohlgefällig macht,
> (29 und 30) Kap 7,15
> 
> 22:30   so sollt ihr's an demselben Tage essen und sollt nichts
> übrigbehalten bis zum Morgen; ich bin der HERR.
> 
> 22:31   Darum haltet meine Gebote und tut danach; ich bin der HERR.
> 
> 22:32   Entheiliget nicht meinen heiligen Namen, damit ich geheiligt werde
> unter den Israeliten; ich bin der HERR, der euch heiligt,
> Vers 9 und 16
> 
> 22:33   der euch aus Ägyptenland geführt hat, um euer Gott zu sein. Ich bin
> der HERR.
> 
>          Gesetze über den Sabbat und die jährlichen Feste
> 
> 23:1    Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 23:2    Sage den Israeliten und sprich zu ihnen: Dies sind die Feste des
> HERRN, die ihr ausrufen sollt als heilige Versammlungen; dies sind
> meine Feste:
> 
> 23:3    Sechs Tage sollst du arbeiten; der siebente Tag aber ist ein
> feierlicher Sabbat, heilige Versammlung. Keine Arbeit sollt ihr an
> ihm tun; denn es ist ein Sabbat für den HERRN, überall, wo ihr
> wohnt.
> 2. Mose 20,8-11
> 
> 23:4    Dies sind aber die Feste des HERRN, die ihr ausrufen sollt als
> heilige Versammlungen an ihren Tagen:
> 2. Mose 23,14-19
> 
> 23:5    Am vierzehnten Tage des ersten Monats gegen Abend ist des HERRN
> Passa.
> 2. Mose 12,1-20
> 
> 23:6    Und am fünfzehnten desselben Monats ist das Fest der Ungesäuerten
> Brote für den HERRN; da sollt ihr sieben Tage ungesäuertes Brot
> essen.
> 
> 23:7    Am ersten Tage sollt ihr eine heilige Versammlung halten; da sollt
> ihr keine Arbeit tun.
> 
> 23:8    Und sieben Tage sollt ihr dem HERRN Feueropfer darbringen. Am
> siebenten Tage soll wieder eine heilige Versammlung sein; da sollt
> ihr auch keine Arbeit tun.
> 2. Mose 13,6
> 
> 23:9    Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 23:10   Sage den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt,
> das ich euch geben werde, und es aberntet, so sollt ihr die erste
> Garbe eurer Ernte zu dem Priester bringen.
> 
> 23:11   Der soll die Garbe als Schwingopfer schwingen vor dem HERRN, daß sie
> euch wohlgefällig mache. Das soll aber der Priester tun am Tage nach
> dem Sabbat.
> 
> 23:12   Und ihr sollt am Tage, da eure Garbe geschwungen wird, ein
> Brandopfer dem HERRN bringen von einem einjährigen Schaf, ohne
> Fehler,
> 
> 23:13   samt dem Speisopfer: zwei Zehntel feinstes Mehl, mit Öl vermengt,
> als ein Feueropfer für den HERRN zum lieblichen Geruch; dazu das
> Trankopfer: eine viertel Kanne Wein.
> 
> 23:14   Und ihr sollt von der neuen Ernte kein Brot noch geröstete oder
> frische Körner essen, bis zu dem Tag, da ihr eurem Gott seine Gabe
> bringt. Das soll eine ewige Ordnung sein bei euren Nachkommen,
> überall, wo ihr wohnt.
> 
> 23:15   Danach sollt ihr zählen vom Tage nach dem Sabbat, da ihr die Garbe
> als Schwingopfer darbrachtet, sieben ganze Wochen.
> 4. Mose 28,26-31; 5. Mose 16,9-12
> 
> 23:16   Bis zu dem Tag nach dem siebenten Sabbat, nämlich fünfzig Tage,
> sollt ihr zählen und dann ein neues Speisopfer dem HERRN opfern.
> 
> 23:17   Ihr sollt aus euren Wohnungen zwei Brote bringen als Schwingopfer,
> von zwei Zehnteln feinstem Mehl, gesäuert und gebacken, als
> Erstlingsgabe für den HERRN.
> 
> 23:18   Und ihr sollt herzubringen neben eurem Brot sieben einjährige Schafe
> ohne Fehler und einen jungen Stier und zwei Widder - das soll des
> HERRN Brandopfer sein - mit ihren Speisopfern und Trankopfern als
> ein Feueropfer zum lieblichen Geruch für den HERRN.
> 
> 23:19   Dazu sollt ihr opfern einen Ziegenbock zum Sündopfer und zwei
> einjährige Schafe zum Dankopfer.
> 
> 23:20   Und der Priester soll sie als Schwingopfer schwingen samt den
> Erstlingsbroten vor dem HERRN. Das alles soll als ein Schwingopfer
> dem HERRN heilig sein und dem Priester gehören.
> 
> 23:21   Und ihr sollt an diesem Tag eine heilige Versammlung ausrufen; keine
> Arbeit sollt ihr tun. Eine ewige Ordnung soll das sein bei euren
> Nachkommen, überall, wo ihr wohnt.
> 
> 23:22   Wenn ihr aber euer Land aberntet, sollt ihr nicht alles bis an die
> Ecken des Feldes abschneiden, auch nicht Nachlese halten, sondern
> sollt es den Armen und Fremdlingen lassen. Ich bin der HERR, euer
> Gott.
> Kap 19,9-10
> 
> 23:23   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 23:24   Sage zu den Israeliten: Am ersten Tage des siebenten Monats sollt
> ihr Ruhetag halten mit Posaunenblasen zum Gedächtnis, eine heilige
> Versammlung.
> 4. Mose 29,1-6; 10,10
> 
> 23:25   Da sollt ihr keine Arbeit tun und sollt dem HERRN Feueropfer
> darbringen.
> 
> 23:26   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 23:27   Am zehnten Tage in diesem siebenten Monat ist der Versöhnungstag.
> Da sollt ihr eine heilige Versammlung halten und fasten und dem
> HERRN Feueropfer darbringen
> Kap 16,1-34
> 
> 23:28   und sollt keine Arbeit tun an diesem Tage, denn es ist der
> Versöhnungstag, daß ihr entsühnt werdet vor dem HERRN, eurem Gott.
> 
> 23:29   Denn wer nicht fastet an diesem Tage, der wird aus seinem Volk
> ausgerottet werden.
> 
> 23:30   Und wer an diesem Tage irgendeine Arbeit tut, den will ich vertilgen
> aus seinem Volk.
> 
> 23:31   Darum sollt ihr keine Arbeit tun. Das soll eine ewige Ordnung sein
> bei euren Nachkommen, überall, wo ihr wohnt.
> 
> 23:32   Ein feierlicher Sabbat soll er euch sein, und ihr sollt fasten. Am
> neunten Tage des Monats, am Abend, sollt ihr diesen Ruhetag halten,
> vom Abend an bis wieder zum Abend.
> 
> 23:33   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 23:34   Sage zu den Israeliten: Am fünfzehnten Tage dieses siebenten Monats
> ist das Laubhüttenfest für den HERRN, sieben Tage lang.
> 4. Mose 29,12-39; 5. Mose 16,13-15
> 
> 23:35   Am ersten Tage soll eine heilige Versammlung sein; keine Arbeit
> sollt ihr tun.
> 
> 23:36   Sieben Tage sollt ihr dem HERRN Feueropfer darbringen. Am achten
> Tage sollt ihr wieder eine heilige Versammlung halten und sollt
> Feueropfer dem HERRN darbringen. Es ist eine Festversammlung; keine
> Arbeit sollt ihr tun.
> Joh 7,37
> 
> 23:37   Das sind die Feste des HERRN, die ihr als heilige Versammlungen
> ausrufen sollt, um dem HERRN Feueropfer darzubringen: Brandopfer,
> Speisopfer, Schlachtopfer und Trankopfer, ein jedes an seinem Tage,
> 
> 23:38   abgesehen von den Sabbaten des HERRN und euren andern Gaben und
> Gelübden und freiwilligen Gaben, die ihr dem HERRN gebt.
> 
> 23:39   Am fünfzehnten Tage des siebenten Monats, wenn ihr die Früchte des
> Landes einbringt, sollt ihr ein Fest des HERRN halten sieben Tage
> lang. Am ersten Tage ist Ruhetag und am achten Tage ist auch
> Ruhetag.
> 
> 23:40   Ihr sollt am ersten Tage Früchte nehmen von schönen Bäumen,
> Palmwedel und Zweige von Laubbäumen und Bachweiden und sieben Tage
> fröhlich sein vor dem HERRN, eurem Gott,
> Neh 8,14-16
> 
> 23:41   und sollt das Fest dem HERRN halten jährlich sieben Tage lang. Das
> soll eine ewige Ordnung sein bei euren Nachkommen, daß sie im
> siebenten Monat so feiern.
> 
> 23:42   Sieben Tage sollt ihr in Laubhütten wohnen. Wer einheimisch ist in
> Israel, soll in Laubhütten wohnen,
> 
> 23:43   daß eure Nachkommen wissen, wie ich die Israeliten habe in Hütten
> wohnen lassen, als ich sie aus Ägyptenland führte. Ich bin der HERR,
> euer Gott.
> 
> 23:44   Und Mose tat den Israeliten die Feste des HERRN kund.
> 
>          Gesetze über die Lampen und Schaubrote
> 
> 24:1    Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 24:2    Gebiete den Israeliten, daß sie zu dir bringen reines Öl aus
> zerstoßenen Oliven für den Leuchter, daß man beständig Lampen
> aufsetzen kann.
> 2. Mose 27,20
> 
> 24:3    Außen vor dem Vorhang, der vor der Lade mit dem Gesetz hängt, in der
> Stiftshütte soll Aaron den Leuchter herrichten, daß er vom Abend bis
> zum Morgen beständig leuchte vor dem HERRN. Das sei eine ewige
> Ordnung bei euren Nachkommen.
> 
> 24:4    Er soll die Lampen auf dem Leuchter von feinem Gold herrichten, daß
> sie vor dem HERRN beständig leuchten.
> 
> 24:5    Und du sollst feinstes Mehl nehmen und davon zwölf Brote backen -
> zwei Zehntel soll ein Brot haben -
> 
> 24:6    und sollst sie legen in zwei Reihen, je sechs in einer Reihe, auf
> den Tisch von feinem Gold vor dem HERRN.
> 2. Mose 25,30
> 
> 24:7    Und sollst auf sie legen reinen Weihrauch, daß er als Gedenkopfer
> bei den Broten sei, ein Feueropfer für den HERRN.
> 
> 24:8    An jedem Sabbat soll er sie zurichten vor dem HERRN als beständige
> Gabe der Israeliten, eine Ordnung für immer,
> 
> 24:9    und sie sollen Aaron und seinen Söhnen gehören. Die sollen sie essen
> an heiliger Stätte; denn als ein Hochheiliges von den Opfern des
> HERRN gehören sie Aaron als ewiges Recht.
> 
> Strafen für Gotteslästerung, Totschlag und Gewalt
> 
> 24:10   Es ging aber der Sohn einer israelitischen Frau und eines
> ägyptischen Mannes mitten unter die Israeliten und zankte sich im
> Lager mit einem israelitischen Mann
> 
> 24:11   und lästerte den Namen des HERRN und fluchte. Da brachten sie ihn zu
> Mose - seine Mutter aber hieß Schelomit, eine Tochter Dibris vom
> Stamm Dan -
> 
> 24:12   und legten ihn gefangen, bis ihnen klare Antwort würde durch den
> Mund des HERRN.
> 4. Mose 15,34
> 
> 24:13   Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 24:14   Führe den Flucher hinaus vor das Lager und laß alle, die es gehört
> haben, ihre Hände auf sein Haupt legen und laß die ganze Gemeinde
> ihn steinigen
> 4. Mose 15,36; 5. Mose 17,5; Apg 7,56
> 
> 24:15   und sage zu den Israeliten: Wer seinem Gott flucht, der soll seine
> Schuld tragen.
> 
> 24:16    Wer des HERRN Namen lästert, der soll des Todes sterben; die ganze
> Gemeinde soll ihn steinigen. Ob Fremdling oder Einheimischer, wer
> den Namen lästert, soll sterben.
> 2. Mose 20,7; Mt 26,65-66
> 
> 24:17   Wer irgendeinen Menschen erschlägt, der soll des Todes sterben.
> 2. Mose 21,12
> 
> 24:18   Wer aber ein Stück Vieh erschlägt, der soll's ersetzen, Leben um
> Leben.
> 2. Mose 21,33-37
> 
> 24:19   Und wer seinen Nächsten verletzt, dem soll man tun, wie er getan
> hat,
> 
> 24:20    Schaden um Schaden, Auge um Auge, Zahn um Zahn; wie er einen
> Menschen verletzt hat, so soll man ihm auch tun.
> 2. Mose 21,23-25
> 
> 24:21   Wer ein Stück Vieh erschlägt, der soll's erstatten; wer aber einen
> Menschen erschlägt, der soll sterben.
> 
> 24:22   Es soll ein und dasselbe Recht unter euch sein für den Fremdling
> wie für den Einheimischen; ich bin der HERR, euer Gott.
> Kap 19,34; 2. Mose 12,49
> 
> 24:23   Mose aber sagte es den Israeliten, und sie führten den Flucher
> hinaus vor das Lager und steinigten ihn. So taten die Israeliten,
> wie der HERR es Mose geboten hatte.
> 
>          Gesetz über Sabbatjahr und Erlaßjahr
> 
> 25:1    Und der HERR sprach zu Mose auf dem Berge Sinai:
> 
> 25:2    Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land
> kommt, das ich euch geben werde, so soll das Land dem HERRN einen
> Sabbat feiern.
> 
> 25:3     Sechs Jahre sollst du dein Feld besäen und sechs Jahre deinen
> Weinberg beschneiden und die Früchte einsammeln,
> (3 und 4) 2. Mose 23,10-11
> 
> 25:4    aber im siebenten Jahr soll das Land dem HERRN einen feierlichen
> Sabbat halten; da sollst du dein Feld nicht besäen noch deinen
> Weinberg beschneiden.
> 
> 25:5    Was von selber nach deiner Ernte wächst, sollst du nicht ernten, und
> die Trauben, die ohne deine Arbeit wachsen, sollst du nicht lesen;
> ein Sabbatjahr des Landes soll es sein.
> 
> 25:6    Was das Land während seines Sabbats trägt, davon sollt ihr essen, du
> und dein Knecht und deine Magd, dein Tagelöhner und dein Beisasse,
> die bei dir weilen,
> 
> 25:7    dein Vieh und das Wild in deinem Lande; all sein Ertrag soll zur
> Nahrung dienen.
> 
> 25:8    Und du sollst zählen sieben Sabbatjahre, siebenmal sieben Jahre, daß
> die Zeit der sieben Sabbatjahre neunundvierzig Jahre mache.
> 
> 25:9    Da sollst du die Posaune blasen lassen durch euer ganzes Land am
> zehnten Tage des siebenten Monats, am Versöhnungstag.
> Kap 23,27
> 
> 25:10   Und ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen und sollt eine
> Freilassung ausrufen im Lande für alle, die darin wohnen; es soll
> ein Erlaßjahr für euch sein. Da soll ein jeder bei euch wieder zu
> seiner Habe und zu seiner Sippe kommen.
> Jes 61,2; Lk 4,19
> 
> 25:11   Als Erlaßjahr soll das fünfzigste Jahr euch gelten. Ihr sollt nicht
> säen und, was von selber wächst, nicht ernten, auch, was ohne Arbeit
> wächst, im Weinberg nicht lesen;
> 
> 25:12   denn das Erlaßjahr soll euch heilig sein; vom Felde weg dürft ihr
> essen, was es trägt.
> 
> 25:13   Das ist das Erlaßjahr, da jedermann wieder zu dem Seinen kommen
> soll.
> 
> 25:14   Wenn du nun deinem Nächsten etwas verkaufst oder ihm etwas abkaufst,
> soll keiner seinen Bruder übervorteilen,
> 1. Thess 4,6
> 
> 25:15   sondern nach der Zahl der Jahre vom Erlaßjahr an sollst du es von
> ihm kaufen; danach, wieviel Jahre noch Ertrag bringen, soll er dir's
> verkaufen.
> 
> 25:16   Sind es noch viele Jahre, so darfst du den Kaufpreis steigern; sind
> es noch wenige Jahre, sollst du den Kaufpreis verringern; denn die
> Zahl der Ernten verkauft er dir.
> 
> 25:17   So übervorteile nun keiner seinen Nächsten, sondern fürchte dich vor
> deinem Gott; denn ich bin der HERR, euer Gott.
> 
> 25:18   Darum tut nach meinen Satzungen und haltet meine Rechte, daß ihr
> danach tut, auf daß ihr im Lande sicher wohnen könnt.
> Kap 26,5; 1. Kön 5,5
> 
> 25:19   Denn das Land soll euch seine Früchte geben, daß ihr genug zu essen
> habt und sicher darin wohnt.
> 
> 25:20   Und wenn ihr sagt: Was sollen wir essen im siebenten Jahr? Denn wenn
> wir nicht säen, so sammeln wir auch kein Getreide ein -,
> 
> 25:21   so will ich meinem Segen über euch im sechsten Jahr gebieten, daß
> er Getreide schaffen soll für drei Jahre,
> 5. Mose 28,8
> 
> 25:22   daß ihr säet im achten Jahr und von dem alten Getreide esset bis in
> das neunte Jahr, so daß ihr vom alten esset, bis wieder neues
> Getreide kommt.
> 
> 25:23   Darum sollt ihr das Land nicht verkaufen für immer; denn das Land
> ist mein, und ihr seid Fremdlinge und Beisassen bei mir.
> Ps 39,13
> 
> 25:24   Und bei all eurem Grundbesitz sollt ihr für das Land die Einlösung
> gewähren.
> 
> Gesetz über Einlösung im Blick auf das Erlaßjahr
> 
> 25:25   Wenn dein Bruder verarmt und etwas von seiner Habe verkauft, so soll
> sein nächster Verwandter kommen und einlösen, was sein Bruder
> verkauft hat.
> Rut 4,3-4
> 
> 25:26   Wenn aber jemand keinen Löser hat und selbst soviel aufbringen kann,
> um es einzulösen,
> 
> 25:27   so soll er die Jahre abrechnen, seitdem er's verkauft hat, und was
> noch übrig ist, dem Käufer zurückzahlen und so wieder zu seiner Habe
> kommen.
> 
> 25:28   Kann er aber nicht soviel aufbringen, um es ihm zurückzuzahlen, so
> soll, was er verkauft hat, in der Hand des Käufers bleiben bis zum
> Erlaßjahr. Dann soll es frei werden und er wieder zu seiner Habe
> kommen.
> 
> 25:29   Wer ein Wohnhaus verkauft in einer Stadt mit Mauern, der hat ein
> ganzes Jahr Frist, es wieder einzulösen. Das soll die Zeit sein,
> darin er es einlösen kann.
> 
> 25:30   Wenn er's aber nicht einlöst, ehe das ganze Jahr um ist, so soll es
> der Käufer für immer behalten und seine Nachkommen, und es soll
> nicht frei werden im Erlaßjahr.
> 
> 25:31   Ist's aber ein Haus auf dem Dorf, um das keine Mauer ist, so soll
> man es dem Feld des Landes gleichrechnen, und es soll immer
> eingelöst werden können und im Erlaßjahr frei werden.
> 
> 25:32    Was aber die Städte der Leviten anlangt, so sollen sie die Häuser
> in den Städten, die ihnen gehören, jederzeit einlösen können.
> (32-34) 4. Mose 35,2-5
> 
> 25:33   Wenn einer von den Leviten nicht einlöst, so soll das verkaufte Haus
> in der Stadt, die ihnen gehört, im Erlaßjahr frei werden; denn die
> Häuser in den Städten der Leviten sind ihr Besitz inmitten der
> Israeliten.
> 
> 25:34   Auch das Weideland vor ihren Städten soll man nicht verkaufen; denn
> das ist ihr Eigentum für immer.
> 
> 25:35   Wenn dein Bruder neben dir verarmt und nicht mehr bestehen kann, so
> sollst du dich seiner annehmen wie eines Fremdlings oder Beisassen,
> daß er neben dir leben könne;
> 
> 25:36    und du sollst nicht Zinsen von ihm nehmen noch Aufschlag, sondern
> sollst dich vor deinem Gott fürchten, daß dein Bruder neben dir
> leben könne.
> (36 und 37) 2. Mose 22,24; 5. Mose 23,20
> 
> 25:37   Denn du sollst ihm dein Geld nicht auf Zinsen leihen noch Speise
> geben gegen Aufschlag.
> 
> 25:38   Ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Ägyptenland geführt hat,
> um euch das Land Kanaan zu geben und euer Gott zu sein.
> 
> 25:39   Wenn dein Bruder neben dir verarmt und sich dir verkauft, so sollst
> du ihn nicht als Sklaven dienen lassen;
> 2. Mose 21,2
> 
> 25:40   sondern wie ein Tagelöhner, wie ein Beisasse soll er bei dir sein
> und bis an das Erlaßjahr bei dir dienen.
> 
> 25:41   Dann soll er von dir frei ausgehen und seine Kinder mit ihm und soll
> zurückkehren zu seiner Sippe und wieder zu seiner Väter Habe kommen.
> 
> 25:42   Denn sie sind meine Knechte, die ich aus Ägyptenland geführt habe.
> Darum soll man sie nicht als Sklaven verkaufen.
> 
> 25:43   Du sollst nicht mit Härte über sie herrschen, sondern dich fürchten
> vor deinem Gott.
> 2. Mose 21,20-21
> 
> 25:44   Willst du aber Sklaven und Sklavinnen haben, so sollst du sie kaufen
> von den Völkern, die um euch her sind,
> 
> 25:45   und auch von den Beisassen, die als Fremdlinge unter euch wohnen,
> und von ihren Nachkommen, die sie bei euch in eurem Lande zeugen.
> Die mögt ihr zu eigen haben
> 
> 25:46   und sollt sie vererben euren Kindern zum Eigentum für immer; die
> sollt ihr Sklaven sein lassen. Aber von euren Brüdern, den
> Israeliten, soll keiner über den andern herrschen mit Härte.
> 
> 25:47   Wenn irgendein Fremdling oder Beisasse bei dir zu Besitz kommt und
> dein Bruder neben ihm verarmt und sich dem Fremdling oder Beisassen
> bei dir oder jemandem von dessen Sippe verkauft,
> 
> 25:48   so soll er, nachdem er sich verkauft hat, das Recht haben, wieder
> frei zu werden, und es soll ihn jemand unter seinen Brüdern einlösen
> 
> 25:49   oder sein Oheim oder sein Vetter oder sonst sein nächster
> Blutsverwandter aus seinem Geschlecht; oder wenn er selbst soviel
> aufbringen kann, so soll er selbst sich einlösen.
> 
> 25:50   Und er soll mit seinem Käufer rechnen vom Jahr an, da er sich
> verkauft hatte, bis aufs Erlaßjahr. Und das Geld, um das er sich
> verkauft hat, soll nach der Zahl der Jahre berechnet werden, als
> wäre er die ganze Zeit Tagelöhner bei ihm gewesen.
> 
> 25:51   Sind noch viele Jahre bis zum Erlaßjahr, so soll er entsprechend
> mehr zu seiner Einlösung erstatten von dem Gelde, für das er gekauft
> wurde.
> 
> 25:52   Sind aber nur wenige Jahre übrig bis zum Erlaßjahr, so soll er sie
> berechnen und entsprechend weniger zu seiner Einlösung erstatten.
> 
> 25:53   Wie ein Tagelöhner soll er von Jahr zu Jahr bei ihm sein, doch soll
> er nicht mit Härte über ihn herrschen vor deinen Augen.
> Vers 43
> 
> 25:54   Wird er aber nicht auf diese Weise eingelöst, so soll er im
> Erlaßjahr frei ausgehen und seine Kinder mit ihm.
> 
> 25:55   Denn mir gehören die Israeliten als Knechte; meine Knechte sind sie,
> die ich aus Ägyptenland geführt habe. Ich bin der HERR, euer Gott.
> 
>          Segen und Fluch
> 
> (vgl. 2. Mose 23,20-33; 5. Mose 28,1-68)
> 26:1    Ihr sollt euch keine Götzen machen und euch weder Bild noch Steinmal
> aufrichten, auch keinen Stein mit Bildwerk setzen in eurem Lande, um
> davor anzubeten; denn ich bin der HERR, euer Gott.
> 2. Mose 20,4-5
> 
> 26:2    Haltet meine Sabbate und habt Ehrfurcht vor meinem Heiligtum. Ich
> bin der HERR.
> Kap 19,30
> 
> 26:3    Werdet ihr in meinen Satzungen wandeln und meine Gebote halten und
> tun,
> 
> 26:4    so will ich euch Regen geben zur rechten Zeit, und das Land soll
> sein Gewächs geben und die Bäume auf dem Felde ihre Früchte
> bringen.
> 5. Mose 11,14
> 
> 26:5    Und die Dreschzeit soll reichen bis zur Weinernte, und die Weinernte
> soll reichen bis zur Zeit der Saat. Und ihr sollt Brot die Fülle
> haben und sollt sicher in eurem Lande wohnen.
> Am 9,13
> 
> 26:6    Ich will Frieden geben in eurem Lande, daß ihr schlafet und euch
> niemand aufschrecke. Ich will die wilden Tiere aus eurem Lande
> wegschaffen, und kein Schwert soll durch euer Land gehen.
> Hes 34,25
> 
> 26:7    Ihr sollt eure Feinde jagen, und sie sollen vor euch her dem Schwert
> verfallen.
> 
> 26:8    Fünf von euch sollen hundert jagen, und hundert von euch sollen
> zehntausend jagen; denn eure Feinde sollen vor euch her dem Schwert
> verfallen.
> 5. Mose 32,30; Jos 23,10
> 
> 26:9    Und ich will mich zu euch wenden und will euch fruchtbar machen und
> euch mehren und will meinen Bund mit euch halten.
> Hes 36,11
> 
> 26:10   Und ihr werdet noch von dem Vorjährigen essen und, wenn das Neue
> kommt, das Vorjährige wegtun müssen.
> 
> 26:11   Ich will meine Wohnung unter euch haben und will euch nicht
> verwerfen.
> 
> 26:12   Und ich will unter euch wandeln und will euer Gott sein, und ihr
> sollt mein Volk sein.
> Jer 7,23; 2. Kor 6,16
> 
> 26:13   Denn ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Ägyptenland geführt
> hat, damit ihr nicht ihre Knechte bleibt, und habe euer Joch
> zerbrochen und habe euch aufrecht einhergehen lassen.
> Hes 34,27-28
> 
> 26:14   Werdet ihr mir aber nicht gehorchen und nicht alle diese Gebote tun
> 
> 26:15   und werdet ihr meine Satzungen verachten und meine Rechte verwerfen,
> daß ihr nicht tut alle meine Gebote, und werdet ihr meinen Bund
> brechen,
> 
> 26:16   so will auch ich euch dieses tun: Ich will euch heimsuchen mit
> Schrecken, mit Auszehrung und Fieber, daß euch die Augen erlöschen
> und das Leben hinschwindet. Ihr sollt umsonst euren Samen säen, und
> eure Feinde sollen ihn essen.
> 
> 26:17   Und ich will mein Antlitz gegen euch richten, und ihr sollt
> geschlagen werden vor euren Feinden, und die euch hassen, sollen
> über euch herrschen, und ihr sollt fliehen, ohne daß euch einer
> jagt.
> 
> 26:18   Wenn ihr mir aber auch dann noch nicht gehorcht, so will ich euch
> noch weiter strafen, siebenfältig, um eurer Sünden willen,
> 
> 26:19   daß ich euren Stolz und eure Halsstarrigkeit breche, und will euren
> Himmel wie Eisen und eure Erde wie Erz machen.
> 5. Mose 11,17
> 
> 26:20   Und eure Mühe und Arbeit soll verloren sein, daß euer Land sein
> Gewächs nicht gebe und die Bäume im Lande ihre Früchte nicht
> bringen.
> 
> 26:21   Und wenn ihr mir zuwiderhandelt und mich nicht hören wollt, so will
> ich euch noch weiter schlagen, siebenfältig, um eurer Sünden willen.
> 
> 26:22   Und ich will wilde Tiere unter euch senden, die sollen eure Kinder
> fressen und euer Vieh zerreißen und euch vermindern, und eure
> Straßen sollen verlassen sein.
> Hes 5,17
> 
> 26:23    Werdet ihr euch aber damit noch nicht von mir zurechtbringen lassen
> und mir zuwiderhandeln,
> (23 und 24) 2. Sam 22,27
> 
> 26:24   so will auch ich euch zuwiderhandeln und will euch siebenfältig mehr
> schlagen um eurer Sünden willen
> 
> 26:25   und will ein Racheschwert über euch bringen, das meinen Bund rächen
> soll. Und wenn ihr euch auch in eure Städte flüchtet, will ich doch
> die Pest unter euch senden und will euch in die Hände eurer Feinde
> geben.
> Jes 1,20; 1,24
> 
> 26:26   Dann will ich euch den Vorrat an Brot verderben; zehn Frauen sollen
> euer Brot in einem Ofen backen, und euer Brot soll man euch nach
> Gewicht zuteilen, und wenn ihr eßt, sollt ihr nicht satt werden.
> Jes 3,1;  Hes 4,16
> 
> 26:27   Werdet ihr mir aber auch dann noch nicht gehorchen und mir
> zuwiderhandeln,
> 
> 26:28   so will auch ich euch im Grimm zuwiderhandeln und will euch
> siebenfältig mehr strafen um eurer Sünden willen,
> 
> 26:29   daß ihr sollt eurer Söhne und Töchter Fleisch essen.
> 5. Mose 28,53; Jer 19,9
> 
> 26:30   Und ich will eure Opferhöhen vertilgen und eure Rauchopfersäulen
> ausrotten und will eure Leichname auf die Leichname eurer Götzen
> werfen und werde an euch Ekel haben.
> Hes 6,4; 6,6
> 
> 26:31   Und ich will eure Städte wüst machen und eure Heiligtümer verheeren
> und will den lieblichen Geruch eurer Opfer nicht mehr riechen.
> 
> 26:32   So will ich das Land wüst machen, daß eure Feinde, die darin wohnen
> werden, sich davor entsetzen.
> 
> 26:33   Euch aber will ich unter die Völker zerstreuen und mit gezücktem
> Schwert hinter euch her sein, daß euer Land soll wüst sein und eure
> Städte zerstört.
> 
> 26:34   Alsdann wird das Land seine Sabbate nachholen, solange es wüst
> liegt und ihr in der Feinde Land seid; ja, dann wird das Land ruhen
> und seine Sabbate nachholen.
> Kap 25,2; 2. Chr 36,21
> 
> 26:35   Solange es wüst liegt, wird es ruhen, weil es nicht ruhen konnte,
> als ihr es solltet ruhen lassen, während ihr darin wohntet.
> 
> 26:36   Und denen, die von euch übrigbleiben, will ich ein feiges Herz
> machen in ihrer Feinde Land, daß sie ein raschelndes Blatt soll
> jagen, und sie sollen davor fliehen, als jagte sie ein Schwert, und
> fallen, wo sie doch niemand jagt.
> 
> 26:37   Und einer soll über den andern hinfallen, als wäre das Schwert
> hinter ihnen, wo sie doch niemand jagt, und ihr sollt nicht bestehen
> können gegen eure Feinde.
> 
> 26:38   Und ihr sollt umkommen unter den Völkern, und eurer Feinde Land soll
> euch fressen.
> 
> 26:39   Die aber von euch übrigbleiben, die sollen in der Feinde Land
> dahinschwinden wegen ihrer Missetat, aber auch um der Missetat
> ihrer Väter willen.
> Hes 24,23; 33,10
> 
> Umkehr des Volkes und Treue des HERRN
> 
> 26:40   Da werden sie dann bekennen ihre Missetat und ihrer Väter Missetat,
> daß sie mir untreu gewesen sind und mir zuwidergehandelt haben.
> 5. Mose 4,30
> 
> 26:41   - Darum habe auch ich ihnen zuwidergehandelt und sie in das Land
> ihrer Feinde getrieben. - Da wird sich ja ihr unbeschnittenes Herz
> demütigen, und dann werden sie die Strafe für ihre Missetat
> abtragen.
> 5. Mose 10,16; Jer 9,25
> 
> 26:42   Und ich werde an meinen Bund mit Jakob gedenken und an meinen Bund
> mit Isaak und an meinen Bund mit Abraham und werde an das Land
> gedenken.
> 2. Mose 2,24; 2. Kön 13,23
> 
> 26:43   Aber das Land wird von ihnen verlassen sein und seine Sabbate
> nachholen, solange es wüst liegt, und sie werden die Strafe für ihre
> Missetat abtragen, weil sie meine Rechte verachtet und an meinen
> Satzungen Ekel gehabt haben.
> 
> 26:44   Aber wenn sie auch in der Feinde Land sind, verwerfe ich sie
> dennoch nicht, und es ekelt mich nicht vor ihnen, so daß es mit
> ihnen aus sein sollte und mein Bund mit ihnen nicht mehr gelten
> sollte; denn ich bin der HERR, ihr Gott.
> Hos 11,9
> 
> 26:45   Und ich will ihnen zugut an meinen Bund mit den Vorfahren gedenken,
> die ich aus Ägyptenland führte vor den Augen der Völker, auf daß ich
> ihr Gott wäre, ich, der HERR.
> 1. Mose 12,7
> 
> 26:46   Dies sind die Satzungen und Rechte und Gesetze, die der HERR
> zwischen sich und den Israeliten aufgerichtet hat auf dem Berge
> Sinai durch die Hand des Mose.
> 
>          Was man geloben und nach der Schätzung des Priesters
> ablösen darf und was nicht
> 
> 27:1    Und der HERR redete mit Mose und sprach:
> 
> 27:2    Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn jemand dem HERRN
> ein Gelübde getan hat, das abgelöst werden soll, und es sich um
> einen Menschen handelt,
> 
> 27:3     so soll das deine Schätzung sein: Einen Mann von zwanzig bis
> sechzig Jahren sollst du schätzen auf fünfzig Lot Silber nach dem
> Gewicht des Heiligtums,
> (3-7) Ri 11,31; 1. Sam 1,11
> 
> 27:4    eine Frau auf dreißig Lot Silber.
> 
> 27:5    Von fünf Jahren bis zwanzig Jahren sollst du, wenn es ein Mann ist,
> schätzen auf zwanzig Lot Silber, eine Frau aber auf zehn Lot Silber.
> 
> 27:6    Von einem Monat an bis auf fünf Jahre sollst du, wenn es ein Knabe
> ist, schätzen auf fünf Lot Silber, ein Mädchen aber auf drei Lot
> Silber.
> 
> 27:7    Bei sechzig Jahren und darüber sollst du, wenn es ein Mann ist,
> schätzen auf fünfzehn Lot Silber, eine Frau aber auf zehn Lot
> Silber.
> 
> 27:8    Ist er aber zu arm, diese Schätzung zu zahlen, so soll er jenen
> Menschen vor den Priester stellen, und der Priester soll ihn
> schätzen; er soll ihn aber schätzen nach dem, was der zu geben
> vermag, der das Gelübde getan hat.
> 
> 27:9    Ist es aber ein Tier, das man dem HERRN opfern darf: Jedes Tier, das
> man dem HERRN gibt, ist heilig.
> 
> 27:10   Man soll es nicht auswechseln noch tauschen, ein gutes gegen ein
> schlechtes oder ein schlechtes gegen ein gutes. Wenn aber jemand
> auswechselt ein Tier gegen das andere, so sollen sie beide heilig
> sein.
> 
> 27:11   Ist aber das Tier unrein, daß man es dem HERRN nicht opfern darf, so
> soll man es vor den Priester stellen,
> 
> 27:12   und der Priester soll es schätzen, ob es gut oder schlecht sei, und
> es soll bei des Priesters Schätzung bleiben.
> 
> 27:13   Will's aber jemand ablösen, der soll den fünften Teil über die
> Schätzung hinaus geben.
> Kap 5,16
> 
> 27:14   Wenn jemand sein Haus dem HERRN gelobt, daß es ihm heilig sei, so
> soll es der Priester schätzen, ob es gut oder schlecht sei, und wie
> es der Priester schätzt, so soll's bleiben.
> 
> 27:15   Wenn es aber der, der es gelobt hat, ablösen will, so soll er den
> fünften Teil des Geldes, zu dem es geschätzt ist, hinzulegen, dann
> soll es ihm wieder gehören.
> 
> 27:16   Wenn jemand ein Stück Acker von seinem Erbgut dem HERRN gelobt, so
> soll es geschätzt werden nach der Aussaat. Ist die Aussaat ein Sack
> Gerste, so soll der Acker fünfzig Lot Silber gelten.
> 2. Sam 24,24
> 
> 27:17   Gelobt er seinen Acker vom Erlaßjahr an, so soll es bei dieser
> Schätzung bleiben.
> Kap 25,8-55
> 
> 27:18   Hat er ihn aber nach dem Erlaßjahr gelobt, so soll der Priester das
> Geld berechnen nach den übrigen Jahren bis zum Erlaßjahr und ihn
> danach geringer schätzen.
> 
> 27:19   Will aber der, der ihn gelobt hat, den Acker ablösen, so soll er den
> fünften Teil des Geldes, auf das er geschätzt ist, hinzulegen, so
> soll er wieder sein werden.
> 
> 27:20   Wenn er ihn aber nicht ablöst und verkauft ihn dennoch einem andern,
> so kann er nicht mehr abgelöst werden,
> 
> 27:21   sondern wenn dieser Acker im Erlaßjahr frei wird, soll er dem HERRN
> heilig sein wie ein gebannter Acker und soll des Priesters Eigentum
> sein.
> 
> 27:22   Wenn aber jemand dem HERRN einen Acker gelobt, den er gekauft hat
> und der also nicht sein Erbgut ist,
> 
> 27:23   so soll der Priester berechnen, was er gilt bis zum Erlaßjahr, und
> er soll diese Summe am selben Tage geben, daß sie dem HERRN heilig
> sei.
> 
> 27:24   Aber im Erlaßjahr soll der Acker wieder an den gelangen, von dem er
> ihn gekauft hat, dem er als sein Erbgut gehört.
> 
> 27:25   Alle Schätzung soll geschehen nach dem Gewicht des Heiligtums; ein
> Lot aber hat zwanzig Gramm.
> 
> 27:26   Die Erstgeburt unter dem Vieh, die dem HERRN auch sonst gebührt,
> soll niemand geloben, es sei ein Stier oder Schaf; es gehört dem
> HERRN.
> 2. Mose 13,2; 13,12-13; 4. Mose 18,15
> 
> 27:27   Ist es aber unreines Vieh, so soll man es ablösen nach der Schätzung
> und darüber hinaus geben den fünften Teil. Will man es nicht
> ablösen, so werde es verkauft nach der Schätzung.
> 
> 27:28    Man soll Gebanntes nicht verkaufen oder ablösen, das jemand dem
> HERRN durch einen Bann geweiht hat, von allem, was sein ist, es
> seien Menschen, Vieh oder Erbacker; denn alles Gebannte ist ein
> Hochheiliges dem HERRN.
> (28 und 29) 4. Mose 18,14; 21,2; Jos 6,18; 6,26; Hes 44,29
> 
> 27:29   Man soll auch keinen gebannten Menschen loskaufen; er soll des Todes
> sterben.
> Jos 6,17-18; 1. Sam 15,3; 15,9
> 
> 27:30   Alle Zehnten im Lande, vom Ertrag des Landes und von den Früchten
> der Bäume, gehören dem HERRN und sollen dem HERRN heilig sein.
> 4. Mose 18,21; 5. Mose 14,22-29; Neh 13,12
> 
> 27:31   Will aber jemand seinen Zehnten ablösen, der soll den fünften Teil
> darüber hinaus geben.
> 
> 27:32   Und alle Zehnten von Rindern und Schafen, alles, was unter dem
> Hirtenstabe hindurchgeht, jedes zehnte davon soll heilig sein dem
> HERRN.
> 2. Chr 31,6
> 
> 27:33   Man soll nicht fragen, ob es gut oder schlecht sei, man soll's auch
> nicht auswechseln. Wenn es aber jemand auswechselt, soll beides
> heilig sein und darf nicht abgelöst werden.
> 
> 27:34   Das sind die Gebote, die der HERR dem Mose gebot für die Israeliten
> auf dem Berge Sinai.
> Kap 7,38; 25,1; 26,46
>
> — *03 Das dritte Buch Mose (Levitikus)*

