# 20 Die Sprüche Salomos

*Exported from [Holy-Writings.com](https://www.holy-writings.com/) on 2026-06-18 — 1 clipping.*

---

> 1:1    Dies sind die Sprüche Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von
> Israel,
> 1. Kön 5,9-12
> 
> 1:2    um zu lernen Weisheit und Zucht und zu verstehen verständige Rede,
> 
> 1:3    daß man annehme Zucht, die da klug macht, Gerechtigkeit, Recht und
> Redlichkeit;
> 
> 1:4    daß die Unverständigen klug werden und die Jünglinge vernünftig und
> besonnen.
> 
> 1:5    Wer weise ist, der höre zu und wachse an Weisheit, und wer
> verständig ist, der lasse sich raten,
> 
> 1:6    daß er verstehe Sprüche und Gleichnisse, die Worte der Weisen und
> ihre Rätsel.
> 
> 1:7    Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis. Die Toren
> verachten Weisheit und Zucht.
> Kap 8,13; 9,10; Hiob 28,28; Ps 111,10
> 
> Warnung vor Verführern
> 
> 1:8    Mein Sohn, gehorche der Zucht deines Vaters und verlaß nicht das
> Gebot deiner Mutter;
> Kap 6,20; 13,1; 5. Mose 21,18-21
> 
> 1:9    denn das ist ein schöner Schmuck für dein Haupt und eine Kette an
> deinem Halse.
> 
> 1:10   Mein Sohn, wenn dich die bösen Buben locken, so folge nicht.
> Kap 16,29; 5. Mose 13,7-9
> 
> 1:11   Wenn sie sagen: »Geh mit uns! Wir wollen auf Blut lauern und den
> Unschuldigen nachstellen ohne Grund;
> 
> 1:12   wir wollen sie verschlingen wie das Totenreich die Lebendigen, und
> die Frommen sollen sein wie die, welche hinunter in die Grube
> fahren;
> 
> 1:13   wir wollen kostbares Gut finden, wir wollen unsre Häuser mit Raub
> füllen;
> 
> 1:14   wage es mit uns! Einen Beutel nur soll es für uns alle geben«:
> 
> 1:15   mein Sohn, wandle den Weg nicht mit ihnen, halte deinen Fuß fern von
> ihrem Pfad;
> 
> 1:16   denn ihre Füße laufen zum Bösen und eilen, Blut zu vergießen.
> 
> 1:17   Man spannt das Netz vor den Augen der Vögel, doch lassen sie sich
> nicht warnen;
> 
> 1:18   so lauern jene auf ihr eigenes Blut und trachten sich selbst nach
> dem Leben.
> 
> 1:19   So geht es allen, die nach unrechtem Gewinn trachten; er nimmt ihnen
> das Leben.
> 
> Die Bußpredigt der Weisheit
> 
> 1:20    Die Weisheit ruft laut auf der Straße und läßt ihre Stimme hören
> auf den Plätzen.
> (20 und 21) Kap 8,1-3
> 
> 1:21   Sie ruft im lautesten Getümmel, am Eingang der Tore, sie redet ihre
> Worte in der Stadt:
> 
> 1:22   Wie lange wollt ihr Unverständigen unverständig sein und ihr Spötter
> Lust zu Spötterei haben und ihr Toren die Erkenntnis hassen?
> 
> 1:23   Kehret euch zu meiner Zurechtweisung! Siehe, ich will über euch
> strömen lassen meinen Geist und euch meine Worte kundtun.
> 
> 1:24   Wenn ich aber rufe und ihr euch weigert, wenn ich meine Hand
> ausstrecke und niemand darauf achtet,
> Jes 65,2; 65,12
> 
> 1:25   wenn ihr fahren laßt all meinen Rat und meine Zurechtweisung nicht
> wollt:
> 
> 1:26   dann will ich auch lachen bei eurem Unglück und euer spotten, wenn
> da kommt, was ihr fürchtet;
> 5. Mose 28,63
> 
> 1:27   wenn über euch kommt wie ein Sturm, was ihr fürchtet, und euer
> Unglück wie ein Wetter; wenn über euch Angst und Not kommt.
> 
> 1:28   Dann werden sie nach mir rufen, aber ich werde nicht antworten; sie
> werden mich suchen und nicht finden.
> Jes 59,2; Mi 3,4
> 
> 1:29   Weil sie die Erkenntnis haßten und die Furcht des HERRN nicht
> erwählten,
> 
> 1:30   meinen Rat nicht wollten und all meine Zurechtweisung verschmähten,
> 
> 1:31   darum sollen sie essen von den Früchten ihres Wandels und satt
> werden an ihren Ratschlägen.
> Jes 3,10-11
> 
> 1:32   Denn den Unverständigen bringt ihre Abkehr den Tod, und die Toren
> bringt ihre Sorglosigkeit um;
> 
> 1:33   wer aber mir gehorcht, wird sicher wohnen und ohne Sorge sein und
> kein Unglück fürchten.
> 
>          Die Weisheit bewahrt vor dem Verderben
> 
> 2:1    Mein Sohn, wenn du meine Rede annimmst und meine Gebote behältst,
> 
> 2:2    so daß dein Ohr auf Weisheit achthat, und du dein Herz der Einsicht
> zuneigst,
> 
> 2:3     ja, wenn du nach Vernunft rufst und deine Stimme nach Einsicht
> erhebst,
> (3-6) Jak 1,5
> 
> 2:4    wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschest wie nach
> Schätzen:
> 
> 2:5    dann wirst du die Furcht des HERRN verstehen und die Erkenntnis
> Gottes finden.
> 
> 2:6    Denn der HERR gibt Weisheit, und aus seinem Munde kommt Erkenntnis
> und Einsicht.
> Dan 2,20-23
> 
> 2:7    Er läßt es den Aufrichtigen gelingen und beschirmt die Frommen.
> Ps 7,11
> 
> 2:8    Er behütet, die recht tun, und bewahrt den Weg seiner Frommen.
> 
> 2:9    Dann wirst du verstehen Gerechtigkeit und Recht und Frömmigkeit und
> jeden guten Weg.
> 
> 2:10   Denn Weisheit wird in dein Herz eingehen, und Erkenntnis wird
> deiner Seele lieblich sein,
> 1. Kor 1,30
> 
> 2:11   Besonnenheit wird dich bewahren und Einsicht dich behüten, -
> 
> 2:12   daß du nicht geratest auf den Weg der Bösen noch unter Leute, die
> Falsches reden,
> 
> 2:13   die da verlassen die rechte Bahn und gehen finstere Wege,
> 
> 2:14   die sich freuen, Böses zu tun, und sind fröhlich über böse Ränke,
> 
> 2:15   die krumme Wege gehen und auf Abwege kommen, -
> 
> 2:16   daß du nicht geratest an die Frau eines andern, an eine Fremde, die
> glatte Worte gibt
> 
> 2:17   und verläßt den Gefährten ihrer Jugend und vergißt den Bund ihres
> Gottes;
> 
> 2:18   denn ihr Haus neigt sich zum Tode und ihre Wege zum Ort der Toten;
> 
> 2:19   alle, die zu ihr eingehen, kommen nicht wieder und erreichen den Weg
> des Lebens nicht, -
> 
> 2:20   daß du wandelst auf dem Wege der Guten und bleibst auf der Bahn der
> Gerechten;
> 
> 2:21   denn die Gerechten werden im Lande wohnen und die Frommen darin
> bleiben,
> Ps 37,9; Mt 5,5
> 
> 2:22   aber die Gottlosen werden aus dem Land ausgerottet und die
> Treulosen daraus vertilgt.
> Ps 37,10
> 
>          Vom Segen der Gottesfurcht und Weisheit
> 
> 3:1     Mein Sohn, vergiß meine Weisung nicht, und dein Herz behalte meine
> Gebote,
> (1 und 2) 3. Mose 18,5
> 
> 3:2    denn sie werden dir langes Leben bringen und gute Jahre und Frieden;
> 
> 3:3    Gnade und Treue sollen dich nicht verlassen. Hänge meine Gebote an
> deinen Hals und schreibe sie auf die Tafel deines Herzens,
> 5. Mose 6,8;  Jer 31,33
> 
> 3:4    so wirst du Freundlichkeit und Klugheit erlangen, die Gott und den
> Menschen gefallen.
> 
> 3:5    Verlaß dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlaß dich nicht
> auf deinen Verstand,
> 
> 3:6    sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht
> führen.
> 
> 3:7     Dünke dich nicht weise zu sein, sondern fürchte den HERRN und
> weiche vom Bösen.
> Jes 5,21
> 
> 3:8    Das wird deinem Leibe heilsam sein und deine Gebeine erquicken.
> 
> 3:9    Ehre den HERRN mit deinem Gut und mit den Erstlingen all deines
> Einkommens,
> 2. Mose 23,19
> 
> 3:10   so werden deine Scheunen voll werden und deine Kelter von Wein
> überlaufen.
> 
> 3:11    Mein Sohn, verwirf die Zucht des HERRN nicht und sei nicht
> ungeduldig, wenn er dich zurechtweist;
> (11 und 12) Hebr 12,5-6;  Hiob 5,17-19
> 
> 3:12   denn wen der HERR liebt, den weist er zurecht, und hat doch
> Wohlgefallen an ihm wie ein Vater am Sohn.
> 1. Kor 11,32; Offb 3,19
> 
> 3:13   Wohl dem Menschen, der Weisheit erlangt, und dem Menschen, der
> Einsicht gewinnt!
> 
> 3:14   Denn es ist besser, sie zu erwerben, als Silber, und ihr Ertrag ist
> besser als Gold.
> Kap 8,10
> 
> 3:15   Sie ist edler als Perlen, und alles, was du wünschen magst, ist ihr
> nicht zu vergleichen.
> 
> 3:16   Langes Leben ist in ihrer rechten Hand, in ihrer Linken ist Reichtum
> und Ehre.
> 
> 3:17   Ihre Wege sind liebliche Wege, und alle ihre Steige sind Frieden.
> 
> 3:18   Sie ist ein Baum des Lebens allen, die sie ergreifen, und glücklich
> sind, die sie festhalten.
> Kap 11,30; 13,12; 15,4
> 
> 3:19    Der HERR hat die Erde durch Weisheit gegründet und nach seiner
> Einsicht die Himmel bereitet.
> (19 und 20) Kap 8,22-31
> 
> 3:20   Kraft seiner Erkenntnis quellen die Wasser der Tiefe hervor und
> triefen die Wolken von Tau.
> 
> 3:21   Mein Sohn, laß sie nicht aus deinen Augen weichen, bewahre Umsicht
> und Klugheit!
> 
> 3:22   Das wird Leben sein für dein Herz und ein Schmuck für deinen Hals.
> 
> 3:23   Dann wirst du sicher wandeln auf deinem Wege, so daß dein Fuß sich
> nicht stoßen wird.
> 
> 3:24   Legst du dich, so wirst du dich nicht fürchten, und liegst du, so
> wirst du süß schlafen.
> Ps 3,6
> 
> 3:25   Fürchte dich nicht vor plötzlichem Schrecken noch vor dem Verderben
> der Gottlosen, wenn es über sie kommt;
> 
> 3:26   denn der HERR ist deine Zuversicht; er behütet deinen Fuß, daß er
> nicht gefangen werde.
> Kap 10,29
> 
> Ermahnung zum Wohltun und zur Friedfertigkeit
> 
> 3:27   Weigere dich nicht, dem Bedürftigen Gutes zu tun, wenn deine Hand es
> vermag.
> 
> 3:28   Sprich nicht zu deinem Nächsten: Geh hin und komm wieder; morgen
> will ich dir geben -, wenn du es doch hast.
> 
> 3:29   Trachte nicht nach Bösem gegen deinen Nächsten, der arglos bei dir
> wohnt.
> 
> 3:30   Geh nicht mutwillig mit jemand vor Gericht, wenn er dir kein Leid
> getan hat.
> 
> 3:31   Sei nicht neidisch auf den Gewalttätigen und erwähle seiner Wege
> keinen,
> 
> 3:32   denn wer auf Abwegen geht, ist dem HERRN ein Greuel, aber den
> Frommen ist er Freund.
> Ps 25,14
> 
> 3:33   Im Hause des Gottlosen ist der Fluch des HERRN, aber das Haus der
> Gerechten wird gesegnet.
> 
> 3:34   Er wird der Spötter spotten, aber den Demütigen wird er Gnade
> geben.
> 1. Petr 5,5
> 
> 3:35   Die Weisen werden Ehre erben, aber die Toren werden Schande
> davontragen.
> 
>          Väterliche Mahnung
> 
> 4:1    Höret, meine Söhne, die Mahnung eures Vaters; merkt auf, daß ihr
> lernet und klug werdet!
> 
> 4:2    Denn ich gebe euch eine gute Lehre; verlaßt meine Weisung nicht.
> 
> 4:3    Denn als ich noch Kind in meines Vaters Hause war, ein zartes, das
> einzige unter der Obhut meiner Mutter,
> 
> 4:4    da lehrte er mich und sprach: Laß dein Herz meine Worte aufnehmen;
> halte meine Gebote, so wirst du leben.
> 3. Mose 18,5
> 
> 4:5    Erwirb Weisheit, erwirb Einsicht; vergiß sie nicht und weiche nicht
> von der Rede meines Mundes;
> 
> 4:6    verlaß sie nicht, so wird sie dich bewahren; liebe sie, so wird sie
> dich behüten.
> 
> 4:7    Denn der Weisheit Anfang ist: Erwirb Weisheit, und erwirb Einsicht
> mit allem, was du hast.
> 
> 4:8    Achte sie hoch, so wird sie dich erhöhen und wird dich zu Ehren
> bringen, wenn du sie herzest.
> 
> 4:9    Sie wird dein Haupt schön schmücken und wird dich zieren mit einer
> prächtigen Krone.
> 
> 4:10   Höre, mein Sohn, und nimm an meine Rede, so werden deine Jahre viel
> werden.
> Kap 3,2
> 
> 4:11   Ich will dich den Weg der Weisheit führen; ich will dich auf rechter
> Bahn leiten,
> 
> 4:12   daß, wenn du gehst, dein Gang dir nicht sauer werde, und wenn du
> läufst, du nicht strauchelst.
> 
> 4:13   Bleibe in der Unterweisung, laß nicht ab davon; bewahre sie, denn
> sie ist dein Leben.
> 
> 4:14   Komm nicht auf den Pfad der Gottlosen und tritt nicht auf den Weg
> der Bösen.
> Ps 1,1
> 
> 4:15   Laß ihn liegen und geh nicht darauf; weiche von ihm und geh vorüber.
> 
> 4:16   Denn jene können nicht schlafen, wenn sie nicht übelgetan, und sie
> ruhen nicht, wenn sie nicht Schaden getan.
> Ps 36,5; Mi 2,1
> 
> 4:17   Sie nähren sich vom Brot des Frevels und trinken vom Wein der
> Gewalttat. -
> 
> 4:18   Der Gerechten Pfad glänzt wie das Licht am Morgen, das immer heller
> leuchtet bis zum vollen Tag.
> 
> 4:19    Der Gottlosen Weg aber ist wie das Dunkel; sie wissen nicht,
> wodurch sie zu Fall kommen werden.
> Kap 24,20
> 
> 4:20   Mein Sohn, merke auf meine Rede und neige dein Ohr zu meinen Worten.
> 
> 4:21   Laß sie dir nicht aus den Augen kommen; behalte sie in deinem
> Herzen,
> 
> 4:22   denn sie sind das Leben denen, die sie finden, und heilsam ihrem
> ganzen Leibe.
> Kap 3,8
> 
> 4:23   Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben.
> 
> 4:24   Tu von dir die Falschheit des Mundes und sei kein Lästermaul.
> 
> 4:25   Laß deine Augen stracks vor sich sehen und deinen Blick geradeaus
> gerichtet sein.
> Kap 17,24
> 
> 4:26   Laß deinen Fuß auf ebener Bahn gehen, und alle deine Wege seien
> gewiß.
> Hebr 12,13
> 
> 4:27    Weiche weder zur Rechten noch zur Linken; wende deinen Fuß vom
> Bösen.
> Jos 1,7
> 
>          Warnung vor der Verführerin
> 
> 5:1    Mein Sohn, merke auf meine Weisheit; neige dein Ohr zu meiner Lehre,
> 
> 5:2    daß du behaltest guten Rat und dein Mund wisse Erkenntnis zu
> bewahren!
> 
> 5:3     Denn die Lippen der fremden Frau sind süß wie Honigseim, und ihre
> Kehle ist glatter als Öl,
> (3-6) Kap 2,16-19
> 
> 5:4    hernach aber ist sie bitter wie Wermut und scharf wie ein
> zweischneidiges Schwert.
> 
> 5:5    Ihre Füße laufen zum Tode hinab; ihre Schritte führen ins
> Totenreich,
> 
> 5:6    daß du den Weg des Lebens nicht wahrnimmst; haltlos sind ihre
> Tritte, und du merkst es nicht.
> 
> 5:7    So gehorchet mir nun, meine Söhne, und weicht nicht von der Rede
> meines Mundes.
> 
> 5:8    Laß deine Wege ferne von ihr sein und nahe nicht zur Tür ihres
> Hauses,
> 
> 5:9    daß du nicht andern gebest deine Kraft und deine Jahre einem
> Unbarmherzigen;
> 
> 5:10   daß sich nicht Fremde von deinem Vermögen sättigen und, was du
> mühsam erworben, nicht komme in eines andern Haus,
> 
> 5:11   und müssest hernach seufzen, wenn dir Leib und Leben vergehen,
> 
> 5:12   und sprechen: »Ach, wie konnte ich die Zucht hassen, und wie konnte
> mein Herz die Warnung verschmähen,
> 
> 5:13   daß ich nicht gehorchte der Stimme meiner Lehrer und mein Ohr nicht
> kehrte zu denen, die mich lehrten!
> 
> 5:14   Ich wäre fast ganz ins Unglück gekommen vor allen Leuten und allem
> Volk.«
> 5. Mose 22,28-29
> 
> 5:15   Trinke Wasser aus deiner Zisterne und was quillt aus deinem Brunnen.
> 
> 5:16   Sollen deine Quellen herausfließen auf die Straße und deine
> Wasserbäche auf die Gassen?
> 
> 5:17   Habe du sie allein, und kein Fremder mit dir.
> 
> 5:18   Dein Born sei gesegnet, und freue dich des Weibes deiner Jugend.
> Pred 9,9
> 
> 5:19   Sie ist lieblich wie eine Gazelle und holdselig wie ein Reh. Laß
> dich von ihrer Anmut allezeit sättigen und ergötze dich allewege an
> ihrer Liebe.
> 
> 5:20   Mein Sohn, warum willst du dich an der Fremden ergötzen und herzest
> eine andere?
> 
> 5:21   Denn eines jeden Wege liegen offen vor dem HERRN, und er hat acht
> auf aller Menschen Gänge.
> 
> 5:22   Den Gottlosen werden seine Missetaten fangen, und er wird mit den
> Stricken seiner Sünde gebunden.
> 
> 5:23   Er wird sterben, weil er Zucht nicht wollte, und um seiner großen
> Torheit willen wird er hingerafft werden.
> 
>          Warnung vor Bürgschaften, vor Faulheit und Falschheit
> 
> 6:1     Mein Sohn, hast du gebürgt für deinen Nächsten und hast du
> Handschlag gegeben für einen andern,
> (1 und 2) Kap 11,15; 20,16; 22,26
> 
> 6:2    und bist du gebunden durch deine Worte und gefangen in der Rede
> deines Mundes,
> 
> 6:3    so tu doch dies, mein Sohn, damit du wieder frei werdest, denn du
> bist in deines Nächsten Hand: Geh hin, dränge und bestürme deinen
> Nächsten!
> 
> 6:4    Laß deine Augen nicht schlafen noch deine Augenlider schlummern.
> 
> 6:5    Errette dich wie ein Reh aus der Schlinge und wie ein Vogel aus der
> Hand des Fängers.
> 
> 6:6    Geh hin zur Ameise, du Fauler, sieh an ihr Tun und lerne von ihr!
> Kap 10,4; 20,4
> 
> 6:7    Wenn sie auch keinen Fürsten noch Hauptmann noch Herrn hat,
> 
> 6:8    so bereitet sie doch ihr Brot im Sommer und sammelt ihre Speise in
> der Ernte.
> 
> 6:9    Wie lange liegst du, Fauler! Wann willst du aufstehen von deinem
> Schlaf?
> 
> 6:10    Ja, schlafe noch ein wenig, schlummre ein wenig, schlage die Hände
> ineinander ein wenig, daß du schlafest,
> (10 und 11) Kap 24,33-34
> 
> 6:11   so wird dich die Armut übereilen wie ein Räuber und der Mangel wie
> ein gewappneter Mann.
> 
> 6:12   Ein heilloser Mensch, ein nichtswürdiger Mann, wer einhergeht mit
> trügerischem Munde,
> Kap 10,31-32
> 
> 6:13   wer winkt mit den Augen, gibt Zeichen mit den Füßen, zeigt mit den
> Fingern,
> Kap 10,10
> 
> 6:14   trachtet nach Bösem und Verkehrtem in seinem Herzen und richtet
> allezeit Hader an.
> 
> 6:15   Darum wird plötzlich sein Verderben über ihn kommen, und er wird
> schnell zerschmettert werden, und keine Hilfe ist da.
> 
> 6:16   Diese sechs Dinge haßt der HERR, diese sieben sind ihm ein Greuel:
> 
> 6:17   stolze Augen, falsche Zunge, Hände, die unschuldiges Blut vergießen,
> 
> 6:18   ein Herz, das arge Ränke schmiedet, Füße, die behende sind, Schaden
> zu tun,
> 
> 6:19   ein falscher Zeuge, der frech Lügen redet, und wer Hader zwischen
> Brüdern anrichtet.
> 
> Warnung vor Ehebruch
> 
> 6:20   Mein Sohn, bewahre das Gebot deines Vaters und laß nicht fahren die
> Weisung deiner Mutter.
> Kap 1,8
> 
> 6:21   Binde sie dir aufs Herz allezeit und hänge sie um deinen Hals,
> 
> 6:22   daß sie dich geleiten, wenn du gehst; daß sie dich bewachen, wenn du
> dich legst; daß sie zu dir sprechen, wenn du aufwachst.
> Ps 119,172
> 
> 6:23   Denn das Gebot ist eine Leuchte und die Weisung ein Licht, und die
> Vermahnung ist der Weg des Lebens,
> 
> 6:24   auf daß du bewahrt werdest vor der Frau deines Nächsten, vor der
> glatten Zunge der Fremden.
> Kap 2,16
> 
> 6:25   Laß dich nach ihrer Schönheit nicht gelüsten in deinem Herzen, und
> laß dich nicht fangen durch ihre Augenlider.
> 
> 6:26   Denn eine Hure bringt einen nur ums Brot, aber eines andern Ehefrau
> um das kostbare Leben.
> 
> 6:27   Kann auch jemand ein Feuer unterm Gewand tragen, ohne daß seine
> Kleider brennen?
> 
> 6:28   Oder könnte jemand auf Kohlen gehen, ohne daß seine Füße verbrannt
> würden?
> 
> 6:29   So geht es dem, der zu seines Nächsten Frau geht; es bleibt keiner
> ungestraft, der sie berührt.
> Kap 5,8-14
> 
> 6:30   Es ist für einen Dieb nicht so schmachvoll, wenn er stiehlt, um
> seine Gier zu stillen, weil ihn hungert;
> 
> 6:31   wenn er ergriffen wird, ersetzt er's siebenfach und gibt her alles
> Gut seines Hauses.
> 2. Mose 21,37
> 
> 6:32   Aber wer mit einer Verheirateten die Ehe bricht, der ist von Sinnen;
> wer sein Leben ins Verderben bringen will, der tut das.
> 
> 6:33   Schläge und Schande treffen ihn, und seine Schmach ist nicht zu
> tilgen.
> 
> 6:34   Denn Eifersucht erweckt den Grimm des Mannes, und er schont nicht am
> Tage der Vergeltung
> 
> 6:35   und achtet kein Sühnegeld und nimmt nichts an, wenn du auch viel
> schenken wolltest.
> 
>   7:1    Mein Sohn, behalte meine Rede und verwahre meine Gebote bei dir.
> 
> 7:2    Behalte meine Gebote, so wirst du leben, und hüte meine Weisung wie
> deinen Augapfel.
> 
> 7:3    Binde sie an deine Finger, schreibe sie auf die Tafel deines
> Herzens.
> 
> 7:4    Sprich zur Weisheit: Du bist meine Schwester, und nenne die Klugheit
> deine Freundin,
> 
> 7:5    daß sie dich behüte vor der Frau des andern, vor der Fremden, die
> glatte Worte gibt.
> 
> 7:6    Denn am Fenster meines Hauses guckte ich durchs Gitter
> 
> 7:7    und sah einen unter den Unverständigen und erblickte unter den
> jungen Leuten einen törichten Jüngling.
> 
> 7:8    Der ging über die Gasse zu ihrer Ecke und schritt daher auf dem Wege
> zu ihrem Hause
> 
> 7:9    in der Dämmerung, am Abend des Tages, als es Nacht wurde und dunkel
> war.
> 
> 7:10   Und siehe, da begegnete ihm eine Frau im Hurengewand, listig,
> 
> 7:11   wild und unbändig, daß ihre Füße nicht in ihrem Hause bleiben
> können.
> 
> 7:12   Jetzt ist sie draußen, jetzt auf der Gasse und lauert an allen
> Ecken.
> 
> 7:13   Und sie erwischt ihn und küßt ihn, wird dreist und spricht:
> 
> 7:14   »Ich hatte Dankopfer zu bringen, heute habe ich meine Gelübde
> erfüllt.
> 3. Mose 7,15-17
> 
> 7:15   Darum bin ich ausgegangen, dir entgegen, um nach dir zu suchen, und
> habe dich gefunden.
> 
> 7:16   Ich habe mein Bett schön geschmückt mit bunten Decken aus Ägypten.
> 
> 7:17   Ich habe mein Lager mit Myrrhe besprengt, mit Aloe und Zimt.
> 
> 7:18   Komm, laß uns kosen bis an den Morgen und laß uns die Liebe
> genießen.
> 
> 7:19   Denn der Mann ist nicht daheim, er ist auf eine weite Reise
> gegangen.
> 
> 7:20   Er hat den Geldbeutel mit sich genommen; er wird erst zum Vollmond
> wieder heimkommen.«
> 
> 7:21   Sie überredet ihn mit vielen Worten und gewinnt ihn mit ihrem
> glatten Munde.
> 
> 7:22   Er folgt ihr alsbald nach, wie ein Stier zur Schlachtbank geführt
> wird, und wie ein Hirsch, der ins Netz rennt,
> 
> 7:23   bis ihm der Pfeil die Leber spaltet; wie ein Vogel zur Schlinge eilt
> und weiß nicht, daß es das Leben gilt.
> 
> 7:24   So höret nun auf mich, meine Söhne, und merket auf die Rede meines
> Mundes.
> 
> 7:25   Laß dein Herz nicht abweichen auf ihren Weg und irre nicht ab auf
> ihre Bahn.
> 
> 7:26   Denn zahlreich sind die Erschlagenen, die sie gefällt hat, und viele
> sind, die sie getötet hat.
> 
> 7:27   Ihr Haus ist der Weg ins Totenreich, da man hinunterfährt in des
> Todes Kammern.
> 
>          Einladung und Verheißung der Weisheit
> 
> 8:1     Ruft nicht die Weisheit, und läßt nicht die Klugheit sich hören?
> (1-3) Kap 1,20-23
> 
> 8:2    Öffentlich am Wege steht sie und an der Kreuzung der Straßen;
> 
> 8:3    an den Toren am Ausgang der Stadt und am Eingang der Pforte ruft
> sie:
> 
> 8:4    O ihr Männer, euch rufe ich und erhebe meine Stimme zu den
> Menschenkindern!
> 
> 8:5    Merkt, ihr Unverständigen, auf Klugheit, und ihr Toren, nehmet
> Verstand an!
> 
> 8:6    Hört, denn ich rede, was edel ist, und meine Lippen sprechen, was
> recht ist.
> 
> 8:7    Denn mein Mund redet die Weisheit, und meine Lippen hassen, was
> gottlos ist.
> 
> 8:8    Alle Reden meines Mundes sind gerecht, es ist nichts Verkehrtes noch
> Falsches darin.
> 
> 8:9    Sie sind alle recht für die Verständigen und richtig denen, die
> Erkenntnis gefunden haben.
> 
> 8:10   Nehmt meine Zucht an lieber als Silber und achtet Erkenntnis höher
> als kostbares Gold.
> Kap 3,14
> 
> 8:11   Denn Weisheit ist besser als Perlen, und alles, was man wünschen
> mag, kann ihr nicht gleichen.
> 
> 8:12   Ich, die Weisheit, wohne bei der Klugheit und weiß, guten Rat zu
> geben.
> 
> 8:13   Die Furcht des HERRN haßt das Arge; Hoffart und Hochmut, bösem
> Wandel und falschen Lippen bin ich feind.
> 
> 8:14   Mein ist beides, Rat und Tat, ich habe Verstand und Macht.
> 
> 8:15   Durch mich regieren die Könige und setzen die Ratsherren das Recht.
> Kap 16,12
> 
> 8:16   Durch mich herrschen die Fürsten und die Edlen richten auf Erden.
> 
> 8:17   Ich liebe, die mich lieben, und die mich suchen, finden mich.
> 
> 8:18   Reichtum und Ehre ist bei mir, bleibendes Gut und Gerechtigkeit.
> 
> 8:19   Meine Frucht ist besser als Gold und feines Gold, und mein Ertrag
> besser als erlesenes Silber.
> 
> 8:20   Ich wandle auf dem Wege der Gerechtigkeit, mitten auf der Straße des
> Rechts,
> 
> 8:21   daß ich versorge mit Besitz, die mich lieben, und ihre Schatzkammern
> fülle.
> 
> Die Weisheit als Gottes Liebling
> 
> 8:22    Der HERR hat mich schon gehabt im Anfang seiner Wege, ehe er etwas
> schuf, von Anbeginn her.
> (22-31) Hiob 28,23-28
> 
> 8:23   Ich bin eingesetzt von Ewigkeit her, im Anfang, ehe die Erde war.
> 
> 8:24   Als die Meere noch nicht waren, ward ich geboren, als die Quellen
> noch nicht waren, die von Wasser fließen.
> 
> 8:25   Ehe denn die Berge eingesenkt waren, vor den Hügeln ward ich
> geboren,
> 
> 8:26   als er die Erde noch nicht gemacht hatte noch die Fluren darauf noch
> die Schollen des Erdbodens.
> 
> 8:27   Als er die Himmel bereitete, war ich da, als er den Kreis zog über
> den Fluten der Tiefe,
> 
> 8:28   als er die Wolken droben mächtig machte, als er stark machte die
> Quellen der Tiefe,
> 
> 8:29   als er dem Meer seine Grenze setzte und den Wassern, daß sie nicht
> überschreiten seinen Befehl; als er die Grundfesten der Erde legte,
> Ps 104,9
> 
> 8:30   da war ich als sein Liebling bei ihm; ich war seine Lust täglich
> und spielte vor ihm allezeit;
> Luther übersetzte im Anschluß an die griechische und lateinische
> Bibel »der Werkmeister«.
> 
> 8:31   ich spielte auf seinem Erdkreis und hatte meine Lust an den
> Menschenkindern.
> 
> 8:32   So hört nun auf mich, meine Söhne! Wohl denen, die meine Wege
> einhalten!
> 
> 8:33   Höret die Mahnung und werdet weise und schlagt sie nicht in den
> Wind!
> 
> 8:34   Wohl dem Menschen, der mir gehorcht, daß er wache an meiner Tür
> täglich, daß er hüte die Pfosten meiner Tore!
> 
> 8:35   Wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen vom
> HERRN.
> 
> 8:36   Wer aber mich verfehlt, zerstört sein Leben; alle, die mich hassen,
> lieben den Tod.
> 
>          Weisheit und Torheit laden zum Mahle
> 
> 9:1    Die Weisheit hat ihr Haus gebaut und ihre sieben Säulen behauen.
> 
> 9:2    Sie hat ihr Vieh geschlachtet, ihren Wein gemischt und ihren Tisch
> bereitet
> 
> 9:3    und sandte ihre Mägde aus, zu rufen oben auf den Höhen der Stadt:
> 
> 9:4    »Wer noch unverständig ist, der kehre hier ein!«, und zum Toren
> spricht sie:
> 
> 9:5    »Kommt, esset von meinem Brot und trinkt von dem Wein, den ich
> gemischt habe!
> 
> 9:6    Verlasset die Torheit, so werdet ihr leben, und geht auf dem Wege
> der Klugheit.« -
> 
> 9:7    Wer den Spötter belehrt, der trägt Schande davon, und wer den
> Gottlosen zurechtweist, holt sich Schmach.
> 
> 9:8    Rüge nicht den Spötter, daß er dich nicht hasse; rüge den Weisen,
> der wird dich lieben.
> 
> 9:9    Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den Gerechten,
> so wird er in der Lehre zunehmen.  -
> Mt 13,12
> 
> 9:10    Der Weisheit Anfang ist die Furcht des HERRN, und den Heiligen
> erkennen, das ist Verstand.
> Kap 1,7
> 
> 9:11   Denn durch mich werden deine Tage viel werden und die Jahre deines
> Lebens sich mehren.
> 
> 9:12   Bist du weise, so bist du's dir zugut; bist du ein Spötter, so mußt
> du's allein tragen.
> 
> 9:13   Frau Torheit ist ein unbändiges Weib, verführerisch, und weiß nichts
> von Scham.
> 
> 9:14   Sie sitzt vor der Tür ihres Hauses auf einem Thron auf den Höhen der
> Stadt,
> 
> 9:15   einzuladen alle, die vorübergehen und richtig auf ihrem Wege
> wandeln:
> 
> 9:16   »Wer noch unverständig ist, der kehre hier ein!«, und zum Toren
> spricht sie:
> 
> 9:17   »Gestohlenes Wasser ist süß, und heimliches Brot schmeckt fein.«
> Kap 20,17
> 
> 9:18   Er weiß aber nicht, daß dort nur die Schatten wohnen, daß ihre Gäste
> in der Tiefe des Todes hausen.
> 
>          Salomos Lehren von Weisheit und Frömmigkeit
> 
> 10:1    Dies sind die Sprüche Salomos. Ein weiser Sohn ist seines Vaters
> Freude; aber ein törichter Sohn ist seiner Mutter Grämen.
> Kap 15,20
> 
> 10:2    Unrecht Gut hilft nicht; aber Gerechtigkeit errettet vom Tode.
> 
> 10:3    Der HERR läßt den Gerechten nicht Hunger leiden; aber die Gier der
> Gottlosen stößt er zurück.
> Ps 37,19; 37,25
> 
> 10:4    Lässige Hand macht arm; aber der Fleißigen Hand macht reich.
> Kap 6,6
> 
> 10:5    Wer im Sommer sammelt, ist ein kluger Sohn; wer aber in der Ernte
> schläft, macht seinen Eltern Schande.
> 
> 10:6    Segen ruht auf dem Haupt des Gerechten; aber auf die Gottlosen wird
> ihr Frevel fallen.
> 
> 10:7    Das Andenken des Gerechten bleibt im Segen; aber der Name der
> Gottlosen wird verwesen.
> Hiob 18,17; Ps 9,6
> 
> 10:8    Wer weisen Herzens ist, nimmt Gebote an; wer aber ein Narrenmaul
> hat, kommt zu Fall.
> 
> 10:9    Wer in Unschuld lebt, der lebt sicher; wer aber verkehrte Wege geht,
> wird ertappt werden.
> 
> 10:10   Wer mit den Augen winkt, schafft Verdruß, und wer ein Narrenmaul
> hat, kommt zu Fall.
> Kap 6,12-13
> 
> 10:11   Des Gerechten Mund ist ein Brunnen des Lebens; aber auf die
> Gottlosen wird ihr Frevel fallen.
> 
> 10:12   Haß erregt Hader; aber Liebe deckt alle Übertretungen zu.
> 1. Petr 4,8
> 
> 10:13   Auf den Lippen des Verständigen findet man Weisheit; aber auf den
> Rücken des Unverständigen gehört eine Rute.
> 
> 10:14   Die Weisen halten mit ihrem Wissen zurück; aber der Toren Mund führt
> schnell zum Verderben.
> 
> 10:15    Die Habe des Reichen ist seine feste Stadt; aber das Verderben der
> Geringen ist ihre Armut.
> Kap 18,11
> 
> 10:16   Dem Gerechten gereicht sein Erwerb zum Leben, aber dem Gottlosen
> sein Einkommen zur Sünde.
> 
> 10:17   Zucht bewahren ist der Weg zum Leben; wer aber Zurechtweisung nicht
> achtet, geht in die Irre.
> 
> 10:18   Falsche Lippen bergen Haß, und wer verleumdet, ist ein Tor.
> 
> 10:19   Wo viel Worte sind, da geht's ohne Sünde nicht ab; wer aber seine
> Lippen im Zaum hält, ist klug.
> 
> 10:20   Des Gerechten Zunge ist kostbares Silber; aber der Gottlosen
> Verstand ist wie nichts.
> 
> 10:21   Des Gerechten Lippen erquicken viele; aber die Toren werden an ihrer
> Torheit sterben.
> 
> 10:22   Der Segen des HERRN allein macht reich, und nichts tut eigene Mühe
> hinzu.
> Ps 127,2
> 
> 10:23   Ein Tor hat Lust an Schandtat, aber der einsichtige Mann an
> Weisheit.
> 
> 10:24   Was der Gottlose fürchtet, das wird ihm begegnen; und was die
> Gerechten begehren, wird ihnen gegeben.
> Kap 1,27;  Ps 37,4
> 
> 10:25   Wenn das Wetter daherfährt, ist der Gottlose nicht mehr; der
> Gerechte aber besteht ewiglich.
> Kap 12,7
> 
> 10:26   Wie Essig den Zähnen und Rauch den Augen tut, so tut der Faule
> denen, die ihn senden.
> 
> 10:27   Die Furcht des HERRN mehrt die Tage; aber die Jahre der Gottlosen
> werden verkürzt.
> 
> 10:28   Das Warten der Gerechten wird Freude werden; aber der Gottlosen
> Hoffnung wird verloren sein.
> Ps 9,19;  Hiob 8,13
> 
> 10:29   Das Walten des HERRN ist des Frommen Zuflucht; aber für den
> Übeltäter ist es Verderben.
> Kap 3,26
> 
> 10:30   Der Gerechte wird nimmermehr wanken; aber die Gottlosen werden
> nicht im Lande bleiben.
> Kap 2,22
> 
> 10:31    Aus dem Munde des Gerechten sprießt Weisheit; aber die falsche
> Zunge wird ausgerottet.
> Ps 37,30
> 
> 10:32   Die Lippen der Gerechten lehren heilsame Dinge; aber der Gottlosen
> Mund ist Falschheit.
> 
>  11:1    Falsche Waage ist dem HERRN ein Greuel; aber ein volles Gewicht ist
> sein Wohlgefallen.
> 3. Mose 19,35-36
> 
> 11:2    Wo Hochmut ist, da ist auch Schande; aber Weisheit ist bei den
> Demütigen.
> Kap 16,18
> 
> 11:3    Ihre Unschuld wird die Frommen leiten; aber ihre Falschheit wird die
> Verächter verderben.
> 
> 11:4     Reichtum hilft nicht am Tage des Zorns; aber Gerechtigkeit
> errettet vom Tode.
> Lk 12,20;  Kap 10,2
> 
> 11:5    Die Gerechtigkeit des Frommen macht seinen Weg eben; aber der
> Gottlose wird fallen durch seine Gottlosigkeit.
> 
> 11:6    Die Gerechtigkeit der Frommen wird sie erretten; aber die Verächter
> werden gefangen durch ihre Gier.
> 
> 11:7    Wenn der gottlose Mensch stirbt, ist seine Hoffnung verloren, und
> das Harren der Ungerechten wird zunichte.
> Kap 10,28
> 
> 11:8    Der Gerechte wird aus der Not erlöst, und der Gottlose kommt an
> seine Statt.
> 
> 11:9    Durch den Mund des Gottesverächters wird sein Nächster verderbt;
> aber die Gerechten werden durch Erkenntnis errettet.
> 
> 11:10   Eine Stadt freut sich, wenn's den Gerechten wohlgeht, und wenn die
> Gottlosen umkommen, wird man froh.
> 
> 11:11   Durch den Segen der Frommen kommt eine Stadt hoch; aber durch den
> Mund der Gottlosen wird sie niedergerissen.
> Kap 28,12
> 
> 11:12   Wer seinen Nächsten schmäht, ist ein Tor; aber ein verständiger
> Mann schweigt stille.
> Ps 15,3
> 
> 11:13   Ein Verleumder verrät, was er heimlich weiß; aber wer getreuen
> Herzens ist, verbirgt es.
> 
> 11:14   Wo nicht weiser Rat ist, da geht das Volk unter; wo aber viele
> Ratgeber sind, findet sich Hilfe.
> 
> 11:15   Wer für einen andern bürgt, der wird Schaden haben; wer aber sich
> hütet, Bürge zu sein, geht sicher.
> Kap 6,1-2
> 
> 11:16   Ein holdseliges Weib erlangt Ehre; aber eine Schande ist ein Weib,
> das Redlichkeit haßt. Den Faulen wird es mangeln an Hab und Gut, die
> Fleißigen aber erlangen Reichtum.
> Vervollständigt aus der griechischen Übersetzung.
> 
> 11:17   Ein barmherziger Mann nützt auch sich selber; aber ein herzloser
> schneidet sich ins eigene Fleisch.
> 
> 11:18   Der Gottlosen Arbeit bringt trügerischen Gewinn; aber wer
> Gerechtigkeit sät, hat sicheren Lohn.
> 
> 11:19   Gerechtigkeit führt zum Leben; aber dem Bösen nachjagen führt zum
> Tode.
> Kap 19,23
> 
> 11:20   Falsche Herzen sind dem HERRN ein Greuel; aber Wohlgefallen hat er
> an den Frommen.
> 
> 11:21   Die Hand darauf: Der Böse bleibt nicht ungestraft; aber der
> Gerechten Geschlecht wird errettet werden.
> 
> 11:22   Ein schönes Weib ohne Zucht ist wie eine Sau mit einem goldenen Ring
> durch die Nase.
> Kap 31,30
> 
> 11:23   Der Gerechten Wunsch führt zu lauter Gutem; aber der Gottlosen
> Hoffen führt zum Tage des Zorns.
> 
> 11:24    Einer teilt reichlich aus und hat immer mehr; ein andrer kargt, wo
> er nicht soll, und wird doch ärmer.
> (24 und 25) Mt 25,29; 2. Kor 9,6
> 
> 11:25   Wer reichlich gibt, wird gelabt, und wer reichlich tränkt, der wird
> auch getränkt werden.
> 
> 11:26   Wer Korn zurückhält, dem fluchen die Leute; aber Segen kommt über
> den, der es verkauft.
> 
> 11:27   Wer nach Gutem strebt, trachtet nach Gottes Wohlgefallen; wer aber
> das Böse sucht, dem wird es begegnen.
> 
> 11:28   Wer sich auf seinen Reichtum verläßt, der wird untergehen; aber die
> Gerechten werden grünen wie das Laub.
> Ps 52,9-10
> 
> 11:29   Wer sein eigenes Haus in Verruf bringt, wird Wind erben, und ein Tor
> muß des Weisen Knecht werden.
> 
> 11:30   Die Frucht der Gerechtigkeit ist ein Baum des Lebens; aber
> Gewalttat nimmt das Leben weg.
> Kap 3,18
> 
> 11:31   Siehe, dem Gerechten wird vergolten auf Erden, wieviel mehr dem
> Gottlosen und Sünder!
> 1. Petr 4,17-18
> 
>  12:1    Wer Zucht liebt, der wird klug; aber wer Zurechtweisung haßt, der
> bleibt dumm.
> Kap 13,1;  Kap 13,18
> 
> 12:2    Wer fromm ist, der erlangt Wohlgefallen vom HERRN; aber den
> Heimtückischen verdammt er.
> 
> 12:3    Durch Gottlosigkeit kann der Mensch nicht bestehen; aber die Wurzel
> der Gerechten wird bleiben.
> 
> 12:4    Eine tüchtige Frau ist ihres Mannes Krone; aber eine schandbare ist
> wie Eiter in seinem Gebein.
> Kap 31,10-31
> 
> 12:5    Die Gedanken der Gerechten sind redlich; aber was die Gottlosen
> planen, ist lauter Trug.
> 
> 12:6    Der Gottlosen Reden richten Blutvergießen an; aber die Frommen
> errettet ihr Mund.
> 
> 12:7    Die Gottlosen werden gestürzt und nicht mehr sein; aber das Haus der
> Gerechten bleibt stehen.
> Kap 10,25
> 
> 12:8    Ein Mann wird gelobt nach seiner Klugheit; aber wer verschrobenen
> Sinnes ist, wird verachtet.
> 
> 12:9    Wer gering ist und geht seiner Arbeit nach, ist besser als einer,
> der groß sein will und an Brot Mangel hat.
> 
> 12:10   Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs; aber das Herz der Gottlosen
> ist unbarmherzig.
> 2. Mose 23,5
> 
> 12:11   Wer seinen Acker bebaut, wird Brot die Fülle haben; wer aber
> nichtigen Dingen nachgeht, ist ein Tor.
> Kap 28,19
> 
> 12:12   Des Gottlosen Lust ist, Schaden zu tun; aber die Wurzel der
> Gerechten wird Frucht bringen.
> 
> 12:13   Der Böse wird gefangen in seinen eigenen falschen Worten; aber der
> Gerechte entgeht der Not.
> 
> 12:14    Viel Gutes bekommt ein Mann durch die Frucht seines Mundes; und dem
> Menschen wird vergolten nach den Taten seiner Hände.
> Kap 18,20
> 
> 12:15   Den Toren dünkt sein Weg recht; aber wer auf Rat hört, der ist
> weise.
> 
> 12:16   Ein Tor zeigt seinen Zorn alsbald; aber wer Schmähung überhört, der
> ist klug.
> 
> 12:17   Wer wahrhaftig ist, der sagt offen, was recht ist; aber ein falscher
> Zeuge betrügt.
> 
> 12:18   Wer unvorsichtig herausfährt mit Worten, sticht wie ein Schwert;
> aber die Zunge der Weisen bringt Heilung.
> Kap 13,3
> 
> 12:19   Wahrhaftiger Mund besteht immerdar; aber die falsche Zunge besteht
> nicht lange.
> 
> 12:20   Die Böses planen, haben Trug im Herzen; aber die zum Frieden raten,
> haben Freude.
> 
> 12:21   Es wird dem Gerechten kein Leid geschehen; aber die Gottlosen werden
> voll Unglücks sein.
> 
> 12:22   Lügenmäuler sind dem HERRN ein Greuel; die aber treulich handeln,
> gefallen ihm.
> 
> 12:23   Ein verständiger Mann trägt seine Klugheit nicht zur Schau; aber das
> Herz des Toren schreit seine Torheit hinaus.
> 
> 12:24   Die fleißige Hand wird herrschen; die aber lässig ist, muß
> Frondienst leisten.
> 
> 12:25   Sorge im Herzen bedrückt den Menschen; aber ein freundliches Wort
> erfreut ihn.
> Kap 16,24
> 
> 12:26   Der Gerechte findet seine Weide; aber die Gottlosen führt ihr Weg in
> die Irre.
> 
> 12:27   Einem Lässigen gerät sein Handel nicht; aber ein fleißiger Mensch
> wird reich.
> 
> 12:28   Auf dem Wege der Gerechtigkeit ist Leben; aber böser Weg führt zum
> Tode.
> 
>  13:1    Ein weiser Sohn liebt Zucht; aber ein Spötter hört selbst auf
> Drohen nicht.
> Kap 1,8; 12,1
> 
> 13:2    Die Frucht seiner Worte genießt der Fromme; aber die Verächter sind
> gierig nach Frevel.
> 
> 13:3    Wer seine Zunge hütet, bewahrt sein Leben; wer aber mit seinem Maul
> herausfährt, über den kommt Verderben.
> Kap 12,18; 21,23
> 
> 13:4    Der Faule begehrt und kriegt's doch nicht; aber die Fleißigen
> kriegen genug.
> 
> 13:5    Der Gerechte ist der Lüge feind; aber der Gottlose handelt
> schimpflich und schändlich.
> 
> 13:6    Die Gerechtigkeit behütet den Unschuldigen; aber die Gottlosigkeit
> bringt den Sünder zu Fall.
> 
> 13:7    Mancher stellt sich reich und hat nichts, und mancher stellt sich
> arm und hat großes Gut.
> Offb 2,9; 3,17
> Luther übersetzte: »Mancher ist arm bei großem Gut, und mancher ist
> reich bei seiner Armut.«
> 
> 13:8    Mit Reichtum muß mancher sein Leben erkaufen; aber ein Armer bekommt
> keine Drohung zu hören.
> 
> 13:9    Das Licht der Gerechten brennt fröhlich; aber die Leuchte der
> Gottlosen wird verlöschen.
> Hiob 18,5-6
> 
> 13:10   Unter den Übermütigen ist immer Streit; aber Weisheit ist bei
> denen, die sich raten lassen.
> Kap 1,5
> 
> 13:11   Hastig errafftes Gut zerrinnt; wer aber ruhig sammelt, bekommt immer
> mehr.
> 
> 13:12   Hoffnung, die sich verzögert, ängstet das Herz; wenn aber kommt, was
> man begehrt, das ist ein Baum des Lebens.
> 
> 13:13   Wer das Wort verachtet, muß dafür büßen; wer aber das Gebot
> fürchtet, dem wird es gelohnt.
> 
> 13:14   Die Lehre des Weisen ist eine Quelle des Lebens, zu meiden die
> Stricke des Todes.
> 
> 13:15   Rechte Einsicht schafft Gunst; aber der Verächter Weg bringt
> Verderben.
> 
> 13:16   Ein Kluger tut alles mit Vernunft; ein Tor aber stellt Narrheit zur
> Schau.
> 
> 13:17   Ein gottloser Bote bringt ins Unglück; aber ein getreuer Bote bringt
> Hilfe.
> 
> 13:18   Wer Zucht mißachtet, hat Armut und Schande; wer sich gern
> zurechtweisen läßt, wird zu Ehren kommen.
> 
> 13:19   Wenn kommt, was man begehrt, tut es dem Herzen wohl; aber das Böse
> meiden ist den Toren ein Greuel.
> 
> 13:20   Wer mit den Weisen umgeht, der wird weise; wer aber der Toren
> Geselle ist, der wird Unglück haben.
> 
> 13:21   Unheil verfolgt die Sünder; aber den Gerechten wird mit Gutem
> vergolten.
> 
> 13:22   Der Gute wird vererben auf Kindeskind; aber des Sünders Habe wird
> gespart für den Gerechten.
> Kap 28,8; Hiob 27,13-17; Pred 2,26
> 
> 13:23   Es ist viel Speise in den Furchen der Armen; aber wo kein Recht ist,
> da ist Verderben.
> 
> 13:24   Wer seine Rute schont, der haßt seinen Sohn; wer ihn aber liebhat,
> der züchtigt ihn beizeiten.
> Kap 22,15
> 
> 13:25   Der Gerechte kann essen, bis er satt ist; der Gottlosen Bauch aber
> leidet Mangel.
> 
>  14:1    Die Weisheit der Frauen baut ihr Haus; aber ihre Torheit reißt's
> nieder mit eigenen Händen.
> 
> 14:2    Wer den HERRN fürchtet, der wandelt auf rechter Bahn; wer ihn aber
> verachtet, der geht auf Abwegen.
> 
> 14:3    In des Toren Mund ist die Rute für seinen Hochmut; aber die Weisen
> bewahrt ihr Mund.
> 
> 14:4    Wo keine Rinder sind, da ist die Krippe leer; aber die Kraft des
> Ochsen bringt reichen Ertrag.
> 
> 14:5    Ein treuer Zeuge lügt nicht; aber ein falscher Zeuge redet frech
> Lügen.
> 2. Mose 20,16; 23,1
> 
> 14:6    Der Spötter sucht Weisheit und findet sie nicht; aber dem
> Verständigen ist die Erkenntnis leicht.
> 
> 14:7    Geh weg von dem Toren, denn du lernst nichts von ihm.
> 
> 14:8    Das ist des Klugen Weisheit, daß er achtgibt auf seinen Weg; aber
> der Toren Torheit ist lauter Trug.
> 
> 14:9    Auf dem Zelt der Spötter ruht Schuld; aber auf dem Hause des Frommen
> ruht Wohlgefallen.
> 
> 14:10   Das Herz allein kennt sein Leid, und auch in seine Freude kann sich
> kein Fremder mengen.
> Röm 12,15
> 
> 14:11   Das Haus der Gottlosen wird vertilgt; aber die Hütte der Frommen
> wird grünen.
> Kap 12,7
> 
> 14:12   Manchem scheint ein Weg recht; aber zuletzt bringt er ihn zum Tode.
> 
> 14:13   Auch beim Lachen kann das Herz trauern, und nach der Freude kommt
> Leid.
> 
> 14:14   Einem gottlosen Menschen wird's gehen, wie er wandelt, und auch
> einem guten nach seinen Taten.
> 
> 14:15   Ein Unverständiger glaubt noch alles; aber ein Kluger gibt acht auf
> seinen Gang.
> 
> 14:16   Ein Weiser scheut sich und meidet das Böse; ein Tor aber fährt
> trotzig hindurch.
> 
> 14:17   Ein Jähzorniger handelt töricht; aber ein Ränkeschmied wird gehaßt.
> 
> 14:18   Die Unverständigen erben Torheit; aber Erkenntnis ist der Klugen
> Krone.
> 
> 14:19   Die Bösen müssen sich bücken vor den Guten und die Gottlosen an den
> Toren der Gerechten.
> 
> 14:20   Der Arme ist verhaßt auch seinem Nächsten; aber die Reichen haben
> viele Freunde.
> Kap 19,4; 19,7
> 
> 14:21   Wer seinen Nächsten verachtet, versündigt sich; aber wohl dem, der
> sich der Elenden erbarmt!
> Ps 41,2
> 
> 14:22   Die nach Bösem trachten, werden in die Irre gehen; die aber auf
> Gutes bedacht sind, werden Güte und Treue erfahren.
> 
> 14:23   Wo man arbeitet, da ist Gewinn; wo man aber nur mit Worten umgeht,
> da ist Mangel.
> 
> 14:24   Den Weisen ist ihr Reichtum eine Krone; aber die Narrheit der Toren
> bleibt Narrheit.
> 
> 14:25   Ein wahrhaftiger Zeuge rettet manchem das Leben; aber wer Lügen
> ausspricht, übt Verrat.
> 
> 14:26   Wer den HERRN fürchtet, hat eine sichere Festung, und auch seine
> Kinder werden beschirmt.
> Kap 18,10
> 
> 14:27   Die Furcht des HERRN ist eine Quelle des Lebens, daß man meide die
> Stricke des Todes.
> 
> 14:28   Wenn ein König viel Volk hat, das ist seine Herrlichkeit; wenn aber
> wenig Volk da ist, das bringt einen Fürsten ins Verderben.
> 
> 14:29    Wer geduldig ist, der ist weise; wer aber ungeduldig ist, offenbart
> seine Torheit.
> Kap 16,32; 19,11
> 
> 14:30   Ein gelassenes Herz ist des Leibes Leben; aber Eifersucht ist Eiter
> in den Gebeinen.
> 
> 14:31   Wer dem Geringen Gewalt tut, lästert dessen Schöpfer; aber wer sich
> des Armen erbarmt, der ehrt Gott.
> Kap 17,5; Hiob 31,13-15; Mt 25,40
> 
> 14:32   Der Gottlose besteht nicht in seinem Unglück; aber der Gerechte ist
> auch in seinem Tode getrost.
> 
> 14:33   Im Herzen des Verständigen ruht Weisheit, und inmitten der Toren
> wird sie offenbar.
> 
> 14:34   Gerechtigkeit erhöht ein Volk; aber die Sünde ist der Leute
> Verderben.
> 
> 14:35   Ein kluger Knecht gefällt dem König, aber einen schändlichen trifft
> sein Zorn.
> 1. Mose 41,37-40
> 
>  15:1    Eine linde Antwort stillt den Zorn; aber ein hartes Wort erregt
> Grimm.
> Kap 25,15;  1. Kön 12,13-16
> 
> 15:2    Der Weisen Zunge bringt gute Erkenntnis; aber der Toren Mund speit
> nur Torheit.
> 
> 15:3     Die Augen des HERRN sind an allen Orten, sie schauen auf Böse und
> Gute.
> 2. Chr 16,9
> 
> 15:4    Eine linde Zunge ist ein Baum des Lebens; aber eine lügenhafte
> bringt Herzeleid.
> 
> 15:5    Der Tor verschmäht die Zucht seines Vaters; wer aber Zurechtweisung
> annimmt, ist klug.
> 
> 15:6    In des Gerechten Haus ist großes Gut; aber in des Gottlosen Gewinn
> steckt Verderben.
> 
> 15:7    Der Weisen Mund breitet Einsicht aus; aber der Toren Herz ist nicht
> recht.
> 
> 15:8    Der Gottlosen Opfer ist dem HERRN ein Greuel; aber das Gebet der
> Frommen ist ihm wohlgefällig.
> Kap 21,27; Jes 1,11; 1,15;  Kap 28,9; Lk 18,9-14
> 
> 15:9    Des Gottlosen Weg ist dem HERRN ein Greuel; wer aber der
> Gerechtigkeit nachjagt, den liebt er.
> 
> 15:10   Den Weg verlassen bringt böse Züchtigung, und wer Zurechtweisung
> haßt, der muß sterben.
> 
> 15:11    Unterwelt und Abgrund liegen offen vor dem HERRN, wieviel mehr die
> Herzen der Menschen!
> Hiob 26,6; Ps 139,8; Offb 9,1; 9,11;  Jer 17,10
> 
> 15:12   Der Spötter liebt den nicht, der ihn zurechtweist, und geht nicht
> hin zu den Weisen.
> 
> 15:13   Ein fröhliches Herz macht ein fröhliches Angesicht; aber wenn das
> Herz bekümmert ist, entfällt auch der Mut.
> 
> 15:14   Des Klugen Herz sucht Erkenntnis; aber der Toren Mund geht mit
> Torheit um.
> 
> 15:15   Ein Betrübter hat nie einen guten Tag; aber ein guter Mut ist ein
> tägliches Fest.
> Kap 17,22
> 
> 15:16   Besser wenig mit der Furcht des HERRN als ein großer Schatz, bei
> dem Unruhe ist.
> Kap 16,8; Ps 37,16
> 
> 15:17   Besser ein Gericht Kraut mit Liebe als ein gemästeter Ochse mit
> Haß.
> Kap 17,1
> 
> 15:18   Ein zorniger Mann richtet Zank an; ein Geduldiger aber stillt den
> Streit.
> 
> 15:19    Der Weg des Faulen ist wie eine Dornenhecke; aber der Weg der
> Rechtschaffenen ist wohlgebahnt.
> Kap 24,30-31
> 
> 15:20   Ein weiser Sohn erfreut den Vater; aber ein törichter Mensch
> verachtet seine Mutter.
> Kap 10,1
> 
> 15:21   Dem Toren ist die Torheit eine Freude; aber ein verständiger Mann
> bleibt auf dem rechten Wege.
> 
> 15:22   Die Pläne werden zunichte, wo man nicht miteinander berät; wo aber
> viele Ratgeber sind, gelingen sie.
> Kap 11,14
> 
> 15:23   Es ist einem Mann eine Freude, wenn er richtig antwortet, und wie
> wohl tut ein Wort zur rechten Zeit!
> 
> 15:24   Der Weg des Lebens führt den Klugen aufwärts, daß er meide die
> Tiefen des Todes.
> 
> 15:25   Der HERR wird das Haus der Hoffärtigen einreißen; aber den
> Grenzstein der Witwe wird er schützen.
> 
> 15:26   Die Anschläge des Argen sind dem HERRN ein Greuel; aber rein sind
> vor ihm freundliche Reden.
> 
> 15:27   Wer unrechtem Gewinn nachgeht, zerstört sein Haus; wer aber
> Bestechung haßt, der wird leben.
> Ps 15,5
> 
> 15:28   Das Herz des Gerechten bedenkt, was zu antworten ist; aber der Mund
> der Gottlosen schäumt Böses.
> 
> 15:29   Der HERR ist ferne von den Gottlosen; aber der Gerechten Gebet
> erhört er.
> Vers 8; Joh 9,31
> 
> 15:30   Ein freundliches Antlitz erfreut das Herz; eine gute Botschaft labt
> das Gebein.
> 
> 15:31   Das Ohr, das da hört auf heilsame Weisung, wird unter den Weisen
> wohnen.
> 
> 15:32   Wer Zucht verwirft, der macht sich selbst zunichte; wer sich aber
> etwas sagen läßt, der wird klug.
> 
> 15:33   Die Furcht des HERRN ist Zucht, die zur Weisheit führt, und ehe man
> zu Ehren kommt, muß man Demut lernen.
> Kap 18,12; 22,4
> 
>  16:1    Der Mensch setzt sich's wohl vor im Herzen; aber vom HERRN kommt,
> was die Zunge reden wird.
> 
> 16:2    Einen jeglichen dünken seine Wege rein; aber der HERR prüft die
> Geister.
> 
> 16:3    Befiehl dem HERRN deine Werke, so wird dein Vorhaben gelingen.
> Ps 37,5
> 
> 16:4    Der HERR macht alles zu seinem Zweck, auch den Gottlosen für den
> bösen Tag.
> Röm 9,22
> 
> 16:5    Ein stolzes Herz ist dem HERRN ein Greuel und wird gewiß nicht
> ungestraft bleiben.
> 
> 16:6    Durch Güte und Treue wird Missetat gesühnt, und durch die Furcht des
> HERRN meidet man das Böse.
> 
> 16:7    Wenn eines Menschen Wege dem HERRN wohlgefallen, so läßt er auch
> seine Feinde mit ihm Frieden machen.
> 1. Mose 31,24; 33,4
> 
> 16:8    Besser wenig mit Gerechtigkeit als viel Einkommen mit Unrecht.
> Kap 15,16
> 
> 16:9    Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der HERR allein
> lenkt seinen Schritt.
> Kap 19,21; Jer 10,23
> 
> 16:10   Gottes Spruch ist in dem Munde des Königs; sein Mund spricht nicht
> fehl im Gericht.
> 
> 16:11   Waage und rechte Waagschalen sind vom HERRN; und alle Gewichte im
> Beutel sind sein Werk.
> Kap 11,1
> 
> 16:12   Den Königen ist Unrecht tun ein Greuel; denn durch Gerechtigkeit
> wird der Thron befestigt.
> Kap 20,28; 25,5; 29,14
> 
> 16:13   Rechte Worte gefallen den Königen; und wer aufrichtig redet, wird
> geliebt.
> 
> 16:14    Des Königs Grimm ist ein Bote des Todes; aber ein weiser Mann wird
> ihn versöhnen.
> (14 und 15) Kap 19,12; 20,2
> 
> 16:15   Wenn des Königs Angesicht freundlich ist, das ist Leben, und seine
> Gnade ist wie ein Spätregen.
> 
> 16:16   Weisheit erwerben ist besser als Gold und Einsicht erwerben edler
> als Silber.
> 
> 16:17   Der Frommen Weg meidet das Arge; und wer auf seinen Weg achtet,
> bewahrt sein Leben.
> 
> 16:18    Wer zugrunde gehen soll, der wird zuvor stolz; und Hochmut kommt
> vor dem Fall.
> Kap 18,12
> 
> 16:19   Besser niedrig sein mit den Demütigen, als Beute austeilen mit den
> Hoffärtigen.
> 
> 16:20   Wer auf das Wort merkt, der findet Glück; und wohl dem, der sich auf
> den HERRN verläßt!
> 
> 16:21   Ein Verständiger wird gerühmt als ein weiser Mann, und liebliche
> Rede mehrt die Erkenntnis.
> 
> 16:22   Klugheit ist ein Brunnen des Lebens dem, der sie hat; aber die
> Strafe der Toren ist ihre Torheit.
> 
> 16:23   Des Weisen Herz redet klug und mehrt auf seinen Lippen die Lehre.
> 
> 16:24    Freundliche Reden sind Honigseim, trösten die Seele und erfrischen
> die Gebeine.
> Kap 12,25
> 
> 16:25   Manchem scheint ein Weg recht; aber zuletzt bringt er ihn zum Tode.
> 
> 16:26   Der Hunger des Arbeiters arbeitet für ihn; denn sein Mund treibt ihn
> an.
> 
> 16:27   Ein heilloser Mensch gräbt nach Unheil, und in seinem Munde ist's
> wie brennendes Feuer.
> 
> 16:28   Ein falscher Mensch richtet Zank an, und ein Verleumder macht
> Freunde uneins.
> 
> 16:29   Ein Frevler verlockt seinen Nächsten und führt ihn auf keinen guten
> Weg.
> 
> 16:30   Wer mit den Augen winkt, denkt nichts Gutes; und wer mit den Lippen
> andeutet, vollbringt Böses.
> 
> 16:31    Graue Haare sind eine Krone der Ehre; auf dem Weg der Gerechtigkeit
> wird sie gefunden.
> Kap 20,29
> 
> 16:32   Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst
> beherrscht, besser als einer, der Städte gewinnt.
> Kap 14,29
> 
> 16:33   Der Mensch wirft das Los; aber es fällt, wie der HERR will.
> 
>  17:1    Besser ein trockner Bissen mit Frieden als ein Haus voll
> Geschlachtetem mit Streit.
> Kap 15,17
> 
> 17:2    Ein kluger Knecht wird herrschen über einen schandbaren Sohn und
> wird mit den Brüdern das Erbe teilen.
> 
> 17:3    Wie der Tiegel das Silber und der Ofen das Gold, so prüft der HERR
> die Herzen.
> Ps 66,10
> 
> 17:4    Ein Böser achtet auf böse Mäuler, und ein Falscher hört gern auf
> schändliche Zungen.
> 
> 17:5    Wer den Armen verspottet, verhöhnt dessen Schöpfer; und wer sich
> über eines andern Unglück freut, wird nicht ungestraft bleiben.
> Kap 14,31
> 
> 17:6    Der Alten Krone sind Kindeskinder, und der Kinder Ehre sind ihre
> Väter.
> 
> 17:7    Es steht einem Toren nicht wohl an, von hohen Dingen zu reden, viel
> weniger einem Edlen, daß er mit Lügen umgeht.
> 
> 17:8    Bestechung ist wie ein Zauberstein dem, der sie gibt; wohin er sich
> kehrt, hat er Glück.
> 
> 17:9    Wer Verfehlung zudeckt, stiftet Freundschaft; wer aber eine Sache
> aufrührt, der macht Freunde uneins.
> 
> 17:10   Ein Scheltwort dringt tiefer bei dem Verständigen als hundert
> Schläge bei dem Toren.
> 
> 17:11   Ein böser Mensch trachtet, stets zu widersprechen; aber ein
> grausamer Bote wird über ihn kommen.
> 
> 17:12   Besser einer Bärin begegnen, der die Jungen geraubt sind, als einem
> Toren in seiner Torheit.
> 
> 17:13   Wer Gutes mit Bösem vergilt, von dessen Haus wird das Böse nicht
> weichen.
> 
> 17:14   Wer Streit anfängt, gleicht dem, der dem Wasser den Damm aufreißt.
> Laß ab vom Streit, ehe er losbricht!
> 
> 17:15   Wer den Schuldigen gerecht spricht und den Gerechten schuldig, die
> sind beide dem HERRN ein Greuel.
> Jes 5,23
> 
> 17:16   Was soll dem Toren Geld in der Hand, Weisheit zu kaufen, wo er doch
> ohne Verstand ist?
> 
> 17:17   Ein Freund liebt allezeit, und ein Bruder wird für die Not geboren.
> Kap 18,24
> 
> 17:18   Ein Tor ist, wer in die Hand gelobt und Bürge wird für seinen
> Nächsten.
> Kap 6,1-5
> 
> 17:19   Wer Zank liebt, der liebt die Sünde; und wer seine Tür zu hoch
> macht, strebt nach Einsturz.
> 
> 17:20   Ein verkehrtes Herz findet nichts Gutes; und wer falscher Zunge ist,
> wird in Unglück fallen.
> 
> 17:21   Wer einen Toren zeugt, muß sich grämen, und eines Toren Vater hat
> keine Freude.
> 
> 17:22   Ein fröhliches Herz tut dem Leibe wohl; aber ein betrübtes Gemüt
> läßt das Gebein verdorren.
> Kap 15,13; 15,15
> 
> 17:23   Der Gottlose nimmt gern heimlich Geschenke, zu beugen den Weg des
> Rechts.
> 2. Mose 23,8
> 
> 17:24   Ein Verständiger hat die Weisheit vor Augen; aber ein Tor wirft die
> Augen hin und her.
> Kap 4,25
> 
> 17:25   Ein törichter Sohn ist seines Vaters Verdruß und ein Gram für die
> Mutter, die ihn geboren hat.
> 
> 17:26   Es ist schon nicht gut, daß man Unschuldige Strafe zahlen läßt; aber
> den Edlen zu schlagen geht über alles Maß.
> 
> 17:27   Ein Vernünftiger mäßigt seine Rede, und ein verständiger Mann wird
> nicht hitzig.
> Kap 10,19; Jak 1,19
> 
> 17:28   Auch ein Tor, wenn er schwiege, würde für weise gehalten und für
> verständig, wenn er den Mund hielte.
> Hiob 13,5
> 
>  18:1    Wer sich absondert, der sucht, was ihn gelüstet, und gegen alles,
> was gut ist, geht er an.
> 
> 18:2    Ein Tor hat nicht Gefallen an Einsicht, sondern will kundtun, was in
> seinem Herzen steckt.
> 
> 18:3    Wohin ein Frevler kommt, kommt auch Verachtung; und wo Schande ist,
> da ist Hohn.
> 
> 18:4    Die Worte in eines Mannes Munde sind wie tiefe Wasser, und die
> Quelle der Weisheit ist ein sprudelnder Bach.
> 
> 18:5    Es ist nicht gut, den Schuldigen vorzuziehen, daß man des Gerechten
> Sache beuge im Gericht.
> 5. Mose 1,17
> 
> 18:6    Die Lippen des Toren bringen Zank, und sein Mund ruft nach Schlägen.
> 
> 18:7    Der Mund des Toren bringt ihn ins Verderben, und seine Lippen
> bringen ihn zu Fall.
> 
> 18:8    Die Worte des Verleumders sind wie Leckerbissen und gehen einem
> glatt ein.
> Kap 26,22
> 
> 18:9    Wer lässig ist in seiner Arbeit, der ist ein Bruder des Verderbers.
> Kap 10,4
> 
> 18:10   Der Name des HERRN ist eine feste Burg; der Gerechte läuft dorthin
> und wird beschirmt.
> Kap 14,26; Ps 61,4
> 
> 18:11    Des Reichen Habe ist ihm wie eine feste Stadt und dünkt ihn eine
> hohe Mauer.
> Kap 10,15
> 
> 18:12    Wenn einer zugrunde gehen soll, wird sein Herz zuvor stolz; und ehe
> man zu Ehren kommt, muß man demütig sein.
> Kap 16,18
> 
> 18:13   Wer antwortet, ehe er hört, dem ist's Torheit und Schande.
> 
> 18:14   Wer ein mutiges Herz hat, weiß sich auch im Leiden zu halten; wenn
> aber der Mut daniederliegt, wer kann's tragen?
> 
> 18:15   Ein verständiges Herz erwirbt Einsicht, und das Ohr der Weisen sucht
> Erkenntnis.
> 
> 18:16   Das Geschenk des Menschen schafft ihm Raum und bringt ihn zu den
> großen Herren.
> 1. Mose 43,11
> 
> 18:17   Ein jeder hat zuerst in seiner Sache recht; kommt aber der andere zu
> Wort, so findet sich's.
> 
> 18:18   Das Los schlichtet den Streit und läßt Mächtige nicht
> aneinandergeraten.
> 
> 18:19   Ein gekränkter Bruder ist abweisender als eine feste Stadt, und
> Streitigkeiten sind hart wie der Riegel einer Burg.
> 
> 18:20   Einem Mann wird vergolten, was sein Mund geredet hat, und er wird
> gesättigt mit dem, was seine Lippen ihm einbringen.
> Kap 12,14
> 
> 18:21    Tod und Leben stehen in der Zunge Gewalt; wer sie liebt, wird ihre
> Frucht essen.
> Kap 13,3
> 
> 18:22   Wer eine Ehefrau gefunden hat, der hat etwas Gutes gefunden und
> Wohlgefallen erlangt vom HERRN.
> Kap 19,14; 31,10
> 
> 18:23   Ein Armer redet mit Flehen, aber ein Reicher antwortet hart.
> 
> 18:24   Es gibt Allernächste, die bringen ins Verderben, und es gibt
> Freunde, die hangen fester an als ein Bruder.
> Kap 17,17
> 
>  19:1    Ein Armer, der in Unschuld wandelt, ist besser als einer, der
> Verkehrtes spricht und dabei reich ist.
> Kap 28,6
> 
> 19:2    Wo man nicht mit Vernunft handelt, da ist auch Eifer nichts nütze;
> und wer hastig läuft, der tritt fehl.
> 
> 19:3    Des Menschen Torheit führt ihn in die Irre, und doch tobt sein Herz
> wider den HERRN.
> Klgl 3,39
> 
> 19:4     Reichtum macht viel Freunde; aber der Arme wird von seinem Freunde
> verlassen.
> Kap 14,20
> 
> 19:5    Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft; und wer frech Lügen
> redet, wird nicht entrinnen.
> Kap 21,28; 5. Mose 19,18-21
> 
> 19:6    Viele schmeicheln dem Vornehmen; und wer Geschenke gibt, hat alle zu
> Freunden.
> 
> 19:7    Den Armen hassen alle seine Brüder; wieviel mehr halten sich seine
> Freunde von ihm fern! Wer viel spricht, der tut Frevel; und wer
> Worten nachjagt, der wird nicht entrinnen.
> Vervollständigt aus der griechischen Übersetzung.
> 
> 19:8    Wer Klugheit erwirbt, liebt sein Leben; und der Verständige findet
> Gutes.
> 
> 19:9    Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft; und wer frech Lügen
> redet, wird umkommen.
> 
> 19:10   Dem Toren steht nicht an, gute Tage zu haben, viel weniger einem
> Knecht, zu herrschen über Fürsten.
> 
> 19:11   Klugheit macht den Mann langsam zum Zorn, und es ist seine Ehre, daß
> er Verfehlung übersehen kann.
> Kap 14,29
> 
> 19:12   Die Ungnade des Königs ist wie das Brüllen eines Löwen; aber seine
> Gnade ist wie Tau auf dem Grase.
> Kap 16,14-15
> 
> 19:13   Ein törichter Sohn ist seines Vaters Herzeleid, und ein zänkisches
> Weib wie ein ständig triefendes Dach.
> Kap 27,15-16
> 
> 19:14   Haus und Habe vererben die Eltern; aber eine verständige Ehefrau
> kommt vom HERRN.
> Kap 18,22
> 
> 19:15   Faulheit macht schläfrig, und ein Lässiger wird Hunger leiden.
> 
> 19:16   Wer das Gebot bewahrt, der bewahrt sein Leben; wer aber auf seinen
> Weg nicht achtet, wird sterben.
> Kap 16,17
> 
> 19:17   Wer sich des Armen erbarmt, der leiht dem HERRN, und der wird ihm
> vergelten, was er Gutes getan hat.
> Kap 14,31; Ps 41,2-4; Dan 4,24; Mt 5,7; 25,40; 2. Kor 9,6
> 
> 19:18   Züchtige deinen Sohn, solange Hoffnung da ist, aber laß dich nicht
> hinreißen, ihn zu töten.
> 5. Mose 21,18-21
> 
> 19:19   Großer Grimm muß Strafe leiden; denn willst du ihm steuern, so wird
> er noch größer.
> 
> 19:20   Höre auf Rat und nimm Zucht an, daß du hernach weise seist.
> 
> 19:21   In eines Mannes Herzen sind viele Pläne; aber zustande kommt der
> Ratschluß des HERRN.
> Kap 16,9
> 
> 19:22   Ein gütiger Mensch ist der Liebe wert, und ein Armer ist besser als
> ein Lügner.
> 
> 19:23   Die Furcht des HERRN führt zum Leben; man wird satt werden und
> sicher schlafen, von keinem Übel heimgesucht.
> 
> 19:24   Der Faule steckt seine Hand in die Schüssel und bringt sie nicht
> wieder zum Munde.
> Kap 26,15
> 
> 19:25   Schlägt man den Spötter, so werden Unverständige vernünftig; weist
> man den Verständigen zurecht, so gewinnt er an Einsicht.
> Kap 21,11
> 
> 19:26   Wer den Vater mißhandelt und die Mutter verjagt, der ist ein
> schandbarer und verfluchter Sohn.
> 
> 19:27   Läßt du ab, mein Sohn, auf Ermahnung zu hören, so irrst du ab von
> vernünftiger Lehre.
> Jak 1,22
> 
> 19:28   Ein nichtswürdiger Zeuge spottet des Rechts, und den Gottlosen
> mundet das Unrecht.
> 
> 19:29   Den Spöttern sind Strafen bereitet und Schläge für den Rücken der
> Toren.
> Kap 26,3
> 
>  20:1    Der Wein macht Spötter, und starkes Getränk macht wild; wer davon
> taumelt, wird niemals weise.
> Kap 23,29-35; 31,5; Hos 4,11
> 
> 20:2    Das Drohen des Königs ist wie das Brüllen eines Löwen; wer ihn
> erzürnt, der sündigt wider das eigene Leben.
> Kap 16,14
> 
> 20:3    Eine Ehre ist es dem Mann, dem Streit fern zu bleiben; aber die
> gerne streiten, sind allzumal Toren.
> 
> 20:4    Im Herbst will der Faule nicht pflügen; so muß er in der Ernte
> betteln und kriegt nichts.
> Kap 6,6-11
> 
> 20:5    Das Vorhaben im Herzen eines Mannes ist wie ein tiefes Wasser; aber
> ein kluger Mann kann es schöpfen.
> 
> 20:6    Viele Menschen rühmen ihre Güte; aber wer findet einen, der
> zuverlässig ist?
> 
> 20:7    Ein Gerechter, der unsträflich wandelt, dessen Kindern wird's
> wohlgehen.
> Ps 112,1-2
> 
> 20:8    Ein König, der auf dem Thron sitzt, um zu richten, sondert aus mit
> seinem Blick alles Böse.
> Ps 101,3
> 
> 20:9    Wer kann sagen: »Ich habe mein Herz geläutert und bin rein von
> meiner Sünde«?
> Kap 30,12; Hiob 4,17; 9,2-3
> 
> 20:10   Zweierlei Gewicht und zweierlei Maß ist beides dem HERRN ein Greuel.
> 
> 20:11   Schon einen Knaben erkennt man an seinem Tun, ob er lauter und
> redlich werden will.
> Kap 22,6
> 
> 20:12   Ein hörendes Ohr und ein sehendes Auge, die macht beide der HERR.
> 
> 20:13   Liebe den Schlaf nicht, daß du nicht arm werdest; laß deine Augen
> offen sein, so wirst du Brot genug haben.
> 
> 20:14   »Schlecht, schlecht!« spricht man, wenn man kauft; aber wenn man
> weggeht, so rühmt man sich.
> 
> 20:15   Es gibt Gold und viel Perlen; aber ein Mund, der Vernünftiges redet,
> ist ein edles Kleinod.
> 
> 20:16   Nimm dem sein Kleid, der für einen andern Bürge wurde, und pfände
> ihn anstelle des Fremden!
> Kap 6,1-2
> 
> 20:17   Das gestohlene Brot schmeckt dem Manne gut; aber am Ende hat er den
> Mund voller Kieselsteine.
> Kap 9,17
> 
> 20:18   Pläne kommen zum Ziel, wenn man sich recht berät; und Krieg soll
> man mit Vernunft führen.
> Kap 24,6
> 
> 20:19   Wer Geheimnisse verrät, ist ein Verleumder, und mit dem, der den
> Mund nicht halten kann, laß dich nicht ein.
> 
> 20:20   Wer seinem Vater und seiner Mutter flucht, dessen Leuchte wird
> verlöschen in der Finsternis.
> Kap 30,17; 2. Mose 21,17
> 
> 20:21   Das Erbe, nach dem man zuerst sehr eilt, wird zuletzt nicht gesegnet
> sein.
> 
> 20:22   Sprich nicht: »Ich will Böses vergelten!« Harre des HERRN, der wird
> dir helfen.
> Kap 24,29; Röm 12,17
> 
> 20:23   Zweierlei Gewicht ist dem HERRN ein Greuel, und eine falsche Waage
> ist nicht gut.
> 
> 20:24   Jedermanns Schritte bestimmt der HERR. Welcher Mensch versteht
> seinen Weg?
> 
> 20:25   Es ist dem Menschen ein Fallstrick, unbedacht Gelübde zu tun und
> erst nach dem Geloben zu überlegen.
> 
> 20:26   Ein weiser König sondert die Gottlosen aus und läßt das Rad über sie
> gehen.
> 
> 20:27   Eine Leuchte des HERRN ist des Menschen Geist; er durchforscht alle
> Kammern des Innern.
> 1. Kor 2,11
> 
> 20:28   Gütig und treu sein behütet den König, und sein Thron besteht durch
> Güte.
> Kap 16,12
> 
> 20:29   Der Jünglinge Ehre ist ihre Stärke, und graues Haar ist der Alten
> Schmuck.
> Kap 16,31
> 
> 20:30   Man muß dem Bösen wehren mit harter Strafe und mit ernsten Schlägen,
> die man fühlt.
> 
>  21:1    Des Königs Herz ist in der Hand des HERRN wie Wasserbäche; er lenkt
> es, wohin er will.
> Ps 33,15
> 
> 21:2    Einen jeglichen dünkt sein Weg recht; aber der HERR prüft die
> Herzen.
> 
> 21:3    Recht und Gerechtigkeit tun ist dem HERRN lieber als Opfer.
> 1. Sam 15,22; Hos 6,6
> 
> 21:4    Hoffärtige Augen und stolzer Sinn, die Leuchte der Gottlosen, ist
> Sünde.
> 
> 21:5    Das Planen eines Emsigen bringt Überfluß; wer aber allzu rasch
> handelt, dem wird's mangeln.
> 
> 21:6    Wer Schätze sammelt mit Lügen, der wird fehlgehen und ist unter
> denen, die den Tod suchen.
> 
> 21:7    Der Gottlosen Gewalt rafft sie selber weg; denn sie wollen nicht
> tun, was recht ist.
> 
> 21:8    Wer mit Schuld beladen ist, geht krumme Wege; wer aber rein ist,
> dessen Tun ist gerade.
> 
> 21:9    Besser im Winkel auf dem Dach wohnen als mit einem zänkischen Weibe
> zusammen in einem Hause.
> 
> 21:10   Die Seele des Gottlosen gelüstet nach Bösem und erbarmt sich nicht
> seines Nächsten.
> 
> 21:11   Wenn der Spötter gestraft wird, so werden die Unverständigen weise,
> und wenn man einen Weisen belehrt, so nimmt er Erkenntnis an.
> Kap 19,25
> 
> 21:12   Der Gerechte achtet auf des Gottlosen Haus, und er stürzt die
> Gottlosen ins Verderben.
> Der »Gerechte« ist wahrscheinlich Gott.
> 
> 21:13   Wer seine Ohren verstopft vor dem Schreien des Armen, der wird einst
> auch rufen und nicht erhört werden.
> 
> 21:14   Eine heimliche Gabe stillt den Zorn und ein Geschenk im Verborgenen
> den heftigen Grimm.
> 1. Sam 25,18-35
> 
> 21:15   Dem Gerechten ist es eine Freude, wenn Recht geschieht, aber den
> Übeltätern ist es ein Schrecken.
> 
> 21:16   Ein Mensch, der vom Wege der Klugheit abirrt, wird weilen in der
> Schar der Toten.
> 
> 21:17   Wer gern in Freuden lebt, wird Mangel haben; und wer Wein und
> Salböl liebt, wird nicht reich.
> Kap 23,21
> 
> 21:18   Der Gottlose wird als Lösegeld gegeben für den Gerechten und der
> Verächter für die Frommen.
> 
> 21:19   Besser in der Wüste wohnen als bei einem zänkischen und zornigen
> Weibe.
> 
> 21:20   Im Hause des Weisen ist ein kostbarer Schatz an Öl; aber ein Tor
> vergeudet ihn.
> 
> 21:21   Wer der Gerechtigkeit und Güte nachjagt, der findet Leben und Ehre.
> 
> 21:22   Ein Weiser ersteigt die Stadt der Starken und stürzt ihre Macht, auf
> die sie sich verläßt.
> 
> 21:23   Wer Mund und Zunge bewahrt, der bewahrt sein Leben vor Not.
> Kap 13,3
> 
> 21:24   Wer stolz und vermessen ist, heißt ein Spötter; er treibt frechen
> Übermut.
> 
> 21:25   Der Faule stirbt über seinem Wünschen; denn seine Hände wollen
> nichts tun.
> Kap 13,4
> 
> 21:26   Den ganzen Tag begehrt die Gier; aber der Gerechte gibt und versagt
> nichts.
> 
> 21:27    Der Gottlosen Opfer ist ein Greuel, wieviel mehr, wenn man's
> darbringt für eine Schandtat.
> Kap 15,8
> 
> 21:28   Ein lügenhafter Zeuge wird umkommen; aber wer recht gehört hat,
> dessen Wort bleibt.
> Kap 19,5; 19,9
> 
> 21:29   Der Gottlose macht ein freches Gesicht; aber wer fromm ist, macht
> seine Wege fest.
> 
> 21:30   Keine Weisheit, kein Verstand, kein Rat besteht vor dem HERRN.
> Ps 33,10-11
> 
> 21:31    Rosse werden gerüstet zum Tage der Schlacht; aber der Sieg kommt
> vom HERRN.
> Ps 33,17
> 
>  22:1    Ein guter Ruf ist köstlicher als großer Reichtum und anziehendes
> Wesen besser als Silber und Gold.
> Pred 7,1
> 
> 22:2    Reiche und Arme begegnen einander; der HERR hat sie alle gemacht.
> Kap 29,13
> 
> 22:3    Der Kluge sieht das Unglück kommen und verbirgt sich; die
> Unverständigen laufen weiter und leiden Schaden.
> 
> 22:4    Der Lohn der Demut und der Furcht des HERRN ist Reichtum, Ehre und
> Leben.
> Kap 15,33
> 
> 22:5    Stacheln und Stricke sind auf dem Wege des Verkehrten; wer sich aber
> davon fernhält, bewahrt sein Leben.
> 
> 22:6    Gewöhne einen Knaben an seinen Weg, so läßt er auch nicht davon,
> wenn er alt wird.
> Kap 20,11
> 
> 22:7    Der Reiche herrscht über die Armen; und wer borgt, ist des
> Gläubigers Knecht.
> 
> 22:8    Wer Unrecht sät, der wird Unglück ernten, und die Rute seines
> Übermuts wird ein Ende haben.
> Hiob 4,8
> 
> 22:9    Wer ein gütiges Auge hat, wird gesegnet; denn er gibt von seinem
> Brot den Armen.
> Kap 19,17
> 
> 22:10   Treibe den Spötter hinaus, so geht der Zank weg, und Hader und
> Schmähung hören auf.
> Kap 26,20
> 
> 22:11   Wer ein reines Herz und liebliche Rede hat, dessen Freund ist der
> König.
> Kol 4,6;  Ps 101,6
> 
> 22:12   Die Augen des HERRN behüten die Erkenntnis; aber die Worte des
> Verächters bringt er zu Fall.
> 
> 22:13   Der Faule spricht: »Es ist ein Löwe draußen; ich könnte getötet
> werden auf der Gasse.«
> Kap 26,13
> 
> 22:14    Der Mund unzüchtiger Weiber ist eine tiefe Grube; wem der HERR
> zürnt, der fällt hinein.
> Kap 5,3
> 
> 22:15   Torheit steckt dem Knaben im Herzen; aber die Rute der Zucht treibt
> sie ihm aus.
> Kap 13,24; 23,13-14; 29,17
> 
> 22:16   Wer dem Armen Unrecht tut, mehrt ihm seine Habe; wer einem Reichen
> gibt, schafft ihm nur Mangel.
> 
> Worte der Weisen
> 
> 22:17   Neige deine Ohren und höre die Worte von Weisen und nimm zu Herzen
> meine Lehre.
> Kap 24,23
> 
> 22:18   Denn lieblich ist's, wenn du sie im Sinne behältst; laß sie
> miteinander auf deinen Lippen bleiben.
> 
> 22:19   Damit deine Hoffnung sich gründe auf den HERRN, erinnere ich daran
> heute gerade dich.
> 
> 22:20   Hab ich dir's nicht mannigfach aufgeschrieben als Rat und
> Erkenntnis,
> 
> 22:21   um dir kundzutun zuverlässige Worte der Wahrheit, damit du rechte
> Antwort bringen könnest dem, der dich gesandt hat?
> 
> 22:22    Beraube den Armen nicht, weil er arm ist, und unterdrücke den
> Geringen nicht im Gericht;
> (22 und 23) 2. Mose 23,6
> 
> 22:23   denn der HERR wird ihre Sache führen und wird ihre Bedrücker
> bedrücken. -
> 
> 22:24   Geselle dich nicht zum Zornigen und halt dich nicht zu einem
> wütenden Mann;
> Kap 15,18
> 
> 22:25   du könntest auf seinen Weg geraten und dich selbst zu Fall bringen. -
> 
> 22:26   Sei nicht einer von denen, die mit ihrer Hand haften und für
> Schulden Bürge werden;
> Kap 6,1
> 
> 22:27   denn wenn du nicht bezahlen kannst, so wird man dir dein Bett unter
> dir wegnehmen. -
> 
> 22:28    Verrücke nicht die uralten Grenzen, die deine Väter gemacht
> haben. -
> Kap 23,10; 5. Mose 27,17
> 
> 22:29   Siehst du einen Mann, behende in seinem Geschäft, der wird Königen
> dienen; geringen Leuten wird er nicht dienen.
> 
>  23:1    Wenn du zu Tische sitzt mit einem hohen Herrn, so bedenke wohl, was
> du vor dir hast,
> 
> 23:2    und setze ein Messer an deine Kehle, wenn du gierig bist;
> 
> 23:3    wünsche dir nichts von seinen feinen Speisen; denn es ist
> trügerisches Brot. -
> 
> 23:4    Bemühe dich nicht, reich zu werden; da spare deine Klugheit!
> Kap 28,22
> 
> 23:5    Du richtest deine Augen auf Reichtum, und er ist nicht mehr da; denn
> er macht sich Flügel wie ein Adler und fliegt gen Himmel. -
> 
> 23:6    Iß nicht bei einem Neidischen und wünsche dir von seinen feinen
> Speisen nichts;
> 
> 23:7    denn in seinem Herzen ist er berechnend; er spricht zu dir: Iß und
> trink!, und sein Herz ist doch nicht mit dir.
> 
> 23:8    Die Bissen, die du gegessen hast, mußt du ausspeien, und deine
> freundlichen Worte sind verloren. -
> 
> 23:9    Rede nicht vor des Unverständigen Ohren; denn er verachtet die
> Klugheit deiner Rede. -
> 
> 23:10    Verrücke nicht uralte Grenzen und vergreife dich nicht an dem Acker
> der Waisen,
> Kap 22,28
> 
> 23:11   denn ihr Helfer ist mächtig; der wird ihre Sache gegen dich führen. -
> 
> 23:12   Wende dein Herz hin zur Zucht und deine Ohren zu vernünftiger Rede. -
> 
> 23:13    Laß nicht ab, den Knaben zu züchtigen; denn wenn du ihn mit der
> Rute schlägst, so wird er sein Leben behalten;
> (13 und 14) Kap 22,15
> 
> 23:14   du schlägst ihn mit der Rute, aber du errettest ihn vom Tode. -
> 
> 23:15   Mein Sohn, wenn dein Herz weise ist, so freut sich auch mein Herz,
> 
> 23:16   und meine Seele ist froh, wenn deine Lippen reden, was recht ist. -
> 
> 23:17   Dein Herz sei nicht neidisch auf den Sünder, sondern trachte täglich
> nach der Furcht des HERRN;
> 
> 23:18   denn das Ende kommt noch, und dann wird deine Hoffnung nicht
> zuschanden. -
> 
> 23:19   Höre, mein Sohn, und sei weise und richte dein Herz auf den rechten
> Weg.
> 
> 23:20   Sei nicht unter den Säufern und Schlemmern;
> 
> 23:21   denn die Säufer und Schlemmer verarmen, und ein Schläfer muß
> zerrissene Kleider tragen. -
> Kap 21,17
> 
> 23:22   Gehorche deinem Vater, der dich gezeugt hat, und verachte deine
> Mutter nicht, wenn sie alt wird. -
> Kap 1,8
> 
> 23:23   Kaufe Wahrheit und verkaufe sie nicht, die Weisheit, die Zucht und
> die Einsicht. -
> 
> 23:24    Der Vater eines Gerechten freut sich, und wer einen Weisen gezeugt
> hat, ist fröhlich über ihn.
> Kap 10,1
> 
> 23:25   Laß deinen Vater und deine Mutter sich freuen, und fröhlich sein,
> die dich geboren hat. -
> 
> 23:26   Gib mir, mein Sohn, dein Herz und laß deinen Augen meine Wege
> wohlgefallen.
> 
> 23:27    Denn die Hure ist eine tiefe Grube, und die fremde Frau ist ein
> enger Brunnen.
> (27 und 28) Kap 22,14; 7,10-14
> 
> 23:28   Auch lauert sie wie ein Räuber und mehrt die Treulosen unter den
> Menschen. -
> 
> 23:29    Wo ist Weh? Wo ist Leid? Wo ist Zank? Wo ist Klagen? Wo sind Wunden
> ohne jeden Grund? Wo sind trübe Augen?
> (29-35) Kap 20,1; Jes 56,12
> 
> 23:30   Wo man lange beim Wein sitzt und kommt, auszusaufen, was
> eingeschenkt ist.
> 
> 23:31   Sieh den Wein nicht an, wie er so rot ist und im Glase so schön
> steht: Er geht glatt ein,
> 
> 23:32   aber danach beißt er wie eine Schlange und sticht wie eine Otter.
> 
> 23:33   Da werden deine Augen seltsame Dinge sehen, und dein Herz wird
> Verkehrtes reden,
> 
> 23:34   und du wirst sein wie einer, der auf hoher See sich schlafen legt,
> und wie einer, der oben im Mastkorb liegt.
> 
> 23:35   »Sie schlugen mich, aber es tat mir nicht weh; sie prügelten mich,
> aber ich fühlte es nicht. Wann werde ich aufwachen? Dann will ich's
> wieder so treiben.«
> 
>  24:1    Sei nicht neidisch auf böse Menschen und wünsche nicht, bei ihnen zu
> sein;
> 
> 24:2    denn ihr Herz trachtet nach Gewalt, und ihre Lippen raten zum
> Unglück. -
> 
> 24:3    Durch Weisheit wird ein Haus gebaut und durch Verstand erhalten,
> 
> 24:4    und durch ordentliches Haushalten werden die Kammern voll
> kostbarer, lieblicher Habe. -
> Kap 31,10-31
> 
> 24:5    Ein weiser Mann ist stark und ein vernünftiger Mann voller Kraft;
> 
> 24:6    denn mit Überlegung soll man Krieg führen, und wo viele Ratgeber
> sind, da ist der Sieg. -
> Kap 20,18;  Kap 11,14
> 
> 24:7    Weisheit ist dem Toren zu hoch; er darf seinen Mund im Rat nicht
> auftun. -
> 
> 24:8    Wer sich vornimmt, Böses zu tun, den nennt man einen Erzbösewicht.
> 
> 24:9    Das Vorhaben des Toren ist Sünde, und der Spötter ist den Leuten ein
> Greuel. -
> 
> 24:10   Der ist nicht stark, der in der Not nicht fest ist. -
> 
> 24:11   Errette, die man zum Tode schleppt, und entzieh dich nicht denen,
> die zur Schlachtbank wanken.
> Ps 82,4
> 
> 24:12   Sprichst du: »Siehe, wir haben's nicht gewußt!«, fürwahr, der die
> Herzen prüft, merkt es, und der auf deine Seele achthat, weiß es und
> vergilt dem Menschen nach seinem Tun. -
> 
> 24:13   Iß Honig, mein Sohn, denn er ist gut, und Honigseim ist süß deinem
> Gaumen.
> 
> 24:14   So ist Weisheit gut für deine Seele; wenn du sie findest, wird dir's
> am Ende wohlgehen, und deine Hoffnung wird nicht umsonst sein. -
> 
> 24:15   Laure nicht als Gottloser auf das Haus des Gerechten; zerstöre seine
> Wohnung nicht,
> 
> 24:16   denn ein Gerechter fällt siebenmal und steht wieder auf, aber die
> Gottlosen versinken im Unglück. -
> Ps 37,24
> 
> 24:17   Freue dich nicht über den Fall deines Feindes, und dein Herz sei
> nicht froh über sein Unglück;
> Hiob 31,29
> 
> 24:18   der HERR könnte es sehen und Mißfallen daran haben und seinen Zorn
> von ihm wenden. -
> 
> 24:19   Erzürne dich nicht über die Bösen und ereifre dich nicht über die
> Gottlosen;
> Ps 37,1
> 
> 24:20   denn der Böse hat nichts zu hoffen, und die Leuchte der Gottlosen
> wird verlöschen. -
> Kap 13,9
> 
> 24:21   Mein Sohn, fürchte den HERRN und den König und menge dich nicht
> unter die Aufrührer;
> 1. Petr 2,17
> 
> 24:22   denn plötzlich wird sie das Verderben treffen und unversehens von
> beiden her das Unheil kommen.
> 
> 24:23   Auch dies sind Worte der Weisen: Die Person ansehen im Gericht ist
> nicht gut.
> 3. Mose 19,15
> 
> 24:24   Wer zum Schuldigen spricht: »Du hast recht«, dem fluchen die Völker,
> und die Leute verwünschen ihn.
> 
> 24:25   Die aber gerecht richten, denen geht es gut, und reicher Segen kommt
> auf sie.
> 
> 24:26   Eine richtige Antwort ist wie ein lieblicher Kuß.
> Kap 15,23
> 
> 24:27   Richte erst draußen deine Arbeit aus und bearbeite deinen Acker;
> danach gründe dein Haus.
> 
> 24:28   Sei nicht ein falscher Zeuge wider deinen Nächsten und betrüge
> nicht mit deinem Munde.
> 2. Mose 20,16
> 
> 24:29   Sprich nicht: »Wie einer mir tut, so will ich ihm auch tun und
> einem jeglichen sein Tun vergelten.«
> Kap 20,22
> 
> 24:30   Ich ging am Acker des Faulen entlang und am Weinberg des Toren,
> 
> 24:31   und siehe, lauter Nesseln waren darauf, und er stand voll Disteln,
> und die Mauer war eingefallen.
> 
> 24:32   Als ich das sah, nahm ich's zu Herzen, ich schaute und lernte
> daraus:
> 
> 24:33    Noch ein wenig schlafen und ein wenig schlummern und ein wenig die
> Hände zusammentun, daß du ruhest,
> (33 und 34) Kap 6,9-11
> 
> 24:34   so wird deine Armut kommen wie ein Räuber und dein Mangel wie ein
> gewappneter Mann.
> 
>          Weitere Sprüche Salomos
> 
> 25:1    Auch dies sind Sprüche Salomos; die Männer Hiskias, des Königs von
> Juda, haben sie gesammelt.
> Kap 1,1; 10,1
> 
> 25:2    Es ist Gottes Ehre, eine Sache zu verbergen; aber der Könige Ehre
> ist es, eine Sache zu erforschen.
> 
> 25:3    Der Himmel ist hoch und die Erde tief, und der Könige Herz ist
> unerforschlich.
> 
> 25:4    Man tue die Schlacken vom Silber, so gelingt dem Goldschmied das
> Gefäß;
> 
> 25:5    man tue den Gottlosen hinweg vom König, so wird sein Thron durch
> Gerechtigkeit gefestigt.
> Kap 16,12
> 
> 25:6    Prange nicht vor dem Könige und stelle dich nicht zu den Großen;
> 
> 25:7    denn es ist besser, daß man zu dir sage: Tritt hier herauf!, als
> daß du erniedrigt wirst vor einem Edlen, den deine Augen gesehen
> haben.
> Lk 14,7-11
> 
> 25:8    Laufe nicht zu schnell vor Gericht; denn was willst du zuletzt
> machen, wenn dich dein Nächster beschämt?
> 
> 25:9    Trage deine Sache mit deinem Nächsten aus, aber verrate nicht eines
> andern Geheimnis,
> Kap 20,19
> 
> 25:10   damit von dir nicht übel spricht, wer es hört, und dann das böse
> Gerede über dich nicht aufhört.
> 
> 25:11   Ein Wort, geredet zu rechter Zeit, ist wie goldene Äpfel auf
> silbernen Schalen.
> Kap 15,23
> 
> 25:12   Ein Weiser, der mahnt, und ein Ohr, das auf ihn hört, das ist wie
> ein goldener Ring und ein goldenes Halsband.
> 
> 25:13   Wie die Kühle des Schnees zur Zeit der Ernte, so ist ein getreuer
> Bote dem, der ihn gesandt hat, und erquickt seines Herrn Seele.
> 
> 25:14   Wer Geschenke verspricht und hält's nicht, der ist wie Wolken und
> Wind ohne Regen.
> 
> 25:15   Durch Geduld wird ein Fürst überredet, und eine linde Zunge
> zerbricht Knochen.
> Kap 15,1
> 
> 25:16   Findest du Honig, so iß davon nur, soviel du bedarfst, daß du nicht
> zu satt werdest und speiest ihn aus.
> 
> 25:17   Halte deinen Fuß zurück vom Hause deines Nächsten; er könnte dich
> satt bekommen und dir gram werden.
> 
> 25:18   Wer wider seinen Nächsten falsch Zeugnis redet, der ist wie ein
> Streithammer, Schwert und scharfer Pfeil.
> 
> 25:19   Auf einen Treulosen hoffen zur Zeit der Not, das ist wie ein fauler
> Zahn und gleitender Fuß.
> 
> 25:20   Wer einem mißmutigen Herzen Lieder singt, das ist, wie wenn einer
> das Kleid ablegt an einem kalten Tag, und wie Essig auf Lauge.
> 
> 25:21    Hungert deinen Feind, so speise ihn mit Brot, dürstet ihn, so
> tränke ihn mit Wasser,
> (21 und 22) Röm 12,20
> 
> 25:22   denn du wirst feurige Kohlen auf sein Haupt häufen, und der HERR
> wird dir's vergelten.
> 
> 25:23   Wind mit dunklen Wolken bringt Regen, und heimliches Geschwätz
> schafft saure Gesichter.
> 
> 25:24   Besser im Winkel auf dem Dache sitzen als mit einem zänkischen Weibe
> zusammen in einem Hause.
> 
> 25:25   Eine gute Botschaft aus fernen Landen ist wie kühles Wasser für
> eine durstige Kehle.
> Kap 15,30
> 
> 25:26   Ein Gerechter, der angesichts eines Gottlosen wankt, ist wie ein
> getrübter Brunnen und eine verderbte Quelle.
> 
> 25:27   Zuviel Honig essen ist nicht gut; aber wer nach schweren Dingen
> forscht, dem bringt's Ehre.
> 
> 25:28   Ein Mann, der seinen Zorn nicht zurückhalten kann, ist wie eine
> offene Stadt ohne Mauern.
> Kap 29,11
> 
>  26:1    Wie Schnee zum Sommer und Regen zur Ernte, so reimt sich Ehre zum
> Toren.
> 
> 26:2    Wie ein Vogel dahinfliegt und eine Schwalbe enteilt, so ist ein
> unverdienter Fluch: er trifft nicht ein.
> 
> 26:3    Dem Roß eine Peitsche und dem Esel einen Zaum und dem Toren eine
> Rute auf den Rücken!
> Kap 19,29
> 
> 26:4    Antworte dem Toren nicht nach seiner Torheit, daß du ihm nicht
> gleich werdest.
> 
> 26:5    Antworte aber dem Toren nach seiner Torheit, daß er sich nicht weise
> dünke.
> 
> 26:6    Wer eine Sache durch einen törichten Boten ausrichtet, der ist wie
> einer, der sich selbst die Füße abhaut und Schaden leidet.
> 
> 26:7    Wie einem Gelähmten das Tanzen, so steht dem Toren an, von Weisheit
> zu reden.
> 
> 26:8    Einem Toren Ehre antun, das ist, wie wenn einer einen edlen Stein
> auf einen Steinhaufen wirft.
> 
> 26:9    Ein Spruch in eines Toren Mund ist wie ein Dornzweig in der Hand
> eines Trunkenen.
> 
> 26:10   Wie ein Schütze, der jeden verwundet, so ist, wer einen Toren oder
> einen Vorübergehenden dingt.
> 
> 26:11   Wie ein Hund wieder frißt, was er gespien hat, so ist der Tor, der
> seine Torheit immer wieder treibt.
> 2. Petr 2,22
> 
> 26:12   Wenn du einen siehst, der sich weise dünkt, da ist für einen Toren
> mehr Hoffnung als für ihn.
> Kap 3,7
> 
> 26:13   Der Faule spricht: »Es ist ein Löwe auf dem Wege, ein Löwe auf den
> Gassen.«
> Kap 22,13
> 
> 26:14   Ein Fauler wendet sich im Bett wie die Tür in der Angel.
> Kap 6,9-11
> 
> 26:15   Der Faule steckt seine Hand in die Schüssel, und es wird ihm sauer,
> daß er sie zum Munde bringe.
> Kap 19,24
> 
> 26:16   Ein Fauler dünkt sich weiser als sieben, die da wissen, verständig
> zu antworten.
> 
> 26:17   Wer vorübergeht und sich mengt in fremden Streit, der ist wie einer,
> der den Hund bei den Ohren zwackt.
> 
> 26:18   Wie ein Unsinniger, der mit Geschoß und Pfeilen schießt und tötet,
> 
> 26:19   so ist ein Mensch, der seinen Nächsten betrügt und spricht: »Ich
> habe nur gescherzt.«
> 
> 26:20   Wenn kein Holz mehr da ist, so verlischt das Feuer, und wenn der
> Verleumder weg ist, so hört der Streit auf.
> Kap 22,10
> 
> 26:21   Wie die Kohlen die Glut und Holz das Feuer, so facht ein zänkischer
> Mann den Streit an.
> Kap 15,18
> 
> 26:22   Die Worte des Verleumders sind wie Leckerbissen und gehen einem
> glatt ein.
> Kap 18,8
> 
> 26:23   Glatte Lippen und ein böses Herz, das ist wie Tongeschirr, mit
> Silberschaum überzogen.
> 
> 26:24    Der Hasser verstellt sich mit seiner Rede, aber im Herzen ist er
> falsch;
> (24 und 25) Mt 12,45
> 
> 26:25   wenn er seine Stimme holdselig macht, so glaube ihm nicht; denn es
> sind sieben Greuel in seinem Herzen.
> 
> 26:26   Wer den Haß trügerisch verbirgt, dessen Bosheit wird doch vor der
> Gemeinde offenbar werden.
> 
> 26:27   Wer eine Grube macht, der wird hineinfallen; und wer einen Stein
> wälzt, auf den wird er zurückkommen.
> Ps 7,16; Pred 10,8
> 
> 26:28   Eine falsche Zunge haßt den, dem sie Arges getan hat, und glatte
> Lippen richten Verderben an.
> 
>  27:1    Rühme dich nicht des morgigen Tages; denn du weißt nicht, was der
> Tag bringt.
> Jak 4,13-14
> 
> 27:2    Laß dich von einem andern loben und nicht von deinem Mund, von einem
> Fremden und nicht von deinen eignen Lippen.
> 
> 27:3    Stein ist schwer, und Sand ist Last; aber der Ärger über einen Toren
> ist schwerer als beide.
> 
> 27:4    Zorn ist ein wütig Ding, und Grimm ist ungestüm; aber wer kann vor
> der Eifersucht bestehen?
> 
> 27:5    Offene Zurechtweisung ist besser als Liebe, die verborgen bleibt.
> 3. Mose 19,17
> 
> 27:6    Die Schläge des Freundes meinen es gut; aber die Küsse des Hassers
> sind trügerisch.
> Ps 141,5;  Mt 26,49
> 
> 27:7    Ein Satter tritt Honigseim mit Füßen; aber einem Hungrigen ist alles
> Bittre süß.
> 
> 27:8    Wie ein Vogel, der aus seinem Nest flüchtet, so ist ein Mann, der
> aus seiner Heimat flieht.
> 
> 27:9    Das Herz freut sich an Salbe und Räucherwerk, und süß ist der
> Freund, der wohlgemeinten Rat gibt.
> 
> 27:10   Von deinem Freund und deines Vaters Freund laß nicht ab. Geh nicht
> ins Haus deines Bruders, wenn dir's übel geht. Ein Nachbar in der
> Nähe ist besser als ein Bruder in der Ferne.
> Kap 18,24
> 
> 27:11   Sei weise, mein Sohn, und erfreue mein Herz, so kann ich antworten
> dem, der mich schmäht.
> 
> 27:12   Ein Kluger sieht das Unglück kommen und verbirgt sich; aber die
> Unverständigen laufen weiter und leiden Schaden.
> 
> 27:13   Nimm dem sein Kleid, der für einen andern Bürge wurde, und pfände
> ihn anstelle des Fremden.
> 
> 27:14   Wenn einer seinen Nächsten des Morgens früh mit lauter Stimme
> segnet, so wird ihm das für einen Fluch gerechnet.
> 
> 27:15    Ein zänkisches Weib und ein triefendes Dach, wenn's sehr regnet,
> lassen sich miteinander vergleichen:
> (15 und 16) Kap 19,13
> 
> 27:16   wer sie aufhalten will, der will den Wind aufhalten und will Öl mit
> der Hand fassen.
> 
> 27:17   Ein Messer wetzt das andre und ein Mann den andern.
> 
> 27:18   Wer seinen Feigenbaum pflegt, der ißt Früchte davon, und wer seinem
> Herrn treu dient, wird geehrt.
> 
> 27:19   Wie sich im Wasser das Angesicht spiegelt, so ein Mensch im Herzen
> des andern.
> 
> 27:20   Unterwelt und Abgrund werden niemals satt, und der Menschen Augen
> sind auch unersättlich.
> Pred 1,8
> 
> 27:21   Ein Mann bewährt sich in seinem Ruf wie das Silber im Tiegel und das
> Gold im Ofen.
> 
> 27:22   Wenn du den Toren im Mörser zerstießest mit dem Stampfer wie Grütze,
> so ließe doch seine Torheit nicht von ihm.
> 
> 27:23   Auf deine Schafe hab acht und nimm dich deiner Herden an;
> 
> 27:24   denn Vorräte währen nicht ewig, und auch eine Krone währt nicht für
> und für.
> 
> 27:25   Ist das Gras abgeweidet und wiederum Grünes nachgewachsen und ist
> das Futter auf den Bergen gesammelt,
> 
> 27:26   dann kleiden dich die Lämmer, und die Böcke geben dir das Geld,
> einen Acker zu kaufen;
> 
> 27:27   du hast Ziegenmilch genug zu deiner Speise, zur Speise deines Hauses
> und zur Nahrung deiner Mägde.
> 
>  28:1     Der Gottlose flieht, auch wenn niemand ihn jagt; der Gerechte aber
> ist furchtlos wie ein junger Löwe.
> Jes 57,21
> 
> 28:2    Um des Landes Sünde willen wechseln häufig seine Herren; aber durch
> einen verständigen und vernünftigen Mann gewinnt das Recht Bestand.
> 
> 28:3    Ein gottloser Mann, der die Geringen bedrückt, ist wie ein
> Platzregen, der die Frucht verdirbt.
> 
> 28:4    Wer die Weisung verläßt, rühmt den Gottlosen; wer sie aber bewahrt,
> der bekämpft ihn.
> 
> 28:5    Böse Leute verstehen nichts vom Recht; die aber nach dem HERRN
> fragen, verstehen alles.
> 
> 28:6    Besser ein Armer, der in seiner Unsträflichkeit wandelt, als ein
> Reicher, der auf verkehrten Wegen geht.
> Kap 19,1
> 
> 28:7    Wer die Lehre bewahrt, ist ein verständiger Sohn; wer aber der
> Schlemmer Geselle ist, macht seinem Vater Schande.
> 
> 28:8    Wer sein Gut mehrt mit Zinsen und Aufschlag, der sammelt es für den,
> der sich der Armen erbarmt.
> Kap 13,22; 3. Mose 25,35-37
> 
> 28:9    Wer sein Ohr abwendet, um die Weisung nicht zu hören, dessen Gebet
> ist ein Greuel.
> Kap 15,8
> 
> 28:10   Wer die Frommen verführt auf einen bösen Weg, wird selbst in seine
> Grube fallen; aber die Frommen werden Gutes ererben.
> 
> 28:11   Ein Reicher meint weise zu sein, aber ein verständiger Armer
> durchschaut ihn.
> 
> 28:12   Wenn die Gerechten Oberhand haben, so ist herrliche Zeit; wenn aber
> die Gottlosen hochkommen, verbergen sich die Leute.
> Kap 11,11
> 
> 28:13   Wer seine Sünde leugnet, dem wird's nicht gelingen; wer sie aber
> bekennt und läßt, der wird Barmherzigkeit erlangen.
> Ps 32,3-5; 1. Joh 1,8-9
> 
> 28:14   Wohl dem, der Gott allewege fürchtet! Wer aber sein Herz verhärtet,
> wird in Unglück fallen.
> 
> 28:15   Ein Gottloser, der über ein armes Volk regiert, ist wie ein
> brüllender Löwe und ein gieriger Bär.
> 
> 28:16   Wenn ein Fürst ohne Verstand ist, so geschieht viel Unrecht; wer
> aber unrechten Gewinn haßt, wird lange leben.
> 
> 28:17   Wer schuldig ist am Blut eines Menschen, der wird flüchtig sein bis
> zum Grabe, und niemand helfe ihm!
> 1. Mose 4,14
> 
> 28:18   Wer ohne Tadel einhergeht, dem wird geholfen; wer aber verkehrte
> Wege geht, wird in eine Grube fallen.
> 
> 28:19   Wer seinen Acker bebaut, wird Brot genug haben; wer aber nichtigen
> Dingen nachgeht, wird Armut genug haben.
> 
> 28:20   Ein treuer Mann wird von vielen gesegnet; wer aber eilt, reich zu
> werden, wird nicht ohne Schuld bleiben.
> Kap 13,11
> 
> 28:21   Die Person ansehen ist nicht gut; aber mancher vergeht sich schon
> um ein Stück Brot.
> Kap 18,5; 5. Mose 1,17
> 
> 28:22   Wer habgierig ist, jagt nach Reichtum und weiß nicht, daß Mangel
> über ihn kommen wird.
> Kap 23,4; 1. Tim 6,9
> 
> 28:23   Wer einen Menschen zurechtweist, wird zuletzt Dank haben, mehr als
> der da freundlich tut.
> 
> 28:24   Wer seinem Vater oder seiner Mutter etwas nimmt und spricht, es sei
> nicht Sünde, der ist des Verderbers Geselle.
> Mt 15,5
> 
> 28:25   Ein Habgieriger erweckt Zank; wer sich aber auf den HERRN verläßt,
> wird gelabt.
> 
> 28:26   Wer sich auf seinen Verstand verläßt, ist ein Tor; wer aber in der
> Weisheit wandelt, wird entrinnen.
> Kap 3,5-6
> 
> 28:27   Wer dem Armen gibt, dem wird nichts mangeln; wer aber seine Augen
> abwendet, der wird von vielen verflucht.
> 
> 28:28   Wenn die Gottlosen hochkommen, so verbergen sich die Leute; wenn sie
> aber umkommen, werden der Gerechten viel.
> 
>  29:1    Wer gegen alle Warnung halsstarrig ist, der wird plötzlich
> verderben ohne alle Hilfe.
> Kap 15,10
> 
> 29:2    Wenn der Gerechten viel sind, freut sich das Volk; wenn aber der
> Gottlose herrscht, seufzt das Volk.
> Kap 11,10
> 
> 29:3    Wer Weisheit liebt, erfreut seinen Vater; wer aber mit Huren
> umgeht, kommt um sein Gut.
> Lk 15,13; 15,30
> 
> 29:4    Ein König richtet das Land auf durchs Recht; wer aber viel Steuern
> erhebt, richtet es zugrunde.
> 
> 29:5    Wer seinem Nächsten schmeichelt, der spannt ihm ein Netz über den
> Weg.
> 
> 29:6    Wenn ein Böser sündigt, verstrickt er sich selbst; aber ein
> Gerechter geht seinen Weg und ist fröhlich.
> 
> 29:7    Der Gerechte weiß um die Sache der Armen; der Gottlose aber weiß gar
> nichts.
> 
> 29:8    Die Spötter bringen leichtfertig eine Stadt in Aufruhr; aber die
> Weisen stillen den Zorn.
> 
> 29:9    Wenn ein Weiser mit einem Toren rechtet, so tobt der oder lacht,
> aber es gibt keine Ruhe.
> 
> 29:10   Die Blutgierigen hassen den Frommen; aber die Gerechten nehmen sich
> seiner an.
> 
> 29:11    Ein Tor schüttet all seinen Unmut aus, aber ein Weiser
> beschwichtigt ihn zuletzt.
> Kap 12,23;  Kap 25,28
> 
> 29:12   Ein Herrscher, der auf Lügen hört, hat nur gottlose Diener.
> 
> 29:13    Der Arme und sein Peiniger begegnen einander; der beiden das
> Augenlicht gab, ist der HERR.
> Kap 22,2;  Hiob 33,30; Ps 13,4
> 
> 29:14   Ein König, der die Armen treulich richtet, dessen Thron wird für
> immer bestehen.
> Kap 16,12
> 
> 29:15   Rute und Tadel gibt Weisheit; aber ein Knabe, sich selbst
> überlassen, macht seiner Mutter Schande.
> Kap 22,15; 1. Kön 1,6
> 
> 29:16   Wo viele Gottlose sind, da ist viel Sünde; aber die Gerechten
> werden ihren Fall erleben.
> Ps 37,35-36
> 
> 29:17    Züchtige deinen Sohn, so wird er dir Freude machen und deine Seele
> erquicken.
> Kap 23,13
> 
> 29:18   Wo keine Offenbarung ist, wird das Volk wild und wüst; aber wohl
> dem, der auf die Weisung achtet!
> 
> 29:19   Ein Knecht läßt sich mit Worten nicht in Zucht halten; denn wenn er
> sie auch versteht, so nimmt er sie doch nicht an.
> 
> 29:20   Siehst du einen, der schnell ist zu reden, da ist für einen Toren
> mehr Hoffnung als für ihn.
> Pred 5,1-2; Jak 1,19
> 
> 29:21   Wenn ein Knecht von Jugend auf verwöhnt wird, so wird er am Ende
> widerspenstig sein.
> 
> 29:22   Ein zorniger Mann richtet Streit an, und ein Grimmiger tut viel
> Sünde.
> Kap 15,18; 22,24
> 
> 29:23    Die Hoffart des Menschen wird ihn stürzen; aber der Demütige wird
> Ehre empfangen.
> Mt 23,12;  1. Petr 5,5
> 
> 29:24   Wer mit Dieben gemeinsame Sache macht, haßt sein Leben; den Fluch
> hört er aussprechen und zeigt's nicht an.
> 3. Mose 5,1
> 
> 29:25   Menschenfurcht bringt zu Fall; wer sich aber auf den HERRN verläßt,
> wird beschützt.
> Mt 10,28
> 
> 29:26   Viele suchen das Angesicht eines Fürsten; aber eines jeglichen Recht
> kommt vom HERRN.
> 
> 29:27   Ein ungerechter Mensch ist dem Gerechten ein Greuel; und wer recht
> wandelt, ist dem Gottlosen ein Greuel.
> 
>          Die Sprüche Agurs
> 
> 30:1    Dies sind die Worte Agurs, des Sohnes des Jake, aus Massa. Es
> spricht der Mann: Ich habe mich gemüht, o Gott, ich habe mich
> gemüht, o Gott, und muß davon lassen.
> 1. Mose 25,12; 25,14
> 
> 30:2    Denn ich bin der Allertörichtste, und Menschenverstand habe ich
> nicht.
> 
> 30:3    Weisheit hab ich nicht gelernt, und Erkenntnis des Heiligen habe ich
> nicht.
> 
> 30:4    Wer ist hinaufgefahren zum Himmel und wieder herab? Wer hat den Wind
> in seine Hände gefaßt? Wer hat die Wasser in ein Kleid gebunden? Wer
> hat alle Enden der Welt bestimmt? Wie heißt er? Und wie heißt sein
> Sohn? Weißt du das?
> Hiob 38,28-34
> 
> 30:5    Alle Worte Gottes sind durchläutert; er ist ein Schild denen, die
> auf ihn trauen.
> Ps 12,7
> 
> 30:6     Tu nichts zu seinen Worten hinzu, daß er dich nicht zur
> Rechenschaft ziehe und du als Lügner dastehst.
> 5. Mose 4,2
> 
> 30:7    Zweierlei bitte ich von dir, das wollest du mir nicht verweigern,
> ehe denn ich sterbe:
> 
> 30:8    Falschheit und Lüge laß ferne von mir sein; Armut und Reichtum gib
> mir nicht; laß mich aber mein Teil Speise dahinnehmen, das du mir
> beschieden hast.
> 1. Tim 6,6-8
> 
> 30:9    Ich könnte sonst, wenn ich zu satt würde, verleugnen und sagen: Wer
> ist der HERR? Oder wenn ich zu arm würde, könnte ich stehlen und
> mich an dem Namen meines Gottes vergreifen.
> 2. Mose 5,2
> 
> 30:10   Verleumde nicht den Knecht bei seinem Herrn, daß er dir nicht fluche
> und du es büßen müssest.
> 
> 30:11   Es gibt eine Art, die ihrem Vater flucht und ihre Mutter nicht
> segnet;
> 
> 30:12   eine Art, die sich rein dünkt, und ist doch von ihrem Schmutz nicht
> gewaschen;
> Kap 20,9
> 
> 30:13   eine Art, die ihre Augen hoch trägt und ihre Augenlider emporhebt;
> 
> 30:14   eine Art, die Schwerter als Zähne hat und Messer als Backenzähne und
> verzehrt die Elenden im Lande und die Armen unter den Leuten.
> 
> 30:15   Der Blutegel hat zwei Töchter, die heißen: »Gib her, gib her!« Drei
> sind nicht zu sättigen, und vier sagen nie: »Es ist genug«:
> 
> 30:16   das Totenreich und der Frauen verschloßner Schoß, die Erde, die
> nicht des Wassers satt wird, und das Feuer, das nie spricht: »Es ist
> genug!«
> 
> 30:17   Ein Auge, das den Vater verspottet, und verachtet, der Mutter zu
> gehorchen, das müssen die Raben am Bach aushacken und die jungen
> Adler fressen.
> Kap 20,20
> 
> 30:18   Drei sind mir zu wundersam, und vier verstehe ich nicht:
> 
> 30:19   des Adlers Weg am Himmel, der Schlange Weg auf dem Felsen, des
> Schiffes Weg mitten im Meer und des Mannes Weg beim Weibe.
> 
> 30:20   So ist der Weg der Ehebrecherin: sie verschlingt und wischt sich den
> Mund und spricht: Ich habe nichts Böses getan.
> 
> 30:21   Ein Land wird durch dreierlei unruhig, und viererlei kann es nicht
> ertragen:
> 
> 30:22   einen Knecht, wenn er König wird; einen Toren, wenn er zu satt ist;
> Pred 10,6-7
> 
> 30:23   eine Verschmähte, wenn sie geehelicht wird, und eine Magd, wenn sie
> ihre Herrin beerbt.
> 5. Mose 24,1-4
> 
> 30:24   Vier sind die Kleinsten auf Erden und doch klüger als die Weisen:
> 
> 30:25   die Ameisen - ein schwaches Volk, dennoch schaffen sie im Sommer
> ihre Speise;
> Kap 6,6-8
> 
> 30:26   die Klippdachse - ein schwaches Volk, dennoch bauen sie ihr Haus in
> den Felsen;
> 
> 30:27   die Heuschrecken - sie haben keinen König, dennoch ziehen sie aus in
> Ordnung;
> 
> 30:28   die Eidechse - man greift sie mit den Händen, und sie ist doch in
> der Könige Schlössern.
> 
> 30:29   Drei haben einen stattlichen Gang, und vier gehen stolz einher:
> 
> 30:30   der Löwe, mächtig unter den Tieren und kehrt um vor niemandem;
> 
> 30:31   der stolze Hahn, der Widder und der König, wenn er einhergeht vor
> seinem Heerbann.
> 
> 30:32   Ob du töricht gehandelt und dich überhoben hast oder ob du recht
> überlegt hast: lege die Hand auf den Mund!
> 
> 30:33   Denn wenn man Milch stößt, so wird Butter daraus, und wer die Nase
> hart schneuzt, zwingt Blut heraus, und wer den Zorn reizt, ruft
> Streit hervor.
> 
>          Die Worte an Lemuel
> 
> 31:1    Dies sind die Worte Lemuels, des Königs von Massa, die ihn seine
> Mutter lehrte.
> Kap 30,1
> 
> 31:2    Was, mein Auserwählter, soll ich dir sagen, was, du Sohn meines
> Leibes, was, mein erbetener Sohn?
> 
> 31:3    Laß nicht den Weibern deine Kraft und geh nicht die Wege, auf denen
> sich die Könige verderben!
> 5. Mose 17,17; 1. Kön 11,1; 11,4
> 
> 31:4    Nicht den Königen, Lemuel, ziemt es, Wein zu trinken, nicht den
> Königen, noch den Fürsten starkes Getränk!
> Kap 20,1
> 
> 31:5    Sie könnten beim Trinken des Rechts vergessen und verdrehen die
> Sache aller elenden Leute.
> 
> 31:6    Gebt starkes Getränk denen, die am Umkommen sind, und Wein den
> betrübten Seelen,
> 
> 31:7    daß sie trinken und ihres Elends vergessen und ihres Unglücks nicht
> mehr gedenken.
> 
> 31:8    Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die
> verlassen sind.
> Hiob 29,12
> 
> 31:9    Tu deinen Mund auf und richte in Gerechtigkeit und schaffe Recht dem
> Elenden und Armen.
> 
> Lob der tüchtigen Hausfrau
> 
> 31:10   Wem eine tüchtige Frau beschert ist, die ist viel edler als die
> köstlichsten Perlen.
> Kap 18,22
> 
> 31:11   Ihres Mannes Herz darf sich auf sie verlassen, und Nahrung wird ihm
> nicht mangeln.
> 
> 31:12   Sie tut ihm Liebes und kein Leid ihr Leben lang.
> 
> 31:13   Sie geht mit Wolle und Flachs um und arbeitet gerne mit ihren
> Händen.
> 
> 31:14   Sie ist wie ein Kaufmannsschiff; ihren Unterhalt bringt sie von
> ferne.
> 
> 31:15   Sie steht vor Tage auf und gibt Speise ihrem Hause, und dem Gesinde,
> was ihm zukommt.
> 
> 31:16   Sie trachtet nach einem Acker und kauft ihn und pflanzt einen
> Weinberg vom Ertrag ihrer Hände.
> 
> 31:17   Sie gürtet ihre Lenden mit Kraft und regt ihre Arme.
> 
> 31:18   Sie merkt, wie ihr Fleiß Gewinn bringt; ihr Licht verlischt des
> Nachts nicht.
> 
> 31:19   Sie streckt ihre Hand nach dem Rocken, und ihre Finger fassen die
> Spindel.
> 
> 31:20   Sie breitet ihre Hände aus zu dem Armen und reicht ihre Hand dem
> Bedürftigen.
> 
> 31:21   Sie fürchtet für die Ihren nicht den Schnee; denn ihr ganzes Haus
> hat wollene Kleider.
> 
> 31:22   Sie macht sich selbst Decken; feine Leinwand und Purpur ist ihr
> Kleid.
> 
> 31:23   Ihr Mann ist bekannt in den Toren, wenn er sitzt bei den Ältesten
> des Landes.
> 
> 31:24   Sie macht einen Rock und verkauft ihn, einen Gürtel gibt sie dem
> Händler.
> 
> 31:25   Kraft und Würde sind ihr Gewand, und sie lacht des kommenden Tages.
> 
> 31:26   Sie tut ihren Mund auf mit Weisheit, und auf ihrer Zunge ist gütige
> Weisung.
> 
> 31:27   Sie schaut, wie es in ihrem Hause zugeht, und ißt ihr Brot nicht mit
> Faulheit.
> 
> 31:28   Ihre Söhne stehen auf und preisen sie, ihr Mann lobt sie:
> 
> 31:29   »Es sind wohl viele tüchtige Frauen, du aber übertriffst sie alle.«
> 
> 31:30   Lieblich und schön sein ist nichts; ein Weib, das den HERRN
> fürchtet, soll man loben.
> Kap 11,22
> 
> 31:31   Gebt ihr von den Früchten ihrer Hände, und ihre Werke sollen sie
> loben in den Toren!
>
> — *20 Die Sprüche Salomos*

