# 10SAMUEL2

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> David läßt den Überbringer von Sauls Krone töten
> 
> 1:1    Nach dem Tode Sauls, als David aus der Schlacht mit den Amalekitern
> zurückgekommen und zwei Tage in Ziklag geblieben war,
> 1. Sam 30,26
> 
> 1:2    siehe, da kam am dritten Tage ein Mann aus dem Heer von Saul mit
> zerrissenen Kleidern und mit Erde auf seinem Haupt. Und als er zu
> David kam, fiel er nieder zur Erde und huldigte ihm.
> 
> 1:3    David aber sprach zu ihm: Wo kommst du her? Er sprach zu ihm: Aus
> dem Heer Israels bin ich entronnen.
> 
> 1:4    David sprach zu ihm: Sage mir, wie steht es? Er sprach: Das Volk ist
> geflohen aus der Schlacht, und es sind viele vom Volk gefallen; dazu
> ist auch Saul tot und sein Sohn Jonatan.
> 
> 1:5    David sprach zu dem jungen Mann, der ihm das sagte: Woher weißt du,
> daß Saul und sein Sohn Jonatan tot sind?
> 
> 1:6    Der junge Mann, der ihm das sagte, sprach: Ich kam von ungefähr
> aufs Gebirge Gilboa, und siehe, Saul lehnte sich auf seinen Spieß,
> und die Wagen mit ihren Kämpfern waren hart an ihm.
> 1. Sam 31,1-3
> 
> 1:7    Und er wandte sich um und sah mich und rief mich. Und ich sprach:
> Hier bin ich.
> 
> 1:8    Und er sprach zu mir: Wer bist du? Ich sprach zu ihm: Ich bin ein
> Amalekiter.
> 
> 1:9    Und er sprach zu mir: Tritt her zu mir und töte mich; denn mir wird
> schwarz vor den Augen, aber mein Leben ist noch ganz in mir.
> 
> 1:10   Da trat ich zu ihm und tötete ihn, denn ich wußte, daß er nicht
> leben könnte nach seinem Fall; und ich nahm die Krone von seinem
> Haupt und das Armgeschmeide von seinem Arm und habe es hergebracht
> zu dir, meinem Herrn.
> 
> 1:11   Da faßte David seine Kleider und zerriß sie, und ebenso taten alle
> Männer, die bei ihm waren,
> 1. Sam 4,12
> 
> 1:12   und sie hielten Totenklage und weinten und fasteten bis zum Abend
> um Saul und seinen Sohn Jonatan und um das Volk des HERRN und um das
> Haus Israel, weil sie durchs Schwert gefallen waren.
> 1. Sam 31,13
> 
> 1:13   Und David sprach zu dem jungen Mann, der es ihm angesagt hatte: Wo
> bist du her? Er sprach: Ich bin der Sohn eines Fremdlings, eines
> Amalekiters.
> 
> 1:14   David sprach zu ihm: Wie, du hast dich nicht gefürchtet, deine Hand
> zu erheben gegen den Gesalbten des HERRN, um ihn zu töten?
> 1. Sam 24,7; 26,9
> 
> 1:15   Und David rief einen seiner Leute und sprach: Komm her und schlag
> ihn nieder! Und er schlug ihn nieder, daß er starb.
> Kap 4,10; 4,12
> 
> 1:16   Und David sprach zu ihm: Dein Blut komme auf dein Haupt; denn dein
> Mund hat gegen dich selbst geredet, als du sagtest: Ich habe den
> Gesalbten des HERRN getötet.
> 
> Davids Klagelied über Saul und Jonatan
> 
> 1:17   Und David sang dies Klagelied über Saul und Jonatan, seinen Sohn,
> 
> 1:18   und befahl, man solle die Leute von Juda das Bogenlied lehren.
> Siehe, es steht geschrieben im Buch des Redlichen:
> Vers 22;  Jos 10,13
> 
> 1:19   Die Edelsten in Israel sind auf deinen Höhen erschlagen. Wie sind
> die Helden gefallen!
> 
> 1:20   Sagt's nicht an in Gat, verkündet's nicht auf den Gassen in
> Aschkelon, daß sich nicht freuen die Töchter der Philister, daß
> nicht frohlocken die Töchter der Unbeschnittenen.
> 
> 1:21   Ihr Berge von Gilboa, es soll weder tauen noch regnen auf euch, ihr
> trügerischen Gefilde; denn daselbst ist der Helden Schild verworfen,
> der Schild Sauls, als sei er nicht gesalbt mit Öl.
> 
> 1:22   Der Bogen Jonatans hat nie gefehlt, und das Schwert Sauls ist nie
> leer zurückgekommen von dem Blut der Erschlagenen und vom Mark der
> Helden.
> 
> 1:23   Saul und Jonatan, geliebt und einander zugetan, im Leben und im Tod
> nicht geschieden; schneller waren sie als die Adler und stärker als
> die Löwen.
> 
> 1:24   Ihr Töchter Israel, weinet über Saul, der euch kleidete mit
> kostbarem Purpur und euch schmückte mit goldenen Kleinoden an euren
> Kleidern.
> 
> 1:25   Wie sind die Helden gefallen im Streit! Jonatan ist auf deinen Höhen
> erschlagen!
> 
> 1:26   Es ist mir leid um dich, mein Bruder Jonatan, ich habe große Freude
> und Wonne an dir gehabt; deine Liebe ist mir wundersamer gewesen,
> als Frauenliebe ist.
> 
> 1:27   Wie sind die Helden gefallen und die Streitbaren umgekommen.
> 
>          David wird König über Juda, Isch-Boschet über Israel
> 
> 2:1    Bald danach befragte David den HERRN und sprach: Soll ich hinauf in
> eine der Städte Judas ziehen? Und der HERR sprach zu ihm: Zieh
> hinauf! David sprach: Wohin? Er sprach: Nach Hebron.
> 1. Sam 23,6; 23,9; 30,7-8
> 
> 2:2    So zog David dorthin mit seinen beiden Frauen, Ahinoam, der
> Jesreeliterin, und mit Abigajil, der Frau Nabals, des Karmeliters.
> 1. Sam 25,42-43
> 
> 2:3    Auch die Männer, die bei ihm waren, führte David hinauf, einen jeden
> mit seinem Hause, und sie wohnten in den Städten von Hebron.
> 
> 2:4    Und die Männer Judas kamen und salbten dort David zum König über
> das Haus Juda. Und als David angesagt wurde, daß die Männer von
> Jabesch in Gilead Saul begraben hatten,
> Kap 5,3; 1. Sam 16,13;  1. Sam 31,11-13
> 
> 2:5    sandte er Boten zu ihnen und ließ ihnen sagen: Gesegnet seid ihr vom
> HERRN, weil ihr solche Barmherzigkeit an Saul, eurem Herrn, getan
> und ihn begraben habt.
> 
> 2:6    So tue nun der HERR an euch Barmherzigkeit und Treue, und auch ich
> will euch Gutes tun, weil ihr das getan habt.
> 
> 2:7    Seid nun getrosten Mutes und wackere Männer; denn Saul, euer Herr,
> ist tot, und mich hat das Haus Juda über sich zum König gesalbt.
> 
> 2:8     Abner aber, der Sohn Ners, der Sauls Feldhauptmann war, nahm
> Isch-Boschet, Sauls Sohn, und führte ihn nach Mahanajim
> 1. Sam 14,50;  1. Mose 32,2-3
> Der Name lautet in 1. Chr 8,33; 9,39 Eschbaal, in 1. Sam 14,49
> Jischwi.
> 
> 2:9    und machte ihn zum König über Gilead, Asser, Jesreel, Ephraim,
> Benjamin und über ganz Israel.
> 
> 2:10   Und Isch-Boschet, Sauls Sohn, war vierzig Jahre alt, als er König
> wurde über Israel, und regierte zwei Jahre. Doch das Haus Juda hielt
> es mit David.
> 
> 2:11   Die Zeit aber, die David König war zu Hebron über das Haus Juda, war
> sieben Jahre und sechs Monate.
> 
> Bruderkrieg zwischen Israel und Juda
> 
> 2:12   Und Abner, der Sohn Ners, zog aus mit den Männern Isch-Boschets, des
> Sohnes Sauls, von Mahanajim nach Gibeon,
> 
> 2:13   und Joab, der Sohn der Zeruja, zog aus mit den Männern Davids. Und
> sie stießen aufeinander am Teich von Gibeon und lagerten sich, die
> einen auf dieser Seite des Teiches, die andern auf jener.
> 1. Sam 26,6;  Jos 9,3; 9,17
> 
> 2:14   Und Abner sprach zu Joab: Laß die jungen Männer sich aufmachen zum
> Kampfspiel vor uns! Joab sprach: Es sei!
> 
> 2:15   Da machten sich auf und gingen hin zwölf an der Zahl aus Benjamin
> auf der Seite Isch-Boschets, des Sohnes Sauls, und zwölf von den
> Männern Davids.
> 
> 2:16   Und ein jeder ergriff den andern bei dem Kopf und stieß ihm sein
> Schwert in die Seite, und sie fielen miteinander. Daher wird der Ort
> »Helkat-Hazzurim« genannt; er liegt bei Gibeon.
> d. h. »Feld der Felsen«, vermutlich verschrieben aus »Feld der
> Seiten«.
> 
> 2:17   Und es erhob sich ein sehr harter Kampf an diesem Tage. Abner aber
> und die Männer von Israel wurden geschlagen von den Männern Davids.
> 
> 2:18   Es waren aber die drei Söhne der Zeruja dabei, Joab, Abischai und
> Asaël. Asaël aber war schnellfüßig wie ein Reh auf dem Felde
> 1. Chr 2,16
> 
> 2:19   und jagte Abner nach und wich nicht von ihm weder zur Rechten noch
> zur Linken.
> 
> 2:20   Da wandte sich Abner um und sprach: Bist du es, Asaël? Er sprach:
> Ja.
> 
> 2:21   Abner sprach zu ihm: Wende dich zur Rechten oder zur Linken und mach
> dich an einen der Männer heran und nimm ihm seine Waffen. Aber Asaël
> wollte nicht von ihm ablassen.
> 
> 2:22   Da sprach Abner noch einmal zu Asaël: Laß ab von mir! Warum willst
> du, daß ich dich zu Boden schlage? Wie dürfte ich dann mein Antlitz
> aufheben vor deinem Bruder Joab?
> 
> 2:23   Aber er weigerte sich, von ihm abzulassen. Da stieß ihn Abner mit
> dem Schaft des Spießes in den Leib, so daß der Spieß hinten
> herauskam; und er fiel hin und starb an eben der Stelle. Und wer an
> die Stelle kam, wo Asaël tot lag, der blieb stehen.
> Kap 3,27
> 
> 2:24   Aber Joab und Abischai jagten Abner nach, bis die Sonne unterging.
> Und als sie auf den Hügel Amma kamen, der vor Giach liegt auf dem
> Wege zur Steppe von Geba,
> 
> 2:25   versammelten sich die Benjaminiter um Abner und bildeten eine Schar
> und traten oben auf den Hügel.
> 
> 2:26   Und Abner rief Joab zu und sprach: Soll denn das Schwert ohne Ende
> fressen? Weißt du nicht, daß daraus am Ende nur Jammer kommen wird?
> Wie lange willst du dem Volk nicht sagen, daß es ablassen soll von
> seinen Brüdern?
> 
> 2:27   Joab sprach: So wahr Gott lebt: wenn du das eher gesagt hättest, so
> hätte schon heute morgen jeder im Volk von seinem Bruder abgelassen.
> 
> 2:28   Und Joab ließ die Posaune blasen, und das ganze Volk stand still und
> jagte Israel nicht mehr nach und kämpfte auch nicht weiter.
> 
> 2:29   Abner aber und seine Männer gingen die ganze Nacht durchs Jordantal
> und gingen über den Jordan und zogen durchs ganze Bitron, bis sie
> nach Mahanajim kamen.
> 
> 2:30   Joab aber wandte sich von Abner ab und sammelte das ganze Volk, und
> es fehlten von den Männern Davids neunzehn Mann und Asaël.
> 
> 2:31   Aber die Männer Davids hatten von Benjamin und den Männern Abners
> dreihundertundsechzig Mann erschlagen.
> 
> 2:32   Und sie hoben Asaël auf und begruben ihn in seines Vaters Grab in
> Bethlehem. Und Joab und seine Männer zogen weiter die ganze Nacht,
> bis ihnen das Tageslicht anbrach in Hebron.
> 
>          Davids Söhne
> 
> 3:1    Und es war ein langer Kampf zwischen dem Hause Sauls und dem Hause
> Davids. David aber nahm immer mehr zu an Macht, und das Haus Sauls
> nahm immer mehr ab.
> Kap 5,10
> 
> 3:2     Und es wurden David Söhne geboren zu Hebron. Sein erstgeborener
> Sohn war Amnon, von Ahinoam, der Jesreeliterin;
> (2-5) 1. Chr 3,1-4; Kap 13,1
> 
> 3:3    der zweite: Kilab, von Abigajil, der Frau des Karmeliters Nabal; der
> dritte: Absalom, der Sohn der Maacha, der Tochter Talmais, des
> Königs von Geschur;
> Kap 15,1
> 
> 3:4    der vierte: Adonija, der Sohn der Haggit; der fünfte: Schefatja,
> der Sohn der Abital;
> 1. Kön 1,5
> 
> 3:5    der sechste: Jitream, von Egla, der Frau Davids. Diese wurden David
> geboren zu Hebron.
> 
> Abner geht zu David über
> 
> 3:6     Solange der Kampf währte zwischen dem Hause Sauls und dem Hause
> Davids, stärkte Abner das Haus Sauls.
> (6 und 7) Kap 21,8; 3. Mose 18,20
> 
> 3:7    Und Saul hatte eine Nebenfrau, die hieß Rizpa, eine Tochter Ajas.
> Und Isch-Boschet sprach zu Abner: Warum bist du zu meines Vaters
> Nebenfrau eingegangen?
> 
> 3:8    Da wurde Abner sehr zornig über die Worte Isch-Boschets und sprach:
> Bin ich denn ein Hundskopf aus Juda? Heute erweise ich mich
> freundlich dem Hause Sauls, deines Vaters, und seinen Brüdern und
> Freunden und habe dich nicht in Davids Hände gegeben, und du
> rechnest mir heute eine Schuld an wegen eines Weibes?
> 
> 3:9    Gott tue Abner dies und das, wenn ich nicht tue, wie der HERR dem
> David geschworen hat,
> 
> 3:10   daß das Königtum vom Hause Sauls genommen und der Thron Davids
> aufgerichtet werde über Israel und Juda von Dan bis Beerscheba!
> 
> 3:11   Da konnte er Abner kein Wort mehr antworten, so fürchtete er sich
> vor ihm.
> 
> 3:12   Und Abner sandte Boten für sich zu David und ließ ihm sagen: Wem
> gehört das Land? Schließe du einen Bund mit mir; siehe, meine Hand
> soll mit dir sein, daß ich dir ganz Israel zuführe.
> 
> 3:13   David sprach: Gut, ich will einen Bund mit dir schließen. Aber eins
> fordere ich von dir: Du sollst mein Angesicht nicht sehen, es sei
> denn, du bringst Michal, Sauls Tochter, zu mir, wenn du kommst, mein
> Angesicht zu sehen.
> 
> 3:14   Auch sandte David Boten zu Isch-Boschet, dem Sohn Sauls, und ließ
> ihm sagen: Gib mir meine Frau Michal, die ich mir gewonnen habe mit
> hundert Vorhäuten der Philister.
> 1. Sam 18,25-27
> 
> 3:15   Isch-Boschet sandte hin und ließ sie wegnehmen ihrem Mann Paltiël,
> dem Sohn des Lajisch.
> 1. Sam 25,44
> 
> 3:16   Und ihr Mann ging mit ihr und weinte hinter ihr her bis Bahurim. Da
> sprach Abner zu ihm: Kehre um und geh heim! Und er kehrte um.
> 
> 3:17   Und Abner besprach sich mit den Ältesten in Israel und sprach: Ihr
> habt schon längst danach verlangt, daß David König über euch sei.
> 
> 3:18   So tut's nun, denn der HERR hat von David gesagt: Durch die Hand
> meines Knechtes David will ich mein Volk Israel erretten aus der
> Hand der Philister und aller seiner Feinde.
> 
> 3:19   Das tat Abner auch Benjamin kund und ging dann hin, um auch David in
> Hebron alles kundzutun, was Israel und das ganze Haus Benjamin für
> gut hielten.
> 
> 3:20   Als nun Abner nach Hebron zu David kam und mit ihm zwanzig Mann,
> machte ihnen David ein Mahl.
> 
> 3:21   Und Abner sprach zu David: Ich will mich aufmachen und hingehen, um
> ganz Israel zu meinem Herrn, dem König, zu sammeln, damit sie einen
> Bund mit dir schließen, auf daß du König seist, wie es dein Herz
> begehrt. Dann entließ David den Abner, so daß er hinging mit
> Frieden.
> 
> Abners Tod
> 
> 3:22   Und siehe, die Männer Davids und Joab kamen von einem Streifzug
> zurück und brachten eine große Beute mit. Abner aber war nicht mehr
> bei David in Hebron, sondern er hatte ihn entlassen, so daß er mit
> Frieden weggegangen war.
> 
> 3:23   Als aber Joab und das ganze Heer mit ihm kam, wurde ihm angesagt,
> daß Abner, der Sohn Ners, zum König gekommen sei, und der habe ihn
> entlassen, so daß er mit Frieden weggegangen war.
> 
> 3:24   Da ging Joab zum König hinein und sprach: Was hast du getan? Siehe,
> Abner ist zu dir gekommen; warum hast du ihn fortgelassen, daß er
> weggegangen ist?
> 
> 3:25   Kennst du Abner, den Sohn Ners, nicht? Er ist gekommen, dich zu
> überlisten, daß er erkunde dein Kommen und Gehen und alles erfahre,
> was du tust.
> 
> 3:26   Und als Joab von David wegging, sandte er Abner Boten nach, um ihn
> zurückzuholen von Bor-Sira; aber David wußte nichts davon.
> 
> 3:27   Als nun Abner nach Hebron zurückkam, führte ihn Joab im Tor
> beiseite, um heimlich mit ihm zu reden, und stach ihn dort in den
> Leib, daß er starb, um des Blutes seines Bruders Asaël willen.
> 1. Kön 2,5;  Kap 2,23
> 
> 3:28   Als David das hernach erfuhr, sprach er: Ich und mein Königtum sind
> unschuldig vor dem HERRN ewiglich an dem Blut Abners, des Sohnes
> Ners;
> 
> 3:29   es falle aber auf den Kopf Joabs und auf das ganze Haus seines
> Vaters, und es soll nicht aufhören im Hause Joabs, daß einer
> Eiterfluß und Aussatz habe oder am Stabe gehe oder durchs Schwert
> falle oder an Brot Mangel habe!
> 
> 3:30   Joab und sein Bruder Abischai hatten Abner nach dem Leben
> getrachtet, weil er ihren Bruder Asaël im Kampf bei Gibeon getötet
> hatte.
> Ri 8,18-21; 2. Kön 14,5
> 
> 3:31   David aber sprach zu Joab und allem Volk, das bei ihm war: Zerreißt
> eure Kleider und gürtet euch den Sack um und haltet die Totenklage
> um Abner! Und der König folgte der Bahre.
> 
> 3:32   Und als sie Abner begruben in Hebron, erhob der König seine Stimme
> und weinte bei dem Grabe Abners, und auch alles Volk weinte.
> 
> 3:33   Und der König klagte um Abner und sprach: Mußte Abner sterben, wie
> ein Gottloser stirbt?
> 
> 3:34   Deine Hände waren nicht gebunden, deine Füße waren nicht in Ketten
> gelegt. Und doch bist du gefallen, wie man vor Ruchlosen fällt. Da
> beweinte ihn alles Volk noch mehr.
> 
> 3:35   Als nun alles Volk kam, während es noch Tag war, um David zum Essen
> zu nötigen, schwor David und sprach: Gott tue mir dies und das, wenn
> ich Brot oder sonst etwas zu mir nehme, ehe die Sonne untergeht!
> 
> 3:36   Und alles Volk nahm es wahr, und es gefiel ihnen gut, wie alles, was
> der König tat, dem ganzen Volke wohlgefiel.
> 
> 3:37   Und alles Volk und ganz Israel merkten an diesem Tage, daß es nicht
> vom König ausgegangen war, daß Abner, der Sohn Ners, getötet wurde.
> 
> 3:38   Und der König sprach zu seinen Männern: Wißt ihr nicht, daß an
> diesem Tag ein Fürst und Großer gefallen ist in Israel?
> 1. Sam 26,15
> 
> 3:39   Ich aber bin heute noch schwach, obwohl ich zum König gesalbt bin.
> Aber diese Männer, die Söhne der Zeruja, sind härter als ich. Der
> HERR vergelte dem, der Böses tut, nach seiner Bosheit.
> Kap 2,18
> 
>          Isch-Boschets Ende
> 
> 4:1    Als aber der Sohn Sauls hörte, daß Abner in Hebron umgekommen war,
> entfiel ihm der Mut, und ganz Israel erschrak.
> Kap 3,27
> 
> 4:2    Es hatte aber der Sohn Sauls zwei Männer als Hauptleute der
> Streifscharen; der eine hieß Baana, der andere Rechab, Söhne Rimmons
> von Beerot aus dem Stamm Benjamin. Denn Beerot wurde auch zu
> Benjamin gerechnet;
> Jos 9,17
> 
> 4:3    dann aber flohen die Beerotiter nach Gittajim und wohnten dort
> gastweise bis auf den heutigen Tag.
> Neh 11,33
> 
> 4:4    Auch hatte Jonatan, der Sohn Sauls, einen Sohn, der war lahm an
> beiden Füßen; er war nämlich fünf Jahre alt, als die Kunde von Saul
> und Jonatan aus Jesreel kam, und seine Amme hatte ihn aufgehoben und
> war geflohen, und während sie eilends floh, fiel er hin und war
> fortan lahm. Er hieß Mefi-Boschet.
> Kap 9,3
> Der Name lautet in 1. Chr 8,34; 9,40 Merib-Baal.
> 
> 4:5    So gingen nun Rechab und Baana, die Söhne Rimmons von Beerot, hin
> und kamen zum Hause Isch-Boschets, als der Tag am heißesten war;
> und er schlief auf seinem Lager am Mittag.
> Kap 2,8
> 
> 4:6    Und die Pförtnerin des Hauses hatte Weizen gereinigt und war fest
> eingeschlafen. Da schlichen sich Rechab und sein Bruder Baana hinein
> 
> 4:7    und kamen ins Haus. Da lag er auf seinem Bett in seiner
> Schlafkammer. Und sie stachen ihn tot und hieben ihm den Kopf ab und
> nahmen seinen Kopf und gingen durch das Jordantal die ganze Nacht
> 
> 4:8    und brachten das Haupt Isch-Boschets zu David nach Hebron und
> sprachen zum König: Siehe, da ist das Haupt Isch-Boschets, des
> Sohnes Sauls, deines Feindes, der dir nach dem Leben getrachtet hat.
> Der HERR hat heute meinen Herrn, den König, gerächt an Saul und an
> seinem Geschlecht.
> 
> 4:9    Da antwortete ihnen David: So wahr der HERR lebt, der mich aus aller
> Bedrängnis erlöst hat:
> 
> 4:10   ich habe den, der mir verkündete: Saul ist tot, und meinte, er sei
> ein guter Bote, ergriffen und getötet in Ziklag, dem ich doch Lohn
> für eine gute Botschaft hätte geben sollen.
> Kap 1,15
> 
> 4:11   Und diese gottlosen Leute haben einen gerechten Mann in seinem Hause
> auf seinem Lager getötet - sollte ich sein Blut nicht fordern von
> euren Händen und euch von der Erde vertilgen?
> Kap 3,32
> 
> 4:12   Und David gebot seinen Leuten; die schlugen sie nieder und hieben
> ihnen Hände und Füße ab und hängten sie auf am Teich bei Hebron.
> Aber das Haupt Isch-Boschets nahmen sie und begruben es in Abners
> Grab in Hebron.
> 5. Mose 21,22-23
> 
>          David wird König über ganz Israel
> 
> (vgl. 1. Chr 11,1-3)
> 5:1    Und es kamen alle Stämme Israels zu David nach Hebron und sprachen:
> Siehe, wir sind von deinem Gebein und deinem Fleisch.
> Kap 19,13
> 
> 5:2    Schon früher, als Saul über uns König war, führtest du Israel ins
> Feld und wieder heim. Dazu hat der HERR dir gesagt: Du sollst mein
> Volk Israel weiden und sollst Fürst sein über Israel.
> 1. Sam 18,13; 18,16;  1. Sam 13,14; 25,30
> 
> 5:3    Und es kamen alle Ältesten in Israel zum König nach Hebron. Und der
> König David schloß mit ihnen einen Bund in Hebron vor dem HERRN, und
> sie salbten David zum König über Israel.
> Kap 2,4; 1. Sam 16,13
> 
> 5:4     Dreißig Jahre war David alt, als er König wurde, und regierte
> vierzig Jahre.
> (4 und 5) 1. Kön 2,11; 1. Chr 3,4; 29,27
> 
> 5:5    Zu Hebron regierte er sieben Jahre und sechs Monate über Juda, und
> zu Jerusalem regierte er dreiunddreißig Jahre über ganz Israel und
> Juda.
> 
> David erobert Jerusalem
> 
> (vgl. 1. Chr 11,4-9; 14,1-7)
> 5:6    Und der König zog mit seinen Männern vor Jerusalem gegen die
> Jebusiter, die im Lande wohnten. Sie aber sprachen zu David: Du
> wirst nicht hier hereinkommen, sondern Blinde und Lahme werden dich
> abwehren. Damit meinten sie, daß David nicht dort hineinkommen
> könnte.
> Jos 15,63; Ri 1,21; 19,10-12
> 
> 5:7    David aber eroberte die Burg Zion; das ist Davids Stadt.
> 
> 5:8    Da sprach David an diesem Tage: Wer die Jebusiter schlägt und durch
> den Schacht hinaufsteigt und die Lahmen und Blinden erschlägt, die
> David verhaßt sind, der soll Hauptmann und Oberster sein. Da stieg
> Joab, der Sohn der Zeruja, zuerst hinauf und wurde Hauptmann. Daher
> spricht man: Laß keinen Blinden und Lahmen ins Haus!
> Der Text von »der soll Hauptmann« ab wurde aus 1. Chr 11,6
> eingesetzt.
> 
> 5:9    So wohnte David auf der Burg und nannte sie »Stadt Davids«. Und
> David baute ringsumher, vom Millo an nach innen zu.
> 
> 5:10   Und Davids Macht nahm immer mehr zu, und der HERR, der Gott
> Zebaoth, war mit ihm.
> Kap 3,1
> 
> 5:11   Und Hiram, der König von Tyrus, sandte Boten zu David mit
> Zedernholz, dazu Zimmerleute und Steinmetzen, daß sie David ein Haus
> bauten.
> 
> 5:12   Und David erkannte, daß der HERR ihn zum König über Israel bestätigt
> und sein Königtum erhöht hatte um seines Volkes Israel willen.
> 
> 5:13    Und David nahm noch mehr Frauen und Nebenfrauen in Jerusalem,
> nachdem er von Hebron gekommen war, und es wurden ihm noch mehr
> Söhne und Töchter geboren.
> (13-16) Kap 3,2-5; 1. Chr 3,5-9
> 
> 5:14   Dies sind die Namen der Söhne, die ihm zu Jerusalem geboren sind:
> Schammua, Schobab, Nathan, Salomo,
> Lk 3,31;  Mt 1,6
> 
> 5:15   Jibhar, Elischua, Nefeg, Jafia,
> 
> 5:16   Elischama, Eljada, Elifelet.
> 
> Davids Sieg über die Philister
> 
> (vgl. 1. Chr 14,8-17)
> 5:17   Als die Philister hörten, daß man David zum König über Israel
> gesalbt hatte, zogen sie alle herauf, um sich Davids zu bemächtigen.
> Sobald das David erfuhr, zog er hinab nach der Bergfeste.
> 1. Sam 22,1;  Kap 23,14
> 
> 5:18   Aber die Philister kamen und breiteten sich aus in der Ebene
> Refaïm.
> Jos 15,8; 18,16
> 
> 5:19   Und David befragte den HERRN und sprach: Soll ich hinaufziehen
> gegen die Philister? Wirst du sie in meine Hand geben? Der HERR
> sprach zu David: Zieh hinauf, ich werde die Philister in deine Hand
> geben.
> 1. Sam 30,8
> 
> 5:20   Und David kam nach Baal-Perazim und schlug sie dort und sprach: Der
> HERR hat meine Feinde vor mir durchbrochen, wie Wasserfluten
> durchbrechen. Daher nannte man den Ort »Baal-Perazim«.
> Jes 28,21
> d. h. »Herr der Durchbrüche«.
> 
> 5:21   Und sie ließen ihre Götzenbilder dort zurück; David aber und seine
> Männer nahmen sie mit.
> 
> 5:22   Die Philister aber zogen abermals herauf und breiteten sich aus in
> der Ebene Refaïm.
> 
> 5:23   Und David befragte den HERRN; der sprach: Du sollst nicht
> hinaufziehen ihnen entgegen, sondern komm von hinten über sie, daß
> du sie angreifst vom Bakawalde her.
> 
> 5:24   Und wenn du hörst, wie das Rauschen in den Wipfeln der Bakabäume
> einhergeht, so eile; denn dann ist der HERR ausgezogen vor dir her,
> zu schlagen das Heer der Philister.
> 
> 5:25   David tat, wie der HERR ihm geboten hatte, und schlug die Philister
> von Gibeon an bis hin nach Geser.
> Ri 1,29
> 
>          David holt die Bundeslade nach Jerusalem
> 
> (vgl. 1. Chr 13,1-14; 15,1-29; 16,1-6)
> 6:1    Und David sammelte abermals die ganze junge Mannschaft in Israel,
> dreißigtausend Mann,
> 
> 6:2    und machte sich auf und zog mit dem ganzen Volk, das bei ihm war,
> nach Baala in Juda, um die Lade Gottes von dort heraufzuholen;
> diese ist genannt nach dem Namen des HERRN Zebaoth, der über den
> Cherubim thront.
> Jos 15,9;  2. Mose 25,22
> 
> 6:3    Und sie setzten die Lade Gottes auf einen neuen Wagen und holten
> sie aus dem Hause Abinadabs, der auf dem Hügel wohnte. Usa aber und
> Achjo, die Söhne Abinadabs, führten den neuen Wagen.
> 1. Sam 7,1
> 
> 6:4    Und als sie ihn mit der Lade Gottes aus dem Hause Abinadabs führten,
> der auf dem Hügel wohnte, und Achjo vor der Lade herging,
> 
> 6:5    tanzten David und ganz Israel vor dem HERRN her mit aller Macht im
> Reigen, mit Liedern, mit Harfen und Psaltern und Pauken und Schellen
> und Zimbeln.
> 
> 6:6    Und als sie zur Tenne Nachons kamen, griff Usa zu und hielt die Lade
> Gottes fest, denn die Rinder glitten aus.
> 
> 6:7    Da entbrannte des HERRN Zorn über Usa, und Gott schlug ihn dort,
> weil er seine Hand nach der Lade ausgestreckt hatte, so daß er dort
> starb bei der Lade Gottes.
> 1. Sam 6,19;  4. Mose 4,15
> 
> 6:8    Da ergrimmte David, daß der HERR den Usa so wegriß, und man nannte
> die Stätte »Perez-Usa« bis auf diesen Tag.
> d. h. »Wegreißen Usas«.
> 
> 6:9    Und David fürchtete sich vor dem HERRN an diesem Tage und sprach:
> Wie soll die Lade des HERRN zu mir kommen?
> 
> 6:10   Und er wollte sie nicht zu sich bringen lassen in die Stadt Davids,
> sondern ließ sie bringen ins Haus Obed-Edoms, des Gatiters.
> 
> 6:11   So blieb die Lade des HERRN drei Monate im Hause Obed-Edoms, des
> Gatiters, und der HERR segnete ihn und sein ganzes Haus.
> 
> 6:12   Und es wurde dem König David angesagt, daß der HERR das Haus
> Obed-Edoms segnete und alles, was er hatte, um der Lade Gottes
> willen. Da ging er hin und holte die Lade Gottes aus dem Hause
> Obed-Edoms herauf in die Stadt Davids mit Freuden.
> 
> 6:13   Und als die Träger mit der Lade des HERRN sechs Schritte gegangen
> waren, opferte man einen Stier und ein fettes Kalb.
> 1. Kön 8,5
> 
> 6:14   Und David tanzte mit aller Macht vor dem HERRN her und war umgürtet
> mit einem leinenen Priesterschurz.
> 2. Mose 28,6; 1. Sam 2,18; 22,18
> 
> 6:15   Und David mit dem ganzen Hause Israel führte die Lade des HERRN
> herauf mit Jauchzen und Posaunenschall.
> 
> 6:16   Und als die Lade des HERRN in die Stadt Davids kam, guckte Michal,
> die Tochter Sauls, durchs Fenster und sah den König David springen
> und tanzen vor dem HERRN und verachtete ihn in ihrem Herzen.
> 
> 6:17   Als sie die Lade des HERRN hineinbrachten, stellten sie sie an ihren
> Platz mitten in dem Zelt, das David für sie aufgeschlagen hatte. Und
> David opferte Brandopfer und Dankopfer vor dem HERRN.
> 
> 6:18   Und als David die Brandopfer und Dankopfer beendet hatte, segnete
> er das Volk in dem Namen des HERRN Zebaoth,
> 1. Kön 8,55
> 
> 6:19   und er ließ austeilen allem Volk, der ganzen Menge Israels, Mann und
> Frau, einem jeden einen Brotkuchen, ein Stück Fleisch und einen
> Rosinenkuchen. Danach kehrte alles Volk heim, ein jeder in sein
> Haus.
> 
> 6:20   Als aber David heimkam, seinem Haus den Segensgruß zu bringen, ging
> Michal, die Tochter Sauls, heraus ihm entgegen und sprach: Wie
> herrlich ist heute der König von Israel gewesen, als er sich vor den
> Mägden seiner Männer entblößt hat, wie sich die losen Leute
> entblößen!
> 
> 6:21   David aber sprach zu Michal: Ich will vor dem HERRN tanzen, der mich
> erwählt hat vor deinem Vater und vor seinem ganzen Hause, um mich
> zum Fürsten zu bestellen über das Volk des HERRN, über Israel,
> Kap 5,2
> 
> 6:22   und ich will noch geringer werden als jetzt und will niedrig sein in
> meinen Augen; aber bei den Mägden, von denen du geredet hast, will
> ich zu Ehren kommen.
> 
> 6:23   Aber Michal, Sauls Tochter, hatte kein Kind bis an den Tag ihres
> Todes.
> 
>          Gottes Verheißung für David und sein Königtum
> 
> (vgl. 1. Chr 17,1-14)
> 7:1    Als nun der König in seinem Hause saß und der HERR ihm Ruhe gegeben
> hatte vor allen seinen Feinden umher,
> 
> 7:2    sprach er zu dem Propheten Nathan: Sieh doch, ich wohne in einem
> Zedernhause, und die Lade Gottes wohnt unter Zeltdecken.
> Ps 132,3-5
> 
> 7:3    Nathan sprach zu dem König: Wohlan, alles, was in deinem Herzen ist,
> das tu, denn der HERR ist mit dir.
> 
> 7:4    In der Nacht aber kam das Wort des HERRN zu Nathan:
> 
> 7:5    Geh hin und sage zu meinem Knecht David: So spricht der HERR:
> Solltest du mir ein Haus bauen, daß ich darin wohne?
> 1. Chr 22,8; 1. Kön 5,17
> 
> 7:6    Habe ich doch in keinem Hause gewohnt seit dem Tag, da ich die
> Israeliten aus Ägypten führte, bis auf diesen Tag, sondern ich bin
> umhergezogen in einem Zelt als Wohnung.
> 1. Kön 8,16; 8,27; Jes 66,1
> 
> 7:7    Habe ich die ganze Zeit, als ich mit den Israeliten umherzog, je
> geredet zu einem der Richter Israels, denen ich befohlen hatte, mein
> Volk Israel zu weiden, und gesagt: Warum baut ihr mir nicht ein
> Zedernhaus?
> 
> 7:8    Darum sollst du nun so zu meinem Knechte David sagen: So spricht der
> HERR Zebaoth: Ich habe dich genommen von den Schafhürden, damit du
> Fürst über mein Volk Israel sein sollst,
> 1. Sam 16,11-13;  Kap 5,2
> 
> 7:9    und bin mit dir gewesen, wo du hingegangen bist, und habe alle deine
> Feinde vor dir ausgerottet; und ich will dir einen großen Namen
> machen gleich dem Namen der Großen auf Erden.
> 
> 7:10   Und ich will meinem Volk Israel eine Stätte geben und will es
> pflanzen, daß es dort wohne und sich nicht mehr ängstigen müsse und
> die Kinder der Bosheit es nicht mehr bedrängen. Und wie vormals,
> 
> 7:11   seit der Zeit, da ich Richter über mein Volk Israel bestellt habe,
> will ich dir Ruhe geben vor allen deinen Feinden. Und der HERR
> verkündigt dir, daß der HERR dir ein Haus bauen will.
> 
> 7:12   Wenn nun deine Zeit um ist und du dich zu deinen Vätern schlafen
> legst, will ich dir einen Nachkommen erwecken, der von deinem Leibe
> kommen wird; dem will ich sein Königtum bestätigen.
> 1. Kön 8,20
> 
> 7:13   Der soll meinem Namen ein Haus bauen, und ich will seinen
> Königsthron bestätigen ewiglich.
> 1. Kön 5,19; 6,12;  Ps 89,4-5; Jes 9,6
> 
> 7:14    Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein. Wenn er
> sündigt, will ich ihn mit Menschenruten und mit menschlichen
> Schlägen strafen;
> Ps 2,7; 89,27; Lk 1,32; Hebr 1,5
> 
> 7:15   aber meine Gnade soll nicht von ihm weichen, wie ich sie habe
> weichen lassen von Saul, den ich vor dir weggenommen habe.
> 1. Sam 15,23; 15,26
> 
> 7:16   Aber dein Haus und dein Königtum sollen beständig sein in Ewigkeit
> vor mir, und dein Thron soll ewiglich bestehen.
> Ps 72,1-17; Jes 55,3
> 
> 7:17   Als Nathan alle diese Worte und dies Gesicht David gesagt hatte,
> 
> 7:18   kam der König David und setzte sich vor dem HERRN nieder und
> sprach: Wer bin ich, Herr HERR, und was ist mein Haus, daß du mich
> bis hierher gebracht hast?
> 2. Mose 3,11
> 
> 7:19   Aber nun hast du das noch für zu wenig gehalten, Herr HERR, und hast
> dem Hause deines Knechtes sogar für die ferne Zukunft Zusagen
> gegeben, und das nach Menschenweise, Herr HERR!
> 
> 7:20   Und was soll David noch mehr reden mit dir? Du kennst ja deinen
> Knecht, Herr HERR!
> 
> 7:21   Um deines Wortes willen und nach deinem Herzen hast du alle diese
> großen Dinge getan, um sie deinem Knecht kundzutun.
> 
> 7:22   Darum bist du groß, Herr HERR! Denn es ist keiner wie du, und ist
> kein Gott außer dir nach allem, was wir mit unsern Ohren gehört
> haben.
> 
> 7:23   Und wo ist ein Volk auf Erden wie dein Volk Israel, um
> dessentwillen Gott hingegangen ist, es zu erlösen, daß es sein Volk
> sei, und ihm einen Namen zu machen und so große und furchtbare Dinge
> zu tun, damit du Völker und ihre Götter vertriebest vor deinem Volk,
> das du dir aus Ägypten erlöst hast?
> 5. Mose 4,7
> 
> 7:24   Und du hast dir dein Volk Israel zubereitet, dir zum Volk für ewig,
> und du, HERR, bist ihr Gott geworden.
> 
> 7:25   So bekräftige nun, HERR, Gott, das Wort in Ewigkeit, das du über
> deinen Knecht und über sein Haus geredet hast, und tu, wie du
> geredet hast!
> 
> 7:26   So wird dein Name groß werden in Ewigkeit, daß man sagen wird: Der
> HERR Zebaoth ist Gott über Israel, und das Haus deines Knechtes
> David wird bestehen vor dir.
> 
> 7:27   Denn du, HERR Zebaoth, du Gott Israels, hast das Ohr deines Knechts
> geöffnet und gesagt: Ich will dir ein Haus bauen. Darum hat dein
> Knecht sich ein Herz gefaßt, daß er dies Gebet zu dir gebetet hat.
> Jes 50,5
> 
> 7:28   Nun, Herr HERR, du bist Gott, und deine Worte sind Wahrheit. Du hast
> all dies Gute deinem Knecht zugesagt.
> 1. Kön 8,26
> 
> 7:29   So fange nun an, zu segnen das Haus deines Knechts, damit es
> ewiglich vor dir sei; denn du, Herr HERR, hast's geredet, und mit
> deinem Segen wird deines Knechtes Haus gesegnet sein ewiglich.
> 
>          Davids Kriege und Siege
> 
> (vgl. 1. Chr 18,1-13)
> 8:1    Und es begab sich danach, daß David die Philister schlug und sie
> unterwarf und daß er den Dienstzaum den Philistern aus der Hand
> nahm.
> 
> 8:2    Er schlug auch die Moabiter und ließ sie sich auf den Boden legen
> und maß sie mit der Meßschnur ab; und er maß zwei Schnurlängen ab,
> so viele tötete er, und eine volle Schnurlänge, so viele ließ er am
> Leben. So wurden die Moabiter David untertan, daß sie ihm Abgaben
> bringen mußten.
> 1. Sam 22,3
> 
> 8:3    David schlug auch Hadad-Eser, den Sohn Rehobs, den König von Zoba,
> als er hinzog, um seine Macht wieder aufzurichten am Euphratstrom.
> 1. Sam 14,47
> 
> 8:4    Und David nahm von ihnen gefangen tausendundsiebenhundert Gespanne
> und zwanzigtausend Mann Fußvolk und lähmte alle Pferde und behielt
> hundert übrig.
> Jos 11,9
> 
> 8:5    Es kamen aber die Aramäer von Damaskus, um Hadad-Eser, dem König von
> Zoba, zu helfen. Und David schlug von den Aramäern
> zweiundzwanzigtausend Mann.
> 
> 8:6    Und er setzte Statthalter ein im Aramäerreich von Damaskus. So wurde
> Aram David untertan, daß sie ihm Abgaben bringen mußten; denn der
> HERR half David, wo er auch hinzog.
> 
> 8:7    Und David nahm die goldenen Schilde, die Hadad-Esers Männer gehabt
> hatten, und brachte sie nach Jerusalem.
> 
> 8:8    Und von Tebach und Berotai, den Städten Hadad-Esers, nahm der König
> David sehr viel Kupfer.
> 
> 8:9    Als aber Toï, der König von Hamat, hörte, daß David die ganze
> Streitmacht Hadad-Esers geschlagen hatte,
> 
> 8:10   sandte er seinen Sohn Hadoram zum König David, ihm Frieden und Segen
> zu wünschen, weil er gegen Hadad-Eser gekämpft und ihn geschlagen
> hatte - denn Toï führte Krieg mit Hadad-Eser -, und Hadoram brachte
> mit sich silberne, goldene und kupferne Kleinode.
> 
> 8:11   Auch diese heiligte der König David dem HERRN samt dem Silber und
> Gold, das er geheiligt hatte von allen Heiden, die er unterworfen
> hatte,
> 
> 8:12   von Edom, von Moab, von den Ammonitern, von den Philistern, von
> Amalek und von dem, was er erbeutet hatte von Hadad-Eser, dem Sohn
> Rehobs, dem König von Zoba.
> 
> 8:13   So machte sich David einen Namen. Als er zurückkam vom Sieg über die
> Aramäer, schlug er die Edomiter im Salztal, achtzehntausend Mann,
> Ps 60,2
> 
> 8:14   und setzte in ganz Edom Statthalter ein, und ganz Edom wurde David
> untertan; denn der HERR half David, wo er auch hinzog.
> 1. Mose 27,40; 4. Mose 24,18
> 
> Davids Beamte
> 
> (vgl. 1. Chr 18,14-17)
> 8:15   So war David König über ganz Israel, und er schaffte Recht und
> Gerechtigkeit seinem ganzen Volk.
> 
> 8:16    Joab, der Sohn der Zeruja, war über das Heer gesetzt; Joschafat
> aber, der Sohn Ahiluds, war Kanzler;
> (16-18) Kap 20,23-26
> 
> 8:17    Zadok, der Sohn Ahitubs, und Ahimelech, der Sohn Abjatars, waren
> Priester; Seraja war Schreiber;
> Kap 15,24;  1. Sam 22,20;  1. Kön 2,27
> 
> 8:18   Benaja, der Sohn Jojadas, war über die Kreter und Pleter gesetzt;
> auch die Söhne Davids sind Priester gewesen.
> Kap 15,18
> 
>          David holt Mefi-Boschet an seinen Hof
> 
> 9:1    Und David sprach: Ist noch jemand übriggeblieben von dem Hause
> Sauls, damit ich Barmherzigkeit an ihm tue um Jonatans willen?
> 
> 9:2    Es war aber ein Knecht vom Hause Sauls, der hieß Ziba; den riefen
> sie zu David. Und der König sprach zu ihm: Bist du Ziba? Er sprach:
> Ja, dein Knecht ist es.
> Kap 16,1
> 
> 9:3    Der König sprach: Ist da noch jemand vom Hause Sauls, damit ich
> Gottes Barmherzigkeit an ihm tue? Ziba sprach zum König: Es ist
> noch ein Sohn Jonatans da, lahm an den Füßen.
> Kap 4,4
> 
> 9:4    Der König sprach zu ihm: Wo ist er? Ziba sprach zum König: Siehe, er
> ist in Lo-Dabar im Hause Machirs, des Sohnes Ammiëls.
> Kap 17,27
> 
> 9:5    Da sandte der König David hin und ließ ihn holen von Lo-Dabar aus
> dem Hause Machirs, des Sohnes Ammiëls.
> 
> 9:6    Als nun Mefi-Boschet, der Sohn Jonatans, des Sohnes Sauls, zu David
> kam, fiel er auf sein Angesicht und huldigte ihm. David aber sprach:
> Mefi-Boschet! Er sprach: Hier bin ich, dein Knecht.
> 
> 9:7    David sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, denn ich will
> Barmherzigkeit an dir tun um deines Vaters Jonatan willen und will
> dir den ganzen Besitz deines Vaters Saul zurückgeben; du aber sollst
> täglich an meinem Tisch essen.
> 
> 9:8    Er aber fiel nieder und sprach: Wer bin ich, dein Knecht, daß du
> dich wendest zu einem toten Hunde, wie ich es bin?
> 
> 9:9     Da rief der König den Ziba, den Knecht Sauls, und sprach zu ihm:
> Alles, was Saul gehört hat und seinem ganzen Hause, hab ich dem Sohn
> deines Herrn gegeben.
> (9-11) Kap 19,29-30
> 
> 9:10   So bearbeite ihm nun seinen Acker, du und deine Söhne und deine
> Knechte, und bring die Ernte ein, damit es das Brot sei des Sohnes
> deines Herrn und er sich davon nähre; aber Mefi-Boschet, der Sohn
> deines Herrn, soll täglich an meinem Tisch essen. Ziba aber hatte
> fünfzehn Söhne und zwanzig Knechte.
> 
> 9:11   Und Ziba sprach zum König: Ganz so, wie mein Herr, der König, seinem
> Knechte geboten hat, wird dein Knecht tun. Und Mefi-Boschet, sprach
> David, esse an meinem Tische wie einer der Königssöhne.
> 
> 9:12   Und Mefi-Boschet hatte einen kleinen Sohn, der hieß Micha. Und alle,
> die im Hause Zibas wohnten, dienten Mefi-Boschet.
> 
> 9:13   Mefi-Boschet aber wohnte hinfort in Jerusalem, denn er aß täglich an
> des Königs Tisch. Und er war lahm an seinen beiden Füßen.
> Vers 3
> 
>          Davids Kampf mit den Ammonitern
> 
> (vgl. 1. Chr 19,1 - 20,3)
> 10:1    Und es begab sich danach, daß der König der Ammoniter starb, und
> sein Sohn Hanun wurde König an seiner Statt.
> 
> 10:2    Da sprach David: Ich will Hanun, dem Sohn des Nahasch, Freundschaft
> erweisen, wie sein Vater mir Freundschaft erwiesen hat. Und er
> sandte hin und ließ ihn durch seine Gesandten über seinen Vater
> trösten. Als nun die Gesandten Davids ins Land der Ammoniter kamen,
> 1. Sam 11,1
> 
> 10:3    sprachen die Obersten der Ammoniter zu ihrem Herrn Hanun: Meinst du,
> daß David deinen Vater vor deinen Augen ehren wolle, wenn er Tröster
> zu dir gesandt hat? Meinst du nicht, daß er dazu seine Boten zu dir
> gesandt hat, damit er die Stadt erforsche und erkunde und zerstöre?
> 
> 10:4    Da nahm Hanun die Gesandten Davids und ließ ihnen den Bart halb
> abscheren und die Kleider halb abschneiden bis unter den Gürtel und
> ließ sie gehen.
> 
> 10:5    Als das David angesagt wurde, sandte er ihnen Boten entgegen; denn
> die Männer waren sehr geschändet. Und der König ließ ihnen sagen:
> Bleibt in Jericho, bis euer Bart gewachsen ist; dann kommt zurück.
> 
> 10:6    Als aber die Ammoniter sahen, daß sie sich bei David in Verruf
> gebracht hatten, sandten sie hin und warben an die Aramäer von
> Bet-Rehob und die Aramäer von Zoba, zwanzigtausend Mann Fußvolk, und
> von dem König von Maacha tausend Mann und von Tob zwölftausend Mann.
> 
> 10:7    Als das David hörte, sandte er Joab mit dem ganzen Heer der
> Kriegsleute.
> 
> 10:8    Und die Ammoniter zogen aus und stellten sich auf zum Kampf vor dem
> Eingang des Tores. Die Aramäer aber von Zoba, von Rehob, von Tob und
> von Maacha standen für sich auf freiem Feld.
> 
> 10:9    Als Joab nun sah, daß der Angriff gegen ihn gerichtet war von vorn
> und von hinten, wählte er aus der ganzen jungen Mannschaft in Israel
> einen Teil aus und stellte sich den Aramäern entgegen.
> 
> 10:10   Und das übrige Kriegsvolk tat er unter die Hand seines Bruders
> Abischai, daß er sie gegen die Ammoniter aufstelle,
> 
> 10:11   und sprach: Werden mir die Aramäer überlegen sein, so komm mir zu
> Hilfe; werden aber die Ammoniter dir überlegen sein, so will ich dir
> zu Hilfe kommen.
> 
> 10:12   Sei ganz getrost, damit wir die Stärkeren bleiben für unser Volk und
> die Städte unseres Gottes. Der HERR aber tue, was ihm gefällt.
> 
> 10:13   Und Joab rückte an mit dem Volk, das bei ihm war, um gegen die
> Aramäer zu kämpfen, und sie flohen vor ihm.
> 
> 10:14   Und als die Ammoniter sahen, daß die Aramäer flohen, flohen sie auch
> vor Abischai in die Stadt hinein. Da ließ Joab ab von den Ammonitern
> und kam nach Jerusalem.
> 
> 10:15   Und als die Aramäer sahen, daß sie von Israel geschlagen waren,
> sammelten sie sich.
> 
> 10:16   Und Hadad-Eser sandte hin und ließ die Aramäer jenseits des Stromes
> in den Kampf ziehen, und sie kamen nach Helam, und Schobach, der
> Feldhauptmann Hadad-Esers, an ihrer Spitze.
> 
> 10:17   Als das David angesagt wurde, sammelte er ganz Israel und zog über
> den Jordan und kam nach Helam. Und die Aramäer stellten sich gegen
> David auf, um mit ihm zu kämpfen.
> 
> 10:18   Aber die Aramäer flohen vor Israel, und David vernichtete von den
> Aramäern siebenhundert Wagen und vierzigtausend Mann; und Schobach,
> den Feldhauptmann, erschlug er, daß er dort starb.
> 
> 10:19   Als aber alle Könige, die unter Hadad-Eser waren, sahen, daß sie von
> Israel geschlagen waren, machten sie Frieden mit Israel und wurden
> ihm untertan. Und die Aramäer fürchteten sich, den Ammonitern
> hinfort zu helfen.
> 
>          Davids Ehebruch und Blutschuld
> 
> 11:1    Und als das Jahr um war, zur Zeit, da die Könige ins Feld zu ziehen
> pflegen, sandte David Joab und seine Männer mit ihm und ganz Israel,
> damit sie das Land der Ammoniter verheerten und Rabba belagerten.
> David aber blieb in Jerusalem.
> 1. Chr 20,1
> 
> 11:2    Und es begab sich, daß David um den Abend aufstand von seinem Lager
> und sich auf dem Dach des Königshauses erging; da sah er vom Dach
> aus eine Frau sich waschen; und die Frau war von sehr schöner
> Gestalt.
> Mt 5,28-29
> 
> 11:3    Und David sandte hin und ließ nach der Frau fragen, und man sagte:
> Das ist doch Batseba, die Tochter Eliams, die Frau Urias, des
> Hetiters.
> Kap 23,39
> 
> 11:4    Und David sandte Boten hin und ließ sie holen. Und als sie zu ihm
> kam, wohnte er ihr bei; sie aber hatte sich gerade gereinigt von
> ihrer Unreinheit. Und sie kehrte in ihr Haus zurück.
> 2. Mose 20,14; 3. Mose 20,10; 5. Mose 22,22;  3. Mose 15,19
> 
> 11:5    Und die Frau ward schwanger und sandte hin und ließ David sagen: Ich
> bin schwanger geworden.
> 
> 11:6    David aber sandte zu Joab: Sende zu mir Uria, den Hetiter. Und Joab
> sandte Uria zu David.
> 
> 11:7    Und als Uria zu ihm kam, fragte David, ob es mit Joab und mit dem
> Heer und mit dem Krieg gut stünde.
> 
> 11:8    Und David sprach zu Uria: Geh hinab in dein Haus und wasch deine
> Füße. Und als Uria aus des Königs Haus hinausging, wurde ihm ein
> Geschenk des Königs nachgetragen.
> 
> 11:9    Aber Uria legte sich schlafen vor der Tür des Königshauses, wo alle
> Kriegsleute seines Herrn lagen, und ging nicht hinab in sein Haus.
> 
> 11:10   Als man aber David ansagte: Uria ist nicht hinab in sein Haus
> gegangen, sprach David zu ihm: Bist du nicht von weither gekommen?
> Warum bist du nicht hinab in dein Haus gegangen?
> 
> 11:11   Uria aber sprach zu David: Die Lade und Israel und Juda wohnen in
> Zelten, und Joab, mein Herr, und meines Herrn Kriegsleute liegen auf
> freiem Felde, und ich sollte in mein Haus gehen, um zu essen und zu
> trinken und bei meinem Weibe zu liegen? So wahr der HERR lebt und so
> wahr du lebst: ich tue so etwas nicht.
> 
> 11:12   David sprach zu Uria: Bleib heute hier, morgen will ich dich gehen
> lassen. So blieb Uria in Jerusalem an diesem Tage und auch am
> nächsten.
> 
> 11:13   Und David lud ihn ein, so daß er bei ihm aß und trank, und machte
> ihn betrunken. Aber am Abend ging er hinaus, um sich schlafen zu
> legen auf sein Lager bei den Männern seines Herrn, und ging nicht
> hinab in sein Haus.
> 
> 11:14   Am andern Morgen schrieb David einen Brief an Joab und sandte ihn
> durch Uria.
> 
> 11:15   Er schrieb aber in dem Brief: Stellt Uria vornehin, wo der Kampf am
> härtesten ist, und zieht euch hinter ihm zurück, daß er erschlagen
> werde und sterbe.
> 2. Mose 20,13
> 
> 11:16   Als nun Joab die Stadt belagerte, stellte er Uria dorthin, wo er
> wußte, daß streitbare Männer standen.
> 
> 11:17   Und als die Männer der Stadt einen Ausfall machten und mit Joab
> kämpften, fielen einige vom Volk, von den Männern Davids, und Uria,
> der Hetiter, starb auch.
> 
> 11:18   Da sandte Joab hin und ließ David alles sagen, was sich bei dem
> Kampf begeben hatte,
> 
> 11:19   und gebot dem Boten: Wenn du dem König alles bis zu Ende gesagt
> hast, was sich bei dem Kampf begeben hat,
> 
> 11:20   und siehst, daß der König zornig wird und zu dir spricht: Warum seid
> ihr so nahe an die Stadt herangerückt im Kampf? Wißt ihr nicht, daß
> von der Mauer geschossen wird?
> 
> 11:21   Wer erschlug Abimelech, den Sohn Jerubbaals? Warf nicht ein Weib
> einen Mühlstein auf ihn von der Mauer, so daß er in Tebez starb?
> Warum seid ihr so nahe an die Mauer herangerückt?, - so sollst du
> sagen: Auch dein Knecht Uria, der Hetiter, ist tot.
> Ri 9,53-54
> 
> 11:22   Der Bote ging hin und kam und sagte David alles, weswegen Joab ihn
> gesandt hatte.
> 
> 11:23   Und der Bote sprach zu David: Die Männer waren uns übermächtig und
> zogen heraus aufs Feld gegen uns; wir aber gingen gegen sie an bis
> an den Eingang des Tores.
> 
> 11:24   Und die Schützen schossen von der Mauer auf deine Knechte und
> töteten einige von den Männern des Königs, und auch Uria, dein
> Knecht, der Hetiter, ist tot.
> 
> 11:25   David sprach zum Boten: So sollst du Joab sagen: »Laß dir das nicht
> leid sein, denn das Schwert frißt bald diesen, bald jenen. Fahre
> fort mit dem Kampf gegen die Stadt und zerstöre sie.« So sollst du
> ihm Mut zusprechen.
> 
> 11:26   Und als Urias Frau hörte, daß ihr Mann Uria tot war, hielt sie die
> Totenklage um ihren Eheherrn.
> 
> 11:27   Sobald sie aber ausgetrauert hatte, sandte David hin und ließ sie in
> sein Haus holen, und sie wurde seine Frau und gebar ihm einen Sohn.
> Aber dem HERRN mißfiel die Tat, die David getan hatte.
> 
>          Nathans Strafrede. David bekennt seine Sünde und empfängt Vergebung
> 
> 12:1     Und der HERR sandte Nathan zu David. Als der zu ihm kam, sprach er
> zu ihm: Es waren zwei Männer in einer Stadt, der eine reich, der
> andere arm.
> (1-6) 2. Mose 20,17
> 
> 12:2    Der Reiche hatte sehr viele Schafe und Rinder;
> 
> 12:3    aber der Arme hatte nichts als ein einziges kleines Schäflein, das
> er gekauft hatte. Und er nährte es, daß es groß wurde bei ihm
> zugleich mit seinen Kindern. Es aß von seinem Bissen und trank aus
> seinem Becher und schlief in seinem Schoß, und er hielt's wie eine
> Tochter.
> 
> 12:4    Als aber zu dem reichen Mann ein Gast kam, brachte er's nicht über
> sich, von seinen Schafen und Rindern zu nehmen, um dem Gast etwas
> zuzurichten, der zu ihm gekommen war, sondern er nahm das Schaf des
> armen Mannes und richtete es dem Mann zu, der zu ihm gekommen war.
> 
> 12:5    Da geriet David in großen Zorn über den Mann und sprach zu Nathan:
> So wahr der HERR lebt: der Mann ist ein Kind des Todes, der das
> getan hat!
> 
> 12:6    Dazu soll er das Schaf vierfach bezahlen, weil er das getan und
> sein eigenes geschont hat.
> 2. Mose 21,37
> 
> 12:7    Da sprach Nathan zu David: Du bist der Mann! So spricht der HERR,
> der Gott Israels: Ich habe dich zum König gesalbt über Israel und
> habe dich errettet aus der Hand Sauls
> 1. Kön 20,40
> 
> 12:8    und habe dir deines Herrn Haus gegeben, dazu seine Frauen, und habe
> dir das Haus Israel und Juda gegeben; und ist das zu wenig, will ich
> noch dies und das dazutun.
> 
> 12:9    Warum hast du denn das Wort des HERRN verachtet, daß du getan hast,
> was ihm mißfiel? Uria, den Hetiter, hast du erschlagen mit dem
> Schwert, seine Frau hast du dir zur Frau genommen, ihn aber hast du
> umgebracht durchs Schwert der Ammoniter.
> Kap 11,1-27; 1. Kön 15,5
> 
> 12:10   Nun, so soll von deinem Hause das Schwert nimmermehr lassen, weil
> du mich verachtet und die Frau Urias, des Hetiters, genommen hast,
> daß sie deine Frau sei.
> Kap 13,28-29; 18,14; 1. Kön 2,24-25; 2. Kön 25,7
> 
> 12:11   So spricht der HERR: Siehe, ich will Unheil über dich kommen lassen
> aus deinem eigenen Hause und will deine Frauen nehmen vor deinen
> Augen und will sie deinem Nächsten geben, daß er bei ihnen liegen
> soll an der lichten Sonne.
> Kap 16,22; 20,3; Hiob 31,9-10
> 
> 12:12   Denn du hast's heimlich getan, ich aber will dies tun vor ganz
> Israel und im Licht der Sonne.
> 
> 12:13   Da sprach David zu Nathan: Ich habe gesündigt gegen den HERRN.
> Nathan sprach zu David: So hat auch der HERR deine Sünde
> weggenommen; du wirst nicht sterben.
> Kap 24,10; Ps 51,3;  Hes 18,21-23
> 
> 12:14   Aber weil du die Feinde des HERRN durch diese Sache zum Lästern
> gebracht hast, wird der Sohn, der dir geboren ist, des Todes
> sterben.
> Kap 11,27
> 
> 12:15   Und Nathan ging heim. Und der HERR schlug das Kind, das Urias Frau
> David geboren hatte, so daß es todkrank wurde.
> 
> 12:16   Und David suchte Gott um des Knäbleins willen und fastete, und wenn
> er heimkam, lag er über Nacht auf der Erde.
> 
> 12:17   Da traten herzu die Ältesten seines Hauses und wollten ihn
> aufrichten von der Erde; er aber wollte nicht und aß auch nicht mit
> ihnen.
> 
> 12:18   Am siebenten Tage aber starb das Kind. Und die Männer Davids
> fürchteten sich, ihm zu sagen, daß das Kind tot sei; denn sie
> dachten: Siehe, als das Kind noch am Leben war, redeten wir mit ihm,
> und er hörte nicht auf uns; wie könnten wir ihm nun sagen: Das Kind
> ist tot! Er könnte ein Unheil anrichten.
> 
> 12:19   Als aber David sah, daß seine Männer leise redeten, merkte er, daß
> das Kind tot sei, und sprach zu seinen Männern: Ist das Kind tot?
> Sie sprachen: Ja.
> 
> 12:20   Da stand David von der Erde auf und wusch sich und salbte sich und
> zog andere Kleider an und ging in das Haus des HERRN und betete an.
> Und als er wieder heimkam, ließ er sich Speise auftragen und aß.
> 
> 12:21   Da sprachen seine Männer zu ihm: Was soll das, was du tust? Als das
> Kind lebte, hast du gefastet und geweint; nun es aber gestorben ist,
> stehst du auf und issest?
> 
> 12:22   Er sprach: Als das Kind noch lebte, fastete ich und weinte; denn ich
> dachte: Wer weiß, ob mir der HERR nicht gnädig wird und das Kind am
> Leben bleibt.
> 
> 12:23   Nun es aber tot ist, was soll ich fasten? Kann ich es wieder
> zurückholen? Ich werde wohl zu ihm fahren; es kommt aber nicht
> wieder zu mir zurück.
> 
> 12:24   Und als David seine Frau Batseba getröstet hatte, ging er zu ihr
> hinein und wohnte ihr bei. Und sie gebar einen Sohn, den nannte er
> Salomo. Und der HERR liebte ihn.
> 
> 12:25   Und er tat ihn unter die Hand des Propheten Nathan; der nannte ihn
> Jedidja um des HERRN willen.
> d. h. »Geliebter des Herrn«.
> 
> Eroberung der Hauptstadt der Ammoniter
> 
> (vgl. 1. Chr 20,1-3)
> 12:26   So kämpfte nun Joab gegen Rabba, die Stadt der Ammoniter, und
> eroberte die Königsstadt
> Kap 11,1; Jer 49,2
> 
> 12:27   und sandte Boten zu David und ließ ihm sagen: Ich habe gekämpft
> gegen Rabba und schon die Wasserstadt eingenommen.
> 
> 12:28   So bring nun das übrige Kriegsvolk zusammen und belagere die Stadt
> und erobere sie, damit nicht ich sie erobere und mein Name über ihr
> ausgerufen werde.
> 
> 12:29   So brachte David das ganze Kriegsvolk zusammen und zog hin und
> kämpfte gegen Rabba und eroberte es
> 
> 12:30   und nahm seinem König die Krone vom Haupt; die war an Gewicht einen
> Zentner Gold schwer, und an ihr war ein Edelstein; und sie wurde
> David aufs Haupt gesetzt. Und er führte aus der Stadt viel Beute
> weg.
> 
> 12:31   Aber das Volk darin führte er heraus und stellte sie als
> Fronarbeiter an die Sägen, die eisernen Pickel und an die eisernen
> Äxte und ließ sie an den Ziegelöfen arbeiten. So tat er mit allen
> Städten der Ammoniter. Danach kehrten David und das ganze Kriegsvolk
> nach Jerusalem zurück.
> 
>          Amnons Schandtat an Absaloms Schwester
> 
> 13:1    Und es begab sich danach: Absalom, der Sohn Davids, hatte eine
> schöne Schwester, die Tamar hieß; und Amnon, der Sohn Davids, gewann
> sie lieb.
> Kap 3,2-3
> 
> 13:2    Und Amnon grämte sich, so daß er fast krank wurde, um seiner
> Schwester Tamar willen; denn sie war eine Jungfrau, und es schien
> Amnon unmöglich zu sein, ihr etwas anzutun.
> 
> 13:3    Amnon aber hatte einen Freund, der hieß Jonadab, ein Sohn von
> Davids Bruder Schamma, und dieser Jonadab war ein sehr erfahrener
> Mann.
> 1. Sam 17,13
> 
> 13:4    Der sprach zu ihm: Warum wirst du so mager von Tag zu Tag, du
> Königssohn? Willst du mir's nicht sagen? Da sprach Amnon zu ihm: Ich
> habe Tamar, die Schwester meines Bruders Absalom, liebgewonnen.
> 
> 13:5    Jonadab sprach zu ihm: Lege dich auf dein Bett und stelle dich
> krank. Wenn dann dein Vater kommt, dich zu besuchen, so sprich zu
> ihm: Laß doch meine Schwester Tamar kommen, damit sie mir
> Krankenkost gebe und vor meinen Augen das Essen bereite, daß ich
> zusehe und von ihrer Hand nehme und esse.
> 
> 13:6    So legte sich Amnon hin und stellte sich krank. Als nun der König
> kam, ihn zu besuchen, sprach Amnon zum König: Laß doch meine
> Schwester Tamar kommen, daß sie vor meinen Augen einen Kuchen oder
> zwei mache und ich von ihrer Hand nehme und esse.
> 
> 13:7    Da sandte David zu Tamar ins Haus und ließ ihr sagen: Geh hin ins
> Haus deines Bruders Amnon und mache ihm eine Krankenspeise.
> 
> 13:8    Tamar ging hin ins Haus ihres Bruders Amnon; er aber lag zu Bett.
> Und sie nahm den Teig und knetete ihn und bereitete ihn vor seinen
> Augen und backte die Kuchen.
> 
> 13:9    Und sie nahm die Pfanne und schüttete sie vor ihm aus; aber er
> weigerte sich zu essen. Und Amnon sprach: Laßt jedermann von mir
> hinausgehen. Und es ging jedermann von ihm hinaus.
> 
> 13:10   Da sprach Amnon zu Tamar: Bringe die Krankenspeise in die Kammer,
> damit ich von deiner Hand nehme und esse. Da nahm Tamar die Kuchen,
> die sie gemacht hatte, und brachte sie zu Amnon, ihrem Bruder, in
> die Kammer.
> 
> 13:11    Und als sie diese zu ihm brachte, damit er esse, ergriff er Tamar
> und sprach zu ihr: Komm, meine Schwester, lege dich zu mir!
> (11 und 12) 3. Mose 18,9
> 
> 13:12   Sie aber sprach zu ihm: Nicht doch, mein Bruder, schände mich nicht;
> denn so tut man nicht in Israel. Tu nicht solch eine Schandtat!
> 
> 13:13   Wo soll ich mit meiner Schande hin? Und du wirst in Israel sein wie
> ein Ruchloser. Rede aber mit dem König, der wird mich dir nicht
> versagen.
> 
> 13:14   Aber er wollte nicht auf sie hören und ergriff sie und überwältigte
> sie und wohnte ihr bei.
> 
> 13:15   Und Amnon wurde ihrer überdrüssig, so daß sein Widerwille größer war
> als vorher seine Liebe. Und Amnon sprach zu ihr: Auf, geh deiner
> Wege!
> 
> 13:16   Sie aber sprach zu ihm: Daß du mich von dir stößt, dies Unrecht ist
> größer als das andere, das du an mir getan hast. Aber er wollte
> nicht auf sie hören,
> 
> 13:17   sondern rief seinen Diener, der ihm aufwartete, und sprach: Treibe
> diese von mir hinaus und schließ die Tür hinter ihr zu!
> 
> 13:18   Und sie hatte ein Ärmelkleid an; denn solche Kleider trugen des
> Königs Töchter, solange sie Jungfrauen waren. Und als sein Diener
> sie hinausgetrieben und die Tür hinter ihr zugeschlossen hatte,
> 
> 13:19   warf Tamar Asche auf ihr Haupt und zerriß das Ärmelkleid, das sie
> anhatte, und legte ihre Hand auf das Haupt und ging laut schreiend
> davon.
> 
> 13:20   Und ihr Bruder Absalom sprach zu ihr: Ist dein Bruder Amnon bei dir
> gewesen? Nun, meine Schwester, schweig still; es ist dein Bruder,
> nimm dir die Sache nicht so zu Herzen. So blieb Tamar einsam im
> Hause ihres Bruders Absalom.
> 
> 13:21   Und als der König David dies alles hörte, wurde er sehr zornig. Aber
> er tat seinem Sohn Amnon nichts zuleide, denn er liebte ihn, weil er
> sein Erstgeborener war. Doch Absalom redete nicht mit Amnon, weder
> Böses noch Gutes.
> 
> 13:22   Denn Absalom haßte Amnon, weil er seine Schwester Tamar geschändet
> hatte.
> 
> Absaloms Rache an Amnon
> 
> 13:23   Nach zwei Jahren aber hatte Absalom Schafschur in Baal-Hazor, das
> bei Ephraim liegt. Und Absalom lud alle Söhne des Königs ein
> 
> 13:24   und kam zum König und sprach: Siehe, dein Knecht hat Schafschur; der
> König und seine Großen mögen mit seinem Knecht hingehen.
> 
> 13:25   Der König aber sprach zu Absalom: Nicht doch, mein Sohn, laß uns
> nicht alle gehen, damit wir dich nicht beschweren. Und obgleich er
> ihn nötigte, wollte er doch nicht hingehen, sondern entließ ihn mit
> seinem Segen.
> 
> 13:26   Absalom sprach: Soll dann nicht mein Bruder Amnon mit uns gehen? Der
> König sprach zu ihm: Warum soll er mit dir gehen?
> 
> 13:27   Da nötigte ihn Absalom, daß er Amnon und alle Söhne des Königs mit
> ihm gehen ließ. Und Absalom machte ein Mahl, wie wenn der König ein
> Mahl gibt.
> 
> 13:28   Absalom aber gebot seinen Leuten: Seht darauf, wenn Amnon guter
> Dinge wird vom Wein und ich zu euch spreche: Schlagt Amnon nieder!,
> so sollt ihr ihn töten. Fürchtet euch nicht, denn ich hab's euch
> geboten; seid nur getrost und geht tapfer dran!
> 3. Mose 20,17
> 
> 13:29   So taten die Leute Absaloms mit Amnon, wie ihnen Absalom geboten
> hatte. Da sprangen alle Söhne des Königs auf, und jeder setzte sich
> auf sein Maultier, und sie flohen.
> 
> 13:30   Und als sie noch auf dem Wege waren, kam das Gerücht vor David,
> Absalom habe alle Söhne des Königs erschlagen, daß nicht einer von
> ihnen übriggeblieben sei.
> 
> 13:31   Da stand der König auf und zerriß seine Kleider und legte sich auf
> die Erde, und alle seine Großen, die um ihn her standen, zerrissen
> ihre Kleider.
> 
> 13:32   Da hob Jonadab, der Sohn Schammas, des Bruders Davids, an und
> sprach: Mein Herr denke nicht, daß alle jungen Männer, die Söhne des
> Königs, tot sind; sondern Amnon allein wird tot sein. Denn das hatte
> Absalom im Sinn von dem Tage an, da jener seine Schwester Tamar
> geschändet hatte.
> 
> 13:33   So möge nun mein Herr, der König, nicht meinen, daß alle Söhne des
> Königs tot seien, sondern Amnon allein ist tot.
> 
> 13:34   Absalom aber floh. Und als der Knecht auf der Warte seine Augen
> aufhob und ausschaute, siehe, da war viel Volk auf dem Wege nach
> Horonajim, am Abhang.
> 
> 13:35   Da sprach Jonadab zum König: Siehe, die Söhne des Königs kommen; wie
> dein Knecht gesagt hat, so ist's ergangen.
> 
> 13:36   Und nachdem er das gesagt hatte, siehe, da kamen die Söhne des
> Königs und erhoben ihre Stimme und weinten. Der König und alle seine
> Großen weinten auch gar sehr.
> 
> 13:37   Absalom aber floh und ging zu Talmai, dem Sohn Ammihuds, dem König
> von Geschur. David aber trug Leid um seinen Sohn alle Tage.
> Kap 3,3;  Kap 14,23; Jos 13,11
> 
> Joab erwirbt Gnade für Absalom
> 
> 13:38   Als aber Absalom geflohen und nach Geschur gezogen war, blieb er
> dort drei Jahre.
> 
> 13:39   Und der König David hörte auf, Absalom zu grollen; denn er hatte
> sich getröstet über Amnon, daß er tot war.
> 
>  14:1    Joab aber, der Sohn der Zeruja, merkte, daß des Königs Herz an
> Absalom hing,
> 
> 14:2    und sandte hin nach Tekoa und ließ von dort eine kluge Frau holen
> und sprach zu ihr: Stelle dich wie eine Trauernde und zieh
> Trauerkleider an und salbe dich nicht mit Öl, sondern stelle dich
> wie ein Weib, das eine lange Zeit Leid getragen hat um einen Toten.
> 
> 14:3    Und du sollst zum König hineingehen und mit ihm reden so und so. Und
> Joab legte ihr die Worte in den Mund, die sie reden sollte.
> 
> 14:4    Und als die Frau aus Tekoa zum König kam, fiel sie auf ihr Antlitz
> zur Erde und huldigte ihm und sprach: Hilf mir, König!
> 
> 14:5    Der König sprach zu ihr: Was hast du? Sie sprach: Ach, ich bin eine
> Witwe, und mein Mann ist gestorben.
> 
> 14:6    Und deine Magd hatte zwei Söhne, die zankten miteinander auf dem
> Felde, und weil keiner da war, der zwischen ihnen schlichtete,
> schlug der eine seinen Bruder nieder und tötete ihn.
> 
> 14:7    Und siehe, nun steht die ganze Sippe auf gegen deine Magd, und sie
> sagen: Gib den her, der seinen Bruder erschlagen hat, damit wir ihn
> töten für das Leben seines Bruders, den er umgebracht hat; so wollen
> sie auch den Erben vertilgen und den Funken auslöschen, der mir noch
> übriggeblieben ist, so daß meinem Mann kein Name und kein Nachkomme
> bleibt auf Erden.
> 5. Mose 19,11-13
> 
> 14:8    Der König sprach zu der Frau: Geh heim, ich will die Sache für dich
> ordnen.
> 
> 14:9    Und die Frau aus Tekoa sprach zum König: Mein Herr und König, die
> Schuld wird man auf mich und meines Vaters Haus legen, den König
> aber und seinen Thron ohne Schuld sein lassen.
> 
> 14:10   Der König sprach: Wer gegen dich redet, den bringe zu mir; er soll
> dich nicht mehr antasten.
> 
> 14:11   Sie sprach: Der König möge doch den Namen des HERRN, seines Gottes,
> nennen, damit der Bluträcher nicht noch mehr Verderben anrichte und
> sie meinen Sohn nicht vertilgen. Er sprach: So wahr der HERR lebt:
> es soll kein Haar von deinem Sohn auf die Erde fallen.
> 4. Mose 35,19-21
> 
> 14:12   Und die Frau sprach: Laß deine Magd meinem Herrn und König etwas
> sagen. Er sprach: Sage an!
> 
> 14:13   Die Frau sprach: Warum bist du so gesinnt gegen Gottes Volk? Denn da
> der König nun ein solches Urteil gefällt hat, ist er wie ein
> Schuldiger, wenn er den nicht zurückholen läßt, den er verstoßen
> hat.
> 
> 14:14   Denn wir sterben des Todes und sind wie Wasser, das auf die Erde
> gegossen wird und das man nicht wieder sammeln kann; aber Gott will
> nicht das Leben wegnehmen, sondern er ist darauf bedacht, daß das
> Verstoßene nicht auch von ihm verstoßen werde.
> Hes 18,23
> 
> 14:15   So bin ich nun gekommen, mit meinem Herrn und König solches zu
> reden; denn das Volk macht mir angst. Deine Magd dachte: Ich will
> mit dem König reden; vielleicht wird er tun, was seine Magd sagt.
> 
> 14:16   Denn der König wird seine Magd erhören, daß er mich errette aus der
> Hand aller, die mich samt meinem Sohn vertilgen wollen vom Erbe
> Gottes.
> 
> 14:17   Und deine Magd dachte: Meines Herrn, des Königs, Wort soll mir ein
> Trost sein; denn mein Herr, der König, ist wie der Engel Gottes,
> daß er Gutes und Böses unterscheiden kann. Der HERR, dein Gott, möge
> mit dir sein!
> Kap 19,28; 1. Sam 29,9
> 
> 14:18   Der König antwortete und sprach zu der Frau: Verhehle mir nicht, was
> ich dich frage. Die Frau sprach: Mein Herr, der König, rede!
> 
> 14:19   Der König sprach: Ist nicht die Hand Joabs mit dir in alledem? Die
> Frau antwortete: So wahr du lebst, mein Herr und König: man kann
> nicht vorüber an dem, was mein Herr und König geredet hat, weder zur
> Rechten noch zur Linken. Ja, dein Knecht Joab hat mir's geboten, und
> er hat alle diese Worte deiner Magd in den Mund gelegt.
> 
> 14:20   Daß ich diese Sache so wenden sollte, das hat dein Knecht Joab
> gemacht. Aber mein Herr gleicht an Weisheit dem Engel Gottes, so
> daß er alles weiß, was auf Erden geschieht.
> Vers 17
> 
> 14:21   Da sprach der König zu Joab: Siehe, ich will es tun; so geh hin und
> bringe meinen Sohn Absalom zurück.
> 
> 14:22   Da fiel Joab auf sein Antlitz zur Erde, huldigte und dankte dem
> König und sprach: Heute erkennt dein Knecht, daß ich Gnade gefunden
> habe vor deinen Augen, mein Herr und König, da der König tut, was
> sein Knecht sagt.
> 
> 14:23   So machte sich Joab auf und zog nach Geschur und brachte Absalom
> nach Jerusalem.
> Kap 13,37
> 
> 14:24   Aber der König sprach: Laß ihn wieder in sein Haus gehen, doch mein
> Angesicht soll er nicht sehen. So kam Absalom wieder in sein Haus,
> doch des Königs Angesicht sah er nicht.
> 
> 14:25   Es war aber in ganz Israel kein Mann so schön wie Absalom, und er
> hatte dieses Lob vor allen; von der Fußsohle bis zum Scheitel war
> nicht ein Fehl an ihm.
> 
> 14:26   Und wenn man sein Haupt schor - das geschah alle Jahre, denn es war
> ihm zu schwer, so daß man es abscheren mußte -, so wog sein
> Haupthaar zweihundert Lot nach dem königlichen Gewicht.
> 
> 14:27   Und Absalom wurden drei Söhne geboren und eine Tochter, die hieß
> Tamar, und sie war ein schönes Mädchen.
> Kap 13,1
> 
> 14:28   Und Absalom wohnte zwei Jahre in Jerusalem, ohne des Königs
> Angesicht zu sehen.
> 
> 14:29   Und Absalom sandte zu Joab, um ihn zum König zu senden; aber Joab
> wollte nicht zu ihm kommen. Er aber sandte zum zweitenmal; aber er
> wollte immer noch nicht kommen.
> 
> 14:30   Da sprach er zu seinen Knechten: Seht das Stück Acker Joabs neben
> meinem; er hat Gerste darauf. So geht hin und steckt's in Brand. Da
> steckten die Knechte Absaloms das Stück in Brand.
> 
> 14:31   Da machte sich Joab auf und kam zu Absalom ins Haus und sprach zu
> ihm: Warum haben deine Knechte mein Feld in Brand gesteckt?
> 
> 14:32   Absalom sprach zu Joab: Siehe, ich sandte zu dir und ließ dir sagen:
> Komm her, damit ich dich zum König sende und fragen lasse: Warum bin
> ich von Geschur hierhergekommen? Es wäre mir besser, daß ich noch
> dort wäre. So laß mich nun das Angesicht des Königs sehen; liegt
> aber eine Schuld auf mir, so soll er mich töten.
> 
> 14:33   Und Joab ging hinein zum König und sagte es ihm an. Und er rief
> Absalom, daß er hinein zum König kam; und er fiel nieder vor dem
> König auf sein Antlitz zur Erde, und der König küßte Absalom.
> 
>          Absaloms Aufruhr
> 
> 15:1    Und es begab sich danach, daß Absalom sich einen Wagen anschaffte
> und Rosse und fünfzig Mann, die seine Leibwache waren.
> 1. Kön 1,5
> 
> 15:2    Auch machte sich Absalom des Morgens auf und trat an den Weg bei dem
> Tor. Und wenn jemand einen Rechtshandel hatte und deshalb zum König
> vor Gericht gehen wollte, rief ihn Absalom zu sich und sprach: Aus
> welcher Stadt bist du? Wenn der dann sprach: Dein Knecht ist aus dem
> und dem Stamm Israels,
> 
> 15:3    so sprach Absalom zu ihm: Siehe, deine Sache ist gut und recht; aber
> du hast keinen beim König, der dich hört.
> 
> 15:4    Und Absalom sprach: Oh, wer setzt mich zum Richter im Lande, daß
> jedermann zu mir käme, der eine Sache und Gerichtshandel hat, damit
> ich ihm zum Recht hülfe!
> 
> 15:5    Und wenn jemand ihm nahte und vor ihm niederfallen wollte, so
> streckte er seine Hand aus und ergriff ihn und küßte ihn.
> 
> 15:6    Auf diese Weise tat Absalom mit ganz Israel, wenn sie vor Gericht
> kamen zum König. So stahl Absalom das Herz der Männer Israels.
> 
> 15:7    Nach vier Jahren sprach Absalom zum König: Ich will hingehen und
> mein Gelübde in Hebron erfüllen, das ich dem HERRN gelobt habe.
> 
> 15:8    Denn dein Knecht hat ein Gelübde getan, als ich in Geschur in Aram
> wohnte, und gesprochen: Wenn mich der HERR nach Jerusalem
> zurückbringt, so will ich dem HERRN einen Gottesdienst halten.
> 1. Mose 28,20-21;  Kap 13,37-38
> 
> 15:9    Der König sprach zu ihm: Geh hin mit Frieden! Und er machte sich auf
> und ging nach Hebron.
> 
> 15:10   Absalom aber hatte heimlich Boten ausgesandt in alle Stämme Israels
> und sagen lassen: Wenn ihr den Schall der Posaune hört, so ruft:
> Absalom ist König geworden zu Hebron.
> 
> 15:11   Es gingen aber mit Absalom zweihundert Mann von Jerusalem, die
> geladen waren, und sie gingen ohne Argwohn und wußten nichts von der
> Sache.
> 
> 15:12   Als aber Absalom die Opfer darbrachte, sandte er auch zu Ahitofel,
> dem Giloniter, Davids Ratgeber, und ließ ihn holen aus seiner Stadt
> Gilo. Und die Verschwörung wurde stark, und es sammelte sich immer
> mehr Volk um Absalom.
> Kap 23,34;  Jos 15,51
> 
> David verläßt Jerusalem
> 
> 15:13   Da kam einer, der sagte es David an und sprach: Jedermanns Herz in
> Israel hat sich Absalom zugewandt.
> 
> 15:14   David aber sprach zu allen seinen Großen, die bei ihm in Jerusalem
> waren: Auf, laßt uns fliehen! Denn hier wird kein Entrinnen sein vor
> Absalom. Eilt, daß wir gehen, damit er uns nicht einholt und uns
> ergreift und Unheil über uns bringt und die Stadt schlägt mit der
> Schärfe des Schwerts.
> 
> 15:15   Da sprachen die Großen des Königs zu ihm: Ganz wie unser Herr und
> König will; siehe, wir sind deine Knechte.
> 
> 15:16   Und der König zog hinaus und sein ganzes Haus ihm nach. Der König
> aber ließ zehn Nebenfrauen zurück, um das Haus zu bewahren.
> 
> 15:17   Und als der König und alles Volk, das ihm nachfolgte, hinauskamen,
> blieben sie stehen beim letzten Hause.
> 
> 15:18   Und alle seine Großen blieben an seiner Seite; aber alle Kreter und
> Pleter, auch alle Gatiter, sechshundert Mann, die von Gat ihm
> nachgefolgt waren, zogen an dem König vorüber.
> Kap 8,18
> 
> 15:19   Und der König sprach zu Ittai, dem Gatiter: Warum gehst auch du
> mit uns? Kehre um und bleibe bei dem neuen König, denn du bist ein
> Ausländer und von deiner Heimat hierher gezogen.
> Kap 18,2;  1. Sam 27,2
> 
> 15:20   Gestern bist du gekommen, und heute sollte ich dich mit uns hin und
> her ziehen lassen? Denn ich muß gehen, wohin ich gehen kann. Kehre
> um und nimm deine Brüder mit dir; dir widerfahre Barmherzigkeit und
> Treue.
> 
> 15:21   Ittai antwortete dem König und sprach: So wahr der HERR lebt, und so
> wahr mein Herr und König lebt: wo immer mein Herr, der König, ist,
> es gerate zum Tod oder zum Leben, da wird dein Knecht auch sein.
> 
> 15:22   David sprach zu Ittai: So komm und zieh vorüber! Da zog Ittai, der
> Gatiter, vorüber, und alle seine Männer und der ganze Haufe von
> Frauen und Kindern, die bei ihm waren.
> 
> 15:23   Und das ganze Land weinte mit lauter Stimme, während das ganze
> Kriegsvolk vorüberzog. Und der König ging über den Bach Kidron, und
> das ganze Kriegsvolk zog weiter auf dem Wege, der zur Wüste geht.
> 
> 15:24   Und siehe, Zadok war auch da und alle Leviten, die bei ihm waren,
> und sie trugen die Lade des Bundes Gottes und stellten sie nieder.
> Und Abjatar brachte Opfer dar, bis das ganze Kriegsvolk aus der
> Stadt vorübergezogen war.
> 
> 15:25   Aber der König sprach zu Zadok: Bringe die Lade Gottes in die Stadt
> zurück. Werde ich Gnade finden vor dem HERRN, so wird er mich
> zurückbringen, daß ich sie und ihre Stätte wiedersehe.
> 
> 15:26   Spricht er aber: Ich habe kein Wohlgefallen an dir - siehe, hier bin
> ich. Er mach's mit mir, wie es ihm wohlgefällt.
> 
> 15:27   Und der König sprach zu dem Priester Zadok: Wohlan, du und Abjatar,
> kehrt zurück in die Stadt mit Frieden und mit euch eure beiden
> Söhne, Ahimaaz, dein Sohn, und Jonatan, der Sohn Abjatars!
> 1. Kön 1,42
> 
> 15:28   Siehe, ich will warten bei den Furten in der Wüste, bis von euch
> Botschaft zu mir kommt.
> 
> 15:29   So brachten Zadok und Abjatar die Lade Gottes zurück nach Jerusalem
> und blieben dort.
> 
> 15:30   David aber ging den Ölberg hinan und weinte, und sein Haupt war
> verhüllt, und er ging barfuß. Auch alle vom Volk, die bei ihm waren,
> hatten ihr Haupt verhüllt und gingen hinan und weinten.
> 
> 15:31   Und als David gesagt wurde, daß Ahitofel im Bund mit Absalom sei,
> sprach er: HERR, mache den Ratschlag Ahitofels zur Torheit!
> Kap 17,14
> 
> 15:32   Und als David auf die Höhe kam, wo man Gott anzubeten pflegte,
> siehe, da begegnete ihm Huschai, der Arkiter, mit zerrissenem Rock
> und Erde auf seinem Haupt.
> 1. Kön 3,2;  Jos 16,2
> 
> 15:33   Und David sprach zu ihm: Wenn du mit mir gehst, wirst du mir eine
> Last sein.
> 
> 15:34   Wenn du aber in die Stadt zurückkehrst und zu Absalom sprichst: Ich
> will dein Knecht sein, König; wie ich zuvor deines Vaters Knecht
> war, will ich nun dein Knecht sein -, so könntest du mir zugut den
> Ratschlag Ahitofels zunichte machen.
> Kap 17,7
> 
> 15:35   Auch sind die Priester Zadok und Abjatar mit dir. Alles, was du
> hörst aus des Königs Hause, sollst du den Priestern Zadok und
> Abjatar sagen.
> 
> 15:36   Siehe, es sind bei ihnen ihre beiden Söhne: Ahimaaz, Zadoks Sohn,
> und Jonatan, Abjatars Sohn. Durch die könnt ihr mir alles zukommen
> lassen, was ihr hören werdet.
> Kap 17,15-21
> 
> 15:37   So kam Huschai, der Freund Davids, in die Stadt. Und Absalom zog in
> Jerusalem ein.
> 1. Chr 27,33
> 
>          David auf der Flucht zum Jordan
> 
> 16:1    Und als David ein wenig über die Höhe hinabgegangen war, siehe, da
> begegnete ihm Ziba, der Knecht Mefi-Boschets, mit einem Paar
> gesattelter Esel; darauf waren zweihundert Brote und hundert
> Rosinenkuchen und hundert frische Früchte und ein Schlauch Wein.
> Kap 9,2
> 
> 16:2    Da sprach der König zu Ziba: Was willst du damit machen? Ziba
> sprach: Die Esel sollen für das Haus des Königs sein, um darauf zu
> reiten, und die Brote und die Früchte sind für die Leute zum Essen
> und der Wein zum Trinken, wenn sie müde werden in der Wüste.
> 
> 16:3     Der König sprach: Wo ist der Sohn deines Herrn? Ziba sprach zum
> König: Siehe, er blieb in Jerusalem; denn er denkt: Heute wird mir
> das Haus Israel meines Vaters Königtum zurückgeben.
> (3 und 4) Kap 19,25-31
> 
> 16:4    Der König sprach zu Ziba: Siehe, es soll dein sein alles, was
> Mefi-Boschet hat. Ziba sprach: Ich neige mich; laß mich auch ferner
> Gnade finden vor dir, mein Herr und König.
> 
> 16:5    Als aber der König David nach Bahurim kam, siehe, da kam ein Mann
> von dort heraus, vom Geschlecht des Hauses Saul, der hieß Schimi,
> der Sohn Geras; der kam heraus und fluchte
> 1. Kön 2,8-9;  2. Mose 22,27
> 
> 16:6    und warf mit Steinen nach David und allen Großen des Königs David,
> obwohl das ganze Kriegsvolk und alle seine Helden zu seiner Rechten
> und Linken waren.
> 
> 16:7    So aber rief Schimi, als er fluchte: Hinaus, hinaus, du Bluthund, du
> ruchloser Mann!
> 
> 16:8    Der HERR hat über dich gebracht alles Blut des Hauses Sauls, an
> dessen Statt du König geworden bist. Jetzt hat der HERR das Königtum
> gegeben in die Hand deines Sohnes Absalom; und siehe, nun steckst du
> in deinem Unglück, denn du bist ein Bluthund.
> 
> 16:9    Aber Abischai, der Sohn der Zeruja, sprach zu dem König: Sollte
> dieser tote Hund meinem Herrn, dem König, fluchen dürfen? Ich will
> hingehen und ihm den Kopf abhauen.
> 1. Sam 26,8
> 
> 16:10    Der König sprach: Ihr Söhne der Zeruja, was hab ich mit euch zu
> schaffen? Laßt ihn fluchen; denn der HERR hat ihm geboten: Fluche
> David! Wer darf dann sagen: Warum tust du das?
> (10-12) Kap 19,17-24
> 
> 16:11   Und David sprach zu Abischai und zu allen seinen Großen: Siehe, mein
> Sohn, der von meinem Leibe gekommen ist, trachtet mir nach dem
> Leben; warum nicht auch jetzt der Benjaminiter? Laßt ihn ruhig
> fluchen, denn der HERR hat's ihm geboten.
> 
> 16:12   Vielleicht wird der HERR mein Elend ansehen und mir mit Gutem
> vergelten sein heutiges Fluchen.
> 
> 16:13   So ging David mit seinen Leuten des Weges; aber Schimi ging am Hang
> des Berges entlang, ihm gegenüber, und fluchte und warf mit Steinen
> nach ihm und bewarf ihn mit Erdklumpen.
> 
> 16:14   Und der König kam mit allem Volk, das bei ihm war, müde an den
> Jordan und ruhte dort aus.
> 
> Die Ratschläge Huschais und Ahitofels
> 
> 16:15   Aber Absalom und alles Volk, die Männer Israels, kamen nach
> Jerusalem und Ahitofel mit ihm.
> 
> 16:16   Als aber Huschai, der Arkiter, Davids Freund, zu Absalom hineinkam,
> rief er Absalom zu: Es lebe der König! Es lebe der König!
> Kap 15,37
> 
> 16:17   Absalom aber sprach zu Huschai: Ist das deine Liebe zu deinem
> Freunde? Warum bist du nicht mit deinem Freunde gezogen?
> 
> 16:18   Huschai aber sprach zu Absalom: Nein! sondern wen der HERR erwählt
> und dies Volk und alle Männer in Israel, zu dem gehöre ich und bei
> dem will ich bleiben.
> 
> 16:19   Zum andern, wem diene ich? Ist es nicht sein Sohn, dem ich diene?
> Wie ich deinem Vater gedient habe, so will ich auch vor dir sein.
> 
> 16:20   Und Absalom sprach zu Ahitofel: Gebt euren Rat, was sollen wir tun?
> 
> 16:21   Ahitofel sprach zu Absalom: Geh ein zu den Nebenfrauen deines
> Vaters, die er zurückgelassen hat, um das Haus zu bewahren, so wird
> ganz Israel hören, daß du dich bei deinem Vater in Verruf gebracht
> hast; dann werden alle, die zu dir stehen, desto kühner werden.
> Kap 15,16
> 
> 16:22   Da machten sie Absalom ein Zelt auf dem Dach, und Absalom ging zu
> den Nebenfrauen seines Vaters vor den Augen ganz Israels.
> 3. Mose 18,8;  Kap 12,11
> 
> 16:23   Wenn damals Ahitofel einen Rat gab, dann war das, als wenn man Gott
> um etwas befragt hätte; so viel galten alle Ratschläge Ahitofels bei
> David und bei Absalom.
> 
>  17:1    Und Ahitofel sprach zu Absalom: Ich will zwölftausend Mann auswählen
> und mich aufmachen und David nachjagen in dieser Nacht
> 
> 17:2    und will ihn überfallen, solange er matt und verzagt ist. Wenn ich
> ihn dann erschrecke und das ganze Kriegsvolk, das bei ihm ist,
> flieht, will ich den König allein erschlagen
> 
> 17:3    und das ganze Kriegsvolk zu dir zurückbringen, wie die junge Frau zu
> ihrem Mann zurückkehrt. Du trachtest ja nur einem Mann nach dem
> Leben, aber das ganze Volk soll in Frieden bleiben.
> 
> 17:4    Die Rede gefiel Absalom gut und allen Ältesten in Israel.
> 
> 17:5    Aber Absalom sprach: Laßt doch auch Huschai, den Arkiter, rufen und
> hören, was er dazu sagt.
> Kap 16,16
> 
> 17:6    Und als Huschai hinein zu Absalom kam, sprach Absalom zu ihm: Das
> und das hat Ahitofel geredet; sage du, sollen wir's tun oder nicht?
> 
> 17:7    Da sprach Huschai zu Absalom: Es ist kein guter Rat, den Ahitofel
> diesmal gegeben hat.
> 
> 17:8    Und Huschai sprach weiter: Du kennst deinen Vater und seine Leute,
> daß sie stark sind und zornigen Gemüts wie eine Bärin auf dem Felde,
> der die Jungen geraubt sind. Dazu ist dein Vater ein Kriegsmann und
> wird seinen Leuten keine Nachtruhe gönnen.
> 
> 17:9    Siehe, er hat sich jetzt vielleicht verkrochen in irgendeiner
> Schlucht oder sonst einem Versteck. Wenn's dann geschähe, daß gleich
> zu Anfang einige unter ihnen fallen, und es käme das Gerücht auf:
> Das Heer, das Absalom nachfolgt, ist geschlagen worden,
> 
> 17:10   so würde jedermann verzagt werden, auch wenn er ein Krieger ist und
> ein Herz hat wie ein Löwe. Denn es weiß ganz Israel, daß dein Vater
> ein Held ist und seine Leute tapfere Krieger sind.
> 
> 17:11   Darum rate ich, daß du zu dir versammelst ganz Israel von Dan bis
> Beerscheba, soviel wie der Sand am Meer, und daß du selbst mit ihnen
> ziehst.
> 
> 17:12   So wollen wir ihn überfallen, wo wir ihn finden, und wollen über ihn
> kommen, wie der Tau auf die Erde fällt, daß wir von ihm und allen
> seinen Männern nicht einen einzigen übriglassen.
> 
> 17:13   Zieht er sich aber in eine Stadt zurück, so soll ganz Israel Stricke
> an die Stadt legen und sie ins Tal schleifen, so daß man nicht einen
> Stein mehr dort finde.
> 
> 17:14   Da sprachen Absalom und jedermann in Israel: Der Rat Huschais, des
> Arkiters, ist besser als Ahitofels Rat. So schickte es der HERR,
> daß der kluge Rat Ahitofels verhindert wurde, damit der HERR Unheil
> über Absalom brächte.
> Kap 15,31; 15,34
> 
> 17:15   Und Huschai sprach zu den Priestern Zadok und Abjatar: So und so hat
> Ahitofel Absalom und den Ältesten in Israel geraten, ich aber habe
> so und so geraten.
> 
> 17:16   So sendet nun eilends hin und laßt David sagen: Bleibe nicht über
> Nacht an den Furten der Wüste, sondern geh gleich hinüber, damit der
> König nicht vernichtet werde und das ganze Volk, das bei ihm ist.
> 
> 17:17    Jonatan aber und Ahimaaz standen bei der Quelle Rogel; und eine
> Magd ging von Zeit zu Zeit hin und brachte ihnen Nachricht, die sie
> dem König David weitersagten; denn sie durften sich in der Stadt
> nicht sehen lassen.
> Kap 15,36;  Jos 15,7-8
> 
> 17:18   Es sah sie aber ein Knabe und sagte es Absalom an. Da gingen die
> beiden eilends fort und kamen in das Haus eines Mannes in Bahurim;
> der hatte einen Brunnen in seinem Hofe. Dahinein stiegen sie.
> 
> 17:19   Und die Frau nahm eine Decke und breitete sie über das Brunnenloch
> und schüttete Körner darüber, so daß man nichts merkte.
> 
> 17:20   Als nun die Leute Absaloms zu der Frau ins Haus kamen, sprachen sie:
> Wo sind Ahimaaz und Jonatan? Sie sprach zu ihnen: Sie gingen weiter
> zum Wasser. Und als die Leute Absaloms sie suchten und nicht fanden,
> kehrten sie nach Jerusalem zurück.
> 
> 17:21   Und als sie weg waren, stiegen jene aus dem Brunnen und gingen hin
> und sagten's dem König David an und sprachen zu David: Macht euch
> auf und geht eilends über den Fluß, denn Ahitofel hat gegen euch den
> und den Rat gegeben.
> 
> 17:22   Da machte sich David auf und das ganze Volk, das bei ihm war, und
> sie gingen über den Jordan, und als es lichter Morgen wurde, fehlte
> nicht ein einziger, der nicht über den Jordan gegangen war.
> 
> 17:23   Als aber Ahitofel sah, daß sein Rat nicht ausgeführt wurde, sattelte
> er seinen Esel, machte sich auf und zog heim in seine Stadt und
> bestellte sein Haus und erhängte sich und starb und wurde begraben
> in seines Vaters Grab.
> 1. Sam 31,4; 1. Kön 16,18; Mt 27,5
> 
> David in Mahanajim
> 
> 17:24   Und David kam nach Mahanajim. Aber Absalom zog über den Jordan und
> alle Männer Israels mit ihm.
> Kap 2,8
> 
> 17:25   Und Absalom hatte Amasa an Joabs Statt über das Heer gesetzt. Amasa
> aber war der Sohn eines Mannes mit Namen Jeter, eines Israeliters,
> der zu Abigal, der Tochter des Nahasch, eingegangen war; diese war
> eine Schwester der Zeruja, Joabs Mutter.
> Kap 19,14;  1. Chr 2,16-17
> 
> 17:26   Israel aber und Absalom lagerten sich in Gilead.
> 
> 17:27   Als David nach Mahanajim gekommen war, da brachten Schobi, der Sohn
> des Nahasch von Rabba, der Stadt der Ammoniter, und Machir, der
> Sohn Ammiëls von Lo-Dabar, und Barsillai, ein Gileaditer von
> Roglim,
> 1. Chr 19,1;  Kap 9,4;  1. Kön 2,7
> 
> 17:28   Betten, Becken, irdene Gefäße, Weizen, Gerste, Mehl, geröstete
> Körner, Bohnen, Linsen,
> 
> 17:29   Honig, Butter, Kuh- und Schafkäse, um David und das Volk, das bei
> ihm war, zu stärken. Denn sie dachten: Das Volk wird hungrig, müde
> und durstig geworden sein in der Wüste.
> 
>          Absaloms Ende
> 
> 18:1    Und David ordnete das Kriegsvolk, das bei ihm war, und setzte über
> sie Hauptleute über tausend und über hundert
> 
> 18:2    und stellte ein Drittel des Volks unter Joab und ein Drittel unter
> Abischai, den Sohn der Zeruja, Joabs Bruder, und ein Drittel unter
> Ittai, den Gatiter. Und der König sprach zum Kriegsvolk: Ich will
> auch mit euch ausziehen.
> Kap 15,19
> 
> 18:3    Aber das Kriegsvolk sprach: Du sollst nicht ausziehen, denn wenn wir
> fliehen oder die Hälfte von uns stirbt, so werden sie unser nicht
> achten; aber du bist wie zehntausend von uns. So ist's nun besser,
> daß du uns von der Stadt aus helfen kannst.
> 
> 18:4    Der König sprach zu ihnen: Was euch gefällt, das will ich tun. Und
> der König trat ans Tor, und das ganze Kriegsvolk zog aus zu hundert
> und zu tausend.
> 
> 18:5    Und der König gebot Joab und Abischai und Ittai und sprach:
> Verfahrt mir schonend mit meinem Sohn Absalom! Und das ganze
> Kriegsvolk hörte es, als der König allen Hauptleuten Absaloms wegen
> diesen Befehl gab.
> Vers 12
> 
> 18:6    Und als das Heer hinauskam aufs Feld Israel entgegen, kam es zum
> Kampf im Walde Ephraim.
> 
> 18:7    Und das Heer Israels wurde dort geschlagen von den Männern Davids,
> so daß an diesem Tag eine große Schlacht geschah - zwanzigtausend
> Mann.
> 
> 18:8    Und der Kampf breitete sich dort aus über die ganze Gegend, und der
> Wald fraß an diesem Tage viel mehr Volk, als das Schwert fraß.
> 
> 18:9    Und Absalom begegnete den Männern Davids und ritt auf einem
> Maultier. Und als das Maultier unter eine große Eiche mit dichten
> Zweigen kam, blieb sein Haupt an der Eiche hängen, und er schwebte
> zwischen Himmel und Erde; denn sein Maultier lief unter ihm weg.
> 
> 18:10   Als das ein Mann sah, tat er's Joab kund und sprach: Siehe, ich sah
> Absalom an einer Eiche hängen.
> 
> 18:11   Und Joab sprach zu dem Mann, der's ihm kundgetan hatte: Wenn du das
> gesehen hast, warum schlugst du ihn nicht gleich zu Boden? So hätte
> ich dir zehn Silberstücke und einen Gürtel gegeben.
> 
> 18:12   Der Mann sprach zu Joab: Wenn du mir tausend Silberstücke in meine
> Hand gewogen hättest, so hätte ich dennoch meine Hand nicht an des
> Königs Sohn gelegt; denn der König gebot dir und Abischai und Ittai
> vor unsern Ohren: Gebt ja acht auf meinen Sohn Absalom!
> Vers 5
> 
> 18:13   Oder wenn ich etwas Falsches getan hätte unter Lebensgefahr, würdest
> du selbst dich gegen mich stellen, weil dem König ja nichts
> verborgen bleibt.
> 
> 18:14   Joab sprach: Ich kann nicht so lange bei dir verweilen. Da nahm Joab
> drei Stäbe in seine Hand und stieß sie Absalom ins Herz, als er noch
> lebend an der Eiche hing.
> 
> 18:15   Und zehn Knappen, Joabs Waffenträger, umringten ihn und schlugen ihn
> tot.
> 
> 18:16   Da ließ Joab die Posaune blasen, und das Volk jagte Israel nicht
> weiter nach; denn Joab gebot dem Volk Halt.
> 
> 18:17   Und sie nahmen Absalom und warfen ihn im Wald in eine große Grube
> und legten einen sehr großen Haufen Steine auf ihn. Und ganz Israel
> floh, ein jeder in sein Zelt.
> Jos 8,29
> 
> 18:18   Absalom aber hatte sich eine Säule aufgerichtet, als er noch lebte;
> die steht im Königsgrund. Denn er sprach: Ich habe keinen Sohn, der
> meinen Namen lebendig erhält. Und er nannte die Säule nach seinem
> Namen, und sie heißt auch bis auf diesen Tag »Absaloms Mal«.
> Kap 14,27
> 
> Davids Trauer um Absalom
> 
> 18:19    Ahimaaz, der Sohn Zadoks, sprach: Laß mich doch laufen und dem
> König die gute Botschaft bringen, daß der HERR ihm Recht verschafft
> hat gegen seine Feinde.
> Kap 15,36; 17,17
> 
> 18:20   Joab aber sprach zu ihm: Du bist heute nicht der Mann für eine gute
> Botschaft. An einem andern Tag darfst du eine Botschaft bringen,
> aber heute nicht; denn des Königs Sohn ist tot.
> 
> 18:21   Und Joab befahl dem Mohren: Geh hin und sage dem König an, was du
> gesehen hast. Und der Mohr neigte sich vor Joab und lief hin.
> 
> 18:22   Ahimaaz aber, der Sohn Zadoks, sprach abermals zu Joab: Komme, was
> da will, ich möchte auch laufen, dem Mohren nach. Joab sprach: Was
> willst du laufen, mein Sohn? Du hast keine gute Botschaft zu
> bringen.
> 
> 18:23   Ahimaaz sprach: Komme, was da will, ich laufe. Er sprach zu ihm: So
> lauf! Da lief Ahimaaz auf dem Weg durchs Jordantal und kam dem
> Mohren zuvor.
> 
> 18:24   David aber saß zwischen den beiden Toren. Und der Wächter ging aufs
> Dach des Tores an der Mauer und hob seine Augen auf und sah einen
> Mann laufen allein
> 
> 18:25   und rief und sagte es dem König an. Der König aber sprach: Ist er
> allein, so ist eine gute Botschaft in seinem Munde. Und als der Mann
> immer näher kam,
> 
> 18:26   sah der Wächter einen zweiten Mann laufen und rief in das Tor:
> Siehe, da kommt noch ein Mann allein. Der König aber sprach: Der ist
> auch ein guter Bote.
> 
> 18:27   Der Wächter sprach: Ich sehe den ersten laufen, wie Ahimaaz, der
> Sohn Zadoks, läuft. Und der König sprach: Es ist ein guter Mann und
> bringt eine gute Botschaft.
> 
> 18:28   Ahimaaz aber rief und sprach zum König: Friede! Und er fiel nieder
> vor dem König auf sein Antlitz zur Erde und sprach: Gelobt sei der
> HERR, dein Gott, der die Leute dahingegeben hat, die ihre Hand gegen
> meinen Herrn, den König, erhoben haben.
> 
> 18:29   Der König aber sprach: Geht es auch meinem Sohn Absalom gut? Ahimaaz
> sprach: Ich sah ein großes Getümmel, als Joab des Königs Knecht und
> mich, deinen Knecht, sandte, aber ich weiß nicht, was es war.
> 
> 18:30   Der König sprach: Tritt zur Seite und stell dich dahin. Und er trat
> zur Seite und blieb stehen.
> 
> 18:31   Siehe, da kam der Mohr und sprach: Hier gute Botschaft, mein Herr
> und König! Der HERR hat dir heute Recht verschafft gegen alle, die
> sich gegen dich auflehnten.
> 
> 18:32   Der König aber sprach zu dem Mohren: Geht es meinem Sohn Absalom
> auch gut? Der Mohr sprach: Es müsse den Feinden meines Herrn, des
> Königs, ergehen, wie es dem jungen Mann ergangen ist, und auch
> allen, die sich böswillig gegen dich auflehnen.
> 
>  19:1    Da erbebte der König und ging hinauf in das Obergemach des Tores
> und weinte, und im Gehen rief er: Mein Sohn Absalom! Mein Sohn, mein
> Sohn Absalom! Wollte Gott, ich wäre für dich gestorben! O Absalom,
> mein Sohn, mein Sohn!
> Abweichende Verszählung statt 19,1-44: 18,33 - 19,43.
> 
> 19:2    Und es wurde Joab angesagt: Siehe, der König weint und trägt Leid um
> Absalom.
> 
> 19:3    So wurde aus dem Sieg an diesem Tag eine Trauer unter dem ganzen
> Kriegsvolk; denn das Volk hatte an diesem Tage gehört, daß sich der
> König um seinen Sohn gräme.
> 
> 19:4    Und das Kriegsvolk stahl sich weg an diesem Tage in die Stadt, wie
> sich Kriegsvolk wegstiehlt, das sich schämen muß, weil es im Kampf
> geflohen ist.
> 
> 19:5    Der König aber hatte sein Angesicht verhüllt und schrie laut: Ach,
> mein Sohn Absalom! Absalom, mein Sohn, mein Sohn!
> 
> 19:6    Joab aber kam zum König ins Haus und sprach: Du hast heute schamrot
> gemacht alle deine Knechte, die dir heute das Leben gerettet haben
> und deinen Söhnen, deinen Töchtern, deinen Frauen und Nebenfrauen,
> 
> 19:7    weil du liebhast, die dich hassen, und hassest, die dich liebhaben.
> Denn du läßt heute merken, daß dir nichts gelegen ist an den
> Obersten und Kriegsleuten. Ja, ich merke heute wohl: wenn nur
> Absalom lebte und wir heute alle tot wären, das wäre dir recht.
> 
> 19:8    So mache dich nun auf und komm heraus und rede mit deinen Knechten
> freundlich. Denn ich schwöre dir bei dem HERRN: Wirst du nicht
> herauskommen, so wird kein Mann bei dir bleiben diese Nacht. Das
> wird für dich ärger sein als alles Übel, das über dich gekommen ist
> von deiner Jugend auf bis hierher.
> 
> 19:9    Da stand der König auf und setzte sich ins Tor. Und man sagte es
> allem Kriegsvolk: Siehe, der König sitzt im Tor. Da kam alles Volk
> vor den König.
> Davids Rückkehr nach Jerusalem
> 
> Als Israel geflohen war, ein jeder in sein Zelt,
> 
> 19:10   stritt sich alles Volk in allen Stämmen Israels, und sie sprachen:
> Der König hat uns errettet aus der Hand unserer Feinde und uns
> erlöst aus der Hand der Philister und hat jetzt aus dem Lande
> fliehen müssen vor Absalom.
> 
> 19:11   Aber Absalom, den wir über uns gesalbt hatten, ist gefallen im
> Kampf. Warum seid ihr nun so still und holt den König nicht wieder
> zurück?
> 
> 19:12   Es kam aber die Rede ganz Israels vor den König. Und der König
> sandte zu den Priestern Zadok und Abjatar und ließ ihnen sagen:
> Redet mit den Ältesten in Juda und sprecht: Warum wollt ihr die
> Letzten sein, den König zurückzuholen in sein Haus?
> 
> 19:13   Ihr seid meine Brüder, von meinem Gebein und Fleisch; warum wollt
> ihr denn die Letzten sein, den König zurückzuholen?
> Kap 5,1
> 
> 19:14   Und zu Amasa sprecht: Bist du nicht von meinem Gebein und Fleisch?
> Gott tue mir dies und das, wenn du nicht Feldhauptmann sein sollst
> vor mir dein Leben lang an Joabs Statt.
> Kap 17,25
> 
> 19:15   Und er wandte das Herz aller Männer Judas wie eines Mannes Herz, und
> sie sandten hin zum König: Komm zurück, du und alle deine Leute!
> 
> 19:16   So kam der König zurück. Und als er an den Jordan kam, waren die
> Männer Judas nach Gilgal gekommen, um dem König entgegenzuziehen und
> den König über den Jordan zu führen.
> 
> 19:17   Und Schimi, der Sohn Geras, der Benjaminiter, der in Bahurim
> wohnte, zog eilends mit den Männern von Juda hinab dem König David
> entgegen
> Kap 16,5-14; 1. Kön 2,8
> 
> 19:18   und mit ihm tausend Mann von Benjamin, dazu auch Ziba, der Knecht
> des Hauses Saul, mit seinen fünfzehn Söhnen und zwanzig Knechten,
> und sie gingen durch den Jordan, bevor der König kam,
> Kap 9,2; 9,10; 16,1-4
> 
> 19:19   und machten eine Furt durch den Jordan, damit sie das Haus des
> Königs hinüberführten und täten, was ihm gefiele. Schimi aber, der
> Sohn Geras, fiel vor dem König nieder, als dieser über den Jordan
> gehen wollte,
> 
> 19:20   und sprach zum König: Mein Herr rechne es mir nicht als Schuld an
> und denke nicht mehr daran, daß dein Knecht sich an dir vergangen
> hat an dem Tage, da mein Herr, der König, aus Jerusalem ging, und
> der König nehme es nicht zu Herzen.
> 
> 19:21   Denn dein Knecht erkennt, daß ich gesündigt habe. Und siehe, ich bin
> heute als erster vom ganzen Hause Josef gekommen, daß ich meinem
> Herrn, dem König, entgegenzöge.
> 
> 19:22   Aber Abischai, der Sohn der Zeruja, hob an und sprach: Sollte Schimi
> nicht sterben, da er doch dem Gesalbten des HERRN geflucht hat?
> 
> 19:23   David aber sprach: Was hab ich mit euch zu schaffen, ihr Söhne der
> Zeruja, daß ihr mir heute zum Satan werden wollt? Sollte heute
> jemand sterben in Israel? Meinst du, ich wisse nicht, daß ich heute
> wieder König über Israel geworden bin?
> Kap 16,10
> 
> 19:24   Und der König sprach zu Schimi: Du sollst nicht sterben. Und der
> König schwor es ihm.
> 1. Kön 2,8-9
> 
> 19:25   Mefi-Boschet, der Enkel Sauls, kam auch herab, dem König entgegen.
> Und er hatte seine Füße und seinen Bart nicht gereinigt und seine
> Kleider nicht gewaschen von dem Tage an, da der König weggegangen
> war, bis zu dem Tag, da er wohlbehalten zurückkäme.
> Kap 9,6
> 
> 19:26   Als er nun von Jerusalem kam, dem König zu begegnen, sprach der
> König zu ihm: Warum bist du nicht mit mir gezogen, Mefi-Boschet?
> 
> 19:27   Und er sprach: Mein Herr und König, mein Knecht hat mich betrogen.
> Dein Knecht dachte: Ich will einen Esel satteln und darauf reiten
> und zum König ziehen, denn dein Knecht ist lahm.
> 
> 19:28   Dazu hat er deinen Knecht verleumdet vor meinem Herrn, dem König.
> Aber mein Herr, der König, ist wie der Engel Gottes; tu, was dir
> wohlgefällt.
> Kap 16,3;  Kap 14,17
> 
> 19:29   Meines Vaters ganzes Haus hätte ja den Tod erleiden müssen von
> meinem Herrn, dem König; du aber hast deinen Knecht gesetzt unter
> die, die an deinem Tisch essen. Was hab ich weiter für Recht oder
> Anspruch, zum König um Hilfe zu schreien?
> Kap 9,7
> 
> 19:30   Der König sprach zu ihm: Was redest du noch weiter? Nun bestimme
> ich: Du und Ziba, teilt den Besitz miteinander.
> Kap 9,9-10; 16,3-4
> 
> 19:31   Mefi-Boschet sprach zum König: Er nehme ihn auch ganz, nachdem mein
> Herr und König wohlbehalten heimgekommen ist.
> 
> 19:32    Und Barsillai, der Gileaditer, kam herab von Roglim und zog mit dem
> König an den Jordan, um ihn über den Jordan zu geleiten.
> (32 und 33) Kap 17,27; 1. Kön 2,7
> 
> 19:33   Und Barsillai war sehr alt, wohl achtzig Jahre. Er hatte den König
> versorgt, als er in Mahanajim war; denn er war ein Mann von großem
> Vermögen.
> 
> 19:34   Und der König sprach zu Barsillai: Du sollst mit mir ziehen, ich
> will dich versorgen bei mir in Jerusalem.
> 
> 19:35   Aber Barsillai sprach zum König: Was ist's noch, das ich zu leben
> habe, daß ich mit dem König hinaufziehen sollte nach Jerusalem?
> 
> 19:36   Ich bin heute achtzig Jahre alt. Wie kann ich noch unterscheiden,
> was gut und schlecht ist, oder schmecken, was ich esse und trinke,
> oder hören, was die Sänger und Sängerinnen singen? Warum sollte dein
> Knecht meinen Herrn, den König, noch beschweren?
> 
> 19:37   Dein Knecht wird ein kleines Stück mit dem König über den Jordan
> gehen. Warum will mir der König so reichlich vergelten?
> 
> 19:38   Laß deinen Knecht umkehren, daß ich sterbe in meiner Stadt bei
> meines Vaters und meiner Mutter Grab. Siehe, da ist dein Knecht
> Kimham, den laß mit meinem Herrn, dem König, ziehen und tu ihm, was
> dir wohlgefällt.
> Jer 41,17
> 
> 19:39   Der König sprach: Kimham soll mit mir ziehen, und ich will ihm tun,
> was dir wohlgefällt; auch alles, was du von mir begehrst, will ich
> dir tun.
> 
> 19:40   Und als das ganze Volk über den Jordan gegangen war und der König
> auch, küßte der König den Barsillai und segnete ihn. Und er kehrte
> zurück in seine Heimat.
> 
> 19:41   Und der König zog weiter nach Gilgal, und Kimham zog mit ihm. Und
> das ganze Volk von Juda hatte den König hinübergeführt und auch die
> Hälfte des Volks von Israel.
> 
> Streit zwischen Juda und Israel um den König
> 
> 19:42   Und siehe, da kamen alle Männer von Israel zum König und sprachen zu
> ihm: Warum haben dich unsere Brüder, die Männer von Juda, gestohlen
> und haben den König und sein Haus über den Jordan gebracht und alle
> Männer Davids mit ihm?
> 
> 19:43   Da antworteten alle Männer von Juda denen von Israel: Der König
> steht uns doch näher; warum zürnt ihr darüber? Meint ihr, daß wir
> etwa ein Stück vom König aufgegessen oder ihn für uns weggeschleppt
> hätten?
> Vers 12-13
> 
> 19:44   Aber es antworteten die von Israel denen von Juda: Wir haben
> zehnfachen Anteil am König und sind auch die Erstgeborenen vor euch.
> Warum habt ihr uns denn so geringgeachtet? Und haben wir nicht
> zuerst davon geredet, uns unsern König zurückzuholen? Aber die von
> Juda redeten noch heftiger als die von Israel.
> Vers 10-11
> 
>          Schebas Aufstand
> 
> 20:1    Es traf sich aber, daß dort ein ruchloser Mann war, der hieß Scheba,
> ein Sohn Bichris, ein Benjaminiter. Der blies die Posaune und
> sprach: Wir haben kein Teil an David noch Erbe am Sohn Isais. Ein
> jeder gehe in sein Zelt, Israel!
> 1. Kön 12,16
> 
> 20:2    Da fiel jedermann in Israel von David ab, und sie folgten Scheba,
> dem Sohn Bichris. Aber die Männer von Juda hingen ihrem König an und
> geleiteten ihn vom Jordan bis Jerusalem.
> 
> 20:3    Als aber der König David heimkam nach Jerusalem, nahm er die zehn
> Nebenfrauen, die er zurückgelassen hatte, um das Haus zu bewahren,
> und tat sie in ein besonderes Haus und versorgte sie; aber er ging
> nicht ein zu ihnen. Und so waren sie eingeschlossen bis an ihren Tod
> und lebten wie Witwen.
> Kap 16,21
> 
> 20:4    Und der König sprach zu Amasa: Ruf mir alle Männer von Juda auf den
> dritten Tag zusammen, und du sollst dann auch hier stehen.
> 
> 20:5    Und Amasa ging hin, um Juda zusammenzurufen; aber er blieb über die
> Zeit hinaus, die ihm bestimmt war.
> 
> 20:6    Da sprach David zu Abischai: Nun wird uns Scheba, der Sohn Bichris,
> mehr Schaden tun als Absalom. Nimm du die Männer deines Herrn und
> jage ihm nach, damit er nicht etwa für sich feste Städte gewinne und
> entreiße sie vor unsern Augen.
> 
> 20:7    Da zogen die Männer Joabs aus und folgten Abischai, dazu die Kreter
> und Pleter und alle Helden. Sie zogen aber aus von Jerusalem, um
> Scheba, dem Sohn Bichris, nachzujagen.
> Kap 8,18
> 
> 20:8    Als sie aber bei dem großen Stein bei Gibeon waren, war Amasa vor
> ihnen angekommen. Joab aber trug einen Waffenrock und darüber einen
> Gürtel mit einem Dolch; der war befestigt an seiner Hüfte in der
> Scheide, und wenn diese heraustrat, entfiel ihr der Dolch.
> 
> 20:9    Und Joab sprach zu Amasa: Friede mit dir, mein Bruder! Und Joab
> faßte mit seiner rechten Hand Amasa bei dem Bart, um ihn zu küssen.
> Mt 26,48-50
> 
> 20:10   Und Amasa hatte nicht acht auf den Dolch in der linken Hand Joabs.
> Der stach ihn damit in den Bauch, so daß seine Eingeweide auf die
> Erde fielen, und gab ihm keinen Stich mehr, und er starb. Joab aber
> und sein Bruder Abischai jagten Scheba, dem Sohn Bichris, nach.
> 1. Kön 2,5
> 
> 20:11   Und es trat ein Mann von den Leuten Joabs neben ihn und rief: Wer's
> mit Joab hält und für David ist, der folge Joab nach!
> 
> 20:12   Amasa aber lag in seinem Blut mitten auf der Straße. Als aber der
> Mann sah, daß alles Volk da stehenblieb, wälzte er Amasa von der
> Straße auf den Acker und warf Kleider auf ihn, weil er sah, daß
> jeder stehenblieb, der an ihm vorbeikam.
> 
> 20:13   Als er nun von der Straße weggeschafft war, folgte jedermann Joab
> nach, um Scheba, dem Sohn Bichris, nachzujagen.
> 
> 20:14   Und der zog durch alle Stämme Israels bis Abel-Bet-Maacha, und es
> versammelten sich alle Bichriter und folgten ihm nach.
> 
> 20:15   Aber die Leute Joabs kamen und belagerten ihn in Abel-Bet-Maacha und
> schütteten einen Wall gegen die Stadt auf, daß er bis an die
> Vormauer reichte, und stürmten und wollten die Mauer niederwerfen.
> 
> 20:16   Da rief eine kluge Frau aus der Stadt: Hört her! Hört her! Sprecht
> zu Joab: Komm hierher, ich will mit dir reden.
> 
> 20:17   Und als er zu ihr kam, sprach die Frau: Bist du Joab? Er sprach: Ja.
> Sie sprach zu ihm: Höre die Rede deiner Magd. Er sprach: Ich höre.
> 
> 20:18   Sie sprach: Vorzeiten sagte man: Man frage doch nach in Abel und in
> Dan, so geht es gut aus;
> 
> 20:19   ich bin eine von den friedsamen und treuen Städten in Israel, und du
> willst eine Stadt und Mutter in Israel zugrunde richten? Warum
> willst du das Erbteil des HERRN verderben?
> 5. Mose 32,9
> 
> 20:20   Joab antwortete: Das sei ferne, das sei ferne von mir, daß ich
> verderben und vernichten will! So steht es nicht!
> 
> 20:21   Sondern ein Mann vom Gebirge Ephraim mit Namen Scheba, der Sohn
> Bichris, hat sich empört gegen den König David. Gebt ihn allein
> heraus, so will ich von der Stadt abziehen. Die Frau sprach zu Joab:
> Siehe, sein Kopf soll zu dir über die Mauer geworfen werden.
> 
> 20:22   Und die Frau beredete das ganze Volk mit ihrer Klugheit. Und sie
> hieben Scheba, dem Sohn Bichris, den Kopf ab und warfen ihn zu Joab
> hinaus. Da blies er die Posaune, und sie zogen ab von der Stadt und
> zerstreuten sich, ein jeder in sein Zelt. Joab aber kam zurück nach
> Jerusalem zum König.
> 
> Beamte in Davids Reich
> 
> 20:23    Joab aber war über das ganze Heer Israels gesetzt, Benaja, der
> Sohn Jojadas, über die Kreter und Pleter.
> (23-26) Kap 8,16-18; 1. Kön 4,4; 4,6
> 
> 20:24   Adoniram war über die Fronarbeiter gesetzt. Joschafat, der Sohn
> Ahiluds, war Kanzler.
> 
> 20:25   Schewa war Schreiber, Zadok und Abjatar waren Priester.
> 
> 20:26   Auch Ira, der Jaïriter, war Davids Priester.
> 
>          Die Vollendung des Gerichts am Hause Sauls
> 
> 21:1    Es war eine Hungersnot zu Davids Zeiten drei Jahre nacheinander. Und
> David suchte das Angesicht des HERRN, und der HERR sprach: Auf Saul
> und auf seinem Hause liegt eine Blutschuld, weil er die Gibeoniter
> getötet hat.
> 
> 21:2    Da ließ der König die Gibeoniter rufen und sprach mit ihnen. Die
> Gibeoniter aber gehörten nicht zu den Israeliten, sondern waren
> übriggeblieben von den Amoritern. Und die Israeliten hatten einen
> Bund mit ihnen geschlossen; jedoch suchte Saul sie auszurotten in
> seinem Eifer für Israel und Juda.
> Jos 9,3; 9,15; 9,19
> 
> 21:3    Da sprach David zu den Gibeonitern: Was soll ich für euch tun? Und
> womit soll ich Sühne schaffen, daß ihr das Erbteil des HERRN
> segnet?
> 5. Mose 32,9
> 
> 21:4    Die Gibeoniter sprachen zu ihm: Es ist uns nicht um Gold noch Silber
> zu tun bei Saul und seinem Hause, auch steht es uns nicht zu, jemand
> zu töten in Israel. Er sprach: Was wollt ihr dann, daß ich für euch
> tun soll?
> 
> 21:5    Sie sprachen zum König: Von dem Mann, der uns zunichte gemacht hat
> und der uns vertilgen wollte, daß uns nichts bleibe in allen Landen
> Israels -
> 
> 21:6    aus seinem Hause gebt uns sieben Männer, damit wir sie aufhängen
> vor dem HERRN in Gibeon, auf dem Berge des HERRN. Der König sprach:
> Ich will sie euch herausgeben.
> 5. Mose 21,22-23
> 
> 21:7    Aber der König verschonte Mefi-Boschet, den Sohn Jonatans, des
> Sohnes Sauls, um des Eides willen, den David und Jonatan, der Sohn
> Sauls, einander vor dem HERRN geschworen hatten.
> 1. Sam 20,15-17
> Der Name lautet in 1. Chr 8,34; 9,40 Merib-Baal.
> 
> 21:8    Aber die beiden Söhne der Rizpa, der Tochter Ajas, die sie Saul
> geboren hatte, Armoni und Mefi-Boschet, dazu die fünf Söhne der
> Merab, der Tochter Sauls, die sie dem Adriël geboren hatte, dem
> Sohn Barsillais aus Mehola, nahm der König
> Kap 3,7;  1. Sam 18,19
> 
> 21:9    und gab sie in die Hand der Gibeoniter. Die hängten sie auf dem
> Berge vor dem HERRN auf. So kamen diese sieben auf einmal um und
> starben in den ersten Tagen der Ernte, wenn die Gerstenernte
> anfängt.
> 
> David läßt die Gebeine Sauls und seiner Nachkommen bestatten
> 
> 21:10   Da nahm Rizpa, die Tochter Ajas, ein Sackgewand und breitete es für
> sich aus auf dem Fels am Anfang der Ernte, bis Regen vom Himmel auf
> die Toten troff, und ließ am Tage die Vögel des Himmels nicht an sie
> kommen noch des Nachts die Tiere des Feldes.
> 
> 21:11   Und es wurde David angesagt, was Rizpa, die Tochter Ajas, Sauls
> Nebenfrau, getan hatte.
> 
> 21:12   Und David ging hin und nahm die Gebeine Sauls und die Gebeine seines
> Sohnes Jonatan von den Bürgern von Jabesch in Gilead. Die hatten
> sie vom Platz am Tor Bet-Scheans heimlich weggenommen, wohin die
> Philister sie gehängt hatten zu der Zeit, da die Philister Saul
> schlugen auf dem Berge Gilboa.
> 1. Sam 31,12
> 
> 21:13   Und David brachte sie von dort herauf, und sie sammelten die Gebeine
> der Gehängten
> 
> 21:14   und begruben sie mit den Gebeinen Sauls und seines Sohnes Jonatan im
> Lande Benjamin in Zela im Grabe seines Vaters Kisch und taten alles,
> wie der König geboten hatte. Danach wurde Gott dem Lande wieder
> gnädig.
> Kap 24,25
> 
> Heldentaten der Krieger Davids
> 
> (vgl. 1. Chr 20,4-8)
> 21:15   Es erhob sich aber wieder ein Krieg der Philister mit Israel. Und
> David zog hinab und seine Männer mit ihm, und sie blieben in Gob, um
> mit den Philistern zu kämpfen. Und David wurde müde.
> 
> 21:16   Aber da war einer der Riesensöhne, und das Gewicht seines Speers war
> dreihundert Lot Kupfer, dazu hatte er eine neue Rüstung. Der wollte
> David erschlagen.
> 
> 21:17   Aber Abischai, der Sohn der Zeruja, half David und schlug den
> Philister tot. Da beschworen David seine Männer und sprachen: Du
> sollst nicht mehr mit uns ausziehen in den Kampf, damit nicht die
> Leuchte in Israel verlischt.
> Kap 23,18;  Kap 22,29
> 
> 21:18   Danach erhob sich noch ein Krieg bei Gob mit den Philistern. Da
> erschlug Sibbechai, der Huschatiter, den Saf, der auch einer vom
> Geschlecht der Riesen war.
> 
> 21:19   Und es erhob sich noch ein Krieg bei Gob mit den Philistern. Da
> erschlug Elhanan, der Sohn Jaïrs aus Bethlehem, den Goliat, den
> Gatiter; der hatte einen Spieß, dessen Schaft war wie ein
> Weberbaum.
> 1. Sam 17,7
> 
> 21:20   Und es erhob sich noch ein Krieg bei Gat. Da war ein langer Mann,
> der hatte sechs Finger an seinen Händen und sechs Zehen an seinen
> Füßen, das sind vierundzwanzig an der Zahl, und auch er war vom
> Geschlecht der Riesen.
> 
> 21:21   Und als er Israel hohnsprach, erschlug ihn Jonatan, der Sohn
> Schammas, der ein Bruder Davids war.
> 1. Sam 17,10
> 
> 21:22   Diese vier stammten vom Geschlecht der Riesen in Gat und fielen
> durch die Hand Davids und seiner Kriegsleute.
> 
>          Davids Danklied
> 
> (Ps 18,1-51)
> 22:1    Und David redete vor dem HERRN die Worte dieses Liedes zur Zeit, als
> ihn der HERR errettet hatte aus der Hand aller seiner Feinde und aus
> der Hand Sauls, und sprach:
> 
> 22:2    Der HERR ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter.
> 
> 22:3    Gott ist mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Berg meines
> Heils, mein Schutz und meine Zuflucht, mein Heiland, der du mir
> hilfst vor Gewalt.
> 
> 22:4    Ich rufe an den HERRN, den Hochgelobten, so werde ich vor meinen
> Feinden errettet.
> 
> 22:5    Es hatten mich umfangen die Wogen des Todes, und die Fluten des
> Unheils erschreckten mich.
> 
> 22:6    Des Totenreichs Bande umfingen mich, und des Todes Stricke
> überwältigten mich.
> 
> 22:7    Als mir angst war, rief ich den HERRN an und schrie zu meinem Gott.
> Da erhörte er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Schreien kam
> vor ihn zu seinen Ohren.
> 
> 22:8    Die Erde bebte und wankte, die Grundfesten des Himmels bewegten sich
> und bebten, da er zornig war.
> 
> 22:9    Rauch stieg auf von seiner Nase und verzehrend Feuer aus seinem
> Munde, Flammen sprühten von ihm aus.
> 
> 22:10   Er neigte den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen
> Füßen.
> 
> 22:11   Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher, und er schwebte auf den
> Fittichen des Windes.
> 
> 22:12   Er machte Finsternis ringsum zu seinem Zelt und schwarze, dicke
> Wolken.
> 
> 22:13   Aus dem Glanz vor ihm brach hervor flammendes Feuer.
> 
> 22:14   Der HERR donnerte vom Himmel, und der Höchste ließ seine Stimme
> erschallen.
> 
> 22:15   Er schoß seine Pfeile und streute sie aus, er sandte Blitze und
> jagte sie dahin.
> 
> 22:16   Da sah man das Bett des Meeres, und des Erdbodens Grund ward
> aufgedeckt bei dem Schelten des HERRN, vor dem Odem und Schnauben
> seines Zornes.
> 
> 22:17   Er streckte seine Hand aus von der Höhe und faßte mich und zog mich
> aus großen Wassern.
> 
> 22:18   Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern,
> die mir zu mächtig waren;
> 
> 22:19   sie überwältigten mich zur Zeit meines Unglücks, aber der HERR ward
> mein Halt.
> 
> 22:20   Er führte mich hinaus ins Weite, er riß mich heraus; denn er hatte
> Lust zu mir.
> 
> 22:21   Der HERR tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit; er vergilt mir
> nach der Reinheit meiner Hände.
> 
> 22:22   Denn ich halte die Wege des HERRN und bin nicht gottlos wider meinen
> Gott.
> 
> 22:23   Denn alle seine Rechte hab ich vor Augen, und seine Gebote werfe ich
> nicht von mir,
> 
> 22:24   sondern ich bin ohne Tadel vor ihm und hüte mich vor Schuld.
> 
> 22:25   Darum vergilt mir der HERR nach meiner Gerechtigkeit, nach der
> Reinheit meiner Hände vor seinen Augen.
> 
> 22:26   Gegen die Heiligen bist du heilig, gegen die Treuen bist du treu,
> 
> 22:27   gegen die Reinen bist du rein, und gegen die Verkehrten bist du
> verkehrt.
> 
> 22:28   Denn du hilfst dem elenden Volk, und die Augen aller Stolzen
> erniedrigest du.
> 
> 22:29   Ja, du, HERR, bist meine Leuchte; der HERR macht meine Finsternis
> licht.
> 
> 22:30   Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen und mit meinem Gott
> über Mauern springen.
> 
> 22:31   Gottes Wege sind vollkommen, des HERRN Worte sind durchläutert. Er
> ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.
> 
> 22:32   Denn wer ist Gott, wenn nicht der HERR? Und wer ist ein Fels, wenn
> nicht unser Gott?
> 
> 22:33   Gott stärkt mich mit Kraft und weist mir den rechten Weg.
> 
> 22:34   Er macht meine Füße gleich den Hirschen und stellt mich auf meine
> Höhen.
> 
> 22:35   Er lehrt meine Hände streiten und meinen Arm den ehernen Bogen
> spannen.
> 
> 22:36   Du gibst mir den Schild deines Heils, und deine Huld macht mich
> groß.
> 
> 22:37   Du gibst meinen Schritten weiten Raum, daß meine Knöchel nicht
> wanken.
> 
> 22:38   Meinen Feinden jagte ich nach und vertilgte sie, und ich kehre nicht
> um, bis ich sie umgebracht habe.
> 
> 22:39   Ich brachte sie um und hab sie zerschmettert, daß sie nicht mehr
> aufstehen können; sie sind unter meine Füße gefallen.
> 
> 22:40   Du hast mich gerüstet mit Stärke zum Streit; du kannst mir
> unterwerfen, die sich gegen mich erheben.
> 
> 22:41   Du hast meine Feinde zur Flucht gewandt, daß ich vernichte, die mich
> hassen.
> 
> 22:42   Sie sehen sich um - aber da ist kein Helfer - nach dem HERRN, aber
> er antwortet ihnen nicht.
> 
> 22:43   Ich will sie zerstoßen zu Staub der Erde, wie Dreck auf der Gasse
> will ich sie zerstäuben und zertreten.
> 
> 22:44   Du hast mir aus dem Aufruhr meines Volkes geholfen und machst mich
> zum Haupt über Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir.
> 
> 22:45   Die Söhne der Fremde huldigen mir und gehorchen mir mit gehorsamen
> Ohren.
> 
> 22:46   Die Söhne der Fremde verschmachten und kommen mit Zittern aus ihren
> Burgen.
> 
> 22:47   Der HERR lebt, und gelobt sei mein Fels, und Gott, der Fels meines
> Heils, sei hoch erhoben,
> 
> 22:48   der Gott, der mir Vergeltung schafft und mir die Völker unterwirft.
> 
> 22:49   Er hilft mir aus von meinen Feinden. Du erhöhst mich über die, die
> sich gegen mich erheben, vor dem Mann der Gewalttat rettest du mich.
> 
> 22:50   Darum will ich dir danken, HERR, unter den Heiden und deinem Namen
> lobsingen,
> 
> 22:51   der seinem Könige großes Heil gibt und Gnade erweist seinem
> Gesalbten, David und seinem Hause ewiglich.
> 
>          Davids letzte Worte
> 
> 23:1    Dies sind die letzten Worte Davids. Es spricht David, der Sohn
> Isais, es spricht der Mann, der hoch erhoben ist, der Gesalbte des
> Gottes Jakobs, der Liebling der Lieder Israels:
> 1. Sam 16,13
> 
> 23:2    Der Geist des HERRN hat durch mich geredet, und sein Wort ist auf
> meiner Zunge.
> 
> 23:3    Es hat der Gott Israels zu mir gesprochen, der Fels Israels hat
> geredet: Wer gerecht herrscht unter den Menschen, wer herrscht in
> der Furcht Gottes,
> 
> 23:4    der ist wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, am
> Morgen ohne Wolken. Und wie das Gras nach dem Regen aus der Erde
> bricht,
> Ri 5,31
> 
> 23:5    so ist mein Haus fest bei Gott; denn er hat mir einen ewigen Bund
> gesetzt, in allem wohl geordnet und gesichert. All mein Heil und all
> mein Begehren wird er gedeihen lassen.
> Kap 7,16
> 
> 23:6    Aber die nichtswürdigen Leute sind allesamt wie verwehte Disteln,
> die man nicht mit der Hand fassen kann;
> 
> 23:7    sondern wer sie angreifen will, muß Eisen und Spieß in der Hand
> haben; sie werden mit Feuer verbrannt an ihrer Stätte.
> 
> Die Helden Davids
> 
> (vgl. 1. Chr 11,10-47)
> 23:8    Dies sind die Namen der Helden Davids: Jischbaal, der Hachmoniter,
> der Erste unter den Dreien; der schwang seinen Spieß über
> achthundert, die auf einmal erschlagen waren.
> 
> 23:9    Nach ihm war unter den drei Helden Eleasar, der Sohn Dodos, der
> Ahoachiter. Er war mit David in Pas-Dammim, als die Philister dort
> versammelt waren zum Kampf und die Männer Israels sich zurückzogen;
> 
> 23:10   er aber hielt stand und schlug die Philister, bis seine Hand müde
> war und am Schwert erstarrte. Und der HERR gab großes Heil an jenem
> Tage, so daß das Volk sich wieder umwandte hinter ihm her, um zu
> plündern.
> 
> 23:11   Nach ihm war Schamma, der Sohn Ages aus Harar. Als die Philister
> sich sammelten in Lehi - es war dort ein Stück Acker mit Linsen -
> und das Volk vor den Philistern floh,
> 
> 23:12   da trat er mitten auf das Stück und entriß es den Philistern und
> schlug sie, und Gott gab großes Heil.
> 
> 23:13   Und drei von den dreißig Helden kamen zu Beginn der Ernte hinab zu
> David, zu der Höhle Adullam, und das Lager der Philister lag in der
> Ebene Refaïm.
> 1. Sam 22,1
> 
> 23:14   David aber war damals in der Bergfeste, und die Wache der Philister
> lag in Bethlehem.
> 
> 23:15   Und David gelüstete es, und er sprach: Wer will mir Wasser zu
> trinken holen aus dem Brunnen am Tor in Bethlehem?
> 
> 23:16   Da brachen die drei Helden in das Lager der Philister ein und
> schöpften Wasser aus dem Brunnen am Tor in Bethlehem und trugen's
> und brachten's zu David. Aber er wollte es nicht trinken, sondern
> goß es aus für den HERRN
> 1. Sam 7,6
> 
> 23:17   und sprach: Das lasse der HERR fern von mir sein, daß ich das tue!
> Ist's nicht das Blut der Männer, die ihr Leben gewagt haben und
> hingegangen sind? Und er wollte es nicht trinken. Das taten die drei
> Helden.
> 
> 23:18    Abischai, Joabs Bruder, der Sohn der Zeruja, war der Erste der
> Dreißig. Er schwang seinen Spieß über dreihundert Erschlagenen und
> war berühmt unter den Dreißig.
> Kap 21,17
> 
> 23:19   Er war hochgeehrt unter den Dreißig und war ihr Oberster, aber er
> kam nicht an jene Drei heran.
> 
> 23:20   Und Benaja, der Sohn Jojadas, ein streitbarer Mann von großen
> Taten, war aus Kabzeel; der erschlug die beiden »Gotteslöwen« der
> Moabiter. Er stieg hinab und erschlug einen Löwen in einem Brunnen,
> als Schnee gefallen war.
> Kap 8,18;  Jos 15,21
> 
> 23:21   Er erschlug auch einen ägyptischen Mann, einen Riesen, der hatte
> einen Spieß in seiner Hand. Er aber ging zu ihm hinab mit einem
> Stecken und riß dem Ägypter den Spieß aus der Hand und durchbohrte
> ihn mit dessen eigenem Spieß.
> 
> 23:22   Das tat Benaja, der Sohn Jojadas. Er war berühmt unter den dreißig
> Helden
> 
> 23:23   und war hochgeehrt unter den Dreißig, aber er kam nicht an jene Drei
> heran. Und David setzte ihn über seine Leibwache.
> 
> 23:24    Asaël, der Bruder Joabs, war unter den Dreißig; auch Elhanan, der
> Sohn Dodos aus Bethlehem;
> Kap 2,18
> 
> 23:25   Schamma, der Haroditer; Elika, der Haroditer;
> 
> 23:26    Helez, der Peletiter; Ira, der Sohn des Ikkesch, aus Tekoa;
> 1. Chr 27,10;  1. Chr 27,9
> 
> 23:27   Abiëser, der Anatotiter; Sibbechai, der Huschatiter;
> 
> 23:28   Zalmon, der Ahoachiter; Mahrai, der Netofatiter;
> 
> 23:29   Heled, der Sohn Baanas, der Netofatiter; Ittai, der Sohn Ribais, aus
> Gibea in Benjamin;
> 
> 23:30   Benaja, der Piratoniter; Hiddai, aus Nahale-Gaasch;
> 
> 23:31   Abialbon, der Arbatiter; Asmawet, der Bahurimiter;
> 
> 23:32   Eljachba, der Schaalboniter; Jaschen, der Guniter, und Jonatan,
> 
> 23:33   der Sohn des Schamma, der Harariter; Ahiam, der Sohn Scharars, der
> Harariter;
> 
> 23:34   Elifelet, der Sohn Ahasbais, der Maachatiter; Eliam, der Sohn
> Ahitofels, der Giloniter;
> Kap 15,12
> 
> 23:35   Hezro, der Karmeliter; Paarai, der Arabiter;
> 
> 23:36   Jigal, der Sohn Nathans, aus Zoba; Bani, der Gaditer;
> 
> 23:37   Zelek, der Ammoniter; Nachrai, der Beerotiter, ein Waffenträger
> Joabs, des Sohnes der Zeruja;
> 
> 23:38   Ira, der Jattiriter; Gareb, der Jattiriter;
> 
> 23:39    Uria, der Hetiter. Das sind zusammen siebenunddreißig.
> Kap 11,3
> 
>          Gott läßt David den Tempelplatz finden
> 
> (vgl. 1. Chr 21,1-30)
> 24:1    Und der Zorn des HERRN entbrannte abermals gegen Israel, und er
> reizte David gegen das Volk und sprach: Geh hin, zähle Israel und
> Juda!
> 
> 24:2     Und der König sprach zu Joab und zu den Hauptleuten, die bei ihm
> waren: Geht umher in allen Stämmen Israels von Dan bis Beerscheba
> und zählt das Kriegsvolk, damit ich weiß, wieviel ihrer sind.
> (2 und 3) 2. Mose 30,12
> 
> 24:3    Joab sprach zu dem König: Der HERR, dein Gott, tue zu diesem Volk,
> wie es jetzt ist, noch hundertmal soviel hinzu, daß mein Herr, der
> König, seiner Augen Lust daran habe; aber warum verlangt es meinen
> Herrn, den König, solches zu tun?
> 
> 24:4    Aber des Königs Wort stand fest gegen Joab und die Hauptleute des
> Heeres. So zog Joab mit den Hauptleuten des Heeres aus von dem
> König, um das Volk Israel zu zählen.
> 
> 24:5    Und sie gingen über den Jordan und fingen an bei Aroër und bei der
> Stadt, die mitten im Bachtal liegt, nach Gad und nach Jaser zu
> 5. Mose 2,36
> 
> 24:6    und kamen nach Gilead und zum Land der Hetiter nach Kadesch zu und
> darauf nach Dan, und von Dan wandten sie sich nach Sidon zu.
> 
> 24:7    Dann kamen sie zu der festen Stadt Tyrus und allen Städten der
> Hiwiter und Kanaaniter und in das Südland Judas nach Beerscheba.
> 
> 24:8    So durchzogen sie das ganze Land und kamen nach neun Monaten und
> zwanzig Tagen nach Jerusalem zurück.
> 
> 24:9    Und Joab gab dem König die Summe des Volks an, das gezählt war. Und
> es waren in Israel achthunderttausend streitbare Männer, die das
> Schwert trugen, und in Juda fünfhunderttausend Mann.
> 
> 24:10   Aber das Herz schlug David, nachdem das Volk gezählt war. Und David
> sprach zum HERRN: Ich habe schwer gesündigt, daß ich das getan
> habe. Und nun, HERR, nimm weg die Schuld deines Knechts; denn ich
> hab sehr töricht getan.
> Kap 12,13
> 
> 24:11   Und als David am Morgen aufstand, kam des HERRN Wort zu Gad, dem
> Propheten, Davids Seher:
> 1. Sam 22,5; 1. Chr 29,29; 2. Chr 29,25
> 
> 24:12   Geh hin und rede mit David: So spricht der HERR: Dreierlei lege ich
> dir vor; erwähle dir eins davon, daß ich es dir tue.
> 
> 24:13   Gad kam zu David und sagte es ihm an und sprach zu ihm: Willst du,
> daß drei Jahre lang Hungersnot in dein Land kommt oder daß du drei
> Monate vor deinen Widersachern fliehen mußt und sie dich verfolgen
> oder daß drei Tage Pest in deinem Lande ist? So bedenke nun wohl,
> was ich antworten soll dem, der mich gesandt hat.
> Jer 24,10; Hes 6,11-12
> 
> 24:14   David sprach zu Gad: Es ist mir sehr angst, aber laß uns in die Hand
> des HERRN fallen, denn seine Barmherzigkeit ist groß; ich will nicht
> in der Menschen Hand fallen.
> 
> 24:15   Da ließ der HERR die Pest über Israel kommen vom Morgen an bis zur
> bestimmten Zeit, so daß von dem Volk starben von Dan bis Beerscheba
> siebzigtausend Mann.
> 
> 24:16   Als aber der Engel seine Hand ausstreckte über Jerusalem, um es zu
> verderben, reute den HERRN das Übel, und er sprach zum Engel, der
> das Verderben anrichtete im Volk: Es ist genug; laß nun deine Hand
> ab! Der Engel des HERRN aber war bei der Tenne Araunas, des
> Jebusiters.
> 1. Mose 19,13; 2. Mose 12,23; Jes 54,16
> 
> 24:17   Als aber David den Engel sah, der das Volk schlug, sprach er zum
> HERRN: Siehe, ich habe gesündigt, ich habe die Missetat getan; was
> haben diese Schafe getan? Laß deine Hand gegen mich und meines
> Vaters Haus sein!
> 4. Mose 16,22
> 
> 24:18   Und Gad kam zu David an jenem Tage und sprach zu ihm: Geh hinauf und
> errichte dem HERRN einen Altar auf der Tenne Araunas, des
> Jebusiters.
> 
> 24:19   Da ging David hinauf, wie Gad nach des HERRN Gebot gesagt hatte.
> 
> 24:20   Und als Arauna aufschaute, sah er den König mit seinen Großen zu ihm
> herüberkommen und fiel nieder vor dem König auf sein Angesicht zur
> Erde
> 
> 24:21   und sprach: Warum kommt mein Herr, der König, zu seinem Knecht?
> David sprach: Um von dir die Tenne zu kaufen und dem HERRN einen
> Altar zu bauen, damit die Plage vom Volk weiche.
> 
> 24:22   Aber Arauna sprach zu David: Mein Herr, der König, nehme und opfere,
> wie es ihm gefällt. Siehe, da sind die Rinder zum Brandopfer und
> auch die Dreschschlitten und das Geschirr der Rinder als Brennholz;
> 
> 24:23   das alles gibt Arauna dem König. Und Arauna sprach zum König: Der
> HERR, dein Gott, sei dir gnädig.
> 
> 24:24   Aber der König sprach zu Arauna: Nicht doch, sondern ich will dir's
> abkaufen für seinen Preis; denn ich will dem HERRN, meinem Gott,
> nicht Brandopfer darbringen, die ich umsonst habe. So kaufte David
> die Tenne und die Rinder für fünfzig Lot Silber.
> 
> 24:25   Und David baute dort dem HERRN einen Altar und opferte Brandopfer
> und Dankopfer. Und der HERR wurde dem Land wieder gnädig, und die
> Plage wich von dem Volk Israel.
> Kap 21,14
>
> — *10SAMUEL2*

