# 37SACHARJA

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> Die Geschichte der Väter mahnt zur Buße
> 
> 1:1    Im achten Monat des zweiten Jahrs des Königs Darius geschah das Wort
> des HERRN zu Sacharja, dem Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos, dem
> Propheten:
> Esr 5,1
> 
> 1:2    Der HERR ist zornig gewesen über eure Väter.
> 
> 1:3    Aber sprich zum Volk: So spricht der HERR Zebaoth: Kehrt euch zu
> mir, spricht der HERR Zebaoth, so will ich mich zu euch kehren,
> spricht der HERR Zebaoth.
> Mal 3,7; Jak 4,8
> 
> 1:4    Seid nicht wie eure Väter, denen die früheren Propheten predigten
> und sprachen: »So spricht der HERR Zebaoth: Kehrt um von euren
> bösen Wegen und von eurem bösen Tun!«, aber sie gehorchten nicht und
> achteten nicht auf mich, spricht der HERR.
> Jer 3,12; Hes 33,11
> 
> 1:5    Wo sind nun eure Väter? Und die Propheten, leben sie noch?
> 
> 1:6    Aber haben nicht meine Worte und meine Gebote, die ich durch meine
> Knechte, die Propheten, gab, eure Väter getroffen, daß sie haben
> umkehren müssen und sagen: »Wie der HERR Zebaoth vorhatte, uns zu
> tun nach unsern Wegen und Taten, so hat er uns auch getan«?
> 
> Die erste Vision: Der Mann auf dem roten Pferd
> 
> 1:7    Am vierundzwanzigsten Tage des elften Monats - das ist der Monat
> Schebat - im zweiten Jahr des Königs Darius geschah das Wort des
> HERRN zu Sacharja, dem Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos, dem
> Propheten:
> 
> 1:8    Ich sah in dieser Nacht, und siehe, ein Mann saß auf einem roten
> Pferde, und er hielt zwischen den Myrten im Talgrund, und hinter ihm
> waren rote, braune und weiße Pferde.
> Kap 6,1-8
> 
> 1:9    Und ich sprach: Mein Herr, wer sind diese? Und der Engel, der mit
> mir redete, sprach zu mir: Ich will dir zeigen, wer diese sind.
> 
> 1:10   Und der Mann, der zwischen den Myrten hielt, antwortete: Diese
> sind's, die der HERR ausgesandt hat, die Lande zu durchziehen.
> 
> 1:11   Sie aber antworteten dem Engel des HERRN, der zwischen den Myrten
> hielt, und sprachen: Wir haben die Lande durchzogen, und siehe, alle
> Lande liegen ruhig und still.
> 
> 1:12   Da hob der Engel des HERRN an und sprach: HERR Zebaoth, wie lange
> noch willst du dich nicht erbarmen über Jerusalem und über die
> Städte Judas, über die du zornig bist schon siebzig Jahre?
> Ps 102,14;  Dan 9,2
> 
> 1:13   Und der HERR antwortete dem Engel, der mit mir redete, freundliche
> Worte und tröstliche Worte.
> 
> 1:14   Und der Engel, der mit mir redete, sprach zu mir: Predige und
> sprich: So spricht der HERR Zebaoth: Ich eifere für Jerusalem und
> Zion mit großem Eifer
> 
> 1:15   und bin sehr zornig über die stolzen Völker; denn ich war nur ein
> wenig zornig, sie aber halfen zum Verderben.
> Jes 47,6
> 
> 1:16   Darum spricht der HERR: Ich will mich wieder Jerusalem zuwenden mit
> Barmherzigkeit, und mein Haus soll darin wieder aufgebaut werden,
> spricht der HERR Zebaoth, und die Meßschnur soll über Jerusalem
> gespannt werden.
> Kap 8,3
> 
> 1:17   Und weiter predige und sprich: So spricht der HERR Zebaoth: Es
> sollen meine Städte wieder Überfluß haben an Gutem, und der HERR
> wird Zion wieder trösten und wird Jerusalem wieder erwählen.
> Jes 40,1-2;  Jes 14,1
> 
>          Die zweite Vision: Die vier Hörner und die vier Schmiede
> 
> 2:1    Und ich hob meine Augen auf und sah, und siehe, da waren vier
> Hörner.
> Abweichende Verszählung statt 2,1-17: 1,18-21; 2,1-13.
> 
> 2:2    Und ich sprach zu dem Engel, der mit mir redete: Wer sind diese? Er
> sprach zu mir: Es sind die Hörner, die Juda, das ist Israel, und
> Jerusalem zerstreut haben.
> 
> 2:3    Und der HERR zeigte mir vier Schmiede.
> 
> 2:4    Da sprach ich: Was wollen die machen? Er sprach: Jene sind die
> Hörner, die Juda so zerstreut haben, daß niemand sein Haupt hat
> erheben können; diese aber sind gekommen, jene abzuschrecken und die
> Hörner der Völker abzuschlagen, die ihr Horn gegen das Land Juda
> erhoben haben, um es zu zerstreuen.
> 
> Die dritte Vision: Der Mann mit der Meßschnur
> 
> 2:5    Und ich hob meine Augen auf und sah, und siehe, ein Mann hatte eine
> Meßschnur in der Hand.
> Hes 40,3
> 
> 2:6    Und ich sprach: Wo gehst du hin? Er sprach zu mir: Jerusalem
> auszumessen und zu sehen, wie lang und breit es werden soll.
> 
> 2:7    Und siehe, der Engel, der mit mir redete, stand da, und ein anderer
> Engel ging heraus ihm entgegen
> 
> 2:8    und sprach zu ihm: Lauf hin und sage diesem jungen Mann: Jerusalem
> soll ohne Mauern bewohnt werden wegen der großen Menge der Menschen
> und des Viehs, die darin sein wird.
> Hes 38,11
> 
> 2:9    Doch ich will, spricht der HERR, eine feurige Mauer rings um sie
> her sein und will mich herrlich darin erweisen.
> Kap 9,8
> 
> Die neue Zeit für Israel und die Völker
> 
> 2:10   Auf, auf! Flieht aus dem Lande des Nordens! spricht der HERR; denn
> ich habe euch in die vier Winde unter dem Himmel zerstreut, spricht
> der HERR.
> 
> 2:11   Auf, Zion, die du wohnst bei der Tochter Babel, entrinne!
> 
> 2:12   Denn so spricht der HERR Zebaoth, der mich gesandt hat, über die
> Völker, die euch beraubt haben: Wer euch antastet, der tastet
> meinen Augapfel an.
> 5. Mose 32,10
> 
> 2:13   Denn siehe, ich will meine Hand über sie schwingen, daß sie eine
> Beute derer werden sollen, die ihnen haben dienen müssen. - Und ihr
> sollt erkennen, daß mich der HERR Zebaoth gesandt hat.
> 
> 2:14   Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme
> und will bei dir wohnen, spricht der HERR.
> 
> 2:15   Und es sollen zu der Zeit viele Völker sich zum HERRN wenden und
> sollen mein Volk sein, und ich will bei dir wohnen. - Und du sollst
> erkennen, daß mich der HERR Zebaoth zu dir gesandt hat. -
> Jes 11,10
> 
> 2:16   Und der HERR wird Juda in Besitz nehmen als sein Erbteil in dem
> heiligen Lande und wird Jerusalem wieder erwählen.
> Kap 1,17
> 
> 2:17    Alles Fleisch sei stille vor dem HERRN; denn er hat sich aufgemacht
> von seiner heiligen Stätte!
> Hab 2,20
> 
>          Die vierte Vision: Der Hohepriester Jeschua
> 
> 3:1    Und er ließ mich sehen den Hohenpriester Jeschua, wie er vor dem
> Engel des HERRN stand, und der Satan stand zu seiner Rechten, um
> ihn zu verklagen.
> Hag 1,1;  Hiob 1,9;  Offb 12,10
> 
> 3:2    Und der Engel des HERRN sprach zu dem Satan: Der HERR schelte dich,
> du Satan! Ja, der HERR, der Jerusalem erwählt hat, schelte dich! Ist
> dieser nicht ein Brandscheit, das aus dem Feuer gerettet ist?
> Jud 1,9
> 
> 3:3    Jeschua aber hatte unreine Kleider an und stand vor dem Engel,
> 
> 3:4    der anhob und sprach zu denen, die vor ihm standen: Tut die unreinen
> Kleider von ihm! Und er sprach zu ihm: Sieh her, ich nehme deine
> Sünde von dir und lasse dir Feierkleider anziehen.
> Jes 6,7;  Jes 61,3
> 
> 3:5    Und er sprach: Setzt ihm einen reinen Kopfbund auf das Haupt! Und
> sie setzten ihm einen reinen Kopfbund auf das Haupt und zogen ihm
> reine Kleider an, und der Engel des HERRN stand dabei.
> 2. Mose 28,39
> 
> 3:6    Und der Engel des HERRN bezeugte es Jeschua und sprach:
> 
> 3:7    So spricht der HERR Zebaoth: Wirst du in meinen Wegen wandeln und
> meinen Dienst recht versehen, so sollst du mein Haus regieren und
> meine Vorhöfe bewahren. Und ich will dir Zugang zu mir geben mit
> diesen, die hier stehen.
> 
> 3:8    Höre nun, Jeschua, du Hoherpriester: Du und deine Brüder, die vor
> dir sitzen, sind miteinander ein Zeichen; denn siehe, ich will
> meinen Knecht, »den Sproß«, kommen lassen.
> Jes 8,18;  Kap 6,12; Jer 23,5; 33,15
> 
> 3:9    Siehe, auf dem einen Stein, den ich vor Jeschua hingelegt habe,
> sind sieben Augen. Siehe, ich will auf ihm eine Inschrift
> eingraben, spricht der HERR Zebaoth, und will die Sünde des Landes
> wegnehmen an einem einzigen Tag.
> 2. Mose 39,6-7;  Kap 4,10; Offb 5,6
> 
> 3:10   Zu derselben Zeit, spricht der HERR Zebaoth, wird einer den andern
> einladen unter den Weinstock und unter den Feigenbaum.
> 1. Kön 5,5; Mi 4,4
> 
>          Die fünfte Vision: Der goldene Leuchter und die zwei Ölbäume
> 
> 4:1    Und der Engel, der mit mir redete, weckte mich abermals auf, wie man
> vom Schlaf erweckt wird,
> 
> 4:2    und sprach zu mir: Was siehst du? Ich aber sprach: Ich sehe, und
> siehe, da steht ein Leuchter, ganz aus Gold, mit einer Schale oben
> darauf, auf der sieben Lampen sind und sieben Schnauzen an jeder
> Lampe,
> Jer 1,11-13; Am 8,2;  2. Mose 25,31-40
> 
> 4:3    und zwei Ölbäume dabei, einer zu seiner Rechten, der andere zu
> seiner Linken.
> 
> 4:4    Und ich hob an und sprach zu dem Engel, der mit mir redete: Mein
> Herr, was ist das?
> 
> 4:5    Und der Engel, der mit mir redete, antwortete und sprach zu mir:
> Weißt du nicht, was das ist? Ich aber sprach: Nein, mein Herr.
> 
> Verheißung über Serubbabel
> 
> 4:6    Und er antwortete und sprach zu mir: Das ist das Wort des HERRN an
> Serubbabel: Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch
> meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.
> 
> 4:7    Wer bist du, du großer Berg, der du doch vor Serubbabel zur Ebene
> werden mußt? Er wird hervorholen den Schlußstein, so daß man rufen
> wird: Glück zu! Glück zu!
> Ps 122,6
> 
> 4:8    Und es geschah zu mir das Wort des HERRN:
> 
> 4:9    Die Hände Serubbabels haben dies Haus gegründet, seine Hände
> sollen's auch vollenden, damit ihr erkennt, daß mich der HERR
> Zebaoth zu euch gesandt hat.
> Esr 3,8;  Esr 6,14-16;  Kap 2,13; 2,15
> 
> 4:10   Denn wer immer den Tag des geringsten Anfangs verachtet hat, wird
> doch mit Freuden sehen den Schlußstein in Serubbabels Hand. Jene
> sieben sind des HERRN Augen, die alle Lande durchziehen.
> Hag 2,3;  Vers 7;  Kap 3,9
> Dieser Satz gehört wohl zu Kap 3,9.
> 
> Deutung der fünften Vision
> 
> 4:11   Und ich hob an und sprach zu ihm: Was sind die zwei Ölbäume zur
> Rechten und zur Linken des Leuchters?
> 
> 4:12   Und ich sprach weiter zu ihm: Was sind die beiden Zweige der Ölbäume
> bei den zwei goldenen Röhren, aus denen das goldene Öl herabfließt?
> 
> 4:13   Und er sprach zu mir: Weißt du nicht, was sie sind? Ich aber sprach:
> Nein, mein Herr.
> 
> 4:14   Und er sprach: Es sind die zwei Gesalbten, die vor dem Herrscher
> aller Lande stehen.
> Kap 6,5; Offb 11,4
> 
>          Die sechste Vision: Die fliegende Schriftrolle
> 
> 5:1    Und ich hob meine Augen abermals auf und sah, und siehe, da war eine
> fliegende Schriftrolle.
> 
> 5:2    Und er sprach zu mir: Was siehst du? Ich aber sprach: Ich sehe eine
> fliegende Schriftrolle, die ist zwanzig Ellen lang und zehn Ellen
> breit.
> 
> 5:3    Und er sprach zu mir: Das ist der Fluch, der ausgeht über das ganze
> Land; denn alle Diebe werden nach dieser Schrift von hier ausgefegt
> und alle Meineidigen werden nach dieser Schrift von hier ausgefegt.
> 
> 5:4    Ich will ihn ausgehen lassen, spricht der HERR Zebaoth, daß er
> kommen soll über das Haus des Diebes und über das Haus dessen, der
> bei meinem Namen falsch schwört. Und er soll in dem Haus bleiben und
> soll's verzehren samt seinem Holz und seinen Steinen.
> 
> Die siebente Vision: Die Frau in der Tonne
> 
> 5:5    Und der Engel, der mit mir redete, trat hervor und sprach zu mir:
> Hebe deine Augen auf und sieh! Was kommt da hervor?
> 
> 5:6    Und ich sprach: Was ist das? Er aber sprach: Das ist eine Tonne, die
> da hervorkommt - und sprach weiter: Das ist die Sünde im ganzen
> Lande.
> 
> 5:7    Und siehe, es hob sich der Deckel aus Blei, und da war eine Frau,
> die saß in der Tonne.
> 
> 5:8    Er aber sprach: Das ist die Gottlosigkeit. Und er stieß sie in die
> Tonne und warf den Deckel aus Blei oben auf die Öffnung.
> 
> 5:9    Und ich hob meine Augen auf und sah, und siehe, zwei Frauen traten
> heran und hatten Flügel, die der Wind trieb - es waren aber Flügel
> wie Storchenflügel -, und sie trugen die Tonne zwischen Erde und
> Himmel dahin.
> 
> 5:10   Und ich sprach zum Engel, der mit mir redete: Wo tragen diese die
> Tonne hin?
> 
> 5:11   Er aber sprach zu mir: Daß ihr ein Tempel gebaut werde im Lande
> Schinar und sie dort aufgestellt werde.
> 1. Mose 11,2
> 
>          Die achte Vision: Die vier Wagen
> 
> 6:1     Und ich hob meine Augen abermals auf und sah, und siehe, da waren
> vier Wagen, die kamen zwischen den zwei Bergen hervor; die Berge
> aber waren aus Kupfer.
> (1-8) Offb 6,1-8; Kap 1,8
> 
> 6:2    Am ersten Wagen waren rote Rosse, am zweiten Wagen waren schwarze
> Rosse,
> 
> 6:3    am dritten Wagen waren weiße Rosse, am vierten Wagen waren scheckige
> Rosse, allesamt stark.
> 
> 6:4    Und ich hob an und sprach zum Engel, der mit mir redete: Mein Herr,
> wer sind diese?
> 
> 6:5    Der Engel antwortete und sprach zu mir: Es sind die vier Winde unter
> dem Himmel, die hervorkommen, nachdem sie gestanden haben vor dem
> Herrscher aller Lande.
> Kap 4,14
> 
> 6:6    Die schwarzen Rosse ziehen nach Norden, die weißen ziehen nach
> Westen und die scheckigen ziehen nach Süden.
> Vermutlich ist ausgefallen: »Die roten Rosse ziehen nach Osten.«
> 
> 6:7    Und die starken Rosse wollten sich aufmachen, um die Lande zu
> durchziehen. Und er sprach: Geht hin und durchzieht die Lande! Und
> sie durchzogen die Lande.
> Kap 1,10
> 
> 6:8    Und er rief mich an und redete mit mir und sprach: Sieh, die nach
> Norden ziehen, lassen meinen Geist ruhen im Lande des Nordens.
> 
> Die Krönung Jeschuas
> 
> 6:9    Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 6:10   Nimm von den Weggeführten, von Heldai und von Tobija und von Jedaja,
> die von Babel gekommen sind, und geh an diesem selben Tage ins Haus
> Joschijas, des Sohnes Zefanjas,
> 
> 6:11    nimm von ihnen Silber und Gold und mache Kronen und kröne das Haupt
> Jeschuas, des Hohenpriesters, des Sohnes Jozadaks,
> (11 und 12) Kap 3,8
> 
> 6:12   und sprich zu ihm: So spricht der HERR Zebaoth: Siehe, es ist ein
> Mann, der heißt »Sproß«; denn unter ihm wird's sprossen, und er wird
> bauen des HERRN Tempel.
> 
> 6:13   Ja, den Tempel des HERRN wird er bauen, und er wird herrlich
> geschmückt sein und wird sitzen und herrschen auf seinem Thron. Und
> ein Priester wird sein zu seiner Rechten, und es wird Friede sein
> zwischen den beiden.
> Ps 110,4
> 
> 6:14   Und die Kronen sollen zum Andenken an Heldai, Tobija, Jedaja und den
> Sohn Zefanjas im Tempel des HERRN bleiben.
> 
> 6:15   Und es werden kommen von ferne, die am Tempel des HERRN bauen
> werden. Da werdet ihr erkennen, daß mich der HERR Zebaoth zu euch
> gesandt hat; und das soll geschehen, wenn ihr gehorchen werdet der
> Stimme des HERRN, eures Gottes.
> Jes 60,10
> 
>          Am bloßen Fasten hat Gott kein Gefallen
> 
> 7:1    Und es geschah im vierten Jahr des Königs Darius am vierten Tag des
> neunten Monats, der Kislew heißt, daß des HERRN Wort zu Sacharja
> geschah.
> 
> 7:2    Damals sandte Bethel den Sarezer und den Regem-Melech mit seinen
> Leuten, um den HERRN anzuflehen,
> 
> 7:3    und ließ die Priester, die zum Hause des HERRN Zebaoth gehörten, und
> die Propheten fragen: Muß ich immer noch im fünften Monat weinen
> und Fasten halten, wie ich es nun so viele Jahre getan habe?
> Kap 8,19; 2. Kön 25,8-9; Jer 52,12-13
> 
> 7:4    Und des HERRN Zebaoth Wort geschah zu mir:
> 
> 7:5    Sage allem Volk im Lande und den Priestern und sprich: Als ihr
> fastetet und Leid trugt im fünften und siebenten Monat diese siebzig
> Jahre lang, habt ihr da für mich gefastet?
> Jes 58,5
> 
> 7:6    Und wenn ihr eßt und trinkt, eßt und trinkt ihr da nicht für euch
> selbst?
> 
> Gottes Gericht über die Unbrüderlichkeit
> 
> 7:7    Ist's nicht das, was der HERR durch die früheren Propheten predigen
> ließ, als Jerusalem bewohnt war und Frieden hatte samt seinen
> Städten ringsum und Leute im Südland und im Hügelland wohnten
> 
> 7:8    - und des HERRN Wort geschah zu Sacharja -,
> 
> 7:9    daß der HERR Zebaoth sprach: Richtet recht, und ein jeder erweise
> seinem Bruder Güte und Barmherzigkeit,
> Mi 6,8
> 
> 7:10   und tut nicht Unrecht den Witwen, Waisen, Fremdlingen und Armen,
> und denke keiner gegen seinen Bruder etwas Arges in seinem Herzen!
> 2. Mose 22,20-21
> 
> 7:11   Aber sie wollten nicht aufmerken und kehrten mir den Rücken zu und
> verstockten ihre Ohren, um nicht zu hören,
> 
> 7:12   und machten ihre Herzen hart wie Diamant, damit sie nicht hörten
> das Gesetz und die Worte, die der HERR Zebaoth durch seinen Geist
> sandte durch die früheren Propheten. Daher ist so großer Zorn vom
> HERRN Zebaoth gekommen.
> Jes 48,4
> 
> 7:13   Und es ist so ergangen: Gleichwie gepredigt wurde und sie nicht
> hörten, so wollte ich auch nicht hören, als sie riefen, spricht der
> HERR Zebaoth.
> 
> 7:14   Darum habe ich sie zerstreut unter alle Heiden, die sie nicht
> kannten, und das Land blieb verwüstet hinter ihnen liegen, so daß
> niemand mehr darin hin und her zog; so haben sie das liebliche Land
> zur Wüste gemacht.
> 
>          Das künftige Heil für das Volk Gottes
> 
> 8:1    Und es geschah des HERRN Wort:
> 
> 8:2    So spricht der HERR Zebaoth: Ich eifere für Zion mit großem Eifer
> und eifere um seinetwillen in großem Zorn.
> Kap 1,14
> 
> 8:3    So spricht der HERR: Ich kehre wieder auf den Zion zurück und will
> zu Jerusalem wohnen, daß Jerusalem eine Stadt der Treue heißen soll
> und der Berg des HERRN Zebaoth ein heiliger Berg.
> Kap 1,16;  Jes 1,21; 1,26;  Ps 2,6
> 
> 8:4    So spricht der HERR Zebaoth: Es sollen hinfort wieder sitzen auf
> den Plätzen Jerusalems alte Männer und Frauen, jeder mit seinem
> Stock in der Hand vor hohem Alter,
> Jes 65,20
> 
> 8:5    und die Plätze der Stadt sollen voll sein von Knaben und Mädchen,
> die dort spielen.
> 
> 8:6    So spricht der HERR Zebaoth: Erscheint dies auch unmöglich in den
> Augen derer, die in dieser Zeit übriggeblieben sind von diesem Volk,
> sollte es darum auch unmöglich erscheinen in meinen Augen? spricht
> der HERR Zebaoth.
> Lk 1,37
> 
> 8:7    So spricht der HERR Zebaoth: Siehe, ich will mein Volk erlösen aus
> dem Lande gegen Aufgang und aus dem Lande gegen Niedergang der Sonne
> 
> 8:8    und will sie heimbringen, daß sie in Jerusalem wohnen. Und sie
> sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein in Treue und
> Gerechtigkeit.
> Jer 24,7
> 
> 8:9    So spricht der HERR Zebaoth: Stärket eure Hände, die ihr diese
> Worte hört in dieser Zeit durch der Propheten Mund - an dem Tage, da
> der Grund gelegt wurde zum Hause des HERRN Zebaoth, auf daß der
> Tempel gebaut würde.
> Jes 35,3
> 
> 8:10   Denn vor diesen Tagen war der Menschen Arbeit vergebens, und auch
> der Tiere Arbeit erbrachte nichts; und vor lauter Feinden war kein
> Friede für die, die aus- und einzogen, und ich ließ alle Menschen
> aufeinander los, einen jeden gegen seinen Nächsten.
> 
> 8:11   Aber nun will ich nicht wie in den vorigen Tagen verfahren mit
> denen, die übriggeblieben sind von diesem Volk, spricht der HERR
> Zebaoth,
> 
> 8:12   sondern sie sollen in Frieden säen. Der Weinstock soll seine Frucht
> geben und das Land sein Gewächs, und der Himmel soll seinen Tau
> geben. Und ich will denen, die übriggeblieben sind von diesem Volk,
> das alles zum Besitz geben.
> 
> 8:13   Und es soll geschehen: Wie ihr vom Hause Juda und vom Hause Israel
> ein Fluch gewesen seid unter den Heiden, so will ich euch erlösen,
> daß ihr ein Segen sein sollt. Fürchtet euch nur nicht und stärket
> eure Hände!
> 1. Mose 12,2
> 
> 8:14   So spricht der HERR Zebaoth: Gleichwie ich euch zu plagen gedachte,
> als mich eure Väter erzürnten, spricht der HERR Zebaoth, und es mich
> nicht gereute,
> 
> 8:15   so gedenke ich nun wiederum in diesen Tagen wohlzutun Jerusalem und
> dem Hause Juda. Fürchtet euch nur nicht!
> 
> 8:16   Das ist's aber, was ihr tun sollt: Rede einer mit dem andern
> Wahrheit und richtet recht, schafft Frieden in euren Toren,
> Eph 4,25
> 
> 8:17   und keiner ersinne Arges in seinem Herzen gegen seinen Nächsten,
> und liebt nicht falsche Eide; denn das alles hasse ich, spricht der
> HERR.
> Kap 7,10
> 
> 8:18   Und es geschah des HERRN Zebaoth Wort zu mir:
> 
> 8:19   So spricht der HERR Zebaoth: Die Fasten des vierten, fünften,
> siebenten und zehnten Monats sollen dem Hause Juda zur Freude und
> Wonne und zu fröhlichen Festzeiten werden. Doch liebet Wahrheit und
> Frieden!
> Kap 7,3; 7,5
> 
> Das künftige Heil für die Völker
> 
> 8:20   So spricht der HERR Zebaoth: Es werden noch viele Völker kommen und
> Bürger vieler Städte,
> 
> 8:21   und die Bürger einer Stadt werden zur andern gehen und sagen: Laßt
> uns gehen, den HERRN anzuflehen und zu suchen den HERRN Zebaoth; wir
> selber wollen hingehen.
> 
> 8:22   So werden viele Völker, Heiden in Scharen, kommen, den HERRN Zebaoth
> in Jerusalem zu suchen und den HERRN anzuflehen.
> 
> 8:23   So spricht der HERR Zebaoth: Zu der Zeit werden zehn Männer aus
> allen Sprachen der Heiden einen jüdischen Mann beim Zipfel seines
> Gewandes ergreifen und sagen: Wir wollen mit euch gehen, denn wir
> hören, daß Gott mit euch ist.
> 
>          Läuterung der heidnischen Nachbarn Judas
> 
> 9:1    Die Last, die der HERR ankündigt, kommt über das Land Hadrach, und
> auf Damaskus läßt sie sich nieder - denn der HERR schaut auf die
> Menschen und auf alle Stämme Israels -,
> Jes 17,1-6
> 
> 9:2    dazu auf Hamat, das daran grenzt, auch auf Tyrus und Sidon, die
> doch sehr weise sind.
> Jes 23,1-18; Jer 47,4; Hes 26,1 - 28,24
> 
> 9:3    Denn Tyrus baute sich ein Bollwerk und sammelte Silber wie Sand und
> Gold wie Dreck auf der Gasse.
> 
> 9:4    Aber siehe, der Herr wird es erobern und wird seine Macht ins Meer
> stürzen, und die Stadt wird mit Feuer verbrannt werden.
> 
> 9:5    Wenn Aschkelon das sehen wird, wird es erschrecken, und Gaza wird
> sehr angst werden, dazu Ekron, denn seine Zuversicht wird
> zuschanden. Es wird aus sein mit dem König von Gaza, und in
> Aschkelon wird man nicht mehr wohnen,
> Jer 47,1-7
> 
> 9:6    und in Aschdod werden Mischlinge wohnen. Und ich will die Pracht
> der Philister ausrotten.
> 5. Mose 23,3
> 
> 9:7    Und ich will das Blut von ihrem Munde wegnehmen und das, was mir
> ein Greuel ist, von ihren Zähnen, daß auch sie unserm Gott
> übrigbleiben und wie ein Stamm in Juda werden und die Bewohner
> Ekrons wie die Jebusiter.
> 1. Mose 9,4;  Jos 15,63; 2. Sam 24,18
> 
> 9:8    Und ich will mich selbst als Wache um mein Haus lagern, so daß
> keiner dort hin- und herziehe und nicht mehr der Treiber über sie
> komme; denn ich sehe nun darauf mit meinen Augen.
> Kap 2,9
> 
> Verheißung des messianischen Friedensreiches
> 
> 9:9    Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem,
> jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein
> Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin.
> Zef 3,14;  Mt 21,5
> 
> 9:10   Denn ich will die Wagen wegtun aus Ephraim und die Rosse aus
> Jerusalem, und der Kriegsbogen soll zerbrochen werden. Denn er wird
> Frieden gebieten den Völkern, und seine Herrschaft wird sein von
> einem Meer bis zum andern und vom Strom bis an die Enden der Erde.
> Mi 5,9
> 
> 9:11   Auch lasse ich um des Blutes deines Bundes willen deine Gefangenen
> frei aus der Grube, in der kein Wasser ist;
> 2. Mose 24,8
> 
> 9:12   so kehrt heim zur festen Stadt, die ihr auf Hoffnung gefangenliegt.
> Denn heute verkündige ich, daß ich dir zweifach erstatten will.
> Kap 10,9;  Jes 61,7
> 
> 9:13   Denn ich habe mir Juda zum Bogen gespannt und Ephraim darauf gelegt
> und will deine Söhne, Zion, aufbieten gegen deine Söhne,
> Griechenland, und will dich zum Schwert eines Riesen machen.
> 
> 9:14   Und der HERR wird über ihnen erscheinen, und seine Pfeile werden
> ausfahren wie der Blitz, und Gott der HERR wird die Posaune blasen
> und wird einherfahren in den Stürmen vom Südland.
> 
> 9:15   Der HERR Zebaoth wird sie schützen, und die Schleudersteine werden
> fressen und niederwerfen und Blut trinken wie Wein und voll davon
> werden wie die Becken und wie die Ecken des Altars.
> 
> 9:16   Und der HERR, ihr Gott, wird ihnen zu der Zeit helfen, der Herde
> seines Volks; denn wie edle Steine werden sie in seinem Lande
> glänzen.
> 
> 9:17   Denn wie groß ist seine Güte und wie groß ist seine Huld! Korn und
> Wein läßt er sprossen, Jünglinge und Jungfrauen.
> 
>          Der rechte Helfer
> 
> 10:1    Bittet den HERRN, daß es regne zur Zeit des Spätregens, so wird der
> HERR, der die Wolken macht, euch auch Regen genug geben für jedes
> Gewächs auf dem Felde.
> 
> 10:2    Denn die Götzen reden Lüge, und die Wahrsager schauen Trug und
> erzählen nichtige Träume, und ihr Trösten ist nichts. Darum geht das
> Volk in die Irre wie eine Herde und ist verschmachtet, weil kein
> Hirte da ist.
> Mt 9,36
> 
> Gott rüstet sein Volk zum Kampf und führt es heim
> 
> 10:3    Mein Zorn ist entbrannt über die Hirten, und ich will die Böcke
> heimsuchen; denn der HERR Zebaoth wird seine Herde heimsuchen,
> nämlich das Haus Juda, und wird sie zurichten wie ein Roß, das
> geschmückt ist zum Kampf.
> Kap 11,5
> 
> 10:4    Die Ecksteine, Pflöcke, Kriegsbogen, alle Mächtigen sollen aus ihr
> hervorgehen.
> Jer 30,21
> Bezeichnungen für die Großen des Volkes.
> 
> 10:5    Und sie sollen sein wie Riesen, die im Kampf den Feind niedertreten
> in den Dreck auf der Gasse, und sie sollen kämpfen, denn der HERR
> wird mit ihnen sein, daß die Reiter zuschanden werden.
> 
> 10:6    Und ich will das Haus Juda stärken und das Haus Josef erretten und
> will sie wieder einsetzen; denn ich erbarme mich ihrer. Und sie
> sollen sein, wie sie waren, als ich sie nicht verstoßen hatte; denn
> ich, der HERR, bin ihr Gott und will sie erhören.
> 
> 10:7    Und Ephraim soll sein wie ein Riese, und ihr Herz soll fröhlich
> werden wie vom Wein; ihre Söhne sollen's sehen und sich freuen, ihr
> Herz soll fröhlich sein über den HERRN.
> 
> 10:8    Ich will sie locken und sie sammeln, denn ich will sie erlösen, und
> sie sollen sich mehren, wie sie sich vormals gemehrt haben.
> 
> 10:9    Ich säte sie unter die Völker, daß sie meiner gedächten in fernen
> Landen und leben sollten mit ihren Kindern und wieder heimkehren.
> Jes 66,19;  Jer 51,50
> 
> 10:10   Denn ich will sie zurückbringen aus Ägyptenland und sie sammeln aus
> Assyrien und will sie ins Land Gilead und zum Libanon bringen, daß
> man nicht Raum genug für sie finden wird.
> 
> 10:11   Und wenn sie in Angst durchs Meer gehen, so wird er die Wellen im
> Meer schlagen, daß alle Tiefen des Wassers vertrocknen werden. Da
> soll dann zu Boden sinken die Pracht Assyriens, und das Zepter
> Ägyptens soll weichen.
> 2. Mose 14,16; Jes 11,15
> 
> 10:12   Ich will sie stärken in dem HERRN, daß sie wandeln sollen in seinem
> Namen, spricht der HERR.
> 
>  11:1    Tu deine Türen auf, Libanon, daß das Feuer deine Zedern verzehre!
> 
> 11:2    Heult, ihr Zypressen; denn die Zedern sind gefallen und die
> Herrlichen vernichtet. Heult, ihr Eichen Baschans; denn der feste
> Wald ist umgehauen.
> 
> 11:3    Man hört die Hirten heulen, denn ihre Herrlichkeit ist vernichtet;
> man hört die jungen Löwen brüllen, denn die Pracht des Jordans ist
> vernichtet.
> 
> Gegen die treulosen Hirten des Volkes
> 
> 11:4    So sprach der HERR, mein Gott: Hüte die Schlachtschafe!
> 
> 11:5    Denn ihre Käufer schlachten sie und halten's für keine Sünde, und
> ihre Verkäufer sprechen: Gelobt sei der HERR, ich bin nun reich!
> Und ihre Hirten schonen sie nicht.
> Jer 23,1-4; Hes 13,13,1-6; 34,1-16
> 
> 11:6    Darum will ich auch nicht mehr schonen die Bewohner des Landes,
> spricht der HERR. Und siehe, ich will die Leute fallen lassen, einen
> jeden in die Hand des andern und in die Hand seines Königs; sie
> werden das Land zerschlagen, und ich will sie nicht erretten aus
> ihrer Hand. -
> 
> 11:7    Und ich hütete die Schlachtschafe für die Händler der Schafe und
> nahm mir zwei Stäbe; den einen nannte ich »Huld«, den andern nannte
> ich »Eintracht« und hütete die Schafe.
> 
> 11:8    Und ich vertilgte die drei Hirten in einem Monat. Und ich mochte die
> Schafe nicht mehr, und sie wollten mich auch nicht mehr.
> 
> 11:9    Und ich sprach: Ich will euch nicht hüten; was da stirbt, das
> sterbe; was verschmachtet, das verschmachte; und von den
> Übriggebliebenen fresse ein jeder des andern Fleisch!
> Jer 15,2
> 
> 11:10   Und ich nahm meinen Stab »Huld« und zerbrach ihn, um meinen Bund
> aufzuheben, den ich mit allen Völkern geschlossen hatte.
> 
> 11:11   Und er wurde aufgehoben am selben Tage. Und die Händler der Schafe,
> die auf mich achteten, erkannten daran, daß es des HERRN Wort war.
> Vers 7
> 
> 11:12   Und ich sprach zu ihnen: Gefällt's euch, so gebt her meinen Lohn;
> wenn nicht, so laßt's bleiben. Und sie wogen mir den Lohn dar,
> dreißig Silberstücke.
> Mt 26,15
> 
> 11:13   Und der HERR sprach zu mir: Wirf's hin dem Schmelzer! Ei, eine
> treffliche Summe, deren ich wertgeachtet bin von ihnen! Und ich
> nahm die dreißig Silberstücke und warf sie ins Haus des HERRN, dem
> Schmelzer hin.
> Mt 27,9-10
> 
> 11:14   Und ich zerbrach meinen andern Stab »Eintracht«, um die
> Bruderschaft zwischen Juda und Israel aufzuheben.
> Hes 37,22
> 
> 11:15   Und der HERR sprach zu mir: Nimm abermals zu dir das Gerät eines
> Hirten, aber eines nichtsnutzigen!
> 
> 11:16   Denn siehe, ich werde einen Hirten im Lande erwecken, der nach dem
> Verlorenen nicht sehen, das Verlaufene nicht suchen, der das
> Zerbrochene nicht heilen und das Gesunde nicht versorgen wird; aber
> das Fleisch der Fetten wird er fressen und ihre Klauen zerreißen.
> 
> 11:17   Weh über meinen nichtsnutzigen Hirten, der die Herde verläßt! Das
> Schwert komme über seinen Arm und über sein rechtes Auge! Sein Arm
> soll verdorren und sein rechtes Auge erlöschen.
> 
>          Gottes Schutz für Jerusalem
> 
> 12:1    Dies ist die Last, die der HERR ankündigt. Von Israel spricht der
> HERR, der den Himmel ausbreitet und die Erde gründet und den Odem
> des Menschen in ihm macht:
> 
> 12:2    Siehe, ich will Jerusalem zum Taumelbecher zurichten für alle
> Völker ringsumher, und auch Juda wird's gelten, wenn Jerusalem
> belagert wird.
> Jes 51,17; Jer 25,15-29
> 
> 12:3    Zur selben Zeit will ich Jerusalem machen zum Laststein für alle
> Völker. Alle, die ihn wegheben wollen, sollen sich daran wund
> reißen; denn es werden sich alle Völker auf Erden gegen Jerusalem
> versammeln.
> Kap 14,3; Joel 4,12
> 
> 12:4    Zu der Zeit, spricht der HERR, will ich alle Rosse scheu und ihre
> Reiter irre machen, aber über das Haus Juda will ich meine Augen
> offen halten und alle Rosse der Völker mit Blindheit plagen.
> 
> 12:5    Und die Fürsten in Juda werden sagen in ihrem Herzen: Die Bürger
> Jerusalems sollen getrost sein in dem HERRN Zebaoth, ihrem Gott!
> 
> 12:6    Zu der Zeit will ich die Fürsten Judas machen zum Feuerbecken mitten
> im Holz und zur Fackel im Stroh, daß sie verzehren zur Rechten und
> zur Linken alle Völker ringsumher. Aber Jerusalem soll auch
> fernerhin bleiben an seinem Ort.
> Obd 1,18
> 
> 12:7    Und der HERR wird zuerst die Hütten Judas erretten, auf daß sich
> nicht zu hoch rühme das Haus David noch die Bürger Jerusalems wider
> Juda.
> 
> 12:8    Zu der Zeit wird der HERR die Bürger Jerusalems beschirmen, und es
> wird zu dieser Zeit geschehen, daß der Schwache unter ihnen sein
> wird wie David und das Haus David wie Gott, wie der Engel des HERRN
> vor ihnen her.
> Jes 33,24
> 
> Klage über den Durchbohrten
> 
> 12:9    Und zu der Zeit werde ich darauf bedacht sein, alle Heiden zu
> vertilgen, die gegen Jerusalem gezogen sind.
> Offb 20,9
> 
> 12:10   Aber über das Haus David und über die Bürger Jerusalems will ich
> ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets. Und sie werden mich
> ansehen, den sie durchbohrt haben, und sie werden um ihn klagen, wie
> man klagt um ein einziges Kind, und werden sich um ihn betrüben, wie
> man sich betrübt um den Erstgeborenen.
> Joel 3,1;  Joh 19,37; Offb 1,7
> 
> 12:11   Zu der Zeit wird große Klage sein in Jerusalem, wie die um
> Hadad-Rimmon in der Ebene von Megiddo war.
> 2. Kön 5,18
> 
> 12:12   Und das Land wird klagen, ein jedes Geschlecht besonders: das
> Geschlecht des Hauses David besonders und die Frauen besonders, das
> Geschlecht des Hauses Nathan besonders und die Frauen besonders,
> 
> 12:13   das Geschlecht des Hauses Levi besonders und die Frauen besonders,
> das Geschlecht Schimis besonders und die Frauen besonders;
> 
> 12:14   so auch alle andern übriggebliebenen Geschlechter, ein jedes
> besonders und die Frauen besonders.
> 
>          Ausrottung des Götzendienstes und der falschen Propheten
> 
> 13:1    Zu der Zeit werden das Haus David und die Bürger Jerusalems einen
> offenen Quell haben gegen Sünde und Befleckung.
> Jes 12,3; 55,1
> 
> 13:2    Zu der Zeit, spricht der HERR Zebaoth, will ich die Namen der
> Götzen ausrotten aus dem Lande, daß man ihrer nicht mehr gedenken
> soll; dazu will ich auch die Propheten und allen Geist der
> Unreinheit aus dem Lande treiben.
> Mi 5,12;  Jer 29,8-9
> 
> 13:3    Und so soll es geschehen: Wenn jemand weiterhin als Prophet
> auftritt, dann sollen sein Vater und seine Mutter, die ihn gezeugt
> haben, zu ihm sagen: Du sollst nicht am Leben bleiben; denn du
> redest Lüge im Namen des HERRN! Und es werden Vater und Mutter, die
> ihn gezeugt haben, ihn durchbohren, wenn er als Prophet auftritt.
> 5. Mose 13,6
> 
> 13:4    Denn es soll zu der Zeit geschehen, daß die Propheten, wenn sie
> weissagen, in Schande dastehen mit dem, was sie geschaut haben, und
> sie sollen nicht mehr einen härenen Mantel anziehen, um zu betrügen;
> 
> 13:5    sondern jeder wird sagen müssen: Ich bin kein Prophet, sondern ein
> Ackermann; denn vom Acker habe ich meinen Erwerb von Jugend auf.
> 
> 13:6    Und wenn man zu ihm sagen wird: Was sind das für Wunden auf deiner
> Brust?, wird er sagen: So wurde ich geschlagen im Hause derer, die
> mich lieben.
> 
> Der geläuterte Rest
> 
> 13:7    Schwert, mach dich auf über meinen Hirten, über den Mann, der mir
> der nächste ist! spricht der HERR Zebaoth. Schlage den Hirten, daß
> sich die Herde zerstreue; und ich will meine Hand wenden gegen die
> Kleinen.
> Mt 26,31
> 
> 13:8    Und es soll geschehen in dem ganzen Lande, spricht der HERR, daß
> zwei Teile darin ausgerottet werden sollen und untergehen, und nur
> der dritte Teil soll darin übrigbleiben.
> Jes 6,13
> 
> 13:9    Und ich will den dritten Teil durchs Feuer gehen lassen und läutern,
> wie man Silber läutert, und ihn prüfen, wie man Gold prüft. Die
> werden dann meinen Namen anrufen, und ich will sie erhören. Ich will
> sagen: Es ist mein Volk; und sie werden sagen: HERR, mein Gott!
> Hos 2,25
> 
>          Jerusalem und die Völkerwelt am Tage des HERRN
> 
> 14:1    Siehe, es kommt für den HERRN die Zeit, daß man in deiner Mitte
> unter sich verteilen wird, was man dir geraubt hat.
> Jes 39,6
> 
> 14:2    Denn ich werde alle Heiden sammeln zum Kampf gegen Jerusalem. Und
> die Stadt wird erobert, die Häuser werden geplündert und die Frauen
> geschändet werden. Und die Hälfte der Stadt wird gefangen weggeführt
> werden, aber das übrige Volk wird nicht aus der Stadt ausgerottet
> werden.
> 
> 14:3    Und der HERR wird ausziehen und kämpfen gegen diese Heiden, wie er
> zu kämpfen pflegt am Tage der Schlacht.
> Kap 12,3; Jes 42,13; Offb 19,19
> 
> 14:4    Und seine Füße werden stehen zu der Zeit auf dem Ölberg, der vor
> Jerusalem liegt nach Osten hin. Und der Ölberg wird sich in der
> Mitte spalten, vom Osten bis zum Westen, sehr weit auseinander, so
> daß die eine Hälfte des Berges nach Norden und die andere nach Süden
> weichen wird.
> 
> 14:5    Und das Tal Hinnom wird verstopft werden, denn das Tal wird an die
> Flanke des Berges stoßen. Und ihr werdet fliehen, wie ihr vorzeiten
> geflohen seid vor dem Erdbeben zur Zeit Usijas, des Königs von
> Juda. Da wird dann kommen der HERR, mein Gott, und alle Heiligen mit
> ihm.
> Am 1,1
> 
> 14:6    Zu der Zeit wird weder Kälte noch Frost noch Eis sein.
> 
> 14:7    Und es wird ein einziger Tag sein - er ist dem HERRN bekannt! -, es
> wird nicht Tag und Nacht sein, und auch um den Abend wird es licht
> sein.
> Mk 13,32
> 
> 14:8    Zu der Zeit werden lebendige Wasser aus Jerusalem fließen, die eine
> Hälfte zum Meer im Osten und die andere Hälfte zum Meer im Westen,
> und so wird es sein im Sommer und im Winter.
> Hes 47,1-8
> 
> 14:9    Und der HERR wird König sein über alle Lande. Zu der Zeit wird der
> HERR der einzige sein und sein Name der einzige.
> Ps 97,1; Offb 11,15
> 
> 14:10   Und das ganze Land wird verwandelt werden in eine Ebene, von Geba
> bis nach Rimmon im Süden. Aber Jerusalem wird hoch liegen und an
> seiner Stätte bleiben, vom Tor Benjamin bis an die Stelle des ersten
> Tors, bis an das Ecktor, und vom Turm Hananel bis an des Königs
> Kelter.
> Jos 15,32;  Jer 31,38
> 
> 14:11   Und man wird darin wohnen; es wird keinen Bann mehr geben, denn
> Jerusalem wird ganz sicher wohnen.
> Offb 22,3;  Jer 33,16
> 
> 14:12   Und dies wird die Plage sein, mit der der HERR alle Völker schlagen
> wird, die gegen Jerusalem in den Kampf gezogen sind: ihr Fleisch
> wird verwesen, während sie noch auf ihren Füßen stehen, und ihre
> Augen werden in ihren Höhlen verwesen und ihre Zungen im Mund.
> 
> 14:13   Zu der Zeit wird der HERR eine große Verwirrung unter ihnen
> anrichten, so daß einer den andern bei der Hand packen und seine
> Hand wider des andern Hand erheben wird;
> 
> 14:14   und auch Juda wird gegen Jerusalem kämpfen. Und man wird
> zusammenbringen die Güter aller Heiden ringsumher: Gold, Silber und
> Kleider über die Maßen viel.
> 
> 14:15   Und so wird dann diese Plage auch kommen über Rosse, Maultiere,
> Kamele, Esel und alle Tiere, die in diesem Heer sind; sie werden von
> ihr geschlagen gleichwie jene.
> 
> 14:16   Und alle, die übriggeblieben sind von allen Heiden, die gegen
> Jerusalem zogen, werden jährlich heraufkommen, um anzubeten den
> König, den HERRN Zebaoth, und um das Laubhüttenfest zu halten.
> Vers 9
> 
> 14:17   Aber über das Geschlecht auf Erden, das nicht heraufziehen wird nach
> Jerusalem, um anzubeten den König, den HERRN Zebaoth, über das
> wird's nicht regnen.
> 
> 14:18   Und wenn das Geschlecht der Ägypter nicht heraufzöge und käme, so
> wird auch über sie die Plage kommen, mit der der HERR alle Heiden
> schlagen wird, wenn sie nicht heraufkommen, um das Laubhüttenfest zu
> halten.
> 
> 14:19   Darin besteht die Sünde der Ägypter und aller Heiden, daß sie nicht
> heraufkommen, um das Laubhüttenfest zu halten.
> 
> 14:20   Zu der Zeit wird auf den Schellen der Rosse stehen »Heilig dem
> HERRN«. Und die Töpfe im Hause des HERRN werden den Becken vor dem
> Altar gleichgestellt sein.
> 2. Mose 28,36
> 
> 14:21   Und es werden alle Töpfe in Jerusalem und Juda dem HERRN Zebaoth
> heilig sein, so daß alle, die da opfern wollen, kommen werden und
> sie nehmen und darin kochen werden. Und es wird keinen Händler mehr
> geben im Hause des HERRN Zebaoth zu der Zeit.
> Offb 21,26-27;  Mt 21,12
>
> — *37SACHARJA*

