# TOBIAS

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> Des alten Tobias Frömmigkeit, Unglück und Gebet
> 
> 1:1    Es war ein Mann mit Namen Tobias aus dem Stamme Naftali, aus einer
> Stadt in Obergaliläa, zu der man kommt, wenn man von Hazor nach
> Westen geht und Safed zur Linken hat.
> Jos 19,32;  Jos 19,36
> 
> 1:2    Der wurde mit in die Gefangenschaft geführt zur Zeit Salmanassars,
> des Königs von Assyrien; und obwohl er dort unter Fremden leben
> mußte, ist er dennoch von Gottes Wort nicht abgefallen.
> 2. Kön 18,9-11;  Jdt 11,13
> 
> 1:3    Darum teilte er alles, was er hatte, Tag für Tag mit seinen
> gefangenen Brüdern und Verwandten.
> 
> 1:4    Und als er noch einer der jüngsten Männer des Stammes Naftali war,
> hatte er bereits bewiesen, daß er kein Kind mehr war:
> 
> 1:5    während alle andern den goldnen Kälbern dienten, die Jerobeam, der
> König von Israel, hatte machen lassen, schied er sich von der
> Gemeinschaft mit ihnen
> 1. Kön 12,26-30
> 
> 1:6     und hielt sich als einziger zum Tempel des Herrn in Jerusalem und
> diente dort dem Herrn und betete den Gott Israels an. Er gab auch
> alle Erstlinge und Zehnten mit solcher Treue,
> (6 und 7) 5. Mose 12,4-6; 2. Mose 23,19; 5. Mose 14,22; 14,28-29
> 
> 1:7    daß er sogar jedes dritte Jahr den Fremdlingen, Witwen und Waisen
> ihren Zehnten gab.
> 
> 1:8    Das alles hielt er von Jugend auf nach dem Gesetz des Herrn.
> 
> 1:9    Als er nun erwachsen war, nahm er eine Frau, auch aus dem Stamm
> Naftali, mit Namen Hanna und zeugte mit ihr einen Sohn, den er auch
> Tobias nannte;
> 4. Mose 36,6-7
> 
> 1:10   und er lehrte ihn von Jugend auf Gott fürchten und die Sünde
> meiden.
> 5. Mose 6,6-7; 2. Tim 3,15
> 
> 1:11   Als er nun mit Frau und Sohn und mit seinem ganzen Stamm in die
> Gefangenschaft nach Ninive kam
> 
> 1:12   und alle von den Speisen der Heiden aßen, hütete er sich und machte
> sich nicht unrein mit solcher Speise.
> Jdt 12,2; Dan 1,8
> 
> 1:13    Und weil er von ganzem Herzen den Herrn fürchtete, ließ ihn der
> Herr bei König Salmanassar Gnade finden,
> (13 und 14) Dan 1,18-19
> 
> 1:14   so daß er ihm erlaubte, überallhin zu gehen, wohin er wollte, und zu
> tun, was ihm gut schien.
> 
> 1:15   So besuchte er nun alle, die in der Gefangenschaft lebten, und
> ermahnte sie, Gottes Wort treu zu bleiben.
> Jak 1,27;  Offb 3,2
> 
> 1:16   Und er kam in die Stadt Rages in Medien und hatte zehn Talente
> Silber bei sich, mit denen ihn der König beschenkt hatte.
> 
> 1:17   Und als er unter den vielen Israeliten einen Armen aus seinem Stamm
> mit Namen Gabaël sah, lieh er ihm das Geld und nahm einen
> Schuldschein von ihm.
> 5. Mose 15,7-8
> 
> 1:18   Lange danach aber, nach dem Tod des Königs Salmanassar, als sein
> Sohn Sanherib regierte, dem die Israeliten verhaßt waren,
> 
> 1:19   ging Tobias wieder bei allen Israeliten umher und tröstete sie und
> gab ihnen von seinem Vermögen, soviel er konnte:
> 
> 1:20    die Hungrigen speiste er, die Nackten kleidete er, die Toten und
> Erschlagenen begrub er.
> Jes 58,7; Hiob 31,17;  Hiob 31,19
> 
> 1:21   Dann aber kam König Sanherib aus Judäa zurück, als er hatte fliehen
> müssen, weil ihn Gott um seiner Lästerung willen geschlagen hatte.
> Darüber war er sehr zornig und ließ viele Israeliten töten. Da war
> es Tobias, der sie begrub.
> 2. Kön 18,35; 19,35-36
> 
> 1:22   Als aber der König das erfuhr, befahl er, ihn zu töten, und nahm ihm
> all sein Hab und Gut.
> 
> 1:23   Tobias aber floh mit seinem Sohn und seiner Frau und konnte sich,
> völlig mittellos, verborgen halten, weil viele ihn liebten und ihm
> halfen.
> 
> 1:24   Aber nach fünfundvierzig Tagen wurde der König von seinen eignen
> Söhnen erschlagen,
> 2. Kön 19,37
> 
> 1:25   und Tobias kam wieder heim, und sein ganzes Vermögen wurde ihm
> wiedergegeben.
> 
>   2:1    Als Tobias danach an einem Fest des Herrn in seinem Hause ein
> herrliches Mahl bereitet hatte, sagte er zu seinem Sohn: Geh und
> lade einige gottesfürchtige Männer aus unserm Stamme ein, mit uns zu
> essen!
> Sir 9,23
> 
> 2:2    Und als er wieder heimkam, sagte er seinem Vater, einer der
> Israeliten liege erschlagen auf der Gasse.
> 
> 2:3    Da stand Tobias sogleich vom Tisch auf, ließ das Essen stehen, ging
> zu dem Toten, hob ihn auf und trug ihn unbemerkt in sein Haus, um
> ihn nachts heimlich zu begraben.
> 
> 2:4    Und nachdem er die Leiche versteckt hatte, aß er sein Brot voll
> Trauer und Entsetzen
> Hes 24,17
> 
> 2:5     und dachte an das Wort, das der Herr durch den Propheten Amos
> geredet hatte:
> (5 und 6) Am 8,10
> 
> 2:6    Eure Feiertage sollen zu Trauertagen werden.
> 
> 2:7    Und in der Nacht ging er hin und begrub den Toten.
> 
> 2:8    Alle seine Freunde aber schalten ihn und sprachen: Erst neulich
> wollte dich der König aus demselben Grunde töten lassen, und du bist
> seinem Mordbefehl kaum entkommen; und doch begräbst du schon wieder
> die Toten!
> 
> 2:9    Tobias aber fürchtete Gott mehr als den König und holte weiterhin
> die Erschlagenen weg und verbarg sie in seinem Hause, bis er sie
> tief in der Nacht begraben konnte.
> Apg 5,29;  Apg 8,2
> 
> 2:10   Es begab sich aber eines Tages, als er Tote begraben hatte und müde
> heimkam, daß er sich im Schutz einer Mauer niederlegte und
> einschlief.
> 
> 2:11   Da ließ eine Schwalbe aus ihrem Nest ihren heißen Dreck auf seine
> Augen fallen; davon wurde er blind.
> 
> 2:12   Diese Prüfung aber ließ Gott über ihn kommen, damit die Nachwelt an
> ihm ein Beispiel der Geduld hätte wie an dem heiligen Hiob.
> Hiob 1,21; 2,10; Jak 5,11
> 
> 2:13   Denn wie er von Jugend auf Gott gefürchtet und seine Gebote gehalten
> hatte, so wurde er auch jetzt nicht bitter gegen Gott, weil er ihn
> hatte blind werden lassen, sondern blieb beständig in der Furcht
> Gottes und dankte Gott sein ganzes Leben lang.
> 
> 2:14   Und wie die Könige den heiligen Hiob verhöhnten, so verlachten den
> Tobias seine nächsten Verwandten und sagten:
> Hiob 12,4
> 
> 2:15   Wo bleibt nun, worauf du gehofft hast? wofür du deine Almosen
> gegeben und so viele Tote begraben hast?
> 
> 2:16   Aber Tobias wies sie zurecht und sagte:
> 
> 2:17   Redet nicht so! Denn wir sind Kinder der Heiligen und warten auf
> ein Leben,
> Jdt 6,14
> 
> 2:18   das Gott denen geben wird, die im Glauben treu und fest an ihm
> bleiben.
> 2. Makk 7,14; 7,36
> 
> 2:19   Seine Frau Hanna aber ging alle Tage zum Weben und ernährte ihn mit
> ihrer Hände Arbeit, so gut sie konnte.
> 
> 2:20   So begab es sich, daß sie ein Ziegenböcklein heimbrachte, das sie
> bekommen hatte.
> 
> 2:21   Und als ihr Mann Tobias es blöken hörte, sprach er: Wenn das nur
> nicht gestohlen ist! Gebt's dem Besitzer zurück; denn es ist uns
> nicht erlaubt, von gestohlenem Gut zu essen oder es auch nur
> anzurühren.
> 
> 2:22   Über diese Worte wurde seine Frau zornig und antwortete: Da sieht
> man, daß deine Hoffnung nutzlos war und daß deine Almosen uns nichts
> einbringen.
> Hiob 2,9
> 
> 2:23   Mit solchen und andern Worten mehr warf sie ihm sein Elend vor.
> 
>   3:1    Da seufzte Tobias tief auf, fing an zu weinen und zu beten und
> sprach:
> 
> 3:2    Herr, du bist gerecht, und alle deine Gerichte sind lauter Güte und
> Treue.
> Ps 119,137
> 
> 3:3    Und nun, mein Herr, sei mir gnädig und strafe meine Sünden nicht,
> denke nicht daran, was ich oder meine Väter Böses getan haben.
> Ps 25,7; 79,8
> 
> 3:4    Denn weil wir deine Gebote nicht gehalten haben, hast du uns unsern
> Feinden preisgegeben, die uns berauben, gefangenhalten und töten,
> und hast uns zu Spott und Hohn all der Völker gemacht, unter die du
> uns zerstreut hast.
> 5. Mose 28,15; 28,37; 28,48
> 
> 3:5    Ach, Herr, schrecklich sind deine Gerichte, weil wir deine Gebote
> nicht gehalten und nicht aufrichtig gelebt haben vor dir.
> 
> 3:6    Und nun, Herr, erweise mir Gnade und nimm meinen Geist weg in
> Frieden; denn ich will viel lieber tot sein als leben.
> 1. Kön 19,4
> 
> Saras Not und Gebet
> 
> 3:7    Es begab sich nun an demselben Tage, daß Sara, die Tochter Raguëls,
> in einer Stadt der Meder von einer Magd ihres Vaters auch geschmäht
> und gescholten wurde.
> 
> 3:8    Man hatte sie nämlich sieben Männern nacheinander gegeben, aber ein
> böser Geist, Aschmodai genannt, hatte sie alle getötet, sobald sie
> zu ihr eingehen wollten.
> 
> 3:9    Als nun Sara die Magd wegen eines Fehlers zurechtwies, gab die ihr
> zurück:
> 
> 3:10   Wenn wir nur von dir nicht auch einen Sohn oder eine Tochter auf
> Erden sehen müssen, du Männermörderin!
> 
> 3:11   Willst du mich auch töten, wie du schon sieben Männer getötet hast?
> 
> 3:12   Auf diese Worte hin ging Sara in eine Kammer oben im Haus, aß nicht
> und trank nicht drei Tage und drei Nächte lang, betete aber
> unablässig und flehte Gott unter Tränen an, sie von ihrer Schmach zu
> befreien.
> Jdt 9,1
> 
> 3:13   Als sie aber am dritten Tage ihr Gebet vollendete, lobte sie Gott
> und sprach:
> 
> 3:14   Gelobt sei dein Name, Herr, du Gott unsrer Väter; denn wenn du
> gezürnt hast, erweist du Gnade und Güte, und in der Zeit der Trübsal
> vergibst du Sünde denen, die dich anrufen.
> Jes 54,8; Hab 3,2
> 
> 3:15   Zu dir, mein Herr, kehre ich mein Angesicht, zu dir hebe ich meine
> Augen auf
> 
> 3:16   und bitte dich, daß du mich erlöst aus dieser schweren Schmach oder
> mich von der Erde wegnimmst.
> 
> 3:17   Du weißt, Herr, daß ich niemals einen Mann begehrt und meine Seele
> rein erhalten habe von aller bösen Lust
> Sir 23,5
> 
> 3:18   und mich nie zu zuchtloser und leichtfertiger Gesellschaft gehalten
> habe.
> 
> 3:19   Ich war bereit, einen Mann zu nehmen, weil ich dich fürchtete, und
> nicht, weil ich nach Lust gierig war.
> 1. Thess 4,3-5
> 
> 3:20   Entweder bin ich ihrer oder sie sind meiner nicht wert gewesen, und
> du hast mich vielleicht einem andern Mann vorbehalten.
> 
> 3:21   Denn dein Ratschluß ist von Menschen nicht zu ergründen.
> Hiob 15,8; Weish 9,13
> 
> 3:22   Das weiß ich aber fürwahr: jeder, der dir dient, wird nach der
> Anfechtung gekrönt und aus der Trübsal erlöst, und nach der
> Züchtigung findet er Gnade.
> Jak 1,12
> 
> 3:23   Denn du hast nicht Gefallen an unserm Verderben: nach dem Gewitter
> läßt du die Sonne wieder scheinen, und nach Klagen und Weinen
> überschüttest du uns mit Freuden. Deinem Namen sei ewig Ehre und
> Lob, du Gott Israels.
> Ps 30,6
> 
> Die Erhörung
> 
> 3:24    In derselben Stunde wurden die Gebete dieser beiden von dem Herrn
> im Himmel erhört.
> (24 und 25) Apg 10,3-4
> 
> 3:25   Und der heilige Rafael, der Engel des Herrn, wurde gesandt, beiden
> zu helfen, weil ihr Gebet zu gleicher Zeit dem Herrn vorgebracht
> worden war.
> Kap 12,15
> 
>          Das Vermächtnis des Tobias
> 
> 4:1    Als nun Tobias dachte, sein Gebet wäre erhört und er würde sterben,
> rief er seinen Sohn Tobias zu sich und sagte zu ihm:
> 
> 4:2    Lieber Sohn, höre meine Worte und behalte sie fest in deinem Herzen.
> 
> 4:3    Wenn Gott meine Seele zu sich nehmen wird, so begrabe meinen Leib
> und ehre deine Mutter, solange sie lebt;
> 1. Mose 50,5;  2. Mose 20,12; Spr 23,22; Sir 3,3; 3,5; 3,18
> 
> 4:4    denke daran, was für Gefahren sie ausgestanden hat, als sie dich
> unter dem Herzen trug;
> Sir 7,29
> 
> 4:5    und wenn sie gestorben ist, so begrabe sie neben mir.
> Jdt 16,28
> 
> 4:6    Und dein Leben lang habe Gott vor Augen und im Herzen und hüte dich
> davor, jemals in eine Sünde einzuwilligen und gegen die Gebote
> unsres Gottes zu handeln. -
> 
> 4:7     Mit deinem Hab und Gut hilf den Armen und wende dich auch nicht von
> einem einzigen ab, dann wird sich das Angesicht des Herrn auch von
> dir nicht abwenden.
> (7-12) 5. Mose 15,7-11; Sir 4,1-5; Mt 6,3-4
> 
> 4:8    Wo du kannst, da hilf den Bedürftigen.
> Spr 3,27
> 
> 4:9    Hast du viel, so gib reichlich; hast du wenig, so gib doch das
> Wenige von Herzen.
> Sir 35,11-12
> 
> 4:10   Denn so wirst du dir einen guten Lohn für den Tag der Not sammeln.
> Lk 16,9
> 
> 4:11   Denn Almosen erlösen von allen Sünden, auch vom Tode, und lassen
> die Seele nicht in die Finsternis geraten.
> Dan 4,24; Sir 3,33; 1. Petr 4,8
> 
> 4:12   Almosen schaffen große Zuversicht vor dem höchsten Gott. -
> Spr 19,17
> 
> 4:13   Hüte dich, mein Sohn, vor aller Hurerei, und außer mit deiner eignen
> Frau laß dich mit keiner andern ein.
> Spr 6,23-24
> 
> 4:14    Hoffart laß weder in deinem Herzen noch in deinen Worten herrschen,
> denn mit ihr hat alles Verderben seinen Anfang genommen.
> Sir 10,14-16; Spr 29,23
> 
> 4:15   Wer für dich arbeitet, dem gib sogleich seinen Lohn und enthalte
> dem Tagelöhner den Lohn nicht vor.
> 3. Mose 19,13;  Sir 34,27
> 
> 4:16   Was du nicht willst, daß man dir tu, das füg auch keinem andern zu.
> Mt 7,12
> 
> 4:17   Teile dein Brot mit den Hungrigen und bedecke die Nackten mit
> Kleidern von dir.
> Kap 1,20
> 
> 4:18   Gib von deinem Brot und Wein beim Begräbnis der Frommen; aber iß
> und trink nicht davon mit den Sündern.
> Mt 9,11
> 
> 4:19   Suche deinen Rat immer bei den Weisen.
> Sir 9,21
> 
> 4:20   Preise Gott allezeit und bete, daß er dich leite und daß alles, was
> du dir vornimmst, durch seine Hilfe gelingt.
> 
> 4:21   Du sollst auch wissen, mein Sohn, daß ich, als du noch ein Kind
> warst, dem Gabaël in der Stadt Rages in Medien zehn Talente Silber
> geliehen habe; seinen Schuldschein habe ich hier. Darum überlege
> dir, wie du zu ihm gelangen, das Geld von ihm bekommen und ihm
> seinen Schuldschein zurückgeben kannst!
> Kap 1,16-17
> 
> 4:22   Sorge dich nur nicht, mein Sohn! Wir führen zwar jetzt ein armes
> Leben, aber wir werden viel Gutes empfangen, wenn wir Gott fürchten,
> die Sünde meiden und Gutes tun.
> Sir 11,21-23; 1. Tim 6,6
> 
>          Der Begleiter des jungen Tobias
> 
> 5:1    Da antwortete der junge Tobias seinem Vater: Alles, was du mir
> gesagt hast, mein Vater, das will ich tun.
> 
> 5:2    Wie ich aber versuchen soll, das Geld zu bekommen, weiß ich nicht.
> Dieser Gabaël kennt mich nicht, und ich kenne ihn auch nicht. Was
> für ein Zeichen soll ich ihm vorweisen, damit er mir Glauben
> schenkt? Aber auch den Weg dorthin kenne ich nicht.
> 
> 5:3    Da antwortete ihm sein Vater: Seinen Schuldschein habe ich hier;
> wenn du ihm den vorlegst, wird er dir sogleich das Geld geben.
> 
> 5:4    Geh aber hin und suche dir einen zuverlässigen Begleiter, der gegen
> Entgelt mit dir geht, damit du das Geld noch bei meinen Lebzeiten
> zurückbekommst.
> 
> 5:5    Da ging der junge Tobias hinaus und fand einen stattlichen jungen
> Mann, der stand da gegürtet und wie bereit zu reisen.
> 
> 5:6    Und er wußte nicht, daß es ein Engel Gottes war, grüßte ihn und
> fragte: Woher bist du, guter Freund?
> Hebr 13,2
> 
> 5:7    Er antwortete: Von den Israeliten.
> 
> 5:8    Und Tobias fragte ihn: Kennst du den Weg nach Medien?
> 
> 5:9    Er antwortete: Ich kenne ihn gut und bin ihn oft gegangen und habe
> Herberge genommen bei unserm Bruder Gabaël, der in der Stadt Rages
> in Medien wohnt, die auf dem Gebirge von Ekbatana liegt.
> Jdt 1,1
> 
> 5:10   Und Tobias sagte zu ihm: Warte doch einen Augenblick auf mich, damit
> ich das meinem Vater sagen kann.
> 
> 5:11   Da ging Tobias hinein und sagte das alles seinem Vater; und der
> Vater wunderte sich und bat, der junge Mann solle zu ihm
> hereinkommen.
> 
> 5:12   So kam er herein, grüßte ihn und sagte: Gott gebe dir allezeit
> Freude!
> Jak 1,1; Phil 4,4
> 
> 5:13    Aber Tobias sagte: Was soll ich für Freude haben, wenn ich im
> Finstern sitzen muß und das Licht des Himmels nicht sehen kann?
> (13 und 14) Jes 50,10
> 
> 5:14   Und der junge Mann sagte zu ihm: Hab Geduld, Gott wird dir bald
> helfen.
> 
> 5:15   Und Tobias sagte zu ihm: Kannst du meinen Sohn zu Gabaël hinführen,
> in die Stadt Rages in Medien? Wenn du wiederkommst, will ich dir
> deinen Lohn geben.
> 
> 5:16   Und der Engel sagte zu ihm: Ich will ihn hinführen und wieder zu dir
> zurückbringen.
> 
> 5:17   Und Tobias sagte zu ihm: Ich bitte dich: sage mir, aus welchem
> Geschlecht oder aus welchem Stamme bist du?
> 
> 5:18   Und der Engel Rafael sagte: Sei doch zufrieden! Reicht es dir nicht,
> daß du einen Begleiter für deinen Sohn gefunden hast? Wozu willst du
> auch noch wissen, woher ich bin?
> Ri 13,18
> 
> 5:19   Doch um dir die Sorge zu nehmen, will ich dir's sagen: Ich bin
> Asarja, der Sohn des großen Hananja.
> 
> 5:20   Und Tobias sagte: Du bist aus einem guten Geschlecht;
> 
> 5:21   ich bitte dich: Zürne mir nicht, daß ich nach deiner Herkunft
> gefragt habe.
> 
> 5:22   Der Engel aber sagte zu ihm: Ich will deinen Sohn wohlbehalten hin-
> und zurückbringen.
> Jdt 13,20
> 
> 5:23   Tobias antwortete: So zieht hin! Gott sei mit euch auf dem Wege,
> und sein Engel geleite euch!
> 1. Mose 24,7; Hebr 1,14
> 
> Der Abschied von den Eltern
> 
> 5:24   Da rüstete sich Tobias mit allem aus, was er mitnehmen wollte, nahm
> Abschied von Vater und Mutter und zog mit seinem Begleiter davon.
> 
> 5:25   Und als sie fort waren, fing seine Mutter an zu weinen und klagte:
> Den Trost unsres Alters hast du uns genommen und weggeschickt.
> Rut 4,14-15
> 
> 5:26   Ich wollte, daß das Geld nie gewesen wäre, dessentwegen du ihn
> weggeschickt hast.
> 
> 5:27   Wir hätten wohl zufrieden sein können in unsrer Armut und es für
> großen Reichtum halten sollen, daß wir unsern Sohn bei uns hatten.
> 
> 5:28   Aber Tobias sagte: Weine nicht! Unser Sohn wird frisch und gesund
> hin- und zurückkommen, und deine Augen werden ihn sehen.
> 
> 5:29   Denn ich glaube, daß ein guter Engel Gottes ihn geleitet und alles
> zum Besten lenkt, was ihm begegnet, so daß er in Freuden wieder
> heimkehren wird. Da schwieg seine Mutter still und gab sich
> zufrieden.
> 
>          Der große Fisch und der Rat des Engels
> 
> 6:1    Tobias zog dahin, und sein Hündlein lief mit ihm. Und nach der
> ersten Tagereise blieb er über Nacht am Ufer des Tigris.
> Kap 11,9
> 
> 6:2    Er ging zum Fluß, um seine Füße zu waschen; und siehe, ein großer
> Fisch schoß hervor und wollte ihn verschlingen.
> 
> 6:3    Tobias erschrak und schrie mit lauter Stimme: O Herr, er will mich
> fressen!
> 
> 6:4    Und der Engel sagte zu ihm: Pack ihn bei den Kiemen und zieh ihn
> heraus!
> 
> 6:5    Und er zog ihn aufs Land; da zappelte er vor seinen Füßen.
> 
> 6:6    Da sagte der Engel zu ihm: Nimm den Fisch aus und behalte das Herz,
> die Galle und die Leber; denn sie sind sehr gut als Arznei.
> 
> 6:7    Tobias tat das, und einige Stücke vom Fisch briet er für unterwegs,
> das übrige salzten sie ein, damit sie genug für die Reise hatten,
> bis sie in die Stadt Rages in Medien kamen.
> 
> 6:8    Da fragte Tobias den Engel: Ich bitte dich, mein Bruder Asarja, sage
> mir, welche Heilkraft in den Stücken des Fisches liegt, die ich von
> dem Fisch behalten sollte.
> 
> 6:9    Da antwortete der Engel: Wenn du ein Stücklein vom Herzen oder von
> der Leber auf glühende Kohlen legst, so vertreibt der Rauch alle
> bösen Geister, so daß sie weder Mann noch Frau mehr schaden können.
> 
> 6:10   Und die Galle des Fisches ist eine gute Salbe für die Augen, um sie
> vom Star zu heilen.
> 
> 6:11   Und Tobias fragte: Wo wollen wir einkehren? Und der Engel
> antwortete:
> 
> 6:12   Hier wohnt ein Mann, der heißt Raguël; er ist ein Verwandter aus
> deinem Stamm und hat nur eine einzige Tochter; die heißt Sara; und
> sonst hat er kein Kind.
> Kap 3,7
> 
> 6:13   Dir wird all ihr Hab und Gut zufallen, denn du bist verpflichtet,
> die Tochter zur Frau zu nehmen.
> Kap 7,14; 4. Mose 27,8; 36,8-9
> 
> 6:14   Darum wirb um sie bei ihrem Vater, so wird er sie dir zur Frau
> geben.
> 
> 6:15   Da antwortete Tobias: Ich habe gehört, daß sie bereits sieben
> Männern angetraut war; die sind alle tot, und man sagt, ein böser
> Geist habe sie getötet.
> Kap 3,8
> 
> 6:16   Darum fürchte ich, daß mir's auch so gehen könnte; dann würden meine
> betagten Eltern vor Leid sterben, weil ich ihr einziger Sohn bin.
> 
> 6:17   Da sprach der Engel Rafael: Hör auf mich! Ich will dir sagen, was
> das für Leute sind, über die der böse Geist Gewalt gewinnen kann:
> 
> 6:18   nämlich solche, die ihre Ehe eingehen als Menschen, die von Gott
> nichts wissen wollen und sich allein von ihrer Lust leiten lassen,
> als wären sie ohne Verstand wie Rosse und Maultiere. Über solche
> Leute hat der böse Geist Gewalt.
> Kap 3,17-19;  Ps 32,9
> 
> 6:19   Wenn du aber mit Sara ins Brautgemach kommst, dann sollst du sie
> drei Tage lang nicht berühren, sondern mit ihr zusammen nur dem
> Gebet leben.
> 1. Kor 7,5
> 
> 6:20   In der ersten Nacht sollst du die Leber des Fisches auf glühende
> Kohlen legen, dann wird der böse Geist vertrieben werden.
> 
> 6:21    Durch die zweite Nacht aber werden dir die Verheißungen der
> heiligen Patriarchen zuteil.
> (21-23) 1. Mose 12,2-3
> 
> 6:22   Durch die dritte Nacht wirst du den Segen erlangen, daß euch gesunde
> Kinder geboren werden.
> 
> 6:23   Wenn aber die dritte Nacht vorüber ist, sollst du dich mit der
> Jungfrau verbinden in der Furcht des Herrn, mehr aus Liebe zu den
> Kindern als aus Lust, damit du mit deinen Kindern den Segen
> erlangst, der den Nachkommen Abrahams zugesagt ist.
> 
>          Die Vermählung des Tobias mit Sara
> 
> 7:1    Sie kehrten bei Raguël ein, und der empfing sie mit Freuden.
> 
> 7:2    Und er sah Tobias an und sagte zu Hanna, seiner Frau: Wie gleicht
> der junge Mann doch meinem Vetter!
> 
> 7:3    Und als er das gesagt hatte, fragte er: Woher stammt ihr, liebe
> Brüder?
> 
> 7:4    Sie sagten: Aus dem Stamm Naftali sind wir, Weggeführte, aus
> Ninive.
> Kap 1,1;  Kap 1,11
> 
> 7:5    Raguël sagte zu ihnen: Kennt ihr Tobias, meinen Bruder? Sie
> antworteten: Ja, wir kennen ihn gut.
> 
> 7:6    Als nun Raguël viel Gutes von Tobias redete, sagte der Engel zu ihm:
> Der Tobias, nach dem du fragst, ist sein Vater.
> 
> 7:7    Und Raguël eilte auf ihn zu, fiel ihm um den Hals, küßte ihn unter
> Tränen und sagte: O mein lieber Sohn, gesegnet seist du, denn du
> bist der Sohn eines tüchtigen und frommen Mannes!
> 1. Mose 24,31;  Ps 112,2
> 
> 7:8    Und Hanna, seine Frau, und Sara, ihre Tochter, fingen auch an zu
> weinen.
> 
> 7:9    Danach ließ Raguël einen Widder schlachten und das Mahl bereiten.
> 
> 7:10   Als er sie bat, sich zu Tisch zu setzen, sagte Tobias: Ich will
> heute weder essen noch trinken, ehe du mir nicht meine Bitte
> gewährst und zusagst, mir Sara, deine Tochter, zu geben.
> 1. Mose 24,33
> 
> 7:11   Als das Raguël hörte, erschrak er; denn er dachte daran, was den
> sieben andern Männern widerfahren war, und er fürchtete, es könnte
> diesem auch so ergehen.
> 
> 7:12   Und als er zögerte und ihm keine Antwort geben wollte, sagte der
> Engel zu ihm: Scheue dich nicht, diesem frommen Mann deine Tochter
> zu geben; denn ihm ist sie zur Frau bestimmt; darum hat sie auch
> kein anderer bekommen können.
> Kap 3,20
> 
> 7:13   Da sagte Raguël: Ich zweifle nicht, daß Gott meine heißen Tränen und
> Gebete erhört hat,
> 
> 7:14   und glaube, daß er euch hat zu mir kommen lassen, weil meine
> Tochter nach dem Gesetz des Mose einen Mann aus ihrem Stamm
> heiraten sollte; nun sei gewiß: ich will sie dir geben.
> Kap 6,13
> 
> 7:15   Und er nahm die rechte Hand seiner Tochter und legte sie Tobias in
> die rechte Hand und sprach: Der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und
> der Gott Jakobs sei mit euch! Er gebe euch zusammen und schenke euch
> seinen reichen Segen!
> 2. Mose 3,6
> 
> 7:16   Und sie nahmen eine Schriftrolle und schrieben den Ehevertrag;
> 
> 7:17   und sie lobten Gott und hielten das Mahl.
> 
> 7:18   Und Raguël rief seine Frau Hanna zu sich und ließ sie eine zweite
> Kammer herrichten.
> 
> 7:19   Und sie führte ihre Tochter Sara hinein; und sie weinte.
> 
> 7:20   Und sie sagte zu ihr: Sei getrost, meine Tochter! Der Herr des
> Himmels gebe dir nun Freude, nachdem du so viel Leid erlitten hast.
> Kap 3,22-23
> 
>          Hochzeitsnacht und Freudenmahl
> 
> 8:1    Nach dem Abendessen aber führten sie den jungen Tobias zu ihr in die
> Kammer.
> 
> 8:2    Und Tobias dachte an den Rat des Engels und nahm aus seiner Tasche
> ein Stück von der Leber des Fisches und legte es auf die glühenden
> Kohlen.
> Kap 6,9; 6,20
> 
> 8:3    Da nahm der Engel Rafael den bösen Geist gefangen und band ihn
> fest in der Wüste von Oberägypten.
> Kap 3,8; 3,25;  Offb 20,1-2
> 
> 8:4    Danach forderte Tobias die Jungfrau auf: Sara, steh auf, wir wollen
> heute, morgen und übermorgen zu Gott beten und in diesen drei
> Nächten nur Gott gehören; nach der dritten Nacht aber wollen wir als
> Eheleute einander gehören.
> Kap 6,19-23
> 
> 8:5    Denn wir sind Kinder der Heiligen und können unsere Ehe nicht
> beginnen wie die Heiden, die Gott nicht kennen.
> Kap 2,17;  Kap 6,18
> 
> 8:6    Und sie standen auf und beteten beide inständig, daß Gott sie
> behüten wolle.
> 
> 8:7    Und Tobias sprach: Herr, du Gott unsrer Väter, dich sollen loben
> Himmel, Erde, Meer, alle Quellen und Flüsse und alle deine
> Geschöpfe, die darin leben.
> Ps 148,1-14
> 
> 8:8    Du hast Adam aus Erde vom Acker gemacht und hast ihm Eva zur
> Gehilfin gegeben.
> 1. Mose 2,7; 2,18
> 
> 8:9    Und nun, Herr, du weißt, daß ich nicht aus böser Lust meine
> Schwester zur Frau nehme, sondern nur, weil ich gerne Kinder haben
> möchte, durch die dein heiliger Name auf ewig gepriesen werde.
> Kap 3,17
> 
> 8:10   Und Sara sprach: Erbarme dich unser, Herr, erbarme dich und laß uns
> beide gesund bleiben und alt werden.
> 
> 8:11   Und als der Hahn krähte, rief Raguël seine Diener und ging mit
> ihnen, ein Grab auszuheben.
> 
> 8:12   Denn er dachte: Es könnte dem Tobias vielleicht auch ergangen sein
> wie den sieben andern, die mit ihr vermählt waren.
> 
> 8:13   Und als sie das Grab ausgehoben hatten, kam Raguël zu seiner Frau
> zurück und sagte:
> 
> 8:14   Schick eine Magd hin und laß nachsehen, ob auch er tot ist, damit
> ich ihn begraben kann, bevor es Tag wird.
> 
> 8:15   Da schickte sie eine Magd; die trat leise in die Kammer und fand sie
> beide gesund und frisch im Schlaf.
> 
> 8:16   Und sie kam zurück und brachte ihnen die gute Nachricht.
> 
> 8:17   Und Raguël und seine Frau Hanna dankten Gott und sprachen: Wir
> danken dir, Herr, du Gott Israels, daß nicht geschehen ist, was wir
> befürchtet haben. Denn du hast uns deine Barmherzigkeit erwiesen
> und den Feind, der uns verfolgte, vertrieben.
> Jdt 13,17
> 
> 8:18   Du hast dich erbarmt über diese beiden einzigen Kinder. Und nun,
> Herr, gib ihnen, daß sie dir noch lange danken und dich loben
> können mit dem Leben, das du ihnen erhältst, damit alle Völker an
> ihnen erkennen, daß du allein Gott bist in aller Welt.
> Lk 8,39; Eph 1,12;  Jes 37,20
> 
> 8:19   Und sogleich befahl Raguël seinen Dienern, das Grab wieder
> zuzuschütten, ehe es Tag würde.
> 
> 8:20   Seiner Frau aber trug er auf, ein Mahl herzurichten und alles
> vorzubereiten, was man auf der Reise braucht.
> 
> 8:21   Er ließ auch zwei fette Rinder und vier Schafe schlachten und ein
> Festmahl zubereiten für alle seine Nachbarn und Freunde.
> 
> 8:22   Und Raguël bat Tobias dringend, zwei Wochen bei ihm zu bleiben.
> 1. Mose 29,27
> 
> 8:23   Und von all seinen Gütern gab er dem Tobias die Hälfte und legte
> schriftlich fest, daß nach seinem Tode und dem Tode seiner Frau auch
> die andre Hälfte dem Tobias zufallen sollte.
> 
>          Gabaël auf der Hochzeit
> 
> 9:1    Da rief Tobias den Engel zu sich - denn er hielt ihn für einen
> Menschen - und sagte zu ihm: Asarja, mein Bruder, ich bitte dich,
> höre mich an!
> 
> 9:2    Selbst wenn ich dein Sklave würde, könnte ich dir doch deine
> Fürsorge nicht entgelten.
> 
> 9:3    Dennoch bitte ich dich: Nimm dir Knechte und Kamele und zieh zu
> Gabaël nach Rages in Medien; gib ihm diesen Schuldschein zurück und
> nimm das Geld entgegen und bitte ihn, zu meiner Hochzeit zu kommen.
> Kap 4,21
> 
> 9:4    Denn du weißt, mein Vater zählt die Tage; und wenn ich einen Tag zu
> lange fortbliebe, so wäre er betrübt.
> 
> 9:5    Du siehst auch, wie sehr mich Raguël gebeten hat, so daß ich's ihm
> nicht abschlagen kann.
> 
> 9:6    Da nahm Rafael vier Knechte Raguëls und zwei Kamele und zog nach der
> Stadt Rages in Medien und fand Gabaël und gab ihm den Schuldschein
> zurück und empfing von ihm das ganze Geld.
> 
> 9:7    Und er berichtete ihm alles, was der jüngere Tobias erlebt hatte,
> und brachte ihn mit auf die Hochzeit.
> 
> 9:8    Und als Gabaël in das Haus Raguëls kam, fand er Tobias bei Tisch;
> der sprang auf, und sie küßten sich. Und Gabaël weinte und lobte
> Gott und sprach:
> 
> 9:9    Es segne dich der Gott Israels! Denn du bist der Sohn eines
> frommen, gerechten und gottesfürchtigen Mannes, der den Armen viel
> Gutes getan hat.
> Kap 7,7; Spr 17,6
> 
> 9:10   Gesegnet seien auch deine Frau und eure Eltern!
> 
> 9:11   Und Gott gebe, daß ihr eure Kinder und eure Kindeskinder seht bis
> ins dritte und vierte Glied; und eure Nachkommen seien gesegnet vom
> Gott Israels, der in Ewigkeit herrscht und regiert!
> Hiob 42,16
> 
> 9:12   Und als alle Amen gesagt hatten, setzten sie sich zu Tische; und
> auch das Hochzeitsmahl feierten sie in der Furcht des Herrn.
> 
>          Die Sorge der Eltern um ihren Sohn
> 
> 10:1    Als aber der junge Tobias wegen seiner Hochzeit lange ausblieb, fing
> sein Vater Tobias an, sich zu sorgen, und sagte: Warum bleibt mein
> Sohn so lange aus, und was hält ihn auf?
> 
> 10:2    Vielleicht ist Gabaël gestorben, und niemand will ihm das Geld
> zurückgeben?
> 
> 10:3    Und Tobias und seine Frau Hanna wurden sehr traurig und fingen beide
> an zu weinen, weil ihr Sohn zur bestimmten Zeit nicht heimgekommen
> war.
> 
> 10:4    Und seine Mutter weinte und wollte sich nicht trösten lassen und
> klagte:
> 
> 10:5    Ach, mein Sohn, ach, mein Sohn! Warum haben wir dich auf die Reise
> geschickt, du Licht unsrer Augen, unsere Stütze im Alter, du Trost
> unsres Lebens, von dem wir uns Nachkommen erhofften!
> Kap 5,25
> 
> 10:6    Du warst unser ein und alles; wir hätten dich nicht fortschicken
> dürfen.
> 
> 10:7    Und Tobias sagte zu ihr: Sei still und sorge dich nicht! Unserm Sohn
> geht's, so Gott will, gut; er hat einen zuverlässigen Begleiter.
> 
> 10:8    Sie aber wollte sich nicht trösten lassen, sondern lief alle Tage
> hinaus und blickte dahin und dorthin und suchte auf allen Straßen,
> auf denen er kommen konnte, um ihn möglichst schon von ferne zu
> sehen.
> 
> Abschied von Raguël
> 
> 10:9    Raguël aber sagte zu seinem Schwiegersohn: Bleib bei uns; ich will
> einen Boten zu deinem Vater Tobias schicken und ihn wissen lassen,
> daß dir's gutgeht.
> 
> 10:10   Und Tobias antwortete: Ich weiß, daß mein Vater und meine Mutter
> jetzt die Tage zählen und in großer Sorge um mich sind.
> 
> 10:11   Als Raguël Tobias mit vielen Worten bat, ohne daß dieser
> einwilligte, gab er ihm Sara mit und dazu die Hälfte von all seinem
> Hab und Gut: Knechte und Mägde, Vieh, Kamele und viel Geld; dann
> ließ er ihn gesund und fröhlich ziehen und sprach:
> 
> 10:12    Der heilige Engel des Herrn sei mit euch auf dem Wege und bringe
> euch gesund ans Ziel! Gott gebe, daß ihr eure Eltern wohlauf findet
> und daß meine Augen eure Kinder sehen dürfen, ehe ich sterbe.
> Kap 5,22; 5,29
> 
> 10:13   Und die Eltern umarmten ihre Tochter und küßten sie; dann ließen sie
> sie ziehen und ermahnten sie, die Eltern ihres Mannes zu ehren,
> ihren Mann zu lieben, Kinder und Gesinde recht zu leiten, dem Hause
> wohl vorzustehen und sich selbst untadelig zu halten.
> Tit 2,4-5;  Spr 31,10-31
> 
>          Heimkehr und Heilung
> 
> 11:1    Als sie auf dem Heimweg am elften Tage nach Haran kamen, das auf
> halbem Wege nach Ninive liegt,
> 
> 11:2    sagte der Engel: Tobias, mein Bruder, du weißt, wie es deinem Vater
> ging, als du von ihm weggingst;
> Kap 5,13
> 
> 11:3    wenn es dir recht ist, so wollen wir beide vorausziehen und deine
> Frau mit dem Gesinde und dem Vieh langsam nachkommen lassen.
> 
> 11:4    Und als Tobias das recht war, sagte Rafael zu ihm: Nimm etwas von
> der Galle des Fisches mit; denn du wirst es brauchen.
> 
> 11:5    Da nahm Tobias etwas von der Galle des Fisches, und sie zogen
> voraus.
> Kap 6,10
> 
> 11:6    Hanna aber saß täglich am Wege auf einem Berge, von wo sie weit ins
> Land blicken konnte. Und als sie dort nach der Heimkehr ihres Sohnes
> ausschaute, sah sie ihn von ferne und erkannte ihn sogleich und lief
> zu ihrem Mann und sagte: Siehe, dein Sohn kommt!
> 
> 11:7     Und Rafael sagte zu Tobias: Sobald du ins Haus kommst, bete zu
> Gott, deinem Herrn, und danke ihm! Darauf geh zu deinem Vater und
> küsse ihn
> (7 und 8) Ps 50,14-15
> 
> 11:8    und salbe ihm sogleich die Augen mit der Galle des Fisches, die du
> bei dir hast; dann werden seine Augen bald geöffnet werden, und dein
> Vater wird das Licht des Himmels wieder schauen und über deinen
> Anblick sich freuen.
> 
> 11:9    Und der Hund, den sie mitgenommen hatten, lief voraus und kam als
> Bote, wedelte mit dem Schwanz, sprang hoch und zeigte seine Freude.
> Kap 6,1
> 
> 11:10   Da stand sein blinder Vater auf und stieß sich vor lauter Eile;
> darum rief er einen Knecht, der ihn bei der Hand führte, und lief
> seinem Sohn entgegen.
> 
> 11:11   Er schloß ihn in die Arme und küßte ihn, ebenso auch seine Mutter,
> und beide weinten vor Freude.
> 
> 11:12   Und als sie zum Herrn gebetet und ihm gedankt hatten, setzten sie
> sich zusammen nieder.
> 
> 11:13   Da nahm Tobias von der Galle des Fisches und salbte seinem Vater die
> Augen. Und es dauerte fast eine halbe Stunde,
> 
> 11:14   da löste sich der Star von seinen Augen wie das Häutlein von einem
> Ei.
> 
> 11:15   Und Tobias faßte es und zog es ihm von den Augen; sogleich wurde er
> wieder sehend.
> 
> 11:16   Und sie priesen Gott, er und seine Frau und alle, die ihn kannten.
> 
> 11:17   Und Tobias sprach: Ich danke dir, Herr, du Gott Israels; denn du
> hast mich gezüchtigt und nun wieder geheilt, und jetzt kann ich
> meinen lieben Sohn Tobias wieder sehen.
> Kap 3,22
> 
> 11:18   Und nach sieben Tagen kam auch Sara, die Frau seines Sohnes,
> wohlbehalten an mit ihrem ganzen Gesinde, dem Vieh und den Kamelen
> und brachte viel Geld mit und auch das Geld, das er von Gabaël
> empfangen hatte. Und Tobias erzählte seinen Eltern, wieviel Gutes
> Gott an ihm getan hatte durch seinen Begleiter.
> 
> 11:19   Und Achior und Nabat, die Vettern des Tobias, kamen zu ihm,
> beglückwünschten ihn und freuten sich mit ihm über all das Gute, das
> ihm Gott erwiesen hatte.
> 
> 11:20   Und sieben Tage lang feierten sie miteinander und waren alle sehr
> fröhlich.
> Kap 8,22
> 
>          Rafaels Geheimnis
> 
> 12:1    Danach rief Tobias seinen Sohn zu sich und sagte: Was sollen wir
> doch dem heiligen Manne geben, der mit dir gezogen ist?
> Kap 5,15
> 
> 12:2    Und Tobias antwortete ihm: Vater, welchen Lohn können wir ihm geben
> oder womit all das Gute aufwiegen, das er mir erwiesen hat?
> 
> 12:3    Er hat mich gesund hin- und zurückgebracht; er hat das Geld von
> Gabaël geholt und mir zu dieser Frau verholfen; dazu hat er den
> bösen Geist vertrieben und ihre Eltern wieder froh gemacht.
> 
> 12:4    Mich hat er gerettet, als mich der große Fisch fressen wollte, und
> dir hat er geholfen, daß du das Licht des Himmels wieder sehen
> kannst; so hat er uns unermeßlich viel Gutes getan.
> 
> 12:5    Wie könnten wir ihm das alles vergelten? Doch ich bitte dich, mein
> Vater: Biete ihm die Hälfte aller Habe an, die wir mitgebracht
> haben. Vielleicht nimmt er sie an.
> 
> 12:6    Und beide, Vater und Sohn, riefen ihn, nahmen ihn beiseite und baten
> ihn, die Hälfte aller Güter anzunehmen, die sie mitgebracht hatten.
> 
> 12:7    Er aber sagte zu ihnen im Vertrauen: Lobt und preist den Gott des
> Himmels vor jedermann, daß er euch solche Gnade erwiesen hat!
> Mk 5,19
> 
> 12:8    Geheimnisse eines Königs soll man verschweigen; aber Gottes Werke
> offenbar zu machen und zu preisen, bringt Ehre.
> 
> 12:9    Beten, Fasten und Almosengeben ist besser, als goldene Schätze zu
> sammeln; denn Almosen erlösen vom Tode, tilgen die Sünden und führen
> zum ewigen Leben.
> Kap 4,11
> 
> 12:10   Wer aber Sünde und Unrecht tut, bringt sich selber um sein Leben.
> Spr 14,34
> 
> 12:11   So will ich euch nun die Wahrheit offenbaren und das verborgene
> Geschehen euch nicht verheimlichen.
> 
> 12:12   Als du unter Tränen betetest und die Toten begrubst, als du dein
> Essen stehen ließest, die Leichen den Tag über heimlich in deinem
> Hause verstecktest und sie bei Nacht begrubst, da brachte ich dein
> Gebet vor den Herrn.
> Kap 2,3;  Kap 3,24; Offb 8,3-4; Mt 18,10
> 
> 12:13   Und weil du Gott lieb warst, hast du dich in der Anfechtung bewähren
> müssen.
> Spr 3,11-12; Jdt 8,19; Jak 1,12
> 
> 12:14   Und dann hat mich der Herr geschickt, um dich zu heilen und um deine
> Schwiegertochter Sara von dem bösen Geist zu befreien.
> 
> 12:15    Denn ich bin Rafael, einer von den sieben Engeln, die vor dem
> Herrn stehen.
> (15 und 16) Jos 5,13-14;  Offb 8,2
> 
> 12:16   Als sie das hörten, erschraken sie und fielen zitternd zur Erde auf
> ihr Angesicht.
> 
> 12:17   Der Engel aber sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! Fürchtet euch
> nicht!
> 
> 12:18   Denn nach Gottes Willen ist es geschehen, daß ich bei euch gewesen
> bin; darum lobt und preist ihn!
> 
> 12:19   Es schien zwar so, als hätte ich mit euch gegessen und getrunken;
> aber ich genieße eine unsichtbare Speise und einen Trank, den kein
> Mensch sehen kann.
> Ri 13,16
> 
> 12:20   Und nun ist's Zeit, daß ich wieder zu dem hingehe, der mich gesandt
> hat; dankt ihr aber Gott und verkündigt alle seine Wunder!
> 
> 12:21   Und als er das gesagt hatte, verschwand er vor ihren Augen, und sie
> konnten ihn nicht mehr sehen.
> 
> 12:22   Und sie fielen nieder auf ihr Angesicht und dankten Gott drei
> Stunden lang; danach standen sie auf und verkündigten alle seine
> großen Wunder.
> 
>          Der Lobgesang des Tobias
> 
> 13:1    Der alte Tobias aber tat seinen Mund auf, lobte Gott und sprach:
> 
> 13:2    Groß bist du, Herr, in Ewigkeit, und dein Reich währt immerdar; denn
> du züchtigst und heilst wieder; du führst hinab zu den Toten und
> wieder herauf, und deiner Hand kann niemand entfliehen.
> Kap 11,17; 5. Mose 32,39;  Weish 16,13;  Weish 16,15
> 
> 13:3    Ihr Israeliten, lobt den Herrn, und vor den Heiden preist ihn! Denn
> darum hat er euch zerstreut unter die Völker, die ihn nicht kennen,
> damit ihr seine Wunder verkündigt und die Heiden erkennen laßt, daß
> kein allmächtiger Gott ist als er allein.
> Kap 8,18
> 
> 13:4    Er hat uns gezüchtigt um unsrer Sünden willen, und um seines
> Erbarmens willen wird er uns wieder helfen.
> Kap 3,4; 3,22
> 
> 13:5    Darum bedenkt, was er an uns getan hat; mit Furcht und Zittern
> preist und rühmt ihn, der ewig herrscht, mit euren Werken!
> 1. Petr 2,12
> 
> 13:6    Und auch ich will ihn preisen in diesem Lande, in dem ich gefangen
> bin; denn er hat seine Macht erwiesen an einem sündigen Volk.
> 
> 13:7    Darum bekehrt euch, ihr Sünder, und tut, was recht ist vor Gott, und
> glaubt, daß er euch sein Erbarmen erweist!
> 
> 13:8    Ich aber will mich von Herzen freuen in Gott.
> 
> 13:9    Lobt den Herrn, all ihr seine Auserwählten, haltet Freudentage und
> preist ihn!
> 5. Mose 4,37; Ps 106,5
> 
> 13:10   Jerusalem, du Gottesstadt, Gott hat dich gezüchtigt um deiner Werke
> willen; aber er wird sich über dich wieder erbarmen.
> Ps 46,5
> 
> 13:11    Danke dem Herrn für dein Glück und preise den ewigen Gott; so wird
> er seine Hütte in dir wieder bauen und alle deine Gefangenen
> zurückrufen, daß du dich ewig freuen kannst.
> (11-14) Jes 60,3-9;  Ps 122,6-7
> 
> 13:12   Du wirst in hellem Glanze leuchten, und an allen Enden der Erde wird
> man dich ehren.
> Ps 126,2-3
> 
> 13:13   Aus fernen Ländern werden die Völker zu dir kommen; sie werden
> Geschenke bringen
> Jes 2,3
> 
> 13:14   und in deiner Mitte den Herrn anbeten, und dein Land werden sie
> heilig halten; den großen Namen des Herrn werden sie in dir anrufen.
> Sach 8,20-22
> 
> 13:15    Verflucht werden alle sein, die dich verachten; verdammt werden
> alle sein, die dich lästern; gesegnet werden alle sein, die dich
> bauen.
> 4. Mose 24,9
> 
> 13:16   Du aber wirst dich freuen über deine Kinder; denn sie werden alle
> gesegnet und versammelt werden zum Herrn.
> Bar 4,37; 5,5
> 
> 13:17   Wohl allen, die dich lieben und sich über dein Heil freuen!
> 
> 13:18   Lobe den Herrn, meine Seele! Denn er wird seine Stadt Jerusalem
> erlösen.
> 
> 13:19   Wohl mir, wenn auch nur meine letzten Nachkommen die Herrlichkeit
> Jerusalems sehen werden!
> 
> 13:20    Die Tore Jerusalems werden aus Saphir und Smaragd gebaut werden und
> aus Edelsteinen ringsum all seine Mauern.
> (20 und 21) Jes 54,11-12
> 
> 13:21   Mit weißem und reinem Marmor werden alle seine Gassen gepflastert
> werden, und auf allen seinen Straßen wird man Halleluja singen.
> 
> 13:22   Gelobt sei der Herr, der seine Stadt wieder gebaut hat, und er
> herrsche über sie in Ewigkeit! Amen. Hier endet der Lobgesang des
> Tobias.
> 
>          Letzte Mahnungen des alten Tobias
> 
> 14:1    Und nachdem Tobias wieder sehend geworden war, lebte er noch
> zweiundvierzig Jahre und sah noch die Kinder seiner Enkel.
> 
> 14:2    Und als er hundertundzwei Jahre alt war, wurde er mit Ehren begraben
> in Ninive.
> Kap 1,11
> 
> 14:3    Denn mit sechsundfünfzig Jahren war er blind und im sechzigsten
> Jahre wieder sehend geworden.
> 
> 14:4    Die restliche Zeit aber lebte er im Glück, und seine Gottesfurcht
> nahm noch zu, bis er in Frieden starb.
> 
> 14:5    Vor seinem Tode aber rief er Tobias, seinen Sohn, zu sich und
> dessen sieben Söhne und sagte zu ihnen:
> 1. Mose 49,1
> 
> 14:6     Ninive wird nun bald zugrunde gehen; denn das Wort des Herrn wird
> nicht unerfüllt bleiben; aber in Medien wird dann noch eine Zeitlang
> Friede sein. Unsere Brüder aber, die aus dem Land Israel vertrieben
> sind, werden dorthin zurückkehren.
> Nah 3,1-19; Zef 2,13;  Jer 30,10
> 
> 14:7    Und unser ganzes Land, das jetzt verödet liegt, wird wieder bewohnt
> werden. Und Gottes Haus, das jetzt niedergebrannt ist, wird wieder
> aufgebaut werden, und alle, die Gott fürchten, werden wieder dorthin
> kommen.
> 
> 14:8     Und auch die Heiden werden ihre Götzen verlassen und nach Jerusalem
> kommen und dort wohnen,
> (8 und 9) Jes 2,2-3; Offb 15,4
> 
> 14:9    und an Jerusalem werden sich alle freuen, die den König Israels
> anbeten.
> 
> 14:10   So hört nun, meine Söhne, euren Vater! Dient dem Herrn in der
> Wahrheit und tut, was ihm gefällt.
> Ps 26,3; Joh 4,24
> 
> 14:11    Lehrt eure Kinder Gerechtigkeit üben und Almosen geben, Gott vor
> Augen haben und ihn allezeit preisen in Wahrheit und mit aller
> Kraft!
> Kap 4,6-7
> 
> 14:12    Und, liebe Kinder, hört auf mich und bleibt nicht hier in Ninive;
> sondern sobald ihr eure Mutter neben mir begraben habt im selben
> Grabe, macht euch noch am gleichen Tage auf und zieht fort von hier!
> (12 und 13) 1. Mose 19,15; 19,17; Jona 1,2;  Kap 4,5
> 
> 14:13   Denn ich sehe, daß Ninive an seiner Bosheit zugrunde gehen wird.
> 
> Die letzten Jahre des jungen Tobias
> 
> 14:14   Sogleich nach dem Tod seiner Mutter zog Tobias mit seiner Frau und
> seinen Söhnen von Ninive fort und kehrte nach Medien zurück zu
> seinen Schwiegereltern.
> Kap 10,12; 3,7
> 
> 14:15   Er fand sie in ihrem hohen Alter frisch und gesund und umsorgte sie.
> Und als sie starben, drückte er ihnen die Augen zu und erbte alle
> Güter Raguëls. Und er sah Kinder und Kindeskinder bis ins fünfte
> Glied.
> Kap 8,23;  Kap 9,11
> 
> 14:16   Und als er neunundneunzig Jahre in Glück und Gottesfurcht gelebt
> hatte, begrub ihn seine ganze Verwandtschaft.
> 
> 14:17   Und alle seine Nachkommen führten ein frommes Leben und einen
> heiligen Wandel. So fanden sie Gnade bei Gott und den Menschen und
> allen, die im Lande wohnten.
> 2. Mose 20,6; Apg 2,47
>
> — *TOBIAS*

