# 06 Das erste Buch der Makkabäer

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> Alexander der Große übergibt das Reich seinen Nachfolgern
> 
> 1:1    Alexander, der Sohn Philipps, König von Mazedonien, der zuerst über
> Griechenland herrschte, ist aus dem Lande Kittim ausgezogen und hat
> Darius, den König der Perser und Meder, geschlagen.
> Dan 8,5-7; 8,21
> 
> 1:2    Er hat viele Kriege geführt, befestigte Städte erobert und die
> andern Könige der Erde umgebracht
> 
> 1:3    und ist immer weiter gezogen bis an die Enden der Erde und hat Beute
> bei vielen Völkern gemacht; aber die Erde mußte still sein vor ihm.
> 
> 1:4    Er brachte eine gewaltige Heeresmacht zusammen, und sein Herz wurde
> hochmütig.
> Dan 8,8
> 
> 1:5    Denn er hatte alle Länder und Königreiche eingenommen, und sie
> mußten ihm Tribut zahlen.
> 
> 1:6    Als er aber krank wurde und merkte, daß er sterben würde,
> 
> 1:7    rief er seine Fürsten zu sich, die mit ihm von Jugend auf erzogen
> worden waren, und teilte sein Reich noch zu seinen Lebzeiten unter
> sie auf.
> Dan 11,4
> 
> 1:8    Darauf ist Alexander gestorben, nachdem er zwölf Jahre regiert
> hatte.
> 336-323 v. Chr.
> 
> 1:9    Dann übernahmen die Fürsten das Reich, jeder in seinem Gebiet,
> 
> 1:10   machten sich nach seinem Tode zu Königen, und sie und ihre
> Nachkommen regierten lange Zeit. Und die Schlechtigkeit nahm immer
> mehr zu auf der Erde.
> 1. Mose 6,5
> 
> In Israel entsteht eine heidenfreundliche Partei
> 
> 1:11   Aus ihnen schoß eine böse Wurzel auf, Antiochus Epiphanes, der in
> Rom als Geisel für seinen Vater Antiochus den Großen gewesen war.
> Er fing an zu regieren im 137. Jahr der griechischen Herrschaft.
> Dan 8,23-24;  2. Makk 4,7;  Kap 8,7
> 175 v. Chr. Die seleuzidische Zeitrechnung zählte die Jahre vom
> Regierungsantritt des Griechen Seleukus I. im Jahre 312 v. Chr.
> (vgl. die Zeittafel im Anhang).
> 
> 1:12    Zu dieser Zeit traten in Israel gottlose Leute auf; die überredeten
> viele und sagten: Laßt uns ein Bündnis mit den Heiden ringsum
> schließen; denn wir haben viel leiden müssen seit der Zeit, da wir
> uns von den Heiden abgesondert haben.
> (12 und 13) Esr 9,1-3; 9,10-12
> 
> 1:13   Diese Meinung gefiel ihnen gut.
> 
> 1:14    Und einige aus dem Volk entschlossen sich, zum König zu gehen; der
> gestattete ihnen, heidnische Lebensweise einzuführen.
> (14 und 15) 2. Makk 4,7-15
> 
> 1:15   Da richteten sie in Jerusalem eine Kampfbahn her, wie sie auch die
> Heiden hatten,
> 
> 1:16   stellten künstlich ihre Vorhaut wieder her und fielen vom heiligen
> Bund ab, paßten sich den andern Völkern an und gaben sich dazu her,
> allen Lastern zu frönen.
> 
> Antiochus IV. Epiphanes plündert den Tempel
> 
> (vgl. 2. Makk 5,1; 5,11-21)
> 1:17   Als nun Antiochus seine Herrschaft gefestigt hatte, gedachte er,
> auch das Königreich Ägypten an sich zu bringen, damit er über beide
> Königreiche herrschte,
> 
> 1:18   und zog nach Ägypten, gut gerüstet mit großem Heer, mit Wagen,
> Elefanten, Reitern und vielen Schiffen
> 
> 1:19   und führte Krieg mit Ptolemäus, dem König von Ägypten. Aber
> Ptolemäus wandte sich vor ihm zur Flucht, und viele Ägypter sind
> umgekommen.
> 
> 1:20   Und Antiochus hat die befestigten Städte in Ägypten eingenommen und
> große Beute gemacht.
> 
> 1:21   Als aber Antiochus in Ägypten gesiegt hatte und wieder heimzog im
> 143. Jahr, zog er hinauf gegen Israel
> 169 v. Chr.
> 
> 1:22   und kam nach Jerusalem mit einem großen Heer,
> 
> 1:23   ging frech und ohne Scheu in das Heiligtum und ließ wegnehmen den
> goldenen Altar, den Leuchter und alle Geräte, die dazugehören,
> den Tisch, auf dem die Schaubrote lagen, die Kannen, die Schalen,
> die goldenen Löffel, den Vorhang, die Kronen und den goldenen
> Schmuck vorn am Tempel und ließ den Goldüberzug abreißen.
> Dan 8,11-12;  2. Mose 30,1-3;  2. Mose 25,31-39
> 2. Mose 25,23-30;  2. Mose 26,31-33
> 
> 1:24   Er nahm das Silber und Gold, die kostbaren Gefäße und die
> verborgenen Schätze, die er fand, und führte alles mit sich in sein
> Land.
> 
> 1:25   Und er ließ viele Leute töten und führte lästerliche Reden.
> 
> 1:26   Da herrschte überall in ganz Israel großes Herzeleid:
> 
> 1:27   die Oberen und Ältesten trauerten, die jungen Mädchen und jungen
> Männer wurden kraftlos,
> 
> 1:28   die Schönheit der Frauen verfiel, jeder Bräutigam wehklagte, und die
> im Brautgemach saßen, trauerten;
> Jer 7,34
> 
> 1:29   und das ganze Land war tief bewegt über die Unterdrückung seiner
> Bewohner; und das ganze Haus Jakob war mit Schmach bedeckt.
> 
> Antiochus IV. Epiphanes legt eine heidnische Besatzung
> in die Burg von Jerusalem
> 
> (vgl. 2. Makk. 5,24-26)
> 1:30   Nach zwei Jahren sandte der König den obersten Steuereinnehmer in
> die Städte Judas; der kam mit einer großen Schar Bewaffneter nach
> Jerusalem
> 
> 1:31   und redete voll Hinterlist friedliche Worte zu ihnen.
> 
> 1:32   Als sie ihm nun glaubten, überfiel er die Stadt unversehens, hauste
> übel in ihr und brachte viele aus Israel um,
> 
> 1:33   plünderte die Stadt, verbrannte sie und riß die Häuser und Mauern
> ringsum nieder.
> 
> 1:34   Die Feinde führten Frauen und Kinder und Vieh weg,
> 
> 1:35   befestigten die Stadt Davids mit starken Mauern und Türmen, und sie
> wurde ihre Burg.
> 2. Sam 5,7
> 
> 1:36   Dann legten sie eine heidnische Besatzung dorthin, gottlose Leute,
> deren Zahl immer größer wurde.
> 
> 1:37   Sie brachten Waffen und Nahrung hinein, und was sie aus der Stadt
> Jerusalem raubten, schafften sie auf die Burg; damit wurden sie zu
> einer ständigen Gefahr.
> 
> 1:38   So entstand eine Bedrohung für das Heiligtum und eine schlimme
> Gefahr für Israel.
> 
> 1:39   Sie vergossen viel unschuldiges Blut bei dem Heiligtum und
> entheiligten es.
> 
> 1:40   So flohen die Bürger Jerusalems ihretwegen, aber die Fremden blieben
> in Jerusalem, so daß die Stadt denen fremd wurde, die in ihr geboren
> worden waren, und ihre Kinder sie verließen.
> 
> 1:41   Das Heiligtum wurde öde wie die Wüste, die Feiertage wurden zu
> Trauertagen, die Sabbate zur Schmach, und alle ihre Herrlichkeit
> wurde zunichte.
> Am 8,10; Tob 2,6
> 
> 1:42   So herrlich und hoch Jerusalem einst gewesen war, so verachtet und
> elend mußte es jetzt sein.
> 
> Antiochus IV. Epiphanes befiehlt Maßnahmen gegen den Glauben Israels
> 
> (vgl. 2. Makk 6,1-7)
> 1:43   Antiochus ließ ein Gebot an sein ganzes Königreich ausgehen, daß nur
> noch ein einziges Volk sein sollte.
> 
> 1:44   Da gaben alle Völker ihre Gesetze auf und willigten in das Wort des
> Königs Antiochus ein.
> 
> 1:45   Und auch viele aus Israel willigten ein und opferten den Götzen und
> entheiligten den Sabbat.
> 
> 1:46   Antiochus sandte auch Briefe nach Jerusalem und in alle Städte
> Judas; in ihnen gebot er, daß sie die Gebräuche der Heiden annehmen,
> 
> 1:47   die Brandopfer, Speisopfer und Sündopfer im Heiligtum einstellen,
> 5. Mose 12,1-7
> 
> 1:48    Sabbate und andere Feste abschaffen,
> 2. Mose 20,8;  5. Mose 16,16
> 
> 1:49   das Heiligtum und das heilige Volk Israel entheiligen,
> 3. Mose 19,2
> 
> 1:50   Altäre, Tempel und Götzenbilder errichten, Schweinefleisch und
> andere unreine Tiere opfern sollten.
> 3. Mose 11,1-47
> 
> 1:51   Auch die Beschneidung verbot er und gebot, die Leute an alle
> Unreinheiten und heidnischen Bräuche zu gewöhnen, damit sie Gottes
> Gesetz vergessen und seine Rechtsordnungen abschaffen sollten.
> 3. Mose 12,3
> 
> 1:52   Und wer dem König Antiochus nicht gehorsam sein würde, den sollte
> man töten.
> 
> 1:53   Dies Gebot ließ er ausgehen durch sein ganzes Königreich und setzte
> Amtleute ein, die das ganze Volk zwingen sollten, dies zu halten.
> 
> 1:54   Die befahlen den Städten Judas zu opfern.
> 
> 1:55   Viele aus dem Volk schlossen sich denen an, die Gottes Gesetz
> verlassen hatten.
> 
> 1:56   Lauter gottlosen Frevel trieben sie im Lande und verjagten das Volk
> Israel, so daß es sich an verborgenen Fluchtorten verstecken mußte.
> Hebr 11,38
> 
> Antiochus IV. Epiphanes bringt Israel in große Not
> 
> 1:57   Im 145. Jahr, am fünfzehnten Tage des Monats Kislew, ließ König
> Antiochus das Greuelbild der Verwüstung auf Gottes Altar setzen
> und in allen Städten Judas Altäre errichten,
> Dan 9,27
> Dezember 168 v. Chr. Vgl. Sach- und Worterklärungen zu
> »Greuelbild«.
> 
> 1:58   damit man öffentlich auf dem Markt und jeder vor seinem Haus
> räucherte und opferte;
> 
> 1:59   auch ließ er die Bücher des Gesetzes Gottes zerreißen und verbrennen
> 
> 1:60   und alle, bei denen man die Bücher des Bundes Gottes fand, und alle,
> die Gottes Gesetz hielten, totschlagen.
> 
> 1:61   So ließen sie Monat für Monat ihre Kraft an den Israeliten aus, die
> in den Städten entdeckt wurden.
> 
> 1:62   Am fünfundzwanzigsten Tage des Monats opferten sie auf dem Altar,
> der auf dem Altar des Herrn stand.
> 
> 1:63   Die Frauen, die ihre Söhne hatten beschneiden lassen, wurden
> getötet, wie Antiochus befohlen hatte;
> 2. Makk 6,10
> 
> 1:64   man hängte ihnen die Knäblein an den Hals überall in ihren Häusern
> und tötete auch die, die sie beschnitten hatten.
> 
> 1:65    Aber viele vom Volk Israel blieben standhaft und wollten nichts
> Unreines essen
> (65 und 66) 2. Makk 6,18; 7,1
> 
> 1:66   und ließen sich lieber töten, als sich durch Speisen unrein zu
> machen,
> 
> 1:67   und wollten nicht vom heiligen Gesetz Gottes abfallen; darum wurden
> sie umgebracht.
> 
> 1:68   So lag Gottes Zorn auf Israel.
> 
>          Mattatias klagt über die Unterdrückung Israels
> 
> 2:1    Zu dieser Zeit trat der Priester Mattatias auf, der Sohn des
> Johannes, des Sohns Simeons, aus dem Geschlecht Jojaribs von
> Jerusalem; der wohnte in Modeïn
> 1. Chr 9,10; Neh 11,10
> 
> 2:2    und hatte fünf Söhne: Johannes mit dem Zunamen Gaddi,
> 
> 2:3    Simon mit dem Zunamen Tassi,
> 
> 2:4    Judas mit dem Zunamen Makkabäus,
> 
> 2:5    Eleasar mit dem Zunamen Awaran und Jonatan mit dem Zunamen Aphus.
> 
> 2:6    Die sahen das schreckliche Elend in Juda und Jerusalem.
> 
> 2:7    Und Mattatias klagte: Ach, daß ich dazu geboren bin, die Zerstörung
> meines Volks und der heiligen Stadt mit ansehen zu müssen; ich aber
> muß stillsitzen und die Feinde ihren Mutwillen treiben lassen!
> 
> 2:8    Das Heiligtum ist in die Hände der Fremden gekommen, und der Tempel
> Gottes ist wie ein Mensch, dem die Ehre genommen ist.
> 
> 2:9    Seine kostbaren Geräte hat man weggeführt. Die Kinder sind auf den
> Gassen erschlagen, und die junge Mannschaft ist von den Feinden
> erstochen worden.
> 
> 2:10   Welches Volk hat uns nicht unterjocht, und wer hat unser Land nicht
> ausgeplündert?
> 
> 2:11   Alle seine Herrlichkeit ist weg. Es war eine Königin, nun ist's
> eine Magd.
> Klgl 1,1
> 
> 2:12   Siehe, unser Heiligtum, unser Ruhm und Preis, ist verwüstet! Die
> Heiden haben's entweiht.
> 
> 2:13   Wer sollte da noch Lust haben zu leben?
> 
> 2:14   Und Mattatias zerriß seine Kleider, er und seine Söhne, und zogen
> Säcke an und trauerten sehr.
> 
> Mattatias lehnt sich gegen die Maßnahmen des
> Antiochus IV. Epiphanes auf
> 
> 2:15   Als nun die Abgesandten des Antiochus auch in die Stadt Modeïn
> kamen, um sie zu drängen, von Gottes Gesetz abzufallen und zu opfern
> und zu räuchern,
> 
> 2:16   da fielen ihnen viele vom Volk Israel zu. Aber Mattatias und seine
> Söhne blieben standhaft.
> 
> 2:17   Da sagten die Abgesandten des Antiochus zu Mattatias: Du bist der
> Vornehmste und Angesehenste in dieser Stadt und hast viele Söhne und
> eine große Verwandtschaft.
> 
> 2:18   Darum tritt du zuerst hin und tu, was der König befohlen hat, wie
> alle Völker getan haben und die Männer von Juda und die, die noch in
> Jerusalem sind; so werden du und deine Söhne zu den Freunden des
> Königs gezählt werden und Gold und Silber und große Gaben bekommen.
> 2. Makk 7,24
> 
> 2:19    Da sagte Mattatias frei heraus: Wenn auch alle Völker dem König
> Antiochus gehorsam wären und alle von dem Glauben ihrer Väter
> abfielen und in das Gebot des Königs einwilligten,
> (19 und 20) Jos 24,15
> 
> 2:20   so wollen doch ich und meine Söhne und Brüder nicht vom Gesetz
> unsrer Väter abfallen.
> 
> 2:21    Davor bewahre uns Gott! Das wäre für uns nicht gut, daß wir von
> Gottes Gesetz und Recht abfielen.
> (21 und 22) 2. Makk 7,30
> 
> 2:22   Wir wollen nicht in den Befehl des Antiochus einwilligen und wollen
> nicht opfern und von unserm Gesetz abfallen und damit einen andern
> Weg einschlagen.
> 5. Mose 5,29
> 
> 2:23   Als er das gesagt hatte, trat ein Jude hin vor aller Augen, um den
> Götzen zu opfern auf dem Altar in Modeïn, wie der König befohlen
> hatte.
> 
> 2:24    Das sah Mattatias, und es ging ihm durchs Herz, und er entbrannte
> voll Eifer für das Gesetz,
> (24 und 25) 5. Mose 13,7-10
> 
> 2:25   und er lief hinzu und tötete am Altar den Juden und auch den Mann,
> den der König Antiochus gesandt hatte, um zum Opfern zu zwingen, und
> warf den Altar um.
> 
> 2:26   So trat er voll Eifer für das Gesetz ein wie Pinhas, als er Simri
> tötete, den Sohn Salus.
> 4. Mose 25,7-13
> 
> 2:27   Und Mattatias schrie laut: Wer voll Eifer für das Gesetz eintritt
> und den Bund halten will, der ziehe mit mir aus der Stadt!
> 2. Mose 32,26
> 
> 2:28   So flohen er und seine Söhne aufs Gebirge und verließen alles, was
> sie in der Stadt besaßen.
> 
> 2:29   Und viele, die nach Recht und Gerechtigkeit verlangten, zogen in die
> Wüste hinaus
> 
> 2:30   und blieben dort mit Frauen und Kindern und ihrem Vieh; denn die
> Unterdrückung war ihnen allzu schwer geworden.
> 
> Die Aufständischen beschließen, auch am Sabbat zu kämpfen
> 
> 2:31   Als aber den Amtleuten des Königs und seinem Kriegsvolk in der Stadt
> Davids in Jerusalem gemeldet wurde, daß einige sich dem Befehl des
> Königs widersetzt hatten und hinabgezogen waren, um sich heimlich in
> der Wüste zu verstecken, und daß viel Volk ihnen nachgezogen war,
> 
> 2:32   da zogen sie eilends hinter ihnen her und schickten sich an, sie am
> Sabbat zu überfallen,
> 
> 2:33   und ließen ihnen sagen: Wollt ihr noch nicht gehorsam sein? Kommt
> heraus und tut, was der König befohlen hat, so werdet ihr am Leben
> bleiben.
> 
> 2:34   Darauf antworteten sie: Wir wollen nicht herauskommen, auch den
> Sabbat nicht entheiligen, wie der König befiehlt.
> 2. Makk 6,11
> 
> 2:35   Da stürmten die Feinde gegen sie an;
> 
> 2:36   aber sie wehrten sich nicht, verschanzten auch die Höhlen nicht
> 
> 2:37   und sagten: Wir alle wollen lieber schuldlos sterben; Himmel und
> Erde werden Zeuge sein, daß ihr uns mit Gewalt und Unrecht umbringt.
> 
> 2:38   So wurden sie am Sabbat überfallen und sie und ihre Frauen und
> Kinder samt dem Vieh umgebracht, an die tausend Personen.
> 
> 2:39   Als Mattatias und seine Freunde das hörten, hielten sie die
> Totenklage über sie
> 
> 2:40   und sagten zueinander: Wenn wir alle wie unsre Brüder tun und uns
> nicht gegen die Heiden wehren, um unser Leben und das Gesetz zu
> retten, so haben sie uns bald von der Erde vertilgt.
> 
> 2:41   Und am selben Tag beschlossen sie: Wenn man uns am Sabbat angreift,
> so wollen wir uns wehren, damit wir nicht alle umkommen, wie unsere
> Brüder in den Höhlen ermordet worden sind.
> 
> 2:42   Da schlossen sich ihnen tapfere Männer aus Israel an, die Gruppe
> der Hasidäer, alle treue Anhänger des Gesetzes,
> Kap 7,12; 2. Makk 14,6
> 
> 2:43   und zu ihnen kamen alle, die vor der Unterdrückung flohen, und
> verstärkten sie.
> 
> 2:44   So sammelten sie ein Heer und erschlugen in ihrem Glaubenseifer und
> ihrem Zorn viele Gottlose und Abtrünnige; die übrigen aber flohen
> und entkamen zu den Heiden.
> 
> 2:45   Danach zogen Mattatias und seine Freunde im Lande Israel umher und
> rissen die Altäre wieder nieder
> 
> 2:46   und beschnitten mit Gewalt die Kinder, die sie noch unbeschnitten
> fanden,
> 
> 2:47   und verfolgten die Partei der Abtrünnigen; und es ist ihnen
> gelungen,
> 
> 2:48   das Gesetz gegen alle Macht der Heiden und Könige zu erhalten, so
> daß die Gottlosen nicht über sie Herr wurden.
> 
> Mattatias gibt vor seinem Tod die Führung an Judas Makkabäus ab
> 
> 2:49   Als aber Mattatias sehr alt war, sagte er vor seinem Tod zu seinen
> Söhnen: Es ist große Unterdrückung und schwere Strafe und Verfolgung
> und großer Zorn über uns gekommen.
> 
> 2:50   Darum, liebe Söhne, setzt euch voll Eifer für das Gesetz ein und
> wagt euer Leben für den Bund unsrer Väter;
> 
> 2:51   und denkt daran, welche Taten unsre Väter zu ihren Zeiten getan
> haben; so werdet ihr rechte Ehre und einen ewigen Namen erlangen.
> 
> 2:52    Abraham wurde versucht und blieb im Glauben fest; das ist ihm zur
> Gerechtigkeit angerechnet worden.
> 1. Mose 22,1-12;  1. Mose 15,6; Jdt 8,19
> 
> 2:53   Josef hielt das Gebot, als er bedrängt wurde, und ist Herr in
> Ägypten geworden.
> 1. Mose 39,9;  1. Mose 41,40
> 
> 2:54   Unser Vater Pinhas setzte sich voll Eifer für die Ehre Gottes ein
> und erlangte die Zusage, daß das Priestertum ewig bei ihm bleiben
> sollte.
> Vers 26; Sir 45,28-30
> 
> 2:55   Josua führte den Befehl aus, der ihm gegeben war; darum wurde er der
> oberste Fürst in Israel.
> Jos 1,2; 1,16; Sir 46,1-8
> 
> 2:56    Kaleb legte in der Gemeinde Zeugnis ab; darum hat er einen
> Erbanteil erlangt.
> 4. Mose 14,6; Jos 14,6; Sir 46,9-10
> 
> 2:57   David übte Barmherzigkeit; darum erbte er den Königsthron für
> immer.
> 2. Sam 7,11-16
> 
> 2:58   Elia setzte sich voll Eifer für das Gesetz ein und wurde in den
> Himmel geholt.
> 1. Kön 18,21; 18,40;  2. Kön 2,11
> 
> 2:59   Hananja, Asarja und Mischaël glaubten und wurden aus dem Feuer
> errettet.
> Dan 1,6-7; 3,26
> 
> 2:60   Daniel war ohne Schuld und wurde von den Löwen errettet.
> Dan 6,21
> 
> 2:61   So denkt daran, was von Geschlecht zu Geschlecht geschehen ist, und
> ihr werdet finden, daß alle, die auf Gott vertrauen, erhalten
> werden.
> StzuDan 2,37
> 
> 2:62   Darum fürchtet euch nicht vor den Drohungen des Gottlosen: denn
> seine Herrlichkeit wird zu Dreck und von den Würmern gefressen.
> 
> 2:63    Heute wird er erhöht, und morgen ist er nichts mehr, wenn er
> wieder zu Erde geworden ist; und sein Vorhaben ist zunichte
> geworden.
> Sir 10,12;  Ps 146,4
> 
> 2:64   Darum, liebe Kinder, seid unerschrocken und haltet fest am Gesetz,
> so wird euch Gott wieder herrlich machen.
> 
> 2:65   Ich weiß: euer Bruder Simon ist weise im Rat; dem gehorcht allezeit
> als eurem Vater.
> 
> 2:66   Judas Makkabäus ist ein starker Held von Jugend auf; der soll euer
> Feldhauptmann sein und den Krieg führen.
> 
> 2:67    Sammelt alle um euch, die das Gesetz halten. Rächt die Gewalttat,
> die an eurem Volk verübt wurde,
> (67 und 68) 5. Mose 32,40-43
> 
> 2:68   und zahlt den Heiden heim, was sie verdient haben; und haltet fest
> am Gesetz!
> 
> 2:69   Danach segnete er sie und wurde zu seinen Vätern versammelt
> 
> 2:70   und starb im 146. Jahr. Und seine Söhne begruben ihn im Grab seiner
> Väter in Modeïn, und ganz Israel trauerte sehr um ihn.
> Vers 1; Kap 13,25-30
> 167/166 v. Chr.
> 
>          Judas Makkabäus kämpft gegen die abtrünnigen Juden
> 
> (vgl. 2. Makk 8,1-7)
> 3:1    Judas Makkabäus trat nun an die Stelle seines Vaters.
> 
> 3:2    Und seine Brüder und alle, die sich zu seinem Vater gehalten hatten,
> halfen ihm und kämpften für Israel mit Freuden.
> 
> 3:3    Judas gewann seinem Volk großes Ansehen. Er legte den Harnisch an
> wie ein Held und gürtete sich mit seinen Waffen und schützte sein
> Heerlager mit seinem Schwert.
> 
> 3:4    Er war mutig wie ein Löwe, kühn wie ein junger brüllender Löwe,
> wenn er etwas jagt.
> 1. Mose 49,9
> 
> 3:5    Er spürte die Abtrünnigen auf und verfolgte sie, und die, die das
> Volk verführten, bestrafte er mit Feuer,
> Kap 5,5; 5,44
> 
> 3:6    so daß überall die Feinde vor ihm erschraken und alle Abtrünnigen
> niedergeworfen wurden; und er hatte Glück und Sieg.
> 
> 3:7    Das verdroß viele Könige; aber Jakob war es eine Freude und ewiger
> Ruhm und Ehre.
> 
> 3:8    Er zog durch die Städte Judas und erschlug die Gottlosen, um den
> Zorn von Israel abzuwenden.
> 
> 3:9    So wurde sein Name berühmt bis an die Enden der Erde, so daß alle
> Unterdrückten ihm zuliefen.
> 
> Judas Makkabäus besiegt Apollonius und Seron
> 
> 3:10   Da brachte Apollonius ein großes Heer zusammen von Heiden und
> Leuten aus Samarien, um gegen Israel zu kämpfen.
> Kap 1,30; 2. Makk 4,21; 5,24
> 
> 3:11   Als Judas das hörte, zog er ihm entgegen, kämpfte mit ihm und
> erschlug ihn, und viele Feinde wurden verwundet und getötet; die
> übrigen aber flohen.
> 
> 3:12   Judas machte große Beute und nahm sich das Schwert des Apollonius;
> das führte er fortan sein Leben lang.
> 
> 3:13   Als dann Seron, der Befehlshaber des syrischen Heeres, hörte, daß
> die Partei und Gemeinde der Frommen sich zu Judas hielt, sagte er:
> 
> 3:14   Ich will mir einen Namen machen, damit ich im ganzen Königreich
> gepriesen werde, und will Judas und seinen Haufen, der den Befehl
> des Königs verachtet, schlagen.
> Kap 2,51
> 
> 3:15   Darum rüstete er sich, und mit ihm zog ein großes Heer der
> Gottlosen, um ihm zu helfen und sich an Israel zu rächen. Und sie
> kamen bis nach Bet-Horon.
> Jos 10,10
> 
> 3:16   Da zog Judas ihm mit einer kleinen Schar entgegen.
> 
> 3:17   Als sie aber das Heer sahen, das ihnen entgegenkam, sagten sie zu
> Judas: Wir sind nur wenige; auch sind wir heute matt vom Fasten; wie
> sollen wir gegen ein so großes und starkes Heer kämpfen?
> 
> 3:18   Aber Judas sagte: Es kann leicht geschehen, daß wenige ein großes
> Heer überwinden; denn Gott kann ebensogut durch wenige den Sieg
> verleihen wie durch viele.
> 1. Sam 14,6
> 
> 3:19   Denn der Sieg kommt vom Himmel und wird nicht durch eine große Zahl
> errungen.
> Spr 21,31
> 
> 3:20   Sie ziehen gegen uns voller Frevel und Bosheit und wollen uns, unsre
> Frauen und Kinder ermorden und berauben.
> 
> 3:21   Wir aber müssen uns wehren und für unser Leben und Gesetz kämpfen.
> 
> 3:22   Darum wird sie Gott vor unsern Augen vernichten; ihr sollt sie nicht
> fürchten.
> 
> 3:23   Als er das gesagt hatte, griff er die Feinde an, ehe sie sich's
> versahen, und schlug den Seron und sein Heer in die Flucht
> 
> 3:24   und jagte sie von Bet-Horon hinunter in die Ebene und erschlug
> achthundert Mann; die übrigen flohen ins Philisterland.
> 
> 3:25   So legte sich Furcht und Schrecken vor Judas und seinen Brüdern auf
> alle Völker ringsum.
> 
> 3:26   Und in allen Ländern sprach man von Judas und seinen Taten, und es
> kam auch vor den König.
> 
> Lysias führt den Krieg gegen die Juden fort
> 
> 3:27   Als nun König Antiochus das alles hörte, wurde er sehr zornig und
> ließ aus seinem ganzen Königreich ein großes Heer zusammenbringen,
> 
> 3:28   öffnete seine Schatzkammer, gab dem Heer den Sold für ein Jahr und
> befahl, daß man auf alles gerüstet sein sollte.
> 
> 3:29   Als er aber sah, daß er nicht mehr genug Geld in der Schatzkammer
> hatte und daß aus dem Land wegen des Aufruhrs und des Kriegs, den er
> gegen die althergebrachten Gesetze führte, nicht viel Tribut
> einging,
> 
> 3:30   wurde er besorgt, daß er, wie bisher schon öfter, nichts mehr
> übrigbehalten könnte für die Kosten seines Hofes und für die
> Geschenke, die er früher mit freigebiger Hand mehr als alle Könige
> vor ihm ausgegeben hatte.
> 
> 3:31   Darüber war er sehr bestürzt und beschloß, nach Persien zu ziehen,
> von den Provinzen Tribut zu erheben und dadurch viel Geld
> zusammenzubringen.
> 
> 3:32   Und er ließ im Lande einen Fürsten aus königlichem Stamm zurück mit
> Namen Lysias; den machte er zum Statthalter über das ganze
> Königreich vom Euphrat bis an die Grenze Ägyptens
> 
> 3:33   und vertraute ihm seinen Sohn, den jungen Antiochus, zur Erziehung
> an, solange er außer Landes sein würde.
> 
> 3:34   Er überließ ihm die Hälfte des Kriegsvolks und die Elefanten und gab
> ihm den Befehl, alles auszuführen, was er gegen die Bewohner von
> Judäa und Jerusalem vorhatte:
> 
> 3:35   er sollte ein Heer gegen sie schicken, um das Heer Israels und die
> Überlebenden in Jerusalem auszurotten und die Erinnerung an diesen
> Ort auszutilgen;
> 
> 3:36   auch sollte er in ihrem ganzen Gebiet Leute aus fremdem Stamm
> ansiedeln und das Land durchs Los an sie verteilen.
> 
> Lysias rückt in Judäa ein
> 
> (vgl. 2. Makk 8,8-11)
> 3:37   Im 147. Jahr nahm der König selbst das übrige Kriegsvolk und zog
> von seiner Stadt Antiochia aus über den Euphrat hinauf in die oberen
> Länder.
> 166/165 v. Chr.
> 
> 3:38   Aber Lysias bestimmte einige mächtige Männer von den Freunden des
> Königs zu Hauptleuten, nämlich Ptolemäus, den Sohn des Dorymenes,
> Nikanor und Gorgias,
> 2. Makk 4,45; 6,8; 8,8;  Kap 7,26
> 
> 3:39   und gab ihnen vierzigtausend Mann zu Fuß und siebentausend Reiter,
> damit sie das Land Juda überfallen und es verheeren sollten, wie der
> König befohlen hatte.
> 
> 3:40   Nachdem sie nun mit diesem Heer ausgezogen waren, lagerten sie sich
> bei Emmaus in der Ebene.
> 
> 3:41   Als die Kaufleute in der Umgegend davon hörten, kamen sie in das
> Lager und brachten sehr viel Silber und Gold und Fesseln mit sich,
> um die Israeliten als Sklaven zu kaufen. Auch aus Syrien und andern
> fremden Ländern stieß viel Kriegsvolk zu ihnen.
> 
> Judas Makkabäus rüstet sein Heer zur Abwehr
> 
> 3:42   Als nun Judas und seine Brüder sahen, daß die Verfolgung immer
> schlimmer wurde und daß die Feinde an der Grenze lagen, und
> erfuhren, daß der König befohlen hatte, ganz Juda zu vertilgen,
> 
> 3:43   sagten sie zueinander: Wir wollen der Erniedrigung unsres Volks ein
> Ende machen und für unser Volk und für das Heiligtum kämpfen.
> 
> 3:44   Und die Gemeinde kam zusammen, um zum Kampf bereit zu sein und um
> miteinander zu beten und Gnade und Hilfe von Gott zu erflehen.
> 
> 3:45   Aber zu dieser Zeit wohnte niemand mehr in Jerusalem, sondern es
> war wie eine Wüste, und keiner von ihren Bürgern ging mehr aus und
> ein; das Heiligtum war zertreten, Fremde hatten die Burg inne, und
> dort war ein Versammlungsort der Heiden; die Freude war von Jakob
> weggenommen, und man hörte dort weder Flöte noch Harfe.
> Klgl 5,18;  Dan 8,13
> 
> 3:46   Darum kam das Volk zusammen in Mizpa, gegenüber von Jerusalem; denn
> Israel hatte vorzeiten in Mizpa angebetet.
> 1. Sam 7,5
> 
> 3:47   An diesem Tag fasteten sie und zogen Trauergewänder an, streuten
> Asche auf ihr Haupt und zerrissen ihre Kleider
> Jdt 4,14
> 
> 3:48   und entrollten die Schriftrolle des Gesetzes, der die Heiden
> nachgespürt hatten, um ihre Götzen darauf zu malen.
> 
> 3:49   Sie brachten auch dorthin die priesterlichen Kleider, die Erstlinge
> und Zehnten und ließen die Gottgeweihten herbeikommen, bei denen
> die Zeit ihres Gelübdes vorüber war,
> 4. Mose 6,2-21
> 
> 3:50   und schrien laut zum Himmel: Was sollen wir mit diesen machen, und
> wo sollen wir sie hinführen?
> 
> 3:51   Denn dein Heiligtum ist zertreten und entweiht, deine Priester leben
> in Trauer und Niedrigkeit.
> 
> 3:52   Und siehe, die Heiden haben sich gegen uns versammelt, um uns ganz
> zu vertilgen. Du weißt, was sie gegen uns im Sinn haben.
> 
> 3:53   Wie können wir ihnen standhalten, wenn nicht du uns hilfst?
> 
> 3:54   Und sie bliesen die Trompeten und schrien mit lauter Stimme.
> 4. Mose 10,9
> 
> 3:55   Danach setzte Judas Anführer für das Kriegsvolk ein, Oberste über
> tausend, über hundert, über fünfzig und über zehn.
> 2. Mose 18,25
> 
> 3:56   Auch ließ er ausrufen, daß alle, die Häuser gebaut oder geheiratet
> oder Weinberge gepflanzt hatten oder alle, die voll Furcht waren,
> wieder heimziehen möchten, wie das Gesetz es ihnen erlaubt.
> 5. Mose 20,5-8
> 
> 3:57   Danach zogen sie fort und schlugen ihr Lager im Süden von Emmaus
> auf.
> 
> 3:58   Und Judas sagte: Rüstet euch und seid unerschrocken, damit ihr
> morgen früh bereit seid, gegen diese Heiden zu kämpfen, die
> zusammengekommen sind, um uns und unser Heiligtum zu vernichten!
> 
> 3:59   Denn für uns ist es besser, im Krieg zu fallen, als das Unglück
> unsres Volks und unsres Heiligtums zu sehen.
> 
> 3:60   Aber was Gott im Himmel will, das geschehe!
> 
>          Judas Makkabäus besiegt Gorgias
> 
> (vgl. 2. Makk 8,20-36)
> 4:1    Und Gorgias nahm fünftausend Mann zu Fuß und tausend auserlesene
> Reiter und rückte bei Nacht gegen das Lager der Juden vor,
> 
> 4:2    um sie unversehens zu vernichten; als Führer dienten ihnen einige
> Leute von der Burg.
> 
> 4:3    Als Judas davon hörte, zog auch er mit den besten Leuten aus, um das
> Heer des Königs, das bei Emmaus lag, zu schlagen,
> Kap 3,40
> 
> 4:4    solange es noch außerhalb des Lagers zerstreut war.
> 
> 4:5    Als nun Gorgias bei Nacht an das Lager des Judas kam und dort
> niemand fand, suchte er sie im Gebirge und meinte, sie wären vor ihm
> geflohen.
> 
> 4:6    Aber Judas kam morgens früh in die Ebene mit dreitausend Mann; doch
> hatten sie keine Harnische und Schwerter.
> 
> 4:7    Als sie nun sahen, daß das Heer der Feinde gut gerüstet und von
> starker Reiterei umgeben war und daß sie erfahrene Kriegsleute
> waren,
> 
> 4:8    sagte Judas zu seinem Volk: Fürchtet euch nicht vor ihrer großen
> Menge, und vor ihrem Ansturm erschreckt nicht!
> 
> 4:9    Denkt daran, wie unsre Väter im Roten Meer errettet worden sind,
> als ihnen der Pharao mit einem großen Heer nacheilte.
> 2. Mose 14,30
> 
> 4:10   Laßt uns zum Himmel rufen, so wird uns der Herr auch gnädig sein und
> an den Bund denken, den er mit unsern Vätern geschlossen hat, und
> wird unsre Feinde heute vor unsern Augen vernichten.
> 
> 4:11   Und alle Heiden sollen erkennen, daß einer ist, der sich Israels
> annimmt, hilft und errettet.
> 
> 4:12   Als nun die Fremden aufblickten und sahen, daß Judas gegen sie
> heranrückte,
> 
> 4:13   zogen auch sie aus dem Lager, um Judas anzugreifen. Und die Leute
> des Judas bliesen die Trompeten
> Kap 3,54
> 
> 4:14   und griffen die Feinde an; und die Heiden wurden geschlagen, so daß
> sie alle in die Ebene hinausflohen und die letzten erstochen wurden.
> 
> 4:15   Denn Judas jagte ihnen nach bis nach Geser und bis ins Gebiet von
> Idumäa, bis Aschdod und Jamnia, und es fielen von ihnen an die
> dreitausend Mann.
> 
> 4:16   Als aber Judas und sein Heer von der Verfolgung zurückgekehrt waren,
> gebot er seinem Volk:
> 
> 4:17   Ihr sollt nicht plündern; denn es steht uns noch eine Schlacht
> bevor.
> 
> 4:18   Gorgias und sein Heer sind nahe vor uns im Gebirge; darum tretet nun
> unsern Feinden entgegen und schlagt sie. Danach könnt ihr plündern.
> 
> 4:19   Während Judas noch redete, erschien eine Schar, die vom Gebirge
> herabspähte.
> 
> 4:20   Und sie sahen, daß ihre Leute geschlagen und das Lager angezündet
> war; denn sie sahen den Rauch; daraus konnten sie entnehmen, was
> geschehen war.
> 
> 4:21   Dazu sahen sie Judas und sein Kriegsvolk in der Ebene, gerüstet zur
> Schlacht; darüber erschraken sie sehr
> 
> 4:22   und flohen alle ins Gebiet der Fremden.
> 
> 4:23   Dann kehrte Judas wieder zurück, um das Lager zu plündern, und sie
> eroberten viel Gold, Siber, blauen und roten Purpur und viele andere
> Schätze.
> 
> 4:24   Danach zogen sie heim, dankten und lobten Gott mit Gesang und
> sprachen: Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte
> währet ewiglich.
> Ps 106,1
> 
> 4:25   An diesem Tag ist Israel großes Heil widerfahren.
> 
> Judas Makkabäus besiegt Lysias
> 
> (vgl. 2. Makk 11,1-12)
> 4:26   Die Heiden aber, die entronnen waren, kamen zu Lysias und sagten
> ihm, wie es ihnen ergangen war.
> Kap 3,32
> 
> 4:27   Als Lysias das hörte, war er bestürzt und niedergeschlagen, weil
> nicht gelungen war, was er Israel hatte antun wollen und was der
> König befohlen hatte.
> 
> 4:28   Darum brachte Lysias im folgenden Jahr wiederum viel auserlesenes
> Kriegsvolk zusammen, sechzigtausend Mann zu Fuß und fünftausend
> Reiter, um die Juden zu vernichten.
> 
> 4:29   Dies Heer zog nach Idumäa und lagerte sich bei Bet-Zur. Doch Judas
> trat ihnen entgegen mit zehntausend Mann.
> 2. Makk 11,5
> 
> 4:30   Als er aber sah, daß die Feinde ein so großes Heer hatten, betete er
> und sprach: Lob sei dir, du Heiland Israels, der du durch die Hand
> deines Knechts David den Angriff des Starken zunichte gemacht und
> das ganze Heer der Heiden in die Hände Jonatans, des Sohnes Sauls,
> und seines Waffenträgers gegeben hast.
> 1. Sam 17,50;  1. Sam 14,13-15
> 
> 4:31   Ich bitte dich, du wollest diese unsre Feinde auch in die Hände
> deines Volks Israel geben, daß sie mit ihrer Macht und ihren Reitern
> zuschanden werden.
> 
> 4:32   Gib ihnen ein erschrockenes und verzagtes Herz, daß sie wanken und
> geschlagen werden;
> 
> 4:33   schlage sie nieder mit dem Schwert derer, die dich lieben, daß dich
> alle loben und preisen, die deinen Namen kennen!
> 
> 4:34   Als sie nun zusammenstießen, fielen vom Heer des Lysias fünftausend
> Mann.
> 
> 4:35   Als aber Lysias sah, daß die Seinen flohen, die Juden dagegen
> unerschrocken und bereit waren, in Ehren zu leben oder in Ehren zu
> sterben, zog er ab nach Antiochia, um Kriegsvolk anzuwerben und mit
> noch stärkerer Heeresmacht wieder nach Judäa zu ziehen.
> 
> Judas Makkabäus weiht den Tempel neu
> 
> (vgl. 2. Makk 10,1-8)
> 4:36   Judas aber und seine Brüder sagten: Weil unsre Feinde verjagt sind,
> laßt uns hinaufziehen und das Heiligtum wieder reinigen und weihen!
> 
> 4:37   Darum kam das ganze Kriegsvolk zusammen, und sie zogen miteinander
> auf den Berg Zion.
> 
> 4:38   Und als sie sahen, wie das Heiligtum verwüstet, der Altar
> entheiligt, die Tore verbrannt waren, und daß der Platz umher mit
> Unkraut bewachsen war wie ein Wald oder Gebirge und die
> Priesterzellen zerfallen waren:
> Kap 1,57;  2. Makk 1,8; 8,33
> 
> 4:39   da zerrissen sie ihre Kleider und hielten eine große Klage, streuten
> Asche auf ihr Haupt,
> 
> 4:40   fielen nieder auf ihr Angesicht und bliesen die Trompeten und
> schrien zum Himmel.
> 
> 4:41   Und Judas stellte Männer auf, die die Leute in der Burg abwehren
> sollten, bis man das Heiligtum gereinigt hatte.
> 
> 4:42   Und er nahm dazu Priester, die nicht unrein geworden und beständig
> im Gesetz geblieben waren.
> 
> 4:43   Die reinigten das Heiligtum und trugen die unreinen Steine weg an
> einen unheiligen Ort.
> 
> 4:44   Weil nun der Brandopferaltar entheiligt war, überlegten sie, was
> sie mit ihm machen sollten.
> Kap 1,62
> 
> 4:45   Und sie hatten einen guten Einfall, nämlich, daß man ihn ganz
> einreißen sollte, damit kein Ärgernis von ihm käme, weil ihn die
> Heiden entheiligt hatten. Darum wurde er ganz eingerissen.
> 
> 4:46   Und sie verwahrten die Steine auf dem Berge bei dem Tempel an einem
> geeigneten Ort, bis ein Prophet kommen und verkünden würde, was man
> damit tun sollte.
> Kap 9,27; 14,41
> 
> 4:47   Sie nahmen aber unbehauene Steine, wie das Gesetz lehrt, und bauten
> einen neuen Altar ganz so, wie der frühere gewesen war.
> 2. Mose 20,25
> 
> 4:48   Und sie bauten das Heiligtum wieder auf und das Innere des Hauses
> und weihten den Bau und die Vorhöfe.
> 
> 4:49    Und sie ließen neue heilige Gefäße machen und brachten den goldenen
> Leuchter, den Räucheraltar und den Tisch in den Tempel.
> (49-51) Kap 1,23
> 
> 4:50   Und sie legten Weihrauch auf den Altar und zündeten die Lampen auf
> dem Leuchter an, damit sie im Tempel leuchteten.
> 
> 4:51   Auf den Tisch legten sie die Brote und hängten die Vorhänge auf und
> richteten den Tempel vollständig wieder her.
> 
> 4:52    Und am fünfundzwanzigsten Tage des neunten Monats, der Kislew
> heißt, im 148. Jahr,
> (52-54) Kap 1,57; 1,62
> Dezember 165 v. Chr.
> 
> 4:53   standen sie früh auf und opferten nach dem Gesetz auf dem neuen
> Brandopferaltar, den sie aufgerichtet hatten.
> 2. Mose 29,38-42
> 
> 4:54   Zur gleichen Zeit und am gleichen Tage, an dem die Heiden das
> Heiligtum entweiht hatten, wurde es wieder geweiht mit Gesang und
> mit Zithern, Harfen und Zimbeln.
> 
> 4:55   Und alles Volk fiel nieder auf das Angesicht, betete an und lobte
> den Herrn im Himmel, der ihnen Glück und Sieg gegeben hatte.
> 
> 4:56   Und sie hielten das Fest der Weihe des neuen Altars acht Tage lang
> und opferten mit Freuden Brandopfer, Dankopfer und Lobopfer;
> 2. Chr 7,9
> 
> 4:57   und sie schmückten die Vorderseite des Tempels mit goldenen Kränzen
> und Schilden und machten neue Tore und Zellen und setzten die Türen
> ein.
> 
> 4:58   Und es herrschte sehr große Freude im Volk, daß die Schande von
> ihnen genommen war, die ihnen die Heiden angetan hatten.
> 
> 4:59   Und Judas und seine Brüder und die ganze Gemeinde Israel
> beschlossen, daß man jährlich vom fünfundzwanzigsten Tage des Monats
> Kislew an acht Tage lang das Fest der Weihe des neuen Altars mit
> Freude und Fröhlichkeit halten sollte.
> Joh 10,22
> 
> 4:60   Zu derselben Zeit bauten sie hohe Mauern und feste Türme um das
> Heiligtum auf dem Berge Zion, damit die Heiden das Heiligtum nicht
> einnehmen und zertreten könnten, wie sie es kurz zuvor getan hatten.
> 
> 4:61   Und Judas legte Kriegsvolk hinein, um das Heiligtum zu schützen. Er
> befestigte auch Bet-Zur, damit das Volk eine Festung gegen Idumäa
> hätte, in der sie sich aufhalten und verteidigen konnten.
> 
>          Judas Makkabäus besiegt die Idumäer und andere Völker
> 
> 5:1    Als aber die Heiden ringsum hörten, daß der Altar wieder
> aufgerichtet und das Heiligtum erneuert war, so wie es früher
> gewesen war, wurden sie sehr zornig
> 
> 5:2    und nahmen sich vor, das Geschlecht Jakobs, das unter ihnen wohnte,
> auszurotten, und fingen an, die Juden zu töten und zu vernichten.
> 
> 5:3    Aber Judas zog gegen das Geschlecht Esaus in Idumäa und in
> Akrabattene, wo sie die Israeliten belagerten, schlug viele Idumäer
> tot und demütigte sie und plünderte sie aus.
> 2. Makk 10,17
> 
> 5:4    Weil auch die Beoniter auf den Straßen zu einer ständigen Gefahr und
> zu einem Ärgernis für das Volk durch ihre Nachstellungen geworden
> waren,
> 
> 5:5    dachte Judas an ihre Niedertracht, schloß sie in ihren Burgen ein,
> belagerte sie und vollstreckte den Bann an ihnen und verbrannte ihre
> Burgen mit allen, die darin waren.
> 
> 5:6    Danach zog er gegen die Ammoniter; die waren gut gerüstet und hatten
> viel Kriegsvolk und einen Hauptmann Timotheus.
> 2. Makk 8,30
> 
> 5:7    Darum hatte Judas viele Kämpfe mit ihnen zu bestehen, und sie wurden
> von ihm besiegt und geschlagen.
> 
> 5:8    Und er eroberte die Stadt Jaser mit ihren umliegenden Ortschaften.
> Danach zog er wieder heim nach Judäa.
> 4. Mose 21,32
> 
> Die Juden aus dem Ostjordanland und aus Galiläa bitten um Hilfe
> 
> 5:9    Es versammelten sich aber die Heiden auch in Gilead gegen die
> Israeliten, die unter ihnen wohnten, um sie auszurotten; aber das
> Volk floh auf die Burg Datema.
> 
> 5:10   Und sie schrieben an Judas und seine Brüder:
> 
> 5:11   Die Heiden ringsum haben sich gegen uns versammelt, um uns alle
> umzubringen. Sie wollen kommen und unsre Burg stürmen, in die wir
> geflohen sind; und ihr Hauptmann ist Timotheus.
> 
> 5:12   Darum bitten wir dich, uns zu Hilfe zu kommen und uns aus ihrer Hand
> zu retten; denn wir sind wenige, weil die Feinde viele umgebracht
> haben;
> 
> 5:13   und im Lande Tob sind alle unsre Brüder, gegen tausend Mann,
> getötet und ihre Frauen, Kinder und ihr Hab und Gut weggeführt
> worden.
> Ri 11,3; 2. Sam 10,6
> 
> 5:14   Als man diesen Brief las, kamen andere Boten aus Galiläa; die
> hatten ihre Kleider zerrissen und meldeten ähnliches
> Kap 2,14
> 
> 5:15   und sagten, die Heiden aus Ptolemais, Tyrus und Sidon und ganz
> Galiläa seien zusammengekommen, um die Israeliten auszurotten.
> 
> 5:16   Als Judas und das Volk das hörten, hielten sie eine große
> Versammlung ab, um zu überlegen, wie sie ihren Brüdern helfen
> könnten, die in solcher Not waren und vom Feinde bedrängt wurden.
> 
> 5:17   Und Judas befahl seinem Bruder Simon: Wähle dir Männer aus, zieh hin
> und rette deine Brüder in Galiläa; ich aber und mein Bruder Jonatan
> wollen nach Gilead ziehen.
> 
> 5:18   Und er machte Josef, den Sohn Secharjas, und Asarja zu Hauptleuten
> über das übrige Kriegsvolk daheim, um Judäa zu beschützen,
> 
> 5:19   und befahl ihnen, sie sollten das Volk regieren und sich nicht in
> einen Krieg mit den Heiden einlassen, bis er zurückkäme.
> 
> 5:20   Und Simon zog nach Galiläa mit dreitausend Mann, Judas nach Gilead
> mit achttausend.
> 
> Simon rettet die Juden aus Galiläa
> 
> 5:21   Als nun Simon nach Galiläa kam, bestand er viele Kämpfe mit den
> Heiden, siegte und verfolgte sie bis zum Tor von Ptolemais.
> 
> 5:22   So kamen gegen dreitausend Heiden um, und Simon machte große Beute.
> 
> 5:23   Danach nahm er die Juden aus Galiläa und Arbatta mit Weib und Kind
> und all ihr Hab und Gut mit und führte sie mit großer Freude nach
> Judäa.
> 
> Judas Makkabäus und Jonatan siegen im Ostjordanland
> 
> 5:24   Aber Judas Makkabäus und sein Bruder Jonatan zogen über den Jordan
> in die Wüste drei Tagereisen weit.
> 
> 5:25   Da trafen sie auf die Nabatäer. Die empfingen sie freundlich und
> erzählten ihnen, wie es ihren Brüdern in Gilead ging
> 
> 5:26   und daß viele eingeschlossen waren in Bosora, Bosor, Alema, Kaspin,
> Maked und Karnajim, alles große und befestigte Städte;
> 
> 5:27   daß auch viele in andern Städten in Gilead eingeschlossen waren und
> die Feinde beschlossen hatten, am andern Tage die Befestigungen zu
> überfallen, zu stürmen und alle Juden an einem Tage umzubringen.
> 
> 5:28   Da kehrte Judas mit seinem Heer sogleich um in die Wüste von Bosora,
> eroberte die Stadt und erschlug alles, was männlich war, mit der
> Schärfe des Schwerts und plünderte und verbrannte die Stadt.
> 
> 5:29   Danach zogen sie bei Nacht fort zu der Burg, wo seine Brüder
> belagert wurden.
> 
> 5:30   Und als sie am Morgen aufblickten, sahen sie eine große Menge
> Kriegsvolk, die nicht zu zählen war, Leitern und Sturmböcke tragen,
> um die Festung im Sturm zu nehmen.
> 
> 5:31   Und als Judas sah, daß der Kampf anfing und in der Stadt Trompeten
> und lautes Geschrei zum Himmel schallten,
> 
> 5:32   da ermahnte Judas sein Heer, für ihre Brüder zu kämpfen, um sie zu
> retten.
> Kap 3,43
> 
> 5:33   Und er teilte es in drei Heerhaufen ein und griff von hinten an und
> ließ die Trompeten blasen; und das Volk schrie laut im Gebet zu
> Gott.
> 
> 5:34   Als aber das Heer des Timotheus sah, daß der Makkabäer hinter ihnen
> war, flohen sie vor ihm und wurden vernichtend geschlagen, so daß
> von ihnen an diesem Tag gegen achttausend fielen.
> 
> 5:35   Danach zog Judas nach Alema, stürmte und eroberte es und ließ alles,
> was männlich war, töten und plünderte und verbrannte die Stadt.
> 
> 5:36   Von dort zog er weiter und eroberte Kaspin, Maked, Bosor und die
> andern Städte in Gilead.
> 2. Makk 12,13
> 
> 5:37   Aber Timotheus brachte ein neues Heer zusammen und lagerte sich
> gegenüber von Rafon jenseits des Bachs.
> 2. Makk 12,20
> 
> 5:38   Da schickte Judas Leute aus, die das Lager erkunden sollten. Die
> meldeten ihm, daß es eine sehr große Menge aus allen Heiden ringsum
> wäre,
> 
> 5:39   daß sie auch Kriegsleute aus Arabien bei sich hätten, denen sie Sold
> geben müßten, und daß sich das Heer jenseits des Bachs gelagert
> hätte und zur Schlacht gerüstet wäre. Darum zog Judas ihnen
> entgegen.
> 
> 5:40   Und Timotheus sagte zu seinen Hauptleuten: Wenn Judas mit seinem
> Heer an den Bach kommt und so mutig ist, daß er zuerst zu uns
> herüberzieht, so können wir ihm nicht widerstehen, sondern er wird
> uns schlagen.
> 
> 5:41   Wenn er sich aber fürchtet und nicht über den Bach wagt, so wollen
> wir über das Wasser und ihn angreifen und schlagen.
> 
> 5:42   Als nun Judas an den Bach kam, stellte er die Amtleute an das Wasser
> und befahl ihnen, dafür zu sorgen, daß keiner zurückblieb, sondern
> daß alle in den Kampf zogen.
> 
> 5:43    Als nun Judas und sein Heer als erste über das Wasser kamen, wurden
> die Feinde alle von ihnen geschlagen und warfen ihre Waffen weg und
> flohen in einen Tempel in der Stadt Karnajim.
> (43 und 44) 2. Makk 12,26
> 
> 5:44   Aber Judas eroberte die Stadt und verbrannte den Tempel und alle,
> die darin waren; so wurde Karnajim unterworfen und konnte Judas
> nicht widerstehen.
> 
> Judas Makkabäus holt die Juden aus Gilead nach Judäa
> 
> (vgl. 2. Makk 12,27-31)
> 5:45   Danach ließ Judas alle Israeliten, die in Gilead waren, klein und
> groß, Frauen und Kinder, eine sehr große Zahl, zusammenkommen, damit
> sie nach Judäa zogen.
> 
> 5:46   Und auf dem Wege kamen sie zu einer großen, gut befestigten Stadt,
> Efron, die an der Straße lag, durch die man hindurch mußte und nicht
> rechts oder links vorbeiziehen konnte.
> 
> 5:47   Nun wollten die Leute von Efron Judas nicht durchlassen,
> 
> 5:48   sondern zogen sich in die Stadt zurück, verschlossen die Tore und
> wälzten Steine davor.
> 
> 5:49   Aber Judas sandte zu ihnen, sagte ihnen Frieden zu und bat
> freundlich,
> 
> 5:50   daß man sie durchließe, damit sie in ihr Land kommen könnten; denn
> keiner von seinen Leuten würde ihnen Schaden antun; er begehre
> nichts anderes, als durch die Stadt zu ziehen. Aber die Leute von
> Efron wollten sie nicht einlassen.
> 4. Mose 20,17
> 
> 5:51   Da ließ Judas im ganzen Heer ausrufen, daß das Kriegsvolk sich in
> Schlachtordnung aufstellen sollte. So stellten sie sich in
> Schlachtordnung auf, stürmten den ganzen Tag und die ganze Nacht
> gegen die Stadt an und eroberten sie.
> 
> 5:52   Und Judas ließ alles, was männlich war, erstechen und plünderte und
> zerstörte die Stadt und zog über die toten Körper hinweg. Und sie
> kamen über den Jordan in die Ebene gegenüber von Bet-Schean.
> 
> 5:53   Und Judas sammelte die Zurückbleibenden und sprach dem Volk auf dem
> ganzen Wege Mut zu, bis sie ins Land Juda kamen.
> 
> 5:54   Da zogen sie mit großer Freude auf den Berg Zion und opferten
> Brandopfer, weil keiner von ihnen gefallen und sie mit Frieden
> wieder heimgekommen waren.
> 
> Josef und Asarja unterliegen bei Jamnia
> 
> 5:55   Während aber Judas und Jonatan in Gilead waren und ihr Bruder Simon
> in Galiläa vor Ptolemais,
> 
> 5:56   hörten die beiden Hauptleute Josef, der Sohn Secharjas, und Asarja
> von ihren Siegen und großen Taten und sagten:
> 
> 5:57   Auch wir wollen Ehre einlegen und die Heiden um uns her angreifen.
> 
> 5:58   Und sie befahlen ihrem Kriegsvolk, nach Jamnia zu ziehen.
> 
> 5:59   Da zog Gorgias mit seinem Heer aus der Stadt, um gegen sie zu
> kämpfen,
> 
> 5:60   und schlug Josef und Asarja in die Flucht und jagte sie bis ins Land
> Juda. Und Israel verlor an diesem Tag gegen zweitausend Mann.
> 
> 5:61   So erlitt das Volk eine schwere Niederlage, weil sie Judas und
> seinem Bruder nicht gehorcht und gemeint hatten, sie könnten sich
> Ruhm erringen,
> Vers 19
> 
> 5:62   obwohl sie doch nicht aus dem Geschlecht der Männer waren, denen
> Gott verliehen hatte, Israel die Rettung zu bringen.
> 
> 5:63   Aber Judas und seine Brüder wurden sehr hoch geachtet in ganz Israel
> und bei allen Heiden,
> 
> 5:64   wo man sie auch nannte. Und viele kamen und huldigten ihnen.
> 
> Judas Makkabäus kämpft erfolgreich gegen Edomiter und Philister
> 
> 5:65   Und Judas zog aus mit seinen Brüdern gegen das Geschlecht Esaus im
> Südland und eroberte Hebron und die Orte ringsum und riß ihre Mauern
> nieder und verbrannte ihre Türme
> 
> 5:66   und kehrte um ins Philisterland und zog durch Marescha.
> 
> 5:67   Damals sind viele Priester gefallen, die allzu kühn gewesen waren
> und die Feinde ohne Rat und Befehl angegriffen hatten.
> 
> 5:68   Darauf zog Judas nach Aschdod ins Philisterland und riß ihre
> Götzenaltäre ein und verbrannte ihre Götzen und plünderte die Städte
> und kam wieder heim ins Land Juda.
> 
>          Antiochus IV. Epiphanes unterliegt in Elymaïs und stirbt
> 
> (vgl. 2. Makk 9,1-29)
> 6:1    Als aber König Antiochus durch die oberen Länder zog, hörte er von
> einer berühmten Stadt Elymaïs in Persien, daß dort viel Gold und
> Silber und großer Reichtum war
> Kap 3,37;  Kap 3,31
> 
> 6:2    und daß im Tempel reiche Schätze und die goldenen Kleider, Harnische
> und Schilde aufbewahrt wurden, die Alexander, der Sohn Philipps,
> der König von Mazedonien, der zuerst über Griechenland herrschte,
> dorthin geschenkt hatte.
> Kap 1,1
> 
> 6:3    Darum zog Antiochus vor die Stadt, um sie zu erobern und zu
> plündern; aber es gelang ihm nicht, weil die Einwohner der Stadt
> gewarnt worden waren
> 
> 6:4    und sich ihm zum Kampf entgegenstellten. Und Antiochus mußte fliehen
> und zog mit großem Unmut wieder ab und kehrte nach Babylon um.
> 
> 6:5    Da kam ein Bote zu ihm nach Persien und meldete, daß sein Heer, das
> er in das Land Juda gesandt hatte, geschlagen worden wäre
> 
> 6:6    und daß Lysias an der Spitze eines starken Heeres ausgezogen wäre,
> aber vor den Juden hätte fliehen müssen, und daß die Juden in seinem
> Lager viele Waffen und große Beute erobert hätten, mit der sie sich
> dann besser gerüstet hätten und mächtiger geworden wären;
> Kap 4,26-35
> 
> 6:7    und sie hätten das Greuelbild der Verwüstung, das er auf den Altar
> in Jerusalem gesetzt hatte, zerstört und das Heiligtum wieder mit
> hohen Mauern umgeben wie früher, dazu auch seine Stadt Bet-Zur
> befestigt.
> Kap 1,57;  Kap 4,36-61
> 
> 6:8    Als Antiochus das hörte, erschrak er heftig und wurde sehr bestürzt,
> legte sich nieder und wurde krank vor Kummer, weil sein Vorhaben
> nicht gelungen war.
> 
> 6:9    Und er blieb lange dort; denn der Kummer wurde je länger um so
> größer und machte ihn so schwach, daß er meinte, er müßte sterben.
> 
> 6:10   Darum rief er alle seine Freunde zu sich und sagte zu ihnen: Ich
> kann keinen Schlaf mehr finden vor lauter Kummer und Herzeleid.
> 
> 6:11   Ich dachte bei mir selbst: In welche Trübsal und in was für Fluten
> von Trauer bin ich jetzt geraten, während ich doch gütig und beliebt
> war, solange ich regiert habe!
> 
> 6:12   Aber nun denke ich an das Böse, das ich in Jerusalem getan habe, als
> ich alle goldenen und silbernen Geräte aus dem Tempel wegführte und
> die Bewohner Judäas ohne Grund ausrotten wollte.
> Kap 1,23-25
> 
> 6:13   Jetzt weiß ich, woher dies Unglück über mich kommt; und darum muß
> ich in einem fremden Land in großer Traurigkeit sterben.
> 
> 6:14   Und er rief einen seiner Freunde, Philippus, zu sich; den setzte er
> zum Statthalter über das ganze Königreich ein,
> Vers 55; 2. Makk 9,29; 13,23
> 
> 6:15   übergab ihm Krone, Mantel und Ring und befahl ihm, seinen Sohn, den
> jungen Antiochus, zu erziehen und zum Herrscher heranzubilden.
> 
> 6:16   Danach starb König Antiochus dort im 149. Jahr.
> 2. Makk 1,13-16; Dan 8,25
> 164 v. Chr.
> 
> Judas Makkabäus belagert die Burg von Jerusalem
> 
> 6:17   Als nun Lysias hörte, daß der König tot war, machte er den Sohn des
> Antiochus Epiphanes, den jungen Antiochus, den er erzogen hatte,
> zum König und nannte ihn Eupator.
> Kap 3,32-33;  2. Makk 13,1-2
> 
> 6:18   Nun verwehrten die Feinde, die die Burg besetzt hielten, dem Volk
> Israel den Zugang zum Heiligtum von allen Seiten; sie trachteten
> danach, ihm überall Schaden zu tun, und waren den Heiden eine starke
> Stütze.
> Kap 1,35
> 
> 6:19   Darum nahm Judas sich vor, sie zu vernichten, und rief das ganze
> Kriegsvolk zusammen, um sie zu belagern.
> 
> 6:20   Und sie kamen zusammen und belagerten die Burg im 150. Jahr und
> stellten Geschütze und Sturmböcke auf.
> 163/162 v. Chr.
> 
> 6:21   Aber einige von den Belagerten entkamen. Zu ihnen stießen
> Abtrünnige aus Israel; die zogen mit ihnen zum König und sagten:
> Kap 1,12;  Kap 1,14
> 
> 6:22   Wie lange willst du sie ohne Strafe lassen und unsre Brüder nicht
> rächen?
> 
> 6:23   Wir nämlich haben beschlossen, deinem Vater untertan zu sein und
> seinen Befehlen zu folgen und seinen Geboten gehorsam zu sein.
> 
> 6:24   Darum wurden unsere Landsleute uns feind, und wenn sie einen von uns
> fanden, töteten sie ihn und verteilten unser Erbe unter sich;
> 
> 6:25   und sie streckten nicht allein gegen uns ihre Hand aus, sondern auch
> gegen alle Nachbarländer.
> 
> 6:26   Und jetzt belagern sie die Burg von Jerusalem, um sie zu erobern,
> und haben das Heiligtum und Bet-Zur befestigt.
> Kap 4,29; 4,61
> 
> 6:27   Wenn du dich nicht beeilst, sie abzuwehren, werden sie stärker
> werden und noch mehr Schaden tun, und du wirst sie nicht mehr
> bezwingen können.
> 
> Antiochus V. Eupator kämpft gegen die Juden
> 
> (vgl. 2. Makk 13,9-22)
> 6:28   Als der König das hörte, wurde er sehr zornig und ließ alle seine
> Fürsten zusammenrufen und die Hauptleute über das Fußvolk und über
> die Reiter
> 
> 6:29   und nahm fremde Söldner an aus andern Königreichen und von den
> Inseln
> 
> 6:30   und brachte zusammen hunderttausend Mann zu Fuß, zwanzigtausend
> Reiter und zweiunddreißig kriegsgewohnte Elefanten.
> 
> 6:31   Dies Heer zog durch Idumäa und belagerte Bet-Zur und kämpfte viele
> Tage lang und stellte Sturmböcke auf; aber die Juden machten einen
> Ausfall und verbrannten die Sturmböcke und kämpften tapfer.
> 
> 6:32   Und Judas zog von der Burg ab und lagerte mit dem Heer bei
> Bet-Sacharja gegenüber dem Lager des Königs.
> 
> 6:33   Da brach der König morgens früh vor Tag auf und führte das Heer zum
> Angriff an die Straße nach Bet-Sacharja, stellte es in
> Schlachtordnung auf und ließ die Trompeten blasen
> 
> 6:34   und den Elefanten roten Wein und Maulbeersaft vorhalten, um sie zum
> Kampf anzureizen und wild zu machen;
> 
> 6:35   und sie verteilten die Elefanten auf die Abteilungen, so daß jedem
> Elefanten tausend Mann zu Fuß in Harnischen und eisernen Helmen und
> fünfhundert Reiter zugeordnet wurden.
> 
> 6:36   Diese standen schon vorher an der Stelle, wohin der Elefant geführt
> wurde; und wohin er ging, da gingen sie auch hin und wichen nicht
> von ihm.
> 
> 6:37   Und jeder Elefant trug einen starken hölzernen Turm, der ihm
> kunstvoll angegürtet war; darin standen je vier Krieger, die auf ihm
> kämpften, und der Inder, der das Tier leitete.
> 
> 6:38   Die übrige Reiterei ordnete er auf beiden Seiten des Heeres an, um
> das feindliche Heer ins Wanken zu bringen und geschlossen in ihre
> Reihen einzudringen.
> 
> 6:39   Und als die Sonne aufging und auf die goldenen und ehernen Schilde
> schien, glänzte das ganze Gebirge davon und leuchtete, als wäre es
> lauter Feuer.
> 
> 6:40   Und ein Teil des königlichen Heeres verbreitete sich über die hohen
> Berge, ein anderer unten in der Ebene, und sie zogen vorsichtig und
> in guter Ordnung heran.
> 
> 6:41   Und wer sie hörte, der geriet in Angst vor dem Lärm der großen
> Menge, dem Aufmarsch der Truppen und dem Klirren der Waffen; denn es
> war ein sehr großes und gut gerüstetes Heer.
> 
> 6:42   Und auch Judas zog gegen sie in seiner Ordnung, und es fielen
> sechshundert Mann vom königlichen Heer.
> 
> 6:43   Und Eleasar Awaran bemerkte einen Elefanten; der war größer als die
> andern und mit königlichem Panzer angetan; und er dachte, der König
> wäre darauf,
> Kap 2,5
> 
> 6:44   und wollte sich opfern, um das Volk Israel zu erretten und einen
> ewigen Namen zu erlangen.
> 
> 6:45   Er lief mit großer Kühnheit herbei, drang durch die Feinde hindurch
> und tötete viele von ihnen auf beiden Seiten, so daß sie vor ihm
> auseinanderwichen,
> 
> 6:46   kroch unter den Elefanten und erstach ihn, so daß der Elefant auf
> ihn fiel und auch ihn totschlug.
> 
> 6:47   Weil aber die Juden sahen, daß das Heer des Königs mit so großer
> Macht angriff, wichen sie vor ihnen zurück.
> 
> 6:48   Darum zog das Heer des Königs gegen sie nach Jerusalem und schlug in
> Judäa am Berg Zion das Lager auf.
> 
> 6:49   Aber die Leute von Bet-Zur konnten vor Hunger nicht länger in ihrer
> Festung bleiben; denn es war das siebente Jahr, in dem man die
> Felder im ganzen Lande brachliegen lassen mußte; und sie erlangten
> Geleit vom König, damit sie sicher herauskommen konnten.
> 2. Mose 23,10-11
> 
> 6:50   Da nahm der König Bet-Zur ein und legte eine Besatzung hinein, um
> die Festung zu bewachen.
> 
> 6:51   Er belagerte das Heiligtum lange Zeit und stellte die
> verschiedensten Geschütze dagegen auf.
> 
> 6:52   Aber das Volk Israel im Heiligtum wehrte sich viele Tage und stellte
> auch Geschütze gegen die Feinde auf.
> 
> 6:53   Aber auch sie hatten nichts mehr zu essen, weil es das siebente Jahr
> war; denn die auswärtigen Juden, die vor den Heiden nach Judäa
> geflüchtet waren, hatten den gesamten Vorrat aufgezehrt.
> Kap 5,23; 5,45
> 
> 6:54   Und es blieben sehr wenige im Heiligtum, denn der Hunger nahm
> überhand. Darum hatten sich die meisten zerstreuen und auf andere
> Städte verteilen müssen.
> 
> Antiochus V. Eupator gewährt den Juden Religionsfreiheit
> 
> (vgl. 2. Makk 13,23-24)
> 6:55   Mittlerweile hörte Lysias, daß Philippus, dem König Antiochus noch
> zu seinen Lebzeiten seinen Sohn Antiochus zur Erziehung anvertraut
> hatte, damit er König würde,
> Vers 14;  Vers 15
> 
> 6:56   aus Persien und Medien zurückgekommen war mit dem Kriegsvolk, das
> der König dorthin geführt hatte, und daß er nach der Herrschaft
> trachtete.
> 
> 6:57   Darum beeilte er sich, zum König und zu den Hauptleuten zu sagen:
> Wir verlieren täglich viele Leute und haben kaum zu essen, und der
> Ort, den wir belagern, ist stark befestigt; wir haben aber daheim
> Nötigeres zu tun, nämlich den Frieden im Königreich zu erhalten.
> 
> 6:58   Laßt uns Frieden mit den Leuten hier und mit ihrem ganzen Volk
> schließen
> 
> 6:59   und gestatten, daß sie ihr Gesetz halten wie früher; denn sie
> grollen und kämpfen allein deswegen, weil wir ihnen ihr Gesetz
> nehmen wollen.
> Kap 1,43-56
> 
> 6:60   Diese Meinung gefiel dem König und den Fürsten gut. Und der König
> schickte zu den Juden, um mit ihnen Frieden zu schließen; und sie
> nahmen ihn an.
> 
> 6:61   Und als der König und die Fürsten ihnen einen Eid geleistet hatten,
> kamen sie aus ihrer Festung heraus, und der König zog hinein auf den
> Berg Zion.
> 
> 6:62   Als er aber sah, daß der Ort so stark befestigt war, hielt er seinen
> Eid nicht, den er geschworen hatte, sondern befahl, die Mauer
> ringsum niederzureißen.
> 
> 6:63   Danach zog er eilends weg nach Antiochia. Da erfuhr er, daß sich
> Philippus zum Herrn der Stadt gemacht hatte. Mit dem kämpfte er und
> eroberte die Stadt.
> 
>          Demetrius I. Soter bestimmt Bakchides zum Statthalter
> und Alkimus zum Hohenpriester
> 
> (vgl. 2. Makk 14,1-2)
> 7:1    Im 151. Jahr floh Demetrius, der Sohn des Seleukus, aus Rom und kam
> mit einem kleinen Gefolge in eine Stadt am Meer und regierte dort
> als König.
> 162/161 v. Chr.
> 
> 7:2    Und als er in den Palast seiner Vorfahren kam, nahm das Kriegsvolk
> Antiochus und Lysias gefangen, um sie Demetrius zu übergeben.
> 
> 7:3    Als das aber Demetrius gemeldet wurde, befahl er, sie nicht vor
> seine Augen kommen zu lassen.
> 
> 7:4     Darum tötete sie das Kriegsvolk. Als nun Demetrius auf den Thron
> gelangt war,
> (4-7) 2. Makk 14,3-10;  Kap 9,1
> 
> 7:5    kamen zu ihm gottlose und abtrünnige Leute aus Israel; ihr Anführer
> war Alkimus; der wäre gern Hoherpriester geworden.
> Kap 9,54; 2. Makk 14,3; 14,13; 14,26 
> 
> 7:6    Diese verklagten Judas und ihr eigenes Volk beim König und sagten:
> Judas und seine Brüder haben alle, die dir gehorsam sein wollten,
> umgebracht und uns aus unserm Lande verjagt.
> 
> 7:7    Darum sende jemand, dem du vertraust, dorthin; er soll sich ansehen,
> welche Zerstörung Judas über uns und das Land des Königs gebracht
> hat, und soll ihn und seinen ganzen Anhang bestrafen.
> 
> 7:8    Darum wählte der König aus seinen Freunden Bakchides aus, der
> Statthalter über das Land jenseits des Euphrat war und ein
> Mächtiger im Reich und dem König treu.
> Kap 9,1; 10,13; 2. Makk 8,30
> Die Provinz des Seleuzidenreiches westlich des Euphrat; vgl.
> Esr 4,10.
> 
> 7:9    Und er schickte mit ihm den abtrünnigen Alkimus, den er zum
> Hohenpriester gemacht hatte, und befahl ihm, das Volk Israel zu
> bestrafen.
> 
> 7:10   Und sie zogen ins Land Juda mit einem großen Heer und schickten
> Boten zu Judas und seinen Brüdern, um über den Frieden zu
> verhandeln, und taten so, als wollten sie Frieden mit ihnen halten.
> 
> 7:11   Aber es war nichts als Betrug. Darum glaubte ihnen Judas nicht; denn
> er sah, daß sie gut gerüstet waren und ein großes Heer mit sich
> führten.
> 
> 7:12   Aber viele Schriftgelehrte kamen zu Alkimus und Bakchides, um zu
> fragen, was nun Recht sein sollte. Und die Hasidäer waren die
> ersten in Israel,
> Kap 2,42
> 
> 7:13   die Frieden begehrten.
> 
> 7:14   Und sie sagten: Ein Priester aus dem Geschlecht Aaron ist mit dem
> Heer gekommen; er wird uns nicht hintergehen.
> 
> 7:15   Und Alkimus sagte ihnen Frieden zu und schwor einen Eid: Wir wollen
> euch und euren Freunden kein Leid antun.
> 
> 7:16   Und sie glaubten ihm. Er aber ließ sechzig Mann von ihnen
> gefangennehmen und tötete sie alle an einem einzigen Tag, wie die
> Schrift sagt:
> 
> 7:17   »Das Fleisch deiner Heiligen haben sie den Tieren gegeben; sie haben
> Blut vergossen um Jerusalem her wie Wasser; und da war niemand, der
> sie begrub.«
> Ps 79,2-3
> 
> 7:18   Darum kam Furcht und Schrecken über das ganze Volk, und es klagte,
> daß Alkimus nicht nach Treu und Glauben gehandelt hätte; denn er
> hielt den Vertrag und seinen Eid nicht.
> 
> 7:19   Und Bakchides zog weg von Jerusalem und belagerte Bet-Sajit und ließ
> viele gefangennehmen, die ihn vorher anerkannt, aber wegen seiner
> Untreue sich wieder von ihm abgewendet hatten; einige vom Volk ließ
> er töten und in eine große Grube werfen.
> 
> 7:20   Danach übergab Bakchides das Land dem Alkimus und ließ Kriegsvolk
> bei ihm, um ihm zu helfen; er aber zog wieder zum König.
> 
> Judas Makkabäus bekämpft Alkimus
> 
> 7:21   Und Alkimus nahm sich vor, mit aller Gewalt Hoherpriester zu werden.
> 
> 7:22   Und zu ihm stießen alle, die ihr Volk verwirrten; und sie
> unterwarfen sich das Land Juda mit Gewalt und unterdrückten das Volk
> Israel schwer.
> 
> 7:23   Als nun Judas sah, daß Alkimus und die Abtrünnigen aus Israel viel
> größeren Schaden im Lande anrichteten als die Heiden,
> 
> 7:24   durchzog er abermals das ganze Land Juda, bestrafte die Abtrünnigen
> und hinderte sie, aufs Land hinauszugehen.
> 
> 7:25   Als aber Alkimus sah, daß Judas und sein Volk wieder stark waren,
> und erkannte, daß er ihnen nicht widerstehen konnte, zog er wieder
> zum König und klagte sie vieler Verbrechen an.
> 
> Judas Makkabäus besiegt Nikanor
> 
> (vgl. 2. Makk 14,11-36; 15,1-37)
> 7:26   Darum sandte der König einen hohen Fürsten, Nikanor, der dem Volk
> Israel feindlich gesonnen war, und befahl ihm, das Volk Israel
> auszurotten.
> Kap 3,38; 9,1; 2. Makk 8,9; 9,3; 12,2
> 
> 7:27   Und Nikanor zog mit einem großen Heer nach Jerusalem und schickte
> Boten zu Judas und seinen Brüdern, die so tun sollten, als ob er
> Frieden mit ihnen schließen wollte, und sie sollten sagen:
> 
> 7:28   Wir wollen Frieden miteinander halten, ich und ihr, und ich will mit
> wenigen Leuten kommen, um friedlich mit euch zu reden.
> 
> 7:29   So kam Nikanor zu Judas, und sie begrüßten sich friedlich; aber die
> Feinde wollten Judas gefangennehmen.
> 
> 7:30   Es wurde aber Judas berichtet, daß Nikanor zu ihm gekommen war, um
> ihn durch diesen Betrug gefangenzunehmen; darum hütete er sich vor
> ihm und wollte nicht mehr zu ihm kommen.
> 
> 7:31   Und als Nikanor merkte, daß sein Vorhaben bekannt geworden war, zog
> er gegen Judas und kämpfte mit ihm bei Kafar-Salama.
> 
> 7:32   Da verlor Nikanor an die fünfhundert Mann, und sein Heer mußte auf
> die Davidsburg fliehen.
> 
> 7:33   Danach kam Nikanor auch zum Heiligtum auf den Berg Zion. Und einige
> von den Priestern und den Ältesten des Volks kamen heraus, um ihn
> friedlich zu empfangen und ihm das Brandopfer zu zeigen, das sie
> für den König darbrachten.
> Esr 6,9-10; Jer 29,7; 1. Tim 2,2
> 
> 7:34   Aber Nikanor verspottete sie mit ihrem Gottesdienst und lästerte und
> entweihte ihre Opfer
> 
> 7:35   und schwor voller Zorn einen Eid: Werdet ihr mir Judas und sein Heer
> nicht in meine Hand übergeben, so will ich dieses Haus verbrennen,
> sobald ich glücklich wieder herkomme. Und er zog weg in heftigem
> Zorn.
> 
> 7:36   Aber die Priester gingen hinein und traten vor den Altar und den
> Tempel und weinten und sprachen:
> 
> 7:37   Ach Herr, weil du dieses Haus erwählt hast, damit man dich dort
> anrufen und zu dir beten soll,
> 1. Kön 8,29-30
> 
> 7:38   so bitten wir, du wollest diesen Nikanor und sein Heer bestrafen und
> sie durchs Schwert umkommen lassen; denke daran, daß sie dein
> Heiligtum und dich gelästert haben, und verjage sie aus dem Lande.
> 
> 7:39   Und Nikanor zog von Jerusalem weg und schlug sein Lager bei
> Bet-Horon auf. Da kam noch ein Heer aus Syrien zu ihm, um ihm zu
> helfen.
> 
> 7:40   Aber Judas lagerte bei Adasa mit dreitausend Mann und betete zu Gott
> und sprach:
> 
> 7:41   Herr, Gott, als dich die Boten des Königs Sanherib lästerten,
> schicktest du einen Engel; der tötete von ihnen
> hundertfünfundachtzigtausend Mann.
> 2. Kön 18,28-35;  2. Kön 19,35
> 
> 7:42   So schlage diese unsre Feinde heute vor unsern Augen und richte
> diesen Nikanor wegen seiner schweren Untat, damit die andern
> erkennen, daß du ihn bestraft hast, weil er dein Heiligtum gelästert
> hat.
> 
> 7:43   Und am dreizehnten Tag des Monats Adar kämpften sie miteinander. Da
> wurde das Heer Nikanors geschlagen, und Nikanor kam als allererster
> in der Schlacht um.
> März 161 v. Chr.
> 
> 7:44   Und als sein Heer das sah, warfen sie die Waffen weg und flohen.
> 
> 7:45   Aber Judas jagte ihnen eine Tagereise nach von Adasa bis Geser und
> ließ hinter ihnen die Kriegstrompeten blasen,
> Kap 3,54
> 
> 7:46   damit das Volk aus allen Ortschaften ringsum herbeikommen und die
> Fliehenden von allen Seiten angreifen sollte; und sie stürzten sich
> auf die Feinde, so daß alle durchs Schwert fielen und niemand
> davonkam.
> 
> 7:47   Und Judas plünderte sie aus und nahm die Beute mit sich weg. Dem
> Nikanor aber ließ er den Kopf abhauen und die rechte Hand, die er
> zum Eid ausgestreckt hatte, als er lästerte und dem Heiligtum
> drohte; und er ließ Kopf und Hand mitnehmen und in Jerusalem
> aufhängen.
> 1. Sam 17,51-54
> 
> 7:48   Da wurde das Volk sehr fröhlich, und sie feierten diesen Tag mit
> großer Freude
> 
> 7:49   und ordneten an, daß man jährlich diesen Tag, nämlich den
> dreizehnten Tag des Monats Adar, feiern sollte.
> Est 9,17
> 
> 7:50   So wurde wieder Friede im Lande Juda für kurze Zeit.
> 
>          Judas Makkabäus schließt ein Bündnis mit den Römern
> 
> 8:1    Es hörte aber Judas von den Römern, daß sie sehr mächtig waren und
> fremde Völker gern in Schutz nahmen, die Hilfe bei ihnen suchten,
> und daß sie Treu und Glauben hielten.
> 
> 8:2    Und er hatte auch gehört, welch tapfere Taten sie bei den Galatern
> getan, die sie bezwungen und tributpflichtig gemacht hatten;
> 
> 8:3    auch, welche schweren Kriege sie in Spanien geführt und wie sie die
> Bergwerke erobert hatten, in denen man nach Gold und Silber gräbt,
> und daß sie viele Länder fern von Rom durch ihre Klugheit und
> Beharrlichkeit gewonnen hatten;
> 
> 8:4    daß sie auch viele Könige, die von weit her in ihr Land gezogen
> waren, besiegt und schwer geschlagen hatten, während die andern
> ihnen jährlich Tribut zahlen mußten;
> 
> 8:5    und daß sie den König von Kittim, Philippus, und seinen Sohn Perseus
> samt denen, die sich sonst noch gegen sie aufgelehnt, im Krieg
> überwunden und unterjocht hatten.
> 
> 8:6     Auch hatte Judas von dem großen Antiochus gehört, dem König in
> Vorderasien, der gegen die Römer gezogen war mit hundertzwanzig
> Elefanten, mit Reitern und Wagen und sehr viel Kriegsvolk; aber die
> Römer hatten sein Heer geschlagen
> (6 und 7) Kap 1,11
> 
> 8:7    und ihn gefangen; und sie hatten ihm und seinen Erben einen großen
> Tribut auferlegt, den sie jährlich den Römern zahlen mußten; dazu
> mußte er den Römern Geiseln schicken.
> 
> 8:8    Sie nahmen ihm auch Indien, Medien und Lydien, seine besten Länder,
> und gaben sie dem König Eumenes.
> 
> 8:9    Auch beschlossen die Griechen, in ihr Land einzufallen und sie zu
> vernichten.
> 
> 8:10   Als die Römer davon hörten, schickten sie einen Feldhauptmann gegen
> die Griechen; der schlug sie, so daß viele von ihnen fielen, führte
> ihre Frauen und Kinder gefangen fort, plünderte sie aus und nahm das
> Land ein, ließ in den Städten die Mauern niederreißen und unterwarf
> sie bis auf den heutigen Tag.
> 
> 8:11   Auch die andern Königreiche und die Inseln, die sich ihnen jemals
> widersetzt hatten, verheerten und unterwarfen sie.
> 
> 8:12   Aber mit den Freunden und Bundesgenossen hielten sie Frieden. Sie
> herrschten über die Könige nah und fern, und von allen, die nur
> ihren Namen hörten, waren sie gefürchtet.
> 
> 8:13   Wem sie nämlich helfen wollen, der wird geschützt und erhalten in
> seinem Königreich; wenn sie aber wollen, wird er von Land und Leuten
> verjagt. Auf diese Weise wurden sie sehr mächtig.
> 
> 8:14    Aber bei alldem hat sich niemand von ihnen eine Krone aufgesetzt
> und sich in Purpur gekleidet, um damit zu prangen,
> (14 und 15) Ri 9,7-15
> 
> 8:15   sondern einen Rat hatten sie eingesetzt; der bestand aus
> dreihundertzwanzig Männern; die berieten sich täglich, um das Volk
> immer gut zu regieren.
> 
> 8:16   Und jährlich wählte man einen Mann, der in allen ihren Ländern zu
> gebieten hatte; dem mußten sie alle gehorsam sein. Und es herrschte
> weder Neid noch Zwietracht bei ihnen.
> 
> 8:17   Und Judas wählte Eupolemus, den Sohn des Johannes, des Sohnes
> Jakobs, und Jason, den Sohn Eleasars, und sandte sie nach Rom, um
> mit den Römern Freundschaft und ein Bündnis zu schließen,
> 2. Makk 4,11;  Kap 2,5
> 
> 8:18   damit die Römer ihnen helfen sollten, daß Israel nicht von dem
> Königreich der Griechen unterdrückt würde.
> 
> 8:19   Die Abgesandten machten den weiten Weg nach Rom, traten vor den Rat
> und sagten:
> 
> 8:20   Judas Makkabäus und seine Brüder und das jüdische Volk haben uns zu
> euch gesandt, um Frieden und ein Bündnis mit euch zu schließen, daß
> wir als eure Freunde und Bundesgenossen eingeschrieben werden.
> 
> 8:21   Das hießen die Römer gut,
> 
> 8:22   und sie ließen den Vertrag auf eherne Tafeln schreiben und schickten
> die Abschrift nach Jerusalem zur Erinnerung an den Frieden und das
> Bündnis, das sie geschlossen hatten. Und sie lautete so:
> 
> 8:23   Gott gebe den Römern und den Juden Glück und Frieden zu Wasser und
> zu Lande und behüte sie vor Krieg und Feinden auf ewig!
> 
> 8:24   Wenn aber die Römer zuerst in Krieg verwickelt würden oder
> irgendeiner ihrer Bundesgenossen in ihrem ganzen Gebiet,
> 
> 8:25   so sollen die Juden den Römern treue Hilfe leisten, wie es die Not
> erfordert;
> 
> 8:26   doch brauchen die Juden den Kämpfenden nicht Nahrung, Waffen, Geld
> oder Schiffe zu liefern oder zu verschaffen; dies heißen die Römer
> gut und werden diese Abmachungen halten, ohne Ersatz zu verlangen.
> 
> 8:27   Dagegen auch, wenn die Juden zuerst in Krieg verwickelt würden,
> sollen ihnen die Römer treue Hilfe leisten, wie es die Not
> erfordert;
> 
> 8:28   doch brauchen ihren Hilfstruppen von den Juden nicht Nahrung,
> Waffen, Geld oder Schiffe geliefert zu werden; dies heißen die Römer
> gut und wollen diese Abmachungen ohne Betrug halten.
> 
> 8:29   Mit diesen Worten ist das Bündnis zwischen den Römern und den Juden
> festgelegt.
> Joh 19,15
> 
> 8:30   Wenn aber später einer von beiden Teilen etwas hinzufügen oder
> streichen will, so sollen beide sich darüber einigen. Und was sie
> hinzufügen oder streichen, soll eingehalten werden.
> 
> 8:31   Weil nun König Demetrius an den Juden Gewalttaten verübt, haben wir
> ihm geschrieben: Warum unterdrückst du unsre Freunde und
> Bundesgenossen, die Juden?
> Kap 7,1; 7,4
> 
> 8:32   Wenn sie weiter über dich klagen, so müssen wir sie schützen und
> wollen dich zu Wasser und zu Lande angreifen.
> 
>          Judas Makkabäus fällt im Kampf gegen Bakchides
> 
> 9:1    Als Demetrius mittlerweile hörte, daß Nikanor mit seinem Heer
> geschlagen und umgekommen war, sandte er Bakchides und Alkimus
> wieder nach Judäa und mit ihnen die besten Truppen, die auf dem
> rechten Flügel zu kämpfen pflegten.
> Kap 7,43;  Kap 7,8;  Kap 7,5
> 
> 9:2    Sie zogen nach Gilgal und sperrten und eroberten die Zuwege in der
> Arbela und töteten viele.
> 
> 9:3    Darauf zogen sie nach Jerusalem im 152. Jahr, im ersten Monat,
> April 161 v. Chr.
> 
> 9:4    und von dort nach Berea mit zwanzigtausend Mann zu Fuß und
> zweitausend Reitern.
> 
> 9:5    Und Judas hatte sein Lager bei Elasa aufgeschlagen mit dreitausend
> auserlesenen Männern.
> 
> 9:6    Als aber sein Kriegsvolk sah, daß die Feinde so zahlreich waren,
> erschraken sie sehr, und viele liefen vom Heer weg, so daß nicht
> mehr als achthundert Mann bei Judas blieben.
> 
> 9:7    Als Judas sah, daß sein Heer nicht beieinander blieb und es doch zum
> Kampf kommen mußte, wurde ihm angst und bange; denn er hatte keine
> Zeit, sein Kriegsvolk wieder zusammenzubringen.
> 
> 9:8    In dieser Angst sagte er zu den Übriggebliebenen: Auf, laßt uns
> versuchen, ob wir die Feinde angreifen und schlagen können!
> 
> 9:9    Aber sie wollten nicht, wehrten ab und sagten: Es ist nicht möglich,
> daß wir etwas erreichen; laßt uns diesmal unser Leben retten; dann
> wollen wir später zurückkehren und mit unsern Brüdern gegen die
> Feinde ziehen und sie angreifen; jetzt sind wir viel zu wenige.
> 
> 9:10   Aber Judas sagte: Das sei ferne, daß wir vor ihnen fliehen! Ist
> unsre Zeit gekommen, so wollen wir ritterlich sterben für unsre
> Brüder und unsrer Ehre keine Schande machen.
> 
> 9:11   Und die Feinde zogen aus dem Lager und stellten sich in
> Schlachtordnung auf. In der ersten Reihe waren die Schleuderer und
> Bogenschützen, und die besten Krieger standen alle vorn an der
> Spitze; die Reiterei war in zwei Abteilungen geteilt, auf jedem
> Flügel eine.
> 
> 9:12   Der Feldhauptmann Bakchides war beim rechten Flügel. Und die
> Schlachtreihe rückte von beiden Seiten mit Kriegsgeschrei und
> Trompeten vor.
> 
> 9:13   Da ließ auch Judas die Trompeten blasen und zog gegen sie, und die
> Schlacht dauerte vom Morgen bis zum Abend, und die Erde erbebte von
> dem großen Getümmel.
> 
> 9:14   Als nun Judas sah, daß auf dem rechten Flügel Bakchides selbst samt
> der größten Heeresmacht war, da griff er dort an, er und die andern
> alle, die ihr Leben wagten,
> 
> 9:15   und sie schlugen das Heer auf der rechten Seite in die Flucht und
> jagten ihnen nach bis an den Berg bei Aschdod.
> 
> 9:16   Als aber die auf dem linken Flügel sahen, daß der rechte Flügel
> geschlagen war, eilten sie ihrerseits Judas und seinen Leuten nach.
> 
> 9:17   Da mußte sich Judas gegen sie wenden, und es kam zu einer blutigen
> Schlacht, so daß viele von beiden Heeren verwundet wurden und
> umkamen,
> 
> 9:18   bis auch Judas zuletzt umkam. Da flohen die übrigen.
> 
> 9:19   Und Jonatan und Simon nahmen den Leichnam ihres Bruders Judas und
> begruben ihn im Grab seiner Väter in Modeïn.
> Kap 2,69-70
> 
> 9:20   Und das ganze Volk Israel weinte und klagte um Judas sehr und
> trauerte um ihn lange Zeit und sprach:
> 
> 9:21   Ach, daß der Held umgekommen ist, der Israel geschützt und errettet
> hat!
> 2. Sam 1,19-27
> 
> 9:22   Dies ist die Geschichte von Judas. Er hat aber sonst noch viele
> große Taten getan, die nicht alle beschrieben werden können, weil es
> zu viele sind.
> 
> Jonatan übernimmt die Nachfolge seines Bruders
> 
> 9:23   Nach dem Tode des Judas wurden die gottlosen und abtrünnigen Leute
> wieder mächtig im ganzen Land Israel.
> Kap 1,12
> 
> 9:24   Und zu dieser Zeit herrschte sehr großer Hunger im Lande, so daß
> sich das Volk dem Bakchides unterwarf.
> 
> 9:25   Da wählte Bakchides gottlose Männer aus, die machte er zu Amtleuten.
> 
> 9:26   Und er ließ überall die Anhänger und Freunde des Judas suchen und
> sich vorführen, um sich an ihnen zu rächen und seinen Mutwillen an
> ihnen auszulassen.
> 
> 9:27   Und in Israel war so viel Jammer, wie nicht gewesen ist, seitdem
> man keine Propheten mehr gehabt hatte.
> Kap 14,41; Ps 74,9; StzuDan 3,14
> 
> 9:28   Darum kamen alle Anhänger des Judas zusammen und sagten zu Jonatan:
> 
> 9:29   Nach dem Tod deines Bruders Judas haben wir niemand mehr, der ihm
> gleich ist und uns schützen kann gegen unsre Feinde und Bakchides
> und die, die unserm Volk feindlich gesonnen sind.
> 
> 9:30   Darum wählen wir dich heute an seiner Statt zum Fürsten und
> Feldherrn, damit du diesen Krieg für uns führst.
> 
> 9:31   So wurde Jonatan ihr Fürst und regierte anstelle seines Bruders.
> 
> 9:32   Als das Bakchides erfuhr, ließ er ihn suchen, um ihn umzubringen.
> 
> 9:33   Als aber Jonatan und sein Bruder Simon und alle, die bei ihnen
> waren, das merkten, flohen sie in die Wüste Tekoa und schlugen ein
> Lager auf am Wasser des Brunnens Asfar.
> 2. Chr 20,20
> 
> 9:34   Das hörte Bakchides und zog am Sabbat mit seinem ganzen Heer über
> den Jordan.
> Kap 2,32
> 
> Jonatan rächt den Tod seines Bruders Johannes
> 
> 9:35   Nun hatte Jonatan seinen Bruder Johannes, der Feldhauptmann war, zu
> seinen Freunden, den Nabatäern, gesandt, um sie zu bitten, daß sie
> ihr ganzes Hab und Gut bei ihnen aufbewahren dürften.
> Kap 5,25
> 
> 9:36   Aber die Männer von Jambri zogen aus Medeba und überfielen den
> Johannes, nahmen ihn gefangen und raubten alles, was er mit sich
> führte, und zogen damit ab.
> 
> 9:37   Danach wurde Jonatan und seinem Bruder Simon hinterbracht, daß die
> Leute von Jambri eine große Hochzeit feiern und die Braut mit großer
> Pracht aus Nadabat abholen würden; denn sie war die Tochter eines
> Fürsten aus Kanaan.
> 
> 9:38   Nun dachten Jonatan und Simon daran, daß diese ihren Bruder Johannes
> getötet hatten; darum zogen sie hinauf und versteckten sich hinter
> dem Berg und lauerten den Leuten von Jambri auf.
> 
> 9:39   Und sie blickten auf, und siehe, da kam mit Geschrei ein großer Zug
> daher, und der Bräutigam zog ihnen entgegen mit seinen Freunden und
> mit viel Volk und Gütern, mit Pauken und Pfeifen und mit vielen
> Waffen.
> 
> 9:40   Da machten Jonatan und Simon aus dem Gebirge heraus einen Ausfall
> und griffen sie an und erschlugen viele, so daß die Übriggebliebenen
> ins Gebirge fliehen mußten, und raubten all ihr Hab und Gut.
> 
> 9:41   Da wurde aus der Hochzeit Herzeleid und aus dem Pfeifen Heulen.
> 
> 9:42   So rächten sie den Mord an ihrem Bruder und kehrten wieder um und
> zogen an das Ufer des Jordan.
> 
> Bakchides kämpft mit Jonatan am Jordan
> 
> 9:43   Als Bakchides das hörte, kam auch er an den Jordan mit einem großen
> Heer am Sabbat.
> 
> 9:44   Da sagte Jonatan zu seinem Volk: Auf, rüstet euch zur Schlacht! Denn
> heute ist es nicht wie gestern und vorgestern.
> 
> 9:45   Denn die Feinde sind da, und wir müssen uns wehren, weil wir doch
> nicht entkommen können. Denn wir haben Feinde vor uns und hinter
> uns, und auf der einen Seite wie auf der andern sind das Wasser des
> Jordans und Sumpf und Wald.
> 
> 9:46   Darum sollt ihr zum Himmel schreien, damit ihr von den Feinden
> errettet werdet.
> Kap 3,18-19
> 
> 9:47   Und sie griffen an, und Jonatan streckte seine Hand aus und schlug
> nach Bakchides; aber Bakchides wich vor ihm zurück.
> 
> 9:48   Da sprangen Jonatan und sein Kriegsvolk in den Jordan und kamen über
> das Wasser; aber die Leute des Bakchides waren nicht so kühn, daß
> sie durchs Wasser gegangen wären.
> 
> 9:49   An diesem Tage sind aus dem Heer des Bakchides tausend Mann
> umgekommen.
> 
> 9:50   Darum zog Bakchides wieder ab und kam nach Jerusalem und fing an,
> die Städte in Judäa zu befestigen. Er ließ hohe Mauern mit Toren und
> Riegeln um Jericho, Emmaus, Bet-Horon, Bethel, Timna, Piraton, Tefon
> bauen
> 
> 9:51   und legte als Besatzung Kriegsvolk hinein, das Israel niederhalten
> sollte.
> 
> 9:52   Ebenso ließ er Bet-Zur, Geser und die Burg von Jerusalem befestigen
> und legte auch Kriegsvolk hinein und versorgte sie mit Nahrung.
> Kap 4,60-61
> 
> 9:53   Und er nahm die Kinder der vornehmsten Männer des Landes als Geiseln
> und behielt sie auf der Burg von Jerusalem.
> 
> Alkimus stirbt
> 
> 9:54   Im 153. Jahr, im zweiten Monat, befahl Alkimus, auch die Mauer des
> inneren Vorhofs am Tempel, die die heiligen Propheten hatten bauen
> lassen, einzureißen.
> Esr 6,14; Hag 1,1; 1,8; Sach 4,8-9
> Mai 160 v. Chr.
> 
> 9:55   Und als man damit begonnen hatte, bestrafte Gott den Alkimus, so daß
> die angefangene Arbeit wieder abgebrochen und sein Mund gestopft
> wurde; denn der Schlag rührte ihn, so daß er nicht mehr reden oder
> sein Haus bestellen konnte.
> 
> 9:56   Und Alkimus starb mit großen Schmerzen.
> 2. Makk 9,9
> 
> Bakchides schließt Frieden mit Jonatan
> 
> 9:57   Als aber Bakchides sah, daß Alkimus gestorben war, zog er wieder weg
> zum König. Da herrschte Friede und Ruhe im Lande zwei Jahre lang.
> 
> 9:58   Aber die Abtrünnigen im Lande hielten Rat und sagten: Jonatan und
> seine Anhänger leben jetzt in Frieden. Laßt uns Bakchides wieder
> rufen, der könnte sie jetzt in einer einzigen Nacht alle
> gefangennehmen.
> 
> 9:59   So zogen sie zu Bakchides und sagten ihm ihren Plan.
> 
> 9:60   Da machte sich Bakchides mit einem großen Heer auf und schickte
> heimlich Schreiben an alle seine Anhänger im Lande Juda, daß sie
> Jonatan und alle, die bei ihm waren, gefangennehmen sollten. Aber
> ihr Plan wurde Jonatan hinterbracht; darum erreichten sie nichts,
> 
> 9:61   sondern Jonatan nahm fünfzig Männer vom Volk des Landes, die die
> Anführer der Abtrünnigen waren, gefangen und ließ sie töten.
> Kap 7,5
> 
> 9:62   Darauf zogen sich Jonatan und Simon mit ihrem Kriegsvolk zurück in
> einen zerstörten Ort in der Wüste, Bet-Basi; den baute er wieder auf
> und befestigte ihn.
> 
> 9:63   Als nun Bakchides das erfuhr, sammelte er sein ganzes Heer und bot
> auch seine Leute in Judäa auf.
> 
> 9:64   Dann zog er vor Bet-Basi, belagerte es lange und stellte Sturmböcke
> davor auf.
> 
> 9:65   Aber Jonatan übergab seinem Bruder Simon den Befehl über die Stadt
> und zog mit einer kleinen Schar ins offene Land
> 
> 9:66   und schlug Odomera und dessen Brüder und die Söhne Fasiron an ihrem
> Wohnplatz. Weil ihm aber das geglückt war, liefen ihm noch mehr
> Leute zu, so daß er stärker wurde.
> 
> 9:67   Mittlerweile machte Simon mit seinen Leuten einen Ausfall aus der
> Stadt und verbrannte die Sturmböcke
> 
> 9:68   und schlug Bakchides in die Flucht. Bakchides aber war sehr
> erbittert, weil sein Plan und sein Feldzug vergeblich gewesen waren,
> 
> 9:69   und er wurde sehr zornig auf die Abtrünnigen unter den Juden, die
> ihm geraten hatten, wieder in ihr Land zu kommen, und ließ viele von
> ihnen töten und beschloß, wieder in sein Land zu ziehen.
> 
> 9:70   Als Jonatan das erfuhr, schickte er Boten zu ihm, um den Frieden mit
> ihm herzustellen und die Herausgabe der Gefangenen zu erreichen.
> 
> 9:71   Hierin willigte Bakchides gern ein und tat, was Jonatan begehrte,
> und schwor ihm einen Eid, ihm sein Leben lang kein Leid mehr
> anzutun.
> 
> 9:72   Und er gab ihm die Gefangenen wieder heraus, die er aus Juda
> weggeführt hatte, und kehrte um und zog in sein Land und kam nicht
> wieder in das Land Juda.
> Kap 7,19
> 
> 9:73   So wurde wieder Friede in Israel. Und Jonatan wohnte in Michmas und
> regierte dort über das Volk und vernichtete die Abtrünnigen in
> Israel.
> Vers 57
> 
>          Alexander Balas und Demetrius I. Soter suchen
> im Kampf um die Krone Syriens Jonatans Freundschaft
> 
> 10:1    Im 160. Jahr kam Alexander, der Sohn des Antiochus Epiphanes, und
> besetzte die Stadt Ptolemais; und sie nahmen ihn auf, und er
> regierte dort.
> Kap 6,17
> 153/152 v. Chr.
> 
> 10:2    Als aber König Demetrius das erfuhr, brachte er ein sehr großes
> Heer zusammen und zog gegen Alexander, um mit ihm zu kämpfen.
> Kap 7,1-3
> 
> 10:3    Darum schrieb Demetrius an Jonatan und sagte ihm zu, er wollte
> Frieden mit ihm halten und ihm nur Gutes tun.
> Kap 9,70
> 
> 10:4    Denn er dachte: Es ist besser, daß wir verabreden, Frieden mit ihm
> zu halten, ehe er sich auf Alexanders Seite schlägt;
> 
> 10:5    denn er wird an all das Böse denken, das wir ihm, seinem Bruder und
> seinem Volk angetan haben.
> Kap 7,19; 9,11-18; 9,50-53
> 
> 10:6    Und Demetrius schrieb an Jonatan, daß er ihm das Recht zugestehen
> wollte, ein Heer zu unterhalten und Waffen herzustellen, und daß er
> sein Bundesgenosse sein sollte; und er befahl, daß man die Geiseln
> auf der Burg dem Jonatan wieder freigeben sollte.
> Kap 9,53
> 
> 10:7    Darum kam Jonatan nach Jerusalem und ließ diese Schreiben öffentlich
> dem ganzen Volk und der Besatzung der Burg vorlesen.
> 
> 10:8    Als sie nun hörten, daß der König ihm das Recht zugestand, ein Heer
> zu unterhalten, und ihn als Bundesgenossen anerkannt hatte,
> fürchteten sie sich sehr vor ihm
> 
> 10:9    und gaben ihm die Geiseln frei; und Jonatan gab sie ihren Eltern
> zurück.
> 
> 10:10   Von jetzt an wohnte Jonatan in Jerusalem und begann, die Stadt
> wieder aufzubauen und auszubessern,
> Kap 9,52; 9,73; 2. Sam 5,6-10
> 
> 10:11   und er sagte den Handwerkern, sie sollten die Mauern wieder
> aufrichten und den Berg Zion ringsum mit Quadersteinen wieder
> befestigen;
> 
> 10:12   und sie machten es so.
> 
> 10:13    Und die Heiden in den Ortschaften, die Bakchides hatte befestigen
> lassen, flüchteten in ihr Land.
> (13 und 14) Kap 9,50-52
> 
> 10:14   Nur in Bet-Zur blieben einige von den Abtrünnigen; denn dort hatten
> sie eine Freistadt.
> 4. Mose 35,9-15; 2. Makk 4,33-34
> 
> 10:15   Als nun König Alexander hörte, was Demetrius dem Jonatan versprochen
> hatte, und man ihm von den Kriegen und Heldentaten erzählte, die
> Jonatan und seine Brüder vollbracht, und von den Mühen, die sie auf
> sich genommen hatten, sagte er:
> 
> 10:16   Solch einen tüchtigen Mann findet man nur einmal; darum wollen wir
> ihm schreiben, damit er unser Freund und Bundesgenosse wird.
> 
> 10:17   Und er schrieb ihm:
> 
> 10:18   König Alexander entbietet seinem Bruder Jonatan seinen Gruß.
> 
> 10:19   Wir hören von dir, daß du ein tüchtiger Mann bist und halten dich
> für wert, unser Freund zu sein.
> 
> 10:20    Darum setzen wir dich heute zum Hohenpriester über dein Volk ein.
> Du sollst »Freund des Königs« heißen; und wir schicken dir ein
> Purpurgewand und eine goldene Krone. Du sollst dich darum treu zu
> uns halten und uns Freundschaft bewahren.
> (20 und 21) Kap 9,30; 7,9; 9,56;  Kap 2,18
> 
> 10:21   So zog Jonatan das priesterliche Gewand an im 160. Jahr, im
> siebenten Monat, am Laubhüttenfest. Und er sammelte ein Heer und
> ließ viele Waffen herstellen.
> 2. Mose 28,1-43
> September/Oktober 153 v. Chr.
> 
> 10:22   Als aber Demetrius das hörte, war er sehr niedergeschlagen
> 
> 10:23   und dachte: Was haben wir da falsch gemacht, daß Alexander uns
> zuvorgekommen ist und die Freundschaft der Juden gewonnen hat und
> dadurch stärker geworden ist!
> 
> 10:24   Auch ich will ihnen freundlich schreiben und ihnen Ehrungen und
> Geschenke versprechen, damit sie mir Hilfe zusagen.
> 
> 10:25   Und er schrieb ihnen: König Demetrius entbietet dem Volk der Juden
> seinen Gruß.
> 
> 10:26   Wir haben gern gehört, und es ist uns eine große Freude, daß ihr
> nicht von uns abfallt zu unsern Feinden, sondern den Vertrag mit uns
> haltet und in Freundschaft mit uns bleibt.
> 
> 10:27   Darum bitten wir euch, auch weiterhin treu zu uns zu halten und euch
> nicht von uns abzuwenden.
> 
> 10:28   Diese eure Treue wollen wir vergelten, euch Gutes erweisen und viele
> Abgaben erlassen und mehr Freiheiten gewähren.
> 
> 10:29   Und ich erlasse jetzt allen Juden den Tribut, die Steuer auf Salz,
> die Beiträge zum Ehrenkranz, den dritten Teil vom Getreide, die
> Hälfte, die mir vom Obst zusteht.
> Kap 11,35
> 
> 10:30   Von diesen Abgaben sollen nun das Land Juda und die drei Bezirke,
> die ihm von Samarien zugeteilt sind, für alle Zeit befreit sein.
> Kap 11,34
> 
> 10:31   Und Jerusalem mit seiner Umgebung soll heiliges Gebiet und frei
> sein, und die Zehnten und Abgaben sollen ihm gehören.
> 
> 10:32   Ich will auch die Burg in Jerusalem wieder räumen und dem
> Hohenpriester übergeben, daß er Leute hineinlegt, die er selbst
> ausgewählt hat, damit sie die Burg bewachen.
> Kap 9,52
> 
> 10:33   Und alle Juden, die man aus Juda weggeführt hat, sollen in meinem
> ganzen Königreich ohne Lösegeld freigelassen werden, und man soll
> ihnen die Abgaben für sich und ihr Vieh erlassen.
> Kap 9,72
> 
> 10:34   Und an allen Festen, Sabbaten, Neumonden und andern Feiertagen
> Neh 10,32
> 
> 10:35   und drei Tage vor und nach einem Fest sollen die Juden in meinem
> Reich frei von Zoll und Abgaben sein, und niemand soll gestattet
> sein, von ihnen etwas einzutreiben oder sie wegen einer Forderung zu
> belästigen.
> 
> 10:36   Und man soll dreißigtausend Mann von den Juden für das Heer des
> Königs ausheben; denen will ich Sold geben wie meinem andern
> Kriegsvolk, und ein Teil von ihnen soll in die großen Festungen des
> Königs gelegt werden.
> 
> 10:37   Und von ihnen sollen einige eingesetzt werden, die der König in
> seinen Staatsgeschäften als Männer seines Vertrauens zu Rate ziehen
> wird. Die Juden sollen auch nicht fremde, sondern eigne Hauptleute
> haben, aus ihrer Mitte gewählt, damit sie ihre Gesetze halten
> können, wie es der König für das Land Juda zugestanden hat.
> 
> 10:38   Und die drei Bezirke, die Judäa vom Lande Samarien zugeteilt sind,
> sollen zu einem Gebiet mit Judäa verbunden werden, so daß sie
> niemand untertan sind als nur dem Hohenpriester.
> 
> 10:39    Die Stadt Ptolemais und die Landschaft, die dazugehört, schenke ich
> dem Tempel in Jerusalem, damit aus ihren Einkünften die Kosten, die
> für das Opfer nötig sind, bezahlt werden.
> (39-42) 2. Makk 3,3
> 
> 10:40   Ich will auch jährlich fünfzehntausend Lot Silber von meinem eignen
> Einkommen dazu geben.
> 
> 10:41   Und was meine Amtleute in den früheren Jahren mir nicht abgeliefert
> haben, sondern schuldig geblieben sind, das soll jetzt für die
> Bauarbeiten am Tempel verwendet werden.
> 
> 10:42   Und auch die fünftausend Lot Silber, die aus dem jährlichen
> Einkommen des Tempels abgegeben werden mußten, sollen nicht mehr
> erhoben werden, sondern den Priestern zustehen, die den Tempeldienst
> tun.
> 
> 10:43   Auch soll der Tempel dies Recht haben: wer beim König in irgendeiner
> Sache eine Strafe verwirkt hat und in den Tempel von Jerusalem oder
> in sein Gebiet flieht, der soll dort sicher sein mit allem, was ihm
> in meinem ganzen Königreich gehört.
> 2. Mose 21,13-14; 1. Kön 1,51-53
> 
> 10:44   Zum Bau und zur Ausbesserung des Tempels und der Mauern und Türme in
> Jerusalem
> 
> 10:45   und sonst in Judäa will der König auch die Kosten bezahlen aus
> seinem eignen Einkommen.
> 
> 10:46   Als man aber dies Schreiben Jonatan und dem Volk vorlas, wollten
> sie ihm nicht trauen und nahmen's nicht an; denn sie wußten genau,
> wieviel böse und grausame Taten Demetrius in Israel verübt hatte.
> Kap 7,8-11
> 
> 10:47   Und sie wollten es lieber mit Alexander halten, der schon früher
> ihre Freundschaft gesucht und Frieden zugesagt hatte; ihm leisteten
> sie Hilfe sein Leben lang.
> 
> Jonatan wird von Alexander Balas in Ptolemais hoch geehrt
> 
> 10:48   König Alexander sammelte ein großes Heer und schlug ein Lager
> Demetrius gegenüber auf.
> 
> 10:49   Und als die beiden Könige angriffen, da floh das Heer des Alexander,
> und Demetrius verfolgte ihn und gewann die Oberhand;
> 
> 10:50   und die Schlacht tobte erbittert vom Morgen bis zum Abend; doch
> Demetrius wurde an diesem Tag erschlagen.
> 
> 10:51   Darauf sandte Alexander Boten zu Ptolemäus, dem König von Ägypten,
> mit der Botschaft:
> 
> 10:52   Ich bin wieder in mein Reich gekommen und sitze auf dem Thron meiner
> Väter und habe die Herrschaft an mich gebracht und habe Demetrius
> vernichtet und mein Erbland wieder erobert und habe gegen ihn
> gekämpft, und er samt seinem Heer wurde von mir überwunden, und ich
> habe mich auf seinen Königsthron gesetzt.
> 
> 10:53   Und nun begehre ich, Freundschaft mit dir zu schließen, und bitte
> dich, du wollest mir deine Tochter zur Ehe geben.
> 
> 10:54   Dann will ich mich gegen dich als dein Schwiegersohn verhalten und
> dir und ihr Geschenke geben, die deiner würdig sind.
> 
> 10:55   Darauf antwortete König Ptolemäus: Glücklich der Tag, an dem du
> wieder in das Land deiner Väter gekommen bist und dich auf ihren
> Königsthron gesetzt hast!
> 
> 10:56   Und nun will ich gern tun, was du geschrieben hast. Aber komm mir
> entgegen nach Ptolemais, damit wir uns selbst sehen und ich dir
> meine Tochter zur Frau geben kann, wie du gewünscht hast.
> 
> 10:57   Im 162. Jahr zog Ptolemäus mit seiner Tochter Kleopatra aus
> Ägypten, und sie kamen nach Ptolemais.
> 151/150 v. Chr.
> 
> 10:58   Dahin kam auch König Alexander. Und Kleopatra wurde mit Alexander
> vermählt, und die Hochzeit wurde in Ptolemais mit großer königlicher
> Pracht gefeiert.
> 
> 10:59   König Alexander schrieb auch an Jonatan und lud ihn zu sich ein.
> 
> 10:60   Da kam Jonatan mit großer Pracht nach Ptolemais zu den beiden
> Königen und schenkte ihnen und ihren Freunden Gold und Silber und
> viele kostbare Gaben und fand Gnade bei ihnen.
> 
> 10:61   Doch einige Abtrünnige aus Israel, ruchlose Gesellen, kamen zum
> König, um ihn zu verklagen; aber der wollte sie nicht anhören,
> Kap 1,12
> 
> 10:62    sondern befahl, daß Jonatan seine Kleider ablegen und man ihm ein
> Purpurgewand anziehen sollte; und so geschah es.
> (62 und 63) Est 6,7-9
> 
> 10:63   Da setzte ihn der König neben sich und befahl seinen obersten
> Amtleuten, ihn mitten durch die Stadt zu führen und ausrufen zu
> lassen, daß niemand ihn verklagen oder ihm sonst Schaden zufügen
> sollte, aus welchem Anlaß es auch sei.
> 
> 10:64   Als aber seine Ankläger sahen, daß ihn der König so hoch ehrte, daß
> er das von ihm ausrufen ließ, und ihn mit einem Purpurgewand
> bekleidet hatte, flohen sie alle davon.
> 
> 10:65   Und der König ehrte ihn hoch und ließ ihn unter seine ersten
> Freunde aufnehmen und machte ihn zum Feldherrn und zum Vierfürsten.
> Vers 20
> 
> 10:66   Danach zog Jonatan wieder nach Jerusalem in Frieden und mit Freuden.
> 
> Jonatan besiegt Apollonius, den Feldherrn des Demetrius II. Nikator
> 
> 10:67   Im 165. Jahr kam Demetrius, der Sohn des gefallenen Demetrius, aus
> Kreta in sein Erbkönigreich.
> 148/147 v. Chr.
> 
> 10:68   Als König Alexander das hörte, da erschrak er sehr und begab sich
> nach Antiochia.
> 
> 10:69   Aber Demetrius gewann den Apollonius, den Befehlshaber von
> Zölesyrien, als Feldherrn; der brachte ihm ein großes Kriegsvolk
> zusammen, schlug ein Lager bei Jamnia auf und sandte zu Jonatan, dem
> Hohenpriester, und ließ ihm sagen:
> 
> 10:70    Niemand leistet uns Widerstand als du allein, so daß man mich
> deinetwegen verlacht und schmäht. Du bist ja nur stark im Gebirge;
> (70 und 71) 1. Kön 20,23-30
> 
> 10:71   aber wenn du auf dein Kriegsvolk vertraust, so zieh herunter in die
> Ebene, damit wir uns dort miteinander messen; denn mit mir ist die
> Heeresmacht der Städte.
> 
> 10:72   Wenn du fragen wirst, wie stark wir sind, ich und die andern, die
> mir helfen, so wird man dir sagen: Ihr werdet diesen Leuten nicht
> standhalten können, von denen eure Väter zweimal in ihrem eignen
> Lande geschlagen worden sind.
> Kap 7,8-20; 9,11-18
> 
> 10:73   Noch viel weniger kannst du vor einem so großen Heer an Reiterei und
> Fußvolk in der Ebene bestehen, wo keine Berge und Felsen sind oder
> sonst ein Ort, wohin man fliehen könne.
> Kap 2,27-30
> 
> 10:74   Als Jonatan diese Prahlerei des Apollonius hörte, wurde er zornig
> und wählte zehntausend Mann aus und brach von Jerusalem auf; und
> sein Bruder Simon kam ihm entgegen, um ihm zu helfen; und sie
> schlugen ihr Lager vor Joppe auf.
> 
> 10:75   Aber die Einwohner der Stadt Joppe ließen ihn nicht ein, denn
> Apollonius hatte Kriegsvolk als Besatzung hineingelegt; darum griff
> Jonatan die Stadt an.
> 
> 10:76   Da erschraken die Einwohner in der Stadt und öffneten die Tore. So
> eroberte Jonatan die Stadt Joppe.
> 
> 10:77   Als Apollonius das hörte, rückte er mit dreitausend Reitern und viel
> Fußvolk in Richtung auf Aschdod vor und tat so, als ob er an Joppe
> vorbeiziehen wollte. Doch er stieß in die Ebene vor; denn er hatte
> viel Reiterei, auf die er sich verließ.
> 
> 10:78   Jonatan drängte ihn nach Aschdod ab, und beide Heere gerieten
> aneinander.
> 
> 10:79   Aber Apollonius hatte im Lager heimlich tausend Reiter
> zurückgelassen.
> 
> 10:80   Nun merkte Jonatan, daß Leute hinter ihm heimlich versteckt waren;
> und sie griffen von allen Seiten sein Heer an
> 
> 10:81   und schossen Pfeile auf das Kriegsvolk den ganzen Tag vom Morgen bis
> zum Abend; das Kriegsvolk aber hielt stand, wie Jonatan es
> aufgestellt hatte, bis die Pferde der Feinde müde wurden.
> 
> 10:82   Darauf warf Simon sein Heer in den Kampf und griff die Feinde an. Da
> wurden die Reiter von ihm geschlagen und flohen, denn sie waren
> müde;
> 
> 10:83   und sie wurden zerstreut über die Ebene hin und flohen nach Aschdod
> und eilten in den Tempel des Götzen Dagon, um dort ihr Leben zu
> retten.
> 1. Sam 5,1;  1. Sam 5,2
> 
> 10:84   Aber Jonatan plünderte die Stadt Aschdod und die Orte ringsum und
> zündete sie an. Er brannte auch den Götzentempel nieder mit allen,
> die hineingeflohen waren.
> 
> 10:85   Und die Zahl der Erschlagenen und Verbrannten betrug gegen
> achttausend Mann.
> 
> 10:86   Von dort zog Jonatan mit dem Heer vor Aschkelon. Da gingen ihm die
> Bürger aus der Stadt heraus entgegen und empfingen ihn mit großer
> Pracht.
> 
> 10:87   So zog Jonatan wieder nach Jerusalem mit seinem Heer und großer
> Beute.
> 
> 10:88   Und als König Alexander dies hörte, ehrte er Jonatan noch mehr
> Vers 61-62; Vers 65
> 
> 10:89   und sandte ihm eine goldene Spange, wie man sie nur den Verwandten
> des Königs gibt; dazu schenkte er ihm Ekron und sein Gebiet zum
> Eigentum.
> 
>          Demetrius II. Nikator erlangt die Alleinherrschaft über Syrien
> 
> 11:1    Und der König von Ägypten brachte so viel Kriegsvolk wie Sand am
> Meer zusammen und viele Schiffe; und er wollte das Reich Alexanders
> durch Betrug an sich bringen, um beide Königreiche zu besitzen.
> Kap 1,17
> 
> 11:2    Darum zog er nach Syrien unter dem Anschein, er käme als Freund. Da
> öffnete man ihm alle Tore und zog ihm entgegen und empfing ihn
> ehrenvoll, wie König Alexander befohlen hatte, weil er sein
> Schwiegervater war.
> Kap 10,57-58
> 
> 11:3    Aber wohin Ptolemäus kam, ließ er eine Schar wachsamer Kriegsleute
> in der Stadt zurück.
> 
> 11:4    Und als er nach Aschdod kam, zeigten sie ihm den Tempel Dagons, den
> Jonatan niedergebrannt hatte, dazu die Stadt Aschdod und die Orte
> ringsum, die er verwüstet hatte, und die Leichname, die überall
> verstreut umherlagen, und die, die im Krieg verbrannt waren; denn
> sie hatten sie in Haufen an seinen Weg gelegt;
> Kap 10,84
> 
> 11:5    und sie sagten dem König, daß Jonatan dies alles getan hatte, um ihn
> beim König verhaßt zu machen. Aber der König schwieg dazu still.
> 
> 11:6    Und auch Jonatan zog dem König mit großer Pracht entgegen nach
> Joppe; da begrüßten sie sich und blieben dort über Nacht.
> 
> 11:7    Und Jonatan geleitete den König bis an den Fluß, genannt Eleutherus.
> Dann zog er wieder heim nach Jerusalem.
> 
> 11:8    Und König Ptolemäus brachte die Städte an der Küste an sich bis
> Seleuzia am Meer und plante, Alexander zu vertreiben.
> 
> 11:9    Und er schickte Boten zu König Demetrius, er sollte zu ihm kommen,
> um ein Bündnis mit ihm zu schließen. Dann wollte er ihm seine
> Tochter geben, die jetzt Alexander hatte, und wollte ihm helfen,
> König im Reich seines Vaters zu werden.
> Kap 10,67
> 
> 11:10   Und er sagte, es hätte ihn gereut, daß er Alexander seine Tochter
> gegeben hätte,
> 
> 11:11   und beschuldigte Alexander, er hätte ihm nach Leben und Königreich
> getrachtet.
> 
> 11:12   Er zeigte seinen Haß auch öffentlich und wandte sich von Alexander
> ab und nahm ihm die Tochter weg und gab sie Demetrius.
> 
> 11:13   Und als Ptolemäus nach Antiochia kam, setzte er sich die Krone
> Vorderasiens auf; so trug er beide Kronen: die des Reichs Ägypten
> und die des Reichs Vorderasien.
> 
> 11:14   Aber König Alexander war damals in Zilizien; denn einige Städte
> waren dort von ihm abgefallen.
> 
> 11:15   Als er nun von Ptolemäus hörte, zog er gegen ihn, um mit ihm zu
> kämpfen. Aber König Ptolemäus war stark gerüstet, zog ihm entgegen
> und verjagte ihn.
> 
> 11:16   Und Alexander floh nach Arabien, um dort sicher zu sein. Aber König
> Ptolemäus war sehr mächtig geworden;
> 
> 11:17   darum ließ Sabdiël, der Araber, seinem Gast Alexander den Kopf
> abhauen und schickte ihn an Ptolemäus.
> 
> 11:18   Und Ptolemäus starb am dritten Tag danach. Da wurden auch die
> Kriegsleute, die Ptolemäus in den befestigten Städten zurückgelassen
> hatte, vom Volk dort umgebracht.
> 
> 11:19   So fing Demetrius an zu regieren im 167. Jahr.
> 146/145 v. Chr.
> 
> Jonatan erreicht die Steuerfreiheit für die Juden
> 
> 11:20   Zu dieser Zeit brachte Jonatan das Volk im Land Juda zusammen, um
> die Burg in Jerusalem zurückzuerobern, und ließ viele Geschütze
> davor aufstellen.
> Kap 10,32
> 
> 11:21   Da zogen einige Abtrünnige, die ihr Volk haßten, zu König Demetrius
> und verklagten Jonatan und sagten, daß er die Burg belagerte.
> Kap 1,12
> 
> 11:22   Und als der König das hörte, wurde er sehr zornig und zog sogleich
> nach Ptolemais und schrieb an Jonatan, daß er die Burg nicht
> belagern, sondern eilends zu ihm nach Ptolemais kommen sollte; da
> wollte er mit ihm darüber sprechen.
> 
> 11:23   Als aber Jonatan diese Botschaft bekam, ließ er nicht ab von der
> Belagerung und wählte einige von den Ältesten in Israel und den
> Priestern aus, die mit ihm ziehen sollten, und machte sich auf und
> wagte sein Leben.
> Est 4,16
> 
> 11:24   Und er nahm Gold, Silber und Gewänder mit und viele andere Geschenke
> und zog nach Ptolemais zum König und fand Gnade bei ihm.
> 
> 11:25   Als ihn nun die Abtrünnigen seines Volks verklagten,
> 
> 11:26   hielt der König zu ihm, wie seine Vorgänger zu ihm gehalten hatten,
> und erwies ihm große Ehre vor allen seinen Fürsten
> Kap 10,6; 10,88
> 
> 11:27   und bestätigte ihn in seinem Hohepriesteramt und in allen andern
> Ehren, die er bisher gehabt hatte, und machte ihn zu einem seiner
> ersten Freunde.
> Kap 10,20
> 
> 11:28   Jonatan bat auch den König, daß er ganz Judäa und den drei Bezirken
> in Samarien die Steuer erlassen sollte, und erbot sich, für diese
> Freiheit dreihundert Zentner Silber zu geben.
> Vers 34
> 
> 11:29   Das bewilligte der König und gab Jonatan Schreiben darüber; die
> lauteten:
> 
> 11:30   König Demetrius entbietet seinem Bruder Jonatan und dem jüdischen
> Volk seinen Gruß.
> 
> 11:31   Wir senden euch eine Abschrift des Briefs, den wir an »unsern
> Verwandten«, den Lasthenes, euretwegen geschrieben haben, damit ihr
> es auch wißt.
> 
> 11:32   König Demetrius entbietet Lasthenes, »seinem Verwandten«, seinen
> Gruß.
> 
> 11:33   Wir haben beschlossen, unsern Freunden und treuen Bundesgenossen,
> den Juden, Gutes zu tun wegen ihrer Treue und Freundschaft gegen
> uns.
> 
> 11:34    Darum bestätigen wir, daß ganz Judäa und die drei Städte Ephraim,
> Lydda und Ramatajim zu ihrem Land gehören sollen; sie und ihr Gebiet
> sollen von Samarien an Judäa übergehen.
> (34-36) Kap 10,29-31
> 
> 11:35   Wir erlassen auch allen, die in Jerusalem opfern, alles, was sie
> früher dem König jährlich haben geben müssen: vom Getreide und Obst,
> und ebenso von jetzt an alles andere, was uns zusteht vom Zehnten
> und Zoll, von der Salzgewinnung, und die Beiträge zum Ehrenkranz.
> 
> 11:36   Von diesen allen sollen sie in Zukunft befreit sein, und diese
> Freiheit soll ihnen für alle Zeit bewahrt bleiben.
> 
> 11:37   Laßt nun eine Abschrift dieses Briefs anfertigen; die soll man
> Jonatan geben, damit man sie auf dem heiligen Berg auf einem
> öffentlichen Platz ausstellt.
> Kap 14,26
> 
> Tryphon verhilft Antiochus VI. Epiphanes zum Thron
> 
> 11:38   Als nun König Demetrius sah, daß im ganzen Königreich Friede
> herrschte und sich niemand mehr ihm widersetzte, da entließ er sein
> ganzes Kriegsvolk, das im Königreich daheim war, jeden in seine
> Stadt. Aber das fremde Kriegsvolk, das er auf den Inseln der
> Heiden angeworben hatte, behielt er bei sich; das zog ihm die
> Feindschaft des ganzen einheimischen Kriegsvolks zu.
> Kap 6,29;  1. Mose 10,2-5
> 
> 11:39   Als aber Tryphon, der früher Alexanders Freund gewesen war, sah,
> daß das ganze Kriegsvolk Haß gegen König Demetrius empfand, zog er
> zu dem Araber Jamliku, der den jungen Antiochus, den Sohn
> Alexanders, erzog.
> Vers 16-17
> 
> 11:40   Den drängte er, ihm den Knaben zu übergeben, damit er ihn auf den
> Thron seines Vaters setzen könnte. Und er sagte dem Araber, wie und
> warum das Kriegsvolk den König Demetrius haßte, und blieb eine
> Zeitlang bei dem Araber.
> 
> Jonatan erntet von Demetrius II. Nikator Undank
> 
> 11:41   Inzwischen schrieb Jonatan an König Demetrius, er sollte denen, die
> auf der Burg von Jerusalem und in den Festungen lagen, befehlen,
> sie zu räumen und ihm zu übergeben; denn sie fügten Israel viel
> Schaden zu.
> Vers 20
> 
> 11:42   Da schrieb Demetrius an Jonatan: Nicht allein das, was du begehrst,
> sondern viel mehr Ehre und Gutes will ich dir und deinem Volk
> erweisen, sobald ich kann.
> 
> 11:43   Aber jetzt bin ich in großer Gefahr. Darum kannst du mir helfen,
> wenn du mir Kriegsleute schickst, die mich unterstützen; denn mein
> ganzes Kriegsvolk ist von mir abgefallen.
> Kap 10,36
> 
> 11:44   Darum schickte ihm Jonatan dreitausend tüchtige Kriegsleute; die
> kamen nach Antiochia zum König, und der König war über ihre Ankunft
> sehr erfreut.
> 
> 11:45   Nun machte das Volk in der Stadt einen Aufruhr, etwa
> hundertzwanzigtausend Mann, und man wollte den König totschlagen.
> 
> 11:46   Aber der König floh in seine Burg. Da besetzte das Volk die Straßen
> und wollte die Burg stürmen.
> 
> 11:47   Darum forderte der König die Juden auf, ihn zu schützen. Da
> sammelten sich die Juden alle um ihn und verteilten sich über die
> Stadt
> 
> 11:48   und erschlugen an diesem Tag hunderttausend Mann und zündeten die
> Stadt an und plünderten sie. So retteten sie den König.
> 
> 11:49   Als nun das Volk in der Stadt sah, daß die Juden sich der Stadt
> bemächtigt hatten, so wie sie wollten, verzagte es, schrie zum König
> und bat um Frieden,
> 
> 11:50   damit die Juden aufhörten, das Volk zu töten, und die Stadt nicht
> ganz zerstörten.
> 
> 11:51   Da legte es die Waffen nieder und machte Frieden; die Juden aber
> wurden hoch geehrt vom König und berühmt in seinem ganzen Reich und
> zogen wieder heim nach Jerusalem und brachten große Beute mit, die
> sie im Krieg gewonnen hatten.
> 
> 11:52   Als nun König Demetrius wieder sicher auf seinem Königsthron saß und
> im ganzen Reich Friede herrschte,
> 
> 11:53   hielt er nichts von dem, was er Jonatan versprochen hatte, und
> wandte sich ganz von ihm ab und war ihm undankbar für seine
> Wohltaten und unterdrückte ihn sehr.
> Kap 10,46
> 
> Jonatan kämpft auf seiten des Antiochus VI.
> Epiphanes gegen Demetrius II. Nikator
> 
> 11:54   Nicht lange danach kam Tryphon mit dem jungen Antiochus zurück.
> Dieser Antiochus wurde König und setzte sich die Krone auf.
> 
> 11:55   Und zu ihm kam alles Kriegsvolk, das Demetrius entlassen hatte. Als
> sie nun gegen Demetrius kämpften, schlugen sie ihn in die Flucht und
> verjagten ihn.
> 
> 11:56   Und Tryphon bemächtigte sich der Elefanten und eroberte Antiochia.
> Kap 6,33-37
> 
> 11:57   Der junge Antiochus schrieb an Jonatan und bestätigte ihn in seinem
> Hohepriesteramt und bewilligte, daß er die vier Bezirke behalten
> und »Freund des Königs« sein sollte,
> Vers 27
> Die drei in Vers 34 genannten Bezirke und Judäa.
> 
> 11:58   und sandte ihm goldenes Tafelgeschirr und erlaubte ihm, aus goldenen
> Gefäßen zu trinken und ein Purpurgewand und eine goldene Spange zu
> tragen.
> Kap 10,62;  Kap 10,89
> 
> 11:59   Und Simon, den Bruder Jonatans, machte er zum Feldherrn über das
> Land von der tyrischen Leiter bis Ägypten.
> Ein steiler, schwer zugänglicher Bergrücken nahe der Küste in der
> Mitte zwischen Ptolemais und Tyrus.
> 
> 11:60   Als nun Jonatan auszog und durch die Städte im Gebiet jenseits des
> Euphrat kam, sammelte sich bei ihm alles Kriegsvolk aus Syrien, um
> ihm zu helfen. Und als er vor Aschkelon kam, gingen ihm die Bürger
> entgegen und empfingen ihn mit Ehren.
> Kap 10,86
> Die Provinz des Seleuzidenreiches westlich des Euphrat; vgl.
> Esr 4,10.
> 
> 11:61   Danach zog er vor Gaza; aber die Einwohner von Gaza wollten ihn
> nicht einlassen; darum belagerte er die Stadt und brannte die
> Ortschaften ringsum nieder und plünderte sie.
> 
> 11:62   Da baten die Einwohner von Gaza um Frieden. Und Jonatan schloß
> Frieden mit ihnen und nahm die Söhne ihrer Vornehmen als Geiseln und
> schickte sie nach Jerusalem; er aber zog weiter durchs Land bis
> Damaskus.
> 
> 11:63   Als er aber hörte, daß die Hauptleute des Demetrius mit einem großen
> Heer nach Kedesch in Galiläa gekommen waren, um ihn an seinem
> Vorhaben zu hindern,
> 
> 11:64   da zog er gegen sie. Er hatte aber seinen Bruder Simon im Lande
> zurückgelassen.
> 
> 11:65   Der zog vor Bet-Zur und belagerte es lange Zeit und schloß es ein.
> Kap 10,14
> 
> 11:66   Darum baten sie um Frieden; und Simon schloß Frieden mit ihnen;
> dennoch vertrieb er die Bewohner aus der Stadt und nahm sie ein und
> legte Kriegsvolk als Besatzung hinein.
> 
> 11:67   Aber Jonatan schlug sein Lager am See Genezareth auf und brach
> morgens früh auf und kam in die Ebene bei Hazor.
> 
> 11:68   Da zogen die Heiden ihm in der Ebene entgegen und hatten einen
> Hinterhalt im Gebirge gelegt; sie selbst aber rückten von vorn an.
> 
> 11:69   Als nun die Schar aus dem Hinterhalt hervorbrach und angriff,
> 
> 11:70   floh das ganze Heer Jonatans, und niemand blieb zurück als die
> Hauptleute Mattatias, der Sohn Abschaloms, und Judas, der Sohn
> Halfis.
> 
> 11:71   Da zerriß Jonatan seine Kleider und streute Erde auf sein Haupt
> und betete
> Kap 2,14;  2. Makk 10,25-27
> 
> 11:72   und griff die Feinde wieder an und schlug sie in die Flucht.
> 
> 11:73   Als nun sein Kriegsvolk, das vorher geflohen war, das sah, kehrte es
> wieder um, um Jonatan zu helfen, und jagte den Feinden nach bis
> Kedesch in ihr Lager; dort schlugen sie auch ein Lager auf.
> 
> 11:74   An diesem Tag sind gegen dreitausend Heiden umgekommen. Darauf zog
> Jonatan wieder nach Jerusalem.
> 
>          Jonatan erneuert das Bündnis mit Rom und Sparta
> 
> 12:1    Als aber Jonatan sah, daß die Zeit ihm half, wählte er einige aus,
> die er nach Rom sandte, um das Bündnis mit den Römern zu erneuern
> und wieder zu bestätigen.
> Kap 8,17-32
> 
> 12:2    Er schrieb auch nach Sparta und an andere Orte.
> 
> 12:3    Als nun die Boten nach Rom kamen, traten sie vor den Rat und sagten:
> Der Hohepriester Jonatan und das jüdische Volk haben uns gesandt, um
> die Freundschaft und das Bündnis, das zwischen uns früher einmal
> geschlossen worden ist, wieder zu erneuern.
> 
> 12:4    Und die Römer gaben ihnen Geleitbriefe für jeden Ort, damit sie
> wieder sicher heimziehen konnten.
> 
> 12:5    Und dies ist die Abschrift des Briefs, den Jonatan an die Spartaner
> schrieb:
> 
> 12:6    Der Hohepriester Jonatan und die Ältesten des Volks und die Priester
> und das jüdische Volk entbieten ihren Brüdern, den Spartanern, ihren
> Gruß.
> 
> 12:7    Schon früher hat euer König Arëus an unsern Hohenpriester Onias
> geschrieben, daß ihr unsre Brüder seid, wie die Abschrift seines
> Briefs lautet.
> Vers 21
> 
> 12:8    Und Onias empfing euren Boten mit Ehren und nahm die Freundschaft
> und das Bündnis an, von denen im Brief geschrieben war.
> 
> 12:9    Obwohl wir jetzt keine fremde Hilfe brauchen und Trost haben an den
> heiligen Schriften in unsern Händen,
> 2. Makk 15,9; Röm 15,4
> 
> 12:10   so senden wir dennoch die Botschaft an euch, daß wir die
> Bruderschaft und Freundschaft zwischen uns erneuern und bestätigen
> wollen, um sie nicht zu vergessen; denn es ist schon lange Zeit her,
> daß ihr zu uns geschickt habt.
> 
> 12:11   Darum wißt, daß wir allezeit an Feiertagen und an allen andern
> Tagen, an denen man opfert, bei unserm Opfer und Gebet an euch
> denken, so wie sich's gebührt, an die Brüder zu denken.
> 1. Tim 2,1
> 
> 12:12   Und eure Ehre und euer Wohlergehen sind uns eine Freude.
> 
> 12:13   Aber wir haben große Not gelitten und viele schwere Kriege gehabt
> mit den Königen ringsum.
> 
> 12:14   Wir haben aber euch und unsre andern Freunde und Bundesgenossen in
> diesen unsern Kriegen nicht um Hilfe bitten wollen.
> 
> 12:15   Denn wir haben Hilfe vom Himmel gehabt; und Gott hat uns befreit
> und die Feinde unterdrückt.
> Kap 3,18-24; 2. Makk 11,6-9
> 
> 12:16   Weil wir aber jetzt Numenius, den Sohn des Antiochus, und
> Antipater, den Sohn Jasons, ausgewählt haben und als unsre Boten zu
> den Römern senden, um die Freundschaft und das Bündnis mit ihnen
> wieder zu erneuern,
> Kap 14,22; 15,15
> 
> 12:17   haben wir ihnen dabei befohlen, daß sie auch zu euch reisen, euch
> unsern Gruß sagen und diesen Brief übergeben sollen, um unsre
> Bruderschaft zu erneuern,
> 
> 12:18   und bitten um Antwort.
> 
> 12:19   Dies aber ist die Abschrift des Briefs, den Arëus, der König von
> Sparta, dem Onias vorher gesandt hatte:
> 
> 12:20   Arëus, König von Sparta, entbietet dem Hohenpriester Onias seinen
> Gruß.
> 
> 12:21   Wir finden in unsern alten Schriften, daß die Spartaner und die
> Juden Brüder sind, weil beide Völker von Abraham herkommen.
> 2. Makk 5,9
> 
> 12:22   Nachdem wir das nun wissen, bitten wir, uns zu schreiben, wie es
> euch geht.
> 
> 12:23   Wir aber schreiben euch hiermit: Unser Vieh und unser Hab und Gut
> soll sein, als wäre es euer eignes; und das eure soll sein, als wäre
> es unser eignes. Das lassen wir euch mitteilen.
> 1. Kön 22,4
> 
> Jonatan verteidigt das ganze Land Israels
> 
> 12:24   Danach hörte Jonatan, daß die Hauptleute des Demetrius wieder mit
> einem größeren Heer als vorher kamen und gegen ihn kämpfen wollten.
> Kap 11,63
> 
> 12:25   Darum zog er von Jerusalem gegen sie in das Land Hamat; denn er
> wollte nicht warten, daß sie zuerst in sein Land einfielen.
> 
> 12:26   Als er nun Kundschafter in das Lager der Feinde sandte, kamen sie
> zurück und sagten, daß die Feinde beschlossen hätten, ihn diese
> Nacht zu überfallen.
> 
> 12:27   Darum befahl Jonatan abends seinem Heer, daß sie wachen und die
> ganze Nacht unter Waffen zum Kampf bereit sein sollten, und stellte
> Wachen rings um das Lager.
> 
> 12:28   Als aber die Feinde sahen, daß Jonatan und sein Heer zur Schlacht
> gerüstet waren, packte sie die Angst, so daß sie aufbrachen und
> wegzogen. Und damit man es ja nicht merken sollte, ließen sie
> überall im Lager viele Feuer machen.
> 
> 12:29   Darum dachten Jonatan und sein Heer bis zum frühen Morgen nicht, daß
> sie weggezogen waren; denn sie sahen die Feuer überall im Lager
> brennen.
> 
> 12:30   Morgens aber jagte Jonatan ihnen nach, doch konnte er sie nicht mehr
> erreichen; denn sie hatten bereits den Fluß Eleutherus
> überschritten.
> Kap 11,7
> 
> 12:31   Da wandte sich Jonatan gegen die Araber, die Sabadäer heißen, schlug
> sie und machte große Beute;
> 
> 12:32   und er kam nach Damaskus und durchzog das ganze Land.
> 
> 12:33   Simon aber brach auf und zog durch das Land bis Aschkelon und zu den
> befestigten Städten in der Nähe; danach wandte er sich gegen Joppe.
> Kap 10,74-76
> 
> 12:34   Denn er hatte gehört, daß sie die Festung den Hauptleuten des
> Demetrius übergeben wollten. Darum kam er ihnen zuvor, nahm Joppe
> ein und legte Kriegsvolk hinein, um die Stadt zu schützen.
> 
> 12:35   Danach kam Jonatan wieder heim und versammelte die Ältesten des
> Volks und hielt mit ihnen darüber Rat, daß man einige Städte in
> Judäa befestigen sollte.
> 
> 12:36   Man sollte auch die Mauern von Jerusalem höher machen und zwischen
> der Burg und der Stadt eine hohe Mauer bauen, die die Burg von der
> Stadt trennen sollte, so daß die Leute auf der Burg keinen Ausfall
> in die Stadt machen und auch nichts kaufen und verkaufen könnten.
> Kap 9,52; 11,41
> 
> 12:37   Da kam das Volk zusammen und fing an zu bauen, und weil die Mauer am
> Bach im Osten verfallen war, bauten sie das Stück wieder auf, das
> Kafnata heißt.
> 
> 12:38   Und Simon baute die Burg Hadid im Hügelland und befestigte sie und
> schützte sie mit starken Toren und Riegeln.
> 
> Tryphon nimmt Jonatan mit List gefangen
> 
> 12:39   Nun hatte Tryphon vor, das Königreich Vorderasien an sich zu bringen
> und sich die Krone aufzusetzen und den jungen König Antiochus zu
> töten.
> Kap 11,39; 11,54
> 
> 12:40   Weil er aber befürchtete, Jonatan würde es verhindern und gegen ihn
> ziehen, trachtete er auch danach, Jonatan gefangenzunehmen und
> umzubringen. Darum zog er nach Bet-Schean.
> 
> 12:41   Da zog Jonatan ihm mit vierzigtausend ausgesuchten Männern entgegen
> und kam auch nach Bet-Schean.
> 
> 12:42   Als aber Tryphon sah, daß Jonatan ein so großes Heer bei sich hatte,
> fürchtete er sich, offen etwas gegen ihn zu unternehmen;
> 
> 12:43   darum empfing er ihn mit Ehren und empfahl ihn allen seinen Freunden
> und gab ihm Geschenke und gebot seinen Freunden und seinem Heer,
> Jonatan gehorsam zu sein wie ihm selbst.
> 
> 12:44   Und er sagte zu Jonatan: Warum bemühst du dein ganzes Kriegsvolk, da
> wir doch keinen Krieg haben?
> 
> 12:45   Laß sie wieder heimziehen. Doch wähle dir einige Leute aus, die bei
> dir bleiben, und zieh mit mir nach Ptolemais. Diese Stadt und die
> andern befestigten Städte und das übrige Kriegsvolk und alle
> Amtleute will ich dir übergeben; denn ich muß wieder wegziehen.
> Deshalb bin ich auch hierher gekommen; darum zieh doch mit mir.
> Kap 10,39
> 
> 12:46   Jonatan glaubte ihm und tat, wie er gesagt hatte, und ließ sein
> Kriegsvolk heimziehen ins Land Juda
> Kap 10,46
> 
> 12:47   und behielt nur dreitausend Mann; davon ließ er zweitausend in
> Galiläa, tausend aber zogen mit ihm.
> 
> 12:48   Als nun Jonatan in die Stadt Ptolemais kam, schlossen die Einwohner
> von Ptolemais die Tore und nahmen Jonatan gefangen, und alle, die
> mit ihm gekommen waren, erstachen sie.
> 
> 12:49   Und Tryphon schickte Fußvolk und Reiterei nach Galiläa und in die
> große Ebene, um das übrige Kriegsvolk Jonatans auch umzubringen.
> 
> 12:50   Als sie aber erfuhren, daß Jonatan gefangen und umgekommen war samt
> seinen Leuten, sprachen sie sich Mut zu und rüsteten sich zur
> Schlacht und zogen getrost gegen die Feinde.
> Kap 13,23
> 
> 12:51   Als aber die Feinde sahen, daß es ihnen ans Leben ging, weil jene
> sich wehren wollten,
> 
> 12:52   kehrten sie wieder um und zogen weg. Da zog das ganze Kriegsvolk
> auch wieder heim ins Land Juda mit Frieden und hielt Totenklage um
> Jonatan und die andern, die mit ihm umgekommen waren; und ganz
> Israel trauerte sehr um Jonatan.
> Kap 9,20-21
> 
> 12:53   Und alle Heiden ringsum fingen an, das Volk zu bedrängen, und
> sagten:
> 
> 12:54   Sie haben kein Haupt und keinen Schutz mehr; nun wollen wir sie
> bekämpfen und ausrotten und ihren Namen auf Erden vertilgen.
> 
>          Simon tritt an die Stelle seines Bruders Jonatan
> 
> 13:1    Als nun Simon hörte, daß Tryphon ein großes Heer beieinander hatte,
> um das Land Juda anzugreifen und zugrunde zu richten,
> 
> 13:2    und sah, daß dem Volk sehr angst und bange war, kam er nach
> Jerusalem und versammelte das Volk
> 
> 13:3    und tröstete sie und sagte zu ihnen: Ihr wißt, welche schweren
> Kriege ich und meine Brüder und das ganze Haus meines Vaters für das
> Gesetz und das Heiligtum geführt haben, und habt die Not gesehen, in
> der ganz Israel gewesen ist;
> 
> 13:4    in ihr sind alle meine Brüder für Israel umgekommen, und es lebt
> keiner mehr außer mir.
> Kap 2,2-5; 6,46; 9,18; 9,36; 9,38; 12,50
> 
> 13:5    Nun möchte ich in dieser Trübsal mein Leben gewiß nicht schonen;
> denn ich bin nicht besser als meine Brüder und möchte es nicht
> besser haben als sie;
> 
> 13:6    sondern ich will mein Volk, unser Heiligtum und eure Frauen und
> Kinder rächen. Denn alle Heiden ringsum hassen uns und rotten sich
> zusammen, um uns zu vernichten.
> Kap 12,53
> 
> 13:7    Als das Volk diese tröstlichen Worte hörte, faßte es neuen Mut
> 
> 13:8    und antwortete darauf: Du sollst unser Hauptmann sein wie vorher
> deine Brüder Judas und Jonatan und unsern Krieg führen.
> 
> 13:9    Und wir wollen dir gehorsam sein in allem, was du uns gebietest.
> 
> 13:10   Da rief Simon das ganze Kriegsvolk zusammen. Auch sorgte er dafür,
> daß man eilends die Mauern von Jerusalem ausbaute, damit die Stadt
> ringsumher gut geschützt und befestigt wäre.
> Kap 10,10-11
> 
> 13:11   Und er schickte Jonatan, den Sohn Abschaloms, mit einem neuen Heer
> nach Joppe. Und Jonatan vertrieb die Feinde aus Joppe und blieb
> dort in der Stadt.
> Kap 12,33-34
> 
> Tryphon läßt Jonatan und Antiochus VI. Epiphanes töten
> 
> 13:12   Da zog Tryphon von Ptolemais aus mit einem großen Heer, um ins Land
> Juda einzufallen, und führte Jonatan gefangen mit.
> Kap 12,48
> 
> 13:13   Aber Simon zog gegen ihn und lagerte sich bei Hadid am Hügelland.
> Kap 12,38
> 
> 13:14   Als aber Tryphon erfuhr, daß Simon anstelle seines Bruders Jonatan
> Hauptmann geworden war und mit ihm kämpfen wollte, sandte er Boten
> zu Simon und ließ ihm sagen:
> 
> 13:15   Ich habe deinen Bruder Jonatan wegen des Geldes, das er dem König
> aus seinen Ämtern schuldig geblieben ist, gefangengenommen;
> 
> 13:16   willst du mir nun hundert Zentner Silber schicken und zwei seiner
> Söhne als Geiseln geben, damit er nicht von uns abfällt und sich
> dann gegen uns stellt, wenn er frei geworden ist, so will ich ihn
> dir losgeben.
> 
> 13:17   Obwohl aber Simon genau merkte, daß es nichts als Betrug war, ließ
> er dennoch das Geld und die Kinder holen, damit das Volk ihn nicht
> anklagte,
> 
> 13:18   Jonatan hätte umkommen müssen, weil er ihn nicht hätte auslösen
> wollen.
> 
> 13:19   Darum schickte er dem Tryphon die Kinder samt den hundert Zentnern.
> Aber Tryphon hielt nicht Wort und wollte Jonatan nicht losgeben.
> 
> 13:20   Danach kam Tryphon, um das Land zu verheeren, und umging es auf der
> Straße, die nach Adora führt. Aber Simon war ihm mit seinem Heer
> stets an der Seite; und wohin er auch zog, da stellte sich ihm Simon
> in den Weg.
> 
> 13:21   Es schickten auch die Leute auf der Burg Boten zu Tryphon, er
> sollte, ehe sich's Simon versähe, durch die Wüste zu ihnen ziehen
> und ihnen Nahrung bringen.
> Kap 12,36
> 
> 13:22   Darum wollte Tryphon mit seiner ganzen Reiterei sich eilends
> aufmachen und zu ihnen kommen. Aber in dieser Nacht fiel ein sehr
> tiefer Schnee; und er kam deswegen nicht durch. Deshalb brach er auf
> und zog nach Gilead,
> 
> 13:23   und bei Baskama ließ er Jonatan mit seinen Söhnen töten; die wurden
> dort begraben.
> Kap 12,50
> 
> 13:24   Darauf zog Tryphon wieder in sein Land.
> 
> 13:25   Da schickte Simon dorthin und ließ den Leichnam seines Bruders
> Jonatan holen und legte ihn ins Grab in Modeïn, der Stadt seiner
> Väter.
> Kap 2,70; 9,19
> 
> 13:26   Und ganz Israel trauerte und klagte um Jonatan lange Zeit.
> 
> 13:27   Und Simon ließ über dem Grab seines Vaters und seiner Brüder ein
> Denkmal bauen, hoch und weithin sichtbar, hinten und vorn aus
> gehauenen Steinen,
> 
> 13:28   und darauf ließ er sieben Pyramiden setzen, eine der andern
> gegenüber: dem Vater, der Mutter und den vier Brüdern.
> 
> 13:29   Und er ließ um sie herum große Säulen setzen und an den Säulen
> Harnische anbringen zum ewigen Gedächtnis und neben den Harnischen
> in Stein gehauene Schiffe, so daß es alle, die auf dem Meer fahren,
> sehen konnten.
> 
> 13:30   Dies Grab in Modeïn steht noch bis auf den heutigen Tag.
> 
> 13:31   Aber Tryphon führte den jungen König Antiochus im Land herum und
> tötete ihn hinterlistig.
> Kap 12,39
> 
> 13:32   Darauf wurde er selbst König an seiner Statt und setzte sich die
> Krone Vorderasiens auf; und er bedrückte das Land schwer.
> 
> Simon erreicht die volle Freiheit für Israel
> 
> 13:33   Aber Simon baute und befestigte viele Städte im Lande Juda mit
> hohen Türmen und dicken Mauern und starken Toren und schaffte
> Nahrung in die befestigten Städte;
> Kap 12,35
> 
> 13:34   und er schickte Boten zu König Demetrius und bat um Erleichterung
> der Lasten, die ihm Tryphon auferlegt hatte; denn Tryphon hatte
> lauter Raub und Mord im Lande verübt.
> Kap 11,55
> 
> 13:35   Darauf antwortete Demetrius und schrieb:
> 
> 13:36   König Demetrius entbietet dem Hohenpriester Simon, dem Freund der
> Könige, und den Ältesten und dem jüdischen Volk seinen Gruß.
> 
> 13:37   Die goldene Krone samt der Palme, die ihr mir geschickt habt, haben
> wir empfangen und sind bereit, einen guten Frieden mit euch zu
> schließen und den Amtleuten zu schreiben, daß sie euch die Lasten
> erleichtern, wie wir zugestanden haben.
> 
> 13:38   Und was wir euch versprochen haben, das soll treu, stetig und fest
> gehalten werden. Alle Festungen, die ihr gebaut habt, sollt ihr
> behalten.
> 
> 13:39   Und wir rechnen euch nicht an, was ihr aus Versehen oder mit Absicht
> inzwischen gegen uns getan habt. Die Beiträge zum Ehrenkranz und
> andere Abgaben, die Jerusalem hat geben müssen, erlassen wir euch.
> Kap 11,35
> 
> 13:40   Und wer unter euch geeignet ist, in unserm Heer zu dienen, der soll
> bei uns eintreten. Und es soll zwischen uns Friede und Einigkeit
> herrschen.
> Kap 10,36
> 
> 13:41   Im 170. Jahr wurde Israel befreit vom Joch der Heiden,
> 143/142 v. Chr.
> 
> 13:42   und das Volk schrieb von jetzt an in Briefen und Verträgen: Im
> ersten Jahr Simons, des großen Hohenpriesters und Feldhauptmanns und
> Fürsten der Juden.
> 
> 13:43   Zu dieser Zeit belagerte Simon die Stadt Geser und schloß sie ein;
> er stellte Sturmböcke auf und führte sie an die Stadt heran und
> eroberte einen Turm.
> 
> 13:44   Und die, die auf den Turm kamen, sprangen in die Stadt. Da erschrak
> das Volk in der Stadt und verzagte völlig,
> 
> 13:45   und sie liefen mit Frauen und Kindern auf die Mauer und zerrissen
> ihre Kleider und schrien laut und baten Simon um Gnade und sagten:
> 
> 13:46   Bestrafe uns nicht für unsern Widerstand, sondern sei uns gnädig, so
> wollen wir gern gehorsam sein!
> 
> 13:47   Das jammerte Simon, so daß er sie nicht tötete. Aber er befahl
> ihnen, aus der Stadt wegzuziehen, und ließ die Häuser wieder
> reinigen, in denen sie Götzen aufgestellt hatten.
> 2. Chr 34,3-7
> 
> 13:48   Darauf zog er hinein in die Stadt und dankte und lobte Gott und ließ
> alles wegtun und ausrotten, was unrein macht, und setzte Leute
> hinein, die Gottes Gesetz hielten, und befestigte die Stadt und
> baute sich selbst ein Haus darin.
> 
> 13:49   Und die Leute auf der Burg von Jerusalem wurden belagert, so daß
> niemand heraus- oder hineinkommen und weder kaufen noch verkaufen
> konnte; und sie litten so großen Hunger, daß viele vor Hunger
> sterben mußten.
> Kap 12,36
> 
> 13:50   Darum schrien sie zu Simon und baten um Frieden. Da erwies ihnen
> Simon Gnade und ließ sie leben, aber sie mußten aus der Burg
> wegziehen. Und Simon ließ die Burg wieder reinigen von allem, was
> unrein macht,
> 
> 13:51   und nahm sie ein am dreiundzwanzigsten Tage des zweiten Monats im
> 171. Jahr und zog hinein mit Lobgesang und Palmenzweigen und
> Saitenspiel und dankte Gott, daß Israel diesen starken Feind endlich
> losgeworden war.
> Mai 142 v. Chr.
> 
> 13:52   Und er gebot, daß man diesen Tag jährlich mit Freuden begehen
> sollte.
> 
> 13:53   Auch befestigte er den Berg des Tempels neben der Burg noch mehr und
> wohnte dort oben, er und die er bei sich hatte.
> Kap 10,10-11
> 
> 13:54   Und weil Simon sah, daß sein Sohn Johannes ein tüchtiger Mann war,
> setzte er ihn zum Hauptmann über das ganze Kriegsvolk ein und ließ
> ihn in Geser wohnen.
> 
>          Demetrius II. Nikator gerät in Medien in Gefangenschaft
> 
> 14:1    Im 172. Jahr rüstete sich König Demetrius und zog nach Medien, um
> Hilfe zum Kampf gegen Tryphon zu holen.
> 141/140 v. Chr.
> 
> 14:2    Als aber Arsakes, der König von Persien und Medien, hörte, daß
> Demetrius in sein Königreich eingefallen war, ließ er einen seiner
> Hauptleute gegen ihn ziehen und befahl ihm, ihn gefangenzunehmen und
> lebendig zu ihm zu bringen.
> Gemeint ist der Partherkönig Mithridates, der Persien und Medien
> kürzlich besetzt hatte. Weil diese Länder bis dahin zum
> Seleuzidenreich gerechnet wurden, fühlte sich Demetrius noch
> berechtigt, in diesem Gebiet Truppen auszuheben.
> 
> 14:3    Dieser Hauptmann zog hin, schlug das Heer des Demetrius, nahm ihn
> gefangen und brachte ihn seinem König Arsakes. Da hielt ihn Arsakes
> gefangen und ließ ihn bewachen.
> 
> Simon regiert in Frieden
> 
> 14:4    Da kam das Land Juda zur Ruhe, und es blieb Friede, solange Simon
> lebte. Und Simon regierte sehr gut und tat dem Lande viel Gutes, so
> daß sie ihn gern zum Herrn hatten sein Leben lang.
> 
> 14:5    Zu dem, was er sonst Rühmliches tat, machte er die Stadt Joppe zum
> Hafen und schuf eine Zufahrt für die Schiffe nach den Inseln des
> Meeres.
> Kap 13,11
> 
> 14:6    Und er erwarb seinem Volk mehr Land und erweiterte seine Grenzen
> und befreite und holte viele zusammen, die vorher unterdrückt und
> gefangen waren.
> 2. Mose 34,24
> 
> 14:7    Er besetzte Geser und Bet-Zur und die Burg von Jerusalem und
> reinigte sie; und niemand wagte sich ihm zu widersetzen.
> Kap 13,43-48;  Kap 11,65-66;  Kap 13,50-51
> 
> 14:8    Jeder bebaute sein Feld in Frieden; und das Land gab sein Gewächs,
> und die Bäume auf dem Felde brachten ihre Früchte.
> 3. Mose 26,4
> 
> 14:9    Die Ältesten saßen im Rat und hielten auf gute Ordnung, und die
> jungen Männer gingen im Schmuck ihrer Kriegsrüstung einher.
> Sach 8,4-5
> 
> 14:10    Simon beschaffte auch für die Städte Vorrat von Korn und rüstete
> sie mit Bollwerken aus, und er war berühmt in aller Welt.
> Kap 13,33
> 
> 14:11   Er hielt den Frieden im Lande aufrecht, so daß lauter Freude in
> Israel herrschte.
> 3. Mose 26,6
> 
> 14:12   Und jeder saß unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum,
> und niemand brauchte sich zu fürchten, denn niemand auf Erden wagte
> sie anzugreifen.
> Mi 4,4
> 
> 14:13   Und die Könige von Syrien konnten ihnen zu der Zeit keinen Schaden
> mehr antun.
> 
> 14:14   Und er sprach Recht im Land und schützte alle Armen unter seinem
> Volk gegen Gewalt und bestrafte alles Unrecht und vernichtete die
> Gottlosen.
> Ps 72,4
> 
> 14:15   Dem Heiligtum gab er neuen Glanz und ließ noch mehr heilige Geräte
> anfertigen.
> 
> Simon bekräftigt die Verträge mit Rom und Sparta
> 
> 14:16   Und als man in Rom und in Sparta hörte, wie Jonatan umgekommen war,
> waren alle tief betrübt.
> Kap 13,23
> 
> 14:17   Als aber die Römer hörten, daß sein Bruder Simon an seiner Stelle
> Hoherpriester geworden war und über das Land und seine Städte
> herrschte und die Feinde verjagt hatte,
> 
> 14:18   erneuerten sie die Freundschaft und das Bündnis, das sie früher mit
> seinen Brüdern Judas und Jonatan geschlossen hatten, und schrieben
> das auf eherne Tafeln und schickten sie ihm.
> Kap 8,21-22; 12,1
> 
> 14:19   Diese Schrift las man in Jerusalem dem Volk vor.
> 
> 14:20   Auch die Spartaner schrieben an Simon: Der Rat und die Bürger von
> Sparta entbieten dem Hohenpriester Simon und den Ältesten und den
> Priestern und dem übrigen jüdischen Volk, ihren Brüdern, ihren Gruß.
> 
> 14:21   Eure Boten sind zu uns gekommen und haben uns berichtet, daß ihr
> eure Feinde ehrenvoll überwunden habt und nun in Frieden lebt; das
> ist uns eine große Freude.
> Kap 12,2
> 
> 14:22   Wir haben auch in unser öffentliches Stadtbuch schreiben lassen, was
> sie gesagt haben: Die Boten der Juden, Numenius, der Sohn des
> Antiochus, und Antipater, der Sohn Jasons, sind zu uns gekommen, um
> die Freundschaft zwischen den Juden und uns zu erneuern.
> Kap 12,16
> 
> 14:23   Und wir haben beschlossen, daß man diese Boten mit Ehren empfangen
> und ihre Rede in unser Stadtbuch schreiben lassen sollte dem Volk
> der Spartaner zum Gedächtnis. Die Abschrift davon schicken wir dem
> Hohenpriester Simon.
> 
> 14:24   Darauf sandte Simon den Numenius wieder nach Rom, um einen großen
> goldenen Schild dorthin zu bringen, tausend Pfund schwer, und das
> Bündnis mit ihnen zu erneuern.
> 
> Die Juden danken Simon und übertragen ihm das
> Hohepriesteramt und das Fürstentum
> 
> 14:25   Als nun das Volk davon hörte, sagte es: Wie können wir Simon und
> seinen Söhnen Dank erweisen?
> 
> 14:26   Denn er und seine Brüder haben sich tapfer gehalten und Israels
> Feinde vertrieben und ihm die Freiheit verschafft. Und das alles
> ließen sie auf eherne Tafeln schreiben, damit man sie an den
> Pfeilern auf dem Berge Zion anbrachte.
> Kap 11,37
> 
> 14:27   Und die Schrift lautete: Am achtzehnten Tag des Monats Elul im 172.
> Jahr, im dritten Jahr des großen Hohenpriesters Simon,
> Kap 13,42
> September 141 v. Chr.
> 
> 14:28   des Fürsten des Volkes Gottes, ist in der großen Versammlung der
> Priester und des Volks und der Oberen des Volks und der Ältesten aus
> dem ganzen Lande Juda jedem kund und offenbar gemacht worden: In den
> großen, schweren Kriegen, die in unserm Lande gewesen sind,
> 
> 14:29   haben Simon, der Sohn des Mattatias, aus dem Geschlecht Jojaribs,
> und seine Brüder ihr Leben gewagt und den Feinden ihres Volks
> Widerstand geleistet, damit das Heiligtum und Gottes Gesetz nicht
> vernichtet würden, und haben ihrem Volk großen Ruhm erworben.
> Kap 2,1-5
> 
> 14:30   Denn Jonatan brachte das Volk wieder zusammen und ergriff die
> Herrschaft und wurde Hoherpriester. Als er aber starb,
> Kap 9,73;  Kap 10,20
> 
> 14:31   da kamen die Feinde wieder und wollten das Land zugrunde richten
> und das Heiligtum verwüsten.
> Kap 12,53-54
> 
> 14:32   Da setzte sich Simon zur Wehr und führte den Krieg für sein Volk
> und verschaffte den Kriegsleuten seines Volks Waffen und gab ihnen
> Sold von seinem eignen Geld und Gut;
> Kap 13,7-10;  Neh 5,14
> 
> 14:33   und er befestigte die Städte im Lande Juda und Bet-Zur an der
> Grenze Judäas, wo die Feinde vorher ihre Waffen und Kriegsrüstung
> verwahrt hatten, und legte Juden als Besatzung hinein.
> Vers 7
> 
> 14:34   Er befestigte auch Joppe am Meer und Geser an den Grenzen von
> Aschdod; denn Geser war vorher eine Festung der Feinde gewesen; aber
> Simon eroberte es und legte Juden hinein, und was für ihren
> Unterhalt nötig war, gab er ihnen.
> Kap 13,11;  Kap 13,43-48
> 
> 14:35   Weil nun das Volk Simons große Treue erfahren hatte und wußte,
> welchen Ruhm er seinem Volk verschaffen wollte, wählten sie ihn zu
> ihrem Fürsten und Hohenpriester wegen all dieser Taten und seiner
> Frömmigkeit und der Treue, die er seinem Volk erwiesen hatte, und
> weil er auf jede Weise darum bemüht gewesen war, sein Volk zu
> erhöhen.
> Kap 13,42
> 
> 14:36    Denn in seiner Zeit gab Gott Glück, daß durch seine Hand die Heiden
> aus unserm Lande vertrieben wurden, die sich auf der Burg von
> Jerusalem, der Stadt Davids, aufhielten, aus der sie Ausfälle
> unternahmen und alles rings um das Heiligtum unrein machten und den
> reinen Gottesdienst störten.
> (36 und 37) Kap 13,50-53
> 
> 14:37   Aber Simon eroberte die Burg und legte Juden hinein, um das Land und
> die Stadt zu schützen, und baute die Mauern Jerusalems noch weiter
> aus.
> 
> 14:38    Und König Demetrius bestätigte ihn im Hohepriesteramt
> (38 und 39) Kap 13,36
> 
> 14:39   und ernannte ihn zu seinem Freund und erwies ihm große Ehre.
> 
> 14:40   Denn er hatte gehört, daß die Römer die Juden Freunde,
> Bundesgenossen und Brüder genannt und Simons Boten mit Ehren
> aufgenommen hatten.
> Vers 18
> 
> 14:41   Darum haben das jüdische Volk und ihre Priester eingewilligt, daß
> Simon für immer ihr Fürst und Hoherpriester sein sollte, so lange,
> bis ihnen Gott einen rechten Propheten erwecken würde;
> Kap 4,46; 5. Mose 18,15
> 
> 14:42   er sollte auch ihr Feldhauptmann sein, für das Heiligtum sorgen und
> Amtleute einsetzen über die öffentlichen Arbeiten, über das Land und
> alle Kriegsrüstungen und Festungen.
> 
> 14:43   Und alle sollten ihm gehorsam sein, und alle Erlasse sollten in
> seinem Namen ausgehen; und er sollte Purpur und Gold tragen dürfen.
> Kap 13,42;  Kap 11,58
> 
> 14:44   Das alles sollte treu und fest gehalten werden vom ganzen Volk und
> allen Priestern, und niemand dürfte sich dem widersetzen, was er
> geboten hatte. Es sollte auch niemand Macht haben, ohne seinen
> Willen das Volk im Lande zusammenzurufen oder Purpur und eine
> goldene Spange zu tragen, als er allein.
> 
> 14:45   Wer aber dagegen handeln oder sich unterstehen würde, diese Ordnung
> zu brechen, der machte sich schuldig. -
> 
> 14:46   So gelobte das ganze Volk, Simon gehorsam zu sein.
> 
> 14:47   Und Simon willigte ein, daß er Hoherpriester und Feldhauptmann und
> Fürst der Juden mit ihren Priestern sein und alles regieren wollte.
> 
> 14:48   Und das Volk beschloß, daß man diese Entscheidung auf eherne Tafeln
> schreiben, diese sichtbar im Vorhof des Tempels anbringen
> 
> 14:49   und eine Abschrift in die Schatzkammer legen sollte, damit sie Simon
> und seine Nachkommen allezeit zu finden wüßten.
> 
>          Antiochus VII. Sidetes wirbt um die Freundschaft
> der Juden im Kampf gegen Tryphon
> 
> 15:1    Es schrieb auch König Antiochus, der Sohn des Demetrius, von den
> Inseln aus an Simon, den Hohenpriester und Fürsten der Juden, und
> das ganze jüdische Volk:
> Kap 14,3
> 
> 15:2    König Antiochus entbietet dem Hohenpriester und Fürsten Simon und
> dem jüdischen Volk seinen Gruß.
> 
> 15:3    Nachdem mir einige Aufrührer mein Erbkönigtum genommen haben,
> 
> 15:4    gedenke ich es wieder einzunehmen und so wiederherzustellen, wie es
> früher war. Und darum habe ich fremdes Kriegsvolk angenommen und
> Kriegsschiffe bauen lassen und will in das Königreich ziehen, um die
> Aufrührer zu bestrafen, die großen Schaden in meinem Königreich
> angerichtet und viele Städte verwüstet haben.
> 
> 15:5    Darum erlasse auch ich dir alle Abgaben, die dir die Könige früher
> erlassen haben, und was sie dir sonst an Geschenken erlassen haben,
> Kap 11,34-36
> 
> 15:6    und gebe dir das Recht, eigne Münze in deinem Lande zu schlagen.
> 
> 15:7    Und Jerusalem und das Heiligtum sollen frei sein. Du sollst auch
> alle Kriegsrüstung behalten, die du hergestellt hast, und alle
> Festungen, die du gebaut und bisher besetzt gehalten hast.
> Kap 10,31-32
> 
> 15:8    Und ich erlasse dir alles, was man dem König schuldig ist oder
> künftig dem König schulden wird, von jetzt an für alle Zeiten.
> 
> 15:9    Und wenn wir unser Königreich wieder erobern, wollen wir dir und
> deinem Volk und dem Tempel noch größere Ehre erweisen, so daß ihr im
> ganzen Königreich gerühmt werden sollt.
> 
> 15:10   Im 174. Jahr kam Antiochus wieder in sein Erbland. Und alles
> Kriegsvolk lief von Tryphon zu ihm über, so daß nur sehr wenige bei
> Tryphon blieben.
> Kap 13,31-32
> 139/138 v. Chr.
> 
> 15:11   Als ihm nun König Antiochus nachzog, flüchtete er nach Dor ans Meer;
> 
> 15:12   denn er sah, daß es mit ihm zu Ende war und daß das Kriegsvolk von
> ihm abfiel.
> 
> 15:13   Aber Antiochus belagerte Dor mit hundertzwanzigtausend Mann zu Fuß
> und achttausend Reitern
> 
> 15:14   und schloß die Stadt ringsum ein, und die Schiffe griffen vom Meer
> aus an, und er bedrängte die Stadt zu Land und zu Wasser, so daß
> niemand heraus- oder hineinkommen konnte.
> 
> Die Römer stellen einen Schutzbrief für die Juden aus
> 
> 15:15   Um diese Zeit kamen Numenius und die andern, die mit ihm gesandt
> waren, von Rom zurück und brachten Schreiben an die Könige und
> Länder, die so lauteten:
> Kap 12,16
> 
> 15:16   Luzius, Konsul der Römer, entbietet dem König Ptolemäus seinen Gruß.
> 
> 15:17   Simon, der Hohepriester, und das jüdische Volk, unsre Freunde, haben
> Boten zu uns gesandt, um die Freundschaft und das Bündnis zwischen
> uns zu erneuern,
> 
> 15:18   und haben uns dabei einen goldenen Schild von tausend Pfund
> geschickt.
> Kap 14,24
> 
> 15:19   Darum schreiben wir an die Könige und Länder, daß sie nichts gegen
> die Juden unternehmen, auch nicht gegen sie und ihre Städte und ihr
> Land kämpfen sollen; daß sie auch niemand gegen sie unterstützen
> sollen;
> 
> 15:20   denn wir haben den Schild von ihnen angenommen.
> 
> 15:21   Wenn etwa einige Aufrührer aus ihrem Lande zu euch geflohen sind, so
> sollt ihr sie dem Hohenpriester Simon ausliefern, damit er sie nach
> seinem Gesetz bestraft.
> 
> 15:22   So schrieb Luzius auch an König Demetrius, an Attalus, an
> Ariarathes, an Arsakes
> Kap 14,2
> 
> 15:23   und in alle Länder, auch nach Sampsame und an die Spartaner, nach
> Delos, Myndos, Sikyon, Karien, Samos, Pamphylien, Lyzien,
> Halikarnaß, Rhodos, Phaselis, Kos, Side, Arados, Gortyna, Knidos,
> Zypern und Kyrene.
> 
> 15:24   Und Abschriften von diesen Schreiben sandten sie dem Hohenpriester
> Simon und dem jüdischen Volk.
> 
> Antiochus VII. Sidetes wendet sich gegen die Juden
> 
> 15:25   König Antiochus aber begann die Belagerung von Dor am zweiten Tage;
> er führte immerfort Kriegsleute heran und machte Sturmböcke und
> schloß Tryphon ein, so daß niemand heraus- und hineinkommen konnte.
> Vers 13-14
> 
> 15:26   Und Simon schickte Antiochus zweitausend Mann zu Hilfe, gutes,
> auserlesenes Kriegsvolk, und viel Gold und Silber und Waffen.
> 
> 15:27   Aber Antiochus wollte das nicht annehmen und hielt nicht, was er
> ihm früher zugesagt hatte, und wandte sich ganz von Simon ab
> Vers 5-9
> 
> 15:28   und sandte einen seiner Freunde, der Athenobius hieß, zu ihm, um mit
> ihm zu verhandeln. Der sollte ihm sagen: Ihr habt Joppe und Geser
> und die Burg von Jerusalem eingenommen, was alles zu meinem
> Königreich gehört,
> 
> 15:29   und habt das Land ringsum verheert und großen Schaden in meinem
> Königreich angerichtet und viele Orte in meinem Erbland eingenommen.
> 
> 15:30   Darum fordere ich die Städte von euch zurück, die ihr mir
> weggenommen habt, und den Tribut der Orte, die ihr außerhalb des
> Landes Juda besetzt haltet.
> 
> 15:31   Wenn ihr mir aber das nicht wieder zurückgeben wollt, so gebt mir
> für die Städte fünfhundert Zentner Silber und für den Schaden, den
> ihr angerichtet habt, und für den Tribut der Städte noch fünfhundert
> Zentner dazu. Wenn ihr aber auch das nicht tun wollt, so werden wir
> kommen und gegen euch Krieg führen.
> 
> 15:32   Als nun Athenobius, der Freund des Königs, nach Jerusalem kam und
> die glänzende Hofhaltung Simons und die prächtige Tafel mit den
> goldenen und silbernen Geräten und die zahlreiche Dienerschaft sah,
> wunderte er sich sehr und richtete aus, was ihm der König befohlen
> hatte.
> 
> 15:33   Darauf gab ihm Simon diese Antwort: Das Land, das wir wieder erobert
> haben, ist unser väterliches Erbe und gehört sonst niemand. Unsre
> Feinde haben es aber eine Zeitlang mit Gewalt und Unrecht besetzt
> gehalten.
> Jos 14,1
> 
> 15:34   Wir aber haben das Unsere wieder an uns gebracht, weil die Zeit für
> uns günstig war, und haben niemand das Seine genommen.
> 
> 15:35   Wenn du aber darüber Klage führst, daß wir Joppe und Geser
> eingenommen haben, so war der Grund für unser Handeln dieser: Man
> richtete von dort in unserm Volk und unserm Lande großen Schaden an.
> Doch wollen wir für beide Städte hundert Zentner bezahlen. Darauf
> gab Athenobius keine Antwort,
> Kap 10,74-76; 13,43-48;  2. Makk 12,3-4
> 
> 15:36   sondern wurde zornig und zog wieder davon zum König und sagte ihm
> Simons Antwort und berichtete ihm von seiner Pracht und von allem,
> was er gesehen hatte. Da wurde der König sehr zornig.
> 
> 15:37   Tryphon aber flüchtete auf einem Schiff nach Orthosia.
> 
> 15:38   Da machte der König den Kendebäus zum Hauptmann über das Land am
> Meer und gab ihm Reiter und Fußvolk
> 
> 15:39   und befahl ihm, sich an der Grenze Judäas zu lagern und die Stadt
> Kidron zu befestigen und ihre Tore zu verstärken und von dort
> Einfälle ins Land der Juden zu machen. Der König aber jagte Tryphon
> nach, um ihn gefangenzunehmen.
> 
> 15:40   Als nun Kendebäus nach Jamnia kam, griff er die Juden an, verheerte
> ihr Land und ließ eine Menge Menschen umbringen und viele Leute
> gefangennehmen und führte sie weg; und er befestigte die Stadt
> Kidron
> 
> 15:41   und legte Reiter und Fußvolk hinein, damit sie von dort an der
> Grenze Ausfälle machen und auf den Straßen Judäas umherstreifen
> sollten, wie der König befohlen hatte.
> 
>          Simons Söhne schlagen die Syrer
> 
> 16:1    Darum zog Johannes von Geser zu seinem Vater Simon hinauf und
> berichtete ihm, daß Kendebäus Einfälle in ihr Land gemacht und
> Schaden angerichtet hätte.
> Kap 13,54
> 
> 16:2    Da rief Simon seine zwei ältesten Söhne zu sich, Judas und Johannes,
> und sagte zu ihnen: Ich und meine Brüder und das ganze Haus meines
> Vaters haben von Jugend auf bis zu dieser Zeit gegen die Feinde des
> Volks Israel Kriege geführt, und Gott hat uns das Glück gegeben, daß
> Israel oft durch unsre Hände errettet worden ist.
> 
> 16:3    Weil ich aber nun alt und schwach bin, so sollt ihr an meine
> Stelle und an die Stelle meiner Brüder treten und sollt ausziehen
> und für unser Volk kämpfen. Gott möge euch vom Himmel helfen und
> bei euch sein!
> Kap 2,49;  Kap 2,65-66;  Kap 3,19
> 
> 16:4    Und er ließ im Lande zwanzigtausend Kriegsleute und Reiter
> auswählen. Mit diesem Heer zogen Johannes und Judas gegen Kendebäus
> und lagerten über Nacht in Modeïn.
> Kap 2,1; 2,70
> 
> 16:5    Morgens aber, als sie von Modeïn in die Ebene kamen, zog ihnen ein
> großes Heer zu Fuß und zu Roß entgegen. Nun war ein reißender Bach
> zwischen beiden Heeren.
> 
> 16:6    Da zog Johannes mit seinem Kriegsvolk an den Bach und wandte sich
> gegen die Feinde. Als er aber sah, daß das Kriegsvolk Angst hatte,
> in das Wasser zu gehen, da wagte er sich zuerst hinein und kam durch
> das Wasser. Als seine Leute das sahen, folgten sie ihm.
> 
> 16:7    Danach stellte Johannes die Schlachtordnung auf und ordnete die
> Reiter zwischen dem Fußvolk an. Aber die Feinde hatten eine viel
> stärkere Reiterei.
> 
> 16:8    Als aber Johannes die Posaunen der Priester blasen ließ und die
> Feinde angriff, da wandte sich Kendebäus zur Flucht mit seinem
> Heer, und viele wurden verwundet und erstochen; die übrigen aber
> flohen in die Festung.
> 4. Mose 10,9;  Kap 15,38-41
> 
> 16:9    In dieser Schlacht wurde Judas, der Bruder des Johannes, verwundet;
> aber Johannes jagte den Feinden nach bis zur Festung Kidron.
> 
> 16:10   Und die Feinde flohen in die Türme im Gebiet von Aschdod. Da
> verbrannte Johannes die Türme, so daß zweitausend Mann von den
> Feinden umkamen. Danach zog Johannes wieder heim ins Land Juda mit
> Frieden.
> 
> Simon wird von seinem Schwiegersohn ermordet
> 
> 16:11   Es war aber ein Amtmann im Lande Jericho, mit Namen Ptolemäus, der
> Sohn Abubs; der war sehr reich,
> 
> 16:12   und der Hohepriester Simon hatte ihm eine Tochter zur Frau gegeben.
> 
> 16:13   Darum war er stolz und trachtete danach, Herr im Lande zu werden,
> und er faßte einen Plan, wie er Simon und seine Söhne hinterlistig
> umbringen könnte.
> 
> 16:14   Als nun Simon im Lande Juda umherzog, um nach den Städten zu sehen
> und für ihre Ordnung zu sorgen, und nach Jericho kam mit zwei
> Söhnen, Mattatias und Judas, im 177. Jahr, im elften Monat, der
> Schebat heißt,
> Februar 135 v. Chr.
> 
> 16:15   da empfing sie der Sohn Abubs in seiner Burg mit Namen Dok, die er
> sich gebaut hatte, und richtete ihnen ein herrliches Mahl zu; aber
> es war nichts als Betrug, denn heimlich versteckte er dort
> Kriegsvolk.
> 
> 16:16   Und als Simon und seine Söhne fröhlich waren und viel getrunken
> hatten, stand Ptolemäus mit seinen Leuten auf, und sie nahmen ihre
> Waffen und kamen hinein zu Simon beim Mahl und schlugen ihn samt
> beiden Söhnen und einigen von seinen Leuten tot.
> 
> 16:17   So eine schändliche Tat verübte Ptolemäus in Israel und vergalt
> Gutes mit Bösem.
> Jer 18,20
> 
> Simons Nachfolger wird sein Sohn Johannes Hyrkanus
> 
> 16:18   Danach schrieb Ptolemäus dies an König Antiochus und bat ihn, daß er
> ihm Kriegsvolk zu Hilfe schicken und ihm das Land und die Städte mit
> allen Abgaben übertragen möchte.
> 
> 16:19   Und er sandte Leute nach Geser, um Johannes umzubringen, und schrieb
> an die Hauptleute, daß sie zu ihm kommen sollten; dann wollte er
> ihnen viel Sold und Geschenke geben.
> 
> 16:20   Auch schickte er Kriegsvolk, um Jerusalem und das Heiligtum
> einzunehmen.
> 
> 16:21   Aber ein Bote kam vorher nach Geser; der sagte Johannes, daß sein
> Vater und seine Brüder umgekommen waren und daß Leute unterwegs
> wären, um auch ihn umzubringen.
> 
> 16:22   Als Johannes das hörte, entsetzte er sich sehr und ließ die Leute
> gefangennehmen, die geschickt worden waren, um ihn umzubringen. Und
> als er feststellte, daß sie ihn wirklich hatten ermorden wollen,
> ließ er sie töten.
> 
> 16:23   Was aber Johannes danach weiter getan hat und die Kriege, die er
> geführt, und wie er regiert und wie er die Mauern gebaut und was er
> sonst getan hat,
> 
> 16:24   das ist alles beschrieben in einem eignen Buch über seine Regierung,
> von der Zeit an, als er nach seinem Vater Hoherpriester geworden
> war.
>
> — *06 Das erste Buch der Makkabäer*

