# 45 Der Brief an die Römer

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> Paulus der Apostel der Heiden
> 
> 1:1    Paulus, ein Knecht Christi Jesu, berufen zum Apostel, ausgesondert,
> zu predigen das Evangelium Gottes,
> Apg 9,15; 13,2; Gal 1,15
> 
> 1:2    das er zuvor verheißen hat durch seine Propheten in der heiligen
> Schrift,
> Kap 16,25-26; Lk 1,70; Tit 1,2
> 
> 1:3    von seinem Sohn Jesus Christus, unserm Herrn, der geboren ist aus
> dem Geschlecht Davids nach dem Fleisch,
> Kap 9,5; 2. Sam 7,12; Mt 22,42
> 
> 1:4    und nach dem Geist, der heiligt, eingesetzt ist als Sohn Gottes in
> Kraft durch die Auferstehung von den Toten.
> Mt 28,18; Apg 13,33
> 
> 1:5    Durch ihn haben wir empfangen Gnade und Apostelamt, in seinem Namen
> den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter allen Heiden,
> Kap 15,18;  Apg 26,16-18; Gal 2,7; 2,9
> 
> 1:6    zu denen auch ihr gehört, die ihr berufen seid von Jesus Christus.
> 
> 1:7    An alle Geliebten Gottes und berufenen Heiligen in Rom: Gnade sei
> mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus
> Christus!
> 1. Kor 1,2; 2. Kor 1,1-2; Eph 1,1;  4. Mose 6,24-26
> 
> Der Wunsch des Paulus, nach Rom zu kommen
> 
> 1:8    Zuerst danke ich meinem Gott durch Jesus Christus für euch alle,
> daß man von eurem Glauben in aller Welt spricht.
> Kap 16,19
> 
> 1:9    Denn Gott ist mein Zeuge, dem ich in meinem Geist diene am
> Evangelium von seinem Sohn, daß ich ohne Unterlaß euer gedenke
> Eph 1,16
> 
> 1:10   und allezeit in meinem Gebet flehe, ob sich's wohl einmal fügen
> möchte durch Gottes Willen, daß ich zu euch komme.
> Kap 15,23; 15,32; Apg 19,21
> 
> 1:11   Denn mich verlangt danach, euch zu sehen, damit ich euch etwas
> mitteile an geistlicher Gabe, um euch zu stärken,
> Kap 15,29
> 
> 1:12   das heißt, damit ich zusammen mit euch getröstet werde durch euren
> und meinen Glauben, den wir miteinander haben.
> 2. Petr 1,1
> 
> 1:13   Ich will euch aber nicht verschweigen, liebe Brüder, daß ich mir oft
> vorgenommen habe, zu euch zu kommen - wurde aber bisher gehindert -,
> damit ich auch unter euch Frucht schaffe wie unter andern Heiden.
> 
> 1:14   Ich bin ein Schuldner der Griechen und der Nichtgriechen, der Weisen
> und der Nichtweisen;
> 
> 1:15   darum, soviel an mir liegt, bin ich willens, auch euch in Rom das
> Evangelium zu predigen.
> 
> Das Evangelium als Kraft Gottes
> 
> 1:16   Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft
> Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst
> und ebenso die Griechen.
> Ps 119,46; 2. Tim 1,8;  1. Kor 1,18; 1,24
> 
> 1:17   Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt,
> welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht (Habakuk
> 2,4): »Der Gerechte wird aus Glauben leben.«
> Kap 3,21-22; Gal 3,11
> Wörtlich: »Denn die Gerechtigkeit Gottes wird in ihm offenbart aus
> Glauben zum Glauben« (vgl. 3,21). Siehe Sach- und Worterklärungen
> unter »Gerechtigkeit Gottes«.
> 
> Die Gottlosigkeit der Heiden
> 
> 1:18   Denn Gottes Zorn wird vom Himmel her offenbart über alles gottlose
> Wesen und alle Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch
> Ungerechtigkeit niederhalten.
> 
> 1:19   Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; denn
> Gott hat es ihnen offenbart.
> Apg 14,15-17; 17,24-28
> 
> 1:20   Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und
> Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen
> Werken, wenn man sie wahrnimmt, so daß sie keine Entschuldigung
> haben.
> Ps 19,2; Hebr 11,3
> 
> 1:21   Denn obwohl sie von Gott wußten, haben sie ihn nicht als Gott
> gepriesen noch ihm gedankt, sondern sind dem Nichtigen verfallen in
> ihren Gedanken, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert.
> Eph 4,18
> 
> 1:22   Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden
> 1. Kor 1,20
> 
> 1:23   und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit
> einem Bild gleich dem eines vergänglichen Menschen und der Vögel und
> der vierfüßigen und der kriechenden Tiere.
> 2. Mose 20,4; 5. Mose 4,15-19; Ps 106,19-20; Jer 2,11
> 
> 1:24   Darum hat Gott sie in den Begierden ihrer Herzen dahingegeben in die
> Unreinheit, so daß ihre Leiber durch sie selbst geschändet werden,
> Apg 14,16
> 
> 1:25   sie, die Gottes Wahrheit in Lüge verkehrt und das Geschöpf verehrt
> und ihm gedient haben statt dem Schöpfer, der gelobt ist in
> Ewigkeit. Amen.
> 
> 1:26   Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn
> ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem
> widernatürlichen;
> 
> 1:27   desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der
> Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben
> Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihrer Verirrung, wie es
> ja sein mußte, an sich selbst empfangen.
> 3. Mose 18,22; 20,13; 1. Kor 6,9
> 
> 1:28   Und wie sie es für nichts geachtet haben, Gott zu erkennen, hat sie
> Gott dahingegeben in verkehrten Sinn, so daß sie tun, was nicht
> recht ist,
> 
> 1:29   voll von aller Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier, Bosheit,
> voll Neid, Mord, Hader, List, Niedertracht; Zuträger,
> 
> 1:30   Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hochmütig, prahlerisch,
> erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam,
> 
> 1:31   unvernünftig, treulos, lieblos, unbarmherzig.
> 
> 1:32   Sie wissen, daß, die solches tun, nach Gottes Recht den Tod
> verdienen; aber sie tun es nicht allein, sondern haben auch Gefallen
> an denen, die es tun.
> 
>          Der Maßstab des göttlichen Gerichts
> 
> 2:1    Darum, o Mensch, kannst du dich nicht entschuldigen, wer du auch
> bist, der du richtest. Denn worin du den andern richtest, verdammst
> du dich selbst, weil du ebendasselbe tust, was du richtest.
> Mt 7,2; Joh 8,7; Jak 4,12
> 
> 2:2    Wir wissen aber, daß Gottes Urteil recht ist über die, die solches
> tun.
> 
> 2:3    Denkst du aber, o Mensch, der du die richtest, die solches tun, und
> tust auch dasselbe, daß du dem Urteil Gottes entrinnen wirst?
> 
> 2:4    Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut?
> Weißt du nicht, daß dich Gottes Güte zur Buße leitet?
> 2. Petr 3,9; 3,15
> 
> 2:5    Du aber mit deinem verstockten und unbußfertigen Herzen häufst dir
> selbst Zorn an auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des
> gerechten Gerichtes Gottes,
> 
> 2:6     der einem jeden geben wird nach seinen Werken:
> Jer 32,19; Mt 16,27; 2. Kor 5,10
> 
> 2:7    ewiges Leben denen, die in aller Geduld mit guten Werken trachten
> nach Herrlichkeit, Ehre und unvergänglichem Leben;
> 
> 2:8    Ungnade und Zorn aber denen, die streitsüchtig sind und der Wahrheit
> nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungerechtigkeit;
> 2. Thess 1,8
> 
> 2:9    Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die Böses tun,
> zuerst der Juden und ebenso der Griechen;
> 
> 2:10   Herrlichkeit aber und Ehre und Frieden allen denen, die Gutes tun,
> zuerst den Juden und ebenso den Griechen.
> 
> 2:11   Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott.
> 2. Chr 19,7; Apg 10,34; Kol 3,25; 1. Petr 1,17
> 
> 2:12   Alle, die ohne Gesetz gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz
> verlorengehen; und alle, die unter dem Gesetz gesündigt haben,
> werden durchs Gesetz verurteilt werden.
> 
> 2:13   Denn vor Gott sind nicht gerecht, die das Gesetz hören, sondern die
> das Gesetz tun, werden gerecht sein.
> 5. Mose 6,25; Mt 7,21; Jak 1,22
> 
> 2:14   Denn wenn Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur tun,
> was das Gesetz fordert, so sind sie, obwohl sie das Gesetz nicht
> haben, sich selbst Gesetz.
> Apg 10,35
> 
> 2:15   Sie beweisen damit, daß in ihr Herz geschrieben ist, was das Gesetz
> fordert, zumal ihr Gewissen es ihnen bezeugt, dazu auch die
> Gedanken, die einander anklagen oder auch entschuldigen -
> Kap 1,32
> 
> 2:16   an dem Tag, an dem Gott das Verborgene der Menschen durch Christus
> Jesus richten wird, wie es mein Evangelium bezeugt.
> Lk 8,17
> 
> Die Anklage gegen die Juden
> 
> 2:17   Wenn du dich aber Jude nennst und verläßt dich aufs Gesetz und
> rühmst dich Gottes
> 
> 2:18   und kennst seinen Willen und prüfst, weil du aus dem Gesetz
> unterrichtet bist, was das Beste zu tun sei,
> 
> 2:19   und maßt dir an, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer,
> die in Finsternis sind,
> Mt 15,14
> 
> 2:20   ein Erzieher der Unverständigen, ein Lehrer der Unmündigen, weil du
> im Gesetz die Richtschnur der Erkenntnis und Wahrheit hast -:
> 
> 2:21   Du lehrst nun andere, und lehrst dich selber nicht? Du predigst, man
> solle nicht stehlen, und du stiehlst?
> Ps 50,16-21; Mt 23,3-4
> 
> 2:22   Du sprichst, man solle nicht ehebrechen, und du brichst die Ehe? Du
> verabscheust die Götzen, und beraubst ihre Tempel?
> 
> 2:23   Du rühmst dich des Gesetzes, und schändest Gott durch Übertretung
> des Gesetzes?
> 
> 2:24   Denn »euretwegen wird Gottes Name gelästert unter den Heiden«, wie
> geschrieben steht (Jesaja 52,5).
> 
> 2:25   Die Beschneidung nützt etwas, wenn du das Gesetz hältst; hältst du
> aber das Gesetz nicht, so bist du aus einem Beschnittenen schon ein
> Unbeschnittener geworden.
> 
> 2:26   Wenn nun der Unbeschnittene hält, was nach dem Gesetz recht ist,
> meinst du nicht, daß dann der Unbeschnittene vor Gott als
> Beschnittener gilt?
> Gal 5,6
> 
> 2:27   Und so wird der, der von Natur unbeschnitten ist und das Gesetz
> erfüllt, dir ein Richter sein, der du unter dem Buchstaben und der
> Beschneidung stehst und das Gesetz übertrittst.
> 
> 2:28    Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, auch ist nicht
> das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht;
> (28 und 29) Jer 4,4
> 
> 2:29   sondern der ist ein Jude, der es inwendig verborgen ist, und das
> ist die Beschneidung des Herzens, die im Geist und nicht im
> Buchstaben geschieht. Das Lob eines solchen ist nicht von Menschen,
> sondern von Gott.
> 5. Mose 30,6; Phil 3,3; Kol 2,11
> 
>          Gottes unwandelbare Treue
> 
> 3:1    Was haben dann die Juden für einen Vorzug, oder was nützt die
> Beschneidung?
> 
> 3:2    Viel in jeder Weise! Zum ersten: ihnen ist anvertraut, was Gott
> geredet hat.
> Kap 9,4; 5. Mose 4,7-8; Ps 147,19-20
> 
> 3:3    Daß aber einige nicht treu waren, was liegt daran? Sollte ihre
> Untreue Gottes Treue aufheben?
> Kap 9,6; 11,29; 2. Tim 2,13
> 
> 3:4    Das sei ferne! Es bleibe vielmehr so: Gott ist wahrhaftig und alle
> Menschen sind Lügner; wie geschrieben steht (Psalm 51,6): »Damit du
> recht behältst in deinen Worten und siegst, wenn man mit dir
> rechtet.«
> Ps 116,11
> 
> 3:5    Ist's aber so, daß unsre Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit ins
> Licht stellt, was sollen wir sagen? Ist Gott dann nicht ungerecht,
> wenn er zürnt? - Ich rede nach Menschenweise. -
> 
> 3:6    Das sei ferne! Wie könnte sonst Gott die Welt richten?
> 
> 3:7    Wenn aber die Wahrheit Gottes durch meine Lüge herrlicher wird zu
> seiner Ehre, warum sollte ich dann noch als ein Sünder gerichtet
> werden?
> 
> 3:8    Ist es etwa so, wie wir verlästert werden und einige behaupten, daß
> wir sagen: Laßt uns Böses tun, damit Gutes daraus komme? Deren
> Verdammnis ist gerecht.
> Kap 6,1
> 
> Die Schuld aller vor Gott
> 
> 3:9    Was sagen wir denn nun? Haben wir Juden einen Vorzug? Gar keinen.
> Denn wir haben soeben bewiesen, daß alle, Juden wie Griechen, unter
> der Sünde sind,
> Kap 1,18 - 2,24
> 
> 3:10   wie geschrieben steht: »Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht
> einer.
> Hiob 4,17
> 
> 3:11   Da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der nach Gott
> fragt.
> 
> 3:12   Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der
> Gutes tut, auch nicht einer (Psalm 14,1-3).
> 
> 3:13   Ihr Rachen ist ein offenes Grab; mit ihren Zungen betrügen sie
> (Psalm 5,10), Otterngift ist unter ihren Lippen (Psalm 140,4);
> 
> 3:14   ihr Mund ist voll Fluch und Bitterkeit (Psalm 10,7).
> 
> 3:15   Ihre Füße eilen, Blut zu vergießen;
> 
> 3:16   auf ihren Wegen ist lauter Schaden und Jammer,
> 
> 3:17   und den Weg des Friedens kennen sie nicht (Jesaja 59,7-8).
> Lk 1,79
> 
> 3:18   Es ist keine Gottesfurcht bei ihnen (Psalm 36,2).«
> 
> 3:19   Wir wissen aber: was das Gesetz sagt, das sagt es denen, die unter
> dem Gesetz sind, damit allen der Mund gestopft werde und alle Welt
> vor Gott schuldig sei,
> Kap 2,12; Gal 3,22
> 
> 3:20   weil kein Mensch durch die Werke des Gesetzes vor ihm gerecht sein
> kann. Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.
> Ps 143,2; Gal 2,16;  Kap 7,7
> 
> Die Rechtfertigung allein durch Glauben
> 
> 3:21   Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott
> gilt, offenbart, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten.
> Kap 1,17; 4,1-25; Apg 10,43
> 
> 3:22   Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch
> den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben. Denn es ist
> hier kein Unterschied:
> Phil 3,9
> 
> 3:23    sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott
> haben sollten,
> 1. Mose 8,21
> Wörtlich: »Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit verloren, die
> Gott ihnen zugedacht hatte.«
> 
> 3:24   und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die
> Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.
> Kap 5,1; 2. Kor 5,19; Eph 2,8
> 
> 3:25   Den hat Gott für den Glauben hingestellt als Sühne in seinem Blut
> zum Erweis seiner Gerechtigkeit, indem er die Sünden vergibt, die
> früher
> Mt 26,28; Kol 1,20; Hebr 9,26-28
> 
> 3:26   begangen wurden in der Zeit seiner Geduld, um nun in dieser Zeit
> seine Gerechtigkeit zu erweisen, daß er selbst gerecht ist und
> gerecht macht den, der da ist aus dem Glauben an Jesus.
> 
> 3:27   Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches
> Gesetz? Durch das Gesetz der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz
> des Glaubens.
> 1. Kor 1,29; 1,31
> 
> 3:28   So halten wir nun dafür, daß der Mensch gerecht wird ohne des
> Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.
> Gal 2,16
> 
> 3:29   Oder ist Gott allein der Gott der Juden? Ist er nicht auch der Gott
> der Heiden? Ja gewiß, auch der Heiden.
> Kap 10,12
> 
> 3:30   Denn es ist der eine Gott, der gerecht macht die Juden aus dem
> Glauben und die Heiden durch den Glauben.
> Kap 4,11-12
> 
> 3:31   Wie? Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne!
> Sondern wir richten das Gesetz auf.
> Mt 5,17
> 
>          Abraham der Vater des Glaubens
> 
> 4:1    Was sagen wir denn von Abraham, unserm leiblichen Stammvater? Was
> hat er erlangt?
> 
> 4:2    Das sagen wir: Ist Abraham durch Werke gerecht, so kann er sich wohl
> rühmen, aber nicht vor Gott.
> 
> 4:3    Denn was sagt die Schrift? »Abraham hat Gott geglaubt, und das ist
> ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden.« (1. Mose 15,6)
> Gal 3,6
> 
> 4:4    Dem aber, der mit Werken umgeht, wird der Lohn nicht aus Gnade
> zugerechnet, sondern aus Pflicht.
> Kap 11,6
> 
> 4:5    Dem aber, der nicht mit Werken umgeht, glaubt aber an den, der die
> Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube gerechnet zur
> Gerechtigkeit.
> Kap 3,26
> 
> 4:6    Wie ja auch David den Menschen seligpreist, dem Gott zurechnet die
> Gerechtigkeit ohne Zutun der Werke (Psalm 32,1-2):
> 
> 4:7    »Selig sind die, denen die Ungerechtigkeiten vergeben und denen die
> Sünden bedeckt sind!
> 
> 4:8    Selig ist der Mann, dem der Herr die Sünde nicht zurechnet!«
> 
> 4:9    Diese Seligpreisung nun, gilt sie den Beschnittenen oder auch den
> Unbeschnittenen? Wir sagen doch: »Abraham ist sein Glaube zur
> Gerechtigkeit gerechnet worden.«
> 
> 4:10   Wie ist er ihm denn zugerechnet worden? Als er beschnitten oder als
> er unbeschnitten war? Ohne Zweifel: nicht als er beschnitten,
> sondern als er unbeschnitten war.
> 
> 4:11   Das Zeichen der Beschneidung aber empfing er als Siegel der
> Gerechtigkeit des Glaubens, den er hatte, als er noch nicht
> beschnitten war. So sollte er ein Vater werden aller, die glauben,
> ohne beschnitten zu sein, damit auch ihnen der Glaube gerechnet
> werde zur Gerechtigkeit;
> 1. Mose 17,10-11
> 
> 4:12   und ebenso ein Vater der Beschnittenen, wenn sie nicht nur
> beschnitten sind, sondern auch gehen in den Fußtapfen des Glaubens,
> den unser Vater Abraham hatte, als er noch nicht beschnitten war.
> Mt 3,9
> 
> 4:13   Denn die Verheißung, daß er der Erbe der Welt sein solle, ist
> Abraham oder seinen Nachkommen nicht zuteil geworden durchs Gesetz,
> sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens.
> 1. Mose 22,17-18
> 
> 4:14   Denn wenn die vom Gesetz Erben sind, dann ist der Glaube nichts, und
> die Verheißung ist dahin.
> 
> 4:15   Denn das Gesetz richtet nur Zorn an; wo aber das Gesetz nicht ist,
> da ist auch keine Übertretung.
> Kap 3,20; 5,13; 7,8; 7,10
> 
> 4:16   Deshalb muß die Gerechtigkeit durch den Glauben kommen, damit sie
> aus Gnaden sei und die Verheißung festbleibe für alle Nachkommen,
> nicht allein für die, die unter dem Gesetz sind, sondern auch für
> die, die wie Abraham aus dem Glauben leben. Der ist unser aller
> Vater
> 
> 4:17   - wie geschrieben steht (1. Mose 17,5): »Ich habe dich gesetzt zum
> Vater vieler Völker« - vor Gott, dem er geglaubt hat, der die Toten
> lebendig macht und ruft das, was nicht ist, daß es sei.
> 2. Kor 1,9; Hebr 11,19
> 
> 4:18   Er hat geglaubt auf Hoffnung, wo nichts zu hoffen war, daß er der
> Vater vieler Völker werde, wie zu ihm gesagt ist (1. Mose 15,5): »So
> zahlreich sollen deine Nachkommen sein.«
> 
> 4:19   Und er wurde nicht schwach im Glauben, als er auf seinen eigenen
> Leib sah, der schon erstorben war, weil er fast hundertjährig war,
> und auf den erstorbenen Leib der Sara.
> 1. Mose 17,17
> 
> 4:20   Denn er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben,
> sondern wurde stark im Glauben und gab Gott die Ehre
> 
> 4:21   und wußte aufs allergewisseste: was Gott verheißt, das kann er auch
> tun.
> Hebr 11,11
> 
> 4:22   Darum ist es ihm auch »zur Gerechtigkeit gerechnet worden« (1. Mose
> 15,6).
> 
> 4:23   Daß es ihm zugerechnet worden ist, ist aber nicht allein um
> seinetwillen geschrieben,
> 
> 4:24   sondern auch um unsertwillen, denen es zugerechnet werden soll, wenn
> wir glauben an den, der unsern Herrn Jesus auferweckt hat von den
> Toten,
> 
> 4:25    welcher ist um unsrer Sünden willen dahingegeben und um unsrer
> Rechtfertigung willen auferweckt.
> Kap 8,32; 8,34; Jes 53,4-6
> 
>          Frieden mit Gott
> 
> 5:1    Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir
> Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus;
> Kap 3,24; 3,28;  Jes 53,5
> 
> 5:2    durch ihn haben wir auch den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in
> der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen
> Herrlichkeit, die Gott geben wird.
> Joh 14,6; Eph 3,12
> 
> 5:3    Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der
> Bedrängnisse, weil wir wissen, daß Bedrängnis Geduld bringt,
> Jak 1,2-3
> 
> 5:4    Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung,
> Jak 1,12
> 
> 5:5     Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes
> ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, der uns
> gegeben ist.
> Ps 22,6; 25,3; 25,20; Hebr 6,18-19
> 
> 5:6    Denn Christus ist schon zu der Zeit, als wir noch schwach waren, für
> uns Gottlose gestorben.
> 
> 5:7    Nun stirbt kaum jemand um eines Gerechten willen; um des Guten
> willen wagt er vielleicht sein Leben.
> 
> 5:8    Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, daß Christus für uns
> gestorben ist, als wir noch Sünder waren.
> Joh 3,16; 1. Joh 4,10
> 
> 5:9    Um wieviel mehr werden wir nun durch ihn bewahrt werden vor dem
> Zorn, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerecht geworden sind!
> Kap 1,18; 2,5; 2,8
> 
> 5:10   Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines
> Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wieviel mehr werden wir selig
> werden durch sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind.
> 2. Kor 5,18;  Kap 8,7; Kol 1,21
> 
> 5:11   Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch
> unsern Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung
> empfangen haben.
> 
> Adam und Christus
> 
> 5:12   Deshalb, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen
> ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen
> durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben.
> 1. Mose 3,19;  Kap 6,23; 1. Mose 2,17
> 
> 5:13   Denn die Sünde war wohl in der Welt, ehe das Gesetz kam; aber wo
> kein Gesetz ist, da wird Sünde nicht angerechnet.
> Kap 4,15
> 
> 5:14   Dennoch herrschte der Tod von Adam an bis Mose auch über die, die
> nicht gesündigt hatten durch die gleiche Übertretung wie Adam,
> welcher ist ein Bild dessen, der kommen sollte.
> 
> 5:15   Aber nicht verhält sich's mit der Gabe wie mit der Sünde. Denn wenn
> durch die Sünde des Einen die Vielen gestorben sind, um wieviel mehr
> ist Gottes Gnade und Gabe den vielen überreich zuteil geworden durch
> die Gnade des einen Menschen Jesus Christus.
> 
> 5:16   Und nicht verhält es sich mit der Gabe wie mit dem, was durch den
> einen Sünder geschehen ist. Denn das Urteil hat von dem Einen her
> zur Verdammnis geführt, die Gnade aber hilft aus vielen Sünden zur
> Gerechtigkeit.
> 
> 5:17   Denn wenn wegen der Sünde des Einen der Tod geherrscht hat durch den
> Einen, um wieviel mehr werden die, welche die Fülle der Gnade und
> der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, herrschen im Leben durch den
> Einen, Jesus Christus.
> 
> 5:18   Wie nun durch die Sünde des Einen die Verdammnis über alle Menschen
> gekommen ist, so ist auch durch die Gerechtigkeit des Einen für alle
> Menschen die Rechtfertigung gekommen, die zum Leben führt.
> 1. Kor 15,21-22
> 
> 5:19   Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu
> Sündern geworden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen
> die Vielen zu Gerechten.
> Kap 3,26; Jes 53,11
> 
> 5:20    Das Gesetz aber ist dazwischen hineingekommen, damit die Sünde
> mächtiger würde. Wo aber die Sünde mächtig geworden ist, da ist doch
> die Gnade noch viel mächtiger geworden,
> Kap 7,8; 7,13; Gal 3,19
> 
> 5:21   damit, wie die Sünde geherrscht hat zum Tode, so auch die Gnade
> herrsche durch die Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jesus
> Christus, unsern Herrn.
> Kap 6,23
> 
>          Taufe und neues Leben
> 
> 6:1    Was sollen wir nun sagen? Sollen wir denn in der Sünde beharren,
> damit die Gnade um so mächtiger werde?
> Kap 3,5-8
> 
> 6:2    Das sei ferne! Wie sollten wir in der Sünde leben wollen, der wir
> doch gestorben sind?
> 
> 6:3    Oder wißt ihr nicht, daß alle, die wir auf Christus Jesus getauft
> sind, die sind in seinen Tod getauft?
> Gal 3,27
> 
> 6:4    So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit,
> wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des
> Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.
> Kol 2,12; 1. Petr 3,21
> 
> 6:5    Denn wenn wir mit ihm verbunden und ihm gleichgeworden sind in
> seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein.
> 
> 6:6    Wir wissen ja, daß unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit
> der Leib der Sünde vernichtet werde, so daß wir hinfort der Sünde
> nicht dienen.
> Gal 5,24
> 
> 6:7    Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde.
> 
> 6:8    Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, daß wir auch
> mit ihm leben werden,
> 
> 6:9    und wissen, daß Christus, von den Toten erweckt, hinfort nicht
> stirbt; der Tod kann hinfort über ihn nicht herrschen.
> 
> 6:10   Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben ein für
> allemal; was er aber lebt, das lebt er Gott.
> Hebr 9,26-28
> 
> 6:11   So auch ihr, haltet dafür, daß ihr der Sünde gestorben seid und lebt
> Gott in Christus Jesus.
> 2. Kor 5,15; 1. Petr 2,24
> 
> 6:12   So laßt nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe,
> und leistet seinen Begierden keinen Gehorsam.
> 1. Mose 4,7
> 
> 6:13   Auch gebt nicht der Sünde eure Glieder hin als Waffen der
> Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin, als solche, die
> tot waren und nun lebendig sind, und eure Glieder Gott als Waffen
> der Gerechtigkeit.
> Kap 12,1
> 
> 6:14   Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, weil ihr ja
> nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.
> Kap 7,4-6; 1. Joh 3,6;  Kap 5,17; 5,21
> 
> 6:15   Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz,
> sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne!
> 
> 6:16   Wißt ihr nicht: wem ihr euch zu Knechten macht, um ihm zu gehorchen,
> dessen Knechte seid ihr und müßt ihm gehorsam sein, es sei der Sünde
> zum Tode oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit?
> Joh 8,34
> 
> 6:17   Gott sei aber gedankt, daß ihr Knechte der Sünde gewesen seid, aber
> nun von Herzen gehorsam geworden der Gestalt der Lehre, der ihr
> ergeben seid.
> 
> 6:18   Denn indem ihr nun frei geworden seid von der Sünde, seid ihr
> Knechte geworden der Gerechtigkeit.
> Joh 8,32
> 
> 6:19   Ich muß menschlich davon reden um der Schwachheit eures Fleisches
> willen: Wie ihr eure Glieder hingegeben hattet an den Dienst der
> Unreinheit und Ungerechtigkeit zu immer neuer Ungerechtigkeit, so
> gebt nun eure Glieder hin an den Dienst der Gerechtigkeit, daß sie
> heilig werden.
> 
> 6:20   Denn als ihr Knechte der Sünde wart, da wart ihr frei von der
> Gerechtigkeit.
> 
> 6:21   Was hattet ihr nun damals für Frucht? Solche, deren ihr euch jetzt
> schämt; denn das Ende derselben ist der Tod.
> Kap 8,6; 8,13
> 
> 6:22   Nun aber, da ihr von der Sünde frei und Gottes Knechte geworden
> seid, habt ihr darin eure Frucht, daß ihr heilig werdet; das Ende
> aber ist das ewige Leben.
> 
> 6:23   Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige
> Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.
> Kap 5,12; 1. Mose 2,17; Jak 1,15
> 
>          Freiheit vom Gesetz
> 
> 7:1    Wißt ihr nicht, liebe Brüder - denn ich rede mit denen, die das
> Gesetz kennen -, daß das Gesetz nur herrscht über den Menschen,
> solange er lebt?
> 
> 7:2    Denn eine Frau ist an ihren Mann gebunden durch das Gesetz, solange
> der Mann lebt; wenn aber der Mann stirbt, so ist sie frei von dem
> Gesetz, das sie an den Mann bindet.
> 1. Kor 7,39
> 
> 7:3    Wenn sie nun bei einem andern Mann ist, solange ihr Mann lebt, wird
> sie eine Ehebrecherin genannt; wenn aber ihr Mann stirbt, ist sie
> frei vom Gesetz, so daß sie nicht eine Ehebrecherin ist, wenn sie
> einen andern Mann nimmt.
> 
> 7:4    Also seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet durch den Leib
> Christi, so daß ihr einem andern angehört, nämlich dem, der von den
> Toten auferweckt ist, damit wir Gott Frucht bringen.
> 
> 7:5    Denn solange wir dem Fleisch verfallen waren, da waren die sündigen
> Leidenschaften, die durchs Gesetz erregt wurden, kräftig in unsern
> Gliedern, so daß wir dem Tode Frucht brachten.
> Kap 6,21
> 
> 7:6    Nun aber sind wir vom Gesetz frei geworden und ihm abgestorben, das
> uns gefangenhielt, so daß wir dienen im neuen Wesen des Geistes und
> nicht im alten Wesen des Buchstabens.
> Kap 8,1-2;  Kap 6,2; 6,4
> 
> Der Mensch unter dem Gesetz
> 
> 7:7    Was sollen wir denn nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne!
> Aber die Sünde erkannte ich nicht außer durchs Gesetz. Denn ich
> wußte nichts von der Begierde, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte
> (2. Mose 20,17): »Du sollst nicht begehren!«
> 
> 7:8    Die Sünde aber nahm das Gebot zum Anlaß und erregte in mir Begierden
> aller Art; denn ohne das Gesetz war die Sünde tot.
> Kap 5,13; 1. Kor 15,56
> 
> 7:9    Ich lebte einst ohne Gesetz; als aber das Gebot kam, wurde die Sünde
> lebendig,
> 
> 7:10   ich aber starb. Und so fand sich's, daß das Gebot mir den Tod
> brachte, das doch zum Leben gegeben war.
> 3. Mose 18,5;  Jak 1,15
> 
> 7:11   Denn die Sünde nahm das Gebot zum Anlaß und betrog mich und tötete
> mich durch das Gebot.
> Hebr 3,13
> 
> 7:12   So ist also das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und
> gut.
> 1. Tim 1,8
> 
> 7:13   Ist dann, was doch gut ist, mir zum Tod geworden? Das sei ferne!
> Sondern die Sünde, damit sie als Sünde sichtbar werde, hat mir
> durch das Gute den Tod gebracht, damit die Sünde überaus sündig
> werde durchs Gebot.
> Kap 5,20
> 
> 7:14   Denn wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist; ich aber bin
> fleischlich, unter die Sünde verkauft.
> Joh 3,6
> 
> 7:15   Denn ich weiß nicht, was ich tue. Denn ich tue nicht, was ich will;
> sondern was ich hasse, das tue ich.
> 
> 7:16   Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so gebe ich zu, daß das
> Gesetz gut ist.
> 
> 7:17   So tue nun nicht ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt.
> 
> 7:18   Denn ich weiß, daß in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts
> Gutes wohnt. Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann
> ich nicht.
> 1. Mose 6,5; 8,21
> Siehe Sach- und Worterklärungen (vgl. 7,25; 8,3-9).
> 
> 7:19   Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse,
> das ich nicht will, das tue ich.
> 
> 7:20   Wenn ich aber tue, was ich nicht will, so tue nicht ich es, sondern
> die Sünde, die in mir wohnt.
> 
> 7:21   So finde ich nun das Gesetz, daß mir, der ich das Gute tun will, das
> Böse anhängt.
> 
> 7:22   Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen.
> 
> 7:23   Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das
> widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüt und hält mich gefangen im
> Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist.
> Gal 5,17
> Siehe Sach- und Worterklärungen.
> 
> 7:24   Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen
> Leibe?
> 
> 7:25   Dank sei Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn! So diene ich nun
> mit dem Gemüt dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleisch dem Gesetz der
> Sünde.
> 1. Kor 15,57
> 
>          Das Leben im Geist
> 
> 8:1    So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus
> sind.
> Vers 33-34
> 
> 8:2    Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus,
> hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.
> 
> 8:3    Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch
> geschwächt war, das tat Gott: er sandte seinen Sohn in der Gestalt
> des sündigen Fleisches und um der Sünde willen und verdammte die
> Sünde im Fleisch,
> Apg 13,38; 15,10;  Hebr 2,17
> 
> 8:4    damit die Gerechtigkeit, vom Gesetz gefordert, in uns erfüllt würde,
> die wir nun nicht nach dem Fleisch leben, sondern nach dem Geist.
> Gal 5,16; 5,25
> 
> 8:5    Denn die da fleischlich sind, die sind fleischlich gesinnt; die aber
> geistlich sind, die sind geistlich gesinnt.
> 
> 8:6    Aber fleischlich gesinnt sein ist der Tod, und geistlich gesinnt
> sein ist Leben und Friede.
> Kap 6,21;  Gal 6,8
> 
> 8:7    Denn fleischlich gesinnt sein ist Feindschaft gegen Gott, weil das
> Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag's auch
> nicht.
> Jak 4,4
> 
> 8:8    Die aber fleischlich sind, können Gott nicht gefallen.
> 
> 8:9    Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, wenn denn Gottes
> Geist in euch wohnt. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht
> sein.
> 
> 8:10   Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der
> Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen.
> Gal 2,20
> 
> 8:11   Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat,
> in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt
> hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen
> Geist, der in euch wohnt.
> 
> 8:12   So sind wir nun, liebe Brüder, nicht dem Fleisch schuldig, daß wir
> nach dem Fleisch leben.
> Kap 6,7; 6,18
> 
> 8:13   Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben müssen;
> wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Fleisches tötet, so
> werdet ihr leben.
> Kap 7,24; Gal 6,8; Eph 4,22-24
> 
> 8:14   Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.
> 
> 8:15   Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, daß ihr euch
> abermals fürchten müßtet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist
> empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!
> Gal 4,5-6; 2. Tim 1,7
> 
> 8:16   Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, daß wir Gottes Kinder
> sind.
> 2. Kor 1,22
> 
> 8:17   Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben
> und Miterben Christi, wenn wir denn mit ihm leiden, damit wir auch
> mit zur Herrlichkeit erhoben werden.
> Gal 4,7;  Offb 21,7
> 
> Hoffnung für die Schöpfung und Gewißheit des Heils
> 
> 8:18   Denn ich bin überzeugt, daß dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht
> fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden
> soll.
> 2. Kor 4,17
> 
> 8:19   Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet darauf, daß die
> Kinder Gottes offenbar werden.
> Kol 3,4; 1. Joh 3,2
> 
> 8:20    Die Schöpfung ist ja unterworfen der Vergänglichkeit - ohne ihren
> Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat -, doch auf
> Hoffnung;
> Pred 1,4
> 
> 8:21   denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der
> Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes.
> 2. Petr 3,13
> 
> 8:22   Denn wir wissen, daß die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick
> mit uns seufzt und sich ängstet.
> 
> 8:23   Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir den Geist
> als Erstlingsgabe haben, seufzen in uns selbst und sehnen uns nach
> der Kindschaft, der Erlösung unseres Leibes.
> 2. Kor 5,2
> 
> 8:24   Denn wir sind zwar gerettet, doch auf Hoffnung. Die Hoffnung aber,
> die man sieht, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man auf das hoffen,
> was man sieht?
> 2. Kor 5,7
> 
> 8:25   Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir
> darauf in Geduld.
> Gal 5,5
> 
> 8:26   Desgleichen hilft auch der Geist unsrer Schwachheit auf. Denn wir
> wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich's gebührt; sondern der
> Geist selbst vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen.
> 
> 8:27   Der aber die Herzen erforscht, der weiß, worauf der Sinn des Geistes
> gerichtet ist; denn er vertritt die Heiligen, wie es Gott gefällt.
> 
> 8:28   Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten
> dienen, denen, die nach seinem Ratschluß berufen sind.
> Eph 1,11
> 
> 8:29   Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, daß sie
> gleich sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der
> Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.
> Kol 1,18; Hebr 1,6
> 
> 8:30    Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen; die er
> aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; die er aber
> gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht.
> 2. Thess 2,13-14;  Kap 3,26
> 
> 8:31   Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann wider
> uns sein?
> Ps 118,6
> 
> 8:32   Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn
> für uns alle dahingegeben - wie sollte er uns mit ihm nicht alles
> schenken?
> Joh 3,16
> 
> 8:33   Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der
> gerecht macht.
> Jes 50,8
> 
> 8:34   Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja
> vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und
> uns vertritt.
> 1. Joh 2,1; Hebr 7,25
> 
> 8:35    Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst
> oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?
> (35-39) Ps 73,23-26
> 
> 8:36   wie geschrieben steht (Psalm 44,23): »Um deinetwillen werden wir
> getötet den ganzen Tag; wir sind geachtet wie Schlachtschafe.«
> 2. Kor 4,11
> 
> 8:37   Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt
> hat.
> 1. Joh 5,4
> 
> 8:38   Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch
> Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,
> Eph 6,12
> 
> 8:39   weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann
> von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.
> 
>          GOTTES WEG MIT ISRAEL (Kapitel 9,1 - 11,36)
> Israels Gotteskindschaft
> 
> 9:1    Ich sage die Wahrheit in Christus und lüge nicht, wie mir mein
> Gewissen bezeugt im heiligen Geist,
> 
> 9:2    daß ich große Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlaß in meinem
> Herzen habe.
> 
> 9:3    Ich selber wünschte, verflucht und von Christus getrennt zu sein
> für meine Brüder, die meine Stammverwandten sind nach dem Fleisch,
> 2. Mose 32,32
> 
> 9:4    die Israeliten sind, denen die Kindschaft gehört und die
> Herrlichkeit und der Bund und das Gesetz und der Gottesdienst und
> die Verheißungen,
> 2. Mose 4,22; 5. Mose 7,6;  2. Mose 40,34;  1. Mose 17,7
> 2. Mose 20,1-17
> 
> 9:5    denen auch die Väter gehören, und aus denen Christus herkommt nach
> dem Fleisch, der da ist Gott über alles, gelobt in Ewigkeit. Amen.
> Kap 1,3; Mt 1,1-16; Lk 3,23-34
> 
> Die Kinder der Verheißung als das wahre Israel
> 
> 9:6    Aber ich sage damit nicht, daß Gottes Wort hinfällig geworden sei.
> Denn nicht alle sind Israeliten, die von Israel stammen;
> 4. Mose 23,19;  Kap 2,28
> 
> 9:7    auch nicht alle, die Abrahams Nachkommen sind, sind darum seine
> Kinder. Sondern nur »was von Isaak stammt, soll dein Geschlecht
> genannt werden« (1. Mose 21,12),
> 
> 9:8    das heißt: nicht das sind Gottes Kinder, die nach dem Fleisch Kinder
> sind; sondern nur die Kinder der Verheißung werden als seine
> Nachkommenschaft anerkannt.
> Gal 4,23
> 
> 9:9    Denn dies ist ein Wort der Verheißung, da er spricht (1. Mose
> 18,10): »Um diese Zeit will ich kommen, und Sara soll einen Sohn
> haben.«
> 
> 9:10   Aber nicht allein hier ist es so, sondern auch bei Rebekka, die von
> dem einen, unserm Vater Isaak, schwanger wurde.
> 
> 9:11   Ehe die Kinder geboren waren und weder Gutes noch Böses getan
> hatten, da wurde, damit der Ratschluß Gottes bestehen bliebe und
> seine freie Wahl -
> 
> 9:12   nicht aus Verdienst der Werke, sondern durch die Gnade des
> Berufenden -, zu ihr gesagt: »Der Ältere soll dienstbar werden dem
> Jüngeren« (1. Mose 25,23),
> 
> 9:13   wie geschrieben steht (Maleachi 1,2-3): »Jakob habe ich geliebt,
> aber Esau habe ich gehaßt.«
> 
> Gottes freie Gnadenwahl
> 
> 9:14   Was sollen wir nun hierzu sagen? Ist denn Gott ungerecht? Das sei
> ferne!
> 
> 9:15   Denn er spricht zu Mose (2. Mose 33,19): »Wem ich gnädig bin, dem
> bin ich gnädig; und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich
> mich.«
> 
> 9:16   So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an
> Gottes Erbarmen.
> Eph 2,8
> 
> 9:17   Denn die Schrift sagt zum Pharao (2. Mose 9,16): »Eben dazu habe ich
> dich erweckt, damit ich an dir meine Macht erweise und damit mein
> Name auf der ganzen Erde verkündigt werde.«
> 
> 9:18   So erbarmt er sich nun, wessen er will, und verstockt, wen er will.
> 2. Mose 4,21; 1. Petr 2,8
> 
> 9:19   Nun sagst du zu mir: Warum beschuldigt er uns dann noch? Wer kann
> seinem Willen widerstehen?
> 
> 9:20   Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, daß du mit Gott rechten
> willst? Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machst du
> mich so?
> Jes 45,9
> 
> 9:21   Hat nicht ein Töpfer Macht über den Ton, aus demselben Klumpen ein
> Gefäß zu ehrenvollem und ein anderes zu nicht ehrenvollem Gebrauch
> zu machen?
> Jer 18,4-6
> 
> 9:22   Da Gott seinen Zorn erzeigen und seine Macht kundtun wollte, hat er
> mit großer Geduld ertragen die Gefäße des Zorns, die zum Verderben
> bestimmt waren,
> Kap 2,4;  Spr 16,4
> 
> 9:23   damit er den Reichtum seiner Herrlichkeit kundtue an den Gefäßen
> der Barmherzigkeit, die er zuvor bereitet hatte zur Herrlichkeit.
> Eph 1,3-12;  Kap 8,29
> 
> 9:24   Dazu hat er uns berufen, nicht allein aus den Juden, sondern auch
> aus den Heiden.
> 
> 9:25   Wie er denn auch durch Hosea spricht (Hosea 2,25; 2,1): »Ich will
> das mein Volk nennen, das nicht mein Volk war, und meine Geliebte,
> die nicht meine Geliebte war.«
> 
> 9:26   »Und es soll geschehen: Anstatt daß zu ihnen gesagt wurde: `Ihr seid
> nicht mein Volk', sollen sie Kinder des lebendigen Gottes genannt
> werden.«
> 
> 9:27   Jesaja aber ruft aus über Israel (Jesaja 10,22-23): »Wenn die Zahl
> der Israeliten wäre wie der Sand am Meer, so wird doch nur ein Rest
> gerettet werden;
> Kap 11,5
> 
> 9:28   denn der Herr wird sein Wort, indem er vollendet und scheidet,
> ausrichten auf Erden.«
> 
> 9:29   Und wie Jesaja vorausgesagt hat (Jesaja 1,9): »Wenn uns nicht der
> Herr Zebaoth Nachkommen übriggelassen hätte, so wären wir wie Sodom
> geworden und wie Gomorra.«
> 
> Gesetzesgerechtigkeit und Glaubensgerechtigkeit
> 
> 9:30   Was sollen wir nun hierzu sagen? Das wollen wir sagen: Die Heiden,
> die nicht nach der Gerechtigkeit trachteten, haben die Gerechtigkeit
> erlangt; ich rede aber von der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben
> kommt.
> Kap 10,20
> 
> 9:31   Israel aber hat nach dem Gesetz der Gerechtigkeit getrachtet und hat
> es doch nicht erreicht.
> Kap 10,2-3
> 
> 9:32   Warum das? Weil es die Gerechtigkeit nicht aus dem Glauben sucht,
> sondern als komme sie aus den Werken. Sie haben sich gestoßen an
> dem Stein des Anstoßes,
> Mt 21,42; 21,44; 1. Petr 2,8
> 
> 9:33   wie geschrieben steht (Jesaja 8,14; 28,16): »Siehe, ich lege in Zion
> einen Stein des Anstoßes und einen Fels des Ärgernisses; und wer an
> ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden.«
> 
>  10:1    Liebe Brüder, meines Herzens Wunsch ist, und ich flehe auch zu Gott
> für sie, daß sie gerettet werden.
> 
> 10:2    Denn ich bezeuge ihnen, daß sie Eifer für Gott haben, aber ohne
> Einsicht.
> 
> 10:3    Denn sie erkennen die Gerechtigkeit nicht, die vor Gott gilt, und
> suchen ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten und sind so der
> Gerechtigkeit Gottes nicht untertan.
> Kap 1,17
> 
> 10:4    Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubt, der ist
> gerecht.
> Mt 5,17; Hebr 8,13;  Joh 3,18; Gal 3,24-25
> 
> 10:5    Mose nämlich schreibt von der Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz
> kommt (3. Mose 18,5): »Der Mensch, der das tut, wird dadurch leben.«
> 
> 10:6    Aber die Gerechtigkeit aus dem Glauben spricht so (5. Mose
> 30,11-14): »Sprich nicht in deinem Herzen: Wer will hinauf gen
> Himmel fahren?« - nämlich um Christus herabzuholen -
> 
> 10:7    oder: »Wer will hinab in die Tiefe fahren?« - nämlich um Christus
> von den Toten heraufzuholen -,
> 
> 10:8    sondern was sagt sie? »Das Wort ist dir nahe, in deinem Munde und in
> deinem Herzen.« Dies ist das Wort vom Glauben, das wir predigen.
> 
> 10:9    Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, daß Jesus der Herr ist, und
> in deinem Herzen glaubst, daß ihn Gott von den Toten auferweckt hat,
> so wirst du gerettet.
> Mt 10,32; 2. Kor 4,5
> 
> 10:10   Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man
> mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet.
> 
> 10:11   Denn die Schrift spricht (Jesaja 28,16): »Wer an ihn glaubt, wird
> nicht zuschanden werden.«
> 
> 10:12   Es ist hier kein Unterschied zwischen Juden und Griechen; es ist
> über alle derselbe Herr, reich für alle, die ihn anrufen.
> Apg 10,34-35; 15,9
> 
> 10:13   Denn »wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden«
> (Joel 3,5).
> 
> Israel hat keine Entschuldigung
> 
> 10:14   Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie
> sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie
> sollen sie aber hören ohne Prediger?
> 
> 10:15   Wie sollen sie aber predigen, wenn sie nicht gesandt werden? Wie
> denn geschrieben steht (Jesaja 52,7): »Wie lieblich sind die Füße
> der Freudenboten, die das Gute verkündigen!«
> 
> 10:16   Aber nicht alle sind dem Evangelium gehorsam. Denn Jesaja spricht
> (Jesaja 53,1): »Herr, wer glaubt unserm Predigen?«
> 
> 10:17   So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das
> Wort Christi.
> Joh 17,20
> 
> 10:18   Ich frage aber: Haben sie es nicht gehört? Doch, es ist ja »in alle
> Lande ausgegangen ihr Schall und ihr Wort bis an die Enden der Welt«
> (Psalm 19,5).
> Kap 15,19
> 
> 10:19   Ich frage aber: Hat es Israel nicht verstanden? Als erster spricht
> Mose (5. Mose 32,21): »Ich will euch eifersüchtig machen auf ein
> Nicht-Volk; und über ein unverständiges Volk will ich euch zornig
> machen.«
> 
> 10:20   Jesaja aber wagt zu sagen (Jesaja 65,1): »Ich ließ mich finden von
> denen, die mich nicht suchten, und erschien denen, die nicht nach
> mir fragten.«
> Kap 9,30
> 
> 10:21   Zu Israel aber spricht er (Jesaja 65,2): »Den ganzen Tag habe ich
> meine Hände ausgestreckt nach dem Volk, das sich nichts sagen läßt
> und widerspricht.«
> 
>          Nicht ganz Israel ist verstockt
> 
> 11:1    So frage ich nun: Hat denn Gott sein Volk verstoßen? Das sei ferne!
> Denn ich bin auch ein Israelit, vom Geschlecht Abrahams, aus dem
> Stamm Benjamin.
> Ps 94,14; Jer 31,37;  Phil 3,5
> 
> 11:2    Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er zuvor erwählt hat. Oder
> wißt ihr nicht, was die Schrift sagt von Elia, wie er vor Gott tritt
> gegen Israel und spricht (1. Könige 19,10):
> 
> 11:3    »Herr, sie haben deine Propheten getötet und haben deine Altäre
> zerbrochen, und ich bin allein übriggeblieben, und sie trachten mir
> nach dem Leben«?
> 
> 11:4    Aber was sagt ihm die göttliche Antwort? (1. Könige 19,18): »Ich
> habe mir übriggelassen siebentausend Mann, die ihre Knie nicht
> gebeugt haben vor dem Baal.«
> 
> 11:5    So geht es auch jetzt zu dieser Zeit, daß einige übriggeblieben
> sind nach der Wahl der Gnade.
> Kap 9,27
> 
> 11:6    Ist's aber aus Gnade, so ist's nicht aus Verdienst der Werke; sonst
> wäre Gnade nicht Gnade.
> 
> 11:7    Wie nun? Was Israel sucht, das hat es nicht erlangt; die
> Auserwählten aber haben es erlangt. Die andern sind verstockt,
> Kap 9,31
> 
> 11:8    wie geschrieben steht (Jesaja 29,10): »Gott hat ihnen einen Geist
> der Betäubung gegeben, Augen, daß sie nicht sehen, und Ohren, daß
> sie nicht hören, bis auf den heutigen Tag.«
> 5. Mose 29,3
> 
> 11:9    Und David spricht (Psalm 69,23-24): »Laß ihren Tisch zur Falle
> werden und zu einer Schlinge und ihnen zum Anstoß und zur
> Vergeltung.
> 
> 11:10   Ihre Augen sollen finster werden, daß sie nicht sehen, und ihren
> Rücken beuge allezeit.«
> 
> Die Berufung der Heiden als Hoffnung für Israel
> 
> 11:11   So frage ich nun: Sind sie gestrauchelt, damit sie fallen? Das sei
> ferne! Sondern durch ihren Fall ist den Heiden das Heil
> widerfahren, damit Israel ihnen nacheifern sollte.
> Apg 13,46;  Kap 10,19
> 
> 11:12   Wenn aber schon ihr Fall Reichtum für die Welt ist und ihr Schade
> Reichtum für die Heiden, wieviel mehr wird es Reichtum sein, wenn
> ihre Zahl voll wird.
> 
> 11:13   Euch Heiden aber sage ich: Weil ich Apostel der Heiden bin, preise
> ich mein Amt,
> 
> 11:14   ob ich vielleicht meine Stammverwandten zum Nacheifern reizen und
> einige von ihnen retten könnte.
> 1. Kor 9,20-22; 1. Tim 4,16
> 
> 11:15   Denn wenn ihre Verwerfung die Versöhnung der Welt ist, was wird ihre
> Annahme anderes sein als Leben aus den Toten!
> 
> 11:16   Ist die Erstlingsgabe vom Teig heilig, so ist auch der ganze Teig
> heilig; und wenn die Wurzel heilig ist, so sind auch die Zweige
> heilig.
> 4. Mose 15,20
> 
> Warnung an die Heidenchristen vor Überheblichkeit
> 
> 11:17   Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der
> du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist
> und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums,
> Eph 2,11-14
> 
> 11:18   so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so
> sollst du wissen, daß nicht du die Wurzel trägst, sondern die
> Wurzel trägt dich.
> Joh 4,22
> 
> 11:19   Nun sprichst du: Die Zweige sind ausgebrochen worden, damit ich
> eingepfropft würde.
> 
> 11:20   Ganz recht! Sie wurden ausgebrochen um ihres Unglaubens willen; du
> aber stehst fest durch den Glauben. Sei nicht stolz, sondern fürchte
> dich!
> 1. Kor 10,12
> 
> 11:21   Hat Gott die natürlichen Zweige nicht verschont, wird er dich doch
> wohl auch nicht verschonen.
> 
> 11:22   Darum sieh die Güte und den Ernst Gottes: den Ernst gegenüber denen,
> die gefallen sind, die Güte Gottes aber dir gegenüber, sofern du
> bei seiner Güte bleibst; sonst wirst du auch abgehauen werden.
> Joh 15,2; 15,4; Hebr 3,14
> 
> 11:23   Jene aber, sofern sie nicht im Unglauben bleiben, werden
> eingepfropft werden; denn Gott kann sie wieder einpfropfen.
> 
> 11:24   Denn wenn du aus dem Ölbaum, der von Natur wild war, abgehauen und
> wider die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft worden bist,
> wieviel mehr werden die natürlichen Zweige wieder eingepfropft
> werden in ihren eigenen Ölbaum.
> 
> Israels endliche Errettung
> 
> 11:25   Ich will euch, liebe Brüder, dieses Geheimnis nicht verhehlen, damit
> ihr euch nicht selbst für klug haltet: Verstockung ist einem Teil
> Israels widerfahren, so lange bis die Fülle der Heiden zum Heil
> gelangt ist;
> Joh 10,16
> 
> 11:26    und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht
> (Jesaja 59,20; Jeremia 31,33): »Es wird kommen aus Zion der
> Erlöser, der abwenden wird alle Gottlosigkeit von Jakob.
> Mt 23,39;  Ps 14,7
> 
> 11:27   Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen
> werde.«
> 
> 11:28   Im Blick auf das Evangelium sind sie zwar Feinde um euretwillen;
> aber im Blick auf die Erwählung sind sie Geliebte um der Väter
> willen.
> 
> 11:29   Denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen.
> 4. Mose 23,19
> 
> 11:30   Denn wie ihr zuvor Gott ungehorsam gewesen seid, nun aber
> Barmherzigkeit erlangt habt wegen ihres Ungehorsams,
> Luther übersetzte in Vers 30-32 »ungehorsam sein« bzw. »Ungehorsam«
> mit »nicht glauben« bzw. »Unglaube«.
> 
> 11:31   so sind auch jene jetzt ungehorsam geworden wegen der
> Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, damit auch sie jetzt
> Barmherzigkeit erlangen.
> 
> 11:32   Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich
> aller erbarme.
> Gal 3,22;  1. Tim 2,4
> 
> Lobpreis der Wunderwege Gottes
> 
> 11:33   O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der
> Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und
> unerforschlich seine Wege!
> Jes 45,15;  Jes 55,8-9
> 
> 11:34   Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber
> gewesen?« (Jesaja 40,13)
> 1. Kor 2,16;  Jer 23,18
> 
> 11:35   Oder »wer hat ihm etwas zuvor gegeben, daß Gott es ihm vergelten
> müßte?« (Hiob 41,3)
> 
> 11:36   Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre
> in Ewigkeit! Amen.
> 
>          Das Leben als Gottesdienst
> 
> 12:1    Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes,
> daß ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und
> Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.
> Kap 6,13
> 
> 12:2    Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch
> Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille
> ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
> Eph 4,23;  Eph 5,10; 5,17
> 
> Die Gnadengaben im Dienst der Gemeinde
> 
> 12:3    Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter
> euch, daß niemand mehr von sich halte, als sich's gebührt zu
> halten, sondern daß er maßvoll von sich halte, ein jeder, wie Gott
> das Maß des Glaubens ausgeteilt hat.
> Mt 20,26; 1. Kor 4,6;  1. Kor 12,11; Eph 4,7
> 
> 12:4    Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle
> Glieder dieselbe Aufgabe haben,
> 1. Kor 12,12
> 
> 12:5    so sind wir viele ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer
> des andern Glied,
> 1. Kor 12,27; Eph 4,4; 4,25
> 
> 12:6    und haben verschiedene Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist.
> Ist jemand prophetische Rede gegeben, so übe er sie dem Glauben
> gemäß.
> 1. Kor 4,7; 12,4; 1. Petr 4,10
> 
> 12:7    Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er. Ist jemand Lehre gegeben,
> so lehre er.
> 1. Petr 4,11
> 
> 12:8    Ist jemand Ermahnung gegeben, so ermahne er. Gibt jemand, so gebe
> er mit lauterem Sinn. Steht jemand der Gemeinde vor, so sei er
> sorgfältig. Übt jemand Barmherzigkeit, so tue er's gern.
> Mt 6,3;  2. Kor 8,2; 9,7
> 
> Das Leben der Gemeinde
> 
> 12:9    Die Liebe sei ohne Falsch. Haßt das Böse, hängt dem Guten an.
> 1. Tim 1,5;  Am 5,15
> 
> 12:10    Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem
> andern mit Ehrerbietung zuvor.
> Joh 13,4-15;  Phil 2,3
> 
> 12:11    Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im
> Geist. Dient dem Herrn.
> Offb 3,15;  Apg 18,25;  Kol 3,23
> 
> 12:12   Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im
> Gebet.
> Lk 18,1-8; Kol 4,2; 1. Thess 5,17
> 
> 12:13   Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft.
> 3. Joh 1,5-8; Hebr 13,2
> 
> 12:14   Segnet, die euch verfolgen; segnet, und flucht nicht.
> Mt 5,44; Apg 7,59; 1. Kor 4,12
> 
> 12:15   Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden.
> Ps 35,13-14; 2. Kor 11,29
> 
> 12:16   Seid eines Sinnes untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen,
> sondern haltet euch herunter zu den geringen. Haltet euch nicht
> selbst für klug.
> Kap 15,5; Phil 2,2;  Jes 5,21
> 
> 12:17    Vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht
> gegenüber jedermann.
> Spr 20,22; 1. Thess 5,15;  2. Kor 8,21
> 
> 12:18   Ist's möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen
> Frieden.
> Mk 9,50; Hebr 12,14
> 
> 12:19    Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn
> Gottes; denn es steht geschrieben (5. Mose 32,35): »Die Rache ist
> mein; ich will vergelten, spricht der Herr.«
> (19-21) 3. Mose 19,18; Mt 5,38-44
> 
> 12:20   Vielmehr, »wenn deinen Feind hungert, gib ihm zu essen; dürstet
> ihn, gib ihm zu trinken. Wenn du das tust, so wirst du feurige
> Kohlen auf sein Haupt sammeln« (Sprüche 25,21-22).
> 2. Kön 6,22
> 
> 12:21   Laß dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit
> Gutem.
> 
>          Die Stellung zur staatlichen Gewalt
> 
> 13:1     Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat.
> Denn es ist keine Obrigkeit außer von Gott; wo aber Obrigkeit ist,
> die ist von Gott angeordnet.
> Tit 3,1;  Spr 8,15; Joh 19,11
> Siehe Sach- und Worterklärungen.
> 
> 13:2    Wer sich nun der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt der Anordnung
> Gottes; die ihr aber widerstreben, ziehen sich selbst das Urteil zu.
> 
> 13:3    Denn vor denen, die Gewalt haben, muß man sich nicht fürchten wegen
> guter, sondern wegen böser Werke. Willst du dich aber nicht
> fürchten vor der Obrigkeit, so tue Gutes; so wirst du Lob von ihr
> erhalten.
> 1. Petr 2,13-14
> 
> 13:4    Denn sie ist Gottes Dienerin, dir zugut. Tust du aber Böses, so
> fürchte dich; denn sie trägt das Schwert nicht umsonst: sie ist
> Gottes Dienerin und vollzieht das Strafgericht an dem, der Böses
> tut.
> 2. Chr 19,6-7
> 
> 13:5    Darum ist es notwendig, sich unterzuordnen, nicht allein um der
> Strafe, sondern auch um des Gewissens willen.
> 
> 13:6    Deshalb zahlt ihr ja auch Steuer; denn sie sind Gottes Diener, auf
> diesen Dienst beständig bedacht.
> 
> 13:7    So gebt nun jedem, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer
> gebührt; Zoll, dem der Zoll gebührt; Furcht, dem die Furcht gebührt;
> Ehre, dem die Ehre gebührt.
> Mt 22,21
> 
> Die Liebe als Erfüllung des Gesetzes
> 
> 13:8    Seid niemandem etwas schuldig, außer, daß ihr euch untereinander
> liebt; denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt.
> Gal 5,14; 1. Tim 1,5
> 
> 13:9    Denn was da gesagt ist (2. Mose 20,13-17): »Du sollst nicht
> ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du
> sollst nicht begehren«, und was da sonst an Geboten ist, das wird in
> diesem Wort zusammengefaßt (3. Mose 19,18): »Du sollst deinen
> Nächsten lieben wie dich selbst.«
> 
> 13:10   Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des
> Gesetzes Erfüllung.
> 1. Kor 13,4;  Mt 22,40
> 
> Leben im Licht des kommenden Tages
> 
> 13:11    Und das tut, weil ihr die Zeit erkennt, nämlich daß die Stunde da
> ist, aufzustehen vom Schlaf, denn unser Heil ist jetzt näher als zu
> der Zeit, da wir gläubig wurden.
> (11 und 12) 1. Thess 5,6-8;  Eph 5,14
> 
> 13:12   Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber nahe herbeigekommen. So
> laßt uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des
> Lichts.
> 1. Joh 2,8;  Eph 5,11
> 
> 13:13   Laßt uns ehrbar leben wie am Tage, nicht in Fressen und Saufen,
> nicht in Unzucht und Ausschweifung, nicht in Hader und Eifersucht;
> Lk 21,34; Eph 5,18
> 
> 13:14   sondern zieht an den Herrn Jesus Christus und sorgt für den Leib
> nicht so, daß ihr den Begierden verfallt.
> Gal 3,27;  1. Kor 9,27; Kol 2,23
> 
>          Von den Schwachen und Starken im Glauben
> 
> 14:1    Den Schwachen im Glauben nehmt an und streitet nicht über
> Meinungen.
> Kap 15,1; 1. Kor 8,9
> Luther übersetzte: »und verwirrt die Gewissen nicht«.
> 
> 14:2    Der eine glaubt, er dürfe alles essen; wer aber schwach ist, der ißt
> kein Fleisch.
> 1. Mose 1,29; 9,3
> 
> 14:3    Wer ißt, der verachte den nicht, der nicht ißt; und wer nicht ißt,
> der richte den nicht, der ißt; denn Gott hat ihn angenommen.
> Kol 2,16
> 
> 14:4    Wer bist du, daß du einen fremden Knecht richtest? Er steht oder
> fällt seinem Herrn. Er wird aber stehen bleiben; denn der Herr kann
> ihn aufrecht halten.
> Mt 7,1; Jak 4,11-12
> 
> 14:5    Der eine hält einen Tag für höher als den andern; der andere aber
> hält alle Tage für gleich. Ein jeder sei in seiner Meinung gewiß.
> Gal 4,10
> 
> 14:6    Wer auf den Tag achtet, der tut's im Blick auf den Herrn; wer ißt,
> der ißt im Blick auf den Herrn, denn er dankt Gott; und wer nicht
> ißt, der ißt im Blick auf den Herrn nicht und dankt Gott auch.
> 
> 14:7    Denn unser keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber.
> 
> 14:8    Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem
> Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.
> 2. Kor 5,15; Gal 2,20
> 
> 14:9    Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, daß
> er über Tote und Lebende Herr sei.
> 
> 14:10   Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du
> deinen Bruder? Wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt
> werden.
> Mt 25,31-32; Apg 17,31; 2. Kor 5,10
> 
> 14:11   Denn es steht geschrieben (Jesaja 45,23): »So wahr ich lebe, spricht
> der Herr, mir sollen sich alle Knie beugen, und alle Zungen sollen
> Gott bekennen.«
> Phil 2,10-11
> 
> 14:12   So wird nun jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben.
> Gal 6,5
> 
> 14:13   Darum laßt uns nicht mehr einer den andern richten; sondern richtet
> vielmehr darauf euren Sinn, daß niemand seinem Bruder einen Anstoß
> oder Ärgernis bereite.
> 1. Kor 10,33
> 
> 14:14   Ich weiß und bin gewiß in dem Herrn Jesus, daß nichts unrein ist an
> sich selbst; nur für den, der es für unrein hält, ist es unrein.
> Mt 15,11; Apg 10,15; Tit 1,15
> 
> 14:15   Wenn aber dein Bruder wegen deiner Speise betrübt wird, so handelst
> du nicht mehr nach der Liebe. Bringe nicht durch deine Speise den
> ins Verderben, für den Christus gestorben ist.
> 1. Kor 8,11-13
> 
> 14:16   Es soll doch nicht verlästert werden, was ihr Gutes habt.
> 
> 14:17   Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern
> Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem heiligen Geist.
> 1. Kor 8,8; Hebr 13,9
> 
> 14:18   Wer darin Christus dient, der ist Gott wohlgefällig und bei den
> Menschen geachtet.
> 
> 14:19   Darum laßt uns dem nachstreben, was zum Frieden dient und zur
> Erbauung untereinander.
> Kap 12,18;  Kap 15,2
> 
> 14:20   Zerstöre nicht um der Speise willen Gottes Werk. Es ist zwar alles
> rein; aber es ist nicht gut für den, der es mit schlechtem Gewissen
> ißt.
> 
> 14:21   Es ist besser, du ißt kein Fleisch und trinkst keinen Wein und tust
> nichts, woran sich dein Bruder stößt.
> Vers 2; 1. Kor 10,25-27
> 
> 14:22   Den Glauben, den du hast, behalte bei dir selbst vor Gott. Selig
> ist, der sich selbst nicht zu verurteilen braucht, wenn er sich
> prüft.
> 
> 14:23   Wer aber dabei zweifelt und dennoch ißt, der ist gerichtet, denn es
> kommt nicht aus dem Glauben. Was aber nicht aus dem Glauben kommt,
> das ist Sünde.
> 
>  15:1    Wir aber, die wir stark sind, sollen das Unvermögen der Schwachen
> tragen und nicht Gefallen an uns selber haben.
> Kap 14,1
> 
> 15:2    Jeder von uns lebe so, daß er seinem Nächsten gefalle zum Guten und
> zur Erbauung.
> 1. Kor 9,19; 10,24; 10,33
> 
> 15:3    Denn auch Christus hatte nicht an sich selbst Gefallen, sondern wie
> geschrieben steht (Psalm 69,10): »Die Schmähungen derer, die dich
> schmähen, sind auf mich gefallen.«
> 
> 15:4    Denn was zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben,
> damit wir durch Geduld und den Trost der Schrift Hoffnung haben.
> 1. Kor 10,11
> 
> 15:5    Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, daß ihr
> einträchtig gesinnt seid untereinander, Christus Jesus gemäß,
> Phil 2,2
> 
> 15:6    damit ihr einmütig mit einem Munde Gott lobt, den Vater unseres
> Herrn Jesus Christus.
> 
> 15:7    Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes
> Lob.
> 
> 15:8    Denn ich sage: Christus ist ein Diener der Juden geworden um der
> Wahrhaftigkeit Gottes willen, um die Verheißungen zu bestätigen,
> die den Vätern gegeben sind;
> Mt 15,24;  Apg 3,25
> 
> 15:9    die Heiden aber sollen Gott loben um der Barmherzigkeit willen, wie
> geschrieben steht (Psalm 18,50): »Darum will ich dich loben unter
> den Heiden und deinem Namen singen.«
> 
> 15:10   Und wiederum heißt es (5. Mose 32,43): »Freut euch, ihr Heiden, mit
> seinem Volk!«
> 
> 15:11   Und wiederum (Psalm 117,1): »Lobet den Herrn, alle Heiden, und
> preist ihn, alle Völker!«
> 
> 15:12   Und wiederum spricht Jesaja (Jesaja 11,10): »Es wird kommen der
> Sproß aus der Wurzel Isais und wird aufstehen, um zu herrschen über
> die Heiden; auf den werden die Heiden hoffen.«
> Offb 5,5
> 
> 15:13   Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden
> im Glauben, daß ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft
> des heiligen Geistes.
> 
> Die Vollmacht des Apostels
> 
> 15:14   Ich weiß aber selbst sehr wohl von euch, liebe Brüder, daß auch ihr
> selber voll Güte seid, erfüllt mit aller Erkenntnis, so daß ihr euch
> untereinander ermahnen könnt.
> 
> 15:15   Ich habe es aber dennoch gewagt und euch manches geschrieben, um
> euch zu erinnern kraft der Gnade, die mir von Gott gegeben ist,
> Kap 1,5; 12,3
> 
> 15:16   damit ich ein Diener Christi Jesu unter den Heiden sei, um das
> Evangelium Gottes priesterlich auszurichten, damit die Heiden ein
> Opfer werden, das Gott wohlgefällig ist, geheiligt durch den
> heiligen Geist.
> Kap 11,13
> 
> 15:17   Darum kann ich mich rühmen in Christus Jesus vor Gott.
> 
> 15:18   Denn ich werde nicht wagen, von etwas zu reden, das nicht Christus
> durch mich gewirkt hat, um die Heiden zum Gehorsam zu bringen durch
> Wort und Werk,
> 2. Kor 3,5;  Kap 1,5
> 
> 15:19   in der Kraft von Zeichen und Wundern und in der Kraft des Geistes
> Gottes. So habe ich von Jerusalem aus ringsumher bis nach Illyrien
> das Evangelium von Christus voll ausgerichtet.
> Mk 16,17; 2. Kor 12,12
> 
> 15:20   Dabei habe ich meine Ehre darein gesetzt, das Evangelium zu
> predigen, wo Christi Name noch nicht bekannt war, damit ich nicht
> auf einen fremden Grund baute,
> 2. Kor 10,15-16
> 
> 15:21   sondern ich habe getan, wie geschrieben steht (Jesaja 52,15): »Denen
> nichts von ihm verkündigt worden ist, die sollen sehen, und die
> nichts gehört haben, sollen verstehen.«
> 
> Reisepläne des Apostels
> 
> 15:22   Das ist auch der Grund, warum ich so viele Male daran gehindert
> worden bin, zu euch zu kommen.
> Kap 1,13
> 
> 15:23   Nun aber habe ich keine Aufgabe mehr in diesen Ländern, habe aber
> seit vielen Jahren das Verlangen, zu euch zu kommen,
> Kap 1,10-11
> 
> 15:24   wenn ich nach Spanien reisen werde. Denn ich hoffe, daß ich bei euch
> durchreisen und euch sehen kann und von euch dorthin weitergeleitet
> werde, doch so, daß ich mich zuvor ein wenig an euch erquicke.
> 
> 15:25   Jetzt aber fahre ich hin nach Jerusalem, um den Heiligen zu dienen.
> Apg 18,21; 19,21; 20,22; 24,17
> 
> 15:26   Denn die in Mazedonien und Achaja haben willig eine gemeinsame Gabe
> zusammengelegt für die Armen unter den Heiligen in Jerusalem.
> 1. Kor 16,1; 2. Kor 8,1-4
> 
> 15:27   Sie haben's willig getan und sind auch ihre Schuldner. Denn wenn
> die Heiden an ihren geistlichen Gütern Anteil bekommen haben, ist es
> recht und billig, daß sie ihnen auch mit leiblichen Gütern Dienst
> erweisen.
> 1. Kor 9,11; Gal 6,6
> 
> 15:28   Wenn ich das nun ausgerichtet und ihnen diesen Ertrag zuverlässig
> übergeben habe, will ich von euch aus nach Spanien ziehen.
> 
> 15:29   Ich weiß aber, wenn ich zu euch komme, daß ich mit dem vollen Segen
> Christi kommen werde.
> 
> 15:30   Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, durch unsern Herrn Jesus
> Christus und durch die Liebe des Geistes, daß ihr mir kämpfen helft
> durch eure Gebete für mich zu Gott,
> 2. Kor 1,11; 2. Thess 3,1
> 
> 15:31   damit ich errettet werde von den Ungläubigen in Judäa und mein
> Dienst, den ich für Jerusalem tue, den Heiligen willkommen sei,
> 1. Thess 2,15
> 
> 15:32   damit ich mit Freuden zu euch komme nach Gottes Willen und mich mit
> euch erquicke.
> 
> 15:33   Der Gott des Friedens aber sei mit euch allen! Amen.
> 
>          Empfehlung der Phöbe. Grüße
> 
> 16:1    Ich befehle euch unsere Schwester Phöbe an, die im Dienst der
> Gemeinde von Kenchreä ist,
> 
> 16:2    daß ihr sie aufnehmt in dem Herrn, wie sich's ziemt für die
> Heiligen, und ihr beisteht in jeder Sache, in der sie euch braucht;
> denn auch sie hat vielen beigestanden, auch mir selbst.
> 
> 16:3    Grüßt die Priska und den Aquila, meine Mitarbeiter in Christus
> Jesus,
> Apg 18,2; 18,18; 18,26
> 
> 16:4    die für mein Leben ihren Hals hingehalten haben, denen nicht allein
> ich danke, sondern alle Gemeinden unter den Heiden.
> 
> 16:5    Grüßt auch die Gemeinde in ihrem Hause. Grüßt Epänetus, meinen
> Lieben, der aus der Provinz Asien der Erstling für Christus ist.
> 
> 16:6    Grüßt Maria, die viel Mühe und Arbeit um euch gehabt hat.
> 
> 16:7    Grüßt Andronikus und Junias, meine Stammverwandten und
> Mitgefangenen, die berühmt sind unter den Aposteln und schon vor mir
> in Christus gewesen sind.
> Der griechische Text erlaubt keine Entscheidung, ob der Name Junias
> oder (weiblich) Junia lautet. In der alten Kirche und noch bis ins
> 13. Jahrhundert wurde er als Frauenname verstanden (vgl. das Ehepaar
> Aquila und Priska in Vers 3).
> 
> 16:8    Grüßt Ampliatus, meinen Lieben in dem Herrn.
> 
> 16:9    Grüßt Urbanus, unsern Mitarbeiter in Christus, und Stachys, meinen
> Lieben.
> 
> 16:10   Grüßt Apelles, den Bewährten in Christus. Grüßt die aus dem Haus des
> Aristobul.
> 
> 16:11   Grüßt Herodion, meinen Stammverwandten. Grüßt die aus dem Haus des
> Narzissus, die in dem Herrn sind.
> 
> 16:12   Grüßt die Tryphäna und die Tryphosa, die in dem Herrn arbeiten.
> Grüßt die Persis, meine Liebe, die sich viel gemüht hat im Dienst
> des Herrn.
> 
> 16:13   Grüßt Rufus, den Auserwählten in dem Herrn, und seine Mutter, die
> auch mir eine Mutter geworden ist.
> Mk 15,21
> 
> 16:14   Grüßt Asynkritus, Phlegon, Hermes, Patrobas, Hermas und die Brüder
> bei ihnen.
> 
> 16:15   Grüßt Philologus und Julia, Nereus und seine Schwester und Olympas
> und alle Heiligen bei ihnen.
> 
> 16:16   Grüßt euch untereinander mit dem heiligen Kuß. Es grüßen euch alle
> Gemeinden Christi.
> 1. Kor 16,20
> 
> Warnung vor Irrlehrern
> 
> 16:17   Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, daß ihr euch in acht nehmt vor
> denen, die Zwietracht und Ärgernis anrichten entgegen der Lehre, die
> ihr gelernt habt, und euch von ihnen abwendet.
> Mt 7,15; 2. Thess 3,6; Tit 3,10
> 
> 16:18   Denn solche dienen nicht unserm Herrn Christus, sondern ihrem
> Bauch; und durch süße Worte und prächtige Reden verführen sie die
> Herzen der Arglosen.
> Phil 3,19;  Kol 2,4
> 
> 16:19   Denn euer Gehorsam ist bei allen bekanntgeworden. Deshalb freue ich
> mich über euch; ich will aber, daß ihr weise seid zum Guten, aber
> geschieden vom Bösen.
> Kap 1,8;  1. Kor 14,20
> 
> 16:20   Der Gott des Friedens aber wird den Satan unter eure Füße treten in
> Kürze. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch!
> 
> Grüße der Mitarbeiter
> 
> 16:21   Es grüßen euch Timotheus, mein Mitarbeiter, und Luzius, Jason und
> Sosipater, meine Stammverwandten.
> Apg 16,1-3; 19,22; Phil 2,19-22;  Apg 17,6;  Apg 20,4
> 
> 16:22   Ich, Tertius, der ich diesen Brief geschrieben habe, grüße euch in
> dem Herrn.
> 
> 16:23   Es grüßt euch Gajus, mein und der ganzen Gemeinde Gastgeber. Es
> grüßt euch Erastus, der Stadtkämmerer, und Quartus, der Bruder.
> 1. Kor 1,14
> Der Schluß des Römerbriefes ist uneinheitlich überliefert: Der Vers
> 24 und die Verse 25-27 finden sich bei den Textzeugen an
> verschiedenen Stellen des Briefes. Vers 24 fehlt bei den ältesten
> Textzeugen an dieser Stelle; er lautet: »Die Gnade unseres Herrn
> Jesus Christus sei mit euch allen! Amen.«
> 
> Lobpreis Gottes
> 
> 16:25   Dem aber, der euch stärken kann gemäß meinem Evangelium und der
> Predigt von Jesus Christus, durch die das Geheimnis offenbart ist,
> das seit ewigen Zeiten verschwiegen war,
> 1. Kor 2,7; Eph 1,9; 3,4-9
> 
> 16:26   nun aber offenbart und kundgemacht ist durch die Schriften der
> Propheten nach dem Befehl des ewigen Gottes, den Gehorsam des
> Glaubens aufzurichten unter allen Heiden:
> Kap 1,5
> 
> 16:27   dem Gott, der allein weise ist, sei Ehre durch Jesus Christus in
> Ewigkeit! Amen.
>
> — *45 Der Brief an die Römer*

