# KORINT2

*Exported from [Holy-Writings.com](https://www.holy-writings.com/) on 2026-06-19 — 1 clipping.*

---

> 1:1    Paulus, ein Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und
> Timotheus, unser Bruder, an die Gemeinde Gottes in Korinth samt
> allen Heiligen in ganz Achaja:
> 1. Kor 1,1
> 
> 1:2    Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn
> Jesus Christus!
> 
> Dank für Gottes Trost in Trübsal
> 
> 1:3    Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater
> der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes,
> Röm 15,5
> 
> 1:4    der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten
> können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir
> selber getröstet werden von Gott.
> 
> 1:5    Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden
> wir auch reichlich getröstet durch Christus.
> Ps 34,20; Röm 8,17;  Ps 94,19
> 
> 1:6     Haben wir aber Trübsal, so geschieht es euch zu Trost und Heil.
> Haben wir Trost, so geschieht es zu eurem Trost, der sich wirksam
> erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir
> leiden.
> Kap 4,8-11; 4,15
> 
> 1:7    Und unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: wie ihr an
> den Leiden teilhabt, so werdet ihr auch am Trost teilhaben.
> 
> 1:8    Denn wir wollen euch, liebe Brüder, nicht verschweigen die
> Bedrängnis, die uns in der Provinz Asien widerfahren ist, wo wir
> über die Maßen beschwert waren und über unsere Kraft, so daß wir
> auch am Leben verzagten
> Apg 19,23-40; 1. Kor 15,32
> 
> 1:9    und es bei uns selbst für beschlossen hielten, wir müßten sterben.
> Das geschah aber, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst
> setzten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt,
> 
> 1:10   der uns aus solcher Todesnot errettet hat und erretten wird. Auf ihn
> hoffen wir, er werde uns auch hinfort erretten.
> 
> 1:11   Dazu helft auch ihr durch eure Fürbitte für uns, damit unsertwegen
> für die Gabe, die uns gegeben ist, durch viele Personen viel Dank
> dargebracht werde.
> Phil 1,19
> 
> Gegen den Vorwurf der Unwahrhaftigkeit
> 
> 1:12   Denn dies ist unser Ruhm: das Zeugnis unseres Gewissens, daß wir in
> Einfalt und göttlicher Lauterkeit, nicht in fleischlicher Weisheit,
> sondern in der Gnade Gottes unser Leben in der Welt geführt haben,
> und das vor allem bei euch.
> Kap 2,17; Hebr 13,18;  1. Kor 1,17
> 
> 1:13   Denn wir schreiben euch nichts anderes, als was ihr lest und auch
> versteht. Ich hoffe aber, ihr werdet es noch völlig verstehen,
> 
> 1:14   wie ihr uns zum Teil auch schon verstanden habt, nämlich, daß wir
> euer Ruhm sind, wie auch ihr unser Ruhm seid am Tage unseres Herrn
> Jesus.
> Kap 5,12;  Phil 2,16
> 
> 1:15   Und in solchem Vertrauen wollte ich zunächst zu euch kommen, damit
> ihr abermals eine Wohltat empfinget.
> 
> 1:16   Von euch aus wollte ich nach Mazedonien reisen, aus Mazedonien
> wieder zu euch kommen und mich von euch geleiten lassen nach Judäa.
> 1. Kor 16,5-6
> 
> 1:17   Bin ich etwa leichtfertig gewesen, als ich dies wollte? Oder ist
> mein Vorhaben fleischlich, so daß das Ja Ja bei mir auch ein Nein
> Nein ist?
> 
> 1:18   Gott ist mein Zeuge, daß unser Wort an euch nicht Ja und Nein
> zugleich ist.
> 
> 1:19   Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der unter euch durch uns
> gepredigt worden ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, der
> war nicht Ja und Nein, sondern es war Ja in ihm.
> Apg 18,5
> 
> 1:20   Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen
> wir auch durch ihn das Amen, Gott zum Lobe.
> Offb 3,14
> 
> 1:21   Gott ist's aber, der uns fest macht samt euch in Christus und uns
> gesalbt
> 1. Joh 2,27
> 
> 1:22   und versiegelt und in unsre Herzen als Unterpfand den Geist
> gegeben hat.
> Eph 1,13;  Kap 5,5; Röm 8,16
> 
> 1:23   Ich rufe aber Gott zum Zeugen an bei meiner Seele, daß ich euch
> schonen wollte und darum nicht wieder nach Korinth gekommen bin.
> 
> 1:24   Nicht daß wir Herren wären über euren Glauben, sondern wir sind
> Gehilfen eurer Freude; denn ihr steht im Glauben.
> Kap 4,5; 1. Petr 5,3
> 
>   2:1    Ich hatte aber dies bei mir beschlossen, daß ich nicht abermals in
> Traurigkeit zu euch käme.
> Kap 12,21; 1. Kor 4,21
> 
> 2:2    Denn wenn ich euch traurig mache, wer soll mich dann fröhlich
> machen? Doch nur der, der von mir betrübt wird.
> 
> 2:3    Und eben dies habe ich geschrieben, damit ich nicht, wenn ich komme,
> über die traurig sein müßte, über die ich mich freuen sollte. Habe
> ich doch zu euch allen das Vertrauen, daß meine Freude euer aller
> Freude ist.
> 
> 2:4    Denn ich schrieb euch aus großer Trübsal und Angst des Herzens unter
> vielen Tränen; nicht, damit ihr betrübt werden sollt, sondern damit
> ihr die Liebe erkennt, die ich habe besonders zu euch.
> 
> Vergebung für ein bestraftes Gemeindeglied
> 
> 2:5    Wenn aber jemand Betrübnis angerichtet hat, der hat nicht mich
> betrübt, sondern zum Teil - damit ich nicht zuviel sage - euch alle.
> 
> 2:6    Es ist aber genug, daß derselbe von den meisten gestraft ist,
> 
> 2:7    so daß ihr nun ihm desto mehr vergeben und ihn trösten sollt, damit
> er nicht in allzu große Traurigkeit versinkt.
> 
> 2:8    Darum ermahne ich euch, daß ihr ihm Liebe erweist.
> 
> 2:9    Denn darum habe ich auch geschrieben, um eure Bewährung zu erkennen,
> ob ihr gehorsam seid in allen Stücken.
> 
> 2:10   Wem aber ihr etwas vergebt, dem vergebe ich auch. Denn auch ich
> habe, wenn ich etwas zu vergeben hatte, es vergeben um euretwillen
> vor Christi Angesicht,
> Joh 20,23
> 
> 2:11   damit wir nicht übervorteilt werden vom Satan; denn uns ist wohl
> bewußt, was er im Sinn hat.
> Lk 22,31; 1. Petr 5,8
> 
> Die Verkündigung des Evangeliums als Siegeszug Christi
> 
> 2:12   Als ich aber nach Troas kam, zu predigen das Evangelium Christi, und
> mir eine Tür aufgetan war in dem Herrn,
> Apg 14,27; 1. Kor 16,9
> 
> 2:13   da hatte ich keine Ruhe in meinem Geist, weil ich Titus, meinen
> Bruder, nicht fand; sondern ich nahm Abschied von ihnen und fuhr
> nach Mazedonien.
> Kap 7,6;  Apg 20,1
> 
> 2:14   Gott aber sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christus und
> offenbart den Wohlgeruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten!
> 
> 2:15   Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die
> gerettet werden, und unter denen, die verloren werden:
> 1. Kor 1,18
> 
> 2:16    diesen ein Geruch des Todes zum Tode, jenen aber ein Geruch des
> Lebens zum Leben. Wer aber ist dazu tüchtig?
> Lk 2,34;  Kap 3,5
> 
> 2:17   Wir sind ja nicht wie die vielen, die mit dem Wort Gottes Geschäfte
> machen; sondern wie man aus Lauterkeit und aus Gott reden muß, so
> reden wir vor Gott in Christus.
> Kap 1,12; 4,2; 1. Petr 4,11
> 
>          Die Herrlichkeit des Dienstes im neuen Bund
> 
> 3:1    Fangen wir denn abermals an, uns selbst zu empfehlen? Oder brauchen
> wir, wie gewisse Leute, Empfehlungsbriefe an euch oder von euch?
> Kap 5,12
> 
> 3:2    Ihr seid unser Brief, in unser Herz geschrieben, erkannt und gelesen
> von allen Menschen!
> 1. Kor 9,2
> 
> 3:3    Ist doch offenbar geworden, daß ihr ein Brief Christi seid, durch
> unsern Dienst zubereitet, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit
> dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln,
> sondern auf fleischerne Tafeln, nämlich eure Herzen.
> 2. Mose 24,12
> 
> 3:4    Solches Vertrauen aber haben wir durch Christus zu Gott.
> 
> 3:5    Nicht daß wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als
> von uns selber; sondern daß wir tüchtig sind, ist von Gott,
> Kap 2,16
> 
> 3:6    der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht
> des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet,
> aber der Geist macht lebendig.
> Jer 31,31; 1. Kor 11,25;  Röm 7,6;  Joh 6,63
> 
> 3:7     Wenn aber schon das Amt, das den Tod bringt und das mit Buchstaben
> in Stein gehauen war, Herrlichkeit hatte, so daß die Israeliten das
> Angesicht des Mose nicht ansehen konnten wegen der Herrlichkeit auf
> seinem Angesicht, die doch aufhörte,
> (7-13) 2. Mose 34,29-35
> 
> 3:8    wie sollte nicht viel mehr das Amt, das den Geist gibt, Herrlichkeit
> haben?
> Gal 3,2; 3,5
> 
> 3:9    Denn wenn das Amt, das zur Verdammnis führt, Herrlichkeit hatte,
> wieviel mehr hat das Amt, das zur Gerechtigkeit führt,
> überschwengliche Herrlichkeit.
> Röm 1,17; 3,21
> 
> 3:10   Ja, jene Herrlichkeit ist nicht für Herrlichkeit zu achten gegenüber
> dieser überschwenglichen Herrlichkeit.
> 
> 3:11   Denn wenn das Herrlichkeit hatte, was aufhört, wieviel mehr wird das
> Herrlichkeit haben, was bleibt.
> 
> 3:12   Weil wir nun solche Hoffnung haben, sind wir voll großer Zuversicht
> 
> 3:13   und tun nicht wie Mose, der eine Decke vor sein Angesicht hängte,
> damit die Israeliten nicht sehen konnten das Ende der Herrlichkeit,
> die aufhört.
> 
> 3:14   Aber ihre Sinne wurden verstockt. Denn bis auf den heutigen Tag
> bleibt diese Decke unaufgedeckt über dem Alten Testament, wenn sie
> es lesen, weil sie nur in Christus abgetan wird.
> Apg 28,27; Röm 11,25
> 
> 3:15   Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, hängt die
> Decke vor ihrem Herzen.
> 
> 3:16   Wenn Israel aber sich bekehrt zu dem Herrn, so wird die Decke
> abgetan.
> Röm 11,23; 11,26;  2. Mose 34,34
> 
> 3:17   Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist
> Freiheit.
> 
> 3:18   Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die
> Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt
> in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der
> der Geist ist.
> Kap 4,6
> 
>          Das Licht des Evangeliums im Amt des Apostels
> 
> 4:1    Darum, weil wir dieses Amt haben nach der Barmherzigkeit, die uns
> widerfahren ist, werden wir nicht müde,
> Kap 3,6;  1. Kor 7,25
> 
> 4:2    sondern wir meiden schändliche Heimlichkeit und gehen nicht mit
> List um, fälschen auch nicht Gottes Wort, sondern durch Offenbarung
> der Wahrheit empfehlen wir uns dem Gewissen aller Menschen vor Gott.
> Kap 2,17; 1. Thess 2,5
> 
> 4:3    Ist nun aber unser Evangelium verdeckt, so ist's denen verdeckt,
> die verloren werden,
> 1. Kor 1,18
> 
> 4:4    den Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat,
> daß sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der
> Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes.
> Hebr 1,3
> 
> 4:5    Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus, daß er
> der Herr ist, wir aber eure Knechte um Jesu willen.
> Kap 1,24
> 
> 4:6    Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis
> hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen
> gegeben, daß durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der
> Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.
> 1. Mose 1,3;  Kap 3,18
> 
> Leidensgemeinschaft mit Christus
> 
> 4:7     Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die
> überschwengliche Kraft von Gott sei und nicht von uns.
> (7-10) 1. Kor 4,11-13; Kap 11,23-27
> 
> 4:8    Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht.
> Uns ist bange, aber wir verzagen nicht.
> 
> 4:9    Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden
> unterdrückt, aber wir kommen nicht um.
> 
> 4:10   Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, damit auch
> das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde.
> 1. Kor 15,31; Gal 6,17
> 
> 4:11   Denn wir, die wir leben, werden immerdar in den Tod gegeben um Jesu
> willen, damit auch das Leben Jesu offenbar werde an unserm
> sterblichen Fleisch.
> Röm 8,36;  Phil 3,21
> 
> 4:12   So ist nun der Tod mächtig in uns, aber das Leben in euch.
> 
> 4:13   Weil wir aber denselben Geist des Glaubens haben, wie geschrieben
> steht (Psalm 116,10): »Ich glaube, darum rede ich«, so glauben wir
> auch, darum reden wir auch;
> 
> 4:14   denn wir wissen, daß der, der den Herrn Jesus auferweckt hat, wird
> uns auch auferwecken mit Jesus und wird uns vor sich stellen samt
> euch.
> 1. Kor 6,14
> 
> 4:15   Denn es geschieht alles um euretwillen, damit die überschwengliche
> Gnade durch die Danksagung vieler noch reicher werde zur Ehre
> Gottes.
> Kap 1,6; 1,11
> 
> 4:16   Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch
> verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert.
> Eph 3,16
> 
> 4:17   Denn unsre Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige
> und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit,
> Röm 8,17-18; 1. Petr 1,6
> 
> 4:18   uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das
> Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber
> unsichtbar ist, das ist ewig.
> Hebr 11,1
> 
>          Sehnsucht nach der himmlischen Heimat
> 
> 5:1    Denn wir wissen: wenn unser irdisches Haus, diese Hütte,
> abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott erbaut, ein Haus,
> nicht mit Händen gemacht, das ewig ist im Himmel.
> 2. Petr 1,14
> 
> 5:2    Denn darum seufzen wir auch und sehnen uns danach, daß wir mit
> unserer Behausung, die vom Himmel ist, überkleidet werden,
> 
> 5:3    weil wir dann bekleidet und nicht nackt befunden werden.
> 
> 5:4    Denn solange wir in dieser Hütte sind, seufzen wir und sind
> beschwert, weil wir lieber nicht entkleidet, sondern überkleidet
> werden wollen, damit das Sterbliche verschlungen werde von dem
> Leben.
> 1. Kor 15,51-53
> 
> 5:5    Der uns aber dazu bereitet hat, das ist Gott, der uns als
> Unterpfand den Geist gegeben hat.
> Kap 1,22; Röm 8,16; 8,23; Eph 1,13-14
> 
> 5:6    So sind wir denn allezeit getrost und wissen: solange wir im Leibe
> wohnen, weilen wir fern von dem Herrn;
> Hebr 11,13
> 
> 5:7    denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.
> Röm 8,24; 1. Petr 1,8
> 
> 5:8    Wir sind aber getrost und haben vielmehr Lust, den Leib zu verlassen
> und daheim zu sein bei dem Herrn.
> Phil 1,23
> 
> 5:9    Darum setzen wir auch unsre Ehre darein, ob wir daheim sind oder in
> der Fremde, daß wir ihm wohlgefallen.
> 
> 5:10   Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi,
> damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei
> Lebzeiten, es sei gut oder böse.
> Apg 17,31; Röm 2,16; 14,10;  Joh 5,29; Eph 6,8
> 
> Botschafter der Versöhnung
> 
> 5:11   Weil wir nun wissen, daß der Herr zu fürchten ist, suchen wir
> Menschen zu gewinnen; aber vor Gott sind wir offenbar. Ich hoffe
> aber, daß wir auch vor eurem Gewissen offenbar sind.
> 
> 5:12   Damit empfehlen wir uns nicht abermals bei euch, sondern geben euch
> Anlaß, euch unser zu rühmen, damit ihr antworten könnt denen, die
> sich des Äußeren rühmen und nicht des Herzens.
> Kap 3,1; 10,12
> 
> 5:13   Denn wenn wir außer uns waren, so war es für Gott; sind wir aber
> besonnen, so sind wir's für euch.
> 
> 5:14   Denn die Liebe Christi drängt uns, zumal wir überzeugt sind, daß,
> wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben.
> 
> 5:15   Und er ist darum für alle gestorben, damit, die da leben, hinfort
> nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und
> auferstanden ist.
> Röm 14,7-8
> 
> 5:16   Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch; und
> auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir
> ihn doch jetzt so nicht mehr.
> 
> 5:17   Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das
> Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
> Röm 8,10; Gal 2,20; 6,15;  Offb 21,5
> 
> 5:18   Aber das alles von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch
> Christus und uns das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt.
> Röm 5,10
> 
> 5:19   Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und
> rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet
> das Wort von der Versöhnung.
> Röm 3,24-25; Kol 1,19-20
> 
> 5:20   So sind wir nun Botschafter an Christi Statt, denn Gott ermahnt
> durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt: Laßt euch versöhnen
> mit Gott!
> Lk 10,16
> 
> 5:21   Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde
> gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott
> gilt.
> Joh 8,46;  Jes 53,4-6; Gal 3,13;  Röm 1,17; 1. Kor 1,30
> 
>          Die Bewährung des Apostels in seinem Dienst
> 
> 6:1    Als Mitarbeiter aber ermahnen wir euch, daß ihr die Gnade Gottes
> nicht vergeblich empfangt.
> Kap 1,24
> 
> 6:2    Denn er spricht (Jesaja 49,8): »Ich habe dich zur Zeit der Gnade
> erhört und habe dir am Tage des Heils geholfen.« Siehe, jetzt ist
> die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!
> Lk 4,19; 4,21
> 
> 6:3    Und wir geben in nichts irgendeinen Anstoß, damit unser Amt nicht
> verlästert werde;
> 
> 6:4    sondern in allem erweisen wir uns als Diener Gottes: in großer
> Geduld, in Trübsalen, in Nöten, in Ängsten,
> 
> 6:5    in Schlägen, in Gefängnissen, in Verfolgungen, in Mühen, im Wachen,
> im Fasten,
> Kap 11,23-27; 1. Kor 4,11-13
> 
> 6:6    in Lauterkeit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, im
> heiligen Geist, in ungefärbter Liebe,
> 1. Tim 4,12
> 
> 6:7    in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, mit den Waffen der
> Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken,
> Kap 4,2;  1. Kor 2,4;  Eph 6,14-17
> 
> 6:8    in Ehre und Schande; in bösen Gerüchten und guten Gerüchten, als
> Verführer und doch wahrhaftig;
> 
> 6:9    als die Unbekannten, und doch bekannt; als die Sterbenden, und
> siehe, wir leben; als die Gezüchtigten, und doch nicht getötet;
> Kap 4,10-11;  Ps 118,18; Apg 14,19
> 
> 6:10   als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; als die Armen, aber die
> doch viele reich machen; als die nichts haben, und doch alles haben.
> Phil 4,12-13
> 
> Werbung um die Gemeinde und Warnung vor Götzendienst
> 
> 6:11   O ihr Korinther, unser Mund hat sich euch gegenüber aufgetan, unser
> Herz ist weit geworden.
> 
> 6:12   Eng ist nicht der Raum, den ihr in uns habt; eng aber ist's in euren
> Herzen.
> 
> 6:13   Ich rede mit euch als mit meinen Kindern; stellt euch doch zu mir
> auch so, und macht auch ihr euer Herz weit.
> 1. Kor 4,14
> 
> 6:14   Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die
> Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das
> Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?
> Eph 5,11
> 
> 6:15   Wie stimmt Christus überein mit Beliar? Oder was für ein Teil hat
> der Gläubige mit dem Ungläubigen?
> 
> 6:16   Was hat der Tempel Gottes gemein mit den Götzen? Wir aber sind der
> Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott spricht (3. Mose
> 26,11-12; Hesekiel 37,27): »Ich will unter ihnen wohnen und wandeln
> und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.«
> 1. Kor 3,16
> 
> 6:17   Darum »geht aus von ihnen und sondert euch ab«, spricht der Herr;
> »und rührt nichts Unreines an, so will ich euch annehmen
> Offb 18,4
> 
> 6:18   und euer Vater sein, und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein«,
> spricht der allmächtige Herr (Jesaja 52,11; Hesekiel 20,41; 2.
> Samuel 7,14).
> Jes 43,6; Hos 2,1
> 
>   7:1    Weil wir nun solche Verheißungen haben, meine Lieben, so laßt uns
> von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und
> die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes.
> 
> 7:2    Gebt uns Raum in euren Herzen! Wir haben niemand Unrecht getan, wir
> haben niemand verletzt, wir haben niemand übervorteilt.
> Kap 12,17; Apg 20,33
> 
> 7:3    Nicht sage ich das, um euch zu verurteilen; denn ich habe schon
> zuvor gesagt, daß ihr in unserm Herzen seid, mitzusterben und
> mitzuleben.
> Kap 6,11-13; Röm 6,8
> 
> 7:4    Ich rede mit großer Zuversicht zu euch; ich rühme viel von euch; ich
> bin erfüllt mit Trost; ich habe überschwengliche Freude in aller
> unsrer Bedrängnis.
> 
> Die Freude des Paulus über die Reue der Gemeinde
> 
> 7:5    Denn als wir nach Mazedonien kamen, fanden wir keine Ruhe; sondern
> von allen Seiten waren wir bedrängt, von außen mit Streit, von
> innen mit Furcht.
> Apg 20,1-2;  Kap 4,8
> 
> 7:6    Aber Gott, der die Geringen tröstet, der tröstete uns durch die
> Ankunft des Titus;
> Kap 2,13
> 
> 7:7    nicht allein aber durch seine Ankunft, sondern auch durch den Trost,
> mit dem er bei euch getröstet worden war. Er berichtete uns von
> eurem Verlangen, eurem Weinen, eurem Eifer für mich, so daß ich mich
> noch mehr freute.
> 
> 7:8    Denn wenn ich euch auch durch den Brief traurig gemacht habe, reut
> es mich nicht. Und wenn es mich reute - ich sehe ja, daß jener Brief
> euch wohl eine Weile betrübt hat -,
> Kap 2,4
> 
> 7:9    so freue ich mich doch jetzt nicht darüber, daß ihr betrübt worden
> seid, sondern darüber, daß ihr betrübt worden seid zur Reue. Denn
> ihr seid betrübt worden nach Gottes Willen, so daß ihr von uns
> keinen Schaden erlitten habt.
> 
> 7:10   Denn die Traurigkeit nach Gottes Willen wirkt zur Seligkeit eine
> Reue, die niemanden reut; die Traurigkeit der Welt aber wirkt den
> Tod.
> Mt 26,75; Lk 15,17-24;  Mt 27,3-5
> 
> 7:11   Siehe: eben dies, daß ihr betrübt worden seid nach Gottes Willen,
> welches Mühen hat das in euch gewirkt, dazu Verteidigung, Unwillen,
> Furcht, Verlangen, Eifer, Bestrafung! Ihr habt in allen Stücken
> bewiesen, daß ihr rein seid in dieser Sache.
> 
> 7:12   Darum, wenn ich euch auch geschrieben habe, so ist's doch nicht
> geschehen um dessentwillen, der beleidigt hat, auch nicht um
> dessentwillen, der beleidigt worden ist, sondern damit euer Mühen
> für uns offenbar werde bei euch vor Gott.
> 
> 7:13   Dadurch sind wir getröstet worden. Außer diesem unserm Trost aber
> haben wir uns noch überschwenglicher gefreut über die Freude des
> Titus; denn sein Geist ist erquickt worden von euch allen.
> 
> 7:14   Denn was ich vor ihm von euch gerühmt habe, darin bin ich nicht
> zuschanden geworden; sondern wie alles wahr ist, was wir mit euch
> geredet haben, so hat sich auch unser Rühmen vor Titus als wahr
> erwiesen.
> 
> 7:15   Und er ist überaus herzlich gegen euch gesinnt, wenn er an den
> Gehorsam von euch allen denkt, wie ihr ihn mit Furcht und Zittern
> aufgenommen habt.
> 
> 7:16   Ich freue mich, daß ich mich in allem auf euch verlassen kann.
> 
>          Die Geldsammlung für die Gemeinde in Jerusalem
> 
> 8:1    Wir tun euch aber kund, liebe Brüder, die Gnade Gottes, die in den
> Gemeinden Mazedoniens gegeben ist.
> Röm 15,26
> 
> 8:2    Denn ihre Freude war überschwenglich, als sie durch viel Bedrängnis
> bewährt wurden, und obwohl sie sehr arm sind, haben sie doch
> reichlich gegeben in aller Einfalt.
> 
> 8:3    Denn nach Kräften, das bezeuge ich, und sogar über ihre Kräfte haben
> sie willig gegeben
> 
> 8:4    und haben uns mit vielem Zureden gebeten, daß sie mithelfen dürften
> an der Wohltat und der Gemeinschaft des Dienstes für die Heiligen;
> Apg 11,29
> 
> 8:5    und das nicht nur, wie wir hofften, sondern sie gaben sich selbst,
> zuerst dem Herrn und danach uns, nach dem Willen Gottes.
> 
> 8:6    So haben wir Titus zugeredet, daß er, wie er zuvor angefangen hatte,
> nun auch diese Wohltat unter euch vollends ausrichte.
> 
> 8:7    Wie ihr aber in allen Stücken reich seid, im Glauben und im Wort
> und in der Erkenntnis und in allem Eifer und in der Liebe, die wir
> in euch erweckt haben, so gebt auch reichlich bei dieser Wohltat.
> 1. Kor 1,5;  1. Kor 16,1-2
> 
> 8:8    Nicht sage ich das als Befehl; sondern weil andere so eifrig sind,
> prüfe ich auch eure Liebe, ob sie rechter Art sei.
> 
> 8:9    Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er
> reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine
> Armut reich würdet.
> Mt 8,20; Phil 2,7
> 
> 8:10   Und darin sage ich meine Meinung; denn das ist euch nützlich, die
> ihr seit vorigem Jahr angefangen habt nicht allein mit dem Tun,
> sondern auch mit dem Wollen.
> 
> 8:11   Nun aber vollbringt auch das Tun, damit, wie ihr geneigt seid zu
> wollen, ihr auch geneigt seid zu vollbringen nach dem Maß dessen,
> was ihr habt.
> 
> 8:12   Denn wenn der gute Wille da ist, so ist er willkommen nach dem, was
> einer hat, nicht nach dem, was er nicht hat.
> Spr 3,27-28; Mk 12,43
> 
> 8:13   Nicht, daß die andern gute Tage haben sollen und ihr Not leidet,
> sondern daß es zu einem Ausgleich komme.
> 
> 8:14   Jetzt helfe euer Überfluß ihrem Mangel ab, damit danach auch ihr
> Überfluß eurem Mangel abhelfe und so ein Ausgleich geschehe,
> 
> 8:15   wie geschrieben steht (2. Mose 16,18): »Wer viel sammelte, hatte
> keinen Überfluß, und wer wenig sammelte, hatte keinen Mangel.«
> 
> 8:16   Gott aber sei Dank, der dem Titus solchen Eifer für euch ins Herz
> gegeben hat.
> 
> 8:17   Denn er ließ sich gerne zureden; ja, weil er so sehr eifrig war,
> ist er von selber zu euch gereist.
> Vers 6; Kap 7,7; 7,15
> 
> 8:18   Wir haben aber den Bruder mit ihm gesandt, dessen Lob wegen seines
> Dienstes am Evangelium durch alle Gemeinden geht.
> Kap 12,18
> 
> 8:19   Nicht allein aber das, sondern er ist auch von den Gemeinden dazu
> eingesetzt, uns zu begleiten, wenn wir diese Gabe überbringen dem
> Herrn zur Ehre und zum Erweis unsres guten Willens.
> Gal 2,10
> 
> 8:20   So verhüten wir, daß uns jemand übel nachredet wegen dieser reichen
> Gabe, die durch uns überbracht wird.
> 
> 8:21   Denn wir sehen darauf, daß es redlich zugehe nicht allein vor dem
> Herrn, sondern auch vor den Menschen.
> 
> 8:22   Auch haben wir mit ihnen unsern Bruder gesandt, dessen Eifer wir oft
> in vielen Stücken erprobt haben, nun aber ist er noch viel eifriger
> aus großem Vertrauen zu euch.
> 
> 8:23   Es sei nun Titus, der mein Gefährte und mein Mitarbeiter unter euch
> ist, oder es seien unsere Brüder, die Abgesandte der Gemeinden sind
> und eine Ehre Christi:
> Kap 7,13; 12,18
> 
> 8:24   erbringt den Beweis eurer Liebe und zeigt, daß wir euch zu Recht vor
> ihnen gerühmt haben öffentlich vor den Gemeinden.
> Kap 7,14
> 
>          Der Segen der Geldsammlung
> 
> 9:1    Von dem Dienst, der für die Heiligen geschieht, brauche ich euch
> nicht zu schreiben.
> 
> 9:2    Denn ich weiß von eurem guten Willen, den ich an euch rühme bei
> denen aus Mazedonien, wenn ich sage: Achaja ist schon voriges Jahr
> bereit gewesen! Und euer Beispiel hat die meisten angespornt.
> Kap 8,19
> 
> 9:3    Ich habe aber die Brüder gesandt, damit nicht unser Rühmen über euch
> zunichte werde in diesem Stück, und damit ihr vorbereitet seid, wie
> ich von euch gesagt habe,
> 
> 9:4    daß nicht, wenn die aus Mazedonien mit mir kommen und euch nicht
> vorbereitet finden, wir, um nicht zu sagen: ihr, zuschanden werden
> mit dieser unsrer Zuversicht.
> 
> 9:5    So habe ich es nun für nötig angesehen, die Brüder zu ermahnen, daß
> sie voranzögen zu euch, um die von euch angekündigte Segensgabe
> vorher fertigzumachen, so daß sie bereitliegt als eine Gabe des
> Segens und nicht des Geizes.
> 
> 9:6    Ich meine aber dies: Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich
> ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen.
> Spr 11,24-25; 19,17
> 
> 9:7    Ein jeder, wie er's sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit
> Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.
> Röm 12,8
> 
> 9:8    Gott aber kann machen, daß alle Gnade unter euch reichlich sei,
> damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich
> seid zu jedem guten Werk;
> 
> 9:9    wie geschrieben steht (Psalm 112,9): »Er hat ausgestreut und den
> Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit.«
> 
> 9:10   Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch
> euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer
> Gerechtigkeit.
> Hos 10,12
> 
> 9:11   So werdet ihr reich sein in allen Dingen, zu geben in aller Einfalt,
> die durch uns wirkt Danksagung an Gott.
> 
> 9:12   Denn der Dienst dieser Sammlung hilft nicht allein dem Mangel der
> Heiligen ab, sondern wirkt auch überschwenglich darin, daß viele
> Gott danken.
> 
> 9:13   Denn für diesen treuen Dienst preisen sie Gott über eurem Gehorsam
> im Bekenntnis zum Evangelium Christi und über der Einfalt eurer
> Gemeinschaft mit ihnen und allen.
> 
> 9:14   Und in ihrem Gebet für euch sehnen sie sich nach euch wegen der
> überschwenglichen Gnade Gottes bei euch.
> 
> 9:15   Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!
> 
>          Verteidigung des Apostels gegen persönliche Angriffe
> 
> 10:1    Ich selbst aber, Paulus, ermahne euch bei der Sanftmut und Güte
> Christi, der ich in eurer Gegenwart unterwürfig sein soll, aber
> mutig, wenn ich fern von euch bin.
> 
> 10:2    Ich bitte aber, daß ihr mich nicht zwingt, wenn ich bei euch bin,
> mutig zu sein und die Kühnheit zu gebrauchen, mit der ich gegen
> einige vorzugehen gedenke, die unsern Wandel für fleischlich halten.
> Kap 13,1-2; 1. Kor 4,21
> 
> 10:3    Denn obwohl wir im Fleisch leben, kämpfen wir doch nicht auf
> fleischliche Weise.
> 
> 10:4    Denn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern
> mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören.
> Eph 6,13-17
> 
> 10:5    Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen
> die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den
> Gehorsam gegen Christus.
> 
> 10:6    So sind wir bereit, zu strafen allen Ungehorsam, sobald euer
> Gehorsam vollkommen geworden ist.
> 
> 10:7    Seht, was vor Augen liegt! Verläßt sich jemand darauf, daß er
> Christus angehört, der bedenke wiederum auch dies bei sich, daß, wie
> er Christus angehört, so auch wir!
> 
> 10:8    Auch wenn ich mich noch mehr der Vollmacht rühmen würde, die uns
> der Herr gegeben hat, euch zu erbauen, und nicht euch zu zerstören,
> so würde ich nicht zuschanden werden.
> Kap 13,10; 1. Kor 5,4-5
> 
> 10:9    Das sage ich aber, damit es nicht scheint, als hätte ich euch mit
> den Briefen schrecken wollen.
> 
> 10:10   Denn seine Briefe, sagen sie, wiegen schwer und sind stark; aber
> wenn er selbst anwesend ist, ist er schwach und seine Rede kläglich.
> 
> 10:11   Wer so redet, der bedenke: wie wir aus der Ferne in den Worten
> unsrer Briefe sind, so werden wir, wenn wir anwesend sind, auch mit
> der Tat sein.
> Kap 13,2; 13,10
> 
> Der Maßstab für die Beurteilung des Apostels
> 
> 10:12   Denn wir wagen nicht, uns unter die zu rechnen oder mit denen zu
> vergleichen, die sich selbst empfehlen; aber weil sie sich nur an
> sich selbst messen und mit sich selbst vergleichen, verstehen sie
> nichts.
> Kap 3,1; 5,12
> 
> 10:13    Wir aber wollen uns nicht über alles Maß hinaus rühmen, sondern
> nur nach dem Maß, das uns Gott zugemessen hat, nämlich daß wir auch
> bis zu euch gelangen sollten.
> (13-16) Röm 15,20;  Röm 12,3
> 
> 10:14   Denn es ist nicht so, daß wir uns zuviel anmaßen, als wären wir
> nicht bis zu euch gelangt; denn wir sind ja mit dem Evangelium
> Christi bis zu euch gekommen
> 
> 10:15   und rühmen uns nicht über alles Maß hinaus mit dem, was andere
> gearbeitet haben. Wir haben aber die Hoffnung, daß wir, wenn euer
> Glaube in euch wächst, nach dem Maß, das uns zugemessen ist,
> überschwenglich zu Ehren kommen.
> 
> 10:16   Denn wir wollen das Evangelium auch denen predigen, die jenseits von
> euch wohnen, und rühmen uns nicht mit dem, was andere nach ihrem Maß
> vollbracht haben.
> 
> 10:17   »Wer sich aber rühmt, der rühme sich des Herrn« (Jeremia 9,22-23).
> 1. Kor 1,31
> 
> 10:18   Denn nicht der ist tüchtig, der sich selbst empfiehlt, sondern der,
> den der Herr empfiehlt.
> 1. Kor 4,5
> 
>          Paulus und die falschen Apostel
> 
> 11:1    Wollte Gott, ihr hieltet mir ein wenig Torheit zugut! Doch ihr
> haltet mir's wohl zugut.
> 
> 11:2    Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch
> verlobt mit einem einzigen Mann, damit ich Christus eine reine
> Jungfrau zuführte.
> Eph 5,26-27
> 
> 11:3    Ich fürchte aber, daß, wie die Schlange Eva verführte mit ihrer
> List, so auch eure Gedanken abgewendet werden von der Einfalt und
> Lauterkeit gegenüber Christus.
> 1. Mose 3,4; 3,13
> 
> 11:4    Denn wenn einer zu euch kommt und einen andern Jesus predigt, den
> wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen andern Geist empfangt, den
> ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht
> angenommen habt, so ertragt ihr das recht gern!
> Gal 1,8-9
> 
> 11:5    Ich meine doch, ich sei nicht weniger als die Überapostel.
> Kap 12,11
> 
> 11:6    Und wenn ich schon ungeschickt bin in der Rede, so bin ich's doch
> nicht in der Erkenntnis; sondern in jeder Weise und vor allen haben
> wir sie bei euch kundgetan.
> 1. Kor 2,1-2; 2,13;  Eph 3,4
> 
> 11:7    Oder habe ich gesündigt, als ich mich erniedrigt habe, damit ihr
> erhöht würdet? Denn ich habe euch das Evangelium Gottes ohne
> Entgelt verkündigt.
> Kap 12,13; Mt 10,8; 1. Kor 9,12-18
> 
> 11:8    Andere Gemeinden habe ich beraubt und Geld von ihnen genommen, um
> euch dienen zu können.
> Phil 4,10; 4,15
> 
> 11:9    Und als ich bei euch war und Mangel hatte, fiel ich niemandem zur
> Last. Denn meinem Mangel halfen die Brüder ab, die aus Mazedonien
> kamen. So bin ich euch in keiner Weise zur Last gefallen und will es
> auch weiterhin so halten.
> 
> 11:10   So gewiß die Wahrheit Christi in mir ist, so soll mir dieser Ruhm im
> Gebiet von Achaja nicht verwehrt werden.
> 
> 11:11   Warum das? Weil ich euch nicht liebhabe? Gott weiß es.
> 
> 11:12   Was ich aber tue, das will ich auch weiterhin tun und denen den
> Anlaß nehmen, die einen Anlaß suchen, sich zu rühmen, sie seien wie
> wir.
> 
> 11:13   Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter und
> verstellen sich als Apostel Christi.
> Kap 2,17
> 
> 11:14   Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt
> sich als Engel des Lichts.
> 
> 11:15   Darum ist es nichts Großes, wenn sich auch seine Diener verstellen
> als Diener der Gerechtigkeit; deren Ende wird sein nach ihren
> Werken.
> 
> Die Leiden und Mühen des Apostels
> 
> 11:16   Ich sage abermals: niemand halte mich für töricht; wenn aber doch,
> so nehmt mich an als einen Törichten, damit auch ich mich ein wenig
> rühme.
> Kap 12,6
> 
> 11:17   Was ich jetzt rede, das rede ich nicht dem Herrn gemäß, sondern wie
> in Torheit, weil wir so ins Rühmen gekommen sind.
> 
> 11:18   Da viele sich rühmen nach dem Fleisch, will ich mich auch rühmen.
> 
> 11:19   Denn ihr ertragt gerne die Narren, ihr, die ihr klug seid!
> 1. Kor 4,10
> 
> 11:20   Ihr ertragt es, wenn euch jemand knechtet, wenn euch jemand
> ausnützt, wenn euch jemand gefangennimmt, wenn euch jemand
> erniedrigt, wenn euch jemand ins Gesicht schlägt.
> 
> 11:21   Zu meiner Schande muß ich sagen, dazu waren wir zu schwach! Wo einer
> kühn ist - ich rede in Torheit -, da bin ich auch kühn.
> 
> 11:22   Sie sind Hebräer - ich auch! Sie sind Israeliten - ich auch! Sie
> sind Abrahams Kinder - ich auch!
> Phil 3,5
> 
> 11:23   Sie sind Diener Christi - ich rede töricht: ich bin's weit mehr!
> Ich habe mehr gearbeitet, ich bin öfter gefangen gewesen, ich habe
> mehr Schläge erlitten, ich bin oft in Todesnöten gewesen.
> 1. Kor 15,10;  Kap 6,4-5
> 
> 11:24   Von den Juden habe ich fünfmal erhalten vierzig Geißelhiebe weniger
> einen;
> 5. Mose 25,3
> 
> 11:25   ich bin dreimal mit Stöcken geschlagen, einmal gesteinigt worden;
> dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, einen Tag und eine Nacht
> trieb ich auf dem tiefen Meer.
> Apg 16,22;  Apg 14,19
> 
> 11:26   Ich bin oft gereist, ich bin in Gefahr gewesen durch Flüsse, in
> Gefahr unter Räubern, in Gefahr unter Juden, in Gefahr unter Heiden,
> in Gefahr in Städten, in Gefahr in Wüsten, in Gefahr auf dem Meer,
> in Gefahr unter falschen Brüdern;
> 
> 11:27   in Mühe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel
> Fasten, in Frost und Blöße;
> Kap 6,5
> 
> 11:28   und außer all dem noch das, was täglich auf mich einstürmt, und die
> Sorge für alle Gemeinden.
> Apg 20,18-21; 20,31
> 
> 11:29   Wer ist schwach, und ich werde nicht schwach? Wer wird zu Fall
> gebracht, und ich brenne nicht?
> 
> 11:30   Wenn ich mich denn rühmen soll, will ich mich meiner Schwachheit
> rühmen.
> Kap 12,5
> 
> 11:31   Gott, der Vater des Herrn Jesus, der gelobt sei in Ewigkeit, weiß,
> daß ich nicht lüge.
> 
> 11:32   In Damaskus bewachte der Statthalter des Königs Aretas die Stadt der
> Damaszener und wollte mich gefangennehmen,
> 
> 11:33   und ich wurde in einem Korb durch ein Fenster die Mauer
> hinuntergelassen und entrann seinen Händen.
> Apg 9,24-25
> 
>          Die Offenbarungen des Herrn und die Schwachheit des Apostels
> 
> 12:1    Gerühmt muß werden; wenn es auch nichts nützt, so will ich doch
> kommen auf die Erscheinungen und Offenbarungen des Herrn.
> 
> 12:2    Ich kenne einen Menschen in Christus; vor vierzehn Jahren - ist er
> im Leib gewesen? ich weiß es nicht; oder ist er außer dem Leib
> gewesen? ich weiß es auch nicht; Gott weiß es -, da wurde derselbe
> entrückt bis in den dritten Himmel.
> 
> 12:3    Und ich kenne denselben Menschen - ob er im Leib oder außer dem Leib
> gewesen ist, weiß ich nicht; Gott weiß es -,
> 
> 12:4    der wurde entrückt in das Paradies und hörte unaussprechliche Worte,
> die kein Mensch sagen kann.
> 
> 12:5    Für denselben will ich mich rühmen; für mich selbst aber will ich
> mich nicht rühmen, außer meiner Schwachheit.
> Kap 11,30
> 
> 12:6     Und wenn ich mich rühmen wollte, wäre ich nicht töricht; denn ich
> würde die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber dessen, damit nicht
> jemand mich höher achte, als er an mir sieht oder von mir hört.
> Kap 10,8
> 
> 12:7    Und damit ich mich wegen der hohen Offenbarungen nicht überhebe, ist
> mir gegeben ein Pfahl ins Fleisch, nämlich des Satans Engel, der
> mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe.
> 
> 12:8    Seinetwegen habe ich dreimal zum Herrn gefleht, daß er von mir
> weiche.
> 
> 12:9    Und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen; denn
> meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am
> allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei
> mir wohne.
> 
> 12:10   Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Mißhandlungen, in
> Nöten, in Verfolgungen und Ängsten, um Christi willen; denn wenn ich
> schwach bin, so bin ich stark.
> Phil 4,13
> 
> Das Ringen des Apostels um seine Gemeinde
> 
> 12:11   Ich bin ein Narr geworden! Dazu habt ihr mich gezwungen. Denn ich
> sollte von euch gelobt werden, da ich doch nicht weniger bin als
> die Überapostel, obwohl ich nichts bin.
> Kap 11,5
> 
> 12:12   Denn es sind ja die Zeichen eines Apostels unter euch geschehen in
> aller Geduld, mit Zeichen und mit Wundern und mit Taten.
> Röm 15,19; Hebr 2,4
> 
> 12:13   Was ist's, worin ihr zu kurz gekommen seid gegenüber den andern
> Gemeinden, außer daß ich euch nicht zur Last gefallen bin? Vergebt
> mir dieses Unrecht!
> Kap 11,7-9
> 
> 12:14   Siehe, ich bin jetzt bereit, zum dritten Mal zu euch zu kommen, und
> will euch nicht zur Last fallen; denn ich suche nicht das Eure,
> sondern euch. Denn es sollen nicht die Kinder den Eltern Schätze
> sammeln, sondern die Eltern den Kindern.
> 
> 12:15   Ich aber will gern hingeben und hingegeben werden für eure Seelen.
> Wenn ich euch mehr liebe, soll ich darum weniger geliebt werden?
> Phil 2,17
> 
> 12:16   Nun gut, ich bin euch nicht zur Last gefallen. Aber bin ich etwa
> heimtückisch und habe euch mit Hinterlist gefangen?
> 
> 12:17   Habe ich euch etwa übervorteilt durch einen von denen, die ich zu
> euch gesandt habe?
> 
> 12:18    Ich habe Titus zugeredet und den Bruder mit ihm gesandt. Hat euch
> etwa Titus übervorteilt? Haben wir nicht beide in demselben Geist
> gehandelt? Sind wir nicht in denselben Fußtapfen gegangen?
> Kap 8,6; 8,16-18
> 
> 12:19   Schon lange werdet ihr denken, daß wir uns vor euch verteidigen. Wir
> reden jedoch in Christus vor Gott! Aber das alles geschieht, meine
> Lieben, zu eurer Erbauung.
> 
> 12:20   Denn ich fürchte, wenn ich komme, finde ich euch nicht, wie ich
> will, und ihr findet mich auch nicht, wie ihr wollt, sondern es gibt
> Hader, Neid, Zorn, Zank, üble Nachrede, Verleumdung,
> Aufgeblasenheit, Unordnung.
> Kap 10,2
> 
> 12:21   Ich fürchte, wenn ich abermals komme, wird mein Gott mich demütigen
> bei euch, und ich muß Leid tragen über viele, die zuvor gesündigt
> und nicht Buße getan haben für die Unreinheit und Unzucht und
> Ausschweifung, die sie getrieben haben.
> Kap 13,2
> 
>          Mahnungen vor dem dritten Besuch
> 
> 13:1    Jetzt komme ich zum dritten Mal zu euch. »Durch zweier oder dreier
> Zeugen Mund soll jede Sache bestätigt werden.« (5. Mose 19,15)
> Mt 18,16
> 
> 13:2    Ich habe es vorausgesagt und sage es abermals voraus - wie bei
> meinem zweiten Besuch, so auch nun aus der Ferne - denen, die zuvor
> gesündigt haben, und den andern allen: Wenn ich noch einmal komme,
> dann will ich nicht schonen.
> 
> 13:3    Ihr verlangt ja einen Beweis dafür, daß Christus in mir redet, der
> euch gegenüber nicht schwach ist, sondern ist mächtig unter euch.
> 
> 13:4    Denn wenn er auch gekreuzigt worden ist in Schwachheit, so lebt er
> doch in der Kraft Gottes. Und wenn wir auch schwach sind in ihm, so
> werden wir uns doch mit ihm lebendig erweisen an euch in der Kraft
> Gottes.
> 
> 13:5    Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; prüft euch selbst!
> Oder erkennt ihr euch selbst nicht, daß Jesus Christus in euch ist?
> Wenn nicht, dann wärt ihr ja untüchtig.
> 
> 13:6    Ich hoffe aber, ihr werdet erkennen, daß wir nicht untüchtig sind.
> 
> 13:7    Wir bitten aber Gott, daß ihr nichts Böses tut; nicht damit wir als
> tüchtig angesehen werden, sondern damit ihr das Gute tut und wir wie
> die Untüchtigen seien.
> 
> 13:8    Denn wir vermögen nichts wider die Wahrheit, sondern nur etwas für
> die Wahrheit.
> 
> 13:9    Wir freuen uns ja, wenn wir schwach sind und ihr mächtig seid. Um
> dies beten wir auch, um eure Vollkommenheit.
> 
> 13:10   Deshalb schreibe ich auch dies aus der Ferne, damit ich nicht, wenn
> ich anwesend bin, Strenge gebrauchen muß nach der Vollmacht, die
> mir der Herr gegeben hat, zu erbauen, nicht zu zerstören.
> Kap 10,11;  Kap 10,8
> 
> 13:11   Zuletzt, liebe Brüder, freut euch, laßt euch zurechtbringen, laßt
> euch mahnen, habt einerlei Sinn, haltet Frieden! So wird der Gott
> der Liebe und des Friedens mit euch sein.
> Phil 4,4;  Röm 15,33
> 
> 13:12   Grüßt euch untereinander mit dem heiligen Kuß. Es grüßen euch alle
> Heiligen.
> 
> 13:13   Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die
> Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen!
>
> — *KORINT2*

