# N09GALATER

*Exported from [Holy-Writings.com](https://www.holy-writings.com/) on 2026-06-19 — 1 clipping.*

---

> 1:1    Paulus, ein Apostel nicht von Menschen, auch nicht durch einen
> Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater, der ihn
> auferweckt hat von den Toten,
> Vers 11-12
> 
> 1:2    und alle Brüder, die bei mir sind, an die Gemeinden in Galatien:
> 
> 1:3    Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn
> Jesus Christus,
> 
> 1:4    der sich selbst für unsre Sünden dahingegeben hat, daß er uns
> errette von dieser gegenwärtigen, bösen Welt nach dem Willen
> Gottes, unseres Vaters;
> Kap 2,20; 1. Tim 2,6; Tit 2,14;  1. Joh 5,19
> 
> 1:5    dem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
> 
> Gegen die Verfälschung des Evangeliums
> 
> 1:6    Mich wundert, daß ihr euch so bald abwenden laßt von dem, der euch
> berufen hat in die Gnade Christi, zu einem andern Evangelium,
> 
> 1:7    obwohl es doch kein andres gibt; nur daß einige da sind, die euch
> verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren.
> Apg 15,1; 15,24
> 
> 1:8    Aber auch wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch ein Evangelium
> predigen würden, das anders ist, als wir es euch gepredigt haben,
> der sei verflucht.
> 
> 1:9    Wie wir eben gesagt haben, so sage ich abermals: Wenn jemand euch
> ein Evangelium predigt, anders als ihr es empfangen habt, der sei
> verflucht.
> 1. Tim 6,3
> 
> 1:10   Predige ich denn jetzt Menschen oder Gott zuliebe? Oder suche ich
> Menschen gefällig zu sein? Wenn ich noch Menschen gefällig wäre, so
> wäre ich Christi Knecht nicht.
> 1. Thess 2,4-6
> 
> Die Berufung des Paulus zum Apostel
> 
> 1:11   Denn ich tue euch kund, liebe Brüder, daß das Evangelium, das von
> mir gepredigt ist, nicht von menschlicher Art ist.
> 
> 1:12    Denn ich habe es nicht von einem Menschen empfangen oder gelernt,
> sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi.
> (12-16) Apg 9,1-15
> 
> 1:13   Denn ihr habt ja gehört von meinem Leben früher im Judentum, wie ich
> über die Maßen die Gemeinde Gottes verfolgte und sie zu zerstören
> suchte
> 
> 1:14   und übertraf im Judentum viele meiner Altersgenossen in meinem Volk
> weit und eiferte über die Maßen für die Satzungen der Väter.
> Apg 23,6; 26,5
> 
> 1:15   Als es aber Gott wohlgefiel, der mich von meiner Mutter Leib an
> ausgesondert und durch seine Gnade berufen hat,
> Jer 1,5; Röm 1,1
> 
> 1:16   daß er seinen Sohn offenbarte in mir, damit ich ihn durchs
> Evangelium verkündigen sollte unter den Heiden, da besprach ich
> mich nicht erst mit Fleisch und Blut,
> Mt 16,17;  Kap 2,7
> 
> 1:17   ging auch nicht hinauf nach Jerusalem zu denen, die vor mir Apostel
> waren, sondern zog nach Arabien und kehrte wieder zurück nach
> Damaskus.
> 
> 1:18   Danach, drei Jahre später, kam ich hinauf nach Jerusalem, um Kephas
> kennenzulernen, und blieb fünfzehn Tage bei ihm.
> Joh 1,42; Apg 9,26-27
> 
> 1:19   Von den andern Aposteln aber sah ich keinen außer Jakobus, des
> Herrn Bruder.
> Mt 13,55
> 
> 1:20   Was ich euch aber schreibe - siehe, Gott weiß, ich lüge nicht!
> 
> 1:21   Danach kam ich in die Länder Syrien und Zilizien.
> Apg 9,30
> 
> 1:22   Ich war aber unbekannt von Angesicht den christlichen Gemeinden in
> Judäa.
> 
> 1:23   Sie hatten nur gehört: Der uns früher verfolgte, der predigt jetzt
> den Glauben, den er früher zu zerstören suchte,
> 
> 1:24   und priesen Gott über mir.
> 
>          Die Anerkennung des Paulus durch die anderen Apostel
> 
> 2:1     Danach, vierzehn Jahre später, zog ich abermals hinauf nach
> Jerusalem mit Barnabas und nahm auch Titus mit mir.
> (1-10) Apg 15,1-29; 4,36
> 
> 2:2    Ich zog aber hinauf aufgrund einer Offenbarung und besprach mich mit
> ihnen über das Evangelium, das ich predige unter den Heiden,
> besonders aber mit denen, die das Ansehen hatten, damit ich nicht
> etwa vergeblich liefe oder gelaufen wäre.
> 
> 2:3    Aber selbst Titus, der bei mir war, ein Grieche, wurde nicht
> gezwungen, sich beschneiden zu lassen.
> Apg 16,3; 1. Kor 9,21
> 
> 2:4    Denn es hatten sich einige falsche Brüder mit eingedrängt und neben
> eingeschlichen, um unsere Freiheit auszukundschaften, die wir in
> Christus Jesus haben, und uns zu knechten.
> 
> 2:5    Denen wichen wir auch nicht eine Stunde und unterwarfen uns ihnen
> nicht, damit die Wahrheit des Evangeliums bei euch bestehen bliebe.
> Kap 3,1
> 
> 2:6    Von denen aber, die das Ansehen hatten - was sie früher gewesen
> sind, daran liegt mir nichts; denn Gott achtet das Ansehen der
> Menschen nicht -, mir haben die, die das Ansehen hatten, nichts
> weiter auferlegt.
> 
> 2:7    Im Gegenteil, da sie sahen, daß mir anvertraut war das Evangelium
> an die Heiden so wie Petrus das Evangelium an die Juden
> Eph 3,1-2
> 
> 2:8    - denn der in Petrus wirksam gewesen ist zum Apostelamt unter den
> Juden, der ist auch in mir wirksam gewesen unter den Heiden -,
> 
> 2:9    und da sie die Gnade erkannten, die mir gegeben war, gaben Jakobus
> und Kephas und Johannes, die als Säulen angesehen werden, mir und
> Barnabas die rechte Hand und wurden mit uns eins, daß wir unter den
> Heiden, sie aber unter den Juden predigen sollten,
> Joh 1,42
> 
> 2:10   nur daß wir an die Armen dächten, was ich mich auch eifrig bemüht
> habe zu tun.
> Apg 11,29-30; 2. Kor 8,1 - 9,15
> 
> Die Auseinandersetzung des Paulus mit Petrus in Antiochia
> 
> 2:11   Als aber Kephas nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins
> Angesicht, denn es war Grund zur Klage gegen ihn.
> 
> 2:12   Denn bevor einige von Jakobus kamen, aß er mit den Heiden; als sie
> aber kamen, zog er sich zurück und sonderte sich ab, weil er die aus
> dem Judentum fürchtete.
> Apg 11,2-3
> 
> 2:13   Und mit ihm heuchelten auch die andern Juden, so daß selbst Barnabas
> verführt wurde, mit ihnen zu heucheln.
> 
> 2:14   Als ich aber sah, daß sie nicht richtig handelten nach der Wahrheit
> des Evangeliums, sprach ich zu Kephas öffentlich vor allen: Wenn du,
> der du ein Jude bist, heidnisch lebst und nicht jüdisch, warum
> zwingst du dann die Heiden, jüdisch zu leben?
> 
> 2:15   Wir sind von Geburt Juden und nicht Sünder aus den Heiden.
> 
> 2:16   Doch weil wir wissen, daß der Mensch durch Werke des Gesetzes nicht
> gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch
> wir zum Glauben an Christus Jesus gekommen, damit wir gerecht werden
> durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes;
> denn durch Werke des Gesetzes wird kein Mensch gerecht.
> Röm 3,20; 3,28; Eph 2,8
> 
> 2:17   Sollten wir aber, die wir durch Christus gerecht zu werden suchen,
> auch selbst als Sünder befunden werden - ist dann Christus ein
> Diener der Sünde? Das sei ferne!
> 
> 2:18   Denn wenn ich das, was ich abgebrochen habe, wieder aufbaue, dann
> mache ich mich selbst zu einem Übertreter.
> 
> 2:19   Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott
> lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt.
> Röm 7,6
> 
> 2:20   Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn
> was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn
> Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.
> Joh 17,23;  Kap 1,4
> 
> 2:21   Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn wenn die Gerechtigkeit
> durch das Gesetz kommt, so ist Christus vergeblich gestorben.
> 
>          Die Gerechtigkeit aus dem Glauben
> 
> 3:1    O ihr unverständigen Galater! Wer hat euch bezaubert, denen doch
> Jesus Christus vor die Augen gemalt war als der Gekreuzigte?
> 
> 3:2    Das allein will ich von euch erfahren: Habt ihr den Geist empfangen
> durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glauben?
> 
> 3:3    Seid ihr so unverständig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr's
> denn nun im Fleisch vollenden?
> 
> 3:4    Habt ihr denn so vieles vergeblich erfahren? Wenn es denn vergeblich
> war!
> 
> 3:5    Der euch nun den Geist darreicht und tut solche Taten unter euch,
> tut er's durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom
> Glauben?
> 
> 3:6    So war es mit Abraham: »Er hat Gott geglaubt, und es ist ihm zur
> Gerechtigkeit gerechnet worden« (1. Mose 15,6).
> Röm 4,3
> 
> 3:7    Erkennt also: die aus dem Glauben sind, das sind Abrahams Kinder.
> 
> 3:8    Die Schrift aber hat es vorausgesehen, daß Gott die Heiden durch den
> Glauben gerecht macht. Darum verkündigte sie dem Abraham (1. Mose
> 12,3): »In dir sollen alle Heiden gesegnet werden.«
> 
> 3:9    So werden nun die, die aus dem Glauben sind, gesegnet mit dem
> gläubigen Abraham.
> Röm 4,16
> 
> 3:10   Denn die aus den Werken des Gesetzes leben, die sind unter dem
> Fluch. Denn es steht geschrieben (5. Mose 27,26): »Verflucht sei
> jeder, der nicht bleibt bei alledem, was geschrieben steht in dem
> Buch des Gesetzes, daß er's tue!«
> 
> 3:11   Daß aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar;
> denn »der Gerechte wird aus Glauben leben« (Habakuk 2,4).
> Röm 1,17; Hebr 10,38
> 
> 3:12   Das Gesetz aber ist nicht »aus Glauben«, sondern: »der Mensch, der
> es tut, wird dadurch leben« (3. Mose 18,5).
> 
> 3:13   Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er zum
> Fluch wurde für uns; denn es steht geschrieben (5. Mose 21,23):
> »Verflucht ist jeder, der am Holz hängt«,
> 2. Kor 5,21
> 
> 3:14   damit der Segen Abrahams unter die Heiden komme in Christus Jesus
> und wir den verheißenen Geist empfingen durch den Glauben.
> 
> Verheißung und Gesetz
> 
> 3:15   Liebe Brüder, ich will nach menschlicher Weise reden: Man hebt doch
> das Testament eines Menschen nicht auf, wenn es bestätigt ist, und
> setzt auch nichts dazu.
> 
> 3:16   Nun ist die Verheißung Abraham zugesagt und seinem Nachkommen. Es
> heißt nicht: und den Nachkommen, als gälte es vielen, sondern es
> gilt einem: »und deinem Nachkommen« (1. Mose 22,18), welcher ist
> Christus.
> 
> 3:17   Ich meine aber dies: Das Testament, das von Gott zuvor bestätigt
> worden ist, wird nicht aufgehoben durch das Gesetz, das
> vierhundertdreißig Jahre danach gegeben worden ist, so daß die
> Verheißung zunichte würde.
> 2. Mose 12,40
> 
> 3:18   Denn wenn das Erbe durch das Gesetz erworben würde, so würde es
> nicht durch Verheißung gegeben; Gott aber hat es Abraham durch
> Verheißung frei geschenkt.
> 
> 3:19   Was soll dann das Gesetz? Es ist hinzugekommen um der Sünden
> willen, bis der Nachkomme da sei, dem die Verheißung gilt, und zwar
> ist es von Engeln verordnet durch die Hand eines Mittlers.
> Röm 5,20;  Apg 7,38; 7,53; Hebr 2,2;  5. Mose 5,5
> 
> 3:20   Ein Mittler aber ist nicht Mittler eines Einzigen, Gott aber ist
> Einer.
> 
> 3:21   Wie? Ist dann das Gesetz gegen Gottes Verheißungen? Das sei ferne!
> Denn nur, wenn ein Gesetz gegeben wäre, das lebendig machen könnte,
> käme die Gerechtigkeit wirklich aus dem Gesetz.
> Röm 8,2-4
> 
> 3:22   Aber die Schrift hat alles eingeschlossen unter die Sünde, damit
> die Verheißung durch den Glauben an Jesus Christus gegeben würde
> denen, die glauben.
> Röm 3,9-20; 11,32
> 
> 3:23   Ehe aber der Glaube kam, waren wir unter dem Gesetz verwahrt und
> verschlossen auf den Glauben hin, der dann offenbart werden sollte.
> Kap 4,3
> 
> 3:24   So ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christus hin, damit
> wir durch den Glauben gerecht würden.
> 
> 3:25   Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem
> Zuchtmeister.
> Röm 10,4
> 
> 3:26   Denn ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus
> Jesus.
> Joh 1,12; Röm 8,17
> 
> 3:27   Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus
> angezogen.
> Röm 6,3;  Röm 13,14
> 
> 3:28   Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch
> Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer
> in Christus Jesus.
> Röm 10,12;  1. Kor 12,13
> 
> 3:29   Gehört ihr aber Christus an, so seid ihr ja Abrahams Kinder und nach
> der Verheißung Erben.
> 
>          Befreiung vom Gesetz durch Christus
> 
> 4:1    Ich sage aber: Solange der Erbe unmündig ist, ist zwischen ihm und
> einem Knecht kein Unterschied, obwohl er Herr ist über alle Güter;
> 
> 4:2    sondern er untersteht Vormündern und Pflegern bis zu der Zeit, die
> der Vater bestimmt hat.
> 
> 4:3    So auch wir: Als wir unmündig waren, waren wir in der Knechtschaft
> der Mächte der Welt.
> Vers 8-10; Kap 5,1; Kol 2,20
> 
> 4:4    Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von
> einer Frau und unter das Gesetz getan,
> Mk 1,15; Eph 1,10
> 
> 4:5    damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die
> Kindschaft empfingen.
> 
> 4:6    Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt
> in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater!
> Röm 8,15
> 
> 4:7    So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann
> auch Erbe durch Gott.
> Röm 8,16-17
> 
> Warnung vor Rückfall in die Gesetzlichkeit
> 
> 4:8    Aber zu der Zeit, als ihr Gott noch nicht kanntet, dientet ihr
> denen, die in Wahrheit nicht Götter sind.
> 
> 4:9    Nachdem ihr aber Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt
> seid, wie wendet ihr euch dann wieder den schwachen und dürftigen
> Mächten zu, denen ihr von neuem dienen wollt?
> 
> 4:10   Ihr haltet bestimmte Tage ein und Monate und Zeiten und Jahre.
> Röm 14,5; Kol 2,16; 2,20-21
> 
> 4:11   Ich fürchte für euch, daß ich vielleicht vergeblich an euch
> gearbeitet habe.
> 2. Joh 1,8
> 
> 4:12   Werdet doch wie ich, denn ich wurde wie ihr, liebe Brüder, ich bitte
> euch. Ihr habt mir kein Leid getan.
> 
> 4:13   Ihr wißt doch, daß ich euch in Schwachheit des Leibes das
> Evangelium gepredigt habe beim ersten Mal.
> 1. Kor 2,3;  Apg 16,6
> 
> 4:14   Und obwohl meine leibliche Schwäche euch ein Anstoß war, habt ihr
> mich nicht verachtet oder vor mir ausgespuckt, sondern wie einen
> Engel Gottes nahmt ihr mich auf, ja wie Christus Jesus.
> 
> 4:15   Wo sind nun eure Seligpreisungen geblieben? Denn ich bezeuge euch,
> ihr hättet, wenn es möglich gewesen wäre, eure Augen ausgerissen und
> mir gegeben.
> 
> 4:16   Bin ich denn damit euer Feind geworden, daß ich euch die Wahrheit
> vorhalte?
> 
> 4:17   Es ist nicht recht, wie sie um euch werben; sie wollen euch nur von
> mir abspenstig machen, damit ihr um sie werben sollt.
> Kap 1,7
> 
> 4:18   Umworben zu werden ist gut, wenn's im Guten geschieht, und zwar
> immer und nicht nur in meiner Gegenwart, wenn ich bei euch bin.
> 
> 4:19   Meine lieben Kinder, die ich abermals unter Wehen gebäre, bis
> Christus in euch Gestalt gewinne! -
> 1. Kor 4,15
> 
> 4:20   Ich wollte aber, daß ich jetzt bei euch wäre und mit andrer Stimme
> zu euch reden könnte; denn ich bin irre an euch.
> 
> Knechtschaft und Freiheit
> 
> 4:21   Sagt mir, die ihr unter dem Gesetz sein wollt: Hört ihr das Gesetz
> nicht?
> 
> 4:22   Denn es steht geschrieben, daß Abraham zwei Söhne hatte, den einen
> von der Magd, den andern von der Freien.
> 1. Mose 16,15;  1. Mose 21,2
> 
> 4:23   Aber der von der Magd ist nach dem Fleisch gezeugt worden, der von
> der Freien aber kraft der Verheißung.
> Röm 9,7-9
> 
> 4:24   Diese Worte haben tiefere Bedeutung. Denn die beiden Frauen bedeuten
> zwei Bundesschlüsse: einen vom Berg Sinai, der zur Knechtschaft
> gebiert, das ist Hagar;
> Kap 5,1; Röm 8,15
> 
> 4:25   denn Hagar bedeutet den Berg Sinai in Arabien und ist ein Gleichnis
> für das jetzige Jerusalem, das mit seinen Kindern in der
> Knechtschaft lebt.
> 
> 4:26   Aber das Jerusalem, das droben ist, das ist die Freie; das ist
> unsre Mutter.
> Hebr 12,22; Offb 21,2
> 
> 4:27   Denn es steht geschrieben (Jesaja 54,1): »Sei fröhlich, du
> Unfruchtbare, die du nicht gebierst! Brich in Jubel aus und jauchze,
> die du nicht schwanger bist. Denn die Einsame hat viel mehr Kinder,
> als die den Mann hat.«
> 
> 4:28   Ihr aber, liebe Brüder, seid wie Isaak Kinder der Verheißung.
> 
> 4:29   Aber wie zu jener Zeit der, der nach dem Fleisch gezeugt war, den
> verfolgte, der nach dem Geist gezeugt war, so geht es auch jetzt.
> 
> 4:30   Doch was spricht die Schrift? »Stoß die Magd hinaus mit ihrem Sohn;
> denn der Sohn der Magd soll nicht erben mit dem Sohn der Freien« (1.
> Mose 21,10).
> 
> 4:31   So sind wir nun, liebe Brüder, nicht Kinder der Magd, sondern der
> Freien.
> 
>          Aufruf zur rechten Freiheit
> 
> 5:1    Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und laßt
> euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!
> Kap 4,5;  Apg 15,10
> 
> 5:2    Siehe, ich, Paulus, sage euch: Wenn ihr euch beschneiden laßt, so
> wird euch Christus nichts nützen.
> 
> 5:3    Ich bezeuge abermals einem jeden, der sich beschneiden läßt, daß er
> das ganze Gesetz zu tun schuldig ist.
> 
> 5:4    Ihr habt Christus verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden
> wollt, und seid aus der Gnade gefallen.
> 
> 5:5    Denn wir warten im Geist durch den Glauben auf die Gerechtigkeit,
> auf die man hoffen muß.
> 
> 5:6    Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch
> Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe
> tätig ist.
> Kap 6,15; Röm 2,26; 1. Kor 7,19
> 
> 5:7    Ihr lieft so gut. Wer hat euch aufgehalten, der Wahrheit nicht zu
> gehorchen?
> 
> 5:8    Solches Überreden kommt nicht von dem, der euch berufen hat.
> 
> 5:9    Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig.
> 1. Kor 5,6
> 
> 5:10   Ich habe das Vertrauen zu euch in dem Herrn, ihr werdet nicht anders
> gesinnt sein. Wer euch aber irremacht, der wird sein Urteil tragen,
> er sei, wer er wolle.
> Kap 1,7
> 
> 5:11   Ich aber, liebe Brüder, wenn ich die Beschneidung noch predige,
> warum leide ich dann Verfolgung? Dann wäre das Ärgernis des
> Kreuzes aufgehoben.
> 1. Kor 15,30;  Kap 6,12; 1. Kor 1,23
> 
> 5:12   Sollen sie sich doch gleich verschneiden lassen, die euch aufhetzen!
> 
> 5:13   Ihr aber, liebe Brüder, seid zur Freiheit berufen. Allein seht zu,
> daß ihr durch die Freiheit nicht dem Fleisch Raum gebt; sondern
> durch die Liebe diene einer dem andern.
> 1. Petr 2,16; 2. Petr 2,19
> Siehe Sach- und Worterklärungen zu »Fleisch«.
> 
> 5:14   Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem (3. Mose
> 19,18): »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!«
> 
> 5:15   Wenn ihr euch aber untereinander beißt und freßt, so seht zu, daß
> ihr nicht einer vom andern aufgefressen werdet.
> Jak 4,2
> 
> Das Leben im Geist
> 
> 5:16   Ich sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des
> Fleisches nicht vollbringen.
> 
> 5:17   Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das
> Fleisch; die sind gegeneinander, so daß ihr nicht tut, was ihr
> wollt.
> Röm 7,15; 7,23
> 
> 5:18   Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz.
> 
> 5:19    Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind:
> Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung,
> (19-21) 1. Kor 6,9-10
> 
> 5:20   Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank,
> Zwietracht, Spaltungen,
> 
> 5:21   Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Davon habe ich euch
> vorausgesagt und sage noch einmal voraus: die solches tun, werden
> das Reich Gottes nicht erben.
> Eph 5,5; Offb 22,15
> 
> 5:22   Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld,
> Freundlichkeit, Güte, Treue,
> Eph 5,9
> 
> 5:23   Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.
> 1. Tim 1,9
> 
> 5:24   Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt
> samt den Leidenschaften und Begierden.
> Röm 6,6
> 
> 5:25   Wenn wir im Geist leben, so laßt uns auch im Geist wandeln.
> Röm 8,4
> 
> 5:26   Laßt uns nicht nach eitler Ehre trachten, einander nicht
> herausfordern und beneiden.
> Phil 2,3
> 
>          Mahnung zur Brüderlichkeit
> 
> 6:1    Liebe Brüder, wenn ein Mensch etwa von einer Verfehlung ereilt
> wird, so helft ihm wieder zurecht mit sanftmütigem Geist, ihr, die
> ihr geistlich seid; und sieh auf dich selbst, daß du nicht auch
> versucht werdest.
> Mt 18,15; Jak 5,19
> 
> 6:2    Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi
> erfüllen.
> 2. Kor 11,29
> 
> 6:3    Denn wenn jemand meint, er sei etwas, obwohl er doch nichts ist, der
> betrügt sich selbst.
> 
> 6:4    Ein jeder aber prüfe sein eigenes Werk; und dann wird er seinen
> Ruhm bei sich selbst haben und nicht gegenüber einem andern.
> 2. Kor 13,5
> 
> 6:5    Denn ein jeder wird seine eigene Last tragen.
> Röm 14,12
> 
> 6:6    Wer aber unterrichtet wird im Wort, der gebe dem, der ihn
> unterrichtet, Anteil an allem Guten.
> 1. Kor 9,14
> 
> 6:7    Irret euch nicht! Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch
> sät, das wird er ernten.
> Jer 21,14
> 
> 6:8    Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben
> ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige
> Leben ernten.
> Röm 8,13
> 
> 6:9    Laßt uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit
> werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen.
> 2. Thess 3,13
> 
> 6:10   Darum, solange wir noch Zeit haben, laßt uns Gutes tun an jedermann,
> allermeist aber an des Glaubens Genossen.
> 2. Petr 1,7
> 
> Eigenhändiger Briefschluß
> 
> 6:11   Seht, mit wie großen Buchstaben ich euch schreibe mit eigener Hand!
> 
> 6:12   Die Ansehen haben wollen nach dem Fleisch, die zwingen euch zur
> Beschneidung, nur damit sie nicht um des Kreuzes Christi willen
> verfolgt werden.
> Kap 5,11
> 
> 6:13   Denn auch sie selbst, die sich beschneiden lassen, halten das Gesetz
> nicht, sondern sie wollen, daß ihr euch beschneiden laßt, damit sie
> sich dessen rühmen können.
> 
> 6:14   Es sei aber fern von mir, mich zu rühmen als allein des Kreuzes
> unseres Herrn Jesus Christus, durch den mir die Welt gekreuzigt ist
> und ich der Welt.
> 1. Kor 1,31; 2,2
> 
> 6:15   Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch
> Unbeschnittensein etwas, sondern eine neue Kreatur.
> Kap 5,6; 1. Kor 7,19;  2. Kor 5,17
> 
> 6:16   Und alle, die sich nach diesem Maßstab richten - Friede und
> Barmherzigkeit über sie und über das Israel Gottes!
> Ps 125,5
> 
> 6:17   Hinfort mache mir niemand weiter Mühe; denn ich trage die
> Malzeichen Jesu an meinem Leibe.
> 2. Kor 4,10
> 
> 6:18   Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geist, liebe
> Brüder! Amen.
>
> — *N09GALATER*

