# Reich Israel: Ahasja und der Prophet Elia

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> Reich Israel: Ahasja und der Prophet Elia
> 
> 1:1    Es fielen aber die Moabiter ab von Israel, als Ahab tot war.
> 2. Sam 8,2;  Kap 3,4-27
> 
> 1:2    Und Ahasja fiel durch das Gitter in seinem Obergemach in Samaria und
> wurde krank. Und er sandte Boten und sprach zu ihnen: Geht hin und
> befragt Baal-Sebub, den Gott von Ekron, ob ich von dieser Krankheit
> genesen werde.
> 1. Kön 22,52-54
> 
> 1:3    Aber der Engel des HERRN redete mit Elia, dem Tischbiter: Auf und
> geh den Boten des Königs von Samaria entgegen und sprich zu ihnen:
> Ist denn nun kein Gott in Israel, daß ihr hingeht, zu befragen
> Baal-Sebub, den Gott von Ekron?
> Jes 8,19
> 
> 1:4    Darum spricht der HERR: Du sollst nicht mehr von dem Bett
> herunterkommen, auf das du dich gelegt hast, sondern sollst des
> Todes sterben. Und Elia ging.
> 
> 1:5    Und als die Boten zum König zurückkamen, sprach er zu ihnen: Warum
> kommt ihr zurück?
> 
> 1:6    Sie sprachen zu ihm: Es kam ein Mann herauf uns entgegen und sprach
> zu uns: Geht wieder hin zu dem König, der euch gesandt hat, und
> sprecht zu ihm: So spricht der HERR: Ist denn kein Gott in Israel,
> daß du hinsendest, zu befragen Baal-Sebub, den Gott von Ekron? Darum
> sollst du nicht mehr herunterkommen von dem Bett, auf das du dich
> gelegt hast, sondern sollst des Todes sterben.
> 
> 1:7    Er sprach zu ihnen: Von welcher Art war denn der Mann, der euch
> begegnete und das zu euch sagte?
> 
> 1:8    Sie sprachen zu ihm: Er hatte langes Haar und einen Ledergurt um
> seine Lenden. Er aber sprach: Es ist Elia, der Tischbiter.
> Ri 16,17;  Mt 3,4
> 
> 1:9    Und der König sandte zu Elia einen Hauptmann über fünfzig samt
> seinen fünfzig Mann. Und als der zu ihm hinaufkam, siehe, da saß er
> oben auf dem Berge. Er aber sprach zu ihm: Du Mann Gottes, der König
> sagt: Du sollst herabkommen!
> 
> 1:10   Elia antwortete dem Hauptmann über fünfzig: Bin ich ein Mann
> Gottes, so falle Feuer vom Himmel und fresse dich und deine fünfzig
> Mann. Da fiel Feuer vom Himmel und fraß ihn und seine fünfzig Mann.
> Lk 9,54; Offb 11,5
> 
> 1:11   Und der König sandte wiederum einen andern Hauptmann über fünfzig zu
> ihm samt seinen fünfzig Mann. Der kam zu ihm hinauf und sprach zu
> ihm: Du Mann Gottes, so spricht der König: Komm eilends herab!
> 
> 1:12   Elia antwortete: Bin ich ein Mann Gottes, so falle Feuer vom Himmel
> und fresse dich und deine fünfzig Mann. Da fiel das Feuer Gottes vom
> Himmel und fraß ihn und seine fünfzig Mann.
> 
> 1:13   Da sandte der König wiederum den dritten Hauptmann über fünfzig samt
> seinen fünfzig Mann. Als der zu ihm hinaufkam, beugte er seine Knie
> vor Elia und flehte ihn an und sprach zu ihm: Du Mann Gottes, laß
> mein Leben und das Leben deiner Knechte, dieser fünfzig, vor dir
> etwas gelten!
> 
> 1:14   Siehe, Feuer ist vom Himmel gefallen und hat die ersten zwei
> Hauptleute über fünfzig mit ihren fünfzig Mann gefressen; nun aber
> laß mein Leben etwas gelten vor dir.
> 
> 1:15   Da sprach der Engel des HERRN zu Elia: Geh mit ihm hinab und fürchte
> dich nicht vor ihm! Und er machte sich auf und ging mit ihm hinab
> zum König.
> 
> 1:16   Und er sprach zu ihm: So spricht der HERR: Weil du Boten hingesandt
> hast und hast befragen lassen Baal-Sebub, den Gott von Ekron, als
> wäre kein Gott in Israel, dessen Wort man erfragen könnte, so sollst
> du von dem Bett nicht mehr herunterkommen, auf das du dich gelegt
> hast, sondern sollst des Todes sterben.
> 
> 1:17   So starb Ahasja nach dem Wort des HERRN, das Elia geredet hatte.
> Und Joram wurde König an seiner Statt im zweiten Jahr Jorams, des
> Sohnes Joschafats, des Königs von Juda; denn Ahasja hatte keinen
> Sohn.
> Kap 3,1
> 
> 1:18   Was aber mehr von Ahasja zu sagen ist, was er getan hat, siehe, das
> steht geschrieben in der Chronik der Könige von Israel.
> 
>          Elia wird entrückt, und Elisa tritt seine Nachfolge an
> 
> 2:1    Als aber der HERR Elia im Wetter gen Himmel holen wollte, gingen
> Elia und Elisa von Gilgal weg.
> 
> 2:2    Und Elia sprach zu Elisa: Bleibe du hier, denn der HERR hat mich
> nach Bethel gesandt. Elisa aber sprach: So wahr der HERR lebt und du
> lebst: ich verlasse dich nicht. Und als sie hinab nach Bethel kamen,
> 
> 2:3    gingen die Prophetenjünger, die in Bethel waren, heraus zu Elisa und
> sprachen zu ihm: Weißt du auch, daß der HERR heute deinen Herrn von
> dir hinwegnehmen wird? Er aber sprach: Auch ich weiß es wohl;
> schweigt nur still.
> 
> 2:4    Und Elia sprach zu ihm: Elisa, bleib du hier, denn der HERR hat mich
> nach Jericho gesandt. Er aber sprach: So wahr der HERR lebt und du
> lebst: ich verlasse dich nicht. Und als sie nach Jericho kamen,
> 
> 2:5    traten die Prophetenjünger, die in Jericho waren, zu Elisa und
> sprachen zu ihm: Weißt du auch, daß der HERR heute deinen Herrn von
> dir hinwegnehmen wird? Er aber sprach: Auch ich weiß es wohl;
> schweigt nur still.
> 
> 2:6    Und Elia sprach zu ihm: Bleib du hier, denn der HERR hat mich an den
> Jordan gesandt. Er aber sprach: So wahr der HERR lebt und du lebst:
> ich verlasse dich nicht. Und es gingen die beiden miteinander.
> 
> 2:7    Und fünfzig von den Prophetenjüngern gingen hin und standen von
> ferne; aber die beiden standen am Jordan.
> 
> 2:8    Da nahm Elia seinen Mantel und wickelte ihn zusammen und schlug ins
> Wasser; das teilte sich nach beiden Seiten, so daß die beiden auf
> trockenem Boden hinübergingen.
> 2. Mose 14,21-22; Jos 3,16
> 
> 2:9    Und als sie hinüberkamen, sprach Elia zu Elisa: Bitte, was ich dir
> tun soll, ehe ich von dir genommen werde. Elisa sprach: Daß mir
> zwei Anteile von deinem Geiste zufallen.
> 5. Mose 21,17
> 
> 2:10   Er sprach: Du hast Schweres erbeten. Doch wenn du mich sehen wirst,
> wie ich von dir genommen werde, so wird's geschehen; wenn nicht, so
> wird's nicht sein.
> 
> 2:11   Und als sie miteinander gingen und redeten, siehe, da kam ein
> feuriger Wagen mit feurigen Rossen, die schieden die beiden
> voneinander. Und Elia fuhr im Wetter gen Himmel.
> 1. Mose 5,24
> 
> 2:12   Elisa aber sah es und schrie: Mein Vater, mein Vater, du Wagen
> Israels und sein Gespann! und sah ihn nicht mehr. Da faßte er seine
> Kleider, zerriß sie in zwei Stücke
> Kap 6,21; 13,14
> 
> 2:13   und hob den Mantel auf, der Elia entfallen war, und kehrte um und
> trat wieder an das Ufer des Jordans.
> 
> 2:14   Und er nahm den Mantel, der Elia entfallen war, und schlug ins
> Wasser und sprach: Wo ist nun der HERR, der Gott Elias? und schlug
> ins Wasser. Da teilte es sich nach beiden Seiten, und Elisa ging
> hindurch.
> 
> 2:15   Und als das die Prophetenjünger sahen, die gegenüber bei Jericho
> waren, sprachen sie: Der Geist Elias ruht auf Elisa, und sie gingen
> ihm entgegen und fielen vor ihm nieder zur Erde
> 
> 2:16   und sprachen zu ihm: Siehe, es sind unter deinen Knechten fünfzig
> starke Männer, die laß gehen und deinen Herrn suchen. Vielleicht hat
> ihn der Geist des HERRN genommen und auf irgendeinen Berg oder in
> irgendein Tal geworfen. Er aber sprach: Laßt sie nicht gehen!
> 
> 2:17   Aber sie nötigten ihn, bis er nachgab und sprach: Laßt sie hingehen!
> Und sie sandten hin fünfzig Männer, und diese suchten Elia drei
> Tage; aber sie fanden ihn nicht.
> 
> 2:18   Und sie kamen zu Elisa zurück, als er noch in Jericho war, und er
> sprach zu ihnen: Sagte ich euch nicht, ihr solltet nicht hingehen?
> 
> Elisa macht eine Quelle gesund und straft die spottenden Knaben
> 
> 2:19   Und die Männer der Stadt sprachen zu Elisa: Siehe, es ist gut wohnen
> in dieser Stadt, wie mein Herr sieht; aber es ist böses Wasser, und
> es macht unfruchtbar.
> 
> 2:20   Er sprach: Bringt mir her eine neue Schale und tut Salz hinein! Und
> sie brachten's ihm.
> 
> 2:21   Da ging er hinaus zu der Wasserquelle und warf das Salz hinein und
> sprach: So spricht der HERR: Ich habe dies Wasser gesund gemacht; es
> soll hinfort weder Tod noch Unfruchtbarkeit von ihm kommen.
> 
> 2:22   So wurde das Wasser gesund bis auf diesen Tag nach dem Wort Elisas,
> das er sprach.
> 
> 2:23   Und er ging hinauf nach Bethel. Und als er den Weg hinanging, kamen
> kleine Knaben zur Stadt heraus und verspotteten ihn und sprachen zu
> ihm: Kahlkopf, komm herauf! Kahlkopf, komm herauf!
> 
> 2:24   Und er wandte sich um, und als er sie sah, verfluchte er sie im
> Namen des HERRN. Da kamen zwei Bären aus dem Walde und zerrissen
> zweiundvierzig von den Kindern.
> 
> 2:25   Von da ging er auf den Berg Karmel und kehrte von da nach Samaria
> zurück.
> 
>          Reich Israel: Jorams Krieg gegen die Moabiter und Elisas Hilfe
> 
> 3:1     Joram, der Sohn Ahabs, wurde König über Israel zu Samaria im
> achtzehnten Jahr Joschafats, des Königs von Juda, und regierte zwölf
> Jahre.
> Kap 1,17
> 
> 3:2    Und er tat, was dem HERRN mißfiel, doch nicht wie sein Vater und
> seine Mutter. Denn er entfernte das Steinmal Baals, das sein Vater
> hatte machen lassen;
> 1. Kön 16,32
> 
> 3:3    aber er blieb hangen an den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats,
> der Israel sündigen machte, und ließ nicht ab davon.
> 1. Kön 12,28-30
> 
> 3:4    Mescha aber, der König der Moabiter, besaß viele Schafe und hatte
> dem König von Israel Wolle zu entrichten von hunderttausend Lämmern
> und von hunderttausend Widdern.
> 
> 3:5    Als aber Ahab tot war, fiel der König der Moabiter ab vom König von
> Israel.
> 
> 3:6    Und alsbald zog der König Joram aus von Samaria und bot ganz Israel
> auf
> 
> 3:7    und sandte hin zu Joschafat, dem König von Juda, und ließ ihm sagen:
> Der König der Moabiter ist von mir abgefallen; komm mit mir, um
> gegen die Moabiter zu kämpfen! Er sprach: Ich will kommen; ich bin
> wie du, und mein Volk wie dein Volk, und meine Rosse wie deine
> Rosse.
> 1. Kön 22,4
> 
> 3:8    Und Joram sprach: Welchen Weg wollen wir hinaufziehen? Joschafat
> sprach: Den Weg durch die Wüste Edom.
> 
> 3:9    So zogen hin der König von Israel, der König von Juda und der König
> von Edom. Und als sie sieben Tagereisen weit gezogen waren, hatte
> das Heer und das Vieh, das bei ihnen war, kein Wasser.
> 
> 3:10   Da sprach der König von Israel: O weh! Der HERR hat diese drei
> Könige hergerufen, um sie in die Hände der Moabiter zu geben!
> 
> 3:11   Joschafat aber sprach: Ist kein Prophet des HERRN hier, damit wir
> den HERRN durch ihn befragen? Da antwortete einer unter den Männern
> des Königs von Israel und sprach: Hier ist Elisa, der Sohn
> Schafats, der Elia Wasser auf die Hände goß.
> 1. Kön 22,5; 22,7;  1. Kön 19,19-21
> 
> 3:12   Joschafat sprach: Des HERRN Wort ist bei ihm. So zogen zu ihm hinab
> der König von Israel und Joschafat und der König von Edom.
> 
> 3:13   Elisa aber sprach zum König von Israel: Was habe ich mit dir zu
> schaffen? Geh hin zu den Propheten deines Vaters und zu den
> Propheten deiner Mutter! Der König von Israel sprach zu ihm: Nicht
> doch! Denn der HERR hat diese drei Könige hergerufen, um sie in die
> Hände der Moabiter zu geben.
> 
> 3:14   Elisa sprach: So wahr der HERR Zebaoth lebt, vor dem ich stehe:
> wenn ich nicht Joschafat, den König von Juda, ehrte, ich wollte dich
> nicht ansehen noch achten.
> 1. Kön 18,15
> 
> 3:15   So bringt mir nun einen Spielmann! Und als der Spielmann auf den
> Saiten spielte, kam die Hand des HERRN auf Elisa,
> 1. Sam 16,16
> 
> 3:16   und er sprach: So spricht der HERR: Macht hier und da Gruben in
> diesem Tal.
> 
> 3:17   Denn so spricht der HERR: Ihr werdet weder Wind noch Regen sehen;
> dennoch soll das Tal voll Wasser werden, daß ihr und euer Heer und
> euer Vieh trinken könnt.
> 
> 3:18   Und das ist noch ein Geringes vor dem HERRN; er wird auch die
> Moabiter in eure Hände geben,
> 
> 3:19   so daß ihr wüste machen werdet alle festen Städte und alle
> auserwählten Städte und fällen alle guten Bäume und verstopfen alle
> Wasserbrunnen und alle guten Äcker mit Steinen verderben.
> 
> 3:20   Aber am nächsten Morgen, zur Zeit, da man Speisopfer opfert, siehe,
> da kam Wasser von Edom her und füllte das Land mit Wasser.
> 4. Mose 28,4-5
> 
> 3:21   Als aber alle Moabiter hörten, daß die Könige heraufzogen, um gegen
> sie zu kämpfen, riefen sie alle auf, die zur Rüstung alt genug und
> darüber waren, und stellten sich an der Grenze auf.
> 
> 3:22   Und als sie sich früh am Morgen aufmachten und die Sonne aufging
> über dem Gewässer, schien den Moabitern das Gewässer in der Ferne
> rot zu sein wie Blut.
> 
> 3:23   Und sie sprachen: Das ist Blut! Die Könige haben sich mit dem
> Schwert umgebracht, und einer wird den andern erschlagen haben. Ha,
> Moab, mach dich nun auf zur Beute!
> 
> 3:24   Aber als sie zum Lager Israels kamen, machte sich Israel auf und
> schlug die Moabiter, und sie flohen vor ihnen. Aber Israel jagte
> ihnen nach und schlug Moab.
> 
> 3:25   Die Städte zerstörten sie, und jeder warf einen Stein auf alle guten
> Äcker, und sie machten sie voll davon und verstopften alle
> Wasserbrunnen und fällten alle guten Bäume, bis nur Kir-Heres
> übrigblieb. Aber die Schleuderer umringten die Stadt und schossen
> auf sie.
> 
> 3:26   Als aber der König der Moabiter sah, daß ihm der Kampf zu stark war,
> nahm er siebenhundert Mann mit sich, die das Schwert führten, um
> beim König von Edom durchzubrechen; aber sie konnten's nicht.
> 
> 3:27   Da nahm er seinen erstgeborenen Sohn, der an seiner Statt König
> werden sollte, und opferte ihn zum Brandopfer auf der Mauer. Da kam
> ein großer Zorn über Israel, so daß sie von ihm abzogen und in ihr
> Land zurückkehrten.
> 
>          Elisa mehrt das Öl der Witwe
> 
> 4:1    Und es schrie eine Frau unter den Frauen der Prophetenjünger zu
> Elisa und sprach: Dein Knecht, mein Mann, ist gestorben; und du
> weißt ja, daß dein Knecht den HERRN fürchtete. Nun kommt der
> Schuldherr und will meine beiden Kinder nehmen zu leibeigenen
> Knechten.
> Am 2,6; Mi 2,9;  3. Mose 25,39
> 
> 4:2    Elisa sprach zu ihr: Was soll ich dir tun? Sage mir, was hast du im
> Hause? Sie sprach: Deine Magd hat nichts im Hause als einen Ölkrug.
> 1. Kön 17,12
> 
> 4:3    Er sprach: Geh hin und erbitte draußen von allen deinen Nachbarinnen
> leere Gefäße, aber nicht zu wenig,
> 
> 4:4    und geh ins Haus und schließ die Tür zu hinter dir und deinen Söhnen
> und gieß in alle Gefäße; und wenn du sie gefüllt hast, so stelle sie
> beiseite.
> 
> 4:5    Sie ging hin und tat so und schloß die Tür zu hinter sich und ihren
> Söhnen; diese brachten ihr die Gefäße herbei, und sie goß ein.
> 
> 4:6    Und als die Gefäße voll waren, sprach sie zu ihrem Sohn: Reiche mir
> noch ein Gefäß her! Er sprach zu ihr: Es ist kein Gefäß mehr hier.
> Da stand das Öl.
> 
> 4:7    Und sie ging hin und sagte es dem Mann Gottes an. Er sprach: Geh
> hin, verkaufe das Öl und bezahle deinen Schuldherrn; du aber und
> deine Söhne, nährt euch von dem übrigen.
> 
> Elisa verheißt der Schunemiterin einen Sohn und erweckt das tote Kind
> 
> 4:8    Und es begab sich eines Tages, daß Elisa nach Schunem ging. Dort
> war eine reiche Frau; die nötigte ihn, daß er bei ihr aß. Und sooft
> er dort durchkam, kehrte er bei ihr ein und aß bei ihr.
> Jos 19,18
> 
> 4:9    Und sie sprach zu ihrem Mann: Siehe, ich merke, daß dieser Mann
> Gottes heilig ist, der immer hier durchkommt.
> 
> 4:10   Laß uns ihm eine kleine Kammer oben machen und Bett, Tisch, Stuhl
> und Leuchter hinstellen, damit er dort einkehren kann, wenn er zu
> uns kommt.
> 
> 4:11   Und es begab sich eines Tages, daß Elisa dort einkehrte und sich
> oben in die Kammer legte und darin schlief.
> 
> 4:12   Danach sprach er zu seinem Diener Gehasi: Ruf die Schunemiterin! Und
> als Gehasi sie rief, trat sie vor ihn.
> 
> 4:13   Elisa aber hatte zu Gehasi gesprochen: Sage ihr: Siehe, du hast uns
> all diesen Dienst getan; was soll ich dir tun? Brauchst du
> Fürsprache beim König oder beim Feldhauptmann? Sie sprach: Ich wohne
> sicher unter meinen Leuten.
> 
> 4:14   Elisa sprach: Was soll ich dir dann tun? Gehasi sprach: Ach, sie hat
> keinen Sohn, und ihr Mann ist alt.
> 
> 4:15   Er sprach: Ruf sie her! Und als er sie rief, trat sie in die Tür.
> 
> 4:16   Und er sprach: Um diese Zeit übers Jahr sollst du einen Sohn
> herzen. Sie sprach: Ach nicht, mein Herr, du Mann Gottes! Täusche
> deine Magd nicht!
> 1. Mose 18,10; 18,14
> 
> 4:17   Und die Frau ward schwanger und gebar einen Sohn um dieselbe Zeit
> übers Jahr, wie ihr Elisa zugesagt hatte.
> 
> 4:18   Als aber das Kind groß wurde, begab es sich, daß es hinaus zu seinem
> Vater zu den Schnittern ging
> 
> 4:19   und sprach zu seinem Vater: O mein Kopf, mein Kopf! Er sprach zu
> einem Knecht: Bringe ihn zu seiner Mutter!
> 
> 4:20   Und der nahm ihn und brachte ihn hinein zu seiner Mutter, und sie
> setzte ihn auf ihren Schoß bis zum Mittag; da starb er.
> 
> 4:21   Und sie ging hinauf und legte ihn aufs Bett des Mannes Gottes,
> schloß zu und ging hinaus
> 
> 4:22   und rief ihren Mann und sprach: Schicke mir einen der Knechte und
> eine Eselin; ich will eilends zu dem Mann Gottes und bald
> zurückkommen.
> 
> 4:23   Er sprach: Warum willst du zu ihm? Ist doch heute weder Neumond noch
> Sabbat. Sie sprach: Laß es gut sein!
> 
> 4:24   Und sie sattelte die Eselin und sprach zum Knecht: Treib an und
> halte mich nicht auf beim Reiten, bis ich dir's sage!
> 
> 4:25   So zog sie hin und kam zu dem Mann Gottes auf den Berg Karmel. Als
> aber der Mann Gottes sie kommen sah, sprach er zu seinem Diener
> Gehasi: Siehe, die Schunemiterin ist da!
> Kap 2,25
> 
> 4:26   So lauf ihr nun entgegen und frage sie, ob es ihr, ihrem Mann und
> ihrem Sohn gutgehe. Sie sprach: Gut!
> 
> 4:27   Als sie aber zu dem Mann Gottes auf den Berg kam, umfing sie seine
> Füße; Gehasi aber trat herzu, um sie wegzustoßen. Aber der Mann
> Gottes sprach: Laß sie, denn ihre Seele ist betrübt, und der HERR
> hat mir's verborgen und nicht kundgetan!
> 
> 4:28   Sie sprach: Wann hab ich einen Sohn erbeten von meinem Herrn? Sagte
> ich nicht, du solltest mich nicht täuschen?
> Vers 16
> 
> 4:29   Er sprach zu Gehasi: Gürte deine Lenden und nimm meinen Stab in
> deine Hand und geh hin, und wenn dir jemand begegnet, so grüße ihn
> nicht, und grüßt dich jemand, so danke ihm nicht, und lege meinen
> Stab auf des Knaben Antlitz.
> Lk 10,4
> 
> 4:30   Aber die Mutter des Knaben sprach: So wahr der HERR lebt und so wahr
> du lebst: ich lasse nicht von dir! Da machte er sich auf und ging
> ihr nach.
> 
> 4:31   Gehasi aber ging vor ihnen hin und legte den Stab dem Knaben aufs
> Antlitz: da war aber keine Stimme und kein Empfinden. Und er ging
> zurück Elisa entgegen und sagte ihm: Der Knabe ist nicht aufgewacht.
> 
> 4:32   Und als Elisa ins Haus kam, siehe, da lag der Knabe tot auf seinem
> Bett.
> 
> 4:33   Und er ging hinein und schloß die Tür hinter sich zu und betete zu
> dem HERRN
> Apg 9,40
> 
> 4:34   und stieg aufs Bett und legte sich auf das Kind und legte seinen
> Mund auf des Kindes Mund und seine Augen auf dessen Augen und seine
> Hände auf dessen Hände und breitete sich so über ihn; da wurde des
> Kindes Leib warm.
> 1. Kön 17,21
> 
> 4:35   Er aber stand wieder auf und ging im Haus einmal hierhin und dahin
> und stieg wieder aufs Bett und breitete sich über ihn. Da nieste der
> Knabe siebenmal; danach tat der Knabe seine Augen auf.
> 
> 4:36   Und Elisa rief Gehasi und sprach: Ruf die Schunemiterin! Und als er
> sie rief, kam sie hinein zu ihm. Er sprach: Da, nimm hin deinen
> Sohn!
> Lk 7,15; Hebr 11,35
> 
> 4:37   Da kam sie und fiel nieder zu seinen Füßen und neigte sich zur Erde
> und nahm ihren Sohn und ging hinaus.
> 
> Elisa macht schädliche Speise gesund und
> speist viele mit zwanzig Broten
> 
> 4:38   Als aber Elisa wieder nach Gilgal kam, war Hungersnot im Lande. Und
> als die Prophetenjünger vor ihm saßen, sprach er zu seinem Diener:
> Setze einen großen Topf auf und koche ein Gemüse für die
> Prophetenjünger!
> 
> 4:39   Da ging einer aufs Feld, um Kraut zu sammeln, und fand ein
> Rankengewächs und pflückte sein Kleid voll mit wilden Gurken. Und
> als er kam, schnitt er's in den Topf zum Gemüse - sie kannten's aber
> nicht -
> 
> 4:40   und legte es den Männern zum Essen vor. Als sie nun von dem Gemüse
> aßen, schrien sie und sprachen: O Mann Gottes, der Tod im Topf! Denn
> sie konnten's nicht essen.
> 
> 4:41   Er aber sprach: Bringt Mehl her! Und er tat's in den Topf und
> sprach: Lege es den Leuten vor, daß sie essen! Da war nichts Böses
> mehr in dem Topf.
> 
> 4:42    Es kam aber ein Mann von Baal-Schalischa und brachte dem Mann
> Gottes Erstlingsbrot, nämlich zwanzig Gerstenbrote, und neues
> Getreide in seinem Kleid. Er aber sprach: Gib's den Leuten, daß
> sie essen!
> (42-44) Mt 15,33; 15,37; 16,9-10; Joh 6,9
> 
> 4:43   Sein Diener sprach: Wie soll ich davon hundert Mann geben? Er
> sprach: Gib den Leuten, daß sie essen! Denn so spricht der HERR: Man
> wird essen, und es wird noch übrigbleiben.
> 
> 4:44   Und er legte es ihnen vor, daß sie aßen; und es blieb noch übrig
> nach dem Wort des HERRN.
> 
>          Elisa heilt den aramäischen Feldhauptmann Naaman
> und bestraft den Gehasi
> 
> 5:1    Naaman, der Feldhauptmann des Königs von Aram, war ein trefflicher
> Mann vor seinem Herrn und wertgehalten; denn durch ihn gab der HERR
> den Aramäern Sieg. Und er war ein gewaltiger Mann, jedoch aussätzig.
> 
> 5:2    Aber die Kriegsleute der Aramäer waren ausgezogen und hatten ein
> junges Mädchen weggeführt aus dem Lande Israel; die war im Dienst
> der Frau Naamans.
> 
> 5:3    Die sprach zu ihrer Herrin: Ach, daß mein Herr wäre bei dem
> Propheten in Samaria! Der könnte ihn von seinem Aussatz befreien.
> 
> 5:4    Da ging Naaman hinein zu seinem Herrn und sagte es ihm an und
> sprach: So und so hat das Mädchen aus dem Lande Israel geredet.
> 
> 5:5    Der König von Aram sprach: So zieh hin, ich will dem König von
> Israel einen Brief schreiben. Und er zog hin und nahm mit sich zehn
> Zentner Silber und sechstausend Goldgulden und zehn Feierkleider
> 
> 5:6    und brachte den Brief dem König von Israel; der lautete: Wenn dieser
> Brief zu dir kommt, siehe, so wisse, ich habe meinen Knecht Naaman
> zu dir gesandt, damit du ihn von seinem Aussatz befreist.
> 
> 5:7    Und als der König von Israel den Brief las, zerriß er seine Kleider
> und sprach: Bin ich denn Gott, daß ich töten und lebendig machen
> könnte, daß er zu mir schickt, ich solle den Mann von seinem Aussatz
> befreien? Merkt und seht, wie er Streit mit mir sucht!
> 
> 5:8    Als Elisa, der Mann Gottes, hörte, daß der König von Israel seine
> Kleider zerrissen hatte, sandte er zu ihm und ließ ihm sagen: Warum
> hast du deine Kleider zerrissen? Laß ihn zu mir kommen, damit er
> innewerde, daß ein Prophet in Israel ist.
> 
> 5:9    So kam Naaman mit Rossen und Wagen und hielt vor der Tür am Hause
> Elisas.
> 
> 5:10   Da sandte Elisa einen Boten zu ihm und ließ ihm sagen: Geh hin und
> wasche dich siebenmal im Jordan, so wird dir dein Fleisch wieder
> heil und du wirst rein werden.
> 
> 5:11   Da wurde Naaman zornig und zog weg und sprach: Ich meinte, er selbst
> sollte zu mir herauskommen und hertreten und den Namen des HERRN,
> seines Gottes, anrufen und seine Hand hin zum Heiligtum erheben und
> mich so von dem Aussatz befreien.
> 
> 5:12   Sind nicht die Flüsse von Damaskus, Abana und Parpar, besser als
> alle Wasser in Israel, so daß ich mich in ihnen waschen und rein
> werden könnte? Und er wandte sich und zog weg im Zorn.
> 
> 5:13   Da machten sich seine Diener an ihn heran, redeten mit ihm und
> sprachen: Lieber Vater, wenn dir der Prophet etwas Großes geboten
> hätte, hättest du es nicht getan? Wieviel mehr, wenn er zu dir sagt:
> Wasche dich, so wirst du rein!
> 
> 5:14   Da stieg er ab und tauchte unter im Jordan siebenmal, wie der Mann
> Gottes geboten hatte. Und sein Fleisch wurde wieder heil wie das
> Fleisch eines jungen Knaben, und er wurde rein.
> 3. Mose 14,7-9;  Lk 4,27
> 
> 5:15   Und er kehrte zurück zu dem Mann Gottes mit allen seinen Leuten. Und
> als er hinkam, trat er vor ihn und sprach: Siehe, nun weiß ich, daß
> kein Gott ist in allen Landen, außer in Israel; so nimm nun eine
> Segensgabe von deinem Knecht.
> Vers 5
> 
> 5:16   Elisa aber sprach: So wahr der HERR lebt, vor dem ich stehe: ich
> nehme es nicht. Und er nötigte ihn, daß er es nehme; aber er wollte
> nicht.
> 
> 5:17   Da sprach Naaman: Wenn nicht, so könnte doch deinem Knecht gegeben
> werden von dieser Erde eine Last, soviel zwei Maultiere tragen! Denn
> dein Knecht will nicht mehr andern Göttern opfern und Brandopfer
> darbringen, sondern allein dem HERRN.
> 
> 5:18   Nur darin wolle der HERR deinem Knecht gnädig sein: wenn mein König
> in den Tempel Rimmons geht, um dort anzubeten, und er sich auf
> meinen Arm lehnt und ich auch anbete im Tempel Rimmons, dann möge
> der HERR deinem Knecht vergeben.
> 
> 5:19   Er sprach zu ihm: Zieh hin mit Frieden! Und als er von ihm eine
> Strecke Weges fortgezogen war,
> 
> 5:20   sagte sich Gehasi, der Diener Elisas, des Mannes Gottes: Siehe, mein
> Herr hat diesen Aramäer Naaman verschont, daß er nichts von ihm
> genommen hat, was er gebracht hat. So wahr der HERR lebt: ich will
> ihm nachlaufen und mir etwas von ihm geben lassen.
> 
> 5:21   So jagte Gehasi dem Naaman nach. Und als Naaman sah, daß er ihm
> nachlief, stieg er vom Wagen, ging ihm entgegen und sprach: Geht's
> gut?
> 
> 5:22   Er sprach: Ja. Aber mein Herr hat mich gesandt und läßt dir sagen:
> Siehe, jetzt sind zu mir gekommen vom Gebirge Ephraim zwei von den
> Prophetenjüngern. Gib ihnen doch einen Zentner Silber und zwei
> Feierkleider!
> 
> 5:23   Naaman sprach: Nimm zwei Zentner! Und er nötigte ihn und band zwei
> Zentner Silber in zwei Beutel und zwei Feierkleider und gab's seinen
> beiden Dienern; die trugen's vor ihm her.
> 
> 5:24   Und als Gehasi an den Hügel kam, nahm er's von ihren Händen und
> legte es beiseite im Hause und ließ die Männer gehen.
> 
> 5:25   Und als sie weggegangen waren, trat er vor seinen Herrn. Und Elisa
> sprach zu ihm: Woher, Gehasi? Er sprach: Dein Knecht ist weder
> hierhin noch dorthin gegangen.
> 
> 5:26   Er aber sprach zu ihm: Bin ich nicht im Geist mit dir gegangen, als
> der Mann sich umwandte von seinem Wagen dir entgegen? Wohlan, du
> hast nun das Silber und die Kleider genommen und wirst dir schaffen
> Ölgärten, Weinberge, Schafe, Rinder, Knechte und Mägde.
> 
> 5:27   Aber der Aussatz Naamans wird dir anhangen und deinen Nachkommen
> allezeit. Da ging Gehasi von ihm hinaus, aussätzig wie Schnee.
> 
>          Elisa macht Eisen schwimmen
> 
> 6:1    Die Prophetenjünger sprachen zu Elisa: Siehe, der Raum, wo wir vor
> dir wohnen, ist uns zu eng.
> 
> 6:2    Laß uns an den Jordan gehen, und jeder von uns soll dort einen Stamm
> holen, damit wir uns eine Stätte bauen, wo wir wohnen können. Er
> sprach: Geht hin!
> 
> 6:3    Und einer sprach: Geh doch mit deinen Knechten! Er sprach: Ich will
> mitgehen.
> 
> 6:4    Und er ging mit ihnen. Und als sie an den Jordan kamen, hieben sie
> Bäume um.
> 
> 6:5    Und als einer einen Stamm fällte, fiel ihm das Eisen ins Wasser. Und
> er schrie: O weh, mein Herr! Und dazu ist's noch entliehen!
> 
> 6:6    Aber der Mann Gottes sprach: Wo ist's hingefallen? Und als er ihm
> die Stelle zeigte, schnitt er einen Stock ab und stieß dahin. Da
> schwamm das Eisen.
> 
> 6:7    Und er sprach: Heb's auf! Da streckte er seine Hand aus und nahm es.
> 
> Die Aramäer werden mit Blindheit geschlagen
> 
> 6:8    Und der König von Aram führte Krieg mit Israel und beriet sich mit
> seinen Obersten und sprach: Wir wollen da und da einen Hinterhalt
> legen.
> 
> 6:9    Aber der Mann Gottes sandte zum König von Israel und ließ ihm sagen:
> Hüte dich, daß du nicht an diesem Ort vorüberziehst, denn die
> Aramäer lauern dort.
> 
> 6:10   So sandte denn der König von Israel hin an den Ort, den ihm der Mann
> Gottes gesagt und vor dem er ihn gewarnt hatte, und war dort auf der
> Hut; und tat das nicht nur einmal oder zweimal.
> 
> 6:11   Da wurde das Herz des Königs von Aram voller Unmut darüber, und er
> rief seine Obersten und sprach zu ihnen: Wollt ihr mir denn nicht
> sagen, wer von den Unsern es mit dem König von Israel hält?
> 
> 6:12   Da sprach einer seiner Obersten: Nicht doch, mein Herr und König,
> sondern Elisa, der Prophet in Israel, sagt alles dem König von
> Israel, auch was du in der Kammer redest, wo dein Lager ist.
> 
> 6:13   Er sprach: So geht hin und seht, wo er ist, damit ich hinsende und
> ihn holen lasse. Und sie sagten es ihm an und sprachen: Siehe, er
> ist in Dotan.
> 
> 6:14   Da sandte er hin Rosse und Wagen und ein großes Heer. Und als sie
> bei Nacht hinkamen, umstellten sie die Stadt.
> 
> 6:15   Und der Diener des Mannes Gottes stand früh auf und trat heraus, und
> siehe, da lag ein Heer um die Stadt mit Rossen und Wagen. Da sprach
> sein Diener zu ihm: O weh, mein Herr! Was sollen wir nun tun?
> 
> 6:16   Er sprach: Fürchte dich nicht, denn derer sind mehr, die bei uns
> sind, als derer, die bei ihnen sind!
> 
> 6:17   Und Elisa betete und sprach: HERR, öffne ihm die Augen, daß er
> sehe! Da öffnete der HERR dem Diener die Augen, und er sah, und
> siehe, da war der Berg voll feuriger Rosse und Wagen um Elisa her.
> Jos 5,13
> 
> 6:18   Und als die Aramäer zu ihm herabkamen, betete Elisa und sprach:
> HERR, schlage dies Volk mit Blindheit! Und er schlug sie mit
> Blindheit nach dem Wort Elisas.
> 1. Mose 19,11
> 
> 6:19   Und Elisa sprach zu ihnen: Dies ist nicht der Weg und nicht die
> Stadt. Folgt mir nach! Ich will euch führen zu dem Mann, den ihr
> sucht. Und er führte sie nach Samaria.
> 
> 6:20   Und als sie nach Samaria kamen, sprach Elisa: HERR, öffne diesen die
> Augen, daß sie sehen! Und der HERR öffnete ihnen die Augen, und sie
> sahen, und siehe, da waren sie mitten in Samaria.
> 
> 6:21   Und als der König von Israel sie sah, sprach er zu Elisa: Mein
> Vater, soll ich sie töten?
> 
> 6:22   Er sprach: Du sollst sie nicht töten. Erschlägst du denn die, die du
> mit Schwert und Bogen gefangen hast? Setze ihnen Brot und Wasser
> vor, daß sie essen und trinken, und laß sie zu ihrem Herrn ziehen!
> 3. Mose 19,18; 2. Chr 28,9-15; Spr 25,21-22
> 
> 6:23   Da wurde ein großes Mahl bereitet. Und als sie gegessen und
> getrunken hatten, ließ er sie gehen, daß sie zu ihrem Herrn zogen.
> Seitdem kamen streifende Rotten der Aramäer nicht mehr ins Land
> Israel.
> 
> Belagerung und Errettung Samarias
> 
> 6:24   Danach begab es sich, daß Ben-Hadad, der König von Aram, sein ganzes
> Heer versammelte und heraufzog und Samaria belagerte.
> 
> 6:25   Und es war eine große Hungersnot in Samaria. Sie aber belagerten die
> Stadt, bis ein Eselskopf achtzig Silberstücke und eine Handvoll
> Taubenmist fünf Silberstücke galt.
> Wahrscheinlich Bezeichnung für minderwertige Speisen.
> 
> 6:26   Und als der König von Israel auf der Mauer einherging, schrie ihn
> eine Frau an und sprach: Hilf mir, mein Herr und König!
> 
> 6:27   Er sprach: Hilft dir der HERR nicht, woher soll ich dir helfen? Von
> der Tenne oder von der Kelter?
> 
> 6:28    Und der König sprach zu ihr: Was ist dir? Sie sprach: Diese Frau da
> sprach zu mir: Gib deinen Sohn her, daß wir ihn heute essen; morgen
> wollen wir meinen Sohn essen.
> (28 und 29) 5. Mose 28,53
> 
> 6:29   So haben wir meinen Sohn gekocht und gegessen. Und ich sprach zu ihr
> am nächsten Tage: Gib deinen Sohn her und laß uns ihn essen! Aber
> sie hat ihren Sohn versteckt.
> 
> 6:30   Als der König die Worte der Frau hörte, zerriß er seine Kleider,
> während er auf der Mauer ging. Da sah alles Volk, daß er darunter
> ein härenes Tuch um seinen Leib geschlungen hatte.
> 
> 6:31   Und er sprach: Gott tue mir dies und das, wenn das Haupt Elisas, des
> Sohnes Schafats, heute auf ihm bleiben wird!
> 
> 6:32   Elisa aber saß in seinem Hause, und die Ältesten saßen bei ihm. Und
> der König sandte einen Mann vor sich her. Aber ehe der Bote zu ihm
> kam, sprach Elisa zu den Ältesten: Habt ihr gesehen, wie dieser
> Mörder hergesandt hat, daß er mir das Haupt abschlage? Seht zu, wenn
> der Bote eintritt, daß ihr die Tür zuschließt und ihn gegen die Tür
> stoßt. Siehe, ich höre schon das Geräusch der Tritte seines Herrn
> hinter ihm her.
> 
> 6:33   Als er noch so mit ihnen redete, siehe, da kam schon der König zu
> ihm hinab und sprach: Siehe, dies Übel kommt von dem HERRN! Was
> soll ich noch von dem HERRN erwarten?
> Am 3,6
> 
>   7:1     Elisa aber sprach: Hört des HERRN Wort! So spricht der HERR: Morgen
> um diese Zeit wird ein Maß feinstes Mehl ein Silberstück gelten und
> zwei Maß Gerste ein Silberstück im Tor von Samaria.
> (1 und 2) Verse 16-19
> 
> 7:2    Da antwortete der Ritter, auf dessen Arm sich der König lehnte, dem
> Mann Gottes und sprach: Und wenn der HERR Fenster am Himmel machte,
> wie könnte das geschehen? Er sprach: Siehe, mit deinen Augen wirst
> du es sehen, doch du wirst nicht davon essen!
> 
> 7:3    Und es waren vier aussätzige Männer vor dem Tor, und einer sprach
> zum andern: Was sollen wir hierbleiben, bis wir sterben?
> 3. Mose 13,46
> 
> 7:4    Wenn wir auch in die Stadt gehen wollten, so ist Hungersnot in der
> Stadt, und wir müßten doch dort sterben. Bleiben wir aber hier, so
> müssen wir auch sterben. So laßt uns nun hingehen und zu dem Heer
> der Aramäer laufen. Lassen sie uns leben, so leben wir, töten sie
> uns, so sind wir tot.
> 
> 7:5    Und sie machten sich in der Dämmerung auf, um zum Heer der Aramäer
> zu kommen. Und als sie vorn an das Lager kamen, siehe, da war
> niemand mehr da.
> 
> 7:6    Denn der Herr hatte die Aramäer hören lassen ein Getümmel von
> Rossen, Wagen und großer Heeresmacht, so daß sie untereinander
> sprachen: Siehe, der König von Israel hat sich gegen uns verbündet
> mit den Königen der Hetiter und den Königen der Ägypter, daß sie
> über uns kommen sollen.
> Kap 19,7
> 
> 7:7    Und sie machten sich auf und flohen in der Dämmerung und ließen ihre
> Zelte, Rosse und Esel im Lager, wie es stand, und flohen, um ihr
> Leben zu retten.
> 
> 7:8    Als nun die Aussätzigen vorn an das Lager kamen, gingen sie in eins
> der Zelte, aßen und tranken und nahmen Silber, Gold und Kleider und
> gingen hin und verbargen's und kamen wieder und gingen in ein
> anderes Zelt und nahmen daraus und gingen hin und verbargen's.
> 
> 7:9    Aber einer sprach zum andern: Laßt uns so nicht tun; dieser Tag ist
> ein Tag guter Botschaft. Wenn wir das verschweigen und warten, bis
> es lichter Morgen wird, so wird uns Schuld treffen. So laßt uns nun
> hingehen und es dem Hause des Königs ansagen.
> 
> 7:10   Und als sie kamen, riefen sie die Torhüter der Stadt und sagten's
> ihnen an und sprachen: Wir sind zum Lager der Aramäer gekommen, und
> siehe, da ist niemand mehr und keine Menschenstimme, sondern Rosse
> und Esel angebunden und die Zelte, wie sie dastehen.
> 
> 7:11   Da riefen es die Torhüter aus, und man sagte es drinnen im Hause des
> Königs an.
> 
> 7:12   Und der König stand auf, als es noch dunkel war, und sprach zu
> seinen Obersten: Laßt euch sagen, wie es die Aramäer mit uns machen.
> Sie wissen, daß wir Hunger leiden, und sind aus dem Lager gegangen,
> um sich im Felde zu verbergen, und denken: Wenn sie aus der Stadt
> gehen, wollen wir sie lebendig ergreifen und in die Stadt
> eindringen.
> 
> 7:13   Da antwortete einer seiner Obersten: Man nehme fünf Rosse von denen,
> die noch in der Stadt übriggeblieben sind - ihnen wird es ja doch
> gehen wie der ganzen Menge, die hier noch übriggeblieben oder schon
> dahin ist. Die laßt uns senden, um nachzusehen.
> 
> 7:14   Da nahmen sie zwei Wagen mit Rossen, und der König sandte sie dem
> Heer der Aramäer nach und sprach: Zieht hin und seht nach!
> 
> 7:15   Und als sie ihnen nachzogen bis an den Jordan, siehe, da lag der Weg
> voll von Kleidern und Geräten, die die Aramäer in der Eile
> weggeworfen hatten. Und als die Boten zurückkamen und es dem König
> ansagten,
> 
> 7:16   ging das Volk hinaus und plünderte das Lager der Aramäer. Und es
> galt ein Maß feinstes Mehl ein Silberstück und zwei Maß Gerste auch
> ein Silberstück nach dem Wort des HERRN.
> 
> 7:17   Aber der König bestellte den Ritter, auf dessen Arm er sich lehnte,
> in das Tor. Und das Volk zertrat ihn im Tor, so daß er starb, wie
> der Mann Gottes gesagt hatte, als der König zu ihm hinabkam.
> 
> 7:18   Und es geschah, wie der Mann Gottes dem König gesagt hatte, als er
> sprach: Morgen um diese Zeit werden zwei Maß Gerste ein Silberstück
> gelten und ein Maß feinstes Mehl ein Silberstück im Tor von Samaria.
> 
> 7:19   Und der Ritter hatte dem Mann Gottes geantwortet: Und siehe, wenn
> der HERR Fenster am Himmel machte, wie könnte das geschehen? Elisa
> aber hatte gesprochen: Siehe, mit deinen Augen wirst du es sehen,
> doch du wirst nicht davon essen!
> 
> 7:20   Und genau so erging es ihm; denn das Volk zertrat ihn im Tor, so daß
> er starb.
> 
>          Die Schunemiterin erhält ihren Besitz zurück
> 
> 8:1    Elisa redete mit der Frau, deren Sohn er lebendig gemacht hatte,
> und sprach: Mach dich auf und zieh fort mit deinem Hause und wohne
> in der Fremde, wo du kannst; denn der HERR wird eine Hungersnot
> rufen, die wird ins Land kommen sieben Jahre lang.
> Kap 4,35
> 
> 8:2    Die Frau machte sich auf und tat, wie der Mann Gottes sagte, und zog
> hin mit ihrem Hause und wohnte im Land der Philister sieben Jahre.
> 
> 8:3    Als aber die sieben Jahre um waren, kam die Frau aus dem Land der
> Philister zurück. Und sie ging hin, den König anzurufen wegen ihres
> Hauses und ihres Ackers.
> 
> 8:4    Der König aber redete mit Gehasi, dem Diener des Mannes Gottes, und
> sprach: Erzähle mir alle großen Taten, die Elisa getan hat!
> 
> 8:5    Und während er dem König erzählte, daß er einen Toten lebendig
> gemacht hätte, siehe, da kam eben die Frau dazu, deren Sohn er
> lebendig gemacht hatte, und rief den König an wegen ihres Hauses und
> ihres Ackers. Da sprach Gehasi: Mein Herr und König, dies ist die
> Frau, und dies ist ihr Sohn, den Elisa lebendig gemacht hat.
> 
> 8:6    Und der König fragte die Frau, und sie erzählte es ihm. Da gab ihr
> der König einen Kämmerer mit und sprach: Verschaffe ihr alles
> wieder, was ihr gehört, dazu allen Ertrag des Ackers seit der Zeit,
> da sie das Land verlassen hat, bis jetzt!
> 
> Ben-Hadads Tod. Hasaël wird König von Aram
> 
> 8:7    Und Elisa kam nach Damaskus. Da lag Ben-Hadad, der König von Aram,
> krank, und man sagte ihm: Der Mann Gottes ist hierhergekommen.
> 
> 8:8    Da sprach der König zu Hasaël: Nimm Geschenke mit dir und geh dem
> Mann Gottes entgegen und befrage den HERRN durch ihn, ob ich von
> dieser Krankheit genesen könne.
> 
> 8:9    Hasaël ging ihm entgegen und nahm Geschenke mit sich und allerlei
> kostbare Dinge von Damaskus, eine Last für vierzig Kamele. Und als
> er hinkam, trat er vor Elisa und sprach: Dein Sohn Ben-Hadad, der
> König von Aram, hat mich zu dir gesandt und läßt dir sagen: Kann ich
> von dieser Krankheit genesen?
> 
> 8:10   Elisa sprach zu ihm: Geh hin und sage ihm: Du wirst genesen! - Aber
> der HERR hat mir gezeigt, daß er des Todes sterben wird.
> 
> 8:11    Und der Mann Gottes schaute starr und lange vor sich hin und
> weinte.
> (11 und 12) Lk 19,41-44
> 
> 8:12   Da sprach Hasaël: Warum weint mein Herr? Er sprach: Ich weiß, was du
> den Israeliten antun wirst: du wirst ihre festen Städte mit Feuer
> verbrennen und ihre junge Mannschaft mit dem Schwert erschlagen und
> ihre jungen Kinder töten und ihre schwangern Frauen aufschlitzen.
> Kap 10,32
> 
> 8:13   Hasaël sprach: Was ist dein Knecht, der Hund, daß er so große Dinge
> tun sollte? Elisa sprach: Der HERR hat mir gezeigt, daß du König
> über Aram sein wirst.
> 1. Kön 19,15
> 
> 8:14   Und er ging weg von Elisa und kam zu seinem Herrn. Der sprach zu
> ihm: Was sagte dir Elisa? Er sprach: Er sagte mir: Du wirst genesen.
> 
> 8:15   Am andern Tage aber nahm er die Decke und tauchte sie in Wasser und
> breitete sie über des Königs Angesicht. Da starb er, und Hasaël
> wurde König an seiner Statt.
> 
> Reich Juda: Joram. Ahasja
> 
> (vgl. 2. Chr 21,1; 21,5-10; 22,1-6)
> 8:16   Im fünften Jahr Jorams, des Sohnes Ahabs, des Königs von Israel,
> wurde - Joschafat war noch König von Juda - Joram, der Sohn
> Joschafats, König von Juda.
> 1. Kön 22,51
> 
> 8:17   Zweiunddreißig Jahre alt war er, als er König wurde, und er regierte
> acht Jahre zu Jerusalem
> 
> 8:18   und wandelte auf dem Wege der Könige von Israel, wie das Haus Ahab
> tat; denn Ahabs Tochter war seine Frau. Und er tat, was dem HERRN
> mißfiel.
> 
> 8:19   Aber der HERR wollte Juda nicht verderben um seines Knechtes David
> willen, wie er ihm zugesagt hatte, ihm eine Leuchte zu geben und
> seinen Söhnen immerdar.
> 2. Sam 7,11-16;  1. Kön 11,36
> 
> 8:20   Zu seiner Zeit fielen die Edomiter von Juda ab und setzten einen
> König über sich.
> 
> 8:21   Da zog Joram nach Zaïr und alle Wagen mit ihm, und er machte sich
> des Nachts auf und schlug die Edomiter, die ihn umringt hatten, dazu
> die Obersten über die Wagen, so daß das Volk in seine Wohnungen
> floh.
> 
> 8:22   Doch blieben die Edomiter abtrünnig von Juda bis auf diesen Tag.
> Auch fiel zur selben Zeit Libna ab.
> 
> 8:23   Was aber mehr von Joram zu sagen ist und alles, was er getan hat,
> siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Juda.
> 
> 8:24   Und Joram legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben bei seinen
> Vätern in der Stadt Davids. Und sein Sohn Ahasja wurde König an
> seiner Statt.
> 
> 8:25   Im zwölften Jahr Jorams, des Sohnes Ahabs, des Königs von Israel,
> wurde Ahasja, der Sohn Jorams, König von Juda.
> 
> 8:26   Zweiundzwanzig Jahre alt war Ahasja, als er König wurde; und er
> regierte ein Jahr zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Atalja, eine
> Tochter Omris, des Königs von Israel.
> Kap 11,1
> 
> 8:27   Und er wandelte auf dem Wege des Hauses Ahab und tat, was dem HERRN
> mißfiel, wie das Haus Ahab; denn er war verwandt mit dem Hause Ahab.
> 
> 8:28   Und er zog mit Joram, dem Sohn Ahabs, in den Kampf um Ramot in
> Gilead gegen Hasaël, den König von Aram; aber die Aramäer
> verwundeten Joram.
> 
> 8:29   Da kehrte der König Joram zurück, um sich in Jesreel von den Wunden
> heilen zu lassen, die ihm die Aramäer bei Rama geschlagen hatten,
> als er mit Hasaël, dem König von Aram, kämpfte. Und Ahasja, der Sohn
> Jorams, der König von Juda, kam hinab, um in Jesreel Joram, den Sohn
> Ahabs, zu besuchen; denn er lag krank.
> Kap 9,14-16
> 
>          Reich Israel: Jehu, zum König gesalbt, tötet Joram, Ahasja und Isebel
> 
> 9:1    Aber der Prophet Elisa rief einen der Prophetenjünger und sprach zu
> ihm: Gürte deine Lenden und nimm diesen Krug mit Öl mit dir und geh
> hin nach Ramot in Gilead.
> 
> 9:2    Und wenn du dahin kommst, wirst du dort Jehu sehen, den Sohn
> Joschafats, des Sohnes Nimschis. Und geh hinein und laß ihn
> aufstehen unter seinen Gefährten und führe ihn in die innerste
> Kammer
> 
> 9:3    und nimm den Krug mit Öl und gieß es auf sein Haupt und sprich: So
> sagt der HERR: Ich habe dich zum König über Israel gesalbt! - und
> dann sollst du die Tür auftun und fliehen und nicht zögern.
> 1. Kön 19,16
> 
> 9:4    Und der Prophetenjünger ging hin nach Ramot in Gilead.
> 
> 9:5    Und als er hinkam, siehe, da saßen die Hauptleute des Heeres
> beisammen. Und er sprach: Ich habe dir, Hauptmann, etwas zu sagen.
> Jehu sprach: Wem von uns allen? Er sprach: Dir, Hauptmann!
> 
> 9:6    Da stand er auf und ging hinein. Er aber goß das Öl auf sein Haupt
> und sagte zu ihm: So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe
> dich zum König gesalbt über Israel, das Volk des HERRN.
> 
> 9:7    Und du sollst das Haus Ahabs, deines Herrn, schlagen, daß ich das
> Blut meiner Knechte, der Propheten, und das Blut aller Knechte des
> HERRN räche, das die Hand Isebels vergossen hat,
> 1. Kön 18,13; 21,13
> 
> 9:8    so daß das ganze Haus Ahab umkomme. Und ich will von Ahab
> ausrotten, was männlich ist, bis auf den letzten Mann in Israel,
> 1. Kön 14,10
> 
> 9:9    und will das Haus Ahab machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes
> Nebats, und wie das Haus Baschas, des Sohnes Ahijas.
> 1. Kön 15,29;  1. Kön 16,3; 16,11
> 
> 9:10   Und die Hunde sollen Isebel fressen auf dem Acker in Jesreel, und
> niemand soll sie begraben. Und er tat die Tür auf und floh.
> 1. Kön 21,23
> 
> 9:11   Und als Jehu herausging zu den Leuten seines Herrn, sprach man zu
> ihm: Steht es gut? Warum ist dieser Rasende zu dir gekommen? Er
> sprach zu ihnen: Ihr kennt doch den Mann und sein Geschwätz.
> 
> 9:12   Sie sprachen: Das ist nicht wahr; sage es uns an! Er sprach: So und
> so hat er mit mir geredet und gesagt: So spricht der HERR: Ich habe
> dich zum König über Israel gesalbt.
> 
> 9:13   Da nahm jeder eilends sein Kleid und legte es vor ihn hin auf die
> hohen Stufen, und sie bliesen die Posaune und riefen: Jehu ist König
> geworden!
> Mt 21,7
> 
> 9:14   So machte Jehu, der Sohn Joschafats, des Sohnes Nimschis, gegen
> Joram eine Verschwörung. Joram aber hatte mit ganz Israel vor Ramot
> in Gilead gelegen wider Hasaël, den König von Aram.
> 
> 9:15    Und der König Joram war zurückgekommen, um sich in Jesreel heilen
> zu lassen von den Wunden, die ihm die Aramäer geschlagen hatten, als
> er mit Hasaël kämpfte, dem König von Aram. Und Jehu sprach: Wenn ihr
> wollt, dann soll niemand aus der Stadt entrinnen, daß er hingehen
> und es in Jesreel ansagen könne.
> (15 und 16) Kap 8,28-29
> 
> 9:16   Und er stieg auf seinen Wagen und fuhr nach Jesreel, denn Joram lag
> dort. Und Ahasja, der König von Juda, war hinabgezogen, um Joram zu
> besuchen.
> 
> 9:17   Aber der Wächter, der auf dem Turm in Jesreel stand, sah die
> Staubwolke, als Jehu herankam, und sprach: Ich sehe eine Staubwolke.
> Da sprach Joram: Nimm einen Reiter, den sende ihnen entgegen und laß
> ihn fragen: Ist's Friede?
> 
> 9:18   Und der Reiter ritt hin ihm entgegen und sprach: So sagt der König:
> Ist's Friede? Jehu sprach: Was geht dich der Friede an? Wende um,
> folge mir! Der Wächter verkündete und sprach: Der Bote ist bei ihnen
> angekommen und kommt nicht zurück.
> 
> 9:19   Da sandte Joram einen zweiten Reiter. Als der zu ihnen kam, sprach
> er: So spricht der König: Ist's Friede? Jehu sprach: Was geht dich
> der Friede an? Wende um, folge mir!
> 
> 9:20   Das verkündete der Wächter und sprach: Er ist bei ihnen angekommen
> und kommt nicht zurück. Und es ist ein Jagen wie das Jagen Jehus,
> des Sohnes Nimschis; denn er jagt, wie wenn er unsinnig wäre.
> 
> 9:21   Da sprach Joram: Spannt an! Und man spannte seinen Wagen an. Und sie
> zogen aus, Joram, der König von Israel, und Ahasja, der König von
> Juda, jeder auf seinem Wagen, um Jehu entgegenzufahren; und sie
> trafen ihn auf dem Acker Nabots, des Jesreeliters.
> 1. Kön 21,1
> 
> 9:22   Und als Joram Jehu sah, sprach er: Jehu, ist's Friede? Er aber
> sprach: Was, Friede? Deiner Mutter Isebel Abgötterei und ihre viele
> Zauberei haben noch kein Ende!
> 
> 9:23   Da wandte Joram um und floh und sprach zu Ahasja: Verräterei,
> Ahasja!
> 
> 9:24   Aber Jehu faßte den Bogen und schoß Joram zwischen die Arme, daß der
> Pfeil durch sein Herz fuhr und Joram in seinem Wagen zusammenbrach.
> 
> 9:25   Und Jehu sprach zu seinem Ritter Bidkar: Nimm und wirf ihn auf den
> Acker Nabots, des Jesreeliters! Denn ich denke daran, wie du mit mir
> auf einem Wagen seinem Vater Ahab nachfuhrst, als der HERR diese
> Last auf ihn legte:
> 1. Kön 21,19;  Jes 13,1; Jer 23,33-40
> 
> 9:26   Fürwahr, ich will dir das Blut Nabots und seiner Kinder, das ich
> gestern gesehen habe, vergelten auf diesem Acker! - So nimm ihn nun
> und wirf ihn auf den Acker nach dem Wort des HERRN.
> 
> 9:27    Als das Ahasja, der König von Juda, sah, floh er auf Bet-Gan zu.
> Jehu aber jagte ihm nach und ließ auch ihn töten auf dem Wagen, und
> sie schossen auf ihn auf der Höhe von Gur, die bei Jibleam liegt.
> Und er floh nach Megiddo und starb dort.
> (27-29) 2. Chr 22,7-9
> 
> 9:28   Und seine Männer brachten ihn nach Jerusalem und begruben ihn in
> seinem Grabe bei seinen Vätern in der Stadt Davids.
> 
> 9:29   Ahasja aber war König geworden über Juda im elften Jahr Jorams, des
> Sohnes Ahabs.
> 
> 9:30   Und als Jehu nach Jesreel kam und Isebel das erfuhr, schminkte sie
> ihr Angesicht und schmückte ihr Haupt und schaute zum Fenster
> hinaus.
> 
> 9:31   Und als Jehu unter das Tor kam, sprach sie: Geht's gut, du Simri,
> der seinen Herrn erschlug?
> 1. Kön 16,16; 16,18
> 
> 9:32   Und er hob sein Angesicht auf zum Fenster und sprach: Wer hält's
> hier mit mir? Da sahen zwei oder drei Kämmerer zu ihm heraus.
> 
> 9:33   Er sprach: Stürzt sie hinab! Und sie stürzten Isebel hinab, so daß
> die Wand und die Rosse mit ihrem Blut besprengt wurden; und sie
> wurde zertreten.
> 
> 9:34   Und als er hineinkam und gegessen und getrunken hatte, sprach er:
> Seht doch nach der Verfluchten und begrabt sie; denn sie ist eines
> Königs Tochter!
> 
> 9:35   Als sie aber hingingen, um sie zu begraben, fanden sie nichts von
> ihr als den Schädel und die Füße und ihre Hände.
> 
> 9:36   Und sie kamen zurück und sagten's Jehu an. Er aber sprach: Das
> ist's, was der HERR geredet hat durch seinen Knecht Elia, den
> Tischbiter, als er sprach: Auf dem Acker von Jesreel sollen die
> Hunde das Fleisch Isebels fressen,
> 1. Kön 21,23
> 
> 9:37   und der Leichnam Isebels soll wie Mist auf dem Felde sein im Gefilde
> von Jesreel, daß man nicht sagen könne: Das ist Isebel.
> 
>          Jehu rottet das Haus Ahab aus
> 
> 10:1    Ahab aber hatte siebzig Söhne in Samaria. Und Jehu schrieb Briefe
> und sandte sie nach Samaria, zu den Obersten der Stadt, zu den
> Ältesten und Vormündern der Söhne Ahabs; die lauteten:
> 
> 10:2    Wenn dieser Brief zu euch kommt, bei denen eures Herrn Söhne sind
> und Wagen, Rosse, feste Städte und Rüstung,
> 
> 10:3    so seht, welcher der beste und geschickteste sei unter den Söhnen
> eures Herrn, und setzt ihn auf seines Vaters Thron und kämpft für
> eures Herrn Haus.
> 
> 10:4    Sie aber fürchteten sich gar sehr und sprachen: Siehe, zwei Könige
> konnten ihm nicht widerstehen; wie könnten wir ihm dann widerstehen?
> 
> 10:5    Und der Hofmeister und der Stadtvogt und die Ältesten und Vormünder
> sandten hin zu Jehu und ließen ihm sagen: Wir sind deine Knechte.
> Wir wollen alles tun, was du uns sagst; wir wollen niemand zum König
> machen. Tu, was dir gefällt.
> 
> 10:6    Da schrieb er einen zweiten Brief an sie, der lautete: Wenn ihr zu
> mir haltet und meiner Stimme gehorcht, so nehmt die Köpfe der Söhne
> eures Herrn und bringt sie zu mir morgen um diese Zeit nach Jesreel.
> Es waren aber siebzig Söhne des Königs, und die Großen der Stadt
> erzogen sie.
> 
> 10:7    Als nun der Brief zu ihnen kam, nahmen sie des Königs Söhne und
> töteten die siebzig und legten ihre Köpfe in Körbe und schickten sie
> zu Jehu nach Jesreel.
> 
> 10:8    Und als der Bote kam und ihm sagte: Sie haben die Köpfe der Söhne
> des Königs gebracht, sprach er: Legt sie in zwei Haufen vor das Tor
> bis morgen.
> 
> 10:9    Und am Morgen, als er ausging, trat er hin und sprach zu allem Volk:
> Ihr seid ohne Schuld. Siehe, ich habe gegen meinen Herrn eine
> Verschwörung gemacht und ihn getötet. Wer aber hat denn diese alle
> erschlagen?
> 
> 10:10   So erkennt denn, daß kein Wort des HERRN auf die Erde gefallen ist,
> das der HERR geredet hat gegen das Haus Ahab. Der HERR hat getan,
> wie er geredet hat durch seinen Knecht Elia.
> 1. Kön 21,21
> 
> 10:11   So erschlug Jehu alle Übriggebliebenen vom Hause Ahab in Jesreel,
> alle seine Großen, seine Verwandten und seine Priester, bis nicht
> ein einziger übrigblieb.
> Hos 1,4
> 
> 10:12   Und Jehu machte sich auf und zog auf Samaria zu. Aber als er
> unterwegs nach Bet-Eked der Hirten kam,
> 
> 10:13    da traf Jehu die Brüder Ahasjas, des Königs von Juda, und sprach:
> Wer seid ihr? Sie sprachen: Wir sind Brüder Ahasjas und ziehen hin,
> um die Söhne des Königs und die Söhne der Königinmutter zu grüßen.
> (13 und 14) 2. Chr 22,8
> 
> 10:14   Er aber sprach: Ergreift sie lebendig! Und sie ergriffen sie
> lebendig und töteten sie bei dem Brunnen von Bet-Eked,
> zweiundvierzig Mann, und er ließ nicht einen einzigen von ihnen
> übrig.
> 
> Jehu rottet den Baalsdienst aus. Sein Tod
> 
> 10:15   Und als er von dort weiterzog, traf er Jonadab, den Sohn Rechabs,
> der ihm begegnete. Und er grüßte ihn und sprach zu ihm: Ist dein
> Herz aufrichtig gegen mich wie mein Herz gegen dein Herz? Jonadab
> sprach: Ja. Da sprach Jehu: Wenn es so ist, dann gib mir deine Hand!
> Und Jonadab gab ihm seine Hand. Und Jehu ließ ihn zu sich auf den
> Wagen steigen
> Jer 35,6
> 
> 10:16   und sprach: Komm mit mir und sieh meinen Eifer für den HERRN! Und er
> ließ ihn mit sich fahren auf seinem Wagen.
> 
> 10:17   Und als er nach Samaria kam, erschlug er alles, was übrig war von
> Ahab in Samaria, bis er sein Haus vertilgt hatte nach dem Wort des
> HERRN, das er zu Elia geredet hatte.
> 1. Kön 21,21
> 
> 10:18   Und Jehu versammelte alles Volk und ließ ihnen sagen: Ahab hat Baal
> wenig gedient; Jehu will ihm besser dienen.
> 1. Kön 16,31-33
> 
> 10:19   So laßt nun zu mir rufen alle Propheten Baals, die in seinem Dienst
> stehen, und alle seine Priester, daß man niemand vermisse; denn ich
> habe ein großes Opfer dem Baal zu bringen. Wen man vermissen wird,
> der soll nicht am Leben bleiben. Aber Jehu tat dies mit Hinterlist,
> um die Diener Baals umzubringen.
> 
> 10:20   Und Jehu sprach: Feiert dem Baal ein heiliges Fest! Und sie ließen
> es ausrufen.
> 
> 10:21   Auch sandte Jehu umher in ganz Israel und ließ alle Diener Baals
> kommen, daß niemand übrig war, der nicht gekommen wäre. Und sie
> gingen in das Haus Baals, so daß das Haus Baals voll wurde an allen
> Enden.
> 
> 10:22   Da sprach er zu denen, die über die Kleiderkammer gesetzt waren:
> Bringt allen Dienern Baals Feierkleider heraus! Und sie brachten die
> Kleider heraus.
> 
> 10:23   Und Jehu ging in das Haus Baals mit Jonadab, dem Sohn Rechabs, und
> sprach zu den Dienern Baals: Forschet und seht zu, daß hier nicht
> jemand unter euch sei von den Knechten des HERRN, sondern allein
> Baals Diener.
> 
> 10:24   Und sie kamen hinein, um Schlachtopfer und Brandopfer darzubringen.
> Jehu aber stellte außen achtzig Mann auf und sprach: Wenn einer der
> Männer entrinnt, die ich in eure Hände gebe, so soll euer Leben für
> sein Leben sein!
> 
> 10:25   Als er nun die Brandopfer vollendet hatte, sprach Jehu zu der
> Leibwache und den Rittern: Geht hinein und erschlagt jedermann;
> laßt niemand entkommen! Und sie schlugen sie mit der Schärfe des
> Schwerts. Und die Leibwache und die Ritter warfen die Leichname
> hinaus und drangen in das Innere des Hauses Baals
> 1. Kön 18,40
> 
> 10:26   und brachten hinaus die Bilder der Aschera aus dem Hause Baals und
> verbrannten sie
> Kap 11,18
> 
> 10:27   und zerbrachen die Steinmale Baals samt dem Hause Baals und machten
> Stätten des Unrats daraus bis auf diesen Tag.
> 
> 10:28   So vertilgte Jehu den Baal aus Israel;
> 
> 10:29   aber von den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel
> sündigen machte, ließ Jehu nicht ab, von den goldenen Kälbern in
> Bethel und in Dan.
> 1. Kön 12,26-33
> 
> 10:30   Und der HERR sprach zu Jehu: Weil du willig gewesen bist, zu tun,
> was mir gefallen hat, und am Hause Ahab alles getan hast, was in
> meinem Herzen war, sollen dir auf dem Thron Israels sitzen deine
> Söhne bis ins vierte Glied.
> 
> 10:31   Aber doch hielt Jehu nicht das Gesetz des HERRN, des Gottes Israels,
> daß er darin wandelte von ganzem Herzen; denn er ließ nicht ab von
> den Sünden Jerobeams, der Israel sündigen gemacht hatte.
> 
> 10:32   Zur selben Zeit fing der HERR an, Stücke von Israel abzutrennen;
> denn Hasaël schlug sie im ganzen Gebiet Israels
> Kap 8,12
> 
> 10:33   vom Jordan gegen der Sonne Aufgang, das ganze Land Gilead, die
> Gaditer, Rubeniter und Manassiter, von Aroër an, das am Arnon liegt,
> Gilead und Baschan.
> 
> 10:34   Was aber mehr von Jehu zu sagen ist und alles, was er getan hat, und
> alle seine tapferen Taten, siehe, das steht geschrieben in der
> Chronik der Könige von Israel.
> 
> 10:35   Und Jehu legte sich zu seinen Vätern, und sie begruben ihn zu
> Samaria. Und sein Sohn Joahas wurde König an seiner Statt.
> Kap 13,1
> 
> 10:36   Die Zeit aber, die Jehu über Israel regiert hat zu Samaria, sind
> achtundzwanzig Jahre.
> 
>          Reich Juda: Herrschaft der Atalja. Joasch wird König
> 
> (vgl. 2. Chr 22,10 - 23,21)
> 11:1    Als aber Atalja, Ahasjas Mutter, sah, daß ihr Sohn tot war, machte
> sie sich auf und brachte alle aus dem königlichen Geschlecht um.
> Kap 8,26;  Kap 9,27
> 
> 11:2    Aber Joscheba, die Tochter des Königs Joram, Ahasjas Schwester, nahm
> Joasch, den Sohn Ahasjas, und stahl ihn aus der Mitte der Söhne des
> Königs, die getötet wurden, und brachte ihn mit seiner Amme in die
> Bettenkammer und verbarg ihn vor Atalja, so daß er nicht getötet
> wurde.
> 
> 11:3    Und er war bei Joscheba versteckt im Hause des HERRN sechs Jahre
> lang. Atalja aber war Königin über das Land.
> 
> 11:4    Im siebenten Jahr aber sandte Jojada hin und nahm die Hauptleute
> über hundert von der Garde und der Leibwache und ließ sie zu sich
> ins Haus des HERRN kommen und schloß einen Bund mit ihnen und nahm
> einen Eid von ihnen im Hause des HERRN und zeigte ihnen den Sohn des
> Königs
> 
> 11:5    und gebot ihnen: Das ist's, was ihr tun sollt: Ein Drittel von euch,
> die ihr am Sabbat antretet, soll Wache halten im Haus des Königs,
> 
> 11:6    und ein Drittel soll Wache halten am Tor Sur und ein Drittel am Tor
> hinter dem Haus der Leibwache; so sollt ihr Wache halten rings um
> das Haus.
> 
> 11:7    Aber zwei Abteilungen von euch, die am Sabbat abtreten, sollen Wache
> halten im Hause des HERRN um den König her,
> 
> 11:8    und ihr sollt euch rings um den König stellen, jeder mit seiner
> Waffe in der Hand, und wer hereinkommt zwischen die Reihen, der soll
> sterben. Und ihr sollt um den König sein, wenn er aus- und eingeht.
> 
> 11:9    Und die Hauptleute über hundert taten alles, was ihnen der Priester
> Jojada geboten hatte, und nahmen zu sich ihre Männer, die am Sabbat
> antraten, mit denen, die am Sabbat abtraten, und kamen zu dem
> Priester Jojada.
> 
> 11:10   Und der Priester gab den Hauptleuten die Spieße und Schilde, die
> dem König David gehört hatten und in dem Hause des HERRN waren.
> 2. Sam 8,7
> 
> 11:11   Und die Leibwache stand, jeder mit seiner Waffe in der Hand, von der
> Seite des Tempels im Süden bis zur Seite im Norden, vor dem Altar
> und dem Tempel, rings um den König herum.
> 
> 11:12   Und Jojada ließ den Sohn des Königs hervortreten und setzte ihm die
> Krone auf und gab ihm die Ordnung, machte ihn zum König und salbte
> ihn, und sie klatschten in die Hände und riefen: Es lebe der König!
> 5. Mose 17,18-19;  1. Kön 1,39
> 
> 11:13   Und als Atalja das Geschrei des Volks hörte, das herzulief, kam sie
> zum Volk in das Haus des HERRN
> 
> 11:14   und sah, und siehe, da stand der König an der Säule, wie es Brauch
> war, und die Hauptleute und die Trompeter bei dem König. Und alles
> Volk des Landes war fröhlich und blies die Trompeten. Atalja aber
> zerriß ihre Kleider und rief: Aufruhr, Aufruhr!
> 
> 11:15   Aber der Priester Jojada gebot den Hauptleuten über hundert, die
> über das Heer gesetzt waren, und sprach zu ihnen: Führt sie zwischen
> den Reihen hinaus, und wer ihr folgt, der sterbe durchs Schwert!
> Denn der Priester hatte gesagt, sie sollte nicht im Hause des HERRN
> getötet werden.
> 
> 11:16   Und sie legten die Hände an Atalja, und sie ging hin den Weg, wo die
> Rosse zum Hause des Königs gehen, und wurde dort getötet.
> 
> 11:17   Und Jojada schloß einen Bund zwischen dem HERRN und dem König samt
> dem Volk, daß sie des HERRN Volk sein sollten; desgleichen auch
> zwischen dem König und dem Volk.
> 
> 11:18   Da ging alles Volk des Landes in das Haus Baals und brach seine
> Altäre ab, und sie zerschlugen alle seine Götzenbilder und töteten
> Mattan, den Priester Baals, vor den Altären. Der Priester Jojada
> aber bestellte die Wachen am Hause des HERRN
> Kap 10,26-27; Ri 6,25
> 
> 11:19   und nahm die Hauptleute über hundert und die Garde und die Leibwache
> und alles Volk des Landes, und sie führten den König hinab vom Hause
> des HERRN und kamen durchs Tor der Leibwache zum Hause des Königs.
> Und er setzte sich auf den königlichen Thron.
> 
> 11:20   Und alles Volk des Landes war fröhlich, aber die Stadt blieb still.
> Atalja aber töteten sie mit dem Schwert bei des Königs Hause.
> 
>          Joasch. Ausbesserung des Tempels
> 
> (vgl. 2. Chr 24,1-27)
> 12:1    Und Joasch war sieben Jahre alt, als er König wurde.
> Abweichende Verszählung statt 12,1-22: 11,21 - 12,21.
> 
> 12:2    Im siebenten Jahr Jehus wurde Joasch König und regierte vierzig
> Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Zibja, aus Beerscheba.
> 
> 12:3    Und Joasch tat, was recht war und dem HERRN wohlgefiel, solange ihn
> der Priester Jojada lehrte,
> 
> 12:4    nur, daß die Höhen nicht entfernt wurden; denn das Volk opferte und
> räucherte noch auf den Höhen.
> Kap 14,4; 1. Kön 22,44
> 
> 12:5    Und Joasch sprach zu den Priestern: Alles für das Heiligtum
> bestimmte Geld, das in das Haus des HERRN gebracht wird - Geld, wie
> es gang und gäbe ist -, nämlich das Geld, das jedermann gibt, wie er
> geschätzt wird, und alles Geld, das jedermann aus freiem Herzen
> opfert, daß er's in das Haus des HERRN bringe,
> 
> 12:6    das sollen die Priester zu sich nehmen, jeder von seinem Bekannten.
> Davon sollen sie ausbessern, was baufällig ist am Hause, wo sie
> finden, daß es baufällig ist.
> 
> 12:7    Als aber die Priester bis ins dreiundzwanzigste Jahr des Königs
> Joasch nicht ausgebessert hatten, was baufällig war am Hause,
> 
> 12:8    rief der König Joasch den Priester Jojada samt den Priestern und
> sprach zu ihnen: Warum bessert ihr nicht aus, was baufällig ist am
> Hause? Darum sollt ihr nun nicht mehr das Geld an euch nehmen, jeder
> von seinen Bekannten, sondern sollt's geben zur Ausbesserung für
> das, was baufällig ist am Hause.
> 
> 12:9    Und die Priester willigten ein, daß sie vom Volk kein Geld mehr
> nehmen sollten, aber auch das Baufällige am Hause nicht mehr
> auszubessern brauchten.
> 
> 12:10   Da nahm der Priester Jojada eine Lade und bohrte oben ein Loch
> hinein und stellte sie auf zur rechten Hand neben dem Altar, wo man
> in das Haus des HERRN geht. Und die Priester, die an der Schwelle
> wachten, taten alles Geld hinein, das zu dem Hause des HERRN
> gebracht wurde.
> 
> 12:11   Wenn sie dann sahen, daß viel Geld in der Lade war, kam der
> Schreiber des Königs mit dem Hohenpriester herauf, und sie zählten
> das Geld, das sich in dem Hause des HERRN vorfand, und banden es
> zusammen.
> 
> 12:12   Und man übergab das Geld abgezählt den Werkmeistern, die bestellt
> waren für das Haus des HERRN, und sie gaben es aus an die
> Zimmerleute und Bauleute, die am Hause des HERRN arbeiteten,
> 
> 12:13   nämlich an die Maurer und Steinmetzen und an die, die Holz und
> gehauene Steine kaufen sollten, daß das Baufällige am Hause des
> HERRN ausgebessert werde, und für alles, was not war, um am Hause
> auszubessern.
> 
> 12:14   Doch ließ man nicht machen silberne Schalen, Messer, Becken,
> Trompeten, auch kein goldenes oder silbernes Gerät im Hause des
> HERRN von dem Geld, das zu des HERRN Hause gebracht wurde,
> 
> 12:15   sondern man gab's den Arbeitern, daß sie damit das Baufällige am
> Hause des HERRN ausbesserten.
> 
> 12:16   Auch brauchten die Männer nicht Rechnung zu legen, denen man das
> Geld übergab, daß sie es den Arbeitern gäben, sondern sie handelten
> auf Treu und Glauben.
> Kap 22,7
> 
> 12:17   Aber das Geld von Schuldopfern und Sündopfern kam nicht für das Haus
> des HERRN ein, denn es gehörte den Priestern.
> 
> 12:18   Zu der Zeit zog Hasaël, der König von Aram, herauf und kämpfte
> gegen Gat und eroberte es. Und als Hasaël sich wandte, um gegen
> Jerusalem hinaufzuziehen,
> Kap 10,32
> 
> 12:19   nahm Joasch, der König von Juda, alle heiligen Gaben, die seine
> Väter Joschafat, Joram und Ahasja, die Könige von Juda, geheiligt
> hatten, und was er selbst geheiligt hatte, dazu alles Gold, das man
> fand im Schatz des Hauses des HERRN und im Hause des Königs, und
> schickte es Hasaël, dem König von Aram. Da zog er von Jerusalem ab.
> 1. Kön 15,18
> 
> 12:20   Was aber mehr von Joasch zu sagen ist und alles, was er getan hat,
> das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Juda.
> 
> 12:21   Und seine Großen empörten sich und machten eine Verschwörung und
> erschlugen ihn im Haus des Millo, wo man hinabgeht nach Silla.
> Kap 14,5
> 
> 12:22   Josachar, der Sohn Schimats, und Josabad, der Sohn Schomers, seine
> Großen, schlugen ihn tot. Und man begrub ihn bei seinen Vätern in
> der Stadt Davids. Und sein Sohn Amazja wurde König an seiner Statt.
> Kap 14,1
> 
>          Reich Israel: Joahas. Joasch
> 
> 13:1    Im dreiundzwanzigsten Jahr des Joasch, des Sohnes Ahasjas, des
> Königs von Juda, wurde Joahas, der Sohn Jehus, König über Israel
> und regierte zu Samaria siebzehn Jahre.
> Kap 10,35
> 
> 13:2    Und er tat, was dem HERRN mißfiel, und wandelte nach den Sünden
> Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sündigen machte, und ließ
> nicht davon ab.
> 1. Kön 12,28-30
> 
> 13:3    Und des HERRN Zorn entbrannte über Israel, und er gab sie in die
> Hand Hasaëls, des Königs von Aram, und Ben-Hadads, des Sohnes
> Hasaëls, die ganze Zeit.
> Kap 10,32
> 
> 13:4    Aber Joahas flehte zum HERRN, und der HERR erhörte ihn; denn er sah
> den Jammer Israels an, wie der König von Aram es bedrängte.
> 1. Mose 16,13
> 
> 13:5    Und der HERR gab Israel einen Retter, der sie aus der Gewalt der
> Aramäer befreite, daß die Israeliten in ihren Häusern wohnen konnten
> wie zuvor.
> Kap 14,27
> 
> 13:6    Doch ließen sie nicht ab von der Sünde des Hauses Jerobeams, der
> Israel sündigen machte, sondern wandelten darin. Auch blieb das
> Bild der Aschera zu Samaria stehen. -
> 1. Kön 16,33
> 
> 13:7    Denn es waren vom Kriegsvolk des Joahas nicht mehr übriggeblieben
> als fünfzig Gespannpferde, zehn Wagen und zehntausend Mann Fußvolk;
> denn der König von Aram hatte sie umgebracht und sie gemacht wie
> Staub beim Dreschen.
> 
> 13:8    Was aber mehr von Joahas zu sagen ist und alles, was er getan hat,
> und seine tapferen Taten, siehe, das steht geschrieben in der
> Chronik der Könige von Israel.
> 
> 13:9    Und Joahas legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn zu
> Samaria. Und sein Sohn Joasch wurde König an seiner Statt.
> 
> 13:10   Im siebenunddreißigsten Jahr des Joasch, des Königs von Juda, wurde
> Joasch, der Sohn des Joahas, König über Israel und regierte zu
> Samaria sechzehn Jahre.
> 
> 13:11   Und er tat, was dem HERRN mißfiel, und ließ nicht ab von allen
> Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sündigen machte,
> sondern wandelte darin.
> 
> 13:12   Was aber mehr von Joasch zu sagen ist und was er getan hat und seine
> tapferen Taten, wie er mit Amazja, dem König von Juda, gekämpft
> hat, siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von
> Israel.
> Kap 14,8-16
> 
> 13:13   Und Joasch legte sich zu seinen Vätern, und auf seinen Thron setzte
> sich Jerobeam. Joasch aber wurde begraben zu Samaria bei den
> Königen von Israel.
> Kap 14,23
> 
> Elisas Tod. Joaschs Siege über Ben-Hadad
> 
> 13:14   Als aber Elisa an der Krankheit erkrankte, an der er sterben sollte,
> kam Joasch, der König von Israel, zu ihm hinab und weinte vor ihm
> und sprach: Mein Vater, mein Vater! Du Wagen Israels und sein
> Gespann!
> Kap 2,12
> 
> 13:15   Elisa aber sprach zu ihm: Nimm Bogen und Pfeile! Und als er den
> Bogen und die Pfeile nahm,
> 
> 13:16   sprach er zum König von Israel: Spanne mit deiner Hand den Bogen!
> Und er spannte ihn mit seiner Hand. Und Elisa legte seine Hand auf
> des Königs Hand
> 
> 13:17   und sprach: Tu das Fenster auf nach Osten! Und er tat's auf. Und
> Elisa sprach: Schieß! Und er schoß. Elisa aber rief: Ein Pfeil des
> Siegs vom HERRN, ein Pfeil des Siegs gegen Aram! Du wirst die
> Aramäer schlagen bei Afek, bis sie aufgerieben sind.
> 
> 13:18   Und er sprach: Nimm die Pfeile! Und als er sie nahm, sprach er zum
> König von Israel: Schlag auf die Erde! Und er schlug dreimal und
> hielt inne.
> 
> 13:19   Da wurde der Mann Gottes zornig auf ihn und sprach: Hättest du fünf-
> oder sechsmal geschlagen, so hättest du die Aramäer geschlagen, bis
> sie aufgerieben wären; nun aber wirst du sie nur dreimal schlagen.
> 
> 13:20   Als aber Elisa gestorben war und man ihn begraben hatte, fielen
> streifende Rotten der Moabiter ins Land Jahr um Jahr.
> 
> 13:21   Und es begab sich, daß man einen Mann zu Grabe trug. Als man aber
> einige Leute von ihnen sah, warf man den Mann in Elisas Grab. Und
> als er die Gebeine Elisas berührte, wurde er lebendig und trat auf
> seine Füße.
> 
> 13:22   Hasaël, der König von Aram, bedrängte Israel, solange Joahas lebte.
> 
> 13:23   Aber der HERR gab ihnen Gnade und erbarmte sich ihrer und wandte
> sich ihnen wieder zu um seines Bundes willen mit Abraham, Isaak und
> Jakob und wollte sie nicht verderben, verwarf sie auch nicht von
> seinem Angesicht bis auf diese Stunde.
> 3. Mose 26,42
> 
> 13:24   Und Hasaël, der König von Aram, starb, und sein Sohn Ben-Hadad wurde
> König an seiner Statt.
> 
> 13:25   Joasch aber gewann die Städte zurück aus der Hand Ben-Hadads, des
> Sohnes Hasaëls, die er im Kampf seinem Vater Joahas genommen hatte.
> Dreimal schlug ihn Joasch und gewann so die Städte Israels zurück.
> Vers 19
> 
>          Reich Juda und Israel: Amazja von Juda und Joasch von Israel
> 
> (vgl. 2. Chr 25,1-28)
> 14:1    Im zweiten Jahr des Joasch, des Sohnes des Joahas, des Königs von
> Israel, wurde Amazja König, der Sohn des Joasch, des Königs von
> Juda.
> Kap 12,22
> 
> 14:2    Fünfundzwanzig Jahre alt war er, als er König wurde; und er regierte
> neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Joaddan, aus
> Jerusalem.
> 
> 14:3    Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, doch nicht wie sein Vater
> David, sondern wie sein Vater Joasch tat auch er.
> Kap 12,3-4
> 
> 14:4    Denn die Höhen wurden nicht entfernt, sondern das Volk opferte und
> räucherte noch auf den Höhen.
> Kap 15,4
> 
> 14:5    Als er nun das Königtum fest in seiner Hand hatte, brachte er die
> Großen um, die seinen Vater, den König, erschlagen hatten.
> Kap 12,21-22; 2. Sam 3,30
> 
> 14:6    Aber die Söhne der Totschläger tötete er nicht, wie es denn
> geschrieben steht im Gesetzbuch des Mose, wo der HERR geboten hat:
> Die Väter sollen nicht um der Söhne willen sterben, und die Söhne
> sollen nicht um der Väter willen sterben, sondern jeder soll um
> seiner Sünde willen sterben.
> 5. Mose 24,16
> 
> 14:7    Er schlug auch die Edomiter im Salztal, zehntausend Mann, und
> eroberte die Stadt Sela im Kampf und nannte sie Jokteel bis auf
> diesen Tag.
> 
> 14:8    Und Amazja sandte Boten zu Joasch, dem Sohn des Joahas, des Sohnes
> Jehus, dem König von Israel, und ließ ihm sagen: Komm her, wir
> wollen uns miteinander messen!
> 
> 14:9    Aber Joasch, der König von Israel, sandte zu Amazja, dem König von
> Juda, und antwortete ihm: Der Dornstrauch, der im Libanon ist,
> sandte zur Zeder im Libanon und ließ ihr sagen: Gib deine Tochter
> meinem Sohn zur Frau! Aber das Wild auf dem Libanon lief über den
> Dornstrauch und zertrat ihn.
> Ri 9,14
> 
> 14:10   Du hast die Edomiter geschlagen; darüber erhebt sich dein Herz. Habe
> den Ruhm und bleib daheim! Warum suchst du dein Unglück, daß du zu
> Fall kommst und Juda mit dir?
> 
> 14:11   Aber Amazja hörte nicht darauf. Da zog Joasch, der König von Israel,
> herauf, und sie maßen sich miteinander, er und Amazja, der König von
> Juda, bei Bet-Schemesch, das in Juda liegt.
> Jos 15,10
> 
> 14:12   Aber Juda wurde vor Israel her geschlagen, und sie flohen, jeder in
> sein Haus.
> 
> 14:13   Und Joasch, der König von Israel, nahm Amazja gefangen, den Sohn des
> Joasch, des Sohnes des Ahasja, den König von Juda, in Bet-Schemesch
> und kam nach Jerusalem und riß die Mauer Jerusalems ein von dem Tor
> Ephraim bis an das Ecktor, vierhundert Ellen lang,
> 
> 14:14   und er nahm alles Gold und Silber und Gerät, das gefunden wurde im
> Hause des HERRN und im Schatz des Königshauses, dazu die Geiseln,
> und zog nach Samaria zurück.
> 
> 14:15   Was aber mehr von Joasch zu sagen ist, was er getan hat, und seine
> tapferen Taten und wie er mit Amazja, dem König von Juda, gekämpft
> hat, siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von
> Israel.
> 
> 14:16   Und Joasch legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben zu
> Samaria bei den Königen von Israel. Und sein Sohn Jerobeam wurde
> König an seiner Statt.
> Kap 13,13
> 
> 14:17   Amazja aber, der Sohn des Joasch, des Königs von Juda, lebte nach
> dem Tod des Joasch, des Sohnes des Joahas, des Königs von Israel,
> noch fünfzehn Jahre.
> 
> 14:18   Was aber mehr von Amazja zu sagen ist, das steht geschrieben in der
> Chronik der Könige von Juda.
> 
> 14:19   Und sie machten eine Verschwörung gegen ihn in Jerusalem; er aber
> floh nach Lachisch. Und sie sandten hin, ihm nach, bis nach Lachisch
> und töteten ihn dort.
> Kap 12,21
> 
> 14:20   Und sie brachten ihn auf Rossen, und er wurde begraben zu Jerusalem
> bei seinen Vätern in der Stadt Davids.
> 
> 14:21   Und das ganze Volk von Juda nahm Asarja in seinem sechzehnten Jahr
> und machte ihn zum König anstatt seines Vaters Amazja.
> Kap 15,1-2
> 
> 14:22   Er baute Elat aus und brachte es wieder an Juda, nachdem der König
> sich zu seinen Vätern gelegt hatte.
> Kap 16,6
> 
> Reich Israel: Jerobeam der Zweite
> 
> 14:23   Im fünfzehnten Jahr Amazjas, des Sohnes des Joasch, des Königs von
> Juda, wurde Jerobeam, der Sohn des Joasch, König über Israel und
> regierte zu Samaria einundvierzig Jahre.
> Hos 1,1; Am 1,1
> 
> 14:24   Und er tat, was dem HERRN mißfiel, und ließ nicht ab von allen
> Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sündigen machte.
> 1. Kön 12,28-30
> 
> 14:25   Er stellte wieder her das Gebiet Israels von Hamat bis ans Salzmeer
> nach dem Wort des HERRN, des Gottes Israels, das er geredet hatte
> durch seinen Knecht Jona, den Sohn Amittais, den Propheten, der von
> Gat-Hefer war.
> Jona 1,1
> 
> 14:26   Denn der HERR sah den bitteren Jammer Israels an, daß sie allesamt
> dahin waren und kein Helfer in Israel war.
> 
> 14:27   Und der HERR hatte nicht gesagt, daß er den Namen Israels austilgen
> wollte unter dem Himmel, und errettete sie durch Jerobeam, den Sohn
> des Joasch.
> Kap 13,5
> 
> 14:28   Was aber mehr von Jerobeam zu sagen ist und alles, was er getan hat,
> und seine tapferen Taten, wie er gekämpft hat, und wie er Damaskus
> und Hamat wieder an Israel gebracht hat, siehe, das steht
> geschrieben in der Chronik der Könige von Israel.
> 
> 14:29   Und Jerobeam legte sich zu seinen Vätern, den Königen von Israel.
> Und sein Sohn Secharja wurde König an seiner Statt.
> Kap 15,8
> 
>          Reich Juda: Asarja (Usija)
> 
> 15:1     Im siebenundzwanzigsten Jahr Jerobeams, des Königs von Israel,
> wurde Asarja König, der Sohn Amazjas, des Königs von Juda.
> (1-7) 2. Chr 26,1-23;  Kap 14,21
> Asarja trägt auch den Namen Usija.
> 
> 15:2    Sechzehn Jahre war er alt, als er König wurde, und er regierte
> zweiundfünfzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Jecholja, aus
> Jerusalem.
> 
> 15:3    Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, ganz wie sein Vater Amazja,
> 
> 15:4    nur, daß die Höhen nicht entfernt wurden; denn das Volk opferte und
> räucherte noch auf den Höhen.
> Kap 14,3-4
> 
> 15:5    Der HERR aber plagte den König, daß er aussätzig war bis an seinen
> Tod, und er wohnte in einem besonderen Hause. Jotam aber, der Sohn
> des Königs, stand dem Hause des Königs vor und richtete das Volk des
> Landes. -
> 3. Mose 13,46
> 
> 15:6    Was aber mehr von Asarja zu sagen ist und alles, was er getan hat,
> siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Juda.
> 
> 15:7    Und Asarja legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn bei
> seinen Vätern in der Stadt Davids. Und sein Sohn Jotam wurde König
> an seiner Statt.
> Vers 32
> 
> Reich Israel: Secharja. Schallum. Menahem. Pekachja. Pekach.
> Anfang der assyrischen Gefangenschaft
> 
> 15:8    Im achtunddreißigsten Jahr Asarjas, des Königs von Juda, wurde
> Secharja, der Sohn Jerobeams, König über Israel und regierte zu
> Samaria sechs Monate.
> Kap 14,29
> 
> 15:9    Und er tat, was dem HERRN mißfiel, wie seine Väter getan hatten. Er
> ließ nicht ab von den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der
> Israel sündigen machte.
> 1. Kön 12,28-30; Am 7,9
> 
> 15:10   Und Schallum, der Sohn des Jabesch, machte eine Verschwörung gegen
> ihn und schlug ihn tot und wurde König an seiner Statt. -
> 
> 15:11   Was aber mehr von Secharja zu sagen ist, siehe, das steht
> geschrieben in der Chronik der Könige von Israel.
> 
> 15:12   Und das ist's, was der HERR zu Jehu geredet hatte: Dir sollen Söhne
> auf dem Thron Israels sitzen bis ins vierte Glied. Und so ist es
> geschehen.
> Kap 10,30
> 
> 15:13   Schallum aber, der Sohn des Jabesch, wurde König im
> neununddreißigsten Jahr Usijas, des Königs von Juda, und regierte
> einen Monat zu Samaria.
> 
> 15:14   Denn Menahem, der Sohn Gadis, zog herauf von Tirza und kam nach
> Samaria und schlug Schallum, den Sohn des Jabesch, in Samaria tot
> und wurde König an seiner Statt.
> 
> 15:15   Was aber mehr von Schallum zu sagen ist und seine Verschwörung, die
> er gemacht hat, siehe, das steht geschrieben in der Chronik der
> Könige von Israel.
> 
> 15:16   Damals schlug Menahem die Stadt Tifsach und alle, die darin waren,
> und ihr Gebiet von Tirza aus, weil sie ihn nicht einlassen wollten,
> und schlug sie, und alle ihre Schwangeren ließ er aufschlitzen.
> Jos 12,24;  Kap 8,12
> 
> 15:17   Im neununddreißigsten Jahr Asarjas, des Königs von Juda, wurde
> Menahem, der Sohn Gadis, König über Israel und regierte zehn Jahre
> zu Samaria.
> 
> 15:18   Und er tat, was dem HERRN mißfiel. Er ließ sein Leben lang nicht ab
> von den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sündigen
> machte.
> 
> 15:19   Und es kam Pul, der König von Assyrien, ins Land. Und Menahem gab
> Pul tausend Zentner Silber, damit er's mit ihm hielte und sein
> Königtum befestigte.
> Vers 29
> Sein eigentlicher Name ist Tiglat-Pileser; als König von Babel wird
> er auch Pul genannt.
> 
> 15:20   Und Menahem legte eine Steuer auf die Reichsten in Israel, fünfzig
> Silberstücke auf jeden Mann, um es dem König von Assyrien zu geben.
> So zog der König von Assyrien wieder heim und blieb nicht im Lande.
> Kap 23,35
> 
> 15:21   Was aber mehr von Menahem zu sagen ist und alles, was er getan hat,
> siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Israel.
> 
> 15:22   Und Menahem legte sich zu seinen Vätern, und sein Sohn Pekachja
> wurde König an seiner Statt.
> 
> 15:23   Im fünfzigsten Jahr Asarjas, des Königs von Juda, wurde Pekachja,
> der Sohn Menahems, König über Israel und regierte zu Samaria zwei
> Jahre.
> 
> 15:24   Und er tat, was dem HERRN mißfiel, denn er ließ nicht ab von der
> Sünde Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sündigen machte.
> 
> 15:25   Und es machte Pekach, der Sohn Remaljas, sein Ritter, eine
> Verschwörung gegen ihn - und mit ihm waren fünfzig Mann von den
> Gileaditern - und schlug ihn tot in Samaria im Burgturm des
> Königshauses samt Argob und Arje und wurde König an seiner Statt. -
> Vers 10; 15; 30
> 
> 15:26   Was aber mehr von Pekachja zu sagen ist und alles, was er getan hat,
> siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Israel.
> 
> 15:27   Im zweiundfünfzigsten Jahr Asarjas, des Königs von Juda, wurde
> Pekach, der Sohn Remaljas, König über Israel und regierte zu Samaria
> zwanzig Jahre.
> 
> 15:28   Und er tat, was dem HERRN mißfiel, denn er ließ nicht ab von der
> Sünde Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sündigen machte.
> 
> 15:29   Zu der Zeit Pekachs, des Königs von Israel, kam Tiglat-Pileser, der
> König von Assyrien, und nahm Ijon, Abel-Bet-Maacha, Janoach,
> Kedesch, Hazor, Gilead und von Galiläa das ganze Land Naftali und
> führte sie weg nach Assyrien.
> 1. Chr 5,26
> 
> 15:30   Und Hoschea, der Sohn Elas, machte eine Verschwörung gegen Pekach,
> den Sohn Remaljas, und schlug ihn tot und wurde König an seiner
> Statt im zwanzigsten Jahr Jotams, des Sohnes Usijas. -
> Kap 17,1;  Vers 25
> 
> 15:31   Was aber mehr von Pekach zu sagen ist und alles, was er getan hat,
> siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Israel.
> 
> Reich Juda: Jotam
> 
> 15:32    Im zweiten Jahr Pekachs, des Sohnes Remaljas, des Königs von
> Israel, wurde Jotam König, der Sohn Usijas, des Königs von Juda.
> (32-35) 2. Chr 27,1-7
> 
> 15:33   Er war fünfundzwanzig Jahre alt, als er König wurde; und er regierte
> sechzehn Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Jeruscha, eine
> Tochter Zadoks.
> 
> 15:34    Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, ganz wie sein Vater Usija
> getan hatte,
> (34 und 35) Vers 3-4
> 
> 15:35   nur, daß die Höhen nicht entfernt wurden; denn das Volk opferte und
> räucherte noch auf den Höhen. Er baute das obere Tor am Hause des
> HERRN. -
> 
> 15:36   Was aber mehr von Jotam zu sagen ist und alles, was er getan hat,
> siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Juda.
> 
> 15:37   Zu der Zeit begann der HERR, gegen Juda zu senden Rezin, den König
> von Aram, und Pekach, den Sohn Remaljas.
> Kap 16,5
> 
> 15:38   Und Jotam legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben bei seinen
> Vätern in der Stadt Davids, seines Vaters. Und sein Sohn Ahas wurde
> König an seiner Statt.
> 
>          Reich Juda: Ahas stellt einen heidnischen Altar auf
> und baut den Tempel um
> 
> 16:1     Im siebzehnten Jahr Pekachs, des Sohnes Remaljas, wurde Ahas
> König, der Sohn Jotams, des Königs von Juda.
> (1-4) 2. Chr 28,1-6
> 
> 16:2    Zwanzig Jahre war Ahas alt, als er König wurde; und er regierte
> sechzehn Jahre zu Jerusalem. Und er tat nicht, was dem HERRN, seinem
> Gott, wohlgefiel, wie sein Vater David,
> 
> 16:3    denn er wandelte auf dem Wege der Könige von Israel. Dazu ließ er
> seinen Sohn durchs Feuer gehen nach den greulichen Sitten der
> Heiden, die der HERR vor den Israeliten vertrieben hatte,
> 3. Mose 18,21
> 
> 16:4    und brachte Opfer dar und räucherte auf den Höhen und auf den Hügeln
> und unter allen grünen Bäumen.
> 
> 16:5    Damals zogen Rezin, der König von Aram, und Pekach, der Sohn
> Remaljas, der König von Israel, hinauf, um gegen Jerusalem zu
> kämpfen, und belagerten Ahas in der Stadt; aber sie konnten sie
> nicht erobern.
> Jes 7,1-9
> 
> 16:6    Zu dieser Zeit brachte Rezin, der König von Aram, Elat wieder an
> Edom und vertrieb die Judäer aus Elat. Danach kamen die Edomiter und
> wohnten darin bis auf diesen Tag.
> Kap 14,22
> 
> 16:7     Aber Ahas sandte Boten zu Tiglat-Pileser, dem König von Assyrien,
> und ließ ihm sagen: Ich bin dein Knecht und dein Sohn. Komm herauf
> und hilf mir aus der Hand des Königs von Aram und des Königs von
> Israel, die sich gegen mich aufgemacht haben!
> (7-20) 2. Chr 28,16-27
> 
> 16:8    Und Ahas nahm das Silber und Gold, das sich in dem Hause des HERRN
> und in den Schätzen des Königshauses fand, und sandte dem König von
> Assyrien Geschenke.
> 1. Kön 15,18
> 
> 16:9    Und der König von Assyrien hörte auf ihn und zog herauf gegen
> Damaskus und eroberte es und führte die Einwohner weg nach Kir und
> tötete Rezin.
> 
> 16:10   Und der König Ahas zog Tiglat-Pileser entgegen, dem König von
> Assyrien, nach Damaskus. Und als er den Altar sah, der in Damaskus
> war, sandte der König Ahas zum Priester Uria Maße und Abbild des
> Altars, ganz wie dieser gemacht war.
> 
> 16:11   Und der Priester Uria baute einen Altar und machte ihn so, wie der
> König Ahas zu ihm gesandt hatte von Damaskus, bis er selbst von
> Damaskus kam.
> 
> 16:12   Und als der König aus Damaskus zurückkam und den Altar sah, trat er
> heran, stieg hinauf
> 
> 16:13   und verbrannte darauf sein Brandopfer und Speisopfer und goß darauf
> sein Trankopfer und sprengte das Blut der Dankopfer, die er opferte,
> an den Altar.
> 
> 16:14   Aber den kupfernen Altar, der vor dem HERRN stand, tat er weg, damit
> er nicht stehe zwischen dem Altar und dem Hause des HERRN, sondern
> setzte ihn an die Seite des neuen Altars gegen Norden.
> 
> 16:15   Und der König Ahas gebot dem Priester Uria: Auf dem großen Altar
> sollst du anzünden die Brandopfer des Morgens und die Speisopfer des
> Abends und die Brandopfer des Königs und sein Speisopfer und die
> Brandopfer des ganzen Volks samt ihrem Speisopfer und Trankopfer;
> und alles Blut der Brandopfer und das Blut der Schlachtopfer sollst
> du daran sprengen. Aber wegen des kupfernen Altars will ich
> bedenken, was ich mache.
> 
> 16:16   Der Priester Uria tat alles, was ihm der König Ahas geboten hatte.
> 
> 16:17   Und der König Ahas brach die Leisten der Gestelle ab und nahm die
> Kessel von ihnen herunter. Und das Meer nahm er von den kupfernen
> Rindern herunter, die darunter waren, und setzte es auf ein
> steinernes Pflaster.
> 1. Kön 7,23-39
> 
> 16:18   Auch die bedeckte Sabbathalle, die am Tempel gebaut war, und den
> äußeren Königseingang am Hause des HERRN änderte er, dem König von
> Assyrien zuliebe.
> 
> 16:19   Was aber mehr von Ahas zu sagen ist, was er getan hat, siehe, das
> steht geschrieben in der Chronik der Könige von Juda.
> 
> 16:20   Und Ahas legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben bei seinen
> Vätern in der Stadt Davids. Und sein Sohn Hiskia wurde König an
> seiner Statt.
> Kap 18,1
> 
>          Reich Israel: Hoschea letzter König. Eroberung Samarias.
> Die assyrische Gefangenschaft
> 
> 17:1     Im zwölften Jahr des Ahas, des Königs von Juda, wurde Hoschea,
> der Sohn Elas, König über Israel und regierte zu Samaria neun Jahre.
> (1-6) Kap 18,9-12;  Kap 15,30
> 
> 17:2    Und er tat, was dem HERRN mißfiel, doch nicht wie die Könige von
> Israel, die vor ihm waren.
> 
> 17:3    Gegen ihn zog herauf Salmanassar, der König von Assyrien. Und
> Hoschea wurde ihm untertan und brachte ihm Abgaben.
> 
> 17:4    Als aber der König von Assyrien innewurde, daß Hoschea eine
> Verschwörung gemacht und Boten gesandt hatte zu So, dem König von
> Ägypten, und keine Abgaben dem König von Assyrien brachte wie alle
> Jahre, nahm er ihn fest und legte ihn ins Gefängnis.
> Hos 12,2
> 
> 17:5    Und der König von Assyrien zog durch das ganze Land und gegen
> Samaria und belagerte es drei Jahre lang.
> Jes 28,2
> 
> 17:6    Und im neunten Jahr Hoscheas eroberte der König von Assyrien Samaria
> und führte Israel weg nach Assyrien und ließ sie wohnen in Halach
> und am Habor, dem Fluß von Gosan, und in den Städten der Meder.
> 
> Der Grund für die Verwerfung des Reiches Israel
> 
> 17:7    Denn die Israeliten hatten gegen den HERRN, ihren Gott, gesündigt,
> der sie aus Ägyptenland geführt hatte, aus der Hand des Pharao, des
> Königs von Ägypten, und fürchteten andere Götter
> 
> 17:8    und wandelten nach den Satzungen der Heiden, die der HERR vor
> Israel vertrieben hatte, und taten wie die Könige von Israel.
> Kap 16,3
> 
> 17:9    Und die Israeliten ersannen, was nicht recht war gegen den HERRN,
> ihren Gott, so daß sie sich Höhen bauten in allen Orten, von den
> Wachttürmen bis zu den festen Städten,
> 
> 17:10   und richteten Steinmale auf und Ascherabilder auf allen hohen Hügeln
> und unter allen grünen Bäumen
> Kap 16,4; 1. Kön 14,23
> 
> 17:11   und opferten auf allen Höhen wie die Heiden, die der HERR vor ihnen
> weggetrieben hatte, und trieben böse Dinge, womit sie den HERRN
> erzürnten,
> 
> 17:12   und dienten den Götzen, von denen der HERR zu ihnen gesagt hatte:
> Das sollt ihr nicht tun!
> 2. Mose 20,23; 23,13
> 
> 17:13   Und doch hatte der HERR Israel und Juda gewarnt durch alle Propheten
> und alle Seher und ihnen sagen lassen: Kehrt um von euren bösen
> Wegen und haltet meine Gebote und Rechte nach dem ganzen Gesetz, das
> ich euren Vätern geboten habe und das ich zu euch gesandt habe durch
> meine Knechte, die Propheten.
> 
> 17:14   Aber sie gehorchten nicht, sondern versteiften ihren Nacken wie ihre
> Väter, die nicht an den HERRN, ihren Gott, glaubten.
> 
> 17:15   Dazu verachteten sie seine Gebote und seinen Bund, den er mit ihren
> Vätern geschlossen hatte, und seine Warnungen, die er ihnen gab, und
> wandelten ihren nichtigen Götzen nach und trieben Nichtiges. Sie
> taten wie die Heiden um sie her, von denen der HERR ihnen geboten
> hatte, sie sollten nicht wie diese tun.
> 2. Mose 23,24
> 
> 17:16   Aber sie verließen alle Gebote des HERRN, ihres Gottes, und machten
> sich zwei gegossene Kälber und ein Bild der Aschera und beteten
> alles Heer des Himmels an und dienten Baal
> 1. Kön 12,28;  1. Kön 16,33
> 
> 17:17   und ließen ihre Söhne und Töchter durchs Feuer gehen und gingen mit
> Wahrsagen und Zauberei um und verkauften sich, zu tun, was dem HERRN
> mißfiel, um ihn zu erzürnen.
> 3. Mose 18,21
> 
> 17:18   Da wurde der HERR sehr zornig über Israel und tat es von seinem
> Angesicht weg, so daß nichts übrigblieb als der Stamm Juda allein. -
> 
> 17:19   Auch Juda hielt nicht die Gebote des HERRN, seines Gottes, sondern
> wandelte nach den Satzungen, nach denen Israel gelebt hatte. -
> 
> 17:20   Darum verwarf der HERR das ganze Geschlecht Israel und bedrängte sie
> und gab sie in die Hände der Räuber, bis er sie von seinem Angesicht
> wegstieß.
> 
> 17:21   Denn der Herr riß Israel vom Hause David los, und sie machten zum
> König Jerobeam, den Sohn Nebats. Der wandte Israel ab vom HERRN und
> machte, daß sie schwer sündigten.
> 1. Kön 12,20
> 
> 17:22   So wandelte Israel in allen Sünden Jerobeams, die er getan hatte,
> und sie ließen nicht davon ab,
> 
> 17:23   bis der HERR Israel von seinem Angesicht wegtat, wie er geredet
> hatte durch alle seine Knechte, die Propheten. So wurde Israel aus
> seinem Lande weggeführt nach Assyrien bis auf diesen Tag.
> 5. Mose 28,63-64
> 
> Die Entstehung des Volkes der Samaritaner
> 
> 17:24   Der König von Assyrien aber ließ Leute von Babel kommen, von Kuta,
> von Awa, von Hamat und Sefarwajim, und ließ sie wohnen in den
> Städten von Samarien an Israels Statt. Und sie nahmen Samarien ein
> und wohnten in seinen Städten.
> 
> 17:25   Als sie aber anfingen, dort zu wohnen, und den HERRN nicht
> fürchteten, sandte der HERR unter sie Löwen, die töteten sie.
> Hos 13,8
> 
> 17:26   Und man ließ dem König von Assyrien sagen: Die Völker, die du
> hergebracht und mit denen du die Städte Samariens besetzt hast,
> wissen nichts von der Verehrung des Gottes dieses Landes. Darum hat
> er Löwen unter sie gesandt, und siehe, diese töten sie, weil sie
> nichts wissen von der Verehrung des Gottes dieses Landes.
> 
> 17:27   Der König von Assyrien gebot: Bringt dorthin einen der Priester, die
> von dort weggeführt sind; er ziehe hin und wohne dort und lehre sie
> die Verehrung des Gottes des Landes.
> 
> 17:28   Da kam einer der Priester, die von Samarien weggeführt waren, und
> wohnte in Bethel und lehrte sie, wie sie den HERRN fürchten sollten.
> 
> 17:29   Aber jedes Volk machte sich seinen Gott und tat ihn in die
> Heiligtümer auf den Höhen, die die Samaritaner gemacht hatten, jedes
> Volk in seinen Städten, in denen es wohnte.
> 
> 17:30   Die von Babel machten sich Sukkot-Benot, die von Kuta machten sich
> Nergal, die von Hamat machten sich Aschima,
> 
> 17:31   die von Awa machten sich Nibhas und Tartak; die von Sefarwajim
> verbrannten ihre Söhne dem Adrammelech und Anammelech, den Göttern
> derer von Sefarwajim.
> Vers 17
> 
> 17:32   Und weil sie auch den HERRN fürchteten, bestellten sie sich
> Priester auf den Höhen aus allem Volk unter ihnen; die opferten für
> sie in den Heiligtümern auf den Höhen.
> 1. Kön 12,31
> 
> 17:33   So fürchteten sie den HERRN, dienten aber auch den Göttern nach dem
> Brauch der Völker, von denen man sie hergebracht hatte.
> 
> 17:34   Und bis auf diesen Tag tun sie nach den früheren Bräuchen: sie
> fürchten weder den HERRN, noch halten sie Satzungen und Rechte nach
> dem Gesetz und Gebot, das der HERR geboten hat den Söhnen Jakobs,
> dem er den Namen Israel gab;
> 1. Mose 32,29
> 
> 17:35   hatte doch der HERR einen Bund mit ihnen geschlossen und ihnen
> geboten: Fürchtet keine andern Götter und betet sie nicht an und
> dienet ihnen nicht und opfert ihnen nicht,
> 2. Mose 23,24
> 
> 17:36   sondern den HERRN, der euch aus Ägyptenland geführt hat mit großer
> Kraft und ausgestrecktem Arm, den fürchtet, den betet an und dem
> opfert.
> 
> 17:37   Und die Satzungen, Rechte, Gesetze und Gebote, die er euch hat
> aufschreiben lassen, die haltet, daß ihr danach tut allezeit, und
> fürchtet nicht andere Götter.
> 
> 17:38   Und vergeßt nicht den Bund, den er mit euch geschlossen hat, und
> fürchtet nicht andere Götter,
> 
> 17:39   sondern fürchtet den HERRN, euren Gott; der wird euch erretten von
> allen euren Feinden.
> 5. Mose 6,12-19
> 
> 17:40   Aber sie gehorchten nicht, sondern taten nach ihren früheren
> Bräuchen.
> 
> 17:41   So fürchteten diese Völker den HERRN und dienten zugleich ihren
> Götzen. Auch ihre Kinder und Kindeskinder tun, wie ihre Väter getan
> haben, bis auf diesen Tag.
> 
>          Reich Juda: Hiskia
> 
> (vgl. 2. Chr 29,1 - 31,21)
> 18:1    Im dritten Jahr Hoscheas, des Sohnes Elas, des Königs von Israel,
> wurde Hiskia König, der Sohn des Ahas, des Königs von Juda.
> Kap 16,20
> 
> 18:2    Er war fünfundzwanzig Jahre alt, als er König wurde; und er regierte
> neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Abi, eine
> Tochter Secharjas.
> 
> 18:3    Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, ganz wie sein Vater David.
> Kap 20,3
> 
> 18:4    Er entfernte die Höhen und zerbrach die Steinmale und hieb das Bild
> der Aschera um und zerschlug die eherne Schlange, die Mose gemacht
> hatte. Denn bis zu dieser Zeit hatte ihr Israel geräuchert, und man
> nannte sie Nehuschtan.
> Kap 15,35;  4. Mose 21,8-9
> 
> 18:5    Er vertraute dem HERRN, dem Gott Israels, so daß unter allen
> Königen von Juda seinesgleichen nach ihm nicht war noch vor ihm
> gewesen ist.
> Kap 23,25
> 
> 18:6    Er hing dem HERRN an und wich nicht von ihm ab und hielt seine
> Gebote, die der HERR dem Mose geboten hatte.
> 
> 18:7    Und der HERR war mit ihm, und alles, was er sich vornahm, gelang
> ihm. Und er wurde abtrünnig vom König von Assyrien und war ihm nicht
> mehr untertan.
> 
> 18:8    Er schlug auch die Philister bis nach Gaza und seinem Gebiet, von
> den Wachttürmen bis zu den festen Städten.
> 
> 18:9     Im vierten Jahr Hiskias, des Königs von Juda - das war das siebente
> Jahr Hoscheas, des Sohnes Elas, des Königs von Israel -, zog
> Salmanassar, der König von Assyrien, herauf gegen Samaria und
> belagerte es
> (9-12) Kap 17,3-6
> 
> 18:10   und nahm es ein nach drei Jahren. Im sechsten Jahr Hiskias, das ist
> im neunten Jahr Hoscheas, des Königs von Israel, wurde Samaria
> eingenommen.
> 
> 18:11   Und der König von Assyrien führte Israel weg nach Assyrien und ließ
> sie wohnen in Halach und am Habor, dem Fluß von Gosan, und in den
> Städten der Meder,
> 
> 18:12   weil sie nicht gehorcht hatten der Stimme des HERRN, ihres Gottes,
> und seinen Bund übertreten hatten und alles, was Mose, der Knecht
> des HERRN, geboten hatte; sie hatten nicht gehorcht und nicht danach
> getan.
> 
> Sanherib zieht gegen Jerusalem
> 
> (vgl. 2. Chr 32,1-19; Jes 36,1-22)
> 18:13   Im vierzehnten Jahr des Königs Hiskia zog herauf Sanherib, der König
> von Assyrien, gegen alle festen Städte Judas und nahm sie ein.
> 
> 18:14   Da sandte Hiskia, der König von Juda, zum König von Assyrien nach
> Lachisch und ließ ihm sagen: Ich hab Unrecht getan, zieh weg von
> mir. Was du mir auferlegst, will ich tragen. Da legte der König von
> Assyrien Hiskia, dem König von Juda, dreihundert Zentner Silber auf
> und dreißig Zentner Gold.
> 
> 18:15   So gab Hiskia all das Silber, das sich im Hause des HERRN und in den
> Schätzen des Hauses des Königs fand.
> Kap 16,8
> 
> 18:16   Zur selben Zeit zerbrach Hiskia, der König von Juda, die Türen am
> Tempel des HERRN und das Goldblech, das er selbst hatte
> darüberziehen lassen, und gab es dem König von Assyrien.
> 
> 18:17   Und der König von Assyrien sandte den Tartan und den Rabsaris und
> den Rabschake von Lachisch zum König Hiskia mit großer Heeresmacht
> nach Jerusalem, und sie zogen hinauf. Und als sie hinkamen, hielten
> sie an der Wasserleitung des oberen Teiches, der an der Straße bei
> dem Acker des Walkers liegt.
> Jes 7,3
> 
> 18:18   Und sie riefen nach dem Könige. Da kamen zu ihnen heraus der
> Hofmeister Eljakim, der Sohn Hilkijas, und der Schreiber Schebna und
> der Kanzler Joach, der Sohn Asafs.
> 
> 18:19   Und der Rabschake sprach zu ihnen: Sagt doch dem König Hiskia: So
> spricht der große König, der König von Assyrien: Was ist das für ein
> Vertrauen, das du da hast?
> 
> 18:20   Meinst du, bloße Worte seien schon Rat und Macht zum Kämpfen? Auf
> wen verläßt du dich denn, daß du von mir abtrünnig geworden bist?
> 
> 18:21   Siehe, verläßt du dich auf diesen zerbrochenen Rohrstab, auf
> Ägypten, der jedem, der sich darauf stützt, in die Hand dringen und
> sie durchbohren wird? So ist der Pharao, der König von Ägypten, für
> alle, die sich auf ihn verlassen.
> Hes 29,6-7
> 
> 18:22   Oder wollt ihr zu mir sagen: Wir verlassen uns auf den HERRN, unsern
> Gott! Ist er es denn nicht, dessen Höhen und Altäre Hiskia entfernt
> und zu Juda und zu Jerusalem gesagt hat: Nur vor diesem Altar, der
> in Jerusalem ist, sollt ihr anbeten?
> 5. Mose 12,14
> 
> 18:23   Wohlan, nimm eine Wette an mit meinem Herrn, dem König von Assyrien:
> Ich will dir zweitausend Rosse geben, ob du Reiter dazu stellen
> kannst?
> 
> 18:24   Wie willst du denn zurücktreiben auch nur einen der Geringsten von
> meines Herrn Untertanen? Und du verläßt dich auf Ägypten um der
> Wagen und Gespanne willen.
> 
> 18:25   Meinst du aber, ich sei ohne den HERRN heraufgezogen, daß ich diese
> Stätte verderbe? Der HERR hat mir's geboten: Zieh hinauf in dies
> Land und verdirb es!
> 
> 18:26   Da sprachen Eljakim, der Sohn Hilkijas, und Schebna und Joach zum
> Rabschake: Rede mit deinen Knechten aramäisch, denn wir verstehen's,
> und rede nicht mit uns hebräisch vor den Ohren des Volks, das auf
> der Mauer ist.
> 
> 18:27   Aber der Rabschake sprach zu ihnen: Hat mich denn mein Herr zu
> deinem Herrn oder zu dir gesandt, daß ich solche Worte rede, und
> nicht vielmehr zu den Männern, die auf der Mauer sitzen, daß sie mit
> euch ihren eigenen Mist fressen und ihren Harn saufen?
> 
> 18:28   Da trat der Rabschake hin und rief mit lauter Stimme auf hebräisch
> und sprach: Hört das Wort des großen Königs, des Königs von
> Assyrien!
> 
> 18:29   So spricht der König: Laßt euch von Hiskia nicht betrügen, denn er
> vermag euch nicht zu erretten aus meiner Hand.
> 
> 18:30   Und laßt euch von Hiskia nicht vertrösten auf den HERRN, wenn er
> sagt: Der HERR wird uns erretten, und diese Stadt wird nicht in die
> Hände des Königs von Assyrien gegeben werden.
> 
> 18:31   Hört nicht auf Hiskia! Denn so spricht der König von Assyrien:
> Schließt Freundschaft mit mir und kommt zu mir heraus, so soll
> jedermann von seinem Weinstock und seinem Feigenbaum essen und von
> seinem Brunnen trinken,
> 1. Kön 5,5
> 
> 18:32   bis ich komme und euch hole in ein Land, das eurem Lande gleich ist,
> darin Korn, Wein, Brot, Weinberge, Ölbäume und Honig sind; dann
> werdet ihr am Leben bleiben und nicht sterben. Hört nicht auf
> Hiskia, denn er verführt euch, wenn er spricht: Der HERR wird uns
> erretten.
> 
> 18:33   Haben etwa die Götter der andern Völker ihr Land errettet aus der
> Hand des Königs von Assyrien?
> Jes 10,10-11
> 
> 18:34   Wo sind die Götter von Hamat und Arpad? Wo sind die Götter von
> Sefarwajim, Hena und Awa? Wo sind die Götter des Landes Samarien?
> Haben sie Samaria errettet aus meiner Hand?
> 
> 18:35   Wo ist ein Gott unter den Göttern aller Länder, der sein Land aus
> meiner Hand errettet hätte, daß allein der HERR Jerusalem aus meiner
> Hand erretten sollte?
> Dan 3,15
> 
> 18:36   Das Volk aber schwieg still und antwortete ihm nichts, denn der
> König hatte geboten: Antwortet ihm nichts.
> 
> 18:37   Da kamen der Hofmeister Eljakim, der Sohn Hilkijas, und der
> Schreiber Schebna und der Kanzler Joach, der Sohn Asafs, zu Hiskia
> mit zerrissenen Kleidern und sagten ihm die Worte des Rabschake an.
> 
>          Hiskias Gebet. Jesaja verheißt Rettung
> 
> (vgl. 2. Chr 32,20-23; Jes 37,1-35)
> 19:1    Als der König Hiskia das hörte, zerriß er seine Kleider und legte
> einen Sack an und ging in das Haus des HERRN.
> 
> 19:2    Und er sandte den Hofmeister Eljakim und den Schreiber Schebna samt
> den Ältesten der Priester, mit Säcken angetan, zu dem Propheten
> Jesaja, dem Sohn des Amoz.
> 
> 19:3    Und sie sprachen zu ihm: So sagt Hiskia: Das ist ein Tag der Not,
> der Strafe und der Schmach - wie wenn Kinder eben geboren werden
> sollen, aber die Kraft fehlt, sie zu gebären.
> 
> 19:4    Vielleicht hört der HERR, dein Gott, alle Worte des Rabschake, den
> sein Herr, der König von Assyrien, gesandt hat, um hohnzusprechen
> dem lebendigen Gott, und straft die Worte, die der HERR, dein Gott,
> gehört hat. So erhebe dein Gebet für die Übriggebliebenen, die noch
> vorhanden sind.
> 1. Sam 17,10;  Kap 18,35
> 
> 19:5    Und als die Großen des Königs Hiskia zu Jesaja kamen,
> 
> 19:6    sprach Jesaja zu ihnen: So sagt eurem Herrn: So spricht der HERR:
> Fürchte dich nicht vor den Worten, die du gehört hast, mit denen
> mich die Knechte des Königs von Assyrien gelästert haben.
> 
> 19:7    Siehe, ich will einen Geist über ihn bringen, daß er ein Gerücht
> hören und in sein Land zurückziehen wird, und will ihn durchs
> Schwert fällen in seinem Lande.
> Vers 9;  Vers 35-37
> 
> 19:8    Und als der Rabschake zurückkam, fand er den König von Assyrien
> gegen Libna kämpfen, denn er hatte gehört, daß er von Lachisch
> abgezogen war.
> 
> 19:9    Der König von Assyrien hatte nämlich gehört über Tirhaka, den König
> von Kusch: Siehe, er ist ausgezogen, mit dir zu kämpfen. Da sandte
> er abermals Boten zu Hiskia und ließ ihm sagen:
> 
> 19:10   So sprecht zu Hiskia, dem König von Juda: Laß dich von deinem Gott
> nicht betrügen, auf den du dich verläßt und sprichst: Jerusalem
> wird nicht in die Hand des Königs von Assyrien gegeben werden.
> Kap 18,30
> 
> 19:11   Siehe, du hast gehört, was die Könige von Assyrien allen Ländern
> getan haben, daß sie den Bann an ihnen vollstreckten, und du allein
> solltest errettet werden?
> 
> 19:12   Haben die Götter der Völker, die von meinen Vätern vernichtet sind,
> sie errettet: Gosan, Haran, Rezef und die Leute von Eden, die zu
> Telassar waren?
> Kap 18,33-34
> 
> 19:13   Wo ist der König von Hamat, der König von Arpad und der König der
> Stadt Sefarwajim, von Hena und Awa?
> 
> 19:14   Als Hiskia den Brief von den Boten empfangen und gelesen hatte, ging
> er hinauf zum Hause des HERRN und breitete ihn aus vor dem HERRN
> 
> 19:15   und betete vor dem HERRN und sprach: HERR, Gott Israels, der du
> über den Cherubim thronst, du bist allein Gott über alle Königreiche
> auf Erden, du hast Himmel und Erde gemacht.
> 2. Mose 25,22; Ps 80,2
> 
> 19:16   HERR, neige deine Ohren und höre, tu deine Augen auf und sieh und
> höre die Worte Sanheribs, der hergesandt hat, um dem lebendigen Gott
> hohnzusprechen.
> 
> 19:17   Es ist wahr, HERR, die Könige von Assyrien haben die Völker mit dem
> Schwert umgebracht und ihre Länder verwüstet
> 
> 19:18   und haben ihre Götter ins Feuer geworfen, denn es waren nicht
> Götter, sondern Werk von Menschenhänden, Holz und Stein; darum haben
> sie sie vertilgt.
> 
> 19:19   Nun aber, HERR, unser Gott, errette uns aus seiner Hand, damit alle
> Königreiche auf Erden erkennen, daß du, HERR, allein Gott bist.
> 
> 19:20   Da sandte Jesaja, der Sohn des Amoz, zu Hiskia und ließ ihm sagen:
> So spricht der HERR, der Gott Israels: Was du zu mir gebetet hast um
> Sanheribs willen, des Königs von Assyrien, das habe ich gehört.
> 
> 19:21   Das ist's, was der HERR gegen ihn geredet hat: Die Jungfrau, die
> Tochter Zion, verachtet dich und spottet deiner. Die Tochter
> Jerusalem schüttelt ihr Haupt hinter dir her.
> 
> 19:22   Wen hast du gehöhnt und gelästert? Über wen hast du deine Stimme
> erhoben? Du hast deine Augen erhoben wider den Heiligen Israels!
> 
> 19:23   Du hast den HERRN durch deine Boten verhöhnt und gesagt: Ich bin mit
> der Menge meiner Wagen auf die Höhen der Berge gestiegen, in den
> innersten Libanon. Ich habe seine hohen Zedern und auserlesenen
> Zypressen abgehauen und bin gekommen bis zur äußersten Herberge
> darin im dichtesten Walde.
> 
> 19:24   Ich habe gegraben und getrunken die fremden Wasser und werde
> austrocknen mit meinen Fußsohlen alle Flüsse Ägyptens. -
> 
> 19:25   Hast du nicht gehört, daß ich es lange zuvor bereitet und von Anfang
> an geplant habe? Nun aber habe ich's kommen lassen, daß du feste
> Städte zerstörtest zu wüsten Steinhaufen.
> 
> 19:26   Und die darin wohnen, wurden ohne Kraft und fürchteten sich und
> wurden zuschanden. Sie wurden wie das Gras auf dem Felde und wie das
> grüne Kraut, wie Gras auf den Dächern, das verdorrt, ehe es reif
> wird.
> 
> 19:27   Ich weiß von deinem Aufstehen und Sitzen, deinem Ausziehen und
> Einziehen, und daß du tobst gegen mich.
> 
> 19:28   Weil du denn gegen mich tobst und dein Übermut vor meine Ohren
> gekommen ist, so will ich dir meinen Ring in deine Nase legen und
> meinen Zaum in dein Maul und will dich den Weg wieder zurückführen,
> den du hergekommen bist.
> 
> 19:29   Und das sei dir, Hiskia, ein Zeichen: In diesem Jahr iß, was von
> selber nachwächst, im nächsten Jahr, was auch dann noch wächst, im
> dritten Jahr sät und erntet und pflanzt Weinberge und eßt ihre
> Früchte.
> 
> 19:30   Und was vom Hause Juda errettet und übriggeblieben ist, wird von
> neuem nach unten Wurzeln schlagen und oben Frucht tragen.
> 
> 19:31   Denn von Jerusalem werden ausgehen, die übriggeblieben sind, und die
> Erretteten vom Berge Zion. Der Eifer des HERRN Zebaoth wird solches
> tun.
> Jes 9,6
> 
> 19:32   Darum spricht der HERR über den König von Assyrien: Er soll nicht in
> diese Stadt kommen und keinen Pfeil hineinschießen und mit keinem
> Schild davorkommen und soll keinen Wall gegen sie aufschütten,
> 
> 19:33   sondern er soll den Weg wieder zurückziehen, den er gekommen ist,
> und soll in diese Stadt nicht kommen; der HERR sagt's.
> 
> 19:34   Und ich will diese Stadt beschirmen, daß ich sie errette um
> meinetwillen und um meines Knechtes David willen.
> Kap 20,6
> 
> 19:35    Und in dieser Nacht fuhr aus der Engel des HERRN und schlug im
> Lager von Assyrien hundertfünfundachtzigtausend Mann. Und als man
> ich früh am Morgen aufmachte, siehe, da lag alles voller Leichen.
> (35-37) Jes 37,36-38
> 
> 19:36   So brach Sanherib, der König von Assyrien, auf und zog ab, kehrte um
> und blieb zu Ninive.
> 
> 19:37   Und als er anbetete im Haus seines Gottes Nisroch, erschlugen ihn
> mit dem Schwert seine Söhne Adrammelech und Sarezer, und sie
> entkamen ins Land Ararat. Und sein Sohn Asarhaddon wurde König an
> seiner Statt.
> Vers 7
> 
>          Hiskias Krankheit und Genesung
> 
> (vgl. 2. Chr 32,24-26; Jes 38,1-8)
> 20:1    Zu dieser Zeit wurde Hiskia todkrank. Und der Prophet Jesaja, der
> Sohn des Amoz, kam zu ihm und sprach zu ihm: So spricht der HERR:
> Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben und nicht am Leben
> bleiben.
> 
> 20:2    Er aber wandte sein Antlitz zur Wand und betete zum HERRN und
> sprach:
> 
> 20:3    Ach, HERR, gedenke doch, daß ich vor dir in Treue und mit
> rechtschaffenem Herzen gewandelt bin und getan habe, was dir
> wohlgefällt. Und Hiskia weinte sehr.
> 
> 20:4    Als aber Jesaja noch nicht zum mittleren Hof hinausgegangen war, kam
> des HERRN Wort zu ihm:
> 
> 20:5    Kehre um und sage Hiskia, dem Fürsten meines Volks: So spricht der
> HERR, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet gehört und
> deine Tränen gesehen. Siehe, ich will dich gesund machen - am
> dritten Tage wirst du hinauf in das Haus des HERRN gehen -,
> 
> 20:6    und ich will fünfzehn Jahre zu deinem Leben hinzutun und dich und
> diese Stadt erretten vor dem König von Assyrien und diese Stadt
> beschirmen um meinetwillen und um meines Knechtes David willen.
> Kap 19,34
> 
> 20:7    Und Jesaja sprach: Bringt her ein Pflaster von Feigen! Und als sie
> das brachten, legten sie es auf das Geschwür, und er wurde gesund.
> 
> 20:8    Hiskia aber sprach zu Jesaja: Was ist das Zeichen, daß mich der HERR
> gesund machen wird und ich in des HERRN Haus hinaufgehen werde am
> dritten Tage?
> 
> 20:9    Jesaja sprach: Dies Zeichen wirst du vom HERRN haben, daß der HERR
> tun wird, was er zugesagt hat: Soll der Schatten an der Sonnenuhr
> zehn Striche vorwärts gehen oder zehn Striche zurückgehen?
> 
> 20:10   Hiskia sprach: Es ist leicht, daß der Schatten zehn Striche vorwärts
> gehe. Das will ich nicht, sondern daß er zehn Striche zurückgehe.
> 
> 20:11   Da rief der Prophet Jesaja den HERRN an, und der Herr ließ den
> Schatten an der Sonnenuhr des Ahas zehn Striche zurückgehen, die er
> vorwärts gegangen war.
> 
> Gesandtschaft des Königs von Babel
> 
> (vgl. 2. Chr 32,31; Jes 39,1-8)
> 20:12   Zu dieser Zeit sandte Merodach-Baladan, der Sohn Baladans, der König
> von Babel, Brief und Geschenke an Hiskia; denn er hatte gehört, daß
> Hiskia krank gewesen war.
> 
> 20:13   Hiskia aber freute sich über die Boten und zeigte ihnen das ganze
> Schatzhaus, Silber, Gold, Spezerei und das beste Öl und das Zeughaus
> und alles, was an Schätzen vorhanden war. Es war nichts in seinem
> Hause und in seiner ganzen Herrschaft, was ihnen Hiskia nicht
> gezeigt hätte.
> 
> 20:14   Da kam der Prophet Jesaja zum König Hiskia und sprach zu ihm: Was
> haben diese Leute gesagt? Und woher sind sie zu dir gekommen? Hiskia
> sprach: Sie sind aus fernen Landen zu mir gekommen, aus Babel.
> 
> 20:15   Er sprach: Was haben sie gesehen in deinem Hause? Hiskia sprach: Sie
> haben alles gesehen, was in meinem Hause ist, und es gibt von meinen
> Schätzen nichts, was ich ihnen nicht gezeigt hätte.
> 
> 20:16   Da sprach Jesaja zu Hiskia: Höre des HERRN Wort:
> 
> 20:17   Siehe, es kommt die Zeit, daß alles nach Babel weggeführt werden
> wird, was in deinem Hause ist und was deine Väter gesammelt haben
> bis auf diesen Tag, und es wird nichts übriggelassen werden, spricht
> der HERR.
> 24,13-14
> 
> 20:18   Dazu werden von den Söhnen, die von dir kommen, die du zeugen wirst,
> einige genommen werden, daß sie Kämmerer seien im Palast des Königs
> von Babel.
> Dan 1,3-4
> 
> 20:19   Hiskia aber sprach zu Jesaja: Das Wort ist gut, das der HERR
> geredet hat durch dich; denn er dachte: Es wird doch Friede und
> Sicherheit sein zu meinen Zeiten.
> Kap 22,20
> 
> 20:20   Was mehr von Hiskia zu sagen ist und alle seine tapferen Taten und
> wie er den Teich und die Wasserleitung gebaut hat, durch die er
> Wasser in die Stadt geleitet hat, siehe, das steht geschrieben in
> der Chronik der Könige von Juda.
> 
> 20:21   Und Hiskia legte sich zu seinen Vätern. Und sein Sohn Manasse wurde
> König an seiner Statt.
> 
>          Reich Juda: Manasse. Amon
> 
> (vgl. 2. Chr 33,1-25)
> 21:1    Manasse war zwölf Jahre alt, als er König wurde; und er regierte
> fünfundfünfzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Hefzi-Bah.
> 
> 21:2    Und er tat, was dem HERRN mißfiel, nach den greulichen Sitten der
> Heiden, die der HERR vor Israel vertrieben hatte,
> 
> 21:3    und baute wieder die Höhen auf, die sein Vater Hiskia zerstört
> hatte, und richtete dem Baal Altäre auf und machte ein Bild der
> Aschera, wie Ahab, der König von Israel, getan hatte, und betete
> alles Heer des Himmels an und diente ihnen.
> 1. Kön 16,33
> 
> 21:4    Und er baute Altäre im Hause des HERRN, von dem der HERR gesagt
> hatte: Ich will meinen Namen zu Jerusalem wohnen lassen,
> 
> 21:5    und er baute allem Heer des Himmels Altäre in beiden Vorhöfen am
> Hause des HERRN.
> Kap 23,12
> 
> 21:6    Und er ließ seinen Sohn durchs Feuer gehen und achtete auf
> Vogelgeschrei und Zeichen und hielt Geisterbeschwörer und
> Zeichendeuter; so tat er viel von dem, was dem HERRN mißfiel, um ihn
> zu erzürnen.
> Kap 16,3; 3. Mose 18,21
> 
> 21:7    Er stellte auch das Bild der Aschera, das er gemacht hatte, in das
> Haus, von dem der HERR zu David und zu seinem Sohn Salomo gesagt
> hatte: In diesem Hause und in Jerusalem, das ich erwählt habe aus
> allen Stämmen Israels, will ich meinen Namen wohnen lassen
> ewiglich,
> 1. Kön 8,29; 9,3
> 
> 21:8    und ich will den Fuß Israels nicht mehr weichen lassen von dem
> Lande, das ich ihren Vätern gegeben habe, sofern sie alles halten
> und tun, was ich geboten habe, das ganze Gesetz, das mein Knecht
> Mose ihnen geboten hat.
> 
> 21:9    Aber sie gehorchten nicht, sondern Manasse verführte sie, daß sie es
> ärger trieben als die Heiden, die der HERR vor Israel vertilgt
> hatte.
> 
> 21:10   Da redete der HERR durch seine Knechte, die Propheten, und sprach:
> 
> 21:11   Weil Manasse, der König von Juda, diese Greuel getan hat, die ärger
> sind als alle Greuel, die die Amoriter getan haben, die vor ihm
> gewesen sind, und weil er auch Juda sündigen gemacht hat mit seinen
> Götzen,
> 
> 21:12   darum spricht der HERR, der Gott Israels: Siehe, ich will Unheil
> über Jerusalem und Juda bringen, so daß dem, der es hören wird,
> beide Ohren gellen sollen.
> Jer 19,3
> 
> 21:13   Und ich will an Jerusalem die Meßschnur anlegen wie an Samaria und
> das Lot wie ans Haus Ahab und will Jerusalem auswischen, wie man
> Schüsseln auswischt, und will's umstürzen.
> 
> 21:14   Und wer von meinem Erbteil übrigbleiben wird, den will ich verstoßen
> und will sie geben in die Hände ihrer Feinde, daß sie Raub und Beute
> aller ihrer Feinde werden,
> 
> 21:15   weil sie getan haben, was mir mißfällt, und mich erzürnt haben von
> dem Tage an, da ihre Väter aus Ägypten gezogen sind, bis auf diesen
> Tag.
> 
> 21:16   Auch vergoß Manasse sehr viel unschuldiges Blut, bis Jerusalem ganz
> voll davon war - außer der Sünde, durch die er Juda sündigen machte,
> daß sie taten, was dem HERRN mißfiel.
> Kap 24,4; Ps 106,38
> 
> 21:17   Was aber mehr von Manasse zu sagen ist und alles, was er getan hat,
> und seine Sünde, die er tat, siehe, das steht geschrieben in der
> Chronik der Könige von Juda.
> 
> 21:18   Und Manasse legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben im Garten
> an seinem Hause, im Garten Usas. Und sein Sohn Amon wurde König an
> seiner Statt.
> 
> 21:19   Zweiundzwanzig Jahre alt war Amon, als er König wurde; und er
> regierte zwei Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Meschullemet,
> eine Tochter des Haruz aus Jotba.
> 
> 21:20   Und er tat, was dem HERRN mißfiel, wie sein Vater Manasse getan
> hatte,
> 
> 21:21   und wandelte ganz in dem Wege, den sein Vater gewandelt war, und
> diente den Götzen, denen sein Vater gedient hatte, und betete sie an
> 
> 21:22   und verließ den HERRN, den Gott seiner Väter, und wandelte nicht im
> Wege des HERRN.
> 
> 21:23   Und seine Großen machten eine Verschwörung gegen Amon und töteten
> den König in seinem Hause.
> 
> 21:24   Aber das Volk des Landes erschlug alle, die die Verschwörung gegen
> den König Amon gemacht hatten. Und das Volk des Landes machte seinen
> Sohn Josia zum König an seiner Statt.
> 
> 21:25   Was aber Amon mehr getan hat, siehe, das steht geschrieben in der
> Chronik der Könige von Juda.
> 
> 21:26   Und man begrub ihn in seinem Grabe im Garten Usas. Und sein Sohn
> Josia wurde König an seiner Statt.
> 
>          Reich Juda: Josia und die Auffindung des Gesetzbuches
> 
> (vgl. 2. Chr 34,1-28)
> 22:1    Josia war acht Jahre alt, als er König wurde; und er regierte
> einunddreißig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Jedida, eine
> Tochter Adajas aus Bozkat.
> 
> 22:2    Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, und wandelte ganz in dem Wege
> seines Vaters David und wich nicht davon ab, weder zur Rechten noch
> zur Linken.
> Kap 18,3
> 
> 22:3    Und im achtzehnten Jahr des Königs Josia sandte der König den
> Schreiber Schafan, den Sohn Azaljas, des Sohnes Meschullams, in das
> Haus des HERRN und sprach:
> 
> 22:4    Geh hinauf zu dem Hohenpriester Hilkija, daß er abgebe alles Geld,
> was zum Hause des HERRN gebracht ist, das die Hüter an der Schwelle
> gesammelt haben vom Volk,
> Kap 12,11
> 
> 22:5    damit man es gebe den Werkmeistern, die bestellt sind im Hause des
> HERRN, und sie es geben den Arbeitern am Hause des HERRN, damit sie
> ausbessern, was baufällig ist am Hause,
> 
> 22:6    nämlich den Zimmerleuten und Bauleuten und Maurern und denen, die
> Holz und gehauene Steine kaufen sollen, um das Haus auszubessern;
> 
> 22:7    doch daß sie keine Rechnung zu legen brauchten von dem Geld, das
> ihnen gegeben wird, sondern daß sie auf Treu und Glauben handeln.
> Kap 12,16
> 
> 22:8    Und der Hohepriester Hilkija sprach zu dem Schreiber Schafan: Ich
> habe dies Gesetzbuch gefunden im Hause des HERRN. Und Hilkija gab
> das Buch Schafan, und der las es.
> 
> 22:9    Und der Schreiber Schafan kam zum König und gab ihm Bericht und
> sprach: Deine Knechte haben das Geld ausgeschüttet, das im Hause des
> Herrn gesammelt ist, und haben's den Werkmeistern gegeben, die
> bestellt sind am Hause des HERRN.
> 
> 22:10   Dazu sagte der Schreiber Schafan dem König: Der Priester Hilkija gab
> mir ein Buch. Und Schafan las es vor dem König.
> 
> 22:11   Als aber der König die Worte des Gesetzbuches hörte, zerriß er seine
> Kleider.
> 
> 22:12   Und der König gebot dem Priester Hilkija und Ahikam, dem Sohn
> Schafans, und Achbor, dem Sohn Michajas, und Schafan, dem Schreiber,
> und Asaja, dem Kämmerer des Königs, und sprach:
> Jer 26,24
> 
> 22:13   Geht hin und befragt den HERRN für mich, für das Volk und für ganz
> Juda über die Worte dieses Buches, das gefunden ist; denn groß ist
> der Grimm des HERRN, der über uns entbrannt ist, weil unsere Väter
> nicht den Worten dieses Buches gehorcht haben und nicht alles taten,
> was darin geschrieben ist.
> 
> 22:14   Da gingen hin der Priester Hilkija, Ahikam, Achbor, Schafan und
> Asaja zu der Prophetin Hulda, der Frau Schallums, des Sohnes Tikwas,
> des Sohnes des Harhas, des Hüters der Kleider, und sie wohnte in
> Jerusalem im zweiten Bezirk der Stadt; und sie redeten mit ihr.
> 
> 22:15   Sie aber sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels:
> Sagt dem Mann, der euch zu mir gesandt hat:
> 
> 22:16   So spricht der HERR: Siehe, ich will Unheil über diese Stätte und
> ihre Einwohner bringen, alle Worte des Buches, das der König von
> Juda hat lesen lassen,
> 
> 22:17   weil sie mich verlassen und andern Göttern geopfert haben, mich zu
> erzürnen mit allen Werken ihrer Hände; darum wird mein Grimm gegen
> diese Stätte entbrennen und nicht ausgelöscht werden.
> 5. Mose 31,29; 32,21-23
> 
> 22:18   Aber dem König von Juda, der euch gesandt hat, den HERRN zu
> befragen, sollt ihr sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels:
> Was die Worte angeht, die du gehört hast:
> 
> 22:19   Weil du im Herzen betroffen bist und dich gedemütigt hast vor dem
> HERRN, als du hörtest, was ich geredet habe gegen diese Stätte und
> ihre Einwohner, daß sie sollen zum Entsetzen und zum Fluch werden,
> und weil du deine Kleider zerrissen hast und vor mir geweint hast,
> so habe ich's auch erhört, spricht der HERR.
> 
> 22:20   Darum will ich dich zu deinen Vätern versammeln, damit du mit
> Frieden in dein Grab kommst und deine Augen nicht sehen all das
> Unheil, das ich über diese Stätte bringen will. Und sie sagten es
> dem König wieder.
> Kap 20,19; Jes 57,1-2
> 
>          Josia erneuert den Bund mit Gott und schafft den Götzendienst ab
> 
> (vgl. 2. Chr 34,29 - 35,25)
> 23:1    Und der König sandte hin, und es versammelten sich bei ihm alle
> Ältesten Judas und Jerusalems.
> 
> 23:2    Und der König ging hinauf ins Haus des HERRN und alle Männer Judas
> und alle Einwohner von Jerusalem mit ihm, Priester und Propheten und
> alles Volk, klein und groß. Und man las vor ihren Ohren alle Worte
> aus dem Buch des Bundes, das im Hause des HERRN gefunden war.
> 
> 23:3    Und der König trat an die Säule und schloß einen Bund vor dem
> HERRN, daß sie dem HERRN nachwandeln sollten und seine Gebote,
> Ordnungen und Rechte halten von ganzem Herzen und von ganzer Seele,
> um zu erfüllen die Worte dieses Bundes, die geschrieben stehen in
> diesem Buch. Und alles Volk trat in den Bund.
> 2. Mose 24,3-8; Jos 24,25
> 
> 23:4    Und der König gebot dem Hohenpriester Hilkija und dem zweitobersten
> Priester und den Hütern der Schwelle, daß sie aus dem Tempel des
> HERRN hinaustun sollten alle Geräte, die dem Baal und der Aschera
> und allem Heer des Himmels gemacht waren. Und er ließ sie verbrennen
> draußen vor Jerusalem im Tal Kidron und ihre Asche nach Bethel
> bringen.
> Kap 21,3
> 
> 23:5    Und er setzte die Götzenpriester ab, die die Könige von Juda
> eingesetzt hatten, um auf den Höhen zu opfern in den Städten Judas
> und um Jerusalem her; auch die dem Baal geopfert hatten, der Sonne
> und dem Mond und den Planeten und allem Heer am Himmel.
> 
> 23:6    Und er ließ das Bild der Aschera aus dem Hause des HERRN bringen
> hinaus vor Jerusalem an den Bach Kidron und verbrennen am Bach
> Kidron und zu Staub mahlen und den Staub auf die Gräber des
> einfachen Volks werfen.
> Kap 21,7
> 
> 23:7    Und er brach ab die Häuser der Tempelhurer, die an dem Hause des
> HERRN waren, in denen die Frauen Gewänder für die Aschera wirkten.
> 1. Kön 14,24
> 
> 23:8    Und er ließ kommen alle Priester aus den Städten Judas und machte
> unrein die Höhen, wo die Priester opferten, von Geba an bis nach
> Beerscheba und brach ab die Höhe der Feldgeister, die vor dem Tore
> Joschuas, des Stadtvogts, war zur Linken, wenn man zum Tor der Stadt
> hineingeht.
> 
> 23:9    Doch durften die Priester der Höhen nicht opfern auf dem Altar des
> HERRN in Jerusalem, sondern aßen ungesäuertes Brot unter ihren
> Brüdern.
> 
> 23:10   Er machte auch unrein das Tofet im Tal Ben-Hinnom, damit niemand
> seinen Sohn oder seine Tochter dem Moloch durchs Feuer gehen ließe.
> Kap 17,17; 3. Mose 18,21
> 
> 23:11   Und er schaffte die Rosse ab, die die Könige von Juda für den Dienst
> der Sonne bestimmt hatten am Eingang des Hauses des HERRN, bei der
> Kammer Netan-Melechs, des Kämmerers, die am Parwarhause war, und die
> Wagen der Sonne verbrannte er mit Feuer.
> 
> 23:12   Und die Altäre auf dem Dach, dem Obergemach des Ahas, die die
> Könige von Juda gemacht hatten, und die Altäre, die Manasse gemacht
> hatte in den beiden Vorhöfen des Hauses des HERRN, brach der König
> ab und ging hin und warf ihren Staub in den Bach Kidron.
> 2. Chr 28,24;  Kap 21,4-5
> 
> 23:13   Auch die Höhen, die östlich von Jerusalem waren, zur Rechten am
> Berge des Verderbens, die Salomo, der König von Israel, gebaut
> hatte der Astarte, dem greulichen Götzen von Sidon, und Kemosch, dem
> greulichen Götzen von Moab, und Milkom, dem greulichen Götzen der
> Ammoniter, machte der König unrein
> 1. Kön 11,7
> 
> 23:14   und zerbrach die Steinmale und hieb die Ascherabilder um und füllte
> ihre Stätte mit Menschenknochen.
> 
> 23:15   Auch den Altar in Bethel, die Höhe, die Jerobeam gemacht hatte, der
> Sohn Nebats, der Israel sündigen machte, diesen Altar brach er ab,
> zerschlug seine Steine und machte sie zu Staub und verbrannte das
> Bild der Aschera.
> 1. Kön 12,32
> 
> 23:16   Und Josia wandte sich um und sah die Gräber, die auf dem Berge
> waren, und sandte hin und ließ die Knochen aus den Gräbern holen und
> verbrannte sie auf dem Altar und machte ihn unrein nach dem Wort
> des HERRN, das der Mann Gottes ausgerufen hatte, als er es
> verkündete.
> 1. Kön 13,2
> 
> 23:17   Und er sprach: Was ist das für ein Grabmal, das ich sehe? Und die
> Leute in der Stadt sprachen zu ihm: Es ist das Grab des Mannes
> Gottes, der von Juda kam und ausrief, was du getan hast an dem Altar
> in Bethel.
> 1. Kön 13,30-32
> 
> 23:18   Und er sprach: Laßt ihn liegen, niemand rühre seine Gebeine an! Und
> so blieben mit seinen Gebeinen auch die Gebeine des Propheten
> unberührt, der von Samaria gekommen war.
> 
> 23:19   Und er entfernte auch alle Heiligtümer auf den Höhen in den Städten
> Samariens, die die Könige von Israel gemacht hatten, um den HERRN zu
> erzürnen, und tat mit ihnen, ganz wie er in Bethel getan hatte.
> 
> 23:20   Und er ließ alle Priester der Höhen, die dort waren, schlachten auf
> den Altären und verbrannte Menschengebeine darauf und kam nach
> Jerusalem zurück.
> 
> 23:21   Und der König gebot dem Volk: Haltet dem HERRN, eurem Gott, Passa,
> wie es geschrieben steht in diesem Buch des Bundes!
> 5. Mose 16,1-8; Jos 5,10-11
> 
> 23:22   Denn es war kein Passa so gehalten worden wie dies von der Zeit der
> Richter an, die Israel gerichtet haben, und in allen Zeiten der
> Könige von Israel und der Könige von Juda,
> Ri 2,10; 2,16-17
> 
> 23:23   sondern im achtzehnten Jahr des Königs Josia wurde in Jerusalem dies
> Passa gehalten dem HERRN.
> 
> 23:24   Auch rottete Josia aus alle Geisterbeschwörer, Zeichendeuter,
> Abgötter und Götzen und alle Greuel, die im Lande Juda und in
> Jerusalem zu sehen waren, damit er erfüllte die Worte des Gesetzes,
> die geschrieben standen in dem Buch, das der Priester Hilkija im
> Hause des HERRN gefunden hatte.
> 3. Mose 20,27;  5. Mose 29,16-17
> 
> 23:25    Seinesgleichen war vor ihm kein König gewesen, der so von ganzem
> Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften sich zum HERRN bekehrte,
> ganz nach dem Gesetz des Mose, und nach ihm kam seinesgleichen nicht
> auf.
> Kap 18,5;  5. Mose 6,5
> 
> 23:26   Doch kehrte sich der HERR nicht ab von dem Grimm seines großen
> Zorns, mit dem er über Juda erzürnt war um all der Ärgernisse
> willen, durch die ihn Manasse erzürnt hatte.
> Kap 21,11-16
> 
> 23:27   Und der HERR sprach: Ich will auch Juda von meinem Angesicht tun,
> wie ich Israel weggetan habe, und will diese Stadt verwerfen, die
> ich erwählt hatte, Jerusalem, und das Haus, von dem ich gesagt
> hatte: Mein Name soll dort sein.
> Kap 17,18;  1. Kön 8,29
> 
> 23:28   Was aber mehr von Josia zu sagen ist und alles, was er getan hat,
> siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Juda.
> 
> 23:29   Zu seiner Zeit zog der Pharao Necho, der König von Ägypten, herauf
> gegen den König von Assyrien an den Strom Euphrat. Und der König
> Josia zog ihm entgegen, aber Necho tötete ihn in Megiddo, als er ihn
> sah.
> 
> 23:30   Und seine Männer brachten den Toten von Megiddo und führten ihn nach
> Jerusalem und begruben ihn in seinem Grabe. Und das Volk des Landes
> nahm Joahas, den Sohn Josias, und sie salbten ihn und machten ihn
> zum König an seines Vaters Statt.
> 
> Reich Juda: Joahas. Jojakim
> 
> (vgl. 2. Chr 36,1-8)
> 23:31   Dreiundzwanzig Jahre war Joahas alt, als er König wurde; und er
> regierte drei Monate zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Hamutal, eine
> Tochter Jirmejas aus Libna.
> 
> 23:32   Und er tat, was dem HERRN mißfiel, wie seine Väter getan hatten.
> 
> 23:33   Aber der Pharao Necho legte ihn ins Gefängnis in Ribla im Lande
> Hamat, damit er nicht mehr in Jerusalem regieren sollte, und legte
> eine Geldbuße aufs Land von hundert Zentnern Silber und einem
> Zentner Gold.
> Hes 19,4
> 
> 23:34   Und der Pharao Necho machte Eljakim, den Sohn Josias, zum König
> anstatt seines Vaters Josia und wandelte seinen Namen um in
> Jojakim. Aber Joahas nahm er und brachte ihn nach Ägypten; dort
> starb er.
> 1. Chr 3,15
> 
> 23:35   Und Jojakim gab das Silber und Gold dem Pharao. Doch legte er eine
> Steuer auf das Land, um das Geld aufzubringen, auf Befehl des
> Pharao. Von jedem unter dem Volk des Landes trieb er Silber und Gold
> ein, je nach seinem Vermögen, um es dem Pharao Necho zu geben.
> Kap 15,20
> 
> 23:36   Fünfundzwanzig Jahre alt war Jojakim, als er König wurde; und er
> regierte elf Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Sebuda, eine
> Tochter Pedajas aus Ruma.
> 
> 23:37   Und er tat, was dem HERRN mißfiel, wie seine Väter getan hatten.
> 
>  24:1     Zu seiner Zeit zog herauf Nebukadnezar, der König von Babel, und
> Jojakim war ihm untertan drei Jahre. Aber er wurde wieder abtrünnig
> von ihm.
> (1-4) Jer 22,13-19
> 
> 24:2    Da ließ der HERR über ihn Scharen von Kriegsleuten kommen aus
> Chaldäa, aus Aram, aus Moab und aus Ammon und sandte sie gegen Juda,
> daß sie ihn vernichteten nach dem Wort des HERRN, das er geredet
> hatte durch seine Knechte, die Propheten.
> Jer 20,4-6
> 
> 24:3    Aber das geschah Juda nach dem Wort des HERRN, daß er es von seinem
> Angesicht täte um der Sünden Manasses willen, die er getan hatte,
> Kap 21,10-16; 23,26-27
> 
> 24:4    auch um des unschuldigen Blutes willen, das er vergoß, so daß er
> Jerusalem mit unschuldigem Blut erfüllte. Das wollte der HERR nicht
> vergeben.
> 
> 24:5    Was aber mehr zu sagen ist von Jojakim und alles, was er getan hat,
> siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Juda.
> 
> 24:6    Und Jojakim legte sich zu seinen Vätern, und sein Sohn Jojachin
> wurde König an seiner Statt.
> 
> 24:7    Und der König von Ägypten zog nicht mehr aus seinem Lande; denn der
> König von Babel hatte ihm alles genommen, was dem König von Ägypten
> gehörte, vom Bach Ägyptens bis an den Strom Euphrat.
> 
> Reich Juda: Jojachin und die erste Wegführung nach Babel
> 
> (vgl. 2. Chr 36,9-10)
> 24:8     Achtzehn Jahre alt war Jojachin, als er König wurde; und er
> regierte drei Monate zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Nehuschta, eine
> Tochter Elnatans aus Jerusalem.
> (8-16) Jer 22,24-30
> 
> 24:9    Und er tat, was dem HERRN mißfiel, wie sein Vater getan hatte.
> Kap 23,37
> 
> 24:10   Zu der Zeit zogen herauf die Kriegsleute Nebukadnezars, des Königs
> von Babel, gegen Jerusalem und belagerten die Stadt.
> 
> 24:11   Und Nebukadnezar kam zur Stadt, als seine Kriegsleute sie
> belagerten.
> 
> 24:12   Aber Jojachin, der König von Juda, ging hinaus zum König von Babel
> mit seiner Mutter, mit seinen Großen, mit seinen Obersten und
> Kämmerern. Und der König von Babel nahm ihn gefangen im achten Jahr
> seiner Herrschaft.
> 
> 24:13   Und er nahm von dort weg alle Schätze im Hause des HERRN und im
> Hause des Königs und zerschlug alle goldenen Gefäße, die Salomo, der
> König von Israel, gemacht hatte im Tempel des HERRN, wie denn der
> HERR geredet hatte.
> Kap 20,17
> 
> 24:14   Und er führte weg das ganze Jerusalem, alle Obersten, alle
> Kriegsleute, zehntausend Gefangene und alle Zimmerleute und alle
> Schmiede und ließ nichts übrig als geringes Volk des Landes.
> Jer 24,1
> 
> 24:15   Und er führte weg nach Babel Jojachin und die Mutter des Königs,
> die Frauen des Königs und seine Kämmerer; dazu die Mächtigen im
> Lande führte er auch gefangen von Jerusalem nach Babel.
> Jer 22,26
> 
> 24:16   Und von den besten Leuten siebentausend und von den Zimmerleuten und
> Schmieden tausend, lauter starke Kriegsmänner, die brachte der König
> von Babel gefangen nach Babel.
> 
> 24:17   Und der König von Babel machte Mattanja, Jojachins Oheim, zum König
> an seiner Statt und wandelte seinen Namen um in Zedekia.
> 
> Reich Juda: Zedekia letzter König. Zerstörung Jerusalems.
> Wegführung nach Babel
> 
> (vgl. 2. Chr 36,11-21; Jer 52,1-30)
> 24:18   Einundzwanzig Jahre alt war Zedekia, als er König wurde; und er
> regierte elf Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Hamutal, eine
> Tochter Jirmejas aus Libna.
> 
> 24:19   Und er tat, was dem HERRN mißfiel, wie Jojakim getan hatte.
> Kap 23,37
> 
> 24:20   Denn so geschah es mit Jerusalem und Juda um des Zornes des HERRN
> willen, bis er sie von seinem Angesicht wegstieß. Und Zedekia wurde
> abtrünnig vom König von Babel.
> Kap 23,27
> 
>  25:1     Im neunten Jahr seiner Herrschaft, am zehnten Tag des zehnten
> Monats, zog heran Nebukadnezar, der König von Babel, mit seiner
> ganzen Macht gegen Jerusalem, und sie belagerten die Stadt und
> bauten Bollwerke um sie her.
> (1 und 2) Jer 34,1
> 
> 25:2    So wurde die Stadt belagert bis ins elfte Jahr des Königs Zedekia.
> 
> 25:3    Aber am neunten Tage des vierten Monats wurde der Hunger stark in
> der Stadt, so daß das Volk des Landes nichts mehr zu essen hatte.
> 
> 25:4    Da brach man in die Stadt ein. Und der König und alle Kriegsmänner
> flohen bei Nacht durch das Tor zwischen den zwei Mauern auf dem
> Wege, der zu dem Garten des Königs geht. Aber die Chaldäer lagen um
> die Stadt. Und der König floh zum Jordantal hin.
> 
> 25:5    Aber die Kriegsleute der Chaldäer jagten dem König nach, und sie
> holten ihn ein im Jordantal von Jericho, und alle Kriegsleute, die
> bei ihm waren, zerstreuten sich von ihm.
> 
> 25:6    Die Chaldäer aber nahmen den König gefangen und führten ihn hinauf
> zum König von Babel nach Ribla, und sie sprachen das Urteil über
> ihn.
> 
> 25:7    Und sie erschlugen die Söhne Zedekias vor seinen Augen und blendeten
> Zedekia die Augen und legten ihn in Ketten und führten ihn nach
> Babel.
> 2. Sam 12,10
> 
> 25:8    Am siebenten Tage des fünften Monats, das ist das neunzehnte Jahr
> Nebukadnezars, des Königs von Babel, kam Nebusaradan, der Oberste
> der Leibwache, als Feldhauptmann des Königs von Babel nach Jerusalem
> 
> 25:9    und verbrannte das Haus des HERRN und das Haus des Königs und alle
> Häuser in Jerusalem; alle großen Häuser verbrannte er mit Feuer.
> 
> 25:10   Und die ganze Heeresmacht der Chaldäer, die dem Obersten der
> Leibwache unterstand, riß die Mauern Jerusalems nieder.
> 
> 25:11   Das Volk aber, das übrig war in der Stadt, und die zum König von
> Babel abgefallen waren und was übrig war von den Werkleuten, führte
> Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, weg;
> 
> 25:12   aber von den Geringen im Lande ließ er Weingärtner und Ackerleute
> zurück.
> 
> 25:13   Die kupfernen Säulen am Hause des HERRN und die Gestelle und das
> kupferne Meer, das am Hause des HERRN war, zerbrachen die Chaldäer
> und brachten das Kupfer nach Babel.
> Jer 27,19-22
> 
> 25:14   Und die Töpfe, Schaufeln, Messer, Löffel und alle kupfernen Gefäße,
> die man beim Opferdienst brauchte, nahmen sie weg.
> 
> 25:15   Dazu nahm der Oberste der Leibwache die Pfannen und Becken, alles,
> was golden und silbern war,
> 
> 25:16   die beiden Säulen, das Meer und die Gestelle, die Salomo gemacht
> hatte für das Haus des HERRN. Das Kupfer aller dieser Gefäße aber
> war nicht zu wägen.
> 1. Kön 7,15;  1. Kön 7,23;  1. Kön 7,27
> 
> 25:17   Achtzehn Ellen hoch war eine Säule, und ihr Knauf darauf war auch
> aus Kupfer und drei Ellen hoch, und das Gitterwerk und die
> Granatäpfel an dem Knauf umher, alles war aus Kupfer. Genauso war
> auch die andere Säule mit ihrem Gitterwerk.
> 
> 25:18   Und der Oberste der Leibwache nahm den obersten Priester Seraja und
> Zefanja, den zweitobersten Priester, und die drei Hüter an der
> Schwelle
> 
> 25:19   und aus der Stadt einen Kämmerer, der über die Kriegsmänner gesetzt
> war, und fünf Männer, die stets vor dem König waren, die sich in der
> Stadt fanden, und den Schreiber des Feldhauptmanns, der das Volk des
> Landes zum Heere aufbot, und sechzig Mann vom Volk des Landes, die
> in der Stadt sich fanden, -
> 
> 25:20   diese alle nahm Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, und brachte
> sie zum König von Babel nach Ribla.
> 
> 25:21   Und der König von Babel schlug sie tot in Ribla im Lande Hamat. So
> wurde Juda weggeführt aus seinem Lande.
> Kap 23,33
> 
> Gedalja als Statthalter
> 
> (vgl. Jer 40,5 - 41,3)
> 25:22   Aber über das Volk, das übrig war im Lande Juda, das Nebukadnezar,
> der König von Babel, übriggelassen hatte, setzte er Gedalja, den
> Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans.
> 
> 25:23   Als nun alle Hauptleute des Kriegsvolkes und ihre Männer hörten, daß
> der König von Babel Gedalja eingesetzt hatte, kamen sie zu Gedalja
> nach Mizpa, nämlich Jischmael, der Sohn Netanjas, und Johanan, der
> Sohn Kareachs, und Seraja, der Sohn Tanhumets, der Netofatiter, und
> Jaasanja, der Sohn eines Maachatiters, samt ihren Männern.
> 
> 25:24   Und Gedalja schwor ihnen und ihren Männern und sprach zu ihnen:
> Fürchtet euch nicht vor den Chaldäern; bleibt im Lande und seid dem
> König von Babel untertan, so wird's euch gutgehen.
> 
> 25:25   Aber im siebenten Monat kam Jischmael, der Sohn Netanjas, des Sohnes
> Elischamas, von königlichem Geschlecht, und zehn Männer mit ihm und
> schlugen Gedalja tot, dazu die Judäer und Chaldäer, die bei ihm
> waren in Mizpa.
> 
> 25:26   Da machte sich das ganze Volk auf, klein und groß, und die Obersten
> des Kriegsvolkes und zogen nach Ägypten; denn sie fürchteten sich
> vor den Chaldäern.
> 5. Mose 28,68
> 
> Jojachin wird begnadigt
> 
> (vgl. Jer 52,31-34)
> 25:27   Aber im siebenunddreißigsten Jahr, nachdem Jojachin, der König von
> Juda, weggeführt war, am siebenundzwanzigsten Tage des zwölften
> Monats ließ Ewil-Merodach, der König von Babel, im ersten Jahr
> seiner Herrschaft Jojachin, den König von Juda, aus dem Kerker
> kommen
> Kap 24,15
> 
> 25:28   und redete freundlich mit ihm und setzte seinen Sitz über die Sitze
> der Könige, die bei ihm waren zu Babel.
> 
> 25:29   Und Jojachin legte die Kleider seiner Gefangenschaft ab, und er aß
> alle Tage bei dem König sein Leben lang.
> 
> 25:30   Und es wurde ihm vom König sein ständiger Unterhalt bestimmt, den
> man ihm gab an jedem Tag sein ganzes Leben lang.
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> — *Reich Israel: Ahasja und der Prophet Elia*

