# Ruf zur Gerechtigkeit und Weisheit

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> Ruf zur Gerechtigkeit und Weisheit
> 
> 1:1    Habt Gerechtigkeit lieb, die ihr Land und Leute regiert! Denkt über
> den Herrn nach in lauterem Sinn und sucht ihn mit aufrichtigem
> Herzen!
> 
> 1:2    Denn er läßt sich finden von denen, die ihn nicht versuchen, und
> erscheint denen, die ihm nicht mißtrauen.
> 5. Mose 4,29;  Joh 11,40
> 
> 1:3    Denn verkehrtes Denken scheidet von Gott; und wird seine Macht
> herausgefordert, so bestraft sie solche Narren.
> Jes 59,2;  Röm 1,21
> 
> 1:4    Denn die Weisheit kommt nicht in eine arglistige Seele und wohnt
> nicht in einem Leibe, der der Sünde verfallen ist.
> Röm 7,18
> 
> 1:5    Denn der heilige Geist, der ein Geist der Zucht ist, flieht die
> Falschheit und weicht von den ruchlosen Gedanken und wird geschmäht,
> wenn Ungerechtigkeit ihm naht.
> Eph 4,30
> 
> 1:6    Die Weisheit ist ein Geist, der den Menschen liebt; doch läßt sie
> den Lästerer nicht unbestraft für seine Reden. Denn Gott ist Zeuge
> seiner heimlichsten Gedanken und erkennt in Wahrheit sein Herz und
> hört seine Worte.
> Jer 17,10;  Ps 139,2; Hebr 4,13
> 
> 1:7    Der Erdkreis ist erfüllt vom Geist des Herrn, und der das All
> umfaßt, hat Kenntnis von jedem Wort.
> 
> 1:8    Darum kann keiner verborgen bleiben, der Unrechtes redet; und das
> Recht, das ihn bestrafen soll, wird ihn nicht verfehlen.
> 
> 1:9    Denn die Pläne des Gottlosen müssen vor Gericht, und seine Reden
> sollen vor den Herrn kommen, damit seine Übertretungen bestraft
> werden.
> 
> 1:10   Denn das Ohr des eifernden Gottes hört alles, und das Gerede der
> Murrenden bleibt nicht verborgen.
> Jos 24,19
> 
> Ruf zum Leben
> 
> 1:11   So hütet euch nun vor unnützem Murren und bewahrt die Zunge vor
> böser Nachrede. Denn was ihr heimlich einander in die Ohren redet,
> wird nicht unbestraft hingehen, und der Mund, der lügt, bringt sich
> den Tod.
> Spr 19,5; 19,9; Apg 5,1-11
> 
> 1:12    Strebt nicht nach dem Tod durch euer verkehrtes Leben, und zieht
> nicht das Verderben herbei durch das Werk eurer Hände.
> (12-14) Kap 2,23-24; Hes 33,11; Röm 6,23;  Jes 5,18
> 
> 1:13   Denn Gott hat den Tod nicht gemacht und hat kein Gefallen am
> Untergang der Lebenden;
> 
> 1:14   sondern er hat alles geschaffen, daß es Bestand haben sollte; und
> was in der Welt geschaffen ist, das ist gut, und es gibt nichts
> darin, was Verderben wirkt, und der Tod hat auf der Erde kein Recht.
> 1. Mose 1,31
> 
> 1:15   Denn die Gerechtigkeit kennt keinen Tod;
> 
> 1:16   aber die Gottlosen zwingen ihn herbei mit Worten und mit Werken.
> Denn sie halten ihn für ihren Freund und sehnen sich nach ihm; sie
> schließen mit ihm einen Bund, weil sie es wert sind, ihm
> anzugehören.
> Jes 28,15;  Spr 8,36
> 
>          Gedanken der Gottlosen über das Leben
> und ihr Spott über den Gerechten
> 
> 2:1    Denn diese Leute, die so verkehrt denken, sagen untereinander: »Kurz
> und voller Leid ist unser Leben, und wenn ein Mensch dahin soll, so
> gibt es keine Rettung; auch weiß man von keinem, der aus dem
> Totenreich befreit.
> Hiob 14,10-12;  Mt 20,28
> 
> 2:2    Denn nur zufällig sind wir geworden, und nachher werden wir sein,
> als wären wir nie gewesen. Denn der Atem in unsrer Nase ist nur
> Rauch und unser Denken nur ein Funke, der aus dem Pochen unsres
> Herzens entsteht.
> 
> 2:3    Wenn er verloschen ist, so geht der Leib dahin wie Asche, und der
> Geist zerflattert wie Luft.
> Pred 3,20-21
> 
> 2:4    Unser Name wird mit der Zeit vergessen, und niemand denkt mehr an
> unser Wirken. Unser Leben fährt dahin, als wäre nur eine Wolke
> dagewesen, und zergeht wie Nebel, der von den Strahlen der Sonne
> verjagt und von ihrer Hitze zu Boden gedrückt wird.
> 
> 2:5    Unsre Zeit geht vorbei wie ein Schatten, und wenn es mit uns zu Ende
> ist, gibt es keine Wiederkehr; denn es steht unverbrüchlich fest,
> daß niemand wiederkommt.
> 
> 2:6    Kommt nun und laßt uns die Güter genießen, solange sie da sind, und
> die Welt geschwind noch auskosten, solange wir jung sind.
> 1. Kor 15,32
> 
> 2:7     Wir wollen mit bestem Wein uns füllen und uns salben, und keine
> Frühlingsblume soll uns entgehen.
> Jes 56,11-12
> 
> 2:8    Laßt uns Kränze tragen von Rosenknospen, ehe sie welk werden.
> 
> 2:9    Keine Wiese bleibe von unserm übermütigen Treiben verschont, damit
> man überall merkt, wie ausgelassen wir gewesen sind. Denn das ist
> unser Teil, und das ist unser Los.
> 
> 2:10   Laßt uns den armen Gerechten unterdrücken und keine Witwe
> verschonen; wir wollen uns nicht scheuen vor dem altersgrauen Haar
> des Greises.
> Am 8,4-6
> 
> 2:11   Alles, was wir tun, das soll Recht sein; denn es zeigt sich, daß
> Schwäche nichts ausrichtet.
> Hab 1,11
> 
> 2:12   So laßt uns dem Gerechten auflauern; denn er ist uns lästig und
> widersetzt sich unserm Tun und schilt uns, weil wir gegen das Gesetz
> sündigen, und hält uns vor, daß wir gegen die Zucht verstoßen.
> Jer 11,18-19;  Lk 11,54
> 
> 2:13   Er behauptet, Erkenntnis Gottes zu haben, und rühmt sich, Gottes
> Kind zu sein.
> 
> 2:14    Er wird uns zum Vorwurf bei allem, was wir denken;
> (14 und 15) 1. Petr 4,4
> 
> 2:15   er ist uns unleidlich, wenn er sich nur sehen läßt. Denn sein Leben
> unterscheidet sich von dem der andern, und ganz anders sind seine
> Wege.
> 
> 2:16   Als falsche Münze gelten wir ihm, und er meidet unsre Wege wie
> Schmutz; er rühmt, wie es die Gerechten zuletzt gut haben werden,
> und prahlt damit, daß Gott sein Vater sei.
> Ps 37,37;  Sir 23,1; 51,14
> 
> 2:17   So laßt doch sehen, ob sein Wort wahr ist, und prüfen, was bei
> seinem Ende geschehen wird.
> 
> 2:18    Ist der Gerechte Gottes Sohn, so wird er ihm helfen und ihn
> erretten aus der Hand der Widersacher.
> (18-20) Mt 27,43
> 
> 2:19   Durch Schmach und Qual wollen wir ihn auf die Probe stellen, damit
> wir erfahren, wieviel er ertragen kann, und prüfen, wie geduldig er
> ist.
> Jak 5,6
> 
> 2:20   Wir wollen ihn zu schimpflichem Tod verurteilen; denn dann wird ihm
> gnädige Heimsuchung widerfahren, wie er sagt.«
> 
> 2:21   Das alles denken sie - und irren; denn ihre Bosheit hat sie
> verblendet,
> 
> 2:22   so daß sie Gottes Geheimnisse nicht erkennen; auch haben sie nicht
> die Hoffnung, daß ein frommes Leben belohnt wird, und sie achten die
> Ehre für nichts, die untadeligen Seelen gegeben wird.
> 
> 2:23   Denn Gott hat den Menschen zur Unvergänglichkeit geschaffen und
> ihn zum Abbild seines eignen Wesens gemacht.
> Kap 6,18-19; 2. Tim 1,10;  1. Mose 1,27
> 
> 2:24    Aber durch des Teufels Neid ist der Tod in die Welt gekommen,
> (24 und 25) 1. Mose 3,4; 3,19; Joh 8,44; Röm 5,12
> 
> 2:25   und es müssen ihn erfahren, die ihm angehören.
> 
>          Hoffnung des Gerechten - Hoffnungslosigkeit des Gottlosen
> 
> 3:1    Aber die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand, und keine Qual
> rührt sie an.
> Joh 10,28-29
> 
> 3:2    In den Augen der Unverständigen gelten sie als tot, und ihr
> Abscheiden wird für Strafe gehalten
> 
> 3:3    und ihr Weggehen von uns für Verderben; aber sie sind im Frieden.
> 
> 3:4    Denn wenn sie auch nach Meinung der Menschen viel zu leiden haben,
> so sind sie doch erfüllt von Hoffnung auf Unsterblichkeit.
> 2. Makk 7,9; 7,23; 7,36; 2. Kor 4,17 - 5,1
> 
> 3:5     Sie werden ein wenig gezüchtigt, aber viel Gutes wird ihnen
> widerfahren; denn Gott versucht sie und findet sie seiner wert.
> (5 und 6) Sir 2,5; 1. Petr 1,6-7
> 
> 3:6    Er prüft sie wie Gold im Schmelzofen und nimmt sie an wie ein
> Ganzopfer.
> 
> 3:7    Und zur Zeit ihrer gnädigen Heimsuchung werden sie aufleuchten und
> aufsteigen wie Funken überm Stoppelfeld.
> Dan 12,3
> 
> 3:8    Sie werden die Heiden richten und über die Völker herrschen, und
> der Herr wird König sein über sie in Ewigkeit.
> 1. Kor 6,2
> 
> 3:9    Die auf ihn vertrauen, werden seine Zuverlässigkeit erfahren, und
> die treu sind in der Liebe, werden bei ihm bleiben. Denn Gnade und
> Barmherzigkeit wohnt bei seinen Heiligen, und er sucht seine
> Auserwählten gnädig heim.
> 1. Joh 4,16;  Kap 4,15
> 
> 3:10   Aber die Gottlosen werden die Strafe empfangen, die ihnen nach ihrer
> Gesinnung zukommt; denn sie beachten den Gerechten nicht und weichen
> vom Herrn.
> 
> 3:11   Denn wer Weisheit und Zucht verachtet, ist ein unglückseliger
> Mensch. Ihre Hoffnung ist nichtig, und ihre Mühe ist umsonst, und
> ihr Tun ist unnütz.
> 
> 3:12   Ihre Frauen sind töricht und ihre Kinder böse. Verflucht ist, was
> von ihnen geboren wird.
> 
> Auch der Gerechte kann kinderlos sein
> 
> 3:13   Selig ist die Unfruchtbare, wenn sie unbefleckt ist und keine
> verbotene Ehe kennengelernt hat; sie wird die Frucht dafür genießen
> zu der Zeit, wenn die Menschen gerichtet werden.
> Hebr 13,4
> D. i. eine durchs Gesetz verbotene Ehe (vgl. 3. Mose 18,6-18; Esr
> 9,1-2).
> 
> 3:14   Selig ist auch ein Entmannter, der nichts Unrechtes tut und nichts
> Böses gegen den Herrn erdenkt; dem wird für seine Treue eine
> auserlesene Gabe und ein besseres Los im Tempel des Herrn gegeben
> werden.
> Jes 56,3-5
> 
> 3:15   Denn wer sich recht müht, empfängt herrliche Frucht, und aus
> Einsicht wächst hervor, was ohne Tadel ist.
> 
> 3:16   Aber die Kinder der Ehebrecher geraten nicht, und die Nachkommen aus
> gesetzwidriger Ehe werden vertilgt.
> Sir 23,32-35
> 
> 3:17   Denn wenn sie auch lange leben, werden sie doch nichts gelten, und
> ihr Alter wird zuletzt doch ohne Ehre sein.
> 
> 3:18   Sterben sie aber bald, so haben sie nichts zu hoffen und keinen
> Trost am Tage des Gerichts.
> 
> 3:19   Denn die Ungerechten nehmen ein schlimmes Ende.
> Ps 73,19
> 
>   4:1     Besser ist's, keine Kinder zu haben, wenn man dabei in Tugend lebt;
> denn sie bringt ewigen Ruhm und wird bei Gott und den Menschen
> anerkannt.
> Sir 16,1-3
> 
> 4:2    Ist sie da, nimmt man sie zum Vorbild; ist sie aber nicht da, so
> sehnt man sich nach ihr, und in der Ewigkeit zieht sie bekränzt
> einher; denn sie hat im Ringen um einen herrlichen Kampfpreis
> gesiegt.
> 1. Kor 9,24-25
> 
> 4:3    Aber die kinderreiche Menge der Gottlosen ist nichts nütze, und
> weil sie aus unechten Schößlingen hervorgegangen ist, kann sie nicht
> tief wurzeln und keinen festen Grund gewinnen.
> Sir 41,8-9
> 
> 4:4    Und wenn sie auch eine Zeitlang an den Zweigen grünt, so wird sie
> doch, weil sie auf lockerem Grund steht, vom Wind geschüttelt und
> vom Sturm entwurzelt.
> 
> 4:5    Die zu schwach gebliebenen Äste werden zerbrochen, und so wird ihre
> Frucht unbrauchbar, zu unreif zum Essen, und taugt zu nichts.
> 
> 4:6    Denn die Kinder, die in gesetzwidriger Ehe geboren werden, sind
> Zeugen für die Schlechtigkeit ihrer Eltern im Gericht.
> 
> Der frühvollendete Gerechte
> 
> 4:7    Wenn aber der Gerechte zu frühzeitig stirbt, so ist er doch in der
> Ruhe.
> Kap 3,1
> 
> 4:8    Denn ein ehrenvolles Alter muß nicht lange währen und wird nicht
> nach der Zahl der Jahre gemessen;
> 
> 4:9    Einsicht ist für die Menschen das wahre graue Haar und ein
> unbeflecktes Leben das rechte Greisenalter.
> 
> 4:10    Der Gott wohlgefiel, wurde ihm lieb, und weil er unter Sündern
> lebte, wurde er hinweggenommen;
> (10 und 11) 1. Mose 5,21-24; Sir 44,16
> 
> 4:11   er wurde entrückt, damit nicht Schlechtigkeit seinen Sinn verkehren
> und Trug seine Seele verführen könnte.
> 
> 4:12   Denn böse Beispiele verderben das Gute, und die lockende Begierde
> verkehrt den arglosen Sinn.
> 
> 4:13   Obwohl früh vollendet, hat er doch viele Jahre erfüllt.
> 
> 4:14   Denn seine Seele gefiel dem Herrn; darum eilte sie fort von den
> bösen Menschen.
> 
> 4:15   Aber die Leute, die es sahen, beachteten es nicht und nahmen's
> nicht zu Herzen, daß Gnade und Barmherzigkeit bei seinen
> Auserwählten wohnt und daß er seine Heiligen gnädig heimsucht.
> Jes 57,1;  Kap 3,9
> 
> 4:16   Es verurteilt aber der verstorbene Gerechte die lebenden Gottlosen
> und der Frühvollendete den Ungerechten mit seinem hohen Alter.
> 
> 4:17   Sie sehen wohl das Ende des Weisen, aber sie merken nicht, was der
> Herr über ihn beschlossen und wofür er ihn bewahrt hat.
> 
> 4:18   Sie sehen's wohl und achten's nicht. Aber der Herr wird sie
> verlachen, und sie werden sterben, und man ehrt ihren Leichnam
> nicht, und sie werden unter den Toten ewig zum Gespött.
> Ps 2,4;  Jes 14,4-21
> 
> 4:19   Denn er wird sie zum Schweigen bringen und zu Boden stürzen und aus
> ihrem Grund reißen, so daß sie ganz und gar vernichtet
> 
> 4:20   und in der Qual sein werden; und die Erinnerung an sie wird
> verlorengehen. Wenn ihre Sünden zusammengerechnet werden, dann
> werden sie verzagt daherkommen, und ihre Missetaten werden ihnen
> gegenübertreten und sie überführen.
> Spr 10,7
> 
>          Der Gerechte und der Gottlose im Endgericht
> 
> 5:1    Dann wird der Gerechte in großer Zuversicht dastehen vor denen, die
> ihn geängstigt haben und seine Mühen nicht gelten ließen.
> 
> 5:2    Wenn sie ihn dann sehen, werden sie in Furcht und Schrecken geraten
> und außer sich sein über seine Rettung, die sie nicht erwartet
> hatten;
> Offb 1,7
> 
> 5:3     sie werden voller Reue untereinander sprechen und in Herzensangst
> seufzen: »Das ist der, über den wir früher gelacht und gespottet
> haben, wir Narren!
> (3-7) Jes 53,3-9
> 
> 5:4    Wir hielten sein Leben für unsinnig und sein Ende für ehrlos.
> 
> 5:5    Wie konnte er nur zu den Söhnen Gottes gezählt werden, so daß sein
> Erbteil bei den Heiligen ist?
> Kol 1,12
> 
> 5:6    Dann sind also wir vom Weg der Wahrheit abgeirrt, und das Licht der
> Gerechtigkeit hat uns nicht geleuchtet, und die Sonne ist uns nicht
> aufgegangen.
> 
> 5:7    Wir sind unrechte und verderbliche Wege gegangen und haben unwegsame
> Wüsten durchwandert, aber den Weg des Herrn haben wir nicht
> erkannt.
> Spr 22,5
> 
> 5:8    Was hilft uns nun der Übermut? Was bringt uns nun der Reichtum samt
> dem Prahlen ein?
> 1. Tim 6,17
> 
> 5:9    Es ist alles dahingefahren wie ein Schatten und wie ein Gerücht, das
> vorübergeht,
> 
> 5:10   wie ein Schiff, das auf den Wasserwogen dahinfährt: wenn es vorüber
> ist, kann man seine Spur nicht mehr finden und nicht die Bahn seines
> Kiels in den Wellen.
> 
> 5:11   Oder wie man bei einem Vogel, der durch die Luft fliegt, keine Spur
> seines Weges finden kann: denn er regt sich und schlägt in die
> leichte Luft, peitscht und zerteilt sie mit seinen Flügeln; aber
> danach findet man in ihr kein Anzeichen seines Fluges mehr.
> 
> 5:12   Oder wie wenn ein Pfeil abgeschossen wird zum Ziel: die
> durchschnittene Luft schlägt sogleich wieder zusammen, so daß man
> seine Bahn nicht mehr erkennen kann.
> 
> 5:13   So haben auch wir, nachdem wir ins Leben gekommen sind und wieder
> ein Ende genommen haben,
> 
> 5:14   kein Zeichen der Tugend vorzuweisen; wir haben uns in unsrer Bosheit
> verzehrt.«
> 
> 5:15   Denn die Hoffnung des Gottlosen ist wie Staub, vom Winde zerstreut,
> und wie feiner Schnee, vom Sturm getrieben, und wie Rauch, vom Winde
> verweht, und wie man einen vergißt, der nur einen Tag lang Gast
> gewesen ist.
> Ps 1,4
> 
> 5:16   Aber die Gerechten werden ewig leben, und der Herr ist ihr Lohn,
> und der Höchste sorgt für sie.
> 1. Mose 15,1
> 
> 5:17   Darum werden sie das Reich der Herrlichkeit und eine schöne Krone
> aus der Hand des Herrn empfangen. Denn er wird sie mit seiner
> Rechten beschirmen und mit seinem Arm verteidigen.
> Mt 25,34;  2. Tim 4,8
> 
> 5:18    Er wird seinen Eifer nehmen als Rüstung und die Schöpfung bewaffnen
> zur Abwehr der Feinde.
> (18-21) Jes 59,16-18; Eph 6,11-17
> 
> 5:19   Er wird Gerechtigkeit anziehen als Panzer und unbestechliches
> Gericht sich aufsetzen als Helm.
> 
> 5:20   Er wird unüberwindliche Heiligkeit ergreifen als Schild,
> 
> 5:21   er wird seinen strengen Zorn schärfen zum Schwert; mit ihm zusammen
> aber wird die Welt kämpfen gegen die Toren.
> Ri 5,20-21; Kap 16,17; Lk 21,25
> 
> 5:22   Die Geschosse der Blitze werden gut gezielt dahinfliegen und aus den
> Wolken wie von einem straff gespannten Bogen ins Ziel treffen.
> 
> 5:23   Und wie aus einer Steinschleuder werden zornige Hagelschauer
> herabstürzen. Die Wasser des Meeres werden toben gegen die Toren,
> und die Ströme werden sie wild überfluten.
> Kap 16,16
> 
> 5:24   Der Geist göttlicher Kraft wird sich gegen sie erheben, und wie ein
> Wirbelwind wird er sie zerstreuen.
> 
>   6:1    Gesetzlosigkeit verwüstet das ganze Land, und Freveltat stürzt die
> Throne der Herrscher.
> Spr 14,34; 16,12; Jer 9,11-12
> 
> Die Regenten werden zur Weisheit ermahnt
> 
> 6:2    So hört nun, ihr Könige, und versteht; lernt es, die ihr die ganze
> Erde richtet;
> Ps 2,10
> 
> 6:3    horcht auf, die ihr herrscht über die Menge und die ihr prahlt mit
> den Scharen eurer Völker!
> 
> 6:4    Denn vom Herrn ist euch die Macht gegeben und die Gewalt vom
> Höchsten, der fragen wird, wie ihr handelt, und erforschen, was ihr
> plant.
> Dan 2,21; Röm 13,1
> 
> 6:5    Denn obwohl ihr Diener seines Reiches seid, habt ihr nicht recht
> regiert und das Gesetz nicht gehalten und habt nicht nach dem Willen
> Gottes gehandelt.
> 
> 6:6    Er wird schrecklich und schnell über euch kommen, denn es ergeht ein
> strenges Gericht über die Machthaber.
> Dan 5,30
> 
> 6:7    Denn dem Geringsten kann wohl Erbarmen widerfahren, aber die
> Gewaltigen werden mit Gewalt zur Rechenschaft gezogen werden.
> Jer 39,6-10
> 
> 6:8    Denn der Herr des Alls wird niemand begünstigen noch irgendeine
> Macht scheuen. Er hat die Kleinen und die Großen geschaffen und
> sorgt für alle gleich.
> Kap 12,13
> 
> 6:9    Die Mächtigen aber werden streng verhört werden.
> 
> 6:10   An euch nun, ihr Herrscher, ergehen meine Worte, damit ihr Weisheit
> lernt und nicht in Sünde fallt.
> 
> 6:11   Denn wer das Heilige heilig hält, der wird geheiligt werden, und wer
> darin unterwiesen ist, der wird im Gericht bestehen.
> 
> 6:12   Verlangt also nach meinen Worten; begehrt sie, so werdet ihr
> Belehrung empfangen!
> 
> 6:13   Die Weisheit ist strahlend und unvergänglich und läßt sich gern
> erkennen von denen, die sie liebhaben, und läßt sich von denen
> finden, die sie suchen.
> Spr 8,17; Kap 1,2
> 
> 6:14   Sie kommt denen entgegen, die sie begehren, und gibt sich ihnen zu
> erkennen.
> 
> 6:15   Wer sich früh zu ihr aufmacht, braucht nicht viel Mühe; denn er
> findet sie vor seiner Tür sitzen.
> Spr 8,1-3
> 
> 6:16   Denn über sie nachdenken, das ist vollkommene Klugheit, und wer
> ihretwegen sich wach hält, wird bald ohne Sorge sein.
> 
> 6:17   Denn sie geht umher und sucht, wer ihrer wert ist, und erscheint ihm
> freundlich auf seinen Wegen und begegnet ihm immer, wenn er über sie
> nachsinnt.
> 
> 6:18   Denn da ist Anfang der Weisheit, wo einer aufrichtig nach
> Unterweisung verlangt; wer aber nach Unterweisung trachtet, der hat
> die Weisheit lieb;
> Kap 7,7
> 
> 6:19   wer sie liebhat, der hält ihre Gebote; wo man aber die Gebote hält,
> da ist unvergängliches Leben gewiß;
> Spr 4,4-8; Joh 14,15;  Mt 19,16-17
> 
> 6:20   unvergängliches Leben aber bewirkt, daß man Gott nahe ist.
> 
> 6:21   So führt das Verlangen nach Weisheit zu rechter Herrschaft.
> 
> 6:22    Habt ihr nun Gefallen an Thron und Zepter, ihr Herrscher der
> Völker,
> (22 und 23) Spr 16,12
> 
> 6:23   so haltet die Weisheit in Ehren, damit ihr für immer die Herrschaft
> behaltet.
> 
> 6:24   Was aber die Weisheit ist und wie sie entstand, will ich
> verkündigen und euch ihre Geheimnisse nicht verbergen, sondern nach
> ihr forschen von Anfang der Schöpfung an und will die Kenntnis von
> ihr ans Licht bringen und will an der Wahrheit nicht vorbeigehen.
> Spr 8,22-31;  Kap 9,9; Sir 24,4-14
> 
> 6:25   Denn ich will mit dem giftigen Neid nichts zu tun haben; denn er
> hat nichts gemein mit der Weisheit.
> Jak 3,14-17
> 
> 6:26   Viele Weise aber sind Heil für die Welt, und ein kluger König ist
> das Glück seines Volks.
> Pred 5,8
> 
> 6:27   Darum laßt euch unterweisen durch meine Worte, so werdet ihr Nutzen
> haben.
> 
>          Salomo empfängt und erfährt die Weisheit
> 
> 7:1    Auch ich bin ein sterblicher Mensch wie alle andern, ein Nachkomme
> des ersten aus Erde geschaffenen Menschen,
> 
> 7:2    und bin Fleisch, im Mutterleib zehn Monate lang gebildet, im Blut
> zusammengeronnen aus Mannessamen und der Lust, die im Beischlaf
> dazukam.
> Ps 139,13; Hiob 10,10-11
> 
> 7:3    Auch ich habe, als ich geboren war, Atem geholt aus der Luft, die
> allen gemeinsam ist, und bin gefallen auf die Erde, die alle in
> gleicher Weise trägt; und Weinen ist wie bei den andern mein erster
> Laut gewesen,
> 
> 7:4    und bin in Windeln gelegt und voll Fürsorge aufgezogen worden.
> 
> 7:5    Denn auch kein König hatte jemals einen andern Anfang seines Lebens,
> 
> 7:6    sondern sie haben alle denselben Eingang in das Leben und auch den
> gleichen Ausgang.
> Hiob 1,21
> 
> 7:7    Deshalb betete ich, und mir wurde Einsicht gegeben; ich rief den
> Herrn an, und der Geist der Weisheit kam zu mir.
> 1. Kön 3,5-12
> 
> 7:8    Ich achtete sie höher als Zepter und Throne, und Reichtum hielt ich
> ihr gegenüber für nichts.
> 
> 7:9     Im Vergleich zu ihr sah ich jeden Edelstein für wertlos an; denn
> alles Gold ist vor ihren Augen nur geringer Sand, und Silber wird
> vor ihr für Schmutz gehalten.
> Hiob 28,15-19;  Phil 3,8
> 
> 7:10   Ich hatte sie lieber als Gesundheit und schöne Gestalt und zog sie
> sogar dem Licht vor; denn der Glanz, der von ihr ausgeht, erlischt
> nicht.
> 
> 7:11   Zugleich aber kamen mit ihr alle Güter zu mir, und unermeßlicher
> Reichtum war in ihrer Hand.
> 1. Kön 3,13
> 
> 7:12   Ich wurde über alle diese Dinge fröhlich, weil die Weisheit sie mit
> sich führte; ich wußte aber noch nicht, daß sie auch ihre Schöpferin
> ist.
> 
> 7:13   Arglos habe ich sie gelernt, neidlos teile ich sie aus; ich will
> ihren Reichtum nicht verbergen.
> 
> 7:14   Denn sie ist für die Menschen ein unerschöpflicher Schatz; die ihn
> erwarben, erlangten Gottes Freundschaft, weil die Gaben sie
> empfahlen, die die Unterweisung verleiht.
> Vers 27
> 
> 7:15   Gott aber gebe mir, nach seinem Sinn zu reden und so zu denken, wie
> es solcher Gaben würdig ist. Denn er ist's, der auch die Weisheit
> den Weg führt und den Weisen zurechthilft.
> 
> 7:16   Denn in seiner Hand sind wir selbst und unsre Worte, dazu alle
> Klugheit und Kenntnisse in mancherlei Fertigkeiten.
> 
> 7:17   Denn er gab mir sichere Erkenntnis dessen, was ist, so daß ich den
> Bau der Welt begreife und das Wirken der Elemente:
> Sir 17,6-8
> 
> 7:18   Anfang, Ende und Mitte der Zeiten; wie die Tage zu- und abnehmen;
> wie die Jahreszeiten wechseln
> 
> 7:19   und wie das Jahr umläuft und wie die Sterne stehen;
> 
> 7:20   die Natur der Tiere und die Kraft der Raubtiere; die Macht der
> Geister und die Gedanken der Menschen; die Vielfalt der Pflanzen und
> die Kräfte der Wurzeln.
> 1. Kön 5,13
> 
> 7:21   So erkannte ich alles, was verborgen und was sichtbar ist; denn die
> Weisheit, die alles kunstvoll gebildet hat, lehrte mich's.
> 
> 7:22    Denn es wohnt in ihr ein Geist, der verständig ist, heilig,
> einzigartig, vielfältig, fein, behend, durchdringend, rein, klar,
> unversehrt, freundlich, scharfsinnig, ungehindert, wohltätig,
> (22 und 23) Kap 8,7; Jak 3,17
> 
> 7:23   menschenfreundlich, beständig, gewiß, ohne Sorge; sie vermag alles,
> sieht alles, und durchdringt selbst alle Geister, die verständig,
> lauter und sehr fein sind.
> 
> 7:24   Denn die Weisheit ist regsamer als alles, was sich regt, sie geht
> und dringt durch alles - so rein ist sie.
> 
> 7:25   Denn sie ist ein Hauch der göttlichen Kraft und ein reiner Strahl
> der Herrlichkeit des Allmächtigen; darum kann nichts Unreines in sie
> hineinkommen.
> 
> 7:26   Denn sie ist ein Abglanz des ewigen Lichts und ein fleckenloser
> Spiegel des göttlichen Wirkens und ein Bild seiner Güte.
> Hebr 1,3;  1. Joh 1,5
> 
> 7:27   Obwohl sie nur eine ist, kann sie doch alles. Und obwohl sie bei
> sich selbst bleibt, erneuert sie das All, und von Geschlecht zu
> Geschlecht geht sie in heilige Seelen ein und macht sie zu Freunden
> Gottes und zu Propheten.
> Vers 14; Jak 2,23
> 
> 7:28   Denn niemanden liebt Gott außer dem, der mit der Weisheit lebt.
> Sir 4,15
> 
> 7:29   Denn sie ist herrlicher als die Sonne und übertrifft alle
> Sternbilder. Verglichen mit dem Licht hat sie den Vorrang.
> 
> 7:30   Denn das Licht muß der Nacht weichen, aber die Bosheit kann die
> Weisheit nicht überwältigen.
> 
>   8:1    Kraftvoll erstreckt sie sich von einem Ende zum andern und regiert
> das All vortrefflich.
> 
> Der Lebensbund Salomos mit der Weisheit
> 
> 8:2    Die Weisheit hab ich geliebt und gesucht von meiner Jugend an und
> danach getrachtet, sie mir zur Braut zu nehmen, und ich hab ihre
> Schönheit liebgewonnen.
> 
> 8:3    Sie zeigt sich ihrer edlen Herkunft würdig, indem sie bei Gott lebt;
> und der Herr aller Dinge hat sie lieb.
> Spr 8,30
> 
> 8:4    Denn sie ist in Gottes Wissen eingeweiht und wählt aus, was Gott
> tut.
> Kap 9,9
> 
> 8:5    Ist aber Reichtum ein Gut, das man im Leben begehrt, was ist dann
> reicher als die Weisheit, die alles schafft?
> 
> 8:6    Ist's aber Klugheit, die etwas schafft, wer in aller Welt ist dann
> ein größerer Meister als die Weisheit?
> 
> 8:7    Hat aber jemand Gerechtigkeit lieb - so ist es die Weisheit, die die
> Tugenden wirkt; denn sie lehrt Besonnenheit und Klugheit,
> Gerechtigkeit und Tapferkeit, und nichts Nützlicheres als dies gibt
> es im Leben für die Menschen.
> 
> 8:8    Begehrt aber jemand Erfahrung und Wissen - so ist es die Weisheit,
> die das Vergangene kennt und das Zukünftige errät. Sie versteht
> sich auf gewandte Rede und weiß, Rätsel zu lösen. Zeichen und
> Wunder erkennt sie im voraus und was Stunden und Zeiten bringen
> werden.
> 1. Mose 40,8;  1. Kön 10,1-4
> 
> 8:9    Ich habe daher beschlossen, sie mir zur Gefährtin zu nehmen, denn
> ich wußte, daß sie mir ein Ratgeber zum Guten sein würde und ein
> Trost in Sorgen und Traurigkeit.
> Spr 7,4
> 
> 8:10   Ich werde ihretwegen Ruhm beim Volk und Ehre bei den Alten haben,
> obwohl ich jung bin.
> 1. Kön 3,7; 3,12; Ps 119,100; StzuDan 1,45-50
> 
> 8:11   Ich werde als scharfsinnig gelten, wenn ich Recht spreche, und
> Bewunderung finden bei den Mächtigen.
> 1. Kön 3,28;  1. Kön 5,14; 10,7
> 
> 8:12   Wenn ich schweige, werden sie auf mich warten; wenn ich rede, werden
> sie aufmerken; wenn ich weiterrede, werden sie die Hand auf ihren
> Mund legen.
> Hiob 29,9-11
> 
> 8:13   Ich werde ihretwegen Unsterblichkeit empfangen und ein ewiges
> Andenken bei denen hinterlassen, die nach mir kommen.
> Dan 12,3
> 
> 8:14   Ich werde Völker regieren, und Nationen werden mir untertan sein.
> 
> 8:15   Grausame Tyrannen werden sich fürchten, wenn sie von mir hören; in
> der Volksversammlung zeige ich mich tüchtig und im Krieg tapfer.
> Kehre ich aber heim, so werde ich bei der Weisheit ruhen.
> 
> 8:16   Denn mit ihr Umgang zu haben, bringt keinen Verdruß, und mit ihr
> zusammenzuleben, keinen Schmerz, sondern Lust und Freude.
> 
> 8:17   Das bedachte ich bei mir und erwog es in meinem Herzen, daß die
> Verwandten der Weisheit Unsterblichkeit
> Kap 6,18-19
> 
> 8:18   und ihre Freunde wahre Freude haben und daß durch die Arbeit ihrer
> Hände unerschöpflicher Reichtum kommt und Klugheit durch steten
> Umgang mit ihr und guter Ruf durch Teilnahme an ihren Worten; darum
> ging ich umher und suchte, wie ich sie zu mir nehmen könnte.
> 
> 8:19    Ich war aber ein wohlgestalteter junger Mann und hatte eine edle
> Seele empfangen;
> (19 und 20) Ps 51,7
> 
> 8:20   oder vielmehr, da ich edel war, kam ich in einen unbefleckten Leib.
> 
> 8:21   Als ich aber erkannte, daß ich die Weisheit nicht anders erlangen
> könnte, als daß Gott sie mir gibt - und es war schon Klugheit, zu
> wissen, von wem diese Gnadengabe kommt -, da wandte ich mich an den
> Herrn, betete zu ihm und sprach von ganzem Herzen:
> 
>          Salomos Gebet um Weisheit
> 
> 9:1    Gott meiner Väter und Herr des Erbarmens, der du alle Dinge durch
> dein Wort geschaffen
> Ps 33,6; Joh 1,3
> 
> 9:2    und den Menschen durch deine Weisheit bereitet hast, damit er
> herrschen soll über die Geschöpfe, die von dir gemacht wurden,
> 1. Mose 1,26-28
> 
> 9:3    und die Welt in Heiligkeit und Gerechtigkeit regieren und mit
> aufrichtigem Herzen Gericht halten soll:
> 
> 9:4    gib mir die Weisheit, die bei dir auf deinem Thron sitzt, und
> verwirf mich nicht aus der Schar deiner Kinder.
> 
> 9:5    Denn ich bin dein Knecht und der Sohn deiner Magd, ein schwacher
> Mensch, der nur ein kurzes Leben hat und dem es an Einsicht fehlt
> für Recht und Gesetz.
> 
> 9:6    Denn selbst wenn einer unter den Menschenkindern vollkommen wäre, so
> wird er doch nichts gelten, wenn ihm die Weisheit fehlt, die von dir
> kommt.
> 
> 9:7     Du hast mich erwählt zum König über dein Volk und zum Richter über
> deine Söhne und Töchter;
> (7 und 8) 2. Sam 7,12-13
> 
> 9:8    du gebotest mir, einen Tempel zu bauen auf deinem heiligen Berge und
> in der Stadt, in der du wohnst, einen Altar, ein Abbild des
> heiligen Zeltes, das du schon von Anfang an bereitet hast.
> 2. Mose 25,8-9; 25,40
> 
> 9:9    Und bei dir ist die Weisheit, die deine Werke kennt und die dabei
> war, als du die Welt schufst, und die weiß, was dir wohlgefällig ist
> und was recht ist nach deinen Geboten.
> Kap 6,24
> 
> 9:10   Schick sie herab von deinem heiligen Himmel, und sende sie von dem
> Thron deiner Herrlichkeit, damit sie mir tätig zur Seite stehe, so
> daß ich erkenne, was dir wohlgefällt;
> 
> 9:11   denn sie weiß und versteht alles und wird mich mit Besonnenheit
> leiten bei meinen Werken und mich behüten in ihrer Herrlichkeit.
> 
> 9:12   Dann werden meine Werke angenehm sein, und ich werde dein Volk
> gerecht richten und des Thrones meines Vaters würdig sein.
> 
> 9:13   Denn welcher Mensch erkennt den Ratschluß Gottes? Oder wer kann
> ergründen, was der Herr will?
> Röm 11,34
> 
> 9:14   Denn die Gedanken der sterblichen Menschen sind armselig und unsre
> Vorsätze hinfällig.
> Ps 146,4
> 
> 9:15   Denn der vergängliche Leib beschwert die Seele, und die irdische
> Hütte drückt den viel überlegenden Geist nieder.
> Jes 38,12; 2. Kor 5,1-4
> 
> 9:16   Wir erfassen kaum, was auf Erden ist, und begreifen nur schwer, was
> wir in Händen haben. Was aber im Himmel ist, wer hat es erforscht?
> Joh 3,12
> 
> 9:17   Und wer hat deinen Ratschluß erkannt? Es sei denn, du hast Weisheit
> gegeben und deinen heiligen Geist aus der Höhe gesandt.
> 1. Kor 2,9-16
> 
> 9:18   Und so wurden die Erdenbewohner auf den rechten Weg gebracht und die
> Menschen in dem unterwiesen, was dir gefällt,
> 
> 9:19   und durch die Weisheit errettet.
> 
>          Das rettende Walten der Weisheit von Adam bis Mose
> 
> 10:1    Die Weisheit behütete den Ersterschaffenen, den Vater der Welt, als
> er noch als einziger geschaffen war,
> 1. Mose 2,7-18
> 
> 10:2    und errettete ihn aus seinem Fall und gab ihm Kraft, über alles zu
> herrschen.
> Kap 9,2
> 
> 10:3    Als aber ein Ungerechter in seinem Zorn von ihr abfiel, ging er in
> brudermörderischem Grimm zugrunde.
> 1. Mose 4,3-12
> 
> 10:4    Als die Erde seinetwegen von der Sintflut überschwemmt wurde,
> rettete die Weisheit sie wieder, indem sie den Gerechten auf einem
> geringen Holz hindurchsteuerte.
> 1. Mose 6,5 - 8,19; 2. Petr 2,5;  Kap 14,6
> 
> 10:5    Sie erwählte den Gerechten, als die Völker ihrer einhelligen
> Bosheit wegen verwirrt worden waren, und bewahrte ihn, so daß er vor
> Gott untadelig blieb, und ließ ihn festbleiben gegenüber dem
> Erbarmen mit seinem Sohn.
> 1. Mose 12,1-3;  1. Mose 11,1-9;  1. Mose 22,1-18
> 
> 10:6     Die Weisheit rettete den Gerechten, als er beim Untergang der
> Gottlosen vor dem Feuer floh, das auf die fünf Städte herabfiel;
> (6 und 7) 1. Mose 19,1-29; 2. Petr 2,6-8
> 
> 10:7    von ihrer Bosheit ist als Zeugnis noch rauchendes und ödes Land
> vorhanden und Gewächse, die zur Unzeit Frucht bringen, und eine
> Salzsäule, die dasteht als Denkmal einer ungläubigen Seele.
> 
> 10:8    Denn die, die an der Weisheit vorbeigingen, schadeten nicht nur sich
> selbst dadurch, daß sie das Gute nicht erkannten, sondern
> hinterließen der Welt auch ein Denkmal ihrer Torheit, damit sie
> nicht verborgen bleiben könnten in ihrem Irrtum.
> 
> 10:9    Die Weisheit aber errettete die aus allen Nöten, die ihr dienen.
> 
> 10:10    Sie leitete den Gerechten, der vor dem Zorn seines Bruders fliehen
> mußte, auf geraden Wegen; sie zeigte ihm das Reich Gottes und gab
> ihm zu erkennen, was heilig ist; sie ließ es ihm wohlgehen in seinem
> mühevollen Dienst und mehrte den Ertrag seiner Arbeit.
> (10 und 11) 1. Mose 27,41-45; 28,10-22; 30,25-43
> 
> 10:11   Sie stand ihm bei gegenüber denen, die stärker waren und ihn
> übervorteilten, und machte ihn reich;
> 
> 10:12   sie bewahrte ihn vor seinen Feinden und beschützte ihn vor denen,
> die ihm nachstellten; sie entschied einen schweren Kampf für ihn,
> damit er erkannte, daß die Frömmigkeit mächtiger ist als alles.
> 1. Mose 31,1 - 32,33;  1. Tim 4,8
> 
> 10:13    Die Weisheit ließ den Gerechten nicht im Stich, als er verkauft
> wurde, sondern behütete ihn vor der Sünde; sie stieg mit ihm hinab
> in die Grube
> (13 und 14) 1. Mose 37,12-28; 39,7-23; 41,37-46
> 
> 10:14   und verließ ihn nicht, als er in Fesseln lag, bis sie ihm das Zepter
> des Königreichs brachte und Macht über die, die ihm Gewalt angetan
> hatten; sie erwies die als Lügner, die ihn geschmäht hatten, und gab
> ihm ewigen Ruhm.
> 
> 10:15   Die Weisheit rettete das heilige Volk und die untadelige
> Nachkommenschaft vor dem Volk, das sie bedrückte.
> 2. Mose 12,29-51;  2. Mose 1,6-14
> 
> 10:16   Sie ging ein in die Seele des Dieners des Herrn und widerstand den
> grausamen Königen durch Wunder und Zeichen.
> 2. Mose 4,10-16;  2. Mose 7,1 - 11,10
> 
> 10:17   Sie belohnte die Heiligen für ihre Mühe und leitete sie auf
> wunderbarem Wege und war ihnen am Tage ein Schutz und bei Nacht ein
> Sternenlicht.
> 2. Mose 12,35-36;  2. Mose 13,21
> 
> 10:18    Sie führte sie durchs Rote Meer und leitete sie durch große Wasser;
> (18 und 19) 2. Mose 14,1-31
> 
> 10:19   aber ihre Feinde ersäufte sie und warf sie wieder herauf aus der
> Tiefe des Abgrunds.
> 
> 10:20    Darum nahmen die Gerechten den Gottlosen ihre Waffen ab und
> priesen, Herr, deinen heiligen Namen und lobten einmütig deine Hand,
> die für sie stritt.
> (20 und 21) 2. Mose 15,1-21; Mt 21,16
> 
> 10:21   Denn die Weisheit öffnete den Mund der Stummen und machte die
> Sprache der Unmündigen verständlich.
> 
>  11:1    Sie ließ ihre Werke gelingen durch einen heiligen Propheten.
> 5. Mose 34,10-12; Hos 12,14
> 
> Die verschiedene Behandlung der Ägypter
> und der Israeliten bei der Durstplage
> 
> (11,2-16; Kap 16,1 - 19,21)
> 11:2    Die Israeliten zogen durch eine unbewohnte Wüste und schlugen ihre
> Zelte auf in der Einöde,
> 2. Mose 15,22; 15,27; 16,1
> 
> 11:3    sie widerstanden ihren Feinden und erwehrten sich ihrer
> Widersacher.
> 2. Mose 17,8-13
> 
> 11:4    Als es sie dürstete, riefen sie dich an, und ihnen wurde Wasser
> gegeben aus schroffem Fels, und sie löschten den Durst aus hartem
> Stein.
> 2. Mose 17,3-6
> 
> 11:5    Denn wodurch ihre Feinde bestraft wurden, eben dadurch geschah
> ihnen Gutes, als sie Not litten.
> Kap 18,8
> 
> 11:6    Jene nämlich bestraftest du für den Befehl, die Kinder zu töten,
> dadurch, daß du das immerfließende Wasser des Nils mit Blut
> vermischtest;
> 2. Mose 1,22;  2. Mose 7,19-21
> 
> 11:7    ihnen aber gabst du ganz unerwartet reichlich Wasser,
> 
> 11:8    nachdem du ihnen vorher durch ihren Durst gezeigt hattest, wie du
> die Widersacher bestrafst.
> 
> 11:9     Denn als sie zwar versucht, dabei aber nur mit Gnaden gezüchtigt
> worden waren, erkannten sie, wie die Gottlosen im Zorn gerichtet und
> gequält wurden.
> (9 und 10) 5. Mose 8,2-5; Jer 10,24-25; Hebr 12,4-11
> 
> 11:10   Denn du hast sie wie ein Vater zurechtgewiesen und geprüft, jene
> aber wie ein strenger König verhört und verdammt.
> 
> 11:11   Und es wurden die, die dabei waren, wie die, die nicht dabei waren,
> in gleicher Weise geplagt.
> 
> 11:12   Denn es kam doppeltes Leid über sie und Seufzen, wenn sie an das
> Vergangene dachten.
> 
> 11:13   Denn als sie hörten, daß jenen Gutes durch das geschah, wodurch sie
> selbst bestraft worden waren, spürten sie das Walten des Herrn.
> 
> 11:14   Denn den sie einst ausgesetzt und ins Wasser geworfen und später
> verspottet und abgewiesen hatten, über den mußten sie staunen, als
> es am Ende so ausging, während sie selbst ganz anders als die
> Gerechten Durst gelitten hatten.
> 2. Mose 2,3;  2. Mose 7,21
> 
> 11:15    Zur Strafe für die törichten Gedanken, die aus ihrer
> Ungerechtigkeit kamen und durch die sie verführt wurden,
> unvernünftiges Gewürm und Ungeziefer anzubeten, sandtest du
> unter sie eine Menge unvernünftiger Tiere,
> (15 und 16) Kap 12,24; 15,18 - 16,1; 2. Mose 7,26 - 8,28
> Röm 1,18-32
> 
> 11:16   damit sie erkennen sollten: womit jemand sündigt, damit wird er auch
> bestraft.
> 
> Gottes Erbarmen mit seiner Schöpfung
> 
> 11:17   Denn deiner allmächtigen Hand, die die Welt aus ungestaltetem Stoff
> geschaffen hat, fehlte es nicht an Macht, über sie eine Menge von
> Bären kommen zu lassen oder mutige Löwen
> 1. Mose 1,2;  3. Mose 26,22; 2. Kön 2,24;  2. Kön 17,26
> 
> 11:18   oder neugeschaffene, grimmige unbekannte Tiere, die Feuer speien
> oder stinkenden Rauch schnauben oder schreckliche Funken aus den
> Augen blitzen ließen
> Hiob 41,10-13
> 
> 11:19   und die ihnen nicht nur durch Verletzungen Verderben bringen,
> sondern sie auch mit ihrem furchtbaren Anblick völlig vernichten
> können.
> 
> 11:20   Aber sie könnten auch ohne dies alles durch einen einzigen Hauch
> fallen, verfolgt von der strafenden Gerechtigkeit und weggerafft
> von dem Hauch deiner Macht.
> Jes 11,4
> 
> 11:21   Aber du hast alles nach Maß, Zahl und Gewicht geordnet. Denn deine
> Kraft gewaltig zu erweisen ist dir allezeit möglich, und wer kann
> der Macht deines Arms widerstehen?
> Jes 40,26
> 
> 11:22   Denn die ganze Welt ist vor dir wie ein Stäublein an der Waage und
> wie ein Tropfen des Morgentaus, der auf die Erde fällt.
> Jes 40,15
> 
> 11:23   Aber du erbarmst dich über alle; denn du kannst alles, und du
> übersiehst die Sünden der Menschen, damit sie sich bessern sollen.
> Ps 130,4;  Röm 2,4
> 
> 11:24   Denn du liebst alles, was ist, und verabscheust nichts von dem, was
> du gemacht hast; denn du hast ja nichts bereitet, gegen das du Haß
> gehabt hättest.
> Jak 1,17
> 
> 11:25   Wie könnte etwas bleiben, wenn du nicht wolltest? Oder wie könnte
> erhalten werden, was du nicht gerufen hättest?
> 
> 11:26   Du schonst aber alles; denn es gehört dir, Herr, du Freund des
> Lebens,
> Kap 12,16;  Hes 18,23; Joh 3,16
> 
>  12:1    und dein unvergänglicher Geist ist in allem.
> 
> Gottes Nachsicht in der Bestrafung der Kanaaniter
> 
> 12:2    Darum bestrafst du die, die fallen, nur leicht und warnst sie,
> indem du sie an ihre Sünden erinnerst, damit sie von ihrer
> Schlechtigkeit loskommen und an dich, Herr, glauben.
> Hes 3,16-21
> 
> 12:3     Denn als du den früheren Bewohnern deines heiligen Landes feind
> warst,
> (3-6) 5. Mose 18,9-12; Kap 14,23
> 
> 12:4    weil sie die widerwärtigsten Dinge trieben, Zauberei und gottlose
> Weihen,
> 
> 12:5    wolltest du durch die Hände unsrer Väter die vertilgen, die
> unbarmherzige Mörder ihrer Kinder waren
> 
> 12:6    und die sich zu Opfermahlen von Menschenfleisch zusammentaten und
> die sich mit Blut weihten in einer Opfergemeinde und die als Eltern
> ihre hilflosen Kinder mit eigner Hand töteten,
> 
> 12:7    damit das Land, das dir von allen das liebste ist, als würdige
> Bewohner die Kinder Gottes aufnehmen könnte.
> 
> 12:8    Dennoch schontest du sie, weil auch sie Menschen waren, und
> sandtest deinem Heer Hornissen voraus, damit sie sie nur nach und
> nach vertilgen sollten.
> 2. Mose 23,28-30
> 
> 12:9    Es war dir zwar nicht unmöglich, die Gottlosen in einer Schlacht den
> Gerechten zu unterwerfen oder durch schreckliche Tiere oder durch
> ein hartes Wort auf einmal zu zerschmettern;
> 
> 12:10   aber du richtetest sie nur nach und nach und gabst ihnen so
> Gelegenheit zur Buße, obgleich du wohl wußtest, daß ihr Ursprung
> böse und ihre Schlechtigkeit angeboren war und daß sich ihr Sinn
> niemals mehr ändern würde.
> Kap 11,23
> 
> 12:11   Denn sie waren ein verfluchtes Geschlecht von Anfang an. So hast du
> auch nicht darum, weil du jemand gescheut hättest, ihre Sünden
> unbestraft gelassen.
> 1. Mose 9,24-25
> 
> 12:12   Denn wer darf zu dir sagen: »Was tust du?« Oder wer kann deinem
> Gericht widerstehen? Oder wer darf dich beschuldigen wegen des
> Untergangs von Völkern, die du geschaffen hast? Oder wer darf kommen
> und vor dich hintreten als Verteidiger für ungerechte Menschen?
> Dan 4,32; Röm 9,20
> 
> 12:13   Denn es gibt außer dir keinen Gott, der für alle sorgte, so daß du
> beweisen müßtest, daß du nicht ungerecht richtest.
> Kap 6,8
> 
> 12:14   Es kann dir auch weder ein König noch ein Tyrann die Stirn bieten um
> derer willen, die du bestrafst.
> 
> 12:15   Weil du aber gerecht bist, so regierst du alle Dinge gerecht und
> siehst es als deiner Majestät nicht würdig an, jemand zu verdammen,
> der die Strafe nicht verdient hat.
> Hes 18,20
> 
> 12:16   Denn deine Stärke ist der Ursprung der Gerechtigkeit, und weil du
> über alle Herr bist, so verschonst du auch alle.
> Kap 11,23; 11,26
> 
> 12:17   Denn an denen, die an die Vollkommenheit deiner Macht nicht glauben,
> beweist du deine Stärke, und an denen, die davon wissen, bestrafst
> du ihren Übermut.
> 
> 12:18   Du aber, der du Herr bist über die Stärke, richtest mit Milde und
> regierst uns mit viel Verschonen; denn du vermagst alles, wenn du
> willst.
> 
> 12:19   Dein Volk aber lehrst du durch solche Werke, daß der Gerechte
> menschenfreundlich sein soll, und deine Söhne läßt du voll guter
> Zuversicht sein, daß du ihnen für die Sünden Gelegenheit zur Buße
> gibst.
> Lk 6,35-36
> 
> 12:20    Denn wenn du die Feinde deiner Kinder und die, die des Todes
> schuldig waren, mit solcher Vorsicht und Schonung bestraft und ihnen
> Zeit und Gelegenheit gegeben hast, von ihrer Schlechtigkeit zu
> lassen:
> Apg 17,26-27
> 
> 12:21   mit wieviel größerer Sorgfalt richtest du deine Söhne, deren Vätern
> du Eid und Bund voll guter Verheißungen gegeben hast!
> 
> 12:22    Während du also uns erziehst, plagst du unsre Feinde tausendfach,
> damit wir deine Güte bedenken, wenn wir richten, und auf deine
> Barmherzigkeit trauen, wenn wir gerichtet werden.
> Kap 11,9-10
> 
> Schwere Bestrafung nach vergeblicher Warnung
> 
> 12:23    Daher quältest du auch die Ungerechten, die ein unverständiges
> Leben führten, mit ihren eignen Götzen.
> (23 und 24) Kap 11,15-16
> 
> 12:24   Denn sie waren so weit auf Irrwege geraten, daß sie, betrogen wie
> unverständige Kinder, die Tiere für Götter hielten, die unter den
> verabscheuten Tieren die verächtlichsten sind.
> 
> 12:25   Darum hast du ihnen wie unvernünftigen Kindern eine Strafe
> geschickt, die sie zum Gespött machte.
> 
> 12:26   Die sich aber durch Spott und Strafe nicht warnen lassen, werden das
> verdiente Gericht Gottes erfahren.
> 
> 12:27   Denn sie wurden eben durch die gequält, die sie für Götter hielten,
> und als sie unter ihnen litten, ärgerten sie sich über sie und
> erkannten nun deutlich den als den wahren Gott, den sie vorher
> nicht erkennen wollten; darum kam auch das Äußerste an Strafe über
> sie.
> 2. Mose 8,15;  2. Mose 5,2
> 
>          Die Torheit des Götzendienstes
> 
> 13:1    Es sind von Natur alle Menschen nichtig, die von Gott nichts wissen
> und an den sichtbaren Gütern den, der wirklich Gott ist, nicht zu
> erkennen vermögen und die, obwohl sie auf seine Werke achten, nicht
> begreifen, wer der Meister ist,
> Röm 1,18-21
> 
> 13:2    sondern das Feuer oder den Wind oder die flüchtige Luft oder die
> Sterne oder mächtige Wasser oder die Lichter am Himmel für Götter
> halten, die die Welt regieren.
> Hiob 31,26-28
> 
> 13:3    Wenn sie aber an ihrer Schönheit sich freuten und sie darum für
> Götter hielten, hätten sie wissen sollen, um wieviel herrlicher der
> ist, der über das alles der Herr ist. Denn der aller Schönheit
> Meister ist, hat das alles geschaffen.
> Sir 43,30
> 
> 13:4    Wenn sie aber schon über ihre Macht und Kraft staunten, hätten sie
> merken sollen, um wieviel mächtiger der ist, der das alles bereitet
> hat.
> 
> 13:5    Denn es wird an der Größe und Schönheit der Geschöpfe ihr Schöpfer
> wie in einem Bild erkannt.
> Ps 104,1-2
> 
> 13:6    Trotzdem sind sie nicht zu sehr zu tadeln; denn sie irren vielleicht
> und suchen doch Gott und hätten ihn gern gefunden.
> Apg 17,27
> 
> 13:7    Denn sie gehen zwar mit seinen Werken um und erforschen sie, aber
> sie lassen sich durch das, was vor Augen ist, gefangennehmen, weil
> so schön ist, was man sieht.
> 
> 13:8    Doch sind sie damit nicht entschuldigt.
> 
> 13:9    Denn wenn sie so viel zu erkennen vermochten, daß sie die Welt
> durchdringen konnten, warum haben sie nicht viel eher den Herrn über
> das alles gefunden?
> 
> 13:10    Aber die sind unglückselig und setzen ihre Hoffnung auf tote Dinge,
> die Werke von Menschenhand als Götter anrufen, Gold und Silber,
> kunstvoll verarbeitet, und Abbilder von Tieren oder unnütze Steine,
> behauen in alter Zeit.
> (10-19) Ps 115,3-9; Bar 6,4-73; StzuDan 2,4-6; 2,22-26
> 
> 13:11   Oder es sägt ein Holzschnitzer ein handliches Stück Holz heraus,
> schabt geschickt seine ganze Rinde ringsum ab, bearbeitet es
> kunstgerecht und macht daraus ein Gerät, das für den Gebrauch im
> Leben nützlich ist.
> 
> 13:12   Die Abfälle von solcher Arbeit aber verbraucht er, um Speise zu
> kochen und sich zu sättigen.
> 
> 13:13   Ein Stück Abfall aber, das zu nichts taugt, ein krummes, mit Ästen
> durchwachsenes Stück Holz nimmt er und schnitzt es mit Sorgfalt,
> wenn er Muße hat, und gestaltet es mit Geschick, wenn er Ruhe hat,
> und macht's dem Bild eines Menschen oder einem gewöhnlichen Tier
> gleich.
> 
> 13:14   Er bemalt es mit roter Farbe und färbt mit Schminke seine Oberfläche
> rot, und wo ein Flecken daran ist, übermalt er ihn.
> 
> 13:15   Und er macht ihm ein Haus, das seiner würdig ist, und bringt es an
> der Wand an und befestigt es mit einem Stück Eisen.
> 
> 13:16   Er sorgt dafür, daß es nicht umfällt; denn er weiß, daß es sich
> selber nicht helfen kann, denn es ist ein Bild und bedarf der Hilfe.
> 
> 13:17   Aber wenn er betet für sein Hab und Gut, für seine Ehe und für seine
> Kinder, schämt er sich nicht, mit etwas Leblosem zu reden.
> 
> 13:18   Er ruft das Schwache um Gesundheit an, bittet das Tote um Leben,
> fleht zu dem Unfähigsten um Hilfe und zu dem um glückliche Reise,
> was nicht einmal den Fuß gebrauchen kann;
> 
> 13:19   und für sein Geschäft und sein Gewerbe und das Glück seiner Hände
> ruft er das um Kraft an, dessen Hände ganz kraftlos sind.
> 
>  14:1    Ebenso tut der, der sich einschiffen will und durch wilde Fluten zu
> fahren gedenkt und ein Holz anruft, das viel morscher ist als das
> Schiff, auf dem er fährt.
> 
> 14:2    Denn es ist erfunden worden, um Handel zu treiben, und die
> Künstlerin Weisheit hat es gebaut.
> 
> 14:3     Aber deine Vorsehung, Vater, steuert es hindurch; denn du gibst
> auch im Meer Wege und mitten in den Wellen sichere Fahrt
> (3 und 4) Ps 107,23-32; Mt 8,26
> 
> 14:4    und zeigst dadurch, wie du aus aller Not zu retten vermagst, damit
> man ein Schiff besteigen kann, auch ohne die Kunst des Seemanns zu
> verstehen.
> 
> 14:5     Du willst aber, daß nicht ungenutzt bleibt, was du durch deine
> Weisheit geschaffen hast. Deshalb vertrauen die Menschen ihr Leben
> auch ganz geringem Holz an und werden auf einem Floß gerettet, wenn
> sie durch die Meereswellen fahren.
> (5 und 6) Kap 10,4
> 
> 14:6    Denn auch vor alters, als die hochmütigen Riesen umkamen, flüchteten
> die, an denen die Hoffnung der Welt hing, auf ein Floß, das deine
> Hand lenkte, und hinterließen so der Welt die Stammeltern für ein
> neues Geschlecht.
> 
> 14:7    Denn ein solches Holz, das einer gerechten Sache dient, soll
> gesegnet sein;
> 1. Petr 2,24
> 
> 14:8    aber verflucht soll das sein, was mit Händen geschnitzt ist, wie
> auch der, der es schnitzte; dieser, weil er's machte, jenes, weil es
> Gott genannt wird, obwohl es doch vergänglich ist.
> 5. Mose 27,15
> 
> 14:9    Denn Gott sind beide gleich verhaßt, der Gottlose und sein gottloses
> Werk;
> 
> 14:10   denn das Werk wird samt dem Meister bestraft werden.
> 
> 14:11   Darum werden auch die Götzen der Heiden heimgesucht; denn sie sind
> in der Schöpfung Gottes zum Greuel und zum Ärgernis für die Seelen
> der Menschen geworden und zum Fallstrick für die Füße der
> Unverständigen.
> Jer 46,25
> 
> 14:12   Denn Götzenbilder zu ersinnen ist der Anfang der Hurerei, und sie
> zu erfinden ist des Lebens Verderben.
> Hes 16,17
> 
> 14:13   Von Anfang an sind sie nicht gewesen und werden auch nicht ewig
> bleiben;
> 
> 14:14   sondern durch eitlen Wahn der Menschen sind sie in die Welt
> gekommen, und darum ist ihnen auch ein schnelles Ende zugedacht.
> 
> 14:15   Denn als ein Vater über seinen Sohn, der ihm allzu früh genommen
> wurde, Leid und Schmerzen trug, ließ er ein Bild machen und
> verehrte den, der längst tot war, jetzt als Gott und stiftete für
> die Seinen geheime Gottesdienste und Feiern.
> 2. Makk 11,23
> 
> 14:16   Danach festigte sich mit der Zeit solch gottloser Brauch und wurde
> wie ein Gesetz gehalten. Auch mußte man Bilder verehren auf das
> Gebot der Tyrannen hin.
> Dan 3,1-7
> 
> 14:17   Die Leute konnten sie nicht von Angesicht zu Angesicht ehren, weil
> sie zu ferne wohnten, und machten sich aus der Ferne eine
> Vorstellung von ihrem Aussehen und fertigten ein sichtbares Bild des
> Königs an, den sie ehren wollten, damit sie durch ihren Eifer dem
> Abwesenden schmeichelten, als ob er anwesend wäre.
> 
> 14:18   Damit er noch mehr verehrt würde, lockte der Ehrgeiz der Künstler
> auch die an, die ihn nicht kannten.
> 
> 14:19   Denn der, der vielleicht dem Fürsten gefallen wollte, machte das
> Bild durch seine Kunst so, daß es nicht nur ähnlich, sondern auch
> schön aussah.
> 
> 14:20   Die Menge aber, die von der Anmut des Werkes angezogen wurde, hielt
> jetzt den für einen Gott, der kurz zuvor nur als Mensch geehrt
> worden war.
> 
> 14:21   Dies wurde zu einer Gefahr für das Leben: wenn den Leuten etwas
> Schlimmes zugestoßen war oder wenn sie den Tyrannen dienen mußten,
> gaben sie den Steinen und dem Holz den Namen, der keinem andern
> gebührt.
> Jer 2,27;  Offb 9,20; 16,9
> 
> 14:22   Sodann ließen sie sich nicht daran genügen, daß sie in der
> Erkenntnis Gottes irrten, sondern, obwohl sie in ihrer Unwissenheit
> wie im Kriege lebten, nannten sie das auch noch Frieden.
> Jer 6,13-15; 7,9-10
> 
> 14:23   Denn entweder töten sie ihre Kinder zum Opfer oder kommen zu
> Gottesdiensten zusammen, die sie geheimhalten müssen, oder feiern
> wilde Gelage nach absonderlichen Satzungen
> Kap 12,3-6
> 
> 14:24   und halten so weder ihren Wandel noch ihre Ehen rein, sondern einer
> tötet den andern mit List oder kränkt ihn durch Ehebruch;
> 
> 14:25    und überall herrschen ohne Unterschied Blutvergießen, Mord,
> Diebstahl, Betrug, Schändung, Untreue, Streit, Meineid, Beunruhigung
> der Guten,
> (25 und 26) Röm 1,26-32
> 
> 14:26   Undank, Befleckung der Seelen, widernatürliche Unzucht, Zerrüttung
> der Ehen, Ehebruch und Ausschweifungen.
> 
> 14:27   Denn den namenlosen Götzen zu dienen, das ist Anfang, Ursache und
> Ende alles Bösen.
> 
> 14:28   Feiern sie ein Fest, so geraten sie in Raserei; weissagen sie, so
> ist's lauter Lüge. Sie leben nicht recht und schwören leichtfertig
> falsche Eide.
> 
> 14:29   Denn weil sie an leblose Götzen glauben, fürchten sie keinen
> Schaden, wenn sie falsch schwören.
> 
> 14:30   Doch wird für beides gerechte Strafe über sie kommen: dafür, daß sie
> nicht recht von Gott denken, weil sie sich zu den Götzen halten, und
> dafür, daß sie unrecht und falsch schwören und Frömmigkeit
> verachten.
> 
> 14:31   Denn über die Bosheit der Ungerechten kommt nicht die Macht derer,
> bei denen sie schwören, sondern immer die Strafe, die sie mit ihrem
> Sündigen verdienen.
> Am 8,14
> 
>  15:1    Aber du, unser Gott, bist freundlich und treu und geduldig und
> regierst alles mit Barmherzigkeit.
> 2. Mose 34,6
> 
> 15:2    Wenn wir auch sündigen, gehören wir doch dir und kennen deine
> Macht. Weil wir aber wissen, daß wir dir angehören, sündigen wir
> nicht.
> 1. Joh 3,6
> 
> 15:3    Denn dich kennen ist vollkommene Gerechtigkeit, und von deiner Macht
> wissen ist die Wurzel der Unsterblichkeit.
> Joh 17,3
> 
> 15:4    Denn uns verführen nicht die arglistigen Einfälle der Menschen noch
> die unnütze Arbeit der Maler, nämlich eine Gestalt, die mit
> mancherlei Farbe beschmiert ist,
> 
> 15:5    deren Anblick die Unverständigen reizt, so daß sie Verlangen haben
> nach dem leblosen und toten Bild.
> 
> 15:6    Denn die es anfertigen und die danach verlangen und die es verehren,
> lieben das Böse und sind dessen wert, worauf sie hoffen.
> 
> 15:7    Denn auch ein Töpfer, der den weichen Ton mühevoll knetet, macht
> jedes Gefäß zu unserm Gebrauch. Er macht aber aus demselben Ton
> Gefäße, die zu sauberen Zwecken dienen, und andere zu gegenteiligen
> Zwecken, alle in gleicher Weise. Wozu aber jedes einzelne von den
> Gefäßen dann gebraucht wird, darüber entscheidet der Töpfer.
> Röm 9,21
> 
> 15:8    Aber es ist ein böses Werk, wenn er aus demselben Ton einen
> nichtigen Gott macht, wo er doch selbst nicht lange zuvor aus Erde
> geschaffen worden ist und nach kurzer Zeit wieder dahinfährt, von
> wo er genommen worden ist, wenn die anvertraute Gabe der Seele
> zurückgefordert wird.
> Pred 12,7;  Lk 12,20
> 
> 15:9    Aber das macht ihm keine Sorge, daß er davon muß und daß er ein
> kurzes Leben hat, sondern er wetteifert mit den Gold- und
> Silberschmieden und ahmt die Erzgießer nach und hält es für eine
> Ehre, Trugbilder zu machen.
> Ps 39,5
> 
> 15:10   Die Gedanken seines Herzens sind wie Asche, und seine Hoffnung ist
> geringer als Erde und sein Leben verächtlicher als Ton,
> Hiob 13,12; Jes 44,20
> 
> 15:11   weil er den nicht kennt, der ihn geschaffen und der ihm die wirkende
> Seele eingehaucht und den lebendigen Geist eingeblasen hat;
> 
> 15:12   er hält vielmehr unser menschliches Leben für ein Spiel und unser
> menschliches Treiben für einen Jahrmarkt; denn er gibt vor, man
> müsse überall Gewinn suchen, auch aus bösen Dingen.
> 1. Kor 10,7;  Apg 19,24-26
> 
> 15:13   Solch einer weiß besser als alle andern, daß er sündigt, wenn er
> zerbrechliche Gefäße und Bilder aus irdischem Stoff schafft.
> 
> 15:14   Alle aber sind sie törichter und elender als ein kleines Kind -
> nämlich die Feinde deines Volks, die es unterdrücken -,
> Ps 8,3
> 
> 15:15   da sie alle Götzenbilder der Heiden für Götter halten, die mit ihren
> Augen nicht sehen, mit ihren Nasen nicht Luft holen, mit ihren Ohren
> nicht hören, mit ihren Fingern an den Händen nicht fühlen können und
> deren Füße zu faul zum Gehen sind.
> Ps 115,4-7
> 
> 15:16   Denn ein Mensch hat sie gemacht, und einer, dem der Geist nur
> geliehen ist, hat sie gebildet.
> Vers 8
> 
> 15:17   Ein Mensch kann ja nicht einmal einen Gott machen, der wenigstens
> einem lebendigen Menschen gleich ist; sondern weil er sterblich ist,
> schafft er nur etwas Lebloses mit seinen ruchlosen Händen. Denn er
> selbst ist ja besser als das, was er verehrt; denn er lebt doch,
> jenes aber nie.
> 
> 15:18   Sie verehren sogar die feindseligsten Tiere, die, an ihrem Verstand
> gemessen, noch tiefer stehen als die andern.
> Kap 11,15-16
> 
> 15:19   Auch sind sie nicht schön wie andre Tiere, so daß man an ihrem
> Anblick Gefallen haben könnte; vielmehr ist ihnen das Lob und der
> Segen Gottes verlorengegangen.
> 1. Mose 3,14-15
> 
>          Die verschiedene Behandlung der Ägypter und
> der Israeliten bei sechs weiteren Plagen (Kapitel 16,1 - 19,21)
> Plage durch Hunger - Speisung mit Wachteln
> 
> 16:1    Darum wurden die Ägypter mit Recht durch solche Tiere geplagt und
> durch eine Menge Ungeziefer gequält.
> Kap 11,15-16
> 
> 16:2    Statt solcher Plage tatest du deinem Volk Gutes und bereitetest ihm,
> weil es danach Verlangen trug, eine wunderbare Speise, nämlich
> Wachteln, zur Nahrung;
> 2. Mose 16,12-13
> 
> 16:3    so sollte den Ägyptern, wenn sie nach Nahrung verlangten, wegen des
> scheußlichen Anblicks der Tiere, die ihnen gesandt wurden, die
> natürliche Lust am Essen vergehen; die Israeliten aber, die nur
> kurze Zeit Mangel litten, sollten eine wunderbare Speise empfangen.
> 2. Mose 7,26-29
> 
> 16:4    Denn es sollte über die, die so tyrannisch handelten, ein
> unabwendbarer Mangel kommen; diesen aber sollte nur gezeigt werden,
> wie ihre Feinde gequält wurden.
> 
> Tod durch Insektenstich - Rettung vom Schlangenbiß
> 
> 16:5     Es kamen zwar über die Israeliten auch böse, zornige Tiere, und
> sie wurden gebissen und vernichtet durch die sich krümmenden
> Schlangen.
> (5-7) 4. Mose 21,4-9; Joh 3,14-15
> 
> 16:6    Doch blieb dein Zorn nicht bis zum Ende, vielmehr wurden sie nur
> kurze Zeit zur Warnung erschreckt und erhielten ein rettendes
> Zeichen, damit sie an das Gebot deines Gesetzes denken sollten.
> 
> 16:7    Denn die sich zu diesem Zeichen hinwandten, die wurden errettet,
> nicht durch das, was sie anschauten, sondern durch dich, den
> Heiland aller Menschen.
> 1. Tim 4,10
> 
> 16:8    Und damit bewiesest du unsern Feinden, daß du es bist, der aus allem
> Unheil erlösen kann.
> 2. Mose 15,26
> 
> 16:9    Denn über die Ägypter kam durch Heuschrecken und Fliegen Tod und
> Verderben, und sie konnten keine Hilfe für ihr Leben finden; denn
> sie hatten's verdient, von solchen Tieren geplagt zu werden.
> 2. Mose 10,12-15; Offb 9,3;  2. Mose 8,16-20
> 
> 16:10   Aber deinen Kindern konnten auch die Zähne der giftigen Drachen
> nicht schaden; denn deine Barmherzigkeit trat dazwischen und machte
> sie gesund.
> Vers 5-6
> 
> 16:11   Denn sie wurden dadurch angestachelt, an deine Worte zu denken, und
> wurden schnell wieder geheilt, damit sie nicht in tiefes Vergessen
> versinken, sondern deinen Wohltaten zugewandt bleiben sollten.
> 
> 16:12   Denn es heilte sie weder Kraut noch Pflaster, sondern dein Wort,
> Herr, das alles heilt.
> Ps 107,20; Mt 8,8
> 
> 16:13   Denn du hast Gewalt über Leben und Tod; und du führst hinunter zu
> den Pforten des Totenreichs und führst wieder herauf.
> 5. Mose 32,39;  Tob 13,2
> 
> 16:14   Wenn aber ein Mensch in seiner Bosheit jemanden tötet, so kann er
> den entflohenen Geist nicht zurückholen und die hingeraffte Seele
> nicht wieder befreien.
> 
> Plage mit Unwetter - Speisung mit Manna
> 
> 16:15   Aber unmöglich ist's, deiner Hand zu entfliehen.
> Ps 139,7
> 
> 16:16   Denn die Gottlosen, die dich nicht kennen wollten, sind durch deinen
> mächtigen Arm gegeißelt worden, als sie durch ungewöhnliche
> Regengüsse, Hagelschläge und Unwetter, denen sie nicht entgehen
> konnten, verfolgt und vom Feuer verzehrt wurden.
> 2. Mose 9,22-26
> 
> 16:17   Und das war das Verwunderlichste, daß das Feuer noch stärker im
> Wasser brannte, das doch sonst alles auslöscht. Denn die Schöpfung
> streitet für die Gerechten.
> Kap 19,19;  Kap 5,18; 5,21
> 
> 16:18   Zuweilen nämlich brannte die Flamme schwächer, um nicht die Tiere
> zu verbrennen, die gegen die Gottlosen geschickt worden waren; sie
> sollten ja sehen und erkennen, daß sie von Gottes Gericht so
> bedrängt wurden.
> 2. Mose 8,1; 8,12; 8,20
> 
> 16:19   Zuweilen aber brannte die Flamme im Wasser stärker als sonst, um die
> Früchte des ungerechten Landes zu verderben.
> 
> 16:20   Dagegen nährtest du dein Volk mit Engelspeise, und unermüdlich
> gewährtest du ihnen Brot vom Himmel, das ihnen Genuß bereitete und
> jedem nach seinem Geschmack war.
> Ps 78,25;  2. Mose 16,4; 16,13-15; 16,31
> 
> 16:21   Denn deine Gabe machte offenbar, wie freundlich du zu deinen Kindern
> bist. Denn jedem, der davon aß, verwandelte sie sich nach seinem
> Verlangen in das, was er gern wollte.
> 
> 16:22   Schnee und Eis hielten das Feuer aus und schmolzen nicht, damit man
> erkennen sollte, wie die Früchte der Feinde vom Feuer vernichtet
> wurden, das im Hagel brannte und in den Regengüssen aufblitzte,
> Kap 19,20; 2. Mose 16,14; 16,23;  2. Mose 9,24-25
> 
> 16:23   und wie dasselbe Feuer seine eigne Kraft vergessen mußte, damit die
> Gerechten sich nähren konnten.
> 
> 16:24   Denn die Schöpfung, die dir als dem Schöpfer dient, steigert ihre
> Kräfte, um die Ungerechten zu bestrafen, und mindert sie, um denen
> wohlzutun, die dir vertrauen.
> Sir 39,29-32
> 
> 16:25   Darum ließ sie sich auch damals in mancherlei verwandeln und diente
> damit dir, der mit seinen Gaben alle nährt, nach dem Wunsch und der
> Bitte eines jeden,
> 
> 16:26   damit deine Kinder, die du, Herr, liebhast, lernen, daß nicht die
> verschiedenen Früchte den Menschen ernähren, sondern daß dein Wort
> die erhält, die an dich glauben.
> 5. Mose 8,3
> 
> 16:27   Denn das, was vom Feuer nicht verzehrt wurde, zerschmolz, sobald es
> von einem flüchtigen Strahl der Sonne erwärmt wurde,
> 2. Mose 16,21
> 
> 16:28   damit deutlich würde, daß man, ehe die Sonne aufgeht, dir danken
> soll und vor dich treten, wenn es hell wird.
> Ps 5,4; 57,9; Mk 1,35
> 
> 16:29   Denn die Hoffnung des Undankbaren wird wie Reif und Frost vergehen
> und wie unnützes Wasser wegfließen.
> Kap 5,15
> 
>          Finsternis - Licht und Feuersäule
> 
> 17:1     Groß und unaussprechbar sind deine Gerichte, Herr; darum gingen
> auch die Unbelehrbaren in die Irre.
> 2. Mose 7,3-4; Röm 11,33
> 
> 17:2    Denn als die Ungerechten meinten, das heilige Volk unterdrücken zu
> können, wurden sie Gebundene der Finsternis und Gefangene einer
> langen Nacht und lagen eingeschlossen unter ihren Dächern, auf der
> Flucht vor der ewigen Vorsehung.
> 2. Mose 10,21-23; Mt 22,13
> 
> 17:3    Denn als sie meinten, sie könnten sich bei ihren verborgenen Sünden
> verstecken unter der dunklen Decke der Vergessenheit, wurden sie
> zerstreut, furchtbar erschreckt und durch Gespenster geängstigt.
> 
> 17:4    Denn auch der versteckte Winkel, in dem sie waren, konnte sie nicht
> vor der Furcht bewahren: Getöse war um sie her, das sie erschreckte,
> und greuliche Gestalten mit düsteren Mienen erschienen ihnen.
> 
> 17:5    Und die Macht des Feuers vermochte ihnen nicht zu leuchten, noch
> konnten die hellflammenden Sterne jene furchtbare Nacht licht
> machen.
> 
> 17:6    Es erschien ihnen nur ein von selbst brennendes Feuer voller
> Schrecken. Wenn sie aber diese Erscheinung nicht mehr sahen, hielten
> sie in ihrem Entsetzen das, was sie gesehen hatten, für schlimmer,
> als es war.
> 
> 17:7     Auch das Gaukelwerk der Zauberkunst lag danieder, und das Pochen
> auf ihre Kunst wurde, wenn sie sich nun erweisen sollte, zum Spott.
> (7 und 8) 2. Mose 9,11
> 
> 17:8    Denn die versprochen hatten, Furcht und Schrecken von den kranken
> Seelen vertreiben zu können, wurden selbst krank vor lächerlicher
> Angst.
> 
> 17:9    Denn wenn auch sonst nichts Schreckliches sie ängstigte, so wurden
> sie doch aufgescheucht durch das Vorbeilaufen wilder Tiere und durch
> das Zischen von Schlangen, und sie gingen zitternd zugrunde, weil
> sie sich sogar weigerten, die Luft auch nur anzusehen, die man doch
> nicht entbehren kann.
> 
> 17:10   Denn die Bosheit, die von Natur aus feige ist, bezeugt selbst, daß
> sie verdammt ist,
> Jes 13,6-7
> 
> 17:11   und vom Gewissen bedrückt, nimmt sie immer das Schlimmste an.
> Sir 14,2; Hebr 10,22-23
> 
> 17:12   Denn Furcht ist nichts anderes, als daß einer nicht wagt, sich von
> seinem Verstand helfen zu lassen.
> 
> 17:13   Wenn aber die Hoffnung im Herzen zu schwach ist, hält man die
> Ratlosigkeit für schlimmer als die eigentliche Ursache der Plage.
> 
> 17:14   In dieser wirklichen unentrinnbaren Nacht, die aus den
> Schlupfwinkeln des unentrinnbaren Totenreichs gekommen war, lagen
> alle im gleichen Schlaf:
> Vers 2
> 
> 17:15   die einen wurden bedrängt durch schreckliche Erscheinungen, die
> andern aber wurden dadurch gelähmt, daß ihnen der Mut entsank. Denn
> es kam plötzlich und unversehens Furcht über sie;
> 
> 17:16   und so wurde, wer dort zusammenbrach, bewacht und eingeschlossen wie
> in einem Kerker ohne Eisen.
> 
> 17:17   Ob es nun ein Bauer war oder ein Hirte oder ein Arbeiter, der sich
> in der Einsamkeit abmühte: er mußte, plötzlich erfaßt, solch
> unvermeidliche Not tragen.
> 
> 17:18   Denn sie waren alle zugleich mit ein und derselben Kette der
> Finsternis gefangen.
> 
> 17:19   Ob etwa ein Wind pfiff oder die Vögel süß sangen in den dichten
> Zweigen oder das Wasser gewaltig dahinschoß oder die Felsen mit
> lautem Gepolter herabstürzten oder Tiere, die man nicht sehen
> konnte, vorbeisprangen oder die grausamen wilden Tiere heulten oder
> der Widerhall aus den Schluchten der Berge schallte: es erschreckte
> sie und machte sie verzagt.
> 
> 17:20   Die ganze Welt hatte helles Licht und ging ungehindert ihren
> Geschäften nach; nur über die Ägypter hatte sich tiefe Nacht
> ausgebreitet, ein Bild der Finsternis, die über sie kommen sollte;
> aber sie waren sich selbst noch mehr zur Last als die Finsternis.
> 1. Sam 2,9
> 
>  18:1    Aber deine Heiligen hatten hellstes Licht, und die Feinde hörten
> zwar ihre Stimme, aber sahen ihre Gestalt nicht.
> 2. Mose 10,23
> 
> 18:2    Und die Ägypter priesen sie selig, daß sie nicht ebenso leiden
> mußten, und dankten ihnen dafür, daß sie, die vorher Unrecht
> erlitten hatten, ihnen jetzt keinen Schaden zufügten, und baten sie
> um Verzeihung, weil sie ihnen so feindlich gewesen waren.
> 
> 18:3    Dagegen gabst du den Deinen eine feurige Säule, die ihnen den
> unbekannten Weg wies und ihnen eine unschädliche Sonne war auf jener
> ruhmvollen Wanderung.
> 2. Mose 13,21
> 
> 18:4    Denn die Ägypter waren's auch wert, daß sie des Lichts beraubt und
> in Finsternis gefangengehalten wurden, weil sie deine Kinder
> eingekerkert hielten, durch die der Welt das unvergängliche Licht
> des Gesetzes gegeben werden sollte.
> Jes 2,3
> 
> Tod der Erstgeburt - Rettung aus Todesnot
> 
> 18:5    Die Ägypter aber hatten beschlossen, die kleinen Kinder der
> Heiligen zu töten - aber nur eins von ihnen wurde ausgesetzt und
> dadurch gerettet -: da nahmst du ihnen zur Strafe die Menge ihrer
> Kinder weg und ließest sie alle zusammen umkommen in mächtigem
> Wasser.
> 2. Mose 1,22;  2. Mose 2,2-3;  2. Mose 12,29;  2. Mose 14,27-28
> 
> 18:6    Jene Nacht aber war unsern Vätern vorher angekündigt worden, damit
> ihnen die Verheißungen, an die sie glaubten, gewiß würden und sie
> darüber frohen Mutes wären.
> 2. Mose 12,21-23
> 
> 18:7    So wartete dein Volk auf das Heil der Gerechten und auf das
> Verderben der Feinde.
> 
> 18:8    Denn womit du die Widersacher bestraftest, eben damit hast du uns zu
> dir gerufen und uns herrlich gemacht.
> Kap 11,5
> 
> 18:9    Denn im Verborgenen opferten die heiligen Kinder der Frommen und
> nahmen einträchtig das göttliche Gesetz an, daß die Heiligen in
> gleicher Weise an denselben Gütern und denselben Gefahren teilhaben
> sollten, nachdem sie vorher bereits die Lobgesänge der Väter
> angestimmt hatten.
> 2. Mose 12,1-28
> 
> 18:10    Als Widerhall aber erscholl das wirre Geschrei der Feinde, und man
> hörte überall klägliches Weinen wegen ihrer Kinder.
> (10 und 11) 2. Mose 12,29-30
> 
> 18:11   Denn es erging gleiche Strafe über Herr und Knecht, und der König
> mußte ebenso wie der einfache Mann leiden.
> 
> 18:12   So hatten sie alle zusammen unzählige Tote, die den gleichen Tod
> gestorben waren, so daß es nicht genug Lebende gab, um sie zu
> begraben; denn in einem einzigen Augenblick waren ihre edelsten
> Nachkommen dahingesunken.
> 
> 18:13   Denn während sie vorher, durch ihre Zauberer verhindert, ganz
> ungläubig waren, mußten sie jetzt beim Untergang ihrer
> Erstgeborenen bekennen, daß dies Volk Gottes Sohn ist.
> 2. Mose 7,11-13;  2. Mose 4,22-23
> 
> 18:14   Denn als alles still war und ruhte und eben Mitternacht war,
> 
> 18:15   fuhr dein allmächtiges Wort vom Himmel herab, vom königlichen
> Thron, ein harter Kriegsmann, mitten in das Land, das zugrunde
> gerichtet werden sollte.
> Offb 19,11-13
> 
> 18:16   Er trug ein scharfes Schwert, nämlich dein unerbittliches Gebot,
> und trat hin und erfüllte alles mit Toten, und obwohl er auf der
> Erde stand, berührte er doch den Himmel.
> Hebr 4,12; Offb 19,15
> 
> 18:17   Da erschreckten sie plötzlich grauenhafte Träume, und unversehens
> kam Furcht über sie,
> 
> 18:18   und sie lagen halbtot da, der eine hier, der andre dort, und zeigten
> damit, aus welchem Grund sie sterben mußten.
> 
> 18:19   Denn die Träume, die sie erschreckten, hatten es ihnen vorher
> angezeigt, damit sie nicht zugrunde gingen, ohne zu wissen, warum
> sie so sehr geplagt wurden.
> 
> 18:20    Aber auch die Gerechten mußten die Anfechtung des Todes erfahren,
> und eine Menge wurde in der Wüste dahingerafft. Aber der Zorn währte
> nicht lange.
> (20-23) 4. Mose 17,6-15
> 
> 18:21   Denn eilends kam der untadelige Mann, der für sie stritt, mit der
> Waffe seines Amts herbei, nämlich mit Gebet und sühnendem
> Räucherwerk, und widerstand dem Zorn und machte dem Unheil ein Ende.
> Damit bewies er, daß er dein Diener war.
> 
> 18:22   Er überwand die Plage, nicht mit Körperkraft noch mit Waffengewalt,
> sondern mit dem Wort unterwarf er den Züchtiger, indem er an Gottes
> Eid und Bund mit den Vätern erinnerte.
> Vers 15
> 
> 18:23   Denn als schon die Toten haufenweise übereinanderlagen, trat er
> dazwischen und hielt den Zorn auf und schnitt ihm den Weg zu den
> Lebenden ab.
> 
> 18:24   Denn auf seinem langen Gewand war die ganze Welt abgebildet, und die
> Ehrennamen der Väter waren in die vier Reihen der Steine
> eingegraben und deine Herrlichkeit auf dem Stirnband seines Haupts.
> 2. Mose 28,15-21;  2. Mose 28,36-38
> 
> 18:25   Davor mußte der Verderber weichen, und davor mußte er sich
> fürchten; denn es war schon genug, daß sie nur eine Probe des Zorns
> erfahren hatten.
> 2. Mose 12,23; Jdt 8,21
> 
>          Untergang der Ägypter im Roten Meer - Rettung der Israeliten
> 
> 19:1    Aber die Gottlosen überfiel der Zorn ohne Erbarmen bis zum Ende.
> 
> 19:2     Denn Gott wußte im voraus, was sie künftig tun würden: daß sie,
> nachdem sie den Israeliten erlaubt hatten wegzuziehen und sie eilig
> entlassen hatten, es bereuen und ihnen nachjagen würden.
> (2 und 3) 2. Mose 12,31-33; 14,5-8
> 
> 19:3    Denn als sie noch Leid trugen und an den Gräbern der Toten klagten,
> verfielen sie auf ein anderes törichtes Vorhaben und verfolgten
> jetzt die als Flüchtlinge, die sie eben mit flehentlichen Bitten
> fortgeschickt hatten.
> 
> 19:4     Aber es mußte so geschehen, damit sie zu einem solchen Ende kämen,
> wie sie es verdient hatten; und sie mußten vergessen, was ihnen
> widerfahren war, damit sie noch die Strafe erlitten, die bisher an
> ihren Qualen gefehlt hatte,
> (4-8) 2. Mose 14,19-31; Jdt 9,5-7
> 
> 19:5    und damit dein Volk seine wunderbare Wanderung erlebte, jene aber
> einen ungewöhnlichen Tod fänden.
> 
> 19:6    Denn die ganze Schöpfung wurde in ihrer Eigenart wieder neu
> gestaltet, um deinen Geboten zu dienen, damit deine Kinder
> unversehrt bewahrt blieben.
> 
> 19:7    Da zeigte sich die Wolke und überschattete das Lager; wo vorher
> Wasser stand, sah man trockenes Land hervorkommen; da zeigte sich im
> Roten Meer ein Weg ohne Hindernis, und aus den mächtigen Fluten
> erhob sich ein grünes Feld.
> 
> 19:8    Auf ihm zog das ganze Volk dahin, alle, die von deiner Hand
> beschirmt wurden, und dabei sahen sie wunderbare Wunder.
> 
> 19:9    Sie gingen wie die Rosse auf der Weide und hüpften wie die Lämmer
> und lobten dich, Herr, der sie erlöst hatte.
> Jes 63,13-14;  Mal 3,20;  2. Mose 15,1-21
> 
> 19:10   Denn sie dachten noch daran, wie es ihnen in der Fremde ergangen
> war, wie anstatt der gewöhnlichen Tiere die Erde Mücken
> hervorbrachte und der Fluß anstatt der Fische eine Menge Frösche
> ausspie.
> 2. Mose 8,13;  2. Mose 8,2
> 
> 19:11    Danach aber sahen sie auch, wie eine neue Art Vögel entstand, als
> sie, von Gier getrieben, um leckere Speise baten.
> (11 und 12) 2. Mose 16,13
> 
> 19:12   Denn es kamen zu ihnen Wachteln aus dem Meer, um ihr Verlangen zu
> stillen.
> 
> 19:13    Auch kamen die Strafen über die Sünder nicht ohne Zeichen, die
> vorher durch gewaltige Blitze geschahen; denn mit Recht litten sie
> um ihrer Bosheit willen, weil sie einen besonders schlimmen Haß
> gegen Fremde gezeigt hatten. Denn die Leute von Sodom hatten nur die
> Unbekannten, die zu ihnen kamen, nicht aufgenommen; diese aber
> zwangen die Gäste, die ihnen Gutes getan hatten, zum Sklavendienst.
> (13-16) 1. Mose 19,1-11; 45,16-20; 2. Mose 1,8-14; 22,20
> 
> 19:14   Und das nicht allein, sondern sie werden gewiß auch für das andere
> heimgesucht werden:
> 
> 19:15   Denn jene empfingen die Fremden gleich feindselig, sie aber plagten
> mit schwerer Arbeit, die sie festlich aufgenommen und denen sie
> schon an ihren Rechten Anteil gewährt hatten.
> 
> 19:16   Sie wurden aber auch mit Blindheit geschlagen, so wie jene an der
> Tür des Gerechten, als sie von dichter Finsternis überfallen wurden
> und jeder den Zugang zu seiner Tür suchen mußte.
> 
> Schlußwort
> 
> 19:17   Denn wie auf dem Psalter die Töne verschiedene Melodien
> hervorbringen, obwohl sie im Klang immer gleich bleiben, so
> tauschten die Elemente sich gegenseitig aus, wie man deutlich sehen
> kann, wenn man das Geschehene betrachtet.
> Vers 6
> 
> 19:18   Denn was auf dem Lande zu leben pflegt, das ging ins Wasser, und
> was im Wasser zu sein pflegt, stieg aufs Land.
> 2. Mose 14,22;  2. Mose 8,1
> 
> 19:19   Das Feuer wuchs im Wasser über seine natürliche Kraft hinaus, und
> das Wasser vergaß seine Kraft zum Löschen.
> Kap 16,17
> 
> 19:20   Die Flammen dagegen verzehrten nicht das Fleisch der sterblichen
> Tiere, die darin umherliefen, und brachten nicht die himmlische
> Speise zum Schmelzen, die doch wie Eis leicht schmilzt.
> Kap 16,18;  Kap 16,22; 16,27; 2. Mose 16,14; 16,23
> 
> 19:21   Herr, du hast dein Volk in allem groß und herrlich gemacht und hast
> es nicht verachtet, sondern ihm allezeit und an allen Orten
> beigestanden.
>
> — *Ruf zur Gerechtigkeit und Weisheit*

