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Sendschreiben zum Göttlichen Plan

Sendschreiben zum Göttlichen Plan á ‘Abdu’l-Bahá á Bahá'í Verlag GmbH, Auflage 3.04 (O-2021-06-12)

Sendschreiben zum Göttlichen Plan ‘Abdu’l-Bahá

Sendschreiben an die Bahá’í der nordöstlichen Staaten

Offenbart am 26. März 1916 in ‘Abdu’l-Bahás Zimmer im Haus in Bahjí, gerichtet an die Bahá’í in neun Staaten im Nordosten der Vereinigten Staaten: Maine, Massachusetts, New Hampshire, Rhode Island, Connecticut, Vermont, Pennsylvania, New Jersey und New York. O ihr Herolde des Himmels! Dies sind die Naw-Rúz-Tage. Ich bin immer in Gedanken bei den lieben Freunden. Ich flehe für alle und jeden von euch um Bestätigung und Beistand von der Schwelle der Einheit, auf dass die Versammlungen in den Republiken Amerikas entzündet werden wie helle Kerzen und sie das Licht der Liebe Gottes in die Herzen tragen; so mögen die Strahlen der göttlichen Lehren die Staaten Amerikas schmücken und erhellen wie die Sterne der größten Führung das unendliche Weltall. Die nordöstlichen Staaten an den Küsten des Atlantiks: Maine, New Hampshire, Massachusetts, Rhode Island, Connecticut, Vermont, Pennsylvania, New Jersey und New York – in einigen dieser Staaten sind Gläubige anzutreffen, aber in manchen der Städte dort sind die Menschen bis heute noch nicht erleuchtet vom Lichte des Königreiches und kennen die himmlischen Lehren noch nicht; darum machet euch auf in diese Städte, sobald es einem jeden von euch möglich ist, und wie die Sterne lasset das Licht der größten Führung erstrahlen. Gott spricht im ruhmreichen Qur’án: »Die Erde war grau und vertrocknet. Da ließen Wir den Regen auf sie herniederströmen, und augenblicks wurde sie grün und fruchtbar, und jegliche Art von Pflanzen spross in üppiger Fülle hervor.«Q1 Mit anderen Worten, Er sagt, die Erde ist grau, aber wenn die Frühlingsschauer darüber niedergehen, wird diese graue Erde erfrischt und bringt bunte farbige Blumen hervor. Dies bedeutet, dass die Seelen der Menschen, die der stofflichen Welt angehören, grau sind wie die Erde. Aber wenn die himmlischen Ausgießungen herniederströmen und die schimmernden Strahlen hervorbrechen, dann werden die Herzen neu belebt und befreit vom Dunkel der Natur, und die Blumen göttlicher Geheimnisse wachsen und sprießen üppig hervor. Folglich muss der Mensch zur Quelle der Erleuchtung für die Menschenwelt werden und muss die heiligen Lehren verbreiten, wie sie durch göttliche Eingebung in den Heiligen Büchern offenbart sind. Im gesegneten Evangelium steht geschrieben: »Ziehet hin gen Osten und gen Westen und erleuchtet die Menschen mit dem Lichte der größten Führung, damit sie am ewigen Leben Anteil haben.«A1 Preis sei Gott, die nordöstlichen Staaten sind überaus aufnahmebereit. Der Boden ist reich, und die Schauer göttlicher Ausgießung regnen hernieder. Nun müsst ihr himmlische Bauern werden und reine Saaten über den bereiteten Boden ausstreuen. Die Ernte aus jeder anderen Saat ist begrenzt, aber die Gaben und Segnungen aus der Saat der göttlichen Lehren sind unendlich. In kommenden Jahrhunderten und Zeitaltern werden viele Ernten eingebracht werden. Betrachtet die Arbeit früherer Menschenalter. Zu Lebzeiten Jesu Christi waren der gläubigen, standhaften Seelen nur wenige, aber die himmlischen Segnungen strömten in solcher Fülle hernieder, dass in wenigen Jahren zahllose Seelen unter den Schatten des Evangeliums traten. Gott spricht im Qur’án: »Ein Korn wird sieben Ähren hervorbringen, und jede Ähre wird hundert Körner enthalten.«Q2 Mit anderen Worten: Ein Korn wird zu siebenhundert Körnern werden, und so Gott will, wird er auch diese noch verdoppeln. Es ist schon oft geschehen, dass eine gesegnete Seele für ein ganzes Volk zur Quelle der Führung wurde. Wir müssen jetzt nicht auf unsere eigene Geschicklichkeit und Fähigkeit blicken; vielmehr sollten wir in diesen Tagen auf die Gunst und die Gaben Gottes schauen. Er ließ im Tropfen das Meer seinen Ausdruck finden und gab dem Atom die Bedeutung der Sonne. Gruß und Ehre mit euch!

Sendschreiben an die Bahá’í der Südstaaten

Offenbart am 27. März 1916 im Garten neben dem Schrein Bahá’u’lláhs, gerichtet an die Bahá’í von sechzehn Südstaaten der Vereinigten Staaten: Delaware, Maryland, Virginia, West Virginia, North Carolina, South Carolina, Georgia, Florida, Alabama, Mississippi, Tennessee, Kentucky, Louisiana, Arkansas, Oklahoma und Texas. O ihr Herolde des Reiches Gottes! Erst vor wenigen Tagen ging ein Brief an jene Gläubigen Gottes ab, aber weil derzeit die Naw-Rúz-Tage sind, kamt ihr mir in den Sinn, und ich sende euch meine Grüße zu diesem erhabenen Fest. Alle Tage sind gesegnet, aber dieses Fest ist das Nationalfest Persiens. Die Perser begehen es seit einigen tausend Jahren. In Wirklichkeit ist jeder Tag, den der Mensch damit verbringt, Gottes zu gedenken, die Düfte Gottes zu verbreiten und das Volk zum Reiche Gottes zu rufen, ein Festtag für ihn. Preis sei Gott, dass ihr im Dienste an Seinem Königreich und in der Verkündung der Religion Gottes Tag und Nacht tätig seid. Darum sind alle eure Tage Festtage. Es ist kein Zweifel, dass euch die Hilfe und der Segen Gottes zuteilwerden. In den südlichen der Vereinigten Staaten, in Delaware, Maryland, Virginia, West Virginia, North Carolina, South Carolina, Georgia, Florida, Alabama, Mississippi, Tennessee, Kentucky, Louisiana, Arkansas, Oklahoma und Texas gibt es erst wenige Freunde. Deshalb müsst ihr euch selber aufmachen oder eine Anzahl gesegneter Seelen in diese Staaten aussenden, damit sie die Menschen zum Reich des Himmels führen. Eine der heiligen Manifestationen wandte sich einmal an eine gläubige Seele und sprach: »Wenn jemand zur Quelle der Erleuchtung für eine Seele wird, so ist dies besser als ein unermesslich großer Schatz.« Und wiederum sagte Er: »O ‘Alí! Wenn Gott durch dich eine Seele führt, so ist das besser für dich als alle Reichtümer!« Und weiter sprach Er: »Führe uns auf den geraden Pfad!«Q3, das heißt: Zeige uns den rechten Weg. Dies ist auch im Evangelium erwähnt: »Ziehet hin in alle Welt und verkündet die Frohe Botschaft von der Ankunft des Königreiches Gottes.«A2 Kurz gesagt, ich hoffe, ihr werdet in dieser Hinsicht größten Einsatz und Edelmut entfalten. Es ist sicher, dass ihr dabei unterstützt und bestätigt werdet. Wer die Frohe Botschaft vom Reich Gottes und vom Erscheinen seiner Wirklichkeiten und Bedeutungen kundtut, der gleicht einem Bauern, welcher reine Saaten auf reichen Boden aussät. Die Wolke des Frühlings wird die Schauer der Freigebigkeit darauf ergießen; zweifellos wird das Ansehen des Bauern bei seinem Dorfherrn steigen, und viele Ernten werden eingebracht werden. Deshalb, o ihr Freunde Gottes, würdigt den Wert dieser Stunde und bemühet euch darum, die Saaten auszusäen, auf dass ihr den Segen des Himmels und die Bestätigung des Herrn findet. Bahá’u’l-Abhá sei mit euch!

Sendschreiben an die Bahá’í im Zentrum der Vereinigten Staaten

Offenbart am 29. März 1916 vor dem Haus in Bahjí und gerichtet an die Bahá’í von zwölf Staaten im Zentrum der Vereinigten Staaten :Michigan, Wisconsin, Illinois, Indiana, Ohio, Minnesota, Iowa, Missouri, North Dakota, South Dakota, Nebraska und Kansas. O ihr himmlischen Seelen, o ihr Geistigen Räte, o ihr Versammlungen des Herrn! Unser Briefwechsel hat sich eine Zeitlang verzögert, weil Schwierigkeiten beim Versand und Empfang von Briefen entstanden waren. Aber nun ergeben sich einige Möglichkeiten; so bin ich dabei, dieses kurze Schreiben an euch aufzusetzen, weil mein Herz und meine Seele voll Duft und Freude sind, wenn ich der Freunde gedenke. Ständig betet und fleht dieser Wanderer an der Schwelle Seiner Heiligkeit, des Einen, und bittet um Hilfe, Segen und himmlische Bestätigung für die Gläubigen. Ihr seid immer in meinen Gedanken. Ihr seid nicht vergessen und werdet es niemals sein. Ich hoffe, dass ihr durch die Gunst des Allmächtigen Tag für Tag wachset im Glauben, in Gewissheit, Festigkeit und Standhaftigkeit und dass ihr zu Werkzeugen für die Förderung der Heiligen Sache werdet. Wenn es auch in den Staaten Illinois, Wisconsin, Ohio, Michigan und Minnesota – Gott sei gelobt – Gläubige gibt, die in größter Festigkeit und Standhaftigkeit zusammenwirken – Tag und Nacht haben sie kein anderes Ziel als die Verbreitung der Düfte Gottes, keine andere Hoffnung als die Förderung der himmlischen Lehren; wie Kerzen sind sie entflammt im Lichte der Liebe Gottes, und wie dankerfüllte Vögel singen sie begeisternde, freudenspendende Weisen im Rosengarten der Erkenntnis Gottes – so sind doch in den Staaten Indiana, Iowa, Missouri, Nord-Dakota, Süd-Dakota, Nebraska und Kansas der Gläubigen nur wenige zu finden. Bisher wurden in diesen Staaten der Ruf zum Reiche Gottes und die Verkündung der Einheit der Menschenwelt noch nicht planvoll und begeistert verwirklicht. Gesegnete Seelen und losgelöste Lehrer sind noch nicht mehrmals durch diese Gegenden gereist; darum befinden sich diese Staaten noch im Zustand der Achtlosigkeit. Durch die Anstrengungen der Freunde Gottes müssen auch in diesen Staaten Seelen vom Feuer der Liebe zu Gott erfasst und zum Reiche Gottes hingezogen werden, damit auch dieser Bezirk erleuchtet werde und der die Seelen erfüllende Hauch aus dem Rosengarten des Königreiches seinen Bewohnern in die Nase steige. Darum entsendet, wenn es möglich ist, in diese Gebiete Lehrer, die von allem außer Gott losgelöst, rein und geheiligt sind. Wenn von diesen Lehrern stärkste Anziehungskraft ausgeht, dann werden sich in kurzer Zeit große Erfolge zeigen. Die Söhne und Töchter des Königreiches gleichen wahrhaften Bauern. Durch welchen Staat und durch welches Land sie auch ziehen, überall beweisen sie ihre Selbstaufopferung und säen göttliche Saaten. Diese Aussaat bringt Ernten hervor. Über dieses Thema ist im ruhmreichen Evangelium offenbart: Wenn reine Saaten auf guten Boden gesät werden, wird sich himmlischer Segen einstellen.A3 Ich hoffe, dass ihr unterstützt und bestätigt werdet und nie den Mut verlieret, die göttlichen Lehren zu fördern. Möget ihr Tag für Tag eure Bemühungen, eure Anstrengungen und euren Edelmut steigern. Gruß und Ehre seien mit euch!

Sendschreiben an die Bahá’í im Westen der Vereinigten Staaten

Offenbart am 1. April 1916 in ‘Abdu’l-Bahás Zimmer im Haus in Bahjí, gerichtet an die Bahá’í von elf Staaten im Westen der Vereinigten Staaten: Neu-Mexiko, Colorado, Arizona, Nevada, Kalifornien, Wyoming, Utah, Montana, Idaho, Oregon und Washington. Er ist Gott! O ihr Söhne und Töchter des Königreiches! Tag und Nacht befasse ich mich mit nichts anderem als dem Gedenken an die Freunde, und ich bete aus der Tiefe meines Herzens für sie. Ich flehe um ihre Bestätigung aus dem Reiche Gottes und bitte, dass der Odem des Heiligen Geistes unmittelbar auf sie wirke. Die Gunst Seiner Erhabenheit, des Herrn der Segensgaben, lässt mich hoffen, dass die Freunde Gottes in einer Zeit wie der heutigen zur geheimen Quelle der Erleuchtung für die Menschenherzen werden, dass sie den Geistern den Odem des Lebens einhauchen und dass solche preiswürdigen Erfolge der Menschheit zu ewigem Ruhm und zu unvergänglicher Herrlichkeit gereichen. In einigen der westlichen Staaten – wie etwa in Kalifornien, Oregon, Washington und Colorado – wurden die Düfte der Heiligkeit verbreitet, zahlreiche Seelen haben dort ihren Anteil aus dem Quell ewigen Lebens genommen, haben himmlische Segnungen empfangen, einen überströmenden Kelch vom Weine der Liebe Gottes geleert und dem Lied der höchsten Heerscharen gelauscht – aber in den Staaten Neu-Mexiko, Wyoming Montana, Idaho, Utah, Arizona und Nevada wurde das Licht der Liebe Gottes noch nicht auf hinreichende, passende Art entzündet, und der Ruf zum Reiche Gottes ist noch nicht erklungen. Nun, wenn es möglich ist, dann gebt euch Mühe in dieser Hinsicht. Reiset entweder selbst durch alle diese Staaten oder erwählt andere und schickt sie hin, damit sie die Seelen lehren. Jetzt sind diese Staaten wie tote Körper; die Lehrer müssen ihnen den Odem des Lebens einhauchen und sie mit himmlischem Geiste segnen. Wie die Sterne müssen sie dort am Himmel glänzen, auf dass die Sonne der Wirklichkeit mit ihren Strahlen auch jene Staaten erleuchte. Gott spricht im erhabenen Qur’án: »Wahrlich, Gott ist der Helfer derer, die Glauben haben. Er wird sie aus der Finsternis ins Licht führen.«Q4 Dies bedeutet: Gott liebt die Gläubigen, folglich wird Er sie aus dem Dunkel befreien und sie in die Welt des Lichtes bringen. Es steht auch im gesegneten Evangelium geschrieben: »Ziehet hin in alle Welt und rufet das Volk zum Reiche Gottes.« Vgl. A4 Jetzt ist die Zeit gekommen, da ihr euch aufmachen solltet, diesen größten Dienst zu erweisen und unzähligen Seelen zum Quell der Führung zu werden. So mögen durch diesen übermenschlichen Dienst die Strahlen des Friedens und der Versöhnung alle Lande erhellen und erleuchten, auf dass die Menschenwelt Ruhe und Frieden finde. Während meines Aufenthalts in Amerika erhob ich meine Stimme in jeder Versammlung und rief die Menschen auf, die Ideale des allumfassenden Friedens zu verbreiten. Ich sagte offen, dass der Erdteil Europa zu einem Waffenarsenal geworden sei, das mit einem einzigen Funken in die Luft gehen könne, und dass in den folgenden Jahren, oder innerhalb zweier Jahre, alles, was in der Offenbarung des Johannes und im Buche Daniel geschrieben steht, eintreffe und in Erfüllung gehe. Diese Aussage wurde aller Wahrscheinlichkeit nach im San Francisco Bulletin vom 12. Oktober 1912 veröffentlicht. Ihr könnt sie dort nachlesen, damit die Wahrheit klar und offenbar werde; so möget ihr euch voll bewusst werden, dass es heute wirklich an der Zeit ist, die Düfte zu verbreiten. Der Edelmut des Menschen muss himmlischer Natur sein oder mit anderen Worten: Er muss Hand in Hand gehen mit göttlicher Bestätigung, auf dass ihr zur Quelle der Erleuchtung für die Menschheit werdet. Gruß und Ehre seien mit euch!

Sendschreiben an die Bahá’í in Kanada und Grönland

Offenbart am 5. April 1916 im Garten neben dem Schrein Bahá’u’lláhs in Bahjí und gerichtet an die Bahá’í Kanadas, insbesondere von Neufundland, der Prinz-Edward-Insel, Neu-Schottland, Neubraunschweig, Quebec, Manitoba, Alberta, Ontario, Saskatchewan, Britisch-Kolumbien, Yukon, Mackenzie, Ungava, Keewatin, den Franklin-Inseln und Grönland. Er ist Gott! O ihr Töchter und Söhne des Königreiches! In den meisten Staaten und Städten der Vereinigten Staaten sind – gelobt sei Gott! – die Düfte Gottes verbreitet; ungezählte Seelen haben ihr Antlitz auf das Reich Gottes gerichtet und nähern sich ihm; jedoch in einigen der Staaten ist die Fahne der Einheit noch nicht so aufgerichtet, wie es sein soll und muss, und die Geheimnisse der Heiligen Bücher wie etwa des Alten und des Neuen Testaments und des Qur’áns sind nicht enträtselt. Durch den einmütigen Einsatz der Freunde muss das Banner der Einheit in jenen Staaten entfaltet, müssen die göttlichen Lehren so gefördert werden, dass auch diese Gebiete ihren Anteil an den himmlischen Gaben und der Größten Führung erhalten. Ebenso steht es in den Provinzen Kanadas, in Neufundland, auf der Prinz-Edward-Insel, in Neu-Schottland, Neubraunschweig, Quebec, Ontario, Manitoba, Saskatchewan, Alberta, Britisch-Kolumbien, Ungava, Keewatin, Mackenzie, Yukon und den Franklin-Inseln über dem Polarkreis: Die Gläubigen Gottes in den Provinzen Kanadas müssen selbstaufopfernd und erleuchtet werden wie Lichter der Führung. Wenn sie solchen Edelmut an den Tag legen, dann werden sie fürwahr umfassende göttliche Bestätigung erlangen, die Scharen des Himmels werden sie ständig neu bestärken, und ein herrlicher Sieg wird errungen. So Gott will, wird der Ruf zum Reiche Gottes auch die Ohren der Eskimos, der Bewohner Grönlands und der Franklin-Inseln im Norden Kanadas, erreichen. Sollte in Grönland das Feuer der Liebe Gottes entzündet werden, so würde es alles Eis dieses Landes schmelzen und sein kaltes Klima in ein gemäßigtes Klima verwandeln; das heißt, wenn die Herzen die Wärme der Liebe Gottes aufnehmen, dann wird diese Gegend zu einem göttlichen Rosengarten und zu einem himmlischen Paradiese, und die Seelen werden frisch und schön wie früchtebeladene Bäume. Eifer, größter Eifer tut not. Wenn ihr Eifer an den Tag legt, damit Gottes Düfte unter den Eskimos verbreitet werden, wird dies große, weitreichende Folgen haben. Gott spricht im erhabenen Qur’án: Es wird ein Tag kommen, da die Lichter der Einheit die ganze Welt erleuchten. »Die Erde wird umstrahlt werden vom Lichte ihres Herrn.«Q5 Mit anderen Worten: Die Erde wird erleuchtet werden vom Lichte Gottes. Dieses Licht ist das Licht der Einheit. »Es gibt keinen Gott außer Gott.«Q6 Auch die Gebiete der Eskimos auf dem Festland und den Inseln sind Teile dieser Erde. Sie müssen gleichfalls ihren Anteil an den Gaben der Größten Führung erhalten. Gruß und Ehre seien mit euch!

Sendschreiben an die Bahá’í der Vereinigten Staaten und Kanadas

Offenbart am 8. April 1916 im Garten am Schrein Bahá’u’lláhs und gerichtet an die Bahá’í der Vereinigten Staaten und Kanadas. Er ist Gott! O ihr gesegneten Seelen! Ich flehe um ewiges Glück und Gedeihen für euch und bitte um die völlige Bestätigung jedes Einzelnen in der himmlischen Welt. Es ist meine Hoffnung für euch, dass ein jeder erstrahle wie der Morgenstern am Himmelsbogen der Welt und ein gesegneter Baum in diesem Garten Gottes werde, an dem unvergängliche Früchte und Erfolge reifen. Darum will ich euch hinlenken auf das, was zu eurer himmlischen Bestätigung und Erleuchtung im Reiche Gottes führt! Es handelt sich um folgendes: Alaska ist ein weites Land und obwohl eine der Dienerinnen des Barmherzigen dorthin eilte, als Bibliothekarin an der öffentlichen Bücherei arbeitet und nach besten Kräften nichts unversucht lässt, die Sache Gottes zu lehren, so ist doch der Ruf zum Reiche Gottes noch nicht durch dieses unermessliche Gebiet erschollen. Seine Heiligkeit Christus sagt: Ziehet hin gen Osten und gen Westen und rufet die Menschen zum Reiche Gottes.A5 Also muss die Gnade Gottes die ganze Menschheit umschließen, und ihr dürft nicht denken, es ginge an, jene Gegend der Morgenlüfte der Führung beraubt zu lassen. Folglich mühet euch, so sehr ihr könnt, dorthin gewandte Redner zu senden, die losgelöst sind von allem außer Gott, angezogen von den Düften Gottes, geheiligt und geläutert von allen Wünschen und Versuchungen. Ihr Unterhalt, ihre Nahrung muss aus den Lehren Gottes bestehen. Zuerst müssen sie selbst nach diesen Grundsätzen leben, dann die Menschen führen. So Gott will, werden vielleicht die Lichter der göttlichen Führung jenes Land erleuchten, und die Düfte aus dem Rosengarten der Liebe Gottes werden den Bewohnern von Alaska in die Nase steigen. Wenn ihr mit göttlichem Beistand einen solchen Dienst leistet, dann seid gewiss, dass ihr euer Haupt mit dem Diadem unvergänglicher Herrschaft krönet und an der Schwelle der Einheit als begnadete Diener aufgenommen werdet. Ebenso wichtig ist die Republik Mexiko. Die Mehrzahl ihrer Einwohner sind ergebene Katholiken. Sie ahnen nichts vom Wesen der Bibel, des Evangeliums und der neuen göttlichen Lehren. Sie wissen nicht, dass die Grundlage der Religionen Gottes eine ist und dass die heiligen Manifestationen der Sonne der Wahrheit gleichen, die an verschiedenen Orten aufgeht. Diese Seelen sind versunken im Meere der Dogmen. Wenn nur ein einziger Hauch des Lebens über sie weht, werden große Erfolge daraus erwachsen. Aber wer zur Lehrarbeit nach Mexiko gehen will, sollte mit der spanischen Sprache vertraut sein. Das Gleiche gilt für die sechs mittelamerikanischen Republiken, die südlich von Mexiko liegen: Guatemala, Honduras, El Salvador, Nikaragua, Kostarika, Panama, und für das siebte Land, Belize oder Britisch-Honduras. Die Lehrer, die in diese Länder gehen, müssen ebenfalls die spanische Sprache beherrschen. Großes Gewicht müsst ihr auf die Lehrarbeit unter den Ureinwohnern Amerikas legen; denn diese Seelen gleichen den alten Bewohnern der arabischen Halbinsel, die vor der Offenbarung Muḥammads als Wilde angesehen wurden. Als aber das Licht Muḥammads in ihrer Mitte erstrahlte, wurden sie davon so erfüllt, dass sie die ganze Welt erleuchteten. Wenn diese Indianer gleichermaßen erzogen und geführt werden, dann werden die göttlichen Lehren sie zweifellos so erleuchten, dass die ganze Erde dadurch erleuchtet wird. Alle die oben genannten Länder sind von Wichtigkeit, aber besonders wichtig ist die Republik Panama, wo der Panamakanal den Atlantischen und den Pazifischen Ozean verbindet. Sie ist ein Knotenpunkt des Reise- und Durchgangsverkehrs von Amerika in andere Erdteile und wird in der Zukunft ganz besondere Bedeutung erlangen. Auch die westindischen Inseln wie Kuba, Haiti, Puerto Rico, Jamaika, die Inseln der Kleinen Antillen, die Bahamas und sogar die kleine Watling-InselA6 sind sehr wichtig; ganz besonders die beiden schwarzen Staaten, Haiti und die Dominikanische Republik, die in der Gruppe der Großen Antillen liegen. Ebenso bedeutungsvoll ist die Inselgruppe der Bermudas im Atlantischen Ozean. Ein Gleiches gilt für die Staaten des südamerikanischen Festlandes: Kolumbien, Ekuador, Peru, Brasilien, Britisch Guayana, Niederländisch-Guayana, Französisch-Guayana, Bolivien, Chile, Argentinien, Uruguay, Paraguay, Venezuela; auch für die Inseln im Norden, Osten und Westen von Südamerika wie die Falkland- und die Galapagos-Inseln, Juan Fernandez, Tobago und Trinidad. Ebenso die Stadt Bahia, die an der Ostküste Brasiliens liegt. Da sie seit einiger Zeit unter diesem Namen bekannt wurde, wird sie große Bedeutung gewinnen. Kurz gesagt, o ihr Gläubigen Gottes, erhöhet euren Einsatz und steckt eure Ziele weit! Seine Heiligkeit Christus sagt: »Selig sind die Armen, denn ihrer ist das Himmelreich.«A7 Mit anderen Worten: Selig sind die namenlosen und spurlosen Armen, denn sie sind die Führer der Menschheit. Ebenso ist im Qur’án gesagt: »Wir wünschen, Unsere Gaben zu verteilen auf diejenigen, die auf Erden schwach wurden, und sie zu einem Volk und zu Erben (geistiger Wahrheit) zu machen.«Q7 Oder: Wir wünschen, den schwachen Seelen Gunst zu erweisen und sie als die Erben der Boten und Propheten einzusetzen. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, dass ihr euch des Gewandes der Bindung an diese vergängliche Welt entledigt, dass ihr euch von der stofflichen Welt völlig loslöst, dass ihr zu Engeln des Himmels werdet und durch alle diese Gegenden reist. Ich erkläre bei Ihm, neben dem es keinen zweiten gibt, ein jeder von euch soll zum IsráfílA8 des Lebens werden, der den Odem des Lebens anderen in die Seele haucht. Gruß und Ehre seien mit euch! Demütige Bitte O Du unvergleichlicher Gott! O Du Herr des Königreiches! Diese Seelen sind Dein himmlisches Heer. Hilf ihnen, führe sie mit der Macht der himmlischen Heerscharen zum Sieg, so dass eine jede von ihnen einem Regimente gleichkomme und diese Länder durch die Liebe Gottes und die Erleuchtung göttlicher Lehren erobere. O Gott! Sei Du ihr Beistand und ihr Helfer, und in der Wildnis, im Gebirg, im Tal und in den Wäldern, auf den Steppen und den Meeren sei Du ihr Vertrauter, damit sie durch die Macht des Gottesreiches und den Odem des Heiligen Geistes ihren Ruf erschallen lassen. Wahrlich, Du bist der Machtvolle, der Starke und der Allmächtige, und Du bist der Weise, der Hörende und der Sehende.

Sendschreiben an die Bahá’í der Vereinigten Staaten und Kanadas

Offenbart am Dienstagmorgen, den 11. April 1916, in ‘Abdu’l-Bahás Zimmer in Bahjí, gerichtet an die Bahá’í der Vereinigten Staaten und Kanadas. Er ist Gott! O ihr wahren Bahá’í Amerikas! Preis sei Seiner Erhabenheit, dem Langersehnten, dass ihr bestätigt wurdet in der Verbreitung der göttlichen Lehren über jenen weiten Erdteil, dass ihr den Ruf zum Reiche Gottes in jenen Gefilden erhebet und die frohe Botschaft von der Offenbarung des Herrn der Heerscharen und Seiner Erhabenheit, des Verheißenen ,verkündet. Dank sei dem Herrn, dass ihr in dieser Aufgabe unterstützt und ermutigt werdet. Dies geschieht nur durch die Bestätigungen des Herrn der Heerscharen und den Odem des Heiligen Geistes. Das volle Maß eures Erfolges ist noch nicht offenbar, seine Bedeutung wird noch nicht verstanden. Binnen kurzem werdet ihr mit eigenen Augen sehen, wie jeder von euch, einem strahlenden Sterne gleich, am Firmament eures Landes das Licht göttlicher Führung verbreitet und seinem Volke den Ruhm ewigen Lebens verleiht. Bedenket! Die Stufe und die Bestätigung der Apostel waren zur Zeit Christi verborgen, und niemand hielt sie für etwas Besonderes – nein, die Leute verfolgten und verlachten sie sogar. Später wurde offenbar, welche Kronen, mit glänzenden Juwelen der Führung übersät, den Aposteln, Maria Magdalena und Maria, der Mutter des Johannes, aufs Haupt gesetzt worden waren. Wie weit eure künftigen Erfolge reichen, ist heute noch ein Geheimnis. Ich hoffe, dass binnen kurzem die ganze Erde durch die Auswirkungen eurer Erfolge geschüttelt und gerüttelt wird. ‘Abdu’l-Bahás Hoffnung für euch ist, dass derselbe Erfolg, der eure Bemühungen in Amerika begleitet, auch eure Anstrengungen in anderen Teilen der Welt kröne, dass durch euch der Ruhm der Sache Gottes über den Osten und den Westen verbreitet werde, dass in allen fünf Kontinenten des Erdballs das Kommen des Herrn der Heerscharen und Seines Reiches verkündet werde. Sobald die amerikanischen Gläubigen diese göttliche Botschaft über die Küsten Amerikas hinaustragen und sie quer durch die Kontinente Europa, Asien, Afrika und Australasien bis weit auf die pazifischen Inseln verkünden, wird sich diese Gemeinde unverrückbar auf den Thron ewiger Herrschaft gesetzt sehen. Dann werden alle Völker der Welt bezeugen, dass diese Gemeinde geistig erleuchtet und göttlich geführt ist. Dann wird die ganze Erde widerhallen vom Lobpreis ihrer Majestät und Größe. Eine Gruppe, die die Sprachen beherrscht, losgelöst, heilig ergeben und erfüllt mit der Liebe Gottes, muss sich den drei großen Inselgruppen des Stillen Ozeans zuwenden und sie bereisen – Polynesien, Mikronesien und Melanesien und die Inseln, die bei diesen Gruppen liegen, wie zum Beispiel Neuguinea, Borneo, Java, Sumatra, die Philippinen, die Salomonen, die Fidschi-Inseln, die Neuen Hebriden, die Loyalitätsinseln, Neu-Kaledonien, den Bismarck-Archipel, Seram, CelebesA9, die Tonga-Inseln, die Samoa-Inseln, die Gesellschafts-Inseln, die Karolinen, die Niedrigen Inseln, die Marquesas-Inseln, die Hawaii-Inseln, die Gilbertinseln, die Molukken, die Marshallinseln, Timor und andere Inseln. Mit Herzen, die von der Liebe Gottes überfließen, mit Zungen, die dem Gedenken Gottes dienen, die Augen auf das Reich Gottes gerichtet, müssen sie die Frohe Botschaft von der Offenbarung des Herrn der Heerscharen allen Menschen überbringen. Wisset wahrlich, dass in jeder Versammlung, die ihr besucht, der Heilige Geist über den Häuptern wogt und dass die himmlische Gnade der Gesegneten Schönheit eine jede solcher Versammlung umfängt. Bedenkt, dass Fräulein Agnes Alexander, die Tochter des Königreiches, die geliebte Dienerin der Gesegneten Vollkommenheit, ganz allein nach Hawaii und nach Honolulu reiste und nunmehr geistige Siege in Japan erringt! Denket darüber nach, wie diese Tochter auf den Hawaii-Inseln bestätigt ward! Sie wurde zum Quell der Führung für eine Versammlung von Menschen. Ebenso reiste Fräulein Knobloch allein nach Deutschland. In welch großem Ausmaß wurde sie bestätigt! Seid deshalb gewiss, dass ein jeder, der sich an diesem Tage aufmacht, die göttlichen Düfte zu verbreiten, von den Heerscharen des Reiches Gottes bestätigt und mit den Gaben und Gunstbeweisen der Gesegneten Vollkommenheit umgeben wird. O dass ich doch in diese Gegenden reisen könnte, wenn nötig zu Fuß und in tiefster Armut, um in den Städten und Dörfern, auf den Bergen, in den Wüsten und auf den Meeren den Ruf ›Yá Bahá’u’l-Abhá!‹ zu erheben und die göttlichen Lehren zu verbreiten! Leider ist mir dies nicht möglich. Wie sehr beklage ich das! So Gott will, werdet ihr es schaffen. Dieser Tage sind auf Hawaii durch die Bemühungen von Fräulein Alexander eine Anzahl Seelen an das Meeresufer des Glaubens gelangt. Bedenkt, welches Glück, welche Freude dies bedeutet! Ich versichere beim Herrn der Heerscharen: Hätte diese hochgeschätzte Tochter ein Kaiserreich gegründet, jenes Kaiserreich wäre nicht so bedeutend! Denn diese Herrschaft ist ewige Herrschaft, und dieser Ruhm ist unvergänglicher Ruhm. Desgleichen, wenn einige Lehrer auf andere Inseln und in andere Gebiete gehen, etwa in den Erdteil Australien, nach Neuseeland, Tasmanien, auch nach Japan, ins asiatische Russland, nach Korea, Französisch-Indochina, Siam, in die Straits SettlementsA10, nach Indien, CeylonA11 und Afghánistán, so wird dies größte Erfolge zeitigen. Wie gut wäre es, wenn es eine Möglichkeit gäbe, dass eine Abordnung aus Männern und Frauen zusammen durch China und Japan reiste, auf dass das Band der Liebe gestärkt werde und sie durch ihr Kommen und Gehen die Einheit der Menschenwelt aufrichten, die Menschen zum Reiche Gottes rufen und die Lehren verbreiten. Ebenso sollten sie, wenn möglich, den Erdteil Afrika bereisen, die Kanarischen, die Kapverdischen und die Madeira-Inseln, Réunion, St. Helena, Sansibar, Mauritius etc., und in diesen Ländern das Volk zum Königteich Gottes rufen und den Ruf ›Yá Bahá’u’l-Abhá!‹ erheben. Auch sollten sie die Fahne der Einheit der Menschenwelt auf der Insel Madagaskar hissen. Bücher und Flugblätter müssen in die Sprachen dieser Länder und Inseln übersetzt oder neu zusammengestellt werden, um in allen Richtungen und in allen Gebieten verbreitet zu werden. Man berichtet, dass in Südafrika eine Diamantmine entdeckt wurde. Obwohl diese Mine sicher höchst wertvoll ist, sind es letzten Endes nur Steine. So Gott will, wird die Schatzgrube der Menschlichkeit entdeckt, und die glänzenden Perlen des Königreiches werden darin gefunden. Kurz, dieser weltverzehrende Krieg hat eine solche Feuersbrunst in die Herzen gelegt, dass die Worte fehlen, sie zu beschreiben. In allen Ländern der Erde hat die Sehnsucht nach dem Weltfrieden vom Bewusstsein der Menschen Besitz ergriffen. Da gibt es keine Seele, die sich nicht nach Eintracht und Frieden sehnt. So ergibt sich jetzt ein wunderbarer Zustand der Empfänglichkeit. Dies geschah durch die vollendete Weisheit Gottes, damit die Aufnahmefähigkeit geschaffen, die Standarte der Einheit der Menschenwelt aufgerichtet und die Grundlagen des allumfassenden Friedens und der göttlichen Leitsätze gefördert werden, im Osten wie im Westen. Darum, o ihr Gläubigen Gottes, gebt euch Mühe und verbreitet nach diesem Krieg die neue, vereinende Schau der göttlichen Lehren auf den Britischen Inseln, in Frankreich, Deutschland, Österreich-Ungarn, Russland, Italien, Spanien, Belgien, in der Schweiz, in Norwegen, Schweden, Dänemark, Holland, Portugal, Rumänien, Serbien, Montenegro, Bulgarien, Griechenland, Andorra, Liechtenstein, Luxemburg Monaco, San Marino, auf den Balearen, Korsika, Sardinien, Sizilien, Kreta, Malta, Island, den Färöern und den Shetland-Inseln, den Hebriden und den Orkney-Inseln. In all diesen Ländern strahlt wie der Morgenstern vom Horizonte der Führung! Bis heute wart ihr unermüdlich in eurem Einsatz; lasst nun eure Mühe tausendfach wachsen. Ruft das Volk zuhauf in diesen Ländern, in ihren Hauptstädten, auf den Inseln, in Versammlungen und Kirchen, einzutreten in das Königreich Abhá! Der Kreis eurer Bemühungen muss erweitert werden. Je mehr ihr ihn vergrößert, desto erstaunlicher werden die Zeugnisse göttlicher Hilfe sein. Ihr habt miterlebt, wie ‘Abdu’l-Bahá trotz aller körperlichen Schwäche und Kraftlosigkeit, trotz seiner Unpässlichkeit und obwohl er nicht die Kraft hatte, sich zu bewegen – wie er ungeachtet dieser körperlichen Verfassung durch viele Länder reiste, durch Europa und Amerika, in Kirchen, Versammlungen und Tagungen die göttlichen Grundsätze verbreitete und das Volk zur Offenbarung des Königreiches Abhá rief. Ihr habt auch miterlebt, wie die Bestätigungen der Gesegneten Vollkommenheit alle umgaben. Was ist das Ergebnis von materieller Rast und Ruhe, von Luxus und Verhaftetsein mit dieser körperlichen Welt? Offensichtlich wird der Mensch, der diesen Dingen nachjagt, am Ende mit Reue und Verlust geschlagen. Folglich müssen wir unsere Augen völlig vor diesen Dingen verschließen und nach dem ewigen Leben trachten, nach der erhabenen Welt der Menschlichkeit, nach himmlischem Fortschritt, dem Heiligen Geiste, der Förderung des Gotteswortes, der Führung der Erdenbewohner, der Verbreitung des Weltfriedens und der Verkündigung der Einheit der Menschenwelt. Das ist unsere Aufgabe! Andernfalls müssten wir uns wie Vögel und andere Tiere nur mit den Erfordernissen dieses stofflichen Lebens abgeben, deren Befriedigung das höchste Streben des Tierreiches ist, und müssten über die Erde stapfen wie die Vierfüßler. Bedenket! Wie viel Wohlstand, Reichtum und Überfluss ein Mensch in dieser Welt auch zusammenrafft, er wird doch nicht einmal so ungebunden sein wie eine Kuh. Denn diese wohlgemästeten Kühe streifen frei über die weite Ebene; alle Steppen und Weiden bieten sich ihnen zum Grasen, und alle Quellen und Flüsse dienen ihnen zum Trinken. So viel sie auch fressen, die Weiden sind niemals erschöpft. Es ist offenbar, dass sie diese stofflichen Schätze ohne jede Mühe erworben haben. Noch idealer ist das Leben eines Vogels. Solch ein Vogel hat sich auf dem Gipfel eines Berges, in hohen, wogenden Zweigen sein Nest gebaut, das schöner ist als die Paläste der Könige. Die Luft ist frisch und rein, das Wasser kühl und klar wie Kristall, und die Aussicht ist bezaubernd lieblich. In solch herrlicher Umgebung verbringt er die Tage, die ihm bemessen wurden. Alle Früchte des Feldes sind sein Besitz, und er erntet all seinen Reichtum ohne die geringste Mühe. So weit ein Mensch es in dieser Welt auch bringen mag, er wird doch nie in die Lage dieses Vogels kommen! Somit wird offenbar, dass der Mensch in Dingen dieser Welt nicht einmal den Überfluss, die Freiheit und das ungebundene Leben eines kleinen Vögleins erlangen kann, so sehr er sich auch müht und bis zu seinem Tode abrackert. Dies beweist und bestätigt die Tatsache, dass der Mensch nicht für das Leben in dieser vergänglichen Welt erschaffen wurde; nein, er wurde vielmehr erschaffen, um unbegrenzte Vollkommenheiten zu erwerben, um in die erhabene Welt der Menschlichkeit aufzusteigen, um der göttlichen Schwelle nahe zu kommen und auf dem Throne unvergänglicher Herrschaft zu sitzen. Bahá’u’l-Abhá sei mit euch! Wer sich, wohin auch immer, auf eine Lehrreise begibt, spreche auf seiner Reise durch fremde Länder bei Tag und bei Nacht dieses Gebet: O Gott, mein Gott! Du siehst mich hingerissen und angezogen von Deinem herrlichen Königreich, entflammt vom Feuer Deiner Liebe unter der Menschheit, ein Herold Deines Reiches in diesen großen, weiten Ländern. Losgelöst von allem außer Dir, stütze ich mich auf Dich. Ruhe und Behagen habe ich verlassen. Fern von meinem Heim bin ich ein Wanderer in diesen Gegenden, ein Fremdling, der demütig an Deiner erhabenen Schwelle und ergeben vor dem Himmel Deiner Allmacht und Herrlichkeit zur Erde niederfällt. In der Tiefe der Nacht und beim Anbruch des Tages flehe ich zu Dir, am Morgen und zur Abendzeit rufe ich Dich flehentlich an: Stehe mir gnädig bei, Deiner Sache zu dienen, Deine Lehren überall zu verbreiten, Dein Wort im Osten wie im Westen.zu erhöhen O Herr! Stärke mir die Lenden. Mache mich fähig, Dir mit größter Anstrengung zu dienen, und überlasse mich nicht mir selbst, einsam und verloren in diesen Landen. O Herr! Gewähre mir Gemeinschaft mit Dir in meiner Einsamkeit und sei mein Gefährte in diesen fremden Ländern. Wahrlich, Du bestätigst, wen immer Du willst, in dem, was Du wünschest, und wahrlich, Du bist der Allgewaltige, der Allmächtige.

Sendschreiben an die Bahá’í der Vereinigten Staaten und Kanadas

Offenbart am 19. April 1916 in ‘Abdu’l-Bahás Zimmer in Bahjí; am 20. April in den Pilgerräumen des Hauses in Bahjí; am 22. April im Garten am Schrein Bahá’u’lláhs und gerichtet an die Bahá’í der Vereinigten Staaten und Kanadas. Er ist Gott! O ihr Apostel Bahá’u’lláhs! Möge mein Leben ein Opfer für euch sein! Die gesegnete Person des Verheißenen ist im Heiligen Buche als der Herr der Heerscharen, der himmlischen Streitmacht, dargestellt. Mit ›himmlischen Heerscharen‹ sind solche Seelen gemeint, die völlig losgelöst sind von der menschlichen Welt, die in Himmelsgeister verwandelt sind und zu göttlichen Engeln wurden. Solche Seelen sind die Strahlen der Sonne der Wirklichkeit, die alle Kontinente erleuchten werden. Eine jede hält in der Hand eine Posaune und bläst den Odem des Lebens über alle Lande. Sie sind menschlicher Eigenschaften ledig und befreit von den Gebrechen der stofflichen Welt, sind mit göttlichen Merkmalen ausgezeichnet und von den Düften des Barmherzigen angezogen. Wie die Apostel ganz von Christus erfüllt waren, so sind diese Seelen erfüllt von Bahá’u’lláh; das heißt, die Liebe zu Bahá’u’lláh hat von jedem Organ, jedem Teil, jedem Glied ihres Leibes so sehr Besitz ergriffen, dass menschliche Regungen ihre Wirkung verloren haben. Diese Seelen sind die Heerscharen Gottes und die Eroberer des Ostens wie des Westens. Wenn sich einer von ihnen in irgend eine Richtung wendet und das Volk zum Reiche Gottes ruft, dann eilen alle Himmelsmächte zu seiner Hilfe und Verstärkung, und die Bestätigung des Herrn steht ihm bei. Er wird sehen, wie sich ihm alle Türen öffnen, wie mächtige Burgen und uneinnehmbare Bollwerke in sich zusammenbrechen. Allein und ganz auf sich gestellt, wird er die Heere dieser Welt angreifen, den rechten und den linken Flügel der Streitmacht aller Länder in die Flucht schlagen, durch die Reihen der Legionen aller Völker hindurchstoßen und seinen Angriff mitten in die Machtzentren dieser Erde ragen. – Dies ist unter dem Begriff ›Heerscharen Gottes‹ zu verstehen. Jede Seele aus den Reihen der Gläubigen Bahá’u’lláhs, die diese Stufe erreicht, wird als Apostel Bahá’u’lláhs bekannt. Darum strebet mit Herz und Seele danach, dass ihr diese hohe, diese erhabene Stufe erlanget, dass ihr fest auf dem Throne unvergänglicher Herrlichkeit sitzet und euer Haupt krönet mit dem leuchtenden Diadem des Königreiches, dessen glänzende Juwelen Jahrhunderte und Zeitalter überstrahlen. O ihr liebevollen Freunde! Steigert euren Edelmut, schwinget euch hoch in den höchsten Himmel, damit eure gesegneten Herzen Tag für Tag immer heller erleuchtet werden durch die strahlende Sonne der Wirklichkeit, Bahá’u’lláh damit euer Geist jeden Augenblick neues Leben erlange und das Dunkel der stofflichen Welt gänzlich zerstreut werde, damit ihr auf diese Weise ein geborenes Licht und verkörperter Geist werdet, die niederen Dinge dieser Welt völlig vergesset und mit dem Walten der göttlichen Welt in Fühlung kommet. Schauet die Tore, die Bahá’u’lláh vor euch auftat! Bedenket, welch hohe, erhabene Stufe Er euch zu erreichen bestimmt hat, welche einzigartigen Gaben Er euch verliehen hat! Wenn wir uns an diesem Kelch berauschen, werden wir alle Herrschaft dieses Erdballs geringer schätzen denn kindlichen Tand. Würde die Krone der Weltherrschaft auf der Weltbühne aufgestellt und jedem von uns angeboten, wir würden zweifellos nicht zustimmen, sondern ablehnen. Diese höchste Stufe können wir aber nur erreichen, wenn wir gewisse Bedingungen erfüllen: Die erste Bedingung ist Festigkeit im Bund Gottes; denn die Macht des Bundes schützt die Sache Bahá’u’lláhs vor den Zweifeln der Irrenden. Der Bund ist die starke Feste der Sache Gottes, der sichere Pfeiler der Religion Gottes. Es gibt heute keine Macht, die Einheit der Bahá’í-Welt zu bewahren außer dem Bunde Gottes; ohne diesen würde Streit die Bahá’í-Welt umfangen wie ein heftiger Sturm. Offensichtlich ist die Achse der Einheit der Menschheit nichts anderes als die Macht des Bundes. Wäre der Bund nicht entstanden, wäre er nicht von der Höchsten Feder offenbart worden, hätte nicht das Buch des Bundes die Welt erleuchtet gleich den Sonnenstrahlen der Wirklichkeit, so wären die Kräfte der Sache Gottes völlig zerstreut, und gewisse Seelen, Gefangene ihrer eigenen Lüste und Leidenschaften, hätten zur Axt gegriffen, den Heiligen Baum an der Wurzel zu fällen. Ein jeder verfolgte dann seine eigenen Wünsche und spielte sich mit seiner eigenen Meinung auf. Dieses großen Bündnisses ungeachtet, zogen einige achtlose Seelen auf ihren Kleppern zu Felde und vermeinten, sie könnten die Grundpfeiler der Sache Gottes ins Wanken bringen; aber – Preis sei Gott! – sie alle wurden von schmerzlichen Verlusten betroffen, und ehe noch viel Zeit vergeht, werden sie sich in bitterer Verzweiflung sehen. Darum muss ein jeder zuallererst sicheren Schritts im Bund wandeln, damit die Bestätigung Bahá’u’lláhs ihn von allen Seiten umgibt, damit die Höchsten Heerscharen ihm Hilfe und Beistand bringen und die Ermahnungen und Ratschläge ‘Abdu’l-Bahás wie in Stein gemeißelt, immerwährend und unauslöschlich auf den Tafeln der Herzen stehen. Die zweite Bedingung: Liebe und Freundschaft unter den Gläubigen. Die Freunde Gottes müssen sich gegenseitig lieben, sich zueinander hingezogen fühlen und jederzeit bereit und willens sein, ihr Leben füreinander zu opfern. Wenn einer der Gläubigen einen anderen trifft, so muss es sein, als ob ein Dürstender mit brennenden Lippen zum Quell des Lebenswassers gelangt oder wie wenn ein Liebender seiner wahren Geliebten begegnet. Denn eine der größten göttlichen Weisheiten im Hinblick auf das Erscheinen der heiligen Manifestationen ist, dass die Seelen einander kennenlernen und miteinander vertraut werden, dass die Macht der Liebe Gottes sie alle zu Wogen eines Meeres, zu Blumen eines Rosengartens, zu Sternen eines Himmels machen kann. Dies ist die Weisheit, die im Auftreten der heiligen Manifestationen liegt! Wenn sich diese größte Gabe in den Herzen der Gläubigen offenbart, dann wird die stoffliche Welt verwandelt, das Dunkel des bedingten Seins wird verschwinden, und himmlische Erleuchtung wird erlangt werden. Dann wird die ganze Welt zum Paradies Abba, und jeder Gottgläubige wird zu einem gesegneten Baum, der wundervolle Früchte zeitigt. O ihr Freunde! Freundschaft, Liebe, Einheit! Freundschaft, Liebe und Einheit, auf dass die Macht der Bahá’í-Sache hervortrete und sich in der Welt des Seins offenbare. Ich bin in Gedanken ganz bei euch, und mein Herz schlägt freudig, wenn es sich euer erinnert. Könntet ihr euch vorstellen, wie meine Seele in Liebe zu den Freunden erglüht, solch große Freude durchströmte euer Herz, dass ihr alle in Liebe zueinander entbrenntet. Die dritte Bedingung: Lehrer müssen ständig durch alle Teile des Kontinentes, nein, durch alle Teile der Welt reisen; aber sie müssen reisen wie ‘Abdu’l-Bahá, der durch all die Städte Amerikas reiste. Er war frei und geheiligt von Verhaftung und in höchster Loslösung. Wie Seine Heiligkeit Christus sprach: »Schüttelt sogar den Staub von euren Füßen.«A12 Ihr habt miterlebt, wie bei meinem Aufenthalt in Amerika viele Seelen in größter Demut und Eindringlichkeit verschiedene Geschenke anboten; aber dieser Diener hat, entsprechend den Befehlen und Ermahnungen der Gesegneten Vollkommenheit, nie etwas angenommen, obwohl wir zeitweise in sehr beschränkten Verhältnissen waren. Wenn andererseits eine Seele um Gottes willen, freiwillig und aus reiner Absicht einen Beitrag (zu den Ausgaben eines Lehrers) leisten will, dann soll der Lehrer, um den Spender glücklich zu machen, eine kleine Summe annehmen; aber er muss in größter Bescheidenheit leben. Das Ziel ist folgendes: Die Absicht des Lehrers muss rein, sein Herz unabhängig, sein Geist hingezogen, sein Denken befriedet, sein Entschluss fest, sein Mut erhaben und eine strahlende Fackel der Liebe Gottes sein. Wenn er solche Eigenschaften erwirbt, dann wird sein geheiligter Odem sogar auf Felsen wirken; anders aber wird er keinerlei Ergebnis hervorbringen. Solange eine Seele nicht vervollkommnet ist, wie kann sie da die Fehler anderer tilgen? Solange sie nicht frei ist von allem außer Gott, wie kann sie anderen Loslösung lehren? Kurz gesagt, o ihr Gläubigen Gottes! Bemühet euch, dass ihr jedes Mittel ergreifet, um die Religion Gottes zu verkünden und die Düfte Gottes zu verbreiten. Unter anderem geht es um die Veranstaltung von Lehrtreffen, in denen gesegnete Seelen und die Alten unter den Gläubigen die Jugend der Liebe Gottes in Schulen der Unterweisung um sich scharen und sie all die göttlichen Beweise und unwiderleglichen Argumente lehren, ihnen die Geschichte der Sache erläutern und erklären – und die Verheißungen und Beweise auslegen, die in den göttlichen Büchern und Episteln enthalten über die Manifestation des Verheißenen sind, – auf dass die Jugend vollkommenes Wissen in alle den oben genannten Gebieten erlange. Ebenso muss, sobald es möglich ist, ein Ausschuss für die Übersetzung der Sendschreiben begründet werden . Weise Seelen, die das Persische, das Arabische und andere Fremdsprachen oder eine derselben vollkommen studiert haben und beherrschen, müssen damit beginnen, die Sendschreiben und Bücher zu übersetzen, welche die Beweise dieser Offenbarung enthalten, und müssen diese Bücher veröffentlichen und über alle fünf Erdteile verbreiten. Auch muss die Zeitschrift Star of the West mit größter Regelmäßigkeit erscheinen; ihr Inhalt muss in der Verkündigung der Sache Gottes bestehen, damit Ost und West von den wichtigsten Ereignissen unterrichtet werden. Kurz, in allen Versammlungen, seien sie öffentlich oder geschlossen, sollte über nichts diskutiert werden als das, was zur Sprache steht, und alle Themen sollten um die Sache Gottes kreisen. Belanglose Gespräche sollten nicht zugelassen werden, und Streit ist streng verboten. Die Lehrer müssen, wenn sie in verschiedene Richtungen reisen, die Sprache des Ziellandes kennen. So sollte zum Beispiel jemand, der in der japanischen Sprache bewandert ist, nach Japan reisen, oder jemand, der des Chinesischen mächtig ist, sollte nach China eilen und so weiter. Kurz gesagt, nach diesem weltumspannenden Krieg sind die Menschen bereitet wie noch nie, auf die göttlichen Lehren zu hören; denn die Weisheit dieses Krieges ist, dass allen bewiesen wird, wie das Feuer des Krieges die Welt zerstört, während die Lichtstrahlen des Friedens die Welt erleuchten. Das erste ist Tod, das zweite Leben; jenes ist Untergang, dieses Unsterblichkeit; das eine ist schlimmstes Unheil, das andere das größte Glücksgut; jenes ist Dunkel, dieses Licht; das erste ist ewige Erniedrigung, das letztere unvergänglicher Ruhm; der Krieg zerstört die Grundlagen des Menschlichen, der Frieden aber begründet die Wohlfahrt der Menschheit. Demzufolge muss sich eine Anzahl Seelen aufmachen, in Übereinstimmung mit den oben genannten Bedingungen verfahren und in alle Teile der Welt eilen, besonders von Amerika nach Europa, Afrika, Asien und Australien sowie durch Japan und China reisen. Ebenso sollten Lehrer und Gläubige aus Deutschland nach den Kontinenten Amerika, Afrika, nach Japan und China reisen; kurz gesagt, sie sollten alle Kontinente und Inseln des Erdballs durchstreifen. So werden in kurzer Zeit die wunderbarsten Ergebnisse gezeitigt, das Banner des allumfassenden Friedens weht über den Höhen der Welt, und das Licht der Einheit der Menschenwelt erleuchtet das Universum. Kurzum, o ihr Gläubigen Gottes! Im göttlichen Buche steht geschrieben: Wenn zwei Seelen über eine der göttlichen Fragen zanken und in Hader und Zwist streiten, dann haben sie beide unrecht. Es ist die Weisheit dieses unzweideutigen Gesetzes Gottes, dass zwischen zwei Gläubigen Gottes kein Zank und Streit entstehen soll, dass sie in unendlicher Liebe und Freundschaft miteinander sprechen sollen. Sobald sich die geringste Spur von Gegensätzen abzeichnet, müssen sie schweigen und beide ihr Streitgespräch nicht länger fortsetzen, sondern bei dem Ausleger erkunden, wie es wirklich um ihre Frage steht. So lautet der unleugbare Befehl! Bahá’u’l-Abhá sei mit euch! Bittgebet O Gott, o Gott! Du siehst, wie schwarze Finsternis alle Lande umfängt, wie alle Lande brennen in der Zwietracht Flamme, wie mörderisch in Ost und West des Krieges Feuer lodert. Blut wird vergossen, Leichen bedecken ringsum die Erde, und abgeschlagen liegen Häupter im Staub des Schlachtfelds. O Herr! Erbarme Dich dieser Unwissenden, schaue auf sie mit dem Auge des Vergebens und Verzeihens. Lösche dieses Feuer, so dass die dichten Wolken sich verziehen, die den Himmel verdunkeln, dass die Sonne der Wirklichkeit leuchtet mit den Strahlen der Versöhnung, das tiefe Dunkel sich teile und alle Lande vom strahlenden Lichte des Friedens erleuchtet werden. O Herr! Ziehe Du das Volk aus dem abgründigen Meer des Hasses und der Feindseligkeit, befreie es aus dieser undurchdringlichen Finsternis. Vereinige die Herzen, erleuchte die Augen mit dem Lichte des Friedens und der Versöhnung. Errette sie aus den Tiefen des Krieges und des Blutvergießens, befreie sie aus des Irrtums Finsternis. Reiße den Schleier von ihren Augen und erleuchte ihre Herzen mit dem Lichte der Führung. Verfahre mit ihnen nach Deinem zarten Erbarmen und Mitleid, nicht nach Deinem gerechten Zorn, der den Mächtigen die Glieder zittern lässt. O Herr! Krieg folgt auf Krieg. Not und Angst nehmen überhand, einst blühende Länder sind alle verheert. O Herr! Die Herzen sind schwer, die Seelen voll Qual. Erbarme Dich dieser Armen, überlass sie nicht ihrer maßlosen Gier. O Herr! Sende durch Deine Lande demütige, ergebene Seelen, das Antlitz erleuchtet von den Strahlen der Führung, gelöst von der Welt, Deinen Namen preisend, Dein Lob kündend. Lasse sie Deiner Heiligkeit Düfte unter den Menschen verbreiten. O Herr! Stärke ihnen den Rücken, gürte ihre Lenden und entzücke ihre Herzen mit den mächtigsten Zeichen Deiner Liebe. O Herr! Wahrlich, sie sind schwach, und Du bist der Gewaltige, der Mächtige. Ohnmächtig sind sie, Du aber bist der Helfer, der Gnadenvolle. O Herr! Das Meer des Aufruhrs wogt, und diesen Sturm stillt allein Deine grenzenlose Gnade, die alle Lande umfängt. O Herr! Wahrlich, die Menschen schmachten im Abgrund der Leidenschaft; nur Deine unendlichen Gnadengaben können sie daraus retten. O Herr! Vertreibe die Finsternis dieser verderbten Begierden, erhelle die Herzen mit der Lampe Deiner Liebe, die bald alle Lande erleuchten wird. Stärke Deine Geliebten, die aus Liebe zu Deiner Schönheit Heim und Herd, Mann, Weib und Kind verlassen und in fremde Lande reisen, Deine Dufte zu verbreiten und Deine Lehren zu künden. Sei Du ihr Gefährte in der Einsamkeit, ihrer Sorgen Tilger und ihr Trost im Unglück. Sei Du ihrem Durst ein frischer Trunk, ihren Gebrechen eine Arznei, ein Balsam der verzehrenden Glut ihrer Herzen. Wahrlich, Du bist der Freigebigste, der Herr überfließender Gnade, und wahrlich, Du bist der Mitleidvolle, der Gnadenreiche.

Sendschreiben an die Bahá’í der nordöstlichen Staaten

Offenbart am 2. Februar 1917 im Zimmer von ‘Ismá’íl Áqá in ‘Abdu’l-Bahás Haus in Haifa und gerichtet an die Bahá’í von neun Staaten im Nordosten der Vereinigten Staaten: Maine, Massachusetts, New Hampshire, Rhode Island, Connecticut, Vermont, Pennsylvanien, New Jersey und New York. Er ist Gott! O ihr wahren Freunde! In den Augen des einen wahren Gottes sind alle Länder nur ein Land, alle Städte und Dörfer stehen einander gleich. Keines wird den anderen vorgezogen. Alle sind sie die Äcker Gottes, die Wohnstätten der Menschenseelen. Aber durch Glauben und Gewissheit sowie dadurch, dass sich der eine vor dem anderen auszeichnet, überträgt ein Bewohner Ehre auf sein Heim. Einige Länder werden auf diese Weise zu etwas Außergewöhnlichem und erlangen eine herausragende Stellung. Von den Ländern Europas und Amerikas zum Beispiel zeichnen sich einzelne aus durch ihr gesundes Klima, die Bekömmlichkeit des Wassers und die Anmut ihrer grünen Hügel und Ebenen. Aber dessen ungeachtet wurde Palästina zur Zier aller Nationen, weil alle heiligen Manifestationen Gottes von der Zeit Abrahams bis zum Erscheinen des Siegels der Propheten (Muḥammad) in diesem Lande wohnten, dorthin einwanderten oder es durchreisten. So erlangten auch Mekka und Medina unermesslichen Ruhm, da das Licht des Propheten von ihrem Himmel niederstrahlte. Darum sind Palästina und Ḥijáz vor allen anderen Ländern ausgezeichnet. Desgleichen ist der amerikanische Erdteil in den Augen des einen wahren Gottes ein Land, darin Sein strahlendes Licht enthüllt und die Geheimnisse seines Glaubens entschleiert werden sollen, und die Heimat der Rechtschaffenen und der Sammelplatz der Freien. Darum ist er in allen seinen Teilen gesegnet. Aber weil jene neun Staaten mit Glauben und Gewissheit begünstigt wurden, haben sie durch diese Auszeichnung ein geistiges Vorrecht erworben. Sie müssen sich des Wertes dieser Gabenfülle bewusst werden: Da ihnen solche Gunst zuteil wurde und um für dieses größte Geschenk Dank zu erweisen, müssen sie sich aufmachen, die göttlichen Düfte zu verbreiten, auf dass der gesegnete Vers des Qur’án verwirklicht werde: »Gott ist das Licht des Himmels und der Erde, und Sein Licht ist einer Nische zu vergleichen mit einer Lampe darin. Diese Lampe ist von einem gläsernen Behältnis umgeben. Das Glas erstrahlt, als wäre es ein funkelnder Stern. Es wird erleuchtet vom Öl eines gesegneten Baume, eines Ölbaumes, der weder des Ostens noch des Westens ist. Es fehlte nur wenig, und dieses Olivenöl würde leuchten, auch wenn kein Feuer es berührte – Licht über Licht. Gott führt zu Seinem Lichte, wen immer Er will«Q8 Er spricht: Die stoffliche Welt ist die Welt des Dunkels, weil sie der Ursprung von tausenderlei Verderbtheit ist; ja, sie ist Dunkel über Dunkel. Die Erleuchtung der stofflichen Welt hängt von der Sonne der Wirklichkeit und ihrem Strahlenglanz ab. Die Gnade der Führung gleicht einem Licht, entflammt in dem Glase der Erkenntnis und Weisheit, und dieses Glas der Erkenntnis und Weisheit ist der Spiegel der Menschenherzen. Das Öl dieser strahlenden Lampe stammt von den Früchten des Gesegneten Baumes und ist so rein, dass es brennt, ohne entzündet zu sein. Wenn die Stärke des Lichtes, die Durchsichtigkeit des Glases und die Reinheit des Spiegels zusammenkommen, dann entsteht Licht über Licht. Kurzum, in diesen neun gesegneten Staaten reiste und wanderte ‘Abdu’l-Bahá von Ort zu Ort, erklärte die Weisheiten der himmlischen Bücher und verbreitete die heiligen Düfte. In den meisten dieser Staaten legte er den Grundstein für das Haus Gottes und öffnete die Pforte des Lehrens. In diesen Staaten streute er reine Saaten und pflanzte gesegnete Bäume. Nun müssen die Gläubigen Gottes und die Dienerinnen des Barmherzigen diese Felder bewässern und mit größter Kraft bemüht sein, diese himmlischen Pflanzungen zu pflegen, damit die Saaten wachsen und sich entfalten, damit sie gedeihen und gesegnet seien und viele reiche, große Ernten eingebracht werden können. Das Reich Gottes gleicht einem Bauern, der in den Besitz eines Stücks reinen, jungfräulichen Bodens gelangt. Himmlische Saaten werden darauf ausgesät, die Wolken göttlicher Vorsehung ergießen sich, die Sonne der Wirklichkeit erstrahlt. Jetzt sind alle diese Segnungen vorhanden, und reich entfalten sie sich in diesen neun Staaten. Der göttliche Gärtner schritt über diesen heiligen Grund und streute aus den Lehren des Herrn reine Saaten auf dieses Feld; der Regen der Gaben Gottes ergoss sich, die heiße Sonne der Wirklichkeit – das heißt, die gnädigen Bestätigungen – erstrahlte in voller Pracht. Es ist meine Hoffnung, dass von jenen gesegneten Seelen jede ein unvergleichlicher, ein einzigartiger Ackerbauer werde, dass der Osten und der Westen Amerikas einem köstlichen Paradiese gleichkommen, so dass ihr alle die höchsten Heerscharen ausrufen hört: »Selig seid ihr, und abermals: Selig seid ihr!« Gruß und Ehre seien mit euch! Die Lehrer und Freunde sollen täglich dieses Bittgebet sprechen: O Du gütiger Herr! Preis sei Dir, dass Du uns die Straße Deiner Führung zeigtest, das Tor zu Deinem Königreich auftatest und Dich durch die Sonne der Wirklichkeit offenbartest. Den Blinden gibst Du das Augenlicht, den Tauben Gehör, Du erweckst die Toten, Du bereicherst die Armen, Du weisest den Weg denen, die in die Irre gegangen. Du lenkst die ausgetrockneten Lippen zum Springquell der Führung Du lässest den dürstenden Fisch zum Meere der Wirklichkeit gelangen und lädst die Zugvögel ein in den Rosengarten der Gnade. O Du Allmächtiger! Wir Menschen sind Deine Diener, Deine Armen! Wir sind Dir ferne und sehnen uns nach Deiner Gegenwart; wir dürsten nach dem Wasser Deines Springquells; wir sind krank und schmachten nach Deiner Arznei. Wir wandeln auf Deinem Pfad und haben kein anderes Ziel, keine Hoffnung, als Deine Düfte zu verbreiten, auf dass alle Seelen den Ruf anstimmen: »O Gott! Führe uns den geraden Pfad!«Q9 Lass sie die Augen öffnen, dass sie das Licht erschauen, und lass sie frei werden vom Dunkel der Unwissenheit. Gib, dass sie die Lampe der Führung umkreisen! Lass den Mittellosen einen Anteil zukommen und mache die Entfremdeten mit Deinen Geheimnissen vertraut. O Allmächtiger! Schaue auf uns mit dem Auge der Barmherzigkeit. Gewähre uns himmlische Bestätigung. Verleihe uns den Odem des Heiligen Geistes, auf dass uns in unserem Dienen geholfen werde und wir wie strahlende Sterne diese Lande erleuchten mit dem Lichte Deiner Führung. Wahrlich, Du bist der Gewaltige, der Mächtige, der Weise und der Sehende.

Sendschreiben an die Bahá’í der Südstaaten

Offenbart am 3. Februar1917 im Zimmer von ‘Ismá’íl Áqá in ‘Abdu’l-Bahás Haus in Haifa und gerichtet an die Bahá’í der sechzehn Südstaaten der Vereinigten Staaten- Delaware, Maryland, Virginia, West Virginia, North Carolina, South Carolina, Georgia, Florida, Alabama, Mississippi, Tennesse, Kentucky, Louisjana, Arkansas, Oklahoma und Texas. O ihr gesegneten, geschätzten Seelen! Die Philosophen der Antike, die Denker des Mittelalters und die Wissenschaftler dieses und des vorigen Jahrhunderts waren sich alle darüber einig, dass der geeignetste und ideale Ort zum Leben für den Menschen die gemäßigte Zone ist, denn in diesem Gürtel entwickelt sich das Denken und der Intellekt des Menschen zur höchsten Reife, und das Vermögen und die Fähigkeit zur Zivilisation offenbaren sich dort in voller Blüte. Wenn ihr die Geschichte kritisch und mit forschendem Auge lest, dann wird euch klar, dass die meisten berühmten Menschen in der gemäßigten Zone geboren wurden, dort aufwuchsen und ihre Taten vollbrachten, während nur sehr wenige aus den heißen und den kalten Zonen stammten. Nun liegen die sechzehn Südstaaten der Vereinigten Staaten in der gemäßigten Zone, und in diesen Gebieten haben sich die Vollkommenheiten der stofflichen Welt voll entfaltet. Denn mildes Wetter, eine schöne Umgebung und die geographische Gestalt eines Landes üben großen Einfluss auf die Welt des Gemüts und der Gedanken. Diese Tatsache ist reich belegt durch Beobachtung und Erfahrung. Gerade die heiligen Manifestationen Gottes waren von höchst ausgeglichenem Wesen; sie waren von hervorragender Gesundheit, kräftig und von bester Konstitution, ihre Sinnes- und Verstandeskräfte arbeiteten geordnet und ohne Fehl, die Sinneseindrücke waren von innerer Wahrnehmung begleitet, die außerordentlich wirkungsvoll und koordiniert zusammenwirkten. Da diese sechzehn Staaten an andere Länder stoßen und ihr Klima besonders gemäßigt ist, müssen sich dort zweifellos die göttlichen Lehren in hellerem Glanz offenbaren, der Odem des Heiligen Geistes muss dort eine durchdringende Stärke entfalten, das Meer der Liebe Gottes muss höhere Wellen schlagen, der Hauch aus dem Rosengarten der göttlichen Liebe muss dort rascher ausströmen, und die Düfte der Heiligkeit müssen sich schnell und ungestüm ausbreiten. Preis sei Gott, die göttlichen Ausgießungen sind grenzenlos, die Melodie der Grundsätze des Herrn ist von höchster Wirkung, die größte Sonne erstrahlt in vollkommenem Glanz, die höchsten Heerscharen greifen an mit unbesiegbarer Macht, die Zungen sind schärfer als Schwerter, die Herzen strahlender als das elektrische Licht, der Edelmut der Freunde übertrifft denjenigen aller früheren und kommenden Geschlechter, die Seelen sind hingezogen zum Göttlichen, und das Feuer der Liebe Gottes ist entzündet. Heute, in diesem Zeitabschnitt, müssen wir die besonders günstige Gelegenheit nutzen. Keinen einzigen Augenblick dürfen wir untätig dasitzen; wir müssen uns loslösen von aller Behaglichkeit, von Rast und Ruhe, von Wohlstand, Eigentum, Leben und der Bindung an das Stoffliche. Wir müssen alles Seiner Erhabenheit, dem Herrn allen Seins, opfern, damit die Kräfte des Königreiches alles durchdringen und Sein Strahlenglanz in diesem neuen Zeitalter die Welten der Gemüter und der Ideale erleuchte. Es ist etwa dreiundzwanzig Jahre her, dass die Düfte Gottes in Amerika verbreitet wurden, aber es hat sich keine entsprechende Bewegung ergeben, und kein großer Beifall, keine beschleunigte Ausbreitung konnten beobachtet werden. Nun hege ich die Hoffnung, dass durch die himmlische Macht, durch die Düfte des Barmherzigen, durch die Anziehungskraft eures Bewusstseins, durch die göttlichen Ausgießungen, durch die himmlischen Heerscharen und die Ströme Göttlicher Liebe die Gläubigen Gottes sich aufmachen, damit binnen kurzem die größte Gabe Gottes ihr Antlitz entschleiere und die Sonne der Wirklichkeit mit solcher Leuchtkraft erstrahle, dass das Dunkel der stofflichen Welt völlig verjagt und vertrieben wird. Aus allen Ecken muss eine wunderbare Weise erklingen, die Vögel der Morgenfrühe müssen solch ein Lied anstimmen, dass die Menschenwelt bewegt und begeistert wird, die festen Körper müssen zerschmelzen, und die Seelen, die diamantharten Felsen gleichen, müssen ihre Schwingen entfalten und in der Glut der Liebe Gottes himmelwärts fliegen. Vor nahezu zweitausend Jahren war Armenien von undurchdringlichem Dunkel umhüllt. Eine gesegnete Seele aus der Schar der Jünger Christi eilte in diese Provinz, und durch ihren Einsatz wurde das Land binnen kurzem erleuchtet. So wurde offenbar, wie die Macht des Reiches Gottes wirkt! Darum bleibt der Bestätigung des Barmherzigen und der Hilfe des Höchsten versichert, werdet geheiligt und gereinigt von dieser Welt und ihren Bewohnern, lasst euer Vorhaben allen zunutze sein, löst euch aus der Bindung an das Irdische und werdet so licht und fein wie Geistwesen. Mit festem Entschluss, reinem Herzen, frohem Mut und beredter Zunge widmet sodann eure Zeit der Verbreitung der göttlichen Lehrsätze, auf dass die Einheit der Menschenwelt ihren Baldachin über den Zinnen Amerikas ausbreite und alle Nationen der Welt die Göttliche Politik befolgen. Gewiss bedeutet die Göttliche Politik Gerechtigkeit und Güte für die ganze Menschheit; denn alle Völker der Welt sind die Schafe Gottes, und Gott ist der gütige Hirte. Er hat diese Schafe erschaffen. Er hat sie beschützt, ernährt und erzogen. Gibt es größere Güte als diese? Und mit jedem Atemzug müssen wir hunderttausendfachen Dank sagen dafür, dass wir, Gott sei gelobt, frei wurden von all den unwissenden Vorurteilen, dass wir liebevoll sind zu allen Schafen Gottes, dass es unser größtes Ziel ist, ihnen allen zu dienen und ein jedes zu erziehen wie ein liebender Vater. Gruß und Ehre seien mit euch! Wer auf der Reise durch die Städte, Dörfer und Weiler dieser Staaten Gottes süße Düfte verbreitet, soll jeden Morgen dieses Gebet lesen: O mein Gott! O mein Gott! Du siehst, wie ich mich, niedrig und schwach, um das größte Werk mühe, entschlossen, Dein Wort unter den Massen zu künden und Deine Lehren unter Deinen Völkern zu verbreiten. Kein Erfolg wird mir beschieden sein, es sei denn, Du stehst mir bei mit dem Odem des Heiligen Geistes, hilfst mir zum Triumph durch die Heerscharen Deines herrlichen Reiches und lässest auf mich Deine Bestätigungen herabregnen, die allein eine Mücke in einen Adler, einen Wassertropfen in Ströme und Meere und ein Atom in Lichter und Sonnen zu verwandeln vermögen. O mein Herr! Steh mir bei mit Deiner siegreichen und alles bewirkenden Macht, auf dass meine Zunge Dein Lob und Deine Eigenschaften unter dem Volke preise und meine Seele überfließe vom Weine Deiner Liebe und Deiner Erkenntnis. Du bist der Allmächtige, und Du tust, was immer Du willst.

Sendschreiben an die Bahá’í im Mittelwesten der Vereinigten Staaten

Offenbart am 8. Februar 1917 in Bahá’u’lláhs Zimmer im Haus von ‘Abbúd in ‘Akká und gerichtet an die Bahá’í der zwölf Staaten im Mittelwesten der Vereinigten Staaten: Michigan, Wisconsin, Illinois, Indiana, Ohio, Minnesota, Iowa, Missouri, North Dakota, South Dakota, Nebraska und Kansas. Er ist Gott! O ihr alten Gläubigen und vertrauten Freunde: Gott spricht im erhabenen Qur’án: »Er auserwählt für Seine Gnade, wen immer Er will.«Q10 Jene zwölf Staaten in der Mitte der Vereinigten Staaten sind gleichsam das Herz Amerikas, und das Herz ist mit allen Organen und Gliedern des Menschen verbunden. Wird das Herz gekräftigt, so sind alle Organe des Körpers neu gestärkt, und ist das Herz schwach, dann sind alle Teile des Körpers matt und kraftlos. Nun, Gott sei Dank, Chicago und seine Umgebung waren von jeher ein starkes Herz, seitdem die Düfte Gottes verbreitet wurden. Darum wurde diese Stadt durch die göttliche Gunst und Vorsehung in gewissen bedeutsamen Dingen bestätigt: Erstens: Der Ruf zum Reiche Gottes wurde zu allererst von Chicago aus erhoben. Dies ist ein großes Vorrecht; in fernen Jahrhunderten und Zeitaltern wird es wie eine Achse sein, um die sich die Ehre Chicagos dreht. Zweitens: An diesem gesegneten Ort erhob sich eine Anzahl Seelen in größter Festigkeit und Standhaftigkeit, um das Wort Gottes zu fördern; sie reinigten und heiligten ihr Herz von jedem anderen Gedanken, und bis auf den heutigen Tag geben sie sich der Verbreitung der Lehren Gottes hin. Darüber ertönt bei den höchsten Heerscharen unablässiger Jubel und Preis. Drittens: Während seiner Amerikareise kam ‘Abdu’l-Bahá mehrere Male durch Chicago und traf dort mit den Freunden Gottes zusammen. Für einige Zeit verweilte er in jener Stadt. Tag und Nacht war er damit beschäftigt, von dem Einen Wahren zu künden und das Volk zum Reiche Gottes zu rufen. Viertens: Bis auf den heutigen Tag wirkte eine jede Bewegung, die von Chicago ausging, weithin in alle Richtungen und über alle Teile des Landes, genauso wie alles, was vom Herzen aus auftritt und sich offenbart, alle Organe und Glieder des Körpers beeinflusst. Fünftens: Der Grundstein für den ersten Mashriqu’l-Adhkár von Amerika wurde in Chicago gelegt, und diese Ehre und Auszeichnung ist von unendlichem Wert. Zweifellos werden aus diesem Mashriqu’l-Adhkár Tausende weiterer Mashriqu’l-Adhkár hervorgehen. Ebenfalls in Chicago begründet wurden die allgemeine Jahrestagung, die Stiftung des Star of the West, die Verlagsgesellschaft für die Veröffentlichung und Verbreitung von Büchern und Sendschreiben für ganz Amerika sowie die Vorbereitungen, die jetzt getroffen werden, für die Feier des hundertjährigen Jubiläums des Reiches Gottes. Ich hoffe, dass dieses Jubiläum und die Ausstellung in höchster Vollendung gefeiert werden, auf dass der Ruf zu einer Welt der Einheit erschalle: »Es gibt keinen Gott als den einen Gott, und alle Seine Boten vom Anbeginn bis zum Siegel der Propheten (Muḥammad) wurden von dem Einen Wahren ausgesandt!«, auf dass das Banner der Einheit der Menschenwelt entfaltet werde, die Melodie des Weltfriedens die Ohren des Ostens und des Westens erreiche, damit alle Wege gesäubert und begradigt werden, alle Herzen sich hingezogen fühlen zum Reiche Gottes, damit das Tabernakel der Einheit über den Zinnen Amerikas errichtet werde, die Gesänge der Liebe Gottes alle Völker und Nationen erheitern und erfreuen, damit das ganze Erdenrund zum ewigen Paradiese werde, die dunklen Wolken sich zerstreuen und die Sonne der Wahrheit mit hellem Licht erstrahle. O ihr Freunde Gottes! Bemühet euch mit Herz und Seele, auf dass Verbundenheit, Liebe, Einheit und Einmütigkeit zwischen den Herzen erwachen, alle Ziele in dem einen Ziel aufgehen, alle Lieder zu einem Lied werden, – die Kraft des Heiligen Geistes überwältigend siegreich werde und alle Mächte der stofflichen Welt überwinde. Strengt euch an; eure Sendung ist unaussprechlich ruhmreich. Ist euer Unternehmen von Erfolg gekrönt, so wird sich Amerika sicherlich zu einem Mittelpunkt entwickeln, von dem Wogen geistiger Macht ausstrahlen, und der Thron des Reiches Gottes wird in der Fülle seiner Majestät und Herrlichkeit fest gegründet sein. Jeden Augenblick ist diese äußerliche Welt dem Wandel unterworfen. Mit jeder Sekunde ist sie neuem Wechsel, neuer Veränderung ausgesetzt. Jede Grundmauer wird schließlich zusammenbrechen; jeder Ruhm, jeder Glanz wird letztlich verschwinden und vergehen. Aber das Reich Gottes ist ewig, und die himmlische Erhabenheit und Herrschaft wird fest begründet sein für alle Zeit. Darum schätzt der Weise die Strohmatte im Reiche Gottes höher ein als den Thron der Regentschaft über die ganze Welt. Ständig sind mein Auge und mein Ohr auf die Staaten des Mittelwestens gerichtet; vielleicht könnte das Lied einiger gesegneter Seelen mein Ohr erreichen, Seelen, die Aufgangsorte der Liebe Gottes sind, Sterne am Himmel der Heiligung und Weihe, Seelen, die dieses dunkle All erleuchten und diese tote Welt zum Leben erwecken. ‘Abdu’l-Bahás Freude hängt hiervon ab! Ich hoffe, dass ihr darin bestätigt werdet. Daher müssen jene Seelen, die auf der Stufe völliger Loslösung stehen, geläutert von den Mängeln der stofflichen Welt, geheiligt von der Bindung an diese Erde, belebt mit dem Odem ewigen Lebens, mit strahlenden Herzen begabt, mit himmlischem Geist, mit anziehendem Bewusstsein, mit überirdischem Edelmut, mit beredter Zunge und mit klaren Auslegungen – solche Seelen müssen sich eilen und durch alle Teile des Mittelwestens reisen. In jeder Stadt und jedem Dorf müssen sie sich damit befassen, die göttlichen Ermahnungen und Ratschläge zu verbreiten, die Seelen zu führen und die Einheit der Menschenwelt zu fördern. Sie müssen die Melodie der internationalen Versöhnung mit solcher Kraft spielen , dass alle Tauben hören, alle Erloschenen erglühen, alle Toten zu neuem Leben erwachen und alle Teilnahmslosen begeistert werden. Dies ist fürwahr die höchste Erfüllung. Wer die göttlichen Düfte verbreitet, soll jeden Morgen dieses Gebet sprechen: O Herr, mein Gott! Preis und Danksagung seien Dir, denn Du hast mich auf die Straße des Königreiches geleitet. Du lässest mich wandeln auf diesem geraden, weitreichenden Pfade, Du erleuchtest meine Augen durch den Anblick Deines strahlenden Lichtes. Mein Ohr lässest Du den Liedern der Vögel der Heiligkeit lauschen, mein Herz ziehst Du an durch Deine Liebe unter den Gerechten. O Herr! Stärke mich durch den Heiligen Geist, dass ich in Deinem Namen unter den Völkern rufe und die frohe Botschaft der Offenbarung Deines Reiches unter den Menschen verkünde. O Herr! Ich bin schwach, stärke mich mit Deiner Kraft und Macht. Lass meine stammelnde Zunge Deiner gedenken und Deinen Lobpreis künden. Ich bin niedrig, zeichne mich aus durch den Eintritt in Dein Reich. Ich bin fern, lass mich der Schwelle Deines Erbarmens näher kommen. O Herr! Mache mich zu einer leuchtenden Lampe, einem strahlenden Stern und einem gesegneten Baum, mit Früchten behangen, dessen Zweige all diese Gefilde überschatten. Wahrlich, Du bist der Mächtige, der Gewaltige, der Unbezwungene.

Sendschreiben an die Bahá’í im Westen der Vereinigten Staaten

Offenbart am 15. Februar 1917 in Bahá’u’lláhs Zimmer im Haus von ‘Abbúd in ‘Akká und gerichtet an die Bahá’í von elf Staaten im Westen der Vereinigten Staaten :Neu Mexiko, Colorado, Arizona, Nevada, Utah, Kalifornien, Wyoming, Montana, Idaho, Oregon und Washington. Er ist Gott! O ihr Freunde und Dienerinnen des Barmherzigen, ihr Auserwählten des Königreiches! Der gesegnete Staat Kalifornien ist dem Heiligen Land, Palästina, sehr ähnlich. Die Luft ist außergewöhnlich mild, die Ebene weit ausgebreitet, und die Früchte Palästinas findet man herrlich frisch und köstlich in jenem Land. Als ‘Abdu’l-Bahá durch jene Staaten reiste, da wähnte er sich in Palästina, denn jeder Fleck Erde dort glich der Gegend hier aufs Haar. Die Küsten des Stillen Ozeans sind in einigen Fällen das vollkommene Ebenbild der Gestade des Heiligen Landes, sogar die Pflanzenwelt des Heiligen Landes wächst an jenen Ufern, und das Studium dieser Zusammenhänge führte zu viel Nachsinnen und Verwunderung. Auch offenbaren sich in Kalifornien und anderen westlichen Staaten in der Welt der Natur wundervolle Szenen, die den Menschen ganz verwirren. Himmelhohe Berge, tiefe Schluchten, große, majestätische Wasserfälle und riesige Bäume sind ringsum zu sehen, während der Boden überaus reich und fruchtbar ist. Dieser gesegnete Staat ist dem Heiligen Land ähnlich, diese Gegend, die einem köstlichen Paradiese gleicht, stimmt in mancherlei Beziehung mit Palästina überein. Nun, wo solche Übereinstimmung im Bereich der Natur besteht, da muss auch ein himmlisches Ebenbild geschaffen werden. In Palästina offenbart sich das Licht göttlicher Spuren. Die Mehrzahl der jüdischen Propheten erhob den Ruf zum Reiche Gottes auf diesem heiligen Boden. Und wie sich die geistigen Lehren ausbreiteten, erfüllten sie den Atem der geistig Gesinnten und strahlten aus den Augen der erleuchteten Seelen; die Weisen Gottes klangen in den Ohren, die Herzen erlangten ewiges Leben durch den seelenerfrischenden Hauch aus dem Reiche Gottes und höchste Erleuchtung von der strahlenden Sonne der Wirklichkeit. Dann verbreitete sich das Licht aus dieser Gegend über Europa, Amerika, Asien, Afrika und Australien. Nun müssen Kalifornien und die anderen Staaten des Westens auch im Geistigen dem Heiligen Lande ähnlich werden; aus dem Bereich dieser Staaten muss sich der Hauch des Heiligen Geistes über alle Teile Amerikas und Europas verbreiten, auf dass der Ruf zum Reiche Gottes alle Ohren erheitere und erfreue, die göttlichen Grundsätze neues Leben spenden, die verschiedenen Parteien eine Partei werden, die einander widersprechenden Ideen verschwinden und sich alle um einen einzigen Mittelpunkt bewegen, auf dass der Osten und der Westen Amerikas sich umarmen, der Weihesang der Einheit der Menschenwelt alle Menschenkinder neu belebe und das Tabernakel des Weltfriedens über den Gipfeln Amerikas errichtet werde. So mögen Europa und Afrika belebt werden durch den Hauch des Heiligen Geistes, diese Welt eine andere Welt werden, der Körper der Gesellschaft neu beschwingt werden und wie in Kalifornien und anderen Staaten des Westens im Reiche der Natur wunderbare Bilder erscheinen, so sollen auch die großen Zeichen des Reiches Gottes enthüllt werden, damit der Körper mit dem Geiste übereinstimme, die äußere Welt ein Gleichnis der inneren Welt und der Spiegel der Erde ein Spiegel des Königreichs werde, der die vollkommenen Tugenden des Himmels widerstrahlt. Als ich durch jene Gegenden reiste, schaute ich die wundervollen Bilder und herrlichen Panoramen der Natur: Obsthaine und Flüsse, Nationalparks und Naturschutzgebiete, Wüsten, Ebenen, Weiden und Steppen; die Getreidearten und die Vielfalt der Früchte fesselten meine Aufmerksamkeit, und bis auf den heutigen Tag ist dies alles in meinen Gedanken. Besonders erfreuten mich aber die Versammlungen in San Franzisco, Oakland und Los Angeles wie auch die Gläubigen, die aus den Städten anderer Staaten kamen. So oft ich mich ihrer Gesichter erinnere, werde ich unendlich glücklich. Darum hege ich die Hoffnung, dass sich die göttlichen Lehren wie die Strahlen der Sonne über alle Staaten des Westens ausbreiten und der gesegnete Vers des Qur’án verwirklicht werde: »Es ist eine gute Stadt, und der Herr ist der Vergebende!«Q11 Ebenso möge sich die Bedeutung eines anderen Verses des Qur’án strahlend offenbaren: »Wandert ihr nicht durch das Land«Q12 und »sehet die Spuren der Gnade Gottes?«Q13 Preis sei Gott! In jenem Bereich ist dank der freigebigen Vorsehung Gottes das Aufgabengebiet sehr weit, der Verstand der Menschen ist überaus aufgeweckt und fortschrittlich, Wissenschaften und Künste werden gefördert, die Herzen sind wie Spiegel so rein und durchsichtig, und die Freunde fühlen sich hingezogen zu Gott. Darum ist zu hoffen, dass Lehrversammlungen eingeleitet und veranstaltet werden und dass weise Lehrer in die Städte, auch in die Dörfer, entsendet werden, um die Düfte Gottes zu verbreiten. Die Lehrer der Sache müssen himmlisch, vornehm und strahlend sein. Sie müssen verkörperter Geist, verwirklichte Vernunft sein und sich zum Dienste erheben mit höchster Festigkeit, Standhaftigkeit und Selbstaufopferung. Auf ihren Reisen dürfen sie nicht an Nahrung und Kleidung denken. Sie müssen ihre Gedanken sammeln auf die Ausgießungen des Reiches Gottes und um die Bestätigung des Heiligen Geistes bitten. Mit göttlicher Kraft, mit fesselndem Bewusstsein, mit himmlischen frohen Botschaften und in engelsgleicher Heiligkeit müssen sie den Hauch des Paradieses Abhás verbreiten. Folgendes Gebet soll täglich gesprochen werden: O Gott! O Gott! Hier ist ein Vogel mit gebrochenen Schwingen, der nur langsam fliegen kann – stehe ihm bei, dass er sich zum Gipfel des Glücks und des Heils erhebe, in eitel Freude und Wonne sich durch den unendlichen Raum schwinge, dass er in Deinem hehrsten Namen über allen Gefilden sein Lied anstimme, die Ohren ergötze mit seinem Ruf und die Augen erhelle mit den Zeichen der Führung. O Herr! Ich bin einsam, allein und gering. Für mich gibt es keinen Erhalter außer Dir, keinen Helfer außer Dir, keinen Ernährer außer Dir. Bestätige mich in Deinem Dienst, stehe mir bei mit den Scharen Deiner Engel, mache mich siegreich in der Verbreitung Deine Wortes und lass mich Deine Weisheit unter Deinen Geschöpfen verkünden. Wahrlich, Du bist der Helfer der Armen, der Verteidiger der Geringen und wahrlich, Du bist der Kraftvolle, der Mächtige und der Unbegrenzte!

Sendschreiben an die Bahá’í in Kanada

Offenbart am 21. Februar 1917 in Bahá’u’lláhs Zimmer im Haus von ‘Abbúd in ‘Akká, gerichtet an die Bahá’í Kanadas Neufundland, Prinz-Edward-Insel, Neu-Schottland, Neubraunschweig, Quebec, Manitoba, Alberta, Ontario, Saskatchewan, Britisch-Kolumbien, Yukon, Mackenzie, Ungava, Keewatin, Franklin-Inseln und Grönland. Er ist Gott! O ihr liebreichen Freunde und Dienerinnen des Barmherzigen! Im erhabenen Qur’án spricht Gott: »Du sollst keinen Unterschied sehen zwischen den Geschöpfen Gottes.«Q14 Mit anderen Worten sagt Er: Vom ideellen Standpunkt aus sind alle Geschöpfe Gottes gleich, denn sie alle sind von Ihm erschaffen. Aus diesem Obersatz ist zu schließen, dass auch kein Unterschied zwischen den verschiedenen Ländern besteht; dennoch hat das Dominion Kanada eine überaus große Zukunft; die damit verbundenen Ereignisse sind unendlich ruhmreich. Gottes gütiges Auge richtet sich liebevoll auf dieses Land; die Gunstbeweise des Allherrlichen sollen dort offenbar werden. Während seiner Reise durch jenes Dominion und während seines Aufenthalts dort wurde ‘Abdu’l-Bahá größte Freude zuteil. Vor meiner Abreise dorthin warnten mich viele Seelen davor, nach Montreal zu fahren; sie sagten, die Mehrzahl der Einwohner seien Katholiken und überaus fanatisch, sie seien so versunken im Meer der Nachahmung, dass sie für den Ruf zum Reiche Gottes nicht aufnahmefähig seien; der Schleier der Bigotterie habe ihnen so die Augen verhüllt, dass sie sich selbst des Anblicks der größten Führung beraubten, die Dogmen hätten ganz von ihren Herzen Besitz ergriffen und keine Spur von Wirklichkeitssinn übriggelassen. Sie versicherten, wenn die Sonne der Wirklichkeit mit vollkommenem Glanz jenes Dominion überstrahlte, dann verhüllten die undurchdringlichen dunklen Wolken des Aberglaubens den Himmel so sehr, dass es keinem Menschen möglich wäre, diese Strahlen zu erblicken. Aber diese Geschichten hatten keinen Einfluss auf ‘Abdu’l-Bahás Entschluss. Im Vertrauen auf Gott wandte er sein Angesicht gen Montreal. Als er jene Stadt betrat, fand er alle Türen offen; er traf die Herzen in höchster Empfänglichkeit und sah, wie die geistige Macht des Reiches Gottes jedes Hemmnis und Hindernis beseitigte. In den Kirchen und Versammlungen jenes Dominions rief er mit größter Freude die Menschen zum Reiche Gottes und streute Saaten aus, die von der Hand der göttlichen Kraft bewässert werden. Zweifellos werden diese Saaten wachsen, grünen, gedeihen und viele reiche Ernten tragen. Bei der Förderung der göttlichen Grundsätze fand er keinen Feind noch Widersacher. Die Gläubigen, die er in jener Stadt traf, waren überaus vergeistigt und hingezogen zu den Düften Gottes. Er fand, dass durch den Einsatz der Dienerin Gottes, Frau Maxwell, eine Anzahl der Söhne und Töchter des Königreiches in jenem Dominion zusammentrafen und sich vereinigten, dass ihre beschwingte Freude Tag für Tag wuchs. Die Zeit meines Aufenthalts war auf wenige Tage beschränkt, aber die Wirkungen auf die Zukunft sind unerschöpflich. Wenn ein Bauer in den Besitz jungfräulichen Bodens gelangt, kann er in kurzer Zeit ein großes Feld beackern. Darum hoffe ich, Montreal werde in Zukunft so aufgerüttelt, dass das Lied des Königreichs aus jenem Dominion in alle Teile der Welt wandert und der Hauch des Heiligen Geistes sich von diesem Punkt bis in den Osten und Westen Amerikas ausbreitet. O ihr Gläubigen Gott! Sorgt euch nicht um eure geringe Zahl, noch lasst euch bedrücken von den Menschenmassen einer ungläubigen Welt! Fünf Körner Weizen werden mit himmlischem Segen bedacht, während tausend Tonnen Unkraut keinen Nutzen, keine Wirkung erzielen. Ein fruchtbarer Baum wird dem Leben der Gesellschaft nützen, während tausend Wälder wildwachsender Bäume keine Früchte tragen. Das Feld ist mit Kieseln übersät, aber Edelsteine sind selten. Eine Perle ist besser als tausend Sandwüsten, besonders wenn diese Perle von höchstem Wert und mit himmlischem Segen bedacht ist. Binnen kurzem wird sie tausend andere Perlen hervorbringen. Und wenn sich diese Perle mit den Kieseln verbindet und mit ihnen vertraut wird, dann verwandeln sich diese gleichfalls in Perlen. Darum sage ich noch einmal, dass Kanada eine große Zukunft hat, sei es in materieller oder geistiger Hinsicht. Tag für Tag wird es an Kultur und Freiheit gewinnen. Die Wolken des Königreichs werden die dort gepflanzten Saaten der Führung bewässern. Deshalb rastet nicht, trachtet nicht nach Ruhe, hängt euch nicht an das Wohlleben dieser flüchtigen Welt, sondern befreit euch von allen Banden und strebt mit Herz und Seele danach, im Reiche Gottes fest gegründet zu sein. Erwerbt euch himmlische Schätze. Tag für Tag werdet heller erleuchtet. Kommt der Schwelle der Einheit immer näher. Werdet zu Offenbarungen geistiger Gaben, zu Dämmerorten unendlichen Lichtes! Wenn es euch möglich ist, entsendet Lehrer in andere Teile Kanadas, ebenso nach Grönland und in die Heimat der Eskimos. Was die Lehrer betrifft, so müssen sie sich ihrer alten Gewänder völlig entledigen und ein neues Gewand antun. Nach dem Wort Christi müssen sie die Stufe der Wiedergeburt erlangen, das heißt, wie sie bei der ersten Geburt aus dem Mutterleib hervorgingen, so müssen sie nunmehr aus dem Leib der stofflichen Welt geboren werden. Wie sie sich jetzt ihrer Erlebnisse in der Welt des Mutterleibes in keiner Weise mehr bewusst sind, so müssen sie auch das Reich der Natur und seine Mängel völlig vergessen. Sie müssen getauft werden mit dem Wasser des Lebens, dem Feuer der Liebe Gottes und dem Odem des Heiligen Geistes; sie müssen sich mit wenig Nahrung zufriedengeben, aber ein großes Stück von der himmlischen Tafel nehmen. Sie müssen sich frei machen von Versuchung und Begier und vom Geist erfüllt sein. Durch das Wirken ihres reinen Odems müssen sie den Stein in einen leuchtenden Rubin verwandeln, die Muschel in eine Perle. Wie die Wolke des Frühlingschauers müssen sie den grauen Boden umgestalten in einen Rosengarten und einen Obsthain. Den Blinden müssen sie sehend machen, den Tauben hörend, den Erloschenen entzünden und in Brand setzen und den Toten beleben. Gruß und Ehre mit euch! Preis sei Dir, o mein Gott! Dies sind Deine Diener, angezogen von den Düften Deiner Barmherzigkeit, entflammt durch das Feuer, das im Baum Deiner Einzigkeit lodert, die Augen erleuchtet durch den Anblick des Strahlenglanzes vom Sinai Deiner Einheit. O Herr! Löse ihnen die Zunge zu Deinem Gedenken unter Deinem Volke, lass sie Dein Lob verkünden durch Deine Gunst und Huld, stehe ihnen bei mit den Scharen Deiner Engel, stärke ihre Lenden in Deinem Dienst und mache sie zu Zeichen Deiner Führung unter Deinen Geschöpfen. Wahrlich, Du bist der Allgewaltige, der Höchsterhabene, der Immervergebende, der Allbarmherzige. Wer die süßen Düfte Gottes verbreitet, sollte jeden Morgen dieses Gebet sprechen: O Gott, mein Gott! Du siehst, wie dieser Schwache bittet um himmlische Kraft, wie dieser Arme fleht um Deine himmlischen Schätze, wie dieser Dürstende schmachtet nach dem Quell ewigen Lebens, wie dieser Leidende sich sehnt nach der verheißenen Heilung durch Dein grenzenloses Erbarmen, das Du Deinen erwählten Dienern in Deinem Königreich der Höhe bestimmt hast. O Herr! Ich habe keinen Helfer als Dich, keine Zuflucht außer Dir, keinen Erhalter denn Dich. Stehe mir mit Deinen Engeln bei, Deine heiligen Düfte zu verbreiten und Deine Lehren überall bei den Besten Deines Volkes bekannt zu machen. O mein Herr! Gib, dass ich mich löse von allem außer Dir, dass ich mich an den Saum Deiner Großmut klammere, dass ich mich Deinem Glauben ganz ergebe, fest und stark in Deiner Liebe bleibe und befolge, was Du in Deinem Heiligen Buche verordnet hast. Wahrlich, Du bist der Gewaltige, der Kraftvolle, der Allmächtige.

Sendschreiben an die Bahá’í der Vereinigten Staaten und Kanadas

Offenbart am 8. März 1917 in Ismá‘íl Áqás Zimmer im Sommerhaus bei ‘Abdu’l-Bahás Haus in Haifa, gerichtet an die Bahá’í der Vereinigten Staaten und Kanadas. Er ist Gott! O ihr himmlischen Seelen, ihr Söhne und Töchter des Königreiches! Gott spricht im Qur’án: »Haltet euch alle fest am Seile Gottes und werdet nicht uneins untereinander.«Q15 In dieser bedingten Welt besitzt Vieles Anziehungskräfte, was zur Verbindung und Einheit der Menschenkinder beiträgt. Patriotismus und Nationalismus, Interessengleichheit, politische Bündnisse oder gemeinsame Wertvorstellungen besitzen zum Beispiel solche Anziehungskräfte, und das Wohlergehen der Menschheit hängt von der Gestaltung und Unterstützung dieser Anziehungskräfte ab. Aber all diese Einrichtungen sind in Wirklichkeit nur äußere Gestalt und nicht Wesenskern, zufällig und nicht ewig, vorübergehend und nicht unvergänglich. Mit dem Auftreten großer Revolutionen und Umwälzungen werden diese Anziehungskräfte weggefegt. Doch die Anziehungskraft des Reiches Gottes, die sich in den Institutionen und göttlichen Lehren findet, ist die ewige Anziehungskraft. Sie stellt die Beziehung zwischen Ost und West her, baut die Einheit der Menschheit auf und vernichtet die Grundlage von Unstimmigkeiten. Sie übertrifft und beinhaltet all die anderen Anziehungskräfte. Wie der Sonnenschein vertreibt sie völlig jede Dunkelheit, die alle Gegenden erfasst, schenkt ein vollkommenes Leben und lässt göttliches Licht erstrahlen. Durch den Odem des Heiligen Geistes wirkt sie Wunder: Ost und West umarmen sich, Nord und Süd werden vereint und vertraut, widersprüchliche und entgegengesetzte Meinungen verschwinden, widerstreitende Ziele werden beiseite geschoben, das Gesetz vom Kampf ums Dasein wird aufgehoben, der Baldachin der Einheit der Menschheit wird auf dem Gipfel des Erdenrundes aufgerichtet und wirft seinen Schatten über alle Menschenrassen. Folglich besteht die wirkliche Anziehungskraft aus der Gesamtheit der göttlichen Lehren, die alle Abstufungen einschließen und alle allgemeingültigen Zusammenhänge und notwendigen Gesetze der Menschheit umfassen. Bedenket! Die Menschen des Ostens und des Westens waren einander völlig fremd. In welch großem Ausmaß sind sie jetzt miteinander vertraut und vereint! Wie weit sind die Bewohner Persiens von den entlegensten Ländern Amerikas entfernt! Aber sehet nun, wie groß der Einfluss der himmlischen Macht ist; denn aus einer Entfernung von tausenden von Meilen wurde gleichsam ein einziger Schritt. Wie verschiedene Nationen, die bisher keine Beziehungen und keine Gemeinsamkeit hatten, jetzt durch diese göttliche Kraft verbunden und vereint sind. In der Tat, die Macht ist bei Gott, in der Vergangenheit und in der Zukunft! Und Gott hat wahrlich Macht über alle Dinge! Betrachtet die Blumen eines Gartens. Obgleich verschieden in Art, Farbe, Form und Aussehen, werden sie doch vom selben Frühlingsschauer erfrischt, vom gleichen Windhauch belebt, von den Strahlen ein und derselben Sonne gestärkt und diese Unterschiedlichkeit erhöht ihren Reiz und macht sie nur noch schöner. Wie wenig gefiele es dem Auge, wären Blumen und Pflanzen, Blätter und Blüten, die Früchte, Zweige und Bäume dieses Gartens alle von gleicher Form und Farbe. Die Vielfalt von Farbe, Form und Gestalt bereichert den Garten, schmückt ihn und macht ihn eindrucksvoller. Wenn alle Schattierungen des Denkens, des Temperaments und des Charakters gleichermaßen unter der Macht und dem Einfluss einer vereinigenden Kraft zusammengebracht werden, dann werden die Schönheit und der Ruhm menschlicher Vollkommenheit kenntlich und offenbar. Allein das Wort Gottes, das die Wirklichkeit aller Dinge beherrscht und überragt, kann mit seiner himmlischen Macht die gegensätzlichen Gedanken, Gefühle, Vorstellungen und Überzeugungen der Menschenkinder in Einklang bringen. Darum müssen die Gläubigen Gottes in allen Staaten Amerikas durch die göttliche Macht zur Ursache für die Förderung der himmlischen Lehren und die Errichtung der Einheit der Menschheit werden. Jede dieser bedeutenden Seelen muss sich aufmachen, um allen Teilen Amerikas den Odem des Lebens einzuhauchen, den Menschen einen neuen Geist zu verleihen und sie mit dem Feuer der Liebe Gottes, dem Wasser des Lebens und dem Odem des Heiligen Geistes zu taufen, damit sie dergestalt wiedergeboren werde. Denn es steht geschrieben im Evangelium: »Was da geboren ist aus Fleisch, ist Fleisch, und was da geboren ist aus Geist, ist Geist.«Q16 Darum, o ihr Gläubigen Gottes in den Vereinigten Staaten und in Kanada, sucht bedeutende Persönlichkeiten unter euch aus, oder lasst sie sich selbst bereit finden, um losgelöst von Ruhe und Behaglichkeit dieser Welt sich auf die Reise zu begeben durch ganz Alaska, die Republik Mexiko und die mittelamerikanischen Staaten südlich von Mexiko, nämlich Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica, Panama und Belize; ferner durch die großen südamerikanischen Republiken wie Argentinien, Uruguay, Paraguay, Brasilien, Französisch Guayana, Niederländisch-Guayana, Britisch-Guayana, Venezuela, Ecuador, Peru, Bolivien und Chile; auch auf die westindischen Inselgruppen, nach Kuba, Haiti, Puerto Rico, Jamaika und der Dominikanischen Republik; ferner nach der Inselgruppe der Kleinen Antillen, den Bahamas und den Bermudas; in gleicher Weise auf die Inseln im Osten, Westen und Süden von Südamerika, also nach Trinidad, den Falkland- und Galapagos-Inseln, nach Juan Fernandez und Tobago. Besucht besonders die Stadt Bahia an der Ostküste Brasiliens. Dass diese Stadt in den letzten Jahren auf den Namen ›Bahia‹ getauft wurde, geschah zweifellos durch die Eingebung des Heiligen Geistes. Die Gläubigen Gottes müssen folglich den größten Einsatz zeigen, in allen oben erwähnten Gebieten die göttliche Weise anstimmen, die himmlischen Lehren verbreiten und über alle den Geist ewigen Lebens ergießen, damit jene Staaten so erleuchtet werden vom Strahlenglanz der Sonne der Wirklichkeit, dass sie von allen anderen Ländern gelobt und gepriesen werden. Auch müsst ihr der Republik Panama größte Aufmerksamkeit widmen, weil dort Ost und West durch den Panamakanal zueinander finden und weil dieses Land zwischen den beiden großen Weltmeeren liegt. Dieser Platz wird in Zukunft sehr wichtig werden. Wenn die Lehren dort allgemeine Anerkennung gefunden haben, werden sie Ost und West, Nord und Süd vereinen. So muss eure Absicht geläutert, euer Bemühen veredelt und erhaben werden, damit ihr eine besondere Liebe zwischen den Menschenherzen stiftet. Dieses ruhmreiche Ziel wird auf keine andere Weise erreicht als durch die Förderung der göttlichen Lehren, welche die Grundlagen der heiligen Religionen sind. Bedenket, wie die Religionen Gottes der Menschheit dienten! Wie die Religion der Thora dem Volk Israels zu Ruhm, Ehre und Fortschritt verhalf! Wie der Odem des Heiligen Geistes Seiner Heiligkeit Christi, Liebe und Einheit zwischen verschiedenartigen Gemeinschaften und streitenden Familien schuf! Wie die geweihte Macht Seiner Heiligkeit Muḥammad das Mittel wurde, die kampflustigen Stämme und die verschiedenen Sippen der arabischen Halbinsel zu einen und zu verbrüdern – in solchem Ausmaß, dass tausend Stämme zu einem Stamm zusammengeschweißt wurden, dass Hader und Zwist beseitigt waren, dass alle in Einklang und Eintracht danach strebten, das Ideal von Kultur und Zivilisation voranzubringen und sich solchermaßen aus der tiefsten Stufe der Erniedrigung befreiten und sich aufschwangen zu den Höhen unvergänglichen Ruhmes! Kann man eine stärkere Anziehungskraft in der Welt der Erscheinung finden als diese? Im Vergleich zu diesen göttlichen Anziehungskräften sind die nationalen, patriotischen, politischen, kulturellen und intellektuellen Anziehungskräfte nur ein Kinderspiel! Nun gebt euch Mühe, dass diese Anziehungskraft der heiligen Religionen, zu deren Verankerung alle Propheten offenbart wurden und die nichts anderes ist als der Geist der göttlichen Lehren – über alle Teile Amerikas verbreitet werde, damit ein jeder von euch vom Horizonte der Wirklichkeit wie der Morgenstern erstrahle, göttliche Erleuchtung das Dunkel der Natur überwinde und die Menschenwelt erleuchtet werde. Dies ist die größte aller Aufgaben! Wenn ihr darin bestätigt werdet, dann wird diese Welt zu einer neuen Welt, die Erdoberfläche zu einem lieblichen Paradies, und ewige Institutionen werden geschaffen. Wer sich auf Lehrreise in verschiedene Gegenden begibt, der lese im Gebirge und in der Wüste, zu Lande und zu Wasser das folgende Bittgebet: O Gott! O Gott! Du siehst mich schwach, niedrig und bescheiden unter Deinen Geschöpfen; dennoch habe ich auf Dich vertraut und mich erhoben, Deine Lehren unter Deinen standhaften Dienern zu fördern, ganz im Vertrauen auf Deine Kraft und Macht. O Herr! Ich bin ein Vogel mit gebrochenen Schwingen, voll Sehnsucht, in Deine grenzenlosen Sphären emporzuschweben. Wie bin ich anders dazu fähig als durch Deine Vorsehung und Gnade, Deine Bestätigung und Hilfe. O Herr! Erbarme Dich meiner Schwäche und stärke mich durch Deine Kraft! O Herr! Habe Mitleid mit meinem Unvermögen und unterstütze mich mit Deiner Macht und Erhabenheit! O Herr! Wenn der Odem des Heiligen Geistes das schwächste aller Geschöpfe bestätigt, dann wird es die höchste Stufe erreichen und alles besitzen, was es begehrt. Du hast fürwahr Deinen Dienern beigestanden in vergangenen Tagen, und sie waren die schwächsten Deiner Geschöpfe, die niedersten Deiner Diener, die unscheinbarsten derer, die auf Erden lebten; aber nach Deinem Willen und durch Deine Macht nahmen sie den Vorrang ein vor den Ruhmreichsten Deines Volkes und den Vornehmsten der Menschheit. Sie waren wie unscheinbare Nachtfalter und wurden zu königlichen Falken; sie waren wie Seifenblasen und wurden zu Meeren. Durch Deine Gaben, Dein Erbarmen und Deine größte Gunst wurden sie strahlende Sterne am Horizont der Führung, singende Vögel im Rosengarten der Unsterblichkeit, brüllende Löwen in den Wäldern des Wissens und der Weisheit, mächtige Wale in den Meeren des Lebens. Wahrlich, Du bist der Gütige, der Kraftvolle, der Mächtige und der Barmherzigste aller Barmherzigen.

Quellenangaben

Q1 Qur’án 22:5. Q2 Vgl. Qur’án 2:261. Q3 Qur’án 1:6. Q4 Qur’án 2:257. Q5 Qur’án 69:70. Q6 Qur’án 3:62, 37:35, 38:65, 47:19 – Anm. d. Hrsg. Q7 Qur’án 28:5. Q8 Qur’án 24:35. Q9 Qur’án 1:6. Q10 Vgl. Qur’án 2:105, 3:74. Q11 Qur’án 34:15. Q12 Qur’án 30:9, 40:82, 47:10. Q13 Qur’án 30:50. Q14 Qur’án 67:3. Q15 Qur’án 3:103. Q16 Joh. 3:6.

Anmerkungen

A1 Vgl. Mk. 16:15. A2 Vgl. Mk. 16:15. A3 Vgl. Mt. 13:23. A4 Mk. 16:15. A5 Vgl. Mark 16:15. A6 heute San Salvador (Bahamas). A7 vgl. Mt. 5:3. A8 Isráfíl, hebräisch wohl Serafim, einer der Erzengel. A9 heute Sulawesi. A10 Singapur, Malakka, Penang, Labuan, Kokosinseln und die Weihnachtsinsel. A11 Sri Lanka. A12 Vgl. Mt. 10:14.