Texts in this directory 14 files here · 1 subdir
Search in

Zum wirklichen Leben

Zum wirklichen Leben á Shoghi Effendi á Bahá'í Verlag GmbH, Auflage 4.03 (O-2021-06-12)

Zum wirklichen Leben Shoghi Effendi

Auszüge aus den Schriften des Hüters

1

Wie oft hörte man den geliebten Meister sagen: Nähme es jeder der Freunde auf sich, auch nur eine einzige Lehre des Glaubens voll und ganz und mit allen Konsequenzen, in Hingabe und Loslösung, mit Beständigkeit und Ausdauer zu befolgen und in allen Taten und Unternehmungen seines Lebens ein Beispiel dafür zu geben, dann würde die Welt sich völlig verändern, und das Antlitz der Erde würde die Herrlichkeit des Paradieses Abhá widerspiegeln. Bedenkt, welch wunderbare Veränderungen erzielt würden, wenn sich die Geliebten des Barmherzigen, sowohl als Einzelperson wie auch als ganze Gemeinde, den Ratschlägen und Ermahnungen entsprechend verhielten, die aus der Feder des Ruhmes geflossen sind. Q1

2

Es ist ‘Abdu’l-Bahás Wunsch, ja Sein bindendes Gebot, das Sein Wohlgefallen findet, dass die Bahá’í in allem, selbst im alltäglichen unwesentlichen Tun und Treiben mit anderen Menschen, im Einklang mit den göttlichen Lehren handeln sollen. Er verlangte, dass wir uns nicht mit Bescheidenheit, Demut und Sanftmut begnügen, sondern vielmehr zu Verkörperungen von Selbstlosigkeit und äußerster Nichtigkeit werden. Einst wurden alle ermahnt, rechtschaffen und treu, barmherzig und liebevoll zu sein; in dieser höchsten Sendung wird das Volk von Bahá aufgerufen, sein ganzes Leben zu opfern. Bedenkt, wie sehr die Freunde in den heiligen Sendschreiben und in Seinem Testament ermahnt wurden, Rechtschaffenheit, Wohlwollen, Duldsamkeit, Heiligkeit, Loslösung von allem außer Gott und Abstand von allen Versuchungen dieser Welt an den Tag zu legen und sich mit dem Mantel eines guten Charakters und himmlischer Eigenschaften zu schmücken. Zuallererst sollten sie jedes nur mögliche Mittel anwenden, um ihr Herz und ihre Beweggründe zu reinigen, sonst ist es nutzlos, sich für Unternehmungen irgendwelcher Art einzusetzen. Ebenso notwendig ist es, sich der Heuchelei und blinden Nachahmung zu enthalten, denn deren übler Geruch wird von jedem verständigen, weisen Menschen bald entdeckt. Darüber hinaus müssen die Freunde die festgesetzten Zeiten für die Anrufung Gottes, für Meditation, Andacht und Gebet, einhalten, da es höchst unwahrscheinlich, ja, so gut wie unmöglich ist, dass irgendwelche Unterfangen ohne die göttlichen Gnadengaben und Bestätigungen gedeihen und Frucht bringen können. Man kann sich kaum vorstellen, welch großen Einfluss aufrichtige Liebe, Wahrhaftigkeit und Reinheit der Beweggründe auf die Seelen der Menschen ausüben. Aber diese Eigenschaften können von keinem Gläubigen erworben werden, solange er sich nicht tagtäglich darum bemüht … Die Geliebten Gottes sollten der Welt vor allem durch die Macht edlen Handelns und eines vornehmen Charakters statt durch Darlegungen und Beweise die Tatsache vor Augen führen, dass die Verheißungen Gottes sich notwendigerweise erfüllen werden, dass sich diese Erfüllung schon jetzt vollzieht und dass die frohen Botschaften klar, einleuchtend und vollständig sind. In der Tat, würden nicht einige hervorragende Seelen die Arena des Dienens betreten und zu einem strahlenden Licht in der Gemeinschaft der Menschen werden, wäre es eine ungeheuerliche Aufgabe, vor den Augen der Weltweisen die Wahrheit dieser Sache zu vertreten. Wenn die Freunde jedoch die Tugenden verkörpern und einen guten Charakter aufweisen, bedarf es der Worte und Argumente nicht mehr. Ihre Taten selbst dienen dann als beredtes Zeugnis, ihr edles Verhalten sichert den Schutz, die Unversehrtheit und den Ruhm der Sache Gottes. Q2

3

Die Erwählten Gottes … sollten nicht auf den verderbten Zustand der Gesellschaft, in der sie leben, schauen oder auf die Beweise der moralischen Entartung und der Leichtfertigkeit, die die Menschen um sie herum an den Tag legen. Sie sollten sich nicht damit zufriedengeben, dass sie bloß im Vergleich zu den anderen abstechen und herausragen. Vielmehr sollten sie den Blick auf erhabenere Gipfel richten, indem sie sich die Ratschläge und Ermahnungen der Erhabensten Feder als höchstes Ziel setzen. Dann wird alsbald erkannt, wie zahlreich die Stufen sind, die noch durchschritten werden müssen, und wie weit entfernt das ersehnte Ziel liegt, – kein anderes Ziel als das, Beispiel zu sein für himmlische Verhaltensnormen und Tugenden. Q3

Auszüge aus Briefen, geschrieben im Auftrag des Hüters

4

Es ist unsere Pflicht und unser Vorrecht, die Liebe und Hingabe, die wir für unsere geliebte Sache empfinden, in Taten und Handlungen umzusetzen, die dem höchsten Wohl der Menschheit dienlich sind. Q4

5

Wenn Sie die Äußerungen Bahá’u’lláhs und ‘Abdu’l-Bahás selbstlos und aufmerksam lesen und sich ganz darauf konzentrieren, werden Sie Wahrheiten entdecken, die Ihnen bislang unbekannt waren, und Einsicht in die Probleme gewinnen, vor denen die großen Philosophen der Welt ratlos standen. Q5

6

Die Hauptsache ist, dass wir ›das Leben leben‹ – , dass unser Leben von den göttlichen Lehren und dem Bahá’í-Geist so sehr durchdrungen ist, dass die Menschen nicht umhin können, in unserem Charakter und in unserem Tun eine Freude und Kraft, eine Liebe und Reinheit, eine Ausstrahlung und Leistungsfähigkeit wahrzunehmen, die uns gegenüber weltlich gesinnten Menschen auszeichnen, so dass die Leute sich fragen, was denn wohl das Geheimnis dieses neuen Lebens in uns ist. Wir müssen völlig selbstlos werden und uns Gott hingeben, so dass wir jeden Tag und jeden Augenblick bestrebt sind, nur das zu tun, was Gott von uns erwartet, und zwar in der von Ihm gewünschten Art und Weise. Wenn wir uns darum aufrichtig bemühen, dann werden vollkommene Einheit und Eintracht unter uns herrschen. Wo es an Eintracht mangelt, da fehlt der wahre Bahá’í-Geist. Wenn wir diesen Wandel in unserem Leben, diese neue Kraft, diese gegenseitige Liebe und Eintracht nicht zeigen, dann sind die Bahá’í-Lehren für uns bloße Theorie. Q6

7

Wenn wir Bahá’í untereinander kein herzliches Einvernehmen erreichen, dann haben wir den Hauptzweck verkannt, für den der Báb, Bahá’u’lláh und der geliebte Meister gelebt und gelitten haben. Wie Bahá’u’lláh und ‘Abdu’l-Bahá nachdrücklich betonten, ist eine der Grundvoraussetzungen zum Erreichen dieser aufrichtigen Einheit, dass wir unserer instinktiven Neigung widerstehen, unser Augenmerk auf die Fehler und Schwächen anderer zu richten statt auf unsere eigenen. Jeder von uns hat nur ein einziges Leben zu verantworten und das ist sein eigenes. Jeder von uns ist unermesslich weit davon entfernt, »vollkommen« zu sein »wie unser himmlischer Vater vollkommen ist«Q7, und die Aufgabe, unser eigenes Leben und unseren eigenen Charakter zu vervollkommnen, erfordert unsere ganze Aufmerksamkeit, Willenskraft und Energie. Wenn wir unserer Aufmerksamkeit und Energie gestatten, sich durch Herumbessern an anderen und das Beheben ihrer Fehler aufzuzehren, vergeuden wir kostbare Zeit. Wir sind wie Pflüger, von denen jeder sein Gespann zu führen und seinen Pflug zu lenken hat. Um seine Furche gerade zu halten, muss jeder sein Ziel im Auge behalten und sich auf seine eigene Aufgabe konzentrieren. Wenn er da- oder dorthin schaut, um zu sehen, wie Hans und Gustav zurechtkommen und um ihre Arbeit zu kritisieren, dann wird seine eigene Furche bestimmt krumm. Kein Thema wird in den Bahá’í-Schriften eindringlicher betont als die Notwendigkeit, alles Herumkritisieren, alle üble Nachrede zu vermeiden. Vielmehr sollen wir immer daran arbeiten, unsere eigenen Fehler zu entdecken und auszumerzen und unsere eigenen Schwächen zu überwinden. Wenn wir unsere Treue zu Bahá’u’lláh, zu unserem Geliebten Meister und zu unserem lieben Hüter beteuern, dann sollten wir unsere Liebe dadurch zeigen, dass wir diesen klaren Lehren gehorchen. Sie verlangen Taten, nicht Worte, und kein noch so eifriges Bekunden von Loyalität und schmeichelndem Lob kann ein Ersatz dafür sein, dass wir im Geiste der Lehren zu leben versäumt haben. Q8

8

Auf die Frage, ob es gestattet sei, eine Unwahrheit zu sagen, um einem anderen aus der Gefahr zu helfen, äußert er die Meinung, dass wir unter keinen Umständen eine Unwahrheit sagen, jedoch gleichzeitig versuchen sollten, dem Betreffenden auf etwas legitimere Weise zu helfen. Gewiss ist es nicht nötig, dass wir uns allzu deutlich äußern, ehe die Frage direkt an uns gerichtet wird. Q9

9

Wir sollten aber nicht vergessen, dass ein Wesensmerkmal dieser Welt Leid und Drangsal ist und dass wir, indem wir diese überwinden, uns moralisch und geistig weiterentwickeln. Wie der Meister sagt: »Leid ist mit Furchen zu vergleichen; je tiefer diese gehen, desto reichere Ernten werden wir einbringen«. Q10

10

Im Bayán sagt der Báb, dass alle früheren Religionen hätten universell werden können. Der einzige Grund, weshalb ihnen diese Bedeutung zu erreichen misslang, war die Unzulänglichkeit ihrer Anhänger. Er fährt dann fort mit der klaren und bestimmten Verheißung, dass dies nicht das Schicksal der Offenbarung dessen sei, »den Gott offenbaren werde«, dass diese Offenbarung vielmehr als Weltreligion alle Völker der Erde einbeziehen werde. Dies zeigt, dass wir letzten Endes erfolgreich sein werden. Aber könnte es nicht sein, dass wir durch unser Pflichtversäumnis, durch mangelnde Opferbereitschaft und weil wir nur ungern unser Bemühen auf die Verbreitung der Sache konzentrieren, die Verwirklichung dieses Ideals hinauszögern? Und was könnte das bedeuten? Es würde bedeuten, dass wir vor Gott zur Rechenschaft gezogen werden, dass die Menschheit noch länger in ihrem Zustand des Eigensinns verharrt, dass der Krieg nicht so bald überwunden wird und das Leiden der Menschen länger andauert. Q11

11

Jeder Tag hat seine bestimmten Erfordernisse. In den frühen Tagen brauchte der Glaube Märtyrer und Menschen, die alle Arten von Grausamkeit und Verfolgung ertragen konnten, wenn sie ihren Glauben kundtaten und die Botschaft Gottes verbreiteten. Diese Tage sind jedoch vorüber. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt braucht der Glaube keine Märtyrer, die für ihren Glauben sterben, sondern Diener, deren Sehnsucht es ist, den Glauben in der ganzen Welt zu lehren und fest anzusiedeln. Leben, um lehren zu können, bedeutet heute so viel wie in jenen frühen Zeiten der Märtyrertod. Was zählt ist der Geist, der uns vorantreibt, nicht die Handlung, durch die dieser Geist sich äußert; und mit diesem Geist ist gemeint, dass wir der Sache Gottes mit Herz und Seele dienen. Q12

12

Es ist seine aufrichtige Hoffnung, dass durch diese Opfer das Gebäude vollendet und zu einem Brennpunkt für den Geist und die Verbreitung der Sache dortzulande werden, das Licht der Führung von ihm ausgehen und dieser niedergeschlagenen Menschheit Freude und Hoffnung ins Herz legen möge. Wenn Sie Nabíls Geschichtswerk studieren, werden Sie sehen, wie der Glaube durch das stete Opfer der Freunde gespeist wurde. Unter Entbehrungen, Verfolgungen und ständigen Leiden wurde die Botschaft Bahá’u’lláhs in der Welt fest angesiedelt. Q13

13

Den Ihnen von Shoghi Effendi gegebenen Rat, Ihre Zeit zwischen dem Dienst an der Sache und der Erfüllung Ihrer übrigen Verpflichtungen aufzuteilen, haben Bahá’u’lláh und der Meister ebenfalls vielen anderen Freunden gegeben. Er bedeutet einen Kompromiss zwischen zwei Versen des Aqdas, von denen der eine jeden Bahá’í verpflichtet, der Verbreitung des Glaubens zu dienen, während der andere besagt, dass jede Seele irgendeiner Beschäftigung nachgehen soll, die der Gesellschaft nützt. In einer Seiner Schriften sagt Bahá’u’lláh, dass an diesem Tag einem Beruf nachzugehen und für seinen Unterhalt selbst aufzukommen die höchste Form der Loslösung sei. Ein guter Bahá’í ist also, wer sein Leben so gestaltet, dass er seine Zeit sowohl seinen materiellen Bedürfnissen als auch dem Dienst an der Sache widmet. Q14

14

Ich brauche ihnen nicht zu sagen, wie tief er die Tatsache bedauert, dass in Bahá’í-Versammlungen und ganz besonders bei einem so wichtigen Treffen wie der Nationaltagung so viele negative Kräfte am Werk sind. Die oft wiederholten Worte des Meisters in Bezug auf Einheit und einmütige Zusammenarbeit unter den Freunden sollten heute mehr denn je sorgsam und gewissenhaft beherzigt werden. Nichts widerspricht dem Geist der Sache mehr als Zwietracht und Streit, der unvermeidbaren Folge von Selbstsucht und ungebührlichem Verlangen. Völlige Loslösung und selbstloser Dienst sollten die alleinigen Beweggründe jedes wahren Gläubigen sein. Und solange es nicht jedem einzelnen Freund gelingt, diese Eigenschaften in lebendiges Handeln umzusetzen, können wir keinen weiteren Fortschritt erhoffen. Gerade jetzt sind Einheit des Denkens und Handelns am allernötigsten. Gerade jetzt, da der Glaube in eine neue Entwicklungsphase eintritt, da sich seine Gemeindeordnung inmitten des Aufruhrs und der chaotischen Wirren einer zusammenbrechenden Zivilisation allmählich festigt, sollten die Freunde eine geschlossene Front gegen jene Kräfte innerer Uneinigkeit bilden, die, wenn sie nicht vollständig ausgetilgt werden, unser Werk unweigerlich zerstören. Q15

15

Er beklagt ganz besonders die Tatsache, dass die Vertreter der höchsten administrativen Institution in Ihrem Land Meinungsverschiedenheiten und Missverständnissen gestattet haben, ein derartiges Ausmaß anzunehmen, wiewohl sämtliche Prinzipien und Gesetze der Gemeindeordnung von ihm seit dem Hinscheiden des Meisters mit aller Klarheit und allem Nachdruck in so vielen Botschaften erklärt worden sind. Wenn solchen Schwierigkeiten nicht sofort und energisch Einhalt geboten wird, können sie der organisierten Gemeinschaft der Sache Gottes unermesslichen Schaden zufügen und nicht nur den Zustrom, sondern auch die Wirksamkeit ihres Geistes auf die Welt verzögern. Bei eingehender und leidenschaftsloser Prüfung findet man die Ursache für alle diese Schwierigkeiten und Auseinandersetzungen stets in Egoismus und Selbstsucht. Und wenn diese giftigen Gefühle nicht gänzlich überwunden werden, kann es keine Hoffnung auf ein wirksames Arbeiten und Vorankommen des Verwaltungssystems der Sache geben. Q16

16

Er bittet Sie dringend, den vielen Hindernissen, die Ihnen im Weg stehen, mutig zu begegnen und sie zu überwinden, rät Ihnen aber gleichzeitig, im Fall eines Fehlschlags und ganz gleich, was Ihnen zustößt, freudig und zufrieden und dem göttlichen Willen voll und ganz ergeben zu bleiben. Unsere Trübsale, Prüfungen und Leiden sind manchmal verhüllte Segnungen, da sie uns lehren, mehr Glauben und Vertrauen in Gott zu haben, und uns Ihm näherbringen. Q17

17

Hat uns Bahá’u’lláh nicht versichert, dass Leiden und Entbehrungen verhüllte Segnungen sind, dass durch sie unsere inneren, geistigen Kräfte angeregt, gereinigt und veredelt werden? Vertrauen Sie also darauf, dass Ihre materiellen Schwierigkeiten, statt Sie in Ihrer Arbeit für die Sache zu behindern, ihrem Herzen einen mächtigen Antrieb geben werden, so dass Sie besser dienen und die Interessen des Glaubens fördern können. Q18

18

Persönliches Bemühen ist in der Tat eine lebenswichtige Voraussetzung für das Erkennen und die Annahme der Sache Gottes. Wie stark das Ausmaß göttlicher Gnade auch sein mag, wenn sie nicht durch persönliche, anhaltende, intelligente Bemühung ergänzt wird, kann sie nicht voll wirksam werden und wirklichen, bleibenden Nutzen bringen. Q19

19

Solche Hindernisse, wie schwer und unüberwindlich sie zuerst auch scheinen, können und sollten durch die vereinte, stärkende Kraft von Gebet und entschlossenem, ständigem Bemühen gänzlich überwunden werden. Denn haben uns nicht Bahá’u’lláh wie ‘Abdu’l-Bahá, wiederholt versichert, dass die göttlichen, unsichtbaren, siegreichen Heerscharen immer diejenigen bestätigen und stärken, die sich tapfer und voller Zuversicht in ihrem Namen bemühen? Diese Zusicherung sollte es Ihnen in der Tat möglich machen, den Eindruck, Sie seien unfähig zu dienen oder dessen nicht würdig, und ebenso jede innere oder äußere Hemmung, die Ihre Arbeit für den Bahá’í-Glauben zu behindern droht, zu überwinden. Sie sollten sich daher erheben und sich frohen, zuversichtlichen Herzens bemühen, jeden in Ihrer Macht stehenden Beitrag zur weiteren Verbreitung und größeren Festigung unseres geliebten Glaubens zu leisten. Welches besondere Feld des Dienstes Sie auch immer auswählen, ob Lehrarbeit oder Verwaltungstätigkeit, für Sie ist am wichtigsten, durchzuhalten und keinem Gedanken an Ihre eingeschränkten Möglichkeiten zu gestatten, Ihren Eifer zu dämpfen und schon gar nicht, Sie vom freudigen, mutigen Dienen abzuhalten. Q20

20

Je größer Ihre Prüfungen und Leiden sind, desto mehr soll Ihre Bindung und Ihre Hingabe an die Sache Gottes wachsen. Denn nur durch wiederholte Trübsale und Anfechtungen prüft Gott Seine Diener, die solches als verhüllte Segnungen ansehen sollten, als Gelegenheiten, durch die sie den Willen und die Absicht Gottes besser erkennen können. Q21

21

Der Lehrgang über Charakterschulung, den Frau Flora Hottes geben wird, ist nach Meinung des Hüters besonders wichtig. Er sollte die gebührende Aufmerksamkeit erhalten, und vor allem die jüngeren Gläubigen unter den Schulteilnehmern sollten sich sorgfältig und gründlich damit befassen. Diese Maßstäbe des Bahá’í-Verhaltens, die er selbst in seinem letzten allgemeinen Rundschreiben über Das Kommen göttlicher Gerechtigkeit dargelegt hat und die einzuhalten und zu fördern die höchste Pflicht jedes ergebenen und gewissenhaften Gläubigen sein sollte, verdienen, dass darüber ernsthaft nachgedacht und meditiert wird. Sie sollten das zentrale Thema dieses Jahresprogramms auf allen drei Bahá’í-Sommerschulen in den Vereinigten Staaten bilden. Q22

22

Zu der Beschwerde von … meint der Hüter, dass es in diesem Fall das Beste sei, die beiden betroffenen Gläubigen zu bitten, die ganze Angelegenheit zu vergeben und zu vergessen. Er möchte nicht, dass die Freunde damit anfangen, eine Art Bahá’í-Rechtsweg gegeneinander zu beschreiten. Ihre Pflichten gegenüber der Menschheit sind in diesen Tagen, in denen die Sache Gottes um ihre Verbreitung und um die Sicherung ihrer Unabhängigkeit kämpft, zu heilig und zu drängend, als dass sie ihre kostbare Zeit – auch seine kostbare Zeit – in dieser Weise vergeuden sollten. Fordern Sie sie deshalb auf, sich zu einigen, das Vergangene zu vergessen und der Sache zu dienen wie nie zuvor. Q23

23

Die Gläubigen haben noch nicht richtig gelernt, in Zeiten der Not aus ihrer gegenseitigen Liebe Kraft und Trost zu schöpfen. Die Sache Gottes ist mit ungeheuren Kräften ausgestattet, und die Gläubigen nützen sie deshalb nicht besser, weil sie noch nicht gelernt haben, diese durch den Bahá’í-Glauben erzeugten mächtigen Kräfte der Liebe, Stärke und Harmonie voll auszuschöpfen. Er rät Ihnen, Ihre Freundin … zunächst einmal sich selbst zu überlassen und für sie zu beten. Da sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt Ihre Hilfe nicht wünscht, können Sie ihr nur geistig helfen. Sie haben dem Bahá’í-Glauben viele wertvolle Dienste erwiesen und tun das noch immer, und dies sollte Ihr größter Trost sein … Q24

24

Die Freunde sollten Geduld miteinander haben und sich darüber im Klaren sein, dass die Sache Gottes immer noch in den Kinderschuhen steckt und ihre Institutionen jetzt noch nicht fehlerfrei arbeiten. Je größer die Geduld, das liebevolle Verstehen und die Nachsicht sind, die die Freunde sich und ihren Unzulänglichkeiten gegenüber zeigen, umso größere Fortschritte wird die gesamte Bahá’í-Gemeinde machen. Q25

25

Wir müssen unsere Schwächen klar erkennen und uns selbst nicht erlauben, wegen bedauerlicher Vorfälle, die mal bei Nationaltagungen, mal in Räten oder Ausschüssen passieren, aus der Fassung zu geraten. Solche Vorkommnisse sind im Grunde genommen ohne tiefere Bedeutung, und man wird mit der Zeit darüber hinauswachsen. Q26

26

Nicht jeder von uns kann in gleicher Weise dienen, aber eine Methode, nach der jeder Bahá’í den Glauben verbreiten kann, ist das gute Beispiel. Dieses beeinflusst die Herzen der Menschen viel tiefer, als Worte es jemals vermögen. Die Liebe, die wir anderen Menschen zeigen, die Gastfreundschaft, das Verständnis und die Hilfsbereitschaft sind die allerbeste Werbung für den Glauben. Sie werden davon erfahren wollen, wenn sie diese Dinge in unserem Leben sehen. Q27

27

Sie haben sich über die unbefriedigenden Zustände in der Bahá’í-Gemeinde von … beklagt. Dem Hüter ist die Situation des Glaubens dort wohl bekannt, er ist jedoch zuversichtlich, dass die dem Glauben entgegenstehenden Hindernisse jeglicher Art schließlich überwunden werden. Sie sollten unter keinen Umständen entmutigt sein und solchen Schwierigkeiten, selbst wenn sie die Folge falschen Verhaltens aus mangelnder Fähigkeit oder Einsicht gewisser Gemeindemitglieder sind, nicht gestatten, Ihren Glauben oder Ihre Ergebenheit gegenüber der Sache ins Wanken zu bringen. Die Gläubigen, wie befähigt sie als Lehrer oder Administratoren und wie hoch ihre intellektuellen und geistigen Verdienste auch sein mögen, sollten niemals für den Maßstab gehalten werden, mit dem die göttliche Autorität und Botschaft des Glaubens bewertet und gemessen werden kann. Die Lehren selbst und das Leben der Stifter der Sache sind es, bei denen die Gläubigen nach Führung und Inspiration suchen sollten, und nur wenn sie diese wahre Haltung streng beachten, können sie die Hoffnung hegen, dass ihre Treue zu Bahá’u’lláh auf einer dauerhaften, unangreifbaren Grundlage steht. Sie sollten daher Mut fassen und mit unermüdlicher Wachsamkeit und unaufhörlichem Eifer danach streben, Ihren vollen Beitrag zur allmählichen Entfaltung dieser göttlichen Weltordnung zu leisten. Q28

28

Dies sind wirklich die Tage, in denen die Heldenhaftigkeit der Gläubigen gebraucht wird. Selbstaufopferung, Mut, unbeirrbare Hoffnung und Zuversicht sind die Merkmale, die sie ausstrahlen sollten, denn genau diese Eigenschaften werden unweigerlich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erregen und die Frage herausfordern, was denn in einer so hoffnungslos verwirrten und chaotischen Welt diese Menschen dazu bringt, so sicher, so zuversichtlich und hingebungsvoll zu sein. Im Laufe der Zeit werden die kennzeichnenden Merkmale der Bahá’í zunehmend das sein, was die Aufmerksamkeit ihrer Mitbürger erregt. Sie müssen zeigen, dass sie über dem Hass und den gegenseitigen Anschuldigungen stehen, die am Herzen der Menschheit nagen; durch Taten und Worte sollten sie ihren tief verwurzelten Glauben an die künftige friedliche Vereinigung der ganzen Menschheit beweisen. Q29

29

Wir sollten immer nach vorne schauen und danach streben, in der Zukunft das zu vollbringen, was wir vielleicht in der Vergangenheit versäumt haben. Misserfolge, Prüfungen und Schicksalsschläge können, wenn wir den richtigen Gebrauch davon machen, ein Mittel werden, unseren Geist zu reinigen, unseren Charakter zu stärken und uns zu befähigen, zu höheren Ebenen des Dienstes aufzusteigen. Q30

30

Zu den Punkten, die Sie in Ihrem Brief anschneiden: Die völlige, gänzliche Auslöschung des Egos würde Vollkommenheit bedeuten – die der Mensch nie ganz erreichen kann –, aber das Ego kann und sollte zunehmend der erleuchteten Seele des Menschen untergeordnet werden. Das ist mit geistigem Fortschritt gemeint. Q31

31

Er hat sich sehr gefreut zu hören, dass die Nationaltagung so gut besucht und die Freunde so begeistert und einig waren. Eines der Haupterfordernisse der Sache Gottes in … ist, dass die Freunde zusammenwachsen und sich deutlich bewusst werden, dass sie eine geistige Familie sind, die durch heiligere, weit weniger vergängliche Bande zusammengehalten wird als die körperlichen Bindungen, die zwischen Familienangehörigen bestehen. Wenn die Freunde alle persönlichen Unstimmigkeiten vergessen und ihre Herzen einer großen gegenseitigen Liebe um Bahá’u’lláhs willen öffnen, dann werden sie finden, dass ihre Kräfte ungeheuer wachsen; sie werden die Herzen der Menschen anziehen und eine rasche Ausbreitung des heiligen Glaubens in … erleben. Der Nationale Geistige Rat sollte alles in seiner Macht stehende tun, um die Einheit unter den Gläubigen zu stärken und sie in der Gemeindeordnung auszubilden, denn sie ist der Kanal, durch den ihr Gemeindeleben fließen muss, und der, wenn er richtig verstanden und benutzt wird, die Möglichkeit schafft, dass die Bahá’í-Arbeit in gewaltigen Sprüngen vorankommt. Q32

32

Letzten Endes spielt sich der ganze Lebenskampf in jedem einzelnen ab. Kein noch so großer Verwaltungsapparat kann die inneren Probleme lösen oder, je nachdem, in kritischen Augenblicken Siege oder Niederlagen herbeiführen oder abwenden. Besonders in Zeiten wie der gegenwärtigen wird jeder einzelne durch starke Mächte überall in der Welt hin- und hergerissen, und wir sehen, wie manche Schwache plötzlich wie durch ein Wunder stark werden und wie Starke scheitern. – Wir können nur versuchen, so wie Ihr Ausschuss es getan hat, beim einzelnen Gläubigen durch liebevollen Rat die Handlung herbeizuführen, die der Sache Gottes am meisten dient. Denn selbstverständlich kann das, was der Sache schadet, für den einzelnen Bahá’í nicht das Beste sein. Q33

33

Was die Welt heute braucht, ist der Bahá’í-Geist. Die Menschen haben Sehnsucht nach Liebe, nach einem hohen sittlichen Maßstab, zu dem sie aufschauen können, aber auch nach Lösungen für ihre vielen ernsthaften Probleme. Die Bahá’í sollten die Menschen, denen sie begegnen, mit dem warmherzigen, erquickenden Geist der Sache überschütten. Dies und das Vermitteln der Lehren wird unweigerlich aufrichtige Wahrheitssucher für den Glauben gewinnen. Q34

34

Zu Ihrer Frage nach dem dringenden Bedarf an mehr Einheit unter den Freunden: dies trifft zweifellos zu, und der Hüter meint, eine der wichtigsten Maßnahmen hierzu sei, die Bahá’í selbst in Klassen und durch schriftliche Anleitung zu lehren, dass die Liebe zu Gott und folglich auch zu den Menschen die wesentliche Grundlage jeder Religion ist, unsere eigene eingeschlossen. Ein größeres Maß an Liebe wird größere Einheit hervorbringen, weil den Menschen damit möglich wird, miteinander auszukommen, Geduld zu haben und einander zu vergeben. Q35

35

Er hofft, dass Sie in Ihrem Charakter wie in Ihrem Glauben zu richtigen Bahá’í heranreifen werden. Das ganze Ziel Bahá’u’lláhs ist, dass wir uns zu einer neuen Art Mensch entwickeln sollten, zu aufrechten, freundlichen, intelligenten, wahrheitsliebenden und ehrbaren Menschen, die im Einklang mit Seinen großartigen Gesetzen leben, wie sie für dieses neue Zeitalter in der Entwicklung der Menschheit niedergeschrieben worden sind. Uns Bahá’í zu nennen ist nicht genug. Unser innerstes Wesen muss durch getreue Bahá’í-Lebensführung veredelt und erleuchtet werden. Q36

36

So viele Missverständnisse entstehen durch die starke innere Bindung der Freunde an den Glauben und durch ihre Unreife. Wir müssen deshalb sehr viel Geduld und Liebe zueinander haben und versuchen, in der Bahá’í-Familie Einheit zu schaffen. Die Misshelligkeiten … die Sie in Ihrem Brief beschreiben, sind nach seiner Meinung auf das oben Genannte zurückzuführen und nicht auf eine feindselige Haltung gegenüber dem Glauben oder auf Unaufrichtigkeit. Q37

37

Er hat sich sehr gefreut, von Ihnen zu hören und zu erfahren, dass Green Acre in diesem Jahr von einer Liebe und Harmonie erfüllt war, deren Wirkung viele neue Seelen im Glauben festigte. Diese Liebe unter den Gläubigen ist der Magnet, der mehr als alles andere die Herzen anziehen und dem Glauben neue Seelen zuführen wird. Denn es ist klar: die Lehren – so wunderbar sie sind – können die Welt nicht verändern, solange sich nicht der Geist der Liebe Bahá’u’lláhs in den Bahá’í-Gemeinden widerspiegelt. Q38

38

Wenn die Freunde es wirklich fertigbrächten, sich aufzumachen und alles daranzusetzen, hundertprozentige Bahá’í zu werden, dann würden sie sehen, wie stark ihr Einfluss auf andere zunimmt und wie schnell der Glaube sich ausbreitet. Die Welt sucht keinen Kompromiss, sondern die Verkörperung eines hohen, leuchtenden Ideals. Je mehr die Freunde in jedem Teilbereich ihres Lebens unseren Lehren gemäß leben, sei es zuhause, in ihren geschäftlichen Beziehungen oder ihrem gesellschaftlichen Umgang, desto größer wird die Anziehung sein, die sie auf die Herzen anderer ausüben. Er freut sich darüber, dass Sie ganz natürlich, aus innerer Überzeugung und Wohlwollen gegenüber allen Menschen, mit Farbigen zusammenkamen und sie gelehrt haben. Wenn die Bahá’í ihren Lehren getreu lebten, so wie sie es sollten, dann könnte sich vielleicht bei einigen Widerstand regen, aber bei weit mehr ehrlich gesinnten Menschen wird es Bewunderung auslösen. Q39

39

Fürwahr, wenn wir die wachsende Verworrenheit in der Welt von heute sehen, können wir klar erkennen, dass es in der Zukunft keinen Frieden und keinen geistigen Fortschritt geben kann, solange nicht die Botschaft Bahá’u’lláhs die Herzen der Menschen erreicht und verwandelt. Er hofft zuversichtlich, die Gläubigen mögen sich einzeln und in ihrem Bahá’í-Gemeindeleben so verhalten, dass sie die Aufmerksamkeit anderer auf die Sache Gottes lenken. Die Welt hungert nicht nur nach erhabenen Prinzipien und Idealen, sie hungert vor allem nach einem leuchtenden Beispiel, das die Bahá’í geben können und geben müssen. Q40

40

Überall auf der Welt, innerhalb und außerhalb des Glaubens, herrscht heute großes Verlangen nach wahrer geistiger Erkenntnis, die das Leben der Menschen durchdringen und motivieren kann. Kein Ausmaß an administrativen Verfahrensweisen oder Befolgen von Regeln kann an die Stelle dieses charakteristischen Merkmals der Seele, diese Geistigkeit, treten, die der Wesenskern des Menschen ist. Er ist sehr froh darüber, dass Sie diesen Gesichtspunkt betonen und den Freunden helfen, seine überragende Bedeutung zu erkennen. Q41

41

Bezüglich der Angelegenheit von … und der Uneinigkeit, die anscheinend zwischen einigen Freunden besteht…: Wenn die Bahá’í es zulassen, dass die finsteren Mächte der Welt Teil ihres persönlichen Verhältnisses zueinander in der Bahá’í-Glaubensgemeinschaft werden, dann setzen sie deren Fortschritt ernsthaft aufs Spiel. Es ist die höchste Pflicht der Freunde, der örtlichen Geistigen Räte und ganz besonders des Nationalen Geistigen Rates, unter den Freunden Eintracht, Verständnis und Liebe zu fördern. Alle sollten bereit und willens sein, jeden persönlichen Unmut – berechtigt oder nicht im Interesse der Sache über Bord zu werfen; denn die Menschen werden sie niemals annehmen, wenn sie nicht in ihrem Gemeindeleben das widergespiegelt sehen, was der Welt heute so offensichtlich fehlt: Liebe und Einigkeit. Q42

42

Das Allerwichtigste ist, dass Liebe und Einigkeit in der Bahá’í-Gemeinde vorherrschen, denn gerade danach sehnen sich die Menschen in der heute so verworrenen Weltlage am meisten. Worte ohne das gelebte Beispiel werden niemals ausreichen, um den Herzen einer illusionslosen, oft verbitterten, Menschen verachtenden Generation Hoffnung einzuflößen. Q43

43

Da Sie sich mit der Bitte um Führung an ihn gewandt haben, will er ganz offen seine Meinung sagen. Er meint, dass die gegenwärtige Uneinigkeit unter Ihnen … für den Fortschritt der Sache sehr schädlich ist und nur zum Zerwürfnis führen und das Interesse neuer Gläubiger abkühlen kann. Sie … sollten Ihre persönliche Verbitterung vergessen und zusammenarbeiten zum Schutz des Glaubens, dem Sie, wie er wohl weiß, alle treu ergeben sind und für den Sie bereitwillig Opfer bringen. Möglicherweise ist die größte Prüfung, der Bahá’í je unterworfen werden, die durch ihre Mitgläubigen. Aber um des Meisters willen sollten sie immer bereit sein, gegenseitig ihre Fehler zu übersehen, sich für einmal ausgesprochene harte Worte zu entschuldigen, zu vergeben und zu vergessen. Er empfiehlt Ihnen dringend, so zu handeln. Auch meint er, dass Sie und … den Versammlungen und Neunzehntagefesten in … nicht fernbleiben sollten. Sie haben jetzt in … eine begeisterte Gruppe junger Bahá’í, und Sie sollten ihnen ein überzeugendes Beispiel an Bahá’í-Disziplin und jener Einheit geben, die in der Gemeinde des Größten Namens herrschen kann und muss. Q44

44

Sie fragen nach ›geistigen Verdauungsstörungen‹. Die Bahá’í sollten versuchen, intellektuell und seelisch vielseitig, normal und recht ausgeglichen zu sein. Wir sollten nicht den Eindruck erwecken, wir seien Fanatiker; wir müssen aber gleichwohl unseren Grundsätzen gemäß leben. Q45

45

Seien Sie sicher, dass er für die Einheit der Bahá’í in … beten wird. Ihr ist höchste Bedeutung zuzumessen und die dortige Entfaltung der Bahá’í-Sache und der Erfolg jeder Lehrbemühung hängen von ihr ab. Die Freunde brauchen – überall – mehr Liebe zueinander, und diese kann durch größere Liebe zu Bahá’u’lláh erlangt werden. Denn wenn wir Ihn innig genug lieben, werden wir niemals zulassen, dass persönliche Empfindlichkeit und Überzeugung Seine Sache aufhalten. Wir sind dann bereit, uns um des Glaubens willen für einander zu opfern und, wie der Meister sagte, eine Seele in vielen Körpern zu sein. Q46

46

Er stimmt mit Ihnen von ganzem Herzen darin überein, dass wir, solange wir die Lehren nicht in die Tat umsetzen, keinesfalls erwarten können, dass der Glaube wächst; denn der Hauptzweck aller Religionen – einschließlich der unsrigen – ist, den Menschen näher zu Gott zu führen und, was äußerst wichtig ist, seinen Charakter zu verwandeln. Oft wird zu großes Gewicht auf die sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkte in den Lehren gelegt; der moralische Standpunkt kann jedoch nicht stark genug betont werden. Q47

47

Er hat sich sehr gefreut, dass Sie einen Kurs über den ›Bahá’í-Charakter‹ gehalten haben, denn er hält es für eine der größten Pflichten Ihrer Generation von Gläubigen, ein wirkliches Bahá’í-Leben zu führen. Sie sollten durch Ihre hohen moralischen Maßstäbe, durch Ihre Höflichkeit, Ihre Lauterkeit und Vornehmheit anschaulich machen, dass unser Glaube nicht ein Glaube der Worte ist, sondern Herz und Lebensstil seiner Anhänger wirklich verändert. Q48

48

Er meint, dass besonders die Jugend entschlossen und getreu danach streben sollte, als Beispiel für ein Bahá’í-Leben zu dienen. In der Welt um uns herum sehen wir den Verfall der Moral, Promiskuität, Unanständigkeit, Verrohung, schlechtes Benehmen – die jungen Bahá’í sollten das Gegenteil davon sein und durch ihre Keuschheit und Redlichkeit, ihren Anstand und ihr taktvolles, gutes Benehmen andere Menschen, alt und jung, für den Glauben gewinnen. Die Welt ist der Worte müde; sie braucht das Beispiel, und es ist Sache der Bahá’í-Jugend, es zu geben. Q49

49

Die Freunde müssen sich stets vor Augen halten, dass sie sozusagen Soldaten unter Feindbeschuss sind. Geistig gesehen ist die Welt derzeit in einem Zustand äußerster Verfinsterung; Hass und Vorurteile aller Art reißen sie buchstäblich in Stücke. Demgegenüber sind wir die Wächter der gegenteiligen Kräfte, der Kräfte der Liebe, der Einheit, des Friedens und der Integration, und wir sollten ständig auf der Hut sein, als einzelne, als Geistiger Rat oder als Gemeinde, damit wir nicht selbst diesen zerstörerischen, negativen Kräften Zugang in unsere Mitte gewähren. Mit anderen Worten, wir müssen uns sorgsam davor hüten, dass sich nicht die Verworrenheit der Gesellschaft – womöglich ganz unbewusst – in unserem Tun und Denken widerspiegelt. Unsere Liebe zueinander, das tiefe Bewusstsein, dass wir ein neues einheitliches Ganzes, die Morgenboten einer neuen Weltordnung sind, müssen unser Bahá’í-Leben ständig geistig beleben, und wir müssen darum beten, vor der Ansteckung durch die an Vorurteilen so schwer erkrankten Welt beschützt zu werden. Q50

50

Die Sache wächst in … sehr schnell, und je mehr sie sich verbreitet, desto mehr wird die Öffentlichkeit sie aufmerksam beobachten. Dadurch wird den Gläubigen eine schwere Verantwortung auferlegt, denn sie sollten einen solchen Geist der Liebe und der Einheit untereinander ausstrahlen, dass die Herzen anderer Menschen angezogen, und sie ermutigt werden, sich dem Glauben in großer Zahl anzuschließen. Wir sollten immer daran denken, dass die Lehren vollkommen sind, und der einzige Grund, warum nicht schon mehr unserer Mitmenschen sie angenommen haben, der ist, dass wir Bahá’í auf der ganzen Welt noch nicht so selbstlose, strahlende Spiegel der Wahrhaftigkeit Bahá’u’lláhs sind, wie wir es sein sollten und sein könnten! Wir müssen ständig danach streben, Seine Lehren besser durch unser Beispiel zu belegen. Q51

51

Wir sollten uns darauf konzentrieren, unseren Charakter als einzelne Bahá’í zu vervollkommnen und unsere noch immer keimhafte und nur unzureichend verstandene Weltordnung zur Reife zu bringen, die Botschaft gemäß den Vorkehrungen des Göttlichen Plans zu verbreiten und eine eng verknüpfte, weltweite Bahá’í-Gemeinschaft aufzubauen. Wir sind verhältnismäßig wenige an Zahl und haben einen so kostbaren, einzigartigen und verantwortungsvollen Auftrag. Wir müssen unsere ganze Kraft darauf konzentrieren. Q52

52

Letzen Endes hängen die Neubelebung, der Umfang und die Anreicherung der Heimatfront vom einzelnen Gläubigen ab, denn er ist die Grundeinheit im Gefüge dieser Front. Je eifriger sich der an der Heimatfront tätige einzelne täglich und systematisch darum bemüht, erhabenere Gipfel an Hingabe und Selbstverleugnung zu erklimmen, indem er durch Inlandpionieren zur Vervielfachung von Bahá’í-Zentren, -Gruppen und -Räten beiträgt sowie durch sorgfältiges, gewissenhaftes und stetiges Bemühen bei der Hinführung empfänglicher Seelen zu dem von ihm angenommenen Glauben die Anzahl von dessen aktiven, aufrichtigen Anhängern erhöht, – umso früher werden die jenseits des Heimatlandes in Gang gesetzten umfangreichen, vielfältigen Projekte, die derzeit dringend ein viel größeres Reservoir an Menschen und Mitteln erfordern, mit der nötigen Unterstützung versehen werden, die ihre anhaltende Entwicklung sichern und ihr schließliches Früchtetragen beschleunigen kann. Q53

53

Zu Ihrer Frage: Der Begriff ›Selbst‹ hat in den Bahá’í-Schriften tatsächlich zwei Bedeutungen oder wird in zweifachem Sinn gebraucht. Zum einen ist das Selbst die Identität des von Gott erschaffenen Einzelmenschen. Es ist jenes Selbst, das in Sätzen wie diesem gemeint ist: »Der hat Gott erkannt, der sich selbst erkannt hat«Q54, usw. Das andere Selbst ist das Ich, das in jedem von uns vorhandene dunkle, triebhafte Erbe, das niedrige Wesen, das sich in ein Ungeheuer aus Selbstsucht, Brutalität, Lust usw. entwickeln kann. Dieses Selbst oder diese Seite unseres Charakters ist es, wogegen wir ankämpfen müssen, um den uns innewohnenden Geist zu stärken, zu befreien und zur Vollendung zu führen. Selbstaufopferung bedeutet die Unterordnung dieser niedrigeren Veranlagung und ihrer Begierden unter die göttlichere, höhere Seite unseres Selbstes. Letzten Endes bedeutet Selbstaufopferung im höchsten Sinn, dass wir unseren Willen und unser ganzes Wesen Gott hingeben, damit Er nach Seinem Wohlgefallen darüber verfüge. Dann läutert und verschönert Er unser wahres Selbst, bis aus ihm ein strahlendes, großartiges Wesen entsteht. Q55

54

Was im Dienst an diesem Glauben Früchte bringt, ist die Fähigkeit zu Hingabe und Selbstaufopferung und nicht so sehr die Mittel und Wege, das Können oder der finanzielle Rückhalt. Q56

55

Wir dürfen uns nicht zu lange beim Verhalten und der Empfindlichkeit unserer Mitgläubigen uns gegenüber aufhalten. Das Allerwichtigste ist, dass wir Liebe und Eintracht pflegen und Abfuhren, die wir einstecken müssen, nicht beachten. So gewinnen die Schwächen der menschlichen Natur und Eigenheit oder Haltung einer bestimmten Person nicht an Gewicht, sondern verblassen bis zur Bedeutungslosigkeit im Vergleich mit unserem gemeinsamen Dienst an dem Glauben, den wir alle lieben. Q57

56

Es fällt uns oft schwer, bestimmte Dinge zu tun, nicht weil etwas an sich besonders schwierig ist, sondern weil es sich von dem uns Geläufigen so sehr unterscheidet. Für Sie wie für die meisten Bahá’í, die nun als Erwachsene diesen herrlichen Glauben annehmen, ist es zweifellos anfangs schwer, manche Gebote wie Fasten oder das tägliche Gebet zu verstehen und zu befolgen. Aber wir sollten bedenken, dass diese Dinge eine Gabe an alle Menschen für die kommenden tausend Jahre sind. Für Bahá’í-Kinder, die erleben, wie sie zuhause gewohnheitsmäßig praktiziert werden, sind sie dann so selbstverständlich und unentbehrlich wie es der sonntägliche Kirchgang für eine gläubigere Generation von Christen war. Bahá’u’lláh hätte all dies nicht für uns festgelegt, wenn es uns nicht zum Vorteil gereichte. Und so sollten wir wie Kinder, die einsichtig genug sind, um zu erkennen, dass ihr Vater weise ist und für sie das Beste tut, das Befolgen dieser Gebote auf uns nehmen, auch wenn wir sie zunächst nicht für nötig halten. Wir werden, wenn wir sie einhalten, allmählich an uns selbst den Nutzen erkennen, der uns durch sie zuteil wird. Q58

57

… während wir diese Schicksalsschläge erdulden, müssen wir daran denken, dass auch die Offenbarer Gottes selbst nicht immun waren gegen die Dinge, unter denen Menschen zu leiden haben. Auch Sie kannten Kummer, Krankheit und Schmerz. Sie erhoben sich über diese Dinge durch Ihren Geist, und das sollten auch wir versuchen und tun, wenn uns Leid befällt. Die Trübsale dieser Welt gehen vorüber, und was uns bleibt ist, was wir aus unserer Seele gemacht haben. Darauf müssen wir also unser Augenmerk lenken dass wir geistiger werden und Gott näher kommen, was immer unser Verstand und unser Körper auch durchzumachen haben. Q59

58

Er war sehr betrübt, von den Dingen zu hören, die Sie beschreiben. Sie zeugen von großer geistiger Unreife seitens einiger Bahá’í und von einem erstaunlich mangelhaften Verständnis und Studium der Lehren. Die ethischen Lehren unseres Glaubens in unserem Leben zu verwirklichen ist eine viel schwerere Aufgabe, als nach jenen vornehmen Prinzipien zu leben, die die Moralische Aufrüstung einschärft, so hervorragend und umfassend diese auch sind! Jedes zweite Wort in den Schriften Bahá’u’lláhs und ‘Abdu’l-Bahás ist eine Predigt über moralisches und ethisches Verhalten. Alles andere ist die Form, der Kelch, in den der reine Geist gegossen werden muss. Ohne den Geist und die Tat, die ihn beweisen muss, ist die Form leblos. Aus dem, was Sie sagen, schließt er, dass die Freunde, oder jedenfalls viele von ihnen, von Anfang an nicht so unterrichtet worden sind, wie es sich gehört. Sicher ist nichts dagegen einzuwenden, dass man die ›vier Normen‹ der Moralischen Aufrüstung betont – obwohl jede Lehre unseres kostbaren Glaubens diese Themen eigentlich viel eingehender ergründet und viel mehr dazu beiträgt. Wenn wir uns klarmachen, dass Bahá’u’lláh sagt, Ehebruch hemmt den Fortschritt der Seele im kommenden Leben – so schwer wiegt diese Tat –, und dass Trinken den Verstand zerstört, und wir uns diesen Dingen nicht einmal nähern dürfen, dann sehen wir, welch klare Aussagen unsere Lehren dazu machen. Sie dürfen nicht den großen Fehler machen, unseren Glauben nach einer einzigen Gemeinde zu beurteilen, die offensichtlich Nachholbedarf im Studium und im Gehorsam gegenüber den Lehren hat. Menschliche Schwächen und Absonderlichkeiten können eine große Prüfung sein. Aber der einzige Weg, oder vielleicht sollte ich sagen, der erste und beste Weg, solche Zustände in Ordnung zu bringen, ist der, selbst das Richtige zu tun. Eine Seele kann zur Ursache für die geistige Erleuchtung eines Erdteils werden. Jetzt, da Sie einen großen Fehler in Ihrem eigenen Leben erkannt und behoben haben, jetzt, da Sie deutlicher sehen, was in Ihrer eigenen Gemeinde fehlt, gibt es nichts, was Sie hindern könnte, sich zu erheben und ein solches Beispiel, solche Liebe und solch einen Geist des Dienens an den Tag zu legen, dass die Herzen Ihrer Mit-Bahá’í entflammt werden. Er bittet Sie dringend, sich gründlich in die Lehren zu vertiefen, sie an andere Menschen weiterzugeben, mit solchen Bahá’í, die danach verlangen, die tiefsinnigen Lehren unseres Glaubens zu studieren und durch Ihr Beispiel, Ihre Bemühung und Ihr Gebet einen Wandel herbeizuführen. Q60

59

Ohne den Geist wirklicher Liebe zu Bahá’u’lláh, zu Seinem Glauben und dessen Institutionen, und ohne die Liebe der Gläubigen untereinander kann die Sache tatsächlich niemals eine große Anzahl Anhänger gewinnen. Denn die Welt verlangt heute nicht nach Predigten und Regeln, sondern nach Liebe und nach Taten. Q61

60

Er ist indes der festen Meinung, dass wenn … in dem Zustand ist, den Ihr Brief anzudeuten scheint, man ganz sicher die Dinge falsch anfasst. Damit ist nicht der Geistige Rat gemeint, damit ist jeder gemeint. Denn wo ist die Bahá’í-Liebe? Wo werden Einheit und Eintracht an die erste Stelle gerückt? Wo ist die Bereitschaft, persönliche Gefühle und Meinungen zu opfern, um Liebe und Harmonie zu erreichen? Was führt die Bahá’í zu der Annahme, die administrativen Gesetze könnten funktionieren, wenn sie die geistigen Gesetze dafür opfern? … Er bittet Sie dringend, Ihr Äußerstes zu tun, um die Bahá’í in … dazu zu bringen, so gehässige Worte wie ›radikal‹, ›konservativ‹, ›progressiv‹, ›Feinde des Glaubens‹, ›die Lehren zerschlagen‹ usw. nicht zu benutzen. Wenn sie einen Augenblick innehielten, um zu bedenken, zu welchem Zweck der Báb und die Märtyrer ihr Leben hingaben und wozu Bahá’u’lláh und der Meister so viel Leid auf sich nahmen, würden sie solchen Begriffen und Anschuldigungen niemals erlauben, über ihre Lippen zu kommen, wenn sie übereinander sprechen. Solange die Freunde miteinander streiten, wird ihren Bemühungen kein Segen zuteil, denn sie sind ungehorsam gegen Gott. Q62

61

Man könnte sagen, es gibt zwei Arten von Bahá’í: die einen, deren Religion Bahá’í heißt, und die anderen, die für den Glauben leben. Unnötig zu sagen: Wenn man zur zweiten Kategorie zu zählen vermag, wenn man in der vordersten Reihe der Helden, Märtyrer und Heiligen stehen kann, ist dies in den Augen Gottes höheren Lobes wert. Q63

62

Wir sollten eine geistige Ebene erreichen, auf der Gott zuerst kommt und starke menschliche Leidenschaften uns nicht von Ihm ablenken können. Ständig sehen wir Menschen, die entweder durch die Gewalt des Hasses oder durch ihre leidenschaftliche Bindung an eine andere Person Prinzipien opfern oder sich selbst den Pfad Gottes versperren … Wir müssen Gott lieben, und in diesem Gemütszustand wird eine nicht eingrenzende Liebe zu allen Menschen möglich. Wir können nicht jeden Menschen um seiner selbst willen lieben, aber unsere Haltung gegenüber der Menschheit sollte motiviert sein durch unsere Liebe zum Vater, der alle Menschen erschaffen hat. Q64

63

Er bittet Sie dringend, alles in Ihren Kräften Stehende zu tun, um Einigkeit und Liebe unter den dortigen Gemeindemitgliedern zu fördern, denn dessen scheinen sie am dringendsten zu bedürfen. So oft übersehen junge Gemeinden in ihrem Bestreben, die Sache zu verwalten, die Tatsache, dass diese geistigen Beziehungen viel wichtiger und grundlegender sind als die Regeln und Bestimmungen, die bei der Gemeindeverwaltung beachtet werden müssen. Q65

64

Allem Anschein nach ist innerhalb des Glaubens überall dringendst nötig, den Freunden einzuschärfen, wie sehr sie der Liebe untereinander bedürfen. Man neigt dazu, die Aufgaben der Gemeindeordnung falsch zu verstehen und versucht, sie auf persönliche Beziehungen anzuwenden. Das führt zu nichts; denn der Rat ist ein werdendes Haus der Gerechtigkeit und hat die Aufgabe, die Gemeindebelange den Lehren gemäß wahrzunehmen. Im Verhältnis der einzelnen zueinander sind jedoch Liebe, Einigkeit, Versöhnlichkeit und ein sündenbedeckendes Auge maßgebend. Wenn die Freunde dies einmal begriffen haben, dann werden sie viel besser miteinander auskommen; aber sie spielen immer wieder untereinander Geistiger Rat und erwarten vom Rat, dass er sich wie eine Einzelperson verhält. Q66

65

Wenn innerhalb einer Bahá’í-Gemeinde Kritik und harte Worte laut werden, dann gibt es nur das eine Heilmittel, das Vergangene hinter sich zu lassen und alle Beteiligten dazu zu bringen, eine neue Seite aufzuschlagen und um Gottes und Seines Glauben willen davon Abstand zu nehmen, die Themen zu erwähnen, die zu Missverständnissen und Uneinigkeit geführt haben. Je mehr die Freunde hin und her argumentieren und jede Seite darauf beharrt, dass ihr Standpunkt der richtige sei, desto verfahrener wird die ganze Angelegenheit. Wenn wir den Zustand sehen, in dem sich die Welt heute befindet, dann sollten wir gewiss diese völlig unbedeutenden internen Aufregungen vergessen und vereint der Menschheit zu Hilfe eilen. Sie sollten Ihre Mit-Bahá’í dazu drängen, diese Haltung einzunehmen und Ihnen bei einer mächtigen Anstrengung beizustehen, um jeden bekrittelnden Gedanken und jedes harte Wort zu verhindern, so dass der Geist Bahá’u’lláhs in die ganze Gemeinde einfließen und sie in Seiner Liebe und in Seinem Dienst vereinen kann. Q67

66

Der Hüter ist sich sicher, dass der Beitrag Ihrer Bekannten, die für kurze Zeit im Glauben nicht aktiv war, das Mittel sein wird, das sie zu erneutem Dienen anregt. Nichts wirkt sich im Glauben so erfolgreich aus wie das Dienen. Dienst ist der Magnet, der göttliche Bestätigungen anzieht. Folglich werden Menschen, die aktiv sind, vom Heiligen Geist gesegnet. Sind sie aber inaktiv, kann der Heilige Geist in ihrem Dasein keine Wohnstatt finden, und so werden sie seiner heilenden, belebenden Strahlen beraubt. Q68

67

Der Hüter meint, dass Ihre Einstellung gegen die korrupte Praxis, von anderen Ärzten und Apothekern Provisionen anzunehmen, sehr zu bewundern ist. Je aufrichtiger und vortrefflicher die Bahá’í sich verhalten, umso tiefer wird der Eindruck von der geistigen Lebenskraft der Religion, an die sie glauben, auf die Öffentlichkeit sein. Q69

68

Dieser so strengen, so nachdrücklichen und doch so ruhmreichen Herausforderung sieht sich zweifellos in erster Linie der einzelne Gläubige gegenüber, von dem letzten Endes das Schicksal der ganzen Gemeinde abhängt. Er verkörpert Kette und Schuss, von denen Qualität und Muster des ganzen Gewebes abhängig sind. Er wirkt als eines der zahllosen Glieder in der mächtigen Kette, die jetzt den Erdball umspannt. Er dient als einer in der Menge der Bausteine, die das feste Gebäude der Gemeindeordnung, die nun in jedem Teil der Welt errichtet wird, tragen und seine Standsicherheit gewährleisten. Ohne seine zugleich rückhaltlose, andauernde und großzügige Unterstützung ist jedes gesetzte Maß und Ziel, jeder gefasste Plan, den das als nationaler Repräsentant seiner Heimatgemeinde handelnde Gremium beschloss, zum Scheitern verurteilt. Sogar das Weltzentrum des Glaubens ist gelähmt, wenn ihm diese Unterstützung von Seiten der Gemeindemitglieder vorenthalten wird. Selbst dem Verfasser des Göttlichen Planes wird Sein Vorhaben erschwert, wenn es an geeigneten Instrumenten zur Ausführung Seines Entwurfes fehlt. Kraft und Beistand Bahá’u’lláhs, des Stifters des Glaubens, wird einem jeden Gläubigen entzogen, der auf die Dauer versäumt, sich zu erheben und seine Rolle zu spielen. Q70

69

Wenn jemand Bahá’í wird, geht das eigentlich so vor sich, dass der Same des Geistes in der menschlichen Seele zu wachsen beginnt. Dieser Same muss durch das Ausströmen des Heiligen Geistes bewässert werden. Diese Gaben des Geistes empfängt man durch Gebet, Meditation, Studium der Heiligen Schriften und Dienst an der Sache Gottes. Genau genommen kann der Dienst an der Sache mit dem Pflug verglichen werden, der den natürlichen Ackerboden umwälzt, wenn ausgesät werden soll. Das Umpflügen des Bodens ist nötig, damit dieser ertragreicher werden und ein fruchtbares Wachstum der Saat bewirken kann. In genau der gleichen Weise verläuft die Entfaltung des Geistes, indem der Boden des Herzens umgepflügt wird, so dass es den heiligen Geist unaufhörlich widerspiegelt. So wächst und gedeiht der menschliche Geist außerordentlich rasch. Zeiten des Kummers und der Schwierigkeiten und sogar harter Prüfungen sind also naturbedingt. Wenn der Betreffende sich aber unbeirrt dem göttlichen Offenbarer zuwendet, sorgfältig Seine heiligen Lehren studiert und die Segnungen des Heiligen Geistes empfängt, wird er feststellen, dass diese Prüfungen und Schwierigkeiten in Wirklichkeit Gottesgaben waren, um ihm zu Wachstum und Entwicklung zu verhelfen. Auf diese Weise können Sie auch Ihre eigenen Schwierigkeiten auf dem Pfade des Dienens betrachten. Sie sind das Mittel, durch das Ihr Geist wächst und sich entwickelt. Plötzlich werden Sie merken, dass Sie viele der Probleme, die Sie aus dem Gleichgewicht brachten, bewältigt haben, und dann werden Sie sich fragen, wieso sie Ihnen überhaupt Verdruss bereiten konnten. Ein Mensch muss sich mit Herz und Seele im Einklang mit den von Bahá’u’lláh gesetzten hohen Maßstäben voll auf den Dienst an der Sache konzentrieren. Ist das vollbracht, werden diesem Menschen die Himmlischen Heerscharen zu Hilfe kommen und alle Schwierigkeiten und Prüfungen werden allmählich überwunden. Q71

70

Die Straße ist steinig und voll von Prüfungen. Wenn die Freunde aber, wie Sie sagen, lernen, den Lehren Bahá’u’lláhs gemäß zu leben, dann werden sie entdecken, dass sie in der Tat auf verborgene, machtvolle Weise wirken, dass immer Hilfe zur Hand ist, dass Hindernisse überwunden werden und der schließliche Erfolg sichergestellt ist. Q72

71

Der einzelne muss selbst ihre Merkmale bewerten, sein Gewissen befragen, im Gebet ihre sämtlichen Gesichtspunkte überdenken, mutig ankämpfen gegen die menschliche Trägheit, die ihn niederdrückt, wenn er sich aufzumachen strebt, heldenhaft und unwiderruflich die belanglosen und überflüssigen Bindungen abstreifen, die ihn zurückhalten, sich jedes Gedankens entledigen, der ein Hindernis auf seinem Weg werden könnte, im Gehorsam gegenüber den Ratschlägen des Stifters seines Glaubens und indem er Dem nacheifert, der das wahre Vorbild ist, mit Männern und Frauen aus allen sozialen Schichten zusammenkommen und versuchen, durch den deutlichen Unterschied in seinem Denken, Sprechen und Handeln ihre Herzen zu bewegen und sie takt- und liebevoll, durch Gebet und Ausdauer für den Glauben zu gewinnen, den er selbst angenommen hat. Q73

72

Er war sehr traurig, als er von der Uneinigkeit der dortigen Freunde erfuhr, und er meint, für alle Freunde sei das einzig weise Vorgehen, sich der Lehrarbeit zu widmen und mit ihrem nationalen Gremium zusammenzuarbeiten. Solche Anfechtungen und Prüfungen, durch die alle Bahá’í-Gemeinden unvermeidbar hindurch müssen, erscheinen im Augenblick oft schrecklich, aber in der Rückschau verstehen wir, dass ihre Ursache in der Schwäche der menschlichen Natur, in Missverständnissen und auch in den Wachstumsschmerzen liegen, die jede Bahá’í-Gemeinde erdulden muss. Q74

73

Er ist sehr glücklich darüber, dass Sie eine der ermutigendsten Richtlinien ‘Abdu’l-Bahás in die Tat umgesetzt haben, nämlich dass wir, wie Er sagte, versuchen sollen, jeden Stolperstein in ein Sprungbrett zum Fortschritt zu verwandeln. In Ihrem bisherigen Leben sind Sie alle sehr schwer gestrauchelt; aber weit davon entfernt, sich durch diese Erfahrung verbittern zu lassen oder sich geschlagen zu geben, sind Sie entschlossen, daraus ein Werkzeug zu machen, um Ihre Eigenarten zu läutern und Ihre Charaktere zu verbessern, so dass Sie in Zukunft bessere Mitbürger werden können. Dies ist in den Augen Gottes wahrhaft wohlgefällig. Q75

74

Angesichts des Zustandes, in dem sich die Welt heute befindet, müssen die Bahá’í fest und mutig als Anhänger Bahá’u’lláhs auftreten, Seine Gesetze befolgen und danach streben, Seine Weltordnung aufzubauen. Durch Kompromisse wird es uns nie gelingen, unseren Glauben anzusiedeln oder die Herzen anderer Menschen für ihn zu gewinnen. Damit sind oft beträchtliche persönliche Opfer verbunden, aber wir wissen, dass, wenn wir das Richtige tun, Gott uns die Kraft gibt, es zu vollenden und Seinen Segen zu gewinnen. Wir lernen in solchen Zeiten, dass unser Leid in Wirklichkeit ein Segen ist. Q76

75

Es genügt nicht, dass die Freunde als Entschuldigung vorbringen, ihre besten Lehrer und ihre vorbildlichen Gläubigen hätten sich erhoben und seien dem Pionieraufruf gefolgt. Ein ›bester Lehrer‹ und ein ›vorbildlicher Gläubiger‹ ist letztlich nicht mehr und nicht weniger als ein gewöhnlicher Bahá’í, der sich der Arbeit am Glauben geweiht, sein Wissen und Verstehen der Lehren vertieft, sein Vertrauen in Bahá’u’lláh gesetzt und sich erhoben hat, Ihm nach besten Kräften zu dienen. Diese Tür wird sich, dessen sind wir sicher, vor dem Angesicht jedes Anhängers des Glaubens öffnen, der, bildlich gesprochen, fest genug anklopft. Wenn Wunsch und Wille stark genug sind, werden Mittel und Wege gefunden und erschlossen, um entweder im örtlichen Rahmen stärker mitzuarbeiten, in eine neue Zielstadt innerhalb der Vereinigten Staaten zu gehen oder das Feld des Pionierens in fremden Ländern zu betreten … Nicht nur Ihr Rat muss die erforderliche Ermutigung und Führung vermitteln und die Freunde dazu ermuntern, sich zu erheben und ihre Schuldigkeit zu tun. Auch die örtlichen Geistigen Räte müssen alles in ihren Kräften Stehende tun, um den Freunden zu helfen, hinauszugehen und ihre Ziele zu erreichen. Jeder einzelne Bahá’í muss gleichermaßen daran glauben, dass dies heutzutage seine persönliche Pflicht gegenüber dem Glauben und sein größtes Vorrecht ist. Jeder sollte sich fragen, was er ab heute während der kommenden sechs Jahre tun kann, um das Erreichen der Ziele des Zehnjahresplanes zu beschleunigen. Die Bahá’í sind der Sauerteig Gottes, der die Masse ihres Volkes säuern muss. Im direkten Verhältnis zu ihrem Erfolg wird der Schutz stehen, der nicht nur ihnen, sondern auch ihrem Land zuteil wird. Es gibt unveränderbare Gesetze Gottes, denen niemand entfliehen kann: »Denn wem viel gegeben worden ist, von dem wird viel verlangt werden«Q77. Q78

Quellenangaben

Q1 Shoghi Effendi, Brief vom 12. Januar 1923 an die Bahá’í von Persien, aus dem Persischen übersetzt. Q2 Shoghi Effendi, Brief vom 19. Dezember 1923 an die Bahá’í des Ostens, aus dem Persischen übersetzt. Q3 Shoghi Effendi, Brief vom 30. Oktober 1924 an den Geistigen Rat von Ṭihrán, aus dem Persischen übersetzt. Q4 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 20. November 1924 an einen Gläubigen. Q5 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 30. Januar 1925 an einen Gläubigen. Q6 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 14. Februar 1925 an einen Gläubigen. Q7 Vgl. Matthäus 5:48 (Anm. d. H.). Q8 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 12. Mai 1925 an einen Gläubigen. Q9 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 21. Dezember 1927 an einen Gläubigen. Q10 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 5. November 1931 an einen Gläubigen. Q11 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 20. Februar 1932 an einen Gläubigen. Q12 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 3. August 1932 an einen Gläubigen, zitiert in Bahá’í News, Nr. 68, November 1932, p. 3. Q13 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 30. November 1932 an einen Gläubigen. Q14 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 26. Februar 1933 an einen Gläubigen. Q15 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 24. September 1933 an einen Gläubigen. Q16 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 9. Mai 1934 an einen Gläubigen. Q17 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 28. April 1936 an einen Gläubigen. Q18 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 22. November 1936 an einen Gläubigen. Q19 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 27. Februar 1938 an einen Gläubigen. Q20 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 6. Februar 1939 an einen Gläubigen. Q21 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 23. Februar 1939 an zwei Gläubige. Q22 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 20. Mai 1939 an einen Gläubigen. Q23 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 22. Juli 1947 an den Nationalen Geistigen Rat von Australien und Neuseeland. Q24 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 8. Mai 1942 an einen Gläubigen. Q25 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 27. Februar 1943 an einen Gläubigen. Q26 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 17. März 1943 an einen Gläubigen. Q27 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 14. Oktober 1943 an einen Gläubigen. Q28 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 23. August 1939 an einen Gläubigen. Q29 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 26. Oktober 1941 an einen Gläubigen. Q30 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 14. Dezember 1941 an einen Gläubigen. Q31 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 14. Dezember 1941 an einen Gläubigen. Q32 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 26. Oktober 1943 an den Nationalen Geistigen Rat von Indien und Birma. Q33 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 17. Dezember 1943 an einen Gläubigen. Q34 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 18. Dezember 1943 an einen Gläubigen. Q35 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 7. Juli 1944 an einen Gläubigen, zitiert in Bahá’í News Nr. 173, Februar 1945, p. 3. Q36 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 25. August 1944 an die Jugendklasse der Louhelen School, USA. Q37 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 17. Oktober 1944 an einen Gläubigen. Q38 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 27. Oktober 1944 an einen Gläubigen. Q39 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 23. Januar 1945 an einen Gläubigen. Q40 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 22. Februar 1945 an einen Gläubigen. Q41 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 25. April 1945 an einen Gläubigen. Q42 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 13. Mai 1945 an den Nationalen Geistigen Rat von Australien und Neuseeland. Q43 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 20. Oktober 1945 an einen Gläubigen. Q44 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 18. Dezember 1945 an einen Gläubigen. Q45 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 12. März 1946 an einen Gläubigen. Q46 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 5. September 1946 an einen Gläubigen. Q47 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 6. September 1946 an einen Gläubigen. Q48 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 19. September 1946 an die Kinderklasse der Louhelen School, USA. Q49 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 19. September 1946 an die Sommerschule in Green Acre. Q50 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 5. Februar 1947 an den örtlichen Geistigen Rat von Atlanta, Georgia. Q51 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 18. Februar 1947 an einen Gläubigen. Q52 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 9. Mai 1947 an den Nationalen Geistigen Rat der Vereinigten Staaten und Kanadas. Q53 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 21. September 1957 an den Nationalen Geistigen Rat der Vereinigten Staaten. Q54 Imám ‘Alí, eine ihm zugeschriebene Überlieferung. Bahá’u’lláh zitiert sie als solche u.a. im Kitáb-i-Íqán und erklärt ihre Bedeutung in einem Tablet an Mírzá Hádíy-i-Qazvíní, einen der ›Buchstaben des Lebendigen‹ – Anm. d. H. Q55 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 10. Dezember 1947 an einen Gläubigen. Q56 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 11. Mai 1948 an den Nationalen Geistigen Rat von Australien und Neuseeland. Q57 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 19. September 1948 an einen Gläubigen. Q58 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 16. März 1949 an einen Gläubigen. Q59 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 5. August 1949 an einen Gläubigen. Q60 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 30. September 1949 an einen Gläubigen. Q61 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 25. Oktober 1949 an einen Gläubigen. Q62 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 24. Februar 1950 an einen Gläubigen. Q63 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 16. April 1950 an einen Gläubigen. Q64 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 4. Oktober 1950 an einen Gläubigen. Q65 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 4. Oktober 1950 an einen Gläubigen. Q66 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 5. Oktober 1950 an einen Gläubigen, zitiert in Bahá’í News, Nr. 241, März 1951, p. 2. Q67 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 16. Februar 1951 an einen Gläubigen. Q68 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 12. Juli 1952 an einen Gläubigen. Q69 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 20. Oktober 1953 an einen Gläubigen. Q70 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 20. Juni 1954 an den Nationalen Geistigen Rat der Vereinigten Staaten. Q71 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 6. Oktober 1954 an einen Gläubigen. Q72 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 23. April 1956 an einen Gläubigen. Q73 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 19. Juli 1956 an den Nationalen Geistigen Rat der Vereinigten Staaten. Q74 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 25. November 1956 an einen Gläubigen. Q75 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 26. März 1957 an die Bahá’í im Kitalya-Farm-Gefängnis. Q76 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 5. Mai 1957 an zwei Gläubige. Q77 Vgl. Lukas 12:48 (Anm. d. H.). Q78 Shoghi Effendi, Brief im Auftrag des Hüters vom 21. September 1957 an den Nationalen Geistigen Rat der Vereinigten Staaten.

Anmerkungen