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Die Bedeutung der Künste

Die Bedeutung der Künste á Textzusammenstellung á Bahá'í Verlag GmbH, Auflage 1.01 (O-2024-04-01)

Die Bedeutung der Künste Textzusammenstellung Die Botschaft des Universalen Hauses der Gerechtigkeit zu Riḍván 1996 an die Bahá’í der Welt lenkte unsere Aufmerksamkeit auf die Bedeutung der Kunst, insbesondere der bildenden und darstellenden Künste und der Literatur bei der Proklamation, der Ausbreitung und der Festigung des Bahá’í-Glaubens. In dieser Zusammenstellung soll ausführlich darauf eingegangen werden. Während in den englischen Übersetzungen der Schriften Bahá’u’lláhs und ‘Abdu’l-Bahás oft auf „die Künste“ Bezug genommen wird, kann doch der Gebrauch des Begriffes „Künste“ in vielen dieser Textstellen irreführend sein, da die ursprüngliche Bedeutung des Wortes oftmals ein weites Feld von Aktivitäten wie gewerbliche Berufe und Handwerke beinhaltet. Die Textauszüge in dieser Zusammenstellung wurden ausgewählt, weil sie sich hauptsächlich auf die bildenden und darstellenden Künste und die Literatur beziehen.

Aus den Schriften Bahá’u’lláhs

1

Die Sonne der Wahrheit ist das Wort Gottes, von dem die Erziehung derer abhängt, die mit der Kraft des Verstehens und der Rede begabt sind. Sie ist der wahre Geist und das himmlische Wasser, durch deren Hilfe und barmherzige Vorsehung alle Dinge belebt wurden und werden. In allen Spiegeln wird ihre Erscheinung durch die Farbe des Spiegels bestimmt. Wenn ihr Licht zum Beispiel auf die Spiegel der Herzen der Weisen geworfen wird, bringt es Weisheit hervor. In gleicher Weise entfaltet es, wenn es sich in den Spiegeln der Herzen von Künstlern offenbart, neue und einzigartige Künste. Und spiegelt es sich in den Herzen derer wider, die die Wahrheit erkennen, enthüllt es wundervolle Zeichen wahren Wissens und bringt die Wahrheit der Gottesworte ans Licht.A1

2

Wir haben euch Musik und Gesang erlaubt, doch seht euch vor, dass dies euch nicht verleite, des Anstands und der Würde Grenzen zu überschreiten. Eure Freude entspringe Meinem Größten Namen, einem Namen, der das Herz frohlocken lässt und allen Gott Nahen den Geist mit Verzückung erfüllt. Wir haben wahrlich die Musik zu einer Leiter für eure Seelen gemacht, zu einem Mittel für ihren Aufschwung in das Reich der Höhe. So macht sie nicht zu einem Flügelpaar des Selbstes und der Leidenschaft. Wir wollen euch wahrlich nicht den Narren zugesellt sehen.A2

3

Wer die Verse des Allbarmherzigen in den melodischsten Tönen vorträgt, wird durch sie zu einer Erkenntnis gelangen, mit der sich die Souveränität über Erde und Himmel nicht vergleichen lässt. Aus ihnen werden die Menschen den Duft Meiner Welten verspüren – Welten, die an diesem Tage keiner erkennen kann außer denen, die durch diese hehre, diese strahlend schöne Offenbarung mit Scharfblick ausgestattet sind. Sprich: Diese Verse ziehen Herzen, die rein sind, hin zu jenen geistigen Welten, die weder beschrieben noch angedeutet werden können. Selig sind die Hörenden.A3

4

Ein jegliches Wort, das aus dem Munde Gottes hervorgeht, ist mit solcher Kraft versehen, dass es jeder menschlichen Gestalt neues Leben einflößen kann – gehörtet ihr doch zu denen, die diese Wahrheit begreifen! Alle wunderbaren Werke, die ihr in dieser Welt seht, sind durch das Wirken Seines höchsten, erhabensten Willens, Seines wunderbaren, unerschütterlichen Planes offenbart. Durch die bloße Offenbarung des Wortes ›Gestalter‹, das aus Seinem Munde hervorgeht und der Menschheit Seine Eigenschaft verkündet, hat Er eine Kraft entfesselt, die über die Zeitalter hindurch all die mannigfaltigen Künste erzeugt, derer des Menschen Hände fähig sind. Dies ist wahrlich eine unumstößliche Wahrheit. Kaum wird dieses strahlende Wort geäußert, da bringen seine belebenden, in allem Erschaffenen wirkenden Kräfte die Mittel hervor, die solche Künste schaffen und zur Vollendung bringen. Alle wundersamen Errungenschaften, die ihr jetzt seht, sind die direkte Folge der Offenbarung dieses Namens.A4

5

Die Seele, die der Sache Gottes treu bleibt und unbeirrbar Seinem Pfade folgt, wird nach ihrem Aufstieg solche Kraft besitzen, dass alle Welten, die der Allmächtige erschaffen hat, durch sie gefördert werden können. Eine solche Seele sorgt auf Geheiß des wahren Königs und göttlichen Erziehers für den reinen Sauerteig, der die Welt des Seins durchdringt und jene Kraft spendet, durch welche die Künste und Wunderwerke der Welt offenbar werden.A5

6

Jedes deiner Dichterworte ist fürwahr wie ein Spiegel, der die Zeichen deiner Ergebenheit und Liebe für Gott und Seine Erwählten wiedergibt. Wohl dir, der du den erlesenen Wein der Rede getrunken hast und des sanften Stromes wahren Wissens teilhaftig wurdest. Glücklich, wer sich satt trinkt und zu Ihm gelangt, aber wehe den Achtlosen! Deine Gedichte zu lesen, war wirklich sehr eindrucksvoll, denn aus ihnen spricht sowohl das Licht der Vereinigung wie das Feuer der Trennung.A6

Aus den Schriften ‘Abdu’l-Bahás

7

O Musiker Gottes! Die Gemeinschaft der Sänger, die in den Gärten der Heiligkeit verweilen, müssen in diesem Zeitalter einen so jubelnden Ausbruch an Liedern hervorströmen lassen, dass die Vögel auf dem Feld in heftigem Entzücken auffliegen; und an diesem göttlichen Festtag, an dieser himmlischen Tafel sollten sie die Laute und die Harfe, die Viola und die Lyra auf solche Art spielen, dass die Menschen des Ostens und des Westens mit äußerster Freude und Fröhlichkeit erfüllt und von Jubel und Glück mitgerissen werden. Nun geziemt es dir, die Melodie dieser göttlichen Lyra anzustimmen und auf dieser himmlischen Laute zu spielen, auf dass dadurch BárbudA7 ins Leben zurückgerufen und RúdakíA8 getröstet und FárábíA9 ruhelos und Ibn-i-SínáA10 zum Sinai Gottes geleitet werden. Auf dir seien Gruß und Preis.A11

8

Ich hoffe aufrichtig, dass du all die persischen Gedichte, die die Gesegnete Schönheit offenbarte, auswendig lernen und sie mit einer Stimme von unvergleichlicher Lieblichkeit auf Bahá’í-Treffen und -Versammlungen singen wirst. Der Tag ist nicht mehr fern, da diese Gedichte in westlicher Musik vertont werden, und der süße Klang dieser Lieder das Abhá-Königreich mit äußerster Freude und Fröhlichkeit erreichen wird.A12

9

Die Kunst der Musik muss auf die höchste Entwicklungsstufe gehoben werden, denn sie ist eine der wunderbarsten Künste, und in diesem herrlichen Zeitalter des Herrn der Einheit ist es höchst wichtig, sie vollkommen zu beherrschen. Man muss indessen bemüht sein, den Grad künstlerischer Vollkommenheit zu erlangen und nicht wie solche sein, die etwas unvollendet lassen.A13

10

O Nachtigall des Rosengartens Gottes! Das Singen von Melodien wird die Menschenwelt beleben und beglücken, die Hörer werden entzückt und erfreut und ihre tiefsten Gefühle werden erregt. Aber diese Freude, diese Gefühlsregung ist vergänglich und wird binnen kurzem vergessen sein. Du jedoch, Preis sei Gott, hast deine Hymnen mit den Melodien des Königreiches verbunden, du wirst der Welt des Geistes Trost geben und wirst immerwährend geistige Gefühle hervorrufen. Dies wird ewig währen und die Umwälzungen von Zeitaltern und Jahrhunderten überdauern.A14

11

O Diener Bahás! Musik wird an der Schwelle des Allmächtigen als lobenswerte Wissenschaft betrachtet, mögest du in großen Zusammenkünften und Versammlungen die Verse mit wunderbaren Weisen singen und solche Hymnen des Lobpreises im Mashriqu’l-Adhkár anstimmen, dass die Himmlischen Heerscharen entzückt werden. Bedenke kraft dessen, wie sehr die Kunst der Musik hoch geschätzt und gepriesen wird. Versuche, wenn du vermagst, geistige Melodien, Lieder und Weisen zu verwenden und die irdische Musik in Einklang mit der himmlischen Melodie zu bringen. Dann wirst du feststellen, welch großen Einfluss Musik ausübt und welch himmlische Freude und Leben sie verleiht. Stimme solche Lieder und Weisen an, auf dass die Nachtigallen des göttlichen Geheimnisses mit Freude und Verzückung erfüllt werden.A15

12

Ich freue mich zu hören, dass du dir mit deiner Kunst Mühe gibst, denn in diesem wundervollen neuen Zeitalter ist Kunst Gottesdienst. Je mehr du dich bemühst, sie zu vervollkommnen, desto näher wirst du Gott kommen. Welches Geschenk könnte größer sein als dieses, dass die Kunst eines Menschen gleichbedeutend sei mit der Anbetung des Herrn? Das bedeutet, dass, wenn deine Finger den Pinsel ergreifen, es ist, als ob du im Tempel beten würdest.A16

13

Zu den größten aller großen Dienste gehört die Kindererziehung und die Förderung der verschiedenen Wissenschaften, Handwerke und Künste. Gelobt sei Gott, ihr unternehmt nun eifrige Anstrengungen zu diesem Ziel. Je beharrlicher ihr diese höchst wichtige Aufgabe verfolgt, desto mehr werdet ihr Zeugen der Bestätigungen Gottes sein, bis zu einem solchen Grade, dass ihr selbst erstaunt sein werdet.A17

14

O du Vöglein, das so lieblich die Schönheit Abhá besingt! In dieser neuen, wunderbaren Sendung wurden die Schleier des Aberglaubens zerrissen und die Vorurteile der östlichen Völker missbilligt. Die Musik wurde bei einigen östlichen Völkern als verwerflich angesehen, aber in diesem neuen Zeitalter hat das Licht der Offenbarung in Seinen heiligen Sendbriefen besonders dargelegt, dass Musik, gesungen oder gespielt, geistige Nahrung für Herz und Seele ist. Die Musik gehört zu den Künsten, die höchstes Lob verdienen. Sie bewegt alle Herzen, die traurig sind. O ShahnázA18, spiele und singe darum die heiligen Worte Gottes in den Versammlungen der Freunde mit herrlichen Tönen, so dass die Ketten des Kummers und der Sorge von den Hörern abfallen, ihre Seelen sich vor Freude erheben und sich demütig im Gebet dem Reiche der Herrlichkeit zuwenden.A19

15

So strengt euch denn mächtig an, ihr Geliebten Gottes, damit ihr diesen Fortschritt und alle diese Bestätigungen an euch selber zeigt und Brennpunkte für Gottes Gnadengaben, Aufgangsorte Seiner lichtvollen Einheit, Förderer aller Segnungen und Gunstbeweise kultivierten Lebens werdet! Werdet dortzulande zur Vorhut menschlicher Vollkommenheit, tragt die verschiedenen Wissenszweige voran, seid aktiv und fortschrittlich auf dem Gebiet der Erfindungen und Künste. Bemüht euch, das menschliche Verhalten zu verbessern, und trachtet danach, die ganze Welt sittlich zu übertreffen. Solange die Kinder noch klein sind, nährt sie an der Brust himmlischer Gnade, hegt sie in der Wiege aller Vollkommenheiten, zieht sie groß in den Armen der Gabenfülle. Gönnt ihnen den Vorzug alles brauchbaren Wissens. Lasst sie teilhaben an jedem neuen, trefflichen, wundersamen Handwerk und Kunstgewerbe. Erzieht sie zu Arbeit und Einsatz, gewöhnt sie an Mühsal.A20

16

O ihr, die ihr Gottes Gunst empfanget! Die unerschütterliche Grundlage dieses neuen, wunderbaren Zeitalters ist das Lehren der Wissenschaften und Künste. Nach den ausdrücklichen Heiligen Worten muss jedes Kind in ausreichendem Maß in Kunst und Handwerk unterwiesen werden. Deshalb müssen in jeder Stadt und jedem Dorf Schulen errichtet werden, und jedes Kind dieser Stadt oder dieses Dorfes muss im nötigen Umfang lernen.A21

17

O du Sohn des Königreiches! Alles mit der Liebe Gottes Verbundene ist nützlich; ohne Seine Liebe sind alle Dinge schädlich und treten als Schleier zwischen den Menschen und den Herrn des Königreiches. Wo Seine Liebe ist, wird jede Bitternis süß und jede Gnadengabe bringt wohltuende Freude. So bringt zum Beispiel eine dem Ohr süße Melodie dem in Gott verliebten Herzen den wahren Geist des Lebens, die in sinnlichem Verlangen versunkene Seele jedoch besudelt sie mit Begierde.A22

18

O du Vogel der erquickenden Klänge! Dein kleines Buch mit Gedichten, die sehr lieblich sind, wurde gelesen. Es war eine Quelle der Freude, denn es war eine geistige Hymne und eine Melodie der Liebe Gottes. Erhalte diesen Wohlklang, so lange du kannst in den Versammlungen der Geliebten; so mögen die Gemüter Ruhe und Freude finden und sich auf die Liebe Gottes einstimmen. Wenn ausdrucksvolle Rede, Schönheit der Bedeutung und Liebreiz der Komposition sich mit neuen Melodien vereinigen, ist die Wirkung immer groß, besonders, wenn es sich um die Hymnen der Verse der Einheit und die Lieder des Lobpreises des Herrn der Herrlichkeit handelt. Bemühe dich auf das Äußerste, schöne Gedichte zu verfassen, dazu bestimmt, mit himmlischer Musik gesungen zu werden; auf dass ihre Schönheit die Gemüter bewegen und die Herzen der Hörer beeindrucken möge.A23

19

O du Rechtschaffener! Danke Gott, dass du in Musik und Melodie geschult bist und mit angenehmer Stimme die Verherrlichung und den Lobpreis des Ewigen, des Lebendigen, singst. Ich bete zu Gott, dass du diese Gabe bei Gebet und Andacht einsetzen mögest, damit die Seelen belebt, die Herzen angezogen und alle vom Feuer der Liebe zu Gott entflammt werden mögen.A24

20

Den höchsten Grad an Begriffsvermögen in der Welt der Natur besitzt die vernunftbegabte Seele. Diese Kraft und dieses Begriffsvermögen haben alle Menschen gemein, ob sie nun achtlos oder aufmerksam sind, ob sie vom Weg abgekommen oder treu sind. In der Schöpfung Gottes umfasst die vernunftbegabte Seele des Menschen alle anderen erschaffenen Dinge und zeichnet sich ihnen gegenüber aus: Da sie edler und vornehmer ist, umfasst sie alle. Durch die Kraft der vernunftbegabten Seele kann der Mensch die Wirklichkeit der Dinge entdecken, ihre Merkmale begreifen und die Geheimnisse des Daseins durchdringen. Alle Wissenschaften, Wissensgebiete, Künste, Erfindungen, Einrichtungen, Unternehmungen und Entdeckungen entspringen dem Begriffsvermögen der vernunftbegabten Seele.A25

Aus mündlichen Äußerungen ‘Abdu’l-Bahás

21

Was ist das für eine wunderbare Versammlung! Dies sind die Kinder des Königreichs. Das Lied, das wir gerade hörten, war sehr schön – sowohl die Melodie, als auch die Worte. Musik ist eine göttliche Kunst mit großer Wirkung. Sie ist Nahrung für Seele und Geist. Durch den Zauber und die Macht der Musik wird der Geist des Menschen erhoben. Sie besitzt eine wunderbar bewegende Wirkung auf die Herzen der Kinder, denn ihre Herzen sind rein, und Melodien haben großen Einfluss auf sie. Die Musik bringt die verborgenen Talente, mit denen die Herzen dieser Kinder begabt sind, zum Ausdruck. Darum müsst ihr alles tun, um ihre Kunstfertigkeit zu fördern. Lehrt sie, vortrefflich und eindrucksvoll zu singen. Jedes Kind sollte etwas von Musik verstehen, denn ohne Kenntnis dieser Kunst kann man sich an Instrumentalmusik und Gesang nicht richtig erfreuen. Genauso wichtig ist es, dass an Schulen Musik unterrichtet wird, damit die Herzen und Seelen der Schüler belebt und beflügelt werden und Freude ihr Leben erhellt.A26

22

Ein Schauspieler erwähnte das Schauspiel und dessen Einfluss. »Das dramatische Schauspiel ist höchst bedeutsam«, sagte ‘Abdu’l-Bahá. »Früher hatte es große erzieherische Kraft, und diese wird es wieder erlangen.« Er schilderte, wie Er als kleiner Junge das Mysterienspiel vom Verrat an ‘Alí und dessen Leidensweg gesehen habe und Ihn dieses Spiel so tief ergriffen habe, dass Er weinte und nächtelang nicht schlafen konnte.A27

23

‘Abdu’l-Bahá sagte: »Jede Kunst ist eine Gabe des Heiligen Geistes. Wenn dieses Licht durch den Geist eines Musikers scheint, manifestiert es sich in wunderschönen Harmonien. Und scheint es durch den Geist eines Dichters, wird es durch feine Poesie und poetische Prosa sichtbar. Wenn das Licht der Sonne der Wahrheit den Geist eines Malers inspiriert, bringt er wunderbare Bilder hervor. Diese Gaben erfüllen ihren höchsten Zweck, wenn sie den Lobpreis Gottes kundtun.«Q1

24

Es ist für Herz und Geist natürlich, dass sie Freude und Vergnügen für alles empfinden, was Symmetrie, Harmonie und Vollkommenheit ausdrückt. Zum Beispiel ein schönes Haus, ein wohlgestalteter Garten, eine symmetrische Linie, eine anmutige Bewegung, ein schön geschriebenes Buch, gefällige Kleidung – ja eigentlich alles, was Anmut oder Schönheit in sich trägt, wirkt wohltuend auf Herz und Geist – daher ist es ganz sicher, dass eine reine Stimme Freude hervorruft.A28

Aus den Schriften Shoghi Effendis

25

Solch ein keusches und heiliges Leben mit seinen Kennzeichen der Bescheidenheit, Reinheit, Enthaltsamkeit, Anständigkeit und inneren Sauberkeit bedingt nichts weniger als Mäßigung in allem, was zu Kleidung, Sprache, Vergnügen sowie allen künstlerischen und literarischen Zerstreuungen gehört. Es verlangt tägliche Wachsamkeit in der Beherrschung der fleischlichen Wünsche und verderbten Neigungen. Es fordert die Aufgabe leichtfertigen Verhaltens mit seiner übertriebenen Verhaftung an nichtssagende und oft missgeleitete Freuden. Es verlangt völlige Enthaltung von allen alkoholischen Getränken, von Opium und ähnlichen Drogen, die zur Gewohnheit werden können. Es verurteilt die erniedrigende Verwendung von Kunst und Literatur, Nacktkultur und Kameradschaftsehe, eheliche Untreue und alle Arten des zwanglosen geschlechtlichen Verkehrs, leichtfertige Vertraulichkeit und geschlechtliche Laster. Es kann keinen Kompromiss dulden mit den Lehren, Maßstäben, Gewohnheiten und Übertreibungen eines verfallenden Zeitalters. Nein, es sucht vielmehr durch die anfeuernde Kraft seines Beispiels den schädlichen Charakter solcher Lehren, die Falschheit solcher Maßstäbe, die Hohlheit solcher Ansprüche, die Entartung solcher Gewohnheiten und die Schändlichkeit solcher Übertreibungen zu beweisen.A29

Aus Briefen im Auftrag Shoghi Effendis

26

Shoghi Effendi bittet mich, den Eingang Ihres Briefes vom 27. Oktober 1931 zu bestätigen, der zusammen mit der Begleitmusik zu The Lonely Stranger von … gesandt wurde. Er hofft aufrichtig, dass, wenn die Sache Gottes wächst und begabte Menschen unter ihr Banner treten, sie damit beginnen werden, in der Kunst den Geist, der ihre Seelen belebt, zu symbolisieren. Jede Religion hat eine Form der Kunst mit sich gebracht – lasst uns schauen, welche Wunder diese Sache mit sich bringen wird. Solch ein herrlicher Geist sollte auch einer herrlichen Kunst Raum geben. Der Tempel in all seiner Schönheit ist nur der erste Strahl einer frühen Dämmerung; noch wundervollere Dinge werden in Zukunft vollbracht werden.A30

27

Er möchte in The Bahá’í World einen neuen Abschnitt einführen, der ganz den von Bahá’í verfassten Gedichten gewidmet ist. Obgleich es ein bescheidener Beginn ist, so mag es doch der Anfang großer zukünftiger Beiträge sein. Shoghi Effendi möchte damit die Begabten dazu ermutigen, dem sie erfüllenden wunderbaren Geist Ausdruck zu verleihen. Wir brauchen in der Sache Gottes Dichter und Schriftsteller, und dies ist zweifellos eine gute Möglichkeit, sie anzuspornen. Einige der Gedichte wurden von sehr jungen Menschen geschrieben, doch klingen sie so echt und drücken solche Gedanken aus, dass man nur innehalten und staunen kann. In Persien hat der Glaube Gottes Dichter hervorgebracht, die sogar Nicht-Bahá’í als groß erachten. Wir hoffen, dass es nicht lange dauern wird, bis sich auch im Westen solche Wesen erheben.A31

28

Gewiss wird mit der Ausbreitung des Geistes Bahá’u’lláhs eine neue Epoche in Kunst und Literatur anbrechen. Während zuvor die Form perfekt war, es aber an Geist fehlte, wird sich nun in einer unermesslich verbesserten Form ein herrlicher Geist durch die neubelebte Schöpferkraft in der Welt verkörpern.A32

29

Shoghi Effendi bittet mich, den Eingang Ihres Briefes vom 18. Mai 1932 zu bestätigen. Er ist sehr erfreut zu erfahren, dass Ihnen Nabils Bericht gefallen hat, denn seine größte Belohnung besteht darin zu sehen, dass sein Werk, das ihn so viel Arbeit und Mühe gekostet hat, den Freunden hilft, den Geist, der diese Bewegung belebt und das beispielhafte Leben der heroischen Seelen, die ihn in die Welt hineingetragen haben, besser und umfassender zu verstehen. Der Hüter hofft aufrichtig, dass die Freunde durch das Lesen dieses Buches zu größerer Aktivität und einem höheren Grad des Opfers angeregt werden, dass sie eine tiefere Vergegenwärtigung dieser Sache erreichen, dessen Ausbreitung und letztendlicher Sieg ihrer Obhut anvertraut ist. Wie einige, die das Buch gelesen haben bemerkten, kann sich niemand mit diesen Lebensläufen vertraut machen, ohne dazu inspiriert zu werden, ihnen auf ihrem Weg zu folgen. Es ist sicherlich wahr, dass der Geist dieser heroischen Seelen viele Künstler bewegen wird, ihr Bestes zu geben. Es sind solche Lebensläufe, die in der Vergangenheit Dichter inspiriert und die Pinsel von Malern in Bewegung gesetzt haben.A33

30

Shoghi Effendi war sehr interessiert, vom Erfolg des Festzugs der Nationen zu erfahren, den Sie veranstalteten. Er hofft aufrichtig, dass alle Anwesenden durch denselben Geist inspiriert wurden, der auch Sie bei der Vorbereitung erfüllte. Gerade durch solche Darbietungen können wir das Interesse einer großen Schar von Menschen am Geist der Sache Gottes wecken. Es wird die Zeit kommen, da der Glaube sich wie ein Lauffeuer verbreiten wird, wenn sein Geist und seine Lehren auf der Bühne oder in Kunst und Literatur als Ganzes dargestellt werden. Kunst kann solch edle Gefühle besser erwecken als kalte, rationale Erläuterungen, besonders unter der Masse der Bevölkerung. Wir brauchen nur noch ein paar Jahre zu warten, um zu sehen, wie der von Bahá’u’lláh eingehauchte Geist in den Arbeiten von Künstlern seinen Ausdruck findet. Was sie und einige andere Bahá’í gerade versuchen, ist nur ein schwacher Schimmer, der dem strahlenden Licht eines herrlichen Morgens vorangeht. Wir können noch nicht abschätzen, welchen Anteil die Sache im Leben der Gesellschaft zu spielen bestimmt ist. Wir müssen ihr Zeit lassen. Das Material, das dieser Geist formen muss, ist zu roh und unwürdig, aber es wird am Ende nachgeben, und die Sache Bahá’u’lláhs wird sich in ihrem vollen Glanze offenbaren.A34

31

Der Hüter schätzt die Hymnen, die sie so herrlich komponieren. In ihnen sind ganz sicher die Wirklichkeiten des Glaubens enthalten; sie werden ihnen helfen, die Botschaft den Jugendlichen zu übermitteln. Es ist die Musik, die uns hilft, den menschlichen Geist anzuregen. Sie ist ein wichtiges Mittel, das uns hilft, mit der Seele zu kommunizieren. Der Hüter hofft, dass sie mit Hilfe der Musik den Menschen die Botschaft bringen und ihre Herzen anziehen werden.A35

32

Was Bahá’u’lláh mit »Wissenschaften, die mit Worten beginnen und enden« in erster Linie meint, sind theologische Abhandlungen und Kommentare, die den menschlichen Verstand nur belasten, statt ihm zu helfen die Wahrheit zu finden. Die Studenten pflegen ihr Leben solchen Studien zu widmen, aber erreichen nichts. Bahá’u’lláh hat gewiss niemals beabsichtigt, das Schreiben von Geschichten in diese Kategorie einzuordnen; auch sind Kurzschrift und Maschineschreiben äußerst nützliche Fähigkeiten, die im gegenwärtigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben sehr benötigt werden. Sie könnten aber – und sollten – ihre Geschichten dazu nutzen, dass sie den Lesern zur Quelle der Inspiration und Führung werden. Mit einer solchen Fähigkeit können sie den Geist und die Lehren der Sache Gottes verbreiten; sie können auf die Übel in der Gesellschaft hinweisen und auch, auf welche Art sie behoben werden können. Wenn sie ein echtes Talent zum Schreiben besitzen, dann sollten sie es als eine Gabe Gottes ansehen und sich darum bemühen, es zur Besserung der Gesellschaft einzusetzen.A36

33

Ihr Nabil gewidmetes Gedicht hat mich tief berührt… Ich würde auch jedes weitere Gedicht aus Ihrer begabten Feder freudig begrüßen, das irgendeine Phase oder Episode behandelt, die in Nabils unsterblichem Bericht erzählt wird. Sie leisten der Sache Gottes einzigartige und bemerkenswerte Dienste. Seien Sie glücklich und fahren Sie unbeirrt in Ihren edlen Bemühungen fort.A37

34

In Bezug auf die Hauptfrage, die Sie im Zusammenhang mit dem Singen von Liedern bei Bahá’í-Versammlungen gestellt haben, bittet er (der Hüter) mich, Ihnen zu versichern, dass er keinerlei Einwände dagegen hat. Das Element Musik ist zweifellos bei allen Bahá’í-Zusammenkünften ein wichtiger Faktor. Der Meister selbst hat ihre Bedeutung betont. Die Freunde sollten jedoch in dieser Beziehung, wie auch in allen anderen Fällen, nicht die Grenzen der Mäßigung überschreiten und dafür Sorge tragen, den streng geistigen Charakter all ihrer Versammlungen zu wahren. Musik sollte zu Geistigkeit führen, vorausgesetzt, sie schafft eine solche Atmosphäre, kann es keine Einwände geben. Ein Unterschied von entscheidender Bedeutung muss jedoch klar herausgestellt sein zwischen dem Singen von Liedern, die von den Freunden vertont wurden und dem Intonieren der Heiligen Texte.A38

35

Nun zu Ihrer Frage, ob es ratsam ist, Episoden aus der Bahá’í-Geschichte in Dramen darzustellen. Der Hüter erachtet es für gut und ermutigt sogar die Freunde, sich mit solchen literarischen Aufgaben zu befassen, die zweifellos von immensem Wert bei der Lehrarbeit sein können. Allerdings wünscht er, dass die Freunde es vermeiden, die Gestalten von Báb, Bahá’u’lláh und ‘Abdu’l-Bahá als agierende Personen auf der Bühne darzustellen. Dies wäre, wie er schon früher erwähnte, sehr respektlos. Allein die Tatsache, dass sie auf der Bühne erscheinen, stellt einen Akt der Unhöflichkeit dar, der in keiner Weise mit ihrer höchst erhabenen Stellung in Einklang gebracht werden kann. Vorzugsweise sollten ihre Botschaft oder ihre tatsächlichen Worte wiedergegeben und von ihren Anhängern, die auf der Bühne erscheinen, berichtet werden.A39

36

Der Hüter war auch erfreut, von Ihrem starken Interesse an Musik zu erfahren und von Ihrem Wunsch, dem Glauben in dieser Richtung zu dienen. Obgleich wir jetzt erst am Anfang der Bahá’í-Kunst stehen, sollten die Freunde, die das Gefühl haben, in dieser Hinsicht begabt zu sein, sich um die Entwicklung und Kultivierung dieser Gaben bemühen und in Ihrer Arbeit – wie unzulänglich auch immer – den göttlichen Geist widerspiegeln, den Bahá’u’lláh in die Welt gehaucht hat.A40

37

… Sie erheben die Frage, wie für Bahá’í-Musiker und -Komponisten die Quelle der Inspiration sein wird: Die Musik der Vergangenheit oder das Wort? Wir, die wir erst an der Schwelle der Bahá’í-Kultur stehen, können unmöglich vorhersehen, welche Form und welche Eigenschaften die Kunst der Zukunft haben wird, die von dieser machtvollen neuen Offenbarung inspiriert wird. Wir können nur dessen sicher sein, dass sie wunderbar sein wird; da jede Religion eine Kultur hervorbrachte, die in vielfältigen Formen erblühte, so können wir auch von unserem geliebten Glauben annehmen, dass er das Gleiche bewirken wird. Es ist jetzt verfrüht, verstehen zu wollen, wie das sein wird.A41

38

Musik ist eine der Künste, die eine natürliche kulturelle Entwicklung durchmacht. Der Hüter ist nicht der Ansicht, dass man so etwas wie eine ›Bahá’í-Musik‹ kultivieren sollte, da wir ja auch nicht versuchen, eine Bahá’í-Schule der Malerei oder der Schriftstellerei zu entwickeln. Den Gläubigen steht es frei, zu malen, zu schreiben und zu komponieren, wie ihre Begabung es ihnen eingibt. Wenn beim Komponieren von Musik die heiligen Schriften mit einbezogen sind, steht es den Freunden frei, sie zu benutzen, aber es sollte nie als Erfordernis angesehen werden, eine solche Musik bei Bahá’í-Versammlungen zu spielen. Je weiter die Freunde sich von festen Formen entfernt halten desto besser, denn sie müssen sich dessen bewusst sein, dass der Glaube ganz universal ist; und was ihnen als ein schönes Beiwerk bei der Feier eines Festes etc. erscheinen mag, könnte für die Ohren von Menschen eines anderen Landes vielleicht als unangenehmes Geräusch erscheinen und umgekehrt. So lange sie Musik um der Musik willen machen, ist es in Ordnung, sie sollten sie aber nicht als Bahá’í-Musik betrachten.A42

39

… er möchte die Aufmerksamkeit Ihres Rates auf etwas sehr Wichtiges lenken, und das ist der Größte Name. Für ein westliches Auge, das in der Kunst der Kalligraphie – der am höchsten entwickelten Kunst im Osten – nicht geübt ist, erscheint fast jeder Größte Name, wenn er die entscheidenden Punkte beinhaltet, als der Größte Name. Für einen Orientalen kann es aber etwas Ungeheuerliches sein. Die exakten Proportionen müssen eingehalten werden. Der Größte Name darf nicht in die Breite – oder Höhe – gezogen werden, um einen länglichen Raum oder einen Kreis zu füllen.A43

40

Es war ein Kanadier französischer Abstammung, der durch seine Vision und sein Können wesentlich am Entwurf und der Ausgestaltung der Charakteristika des ersten Mashriqu’l-Adhkár des Westens beteiligt war. Dies war der erste Versuch, wie elementar auch immer, die Schönheit auszudrücken, die die Bahá’í-Kunst, wenn sie in ihrer Fülle entwickelt ist, den Augen der Welt unterbreiten wird.A44

Aus Briefen des Universalen Hauses der Gerechtigkeit und solchen, die in seinem Auftrag geschrieben wurden

41

Musik ist eine der Künste, und die Propheten Gottes lehren nicht die ›Künste‹, aber der gewaltige kulturelle Auftrieb, den Religion der Gesellschaft gibt, erzeugt nach und nach neue und wunderbare Formen der Kunst. Wir sehen dies in den verschiedenen Stilen von Architektur und Malerei, die mit der christlichen, der mohammedanischen, der buddhistischen und mit anderen Kulturen verbunden sind. Ebenso hat sich Musik auch als Ausdrucksweise der Völker entwickelt. Wir glauben, dass in der Zukunft, wenn der Bahá’í-Geist die Welt durchdrungen und die Gesellschaft tiefgreifend verändert hat, die Musik dadurch beeinflusst werden wird, aber es gibt keine Bahá’í-Musik als solche. Alles, was über Musik in den Lehren steht, ist, dass sie das Herz und die Seele des Menschen sehr tief beeinflussen und eine äußerst erhebende Wirkung haben kann.A45

42

Bezüglich der Themen, die Sie in Ihrem Brief zur Sprache bringen, steht in den Lehren nichts gegen das Tanzen, aber die Freunde sollten bedenken, dass der Maßstab von Bahá’u’lláh Anstand und Keuschheit ist. Die Atmosphäre in modernen Tanzsälen, wo so viel Rauchen und Trinken und sexuelle Zügellosigkeit vor sich geht, ist sehr schlecht, aber anständige Tänze an sich sind nicht schädlich. Klassischer Tanz oder in der Schule das Tanzen zu lernen wird sicher nicht schaden. Es schadet auch nicht, in Dramen mitzuwirken oder als Schauspieler im Film. Das Schädliche ist heutzutage nicht die Kunst selbst, sondern die bedauerliche Korruption, die oft diese Künste umgibt. Als Bahá’í brauchen wir keine dieser Künste zu meiden, aber die Taten und die Atmosphäre, die manchmal mit diesen Berufen einhergehen, sollten wir meiden.A46

43

Werbung sollte wohl durchdacht, würdig und ehrfurchtsvoll sein. Ein Aufsehen erregendes Vorgehen, das anfänglich erfolgreich und viel Aufmerksamkeit auf die Sache Gottes lenkt, mag schließlich Abneigung erzeugen, die zu überwinden eine große Anstrengung kosten würde. Der durch den geliebten Hüter errichtete Maßstab von Würde und Ehrfurcht sollte immer aufrecht erhalten bleiben, besonders auf den Gebieten von Musik und Theater; Fotografien des Meisters sollten nicht willkürlich verwendet werden. Das heißt nicht, dass zum Beispiel die Aktivitäten der Jugendlichen gehemmt werden sollten; man kann ausgelassen sein, ohne respektlos zu sein und ohne die Würde der Gottessache zu untergraben.A47

44

… wir meinen, dass es für Sie hilfreich sein wird, zu wissen dass alle Lieder, deren Worte die primären Schriften von Báb, Bahá’u’lláh und ‘Abdu’l-Bahá beinhalten, für den Andachtsteil des Festes durchaus angemessen sind. Tatsächlich sind die persischen Gesänge solche Lieder aus einer anderen Tradition; sie sind ein Weg, dem heiligen Wort Musik zu verleihen, und jeder der sie singt, tut es in einer Art, die sein Gefühl und den Ausdruck der Worte widerspiegelt, die er äußert. Lieder, deren Worte poetisch sind und von einem anderen Verfasser als den Gestalten des Glaubens stammen, mögen wünschenswert sein, aber nur an der ihnen zustehenden Stelle. … Da der Geist unserer Zusammenkünfte so sehr durch den Ton und die Qualität unserer Andacht, unseres Gefühles und unserer Würdigung des Wortes Gottes für den heutigen Tag beeinflusst wird, hoffen wir, dass Sie Ihre Gemeinde zum schönstmöglichen Ausdruck des menschlichen Geistes durch Musik und andere Ausdrucksformen des Gefühls ermutigen werden.A48

45

Sie verstehen richtig, dass die Darstellung von Báb und Bahá’u’lláh in Kunstwerken verboten ist. Der Hüter stellte klar, dass dieses Verbot sich auf alle Manifestationen Gottes bezieht; Fotografien oder Reproduktionen von Portraits des Meisters dürfen in Büchern verwendet werden, aber kein Versuch sollte unternommen werden, ihn in Theaterstücken oder anderen Werken darzustellen, wo er eine der agierenden Personen wäre. Es kann jedoch keinen Einwand zu einer symbolischen Wiedergabe von solchen Heiligen Gestalten geben, vorausgesetzt es wird nicht zu einem Ritual und das verwendete Symbol ist nicht respektlos.A49

46

Obwohl es richtig ist, dass einzelne Künstler wie Mark Tobey und andere ohne Zweifel durch ihre Liebe zur Offenbarung Bahá’u’lláhs inspiriert und beeinflusst waren, ist es doch noch viel zu früh in der Bahá’í-Sendung, um über den Einfluss des Glaubens auf die Künste im Allgemeinen zu sprechen. Der geliebte Hüter hat sogar selbst darauf aufmerksam gemacht, dass es bis jetzt noch keine Bahá’í-Kunst als solche gibt, obwohl es nach Aussagen in den Schriften keinen Zweifel gibt, dass in der Zukunft ein wunderbares Erblühen von neuen und schönen Künsten erwartet werden kann.A50

47

Der geliebte Hüter sagte deutlich, dass das Erblühen der Künste als Ergebnis einer göttlichen Offenbarung erst nach etlichen Jahrhunderten erfolgt. Der Bahá’í-Glaube bietet der Welt die vollständige Wiederherstellung der menschlichen Gesellschaft – eine Wiederherstellung von solch weitreichender Wirkung, dass ihr in allen Offenbarungen der Vergangenheit erwartungsvoll entgegen gesehen und sie die Errichtung des Königreiches Gottes auf Erden genannt wurde. Die neue, durch diese Offenbarung entstehende Architektur wird fortan durch viele Generationen hindurch blühen. Wir sind jetzt erst am Anfang dieses großartigen Prozesses. Die gegenwärtige Zeit ist eine Periode des Aufruhrs und der Veränderung. Architektur, wie alle Künste und Wissenschaften, macht eine sehr schnelle Entwicklung durch; man muss nur die Veränderungen bedenken, die im Laufe der wenigen letzten Jahrzehnte stattgefunden haben, um eine Ahnung davon zu bekommen, was möglicherweise während der unmittelbar bevorstehenden Jahre geschehen wird. Einige der modernen Gebäude haben ohne Zweifel die Qualitäten von Größe und werden überdauern, aber sehr viel von dem, was jetzt gebaut wird, mag in nur ein paar Generationen überlebt sein und hässlich erscheinen. Moderne Architektur kann sozusagen als eine neue Entwicklung in ihrem Anfangsstadium angesehen werden.A51

48

Das Haus der Gerechtigkeit meint, dass zu diesem Zeitpunkt in der Entwicklung des Glaubens seine Hauptverantwortung in der Vorbereitung und Durchführung von Lehrplänen liegt, die dazu geschaffen sind, die in ‘Abdu’l-Bahás Sendschreiben zum Göttlichen Plan dargelegten Ziele zu erreichen, und dass Theorien in den Künsten und Wissenschaften unter der Schirmherrschaft von jenen entwickelt werden sollten, die darin gut bewandert und die in diesen Bereichen Experten sind.A52

49

Das Verbot, die Manifestation Gottes in Bildern und Zeichnungen oder in Theaterstücken darzustellen, bezieht sich auf alle Manifestationen Gottes. Es gibt natürlich große und wunderbare Kunstwerke aus vergangenen Offenbarungen, von denen viele die Manifestationen Gottes in einem Geist der Ehrfurcht und Liebe darstellen. In dieser Offenbarung jedoch ermöglichen es uns die größere Reife der Menschheit und das größere Bewusstsein der Beziehung zwischen der Höchsten Manifestation und Seinen Dienern, dessen bewusst zu werden, dass es unmöglich ist, die Person der Manifestation Gottes in irgendeiner menschlichen Form darzustellen, ob bildlich, als Skulptur oder in dramatischer Aufführung. Mit dem Bahá’í-Verbot wies der geliebte Hüter auf diese Unmöglichkeit hin.A53

50

Die gleichen zerstörerischen Kräfte bringen auch das politische, wirtschaftliche, wissenschaftliche, literarische und moralische Gleichgewicht der Welt durcheinander und zerstören die besten Früchte der gegenwärtigen Kultur. … Sogar Musik, Kunst und Literatur, die dazu da sind, die edelsten Gefühle und die höchsten Bestrebungen darzustellen und zu inspirieren, und die eine Quelle des Trostes und der Ruhe für geplagte Seelen sein sollten, sind vom geraden Weg abgekommen und sind nun die Spiegel der besudelten Herzen dieses verwirrten, gewissenlosen und ungeordneten Zeitalters.A54

51

Allgemein gesprochen erfüllt Romanliteratur, von der die Autoren hoffen, dass sie mithilft, Wissen über die Gottessache zu fördern, ihren Zweck besser, wenn sie die Hintergründe von einzelnen Ereignissen oder sich entwickelnden Prozessen in der Gottessache darstellen. Die Autoren sollten nicht versuchen, die tatsächlichen historischen Ereignisse und die Gestalten, die daran teilnehmen, selbst zu porträtieren. Die Wirklichkeit der konkreten Ereignisse und der tatsächlichen Persönlichkeiten ist weitaus überzeugender als irgend eine erfundene Geschichte. In diesem Zusammenhang hat der Sekretär des Hüters in seinem Auftrag am 23. März 1945 an einen Gläubigen geschrieben: »Er würde Romane als Mittel zum Lehren nicht empfehlen; der Zustand der Welt ist zu kritisch, um einen Aufschub zuzulassen, den Menschen die genauen Lehren, die mit dem Namen Bahá’u’lláhs verbundenen sind, zu vermitteln. Aber jeder geeignete Zugang zum Glauben, der diese oder jene Gruppe anspricht, ist sicher jede Anstrengung wert, da wir die Sache Gottes allen Menschen, aus allen Schichten und Berufen und aller Mentalitäten bringen wollen.« Q2

52

Ihr Brief … bezüglich Kunst ist eingegangen und das Universale Haus der Gerechtigkeit hat uns angewiesen, Sie für Ihren Plan zu loben, dass Sie Ihre artistischen Talente zu benützen, dem Geist der Lehren Bahá’u’lláhs Ausdruck zu verleihen. Es ermutigt sie wärmstens zu diesem Unterfangen… In Beantwortung Ihrer Bitte um Führung, wie man am besten Künstler beim Lehren des Glaubens anspricht, kann gesagt werden, dass zusätzlich zu den Methoden, die die Leute allgemein anziehen, Künstler auf Kunst ansprechen werden. Wenn die erhabenen Lehren des Glaubens ihren Niederschlag in künstlerischen Werken gefunden haben, werden die Herzen der Menschen, einschließlich Künstlern, berührt. Ein Zitat aus den Heiligen Schriften oder die Beschreibung des Kunstwerkes, wie es sich auf die Schriften bezieht, kann dem Betrachter vielleicht ein Verständnis der Quelle dieser geistigen Anziehungskraft vermitteln und ihn dazu führen, den Glauben weiter zu erforschen.A55

53

Mit der Entwicklung der Bahá’í-Gesellschaft, die sich aus Menschen vieler kultureller Wurzeln und verschiedenartiger Neigungen zusammensetzt, jeder mit seiner Vorstellung, was ästhetisch akzeptabel und angenehm ist, steht es jenen Bahá’í, die in der Musik, dem Theater und in visuellen Künsten begabt sind, frei, von ihren Talenten so Gebrauch zu machen, wie sie dem Glauben Gottes am besten dienen. Sie sollten nicht über den Mangel an Anerkennung durch verschiedene Gläubige bekümmert sein. Viel eher sollten sie im Wissen um die stichhaltigen Schriften des Glaubens über Musik und künstlerischen Ausdruck … Ihre künstlerischen Bemühungen in gebetserfüllter Erkenntnis weiterführen, dass die Künste machtvolle Mittel sind, dem Glauben zu dienen – Künste, die mit der Zeit ihre Bahá’í-Erfüllung erlangen werden.A56

54

Ihr Schreiben, in dem Sie um Rat baten, wie Personen, die im Heroischen Zeitalter des Glaubens wirkten, in einem Theaterstück darzustellen seien, haben wir erhalten. Das Universale Haus der Gerechtigkeit lässt sie wissen, dass weder in den Anweisungen des Hüters, noch des Hauses der Gerechtigkeit … etwas zu finden ist, das Künstlern verbietet, die Buchstaben des Lebendigen in einer Umgebung zu zeichnen oder bei Anlässen darzustellen, die historisch zuverlässig sind. Selbstverständlich ist es wichtig, dass zusätzlich zur Richtigkeit der Darstellung auch die Würde der dargestellten Personen gewahrt bleibt.A57

55

Heutzutage durchläuft die Architektur, wie auch andere Bereiche unserer Kultur, eine Zeit rasanter Entwicklung, in der sich der Geschmack von Jahrzehnt zu Jahrzehnt ändert. Keiner kann mit Gewissheit sagen, ob ein Gebäude, das heute in einem zeitgemäßen Stil errichtet ist, in den Augen des Betrachters in fünfzig Jahren auch noch schön erscheinen wird. Aus diesem Grund hat der geliebte Hüter für das administrative Weltzentrum des Glaubens den klassischen Stil griechischer Architektur gewählt. Hierbei handelt es sich um einen ausgereiften Stil, der sehr schön ist und schon mehr als 2000 Jahre überdauert hat. Es wäre jedoch nicht richtig, aus dieser Tatsache zu schließen, dass die klassischen griechischen Stile ausgesprochene Bahá’í-Architektur sind.A58

56

Lasst sie die Niederungen der Mittelmäßigkeit verlassen und sich bei allem, was sie tun, in die Höhen der Vortrefflichkeit erheben. Mögen sie die Umgebung beflügeln, in der sie sich aufhalten, sei es in der Schule oder in der weiteren Ausbildung, ihrer Arbeit, ihrer Freizeit, den Bahá’í-Aktivitäten oder ihrem gemeinnützigen Dienst. Lasst sie in der Tat vertrauensvoll die Herausforderungen, die sie erwarten, willkommen heißen. Erfüllt mit einer solchen Vortrefflichkeit und einer entsprechenden Bescheidenheit, mit Beharrlichkeit und einer liebevollen Dienstbarkeit müssen die heutigen Jugendlichen sich hocharbeiten in die höchsten Ränge der Berufe, in Handel, Künsten und Handwerk, die für den Fortschritt der Menschheit nötig sind – dies muss geschehen, damit der Geist der Sache Gottes seinen Glanz auf all diese wichtigen Bereiche menschlichen Strebens wirft. Darüber hinaus können sie – nein, müssen sie – sicherstellen, dass auch die herausragenden und unentbehrlichen Errungenschaften der Vergangenheit der Zukunft übergeben werden, und gleichzeitig müssen sie danach streben, die vereinenden Ideen und die schnell fortschreitenden Technologien der Kommunikation zu meistern. Der Wandel, der sich innerhalb der Gesellschaft abspielen wird, hängt mit Sicherheit zu einem großen Ausmaß davon ab, wie wirkungsvoll die Jugend sich auf die Welt vorbereitet, die sie erben wird.A59

57

Das Haus der Gerechtigkeit möchte Sie zu Ihrem Vorhaben, ein Buch zu schreiben, ermutigen, erinnert Sie jedoch an die Äußerung des Hüters, dass es zu diesem frühen Zeitpunkt in der Bahá’í-Geschichte noch keine Bahá’í-Kunst, -Musik, -Architektur oder -Kultur gibt. Diese werden sich zweifelsohne in der Zukunft ganz natürlich als Folge einer Bahá’í-Kultur entwickeln. Die persönlichen Vorlieben des Hüters auf diesen Bereichen sollten niemals als das Fundament für derartige Entwicklungen angesehen werden. Als er den ihm vorgelegten Entwurf für den Tempel in Kampala ablehnte, … war dies ein deutlicher Hinweis, dass er nicht glaubte, dass der allgemeine moderne Architekturstil seiner Zeit für ein Bahá’í-Haus der Andacht passend wäre; dies bedeutet jedoch in keiner Weise, dass er statt dessen einen eigenen Stil einführte. Der Grund, weshalb er sich bei den Gebäuden auf dem Berg Karmel für den klassischen Architekturstil entschied, lag nach Aussagen von Amatu’l-Bahá Rúḥíyyih Khánum darin, dass es ein schöner Stil war, der sich in die Umgebung einfügte und den Prüfungen der Zeit schon standgehalten hatte. Deshalb sollten Sie Andeutungen vermeiden und keine Möglichkeit für den Schluss zulassen, der Hüter habe schon die frühen Anfänge der Bahá’í-Kunst festgelegt. Er errichtete wundervolle Gärten und Gebäude, in dem er das verwendete, was verfügbar war, und wie beim Überbau des Schreins des Báb, nahm er Fachleute in Anspruch, die unter seiner Anleitung angemessene Entwürfe herstellten.A60

58

Es steht Ihnen natürlich frei, auch Musik und die schönen Künste als Unterrichtsthemen in Bahá’í-Schulen zu verwenden. Nationale Geistige Räte, denen die Aussagen aus den Bahá’í-Schriften über Musik und Kunst gut bekannt waren, haben diese in den Unterricht mit einbezogen, sofern sie es zum gegebenen Zeitpunkt für die Entwicklung der Bahá’í-Gemeinde für geeignet hielten. Es bedarf großer Mühen seitens ergebener und talentierter Lehrer, die derzeit in der Bahá’í-Welt entstehende Musik zu fördern, zu sammeln und zu veröffentlichen, um sie systematisch in den Schulen zu verwenden. Gemäß unserer Lehren müssen Musik und die Künste gefördert werden, da sie von unschätzbarem Wert für die Lebenskraft und den Geist der Gemeinde sind. Die Pläne und Bemühungen Ihres Rates werden daher sehr geschätzt und das Haus der Gerechtigkeit gedenkt Ihres Rates in seinen Gebeten.A61

59

Hinsichtlich der Verwendung von Symbolen in der Kunst, können Ihnen die folgenden Auszüge aus Briefen, die im Auftrag des Hauses der Gerechtigkeit an zwei Personen gerichtet wurden, die gewünschte Antwort geben: »Es spricht nichts dagegen, Naturerscheinungen als Symbole für die Bedeutung der drei Zentralgestalten, der Bahá’í-Gesetze und der Bahá’í-Gesellschaftsordnung zu verwenden und diese darzustellen; wir halten auch den Gebrauch visueller Symbole für geeignet, um abstrakte Begriffe auszudrücken.« Q3 »Ihre Auffassung ist richtig, dass die Darstellung von Báb und Bahá’u’lláh in Kunstwerken verboten ist. Der Hüter stellte klar, dass dieses Verbot sich auf alle Manifestationen Gottes bezieht. Photographien oder Reproduktionen von Portraits des Meisters können in Büchern verwendet werden, aber kein Versuch sollte unternommen werden, ihn in Dramen oder anderen Werken darzustellen, wo er eine der agierenden Personen wäre. Es kann jedoch keinen Einwand zu einer symbolischen Wiedergabe von solch Heiligen Gestalten geben, vorausgesetzt, es wird nicht zu einem Ritual und das verwendete Symbol ist nicht respektlos.« Q4 Sie versehen Ihre Bilder manchmal mit detaillierten Beschreibungen der Symbole, die Sie verwenden. Oft angewandt, könnte dies zu einer Sichtweise führen, mit der in unzulässiger Weise Bahá’í-Ideen interpretiert werden und würde letztlich eher von Ihrem künstlerischen Streben ablenken, anstatt es zu unterstützen. Symbolik ist Rohstoff für die Kunst, aber Künstler interpretieren die verwendeten Symbole selten; sie überlassen es dem Betrachter ihrer Werke, eigene Schlüsse zu ziehen, höchstens, dass sie durch die Titel ihrer Werke Andeutungen machen. Die Benennung eines Kunstwerks ist das Vorrecht des Künstlers; Einspruch zu erheben wäre einzig gegen den Gebrauch eines respektlosen Titels für ein Werk, das ein Bahá’í-Thema darstellen soll. Zu ihrer Frage, ob ein Künstler ein »Gemälde als zeitgenössische Illustration einer Textstelle der Heiligen Schriften« ausführen darf, meint das Haus der Gerechtigkeit, dass Künstler nicht von Bahá’í–Institutionen daran gehindert werden sollten, eine Vielzahl kalligraphischer Interpretationen der Heiligen Schriften oder des Größten Namens zu schaffen. Doch sollten solche Versuche von gutem Geschmack sein und nicht Formen annehmen, die sie der Lächerlichkeit preisgeben. Was das allgemein benutzte Symbol des Größten Namens angeht, rät das Haus der Gerechtigkeit zu großer Sorgfalt bei der genauen Wiedergabe der persischen Kalligraphie, da jede Abweichung von einer allgemein übernommenen Darstellung für die iranischen Gläubigen schmerzlich sein kann.A62

60

Die Richtlinien, die das Haus der Gerechtigkeit aufgestellt hat, um von der photografischen Reproduktion von Gemälden des Meisters zu Vertriebszwecken abzuraten, sind kein Qualitätsurteil über ein Gemälde. Die Gemälde, die den Meister abbilden, sind von sehr unterschiedlicher künstlerischer Qualität. Das Haus der Gerechtigkeit möchte keinem Gemälde den Vorzug vor anderen geben; es wünscht mit diesen allgemeinen Richtlinien lediglich sicherzustellen, dass den Darstellungen ‘Abdu’l-Bahás angemessener Respekt entgegengebracht wird, und dass keine Photoreproduktionen minderwertiger Gemälde verteilt werden. Es wird ein deutlicher Unterschied gemacht zwischen der Veröffentlichung von Photographien von Gemälden in Büchern und Zeitschriften, was nicht verboten ist, da sie bis zu einem gewissen Grade der Beurteilung des Verlegers unterliegt und ihrer Publikation als Sonderdrucke, was vom Haus der Gerechtigkeit missbilligt wird. Generell meint das Haus der Gerechtigkeit, dass eine der großen Herausforderungen, denen sich die Bahá’í überall gegenübergestellt sehen, darin besteht, den Völkern der Welt wieder ein Bewusstsein von geistiger Wirklichkeit zu vermitteln. Unser Weltbild unterscheidet sich deutlich von dem der Masse der Menschheit darin, dass für uns die Schöpfung die geistige wie die physische Welt umfasst, und wir den Zweck der Welt, in der wir uns befinden, als Mittel für unseren geistigen Fortschritt begreifen. Diese Sicht hat wichtige Konsequenzen für das Verhalten der Bahá’í, und sie führt zu Verhaltensweisen, die ganz im Gegensatz zum vorherrschenden Verhalten der breiten Gesellschaft stehen. Eine der charakteristischen Tugenden, die in den Bahá’í-Schriften betont wird, ist die Hochachtung vor dem, was heilig ist. Ein solches Verhalten ist ohne Bedeutung für jene, die die Welt durch und durch materialistisch sehen, während viele Anhänger der etablierten Religionen sie zu einer Reihe von Ritualen ohne wahre geistige Empfindung verkommen ließen. In manchen Fällen enthalten die Bahá’í-Schriften genaue Anleitung, wie die Ehrfurcht für heilige Gegenstände oder Orte zum Ausdruck gebracht werden sollte, zum Beispiel gibt es Einschränkungen bei der Verwendung des Größten Namens auf Gegenständen oder für den wahllosen Gebrauch der aufgezeichneten Stimme des Meisters. In anderen Fällen werden die Gläubigen aufgefordert, sich um ein tieferes Verständnis des Begriffes Heiligkeit in den Bahá’í-Lehren zu bemühen, wovon sie ihre eigenen Verhaltensformen ableiten können, durch die ihre Ehrfurcht und ihr Respekt auszudrücken sind. Die Bedeutung solchen Verhaltens leitet sich aus dem in den Bahá’í-Schriften zum Ausdruck kommenden Prinzip ab, dass das Äußere Einfluss auf das Innere hat. Bahá’u’lláh spricht vom »Volk Gottes« und sagt: »Ihr äußeres Verhalten ist nur eine Widerspiegelung ihres inneren Lebens, und ihr inneres Leben ein Spiegel ihres äußeren Verhaltens.« Das Universale Haus der Gerechtigkeit möchte, dass sie die in den letzten Jahren zum Ausdruck gebrachten Sorgen in diesem Lichte sehen. Künstlerisch begabte Bahá’í sind in der einzigartigen Lage, bei der Behandlung von Bahá’í-Themen ihre Fähigkeiten so zu gebrauchen, dass der Menschheit vor Augen geführt wird, wie sie durch die Wiederbelebung des Konzepts der Ehrfurcht durch den Bahá’í-Glauben eine geistige Erneuerung erfährt. Fragen der künstlerischen Freiheit sind bei der hier vorgebrachten Angelegenheit nicht von Belang. Bahá’í-Künstlern steht es frei, ihre Talente auf jedes sie interessierende Thema anzuwenden. Wie dem auch sei, es ist zu hoffen, dass sie eine führende Rolle darin übernehmen werden, einer materialistischen Gesellschaft wieder zur Wertschätzung der Ehrfurcht als einem wesentlichen Element wahrer Freiheit und dauernden Glücks zu verhelfen.A63

61

Das Haus der Gerechtigkeit ist erfreut, über Ihre Erfolge im Beruf zu hören. Es rät Ihnen, diese berufliche Tätigkeit im Zusammenhang mit dem Dienst am Glauben und der Förderung der Proklamations- und Lehrtätigkeit zu sehen. Ihre musikalischen Leistungen werden es Ihnen ermöglichen, eine weite Bandbreite von Menschen zu erreichen und Ihnen letztlich die Botschaft Bahá’u’lláhs zu verkünden, indem Sie die Werte dieser Botschaft in Ihrer Musik zum Ausdruck bringen. Auch können Sie, wenn sich Ihre Tätigkeit weiter entwickelt, mit einflussreichen Leuten, die Sie treffen, wertvolle Freundschaften für den Glauben schließen. Bei Ihrer bevorstehenden Entscheidung über das Gebiet, in dem Sie sich niederlassen wollen, mögen diese Erwägungen Sie führen. In der heutigen Zeit können Bahá’í-Künstler, die zu Ansehen gelangen und auf ihrem Gebiet bekannt sind und die weiterhin bestrebt bleiben, der Ausbreitung des Glaubens zu dienen, von einzigartiger Hilfe für die Sache sein, da die öffentliche Wissbegier über die Bahá’í-Lehren allmählich geweckt wird.A64

62

Es ist gestattet, Auszüge aus den Heiligen Schriften für Lyrik zu verwenden und sie mit Musik zu begleiten, auch dürfen einzelne Sätze oder Worte wiederholt werden. Die nachfolgenden Auszüge erläutern dies noch näher: »… spiele und singe darum die heiligen Worte Gottes in den Versammlungen der Freunde mit herrlichen Tönen, so dass die Ketten des Kummers und der Sorge von den Hörern abfallen, ihre Seelen sich vor Freude erheben und sich demütig im Gebet dem Reiche der Herrlichkeit zuwenden.« Q5 »Zweifelsohne sind Gebete und Teile aus den Sendschreiben, den Verborgenen Worten etc., geeignet, aber er hält es nicht für ratsam, Worte aus einem Abschnitt oder einer Meditation auszulassen, um sie perspektivisch zu kürzen.« Q6 Als Anwort auf die Frage eines Gläubigen inwieweit es zulässig sei, kleinere Veränderungen an Worten um der Betonung willen vorzunehmen oder um den perfekten Rhythmus zu erhalten, Worte hinzuzufügen, äußerte der geliebte Hüter Folgendes: »Kleine Änderungen von Gebetstexten sind erlaubt, und ich würde Ihnen raten, dem offenbarten Wort an sich eine musikalische Fassung zu geben, was meines Erachtens überaus wirkungsvoll sein wird. Ich werde beten, dass der Geliebte Sie inspirieren möge, Seiner Sache diesen großen Dienst zu erweisen.« Q7 Bei der Frage der Vertonung von Versen aus den Bahá’í-Schriften mit Melodien aus bestehenden Musikstücken ist zu bedenken, dass ein solches Musikstück, auch wenn keine urheberrechtlichen oder gesetzlichen Beschränkungen bestehen, Assoziationen zum Text oder zur Stimmung des ursprünglichen Stückes wecken kann und möglicherweise nicht der Anforderung genügt, die Heiligen Texte mit Würde und Ehrerbietung zu behandeln.A65

63

Es spricht nichts dagegen, ein Gebet durch die Form der Bewegung oder des Tanzes zu interpretieren, sofern es in einem ehrfürchtigen Geist getan wird; aber es sollte möglichst nicht vom Lesen der Worte begleitet werden.A66

64

Das Haus der Gerechtigkeit ist erfreut, über Ihre Lehraktivitäten und Ihre unermüdliche Hingabe an die Sache Gottes zu hören, trotz der Schwierigkeiten, die Sie als Musiker erleben. In Beantwortung Ihrer Frage: Die Bahá’í-Lehren sehen in keiner Weise stillschweigend über die schlechte Behandlung von Musikern oder anderen Künstlern hinweg, noch wird von den Künstlern erwartet, dass sie ihre Entscheidungsfreiheit den Launen oder selbst den entschiedenen Ansichten anderer Bahá’í opfern. Hinsichtlich der von Ihnen angesprochenen Schwierigkeiten und dem Zwiespalt zwischen Ihrem Wunsch, durch Musik die Sache zu lehren und dem gleichzeitigen Erfordernis, Ihren Lebensunterhalt zu verdienen, wird Ihnen geraten, sich selbst Ihre Grenzen zu setzen. In einem im Auftrag Shoghi Effendis verfassten Brief, vom 23. Februar1933, finden wir beispielsweise folgenden Rat an einen Gläubigen: »Der Rat, den Ihnen Shoghi Effendi gab in Bezug auf die Aufteilung Ihrer Zeit zwischen dem Dienst an der Sache Gottes und Ihren anderen Aufgaben, wurde auch von Bahá’u’lláh und dem Meister schon vielen anderen Freunden gegeben. Es ist ein Kompromiss zwischen den zwei Versen des Aqdas; der eine macht es jedem Bahá’í zur Pflicht, dem Fortschritt der Sache zu dienen, und der andere besagt, dass jede Seele einer Tätigkeit nachgehen sollte, die der Gesellschaft nützt. In einem Seiner Sendschreiben sagt Bahá’u’lláh, dass die höchste Form der Loslösung an diesem Tage die ist, dass man einer Tätigkeit nachgeht und sich selbst versorgt. Ein guter Bahá’í ist folglich derjenige, der sein Leben in der Weise ordnet, dass er sich sowohl seinen materiellen Bedürfnissen widmet wie auch dem Dienst an der Sache Gottes.« Q8

65

Ihr aufrichtiger Wunsch, das Theater als ein Mittel zur Verbreitung der Grundsätze des Glaubens unter den Menschen zu nützen, ist lobenswert und das Haus der Gerechtigkeit hofft, dass Ihre Bemühungen bei diesem Vorhaben sowohl für Sie persönlich Erfüllung als auch für die Gemeinde Nutzen bringen mögen. Wie Sie selbst erwähnten, sind Sie sich der Schwierigkeiten und möglichen Fallstricke bei Bahá’í-Theaterstücken bewusst. In der derzeitigen Atmosphäre von Intoleranz in Ihrem Land ist es wichtig, keine Stücke zu schreiben, welche die Abneigung der Öffentlichkeit oder die Entrüstung religiöser Fundamentalisten wecken könnten.A67

66

… traditionelle Tänze als Ausdruck einer Kultur sind in Bahá’í-Zentren erlaubt. Es sollte jedoch berücksichtigt werden, dass die traditionellen Tänze meist bestimmte Themen oder eine Geschichte darstellen. Insofern muss sichergestellt werden, dass die Themen dieser Tänze mit den hohen ethischen Maßstäben der Sache in Einklang stehen und keine Assoziationen wecken, die niedere Instinkte und unziemliche Leidenschaften hervorrufen. … Wenn die Choreographie eines Tanzes darauf ausgerichtet ist, die Bahá’í-Lehren zu unterstützen und zu verbreiten, und dies in einer Weise getan werden kann, die den Adel dieser Prinzipien widerspiegelt und angemessene Gefühle hinsichtlich Respekt und Ehrerbietung hervorrufen, steht einer Umsetzung von Textpassagen aus den Schriften in die Form eines Tanzes nichts entgegen. Hierbei wäre es jedoch vorzuziehen, wenn der Tanz nicht vom Lesen der Worte begleitet würde. Der Grundsatz, der die Freunde bei ihren Überlegungen hinsichtlich dieser Frage leiten soll, ist die Beachtung von »Mäßigung in allem, was Kleidung, Sprache und Unterhaltung und alle künstlerischen und literarischen Betätigungen« angeht.A68

67

Es gibt natürlich keinen Einwand, den Begriff ›Bahá’í-Künstler‹ zu verwenden, aber zu diesem Zeitpunkt der Bahá’í-Sendung sollten wir die Begriffe ›Bahá’í-Kunst‹, ›Bahá’í-Musik‹ oder ›Bahá’í-Architektur‹ nicht verwenden.A69

68

Ein Roman als Medium bietet dem Autor große Freiheit, Ideen und Gedankengänge auszuarbeiten, die bis dahin unerforscht waren. Sofern der Glaube und Seine Lehren ausdrücklich in der Geschichte erwähnt werden, müssen Sie jedoch Sorgfalt walten lassen, um Interpretationen, die nicht korrekt sein könnten, keinen Raum zu geben. Wenn es jedoch in dem Roman keinen eindeutigen Bezug zum Glauben gibt, steht es Ihnen frei, Ihre Phantasie spielen zu lassen, um Ideen auszuleuchten, die ihren Ursprung in den Prinzipien des Glaubens haben.A70

69

Bei all ihren Bemühungen, das Ziel des Vierjahresplanes zu erreichen, bitten wir die Freunde auch, dem Einsatz der Künste stärkere Aufmerksamkeit zu schenken und dies nicht nur im Rahmen der Proklamation, sondern auch bei der Verbreitung und Festigung. Die grafischen und darstellenden Künste und die Literatur haben bei der Ausweitung des Einflusses des Glaubens eine wichtige Rolle gespielt und können es auch weiterhin tun. Auf der Ebene der Volkskunst kann dieser Möglichkeit in allen Teilen der Welt, ob in Dörfern oder Städten, nachgegangen werden. Shoghi Effendi setzte hohe Erwartungen in die Künste als ein Mittel, Aufmerksamkeit auf die Lehren zu ziehen. Ein in seinem Auftrag an einen einzelnen Gläubigen geschriebener Brief vermittelt die Ansicht des Hüters: „Es wird die Zeit kommen, da der Glaube sich wie ein Lauffeuer verbreiten wird, da sein Geist und seine Lehren auf der Bühne oder in der Kunst und Literatur als Ganzes dargestellt werden wird. Kunst kann besser solch edle Gefühle wecken als kalte, rationale Erläuterungen, besonders unter der Masse der Bevölkerung.A71

70

In vielen Teilen der Region wurde der Erziehung der Kinder nur unzureichende Aufmerksamkeit geschenkt. Weit umfangreichere Programme sollten in den Ländern, in denen hierfür ein Bedürfnis besteht, initiiert werden, um sicherzustellen, dass die Bahá’í-Kinder gefördert und ermutigt werden, einen wachen Verstand zu entwickeln sowie ein tiefes Verständnis für die göttlichen Lehren zu erhalten; sie sollen gut ausgerüstet sein, um in allen Bereichen des Glaubens mitarbeiten und in den Bereichen der Kunst, des Handwerks und der Wissenschaften für den Fortschritt der Gesellschaft ihren Beitrag leisten zu können. Derartige Programme, wenn sie sowohl Bahá’í- als auch Nicht-Bahá’í Kindern offenstehen, bieten eine wirkungsvolle Möglichkeit, den Segen bringenden Einfluss der Botschaft Bahá’u’lláhs einer breiten Gesellschaft zugänglich zu machen.A72

Bibliografie

Bahá’u’lláh Kitáb-i-Aqdas, Auflage 6.02-Online (2020-08-08) Ährenlese aus den Schriften Bahá’u’lláhs, Auflage 10.01-Online (2023-11-07) Botschaften aus ‘Akká, Auflage 3.04-Online (2023-09-12) ‘Abdu’l-Bahá Briefe und Botschaften, Auflage 4.01-Online (2021-09-29) Tablets of ‘Abdu’l-Bahá Abbas, Volume III, Published by Bahá’í Publishing Society, Chicago, U.S.A. Beantwortete Fragen, Auflage 13.01-Online (2022-01-25) Promulgation of Universal Peace, Wilmette: Bahá’í Publishing Trust, 1982 ‘Abdu’l-Bahá in London, Auflage 1.04-Online (2021-06-12) Shoghi Effendi Das Kommen Göttlicher Gerechtigkeit, Auflage 4.02-Online (2021-06-12) Lady Blomfield, The Chosen Highway, Wilmette: Bahá’í Publishing Trust, 1954 Lucas, Mary L., A Brief Account to My Visit to Acca, (classic reprint) Forgotten Books 2017

Quellenangaben

Q1 Lady Blomfield, The Chosen Highway, S. 167 Q2 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 23. September 1980, An einen Gläubigen Q3 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 29. Juli 1971, An einen Gläubigen Q4 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 3. Dezember 1972 An einen Gläubigen Q5 ‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften 74:2, Auflage 4.01-Online (2021-09-29) Q6 Shoghi Effendis, Brief in seinem Auftrag vom 3. Juli 1949, An einen Gläubigen Q7 Shoghi Effendi, handschriftlicher Nachtrag zu einem Brief in seinem Auftrag vom 8. April 1931, An einen Gläubigen Q8 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 15. Februar 1990, An einen Gläubigen

Anmerkungen

A1 Übersetzung aus dem Persischen A2 Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Aqdas 4:51 A3 Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Aqdas 4:116 A4 Bahá’u’lláh, in: Ährenlese aus den Schriften Bahá’u’lláhs 74:1 A5 Bahá’u’lláh, in: Ährenlese aus den Schriften Bahá’u’lláhs 82:7 A6 Bahá’u’lláh, in: Botschaften aus ‘Akká 11:42 A7 Einzigartiger persischer Musiker: Sänger, Instrumentalist und Erfinder vieler alter persischer Musikinstrumente, der um 600 A.D. am Hofe des Khosrow-Parviz aus der Sassaniden-Dynastie lebte. A8 ›Vater der persischen Poesie‹ gest. 940 A.D. A9 Namhafter muslimischer Gelehrter; Autor einer Abhandlung über Musik (ca. 870-950 A.D.) A10 Arzt/Wissenschaftler/Philosoph, im Westen als Avicenna bekannt, der in einem seiner Hauptwerke einen Abschnitt der Musiktheorie widmete (ca. 980-1027 A.D.) A11 Übersetzung aus dem Persischen A12 Übersetzung aus dem Persischen A13 Übersetzung aus dem Persischen A14 Übersetzung aus dem Persischen A15 Übersetzung aus dem Persischen A16 Übersetzung aus dem Persischen A17 Übersetzung aus dem Persischen A18 Shahnáz, der Name der Empfängerin dieses Sendbriefes, ist auch die Bezeichnung einer musikalischen Tonart A19 ‘Abdu’l-Bahá, in: Briefe und Botschaften 74:1–2 A20 ‘Abdu’l-Bahá, in: Briefe und Botschaften 102:3 A21 ‘Abdu’l-Bahá, in: Briefe und Botschaften 109:1 A22 ‘Abdu’l-Bahá, in: Briefe und Botschaften 154:3 A23 ‘Abdu’l-Bahá, in: Tablets of ‘Abdu’l-Bahá Abbas, Volume III, S. 59 A24 ‘Abdu’l-Bahá, in: Tablets of ‘Abdu’l-Bahá Abbas, Volume III, S. 512 A25 ‘Abdu’l-Bahá, in: Beantwortete Fragen 58:3 A26 ‘Abdu’l-Bahá, in: Promulgation of Universal Peace, 24. April 1912, Talk at Children’s Reception Studio Hall, 1219 Connecticut Avenue, Washington, D.C. A27 ‘Abdu’l-Bahá, in: ‘Abdu’l-Bahá in London 5:37 A28 zit. in Mary L.Lucas, A Brief Account to My Visit to Acca, S.11-14 A29 Shoghi Effendi, in: Das Kommen Göttlicher Gerechtigkeit 47 A30 Shoghi Effendi, Brief vom 11. Dezember 1931, An einen Gläubigen A31 Shoghi Effendi, Brief vom 2. Januar 1932, An einen Gläubigen A32 Shoghi Effendi, Brief vom 3. April 1932, An einen Gläubigen A33 Shoghi Effendi, Brief vom 20. Juni 1932, An einen Gläubigen A34 Shoghi Effendi, Brief vom 10. Oktober 1932, An einen Gläubigen A35 Shoghi Effendi, Brief vom 15. November 1932, An einen Gläubigen A36 Shoghi Effendi, Brief vom 30. November 1932, An einen Gläubigen A37 Shoghi Effendi, handschriftlicher Nachtrag eines Briefes in seinem Auftrag vom 6. August 1933 an einen Gläubigen A38 Shoghi Effendi, Brief vom 17. März 1935, An einen Gläubigen A39 Shoghi Effendi, Brief vom 25. Juli 1936, An einen Gläubigen A40 Shoghi Effendi, Brief vom 4. November 1937, An einen Gläubigen A41 Shoghi Effendi, Brief vom 23. Dezember 1942, An einen Gläubigen A42 Shoghi Effendi, Brief vom 20. Juli 1946, An einen Nationalen Geistigen Rat A43 Shoghi Effendi, Brief vom 22. Dezember 1948, An einen Nationalen Geistigen Rat A44 Shoghi Effendi, Nachtrag eines Briefes in seinem Auftrag geschriebenen vom 1. März 1951, An einen Nationalen Geistigen Rat A45 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 3. Februar 1952, An einen Gläubigen A46 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 30. Juni 1952, An einen Nationalen Geistigen Rat A47 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 2. Juli 1967, An alle Nationalen Geistigen Räte A48 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 22. Februar 1971, An einen Nationalen Geistigen Rat A49 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 3. Dezember 1972, An einen Gläubigen A50 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 17. Januar 1973, An einen Nationalen Geistigen Rat A51 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 18. Juli 1974, An einen Gläubigen A52 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 25. Januar 1977, An einen Gläubigen A53 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 9. März 1977, An einen Gläubigen A54 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 10. Februar 1980, An die iranischen Bahá’í in der ganzen Welt A55 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 21. Juli 1982, An einen Gläubigen A56 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 9. August 1983, An einen Gläubigen A57 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 5. Oktober 1983, An einen Nationalen Geistigen Rat A58 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 3. September 1984, An einen Gläubigen A59 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 8. Mai 1985, An die Bahá’í-Jugend der Welt A60 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 23. Juni 1985, An einen Gläubigen A61 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 20. August 1985, An einen Nationalen Geistigen Rat A62 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 23. Februar 1987, An einen Gläubigen A63 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 24. September 1987, An einen Gläubigen A64 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 30. Juni 1988, An einen Gläubigen A65 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief in seinem Auftrag vom 6. Dezember 1989, An eine Einzelperson A66 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 4. Januar 1990, An einen Gläubigen A67 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 9. April 1990, An einen Nationalen Geistigen Rat A68 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 20. Juni 1991, An einen Nationalen Geistigen Rat A69 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 12. März 1992, An zwei Gläubige A70 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 15. Februar 1994, An einen Gläubigen A71 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 21. April 1996, An die Bahá’í der Welt A72 Das Universale Haus der Gerechtigkeit, Brief vom 21. April 1996, An die Bahá’í in Australien