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Gesellschaft für Bahá'í-Studien á Schriftenreihe der Gesellschaft für Bahá'í-Studien, Band 9 (2005) ──────────────────────────────────────────────────────────────────────

Autoren

BABAK FARROKHZAD Studium der Elektrotechnik, nach Promotion zum Dr.-Ing. betriebwirtschaftliche Ausbildung. Seit der Promotion tätig im Bereich Konzernstrategie und sowie Innovationsmanagement, verantwortet heute das Innovationsmanagement eines Geschäftsbereiches in einem großen deutschen Technologiekonzern. Den Schwerpunkt seiner Bahá'í-Studien bilden der Kitáb-i-Íqán und die Bahá'í-Apologetik im besonderen. Er ist Autor von „Der Fluss der Wahrheit“, einer religionsvergleichenden Studie, die die Rezeption der Endzeiterwartungen und der apologetischen Argumente in Bahá'u'lláhs Kitáb-i-Íqán behandelt. ULRICH GOLLMER Studium der Politikwissenschaften, Geschichte und Soziologie. Seit 1980 Lektor im Bahá’í-Verlag. Mitautor von Schaefer, Towfigh, Gollmer, Desinformation als Methode — Die Bahá’ismus-Monographie des F. Ficicchia (1995). Jüngste Veröffentlichung: Versöhnung — ein Schlüsselbegriff im Offenbarungswerk Bahá’u’lláhs, in: Lähnemann (Hg.): Bewahrung — Entwicklung — Versöhnung. Religiöse Erziehung in globaler Verantwortung (2005). INGO HOFMANN, Prof., Dr. rer. nat.; Studium der Physik mit Promotion (1972) an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Habilitation (1985) und Professur (1992) an der Johann-Wolfgang-Goethe Universität Frankfurt, Leiter der Beschleunigertheorie bei der GSI Darmstadt. SANDRA MAYTAN erarbeitet in ihrer Examensarbeit zum Ersten Staatsexamen für Lehramt Musik an Gymnasien das aus der islamischen Kultur heraus erweiterte Bild sowie die neue Rolle, die der Musik in der Bahá’í Religion verliehen wird. KATRIN MODABBER, Dipl.-Psychologin. Studium der Psychologie im Hauptfach und Pädagogik im Nebenfach in Halle/Saale und Trier. Diplomarbeit zum Thema „Soziale Einstellungen und seelische Gesundheit im interkulturellen und interreligiösen Vergleich — eine Studie an Bahai und Christen in Deutschland und den USA“. Verheiratet, ein Sohn. Nadja Niestädt M.A., Studium der Kulturwissenschaft, Germanistik und Romanistik in Bremen. Seit 1999 tätig als PR-Beraterin für Unternehmen und Institutionen aus den Bereichen Kultur und Gesundheit. PAJAM SOBHANI studierte an der Technischen Universität Ilmenau Wirtschaftsinformatik und arbeitet heute als Unternehmensberater. Zudem studiert er seit 2002 Philosophie und promoviert an der Freien Universität Berlin bei Prof. Bieri am Institut für Philosophie. In seiner Dissertation beschäftigt er sich mit den Grenzen und Möglichkeiten der Ethikbegründung im Kontext der Globalisierung. GILAN TOBER, Dr. iur. M. Juris, geb. 1975, Studium der Rechtswissenschaften in Frankfurt a.M.; 2002 Promotion über ein bankrechtliches Thema bei Manfred Wolf; 2000-2003 Rechtsreferendariat. Bis 2004 Tätigkeit als Rechtsanwalt im internationalen Schiedsrecht bei einer amerikanischen Großkanzlei in Frankfurt a.M. Anschließend einjähriges Master-Studium an der Universität Oxford mit Schwerpunkt im internationalen Finanzrecht (Magister Juris). ANIS TOWFIGH, Student der Medizin in Freiburg. Er arbeitet im Moment an seiner Dissertation in Geschichte der Medizin über die Aussagen des Bahá’í-Schrifttums zu Medizin und das Konzept von Gesundheit, Krankheit und Heilung aus Bahá’í-Sicht. Friedo Zölzer, Priv. Doz. Dr. rer. nat.; Studium d. Physik mit Schwerpunkt Biophysik a. d. Universitäten Köln u. Gießen (Promotion 1986), 1986/87 Forschungsaufenthalt a. d. Akademie d. Wissenschaften in (damals noch) Leningrad, UdSSR, 1987–1999 Wissenschaftlicher Mitarbeiter a. d. Univ. Gießen u. Essen, 1996 Habili-tation in Strahlenbiologie, seit 1999 Lehrtätigkeit a. d. Townshend International School in Hluboka nad Vltavou, Tschechische Republik (2001–2005 als Akademi-scher Direktor); seit 2005 Dozent a. d. Univ. Budweis, Tschechische Republik. Diese Kurzdarstellung folgt weitgehend dem Stichwort Abu’l-Faḍl-i-Gulpáygání in Smith: A Concise Encyclopaedia of the Bahá’í Faith. Ausführlichere Darstellungen der vita et opera von Abu’l-Faḍl finden sich in den Einleitungen zu den englischen Übersetzungen seiner Werke, ganz besonders in der Einleitung zu The Bahá’í Proofs, das auch einige Ansprachen ‘Abdu’l-Bahás über die Verdienste und die Bedeutung des Wirkens dieses großen Apologeten des Glaubens enthält. Eine weitere Biographie ist der Artikel, den Moojan Momen für die Encyclopaedia of Bahá’í Faith verfasst hat, eine auch von Momen verfasste Kurzbiographie findet sich in Balyuzi, Hassan M.: Eminent Bahá’ís in the time of Bahá’u’lláh, S. 263-265. Eine deutschsprachige Biographie findet sich bei Taherzadeh (TAH 3 590-518), eine sehr kürzere, die sich an den Artikel Momens anlehnt, findet sich in Farrokhzad: Der Fluss der Wahrheit, Seite 200-202. Eine Komplettbiographie ist Miḥrábkhání: Zindigáníy-i-Mírzá Abu’l-Faḍl-i-Gulpáygání. Für weitere Details vgl. Farrokhzad: a.a.O., S. 156-159. Für die argumentatio ex auctoritate im Christentum vgl. Fiedrowicz: Apologie im frühen Christentum, S. 179. Hier ist ein ähnlicher Passus aus der Tafel Lawḥu’s-Sulṭán angeführt, den Bahá’u’lláh in Brief an den Sohn des Wolfes, S. 27, zitiert. Wisse und sei darin sicher, dass das Wesen aller Propheten Gottes eines und dasselbe ist. Ihre Einheit ist absolut. Gott, der Schöpfer, spricht: Es gibt keinerlei Unterschied zwischen den Trägern Meiner Botschaft. Sie alle haben nur ein Ziel, ihr Geheimnis ist das gleiche. Einem von ihnen größere Ehre zu erweisen als anderen, einige von ihnen über die übrigen zu erhöhen, ist keineswegs zulässig, jeder wahre Prophet hat Seine Botschaft als wesensgleich mit der Offenbarung jedes anderen Ihm vorangegangenen Propheten angesehen. Wenn daher ein Mensch versäumt, diese Wahrheit zu verstehen, und sich darum in eitlen, unziemlichen Worten ergeht, wird niemand mit klarem Blick und erleuchtetem Verstand sich durch so leeres Gerede in seinem Glauben schwankend machen lassen.(ÄL 34:3) [Die Bahá’í haben] die eindeutige Pflicht, jedem Wahrheitssucher unzweifelhaft klarzumachen, dass ‚vom Anfang an, der keinen Anfang hat‘, alle Propheten des einen, unerforschlichen Gottes, Bahá’u’lláh eingeschlossen, als Kanäle der Gnade Gottes, Erklärer Seiner Einheit, Spiegel Seines Lichtes und Offenbarer Seiner Absichten beauftragt sind, der Menschheit ein immer größeres Maß Seiner Wirklichkeit, Seines unerforschlichen Willens und Seiner göttlichen Führung zu enthüllen, und dass sie bis zum ‚Ende, das kein Ende hat‘, auch fernerhin noch umfassendere und mächtigere Offenbarungen Seiner grenzenlosen Macht und Herrlichkeit gewähren werden.” (Shoghi Effendi: Die Sendung Bahá’u’lláhs, in: Die Weltordnung Bahá’u’lláhs, S. 178-179). Zum Ganzen eingehend vgl. Sours: The Station and Claims of Bahá’u’lláh, insbes. S. 46-54*.* Schimmel und Henning machen folgende Anmerkung zu dem Vers: Das gute Wort ist die Verkündigung des Islam, vgl. Psalm 1:3-4: „Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt ihm. Nicht so die Gottlosen; sondern sie sind wie Spreu, die der Wind verweht”. (Vgl. dazu auch Sadeghzadeh: a.a.O., S. 36). Im Kitáb-i-Íqán bezeichnet Bahá’u’lláh Ḥají Muḥammad-Karím Khán (Vater) als „Sünder” (arab. Athím, KI 209). Daher verwendet Abu’l-Faḍl für Ḥají Muḥammad Khán (Sohn) den Beinamen „Sohn des Sünders” (arab. Ibn Athím, Miḥrábkhání: a.a.O., S. 406). Ein weiteres Beispiel ist Ardikání, der in Hadiyatu’l-Mahdawiyih schreibt, dass Abu’l-Faḍl Gott die Fähigkeit abspricht, Wunder zu vollbringen. Dagegen wendet sich Abu’l-Faḍl ganz entschieden in seinem Kashfu’l-Ghiṭá’ (hier zitiert nach Miḥrábkhání: a.a.O., S. 402) und stellt die rhetorische Frage, wie er denn so etwas behaupten könne, wo doch Bahá’u’lláh im Kitáb-i-Íqán von der wundersamen Wirkung der Erde Karbilás spricht, auf der das Blut Imám Ḥusayns vergossen wurde (KI 137). Die Arbeiten Pfanders sind in der Dissertation Christine Schirrmachers untersucht: Mit den Waffen des Gegners — christlich-muslimische Kontroversen im 19. und 20. Jahrhundert, Berlin 1992. www.theomag/10/bk1.html (http://www.theomag/10/bk1.html), S. 1. So groß der Unterschied zwischen einem musikalischen Ton und einem religiösen Symbol auch sein mag, in diesem einen Punkt stimmen sie überein: in beiden offenbart sich sofort eine Kraft auf stoffliche Art, die über das Materielle hinausgeht. In diesem ganz besonderen Sinn können wir von musikalischen Tönen als dynamischen Symbolen sprechen. Wir hören Kräfte in ihnen, wie der Gläubige das göttliche Wesen in dem Symbol erblickt. (unautorisierte Übersetzung)