Lange Lehrreden 7 Mit Jāliya
So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Kosambī auf, in Ghositas Kloster. Zu dieser Zeit kamen zwei Hauslose – der Wanderer Muṇḍiya und Jāliya, der Zögling des Holzschalen-Asketen – zum Buddha und tauschten Willkommensgrüße mit ihm aus. Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten stellten sie sich zur Seite hin und sagten zum Buddha: „Geehrter Gotama, sind diese Seele und dieser Körper ein und dasselbe, oder ist die Seele ein Ding, der Körper ein anderes?“ „Nun denn, Geehrte, hört zu und gebraucht den Geist gut, ich werde sprechen.“ „Ja, Geehrter“, antworteten sie. Der Buddha sagte:
„Da erscheint ein Klargewordener in der Welt, ein Vollendeter, ein vollkommen erwachter Buddha … So hat ein Mönch die Tugend vervollkommnet. … Er tritt in die erste Vertiefung ein und verweilt darin … Wenn ein Mönch so erkennt und sieht, wäre es da angebracht, von ihm zu sagen: ‚Diese Seele und dieser Körper sind ein und dasselbe‘, oder ‚die Seele ist ein Ding, der Körper ein anderes‘?“ „Das wäre es, Geehrter.“ „Aber, Geehrte, ich erkenne und sehe so. Dennoch sage ich nicht: ‚Diese Seele und dieser Körper sind ein und dasselbe‘, oder ‚die Seele ist ein Ding, der Körper ein anderes‘. …
Da tritt ein Mönch in die zweite Vertiefung ein und verweilt darin … Er tritt in die dritte Vertiefung ein und verweilt darin … Er tritt in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin. Wenn ein Mönch so erkennt und sieht, wäre es da angebracht, von ihm zu sagen: ‚Diese Seele und dieser Körper sind ein und dasselbe‘, oder ‚die Seele ist ein Ding, der Körper ein anderes‘?“ „Das wäre es, Geehrter.“ „Aber, Geehrte, ich erkenne und sehe so. Dennoch sage ich nicht: ‚Diese Seele und dieser Körper sind ein und dasselbe‘, oder ‚die Seele ist ein Ding, der Körper ein anderes‘. …
Er streckt seinen Geist aus und projiziert ihn auf das Erkennen und Sehen … Wenn ein Mönch so erkennt und sieht, wäre es da angebracht, von ihm zu sagen: ‚Diese Seele und dieser Körper sind ein und dasselbe‘, oder ‚die Seele ist ein Ding, der Körper ein anderes‘?“ „Das wäre es, Geehrter.“ „Aber, Geehrte, ich erkenne und sehe so. Dennoch sage ich nicht: ‚Diese Seele und dieser Körper sind ein und dasselbe‘, oder ‚die Seele ist ein Ding, der Körper ein anderes‘. …
Da versteht ein Mönch: ‚… Es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘ Wenn ein Mönch so erkennt und sieht, wäre es da angebracht, von ihm zu sagen: ‚Diese Seele und dieser Körper sind ein und dasselbe‘, oder ‚die Seele ist ein Ding, der Körper ein anderes‘?“ „Das wäre es nicht, Geehrter.“ „Geehrte, ich erkenne und sehe so. Und ich sage nicht: ‚Diese Seele und dieser Körper sind ein und dasselbe‘, oder ‚die Seele ist ein Ding, der Körper ein anderes‘.“ Das sagte der Buddha. Zufrieden begrüßten die beiden Hauslosen die Worte des Buddha.