# 26 Der Prophet Hesekiel

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> Hesekiel schaut die Herrlichkeit des HERRN
> 
> (vgl. Kap 10,1-22)
> 1:1    Im dreißigsten Jahr am fünften Tage des vierten Monats, als ich
> unter den Weggeführten am Fluß Kebar war, tat sich der Himmel auf,
> und Gott zeigte mir Gesichte.
> Vers 3; Kap 3,23; 10,15; 10,20; 10,22; 43,3
> 
> 1:2    Am fünften Tag des Monats - es war das fünfte Jahr, nachdem der
> König Jojachin gefangen weggeführt war -,
> 2. Kön 24,15
> 
> 1:3    da geschah das Wort des HERRN zu Hesekiel, dem Sohn des Busi, dem
> Priester, im Lande der Chaldäer am Fluß Kebar. Dort kam die Hand
> des HERRN über ihn.
> Kap 3,22-23; 8,1; 33,22; 37,1; 40,1
> 
> 1:4     Und ich sah, und siehe, es kam ein ungestümer Wind von Norden her,
> eine mächtige Wolke und loderndes Feuer, und Glanz war rings um sie
> her, und mitten im Feuer war es wie blinkendes Kupfer.
> (4-28) Offb 4,2-8
> 
> 1:5    Und mitten darin war etwas wie vier Gestalten; die waren anzusehen
> wie Menschen.
> 
> 1:6    Und jede von ihnen hatte vier Angesichter und vier Flügel.
> 
> 1:7    Und ihre Beine standen gerade, und ihre Füße waren wie Stierfüße und
> glänzten wie blinkendes, glattes Kupfer.
> 
> 1:8    Und sie hatten Menschenhände unter ihren Flügeln an ihren vier
> Seiten; die vier hatten Angesichter und Flügel.
> 
> 1:9    Ihre Flügel berührten einer den andern. Und wenn sie gingen,
> brauchten sie sich nicht umzuwenden; immer gingen sie in der
> Richtung eines ihrer Angesichter.
> 
> 1:10   Ihre Angesichter waren vorn gleich einem Menschen und zur rechten
> Seite gleich einem Löwen bei allen vieren und zur linken Seite
> gleich einem Stier bei allen vieren und hinten gleich einem Adler
> bei allen vieren.
> 
> 1:11   Und ihre Flügel waren nach oben hin ausgebreitet; je zwei Flügel
> berührten einander, und mit zwei Flügeln bedeckten sie ihren Leib.
> 
> 1:12   Immer gingen sie in der Richtung eines ihrer Angesichter; wohin der
> Geist sie trieb, dahin gingen sie; sie brauchten sich im Gehen nicht
> umzuwenden.
> 
> 1:13   Und in der Mitte zwischen den Gestalten sah es aus, wie wenn feurige
> Kohlen brennen, und wie Fackeln, die zwischen den Gestalten hin und
> her fuhren. Das Feuer leuchtete, und aus dem Feuer kamen Blitze.
> 
> 1:14   Und die Gestalten liefen hin und her, daß es aussah wie Blitze.
> 
> 1:15   Als ich die Gestalten sah, siehe, da stand je ein Rad auf der Erde
> bei den vier Gestalten, bei ihren vier Angesichtern.
> 
> 1:16   Die Räder waren anzuschauen wie ein Türkis und waren alle vier
> gleich, und sie waren so gemacht, daß ein Rad im andern war.
> 
> 1:17   Nach allen vier Seiten konnten sie gehen; sie brauchten sich im
> Gehen nicht umzuwenden.
> 
> 1:18   Und sie hatten Felgen, und ich sah, ihre Felgen waren voller Augen
> ringsum bei allen vier Rädern.
> 
> 1:19   Und wenn die Gestalten gingen, so gingen auch die Räder mit, und
> wenn die Gestalten sich von der Erde emporhoben, so hoben die Räder
> sich auch empor.
> 
> 1:20   Wohin der Geist sie trieb, dahin gingen sie, und die Räder hoben
> sich mit ihnen empor; denn es war der Geist der Gestalten in den
> Rädern.
> 
> 1:21   Wenn sie gingen, so gingen diese auch; wenn sie standen, so standen
> diese auch; und wenn sie sich emporhoben von der Erde, so hoben sich
> auch die Räder mit ihnen empor; denn es war der Geist der Gestalten
> in den Rädern.
> 
> 1:22   Aber über den Häuptern der Gestalten war es wie eine Himmelsfeste,
> wie ein Kristall, unheimlich anzusehen, oben über ihren Häuptern
> ausgebreitet,
> 
> 1:23   daß unter der Feste ihre Flügel gerade ausgestreckt waren, einer an
> dem andern; und mit zwei Flügeln bedeckten sie ihren Leib.
> 
> 1:24   Und wenn sie gingen, hörte ich ihre Flügel rauschen wie große
> Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, ein Getöse wie in einem
> Heerlager. Wenn sie aber stillstanden, ließen sie die Flügel
> herabhängen,
> 
> 1:25   und es donnerte im Himmel über ihnen. Wenn sie stillstanden, ließen
> sie die Flügel herabhängen.
> 
> 1:26   Und über der Feste, die über ihrem Haupt war, sah es aus wie ein
> Saphir, einem Thron gleich, und auf dem Thron saß einer, der aussah
> wie ein Mensch.
> 2. Mose 24,10;  Offb 4,2-3; Jes 6,1
> 
> 1:27   Und ich sah, und es war wie blinkendes Kupfer aufwärts von dem, was
> aussah wie seine Hüften; und abwärts von dem, was wie seine Hüften
> aussah, erblickte ich etwas wie Feuer und Glanz ringsumher.
> 
> 1:28   Wie der Regenbogen steht in den Wolken, wenn es geregnet hat, so
> glänzte es ringsumher. So war die Herrlichkeit des HERRN anzusehen.
> Und als ich sie gesehen hatte, fiel ich auf mein Angesicht und hörte
> einen reden.
> Kap 3,23; 8,4; 9,3; 10,4; 10,18; 11,23; 43,4; 44,4
> 
>          Hesekiels Berufung zum Prophetenamt
> 
> 2:1    Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, tritt auf deine Füße, so will
> ich mit dir reden.
> 
> 2:2    Und als er so mit mir redete, kam Leben in mich und stellte mich auf
> meine Füße, und ich hörte dem zu, der mit mir redete.
> 
> 2:3    Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, ich sende dich zu den
> Israeliten, zu dem abtrünnigen Volk, das von mir abtrünnig geworden
> ist. Sie und ihre Väter haben bis auf diesen heutigen Tag wider mich
> gesündigt.
> 
> 2:4    Und die Söhne, zu denen ich dich sende, haben harte Köpfe und
> verstockte Herzen. Zu denen sollst du sagen: »So spricht Gott der
> HERR!«
> 
> 2:5     Sie gehorchen oder lassen es - denn sie sind ein Haus des
> Widerspruchs -, dennoch sollen sie wissen, daß ein Prophet unter
> ihnen ist.
> Vers 7; Kap 3,11; 3,27
> 
> 2:6    Und du, Menschenkind, sollst dich vor ihnen nicht fürchten noch vor
> ihren Worten fürchten. Es sind wohl widerspenstige und stachlige
> Dornen um dich, und du wohnst unter Skorpionen; aber du sollst dich
> nicht fürchten vor ihren Worten und dich vor ihrem Angesicht nicht
> entsetzen - denn sie sind ein Haus des Widerspruchs -,
> Jer 1,8
> 
> 2:7    sondern du sollst ihnen meine Worte sagen, sie gehorchen oder lassen
> es; denn sie sind ein Haus des Widerspruchs.
> 
> 2:8    Aber du, Menschenkind, höre, was ich dir sage, und widersprich nicht
> wie das Haus des Widerspruchs. Tu deinen Mund auf und iß, was ich
> dir geben werde.
> 
> 2:9    Und ich sah, und siehe, da war eine Hand gegen mich ausgestreckt,
> die hielt eine Schriftrolle.
> Offb 10,8
> 
> 2:10   Die breitete sie aus vor mir, und sie war außen und innen
> beschrieben, und darin stand geschrieben Klage, Ach und Weh.
> 
>   3:1     Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, iß, was du vor dir hast! Iß
> diese Schriftrolle und geh hin und rede zum Hause Israel!
> (1-3) Jer 15,16; 1,9; Offb 10,9-11
> 
> 3:2    Da tat ich meinen Mund auf, und er gab mir die Rolle zu essen
> 
> 3:3    und sprach zu mir: Du Menschenkind, du mußt diese Schriftrolle, die
> ich dir gebe, in dich hinein essen und deinen Leib damit füllen. Da
> aß ich sie, und sie war in meinem Munde so süß wie Honig.
> Ps 119,103
> 
> 3:4    Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, geh hin zum Hause Israel und
> verkündige ihnen meine Worte.
> 
> 3:5    Denn ich sende dich ja nicht zu einem Volk, das unbekannte Worte und
> eine fremde Sprache hat, sondern zum Hause Israel,
> 
> 3:6    nicht zu vielen Völkern, die unbekannte Worte und eine fremde
> Sprache haben, deren Worte du nicht verstehen könntest. Und wenn ich
> dich zu solchen sendete, würden sie dich gern hören.
> 
> 3:7    Aber das Haus Israel will dich nicht hören, denn sie wollen mich
> nicht hören; denn das ganze Haus Israel hat harte Stirnen und
> verstockte Herzen.
> 
> 3:8    Siehe, ich habe dein Angesicht so hart gemacht wie ihr Angesicht
> und deine Stirn so hart wie ihre Stirn.
> Jes 50,7; Jer 1,18
> 
> 3:9    Ja, ich habe deine Stirn so hart wie einen Diamanten gemacht, der
> härter ist als ein Kieselstein. Darum fürchte dich nicht, entsetze
> dich auch nicht vor ihnen; denn sie sind ein Haus des Widerspruchs.
> 
> 3:10   Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, alle meine Worte, die ich dir
> sage, die fasse mit dem Herzen und nimm sie zu Ohren!
> 
> 3:11   Und geh hin zu den Weggeführten deines Volks und verkündige ihnen
> und sprich zu ihnen: »So spricht Gott der HERR!«, sie hören oder
> lassen es.
> Kap 2,5; 2,7
> 
> Hesekiel wird zum Wächter über Israel bestellt
> 
> (vgl. Kap 33,1-9)
> 3:12   Und der Geist hob mich empor, und ich hörte hinter mir ein Getöse
> wie von einem großen Erdbeben, als die Herrlichkeit des HERRN sich
> erhob von ihrem Ort.
> Kap 1,28
> 
> 3:13   Und es war ein Rauschen von den Flügeln der Gestalten, die
> aneinander schlugen, und auch ein Rasseln der Räder neben ihnen wie
> das Getöse eines großen Erdbebens.
> 
> 3:14   Da hob mich der Geist empor und führte mich weg. Und ich fuhr dahin
> im bitteren Grimm meines Geistes, und die Hand des HERRN lag schwer
> auf mir.
> 
> 3:15   Und ich kam zu den Weggeführten, die am Fluß Kebar wohnten, nach
> Tel-Abib und setzte mich zu denen, die dort wohnten, und blieb dort
> unter ihnen sieben Tage ganz verstört.
> 
> 3:16   Und als die sieben Tage um waren, geschah des HERRN Wort zu mir:
> 
> 3:17   Du Menschenkind, ich habe dich zum Wächter gesetzt über das Haus
> Israel. Du wirst aus meinem Munde das Wort hören und sollst sie in
> meinem Namen warnen.
> Kap 33,7; Jes 52,8; Hebr 13,17
> 
> 3:18   Wenn ich dem Gottlosen sage: Du mußt des Todes sterben! und du
> warnst ihn nicht und sagst es ihm nicht, um den Gottlosen vor seinem
> gottlosen Wege zu warnen, damit er am Leben bleibe, - so wird der
> Gottlose um seiner Sünde willen sterben, aber sein Blut will ich von
> deiner Hand fordern.
> Kap 14,10
> 
> 3:19   Wenn du aber den Gottlosen warnst und er sich nicht bekehrt von
> seinem gottlosen Wesen und Wege, so wird er um seiner Sünde willen
> sterben, aber du hast dein Leben errettet.
> 
> 3:20   Und wenn sich ein Gerechter von seiner Gerechtigkeit abwendet und
> Unrecht tut, so werde ich ihn zu Fall bringen, und er muß sterben.
> Denn weil du ihn nicht gewarnt hast, wird er um seiner Sünde willen
> sterben müssen, und seine Gerechtigkeit, die er getan hat, wird
> nicht angesehen werden; aber sein Blut will ich von deiner Hand
> fordern.
> Kap 18,24
> 
> 3:21   Wenn du aber den Gerechten warnst, daß er nicht sündigen soll, und
> er sündigt auch nicht, so wird er am Leben bleiben; denn er hat sich
> warnen lassen, und du hast dein Leben errettet.
> 
> Der Prophet soll verstummen
> 
> 3:22    Und dort kam des HERRN Hand über mich, und er sprach zu mir: Mach
> dich auf und geh hinaus in die Ebene; da will ich mit dir reden.
> (22 und 23) Kap 1,3
> 
> 3:23   Und ich machte mich auf und ging hinaus in die Ebene; und siehe,
> dort stand die Herrlichkeit des HERRN, wie ich sie am Fluß Kebar
> gesehen hatte; und ich fiel nieder auf mein Angesicht.
> Kap 1,28
> 
> 3:24   Und der Geist kam in mich und stellte mich auf meine Füße. Und er
> redete mit mir und sprach zu mir: Geh hin und schließ dich ein in
> deinem Hause!
> Kap 2,2
> 
> 3:25   Und du, Menschenkind, siehe, man wird dir Stricke anlegen und dich
> damit binden, daß du nicht unter die Leute gehen kannst.
> 
> 3:26   Und ich will dir die Zunge an deinem Gaumen kleben lassen, daß du
> stumm wirst und sie nicht mehr zurechtweisen kannst; denn sie sind
> ein Haus des Widerspruchs.
> 
> 3:27   Wenn ich aber mit dir reden werde, will ich dir den Mund auftun, daß
> du zu ihnen sagen sollst: »So spricht Gott der HERR!« Wer es hört,
> der höre es; wer es läßt, der lasse es; denn sie sind ein Haus des
> Widerspruchs.
> Kap 2,5; 2,7
> 
>          Bildliche Darstellung des Gerichts über Jerusalem
> 
> 4:1    Und du, Menschenkind, nimm dir einen Ziegelstein; den lege vor dich
> hin und entwirf darauf die Stadt Jerusalem
> 
> 4:2    und mache eine Belagerung: baue ein Bollwerk um sie und schütte
> einen Wall gegen sie auf und schlag ein Heerlager auf und stelle
> Sturmböcke rings um sie her.
> 
> 4:3    Nimm dir aber eine eiserne Platte und laß sie eine eiserne Mauer
> sein zwischen dir und der Stadt und richte dein Angesicht gegen sie
> und belagere sie. Das sei ein Zeichen dem Hause Israel.
> 
> 4:4    Du sollst dich auch auf deine linke Seite legen und die Schuld des
> Hauses Israel auf dich legen. So viele Tage du so daliegst, so lange
> sollst du auch ihre Schuld tragen.
> 
> 4:5    Ich will dir aber die Jahre ihrer Schuld auflegen, für jedes Jahr
> einen Tag, nämlich dreihundertneunzig Tage. So lange sollst du die
> Schuld des Hauses Israel tragen.
> 
> 4:6    Und wenn du dies vollbracht hast, sollst du danach dich auf deine
> rechte Seite legen und sollst tragen die Schuld des Hauses Juda
> vierzig Tage lang; denn ich gebe dir hier auch je einen Tag für ein
> Jahr.
> 
> 4:7    Richte aber dein Angesicht und deinen bloßen Arm gegen das belagerte
> Jerusalem und weissage gegen die Stadt.
> 
> 4:8    Und siehe, ich will dir Stricke anlegen, daß du dich nicht wenden
> kannst von einer Seite zur andern, bis du die Tage deiner Belagerung
> vollendet hast.
> 
> 4:9    Nimm dir aber Weizen, Gerste, Bohnen, Linsen, Hirse und Spelt und tu
> alles in ein Gefäß und mache dir Brot daraus, daß du daran zu essen
> hast, solange du auf deiner Seite liegen mußt - dreihundertneunzig
> Tage,
> 
> 4:10   so daß deine Speise, die du täglich essen sollst, abgewogen zwanzig
> Lot sei; so viel darfst du von einem Tag zum andern essen.
> 
> 4:11   Das Wasser sollst du auch abgemessen trinken, nämlich den sechsten
> Teil von einer Kanne; so viel darfst du von einem Tag zum andern
> trinken.
> 
> 4:12   Gerstenfladen sollst du essen, die du vor den Augen der Leute auf
> Menschenkot backen sollst.
> 
> 4:13   Und der HERR sprach: So sollen die Israeliten ihr unreines Brot
> essen unter den Heiden, zu denen ich sie verstoßen werde.
> Hos 9,3
> 
> 4:14   Ich aber sprach: Ach, Herr HERR! Siehe, ich bin noch nie unrein
> geworden; denn ich habe von meiner Jugend an bis auf diese Zeit
> niemals Fleisch von einem gefallenen oder zerrissenen Tier
> gegessen, und nie ist unreines Fleisch in meinen Mund gekommen.
> 2. Mose 22,30;  Apg 10,14
> 
> 4:15   Er aber sprach zu mir: Sieh, ich will dir Kuhmist statt Menschenkot
> zulassen, dein Brot darauf zu bereiten.
> 
> 4:16   Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, siehe, ich will den Vorrat
> an Brot in Jerusalem wegnehmen, daß sie das Brot abgewogen essen
> müssen und mit Kummer, und das Wasser abgemessen trinken müssen und
> mit Schaudern,
> Kap 5,16;  3. Mose 26,26
> 
> 4:17   damit sie an Brot und Wasser Mangel leiden und sie, einer wie der
> andere, erschaudern und in ihrer Schuld verschmachten sollen.
> 
>   5:1    Und du, Menschenkind, nimm ein scharfes Schwert und brauche es als
> Schermesser und fahr damit über dein Haupt und deinen Bart und nimm
> eine Waage und teile das Haar:
> 
> 5:2    ein Drittel sollst du mit Feuer verbrennen mitten in der Stadt, wenn
> die Tage der Belagerung um sind; ein anderes Drittel nimm und
> schlag's mit dem Schwert ringsumher; das letzte Drittel streue in
> den Wind, und ich will hinter ihnen her das Schwert ziehen.
> Vers 12
> 
> 5:3    Nimm aber ein klein wenig davon und binde es in deinen Mantelzipfel.
> 
> 5:4    Und nimm noch einmal etwas davon und wirf's ins Feuer und verbrenne
> es; davon soll ein Feuer ausbrechen über das ganze Haus Israel.
> 
> Begründung und Beschreibung des Gerichts über Jerusalem
> 
> 5:5    So spricht Gott der HERR: Das ist Jerusalem, das ich mitten unter
> die Heiden gesetzt habe und unter die Länder ringsumher!
> 
> 5:6    Aber es widersprach meinen Ordnungen und trieb es schlimmer als die
> Heiden und war gegen meine Gebote ungehorsamer als die Länder, die
> ringsumher liegen. Denn sie verwarfen meine Ordnungen und wollten
> nicht nach meinen Geboten leben.
> 
> 5:7    Darum spricht Gott der HERR: Weil ihr es schlimmer getrieben habt
> als die Heiden, die um euch her sind, und nach meinen Geboten nicht
> gelebt und meine Ordnungen nicht gehalten habt und nicht einmal nach
> den Ordnungen der Heiden gelebt habt, die um euch her sind,
> 
> 5:8    so spricht Gott der HERR: Siehe, auch ich will an dich und Gericht
> über dich ergehen lassen, daß die Heiden zusehen sollen,
> 
> 5:9    und will so mit dir umgehen, wie ich es nie getan habe und auch
> nicht mehr tun werde, um aller deiner Greuel willen.
> 
> 5:10   Darum sollen in deiner Mitte Väter ihre Kinder und Kinder ihre
> Väter fressen; und ich will solches Gericht über dich ergehen
> lassen, daß alle, die von dir übriggeblieben sind, in alle Winde
> zerstreut werden.
> 5. Mose 28,53-55
> 
> 5:11   Darum, so wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: weil du mein
> Heiligtum mit all deinen Götzen und Greueln unrein gemacht hast,
> will auch ich dich zerschlagen, und mein Auge soll ohne Mitleid auf
> dich blicken, und ich will nicht gnädig sein.
> Kap 7,4; 8,7-18
> 
> 5:12   Es soll ein Drittel von dir an der Pest sterben und durch Hunger
> vernichtet werden in deiner Mitte, und das zweite Drittel soll
> durchs Schwert fallen rings um dich her, und das letzte Drittel will
> ich in alle Winde zerstreuen und will hinter ihnen her das Schwert
> ziehen.
> Vers 2
> 
> 5:13   So soll mein Zorn vollendet werden und mein Grimm über sie zum Ziel
> kommen, daß ich meinen Mut kühle, und sie sollen erfahren, daß ich,
> der HERR, es in meinem Eifern geredet habe, wenn ich meinen Grimm an
> ihnen vollende.
> Kap 16,42
> 
> 5:14    Ich will dich zur Wüste und zur Schmach machen unter den Völkern,
> die um dich her sind, vor den Augen aller, die vorübergehen.
> (14 und 15) 5. Mose 28,37; Jer 24,9
> 
> 5:15   Und du sollst zur Schmach, zum Hohn, zur Warnung und zum Entsetzen
> werden für alle Völker, die um dich her sind, wenn ich über dich
> Gericht ergehen lasse mit Zorn, Grimm und zornigem Schelten - das
> sage ich, der HERR -
> 
> 5:16   und wenn ich böse Pfeile des Hungers unter euch schießen werde, die
> Verderben bringen und die ich schießen werde, um euch zu verderben,
> und wenn ich den Hunger bei euch immer größer werden lasse und euch
> den Vorrat an Brot wegnehme.
> 5. Mose 32,23-24;  Kap 4,16
> 
> 5:17   Ja, Hunger und wilde Tiere will ich unter euch schicken, die sollen
> euch kinderlos machen, und es soll Pest und Blutvergießen bei dir
> umgehen, und ich will das Schwert über dich bringen. Ich, der HERR,
> habe es gesagt.
> Kap 14,21
> 
>          Die kommende Verwüstung des Landes
> 
> 6:1    Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 6:2    Du Menschenkind, richte dein Angesicht gegen die Berge Israels und
> weissage gegen sie
> Kap 36,1; Mi 6,1
> 
> 6:3    und sprich: Ihr Berge Israels, höret das Wort Gottes des HERRN! So
> spricht Gott der HERR zu den Bergen und Hügeln, zu den Gründen und
> Tälern: Siehe, ich will das Schwert über euch bringen und eure
> Opferhöhen zerstören,
> 
> 6:4    daß eure Altäre verwüstet und eure Rauchopfersäulen zerbrochen
> werden, und will eure Erschlagenen vor eure Götzen werfen;
> 3. Mose 26,30
> 
> 6:5    ja, ich will die Leichname der Israeliten vor ihre Götzen hinwerfen
> und will eure Gebeine um eure Altäre her verstreuen.
> 2. Kön 23,14
> 
> 6:6    Überall, wo ihr wohnt, sollen die Städte verwüstet und die
> Opferhöhen zur Einöde werden; denn man wird eure Altäre wüst und zur
> Einöde machen und eure Götzen zerbrechen und zunichte machen und
> eure Rauchopfersäulen zerschlagen und eure Machwerke vertilgen.
> 
> 6:7    Und Erschlagene sollen mitten unter euch daliegen, und ihr sollt
> erfahren, daß ich der HERR bin.
> 
> 6:8    Ich will aber einige von euch übriglassen, die dem Schwert
> entgehen, unter den Völkern, wenn ich euch in die Länder zerstreut
> habe.
> Jes 6,13
> 
> 6:9    Diese eure Entronnenen werden dann an mich denken unter den Völkern,
> wohin sie gefangen weggeführt sind, wenn ich ihr abgöttisches Herz,
> das von mir gewichen ist, und ihre abgöttischen Augen, die nach
> ihren Götzen sahen, zerschlagen habe. Und es wird sie ekeln vor all
> dem Bösen, das sie mit all ihren Greueln begangen haben,
> 
> 6:10   und sie werden erfahren, daß ich der HERR bin; nicht umsonst habe
> ich geredet, solches Unglück ihnen zu tun.
> 
> 6:11   So spricht Gott der HERR: Schlag deine Hände zusammen und stampfe
> mit deinem Fuße und sprich: Weh über alle schlimmen Greuel des
> Hauses Israel, derentwegen sie durch Schwert, Hunger und Pest fallen
> müssen!
> 
> 6:12   Wer ferne ist, wird an der Pest sterben, und wer nahe ist, wird
> durchs Schwert fallen; wer aber übrigbleibt und davor bewahrt ist,
> wird vor Hunger sterben. So will ich meinen Grimm unter ihnen
> vollenden,
> 
> 6:13   daß ihr erfahren sollt, daß ich der HERR bin, wenn ihre Erschlagenen
> mitten unter ihren Götzen liegen um ihre Altäre her, oben auf allen
> Hügeln und oben auf allen Bergen und unter allen grünen Bäumen und
> unter allen dichten Eichen, überall, wo sie all ihren Götzen
> lieblichen Opferduft darbrachten.
> 1. Kön 14,23
> 
> 6:14   Ich will meine Hand gegen sie ausstrecken und das Land wüst und öde
> machen von der Wüste an bis nach Ribla überall, wo sie wohnen, und
> sie sollen erfahren, daß ich der HERR bin.
> 2. Kön 25,21
> 
>          Das Ende naht
> 
> 7:1    Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 7:2    Du Menschenkind, so spricht Gott der HERR zum Land Israels: Das Ende
> kommt, das Ende über alle vier Enden des Landes.
> 
> 7:3    Nun kommt das Ende über dich; denn ich will meinen Zorn über dich
> senden und will dich richten, wie du verdient hast, und will alle
> deine Greuel über dich bringen.
> 
> 7:4     Mein Auge soll ohne Mitleid auf dich blicken, und ich will nicht
> gnädig sein, sondern ich will dir geben, wie du verdient hast, und
> deine Greuel sollen über dich kommen, daß ihr erfahrt, daß ich der
> HERR bin.
> Kap 5,11; 8,18; 9,10
> 
> 7:5    So spricht Gott der HERR: Siehe, es kommt ein Unglück über das
> andere!
> 
> 7:6    Das Ende kommt, es kommt das Ende, es ist erwacht über dich; siehe,
> es kommt!
> 
> 7:7    Es geht schon an und bricht herein über dich, du Bewohner des
> Landes. Die Zeit kommt, der Tag des Jammers ist nahe, an dem kein
> Singen mehr auf den Bergen sein wird.
> 
> 7:8    Nun will ich bald meinen Grimm über dich schütten und meinen Zorn an
> dir vollenden und will dich richten, wie du verdient hast, und alle
> deine Greuel über dich bringen.
> 
> 7:9    Mein Auge soll ohne Mitleid auf dich blicken, und ich will nicht
> gnädig sein, sondern ich will dir geben, wie du verdient hast, und
> deine Greuel sollen über dich kommen, daß ihr erfahrt, daß ich der
> HERR bin, der euch schlägt.
> 
> 7:10   Siehe, der Tag, siehe, er kommt, er bricht an! Unrecht blüht, und
> Vermessenheit grünt.
> Jes 2,12
> 
> 7:11   Gewalttat hat sich erhoben und wird zur Rute des Frevels; nichts ist
> mehr von ihnen da und nichts von ihrem Reichtum, nichts von ihrer
> Pracht und nichts von ihrer Herrlichkeit.
> 
> 7:12   Es kommt die Zeit, es naht der Tag! Der Käufer freue sich nicht, und
> der Verkäufer traure nicht; denn es kommt der Zorn über all ihren
> Reichtum.
> 
> 7:13   Denn der Verkäufer wird zum Verkaufen nicht zurückkehren, auch wenn
> er noch am Leben ist; denn der Zorn über all ihren Reichtum wird
> sich nicht wenden; um seiner Missetat willen wird keiner sein Leben
> erhalten können.
> 
> 7:14   Laßt sie die Posaune nur blasen und alles zurüsten; es wird doch
> niemand in den Krieg ziehen, denn mein Zorn ist entbrannt über all
> ihren Reichtum.
> 
> 7:15   Draußen das Schwert, drinnen Pest und Hunger! Wer auf dem Feld ist,
> der wird vom Schwert sterben; wer in der Stadt ist, den werden Pest
> und Hunger fressen.
> 
> 7:16   Und die von ihnen entrinnen, die werden auf den Bergen sein wie
> gurrende Tauben in den Schluchten, sie alle, ein jeder wegen seiner
> Missetat.
> 
> 7:17    Alle Hände werden herabsinken, und alle Knie werden weich.
> Jes 13,7
> 
> 7:18   Und sie werden Säcke anlegen und mit Furcht überschüttet sein, und
> auf allen Gesichtern liegt Scham, und alle Köpfe werden
> kahlgeschoren.
> Jer 48,37
> 
> 7:19   Sie werden ihr Silber hinaus auf die Gassen werfen und ihr Gold wie
> Unrat achten; denn ihr Silber und Gold kann sie nicht erretten am
> Tage des Zorns des HERRN. Sie werden sich damit nicht sättigen und
> ihren Bauch damit nicht füllen; denn es wurde zum Anlaß ihrer
> Missetat.
> Spr 11,4; Zef 1,18
> 
> 7:20   Sie haben ihre edlen Kleinode zur Hoffart verwendet und Bilder ihrer
> greulichen Götzen, ihrer Scheusale, daraus gemacht. Darum will ich
> ihnen all das zum Unrat machen
> 
> 7:21   und will es Fremden in die Hände geben, daß sie es rauben, und den
> Gottlosen auf Erden zur Beute, daß sie es entheiligen.
> 
> 7:22   Ich will mein Angesicht von ihnen abwenden, und mein Kleinod soll
> entheiligt werden; ja, Räuber sollen darüber kommen und es
> entheiligen.
> 
> 7:23   Mache Ketten! Denn das Land ist voll Blutschuld und die Stadt voll
> Frevel.
> 
> 7:24   So will ich die Schlimmsten unter den Völkern herbringen, die sollen
> ihre Häuser einnehmen; und ich will der Hoffart der Gewaltigen ein
> Ende machen, und entheiligt werden ihre Heiligtümer.
> 
> 7:25   Angst kommt; da werden sie Heil suchen, aber es wird nicht zu finden
> sein.
> 
> 7:26   Ein Unglück wird über das andere kommen, eine schlimme Kunde nach
> der andern. So werden sie dann eine Offenbarung bei den Propheten
> suchen; auch wird nicht mehr Weisung bei den Priestern noch Rat bei
> den Ältesten sein.
> 
> 7:27   Der König wird trauern, und die Fürsten werden sich in Entsetzen
> kleiden, und die Hände des Volks des Landes werden kraftlos sein.
> Ich will mit ihnen umgehen, wie sie gelebt haben, und will sie
> richten, wie sie verdient haben, daß sie erfahren sollen, daß ich
> der HERR bin.
> 
>          Die Greuel des Götzendienstes im Tempel
> 
> 8:1    Und es begab sich im sechsten Jahr am fünften Tage des sechsten
> Monats. Ich saß in meinem Hause, und die Ältesten von Juda saßen
> vor mir. Da fiel die Hand Gottes des HERRN auf mich.
> Kap 14,1
> 
> 8:2    Und ich sah, und siehe, da war eine Gestalt wie ein Mann, und
> abwärts von dem, was wie seine Hüften aussah, war es wie Feuer, aber
> oberhalb seiner Hüften war ein Glanz zu sehen wie blinkendes
> Kupfer.
> Kap 1,4
> 
> 8:3    Und er streckte etwas wie eine Hand aus und ergriff mich bei dem
> Haar meines Hauptes. Da führte mich der Geist fort zwischen Himmel
> und Erde und brachte mich nach Jerusalem in göttlichen Gesichten zu
> dem Eingang des inneren Tores, das gegen Norden liegt, wo ein Bild
> stand zum Ärgernis für den Herrn.
> Kap 3,12
> 
> 8:4    Und siehe, dort war die Herrlichkeit des Gottes Israels, so wie ich
> sie in der Ebene gesehen hatte.
> Kap 1,28
> 
> 8:5    Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, hebe deine Augen auf nach
> Norden. Und als ich meine Augen aufhob nach Norden, siehe, da stand
> nördlich vom Tor ein Altar, da, wo es zu dem Bild geht, das für den
> Herrn ein Ärgernis war.
> 
> 8:6    Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, siehst du auch, was diese
> tun? Große Greuel sind es, die das Haus Israel hier tut, um mich von
> meinem Heiligtum zu vertreiben. Aber du wirst noch größere Greuel
> sehen.
> 
> 8:7    Und er führte mich zur Tür des Vorhofes. Da sah ich, und siehe, da
> war ein Loch in der Wand.
> 
> 8:8    Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, brich ein Loch durch die
> Wand. Und als ich ein Loch durch die Wand gebrochen hatte, siehe, da
> war eine Tür.
> 
> 8:9    Und er sprach zu mir: Geh hinein und schaue die schlimmen Greuel,
> die sie hier treiben.
> 
> 8:10   Und als ich hineinkam und schaute, siehe, da waren lauter Bilder
> von Gewürm und scheußlichem Getier und allen Götzen des Hauses
> Israel, ringsherum an den Wänden eingegraben.
> Röm 1,23
> 
> 8:11   Davor standen siebzig Männer von den Ältesten des Hauses Israel,
> und Jaasanja, der Sohn Schafans, stand mitten unter ihnen. Und ein
> jeder hatte sein Räuchergefäß in der Hand, und der Duft einer Wolke
> von Weihrauch stieg auf.
> 2. Mose 24,1; 4. Mose 11,16; Lk 10,1; 10,17;  Jes 66,17
> 
> 8:12   Und er sprach zu mir: Menschenkind, siehst du, was die Ältesten des
> Hauses Israel tun in der Finsternis, ein jeder in der Kammer seines
> Götzenbildes? Denn sie sagen: Der HERR sieht uns nicht, der HERR
> hat das Land verlassen.
> Kap 9,9
> 
> 8:13   Und er sprach zu mir: Du sollst noch größere Greuel sehen, die sie
> tun.
> 
> 8:14   Und er führte mich zum Eingang des Tores am Hause des HERRN, das
> gegen Norden liegt, und siehe, dort saßen Frauen, die den Tammus
> beweinten.
> 
> 8:15   Und er sprach zu mir: Menschenkind, siehst du das? Aber du sollst
> noch größere Greuel sehen als diese.
> 
> 8:16   Und er führte mich in den inneren Vorhof am Hause des HERRN; und
> siehe, vor dem Eingang zum Tempel des HERRN, zwischen der Vorhalle
> und dem Altar, standen etwa fünfundzwanzig Männer, die ihren Rücken
> gegen den Tempel des HERRN und ihr Gesicht gegen Osten gewendet
> hatten und beteten gegen Osten die Sonne an.
> 5. Mose 4,19; 17,3; 2. Kön 23,5; 23,11; Jer 8,2
> 
> 8:17   Und er sprach zu mir: Menschenkind, siehst du das? Ist es dem Hause
> Juda nicht genug, diese Greuel hier zu treiben, daß sie auch sonst
> das ganze Land mit Gewalt und Unrecht erfüllen und mich immer wieder
> reizen? Und siehe, sie halten sich die Weinrebe an die Nase.
> Gemeint ist ein abgöttischer Brauch.
> 
> 8:18   Darum will ich auch mit Grimm an ihnen handeln, und mein Auge soll
> ohne Mitleid auf sie blicken, und ich will nicht gnädig sein. Wenn
> sie auch mit lauter Stimme mir in die Ohren schreien, will ich sie
> doch nicht hören.
> Kap 7,4;  Jes 1,15
> 
>          Die Heimsuchung Jerusalems
> 
> 9:1    Und er rief mit lauter Stimme vor meinen Ohren und sprach: Gekommen
> ist die Heimsuchung der Stadt; ein jeder habe sein Werkzeug zur
> Zerstörung in seiner Hand!
> 
> 9:2    Und siehe, da kamen sechs Männer auf dem Wege vom oberen Tor her,
> das gegen Norden liegt, und jeder hatte ein Werkzeug zum Zerschlagen
> in seiner Hand. Aber es war einer unter ihnen, der hatte ein Kleid
> von Leinwand an und ein Schreibzeug an seiner Seite. Und sie kamen
> heran und traten neben den kupfernen Altar.
> Kap 10,2; Dan 10,5
> 
> 9:3    Und die Herrlichkeit des Gottes Israels erhob sich von dem Cherub,
> über dem sie war, zu der Schwelle des Tempels am Hause, und der HERR
> rief dem, der das Kleid von Leinwand anhatte und das Schreibzeug an
> seiner Seite,
> Kap 1,28
> 
> 9:4    und sprach zu ihm: Geh durch die Stadt Jerusalem und zeichne mit
> einem Zeichen an der Stirn die Leute, die da seufzen und jammern
> über alle Greuel, die darin geschehen.
> Offb 7,3
> 
> 9:5    Zu den andern Männern aber sprach er, so daß ich es hörte: Geht ihm
> nach durch die Stadt und schlagt drein; eure Augen sollen ohne
> Mitleid blicken und keinen verschonen.
> 
> 9:6    Erschlagt Alte, Jünglinge, Jungfrauen, Kinder und Frauen, schlagt
> alle tot; aber die das Zeichen an sich haben, von denen sollt ihr
> keinen anrühren. Fangt aber an bei meinem Heiligtum! Und sie fingen
> an bei den Ältesten, die vor dem Tempel waren.
> Jer 25,29
> 
> 9:7    Und er sprach zu ihnen: Macht den Tempel unrein, füllt die Vorhöfe
> mit Erschlagenen; dann geht hinaus! Und sie gingen hinaus und
> erschlugen die Leute in der Stadt.
> 
> 9:8    Und als sie die erschlagen hatten, war ich noch übrig. Und ich fiel
> auf mein Angesicht, schrie und sprach: Ach, Herr HERR, willst du
> denn den ganzen Rest Israels verderben, daß du deinen Zorn so
> ausschüttest über Jerusalem?
> Kap 11,13
> 
> 9:9    Und er sprach zu mir: Die Missetat des Hauses Israel und Juda ist
> allzu groß; es ist lauter Blutschuld im Lande und lauter Unrecht in
> der Stadt. Denn sie sprechen: Der HERR hat das Land verlassen, der
> HERR sieht uns nicht.
> Kap 8,12
> 
> 9:10   Darum soll mein Auge ohne Mitleid auf sie blicken, ich will auch
> nicht gnädig sein, sondern will ihr Tun auf ihren Kopf kommen
> lassen.
> Kap 7,4
> 
> 9:11   Und siehe, der Mann, der das Kleid von Leinwand anhatte und das
> Schreibzeug an seiner Seite, antwortete und sprach: Ich habe getan,
> wie du mir geboten hast.
> 
>          Die Herrlichkeit Gottes über den Cherubim
> 
> (vgl. Kap 1,4-28)
> 10:1    Und ich sah, und siehe, an der Himmelsfeste über dem Haupt der
> Cherubim glänzte es wie ein Saphir, und über ihnen war etwas zu
> sehen wie ein Thron.
> 
> 10:2    Und er sprach zu dem Mann in dem Kleid von Leinwand: Geh hinein
> zwischen das Räderwerk unter dem Cherub und fülle deine Hände mit
> glühenden Kohlen, die zwischen den Cherubim sind, und streue sie
> über die Stadt. Und er ging hinein vor meinen Augen.
> Kap 9,2;  Offb 8,5
> 
> 10:3    Die Cherubim aber standen zur Rechten am Hause des Herrn, als der
> Mann hineinging, und die Wolke erfüllte den inneren Vorhof.
> 
> 10:4    Und die Herrlichkeit des HERRN erhob sich von dem Cherub zur
> Schwelle des Hauses, und das Haus wurde erfüllt mit der Wolke und
> der Vorhof mit dem Glanz der Herrlichkeit des HERRN.
> Kap 1,28;  2. Mose 40,34; Jes 6,4
> 
> 10:5    Und man hörte die Flügel der Cherubim rauschen bis in den äußeren
> Vorhof wie die Stimme des allmächtigen Gottes, wenn er redet.
> 
> 10:6    Und als er dem Mann in dem Kleid von Leinwand geboten hatte: Nimm
> von dem Feuer zwischen dem Räderwerk zwischen den Cherubim, ging
> dieser hinein und trat neben das Rad.
> 
> 10:7    Und der Cherub streckte seine Hand aus der Mitte der Cherubim hin
> zum Feuer, das zwischen den Cherubim war, nahm davon und gab es dem
> Mann in dem Kleid von Leinwand in die Hände; der empfing es und ging
> hinaus.
> 
> 10:8    Und es erschien an den Cherubim etwas wie eines Menschen Hand unter
> ihren Flügeln.
> 
> 10:9    Und ich sah, und siehe, vier Räder standen bei den Cherubim, bei
> jedem Cherub ein Rad, und die Räder sahen aus wie ein Türkis,
> 
> 10:10   und alle vier sahen eins wie das andere aus; es war, als wäre ein
> Rad im andern.
> 
> 10:11   Wenn sie gehen sollten, so konnten sie nach allen ihren vier Seiten
> gehen; sie brauchten sich im Gehen nicht umzuwenden; sondern wohin
> das erste ging, da gingen die andern nach, ohne sich im Gehen
> umzuwenden.
> 
> 10:12   Und ihr ganzer Leib, Rücken, Hände und Flügel und die Räder waren
> voller Augen um und um bei allen vieren.
> 
> 10:13   Und die Räder wurden vor meinen Ohren »das Räderwerk« genannt.
> 
> 10:14   Ein jeder hatte vier Angesichter; das erste Angesicht war das eines
> Cherubs, das zweite das eines Menschen, das dritte das eines Löwen,
> das vierte das eines Adlers.
> Kap 1,10
> 
> 10:15   Und die Cherubim hoben sich empor. Es war aber dieselbe Gestalt, die
> ich am Fluß Kebar gesehen hatte.
> Kap 1,1
> 
> 10:16   Wenn die Cherubim gingen, so gingen auch die Räder mit, und wenn die
> Cherubim ihre Flügel schwangen, daß sie sich von der Erde erhoben,
> so wandten sich auch die Räder nicht von ihrer Seite weg.
> 
> 10:17   Wenn jene standen, so standen diese auch; erhoben sie sich, so
> erhoben sich diese auch; denn es war der Geist der Gestalten in
> ihnen.
> 
> 10:18    Und die Herrlichkeit des HERRN ging wieder hinaus von der Schwelle
> des Tempels und stellte sich über die Cherubim.
> (18 und 19) Kap 1,28
> 
> 10:19   Da schwangen die Cherubim ihre Flügel und erhoben sich von der Erde
> vor meinen Augen, und als sie hinausgingen, gingen die Räder mit.
> Und sie traten in den Eingang des östlichen Tores am Hause des
> HERRN, und die Herrlichkeit des Gottes Israels war oben über ihnen.
> 
> 10:20   Das waren die Gestalten, die ich unter dem Gott Israels am Fluß
> Kebar gesehen hatte; und ich merkte, daß es Cherubim waren.
> 
> 10:21   Vier Angesichter hatte jeder und vier Flügel und etwas wie
> Menschenhände unter den Flügeln.
> 
> 10:22   Und ihre Angesichter waren so gestaltet, wie ich sie am Fluß Kebar
> gesehen hatte; und sie gingen in der Richtung eines ihrer
> Angesichter, wie sie wollten.
> 
>          Gottes Gericht über die Obersten des Volkes
> 
> 11:1    Und der Geist hob mich empor und brachte mich zum Tor am Hause des
> HERRN, das gegen Osten liegt. Und siehe, im Eingang des Tores waren
> fünfundzwanzig Männer, und ich sah unter ihnen die Obersten im Volk
> Jaasanja, den Sohn Asurs, und Pelatja, den Sohn Benajas.
> Kap 3,12
> 
> 11:2    Und er sprach zu mir: Menschenkind, das sind die Männer, die Unheil
> planen und schädlichen Rat geben in dieser Stadt;
> 
> 11:3    denn sie sprechen: »Sind nicht vor kurzem die Häuser wieder
> aufgebaut worden? Die Stadt ist der Topf, wir sind das Fleisch.«
> Kap 24,3-14
> 
> 11:4    Darum sollst du, Menschenkind, gegen sie weissagen.
> 
> 11:5    Und der Geist des HERRN fiel auf mich, und er sprach zu mir: Sage:
> So spricht der HERR: So habt ihr geredet, ihr vom Hause Israel; und
> eures Geistes Gedanken kenne ich wohl.
> 
> 11:6    Ihr habt viele erschlagen in dieser Stadt, und ihre Gassen liegen
> voll Toter.
> 
> 11:7    Darum spricht Gott der HERR: Die ihr in der Stadt getötet habt, die
> sind das Fleisch, und sie ist der Topf; aber ihr müßt hinaus.
> 
> 11:8    Das Schwert, das ihr fürchtet, das will ich über euch kommen lassen,
> spricht Gott der HERR.
> 
> 11:9    Ich will euch aus der Stadt hinaustreiben und Fremden in die Hand
> geben und will Gericht über euch halten.
> 
> 11:10   Ihr sollt durchs Schwert fallen; an der Grenze Israels will ich
> euch richten; und ihr sollt erfahren, daß ich der HERR bin.
> 2. Kön 25,20-21
> 
> 11:11   Die Stadt aber soll für euch nicht der Topf sein noch ihr das
> Fleisch darin, sondern an der Grenze Israels will ich euch richten.
> 
> 11:12   Und ihr sollt erfahren, daß ich der HERR bin; denn ihr seid nach
> meinen Geboten nicht gewandelt und habt meine Ordnungen nicht
> gehalten, sondern habt gelebt nach den Ordnungen der Heiden, die um
> euch her sind. -
> 
> 11:13   Und als ich noch so weissagte, starb Pelatja, der Sohn Benajas. Da
> fiel ich auf mein Angesicht und schrie mit lauter Stimme und
> sprach: Ach, Herr HERR, willst du dem Rest Israels ganz und gar ein
> Ende machen?
> Kap 9,8
> 
> Die Verheißung für die Weggeführten
> 
> 11:14   Da geschah des HERRN Wort zu mir:
> 
> 11:15   Du Menschenkind, die Leute, die noch in Jerusalem wohnen, sagen von
> deinen Brüdern und Verwandten und dem ganzen Haus Israel: Sie sind
> ferne vom HERRN, aber uns ist das Land zum Eigentum gegeben.
> 
> 11:16   Darum sage: So spricht Gott der HERR: Ja, ich habe sie fern weg
> unter die Heiden vertrieben und in die Länder zerstreut und bin
> ihnen nur wenig zum Heiligtum geworden in den Ländern, in die sie
> gekommen sind.
> Kap 6,8-10
> 
> 11:17   Darum sage: So spricht Gott der HERR: Ich will euch zusammenbringen
> aus den Völkern und will euch sammeln aus den Ländern, in die ihr
> zerstreut seid, und will euch das Land Israels geben.
> Jer 24,5-6; 29,14
> 
> 11:18   Dorthin sollen sie kommen und alle seine Götzen und Greuel daraus
> wegtun.
> 
> 11:19   Und ich will ihnen ein anderes Herz geben und einen neuen Geist in
> sie geben und will das steinerne Herz wegnehmen aus ihrem Leibe und
> ihnen ein fleischernes Herz geben,
> Kap 36,26;  Jer 24,7
> 
> 11:20   damit sie in meinen Geboten wandeln und meine Ordnungen halten und
> danach tun. Und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott
> sein.
> Kap 14,11; Jer 7,23
> 
> 11:21   Denen aber, die mit ihrem Herzen ihren Götzen und ihren Greueln
> nachwandeln, will ich ihr Tun auf ihren Kopf kommen lassen, spricht
> Gott der HERR.
> 
> Die Herrlichkeit Gottes verläßt Jerusalem
> 
> 11:22    Da schwangen die Cherubim ihre Flügel, und die Räder gingen mit,
> und die Herrlichkeit des Gottes Israels war oben über ihnen.
> (22 und 23) Kap 1,28
> 
> 11:23   Und die Herrlichkeit des HERRN erhob sich aus der Stadt und stellte
> sich auf den Berg, der im Osten vor der Stadt liegt.
> 
> 11:24   Und der Geist hob mich empor und brachte mich nach Chaldäa zu den
> Weggeführten in einem Gesicht durch den Geist Gottes. Und das
> Gesicht, das ich geschaut hatte, verschwand vor mir.
> Kap 3,12
> 
> 11:25   Und ich sagte den Weggeführten alle Worte des HERRN, die er mir in
> Gesichten gezeigt hatte.
> 
>          Die Wegführung von König und Volk wird in
> Gleichnishandlungen dargestellt
> 
> 12:1    Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 12:2    Du Menschenkind, du wohnst in einem Haus des Widerspruchs; sie
> haben wohl Augen, daß sie sehen könnten, und wollen nicht sehen, und
> Ohren, daß sie hören könnten, und wollen nicht hören; denn sie sind
> ein Haus des Widerspruchs.
> Jer 5,21
> 
> 12:3    Du aber, Menschenkind, pack dir Sachen wie für die Verbannung und
> zieh am hellen Tage fort vor ihren Augen. Von deinem Ort sollst du
> ziehen an einen andern Ort vor ihren Augen. Vielleicht merken sie
> es, denn sie sind ein Haus des Widerspruchs.
> 
> 12:4    Du sollst deine Sachen am hellen Tage vor ihren Augen herausschaffen
> wie Gepäck für die Verbannung und am Abend hinausziehen vor ihren
> Augen, wie man zur Verbannung auszieht,
> 
> 12:5    und du sollst dir vor ihren Augen ein Loch durch die Wand brechen
> und da hinausziehen,
> 
> 12:6    und du sollst deine Schulter vor ihren Augen beladen und
> hinausziehen, wenn es dunkel wird! Dein Angesicht sollst du
> verhüllen, damit du das Land nicht siehst. Denn ich habe dich für
> das Haus Israel zum Wahrzeichen gesetzt.
> Kap 24,24; 24,27
> 
> 12:7    Und ich tat, wie mir befohlen war, und trug mein Gepäck hinaus wie
> Gepäck für die Verbannung am hellen Tage, und am Abend brach ich mit
> der Hand ein Loch durch die Wand. Und als es dunkel wurde, belud ich
> meine Schulter und zog hinaus vor ihren Augen.
> 
> 12:8    Und frühmorgens geschah des HERRN Wort zu mir:
> 
> 12:9    Du Menschenkind, hat das Haus Israel, das Haus des Widerspruchs,
> nicht zu dir gesagt: Was machst du da?
> 
> 12:10   Sage zu ihnen: So spricht Gott der HERR: Diese Last trifft den
> Fürsten zu Jerusalem und das ganze Haus Israel, das dort wohnt.
> 
> 12:11   Sprich: Ich bin euer Wahrzeichen; wie ich getan habe, so wird ihnen
> geschehen: fortziehen müssen sie und gefangen weggeführt werden.
> 
> 12:12    Ihr Fürst wird seine Habe auf die Schulter laden, wenn es dunkel
> wird, und ein Loch durch die Wand brechen und da hinausziehen; sein
> Angesicht wird er verhüllen, daß er nicht mit seinen Augen das Land
> sehe.
> 2. Kön 25,4
> 
> 12:13   Und ich will mein Netz über ihn werfen, daß er in meinem Garn
> gefangen werde, und will ihn nach Babel bringen in der Chaldäer
> Land, das er jedoch nicht sehen wird, und dort soll er sterben.
> Kap 17,20;  Jer 39,7
> 
> 12:14   Und alle, die um ihn her sind, seine Helfer und seinen ganzen
> Anhang, will ich in alle Winde zerstreuen und das Schwert ziehen
> hinter ihnen her.
> 
> 12:15   Dann sollen sie erfahren, daß ich der HERR bin, wenn ich sie unter
> die Heiden verstoße und in die Länder zerstreue.
> 
> 12:16   Aber ich will von ihnen einige wenige übriglassen vor dem Schwert,
> dem Hunger und der Pest. Die sollen von all ihren Greueltaten
> erzählen unter den Heiden, zu denen sie kommen werden; und sie
> sollen erfahren, daß ich der HERR bin.
> Kap 6,8
> 
> 12:17   Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 12:18   Du Menschenkind, du sollst dein Brot essen mit Beben und dein Wasser
> trinken mit Zittern und Sorgen.
> 
> 12:19   Und sage zum Volk des Landes: So spricht Gott der HERR zu den
> Einwohnern Jerusalems über das Land Israels: Sie müssen ihr Brot
> essen mit Sorgen und ihr Wasser trinken mit Schaudern; denn ihr Land
> soll wüst werden und leer von allem, was darin ist, um des Frevels
> willen all seiner Bewohner.
> 
> 12:20   Und die Städte, die bewohnt sind, sollen verwüstet werden und das
> Land öde; und ihr werdet erfahren, daß ich der HERR bin.
> 
> Gegen die Verächter der Weissagung
> 
> 12:21   Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 12:22   Du Menschenkind, was habt ihr da für ein Gerede im Lande Israels?
> Ihr sagt: »Es dauert so lange, und es wird nichts aus der
> Weissagung.«
> 2. Petr 3,4
> 
> 12:23   Darum sage zu ihnen: So spricht Gott der HERR: Ich will diesem
> Gerede ein Ende machen, daß man es nicht mehr im Munde führen soll
> in Israel. Sage vielmehr zu ihnen: Die Zeit ist nahe, und alles
> kommt, was geweissagt ist.
> Hab 2,3
> 
> 12:24   Denn es soll hinfort keine trügenden Gesichte und keine falsche
> Offenbarung mehr geben im Hause Israel.
> 
> 12:25   Denn ich bin der HERR. Was ich rede, das soll geschehen und sich
> nicht lange hinausziehen, sondern in eurer Zeit, du Haus des
> Widerspruchs, rede ich ein Wort und tue es auch, spricht Gott der
> HERR.
> 
> 12:26   Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 12:27   Du Menschenkind, siehe, das Haus Israel spricht: Mit den Gesichten,
> die dieser schaut, dauert's noch lange, und er weissagt auf Zeiten,
> die noch ferne sind.
> 
> 12:28   Darum sage ihnen: So spricht Gott der HERR: Was ich rede, soll sich
> nicht lange hinausziehen, sondern es soll geschehen, spricht Gott
> der HERR.
> 
>          Gegen die falschen Propheten
> 
> 13:1    Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 13:2    Du Menschenkind, weissage gegen die Propheten Israels und sprich zu
> denen, die aus eigenem Antrieb heraus weissagen »Höret des HERRN
> Wort!«:
> 
> 13:3    So spricht Gott der HERR: Weh den törichten Propheten, die ihrem
> eigenen Geist folgen und haben doch keine Gesichte!
> Jer 14,14
> 
> 13:4     O Israel, deine Propheten sind wie die Füchse in den Trümmern!
> (4 und 5) Kap 22,30; Ps 106,23
> 
> 13:5    Sie sind nicht in die Bresche getreten und haben sich nicht zur
> Mauer gemacht um das Haus Israel, damit es fest steht im Kampf am
> Tage des HERRN.
> Jes 2,12
> 
> 13:6    Ihre Gesichte sind nichtig, und ihr Wahrsagen ist Lüge. Sie
> sprechen: »Der HERR hat's gesagt«, und doch hat sie der HERR nicht
> gesandt, und sie warten darauf, daß er ihr Wort erfüllt.
> Kap 22,28; Jer 5,31
> 
> 13:7    Ist's nicht vielmehr so: Eure Gesichte sind nichtig, und euer
> Wahrsagen ist lauter Lüge? Und ihr sprecht doch: »Der HERR hat's
> geredet«, wo ich doch nichts geredet habe.
> 
> 13:8    Darum spricht Gott der HERR: Weil ihr Trug redet und Lügen wahrsagt,
> siehe, darum will ich an euch, spricht Gott der HERR.
> 
> 13:9    Und meine Hand soll über die Propheten kommen, die Trug reden und
> Lügen wahrsagen. Sie sollen in der Gemeinschaft meines Volks nicht
> bleiben und in das Buch des Hauses Israel nicht eingeschrieben
> werden und ins Land Israels nicht kommen - und ihr sollt erfahren,
> daß ich Gott der HERR bin.
> Kap 14,9
> 
> 13:10   Weil sie mein Volk verführen und sagen: »Friede!«, wo doch kein
> Friede ist, und weil sie, wenn das Volk sich eine Wand baut, sie mit
> Kalk übertünchen,
> Jer 6,14
> 
> 13:11   so sprich zu den Tünchern, die mit Kalk tünchen: »Die Wand wird
> einfallen!« Denn es wird ein Platzregen kommen und Hagel wie Steine
> fallen und ein Wirbelwind losbrechen.
> 
> 13:12   Siehe, da wird die Wand einfallen. Was gilt's? Dann wird man zu euch
> sagen: Wo ist nun der Anstrich, den ihr darüber getüncht habt?
> 
> 13:13   Darum spricht Gott der HERR: Ich will einen Wirbelwind losbrechen
> lassen in meinem Grimm und einen Platzregen in meinem Zorn und Hagel
> wie Steine in vernichtendem Grimm.
> 
> 13:14   So will ich die Wand niederreißen, die ihr mit Kalk übertüncht habt,
> und will sie zu Boden stoßen, daß man ihren Grund sehen soll. Wenn
> sie fällt, sollt ihr auch darin umkommen. Und ihr sollt erfahren,
> daß ich der HERR bin.
> 
> 13:15   Und ich will meinen ganzen Grimm an der Wand auslassen und an denen,
> die sie mit Kalk übertüncht haben, und will zu euch sagen: Hier ist
> weder Wand noch Tüncher -
> 
> 13:16   das sind die Propheten Israels, die Jerusalem wahrsagen und predigen
> »Friede!«, wo doch kein Friede ist, spricht Gott der HERR.
> 
> Gegen falsche Prophetinnen
> 
> 13:17   Und du, Menschenkind, richte dein Angesicht gegen die Töchter deines
> Volks, die aus eigenem Antrieb als Prophetinnen auftreten, und
> weissage gegen sie
> 
> 13:18   und sprich: So spricht Gott der HERR: Weh euch, die ihr Binden näht
> für alle Handgelenke und Hüllen für die Köpfe der Jungen und Alten,
> um Seelen damit zu fangen! Wollt ihr Seelen fangen in meinem Volk
> und Seelen für euch am Leben erhalten?
> 
> 13:19   Ihr entheiligt mich bei meinem Volk für eine Handvoll Gerste und
> einen Bissen Brot, dadurch daß ihr Seelen tötet, die nicht sterben
> sollten, und Seelen am Leben erhaltet, die nicht leben sollten,
> durch euer Lügen unter meinem Volk, das so gern Lügen hört.
> 
> 13:20   Darum spricht Gott der HERR: Siehe, ich will über eure Binden
> kommen, mit denen ihr die Seelen fangt, und will sie von euren Armen
> reißen und die Seelen, die ihr gefangen habt, befreien.
> 
> 13:21   Und ich will eure Hüllen wegreißen und mein Volk aus eurer Hand
> erretten, daß ihr sie nicht mehr fangen könnt. Und ihr sollt
> erfahren, daß ich der HERR bin.
> 
> 13:22   Weil ihr das Herz der Gerechten betrübt habt, die ich nicht betrübt
> habe, und die Hände der Gottlosen gestärkt habt, damit sie sich von
> ihrem bösen Wandel nicht bekehren, um ihr Leben zu retten:
> Jer 23,14
> 
> 13:23   darum sollt ihr nicht mehr Trug predigen und wahrsagen, sondern ich
> will mein Volk aus euren Händen erretten, und ihr sollt erfahren,
> daß ich der HERR bin.
> 
>          Gottes Antwort an Götzendiener
> 
> 14:1    Und es kamen einige von den Ältesten Israels zu mir und setzten
> sich vor mir nieder.
> Kap 20,1
> 
> 14:2    Da geschah des HERRN Wort zu mir:
> 
> 14:3    Du Menschenkind, diese Leute hängen mit ihrem Herzen an ihren Götzen
> und haben mit Freuden vor Augen, was sie schuldig werden läßt -
> sollte ich mich wirklich von ihnen befragen lassen?
> 
> 14:4    Darum rede mit ihnen und sage zu ihnen: So spricht Gott der HERR:
> Jedem vom Hause Israel, der mit seinem Herzen an seinen Götzen hängt
> und mit Freuden vor Augen hat, was ihn schuldig werden läßt, und
> dann zum Propheten kommt, dem will ich, der HERR, antworten, wie
> er's verdient hat mit seinen vielen Götzen,
> 
> 14:5    damit ich so dem Hause Israels ans Herz greife, weil sie von mir
> gewichen sind mit all ihren Götzen.
> 
> 14:6    Darum sollst du zum Hause Israel sagen: So spricht Gott der HERR:
> Kehrt um und wendet euch ab von euren Götzen und wendet euer
> Angesicht von allen euren Greueln.
> 
> 14:7    Denn jedem vom Hause Israel oder von den Fremdlingen in Israel, der
> von mir weicht und mit seinem Herzen an seinen Götzen hängt und mit
> Freuden vor Augen hat, was ihn schuldig werden läßt, und der dann
> zum Propheten kommt, um durch ihn mich zu befragen, dem will ich,
> der HERR, selbst antworten.
> 
> 14:8    Ich will mein Angesicht gegen ihn richten und ihn zum Zeichen und
> Sprichwort machen und will ihn aus meinem Volk ausrotten. So sollt
> ihr erfahren, daß ich der HERR bin.
> 
> 14:9    Wenn aber ein Prophet sich betören läßt, etwas zu verkünden, so
> habe ich, der HERR, diesen Propheten betört und will meine Hand
> gegen ihn ausstrecken und ihn aus meinem Volk Israel ausrotten.
> 1. Kön 22,20-23
> 
> 14:10    So sollen sie beide ihre Schuld tragen: wie die Schuld des
> Befragenden, so soll auch die Schuld des Propheten sein,
> (10 und 11) Kap 3,17-20
> 
> 14:11   damit das Haus Israel nicht mehr von mir abirrt und sich nicht mehr
> unrein macht durch alle seine Übertretungen; sondern sie sollen
> mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein, spricht Gott der HERR.
> Kap 11,20
> 
> Die Überlebenden bei Gottes vierfachem Gericht
> 
> 14:12   Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 14:13   Du Menschenkind, wenn ein Land an mir sündigt und Treubruch begeht
> und wenn ich meine Hand dagegen ausstrecke und den Vorrat an Brot
> ihm wegnehme und Hungersnot ins Land schicke, um Menschen und Vieh
> darin auszurotten,
> Kap 4,16
> 
> 14:14   und wenn dann diese drei Männer im Lande wären, Noah, Daniel und
> Hiob, so würden sie durch ihre Gerechtigkeit allein ihr Leben
> retten, spricht Gott der HERR.
> Jer 15,1
> 
> 14:15   Und wenn ich wilde Tiere ins Land bringen würde, die die Leute
> ausrotteten und das Land zur Einöde machten, so daß niemand mehr
> hindurchziehen könnte vor wilden Tieren,
> 
> 14:16   und diese drei Männer wären auch darin - so wahr ich lebe, spricht
> Gott der HERR: sie würden weder Söhne noch Töchter retten, sondern
> allein sich selbst, und das Land müßte öde werden.
> 
> 14:17   Oder wenn ich das Schwert kommen ließe über dies Land und sprechen
> würde: Schwert, fahre durchs Land! und würde Menschen und Vieh
> ausrotten,
> 
> 14:18   und diese drei Männer wären darin - so wahr ich lebe, spricht Gott
> der HERR: sie würden weder Söhne noch Töchter retten, sondern sie
> allein würden errettet werden.
> 
> 14:19   Oder wenn ich die Pest in dies Land schicken und meinen Grimm
> darüber ausschütten würde mit Blutvergießen, um Menschen und Vieh
> darin auszurotten,
> 
> 14:20   und Noah, Daniel und Hiob wären darin - so wahr ich lebe, spricht
> Gott der HERR: sie würden durch ihre Gerechtigkeit weder Söhne noch
> Töchter retten, sondern allein ihr eigenes Leben.
> 
> 14:21   Denn so spricht Gott der HERR: Wenn ich meine vier schweren
> Strafen, Schwert, Hunger, wilde Tiere und Pest, über Jerusalem
> schicken werde, um darin auszurotten Menschen und Vieh,
> Kap 5,17; 3. Mose 26,16-25; Jer 15,3; Offb 6,8
> 
> 14:22   siehe, so sollen einige übrigbleiben und davonkommen, die Söhne und
> Töchter herausbringen werden. Die sollen zu euch kommen, und ihr
> werdet ihren Wandel und ihre Taten sehen und euch trösten über das
> Unheil, das ich über Jerusalem habe kommen lassen, und über all das
> andre, das ich über die Stadt habe kommen lassen.
> 
> 14:23   Sie werden euer Trost sein, wenn ihr sehen werdet ihren Wandel und
> ihre Taten, und ihr werdet erfahren, daß ich nicht ohne Grund getan
> habe, was ich an Jerusalem getan habe, spricht Gott der HERR.
> 
>          Das Gleichnis vom unbrauchbaren Rebholz
> 
> 15:1    Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 15:2    Du Menschenkind, was hat das Holz des Weinstocks voraus vor anderm
> Holz, das Rebholz, das im Gehölz wächst?
> Jer 2,21
> 
> 15:3    Nimmt man es denn und macht etwas daraus? Macht man auch nur einen
> Pflock daraus, an den man etwas hängen kann?
> 
> 15:4    Siehe, man wirft's ins Feuer, daß es verzehrt wird. Wenn das Feuer
> seine beiden Enden verzehrt hat und die Mitte versengt ist, wozu
> sollte es dann noch taugen?
> Joh 15,6
> 
> 15:5    Siehe, als es noch unversehrt war, konnte man nichts daraus machen;
> wieviel weniger kann dann noch daraus gemacht werden, wenn es das
> Feuer verzehrt und versengt hat!
> 
> 15:6    Darum spricht Gott der HERR: Wie ich das Holz des Weinstocks, das im
> Gehölz wächst, dem Feuer zu verzehren gebe, so will ich auch die
> Einwohner Jerusalems dahingeben
> 
> 15:7    und will mein Angesicht gegen sie richten: Sie sind dem Feuer
> entgangen, aber das Feuer soll sie doch fressen! Und ihr sollt
> erfahren, daß ich der HERR bin, wenn ich mein Angesicht gegen sie
> richte
> 
> 15:8    und das Land zur Wüstenei mache, weil sie die Treue gebrochen haben,
> spricht Gott der HERR.
> 
>          Jerusalem - ein treuloses Weib
> 
> (vgl. Kap 23,1-49)
> 16:1    Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 16:2    Du Menschenkind, tu kund der Stadt Jerusalem ihre Greuel
> 
> 16:3    und sprich: So spricht Gott der HERR zu Jerusalem: Nach Geschlecht
> und Geburt bist du aus dem Lande der Kanaaniter, dein Vater war ein
> Amoriter, deine Mutter eine Hetiterin.
> 
> 16:4    Bei deiner Geburt war es so. Am Tag, als du geboren wurdest, wurde
> deine Nabelschnur nicht abgeschnitten; auch hat man dich nicht mit
> Wasser gebadet, damit du sauber würdest, dich nicht mit Salz
> abgerieben und nicht in Windeln gewickelt.
> 
> 16:5    Denn niemand sah mitleidig auf dich und erbarmte sich, daß er etwas
> von all dem an dir getan hätte, sondern du wurdest aufs Feld
> geworfen. So verachtet war dein Leben, als du geboren wurdest.
> 
> 16:6    Ich aber ging an dir vorüber und sah dich in deinem Blut liegen und
> sprach zu dir, als du so in deinem Blut dalagst: Du sollst leben!
> Ja, zu dir sprach ich, als du so in deinem Blut dalagst: Du sollst
> leben
> 
> 16:7    und heranwachsen; wie ein Gewächs auf dem Felde machte ich dich. Und
> du wuchsest heran und wurdest groß und schön. Deine Brüste wuchsen,
> und du bekamst lange Haare; aber du warst noch nackt und bloß.
> 
> 16:8    Und ich ging an dir vorüber und sah dich an, und siehe, es war die
> Zeit, um dich zu werben. Da breitete ich meinen Mantel über dich
> und bedeckte deine Blöße. Und ich schwor dir's und schloß mit dir
> einen Bund, spricht Gott der HERR, daß du solltest mein sein.
> Rut 3,9;  2. Mose 19,5
> 
> 16:9    Und ich badete dich mit Wasser und wusch dich von deinem Blut und
> salbte dich mit Öl
> 
> 16:10   und kleidete dich mit bunten Kleidern und zog dir Schuhe von feinem
> Leder an. Ich gab dir einen Kopfbund aus kostbarer Leinwand und
> hüllte dich in seidene Schleier
> 
> 16:11   und schmückte dich mit Kleinoden und legte dir Spangen an deine Arme
> und eine Kette um deinen Hals
> 
> 16:12   und gab dir einen Ring an deine Nase und Ohrringe an deine Ohren und
> eine schöne Krone auf dein Haupt.
> 
> 16:13   So warst du geschmückt mit Gold und Silber und gekleidet mit
> kostbarer Leinwand, Seide und bunten Kleidern. Du aßest feinstes
> Mehl, Honig und Öl und wurdest überaus schön und kamst zu
> königlichen Ehren.
> 
> 16:14   Und dein Ruhm erscholl unter den Völkern deiner Schönheit wegen, die
> vollkommen war durch den Schmuck, den ich dir angelegt hatte,
> spricht Gott der HERR.
> 
> 16:15   Aber du verließest dich auf deine Schönheit. Und weil du so gerühmt
> wurdest, triebst du Hurerei und botest dich jedem an, der
> vorüberging, und warst ihm zu Willen.
> Jer 2,20
> 
> 16:16   Du nahmst von deinen Kleidern und machtest dir bunte Opferhöhen
> daraus und triebst dort deine Hurerei, wie es nie geschehen ist noch
> geschehen wird.
> 
> 16:17   Du nahmst auch dein schönes Geschmeide, das ich dir von meinem Gold
> und Silber gegeben hatte, und machtest dir Götzenbilder daraus und
> triebst deine Hurerei mit ihnen.
> Hos 8,4
> 
> 16:18   Und du nahmst deine bunten Kleider und bedecktest sie damit, und
> mein Öl und Räucherwerk legtest du ihnen vor.
> 
> 16:19   Meine Speise, die ich dir zu essen gab, feinstes Mehl, Öl und Honig,
> legtest du ihnen vor zum lieblichen Geruch. Ja, es kam dahin,
> spricht Gott der HERR,
> 
> 16:20    daß du deine Söhne und Töchter nahmst, die du mir geboren hattest,
> und opfertest sie ihnen zum Fraß. War es denn noch nicht genug mit
> deiner Hurerei,
> (20 und 21) Kap 20,26; 23,37; 5. Mose 12,31; 2. Kön 16,3; Jer 7,31
> 
> 16:21   daß du meine Kinder schlachtetest und ließest sie für die Götzen
> verbrennen?
> 
> 16:22   Und bei all deinen Greueln und deiner Hurerei hast du nie gedacht an
> die Zeit deiner Jugend, wie du bloß und nackt warst und in deinem
> Blute lagst.
> 
> 16:23   Und nach all diesen deinen Übeltaten - o weh, weh dir! spricht Gott
> der HERR -
> 
> 16:24   bautest du dir einen Hurenaltar und machtest dir ein Lager darauf
> an allen Plätzen.
> Jer 11,13
> 
> 16:25   An jeder Straßenecke bautest du dein Hurenlager und machtest deine
> Schönheit zum Abscheu. Du spreiztest deine Beine für alle, die
> vorübergingen, und triebst viel Hurerei.
> 
> 16:26   Zuerst triebst du Hurerei mit den Ägyptern, deinen Nachbarn voller
> Geilheit, und triebst viel Hurerei, um mich zu reizen.
> 
> 16:27   Ich aber streckte meine Hand aus gegen dich und entzog dir einen
> Teil meiner Gaben und gab dich preis der Willkür deiner Feinde, der
> Töchter der Philister, die sich schämten über dein schamloses
> Treiben.
> 
> 16:28   Danach triebst du Hurerei mit den Assyrern, weil du nicht satt
> geworden warst; du triebst mit ihnen Hurerei und wurdest auch hier
> nicht satt.
> Kap 23,12
> 
> 16:29   Da triebst du noch mehr Hurerei mit dem Krämerland Chaldäa; doch
> auch da wurdest du nicht satt.
> 
> 16:30   Wie fieberte doch dein Herz, spricht Gott der HERR, daß du alle
> diese Werke einer großen Erzhure tatest:
> 
> 16:31   daß du deinen Hurenaltar bautest an allen Straßenecken und dir ein
> Hurenlager machtest auf allen Plätzen! Dazu warst du nicht wie sonst
> eine Hure; denn du hast ja Geld dafür verschmäht.
> 
> 16:32   Du Ehebrecherin, die du dir Fremde anstelle deines Mannes nimmst!
> 
> 16:33   Allen andern Huren gibt man Geld; du aber gibst allen deinen
> Liebhabern noch Geld dazu und kaufst sie, damit sie von überall her
> zu dir kommen und mit dir Hurerei treiben.
> 
> 16:34   So ist es bei dir mit deiner Hurerei umgekehrt wie bei andern
> Weibern, weil man dir nicht nachläuft und dir nicht Geld gibt,
> sondern du noch Geld dazugibst; bei dir ist es also umgekehrt.
> 
> 16:35   Darum, du Hure, höre des HERRN Wort!
> 
> 16:36   So spricht Gott der HERR: Weil du bei deiner Hurerei deine Scham
> entblößtest und deine Blöße vor deinen Liebhabern aufdecktest, und
> wegen all deiner greulichen Götzen und wegen des Blutes deiner
> Kinder, die du ihnen geopfert hast:
> 
> 16:37   Darum, siehe, ich will sammeln alle deine Liebhaber, denen du
> gefallen hast, alle, die du geliebt, samt allen, die du nicht
> geliebt hast, und will sie gegen dich versammeln von überall her
> und will ihnen deine Blöße aufdecken, daß sie deine ganze Blöße
> sehen sollen.
> Jer 13,22
> 
> 16:38   Und ich will dich richten, wie man Ehebrecherinnen und Mörderinnen
> richtet; ich lasse Grimm und Eifer über dich kommen.
> 3. Mose 20,10
> 
> 16:39   Und ich will dich in ihre Hände geben, daß sie deinen Hurenaltar
> abbrechen und dein Lager einreißen und dir deine Kleider ausziehen
> und dein schönes Geschmeide dir nehmen und dich nackt und bloß
> liegen lassen.
> 
> 16:40   Und sie sollen eine Versammlung gegen dich einberufen und dich
> steinigen und mit ihren Schwertern zerhauen
> 5. Mose 22,23-24
> 
> 16:41   und deine Häuser mit Feuer verbrennen und an dir das Gericht
> vollstrecken vor den Augen vieler Frauen. So will ich deiner Hurerei
> ein Ende machen, und auch Geld sollst du nicht mehr dafür geben.
> 2. Kön 25,9
> 
> 16:42   Dann kommt mein Grimm gegen dich zum Ziel, und mein Eifer läßt von
> dir ab, so daß ich Ruhe habe und nicht mehr zürnen muß.
> 
> 16:43   Weil du nicht gedacht hast an die Zeit deiner Jugend, sondern mich
> mit all dem zum Zorn gereizt hast, darum will ich auch all dein Tun
> auf deinen Kopf kommen lassen, spricht Gott der HERR. Hast du nicht
> Unzucht getrieben zu all deinen Greueltaten hinzu?
> 
> 16:44   Siehe, wer gern in Sprichwörtern redet, wird von dir dies Sprichwort
> sagen: »Wie die Mutter, so die Tochter.«
> 
> 16:45   Du bist die Tochter deiner Mutter, die ihren Mann und ihre Kinder
> von sich stieß, und bist die Schwester deiner Schwestern, die ihre
> Männer und Kinder von sich stießen. Eure Mutter war eine von den
> Hetitern und euer Vater ein Amoriter.
> Vers 3
> 
> 16:46   Deine große Schwester ist Samaria mit ihren Töchtern, die dir zur
> Linken wohnt, und deine kleine Schwester ist Sodom mit ihren
> Töchtern, die zu deiner Rechten wohnt.
> 
> 16:47   Es war dir nicht genug, in ihren Wegen zu gehen und nach ihren
> Greueln zu tun; du hast es noch ärger getrieben als sie in all
> deinem Tun.
> 
> 16:48   So wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: Sodom, deine Schwester,
> samt ihren Töchtern hat's nicht so getrieben wie du und deine
> Töchter.
> Mt 10,15
> 
> 16:49   Siehe, das war die Schuld deiner Schwester Sodom: Hoffart und alles
> in Fülle und sichere Ruhe hatte sie mit ihren Töchtern; aber dem
> Armen und Elenden halfen sie nicht,
> 
> 16:50   sondern waren stolz und taten Greuel vor mir. Darum habe ich sie
> auch hinweggetan, wie du gesehen hast.
> 1. Mose 19,24
> 
> 16:51   So hat auch Samaria nicht die Hälfte deiner Sünden getan, sondern du
> hast so viel mehr Greuel getan als sie, daß deine Schwester gerecht
> dasteht gegenüber all den Greueln, die du getan hast.
> Jer 3,11
> 
> 16:52   So trag du nun auch deine Schande, weil du an die Stelle deiner
> Schwester getreten bist durch deine Sünden, mit denen du größere
> Greuel getan hast als sie; sie steht gerechter da als du. So schäme
> du dich nun auch und trag deine Schande, während deine Schwester
> gerecht dasteht.
> 
> 16:53   Ich will aber ihr Geschick wenden, nämlich das Geschick Sodoms und
> ihrer Töchter und das Geschick Samarias und ihrer Töchter und auch
> dein Geschick in ihrer Mitte,
> 5. Mose 30,3
> 
> 16:54   daß du deine Schande tragen mußt und dich über all das schämst, was
> du getan hast, ihnen zum Trost.
> 
> 16:55   Und deine Schwestern, Sodom und ihre Töchter, sollen wieder werden,
> wie sie zuvor gewesen sind, und Samaria und ihre Töchter sollen
> wieder werden, wie sie zuvor gewesen sind; und auch du und deine
> Töchter sollen wieder werden, wie ihr zuvor gewesen seid.
> 
> 16:56   Und doch nahmst du den Namen Sodoms, deiner Schwester, nicht in den
> Mund zur Zeit deines Hochmuts,
> 
> 16:57   als deine Blöße noch nicht aufgedeckt war wie zur Zeit, als dich die
> Töchter Edoms und die Töchter der Philister überall schmähten und
> dich ringsumher verachteten.
> 
> 16:58   Deine Schandtat und deine Greuel - die mußt du tragen, spricht der
> HERR.
> 
> 16:59   Denn so spricht Gott der HERR: Ich will dir tun, wie du getan hast,
> als du den Eid verachtet und den Bund gebrochen hast.
> 
> 16:60   Ich will aber gedenken an meinen Bund, den ich mit dir geschlossen
> habe zur Zeit deiner Jugend, und will mit dir einen ewigen Bund
> aufrichten.
> 3. Mose 26,45;  Hos 2,17;  Kap 37,26; Jer 31,31-34
> 
> 16:61   Dann wirst du an deine Wege denken und dich schämen, wenn ich deine
> großen und kleinen Schwestern nehmen und sie dir zu Töchtern geben
> werde, aber nicht um deines Bundes willen.
> Kap 20,43
> 
> 16:62   Und ich will meinen Bund mit dir aufrichten, so daß du erfahren
> sollst, daß ich der HERR bin,
> 
> 16:63   damit du daran denkst und dich schämst und vor Scham deinen Mund
> nicht mehr aufzutun wagst, wenn ich dir alles vergeben werde, was du
> getan hast, spricht Gott der HERR.
> Kap 36,31-32
> 
>          Das Gleichnis vom Zedernwipfel und vom Weinstock
> 
> 17:1    Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 17:2    Du Menschenkind, lege dem Hause Israel ein Rätsel vor und ein
> Gleichnis
> 
> 17:3    und sprich: So spricht Gott der HERR: Ein großer Adler mit großen
> Flügeln und langen Fittichen und vollen Schwingen, die bunt waren,
> kam auf den Libanon und nahm hinweg den Wipfel einer Zeder
> 
> 17:4    und brach die Spitze ab und führte sie ins Krämerland und setzte
> sie in die Händlerstadt.
> Kap 16,29
> 
> 17:5    Dann nahm er ein Gewächs des Landes und pflanzte es in gutes Land,
> wo viel Wasser war, und setzte es am Ufer ein.
> 
> 17:6    Und es wuchs und wurde ein ausgebreiteter Weinstock mit niedrigem
> Stamm; denn seine Ranken bogen sich zu ihm, und seine Wurzeln
> blieben unter ihm; und so wurde es ein Weinstock, der Schößlinge
> hervortrieb und Zweige.
> Kap 19,10
> 
> 17:7    Da kam ein anderer großer Adler mit großen Flügeln und starken
> Schwingen. Und siehe, der Weinstock bog seine Wurzeln zu diesem
> Adler hin und streckte seine Ranken ihm entgegen; der Adler sollte
> ihm mehr Wasser geben als das Beet, in das er gepflanzt war.
> 
> 17:8    Und er war doch auf guten Boden an viel Wasser gepflanzt, so daß er
> wohl hätte Zweige bringen können, Früchte tragen und ein herrlicher
> Weinstock werden.
> 
> 17:9    So sage nun: So spricht Gott der HERR: Sollte der geraten? Wird man
> nicht seine Wurzeln ausreißen, daß seine Früchte verderben? Und er
> wird verdorren; alle Blätter, die ihm gewachsen sind, werden
> verwelken. Ohne große Kraft und ohne viel Volk wird man ihn mit
> seinen Wurzeln ausreißen.
> 
> 17:10   Siehe, er ist zwar gepflanzt; aber sollte er geraten? Sobald der
> Ostwind über ihn kommt, wird er verdorren auf dem Beet, auf dem er
> gewachsen ist.
> 
> 17:11   Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 17:12   Sprich doch zu dem Haus des Widerspruchs: Wißt ihr nicht, was damit
> gemeint ist? Und sprich: Siehe, es kam der König von Babel nach
> Jerusalem und nahm seinen König und seine Oberen und führte sie weg
> zu sich nach Babel.
> 2. Kön 24,10; 24,15-16
> 
> 17:13    Und er nahm einen vom königlichen Geschlecht und schloß einen Bund
> mit ihm und nahm einen Eid von ihm; aber die Gewaltigen im Lande
> führte er fort,
> (13-15) 2. Kön 24,17; 2. Chr 36,13
> 
> 17:14   damit das Königtum niedrig bliebe und sich nicht erheben könnte,
> sondern sein Bund gehalten würde und bestünde.
> 
> 17:15   Aber er fiel von ihm ab und sandte seine Boten nach Ägypten, daß man
> ihm Rosse und viel Kriegsvolk schicken sollte. Sollte es ihm
> gelingen? Sollte er davonkommen, wenn er das tut? Sollte er, der den
> Bund bricht, davonkommen?
> 
> 17:16   So wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: an dem Ort des Königs, der
> ihn als König eingesetzt hat, dessen Eid er verachtet und dessen
> Bund er gebrochen hat, da soll er sterben, mitten in Babel.
> 
> 17:17   Auch wird ihm der Pharao nicht beistehen im Kriege mit einem großen
> Heer und viel Volk, wenn man zum Sturm den Wall aufwerfen und die
> Bollwerke bauen wird, so daß viele umkommen.
> 
> 17:18   Denn weil er den Eid verachtet und den Bund gebrochen hat, weil er
> seine Hand darauf gegeben und doch dies alles getan hat, wird er
> nicht davonkommen.
> 
> 17:19   Darum spricht Gott der HERR: So wahr ich lebe, will ich meinen Eid,
> den er verachtet hat, und meinen Bund, den er gebrochen hat, auf
> seinen Kopf kommen lassen.
> 
> 17:20   Ich will mein Netz über ihn werfen, und er soll in meinem Garn
> gefangen werden, und ich will ihn nach Babel bringen und will dort
> mit ihm ins Gericht gehen, weil er mir die Treue gebrochen hat.
> Kap 12,13
> 
> 17:21   Und alle Auserlesenen von seiner ganzen Streitmacht sollen durchs
> Schwert fallen, und alle, die übriggeblieben sind, sollen in alle
> Winde zerstreut werden, und ihr sollt erfahren, daß ich, der HERR,
> es geredet habe.
> 
> 17:22   So spricht Gott der HERR: Dann will ich selbst von dem Wipfel der
> Zeder die Spitze wegnehmen und ihr einen Platz geben; ich will oben
> von ihren Zweigen ein zartes Reis brechen und will's auf einen
> hohen und erhabenen Berg pflanzen.
> Jes 11,1
> 
> 17:23    Auf den hohen Berg Israels will ich's pflanzen, daß es Zweige
> gewinnt und Früchte bringt und ein herrlicher Zedernbaum wird, so
> daß Vögel aller Art in ihm wohnen und alles, was fliegt, im
> Schatten seiner Zweige bleiben kann.
> Kap 20,40;  Dan 4,9; Mt 13,32
> 
> 17:24   Und alle Bäume auf dem Felde sollen erkennen, daß ich der HERR bin:
> Ich erniedrige den hohen Baum und erhöhe den niedrigen; ich lasse
> den grünen Baum verdorren, und den dürren Baum lasse ich grünen.
> Ich, der HERR, rede es und tue es auch.
> Kap 21,31; 1. Sam 2,7-8
> 
>          Gott richtet jeden nach seinem Tun und fordert Umkehr
> 
> 18:1    Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 18:2    Was habt ihr unter euch im Lande Israels für ein Sprichwort: »Die
> Väter haben saure Trauben gegessen, aber den Kindern sind die Zähne
> davon stumpf geworden«?
> Jer 31,29
> 
> 18:3    So wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: dies Sprichwort soll nicht
> mehr unter euch umgehen in Israel.
> 
> 18:4    Denn siehe, alle Menschen gehören mir; die Väter gehören mir so gut
> wie die Söhne; jeder, der sündigt, soll sterben.
> 
> 18:5    Wenn nun einer gerecht ist und Recht und Gerechtigkeit übt,
> 
> 18:6    der von den Höhenopfern nicht ißt und seine Augen nicht aufhebt zu
> den Götzen des Hauses Israel, der seines Nächsten Weib nicht
> befleckt und nicht liegt bei einer Frau in ihrer Unreinheit,
> 3. Mose 18,19;  3. Mose 18,20
> 
> 18:7    der niemand bedrückt, der dem Schuldner sein Pfand zurückgibt und
> niemand etwas mit Gewalt nimmt, der mit dem Hungrigen sein Brot
> teilt und den Nackten kleidet,
> 5. Mose 24,10-13;  Jes 58,7
> 
> 18:8    der nicht auf Zinsen gibt und keinen Aufschlag nimmt, der seine
> Hand von Unrecht zurückhält und rechtes Urteil fällt unter den
> Leuten,
> 2. Mose 22,24; Ps 15,5
> 
> 18:9    der nach meinen Gesetzen lebt und meine Gebote hält, daß er danach
> tut: das ist ein Gerechter, der soll das Leben behalten, spricht
> Gott der HERR.
> 
> 18:10   Wenn er aber einen gewalttätigen Sohn zeugt, der Blut vergießt oder
> eine dieser Sünden tut,
> 
> 18:11   während der Vater all das nicht getan hat: wenn er von den
> Höhenopfern ißt und seines Nächsten Weib befleckt,
> 
> 18:12   die Armen und Elenden bedrückt, mit Gewalt etwas nimmt, das Pfand
> nicht zurückgibt, seine Augen zu den Götzen aufhebt und Greuel
> begeht,
> 
> 18:13   auf Zinsen gibt und einen Aufschlag nimmt - sollte der am Leben
> bleiben? Er soll nicht leben, sondern weil er alle diese Greuel
> getan hat, soll er des Todes sterben; seine Blutschuld komme über
> ihn.
> 
> 18:14    Wenn der dann aber einen Sohn zeugt, der alle diese Sünden sieht,
> die sein Vater tut - wenn er sie sieht und doch nicht so handelt,
> (14-17) 5. Mose 24,16
> 
> 18:15   nicht von den Höhenopfern ißt, seine Augen nicht aufhebt zu den
> Götzen des Hauses Israel, nicht seines Nächsten Weib befleckt,
> 
> 18:16   niemand bedrückt, kein Pfand fordert, nichts mit Gewalt nimmt, sein
> Brot mit dem Hungrigen teilt und den Nackten kleidet,
> 
> 18:17   seine Hand von Unrecht zurückhält, nicht Zinsen noch Aufschlag
> nimmt, sondern meine Gebote hält und nach meinen Gesetzen lebt: der
> soll nicht sterben um der Schuld seines Vaters willen, sondern soll
> am Leben bleiben.
> 
> 18:18   Aber sein Vater, der Gewalt und Unrecht geübt und unter seinem Volk
> getan hat, was nicht taugt, siehe, der soll sterben um seiner Schuld
> willen.
> 
> 18:19   Doch ihr sagt: »Warum soll denn ein Sohn nicht die Schuld seines
> Vaters tragen?« Weil der Sohn Recht und Gerechtigkeit geübt und alle
> meine Gesetze gehalten und danach getan hat, soll er am Leben
> bleiben.
> 2. Mose 20,5
> 
> 18:20   Denn nur wer sündigt, der soll sterben. Der Sohn soll nicht tragen
> die Schuld des Vaters, und der Vater soll nicht tragen die Schuld
> des Sohnes, sondern die Gerechtigkeit des Gerechten soll ihm allein
> zugute kommen, und die Ungerechtigkeit des Ungerechten soll auf ihm
> allein liegen.
> 2. Kön 14,6
> 
> 18:21    Wenn sich aber der Gottlose bekehrt von allen seinen Sünden, die er
> getan hat, und hält alle meine Gesetze und übt Recht und
> Gerechtigkeit, so soll er am Leben bleiben und nicht sterben.
> (21-32) Kap 33,10-20
> 
> 18:22   Es soll an alle seine Übertretungen, die er begangen hat, nicht
> gedacht werden, sondern er soll am Leben bleiben um der
> Gerechtigkeit willen, die er getan hat.
> Jes 43,25
> 
> 18:23   Meinst du, daß ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, spricht Gott
> der HERR, und nicht vielmehr daran, daß er sich bekehrt von seinen
> Wegen und am Leben bleibt?
> 1. Tim 2,4
> 
> 18:24   Und wenn sich der Gerechte abkehrt von seiner Gerechtigkeit und tut
> Unrecht und lebt nach allen Greueln, die der Gottlose tut, sollte
> der am Leben bleiben? An alle seine Gerechtigkeit, die er getan hat,
> soll nicht gedacht werden, sondern in seiner Übertretung und Sünde,
> die er getan hat, soll er sterben.
> Kap 3,20
> 
> 18:25   Und doch sagt ihr: »Der Herr handelt nicht recht.« So höret nun, ihr
> vom Hause Israel: Handle denn ich unrecht? Ist's nicht vielmehr so,
> daß ihr unrecht handelt?
> 
> 18:26   Denn wenn der Gerechte sich abkehrt von seiner Gerechtigkeit und tut
> Unrecht, so muß er sterben; um seines Unrechts willen, das er getan
> hat, muß er sterben.
> 
> 18:27   Wenn sich dagegen der Ungerechte abkehrt von seiner
> Ungerechtigkeit, die er getan hat, und übt nun Recht und
> Gerechtigkeit, der wird sein Leben erhalten.
> Jes 55,7
> 
> 18:28   Denn weil er es gesehen und sich bekehrt hat von allen seinen
> Übertretungen, die er begangen hat, so soll er leben und nicht
> sterben.
> 
> 18:29   Und doch sprechen die vom Hause Israel: »Der Herr handelt nicht
> recht.« Sollte ich unrecht handeln, Haus Israel? Ist es nicht
> vielmehr so, daß ihr unrecht handelt?
> 
> 18:30   Darum will ich euch richten, ihr vom Hause Israel, einen jeden nach
> seinem Weg, spricht Gott der HERR. Kehrt um und kehrt euch ab von
> allen euren Übertretungen, damit ihr nicht durch sie in Schuld
> fallt.
> 
> 18:31   Werft von euch alle eure Übertretungen, die ihr begangen habt, und
> macht euch ein neues Herz und einen neuen Geist. Denn warum wollt
> ihr sterben, ihr vom Haus Israel?
> Kap 11,19
> 
> 18:32   Denn ich habe kein Gefallen am Tod des Sterbenden, spricht Gott der
> HERR. Darum bekehrt euch, so werdet ihr leben.
> 
>          Klagelied über das Geschick des Königshauses
> 
> 19:1    Und du, stimm ein Klagelied an über die Fürsten Israels
> 
> 19:2    und sprich: Welch eine Löwin war deine Mutter! Unter Löwen lagerte
> sie, unter jungen Löwen zog sie ihre Jungen auf.
> 1. Mose 49,9
> 
> 19:3    Und eins ihrer Jungen zog sie groß, und es wurde ein junger Löwe
> daraus; der lernte, Tiere zu reißen, ja, Menschen fraß er.
> 
> 19:4    Da boten sie Völker gegen ihn auf, fingen ihn in ihrer Grube und
> führten ihn in Ketten nach Ägyptenland.
> 2. Kön 23,31-33; Jer 22,11-12
> 
> 19:5     Als nun die Mutter sah, daß ihre Hoffnung verloren war, nachdem sie
> lange gehofft hatte, nahm sie ein andres von ihren Jungen und machte
> einen jungen Löwen daraus.
> (5 und 6) 2. Kön 24,6; 24,8-9
> 
> 19:6    Der lebte unter den Löwen, wurde ein junger Löwe und lernte Tiere zu
> reißen, ja, Menschen fraß er.
> 
> 19:7    Er zerstörte ihre Burgen und verwüstete ihre Städte, daß das Land
> und was darin war vor seinem lauten Brüllen sich entsetzte.
> 
> 19:8    Da stellten sie Völker aus allen Ländern ringsumher gegen ihn auf
> und warfen ihr Netz über ihn und fingen ihn in ihrer Grube
> 
> 19:9    und stießen ihn gefesselt in einen Käfig und führten ihn zum König
> von Babel; und man brachte ihn in Gewahrsam, damit seine Stimme
> nicht mehr gehört würde auf den Bergen Israels.
> 2. Kön 24,15
> 
> 19:10   Deine Mutter war wie ein Weinstock im Weingarten, am Wasser
> gepflanzt; fruchtbar und voller Ranken war er von dem vielen Wasser;
> Kap 17,6
> 
> 19:11   seine Ranken wurden so stark, daß sie zu Zeptern taugten; sein Wuchs
> wurde hoch bis an die Wolken, und man sah, daß er so hoch war und so
> viele Ranken hatte.
> 
> 19:12   Aber er wurde im Grimm ausgerissen und zu Boden geworfen. Der
> Ostwind ließ seine Frucht verdorren, und seine starken Ranken wurden
> zerbrochen, daß sie verdorrten und verbrannt wurden.
> 
> 19:13   Nun ist er gepflanzt in eine Wüste, in ein dürres, durstiges Land,
> 
> 19:14   und ein Feuer ging aus von seinen starken Ranken; das verzehrte
> seine Frucht. Es blieb an ihm keine starke Ranke mehr für ein
> Zepter. Das ist ein Klagelied; zum Klagelied ist es geworden.
> 
>          Israels ständiger Ungehorsam - Gottes Ehre in Gnade und Gericht
> 
> 20:1    Und es begab sich im siebenten Jahr am zehnten Tage des fünften
> Monats, da kamen einige von den Ältesten Israels, den HERRN zu
> befragen, und setzten sich vor mir nieder.
> Kap 14,1
> 
> 20:2    Da geschah des HERRN Wort zu mir:
> 
> 20:3    Du Menschenkind, sage den Ältesten Israels und sprich zu ihnen: So
> spricht Gott der HERR: Seid ihr gekommen, mich zu befragen? So wahr
> ich lebe: ich will mich nicht von euch befragen lassen, spricht
> Gott der HERR.
> Kap 14,3
> 
> 20:4    Willst du sie richten, du Menschenkind? Willst du richten? Zeige
> ihnen die Greueltaten ihrer Väter
> Kap 22,2; 23,36
> 
> 20:5    und sprich zu ihnen: So spricht Gott der HERR: Zu der Zeit, als ich
> Israel erwählte, erhob ich meine Hand zum Schwur für das Geschlecht
> des Hauses Jakob und gab mich ihnen zu erkennen in Ägyptenland. Ja,
> ich erhob meine Hand für sie und schwor: Ich bin der HERR, euer
> Gott.
> 2. Mose 6,7-8
> 
> 20:6    Ich erhob zur selben Zeit meine Hand zum Schwur, daß ich sie führen
> würde aus Ägyptenland in ein Land, das ich für sie ausersehen hatte,
> das von Milch und Honig fließt, ein edles Land vor allen Ländern,
> 2. Mose 3,8
> 
> 20:7    und sprach zu ihnen: Ein jeder werfe weg die Greuelbilder vor
> seinen Augen, und macht euch nicht unrein mit den Götzen Ägyptens;
> denn ich bin der HERR, euer Gott.
> Jos 24,14; 24,23
> 
> 20:8    Sie aber waren mir ungehorsam und wollten mir nicht gehorchen, und
> keiner von ihnen warf die Greuelbilder vor seinen Augen weg, und sie
> verließen die Götzen Ägyptens nicht. Da dachte ich, meinen Grimm
> über sie auszuschütten und meinen ganzen Zorn an ihnen auszulassen
> noch in Ägyptenland.
> 
> 20:9    Aber ich unterließ es um meines Namens willen, damit er nicht
> entheiligt würde vor den Heiden, unter denen sie waren und vor deren
> Augen ich mich ihnen zu erkennen gegeben hatte, daß ich sie aus
> Ägyptenland führen wollte.
> Vers 14; Kap 36,21-22;  2. Mose 32,12
> 
> 20:10   Und als ich sie aus Ägyptenland geführt und in die Wüste gebracht
> hatte,
> 
> 20:11   gab ich ihnen meine Gebote und lehrte sie meine Gesetze, durch die
> der Mensch lebt, der sie hält.
> 3. Mose 18,5; Lk 10,28
> 
> 20:12   Ich gab ihnen auch meine Sabbate zum Zeichen zwischen mir und
> ihnen, damit sie erkannten, daß ich der HERR bin, der sie heiligt.
> 2. Mose 31,13-17
> 
> 20:13    Aber das Haus Israel war mir ungehorsam auch in der Wüste, und sie
> lebten nicht nach meinen Geboten und verachteten meine Gesetze,
> durch die der Mensch lebt, der sie hält, und sie entheiligten meine
> Sabbate sehr. Da gedachte ich, meinen Grimm über sie auszuschütten
> in der Wüste und sie ganz und gar umzubringen.
> (13 und 14) 2. Mose 32,10-12
> 
> 20:14   Aber ich unterließ es um meines Namens willen, damit er nicht
> entheiligt würde vor den Heiden, vor deren Augen ich sie
> herausgeführt hatte.
> 
> 20:15   Doch ich erhob meine Hand in der Wüste und schwor ihnen, sie nicht
> in das Land zu bringen, das ich ihnen bestimmt hatte, das von Milch
> und Honig fließt, ein edles Land vor allen Ländern,
> 4. Mose 14,30
> 
> 20:16   weil sie meine Gesetze verachtet und nicht nach meinen Geboten
> gelebt und meine Sabbate entheiligt hatten; denn sie folgten den
> Götzen ihres Herzens nach.
> 
> 20:17   Aber mein Auge blickte schonend auf sie, daß ich sie nicht
> vertilgte; ich habe mit ihnen nicht ein Ende gemacht in der Wüste.
> 
> 20:18   Und ich sprach zu ihren Söhnen in der Wüste: Ihr sollt nicht nach
> den Geboten eurer Väter leben und ihre Gesetze nicht halten und mit
> ihren Götzen euch nicht unrein machen;
> 
> 20:19   denn ich bin der HERR, euer Gott. Nach meinen Geboten sollt ihr
> leben, und meine Gesetze sollt ihr halten und danach tun;
> 
> 20:20   und meine Sabbate sollt ihr heiligen, daß sie ein Zeichen seien
> zwischen mir und euch, damit ihr wißt, daß ich, der HERR, euer Gott
> bin.
> 
> 20:21   Aber auch die Söhne waren mir ungehorsam, lebten nicht nach meinen
> Geboten, hielten auch meine Gesetze nicht, daß sie danach taten,
> durch die der Mensch lebt, der sie hält, und entheiligten meine
> Sabbate. Da gedachte ich, meinen Grimm über sie auszuschütten und
> meinen ganzen Zorn an ihnen auszulassen in der Wüste.
> 
> 20:22   Ich hielt aber meine Hand zurück und unterließ es um meines Namens
> willen, damit er nicht entheiligt würde vor den Heiden, vor deren
> Augen ich sie herausgeführt hatte.
> 
> 20:23   Doch ich erhob meine Hand in der Wüste und schwor ihnen, sie unter
> die Heiden zu zerstreuen und in die Länder zu versprengen,
> 3. Mose 26,33
> 
> 20:24   weil sie meine Gebote nicht gehalten und meine Gesetze verachtet und
> meine Sabbate entheiligt hatten und nach den Götzen ihrer Väter
> sahen.
> 
> 20:25   Darum gab auch ich ihnen Gebote, die nicht gut waren, und Gesetze,
> durch die sie kein Leben haben konnten,
> 
> 20:26   und ließ sie unrein werden durch ihre Opfer, als sie alle
> Erstgeburt durchs Feuer gehen ließen, damit ich Entsetzen über sie
> brachte und sie so erkennen mußten, daß ich der HERR bin.
> Kap 16,20; 2. Mose 13,2; 13,13; 22,28
> 
> 20:27   Darum rede, du Menschenkind, mit dem Hause Israel und sprich zu
> ihnen: So spricht Gott der HERR: Eure Väter haben mich auch damit
> gelästert, daß sie mir die Treue gebrochen haben,
> 
> 20:28   als ich sie in das Land gebracht hatte, über das ich meine Hand
> erhoben hatte zu dem Schwur, es ihnen zu geben: wo sie irgendeinen
> hohen Hügel oder dichten Baum sahen, da opferten sie ihre Opfer und
> dahin brachten sie ihre Gaben mir zum Ärgernis und da legten sie
> ihre Räucheropfer nieder und da gossen sie ihre Trankopfer aus.
> 
> 20:29   Ich aber sprach zu ihnen: Was ist das für eine Höhe, auf die ihr
> geht? Daher heißt sie bis auf diesen Tag »Höhe«.
> 
> 20:30   Darum sprich zum Hause Israel: So spricht Gott der HERR: Macht ihr
> euch nicht unrein in der Weise eurer Väter und treibt Abgötterei mit
> ihren Greuelbildern?
> 
> 20:31   Ihr macht euch unrein mit euren Götzen bis auf den heutigen Tag
> dadurch, daß ihr eure Gaben opfert und eure Söhne und Töchter durchs
> Feuer gehen laßt. Und da sollte ich mich von euch, Haus Israel,
> befragen lassen? So wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: ich will
> mich von euch nicht befragen lassen.
> 
> 20:32   Dazu soll euch fehlschlagen, was euch in den Sinn kommt, wenn ihr
> sagt: Wir wollen sein wie die Heiden, wie die Völker in den andern
> Ländern, und Holz und Stein anbeten.
> 2. Mose 23,24
> 
> 20:33   So wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: ich will über euch
> herrschen mit starker Hand und ausgestrecktem Arm und mit
> ausgeschüttetem Grimm
> 
> 20:34   und will euch aus den Völkern herausführen und aus den Ländern, in
> die ihr zerstreut worden seid, sammeln mit starker Hand, mit
> ausgestrecktem Arm und mit ausgeschüttetem Grimm
> 
> 20:35   und will euch in die Wüste der Völker bringen und dort mit euch ins
> Gericht gehen von Angesicht zu Angesicht.
> Hos 2,16
> 
> 20:36   Wie ich mit euren Vätern in der Wüste von Ägypten ins Gericht
> gegangen bin, ebenso will ich auch mit euch ins Gericht gehen,
> spricht Gott der HERR.
> 4. Mose 14,22-23
> 
> 20:37   Ich will euch unter dem Stabe hindurchgehen lassen und euch genau
> abzählen
> 3. Mose 27,32;  Jer 33,13
> 
> 20:38   und will die Abtrünnigen und die, die von mir abfielen, von euch
> aussondern. Ja, aus dem Lande, in dem ihr jetzt Fremdlinge seid,
> will ich sie herausführen; aber ins Land Israels sollen sie nicht
> hineinkommen, damit ihr erkennt: ich bin der HERR!
> 
> 20:39   Aber ihr vom Hause Israel, so spricht Gott der HERR: Weil ihr mir
> denn nicht gehorchen wollt, so fahrt hin und dient ein jeder seinem
> Götzen, aber meinen heiligen Namen laßt hinfort ungeschändet mit
> euren Opfern und Götzen!
> 
> 20:40   Denn so spricht Gott der HERR: Auf meinem heiligen Berg, auf dem
> hohen Berge Israels, da wird mir das ganze Haus Israel dienen, alle,
> die im Lande sind. Da werde ich sie gnädig annehmen, und da will ich
> eure Opfer und eure Erstlingsgaben fordern und alle eure heiligen
> Gaben.
> Kap 17,23
> 
> 20:41   Ich will euch gnädig annehmen beim lieblichen Geruch der Opfer, wenn
> ich euch aus den Völkern bringen und aus den Ländern sammeln werde,
> in die ihr zerstreut worden seid, und ich werde mich an euch als der
> Heilige erweisen vor den Augen der Heiden.
> 
> 20:42   Und ihr werdet erfahren, daß ich der HERR bin, wenn ich euch ins
> Land Israels bringe, in das Land, über das ich meine Hand erhob zu
> dem Schwur, es euren Vätern zu geben.
> 
> 20:43   Dort werdet ihr gedenken an eure Wege und alle eure Taten, mit denen
> ihr euch unrein gemacht habt, und werdet vor euch selbst Abscheu
> haben wegen all der bösen Taten, die ihr getan habt.
> Kap 36,31-32
> 
> 20:44   Und ihr werdet erfahren, daß ich der HERR bin, wenn ich so an euch
> handle zur Ehre meines Namens und nicht nach euren bösen Wegen und
> verderblichen Taten, du Haus Israel, spricht Gott der HERR.
> 
>          Das Gleichnis vom Waldbrand
> 
> 21:1    Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> Abweichende Verszählung statt 21,1-37: 20,45 - 21,32.
> 
> 21:2    Du Menschenkind, richte dein Angesicht nach Teman hin und rufe nach
> Süden und weissage gegen den Wald im Südland
> 
> 21:3    und sprich zum Wald im Südland: Höre des HERRN Wort! So spricht Gott
> der HERR: Siehe, ich will in dir ein Feuer anzünden, das soll grüne
> und dürre Bäume verzehren, daß man seine Flamme nicht wird löschen
> können, sondern es soll durch sie jedes Angesicht versengt werden
> vom Südland bis zum Norden hin.
> 
> 21:4    Und alles Fleisch soll sehen, daß ich, der HERR, es angezündet habe
> und niemand es löschen kann.
> 
> 21:5    Ich aber sprach: Ach, Herr HERR, sie sagen von mir: Redet der nicht
> immer in Rätseln?
> 
> Das Schwert ist bereit
> 
> 21:6    Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 21:7    Du Menschenkind, richte dein Angesicht gegen Jerusalem und rede
> gegen sein Heiligtum und weissage gegen das Land Israels
> 
> 21:8    und sprich zum Land Israels: So spricht der HERR: Siehe, ich will an
> dich; ich will mein Schwert aus der Scheide ziehen und will in dir
> ausrotten Gerechte und Ungerechte.
> 
> 21:9    Weil ich denn in dir Gerechte und Ungerechte ausrotte, darum soll
> mein Schwert aus der Scheide fahren über alles Fleisch vom Südland
> bis zum Norden hin.
> 
> 21:10   Und alles Fleisch soll erfahren, daß ich, der HERR, mein Schwert aus
> der Scheide gezogen habe; es soll nicht wieder eingesteckt werden.
> 
> 21:11   Und du, Menschenkind, sollst seufzen, bis dir die Lenden weh tun,
> ja, bitterlich sollst du seufzen, daß sie es sehen!
> 
> 21:12   Und wenn sie zu dir sagen werden: Warum seufzest du?, so sollst du
> sagen: Um einer Botschaft willen, die kommen wird; vor ihr werden
> alle Herzen verzagen und alle Hände sinken, allen der Mut entfallen
> und alle Knie weich werden. Siehe, es kommt und wird geschehen,
> spricht Gott der HERR.
> Kap 7,17
> 
> 21:13   Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 21:14   Du Menschenkind, weissage und sprich: So spricht der Herr: Sprich:
> Das Schwert, ja, das Schwert ist geschärft und blank gefegt.
> 
> 21:15   Es ist geschärft, daß es schlachten soll; es ist gefegt, daß es
> blinken soll. Wie sollten wir uns da freuen? Mein Sohn, du hast den
> Stock verachtet und jeden Rat.
> 
> 21:16   Und er hat ein Schwert zum Fegen gegeben, daß man's ergreifen soll;
> es ist geschärft und gefegt, daß man's dem Henker in die Hand gebe.
> 
> 21:17   Schrei und heule, du Menschenkind; denn es geht über mein Volk und
> über alle Regenten in Israel, die dem Schwert verfallen sind samt
> meinem Volk. Darum schlag auf deine Lenden;
> 
> 21:18   denn die Prüfung ist da, und wie sollte es nicht geschehen, da du
> doch den Stock verachtet hast? spricht Gott der HERR.
> Jes 1,5
> 
> 21:19   Und du, Menschenkind, weissage und schlag deine Hände zusammen! Denn
> das Schwert wird zweifach, ja dreifach kommen, ein Schlachtschwert,
> ein großes Schlachtschwert, das sie umkreisen wird,
> 
> 21:20   damit die Herzen verzagen und viele fallen sollen; an allen ihren
> Toren lasse ich das Schwert wüten. Wehe, es ist zum Blitzen gemacht,
> zum Schlachten geschärft!
> 
> 21:21   Hau drein zur Rechten und Linken, wohin deine Schneiden gewandt
> sind!
> 
> 21:22   Dann will auch ich meine Hände zusammenschlagen und meinen Zorn
> stillen. Ich, der HERR, habe es gesagt.
> 
> Das Schwert des Königs von Babel
> 
> 21:23   Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 21:24   Du Menschenkind, mach dir zwei Wege, auf denen das Schwert des
> Königs von Babel kommen kann; sie sollen aber beide von einem Land
> ausgehen. Und stelle einen Wegweiser an den Anfang eines jeden
> Weges, der zu einer Stadt weisen soll,
> 
> 21:25   und mache den einen Weg, damit das Schwert nach Rabba kommen kann,
> der Stadt der Ammoniter, und den andern nach Juda, zu der festen
> Stadt Jerusalem.
> 
> 21:26   Denn der König von Babel wird an der Wegscheide stehen, am Anfang
> der beiden Wege, um sich wahrsagen zu lassen: er wirft mit den
> Pfeilen das Los, befragt seinen Götzen und beschaut die Leber.
> 
> 21:27   Und das Los in seiner Rechten wird nach Jerusalem deuten: da soll er
> den Mund auftun mit großem Geschrei, die Stimme erheben mit
> Kriegsgeschrei, Sturmböcke heranführen gegen die Tore, einen Wall
> aufschütten und ein Bollwerk bauen. -
> Kap 4,2
> 
> 21:28   Aber ihnen wird diese Wahrsagung trügerisch scheinen; haben sie doch
> heilige Eide empfangen. Er aber wird sie an ihre Schuld erinnern,
> daß sie dabei behaftet werden.
> 
> 21:29   Darum spricht Gott der HERR: Weil ihr an eure Schuld erinnert habt
> und euer Ungehorsam offenbar geworden ist, so daß man eure Sünden
> sieht in all euren Taten, ja, weil ihr daran erinnert habt, sollt
> ihr dabei behaftet werden.
> 
> 21:30   Und du, Fürst in Israel, du unheiliger Frevler, dessen Tag kommen
> wird, wenn die Schuld zum Ende geführt hat, -
> 
> 21:31   so spricht Gott der HERR: Tu weg den Kopfbund und nimm ab die
> Krone! Denn nichts bleibt, wie es ist, sondern was hoch ist, soll
> erniedrigt werden, und was niedrig ist, soll erhöht werden.
> 2. Mose 28,4;  Lk 18,14
> 
> 21:32   Zu Trümmern, zu Trümmern, zu Trümmern will ich sie machen - aber
> auch dies wird nicht bleiben -, bis der kommt, der das Recht hat;
> dem will ich es geben.
> 1. Mose 49,10
> 
> Das Schwert über Ammon
> 
> 21:33   Und du, Menschenkind, weissage und sprich: So spricht Gott der HERR
> über die Ammoniter und über ihr Schmähen: Du sollst sagen: Das
> Schwert, das Schwert ist gezückt, daß es schlachten soll; es ist
> gefegt, daß es töten soll, und soll blinken,
> Kap 25,2-7
> 
> 21:34   während du dir trügerische Gesichte schauen und Lügen wahrsagen
> läßt; das Schwert soll an den Hals unheiliger Frevler gesetzt
> werden, deren Tag kommen wird, wenn die Schuld zum Ende geführt hat.
> 
> 21:35   Stecke es wieder in die Scheide! Ich will dich richten an dem Ort,
> an dem du geschaffen, und im Land, in dem du geboren bist.
> 
> 21:36   Und ich will meinen Zorn über dich ausschütten; ich will das Feuer
> meines Grimms über dich entfachen und will dich rohen Leuten
> preisgeben, die Verderben schmieden.
> 
> 21:37   Du sollst dem Feuer zum Fraß werden, und dein Blut soll im Lande
> vergossen werden, und man wird nicht mehr an dich denken; denn ich,
> der HERR, habe es geredet.
> 
>          Jerusalems Blutschuld und Schandtaten
> 
> 22:1    Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 22:2    Du Menschenkind, willst du nicht richten die mörderische Stadt?
> Zeige ihr alle ihre Greueltaten
> Kap 24,6;  Kap 20,4
> 
> 22:3    und sprich: So spricht Gott der HERR: O Stadt, die du das Blut der
> Deinen vergießt, damit deine Zeit komme, und die du dir Götzen
> machst, damit du unrein werdest!
> 
> 22:4    Durch das Blut, das du vergossen hast, wurdest du schuldig, und
> durch die Götzen, die du dir machtest, hast du dich unrein gemacht.
> Damit hast du deine Tage herbeigezogen und bewirkt, daß deine Jahre
> kommen müssen. Darum will ich dich zum Spott unter den Heiden und
> zum Hohn in allen Ländern machen.
> 2. Kön 21,16;  Kap 5,15
> 
> 22:5    In der Nähe wie in der Ferne sollen sie über dich spotten; befleckt
> ist dein Name und groß die Verwirrung.
> 
> 22:6    Siehe, die Fürsten in Israel, ein jeder in dir pocht auf seine
> Macht, Blut zu vergießen.
> 
> 22:7    Vater und Mutter verachten sie, den Fremdlingen tun sie Gewalt und
> Unrecht an, die Witwen und Waisen bedrücken sie.
> 2. Mose 22,20;  2. Mose 22,21
> 
> 22:8    Du verachtest, was mir heilig ist, und entheiligst meine Sabbate.
> 
> 22:9    Verleumder trachten bei dir danach, Blut zu vergießen. Sie essen von
> den Höhenopfern und treiben Schandtaten in deiner Mitte.
> 
> 22:10   Sie decken die Blöße der Väter auf und nötigen Frauen während
> ihrer Unreinheit.
> 3. Mose 18,7-8;  3. Mose 18,19
> 
> 22:11   Sie treiben Greuel mit der Frau ihres Nächsten; sie entehren ihre
> eigene Schwiegertochter durch Schandtat; sie tun ihren eigenen
> Schwestern Gewalt an, den Töchtern ihres Vaters.
> 3. Mose 18,20;  3. Mose 18,15;  3. Mose 18,9
> 
> 22:12   Sie lassen sich bestechen, um Blut zu vergießen. Du nimmst Zinsen
> und Aufschlag und suchst unrechten Gewinn an deinem Nächsten mit
> Gewalt - und mich vergißt du! spricht Gott der HERR.
> 2. Mose 22,24
> 
> 22:13   Siehe, ich schlage meine Hände zusammen über den unrechten Gewinn,
> den du gemacht hast, und über das Blut, das in deiner Mitte
> vergossen ist.
> 
> 22:14   Meinst du aber, dein Herz kann standhalten oder deine Hände werden
> festbleiben zu der Zeit, wenn ich an dir handle? Ich, der HERR, habe
> es geredet und will's auch tun
> 
> 22:15   und will dich zerstreuen unter die Heiden und dich verstoßen in die
> Länder und will mit deiner Unreinheit ein Ende machen;
> 
> 22:16   und du wirst bei den Heiden als verflucht gelten. Dann wirst du
> erfahren, daß ich der HERR bin.
> 
> Das Gleichnis vom Schmelzofen
> 
> 22:17   Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 22:18    Du Menschenkind, das Haus Israel ist mir zu Schlacken geworden; sie
> alle sind Kupfer, Zinn, Eisen und Blei im Ofen; ja, zu
> Silberschlacken sind sie geworden.
> (18-22) Jes 1,22-25; Jer 6,28
> 
> 22:19   Darum spricht Gott der HERR: Weil ihr denn alle Schlacken geworden
> seid, siehe, so will ich euch alle in Jerusalem zusammenbringen.
> 
> 22:20   Wie man Silber, Kupfer, Eisen, Blei und Zinn im Ofen zusammenbringt,
> daß man ein Feuer darunter anfacht und es zerschmelzen läßt, so will
> ich auch euch in meinem Zorn und Grimm zusammenbringen, hineintun
> und schmelzen.
> 
> 22:21   Ja, ich will euch sammeln und das Feuer meines Zorns gegen euch
> anfachen, daß ihr darin zerschmelzen müßt.
> 
> 22:22   Wie das Silber im Ofen zerschmilzt, so sollt auch ihr darin
> zerschmelzen und sollt erfahren, daß ich, der HERR, meinen Grimm
> über euch ausgeschüttet habe.
> 
> Die Schuld aller Stände im Lande
> 
> 22:23   Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 22:24   Du Menschenkind, sprich zu ihnen: Du bist ein Land, das nicht
> beregnet ist, das nicht benetzt wurde zur Zeit des Zorns,
> 
> 22:25    dessen Fürsten in seiner Mitte sind wie brüllende Löwen, wenn sie
> rauben; sie fressen Menschen, reißen Gut und Geld an sich und
> machen viele zu Witwen im Lande.
> Kap 34,3; 34,8; Zef 3,3;  Ps 14,4
> 
> 22:26    Seine Priester tun meinem Gesetz Gewalt an und entweihen, was mir
> heilig ist; sie machen zwischen heilig und unheilig keinen
> Unterschied und lehren nicht, was rein oder unrein ist, und vor
> meinen Sabbaten schließen sie die Augen; so werde ich unter ihnen
> entheiligt.
> (26-28) Zef 3,4; Kap 44,23; Mt 23,25;  3. Mose 10,10
> 
> 22:27   Die Oberen in seiner Mitte sind wie reißende Wölfe, Blut zu
> vergießen und Menschen umzubringen um ihrer Habgier willen.
> 
> 22:28   Und seine Propheten streichen ihnen mit Tünche darüber, haben
> Truggesichte und wahrsagen ihnen Lügen; sie sagen: »So spricht Gott
> der HERR«, wo doch der HERR gar nicht geredet hat.
> Kap 13,3; 13,6; 13,10
> 
> 22:29   Das Volk des Landes übt Gewalt; sie rauben drauflos und bedrücken
> die Armen und Elenden und tun den Fremdlingen Gewalt an gegen alles
> Recht.
> 
> 22:30   Ich suchte unter ihnen, ob jemand eine Mauer ziehen und in die
> Bresche vor mir treten würde für das Land, damit ich's nicht
> vernichten müßte; aber ich fand keinen.
> Kap 13,5
> 
> 22:31   Darum schüttete ich meinen Zorn über sie aus, und mit dem Feuer
> meines Grimmes machte ich ihnen ein Ende und ließ so ihr Treiben auf
> ihren Kopf kommen, spricht Gott der HERR.
> Kap 21,36
> 
>          Das Gleichnis von den zuchtlosen Schwestern Ohola und Oholiba
> 
> (vgl. Kap 16,1-63)
> 23:1    Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 23:2    Du Menschenkind, es waren zwei Frauen, Töchter einer Mutter.
> 
> 23:3    Die wurden Huren in Ägypten schon in ihrer Jugend; dort ließen sie
> nach ihren Brüsten greifen und ihren jungen Busen betasten.
> 
> 23:4    Die große hieß Ohola und ihre Schwester Oholiba. Und ich nahm sie zu
> Frauen, und sie gebaren mir Söhne und Töchter. Ohola ist Samaria und
> Oholiba Jerusalem.
> 
> 23:5    Ohola trieb Hurerei hinter meinem Rücken und entbrannte für ihre
> Liebhaber, für die Assyrer, die zu ihr kamen,
> 
> 23:6    für die Statthalter und Hauptleute, die mit Purpur gekleidet waren,
> lauter junge hübsche Leute, die auf Rossen ritten.
> 
> 23:7    Und sie buhlte mit ihnen, lauter auserlesenen Söhnen Assurs, und bei
> allen, für die sie entbrannte, machte sie sich auch unrein mit ihren
> Götzen.
> 
> 23:8    Dazu ließ sie auch nicht von ihrer Hurerei mit den Ägyptern, die
> bei ihr gelegen hatten in ihrer Jugend und ihre jungen Brüste
> betastet und schlimme Hurerei mit ihr getrieben hatten.
> 2. Kön 17,4
> 
> 23:9    Da übergab ich sie in die Hand ihrer Liebhaber, der Söhne Assurs,
> für die sie entbrannt war.
> 
> 23:10   Die deckten ihre Blöße auf und nahmen ihre Söhne und Töchter weg;
> sie selbst aber töteten sie mit dem Schwert, und sie wurde zum
> Gespött unter den Frauen. So vollzogen sie das Gericht an ihr.
> 
> 23:11   Als aber ihre Schwester Oholiba das sah, entbrannte sie noch viel
> mehr als ihre Schwester und trieb die Hurerei noch schlimmer als
> sie.
> 
> 23:12   Sie entbrannte für die Söhne Assurs, Statthalter und Hauptleute, die
> zu ihr kamen, herrlich gekleidet, lauter junge hübsche Leute, die
> auf Rossen ritten.
> 
> 23:13   Da sah ich, daß sie beide auf gleiche Weise unrein geworden waren.
> 
> 23:14   Aber diese trieb ihre Hurerei noch weiter. Denn sie sah Bilder von
> Männern an der Wand in roter Farbe, Bilder von Chaldäern,
> 
> 23:15   um ihre Lenden gegürtet und bunte Turbane auf ihren Köpfen, ein Bild
> gewaltiger Kämpfer allesamt, wie eben die Söhne Babels sind, deren
> Vaterland Chaldäa ist.
> 
> 23:16   Da entbrannte sie für sie, sobald sie die Bilder sah, und schickte
> Boten zu ihnen nach Chaldäa.
> 
> 23:17   Und die Söhne Babels kamen zu ihr, um bei ihr zu schlafen, und
> machten sie unrein mit ihrer Hurerei, und sie machte sich unrein mit
> ihnen, bis sie ihrer müde wurde.
> 
> 23:18   Als sie ihre Hurerei so offen trieb und ihre Schande so enthüllte,
> da wurde ich auch ihrer überdrüssig, wie ich ihrer Schwester müde
> geworden war.
> 
> 23:19   Sie aber trieb ihre Hurerei immer schlimmer und dachte an die Zeit
> ihrer Jugend, als sie in Ägyptenland zur Hure geworden war,
> 
> 23:20   und entbrannte für ihre Liebhaber, deren Brunst war wie die der Esel
> und der Hengste.
> 
> 23:21   Und du sehntest dich nach der Unzucht deiner Jugend, als die Ägypter
> nach deinen Brüsten griffen und deinen Busen betasteten.
> 
> 23:22   Darum, Oholiba, so spricht Gott der HERR: Siehe, ich will deine
> Liebhaber, deren du müde geworden bist, gegen dich aufstehen lassen
> und will sie von überall her gegen dich zusammenbringen,
> 
> 23:23   nämlich die Söhne Babels und alle Chaldäer, die von Pekod, Schoa und
> Koa und alle Assyrer mit ihnen, die schöne junge Mannschaft, lauter
> Statthalter und Hauptleute, Ritter und Edle, die alle auf Rossen
> reiten.
> 
> 23:24   Und sie werden über dich kommen, gerüstet mit Rossen und Wagen und
> mit viel Kriegsvolk und werden dich ringsum belagern mit großen und
> kleinen Schilden und Helmen. Denen will ich den Rechtsfall vorlegen,
> daß sie dich richten sollen nach ihrem Recht.
> 
> 23:25   Ich will meinen Eifer gegen dich richten, daß sie unbarmherzig an
> dir handeln sollen. Sie sollen dir Nase und Ohren abschneiden, und
> was von dir übrigbleibt, soll durchs Schwert fallen. Sie sollen
> deine Söhne und Töchter wegnehmen und, was von dir übrigbleibt, mit
> Feuer verbrennen.
> 
> 23:26   Sie sollen dir deine Kleider ausziehen und deinen Schmuck wegnehmen.
> 
> 23:27   So will ich deiner Unzucht und deiner Hurerei, die du seit
> Ägyptenland treibst, ein Ende machen, daß du deine Augen nicht mehr
> nach ihnen aufheben und an Ägypten nicht mehr denken sollst.
> 
> 23:28   Denn so spricht Gott der HERR: Siehe, ich will dich denen
> preisgeben, denen du feind geworden und deren du müde bist.
> 
> 23:29   Die sollen wie Feinde mit dir umgehen und alles nehmen, was du
> erworben hast, und dich nackt und bloß liegen lassen. Da soll die
> Schande deiner Hurerei und deine Unzucht und deine Buhlerei
> aufgedeckt werden.
> 
> 23:30   Das soll dir angetan werden um deiner Hurerei willen, die du mit den
> Heiden getrieben, weil du dich mit ihren Götzen unrein gemacht hast.
> 
> 23:31   Du bist auf dem Wege deiner Schwester gegangen, darum gebe ich dir
> auch ihren Kelch in die Hand.
> 
> 23:32   So spricht Gott der HERR: Du mußt den Kelch deiner Schwester
> trinken, so tief und weit er ist; du sollst zu so großem Spott und
> Hohn werden, daß es unerträglich sein wird.
> 
> 23:33   Du mußt dich mit starkem Trank und Jammer volltrinken; denn der
> Kelch deiner Schwester Samaria ist ein Kelch des Grauens und
> Entsetzens.
> Jes 51,17
> 
> 23:34   Den mußt du bis zur Neige austrinken, danach die Scherben
> ausschlürfen und deine Brüste zerreißen; denn ich habe es geredet,
> spricht Gott der HERR.
> 
> 23:35   Darum spricht Gott der HERR: Weil du mich vergessen und mich
> verworfen hast, so trage nun auch du deine Unzucht und deine
> Hurerei!
> Jer 2,32
> 
> 23:36   Und der HERR sprach zu mir: Du Menschenkind, willst du nicht Ohola
> und Oholiba richten? Zeige ihnen ihre Greueltaten:
> Kap 20,4
> 
> 23:37   wie sie Ehebruch getrieben und Blut vergossen und die Ehe gebrochen
> haben mit ihren Götzen; und wie sie ihnen noch dazu ihre Kinder,
> die sie mir geboren hatten, zum Fraß darbrachten.
> Kap 16,20
> 
> 23:38   Überdies haben sie mir das angetan: sie haben noch am gleichen Tag
> mein Heiligtum unrein gemacht und meine Sabbate entheiligt.
> Kap 8,5-18
> 
> 23:39   Denn als sie ihre Kinder den Götzen geschlachtet hatten, gingen sie
> noch am gleichen Tag in mein Heiligtum, es zu entheiligen. Siehe, so
> haben sie es in meinem Hause getrieben.
> 
> 23:40   Sie haben sogar Boten geschickt nach Männern, die aus fernen Landen
> kommen sollten. Und siehe, als sie kamen, da badetest du dich und
> schminktest dich und schmücktest dich mit Geschmeide ihnen zu Ehren
> 
> 23:41   und saßest auf einem herrlichen Polster, und ein Tisch war davor
> hergerichtet; darauf legtest du mein Räucherwerk und mein Öl.
> 
> 23:42   Und es erhob sich in der Stadt ein großes Freudengeschrei über die
> Männer, weil solch eine Menge von Menschen herbeigebracht war aus
> Saba, aus der Wüste, und sie gaben ihnen Geschmeide an ihre Arme und
> schöne Kronen auf ihre Häupter.
> 
> 23:43   Ich aber dachte: Sie ist das Ehebrechen gewohnt von alters her, sie
> kann das Huren nicht lassen.
> 
> 23:44   Denn man ging zu ihr, wie man zu einer Hure geht; so ging man zu
> Ohola und Oholiba, den zuchtlosen Weibern.
> 
> 23:45   Darum werden gerechte Männer sie richten nach dem Recht, das für
> Ehebrecherinnen und für Mörderinnen gilt; denn sie sind
> Ehebrecherinnen, und ihre Hände sind voll Blut.
> Kap 16,38; 16,40
> 
> 23:46   Denn so spricht Gott der HERR: Man berufe eine Versammlung gegen sie
> ein und gebe sie als Raub und Beute preis,
> 
> 23:47   daß die Leute sie steinigen und mit ihren Schwertern erstechen und
> ihre Söhne und Töchter umbringen und ihre Häuser mit Feuer
> verbrennen.
> 
> 23:48   So will ich der Unzucht im Lande ein Ende machen, daß alle Frauen
> sich warnen lassen und nicht nach solcher Unzucht tun.
> 
> 23:49   Und man wird die Strafe für eure Unzucht auf euch legen, und ihr
> sollt tragen, was ihr mit euren Götzen gesündigt habt, und sollt
> erfahren, daß ich Gott der HERR bin.
> 
>          Das Gleichnis vom rostigen Topf
> 
> 24:1    Und es geschah das Wort des HERRN zu mir im neunten Jahr am zehnten
> Tage des zehnten Monats:
> 2. Kön 25,1
> 
> 24:2    Du Menschenkind, schreib dir diesen Tag auf, ja, eben diesen Tag;
> denn der König von Babel hat sich an eben diesem Tage vor Jerusalem
> gelagert.
> 
> 24:3    Und gib dem Haus des Widerspruchs ein Gleichnis und sprich zu ihnen:
> So spricht Gott der HERR: Setze einen Topf auf, setz ihn auf und
> gieß Wasser hinein!
> Kap 11,3
> 
> 24:4    Tu Fleisch hinein, lauter gute Stücke, Lenden und Schultern, und
> fülle ihn mit den besten Knochen.
> 
> 24:5    Nimm das Beste von der Herde und schichte Holzscheite darunter und
> laß die Stücke tüchtig sieden und auch die Knochen darin gut kochen.
> 
> 24:6    Darum spricht Gott der HERR: Wehe der Stadt voller Blutschuld, die
> einem Topf gleicht, an dem Rost sitzt und nicht abgehen will! Nimm
> ein Stück nach dem andern heraus und lose nicht darum, welches
> zuerst heraus soll.
> Kap 22,2; Nah 3,1
> 
> 24:7    Denn das Blut, das sie vergossen hat, ist noch in ihrer Mitte; auf
> den nackten Felsen und nicht auf die Erde hat sie es verschüttet,
> so daß man's mit Erde hätte zudecken können.
> 3. Mose 17,13; 1. Sam 14,32-34
> 
> 24:8    Und ich ließ sie darum das Blut auf den nackten Felsen schütten,
> damit es nicht zugedeckt würde, so daß der Grimm über sie kommt und
> es gerächt wird.
> 
> 24:9    Darum spricht Gott der HERR: Wehe, du Stadt voller Blutschuld, auch
> ich will den Holzstoß groß machen! -
> 
> 24:10   Trage nur viel Holz her, bring das Feuer zum Lodern, koche das
> Fleisch gar und gieß die Brühe aus, daß die Knochen anbrennen;
> 
> 24:11   stelle den Topf leer auf die Glut, damit er heiß wird und sein Erz
> glüht und seine Unreinheit schmilzt und sein Rost abgeht!
> 
> 24:12   Aber sosehr der Topf glüht, will doch der starke Rost von ihm im
> Feuer nicht abgehen. -
> 
> 24:13   Weil du durch Unzucht dich unrein gemacht hast und nicht rein
> wurdest von deiner Unreinheit, obwohl ich dich reinigen wollte,
> darum sollst du hinfort nicht wieder rein werden, bis mein Grimm
> sich an dir gekühlt hat.
> Kap 5,13
> 
> 24:14   Ich, der HERR, habe es geredet! Es wird kommen, ich will's tun und
> nicht säumen. Ich will nicht schonen, und es wird mich nicht reuen;
> sondern sie sollen dich richten, wie du gelebt und getan hast,
> spricht Gott der HERR.
> Jer 13,14
> 
> Das Verhalten des Propheten beim Tod seiner Frau - ein Zeichen
> 
> 24:15   Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 24:16   Du Menschenkind, siehe, ich will dir deiner Augen Freude nehmen
> durch einen plötzlichen Tod. Aber du sollst nicht klagen und nicht
> weinen und keine Träne vergießen.
> 
> 24:17   Heimlich darfst du seufzen, aber keine Totenklage halten, sondern du
> sollst deinen Kopfbund anlegen und deine Schuhe anziehen; du sollst
> deinen Bart nicht verhüllen und nicht das Trauerbrot essen.
> Mi 3,7;  Hos 9,4
> 
> 24:18   Und als ich am Morgen zum Volk geredet hatte, starb mir am Abend
> meine Frau. Und ich tat am andern Morgen, wie mir befohlen war.
> 
> 24:19   Und das Volk sprach zu mir: Willst du uns nicht erklären, was das
> für uns bedeutet, was du tust?
> 
> 24:20   Und ich sprach zu ihnen: Der HERR hat mit mir geredet und gesagt:
> 
> 24:21   Sage dem Hause Israel: So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will
> mein Heiligtum, eure herrliche Zuflucht, die Freude eurer Augen, das
> Verlangen eures Herzens, entheiligen, und eure Söhne und Töchter,
> die ihr dort zurücklassen mußtet, werden durchs Schwert fallen. -
> 
> 24:22   Da werdet ihr dann tun, wie ich getan habe: euren Bart werdet ihr
> nicht verhüllen und nicht das Trauerbrot essen,
> 
> 24:23   sondern werdet euren Kopfbund auf eurem Haupt behalten und eure
> Schuhe an den Füßen; ihr werdet nicht klagen und nicht weinen,
> sondern in eurer Schuld vergehen und untereinander seufzen. -
> 3. Mose 26,39-40
> 
> 24:24   So soll Hesekiel für euch ein Wahrzeichen sein, daß ihr tun werdet,
> wie er getan hat, wenn es nun kommen wird. Dann werdet ihr erfahren,
> daß ich Gott der HERR bin.
> Kap 12,6; 12,11
> 
> 24:25   Und du, Menschenkind, ist es nicht so? An dem Tage, an dem ich von
> ihnen nehme ihre Zuflucht und ganze Wonne, die Freude ihrer Augen
> und das Verlangen ihres Herzens, dazu ihre Söhne und Töchter,
> 
> 24:26   ja, an jenem Tage wird einer, der entronnen ist, zu dir kommen und
> dir's kundtun.
> Kap 33,21
> 
> 24:27   An jenem Tage wird dein Mund aufgetan werden, wenn der kommt, der
> entronnen ist, so daß du reden kannst und nicht mehr stumm bist; und
> du wirst für sie ein Wahrzeichen sein, daß sie erfahren, daß ich der
> HERR bin.
> 
>          Gottes Gericht über die Nachbarn Judas
> 
> 25:1    Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 25:2     Du Menschenkind, richte dein Angesicht gegen die Ammoniter und
> weissage gegen sie
> (2-7) Kap 21,33-37; Jer 49,1-6; Am 1,13-15
> 
> 25:3    und sprich zu den Ammonitern: Hört das Wort Gottes des HERRN! So
> spricht Gott der HERR: Weil ihr über mein Heiligtum ruft: »Ha! es
> ist entweiht!« und über das Land Israels: »Es ist verwüstet!« und
> über das Haus Juda: »Es ist weggeführt!«,
> Kap 36,2;  Klgl 2,16
> 
> 25:4    darum siehe, ich will dich den Söhnen des Ostens übergeben, daß sie
> ihre Zeltdörfer in dir aufschlagen und ihre Wohnungen in dir bauen
> sollen; sie sollen deine Früchte essen und deine Milch trinken.
> 
> 25:5    Und ich will Rabba zur Kameltrift machen und das Land der Ammoniter
> zu Schafhürden, und ihr sollt erfahren, daß ich der HERR bin.
> 
> 25:6    Denn so spricht Gott der HERR: Weil du in die Hände geklatscht und
> mit den Füßen gestampft und über das Land Israels von ganzem Herzen
> so höhnisch dich gefreut hast,
> 
> 25:7    darum siehe, ich will meine Hand gegen dich ausstrecken und dich den
> Völkern zur Beute geben und dich aus den Nationen ausrotten und aus
> den Ländern austilgen und dich vernichten; und du sollst erfahren,
> daß ich der HERR bin.
> 
> 25:8     So spricht Gott der HERR: Weil Moab und Seïr sprechen: »Siehe, das
> Haus Juda ist nichts anderes als alle Völker!«,
> (8-11) Jes 15,1-9; 16,1-4; Jer 48,1-47
> 
> 25:9    siehe, so will ich die Berghänge Moabs bloßlegen, daß es ohne Städte
> sei in seinem ganzen Gebiet, ohne den Stolz des Landes:
> Bet-Jeschimot, Baal-Meon und Kirjatajim,
> 
> 25:10   und will es den Söhnen des Ostens zum Erbe geben, zum Land der
> Ammoniter hinzu, so daß man an sie nicht mehr denken wird unter den
> Völkern.
> 
> 25:11   Und ich will das Gericht ergehen lassen über Moab, und sie sollen
> erfahren, daß ich der HERR bin.
> 
> 25:12    So spricht Gott der HERR: Weil sich Edom am Hause Juda gerächt und
> sich schwer verschuldet hat mit seiner Rache,
> (12-14) Kap 35,1-15; Jer 49,7-22; Am 1,11-12; Obd 1,1-21; Ps 137,7
> 
> 25:13   darum spricht Gott der HERR: Ich will meine Hand ausstrecken gegen
> Edom und will von ihm ausrotten Menschen und Vieh und will es wüst
> machen von Teman bis nach Dedan, und sie sollen durchs Schwert
> fallen.
> 
> 25:14   Und ich will mich an Edom rächen durch mein Volk Israel, und sie
> sollen mit Edom umgehen nach meinem Zorn und Grimm, daß sie meine
> Vergeltung erfahren sollen, spricht Gott der HERR.
> 
> 25:15    So spricht Gott der HERR: Weil die Philister sich gerächt und mit
> beständigem Haß so höhnisch Rache geübt haben zum Verderben meines
> Volks,
> (15-17) Jes 14,29-32; Jer 47,1-7; Am 1,6-8; Zef 2,4-5
> 
> 25:16   darum spricht Gott der HERR: Siehe, ich will meine Hand ausstrecken
> gegen die Philister und will die Kreter ausrotten und will
> umbringen, die übriggeblieben sind am Ufer des Meeres,
> 
> 25:17   und will bittere Rache an ihnen üben und sie mit Grimm strafen, daß
> sie erfahren sollen, daß ich der HERR bin, wenn ich Vergeltung an
> ihnen übe.
> 
>          Das Gericht über Tyrus
> 
> (vgl. Am 1,9-10; Jes 23,1-18)
> 26:1    Und es begab sich im elften Jahr am ersten Tage des ersten Monats,
> da geschah des HERRN Wort zu mir:
> 
> 26:2    Du Menschenkind, weil Tyrus spricht über Jerusalem: »Ha! die Pforte
> der Völker ist zerbrochen; nun fällt es mir zu; ich werde jetzt
> reich werden, weil Jerusalem wüst liegt!«,
> Kap 25,3
> 
> 26:3    darum spricht Gott der HERR: Siehe, ich will an dich, Tyrus, und
> will viele Völker gegen dich heraufführen, wie das Meer seine Wellen
> heraufführt.
> 
> 26:4    Die sollen die Mauern von Tyrus zerstören und seine Türme abbrechen;
> ja, ich will sogar seine Erde von ihm wegfegen und will einen
> nackten Fels aus ihm machen,
> 
> 26:5    einen Platz im Meer, an dem man Fischnetze aufspannt; denn ich habe
> es geredet, spricht Gott der HERR, und es soll den Völkern zum Raub
> werden.
> 
> 26:6    Und seine Tochterstädte auf dem Festland sollen mit dem Schwert
> geschlagen werden, und sie sollen erfahren, daß ich der HERR bin.
> 
> 26:7    Denn so spricht Gott der HERR: Siehe, ich will über Tyrus kommen
> lassen Nebukadnezar, den König von Babel, von Norden her, den
> König der Könige, mit Rossen, Wagen, Reitern und einem großen Heer.
> Jer 27,6;  Dan 2,37
> 
> 26:8    Der soll deine Tochterstädte auf dem Festland mit dem Schwert
> schlagen; aber gegen dich wird er Bollwerke errichten und einen Wall
> gegen dich aufschütten und ein Schilddach gegen dich erstellen.
> 
> 26:9    Er wird mit Sturmböcken deine Mauern umstoßen und deine Türme mit
> seinen Werkzeugen einreißen.
> 
> 26:10   Von der Menge seiner Pferde wird Staub dich bedecken. Deine Mauern
> werden erbeben von dem Getümmel seiner Rosse, Wagen und Reiter, wenn
> er in deine Tore eindringt, wie man eindringt in eine erstürmte
> Stadt.
> 
> 26:11   Er wird mit den Hufen seiner Rosse alle deine Gassen zerstampfen.
> Dein Volk wird er mit dem Schwert erschlagen und deine stolzen
> Steinmale zu Boden reißen.
> 
> 26:12   Sie werden deine Schätze rauben und deine Handelsgüter plündern.
> Deine Mauern werden sie abbrechen und deine schönen Häuser einreißen
> und werden deine Steine und die Balken und den Schutt ins Meer
> werfen.
> 
> 26:13   Und ich will dem Getön deiner Lieder ein Ende machen, und den Klang
> deiner Harfen soll man nicht mehr hören.
> Am 5,23
> 
> 26:14   Und ich will einen nackten Fels aus dir machen, einen Platz, an dem
> man Fischnetze aufspannt, und du sollst nicht wieder gebaut werden.
> Denn ich bin der HERR, der dies redet, spricht Gott der HERR.
> 
> 26:15   So spricht Gott der HERR gegen Tyrus: Was gilt's? Die Inseln werden
> erbeben, wenn du fallen wirst mit Getöse und deine Verwundeten
> stöhnen werden und das Schwert morden wird in deiner Mitte.
> 
> 26:16   Alle Fürsten am Meer werden von ihren Thronen herabsteigen und ihre
> Oberkleider ablegen und ihre bunten Gewänder ausziehen und werden in
> Trauerkleidern gehen und auf der Erde sitzen und immer von neuem
> erzittern und sich entsetzen über dich.
> 
> 26:17   Sie werden über dich ein Klagelied anstimmen und von dir sagen: Ach,
> wie bist du zugrunde gegangen, du berühmte Stadt, die du am Meer
> lagst und so mächtig warst auf dem Meer samt deinen Einwohnern, daß
> sich das ganze Land vor dir fürchten mußte!
> 
> 26:18   Nun entsetzen sich die Inseln am Tag deines Falls, und die Inseln im
> Meer erschrecken über deinen Untergang.
> 
> 26:19   Denn so spricht Gott der HERR: Ich will dich zu einer verödeten
> Stadt machen gleich den Städten, in denen niemand wohnt, und will
> eine große Flut über dich kommen lassen, daß hohe Wogen dich
> bedecken,
> 
> 26:20   und will dich hinunterstoßen zu denen, die in die Grube gefahren
> sind, zu dem Volk der Vorzeit. Ich will dich wohnen lassen in den
> Tiefen unter der Erde zwischen den Trümmern der Vorzeit bei denen,
> die in die Grube gefahren sind, daß du keine Wohnung und keine
> Stätte mehr hast im Lande der Lebendigen;
> Jes 14,11; 14,15; Eph 4,9; 1. Petr 3,19
> 
> 26:21   ja, tödlichem Schrecken gebe ich dich preis, daß es aus ist mit dir
> und man dich nie mehr findet, wenn man nach dir sucht, spricht Gott
> der HERR.
> 
>          Klagelied über Tyrus
> 
> (vgl. Jes 23,1-18)
> 27:1    Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 27:2    Du Menschenkind, stimm ein Klagelied an über Tyrus
> 
> 27:3    und sprich zu Tyrus: Die du wohnst am Zugang zum Meer und für die
> Völker mit vielen Inseln Handel treibst! So spricht Gott der HERR:
> O Tyrus, du sprichst: Ich bin die Allerschönste!
> Hos 9,13
> 
> 27:4    Dein Gebiet liegt mitten im Meer, und deine Bauleute haben dich aufs
> allerschönste erbaut.
> 
> 27:5    Sie haben all dein Plankenwerk aus Zypressenholz vom Senir gemacht
> und die Zedern vom Libanon geholt, um deine Mastbäume daraus zu
> machen;
> 5. Mose 3,8-9
> 
> 27:6    deine Ruder haben sie aus Eichen von Baschan gemacht und deine Wände
> mit Elfenbein getäfelt, gefaßt in Buchsbaumholz von den Gestaden der
> Kittäer.
> 
> 27:7    Dein Segel war beste bunte Leinwand aus Ägypten als dein
> Kennzeichen, und deine Decken waren blauer und roter Purpur von den
> Gestaden Elischas.
> 1. Mose 10,4
> 
> 27:8    Die Edlen von Sidon und Arwad waren deine Ruderknechte, und die
> kundigsten Männer von Tyrus hattest du als deine Steuerleute.
> 
> 27:9    Die Ältesten von Gebal und seine Kundigsten mußten deine Risse
> abdichten. Alle Seeschiffe und ihre Schiffsleute fanden sich bei dir
> ein, um mit deinen Waren Handel zu treiben.
> Jos 13,5; 1. Kön 5,32
> 
> 27:10   Perser, Lyder und Libyer waren dein Kriegsvolk; ihre Schilde und
> Helme hängten sie bei dir auf; sie waren dein Schmuck.
> 
> 27:11   Die Männer von Arwad waren in deinem Heer rings auf deinen Mauern
> und waren Wächter auf deinen Türmen. Sie haben ihre Schilde ringsum
> an deinen Mauern aufgehängt und haben dich so schön gemacht.
> 
> 27:12   Tarsis hat für dich Handel getrieben mit einer Fülle von Gütern
> aller Art und Silber, Eisen, Zinn und Blei auf deine Märkte
> gebracht.
> 
> 27:13   Jawan, Tubal und Meschech haben mit dir gehandelt und Sklaven und
> Geräte aus Kupfer als Ware gebracht.
> Kap 38,2
> 
> 27:14   Die Leute von Togarma haben dir Rosse und Reitpferde und Maulesel
> auf deine Märkte gebracht.
> 
> 27:15   Die Leute von Rhodos sind deine Händler gewesen, und viele Inseln
> haben Handel mit dir getrieben; sie haben mit Elfenbein und Ebenholz
> gezahlt.
> 
> 27:16   Die Edomiter haben von dem Vielen gekauft, das du gefertigt hattest,
> und haben Malachit, Purpur, bunte Stoffe, feine Leinwand, Korallen
> und Rubine auf deine Märkte gebracht.
> 
> 27:17   Juda und das Land Israel haben mit dir gehandelt und haben Weizen
> aus Minnit, Feigen, Honig, Öl und Harz als Ware gebracht.
> 
> 27:18   Damaskus hat von dem Vielen gekauft, das du gefertigt hattest, von
> der Fülle der Güter aller Art gegen Wein von Helbon und gegen Wolle
> von Zahar.
> 
> 27:19   Wedan und Jawan haben von Usal auf deine Märkte geformtes Eisen,
> Zimt und Kalmus gebracht; die kamen als Ware.
> 
> 27:20   Dedan hat mit dir gehandelt mit Decken zum Reiten.
> 
> 27:21   Arabien und alle Fürsten von Kedar haben mit dir Handel getrieben
> mit Schafen, Widdern und Böcken.
> 1. Mose 25,13
> 
> 27:22   Die Kaufleute aus Saba und Ragma haben mit dir gehandelt; den
> besten Balsam und Edelsteine aller Art und Gold haben sie auf deine
> Märkte gebracht.
> 1. Mose 10,7
> 
> 27:23   Haran und Kanne und Eden samt den Kaufleuten aus Assur und ganz
> Medien haben mit dir gehandelt.
> 
> 27:24   Sie waren deine Händler mit Prachtgewändern, mit Mänteln von Purpur
> und bunten Stoffen, mit Teppichen von Purpur, mit geflochtenen und
> gedrehten Tauen im Handel mit dir.
> 
> 27:25   Tarsisschiffe waren die Käufer deiner Ware. So bist du sehr reich
> und herrlich geworden mitten im Meer.
> 
> 27:26   Deine Ruderer haben dich auf die hohe See geführt; aber ein Ostwind
> wird dich mitten auf dem Meer zerschmettern,
> 
> 27:27   so daß dein Reichtum, dein Handelsgut, deine Ware, deine
> Schiffsleute, deine Steuerleute, deine Zimmerleute, deine Händler
> und alle deine Kriegsleute und alles Volk in dir mitten auf dem Meer
> umkommen werden am Tag deines Falls.
> 
> 27:28   Da werden die Gestade erbeben von dem Geschrei deiner Steuerleute.
> 
> 27:29   Und alle, die das Ruder führen, die Schiffsleute, alle Seefahrer
> werden von ihren Schiffen herabsteigen, sie werden an Land gehen
> 
> 27:30   und laut über dich schreien und bitterlich klagen, werden Staub auf
> ihre Häupter werfen und sich in der Asche wälzen.
> 
> 27:31   Sie werden sich kahlscheren deinetwegen und Säcke anlegen und von
> Herzen bitterlich um dich weinen und trauern.
> 
> 27:32   Es werden auch ihre Kinder ein Klagelied über dich anstimmen und um
> dich klagen: Ach! Wer ist je auf dem Meer so still geworden wie
> Tyrus?
> 
> 27:33   Als du deinen Handel auf dem Meer triebst, da machtest du viele
> Länder satt, mit der Menge deiner Güter und Waren machtest du reich
> die Könige auf Erden.
> 
> 27:34   Nun aber bist du zerschmettert, hinweg vom Meer in die tiefen Wasser
> gestürzt, daß dein Handelsgut und all dein Volk in dir umgekommen
> ist.
> 
> 27:35   Alle, die auf den Inseln wohnen, erschrecken über dich, und ihre
> Könige entsetzen sich und sehen jämmerlich drein.
> 
> 27:36   Die Kaufleute unter den Völkern zischen über dich, daß du so
> plötzlich untergegangen bist und nicht mehr aufkommen kannst.
> Kap 28,19
> 
>          Das Gericht über den König von Tyrus
> 
> 28:1    Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 28:2    Du Menschenkind, sage dem Fürsten zu Tyrus: So spricht Gott der
> HERR: Weil sich dein Herz überhebt und spricht: »Ich bin ein Gott,
> ich sitze auf einem Göttersitz mitten im Meer«, während du doch ein
> Mensch und nicht Gott bist; dennoch überhebt sich dein Herz, als
> wäre es eines Gottes Herz, -
> Jes 31,3; Dan 5,20; Apg 12,23
> 
> 28:3    siehe, du hältst dich für klüger als Daniel, daß dir nichts
> verborgen sei,
> Kap 14,14; Dan 1,17
> 
> 28:4    und durch deine Klugheit und deinen Verstand habest du dir Macht
> erworben und Schätze von Gold und Silber gesammelt
> 
> 28:5    und habest in deiner großen Weisheit durch deinen Handel deine Macht
> gemehrt; nun bist du so stolz geworden, weil du so mächtig bist; -
> 
> 28:6    darum spricht Gott der HERR: Weil sich dein Herz überhebt, als wäre
> es eines Gottes Herz,
> 
> 28:7    darum siehe, ich will Fremde über dich schicken, die Gewalttätigsten
> unter den Völkern; die sollen ihr Schwert zücken gegen deine schöne
> Weisheit und sollen deinen Glanz entweihen.
> Kap 30,11
> 
> 28:8    Sie sollen dich hinunterstoßen in die Grube, daß du den Tod eines
> Erschlagenen sterbest mitten auf dem Meer.
> Kap 26,20
> 
> 28:9    Was gilt's, wirst du dann vor deinen Henkern noch sagen: »Ich bin
> Gott«, während du doch nicht Gott bist, sondern ein Mensch und in
> der Hand deiner Henker?
> 
> 28:10   Du sollst den Tod von Unbeschnittenen sterben durch die Hand von
> Fremden; denn ich habe es geredet, spricht Gott der HERR.
> 
> Klagelied über den König von Tyrus
> 
> 28:11   Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 28:12   Du Menschenkind, stimm ein Klagelied an über den König von Tyrus
> und sprich zu ihm: So spricht Gott der HERR: Du warst das Abbild der
> Vollkommenheit, voller Weisheit und über die Maßen schön.
> Kap 27,2
> 
> 28:13   In Eden warst du, im Garten Gottes, geschmückt mit Edelsteinen
> jeder Art, mit Sarder, Topas, Diamant, Türkis, Onyx, Jaspis, Saphir,
> Malachit, Smaragd. Von Gold war die Arbeit deiner Ohrringe und des
> Perlenschmucks, den du trugst; am Tag, als du geschaffen wurdest,
> wurden sie bereitet.
> Kap 31,8-9; 1. Mose 2,8
> 
> 28:14   Du warst ein glänzender, schirmender Cherub, und auf den heiligen
> Berg hatte ich dich gesetzt; ein Gott warst du und wandeltest
> inmitten der feurigen Steine.
> 
> 28:15   Du warst ohne Tadel in deinem Tun von dem Tage an, als du geschaffen
> wurdest, bis an dir Missetat gefunden wurde.
> 
> 28:16   Durch deinen großen Handel wurdest du voll Frevels und hast dich
> versündigt. Da verstieß ich dich vom Berge Gottes und tilgte dich,
> du schirmender Cherub, hinweg aus der Mitte der feurigen Steine.
> 
> 28:17   Weil sich dein Herz erhob, daß du so schön warst, und du deine
> Weisheit verdorben hast in all deinem Glanz, darum habe ich dich zu
> Boden gestürzt und ein Schauspiel aus dir gemacht vor den Königen.
> 
> 28:18   Weil du mit deiner großen Missetat durch unrechten Handel dein
> Heiligtum entweiht hast, darum habe ich ein Feuer aus dir
> hervorbrechen lassen, das dich verzehrte und zu Asche gemacht hat
> auf der Erde vor aller Augen.
> 
> 28:19   Alle, die dich kannten unter den Völkern, haben sich über dich
> entsetzt, daß du so plötzlich untergegangen bist und nicht mehr
> aufkommen kannst.
> Kap 27,36
> 
> Das Gericht über Sidon
> 
> 28:20   Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 28:21   Du Menschenkind, richte dein Angesicht gegen Sidon und weissage
> gegen die Stadt
> Jes 23,2-4
> 
> 28:22   und sprich: So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will an dich,
> Sidon, und will meine Herrlichkeit erweisen in deiner Mitte, damit
> man erfahren soll, daß ich der HERR bin, wenn ich das Gericht über
> die Stadt ergehen lasse und an ihr zeige, daß ich heilig bin.
> 
> 28:23   Und ich will Pest und Blutvergießen in ihre Gassen schicken, und
> überall sollen in ihr liegen vom Schwert Erschlagene, und sie sollen
> erfahren, daß ich der HERR bin.
> 
> 28:24   Und forthin soll für das Haus Israel von all seinen feindseligen
> Nachbarn ringsum kein Dorn übrigbleiben, es zu stechen, und kein
> Gestrüpp, ihm wehe zu tun, damit sie erfahren, daß ich Gott der HERR
> bin.
> 
> Israels Heil nach dem Gericht
> 
> 28:25   So spricht Gott der HERR: Wenn ich das Haus Israel wieder sammle aus
> den Völkern, unter die sie zerstreut sind, so will ich an ihnen vor
> den Augen der Heiden zeigen, daß ich heilig bin. Und sie sollen
> wohnen in ihrem Lande, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe,
> 
> 28:26   und sollen darin sicher wohnen und Häuser bauen und Weinberge
> pflanzen. Ja, sicher sollen sie wohnen, wenn ich das Gericht ergehen
> lasse über alle ihre Feinde rings um sie her, und sie sollen
> erfahren, daß ich, der HERR, ihr Gott bin.
> 
>          Das Schicksal Ägyptens
> 
> (vgl. Jes 19,1 - 20,6; Jer 46,2-28)
> 29:1    Im zehnten Jahr am zwölften Tag des zehnten Monats geschah des HERRN
> Wort zu mir:
> 
> 29:2    Du Menschenkind, richte dein Angesicht gegen den Pharao, den König
> von Ägypten, und weissage gegen ihn und gegen ganz Ägyptenland.
> 
> 29:3    Rede und sprich: So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will an dich,
> Pharao, du König von Ägypten, du großer Drache, der du in deinem
> Strom liegst und sprichst: »Der Strom ist mein, und ich habe ihn mir
> gemacht.«
> Kap 32,2
> 
> 29:4    Aber ich will dir einen Haken ins Maul legen und die Fische in
> deinem Strom an deine Schuppen hängen und will dich aus deinem Strom
> herausziehen samt allen Fischen in deinem Strom, die an deinen
> Schuppen hängen.
> 
> 29:5    Ich will dich und alle Fische aus deinem Strom in die Wüste werfen;
> du wirst aufs Land fallen und nicht wieder aufgelesen und gesammelt
> werden, sondern ich gebe dich den Tieren auf dem Land und den Vögeln
> des Himmels zum Fraß.
> 
> 29:6    Und alle, die in Ägypten wohnen, sollen erfahren, daß ich der HERR
> bin. Weil du dem Hause Israel ein Rohrstab gewesen bist -
> 2. Kön 18,21
> 
> 29:7    wenn sie dich mit der Hand anfaßten, so brachst du und stachst sie
> in die Seite; und wenn sie sich auf dich lehnten, so brachst du
> entzwei, und alle Hüften wankten -,
> 
> 29:8    darum spricht Gott der HERR: Siehe, ich will das Schwert über dich
> kommen lassen und Menschen und Vieh in dir ausrotten.
> 
> 29:9    Und Ägyptenland soll zur Wüste und Öde werden, und sie sollen
> erfahren, daß ich der HERR bin. Weil du sprichst: »Der Strom ist
> mein, und ich bin's, der ihn gemacht hat«, -
> 
> 29:10   darum siehe, ich will an dich und an deine Wasserströme und will
> Ägyptenland zur Wüste und Öde machen von Migdol bis nach Syene und
> bis an die Grenze von Kusch,
> Kap 30,6
> 
> 29:11   daß vierzig Jahre lang weder Mensch noch Tier das Land durchziehen
> oder darin wohnen soll.
> 4. Mose 14,33-34
> 
> 29:12   Denn ich will Ägyptenland zur Wüste machen inmitten verwüsteter
> Länder und ihre Städte in Trümmern liegen lassen inmitten
> verwüsteter Städte vierzig Jahre lang und will die Ägypter
> zerstreuen unter die Völker, und in die Länder will ich sie
> verjagen.
> 
> 29:13   Denn so spricht Gott der HERR: Wenn die vierzig Jahre um sein
> werden, will ich die Ägypter wieder sammeln aus den Völkern, unter
> die sie zerstreut werden sollen,
> 
> 29:14   und will das Geschick Ägyptens wenden und sie wieder ins Land Patros
> bringen, in ihr Vaterland; aber sie sollen dort nur ein kleines
> Königreich sein.
> 
> 29:15   Sie sollen kleiner sein als andere Reiche und nicht mehr sich
> erheben über die Völker, und ich will sie gering machen, daß sie
> nicht über die Völker herrschen sollen,
> 
> 29:16   damit sich das Haus Israel nicht mehr auf sie verläßt und sich damit
> versündigt, wenn es sich an sie hängt; und sie sollen erfahren, daß
> ich Gott der HERR bin.
> 
> Ägypten als Lohn für Nebukadnezar
> 
> 29:17   Und es begab sich im siebenundzwanzigsten Jahr am ersten Tag des
> ersten Monats, da geschah des HERRN Wort zu mir:
> 
> 29:18   Du Menschenkind! Nebukadnezar, der König von Babel, hat sein Heer in
> hartem Dienst vor Tyrus arbeiten lassen, so daß alle Häupter kahl
> wurden und alle Schultern wund gerieben waren; und doch ist weder
> ihm noch seinem Heer all die Arbeit vor Tyrus belohnt worden.
> 
> 29:19   Darum spricht Gott der HERR: Siehe, ich will Nebukadnezar, dem König
> von Babel, Ägyptenland geben, daß er all ihr Gut wegnehmen und sie
> berauben und plündern soll, damit er seinem Heer den Sold gebe.
> 
> 29:20   Zum Lohn für die Arbeit, die er vor Tyrus getan hat, will ich ihm
> das Land Ägypten geben; denn sie haben für mich gearbeitet, spricht
> Gott der HERR.
> Kap 30,24
> 
> 29:21   Zur selben Zeit will ich dem Hause Israel wieder Macht geben und
> will deinen Mund unter ihnen auftun, damit sie erfahren, daß ich der
> HERR bin.
> 
>          Der Sturz Ägyptens
> 
> 30:1    Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 30:2    Du Menschenkind, weissage und sprich: So spricht Gott der HERR:
> Heulet! Wehe, was für ein Tag!
> 
> 30:3    Denn der Tag ist nahe, ja, des HERRN Tag ist nahe, ein finsterer
> Tag; die Zeit der Heiden kommt.
> Joel 1,15; Zef 1,14
> 
> 30:4    Und das Schwert soll über Ägypten kommen, und Kusch wird
> erschrecken, wenn die Erschlagenen in Ägypten fallen und sein
> Reichtum weggenommen und seine Grundfesten eingerissen werden.
> 
> 30:5    Kusch und Put und Lud mit allerlei fremdem Volk und Kub und ihre
> Verbündeten sollen mit ihnen durchs Schwert fallen.
> Jer 46,9
> 
> 30:6    So spricht der HERR: Alle, die Ägypten stützen, müssen fallen, und
> seine stolze Macht muß herunter. Von Migdol bis nach Syene sollen
> sie durchs Schwert fallen, spricht Gott der HERR.
> Kap 29,10
> 
> 30:7    Und sie sollen inmitten verwüsteter Länder zur Wüste werden und ihre
> Städte inmitten verwüsteter Städte in Trümmern liegen,
> 
> 30:8    damit sie erfahren, daß ich der HERR bin, wenn ich Feuer an Ägypten
> lege, so daß alle, die ihnen helfen, zunichte werden.
> 
> 30:9    Zur selben Zeit werden Boten von mir ausziehen in Schiffen, um
> Kusch zu schrecken, das jetzt so sicher ist, und es wird ein
> Schrecken über sie kommen am Tage Ägyptens; denn siehe, er kommt
> gewiß.
> Jes 20,3-4
> 
> 30:10   So spricht Gott der HERR: Ich will dem Reichtum Ägyptens ein Ende
> machen durch Nebukadnezar, den König von Babel.
> 
> 30:11   Er und sein Volk, die Gewalttätigsten unter den Völkern, werden
> herangebracht werden, um das Land zu verderben, und werden ihre
> Schwerter ziehen gegen Ägypten, daß das Land überall voll
> Erschlagener liegt.
> Kap 28,7
> 
> 30:12   Und ich will die Ströme austrocknen und das Land an böse Leute
> verkaufen und will das Land und was darin ist durch Fremde verwüsten
> lassen. Ich, der HERR, habe es geredet.
> Jes 19,5
> 
> 30:13   So spricht Gott der HERR: Ich will von Memfis die Götzen ausrotten
> und die Abgötter vertilgen, und Ägypten soll keinen Fürsten mehr
> haben, und ich will Schrecken über Ägyptenland bringen.
> 
> 30:14   Ich will Patros zur Wüste machen und an Zoan Feuer legen und das
> Gericht über No ergehen lassen
> Nah 3,8-9
> 
> 30:15   und will meinen Grimm ausschütten über Sin, die Festung Ägyptens,
> und will den Reichtum von No vernichten.
> 
> 30:16   Ich will Feuer an Ägypten legen, und Sin soll es angst und bange
> werden, und No soll erobert und Memfis täglich geängstigt werden.
> 
> 30:17   Die junge Mannschaft von On und Pi-Beset soll durchs Schwert fallen
> und die Frauen gefangen weggeführt werden.
> 
> 30:18   In Tachpanhes wird sich der Tag verfinstern, wenn ich dort das
> Zepter Ägyptens zerbreche und seine stolze Macht ein Ende nimmt. Die
> Stadt wird mit Wolken bedeckt werden, und ihre Töchter werden
> gefangen weggeführt werden.
> Jer 43,9
> 
> 30:19   Und ich will das Gericht über Ägypten ergehen lassen, damit sie
> erfahren, daß ich der HERR bin.
> 
> Der Arm des Pharao und der Arm Nebukadnezars
> 
> 30:20   Und es begab sich im elften Jahr am siebenten Tag des ersten Monats,
> da geschah des HERRN Wort zu mir:
> 
> 30:21   Du Menschenkind, ich habe den Arm des Pharao, des Königs von
> Ägypten, zerbrochen, und siehe, er ist nicht verbunden worden, daß
> er wieder heilen könnte, auch nicht mit Binden umwickelt, daß er
> wieder stark würde und ein Schwert fassen könnte.
> 
> 30:22   Darum spricht Gott der HERR: Siehe, ich will an den Pharao, den
> König von Ägypten, und will seine Arme zerbrechen, den gesunden und
> den zerbrochenen, daß ihm das Schwert aus der Hand fallen muß,
> 
> 30:23   und will die Ägypter unter die Völker zerstreuen und in die Länder
> verjagen.
> 
> 30:24   Aber die Arme des Königs von Babel will ich stärken und ihm mein
> Schwert in die Hand geben und will die Arme des Pharao zerbrechen,
> daß er vor ihm stöhnen soll wie ein tödlich Verwundeter.
> Kap 29,20
> 
> 30:25   Ja, ich will die Arme des Königs von Babel stärken, aber die Arme
> des Pharao sollen sinken, damit sie erfahren, daß ich der HERR bin,
> wenn ich mein Schwert dem König von Babel in die Hand gebe, damit
> er's gegen Ägyptenland zücke,
> 
> 30:26   und ich die Ägypter unter die Völker zerstreue und in die Länder
> verjage, damit sie erfahren, daß ich der HERR bin.
> 
>          Der Pharao - ein gestürzter Zedernbaum
> 
> 31:1    Und es begab sich im elften Jahr am ersten Tag des dritten Monats,
> da geschah des HERRN Wort zu mir:
> 
> 31:2    Du Menschenkind, sage zum Pharao, dem König von Ägypten, und zu
> seinem stolzen Volk: Wem bist du gleich in deiner Herrlichkeit?
> 
> 31:3    Siehe, einem Zedernbaum auf dem Libanon, mit schönen Ästen und
> dichtem Laub und sehr hoch, so daß sein Wipfel in die Wolken ragte.
> 
> 31:4    Wasser ließ ihn groß werden und die Flut der Tiefe in die Höhe
> wachsen. Ihre Ströme gingen rings um seinen Stamm her, und ihre
> Rinnsale sandte sie zu allen Bäumen auf dem Felde.
> 
> 31:5    Darum ist er höher geworden als alle Bäume auf dem Felde und trieb
> viele Äste und lange Zweige; denn er hatte Wasser genug, sich
> auszubreiten.
> 
> 31:6    Alle Vögel des Himmels nisteten auf seinen Ästen, und alle Tiere des
> Feldes hatten Junge unter seinen Zweigen, und unter seinem Schatten
> wohnten alle großen Völker.
> 
> 31:7    Er war schön geworden in seiner Größe mit seinen langen Ästen; denn
> seine Wurzeln hatten viel Wasser.
> 
> 31:8    So war ihm kein Zedernbaum gleich in Gottes Garten, und die
> Zypressen waren seinen Ästen nicht zu vergleichen, und die Platanen
> waren nichts gegen seine Zweige. Ja, er war so schön wie kein Baum
> im Garten Gottes.
> 
> 31:9    Ich hatte ihn so schön gemacht mit seinen vielen Ästen, daß ihn alle
> Bäume von Eden im Garten Gottes beneideten.
> 
> 31:10   Darum - so spricht Gott der HERR: Weil er so hoch geworden war, daß
> sein Wipfel bis in die Wolken ragte, und weil sein Herz sich erhob,
> da er so hoch geworden war,
> 
> 31:11   darum gab ich ihn dem Mächtigsten unter den Völkern in die Hände,
> daß der mit ihm umginge, wie er verdient hat mit seinem gottlosen
> Tun, und ihn vertriebe.
> 
> 31:12   Fremde hieben ihn um, die Gewalttätigsten unter den Völkern, und
> ließen ihn liegen. Seine Äste fielen auf die Berge und in alle
> Täler, und seine Zweige lagen zerbrochen an allen Bächen im Lande,
> so daß alle Völker auf Erden wegziehen mußten und ihn liegen ließen,
> weil er keinen Schatten mehr gab.
> 
> 31:13   Alle Vögel des Himmels saßen auf seinem gefällten Stamm, und alle
> Tiere des Feldes legten sich auf seine Äste,
> 
> 31:14   damit sich fortan kein Baum am Wasser wegen seiner Höhe überhebe und
> seinen Wipfel bis in die Wolken recke und kein Baum am Wasser sich
> erhebe über die andern. Denn sie müssen alle unter die Erde und dem
> Tod übergeben werden zu den Menschen, die in die Grube fahren.
> 
> 31:15   So spricht Gott der HERR: An dem Tage, an dem er hinunter zu den
> Toten fuhr, da ließ ich die Fluten der Tiefe um ihn trauern und
> hielt ihre Ströme an, daß die großen Wasser nicht fließen konnten.
> Ich ließ den Libanon um ihn trauern, daß alle Bäume auf dem Felde um
> seinetwillen verdorrten.
> 
> 31:16    Ich erschreckte die Völker, als sie ihn fallen hörten, da ich ihn
> hinunterstieß zu den Toten, zu denen, die in die Grube gefahren
> sind. Damit trösteten sich unter der Erde alle Bäume von Eden, die
> edelsten und besten vom Libanon, alle, die am Wasser gestanden
> hatten.
> (16 und 17) Kap 28,8
> 
> 31:17   Denn sie mußten auch mit ihm hinunter zu den Toten, zu den mit dem
> Schwert Erschlagenen, weil sie unter dem Schatten seines Arms
> gewohnt hatten inmitten der Völker.
> 
> 31:18   Wem bist du gleich, Pharao, mit deiner Pracht und Herrlichkeit unter
> den Bäumen von Eden? Und du mußt mit den Bäumen von Eden unter die
> Erde hinabfahren und unter den Unbeschnittenen liegen, die mit dem
> Schwert erschlagen sind. So soll es dem Pharao gehen und seinem
> stolzen Volk, spricht Gott der HERR.
> 
>          Klagelieder über den Pharao und über Ägypten
> 
> 32:1    Und es begab sich im elften Jahr am ersten Tag des zwölften Monats,
> da geschah des HERRN Wort zu mir:
> 
> 32:2    Du Menschenkind, stimm ein Klagelied an über den Pharao, den König
> von Ägypten, und sprich zu ihm: Du Löwe unter den Völkern, wie bist
> du dahin! Und doch warst du wie ein Drache im Meer und schnaubtest
> in deinen Strömen und rührtest das Wasser auf mit deinen Füßen und
> machtest seine Ströme trübe.
> Kap 29,3
> 
> 32:3    So spricht Gott der HERR: Ich will mein Netz über dich auswerfen
> durch eine Menge Völker; die sollen dich in meinem Garn heraufholen;
> Kap 12,13
> 
> 32:4    und ich will dich an Land ziehen und aufs Feld werfen, daß sich
> alle Vögel des Himmels auf dich setzen sollen und alle Tiere auf
> Erden von dir satt werden.
> Kap 29,5
> 
> 32:5    Und ich will dein Fleisch auf die Berge werfen und mit deinem Aas
> die Täler füllen.
> 
> 32:6    Das Land will ich mit deinem Blut tränken bis zu den Bergen, und die
> Bäche sollen davon voll werden.
> 
> 32:7     Und wenn du dann ganz dahin bist, so will ich den Himmel verhüllen
> und seine Sterne verfinstern und die Sonne mit Wolken überziehen,
> und der Mond soll nicht scheinen.
> (7 und 8) Jes 13,10
> 
> 32:8    Alle Lichter am Himmel lasse ich über dir dunkel werden und bringe
> eine Finsternis über dein Land, spricht Gott der HERR.
> 
> 32:9    Dazu will ich die Herzen vieler Völker erschrecken, wenn ich deine
> Gefangenen unter die Völker bringe, in viele Länder, die du nicht
> kennst.
> 
> 32:10   Viele Völker sollen sich über dich entsetzen, und ihren Königen soll
> vor dir grauen, wenn ich mein Schwert vor ihnen blinken lasse; immer
> wieder sollen sie zittern, ein jeder um sein Leben, wenn der Tag
> deines Falls kommt.
> 
> 32:11   Denn so spricht Gott der HERR: Das Schwert des Königs von Babel soll
> dich treffen.
> 
> 32:12   Ich will dein Volk fällen durch das Schwert der Helden, die allesamt
> die Gewalttätigsten unter den Völkern sind; sie werden die
> Herrlichkeit Ägyptens verheeren und sein stolzes Volk vernichten.
> 
> 32:13   Und ich will alle seine Tiere umbringen an den großen Wassern, daß
> keines Menschen Fuß und keines Tieres Klaue sie mehr trübe machen
> soll.
> 
> 32:14   Alsdann will ich seine Wasser klar machen, daß seine Ströme fließen
> wie Öl, spricht Gott der HERR,
> 
> 32:15   wenn ich das Land Ägypten verwüste und alles, was im Land ist, öde
> mache und alle, die darin wohnen, erschlage, und sie sollen
> erfahren, daß ich der HERR bin. -
> 
> 32:16   Das ist ein Klagelied, und man soll es singen; ja, die Töchter der
> Völker sollen es singen, über Ägypten und sein stolzes Volk sollen
> sie klagen, spricht Gott der HERR.
> 
> 32:17   Und im elften Jahr am fünfzehnten Tag desselben Monats geschah des
> HERRN Wort zu mir:
> 
> 32:18   Du Menschenkind, wehklage über das stolze Volk in Ägypten und stoß
> es hinab mit den Töchtern der starken Völker, tief unter die Erde zu
> denen, die in die Grube gefahren sind.
> Kap 31,16
> 
> 32:19   Vor wem hast du nun etwas voraus an Schönheit? Hinunter mit dir!
> Lege dich zu den Unbeschnittenen!
> Jes 14,11; 14,15
> 
> 32:20   Sie werden fallen mitten unter denen, die mit dem Schwert erschlagen
> sind. Das Schwert ist schon gefaßt und gezückt über ihr stolzes
> Volk.
> 
> 32:21   Von ihm werden sagen unter der Erde die starken Helden mit ihren
> Helfern: Sie sind hinuntergefahren und liegen da, die
> Unbeschnittenen und mit dem Schwert Erschlagenen.
> 
> 32:22   Da liegt Assur mit seinem ganzen Volk, ringsherum seine Gräber, sie
> alle erschlagen und durchs Schwert gefallen!
> 
> 32:23   Seine Gräber bekam es ganz hinten in der Grube, und sein Volk liegt
> ringsumher begraben, alle erschlagen und durchs Schwert gefallen,
> von denen einst Schrecken ausging im Lande der Lebendigen.
> 
> 32:24   Da liegt Elam mit seinem stolzen Volk, ringsherum seine Gräber, sie
> alle erschlagen und durchs Schwert gefallen, hinuntergefahren als
> Unbeschnittene unter die Erde, von denen einst Schrecken ausging im
> Lande der Lebendigen; sie müssen ihre Schande tragen mit denen, die
> in die Grube gefahren sind.
> Jer 49,37
> 
> 32:25   Man hat sie mitten unter die Erschlagenen gelegt mit ihrem stolzen
> Volk, ringsherum ihre Gräber, sie alle als Unbeschnittene und mit
> dem Schwert Erschlagene, von denen einst Schrecken ausging im Lande
> der Lebendigen; sie müssen ihre Schande tragen mit denen, die in die
> Grube gefahren sind, und bei den Erschlagenen liegen.
> 
> 32:26   Da liegen Meschech und Tubal mit ihrem stolzen Volk, ringsherum
> ihre Gräber, sie alle als Unbeschnittene und mit dem Schwert
> Erschlagene, von denen einst Schrecken ausging im Lande der
> Lebendigen.
> Kap 27,13; 38,2
> 
> 32:27   Sie liegen nicht bei den Helden, die in der Vorzeit gefallen und mit
> ihrer Kriegswehr zu den Toten gefahren sind, denen man ihre
> Schwerter unter ihre Häupter gelegt und ihre Schilde über ihre
> Gebeine gedeckt hat, die gefürchtete Helden waren im Lande der
> Lebendigen.
> 
> 32:28   Du aber mußt inmitten der Unbeschnittenen begraben sein und bei
> denen liegen, die mit dem Schwert erschlagen sind.
> 
> 32:29   Da liegt Edom mit seinen Königen und allen seinen Fürsten, die in
> ihrer Heldenkraft zu den vom Schwert Erschlagenen getan wurden; da
> liegen sie bei den Unbeschnittenen und denen, die in die Grube
> gefahren sind.
> Kap 25,12-14
> 
> 32:30   Da sind alle Fürsten des Nordens und alle Sidonier, die mit den
> Erschlagenen hinabgefahren sind, und ihre schreckliche Gewalt ist
> zuschanden geworden; sie müssen als Unbeschnittene bei denen liegen,
> die mit dem Schwert erschlagen sind, und ihre Schande tragen samt
> denen, die in die Grube gefahren sind.
> Kap 28,21-23
> 
> 32:31   Diese alle wird der Pharao sehen und sich trösten über sein stolzes
> Volk. Mit dem Schwert erschlagen ist der Pharao und sein ganzes
> Heer, spricht Gott der HERR.
> 
> 32:32   Denn ich setzte ihn zum Schrecken im Lande der Lebendigen, aber nun
> liegt er bei den Unbeschnittenen und mit dem Schwert Erschlagenen,
> der Pharao und sein stolzes Volk, spricht Gott der HERR.
> 
>          Das Wächteramt des Propheten
> 
> (vgl. Kap 3,16-21)
> 33:1    Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 33:2    Du Menschenkind, rede zu den Söhnen deines Volks und sprich zu
> ihnen: Wenn ich das Schwert über ein Land bringe und das Volk des
> Landes nimmt einen Mann aus seiner Mitte und macht ihn zu seinem
> Wächter
> 
> 33:3    und er sieht das Schwert kommen über das Land und bläst die Posaune
> und warnt das Volk -
> 
> 33:4    wer nun den Hall der Posaune hört und will sich nicht warnen lassen,
> und das Schwert kommt und nimmt ihn weg, dessen Blut wird auf seinen
> Kopf kommen.
> 
> 33:5    Denn er hat den Hall der Posaune gehört und sich dennoch nicht
> warnen lassen; darum wird sein Blut auf ihn kommen. Wer sich aber
> warnen läßt, der wird sein Leben davonbringen.
> 
> 33:6    Wenn aber der Wächter das Schwert kommen sieht und nicht die Posaune
> bläst und sein Volk nicht warnt und das Schwert kommt und nimmt
> einen von ihnen weg, so wird der wohl um seiner Sünde willen
> weggenommen; aber sein Blut will ich von der Hand des Wächters
> fordern.
> 
> 33:7    Und nun, du Menschenkind, ich habe dich zum Wächter gesetzt über
> das Haus Israel. Wenn du etwas aus meinem Munde hörst, sollst du sie
> in meinem Namen warnen.
> Hebr 13,17
> 
> 33:8    Wenn ich nun zu dem Gottlosen sage: Du Gottloser mußt des Todes
> sterben! und du sagst ihm das nicht, um den Gottlosen vor seinem
> Wege zu warnen, so wird er, der Gottlose, um seiner Sünde willen
> sterben, aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern.
> 
> 33:9    Warnst du aber den Gottlosen vor seinem Wege, daß er von ihm
> umkehre, und er will von seinem Wege nicht umkehren, so wird er um
> seiner Sünde willen sterben, aber du hast dein Leben errettet.
> 
> Gott richtet jeden nach seinem Handeln
> 
> (vgl. Kap 18,21-32)
> 33:10   Und nun, du Menschenkind, sage dem Hause Israel: Ihr sprecht: Unsere
> Sünden und Missetaten liegen auf uns, daß wir darunter vergehen; wie
> können wir denn leben?
> 
> 33:11   So sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: ich
> habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern daß der Gottlose
> umkehre von seinem Wege und lebe. So kehrt nun um von euren bösen
> Wegen. Warum wollt ihr sterben, ihr vom Hause Israel?
> 5. Mose 32,40;  Jes 55,7; Joel 2,12-13
> 
> 33:12   Und du, Menschenkind, sprich zu deinem Volk: Wenn ein Gerechter
> Böses tut, so wird's ihm nicht helfen, daß er gerecht gewesen ist;
> und wenn ein Gottloser von seiner Gottlosigkeit umkehrt, so soll's
> ihm nicht schaden, daß er gottlos gewesen ist. Auch der Gerechte
> kann nicht am Leben bleiben, wenn er sündigt.
> Kap 3,20
> 
> 33:13   Denn wenn ich zu dem Gerechten spreche: Du sollst leben! und er
> verläßt sich auf seine Gerechtigkeit und tut Böses, so soll aller
> seiner Gerechtigkeit nicht mehr gedacht werden, sondern er soll
> sterben um des Bösen willen, das er getan hat.
> 
> 33:14   Und wenn ich zum Gottlosen spreche: Du sollst sterben! und er
> bekehrt sich von seiner Sünde und tut, was recht und gut ist,
> 
> 33:15   - so daß der Gottlose das Pfand zurückgibt und erstattet, was er
> geraubt hat, und nach den Satzungen des Lebens wandelt und nichts
> Böses tut -, so soll er am Leben bleiben und nicht sterben,
> 5. Mose 24,10-13;  Kap 18,7; Lk 19,8
> 
> 33:16   und all seiner Sünden, die er getan hat, soll nicht mehr gedacht
> werden, denn er hat nun getan, was recht und gut ist; darum soll er
> am Leben bleiben.
> 
> 33:17   Aber dein Volk spricht: »Der Herr handelt nicht recht«, während doch
> sie nicht recht handeln.
> 
> 33:18   Wenn der Gerechte sich abkehrt von seiner Gerechtigkeit und Unrecht
> tut, so muß er deshalb sterben.
> 
> 33:19   Und wenn sich der Gottlose von seiner Gottlosigkeit bekehrt und tut,
> was recht und gut ist, so soll er deshalb am Leben bleiben.
> 
> 33:20   Und doch sprecht ihr: »Der Herr handelt nicht recht«, während ich
> doch einen jeden von euch, ihr vom Hause Israel, nach seinem Handeln
> richte.
> 
> Der Prophet erhält die Botschaft vom Fall Jerusalems
> 
> 33:21   Und es begab sich im elften Jahr unserer Gefangenschaft am fünften
> Tag des zehnten Monats, da kam zu mir ein Entronnener von Jerusalem
> und sprach: Die Stadt ist genommen.
> Kap 1,2;  Kap 24,26; 2. Kön 25,2-4
> 
> 33:22   Und die Hand des HERRN war über mich gekommen am Abend, bevor der
> Entronnene kam, und er tat mir meinen Mund auf, als jener am Morgen
> zu mir kam. Und mein Mund wurde aufgetan, so daß ich nicht mehr
> stumm sein mußte.
> 
> Gegen den Anspruch der im Lande Zurückgebliebenen
> 
> 33:23   Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 33:24   Du Menschenkind, die Bewohner jener Trümmer im Lande Israels
> sprechen: Abraham war ein einzelner Mann und nahm dies Land in
> Besitz; wir aber sind viele, so gehört uns das Land erst recht.
> Jes 51,2
> 
> 33:25   Darum sprich zu ihnen: So spricht Gott der HERR: Ihr habt das
> Fleisch über dem Blut gegessen und eure Augen zu den Götzen
> aufgehoben und Blut vergossen - und dann wollt ihr das Land
> besitzen?
> 1. Sam 14,32-34
> 
> 33:26   Ihr verlaßt euch auf euer Schwert und übt Greuel, und einer schändet
> die Frau des andern - und dann wollt ihr das Land besitzen?
> Kap 11,14-21
> 
> 33:27   So sprich zu ihnen: So spricht Gott der HERR: So wahr ich lebe,
> sollen alle, die in den Trümmern wohnen, durchs Schwert fallen, und
> die auf freiem Felde sind, will ich den Tieren zum Fraß geben, und
> die in den Festungen und Höhlen sind, sollen an der Pest sterben.
> 
> 33:28   Denn ich will das Land ganz verwüsten und seiner Hoffart und Macht
> ein Ende machen, daß das Gebirge Israel so zur Wüste wird, daß
> niemand mehr hindurchzieht.
> 
> 33:29   Und sie sollen erfahren, daß ich der HERR bin, wenn ich das Land
> ganz verwüste um aller ihrer Greuel willen, die sie verübt haben.
> 
> Gegen die leichtfertigen Hörer des prophetischen Wortes
> 
> 33:30   Und du, Menschenkind, dein Volk redet über dich an den Mauern und in
> den Haustüren, und einer spricht zum andern: Kommt doch und laßt uns
> hören, was das für ein Wort ist, das vom HERRN ausgeht.
> 
> 33:31   Und sie werden zu dir kommen, wie das Volk so zusammenkommt, und vor
> dir sitzen als mein Volk und werden deine Worte hören, aber nicht
> danach tun, sondern ihr Mund ist voll von Liebesweisen, und danach
> tun sie, und hinter ihrem Gewinn läuft ihr Herz her.
> Jes 53,1
> 
> 33:32   Und siehe, du bist für sie wie einer, der Liebeslieder singt, der
> eine schöne Stimme hat und gut spielen kann. Sie hören wohl deine
> Worte, aber sie tun nicht danach.
> 
> 33:33   Wenn es aber kommt - und siehe, es kommt! -, so werden sie erfahren,
> daß ein Prophet unter ihnen gewesen ist.
> Kap 2,5
> 
>          Die schlechten Hirten und der rechte Hirt
> 
> (vgl. Kap 37,24-28)
> 34:1    Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 34:2    Du Menschenkind, weissage gegen die Hirten Israels, weissage und
> sprich zu ihnen: So spricht Gott der HERR: Wehe den Hirten Israels,
> die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden?
> Jer 23,1-4
> 
> 34:3    Aber ihr eßt das Fett und kleidet euch mit der Wolle und schlachtet
> das Gemästete, aber die Schafe wollt ihr nicht weiden.
> 
> 34:4     Das Schwache stärkt ihr nicht, und das Kranke heilt ihr nicht, das
> Verwundete verbindet ihr nicht, das Verirrte holt ihr nicht zurück,
> und das Verlorene sucht ihr nicht; das Starke aber tretet ihr nieder
> mit Gewalt.
> Sach 11,15-16;  Joh 10,11
> 
> 34:5    Und meine Schafe sind zerstreut, weil sie keinen Hirten haben, und
> sind allen wilden Tieren zum Fraß geworden und zerstreut.
> Mt 9,36
> 
> 34:6    Sie irren umher auf allen Bergen und auf allen hohen Hügeln und sind
> über das ganze Land zerstreut, und niemand ist da, der nach ihnen
> fragt oder auf sie achtet.
> 
> 34:7    Darum hört, ihr Hirten, des HERRN Wort!
> 
> 34:8    So wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: weil meine Schafe zum Raub
> geworden sind und meine Herde zum Fraß für alle wilden Tiere, weil
> sie keinen Hirten hatten und meine Hirten nach meiner Herde nicht
> fragten, sondern die Hirten sich selbst weideten, aber meine Schafe
> nicht weideten,
> 
> 34:9    darum, ihr Hirten, hört des HERRN Wort!
> 
> 34:10   So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will an die Hirten und will
> meine Herde von ihren Händen fordern; ich will ein Ende damit
> machen, daß sie Hirten sind, und sie sollen sich nicht mehr selbst
> weiden. Ich will meine Schafe erretten aus ihrem Rachen, daß sie sie
> nicht mehr fressen sollen.
> Jer 23,2
> 
> 34:11   Denn so spricht Gott der HERR: Siehe, ich will mich meiner Herde
> selbst annehmen und sie suchen.
> Jes 40,11
> 
> 34:12   Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Herde verirrt
> sind, so will ich meine Schafe suchen und will sie erretten von
> allen Orten, wohin sie zerstreut waren zur Zeit, als es trüb und
> finster war.
> Lk 15,4
> 
> 34:13   Ich will sie aus allen Völkern herausführen und aus allen Ländern
> sammeln und will sie in ihr Land bringen und will sie weiden auf den
> Bergen Israels, in den Tälern und an allen Plätzen des Landes.
> 
> 34:14   Ich will sie auf die beste Weide führen, und auf den hohen Bergen in
> Israel sollen ihre Auen sein; da werden sie auf guten Auen lagern
> und fette Weide haben auf den Bergen Israels.
> Ps 23,2
> 
> 34:15   Ich selbst will meine Schafe weiden, und ich will sie lagern lassen,
> spricht Gott der HERR.
> 
> 34:16    Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen
> und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken und, was fett
> und stark ist, behüten; ich will sie weiden, wie es recht ist.
> Jer 31,8-9
> So auch Luther selbst; nach anderer Überlieferung: »aber was fett
> und stark ist, will ich vertilgen und will es weiden mit Gericht«.
> 
> 34:17   Aber zu euch, meine Herde, spricht Gott der HERR: Siehe, ich will
> richten zwischen Schaf und Schaf und Widdern und Böcken.
> Mt 25,32
> 
> 34:18   Ist's euch nicht genug, die beste Weide zu haben, daß ihr die übrige
> Weide mit Füßen tretet, und klares Wasser zu trinken, daß ihr auch
> noch hineintretet und es trübe macht,
> 
> 34:19   so daß meine Schafe fressen müssen, was ihr mit euren Füßen
> zertreten habt, und trinken, was ihr mit euren Füßen trübe gemacht
> habt?
> 
> 34:20   Darum spricht Gott der HERR: Siehe, ich will selbst richten zwischen
> den fetten und den mageren Schafen;
> 
> 34:21   weil ihr mit Seite und Schulter drängtet und die Schwachen von euch
> stießet mit euren Hörnern, bis ihr sie alle hinausgetrieben hattet,
> 
> 34:22   will ich meiner Herde helfen, daß sie nicht mehr zum Raub werden
> soll, und will richten zwischen Schaf und Schaf.
> 
> 34:23   Und ich will ihnen einen einzigen Hirten erwecken, der sie weiden
> soll, nämlich meinen Knecht David. Der wird sie weiden und soll ihr
> Hirte sein,
> Kap 37,24; Jer 30,9; Hos 3,5; Joh 10,14-16
> 
> 34:24   und ich, der HERR, will ihr Gott sein, aber mein Knecht David soll
> der Fürst unter ihnen sein; das sage ich, der HERR.
> 
> 34:25   Und ich will einen Bund des Friedens mit ihnen schließen und alle
> bösen Tiere aus dem Lande ausrotten, daß sie sicher in der Steppe
> wohnen und in den Wäldern schlafen können.
> Kap 37,26;  3. Mose 26,6;  Hos 2,20
> 
> 34:26    Ich will sie und alles, was um meinen Hügel her ist, segnen und auf
> sie regnen lassen zu rechter Zeit. Das sollen gnädige Regen sein,
> (26 und 27) 3. Mose 26,4
> 
> 34:27   daß die Bäume auf dem Felde ihre Früchte bringen und das Land seinen
> Ertrag gibt, und sie sollen sicher auf ihrem Lande wohnen und sollen
> erfahren, daß ich der HERR bin, wenn ich ihr Joch zerbrochen und sie
> errettet habe aus der Hand derer, denen sie dienen mußten.
> 
> 34:28   Und sie sollen nicht mehr den Völkern zum Raub werden, und kein
> wildes Tier im Lande soll sie mehr fressen, sondern sie sollen
> sicher wohnen, und niemand soll sie schrecken.
> Jer 30,10
> 
> 34:29   Und ich will ihnen eine Pflanzung aufgehen lassen zum Ruhm, daß sie
> nicht mehr Hunger leiden sollen im Lande und die Schmähungen der
> Heiden nicht mehr ertragen müssen.
> Kap 36,30
> 
> 34:30   Und sie sollen erfahren, daß ich, der HERR, ihr Gott, bei ihnen bin
> und daß die vom Hause Israel mein Volk sind, spricht Gott der HERR.
> Kap 11,20
> 
> 34:31   Ja, ihr sollt meine Herde sein, die Herde meiner Weide, und ich
> will euer Gott sein, spricht Gott der HERR.
> Ps 100,3
> 
>          Das Gericht über Edom
> 
> 35:1    Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 35:2    Du Menschenkind, richte dein Angesicht gegen das Gebirge Seïr und
> weissage gegen Edom
> Kap 25,12-14
> 
> 35:3    und sprich zu ihm: So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will an
> dich, du Gebirge Seïr, und meine Hand gegen dich ausstrecken und
> will dich ganz und gar zur Wüste machen.
> 
> 35:4    Ich will deine Städte öde machen, daß du zur Wüste werden sollst,
> und du sollst erfahren, daß ich der HERR bin.
> 
> 35:5     Weil ihr ewige Feindschaft hattet gegen die Israeliten und sie dem
> Schwert preisgegeben habt, als es ihnen übel ging und ihre Schuld
> zum Ende führte, -
> (5 und 6) Ps 137,7
> 
> 35:6    darum, so wahr ich lebe, spricht Gott der HERR, will ich auch dich
> bluten lassen, und du sollst dem Blutbad nicht entrinnen. Weil du
> dich mit Blut verschuldet hast, soll auch dein Blut fließen.
> 
> 35:7    Und ich will das Gebirge Seïr wüst und öde machen und alle
> ausrotten, die dort hin und her ziehen.
> 
> 35:8    Und ich will seine Berge mit Erschlagenen füllen, seine Hügel, seine
> Täler und alle seine Bachläufe - überall sollen vom Schwert
> Erschlagene liegen.
> 
> 35:9    Ja, zu einer ewigen Wüste will ich dich machen, daß niemand mehr in
> deinen Städten wohnt, und ihr sollt erfahren, daß ich der HERR bin.
> 
> 35:10   Weil du sprachst: »Diese beiden Völker mit ihren beiden Ländern
> müssen mein werden, und wir wollen sie in Besitz nehmen« - obgleich
> der HERR dort wohnt -,
> 
> 35:11   darum, so wahr ich lebe, spricht Gott der HERR, will ich an dir
> handeln mit demselben Zorn und derselben Leidenschaft, mit denen du
> an ihnen gehandelt hast in deinem Haß, und will mich an ihnen
> kundtun, wenn ich dich richte.
> 
> 35:12   Und du sollst erfahren, daß ich, der HERR, all deine Lästerreden
> gegen die Berge Israels gehört habe, als du sagtest: Sie sind
> verwüstet und uns zum Fraß gegeben.
> 
> 35:13   So habt ihr euch gegen mich gerühmt und frech gegen mich geredet;
> das habe ich gehört.
> 
> 35:14   So spricht Gott der HERR: Ich will dich zur Wüste machen, daß sich
> alles Land freuen soll.
> 
> 35:15   Und wie du dich gefreut hast über das Erbe des Hauses Israel, weil
> es verwüstet war, ebenso will ich mit dir tun: das Gebirge Seïr soll
> zur Wüste werden mit ganz Edom, und sie sollen erfahren, daß ich der
> HERR bin.
> 
>          Die Verheißung für die Berge Israels
> 
> 36:1    Und du, Menschenkind, weissage den Bergen Israels und sprich: Hört
> des HERRN Wort, ihr Berge Israels!
> Kap 6,2
> 
> 36:2    So spricht Gott der HERR: Weil der Feind über euch frohlockt: »Ha,
> die ewigen Höhen sind nun unser Besitz geworden!«,
> Kap 25,3
> 
> 36:3    darum weissage und sprich: So spricht Gott der HERR: Weil man euch
> allenthalben verwüstet und vertilgt und ihr zum Besitz der
> übriggebliebenen Heiden geworden und übel ins Gerede der Leute
> gekommen seid,
> 
> 36:4    darum hört, ihr Berge Israels, das Wort Gottes des HERRN! So spricht
> Gott der HERR zu den Bergen und Hügeln, zu den Bächen und Tälern, zu
> den öden Trümmern und verlassenen Städten, die den übriggebliebenen
> Heiden ringsumher zum Raub und Spott geworden sind, -
> 
> 36:5    darum, so spricht Gott der HERR: Wahrlich, ich habe in meinem
> feurigen Eifer geredet gegen die Heiden, die übriggeblieben sind,
> und gegen ganz Edom, die mein Land in Besitz genommen haben mit
> Freude von ganzem Herzen und mit Hohnlachen, um es zu verheeren und
> zu plündern.
> Kap 35,15
> 
> 36:6    Darum weissage über das Land Israels und sprich zu den Bergen und
> Hügeln, zu den Bächen und Tälern: So spricht Gott der HERR: Siehe,
> ich rede in meinem Eifer und Grimm, weil ihr solche Schmach von den
> Heiden tragen mußtet.
> 
> 36:7    Darum spricht Gott der HERR: Ich hebe meine Hand auf zum Schwur:
> Wahrlich, eure Nachbarn, die Heiden ringsumher, sollen ihre Schande
> tragen.
> 
> 36:8    Aber ihr Berge Israels sollt wieder grünen und eure Frucht bringen
> meinem Volk Israel, denn bald sollen sie heimkehren.
> 
> 36:9    Denn siehe, ich will mich wieder zu euch kehren und euch mein
> Angesicht zuwenden, daß ihr angebaut und besät werdet.
> 
> 36:10   Und ich will viele Menschen auf euch wohnen lassen, das ganze Haus
> Israel insgesamt, und die Städte sollen wieder bewohnt und die
> Trümmer aufgebaut werden.
> 
> 36:11   Ja, ich lasse Menschen und Vieh auf euch zahlreich werden; sie
> sollen sich mehren und fruchtbar sein. Und ich will euch wieder
> bewohnt sein lassen wie früher und will euch mehr Gutes tun als je
> zuvor, und ihr sollt erfahren, daß ich der HERR bin.
> 3. Mose 26,9
> 
> 36:12   Ich will wieder Menschen über euch ziehen lassen, nämlich mein Volk
> Israel; die werden dich besitzen, und du sollst ihr Erbteil sein und
> ihnen die Kinder nicht mehr nehmen.
> 
> 36:13   So spricht Gott der HERR: Weil man das von euch sagt: »Du hast
> Menschen gefressen und deinem Volk die Kinder genommen«,
> 
> 36:14   darum sollst du nun nicht mehr Menschen fressen und deinem Volk
> nicht mehr die Kinder nehmen, spricht Gott der HERR.
> 
> 36:15   Und ich will dich nicht mehr die Schmähungen der Heiden hören
> lassen, und du sollst den Spott der Heiden nicht mehr tragen und
> sollst deinem Volk nicht mehr die Kinder nehmen, spricht Gott der
> HERR.
> 
> Die Erneuerung Israels durch Gottes Geist
> 
> 36:16   Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 36:17   Du Menschenkind, als das Haus Israel in seinem Lande wohnte und es
> unrein machte mit seinem Wandel und Tun, daß ihr Wandel vor mir war
> wie die Unreinheit einer Frau, wenn sie ihre Tage hat,
> 3. Mose 18,24-25
> 
> 36:18   da schüttete ich meinen Grimm über sie aus um des Blutes willen, das
> sie im Lande vergossen, und weil sie es unrein gemacht hatten durch
> ihre Götzen.
> 
> 36:19   Und ich zerstreute sie unter die Heiden und versprengte sie in die
> Länder und richtete sie nach ihrem Wandel und Tun.
> 
> 36:20   So kamen sie zu den Heiden; aber wohin sie kamen, entheiligten sie
> meinen heiligen Namen, weil man von ihnen sagte: »Sie sind des HERRN
> Volk und haben doch aus ihrem Lande fortziehen müssen!«
> Jes 52,5
> 
> 36:21   Da tat es mir leid um meinen heiligen Namen, den das Haus Israel
> entheiligte unter den Heiden, wohin sie auch kamen.
> Kap 20,9
> 
> 36:22   Darum sollst du zum Hause Israel sagen: So spricht Gott der HERR:
> Ich tue es nicht um euretwillen, ihr vom Hause Israel, sondern um
> meines heiligen Namens willen, den ihr entheiligt habt unter den
> Heiden, wohin ihr auch gekommen seid.
> Jes 48,11; Jer 14,7
> 
> 36:23   Denn ich will meinen großen Namen, der vor den Heiden entheiligt
> ist, den ihr unter ihnen entheiligt habt, wieder heilig machen. Und
> die Heiden sollen erfahren, daß ich der HERR bin, spricht Gott der
> HERR, wenn ich vor ihren Augen an euch zeige, daß ich heilig bin.
> Mt 6,9;  Kap 37,28
> 
> 36:24   Denn ich will euch aus den Heiden herausholen und euch aus allen
> Ländern sammeln und wieder in euer Land bringen,
> 
> 36:25   und ich will reines Wasser über euch sprengen, daß ihr rein werdet;
> von all eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch
> reinigen.
> Sach 13,1; Hebr 10,22
> 
> 36:26    Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch
> geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und
> euch ein fleischernes Herz geben.
> (26 und 27) Kap 11,19-20; Jer 31,33
> 
> 36:27   Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch
> machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und
> danach tun.
> Kap 39,29; Jes 44,3;  Kap 37,24
> 
> 36:28   Und ihr sollt wohnen im Lande, das ich euren Vätern gegeben habe,
> und sollt mein Volk sein, und ich will euer Gott sein.
> Kap 11,20
> 
> 36:29   Ich will euch von all eurer Unreinheit erlösen und will das Korn
> rufen und will es mehren und will keine Hungersnot über euch kommen
> lassen.
> 
> 36:30   Ich will die Früchte auf den Bäumen und den Ertrag auf dem Felde
> mehren, daß euch die Heiden nicht mehr verspotten, weil ihr hungern
> müßt.
> Kap 34,29; Joel 2,19
> 
> 36:31   Dann werdet ihr an euren bösen Wandel denken und an euer Tun, das
> nicht gut war, und werdet euch selbst zuwider sein um eurer Sünde
> und eures Götzendienstes willen.
> Kap 20,43
> 
> 36:32   Nicht um euretwillen tue ich das, spricht Gott der HERR, das sollt
> ihr wissen, sondern ihr werdet euch schämen müssen und schamrot
> werden, ihr vom Hause Israel, über euren Wandel.
> 
> 36:33   So spricht Gott der HERR: Zu der Zeit, wenn ich euch reinigen werde
> von allen euren Sünden, will ich die Städte wieder bewohnt sein
> lassen, und die Trümmer sollen wieder aufgebaut werden.
> 
> 36:34   Das verwüstete Land soll wieder gepflügt werden, nachdem es verheert
> war vor den Augen aller, die vorüberzogen.
> 
> 36:35   Und man wird sagen: Dies Land war verheert, und jetzt ist's wie der
> Garten Eden, und diese Städte waren zerstört, öde und niedergerissen
> und stehen nun fest gebaut und sind bewohnt.
> 
> 36:36   Und die Heiden, die um euch her übriggeblieben sind, sollen
> erfahren, daß ich der HERR bin, der da baut, was niedergerissen
> ist, und pflanzt, was verheert war. Ich, der HERR, sage es und tue
> es auch.
> Kap 17,24;  Jer 1,10; 18,7-8
> 
> 36:37   So spricht Gott der HERR: Auch darin will ich mich vom Hause Israel
> bitten lassen, daß ich dies ihnen tue: Ich will die Menschen bei
> ihnen mehren wie eine Herde.
> Mi 2,12
> 
> 36:38   Wie eine heilige Herde, wie eine Herde in Jerusalem an ihren Festen,
> so sollen die verwüsteten Städte voll Menschenherden werden, und sie
> sollen erfahren, daß ich der HERR bin.
> 
>          Israel, das Totenfeld, wird durch Gottes Odem lebendig
> 
> 37:1     Des HERRN Hand kam über mich, und er führte mich hinaus im Geist
> des HERRN und stellte mich mitten auf ein weites Feld; das lag
> voller Totengebeine.
> Kap 1,3
> 
> 37:2    Und er führte mich überall hindurch. Und siehe, es lagen sehr viele
> Gebeine über das Feld hin, und siehe, sie waren ganz verdorrt.
> 
> 37:3    Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, meinst du wohl, daß diese
> Gebeine wieder lebendig werden? Und ich sprach: HERR, mein Gott, du
> weißt es.
> 
> 37:4    Und er sprach zu mir: Weissage über diese Gebeine und sprich zu
> ihnen: Ihr verdorrten Gebeine, höret des HERRN Wort!
> 
> 37:5    So spricht Gott der HERR zu diesen Gebeinen: Siehe, ich will Odem
> in euch bringen, daß ihr wieder lebendig werdet.
> Ps 104,30
> 
> 37:6    Ich will euch Sehnen geben und lasse Fleisch über euch wachsen und
> überziehe euch mit Haut und will euch Odem geben, daß ihr wieder
> lebendig werdet; und ihr sollt erfahren, daß ich der HERR bin.
> Jes 26,19
> 
> 37:7    Und ich weissagte, wie mir befohlen war. Und siehe, da rauschte es,
> als ich weissagte, und siehe, es regte sich, und die Gebeine rückten
> zusammen, Gebein zu Gebein.
> 
> 37:8    Und ich sah, und siehe, es wuchsen Sehnen und Fleisch darauf, und
> sie wurden mit Haut überzogen; es war aber noch kein Odem in ihnen.
> 
> 37:9    Und er sprach zu mir: Weissage zum Odem; weissage, du Menschenkind,
> und sprich zum Odem: So spricht Gott der HERR: Odem, komm herzu von
> den vier Winden und blase diese Getöteten an, daß sie wieder
> lebendig werden!
> 
> 37:10   Und ich weissagte, wie er mir befohlen hatte. Da kam der Odem in
> sie, und sie wurden wieder lebendig und stellten sich auf ihre Füße,
> ein überaus großes Heer.
> 
> 37:11   Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, diese Gebeine sind das ganze
> Haus Israel. Siehe, jetzt sprechen sie: Unsere Gebeine sind
> verdorrt, und unsere Hoffnung ist verloren, und es ist aus mit uns.
> Vers 1
> 
> 37:12   Darum weissage und sprich zu ihnen: So spricht Gott der HERR: Siehe,
> ich will eure Gräber auftun und hole euch, mein Volk, aus euren
> Gräbern herauf und bringe euch ins Land Israels.
> 
> 37:13   Und ihr sollt erfahren, daß ich der HERR bin, wenn ich eure Gräber
> öffne und euch, mein Volk, aus euren Gräbern heraufhole.
> 
> 37:14   Und ich will meinen Odem in euch geben, daß ihr wieder leben sollt,
> und will euch in euer Land setzen, und ihr sollt erfahren, daß ich
> der HERR bin. Ich rede es und tue es auch, spricht der HERR.
> 
> Die Wiedervereinigung Israels unter dem einen Hirten
> 
> 37:15   Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 37:16   Du Menschenkind, nimm dir ein Holz und schreibe darauf: »Für Juda
> und Israel, die sich zu ihm halten.« Und nimm noch ein Holz und
> schreibe darauf: »Holz Ephraims, für Josef und das ganze Haus
> Israel, das sich zu ihm hält.«
> 
> 37:17   Und füge eins an das andere, daß es ein Holz werde in deiner Hand.
> 
> 37:18   Wenn nun dein Volk zu dir sprechen wird: Willst du uns nicht zeigen,
> was du damit meinst?,
> 
> 37:19   so sprich zu ihnen: So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will das
> Holz Josefs, das in der Hand Ephraims ist, nehmen samt den Stämmen
> Israels, die sich zu ihm halten, und will sie zu dem Holz Judas tun
> und ein Holz daraus machen, und sie sollen eins sein in meiner Hand.
> 
> 37:20   Und so sollst du die Hölzer, auf die du geschrieben hast, in deiner
> Hand halten vor ihren Augen
> 
> 37:21    und sollst zu ihnen sagen: So spricht Gott der HERR: Siehe, ich
> will die Israeliten herausholen aus den Heiden, wohin sie gezogen
> sind, und will sie von überall her sammeln und wieder in ihr Land
> bringen
> (21 und 22) Jes 11,12-13
> 
> 37:22   und will ein einziges Volk aus ihnen machen im Land auf den Bergen
> Israels, und sie sollen allesamt einen König haben und sollen
> nicht mehr zwei Völker sein und nicht mehr geteilt in zwei
> Königreiche.
> Kap 34,23;  Jer 3,18; Hos 2,2
> 
> 37:23   Und sie sollen sich nicht mehr unrein machen mit ihren Götzen und
> Greuelbildern und allen ihren Sünden. Ich will sie retten von allen
> ihren Abwegen, auf denen sie gesündigt haben, und will sie reinigen,
> und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.
> Kap 11,20
> 
> 37:24   Und mein Knecht David soll ihr König sein und der einzige Hirte für
> sie alle. Und sie sollen wandeln in meinen Rechten und meine Gebote
> halten und danach tun.
> Kap 34,23;  Kap 36,27
> 
> 37:25   Und sie sollen wieder in dem Lande wohnen, das ich meinem Knecht
> Jakob gegeben habe, in dem eure Väter gewohnt haben. Sie und ihre
> Kinder und Kindeskinder sollen darin wohnen für immer, und mein
> Knecht David soll für immer ihr Fürst sein.
> Lk 1,32-33
> 
> 37:26    Und ich will mit ihnen einen Bund des Friedens schließen, der soll
> ein ewiger Bund mit ihnen sein. Und ich will sie erhalten und
> mehren, und mein Heiligtum soll unter ihnen sein für immer.
> (26-28) 2. Mose 25,8;  Kap 34,25; Jes 54,10
> 
> 37:27   Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein, und sie sollen
> mein Volk sein,
> Kap 11,20
> 
> 37:28   damit auch die Heiden erfahren, daß ich der HERR bin, der Israel
> heilig macht, wenn mein Heiligtum für immer unter ihnen sein wird.
> Kap 36,23
> 
>          Weissagung gegen Gog aus Magog
> 
> 38:1    Und des HERRN Wort geschah zu mir:
> 
> 38:2    Du Menschenkind, richte dein Angesicht auf Gog, der im Lande Magog
> ist und der Fürst von Rosch, Meschech und Tubal, und weissage gegen
> ihn
> Kap 39,6;  Kap 27,13; 32,26; 1. Mose 10,2
> 
> 38:3    und sprich: So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will an dich, Gog,
> der du der Fürst bist von Rosch, Meschech und Tubal!
> 
> 38:4    Siehe, ich will dich herumlenken und dir einen Haken ins Maul legen
> und will dich ausziehen lassen mit deinem ganzen Heer, mit Roß und
> Mann, die alle voll gerüstet sind; und sie sind ein großer
> Heerhaufe, die alle kleine und große Schilde und Schwerter tragen.
> 
> 38:5    Du führst mit dir Perser, Kuschiter und Libyer, die alle Schild und
> Helm tragen,
> 
> 38:6    dazu Gomer und sein ganzes Heer, die vom Hause Togarma, die im
> Norden wohnen, mit ihrem ganzen Heer; ja, du führst viele Völker mit
> dir.
> Kap 27,14
> 
> 38:7    Wohlan, rüste dich gut, du und alle deine Heerhaufen, die bei dir
> sind, und sei du ihr Heerführer!
> 
> 38:8    Nach langer Zeit sollst du aufgeboten werden; am Ende der Zeiten
> sollst du in ein Land kommen, das dem Schwert entrissen ist, und zu
> dem Volk, das aus vielen Völkern gesammelt ist, nämlich auf die
> Berge Israels, die lange Zeit verwüstet gewesen sind, und nun ist es
> herausgeführt aus den Völkern, und sie alle wohnen sicher.
> 
> 38:9    Du wirst heraufziehen und daherkommen wie ein Sturmwetter und wirst
> sein wie eine Wolke, die das Land bedeckt, du und dein ganzes Heer
> und die vielen Völker mit dir.
> 
> 38:10   So spricht Gott der HERR: Zu jener Zeit werden dir Gedanken kommen,
> und du wirst auf Böses sinnen
> 
> 38:11   und denken: »Ich will das Land überfallen, das offen daliegt, und
> über die kommen, die still und sicher leben, die alle ohne Mauern
> dasitzen und haben weder Riegel noch Tore«,
> 
> 38:12   damit du rauben und plündern kannst und deine Hand an die zerstörten
> Orte legst, die wieder bewohnt sind, und an das Volk, das aus den
> Heiden gesammelt ist und sich Vieh und Güter erworben hat und in
> der Mitte der Erde wohnt.
> Ri 9,37
> 
> 38:13   Saba, Dedan und die Kaufleute von Tarsis und alle seine Gewaltigen
> werden zu dir sagen: Bist du gekommen, zu rauben, und hast du deine
> Heerhaufen versammelt, zu plündern, um Silber und Gold wegzunehmen
> und Vieh und Güter zu sammeln und große Beute zu machen?
> 
> 38:14   Darum so weissage, du Menschenkind, und sprich zu Gog: So spricht
> Gott der HERR: Ist's nicht so? Wenn mein Volk Israel sicher wohnen
> wird, dann wirst du aufbrechen.
> 
> 38:15   Und wirst kommen aus deinem Ort, vom äußersten Norden, du und viele
> Völker mit dir, alle zu Roß, ein großer Heerhaufe und eine gewaltige
> Macht,
> 
> 38:16   du wirst heraufziehen gegen mein Volk Israel wie eine Wolke, die das
> Land bedeckt. Am Ende der Zeit wird das geschehen. Ich will dich
> aber dazu über mein Land kommen lassen, daß die Heiden mich
> erkennen, wenn ich an dir, Gog, vor ihren Augen zeige, daß ich
> heilig bin.
> 
> 38:17    So spricht Gott der HERR: Du bist doch der, von dem ich vorzeiten
> geredet habe durch meine Diener, die Propheten in Israel, die in
> jener Zeit weissagten, daß ich dich über sie kommen lassen wollte?
> (17 und 18) Zef 3,8
> 
> 38:18   Und es wird geschehen zu der Zeit, wenn Gog kommen wird über das
> Land Israels, spricht Gott der HERR, wird mein Zorn in mir
> aufsteigen.
> 
> 38:19   Und ich sage in meinem Eifer und im Feuer meines Zorns: Wahrlich, zu
> der Zeit wird ein großes Erdbeben sein im Lande Israels,
> 
> 38:20   daß vor meinem Angesicht erbeben sollen die Fische im Meer, die
> Vögel unter dem Himmel, die Tiere auf dem Felde und alles, was sich
> regt und bewegt auf dem Lande, und alle Menschen, die auf der Erde
> sind. Und die Berge sollen niedergerissen werden und die Felswände
> und alle Mauern zu Boden fallen.
> 
> 38:21    Und ich will über ihn das Schwert herbeirufen auf allen meinen
> Bergen, spricht Gott der HERR, daß jeder sein Schwert gegen den
> andern erhebt.
> (21-23) Offb 20,8-9
> 
> 38:22   Und ich will ihn richten mit Pest und Blutvergießen und will
> Platzregen mit Hagel, Feuer und Schwefel über ihn und sein Heer und
> über die vielen Völker kommen lassen, die mit ihm sind.
> 
> 38:23   So will ich mich herrlich und heilig erweisen und mich zu erkennen
> geben vor vielen Heiden, daß sie erfahren, daß ich der HERR bin.
> 
>  39:1    Und du, Menschenkind, weissage gegen Gog und sprich: So spricht
> Gott der HERR: Siehe, ich will an dich, Gog, der du der Fürst bist
> von Rosch, Meschech und Tubal.
> Kap 38,2
> 
> 39:2    Siehe, ich will dich herumlenken und herbeilocken aus dem äußersten
> Norden und auf die Berge Israels bringen
> 
> 39:3    und will dir den Bogen aus deiner linken Hand schlagen und die
> Pfeile aus deiner rechten Hand.
> 
> 39:4    Auf den Bergen Israels sollst du fallen, du mit deinem ganzen Heer
> und mit den Völkern, die bei dir sind. Ich will dich den Raubvögeln,
> allem was fliegt, und den Tieren auf dem Felde zum Fraß geben.
> 
> 39:5    Du sollst auf freiem Felde fallen; denn ich habe es gesagt, spricht
> Gott der HERR.
> 
> 39:6    Und ich will Feuer werfen auf Magog und auf die Bewohner der Inseln,
> die so sicher wohnen, und sie sollen erfahren, daß ich der HERR bin.
> 
> 39:7    Und ich will meinen heiligen Namen kundmachen unter meinem Volk
> Israel und will meinen heiligen Namen nicht länger schänden lassen,
> sondern die Heiden sollen erfahren, daß ich der HERR bin, der
> Heilige in Israel.
> 
> 39:8    Siehe, es kommt und geschieht, spricht Gott der HERR; das ist der
> Tag, von dem ich geredet habe.
> 
> 39:9    Und die Bürger in den Städten Israels werden herausgehen und Feuer
> anzünden und die Waffen verbrennen, kleine und große Schilde, Bogen
> und Pfeile, Keulen und Spieße. Und sie werden sieben Jahre lang
> Feuer damit machen;
> Jes 9,4
> 
> 39:10   sie brauchen kein Holz auf dem Felde zu holen oder im Walde zu
> schlagen, sondern von den Waffen werden sie Feuer machen und werden
> die berauben, von denen sie beraubt sind, und plündern, von denen
> sie geplündert sind, spricht Gott der HERR.
> Jer 30,16
> 
> 39:11   Und zu der Zeit soll es geschehen, da will ich Gog einen Ort geben
> zum Begräbnis in Israel, nämlich das Tal der Wanderer östlich vom
> Meer, und das wird den Wanderern den Weg versperren. Dort wird man
> Gog mit seinem ganzen Heerhaufen begraben; und es soll heißen »Tal
> der Heerhaufen des Gog«.
> 
> 39:12   Und das Haus Israel wird sie sieben Monate lang begraben, damit das
> Land gereinigt werde.
> 
> 39:13   Ja, alles Volk des Landes wird an ihnen zu begraben haben; und sie
> werden Ruhm davon haben an dem Tage, an dem ich meine Herrlichkeit
> erweise, spricht Gott der HERR.
> 
> 39:14   Und sie werden Leute aussondern, die ständig im Lande umhergehen,
> die Leichen zu begraben, die noch auf dem Lande liegen, damit es
> gereinigt werde. Nach sieben Monaten sollen sie beginnen
> nachzuforschen.
> 
> 39:15   Und wenn sie im Lande umhergehen und Menschengebeine sehen, sollen
> sie ein Zeichen aufrichten, bis die Totengräber sie auch im »Tal der
> Heerhaufen des Gog« begraben.
> 
> 39:16   Auch soll eine Stadt »Stadt der Heerhaufen« heißen. So werden sie
> das Land reinigen.
> 
> 39:17   Du Menschenkind, so spricht Gott der HERR: Sage den Vögeln, allem
> was fliegt, und allen Tieren auf dem Felde: Sammelt euch und kommt
> herbei, findet euch zusammen von überall her zu meinem
> Schlachtopfer, das ich euch schlachte, einem großen Schlachtopfer
> auf den Bergen Israels, und freßt Fleisch und sauft Blut!
> Offb 19,17-18
> 
> 39:18   Fleisch der Starken sollt ihr fressen, und Blut der Fürsten auf
> Erden sollt ihr saufen, der Widder und Lämmer, der Böcke und Stiere,
> all des Mastviehs aus Baschan.
> 
> 39:19   Und ihr sollt Fett fressen, bis ihr satt werdet, und Blut saufen,
> bis ihr trunken seid von dem Schlachtopfer, das ich euch schlachte.
> 
> 39:20   Sättigt euch von Rossen und Reitern, von Starken und all den
> Kriegsleuten an meinem Tisch, spricht Gott der HERR.
> 
> 39:21   Und ich will meine Herrlichkeit unter die Heiden bringen, daß alle
> Heiden mein Gericht sehen sollen, das ich gehalten habe, und meine
> Hand, die ich an sie gelegt habe.
> 
> 39:22   Und das Haus Israel soll erfahren, daß ich, der HERR, ihr Gott bin,
> von dem Tage an und fernerhin,
> 
> 39:23   und die Heiden sollen erkennen, daß das Haus Israel um seiner
> Missetat willen weggeführt worden ist. Weil sie sich an mir
> versündigt hatten, darum habe ich mein Angesicht vor ihnen
> verborgen und habe sie übergeben in die Hände ihrer Widersacher, daß
> sie allesamt durchs Schwert fallen mußten.
> Jes 54,8
> 
> 39:24   Ich habe ihnen getan, was sie mit ihrer Unreinheit und ihren
> Übertretungen verdient haben, und habe mein Angesicht vor ihnen
> verborgen.
> 
> 39:25   Darum - so spricht Gott der HERR: Nun will ich das Geschick Jakobs
> wenden und mich des ganzen Hauses Israel erbarmen und um meinen
> heiligen Namen eifern.
> Kap 16,53-63
> 
> 39:26   Sie aber sollen ihre Schmach und alle ihre Sünde, mit der sie sich
> an mir versündigt haben, vergessen, wenn sie nun sicher in ihrem
> Lande wohnen und niemand sie schreckt
> 
> 39:27   und ich sie aus den Völkern zurückgebracht und aus den Ländern ihrer
> Feinde gesammelt und an ihnen vor den Augen vieler Heiden gezeigt
> habe, daß ich heilig bin.
> 
> 39:28   Dann werden sie erkennen, daß ich, der HERR, ihr Gott bin, der ich
> sie unter die Heiden weggeführt habe und wieder in ihr Land sammle
> und nicht einen von ihnen dort zurücklasse.
> 
> 39:29   Und ich will mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen; denn
> ich habe meinen Geist über das Haus Israel ausgegossen, spricht Gott
> der HERR.
> Kap 36,26-27; Joel 3,1
> 
>          DIE GESICHTE VON DER KÜNFTIGEN GOTTESSTADT (Kapitel 40,1 - 48,35)
> Der Beginn der Gesichte
> 
> 40:1    Im fünfundzwanzigsten Jahr unserer Gefangenschaft, im Anfang des
> Jahres, am zehnten Tag des Monats, im vierzehnten Jahr, nachdem die
> Stadt eingenommen war, eben an diesem Tag kam die Hand des HERRN
> über mich und führte mich dorthin, -
> Kap 1,3
> 
> 40:2    in göttlichen Gesichten führte er mich ins Land Israel und stellte
> mich auf einen sehr hohen Berg; darauf war etwas wie der Bau einer
> Stadt gegen Süden.
> Sach 14,10
> 
> 40:3    Und als er mich dorthin gebracht hatte, siehe, da war ein Mann, der
> war anzuschauen wie Erz. Er hatte eine leinene Schnur und eine
> Meßrute in seiner Hand und stand unter dem Tor.
> Kap 47,3; Sach 2,5; Offb 21,15
> 
> 40:4    Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, sieh her und höre fleißig zu
> und merke auf alles, was ich dir zeigen will; denn dazu bist du
> hierhergebracht, daß ich dir dies zeige, damit du alles, was du hier
> siehst, verkündigest dem Hause Israel.
> 
> Die Umfassungsmauer des Tempelbezirks
> 
> 40:5     Und siehe, es ging eine Mauer außen um das Gotteshaus ringsherum.
> Und der Mann hatte die Meßrute in der Hand; die war sechs Ellen
> lang - jede Elle war eine Handbreit länger als eine gewöhnliche
> Elle. Und er maß das Mauerwerk: es war eine Rute dick und auch
> eine Rute hoch.
> (40,5 - 42,20) 1. Kön 6,1-38
> 
> Der äußere Vorhof und seine Torbauten
> 
> 40:6    Und er ging zum Tor, das an der Ostseite lag, und ging seine Stufen
> hinauf und maß die Schwelle des Tores: eine Rute tief.
> 
> 40:7    Und jede Nische des Tores war eine Rute lang und eine Rute breit,
> und der Raum zwischen den Nischen des Tores war fünf Ellen breit.
> Und auch die Schwelle des Tores an der Vorhalle des Tores gegen den
> Tempel hin maß eine Rute.
> 
> 40:8    Und er maß die Vorhalle des Tores:
> 
> 40:9    acht Ellen; und ihre Pfeiler: zwei Ellen. Und die Vorhalle des Tores
> lag gegen den Tempel hin.
> 
> 40:10   Und die Nischen des Tores, das an der Ostseite lag, waren drei auf
> jeder Seite, jede so weit wie die andere, und die Pfeiler auf beiden
> Seiten waren gleich breit.
> 
> 40:11   Und er maß die Weite der Öffnung des Tores: zehn Ellen; und die
> Länge des Torweges: dreizehn Ellen.
> 
> 40:12   Und vorn an den Nischen war eine Schranke, auf beiden Seiten je eine
> Elle; aber die Nischen waren je sechs Ellen auf beiden Seiten.
> 
> 40:13   Dazu maß er das Tor von der Rückwand der Nischen auf der einen Seite
> bis zur Rückwand der Nischen auf der andern Seite: fünfundzwanzig
> Ellen; eine Öffnung lag der andern gegenüber.
> 
> 40:14   Und er maß die Öffnung der Vorhalle: zwanzig Ellen; und bis zum
> Pfeiler des Tores reichte der Vorhof ringsum.
> 
> 40:15   Und vom Tor, wo man von außen hineintritt, bis zur Vorhalle am
> inneren Tor waren es fünfzig Ellen.
> 
> 40:16   Und es waren Fenster mit Stäben davor an den Nischen nach innen am
> Tor auf beiden Seiten. Ebenso waren auch Fenster an der Vorhalle
> nach innen auf beiden Seiten, und an den Pfeilern waren Palmwedel
> dargestellt.
> 
> 40:17   Und er führte mich weiter zum äußeren Vorhof, und siehe, da waren
> Kammern und ein Pflaster rings um den Vorhof angelegt. Dreißig
> Kammern lagen an dem Pflaster.
> 
> 40:18   Und das Pflaster lief auch zur Seite der Tore, die ganze Seitenwand
> der Tore entlang; das war das untere Pflaster.
> 
> 40:19   Und er maß die Breite des Vorhofs von dem unteren Tor an bis außen
> vor den inneren Vorhof: hundert Ellen. Das war der Osten. Und nun
> der Norden!
> 
> 40:20   Er maß auch das Tor am äußeren Vorhof, das an der Nordseite lag,
> nach der Länge und Breite.
> 
> 40:21   Das hatte auf jeder Seite drei Nischen, und seine Pfeiler und seine
> Vorhalle waren ebenso groß wie am ersten Tor: fünfzig Ellen lang und
> fünfundzwanzig Ellen breit.
> 
> 40:22   Und seine Fenster und seine Vorhalle und seine Palmwedel waren
> gleich wie am Tor an der Ostseite; und es hatte sieben Stufen, die
> man hinaufging, und hatte seine Vorhalle auf der Innenseite.
> 
> 40:23   Und ein Tor zum inneren Vorhof lag gegenüber diesem Tor, das an der
> Nordseite lag, wie bei dem Tor an der Ostseite; und er maß hundert
> Ellen von einem Tor zum andern.
> 
> 40:24   Danach führte er mich nach Süden, und siehe, da war auch ein Tor an
> der Südseite, und er maß seine Pfeiler und seine Vorhalle; sie waren
> gleich den andern.
> 
> 40:25   Und es waren Fenster an ihm und an seiner Vorhalle ringsherum gleich
> jenen Fenstern, und es war fünfzig Ellen lang und fünfundzwanzig
> Ellen breit.
> 
> 40:26   Und sieben Stufen führten hinauf, und es hatte eine Vorhalle auf der
> Innenseite, und Palmwedel waren an ihren Pfeilern dargestellt auf
> jeder Seite.
> 
> 40:27   Und es gab auch ein Tor zum inneren Vorhof an der Südseite; und er
> maß hundert Ellen von dem einen Südtor zum andern.
> 
> Der innere Vorhof und seine Torbauten
> 
> 40:28   Und er führte mich weiter durchs Südtor in den inneren Vorhof und
> maß dieses Tor: es war gleich groß wie die andern
> 
> 40:29   mit seinen Nischen, seinen Pfeilern und seiner Vorhalle in gleicher
> Größe und mit Fenstern an ihm und an der Vorhalle ringsherum: es war
> fünfzig Ellen lang und fünfundzwanzig Ellen breit.
> 
> 40:30   Und es gab eine Vorhalle ringsherum: fünfundzwanzig Ellen lang und
> fünf Ellen breit.
> 
> 40:31   Und die Vorhalle lag gegen den äußeren Vorhof hin, und Palmwedel
> waren an ihren Pfeilern dargestellt; es waren aber acht Stufen
> hinaufzugehen.
> 
> 40:32   Danach führte er mich in den inneren Vorhof auf die Ostseite und maß
> das Tor: es war gleich groß wie die andern
> 
> 40:33   mit seinen Nischen, seinen Pfeilern und seiner Vorhalle in gleicher
> Größe und mit Fenstern an ihm und an der Vorhalle ringsherum: es war
> fünfzig Ellen lang und fünfundzwanzig Ellen breit.
> 
> 40:34   Und seine Vorhalle lag gegen den äußeren Vorhof hin, und Palmwedel
> waren an ihren Pfeilern dargestellt auf beiden Seiten, und acht
> Stufen waren hinaufzugehen.
> 
> 40:35   Danach führte er mich zum Nordtor und maß es: es war gleich groß wie
> die andern
> 
> 40:36   mit seinen Nischen, seinen Pfeilern und seiner Vorhalle und den
> Fenstern an ihm ringsherum: es war fünfzig Ellen lang und
> fünfundzwanzig Ellen breit.
> 
> 40:37   Und seine Vorhalle lag gegen den äußeren Vorhof hin, und Palmwedel
> waren an ihren Pfeilern dargestellt auf beiden Seiten, und acht
> Stufen waren hinaufzugehen.
> 
> Die Tische für die Opfer und die Kammern für die Priester
> 
> 40:38   Und am Tor - gegen Osten - war eine Kammer, und ihr Eingang war bei
> der Vorhalle des Tores; dort wäscht man die Brandopfer.
> 
> 40:39   Und in der Vorhalle des Tores standen auf beiden Seiten zwei Tische,
> auf denen man die Brandopfer, Sündopfer und Schuldopfer schlachtet.
> 
> 40:40   Und außen, an der Seite, für den, der zum Tor hinaufgeht, nach
> Norden hin, standen zwei Tische und an der andern Seite der Vorhalle
> des Tores auch zwei Tische.
> 
> 40:41   So standen auf jeder Seite des Tores vier Tische; das sind zusammen
> acht Tische, auf denen man schlachtet.
> 
> 40:42   Und vier Tische zum Brandopfer waren aus gehauenen Steinen, je
> anderthalb Ellen lang und breit und eine Elle hoch; darauf legt man
> die Geräte, mit denen man Brandopfer und Schlachtopfer schlachtet.
> 
> 40:43   Und Gabelhaken, eine Hand breit, waren am Gebäude fest angebracht an
> beiden Seiten, und über den Tischen waren Dächer, um das
> Opferfleisch gegen Regen und Hitze zu schützen.
> 
> 40:44   Und außen vor dem inneren Tor waren zwei Kammern im inneren Vorhof:
> die eine an der Seite neben dem Nordtor, die schaute nach Süden; die
> andere an der Seite neben dem Südtor, die schaute nach Norden.
> 
> 40:45   Und er sprach zu mir: Die Kammer, die nach Süden schaut, gehört den
> Priestern, die im Hause Dienst tun;
> 
> 40:46   aber die Kammer, die nach Norden schaut, gehört den Priestern, die
> am Altar dienen. Dies sind die Söhne Zadok, die als einzige unter
> den Söhnen Levi vor den HERRN treten dürfen, um ihm zu dienen.
> Kap 43,19; 44,15; 48,11; 1. Kön 1,8; 1,39; 1. Chr 5,34-41
> 
> 40:47   Und er maß den Vorhof: hundert Ellen lang und hundert Ellen breit im
> Geviert; und der Altar stand vor dem Tempel.
> Kap 43,13
> 
> Der Tempel und seine Nebengebäude
> 
> 40:48   Und er führte mich hinein zur Vorhalle des Tempels und maß die
> Pfeiler der Vorhalle: fünf Ellen auf jeder Seite; und das Tor:
> vierzehn Ellen; und die Wände zu beiden Seiten an der Tür: drei
> Ellen auf jeder Seite.
> 
> 40:49   Aber die Vorhalle war zwanzig Ellen breit und zwölf Ellen tief und
> hatte zehn Stufen, die man hinaufging, und Säulen standen an den
> Pfeilern, auf jeder Seite eine.
> 1. Kön 7,21
> 
>  41:1    Und er führte mich hinein in die Tempelhalle und maß die Pfeiler;
> die waren auf jeder Seite sechs Ellen breit, so weit das Heiligtum
> war.
> 
> 41:2    Und die Tür war zehn Ellen weit, aber die Wände zu beiden Seiten an
> der Tür waren je fünf Ellen breit. Und er maß den Raum der
> Tempelhalle: vierzig Ellen tief und zwanzig Ellen breit.
> 
> 41:3    Dann ging er in den innersten Raum und maß die Pfeiler der Tür: zwei
> Ellen; und die Tür: sechs Ellen; und die Breite zu beiden Seiten an
> der Tür: je sieben Ellen.
> 
> 41:4    Und er maß: zwanzig Ellen tief und, wie die Tempelhalle, zwanzig
> Ellen breit. Und er sprach zu mir: Dies ist das Allerheiligste.
> 
> 41:5    Und er maß die Wand des Tempelhauses: sechs Ellen dick. Und die
> Tiefe des Anbaus betrug vier Ellen, rings um das Haus herum.
> 
> 41:6    Und Seitenräume gab es, Stockwerk auf Stockwerk, dreimal dreißig,
> und sie schlossen sich an die Wand des Hauses so an, daß die
> Seitenräume ringsherum liefen und in sich Halt hatten; aber sie
> hatten keinen Halt in der Wand des Hauses.
> 
> 41:7    Und der Umgang wurde breiter von Stockwerk zu Stockwerk für die
> Seitenräume, denn der Umgang des Hauses lief in jedem Stockwerk
> rings um das Haus herum; deshalb nahm die Breite am Haus nach oben
> hin zu, und man stieg von dem unteren Stockwerk auf zum mittleren
> und oberen.
> 
> 41:8    Und ich sah am Hause ein erhöhtes Pflaster ringsherum, den Unterbau
> für die Seitenräume, eine volle Rute, sechs Ellen hoch.
> 
> 41:9     Und die Dicke der Wand außen am Anbau betrug fünf Ellen, und der
> Raum, der frei blieb, zwischen den Seitenräumen am Hause
> (9 und 10) Kap 42,1-3
> 
> 41:10   und den Kammern betrug zwanzig Ellen rings um das Haus herum.
> 
> 41:11   Und es gingen zwei Türen vom Anbau auf den frei gelassenen Raum hin,
> eine nach Norden, die andere nach Süden, und die Breite der frei
> gelassenen Fläche auf dem Unterbau betrug fünf Ellen auf jeder
> Seite.
> 
> 41:12   Und das Gebäude am Hofraum nach Westen hin war siebzig Ellen tief,
> und die Mauer des Gebäudes war auf allen Seiten fünf Ellen dick, und
> es war neunzig Ellen breit.
> 
> 41:13   Und er maß die Länge des Tempels: hundert Ellen; und der Hofraum mit
> jenem Gebäude und seinen Mauern war auch hundert Ellen lang.
> 
> 41:14   Und die Breite der Vorderseite des Tempels und der Hofraum an seiner
> Ostseite ergaben zusammen auch hundert Ellen.
> 
> 41:15   Und er maß die Länge des Gebäudes, das am Ende des Hofraums liegt,
> und seine Mauern auf beiden Seiten: hundert Ellen. Und die
> Tempelhalle und das Innerste und die Vorhalle draußen
> 
> 41:16   waren getäfelt, und alle drei hatten sie Fenster mit Stäben und
> einen Absatz am Dach ringsherum; und es war Tafelwerk an allen
> Seiten ringsherum. Und das Licht kam durch die Fenster; aber die
> Fenster waren verhängt.
> 
> 41:17   Bis oberhalb der Tür und bis zum Allerheiligsten, draußen und auf
> der ganzen Wand ringsherum, im Inneren und draußen waren
> Schnitzereien;
> 
> 41:18   da waren Cherubim und Palmwedel dargestellt, je eine Palme zwischen
> zwei Cherubim, und jeder Cherub hatte zwei Angesichter.
> 
> 41:19   Zur einen Palme wendete er ein Menschengesicht, zur andern Palme ein
> Löwengesicht; die Darstellungen liefen rings um das ganze Haus.
> 
> 41:20   Vom Boden an bis oberhalb der Tür waren Cherubim und Palmwedel an
> der Wand geschnitzt.
> 
> 41:21    Und die Türpfosten im Tempel waren viereckig. Und vor dem
> Allerheiligsten stand etwas, das aussah
> (21 und 22) 2. Mose 25,23-30; 40,22-23
> 
> 41:22   wie ein Altar aus Holz; der war drei Ellen hoch und zwei Ellen lang
> und breit und hatte Ecken, und sein Fuß und seine Wände waren aus
> Holz. Und er sprach zu mir: Das ist der Tisch, der vor dem HERRN
> steht.
> 
> 41:23   Und die Tempelhalle und das Allerheiligste hatten je zwei Türflügel;
> 
> 41:24   zwei Türflügel hatten die Türen, beide Türflügel konnten sich
> drehen, jede Tür hatte zwei Türflügel.
> 
> 41:25   Und auch an den Türflügeln der Tempelhalle waren Cherubim und
> Palmwedel dargestellt wie an den Wänden. Und ein Gitter aus Holz war
> außen vor der Vorhalle.
> 
> 41:26   Und Fenster mit Stäben und Palmwedel waren auf beiden Seiten an den
> Wänden der Vorhalle.
> 
>  42:1     Und er führte mich hinaus zum äußeren Vorhof nach Norden und
> brachte mich zu den Kammern, die gegenüber dem Hofraum und gegenüber
> jenem Gebäude an der Nordseite lagen,
> (1-3) Kap 40,17; 41,9-10; 41,13
> 
> 42:2    die Länge hundert Ellen, an der Nordseite, und die Breite fünfzig
> Ellen.
> 
> 42:3    Zwischen den zwanzig Ellen des inneren Vorhofs und dem Pflaster im
> äußeren Vorhof war Absatz an Absatz, dreimal.
> 
> 42:4    Und ins Innere führte vor den Kammern ein Gang, zehn Ellen breit und
> hundert Ellen lang, und ihre Türen lagen nach Norden.
> 
> 42:5    Und die oberen Kammern des Baues waren kürzer als seine unteren und
> mittleren Kammern; denn die Absätze nahmen Raum von ihnen weg.
> 
> 42:6    Denn sie waren drei Stockwerke hoch und hatten keine Säulen, wie die
> Vorhöfe Säulen hatten. Darum waren die oberen Kammern gegenüber den
> unteren und mittleren verkürzt vom Boden an.
> 
> 42:7    Und außen vor den Kammern nach dem äußeren Vorhof hin lief eine
> Mauer an den Kammern entlang, fünfzig Ellen lang.
> 
> 42:8    Denn die Länge der Kammern nach dem äußeren Vorhof zu betrug fünfzig
> Ellen, aber am Tempel entlang waren es hundert Ellen.
> 
> 42:9    Und unten an diesen Kammern war der Zugang von Osten her, wenn man
> vom äußeren Vorhof her zu ihnen hineinging,
> 
> 42:10   am Anfang der äußeren Mauer. In der Richtung nach Süden lagen auch
> Kammern dem Hofraum und jenem Gebäude gegenüber.
> 
> 42:11   Und ein Gang lief vor ihnen hin ganz wie vor jenen Kammern an der
> Nordseite; ihre Länge und ihre Breite, ihre Ausgänge und ihre
> Einrichtungen und ihre Türen waren gleich.
> 
> 42:12   Und wie die Türen der Kammern nach Süden lagen, so war auch eine Tür
> am Anfang des Ganges, nämlich des Ganges am Bau entlang, wenn man
> von Osten her kommt.
> 
> 42:13   Und er sprach zu mir: Die Kammern im Norden und die Kammern im Süden
> gegenüber dem Hofraum, das sind die heiligen Kammern, in denen die
> Priester, die zum HERRN nahen, die hochheiligen Opfer essen. Dort
> legen sie die hochheiligen Opfer nieder, die Speisopfer, die
> Sündopfer und die Schuldopfer; denn die Stätte ist heilig.
> 
> 42:14   Und wenn die Priester in das Heiligtum hineingehen, dürfen sie von
> dort nicht wieder in den äußeren Vorhof gehen, sondern sollen zuvor
> in den Kammern ihre Kleider ablegen, in denen sie Dienst getan
> haben, denn die sind heilig; und sie sollen ihre andern Kleider
> anlegen und dann hinausgehen unter das Volk.
> Kap 44,19
> 
> Der Umfang des Tempelbezirks
> 
> 42:15   Und als er den Tempel im Inneren ganz ausgemessen hatte, führte er
> mich hinaus zum Osttor und maß den ganzen Umfang des Tempels.
> 
> 42:16   Er maß die Ostseite mit der Meßrute: fünfhundert Ruten;
> 
> 42:17   und die Nordseite maß er auch: fünfhundert Ruten;
> 
> 42:18   desgleichen die Südseite auch: fünfhundert Ruten.
> 
> 42:19   Und er wandte sich zur Westseite und maß auch fünfhundert Ruten.
> 
> 42:20   Nach allen vier Windrichtungen maß er. Und es war eine Mauer
> ringsherum, fünfhundert Ruten im Geviert, damit das Heilige von dem
> Unheiligen geschieden sei.
> 
>          Der Einzug der Herrlichkeit des HERRN in den Tempel
> 
> 43:1    Und er führte mich wieder zum Tor im Osten.
> 
> 43:2    Und siehe, die Herrlichkeit des Gottes Israels kam von Osten und
> brauste, wie ein großes Wasser braust, und es ward sehr licht auf
> der Erde von seiner Herrlichkeit.
> Kap 1,28
> 
> 43:3    Und es war ganz so wie das Gesicht, das ich geschaut hatte, als der
> Herr kam, um die Stadt zu zerstören, und wie das Gesicht, das ich
> gesehen hatte am Fluß Kebar. Da fiel ich nieder auf mein Angesicht.
> Kap 8,1 - 11,24;  Kap 1,1-28
> 
> 43:4    Und die Herrlichkeit des HERRN kam hinein ins Tempelhaus durch das
> Tor, das nach Osten liegt.
> Kap 10,19
> 
> 43:5    Da hob mich der Geist auf und brachte mich in den inneren Vorhof;
> und siehe, die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus.
> Kap 1,28; 2. Mose 40,34; 1. Kön 8,10-11
> 
> 43:6    Und ich hörte einen mit mir reden vom Hause heraus, während der Mann
> neben mir stand.
> 
> 43:7    Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, das ist der Ort meines
> Thrones und die Stätte meiner Fußsohlen; hier will ich für immer
> wohnen unter den Israeliten. Und das Haus Israel soll nicht mehr
> meinen heiligen Namen entweihen, weder sie noch ihre Könige, durch
> ihren Götzendienst und durch die Leichen ihrer Könige, wenn sie
> sterben;
> Ps 132,7-8
> 
> 43:8    denn sie haben ihre Schwelle an meine Schwelle und ihre Pfosten
> neben meine Pfosten gesetzt, so daß nur eine Wand zwischen mir und
> ihnen war, und haben so meinen heiligen Namen entweiht durch die
> Greuel, die sie taten; darum habe ich sie auch in meinem Zorn
> vertilgt.
> Kap 8,7-18
> 
> 43:9    Nun aber sollen sie ihren Götzendienst und die Leichen ihrer Könige
> weit von mir wegtun, und ich will für immer unter ihnen wohnen.
> 
> 43:10   Und du, Menschenkind, beschreibe dem Haus Israel den Tempel, sein
> Aussehen und seinen Plan, damit sie sich schämen ihrer Missetaten.
> Kap 36,32
> 
> 43:11   Und wenn sie sich all dessen schämen, was sie getan haben, so zeige
> ihnen Plan und Gestalt des Tempels und seine Ausgänge und Eingänge
> und seinen ganzen Plan und alle seine Ordnungen und alle seine
> Gesetze. Schreibe sie vor ihren Augen auf, damit sie auf seinen
> ganzen Plan und alle seine Ordnungen achthaben und danach tun.
> 
> 43:12   Das soll aber das Gesetz des Tempels sein: auf der Höhe des Berges
> soll sein ganzes Gebiet ringsum hochheilig sein. Siehe, das ist das
> Gesetz des Tempels.
> 
> Der Altar und seine Weihe
> 
> 43:13    Das sind aber die Maße des Altars, gemessen nach Ellen, die eine
> Handbreit länger sind als die gewöhnliche Elle: sein Sockel ist eine
> Elle hoch und eine Elle breit, und die Leiste an seinem Rand ist
> eine Spanne hoch ringsherum. Und das ist die Höhe des Altars:
> (13-17) Kap 40,47; 2. Mose 27,1-8
> 
> 43:14   von dem Sockel auf der Erde bis an den unteren Absatz sind es zwei
> Ellen in der Höhe und eine Elle in der Breite, und von dem
> niedrigeren Absatz bis zu dem höheren Absatz sind es vier Ellen in
> der Höhe und eine Elle in der Breite;
> 
> 43:15   und der Opferherd ist vier Ellen hoch, und auf dem Opferherd stehen
> nach oben vier Hörner.
> 
> 43:16   Und der Opferherd ist zwölf Ellen lang und zwölf Ellen breit im
> Geviert.
> 
> 43:17   Und der obere Absatz ist vierzehn Ellen lang und vierzehn Ellen
> breit im Geviert, und eine Leiste geht ringsherum, eine halbe Elle
> hoch; und sein Sockel ist eine Elle hoch, und seine Stufen liegen
> nach Osten hin.
> 
> 43:18   Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, so spricht Gott der HERR:
> Dies sollen die Ordnungen für den Altar sein an dem Tage, an dem er
> gebaut ist, um Brandopfer auf ihm zu opfern und Blut an ihn zu
> sprengen.
> 
> 43:19    Da sollst du den levitischen Priestern aus dem Geschlecht Zadoks,
> die vor mich treten, um mir zu dienen, spricht Gott der HERR, einen
> jungen Stier zum Sündopfer geben.
> (19-21) Kap 40,46; 3. Mose 4,1-12
> 
> 43:20   Und von seinem Blut sollst du nehmen und damit die vier Hörner
> besprengen und die vier Ecken des Absatzes und die Leiste, die
> ringsherum geht; damit sollst du ihn entsündigen und Sühne für ihn
> schaffen.
> 
> 43:21   Und du sollst den Stier des Sündopfers nehmen und ihn verbrennen auf
> dem Platz am Tempel, wo man die Opfertiere mustert, außerhalb des
> Heiligtums.
> 
> 43:22   Aber am nächsten Tag sollst du einen Ziegenbock opfern, der ohne
> Fehler ist, als Sündopfer und den Altar damit entsündigen, wie er
> mit dem Stier entsündigt ist.
> 
> 43:23   Nachdem du den Altar entsündigt hast, sollst du einen jungen Stier
> opfern, der ohne Fehler ist, und einen Widder von der Herde ohne
> Fehler
> 
> 43:24   und sollst sie beide vor dem HERRN opfern, und die Priester sollen
> Salz auf sie streuen und sollen sie so dem HERRN opfern als
> Brandopfer.
> 
> 43:25   So sollst du sieben Tage lang täglich einen Bock als Sündopfer
> opfern, und sie sollen einen jungen Stier und einen Widder von der
> Herde, die beide ohne Fehler sind, opfern.
> 
> 43:26   So sollen sie sieben Tage lang für den Altar Sühne schaffen und ihn
> reinigen und ihre Hände füllen.
> 
> 43:27   Und nach diesen Tagen sollen die Priester am achten Tag und danach
> immer wieder auf dem Altar opfern eure Brandopfer und eure
> Dankopfer, so will ich euch gnädig sein, spricht Gott der HERR.
> 
>          Das verschlossene Osttor
> 
> 44:1     Und er führte mich wieder zu dem äußeren Tor des Heiligtums im
> Osten; es war aber zugeschlossen.
> (1 und 2) Kap 43,4
> 
> 44:2    Und der HERR sprach zu mir: Dies Tor soll zugeschlossen bleiben und
> nicht aufgetan werden, und niemand soll dort hineingehen. Denn der
> HERR, der Gott Israels, ist dort eingezogen; darum soll es
> zugeschlossen bleiben.
> 
> 44:3    Nur der Fürst darf sich, weil er der Fürst ist, dort niederlassen
> und das Opfermahl essen vor dem HERRN. Durch die Vorhalle des Tores
> soll er hineingehen und durch sie wieder herausgehen.
> Kap 46,2
> 
> Weisungen für den Dienst im Tempel
> 
> 44:4    Danach führte er mich zum Tor im Norden vor das Haus des HERRN. Und
> ich sah, und siehe, das Haus war erfüllt von der Herrlichkeit des
> HERRN, und ich fiel auf mein Angesicht.
> 
> 44:5    Und der HERR sprach zu mir: Du Menschenkind, gib acht und sieh mit
> deinen Augen und höre mit deinen Ohren alles, was ich dir sagen will
> von allen Ordnungen und Gesetzen im Haus des HERRN, und gib acht,
> wie man es halten soll mit dem Zutritt zum Heiligtum an allen
> Eingängen.
> 
> 44:6    Und sage dem Haus des Widerspruchs, dem Hause Israel: So spricht
> Gott der HERR: Laßt's genug sein, ihr vom Hause Israel, mit allen
> euren Greueltaten!
> 
> 44:7    Denn ihr habt fremde Leute mit unbeschnittenem Herzen und
> unbeschnittenem Fleisch in mein Heiligtum hineingelassen und so mein
> Haus entheiligt, als ihr mir Brot, Fett und Blut opfertet; so habt
> ihr meinen Bund gebrochen mit allen euren Greueltaten;
> Jes 52,1; Jer 9,25
> 
> 44:8    ihr habt nicht selbst den Dienst in meinem Heiligtum getan, sondern
> habt sie bestellt, um für euch den Dienst in meinem Heiligtum zu
> tun.
> 
> 44:9    Darum spricht Gott der HERR: Es soll kein Fremder mit
> unbeschnittenem Herzen und unbeschnittenem Fleisch in mein Heiligtum
> kommen von allen Fremdlingen, die unter den Israeliten leben,
> 
> 44:10   sondern die Leviten, die von mir abgewichen sind, als Israel von mir
> abfiel und irreging, ihren Götzen nach, die sollen ihre Sünde tragen
> 
> 44:11   und sollen in meinem Heiligtum Dienst tun als Hüter an den Türen des
> Hauses und als Diener des Hauses. Sie sollen das Brandopfer und das
> Schlachtopfer für das Volk schlachten und sollen vor ihnen stehen
> und ihnen dienen.
> 
> 44:12   Weil sie ihnen gedient haben vor ihren Götzen und dem Hause Israel
> einen Anlaß zur Sünde gegeben haben, darum habe ich meine Hand gegen
> sie erhoben, spricht Gott der HERR, daß sie ihre Sünde tragen
> müssen.
> 
> 44:13   Und sie sollen nicht zu mir nahen, um mir Priesterdienst zu tun, und
> sollen zu dem, was mir heilig ist, und an die hochheiligen Opfer
> nicht kommen, sondern sollen ihre Schande tragen für ihre Greuel,
> die sie getan haben.
> 
> 44:14   Darum habe ich sie bestellt, den Dienst an meinem Hause zu tun bei
> aller Arbeit und bei allem, was dort zu tun ist.
> 
> 44:15   Aber die levitischen Priester, die Söhne Zadok, die den Dienst an
> meinem Heiligtum getan haben, als die Israeliten von mir abfielen,
> die sollen vor mich treten, um mir zu dienen, und vor mir stehen, um
> mir Fett und Blut zu opfern, spricht Gott der HERR.
> Kap 40,46
> 
> 44:16   Sie sollen hineingehen in mein Heiligtum und vor meinen Tisch
> treten, um mir zu dienen, und sollen meinen Dienst tun.
> 
> 44:17   Und wenn sie durch die Tore des inneren Vorhofs gehen wollen, sollen
> sie leinene Kleider anziehen und nichts Wollenes anhaben, solange
> sie in den Toren des inneren Vorhofs und im Hause Dienst tun.
> 3. Mose 16,4
> 
> 44:18   Und sie sollen einen leinenen Kopfbund auf ihrem Haupt haben und
> leinene Beinkleider um ihre Lenden und sollen sich nicht mit Zeug
> gürten, das Schweiß wirkt.
> 
> 44:19   Und wenn sie in den äußeren Vorhof zum Volk herausgehen, sollen sie
> die Kleider, in denen sie Dienst getan haben, ausziehen und in die
> Kammern des Heiligtums legen und andere Kleider anziehen, damit sie
> das Volk nicht durch ihre Kleider mit dem Heiligen in Berührung
> bringen.
> Kap 42,14
> 
> Ordnungen für die Priester
> 
> 44:20    Ihr Haupt sollen sie nicht kahlscheren und auch nicht die Haare
> frei wachsen lassen, sondern sie sollen die Haare ringsherum
> abschneiden.
> 3. Mose 19,27
> 
> 44:21   Und die Priester sollen keinen Wein trinken, wenn sie in den
> inneren Vorhof gehen sollen.
> 3. Mose 10,9
> 
> 44:22   Und sie sollen keine Witwe oder Verstoßene zur Frau nehmen, sondern
> eine Jungfrau vom Hause Israel oder die Witwe eines Priesters.
> 3. Mose 21,13-14
> 
> 44:23   Und sie sollen mein Volk lehren, daß es zu unterscheiden wisse
> zwischen Heiligem und Unheiligem und zwischen Reinem und Unreinem.
> Kap 22,26; 3. Mose 10,10
> 
> 44:24   Und wenn eine Streitsache vor sie kommt, sollen sie Richter sein
> und nach meinem Recht das Urteil sprechen und sollen bei allen
> meinen Festen meine Gebote und Ordnungen halten und meine Sabbate
> heiligen.
> 5. Mose 17,8-9
> 
> 44:25   Und sie sollen zu keinem Toten gehen und sich unrein machen, nur
> zu Vater und Mutter, Sohn oder Tochter, Bruder oder einer Schwester,
> die noch keinen Mann gehabt hat; an ihnen dürfen sie sich unrein
> machen.
> 4. Mose 19,11;  3. Mose 21,1-4
> 
> 44:26   Und nach seiner Reinigung soll man ihm zuzählen sieben Tage.
> 
> 44:27   Und wenn er wieder hinein zum Heiligtum geht in den inneren Vorhof,
> um im Heiligtum Dienst zu tun, soll er sein Sündopfer opfern,
> spricht Gott der HERR.
> 
> 44:28   Und Erbbesitz sollen sie nicht haben; denn ich bin ihr Erbbesitz.
> Auch sollt ihr ihnen kein Eigentum an Land geben in Israel; denn ich
> bin ihr Eigentum.
> 4. Mose 18,20
> 
> 44:29   Sie sollen ihre Nahrung haben vom Speisopfer, Sündopfer und
> Schuldopfer, und alles dem Bann Verfallene in Israel soll ihnen
> gehören.
> 4. Mose 18,14
> 
> 44:30   Und das Beste von allen ersten Früchten und die Abgaben von allem,
> wovon ihr Abgaben leistet, sollen den Priestern gehören. Ihr sollt
> den Priestern auch die Erstlinge eures Teiges geben, damit Segen
> auf deinem Hause ruhe.
> 2. Mose 25,2;  4. Mose 15,20; Neh 10,38
> 
> 44:31   Was aber verendet oder zerrissen ist, es seien Vögel oder andere
> Tiere, das sollen die Priester nicht essen.
> 3. Mose 22,8
> 
>          Die Landabgabe für den heiligen Bezirk;
> die Landanteile der Stadt und des Fürsten
> 
> 45:1    Wenn ihr nun das Land durchs Los austeilt, sollt ihr eine Abgabe vom
> Land absondern, die dem HERRN heilig sein soll,
> fünfundzwanzigtausend Ellen lang und zwanzigtausend breit; dieser
> Raum soll heilig sein, soweit er reicht.
> 
> 45:2    Von ihm sollen auf das Heiligtum kommen je fünfhundert Ellen im
> Geviert und dazu ein freier Raum ringsherum von fünfzig Ellen.
> 
> 45:3    Und auf diesem abgemessenen Raum sollst du abmessen eine Länge von
> fünfundzwanzigtausend Ellen und eine Breite von zehntausend; und
> darin soll das Heiligtum stehen, das Allerheiligste.
> 
> 45:4    Das soll ein heiliges Gebiet im Lande sein und den Priestern
> gehören, die im Heiligtum dienen und vor den HERRN treten, um ihm zu
> dienen, damit sie Raum für ihre Häuser haben, und es soll heilig
> sein.
> 
> 45:5    Aber die Leviten, die am Tempel Dienst tun, sollen auch einen Raum
> fünfundzwanzigtausend Ellen lang und zehntausend breit als ihr
> Eigentum bekommen, damit sie da wohnen.
> 
> 45:6    Und der Stadt sollt ihr als Eigentum zuweisen einen Raum von
> fünftausend Ellen Breite und fünfundzwanzigtausend Ellen Länge,
> entlang der Abgabe für das Heiligtum. Das soll dem ganzen Hause
> Israel gehören.
> Kap 48,15-20
> 
> 45:7     Dem Fürsten aber sollt ihr auch einen Raum geben zu beiden Seiten
> der Abgabe für das Heiligtum und des Eigentums der Stadt, neben der
> Abgabe für das Heiligtum und dem Eigentum der Stadt, im Westen
> westwärts und im Osten ostwärts, und es soll die Länge einem der
> Stammesgebiete entsprechen von der Grenze im Westen bis zur Grenze
> im Osten
> Kap 48,21-22
> 
> 45:8    des Landes. Das soll sein Eigentum sein in Israel, damit meine
> Fürsten nicht mehr meinem Volk das Seine nehmen, sondern das Land
> dem Hause Israel für seine Stämme lassen.
> Kap 46,18
> 
> Mahnung an die Fürsten
> 
> 45:9    So spricht Gott der HERR: Ihr habt's lange genug schlimm getrieben,
> ihr Fürsten Israels; laßt ab von Frevel und Gewalttat und tut, was
> recht und gut ist, und hört auf, Leute in meinem Volk von Haus und
> Hof zu vertreiben, spricht Gott der HERR.
> 1. Kön 12,4; 12,11; 21,1-29; Jer 21,11-12; Mi 3,1-3
> 
> 45:10   Ihr sollt rechtes Gewicht und rechten Scheffel und rechtes Maß
> haben.
> 3. Mose 19,36; 5. Mose 25,15
> 
> 45:11   Ein Scheffel und ein Eimer sollen gleich sein, so daß ein Eimer den
> zehnten Teil von einem Faß hat und ein Scheffel auch den zehnten
> Teil von einem Faß; nach dem Faß soll man sie beide messen.
> 
> 45:12   Und ein Lot soll zwanzig Gramm haben und ein Pfund fünfzig Lot.
> 
> Die Aufgaben des Fürsten im Opferdienst
> 
> 45:13   Das soll nun die Abgabe sein, die ihr leisten sollt, nämlich den
> sechsten Teil eines Scheffels von einem Faß Weizen und den sechsten
> Teil eines Scheffels von einem Faß Gerste.
> 
> 45:14   Und vom Öl sollt ihr geben je den zehnten Teil eines Eimers von
> einem Faß, das zehn Eimer oder zehn Scheffel faßt; denn zehn Eimer
> sind zehn Scheffel;
> 
> 45:15   und je ein Lamm von zweihundert Schafen von den Herden Israels zum
> Speisopfer und Brandopfer und Dankopfer, um für sie Sühne zu
> schaffen, spricht Gott der HERR.
> 
> 45:16   Alles Volk des Landes soll diese Abgaben zum Fürsten in Israel
> bringen.
> 
> 45:17   Und der Fürst soll die Brandopfer, Speisopfer und Trankopfer
> ausrichten an den Festen, Neumonden und Sabbaten und an allen
> Feiertagen des Hauses Israel. Er soll die Sündopfer und Speisopfer,
> Brandopfer und Dankopfer darbringen, um Sühne zu schaffen für das
> Haus Israel.
> 2. Sam 6,17-18
> 
> 45:18   So spricht Gott der HERR: Am ersten Tag des ersten Monats sollst du
> nehmen einen jungen Stier, der ohne Fehler ist, und das Heiligtum
> entsündigen.
> 
> 45:19   Und der Priester soll von dem Blut des Sündopfers nehmen und die
> Pfosten am Tempel damit besprengen und die vier Ecken des Absatzes
> am Altar samt den Pfosten am Tor des inneren Vorhofs.
> 
> 45:20   So sollst du auch tun am ersten Tag des siebenten Monats wegen
> derer, die sich verfehlt haben aus Versehen oder Unwissenheit;
> damit entsühnt ihr den Tempel.
> 3. Mose 4,22; 5,17-18
> 
> 45:21   Am vierzehnten Tag des ersten Monats sollt ihr das Passa halten und
> sieben Tage feiern und ungesäuertes Brot essen.
> 3. Mose 23,5
> 
> 45:22   An diesem Tag soll der Fürst für sich und für alles Volk des Landes
> einen Stier zum Sündopfer opfern.
> 
> 45:23   Und an den sieben Tagen des Festes soll er dem HERRN täglich ein
> Brandopfer darbringen, je sieben Stiere und sieben Widder, die ohne
> Fehler sind, und je einen Ziegenbock zum Sündopfer.
> 4. Mose 28,17-25
> 
> 45:24   Zum Speisopfer aber soll er je einen Scheffel zu einem Stier und
> einen Scheffel zu einem Widder opfern und je eine Kanne Öl zu einem
> Scheffel.
> Kap 46,5; 4. Mose 15,4-12
> 
> 45:25   Vom fünfzehnten Tag des siebenten Monats an soll er sieben Tage
> nacheinander feiern wie jene sieben Tage und es ebenso halten mit
> Sündopfer, Brandopfer, Speisopfer samt dem Öl.
> 3. Mose 23,34
> 
>  46:1    So spricht Gott der HERR: Das Tor am inneren Vorhof im Osten soll an
> den sechs Werktagen zugeschlossen sein, aber am Sabbattag und am
> Neumond soll man's auftun.
> 
> 46:2    Und der Fürst soll von draußen unter die Vorhalle des Tores treten
> und bei den Pfosten am Tor stehenbleiben. Und die Priester sollen
> sein Brandopfer und Dankopfer opfern, er aber soll auf der Schwelle
> des Tores anbeten und danach wieder hinausgehen; das Tor aber soll
> offen bleiben bis zum Abend.
> Kap 44,3
> 
> 46:3    Ebenso soll das Volk des Landes an der Tür dieses Tores anbeten vor
> dem HERRN an den Sabbaten und Neumonden.
> 
> 46:4    Das Brandopfer aber, das der Fürst dem HERRN opfern soll am
> Sabbattag, sollen sechs Lämmer sein, die ohne Fehler sind, und ein
> Widder ohne Fehler
> 4. Mose 28,9-10
> 
> 46:5    und als Speisopfer einen Scheffel zu jedem Widder, als Speisopfer
> zu den Lämmern aber, soviel seine Hand gibt, und je eine Kanne Öl zu
> einem Scheffel.
> Kap 45,24
> 
> 46:6    Am Neumond aber soll er einen jungen Stier opfern, der ohne Fehler
> ist, und sechs Lämmer und einen Widder, auch ohne Fehler,
> 
> 46:7    und als Speisopfer je einen Scheffel zum Stier und je einen Scheffel
> zum Widder, aber zu den Lämmern soviel, wie er geben mag, und je
> eine Kanne Öl zu einem Scheffel.
> 
> 46:8    Und wenn der Fürst hineingeht, soll er durch die Vorhalle des Tores
> hineingehen und auf demselben Weg wieder hinausgehen.
> 
> 46:9    Aber wenn das Volk des Landes vor den HERRN kommt an den Feiertagen,
> dann sollen die, die zum Tor im Norden hineingehen, um anzubeten,
> durch das Tor im Süden wieder hinausgehen, und die, die zum Tor im
> Süden hineingehen, sollen durch das Tor im Norden wieder hinausgehen
> und sollen nicht wieder durch das Tor hinausgehen, durch das sie
> hineingegangen sind, sondern sollen durch das Tor gegenüber
> hinausgehen.
> 
> 46:10   Der Fürst aber soll mit ihnen sein, wenn sie hinein- und wenn sie
> hinausgehen.
> 
> 46:11   Und an den Festen und Feiertagen soll man als Speisopfer zu je einem
> Stier einen Scheffel und zu je einem Widder einen Scheffel opfern
> und zu den Lämmern, soviel seine Hand gibt, und je eine Kanne Öl zu
> einem Scheffel.
> 
> 46:12   Wenn aber der Fürst ein Brandopfer oder Dankopfer als freiwillige
> Gabe dem HERRN darbringen will, so soll man ihm das Tor im Osten
> auftun, damit er sein Brandopfer und Dankopfer opfern kann, wie er
> es sonst am Sabbat zu opfern pflegt. Und wenn er wieder hinausgeht,
> soll man das Tor hinter ihm zuschließen.
> 
> 46:13   Und er soll dem HERRN täglich ein Brandopfer darbringen, nämlich
> ein einjähriges Schaf ohne Fehler; das soll er alle Morgen opfern.
> 2. Mose 29,38-42; 4. Mose 28,3
> 
> 46:14   Und er soll alle Morgen den sechsten Teil eines Scheffels als
> Speisopfer dazu darbringen und den dritten Teil einer Kanne Öl, um
> das Feinmehl zu besprengen, als ein Speisopfer für den HERRN. Das
> soll eine ewige Ordnung sein über das tägliche Opfer.
> 
> 46:15   Und so sollen sie das Schaf mit dem Speisopfer und dem Öl alle
> Morgen opfern als tägliches Brandopfer.
> 
> Bestimmungen über das Erbland des Fürsten
> 
> 46:16   So spricht Gott der HERR: Wenn der Fürst einem seiner Söhne ein
> Geschenk gibt von seinem Erbe, soll es seinen Söhnen verbleiben, und
> sie sollen es als ihr Erbe besitzen.
> 
> 46:17   Wenn er aber einem seiner Großen von seinem Erbteil etwas schenkt,
> so sollen sie es besitzen bis zum Jahr der Freilassung, und dann
> soll es an den Fürsten wieder zurückfallen; nur der Anteil seiner
> Söhne soll diesen verbleiben.
> 3. Mose 25,10; Jer 34,8
> 
> 46:18   Es soll auch der Fürst dem Volk nichts nehmen von seinem Erbteil,
> um sie dadurch aus ihrem Eigentum zu verdrängen, sondern er soll
> sein Eigentum auf seine Söhne vererben, damit nicht jemand von
> meinem Volk aus seinem Eigentum vertrieben wird.
> Kap 45,8-9
> 
> Die Opferküchen
> 
> 46:19   Und er führte mich durch den Eingang an der Seite des Tores zu den
> heiligen Kammern im Norden, die den Priestern gehörten, und siehe,
> dort war ein Raum in der Ecke im Westen.
> 
> 46:20   Und er sprach zu mir: Dies ist der Ort, wo die Priester das
> Schuldopfer und das Sündopfer kochen und das Speisopfer backen
> sollen, damit sie es nicht in den äußeren Vorhof hinaustragen müssen
> und so das Volk mit dem Heiligen in Berührung bringen.
> 
> 46:21   Danach führte er mich in den äußeren Vorhof hinaus und ließ mich in
> die vier Ecken des Vorhofs gehen. Und siehe, da war in jeder Ecke
> des Vorhofs wieder ein Vorhof.
> 
> 46:22   In den vier Ecken des Vorhofs waren kleine Vorhöfe, vierzig Ellen
> lang und dreißig Ellen breit, alle vier von gleichem Maß.
> 
> 46:23   Und es ging eine Mauer um jeden der vier Vorhöfe herum; da waren
> Herde ringsherum unten an den Mauern.
> 
> 46:24   Und er sprach zu mir: Dies sind die Küchen, in denen die
> Tempeldiener das Schlachtopfer des Volks kochen sollen.
> 
>          Der wunderbare Strom aus dem Tempel
> 
> 47:1     Und er führte mich wieder zu der Tür des Tempels. Und siehe, da
> floß ein Wasser heraus unter der Schwelle des Tempels nach Osten;
> denn die vordere Seite des Tempels lag gegen Osten. Und das Wasser
> lief unten an der südlichen Seitenwand des Tempels hinab, südlich am
> Altar vorbei.
> (1-12) 1. Mose 2,10-14;  Joel 4,18; Offb 22,1
> 
> 47:2    Und er führte mich hinaus durch das Tor im Norden und brachte mich
> außen herum zum äußeren Tor im Osten; und siehe, das Wasser sprang
> heraus aus seiner südlichen Seitenwand.
> 
> 47:3    Und der Mann ging heraus nach Osten und hatte eine Meßschnur in der
> Hand, und er maß tausend Ellen und ließ mich durch das Wasser gehen;
> da ging es mir bis an die Knöchel.
> Kap 40,3
> 
> 47:4    Und er maß abermals tausend Ellen und ließ mich durch das Wasser
> gehen: da ging es mir bis an die Knie; und er maß noch tausend Ellen
> und ließ mich durch das Wasser gehen: da ging es mir bis an die
> Lenden.
> 
> 47:5    Da maß er noch tausend Ellen: da war es ein Strom, so tief, daß ich
> nicht mehr hindurchgehen konnte; denn das Wasser war so hoch, daß
> man schwimmen mußte und nicht hindurchgehen konnte.
> 
> 47:6    Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, hast du das gesehen? Und er
> führte mich zurück am Ufer des Flusses entlang.
> 
> 47:7    Und als ich zurückkam, siehe, da standen sehr viele Bäume am Ufer
> auf beiden Seiten.
> 
> 47:8    Und er sprach zu mir: Dies Wasser fließt hinaus in das östliche
> Gebiet und weiter hinab zum Jordantal und mündet ins Tote Meer. Und
> wenn es ins Meer fließt, soll dessen Wasser gesund werden,
> 
> 47:9    und alles, was darin lebt und webt, wohin der Strom kommt, das soll
> leben. Und es soll sehr viele Fische dort geben, wenn dieses Wasser
> dorthin kommt; und alles soll gesund werden und leben, wohin dieser
> Strom kommt.
> 2. Mose 15,23
> 
> 47:10   Und es werden an ihm die Fischer stehen. Von En-Gedi bis nach
> En-Eglajim wird man die Fischgarne aufspannen; denn es wird dort
> sehr viele Fische von aller Art geben wie im großen Meer.
> 
> 47:11   Aber die Teiche und Lachen daneben werden nicht gesund werden,
> sondern man soll daraus Salz gewinnen.
> 
> 47:12   Und an dem Strom werden an seinem Ufer auf beiden Seiten allerlei
> fruchtbare Bäume wachsen; und ihre Blätter werden nicht verwelken,
> und mit ihren Früchten hat es kein Ende. Sie werden alle Monate
> neue Früchte bringen; denn ihr Wasser fließt aus dem Heiligtum. Ihre
> Früchte werden zur Speise dienen und ihre Blätter zur Arznei.
> Jes 32,15;  Offb 22,2
> 
> Die Grenzen des Landes
> 
> 47:13   So spricht Gott der HERR: Dies sind die Grenzen, nach denen ihr das
> Land den zwölf Stämmen Israels austeilen sollt; zwei Teile gehören
> dem Stamm Josef.
> 1. Mose 48,5; Jos 17,17
> 
> 47:14   Und ihr sollt es als Erbteil bekommen, einer wie der andere; denn
> ich habe meine Hand aufgehoben zum Schwur, dies Land euren Vätern
> zu geben, und so soll es euch als Erbteil zufallen.
> 1. Mose 12,7
> 
> 47:15    Dies ist nun die Grenze des Landes gegen Norden: von dem großen
> Meer an auf Hetlon zu nach Zedad,
> (15-20) 4. Mose 34,2-12
> 
> 47:16   Hamat, Berota, Sibrajim, das an Damaskus und Hamat grenzt, und
> Hazar-Enan, das an den Hauran grenzt.
> 
> 47:17   Und so soll die Grenze laufen vom Meer an bis nach Hazar-Enan, und
> Damaskus und Hamat sollen nördlich liegenbleiben. Das sei die Grenze
> gegen Norden.
> 
> 47:18   Aber die Grenze gegen Osten: von Hazar-Enan, das zwischen dem Hauran
> und Damaskus liegt, der Jordan zwischen Gilead und dem Lande Israel
> bis hinab ans östliche Meer nach Tamar. Das soll die Grenze gegen
> Osten sein.
> 
> 47:19   Aber die Grenze gegen Süden läuft von Tamar bis an das Haderwasser
> von Kadesch und den Bach Ägyptens hinab bis an das große Meer. Das
> soll die Grenze gegen Süden sein.
> 4. Mose 20,13;  4. Mose 34,5
> 
> 47:20   Und an der Seite gegen Westen ist das große Meer die Grenze bis
> gegenüber Hamat. Das sei die Grenze gegen Westen.
> 
> Die Verteilung des Landes
> 
> 47:21   Und ihr sollt dies Land austeilen unter die Stämme Israels,
> 
> 47:22   und wenn ihr das Los werft, um das Land unter euch zu teilen, so
> sollt ihr die Fremdlinge, die bei euch wohnen und Kinder unter euch
> zeugen, halten wie die Einheimischen unter den Israeliten; mit euch
> sollen sie ihren Erbbesitz erhalten unter den Stämmen Israels,
> 3. Mose 19,33-34
> 
> 47:23   und ihr sollt auch ihnen ihren Anteil am Lande geben, jedem bei dem
> Stamm, bei dem er wohnt, spricht Gott der HERR.
> 
>  48:1    Dies sind die Namen der Stämme: Von Norden vom Meer an auf dem Wege
> nach Hetlon zu nach Hamat und Hazar-Enan, so daß Damaskus nördlich
> liegenbleibt, gegen Hamat: das soll Dan als seinen Anteil haben von
> Osten bis nach Westen.
> Kap 47,15-17
> 
> 48:2    Neben Dan soll Asser seinen Anteil haben von Osten bis nach Westen.
> 
> 48:3    Neben Asser soll Naftali seinen Anteil haben von Osten bis nach
> Westen.
> 
> 48:4    Neben Naftali soll Manasse seinen Anteil haben von Osten bis nach
> Westen.
> 
> 48:5    Neben Manasse soll Ephraim seinen Anteil haben von Osten bis nach
> Westen.
> 
> 48:6    Neben Ephraim soll Ruben seinen Anteil haben von Osten bis nach
> Westen.
> 
> 48:7    Neben Ruben soll Juda seinen Anteil haben von Osten bis nach Westen.
> 
> 48:8     Neben Juda aber sollt ihr einen Teil als Abgabe absondern von Osten
> bis nach Westen, der fünfundzwanzigtausend Ellen breit und so lang
> ist wie sonst ein Anteil von Osten bis nach Westen. Mitten darin
> soll das Heiligtum stehen.
> (8-20) Kap 45,1-8
> 
> 48:9    Das Land, das ihr als Abgabe dem HERRN absondern sollt, soll
> fünfundzwanzigtausend Ellen lang und zehntausend Ellen breit sein.
> 
> 48:10   Und diese Abgabe für das Heiligtum soll den Priestern gehören,
> nämlich fünfundzwanzigtausend Ellen lang an der Nordseite und an der
> Südseite und zehntausend Ellen breit an der Ostseite und an der
> Westseite. Und das Heiligtum des HERRN soll mitten darin stehen.
> 
> 48:11   Es soll den geweihten Priestern gehören, den Söhnen Zadok, die mir
> Dienst getan haben und nicht mit den Israeliten abgefallen sind, wie
> die Leviten abgefallen sind.
> Kap 40,46
> 
> 48:12   Und diese besondere Abgabe von der Abgabe des Landes soll ihnen
> gehören und hochheilig sein, neben dem Gebiet der Leviten.
> 
> 48:13   Die Leviten aber sollen neben dem Gebiet der Priester auch ein
> Gebiet von fünfundzwanzigtausend Ellen in der Länge und zehntausend
> Ellen in der Breite haben; denn im ganzen soll die Länge
> fünfundzwanzigtausend Ellen und die Breite zwanzigtausend Ellen
> sein.
> 
> 48:14   Und sie dürfen nichts davon verkaufen oder vertauschen, damit dieser
> beste Teil des Landes nicht in andere Hände kommt; denn er ist dem
> HERRN geheiligt.
> 
> 48:15   Aber die übrigen fünftausend Ellen in der Breite entlang den
> fünfundzwanzigtausend Ellen sollen nicht heilig, sondern für die
> Stadt zum Wohnen und zur Weidetrift bestimmt sein, und die Stadt
> soll mitten darin stehen.
> 
> 48:16   Und das sollen ihre Maße sein: viertausendfünfhundert Ellen an der
> Nordseite und an der Südseite, ebenso auch an der Ostseite und an
> der Westseite viertausendfünfhundert Ellen.
> Offb 21,16
> 
> 48:17   Die Weidetrift der Stadt soll zweihundertfünfzig Ellen gegen Norden
> und gegen Süden messen, ebenso auch gegen Osten und gegen Westen
> zweihundertfünfzig Ellen.
> 
> 48:18   Aber das übrige Gebiet entlang der Abgabe für das Heiligtum, nämlich
> zehntausend Ellen gegen Osten und zehntausend Ellen gegen Westen,
> das soll dem Unterhalt derer dienen, die in der Stadt arbeiten.
> 
> 48:19   Und Arbeiter aus allen Stämmen Israels sollen in der Stadt arbeiten.
> 
> 48:20   So soll die ganze Abgabe fünfundzwanzigtausend Ellen im Geviert
> sein. Ein Viereck soll die Abgabe für das Heiligtum sein mit dem,
> was Eigentum der Stadt ist.
> 
> 48:21    Was aber noch übrig ist, soll dem Fürsten gehören, nämlich auf
> beiden Seiten neben der Abgabe für das Heiligtum und neben dem
> Eigentum der Stadt entlang den fünfundzwanzigtausend Ellen an der
> Ostseite und an der Westseite, so weit wie die Anteile der Stämme
> reichen; das soll dem Fürsten gehören. Die Abgabe für das Heiligtum
> und der Tempel sollen in der Mitte liegen.
> (21 und 22) Kap 45,7
> 
> 48:22   Abgesehen von dem Eigentum der Leviten und dem Eigentum der Stadt,
> das mitten im Gebiet des Fürsten liegt, soll das Land zwischen dem
> Gebiet Judas und dem Gebiet Benjamins dem Fürsten gehören.
> 
> 48:23   Danach sollen die übrigen Stämme kommen: Benjamin soll seinen Anteil
> haben von Osten bis nach Westen.
> 
> 48:24   Neben dem Gebiet Benjamins soll Simeon seinen Anteil haben von Osten
> bis nach Westen.
> 
> 48:25   Neben dem Gebiet Simeons soll Issachar seinen Anteil haben von Osten
> bis nach Westen.
> 
> 48:26   Neben dem Gebiet Issachars soll Sebulon seinen Anteil haben von
> Osten bis nach Westen.
> 
> 48:27   Neben dem Gebiet Sebulons soll Gad seinen Anteil haben von Osten bis
> nach Westen.
> 
> 48:28   Neben dem Gebiet von Gad soll im Süden die Grenze von Tamar bis an
> das Haderwasser von Kadesch laufen und den Bach Ägyptens hinab bis
> an das große Meer.
> Kap 47,19
> 
> 48:29   Das ist das Land, das ihr austeilen sollt als Erbteil unter die
> Stämme Israels, und das sollen ihre Erbteile sein, spricht Gott der
> HERR.
> 
> Die Tore der Stadt
> 
> 48:30    Und dies sollen die Ausgänge der Stadt sein: an der Nordseite mit
> ihren viertausendfünfhundert Ellen
> (30-35) Offb 21,12-13
> 
> 48:31   drei Tore: das erste Tor Ruben, das zweite Juda, das dritte Levi;
> denn die Tore der Stadt sollen nach den Namen der Stämme Israels
> genannt werden.
> 
> 48:32   So auch an der Ostseite mit ihren viertausendfünfhundert Ellen drei
> Tore: nämlich das erste Tor Josef, das zweite Benjamin, das dritte
> Dan.
> 
> 48:33   An der Südseite mit ihren viertausendfünfhundert Ellen auch drei
> Tore: das erste Tor Simeon, das zweite Issachar, das dritte Sebulon.
> 
> 48:34   So auch an der Westseite mit ihren viertausendfünfhundert Ellen drei
> Tore: das erste Tor Gad, das zweite Asser, das dritte Naftali.
> 
> 48:35   So soll der ganze Umfang achtzehntausend Ellen sein. Und alsdann
> soll die Stadt genannt werden »Hier ist der HERR«.
> Kap 43,7; Jes 60,14; Offb 21,3
>
> — *26 Der Prophet Hesekiel*

