# 28 Der Prophet Hosea

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> Hoseas Ehe - das Zeichen für die Untreue Israels
> 
> 1:1    Dies ist das Wort des HERRN, das geschehen ist zu Hosea, dem Sohn
> Beeris, zur Zeit des Usija, Jotam, Ahas und Hiskia, der Könige von
> Juda, und zur Zeit Jerobeams, des Sohnes des Joasch, des Königs von
> Israel.
> Jes 1,1;  2. Kön 14,23; Am 1,1
> 
> 1:2    Als der HERR anfing zu reden durch Hosea, sprach er zu ihm: Geh hin
> und nimm ein Hurenweib und Hurenkinder; denn das Land läuft vom
> HERRN weg der Hurerei nach.
> Kap 3,1; 5. Mose 23,18
> 
> 1:3    Und er ging hin und nahm Gomer, die Tochter Diblajims, zur Frau; die
> ward schwanger und gebar ihm einen Sohn.
> 
> 1:4    Und der HERR sprach zu ihm: Nenne ihn Jesreel; denn es ist nur noch
> eine kurze Zeit, dann will ich die Blutschuld von Jesreel
> heimsuchen am Hause Jehu und will mit dem Königreich des Hauses
> Israel ein Ende machen.
> 2. Kön 10,1-14
> 
> 1:5    Zur selben Zeit will ich den Bogen Israels zerbrechen in der Ebene
> Jesreel.
> 
> 1:6    Und sie ward abermals schwanger und gebar eine Tochter. Und er
> sprach zu ihm: Nenne sie Lo-Ruhama; denn ich will mich nicht mehr
> über das Haus Israel erbarmen, sondern ich will sie wegwerfen.
> Kap 2,3; 2,25
> d. h. »Unbegnadigte«.
> 
> 1:7    Doch will ich mich erbarmen über das Haus Juda und will ihnen helfen
> durch den HERRN, ihren Gott; ich will ihnen aber nicht helfen durch
> Bogen, Schwert, Rüstung, Roß und Wagen.
> 
> 1:8    Und als sie Lo-Ruhama entwöhnt hatte, ward sie wieder schwanger und
> gebar einen Sohn.
> 
> 1:9    Und er sprach: Nenne ihn Lo-Ammi; denn ihr seid nicht mein Volk, so
> will ich auch nicht der Eure sein.
> d. h. »Nicht mein Volk«.
> 
>          Gottes Treue überwindet Israels Untreue
> 
> 2:1    Es wird aber die Zahl der Israeliten sein wie der Sand am Meer,
> den man weder messen noch zählen kann. Und es soll geschehen,
> anstatt daß man zu ihnen sagt: »Ihr seid nicht mein Volk«, wird man
> zu ihnen sagen: »O ihr Kinder des lebendigen Gottes!«
> 1. Mose 22,17;  Röm 9,26
> Abweichende Verszählung statt 2,1-25: 1,10 - 2,23.
> 
> 2:2    Denn es werden die Judäer und die Israeliten zusammenkommen und
> werden sich ein gemeinsames Haupt erwählen und aus dem Lande
> heraufziehen; denn der Tag Jesreels wird ein großer Tag sein.
> Jes 11,11-13; Jer 3,18; Hes 37,22
> 
> 2:3    Sagt euren Brüdern, sie seien mein Volk, und zu euren Schwestern,
> sie seien in Gnaden.
> Kap 1,9;  Kap 1,6
> 
> 2:4    Fordert von eurer Mutter - sie ist ja nicht meine Frau, und ich bin
> nicht ihr Mann! -, daß sie die Zeichen ihrer Hurerei von ihrem
> Angesichte wegtue und die Zeichen ihrer Ehebrecherei zwischen ihren
> Brüsten,
> Hes 16,1-63; 23,1-49
> 
> 2:5    damit ich sie nicht nackt ausziehe und hinstelle, wie sie war, als
> sie geboren wurde, und ich sie nicht mache wie eine Wüste und wie
> ein dürres Land und sie nicht vor Durst sterben lasse!
> 
> 2:6    Und ich will mich ihrer Kinder nicht erbarmen, denn sie sind
> Hurenkinder.
> 
> 2:7    Ihre Mutter ist eine Hure, und die sie getragen hat, treibt es
> schändlich und spricht: Ich will meinen Liebhabern nachlaufen, die
> mir mein Brot und Wasser geben, Wolle und Flachs, Öl und Trank.
> Jer 44,17
> 
> 2:8    Darum siehe, ich will ihr den Weg mit Dornen versperren und eine
> Mauer ziehen, daß sie ihren Pfad nicht finden soll.
> 
> 2:9    Und wenn sie ihren Liebhabern nachläuft und sie nicht einholen kann,
> und wenn sie nach ihnen sucht und sie nicht finden kann, so wird sie
> sagen: Ich will wieder zu meinem früheren Mann gehen; denn damals
> ging es mir besser als jetzt.
> 
> 2:10   Aber sie will nicht erkennen, daß ich es bin, der ihr Korn, Wein
> und Öl gegeben hat und viel Silber und Gold, das sie dem Baal zu
> Ehren gebraucht haben.
> 5. Mose 7,12-13
> 
> 2:11   Darum will ich mein Korn und meinen Wein mir wieder nehmen zu seiner
> Zeit und meine Wolle und meinen Flachs ihr entreißen, womit sie ihre
> Blöße bedeckt.
> 
> 2:12   Dann will ich ihre Scham aufdecken vor den Augen ihrer Liebhaber,
> und niemand soll sie aus meiner Hand erretten.
> Jer 13,22
> 
> 2:13   Und ich will ein Ende machen mit allen ihren Freuden, Festen,
> Neumonden, Sabbaten und allen ihren Feiertagen.
> 
> 2:14   Ich will ihre Weinstöcke und Feigenbäume verwildern lassen, weil sie
> sagt: »Das ist mein Lohn, den mir meine Liebhaber gegeben haben.«
> Ich will eine Wildnis aus ihnen machen, daß die Tiere des Feldes sie
> fressen sollen.
> 
> 2:15   So will ich heimsuchen an ihr die Tage der Baale, an denen sie
> Räucheropfer darbringt und sich mit Stirnreifen und Halsbändern
> schmückt und ihren Liebhabern nachläuft, mich aber vergißt, spricht
> der HERR.
> 
> 2:16   Darum siehe, ich will sie locken und will sie in die Wüste führen
> und freundlich mit ihr reden.
> Jes 40,2
> 
> 2:17   Dann will ich ihr von dorther ihre Weinberge geben und das Tal
> Achor zum Tor der Hoffnung machen. Und dorthin wird sie willig
> folgen wie zur Zeit ihrer Jugend, als sie aus Ägyptenland zog.
> Jos 7,24-26
> Siehe Sach- und Worterklärungen.
> 
> 2:18   Alsdann, spricht der HERR, wirst du mich nennen »Mein Mann« und
> nicht mehr »Mein Baal«.
> Jes 54,5
> 
> 2:19   Denn ich will die Namen der Baale von ihrem Munde wegtun, daß man
> ihrer Namen nicht mehr gedenken soll.
> 
> 2:20   Und ich will zur selben Zeit für sie einen Bund schließen mit den
> Tieren auf dem Felde, mit den Vögeln unter dem Himmel und mit dem
> Gewürm des Erdbodens und will Bogen, Schwert und Rüstung im Lande
> zerbrechen und will sie sicher wohnen lassen.
> 1. Mose 9,9-10;  Hes 34,25
> 
> 2:21   Ich will mich mit dir verloben für alle Ewigkeit, ich will mich mit
> dir verloben in Gerechtigkeit und Recht, in Gnade und
> Barmherzigkeit.
> Offb 19,7
> 
> 2:22   Ja, in Treue will ich mich mit dir verloben, und du wirst den HERRN
> erkennen.
> Jer 31,34
> 
> 2:23   Zur selben Zeit will ich erhören, spricht der HERR, ich will den
> Himmel erhören, und der Himmel soll die Erde erhören,
> 
> 2:24   und die Erde soll Korn, Wein und Öl erhören, und diese sollen
> Jesreel erhören.
> »Jesreel« kann heißen »Gott sät ein« und meint die fruchtbare
> Ebene, zugleich aber (Vers 25) den Prophetensohn, der wiederum ganz
> Israel vertritt (vgl. Kap 1,4).
> 
> 2:25   Und ich will ihn mir in das Land einsäen und mich erbarmen über
> Lo-Ruhama, und ich will sagen zu Lo-Ammi: »Du bist mein Volk«, und
> er wird sagen: »Du bist mein Gott.«
> Kap 1,6;  Kap 1,9; Röm 9,25; 1. Petr 2,10
> 
>          Gottes Langmut wird sein Volk zurückgewinnen
> 
> 3:1    Und der HERR sprach zu mir: Geh noch einmal hin und wirb um eine
> buhlerische und ehebrecherische Frau, wie denn der HERR um die
> Israeliten wirbt, obgleich sie sich zu fremden Göttern kehren und
> Traubenkuchen lieben.
> Kap 1,2;  Jer 7,17-18
> 
> 3:2    Und ich kaufte sie mir für fünfzehn Silberstücke und fünfzehn
> Scheffel Gerste
> 
> 3:3    und sprach zu ihr: Lange Zeit sollst du bleiben, ohne zu huren und
> ohne einem Mann anzugehören, und auch ich will nicht zu dir
> eingehen.
> 
> 3:4    Denn lange Zeit werden die Israeliten ohne König und ohne Obere
> bleiben, ohne Opfer, ohne Steinmal, ohne Efod und ohne Hausgott.
> 2. Chr 15,3
> 
> 3:5    Danach werden sich die Israeliten bekehren und den HERRN, ihren
> Gott, und ihren König David suchen und werden mit Zittern zu dem
> HERRN und seiner Gnade kommen in letzter Zeit.
> Jer 30,9; Hes 34,23-24
> 
>          Strafrede gegen die Priester und gegen den Götzendienst Israels
> 
> 4:1    Höret, ihr Israeliten, des HERRN Wort! Denn der HERR hat Ursache, zu
> schelten, die im Lande wohnen; denn es ist keine Treue, keine Liebe
> und keine Erkenntnis Gottes im Lande,
> 
> 4:2    sondern Verfluchen, Lügen, Morden, Stehlen und Ehebrechen haben
> überhandgenommen, und eine Blutschuld kommt nach der andern.
> 
> 4:3    Darum wird das Land dürre stehen, und alle seine Bewohner werden
> dahinwelken; auch die Tiere auf dem Felde und die Vögel unter dem
> Himmel und die Fische im Meer werden weggerafft.
> 
> 4:4    Doch soll man niemand schelten noch zurechtweisen, sondern allein
> dich, Priester, habe ich zu schelten.
> 
> 4:5    Darum sollst du bei Tage fallen, und der Prophet soll des Nachts
> neben dir fallen; auch deine Mutter will ich dahingeben.
> 
> 4:6    Mein Volk ist dahin, weil es ohne Erkenntnis ist. Denn du hast die
> Erkenntnis verworfen; darum will ich dich auch verwerfen, daß du
> nicht mehr mein Priester sein sollst. Du vergißt das Gesetz deines
> Gottes; darum will auch ich deine Kinder vergessen.
> 
> 4:7    Je mehr ihrer werden, desto mehr sündigen sie gegen mich; darum will
> ich ihre Ehre zuschanden machen.
> 
> 4:8    Sie nähren sich von den Sündopfern meines Volks und sind begierig
> nach seiner Schuld.
> 3. Mose 4,13-21; 4,27-35; 6,19
> 
> 4:9    Darum soll es dem Priester gehen wie dem Volk; denn ich will sein
> Tun heimsuchen und ihm vergelten, wie er's verdient:
> 
> 4:10   Sie werden essen und nicht satt werden, Hurerei treiben und sich
> nicht mehren, weil sie den HERRN verlassen haben und ihn nicht
> achten.
> 
> 4:11   Hurerei, Wein und Trunk machen toll.
> 
> 4:12   Mein Volk befragt sein Holz, und sein Stab soll ihm antworten; denn
> der Geist der Hurerei verführt sie, daß sie mit ihrer Hurerei ihrem
> Gott weglaufen.
> Jer 2,27;  Kap 5,4
> 
> 4:13   Oben auf den Bergen opfern sie, und auf den Hügeln räuchern sie
> unter den Eichen, Linden und Buchen; denn ihr Schatten erquickt.
> Darum werden eure Töchter auch zu Huren und eure Bräute zu
> Ehebrecherinnen.
> Hes 6,13
> 
> 4:14   Ich will's auch nicht wehren, wenn eure Töchter zu Huren und eure
> Bräute zu Ehebrecherinnen werden, weil ihr selbst abseits geht mit
> den Huren und mit den Tempeldirnen opfert und so das törichte Volk
> zu Fall kommt.
> Kap 1,2
> 
> 4:15   Willst du, Israel, schon huren, so soll Juda sich nicht auch
> verschulden! Geht nicht hin nach Gilgal und kommt nicht hinauf
> nach Bet-Awen und schwört nicht: So wahr der HERR lebt!
> Am 5,5;  Kap 10,5;  Am 8,14
> 
> 4:16   Denn Israel läuft dahin wie eine tolle Kuh; soll da der HERR sie
> weiden lassen wie ein Lamm auf freiem Feld?
> 
> 4:17   Ephraim hat sich zu den Götzen gesellt; so laß es hinfahren.
> 
> 4:18   Sie haben sich der Schwelgerei und Hurerei ergeben; ihre Schamlosen
> haben Lust an der Schande.
> 
> 4:19   Der Wind mit seinen Flügeln wird sie fassen, und über ihrem Opfer
> sollen sie zuschanden werden.
> 
>          Drohung gegen die Führer Israels
> 
> 5:1    So höret nun dies, ihr Priester, und merke auf, du Haus Israel, und
> nimm zu Ohren, du Haus des Königs! Denn euch ist das Recht
> anvertraut! Ihr aber seid eine Schlinge für Mizpa geworden und ein
> ausgespanntes Netz auf dem Tabor
> 
> 5:2    und eine tiefe Grube zu Schittim; darum muß ich sie allesamt
> strafen.
> 
> 5:3    Ich kenne Ephraim gut, und Israel ist vor mir nicht verborgen;
> Ephraim ist nun eine Hure und Israel unrein.
> Kap 1,2; 6,10
> 
> 5:4    Ihre bösen Taten lassen es nicht zu, daß sie umkehren zu ihrem Gott;
> denn sie haben einen Geist der Hurerei in ihrem Herzen, und den
> HERRN kennen sie nicht.
> Kap 4,12
> 
> 5:5    Wider Israel zeugt seine Hoffart; darum sollen Israel und Ephraim
> fallen um ihrer Schuld willen; auch Juda soll mit ihnen fallen.
> 
> 5:6    Alsdann werden sie kommen mit ihren Schafen und Rindern, den HERRN
> zu suchen, aber ihn nicht finden; denn er hat sich von ihnen
> gewandt.
> Jes 1,11-15
> 
> 5:7    Sie sind dem HERRN untreu und zeugen fremde Kinder; darum wird sie
> auch der Neumond fressen samt ihrem Erbteil.
> Kap 2,13
> 
> Der Bruderkrieg zwischen Ephraim und Juda und Israels flüchtige Buße
> 
> 5:8     Blast die Posaune zu Gibea, ja, trompetet zu Rama, ja, ruft laut
> zu Bet-Awen: Man ist hinter dir her, Benjamin!
> (5,8 - 6,6) 2. Kön 15,37; Jes 7,1-9;  Kap 4,15
> 
> 5:9    Denn Ephraim soll zur Wüste werden zur Zeit, wenn ich sie strafen
> werde. Davor habe ich die Stämme Israels treulich gewarnt.
> 
> 5:10   Die Oberen von Juda sind denen gleich, die die Grenze verrücken;
> darum will ich meinen Zorn über sie ausschütten wie Wasser.
> 5. Mose 19,14
> 
> 5:11   Ephraim leidet Gewalt, zertreten ist das Recht; denn es gefiel ihm,
> dem Nichtigen nachzulaufen.
> 
> 5:12   Ich bin für Ephraim wie eine Motte und für das Haus Juda wie eine
> Made.
> 
> 5:13   Als aber Ephraim seine Krankheit und Juda seine Wunde fühlte, zog
> Ephraim hin nach Assur und schickte zum König Jareb. Aber der kann
> euch nicht helfen noch eure Wunde heilen.
> Kap 7,11; 10,6; 12,2
> 
> 5:14   Denn ich bin für Ephraim wie ein Löwe und für das Haus Juda wie ein
> junger Löwe. Ich, ich zerreiße sie und gehe davon; ich schleppe sie
> weg, und niemand kann sie retten.
> Kap 13,7;  Kap 6,1
> 
> 5:15   Ich will wieder an meinen Ort gehen, bis sie ihre Schuld erkennen
> und mein Angesicht suchen; wenn's ihnen übel ergeht, so werden sie
> mich suchen:
> Jes 26,16
> 
>   6:1    »Kommt, wir wollen wieder zum HERRN; denn er hat uns zerrissen, er
> wird uns auch heilen, er hat uns geschlagen, er wird uns auch
> verbinden.
> Kap 5,14
> 
> 6:2    Er macht uns lebendig nach zwei Tagen, er wird uns am dritten Tage
> aufrichten, daß wir vor ihm leben werden.
> 5. Mose 32,39
> 
> 6:3    Laßt uns darauf achthaben und danach trachten, den HERRN zu
> erkennen; denn er wird hervorbrechen wie die schöne Morgenröte und
> wird zu uns kommen wie ein Regen, wie ein Spätregen, der das Land
> feuchtet.«
> 
> 6:4    Was soll ich dir tun, Ephraim? Was soll ich dir tun, Juda? Denn
> eure Liebe ist wie eine Wolke am Morgen und wie der Tau, der
> frühmorgens vergeht.
> Kap 7,16
> 
> 6:5    Darum schlage ich drein durch die Propheten und töte sie durch die
> Worte meines Mundes, daß mein Recht wie das Licht hervorkomme.
> Jer 23,29
> 
> 6:6    Denn ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der
> Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer.
> 1. Sam 15,22; Spr 21,3; Mt 9,13; 12,7
> 
> Gegen Israels Könige und ihre Bündnisse
> 
> 6:7    Sie haben den Bund übertreten bei Adam; dort wurden sie mir untreu.
> d. i. der Name einer Stadt (vgl. Jos 3,16).
> 
> 6:8    Gilead ist eine Stadt voller Übeltäter, befleckt von Blutschuld.
> 
> 6:9    Und die Rotten der Priester sind wie die Räuber, die da lauern auf
> die Leute; sie morden auf dem Wege, der nach Sichem geht, ja,
> Schandtaten vollbringen sie.
> 
> 6:10   Ich sehe im Hause Israel, wovor mir graut; denn da treibt Ephraim
> Hurerei, und Israel macht sich unrein.
> Kap 5,3
> 
> 6:11   Auch Juda wird noch eine Ernte vor sich haben.
> 
>   7:1    Wenn ich meines Volkes Geschick wenden und Israel heilen will, so
> zeigt sich erst die Sünde Ephraims und die Bosheit Samarias, wie sie
> Lug und Trug treiben und die Diebe einsteigen und die Räuber auf der
> Straße plündern.
> Joel 4,1
> 
> 7:2    Dennoch wollen sie nicht einsehen, daß ich alle ihre Bosheit merke.
> Ich sehe aber ihr böses Tun wohl, das sie allenthalben treiben.
> 
> 7:3    Sie erfreuen den König mit ihrer Bosheit und Obere mit ihren Lügen;
> 
> 7:4    sie sind allesamt Ehebrecher, glühend wie ein Backofen, den der
> Bäcker heizt, wenn er den Teig ausgeknetet hat und ihn durchsäuern
> und aufgehen läßt.
> 
> 7:5    »Heute ist unseres Königs Fest!« Da werden die Oberen toll vom Wein,
> und er zieht die Spötter zu sich.
> 
> 7:6    Denn ihr Herz ist in heißer Glut wie ein Backofen, wenn sie Böses
> ersinnen. Ihr Grimm schläft die ganze Nacht, aber am Morgen brennt
> er lichterloh.
> 
> 7:7    Allesamt sind sie erhitzt wie ein Backofen, so daß sie ihre Richter
> fressen; ja, alle ihre Könige fallen, und es ist keiner unter ihnen,
> der mich anruft.
> 
> 7:8    Ephraim mengt sich unter die Völker; Ephraim ist wie ein Kuchen, den
> niemand umwendet.
> 
> 7:9    Fremde fressen seine Kraft, doch er will es nicht merken; seine
> Haare sind schon grau geworden, doch er will es nicht merken.
> 
> 7:10   Wider Israel zeugt seine Hoffart, dennoch bekehren sie sich nicht
> zum HERRN, ihrem Gott, fragen auch trotz alledem nicht nach ihm.
> 
> 7:11   Denn Ephraim ist wie eine törichte Taube, die sich leicht locken
> läßt. Jetzt rufen sie Ägypten an, dann laufen sie nach Assur.
> Kap 5,13
> 
> 7:12   Aber indem sie hin und her laufen, will ich mein Netz über sie
> werfen und sie herunterholen wie Vögel unter dem Himmel; ich will
> sie strafen, wie es ihrer Gemeinde verkündet ist.
> 
> 7:13   Weh ihnen, daß sie von mir weichen! Sie sollen vertilgt werden; denn
> sie sind abtrünnig geworden von mir. Ich wollte sie wohl erlösen;
> aber sie reden Lügen wider mich.
> Ps 81,14-15
> 
> 7:14   Auch rufen sie mich nicht von Herzen an, sondern machen ein Geheul
> auf ihren Lagern. Sie ritzen sich wund um Korn und Wein, aber mir
> sind sie ungehorsam.
> 
> 7:15   Ich lehre sie Zucht und stärke ihren Arm; aber sie sinnen Böses
> gegen mich.
> 
> 7:16   Sie bekehren sich, aber nicht recht, sondern sind wie ein schlaffer
> Bogen. Darum werden ihre Oberen durchs Schwert fallen wegen der
> Frechheit ihrer Zungen. Das soll ihnen in Ägyptenland zum Spott
> werden.
> Ps 78,57
> 
>          Israels falscher Gottesdienst
> 
> 8:1    Stoße laut in die Posaune! Es kommt über das Haus des HERRN wie
> ein Adler, weil sie meinen Bund übertreten und sich gegen meine
> Gebote auflehnen.
> Jes 58,1;  5. Mose 28,49;  Kap 6,7
> 
> 8:2    Wohl schreien sie zu mir: »Du bist mein Gott; wir, Israel, kennen
> dich.«
> 
> 8:3    Doch Israel verwirft das Gute; darum soll der Feind sie verfolgen.
> 
> 8:4    Sie machen Könige, aber ohne mich; sie setzen Obere ein, und ich
> darf es nicht wissen. Aus ihrem Silber und Gold machen sie Götzen,
> damit sie ja bald ausgerottet werden!
> 2. Kön 15,10; 15,14; 15,25; 15,30
> 
> 8:5     Dein Kalb, Samaria, verwerfe ich. Mein Zorn ist gegen sie
> entbrannt. Wie lange soll das noch andauern? Sie können doch
> nicht ungestraft bleiben, die Söhne Israel.
> (5 und 6) 2. Mose 32,20; 1. Kön 12,28
> 
> 8:6    Ein Goldschmied hat das Kalb gemacht, und es kann doch kein Gott
> sein; darum soll das Kalb Samarias zerpulvert werden.
> 
> 8:7    Denn sie säen Wind und werden Sturm ernten. Ihre Saat soll nicht
> aufgehen; was dennoch aufwächst, bringt kein Mehl; und wenn es etwas
> bringen würde, sollen Fremde es verschlingen.
> Jer 12,13
> 
> 8:8    Verschlungen wird Israel; die Heiden gehen mit ihnen um wie mit
> einem Gefäß, das niemand haben will;
> Jer 22,28
> 
> 8:9    denn sie laufen nach Assur, einsam wie ein Wildesel, und Ephraim
> buhlt mit Geschenken.
> Kap 5,13
> 
> 8:10   Auch wenn sie unter den Heiden austeilen, will ich sie doch jetzt
> einsammeln; sie sollen's bald müde werden, Könige und Obere zu
> salben.
> 
> 8:11   Ephraim hat sich viele Altäre gemacht; aber sie sind ihm zur Sünde
> geworden.
> 
> 8:12   Wenn ich ihm auch noch so viele meiner Gebote aufschreibe, so werden
> sie doch geachtet wie eine fremde Lehre.
> 
> 8:13   Wenn sie auch viel opfern und Fleisch herbringen und essen's, so
> hat doch der HERR kein Gefallen daran, sondern er will ihrer Schuld
> gedenken und ihre Sünden heimsuchen. Sie sollen wieder zurück nach
> Ägypten!
> Jes 1,11;  5. Mose 28,68
> 
> 8:14   Israel vergißt seinen Schöpfer und baut Paläste, und Juda macht
> viele feste Städte; aber ich will Feuer in seine Städte senden, das
> soll seine Paläste verzehren.
> Jer 17,27; Am 2,5
> 
>          Die Freude ist dahin, die Vergeltung ist da
> 
> 9:1    Du darfst dich nicht freuen, Israel, noch rühmen wie die Völker;
> denn du läufst mit deiner Hurerei deinem Gott weg; gern nimmst du
> Hurenlohn auf allen Tennen.
> Kap 1,2
> 
> 9:2    Darum sollen Tenne und Kelter sie nicht nähren, und der Wein soll
> ihnen fehlen.
> 
> 9:3    Sie sollen nicht bleiben im Lande des HERRN; sondern Ephraim muß
> wieder nach Ägypten und muß in Assyrien Unreines essen.
> Kap 8,13
> 
> 9:4    Dort werden sie dem HERRN kein Trankopfer vom Wein bringen, und ihre
> Schlachtopfer werden ihm nicht wohlgefällig sein. Ihr Brot soll sein
> wie das Brot der Trauernden, an dem unrein werden alle, die davon
> essen; denn ihr Brot müssen sie für sich allein essen, doch es soll
> nicht in des HERRN Haus gebracht werden.
> 
> 9:5    Was wollt ihr dann in den Festzeiten und an den Feiertagen des HERRN
> tun?
> 
> 9:6    Siehe, sie müssen fort wegen der Verwüstung. Ägypten wird sie
> sammeln und Memfis sie begraben. Nesseln werden wachsen, wo jetzt
> ihr kostbares Silber ist, und Dornen in ihren Hütten.
> Kap 10,8
> 
> 9:7    Die Zeit der Heimsuchung ist gekommen, die Zeit der Vergeltung;
> dessen wird Israel innewerden. »Ein Narr ist der Prophet und
> wahnsinnig der Mann des Geistes!« Ja, um deiner großen Schuld und um
> der großen Anfeindung willen!
> 
> 9:8    Ephraim spähte wohl aus nach meinem Gott; aber nun stellen sie dem
> Propheten Fallen auf allen seinen Wegen, Anfeindung selbst im Hause
> seines Gottes.
> 
> 9:9    Tief verdorben ist ihr Tun wie in den Tagen von Gibea; darum wird
> er ihrer Schuld gedenken und ihre Sünden heimsuchen.
> Kap 10,9; Ri 19,22-30; 20,13
> 
> Israels Undank gegen Gottes Wohltaten
> 
> 9:10   Ich fand Israel wie Trauben in der Wüste und sah eure Väter wie die
> ersten Feigen am Feigenbaum; aber hernach gingen sie zum Baal-Peor
> und gelobten sich dem schändlichen Abgott und wurden so zum Greuel
> wie ihre Liebhaber.
> 5. Mose 32,10;  4. Mose 25,3
> 
> 9:11   Darum muß die Herrlichkeit Ephraims wie ein Vogel wegfliegen, daß
> sie weder gebären noch tragen noch schwanger werden sollen.
> 
> 9:12   Und wenn sie ihre Kinder auch großzögen, will ich sie doch kinderlos
> machen, so daß kein Mensch mehr da ist. Ja, weh ihnen, wenn ich von
> ihnen gewichen bin!
> 
> 9:13   Als ich Ephraim sah, war es herrlich gepflanzt wie Tyrus; aber nun
> muß es seine Kinder herausgeben dem Totschläger.
> Hes 27,3
> 
> 9:14   HERR, gib ihnen - was willst du ihnen geben? Gib ihnen unfruchtbare
> Leiber und versiegende Brüste!
> 
> 9:15   All ihre Bosheit geschieht zu Gilgal; dort werde ich ihnen feind. So
> will ich sie um ihres bösen Tuns willen aus meinem Hause stoßen und
> ihnen keine Liebe mehr erweisen; denn alle ihre Oberen sind
> abtrünnig.
> 
> 9:16   Ephraim ist geschlagen, seine Wurzel ist verdorrt, so daß sie keine
> Frucht mehr bringen können. Auch wenn sie gebären würden, will ich
> doch die ersehnte Frucht ihres Leibes töten.
> 
> 9:17   Mein Gott wird sie verwerfen, weil sie ihn nicht hören wollen, und
> sie sollen unter den Heiden umherirren.
> 
>          Das Gericht über Königtum und Götzendienst
> 
> 10:1    Israel ist ein üppig rankender Weinstock, der seine Frucht trägt.
> Aber je mehr Früchte er hatte, desto mehr Altäre machten sie; wo das
> Land am besten war, da richteten sie die schönsten Steinmale auf.
> Jer 2,21;  3. Mose 26,1
> 
> 10:2    Ihr Herz ist falsch; nun wird sie ihre Schuld treffen. Ihre Altäre
> sollen zerbrochen und ihre Steinmale zerstört werden.
> 
> 10:3    Schon müssen sie sagen: Wir haben keinen König, denn wir fürchteten
> den HERRN nicht. Was kann uns der König nun helfen?
> 
> 10:4    Sie reden und schwören falsch und schließen Bündnisse, und ihr Recht
> grünt wie giftiges Kraut auf allen Furchen im Felde.
> 
> 10:5    Die Einwohner von Samaria sorgen sich um das Kalb zu Bet-Awen. Sein
> Volk trauert darum, und seine Götzenpfaffen zittern um seine
> Herrlichkeit; denn sie wird von ihnen weggeführt.
> Kap 4,15
> 
> 10:6    Ja, das Kalb wird nach Assyrien gebracht zum Geschenk für den König
> Jareb. So muß Ephraim zuschanden werden und Israel beschämt sein
> trotz seiner Klugheit.
> Kap 5,13
> 
> 10:7    Denn der König von Samaria ist dahin wie Schaum auf dem Wasser.
> 
> 10:8    Die Höhen zu Awen sind verwüstet, auf denen sich Israel
> versündigte; Disteln und Dornen wachsen auf ihren Altären. Und sie
> werden sagen: Ihr Berge, bedecket uns! und: Ihr Hügel, fallet über
> uns!
> Kap 9,6;  Lk 23,30; Offb 6,16
> 
> 10:9    Israel, du hast seit den Tagen von Gibea gesündigt; dort standen
> sie gegen mich auf. Sollte darum nicht in Gibea der Krieg über sie
> kommen wegen der bösen Leute?
> Kap 9,9
> 
> 10:10   Ich werde sie züchtigen nach meinem Willen; Völker sollen gegen sie
> versammelt werden, wenn ich sie strafen werde wegen ihrer zwiefachen
> Sünde.
> 
> 10:11   Ephraim war eine junge Kuh, daran gewöhnt, gern zu dreschen. Aber
> ich habe ihm ein Joch auf seinen schönen Nacken gelegt; ich will
> Ephraim einspannen; Juda soll pflügen und Jakob eggen.
> 
> 10:12   Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe! Pflüget ein
> Neues, solange es Zeit ist, den HERRN zu suchen, bis er kommt und
> Gerechtigkeit über euch regnen läßt!
> Jer 4,3;  Jes 55,6
> 
> 10:13   Ihr aber pflügt Böses und erntet Übeltat und esset Lügenfrüchte.
> Weil du dich nun verläßt auf deinen Weg und auf die Menge deiner
> Helden,
> Hiob 4,8
> 
> 10:14   darum soll sich ein Getümmel erheben in deinem Volk, daß alle deine
> Festungen zerstört werden, gleichwie Schalman zerstörte Bet-Arbeel
> damals im Krieg, als die Mutter zerschmettert wurde samt den
> Kindern.
> 
> 10:15   So soll's euch zu Bethel auch ergehen um eurer großen Bosheit
> willen; schon früh am Morgen wird der König von Israel untergehen.
> 
>          Gottes heilige Liebe
> 
> 11:1    Als Israel jung war, hatte ich ihn lieb und rief ihn, meinen Sohn,
> aus Ägypten;
> 5. Mose 7,8;  2. Mose 4,22-23; Mt 2,15
> 
> 11:2    aber wenn man sie jetzt ruft, so wenden sie sich davon und opfern
> den Baalen und räuchern den Bildern.
> 
> 11:3    Ich lehrte Ephraim gehen und nahm ihn auf meine Arme; aber sie
> merkten's nicht, wie ich ihnen half.
> 
> 11:4    Ich ließ sie ein menschliches Joch ziehen und in Seilen der Liebe
> gehen und half ihnen das Joch auf ihrem Nacken tragen und gab ihnen
> Nahrung,
> 
> 11:5    daß sie nicht wieder nach Ägyptenland zurückkehren sollten. Nun aber
> muß Assur ihr König sein; denn sie wollen sich nicht bekehren.
> 
> 11:6    Darum soll das Schwert über ihre Städte kommen und soll ihre Riegel
> zerbrechen und sie fressen um ihres Vorhabens willen.
> 
> 11:7    Mein Volk ist müde, sich zu mir zu kehren, und wenn man ihnen
> predigt, so richtet sich keiner auf.
> 
> 11:8    Wie kann ich dich preisgeben, Ephraim, und dich ausliefern, Israel?
> Wie kann ich dich preisgeben gleich Adma und dich zurichten wie
> Zebojim? Mein Herz ist andern Sinnes, alle meine Barmherzigkeit ist
> entbrannt.
> 5. Mose 29,22;  Jer 31,20
> 
> 11:9    Ich will nicht tun nach meinem grimmigen Zorn noch Ephraim wieder
> verderben. Denn ich bin Gott und nicht ein Mensch und bin der
> Heilige unter dir und will nicht kommen, zu verheeren.
> Klgl 3,31-36
> 
> 11:10   Alsdann wird man dem HERRN nachfolgen, und er wird brüllen wie ein
> Löwe. Und wenn er brüllen wird, so werden zitternd herbeikommen
> seine Söhne von Westen her.
> Jer 25,30;  Kap 2,1
> 
> 11:11   Und auch aus Ägypten kommen sie erschrocken wie Vögel und aus dem
> Lande Assur wie Tauben; und ich will sie wieder wohnen lassen in
> ihren Häusern, spricht der HERR.
> 
>          Der Stammvater Jakob als Urbild seines Volkes
> 
> 12:1    In Ephraim ist allenthalben Lüge wider mich und im Hause Israel
> falscher Gottesdienst. Aber auch Juda hält nicht fest an Gott und an
> dem Heiligen, der treu ist.
> 
> 12:2    Ephraim weidet Wind und läuft dem Ostwind nach, und täglich mehrt es
> die Lüge und Gewalttat. Sie schließen mit Assur einen Bund und
> bringen Öl nach Ägypten.
> Kap 5,13
> 
> 12:3    Darum wird der HERR mit Juda rechten. Er wird Jakob heimsuchen nach
> seinem Wandel und ihm vergelten nach seinem Tun.
> 
> 12:4    Er hat schon im Mutterleibe seinen Bruder betrogen und im
> Mannesalter mit Gott gekämpft.
> 1. Mose 25,22; 25,26;  1. Mose 32,25-29
> 
> 12:5    Er kämpfte mit dem Engel und siegte, er weinte und bat ihn. Dann hat
> er ihn zu Bethel gefunden und dort mit ihm geredet
> 1. Mose 35,15
> 
> 12:6    - der HERR ist der Gott Zebaoth, HERR ist sein Name -.
> Ps 83,19
> 
> 12:7    So bekehre dich nun zu deinem Gott, halte fest an Barmherzigkeit und
> Recht und hoffe stets auf deinen Gott!
> 
> 12:8    Wie Kanaans Händler hat Ephraim eine falsche Waage in seiner Hand
> und betrügt gern;
> 
> 12:9    denn er spricht: Ich bin reich, ich habe genug! Bei all meinen
> Mühen wird man keine Schuld an mir finden, die Sünde ist.
> Offb 3,17
> 
> 12:10    Ich aber, der HERR, bin dein Gott von Ägyptenland her und will dich
> wieder in Zelten wohnen lassen wie in der Wüstenzeit.
> Kap 13,4
> 
> 12:11   Ich rede wieder zu den Propheten, und ich bin's, der viel
> Offenbarung gibt und durch die Propheten sich kundtut.
> 
> Auf Israels Götzendienst folgt Israels Untergang
> 
> 12:12   In Gilead verüben sie Greuel, darum werden sie zunichte; und zu
> Gilgal opfern sie Stiere, darum sollen ihre Altäre werden wie
> Steinhaufen an den Furchen im Felde.
> Kap 6,8;  Kap 9,15
> 
> 12:13    Jakob mußte fliehen in das Land Aram, und Israel mußte um ein Weib
> dienen, um eine Frau mußte er die Herde hüten.
> 1. Mose 27,43; 28,5;  1. Mose 29,20
> 
> 12:14   Aber hernach führte der HERR durch einen Propheten Israel aus
> Ägypten, und durch einen Propheten ließ er sie hüten.
> 2. Mose 3,10
> 
> 12:15   Nun aber hat ihn Ephraim bitter erzürnt; darum wird ihr Blut über
> sie kommen, und ihr Herr wird ihnen vergelten die Schmach, die sie
> ihm antun.
> 
>          Gottes Gericht über Ephraim
> 
> 13:1    Solange Ephraim nach meinem Gebot redete, war er erhoben in Israel.
> Danach versündigte er sich durch Baal und starb dahin.
> 
> 13:2    Dennoch sündigen sie weiter: Aus ihrem Silber gießen sie Bilder,
> wie sie sich's erdenken, Götzen, die doch nur Schmiedewerk sind.
> Dann sagen sie von ihnen: Wer die Kälber küssen will, der soll
> Menschen opfern.
> Jes 44,10
> 
> 13:3    Darum werden sie sein wie eine Wolke am Morgen und wie der Tau, der
> frühmorgens vergeht; ja, wie Spreu, die von der Tenne verweht wird,
> und wie Rauch aus dem Fenster.
> Kap 6,4;  Ps 1,4
> 
> 13:4    Ich aber bin der HERR, dein Gott, von Ägyptenland her, und du
> solltest keinen andern Gott kennen als mich und keinen Heiland als
> allein mich.
> 2. Mose 20,2-3
> 
> 13:5    Ich nahm mich ja deiner an in der Wüste, im dürren Lande.
> Kap 9,10
> 
> 13:6    Aber als sie geweidet wurden, daß sie satt wurden und genug hatten,
> erhob sich ihr Herz; darum vergessen sie mich.
> 5. Mose 32,15
> 
> 13:7    So will ich für sie wie ein Löwe werden und wie ein Panther am Wege
> auf sie lauern.
> Kap 5,14
> 
> 13:8    Ich will sie anfallen wie eine Bärin, der ihre Jungen genommen sind,
> und will ihr verstocktes Herz zerreißen und will sie dort wie ein
> Löwe fressen; die wilden Tiere sollen sie zerreißen.
> 
> 13:9    Israel, du bringst dich ins Unglück; denn dein Heil steht allein
> bei mir.
> Jer 2,17
> 
> 13:10    Wo ist dein König, der dir helfen kann in allen deinen Städten, und
> deine Richter, von denen du sagtest: Gib mir einen König und Obere?
> (10 und 11) 1. Sam 8,5-9
> 
> 13:11   Ich gebe dir Könige in meinem Zorn und will sie dir nehmen in meinem
> Grimm.
> 
> 13:12   Die Schuld Ephraims ist zusammengebunden, und seine Sünde ist sicher
> verwahrt.
> 
> 13:13   Wehen kommen, daß er geboren werden soll, aber er ist ein
> unverständiges Kind: Wenn die Zeit gekommen ist, so will er den
> Mutterschoß nicht durchbrechen.
> 
> 13:14   Aber ich will sie aus dem Totenreich erlösen und vom Tode
> erretten. Tod, ich will dir ein Gift sein; Totenreich, ich will dir
> eine Pest sein; Rache kenne ich nicht mehr.
> 2. Tim 1,10; Offb 20,14; 21,4;  1. Kor 15,54-55
> 
> Samarias Zerstörung
> 
> 13:15   Denn wenn Ephraim auch zwischen Brüdern Frucht bringt, so wird doch
> ein Ostwind vom HERRN aus der Wüste herauffahren, daß sein Brunnen
> vertrocknet und seine Quelle versiegt, und er wird rauben seinen
> Schatz, alles kostbare Gerät.
> 
>  14:1    Samaria wird wüst werden; denn es ist seinem Gott ungehorsam. Sie
> sollen durchs Schwert fallen und ihre kleinen Kinder zerschmettert
> und ihre Schwangeren aufgeschlitzt werden.
> 2. Kön 15,16
> 
> Mahnung zur Umkehr und Verheißung des kommenden Heils
> 
> 14:2     Bekehre dich, Israel, zu dem HERRN, deinem Gott; denn du bist
> gefallen um deiner Schuld willen.
> Kap 12,7; Sach 1,4
> 
> 14:3    Nehmt diese Worte mit euch und bekehrt euch zum HERRN und sprecht zu
> ihm: Vergib uns alle Sünde und tu uns wohl, so wollen wir opfern
> die Frucht unserer Lippen.
> Hebr 13,15
> 
> 14:4    Assur soll uns nicht helfen; wir wollen nicht mehr auf Rossen
> reiten, auch nicht mehr sagen zu den Werken unserer Hände: »Ihr seid
> unser Gott.« Denn bei dir finden die Verwaisten Gnade.
> 
> 14:5    So will ich ihre Abtrünnigkeit wieder heilen; gerne will ich sie
> lieben; denn mein Zorn soll sich von ihnen wenden.
> 
> 14:6    Ich will für Israel wie ein Tau sein, daß es blühen soll wie eine
> Lilie, und seine Wurzeln sollen ausschlagen wie eine Linde
> 
> 14:7    und seine Zweige sich ausbreiten, daß es so schön sei wie ein Ölbaum
> und so guten Geruch gebe wie die Linde.
> 
> 14:8    Und sie sollen wieder unter meinem Schatten sitzen; von Korn sollen
> sie sich nähren und blühen wie ein Weinstock. Man soll sie rühmen
> wie den Wein vom Libanon.
> 
> 14:9    Ephraim, was sollen dir weiter die Götzen? Ich will dich erhören und
> führen, ich will sein wie eine grünende Tanne; von mir erhältst du
> deine Früchte.
> 
> 14:10   Wer ist weise, daß er dies versteht, und klug, daß er dies einsieht?
> Denn die Wege des HERRN sind richtig, und die Gerechten wandeln
> darauf; aber die Übertreter kommen auf ihnen zu Fall.
>
> — *28 Der Prophet Hosea*

