# 35ZEFANJA

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> Der Tag des Zornes Gottes
> 
> 1:1    Dies ist das Wort des HERRN, das geschah zu Zefanja, dem Sohn
> Kuschis, des Sohnes Gedaljas, des Sohnes Amarjas, des Sohnes
> Hiskias, zur Zeit Josias, des Sohnes Amons, des Königs von Juda.
> Jer 1,2
> 
> 1:2    Ich will alles vom Erdboden wegraffen, spricht der HERR.
> 
> 1:3    Ich will Mensch und Vieh, die Vögel des Himmels und die Fische im
> Meer wegraffen; ich will zu Fall bringen die Gottlosen, ja, ich
> will die Menschen ausrotten vom Erdboden, spricht der HERR.
> Mt 13,41
> 
> 1:4    Ich will meine Hand ausstrecken gegen Juda und gegen alle, die in
> Jerusalem wohnen, und will ausrotten von dieser Stätte, was vom Baal
> noch übrig ist, dazu den Namen der Götzenpfaffen und Priester
> 2. Kön 23,5; Hos 10,5
> 
> 1:5    und die auf den Dächern anbeten des Himmels Heer, die es anbeten
> und schwören doch bei dem HERRN und zugleich bei Milkom
> Jer 19,13;  Jer 49,1
> 
> 1:6    und die vom HERRN abfallen und die nach dem HERRN nichts fragen und
> ihn nicht achten.
> 
> 1:7    Seid stille vor Gott dem HERRN, denn des HERRN Tag ist nahe; denn
> der HERR hat ein Schlachtopfer zubereitet und seine Gäste dazu
> geladen.
> Hab 2,20
> 
> 1:8    Und am Tage des Schlachtopfers des HERRN will ich heimsuchen die
> Oberen und die Söhne des Königs und alle, die ein fremdländisches
> Gewand tragen.
> 
> 1:9    Auch will ich zur selben Zeit die heimsuchen, die über die Schwelle
> springen, die ihres Herrn Haus füllen mit Rauben und Trügen.
> 
> 1:10   Zur selben Zeit, spricht der HERR, wird sich ein lautes Geschrei
> erheben vom Fischtor her und ein Geheul von der Neustadt und ein
> großer Jammer von den Hügeln.
> 
> 1:11   Heulet, die ihr im »Mörser« wohnt; denn das ganze Krämervolk ist
> dahin, und alle, die Geld wechseln, sind ausgerottet.
> 
> 1:12   Zur selben Zeit will ich Jerusalem mit der Lampe durchsuchen und
> aufschrecken die Leute, die sich durch nichts aus der Ruhe bringen
> lassen und sprechen in ihrem Herzen: Der HERR wird weder Gutes noch
> Böses tun.
> 
> 1:13   Ihre Güter sollen zum Raub werden und ihre Häuser verwüstet. Sie
> werden Häuser bauen und nicht darin wohnen, sie werden Weinberge
> pflanzen und keinen Wein davon trinken.
> 5. Mose 28,30; 28,39; Am 5,11
> 
> 1:14    Des HERRN großer Tag ist nahe, er ist nahe und eilt sehr. Horch,
> der bittere Tag des HERRN! Da werden die Starken schreien.
> Joel 1,15
> 
> 1:15   Denn dieser Tag ist ein Tag des Grimmes, ein Tag der Trübsal und
> der Angst, ein Tag des Wetters und des Ungestüms, ein Tag der
> Finsternis und des Dunkels, ein Tag der Wolken und des Nebels,
> Jer 30,7
> 
> 1:16   ein Tag der Posaune und des Kriegsgeschreis gegen die festen Städte
> und die hohen Zinnen.
> 
> 1:17   Und ich will die Menschen ängstigen, daß sie umhergehen sollen wie
> die Blinden, weil sie wider den HERRN gesündigt haben. Ihr Blut soll
> vergossen werden, als wäre es Staub, und ihre Eingeweide sollen
> weggeworfen werden, als wären sie Kot.
> 
> 1:18   Es wird sie ihr Silber und Gold nicht erretten können am Tage des
> Zorns des HERRN, sondern das ganze Land soll durch das Feuer seines
> Grimms verzehrt werden; denn er wird plötzlich ein Ende machen mit
> allen, die im Lande wohnen.
> Hes 7,19
> 
>          Mahnung zur Demut
> 
> 2:1    Sammelt euch und kommt her, du Volk, das keine Scham kennt,
> 
> 2:2    ehe denn ihr werdet wie Spreu, die vom Winde dahinfährt; ehe denn
> des HERRN grimmiger Zorn über euch kommt; ehe der Tag des Zorns des
> HERRN über euch kommt!
> 
> 2:3    Suchet den HERRN, alle ihr Elenden im Lande, die ihr seine Rechte
> haltet! Suchet Gerechtigkeit, suchet Demut! Vielleicht könnt ihr
> euch bergen am Tage des Zorns des HERRN!
> Am 5,15
> 
> 2:4    Denn Gaza wird verlassen und Aschkelon verwüstet werden. Aschdod
> soll am Mittag vertrieben und Ekron ausgewurzelt werden.
> 
> 2:5    Weh denen, die am Meer hin wohnen, dem Volk der Kreter! Des HERRN
> Wort wird über euch kommen, du Kanaan, der Philister Land; ich will
> dich umbringen, daß niemand mehr da wohnen soll.
> 1. Sam 30,14;  Jer 47,1-7
> 
> 2:6    Dann sollen am Meer hin Hirtenfelder und Schafhürden sein.
> 
> 2:7    Und das Land am Meer soll den Übriggebliebenen vom Hause Juda zuteil
> werden, daß sie darauf weiden, und am Abend sollen sie sich in den
> Häusern von Aschkelon lagern, wenn nun der HERR, ihr Gott, sie
> wiederum heimsuchen und ihre Gefangenschaft wenden wird.
> Kap 3,20
> 
> 2:8    Ich habe das Schmähen Moabs und das Lästern der Ammoniter gehört,
> womit sie mein Volk geschmäht und gegen sein Land großgetan haben.
> Jer 48,1-47;  Jer 49,1-6
> 
> 2:9    Wohlan, so wahr ich lebe! spricht der HERR Zebaoth, der Gott
> Israels: Moab soll wie Sodom und die Ammoniter wie Gomorra werden,
> ein Unkrautfeld und eine Salzgrube und ewige Wüste. Die
> Übriggebliebenen meines Volks sollen sie berauben, und der Rest von
> meinem Volk soll sie beerben.
> 1. Mose 19,24-25
> 
> 2:10   Das soll ihnen begegnen für ihre Hoffart, weil sie das Volk des
> HERRN Zebaoth geschmäht und gegen es großgetan haben.
> 
> 2:11   Heilig wird über ihnen der HERR sein; denn er wird alle Götter auf
> Erden vertilgen, und es sollen ihn anbeten alle Inseln der Heiden,
> ein jeder an seiner Stätte.
> 
> 2:12   Auch ihr Kuschiter sollt durch mein Schwert erschlagen werden.
> Hes 30,9
> 
> 2:13   Und der Herr wird seine Hand ausstrecken nach Norden und Assur
> umbringen. Ninive wird er öde machen, dürr wie eine Wüste,
> Nah 1,1
> 
> 2:14   daß Herden sich darin lagern werden, allerlei Tiere des Feldes.
> Auch Rohrdommeln und Eulen werden wohnen in ihren Säulenknäufen,
> das Käuzchen wird im Fenster schreien und auf der Schwelle der Rabe.
> Jes 13,21;  Jes 34,11
> 
> 2:15   Das ist die fröhliche Stadt, die so sicher wohnte und in ihrem
> Herzen sprach: »Ich bin's, und sonst keine mehr.« Wie ist sie so
> wüst geworden, daß Tiere darin lagern! Wer vorübergeht, pfeift über
> sie und klatscht in die Hände.
> Jes 47,8
> 
>          Drohung gegen das gottlose Jerusalem.
> Verheißung für das arme und geringe Volk in Israel
> 
> 3:1    Weh der widerspenstigen, befleckten, tyrannischen Stadt!
> 
> 3:2    Sie will nicht gehorchen noch sich zurechtweisen lassen; sie will
> auf den HERRN nicht trauen noch sich zu ihrem Gott halten.
> 
> 3:3    Ihre Oberen sind brüllende Löwen und ihre Richter Wölfe am Abend,
> die nichts bis zum Morgen übriglassen.
> Hes 22,27
> 
> 3:4    Ihre Propheten sind leichtfertig und voll Trug; ihre Priester
> entweihen das Heiligtum und deuten das Gesetz freventlich.
> Mi 3,11
> 
> 3:5    Der HERR handelt gerecht in ihrer Mitte und tut kein Arges. Er
> bringt alle Morgen sein Recht ans Licht, und es bleibt nicht aus;
> aber der Frevler kennt keine Scham.
> 
> 3:6    Ich habe Völker ausgerottet, ihre Burgen verwüstet und ihre Gassen
> so leer gemacht, daß niemand darauf geht; ihre Städte sind zerstört,
> daß niemand mehr darin wohnt.
> 
> 3:7    Ich sprach: Mich sollst du fürchten und dich zurechtweisen lassen -,
> so würde ihre Wohnung nicht ausgerottet und nichts von allem kommen,
> womit ich sie heimsuchen wollte. Aber sie sind von jeher eifrig
> dabei, alles Böse zu tun.
> 
> 3:8    Darum wartet auf mich, spricht der HERR, bis auf den Tag, an dem
> ich zum letzten Gericht auftrete; denn mein Beschluß ist es, die
> Völker zu versammeln und die Königreiche zusammenzubringen, um
> meinen Zorn über sie auszuschütten, ja, alle Glut meines Grimmes;
> denn alle Welt soll durch meines Eifers Feuer verzehrt werden.
> Joel 4,2;  Ps 79,6
> 
> 3:9    Dann aber will ich den Völkern reine Lippen geben, daß sie alle des
> HERRN Namen anrufen sollen und ihm einträchtig dienen.
> 
> 3:10   Von jenseits der Ströme von Kusch werden meine Anbeter, mein
> zerstreutes Volk, mir Geschenke bringen.
> Ps 68,32; Jes 18,1;  Apg 8,27
> 
> 3:11   Zur selben Zeit wirst du dich all deiner Taten nicht mehr zu schämen
> brauchen, mit denen du dich gegen mich empört hast; denn ich will
> deine stolzen Prahler von dir tun, und du wirst dich nicht mehr
> überheben auf meinem heiligen Berge.
> 
> 3:12   Ich will in dir übriglassen ein armes und geringes Volk; die werden
> auf des HERRN Namen trauen.
> Hes 6,8
> 
> 3:13   Und diese Übriggebliebenen in Israel werden nichts Böses tun noch
> Lüge reden, und man wird in ihrem Munde keine betrügerische Zunge
> finden, sondern sie sollen weiden und lagern ohne alle Furcht.
> 
> 3:14    Jauchze, du Tochter Zion! Frohlocke, Israel! Freue dich und sei
> fröhlich von ganzem Herzen, du Tochter Jerusalem!
> Sach 9,9
> 
> 3:15   Denn der HERR hat deine Strafe weggenommen und deine Feinde
> abgewendet. Der HERR, der König Israels, ist bei dir, daß du dich
> vor keinem Unheil mehr fürchten mußt.
> 
> 3:16   Zur selben Zeit wird man sprechen zu Jerusalem: Fürchte dich nicht,
> Zion! Laß deine Hände nicht sinken!
> 
> 3:17   Denn der HERR, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland. Er wird
> sich über dich freuen und dir freundlich sein, er wird dir vergeben
> in seiner Liebe und wird über dich mit Jauchzen fröhlich sein.
> Jes 62,5
> 
> 3:18   Wie an einem festlichen Tage nehme ich von dir hinweg das Unheil,
> daß du seinetwegen keine Schmach mehr trägst.
> 
> 3:19   Siehe, zur selben Zeit will ich mit allen denen ein Ende machen, die
> dich bedrängen, und will den Hinkenden helfen und die Zerstreuten
> sammeln und will sie zu Lob und Ehren bringen in allen Landen, wo
> man sie verachtet.
> Mi 4,7
> 
> 3:20   Zur selben Zeit will ich euch heimbringen und euch zur selben Zeit
> sammeln; denn ich will euch zu Lob und Ehren bringen unter allen
> Völkern auf Erden, wenn ich eure Gefangenschaft wenden werde vor
> euren Augen, spricht der HERR.
> Kap 2,7; Jer 29,14
>
> — *35ZEFANJA*

