# 46STESTER

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> Artaxerxes befiehlt, das jüdische Volk auszurotten
> 
> (zu Est 3,13)
> 1:1    So lautete aber das Schreiben: Der Großkönig Artaxerxes entbietet
> den Statthaltern der hundertundsiebenundzwanzig Provinzen vom Indus
> bis zum Nil und den Fürsten, die seiner Herrschaft untertan sind,
> seinen Gruß.
> Während das hebräische Buch Ester den König Ahasveros (griechisch =
> Xerxes, 485-465 v. Chr.) nennt, sprechen die griechische Übersetzung
> des Buches wie auch die Stücke zum Buch Ester von König Artaxerxes.
> 
> 1:2    Obwohl ich über viele Völker herrsche und über die ganze Erde Gewalt
> habe, wollte ich doch nicht überheblich werden in meiner Macht,
> sondern war darauf bedacht, meine Untertanen gnädig und mild zu
> regieren, damit ein jeder ohne Furcht in Ruhe leben und den lieben
> Frieden genießen könnte, nach dem jedermann verlangt.
> 1. Tim 2,2
> 
> 1:3    Daher überlegte ich mit meinen Ratgebern, wie das geschehen könnte.
> Da wies mich Haman, mein besonnenster, ergebenster und getreuester
> Ratgeber, der nach dem König der Höchste ist, darauf hin, daß es ein
> Volk gibt, über die ganze Erde zerstreut, das seine besonderen
> Gesetze hält und dadurch überall zu Land und Leuten im Gegensatz
> steht, die Gebote der Könige unablässig mißachtet und Frieden und
> Einigkeit im Reich durch seinen Eigensinn verhindert.
> 
> 1:4    Wir vernahmen also, daß sich ein einziges Volk gegen alle Welt
> stellt, verkehrte Gesetze hält und unsern Geboten ungehorsam ist,
> wodurch es großen Schaden tut und Frieden und Einigkeit in unserm
> Reich stört. Deshalb haben wir befohlen: Alle, die Haman, der
> Höchste nach dem König, der über alle Provinzen gesetzt ist und den
> wir wie einen Vater ehren, benennen wird, sollen mit Weib und Kind
> durchs Schwert der Feinde ohne alles Erbarmen umgebracht und niemand
> verschont werden, und zwar am vierzehnten Tag im Adar, dem zwölften
> Monat, in diesem Jahr. So sollen diese ruchlosen Menschen an einem
> einzigen Tag erschlagen werden und damit unserm Reich den Frieden
> zurückgeben, den sie gestört haben.
> 5. Mose 4,8;  Dan 3,8-12;  2. Makk 14,6-10; Apg 17,6
> 1. Mose 41,40; 41,43
> 
>          Das Gebet Mordechais
> 
> (zu Est 4,17)
> 2:1    Und Mordechai betete zum Herrn und dachte an alle seine Wunderwerke
> und sprach: Herr, Herr, du bist der allmächtige König; es steht
> alles in deiner Macht, und deinem Willen kann niemand widerstehen,
> wenn du Israel retten willst.
> Ps 105,4-5;  Ps 93,1
> 
> 2:2    Du hast Himmel und Erde gemacht und alles, was unter dem Himmel ist.
> 
> 2:3    Du bist Herr über alle, und niemand kann deiner Herrlichkeit
> widerstehen.
> 2. Chr 20,6
> 
> 2:4    Du weißt alle Dinge; du, Herr, weißt auch, daß es weder aus Hochmut
> noch aus Stolz noch aus Ehrgeiz geschehen ist, wenn ich vor diesem
> überheblichen Haman nicht niedergefallen bin; denn ich wäre bereit,
> ihm sogar die Fußsohlen zu küssen, wenn ich Israel damit retten
> könnte. Ich habe es vielmehr aus Furcht davor getan, die Ehre, die
> meinem Gott gebührt, einem Menschen zu geben und einen andern
> anzubeten als meinen Gott.
> Joh 21,17;  Röm 9,3;  Dan 3,17-18; Apg 5,29
> 
> 2:5     Und nun, Herr, Gott, König, Gott Abrahams, erbarme dich über dein
> Volk! Denn unsere Feinde wollen uns vertilgen und dein Erbe
> ausrotten, das von Anfang an dir gehört hat.
> (5 und 6) 5. Mose 9,26
> 
> 2:6    Verachte dein Eigentum nicht, das du dir aus Ägypten erlöst hast!
> 
> 2:7    Erhöre mein Gebet und sei deinem Erbteil gnädig und verwandle unser
> Trauern in Freude, damit wir leben und deinen Namen, Herr, preisen;
> und laß denen nicht den Mund gestopft werden, die dich loben!
> 
> 2:8    Und ganz Israel rief mit aller Kraft zum Herrn; denn sie hatten den
> sicheren Tod vor Augen.
> 
>          Das Gebet der Königin Ester
> 
> (Fortsetzung des vorigen Stückes: zu Est 4)
> 3:1     Auch die Königin Ester nahm in Todesangst zum Herrn ihre Zuflucht
> (1-12) Esr 9,3-15; Dan 9,3-19
> 
> 3:2    und legte ihre königlichen Kleider ab und zog Trauerkleider an, und
> statt der kostbaren Salben tat sie Asche und Staub auf ihr Haupt und
> demütigte ihren Leib durch Fasten, und wo sie früher fröhlich
> gewesen war, raufte sie sich jetzt die Haare.
> 
> 3:3    Und sie betete zum Herrn, dem Gott Israels, und sprach:
> 
> 3:4    Du mein Herr, der du allein unser König bist, hilf mir; denn ich bin
> allein und habe keinen andern Helfer als dich und muß mich nun in
> Gefahr stürzen.
> 
> 3:5    Ich habe von meinem Vater gehört, daß du, Herr, Israel von allen
> Heiden abgesondert hast und unsere Väter von all ihren Vorfahren,
> damit sie dein ewiges Erbe sein sollten, und daß du ihnen gehalten
> hast, was du zugesagt hattest.
> 1. Mose 12,1;  5. Mose 6,20-23
> 
> 3:6    Wir haben vor dir gesündigt; darum hast du uns in die Hände unserer
> Feinde gegeben, weil wir ihre Götter geehrt haben; Herr, du bist
> gerecht!
> 
> 3:7    Aber nun genügt es ihnen nicht, uns in harter Knechtschaft zu
> halten; sondern sie schreiben die Gewalt, die sie üben, der Macht
> ihrer Götzen zu, wollen deine Verheißungen zunichte machen und dein
> Erbe ausrotten und denen den Mund stopfen, die dich loben, und
> deinen herrlichen Tempel und Altar zerstören. Das Maul der Heiden
> aber wollen sie auftun, die Macht der Götzen preisen und einen
> sterblichen König rühmen immer und ewig.
> 5. Mose 32,26-27
> 
> 3:8    Herr, gib nicht dein Zepter denen, die doch nichts sind; laß sie
> nicht spotten über unsern Untergang, sondern laß ihr Vorhaben auf
> sie zurückschlagen und brandmarke den, der das gegen uns angezettelt
> hat!
> Ps 62,10
> 
> 3:9    Denk an uns, Herr, und zeige dich in unsrer Not und gib mir Mut, du
> König aller Götter und Herrscher über alle Gewalt! Lehre mich, wie
> ich recht reden soll vor dem Löwen, und verwandle sein Herz, daß er
> unserm Feinde feind wird, damit der samt all seinen Anhängern
> umkommt!
> Mt 10,19;  Spr 20,2
> 
> 3:10   Uns aber errette durch deine Hand und hilf mir; denn ich habe keine
> andre Hilfe als dich, Herr, allein, der du alle Dinge weißt
> 
> 3:11   und erkennst, daß ich die Ehre hasse, die ich bei den Gottlosen
> habe, und die Ehe mit dem Unbeschnittenen wie überhaupt mit einem
> Fremden verabscheue. Du weißt, welche Not es mir macht, daß ich das
> stolze Zeichen meiner Herrlichkeit, das ich verabscheue, doch auf
> meinem Haupte trage, wenn ich mich zeigen muß; ich verabscheue es
> wie einen beschmutzten Lappen und trag's nicht, wenn ich mich nicht
> zu zeigen brauche. Auch hab ich nie an Hamans Tisch gegessen noch
> an einem Gelage des Königs Gefallen gehabt noch vom Opferwein
> getrunken. Und deine Magd hat sich niemals gefreut, seit ich
> hierhergebracht worden bin, bis auf diesen Tag,
> Dan 1,8; Jdt 12,2;  Ps 137,1
> 
> 3:12   außer an dir allein, Herr, du Gott Abrahams. Erhöre, Gott, der du
> Macht hast über alle, die Stimme derer, die keine andre Hoffnung
> haben, und errette uns aus der Hand der Gottlosen und befreie mich
> aus meinen Ängsten!
> 
>          Ester geht zum König
> 
> (zu Est 5,1)
> 4:1     Und am dritten Tage zog sie die Bußkleider aus und legte ihren
> königlichen Schmuck an.
> (1-3) Jdt 10,1-6
> 
> 4:2    Und als sie in ihrer Herrlichkeit erschien, rief sie Gott, den
> Heiland, an, der alles sieht, und nahm zwei Dienerinnen mit sich und
> lehnte sich vornehm auf die eine; die andere aber folgte ihr und
> trug ihr die Schleppe.
> 
> 4:3    Und sie erstrahlte in voller Schönheit, und ihr Angesicht war heiter
> und lieblich, aber ihr Herz war wie abgeschnürt vor Angst und Sorge.
> 
> 4:4    Und als sie alle Türen durchschritten hatte, trat sie vor den König,
> der auf seinem königlichen Thron saß in seinen königlichen Kleidern,
> übersät von Gold und Edelsteinen; und er war furchterregend
> anzusehen.
> 
> 4:5    Als er nun aufblickte und sie in höchstem Zorn ansah, erblaßte die
> Königin und sank in Ohnmacht und ließ das Haupt auf die Dienerin
> sinken.
> 
> 4:6    Da wandelte Gott dem König das Herz zur Milde, und ihm wurde angst
> um sie, und er sprang auf von seinem Thron und umfing sie mit seinen
> Armen, bis sie wieder zu sich kam, und sprach sie freundlich an: Was
> ist dir, Ester? Ich bin dein Bruder; fürchte dich nicht! Du sollst
> nicht sterben. Denn dies Verbot betrifft alle andern, aber doch
> nicht dich!
> 1. Kön 20,32
> 
> 4:7    Tritt heran!
> 
> 4:8    Und er hob das goldene Zepter auf und legte es auf ihre Schulter,
> küßte sie und sagte: Sprich doch!
> Est 4,11
> 
> 4:9    Und sie antwortete: Als ich dich ansah, Herr, war mir, als sähe ich
> einen Engel Gottes; darum erschrak ich vor deiner Majestät.
> 2. Sam 14,17; 14,20
> 
> 4:10   Denn du bist bewundernswürdig, Herr, und dein Angesicht ist voller
> Huld.
> 
> 4:11   Und als sie so redete, sank sie abermals in Ohnmacht und fiel zu
> Boden.
> 
> 4:12   Der König aber erschrak, und all seine Diener sprachen ihr Mut zu.
> 
>          Artaxerxes befiehlt, dem jüdischen Volk beizustehen
> 
> (zu Est 8,12)
> 5:1    Artaxerxes, der Großkönig, entbietet den Statthaltern der
> hundertundsiebenundzwanzig Provinzen vom Indus bis zum Nil samt den
> Fürsten, die unserm Befehl gehorsam sind, seinen Gruß.
> Est 1,1
> 
> 5:2    Wir befinden, daß viele die Gnade ihrer Fürsten mißbrauchen und von
> der Ehre, die ihnen widerfährt, so übermütig werden, daß sie nicht
> allein darauf ausgehen, die Untertanen ihrer Könige zu bedrücken,
> sondern auch nicht mehr ertragen können, daß ihnen Ehren verliehen
> worden sind, und deshalb sogar denen Schlingen legen, denen sie
> alles verdanken.
> 
> 5:3    Und sie begnügen sich nicht damit, den empfangenen Wohltaten
> gegenüber undankbar zu sein und das zu verletzen, was unter Menschen
> recht und billig ist, sondern sie meinen sogar, sie könnten dem
> Urteil Gottes entgehen, der doch alles wahrnimmt.
> 
> 5:4    Sie betrügen auch arglose Fürsten, um unschuldiges Blut vergießen
> und diejenigen, die treu und redlich dienen, in alles Unglück
> bringen zu können.
> Dan 6,5
> 
> 5:5    Davon findet man Beispiele nicht allein in den alten
> Überlieferungen, sondern auch in dem, was sich täglich ereignet,
> wieviel Unrecht solche ungetreuen Würdenträger in ihrer Verderbtheit
> anrichten.
> 
> 5:6    Uns aber gebührt, darauf zu sehen, daß hinfort Friede im Reich
> bleibe.
> 
> 5:7    Dabei müssen wir je nach den Umständen und Notwendigkeiten des
> Augenblicks unsere Anweisungen ändern und über das, was uns vor
> Augen kommt, mit größter Sorgfalt urteilen.
> Est 1,19
> 
> 5:8    So hat nun Haman, der Sohn Hammedatas, ein Mazedonier, der in
> Wahrheit nicht persischen Blutes ist und daher keinen Anspruch auf
> unsre Großmut hat, bei uns gastliche Aufnahme gefunden und all die
> Leutseligkeit erfahren, die wir allen Nationen erweisen, und das so
> sehr, daß wir ihn unsern Vater genannt haben und er von jedermann
> als der Erste nach dem König geehrt worden ist. Da ist er so
> anmaßend geworden, daß er darauf ausging, uns um Königreich und
> Leben zu bringen.
> Kap 1,3-4
> 
> 5:9    Denn er hat Mordechai, der durch seine Treue und sein Verdienst
> unser Leben errettet hat, und unsere untadelige Gemahlin, die
> Königin Ester, samt ihrem ganzen Volk mit einem Netz hinterlistiger
> Anschläge verklagt, damit sie umgebracht würden. Wenn sie dann
> beseitigt und wir ohne Stütze wären, gedachte er, auch uns
> nachzustellen und das Reich der Perser an die Mazedonier zu bringen.
> Est 2,19-23
> 
> 5:10   Wir befinden aber, daß die Juden, die dieser Erzfrevler töten lassen
> wollte, völlig unschuldig sind, vielmehr nach gerechten Gesetzen
> leben und Kinder des höchsten, größten und ewigen Gottes sind, der
> unsern Vorfahren und uns dies Reich gegeben hat und noch erhält.
> 5. Mose 4,6-8;  Dan 4,14; 5,18
> 
> 5:11   Darum sollt ihr euch nicht verhalten nach dem Schreiben, das Haman
> ausgesandt hat.
> Kap 1,4
> 
> 5:12   Denn um solcher Untat willen ist er mit seinem ganzen Geschlecht vor
> den Toren von Susa an den Galgen gehängt worden; und so hat ihm
> Gott sehr bald vergolten, wie er's verdient hat.
> Est 7,10
> 
> 5:13   Aber dies Gebot, das wir euch jetzt zuschicken, sollt ihr in allen
> Städten verkünden, damit die Juden frei nach ihren Gesetzen leben
> können.
> 
> 5:14   Und wo man ihnen am Tag ihrer Not, am dreizehnten Tage des zwölften
> Monats, des Adar, Gewalt antun will, da sollt ihr ihnen beistehen,
> daß sie sich an eben diesem Tage wehren können. Denn diesen Tag, an
> dem sie, das auserwählte Volk, umkommen sollten, hat ihnen der
> allmächtige Gott zur Freude gemacht.
> Est 3,13;  Jes 41,8
> 
> 5:15   Darum sollt auch ihr neben den andern Feiertagen diesen Tag feiern
> mit aller Freude, damit er uns und allen, die den Persern treu sind,
> Heil bedeute, aber denen, die gegen uns Ränke schmieden, eine
> Mahnung sei an ihren sicheren Untergang.
> 
> 5:16   Jedes Land aber und jede Stadt, die dies Gebot nicht halten, die
> sollen mit Schwert und Feuer vertilgt werden, so daß weder Mensch
> noch Tier noch Vogel hinfort darin wohnen können, zum warnenden
> Beispiel, wie Verachtung und Ungehorsam bestraft werden.
> Zef 1,3
> 
>          Der Traum Mordechais
> 
> (In der griechischen Übersetzung vor: Est 1,1)
> 6:1    Im zweiten Jahr des Großkönigs Artaxerxes, am ersten Tage des Monats
> Nisan, hatte Mordechai, der Sohn Jaïrs, des Sohnes Simeïs, des
> Sohnes des Kisch, vom Stamm Benjamin, einen Traum. Er war ein Jude
> und wohnte in der Stadt Susa und war ein vornehmer Mann und einer
> der Ersten am königlichen Hofe.
> 1. Sam 9,1
> 
> 6:2    Er war aber einer der Gefangenen, die Nebukadnezar, der König von
> Babel, mit Jechonja, dem König von Juda, von Jerusalem weggeführt
> hatte. Und das war sein Traum:
> 2. Kön 24,15
> Jechonja = Jojachin (2. Kön 24,6).
> 
> 6:3    Es erhob sich Geschrei und Getümmel, Donner und Erdbeben und ein
> Schrecken auf Erden. Und siehe, da erschienen zwei große Drachen,
> die gingen kampfbereit aufeinander los.
> 
> 6:4    Und auf ihr Geschrei hin machten alle Völker sich auf, um gegen ein
> Volk von Gerechten zu kämpfen.
> Ps 2,1
> 
> 6:5    Und es war ein Tag großer Finsternis, Trübsal und Angst; großer
> Jammer und Schrecken war auf Erden.
> 
> 6:6    Und das Volk der Gerechten war sehr bestürzt, und sie befürchteten
> Unheil für sich und machten sich auf den Tod gefaßt,
> 
> 6:7    und sie schrien zu Gott. Und auf ihr Schreien hin ergoß sich ein
> großer Wasserstrom aus einer kleinen Quelle.
> 
> 6:8    Und die Sonne ging auf, und es wurde hell; und die Geringen wurden
> erhöht und brachten die Angesehenen um.
> 
> 6:9    Als nun Mordechai nach dem Traum erwachte, bedachte er, was Gott
> damit meinte, und behielt den Traum in seinem Herzen und dachte ihm
> nach bis in die Nacht und hätte gern gewußt, was er bedeutete.
> 
>          Mordechai deutet seinen Traum
> 
> (zu Est 10,3)
> 7:1    Und Mordechai sagte: Gott hat das alles geschickt.
> 
> 7:2    Ich denke an meinen Traum; denn nichts davon ist unerfüllt
> geblieben.
> 
> 7:3    Die kleine Quelle, die ein großer Wasserstrom wurde, als die Sonne
> schien und es hell wurde, das ist Ester, die der König zur Gemahlin
> genommen und zur Königin gemacht hat.
> 
> 7:4    Die beiden Drachen sind ich und Haman.
> 
> 7:5    Die Völker, die zusammenkamen, sind die, die den Namen der Juden
> austilgen wollten.
> 
> 7:6    Mein Volk, das ist Israel, das zum Herrn rief; und der Herr half
> seinem Volk und erlöste uns aus allen diesen Nöten. Und er tat große
> Zeichen und Wunder unter den Völkern. So hatte denn Gott einst zwei
> Lose gemacht, eins für das Volk Gottes und das andere für alle
> übrigen Völker. Und diese beiden Lose kamen vor Gott, zur Zeit und
> zur Stunde und zum Tag des Gerichts, und zwar für alle Völker. Und
> Gott dachte an sein Volk und gab seinem Erbteil den Sieg.
> In dem Wort »Lose« (hebr. purim) liegt eine Anspielung auf das
> Purimfest vor; vgl. 7,8 und Est 9,24.
> 
> 7:7    Und diese Tage soll man halten im Monat Adar, am vierzehnten und
> fünfzehnten Tag desselben Monats: mit allem Eifer und mit Freuden
> soll das Volk zusammenkommen; und es soll fortan so gehalten werden
> von Geschlecht zu Geschlecht im Volk Israel.
> Est 9,27
> 
> Die Nachschrift zur griechischen Übersetzung
> 
> (In früheren Bibelausgaben: Kap 5)
> 7:8    Im vierten Jahr des Königs Ptolemäus und der Kleopatra brachten
> Dositheus, der sich als Priester aus dem Stamm Levi vorstellte, und
> Ptolemäus, sein Sohn, dies Schreiben über das Purimfest und sagten,
> daß es Lysimachus, ein Sohn des Ptolemäus, in Jerusalem übersetzt
> hätte.
> Est 9,29
>
> — *46STESTER*

