# N25HEBRAEER

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> 1:1    Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat
> zu den Vätern durch die Propheten,
> 
> 1:2    hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er
> eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welt
> gemacht hat.
> Ps 2,8;  Joh 1,3; Kol 1,16
> 
> 1:3    Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines
> Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat
> vollbracht die Reinigung von den Sünden und hat sich gesetzt zur
> Rechten der Majestät in der Höhe
> Weish 7,26; 2. Kor 4,4; Kol 1,15;  Kap 9,14; 9,26;  Mk 16,19
> 
> 1:4    und ist so viel höher geworden als die Engel, wie der Name, den er
> ererbt hat, höher ist als ihr Name.
> 1. Petr 3,22;  Phil 2,9
> 
> Der Sohn höher als die Engel
> 
> 1:5    Denn zu welchem Engel hat Gott jemals gesagt (Psalm 2,7): »Du bist
> mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt«? Und wiederum (2. Samuel
> 7,14): »Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein«?
> 
> 1:6    Und wenn er den Erstgeborenen wieder einführt in die Welt, spricht
> er (Psalm 97,7): »Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten.«
> Röm 8,29
> 
> 1:7    Von den Engeln spricht er zwar (Psalm 104,4): »Er macht seine Engel
> zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen«,
> 
> 1:8    aber von dem Sohn (Psalm 45,7-8): »Gott, dein Thron währt von
> Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Gerechtigkeit ist das
> Zepter deines Reiches.
> 
> 1:9    Du hast geliebt die Gerechtigkeit und gehaßt die Ungerechtigkeit;
> darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl wie keinen
> deinesgleichen.«
> 
> 1:10   Und (Psalm 102,26-28): »Du, Herr, hast am Anfang die Erde gegründet,
> und die Himmel sind deiner Hände Werk.
> 
> 1:11   Sie werden vergehen, du aber bleibst. Sie werden alle veralten wie
> ein Gewand;
> 
> 1:12   und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, wie ein Gewand
> werden sie gewechselt werden. Du aber bist derselbe, und deine Jahre
> werden nicht aufhören.«
> 
> 1:13   Zu welchem Engel aber hat er jemals gesagt (Psalm 110,1): »Setze
> dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße
> mache«?
> 
> 1:14   Sind sie nicht allesamt dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst
> um derer willen, die das Heil ererben sollen?
> Ps 34,8; 91,11-12
> 
>   2:1    Darum sollen wir desto mehr achten auf das Wort, das wir hören,
> damit wir nicht am Ziel vorbeitreiben.
> 
> 2:2    Denn wenn das Wort fest war, das durch die Engel gesagt ist, und
> jede Übertretung und jeder Ungehorsam den rechten Lohn empfing,
> Apg 7,53; Gal 3,19
> 
> 2:3    wie wollen wir entrinnen, wenn wir ein so großes Heil nicht achten,
> das seinen Anfang nahm mit der Predigt des Herrn und bei uns
> bekräftigt wurde durch die, die es gehört haben?
> Kap 10,29; 12,25
> 
> 2:4    Und Gott hat dazu Zeugnis gegeben durch Zeichen, Wunder und
> mancherlei mächtige Taten und durch die Austeilung des heiligen
> Geistes nach seinem Willen.
> Mk 16,20; 2. Kor 12,12;  1. Kor 12,4-11;  Apg 2,1-13; 10,44-45
> 
> Die Erniedrigung und Erhöhung Christi
> 
> 2:5    Denn nicht den Engeln hat er untertan gemacht die zukünftige Welt,
> von der wir reden.
> 
> 2:6    Es bezeugt aber einer an einer Stelle und spricht (Psalm 8,5-7):
> »Was ist der Mensch, daß du seiner gedenkst, und des Menschen Sohn,
> daß du auf ihn achtest?
> 
> 2:7    Du hast ihn eine kleine Zeit niedriger sein lassen als die Engel;
> mit Preis und Ehre hast du ihn gekrönt;
> 
> 2:8    alles hast du unter seine Füße getan.« Wenn er ihm alles unter die
> Füße getan hat, so hat er nichts ausgenommen, was ihm nicht untertan
> wäre. Jetzt aber sehen wir noch nicht, daß ihm alles untertan ist.
> 
> 2:9    Den aber, der »eine kleine Zeit niedriger gewesen ist als die
> Engel«, Jesus, sehen wir durch das Leiden des Todes »gekrönt mit
> Preis und Ehre«; denn durch Gottes Gnade sollte er für alle den Tod
> schmecken.
> Phil 2,8-9
> 
> 2:10   Denn es ziemte sich für den, um dessentwillen alle Dinge sind und
> durch den alle Dinge sind, daß er den, der viele Söhne zur
> Herrlichkeit geführt hat, den Anfänger ihres Heils, durch Leiden
> vollendete.
> Kap 12,2
> 
> 2:11   Denn weil sie alle von einem kommen, beide, der heiligt und die
> geheiligt werden, darum schämt er sich auch nicht, sie Brüder zu
> nennen,
> Joh 17,19;  Mk 3,34-35; Joh 20,17
> 
> 2:12   und spricht (Psalm 22,23): »Ich will deinen Namen verkündigen meinen
> Brüdern und mitten in der Gemeinde dir lobsingen.«
> 
> 2:13   Und wiederum (Jesaja 8,17): »Ich will mein Vertrauen auf ihn
> setzen«; und wiederum (Jesaja 8,18): »Siehe, hier bin ich und die
> Kinder, die mir Gott gegeben hat.«
> 
> 2:14   Weil nun die Kinder von Fleisch und Blut sind, hat auch er's
> gleichermaßen angenommen, damit er durch seinen Tod die Macht nähme
> dem, der Gewalt über den Tod hatte, nämlich dem Teufel,
> 2. Tim 1,10; 1. Joh 3,8
> 
> 2:15   und die erlöste, die durch Furcht vor dem Tod im ganzen Leben
> Knechte sein mußten.
> 
> 2:16   Denn er nimmt sich nicht der Engel an, sondern der Kinder Abrahams
> nimmt er sich an.
> 
> 2:17   Daher mußte er in allem seinen Brüdern gleich werden, damit er
> barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, zu sühnen
> die Sünden des Volkes.
> Phil 2,7
> 
> 2:18   Denn worin er selber gelitten hat und versucht worden ist, kann er
> helfen denen, die versucht werden.
> Kap 4,15
> 
>          Christus höher als Mose
> 
> 3:1    Darum, ihr heiligen Brüder, die ihr teilhabt an der himmlischen
> Berufung, schaut auf den Apostel und Hohenpriester, den wir
> bekennen, Jesus,
> Kap 4,14
> 
> 3:2    der da treu ist dem, der ihn gemacht hat, wie auch Mose in Gottes
> ganzem Hause.
> 4. Mose 12,7
> 
> 3:3    Er ist aber größerer Ehre wert als Mose, so wie der Erbauer des
> Hauses größere Ehre hat als das Haus.
> 
> 3:4    Denn jedes Haus wird von jemandem erbaut; der aber alles erbaut hat,
> das ist Gott.
> 
> 3:5    Und Mose zwar war treu in Gottes ganzem Hause als Knecht, zum
> Zeugnis für das, was später gesagt werden sollte,
> 
> 3:6    Christus aber war treu als Sohn über Gottes Haus. Sein Haus sind
> wir, wenn wir das Vertrauen und den Ruhm der Hoffnung festhalten.
> Eph 2,19; 1. Petr 2,5
> 
> Die verwirkte Gottesruhe
> 
> 3:7    Darum, wie der heilige Geist spricht (Psalm 95,7-11): »Heute, wenn
> ihr seine Stimme hören werdet,
> Kap 4,7
> 
> 3:8    so verstockt eure Herzen nicht, wie es geschah bei der Verbitterung
> am Tage der Versuchung in der Wüste,
> 2. Mose 17,7; 4. Mose 20,2-5
> 
> 3:9    wo mich eure Väter versuchten und prüften und hatten doch meine
> Werke gesehen vierzig Jahre lang.
> 
> 3:10   Darum wurde ich zornig über dieses Geschlecht und sprach: Immer
> irren sie im Herzen! Aber sie verstanden meine Wege nicht,
> 
> 3:11   so daß ich schwor in meinem Zorn: Sie sollen nicht zu meiner Ruhe
> kommen.«
> Kap 4,3; 4. Mose 14,21-23
> 
> 3:12   Seht zu, liebe Brüder, daß keiner unter euch ein böses, ungläubiges
> Herz habe, das abfällt von dem lebendigen Gott;
> 
> 3:13   sondern ermahnt euch selbst alle Tage, solange es »heute« heißt,
> daß nicht jemand unter euch verstockt werde durch den Betrug der
> Sünde.
> 1. Thess 5,11
> 
> 3:14   Denn wir haben an Christus Anteil bekommen, wenn wir die Zuversicht
> vom Anfang bis zum Ende festhalten.
> Kap 6,11
> 
> 3:15   Wenn es heißt: »Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so
> verstockt eure Herzen nicht, wie es bei der Verbitterung geschah« -
> 
> 3:16   wer hat sie denn gehört und sich verbittert? Waren's nicht alle, die
> von Ägypten auszogen mit Mose?
> 
> 3:17   Und über wen war Gott zornig vierzig Jahre lang? War's nicht über
> die, die sündigten und deren Leiber in der Wüste zerfielen?
> 4. Mose 14,29; 1. Kor 10,10
> 
> 3:18   Wem aber schwor er, daß sie nicht zu seiner Ruhe kommen sollten,
> wenn nicht den Ungehorsamen?
> 
> 3:19   Und wir sehen, daß sie nicht dahin kommen konnten wegen des
> Unglaubens.
> 
>          Die verheißene Gottesruhe
> 
> 4:1    So laßt uns nun mit Furcht darauf achten, daß keiner von euch etwa
> zurückbleibe, solange die Verheißung noch besteht, daß wir zu seiner
> Ruhe kommen.
> 
> 4:2    Denn es ist auch uns verkündigt wie jenen. Aber das Wort der Predigt
> half jenen nichts, weil sie nicht glaubten, als sie es hörten.
> 
> 4:3    Denn wir, die wir glauben, gehen ein in die Ruhe, wie er gesprochen
> hat (Psalm 95,11): »Ich schwor in meinem Zorn: Sie sollen nicht zu
> meiner Ruhe kommen.« Nun waren ja die Werke von Anbeginn der Welt
> fertig;
> Kap 3,11
> 
> 4:4    denn so hat er an einer andern Stelle gesprochen vom siebenten Tag
> (1. Mose 2,2): »Und Gott ruhte am siebenten Tag von allen seinen
> Werken.«
> 
> 4:5    Doch an dieser Stelle wiederum: »Sie sollen nicht zu meiner Ruhe
> kommen.«
> 
> 4:6    Da es nun bestehen bleibt, daß einige zu dieser Ruhe kommen sollen,
> und die, denen es zuerst verkündigt ist, nicht dahin gekommen sind
> wegen des Ungehorsams,
> 
> 4:7    bestimmt er abermals einen Tag, ein »Heute«, und spricht nach so
> langer Zeit durch David, wie eben gesagt: »Heute, wenn ihr seine
> Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht.«
> Kap 3,7
> 
> 4:8    Denn wenn Josua sie zur Ruhe geführt hätte, würde Gott nicht danach
> von einem andern Tag geredet haben.
> 5. Mose 31,7; Jos 22,4
> 
> 4:9    Es ist also noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes.
> 
> 4:10   Denn wer zu Gottes Ruhe gekommen ist, der ruht auch von seinen
> Werken so wie Gott von den seinen.
> Offb 14,13
> 
> 4:11   So laßt uns nun bemüht sein, zu dieser Ruhe zu kommen, damit nicht
> jemand zu Fall komme durch den gleichen Ungehorsam.
> Kap 3,16-19
> 
> 4:12   Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als
> jedes zweischneidige Schwert, und dringt durch, bis es scheidet
> Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der
> Gedanken und Sinne des Herzens.
> Offb 2,12;  Jer 23,29
> 
> 4:13   Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß
> und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben
> müssen.
> 
> Christus der wahre Hohepriester
> 
> 4:14   Weil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn
> Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so laßt uns festhalten
> an dem Bekenntnis.
> Kap 3,1; 9,11-12;  Kap 10,23
> 
> 4:15   Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit
> leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in
> allem wie wir, doch ohne Sünde.
> Kap 2,18;  Joh 8,46
> 
> 4:16   Darum laßt uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade,
> damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit,
> wenn wir Hilfe nötig haben.
> Röm 3,25; 5,2
> 
>   5:1    Denn jeder Hohepriester, der von den Menschen genommen wird, der
> wird eingesetzt für die Menschen zum Dienst vor Gott, damit er Gaben
> und Opfer darbringe für die Sünden.
> 
> 5:2    Er kann mitfühlen mit denen, die unwissend sind und irren, weil er
> auch selber Schwachheit an sich trägt.
> 
> 5:3    Darum muß er, wie für das Volk, so auch für sich selbst opfern für
> die Sünden.
> 3. Mose 9,7
> 
> 5:4    Und niemand nimmt sich selbst die hohepriesterliche Würde, sondern
> er wird von Gott berufen wie auch Aaron.
> 2. Mose 28,1
> 
> 5:5    So hat auch Christus sich nicht selbst die Ehre beigelegt,
> Hoherpriester zu werden, sondern der, der zu ihm gesagt hat (Psalm
> 2,7): »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.«
> 
> 5:6    Wie er auch an anderer Stelle spricht (Psalm 110,4): »Du bist ein
> Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.«
> Kap 6,20
> 
> 5:7    Und er hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen
> mit lautem Schreien und mit Tränen dem dargebracht, der ihn vom Tod
> erretten konnte; und er ist auch erhört worden, weil er Gott in
> Ehren hielt.
> Mt 26,39-46
> 
> 5:8    So hat er, obwohl er Gottes Sohn war, doch an dem, was er litt,
> Gehorsam gelernt.
> Phil 2,8
> 
> 5:9    Und als er vollendet war, ist er für alle, die ihm gehorsam sind,
> der Urheber des ewigen Heils geworden,
> 
> 5:10   genannt von Gott ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks.
> Kap 7,1-28
> 
> Das Festhalten an der Verheißung
> 
> 5:11   Darüber hätten wir noch viel zu sagen; aber es ist schwer, weil ihr
> so harthörig geworden seid.
> 
> 5:12   Und ihr, die ihr längst Lehrer sein solltet, habt es wieder nötig,
> daß man euch die Anfangsgründe der göttlichen Worte lehre, und daß
> man euch Milch gebe und nicht feste Speise.
> 1. Kor 3,1-3; 1. Petr 2,2
> 
> 5:13   Denn wem man noch Milch geben muß, der ist unerfahren in dem Wort
> der Gerechtigkeit, denn er ist ein kleines Kind.
> Eph 4,14
> 
> 5:14   Feste Speise aber ist für die Vollkommenen, die durch den Gebrauch
> geübte Sinne haben und Gutes und Böses unterscheiden können.
> 
>   6:1    Darum wollen wir jetzt lassen, was am Anfang über Christus zu lehren
> ist, und uns zum Vollkommenen wenden; wir wollen nicht abermals den
> Grund legen mit der Umkehr von den toten Werken, mit dem Glauben an
> Gott,
> 
> 6:2    mit der Lehre vom Taufen, vom Händeauflegen, von der Auferstehung
> der Toten und vom ewigen Gericht.
> 
> 6:3    Das wollen wir tun, wenn Gott es zuläßt.
> 
> 6:4     Denn es ist unmöglich, die, die einmal erleuchtet worden sind und
> geschmeckt haben die himmlische Gabe und Anteil bekommen haben am
> heiligen Geist und geschmeckt haben
> (4-6) Kap 10,26-29; 2. Petr 2,20
> 
> 6:5    das gute Wort Gottes und die Kräfte der zukünftigen Welt
> 
> 6:6    und dann doch abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Buße, da sie
> für sich selbst den Sohn Gottes abermals kreuzigen und zum Spott
> machen.
> 
> 6:7    Denn die Erde, die den Regen trinkt, der oft auf sie fällt, und
> nützliche Frucht trägt denen, die sie bebauen, empfängt Segen von
> Gott.
> 
> 6:8    Wenn sie aber Dornen und Disteln trägt, bringt sie keinen Nutzen und
> ist dem Fluch nahe, so daß man sie zuletzt abbrennt.
> 
> 6:9    Obwohl wir aber so reden, ihr Lieben, sind wir doch überzeugt, daß
> es besser mit euch steht und ihr gerettet werdet.
> 
> 6:10   Denn Gott ist nicht ungerecht, daß er vergäße euer Werk und die
> Liebe, die ihr seinem Namen erwiesen habt, indem ihr den Heiligen
> dientet und noch dient.
> Kap 10,32-34
> 
> 6:11   Wir wünschen aber, daß jeder von euch denselben Eifer beweise, die
> Hoffnung festzuhalten bis ans Ende,
> Kap 3,14; Phil 1,6
> 
> 6:12   damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachfolger derer, die durch
> Glauben und Geduld die Verheißungen ererben.
> 
> 6:13   Denn als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwor er bei sich
> selbst, da er bei keinem Größeren schwören konnte,
> 
> 6:14   und sprach (1. Mose 22,16-17): »Wahrlich, ich will dich segnen und
> mehren.«
> 
> 6:15   Und so wartete Abraham in Geduld und erlangte die Verheißung.
> 
> 6:16   Die Menschen schwören ja bei einem Größeren, als sie selbst sind;
> und der Eid dient ihnen zur Bekräftigung und macht aller Widerrede
> ein Ende.
> 2. Mose 22,10
> 
> 6:17   Darum hat Gott, als er den Erben der Verheißung noch kräftiger
> beweisen wollte, daß sein Ratschluß nicht wankt, sich noch mit einem
> Eid verbürgt.
> 
> 6:18   So sollten wir durch zwei Zusagen, die nicht wanken - denn es ist
> unmöglich, daß Gott lügt -, einen starken Trost haben, die wir unsre
> Zuflucht dazu genommen haben, festzuhalten an der angebotenen
> Hoffnung.
> 
> 6:19   Diese haben wir als einen sicheren und festen Anker unsrer Seele,
> der auch hineinreicht bis in das Innere hinter dem Vorhang.
> 3. Mose 16,2; 16,12
> 
> 6:20   Dahinein ist der Vorläufer für uns gegangen, Jesus, der ein
> Hoherpriester geworden ist in Ewigkeit nach der Ordnung
> Melchisedeks.
> Kap 5,6
> 
>          Christus, der Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks
> 
> 7:1     Dieser Melchisedek aber war König von Salem, Priester Gottes des
> Höchsten; er ging Abraham entgegen, als der vom Sieg über die Könige
> zurückkam, und segnete ihn;
> (1 und 2) 1. Mose 14,18-20
> 
> 7:2    ihm gab Abraham auch den Zehnten von allem. Erstens heißt er
> übersetzt: König der Gerechtigkeit; dann aber auch: König von Salem,
> das ist: König des Friedens.
> 
> 7:3    Er ist ohne Vater, ohne Mutter, ohne Stammbaum, und hat weder Anfang
> der Tage noch Ende des Lebens. So gleicht er dem Sohn Gottes und
> bleibt Priester in Ewigkeit.
> Joh 7,27
> 
> 7:4    Seht aber, wie groß der ist, dem auch Abraham, der Erzvater, den
> Zehnten gab von der eroberten Beute.
> 
> 7:5    Zwar haben auch die von den Söhnen Levis, die das Priestertum
> empfangen, nach dem Gesetz das Recht, den Zehnten zu nehmen vom
> Volk, also von ihren eigenen Brüdern, obwohl auch diese von Abraham
> abstammen.
> 4. Mose 18,21
> 
> 7:6    Der aber, der nicht von ihrem Stamm war, der nahm den Zehnten von
> Abraham und segnete den, der die Verheißungen hatte.
> 
> 7:7    Nun ist aber unwidersprochen, daß das Geringere vom Höheren gesegnet
> wird.
> 
> 7:8    Und hier nehmen den Zehnten sterbliche Menschen, dort aber einer,
> dem bezeugt wird, daß er lebt.
> 
> 7:9    Und sozusagen ist auch Levi, der doch selbst den Zehnten nimmt, in
> Abraham mit dem Zehnten belegt worden.
> 
> 7:10   Denn er sollte seinem Stammvater ja erst noch geboren werden, als
> Melchisedek diesem entgegenging.
> 
> 7:11   Wäre nun die Vollendung durch das levitische Priestertum gekommen -
> denn unter diesem hat das Volk das Gesetz empfangen -, wozu war es
> dann noch nötig, einen andern als Priester nach der Ordnung
> Melchisedeks einzusetzen, anstatt einen nach der Ordnung Aarons zu
> benennen?
> 
> 7:12   Denn wenn das Priestertum verändert wird, dann muß auch das Gesetz
> verändert werden.
> 
> 7:13   Denn der, von dem das gesagt wird, der ist von einem andern Stamm,
> von dem nie einer am Altar gedient hat.
> 
> 7:14   Denn es ist ja offenbar, daß unser Herr aus Juda hervorgegangen
> ist, zu welchem Stamm Mose nichts gesagt hat vom Priestertum.
> 1. Mose 49,10; Mt 1,1-3
> 
> 7:15   Und noch klarer ist es, wenn, in gleicher Weise wie Melchisedek, ein
> anderer als Priester eingesetzt wird,
> 
> 7:16   der es nicht geworden ist nach dem Gesetz äußerlicher Gebote,
> sondern nach der Kraft unzerstörbaren Lebens.
> 
> 7:17   Denn es wird bezeugt (Psalm 110,4): »Du bist ein Priester in
> Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.«
> Kap 5,6
> 
> 7:18   Denn damit wird das frühere Gebot aufgehoben - weil es zu schwach
> und nutzlos war;
> 
> 7:19   denn das Gesetz konnte nichts zur Vollendung bringen -, und
> eingeführt wird eine bessere Hoffnung, durch die wir uns zu Gott
> nahen.
> 
> 7:20   Und das geschah nicht ohne Eid. Denn jene sind ohne Eid Priester
> geworden,
> 
> 7:21   dieser aber durch den Eid dessen, der zu ihm spricht (Psalm 110,4):
> »Der Herr hat geschworen, und es wird ihn nicht gereuen: Du bist ein
> Priester in Ewigkeit.«
> 
> 7:22   So ist Jesus Bürge eines viel besseren Bundes geworden.
> Kap 8,6; 12,24
> 
> 7:23   Auch sind es viele, die Priester wurden, weil der Tod keinen bleiben
> ließ;
> 
> 7:24   dieser aber hat, weil er ewig bleibt, ein unvergängliches
> Priestertum.
> 
> 7:25   Daher kann er auch für immer selig machen, die durch ihn zu Gott
> kommen; denn er lebt für immer und bittet für sie.
> Röm 8,34; 1. Joh 2,1
> 
> 7:26   Denn einen solchen Hohenpriester mußten wir auch haben, der heilig,
> unschuldig, unbefleckt, von den Sündern geschieden und höher ist als
> der Himmel.
> 
> 7:27   Er hat es nicht nötig, wie jene Hohenpriester, täglich zuerst für
> die eigenen Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes;
> denn das hat er ein für allemal getan, als er sich selbst opferte.
> 3. Mose 9,7; 16,6; 16,15
> 
> 7:28   Denn das Gesetz macht Menschen zu Hohenpriestern, die Schwachheit an
> sich haben; dies Wort des Eides aber, das erst nach dem Gesetz
> gesagt worden ist, setzt den Sohn ein, der ewig und vollkommen ist.
> 
>          Der Mittler des neuen Bundes
> 
> 8:1    Das ist nun die Hauptsache bei dem, wovon wir reden: Wir haben einen
> solchen Hohenpriester, der da sitzt zur Rechten des Thrones der
> Majestät im Himmel
> Kap 4,14
> 
> 8:2    und ist ein Diener am Heiligtum und an der wahren Stiftshütte, die
> Gott aufgerichtet hat und nicht ein Mensch.
> 
> 8:3    Denn jeder Hohepriester wird eingesetzt, um Gaben und Opfer
> darzubringen. Darum muß auch dieser etwas haben, was er opfern kann.
> 
> 8:4    Wenn er nun auf Erden wäre, so wäre er nicht Priester, weil da schon
> solche sind, die nach dem Gesetz die Gaben opfern.
> 
> 8:5    Sie dienen aber nur dem Abbild und Schatten des Himmlischen, wie
> die göttliche Weisung an Mose erging, als er die Stiftshütte
> errichten sollte (2. Mose 25,40): »Sieh zu«, sprach er, »daß du
> alles machst nach dem Bilde, das dir auf dem Berge gezeigt worden
> ist.«
> Kol 2,17
> 
> 8:6    Nun aber hat er ein höheres Amt empfangen, wie er ja auch der
> Mittler eines besseren Bundes ist, der auf bessere Verheißungen
> gegründet ist.
> Kap 7,22
> 
> 8:7    Denn wenn der erste Bund untadelig gewesen wäre, würde nicht Raum
> für einen andern gesucht.
> 
> 8:8    Denn Gott tadelt sie und sagt (Jeremia 31,31-34): »Siehe, es kommen
> Tage, spricht der Herr, da will ich mit dem Haus Israel und mit dem
> Haus Juda einen neuen Bund schließen,
> Kap 10,16-17
> 
> 8:9    nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloß an
> dem Tage, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu
> führen. Denn sie sind nicht geblieben in meinem Bund; darum habe ich
> auch nicht mehr auf sie geachtet, spricht der Herr.
> 2. Mose 19,5-6
> 
> 8:10   Denn das ist der Bund, den ich schließen will mit dem Haus Israel
> nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz geben in
> ihren Sinn, und in ihr Herz will ich es schreiben und will ihr Gott
> sein, und sie sollen mein Volk sein.
> 
> 8:11   Und es wird keiner seinen Mitbürger lehren oder seinen Bruder und
> sagen: Erkenne den Herrn! Denn sie werden mich alle kennen von dem
> Kleinsten an bis zu dem Größten.
> 
> 8:12   Denn ich will gnädig sein ihrer Ungerechtigkeit, und ihrer Sünden
> will ich nicht mehr gedenken.«
> 
> 8:13   Indem er sagt: »einen neuen Bund«, erklärt er den ersten für
> veraltet. Was aber veraltet und überlebt ist, das ist seinem Ende
> nahe.
> Röm 10,4
> 
>          Das einmalige Opfer Christi
> 
> 9:1    Es hatte zwar auch der erste Bund seine Satzungen für den
> Gottesdienst und sein irdisches Heiligtum.
> 
> 9:2    Denn es war da aufgerichtet die Stiftshütte: der vordere Teil, worin
> der Leuchter war und der Tisch und die Schaubrote, und er heißt
> das Heilige;
> 2. Mose 25,31;  2. Mose 25,23;  2. Mose 25,30
> 
> 9:3    hinter dem zweiten Vorhang aber war der Teil der Stiftshütte, der
> das Allerheiligste heißt.
> 2. Mose 26,33
> 
> 9:4     Darin waren das goldene Räuchergefäß und die Bundeslade, ganz mit
> Gold überzogen; in ihr waren der goldene Krug mit dem Himmelsbrot
> und der Stab Aarons, der gegrünt hatte, und die Tafeln des Bundes.
> (4 und 5) 2. Mose 16,33; 25,10-22; 4. Mose 17,23-25
> 
> 9:5    Oben darüber aber waren die Cherubim der Herrlichkeit, die
> überschatteten den Gnadenthron. Von diesen Dingen ist jetzt nicht im
> einzelnen zu reden.
> 
> 9:6    Da dies alles so eingerichtet war, gingen die Priester allezeit in
> den vorderen Teil der Stiftshütte und richteten den Gottesdienst
> aus.
> 4. Mose 18,3-4
> 
> 9:7    In den andern Teil aber ging nur einmal im Jahr allein der
> Hohepriester, und das nicht ohne Blut, das er opferte für die
> unwissentlich begangenen Sünden, die eigenen und die des Volkes.
> 2. Mose 30,10;  3. Mose 16,2; 16,14-15
> 
> 9:8    Damit macht der heilige Geist deutlich, daß der Weg ins Heilige
> noch nicht offenbart sei, solange der vordere Teil der Stiftshütte
> noch bestehe;
> Kap 10,20
> 
> 9:9    der ist ein Gleichnis für die gegenwärtige Zeit: es werden da Gaben
> und Opfer dargebracht, die nicht im Gewissen vollkommen machen
> können den, der den Gottesdienst ausrichtet.
> Kap 7,19; 10,1-2
> 
> 9:10   Dies sind nur äußerliche Satzungen über Speise und Trank und
> verschiedene Waschungen, die bis zu der Zeit einer besseren Ordnung
> auferlegt sind.
> 3. Mose 11,1-47;  4. Mose 19,1-22
> 
> 9:11   Christus aber ist gekommen als ein Hoherpriester der zukünftigen
> Güter durch die größere und vollkommenere Stiftshütte, die nicht mit
> Händen gemacht ist, das ist: die nicht von dieser Schöpfung ist.
> 
> 9:12   Er ist auch nicht durch das Blut von Böcken oder Kälbern, sondern
> durch sein eigenes Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen
> und hat eine ewige Erlösung erworben.
> 
> 9:13   Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren und die Asche von
> der Kuh durch Besprengung die Unreinen heiligt, so daß sie äußerlich
> rein sind,
> 4. Mose 19,2; 19,9; 19,17
> 
> 9:14   um wieviel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als
> Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser
> Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen
> Gott!
> 1. Petr 1,18-19; 1. Joh 1,7; Offb 1,5;  Kap 1,3
> 
> 9:15   Und darum ist er auch der Mittler des neuen Bundes, damit durch
> seinen Tod, der geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen
> unter dem ersten Bund, die Berufenen das verheißene ewige Erbe
> empfangen.
> Kap 12,24; 1. Tim 2,5
> 
> 9:16   Denn wo ein Testament ist, da muß der Tod dessen geschehen sein,
> der das Testament gemacht hat.
> Das griechische Wort für »Testament« und »Bund« ist das gleiche.
> 
> 9:17   Denn ein Testament tritt erst in Kraft mit dem Tode; es ist noch
> nicht in Kraft, solange der noch lebt, der es gemacht hat.
> 
> 9:18   Daher wurde auch der erste Bund nicht ohne Blut gestiftet.
> 
> 9:19   Denn als Mose alle Gebote gemäß dem Gesetz allem Volk gesagt hatte,
> nahm er das Blut von Kälbern und Böcken mit Wasser und
> Scharlachwolle und Ysop und besprengte das Buch und alles Volk
> 4. Mose 19,6
> 
> 9:20   und sprach (2. Mose 24,8): »Das ist das Blut des Bundes, den Gott
> euch geboten hat.«
> 
> 9:21   Und die Stiftshütte und alle Geräte für den Gottesdienst besprengte
> er desgleichen mit Blut.
> 3. Mose 8,15
> 
> 9:22   Und es wird fast alles mit Blut gereinigt nach dem Gesetz, und ohne
> Blutvergießen geschieht keine Vergebung.
> 3. Mose 17,11
> 
> 9:23   So also mußten die Abbilder der himmlischen Dinge gereinigt werden;
> die himmlischen Dinge selbst aber müssen bessere Opfer haben als
> jene.
> 
> 9:24   Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heiligtum, das mit Händen
> gemacht und nur ein Abbild des wahren Heiligtums ist, sondern in den
> Himmel selbst, um jetzt für uns vor dem Angesicht Gottes zu
> erscheinen;
> Kap 7,25; 1. Joh 2,1
> 
> 9:25   auch nicht, um sich oftmals zu opfern, wie der Hohepriester alle
> Jahre mit fremdem Blut in das Heiligtum geht;
> 
> 9:26   sonst hätte er oft leiden müssen vom Anfang der Welt an. Nun aber,
> am Ende der Welt, ist er ein für allemal erschienen, durch sein
> eigenes Opfer die Sünde aufzuheben.
> 1. Kor 10,11; Gal 4,4;  Kap 1,3
> 
> 9:27   Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber
> das Gericht:
> 1. Mose 3,19
> 
> 9:28   so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler
> wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen
> erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil.
> Kap 10,10; 10,12; 10,14
> 
>  10:1    Denn das Gesetz hat nur einen Schatten von den zukünftigen Gütern,
> nicht das Wesen der Güter selbst. Deshalb kann es die, die opfern,
> nicht für immer vollkommen machen, da man alle Jahre die gleichen
> Opfer bringen muß.
> Kap 8,5
> 
> 10:2    Hätte nicht sonst das Opfern aufgehört, wenn die, die den
> Gottesdienst ausrichten, ein für allemal rein geworden wären und
> sich kein Gewissen mehr gemacht hätten über ihre Sünden?
> 
> 10:3    Vielmehr geschieht dadurch alle Jahre nur eine Erinnerung an die
> Sünden.
> 3. Mose 16,34
> 
> 10:4    Denn es ist unmöglich, durch das Blut von Stieren und Böcken Sünden
> wegzunehmen.
> 
> 10:5    Darum spricht er, wenn er in die Welt kommt (Psalm 40,7-9): »Opfer
> und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib aber hast du mir
> geschaffen.
> 
> 10:6    Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht.
> 
> 10:7    Da sprach ich: Siehe, ich komme - im Buch steht von mir
> geschrieben -, daß ich tue, Gott, deinen Willen.«
> 
> 10:8    Zuerst hatte er gesagt: »Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer
> hast du nicht gewollt, sie gefallen dir auch nicht«, obwohl sie doch
> nach dem Gesetz geopfert werden.
> 
> 10:9    Dann aber sprach er: »Siehe, ich komme, zu tun deinen Willen.« Da
> hebt er das erste auf, damit er das zweite einsetze.
> 
> 10:10   Nach diesem Willen sind wir geheiligt ein für allemal durch das
> Opfer des Leibes Jesu Christi.
> Joh 17,19
> 
> 10:11   Und jeder Priester steht Tag für Tag da und versieht seinen Dienst
> und bringt oftmals die gleichen Opfer dar, die doch niemals die
> Sünden wegnehmen können.
> 2. Mose 29,38
> 
> 10:12   Dieser aber hat ein Opfer für die Sünden dargebracht, und sitzt nun
> für immer zur Rechten Gottes
> 
> 10:13   und wartet hinfort, bis seine Feinde zum Schemel seiner Füße
> gemacht werden.
> Ps 110,1
> 
> 10:14   Denn mit EINEM Opfer hat er für immer die vollendet, die geheiligt
> werden.
> 
> 10:15   Das bezeugt uns aber auch der heilige Geist. Denn nachdem der Herr
> gesagt hat (Jeremia 31,33-34):
> 
> 10:16   »Das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen will nach diesen
> Tagen«, spricht er: »Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in
> ihren Sinn will ich es schreiben,
> Kap 8,10
> 
> 10:17   und ihrer Sünden und ihrer Ungerechtigkeit will ich nicht mehr
> gedenken.«
> 
> 10:18    Wo aber Vergebung der Sünden ist, da geschieht kein Opfer mehr für
> die Sünde.
> Kap 8,12
> 
> Das Bekenntnis der Hoffnung
> 
> 10:19   Weil wir denn nun, liebe Brüder, durch das Blut Jesu die Freiheit
> haben zum Eingang in das Heiligtum,
> Mt 27,51; Röm 5,2
> 
> 10:20   den er uns aufgetan hat als neuen und lebendigen Weg durch den
> Vorhang, das ist: durch das Opfer seines Leibes,
> Kap 9,8
> 
> 10:21   und haben einen Hohenpriester über das Haus Gottes,
> 
> 10:22   so laßt uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in vollkommenem
> Glauben, besprengt in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen
> und gewaschen am Leib mit reinem Wasser.
> Kap 4,16;  Eph 5,26; 1. Petr 3,21
> 
> 10:23    Laßt uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht
> wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat;
> Kap 4,14
> 
> 10:24   und laßt uns aufeinander achthaben und uns anreizen zur Liebe und zu
> guten Werken
> 
> 10:25   und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen,
> sondern einander ermahnen, und das um so mehr, als ihr seht, daß
> sich der Tag naht.
> Kap 3,13;  Röm 13,11-12
> 
> 10:26    Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der
> Wahrheit empfangen haben, haben wir hinfort kein andres Opfer mehr
> für die Sünden,
> (26-29) Kap 6,4-8;  4. Mose 15,30
> 
> 10:27   sondern nichts als ein schreckliches Warten auf das Gericht und das
> gierige Feuer, das die Widersacher verzehren wird.
> 
> 10:28   Wenn jemand das Gesetz des Mose bricht, muß er sterben ohne
> Erbarmen auf zwei oder drei Zeugen hin.
> 5. Mose 17,6
> 
> 10:29   Eine wieviel härtere Strafe, meint ihr, wird der verdienen, der den
> Sohn Gottes mit Füßen tritt und das Blut des Bundes für unrein hält,
> durch das er doch geheiligt wurde, und den Geist der Gnade schmäht?
> Kap 2,3; 12,25
> 
> 10:30   Denn wir kennen den, der gesagt hat (5. Mose 32,35-36): »Die Rache
> ist mein, ich will vergelten«, und wiederum: »Der Herr wird sein
> Volk richten.«
> 
> 10:31   Schrecklich ist's, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.
> Kap 12,29
> 
> 10:32   Gedenkt aber der früheren Tage, an denen ihr, nachdem ihr
> erleuchtet wart, erduldet habt einen großen Kampf des Leidens,
> Kap 6,4
> 
> 10:33   indem ihr zum Teil selbst durch Schmähungen und Bedrängnisse zum
> Schauspiel geworden seid, zum Teil Gemeinschaft hattet mit denen,
> welchen es so erging.
> 1. Kor 4,9
> 
> 10:34   Denn ihr habt mit den Gefangenen gelitten und den Raub eurer Güter
> mit Freuden erduldet, weil ihr wißt, daß ihr eine bessere und
> bleibende Habe besitzt.
> Mt 6,20; 19,21; 19,29
> 
> 10:35   Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung
> hat.
> 
> 10:36    Geduld aber habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und das
> Verheißene empfangt.
> Lk 21,19; Jak 5,7
> 
> 10:37   Denn »nur noch eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen
> soll, und wird nicht lange ausbleiben.
> 
> 10:38   Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben. Wenn er aber
> zurückweicht, hat meine Seele kein Gefallen an ihm« (Habakuk 2,3-4).
> Röm 1,17
> 
> 10:39   Wir aber sind nicht von denen, die zurückweichen und verdammt
> werden, sondern von denen, die glauben und die Seele erretten.
> 1. Thess 3,3
> 
>          Der Glaubensweg im alten Bund
> 
> 11:1    Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft,
> und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.
> 2. Kor 5,7
> 
> 11:2    Durch diesen Glauben haben die Vorfahren Gottes Zeugnis empfangen.
> 
> 11:3    Durch den Glauben erkennen wir, daß die Welt durch Gottes Wort
> geschaffen ist, so daß alles, was man sieht, aus nichts geworden
> ist.
> 1. Mose 1,1-2; 1,4; 2. Makk 7,28
> 
> 11:4    Durch den Glauben hat Abel Gott ein besseres Opfer dargebracht als
> Kain; deshalb wurde ihm bezeugt, daß er gerecht sei, da Gott selbst
> es über seinen Gaben bezeugte; und durch den Glauben redet er noch,
> obwohl er gestorben ist.
> 1. Mose 4,3-4
> 
> 11:5    Durch den Glauben wurde Henoch entrückt, damit er den Tod nicht
> sehe, und wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte;
> denn vor seiner Entrückung ist ihm bezeugt worden, daß er Gott
> gefallen habe.
> 1. Mose 5,24
> 
> 11:6    Aber ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu
> Gott kommen will, der muß glauben, daß er ist und daß er denen, die
> ihn suchen, ihren Lohn gibt.
> 
> 11:7    Durch den Glauben hat Noah Gott geehrt und die Arche gebaut zur
> Rettung seines Hauses, als er ein göttliches Wort empfing über das,
> was man noch nicht sah; durch den Glauben sprach er der Welt das
> Urteil und hat ererbt die Gerechtigkeit, die durch den Glauben
> kommt.
> 1. Mose 6,8-9; 6,13-22
> 
> 11:8     Durch den Glauben wurde Abraham gehorsam, als er berufen wurde, in
> ein Land zu ziehen, das er erben sollte; und er zog aus und wußte
> nicht, wo er hinkäme.
> (8-12) 1. Mose 12,1 - 21,7
> 
> 11:9    Durch den Glauben ist er ein Fremdling gewesen in dem verheißenen
> Lande wie in einem fremden und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob,
> den Miterben derselben Verheißung.
> 
> 11:10   Denn er wartete auf die Stadt, die einen festen Grund hat, deren
> Baumeister und Schöpfer Gott ist.
> 
> 11:11   Durch den Glauben empfing auch Sara, die unfruchtbar war, Kraft,
> Nachkommen hervorzubringen trotz ihres Alters; denn sie hielt den
> für treu, der es verheißen hatte.
> 
> 11:12   Darum sind auch von dem einen, dessen Kraft schon erstorben war, so
> viele gezeugt worden wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am
> Ufer des Meeres, der unzählbar ist.
> 
> 11:13   Diese alle sind gestorben im Glauben und haben das Verheißene nicht
> erlangt, sondern es nur von ferne gesehen und gegrüßt und haben
> bekannt, daß sie Gäste und Fremdlinge auf Erden sind.
> 1. Mose 23,4; 47,9; 1. Chr 29,15
> 
> 11:14   Wenn sie aber solches sagen, geben sie zu verstehen, daß sie ein
> Vaterland suchen.
> 
> 11:15   Und wenn sie das Land gemeint hätten, von dem sie ausgezogen waren,
> hätten sie ja Zeit gehabt, wieder umzukehren.
> 
> 11:16   Nun aber sehnen sie sich nach einem besseren Vaterland, nämlich dem
> himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott zu heißen;
> denn er hat ihnen eine Stadt gebaut.
> 
> 11:17   Durch den Glauben opferte Abraham den Isaak, als er versucht wurde,
> und gab den einzigen Sohn dahin, als er schon die Verheißung
> empfangen hatte
> 1. Mose 22,1-19; Jak 2,21
> 
> 11:18   und ihm gesagt worden war (1. Mose 21,12): »Was von Isaak stammt,
> soll dein Geschlecht genannt werden.«
> 
> 11:19   Er dachte: Gott kann auch von den Toten erwecken; deshalb bekam er
> ihn auch als Gleichnis dafür wieder.
> 
> 11:20    Durch den Glauben segnete Isaak den Jakob und den Esau im Blick auf
> die zukünftigen Dinge.
> (20-22) 1. Mose 27,1-40; 48,1-20; 50,24-26
> 
> 11:21   Durch den Glauben segnete Jakob, als er starb, die beiden Söhne
> Josefs und neigte sich anbetend über die Spitze seines Stabes.
> 1. Mose 47,31
> 
> 11:22   Durch den Glauben redete Josef, als er starb, vom Auszug der
> Israeliten und befahl, was mit seinen Gebeinen geschehen solle.
> 
> 11:23    Durch den Glauben wurde Mose, als er geboren war, drei Monate
> verborgen von seinen Eltern, weil sie sahen, daß er ein schönes Kind
> war; und sie fürchteten sich nicht vor des Königs Gebot.
> (23-29) 2. Mose 2,1-15; 12,21-23; 14,13-31
> 
> 11:24   Durch den Glauben wollte Mose, als er groß geworden war, nicht mehr
> als Sohn der Tochter des Pharao gelten,
> 
> 11:25   sondern wollte viel lieber mit dem Volk Gottes zusammen mißhandelt
> werden, als eine Zeitlang den Genuß der Sünde haben,
> 
> 11:26   und hielt die Schmach Christi für größeren Reichtum als die Schätze
> Ägyptens; denn er sah auf die Belohnung.
> 
> 11:27   Durch den Glauben verließ er Ägypten und fürchtete nicht den Zorn
> des Königs; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er
> ihn.
> 
> 11:28   Durch den Glauben hielt er das Passa und das Besprengen mit Blut,
> damit der Verderber ihre Erstgeburten nicht anrühre.
> 
> 11:29   Durch den Glauben gingen sie durchs Rote Meer wie über trockenes
> Land; das versuchten die Ägypter auch und ertranken.
> 
> 11:30    Durch den Glauben fielen die Mauern Jerichos, als Israel sieben
> Tage um sie herumgezogen war.
> (30 und 31) Jos 2,1-24; 6,1-25
> 
> 11:31   Durch den Glauben kam die Hure Rahab nicht mit den Ungehorsamen um,
> weil sie die Kundschafter freundlich aufgenommen hatte.
> Jak 2,25
> 
> 11:32    Und was soll ich noch mehr sagen? Die Zeit würde mir zu kurz, wenn
> ich erzählen sollte von Gideon und Barak und Simson und Jeftah und
> David und Samuel und den Propheten.
> (32-34) Ri 6,11 - 8,32; 4,4-24; 13,1 - 16,31; 11,1 - 12,7
> 1. Sam 17,12-54; Dan 6,2-28
> 
> 11:33   Diese haben durch den Glauben Königreiche bezwungen, Gerechtigkeit
> geübt, Verheißungen erlangt, Löwen den Rachen gestopft,
> 
> 11:34   des Feuers Kraft ausgelöscht, sind der Schärfe des Schwerts
> entronnen, aus der Schwachheit zu Kräften gekommen, sind stark
> geworden im Kampf und haben fremde Heere in die Flucht geschlagen.
> 
> 11:35   Frauen haben ihre Toten durch Auferstehung wiederbekommen. Andere
> aber sind gemartert worden und haben die Freilassung nicht
> angenommen, damit sie die Auferstehung, die besser ist, erlangten.
> 1. Kön 17,17-24; 2. Kön 4,8-37;  2. Makk 6,18-31; 7,1-42
> 
> 11:36   Andere haben Spott und Geißelung erlitten, dazu Fesseln und
> Gefängnis.
> 1. Kön 22,27; Jer 20,1-3; 37,11-16
> 
> 11:37   Sie sind gesteinigt, zersägt, durchs Schwert getötet worden; sie
> sind umhergezogen in Schafpelzen und Ziegenfellen; sie haben Mangel,
> Bedrängnis, Mißhandlung erduldet.
> 2. Chr 24,21
> 
> 11:38   Sie, deren die Welt nicht wert war, sind umhergeirrt in Wüsten, auf
> Bergen, in Höhlen und Erdlöchern.
> 
> 11:39   Diese alle haben durch den Glauben Gottes Zeugnis empfangen und
> doch nicht erlangt, was verheißen war,
> Vers 4-5
> 
> 11:40   weil Gott etwas Besseres für uns vorgesehen hat; denn sie sollten
> nicht ohne uns vollendet werden.
> 
>          Der Glaubensweg der Christen
> 
> 12:1    Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben,
> laßt uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns
> ständig umstrickt, und laßt uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der
> uns bestimmt ist,
> 1. Kor 9,24
> 
> 12:2    und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der,
> obwohl er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete und die
> Schande geringachtete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones
> Gottes.
> Kap 5,8-9; Phil 2,8; 2,10
> 
> 12:3    Gedenkt an den, der soviel Widerspruch gegen sich von den Sündern
> erduldet hat, damit ihr nicht matt werdet und den Mut nicht sinken
> laßt.
> Mt 26,67; Lk 2,34
> 
> 12:4    Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die
> Sünde
> 
> 12:5    und habt bereits den Trost vergessen, der zu euch redet wie zu
> seinen Kindern (Sprüche 3,11-12): »Mein Sohn, achte nicht gering die
> Erziehung des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft
> wirst.
> 
> 12:6    Denn wen der Herr liebhat, den züchtigt er, und er schlägt jeden
> Sohn, den er annimmt.«
> Offb 3,19
> 
> 12:7    Es dient zu eurer Erziehung, wenn ihr dulden müßt. Wie mit seinen
> Kindern geht Gott mit euch um; denn wo ist ein Sohn, den der Vater
> nicht züchtigt?
> 
> 12:8    Seid ihr aber ohne Züchtigung, die doch alle erfahren haben, so seid
> ihr Ausgestoßene und nicht Kinder.
> 
> 12:9    Wenn unsre leiblichen Väter uns gezüchtigt haben und wir sie doch
> geachtet haben, sollten wir uns dann nicht viel mehr unterordnen dem
> geistlichen Vater, damit wir leben?
> 
> 12:10   Denn jene haben uns gezüchtigt für wenige Tage nach ihrem Gutdünken,
> dieser aber tut es zu unserm Besten, damit wir an seiner Heiligkeit
> Anteil erlangen.
> 
> 12:11   Jede Züchtigung aber, wenn sie da ist, scheint uns nicht Freude,
> sondern Leid zu sein; danach aber bringt sie als Frucht denen, die
> dadurch geübt sind, Frieden und Gerechtigkeit.
> 2. Kor 4,17-18
> 
> 12:12   Darum stärkt die müden Hände und die wankenden Knie
> Jes 35,3
> 
> 12:13   und macht sichere Schritte mit euren Füßen, damit nicht jemand
> strauchle wie ein Lahmer, sondern vielmehr gesund werde.
> Spr 4,26-27
> 
> 12:14   Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die
> niemand den Herrn sehen wird,
> Röm 12,18; 2. Tim 2,22
> 
> 12:15   und seht darauf, daß nicht jemand Gottes Gnade versäume; daß nicht
> etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte und viele
> durch sie unrein werden;
> 5. Mose 29,17
> 
> 12:16   daß nicht jemand sei ein Abtrünniger oder Gottloser wie Esau, der
> um der einen Speise willen seine Erstgeburt verkaufte.
> 1. Mose 25,33-34
> 
> 12:17   Ihr wißt ja, daß er hernach, als er den Segen ererben wollte,
> verworfen wurde, denn er fand keinen Raum zur Buße, obwohl er sie
> mit Tränen suchte.
> 1. Mose 27,30-40
> 
> 12:18   Denn ihr seid nicht gekommen zu dem Berg, den man anrühren konnte
> und der mit Feuer brannte, und nicht in Dunkelheit und Finsternis
> und Ungewitter
> 2. Mose 19,12; 19,16; 19,18; 5. Mose 4,11
> 
> 12:19   und nicht zum Schall der Posaune und zum Ertönen der Worte, bei
> denen die Hörer baten, daß ihnen keine Worte mehr gesagt würden;
> 2. Mose 20,19
> 
> 12:20   denn sie konnten's nicht ertragen, was da gesagt wurde (2. Mose
> 19,13): »Und auch wenn ein Tier den Berg anrührt, soll es gesteinigt
> werden.«
> 
> 12:21   Und so schrecklich war die Erscheinung, daß Mose sprach (5. Mose
> 9,19): »Ich bin erschrocken und zittere.«
> 
> 12:22   Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des
> lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu den vielen
> tausend Engeln, und zu der Versammlung
> Gal 4,26; Eph 2,6; Phil 3,20; Offb 21,2;  Offb 5,11
> 
> 12:23   und Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel aufgeschrieben sind,
> und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der
> vollendeten Gerechten
> Lk 10,20
> 
> 12:24   und zu dem Mittler des neuen Bundes, Jesus, und zu dem Blut der
> Besprengung, das besser redet als Abels Blut.
> Kap 9,15;  1. Mose 4,10
> 
> 12:25   Seht zu, daß ihr den nicht abweist, der da redet. Denn wenn jene
> nicht entronnen sind, die den abwiesen, der auf Erden redete,
> wieviel weniger werden wir entrinnen, wenn wir den abweisen, der vom
> Himmel redet.
> Kap 2,2; 10,28-29
> 
> 12:26   Seine Stimme hat zu jener Zeit die Erde erschüttert, jetzt aber
> verheißt er und spricht (Haggai 2,6): »Noch einmal will ich
> erschüttern nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel.«
> 
> 12:27   Dieses »Noch einmal« aber zeigt an, daß das, was erschüttert werden
> kann, weil es geschaffen ist, verwandelt werden soll, damit allein
> das bleibe, was nicht erschüttert werden kann.
> 
> 12:28   Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, laßt uns
> dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm
> gefällt;
> 
> 12:29   denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.
> Kap 10,31; 5. Mose 4,24
> 
>          Letzte Ermahnungen
> 
> 13:1    Bleibt fest in der brüderlichen Liebe.
> Joh 13,34; 2. Petr 1,7
> 
> 13:2     Gastfrei zu sein vergeßt nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr
> Wissen Engel beherbergt.
> Röm 12,13; 1. Petr 4,9; 3. Joh 1,5-8;  1. Mose 18,2-3; 19,2-3
> 
> 13:3    Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und an die
> Mißhandelten, weil ihr auch noch im Leibe lebt.
> Mt 25,36
> 
> 13:4    Die Ehe soll in Ehren gehalten werden bei allen und das Ehebett
> unbefleckt; denn die Unzüchtigen und die Ehebrecher wird Gott
> richten.
> 
> 13:5    Seid nicht geldgierig, und laßt euch genügen an dem, was da ist.
> Denn der Herr hat gesagt (Josua 1,5): »Ich will dich nicht verlassen
> und nicht von dir weichen.«
> 1. Tim 6,6
> 
> 13:6    So können auch wir getrost sagen (Psalm 118,6): »Der Herr ist mein
> Helfer, ich will mich nicht fürchten; was kann mir ein Mensch tun?«
> 
> 13:7    Gedenkt an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben; ihr
> Ende schaut an und folgt ihrem Glauben nach.
> 
> 13:8    Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.
> Jes 41,4; 1. Kor 3,11; Offb 1,17-18; 22,13
> 
> 13:9    Laßt euch nicht durch mancherlei und fremde Lehren umtreiben, denn
> es ist ein köstlich Ding, daß das Herz fest werde, welches
> geschieht durch Gnade, nicht durch Speisegebote, von denen keinen
> Nutzen haben, die damit umgehen.
> Eph 4,14;  2. Kor 1,21;  Röm 14,17; 1. Tim 4,8
> 
> 13:10   Wir haben einen Altar, von dem zu essen kein Recht haben, die der
> Stiftshütte dienen.
> 
> 13:11   Denn die Leiber der Tiere, deren Blut durch den Hohenpriester als
> Sündopfer in das Heilige getragen wird, werden außerhalb des Lagers
> verbrannt.
> 3. Mose 16,27
> 
> 13:12   Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes
> Blut, gelitten draußen vor dem Tor.
> Mt 21,39; Joh 19,17
> 
> 13:13   So laßt uns nun zu ihm hinausgehen aus dem Lager und seine Schmach
> tragen.
> Kap 11,26; 12,2
> 
> 13:14   Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige
> suchen wir.
> Kap 11,10; 12,22
> 
> 13:15   So laßt uns nun durch ihn Gott allezeit das Lobopfer darbringen,
> das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.
> Ps 50,14; 50,23;  Hos 14,3
> 
> 13:16   Gutes zu tun und mit andern zu teilen, vergeßt nicht; denn solche
> Opfer gefallen Gott.
> 
> 13:17    Gehorcht euren Lehrern und folgt ihnen, denn sie wachen über eure
> Seelen - und dafür müssen sie Rechenschaft geben -, damit sie das
> mit Freuden tun und nicht mit Seufzen; denn das wäre nicht gut für
> euch.
> 1. Thess 5,12;  Hes 3,17-19
> 
> 13:18    Betet für uns. Unser Trost ist, daß wir ein gutes Gewissen haben,
> und wir wollen in allen Dingen ein ordentliches Leben führen.
> Röm 15,30;  2. Kor 1,11-12
> 
> 13:19   Um so mehr aber ermahne ich euch, dies zu tun, damit ich euch
> möglichst bald wiedergegeben werde.
> 
> Segenswunsch und Grüße
> 
> 13:20   Der Gott des Friedens aber, der den großen Hirten der Schafe,
> unsern Herrn Jesus, von den Toten heraufgeführt hat durch das Blut
> des ewigen Bundes,
> Joh 10,11; 1. Petr 2,25
> 
> 13:21   der mache euch tüchtig in allem Guten, zu tun seinen Willen, und
> schaffe in uns, was ihm gefällt, durch Jesus Christus, welchem sei
> Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
> 
> 13:22   Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, nehmt dies Wort der Ermahnung
> an; ich habe euch ja nur kurz geschrieben.
> 
> 13:23   Wißt, daß unser Bruder Timotheus wieder frei ist; mit ihm will ich
> euch, wenn er bald kommt, besuchen.
> 
> 13:24   Grüßt alle eure Lehrer und alle Heiligen. Es grüßen euch die Brüder
> aus Italien.
> 
> 13:25   Die Gnade sei mit euch allen!
>
> — *N25HEBRAEER*

