# Gottes unabwendbares Gericht über Israels Nachbarn

*Exported from [Holy-Writings.com](https://www.holy-writings.com/) on 2026-06-19 — 1 clipping.*

---

> Gottes unabwendbares Gericht über Israels Nachbarn
> und über sein eigenes Volk
> 
> 1:1    Dies ist's, was Amos, der unter den Schafzüchtern von Tekoa war,
> gesehen hat über Israel zur Zeit Usijas, des Königs von Juda, und
> Jerobeams, des Sohnes des Joasch, des Königs von Israel, zwei Jahre
> vor dem Erdbeben.
> Kap 7,14;  2. Kön 15,1; Sach 14,5;  2. Kön 14,23
> 
> 1:2    Und er sprach: Der HERR wird aus Zion brüllen und seine Stimme aus
> Jerusalem hören lassen, daß die Auen der Hirten vertrocknen werden
> und der Karmel oben verdorren wird.
> Jer 25,30; Joel 4,16
> 
> 1:3     So spricht der HERR: Um drei, ja um vier Frevel willen derer von
> Damaskus will ich sie nicht schonen, weil sie Gilead mit eisernen
> Dreschschlitten gedroschen haben;
> (3-5) Jes 17,1-3
> 
> 1:4    sondern ich will ein Feuer schicken in das Haus Hasaëls, das soll
> die Paläste Ben-Hadads verzehren.
> 
> 1:5    Und ich will die Riegel von Damaskus zerbrechen und die Einwohner
> aus Bikat-Awen und den, der das Zepter hält, aus Bet-Eden ausrotten,
> und das Volk von Aram soll nach Kir weggeführt werden, spricht der
> HERR.
> 2. Kön 16,9
> 
> 1:6     So spricht der HERR: Um drei, ja um vier Frevel willen derer von
> Gaza will ich sie nicht schonen, weil sie die Gefangenen alle
> weggeführt und an Edom ausgeliefert haben;
> (6-8) 2. Chr 21,16-17; 28,18; Jer 47,1
> 
> 1:7    sondern ich will ein Feuer in die Mauern von Gaza schicken, das soll
> seine Paläste verzehren.
> 
> 1:8    Und ich will die Einwohner aus Aschdod und den, der das Zepter hält,
> aus Aschkelon ausrotten und meine Hand gegen Ekron wenden, und es
> soll umkommen, was von den Philistern noch übrig ist, spricht Gott
> der HERR.
> 
> 1:9     So spricht der HERR: Um drei, ja um vier Frevel willen derer von
> Tyrus will ich sie nicht schonen, weil sie die Gefangenen alle an
> Edom ausgeliefert und nicht an den Bruderbund gedacht haben;
> (9 und 10) Jes 23,1-18; Joel 4,4; 1. Kön 5,26
> 
> 1:10   sondern ich will ein Feuer in die Mauern von Tyrus schicken, das
> soll seine Paläste verzehren.
> 
> 1:11    So spricht der HERR: Um drei, ja um vier Frevel willen derer von
> Edom will ich sie nicht schonen, weil sie ihren Bruder mit dem
> Schwert verfolgt und alles Erbarmen von sich getan haben und
> immerfort wüten in ihrem Zorn und an ihrem Grimm ewig festhalten;
> (11 und 12) Obd 1,10; 5. Mose 23,8; Jer 49,7
> 
> 1:12   sondern ich will ein Feuer schicken nach Teman, das soll die Paläste
> von Bozra verzehren.
> 
> 1:13    So spricht der HERR: Um drei, ja um vier Frevel willen derer von
> Ammon will ich sie nicht schonen, weil sie die Schwangeren in Gilead
> aufgeschlitzt haben, um ihr Gebiet zu erweitern;
> (13-15) Jer 49,1-6
> 
> 1:14   sondern ich will ein Feuer anzünden in den Mauern Rabbas, das soll
> seine Paläste verzehren, wenn man das Kriegsgeschrei erhebt am Tage
> der Schlacht, wenn das Wetter kommt am Tage des Sturms.
> 
> 1:15   Da wird dann ihr König samt seinen Oberen gefangen weggeführt
> werden, spricht der HERR.
> 
>   2:1     So spricht der HERR: Um drei, ja um vier Frevel willen derer von
> Moab will ich sie nicht schonen, weil sie die Gebeine des Königs von
> Edom verbrannt haben zu Asche;
> (1-3) Jes 15,1-9; Jer 48,1-47
> 
> 2:2    sondern ich will ein Feuer schicken nach Moab, das soll die Paläste
> von Kerijot verzehren, und Moab soll sterben im Getümmel und
> Geschrei und Posaunenhall.
> 
> 2:3    Und ich will den Herrscher unter ihnen ausrotten und alle ihre
> Oberen samt ihm töten, spricht der HERR.
> 4. Mose 24,17
> 
> 2:4    So spricht der HERR: Um drei, ja um vier Frevel willen derer von
> Juda will ich sie nicht schonen, weil sie des HERRN Gesetz verachten
> und seine Ordnungen nicht halten und sich von ihren Lügengötzen
> verführen lassen, denen ihre Väter nachgefolgt sind;
> 
> 2:5    sondern ich will ein Feuer nach Juda schicken, das soll die Paläste
> von Jerusalem verzehren.
> Hos 8,14
> 
> 2:6    So spricht der HERR: Um drei, ja um vier Frevel willen derer von
> Israel will ich sie nicht schonen, weil sie die Unschuldigen für
> Geld und die Armen für ein Paar Schuhe verkaufen.
> Kap 8,6
> 
> 2:7    Sie treten den Kopf der Armen in den Staub und drängen die Elenden
> vom Wege. Sohn und Vater gehen zu demselben Mädchen, um meinen
> heiligen Namen zu entheiligen.
> Kap 8,4
> 
> 2:8    Und bei allen Altären schlemmen sie auf den gepfändeten Kleidern
> und trinken Wein vom Gelde der Bestraften im Hause ihres Gottes.
> 2. Mose 22,25
> 
> 2:9    Und dabei habe ich den Amoriter vor ihnen her vertilgt, der so hoch
> war wie die Zedern und so stark wie die Eichen, und ich vertilgte
> oben seine Frucht und unten seine Wurzel.
> 4. Mose 21,21-28
> 
> 2:10   Auch habe ich euch aus Ägyptenland geführt und vierzig Jahre in der
> Wüste geleitet, damit ihr der Amoriter Land besäßet.
> 
> 2:11   Und ich habe aus euren Söhnen Propheten erweckt und Gottgeweihte
> aus euren Jünglingen. Ist's nicht so, ihr Israeliten? spricht der
> HERR.
> 4. Mose 6,2-13
> 
> 2:12   Aber ihr gebt den Gottgeweihten Wein zu trinken und gebietet den
> Propheten und sprecht: Ihr sollt nicht weissagen!
> Kap 7,13; 7,16; Jer 11,21
> 
> 2:13   Siehe, ich will's unter euch schwanken machen, wie ein Wagen voll
> Garben schwankt,
> 
> 2:14   so daß, wer schnell ist, nicht entfliehen noch der Starke etwas
> vermögen soll, und der Mächtige soll nicht sein Leben retten können.
> 
> 2:15   Die Bogenschützen sollen nicht standhalten, und wer schnell laufen
> kann, soll nicht entrinnen, und wer da reitet, soll sein Leben nicht
> retten,
> 
> 2:16   und wer unter den Starken der mannhafteste ist, soll nackt
> entfliehen müssen an jenem Tage, spricht der HERR.
> 
>          Erwählung bewahrt nicht vor Gericht
> 
> 3:1    Höret, was der HERR wider euch redet, ihr Israeliten, wider alle
> Geschlechter, die ich aus Ägyptenland geführt habe:
> 
> 3:2     Aus allen Geschlechtern auf Erden habe ich allein euch erkannt,
> darum will ich auch an euch heimsuchen all eure Sünde.
> 5. Mose 4,34
> 
> Wenn Gott redet, kann der Prophet nicht schweigen
> 
> 3:3    Können etwa zwei miteinander wandern, sie seien denn einig
> untereinander?
> 
> 3:4    Brüllt etwa ein Löwe im Walde, wenn er keinen Raub hat? Schreit etwa
> ein junger Löwe aus seiner Höhle, er habe denn etwas gefangen?
> 
> 3:5    Fällt etwa ein Vogel zur Erde, wenn kein Fangnetz da ist? Oder
> springt eine Falle auf von der Erde, sie habe denn etwas gefangen?
> 
> 3:6    Bläst man etwa die Posaune in einer Stadt und das Volk entsetzt sich
> nicht? Ist etwa ein Unglück in der Stadt, das der HERR nicht tut?
> Jes 45,7; Klgl 3,37
> 
> 3:7    - Gott der HERR tut nichts, er offenbare denn seinen Ratschluß den
> Propheten, seinen Knechten.  -
> 1. Mose 18,17
> 
> 3:8    Der Löwe brüllt, wer sollte sich nicht fürchten? Gott der HERR
> redet, wer sollte nicht Prophet werden?
> 
> Ankündigung des Gerichts über Samaria
> 
> 3:9    Verkündigt in den Palästen von Aschdod und in den Palästen im Lande
> Ägypten und sprecht: Sammelt euch auf den Bergen um Samaria und
> sehet, welch ein großes Zetergeschrei und Unrecht darin ist!
> 
> 3:10   Sie achten kein Recht, spricht der HERR; sie sammeln Schätze von
> Frevel und Raub in ihren Palästen.
> 
> 3:11   Darum spricht Gott der HERR: Man wird dies Land ringsumher bedrängen
> und dich von deiner Macht herunterreißen und deine Häuser plündern.
> 
> 3:12   So spricht der HERR: Gleichwie ein Hirte dem Löwen zwei Beine oder
> ein Ohrläppchen aus dem Maul reißt, so sollen die Israeliten
> herausgerissen werden, die zu Samaria sitzen in der Ecke des
> Ruhebettes und auf dem Lager von Damast.
> 
> 3:13   Hört und bezeugt es dem Hause Jakob, spricht Gott der HERR, der Gott
> Zebaoth:
> 
> 3:14   Zur Zeit, da ich die Sünden Israels heimsuchen werde, will ich die
> Altäre in Bethel heimsuchen und die Hörner des Altars abbrechen, daß
> sie zu Boden fallen sollen,
> 
> 3:15   und will Winterhaus und Sommerhaus zerschlagen, und die
> elfenbeingeschmückten Häuser sollen zugrunde gehen und viele Häuser
> vernichtet werden, spricht der HERR.
> 1. Kön 22,39; Ps 45,9
> 
>          Gegen die schwelgerischen Frauen in Samaria
> 
> 4:1    Höret dies Wort, ihr fetten Kühe, die ihr auf dem Berge Samarias
> seid und den Geringen Gewalt antut und schindet die Armen und
> sprecht zu euren Herren: Bringt her, laßt uns saufen!
> 
> 4:2    Gott der HERR hat geschworen bei seiner Heiligkeit: Siehe, es kommt
> die Zeit über euch, daß man euch herausziehen wird mit Angeln und,
> was von euch übrigbleibt, mit Fischhaken.
> 
> 4:3    Und ihr werdet zu den Mauerlücken hinaus müssen, eine jede vor sich
> hin, und zum Hermon weggeschleppt werden, spricht der HERR.
> 
> Gottes Züchtigungen werden mißachtet
> 
> 4:4    Ja, kommt her nach Bethel und treibt Sünde, und nach Gilgal, um
> noch viel mehr zu sündigen! Bringt eure Schlachtopfer am Morgen und
> eure Zehnten am dritten Tage,
> Hos 12,12;  5. Mose 14,28
> 
> 4:5    räuchert Sauerteig zum Dankopfer und ruft freiwillige Opfer aus und
> verkündet sie; denn so habt ihr's gern, ihr Israeliten, spricht Gott
> der HERR!
> 3. Mose 2,11
> 
> 4:6    Ich habe euch in allen euren Städten müßige Zähne gegeben und Mangel
> an Brot in allen euren Orten; dennoch bekehrt ihr euch nicht zu mir,
> spricht der HERR.
> 
> 4:7    Auch habe ich euch den Regen vorenthalten, als noch drei Monate
> waren bis zur Ernte, und ich ließ regnen über eine Stadt, und auf
> die andere Stadt ließ ich nicht regnen, ein Acker wurde beregnet,
> und der andere Acker, der nicht beregnet wurde, verdorrte.
> 1. Kön 17,1
> 
> 4:8    Und es zogen zwei, drei Städte zu einer Stadt, um Wasser zu trinken,
> und konnten nicht genug finden; dennoch bekehrt ihr euch nicht zu
> mir, spricht der HERR.
> 
> 4:9    Ich plagte euch mit dürrer Zeit und mit Getreidebrand; auch fraßen
> die Raupen alles, was in euren Gärten und Weinbergen, auf euren
> Feigenbäumen und Ölbäumen wuchs; dennoch bekehrt ihr euch nicht zu
> mir, spricht der HERR.
> Hag 1,11;  Joel 1,4
> 
> 4:10   Ich schickte unter euch die Pest wie in Ägypten; ich tötete eure
> junge Mannschaft durchs Schwert und ließ eure Pferde gefangen
> wegführen, ich ließ den Gestank eures Heerlagers in eure Nasen
> steigen; dennoch bekehrt ihr euch nicht zu mir, spricht der HERR.
> 2. Mose 9,3
> 
> 4:11   Ich richtete unter euch Zerstörung an, wie Gott Sodom und Gomorra
> zerstörte, daß ihr waret wie ein Brandscheit, das aus dem Feuer
> gerissen wird; dennoch bekehrt ihr euch nicht zu mir, spricht der
> HERR.
> 1. Mose 19,24-25;  Sach 3,2
> 
> 4:12   Darum will ich's weiter so mit dir machen, Israel! Weil ich's denn
> weiter so mit dir machen will, so bereite dich, Israel, und begegne
> deinem Gott!
> 
> 4:13   Denn siehe, er ist's, der die Berge macht und den Wind schafft; er
> zeigt dem Menschen, was er im Sinne hat. Er macht die Morgenröte und
> die Finsternis, er tritt einher auf den Höhen der Erde - er heißt
> »HERR, Gott Zebaoth«.
> Mi 1,3
> 
>          Klagelied über Israel
> 
> 5:1    Höret, ihr vom Hause Israel, dies Wort; denn ich muß dies Klagelied
> über euch anstimmen:
> 
> 5:2    Die Jungfrau Israel ist gefallen, daß sie nicht wieder aufstehen
> wird; sie ist zu Boden gestoßen, und niemand ist da, der ihr
> aufhelfe.
> 
> 5:3    Denn so spricht Gott der HERR: Die Stadt, aus der Tausend zum Kampf
> ausziehen, soll nur Hundert übrigbehalten, und aus der Hundert
> ausziehen, die soll nur Zehn übrigbehalten im Hause Israel.
> 
> Gegen die Unterdrücker
> 
> 5:4    Denn so spricht der HERR zum Hause Israel: Suchet mich, so werdet
> ihr leben.
> Jer 29,13
> 
> 5:5     Suchet nicht Bethel und kommt nicht nach Gilgal und geht nicht nach
> Beerscheba; denn Gilgal wird gefangen weggeführt werden, und Bethel
> wird zunichte werden.
> Kap 4,4; Hos 4,15
> 
> 5:6    Suchet den HERRN, so werdet ihr leben, daß er nicht daherfahre über
> das Haus Josef wie ein verzehrendes Feuer, das niemand löschen kann
> zu Bethel -
> 
> 5:7    die ihr das Recht in Wermut verkehrt und die Gerechtigkeit zu Boden
> stoßt.
> Kap 6,12; Jes 5,20
> 
> 5:8    Der das Siebengestirn und den Orion macht, der aus der Finsternis
> den Morgen macht und aus dem Tag die finstere Nacht, der das Wasser
> im Meer herbeiruft und schüttet es auf den Erdboden - er heißt
> »HERR« -,
> Hiob 38,31;  Kap 9,6
> 
> 5:9    der über den Starken Verderben kommen läßt und bringt Verderben über
> die feste Stadt.
> 
> 5:10   Sie sind dem gram, der sie im Tor zurechtweist, und verabscheuen
> den, der ihnen die Wahrheit sagt.
> Jes 29,21
> 
> 5:11   Darum, weil ihr die Armen unterdrückt und nehmt von ihnen hohe
> Abgaben an Korn, so sollt ihr in den Häusern nicht wohnen, die ihr
> von Quadersteinen gebaut habt, und den Wein nicht trinken, den ihr
> in den feinen Weinbergen gepflanzt habt.
> Zef 1,13
> 
> 5:12   Denn ich kenne eure Freveltaten, die so viel sind, und eure Sünden,
> die so groß sind, wie ihr die Gerechten bedrängt und Bestechungsgeld
> nehmt und die Armen im Tor unterdrückt.
> 
> 5:13   Darum muß der Kluge zu dieser Zeit schweigen; denn es ist eine böse
> Zeit.
> 
> 5:14   Suchet das Gute und nicht das Böse, auf daß ihr leben könnt, so wird
> der HERR, der Gott Zebaoth, bei euch sein, wie ihr rühmt.
> 
> 5:15    Hasset das Böse und liebet das Gute, richtet das Recht auf im Tor,
> vielleicht wird der HERR, der Gott Zebaoth, doch gnädig sein denen,
> die von Josef übrigbleiben.
> Ps 34,15; Röm 12,9
> 
> 5:16   Darum spricht der HERR, der Gott Zebaoth, der Herr: Es wird in allen
> Gassen Wehklagen sein, und auf allen Straßen wird man sagen: »Wehe,
> wehe!« Und man wird den Ackermann zum Trauern rufen und zum
> Wehklagen, wer die Totenklage erheben kann.
> 
> 5:17   In allen Weinbergen wird Wehklagen sein; denn ich will unter euch
> fahren, spricht der HERR.
> 
> Der Tag des HERRN ist ein Tag des Gerichts
> 
> 5:18    Weh denen, die des HERRN Tag herbeiwünschen! Was soll er euch?
> Denn des HERRN Tag ist Finsternis und nicht Licht,
> (18-20) Joel 2,11
> 
> 5:19   gleichwie wenn jemand vor dem Löwen flieht und ein Bär begegnet ihm
> und er kommt in ein Haus und lehnt sich mit der Hand an die Wand, so
> sticht ihn eine Schlange!
> 
> 5:20   Ja, des HERRN Tag wird finster und nicht licht sein, dunkel und
> nicht hell.
> 
> Der äußerliche Gottesdienst tut's nicht
> 
> 5:21   Ich bin euren Feiertagen gram und verachte sie und mag eure
> Versammlungen nicht riechen.
> Jes 1,11-15
> 
> 5:22   Und wenn ihr mir auch Brandopfer und Speisopfer opfert, so habe ich
> kein Gefallen daran und mag auch eure fetten Dankopfer nicht
> ansehen.
> Mi 6,6-7
> 
> 5:23   Tu weg von mir das Geplärr deiner Lieder; denn ich mag dein
> Harfenspiel nicht hören!
> 
> 5:24   Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein
> nie versiegender Bach.
> 
> 5:25    Habt ihr vom Hause Israel mir in der Wüste die vierzig Jahre lang
> Schlachtopfer und Speisopfer geopfert?
> (25 und 26) Jer 7,22-23; Apg 7,42-43
> 
> 5:26   Ihr truget den Sakkut, euren König, und Kewan, den Stern eures
> Gottes, eure Bilder, welche ihr euch selbst gemacht habt;
> Sakkut und Kewan (vgl. Sach- und Worterklärungen) sind Namen
> heidnischer Götter, die in Israel verehrt wurden.
> 
> 5:27   so will ich euch wegführen lassen bis jenseits von Damaskus, spricht
> der HERR, der Gott Zebaoth heißt.
> 
>          Gegen Selbstsicherheit und Schwelgerei der Vornehmen in Israel
> 
> 6:1    Weh den Sorglosen zu Zion und weh denen, die voll Zuversicht sind
> auf dem Berge Samarias, den Vornehmen des Erstlings unter den
> Völkern, zu denen das Haus Israel kommt!
> 
> 6:2    Gehet hin nach Kalne und schauet und von da nach Hamat, der großen
> Stadt, und ziehet hinab nach Gat der Philister! Seid ihr besser als
> diese Königreiche, ist euer Gebiet größer als das ihre,
> 1. Mose 10,10
> 
> 6:3    die ihr meint, vom bösen Tag weit ab zu sein, und trachtet immer
> nach Frevelregiment,
> Ps 10,5
> 
> 6:4    die ihr schlaft auf elfenbeingeschmückten Lagern und euch streckt
> auf euren Ruhebetten? Ihr eßt die Lämmer aus der Herde und die
> gemästeten Kälber
> 
> 6:5     und spielt auf der Harfe und erdichtet euch Lieder wie David
> (5 und 6) Jes 5,12
> 
> 6:6    und trinkt Wein aus Schalen und salbt euch mit dem besten Öl, aber
> bekümmert euch nicht um den Schaden Josefs.
> 
> 6:7    Darum sollen sie nun vorangehen unter denen, die gefangen weggeführt
> werden, und soll das Schlemmen der Übermütigen aufhören.
> 
> 6:8    Denn Gott der HERR hat geschworen bei sich: Mich verdrießt die
> Hoffart Jakobs, spricht der HERR, der Gott Zebaoth, und ich hasse
> seine Paläste. Darum will ich die Stadt übergeben mit allem, was
> darin ist.
> 
> 6:9    Und wenn auch zehn Männer in einem Hause übrigbleiben, sollen sie
> doch sterben.
> 
> 6:10   Und nimmt dann einen sein Verwandter, der ihn bestatten und seine
> Gebeine aus dem Hause tragen will, so sagt er zu dem, der drin im
> Hause ist: Sind ihrer noch mehr da? Und der wird antworten: Sie sind
> alle dahin! Und er wird sagen: Still! Denn man darf des HERRN Namen
> nicht nennen.
> Kap 8,3
> 
> 6:11   Denn siehe, der HERR hat geboten, daß man die großen Häuser in
> Trümmer schlagen soll und die kleinen Häuser in Stücke.
> 
> 6:12   Wer kann auf Felsen mit Rossen rennen oder mit Rindern pflügen?
> Denn ihr wandelt das Recht in Gift und die Frucht der Gerechtigkeit
> in Wermut,
> Kap 5,7
> 
> 6:13   die ihr euch freut über Lo-Dabar und sprecht: Haben wir nicht durch
> unsere Kraft Karnajim genommen?
> 
> 6:14   Darum siehe, ich will gegen euch, ihr vom Hause Israel, ein Volk
> aufstehen lassen, spricht der HERR, der Gott Zebaoth, das soll euch
> bedrängen von da an, wo man nach Hamat geht, bis an den Bach in der
> Wüste.
> 
>          Die drei ersten Visionen: Heuschrecken, Feuer, Bleilot
> 
> 7:1    Gott der HERR ließ mich schauen, und siehe, da war einer, der machte
> Heuschrecken zur Zeit, als das Grummet aufging; und siehe, das
> Grummet war gewachsen, nachdem der König hatte mähen lassen.
> 
> 7:2    Als sie nun alles Gras im Lande abfressen wollten, sprach ich: Ach
> Herr HERR, sei gnädig! Wer soll Jakob wieder aufhelfen? Er ist ja so
> schwach.
> 
> 7:3    Da reute es den HERRN, und er sprach: Wohlan, es soll nicht
> geschehen.
> 
> 7:4    Gott der HERR ließ mich schauen, und siehe, Gott der HERR rief das
> Feuer, um damit zu strafen. Das verzehrte die große Tiefe und fraß
> das Ackerland.
> 1. Mose 7,11
> 
> 7:5    Da sprach ich: Ach Herr HERR, laß ab! Wer soll Jakob wieder
> aufhelfen? Er ist ja so schwach.
> 
> 7:6    Da reute den HERRN das auch, und Gott der HERR sprach: Es soll auch
> nicht geschehen.
> 
> 7:7    Er ließ mich abermals schauen, und siehe, der Herr stand auf der
> Mauer, die mit einem Bleilot gerichtet war, und er hatte ein Bleilot
> in seiner Hand.
> 
> 7:8    Und der HERR sprach zu mir: Was siehst du, Amos? Ich sprach: Ein
> Bleilot. Da sprach der Herr zu mir: Siehe, ich will das Bleilot
> legen an mein Volk Israel und ihm nichts mehr übersehen,
> Jes 34,11;  Kap 8,2
> 
> 7:9    sondern die Höhen Isaaks sollen verwüstet und die Heiligtümer
> Israels zerstört werden, und ich will mich mit dem Schwert über das
> Haus Jerobeam hermachen.
> 
> Amos wird aus Bethel ausgewiesen
> 
> 7:10    Da sandte Amazja, der Priester in Bethel, zu Jerobeam, dem König
> von Israel, und ließ ihm sagen: Der Amos macht einen Aufruhr gegen
> dich im Hause Israel; das Land kann seine Worte nicht ertragen.
> (10 und 11) Jer 38,4
> 
> 7:11   Denn so spricht Amos: Jerobeam wird durchs Schwert sterben, und
> Israel wird aus seinem Lande gefangen weggeführt werden.
> 
> 7:12   Und Amazja sprach zu Amos: Du Seher, geh weg und flieh ins Land
> Juda und iß dort dein Brot und weissage daselbst.
> 1. Sam 9,9
> 
> 7:13   Aber weissage nicht mehr in Bethel; denn es ist des Königs
> Heiligtum und der Tempel des Königreichs.
> 1. Kön 12,28-29
> 
> 7:14   Amos antwortete und sprach zu Amazja: Ich bin kein Prophet noch ein
> Prophetenjünger, sondern ich bin ein Hirt, der Maulbeeren züchtet.
> Kap 1,1
> 
> 7:15   Aber der HERR nahm mich von der Herde und sprach zu mir: Geh hin und
> weissage meinem Volk Israel!
> 
> 7:16   So höre nun des HERRN Wort! Du sprichst: Weissage nicht wider
> Israel und eifere nicht wider das Haus Isaak!
> Kap 2,12
> 
> 7:17   Darum spricht der HERR: Deine Frau wird in der Stadt zur Hure
> werden, und deine Söhne und Töchter sollen durchs Schwert fallen,
> und dein Acker soll mit der Meßschnur ausgeteilt werden. Du aber
> sollst in einem unreinen Lande sterben, und Israel soll aus seinem
> Lande vertrieben werden.
> 
>          Die vierte Vision: Ein Korb mit reifem Obst
> 
> 8:1    Gott der HERR ließ mich schauen, und siehe, da stand ein Korb mit
> reifem Obst.
> 
> 8:2    Und er sprach: Was siehst du, Amos? Ich aber antwortete: Einen Korb
> mit reifem Obst. Da sprach der HERR zu mir: Reif zum Ende ist mein
> Volk Israel; ich will ihm nichts mehr übersehen.
> Kap 7,8
> 
> 8:3    Und die Lieder im Tempel sollen in Heulen verkehrt werden zur selben
> Zeit, spricht Gott der HERR. Es werden an allen Orten viele
> Leichname liegen, die man heimlich hinwirft.
> Kap 6,10
> 
> Gegen den Wucher der Reichen
> 
> 8:4    Höret dies, die ihr die Armen unterdrückt und die Elenden im Lande
> zugrunde richtet
> Kap 2,7
> 
> 8:5    und sprecht: Wann will denn der Neumond ein Ende haben, daß wir
> Getreide verkaufen, und der Sabbat, daß wir Korn feilhalten können
> und das Maß verringern und den Preis steigern und die Waage
> fälschen,
> Neh 13,15
> 
> 8:6    damit wir die Armen um Geld und die Geringen um ein Paar Schuhe in
> unsere Gewalt bringen und Spreu für Korn verkaufen?
> Kap 2,6
> 
> 8:7    Der HERR hat bei sich, dem Ruhm Jakobs, geschworen: Niemals werde
> ich diese ihre Taten vergessen!
> 
> 8:8    Sollte nicht um solcher Taten willen das Land erbeben müssen und
> alle Bewohner trauern? Ja, es soll sich heben wie die Wasser des
> Nils und sich senken wie der Strom Ägyptens.
> Kap 9,5
> 
> 8:9    Zur selben Zeit, spricht Gott der HERR, will ich die Sonne am
> Mittag untergehen und das Land am hellen Tage finster werden lassen.
> Jer 15,9
> 
> 8:10    Ich will eure Feiertage in Trauer und alle eure Lieder in Wehklagen
> verwandeln. Ich will über alle Lenden den Sack bringen und alle
> Köpfe kahl machen und will ein Trauern schaffen, wie man trauert
> über den einzigen Sohn, und sie sollen ein bitteres Ende nehmen.
> Tob 2,5-6;  Jer 6,26
> 
> Einst wird man vergeblich nach Gottes Wort verlangen
> 
> 8:11   Siehe, es kommt die Zeit, spricht Gott der HERR, daß ich einen
> Hunger ins Land schicken werde, nicht einen Hunger nach Brot oder
> Durst nach Wasser, sondern nach dem Wort des HERRN, es zu hören;
> 1. Sam 3,1
> 
> 8:12   daß sie hin und her von einem Meer zum andern, von Norden nach Osten
> laufen und des HERRN Wort suchen und doch nicht finden werden.
> Mi 3,7
> 
> 8:13   Zu der Zeit werden die schönen Jungfrauen und die Jünglinge
> verschmachten vor Durst,
> 
> 8:14   die jetzt schwören bei dem Abgott Samarias und sprechen: »So wahr
> dein Gott lebt, Dan!« und: »So wahr dein Gott lebt, Beerscheba!« Sie
> sollen so fallen, daß sie nicht wieder aufstehen können.
> Ri 18,30
> 
>          Die letzte Vision: Gott über dem Altar;
> dem Gericht kann niemand entrinnen
> 
> 9:1    Ich sah den Herrn über dem Altar stehen, und er sprach: Schlage an
> den Knauf, daß die Pfosten beben und die Trümmer ihnen allen auf den
> Kopf fallen; und was noch übrigbleibt von ihnen, will ich mit dem
> Schwert töten, daß keiner von ihnen entfliehen noch irgendeiner
> entkommen soll!
> 
> 9:2    Und wenn sie sich auch unten bei den Toten vergrüben, soll sie doch
> meine Hand von dort holen, und wenn sie zum Himmel hinaufstiegen,
> will ich sie doch herunterstoßen.
> Hiob 26,6; Ps 139,8
> 
> 9:3    Und wenn sie sich auch versteckten oben auf dem Berge Karmel, will
> ich sie doch suchen und von dort herabholen; und wenn sie sich vor
> meinen Augen verbärgen im Grunde des Meeres, so will ich doch der
> Schlange befehlen, sie dort zu beißen.
> 
> 9:4    Und wenn sie vor ihren Feinden gefangen einhergingen, so will ich
> doch dem Schwert befehlen, sie dort zu töten. Denn ich will meine
> Augen auf sie richten zum Bösen und nicht zum Guten.
> Jer 44,11
> 
> 9:5    Denn Gott, der HERR Zebaoth, ist es, der die Erde anrührt, daß sie
> bebt und alle ihre Bewohner trauern müssen, und daß sie sich hebt
> wie die Wasser des Nils und sich senkt wie der Strom Ägyptens;
> Kap 8,8
> 
> 9:6    er ist es, der seinen Saal in den Himmel baut und seinen Palast
> über der Erde gründet, der das Wasser im Meer herbeiruft und
> schüttet es auf das Erdreich. Er heißt HERR!
> Ps 104,3;  Kap 5,8
> 
> 9:7    Seid ihr Israeliten mir nicht gleichwie die Mohren? spricht der
> HERR. Habe ich nicht Israel aus Ägyptenland geführt und die
> Philister aus Kaftor und die Aramäer aus Kir?
> 5. Mose 7,7;  Jer 47,4
> 
> 9:8    Siehe, die Augen Gottes des HERRN sehen auf das sündige Königreich,
> daß ich's vom Erdboden vertilge, wiewohl ich das Haus Jakob nicht
> ganz vertilgen will, spricht der HERR.
> 
> 9:9    Denn siehe, ich will befehlen und das Haus Israel unter allen Heiden
> schütteln lassen, gleichwie man mit einem Sieb schüttelt und kein
> Stein zur Erde fällt.
> 
> 9:10   Alle Sünder in meinem Volk sollen durchs Schwert sterben, die da
> sagen: Es wird das Unglück nicht so nahe sein noch uns begegnen.
> Kap 6,3
> 
> Das künftige Heil des Gottesvolkes
> 
> 9:11   Zur selben Zeit will ich die zerfallene Hütte Davids wieder
> aufrichten und ihre Risse vermauern und, was abgebrochen ist, wieder
> aufrichten und will sie bauen, wie sie vorzeiten gewesen ist,
> 1. Kön 12,19; Apg 15,16-17
> 
> 9:12   damit sie in Besitz nehmen, was übrig ist von Edom, und alle Heiden,
> über die mein Name genannt ist, spricht der HERR, der solches tut.
> 
> 9:13   Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, daß man zugleich ackern
> und ernten, zugleich keltern und säen wird. Und die Berge werden
> von süßem Wein triefen, und alle Hügel werden fruchtbar sein.
> 3. Mose 26,5;  Joel 4,18
> 
> 9:14   Denn ich will die Gefangenschaft meines Volks Israel wenden, daß
> sie die verwüsteten Städte wieder aufbauen und bewohnen sollen, daß
> sie Weinberge pflanzen und Wein davon trinken, Gärten anlegen und
> Früchte daraus essen.
> 5. Mose 30,3;  Jes 65,21
> 
> 9:15   Denn ich will sie in ihr Land pflanzen, daß sie nicht mehr aus ihrem
> Land ausgerottet werden, das ich ihnen gegeben habe, spricht der
> HERR, dein Gott.
>
> — *Gottes unabwendbares Gericht über Israels Nachbarn*

