# Salomo wird zum König gesalbt

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> Salomo wird zum König gesalbt
> 
> 1:1    Als aber der König David alt war und hochbetagt, konnte er nicht
> warm werden, wenn man ihn auch mit Kleidern bedeckte.
> 
> 1:2    Da sprachen seine Großen zu ihm: Man suche unserm Herrn, dem König,
> eine Jungfrau, die vor dem König stehe und ihn umsorge und in seinen
> Armen schlafe und unsern Herrn, den König, wärme.
> 
> 1:3    Und sie suchten ein schönes Mädchen im ganzen Gebiet Israels und
> fanden Abischag von Schunem und brachten sie dem König.
> 
> 1:4    Und sie war ein sehr schönes Mädchen und umsorgte den König und
> diente ihm. Aber der König erkannte sie nicht.
> 
> 1:5     Adonija aber, der Sohn der Haggit, empörte sich und sprach: Ich
> will König werden! Und er schaffte sich Wagen und Gespanne an und
> fünfzig Mann als seine Leibwache.
> 2. Sam 3,4;  2. Sam 15,1
> 
> 1:6    Und sein Vater hatte ihm nie etwas verwehrt sein Leben lang, daß er
> gesagt hätte: Warum tust du das? Und er war auch ein sehr schöner
> Mann und war David geboren als der nächste Sohn nach Absalom.
> 
> 1:7    Und er beriet sich mit Joab, dem Sohn der Zeruja, und mit Abjatar,
> dem Priester; die hielten zu Adonija.
> Kap 2,22
> 
> 1:8    Aber Zadok, der Priester, und Benaja, der Sohn Jojadas, und Nathan,
> der Prophet, und Schimi und Reï und die Helden Davids waren nicht
> mit Adonija.
> 
> 1:9    Und als Adonija Schafe und Rinder und gemästetes Vieh opferte bei
> dem Stein Sohelet, der neben der Quelle Rogel liegt, lud er alle
> seine Brüder, des Königs Söhne, ein und alle Männer Judas, die dem
> König dienten.
> Jos 15,7-8
> 
> 1:10   Aber den Propheten Nathan und Benaja und die Helden und seinen
> Bruder Salomo lud er nicht ein.
> 
> 1:11   Da sprach Nathan zu Batseba, Salomos Mutter: Hast du nicht gehört,
> daß Adonija, der Sohn der Haggit, König geworden ist, und David,
> unser Herr, weiß nichts davon?
> 
> 1:12   So komm nun, ich will dir einen Rat geben, daß du dein Leben und das
> Leben deines Sohnes Salomo errettest.
> 
> 1:13   Auf, geh zum König David hinein und sprich zu ihm: Hast du nicht,
> mein Herr und König, deiner Magd geschworen: Dein Sohn Salomo soll
> nach mir König sein, und er soll auf meinem Thron sitzen? Warum ist
> dann Adonija König geworden?
> 1. Chr 28,5-10
> 
> 1:14   Siehe, während du noch da bist und mit dem König redest, will ich
> nach dir hineinkommen und deine Worte zu Ende führen.
> 
> 1:15   Und Batseba ging hinein zum König in das Gemach. Der König aber war
> sehr alt, und Abischag von Schunem diente dem König.
> 
> 1:16   Und Batseba neigte sich und fiel vor dem König nieder. Der König
> aber sprach: Was willst du?
> 
> 1:17   Sie sprach zu ihm: Mein Herr, du hast deiner Magd geschworen bei dem
> HERRN, deinem Gott: Dein Sohn Salomo soll König sein nach mir und
> auf meinem Thron sitzen.
> 
> 1:18   Nun aber siehe, Adonija ist König geworden, und du, mein Herr und
> König, weißt nichts davon.
> 
> 1:19   Er hat Stiere und gemästetes Vieh und viele Schafe geopfert und hat
> alle Söhne des Königs geladen, dazu Abjatar, den Priester, und Joab,
> den Feldhauptmann; aber deinen Knecht Salomo hat er nicht geladen.
> 
> 1:20   Du aber, mein Herr und König, die Augen von ganz Israel sehen auf
> dich, daß du ihnen kundtust, wer auf dem Thron meines Herrn und
> Königs nach ihm sitzen soll.
> 
> 1:21   Wenn aber mein Herr und König sich zu seinen Vätern gelegt hat, so
> werden ich und mein Sohn Salomo als Empörer dastehen.
> 
> 1:22   Während sie noch mit dem König redete, kam der Prophet Nathan.
> 
> 1:23   Und sie sagten dem König an: Siehe, da ist der Prophet Nathan. Und
> als er hinein vor den König kam, fiel er vor dem König nieder auf
> sein Angesicht zur Erde
> 
> 1:24   und sprach: Mein Herr und König, hast du gesagt: Adonija soll nach
> mir König sein und auf meinem Thron sitzen?
> 
> 1:25   Denn er ist heute hinabgegangen und hat geopfert Stiere und Mastvieh
> und viele Schafe und hat alle Söhne des Königs geladen und die
> Hauptleute, dazu den Priester Abjatar. Und siehe, sie essen und
> trinken vor ihm und rufen: Es lebe der König Adonija!
> 
> 1:26   Aber mich, deinen Knecht, und Zadok, den Priester, und Benaja, den
> Sohn Jojadas, und deinen Knecht Salomo hat er nicht geladen.
> 
> 1:27   Ist das von meinem Herrn und König befohlen, und du hast deine
> Großen nicht wissen lassen, wer auf dem Thron meines Herrn und
> Königs nach ihm sitzen soll?
> 
> 1:28   Der König David antwortete und sprach: Ruft mir Batseba! Und sie kam
> hinein vor den König. Und als sie vor dem König stand,
> 
> 1:29   schwor der König und sprach: So wahr der HERR lebt, der mich erlöst
> hat aus aller Not:
> 
> 1:30   ich will heute tun, wie ich dir geschworen habe bei dem HERRN, dem
> Gott Israels, als ich sagte: Salomo, dein Sohn, soll nach mir König
> sein, und er soll für mich auf meinem Thron sitzen.
> 
> 1:31   Da neigte sich Batseba mit ihrem Antlitz zur Erde und fiel vor dem
> König nieder und sprach: Lang lebe mein Herr, der König David!
> 
> 1:32   Und der König David sprach: Ruft mir den Priester Zadok und den
> Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas! Und als sie
> hineinkamen vor den König,
> 
> 1:33   sprach der König zu ihnen: Nehmt mit euch die Großen eures Herrn und
> setzt meinen Sohn Salomo auf mein Maultier und führt ihn hinab zum
> Gihon.
> 
> 1:34   Und der Priester Zadok samt dem Propheten Nathan salbe ihn dort zum
> König über Israel. Und blast die Posaunen und ruft: Es lebe der
> König Salomo!
> 
> 1:35   Und zieht wieder hinauf hinter ihm her, und er soll kommen und
> sitzen auf meinem Thron und für mich König sein. Denn ihn setze ich
> zum Fürsten über Israel und Juda ein.
> 
> 1:36   Da antwortete Benaja, der Sohn Jojadas, dem König und sprach: So sei
> es! Der HERR, der Gott meines Herrn und Königs, bestätige es!
> 
> 1:37   Wie der HERR mit meinem Herrn, dem König, gewesen ist, so sei er
> auch mit Salomo, daß sein Thron größer werde als der Thron meines
> Herrn, des Königs David!
> 
> 1:38   Da gingen hinab der Priester Zadok und der Prophet Nathan und
> Benaja, der Sohn Jojadas, und die Kreter und Pleter und setzten
> Salomo auf das Maultier des Königs David und führten ihn zum Gihon.
> 2. Sam 8,18
> 
> 1:39   Und der Priester Zadok nahm das Ölhorn aus dem Zelt und salbte
> Salomo. Und sie bliesen die Posaunen, und alles Volk rief: Es lebe
> der König Salomo!
> 1. Chr 23,1; 29,22
> 
> 1:40   Und alles Volk zog wieder herauf hinter ihm her, und das Volk blies
> mit Flöten und war sehr fröhlich, so daß die Erde von ihrem Geschrei
> erbebte.
> 
> 1:41   Und Adonija hörte es und alle, die er geladen hatte und die bei ihm
> waren, und sie hatten schon gegessen. Und als Joab den Schall der
> Posaune hörte, sprach er: Was soll das Geschrei und Getümmel der
> Stadt?
> 
> 1:42   Als er noch redete, siehe, da kam Jonatan, der Sohn des Priesters
> Abjatar. Und Adonija sprach: Komm her, denn du bist ein redlicher
> Mann und bringst gute Botschaft.
> 2. Sam 15,27; 15,36
> 
> 1:43   Jonatan antwortete und sprach zu Adonija: Nein, denn unser Herr, der
> König David, hat Salomo zum König gemacht
> 
> 1:44   und hat mit ihm gesandt den Priester Zadok und den Propheten Nathan
> und Benaja, den Sohn Jojadas, und die Kreter und Pleter, und sie
> haben ihn auf des Königs Maultier gesetzt.
> 
> 1:45   Und Zadok, der Priester, samt dem Propheten Nathan hat ihn gesalbt
> zum König beim Gihon, und sie sind von da heraufgezogen mit Freuden,
> so daß die Stadt voll Getümmel wurde. Das ist das Geschrei, das ihr
> gehört habt.
> 
> 1:46   Und schon sitzt Salomo auf dem königlichen Thron,
> 
> 1:47   und die Großen des Königs sind hineingegangen, zu segnen unsern
> Herrn, den König David, und haben gesagt: Dein Gott mache Salomos
> Namen herrlicher als deinen Namen und lasse seinen Thron größer
> werden als deinen Thron! Und der König hat sich verneigt auf seinem
> Lager
> 
> 1:48   und hat so gesagt: Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, der heute
> einen meiner Söhne auf meinen Thron gesetzt hat, daß es meine Augen
> gesehen haben.
> 
> 1:49   Da erschraken alle, die bei Adonija geladen waren, und machten sich
> auf und gingen hin, jeder seinen Weg.
> 
> 1:50   Aber Adonija fürchtete sich vor Salomo und machte sich auf, ging hin
> und faßte die Hörner des Altars.
> 
> 1:51   Und es wurde Salomo angesagt: Siehe, Adonija fürchtet den König
> Salomo, und siehe, er faßt die Hörner des Altars und spricht: Der
> König Salomo schwöre mir heute, daß er seinen Knecht nicht töten
> wird mit dem Schwert.
> Kap 2,28
> 
> 1:52   Salomo sprach: Wird er redlich sein, so soll kein Haar von ihm auf
> die Erde fallen; wird aber Böses an ihm gefunden, so soll er
> sterben.
> 2. Sam 14,11
> 
> 1:53   Und der König Salomo sandte hin und ließ ihn vom Altar holen. Und
> als er kam, fiel er vor dem König Salomo nieder. Salomo aber sprach
> zu ihm: Geh in dein Haus!
> 
>          Davids letzter Wille und sein Tod
> 
> 2:1    Als nun die Zeit herbeikam, daß David sterben sollte, gebot er
> seinem Sohn Salomo und sprach:
> 
> 2:2    Ich gehe hin den Weg aller Welt. So sei getrost und sei ein Mann
> 
> 2:3    und diene dem HERRN, deinem Gott, daß du wandelst in seinen Wegen
> und hältst seine Satzungen, Gebote, Rechte und Ordnungen, wie
> geschrieben steht im Gesetz des Mose, damit dir alles gelinge, was
> du tust und wohin du dich wendest;
> 5. Mose 17,14-20; Jos 1,7
> 
> 2:4    damit der HERR sein Wort erfülle, das er über mich geredet hat:
> Werden deine Söhne auf ihre Wege achten, daß sie vor mir in Treue
> und von ganzem Herzen und von ganzer Seele wandeln, so soll dir's
> niemals fehlen an einem Mann auf dem Thron Israels.
> 
> 2:5    Auch weißt du sehr wohl, was mir getan hat Joab, der Sohn der
> Zeruja, was er tat den zwei Feldhauptleuten Israels, Abner, dem
> Sohn Ners, und Amasa, dem Sohn Jeters, wie er sie ermordet hat und
> so im Krieg vergossenes Blut im Frieden gerächt und unschuldiges
> Blut an den Gürtel seiner Lenden und an die Schuhe seiner Füße
> gebracht hat.
> 2. Sam 3,27;  2. Sam 20,10
> 
> 2:6    Tu nach deiner Weisheit, daß du seine grauen Haare nicht in Frieden
> hinunter zu den Toten bringst.
> 
> 2:7    Aber den Söhnen Barsillais, des Gileaditers, sollst du
> Barmherzigkeit erweisen, daß sie an deinem Tisch essen. Denn sie
> taten wohl an mir, als ich vor deinem Bruder Absalom floh.
> 2. Sam 17,27; 19,32-41;  2. Sam 15,13-16
> 
> 2:8    Und siehe, du hast bei dir Schimi, den Sohn Geras, den Benjaminiter
> von Bahurim, der mir schändlich fluchte zu der Zeit, als ich nach
> Mahanajim ging. Dann aber kam er mir entgegen am Jordan. Da schwor
> ich ihm bei dem HERRN und sprach: Ich will dich nicht töten mit dem
> Schwert.
> 2. Sam 16,5; 19,17-24
> 
> 2:9    Du aber laß ihn nicht frei ausgehen; denn du bist ein weiser Mann
> und wirst sehr wohl wissen, was du ihm tun sollst, daß du seine
> grauen Haare mit Blut hinunter zu den Toten bringst.
> 
> 2:10   Also legte sich David zu seinen Vätern und wurde begraben in der
> Stadt Davids.
> 
> 2:11   Die Zeit aber, die David König gewesen ist über Israel, ist vierzig
> Jahre: sieben Jahre war er König zu Hebron und dreiunddreißig Jahre
> zu Jerusalem.
> 2. Sam 5,4-5; 1. Chr 29,27
> 
> 2:12   Und Salomo saß auf dem Thron seines Vaters David, und seine
> Herrschaft hatte festen Bestand.
> 
> Salomos Maßnahmen beim Antritt der Regierung
> 
> 2:13   Aber Adonija, der Sohn der Haggit, kam zu Batseba, der Mutter
> Salomos. Und sie sprach: Kommst du auch mit Frieden? Er sprach: Ja!
> 
> 2:14   Und er sprach: Ich habe mit dir zu reden. Sie sprach: Sage an!
> 
> 2:15   Er sprach: Du weißt, daß das Königtum mein war, und ganz Israel
> hatte sich auf mich gerichtet, daß ich König sein sollte; aber nun
> hat sich das Königtum gewandt und ist meinem Bruder zuteil geworden -
> von dem HERRN ist's ihm zuteil geworden.
> 
> 2:16   Nun bitte ich eins von dir; du wollest mich nicht abweisen! Sie
> sprach zu ihm: Sage an!
> 
> 2:17   Er sprach: Rede mit dem König Salomo, denn er wird dich nicht
> abweisen, daß er mir gebe Abischag von Schunem zur Frau.
> Kap 1,3; 2. Sam 3,7
> 
> 2:18   Batseba sprach: Gut, ich will mit dem König deinetwegen reden.
> 
> 2:19   Und Batseba ging hin zum König Salomo, um mit ihm zu reden Adonijas
> wegen. Und der König stand auf und ging ihr entgegen und neigte sich
> vor ihr und setzte sich auf seinen Thron. Und es wurde der Mutter
> des Königs ein Thron hingestellt, und sie setzte sich zu seiner
> Rechten.
> 
> 2:20   Und sie sprach: Ich habe eine kleine Bitte an dich; du wollest mich
> nicht abweisen. Der König sprach zu ihr: Bitte, meine Mutter, ich
> will dich nicht abweisen.
> 
> 2:21   Sie sprach: Gib doch Abischag von Schunem deinem Bruder Adonija zur
> Frau!
> 
> 2:22   Da antwortete der König Salomo und sprach zu seiner Mutter: Warum
> bittest du um Abischag von Schunem für Adonija? Erbitte ihm doch
> auch das Königtum! Denn er ist mein älterer Bruder, und zu ihm hält
> der Priester Abjatar und Joab, der Sohn der Zeruja.
> Kap 1,6-7
> 
> 2:23   Und der König Salomo schwor bei dem HERRN und sprach: Gott tue mir
> dies und das, diese Bitte soll Adonija sein Leben kosten!
> 
> 2:24   Und nun, so wahr der HERR lebt, der mich bestätigt hat und gesetzt
> auf den Thron meines Vaters David und der mir ein Haus gemacht hat,
> wie er zugesagt hat: heute noch soll Adonija sterben!
> 
> 2:25   Und der König Salomo sandte hin Benaja, den Sohn Jojadas; der stieß
> ihn nieder, daß er starb.
> 
> 2:26   Und zu dem Priester Abjatar sprach der König: Geh hin nach Anatot
> zu deinem Besitz, denn du bist des Todes. Aber ich will dich heute
> nicht töten, denn du hast die Lade Gottes des HERRN vor meinem Vater
> David getragen und hast alles mitgelitten, was mein Vater gelitten
> hat.
> Kap 1,7; 1. Sam 22,20-23; 30,7; 2. Sam 15,24
> 
> 2:27   So verstieß Salomo den Abjatar, daß er nicht mehr Priester des HERRN
> sein durfte, damit erfüllt würde des HERRN Wort, das er über das
> Haus Elis geredet hatte in Silo.
> 1. Sam 2,31-32
> 
> 2:28   Und die Kunde davon kam vor Joab; denn Joab hatte Adonija angehangen
> und nicht Absalom. Da floh Joab in das Zelt des HERRN und faßte die
> Hörner des Altars.
> Kap 1,51
> 
> 2:29   Und es wurde dem König Salomo angesagt: Joab ist zum Zelt des HERRN
> geflohen, und siehe, er steht am Altar. Da sandte Salomo hin Benaja,
> den Sohn Jojadas, und sprach: Geh, stoß ihn nieder!
> 2. Mose 21,12-14
> 
> 2:30   Und als Benaja zum Zelt des HERRN kam, sprach er zu Joab: So sagt
> der König: Geh heraus! Er sprach: Nein, hier will ich sterben. Und
> Benaja sagte das dem König wieder und sprach: So hat Joab geredet,
> und so hat er mir geantwortet.
> 
> 2:31   Der König sprach zu ihm: Tu, wie er gesagt hat, und stoß ihn nieder
> und begrabe ihn, damit du das Blut, das Joab ohne Grund vergossen
> hat, von mir tust und von meines Vaters Hause.
> 
> 2:32   Und der HERR lasse das Blut auf sein Haupt kommen, weil er zwei
> Männer erschlagen hat, die gerechter und besser waren als er, und
> sie getötet hat mit dem Schwert, ohne daß mein Vater David darum
> wußte, nämlich Abner, den Sohn Ners, den Feldhauptmann über Israel,
> und Amasa, den Sohn Jeters, den Feldhauptmann über Juda.
> Vers 5
> 
> 2:33   Ihr Blut komme auf das Haupt Joabs und seiner Nachkommen für immer;
> aber David und seine Nachkommen, sein Haus und sein Thron sollen
> Frieden haben ewiglich von dem HERRN!
> 
> 2:34   Und Benaja, der Sohn Jojadas, ging hin und stieß ihn nieder und
> tötete ihn. Und er wurde begraben in seinem Hause in der Wüste.
> 
> 2:35   Und der König setzte Benaja, den Sohn Jojadas, an seiner Statt über
> das Heer, und den Priester Zadok setzte der König an die Stelle
> Abjatars.
> Kap 4,4
> 
> 2:36   Und der König sandte hin und ließ Schimi rufen und sprach zu ihm:
> Baue dir ein Haus in Jerusalem und wohne dort und geh von da nicht
> heraus, weder hierhin noch dahin.
> 
> 2:37   An dem Tag, an dem du hinausgehen und über den Bach Kidron gehen
> wirst - so wisse, daß du des Todes sterben mußt; dein Blut komme
> dann auf dein Haupt!
> 
> 2:38   Schimi sprach zum König: Das ist recht so; wie mein Herr, der König,
> geredet hat, so wird dein Knecht tun. So wohnte Schimi in Jerusalem
> lange Zeit.
> 
> 2:39   Es begab sich aber nach drei Jahren, daß zwei Knechte dem Schimi
> entliefen zu Achisch, dem Sohn Maachas, dem König von Gat. Und es
> wurde Schimi angesagt: Siehe, deine Knechte sind in Gat.
> 
> 2:40   Da machte sich Schimi auf und sattelte seinen Esel und zog hin nach
> Gat zu Achisch, um seine Knechte zu suchen. Und als er hinkam,
> brachte er seine Knechte von Gat zurück.
> 
> 2:41   Und es wurde Salomo angesagt, daß Schimi von Jerusalem nach Gat
> gezogen und wiedergekommen wäre.
> 
> 2:42   Da sandte der König hin und ließ Schimi rufen und sprach zu ihm: Hab
> ich dich nicht schwören lassen bei dem HERRN und dich gewarnt: an
> dem Tag, an dem du die Stadt verläßt und hierhin oder dorthin gehst,
> sollst du wissen, daß du des Todes sterben mußt? Und du sprachst zu
> mir: Es ist recht so; ich habe es gehört.
> 
> 2:43   Warum hast du denn nicht gehalten den Schwur vor dem HERRN und das
> Gebot, das ich dir geboten habe?
> 
> 2:44   Und der König sprach zu Schimi: Du weißt all das Böse, dessen dein
> Herz sich bewußt ist und das du meinem Vater David angetan hast. Nun
> läßt der HERR dies Böse auf dein Haupt kommen;
> Vers 8
> 
> 2:45   aber der König Salomo ist gesegnet, und der Thron Davids wird
> feststehen vor dem HERRN ewiglich.
> 
> 2:46   Und der König gebot Benaja, dem Sohn Jojadas; der ging hin und stieß
> ihn nieder, daß er starb. Und das Königtum wurde gefestigt durch
> Salomos Hand.
> 
>          Salomos Gebet um Weisheit
> 
> (vgl. 2. Chr 1,1-12)
> 3:1    Und Salomo verschwägerte sich mit dem Pharao, dem König von
> Ägypten, und nahm eine Tochter des Pharao zur Frau und brachte sie
> in die Stadt Davids, bis er sein Haus und des HERRN Haus und die
> Mauer um Jerusalem gebaut hatte.
> 5. Mose 23,8;  Kap 11,1-2
> 
> 3:2    Aber das Volk opferte noch auf den Höhen; denn es war noch kein Haus
> gebaut dem Namen des HERRN bis auf diese Zeit.
> 
> 3:3    Salomo aber hatte den HERRN lieb und wandelte nach den Satzungen
> seines Vaters David, nur daß er auf den Höhen opferte und räucherte.
> 
> 3:4     Und der König ging hin nach Gibeon, um dort zu opfern; denn das war
> die bedeutendste Höhe. Und Salomo opferte dort tausend Brandopfer
> auf dem Altar.
> (4 und 5) 1. Chr 21,29; Kap 9,2
> 
> 3:5    Und der HERR erschien Salomo zu Gibeon im Traum des Nachts, und Gott
> sprach: Bitte, was ich dir geben soll!
> 
> 3:6    Salomo sprach: Du hast an meinem Vater David, deinem Knecht, große
> Barmherzigkeit getan, wie er denn vor dir gewandelt ist in Wahrheit
> und Gerechtigkeit und mit aufrichtigem Herzen vor dir, und hast ihm
> auch die große Barmherzigkeit erwiesen und ihm einen Sohn gegeben,
> der auf seinem Thron sitzen sollte, wie es denn jetzt ist.
> Kap 1,48
> 
> 3:7    Nun, HERR, mein Gott, du hast deinen Knecht zum König gemacht an
> meines Vaters David Statt. Ich aber bin noch jung, weiß weder aus
> noch ein.
> 
> 3:8    Und dein Knecht steht mitten in deinem Volk, das du erwählt hast,
> einem Volk, so groß, daß es wegen seiner Menge niemand zählen noch
> berechnen kann.
> Kap 4,20
> 
> 3:9    So wollest du deinem Knecht ein gehorsames Herz geben, damit er dein
> Volk richten könne und verstehen, was gut und böse ist. Denn wer
> vermag dies dein mächtiges Volk zu richten?
> 
> 3:10   Das gefiel dem Herrn gut, daß Salomo darum bat.
> 
> 3:11   Und Gott sprach zu ihm: Weil du darum bittest und bittest weder um
> langes Leben noch um Reichtum noch um deiner Feinde Tod, sondern um
> Verstand, zu hören und recht zu richten,
> 
> 3:12   siehe, so tue ich nach deinen Worten. Siehe, ich gebe dir ein
> weises und verständiges Herz, so daß deinesgleichen vor dir nicht
> gewesen ist und nach dir nicht aufkommen wird.
> 5. Mose 26,14
> 
> 3:13   Und dazu gebe ich dir, worum du nicht gebeten hast, nämlich
> Reichtum und Ehre, so daß deinesgleichen keiner unter den Königen
> ist zu deinen Zeiten.
> Mt 6,33
> 
> 3:14   Und wenn du in meinen Wegen wandeln wirst, daß du hältst meine
> Satzungen und Gebote, wie dein Vater David gewandelt ist, so werde
> ich dir ein langes Leben geben.
> 
> 3:15   Und als Salomo erwachte, siehe, da war es ein Traum. Und er kam nach
> Jerusalem und trat vor die Lade des Bundes des Herrn und opferte
> Brandopfer und Dankopfer und machte ein großes Festmahl für alle
> seine Großen.
> 
> Salomos Urteil
> 
> 3:16   Zu der Zeit kamen zwei Huren zum König und traten vor ihn.
> 
> 3:17   Und die eine Frau sprach: Ach, mein Herr, ich und diese Frau wohnten
> in einem Hause, und ich gebar bei ihr im Hause.
> 
> 3:18   Und drei Tage, nachdem ich geboren hatte, gebar auch sie. Und wir
> waren beieinander, und kein Fremder war mit uns im Hause, nur wir
> beide.
> 
> 3:19   Und der Sohn dieser Frau starb in der Nacht; denn sie hatte ihn im
> Schlaf erdrückt.
> 
> 3:20   Und sie stand in der Nacht auf und nahm meinen Sohn von meiner
> Seite, als deine Magd schlief, und legte ihn in ihren Arm, und ihren
> toten Sohn legte sie in meinen Arm.
> 
> 3:21   Und als ich des Morgens aufstand, um meinen Sohn zu stillen, siehe,
> da war er tot. Aber am Morgen sah ich ihn genau an, und siehe, es
> war nicht mein Sohn, den ich geboren hatte.
> 
> 3:22   Die andere Frau sprach: Nein, mein Sohn lebt, doch dein Sohn ist
> tot. Jene aber sprach: Nein, dein Sohn ist tot, doch mein Sohn lebt.
> Und so redeten sie vor dem König.
> 
> 3:23   Und der König sprach: Diese spricht: Mein Sohn lebt, doch dein Sohn
> ist tot. Jene spricht: Nein, dein Sohn ist tot, doch mein Sohn lebt.
> 
> 3:24   Und der König sprach: Holt mir ein Schwert! Und als das Schwert vor
> den König gebracht wurde,
> 
> 3:25   sprach der König: Teilt das lebendige Kind in zwei Teile und gebt
> dieser die Hälfte und jener die Hälfte.
> 
> 3:26    Da sagte die Frau, deren Sohn lebte, zum König - denn ihr
> mütterliches Herz entbrannte in Liebe für ihren Sohn - und sprach:
> Ach, mein Herr, gebt ihr das Kind lebendig und tötet es nicht! Jene
> aber sprach: Es sei weder mein noch dein; laßt es teilen!
> (26 und 27) Jes 49,15
> 
> 3:27   Da antwortete der König und sprach: Gebt dieser das Kind lebendig
> und tötet's nicht; die ist seine Mutter.
> 
> 3:28   Und ganz Israel hörte von dem Urteil, das der König gefällt hatte,
> und sie fürchteten den König; denn sie sahen, daß die Weisheit
> Gottes in ihm war, Gericht zu halten.
> 
>          Salomos Beamte und Amtleute
> 
> 4:1    So war Salomo König über ganz Israel.
> 
> 4:2    Und dies waren seine Großen: Asarja, der Sohn Zadoks, war Priester;
> 
> 4:3    Elihoref und Ahija, die Söhne Schischas, waren Schreiber; Joschafat,
> der Sohn Ahiluds, war Kanzler;
> 
> 4:4     Benaja, der Sohn Jojadas, war Feldhauptmann; Zadok und Abjatar
> waren Priester;
> Kap 2,34-35; 2. Sam 23,20
> 
> 4:5    Asarja, der Sohn Nathans, stand den Amtleuten vor; Sabud, der Sohn
> Nathans, war des Königs Freund;
> 
> 4:6    Ahischar war Hofmeister; Adoniram, der Sohn Abdas, war Fronvogt.
> Kap 5,28
> 
> 4:7    Und Salomo hatte zwölf Amtleute über ganz Israel, die den König und
> sein Haus versorgten, und zwar ein jeder im Jahr einen Monat lang.
> 1. Sam 8,11-18
> 
> 4:8    Sie hießen: Der Sohn Hurs auf dem Gebirge Ephraim;
> 
> 4:9    der Sohn Dekers in Makaz und in Schaalbim und in Bet-Schemesch und
> in Elon und Bet-Hanan;
> 
> 4:10   der Sohn Heseds in Arubbot, und hatte dazu Socho und das ganze Land
> Hefer;
> 
> 4:11   der Sohn Abinadabs über das ganze Hügelland von Dor; er hatte
> Tafat, eine Tochter Salomos, zur Frau;
> 1. Sam 16,8
> 
> 4:12   Baana, der Sohn Ahiluds, in Taanach und in Megiddo und über ganz
> Bet-Schean, das liegt neben Zaretan unterhalb von Jesreel, von
> Bet-Schean bis Abel-Mehola, bis jenseits von Jokneam;
> 
> 4:13   der Sohn Gebers zu Ramot in Gilead; er hatte die Dörfer Jaïrs, des
> Sohnes Manasses, in Gilead und die Gegend Argob, die in Baschan
> liegt, sechzig große Städte, ummauert und mit ehernen Riegeln;
> 4. Mose 32,41
> 
> 4:14   Ahinadab, der Sohn Iddos, in Mahanajim;
> 
> 4:15   Ahimaaz in Naftali; auch er hatte eine Tochter Salomos, Basemat, zur
> Frau genommen;
> 
> 4:16   Baana, der Sohn Huschais, in Asser und Bealot;
> 
> 4:17   Joschafat, der Sohn Paruachs, in Issachar;
> 
> 4:18   Schimi, der Sohn Elas, in Benjamin;
> 
> 4:19   Geber, der Sohn Uris, im Lande Gilead, im Lande Sihons, des Königs
> der Amoriter, und Ogs, des Königs in Baschan. Ein Amtmann war in
> diesem Lande.
> 
> 4:20   Juda aber und Israel waren zahlreich wie der Sand am Meer, und sie
> aßen und tranken und waren fröhlich.
> Kap 3,8; 1. Mose 13,16
> 
>          Salomos Macht und Weisheit
> 
> 5:1    So war Salomo Herr über alle Königreiche, vom Euphratstrom bis zum
> Philisterland und bis an die Grenze Ägyptens; die brachten ihm
> Geschenke und dienten ihm sein Leben lang.
> 1. Mose 15,18
> Abweichende Verszählung statt 5,1-32: 4,21-34; 5,1-18.
> 
> 5:2    Und Salomo mußte täglich zur Speisung haben dreißig Sack feinstes
> Mehl, sechzig Sack anderes Mehl,
> 
> 5:3    zehn gemästete Rinder und zwanzig Rinder von der Weide und hundert
> Schafe, ohne die Hirsche und Gazellen und Rehe und das gemästete
> Federvieh.
> 
> 5:4    Denn er herrschte im ganzen Lande diesseits des Euphrat, von Tifsach
> bis nach Gaza, über alle Könige diesseits des Euphrat, und hatte
> Frieden mit allen seinen Nachbarn ringsum,
> 
> 5:5    so daß Juda und Israel sicher wohnten, jeder unter seinem Weinstock
> und unter seinem Feigenbaum, von Dan bis Beerscheba, solange Salomo
> lebte.
> 3. Mose 25,18
> 
> 5:6    Und Salomo hatte viertausend Gespanne für seine Kriegswagen und
> zwölftausend Leute für die Pferde.
> 2. Chr 9,25
> 
> 5:7    Und die Amtleute versorgten den König Salomo und alles, was zum
> Tisch des Königs gehörte, jeder in seinem Monat, und ließen es an
> nichts fehlen.
> 
> 5:8    Auch Gerste und Stroh für die Pferde brachten sie an den Ort, wo
> diese waren, jeder nach seiner Ordnung.
> 
> 5:9    Und Gott gab Salomo sehr große Weisheit und Verstand und einen
> Geist, so weit, wie Sand am Ufer des Meeres liegt,
> 
> 5:10   daß die Weisheit Salomos größer war als die Weisheit von allen, die
> im Osten wohnen, und als die Weisheit der Ägypter.
> 
> 5:11   Und er war weiser als alle Menschen, auch weiser als Etan, der
> Esrachiter, Heman, Kalkol und Darda, die Söhne Mahols, und war
> berühmt unter allen Völkern ringsum.
> 
> 5:12   Und er dichtete dreitausend Sprüche und tausendundfünf Lieder.
> Pred 12,9
> 
> 5:13   Er dichtete von den Bäumen, von der Zeder an auf dem Libanon bis zum
> Ysop, der aus der Wand wächst. Auch dichtete er von den Tieren des
> Landes, von Vögeln, vom Gewürm und von Fischen.
> 
> 5:14   Und aus allen Völkern kam man, zu hören die Weisheit Salomos, und
> von allen Königen auf Erden, die von seiner Weisheit gehört hatten.
> 
> Salomos Vertrag mit Hiram von Tyrus. Vorbereitung zum Tempelbau
> 
> (vgl. 2. Chr 2,1-17)
> 5:15   Und Hiram, der König von Tyrus, sandte seine Botschafter zu Salomo;
> denn er hatte gehört, daß sie ihn zum König gesalbt hatten an seines
> Vaters Statt. Denn Hiram liebte David sein Leben lang.
> 2. Sam 5,11
> 
> 5:16   Und Salomo sandte zu Hiram und ließ ihm sagen:
> 
> 5:17   Du weißt, daß mein Vater David nicht ein Haus bauen konnte dem Namen
> des HERRN, seines Gottes, um des Krieges willen, der um ihn her war,
> bis der HERR seine Feinde unter seine Füße gab.
> 
> 5:18   Nun aber hat mir der HERR, mein Gott, Ruhe gegeben ringsum, so daß
> weder ein Widersacher noch ein böses Hindernis mehr da ist.
> 
> 5:19   Siehe, so hab ich gedacht, dem Namen des HERRN, meines Gottes, ein
> Haus zu bauen, wie der HERR zu meinem Vater David gesagt hat: Dein
> Sohn, den ich an deiner Statt auf deinen Thron setzen werde, der
> soll meinem Namen das Haus bauen.
> 2. Sam 7,13
> 
> 5:20   So befiehl nun, daß man mir Zedern im Libanon fällt, und meine Leute
> sollen mit deinen Leuten sein. Und den Lohn deiner Leute will ich
> dir geben, alles, wie du es sagst. Denn du weißt, daß bei uns
> niemand ist, der Holz zu hauen versteht wie die Sidonier.
> 
> 5:21   Als Hiram aber die Worte Salomos hörte, freute er sich sehr und
> sprach: Gelobt sei der HERR heute, der David einen weisen Sohn
> gegeben hat über dies große Volk.
> Kap 10,9
> 
> 5:22   Und Hiram sandte zu Salomo und ließ ihm sagen: Ich habe die
> Botschaft gehört, die du mir gesandt hast. Ich will alle deine
> Wünsche nach Zedern- und Zypressenholz erfüllen.
> 
> 5:23   Meine Leute sollen die Stämme vom Libanon hinabbringen ans Meer, und
> ich will sie in Flöße zusammenlegen lassen auf dem Meer bis an den
> Ort, den du mir sagen lassen wirst, und will sie dort zerlegen, und
> du sollst sie holen lassen. Aber du sollst auch meine Wünsche
> erfüllen und Speise geben für meinen Hof.
> 
> 5:24   So gab Hiram Salomo Zedern- und Zypressenholz nach allen seinen
> Wünschen.
> 
> 5:25   Salomo aber gab Hiram zwanzigtausend Sack Weizen zum Unterhalt für
> seinen Hof und zwanzigtausend Eimer gepreßtes Öl. Das gab Salomo
> jährlich dem Hiram.
> Vers 2
> 
> 5:26   Und der HERR gab Salomo Weisheit, wie er ihm zugesagt hatte. Und es
> war Friede zwischen Hiram und Salomo, und sie schlossen miteinander
> einen Vertrag.
> 
> 5:27   Und Salomo hob Fronarbeiter aus von ganz Israel, und ihre Zahl war
> dreißigtausend Mann
> 
> 5:28   und sandte sie auf den Libanon, je einen Monat zehntausend, so daß
> sie einen Monat auf dem Libanon waren und zwei Monate daheim. Und
> Adoniram war der Fronvogt.
> Kap 4,6
> 
> 5:29   Und Salomo hatte siebzigtausend Lastträger und achtzigtausend
> Steinhauer im Gebirge,
> 
> 5:30   ohne die Vögte Salomos, die über die Arbeiten gesetzt waren:
> dreitausenddreihundert, welche den Leuten geboten, die die Arbeit
> taten.
> 
> 5:31   Und der König gebot, große und kostbare Steine auszubrechen,
> behauene Steine zum Grund des Hauses.
> 
> 5:32   Und die Bauleute Salomos und die Bauleute Hirams und die Gebaliter
> hieben sie zurecht; so bereiteten sie Holz und Steine zu, um das
> Haus zu bauen.
> Jos 13,5; Hes 27,9
> 
>          Der Bau des Tempels
> 
> (vgl. 2. Chr 3,1-14)
> 6:1    Im vierhundertundachtzigsten Jahr nach dem Auszug Israels aus
> Ägyptenland, im vierten Jahr der Herrschaft Salomos über Israel, im
> Monat Siw, das ist der zweite Monat, wurde das Haus dem HERRN
> gebaut.
> Mt 1,17
> 
> 6:2    Das Haus aber, das der König Salomo dem HERRN baute, war sechzig
> Ellen lang, zwanzig Ellen breit und dreißig Ellen hoch.
> 
> 6:3    Und er baute eine Vorhalle vor der Tempelhalle des Hauses, zwanzig
> Ellen lang nach der Breite des Hauses und zehn Ellen breit vor dem
> Hause her.
> Kap 7,15-21
> 
> 6:4    Und er machte am Hause Fenster mit festen Stäben davor.
> 
> 6:5    Und er baute einen Umgang an der Wand des Hauses ringsumher, so daß
> er um die Tempelhalle und um den Chorraum herging und machte
> Seitengemächer ringsumher.
> 
> 6:6    Der untere Gang war fünf Ellen weit und der mittlere sechs Ellen
> weit und der dritte sieben Ellen weit; denn er machte Absätze außen
> am Hause ringsumher, so daß die Balken nicht in die Wände des Hauses
> eingriffen.
> 
> 6:7    Und als das Haus gebaut wurde, waren die Steine bereits ganz
> zugerichtet, so daß man weder Hammer noch Beil noch irgendein
> eisernes Werkzeug beim Bauen hörte.
> 
> 6:8    Die Tür zum unteren Seitengemach war auf der rechten Seite des
> Hauses, so daß man durch eine Wendeltreppe hinaufging auf die
> mittleren Seitengemächer und von den mittleren auf die dritten.
> 
> 6:9    So baute er das Haus und vollendete es. Und er deckte das Haus mit
> Balken und Tafelwerk von Zedern.
> 
> 6:10   Und er baute Gänge um das ganze Haus herum, je fünf Ellen hoch, und
> verband sie mit dem Hause durch Balken von Zedernholz.
> 
> 6:11   Und es geschah des HERRN Wort zu Salomo:
> 
> 6:12   So sei es mit dem Hause, das du baust: Wirst du in meinen Satzungen
> wandeln und nach meinen Rechten tun und alle meine Gebote halten und
> in ihnen wandeln, so will ich mein Wort an dir wahrmachen, das ich
> deinem Vater David gegeben habe,
> 2. Sam 7,13
> 
> 6:13   und will wohnen unter Israel und will mein Volk Israel nicht
> verlassen.
> 2. Mose 29,45
> 
> 6:14   Und Salomo baute das Haus und vollendete es.
> Apg 7,47
> 
> 6:15   Er bedeckte die Wände des Hauses innen mit Brettern von Zedernholz.
> Vom Boden des Hauses bis an die Decke täfelte er es innen mit Holz,
> und den Boden des Hauses täfelte er mit Brettern von Zypressenholz.
> 
> 6:16   Und er baute zwanzig Ellen von der Rückseite des Hauses entfernt
> eine Wand aus zedernen Brettern vom Boden bis an die Decke und baute
> so im Innern den Chorraum, das Allerheiligste.
> 
> 6:17   Die Tempelhalle vor dem Chorraum war vierzig Ellen lang.
> 
> 6:18   Innen war das ganze Haus lauter Zedernholz mit gedrehten Knoten und
> Blumenwerk, so daß man keinen Stein sah.
> 
> 6:19   Den Chorraum machte er im Innern des Hauses, damit man die Lade des
> Bundes des HERRN dahin stellte.
> 
> 6:20   Und vor dem Chorraum, der zwanzig Ellen lang, zwanzig Ellen breit
> und zwanzig Ellen hoch war und überzogen mit lauterem Gold, machte
> er den Altar aus Zedernholz.
> Kap 7,48
> 
> 6:21   Und Salomo überzog das Haus innen mit lauterem Gold und zog goldene
> Riegel vor dem Chorraum her, den er mit Gold überzogen hatte,
> 
> 6:22   so daß das ganze Haus ganz mit Gold überzogen war. Dazu überzog er
> auch den ganzen Altar vor dem Chorraum mit Gold.
> 
> 6:23   Er machte im Chorraum zwei Cherubim, zehn Ellen hoch, von
> Ölbaumholz.
> 2. Mose 37,7-9
> 
> 6:24   Fünf Ellen hatte ein Flügel eines jeden Cherubs, so daß zehn Ellen
> waren von dem Ende seines einen Flügels bis zum Ende seines andern
> Flügels.
> 
> 6:25   So hatte auch der andere Cherub zehn Ellen, und beide Cherubim
> hatten das gleiche Maß und die gleiche Gestalt.
> 
> 6:26   Auch war jeder Cherub zehn Ellen hoch.
> 
> 6:27   Und er stellte die Cherubim mitten ins Allerheiligste. Und die
> Cherubim breiteten ihre Flügel aus, so daß der Flügel des einen
> Cherubs die eine Wand berührte und der Flügel des andern Cherubs die
> andere Wand berührte. Aber in der Mitte berührte ein Flügel den
> andern.
> 
> 6:28   Und er überzog die Cherubim mit Gold.
> 
> 6:29   An allen Wänden des Allerheiligsten ließ er ringsum Schnitzwerk
> machen von Cherubim, Palmen und Blumenwerk, innen und außen.
> 
> 6:30   Auch überzog er innen den Boden mit Goldblech.
> 
> 6:31   Und an der Tür des Chorraums machte er zwei Türflügel von Ölbaumholz
> mit fünfeckigen Pfosten
> 
> 6:32   und ließ Schnitzwerk darauf machen von Cherubim, Palmen und
> Blumenwerk und überzog sie mit Goldblech.
> 
> 6:33   Ebenso machte er auch an der Tür der Tempelhalle viereckige Pfosten
> von Ölbaumholz
> 
> 6:34   und zwei Türen von Zypressenholz, so daß jede Tür zwei Flügel hatte,
> die sich drehten,
> 
> 6:35   und machte Schnitzwerk darauf von Cherubim, Palmen und Blumenwerk
> und überzog es mit Gold, genau wie es eingegraben war.
> 
> 6:36   Er baute auch den inneren Vorhof von drei Schichten behauener Steine
> und von einer Schicht Zedernbalken.
> 
> 6:37   Im vierten Jahr, im Monat Siw, wurde der Grund gelegt zum Hause des
> HERRN,
> Vers 1
> 
> 6:38   und im elften Jahr, im Monat Bul, das ist der achte Monat, wurde das
> Haus vollendet, wie es sein sollte, so daß sie sieben Jahre daran
> bauten.
> 
>          Der Bau der königlichen Paläste
> 
> 7:1    Aber an seinen Königshäusern baute Salomo dreizehn Jahre, bis er sie
> ganz vollendet hatte.
> Kap 9,10
> 
> 7:2    So baute er das Libanon-Waldhaus, hundert Ellen lang, fünfzig Ellen
> breit und dreißig Ellen hoch. Auf drei Reihen von Zedernsäulen legte
> er eine Decke von Zedernbalken
> Jes 22,8
> 
> 7:3    und deckte auch mit Zedernholz die Gemächer über den Säulen; und es
> waren fünfundvierzig Säulen, je fünfzehn in einer Reihe.
> 
> 7:4    Und Gebälk lag in drei Reihen, und Fenster waren einander gegenüber
> dreimal.
> 
> 7:5    Und alle Türen und Fenster waren viereckig, und die Fenster waren
> einander gegenüber dreimal.
> 
> 7:6    Er baute auch eine Halle von Säulen, fünfzig Ellen lang und dreißig
> Ellen breit, und noch eine Halle vor diese mit Säulen und einem
> Aufgang davor;
> 
> 7:7    und baute auch die Thronhalle, in der er Gericht hielt, die
> Gerichtshalle, und täfelte sie vom Boden bis zur Decke mit
> Zedernholz;
> 
> 7:8    dazu sein Haus, in dem er wohnte, im andern Hof, hinten an der
> Halle, gebaut wie die andern; und baute noch ein Haus wie diese
> Halle für die Tochter des Pharao, die Salomo zur Frau genommen
> hatte.
> Kap 3,1
> 
> 7:9    Das alles war von kostbaren Steinen, nach dem Winkeleisen gehauen,
> mit Sägen geschnitten auf allen Seiten, vom Grund bis an das Dach
> und von außen bis zum großen Hof.
> 
> 7:10   Die Grundsteine waren auch kostbare und große Steine, zehn und acht
> Ellen lang,
> 
> 7:11   und darauf kostbare Steine, nach dem Winkeleisen gehauen, und
> Zedernholz.
> 
> 7:12   Aber der große Hof hatte ringsum drei Schichten behauene Steine und
> eine Schicht Zedernbalken, wie auch der innere Vorhof am Hause des
> HERRN und die Halle am Hause.
> Kap 6,36
> 
> Die beiden Säulen vor dem Tempel und die heiligen Geräte
> 
> (vgl. 2. Chr 3,15 - 5,1)
> 7:13   Und der König Salomo sandte hin und ließ holen Hiram von Tyrus
> 2. Chr 2,12-13
> 
> 7:14   - den Sohn einer Witwe aus dem Stamm Naftali, sein Vater aber war
> aus Tyrus gewesen -; der war ein Kupferschmied, voll Weisheit,
> Verstand und Kunst in allerlei Kupferarbeit. Der kam zum König
> Salomo und machte ihm alle seine Werke.
> 
> 7:15   Er goß zwei Säulen aus Kupfer, jede achtzehn Ellen hoch, und eine
> Schnur von zwölf Ellen war das Maß um jede Säule herum.
> 2. Kön 25,17
> 
> 7:16   Und er machte zwei Knäufe, aus Kupfer gegossen, oben auf die Säulen
> zu setzen; jeder Knauf war fünf Ellen hoch.
> 
> 7:17   Und es war an jedem Knauf oben auf den Säulen Gitterwerk, sieben
> geflochtene Reifen wie Ketten.
> 
> 7:18   Und er machte an jedem Knauf zwei Reihen Granatäpfel ringsumher an
> dem Gitterwerk, mit denen der Knauf bedeckt wurde.
> 
> 7:19   Und die Knäufe oben auf den Säulen waren wie Lilien, jeder vier
> Ellen dick.
> 
> 7:20   Und es waren zweihundert Granatäpfel in den Reihen ringsum, oben und
> unten an dem Gitterwerk, das um die Rundung des Knaufs her ging, an
> jedem Knauf auf beiden Säulen.
> 
> 7:21   Und er richtete die Säulen auf vor der Vorhalle des Tempels; die er
> zur rechten Hand setzte, nannte er Jachin, und die er zur linken
> Hand setzte, nannte er Boas.
> 
> 7:22   Und oben auf den Säulen war Lilienschmuck. So wurde vollendet das
> Werk der Säulen.
> 
> 7:23   Und er machte das Meer, gegossen, von einem Rand zum andern zehn
> Ellen weit rundherum und fünf Ellen hoch, und eine Schnur von
> dreißig Ellen war das Maß ringsherum.
> 
> 7:24   Und um das Meer gingen Knoten an seinem Rand ringsherum, je zehn auf
> eine Elle; es hatte zwei Reihen Knoten, die beim Guß mitgegossen
> waren.
> 
> 7:25   Und es stand auf zwölf Rindern, von denen drei nach Norden gewandt
> waren, drei nach Westen, drei nach Süden und drei nach Osten, und
> das Meer stand obendrauf, und ihre Hinterteile waren alle nach innen
> gekehrt.
> 
> 7:26   Die Wanddicke des Meeres aber war eine Hand breit, und sein Rand war
> wie der Rand eines Bechers, wie eine aufgegangene Lilie, und es
> gingen zweitausend Eimer hinein.
> 
> 7:27   Er machte auch zehn Gestelle aus Kupfer, jedes vier Ellen lang und
> breit und drei Ellen hoch.
> 
> 7:28   Es war aber das Gestell so gemacht, daß es Seiten hatte zwischen den
> Leisten.
> 
> 7:29   Und an den Seiten zwischen den Leisten waren Löwen, Rinder und
> Cherubim, und ebenso auf den Leisten und oberhalb und unterhalb der
> Löwen und Rinder waren herabhängende Kränze.
> 
> 7:30   Und jedes Gestell hatte vier kupferne Räder mit kupfernen Achsen.
> Und auf den vier Ecken waren Träger gegossen, jeder dem andern
> gegenüber, unten an den Kessel gegossen.
> 
> 7:31   Aber der Hals mitten auf dem Gestell war eine Elle hoch und rund,
> anderthalb Ellen weit, und es waren Buckel an dem Hals in Feldern,
> die viereckig waren und nicht rund.
> 
> 7:32   Die vier Räder aber waren unten an den Seiten, und die Achsen der
> Räder waren am Gestell. Jedes Rad war anderthalb Ellen hoch.
> 
> 7:33   Es waren Räder wie Wagenräder, und ihre Achsen, Naben, Speichen und
> Felgen waren alle gegossen.
> 
> 7:34   Und die vier Träger auf den vier Ecken eines jeden Gestells waren
> auch am Gestell.
> 
> 7:35   Und oben auf dem Gestell, eine halbe Elle hoch, rundherum, waren
> Griffe und Leisten am Gestell.
> 
> 7:36   Und er ließ auf die Flächen der Griffe und Leisten eingraben
> Cherubim, Löwen und Palmenbäume, soviel Platz auf jedem war, und
> Kränze ringsherum daran.
> 
> 7:37   Auf diese Weise machte er zehn Gestelle, alle von einem Guß, einem
> Maß und einer Gestalt.
> 
> 7:38   Und er machte zehn Kessel aus Kupfer, daß vierzig Eimer in einen
> Kessel gingen, und jeder war vier Ellen weit, und auf jedem Gestell
> war ein Kessel.
> 
> 7:39   Und er stellte fünf Gestelle an die rechte Seite des Hauses und die
> andern fünf an die linke Seite; aber das Meer stellte er rechts vor
> das Haus nach Süden hin.
> 
> 7:40   Und Hiram machte auch Töpfe, Schaufeln, Becken; und so vollendete er
> alle Werke, die der König Salomo am Hause des HERRN machen ließ:
> 
> 7:41   die zwei Säulen und die kugligen Knäufe oben auf den zwei Säulen und
> die zwei Gitterwerke, die die beiden kugligen Knäufe auf den Säulen
> bedecken sollten,
> 
> 7:42   und die vierhundert Granatäpfel an den zwei Gitterwerken, je zwei
> Reihen Granatäpfel an einem Gitterwerk, die die beiden kugligen
> Knäufe auf den Säulen bedecken sollten,
> 
> 7:43   dazu die zehn Gestelle und zehn Kessel obendrauf
> 
> 7:44   und das Meer und die zwölf Rinder unter dem Meer
> 
> 7:45   und die Töpfe, Schaufeln und Becken. Und alle diese Geräte, die
> Hiram dem König Salomo machte für das Haus des HERRN, waren von
> blankem Kupfer.
> 
> 7:46   In der Gegend des unteren Jordans ließ sie der König gießen in der
> Gießerei von Adama zwischen Sukkot und Zaretan.
> 
> 7:47   Und Salomo ließ alle Geräte ungewogen wegen der sehr großen Menge
> des Kupfers.
> 
> 7:48   Auch ließ Salomo alles Gerät machen, das zum Hause des HERRN
> gehörte: den goldenen Altar, den goldenen Tisch, auf dem die
> Schaubrote liegen,
> 
> 7:49   fünf Leuchter zur rechten Hand und fünf Leuchter zur linken vor dem
> Chorraum von lauterem Gold, mit goldenen Blumen, Lampen und
> Lichtscheren;
> 
> 7:50   dazu Schalen, Messer, Becken, Löffel und Pfannen von lauterem Gold.
> Auch waren die Angeln an den Türen zum Allerheiligsten innen im
> Hause und an den Türen der Tempelhalle von Gold.
> 
> 7:51   So wurde das ganze Werk vollendet, das der König Salomo gemacht
> hatte am Hause des HERRN. Und Salomo brachte hinein, was sein Vater
> David geheiligt hatte an Silber und Gold und Geräten, und legte es
> in den Schatz des Hauses des HERRN.
> 
>          Einweihung des Tempels. Salomos Gebet und Opfer
> 
> (vgl. 2. Chr 5,2 - 7,10)
> 8:1    Da versammelte der König Salomo zu sich die Ältesten in Israel, alle
> Häupter der Stämme und Obersten der Sippen in Israel nach Jerusalem,
> um die Lade des Bundes des HERRN heraufzubringen aus der Stadt
> Davids, das ist Zion.
> 
> 8:2    Und es versammelten sich beim König Salomo alle Männer in Israel am
> Fest im Monat Etanim, das ist der siebente Monat.
> 
> 8:3    Und als alle Ältesten Israels kamen, hoben die Priester die Lade des
> HERRN auf
> 
> 8:4    und brachten sie hinauf, dazu die Stiftshütte und alles Gerät des
> Heiligtums, das in der Stiftshütte war. Das taten die Priester und
> Leviten.
> 
> 8:5    Und der König Salomo und die ganze Gemeinde Israel, die sich bei ihm
> versammelt hatte, ging mit ihm vor der Lade her und opferte Schafe
> und Rinder, so viel, daß man sie nicht zählen noch berechnen konnte.
> 2. Sam 6,13
> 
> 8:6    So brachten die Priester die Lade des Bundes des HERRN an ihren
> Platz in den Chorraum des Hauses, in das Allerheiligste, unter die
> Flügel der Cherubim.
> 2. Sam 6,17;  Kap 6,27
> 
> 8:7    Denn die Cherubim breiteten die Flügel aus an dem Ort, wo die Lade
> stand, und bedeckten die Lade und ihre Stangen von oben her.
> 
> 8:8    Und die Stangen waren so lang, daß ihre Enden gesehen wurden in dem
> Heiligen, das ist die Tempelhalle, vor dem Chorraum; aber von außen
> sah man sie nicht. Und dort sind sie bis auf diesen Tag.
> 2. Mose 25,13-15
> 
> 8:9    Und es war nichts in der Lade als nur die zwei steinernen Tafeln
> des Mose, die er hineingelegt hatte am Horeb, die Tafeln des Bundes,
> den der HERR mit Israel schloß, als sie aus Ägyptenland gezogen
> waren.
> 2. Mose 25,21; 5. Mose 10,5
> 
> 8:10   Als aber die Priester aus dem Heiligen gingen, erfüllte die Wolke
> das Haus des HERRN,
> 
> 8:11   so daß die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der
> Wolke; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus des HERRN.
> 2. Mose 40,34-35
> 
> 8:12   Da sprach Salomo: Die Sonne hat der HERR an den Himmel gestellt; er
> hat aber gesagt, er wolle im Dunkel wohnen.
> 2. Mose 20,21
> 
> 8:13   So habe ich nun ein Haus gebaut dir zur Wohnung, eine Stätte, daß du
> ewiglich da wohnest.
> 
> 8:14   Und der König wandte sein Angesicht und segnete die ganze Gemeinde
> Israel, und die ganze Gemeinde Israel stand.
> 
> 8:15   Und er sprach: Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, der durch
> seinen Mund meinem Vater David zugesagt und es durch seine Hand
> erfüllt hat und gesagt:
> 
> 8:16   Von dem Tage an, als ich mein Volk Israel aus Ägypten führte, hab
> ich keine Stadt erwählt unter irgendeinem Stamm Israels, daß mir ein
> Haus gebaut würde, damit mein Name da wäre. Jerusalem hab ich
> erwählt, daß mein Name da wäre, und David hab ich erwählt, daß er
> über mein Volk Israel Herr sein sollte.
> 
> 8:17   Mein Vater David hatte es zwar im Sinn, dem Namen des HERRN, des
> Gottes Israels, ein Haus zu bauen,
> (17-19) 2. Sam 7,1-16
> 
> 8:18   aber der HERR sprach zu meinem Vater David: Daß du im Sinn hast,
> meinem Namen ein Haus zu bauen, daran hast du wohlgetan, daß du dir
> das vornahmst.
> 
> 8:19   Doch nicht du sollst das Haus bauen, sondern dein Sohn, der dir
> geboren wird, der soll meinem Namen ein Haus bauen.
> 
> 8:20   Und der HERR hat sein Wort wahr gemacht, das er gegeben hat; denn
> ich bin zur Macht gekommen an meines Vaters David Statt und sitze
> auf dem Thron Israels, wie der HERR zugesagt hat, und habe gebaut
> ein Haus dem Namen des HERRN, des Gottes Israels,
> 
> 8:21   und habe dort eine Stätte zugerichtet der Lade, in der die Tafeln
> des Bundes sind, den er geschlossen hat mit unsern Vätern, als er
> sie aus Ägyptenland führte.
> 
> 8:22   Und Salomo trat vor den Altar des HERRN angesichts der ganzen
> Gemeinde Israel und breitete seine Hände aus gen Himmel
> 
> 8:23   und sprach: HERR, Gott Israels, es ist kein Gott weder droben im
> Himmel noch unten auf Erden dir gleich, der du hältst den Bund und
> die Barmherzigkeit deinen Knechten, die vor dir wandeln von ganzem
> Herzen;
> 
> 8:24   der du gehalten hast deinem Knecht, meinem Vater David, was du ihm
> zugesagt hast. Mit deinem Mund hast du es geredet, und mit deiner
> Hand hast du es erfüllt, wie es offenbar ist an diesem Tage.
> 
> 8:25   Nun, HERR, Gott Israels, halt deinem Knecht, meinem Vater David, was
> du ihm zugesagt hast: Es soll dir nicht fehlen an einem Mann, der
> vor mir steht, der da sitzt auf dem Thron Israels, wenn nur deine
> Söhne auf ihren Weg achthaben, daß sie vor mir wandeln, wie du vor
> mir gewandelt bist.
> 
> 8:26   Nun, Gott Israels, laß dein Wort wahr werden, das du deinem Knecht,
> meinem Vater David, zugesagt hast.
> 
> 8:27   Aber sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und
> aller Himmel Himmel können dich nicht fassen - wie sollte es dann
> dies Haus tun, das ich gebaut habe?
> Jes 66,1;  Apg 17,24
> 
> 8:28   Wende dich aber zum Gebet deines Knechts und zu seinem Flehen, HERR,
> mein Gott, damit du hörest das Flehen und Gebet deines Knechts heute
> vor dir:
> 
> 8:29   Laß deine Augen offenstehen über diesem Hause Nacht und Tag, über
> der Stätte, von der du gesagt hast: Da soll mein Name sein. Du
> wollest hören das Gebet, das dein Knecht an dieser Stätte betet,
> Sach 12,4;  2. Mose 20,24
> 
> 8:30   und wollest erhören das Flehen deines Knechts und deines Volkes
> Israel, wenn sie hier bitten werden an dieser Stätte; und wenn du es
> hörst in deiner Wohnung, im Himmel, wollest du gnädig sein.
> 
> 8:31   Wenn jemand an seinem Nächsten sündigt und es wird ihm ein Fluch
> auferlegt, sich selbst zu verfluchen, und er kommt und verflucht
> sich vor deinem Altar in diesem Hause,
> 
> 8:32   so wollest du hören im Himmel und Recht schaffen deinen Knechten,
> daß du den Frevler als Frevler erkennen und seine Tat auf sein Haupt
> kommen läßt, den aber, der im Recht ist, gerecht sprichst und ihm
> gibst nach seiner Gerechtigkeit.
> 
> 8:33   Wenn dein Volk Israel vor dem Feind geschlagen wird, weil sie an dir
> gesündigt haben, und sie bekehren sich dann zu dir und bekennen
> deinen Namen und beten und flehen zu dir in diesem Hause,
> 
> 8:34   so wollest du hören im Himmel und die Sünde deines Volkes Israel
> vergeben und sie zurückbringen in das Land, das du ihren Vätern
> gegeben hast.
> 
> 8:35   Wenn der Himmel verschlossen wird, daß es nicht regnet, weil sie an
> dir gesündigt haben, und sie beten dann zu dieser Stätte hin und
> bekennen deinen Namen und bekehren sich von ihren Sünden, weil du
> sie bedrängst,
> Kap 17,1
> 
> 8:36   so wollest du hören im Himmel und vergeben die Sünde deiner Knechte
> und deines Volkes Israel, daß du ihnen den guten Weg weist, auf dem
> sie wandeln sollen, und regnen läßt auf das Land, das du deinem Volk
> zum Erbe gegeben hast.
> 
> 8:37   Wenn eine Hungersnot oder Pest oder Dürre oder Getreidebrand oder
> Heuschrecken oder Raupen im Lande sein werden oder sein Feind im
> Lande seine Städte belagert oder irgendeine Plage oder Krankheit da
> ist -
> 
> 8:38   wer dann bittet und fleht, es seien Einzelne oder dein ganzes Volk
> Israel, die da ihre Plage spüren, jeder in seinem Herzen, und
> breiten ihre Hände aus zu diesem Hause,
> 
> 8:39   so wollest du hören im Himmel, an dem Ort, wo du wohnst, und gnädig
> sein und schaffen, daß du jedem gibst, wie er gewandelt ist, wie du
> sein Herz erkennst - denn du allein kennst das Herz aller
> Menschenkinder -,
> Ps 139,1-2
> 
> 8:40   damit sie dich fürchten allezeit, solange sie in dem Lande leben,
> das du unsern Vätern gegeben hast.
> 
> 8:41   Auch wenn ein Fremder, der nicht von deinem Volk Israel ist, aus
> fernem Lande kommt um deines Namens willen
> 4. Mose 15,14-16
> 
> 8:42   - denn sie werden hören von deinem großen Namen und von deiner
> mächtigen Hand und von deinem ausgereckten Arm -, wenn er kommt, um
> zu diesem Hause hin zu beten,
> 
> 8:43   so wollest du hören im Himmel, an dem Ort, wo du wohnst, und alles
> tun, worum der Fremde dich anruft, auf daß alle Völker auf Erden
> deinen Namen erkennen, damit auch sie dich fürchten wie dein Volk
> Israel, und daß sie innewerden, daß dein Name über diesem Hause
> genannt ist, das ich gebaut habe.
> 
> 8:44   Wenn dein Volk auszieht in den Krieg gegen seine Feinde auf dem Weg,
> den du sie senden wirst, und sie beten werden zum HERRN nach der
> Stadt hin, die du erwählt hast, und nach dem Hause hin, das ich
> deinem Namen gebaut habe,
> 
> 8:45   so wollest du ihr Gebet und Flehen hören im Himmel und ihnen Recht
> schaffen.
> 
> 8:46   Wenn sie an dir sündigen werden - denn es gibt keinen Menschen, der
> nicht sündigt - und du zürnst ihnen und gibst sie dahin vor ihren
> Feinden, daß sie sie gefangen führen in das Land der Feinde, fern
> oder nahe,
> Ps 14,3-4; Röm 3,23
> 
> 8:47   und sie nehmen sich's zu Herzen im Lande, in dem sie gefangen sind,
> und bekehren sich und flehen zu dir im Lande ihrer Gefangenschaft
> und sprechen: Wir haben gesündigt und übelgetan und sind gottlos
> gewesen,
> Neh 9,33; Dan 9,5
> 
> 8:48   und bekehren sich zu dir von ganzem Herzen und von ganzer Seele im
> Lande ihrer Feinde, die sie weggeführt haben, und beten zu dir nach
> ihrem Lande hin, das du ihren Vätern gegeben hast, nach der Stadt
> hin, die du erwählt hast, und nach dem Hause hin, das ich deinem
> Namen gebaut habe:
> Dan 6,11
> 
> 8:49   so wollest du ihr Gebet und Flehen hören im Himmel, an dem Ort, wo
> du wohnst, und ihnen Recht schaffen
> 
> 8:50   und wollest vergeben deinem Volk, das an dir gesündigt hat, alle
> ihre Übertretungen, mit denen sie gegen dich gesündigt haben, und
> wollest sie Erbarmen finden lassen bei denen, die sie
> gefangenhalten, so daß sie sich ihrer erbarmen.
> 
> 8:51   Denn sie sind dein Volk und dein Erbe, die du aus Ägypten, aus dem
> glühenden Ofen, geführt hast.
> 
> 8:52   Laß deine Augen offen sein für das Flehen deines Knechts und deines
> Volkes Israel, daß du sie hörst, sooft sie dich anrufen;
> 
> 8:53   denn du hast sie dir ausgesondert zum Erbe aus allen Völkern auf
> Erden, wie du geredet hast durch deinen Knecht Mose, als du unsere
> Väter aus Ägypten führtest, Herr HERR!
> 2. Mose 19,5-6
> 
> 8:54   Und als Salomo dies Gebet und Flehen vor dem HERRN vollendet hatte,
> stand er auf von dem Altar des HERRN und hörte auf zu knien und die
> Hände zum Himmel auszubreiten
> 
> 8:55   und trat hin und segnete die ganze Gemeinde Israel mit lauter Stimme
> und sprach:
> 
> 8:56   Gelobet sei der HERR, der seinem Volk Israel Ruhe gegeben hat, wie
> er es zugesagt hat. Es ist nicht eins dahingefallen von allen
> seinen guten Worten, die er geredet hat durch seinen Knecht Mose.
> Jos 21,45
> 
> 8:57   Der HERR, unser Gott, sei mit uns, wie er mit unsern Vätern gewesen
> ist. Er verlasse uns nicht und ziehe die Hand nicht ab von uns.
> 
> 8:58   Er neige unser Herz zu ihm, daß wir wandeln in allen seinen Wegen
> und halten seine Gebote, Satzungen und Rechte, die er unsern Vätern
> geboten hat.
> 
> 8:59   Mögen diese Worte, die ich vor dem HERRN gefleht habe, nahe sein dem
> HERRN, unserm Gott, Tag und Nacht, daß er Recht schaffe seinem
> Knecht und seinem Volk Israel alle Tage,
> 
> 8:60   damit alle Völker auf Erden erkennen, daß der HERR Gott ist, und
> sonst keiner mehr!
> 
> 8:61   Und euer Herz sei ungeteilt bei dem HERRN, unserm Gott, daß ihr
> wandelt in seinen Satzungen und haltet seine Gebote, wie es heute
> geschieht.
> 
> 8:62   Und der König und ganz Israel opferten vor dem HERRN Opfer.
> 
> 8:63   Und Salomo opferte Dankopfer, die er dem HERRN opferte,
> zweiundzwanzigtausend Rinder und hundertzwanzigtausend Schafe. So
> weihten sie das Haus des HERRN ein, der König und ganz Israel.
> 
> 8:64   An demselben Tage weihte der König die Mitte des Vorhofes, der vor
> dem Hause des HERRN war, dadurch, daß er Brandopfer, Speisopfer und
> das Fett der Dankopfer dort darbrachte. Denn der kupferne Altar, der
> vor dem HERRN stand, war zu klein für die Brandopfer, Speisopfer und
> das Fett der Dankopfer.
> 
> 8:65   Und Salomo beging zu der Zeit das Fest und ganz Israel mit ihm -
> eine große Versammlung von der Grenze Hamats bis an den Bach
> Ägyptens - vor dem HERRN, unserm Gott, sieben Tage und noch sieben
> Tage, das waren vierzehn Tage.
> 
> 8:66   Und er entließ das Volk am achten Tage. Und sie segneten den König
> und gingen heim fröhlich und guten Mutes über all das Gute, das der
> HERR an David, seinem Knecht, und an seinem Volk Israel getan hatte.
> 
>          Gott ermahnt Salomo
> 
> (vgl. 2. Chr 7,11-22)
> 9:1    Und als Salomo das Haus des HERRN gebaut hatte und das Haus des
> Königs und alles, was er zu machen gewünscht hatte,
> 
> 9:2    erschien ihm der HERR zum zweitenmal, wie er ihm erschienen war in
> Gibeon.
> Kap 3,5
> 
> 9:3    Und der HERR sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet und Flehen gehört,
> das du vor mich gebracht hast, und habe dies Haus geheiligt, das du
> gebaut hast, daß ich meinen Namen dort wohnen lasse ewiglich, und
> meine Augen und mein Herz sollen da sein allezeit.
> Kap 8,29
> 
> 9:4    Und du, wenn du vor mir wandelst, wie dein Vater David gewandelt
> ist, mit rechtschaffenem Herzen und aufrichtig, daß du alles tust,
> was ich dir geboten habe, und meine Gebote und meine Rechte hältst,
> 
> 9:5    so will ich bestätigen den Thron deines Königtums über Israel
> ewiglich, wie ich deinem Vater David zugesagt habe: Es soll dir
> nicht fehlen an einem Mann auf dem Thron Israels.
> 2. Sam 7,12;  Jer 33,17
> 
> 9:6    Werdet ihr euch aber von mir abwenden, ihr und eure Kinder, und
> nicht halten meine Gebote und Rechte, die ich euch vorgelegt habe,
> und hingehen und andern Göttern dienen und sie anbeten,
> 
> 9:7     so werde ich Israel ausrotten aus dem Lande, das ich ihnen gegeben
> habe, und das Haus, das ich meinem Namen geheiligt habe, will ich
> verwerfen von meinem Angesicht; und Israel wird ein Spott und Hohn
> sein unter allen Völkern.
> (7 und 8) 5. Mose 4,26; 8,19-20; Mt 23,38
> 
> 9:8    Und dies Haus wird eingerissen werden, so daß alle, die
> vorübergehen, sich entsetzen werden und höhnen und sagen: Warum hat
> der HERR diesem Lande und diesem Hause das angetan?
> 
> 9:9    Dann wird man antworten: Weil sie den HERRN, ihren Gott, verlassen
> haben, der ihre Väter aus Ägyptenland führte, und andere Götter
> angenommen und sie angebetet und ihnen gedient haben - darum hat der
> HERR all dies Unheil über sie gebracht.
> 
> Verschiedene Regierungsmaßnahmen Salomos
> 
> (vgl. 2. Chr 8,7-11)
> 9:10   Als nun die zwanzig Jahre um waren, in denen Salomo die beiden
> Häuser baute, des HERRN Haus und des Königs Haus,
> Kap 6,38;  Kap 7,1
> 
> 9:11   - dazu hatte Hiram, der König von Tyrus, Salomo Zedernbäume und
> Zypressen und Gold nach all seinen Wünschen gegeben -, da gab der
> König Salomo Hiram zwanzig Städte im Lande Galiläa.
> 2. Chr 8,2
> 
> 9:12   Und Hiram zog aus von Tyrus, die Städte zu besehen, die ihm Salomo
> gegeben hatte, und sie gefielen ihm nicht.
> 
> 9:13   Und er sprach: Was sind das für Städte, mein Bruder, die du mir
> gegeben hast? Und man nannte sie das Land Kabul bis auf diesen Tag.
> 
> 9:14   Und Hiram hatte dem König hundertundzwanzig Zentner Gold gesandt.
> 
> 9:15   Und so verhielt sich's mit den Fronleuten, die der König Salomo
> aushob, um zu bauen des HERRN Haus und sein Haus und den Millo und
> die Mauer Jerusalems und Hazor und Megiddo und Geser -
> 
> 9:16   denn der Pharao, der König von Ägypten, war heraufgezogen und hatte
> Geser eingenommen und mit Feuer verbrannt und die Kanaaniter
> erschlagen, die in der Stadt wohnten, und hatte seiner Tochter,
> Salomos Frau, den Ort zum Geschenk gegeben;
> Jos 16,10;  Kap 3,1
> 
> 9:17   und Salomo baute Geser wieder auf und das untere Bet-Horon
> 
> 9:18   und Baalat und Tamar in der Wüste im Lande Juda
> 
> 9:19   und alle Städte mit Kornspeichern, die Salomo hatte, und alle Städte
> der Wagen und die Städte der Gespanne und was er zu bauen wünschte
> in Jerusalem, im Libanon und im ganzen Lande seiner Herrschaft -:
> Kap 10,26
> 
> 9:20   alles Volk, das noch übrig war von den Amoritern, Hetitern,
> Perisitern, Hiwitern und Jebusitern, die nicht zu den Israeliten
> gehörten,
> 
> 9:21   deren Nachkommen, die übriggeblieben waren im Lande, an denen Israel
> den Bann nicht hatte vollstrecken können, die machte Salomo zu
> Fronleuten bis auf diesen Tag.
> Jos 16,10
> 
> 9:22   Aber aus Israel machte er niemand zu Fronleuten, sondern ließ sie
> Kriegsleute und seine Räte und Oberste und Ritter und Hauptleute
> über seine Wagen und Gespanne sein.
> 
> 9:23   Und die Zahl der obersten Amtleute, die über Salomos Bauarbeiten
> gesetzt waren, betrug fünfhundertundfünfzig; diese geboten über die
> Leute, die die Arbeiten taten.
> 
> 9:24   Und die Tochter des Pharao zog herauf von der Stadt Davids in ihr
> Haus, das Salomo für sie gebaut hatte. Dann baute er auch den Millo.
> 
> 9:25   Und Salomo opferte dreimal im Jahr Brandopfer und Dankopfer auf dem
> Altar, den er dem HERRN gebaut hatte, und räucherte auf ihm vor dem
> HERRN. Und so wurde das Haus fertig.
> 
> 9:26    Und Salomo baute auch Schiffe in Ezjon-Geber, das bei Elat liegt am
> Ufer des Schilfmeers im Lande der Edomiter.
> (26-28) 4. Mose 33,35; 2. Chr 8,17-18
> 
> 9:27   Und Hiram sandte auf die Schiffe seine Leute, die gute Schiffsleute
> und auf dem Meer erfahren waren, zusammen mit den Leuten Salomos.
> Kap 10,11
> 
> 9:28   Und sie kamen nach Ofir und holten dort vierhundertundzwanzig
> Zentner Gold und brachten's dem König Salomo.
> 1. Mose 10,29
> 
>          Besuch der Königin von Saba
> 
> (vgl. 2. Chr 9,1-12)
> 10:1    Und als die Königin von Saba die Kunde von Salomo vernahm, kam sie,
> um Salomo mit Rätselfragen zu prüfen.
> Mt 12,42;  Kap 5,14
> 
> 10:2    Und sie kam nach Jerusalem mit einem sehr großen Gefolge, mit
> Kamelen, die Spezerei trugen und viel Gold und Edelsteine. Und als
> sie zum König Salomo kam, redete sie mit ihm alles, was sie sich
> vorgenommen hatte.
> 
> 10:3    Und Salomo gab ihr Antwort auf alles, und es war dem König nichts
> verborgen, was er ihr nicht hätte sagen können.
> 
> 10:4    Als aber die Königin von Saba alle Weisheit Salomos sah und das
> Haus, das er gebaut hatte,
> 
> 10:5    und die Speisen für seinen Tisch und die Rangordnung seiner Großen
> und das Aufwarten seiner Diener und ihre Kleider und seine
> Mundschenken und seine Brandopfer, die er in dem Hause des HERRN
> opferte, geriet sie vor Staunen außer sich
> 
> 10:6    und sprach zum König: Es ist wahr, was ich in meinem Lande von
> deinen Taten und von deiner Weisheit gehört habe.
> 
> 10:7    Und ich hab's nicht glauben wollen, bis ich gekommen bin und es mit
> eigenen Augen gesehen habe. Und siehe, nicht die Hälfte hat man mir
> gesagt. Du hast mehr Weisheit und Güter, als die Kunde sagte, die
> ich vernommen habe.
> 
> 10:8    Glücklich sind deine Männer und deine Großen, die allezeit vor dir
> stehen und deine Weisheit hören.
> 
> 10:9     Gelobt sei der HERR, dein Gott, der an dir Wohlgefallen hat, so daß
> er dich auf den Thron Israels gesetzt hat! Weil der HERR Israel
> liebhat ewiglich, hat er dich zum König gesetzt, daß du Recht und
> Gerechtigkeit übst.
> Kap 5,21
> 
> 10:10   Und sie gab dem König hundertundzwanzig Zentner Gold und sehr viel
> Spezerei und Edelsteine. Es kam nie mehr soviel Spezerei ins Land,
> wie die Königin von Saba dem König Salomo gab.
> 
> 10:11   Auch brachten die Schiffe Hirams, die Gold aus Ofir einführten,
> sehr viel Sandelholz und Edelsteine.
> Kap 9,27-28
> 
> 10:12   Und der König ließ Pfeiler machen aus dem Sandelholz im Hause des
> HERRN und im Hause des Königs und Harfen und Zithern für die Sänger.
> Es kam nie mehr so viel Sandelholz ins Land, wurde auch nicht
> gesehen bis auf diesen Tag.
> 
> 10:13   Und der König Salomo gab der Königin von Saba alles, was ihr gefiel
> und was sie erbat, außer dem, was er ihr von sich aus gab. Und sie
> wandte sich und zog in ihr Land mit ihrem Gefolge.
> 
> Salomos Reichtum
> 
> (vgl. 2. Chr 9,13-28)
> 10:14   Und das Gewicht des Goldes, das für Salomo in einem Jahr einkam, war
> sechshundertsechsundsechzig Zentner,
> 
> 10:15   außer dem, was von den Händlern und vom Gewinn der Kaufleute und von
> allen Königen Arabiens und von den Statthaltern kam.
> 
> 10:16   Und der König Salomo ließ zweihundert große Schilde vom besten Gold
> machen - sechshundert Lot Gold nahm er zu einem Schild -
> Kap 14,26
> 
> 10:17   und dreihundert kleine Schilde vom besten Gold, je drei Pfund Gold
> zu einem kleinen Schild. Und der König brachte sie in das
> Libanon-Waldhaus.
> Kap 7,2
> 
> 10:18   Und der König machte einen großen Thron von Elfenbein und überzog
> ihn mit dem edelsten Gold.
> 
> 10:19   Und der Thron hatte sechs Stufen, und hinten am Thron waren
> Stierköpfe, und es waren Lehnen auf beiden Seiten am Sitz, und zwei
> Löwen standen an den Lehnen.
> 
> 10:20   Und zwölf Löwen standen auf den sechs Stufen zu beiden Seiten.
> Dergleichen ist nie gemacht worden in allen Königreichen.
> 
> 10:21   Alle Trinkgefäße des Königs Salomo waren aus Gold, und alle Gefäße
> im Libanon-Waldhaus waren auch aus lauterem Gold; denn das Silber
> achtete man zu den Zeiten Salomos für nichts.
> 
> 10:22   Denn der König hatte Tarsisschiffe, die auf dem Meer zusammen mit
> den Schiffen Hirams fuhren. Diese kamen in drei Jahren einmal und
> brachten Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen.
> 
> 10:23   So war der König Salomo größer an Reichtum und Weisheit als alle
> Könige auf Erden.
> 
> 10:24   Und alle Welt begehrte, Salomo zu sehen, damit sie die Weisheit
> hörten, die ihm Gott in sein Herz gegeben hatte.
> 
> 10:25   Und jedermann brachte ihm jährlich Geschenke, silberne und goldene
> Geräte, Kleider und Waffen, Spezerei, Rosse und Maultiere.
> 
> 10:26   Und Salomo brachte Wagen und Gespanne zusammen, so daß er
> tausendvierhundert Wagen und zwölftausend Gespanne hatte, und er
> legte sie in die Wagenstädte und zum König nach Jerusalem.
> Kap 5,6
> 
> 10:27   Und der König brachte es dahin, daß es in Jerusalem so viel Silber
> gab wie Steine, und Zedernholz so viel wie wilde Feigenbäume im
> Hügelland.
> 
> 10:28   Und man brachte Salomo Pferde aus Ägypten und aus Koë; und die
> Kaufleute des Königs kauften sie aus Koë zu ihrem Preis.
> 
> 10:29   Und sie brachten herauf aus Ägypten den Wagen für sechshundert
> Silberstücke und das Pferd für hundertundfünfzig. Dann führten sie
> diese wieder aus an alle Könige der Hetiter und an die Könige von
> Aram.
> 
>          Salomos heidnische Frauen und seine Abgötterei
> 
> 11:1    Aber der König Salomo liebte viele ausländische Frauen: die Tochter
> des Pharao und moabitische, ammonitische, edomitische, sidonische
> und hetitische -
> 5. Mose 17,17
> 
> 11:2    aus solchen Völkern, von denen der HERR den Israeliten gesagt hatte:
> Geht nicht zu ihnen und laßt sie nicht zu euch kommen; sie werden
> gewiß eure Herzen ihren Göttern zuneigen. An diesen hing Salomo mit
> Liebe.
> 2. Mose 34,16
> 
> 11:3    Und er hatte siebenhundert Hauptfrauen und dreihundert Nebenfrauen;
> und seine Frauen verleiteten sein Herz.
> 
> 11:4    Und als er nun alt war, neigten seine Frauen sein Herz fremden
> Göttern zu, so daß sein Herz nicht ungeteilt bei dem HERRN, seinem
> Gott, war wie das Herz seines Vaters David.
> 
> 11:5    So diente Salomo der Astarte, der Göttin derer von Sidon, und dem
> Milkom, dem greulichen Götzen der Ammoniter.
> 
> 11:6    Und Salomo tat, was dem HERRN mißfiel, und folgte nicht völlig dem
> HERRN wie sein Vater David.
> 
> 11:7    Damals baute Salomo eine Höhe dem Kemosch, dem greulichen Götzen
> der Moabiter, auf dem Berge, der vor Jerusalem liegt, und dem
> Milkom, dem greulichen Götzen der Ammoniter.
> 4. Mose 21,29; 2. Kön 23,13
> 
> 11:8    Ebenso tat Salomo für alle seine ausländischen Frauen, die ihren
> Göttern räucherten und opferten.
> 
> 11:9    Der HERR aber wurde zornig über Salomo, daß er sein Herz von dem
> HERRN, dem Gott Israels, abgewandt hatte, der ihm zweimal
> erschienen war
> Kap 3,5; 9,2
> 
> 11:10   und ihm geboten hatte, daß er nicht andern Göttern nachwandelte. Er
> aber hatte nicht gehalten, was ihm der HERR geboten hatte.
> 
> 11:11   Darum sprach der HERR zu Salomo: Weil das bei dir geschehen ist und
> du meinen Bund und meine Gebote nicht gehalten hast, die ich dir
> geboten habe, so will ich das Königtum von dir reißen und einem
> deiner Großen geben.
> 1. Sam 15,28
> 
> 11:12   Doch zu deiner Zeit will ich das noch nicht tun um deines Vaters
> David willen, sondern aus der Hand deines Sohnes will ich's reißen.
> Kap 12,19
> 
> 11:13   Doch will ich nicht das ganze Reich losreißen; einen Stamm will ich
> deinem Sohn lassen um Davids willen, meines Knechts, und um
> Jerusalems willen, das ich erwählt habe.
> 
> Salomos Feinde Hadad und Reson
> 
> 11:14   Und der HERR erweckte Salomo einen Widersacher, den Edomiter Hadad,
> vom königlichen Geschlecht in Edom.
> 
> 11:15   Denn als David die Edomiter schlug - damals als der Feldhauptmann
> Joab hinaufgezogen war, um die Erschlagenen Israels zu begraben, da
> erschlug er alles, was männlich war in Edom;
> 2. Sam 8,14
> 
> 11:16   sechs Monate blieb Joab und ganz Israel dort, bis er ausgerottet
> hatte alles, was männlich war in Edom -,
> 
> 11:17   da floh Hadad und mit ihm einige Edomiter vom Gefolge seines Vaters,
> um nach Ägypten zu entkommen. Hadad aber war noch ein sehr junger
> Mann.
> 
> 11:18   Und sie machten sich auf von Midian und kamen nach Paran und nahmen
> Leute mit sich aus Paran und kamen nach Ägypten zum Pharao, dem
> König von Ägypten. Der gab ihm ein Haus und Nahrung und wies ihm
> Land an.
> 
> 11:19   Und Hadad fand große Gnade vor dem Pharao, so daß er ihm sogar die
> Schwester seiner Gemahlin, der Königin Tachpenes, zur Frau gab.
> 
> 11:20   Und die Schwester der Tachpenes gebar ihm Genubat, seinen Sohn, und
> Tachpenes zog ihn auf im Hause des Pharao, so daß Genubat im Hause
> des Pharao unter den Kindern des Pharao war.
> 
> 11:21   Als nun Hadad hörte in Ägypten, daß David sich zu seinen Vätern
> gelegt hatte und daß der Feldhauptmann Joab tot war, sprach er zum
> Pharao: Laß mich in mein Land ziehen!
> 
> 11:22   Der Pharao sprach zu ihm: Was fehlt dir bei mir, daß du in dein Land
> ziehen willst? Er sprach: Nichts, aber laß mich ziehen!
> 
> V25b Und Hadad kehrte in sein Land zurück und hatte einen Haß auf
> Israel und wurde König über Edom.
> Der Zusammenhang erfordert die hier vorgenommene Umstellung des
> halben Verses.
> 
> 11:23   Auch erweckte Gott dem Salomo noch einen Widersacher, Reson, den
> Sohn Eljadas, der von seinem Herrn, Hadad-Eser, dem König von Zoba,
> geflohen war.
> 2. Sam 8,3
> 
> 11:24   Der hatte Männer um sich gesammelt und war Hauptmann einer Schar
> geworden - als David die Aramäer schlug -, und er zog nach Damaskus
> und nahm es ein und wurde König in Damaskus.
> 2. Sam 10,18
> 
> 11:25a  Und er war Israels Widersacher, solange Salomo lebte. Das kam zu dem
> Schaden, den Hadad tat.
> 
> Ahijas Verheißung an Jerobeam. Salomos Tod
> 
> 11:26   Auch Jerobeam, der Sohn Nebats, ein Ephraimiter von Zereda, Salomos
> Vogt - seine Mutter hieß Zerua, eine Witwe -, hob die Hand auf gegen
> den König.
> 
> 11:27   Und so ging es zu, als er die Hand gegen den König aufhob: Salomo
> baute den Millo und schloß damit die Lücke in der Stadt Davids,
> seines Vaters.
> Kap 9,15; 9,24
> 
> 11:28   Und Jerobeam war ein tüchtiger Mann. Und als Salomo sah, daß der
> Jüngling viel schaffte, setzte er ihn über alle Fronarbeit des
> Hauses Josef.
> 
> 11:29   Es begab sich aber zu der Zeit, daß Jerobeam aus Jerusalem
> hinausging, und es traf ihn der Prophet Ahija von Silo auf dem Wege
> und hatte einen neuen Mantel an, und es waren die beiden allein auf
> dem Felde.
> 
> 11:30   Und Ahija faßte den neuen Mantel, den er anhatte, und riß ihn in
> zwölf Stücke
> 
> 11:31   und sprach zu Jerobeam: Nimm zehn Stücke zu dir! Denn so spricht der
> HERR, der Gott Israels: Siehe, ich will das Königtum aus der Hand
> Salomos reißen und dir zehn Stämme geben  -
> Kap 12,15; 14,2
> 
> 11:32   einen Stamm soll er haben um meines Knechts David willen und um der
> Stadt Jerusalem willen, die ich erwählt habe aus allen Stämmen
> Israels -,
> Ps 132,13
> 
> 11:33   weil er mich verlassen hat und angebetet die Astarte, die Göttin der
> Sidonier, Kemosch, den Gott der Moabiter, und Milkom, den Gott der
> Ammoniter, und nicht in meinen Wegen gewandelt ist und nicht getan
> hat, was mir wohlgefällt, meine Gebote und Rechte, wie sein Vater
> David.
> 
> 11:34   Ich will aber aus seiner Hand das Reich noch nicht nehmen, sondern
> ich will ihn Fürst sein lassen sein Leben lang um meines Knechtes
> David willen, den ich erwählt habe und der meine Gebote und Rechte
> gehalten hat.
> 2. Sam 7,12
> 
> 11:35   Aber aus der Hand seines Sohnes will ich das Königtum nehmen und
> will dir zehn Stämme
> Kap 12,16-17
> 
> 11:36   und seinem Sohn einen Stamm geben, damit mein Knecht David vor mir
> eine Leuchte habe allezeit in der Stadt Jerusalem, die ich mir
> erwählt habe, um meinen Namen dort wohnen zu lassen.
> Kap 15,4; 2. Kön 8,19
> 
> 11:37   So will ich nun dich nehmen, daß du regierst über alles, was dein
> Herz begehrt, und König sein sollst über Israel.
> 
> 11:38   Wirst du nun gehorchen allem, was ich dir gebieten werde, und in
> meinen Wegen wandeln und tun, was mir gefällt, und meine Rechte und
> Gebote halten, wie mein Knecht David getan hat, so will ich mit dir
> sein und dir ein beständiges Haus bauen, wie ich es David gebaut
> habe, und will dir Israel geben
> Kap 9,4
> 
> 11:39   und will das Geschlecht Davids deswegen demütigen, doch nicht für
> alle Zeit.
> 
> 11:40   Salomo aber trachtete danach, Jerobeam zu töten. Da machte sich
> Jerobeam auf und floh nach Ägypten zu Schischak, dem König von
> Ägypten, und blieb in Ägypten, bis Salomo starb.
> Kap 14,25
> 
> 11:41   Was mehr von Salomo zu sagen ist und alles, was er getan hat, und
> seine Weisheit, das steht geschrieben in der Chronik von Salomo.
> 2. Chr 9,29-31
> 
> 11:42   Die Zeit aber, die Salomo König war zu Jerusalem über ganz Israel,
> ist vierzig Jahre.
> 
> 11:43   Und Salomo legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben in der
> Stadt Davids, seines Vaters. Und sein Sohn Rehabeam wurde König an
> seiner Statt.
> 
>          Abfall der zehn Stämme vom Hause David
> 
> (vgl. 2. Chr 10,1-19)
> 12:1    Und Rehabeam zog nach Sichem, denn ganz Israel war nach Sichem
> gekommen, um ihn zum König zu machen.
> 
> 12:2    Und Jerobeam, der Sohn Nebats, hörte das, als er noch in Ägypten
> war, wohin er vor dem König Salomo geflohen war, und kehrte aus
> Ägypten zurück.
> Kap 11,40
> 
> 12:3    Und sie sandten hin und ließen ihn rufen. Und Jerobeam und die ganze
> Gemeinde Israel kamen und redeten mit Rehabeam und sprachen:
> 
> 12:4    Dein Vater hat unser Joch zu hart gemacht. Mache du nun den harten
> Dienst und das schwere Joch leichter, das er uns aufgelegt hat, so
> wollen wir dir untertan sein.
> 
> 12:5    Er aber sprach zu ihnen: Geht hin bis zum dritten Tag, dann kommt
> wieder zu mir. Und das Volk ging hin.
> 
> 12:6    Und der König Rehabeam hielt einen Rat mit den Ältesten, die vor
> seinem Vater Salomo gestanden hatten, als er noch lebte, und sprach:
> Wie ratet ihr, daß wir diesem Volk Antwort geben?
> 
> 12:7    Sie sprachen zu ihm: Wirst du heute diesem Volk einen Dienst tun und
> ihnen zu Willen sein und sie erhören und ihnen gute Worte geben, so
> werden sie dir untertan sein dein Leben lang.
> 
> 12:8    Aber er kehrte sich nicht an den Rat der Ältesten, den sie ihm
> gegeben hatten, und hielt einen Rat mit den Jüngeren, die mit ihm
> aufgewachsen waren und vor ihm standen.
> 
> 12:9    Und er sprach zu ihnen: Was ratet ihr, daß wir antworten diesem
> Volk, das zu mir gesagt hat: Mache das Joch leichter, das dein Vater
> auf uns gelegt hat?
> 
> 12:10   Und die Jüngeren, die mit ihm aufgewachsen waren, sprachen zu ihm:
> Du sollst zu dem Volk, das zu dir sagt: »Dein Vater hat unser Joch
> zu schwer gemacht; mache du es uns leichter«, so sagen: Mein kleiner
> Finger soll dicker sein als meines Vaters Lenden.
> 
> 12:11   Nun, mein Vater hat auf euch ein schweres Joch gelegt, ich aber
> will's euch noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen
> gezüchtigt, ich will euch mit Skorpionen züchtigen.
> 
> 12:12   Als nun Jerobeam und das ganze Volk zu Rehabeam kamen am dritten
> Tage, wie der König gesagt hatte: Kommt wieder zu mir am dritten
> Tage,
> 
> 12:13   da gab der König dem Volk eine harte Antwort und kehrte sich nicht
> an den Rat, den ihm die Ältesten gegeben hatten,
> Spr 15,1
> 
> 12:14   und redete mit ihnen nach dem Rat der Jüngeren und sprach: Mein
> Vater hat euer Joch schwer gemacht, ich aber will's euch noch
> schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtigt, ich
> aber will euch mit Skorpionen züchtigen.
> 
> 12:15   So hörte der König nicht auf das Volk; denn so war es bestimmt von
> dem HERRN, damit er sein Wort wahr machte, das er durch Ahija von
> Silo geredet hatte zu Jerobeam, dem Sohn Nebats.
> Kap 11,29-31
> 
> 12:16   Als aber ganz Israel sah, daß der König sie nicht hören wollte, gab
> das Volk dem König Antwort und sprach: Was haben wir für Teil an
> David oder Erbe am Sohn Isais? Auf zu deinen Hütten, Israel! So
> sorge nun du für dein Haus, David! - Da ging Israel heim,
> 2. Sam 20,1
> 
> 12:17   so daß Rehabeam nur über die Israeliten regierte, die in den Städten
> Judas wohnten.
> 
> 12:18   Und als der König Rehabeam den Fronvogt Adoniram hinsandte, warf ihn
> ganz Israel mit Steinen zu Tode. Aber der König Rehabeam stieg
> eilends auf einen Wagen und floh nach Jerusalem.
> 
> 12:19   Also fiel Israel ab vom Hause David bis auf diesen Tag.
> 
> Jerobeam wird König über die zehn Stämme. Seine Abgötterei
> 
> (vgl. 2. Chr 11,1-4)
> 12:20   Als nun ganz Israel hörte, daß Jerobeam zurückgekommen war, sandten
> sie hin und ließen ihn rufen zu der Gemeinde und machten ihn zum
> König über ganz Israel; niemand folgte dem Hause David als der Stamm
> Juda allein.
> 
> 12:21   Und als Rehabeam nach Jerusalem kam, sammelte er das ganze Haus Juda
> und den Stamm Benjamin, hundertachtzigtausend streitbare Männer, um
> gegen das Haus Israel zu kämpfen und das Königtum an Rehabeam, den
> Sohn Salomos, zurückzubringen.
> 
> 12:22   Es kam aber Gottes Wort zu Schemaja, dem Mann Gottes:
> 
> 12:23   Sage Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem König von Juda, und dem ganzen
> Hause Juda und Benjamin und dem übrigen Volk und sprich:
> 
> 12:24   So spricht der HERR: Ihr sollt nicht hinaufziehen und gegen eure
> Brüder, die von Israel, kämpfen. Jedermann gehe wieder heim, denn
> das alles ist von mir geschehen. Und sie gehorchten dem Wort des
> HERRN, kehrten um und gingen heim, wie der HERR gesagt hatte.
> 
> 12:25   Jerobeam aber baute Sichem auf dem Gebirge Ephraim aus und wohnte
> darin und zog von da fort und baute Pnuël aus.
> 
> 12:26   Und Jerobeam dachte in seinem Herzen: Das Königtum wird nun wieder
> an das Haus David fallen.
> 
> 12:27   Wenn dies Volk hinaufgeht, um Opfer darzubringen im Hause des HERRN
> zu Jerusalem, so wird sich das Herz dieses Volks wenden zu ihrem
> Herrn Rehabeam, dem König von Juda, und sie werden mich umbringen
> und wieder Rehabeam, dem König von Juda, zufallen.
> 
> 12:28   Und der König hielt einen Rat und machte zwei goldene Kälber und
> sprach zum Volk: Es ist zuviel für euch, daß ihr hinauf nach
> Jerusalem geht; siehe, da ist dein Gott, Israel, der dich aus
> Ägyptenland geführt hat.
> 2. Mose 32,4; 32,8
> 
> 12:29   Und er stellte eins in Bethel auf, und das andere tat er nach Dan.
> Ri 18,30
> 
> 12:30   Und das geriet zur Sünde, denn das Volk ging hin vor das eine in
> Bethel und vor das andre in Dan.
> Kap 14,16
> 
> 12:31   Er baute auch ein Höhenheiligtum und machte Priester aus allerlei
> Leuten, die nicht von den Söhnen Levi waren.
> 
> 12:32   Und er machte ein Fest am fünfzehnten Tag des achten Monats wie das
> Fest in Juda und opferte auf dem Altar. So tat er in Bethel, daß er
> den Kälbern opferte, die er gemacht hatte, und bestellte in Bethel
> Priester für die Höhen, die er gemacht hatte.
> 
> Reich Israel: Ein Prophet verkündet Jerobeam eine Strafe
> für seine Abgötterei
> 
> 12:33   Einst opferte Jerobeam auf dem Altar, den er gemacht hatte in
> Bethel, am fünfzehnten Tage im achten Monat, den er sich in seinem
> Herzen ausgedacht hatte, und machte den Israeliten ein Fest und
> stieg auf den Altar, um zu opfern.
> 
>  13:1    Und siehe, ein Mann Gottes kam von Juda auf das Wort des HERRN hin
> nach Bethel, während Jerobeam noch auf dem Altar stand und opferte.
> 
> 13:2    Und er rief gegen den Altar auf das Wort des HERRN hin und sprach:
> Altar, Altar! So spricht der HERR: Siehe, es wird ein Sohn dem Hause
> David geboren werden, mit Namen Josia; der wird auf dir schlachten
> die Priester der Höhen, die auf dir opfern, und wird Menschengebein
> auf dir verbrennen.
> 2. Kön 23,16; 23,20
> 
> 13:3    Und er gab an dem Tag ein Wunderzeichen und sprach: Das ist das
> Zeichen dafür, daß der HERR geredet hat: Siehe, der Altar wird
> bersten und die Asche verschüttet werden, die darauf ist.
> 
> 13:4    Als aber der König das Wort von dem Mann Gottes hörte, der gegen den
> Altar in Bethel rief, streckte er seine Hand aus auf dem Altar und
> sprach: Greift ihn! Und seine Hand verdorrte, die er gegen ihn
> ausgestreckt hatte, und er konnte sie nicht wieder an sich ziehen.
> 
> 13:5    Und der Altar barst, und die Asche wurde verschüttet vom Altar nach
> dem Wunderzeichen, das der Mann Gottes gegeben hatte auf das Wort
> des HERRN hin.
> 
> 13:6    Und der König hob an und sprach zu dem Mann Gottes: Flehe doch den
> HERRN, deinen Gott, an und bitte für mich, daß ich meine Hand wieder
> an mich ziehen kann. Da flehte der Mann Gottes den HERRN an, und der
> König konnte seine Hand wieder an sich ziehen, und sie wurde, wie
> sie vorher war.
> 2. Mose 8,4
> 
> 13:7    Und der König redete mit dem Mann Gottes: Komm mit mir heim und labe
> dich; ich will dir ein Geschenk geben.
> 
> 13:8    Aber der Mann Gottes sprach zum König: Wenn du mir auch die Hälfte
> deiner Habe geben wolltest, so käme ich doch nicht mit dir; denn ich
> will an diesem Ort kein Brot essen noch Wasser trinken.
> 
> 13:9    Denn das ist mir geboten durch des HERRN Wort: Du sollst kein Brot
> essen und kein Wasser trinken und nicht den Weg zurückgehen, den du
> gekommen bist.
> 
> 13:10   Und er ging einen andern Weg und nicht wieder den Weg, den er nach
> Bethel gekommen war.
> 
> Der Prophet wird für seinen Ungehorsam gestraft
> 
> 13:11   Es wohnte aber ein alter Prophet in Bethel; zu dem kamen seine Söhne
> und erzählten ihm alles, was der Mann Gottes getan hatte an diesem
> Tag in Bethel, und die Worte, die er zum König geredet hatte.
> 
> 13:12   Und ihr Vater sprach zu ihnen: Wo ist der Weg, den er gezogen ist?
> Und seine Söhne zeigten ihm den Weg, den der Mann Gottes gezogen
> war, der von Juda gekommen war.
> 
> 13:13   Er aber sprach zu seinen Söhnen: Sattelt mir den Esel! Und als sie
> ihm den Esel gesattelt hatten, ritt er auf ihm
> 
> 13:14   und zog dem Mann Gottes nach und fand ihn unter einer Eiche sitzen
> und sprach zu ihm: Bist du der Mann Gottes, der von Juda gekommen
> ist? Er sprach: Ja.
> 
> 13:15   Er sprach zu ihm: Komm mit mir heim und iß Brot mit mir!
> 
> 13:16   Er aber sprach: Ich kann nicht mit dir umkehren und mit dir kommen;
> ich will auch nicht Brot essen noch Wasser trinken mit dir an diesem
> Ort.
> 
> 13:17   Denn es ist zu mir geredet worden durch das Wort des HERRN: Du
> sollst dort weder Brot essen noch Wasser trinken; du sollst nicht
> den Weg zurückgehen, den du gekommen bist.
> 
> 13:18   Er sprach zu ihm: Ich bin auch ein Prophet wie du, und ein Engel hat
> zu mir geredet auf das Wort des HERRN hin: Führe ihn wieder mit dir
> heim, daß er Brot esse und Wasser trinke. Er belog ihn aber.
> 
> 13:19   Und er führte ihn wieder zurück, daß er Brot aß und Wasser trank in
> seinem Hause.
> 
> 13:20   Und als sie zu Tisch saßen, kam das Wort des HERRN zum Propheten,
> der ihn zurückgeführt hatte.
> 
> 13:21   Und er rief dem Mann Gottes zu, der von Juda gekommen war: So
> spricht der HERR: Weil du dem Mund des HERRN ungehorsam gewesen bist
> und nicht gehalten hast das Gebot, das dir der HERR, dein Gott,
> geboten hat,
> 
> 13:22   und umgekehrt bist, Brot gegessen hast und Wasser getrunken an dem
> Ort, von dem er dir sagte: Du sollst weder Brot essen noch Wasser
> trinken -, so soll dein Leichnam nicht in deiner Väter Grab kommen.
> 
> 13:23   Und nachdem er gegessen und getrunken hatte, sattelte man für ihn
> den Esel des Propheten, der ihn zurückgeführt hatte.
> 
> 13:24   Und als er seines Weges zog, fand ihn ein Löwe auf dem Wege und
> tötete ihn. Und sein Leichnam blieb auf dem Wege liegen, und der
> Esel stand neben ihm, und der Löwe stand neben dem Leichnam.
> Kap 20,36
> 
> 13:25   Und als Leute vorübergingen, sahen sie den Leichnam auf dem Wege
> liegen und den Löwen bei dem Leichnam stehen und kamen und sagten es
> in der Stadt, in der der alte Prophet wohnte.
> 
> 13:26   Als das der Prophet hörte, der ihn zurückgeführt hatte, sprach er:
> Es ist der Mann Gottes, der dem Mund des HERRN ungehorsam gewesen
> ist. Darum hat ihn der HERR dem Löwen gegeben; der hat ihn zerrissen
> und getötet nach dem Wort, das ihm der HERR gesagt hat.
> 
> 13:27   Und er sprach zu seinen Söhnen: Sattelt mir den Esel! Und als sie
> ihn gesattelt hatten,
> 
> 13:28   zog er hin und fand den Leichnam auf dem Wege liegen und den Esel
> und den Löwen neben dem Leichnam stehen. Der Löwe hatte nichts
> gefressen vom Leichnam und den Esel nicht zerrissen.
> 
> 13:29   Da hob der Prophet den Leichnam des Mannes Gottes auf und legte ihn
> auf den Esel und brachte ihn zurück und kam in seine Stadt, um die
> Totenklage zu halten und ihn zu begraben.
> 
> 13:30   Und er legte den Leichnam in sein eigenes Grab, und sie hielten ihm
> die Totenklage: Ach, Bruder!
> Jer 22,18
> 
> 13:31   Und als sie ihn begraben hatten, sprach er zu seinen Söhnen: Wenn
> ich sterbe, so begrabt mich in dem Grabe, in dem der Mann Gottes
> begraben ist, und legt mein Gebein neben sein Gebein.
> 
> 13:32   Denn es wird sich erfüllen, was er gerufen hat gegen den Altar in
> Bethel auf das Wort des HERRN hin und gegen alle Heiligtümer auf den
> Höhen, die in den Städten Samariens sind.
> 
> 13:33   Aber nach diesem Geschehnis kehrte Jerobeam nicht um von seinem
> bösen Wege, sondern bestellte wieder Priester für die Höhen aus
> allem Volk. Wer da wollte, dessen Hand füllte er, und der wurde
> Priester für die Höhen.
> Kap 12,31;  2. Mose 28,41
> 
> 13:34   Und dies geriet zur Sünde dem Hause Jerobeams, so daß es zugrunde
> gerichtet und von der Erde vertilgt wurde.
> 
>          Jerobeams Tod
> 
> 14:1    Zu der Zeit war Abija, der Sohn Jerobeams, krank.
> 
> 14:2    Und Jerobeam sprach zu seiner Frau: Mache dich auf und verkleide
> dich, damit niemand merkt, daß du Jerobeams Frau bist, und geh hin
> nach Silo. Siehe, dort ist der Prophet Ahija, der mir zugesagt hat,
> daß ich König sein sollte über dies Volk.
> Kap 11,29-31
> 
> 14:3    Und nimm mit dir zehn Brote, Kuchen und einen Krug mit Honig und geh
> zu ihm, damit er dir sagt, wie es dem Knaben ergehen wird.
> 
> 14:4    Und Jerobeams Frau tat das und machte sich auf und ging hin nach
> Silo und kam ins Haus Ahijas. Ahija aber konnte nicht sehen, denn
> seine Augen standen starr vor Alter.
> 
> 14:5    Aber der HERR sprach zu Ahija: Siehe, Jerobeams Frau kommt, um dich
> wegen ihres Sohnes zu befragen; denn er ist krank. So rede nun mit
> ihr so und so. Als sie nun hineinkam, stellte sie sich fremd.
> 
> 14:6    Als aber Ahija das Geräusch ihrer Tritte hörte, wie sie zur Tür
> hereinkam, sprach er: Komm herein, du Frau Jerobeams! Warum stellst
> du dich so fremd? Ich bin zu dir gesandt als ein harter Bote.
> 
> 14:7    Geh hin und sage Jerobeam: So spricht der HERR, der Gott Israels:
> Ich habe dich erhoben aus dem Volk und zum Fürsten über mein Volk
> Israel gesetzt
> Kap 11,37
> 
> 14:8    und habe das Königtum von Davids Hause gerissen und dir gegeben. Du
> aber bist nicht gewesen wie mein Knecht David, der meine Gebote
> hielt und mir von ganzem Herzen nachwandelte, daß er nur tat, was
> mir wohlgefiel.
> 
> 14:9    Du hast mehr Böses getan als alle, die vor dir gewesen sind, bist
> hingegangen und hast dir andre Götter gemacht und gegossene Bilder,
> um mich zum Zorn zu reizen, und hast mir den Rücken gekehrt.
> 
> 14:10   Darum siehe, ich will Unheil über das Haus Jerobeam bringen und
> ausrotten von Jerobeam alles, was männlich ist, bis auf den letzten
> Mann in Israel und will die Nachkommen des Hauses Jerobeam ausfegen,
> wie man Unrat ausfegt, bis es ganz mit ihm aus ist.
> Kap 15,29; 21,21
> 
> 14:11   Wer von Jerobeam stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde fressen;
> wer aber auf dem Felde stirbt, den sollen die Vögel des Himmels
> fressen; denn der HERR hat's geredet.
> Kap 16,4; 21,24
> 
> 14:12   So mache dich nun auf und geh heim; und wenn dein Fuß die Stadt
> betritt, wird das Kind sterben.
> 
> 14:13   Und es wird ihm ganz Israel die Totenklage halten, und sie werden
> ihn begraben; denn dieser allein von Jerobeam wird zu Grabe kommen,
> weil der HERR, der Gott Israels, etwas Gutes an ihm gefunden hat im
> Hause Jerobeam.
> 
> 14:14   Der HERR aber wird sich einen König über Israel erwecken, der wird
> das Haus Jerobeam ausrotten - wie es heute ist.
> Kap 15,29
> 
> 14:15   Und der HERR wird Israel schlagen, daß es schwankt, wie das Rohr im
> Wasser bewegt wird, und wird Israel ausreißen aus diesem guten
> Lande, das er ihren Vätern gegeben hat, und wird sie zerstreuen
> jenseits des Euphrat, weil sie sich Ascherabilder gemacht haben, den
> HERRN zu erzürnen.
> 2. Kön 17,23
> 
> 14:16   Und er wird Israel dahingeben um der Sünden Jerobeams willen, der
> da gesündigt hat und Israel sündigen gemacht hat.
> Kap 12,28-30; 13,34
> 
> 14:17   Und Jerobeams Frau machte sich auf, ging heim und kam nach Tirza.
> Und als sie auf die Schwelle des Hauses kam, starb der Knabe.
> 
> 14:18   Und sie begruben ihn, und ganz Israel hielt ihm die Totenklage nach
> dem Wort des HERRN, das er geredet hatte durch seinen Knecht Ahija,
> den Propheten.
> 
> 14:19   Was mehr von Jerobeam zu sagen ist, wie er Krieg geführt und regiert
> hat, siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von
> Israel.
> 
> 14:20   Die Zeit aber, die Jerobeam regierte, sind zweiundzwanzig Jahre. Und
> er legte sich zu seinen Vätern, und sein Sohn Nadab wurde König an
> seiner Statt.
> Kap 15,25
> 
> Reich Juda: Rehabeam
> 
> (vgl. 2. Chr 12,1-16)
> 14:21   Und Rehabeam, der Sohn Salomos, wurde König in Juda. Einundvierzig
> Jahre alt war Rehabeam, als er König wurde; und er regierte siebzehn
> Jahre zu Jerusalem, in der Stadt, die der HERR erwählt hatte aus
> allen Stämmen Israels, damit er dort seinem Namen eine Stätte
> bereite. Seine Mutter hieß Naama, eine Ammoniterin.
> Kap 12,17
> 
> 14:22   Und Juda tat, was dem HERRN mißfiel; und sie reizten ihn mehr, als
> alles ihn reizte, was ihre Väter getan hatten mit ihren Sünden, die
> sie taten.
> 
> 14:23   Denn auch sie machten sich Höhen, Steinmale und Ascherabilder auf
> allen hohen Hügeln und unter allen grünen Bäumen.
> 2. Kön 16,1-4
> 
> 14:24   Es waren auch Tempelhurer im Lande; und sie taten alle die Greuel
> der Heiden, die der HERR vor Israel vertrieben hatte.
> 5. Mose 23,18; 2. Kön 23,7
> 
> 14:25   Aber im fünften Jahr des Königs Rehabeam zog Schischak, der König
> von Ägypten, herauf gegen Jerusalem
> Kap 11,40
> 
> 14:26   und nahm die Schätze aus dem Hause des HERRN und aus dem Hause des
> Königs, alles, was zu nehmen war, und nahm alle goldenen Schilde,
> die Salomo hatte machen lassen.
> Kap 10,16
> 
> 14:27   An ihrer Statt ließ der König Rehabeam kupferne Schilde machen und
> gab sie in die Hand der Obersten der Leibwache, die das Tor hüteten
> am Hause des Königs.
> 
> 14:28   Und sooft der König in das Haus des HERRN ging, trug die Leibwache
> die Schilde und brachte sie wieder in die Wachstube zurück.
> 
> 14:29   Was aber mehr von Rehabeam zu sagen ist und alles, was er getan hat,
> siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Juda.
> 
> 14:30   Es war aber Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam ihr Leben lang.
> 
> 14:31   Und Rehabeam legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben bei
> seinen Vätern in der Stadt Davids. Und seine Mutter hieß Naama, eine
> Ammoniterin. Und sein Sohn Abija wurde König an seiner Statt.
> 
>          Reich Juda: Abija. Asa
> 
> 15:1     Im achtzehnten Jahr des Königs Jerobeam, des Sohnes Nebats, wurde
> Abija König über Juda
> (1-8) 2. Chr 13,1-23
> 
> 15:2    und regierte drei Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Maacha, eine
> Tochter Abischaloms.
> 
> 15:3    Und er wandelte in allen Sünden seines Vaters, die dieser vor ihm
> getan hatte, und sein Herz war nicht ungeteilt bei dem HERRN, seinem
> Gott, wie das Herz seines Vaters David.
> 
> 15:4    Denn um Davids willen gab der HERR, sein Gott, ihm eine Leuchte zu
> Jerusalem, daß er seinen Sohn nach ihm erweckte und Jerusalem
> erhielt,
> Kap 11,36
> 
> 15:5    weil David getan hatte, was dem HERRN wohlgefiel, und nicht gewichen
> war von allem, was er ihm gebot, sein Leben lang, außer in der Sache
> mit Uria, dem Hetiter.
> 2. Sam 11,1-27; 12,9
> 
> 15:6    Es war aber Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam ihr Leben lang.
> 
> 15:7    Was aber mehr von Abija zu sagen ist und alles, was er getan hat,
> siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Juda. Es
> war aber Krieg zwischen Abija und Jerobeam.
> 
> 15:8    Und Abija legte sich zu seinen Vätern, und sie begruben ihn in der
> Stadt Davids. Und sein Sohn Asa wurde König an seiner Statt.
> 
> 15:9    Im zwanzigsten Jahr Jerobeams, des Königs von Israel, wurde Asa
> König über Juda
> 
> 15:10   und regierte einundvierzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß
> Maacha, eine Tochter Abischaloms.
> 
> 15:11   Und Asa tat, was dem HERRN wohlgefiel, wie sein Vater David.
> 
> 15:12   Er tat die Tempelhurer aus dem Lande und entfernte alle
> Götzenbilder, die seine Väter gemacht hatten.
> 2. Kön 23,7;  2. Chr 14,1-4
> 
> 15:13    Dazu setzte er auch seine Mutter Maacha ab, daß sie nicht mehr
> Herrin war, weil sie ein Greuelbild der Aschera gemacht hatte. Und
> Asa zerschlug ihr Greuelbild und verbrannte es am Bach Kidron.
> (13 und 14) 2. Chr 15,16-18
> 
> 15:14   Aber die Höhen entfernten sie nicht; jedoch das Herz Asas war
> ungeteilt bei dem HERRN sein Leben lang.
> Kap 22,44
> 
> 15:15   Und das Silber und Gold und die Geräte, die sein Vater geheiligt
> hatte, und was von ihm selbst geheiligt war, brachte er zum Hause
> des HERRN.
> 
> 15:16    Und es war Krieg zwischen Asa und Bascha, dem König von Israel, ihr
> Leben lang.
> (16-22) 2. Chr 16,1-6
> 
> 15:17   Bascha aber, der König von Israel, zog herauf gegen Juda und baute
> Rama aus, damit niemand aus- und einziehen sollte bei Asa, dem König
> von Juda.
> 
> 15:18   Da nahm Asa alles Silber und Gold, das noch übrig war im Schatz des
> Hauses des HERRN und im Schatz des Hauses des Königs, und gab's in
> die Hände seiner Räte und sandte sie zu Ben-Hadad, dem Sohn
> Tabrimmons, des Sohnes Hesjons, dem König von Aram, der zu Damaskus
> herrschte, und ließ ihm sagen:
> 2. Kön 12,19
> 
> 15:19   Es ist ein Bund zwischen mir und dir und zwischen meinem Vater und
> deinem Vater; darum schicke ich dir ein Geschenk, Silber und Gold,
> daß du den Bund mit Bascha, dem König von Israel, aufgibst, damit er
> von mir abzieht.
> 
> 15:20   Ben-Hadad hörte auf die Bitte des Königs Asa und sandte seine
> Obersten gegen die Städte Israels und schlug Ijon und Dan und
> Abel-Bet-Maacha, das ganze Kinneret samt dem ganzen Lande Naftali.
> 2. Kön 15,29
> 
> 15:21   Als das Bascha hörte, ließ er davon ab, Rama auszubauen, und zog
> wieder nach Tirza.
> 
> 15:22   Der König Asa aber bot ganz Juda auf, niemand ausgenommen, und sie
> nahmen die Steine und das Holz von Rama weg, womit Bascha gebaut
> hatte; und der König Asa baute damit Geba in Benjamin und Mizpa aus.
> 
> 15:23    Was aber mehr von Asa zu sagen ist und alle seine tapferen Taten
> und alles, was er getan hat, und die Städte, die er ausgebaut hat,
> siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Juda. Nur
> war er in seinem Alter an seinen Füßen krank.
> (23 und 24) 2. Chr 16,11-14
> 
> 15:24   Und Asa legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben bei seinen
> Vätern in der Stadt Davids, seines Vaters. Und sein Sohn Joschafat
> wurde König an seiner Statt.
> Kap 22,41
> 
> Reich Israel: Nadab. Bascha
> 
> 15:25    Nadab aber, der Sohn Jerobeams, wurde König über Israel im zweiten
> Jahr Asas, des Königs von Juda, und regierte über Israel zwei Jahre
> Kap 14,20
> 
> 15:26   und tat, was dem HERRN mißfiel, und wandelte in dem Wege seines
> Vaters und in seiner Sünde, womit dieser Israel sündigen gemacht
> hatte.
> Kap 12,28-30
> 
> 15:27   Aber Bascha, der Sohn Ahijas, aus dem Stamme Issachar, machte eine
> Verschwörung gegen ihn und erschlug ihn zu Gibbeton, das den
> Philistern gehörte. Denn Nadab und ganz Israel belagerten Gibbeton.
> Jos 19,44
> 
> 15:28   So tötete ihn Bascha im dritten Jahr Asas, des Königs von Juda, und
> wurde König an seiner Statt.
> 
> 15:29   Als er nun König war, erschlug er das ganze Haus Jerobeam; er ließ
> auch nicht einen übrig vom Hause Jerobeam, bis er es ganz vertilgt
> hatte nach dem Wort des HERRN, das er geredet hatte durch seinen
> Knecht Ahija von Silo,
> Kap 14,10-11
> 
> 15:30   um der Sünden Jerobeams willen, die er tat und womit er Israel
> sündigen machte und den HERRN, den Gott Israels, zum Zorn reizte.
> 
> 15:31   Was aber mehr von Nadab zu sagen ist und alles, was er getan hat,
> siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Israel.
> 
> 15:32   Und es war Krieg zwischen Asa und Bascha, dem König von Israel, ihr
> Leben lang.
> 
> 15:33   Im dritten Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Bascha, der Sohn
> Ahijas, König über ganz Israel und regierte zu Tirza vierundzwanzig
> Jahre.
> 
> 15:34   Und er tat, was dem HERRN mißfiel, und wandelte in dem Wege
> Jerobeams und in seiner Sünde, womit er Israel sündigen gemacht
> hatte.
> 
>  16:1    Es kam aber das Wort des HERRN zu Jehu, dem Sohn Hananis, gegen
> Bascha:
> 
> 16:2    Weil ich dich aus dem Staub erhoben habe und zum Fürsten gemacht
> über mein Volk Israel und du doch wandelst in dem Wege Jerobeams und
> mein Volk Israel sündigen machst, daß sie mich erzürnen durch ihre
> Sünde,
> Kap 14,7
> 
> 16:3    siehe, so will ich ausrotten Bascha und sein Haus und will dein Haus
> machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats:
> Kap 15,29
> 
> 16:4    Wer vom Hause Baschas stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde
> fressen; und wer von ihm stirbt auf dem Felde, den sollen die Vögel
> des Himmels fressen.
> Kap 14,11
> 
> 16:5    Was aber mehr von Bascha zu sagen ist und was er getan hat und seine
> tapferen Taten, siehe, das steht geschrieben in der Chronik der
> Könige von Israel.
> 
> 16:6    Und Bascha legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben zu Tirza.
> Und sein Sohn Ela wurde König an seiner Statt. -
> 
> 16:7    Auch war das Wort des HERRN durch den Propheten Jehu, den Sohn
> Hananis, über Bascha gekommen und über sein Haus wegen all des
> Unrechts, das er vor dem HERRN tat, ihn zu erzürnen durch die Werke
> seiner Hände, daß es ihm ergehen sollte wie dem Hause Jerobeam, und
> weil er dieses ausgetilgt hatte.
> 
> Reich Israel: Ela, Simri und Omri
> 
> 16:8    Im sechsundzwanzigsten Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Ela,
> der Sohn Baschas, König über Israel und regierte zu Tirza zwei
> Jahre.
> 
> 16:9    Aber sein Knecht Simri, der Oberste über die Hälfte der Kriegswagen,
> machte eine Verschwörung gegen ihn. Er aber war in Tirza, trank und
> wurde trunken im Hause Arzas, des Hofmeisters in Tirza.
> 
> 16:10   Und Simri kam hinein und schlug ihn tot im siebenundzwanzigsten
> Jahr Asas, des Königs von Juda, und wurde König an seiner Statt.
> 2. Kön 9,31
> 
> 16:11   Und als er König war und auf seinem Thron saß, erschlug er das ganze
> Haus Bascha und ließ nichts übrig, was männlich war, dazu seine
> Verwandten und seine Freunde.
> 
> 16:12   So vertilgte Simri das ganze Haus Bascha nach dem Wort des HERRN,
> das er über Bascha geredet hatte durch den Propheten Jehu,
> 
> 16:13   um all der Sünden willen Baschas und seines Sohnes Ela, die sie
> taten und durch die sie Israel sündigen machten, den HERRN, den Gott
> Israels, zu erzürnen durch ihre Abgötterei. -
> 
> 16:14   Was aber mehr von Ela zu sagen ist und alles, was er getan hat,
> siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Israel.
> 
> 16:15   Im siebenundzwanzigsten Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Simri
> König und regierte sieben Tage zu Tirza. Und das Volk lag vor
> Gibbeton, das den Philistern gehörte.
> Kap 15,27
> 
> 16:16   Als aber das Volk im Lager sagen hörte, daß Simri eine Verschwörung
> gemacht und auch den König erschlagen hätte, da machte ganz Israel
> am selben Tag im Lager Omri, den Feldhauptmann, zum König über
> Israel.
> 
> 16:17   Und Omri zog herauf und ganz Israel mit ihm von Gibbeton, und sie
> belagerten Tirza.
> 
> 16:18   Als aber Simri sah, daß die Stadt eingenommen werden würde, ging er
> in den Burgturm im Hause des Königs und verbrannte sich mit dem
> Hause des Königs und starb
> 2. Sam 17,23
> 
> 16:19   um seiner Sünden willen, die er getan hatte, dadurch daß er tat, was
> dem HERRN mißfiel, und wandelte in dem Wege Jerobeams und in seiner
> Sünde, die er tat, daß er Israel sündigen machte. -
> 
> 16:20   Was aber mehr von Simri zu sagen ist und wie er eine Verschwörung
> machte, siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von
> Israel.
> 
> 16:21   Damals teilte sich das Volk Israel in zwei Teile. Eine Hälfte hing
> Tibni an, dem Sohn Ginats, und machte ihn zum König, die andere
> Hälfte aber hing Omri an.
> 
> 16:22   Aber das Volk, das Omri anhing, wurde stärker als das Volk, das
> Tibni anhing, dem Sohn Ginats. Und Tibni starb; da wurde Omri König.
> 
> 16:23   Im einunddreißigsten Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Omri
> König über Israel und regierte zwölf Jahre, und davon zu Tirza sechs
> Jahre.
> 
> 16:24   Er kaufte den Berg Samaria von Schemer für zwei Zentner Silber und
> baute auf dem Berg eine Stadt und nannte sie Samaria nach dem Namen
> Schemers, dem der Berg gehört hatte.
> 
> 16:25   Und Omri tat, was dem HERRN mißfiel, und trieb es ärger als alle,
> die vor ihm gewesen waren,
> Mi 6,16
> 
> 16:26   und wandelte in allen Wegen Jerobeams, des Sohnes Nebats, und in
> seiner Sünde, durch die dieser Israel sündigen machte, daß sie den
> HERRN, den Gott Israels, erzürnten durch ihre Abgötterei.
> 
> 16:27   Was aber mehr von Omri zu sagen ist und alles, was er getan hat, und
> seine tapferen Taten, siehe, das steht geschrieben in der Chronik
> der Könige von Israel.
> 
> 16:28   Und Omri legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben zu Samaria.
> Und sein Sohn Ahab wurde König an seiner Statt.
> 
> Reich Israel: Ahab
> 
> 16:29   Im achtunddreißigsten Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Ahab,
> der Sohn Omris, König über Israel und regierte über Israel zu
> Samaria zweiundzwanzig Jahre
> 
> 16:30   und tat, was dem HERRN mißfiel, mehr als alle, die vor ihm gewesen
> waren.
> 
> 16:31   Es war noch das Geringste, daß er wandelte in der Sünde Jerobeams,
> des Sohnes Nebats; er nahm sogar Isebel, die Tochter Etbaals, des
> Königs der Sidonier, zur Frau und ging hin und diente Baal und
> betete ihn an
> 
> 16:32   und richtete ihm einen Altar auf im Tempel Baals, den er ihm zu
> Samaria baute,
> 2. Kön 3,2; 10,27-28; 11,18
> 
> 16:33   und machte ein Bild der Aschera, so daß Ahab mehr tat, den HERRN,
> den Gott Israels, zu erzürnen, als alle Könige von Israel, die vor
> ihm gewesen waren.
> 
> 16:34   Zur selben Zeit baute Hiël von Bethel Jericho wieder auf. Es
> kostete ihn seinen erstgeborenen Sohn Abiram, als er den Grund
> legte, und seinen jüngsten Sohn Segub, als er die Tore einsetzte,
> nach dem Wort des HERRN, das er geredet hatte durch Josua, den Sohn
> Nuns.
> Jos 6,26
> 
>          Elia am Bach Krit und bei der Witwe zu Zarpat
> 
> 17:1    Und es sprach Elia, der Tischbiter, aus Tischbe in Gilead zu Ahab:
> So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe: es
> soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn.
> Kap 8,35; Lk 4,25; Jak 5,17; Offb 11,6
> 
> 17:2    Da kam das Wort des HERRN zu ihm:
> 
> 17:3    Geh weg von hier und wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach
> Krit, der zum Jordan fließt.
> 
> 17:4    Und du sollst aus dem Bach trinken, und ich habe den Raben geboten,
> daß sie dich dort versorgen sollen.
> 
> 17:5    Er aber ging hin und tat nach dem Wort des HERRN und setzte sich
> nieder am Bach Krit, der zum Jordan fließt.
> 
> 17:6    Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des
> Abends, und er trank aus dem Bach.
> 
> 17:7    Und es geschah nach einiger Zeit, daß der Bach vertrocknete; denn es
> war kein Regen im Lande.
> 
> 17:8    Da kam das Wort des HERRN zu ihm:
> 
> 17:9    Mach dich auf und geh nach Zarpat, das bei Sidon liegt, und bleibe
> dort; denn ich habe dort einer Witwe geboten, dich zu versorgen.
> Lk 4,25-26 
> 
> 17:10   Und er machte sich auf und ging nach Zarpat. Und als er an das Tor
> der Stadt kam, siehe, da war eine Witwe, die las Holz auf. Und er
> rief ihr zu und sprach: Hole mir ein wenig Wasser im Gefäß, daß ich
> trinke!
> 
> 17:11   Und als sie hinging zu holen, rief er ihr nach und sprach: Bringe
> mir auch einen Bissen Brot mit!
> 
> 17:12   Sie sprach: So wahr der HERR, dein Gott, lebt: ich habe nichts
> Gebackenes, nur eine Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug.
> Und siehe, ich hab ein Scheit Holz oder zwei aufgelesen und gehe
> heim und will mir und meinem Sohn zurichten, daß wir essen - und
> sterben.
> 
> 17:13   Elia sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! Geh hin und mach's, wie du
> gesagt hast. Doch mache zuerst mir etwas Gebackenes davon und bringe
> mir's heraus; dir aber und deinem Sohn sollst du danach auch etwas
> backen.
> 
> 17:14   Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Das Mehl im Topf soll
> nicht verzehrt werden, und dem Ölkrug soll nichts mangeln bis auf
> den Tag, an dem der HERR regnen lassen wird auf Erden.
> 2. Kön 4,2-4
> 
> 17:15   Sie ging hin und tat, wie Elia gesagt hatte. Und er aß und sie auch
> und ihr Sohn Tag um Tag.
> 
> 17:16   Das Mehl im Topf wurde nicht verzehrt, und dem Ölkrug mangelte
> nichts nach dem Wort des HERRN, das er durch Elia geredet hatte.
> 
> 17:17   Und nach diesen Geschichten wurde der Sohn seiner Hauswirtin krank,
> und seine Krankheit wurde so schwer, daß kein Odem mehr in ihm
> blieb.
> 
> 17:18   Und sie sprach zu Elia: Was hab ich mit dir zu schaffen, du Mann
> Gottes? Du bist zu mir gekommen, daß meiner Sünde gedacht und mein
> Sohn getötet würde.
> 
> 17:19   Er sprach zu ihr: Gib mir deinen Sohn! Und er nahm ihn von ihrem
> Schoß und ging hinauf ins Obergemach, wo er wohnte, und legte ihn
> auf sein Bett
> 
> 17:20   und rief den HERRN an und sprach: HERR, mein Gott, tust du sogar der
> Witwe, bei der ich ein Gast bin, so Böses an, daß du ihren Sohn
> tötest?
> 
> 17:21   Und er legte sich auf das Kind dreimal und rief den HERRN an und
> sprach: HERR, mein Gott, laß sein Leben in dies Kind zurückkehren!
> 2. Kön 4,34; Apg 20,10
> 
> 17:22   Und der HERR erhörte die Stimme Elias, und das Leben kehrte in das
> Kind zurück, und es wurde wieder lebendig.
> 
> 17:23   Und Elia nahm das Kind und brachte es hinab vom Obergemach ins Haus
> und gab es seiner Mutter und sprach: Sieh da, dein Sohn lebt!
> Lk 7,15; Hebr 11,35
> 
> 17:24   Und die Frau sprach zu Elia: Nun erkenne ich, daß du ein Mann Gottes
> bist, und des HERRN Wort in deinem Munde ist Wahrheit.
> 
>          Das Gottesurteil auf dem Karmel
> 
> 18:1    Nach einer langen Zeit kam das Wort des HERRN zu Elia, im dritten
> Jahr: Geh hin und zeige dich Ahab, denn ich will regnen lassen auf
> die Erde.
> 
> 18:2    Und Elia ging hin, um sich Ahab zu zeigen. Es war aber eine große
> Hungersnot in Samaria.
> 
> 18:3    Und Ahab rief Obadja, seinen Hofmeister - Obadja aber fürchtete den
> HERRN sehr;
> 
> 18:4    denn als Isebel die Propheten des HERRN ausrottete, nahm Obadja
> hundert Propheten und versteckte sie in Höhlen, hier fünfzig und da
> fünfzig, und versorgte sie mit Brot und Wasser -;
> 
> 18:5    und Ahab sprach zu Obadja: Wohlan, wir wollen durchs Land ziehen zu
> allen Wasserquellen und Bächen, ob wir Gras finden und die Rosse und
> Maultiere erhalten könnten, damit nicht alles Vieh umkommt.
> 
> 18:6    Und sie teilten sich ins Land, daß sie es durchzogen. Ahab zog
> allein auf dem einen Weg und Obadja auch allein auf dem andern Weg.
> 
> 18:7    Als nun Obadja auf dem Wege war, siehe, da begegnete ihm Elia. Und
> als er ihn erkannte, fiel er auf sein Antlitz und sprach: Bist du es
> nicht, Elia, mein Herr?
> 
> 18:8    Er sprach: Ja! Geh hin und sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist da!
> 
> 18:9    Obadja aber sprach: Was hab ich gesündigt, daß du deinen Knecht in
> die Hände Ahabs geben willst, daß er mich tötet?
> 
> 18:10   So wahr der HERR, dein Gott, lebt: es gibt kein Volk noch
> Königreich, wohin mein Herr nicht gesandt hat, dich zu suchen. Und
> wenn sie sprachen: Er ist nicht hier, nahm er einen Eid von dem
> Königreich und Volk, daß man dich nicht gefunden hätte.
> 
> 18:11   Und nun sprichst du: Geh hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist da!
> 
> 18:12   Wenn ich nun hinginge von dir, so könnte dich der Geist des HERRN
> entführen, und ich wüßte nicht wohin; und wenn ich dann käme und
> sagte es Ahab an und er fände dich nicht, so tötete er mich. Und
> doch fürchtet dein Knecht den HERRN von seiner Jugend auf.
> 
> 18:13   Ist's meinem Herrn Elia nicht angesagt, was ich getan habe, als
> Isebel die Propheten des HERRN tötete? Daß ich von den Propheten des
> HERRN hundert versteckte, hier fünfzig und da fünfzig, in Höhlen und
> versorgte sie mit Brot und Wasser?
> 
> 18:14   Und nun sprichst du: Geh hin, sage deinem Herrn: Elia ist da! Dann
> wird er mich töten.
> 
> 18:15   Elia sprach: So wahr der HERR Zebaoth lebt, vor dem ich stehe: ich
> will mich ihm heute zeigen.
> 
> 18:16   Da ging Obadja hin Ahab entgegen und sagte es ihm an. Und Ahab ging
> hin Elia entgegen.
> 
> 18:17   Und als Ahab Elia sah, sprach Ahab zu ihm: Bist du nun da, der
> Israel ins Unglück stürzt?
> Jer 38,4
> 
> 18:18    Er aber sprach: Nicht ich stürze Israel ins Unglück, sondern du und
> deines Vaters Haus dadurch, daß ihr des HERRN Gebote verlassen habt
> und wandelt den Baalen nach.
> (18 und 19) Kap 16,31-33
> 
> 18:19   Wohlan, so sende nun hin und versammle zu mir ganz Israel auf den
> Berg Karmel und die vierhundertundfünfzig Propheten Baals, auch die
> vierhundert Propheten der Aschera, die vom Tisch Isebels essen.
> 
> 18:20   So sandte Ahab hin zu ganz Israel und versammelte die Propheten auf
> den Berg Karmel.
> 
> 18:21   Da trat Elia zu allem Volk und sprach: Wie lange hinket ihr auf
> beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm nach, ist's aber
> Baal, so wandelt ihm nach. Und das Volk antwortete ihm nichts.
> Jos 24,15; Mt 6,24
> 
> 18:22   Da sprach Elia zum Volk: Ich bin allein übriggeblieben als Prophet
> des HERRN, aber die Propheten Baals sind vierhundertundfünfzig Mann.
> 
> 18:23   So gebt uns nun zwei junge Stiere und laßt sie wählen einen Stier
> und ihn zerstücken und aufs Holz legen, aber kein Feuer daran legen;
> dann will ich den andern Stier nehmen und aufs Holz legen und auch
> kein Feuer daran legen.
> 
> 18:24   Und ruft ihr den Namen eures Gottes an, aber ich will den Namen des
> HERRN anrufen. Welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der ist
> wahrhaftig Gott. Und das ganze Volk antwortete und sprach: Das ist
> recht.
> 1. Mose 15,17
> 
> 18:25   Und Elia sprach zu den Propheten Baals: Wählt ihr einen Stier und
> richtet zuerst zu, denn ihr seid viele, und ruft den Namen eures
> Gottes an, aber legt kein Feuer daran.
> 
> 18:26   Und sie nahmen den Stier, den man ihnen gab, und richteten zu und
> riefen den Namen Baals an vom Morgen bis zum Mittag und sprachen:
> Baal, erhöre uns! Aber es war da keine Stimme noch Antwort. Und sie
> hinkten um den Altar, den sie gemacht hatten.
> 
> 18:27   Als es nun Mittag wurde, verspottete sie Elia und sprach: Ruft laut!
> Denn er ist ja ein Gott; er ist in Gedanken oder hat zu schaffen
> oder ist über Land oder schläft vielleicht, daß er aufwache.
> 
> 18:28   Und sie riefen laut und ritzten sich mit Messern und Spießen nach
> ihrer Weise, bis ihr Blut herabfloß.
> 
> 18:29   Als aber der Mittag vergangen war, waren sie in Verzückung bis um
> die Zeit, zu der man das Speisopfer darbringt; aber da war keine
> Stimme noch Antwort noch einer, der aufmerkte.
> 4. Mose 28,4-5
> 
> 18:30   Da sprach Elia zu allem Volk: Kommt her zu mir! Und als alles Volk
> zu ihm trat, baute er den Altar des HERRN wieder auf, der zerbrochen
> war,
> 
> 18:31   und nahm zwölf Steine nach der Zahl der Stämme der Söhne Jakobs -
> zu dem das Wort des HERRN ergangen war: Du sollst Israel heißen -
> 2. Mose 24,4;  1. Mose 32,29
> 
> 18:32   und baute von den Steinen einen Altar im Namen des HERRN und machte
> um den Altar her einen Graben, so breit wie für zwei Kornmaß
> Aussaat,
> 
> 18:33   und richtete das Holz zu und zerstückte den Stier und legte ihn aufs
> Holz.
> 
> 18:34   Und Elia sprach: Holt vier Eimer voll Wasser und gießt es auf das
> Brandopfer und aufs Holz! Und er sprach: Tut's noch einmal! Und sie
> taten's noch einmal. Und er sprach: Tut's zum drittenmal! Und sie
> taten's zum drittenmal.
> 
> 18:35   Und das Wasser lief um den Altar her, und der Graben wurde auch voll
> Wasser.
> 
> 18:36   Und als es Zeit war, das Speisopfer zu opfern, trat der Prophet Elia
> herzu und sprach: HERR, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, laß heute
> kundwerden, daß du Gott in Israel bist und ich dein Knecht und daß
> ich das alles nach deinem Wort getan habe!
> 
> 18:37   Erhöre mich, HERR, erhöre mich, damit dies Volk erkennt, daß du,
> HERR, Gott bist und ihr Herz wieder zu dir kehrst!
> 
> 18:38   Da fiel das Feuer des HERRN herab und fraß Brandopfer, Holz, Steine
> und Erde und leckte das Wasser auf im Graben.
> 3. Mose 9,24
> 
> 18:39   Als das alles Volk sah, fielen sie auf ihr Angesicht und sprachen:
> Der HERR ist Gott, der HERR ist Gott!
> 
> 18:40   Elia aber sprach zu ihnen: Greift die Propheten Baals, daß keiner
> von ihnen entrinne! Und sie ergriffen sie. Und Elia führte sie hinab
> an den Bach Kischon und tötete sie daselbst.
> 2. Mose 22,19; 5. Mose 13,6-9
> 
> 18:41    Und Elia sprach zu Ahab: Zieh hinauf, iß und trink; denn es
> rauscht, als wollte es sehr regnen.
> (41-45) Jak 5,18
> 
> 18:42   Und als Ahab hinaufzog, um zu essen und zu trinken, ging Elia auf
> den Gipfel des Karmel und bückte sich zur Erde und hielt sein Haupt
> zwischen seine Knie
> 
> 18:43   und sprach zu seinem Diener: Geh hinauf und schaue zum Meer! Er ging
> hinauf und schaute und sprach: Es ist nichts da. Elia sprach: Geh
> wieder hin, und der Diener ging wieder hin, siebenmal.
> 
> 18:44   Und beim siebentenmal sprach er: Siehe, es steigt eine kleine Wolke
> auf aus dem Meer wie eines Mannes Hand. Elia sprach: Geh hin und
> sage Ahab: Spann an und fahre hinab, damit dich der Regen nicht
> aufhält!
> 
> 18:45   Und ehe man sich's versah, wurde der Himmel schwarz von Wolken und
> Wind, und es kam ein großer Regen. Ahab aber fuhr hinab nach
> Jesreel.
> 
> 18:46   Und die Hand des HERRN kam über Elia, und er gürtete seine Lenden
> und lief vor Ahab hin, bis er kam nach Jesreel.
> 
>          Elia am Horeb
> 
> 19:1    Und Ahab sagte Isebel alles, was Elia getan hatte und wie er alle
> Propheten Baals mit dem Schwert umgebracht hatte.
> 
> 19:2    Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und ließ ihm sagen: Die Götter
> sollen mir dies und das tun, wenn ich nicht morgen um diese Zeit dir
> tue, wie du diesen getan hast!
> 
> 19:3    Da fürchtete er sich, machte sich auf und lief um sein Leben und kam
> nach Beerscheba in Juda und ließ seinen Diener dort.
> 
> 19:4    Er aber ging hin in die Wüste eine Tagereise weit und kam und setzte
> sich unter einen Wacholder und wünschte sich zu sterben und sprach:
> Es ist genug, so nimm nun, HERR, meine Seele; ich bin nicht besser
> als meine Väter.
> Hiob 7,15; Jona 4,3
> 
> 19:5    Und er legte sich hin und schlief unter dem Wacholder. Und siehe,
> ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf und iß!
> 
> 19:6    Und er sah sich um, und siehe, zu seinen Häupten lag ein geröstetes
> Brot und ein Krug mit Wasser. Und als er gegessen und getrunken
> hatte, legte er sich wieder schlafen.
> 
> 19:7    Und der Engel des HERRN kam zum zweitenmal wieder und rührte ihn an
> und sprach: Steh auf und iß! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.
> 
> 19:8    Und er stand auf und aß und trank und ging durch die Kraft der
> Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes, dem
> Horeb.
> 2. Mose 24,18
> 
> 19:9    Und er kam dort in eine Höhle und blieb dort über Nacht. Und siehe,
> das Wort des HERRN kam zu ihm: Was machst du hier, Elia?
> 
> 19:10   Er sprach: Ich habe geeifert für den HERRN, den Gott Zebaoth; denn
> Israel hat deinen Bund verlassen und deine Altäre zerbrochen und
> deine Propheten mit dem Schwert getötet, und ich bin allein
> übriggeblieben, und sie trachten danach, daß sie mir mein Leben
> nehmen.
> Ps 69,10; Jes 49,4;  Kap 18,22; Röm 11,3
> 
> 19:11   Der Herr sprach: Geh heraus und tritt hin auf den Berg vor den
> HERRN! Und siehe, der HERR wird vorübergehen. Und ein großer,
> starker Wind, der die Berge zerriß und die Felsen zerbrach, kam vor
> dem HERRN her; der HERR aber war nicht im Winde. Nach dem Wind aber
> kam ein Erdbeben; aber der HERR war nicht im Erdbeben.
> 2. Mose 33,22
> 
> 19:12   Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HERR war nicht im
> Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen.
> 
> 19:13   Als das Elia hörte, verhüllte er sein Antlitz mit seinem Mantel und
> ging hinaus und trat in den Eingang der Höhle. Und siehe, da kam
> eine Stimme zu ihm und sprach: Was hast du hier zu tun, Elia?
> 
> 19:14   Er sprach: Ich habe für den HERRN, den Gott Zebaoth, geeifert; denn
> Israel hat deinen Bund verlassen, deine Altäre zerbrochen, deine
> Propheten mit dem Schwert getötet, und ich bin allein
> übriggeblieben, und sie trachten danach, daß sie mir das Leben
> nehmen.
> 
> 19:15   Aber der HERR sprach zu ihm: Geh wieder deines Weges durch die Wüste
> nach Damaskus und geh hinein und salbe Hasaël zum König über Aram
> 2. Kön 8,13; 8,15
> 
> 19:16   und Jehu, den Sohn Nimschis, zum König über Israel und Elisa, den
> Sohn Schafats, von Abel-Mehola zum Propheten an deiner Statt.
> 2. Kön 9,2-3
> 
> 19:17   Und es soll geschehen: Wer dem Schwert Hasaëls entrinnt, den soll
> Jehu töten, und wer dem Schwert Jehus entrinnt, den soll Elisa
> töten.
> 
> 19:18   Und ich will übriglassen siebentausend in Israel, alle Knie, die
> sich nicht gebeugt haben vor Baal, und jeden Mund, der ihn nicht
> geküßt hat.
> Röm 11,4
> 
> 19:19   Und Elia ging von dort weg und fand Elisa, den Sohn Schafats, als er
> pflügte mit zwölf Jochen vor sich her, und er war selbst bei dem
> zwölften. Und Elia ging zu ihm und warf seinen Mantel über ihn.
> 
> 19:20   Und er verließ die Rinder und lief Elia nach und sprach: Laß mich
> meinen Vater und meine Mutter küssen, dann will ich dir nachfolgen.
> Er sprach zu ihm: Wohlan, kehre um! Bedenke, was ich dir getan habe!
> Lk 9,61-62
> 
> 19:21   Und Elisa wandte sich von ihm weg und nahm ein Joch Rinder und
> opferte es, und mit den Jochen der Rinder kochte er das Fleisch und
> gab's den Leuten, daß sie aßen. Und er machte sich auf und folgte
> Elia nach und diente ihm.
> 
>          Ahabs Kriege mit dem König Ben-Hadad
> 
> 20:1    Und Ben-Hadad, der König von Aram, versammelte seine ganze
> Streitmacht, und es waren zweiunddreißig Könige mit ihm und Roß und
> Wagen. Und er zog herauf und belagerte Samaria und kämpfte gegen die
> Stadt
> 
> 20:2    und sandte Boten zu Ahab, dem König von Israel, in die Stadt und
> ließ ihm sagen:
> 
> 20:3    So spricht Ben-Hadad: Dein Silber und dein Gold ist mein, und deine
> Frauen und deine besten Söhne sind auch mein.
> 
> 20:4    Der König von Israel antwortete und sprach: Mein Herr und König, wie
> du geredet hast! Ich bin dein und alles, was ich habe.
> 
> 20:5    Aber die Boten kamen zurück und sprachen: So spricht Ben-Hadad: Ich
> habe zu dir gesandt und sagen lassen: Dein Silber und dein Gold,
> deine Frauen und deine Söhne sollst du mir geben.
> 
> 20:6    Doch will ich morgen um diese Zeit meine Leute zu dir senden, daß
> sie dein Haus und die Häuser deiner Untertanen durchsuchen, und was
> ihnen gefällt, sollen sie nehmen und wegtragen.
> 
> 20:7    Da rief der König von Israel alle Ältesten des Landes zu sich und
> sprach: Merkt doch und seht, wie böse er's meint! Er hat zu mir
> gesandt um meine Frauen und Söhne, Silber und Gold, und ich hab ihm
> nichts verweigert.
> 
> 20:8    Da sprachen zu ihm alle Ältesten und alles Volk: Du sollst nicht
> gehorchen und nicht einwilligen.
> 
> 20:9    Und Ahab sprach zu den Boten Ben-Hadads: Sagt meinem Herrn, dem
> König: Alles, was du zuerst deinem Knecht entboten hast, will ich
> tun; aber dies kann ich nicht tun. Und die Boten gingen hin und
> sagten ihm das wieder.
> 
> 20:10   Da sandte Ben-Hadad zu ihm und ließ ihm sagen: Die Götter sollen mir
> dies und das tun, wenn der Staub Samarias genug sein sollte, die
> Hände der Leute zu füllen, die mit mir ziehen!
> 
> 20:11   Aber der König von Israel antwortete: Sagt ihm: Wer den Harnisch
> anlegt, soll sich nicht rühmen wie der, der ihn abgelegt hat.
> 
> 20:12   Als das Ben-Hadad hörte, der gerade mit den Königen in den Zelten
> trank, sprach er zu seinen Leuten: Greift an! Und sie griffen die
> Stadt an.
> 
> 20:13   Und siehe, ein Prophet trat zu Ahab, dem König von Israel, und
> sprach: So spricht der HERR: Siehst du diese große Menge? Wahrlich,
> ich will sie heute in deine Hand geben, daß du wissen sollst: Ich
> bin der HERR.
> 
> 20:14   Ahab sprach: Durch wen soll's geschehen? Er sprach: So spricht der
> HERR: Durch die Leute der Landvögte. Ahab sprach: Wer soll die
> Schlacht beginnen? Er sprach: Du.
> 
> 20:15   Da zählte Ahab die Leute der Landvögte, und es waren
> zweihundertzweiunddreißig; und nach ihnen zählte er das ganze Volk
> Israel, und es waren siebentausend Mann.
> 
> 20:16   Und sie zogen aus am Mittag. Ben-Hadad aber trank und war trunken im
> Zeltlager samt den zweiunddreißig Königen, die ihm zu Hilfe gekommen
> waren.
> 
> 20:17   Und die Leute der Landvögte zogen zuerst aus. Ben-Hadad aber hatte
> Leute ausgesandt; die brachten ihm Botschaft und sprachen: Es ziehen
> Männer aus Samaria heran.
> 
> 20:18   Er sprach: Greift sie lebendig, ob sie nun zum Frieden oder zum
> Kampf ausgezogen sind!
> 
> 20:19   Als aber die Leute der Landvögte aus der Stadt herausgezogen waren
> und das Heer ihnen nach,
> 
> 20:20   erschlug jeder den, der vor ihn kam. Und die Aramäer flohen, und
> Israel jagte ihnen nach. Aber Ben-Hadad, der König von Aram, entrann
> auf einem Roß, und Gespanne mit ihm.
> 
> 20:21   Und der König von Israel zog aus und schlug Roß und Wagen. So schlug
> er die Aramäer in einer großen Schlacht.
> 
> 20:22   Da trat der Prophet zum König von Israel und sprach zu ihm: Wohlan,
> rüste dich und merke auf und sieh zu, was du tust! Denn der König
> von Aram wird gegen dich heraufziehen, wenn das Jahr um ist.
> 
> 20:23   Aber die Großen des Königs von Aram sprachen zu ihm: Ihre Götter
> sind Berggötter, darum haben sie uns überwunden. Aber wenn wir mit
> ihnen in der Ebene kämpfen könnten - was gilt's, wir wollten sie
> überwinden!
> 
> 20:24   Tu nun das: Setze die Könige alle ab und setze Statthalter an ihre
> Stelle
> 
> 20:25   und schaffe dir ein Heer, wie das Heer war, das du verloren hast,
> und ebenso viele Rosse und Wagen wie zuvor, und laß uns gegen sie
> kämpfen in der Ebene - was gilt's, wir werden sie überwinden! Er
> gehorchte ihrer Stimme und tat das.
> 
> 20:26   Als nun das Jahr um war, bot Ben-Hadad die Aramäer auf und zog
> herauf nach Afek, um gegen Israel zu kämpfen.
> 
> 20:27   Und Israel wurde auch aufgeboten, versorgte sich und zog hin ihnen
> entgegen und lagerte sich ihnen gegenüber wie zwei kleine Herden
> Ziegen. Von den Aramäern aber war das Land voll.
> 
> 20:28   Und es trat der Mann Gottes herzu und sprach zum König von Israel:
> So spricht der HERR: Weil die Aramäer gesagt haben, der HERR sei ein
> Gott der Berge und nicht ein Gott der Täler, so habe ich diese große
> Menge in deine Hand gegeben, damit ihr erkennt: Ich bin der HERR.
> 2. Mose 7,5
> 
> 20:29   Und sie lagen einander gegenüber sieben Tage. Am siebenten Tage
> zogen sie in den Kampf, und Israel schlug von den Aramäern
> hunderttausend Mann Fußvolk an einem Tag.
> 
> 20:30   Und die übrigen flohen nach Afek in die Stadt, und die Mauer fiel
> auf die Übriggebliebenen, siebenundzwanzigtausend Mann. Und auch
> Ben-Hadad floh in die Stadt und verkroch sich von einer Kammer in
> die andere.
> 
> 20:31   Da sprachen seine Großen zu ihm: Siehe, wir haben gehört, daß die
> Könige des Hauses Israel barmherzige Könige sind. So laßt uns Säcke
> um unsere Lenden tun und Stricke um unsere Köpfe und zum König von
> Israel hinausgehen; vielleicht läßt er dich am Leben.
> 
> 20:32   Und sie gürteten Säcke um ihre Lenden und Stricke um ihre Köpfe und
> kamen zum König von Israel und sprachen: Dein Knecht Ben-Hadad läßt
> dir sagen: Laß mich doch am Leben! Er aber sprach: Lebt er noch? Er
> ist mein Bruder!
> 
> 20:33   Und die Männer nahmen es als ein gutes Zeichen und sprachen: Ja,
> Ben-Hadad ist dein Bruder. Er sprach: Geht und bringt ihn! Da ging
> Ben-Hadad zu ihm heraus. Und Ahab ließ ihn auf den Wagen steigen.
> 
> 20:34   Und Ben-Hadad sprach zu ihm: Die Städte, die mein Vater deinem Vater
> genommen hat, will ich dir zurückgeben, und mache du dir Märkte in
> Damaskus, wie mein Vater in Samaria getan hat. Und Ahab sprach: Ich
> will dich auf diesen Bund hin ziehen lassen. Da schloß er mit ihm
> den Bund und ließ ihn ziehen.
> 
> 20:35   Da sprach ein Mann von den Prophetenjüngern zu seinem Nächsten auf
> des HERRN Gebot: Schlage mich! Er aber weigerte sich, ihn zu
> schlagen.
> 
> 20:36   Da sprach er zu ihm: Weil du der Stimme des HERRN nicht gehorcht
> hast, siehe, so wird dich ein Löwe schlagen, wenn du von mir gehst.
> Und als er von ihm ging, fand ihn ein Löwe und schlug ihn.
> Kap 13,24
> 
> 20:37   Und der Prophet fand einen andern Mann und sprach: Schlage mich! Und
> der Mann schlug ihn wund.
> 
> 20:38   Da ging der Prophet hin, trat an den Weg, den der König zog, und
> verhüllte sein Angesicht mit einer Binde.
> 
> 20:39   Und als der König vorüberzog, rief er den König an und sprach: Dein
> Knecht war ausgezogen in die Schlacht. Und siehe, ein Mann trat zu
> mir und brachte mir einen und sprach: Bewache diesen Mann; wenn man
> ihn vermissen wird, so soll dein Leben für sein Leben einstehen,
> oder du sollst einen Zentner Silber zahlen.
> 2. Kön 10,24
> 
> 20:40   Und als dein Knecht hier und da zu tun hatte, war der Mann nicht
> mehr da. Der König von Israel sprach zu ihm: Das ist dein Urteil; du
> hast's selbst gefällt.
> 
> 20:41   Da tat er eilends die Binde von seinem Angesicht, und der König von
> Israel erkannte, daß er einer der Propheten war.
> 
> 20:42   Und er sprach zu ihm: So spricht der HERR: Weil du den Mann, auf dem
> mein Bann lag, von dir gelassen hast, so soll dein Leben für sein
> Leben einstehen und dein Volk für sein Volk.
> 
> 20:43   Aber der König von Israel zog heim, voller Unmut und zornig, und kam
> nach Samaria.
> 
>          Nabots Weinberg
> 
> 21:1    Nach diesen Geschichten begab es sich: Nabot, ein Jesreeliter, hatte
> einen Weinberg in Jesreel, bei dem Palast Ahabs, des Königs von
> Samaria.
> 
> 21:2    Und Ahab redete mit Nabot und sprach: Gib mir deinen Weinberg; ich
> will mir einen Kohlgarten daraus machen, weil er so nahe an meinem
> Hause liegt. Ich will dir einen besseren Weinberg dafür geben, oder,
> wenn dir's gefällt, will ich dir Silber dafür geben, soviel er wert
> ist.
> 
> 21:3    Aber Nabot sprach zu Ahab: Das lasse der HERR fern von mir sein, daß
> ich dir meiner Väter Erbe geben sollte!
> 
> 21:4    Da kam Ahab heim voller Unmut und zornig um des Wortes willen, das
> Nabot, der Jesreeliter, zu ihm gesagt hatte: Ich will dir meiner
> Väter Erbe nicht geben. Und er legte sich auf sein Bett und wandte
> sein Antlitz ab und aß nicht.
> 
> 21:5    Da kam seine Frau Isebel zu ihm hinein und redete mit ihm: Was
> ist's, daß dein Geist so voller Unmut ist und daß du nicht issest?
> 
> 21:6    Er sprach zu ihr: Ich habe mit Nabot, dem Jesreeliter, geredet und
> gesagt: Gib mir deinen Weinberg für Geld, oder, wenn es dir lieber
> ist, will ich dir einen andern dafür geben. Er aber sprach: Ich will
> dir meinen Weinberg nicht geben.
> 
> 21:7    Da sprach seine Frau Isebel zu ihm: Du bist doch König über Israel!
> Steh auf und iß und sei guten Mutes! Ich werde dir den Weinberg
> Nabots, des Jesreeliters, verschaffen.
> 
> 21:8    Und sie schrieb Briefe unter Ahabs Namen und versiegelte sie mit
> seinem Siegel und sandte sie zu den Ältesten und Oberen, die mit
> Nabot in seiner Stadt wohnten.
> 
> 21:9    Und schrieb in den Briefen: Laßt ein Fasten ausrufen und setzt Nabot
> obenan im Volk,
> 
> 21:10   und stellt ihm zwei ruchlose Männer gegenüber, die da zeugen und
> sprechen: Du hast Gott und den König gelästert! Und führt ihn
> hinaus und steinigt ihn, daß er stirbt.
> 5. Mose 17,6; Mt 26,59-61;  2. Mose 22,27
> 
> 21:11   Und die Ältesten und Oberen, die mit ihm in seiner Stadt wohnten,
> taten, wie ihnen Isebel entboten hatte, wie sie in den Briefen
> geschrieben hatte, die sie zu ihnen sandte,
> 
> 21:12   und sie ließen ein Fasten ausrufen und ließen Nabot obenan im Volk
> sitzen.
> 
> 21:13   Da kamen die zwei ruchlosen Männer und stellten sich ihm gegenüber
> und verklagten Nabot vor dem Volk und sprachen: Nabot hat Gott und
> den König gelästert! Da führten sie ihn vor die Stadt hinaus und
> steinigten ihn, daß er starb.
> 
> 21:14   Und sie sandten zu Isebel und ließen ihr sagen: Nabot ist gesteinigt
> und tot.
> 
> 21:15   Als aber Isebel hörte, daß Nabot gesteinigt und tot war, sprach sie
> zu Ahab: Steh auf und nimm in Besitz den Weinberg Nabots, des
> Jesreeliters, der sich geweigert hat, ihn dir für Geld zu geben;
> denn Nabot lebt nicht mehr, sondern ist tot.
> 
> 21:16   Als Ahab hörte, daß Nabot tot war, stand er auf, um hinabzugehen zum
> Weinberge Nabots, des Jesreeliters, und ihn in Besitz zu nehmen.
> 
> 21:17   Aber das Wort des HERRN kam zu Elia, dem Tischbiter:
> 
> 21:18   Mach dich auf und geh hinab Ahab, dem König von Israel zu Samaria,
> entgegen - siehe, er ist im Weinberge Nabots, wohin er hinabgegangen
> ist, um ihn in Besitz zu nehmen -
> 
> 21:19   und rede mit ihm und sprich: So spricht der HERR: Du hast gemordet,
> dazu auch fremdes Erbe geraubt! An der Stätte, wo Hunde das Blut
> Nabots geleckt haben, sollen Hunde auch dein Blut lecken.
> Kap 22,38
> 
> 21:20   Und Ahab sprach zu Elia: Hast du mich gefunden, mein Feind? Er aber
> sprach: Ja, ich habe dich gefunden, weil du dich verkauft hast,
> Unrecht zu tun vor dem HERRN.
> 
> 21:21   Siehe, ich will Unheil über dich bringen und dich vertilgen samt
> deinen Nachkommen und will von Ahab ausrotten, was männlich ist,
> bis auf den letzten Mann in Israel
> 2. Kön 9,7-8
> 
> 21:22   und will dein Haus machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes
> Nebats, und wie das Haus Baschas, des Sohnes Ahijas, um des Zornes
> willen, daß du mich erzürnt und Israel sündigen gemacht hast.
> Kap 15,29;  Kap 16,11-12
> 
> 21:23   Und auch über Isebel hat der HERR geredet und gesprochen: Die Hunde
> sollen Isebel fressen an der Mauer Jesreels.
> 2. Kön 9,33-36
> 
> 21:24   Wer von Ahab stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde fressen, und
> wer auf dem Felde stirbt, den sollen die Vögel unter dem Himmel
> fressen.
> 
> 21:25   Es war niemand, der sich so verkauft hätte, Unrecht zu tun vor dem
> HERRN wie Ahab, den seine Frau Isebel verführte.
> 
> 21:26   Und er versündigte sich dadurch über die Maßen, daß er den Götzen
> nachwandelte, ganz wie die Amoriter getan hatten, die der HERR vor
> Israel vertrieben hatte.
> 
> 21:27   Als aber Ahab diese Worte hörte, zerriß er seine Kleider und legte
> ein härenes Tuch um seinen Leib und fastete und schlief darin und
> ging bedrückt einher.
> 
> 21:28   Und das Wort des HERRN kam zu Elia, dem Tischbiter:
> 
> 21:29   Hast du nicht gesehen, wie sich Ahab vor mir gedemütigt hat? Weil er
> sich nun vor mir gedemütigt hat, will ich das Unheil nicht kommen
> lassen zu seinen Lebzeiten, aber zu seines Sohnes Lebzeiten will
> ich das Unheil über sein Haus bringen.
> 2. Kön 9,26
> 
>          Ahabs Krieg gegen die Aramäer, Michas Weissagung und Ahabs Untergang
> 
> (vgl. 2. Chr 18,1-34)
> 22:1    Und es vergingen drei Jahre, daß kein Krieg war zwischen den
> Aramäern und Israel.
> 
> 22:2    Im dritten Jahr aber zog Joschafat, der König von Juda, hinab zum
> König von Israel.
> Vers 41
> 
> 22:3    Und der König von Israel sprach zu seinen Großen: Wisset ihr nicht,
> daß Ramot in Gilead unser ist, und wir sitzen still und nehmen es
> nicht dem König von Aram ab?
> Jos 21,38
> 
> 22:4    Und er sprach zu Joschafat: Willst du mit mir ziehen in den Kampf
> gegen Ramot in Gilead? Joschafat sprach zum König von Israel: Ich
> will sein wie du, und mein Volk wie dein Volk, und meine Rosse wie
> deine Rosse.
> 2. Kön 3,7
> 
> 22:5    Und Joschafat sprach zum König von Israel: Frage doch zuerst nach
> dem Wort des HERRN!
> 
> 22:6    Da versammelte der König von Israel Propheten, etwa vierhundert
> Mann, und sprach zu ihnen: Soll ich gegen Ramot in Gilead in den
> Kampf ziehen, oder soll ich's lassen? Sie sprachen: Zieh hinauf! Der
> Herr wird's in die Hand des Königs geben.
> 
> 22:7    Joschafat aber sprach: Ist hier kein Prophet des HERRN mehr, daß wir
> durch ihn den Herrn befragen?
> 2. Kön 3,11
> 
> 22:8    Der König von Israel sprach zu Joschafat: Es ist noch einer hier,
> Micha, der Sohn Jimlas, durch den man den HERRN befragen kann. Aber
> ich bin ihm gram; denn er weissagt mir nichts Gutes, sondern nur
> Böses. Joschafat sprach: Der König rede so nicht!
> 2. Chr 18,7-27
> 
> 22:9    Da rief der König von Israel einen Kämmerer und sprach: Bringe
> eilends her Micha, den Sohn Jimlas!
> 
> 22:10   Der König von Israel aber und Joschafat, der König von Juda, saßen
> jeder auf seinem Thron in ihren königlichen Kleidern auf dem Platz
> vor dem Tor Samarias, und alle Propheten fingen an, vor ihnen zu
> weissagen.
> 
> 22:11   Und Zidkija, der Sohn Kenaanas, hatte sich eiserne Hörner gemacht
> und sprach: So spricht der HERR: Hiermit wirst du die Aramäer
> niederstoßen, bis du sie vernichtest.
> 
> 22:12   Und alle Propheten weissagten ebenso und sprachen: Zieh hin gegen
> Ramot in Gilead; es wird dir gelingen! Der HERR wird's in die Hand
> des Königs geben.
> 
> 22:13   Und der Bote, der hingegangen war, um Micha zu rufen, sprach zu ihm:
> Siehe, die Worte der Propheten sind einmütig gut für den König; so
> laß nun auch dein Wort wie ihr Wort sein und rede Gutes.
> 
> 22:14   Micha sprach: So wahr der HERR lebt: ich will reden, was der HERR
> mir sagen wird.
> 
> 22:15   Und als er zum König kam, sprach der König zu ihm: Micha, sollen wir
> gegen Ramot in Gilead in den Kampf ziehen, oder sollen wir's lassen?
> Er sprach zu ihm: Ja, zieh hinauf, es soll dir gelingen! Der HERR
> wird's in die Hand des Königs geben.
> 
> 22:16   Der König entgegnete ihm: Wie oft soll ich dich beschwören, daß du
> mir im Namen des HERRN nichts als die Wahrheit sagst!
> 
> 22:17   Micha sprach: Ich sah ganz Israel zerstreut auf den Bergen wie
> Schafe, die keinen Hirten haben. Der HERR aber sprach: Diese haben
> keinen Herrn; ein jeder kehre wieder heim mit Frieden.
> 4. Mose 27,17; Mt 9,36
> 
> 22:18   Da sprach der König von Israel zu Joschafat: Hab ich dir nicht
> gesagt, daß er mir nichts Gutes weissagt, sondern nur Böses?
> 
> 22:19   Micha sprach: Darum höre nun das Wort des HERRN! Ich sah den HERRN
> sitzen auf seinem Thron und das ganze himmlische Heer neben ihm
> stehen zu seiner Rechten und Linken.
> 2. Chr 18,18; Hiob 1,6; Jes 6,1
> 
> 22:20   Und der HERR sprach: Wer will Ahab betören, daß er hinaufzieht und
> vor Ramot in Gilead fällt? Und einer sagte dies, der andere das.
> 
> 22:21   Da trat ein Geist vor und stellte sich vor den HERRN und sprach:
> Ich will ihn betören. Der HERR sprach zu ihm: Womit?
> Jes 19,14
> 
> 22:22   Er sprach: Ich will ausgehen und will ein Lügengeist sein im Munde
> aller seiner Propheten. Er sprach: Du sollst ihn betören und sollst
> es ausrichten; geh aus und tu das!
> 1. Joh 4,6
> 
> 22:23   Nun siehe, der HERR hat einen Lügengeist gegeben in den Mund aller
> deiner Propheten; und der HERR hat Unheil gegen dich geredet.
> 
> 22:24   Da trat herzu Zidkija, der Sohn Kenaanas, und schlug Micha auf die
> Backe und sprach: Wie? Ist der Geist des HERRN von mir gewichen, daß
> er mit dir redet?
> 
> 22:25   Micha sprach: Wahrlich, an dem Tage wirst du's sehen, wenn du von
> einer Kammer in die andere gehst, um dich zu verkriechen.
> 
> 22:26   Der König von Israel sprach: Nimm Micha und bring ihn zu Amon, dem
> Stadthauptmann, und zu Joasch, dem Sohn des Königs,
> 
> 22:27   und sprich: So spricht der König: Diesen werft in den Kerker und
> speist ihn nur kärglich mit Brot und Wasser, bis ich mit Frieden
> wiederkomme.
> 
> 22:28   Micha sprach: Kommst du mit Frieden wieder, so hat der HERR nicht
> durch mich geredet. Und er sprach: Höret, alle Völker!
> 
> 22:29   So zogen der König von Israel und Joschafat, der König von Juda,
> hinauf gegen Ramot in Gilead.
> 
> 22:30   Und der König von Israel sprach zu Joschafat: Ich will mich
> verkleiden und in den Kampf ziehen, du aber behalte deine
> königlichen Kleider an. Und der König von Israel verkleidete sich
> und zog in den Kampf.
> 
> 22:31   Aber der König von Aram gebot den Obersten über seine Wagen - es
> waren zweiunddreißig - und sprach: Ihr sollt nicht kämpfen gegen
> Geringe und Hohe, sondern allein gegen den König von Israel.
> 
> 22:32   Und als die Obersten der Wagen Joschafat sahen, meinten sie, er wäre
> der König von Israel, und wandten sich gegen ihn zum Kampf, aber
> Joschafat schrie.
> 
> 22:33   Als aber die Obersten der Wagen merkten, daß er nicht der König von
> Israel war, wandten sie sich von ihm ab.
> 
> 22:34   Ein Mann aber spannte den Bogen in aller Einfalt und schoß den König
> von Israel zwischen Panzer und Wehrgehänge. Da sprach er zu seinem
> Wagenlenker: Wende um und führe mich aus dem Kampf, denn ich bin
> verwundet!
> 
> 22:35   Aber der Kampf nahm immer mehr zu an demselben Tage, und der König
> blieb im Wagen stehen gegenüber den Aramäern bis zum Abend, und das
> Blut floß von der Wunde mitten in den Wagen. Und er starb am Abend.
> 
> 22:36   Und man ließ ausrufen im Heer, als die Sonne unterging: Ein jeder
> gehe in seine Stadt und in sein Land;
> 
> 22:37   denn der König ist tot! Und sie gingen nach Samaria und begruben den
> König in Samaria.
> 
> 22:38   Und als sie den Wagen wuschen bei dem Teich Samarias, leckten die
> Hunde sein Blut - und die Huren wuschen sich darin - nach dem Wort
> des HERRN, das er geredet hatte.
> Kap 21,19; 2. Kön 9,25-26
> 
> 22:39   Was mehr von Ahab zu sagen ist und alles, was er getan hat, und das
> Elfenbeinhaus, das er baute, und alle Städte, die er ausgebaut hat,
> siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Israel.
> 
> 22:40   Also legte sich Ahab zu seinen Vätern, und sein Sohn Ahasja wurde
> König an seiner Statt.
> 
> Reich Juda: Joschafat
> 
> (vgl. 2. Chr 20,31 - 21,1)
> 22:41   Und Joschafat, der Sohn Asas, wurde König über Juda im vierten Jahr
> Ahabs, des Königs von Israel,
> Kap 15,24
> 
> 22:42   und war fünfunddreißig Jahre alt, als er König wurde; und er
> regierte fünfundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Asuba,
> eine Tochter Schilhis.
> 
> 22:43   Und er wandelte in allen Wegen seines Vaters Asa und wich nicht
> davon ab und tat, was dem HERRN wohlgefiel.
> 
> 22:44   Doch entfernte er nicht die Höhen, und das Volk opferte und
> räucherte noch auf den Höhen.
> Kap 15,14; 2. Kön 12,4
> 
> 22:45   Und er hatte Frieden mit dem König von Israel.
> 
> 22:46   Was aber mehr von Joschafat zu sagen ist und seine tapferen Taten,
> die er getan hat, und wie er Kriege geführt hat, siehe, das steht
> geschrieben in der Chronik der Könige von Juda.
> 2. Chr 17,1 - 20,37
> 
> 22:47   Auch tat er aus dem Lande, was noch übrig war an Tempelhurern, die
> zur Zeit seines Vaters Asa übriggeblieben waren.
> Kap 15,12
> 
> 22:48   Und es war kein König in Edom; ein Statthalter war im Lande.
> 
> 22:49   Und Joschafat hatte Tarsisschiffe machen lassen, die nach Ofir
> fahren sollten, um Gold zu holen. Aber sie fuhren nicht, denn sie
> zerschellten bei Ezjon-Geber.
> Kap 9,28
> 
> 22:50   Damals sprach Ahasja, der Sohn Ahabs, zu Joschafat: Laß meine Leute
> mit deinen Leuten auf den Schiffen fahren! Joschafat aber wollte
> nicht.
> 
> 22:51   Und Joschafat legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben bei
> seinen Vätern in der Stadt Davids, seines Vaters. Und sein Sohn
> Joram wurde König an seiner Statt.
> 2. Kön 8,16
> 
> Reich Israel: Ahasja
> 
> 22:52    Ahasja, der Sohn Ahabs, wurde König über Israel zu Samaria im
> siebzehnten Jahr Joschafats, des Königs von Juda, und regierte über
> Israel zwei Jahre.
> Vers 40
> 
> 22:53   Und er tat, was dem HERRN mißfiel, und wandelte in den Wegen seines
> Vaters und seiner Mutter und in dem Wege Jerobeams, des Sohnes
> Nebats, der Israel sündigen machte,
> Kap 12,28-30
> 
> 22:54   und diente dem Baal und betete ihn an und erzürnte den HERRN, den
> Gott Israels, wie sein Vater tat.
> Kap 16,31-33
>
> — *Salomo wird zum König gesalbt*

